Nr. 35. OS phon 4071 xtstr.Nr.29 tadt in die den Tages Fürften emp Theater ein Schauspieler Das Volk ihm, als er Chrung ver Vivatrufen = empfingen Itheiß feier Krönungs Der Ballon= Publikums Fahrzeugen hen Erwar hatten, nicht Menschen die Technik haben ! In diesem , die vielen teine ,, Erfin es, eine Art Big zu machen, nicht besuchen elshochschule", en! Die Lie ten sich unbeten. Der Jnenthinerstr. 42, Probelektion fg. sind einzuSt Europamei Sie es und be ch die übrigen räge! Heft 18 in Gießen. RIECK Jer ch verbe erufe, e etc. SSEN schäftsstelle. Leitung bote von faufm. nen Herren, die Jart in bar ver Jerersten Ranges Tadellos. Rufu. wird durch besten, eine Versicherung e Geschäftsit.d.Bl auf! n Telephon 4071 Marktstr.Nr.29 Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. - Politische Rundschau. Der Reichspräsident hat am Dienstag vormittag den deutschen Gesandten in London, Dr. Sthamer, und den Gesandten in Santiago, Ohlshausen, empfangen. Dienstag nachmittag trat das Reichskabinett zu einer Sigung zusammen, um die Beratung des Ostprogramms fest: zusetzen. Der Strafrechtsausschuß des Reichstages begann am Dienstag die zweite Lesung des neuen Strafgesetzbuches. Entgegen anderen Mitteilungen verlautet, daß die deutschrumänischen Handelsvertragsverhandlungen noch im Fluß sind. Ob die weiteren Besprechungen in Berlin geführt oder nach Bufarest verlegt werden, steht noch nicht fest. Gegen die Sparmaßnahmen und den Personalabbau bei der Reichsbahn wandten sich in einer Entschließung die in Wies: baden weilenden Delegierten der Gewerkschaft deutscher Eisenbahner. Der frühere demokratische Reichstagsabgeordnete Tangen hat nunmehr am Dienstag früh sein Reichstagsmandat niedergelegt. Er war vorher nur beurlaubt gewesen. In Paris sind Vertreter der Finanzministerien der an den deutschen Tributleistungen interessierten Staaten zu einer Beratung der Younganleihe zusammengetreten. Die preußische Regierung beabsichtigt, wie das„, B. T." mel: det, nach erneuter Prüfung der Sachlage in den nächsten Tagen ein Verbot von flugakrobatischen Vorführungen zu erlassen. In Madrid ist es zu weiteren Studentenunruhen gekommen, wobei es einen Toten und 17 Verlegte gab. Die Madrider Universität wurde bis auf weiteres geschlossen. Nach Moskauer Meldungen bezeichnen amtliche Stellen die ron der Newyorker Polizei beschlagnahmten Briefe der Agitatoren der Komintern in Amerika als gefälscht. Die Unruhen in Südafrika sind von betrunkenen Farbigen, die nicht zu der eingeborenen Negerbevölkerung gehören, hervorgerufen worden. Der Wehretat wird beraten. Der Haushalts- Ausschuß des Reichstags begann am Dienstag die Beratung des Haushalts des Reichswehrministeriums. Der Berichterstatter, Abg. Stücklen( Soz.) wies darauf hin, daß der Haushalt einen Reichszuschuß von 502 Millionen RM beanspruche. Umfangreiche Ersparnisse seien beim Wehretat nur möglich, wenn man von dem Grundsatz abgehe, die Möglichkeiten des Versailler Vertrages auszuschöpfen. In der wetteren Aussprache forderten die Sozialdemokraten Auskunft über die Gerüchte angeblich geheimer Rüstungen. Auch der Zentrumsabgeordnete Dr. Köhler erklärte, daß seine Partei eine klare Auskunft darüber vom Reichswehrminister erwarte. Reichswehrminister Groener erklärte, daß das Ministerium bei der Aufstellung des Haushalts mit ganz intensiver Kritik an ihm selbst vorgegangen set. Der Reichssparkommissar habe wiederholt anerkannt, daß er vom Reichswehrministerium bei seiner Tätigkeit in bester Weise unterstützt worden sei. Alle die angeführten Dinge seien von der Gesamtregierung gebilligt worden. Es sei nicht so, als ob der Reichswehrminister eine Sonderpolitik führen könne oder geführt hätte. Bei allen Maßnahmen, die außenpolitische Wirkungen haben könnten, sei der Reichswehrminister von der Zustimmung des Außenministers abhängig. Die sozialdemo fratischen Redner fönnten vom früheren Reichskanzler erfahren, daß es tatsächlich so gehandhabt worden sei. Einen Zwang zur Beförderung eines bestimmten Prozentsages der Mannschaften zu Offizieren müsse er absolut ablehnen. Dagegen sei man eifrig bestrebt, durch Herausheben vorher bewährter Menschen aus den Mannschaften und Unteroffizieren dem Offizierstorps frisches Blut zuzuführen. Der Minister antwortete dann in vertraulichen Ausführungen auf die Fragen der Sozialdemofraten und des Zentrums wegen angeblicher geheimer Rüstungen. Er betonte dabei nochmals, daß er immer im Einverständ nis mit dem Reichsaußenminister und dem Reichskanzler, also auch mit dem früheren Reichskanzler Müller gehandelt habe. Er habe den Wunsch, daß zwischen dem Offizierkorps des neuen Heeres und dem der alten Armee die innigsten kameradschaftlichen Verbindungen bestehen. Er werde daher für die nächsten Herbstmanöver auch eine Anzahl Offiziere der alten Armee, sowie Abgeordnete und Pressevertreter einladen, um eine weitere Entgiftung der Atmospäre herbeizuführen. Der Ausschuß vertagte sich sodann. - Keine Aufhebung des Stahlhelmverbots für Rheinland und Westfalen. Der Reichsinnenminister hat dem preußischen Ministerpräsidenten und dem preußischen Innenminister durch Schreiben vom 2. Mai mitgeteilt, daß er auf die für den 9. Mai in Aussicht genommene Besprechung über die etwaige Aufhebung des Stahlhelmverbots für Rheinland und Westfalen verzichte. ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 7. Mai 1930 Oskar von Miller 75 Jahre. München. Die Festtage des Deutschen Museums, mit denen der 75. Geburtstag des Schöpfers, Oskar von Miller, und das Richtfest zu dem im Rohbau fertiggestellten Studiengebäude verbunden sind, haben gestern ihren Anfang genommen. Gäste aus dem ganzen Reich sind zu den Feierlichkeiten und zu der Tagung in München eingetroffen, darunter Reichsminister Dr. Wirth, Reichsminister a. D. Severing, Reichstagspräsident Löbe, Reichsbankpräsident a. D. Dr. Schacht, Generaldirektor Dr. Vögler, Dr. Krupp von Bohlen- Hallbach, Prof. v. Linde, Geheimrat Dr. Karl Duisberg, Dr. Hugo Edener, Prof. Dr. Junkers, Dr. Dornier, Friedrich von Siemens, der Direktionspräsident der ungarischen Staatseisenbahn Samarjay und an= dere. Dazu kommen noch die vielen Münchener Gäste. Ihr Interesse gilt in erster Linie den Tagungen des Deutschen Museums und dem Richtfest, insonderheit aber dem 75. Geburtstag des hochverehrten Dr. Oskar v. Miller. Reichsbahntariferhöhung hat der Reichseisenbahnrat Samstag schon für den 15. Mai be= schlossen. Es kommt natürlich darauf an, ob die Regierung die Erhöhung schon zu diesem Tage genehmigt. Gandhi am Ziel. London. Mahatma Gandhi ist am Sonntag abend in der Nähe von Surat verhaftet worden, um sofort nach dem Zentralgefängnis in der Nähe von Poona geschafft zu werden. Ein Prozeß wird ihm nicht gemacht werden. Offenbar will man ihn lediglich, solange die Gefährdung der öffentlichen Ordnung andauert, festhalten. Jm ganzen Bereich der Stadt Bombay wurden außergewöhnliche Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um ein Ausbrechen von Unruhen zu verhüten. Gandhi selbst ist am Ziel. Seine Verhaftung war immer sein Wunsch. Zusammenstöße in Indien. London. Die Lage in Indien hat sich durch die Verhaftung Gandhis wesentlich verschärft. Die Erregung der Bevölkerung über die Verhaftung des nationalistischen Führers ist bis zum Siedepunkt gestiegen und hat sich in zahlreichen Ortschaften und Städten Indiens in schweren Ausschreitungen und Unruhen entladen. Die von der Polizei getroffenen Vorsichtsmaßnahmen haben in der Mehrzahl der Fälle den Ausbruch von Unruhen nicht verhüten können. So wurden in Delhi von Polizeitruppen 2 Personen getötet und 30 Demonstranten verletzt. In Kalkutta wurden mehrere Polizisten verletzt, bei den Demonstranten wurden 1 Inder getötet und etwa 20 verletzt. In Jullundhur wurden 30 Personen verletzt. In Bombay legten 40 Spinneret fabriken die Arbeit nieder. Verschiedene Europäer wurden verlegt. Auch in Lahore und Rangoon fam es zu Unruhen. Panzerwagen durchfahren die Städte. - - Die Führung der Freiwilligen, die Gandhi auf seinem Marsch nach dem Meer begleiteten, hat der Inder Tyabji übernommen. Der Brief Gandhis, den er kurz vor seiner Verhaftung an den Vizekönig geschrieben hatte, wurde heute veröffentlicht. Gandhi, der den Vizekönig als„ Lieber Freund" anredet, erklärt, daß es drei Wege gäbe, um ihn von einer„ Erſtürmung des Salzdepots in Dharsana zu verhindern: 1. die Abschaffung der Salzsteuer, 2. durch seine Verhaftung oder die seiner Begleitung oder 3. durch brutale Gewalt. Der Berliner Stadtrat Busch belastet sich. Berlin. Die Staatsanwaltschaft hat sich neuerdings mit der Frage zu beschäftigen, ob der ehemalige Stadtrat Busch