Nr. 26 egen uns ieges und hen, aber merita da Das neue eg". Ent Johnson. Stuttgart. hüllungen En greifen olitit hin Engländer, e Treiben anditaaten ard Sauer. mitten in hinter fich , die 1864 uflage er μα und das ahren ab ei Mainz. aben. n Pfälzer chters Ris dt a. d. 5. u beziehen. denn die auf das über neue Funtverlag e Funtver Danten sur alter Best. und Leute tellen und n. Verlag handlungen dieser Art pie auf der hervorra her zeigt ürttemberg igener Art, aus, als Modell'da Deutete, die Bläufe, Gbe erem Maß Sältlich gegen d Württem Gießen. WK30 n wie EN EN NNNIN EN die nion? Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. Bolitische Rundschau. ( Gießener Tageblatt) Am Mittwoch, den 9. April, hält der Reichskohlenrat im Ingenieurhaus in Berlin eine Sigung ab, in der die Lage der Kohlenwirtschaft besprochen werden soll. Um das Reichslichtspielgesez vom 12. Mai 1920 einer Revision zu unterziehen, hat die Reichsregierung eine Novelle vorgelegt, wonach die Zulassung eines Filmes zu versagen ist, Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 5. April 1930 in Zukunft gänzlich ausgeschlossen. Dazu gehören: Pelze, Fleisch und Fruchtkonserven, Delikatessen aller Art und Zuderwaren. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 27 Die Erfolge der sozialdemokratischen Gewerkschaften! Von einem Leser unserer Zeitung, der seit Jahren das Wirtschaftsleben sehr, sehr genau kennt, wird uns folgendes ge3. Andere Güterklassen sollen rationiert werden, d. h. beschränkt werden auf einen Bruchteil der bisherigen Einfuhr. In dieser Klasse werden sich rund 50 Gattungen befinden, daschrieben: landwirtschaftliche Maschinen, Tabak, Lederwaren, Strümpfe und anderes. runter Jahrzehntelang haben die Gewerkschaften gegen die Unternehmer und Fabrikanten gehetzt. Ihre Zeitung spieh stets Gift und Galle aus und keine Woche verging, wo sie nicht einmal „ wenn die Prüfung ergibt, daß die Vorführung des Bildstrei: Der fommende Transatlantik Zeppelindienst. schrieb:„ wir müssen aufwiegeln und heßen!" Als vor dem Krieg fens geeignet ist, die öffentliche Ordnung oder Sicherheit zu ge= fährden, das religiöse Empfinden zu verlegen, verrohend oder entsittlichend zu wirken, das deutsche Ansehen oder die Bezie hungen Deutschlands zu auswärtigen Staaten zu gefährden." Ein im Thüringer Landtag gegen Frid eingebrachter Mißtrauensantrag ist vom Landtag mit Stimmengleichheit abge: lehnt worden. Der von den Kommunisten propagierte Schulstreit in dem roten Neukölln ist bereits am Donnerstag zusammengebrochen. In allen Klassen wurde am Donnerstag der Unterricht planmäßig durchgeführt, da die Schulen polizeilichen Schutz erhalten hatten. Nur die Kinder rein kommunistischer Eltern beteiligen fich an dem Streit. General der Infanterie Conrad Freiherr von der Golz ist am 3. April in seiner Wohnung Berlin- Stegliz, Humboldtstr. 15, gestorben. Er war im Frieden zulegt Kommandeur der 30. Division und in der Schlacht bei Tannenberg der rühmlichst bekannt gewordene Kommandeur der Landwehrdivision von der Golz. Dr. Edener befindet sich zur Zeit in Lakehurst und hat dort gestern die Vorbereitungen für die Zwischenlandung des„, Graf Zeppelin" auf seiner bevorstehenden großen Fahrt nach Südund Nordamerika beendet. Der Luftschiffbau Friedrichshafen beabsichtigt, nach der Spanienfahrt auch eine etwa zweieinhalbtätige Fahrt nach Afrika mit„ Graf Zeppelin" auszuführen. Der Garnisonchef von Reval, General Unt, wurde am Freitagvormittag auf der Straße hinterrüds erschossen. Die Attentäter man sagt Kommunisten sind entkommen. Die Flamisierung der Universität ist gestern im bel: gischen Senat mit 111 gegen 14 Stimmen beschlossen worden. Aus China kommen Bestätigungen, daß 6 schwedische Missionare von aufrührerischen Banden verschleppt wurden. Newyork, 4. April. Ueber den kommenden TransatlantikZeppelindienst, der 1932 aufgenommen werden soll, werden nunmehr Einzelheiten bekannt. Danach sollen zwei deutsche und zwei amerikanische Luftkreuzer, die sämtlich in ihren Ausmaßen größer sein sollen als das Luftschiff ,, Graf Zeppelin", vorläufig in den Dienst gestellt werden. Der Fahrpreis soll nur das Doppelte des Preises für erste Klasse Schnelldampfer betragen. Die Luftreise von Europa nach Amerika soll drei Tage dauern, die Rückfahrt von Amerika nach Europa dagegen nur 2 Tage. Jedes Luftschiff wird bis zu 80 Fahrgästen befördern können. Der russische Religionsmord. England und die Christenverfolgungen in Rußland. London, 3. April. Der Erzbischof von Cunterbury hielt am Mittwoch im Oberhaus eine Rede, in der er sich eingehend mit den Religionsverfolgungen in Rußland beschäftigte. Er erklärte, daß sich die Sowjets gegen jede Glaubenslehre wenden. Ihm lägen Berichte vor, wonach im Jahre 1929 395 Kirchen, 78 Klöster, 70 Synagogen und 38 Moscheen geschlossen worden seien. Nach weiteren Angaben sei damit zu rechnen, daß noch mehrere hundert Kirchen geschlossen werden. Aus religiösen Gründen seien 71 Personen erschossen und 112 Perso nen zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Gandhi will Märtyrer werden. London, 4. April. Gandhi hat Instruktionen erteilt, daß der passive Widerstand in allen Teilen Indiens am kommenden Sonntag beginnen soll. An diesem Tage beabsichtigt er, das Gesetz über die Salzsteuer in Dschalalpur zu brechen. Grausame Hinrichtung von Anhängern Habib Ullahs. Peshawar, 4. April. Gestern wurden in Kabul 11 AnMehrheit für das Kabinett Brüning. hänger des Usurpators Habib Ullah hingerichtet. Sie wurden Die Mißtrauensanträge mit 253 gegen 187 Stimmen abgelehnt. Berlin, 3. 4. In der heutigen Reichstags- Sigung wurden die Mißtrauensanträge gegen das Reichskabinett Brüning mit 253 zu 187 Stimmen abgelehnt. Die deutschnationale Frattion stimmte geschlossen gegen die Anträge. 15 Mitglieder der jozialdemokratischen Fraktion beteiligten sich nicht an der Abstimmung, voran Reichskanzler a. D. Müller, Ministerpräsident Braun und Dr. Hilferding. Ernennung der deutschen Mitglieder des Verwaltungsrates der B. J. 3. Nach der Satzung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich( B. J. 3.) hat der Reichsbankpräsident als deutsche Mitglieder des Verwaltungsrates der Bank einen„, Vertreter der Finanz, der Industrie oder des Handels" und einen weiteren ,, Deutschen, der Industrie oder Handel vertritt", zu ernenПen. Außerdem ist von Amts wegen Mitglied des Verwaltungsrates der Reichsbankpräsident selbst. Nachdem die Auswahl der deutschen Vertreter mit Rücksicht auf den Wechsel im Amt des Reichsbankpräsidenten bisher ausgesetzt war, hat Reichsbankpräsident Dr. Luther am Tage seines Amtsantritts Herrn Dr. Karl Melchior in Hamburg und Herrn Kommerzienrat Dr. Paul Reusch in Oberhausen im Rheinland zu Mitgliedern des Verwaltungsrates berufen. Zu seinem Stellvertreter im Verwaltugsrat der B. J. 3. hat der Reichsbankpräsident Herrn Geh. Finanzrat Dr. Vodke, Mitglied des Reichsbankdirektoriums, ernannt. Hohe Zollmauer um Australien. London, 4. April. Der australische Premierminister Scullin hat soeben vor dem australischen Repräsentantenhaus eine sensationelle Erklärung abgegeben, in der er zur Hebung der nationalen Finanzen eine Politik der schärfsten Einfuhrbeschrän= fung ankündigt. Sein Plan enthält folgende Grundzüge: 1. Die Zölle auf die sogenannte Luxuseinfuhr werden um 50 Prozent erhöht. Zu den Waren dieser Klasse gehören, soweit sich bisher übersehen läßt, in erster Linie Spirituosen, Kunstseideprodukte, Schuhe, Farben, Glaswaren, Parfüm und Toiletteartikel, Juwelen, Grammophone, Motorräder, Pianos, Roffer, Photographenapparate, Papierwaren, Spielwaren und falscher Schmud. 