44. me. Dunge it bon en ritet eleifte in je Bug ge n nich en Zu orgehen Atty. L gefaßt, altungs Darm ür feine ch recht daß die es foll dern es werden. egelung 12 der eine Be enthielte gegelder Derweist als be gabe der tap Tho für un Novellen ehrenden und 6 Kindes theft d Tie to ltig. Gießen. ลบ gen, Ver ranEnd 21 Gießener Zeitung ( Gießener Tageblatt) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. - Politische Rundschau. Die Nachprüfung des deutsch- polnischen Grenzzwischenfalls bei Neuhoefen ist soweit gefördert worden, daß feststeht, daß die deutschen Grenzbeamten nichts weiter als ihre Pflicht und Schuldigkeit getan haben. Die Verhandlungen zwischen den Vertretern der Arbeitgeberverbände und den Gewerkschaften über die Ueberwindung ber Wirtschaftskrise sind Freitag wieder aufgenommen worden. Die Wiederaufnahme ist die Folge einer neuen Einladung von den Unternehmern am Donnerstag in den späten Abendstunden an die Gewerkschaften. Die Unterausschüsse zur Vorbereitung der Länderkonferenz Find auf den 20. Juni, der Verfassungsausschuß auf den 21. Juni einberufen worden. Mit der Auflegung der Younganleihe wird am Dienstag oder Mittwoch nach Pfingsten gerechnet. Das Reichsgericht hat der Beschwerde der sozialdemokratischen Eisenacher Volkszeitung gegen das vom Thüringer Innenminister Frick für die Dauer von zwei Wochen ausgesprochene Berbot dieser Zeitung stattgegeben und das Verbot aufgehoben. In den Pariser Bantiersverhandlungen konnte noch im= mer feine Einigung über die Younganleihe erzielt werden. Das Breslauer Oberlandesgericht verurteilte den polnischen Zollbeamten Anton Lisza wegen Verbrechens gegen das Spionagegesetz zu zwei Jahren Gefängnis. Der Kommunistenführer Max Hölz, der seinerzeit den mitteldeutschen Aufstand verursachte, ist von der Kommunistischen Atademie in Mostau eingeladen worden, dort Vorlesungen zu halten. Hölz hat die Berufung angenommen und wird über Taktik des Bürgerkrieges lesen. Der englische Ministerpräsident Macdonald gab im Unterhause bekannt, daß sich die Regierung gegen den Bau des Kanaltunnels entschieden habe. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 7. Juni 1930 Seite stellen und damit und im Zusammenhang mit dem Vertrag von Rapollo und den preisgegebenen 1% Milliarden Goldmark Wiederaufbauentschädigung( gegenüber Frankreich und Belgien) die Forderung aufstellen auf Veröffentlichung des gesamten Materials der Verhandlungen und Verträge, die sich auf die Rechtsansprüche der deutschen ehemaligen Kriegsgefangenen gegenüber den chemaligen Feindstaaten beziehen. Wie verlautet, wird auf der diesjährigen Haupttagung der ehemaligen Kriegsgefangenen in Poeßned i. Thür., Ende August, in der Arbeitsgemeinschaft der Vereinigungen ehemaliger Kriegsgefangener Deutschlands e. V. die Frage der Klagbarmachung der materiellen Rechtsansprüche der ehemaligen Kriegsgefangenen gegen das Reich einen Hauptgegenstand der Beratungen bilden. Inzwischen wird der Reichstag sich mit dieser Angelegenheit befassen müssen. - Youngplan und Hugenberg. Der Haß und die große Zahl der Gegner von Hugenberg beweisen die Furcht vor diesem kleinen, aber ganz nüchtern denkenden Mann. Selbst die deutsche Volkspartei unter Stresemann nannte den einen Verbrecher, der mit Hugenberg es wagte, den Youngplan abzulehnen. Heute, nach der Annahme des Youngplans sieht wohl jeder Deutsche, was wir uns angerichtet haben. Mussolini ist gefragt worden, was es gegeben hätte, wenn Deutschland den Youngplan „ Niente“, das heißt„ Gar nichts" hat es la abgelehnt hätte. erwidert. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Hugenbergs Geist ruht und rastet aber nicht, Mittel und Wege zu zeigen, um den Youngplan zu durchbrechen. Jetzt schreibt er folgendes: Es herrscht ein Ueberangebot von Rohstoffen aus dem Ausland. Den Feinden fehlt der Marki; Deutschland aber bildet noch einen der Hauptabnehmer. Die ganze Welt ist mehr oder weniger auf die Ausnutzung der Verkehrslage im Herzen Europas angewiesen. Deshalb stellt Hugenberg den Satz auf: Wer immer von dem Raume Mitteleuropas- das ist, so lange wir ihn nicht erweitern, der deutsche Raum Gebrauch machen will, von seinem Markte, von - - Die Deckungsgefeße der Reichsregierung. seiner Berkehrslage, von seiner Kultur, der muß mittragen helfen an den Lasten, die uns die Welt im Bunde mit deutscher Torheit, Schwäche und Untreue auferlegt hat. g Erhöhung der Arbeitslosenversicherung um 1 Prozent. Das Notopfer für alle Festbesoldeten beschlossen. Eine Ledigensteuer. Die Reichsregierung schlägt vor: Minister Stegerwald begründete am Freitag vor der Presse die Kabinettsbeschlüsse zur Sanierung des Reichshaushaltes. Die Beschlüsse, die der Genehmigung des Reichsrats und des Reichstags bedürfen, sehen 1. a. ein Notopfer der Festbesoldeten in Höhe von 4 Prozent eines Jahreseinkommens vor! die Einkommensteuer für Ledige wird fünftig 15 Prozent betragen. Der Minister entwickelte im Anschluß daran ein großzügiges Arbeitsbeschaffungsprogramm, das vor allem die darniederliegende Bautätigkeit beleben soll. Alles in allem erfordert die finanzielle Lösung des gesamten Arbeitslosenproblems zwei Milliarden, von denen 850 Millionen neu zu decken waren.d Youngplan gegen ehemalige Kriegsgefangene. Berlin, den 5. Juni. In Verfolg der gegenwärtigen Erörterung der immer noch unerfüllt gebliebenen materiellen Rechtsansprüche der deutschen ehemaligen Kriegsgefangenen hat die Veröffentlichung eines Abschnittes der amtlichen Denkschrift Nummer 1619, die vom Auswärtigen Amt dem Reichstag zugeleitet wurde und die sich mit dem Youngplan befaßt, in den Kreisen der deutschen ehemaligen Kriegsgefangenen größtes Aufsehen erregt. Zuerst wird nämlich darauf hingewiesen, daß Deutschland es abgelehnt habe, auch die Ansprüche für Rechnung deutscher Privatpersonen in den Verzicht mit einzubeziehen. Man habe sich dahingehend geeinigt, daß hier in erster Linie die reinen Staatsforderungen unter die Bedingung Der Gegenseitigkeit gestellt werden. Darüber hinaus", so sagi Die amtliche Denkschrift weiter ,,, ist nur auf zwei Gruppen von Ansprüchen verzichtet, und zwar einmal auf die noch nicht ge= regelten Ansprüche der Kriegsgefangenen und auf die Ansprüche aus den Schutzgebietsanleihen." Diese Ansprüche der deutschen ehemaligen Kriegsgefangenen gegen England allein werden für das Teilgebiet der Sanitätssold- Guthaben auf 3 Millio nen Mark errechnet. Die ehemaligen Kriegsgefangenen, die - so durch die Unterhändler im Haag, durch die Reichsregierung und schließlich durch die Reichstagsmehrheit in ganz eindeutiger Weise um ihr Rechtsmittel gegenüber England als dem schuldterischen Teil gebracht worden sind, beschweren sich, oaß sie wiederholt, und zwar im vorliegenden Fall der Sanitätsguthaben, um ihr international festgelegtes materielles Recht ge= tommen sind. Sie haben sich daher an den Reichstag gewandt und in ihrer Denkschrift( Bremen 479) gerade auch die Sache der Guthaben der