96 in Das ein et erer ung net: chte ält Ilte ber eut aus et ber . J. its: qur an res: Der des nter zim: den. und im gend lanIgen der gen rünund veiß, Pinie die Her bis Stid horbe thaj für ten Tüt ed Des in: Jor ent 7 зи hälf aus tter der The edem. Swah einen Beit ir die und Bernat Die in e der innen eamte peper, in ein ugend Ben. tion ie für bieten 250 sung Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. Politische Rundschau. Wie wir erfahren, hat im Laufe des Freitagnachmittags der Reichspräsident das Rüdtrittsgesuch des Reichsjustizministers Dr. Bredt infolge des Vortrages des Reichskanzlers genehmigt. Die im Zusammenhang mit dem Jäschtowizer Waffenfund Berhafteten sind einschließlich des Rittergutsbesitzers von Delffen und seiner zwei Gutsbeamter nach Abschluß der polizeilichen und richterlichen Vernehmungen jämtlich wieder entlassen worden. Die Deutsche Wahlgemeinschaft hat in allen drei oberschlesischen Wahlkreisen sowohl gegen die Wahl zum Warschauer als zum Schlesischen Sejm Einspruch erhoben. Der Arbeitgeberverband des Dresdner Großhandels hat die Lehntarise für die Arbeitnehmerschaft im allgemeinen Großhandel, Alimetallhandel und Bierhandel zum 2. Januar 1931 gekündigt. Die Arbeitgeber verlangen einen Lohnabbau von mehr als 10 Prozent. Das deutsche Heer mit 100 000 Mann steht im Westen der französischen und belgischen Armee mit 740 000 aktiven Soldaten gegenüber, im Osten Polen und Tschechoslowakei mit 450 000 aftiven Soldaten. Hierbei handelt es sich um attive, unter den Fahnen stehende Truppen und nicht um Milizen oder Reserven. Der Studienausschuß für die Europa- Union ist von Briand nach einer Mitteilung an das Bölkerbundssekretariat für den 16. Januar 1931 nach Genf einberufen worden. Die hessischen Verwaltungsbürobeamten haben eine Vorlage cingebracht, die sich gegen die Landtagsvorlage, nach der die Vergütung der hessischen Beamtenanwärter und das Wohnungsgelb für ledige Beamte um 10 bis 13 Prozent gefürzt werden sell, wendet. Owen Young sproch in Newyork über die Revisionsfrage. Er wies tarauf hin, daß der wichtigste Faktor der Weltkrise die politische Unsicherheit sei. Verständlich sei, daß der Schuldner in Zeiten infender Warenpreise Herabseguna der Schulden cubere. Das Kabinett Tardieu ist am Donnerstagabend im Senat mit& Stimmen( 147: 139) in der Minderheit geblieben, worauf fich Tardieu sofort ins Elysée begab und dem Präsidenten der Republik die Gesamtdemission des Kabinetts überreichte. Die Linksopposition ist damit in einem Kampfe, den sie gegen Tardieu seit Monaten geführt hat, siegreich geblieben. Letter Anlaß zum Sturze Tardieus war die am Donnerstag eingebrachte raditale Interpellation über die Politik der Regierung. Generalstaatsanwalt Krylenko forderte gestern die Todes= strafe für sämtliche Angeklagten des Prozesses gegen die sogenannte Industriepartei. Irgendwelche Milde sei bei keinem der Angeklagten angebracht. Die nationale Sicherheit verlange ihre Aburteilung. Die Konferenz der Bergarbeitervertreter hat den Vorschlag cines allgemeinen Bergarbeiterstreits in ganz England abge= lehnt. In Lissabon sind 20 Personen verhaftet und mehrere hun= der Bomben beschlagnahmt worden. Die Polizei hatte Nachricht von einem revolutionären Anschlag gegen die Regierung erholten. Präsident Hoover legte dem omerikanischen Kongreß den Haushaltsveranschlag für das Haushaltsjahr 1932 in Höhe von 3 932 842 441 Dollar vor. Er fündigte an, daß die Herabsetzung der Einkommensteuer um 1 v. H. nicht beibehalten werden fönne. In Kongreßtreisen machen sich Bestrebungen geltend, um die Ausgabenseite noch zu beschneiden, da das laufende Sausholtsjahr mit einem Fehlbetrag von 350 Millionen Dollar abzuschließen droht. Die ersten Besprechungen im Repräsentantenhaus haben cgcben, daß nur 56 Deputierte die Milderung des Alkoholgesetzes und nur 8 seine völlige Aufhebung vertreten. Der Präsident der Americain Federation of Labour, der mächtigsten amerikanischen Gewerkschaft, hat an den Kongreß tie Mitteilung gerichtet, daß die Zahl der Arbeitslosen in den Bereinigten Staaten auf 4 680 000 angewachsen sei. Fünfzehn afghanische Würdenträger des Landes, die dreißig Stämme vertreten, haben König Nadir Khan aufgefordert, zugunsten Aman Ullohs abzudanten, um auf diese Weise Blutbergießen zu vermeiden. ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 6. Dezember 1930 Brünings große Nede. Berlin, 6. Dezember. Zweiter Tag der großen Aussprache über die Notverordnung und den Etat 1931. Zu Beginn die Reten der Vertreter des Christl.- Soz. Volksdienstes, der Wirtschaftspartei, der Bayr. Volkspartei und der Staatspartei. Die Christlich- Sozialen, Staatspartei und Bayr. Volkspartei lassen trotz mancher Bedenken ihre schließliche Zustimmung zu den Notverordnungen erkennen. Die Bayrische Volkspartei mit etwas gedämpftem Trommelflang. Leichte Meinungsverschiedenheiten der Verireter der„ bayrischen Belange" in Sachen des ,, unitarischen" Steuervereinheitlichungsgesetzes flingen nach. Die Wirtschaftspartei versagte jedenfalls, wie nach der Entwicklung der letzten Tage und Wochen nicht anders zu erwarten war, der Regierung Brüning die Gefolgschaft. Der Kanzler beginnt seine Rede unter atemloser Stille des Hauses. Er wendet sich zunächst an die Adresse der Wirtschaftspartei und dementiert kategorisch die Behauptung von Drewiß, wonach Regierungsstellen falsche Informationen über den Fall Bredt in die Welt gesetzt hätten. Die Regierung nehme kein Wort von ihren Nachrichten an die Presse zurück. Weiter betont er, die Notverordnung sei nur ein Anfang; die Regierung sei sich darüber vollkommen klar, daß weitere dringende Aufgaben im Hintergrund stünden. Die Regierung habe, soweit es ihr möglich gewesen sei, alle Wünsche der Parteien, soweit diese von den Parteien selbst überhaupt als realisierbar angesehen würden(!), nach Möglichkeit zu berücksichtigen gesucht. Dann kommt ein ernster Appell an die Landvolkpartei. Auf zwischenrufe von der äußersten Rechten, die immer wieder die Tributfrage- anschneiden, erwidert der Kanzler nicht ohne Erregung, daß alle Deutschen, ohne Unterschied der Partei, die Schwere dieser Lasten empfänden und für ihre Erleichterung fämpften. Der Kanzler macht dabei die Landvolkpartei eindringlich darauf aufmerksam, daß jede behördliche Hilfe für die Landwirtschaft nutzlos und utopisch sei, solange nicht die Gesundung der Finanzen erreicht jet. In zwölfter Stunde ermahnt der Kanzler die Bertreter bes Volkes, sich ihrer Pflicht dem Staat und dem Volk gegenüber bewußt zu sein und den Mut zu haben, Maßnahmen zu billigen, die für Volk und Vaterland notwendig und unabwendbar sind. Unter dem Beifall der Mitte des Hauses und großer Unruhe bei der Opposition verläßt der Kanzler sofort nach seiner Rede den Saal. Man wird ohne Zweifel nicht zu weit gehen, wenn man behauptet, daß durch diese Kanzlerrede in einer Schicksalsstunde cine Atmosphäre schweren Ernstes im Hause geschaffen worden ist. Neue hessische Steuern. Die Mehrheit des hessischen Landtags bewilligt die geforderten Steuererhöhungen. Darmstadt, 5. Dezember. Der hessische Landtag setzte heute die Beratung des Gesetzes über die Erhebung eines Grundsteuerzuschlags und des Gesetzes zur Abänderung des Sondergebäudesteuergesetzes fort. Abg. Lux( Soz.) bezweifelt, daß das Reich im Jahre 1932 die„ ungeheuren" Steuersenkungen aufrechterhal= ten kann. Er hält eine Steuererhöhung für tragbar und glaubt nicht daran, daß diese die Preissenkungsaktion beeinträchtige! Finanzminister Kirnberger setzt sich mit der Opposition auseinander. Abg. Best( Volksrechtsp.) fordert Erhöhung der Altersgrenze für die Beamten. Abg. Do n at( Dem.) erklärt das Einverständnis seiner Fraktion zu den Steuererhöhungen. Abg. Scholz( D. Vp.) wendet sich gegen den Minister Korell. Dieser habe vor ein paar Tagen behauptet, der Industrie- und Handelstag habe der Regierung empfohlen, nicht in die Kartellverabredungen einzugreifen; sie sollte friedlich verhandeln, dann würden die Kartelle schon die Preise herabsetzen. Korell habe diese Einstellung des Industrie- und Handelstages ,, unglaublich furzsichtig" genannt. In Wirklichkeit aber habe der Industrie und Handelstag erklärt: Wo Preisvereinbarungen einer wirtschaftlich möglichen Preissenkung entgegenstehen, müssen die beteiligten Kreise sich freiwillig zu einer Anpassung entschließen, um das Kartellwesen in seinen gesunden Wirkungen zu erhalten." Minister Korell versucht sich zu rechtfertigen. Mit dem Lloyddampfer„ Columbus" kehrte Dr. Schacht Gegenüber kommunistischen Angriffen weist er darauf hin, daß icher nach Deutschland zurück. Nach den statistischen Berechnungen ist die Zahl der lebend Geborenen im 1. Vierteljehr 1930 um 4300 geringer als im Zeitraum des Vorjahres. Die Geburtenziffer erreicht damit nen Tiefstand von 18,4 auf 1000 gegenüber 27,2 im Jahre 1913. Die Familie Rockefeller hat für die Arbeitslosenhilfe eine Million Dollar gestiitet. In dem großen Dellager, das die Standard Oil Company in Brooklyn Newyork unterhält, explodierte ein 10 000 Gallonen Rohöl jassender Tont. Das Feuer brachte 7 weitere Deltents und acht Terpentiniants zur Explosion. Wie ous Rio de Janeiro gemeldet wird, explodierte in Portonevo ein Munitionslager. 