verhaftet werden soll. Busch hat nämlich einige Verdunkelungsversuche in seiner Affäre dadurch unternommen, daß er seine Schwiegertochter nach Holland schickte, um seinen Geschäftsfreund Lutki von dem Gang und Inhalt seiner Vernehmungen zu unterrichten. Gegen die Schwiegertochter Buschs wird vermutlich ein Verfahren wegen Beihilfe eröffnet werden. Rote Pfingsten in Eisenach. Die der kommunistischen Bewegung angehörenden Arbeitersportverbände bereiten für die Pfingsten ein großes Reichstreffen der Arbeitersportjugend vor. Es soll in Eisenach stattfinden, und für die Unterbringung der erwarteten 5000 Rommunister ist die Freigabe der Turnhallen und Schulen beantragt worden. Eine Stellungnahme der Stadtverwaltung hierzu liegt noch nicht vor. Von Polen niedergeschlagen wurde auf dem Wege nach Rucktau in Oſtoberschlesien der Pastor dieser Gemeinde. Die Täter sind Mitglieder des polnischen Aufständischenverbandes und wurden trotz aller Anzeigen noch nicht verhaftet. Vor Kommunistenausweisungen in U. S. A. Washington. Die Einwanderungskommission des Repräsentantenhauses wird den Newyorker Polizeipräfekten anhören. Er wird eine eingehende Darlegung über die Treibereien der Kommunisten in den Vereinigten Staaten geben. In parlamentarischen Kreisen glaubt man, daß eine große Säuberungsund Ausweisungsaktion von fommunistischen Agitatoren ange ordnet werden wird. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 36 Abbaureife Zwangsverwaltung. Die nachstehenden Ausführungen der Deutschen Arbeitgeber- Zeitung" verdienen in einem Augenblid, wo der Uebergang zur freien Wirtschaft nun endlich ernsthaft vorbereitet werden soll, besonderes Interesse. Die deutsche Arbeitgeberschaft steht geschlossen auf seiten des Hausbesitzes. Das Blatt schreibt: ,, Ein wesentlicher Teil der heute besonders aktuellen De= batte über das Versagen der öffentlichen Hand in der wirtschaftlichen Betätigung dreht sich um die Frage der Behebung der deutschen Wohnraumnot und damit zugleich der fortschrei= tenden Aufhebung der immer wieder automatisch verlängerten und bislang nur sehr teilweise gemilderten Wohnungszwangs bewirtschaftung. Die zumeist von sozialwirtschaftlich- planwirtschaftlichen Jdeologien beeinflußten Verteidiger der heutigen Wohnungszwangsbewirtschaftung, die nun glücklich die große allgemeine Kriegszwangswirtschaft um zehn Jahre überlebt hat, pflegen auch heute immer noch ihre Zwangspolitik mit dem bekannten angeblich einwandfreien amtlichen statistischen Zahlenmaterial über Wohnraumbedarf und Wohnraumangebot zu begründen. Die teilweise auch heute noch gewaltigen Zahlen der in amtlichen Listen und Kartotheken verzeichneten Wohnungssuchenden beweisen angeblich immer noch die Notwendigfeit einer Fortsetzung der amtlichen Wohnraumzwangsbewirtschaftung. Wie wenig stichhaltig letzten Endes jedoch gerade dieses wohnungsamtliche Listenmaterial ist, das zeigen gelegentliche, wenn auch leider nur ganz seltene stichprobenartige Untersuchungen über den wahren Gehalt dieser Listen- Eintragungen. So hat man jetzt kürzlich in Bremen den Weg beschritten, aus der Zahl der vom Wohnungsaufsichtsamt registrierten angeb= lichen Wohnungssuchenden eine Anzahl Stichproben zu entnehmen, und diese Fälle genau daraufhin zu überprüfen, ob wirklich noch überall ein Wohnungsbedarf vorlag. Dabei hat sich gezeigt, daß in einzelnen Gruppen fast bis 25 Prozent bereits erledigter Fälle noch unbekümmert weiter registriert wurden, obwohl bereits im Wege anderer Maßnahmen für eine gewisse Verjüngung der Listen auch in Bremen Vorsorge getroffen war. In Hamburg hat man vor einigen Jahren gleichfalls eine einmalige Ueberprüfung der Wohnungssuchenden- Listen in der Weise herbeigeführt, daß die bislang Eingetragenen zur Stellung neuer schriftlicher Anträge angehalten worden sind. Von Dresden konnte der dortige Oberbürgermeister vor kurzem berichten, daß gelegentlich der Einführung der Mietberechtigungsscheine nicht weniger als 3500 seither vom Wohnungsamt ge= meldete Wohnungssuchende ihren Bewerbungsausweis hätten stillschweigend verfallen lassen. Darüber hinaus ist aber auch in unserer zweitgrößten deutschen Stadt kaum etwas Positives veranlaßt worden, um alle diejenigen Wind- Eintragungen aus den Wohnungsbedarfstartotheken zu entfernen, die längst von Rechts wegen nicht mehr dorthin gehören. In der Nachbarstadt Altona besteht zwar auch die Verpflichtung, jährlich seine Anwartschaft zu erneuern". Da hierzu aber eine einfache handschriftliche Postkarte genügt, ist auch hier für irgendeine wirkliche Kontrolle so gut wie keine Garantie gegeben. Die Handhabung auf dem Gebiete der Registrierung der Wohnungssuchenden dürfte im großen ganzen auch heute noch dazu führen, daß überall ein mehr oder minder hoher Prozentsaz unberechtigter Wind- Eintragungen noch vorhanden ist, der naturgemäß von den prinzipiellen Befürwortern der Wohnungszwangswirtschaft feineswegs ungern gesehen und geduldet wird. Konjunkturritter aller Sorten haben sich längst und überall darauf eingestellt, auch die Wohnungszwangsbewirtschaftung für ihre mehr oder minder unsauberen Geschäfte auszunutzen. Auch auf dieses Konto dürfte ein hoher Prozentsaz an sich harmlos aussehender Wohnungssucher- Eintragungen entfallen, die einer ernstlichen Prüfung feinesfalls standhalten würden. Wir sind fest davon überzeugt, daß eine gründliche Bes reinigung bezw. Neuanlegung der Wohnungsamt- Kartotheken, bei der jeder, der seine Anwartschaft auch heute noch voll aufrechtzuerhalten wünscht, den untrüglichen Nachweis seiner Bes rechtigung zu erbringen hätte, geradezu Wunder wirken tönnte. Streichungen über Streichungen würden die Listen auf einen Bruchteil des heutigen Bestandes zurückführen, und es würde sich herausstellen, daß der angeblich immer noch so immense ungedeckte Wohnraumbedarf in Wirklichkeit weit hinter denjenigen Zahlen zurückbleibt, mit denen man im Lager der Gemeinwirtschaftsfreunde auch heute noch so gern operiert Obwohl wir uns vollkommen flar darüber sind, daß diese unsere Ausführungen allen denen wenig angenehm in den Ohren klingen werden, die heute noch ein persönlich- materielles Interesse an einem möglichst hohen Buchbestand von Wohnungs: suchern haben, müssen wir doch die dringliche Forderung erheben, einmal das Licht einer gründlichen Rationalisierung in die dunklen Amtsstuben der Wohnungsämter aller Schattierun gen hineinleuchten zu lassen. Bei einigem guten Willen würde das im Laufe weniger Monate von den Aemtern selbst ohne erheblichen Personal- Mehraufwand durchgeführt werden fön= nen. Und bei wirklich objektiver Durchführung würde sich zweifellos herausstellen, daß heute schon in Anbetracht der dann auf einen Bruchteil zusammengeschmolzenen Anwärterlisten auch 50 Prozent an Sach- und Personalaufwand der leidigen Kriegserbschaft Wohnungszwangswirtschaft" entbehrlich wäre, und Nr. 36. Mittwoch, de Mittwoch, den 7. Mai 1930. die meisten kleinen Aemter überhaupt als solche ihre Aufgaben anderen Behördenstellen zur Nebenher- Mitbearbeitung würden überlassen können. Man mache nur einmal ernstlich die Probe auf das Exempel. Hat doch selbst das sozialistisch regierte Hamburg schon die Zwangsbewirtschaftung aller Wohnungen bis zu 1500 Reichsmark Friedensmiete wegen absoluter Ueberflüssigkeit aufheben müssen und dadurch alle Registrierung von Anwärtern auf teure Wohnungen praktisch aufgegeben! Darum nochmals: Rationalisiert endlich einmal gründlich und unterschiedslos die deutsche Wohnungszwangswirtschaft! Dann wird auch das ganze Wohnungsproblem, selbst bei politisch- neutraler Betrachtung ein vollkommen neues Gesicht bekommen. Dann wird es auch erst restlos klar werden, wie sehr die heutige Wohnungszwangswirtschaft parteipolitisch ein lohn-, zum mindesten lohntauftraft- steigerndes Moment schon gewor den ist, ein Stüd positiver Wirtschaftssozialisierung auf dem Rücken des Grundeigentums, gewissermaßen eine legte Reserve der gewerkschaftlichen Lohnpolitik, die man wohl dann dermaleinst im Wege der Aufhebung der Zwangswirtschaft" zu realisieren gedenkt, wenn wirklich aus der Wirtschaft sonst lohnpolitisch nichts mehr herauszuholen sein wird." Ein amerikanischer Senator gegen die deutschen Tribute. ,, Gießener Zeitung" Lokales. Der Flieder blüht. Der Flieder blüht wieder. Die weißen und die zarten, blauen Dolden beugen und straffen sich in allen Gärten unter dem Hauch des Windes, sie leuchten mehr und mehr mit dem Steigen der Sonne und sie erblassen, wenn der Abend sinkt. Dann sind die Anlagen und Gärten von ihrem süßen Duft erfüllt. Man ist entrückt und im Frühling. Die Sterne entzünden sich und der Horizont ist, wo