Angehörigen des Sanitätspersonals als ein Beispiel für die Rechtsnot der 800 000 überlebender ehemaligen Kriegsgefangenen hingestellt, dem sie u. a. den Verzichtspakt der Reichsregierung mit Frankreich über die., Guthaben und das Eigentum der Kriegsgefangenen"( 30. Oktober 1926) zur Nummer 45 Die Aufwertungsnovelle. Die Unsicherheit, die die Kreise der Hypothekenschuldner und Gläubiger seither hinsichtlich der am 31. Dezember 1931 eintretenden Fälligkeit der Aufwertungshypotheken beherrschte, dürfte ihrer demnächstigen Lösung entgegengehen. Trotz der scheinbaren Geldflüssigkeit, die in der wiederholten Herabsetzung des Reichsbankdiskontsatzes ihren Ausdrud gefunden hat, hat sich am Hypothekenmarkt kaum etwas geändert, wenn man davon absieht, daß es heute leichter ist, erstklassige Hypotheken überhaupt zu erlangen. Der Absatz an Pfandbriefen ist ein sehr reger geworden, die Frage ist nur die, ob diese Pfandbriefe in Hände gekommen sind, die sie als dauernde Kapitalanlage ansehen, oder ob sie von Instituten erworben wurden, die darin eine 3. 3t günstige Anlage ihrer flüssigen und sonst nicht vorteilhaft unterzubringenden Gelder erblicken, sie aber, wenn dieser Umstand wegfällt, die Pfandbriefe wieder abstoßen. Heute herrscht noch der Sprozentige Pfandbrieftyp vor, der Kurs ist nahe an Pari gestiegen. Das heißt, neben den davon unabhängigen Zöllen eine ,, Reparationsabgabe auf alle Waren legen, die vom Auslande nach Deutschland eingehen, auch auf die Rohstoffe. Diese Reparations: abgabe wird, so lange der Youngplan besteht, das Ausland zahlen. Denn es braucht unseren Markt. Es wird uns auch feine Rohstoffe sperren, weil es für alle unseren Markt braucht. Es wird uns auch deshalb nicht einen Zentner Ausfuhrwaren weniger abnehmen. Denn wir werden den deutschen Ausführenden auf ihre Ausfuhrmengen selbstverständlich die darin steckenDen Reparationsabgaben zurückerstatten. Und wir werden die deutsche Fertigware( sowie Halbfabrikate) durch eine der Reparationsabgabe entsprechende Zollerhöhung gegen ausländischen Mißbrauch der Reparationsabgabe schützen. Außerdem wird schließlich der Unsinn des Youngplans in der Richtung der Aufnahme deutscher Waren zwingend auf das Ausland wirken. Unsere inländischen Verbraucher aber wird alsdann die deutsche und die Weltfinanzlage vor hohen Preisen schützen. Etwa 50 v. 5. oder mehr von den Younglasten wollen wir auf solche Weise dem Auslande auferlegen. T „ Graf Zeppelin" wieder daheim. Friedrichshafen. Das Luftschiff ,, Graf Zeppelin" landete heute abend nach beendigter Südamerikafahrt um 19,21 Uhr ohne die geringsten Schwierigkeiten mit Hilfe des Höhensteuers, so daß nicht einmal die Haltetaue ausgeworfen zu werden brauchten. Das Werftgelände ist von etwa 10 000 Zuschauern umlagert. Auf dem Platz spielt die städtische Musikkapelle, während sämtliche Automobile, etwa 200 an der Zahl, mit ihren Hupen einen ohrenbetäubenden Lärm vollführen. Die Glocken der drei Stadikirchen läuten bereits seit 7 Uhr zur Feier des Empfangs. Auf dem Luftschiffgelände ist Polizei und Feuerwehr aufgeboten, da ein sehr zahlreiches Publikum Zutritt zum Landungsplatz erhalten hatte. * Der Reichsverkehrsminister an Dr. Edener. Berlin. Reichsverkehrsminister von Guérard hat an Dr. Eckener folgendes Telegramm gerichtet: Es mag richtig sein, daß für diese täglichen Gelder erleichterte Zahlungsbedingungen eingetreten sind. Der Hypothekenmarkt ist bis jetzt nicht davon berührt worden, da die Voraussetzungen hier doch ganz andere sind. als für tägliches Geld. Wir sind aber der Auffassung, daß Sparkassen und Hypothekenbanken sehr wohl ihre Bedingungen für Hypotheken erleichtern könnten, da sie eine gewisse Verpflichtung haben, das ihrerseits Mögliche dazu beizutragen, endlich den für unsere Verhältnisse unerträglich hohen Zinsfuß auf ein normales Maß herunterzuschrauben. Der Grundsatz des Verdienens sollte von diesen Instituten volkswirtschaftlichen Erwägungen nicht vorangestellt werden. ,, Wiederum kann ich Ihnen, Ihrer Besatzung und allen Ihren Mitarbeitern namens der Reichsregierung die herzlichen Glückwünsche zur Vollendung einer großen Luftverkehrsleistung aussprechen. Die jetzige Reise des„ Graf Zeppelin" hat zum ersten Male ein Luftschiff auf die südliche Halbfugel der Erde geführt, und die Möglichkeit eines harmonischen Zusammenarbeitens von Luftschiff und Flugzeug im Transozeanverkehr praktisch verwirklicht. Sie haben damit dem Luftverkehrswesen einen neuen großen Dienst erwiesen. Das deutsche Volk, das an die Entwicklung der Luftfahrt tatkräftigen Anteil nimmt, wird Ihnen und Ihren Mitarbeitern voller Begeisterung Dant wissen." Unsere Reichsorganisation hat bei den Vorarbeiten zu dem Entwurf mit der Reichsregierung in dauernder Fühlung gestanden. Sie hat auch den u. E. richtigen Standpunkt vertre= ten, von einem allgemeinen Moratorium am 1. Januar 1932 abzusehen, da, abgesehen von dem Widerstand, dem eine solche Maßnahme auf der Gläubigerjeite begegnet wäre, dadurch die bestehenden Schwierigkeiten nicht beseitigt, sondern auf einen späteren Termin vertagt worden wären. Andererseits steht die Reichsregierung auf dem Standpunkt, daß es, angesichts der Schwierigkeiten auf dem Hypothekenmarkt, nicht angängig ist. am 1. Januar 1932 den Dingen einfach ihren Lauf zu lassen, da unser im Aufbau begriffenes Wirtschaftsleben eine derartige Erschütterung nicht vertragen könnte. Der Entwurf der Reichsregierung hat einen Mittelweg gewählt, der auch rechtlich als durchaus tragbar erscheint. Grundsätzlich wird die Auswertungshypothef am 31. Dezem ber 1931 nur dann fällig, wenn der Gläubiger mit Frist von einem Jahr, d. h. spätestens am 31. Dezember 1930, kündigt. Soweit die wirtschaftlichen Verhältnisse es gestatten, soll der Auswertungsgläubiger ab 1. Januar 1932 zu seinem Gelde gelangen können. Andererseits soll eine Zusammenballung der Fälligkeitstermine auf den 1. Januar 1932. vermieden und darauf hingewirkt werden, daß die Fälligkeitstermine derart verteilt werden, daß die Gläubiger, die das Kapital dringend be= nötigen, es zurüdfordern können, daß dagegen die Aufwertungsbiger nicht brin hypotheken, welche der Gläubiger dringend benötigt, stehen bleiben und auf einen späteren Termin erst fällig gemacht werden zu diesem Zwecke wird der gesetzliche Zinssatz für die Aufwertungshypotheken ab 1. Januar 1932 angemessen erhöht werden, so daß unter diesen Umständen eine Verständigung zwischen Gläubiger und Schuldner erfolgen soll. Der Leitgedanke ist der, daß die Wirtschaft soweit möglich sich selbst helfen soll und daß der Gesetzgeber nur da eingreift, wo die wirtschaftliche Selbsthilfe eben nicht möglich ist. Da wir den Entwurf der Regierung nebst amtlicher Be> gründung nachstehend im Wortlaut wiedergeben, können wir uns hier auf eine gedrängte Wiedergabe der Hauptbestimmungen des Entwurfs beschränken: 1. Alle Aufwertungshypotheken und die durch Hypothek gesicherten persönlichen Forderungen nach§ 9 des Aufwertungsgesetzes sind vom 1. Januar 1932 ab über den jetzigen 5prozentigen Zinssatz hinaus mit einem Hundertsag zu verzinsen, den die Reichsregierung mit Infrafttreten des Gesetzes noch festsetzt. 