36 Personen wurden durch die & plosion getötet. der hessische Vertreter im Reichsrat gegen die vorgesehene Loderung der Wohnungszwangswirtschaft gestimmt habe. Im Verlaufe der folgenden Debatte erklärte der Innenminister, daß die durch die gesamte Presse gegangenen Mitteilungen über Auflösung von Kreisen den Tatsachen vorauseilen. Es sei außer vorbereitenden Arbeiten nichts Ausschlaggebendes geschehen. Es folgt dann die Abstimmung. Das Gesetz über die Erhöhung der Grundsteuer wird mit den Stimmen der Sozialdemokraten, des Zentrums und der Demokraten angenommen; mit der gleichen Mehrheit wird die Abänderung des Sondergebäudesteuergeseges beschlossen. Die hessische Bevölkerung ist also mit einer neuen Steuererhöhung belastet; das in einem Augenblick, in den Steuer- und Preissenkungen nicht nur lebensnotwendige Forderungen sind, sondern auch durch die Maßnahmen der Reichsregierung Tatsache werden! ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lofal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Volltlischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 97 Steuererhöhung statt Steuerfenfung. Mitten in den Bestrebungen der Reichsregierung auf allgemeinen Lohn- und Preisabbau und zu einer Zeit, in der tes Cejet über die Realsteuersenkung vor seiner Veröffentlichung steht, überrascht die hessische Regierung das Land mit einer Vorlage, die eine Erhöhung der staatlichen Realsteuern um niát weniger als 5 Millionen Mark zum Ziele hat. Es soll die Grundsteuer für den bebauten Grundbesig verdreifacht und a Zulunft auch der Teil der Friedensmiete, der 5% des Steuer: wertes übersteigt, in Höhe von 48% der Sondersteuer unterliegen, es sollen also die Mieten, die z. B. bei Geschäftshäusern über 5% des Steuerwertes hinausgehen, beinahe zur Hälfte an die Startstasse abgeliefert werden. Ter Finanzminister begründet seine Vorlage über die Crundsteuererhöhung damit, daß er erklärt, in Hessen betrage die Grundsteuer nur 12 Pfg für 100 Mt. Steuerwert, in Preußen dagegen betrage sie schon 48 Pfg. Es ist ja ein beliebtes Mittel, daß ein Staat auf einen anderen verweist, um damit Steuererhöhungen zu begründen. Dieses Mittel kann medselseitig beliebig lang fortgesetzt werden. Der Finanzminister hat aber nicht gesagt, daß Preußen schon vor dem Krieg eine staatliche Grundvermögenssteuer fannte, Hessen aber nicht. In Hessen hat man dieses Gebiet den Gemeinden überlassen bis 1917. Damais hat Hessen erstmalig eine staatliche Grundsteuer erhoben. In Hessen befindet sich also in der Friedensmiete lein Entgelt für staatliche Grundsteuer, weil es 1914 feine gab. Dazu kommt, daß man in Preußen ganz andere Berechnungsgrundlagen hat als in Hessen. Hessen hat die höchsten Grundsteuerwerte und serner rechnet man in Preußen mit einer 6% igen Friedensverzinsung, in Hessen da= gegen nur mit einer 5% igen. Wenn man also die Ausgaben einander gegenüberstellen will, wäre es doch mindestens ebenso wichtig, auch die Einnahmen einander gegenüberzustellen, denn schließlich sollen doch die Steuern aus den Mieteinnahmen des Hauses bestritten werden, sonst kann man sie nicht mehr als Realsteuern veginn. Nicht weniger wichtig als die Frage, ob es heute opportun ist, den Haus- u. Grundbesitz weiter zu belasten, der unter der Ungunst der wirtschaftl. Verhältnisse genau so leidet wie das ganze Volk, ist die Frage: ob es überhaupt noch möglich ist, eine Sieuererhöhung aus den Häusern herauszuholen. Warum hat es der Finanzminister versäumt, auf die hohen Grundsteuersätze der hessischen Städte hinzuweisen? So hat z. B. Mainz die städtischen Grundsteuer innerhalb zweier Jahre von 19,9 auf nicht weniger als 70 Pig. pro Hundert Mark Steuerwert ge= steigert. Andere hessische Städte erheben gleiche oder ähnliche Säge. Es ist jedenfalls von Interesse, der Oeffentlichkeit einmal zu zeigen, welche Last heute Staat und Gemeinden dem Haus- und Grundbesig aufladen. Nach den gesetzlichen Bestimmungen ist aber die Regierung verpflichtet, die Miete in einer Höhe festzusetzen, daß davon die Ausgaben gededt werden können. Was die Erhöhung der Sondersteuer angeht, so ist es ein schreiendes Unrecht, den Hausbesitzer dafür zu strafen, daß er sich 1919 eine höhere Einnahme dadurch verschaffte, daß er mit großem Aufwand an Kosten, seine Läden oder Wohnungen modernisierte, um eine bessere Miete zu erzielen, denn ihm nimmt jetzt der Staat die Frucht seiner Arbeit zu nahezu 50% weg. Daß die Sondersteuer heute schon in den meisten Fällen die Hypothekenzinsen der Vorkriegszeit übersteigen, habe ist bereits früher eingehend dargelegt. Der hessische Staat hat fein Recht zur Erhöhung der Sondersteuer Es ist eine bemerkenswerte Feststellung, daß sogar der ,, Hessische Volksfreund". das sozialdemokratische Organ, gegen die Erhöhung der Steuern Stellung nimmt. Er schreibt in seinem Leitartikel vom 1. Dezember 1930 u. a.: in Hessen erfolgt teine Sentung der Realsteuern, vielmehr schafft sich die hessische Regierung zum Ausgleich des Staatshaushalts eine Steuerreserve, indem sie die Grundsteuer jcht voll ausschöpft( Was heißt, voll ausschöpft? D. E.). Es ist vom wirtschaftlichen Standpunkt aus belanglos, ob diese Steuer in Hessen nicht so ausgeschöpft ist wie in anderen Ländern( wenn man die Gemeindesteuer hinzu rechnet, doch. D. E.). Wirtschaftlich betrachtet haben wir lediglich die Tatsache, daß die Möglichkeit, der Wirtschaft eine weitere Steuererleichterung zu gewähren, verhindert wird. Dazu kommt die Tatsache, daß in der Zeit eines allgemeinen und beträchtlichen Abbaus der Löhne und Gehälter eine, wenn auch unbeträchtliche Erhöhung der Mieten und der Steuerbelastung jener zahlreichen kleinen Hausbefizer wird, die als Arbeiter, Angestellte oder Beamte in Eigenheimen wohnend, zum größten Teil von den Vergünstigungen der Regierungsvorlage feinen Vorteil haben, da ihre Häuser meist über 10 000 t, mindestens aber über 7000 Mt. Wert haben, die aber den Zuschlag zur Gebäudesteuer voll jelbst trogen müssen. Schließlich ist, politisch betrachtet, wichtiger, als das tatsächliche Ausmaß der Häuserbelastung, die tina ologische Wirkung einer Mietsteigerung in der Zeit des Lohn- und Gehaltsabbaus und einer Grundsteuererhöhung in Zeiten des Preisabbaus." Wenn auch der Verfasser in den nachfolgenden Ausführungen zu erkennen gibt, daß die Motive seiner Stellungnahme in erster Linie in der Furcht vor der politischen Ausschlachtung Samstag, den 6. Dezember 1930. einer Steuer- und Mieterhöhung durch Kommunisten und Nationalsozialisten zu suchen ist, so soll uns das nicht abhalten, den Ausführungen grundsätzlich beizupflichten, wenn sie auch im Gegensatz zu der Haltung der sozialdemokratischen Fraktion im Darmstädter Stadtrat stehen, die an anderer Stelle be= handelt ist. Wir unsererseits, werden jedenfalls alles tun, die Arbeiterhausbesitzer im Sinne des Artikelschreibers im„ Volksfreund" aufzuklären und die damit im Widerspruch stehende Haltung der sozialdemokratischen Fraktion zur Kenntnis zu bringen. Es besteht jedenfalls kein Zweifel darüber, daß die Realsteuerbelastung in Hessen überspannt ist und dringend des Abbaues bedarf. Diese Auffassung wurde auch noch vor kurzem von der hessischen Regierung geteilt. Vor mir liegt die Dentschrift, die die hessische Regierung im Jahre 1929 an die Reichsregierung gerichtet hat und die die Notlage in den besetzten und Grenzgebieten schildert. Es heißt da: "... ... und daß die Realsteuern( in Hessen. D. E.) eine Höhe erreicht haben, die auf die Dauer ohne schwerste Schädigung der einheimischen Wirtschaft unmöglich bei: behalten werden kann." Das hat vor etwa einem Jahre dieselbe hessische Regierung an die Reichsregierung geschrieben, die heute eine Grundsteuererhöhung um nicht weniger als 200% mit den angeblich niedrigen Steuersägen Hessens begründet. Es muß der hessischen Regierung überlassen werden, wie sie diesen Widerspruch erst klären will. Man wäre versucht, eine Satyre zu schreiben, wenn es nicht so bitter ernst wäre: ,, Gießener Zeitung" mit voller Deutlichkeit, daß jedes sachliche Interesse, auch zum eigenen Schaden, erst an zweiter Stelle tommt, wenn es sich darum handelt, die Rechte der Deutschen zurückzusetzen. Am 1. April sollen nach reichsgesetzlicher Vorschrift die Realsteuern um 10% gesenkt werden. Diese vorgeschriebene Steuersenkung um 10% benutzt die hessische Regierung zu einer Erhöhung um 200%. Man mag zu der Frage des Steuer- und Preisabbaues stehen wie man will, ein derartiges Verfahren muß jeder verurteilen. Will die hessische Regierung mit einer solchen Art Abbau der Industrie und dem Handel zeigen, wie man Preisabbau treiben und dabei ein Geschäft machen kann? Das nenne ich Preisabbau nach der Michaelis'schen Formel: ,, Wie ich ihn auffasse." Hitler tadelt das Jäschtowizer Unternehmen. Zu den Waffenfunden in Jäschkowitz und der Verhaftung von 350 Nationalsozialisten berichtet die„ Deutsche Allgemeine Zeitung", daß die Nationalsozialistische Partei von der Veranstaltung mit aller Entschiedenheit abrücke. Adolf Hitler habe aus Berlin folgendes Telegramm gesandt: Gegen dieses Vorhaben muß sich die ganze Bevölkerung zur Wehr sehen. Die Geister, die ich rief...! Das Bestreben, die Lage unserer Wirtschaft auf den Vorfriegsstand zurückzuführen, gibt Anlaß, die sogenannte Spanne zwischen Groß- und Einzelhandel zu kritisieren und zu behaup ten, die Preise des Einzelhandels seien überhöht. Diese Kritik wird geübt, trotzdem für jeden unbeeinflußten Beobachter ersichtlich ist, daß z. B. die Preise im Kolonialwaren- Einzelhandel längst einen gewissen Tiefstand erreicht haben. ,, Der seit langem bestehende Beschluß der politischen Leitung der Partei, jeden rücksichtslos aus der Partei zu entfernen, der illegale Mittel im politischen Kampf anwendet, wird auch in diesem Falle zur Anwendung gebracht werden." Politische Zusammenstöße in Kassel. Am Donnerstagabend kam es in der Kasseler Altstadt zu Zusammenstößen zwischen Kommunisten und Reichsbannerleuten. Eine Propagandagruppe des Reichsbanners marschierte durch die Druselgasse, als gerade eine kommunistische Erwerbslosenfundgebung ihr Ende erreicht hatte. Die Teilnehmer an dieser Kundgebung drängten die Reichsbannerleute durch die Drufelgasse auf den Druselplatz, wo es zu wüsten Beschimpfungen und Streitigkeiten fam. Ein Polizeibeamter ers hielt einen Messerstich durch die Oberlippe. Der bald eintreffenden Verstärkung der Schutzpolizei gelang es, die Ruhe wieder herzustellen. Das ist erreicht worden ohne behördliche Maßnahmen, le= diglich durch gemeinsamen Großeinkauf und der schärfsten Kalfulation. Das Kommando der Regierung kommt in diesem Fall mirklich 21 inät Dab die Mini 5 ft nicht durch in Distul ๖. regelt werden kann, dürfte noch nicht vergessen sein. Der Verbraucherschaft sollte es zu denken geben, daß hinter dem Geschrei nach„ Preisabbau" schon jetzt das Gespenst des ,, Lohnabbaus" allgemein auftaucht. Die dann eintretende Ver= schärfung in der Schwächung der Kaufkraft der breiten Massen der Bevölkerung aber wird ganz gewiß das Gegenteil von dem bewirken, was erreicht werden soll. Die Geister, die man rief, werden später anklagen. Prager Sprachenpraxis. Betriebsstillegungen in der Zigarrenindustrie. In der badischen Tabakindustrie ist festzustellen, daß sämtliche Zigarrenarbeiter in der Woche vor oder nach Weihnachten brotlos werden. Nr. 97. 0 Grad! Naja, nun ist es ja erreicht und gestern war es auch so weit: der große Frost tam in die Stadt, ganz früh am Morgen lag auch so eine Art Schnee herum, die Thermometer fielen( aber keines tat sich was dabei), ein paar Löffelpaare wurden steif, ein Regiment lädierter Backenzähne jaulte aufdie Hunde auch, weil über Nacht der Rest des Vollmonds schien nein, schön war das auf keinen Fall. - Gamstag, de Sportverhältni letzten Detade mit leichtem Fr fchärferer Frost Better mit einz Ende der 2. W tälter und meift der Temperatur, den Alpen, hefti ben Wetters m mit 25. Dezemb nachten bis Jah Welche Anip * Herabsetzung der Eisenbahnzeitkartenpreise. Mit Wirfung vom 1. Januar 1931 senkt die Reichsbahngesellschaft um 5 v. H. die Einheitssäte für Zeitkarten des allgemeinen Verfehrs. Veranlaßt durch die Tabakbesteuerung sah sich auch eine Anzahl der Gießener Zigarrenfabrikanten gezwungen, ihren Belegschaften zwecks Stillegung der Betriebe zu Ende Dezember zu kündigen. Die Betriebseinstellungen werden in den meisten Unternehmungen zunächst vollständig sein, mit Ausnahme we= niger Leute, die zur Herstellung neuer Muster weiterbeschäftigt werden. Wann und in welcyem Umfange diese Betriebe wieder eröffnet werden, hängt völlig von dem Eingang neuer Bestellungen ab. Welche sonderbaren Blüten die Deutschfeindlichkeit des Herrn Bara in Prag treibt, das zeigt jetzt wieder ein Vorfail, der dem Bürgermeisteramt Brür widerfahren ist. Das Bürgermeisteramt hat vom Prager Magistrat eine Reihe von Anfragen erhalten, die zumeist wirtschaftliche Angelegenheiten Prager Gewerbetreibender oder Kaufleute betreffen. Diese Anfragen wurden sofort mit doppelsprachig abgefaßten Erledigungen beantwor= tet. Der Prager Magistrat hat aber diese Briefe, ohne die Umschläge zu öffnen, zurückgeschickt, weil die Adresse deutsch ge= schrieben war. Die Briefumschläge erhielten den Aufdruck zu rück“. Dazu wurde in tschechischer Sprache geschrieben Schreibet in der Staatssprache!" Diese Angelegenheit wird eine parlamentarische Interpellation zur Folge haben. Sie zeigt auch Am Sarge Friedrichs des Großen vor 125 Jahren. Lokales. Steuerkalender für Dezember 1930. Reich. * Weihnachtsverkehr bei der Post. Es wird empfohlen, mit der Versendung der Weihnachtspakete möglichst frühzeitig zu beginnen, damit auch die Pakete ohne Verzögerung in die Hände der Empfänger gelangen. Ferner wird gebeten, für die Pakete recht dauerhafte Verpackungsstoffe zu verwenden, die Aufschrift haltbar anzubringen und den Namen des Bestimmungsorts groß und kräftig niederzuschreiben. Auf dem Paket ist der Absender anzugeben und in das Paket obenauf ein Doppel der Aufschrift zu legen. Päckchen müssen haltbar verpackt und gut verschnürt werden; Hohlräume sind mit Holzwolle auszufüllen, damit die Sendungen bei der Beförderung nicht eingedrückt werden können. Sie müssen deutlich als„ Briefpäckchen" oder ,, Päckchen" bezeichnet sein. 10. Dezember: Anmeldung und Zahlung der Börsenumfassteuer für November 1930 im Verrechnungsverfahren.( Keine Schonfrist). 20. Dezember: Lohnabzug für die Zeit vom 1. bis 15. Dezember 1930 beim Markenverfahren. Im Ueberweisungsverfahren may, falle die bis gum 16. Desember einbohaltonen Lohn steuerbeträge 200 RM. überſtiegen haben. Hessen. 27. Dezember: 5. Ziel der Landessteuern 1930( Grund-, Gewerbe- und Sondergebäudesteuer It. Bescheid.