2. Gewisse Klassen von sogenannter Luxuseinfuhr werden ein Unternehmer den Genossen sagte, daß sein Betrieb die ho= hen Löhne nicht aufbringen könne, wurde ihm geantwortet: ,, dann solle er schließen". Die Hetze der Genossen hat Erfolg gehabt. Auf der ganzen Linie hat die Sozialdemokratie gesiegt, das Volk ist Herr. Mehr Lohn, weniger Arbeitszeit, war stän= dig gefordert worden. Dies Ziel ist erreicht. Aber um welchen Preis? Ein Brotkorb nach dem anderen wird leer, da die Unterneh mer keine Arbeit mehr haben, und die Arbeitszeit ist so kurz geworden, daß jetzt im April rund 10 000 Lohnarbeiter in Ober: hessen überhaupt keine Beschäftigung haben und auf Unterstützung der Steuerzahler angewiesen sind. Jeder 6. Mann in Gießen ist arbeitslos und noch nicht 4000 Censiten müssen alle Steuern aufbringen. Aus mehreren sozialdemokratisch regierten Dörfern geht überhaupt keine Steuer heraus. Die Sozialdemokraten haben die letzten 10 Jahre die Lokal- und Staatspolitik gemacht, wenigstens hatten sie überall die Stimmenmehrheit und machten überall ihre Parteivorschläge unter dem Deckmantel des Sozialismus. Die Vorschläge aber, all die großen Staatsbauten und Posten kosteten Geld. Das Geld aber zahlten die Steuerzahler. Diese wurden natürlich immer ärmer, da ja kein Sparen mehr möglich war und jetzt ist bald die von der Sozialdemo fratie ersehnte Zeit gekommen. Es gibt bald feine Kapitalisten mehr. Ein gewerblicher Betrieb nach dem anderen muß schließen. Das Kapital fehlt und jetzt könnten die gefoppten und betrogenen Lohnarbeiter merken, wohin sie die Gewerkschaftler und Sozialdemokraten geführt haben. Das Gespenst der Armut geht um. Die Genossen aber versagen vollständig bei der Beschaffung von Arbeitsgelegenheit, sie tommen immer wieder mit dem Vorschlag: die Stadt und der Staat sollen es machen. Ja, warum führen sie selbst denn nicht einmal einen Be: trieb, wie denjenigen von Heyligenstädt, auf ihre Kosten weiter? Warum machen sie denn keine Vorschläge, wie man auf der Lollarer Hütte die jetzt entlassenen 700 Lohnarbeiter mit Arbeit versorgt? Den Gießener Mezgern ihr Brot nehmen, indem man eine vor die Mündung von Geschützen gebunden, die dann abgefeuert sozialdemokratische Konsum- Metzgerei baut, die feine Steuern wurden. Sebung des gesunkenen Lloyddampfers München". Newyork. Der Lloyddampfer„ ,, München", der am 11. Februar nach einem verheerenden Brande im Laderaum unter Wasser gesetzt werden mußte, konnte am Mittwoch durch Auspumpen 10 Fuß über die Wasserlinie gehoben werden. Man erwartet, daß der Dampfer Freitag oder Samstag nach Brooklyn ins Trockendod gebracht werden kann. Eine große Alkoholladung beschlagnahmt. Newyork, 4. April. Einen guten Fang machte ein Küstenkutter des amerikanischen Küstenschutzes durch Stoppen des britischen Motorschoners ,, Ada M." innerhalb der 12- Meilenzone. Der Engländer wurde durch mehrere Schüsse vor den Bug zum Beidrehen gezwungen. An Bord wurde eine Alkoholladung im Werte von über 100 000 englischen Pfund vorgefunden und beschlagnahmt. Zwei Flieger ertrunten. Paris. Der Flieger Prevost, der den Weltrekord in der Schnelligkeit über 100 und 200 Kilometer im Wasserflugzeug hielt, stürzte am Mittwoch mit seinem Mechaniker Hoff bei der Erprobung eines neuen Flugzeuges in der Nähe von Perpignan mit dem Flugzeuge aus einer Höhe von 400 Meter ab. Beide Flieger ertranfen. Schlagwetterkatastrophe in Belgien. Brüssel, 4. April. Eine schwere Schlagwetterexplosion hat sich in einer Kohlengrube bei Clonges in der Nähe von Mons ereignet. Nach den bisherigen Feststellungen wurden zwölf Bergleute getötet und mehrere andere schwer verletzt. Schwerer Raub bei einer Gelsenkirchener Kassiererin. Gelsenkirchen. Ein raffiniert durchgeführter Raubüberfall ereignete sich am Mittwoch abend in einem hiesigen Bergmannshause. Eine Tochter des Bergmannes ist Hauptkassiererin eines großen Lebensmittelgeschäftes, weshalb in die Wohnung des Bergmannes jeden Abend aus den mehr als hundert Filialgeschäften die Tageskassen gebracht wurden. Plötzlich drangen vier vermummte Räuber in das Zimmer ein, hielten dem Ehepaar Revolver vor das Gesicht, drehten das Licht aus und verschwanden mit einem Lederkoffer, in dem sich mehr als 25 000 Mart befanden. zu zahlen braucht, darin sind die Genossen Meister. Aber auch nur einen ernsten Vorschlag zu machen, wie man die Wirtschaft in Gang bringt, dazu ist die Sozialdemokratie unfähig. - - Aufruf! Was wir haben, sind Parteien, Stände, Schichten, Glaubensbekenntnisse, Weltanschauungen; sind Gegensätze, Meinungsverschiedenheiten, Kämpfe und wieder Parteien, Parteien, Parteien. Was wir nicht haben ist Einheit, Geschlossenheit, innere Verbundenheit jenseits all dieser Parteiungen. Ehe wir aber all das andere sind, sind wir Glieder eines Volfes, Glieder einer Gemeinschaft, die deshalb doch kein Organismus ist, weil ihr die innere Verbundenheit mit dem fehlt, was das Entscheidende ist: das Volksbewußtsein. Wir können's uns nicht aufzwingen, es muß wachsen. Es muß aus einer Seele wachsen, die den Keim dieses Bewußtseins in sich trägt. Es wird umschrieben von dem einen Wort: Heimat. Wir haben Heimat von Haus aus. Niemand ist ohne Familie. Ein jeder kommt von Vater und Mutter her. Jeder hängt mit dem Volk und durch das Volk irgendwie mag er auch ganz Stadtmensch sein mit dem Boden zusammen. Heimat ist da. Und dies Heimatgefühl, diese Heimatwelt ist uns allen gemeinsam. Dies Gefühl aber sollte so stark werden und sollte zu einem so hohen Grad von gemeinsamem Volksbewußsein führen, daß dem gegenüber alle andern Gegensätze verschwinden; daß sie darin aufgehn als in einem gemeinsamen Feuer, einer gemeinsamen Glut, die die Hemmungen des Volksbewußtseins verzehrt. Also, daß da keine Parteigegensätze mehr sind, sondern nur verschieden geartete, verschieden gedachte Anschauungen und Auffassungen, wie eben eine Sache von 3, 4, von 10 verschiedenen Seiten be= trachtet und beleuchtet werden kann: über allem aber steht das Ganze: Gott, Heimat, Vaterland. Das ist das, was uns fehlt: das Organ dieser Gemeinsamkeit. Dies Organ dieser Gemeinfeit. Dies Organ hebt die Meinungsverschiedenheiten zwar nicht auf, biegt sie aber in eine Grundrichtung: Volks: und Heimatwillen. Bei uns Deutschen auf deutsch, bei Schweden, Italienern, Arabern, Feuerländern auf schwedisch, italienisch, arabisch, feuerländisch. So überall. Ueberall ist Heimat das Ureigene. Ueberall ist Bekenntnis zur Heimat Stärke des Volfs= tums. Heimat als Wesen und Begriff ist international mehr als sonst irgend etwas, mehr als Kapital und mehr als Proietariat, mehr als Kunst, als Handel und Wissenschaft. Aber nicht überall ist sie in der Gedanken- und Gefühlswelt gleich mächtig, Samstag, den 5. April 1930. mächtig als Kultur und als politische Notwendigkeit. Darum wollen wir zu einem Bund der Heimat, zu einem Heimatbund, und zwar zu einem Deutschen Heimatbund, zusammentreten und uns in diesem Bund ein Organ gemeinsamen Fühlens und Wollens schaffen, ein Organ deutscher Heimatseele, damit sie das ihre dazu tue, einen gesunden deutschen Volkskörper zu bauen. Wer immer und aus welcher Partei und Schicht er immer kommi diesem Gedanken einer deutschen, Volkstum und deutschen Boden verbindenden Heimatgemeinschaft zustimmt, der möge seine Zustimmung an den Unterzeichneten gelangen lassen. Wir wollen dann in einiger Zeit alle an einem allseitig gleich gut erreichbaren Ort zusammen kommen und erwägen und beschließen, welche Form wir dieser Gemeinschaft geben wollen; doch soll eine„ Organisation" vermieden werden. Bad Berka( Thür.) Dr. Th. Scheffer. Goldverknappung und Löhne. Gießener Zeitung Abschluß der gegenwärtigen Entwicklung zu erwarten ist. Trotzdem muß allgemein erkannt werden, daß die Inflation( steigende Preise, dadurch sinkender Reallohn) übergegangen ist in bie