Nr. 87. g Ungarn f. Lei 20 Rpf. 15" 20 Rpf. 10 mach Li. iet usw. Litauen, jedoch ei über nd. Inland Litauen, Doch min Seschäfts ten. Bei dssätzen. je 50 g 50 Rpf. kg 3 Rpf. 3 11 3 Ap 643 30" 30 5 " 0 11 40 Rpf. 80 " 60 20 RM 40 Rpf. 65 , 65 .50 Rpf. iftehenden hlbetrages אוה מה מה מר מר מר t, mindeft. en) Gebühren ufchlag endungen RM Rof 224825 2 50 111112-11 125 20 30 6.50 1,20 RM 4,10 1,-" 1,40 fzufchlag f.jed.weiter angefangene 1 kg RM Ref 243 111 50 handlung en Belem Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. Politische Rundschau. Der sowjetrussische Volkskommissar des Aeußeren, Litwinow, hat, auf der Durchreise nach Genf, dem Reichsaußenminister einen Besuch abgestattet. Am Montag traf der neue deutsche Botschafter v. Neurath mit seiner Gemahlin in London ein. Der Stlaret- Ausschuß des Preußischen Landtages trat am Montag wieder zusammen, um zu prüfen, inwieweit der frühere Oberbürgermeister Böß auf verschiedene Berliner Gastwirte einen Druck ausgeübt hat, daß sie für seine Fonds Spenden gaben. Die in der Berliner Metallindustrie zur endgültigen Regelung der Löhne von den Parteien vereinbarte Schlichtungsstelle ist nunmehr gebildet worden. Herve veröffentlicht in der„ Victoire" einen neuen Artikel, in dem er wiederum der Ueberzeugung Ausdruck gibt, daß eine Verständigung mit Deutschland für Frankreich die wichtigste Frage sei. In der Umgebung von Paris ist eine große Kommunistenzentrale aufgedeckt worden. Ueber hundert Personen wurden festgenommen. Die Räteregierung beschloß die Anlage eines 250 Kilometer langen Kanals, der die finnische Bucht mit dem Ladoga: und dem Onega- See verbinden soll. ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 5. November 1930 ſtellte brotlos. Die Schlichung iſt auf unbeſtimmte Zeit erfolgt, so daß noch nicht abzusehen ist, wie lange diese Anordnung des Magistrats in Wirkung bleibt. Die Wahllisten für die deutsche Partei in den Wahlbezirken Graudenz und Wloclawek sind von der Bezirkskommission für ungültig erilärt worden. In Graudenz bediente man sich hierbei der Methode, 54 der 100 Unterschriften, die die Wahlliste begleiten, als ungültig hinzustellen, indem man behauptet, daß den Betreffenden ein Wahlrecht nicht zustehe. Dieses Vorgehen der Polen bedeutet einen schweren Schlag für das Deutschtum. In Wloclawek sowohl als auch in Graudenz hatten die Deutschen ein sicheres Mandat, ja in Graudenz fehlten bei den letzten Wahlen nur wenige Stimmen, um noch ein zweites Mandat zu erringen. Nach der in Polen gültigen Wahlordnung dürfte durch diese Maßnahme noch ein weiteres deutsches Mandat auf der Staatsliste verlorengehen. * Dieser empörende Gewaltakt der polnischen Regierung gegen die Deutschen beleuchtet wieder einmal grell die Tatsache, daß Polen nicht im geringsten die elementarsten Minderheitenrechte achtet. Durch ein derartiges brutales Vorgehen Polens wird zugleich die Ansicht unterstrichen, die dieser Tage der tschechoslowakische Staatspräsident Masaryk in der„ Saturday Review" äußerte: Der Weichselkorridor ist einer der größten Gefahrenpunkte für den Frieden". Aber nicht nur an den Deutschen, auch an den Ukrainern tobt sich der Polenterror aus. Ueber die Lage in Aegypten meldet„ Daily Herald", das„ Gemeinste Aufreizung zum Klassenhaß" Organ der Regierung, daß fünf Sechstel des Landes im AufStand gegen König Fuad stehen. Der Abflug des ,, Do. 10" zum Ueberführungsflug nach Amsterdam ist wiederum verschoben worden. Ein großes Lagerhaus der Amerikanischen Tabakgesellschaft im Durham( Nord- Karolina), in dem über eine Million Pfund Tabat eingelagert waren, ist durch Großfeuer völlig zerstört morden. In der Nähe von Beschawar führten englische Militärflugzeuge über einer Versammlung von 2000 Afridis Erkundigungsflüge aus. Sie wurden von den Teilnehmern der Versammlung scharf beschossen. Ein Flugzeug stürzte ab. Der ehemalige österreichische Finanzminister Jakob Ahrer ist wieder in Wien eingetroffen. Er läßt durch seinen Rechtsvertreter mitteilen, daß er die Absicht habe, seinem Eril im Auslande ein Ende zu bereiten und sich in der Heimat eine Existenz zu schaffen. Der türkische Finanzminister hat an den Rat der ottoma nischen Schuld ein Telegramm gesandt, in dem er kategorisch erlärt, daß die Türkei nicht imstande sei, unter den jetzigen Bedingungen zu zahlen. Das Telegramm fordert eine Revision des Pariser Abkommens von 1928. Großer Tag im Reichsrat. Berlin. Am Dienstagvormittag ist der Reichsiat zu einer öffentlichen Vollsitzung zusammengetreten, um sich mit den Finanzgesetzen der Reichsregierung zu beschäftigen. Es war eine Art großer Tag. Denn die Reichsregierung hatte drei Reichs: minister aufgeboten, um den Ländervertretern Sinn und Inhalt der neuen Vorlagen auseinanderzusetzen. Die Reichsregierung hat wohl deshalb die Reichsratsverhandlungen zu ihrer programmatischen Stellungnahme gewählt, weil gerade von den Ländern besonders schwere Bedenken gegen das Finanzprogramm der Reichsregierung vorgebracht worden sind und weil sie einen glatten Verlauf der Reichsratsverhandlungen als günstiges Vorzeichen für die kommenden Reichstags= verhandlungen betrachtet. Die Reichsregierung glaubt, daß bei einem Einvernehmen der Länderregierungen mit der Reichsregie: rung die Reichstagsparteien sich gefügiger zeigen werden. Die Vorverhandlungen, die der Reichskanzler mit den Ländervertretern geführt hat, scheinen auch tatsächlich positiv für die Regierung Brüning ausgefallen zu sein, so daß mit einer Annahme des Regierungsprogramms ohne erhebliche Aenderungen gerechnet werden kann. Besonders bemerkenswert in der Rede des Reichskanzlers war übrigens die starke Betonung unserer außenpolitischen Ziele, die er als unerreichbar bezeichnete, wenn jetzt nicht mit aller Energie und möglichst rasch die innerpolitische Sanierung erfoligen kann. Bolnische Gewaltakte gegen deutsche. Durch Verfügung des Posener Magistrats als erste Instanz ist auf Grund eines Gutachtens einer Kommission die Druckerei Concordia in Posen, daß größte deutsche Unternehmen in der Provinz, in dem auch die bekannte Zeitung der deutschen Minderheit, das„ Posener Tageblatt", gedruckt wird, geschlossen woorden. Der ganze Betrieb wurde stillgelegt. Die Maschinen wourden versiegelt und die Betriebsräume mit Polizeiposten bejegzt. Durch diese Maßnahme werden 200 Arbeiter und Angeim ,, Vorwärts", dem Organ der größten preußischen Regierungspartei. Folgende Ausführungen entnehmen wir dem Deutschen Schnelldienst", Berlin: Der Abend", die Spätausgabe des Organs der Sozialdemkratischen Partei Deutschlands, des„ Vorwärts", also das Blatt der führenden preußischen Regierungspartei, veröffentlichte am Montag eine Karikatur, die ganz besonderer Beach tung bedarf. Ganz Deutschland ist in tiefste Trauer versetzt über die zwei schweren Bergwerksunglücke, die sich, fast unmittelbar aufeinander folgend, in Alsdorf und auf der Grube Maybach im Saarrevier ereignet haben und die Hunderten von deutschen Bergleuten das Leben im Heldenkampf der Arbeit kosteten. Ganz Deutschland ist in Trauer, und ein solches ge= meinsames Gefühl verbindet alle Herzen der Nation, reicht über die Barrieren des Standes, der Konfession, der politischen Gegensätze hinweg. Nur dieses amtliche Organ der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, dieses preußische Regierungsorgan sozusagen, empfindet offenbar nicht die Würde der Stunde. Es veröffentlicht das Zerrbild eines Unternehmers, eines Unternehmers, wie er nicht ist, das Urbild eines Schiebers mit feisten Backen, der vor dem Unglücksschacht steht und die ,, Deutsche Bergwerfs- Zeitung" liest. Was liest er?