2. Die Mehrzinsen sollen den Rang der betreffenden Hypothet haben, so daß der§ 1119 BGB. ausgeschaltet wird und die Haftung des Grundstüces für die Mehrzinsen über 5 Prozent hinaus nicht mehr der Zustimmung der nachstehend Berechtigten bedarf. 3. Grundsätzlich wird am 1. Januar 1932 als Fälligkeitstermin festgehalten, jedoch bringt der Entwurf für eine dreijährige Zeitspanne vom 1. Januar 1932 bis 31 Dezember 1934 eine Reihe von Sondervorschriften hinsichtlich der Kündigung und Rückzahlung, die die Abwicklung der Umschuldung in dieser Schonfrist erleichtern wollen. 4. Die Rückzahlung innerhalb dieses Zeitraumes wird davon abhängig gemacht, daß Gläubiger und Schuldner schriftlich fündigen. 5. Die Kündigungsfrist für den Gläubiger beträgt ein Jahr. Die Kündigung ist nur für den Schluß eines Kalender Samstag, den 7. Juni 1930. ,, Gießener Zeitung" Nr. 45. vierteljahres zulässig. Will also der Gläubiger seine Hypo-| Die Reichszuschüsse für Thüringen abermals gesperrt.| Leuschner, der entgegen dem Ausschußbericht in die Leithet am 1. Januar 1932 zurückhaben, so muß er bis zum 1. Januar 1931 fündigen. Dies ist gleichzeitig der früheste Kündigungstermin. 6. Kann der Schuldner bei Kündigung nicht zahlen, so kann er bis zum Schluß des auf die Kündigung folgenden Ka-, lendervierteljahres bei der Aufwertungsstelle Zahlungs. frist verlangen. 7. Die Zahlungsfrist darf höchstens drei Jahre betragen, nämlich bis zum 31. Dezember 1934. Sie soll nur bewilligt werden, wenn der Schuldner nachweist, daß er die Barmittel zur Rückzahlung nicht besitzt und sie sich auch nicht zu Bedingungen beschaffen kann, die ihm billigerweise zugemutet werden können. Die Zahlungsfrist soll nicht be= willigt werden, wenn sie unter Berücksichtigung der Verhältnisse des Eigentümers und des Schuldners für den Gläubiger eine unbillige Härte bedeutet. Die Aufwertungsstelle kann die Bewilligung der Zahlungsfrist auch von der Leistung einer Abschlagszahlung, Sicherstellung und anderen Bedingungen abhängig machen. 8. Die Zahlungsfrist kann nur einmal bewilligt werden. 9. Wird überhaupt nicht gekündigt, so rückt die normale, vertragliche Fälligkeit vom 1. Januar 1932 automatisch auf den 31. Dezember 1934, wobei für diese Zeit der erhöhte Zinssatz zu zahlen ist. 10. Der von der Reichsregierung festzusetzende erhöhte Zinssatz findet ebenfalls auf Kündigungs- und Tilgungshypotheken Anwendung. Ein Zwischenzins bei vorzeitiger Zahlung darf nach dem 1. Januar 1932 nicht mehr abgezogen werden. 11. Der Schuldner hat eine dreimonatige Fündigungsfrist, die vertraglich nicht beseitigt werden darf. Wie in allen wichtigen Fragen wird der Zentralverband zu dem Gesetzentwurf und zu dem gesamten Problem des Jahres 1932 in einer ausführlichen Denkschrift Stellung nehmen, die bereits in allernächster Zeit der Oeffentlichkeit übergeben werden wird. Auch Vorstand und Reichsausschuß des Zentralverbandes werden sich besonders mit dieser Frage noch befassen. Offensichtlich ist auch, daß dem Hausbesik für die Mehrzinsen ab 1. Januar 1932 ein voller Ausgleich gegeben werden muß. Der Gesetzentwurf liegt bereits dem Reichswirtschaftsrat Dor. Berichterstatter in dieser, für den Hausbesitz überaus wichtigen Frage ist neben dem bekannten Handelsrechtler, Rechtsanwalt Dr. Hachenburger- Mannheim, der Präsident unserer Reichsorganisation, Herr Stadtrat Humar- München. Soweit wir bis jetzt aus Presseäußerungen feststellen konnten, begegnet der Entwurf auch in den Gläubigerkreisen keinem grundsätzlichen Widerspruch. Keine neuen Reichsbauten. Berlin, 5. 6. Nach den Vorschlägen des Reichsfinanzmini sters soll die Neubautätigkeit des Reiches bis zum 1. April. 1935 ganz eingestellt werden. Bis zu diesem Zeitpunkt dürfen Ausgabenmittel für Neubauten nur in Fällen dringendster: dienstlicher Bedürfnisse in den Haushalt eingestellt werden. Geplante Neubauten des Reichstags und für das Reichswehrminifterium dürfen vor dem genannten Zeitpunkt nicht in Angriff genommen werden. Schöne weiße Zähne Auch ich möchte nicht verfehlen, Ihnen meine größte Anerkennung und vollste Zufriedenheit über die ChlorodontBahnpaste" zu übermitteln. Ich gebrauche Chlorodont schon seit Jahren und ich werde ob meiner schönen weißen Zähne oft beneidet, bie ich letzten Endes nur durch den täglichen Gebrauch Ihrer„ ChlorodontC. Reichelt, Schwer, Amt Niemberg, Zahnpaste" erreicht habe." Saalfreis.Chlorodont: Zahnpaste 60 Pf. und 1 M., Zahnbürsten, Mundwasser 1 Mt. bei höchster Qualität. In allen Chlorodont Berlaufstellen zu haben Kinder, Eltern, Lehrer. Die Antwort der thüringischen Staatsregierung auf den Brief des Reichsinnenministers Dr. Wirth bezüglich der Zuschüsse des Reiches für die thüringische Landespolizei ist im Reichsministerium des Innern eingegangen. In diesem Schreiben führt das thüringische Staatsministerium aus, daß es sich dem von Dr. Wirth geäußerten Standpunkt nicht anschließen könne und die Beschlsse des Staatsministeriums aufrecht erhalte. Aus diesem Grunde hat der Reichsminister des Innern verfügt, daß Zahlungen an das Land Thüringen vom Reich nicht mehr geleistet werden. Berlin verliert 60 Millionen. Berlin. Die bekannten Grundstücksgeschäfte haben der Stadt Berlin nicht nur eine Schuldenlast von 5-600 Millionen RM. auferlegt, sie werden ihr obendrein auch noch größere Verluste einbringen. Der Berliner Magistrat verteidigte sich gegen die Angriffe bisher damit, daß er die Grundstücke später günstig verkaufen könne. Jetzt stellt sich heraus, daß der Magistrat einen geradezu unmöglichen Vertrag mit einer amerikanischen Baugesellschaft über die Grundstücke am Alexanderplatz abgeschlossen hat, aus dem der Stadt mindestens 60 Millionen Mark Verluste entstehen dürften. In diesem Vertrag lauten alle Bestimmungen zugunsten der Amerikaner. Die Stadt hat ihnen sogar das Risiko bei der Vermietung der zu errichtenden Gebäude abgenommen. Barrikaden gegen Vollstreckungsbeamte. Die Bauern der Gemeinde Niendorf im Regierungsbezirk Stade, die von Vollstreckungsbeamten des Landratsamtes Neuhaus a. d. Oste gepfändet werden sollten, haben sich zusammengerottet, die Straßen aufgerissen und sich mit Ackergerätſchaften bewaffnet. Auf zwei Wegen, die von den Beamten benutzt werden mußten, hatten sie eine Art Barrikade errichtet, so daß die von den Bauern auf der Straße ganz offen bedrohten Beamten genötigt waren, unverrichteter Sache wieder umzukehren. Die Bauern haben auf diese Weise den Landratsbeamten und den ihnen zur Begleitung mitgegebenen Landjägern das Betreten unmöglich gemacht. Bolizei im besekten Hessen. Darmstadt. Die Weiterberatung des Polizeikapitels im hessischen Landtag am Donnerstag wurde wieder sehr lebhaft geführt. Der volksparteiliche Abgeordnete Kunkel- Worms geht von dem