gegenteilige Erscheinung der Deflation, in der sinkende Warenpreise den Reallohn steigern. Diese Erkenntnis ist umso notwendiger, als die Deflation nicht etwa eine vorübergehende Zufallserscheinung ist, sondern die Wiederholung von Wirtschaftsvorgängen, die als Folgen der Verlagerung der Goldbestände nach jedem größeren Kriege seit etwa 150 Jahren beobachtet wurden. Verschärft wird die Deflation durch die Absicht wichtiger Wirtschaftsgebiete des Ostens( China, Indochina, Indien) in nächster Zeit von der Silberwährung zur Goldwährung überzugehen. Die Goldgewinnung der Welt beträgt seit etwa 10 Jahren rund 1,7 Milliarden jährlich. Der monetäre Goldbestand der Welt ist auf etwa 48 Milliarden angewachsen. Mit einer wesentlichen Steigerung der Goldvermehrung ist aber kaum noch zu rechnen. Hingegen steigen Bevölkerungszuwachs und Gütererzeugung jährlich um etwa 3 Prozent an, also stärker als die Goldvermehrung. Daraus entsteht eine zunehmende Spannung zwischen dem Goldvorrat und dem damit zu bewältigenden Warenumsatz, was zu einer fortschreitenden Senkung der Warenpreise führen muß und bereits geführt hat. Sejjen Wasserstandsverhältnisse in Hessen im Jahre 1930. Lokales. Sonntagsgedanken. Nr. 27. Gamstag, den 5. Städtische Abl rium hat der Stadt Rmt. Inhaberschuldo befig) und von 88 50 befik) zum Zwede b lofungsanleihe erteil Laufe der nächsten W * Wer ist Eigen die Schuljungen aus den Boltsbad aufgeft Ein leises Ahnen geht durch die Lande. Frühling wird es allmählich und der Winter zieht über die Berge. ,, Laue Lüfte fühl' ich wehen, gold'ner Frühling taut herab." Komm, laß dir die Wunder zeigen, die jetzt in Feld und Wald zu sehen sind. Und du wirst deine Hände falten und ein Loblied anstimmen zur ewigen Ehre des Schöpfers; und jeder Sonntag in der Blütenzeit wird dir zum Frühlingsfest. minalpolizei fichergest derne, die anläßlich Laterne foll angeblid der Schönen Aussicht Schachtungsarbeiten en Eigentumsrechte gelte Kriminalabteilung vo * Fundsachen im die im Monat März genstände kann an der Landgraf- Philipp- Pla berechtigten werden d halb 2 Monaten beim tend zu machen. Dem Kuß der Sonne hat der Schöpfer die Wunderkraft gegeben. Jedes Blümlein wird so durch einen Sonnenfuß geweckt, die großen und die kleinen und die Sträucher und die Bäume. Und da fängt es an zu sprossen und zu treiben, zu grünen und zu blühen, und bald wird ein Heer von Blumen die Erde schmücken. Schlüsselblumen läuten das große Erwachen ein und schließen den Himmel des Frühlings auf. Und dann fommt ein Pflänzlein nach dem andern, und die Sträucher spren= gen die Knospenhüllen und behängen sich mit Silberperlen, der Wald beginnt zu grünen, die Reben fangen an zu ranken und selbst das verborgenste Knösplein schlägt herzhaft die Augen auf. Unter die Hecken streut der junge Lenz die ersten Veilchen, die Vöglein sind wiedergekommen und singen und proben ihre Lieder zum großen Frühlingsfest. Denn der Frühling gibt jetzt ein Konzert im Saal zum grünen Walde." Aus den Niederschlags- und Wasserstandsbeobachtungen läßt sich erkennen, daß in diesem Jahre( bis zum Winter etwa) mit niedrigen Grundwasserständen zu rechnen ist. Selbst stärkere Niederschläge im Laufe des Sommers werden an diesem Zustand faum etwas ändern. Diejenigen hessischen Gebiete, welche in normalen Zeiten im Frühjahr( bis zur Heuernte) unter hohem Grundwasserstand leiden, werden diesen Zustand begrüßen. Auch für die Ausführung von Tiefbauten, Meliorationen usw. würde der Sommer wegen des tiefen Grundwasserstandes günstig sein. Im übrigen aber kann der niedere Grundwasserstand, namentlich, wenn er von Juli ab noch weiter absinkt, für die Landwirtschaft( Halm- und Hackfrüchte) und die Forstwirtschaft bedenklich werden. Die Pflanzen sind dann in der Hauptsache auf das aus Niederschlägen stammende Kapillarwasser angewiesen. Ob wir ausreichende Niederschläge bekommen, läßt sich nicht voraussagen. Zu bedenken gibt die Erfahrung, daß die auf beson= ders kalte Winter folgenden Jahre vielfach große Trockenheit aufweisen. Durch das Absinken des Grundwasserspiegels würden auch die Trinkwasserversorgungsanlagen betroffen. Die Grundwasserspeisung der Hessischen kleinen Flüsse und Bäche wird nach dem Vorgesagten ebenfalls geringer sein, als sonst Die Wasserführung wird sehr von den Niederschlägen abhängen und diese müßten schon sehr reichlich fallen, um die zur Zeit leeren Gerinne der Flüsse, Bäche und Gräben zunächst aufzufüllen. Der Großhandelsinder ist seit 1927 um 9 Punkte gesunken, und er beträgt 3. 3. etwa 129 gegen 140 im Durchschnitt des Jahres 1928. Er ist somit auf den niedrigsten Stand seit der Währungsstabilisierung angelangt. Es ist selbstverständlich, daß die Preise für Fertigfabrikate im Laufe der Zeit den sinkenden Rohstoffpreisen angepaßt werden müssen, zumal deren sinkende Tendenz sich eher verstärkt als abschwächt. Die Preissenkung für Fertigfabrikate ist für die weiterverarbeitenden europäischen Industrieländer schon deshalb nicht mehr zu umgehen, weil die Kaufkraft der Rohstoff exportierenden Länder wie Südamerika, Australien und Kanada bereits empfindlich abgeschwächt ist und zu einer teilweisen Stockung der Fabrikateneinfuhr jener Länder geführt hat. In dieser Richtung liegt sowohl für den Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber eine tiefe Tragik, die sich bei den kommenden Lohnverhandlungen unangenehm bemerkbar machen muß. Denn die von den Gewerkschaften mit regierungsseitiger Hilfe im Laufe der letzten vier Jahre erzwungene Lohn- und Gehaltssteigerung im Werte von rund elf Milliarden Mark konnte nur durch schärfste Rationalisierung ausgeglichen werden. Dabei hat die wachsende Arbeitslosigkeit bewiesen, daß alle Rationalisierungsersparnisse bisher zur Aufrechterhaltung der Betriebe nicht ausreichten, weil die zusätzlichen Lasten für Löhne, Steuern und Sozialbeiträge diese Ersparnisse überschritten. Dadurch ist die Möglichkeit weiterer Rationalisierung für Deutschland gerade in dem Augenblick erschöpft, in dem die Weltmarktlage zu einer allgemeinen Preissenfung zwingt. Der kommende Preisrüdgang tann also in Deutschland im Gegensatz zu vielen anderen Industrieländern nicht durch weitere Rationalisierung kompensiert werden, sondern nur durch Steuer- und Lohnsenkungen. Da darfst du Mensch nicht fehlen, denn der Frühling ist ein Bote vom Himmel, der von der Größe des Schöpfers kündet, der uns ein Stück von der Allmacht zeigt und das göttliche Walten. Laßt auch in eure Herzen Sonne und, Frühling hinein! Der Sonntagsschreiber. * * Diebstähle. An hiesigen Bahnspediteu wefenheit des Fuhrm fehene Pakete entwen 10 Meter Herrenstoff durchwirkten Streifen Marke„ Ova". Der Meter groß, 30 Jahre Heidet und trug bläu flager Randfaffung. anlage wurde ein M wendet. Der Eimer Buchstaben P. G. Verbandstag der hessischen Kaffeehausbesizer. Am Mittwoch hielt der Verband der hessischen Kaffeehausbesitzer hier im Hindenburg" seinen Verbandstag ab, zu dem eine Anzahl staatliche Behörden, wirtschaftl. Korporationen usw. Vertretungen entsandt hatten. Nach den Begrüßungsworten von Herrn Körner als hiesigem Ortsgruppenvorsitzender und des Verbandsvorsitzenden Tischler- Darmstadt sprach der Verbandsdirektor Geisthardt- Berlin über das Thema: ,, Das gastronomische Gewerbe im Spiegel der Reichsfinanzreform und des Gaststättengesetzes". Der Redner übte Kritik an der außerordentlich hohen steuerlichen Belastung des Kaffeehausgewerbes, die höher sei als bei andern Berufsständen. Er forderte stärkste Ausgabensenkung der öffentlichen Wirtschaft und weitgehende Finanzreform, bei der eine ganze Anzahl untragbarer Steuern verschwinden oder aber zum mindesten einschneidend geändert werden müßten. Zum Schluß äußerte er sich noch über das Schankstättengesetz, das er nach den wesentlichen Abänderungen in der zweiten Lesung des. Reichstagsausschusses als jetzt erträglich bezeichnete. Sodann sprach Kaffeehausbesitzer Schmitz Darmstadt über„ Die Einstellung des Kaffeehausgewerbes zur Finanz- und Steuerreform, wobei er in den Hauptzügen die Stellungnahme des 1. Redners vollkommen unterstützte. Nachdem man noch über die Tonsegerfrage gesprochen hatte, fand eine rege Aussprache statt, in die auch zwei Vertreter des Kreisamts Gießen, Dr. Braun und Dr. Wolf, ein, griffen, und zwar zur Konzessionsfrage und zur Frage der völligen Aufhebung der Polizeistunde. Nach mehrstündigen Beratungen fand die Tagung ihren Abschluß, nachdem man noch als Ort der nächsten Verbandstagung die Stadt Mainz be stimmt hatte. Unter diesen Aussichten erscheint ein haushälterisches Umgehen mit den Wasservorräten geboten und es dürfte sich für alle interessierte Stellen empfehlen, alle diesbezüglichen, nach den bisher gewonnenen Erfahrungen getroffenen Maßnahmen und Anordnungen in Erinnerung zu bringen und zur richtigen Zeit wirksam zu machen.