( Schonfrist bis 5. Januar 1931.) * Fundsachen im Monat November 1930. Das Verzeichnis über die im Monat November 1930 gefundenen bezw. abgelieferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur des Polizeiamts, Landgraf- Philipp- Platz 1, eingesehen werden. Die Empfangsberechtigten werden ausgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb 2 Monaten beim Fundbüro während der Dienststunden geltend zu machen. * Anmeldung von Veranstaltungen. Alle für das Jahr 1931 geplanten Veranstaltungen Kongresse, Tagungen, Ausstellungen, Konzerte, besondere Sport- und Vereinsveranstaltungen usw.. sind baldmöglichst dem Städtischen Verkehrsamt mitzuteilen. Es soll vermieden werden, daß mehrere gleichartige oder wichtige Veranstaltungen, die einander Abtrag tun können, auf einen Tag zusammenfallen. * Die Winterbeihilfe in Hessen. Die hessische Staatsregierung hat sämtlichen Bürgermeistereien in Hessen mittels Rundschreiben der Kreisämter mitteilen lassen, daß die diesjährigen Staatszuschüsse zu den von den Gemeinden und Städten an die Erwerbslosen, Sozial- und Kleinrentner, sowie an die sonstigen Unterstützungsempfänger zu gewährenden Winterbeihilfen mit Rücksicht auf die Staatsfinanzen nicht in der im Vorjahre vom Landtag bewilligten Höhe gewährt werden könnten. Der Staatskasse steht nur ein Rest aus den im Vorjahre gewährten Reichszuschüssen zu den Winterbeihilfen zur Verfügung. 1 * Einfuhr von Vieh aus stark verseuchten Gebieten. Das Hessische Innenministerium hat eine Bekanntmachung erlassen, wonach bis auf weiteres auch die Regierungsbezirke Königsberg, Frankfurt a. d. O., Schneidemühl, Merseburg, Wiesbaden, Düsseldorf und Braunschweig stark verseucht sind. Alles aus diesen Gebietsteilen nach Hessen eingeführte Zucht- und Nutvich( Rinder, Schafe, Schweine und Ziegen) unterliegt demnach der fünftägigen Absonderung nach Maßgabe der erlassenen Vorschriften. * Winterhilfe 1930-31. Der Kreisausschuß des Kreises Gießen hat in seiner Sigung am 29. November beschlossen, daß sich der Kreis in dem gleichen Umfang und unter denselben Voraussetzungen wie der hessische Staat an der Winterhilfe beteiligt. Voraussetzung ist allerdings, daß die Gemeindevertretungen die Gewährung von Winterbeihilfen beschließen und die Gemeinden sich selbst an dem Kostenaufwand für Winterbeihilfen beteiligen. In der Nacht vom 3. zum 4. November 1805. Zwei alte Stiche, die uns zwei Schicksalsstunden des preuBischen Staates vergegenwärtigen: beide von Daehling gezeichnet. Das Grabgewölbe in der Garnisonkirche zu Potsdam, der Sarg des Großen Königs, Friedrichs 2., im Mittelpunkt! Das eine Bild zeigt uns den 3aren Alexander 1. von Rußland mit König Friedrich Wilhelm 3. und der Königin Luise in der Nacht vom 3. zum 4. November 1805 am Sarge Friedrichs des Großen; die zweite Zeichnung stellt Napoleon 1. dar, an der= selben Stelle, umgeben von seinen Marschällen, kaum ein Jahr später: am 25. Oftober 1806. In dieser Frist von einem Jahr hatte sich das Schicksal Preußens erfüllt. Ein unheilvolles Stück preußischer Geschichte wird in unser Gedächtnis zurückge= rufen! Napoleon hatte in Berlin den Erwerb des damals englischen Hannover anbieten lassen, wenn Preußen an der Seite Frankreichs an dem Kampfe gegen die am 11. April 1805 zwischen England und Rußland vereinbarte Allianz, der später auch Desterreich beitrat, teilnehmen würde. Preußen sollte im Tausch gegen Hannover an Frankreich das linksrheinische Kleve mit Wesel abtreten. Die Preußische Monarchie sollte also mit Desterreich und Rußland brechen, sie sollte ihre letzte Position am Rhein räumen und sich freiwillig in den Osten zurückschieben lassen! Und für alle diese Opfer bot man dem Preußenkönig nichts als Hannover, das, unter solchen Umständen erworben, nur durch einen langen Krieg gegen England behauptet werden fonnte! Mit geradezu unverantwortlichem Leichtsinn ging der preußische Minister von Hardenberg auf diese Zumutung ein. Dringend riet er zum Anschluß an Frankreich! Nur der ge= botene Preis genügte ihm nicht, vielmehr hoffte er durch Napoleons Hilfe außer Hannover auch Böhmen und Sachsen zu gewinnen. Allein die Nüchternheit des soviel verkannten Königs Friedrich Wilhelm 3. bewahrte den Staat vor diesem verhängnisvollen Schritte, der jede Verständigung mit Rußland und Oesterreich, jede gemeinsame Erhebung gegen das napoleonische Weltreich für immer zu verhindern drohte! Friedrich Wilhelm wies das französische Bündnis zurück! Er zog, um auch Rußland gegenüber neutral zu bleiben, Truppen an der Warthe zusammen und verhinderte damit den Durchmarsch der russischen Truppen; aber allerdings kam das nur Napoleon zugute, da sich nun die Vereinigung der russischen und oesterreichischen Truppen noch mehr verzögerte. * Aus dem Gerichtssaal. Das erweiterte Bezirksschöffengericht verurteilte einen Polizeioberwachtmeister aus Buzzbach wegen einfachen Diebstahls zu drei Monaten Gefängnis, und zwei Mitangeklagte ein Fabrikarbeiter und ein Schuhmacher In dieser unhaltbaren Stellung, mit Frankreich nicht im Reinen, mit Rußland nahezu verfeindet, von allen Seiten beargwöhnt und mißachtet, sah Preußen dem Ausbruche dieses gewaltigen Krieges zwischen den„ Drei- Kaiser- Mächten" Rußland, Desterreich und Frankreich entgegen. - wegen Beihilfe zum Diebstahl zu je 100 RM. Geldstrafe. Wegen unzüchtiger Handlungen an einem Kinde wurde ein Arbeiter von Gießen zu sechs Monaten, wegen Urkundenfälschung ein Oariner von Friedberg zu einer Woche Gefängnis verurteilt. Aber nun beging Napoleon eine unerhörte Tat des Uebermuts! Um die Einkreisung des österreichischen Generals Mad bei Ulm zu vollenden, ließ Napoleon den Marschall Bernadotte mit seiner Armee durch das neutrale zu Preußen gehörige Fürstentum Ansbach, marschieren. Diesem Preußen glaubte er alles bieten zu dürfen, denn so schrieb er schon früher: ..Preußen ist, was es auch sein mag, in die Reihe der Mächte zweiten Ranges hinabgesunken." Auf diese Nachricht flammte der König auf: ,, Bon jetzt an bin ich der Bundesgenosse der Kaiser von Rußland und Desterreich" * Universitäts- Gottesdienst. Am Sonntag, dem 7. Dezem ber, 11.15 Uhr, hält Prof. Dr. Schuhmann in der Aula die Predigt. * Aus dem Stadtheater. Die Vereinigten Operettenbühnen Bochum- Hamborn bringen am Sonntag, dem 7. Dezember, die Operette„ Der Vetter von Dingsda" von Haller und Ridermus, zur Aufführung. Anfang 6 Uhr nachmittags. * Landes- Geflügelschau. Am Samstag, dem 6. und Sonntag, dem 7. Dezember, findet in der Volfshalle eine groze hessische Landes- Geflügelschau statt, bei der zirka 1500 Tiere zur Ausstellung kommen. sagte Friedrich Wilhelm dem russischen Abgesandten Fürsten Dolgorukow. Dem französischen Gesandten wurde eine Note am 14. Oftober 1805 zugestellt, in welcher sich Preußen von allen Verbindlichkeiten gegen Napoleon lossagte und den Russen den Durchzug durch Schlesien gestattete. Gleichzeitig befahl der König die Mobilmachung der gesamten Armee. Auch das Volk empfand die erlittene Beleidigung lebhaft. * Eisverein e. V. Die Sportabteilung hält am Sonntag, vormittags um 11 Uhr, im Café Astoria eine Versammlung ab, in der vor allem die Südwestdeutschen Eislauf- Meisterschaften zur Beratung stehen. Jm Theater ward zum ersten Male Wallensteins Lager" aufgeführt; die Berliner stimmten jubelnd mit ein in die kriegerischen Klänge des Reiterliedes der Wallensteiner. 1. Ansprüche a Kaufleute,& Waren, Aus der Geschäfte betrieb des 2. Ansprüche au unter 1. gen nicht für de * Tanz- Turnier. Der Reichsverband zur Pflege des Gesellschaftstanzes veranstaltet am Sonntag, dem 7. Dezember, abends 8.30 Uhr, im„ Club" ein Nationales Tanz- Turnier. * Goethe- Bund. Am Dienstag, dem 9. Dezember, abends 8 Uhr, liest in der Neuen Aula Herman Stohr aus eigenen Werken. 2. Dichterabend. Desterreich entsandte den Erzherzog Anton nach Berlin, um König Friedrich Wilhelm zum Anschluß an die Koalition zu bestimmen. 