„ Schlagwetterfatastrophe! Ueber 160 Tote. Auf die Dividenden dürfte das Unglück jedoch keinen Einfluß haben." Darüber steht ,, Sein Trost" und der Vers von Heinrich Heine: ,, Doch die Katz, die Katz ist gerettet." Eine üblere, gemeinere Verhekung, als sie in diesem Bilde liegt, ist kaum zu denken. Ein so furchtbares Unglück derart auszunügen, das ist schon Leichenschändung. Jmmer noch haben wir, wenn wir nicht irren, in Deutschland Gesetze gegen die Aufreizung zum Klassenhaß. Aber gegen diese Aufreizung zum Klassenhaß ist bisher noch nicht eingeschritten worden. Herr Severing, der unter jubelnder Zustimmung der Sozialdemokratie, der demokratischen Asphaltpresse und des linken Flügels des Zentrum die Polizeizügel in Preußen in die Hand genommen hat", trägt offenbar, wie die Göttin der Gerechtigkeit, über seinen Augen eine Binde. Er sieht die Splitter bei den Nationalsozialisten und fährt gegen sie grobes Geschütz auf aber der Balfen im Regierungsmoniteur PreuBens entgeht seiner Aufmerksamkeit. Der„ Vorwärts" darf Klassenlampshehe und Aufreizung zum Klassenhaß treiben, soviel er will selbst wenn sie an Leichenschändung grenzt. Ihn faßt kein rächender Arm. Aber wenn irgendein nationales Blatt in- berechtigter Kritik sich gegen Auswüchse republikanischen Machtwahns wendet, trifft es unbarmherzig der Bannstrahl und das Verbot. Das ist das ,, System G.", wie es leibt und lebt." - 33 Einen schönen Gruß vom Innenminister. Kürzlich erschien um 9 Uhr im Landratsamt einer Stadt Nordthüringens ein Fremder, um den Herrn Landrat zu sprechen. Man bedauerte. Der Fremdling erschien nun um 10 Uhr. Leider. Auch um 10 Uhr 45 Minuten versuchte der hartnädige Fremde sein Glück. Der Herr Landrat war aber immer noch nicht da. Da wandte sich der Gast, um nicht mehr zu kommen und sprach die Worte:„ Na, länger kann ich nun nicht mehr warten, aber grüßen Sie den Herrn Landrat schön, und sagen Sie ihm, der Innenminister hätte ihn gern einmal im Dienst gesehen." Sprach's und ging. Dem Landrat aber soll's etwas schwummerig geworden sein. Das Beispiel des Ministers verdient Nachahmung auch außerhalb Thüringens. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 88 zehnjähriger Gedenktag der Losreißung Eupen Malmedys von Deutschland. Der Herbst 1930 bringt für das deutsche Volk zum 10. Male eine Reihe von schmerzlichen Gedenktagen. So schwer es heute ist, damals war es noch schwerer. Am 16. November 1920 wurden im deutschen Reichstag erschütternde Bilder deutscher Not entrollt. Der Abgeordnete Dr. Bell begründete zwei schwerwiegende Interpellationen über die ,, Wunde im Westen" damals wurde dieser Ausdruc, mit dem wir zehn Jahre lang um unser gutes Recht gerungen haben, zum ersten Male geprägt und der Abgeordnete Korell schloß - - sich ihm an. Beantwortet wurde die Interpellation von dem damaligen Minister des Auswärtigen, Dr. Simons, und dem Reichsminister des Innern, Dr. Koch. All die Anklagen, die wir über die Besetzung erheben mußten. gehören der Vergangenheit an; die Wunde im Westen beginnt zur historischen Erinnerung zu werden. Aber die mannhaften Worte, mit denen Dr. Bell das Unrecht an Eupen- Malmedy kennzeichnete, gelten genau so wie sie damals galten. Nachdem der Rat des Völkerbundes am 20. September 1920 in Paris beschlossen hatte, Belgien endgültig die Souveränität über die Kreise Eupen und Malmedy zuzusprechen, wurde von Dr. Bell in der denkwürigen Reichstagssizung am 6. November 1920 der Nachweis geführt, daß dieser Beschluß dem Versailler Vertrag und dem Selbstbestimmungsrecht der Völker widerspricht. Der Versailler Vertrag hatte bestimmt, und die Entente hatte es in einer Note vom 16. Juni 1919 bestätigt- daß die volle Freiheit der Stimmabgabe den Bewohnern gewährleistet werden solle. Dieses Recht ist schmählich verlegt worden. So stark waren die angewandten Druckmittel, daß von 33 000 Stimmberechtigten nur 271 sich in die Liste eintragen ließen, obwohl der Kreis Eupen rein deutsch ist und Malmedy zu 75 Prozent. Diese 271 wußten ja ganz genau, daß sie damit ihre ganze Existenz aufs Spiel setzten. Ihr Protest bedeutete ein heldenmütiges Befenntnis zu ihrem deutschen Vaterlande. So brandmarkte Dr. Bell mit vollem Recht die Abstimmung in Eupen- Malmedy als ,, die Karrikatur einer unbeeinflußten Abstimmung, als das Des Zerrbild Selbstbestimmungsrechts der Völfer". Dieses Unrecht darf in Deutschland nicht vergessen werden, bis es endlich seine Sühne gefunden hat mit dem im Versailler Vertrag garantierten Recht einer freien Abstimmung und, was gleich viel bedeutet, mit der Rückkehr Eupen- Malmedys zu Deutschland. Was uns außer Eupen- Malmedy noch mit jenen Zeiten des verzweifelten Kampfes um deutsches Recht verbindet, das ist das Saargebiet. Frankreich beginnt, sich in letzter Zeit unter dem Eindruck der deutschen Wahlen in steigendem Maße über Deutschland zu beklagen. Demgegenüber nur eine Frage: glaubt Frankreich, daß ein normales Verhältnis zwischen Frankreich und Deutschland möglich wäre, wenn Deutschland die Hand auf dem französischen Erzbecken von Briey- Longwy hielte? Niemand hat für die Regelung der Saarfrage zäher und hartnädiger gefochten, als gerade die Politiker, denen die deutschfranzösische Verständigung am meisten am Herzen lag. In Beantwortung einer Interpellation des Abgeordneten Dr. Bell schilderte er die Leiden an der Saar und stellte die Treue der Saarbevölkerung als ein Vorbild für das ganze deutsche Volk hin. Das Ziel, dem all diese Arbeit, all diese Opfer galten, ist noch nicht erreicht. Es ist, als ob diese konkreten nationalen Aufgaben zurzeit in Vergessenheit geraten, als ob sie mehr und mehr zurücktreten hinter politischem Streit und Hader. Auch durch die großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Gegen wart dürfen wir uns jedoch nicht von unserer Pflicht gegenüber den Brüdern und Schwestern im Saargebiet und in EupenMalmedy ablenken lassen. Starhembera gegen links. Wien, 4 November. Auf Anweisung des Heimwehr- Innenministers Fürst Starhemberg wurden im Laufe des Dienstags in Wien, in allen Landeshauptstädten und den meisten Industriegemeinden, dort also, wo Sozialdemokraten in großer Zahl wohnen, Haussuchungen in sozialdemokratischen Partei- und Vereinsheimen vorgenommen. Die Regierung begründet diese Aktion in einer amtlichen Verlautbarung Es seien ihr aus einigen Bundesländern Nachrichten zugekommen. daß beim Republikanischen Schutzbund und bei ihm nahestehenden Personen und Körperschaften Waffen und Munitionsvorräte verstedt gehalten würden. Da ein solcher Meffenbesitz dessen Vorhandensein in den legten Tagen durch Weffenfunde bestätigt worden sei, im Interesse der öffentlichen Siderbelt nicht gedu det werden könne, habe Innenminister Storbem cig i Serheitsbehörden angewiesen, die Verstece nemiseln und die Vorräte auszuheben. Cin mirar des Hess. Landbundes an den Landtag. ir feantragen, die Regierung zu ersuchen, sofort beim rbeitsamt Frankfurt a. M. vorstellig zu werden, damit Die Selbauer für die Fällung des Holzes in Gemeinde- und Mittwoch, den 5. November 1930. Staatswaldungen nicht von den Arbeitsämtern, oder deren Nebenstellen vermittelt werden, wie das die Arbeitsämter beabsichtigen, sondern ihre Auswahl den Gemeindebehörden und Oberförstereien überlassen bleibt. Darmstadt, den 4. November 1930. gez.: Dr. v. Helmolt und Fraktion. Frankreich erwirbt die polnische Korridorbahn. Berlin, 4. November. Am 9. November findet die Eröffnung der neuen Eisenbahnlinie Bromberg- Gdingen in Gegenwart des polnischen Verkehrsministers statt. Wie nach einer Meldung der„ DAZ." aus Danzig zuverlässig verlautet, soll diese Strecke nach ihrer Eröffnung gemäß bereits erfolgreich gepflogenen Verhandlungen in den Besitz des französischen Unternehmens Schneider- Creuzot übergehen, und zwar bei gleicher Jnteressiertheit der französischen Regierung. Lokales. Abendbummel. Wo alles rennt, muß man sich nur Zeit nehmen, dann ist das Rennen ganz unterhaltsam anzusehen. Nur nicht immer gleich in ein Auto stürzen oder auf die Straßenbahn! Lieber an einem linden Herbstabend, von ingend einer Straßenbahnhalie im Süden, den Seltersweg entlang bummeln, und weiter bis zum Marktplatz Drehscheibe durch die Marktstraße - und Bahnhofstraße, da sieht man so recht den Unterschied meinetwegen auch den„ Fortschritt"- des jetzigen gegen das frühere Gießen. Diese Zunahme der Lichtreklame! Haushoch steigen die zappelnden Linien und Bogen, alle Farben ausstrahlend, in den Abendhimmel. Wäre das Gerassel und Gefnatter und beizende Gestank der Benzingase nicht man könnte in eine regelrechte Märchenstimmung geraten. So aber- der Auspuff der Motorräder und Autos noch nicht nach Maiglöckchen und Reseda duften! Da wären übrigens Millionen mit einer solchen Erfindung zu verdienen. - In den achtziger Jahren sang ganz Deutschland ,, Vorwärts mit frischem Mut". Der Vers summt mir, als scheinbar höchst zeitgemäß, unaufhörlich im Kopf herum, wie ich den Seltersweg in den Abendstunden viel zu schmal für den herrschenden Verkehr, erfüllt von Reklame- Feuerzauber, Lärm und Stidluft, gemächlich herunterschlendere. Da plötzlich wächst vor mir ein finsterer Riesenschatten steil und zackig empor: die Stadtkirche. Dann in der Bahnhofstraße, von einem feurigen Kranz umgeben das Lichtspielhaus. Hier zwei aufeinanderstoßende