man ihn erblickt, heiß und rot, wie von Brand und Feuer. Hast du dich auf einer Bank niedergelassen und ein Windhauch streut über dich die feinen, duftenden Nädelchen der Blüten. Ja, es ist Frühling. Alles blüht, alles ist Versprechen, alles drängt, ja drängt schon zur Reife. Noch werden die Tage länger, noch hellen sich die Nächte. Noch singen die Vögel und werben. Aber bald, dann kommt die Reife. Dann stehst du auf der Höhe. Dann rauscht die Sichel Dann failen die Achren. Dann rüttelt der Wind an den Bäumen, die Blätter fallen. Newyort, 4. Mai. Im deutschen wissenschaftlichen Verein hielt der Newyorker Senator Copeland eine Rede, in der er u. a. ausführte, Deutschland sei auf keinen Fail imstande, die ihm aufgezwungenen Tribute zu zahlen. Die übergroße Belastung müsse einen Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft herbeiführen. Die dadurch hervorgerufene Arbeitslosigkeit werde eine Stelle revolutionärer Umtriebe sein. Die ganze • Welt sei am Wohlstande Deutschlands interessiert, da Deutschland ein hervorragendes Bollwerk gegen die bolschewistische Flut sei. Die Fürstenabfindung in Hessen. Die Vereinbarungen zwischen dem Großherzog und dem Volksstaat Hessen, die im Jahre 1928 vom Hessischen Landtag beschlossen wurden, sind am Dienstag vormittag in Anwesenheit des Großherzogs und seiner beiden Söhne, sowie sämtlicher Mitglieder des hessischen Gesamtministeriums gerichtlich beurkundet worden. Damit ist die Vermögensauseinandersetzung zwischen dem hessischen Staat und dem vormals regierenden Fürstenhaus in beiderseitigem Einverständnis zum Abschluß gebracht worden. Kirche und Staat in Hessen. Noch blüht der Flieder. Und die Dolden beugen sich gra ziös im Hauche des Windes, sie versenden verschwenderisch ihren Duft und laden die Vögel zur Ruhe und zum Singen ein. Und ringsum ist alles Blüte und Helligkeit und es ertönt noch die Symphonie des Werdens und des Reifens. Noch ahnst du nicht, wie kurz der Frühling sei. Noch blüht der Flieder! malig hat der hessische Staat allgemein diese Hegezeit für das Wasserwild eingeführt. Sie kann für Berufsfischer und Angler nur von Nutzen sein. * Wichtig für Lungenkranke. Die Sprechstunden der Fürsorgestelle für Lungenkranke in der Medizinischen Poliklinik finden für die Besucher aus den Landgemeinden des Kreises Gießen jeden Montagnachmittag von 4 bis 5 Uhr statt. Lungenfranke und Krankheitsgefährdete, die in ärztlicher Behandlung sind, bedürfen einer Ueberweisung ihres Arztes an die Längenfürsorgestelle. Unbemittelte werden unentgeltlich beraten. * Kommerzienrat Sch. Schaffstaedt 80 Jahre alt. Der Seniorchef der hiesigen Firma H. Schaffstaedt GmbH., Fabrik ge= sundheitstechnischer Anlagen, Kommerzienrat Heinrich Schaff= staedt, beging am 5. Mai seinen 80. Geburtstag. Der Jubilar, der im Jahre 1881 das von seinem Vater gegründete Fabrikunternehmen nach dem Ableben des Gründers übernahm, ent= wickelte die Firma zu einem Unternehmen von hervorragendem Weltrus. Einige Erfindungen, die er machte und unter Patentschutz stellte, ebneten den Erzeugnissen der Firma Schaffstaedt den Weg in alle Teile der Welt. Neben seiner geschäftlichen Tätigkeit entfaltete Heinrich Schaffstaedt auch noch ein umfangreiches kommunalpolitisches Wirken in der Stadt Gießen, zu deren Stadtverordnetenversammlung er nahezu 20 Jahre gehörte. Ferner war er in einer Reihe kommunaler und sozialer Körperschaften in hervorragender Weise mit tätig. Der frühere Großherzog von Hessen zeichnete den Jubilar in Anerkennung seiner Verdienste durch die Ernennung zum Kommerzienrat aus, während er von vielen Gießener Vereinen in dankbarer Würdigung seines Wirkens zum Ehrenmitgliede ernannt worden war. Welche Krankheiten sind anzeigepflichtig? Anzeigepflicht besteht nach dem Reichsseuchengesetz für Aussay, Cholera, Fleckfieber, Gelbfieber, Pest und Pocken. Durch das preußische Gesetz, betreffend die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten, vom 28. August 1905, bezw. 23. Juni 1924, ist die Anzeigepflicht ausgedehnt worden auf jede Erkrankung und jeden Todesfall von Diphtherie, epidemischer Gehirnentzündung, übertragbarer Genicstarre, Kindbettfieber, epidemischer Kinderlähmung, Körnerkrankheit, Rückfallfieber, übertragbarer Ruhr, Scharlach, Typhus, Milzbrand, Roy, Tollwut oder Bißverleyungen durch tolle oder tollwutverdächtige Tiere, Fleisch-, Fischund Wurstvergiftung, Trichinose, Verdachtsfälle von Typhus. Die Anzeige ist innerhalb 24 Stunden bei der Polizeibehörde zu erstatten. Zur Anzeige sind in erster Linie der zugezogene Arzt und der Haushaltsvorstand verpflichtet. Endlich sind nach dem preußischen Gesetz vom 4. August 1923 jede ansteckende Krankheit und jeder Todesfall an Lungen- und Kehlkopfiuberkulose dem zuständigen beamteten Arzt innerhalb 8 Tagen, bei Todesfällen innerhalb 24 Stunden anzuzeigen, und zwar von dem zugezogenen Arzt. Der seit der Revolution bestehende Schwebezustand des Verhältnisses von Staat und evangelischer Kirche in Hessen wird aller Voraussicht nach einer Lösung entgegengeführt. Nachdem der Landtag die Einsetzung eines Schiedsgerichts beschlos= sen und die Landeskirchenregierung zugestimmt hat, ist nunmehr über die schwierige Frage der Personen der Schiedsrichter eine Einigung erzielt worden, so daß demnächst mit der Aufnahme der Tätigkeit des Schiedsgerichts gerechnet werden kann. Ausnahmemaßnahmen in Spanien. Madrid. Jm gestrigen Kabinettsrates sind Ausnahme= maßnahmen getroffen worden, da die Regierung die Lage als ernst bezeichnet. Die Regierung läßt den Behörden bei der Bestrafung der Unruhestifter völlig freie Hand. Verschärfung der Prohibition in Amerika. Wie aus Washington gemeldet wird, hat das Oberste Gericht angeordnet, daß sogar alle Personen, die Flaschen, Fässer und andere zur Aufbewahrung von Alkohol dienende Behälter verkaufen, in Zukunft dem Prohibitionsgesetz unterliegen. Finanzreform oder Lohnerhöhung? * * Bon der Universität. Heute abend hält Prof. Fries von der Michigan- Staatsuniversität im Englischen Seminar einen Vortrag über das moderne amerikanische höhere Schulwesen. * Verschmelzung. Der Verkehrsverein hat in seiner lezzien Generalversammlung der Verschmelzung mit dem Verschöne rungsverein zugestimmt. Heute findet eine Versammlung des letteren Vereins statt, die sich mit dem gleichen Antrag befaßt. Die Zustimmung dürfte sicher und damit das Ausgehen des Verschönerungsvereins im Verkehrsverein nur noch kurze Zeit ausstehen. * Falsche Reichsbanknoten über 50 Reichsmark. Neuerdings ist von den in Umlauf befindlichen Reichsbanknoten über 50 Reichsmart mit dem Ausgabedatum des 11. Oktober 1924 eine Fälschung festgestellt worden, die vor allem daran zu erkennen ist, daß das Papier weicher, gering dicker ist und aus zusammengefügten Blättchen besteht. Die Pflanzenfasern, die bei echten Scheinen abgelöst werden können, sind nur vorgetäuscht. Jm männlichen Bildnis auf der Vorderseite ist das linke Ohr gänzlich mißraten. Für die Aufdeckung der Falschmünzerwerkstatt zahlt das Reichsbankdirektorium eine Belohnung bis zu 3000 Reichsmark. * Beamtete Aerzte sollen nach einem Beschluß im hessischen Finanzausschuß zukünftig noch weniger als bisher Privatpraxis ausüben. * Die Schonzeit der Fische erstreckt sich vom 15. April bis 26. Mai. Während dieser Zeitspanne darf nur die stille Fischerei mit Legangeln, Reusen usw. ausgeübt werden. Erſt* Generalversammlung. In seiner Generalversammlung am legten Samstag wurde nach Erstatiung des Jahresberichtes und der Entlastung des Vorstandes des Bauerschen Gesangvereins der gesamte Vorstand wiedergewählt. Nur für das ausgeschiedene Mitglied Weber wurde Herr Geldmacher hinzugewählt. 