Wormser Kommunistenkrawall aus und betont die Notwendigkeit einer starken Polizei im besetzten Gebiet nach Abzug der Besatzung. Wenn die dritte Zone frei werde, sei zu befürchten, daß das besetzte Gebiet zum Tummelplatz der radikalen Elemente würde; dann müsse sich die zugesicherte Hilfe dahin auswirken, daß alle verfügbaren Kräfte im besetzten Gebiet eingesetzt würden. In einem Schlußwort erklärt Minister Leuschner, daß die Zahl der Polizei durch die Entente festgelegt sei. Im übrigen setzt sich der Minister für die Beibehaltung handwerklicher Betriebe in der Polizei ein und weist darauf hin, daß„ das Handwerk mit einem unserer Aufträge für Stahllieferungen an die Polizei unerhörten Mißbrauch getrieben habe". Die gelieferten Stühle seien in Estfand und Finnland(!) bestellt worden und hätten nur einer Schröpfung der Staatskasse gedient. Obgleich das Verhältnis zwischen Schule und Haus auch heute noch viel zu wünschen übrig läßt, obgleich es in den Städten noch häufig vorkommen mag, daß sich Klassenlehrer und Eltern überhaupt persönlich gar nicht kennen, so darf aus der Erfahrung heraus doch auch wieder behauptet werden, daß im allgemeinen die Eltern heute in näherer Verbindung mit der Schule leben als früher. Für die Grundschule trifft Es ist diese erfreuliche Feststellung wohl noch besonders zu. hauptsächlich die Mutter, die heute vielfach den Gang zur Schule macht, um dort ihrer kleinen Kinder Schicksal weiter zu verfolgen und auch etwas von dem neuzeitlichen Schulleben kennen zu lernen. Die Eltern können den Gang zur Schule umso lieber und unbefangener tun, als es auch dem heutigen gewissenhaften Lehrer nur erwünscht sein wird, mit der Fa milie in steter Fühlung zu bleiben. Die gegenseitigen Aus sprachen zwischen Eltern und Lehrern sind fast immer ertragreich. Da kann von beiden Seiten manches Mißverständnis weggeräumt werden. Es fehlt freilich auch nicht an Fällen, wo es zu ärgerlichen Meinungsverschiedenheiten, ja Zusammen stößen kommt, zu bedauerlicher Entfremdung beider Teile. Abei auch da, wo man äußerlich glatt, scheinbar überzeugt auseinandergeht, da bleibt nicht selten im geheimen ein ungeflärter Rest übrig, es lebt doch manchmal die Ueberzeugung weiter, daß der andere Teil nicht recht gesehen und zutreffend geur teilt hat. Meist werden es die Eltern sein, besonders die Mütter, die mit der Meinung von dannen gehen, daß ihr Kind doch falsch eingeschätzt, daß es verkannt wird. Woraus erklärt sich dieser Umstand? Wer beurteilt das Kind tref fender, die Eltern oder der Lehrer? Nach Erledigung des Polizeikapitels geht es im Eiltempo über die übrigen Kapitel: Arbeitshaus Dieburg, Landesstatistisches Amt. Aerztlicher und Tierärztlicher Dienst und Hebam menlehranstalt in Mainz. Es folgen Abstimmungen; angenommen wird die Vorbemerkung, die zum Kapitel 31 der Regierung die Ermächtigung gibt, 1930 eine neue Kreiseinteilung vorzunehmen. Zum Schluß gibt es noch eine heftige Auseinander> setzung zwischen dem Demokraten Reiber und Minister Die Mutter wird natürlich behaupten, daß sie ihr Kind am besten kennt und es spricht ja auch viel dafür. Die Mutter hat ihr Kind von klein auf und fast immer um sich, jeden falls mehr als der Lehrer, der es nur an einigen Stunden des Tages sieht und der die Klasse ja auch manchmal wechselt. Die Mutter hat also viel mehr Gelegenheit, ihr Kind zu beobachten. Dazu kommt, daß sich ihr gegenüber das Kind ganz anders gibt als in der Schule, wo die Gegenwart der anderen Kinder, tung des Alicestiftes einen Verwaltungsfachmann berufen hat und keinen Schulmann. Darmstädter Zahlungssperre. Darmstadt. In der gestrigen Stadtratssitzung teilte Bür germeister Delp mit, daß die Aufsichtsbehörde eine Zwangsetatisierung zunächst abgelehnt hat, daß sich also Verwaltung und Stadtrat gezwungen sehen, ein Kompromiß zu schließen. Die Zahlungssperre" des Oberbürgermeisters wird einmütig verurteilt, und er wird gebeten, schnellstens aus dem Erholungsurlaub in der Schweiz an das Arbeitspult zurückzukehren. Et wird wohl kurz nach Pfingsten wieder in den heimischen Mauern sein, wo ihn in der nächsten Stadtratssitzung unangenehme Debatten erwarten. ferner die immerhin fremdere Person des Lehrers, das ganze Schulleben es daran hindert, offen aus sich heraus zu gehen, sich aufrichtig zu geben. Der Mutter aber erschließt sich das Kind ganz und gar, zu ihr kommt es mit seinen großen und fleinen Freuden und Nöten, da gibt es sich, wie es eben denkt und fühlt. Dieser unbefangenen Hingabe kommt die große, die fast immer aus der Liebe heraus gesteigerte Teilnahme der Mutter entgegen. Sie trägt ihr Kind immer im Herzen, sie hat für alle seine Lebensregungen einen empfänglichen Sinn, sie will beobachten und erforschen, sie möchte ein möglichst vollDie Mutter erkennt kommenes Bild ihres Kindes erlangen. Der Offenbacher Etat angenommen. In einer 4½stündigen Sitzung des Stadtrates wurde der Haushaltsplan der Stadt Offenbach, der mit 35 552 000 RM. abschließt und einen ungedeckten Fehlbetrag von 2722 500 RM. enthält, mit den Stimmen der Sozialdemokraten, des Zentrums und der bürgerlichen Arbeitsgemeinschaft angenommen. Gleichzeitig wurde eine Steigerung des Wassergeldes von 30 auf 35 Pfg. pro Kubikmeter, eine Erhöhung der Steuer vom bebauten Grundbesitz um 10 Pfg. und demgemäß eine Steigerung der Friedensmiete um 2 Prozent auf 124 Prozent mit dem gleichen Stimmenverhältnis beschlossen. Die städtische Sondergebäudesteuer, die Gewerbe- und die Filialsteuer wurden mit den Sätzen des Vorjahres genehmigt. ihr Kind auch in seiner gesamten Persönlichkeit, nicht nur wie es lernt, was es kann, sondern auch wie es sonst in seiner ganzen Art ist, sie erlebt und kennt seine Charaktereigentümlichkeiten, seine Stärken und Schwächen; aus der Vererbung, aus der Familiengeschichte wird ihr mancher findliche Wesens> zug klar. * Neue Mieten für Groß- Mainz. Darmstadt. Das hessische Gesamtministerium hat die Verordnung über die Mietzinsbildung in der Stadt Mainz wie folgt abgeändert: Die gesetzliche Miete wird festgesetzt: a) Für Alt- Mainz und die Stadtteile Mainz- Kastel, Mainz- Kestheim und Mainz- Mombach 124 Prozent der Friedensmiete, b) für Mainz- Bischofsheim, Mainz- Bretzenheim und Mainz- Weisenau 122 Prozent; ch für Mainz- Ginsheim 120 Prozent. 