Welten. Stumm und tot liegt die schwere Masse der Kirche da, ein Symbol dafür, wie schroff in unserer unausgeglichenen Gegenwart die Gegensätze sind. Die Kirche aber ragt auf als ein stummer Protest gegen ein tolles Treiben in unserer so schweren, ernſten Zeit. - Kj. Einschränkungen für die Fastnachtszeit. Angesichts der wirtschaftlichen Notlage weiter Kreise hat das Innenministerium eines süddeutschen Staates für die Fastnachtszeit des Jahres 1931 weitgehende Einschränkungen in Aussicht genommen. Karnevalistische Veranstaltungen jeglicher Art, insbesondere Masken- und Kustümbälle, sind vor dem 17. Ja= nuar 1931( d. i. eine Monat vor Fastnacht) und ebenso nach dem Fastnachtsdienstag gänzlich verboten. Ebenso wird auch jedes Fastnachtstreiben auf öffentlichen Straßen und Plätzen untersagt sein, also insbesondere alle Faschingsauf- und Umzüge, sowie jedes faschingsartige Auftreten von Personen auf öffent= lichen Straßen und Plätzen. Aehnliche Einschränkungen dürften sich auch für Hessen empfehlen. Feste müssen in der Gegenwart, wenn sie eine Daseinsberechtigung haben wollen, einfach sein und die Grenzen respektieren, die sich aus sozialen Erwägungen ergeben. * Diamantene Hochzeit. Am 28. Nov. Können der Renter Johannes Nickel und seine Gattin, wohnhaft im Großen Steinweg 11, ihre diamantene Hochzeit feiern. Rückt man den Jahreszeiger um 30 Jahre zurück, da findet man den alten Herrn Nickel als ehrbaren Pflastermeister am Werk, die Gießener Straßen sauber zu pflastern oder das Material dafür zu liefern. Dem seltenen Jubelpaar wird es an zahlreichen liebevollen Glückwünschen zu seinem Ehrentag nicht fehlen. * Fundsachen im Monat Ottober 1930. Das Verzeichnis über die im Monat Oktober 1930 gefundenen bezw. abgelieferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur des Polizeiamts, Landgraf- Philipps- Platz 1, eingesehen werden. Die Empfangsberechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb 2 Monaten beim Fundbüro während der Dienststunden geltend zu machen. * Kraftfahrzeugführer. Das Polizeiamt teilt folgendes mit: Wiederholte Beschwerden geben uns Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß das Aufstellen von Kraftfahrzeugen an StraßenTreuzungen und der Nähe derselben unzulässig und strafbar ist. Wir bringen nachstehende Entscheidung dem kraftfahrenden Publikum zur Kenntnis:„ Ein Fahrzeug ist an einer Wegekreuzung oder scharfen Wegekrümmung nicht nur dann aufgestellt, wenn es auf der Kreuzung usw. hält, sondern auch dann, wenn es in so unmittelbarer Nähe der Kreuzung hält, daß die durch die Kreuzung entstehende Verkehrserschwerung sich auf den Standpunkt des Fahrzeuges erstreckt. KG. v. 15. 7. 1929-3& 401/ 29.( D. Recht 1929 S. 656.) Vorstehende Entscheidung findet auch Anwendung auf alle übrigen Fahrzeuge. Im Interesse der Sicherheit des Verkehrs haben wir die Beamten angewiesen, gegen Fahrzeugführer, die ihre Fahrzeuge auf Wegekreuzungen oder in deren unmittelbarer Nähe aufstellen, Anzeigen vorzulegen. * Aus dem Stadtheater. Zum ersten Male wird als 6. Mittwoch- Abonnements- Vorstellung das Lustspiel„ Geschäft mit Amerika", in 3 Akten von Paul Frank und Ludwig Hirschfeld aufgeführt. * Gastspiel im Theater. Ein ganz besonderer Genuß wurde den Gießenern gestern durch unsere Theaterdirektion geboten, die den bekannten Filmschauspieler Harry Liedtke mit seinem Berliner Ensemble für ein Gastspiel verpflichtet hatte. Auf,, Gießener Zeitung" geführt wurde vor ausverkauftem Hause„ Der ideale Gatte", Schauspiel von Oskar Wilde. Der reiche und unaufhörliche Beifall, zum Teil auf offener Bühne, zeugte dafür, daß nicht nur das, was gezeigt, sondern noch mehr, wie es gezeigt wurde, der Begeisterung wert war. * Oberhess. Geschichtsverein. Montag, den 10. Nov. 1930, abends 8.15 Uhr, im Vorlesungsgebäude der Universität Mitgliederversammlung mit anschließendem Vortrag von Herrn ein Geh. Rat Prof. Dr. Krueger über ,, Die Eudämonisten" Beitrag zur hessischen Publizistik 3. 3t. der französischen Revolution. * - Oeffentliche Versammlung. Heute, Mittwoch, den 5. November, abends 8.15 Uhr, spricht im„, Café Leib" Oberstleutnant Ahlemann- Berlin von der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei über Deutschland am Scheidewege". * Neues in der Jugendstunde des Südwestdeutschen Rundfunts. Der Frankfurter Sender bringt am Sonntag, dem 9. November, das Kölner Hännesche- Theater in Originalbesetzung vor das Mikrophon. Es ist nur zu hoffen, daß diese Kasperlbühne besonderer Art im Rundfunk ebenso schallenden Widerhall findet wie im Theatersaal. Auch der Mittwoch, der 12. November, bringt zwei Themen, von denen anzunehmen ist, daß Kinder daran Interesse finden. Zunächst spricht Paul Laven mit Karl Roltsch über„ Wanderfahrten eines Kunden"; daran schließt sich an eine ganz gegenteilige Unterhaltung: Alfred Fisch spricht über:„ Bei Dollarfürsten in Amerika", Besuche bei amerikanischen Millionären. Steuerkalender für November 1930, ( Mitgeteilt von der Südwestdeutschen Revisions- und TreuhandVereinigung Frankfurt a. M.) Reich. 5. November: Lohnabzug für die Zeit vom 16. bis 31. Oktober 1930; für die Zeit vom 1. bis 31. Oktober, falls im Ueberweisungsverfahren die bis zum 15. Oktober einbehaltenen Beträge 200 RM. nicht überstiegen haben. 10. November: Anmeldung und Zahlung der Börsenumsagsteuer für Oktober im Verrechnungsverfahren bei monatlicher Erhebung.( Keine Schonfrist.) 15. November: Einkommensteuervorauszahlung für die Landwirtschaft in Höhe der Hälfte der zuletzt festgestellten Steuerschuld It. letztem Einkommensteuerbescheid. Bugleich mit dieser Vorauszahlung ist die Hälfte des Zuschlages zur Einkommensteuer für Einkommen von mehr als 8000 RM., sowie des Ledigenzuschlages der veranlagten Ledigen zu zahlen, soweit die Einkünfte hauptsäch= lich aus Landwirtschaft und Forstwirtschaft stammen. 15. November: Vermögensteuervorauszahlung in Höhe von einem Viertel des letzten Steuerbescheides. Besteht das Vermögen hauptsächlich aus landwirtschaftlichem Vermögen und hat der Steuerpflichtige im August keine Vorauszahlung geleistet, so sind zwei Viertel zu zahlen. 20. November: Lohnabzug für die Zeit vom 1. bis 15. November 1930 beim Markenverfahren. Im Ueberweisungsverfahren nur, falls die bis zum 15. November einbehaltenen Lohnsteuerbeträge 200 RM. überstiegen haben. Bemerkungen: Mit dem Lohnabzug erfolgt die Abführung des Ledigenzuschlages und der Reichshilfe der Personen des öffentlichen Dienstes. Hessen: 25. November: 4. Ziel der Kommunalsteuern( Grund-, Gewerbeund Sondergebäudesteuer) in Höhe des zugestellten Gemeindeumlagebescheides 1930-31.( Schonfrist meist bis zum 5. Dezember.) Aus Nah und Fern. Gefahr für den Neusalzer Bezirk. Neusalz a. d. Oder, 4. Nov. Die Hochwassergefahr ist seit heute erschreckend gewachsen. Der Wasserstand betrug vormittags 10 Uhr 5,21 Meter. Die Dämme bei Kusser und Modrig sind teilweise eingesunken. Die Oderbrücke ist am Sonntag mit schweren Steinen beschwert worden, damit sie nicht weggerissen wird. Das Wasser reicht bis an die Brücke heran. Die Saale steigt. Halle, 4. Nov. Beim staatlichen Wasserbauamt in Halle lagen am Dienstag Meldungen aus Saalburg und Jena vor, wonach die Saale stark steigt. Für Mittwoch abend rechnet man in Halle mit einem Wasserstand von 3,5 Meter, Ueberschwemmung tritt jedoch erst bei einem Pegelstand von 3,8 Meter in der Trothaer Schleuse ein. Mosel und Saar führen Hochwasser. Trier, 4. Nov. An Mosel und Saar hat sich wieder Hochwasser eingestellt. Am Sonntagnachmittag zeigte der Trierer Pegel noch einen Stand von 2,50 Meter, am Montag um 20 Uhr betrug der Wasserstand schon 4,53 Meter. Die Moſelfähren mußten bereits Montag ihren Betrieb wieder einstellen. Eine Eisenbahnbrücke eingestürzt. Prag, 4. Nov. Infolge der großen Ueberschwemmungen bei Tinischt an der Adler ist eine Eisenbahnbrücke eingestürzt, so daß der gesamte Verkehr auf dieser Strecke für unbestimmte Zeit unterbrochen werden mußte. Langsdorf. Das Fest der Goldenen Hochzeit begingen Bauinspektor i. R. Daniel Roth und Frau Veronika geb. Fay. Butzbach. Die in Frage gestellte Verlegung der Schutzpolizei von Butzbach nach Friedberg ist nun dahin geregelt worden, daß die Friedberger Bereitschaft mit der Butzbacher vereinigt und diese sowohl wie auch das Kommando der Schupo in Butzbach verbleiben. Lediglich die siebente Bereitschaft und eine von Butzbach und eine Hundertschaft von Friedberg werden nach Mainz verlegt. Nidda( Oberhessen). Am 28. Oktober hielt der Dorfkirchenverband für das südliche Oberhessen seine 12. Tagung hier ab. Prof. Dr. Cordier Gießen hielt einen zweistündigen Vortrag über: ,, Die Krisis des Bauerntums als Erziehungsaufgabe". Nr. 88 Darin charakterisierte er zunächst die gegenwärtige Lage des Bauerntums als eine schwere wirtschaftliche, gesellschaftliche, geistige und auch religiös- kirchliche Erschütterung. In der Zeitwende sei das Bauerntum in die Krisis aller Stände, ja des ganzen Menschentums, hineinverwoben, werde aber von der allgemeinen Erschütterung besonders hart berührt. Demgegenüber sei die Aufgabe des Erziehers in Schule und Kirche darin zu suchen, daß dem Landmenschen mehr und mehr die Augen für seine Verflochtenheit mit der Allgemeinheit geöffnet würden. Den Ausführungen des Redners schloß sich eine lebhafte Aussprache an. Darmstadt. Im Hauptbahnhof wurde der Oberpoſtſchaffner Ritter aus Gr.