119 Länderfamp Das Fußbal 5.0- Sieg. Diefe Gaweis war ein der Deulichen. waren die Geele Drei Tore für D Um die In Düsseldorf:& Fortuna Du ten und muß am lendritten der dritter Vertrete Deutsche Meister * Gastwirtetag. Nach der Gastwirte- Messe in Mainz wird der Verbandstag des Provinzialverbandes der Gastwirte im Rhein- Main- Gebiet in der Zeit vom 20. bis 22. Mai in unserer Stadt stattfinden. Geplant ist die Abhaltung der üblichen Vorstandssitzungen am 20. Mai mit einer Begrüßungsfeier am Abend. Für die geschäftlichen Verhandlungen, zu denen man den Schatzmeister Hartleb- Berlin erwartet, ist der zweite Tag vorgesehen, der mit einem Festessen geschlossen wird. Am 22. Mai wird dem„ Schiffenberg", der demnächst sein 600jähriges Bestehen feiert, ein Besuch abgestattet. * Der Hessische Evangelische Frauenverein hält seine diesjährige Hauptversammlung am 14. Mai in Frankfurt ab. * Der Hessische Landgemeindetag hält seine 10. Vertreterversammlung in Lauterbach am 28. Mai ab. * Der Arbeitersamariterbund soll durch Verfügung des Ge samtministeriums mit dem Roten Kreuz gleichgestellt werden. * Wichtig für Turnlehrer. Die auf den 10. Mai in Offenbach a. M. festgesetzte Turntagung für hessische Turnlehrer findet in der Turnhalle der Schule im Stadtteil Bürgel statt und beginnt um 8,30 Uhr vormittags. Dessen mögen unsere Gegner eingedent sein. Eine Belle von Arbeitskämpfen wäre die Folge einer schlechten Finanzreform." Man sieht, die Gewerkschaften haben das Steuer herumgeworfen. Von ihrer noch vor einigen Monaten scheinbar vorhandenen Bereitwilligkeit, durch Ausgaben- und Steuersenkung Verlegung des steuerlichen Schwergewichts von den direkten auf die indirekten Steuern, von Förderung der Kapitalbildung ist nicht mehr die Rede. Jede Umschichtung der steuerlichen Lasten zu ungunsten der Arbeiterschaft soll durch Forderung höherer Löhne wieder eingebracht werden. Damit wird der Sinn jeder Finanzreform illusorisch ge= macht: wozu noch Finanzreform, wenn der durch sie erstrebte Effekt einer verstärkten Eigenkapitalbildung den Unternehmungen durch neue Lohnerhöhungen wieder weggenommen werden soll? Die Ankündigung neuer Lohnbewegungen von Seiten der Gewerkschaften ist um so bedenklicher, als gerade jetzt der Ablaufstermin für zahlreiche Tarifverträge nähergerückt ist- zum 31. März laufen 70 Tarife mit einer Arbeitnehmerzahl von mehr als 850 000 ab und daher die Vermutung naheliegt, daß die Gewerkschaften diese Gelegenheit benuten werden, um eine neue Lohnwelle zu entfesseln. Demgegenüber muß es klar und deutlich gesagt werden, daß Finanzreform und Lohnerhöhungen sich sozusagen begrifflich ausschließen, daß eine Finanzreform, die diesen Namen verdient und Erfolg hat, nur möglich ist, wenn die Löhne ausnahmslos auf dem heutigen Stande stehen bleiben. Eine bedrohte Firma in Ordnung bringen und gleichzeitig besser leben: das geht nun einmal nicht an. In Deutschland, wo auch Selbstverständlichkeiten gesagt werden müssen, muß man es aussprechen, daß eine Finanzreform nur dann Sinn und Zweck hat, wenn sie sich bewußt in den Dienst der Kapitalbildung stellt, die am schnellsten und sichersten durch die Unternehmungen selbst erreicht wird. Von diesem Grundgedanken sind wohl sämtliche inzwischen bei uns bekannt gewordene Finanzreformpläne, auch das Dezemberreformprogramm der Reichsregierung, beherrscht ge= wesen. Die führenden Persönlichkeiten der preußischen Staatsregierung, Dr. Schreiber, Höpker- Aschoff, waren sich einig in der Erkenntnis, daß die Ermöglichung der Eigenkapitalbildung als die Grundlage jeder Finanzreform gelten müsse. Natürlich besagt das nicht, daß die Sparkapitalbildung der breiten Masse als unwichtig anzusehen ist. Im Gegenteil, sie ist zweifellos volkswirtschaftlich von erheblicher Wichtigkeit. Aber alle Sparkapitalbildung, die den Unternehmungen erst auf dem Umwege über die Kreditinstitute allmählich und zu hohen Zinssägen zufließt, nugt nichts, wenn in der Zwischenzeit die Unternehmungen Kapital zu Rentabilität lassenden Breisen entbehren, ihre Produktion be= schränken und damit den Arbeitsmarkt belasten müssen. Ursprünglich haben sich auch die Gewerkschaften der Erkenntnis, daß Kapitalbildung bei den Unternehmungen das Kernstück jeder Finanzreform bilden müsse, nicht verschlossen. Aber als die Frage der Kassensanierung aktuell wurde und das Problem der Kapitalbildung und der Steuersenkung zeitweilig in den Hintergrund treten ließ, konnten die Gewerkschaften es sich, wie es scheint, nicht versagen, von dieser taktisch günftigen Lage Gebrauch zu machen und hinter der Kassensanierung und Haushaltsdeckung die eigentlichen Fragen der Finanzreform verschwinden zu lassen. Heute holen sie indessen bereits zum Angriff aus. Mag der Kampf um die Finanzreform im Parlament enden wie immer ein Grundsay steht für die Gewerkschaften fest: Was die Arbeiter im politischen Kampf einbüßen, was ihnen durch stärkere Steuerbelastung genommen wird, werden sie wieder einbringen durch den Kampf um entsprechend höhere Löhne. Die Arbeiterschaft kämpft mit kombinierten Waffen. Wohin die Macht des politischen Zweiges der Bewegung nicht reicht, dahin dringt die Kraft der gewerkschaftlichen Organisationen. - Gemeinden und Schwerindustrie. Erge Bezirksliga und VfB. Gieße Spogg. 190 Germania VfB.-K. M GC. 05 65 GC. 03 Ra derrad Sport Raj FC. Große FC. Gron Hejjen He Sportogg ViB. Wet Spogg. 19 Marbach Laasphe 1 Feudingen Burg 1. Gau Gießen- We Laufdori Steinbach Oberbiel 1 Großen- Buj Steindorf 1 Ettingshau Oberbiel 2. Jugend: Lich 1. Weilburg Großen- B Burgjolm Steinberg Burg 1. Steindor Burgioln Garbente Weklarer Nauborn Gau Marburg: Germania Germania BfB.-K. BiB. die erst kürzlich von dem Leiter einer großen Industriegemeinde angewandt wurde, besteht darin, zu behaupten, die Industrie sei für die hohen Ausgaben der Städte insofern verantwortlich, als sie durch schlechte Wirtschaftsführung die große Zahl der Erwerbslosen und damit das erhebliche Ansteigen der kommunalen Wohlfahrtslasten verursacht habe. Die andere Methode, die nunmehr von einer gewissen Presse im Anschluß an die fommunalpolitischen Ausführungen Dr. Wellensteins auf der kürzlichen Tagung der Wirtschaftsstelle des Langnamvereins angewandt wird, besteht darin, die Behauptung aufzustellen, daß die kommunalen Fehlbeträge im Rechnungsjahr 1929/30 zu einem großen Teil auch dadurch entstanden seien, daß die Industrie Steuerbilanzen aufgestellt habe, durch die sie sich der Zahlung von Gewerbeertragssteuern in erheblichem Umfange zu entziehen vermocht habe. Doch nicht genug damit, versteift man sich sogar zu der Behauptung, daß diese auf verminderte Steuerzahlungen abgestellten Bilanzierungen eine Schwächung der städtischen Wirtschaft zum Ziele hätten, daß die Großindustrie nunmehr den Augenblick für gekommen erachte, jezt den Kampf gegen die Gemeinden auf breiter Front vorzutragen. Hier wird also der Großindustrie ganz unverblümt der Vorwurf der Bilanzfälschung und Steuerumgehung gemacht, ohne daß diese Behauptungen auch nur unter Beweis gestellt werden. Es wäre doch wohl angezeigt, wenn die kommunalen Stellen, die derartige Behauptungen aufstellen. sich nun auch entschließen könnten, der an diesen Dingen begreiflicherweise stark interessierten Deffentlichkeit ihre Beweise vorzulegen. Vorläufig vermag man sich beim besten Willen nicht vorzustellen, wie denn die Großeisenindustrie eine der artige systematische Bilanzfälschung durchgeführt haben könnte. Eine dreifache Sicherung für die Richtigkeit der Ermittlung des gewerbeertragssteuerpflichtigen Einkommens ist eingebaut: Zunächst einmal die Führung der Geschäftsbücher durch eine Angestelltenschaft, vor der zu verbergen insbesondere in einem Großbetriebe ein nugloses Unterfangen wäre. Sodann die außeror dentlich präzise arbeitende Buch- und Betriebsführung der Reichssteuerbehörden, die mindestens alle drei Jahre stattfindet und in alle Winkel der Buchführung der Großbetriebe hineinleuchtet, und schließlich noch eine besondere Buchprüfung der Gemeindesteuerbehörden ge rade für die Zwecke der Gewerbeertragssteuer. Es bleibt das Geheimnis der Kommunen, wie die Großindustrie unter Umgehung aller dieser Kontrollmaßnahmen ihre Fälschungen durchgeführt haben könnte. Werden die Kommunen diesen Schleier lüften? Offenbar ist es dem Deutschen Städtetag recht peinlich, daß sich die Deffentlichkeit in den legten Monaten so besonders intensiv mit der Finanzgebarung der Städte beschäftigt hat und daß dabei, wie man wohl in aller Sachlichkeit sagen kann, manches Unerfreuliche an den Tag gekommen ist. Man versteht dieses peinliche Gefühl auf Seiten der Gemeinden, man kann es aber weniger verstehen, wenn sie, statt sich sachlich zu rechtfertigen, nach der Parole Haltet den Dieb" vorgehen und die Schuld an der kommunalen Finanznot anderen Leuten zuschieben. Natürlich muß die Wirtschaft auch in diesem Falle als Sündenbock heralten. Es gibt da verschiedene Methoden. Die eine, Mit einem herein gerechne wirten würde, auch ohne Loto zutrauen. Der ipiele auf, fte während des leider einmal fabelhafter For überlegen. Vor bot sich auch der Ehrentor. 