( Zum Beispiel Prüfung der künstlichen Bewässerungsanlagen( Pumpwerke) auf Bereitschaft und Zulänglichkeit; Maßnahmen zur Auffüllung von Staubecken, Einstau von Gräben usw.; Vermeidung zu tiefer Grundwasser absenkung bei Wasserwerken; Maßnahmen zur Einschränkung des Wasserverbrauchs usw.) Hier sei auch daran erinnert, daß die Trockenheit Brandgefahr birgt. Man übe daher Vorsicht im Walde, längs der Bahnlinien. Im Rhein machte sich die Trokfenheit im vergangenen Jahre in niedrigen Wasserständen bemerkbar. Auch heute steht der Rhein noch niedrig. Die Schneeschmelze wird zwar hier eine Besserung bringen; wie sich die Rheinwasserstände nach Ablauf des Frühlingshochwassers ge= stalten, namentlich, ob sie genügen werden, bleibt nach dem Vorgesagten recht unsicher. Interessenten werden gut tun, die Möglichkeit zeitweilig niedriger Rheinwasserstände auch im Laufe dieses Jahres nicht ganz aus dem Bereiche ihrer Erwägungen zu lassen. Rechtzeitige Vorsorge, auch wenn sie sich als zwecklos erweisen sollte, ist immer besser, als zu späte Einsicht. Für Wasserbauten bieten die herrschenden niedrigen Wasserstände in den Gewässern ein günstige Gelegenheit. Es wird für die Gewerkschaftsführer schwierig sein, diese Notwendigkeiten, denen sie sich kaum verschließen dürften, nun auch ihrer Anhängerschaft klarzumachen, nachdem sie in Unkenntnis der kommenden Entwicklung die bisherigen Lohnabkommen gekündigt haben, um eine weitere Lohnsteigerung zu erzwingen. Die Aufklärung der Massen ist umso schwieriger, als sich die Senkung der Großhandelspreise leider nicht sofort auf die Kleinhandelspreise überträgt, und eine völlige Ausgleichung erst nach Das Bündnis zwischen Italien und Preußen vom 8. April 1866. Immer wieder taucht in der Presse die Nachricht auf von Verhandlungen, die Italien in den letzten Jahren mit unserer Regierung habe einleiten wollen. Insbesondere erzählt ,, Rumpelstilzchen" in seinem Buche über Mussolini,„ Der Schmied Roms( Brunnen- Verlag, Carl Winkler, Berlin), daß der „ Duce" im Jahre 1923- zur Zeit der Kahr- Bewegung in Bayern den Dr. Cetaldi nach Deutschland geschickt habe, und zwar nach Bad Ems, um dort mit bayerischen Politikern zu verhandeln. Zwei Jahre später, im Frühling 1925, habe Mussolini dann den General Capello, den früheren Oberbefehlshaber der 2. italienischen Armee am Isonzo, zu Verhandlungen nach Berlin geschickt, um ein Bündnis- Angebot Italiens zu überbringen. Die Sendung sei erfolglos verlaufen. Diese Reise des italienischen Generals nach Berlin ruft die Erinnerung wach an die Mission des piemontesischen Generals Govone im Frühjahr 1866, die den Abschluß eines italienischpreußischen Bündnisses zum Gegenstand hatte. Victor Hugo hat damals das Wort geprägt, ein Bündnis zwischen Preußen und Italien werde durch einen„ Schrei der Natur" gefordert; es lag tatsächlich, wie man zu sagen pflegt, ,, in der Luft". erklärte Bismarck nach Aufklärung des Sachverhaltes umgehend sein wirkliches Einvernehmen mit der Sendung Govones und ließ dies auch durch den Grafen v. d. Goltz dem italienischen Gesandten in Paris, Nigra, mitteilen. Dies alles verschweigt La Marmora in seinem Buche, um den Schein zu erwecken, als habe Bismard die Sendung Govones veranlaßt.( Sybel IV, G. 293 ff.) Italiens Ministerpräsident, General Alfons La Marmora, hatte als nächstes Ziel seiner Politik die Erwerbung Venetiens im Auge. Der Krieg, den Frankreich und Italien im Jahre 1859 gegen Desterreich geführt hatte, hatte dem Königreich Sardinien Piemont die Lombardei als Zuwachs gebracht, nun sollte Venetien folgen. Hier wird ein italienisches Ränkespiel offenbar! La Marmora begann also die Unterhandlungen, nicht, um im Bunde mit Preußen gegen Oesterreich Krieg führen, sondern um das Schreckbild dieses Bundes in Wien als Pression für den rumä nischen Tausch zu verwerten. Kein Wunder, daß er bei solcher unaufrichtigen Gesinnung auch bei den Preußen die gleiche Unzuverlässigkeit voraussetzte. = * Die Frist für Lohnsteuer- Rüderstattungsanträge ist am 31. März abgelaufen. Es ist zwecklos, jetzt noch Anträge zu stellen, da sie sämtlich abgewiesen werden. * Die Hindenburgspende schüttete bestimmungsgemäß anläßlich des bevorstehenden Osterfestes wiederum 425 000 Rmt. an rund 2200 notleidende Kriegsbeschädigte, Kriegerhinterblie bene und Veteranen aus. Am 14. März 1866 begannen in Berlin die Verhandlungen; am 24. März lernte auch Kronprinz Friedrich Wilhelm gelegentlich eines Frühstückes bei seinem königlichen Vater den General Govone fennen; er urteilt günstig über ihn: ,, sieht deutsch aus, entschlossen und gescheit". Im übrigen stand der Kronprinz dem Bündnis ablehnend gegenüber: ,, Bismard will den König kompromittieren und so fest binden, daß er nachher als engagiert in das Verhängnis hinein muß, er mag wollen oder nicht" Es ist der große Triumph bismardischer Staatskunst, daß gerade diese an sich berechtigte Befürchtung ins Gegenteil verkehr wurde! Nicht Italien bekam die Führung im Bündnis, sondern Preußen! Ein Zwischenfall auf der Balkan- Halbinsel sollte hierbei ausgenützt werden. Am 24. Februar 1866 hatten die Rumänen ihren Fürsten Cusa vertrieben und waren herrenlos. La Marmora dachte sofort an ein Tauschgeschäft, bei welchem Desterreich und Italien gleichmäßig ihre Rechnung fänden: Oesterreich sollte Rumänien bezw. die Fürstentümer Moldau und Walachei besetzen und dafür Venetien an Italien abtreten. Der italienische Gesandte in Paris, Nigra, unterbreitete den Plan Napoleon III., der einerseits auf die Schwierigkeiten, die Rußland bereiten könnte, andererseits auf die Zweckmäßigkeit eines Bündnisses zwischen Italien und Preußen hinwies. Am 4. März 1866 erhielt Bismard ein Telegramm des preußischen Gesandten in Florenz, des Grafen Usedom, Italien beabsichtige, wenn es der preußischen Regierung genehm sei, behufs militärischer und po= litischer Verhandlungen einen Offizier nach Berlin zu senden. Mit dieser Depesche kreuzte sich eine Telegramm Bismarcs, der König genehmigte eventuelles Bündnis und militärische Sendung nach Florenz. Hierzu war Moltke ausersehen. Hierin meinte Usedom die preußische Zustimmung zu La Marmoras Vorschlag zu finden und auf seine Mitteilung berief der Minister den General Govone, einen ebenso energischen wie vorsichtigen Offizier aus Perugia nach Florenz, um ihm die erforderlichen Instruktionen für Paris zu erteilen. Immerhin * Abfall: und La auf folgendes hin: J tet, in Gärten und i nerhalb der Stadt L Die dabei entstehende len so start, daß das Ziffer 6 des Reichstr halten von Feuer i feuerfangenden Sache gewiesen, Zuwiderha bringen. Könige von Preußen und dem König von Jtalien. Wenn die Unterhandlungen, welche Seine Majestät der König von Preußen mit den anderen deutschen Regierung in Absicht auf eine den Bedürfnissen der deutschen Nation entsprechende Reform der Bundes- Verfassung eröffnet hat, scheitern sollten und Seine Majestät in die Lage käme, die Waffen zu ergreifen, um seine Vorschläge zur Geltung zu bringen, so wird Seine italienische Majestät, nach der von Preußen ergriffenen Initiative, in Kraft dieses Vertrages gegen Desterreich den Krieg erklären. Von diesem Augenblick an wird der Krieg von beiden Majestäten mit aller Kraft geführt werden und weder Italien noch Preußen werden Frieden oder Waffenstillstand ohne gegenseitige Zustimmung schließen. Diese Zustimmung kann nicht verweigert werden, wenn Desterreich eingewilligt hat, an Italien das lombardisch- venetianische Königreich und an Preußen österreichische Landstriche, die an Bevölkerung diesem Königreich gleichwertig sind, abzutreten.