250 000 Arbeitslose in Newyork. Die ersten offiziellen Ziffern über den Stand der Arbeitslosigkeit in Newyork- City liegen nunmehr vor. Wie auf Grund der kürzlich durchgeführten Valkszählung ermittelt wurde, beträgt die Zahl der Arbeitslosen in dem Stadtgebiet von Newport insgesamt 250 000: Sowjetspionage. Bukarest. Wie aus Kischinem berichtet wird, ist es gelungen, die gesamte sowjetrussische Spionageorganisation in Bessara bien auszuheben. Nicht weniger als 18 Spionagezentralen seten aufgedeckt und über 100 Verhaftungen vorgenommen worden. Die Spione arbeiteten in rund 60 kleinen Geschäftsläden, um ihre Tätigkeit unbemerkt betreiben zu können. Die Aufdeckung erfolg te durch die Verhaftung eines russischen Kuriers, der heimlich über den Dnjepr gefommen wun Der Lehrer steht der Mutter von vornherein in zweifacher Beziehung nach. Er hat eine ganze Klasse zu betreuen, hat sie nur ein Jahr vor sich, im günstigsten Falle einige Jahre. De fann ihm wohl mal das eine oder andere, aber nicht jedes Kind so nahe kommen wie der Mutter. Sodann fehlt ihm aber doch bei aller Menschenliebe das Mutterherz. Er wird nicht mit der ganzen Liebe und tiefen Teilnahme einer Mutter allen Aeußerungen seiner Schüler wachgehen, eben auch darum nicht, weil auch das Kind das herausfühlt und in einer gewissen Entfernung zum Lehrer bleibt. Der heutige Lehrer ist zwar vom Gedanken durchdrungen, daß er nicht nur zu unterrichten, sondern auch zu erziehen hat; er wird sich auch die größte Mühe geben, die ganze kindliche Persönlichkeit kennen zu lernen und zu bilden, aber sein Beruf bringt es doch mit sich, daß er seine Aufmerksamkeit meistens auf den Unterricht verwendet. Er wird daher auch besser als die Eltern imst inde sein, die Anlagen und Schulleistungen des Kindes zu beurtei= lei. Vor allem sieht er das Kind unter den vielen anderen; er fann leicht vergleichen. Die Eltern sind vielleicht von den guten Leistungen ihres Kindes überzeugt, aber sie sehen doch nur ihr Kind, nicht die ganze Klasse, nicht die anderen noch tüchtigeren Kinder. Der Lehrer beurteilt den Schüler als GemeinDurch Gas Hingerichtet. Im Gefängnis des amerikanischen Staates Nevadi, in Carson, wurde der Berufsspieler White, der einen anderen Spieler ermordet hatte, durch Gas hingerichtet. White wurde an einen Stuhl festgebunden, vor sich zwei Krüge mit Sch vefelsäure. Ueber diesen waren in einem Gefäß ein Dußend Blau säurefugeln angebracht. Sobald der Raum von den Anwesenden verlassen und versiegelt war, zog man draußen an einer Schnur, und die Blausäurefugeln fielen in die Schwefelsäure. Augen blicklich entwickelte sich ein tödfiches Gas. Der Verurteilte machte eiirige tiefe Atemzüge und war nach drei Minuten tot. Gamstag, den Aufhebu Der 1. Juli b würdiger Tag Schaft in Italie nicht so weit, e Termin, der den endlich ihr volles Mufiolini hat es g noch einmal dem ausdrüdlich und f gefamte Gejeggebu beseitigt werden. Die Frage, d stellen wird, ist Wohnungszwangs italienische Regie gen, ohne die not schaftswesen. Auch die Mutter hat dazu zwar Gelegenheit, denn sie sieht das Kind täglich im Verhältnis zu seinen Geschwistern, beobachtet es im Spiel mit seinesgleichen. Aber der Lehrer hat das Kind immer in der Gemeinschaft der anderen vor sich, immer unter vielen Mitschülern. Dadurch kann er doch eher zu anderen und zu treffenderen Urteilen kommen, als die Eltern. Wenn ihm die elterliche Einstellung zum Kinde abgeht, dann damit auch ein gewisser Nachteil, nämlich die Neigung, clles beim Kinde schön zu finden, in ihm ein Wanderkind zu er blöcken, der Lehrer wird in der Regel unbefangener und des halb nicht selten richtiger urteilen. Wer also feunt das Kind am besten?, die Eltern oder der Lehrer. Wir können nicht den einen Teil allein nennen; beide haben reichlich Gelegenheit, das Kind zu beobachten und aus der Erfahrung zum rechten Urteil zu gelangen. Wenn beide Erzieher nicht immer übereinstimmen, liegt es zum großen Teil an der verschiedenen Einstellung und besonders daran, daß die Eltern ihr Kind mehr als Einzelwesen daheim im Hause femmen lernen, der Lehrer es dagegen mehr als Glied einer größeren Gemeinschaft sieht. Wenn eine verschiedene Beurteilung so leicht möglich ist, ist die gegenseitige Aussprache umso nötiger. Wenn sie in guter Absicht und in der nötigen Ruhe geführt wird, werden Eltern und Lehrer dadurch neue Einblide gewinnen, Irrtüme werden aufgeklärt und beseitigt werden. Es ist nicht nut für das Kind, sondern auch für Eltern und Lehrer am besten wenn Einigkeit zwischen beiden Erziehern herrscht und richt das quälende Gefühl im Herzen zurückbleibt, daß das Kind falsch oder etwa gar bewußt ungerecht beurteilt und behandelt wird. Evangelisches Jugendtreffen auf der Kapersburg. Zu einem Jugendtreffen größeren Stils hat der Landesjugendpfarrer Lic. von der Au- Darmstadt die evangelische Jugend der Wetterau für den Sonntag nach Pfingsten, 15. Mai, eingeladen. Als Tagungsort wurde einer der schönst gelegenen Plätze des vorderen Taunus gewählt, das ehemalige römische Kastell Kapersburg am Pfahlgraben, unweit Friedberg und Bad Nauheim. terschuhgefehe auf Regierung, oder b darin find sich di Deutschland alle 3wangswirt/ haft daß an eine Auf nicht gedacht werd Selbstverständl fort jagen: ja, in gewöhnlichste und um etwas Unbeq nicht die dortigen übertragen! Und mehr sind. Mit Verlau dortigen Wohnun den kann, währe nen glaubt? D Weltkrieg, der zwang, genau wi ges zu gejeglichen marties, welche m Charakter annahm ärgften Schwierigt überzugehen- ga fentlich nicht mit Krieg gewonnen fajfung. Den We Die fogenannten weniger genau fo land. Jtalien g Wer das nicht Städte an: Rom 1. 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Das heißt, noch ist es ja nicht so weit, es fehlen noch einige Wochen bis zu diesem Termin, der den auch in Italien schwer geprüften Hausbesitzern endlich ihr volles Recht wieder zuteil werden lassen soll. Aber Mussolini hat es gesagt, und er hat es erst vor wenigen Wochen noch einmal dem italienischen Reichsverband der Hausbesitzer ousdrücklich und schriftlich bestätigt: ab 1. Juli 1930 wird die gesamte Gesetzgebung zum Schutze der Mieter mit einem Schlag beseitigt werden. Die Frage, die man sich in Deutschland zweifelsohne jetzt stellen wird, ist die: wie ist es möglich, daß in Intalien die Wohnungszwangswirischaft aufgehoben werden kann, daß die italienische Regierung den Mut aufbringt, von heute auf morgen, ohne die notwendigsten Vorsichtsmaßregeln, sämtliche Mieterschutzgesetze außer Kraft zu setzen, während doch die deutsche Regierung, oder besser gesagt, die deutschen Regierungen darin sind sich die zahllosen Regierungen der letzten Jahre in Deutschland alle gleich geblieben, daß sie die Aufhebung der Zwangswirtschaft für unmöglich hielten stets versicherten, daß an eine Aufhebung der Wohnungszwangswirtschaft noch nicht gedacht werden könne? - denn Selbstverständlich werden unsere Regierungsbürokraten sofort sagen: ja, in Italien, das ist etwas ganz anderes!