1900 Gi Ein Spiel, w hat: jo schlecht Fehlen von Heiln durch verschiedene einig untereinand Tore trat, die e Das Schmerzenst Weißen, der im hilflos war. Op mit allem Einja Gegensatz dazu i mit flinten Flüg 3. Minute, 9. M Ede j. Opel, 22. bei, 25. Min. Ed 30. Min. Ede fi Bauje nichts vor lage einzuiteden, 1900 unachit nod 60. Spielminute faramboliert er Goll Eine wichti deutung gewinn alio um diejenig und schon aus bedürfen. Erfre lich mit joldhen und man darf e iten ringen, w Schattenjeiten D Die Jugen ausnahmslos Körper und Der reifen Jug tag zum Ausru tung hat bewie gend alles ande beruflichen Anit night, weil die Finer Erholung Dirtliche Ruhe möglichen. Daz gar nicht wünsch Beit einen Nr. 36, ezeit für das und Angler Den der Für Solitlinit fin Kreises Gie tt. LungenBehandlung die Längen beraten. It. Der Ge Fabrik ge nrich Schaff Der Jubilar, Dete Fabrik ernahm, ent: vorragendem dunter Pa irma Schaff einer geschäft auch noch ein Stadt Gie: ezu 20 Jahre ler und jozia: tätig. Der bilar in An um Rommer inen in dant liede ernannt of. Fries von eminar einen Schulwejen. jeiner letzten m Verschöne ammlung des Intrag bejagt. ehen des Ver turze Zeit Iverjammlung ahresberichtes en Gejangver für das aus acher hinzuge Mainz wird Gastwirte im Mai in unje g der üblichen sungsfeier am zu denen man er zweite Tag wird. Am 22 En 600jährige Silt seine dies ntfurt ab 10. Vertretergung des Ge stellt werden. 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Dieser zehnte Länderkampf Deutschland gegen die Schweiz war eine prachtvolle einheitliche Mannschaftsleistung der Deutschen. Kuzorra- Schalke 04 und Hofmann- Dresden 04 waren die Seele des Sturms. Kuzorra schoß nicht weniger als drei Tore für Deutschland, eines schöner als das andere. Um die Westdeutsche Meisterschaft. Trostrunde der Zweiten: In Düsseldorf: Fortuna Düsseldorf Preußen Krefeld 3: 1( 2: 1). Fortuna Dusseldorf ist nun Sieger der Trostrunde der Zweiten und muß am 11. Mai gegen Spielvgg. 07 Sülz, dem Tabellendritten der Bezirksmeister- Runde, antreten; der Sieger wird dritter Vertreter Westdeutschlands bei den Spielen um die Deutsche Meisterschaft. Ergebnisse aus dem Bezirk. Bezirksliga und Bezirksklassen: VfB. Gießen Union Niederrad 1: 9( 0: 5), Sa. Spvgg. 1900 Gießen SC. Ope! Rüsselsheim 1: 6( 0: 3) Germania Mudersbach BfB. Gießen 6: 3( 4: 1) VfB.-K. Marburg Wezlarer Sp. 0: 0 SC. 05 Göttingen Spusp. Northeim 6: 0( 3: 1), Sa. SC. 03 Kassel und Kurhessen Kassel komb. Union Niederrad 2: 4( 1: 4) Sport Kassel Spielverein Kassel 2: 2( 1: 2) FC. Großalmerode Blau- Weiß Göttingen 6: 1( 2: 1) FC. Grone Hermannia Kajjel 3: 3( 3: 1) Hessen Hersfeld Tura Kassel 5: 1( 3: 1) Sportvgg. Niederzwehren Kurhessen Kassel 2. 4: 2 VfB. Wetter VfL. 1911 Biedenkopf 2: 5 Spvgg. 1900 Gießen 2. Ehringshausen 1. 0: 1( 0: 0) Marbach 1. Odershausen 1. 4: 2( 1: 1) Laasphe 1. Wiesenbach 1. 0: 4 Feudingen 1. Burg 1. Berleburg 1. 10: 1 Herbornseelbach- Ballersbach 4: 4( 1: 3) Gau Gießen- Weglar: Steinbach 1. Garbenteich 1. 2: 3( 2: 0) Oberbiel 1. Burgsolms 1. 1: 0 Großen- Bused 1. Weilburg 1. 1: 2 Steindorf 1. Büblingshausen 1. 4: 2( 0: 1) Lausdorf Garbenheim 1. 3: 2 Ettingshausen 1. Lollar 1. 1: 3( 1: 1) Oberbiel 2. Burgsolms 2. 2: 3 Jugend: Lich 1. BfB. Gießen 1. 2: 3 Weilburg 1. Oberbiel 1. 3: 4 Großen- Bused 1. Heuchelheim 1. 2: 1 Burgsolms 1. Weklarer Spẞ. 1. 0: 5 Lollar 1. 4: 0 Steinberg 1. Burg 1. Niederscheld 1. 3: 0 Steindorf 1. Büblingshausen 1. 2: 1 Burgiolms 2. Weylarer SpV. 3. 1: 1 Garbenteich Sch. VfB. Gießen 3. 2: 1 Weklarer SpV. Sch. 1900 Gießen Sch. 0: 5 Nauborn Sch. Hermannstein Sch. 4: 1 Gau Marburg: - Germania Marburg 2. Breidenbach 2. 4: 8 Germania Marburg 3. Michelbach 1. 7: 1 VfB.-K. Marburg 2. Jgd.- DJK. Marb. 1. J. 6: 1. VfB. Gießen Union Niederrad 1: 9( 0: 5). Mit einem Siege der Gäste hatte man ja schon von vornherein gerechnet, aber daß sich ihre Ueberlegenheit derartig auswirken würde, hatte wohl keiner angenommen, denn man kann auch ohne Lokalpatriotismus unseren Mannschaften wohl etwas zutrauen. Der VfB. faßt diese Spiele ja wohl mehr als Lehrspiele auf, stellt jüngere Spieler auf und wechselt dieselben während des Spieles aus aber das Resultat bleibt nun leider einmal. Zudem präsentierten sich die Gäste in ganz fabelhafter Form und waren den Hiesigen in allem tatsächlich überlegen. Vor allem in Stürmerleistungen, denn an Chancen bot sich auch der VFB.- Elf mancherlei. Es reichte aber nur zum Ehrentor. hat: 1900 Gießen Opel- Rüsselsheim 1: 6( 0: 3). Ein Spiel, wie man es von den Hiesigen noch nicht gesehen schlecht nämlich. Die 1900er- Mannschaft, durch das Fehlen von Heilmann und Adelberger etwas geschwächt, geriet durch verschiedene Schnitzer bald ins Hintertreffen, wurde uneinig untereinander und war damit dem Gegner, der nur die Tore trat, die er unbedingt treten mußte, ganz ausgeliefert. Das Schmerzensfind war der ersatzgeschwächte Sturm der BlauWeißen, der im Feld nicht schlecht, vor des Gegners Tor direkt hilflos war. Opel, das eine produktiv und wenn nötig auch mit allem Einsah spielende Mannschaft vorführte, verfügte im Gegensatz dazu über einen raschen und schußfreudigen Sturm mit flinken Flügelspielern. Das Spiel: Ede für Opel in der 3. Minute, 9. Minute 1: 0 f. Opel durch seinen H. R., 14. M. Ede f. Opel, 22. M. töpft Zeiler eine Flante von Balser vorbei, 25. Min. Ede für 1900.- 28. Min. 2: 0 für Opel( M. St.), 30. Min. Ede für Opel, 3: 0, M. St. hatte geföpft. Bis zur Pause nichts von Belang. In der zweiten Halbzeit fämpfte 1900 zunächst noch mit der Absicht, nur eine ehrenvolle Niederlage einzusteden, weiter u. holte 2 Eden auf. Da läuft um die 60. Spielminute Sad zuweit ins Feld, im Rücklauf aufs Tor faramboliert er mit einem gegnerischen Spieler. Strafstoß Soll die schulentlassene Sugend Sport treiben? Eine wichtige Eine wichtige Frage, die gerade in diesen Jahren an Bedeutung gewinnt, weil es nun um die„ Kriegskinder" geht, also um diejenigen, die während des Krieges zur Welt kamen und schon aus diesem Grunde ganz besonderer Gorgsamkeit bedürfen. Erfreulicherweise hat sich die Zahl der Eltern, die sich mit solchen Fragen und Sorgen beschäftigen, stark vermehrt, und man darf es ihnen, die größtenteils schwer um ihre Eristenz ringen, wirklich nicht überlnehmen, wenn sie auch die Schattenseiten des Sports ins Auge fassen. ,, Der Sport fostet Zeit“. Die Jugend, die heute die Schule verläßt, iritt nahezu ausnahmslos in Berufe über, die höchste Anforderungen an Körper und Geist stellen. Es liegt da der Gedanke so nahe, der reifen Jugend jede freie Minute, jeden Sonn- und Feiertag zum Ausruhen zu sichern. So schön das klingt, die Erfahrung hat bewiesen, daß unausgefüllte Ruhestunden unserer Jugend alles andere als Erholung vermitteln. Das Gewicht der beruflichen Anstrengung erfordert ein Gegengewicht. Mit pasfiver Erholung ist der Jugend nicht geholfen, schon deswegen nicht, weil die Wohnungs- und Lebensverhältnisse meist eine wirkliche Ruhe außer während der Nachtstunden gar nicht ermöglichen. Dazu kommt, daß unsere Jugend diese Art Ruhe gar nicht wünscht. Sie wird immer danach streben, ihrer freien Zeit einen- reizvollen freilich vielfach nur vermeintlich - von rechts, links vors Tor. H. L. föpfte: 4: 0 f. Opel. Nun fann Zeiler nach raschem Durchbruch und kurzem Zuspiel mit seinem Außen das Ehrentor für seine Mannschaft schießen. Ein Strafstoß, der seiner Partei von der Strafraumgrenze eine weitere Chance bot, wurde von ihm verschossen. Dann- Kazz war perlegt ausgeschieden, Henrid, hatte aus nicht ersichtlichem Grunde das Spielfeld verlassen kamen die Gäste durch einen Fehler Sacs zum 5. Tor. Jetzt verließ auch Zeiler das Spielfeld(!) und der Rest der Mannschaft versucht mit nur teilweisem Erfolg ein größeres Fiasto zu verhindern. Noch einmal sandten die Opelspieler ein, und dann beendete der Schlußpfiff des Unparteiischen Philipp- Großen- Buseck dieses unglückliche Treffen. B. Marbach 1. Ockershausen komb. 4: 2( 1: 1). Für den plötzlich absagenden FV. Breidenbach trat FV. Odershausen in bereitwilliger Weise ein. M. konnte aus diejem Spiel als verdienter Sieger hervorgehen. Der Spiel= verlauf: Odershausen fand sich sofort besser, besonders der Mittelstürmer brachte immer wieder das M. Tor in Gefahr, doch M. Verteidigung war auf der Hut. Erfolge beiderseits blieben vorerst jedoch aus, bis dann bei einem Angriff der M. der linke Verteidiger von Odershausen mit der Hand spielt. Den hierauf gegebenen Strafstoß verwandelt M. Mittelstürmer zum Führungstor. Durch diesen Erfolg angespornt, greift M. mächtig an, aber es will nichts gelingen. Odershausens Torhüter ist nicht zu schlagen. Kurz vor Halbzeit kann Odersh. zum Ausgleichstor durch einen scharfen Schuß des Halbrechten kommen. Nach der Pause greift D. energisch an und kam auch bald zum Führungstor. Es dauerte jedoch nicht lange, und M. glich im Anschluß an einen Eckball durch Kopfball des Halbrechten aus. Es schien nun, als wenn das Spiel unentschieden enden würde. Doch wiederum, wie bei dem letzten Spiel, fonnte Marb. 10 Min. vor Schluß ein 3. und kurz darauf ein 4. Tor erzielen, nachdem mehrere Chancen unausgenützt blieben. O. beschränkte sich während dieser Zeit lediglich auf seine Verteidigung. Bemerkt sei noch, daß in den letzten Minuten eine unnötige Härte in das Spiel gebracht wurde, wegen derer u. a. ein Spieler des Plazzes verwiesen wurde. Schiri GroßGermania Marburg leitete gut. Großen- Bused 1. Weilburg 1. 