( Mündlich wurde vereinbart, daß Zugeständnisse in der deutschen Frage gleichwertig sein sollen.) Artikel 5 bestimmt: ,, Dieser Vertrag erlischt drei Monate nach seiner Unterzeichnung, wenn in diesen drei Monaten der in Artikel 2 vorgesehene Fall nicht eingetreten ist, nämlich, daß Preußen den Krieg an Oesterreich nicht erklärt hat." Der Schlußartikel 6 besagt:„ Wenn die österreichische Floite, deren Mobilmachung sich eben vollzieht, vor der Kriegserklärung das Adriatische Meer verläßt, wird Seine italienische Majestät eine hinlängliche Zahl von Schiffen in die Ostsee senden, die dort Station nehmen werden, um zur Vereinigung mit der preußischen Flotte bei Ausbruch der Feindseligkeiten bereit zu sein." Die Verhandlungen gerieten infolge des gegenseitigen Mißtrauens ins Stoden. Da brachte Napoleon III. die Verhandlungen wieder in Fluß. Er sah mit Wohlgefallen die Trübung der Beziehungen zwischen Preußen und Desterreich, denn vereint bildeten beide Mächte gegen Frankreich ein unangenehmes Bollwerk. Deshalb förderte er bis auf weiteres die Pläne des preußischen Außenministers, und das war der Hauptgrund, weshalb er das Bündnis zwischen König Victor Emanuel und König Wilhelm schmiedete. So gedachte er Mitteleuropa in Brand zu stecken, um Italien Venedig, Frankreich aber den Rhein zu verschaffen. La Marmora entsandte den Grafen Arese, der mit Napoleon seit dessen Jugendtagen eng befreundet war, nach Paris, um die Ansicht des Schiedsrichters von Europa" zu hören; er kam mit der Zustimmung des Kaisers zurück. Jetzt ging alles nach Wunsch. Binnen einer Woche nach der Audienz Areses bei Napoleon hatte Bismard den Vertrag, wie er ihn sich gewünscht hatte, in der Tasche. Durch seine Ausdauer hatte er das Ziel erreicht. Für den Fall, daß Preußen das Schwert zog, war ihm Italiens Waffenhilfe gesichert und damit auch dem Protektor Italiens dem Kaiser Napoleon III., eine offene Stellungnahme gegen Preußen nahezu unmöglich gemacht. Militärisch war das Bündnis von allergrößter Bedeutung! Moltke hatte den Kampf gegen Desterreich und die Mittelstaaten ohne Italiens Waffenhilfe für bedenklich erklärt. Nun mußte Oesterreich eine starke Armee gegen Italien aufstellen, die im Norden gegen Preußen wegfiel. In dem ganzen Bündnis batte Breußen die Führung! Der denkwürdige Vertrag vom 8. April 1866 bestimmte in seinen sechs Artikeln: Es wird Freundschaft und Bündnis bestehen zwischen dem Der Vertrag vom 8. April ist ein diplomatisches Meisterwerk Bismards! Solange Preußen nicht aus eigenem Entschlusse den Krieg erklärte, hatte es freie Hand, mochte im Süden der Alpen vorgehen was da wollte. König Wilhelm und Bismard gaben niemals die Entscheidung über den Beginn eines Krieges, der für Preußen die Existenzfrage stellte, aus der Hand. * Bon der Reich Nachtigall zum Reid Ben und HofmeierDienste der Reichsb Gießen. Kontursverfa nerstag hat infolge Ronfurs angemeld Dadurch zunächt aufrechterhalten Desterreichs Mobilmachung und seine halsstarrige Ablehung jeder Bundes- Reform führten zum Kriege. Italiens Armee wurde am 24. Juni 1866 von Erzherzog Albrecht bei Custozza völlig geschlagen, seine Flotte vernichtete der österreichische Admiral Tegethoff in der Seeschlacht bei Lissa am 20. Juli 1866. Nur die preußischen Siege retteten den italienischen Bundesgenossen! Durch Preußens Erfolge erhielt Italien im Wiener Frieden vom 12. Oktober 1866 das heißersehnte Venetien, das Kaiser Franz Josef unter dem Eindruck der Niederlage bei Kö niggräß an Napoleon III. abgetreten hatte. Auch die berühmte ,, Eiserne Krone", die im Jahre 1859 nach Wien gebracht worden war, mußten die Habsburger an das Haus Savoyen herausgeben! So endete der für Italien verlorene Krieg noch mit einem großen Erfolge! Der Vertrag vom 8. April 1866 ist ein Doku ment von größter Wichtigkeit in der Geschichte Preußens und des mit ihm verbündeten Italiens! Und wenn Italien den Dreibund- Vertrag ebenso gehalten hätte, wäre es jetzt am Ziele seiner Wünsche! Verpaßte Gelegenheit! Dr. Ludwig Roth. * Automobi der Reichsbahn Hamburg und Bezirkssa * Ein Urte Knabe auch ger dazu sch ( Originalb für Kind in allen Blutbl Die 191 Noch am M machung des Eff die Sicherheit de polizeilichen Kräf ter erschienen die Darauf spielen fich die Grünen verscha Roten mußten ihn Don zwanzig Grüne und tonnte dann mi mehr hatten, zogen fiel die Horde übe plünderte fie vollst menschlichsten Weije tommen, der größte Alles, was hier i zelnen Gebäude. erit mit Gewehrto Dann wurden jämt Nr. 27. g wird es ut herab. 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Außerdem eine fast neue Sturmlaterne, die anläßlich einer Durchsuchung gefunden wurde. Die Laterne soll angeblich im Oktober oder November v. Js. auf der ,, Schönen Aussicht" während der dort vorgenommenen Ausschachtungsarbeiten entwendet worden sein. Die Personen, die Eigentumsrechte geltend machen können, werden gebeten, bei der Kriminalabteilung vorzusprechen. * Fundsachen im Monat März 1930. Das Verzeichnis über die im Monat März 1930 gefundenen bezw. abgelieferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur des Polizeiamtes, Landgraf- Philipp- Platz 1, eingesehen werden. Die Empfangs= berechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb 2 Monaten beim Fundbüro während der Dienststunden geltend zu machen. * Diebstähle. Am 28. März wurden von der Rolle eines hiesigen Bahnspediteurs in der Steinstraße während der Abwesenheit des Fuhrmanns, zwei mit grauem Packpapier versehene Pakete entwendet. In einem Paket befanden sich etwa 10 Meter Herrenstoff von bläulicher Farbe mit rötlich und iila durchwirkten Streifen, im anderen Paket 5 Mille Zigaretten, Marke„ Ova". Der Täter, der gesehen wurde, ist etwa 1,70 Meter groß, 30 Jahre alt, hat mittlere Statur, war elegant ge= kleidet und trug bläulichen Wintermantel und grauen Hut mit flacher Randfassung. Aus dem Hofe eines Hauses in der Westanlage wurde ein Mülleimer mit der Nummer G. 2908 entwendet. Der Eimer trägt außerdem in schwarzer Farbe die Buchstaben P. G. - * Abfall- und Laub- Verbrennungen. Das Polizeiamt weist auf folgendes hin: Jn letzter Zeit hat sich die Unsitte verbreitet, in Gärten und in unmittelbarer Nähe von Gebäuden innerhalb der Stadt Laub und sonstige Abfälle zu verbrennen. Die dabei entstehende Rauchentwicklung ist in den meisten Fäl len so stark, daß das Publikum belästigt wird. Nach§ 368 Ziffer 6 des Reichsstrafgesetzbuches ist das Anzünden und Unterhalten von Feuer in gefährlicher Nähe von Gebäuden oder feuerfangenden Sachen strafbar. Die Polizeibeamten sind angewiesen, Zuwiderhandlungen unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen. * Von der Reichsbahn. Ernannt wurde Reichsbahnassistent Nachtigall zum Reichsbahnsekretär, Reservezugführer Lenz- Gießen und Hofmeier- Stockheim zu Zugführern. 