25. Oftober 1805 traf auch der Zar in Berlin ein. Am 3, November tam der Potsdamer Vertrag" zustande. Preußen sollte demzufolge als Vermittler zwischen Rußland und Oesterreich einerseits und Napoleon. andererseits auftreten. * Schafflers Wettervorhersage für Dezember 1930. Der erste Wintermonat dürfte den Freunden des Wintersportes günstige Falls seine Vorschläge: Unabhängigkeit des Deutschen Reichs, der Schweiz, von Napoleon abgelehnt würden, sollte Preußen mit 180 000 Mann in den Kampf gegen Frankreich eintreten. Dagegen versprach Rußland in London die Abtretung Hannovers an Preußen zu bewirken. Wie ver 1. Wenn der G a) durch Abs b) durch Zin c) durch Sid 2. durch Klagee Zur Besiegelung des Bundes bat der Zar, ihm den Besuch des Grabes Friedrichs des Großen zu gestatten. Es schlug Mitternacht von den Türmen Potsdams, als man mit Fackelbeleuchtung den Weg zur Garnisonkirche antrat: Friedrich Wil helm, Luise, der Zar und ein kleines Gefolge gingen zu Fuß. Der Reisewagen des Zaren fuhr langsam hinterher. An der Kirchentür blieb das Gefolge, zwei Offiziere vom Regiment Carde du Corps, zurück. Wachskerzen bezeichneten den kurzen Weg zwischen den Brücken zu der ebenerdigen kleinen Grabfammer. In dem engen ärmlichen Raum stand Alexander zwischen den Särgen des Soldatenkönigs und Friedrichs des Großen. Ein paar Wachskerzen warfen Flackerlicht. Feierlich bekräftigte der Zar durch Handschlag dem föniglichen Freunde in Gegenwart der Königin Luise das Bündnis. Aus der Kirche stieg er in seinen Reisewagen, um zu seiner Armee zu eilen. 3. durch Zahlun Die Verjähru liche Mahnung u Aus Wiesed( Kr verein von hier diesjährige Gene Albach( Krs Sau einer oberi werden Lollar, Uni guten Ruj, wei Hafter Beamter Am 2. Dezember 1805 fiel bei Austerlitz die Entscheidung. Die Sonne von Austerlitz" sah Napoleons völligen Sieg, be leuchtete blutrot die vernichtende Niederlage des 3aren und des Habsburger Kaisers. Am 4. Dezember suchte Kaiser Franz den Sieger bei Nasedlowiz auf und mußte hier, im freien Feld empfangen, sich all die Demütigungen gefallen lassen, in denen sich der torsische Emporkömmling gekrönten Häuptern gegenüber gefiel. Die Bitte um einen Waffenstillstand gewährte Napoleon unter der Bedingung, daß der Kaiser sein Bündnis mit Rußland aufgäbe und die Russen unverzüglich heimzögen! Demnach war die Koalition gesprengt: jedoch war noch jezt nicht alles verloren, wenn der preußische Unterhändler, Graf Haugwiz, nicht Ehre und Pflicht vergessen hätte! Seine Handlungsweise lastet als unauslöschliche Schmach auf seinem Namen. Er hatte die Bedingungen des Potsdamer Vertrages dem Kaiser Napo leon persönlich überbringen sollen. Ohne seinen Auftrag bei Napoleon auszuführen, hatte sich Haugwig von Brünn nach Wien weisen lassen und den Verhandlungen, welche die österganzen sich bish außen hin eine verstand. Diese gewaltigen Rip über die am rung in die B Bacteipolitit wi einitimmig don Weltkrieg gefa fertig geworde Jmerhalb der des Denkmals nis an unsere verständlichkeit für diesen Tag ten Befremden 5 Stimmen( de beschlossen, nur Die Einwohner tomme, der Bür wehrkapelle spie betreffenden Ge tragt, daß alle V am Totenfonnta laden sind, die Bürgermeisters vertreter mit ent lenen ihre Krän von den links ei mer der Bürgerli reichischen Minij Als er die Nach id ein, um Pre bestände. Eigen Shen Diplomatic Truzbündnis m zu bedrohen, am bald. Ein Jahr spi am 25. Ottober Sarge des groß Am 25. Oftober Joseph: Ich habe ich werde die tommen und i In den föni redtmäßigen Be Flucht war unb papiere der fönig leon nun das Luise zu wühlen alles, was preu Hohenzollern sch Rönigin Luife. Der Gensdarme friegsgefangen melwirbel und Aufzuge die al Adler, ganze Kö Die Stadt, als 6 Souci beschlich Nur im A Dielleicht war a Achtung( c'e but abnehmend Mit feinen Friedrichs des Daehling in fei 97. meter aate ufWi un Ver blen Beitig g in 1, fin 1, die eftim Bate Dop tpadi e aus einge tchen idmis Samstag, den 6. Dezember 1930. - Sportverhältnisse bringen, allerdings wahrscheinlich erst in der letzten Dekade des Monates. Anfänglich ziemlich unfreundlich, mit leichtem Frost in ganz Mitteleuropa. Am 4., 5. Dezember schärferer Frost. Dann wieder schlechter, trübes, veränderliches Wetter mit einzelnen Schönwettertagen dazwischen, hauptsächlich Ende der 2. Woche. Nach Beginn der 2. Monatshälfte wieder tälter und meist trocken. Nach dem 19. des Monates Ansteigen der Temperatur, Tauwetter, Regen, im deutschen Mittelgebirge, den Alpen, heftige Winde. Weihnachten fällt in eine Zeit trüben Wetters mit sintender Temperatur und wahrscheinlich mit 25. Dezember Vorstoß falter Polarluft, etwa von Weihnachten bis Jahresschluß, deshalb meist winterliches Wetter. Welche Ansprüche verjähren am 31. Dezember 1930? Antwort: 1. Ansprüche aus dem Jahre 1926, wenn es sich um solche der Kaufleute, Fabrikanten und Handwerker für Lieferung von Waren, Ausführung von Arbeiten und Besorgung fremder Geschäfte handelt, und die Leistung für den Gewerbebetrieb des Schuldners erfolgte. 2. Ansprüche aus dem Jahre 1928, wenn es sich um solche der unter 1. genannten Personen handelt, falls die Leistung nicht für den Gewerbebetrieb des Schuldners erfolgte. Wie verhindert der Gläubiger den Verlust des Anspruches? Antwort: 1. Wenn der Schuldner den Anspruch anerkennt: a) durch Abschlagszahlung, b) durch Zinszahlung, c) durch Sicherheitsleistung; 3. durch Zahlungsbefehl. Die Verjährung wird nicht durch eine einfache außergerichtliche Mahnung unterbrochen. Aus Nah und Fern. Wiesed( Krs. Gießen). Der Landwirtschaftliche Konsumverein von hier hält am Donnerstag, den 11. Dezember, jeine diesjährige Generalversammlung ab. Albach( Krs. Gießen). In nächster Zeit wird mit dem Bau einer oberirdischen Telegraphenlinie nach hier begonnen werden. gelie I des 7. Di aige de Jah 2. durch Klageerhebung, Aus anital tsam gleid ag tu . Das rlaffen Rönigs baden es a Nu t den affenen chöff: Bußbod is, un hmadhe Tafe. ein Av Slidung πείτε Dezem Ja Si Sühner t, di Dermus Son e gro 0 Tien Sonntag lung of erfchafin Lollar. Unsere Gemeinde hat sonst nach außen hin einen guten Ruf, weil ihr Bürgermeister als ein sehr gewissenhafter Beamter bekannt ist und die Bürgerschaft im großen und ganzen sich bisher in Lokalangelegenheiten, die dem Ort nach außen hin eine gewisse Empfehlung geben, gut zueinander verstand. Diese Harmonie hat in den letzten Tagen einen gewaltigen Riß bekommen, und zwar über eine Angelegenheit, über die am allerwenigsten die Einmütigkeit der Bevölke= rung in die Brüche gehen durfte. Leider ist auch hierbei die Parteipolitik wieder der Störenfried. Das vor etwa 3 Jahren einstimmig vom Gemeinderat beschlossene Denkmal für die im Weltkrieg gefallenen Söhne Lollars ist vor einigen Wochen fertig geworden und hat seinen Platz auf dem Friedhof erhalten. Innerhalb der Gemeinde erwartete man, daß die Einweihung des Denkmals würdig und feierlich stattfinde, denn das Gedächtnis an unsere teueren Helden setzt eine solche Feier als Selbstverständlichkeit voraus. Etwa 8 Tage vor dem Totensonntag für diesen Tag war die Weihe vorgesehen hat zum allergrößten Befremden der Bürgerschaft der Gemeinderat mit 8 gegen 5 Stimmen( der Bürgermeister war wohl bei der Minorität) beschlossen, nur eine einfache Uebergabeformalität zu machen. Die Einwohnerschaft wird eingeladen, wer kommen will, der fomme, der Bürgermeister übergibt das Denkmal und die Feuerwehrkapelle spielt einige Choräle und damit Schluß. In der betreffenden Gemeinderatssitzung haben die Bürgerlichen beantragt, daß alle Vereine von der Bürgermeisterei offiziell zu dieser am Totensonntag stattzufindenden Denkmalseinweihung einzuladen sind, die Geistlichkeit natürlich nach der Ansprache des Bürgermeisters die Weiherede hält und nachdem die Vereinsvertreter mit entsprechenden Worten zum Gedächtnis der Gefallenen ihre Kränze niederlegen. Dieser taktvolle Antrag wurde von den links eingestellten Gemeinderäten abgelehnt; ein Gegner der Bürgerlichen beantragte daraufhin sogar, daß ein RedDes 6 Dezemb ier. , aben - eigen Der e günity n Reid Preu eintreta 9 Sann en Bej Es foly it Fad Drich Wi ne L An Regimen 1 reichischen Minister mit Talleyrand führten, müßig zugeschaut. Als er die Nachricht vom Siege bei Austerlitz hörte, bildete er sich ein, um Preußen sei es geschehen, wenn es auf dem Kampfe bestände. Eigenmächtig, unerhört in der Geschichte der preußischen