1: 2. Weilburg stellte eine wuchtige, schnelle, mit gutem Kopfspiel spielende Mannschaft, die einen knappen, aber verdienten Sieg errang, da sie im Feldspiel den Einheimischen überlegen war. Die Gäste benutten mehr das hohe Spiel. Die Buseder, die für Tormann, linken Läufer und Linksaußen andere Spie ler eingestellt hatten, zeigten nicht ihre sonstige Form, hielten sich aber gegen die Gäste dennoch recht tapfer. Hervorragend war der Ersatztorwart Albach. Als Schiedsrichter leitete Herr Busch gut. Aus dem Hinterland. Laasphe 1. Wiesenbach 1. 0: 4. Die Revanche der Wiesenbacher ist diesen, wie erwartet, geglückt. Wies. gab durchweg während des ganzen Spiels den Ton an und ließ es auch keinesfalls zu einem Ehrentreffer der Witgensteiner kommen. Wie immer begannen die Laaspher in den ersten Minuten mit großem Eifer, aber die rasche und schlagsichere Deckung der W. fuhr ebenso schneidig dazwischen. Schon nach einiger Zeit merkte man aber, daß sich die Gastgeber zuviel ausgegeben hatten, und da kam die drückende Ueberlegenheit seitens der Gäste zutage. Angriff auf Angriff rollt auf das Laaspher Tor, und der gute Hüter hatte alle Hände voll zu tun. Letzterer hielt übrigens einige Sachen hervor ragend. Zu bemerken ist noch, daß Wiesenbach nur mit 10 Mann zur Stelle war. Feudingen 1. Berleburg 1. 10: 1. Feudingen lieferte wieder mal auf eigenem Gelände ein glänzendes Spiel, so daß die Gäste unbarmherzig kapitulieren mußten. Der Feudinger Sturm tombinierte gut und schoß Prachtschüsse aus allen Lagen auf das Gästetor. Die Berleburger waren im ganzen zu langsam und spielten außerdem unzweckmäßig. Zu kurz und ungenau. Die Halbspieler halfen den Läufern nicht, was natürlich deren Ueberlastung zur Folge hatte und woraus wieder schlechtes Bedienen des Sturmes resultierte. Auch die Deckung war sehr lückenhaft. Bei einigen Toren waren die Feudinger in der Lage, den Ball etwa 3 Meter vor dem Gästetor zu stoppen und zu placieren.„ Oh." 1900 Gießen 2. Sp. u. SpV. Ehringshausen 2. Bezkl. 0: 1( 0: 0). Das Spiel begann mit einer halbstündigen Verspätung. 1900 lieferte eine schlechte Partie, was sich besonders durch das Fehlen der zwei besten Stürmer bemerkbar machte. 1900 tann die erste Viertelstunde drücken, ohne jedoch etwas zu erreichen. Nach einer Umstellung bei 1900 fommen die Gäste jedoch mächtig auf und haben bis zur Pause mehr vom Spiel. Nur dem hervorragenden Können von Müller im 1900er Tor ist es zu verdanken, daß die Playmannschaft nicht in der 1. Halbzeit schon verlor. Nach der Pause verteiltes Spiel, doch der klägliche Sturm der Blau- Weißen kann nicht schießen. Das siegbringende Tor der Gäste resultiert aus einem Mißverständnis zwischen 1. Läufer und I. Verteidiger von 1900. 1900 winkte dann der Ausgleich in Gestalt eines unberechtigten Elfmeters, doch Rohrbach verschoß. Die Gäste gewannen verdient, wenn auch die Einheimischen Gelegenheit zum Ausgleich hatten. Ettingshausen 1. * - Lollar 1. 1: 3( 1: 1). Lollar, welches nur mit 10 Mann auf dem Felde steht, hat alle Register seines Könnens aufzuziehen, um den gefährlichen Angriffen des E. Sturmes standzuhalten. Nach Seitenwechsel wird Lollar besser, während E. seinem eigenen Tempo zum Inhalt zu geben. Die Jugend wird das Vergnügen in irgend einer Form suchen. Der Sport aber bietet ein Vergnügen, das nicht nur nicht schadet, sondern bei richtiger Betätigung, wie sie durch die Einrichtungen unserer Sportvereine gewährleistet ist, reichen Nutzen abwirft. ,, Der Sport ermüdet den Körper, der ohnedies durch die Berufsarbeit erschöpft ist." Aber es gibt wohl keinen einzigen Beruf im modernen Leben, der den Körper im gleichen Sinne ermüdet, wie die sportliche Betäti gung. Während der Beruf meist eintönige und einseitig ermüdende Arbeit verlangt, die nur in den seltensten Fällen noch Freude und Befriedigung schenkt, kommt der Sport dem be= rechtigten Streben der Jugend, nicht nur Nummer und Teil eines Betriebes zu sein, sondern selbst etwas zu gelten, entgegen. Das strafft die jugendlichen Muskeln wieder zu begeisterter Leistung, füllt in der frischen Luft des Sportplages die Lungen, fräftigt das Herz und schenkt dem Körper die herrliche, nervenentspannende Müdigkeit, die durch traumlosen Schlaf ihm neue Kräfte für den kommenden Arbeitstag zuführt. ,, Der Sport kostet Geld!" Das stimmt insofern, als uns das Leben nichts Wertvolles umsonst schenkt. Es gibt aber wohl kein Vergnügen, keine Erholung, die, an Erfolg gemessen, für den Jugendlichen so billig ist, wie gerade der Sport. Frühere Generationen haben in besseren Zeiten, oft unter großen Opfern, die sportlichen Einrichtungen, die Hallen, Pläge und Heime geschaffen, die sie nun benügen dürfen; und die noch zu tragenden wirtschaftlichen Lasten nehmen die erwachsenen Vereinsmitglieder auf ihre Schultern, während sie sich bei der Jugend mit Beiträgen Nr. 36. Opfer gefallen ist. Das Spiel wurde sehr anständig durchgeführt und war ein rechtes Gesellschaftsspiel. Steinbach 1. Garbenteich 1. 2: 3( 2: 0). Von Beginn an entwidelte sich ein flottes Spiel und lag Steinbach bis zur Halbzeit mit 2: 0 in Führung. Nach der Pause drehte Garbenteich den Spieß um. Sportfest in Burg. Den Auftakt des Sportfestes bildeten zwei Propagandaspiele Burg Liga Ballersbach u. Herbornseelbach komb. 4: 4 ( 1: 3) und Burg Jgd. Niederscheld Jgd. 3: 0( 1: 0). Am Sonntag vormittag, um 8 Uhr schon, begannen die Pokalspiele. In der B- Klasse siegte im Endspiel Donsbach, 1.— Wissenbach mit 1: 0. In der A- Klasse gab im Entscheidungsspiel Merkenbach den Ballersbachern mit 1: 0 das Nachsehen. In der Ligaklasse konnte Hörbach im Endspiel Herbornseelbach mit 2: 0 schlagen. Die Leichtathletik hatte folgende Ergebnisse: Dreitamps: 1. Mohl, VfB. Gießen, 2. Jakob, VfB. Gießen. 400- m- Lauf: 1. Büttner, BfB. Gießen, 2. Müller, VfB. Gießen, 3. Schäfer, Herbornseelbach. 1500- m- Lauf: 1. Heberling, SpV. Wetzlar, 4,21, 2. R. Paul, 1900 Gießen, 4: 22,3 Min. Fußballweitsteß: 1. Pfaff, Merkenbach, 2. Jung, Oskar, Sinn. Der Kampfspiel- Pokal. Berlin gegen Südostdeutschland. Wie uns soeben mitgeteilt wird, muß der Norddeutsche Spielverband auf die Teilnahme am Pokalspiel der III. Deut schen Kampfspiele, das am Sonntag, den 29. Juni, den Höhepunkt dieser Veranstaltung in Breslau darstellen wird, verzichten. Die Norddeutschen feiern in diesem Jahre das 30jährige Verbandsjubiläum und sind aus diesem Grunde größere Verpflichtungen eingegangen. Nach den Bestimmungen des DFB. über die diesjährige Austragung des Kampfspiel- Pokals muß demnach der DFB- Pokalsieger 1928, der Südostdeutsche Fußballverband, eintreten, so daß der Verband Brandenburgischer Ballspiel- Vereine und Südostdeutschland in Breslau um den Kampfspiel- Pokal antreten werden. Leichtathletik. 1. Frauenwettkämpfe des VfB. 08 Gießen. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg für den VfB Es sind, dem Zweck der Veranstaltung entsprechend, dem Frauensport bestimmt neue Freunde zugeführt worden. Sportlehrer Fischer und Abteilungsleiter Nagel hatten die Vorbereitungen gut getroffen. Die Kämpfe widelten sich daher reibungslos und in schneller Reihenfolge ab.. Unter Beteiligung von J. G. Sportverein Ffm., KBC. Köln, VfB. Diez, VfL. Wezlar, 1900 Gießen, VfB. 08 Gießen und dem MtV. Gießen, ca. 100 Teilnehmerinnen, entwickelten sich überaus spannende Kämpfe. Dem MtV. Gießen gebührt das Verdienst, den Sinn der neugeschlossenen Arbeitsgemeinschaft zwischen DT., DFB. und DSB. erfaßt und in die Tat umgesetzt zu haben. Die Ergebnisse: Weitsprung aus dem Stand, Al. B Jgd.: 1. Röhmig, MTV. Gießen 2,32 m, 2. Lösch, 1900 Gießen, 3. Eichhammer, Griesheim Elektron. 50- m- Lauf Jgd. KI. A: 1. Schneider, Griesheim Elektron 7,9 Set., 2. Fischer, VfB. 08 Gießen, 8 Set., 3. M. Müller, Weitsprung Jgd. Kl. A: 1. Kuhn, VfL. Wetzlar, 4,21 m, 2. Schneider, J. G. Sportverein Ffm., 4,06 m, 3. Heß, MTV. 50- m- Lauf Jgd. Kl. B: 1. Röhmig, MTV. Gießen, 7,5 Set., 2. Lösch, SpV. Gießen 1900, 7,6 Set., 3. Mätschke, VfL. WezzSpeer Frauen: 1. Siebert, J. G. Sportverein Ffm., 29, 34 m, 2. Schmitt, J. G. Sportverein fm., 28,02 m, 3. Hollmann, 50 m Frauen: 1. Schmitt, J. G. Sportverein Ffm., 7,2 Set., 2. Else Schmidt, J. G. Sportverein Ffm., 7,4 Sef., 3. Weil, J. G. Sportverein Ffm, 7,5 Set. 100- m- Lauf Frauen: 1. Siebert, J. G. Sportver. Ffm., 13,4 Set., 2. L. Schmitt, J. G. Sportverein Ffm., 13,5 Gef., Hochsprung Jgd. Kl. A: 1. Kuhn, ViL. Wetzlar 1,26 m, 2. Fr. Fischer, VfB. 08 Gießen, 1,24 m, 3. Dömeland, J. G. SportBallweitwerfen Jgd. Kl. B: 1. Römig, MTV. Gießen, 46,49 m, 2. Schmidt, MTV. Gießen, 46 m, 3. Lösch, 1900 Gießen. Kugel Frauen: 1. Siebert, J. G. Sportverein fm., 10,71 m, 2. Wendels KBC. Köln, 3. Bidelhaupt, MTV. Gießen. 