25 Jahre im Dienste der Reichsbahn stand gestern Zugführer Joh. WeitzelGießen. * Konkursverfahren bei der Fa. Heyligenstaedt. Am Donnerstag hat infolge Kreditschwierigkeiten die Fa. Heyligenstaedt Konkurs angemeldet. Das Wirtschaftsleben unserer Stadt ist dadurch zunächst noch nicht geschädigt, da der Betrieb vorerst aufrechterhalten bleibt. Die Firma beschäftigt 300 Arbeiter. * Automobile als Reisegepäck, das ist die letzte Neuerung der Reichsbahn. Man kennt sie bis jetzt nur auf der Strecke Hamburg und Bremen- Basel. * Bezirksschöffengericht Gießen. Ein Lehrer aus der Um,, Gießener Zeitung" gegend wurde wegen Sittlichkeitsverbrechen unter Ausschluß der Oeffentlichkeit zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. * Volkshochschule. Die Leitung hat die Hörer zu einer Versammlung auf morgen nachmittag in den„ Philosophenwald" geladen. Es stehen sehr wichtige Fragen zur Beratung. * Stadttheater. Als Fremdenvorstellung geht morgen nachmittag ,, Die Sache, die sich Liebe nennt" über die Bretter. Am Montag: einmaliges Gastspiel von Curt Goetz in ,, Der Lügner und die Nonne". * Lichtspielhaus. Morgen früh wird zu kleinen Preisen im Lichtspielhaus ein sehenswerter Kulturfilm ,, Aus der tropischen Heimat des Golfstroms" vorgeführt. * Goethebund. Die nächste( 4.) Veranstaltung im Rahmen des Kammerspielzyklus bringt Hofmannsthals„ Der Tor und der Tod" als Gedenkfeier für den kürzlich verstorbenen Dichter. * Oeffentliche Versammlung. Der Sparer- und Rentnerbund hält heute abend im Katholischen Vereinshaus eine öf= fentliche Versammlung ab. Eintritt frei. Redner: Dr. Wolf: Mainz, M. d. L. * Bauerscher Gesangverein. Heute abend ist Generalprobe für das morgige, große öffentliche Konzert in der Universitätsaula. Die Generalprobe ist für die Mitglieder des Vereins zugänglich. * Konditoreiausstellung. Dazu schreibt man uns: Die Konditoreifunst- Ausstellung modernen Stils, die aus Anlaß der ersten Meisterprüfung eines Schülers dieser Tage auf der Liebigshöhe stattgefunden hat und viel Sehenswertes und Kunstge= rechtes dem Auge darbot, hat im starken Maße die Verwunderung der Fachmänner erregt. Das seither geübte überschwengliche Dekorieren von Aufsätzen, sowie von Torten, das störend auf das Auge wirkte, ist weggefallen, einfache, schlichte und des= halb geschmackvolle Arbeit der modernen Richtung, insbesondere die Zuckerbläserei, sind an ihre Stelle getreten. Das sah man unter anderm deutlich an der ausgestellten schönen Geburtstagstorte, die mit einer Teerose geziert war, sowie an den zwei kleinen Fassontorten, von denen die eine mit einem Kleeblatt und Glücksschwein, die andere mit Glückspilzen und einer Libelle dekoriert waren. In die Augen fiel ferner ein prachtvolles Blumenarrangement. Das Entscheidende aber vor allem lag in der Zuckerbläserei. Ist doch auf diesem ganz modernen und neuzeitlichem Gebiet tatsächlich Kunstvolles sondergleichen geleistet worden, und zwar nicht etwa von dem Leiter der Ausstellung, Herrn Nebeling, vielmehr von dessen Schülern, die ihrem Lehrmeister alle Ehre gemacht haben. * Kranke und Leidende! so betitelt sich ein Vortrag, der am Dienstag, den 8. ds. Mts., abends 8 Uhr. im kath. Vereinshaus stattfindet. Bis in die Einzelheit erklärt der Redner die Wirfung des Wohlmuth- Heilverfahrens, das seit über 30 Jahren erprobt und selbst bei den schweren und schwierigsten Fällen mit günstigen Resultaten angewandt ist. Die Wohlmuth- Galvanisation ist nicht zu verwechseln mit Elektriesieren, man hat kein Ueberspringen von Funken, keine Reizwirkungen. Ein Anschluß an die Lichtleitung fällt weg, ebenso besteht keine Radioſtörung. Der Abend wird lehrreich und Interessenten ist der Besuch wärmstens empfohlen. Die Stunde des Landes im Südwestdeutschen Rundfunt. - Sonntag, den 6. April 1930: ,, Der bäuerliche Sport", Vortrag von Marquardt, Schloß Oranienstein bei Diez a. d. Lahn. ,, Die Bedeutung der Agrarausfuhr Deutschlands", Vortrag von Dr. Engel- Berlin. Stunde des Rhein- Mainischen Verbandes: ,, Walt Withman, der Dichter der Großstadt", Vortrag von Dr. Gebhardt- Frankfurt a. M. Nr. 27. Aus Nah und Fern. Azenhain. Der 61jährige Kassenrechner Lenz war mit dem Abwerfen von Stroh beschäftigt. Er stürzte vom Scheunengerüst in die Tenne und erlitt so schwere Verlegungen, daß er nach kurzer Zeit starb. Bad Nauheim. Eine internationale Tanzwoche findet vom 10. bis 15. Juli hier statt. Eine Mißgeburt. Bei einem Landwirt in Wallerstädten( Starkenburg) fam ein Ferkel auf die Welt, das 2 Köpfe, 3 Augen und 2 Mäuler hatte. Jahreshauptversammlung des Hess. Diakonievereins in Darmstadt. Der Hess. Diatonieverein hielt am 28. März seine Jahreshauptversammlung in seinem Heimathaus in Darmstadt ab. Aus dem Jahresbericht geht hervor, daß der Diakonieverein seine Ziele wesentlich erweitert hat. Zu der bereits vor dem Kriege bestehenden Gemeindepflegeschule ist vor einigen Jahren eine Wohlfahrtspflegeschule hinzugekommen, in der nicht nur Schwestern, sondern alle junge Mädchen, die sich später der Wohlfahrtspflege widmen wollen, Ausbildung erfahren. Als 3. neue Einrichtung ist nun in letzter Zeit eine Pfarrgehilfinnenschule ins Leben getreten. Die beiden neuen Einrichtungen: die Wohlfahrtsschule und die Pfarrgehilfinnenschule erhielten im Sommer 1929 auf Grund des Ergebnisses der ersten Prüfung staatliche und kirchliche Anerkennung, so daß die Schülerinnen dieser Schule, die ihre Prüfungen mit Erfolg bestanden, nicht nur in Hessen, sondern auch in den übrigen deutschen Ländern Anstellung finden können. Gegenwärtig besuchen 38 Schülerin nen die Schule. An Stelle des nach Gießen versetzten Pfarrer Lic. Waas übernahm Oberkirchenrat Dr. Horre den Vorsitz des Diakonievereins. Der Bericht stellte im ganzen eine erfreuliche Aufwärtsentwicklung des Lebens des Vereins fest. In der öffentlichen Versammlung hielt Oberregierungsrat Dr. Krebs vom Ministerium des Innern einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über„ Das Recht auf Erziehung". Mainz. Die seither von etwa 200 Militärpersonen besuchte französische Militärschule in der Zitadelle ist jetzt, nachdem die Teilnehmer des letzten Kursus zu ihren Truppenkörpern zurückgefehrt sind, im Hinblick auf die bevorstehende Räumung endgültig geschlossen worden. Mainz. Bei den Betriebsratswahlen im Straßenbahnamt errangen die Christlich- Nationalen einen großen Sieg. Sie nahmen den Sozialdemokraten, die Hälfte ihrer Sitze. Großfeuer in Mainz. Mittwoch abend, kurz nach 10 Uhr, brach in der Lackfabrik Albrecht in Mainz ein Großfeuer aus. In einem kleinen Nebenschuppen der Fabrik kam auf bisher ungeklärte Weise ein Bezinbehälter zur Explosion. Die Explosion setzte schnell diesen Gebäudeteil in Flammen. In rasender Eile, griff das Feuer um sich und griff auf einen danebenstehenden großen Vorratsschuppen über. Dieser Schuppen war mit Lackfässern und sonstigen leicht entzündbaren Stoffen gefüllt, wodurch das Feuer sofort reiche Nahrung fand. Bald stand der 80 Meter Lange Schuppen in hellen Flammen. Durch das Einsetzen der Feuerwehr von zwei Seiten gelang es gegen Mitternacht, des Feuers soweit Herr zu werden, daß ein Teil der Feuerwehr wieder abrücken konnte. Für Kinder nur Chlorodont Ein Urteil von vielen: - Jung gewohnt ist alt getan! So heißt's im Sprichwort und so bin ich auch mit Ihrer Chlorodont- Zahnpaste gefahren. Als Knabe kaufte mir die Mutter schon immer obige Paste und ich weiß mich kaum jemals zu erinnern, eine andere gebraucht zu haben. Nun möchte ich auch gern von Ihren anderen Präparaten die Ueberzeugung gewinnen, daß sie an Güte gleich Ihrer Chlorodont- Zahnpaste sind..... Wenn ich einige Worte dazu schrieb, so sollte es keine Schmeichelei sein, sondern lediglich nur das zum Ausdruck gebracht werden, was der Wahrheit entspricht....." H., Bdn., J. Matthay. ( Originalbrief bei unserem Notar hinterlegt.) Ueberzeugen Sie sich zuerst durch Kauf einer Tube zu 60 Pf. Große Tube 1 Mk. Chlorodont- Zahnbürsten| Mk.. für Kinder 60 Pf. Kindergeschenk- Karton 1.50 Mk., enthaltend: 1 kleine Tube Zahnpaste, 1 Kinderzahnbürste. Kinder Mundspülglas Zu haben in allen Chlorodont- Verkaufsstellen. Man verlange nur echt Chlorodont in blau- weiß- grüner Originalpackung und weise jeden Ersatz dafür zurück. Blutblätter der Heimatgeschichte. Die rote Armee an Ruhr und Rhein. 