- Zimmern vom Zug erfaßt und totgefahren. Darmstadt. Anläßlich des 40. Geburtstages des Dichters Klabund wird am 6. November eine kleine Gedenkfeier im Kleinen Haus des Landestheaters sein. Frankfurt a. M. Die Straßenbahnlinie Fechenheim- Gries: heim wurde Sonntag vormittag dem Verkehr übergeben. Kassel. Der Sparkassenverband für Hessen- Nassau beschloß, seine nächstjährige Jahreshauptversammlung in Bad Hom burg v. d. H. abzuhalten. Bingerbrüd. Außergewöhnlich erhöht man hier die Bier steuer. Von RM. 2, auf 2,50 bis RM. 7,50 pro Hektorliter. Fischbach( Nahe). In einem nahe gelegenen Walde fand man eine ganze Familie erschossen auf Es handelt sich um den Bergmann Müller, dessen Frau und zwei unmündige Kinder. Mittwoch, de Fußball- Lä In Bresla prafentativ- Ma pier deutschen Mittelrhe Erg Bezirksliga und Sport 03 Odersha Germani Spielver Verein BB- R. Marbur Borajia Fulda Sport Staffel Odershausen 8.1. B. Gießen beffen- Hersfeld Germania Ful bermannia Ka Spielvercin Ka GC. 05 1900 Gie Verein Germania Mar Wallau Wiesenbach Sp. V. Wetzla 1900 Gießen Frohnhausen Bad Kreuznach. Die Stadtverordneten beschlossen eine Kopfsteuer, die je nach dem Einkommen, sich zwischen RM. 6,- und 500,- bewegt Braunschweig, 4. 11. Das Staatsmuseum verkaufte das berühmte Bild Vermeers:„ Das Mädchen mit dem Weinglas" für 2,7 Millionen Mark an einen englischen Kunsthändler. Berlin, 4. 11. In der Stadtbant am Tiergarten drangen vormittags 2 mastierte Banditen ein, hielten das Personal mit Revolvern in Schach und raubten 14 000 Mark. Fischdampfer Fischdampfer untergegangen. Wesermünde. Am Sonntag wurde der ,, Langeoog" in der Nordsee von einem Dampfer gerammt und zum Sinben gebracht. Sechs Personen sind ertrunken. In einer„ Nußschale" über den Atlantik. Halifax( Neuschottland), 4. November. Aus Michigan sind hier vier Männer eingetroffen, die in einem 10 Meter langen Motorboot über den Atlantischen Ozean nach Deutschland zu fah ren beabsichtigen. Sie nehmen bereits die für ihr waghalsiges Unternehmen erforderlichen Vorräte an Bord. Opfer des Meeres. Habana, 4. Nov. Die Frau des Vizekonsuls der Vereinig ten Staaten, Jackson, wurde durch einen heftigen Windstoß von einem Felsen ins Meer geworfen, an einer Stelle, die von Haifischen wimmelt. Ihr Mann und ein anderer amerikanischer Vizekonsul stürzten sich in die Fluten, um Hilfe zu bringen; alle drei ertranfen. - - Neue Bücher. ,, Bilanzkniffe und Buchführungsschliche"( 600 Schleichwege aus der Praxis der Steuerrevision) von Regierungsrat Dr. Matthias Koch. Als Manuskript gedruckt. 225 S. 15 RM. Verlag für Wirtschaft und Verkehr, Stuttgart, Pfizerſtr. 20. Der ehem. Leiter des Buchprüfungsdienstes eines der wichtigsten deutschen Landesfinanzämter legt hier ein Manuskript vor, worin er über 600 der am wenigsten bekannten Arten von Steuerverkürzungen beschreibt, die er und seine Beamten in langjähriger Tätigkeit bei der Prüfung von Büchern und Bilanzen in allen Kreisen von Gewerbe, Handel und Industrie aufgedeckt haben. Es ist wirklich erstaunlich, was da alles herausgekommen ist! Der Steuerpflichtige ahnt gar nicht, was die Steuerbehörde von solchen Buchführungsschlichen und Bilanz fniffen alles tatsächlich weiß. Die Arbeit dient natürlich in erster Linie den Steuerrevisoren und den Veranlagungsbeamten. Darüber hinaus ist aber die Kenntnis ihres Inhaltes gerade für alle Steuerpflichtigen außerordentlich wichtig. Breidenbach HessenMelsung Corbach Warbur Lauterb SpuSp. PSV. Laasph Wetter Feudin Frante Eine Re Teil) hat di Verein S. C. Glade Bommeleho S. V. Feud Sp. u. Sp. Hessen" V. Mar Eintracht ViB. Wett Biedenkopf F. C. Laas Weil Ehr Aplar Ver Niedergirn Preis Löhnberg Butzbach Ehringshau Gr. Bused Weilburg Laubach Burg Mert Man Offdi Vere Dillenburg Burg Niederscheld Sechshelden Manderbach Offenbach Merkenbach Offdilln Ehrin Weilb 1900 VfB. Etting Biljen Stein Burgi Das Haus des Dr. Prade, von Karl Wilke. Roman. Leipzig 1930. Koehler u. Amelang, Verlag. Ganzleinenband 5,50 RM. Karl Wilke gibt in diesem fesselnd geschriebener Roman ein lebendiges Zeitbild aus den Jahren 1908-1928. Ein Achtfamilienhaus, von Menschen verschiedenster Lebensart und sozialer Stellung bewohnt, ein Deutschland im Kleinen durchlebt Krieg, Revolution und Inflation, die die Lebensmöglichkeiten des Einzelnen in den Grundlagen erschüttern. Doch ringt jeder in seiner Art mit zäher Kraft um ein V01wärtskommen. Ein Buch, das, vom Standpunkt der Heimat gesehen, das ungeheure Erlebnis des Krieges und seiner et drückenden Folgen menschlich ergreifend nahebringt. - Die Diamantenhöhlen. Abenteuerroman von Emilio Salgari. 320 G. In Ganzleinen geb. 3,90 Mt. Phönig Verlag Carl Siwinna, Berlin SW 11.- Der Schauplatz dieses an bunten Abenteuern reichen Romans ist in das Innere Südafrikas verlegt, wo ein kulturell ziemlich hochstehender, aber von einem grausamen König beherrschter Negerstamm lebt. Drei Europäer unternehmen das kühne Wagnis, in dieses von der übrigen Welt durch einen breiten Würstengürtel geschiedene Land vorzubringen. Darunter der Jäger Quatremain, weil er mit Hilfe eines alten Dokuments die Diamantenhöhlen suchen will, die sich in jenem fernen Lande befinden sollen. Nach Er duldung unsagbarer Anstrengungen und Leiden, und nach Ueber windung zahlloser Gefahren erreichen sie endlich das Land und den Weg nach den Diamantenhöhlen. Sie zwingen eine uralte Here, sie nach dem geheimen Zugang zu bringen. Die Here aber schließt sie in der Schatzhöhle ein und nur ein zweiter Ausgang aber, der der Here unbekannt war, bewahrt die Ge fangenen vor einem qualvollen Hungertode. Johannes Kepler. In diesen Tagen werden es 300 Jahre, daß der Begründer der neueren Astronomie und der modernen Naturwissenschaft überhaupt, seine irdische Laufbahn schloß. Im Heft 45 der„ Woche" finden Sie darüber einen interessanten Auffaz. 1900 4 Garbe VfB. Homb Grün Niede Wekl. Leun Berm 1900 72 tcilige Beit mit massiv ganz ichn 30 jährigem unter Preis zu verkaufer die Ge V Nr.8 e Lage d ellichaftli In der Zei inde, ja des von der all Demgege Kirche darin die Augen fnet würden bhajte us poftfchaffner efahren. Mittwoch, den 5. November 1930. Fußball. ,, Gießener Zeitung" Surnen, Sport und Spiel. Fußball- Länderkampf Deutschland- Norwegen 1: 1. In Breslau gelang es am Sonntag der norwegischen Repräsentativ- Mannschaft, gegen Deutschland 1: 1 zu spielen. Nach vier deutschen Siegen der erste Erfolg Norwegens. Mittelrheinbezirk Bezirk Hessen- Hannover 2: 5( 0: 3) Ergebnisse aus dem Bezirk. es Dichter Bezirksliga und Bezirksklassen: Denffeier in eim- Gries geben. au beschlo Sport 03 Kassel VB. Gießen 3: 1 Odershausen Hermannia Kassel 2: 2 Germania Fulda Borussia Fulda 1: 0 Spielverein Kassel Verein VfB- K. Marburg Bad Hon Borussia Fulda Sport Kassel er die Bie Hektorlite Walde fan fich um de Be Kinder. Ockershausen V. f. B. Gießen Hessen- Hersfeld Germania Fulda Hermannia Kassel Spielverein Kassel - - Hessen Hersfeld 1: 1 Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte - 1220 4323 Jugend: - Dutenhofen Großen- Bused 1: 4 Wetzl. SpV. 1. BFB. Gießen 1. Lich Jgd.- VfB. Niedergirmes 1. Gautlasse 1: - - 1900 Gießen 1. 2: 1 Heuchelheim 1. 0: 0 Gießen 2. Jgd. 7: 0 Burgfolms 1. 3: 1 Gau Dill. Niederscheld 2. 2: 0 Sechshelden 2. 0: 8 Dillenburg 2. 2: 7 Merkenbach 2. Offdilln 2. Burg 2. Medenbach Ballersbach Langenaubach Oberroßbach Hirzenhain Allerdorf Gautlasse 2: - Altenkirchen Würgendorf 76 0 1 21: 9 12: 2 7 4 1 2 15: 6 9: 5 7 3 2 2 17 12 8: 6 6 2 10: 7 6: 6 6 B 9:10 6: 6 7 1 4 8: 9 6: 8 7 3 10:22 6: 8 6 1 12:14 7 1 5 5:18 4: 8 3:11 Jugend: Merkenbach 021 2223243D SC. 05 Göttingen Hessen 09 Kassel 5: 1 1900 Gießen - Breitscheid Herborn 2. 