Diplomatie, unterzeichnet er, statt Napoleon mit Krieg zu bedrohen, am 15. Dezember zu Schönbrunn ein Schutz- und Truzbündnis mit Frankreich. Die Saat Haugwizens reifte bald. Ein Jahr später steht genau auf den Tag, da Zar Alexander am 25. Oktober in Potsdam eingetroffen war, ein andrer am Sarge des großen Königs: Bonaparte, der Schlachtenkaiser! Am 25. Oktober 1806 schrieb er aus Pozdam an seinen Bruder Joseph: Den fur Ten Gra r wilde oßen, G ftigte b tieg er ticheidun Gieg Baren un begenman aifer Fro freien Ge in den gegenübe Napole mit Rup ! Demna nicht alle Saugm Jungswe Gr bat Her Rope uftrag rünn bie Ich habe die preußische Monarchie vernichtet( écrasé); ich werde die Russen vernichten( j'écraserai), wenn sie herankommen und ich fürchte die Oesterreicher nicht". In den königlichen Schlössern traf er alles so an, wie es die Infolge der übereilten rechtmäßigen Besizer verlassen hatten. Flucht war unbegreiflicherweise versäumt worden, die Privatpapiere der königlichen Familie zu retten. So machte sich Napoleon nun das Vergnügen, in den Briefschaften der Königin Luise zu wühlen. Geflissentlich trug er die Verachtung gegen alles, was preußisch hieß, zur Schau. Jm Königsschlosse der Hohenzollern schrieb er neue unflätige Schmähungen gegen die Königin Luise. Welch ein Anblick, als das glänzende Regiment der ,, Gensdarmes", entwaffnet, abgerissen und halb verhungert friegsgefangen die Linden hinabgeführt wurde! Unter Trommelwirbel und Trompetengeschmetter trug man in feierlichem Aufzuge die alten Fahnen mit dem sonnenwärts fliegenden Adler, ganze Körbe voll silberner Pauken und Trompeten durch die Stadt, als beredte Zeugen alten Ruhms, neuer Schande! Nur im Arbeitszimmer Friedrichs des Großen zu SansSouci beschlich den Korsen eine Anwandlung von Ehrfurcht Dielleicht war auch das noch Heuchelei! Messieurs", sagte er den Sut abnehmend zu seinem Gefolge, dieser Ort verdient unsere Achtung."( c'est un endroit, qui mérite notre respect). Mit seinen Marschällen begab er sich in das Grabgewölbe Friedrichs des Großen; diesen Augenblid tiefiter Schmach hat Daehling in seinem Gemälde ,, Napoleon am Garge Friedrichs ,, Gießener Zeitung" ner des„, Reichsbanners"( bekanntlich eine streng politische Organisation) zugelassen werden müßte, wenn die anderen Vereine( Gesangvereine, Kriegerverein, Turn- und Sportverein) eingeladen werden. Als sehr traurig muß es bezeichnet werden, daß in dieser Aussprache auch von den linksstehenden Gemeinderäten die Beteiligung der Geistlichkeit mit der Ablehnung des sog. bürgerlichen Antrages verneint wurde. Dieser unschöne Beschluß der Mehrheit des Gemeinderates hat größte Kritik in der Bürgerschaft hervorgerufen und das mit Recht, denn ein Volt, und dazu gehören auch die Gemeinden, das sich von der Religion abwendet, hat sich in der Weltgeschichte immer auf der absteigenden Linie befunden. Trotz eingelegten Protestes gegen diesen. Beschluß bleibt es leider bei der einfachen Denkmalsübergabe am morgigen Sonntag, den 7. Dezember, so daß nun diejenigen Einwohner, die das Gedächtnis ihrer Gefallenen eindrucksvoller wach halten wollen, zu einer später stattfindenden Feier an dem neuen Ehrenmal eingeladen werden. Der Veteranen- und Kriegerverein Lollar hat dazu folgenden Aufruf veröffentlicht: An die Einwohnerschaft von Lollar! Der Gemeinderat zu Lollar hat in seiner Sitzung vom 24. November 1930 mit 8 gegen 5 Stimmen bezüglich der Einweihung des Gefallenendenkmals auf dem Friedhof u. a. die Ausschaltung des Geistlichen als offiziellen Vertreter der Landeskirche beschlossen. wir erklären hierzu: - Durch diesen Beschluß werden sowohl die religiösen Gefühle der Einwohnerschaft, als auch der Angehörigen und Hinterbliebenen der Gefallenen in besonders krasser Weise verletzt. Wir bitten die Einwohnerschaft, im Interesse des gefährdeten Ansehens unserer Gemeinde gleich uns die Beteiligung an dieser einseitig geplanten„ Feier" abzulehnen, sofern nicht durch einsichtige Maßnahmen die Ausschaltung des Geistlichen rückgängig gemacht wird. Wir werden zu gegebener Zeit eine würdige Gefallenenehrung veranlassen, wozu an die Bürgerschaft rechtzeitig Einladung ergehen wird. Veteranen: u. Kriegerverein Lollar. Friedberg. Die Industrie- und Handelskammer Friedberg hat sich in einer Eingabe an den Hessischen Landtag und die Hessische Regierung mit Rücksicht auf die katastrophale Lage der Hotel- und Fremdenindustrie in Bad Nauheim gegen die geplante Erhöhung der Grundsteuer von den Gebäuden und der Sondergebäudesteuer gewandt. Schotten. Die Verkraftung der Landpostzustellung im Kreise Schotten, durch die das gesamte Postzustellungswesen eine erhebliche Verbesserung erfahren wird, soll, wie bekannt wird, noch im Rechnungsjahr 1930 durchgeführt werden. Die für den Kraftwagenbetrieb erforderliche Autohalle ist bereits im Rohbau fertiggestellt. Die Bürgersteuer in Darmstadt. Darmstadt. Der Oberbürgermeister hatte für Donnerstag eine Stadtratssitzung einberufen, um noch einmal den Versuch zu machen, die in der vorigen Woche abgelehnten Deckungsvorschläge durchzubringen. Der Oberbürgermeister teilte mit, daß, obwohl die Frist für die Annahme der Bürgersteuer be reits am 1. Dezember abgelaufen war, dennoch das Reichs finanzministerium der Stadt Darmstadt einen Termin bis heute gewährt habe. Die Abstimmung ergab genau das Gegenteil von der letzten Abstimmung, in dem nämlich 25 Stimmen für und 22 Stimmen gegen die Steuer abgegeben wurden. Die Biersteuer wurde erneut einstimmig abgelehnt. Wetzlar. Wie der Industrie- und Handelskammer Wetzlar mitgeteilt wird, hat der preußische Handelsminister den Regierungspräsidenten in Koblenz angewiesen, für den Kreis Wetzlar auch den sogenannten Kupfernen Sonntag für den Geschäftsverkehr freizugeben. Damit stehen der Geschäftswelt in diesem Jahre drei Sonntage vor Weihnachten für den Ge= schäftsverkehr zur Verfügung. Dillenburg. Der Arbeitgeberverband der Siegerländer Gruben und Hütten kündigt den beteiligten Metallarbeiterverbänden den zurzeit gültigen Lohntarif zum 31. Dezember. Von der Kündigungsmaßnahme wird die gesamte Metallindustrie des Handelskammerbezirks Dillenburg betroffen. Frankfurt a. M. Jm ersten Vierteljahr des Jahres 1931 finden die Frankfurter Pferdemärkte auf dem Gelände des Landwirtschaftlichen Vereins in der Ostendstraße statt, un zwar am 5. Januar, 9. Februar und 16. März. Frankfurt a. M. Mit Hilfe des Polizeirundfunks wurde ein des Großen in der Garnisonkirche zu Potsdam am 25. Oktober 1806" festgehalten. In seinem Cäsaren- Wahnsinn nahm er Friedrichs Degen, seine Schärpe, seine Orden und sandte sie als Siegeszeichen und Geschenk dem Invalidenhause in Paris. Es sind zwei Schicksalsstunden preußischer Geschichte, die uns die beiden Bilder ins Gedächtnis rufen! In der Nacht zum 4. November jährte sich zum 125. Male die Stunde, da Zar Alexander, Königin Luise und Friedrich Wilhelm III. am Sarge des großen Königs standen! Dr. Ludwig Roth. U.- Bootfalle. Von FT.- Obergast Haid't Um sieben Uhr tam ein etwa 2500 bis 3000 Tonnen großer Dampfer, schwarz und grau bemalt, in Sicht. Wir griffen ihn unter Wasser an. Torpedo los!" Einige Sefunken später ein starke Explosion. Der Dampfer legt sich auf Schlagseite, seine Leute gehen in die Rettungsboote und rudern weg. Auf Seerohrtiefe fahren wir langsam näher. Warum sact er denn nicht ab? Was ist das? Die Sache wird verdächtig.! Gemächlich legt sich der Dampfer wieder auf ebenen Kiel! Wir tommen etwa 80 Meter an ihn heran. Nichts rührt sich an Bord. Achtern steht einsam ein Geschütz. unbemannt. Unser Turm taucht ganz aus dem Wasser. Auf einmal wird es auf dem Dampfer lebendig. Verdeckie Luken an seiner Vorwand springen auf, sein Deck wimmelt von Leuten, sein Heckgeschüz wird bemannt und aus mastierten Kanonen erhalten wir ein rasendes Schnellfeuer, dazwischen knattern Maschinengewehre. Eine U- Bootfalle! Nun macht der Kasten auch wieder Fahrt. Er liegt aber zu nahe bei, als daß seine Granaten uns Schaden zufügen fönnten. Auch die M.G.