4 mal 50- m- Lauf Jgd. Kl. A: 1. MTV. Gießen, 30,7 Set., 2. SpVg. 1900 Gießen, 30,8 Set., 3. VfL. Wetzlar, 30,8 Set. Diskus Frauen: 1. L. Schmitt, J. G. Sportverein Ffm., 25,30 m, 2. Luh, VB. 08 Gießen, 23, 80 m, 3. Frei, VfL. Wezlar. Kugel Jgd. A: 1. Kuhn, VfL. Wezlar, 8,50 m, 2. Dömeland, J. G. Sportverein Ffm, 8,29 m, 3. Fischer, VfB. 08 Gießen. Hochsprung Frauen: 1. Bidelhaupt, MTB. Gießen, 1,44 m, 2. Siebert, J. G. Sportverein Ffm., 1,39 m, 3. Wendels, 200- m- Lauf Jgd. Kl. A: 1. Dömeland, J. G. Sportverein Ffm., 32,4 Gef., 2. M. Müller, VfB. 08 Gießen, 33,1 Set., 4 mal 100- m- Lauf Frauen: 1. MTV. Gießen 56,2 Get., 2. Sportverein Giesheim Elektron 1. Mannsch., 58,6 Sef., 3. Sportverein Griesheim Elektron 2. Mannsch., 59 Set. 800- m- Lauf Frauen: 1. Pfaff, BiL. Wezlar, 2: 56,4 min., 2. Ezelmüller, VfB. 08 Gießen, 2: 58,5 Min., 3. Fr. Müller, Dreikampf Frauen: 1. L. Siebert, J. G. Sportverein Ffm., 97 Ptt., 2. Bidelhaupt, MTV. Gießen, 77 Ptt., 3. Wendels, KBC. Köln, 72 Ptt. Dreikampf Jgd. A: 1. Schneider, J. G. Sportverein Ffm., 52 Ptt., 2. Fischer, BfB. 08 Gießen, 44 Pft., 2. Kuhn, VfL. Weylar, 44 Pkt., 3. Dömeland, JG. Sportverein fm., Dreikampf Jgd. B: 1. Röhmig, MTV. Gießen, 56 Ptt., 2. Lösch, 1900 Gießen, 42 Pft., 3. Eichhammer, J. G. Sportverein Gymnastik( einze): 1 Frau Kömpel, 1900 Gießen, 36 Pft.. 2. Frau Fischer, VFB. 08 Gießen, 35 Pft., 3. Steuerwald, BfB. begnügen, die nur einen verschwindenden Teil der Unkosten des sportlichen Betriebes decken. ,, Der Sport beeinträchtigt das Familienleben!" Aber in wie seltenen Fällen kann heute noch die Familie Mittelpunkt der Erholung der Freizeit sein? Wirtschaftliche Not und unzureichende Wohnungsverhältnisse haben weithin in Frage gestellt, was einst besonders wertvoll war, und mit bedauernden Worten ändert man daran nichts. Da freten nun die Jugendvereinigungen ein, auch die Sportvereine, und sie geben im Sportplah und Heim einen neuen Mittel- und Sammelpunkt, der von Straße und Wirtschaft abzieht. Mehr und mehr werden die Sportpläge zu schönen, wahrhaften Erholungsstätten ausgebaut, die Alt und Jung EntSpannung und Anregung in Hülle und Fülle bieten. ,, Der Sport beeinträchtigt die geistige Weiterbildung!" Gewiß, wenn im Sportverein von nichts weiter die Rede wäre, als von Punkten und Retorden! Aber im Sport treten doch die verschiedensten Kreise der Bevölkerung untereinander in Beziehung, und ungezwungen ergibt sich hier die Möglichfeit, mit anderen Wissens- und Arbeitsgebieten als dem eigenen in Berührung zu kommen. Und diese Verbindung ist doppelt wertvoll deswegen, weil sie natürlich und ungezwungen sich von Mund zu Mund knüpft, teine Berufsgrenzen feire trennenden Momente tennt, sondern die Brücke der Einfachheit und Natürlichkeit schlägt, wie es sich schon nach außen hin durch das gleiche sportliche Kleid zeigt. Genug, Eltern, die ernstlich prüfen und erwägen, werden dem Wunsch ihrer aus der Schule entlassenen Jugend, einem gutgeleiteten Sportverein beitreten zu dürfen, die Gewährung nicht versagen. Mittwoch, den 7. Mai 1930. Aus Rab und Fern. Nah Homberg. Am Sonntag verunglückte auf dem hiesigen Ueberlandwerk der Monteur Lucius tödlich. Der Bedauernswerte verlor bei seiner Arbeit den Halt und stürzte gegen die Startstrommaschinen, wobei er verbrannte. Butzbach. Beim Tanken geriet ein Personenauto in Brand und wurde vollständig zerstört. Schotten. In Oberseemen kann der Männergesangverein ,, Liederlust" in diesem Jahre auf sein 90jähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlaß hat die Vogelsberger Sängervereinigung beschlossen, ihr Bundesfest am 29. Juni in Oberseemen zu feiern. Der Hessische Einzelhandel tagte in Bensheim. Das Tagesreferat hielt Syndikus Rizinger- Berlin. Er übte scharfe Kritik an der Verwaltung von Reich, Ländern und Gemeinden. Bei einem Volkseinkommen von 75 Milliarden würden 40 Milliarden von der öffentlichen Verwaltung beansprucht. Regierung und politische Parteien täuschten sich noch zu sehr über die Steuerkraft des Volkes. Die Not der breiten Masse sei die Not des Einzelhandels. Der Rationalisierung der Wirtschaft müsse die Rationalisierung der Verwaltung folgen. Erholungsheim Orbishöhe in Zwingenberg. Das Erholungsheim Orbishöhe in Zwingenberg a. d. B., Eigentum des Verbandes der engl. weibl. Jugend in Hessen, scheint weiten Kreisen noch unbekannt zu sein. Das schöne Heim im Bergstraßenwald nimmt auch gern Frauen und Mädchen auf, die nicht dem Verbande angehören. Daß alle Gäste sich in den christlichen Geist des Hauses einfügen, wird vorausgesetzt und wird in der frischfröhlichen Hausgemeinschaft auch niemand schwerfallen. Die Preise sind mäßig gehalten, um recht vielen Mädchen und Frauen eine Zeit der Ruhe und Ausspannung zu ermöglichen. Die Zimmer sind einfach, aber gemütlich, einige Verpflegung gut und reichlich. Im mit fließendem Wasser Frühling, Herbst und Winter ist die Bergstraße des milden Klimas wegen besonders zur Erholung geeignet. In dem Heim veranstaltet der Verband der Evgl. weibl. Jugend vom 8.- 12. Mai eine Hausangestellten- Freizeit. Es werden die Fragen behandelt:„ Berufliche Weiterbildung",„ Beruf und Evangelium" ,,, Die Verantwortung der evgl. Hausgehilfin für ihre Berufsschwester". Daneben wird gesungen und gewandert. Anreise, ist der 8. Mai, Abreise Montag, den 12. Mai. Der Tagespreis beträgt nur 1,50 Mt. Anmeldungen gehen an Gustel Ecker, Zwingenberg a. d. B., Orbishöhe. - Der hessische Staatspräsident auf der Mainzer Gastwirtsmesse. Mainz. Der hessische Staatspräsident Dr. ing. h. c. Adelung besuchte am Dienstag mit Gemahlin die 3. Süddeutsche Gastwirtsmesse in der Stadthalle. Der Staatspräsident äußerte sich hochbefriedigt über die gefällige und praktische Anordnung sowie über die Reichhaltigkeit des Gebotenen. Hergershausen, 3. Mai. Ungültige Beigeordnetenwahl. Der Kreisausschuß des Kreises Dieburg hat die am 16. Februar stattgehabte Beigeordnetenwahl für ungültig erklärt. Wann die Neuwahl stattfindet steht noch nicht fest. Marburg. Als er mit dem Auto gegen einen Baum rannte, wurde ein Fahrer aus dem Wagen geschleudert, brach das Ge= nid und war sofort tot. Biedenkopf. Ein betrunkener Radfahrer fuhr hier in ein Auto und wurde auf der Stelle getötet. Frankfurt a. M. Die Bevölkerung unserer Stadt ging im Die Spä letzten Vierteljahr 1929 um 2300 Personen zurück. terlegung der Ferien in die Zeit vom 18. Juli bis 21. Auguſt hat starten Protest namentlich des Einzelhandels hervorgerufen. Selbstmordversuch des Landtagsabgeordneten Markwald. Der preußische Landtagsabgeordnete und Chefredakteur der Frankfurter ,, Volksstimme", Hans Markwald, hat in der Nacht auf Dienstag mit seiner Frau den Versuch gemacht, sich durch Veronal zu vergiften. Beide liegen im Hl. Geist- Hospital schwer frank darnieder. Dem Vernehmen nach sollen die Gründe beruflicher Natur sein. Haiger. Auf der Eisensteingrube„ Eisenzecherzug" stürzte der Bergmann Kurt Kölsch aus Eiserfeld einen 80 Meter tiefen ,, Gießener Zettung" Schacht hinunter und blieb mit zerschmetterten Gliedmaßen tot liegen. Kassel. In früheren Jahren wurde bei Corbach in Waldeck in kleinerem Maße Gold gefunden; das sogenannte Eddergold. Die Versuche zur Goldgewinnung sind neuerdings wieder aufgenommen worden, der Erfolg ist allerdings noch sehr gering. Bad Kreuznach. Das Verhältnis der beiden Kurorte Kreuznach und Münster a. St. hat sich verschlechtert. Wer bisher an einem der Orte Kurkarten hatte, der konnte an beiden Orten die Kurmittel benutzen. Damit hat man Schluß gemacht. Das Fahrtenprogramm des„, Graf Zeppelin". Friedrichshafen. Nach einer Mitteilung der Hapag- Vertretung Friedrichshafen werden folgende Fahrten ausgeführt: Am 8. und 13. Mai nach der Schweiz, am 12. Mai nach Oberammergau. Am 18. Mai nach Südamerika, am 16. oder 17. Juni nach der Schweiz, am 18. oder 19. Juni nach Voralberg, am 21. Juni nach dem Bayerischen Wald mit Landung in München, von dort nach Berlin. Vom 22. bis 25. Juni finden Fahrten über Berlin und eine Fahrt nach Hamburg statt. Am 2. Juli eine Alpenfahrt in die Südalpen, in der Nacht vom 5. auf 6. Juli nach Köln a. Rh. Vom 8. bis 11. Juli wird eine Nordlandfahrt bis Tromsö oder bis zum Nordkap unternommen, am 12. Juli eine solche