191 Zur zehnjährigen Wiederkehr des Kapptages( 13. März) erscheint ein Volksbuch von Dr. Hans Spethmann über„ Die rote Armee an Ruhr und Rhein"( Verlag R. Hobbing, Berlin, Preis 5,20 Rmt.). Die Arbeit setzt uns in jene aufgeregte Zeit zurück, die im Anschluß an den Kapp- Putsch zu dem größten Kommunistenaufstand führte, den Deutschland je gesehen hat. In erschreckender Deutlichkeit ziehen an uns bolichemistische Zustände vorüber. Nachstehende Ausführungen find dem Buche entnommen. Noch am Morgen des 19. März 1920 bringt eine Bekanntmachung des Essener Vollzugsausschusses die Meldung, es sei ,, die Sicherheit der Stadt auf jeden Fall durch die vorhandenen polizeilichen Kräfte gesichert." Schon eine halbe Stunde später erschienen die ersten Roten im Norden von Essen! Kurz darauf spielen sich bereits am Schlacht- und Viehhof, wo sich die Grünen verschanzt hatten, äußerst blutige Ereignisse ab. Die Roten mußten ihn fast zwei Stunden lang beschießen, ein Rest von zwanzig Grünen verteidigte ihn bis zum letzten Augenblick und konnte dann nicht mehr entweichen. Als sie keine Munition mehr hatten, zogen sie die weiße Fahne und ergaben sich. Jetzt fiel die Horde über sie her, riß ihnen die Kleider vom Leib, plünderte sie vollständig aus und mißhandelte sie in der unmenschlichsten Weise. Nur ganz wenigen gelang es, zu entkommen, der größte Teil wurde niedergemegelt. Mit dem Rufe: ,, Alles, was hier ist, wird kalt gemacht!" stürmte man die einzelnen Gebäude. An mehreren Stellen wurden Verwundete gen mit Beilen zerschlagen, die Wohnungen der Schlachthofauf| Sträflingskleidern, an der Spitze die zweimal zum Tode verseher geplündert und die vorhandenen Geldschränke gesprengt und ausgeraubt. Während des Angriffs fuhr der Lehrer Stemmer unter dem Schutz der Parlamentärflagge zum Rathaus, wo er 10,40 Uhr eintraf, um namens der Roten mit dem Oberbürgermeister Dr. Luther wegen Uebergabe der Stadt zu verhandeln. Die AufUhr. setzung des Uebergabevertrages verzögerte sich bis 12,25 Uhr. Inzwischen waren die Zugangsstraßen zum Rathaus von Tausenden von Aufrührern besetzt und das ganze Gebäude umzingelt, fünf Minuten später wurde es im Sturm genommen. Kurz darauf fielen Post und Polizeipräsidium: damit war auch Essen in der Hand der Roten. Wieder gingen die Kommunisten in scheußlicher Weise gegen die Gefangenen vor. Ein Teil mußt mit erhobenen Händen nach Gelsenkirchen marschieren; wem die Hände erlahmten, wurde mit Peitschenhieben und Kolbenschlägen gezwungen, sie hoch zu halten. Ein Leutnant wurde unter gemeinsten Schimpfworten viermal an die Wand gestellt, wobei ihm ein Zettel in die Hand gedrückt wurde, um seine letzten Worte aufzuschreiben. Sogenannte Krankenschwestern hielten Reden gegen die Wehrlosen und spuckten ihnen ins Gesicht. Andere Gefangene wurden in einem Untersuchungsgefängnis von einer Horde überfallen, die ihnen Geld, Uhren und die meisten Kleidungsstüde abnahm. dann alle Aften verbrannte und die Gerichtskasse ausraubte. Sofort ging man auch daran, die Strafgefängnisse zu öffnen. Einen Teil der Gefangenen steckte man bereits beim Verlassen der Strafanstalten Waffen und Munition zu. Mit Ge wehren in der Hand und Handgranaten im Strick, der das Koppel ersetzen muß, ziehen sie es sind im ganzen an die dann wurden sämtliche Gebäude demoliert, die Inneneinrichtun-| Tausend schleunigst ins Innere der Stadt, vielfach noch in erst mit Gewehrkolben mißhandelt und dann erschossen. Als- - urteilten Raubmörder Gebrüder Fleischer Ein anderer entsetzlicher Vorgang spielte sich auf Schloß Sythen bei Haltern ab, wo sämtliche Räumlichkeiten in der fürchterlichsten Weise zugerichtet wurden, die Schränke erbrochen, Füllungen herausgeschlagen, Uhren und Bilder, Kommoden und Truhen zerstört, ihr Inhalt geraubt oder verstreut, Gardinen und Borhänge mitgenommen. Selbst die Kruzifire aurden zerbrochen, der Altar zerstört, Meßgewänder gestohlen, die Bronzebeschläge von den Möbeln gestohlen, alles Eß- und Trinkbare vernichtet. Auch die Zimmer der Dienerschaft verschonte man nicht. Das Vieh wurde bis zum letzten Stück abgeschlachtet oder fortgeführt, die Fischnete entwendet und der Fischbest ind durch Handgranaten vernichtet.„ Eine Bande wird durch die andere abgelöst. Sie kommen in Kolonnen, in Personenkraftwagen und Lastautos.„ Rote Gardisten", die unvermeidlichen Matrosen und als Krankenschwestern verkleidete Dirnen. Ein jeder stiehlt, raubt und plündert. Eine Kolonne, die sic ,, Vollzugsausschuß Recklinghausen" nennt, erbricht den Schreibtisch, nimmt alles Geld, räumt die Speisekammer aus, andere erbrachen die Schränke, raubten Kleider und Mäntel, Schuhe und Vorhänge. Türen schlittern, Schränke krachen. Nackte Weiber stehen vor den Kleiderschränken und probieren der Gräfin Kleider an. Auf den Fluren und Fremdenzimmern liegt eine Horde von mehr als hundert Menschen darunier etwa 40 ,, Krankenschwestern", Männer und Weiber, alle sinnlos betrunken Eine Schwester" versammelt die Dienstboten.„ Mädchen! Von heute ab seid ihr keine Dienstboten mehr, seid ihr Fräuleins! Wir werden auch für euch kämpfen, für eure Be freiung aus der Knechtschaft!! Eine halbe Stunde darauf haben sie ihre Fräuleinschaft erkauft, keine Uhr, keine Brosche, noch nicht einmal die Wäsche hat man den Mädchen gelassen.".. Samstag, den 5. April 1930. Notlandung eines Verkehrsflugzeuges. Frankfurt a. M. Am Freitagvormittag gegen 9 Uhr mußte das um 8,25 Uhr in Frankfurt a. M. zum Fluge nach Köln gestartete Flugzeug D 422 wegen schlechten und nebligen Wetters in der Nähe von Jostein im Taunus eine Waldlandung im Taunus vornehmen. Hierbei wurde die Maschine schwer beschädigt. Der Führer Degner erlitt eine Gehirnerschütterung, eine mitfliegende Krankenschwester einen Unterschenkelbruch. Tödlicher Sprung von der Straßenbahn. Kassel. Am Dienstag abend sprang der 59 Jahre alte Schneider August Lingnau in der Wilhelms- Allee von der sahrenden Straßenbahn ab. Er schlug mit solcher Heftigkeit auf das Straßenpflaster, daß er eine gefährliche Kopfverletzung da= vontrug. Jm Landeskrankenhaus ist er bald nach der Einliefe= rung gestorben. Ueberführung der Fahnen des ehem. 8. Armeekorps nach Koblenz. Koblenz. Der Chef der Heeresleitung, Herr Generaloberst Heye, hat der Stadt Koblenz die Fahnen des ehemaligen 8. Armeekorps, das hier seinen Standort hatte, zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um 28 Fahnen, die sich zur Zeit im Landesmuseum in Münster befinden. Nach der Ueberführung von dort nach Koblenz werden diese am Sonntag, den 13. April, vormittags 11,30 Uhr, in festlichem Zuge, begleitet von Abordnungen der Offiziere und Mannschaften der ehemaligen Regimenter, vom Rathaus zum Clemensplatz überführt und dort im Anschluß an einen Gauappell der Mittelrheinischen Gaue des Preußischen Landeskriegerverbandes durch den Befehlshaber des Wehrkreiskommandos 6 Münster, Herrn General Föhrenbach, der Stadt Koblenz übergeben und von Herrn Oberbürgermeister Dr. Russell in die Obhut der Stadt übernommen. Viele alte Soldaten und Regimentsvereine der früheren Koblenzer Regimenter werden an diesem Tage ihre ehemalige Garnisonstadt besuchen. Köln. Eine entsetzliche Familientragödie hat sich in dem kleinen Aachener Vorort Merkstein abgespielt. Dort hat der 41 Jahre alte erwerbslose Knappschafts- Invalide Schimansky in der Plittauerstraße seinen fünf Kindern den Hals durchschnitten. Ein weiteres Kind und seine Frau wurden so schwer verletzt, daß sie kaum mit dem Leben davonkommen dürften. 