4: 2( 3: 1) Herbornseelbach 2: 0 Haiger 1: 0( 1: 0) Rittershausen 5: 0 Frohnhausen 2. 1: 5 Nanzenbach, N. nicht angetr. - Bischoffen 0: 1( 0: 1) Eibelshausen 3: 1 Weidelbach, abgebr. Langenaubach 2. Haiger 2. 8: 5 Breitscheid 2. Weidelbach 2. 0: 1 - - Bicken 2: 3 Ballersbach Burg 4: 1 Sinn Udersdorf 3: 0 Sechshelden Dillenburg 1: 3 Haiger Langenaubach 0: 4 Niederscheld Holzhausen 0: 5 Eibelshausen Weidelbach 3: 0 Straßebersbach Offdilln 4: 0 Gau Marburg. en eine Rop M. 6,- un Frohnhausen 2: 1( 2: 1) Verein Spiele gew. unent. vert. Tore Punkte erfaufte da Germania Marburg 5 0 0 20: 2 10: 0 Wallau 5 3 2 0 15: 8 8: 2 Weinglas Wiefenbach 1 2 10: 9 5: 5 händler. Sp. V. Wetzlar 3 9:10 4: 6 2 3 10:16 4: 6 1. Gauklasse: ten drange 1900 Gießen Berjonal mi Frohnhausen 1 4 8:15 3: 9 51 4 6:18 2: 6 Breidenbach 5566655 10322211 Hessen- Preußen Kassel BV. Kassel 1: 2 - Tura Kassel 1: 1 Melsungen Fischdampfe Jerammt un Corbach SpFr. Kassel 5: 0 Warburg - en. ntit. Michigan fin Frizlar 2: 2 Lauterbach Schlüchtern 2: 2 - SpuSp. Northeim Blau- weiß Göttingen 2: 4 PSV. Holzminden VfB. Northeim 1: 2 abgebrochen. Laasphe Wetter Feudingen - - Allendorf, L. gesperrt. Gladenbach 5: 6( 1: 3) Frankenberg - -- Biedenkopf 8: 0( 3: 0) Marbach 3: 3 Eine Reihe von amtlichen Entscheidungen( siehe amtlichen Teil) hat die Tabelle vollständig geändert: Meter lange hland zu fah waghallige Verein Spiele gew. unent. verl. S. C. Gladenbach 9 71 Wommelshausen 8 52 der Vereinig S. V. Feudingen Windstof non Sp. u. Sp. Bottenhorn 8 40 elle, die von meritanije 7 3 2 " 8 6 zu bringen; Schleidhwege ngsrat Dr. S. Preis Stuttgart ienstes eines r ein Man annten Arte ine Beamte Büchern un und Industri vas da alle gar nicht, n und Bilan ürlich in e gungsbeami thaltes gera 9. Ife. Rom Sanzleinenba geschrieben en 1908-19 fter Lebense nd im Klein Die die Lebens en erschütten tum ein ft der Seim und feiner gt. Don Emili Mt. Phonip Schauplatz dies s Innere G ender, aber im lebt. Dr diefes von tel gefchiede emain, weil d enhöhlen fude llen, Nad G und nach Ueber das Land un gen eine gen. Die zur ein zweit ewahrt die G nes 300 Jap b ber modem bahn jhlo en intereffant Hessen" Frankenberg V. Marbach Eintracht Allendorf ViB. Wetter Biedenkopf . C. Vaasphe 88288787 1124233476 1210220200 7554333111 Weilburg 1. Laubach 1. 3: 2( 0: 2) Ehringshausen Löhnbeng 0: 3( 0: 2) Vereine Miedergirmes Löhnberg Buzzbad) Ehringshausen Gr. Buseck Weilburg Aẞlar Laubach Tore Punkte 35:20 15: 3 17:12 12: 4 36:20 11: 5 27:17 8: 8 22:15 8: 6 21:23 8: 8 9:13 6: 6 14:28 4:10 19:35 2:14 10:27 2:12 Spiele gew. unent verl. Tore Puukte 06005646 5 2 52 2262324 31021T02 2 3 1 5 3 0 16:13 13: 9 3 13:20 10: 8 4 10:20 0 16:10 7: 3 7: 5 6: 4 14:13 6: 4 14:13 5: 5 5: 7 4: 4 2:10 2 2 0 Dillenburg 2: 2( 0: 1) Burg - Manderbach - Merkenbach Niederscheld, M. nicht angetreten. Offdilln Sechsheiden 1: 9 Verein Dillenburg Burg Manderbach Punkte 1 0 36: 8 13: 1 Offenbach 4: 1 Spiele gew. unent. verl. Tore 7 6 6 5 1 Niederscheld 7 4 0 3 0 20: 6 11: 1 19:21 Sechshelden 6 3 1 2 23:13 B 0 4 17:21 8: 6 7: 5 6: 8 1 1 4 12:22 3: 9 1 0 5 6:18 1 0 6 16:40 2:10 2:12 Gau Gießen- Wezlar. Löhnberg 2. 5: 2 Laubach 2. 2: 0( 0: 0) Niederweisel 1. 1: 3 Offenbach Merkenbach Offdilln Ehringshausen 2. Weilburg 2. 1900 Gießen 2. - 667 - VfB. Gießen 2. Steinberg 1. 3: 1 - Ettingshausen 1. Geilshausen 1. 4: 1( 1: 0) Bissenberg 1. Biskirchen 1., Bist. nicht angetr. Steindorf Nauborn 1. 3: 2( 1: 1) Burgsolms 1. Wetzl. SpV. 2. 1: 3 1900 4. Dutenhofen 2. 0: 0 Garbenteich 1. Bieber 5: 1( 4: 1) VfB. 3. - - Garbenteich 2., G. nicht angetr. Homberg Flensungen 4: 1( 3: 0) Grünberg 2. Wetterfeld 1: 1( 0: 1) Niederohmen 2. Ulrichstein, abgebr. Weyl. SpV. 3. Büblingshausen 1: 3 Leun Braunfels 2. 1: 3( 1: 2) Hirschhausen 4: 4( 3: 1) Bermbach 1900 Gießen 3. - 1 Sportabt. d. TV. Wieseck 5: 1 72 tcilige, 100 g schwer versilberte Niederwalgern - - Marbach 2. 5: 2 Cappel Erdhausen 2: 3( 2: 2) Buchenau Spedswinkel 1: 2 - Sarnau Erksdorf 2: 1 Ockershausen 2. Bürgeln 5: 1 Hesselbach Elnhausen - Wallau 2. 4: 3 Biedenkopf 2. Niederlaasphe 2: 2( 2: 1) Friedensdorf 0: 7( 0: 2) Oberrosphe 4: 0 Schönstadt - Wehrda 1. Roda 0: 0 - Mittelrhein- Hessen- Hannover 2: 5( 0: 3) Die heimische Auswahlelf. zusammengestellt aus Spielern der Vereine VFB. Kurhessen- Marburg, Germania- Marburg und Sp. V. Wetzlar, trug Sonntag ein Freundschaftsspiel gegen eine gleiche Elf des benachbarten Mittelrheinbezirks in Elz bei Limburg aus Trotz der wenig einladenden Witterung hatte sich eine stattliche Zuschauerzahl auf dem hochgelegenen Sportplaze eingefunden, die Zeuge eines spannenden Treffens wurde, das unsere Elf verdient gewann. In der ersten Halbzeit mit dem Winde spielend, schälte sich bald eine deutliche Ueberlegenheit unserer Mannschaft heraus, die zu drei Torerfolgen führte. Nach der Halbzeit hatte der Gegner den Wind zum Bundesgenossen und vermochte etwas zu drücken. Jetzt hatte die Hintermannschaft von Hessen- Hannover ihre liebe Not, das Leder aus der Gefahrnähe zu bringen. Einer der nun kräftiger einsehenden Vorstöße der Mittelrhein. Mannschaft führte den Ball über die Auslinie, er wurde aber vom Winde wieder ins Spielfeld ge= trieben und vom Mittelrheinsturm zum ersten Gegentor eingedrückt. Unsere heimische Hintermannschaft verharrte während dieses Vorganges tatenlos, da sie glaubte, der Schiedsrichter, der in Anbetracht der Windverhältnisse eine überaus schwache Pfeife hatte, habe Ausball gepfiffen. Zunächst nahm auch das Spiel durch Torabschuß seinen Fortgang, als plötzlich der Schiedsrichter auf Einspruch eines Linienrichters den Ball zur Mitte beorderte und damit zu erkennen gab, daß der Mittelrheinbezirk ein Tor erzielt habe. Nicht nur unsere Spieler, sondern auch die Zuschauer standen verdugt ob dieser Entscheidung, die nur dadurch zu erklären ist, daß die Pfiffe des Schiedsrichters schlecht zu hören waren. Der von Hessen- Hann. sofort unternommene schnelle Gegenstoß führte alsbald zum 4. Tor, dem sich auch bald der fünfte Erfolg nach tadelloser Kombination des Sturmes, während der kein Spieler des Mittelrheinbezirkes den Ball berührte, anreihte. Inzwischen war es schon ziemlich dunkel geworden, da das Spiel erst nach 3 Uhr begonnen hatte. Auch hatte von Mitte der zweiten Halbzeit an cin immer stärker werdender Regen eingesetzt, der unseren Spielern ins Gesicht schlug und ihre Aktionen hemmte. Trotzdem erklärten unsere Spieler auf Befragen des Schiedsrichters weiter spielen zu wollen, obwohl inzwischen schon der größte Teil der Zuschauer( und ein Linienrichter!) fluchtartig den Plak verlassen hatten. In dem von dem Mittelrheinbezirk aufopfernd durchgeführten Endkampf gelang es dieser Mannschaft, den Ball noch ein zweites Mal aus einem Gewühl wenige Meter vor dem Tore, in dieses zu bugsieren. Der Torhüter trat hierbei nicht in Tätigkeit, da er den Ball garnicht gesehen hatte. Gleich darauf war das Spiel zu Ende. HervorzuUnserer Mannschaft gebührt ein Gesamtlob! heben wäre lediglich der Torhüter, der ganz hervorragend hielt und für seine Leistungen starken Beifall erhielt. Die Mannschaft des Mittelrheinbezirks war unserer Mannschaft im Feldspiel durchaus gleichwertig, doch vermochte sie sich vor dem Tore nicht durchzusehen. In dieser Hinsicht konnte man über unseren Sturm, in dem insbesondere der Innensturm gut zusammenwirkte, nicht flagen. Das Spiel selbst nahm einen ruhigen Verlauf, und es brauchte nur ein Strasstoß wegen vorschriftswidrigem Rempeln verhängt werden. Wir freuen uns heute schon auf das Rückspiel in unserem Bezirksgebiet, das uns mit unseren neugewonnenen Freunden aus dem Mittelrheinbezirk voraussichtlich im kommenden Früh Sp. jahr in Gießen oder Marburg zusammenführen wird. Hühnerangen Direkt vom Lager warsen, Hornballen und Fabrik! werden auch in Eilangebot! BETT Nr. 88 1900 Gießen 1. Bell. Frohnhausen 1. Bell. 2: 1( 2: 1) Edenverhältnis 10: 3. Zwei wertvolle Punkte für die Gießener, die auch dieses Jahr zunächst wieder so schlecht bei den Punktetämpfen starteien. Ein sehr schneller Kampf, der äußerst fair durchgeführt wurde, tam gerade noch troden unter Dach. 1900 war vom Anpfiff weg leicht überlegen, obwohl die Frohnhäuser mit dem Wind spielten. Nach schönem Kombinie ren( Glitsch- Heilmann- Zeiler) gingen die Gießener in der 10. Minute durch Zeiler 1: 0 in Führung. Frohnhausens flinter Sturm versuchte auszugleichen. 