( Die gewöhnlichste und einfachste aller Ausreden, wenn jemand sich um etwas Unbequemes herumbrücken will). Man kann doch nicht die dortigen Verhältnisse ohne weiteres auf die deutschen übertragen! Und was derlei schöne und nichtssagende Einwände mehr sind. Mit Verlaub, was ist denn in Italien so anders an dem dortigen Wohnungsmarkt, daß dort jede Fessel aufgehoben werden kann, während man das in Deutschland nicht tun zu fönnen glaubt? Die Ursache war dort genau die gleiche: der Weltkrieg, der jede Bautätigkeit zum Erliegen brachte. Er zwang, genau wie in Deutschland, nach Beendigung des Krieges zu gesetzlichen Verordnungen zur Regelung des Wohnungsmarktes, welche mit steigender Wohnungsnot immer schärferen Charakter annahmen, um dann nach Ueberwindung der allerärgsten Schwierigkeiten wieder allmählich in mildere Formen überzugehen ganz wie in Deutschland auch. Man wird hoffentlich nicht mit dem Einwand kommen, Italien habe den Krieg gewonnen und sei daher in besserer wirtschaftlicher Verfassung. Den Weltkrieg hat nur ein Land gewonnen, Amerika. Die sogenannten„ Siegerstaaten" sind in Europa mehr oder weniger genau so kümmerlich daran wie das besiegte Deutschland. Italien gehört zu den ärmsten Staaten in ganz Europa. Wer das nicht glaubt, der sehe sich einmal das Budget der Städte an: Rom mit seinen 875 119 Einwohnern, die es am 1. Januar 1928 zählte, hatte im gleichen Jahre einen Haushalt, der auf der Aktivseite mit 634 Millionen Lire abschloß, das sind nach deutschem Gelde 139 Millionen Reichsmart, und Turin hatte bei 547 832 Einwohnern im Jahre 1928 sogar nur 345 Millionen Lire oder 76 Millionen Reichsmart zu verzehren. Ein Vergleich mit dem Budget deutscher Städte wird den Unterschied beweisen!!!!! Man hat auch nicht etwa in Italien mehr gebaut, als in Deutschland. Auch das stimmt nicht, vielmehr hält sich die Bautätigkeit in Italien etwa in gleicher Höhe oder genauer gesagt, noch etwas unter der deutschen. In Italien ist genau so wie in Deutschland der Zug vom Lande in die Stadt, vor allem in die Großstadt, in Erscheinung getreten, eine Erscheinung, die Mussolini mit den schärfsten Waffen zu bekämpfen suchte, allerdings ohne Erfolg. Woraus hervorgeht, daß gegen Naturgesetze auch die Diktatur wenig hilft. Man hat auch in Italien durch allerlei behördliche Vorschriften die private Bautätigkeit verkümmert, wenn vielleicht auch nicht so sehr wie in Deutschland. 14 Prozent aller Bauten wurden im letzten Jahre von Genossenschaften, 32 Prozent von AktiengesellDer Verlauf der Feuerschußwoche. Die von der Arbeits- und Interessengemeinschaft deutscher Feuerwehrorgane vom 27. April bis 4. Mai veranstaltete Feuerschutz- Woche hat, wie bereits jetzt zu überblicken ist, überall, wo sich die Feuerwehren gemeinsam mit allen sonstigen an der Feuerverhütung und Feuerbekämpfung interessierten Stellen in den Dienst der Sache gestellt haben, einen erfolgreichen Verlauf genommen. Neben den Feuerwehren gebührt besonderer Dank hierfür den Reichs- und Länderbehörden, den großen Berufs- und insbesondere Wohlfahrtsorganisationen und vor allem auch der deutschen Presse. - In dem größten Teil der Großstädte und wohl fast in allen Mittel- und Kleinstädten und ganz besonders in den Dörfern auf dem flachen Lande wurde die Bevölkerung in der Woche vom 27. April bis 4. Mai durch von den Feuerwehren veranstaltete Umzüge, praktische Vorführungen, wie Löschproben, Rettungsaktionen, durch Abhalten von Vorträgen zum großen Teil mit Lichtbildern oder Filmen, durch die in großer Zahl in den örtlichen Zeitungen erschienenen Notizen, belehrenden Auffäße und sonstigen Artikel zur Feuerschutz- Woche, sowie durch Verbreitung der offiziellen Aufklärungsbroschüre zur Feuerschutz- Woche ,, Feuerverhütung! Das Büchlein für alle" in Millionen Exemplaren auf Zweck und Sinn der Veranstaltung und auf die Notwendigkeit und Möglichkeit der Feuerverhütung aufmerksam gemacht. Ganz besonderes Interesse wurde den Veranstaltungen seitens der Schulen entgegengebracht; im Unterricht wurde in zahlreichen Fächern auf die Feuersgefahren und deren Verhütung hingewiesen. Es ist mit Sicherheit zu erwarten, daß diese erfolgreiche Durchführung einer großangelegten und großzügig durchgeführten Werbung für den Feuerverhütungsgedanken, die gleichzeitig in allen Teilen des Deutschen Reiches bei allen Kreisen der Bevölkerung einsette, für die Zukunft praktische Erfolge dadurch zeitigen wird, daß die Zahl der Brände, die in den letzten Jah,, Gießener Zettang" schaften, 5 Prozent von öffentlichen Verbänden und 49 Prozent von Privatunternehmern gebaut. Allenfalls könnte man als wesentlichen Unterschied zwischen Italien und Deutschland anführen, daß der Jtaliener an primitiveres Wohnen gewöhnt sei, also keine so großen Ansprüche an die Wohnung stelle. Das stimmt gewiß, und tatsächlich kommen nach der Zählung vom 31. 12. 29 auf die 925 016 Einwohner, die Rom jetzt hat, nur 673 241 Wonräume, das sind also 1,37 Einwohner pro Raum! Man vergleiche damit die Wohndichte deutscher Städte, und man wird finden, daß der deutsche Mieter im Vergleich dazu fürstlich wohnt. Und trotzdem wird Mussolini nun am 1. Juli 1930 definitiv die Wohnungszwangswirtschaft in Italien ohne den geringsten Rückstand aufheben. Sind die Vorraussetzungen dafür gegeben? Nach der Auffassung deutscher Behörden wären sie es nun und nimmermehr. Aber Mussolini weiß, daß eine Verlänge der Zwangswirtschaft das Uebel nicht mehr verringern, sondern höchstens noch vermehren kann. Er weiß, daß eine Gesundung der Wohnungsverhältnisse allein aus Privatinitiative kommen kann, und daß Privatinitiative durch Zwangsbewirtschaftung stets verkümmert, statt gefördert wird. Darum hat er auch in seinem Grundgesetz des faschistischen Staates, der„, Carta del Lavoro" gesagt: der Staat hat sich in die Produktion der Privatwirtschaft nur dann einzumischen, wenn politische Interessen auf dem Spiele stehen oder die Privatinitiative mangelt(§ 10). Beides ist auf dem Gebiete des Wohnungswesens nicht mehr der Fall, also fort mit der Wohnungszwangswirtschaft. Ja, aber die Uebergangszeit, hört man jetzt die Aengstlichen sagen! Auch dafür ist in Italien gesorgt worden. Mussolini hat den Hausbesiz sofort wissen lassen, daß er sich im eigensten Interesse seiner wirtschaftlichen und sozialen Verantwortlichkeit bewußt bleiben und den Uebergang von der Zwangswirtschaft zum ,, normalen" Wohnungsmarkt durch denkbar geringe Kündi gung und Mietsteigering erleichtern müsse. Freiheit dürfe nicht in Schrankenlosigkeit ausarten. Das ist alles, was von Regierungs wegen für den Uebergang vom alten zum neuen System verfügt wurde. Mussolini hat es anerkennenswerterweise auch den Hausbesitzerverbänden selber überlassen, Normen für die: Uebergangszeit aufzustellen. Diese sind von den Hausbesitzern auch prompt aufgestellt worden und haben etwa folgenden Inhalt: 1. Vermeidung von Kündigungen, wenn irgend möglich. Begraben etwaiger früherer Zwistigkeiten mit den Mietern, die nur durch die Zwangswirtschaft hervorgerufen wurden. 2. Keine zwangsweise Räumung außer nach erfolgter Jnanspruchnahme der gütlichen Vergleichsmöglichkeiten. Hierzu werden Vergleichskommissionen gebildet, jedoch unter der ausdrücklichen Bestimmung der Regierung, daß in ihnen teine staatlichen Funktionäre oder Gemeindeorgane beteiligt sein dürften. Sie sollen nur den Zweck haben, die Parteien in Verbindung zu bringen, und vermittelnd zu wirken. 3. Die Mietpreise sollen sich tunlichst in Höhe der Vorkriegspreise zuzüglich der inzwischen eingetretenen Verteuerung der Lebenshaltung bewegen. 