- Garben sind machtlos gegen unsere Stahlpanzer. Plötzlich sieht der Kommandant, wie an Bord der Falle aus einem Versted ein Lanzierrohr auf uns gerichtet wird und schon ein Torpedo ins Wasser klaischt. ,, Torpedolaufbahn auf uns zu! Beide Maschinen äußerste Nr. 97. Berliner Schwindlertrio, das in fast allen Städten des rhein. Wirtschaftsgebietes durch einen neuen Trick zu Gelde zu kommen suchte, ermittelt und verhaftet. Die Leute erschienen mit einem Auto nachts vor einem Hotel, klingelten den Pföriner heraus und teilten ihm mit, daß fie die Nacht in dem Hause zubringen wollten. Der Führer der Gesellschaft aber erklärte, daß er vorher noch etwas zu erledigen habe, ließ sich vom Pförtner 50 Mart in bar geben und hinterlegte dafür ein Fernglas. Die Autofahrer fehrten dann in das Hotel nicht zurück. Den Schwindel haben sie in einer ganzen Anzahl Frantfuter Häuser verübt, in der folgenden Nacht in Mainz, dann in Wiesbaden. Das Schicksal ereilte sie in Darmstadt. In dem Auto fand man eine Kiste mit mehr als 100 Ferngläsern vor. Köln. Der 16jährige Lehrling eines Baugeschäfts in KölnMühlheim hatte von der Bank 5000 RM. abgehoben. Das Geld befand sich in einer Attentasche, die am Fahrrad befestigt war. Ein Räuber stieß den Lehrling vom Rad und versuchte mit dem Fahrrad zu entfliehen. Der Lehrling setzte sich zur Wehr, worauf der Mann von ihm abließ. Er wurde festge= nommen. Kraftwagenunglück im Nebel. Wernigerode. Infolge starken Rebels rannte nachts ein Personenkraftwagen mit vier Insassen auf der Chaussee Elbingerode Wernigerode gegen einen Baum und wurde völlig zerdrückt. Von den herausgeschleuderten Infassen mußte ein Landwirt aus Heudeber und ein Drogeriebesitzer aus Wernigerode mit schweren Verletzungen in das Wernigeroder Kreisfrankenhaus gebracht werden. Eine Dame aus Wernigerode erlitt eine leichtere Kopfverlegung, eine andere Dame kam mit Prellungen davon. Die Reichs- Reiterstafette vom 6.- 12. Dezember 1930. Die Vereinigung der Ländlichen Reit- und Fahrvereine Deutschlands in Berlin hatte bekanntlich zusammen mit dem Reichsverband für Zucht und Prüfung deutschen Warmbluts das Jahr 1930 zum ,, Jahr des Pferdes" erklärt. Als bisher größte reiterliche Veranstaltung wird in seinem Rahmen am tommenden Samstag und Sonntag die Reichs- Reiterstafette geritten, die in sechs großen Linien und vielen Zubringerlinien durch ganz Deutschland führt.hiDie Reichs- Reiterstafette dauert sechs Tage und endigt am 12. Dezember nachts 2.30 Uhr in Ostpreußen. Durch ganz Deutschland wird Tag und Nacht geritten. Auch der Landesverband der Reit- und Fahrvereinigungen des Volksstaates Hessen ist an dem Reichs- Stafettenritt aktiv beteiligt und zwar an dem Stafettenarm, der am 6. Dezember um 8 Uhr in Saarbrüden beginnt. Die Stafette wird um 17.30 Uhr südlich von Alzey von dem letzten pfälzischen Reiter an den ersten Reiter des westlichen hessischen Reitervereins übergeben. Die Rheinhessen bringen sie bis Hofheim( Ried), wo sie Starfenburger Reiter gegen 20 Uhr übernehmen. Am 7. Dezember morgens um 5 Uhr gibt Starkenburg bei der Offenbacher Mainbrücke an Oberhessen ab. In Wetzlar erfolgt um 9.30 Uhr die Uebergabe an Hessen- Nassau. Die durch Hessen laufende Stafette enthält die Grüße der Stadt Saarbrücken und der Pfalz an die Städte Lyk und Tilsit in Ostpreußen. Bei der Uebergabe wird der Vorsitzende des hessischen Landesverbandes, Landstallmeister a. D. Schörke, Grüße an die Stadt Tilsit in die Stafettenhülse einlegen lassen. Ueber die Beteiligung des Provinzialverbands Oberhessen wird berichtet: Von Vilbel bis Friedberg( Süd) reitet der Wetterauer Reiterverein, von dort bis Butzbach( Süd) der Reiterverein Horlofftal- Södel, von dort bis Klein- Linden der Reiterverein Butzbach und von Klein- Linden bis Wetzlar der Reiterverein Gießen. Ein Sondergruß aus dem nördlichen Oberhessen wird von Schlitz über Alsfeld, Ermenrod, Grünberg, Beltershain, Allendorf Beuern, Großen- Bused nach Klein- Linden ge= bracht und hier in die Stafettenhülfe eingelegt. An dieser Zubringerhülse beteiligen sich die Reitervereine Schlitz, Alsfeld, Grünberg, Rabenau und Gießen. Die Reichs- Reiterstafette verfolgt den Zwed, noch einmal, ehe das„ Jahr des Pferdes" zu Ende geht, den Wert und die Bedeutung des deutschen Pferdes in großzügiger Weise ganz Deutschland vor Augen zu führen. Die Vereine, von denen die Stafette durchgeführt wird, bezwecken, dem ganzen Volke dienend, ohne irgend einer Weise politisch gebunden zu sein, die Hebung der deutschen Pferdezucht und die Ertüchtigung der deutschen Jugend. Kraft voraus! Hart Steuerboro! Preßluft auf alle Tanks!" So hallen die Kommandos durchs Boot. Zu spät! Krachend prallt der Torpedo hinten an die Bordwand. Das ist das Ende, gleich wird die Detonation erfolgen, die uns und unser Boot zerreißt. Die Gedanken wandern mit Blizesschnelle zurück in die Heimat zu den Lieben. Man nimmt Abschied. Doch die erwartete Explosion erfolgte nicht. Ein Versager! Ein Aufatmen geht durch die Räume des Bootes. Wir leben noch!" Auf 40 Meter Tiefe fuhren wir schleunigst weg, und lange hallten die Detonationen der Wasserbomben an unser Ohr, die in die Umgebung unserer Tauchstelle geworfen wurden. Eine U- Bootfalle war wohl das unangenehmste Wesen, das uns Seeleuten begegnen konnte. Ich denke da an einen Fall, der einem anderen Boote unserer Flottille begegnete. Das Boot hatte im Sperrgebiet einen scheinbar harmlosen Dampfer angeschossen. Die englische Besatzung rettete sich auf ausgesetzte Boote. In der Absicht, dem Steamer den Gnadenstoß zu versetzen, näherte sich unser U- Boot dem englischen Dampfer. Da tauchte an Ded eine Frau mit einem Widelfissen im Arm auf und rannte wie verzweifelt die Reling auf und ab. Beide schie= nen in der allgemeinen Aufregung vergessen worden zu sein. Das U- Boot ging längsseit und schickte zwei Matrosen an die Jakobsleiter. Da, die Frau schien wahnsinnig geworden zu sein. Sie warf ihr Kind von der hohen Reling des Dampfers auf das Dec des Bootes. Rasch sprangen etliche Matrosen hinzu, um es zu fassen, bevor es über Bord rollte. Doch es war fein Kind, was da im Kissen stedte, sondern eine wohlgefüllte Bombe; glüdlicherweise ein Versager, denn sonst wäre das Boot in die Luft geflogen. Und die Frau an Ded? Das war ein als Frau ver fleideter Seemann. Sein Urteil hat er sich selbst gesprochen nach dieser feigen, heimtüdischen Tat. Es ist interessant, daß man von Boches" und von Hunnen" redete und dabei doch ganz genau wußte, daß man bei den Deutschen stets auf Menschlichfeit rechnen tann. ( Wir entnehmen diese anschauliche Schilderung aus dem gefahrvollen Leben der U- Bootbesagungen dem soeben bei der Union Deutsche Verlagsgesellschaft in Stuttgart erschienenen Buch „ Wir leben noch! Deutsche Seehelden im U- Bootkampf") Samstag, den 6. Dezember 1930. Die Revision im Nachterstedter Mordprozeß zurückgezogen. Halberstadt, 5. Dez. Der Staatsanwalt hat die von ihm im Nachterstedter Mordprozeß eingelegte Revision zurückgezogen.. Wie erinnerlich, wurde der wegen Mordes an dem Bergwerksdirektor Kramer aus Nachterstedt angeklagte Heilgehilfe Koch aus Hoym am 30. Oktober ds. Js. vom Halberstädter Schwurgericht wegen Mangel an Beweisen freigesprochen. 34 Zwei Monate Gefängnis für Aufreizung zum Steuerstreit. Halle, 5. Dez. Drei kommunistische Stadträte, die unlängst ihrer Aemter enisetzt wurden, erhielten wegen Aufreizung zum Steuerstreik nunmehr Strafbefehle über je zwei Monate Gefängnis. Ein 96jähriger gasvergiftet und gerettet. Dresden. Am Donnerstagvormittag wurde ein 96 Jahre alter Rentenempfänger in seiner Wohnung auf der Trachenberger Straße gasvergiftet aufgefunden. Es lag Unfall vor. Die von der Sanitätsabteilung der Feuerwehr angestellten Wiederbelebungsversuche waren von Erfolg. Magdeburg, 5. Dez. Von unbekannten Tätern sind heute zwischen dem Bahnhof Bornum und dem Bahnhof Schandelah des Gleises Magdeburg- Braunschweig beide Laschen und innere Schwellenschrauben gelöst worden. 