25 Minuten vergeblich, die Gießener Hintermannschaft nahm ihnen regelmäßig den Ball wieder ab. 1900 legte in dieser Zeit drei Eden vor. In der 35. Minute war es der rechte Läufer der Gäste, der aus dem Gedränge heraus furzerhand einschoß. 1: 1. Unentwegt ging der Kampf fort, bis Zeiler( RA.) kurz vor der Halbzeit im Alleingang seine Mannschaft wieder in Führung brachte. 2: 1. Man nahm bei Wiederbeginn allgemein an, daß 1900, nunmehr mit dem Wind im Rücken, seine leichte Feld überlegenheit in Torerfolge verwandeln würde. Aber nun wollte es nicht mehr. Die Hintermannschaft der Gäste arbei tete tadellos, der Torhüter vor allem. Der 1900er Sturm entweder kombinierte vorm Tor zuviel, oder aber Einzelne spielten zu egoistisch. Einmal, in der 82. Spielminute, glaubte man, daß Heilmann auf 3: 1 erhöhen würde. Sein Prachtschuß landete aber am Pfosten. So verlief die zweite Hälfte torlos. Das Halbzeitresultat blieb also auch Endergebnis. Die Gäste stellten eine äußerst schnelle Mannschaft, die auch durchhielt. Die Hintermannschaft war der beste Teil der Gästeelf. Dann folgte der Sturm, der schönes, bewegliches Flügelspiel vorführte, leider fehlten dann die berühmten SchießStiebel", wenns soweit war. Von der Läuferreihe merkte man wenig. Die 1900er hatten bis auf ein- zwei Mann ihre Liga wieder zusammen. Brambach, Schneider, Jäckel gut; Langsdorf als Mittelläufer ein Schaffer, den keiner ersetzt, Glitsch und der Neuling Weyrauch war gut. Im Sturm schaffte Zeiler wieder mit, was deutlich zu spüren war, wenn Arnold uneigennütziger gespielt hätte, wäre das Ergebnis wohl anders ausgefallen. Heilmann in der Mitte besser wie Adelberger, der diesesmal fehlte. Balser hatte neben lichten Momenten manche trübe. P. Will als LA. griff wenig ins Spiel ein, seine Flanken verrieten aber den alten Ligakämpen. Schiri Busch leitete sehr gut. Aus Garbenteich. Garbenteich 1. Bieber 1. 5: 1( 4: 1) Die erste Mannschaft des Sportvereins 1928 Garbenteich hatte am vergangenen Sonntag die gleiche des Sportvereins 1929 Bieber zu Gast. Gleich von Anpfiff an entwickelte sich ein flotter aber auch harter Kampf, der jedoch stets im Rahmen des Erlaubten blieb. Garbenteich mußte mit Ersatz antreten, konnte trotzdem aber bis zur 20. Spielminute schon mit vier Toren führen. Durch einen überraschenden Durchbruch kam Bieber vor Seitenwechsel zu seinem Ehrentor. In der zweiten Spielhälfte erzielte Garbent. noch ein Tor und stellte damit das Schlußergebnis her. Schiri Naumann Laubach leitete forrekt. Aus Löhnberg. Ehringshausen 2.- Löhnberg 2. 5: 2( 2: 2) Ehringshausen 2. Betl. Löhnberg 2. Bett. 0: 3( 0: 2) Diese Verbandsspiele tamen am Sonntag in Ehringshausen zum Austrag. Die Platzverhältnisse waren durch den anhaltenden Regen die denkbar ungünstigsten. Als noch gegen Schluß des Spieles der ersten Mannschaften es anfing zu regnen, glich der Play einer Rutschbahn. Das Spiel: Es war bereits 2 Uhr als die zweiten Mannschaften den Platz betraten. Das Spiel ließ auf beiden Seiten zu wünschen übrig. Lö. 2., die einen guten Start in dieser Serie hatie, mußte jetzt schon zum zweitenmale eine 5: 2- Schlappe hinnehmen. Nach den Chancen gerechnet, wäre ein Unentschieden gerecht gewesen, da Lö. Sturm reichlich Pech vor dem Tore hatte, wogegen Ehringsh. glücklicher ar beitete. Lö. geht zweimal in Führung und muß sich jedesmal den Ausgleich gefallen lassen. Nach dem Wechsel versuchen beide Mannschaften das Spiel für sich zu entscheiden. Ehr. ist die glücklichere und kann turz hintereinander zu drei Toren tommen. Anschließend spielten die beiden ersten Mannschaften. Es entwidelte sich vom Anstoß an, trok der schlechten Platzverhältnisse, ein schnelles Spiel, mit technischen Feinheiten. Die mustergültig kombinierenden Stürmerreihen wurden durch aufmerksame Läuferreihen gut unterstützt. Lö. ist zunächst et was nervös, findet sich aber allmählich und schafft brenzliche Situationen vorm Ehringsh. Tor. Als in der 12. Minute der linke Verteidiger eine Flanke von rechts verfehlt, gelingt es dem HL. durch plazierten Kopfball, seiner Mannschaft die Führung zu verschaffen. Kaum hat sich die Masse beruhigt, sigt, wieder durch den HL. Nummer zwei ins Neh. Ehringsh. teigert jetzt das Tempo, kann aber gegen das gute Schlußdreied Löhnbengs nicht viel erreichen. Mit 2: 0 geht es in die Pause. Wegen der vorgeschrittenen Zeit geht es gleich weiter. Ohne Erfolg bemühen sich die Stürmerreihen zu Erfolgen zu kommen. Bei einem Zusammenprall an der Straf raumgrenze wird Ehringsh. ein Elfer zugesprochen. Der Ball wird von Lö. Hüter gemeistert. Ehringsh. zieht, angefeuert durch das Publikum, alle Register seines Könnens auf, um zu einem Erfolg zu kommen. Aber vergebens. Lö. ist dagegen glüdlicher und kann durch seinen Mittelstürmer, der eine Flanke von rechts eintöpft das Endresultat herstellen. Kurz darauf ertönt der Schlußpfijf. Schiri Noll gut. Kommenden Sonntag fommt das Lokalderby LöhnbergWeilburg auf dem Platz in Löhnberg zum Austrag. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Besteckgarnitur Garnitur komplett aus einer prima Qualität, bestehend aus: Ja näd giten den Universal- Vereinskassebuch mit massiv rostfreien Klingen, sehr schönes, ganz schweres Muster, jabriknen, mit 2 Bezüge 130/200 cm 4 Kissen 80/80 cm 30 jährigem Garantieschen, ganz bedeutend 2 Bettücher 130/225 cm zusammen nur RM. direkt ab Fabrikation 18.50 unter Preis, für RM 180.- bar fabrikieitig Aufgabe Stickerei u. Wäschefabrik zu verkaufen. Offerten unter G. 3. 2723 an erbitten: die Geschäftsstelle dieser Zeitung. Falkenstein im Vogtland Postfach No. 158 Union 必 Heizi Kein Rauch, kein Ruß, keine Schlacken Fällen wotsicher unter Garan erleichtert den Verbands- und Vereinsrechnern die Eintie in 5-6 Tag nest- tragungen der Einnahmen und Ausgaben außerordentlich. los beseitigt durch Hühneraugen- Rapid bin Klein in Gießen. Erhältlich nur: Löwen Drogerie W.Kilbinger Nachf. Seltersweg. 79a Union Billigster und bequemster Brennstoff Briketts Union Mittwoch, den 5. November 1930. „ Gießener Zeitung" Nr. 88 1. Männliche Vornamen. Abraham, hebr., Vater der Menge Adalbert, der durch Adel Glänzende Adam, hebr., der Erdgeborene Adolf, Edelwolf Ursprung und Bedeutung unserer Taufnamen. Harro, fries., Heer- oder Volksmann Harry, engl., Ksf. von Heinrich, Fürst Hartlieb, starter Sohn des Hauses Hartmann, starter, fühner Mann Sebastian, gr., der Ehrwürdige, Heilige Selmar, im Hause berühmt Severin, lat., der Strenge, Ernste Siegfried, der durch Sieg Schützende Stegmar, durch Sieg berühmt Elfriede, die oon den Elfen Geschütte Elise, Elisabeth, Elsbeth, Else, Lilly, Elly, Betty, hebr., die un bedingt Getreue Ella, Ellen, Elli, edle Freundin Oda, Ute, die Begüterle Olga, russ., die Hehre, Erhabene Ortrud, die Schwertzauberin Oswalda, in oder mit Gott waltend Ottilie, die durch Besitz Berühmte Agidius, gr., Schildhalter, Schildmann Hartmuth, d. m. starkem Sinn Begabte Siegmund, Sigismund, durch Sieg| Elsa, die Nixe, weibl. german. Wasser Paula, Pauline, lat., die Kleine Albert, Albrecht, Asf. von Adalbert Alexander, Axel, Alexis, gr., Wehrm. Alfons, durch Adel glänzend, oder tampfbereit Alfred, der von Elfen( Alben) Beratene Alois, edel und weise Alwin, Elfenfreund Amadeus, lat., liebe Gott! Amandus, lat., d. zu Liebende, Geliebte Andreas, gr., der Männliche, Starke Anselm, Asenschutz, der durch Götter Geschützte Unton, lat., d. Bormann, vorn Stehende Armin, der Starke Arno, Arnold, d. wie e. Aar Waltende Arnulf, Aar und Wolf Artur, Artus, felt., großer Bär Arvid, der den Flug eines Adlers hat Asmus, gr, von Erasmus, d. Geliebte August, lat., der Mehrer, Erhabene Balduin, tapferer Freund Balthasar, hebr., Gott schütte s. Leben Baruch, hebr. der Gesegnete Benedikt, lat., d. Gesegnete, Gepriesene Benjamin, hebr., Glückskind Benno, Ksf. von Bernhard Benvenuto, it., der Willkommene Bernhard, start wie ein Bär Bernward, w. e. Bär( fräft. Schützender) Berthold, der in Glanz Waltende Bertram, glänzender Rabe Bodo, Botho, Bodmer, Gebietender Börries, lat., Ksf. v. Liborius, d. Freie Bruno, der Braune( Glänzende) Burghard, starker Schutz Cäsar, lat., der( aus dem Mutterleibe) Herausgeschnittene Camillo, lat., der Opferknabe Chlodwig, fr.