4. Unerläßliche Mietsteigerungen sollen nicht auf einmal, sondern sutzessive vorgenommen werden. 5. Freiwerdende Wohnungen sollen bei sonstigen gleichen Voraussetzungen den bedürftigsten Familien zugeteilt werden. 6. Beim Abschluß neuer Mietverträge möglichst versöhnliches Entgegenkommen. So sorgt der Hausbesitz in Italien selber dafür, daß der Uebergang von der Wohnungszwangswirtschaft zum normalen Wohnungsmarkt möglichst reibungslos vor sich gehe. Und so läßt Mussolini, indem er auf die sittliche Kraft des Hausbesitzers baut, den freien Wohnungsmarkt wieder herstellen, ohne auch nur die mindesten behördlichen Anordnungen oder Bestimmungen für die Uebergangszeit zu geben. Und was in Italien, einem Lande mit zweifellos niedrigerem Kulturniveau als Deutschland, möglich ist, das sollte in Deutschland unmöglich sein? ren ständig im Wachsen war, und damit die Höhe der jährlich entstehenden Verluste an Menschenleben und Volksvermögen allmählich herabgemindert wird. Lokales. Sonntagsgedanken. Nun hat der Schöpfer alle Blumen blühen lassen und selbst die Heide liegt im schönsten Schmud. Rosen und Blumen sind das Festkleid der Erde zu Pfingsten. Und es klingt und singt über die schöne Welt das Lied des Frühlings. Das ist der Geist des Schöpfers, der Geist der großen Allmacht, der immer neue Wunder schafft, der Geist des Ewigen, der aus jedem Blümlein spricht. Gerade zu Pfingsten, wo wir alle Wunder schauen dürfen, die eine Schöpferhand hervorzauberte, müssen wir suchen gehen nach dem Geiste der ewigen Tatkraft, ewigen Wirkens im Weltall, nach diesem unendlichen Gottesgeist. Pfingsten ist das Fest dieses Geistes. Er kam einst in zagenden Seelen und machte sie groß. Aus einfachen Männern des Volkes wurden Geisteshünen, die eine Welt des Heidentums und der Sünde in Gottesland umwandelten. Wenn morgen die Gloden über blühende Lande läuten, dann wollen auch wir den ewigen Geist bitten, daß ein lodernd Feuer sich in allen Herzen entzünde, auf daß sie den Geist der Wahrheit erkennen mögen. Daß Gottes Geist sich ausgieße über alle Völker dieser Erde, daß die Liebe ihnen die Gabe der allen Völkern verständlichen Rede gebe. Denn Liebe muß wieder in die Welt kommen, wenn sie besser werden soll Noch steht hinter allen schönen Worten über Völkerbund und Völkerfrieden die Lüge. Laßt den Sonntagsschreiber heute mit dem Dichter schließen: Seid Jünger, diesen Geist zu mehren, Der einst in Flammenzungen sprach, Daß einst bis zu den fernsten Meeren Der Welt ein Völkerpfingsten tag'! Der Sonntagsschreiber. Nr. 45. * Von der Universität. Zum Ehrensenator der Universität wurde anläßlich seines 70. Geburtstages der Präsident der Deutschen Gemeinschaft zur Erhaltung und Förderung der Forschung, Herr Staatsminister D. Dr. Friedrich SchmittOtt in Berlin ernannt. * Von der Landesuniversität. Der ordentliche Prof. Di. Richard Laqueur hat einen Ruf für den Lehrstuhl der alten Geschichte nach Tübingen erhalten. * Von der Polizei. Der Hauptwachtmeister Hilmar Eilhauer Gießen wurde mit Wirkung vom 1. April ab zum Polizeimeister ernannt. * Bestandene Prüfung. Vor der Deutschen LebensreitungsGesellschaft legten Frl. G. Schuchhard und der Gefreite P. Müß ihre Prüfung mit Erfolg ab. * Die hessischen Dekorateure, Sattler und Tapezierer haben vom 21. bis 23. Juni ihren 8. Verbandstag in Bingen a. Rhein. * Oberhessischer Kunstverein. In den Ausstellungsräumen st vom 8. Juni bis 6. Juli eine Sammlung neuer Bilder und Zeichnungen, darunter Arbeiten von H. Will- Gießen und H. Küchel- Gießen, ausgestellt. * Handelskammer. Das Hebregister für die Kammerbeiträge liegt vom 7. bis 16. Juni zur Einsicht offen. * Die Reichsbank- Nebenstelle und die Bezirkssparkasse bleiben am Pfingstsamstag von 12 Uhr ab für den Verkehr mit dem Publikum geschlossen. * Straßenbahn- Fahrscheinheste. Die vor dem 1. Juni gültig gewesenen Fahrscheinhefte verlieren am 1. August ihre Gültigkeit. * Heyligenstaedt& Co. A.-G., Gießen. Der Status im Konkursverfahren der Gesellschaft zeigt eine Unterbilanz von 324 000 RM. gegenüber einem Ende 1929 errechneten Verluste von 80 000 RM. Die Passiven betragen rd. 1,3, die Aktiven 0,97 Mill. RM. Das A- K., das 1929 von 1,3 auf 0,32 Mil!. RM. zusammengelegt wurde, ist ganz verloren. Der Konfursverwalter rechnet nach Befriedigung der in voller Höhe abzudeckenden Verpflichtungen von 0,64 Mill. RM. und der bevorrechtigten Forderungen von 0,26 M11. RM., für die freien Gläubiger von 0,25 Mill. RM. eine Mindestquote von 40 Prozent. Nach Beendigung eines Zwangsvergleichs im Konkurse soll der Betrieb von Heyligenstaedt erhalten werden. Aus Nah und Fern. Mainzlar. Seit einiger Zeit herrscht hier eine starke Masernepidemie, die besonders unter den Kindern von 4 bis 9 Jahren auftritt. Allendorf a. d. Lda. Lehrer Eimer, der über 35 Jahre an der hiesigen Volksschule gewirkt hat, trat in den wohlverdienten Ruhestand. Bad Nauheim. Ein junger Mann hat seinen Eltern 1700 Mark gestohlen und ist spurlos verschwunden. Segelflüge im hohen Vogelsberg. Herchenhain. An der Spitze des wieder gesicherten Segelflugbetriebes auf der„ Herchenhainer Höhe" werden diesmal die Frankfurter Segelflieger mit drei Flugzeugen und einer neuen Hochleistungsmaschine stehen, während die Frankfurter Berufsschule mit vier neuen, bereits eingeflogenen Maschinen erscheinen wird. Auch Friedberg und Mainz werden mit neuen Maschinen vertreten sein, Offenbach mit seinem ,, roten Vogel". Wölfersheim. Am Mittwoch abend kam der beim hiesigen Kraftwerk beschäftigte 21jährige Elektro- Ingenieur W. Loos beim Montieren eines Kohlenbaggers auf bisher unaufgeklärte Weise mit der Starkstromleitung in Berührung. Er fiel um und war auch sofort tot. Langen. Ende Juni findet hier die 50- Jahrfeier der Freiwilligen Feuerwehr und Kreisfeuerwehrtag statt. Ein Frankfurter Juwelier geprelit. Auf raffinierte Weise wurde eines der ersten Frankfurter Goldwarengeschäfte um eine Anzahl Ringe im Werte von 28 000 RM geprellt. Im Laden erschien ein spanisches Ehepaar, das gebrochen deutsch sprach und sich eine Anzahl Ringe vorlegen ließ. Die beiden wühlten in den Schätzen umher und ließen sich auch nebenbei einen 50- Mart- Schein wechseln. Nach längerem Aufenthalt verließ das Ehepaar den Laden. Leider erst am nächsten Tage entdeckte man den Verlust mehrerer Ringe. Der Aufenthalt des Paares fonnte nicht mehr festgestellt werden, doch liegen Anzeichen dafür vor, daß die Fremden auch schon in anderen Städten mit dem gleichen Erfolge das Schwindelmanöver verübt haben. Kassel. Der Wucherer Kranz, der 160 Prozent Zinjen nahm, wurde zu 3½ Jahren Zuchthaus, seine Helfer zu 2, resp. 1 Jahr Gefängnis verurteilt. Waschen Sie so, wie Wissenschaft u. Praxis es als richtig erkannt haben: Mit Dr. Thompson's Seifenpulver wer anders wäscht, macht es falsch. SSCHUTZMARKE DA THOMPSON'S SSCHUTZMARKEC SEIFENPULVER 1 Samstag, den 7. Juni 1930. Gießener Zeitung ,, Na, na“, sagt der Junge,„ fier dreißig Fennje die