22 Tote bei einem Erdbeben in Indien. Rangoon. Der Distrikt Pyu, etwa 250 Klm. nördlich von Rangoon, wurde von einem heftigen Erdbeben heimgesucht. Die Stadt Pyu stand am Donnerstag in Flammen. Die Zahl der cbdachlos gewordenen ist sehr groß. Nach hier eingelaufenen Meldungen beträgt die Zahl der Todesopfer zweiundzwanzig. Mehr Qualitätsware auf dem Kartoffelmarkt. Von Landwirtschaftslehrer Dr. P. Lieb. Eine höchst unangenehme Folge des diesjährigen reichen Kartoffeljegens ist die Stockung des Absages auf dem Kartoffelmarkt. Die Hauptursache dieser Absatzschwierigkeiten ist das starke Ueberangebot von Kartoffeln seitens der Erzeuger. Finanzielle Schwierigkeiten, wie Abstoßung von Lasten, Zahlen von Steuern und Abgaben, Rückzahlung der Düngerkredite usw. zwingen den Landwirt, gerade jetzt im Herbst einen allzu großen Bruchteil seiner Kartoffelernte in Geld umzusetzen. Es sind mir unzählige Fälle bekannt, bei denen die Ware vom Käufer beanstandet wurde und zwar wegen schlechter Qualität, wie: Schorfigkeit, schlechtes Sortieren der Kartoffel, wobei kleine und faule Kartoffeln in mehr oder weniger großem Maße in der Verkaufsware vorgefunden wurden. Auch über zu ,, geringen Stärkegehalt" und hohle Kartoffeln" wird ge= ,, Gießener Zeitung" ilagt. Wenn dann dem Landwirt seitens des Kartoffelaufräufers ein Angebot für seine zu verkaufende Ware gemacht wird, das„, unter der Börsennotiz" steht, braucht er sich keinesfalls zu wundern. Der deutsche Landwirt hat selbst in Zeiten tiefster Not immer noch viel zu wenig gelernt, sich beim Verkauf seiner Ware mehr nach den Wünschen des Konsumenten zu richten. In diesem Punkte können wir vom Ausland, z. B. Dänemark und Holland, noch viel lernen. ,, Mehr Qualitätsware auf dem Kartoffelmarkt" muß die Losung des Landwirts sein. Vielfach kann man von alten Leuten hören, daß die Kartoffeln früher besser schmeckten als heute, sie geben der gesteigerten Kunstdünger- Anwendung die Schuld. ,, Ganz schlaue" Leute der jüngeren Generation sprechen von einer ,, Ueberfütterung" der Kartoffel durch Kunstdünger. Ein Körnchen Wahrheit liegt aber bei jeder dieser beiden Ansichten. Um neben einer befriedigten Kartoffelernte auch erstklassige Kartoffeln als Verkaufsware zu erzielen, muß die Ernährung der Kartoffelpflanze nicht nur reichlich erfolgen, sondern auch in richtigem Maßstabe, d. h. die einzelnen Pflanzennährstoffe müssen in einem harmonischen Verhältnis zueinander stehen, wobei aber betont werden muß, daß die Kartoffel, wie alle anderen Hackfrüchte, zu den sogenannten Kalifressern gehört. Durch die feuchtwarme Witterung des diesjährigen Sommers traten vielerorts die verheerendsten Kartoffelkrankheiten auf, von denen die sogenannte Krautfäule( Phytophthora insestans) in erster Linie zu erwähnen ist. Die Ergebnisse zahlreicher wissenschaftlicher Versuche zeigen uns immer wieder, daß gerade die Kalifalze gewissermoßen als Vorbeugungsmittel gegen diese tückische Kartoffelkraniheit angesehen werden müssen. Diese Ansicht ist keine neue, sondern vertreten schon seit Jahren in Mori und Schrift von Prof. Dr. Roemer, Halle, und der Direktor der Bayerischen Landesanstalt für Pflanzenbau und -schutz in München, Ministerialra. Christmann, in der Zeitschrift ,.Ernährung der Pflanze", 1928, Nr. 1. S. 10, daß die Kartoffeltrantsäule meist nur auf den Kalimangelparzellen auftrat, ein Beweis, daß eine ausgiebige Kalidüngung( Spätherbst) ein wirt.ames Gegenmittel gegen Phytophthora(= Befall) ist. Weihnachten auf der Schallplatte. Die technische Vervollkommnung der Wiedergabe von Musit auf Schallplatten hat in den letzten Jahren dem Grammophon einen kaum für möglich gehaltenen Ausschwung gebracht. Allein in Deutschland haben im Jahre 1929 90 Millionen Schallplatien in Haus und Schule Eingang gefunden. Neuerdings haben auch die Kreise der ernsten Kultur- und Bildungsarbeit begonnen, die Schallplatte in ihren Dienst zu stellen. So hat beispielsweise die ,, Kantorei" in Berlin- Steglitz es sich Weihnachts- Preisrätsel! Wer kennt Deutschland? Nerlbi, Gruhbam, Zeilgip, Seddern Nüchmen, Rohvanne. In den obenstehenden Worten sind die Namen von 6 deutschen Großstädten deutsche Hauptstadt, 1 Hausastadt, 2 im Freistaat Sachsen, le 1 in Bayern und Hannover in verstellter Buchstabenfolge enthalten. Wer errät die richtigen Namen? Es handelt sich nur um Großstädte mit über 30000 Einwohnern. Wir veröffentlichen dieses Preisausschreiben, um unser neues großes Illustriertes Konversations- Lexikon" als Weihnachtsgeschenk in jedem deutschen Hause einzutühren. Jeder Löser erhält ein Vierteljahr hindurch als Weihnachts- Pramie von unserm » Jllustrierten Konversations- Lexikon" voliständig gratis 13 Wochenheterungen Band vou 832 seiten mit über 15000 Artikeln, 3160 Abbildungen im Text und auf 160 ganz- und 17 halbseitigen Bildertafeln, ferner etwa 30 Seiten z. T. mehrfarbige Karten u. 52 Seiten Tabellen. Die Lieferung erfolgt vollständig umsonst und ohne irgendwelche Verpflichtung. Wir berechnen nur die Portokosten in Höhe von 13 X 15 Pfg= 1.95 Mk. Lieferung erfolgt nur durch die Post. Irgendwelche weitere Verpflichtungen übernimmt der Einsender nicht. Ein gediegenes, erstklassiges und ausführliches Konyersations- Lexikon ist das schönste Weihnachtsgeschenk und für Hunderttausende ein Wunsch, dessen Erfüllung bisher an den sehr hohen Kosten derartige Werke scheiterte. Durch unser Preis sschreiben wollen wir jedem die Anschaffung ermöglichen und rechnen au tatkräftige Weiterempfehlung unseres Lexikons, wofür wir noch nohe Prämien aussetzen. Verlag Wilhelm Hartung, Leipzig S3, Kochstraße 28 An den Verlag Wilhelm Hartung, Leipzig S3, Kochstraße 28 Die Lösung des Rätsels in der Zeitung 1. 4. 2. 5. 3. 6. Ich bitte um Gratiszusendung der angekündigten Lexikonprämie. Außer den Portospesen habe ich nichts zu bezahlen. Name u. Beruf Adresse: Ganz deutliche Schrift erbeten! ist: CFFD OFF Wir helfen Ihnen ein Eigenheim bauen, ein Haus kaufen oder drückende Hypotkeken ablösen. 60 Eigenheime monatl. haben wir in den letzten 15 Monaten finanziert. 18 Million. Reichsmark Zweckvermögen u. Reser ven besitzt unser Verband. 18 000 Mitglieder aus allen Berufen zählt unser Verband. Fordern Sie kostenl. ausführliche Druckschrifter A 132. Zwecksparverband für Eigenheime, E.V., Aachen Bezirksleitung: L. F. Schmitt, Dipl, Ing. Nr. 97, zur Aufgabe gemacht, vor allem die evangelische Kirchenmufit, in ihrer Blütezeit von der Reformation bis zu Bach, in dafür geeignete Erscheinungen für Schallplatten auszuwerten. Zu Weihnachten gibt es nun wieder ein riesiges Angebot an Weihnachtsmujit. - Neue Bücher. Der neue Brodhaus. Handbuch des Wissens in 4 Bänden. Verlag Prockhaus, Leipzig. In Halbleinen je Band RM. 23,-, in Halbleder je Band RM. 30,-. Bequeme Monats- Teilzahlungen. Heute braucht fast jeder ein Leriton nötiger als je, denn keiner, auch nicht der Gelchrte, kann mehr als einen kleinen Bruchteil des Wissens der Welt beherrschen. Wählen Sie darum ein unbedingt zuverlässiges Nachschlagewerk. Der neue Brockhaus gibt mit Wort, Bild und Karte auf jede Frage schnell und sicher eine klare Antwort. 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Im übrigen bringt das Heft eine Fälle Erzählungen und Beiträge, in denen der alte Türmer- Geist in seiner ganzen Frische, Vielseitigkeit und Ueberzeugungstreue waltet und seine kulturelle Bedeutung für unsere Zeit und ihr Verlangen nach innerer Sammlung, Erhebung und Erneuerung. sich lebendig offenbart. „ Gesichter, die uns begegnen" Lebensturven neuer Jugend jede Frau wird mit Interesse diese in der neuesten Nummer von„ Das Heft", die Zeitschrift der Frau, beginnende Folge von Aufsätzen lesen. Die Leserin findet eine reiche Anzahl von Kurzgeschichten und von ernsthaften und lustigen Bildern. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Nur für Rundfunkhörer die es noch nicht wissen: Das ausführlichste Rundfunk- Programm der Welt und den weiteren interessanten reichillustrierten Inhalt finden Sie in der ältesten deutschen Funkzeitschrift Der Deutsche Rundfunk Einzelheft 50 Pf., monatlich RM 2.-. 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