( Ludwig), berühmter Kämpfer Christian, gr- lat, zu Christus gehörig Christoph, gr., Christusträger Claudius, lat., der Lahme Clemens, lat., der Milde Cornelius, lat., Horn( Zeichen d. Stärke) Daniel, hebr., Richter ist Gott David, hebr., der Geliebte, Liebling Detlev, Volkssohn Did, engl., Rif. v. Richard, starker Fürst Diert, Ksf. von Dietrich, Volksfürst Dietmar, im Volke berühmt Dietrich, Volksfürst Eberhard, start wie ein Eber Edgar, Besitzverteidiger Edmund, Besitzesschützer Eduard, Edward, Besizeshüter Edwin, Besitzesfreund Egbert, der Schwertglänzende Eghard, Ekkehard, Egon, Eike, der Schwertstarle Egmont, der Schwertschützer Ehrhard, stark in der Ehre Eitelfriz, Aff. von Friedrich, leuchtender Friedensfürst Emanuel, hebt., mit uns ist Gott Emil, lat., der Nacheiferer, Eifrige Engelbert, Engelbrecht, der wie ein Engel Glänzende Ephraim, hebr., doppeltes Erbteil Erasmus, gr., der Geliebte, Liebenswürdige Hartwig, starker Kämpfer, Held Heinz, Ksf. v. Heinrich, Fürst d. Hauses Heinrich, Fürst des Hauses Hektor, gr., Herrscher, Sieghalter Helmbrecht, der im Helm Glänzende Helmut, der im Helm Waltende Herwarth, Heereswart, Volkshüter Herwig, Bolfskrieger, Volksheld Sildebrand, Schlachtschwert, kampfErich, Ehrenfürst, in der Ehre mächtig Ernst, entschlossener Kämpfer, Mann Erwin, Volts- oder Heeresfreund Eugen, gr., der wohl oder edel Geborne Ewald, der durch das Gesetz Waltende Fedor, Feodor, russ., Form v. Theodor oder Friedrich strahlend Hilmar, Hiltmar, Hjalmar, der Kampfberühmte Horst, Waldmann Hubert, Hugo, im Denken glänzend Sumbert, glänzender Riese Ignatius, Ignaz, lat., der Feurige Innocenz, lat., der Unschuldige Immanuel, hebr., mit uns ist Gott saak, hebr., der Heitere Isidor, gr., Geschenk der Isis Iwan, russ.,( Johannes), Gott ist gnädig Jakob, hebr., Jaques, fr., James, engl., Überlistender Jeremias, hebr., es wirft Jahwe Joachim, Achim, Jochen, hebr., Gott wird zustande bringen Jobst( Jodokus), gr., der Jäger Johannes, hebr., sf. Hans, Jean, frz., John, engl., Iwan, russ., Jan, platt., Jens, fries, Gott ist gnädig Jonas, hebr., die Taube Josef, hebr., José, span., er möge verFelix, lat., der Glückliche Ferdinand, der kühn Schützende Florenz, Florian, lat., der Blühende Frank, Franz, der Freie Friedemann, schüßender Mann Fridolin, Friedrich, Friz, Schutzherr, Friedensfürst Frithjof, schwed., der Friedensdieb Gabriel, hebr., Lehnsmann Gottes Gebhard, start im Geben( freigebig) Georg, gr., Landmann Gerald, Gerold, der Speergewaltige Gerhard, der Speerkühne Gerwin, Gervinus, der Speerfreund Gottfried, Göh, durch Gott geschützt Gotthard, siark in Gott Gotthold, Gottwald, i. Gott waltend Gottlieb( Gottleib), Gottesfind Gottschalk, Gottes Knecht Gregor, gr., der Wachsame Guido, rom., Waldmann Günter, Kampfesheld mehren Josias, hebr., Stütze des Herrn, Josua, hebr., Gotthilf! Jost, Just, Justus, lat., der Gerechte Julius, lat., der Glänzende, gr., der Jüngling Schirmend, schützend Silvester, lat., Waldmann Sigurd, Siegeshüter Simon, hebr., Geschenk der Erhörung Sophus, gr.. der Weise Stanislaus, slav, der Beständige Standhafte Stephan, Steffen, gr., Kranz, Krone Theobald, der Volkskühne Theodor, gr., Gottesgeschenk Theophil, gr., der von Gott Geliebte Thomas, hebr., Zwilling Thimoteus, gr., Timm, Ehregott Tobias, hebr., Gottes Güte Ulrich, Fürst des Erbgutes Urban, lat., der Städter( Feingebildete) Valentin, lat., der Starke, Kräftige Veit, Waldmann Bilmar, vielberühmt Viktor, Vincenz, lat., der Sieger Volker, Volkskämpfer, Volksheld Volkmar, im Volke berühmt Vollrat, Berater des Volkes Waldemar, Woldemar, in Ruhm waltend Walter, im Heere oder Volke waltend Wenzel, tschech., zuhmgekrönter Held Werner, abwehrender Krieger Wiclef, engl., Kampfessohn Wieland, kunstr. arbeitender Schmied Wilhelm, Willi, William, willig, gern Wilfried, der den Frieden Wünschende Schützender Willibald, der im Wollen Kühne Willmar, der nach Willen Berühmte Winfried, schützender Freund Kat, Kay, fries, der Böse, Schlimme Wolfram, Wolf und Rabe( Begleiter Wladimir, russ., im Ruhm waltend gegen die Feinde Karl, tüchtiger Mann Kasimir, slav., Friedensstifter Kasper, pers., Schahmeister Klaus, gr. Volkssieg Konrad, kühn im Rat, Berater des Geschlechts Ronstantin, lat., der Standhafte Kuno, Kunz, Kurt, Ksf. zu Konrad Lamprecht, im Lande glänzend Laurentius, lat., d. Lorbeergeschmückte Lebrecht, im Volke glänzend Leo, lat., der Löwe Leonhard, löwenstark Leopold, der Volkskühne Wotans) Wolfgang, der, mit dem der Siegeswolf geht Xaver, arab., der Glänzende Zacharias, hebr., Gott gedenkt 0 11. Weibliche Vornamen. Ada, Adele, Adelheid, Frau von edler Gestalt geist, oder hebr. s. Elisabeth Elvira, die Wahre Emilie, lat, die Nacheiferin, Eifrige Emma, die mächtige Schüzerin Erdmuthe, die der Erdgöttin Ergebene Erika, die Ehrenfürstin( griech. Heide fraut) Erna, Ernestine, die entschlossene Kämpferin Esther, pers., junge Frau Eufemia, gr., die in gutem Ruf Stehende Eugenie, gr., die Wohlgeborene, von guter Herkunft Eulalia, gr., die Wohlredende Euphrosine, gr., die Frohe, Heitere Eva, Eveline, hebr., die Leben Gebende Fanny, Franziska, lat., die Freie Felice, Felicitas, lat., die Glückliche Feodora, russ., Gottesgeschenk oder Friedensfürstin Flora, Florentine, lat., die Blühende Frieda, Friederike, lat., die Friedensfürstin Gerda, Gertrud, Gertraud, Gesine, fries., die Speerzauberin Grete, Margarete, gr., die Perle Gisela, Giseltrud, edle Zauberin Gudrun, die Kampfzauberin Gunda, Jutta, die Günstige, Gönnerin Sadwig, Hedwig, Hedda, ungef.: Hanna, hebr., Gnade, Anmut die Kämpferin Helene, gr., die Flechterin oder die Leuchtende, Glänzende Helga, schwed., die Hehre, Erhabene Helmine, die schützende Freundin Henriette, Jettchen, Henny, franz, Fürstin des Hauses Hermine, die mächtige Schüzerin Hertha, Göttin der Erde Hilde, Hildegard, Hildegunde, die durch Kampf Schützende Hortense, franz.- lat., die Gärtnerin, Blume Rahel, hebr., das Mutterschaf Rebetta, hebr., die durch Schönheit Fesselnde Regina, die Ratende, oder lat., die Königin Ricarda, die starke Fürstin Renate, lat., die Wiedergeborene Rosa, Rosalie, lat., Rose Rosamunde, die Rosseschirmerin Ruth, hebr., Freundschaft oder Erquidung Sabine, lat., eine dem sabin. Stamme Angehörige Salome, hebr., die Friedensreiche Sarah, hebr., Fürstin Selma, arab., die Friedensreiche, oder germ., die durch Götter Geschützte Senta, die Dienerin, Helferin Sibylle, gr., die vom Zeus Beratene Sidonie, phöniz., eine Frau aus Sidon Sieglinde, die Siegesschlange Sigrun, die Siegeszauberin Silvia, lat., Woldmädchen, die Waldbewohnerin Sonja, russ., Sophie, gr., Weisheit Stefanie, gr., die Bekränzte Stella, lat., Stern Svantje, fries., kleiner Schwan Thekla, gr., die Gottberühmte Thusnelda, die mächtige Riesen-) Therese, Theodora, gr., die Jägerin Kämpferin Toni, siehe Antonie Ulla, Ulrike, Fürstin des Erbgutes Undine, lat., die Wasserjungfrau, Nixe Ursula, Füllen, munteres Mädchen Valentine, Valeria, Wally, Vale s ta, lat., die Starke, Kräftige Vera, lat., die Wahre Veronika, lat., die Siegbringerin Verena, lat., die Zurückhaltende Viola, lat., das Veilchen Viktoria, lat., die Siegesgöttin Wally, Valeria, lat., die Starke, Kräftige Hulda, die Holde, oder arab., die Be ständige Ida, Iduna, die jugendkräftige Schir- Wera, russ., die Wahre Waltraut, waltende Zauberin merin( Iduna nord. Götin der UnSterblichkeit) Wilhelmine, die gern Schützende Agathe, gr.. die Gute, Gütige Ilsa, Ilse, Agnes, gr., die Heilige, Reine Nixe, german. weib- 3enzi Innocentia lat. die Unschuldige licher Wassergeist, s. Else Alexandra, gr., Alice, franz., die Ina, die Männliche Wahrhafte, sich Verteidigende Ingeborg, durch Gott( den german. Gott Ingwio) geschützt Lorenz, Ass. von Laurentius, der Lor. Alma, lat., die Nährende beergeschmückte Lothar, ruhmvoller Held Louis, frz., ruhmvoller Krieger Lucius, lat., der Leuchtende Ludwig, tuhmvoller Krieger Luitpold, der Volkskühne Magnus, lat, der Große Manfred, schützender Held Marius, Markus, Martin, lat., der Kriegerische Matthias, aram., Geschenk Gottes Max, lat., Abt. von Maximilian, der Größte, der Eiferer Michael, hebr., wer ist gleich Gott? Michel, groß Moriz, lat.,( Mauritius), aus dem Mohrenlande Nathan, hebr., Gabe, Geschenk Gottes Nepomuk, tschech., der Helfer Nikodemus, Nikolaus, gr. Volkssieger Norbert, der im Norden Glänzende Olaf, Gotteskind Oskar( Ansgar), Gottesspeer Ortwin, Schwertfreund Oswald, mit Gott waltend Oswin, Götterfreund Otto, Ottomar, Odo, der durch BeOtfried, Schüßer des Besitzes sitz Berühmte Paul, gr. lat, der Kleine, sich selbst gering Achtende Peter, gr., Stein, Fels Philipp, gr, Pferdefreund Pius, lat., d. Fromme, kindl. Liebende Raimund, im Rate schützend Rainer, der im Heere Ratende Raphael, hebr., Gott heilt Rasmus, Asf. zu Erasmus Reimar, der im Rat Berühmte Reinhard, stark im Rat Reinhold, im Rat waltend Renatus, lat., der Wiedergeborene Richard, starker Fürst Robert, Ruprecht, Robin, Robin son, ruhmglänzend Roland, im Lande berühmt Rüdiger, Ruhmesspeerträger Samuel, Sally, Schmul, hebr., der von Gott Erbetene Sebald, der Siegkühne, fühner Sieger Gustap, schwed., Rampfstabträger, sonst Rudenz, Rudolf, Rolf, Ruhmeswolf Aff. v. August yans, Asf. v. Johannes, gr., Gottes Gnade Harald, Arieger, im Heere Waltender Allgemeines zur Namenswahl. = Alwine, die von Elfen( Alben) Be- Innocentia, lat, die Unschuldige Schiltzte Amalie, die wacker Kämpfende Amanda, lat, d. Liebenswerte, Geliebte Anastasia, gr., die zu neuem Leben Auferstandene Angelika, lat., die Engelgleiche Anna, Annette, Anny, Anita, hebr., die Anmutige Antonie, lat., die vorn Stehende Auguste, lat, die Erhabene, Ehrwürdige Aurelie, lat., die Goldige Aurora, lat., die Morgenröte Babette, Barbara, gr.