nach Neustadt a. Haardt, am 15. Juli ein Südlandfahrt, am 29. Juli nach den englischen Inseln, England, Schottland, Jrland. Am 2. August nach Darmstadt, am 5. Auguch nach Madeira und Teneriffa. Am 12. August nach Dänemark, Schweden und Finnland, am 19. August eine Mittelmeerfahrt. Am 30. August nach Leipzig. Schönes Beispiel kameradschaftlicher Hilfe. In dem Orte Chwalim, Kreis Bomst( Grenzmark PosenWestpreußen) gab die Freiw. Feuerwehr ein schönes Beispiel tameradschaftlicher Hilfe. Ein Mitglied der Wehr wollte sein baufälliges Wohnhaus abreißen, um ein neues auf dieser Stelle zu errichten. Die Wehr beschloß nun in ihrer letzten Sigung, ihrem Kameraden bei diesem Abbruch Mann für Mann behilflich zu sein, und tatsächlich erschienen auch zu dem angegebenen Termin die Kameraden mit dem Brandmeister an der Spize und trugen in acht Stunden das alte Haus ab und machten die Baustelle frei. Heuschreckenschwärme in Rumänien. In Rumänien sind die Heuschrecken jetzt weiter nach Norden vorgedrungen. Ein Riesenschwarm verwüstete im Komitat Cit das ganze Grün der Waldungen, die Saaten und Weiden. Große Waldbrände in U. S. A. Newyork, 5. Mai. Ueber Sonntag wüteten in fünf Staaten der Union verheerende Waldbrände. Einige Ortschaften brannten vollständig nieder. Zahlreiche Personen starben den Flammeniod. Tausende find obdachlos geworden und haben ihr Hab und Gut verloren. Der Sachschaden be= läuft sich auf viele Millionen Dollar. Die am meisten betrof= fenen Staaten sind Newyork, Long Island, Rhodeisland, Delawara und Massachusetts. Max Schmeling in Newyork. Newyork. Max Schmeling wurde, als er den Dampfer ,, Newyork" verließ, von ungefähr 4000 deutschen Landsleuten stürmisch begrüßt. Pressevertretern gegenüber lehnte er es ab, in solchen Fällen von anderen Boyern mit Vorliebe gegebene bombastische Versicherungen abzugeben, daß er seines Sieges sicher sei. Tribüne mit 2000 Personen eingestürzt. Bei der Eröffnung des neuen Flugplages von Guadalajara ( Mexiko) rammte ein Automobil einen Träger der Zuschauertribüne. Infolge des Stoßes stürzte die Tribüne ein. Hierbei wurden 6 Personen getötet und 36 Personen verletzt. Erdbeben in Hinterindien. Nach einer Meldung aus Peschawar ereignete sich in Rangoon ein Erdbeben, bei dem zahlreiche Personen ums Leben tamen. Zahlreiche Gebäude, darunter das Gerichtsgebäude, sind eingestürzt. Tausende von Verletzten sind bisher nach den Krankenhäusern gebracht worden. Unter den Ruinen sollen sich fast 1000 Todesopfer befinden. Sämtliche Drucksachen HAUSHALTUNGS- BÜCHER VERLOBUNGS ANZEIGEN GRATULATIONS KARTEN liefert immer schnell, gut und preiswert für Familien, Vereine und Behörden wie STERBFALLANZEIGEN GEBURTS- ANZEIGEN EINLADUNGSKARTEN ALBIN KLEIN GIESSEN Nr. 36. Witwen- und Waisenbeihilfen nach dem Reichsversorgungsgesetz. Für die Hinterbliebenen gibt es zwei Versorgungsarten: die Hinterbliebenenrente, die gewährt werden muß, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen gegeben sind oder die Hinterbliebenenbeihilfe, die gewährt werden kann, wenn die Voraussetzungen für die Rente nicht, bezw. nur teilweise erfüllt sind. Während also auf die Rente ein Rechtsanspruch besteht, ist die Beihilfe nur eine freiwillige Leistung, deren Bewilligung niemals Gegenstand des Spruchverfahrens vor den Versorgungsgerichten sein kann. Es kann immer nur eine der beiden Leistungen niemals beide zugleich verlangt werden. Witwen und Waisen kommen für die Bewilligung der Beihilfen nur dann in Betracht, wenn die Hinterbliebenenrente nicht zuständig ist, weil der Tod des Beschädigten sich mit der Dienstbeschädigung nicht in Zusammenhang bringen läßt. Aber nur wenn Bedürftigkeit besteht und der Verstorbene zur Zeit des Todes Rentenempfänger im Sinne des Reichsversorgungsgesetzes war, fönnen die Witwen und Waisen in den Genuß der Beihilfen gelangen. Im allgemeinen wird man hiernach wissen, wann die Beihilfen gewährt werden können. Nun gibt es aber eine Reihe von Sonderfällen, die bei unvollkommener oder zweifelhafter Erfüllung der Bedingungen nach der Sachlage von dem Berg der Beihilfen nicht ausgeschlossen werden konnten. Für diese Fälle ist folgende, in den Kreisen der Interessenten nur wenig bekannte Regelung getroffen worden: Witwenhilfe tann im Falle der Bedürftigkeit auch der Witwe eines Rentenempfängers gewährt werden, der vor dem 1. April 1920( Inkrafttreten des Reichsversorgungsgesetzes) gestorben ist, an sich aber unter das Reichsversorgungsgeseh gefallen wäre, d. h. mit einer Erwerbsminderung von 25 Prozent aufwärts ( RVBI. 1921 S. 411 Nr. 800). Dasselbe gilt auch für die Waisenbeihilfe( RVBI. 1923 S. 263 Nr. 545). Witwen von Beschädigten, die eine Rente von 20 Prozent bezogen haben und vor dem 1. 7. 1923 gestorben sind, können zur Linderung eines besonderen Notstandes Witwenbeihilfe erhalten. Waisenbeihilfe wird in solchen Fällen jedoch nicht ge= währt, weil der Verstorbene nicht Rentenempfänger im Sinne des Aenderungsgesetzes vom 22. 6. 1923 war, welches die Waisenbeihilfe neu eingeführt hat. Falls die Witwe für Kinder zu sorgen hat, kann sie aber einen Zuschuß zu ihrer Witwenbeihilfe bis zur Höhe der Witwenrente erhalten( RVBI. 1925 S. 93 Nr. 140). Witwenbeihilfe kann ferner die Witwe eines verstorbenen Rentenempfängers erhalten, die sich wiederverheiratet hat, wenn ihr zweiter Mann stirbt. Hierbei ist jedoch zu unterscheiden, ob der Tod des zweiten Ehemannes vor oder nach zehnjähriger Ehedauer eingetreten ist. Ist die zweite Ehe durch den Tod des Ehemannes innerhalb 10 Jahren seit der Eheschließung gelöst worden, so wird die Witwenbeihilfe im Bedürftigkeitsfalle in der Regel gewährt. Tritt dagegen der Tod des zweiten Ehemannes erst nach Ablauf einer 10jährigen Ehedauer ein, so soll die Witwenbeihilfe nur solchen Witwen zuteil werden, die sich in Not befinden und deren Ehe nicht so lange bestan== den hatte, daß für die wirtschaftliche Sicherstellung gesorgt, werden konnte. Im Wege des Härtenausgleichs kann die Witwenbeihilfe auf Grund der Rentenberechtigung des früheren Ehemannes an wiederverheiratete Witwen auch dann gewährt werden, wenn die zweite Ehe geschieden und der Ehemann allein für schuldig erklärt oder wenn die Ehe wegen Geisteskrankheit geschieden worden ist. Voraussetzung ist in diesen Fällen, daß eine be=: sondere Notlage besteht und die Unterhaltspflicht gegen den geschiedenen Ehemann nicht durchgeführt werden kann. Für Hinterbliebene nach dem Altrentnergesek und dem Kriegspersonenschädengesez sind Witwen- und Waisenbeihilfen nicht vorgesehen. Nur hochbetagte Witwen von Kriegsinvali den früherer Kriege sollen, wenn sie früher Witwenbeihilfe nach § 17 Ges. 01 oder§ 27 MHG. 07 bezogen haben, eine Witwen Beihilfe erhalten( RVBI. 1925 S. 93 Nr. 140). Die Bedürftigkeit wird nach folgenden Gesichtspunkten be= urteilt: Es ist zu unterscheiden, ob die Folgen der Dienstbeschädi=- gung die Erwerbsfähigkeit oder das Familienleben des Beschädigten wesentlich beeinträchtigt haben oder nicht. Im erste ren Falle darf das Gesamteinkommen der Witwe und der Waisen einschließlich der Witwen- und Waisenbeihilfe den doppelten Betrag der Witwen- und Waisenrente( ohne Zusazrente, jedoch einschl. örtlichem Sonderzuschlag) nicht übersteigen, welche die Witwe und die Waisen erhalten hätten, wenn der Rentenemp= fänger infolge einer Dienstbeschädigung gestorben wäre. Jm anderen Falle dagegen wird die Beihilfe nur zur Linderung eines besonderen Notstandes gewährt. Diese Voraussetzung wird in der Regel nicht gegeben sein, wenn es sich um junge, erwerbsfähige und kinderlose Witwen handelt: Den Witwen von Kriegsblinden, die feine Witwenrente erhalten, wird die Witwenbeihilfe auf Antrag stets gewährt, wenn nicht ihr Einfommen aus anderen Quellen( z. B. Beamten witwengeld) aus= reichend gesichert ist. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Nur für Rundfunkhörer die es noch nicht wissen: Das ausführlichste Rundfunk- Programm der Welt und den weiteren interessanten reichillustrierten Inhalt finden Sie in der ältesten deutschen Funkzeitschrift Der Deutsche Rundfunk Einzelheft 50 Pf., monatlich RM 2.-. Eine Postkarte an den Verlag Berlin N 24 genügt und Sie erhalten kostenlos ein Probeheft Darlehen an Beamte und Fenbesoldete. Leonh. Klein, Köln Gladbacherstraße 5. Peter's Union Motorrad- u. Fahrrad- Reifen PETER Lohn- Verzinkung führt billigst aus Lauterbacher Blechwarenfabril u. Berzinkungsanstalt G.m.b.. Lauterbach( Hessen) UNIONEORD PETERS UNES 060 Erich Bangspreis Rebellionschluß f fendung nicht ver 43. Jahrg Bolit Staatsjefretär Taligteit im Mini genommen. 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