Stunde Berschärfung der Vorschriften über den Verrat| tönnen Se schließlich keen'n Blitz verlangen." von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen. Das Gesetz über den unlauteren Wettbwerb stellt u. a. auch den Verrat von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen durch Arbeitnehmer unter Strafe. So wird mit Strafe bedroht ,,, wer als Angestellter, Arbeiter oder Lehrling eines Geschäftsbetrie= bes Geschäfts- oder Betriebsgeheimnisse, die ihm vermöge des Dienstverhältnisses anvertraut oder sonst zugänglich gemacht worden sind, während der Geltungsdauer des Dienstverhält nisses unbefugt an andere zu Zwecken des Wettbewerbs oder in der Absicht, dem Inhaber des Geschäftsbetriebes Schaden zuzufügen, mitteilt". Ein im Reichstag gestellter deutschnationaler Antrag will diese Vorschriften nunmehr wesentlich verschärfen, und die bisherige Strafbemessung weit hinaufschrauben. Außerdem soll die Geltung der Strafbestimmungen auch auf Verstöße ausgedehnt werden, die nach Beendigung des Dienstverhältnisses, aber innerhalb einer vereinbarten Geheimhaltungsfrist begangen werden, und das Gerichtsverfassungsgesetz dahin geändert werden, daß bei Verhandlungen die Oeffentlichkeit auch dann ausgeschlossen werden kann, wenn die Gefährdung eines Geschäfts- oder Betriebsgeheimnisses zu besorgen ist. Um die Wiedereinführung von Orden. Wenn man nicht weiß, wie man Drden trägt... Die Reichsregierung hat seit einiger Zeit die Gepflogenheit, die Rote- Kreuz- Medaille, die weder ein Drden noch ein Ehrenzeichen im Sinne der Verfassung, sondern ein reines Vereinsabzeichen ist, als Drdensersatz zu verleihen. Obwohl man vor einiger Zeit selbst in der Reichsregierung noch nicht wußte, wie man dieses Vereinsabzeichen zu tragen hat, erschienen doch in einer großen Gesellschaft zwei Reichsminister mit der RotenKreuz- Medaille am Bande, um nach der Begrüßung alsbald den Saal zu verlassen, weil sie festgestellt hatten, daß der eine die Medaille an der linken, der andere an der rechten Seite des Frackaufschlags trug. Als sie dann zurückkehrten, konnte man feststellen, daß jetzt die Medaille bei dem einen rechts, bei dem anderen links prangte. Jeder der Beiden hatte angenommen, daß der andere sicher wisse, wie die neue Auszeichnung zu tragen sei. Lachender Sport. An der Jrrenanstalt, jenseits der Mauer, lag ein Fußballplag. Die Kranken kletterten immer auf die Mauer aben ben gu und sahen den Fußballspielern mit Interesse zu. Eines Tages brachte ein Spieler einen Fremden mit. Er ging mit ihm an der Mauer entlang und sagte: ,, Jenseits der Mauer ist eine Irrenanstalt." Da schrie einer der Kranken von oben herunter: ,, Jenau detselbe sagen wir auch von euch!" Der Tennisspieler schimpft den Jungen aus, der die Bälle zusammenliest: ,, Das muß viel schneller gehen, das muß gehen wie der Blitz!" Einwickelpapier! Wegen Umbau- Räumung meines Zeitungslagers habe ich größere Mengen gutes Zeitungspapier, 10 abzugeben. Druckerei Albin Klein, Gießen. Union Der Verein hat einen Sportlehrer kommen lassen, der ihm allerhand beibringen sollte. So auch das Fußballspiel. Der Lehrer erklärte:„ Vor allem müssen Sie immer die Augen auf dem Ball haben!" ,, Sind Sie man unbesorjt," sagte da einer ,,, wir wern schon uffpassen, besonders wo det Dings zwelf Mark fuffzig jekostet hat." Aus einem Rennbericht:„ Oleander machte aus seinen Konkurrenten Trauertiere." Spielbericht:„ Mit Wermut, wie es überall in Jtalien Sitte ist, bewirtete uns der Vereinspräsident, von dem jeder Tropfen uns schmerzlich an unsere Niederlage erinnerte. Der Trainer der Gäste war ein Ungar und im Falle einer Erkrankung oder einer Verlegung auch Half." Bei Besuch einer auswärtigen Fußballmannschaft in Nürnberg begleitete„ Bumbas" Schmidt, der alte Nürnberger Internationale, die Gäste auf einem Rundgang durch die Stadt. Er erklärte ihnen, bei der Burg angelangt, die historische Gegend mit den Worten:„ Hier rechts liegt die Burg und dort links wohne ich!" Heízí Kein Rauch kein Ruß keine Schlacken Vortrag am Mittwoch, den 18. Juni 1930, abends 8 Uhr in Gießen, g im großen Saale des früheren Hotel Einhorn" am Lindenplatz über Erleichterung und Beschleunigung der Ansammlung von Kapital für Neubau und Kauf von Eigenheimen IMON ſowie zur Ablösung von Hypotheken EIXOT durch die Deffentliche Bausparkasse Abtlg. der Landeskommunalbank- Girozentrale für Hessen in Darmstadt Darlehen zu nur 4% Zins+ Unveränderliche Tarife Klare Wartezeiten Absolute Sicherheit Eintritt frei+ Freie Aussprache Wir laden Interessenten ein! Wer am Erscheinen verhindert ist, verlange unverbindlichen Vertreterbesuch. Baugenossenschaft 1894 Gießen Bezirkssparkasse Gießen $ Neue Bücher. Nr. 45 ,, Gäste im Wochenendhaus"., Ueber dieses zeitgemäße Thema plaudert in anregender Weise die soeben erschienene Nummer 12 der Frauenzeitschrift„ Das Heft" und gibt hierzu allerhand Anregungen. Auch diese Nummer wird man gern von Anfang bis zu Ende lesen. Geschäftliches. Siedlungs und andere Wohnneubauten haben heute mehr denn je an Bedeutung gewonnen. Schwierigkeiten entstehen jedoch dadurch, daß nicht genügend Kapital aufgebracht werden kann, um alle Pläne durchzuführen. Auch bei dem Innenausbau der Häuser heißt es oft mit knappen Mitteln möglichst viel zu erreichen suchen. Hierbei ist vor allem notwendig, ein besonderes Augenmerk auf die Beheizungsfrage zu richten, wobei in erster Linie das rheinische Braunkohlenbrikett„ Union" Beachiung finden muß. 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Jahrg Voliti Die Reichsregi tehenden Mittel a Ernte die notwend In Kaiserslaut dierenden der Be franzöfifche Flagge neral Guillaumat fta Der deutsche Kre Sardinijchen Hauptstad an der jüdlichen Küf Faft täglich wer teure festgenommen. polnische Soldaten i Die franzöfifche nationale Schiedsg Jm Militärlage fich unter den Rejer waren, erhebliche U ten die Offiziere und den Gehorjam. Wie aus Wilna Wilejta zwischen ei Grenzwache zu einer Kommandant Ticherb wurde. General Brejan zu bilden, an den S „ Sera Secolo" verbot jämtliche po ten Zujammenitoge Wie aus Bern Staate Parahyba Bei einem Zujamme geen Pereiras gab es 1 von Verlegten. 1283,7 1 Das Reichsfina Ausweis über die nungsjahr 1929. De Ginnahmen 10 146, Millionen RM, so nen RM ergibt. des Rechnungsjahres der Resteinnahmen) fidh am Schluß des 465 Millionen RM, nungsjahr 1928 entfal Im außerordentlic an Ginnahmen, 348,2 so daß sich eine Mehre Nach Berüdsichtigung jahres 1929 noch unbe Millionen RM und d 1926-28 in Höhe von ten Einnahmen des Millionen RM zu de Der Fehlbetrag in auf Die Reichsschuld men RM und die schr 200 Whi und Verfa Berlin, 13. 6. 2 arbeitsministerium und den Landesversi Darlehens in Höhe t tatt. Die Landesver trag zur Verfügung zu Ferner will das nterbringen. Die F mt in den lekten Tage Torzugsaftien übernom Men RM taufen. 50 en nach dem Ausla Bem Verkauf dieser A enen. Weitere 100 et- Gruppe geplanten anadhit 300 Millioner inden.