-lat., die Fremde,( die Stammelnde) Beate, lat., die Glückliche Bella, ital.- span., die Schöne Bertha, die Glänzende Bettina, Betty, ital.,( Elisabeth) hebr., die unbedingt Treue Brigitte, die Kämpferin oder die Erhabene, Glänzende Brunhild, die im Panzer( Kämpfende Cäcilie, lat., die Blinde Camilla, lat., die Priesterdienerin Carmen, lat., Gedicht Charlotte, franz., die Tüchtige Christfriede, die von Christus Geschützte Christa, Christiane, Christine, gr. Claire, franz., Clara, lat., die Helle, lat., zu Christus gehörig Berühmte Clementine, lat., die Milde, Gütige Constanze, lat., die Standhafte Cornelia, Nelly, lat., eig. Horn die Starte Cosima, gr., die Geschmüdte Dagmar, die Berühmte, hell Glänzende ( eigentlich männlicher Vorname) Dietlinde( Diet- Volt, linde= Schlan. ge, die Schlange galt früher als weises und zauberhaftes Tier) Dina, hebr., die Unschuldige, Bosge. sprochene Dolorosa, lat., die Schmerzensreiche Dorothea, Thea, gr. Gottesgeschent Edelgard, die edel Behütete Edeltraut, die edle Zauberin Elektra, gr., die Strahlende Edith, Editha, die Besitzende Erbarmende Eleonora, gr., Elinor, die Mitleidige, ,, Ein Name ist nichts Geringes!" sagt Goethe. Man sollte daher auf die Wahl eines passenden und wohlklingenden Namens recht große Sorgfalt legen und sich nicht nur von der Gewohnheit oder allgemeinen Rücksichten oder gar von der Mode leiten lassen. Unsere Vorfahren verbanden mit dem Namen gleichzeitig einen Segenswunsch( er möge start wie ein Bär sein" Bernhard, sie möge von den Elfen geschüßt sein"= Elfriede usw.). 1 Unter unsern alten germanischen Vornamen haben wir so viele schöne, auch bildreiche wohltlingende und geeignete, daß niemand zu fremdsprachlichen greifen braucht. Bei der Auswahl der Vornamen soll man in erster Linie darauf achten, daß fie mög lichst sinngemäß sind und das Kind später nicht der Lächerlichkeit aussehen. Ein Name, der für Erklärung der Abkürzungen Abt. v.= arab. aram.= Abkürzung von. Er Bezugspre Redaktionsschluß fendung nicht 43. Jah Boli Der Reichst ift von Berlin Eine Reihe bens Deutschlan fit der Einver Bon amtlid bau der Leistung Reichstanzle gen mit den Mi des Sanierungs Borverlegung d nuar 1931 erör Der Preuß des Parteitages lei bis zum M Bijchen Durchfü teuern verabid Der Preu Severing einge Stimmen ab. Wie verla Brauereien B Tage in der Gewerkschaften genommen we Die englis Stegerwald 3 Sprechungen ü Das eng Bekämpfung 15. Lebensja ter Lesung Zu der Sunday Cr leute eingef arabischer Ursprung aramäischer Ursprung = eig. eigentlich fchaften wu gezwungen engl. fr. oder fries. gr. od. hebr. - englischer Ursprung fonnten si ======franz.= fronzösischer Ursprung friesischer Ursprung griech. = hebräischer Ursprung Die Q Iphigenie, gr., die Kraftgeborene Irene, gr., die Friedliche Irma, Irmentraut, Irmgard, die mächtige Schüzerin, mächtige Zauberin Isabella, hebr., Baal erhob, od. span., 1= die Fremde 2= die Sd öne Isolde, die in Eisen Waltende Jenny, Johanna, Hanna, hebr., it.= Gott ist gnädig, Gnade, Anmut Josefa, Josefine, hebr., er gebe Vermehrung Judith, Jutta, hebr., Frau aus Jehud lat. Julie, lat., die Glänzende, oder grie- nord. phổi. chisch, die Jungfräuliche felt. = = griechischer Ursprung italienischer Ursprung feltischer Ursprung Ksf.= Kose- oder Schmeichelform( z. B. Ksf. v. Wilhelm) lateinischer Ursprung Willi = ===== pers. - = nordischer Ursprung persischer Ursprung phönizischer Ursprung romanischer Ursprung russischer Ursprung Siehe rom.= russ. = = slav. tschech. ungef. === = Karoline, die Männliche, Tüchtige Katharine, Käthe, gr., die Reine Klothilde, berühmte Kämpferin Klaudia, Klaudine, lat., die Lahme. Kriemhild, die im Helm Kämpfende span. Laura, Laurentia, lat., die Lorbeergeschmückte lavischer Ursprung spanischer Ursprung tschechischer Ursprung ungefähr, etwa Namen, bei denen keine Ursprungsbezeichnung angegeben ist, sind rein germanisch. Neugebildete Namen, die feiner Erläuterung bedürfen, wie Gotthelf, Gottlob usw, sind nicht aufgeführt. Die wichtigsten Bestandteile germanischer Namen. Berlin. der am Do fen des Re Parteivorji nommen wo derparlamen ges Zusamm Sie sprechen Die Vor Die Vo tages traten der Regierun erwerbslojen gefagt: " In d dauernd g Schaffung werden, di gaben im = ed, ot stehenden =======1 Schwert, Schneide Friede, Schuh Garten, Schuh Gefichtspun tungsfähig deren Täti fann. Da Lea, hebr., die Kuh Leonie, lat., die Löwin Leonore. Lore, Lenore gr., die Mitleidige, Erbarmende Lina, siehe Karoline Lisbeth, Lissy, Lilly siehe Elisabeth Lucie, Luciane, lat., die Leuchtende ans, as, os= Ase, Gott Lotte, siehe Charlotte Bukrezia, lat., die Gewinnende Luise, franz., die ruhmvolle Kriegerin bald, bold( pold)= kühn Lydia, Liddy, lat., aus Lydien brand bert, brecht= glänzend Schwert stammende Frau Besitz, Gut Madeleine, Magdalena, Madelon, eg, et hehr, eine Frau aus Magdala fried Margarete, Margot, Grete, gr., gard die Perle = gar, ger Maria, Mary, Marianne, hebr., gund, gud die Widerspenstige, Herbe had, hed Martha, aram., Herrin har, her Mathilde, Metha, Mette, Maud, hart, hard die mächtige Kämpferin helm Melanie, gr., die Schwarze hild Melitta, gr., die Biene, die Fleißige brod, hruth Minna, minka, Mingnon, die ton, fun Liebende, Geliebte Ger, Speer = Kampf Haß Krieger, Heer, Volk = fühn, start - = schützend Kampf = Ruhm 11 Sippe, Geschlecht mar= mund= berühmt Schutz, Hand = 1 = Nanny, Nanette, Nana, die Rühne rich Herrscher Natalie, lat., die( der Familie) An- sigu, sieg Sieg geborene, Geburtstagskind walt walten, herrschen Nora, Eleonore, gr., die Mitleidige, wart Hüter Erbarmende, oder germ. die im Nor wig Kampf den Glänzende win= Freund, Geliebter = 1 ein Kind niedlich" ist, fann schon in der Schule und erst recht später für den erwachsenen Menschen eine Last sein. Paul" bedeutet der Kleine, ist als Name für ein Kind aus einem Riesengeschlecht also voraussichtlich widersinnig ,,, Cäcilia" die Blinde, also im allgemeinen ein ungeeigneter Bor name, Melanie" die Schwarze, ungeeignet, wenn die Haarfarbe im allgemeinen blond ist usw. Bu beachten ist auch der sprachliche Zusammentlang mit dem Familiennamen: Bei einfilbigen Familiennamen soll man nicht auch einsilbige Vornamen wählen( z. B. Fritz Kühn, Hans Schmidt, Kurt Kunz usw.), ebenfalls feine sehr langen vielsilbigen Vornamen bei langen Familien namen. Man achte auch auf Abwechslung in den Vokalen( unschön z. B. Ulrich Schulz, Heinrich Mairing, Otto Scholz usw.). Zu berücksichtigen ist auch die Bedeutung des Familiennamens( falsch 3. B. Peter Stein, weil zweimal Stein, Artur Bär, weil zweimal Bär usw.) Zu vermeiden sind auch Mode- oder altmodische Namen( Egon, Staroline, Amadeus ufw.). 〃 Diese praktische Übersichtstafel ist entnommen dem„ lustrierten Ronversations- Lexiton", das die Vereinigung Deutscher Bücherfreunde"( Geschäftsstelle Berlagsbuchhandlung Wilhelm Hartung, Leipzig C1, Humboldstr. 15) herausgibt und ihren Mitgliedern gegen den geringen Mitgliedsbeitrag tostenlos liefert. Wir empfehlen das prachtvolle Wert unseren Beferr eindringlich. Der Verlag liefert Drudschriften und Probehefte an unsere Leser kostenfrei. Landkreise verordnung tennt die zur Abgelt Steuerquel den Land Gefahr, da Bezirksfür crwerbsloj völlig zuja Der Krisen Erschli neuen Ste Birtsfürfor Reichs- un Die die Einw Bejei der Bezug In An jerner, Ver Mag zu be Landesverbo