600 Jahre Kloster Ettal. Kloster Ettal, am Fuß des Ettaler Mandls( Oberbayern) feiert in diesen Tagen sein 600jähriges Bestehen. Das Kloster wurde 1330 von Kaiser Ludwig gegründet, als er nach seiner unglücklichen Romfahrt zuerst wieder den Boden seiner Erblande betrat. Kloster Ettal ist eines der schönsten und ehrwürdigsten Klöster Deutschlands. Großer Heidebrand in der Senne. Detmold. Auf dem Besitztum des Landrats a. D. Tasche in Stapelage am Südabhang des Teutoburger Waldes entstand am Mittwoch ein gewaltiger Heidebrand, dem über 1000 Morgen Heide zum Opfer fielen. Das Feuer war zunächst zum Zwecke des Abbrennens von einzelnen Heideflächen planmäßig angelegt worden. Durch den Ostwind wurde aber das Feuer über die Schutzgräben getragen und nahm in rasender Geschwindigkeit einen etwa fünf Kilometer langen und teilweise zwei Kilometer breiten Weg. Alle Feuerwehren der Umgegend waren an der Brandstelle tätig. Unter Einsatz von Reichswehr und der Bewohner der Umgegend gelang es, den Brand zum Stillstand zu bringen. Der Schaden ist noch nicht zu übersehen, da auch Kiefernbestände und Schonungen dem Brand zum Opfer fielen. Folgen der Arbeitslosigkeit. Chemniz. Ein Kellner hat am Mittwoch abend in Abwesenheit seiner Frau sich und seine beiden Kinder im Alter von Wollen Sie ,, Gießener Zeitung 12 und 3 Jahren durch Gas vergiftet. Der Beweggrund zu der Tat ist in der Arbeitslosigkeit des Kellners zu suchen. Zum Tode verurteilt. Stettin. Am 26. November v. Js. erschlug der deutschrussische Melker Julius Pusch die Vorschnitterfrau Anna Gorezki aus Siebenschlößchen bei Pyrizz. Er räumte dann die ganze Wohnung aus und erbeutete neben barem Geld auch Kleidungsstücke und ein Fahrrad. Seelenruhig fuhr er zum nächsten Ort, wo er frühstückte. Dann kaufte er sich einen neuen Anzug, suchte einen Photographen auf, um sich in seinem Staat photographieren zu lassen(!). Er wurde auch nicht aus der Ruhe gebracht, als zufällig bei dem Photographen ein Landjäger erschien und von dem Mord berichtete. Pusch konnte ſpäter durch die Stettiner Kriminalpolizei verhaftet werden. Nunmehr hatte er sich vor dem Schwurgericht in Stargard zu verantworten, das ihn zum Tode verurteilte. Großfeuer in einem Tiroler Hotel. Innsbruck, 3. April. In den frühen Nachmittagsstunden brach im Grand Hotel Iglerhof im Kurort Jgls ein Dachstuhl= brand aus, der sich in kürzester Zeit über das ganze Objekt ausbreitete. Die sofort herbeigerufene Feuerwehr von Igls und den Nachbarorten war zunächst in ihrer Tätigkeit durch den ge= ringen Wasserdruck der Hydranten stark beeinträchtigt, so daß erst nach dem Eintreffen der Innsbrucker Motorsprize die Lösch= aktion wirksam einsehen konnte. Indien tauft Eisenbahnmaterial in Deutschland. London, 4. April. Wie die Blätter melden, hat die Hamburg. Maschinenbau A.-G. von der indischen Regierung einen Kontrakt von sechzehn Lokomotiven erhalten. Eine weitere Order für siebzehn Lokomotiv- Kessel ging an die Firma Henschel in Kassel, während Kontrakte für eine große Anzahl von Rädern und Achsen ebenfalls mit festländischen Fabrikanten, in erster Linie mit Krupp in Essen, abgeschlossen wurden. Feuerwerkskörperfabrik fliegt in die Luft. 30 Schwerverletzte. 15 Tote Devon( Pensylvanien), 3. April. In der Feuerwerkskörperfabrik ereignete sich heute vormittag eine furchtbare Explosion. 15 Menschen wurden dabei auf der Stelle getötet, 30 schwer verletzt und mindestens 50 leichter verletzt. Rüdgang der Unfallziffern im Bergbau. Hin und wieder taucht in der Oeffentlichkeit die Behauptung auf, daß die Unfälle im Bergbau durch die Zunahme der maschinellen Abbaumethoden wesentlich gestiegen seien. Und da= ran schließen sich in der Regel einige verallgemeinernde Sätze gegen die Rationalisierung, wobei viel berücksichtigt und nur die Hauptsache vergessen wird, nämlich, daß der Bergbau ohne die die Erzeugungskosten senkende Rationalisierung schon heute kaum noch eine Tonne Kohle auf dem Weltmarkt unterbringen könnte. Es ist nun erfreulich, daß endlich auch von amtlicher Seite klipp und klar dargelegt wird, daß die Unfälle im Bergbau nicht nur nicht gestiegen, sondern wesentlich gesunken sind. Aus dem nun vorliegenden Bericht des Grubensicherheitsamtes im preußischen Ministerium für Handel und Gewerbe geht hervor, daß sich in den preußischen Bergbaubetrieben im Jahre 1928 insgesamt 128 651 Unfälle ereignet haben, von denen 1129 tödlich waren. Auf tausend Mann der Belegschaft errechnet der Bericht 218 Unfälle, davon 1,92 tödliche. Die durchschnittliche Todesziffer der beiden vorhergehenden Jahre stellte sich auf 2,09 v. T. Daraus ist zu ersehen, daß die Todesziffer im Jahre 1928 wesentlich zurückgegangen ist. Man muß bis auf das Jahr 1923, in dem der Ruhrbergbau zum großen Teil lahm lag, zurückgreifen, um eine ähnliche günstige Unfallziffer zu finden. Die da= malige Vergleichsziffer stellt sich auf 1,54. Im Jahre 1913, als noch niemand von Rationalisierung träumte, ereigneten sich noch 2,31 tödliche Unfälle pro tausend Mann. Berücksichtigt man 1911 S 2 briz gleeqnds&-tro Jibinge in odmsWisb Wollmuth olg der wieder gesund werden? Wenn Sie an nervöser Schwäche, Schlaflosigkeit, Lähmungen oder an Gicht, Rheuma, Stoffwechselstörungen Herzerkrankungen, Arterienverkalkung oder Beschwerden der Wechseljahre leiden, dann besuchen Sie unseren Aufklärungsmit Vortrag Lichtbildern Dienstag, den 8. ds. Mts. abds. 8 Uhr kath. Vereinshaus, Giessen. Keiner versäume den hochinteressanten Vortrag! Eintritt frei! Nur für Erwachsene! Wohlmuth- Institut, Leipzig C 1, Thomasiusstr. 28, L Man beachte die billigen Sommerpreise! Telephon 266 16 Heizt Für leichten Nr. 27. nur den gesamtpreußischen Steinkohlenbergbau, dann ist seit 1925 die Todesziffer von 2,70 auf 2,02 gesunken. Und noch günstiger sind die Vergleichsziffern aus dem Bergbau an der Ruhr, wo die Tausendziffer der Todesfälle von 2,88 im Jahre 1925 auf 1,93 im Jahre 1928 gesunken ist. Fast ein Mann mehr pro Tausend kann in diesen wenigen Jahren in unserem Gebiete am Leben bleiben. Das macht auf die Gesamtbelegschaft etwa 350, eine Zahl, die sehr zu beachten ist. Im übrigen wird von dem Bericht noch festgestellt, daß sich durch Gewinnungsmaschinen und Werkzeuge im ganzen nur 0,5 Prozent aller Unfälle er= eignet haben. Alles in allem ist also erfreulicherweise festzustellen, daß jede der obigen Zahlen das Märchen von der Gefährlichkeit der Rationalisierung widerlegt. Und da die Zah len von unparteiischer amtlicher Stelle kommen, ist an ihrer Echtheit schon gar nicht zu zweifeln. Flüssiges Obst. Die hohen Nähr-, Genuß- und Gesundheitswerte des Frischobstes werden allmählich Gemeingut. Jedoch hält sich das Frischobst meistenteils nur bestimmte Zeit und gerade im Spätwinter und Frühjahr, wo der Körper besonders diese wichtigen Nährstoffe benötigt, ist öfters kein Obst mehr in den Haushaltungen zu finden. Man greift dann zur Auslandsware, welche aber nicht im geringsten unserem deutschen Obst an Geschmack und Nährwert gleich kommt. Nach neuerem Verfahren ist man nun in der Lage, das Frischobst im flüssigen Zustande unbegrenzte Zeit haltbar zu machen. Dieses flüssige Obst ist wertvoll für Gesunde und Kranke, für Kinder und Erwachsene, und besonders unsere Turner und Sportsleute schätzen dieses flüssige Obst als Muskel- und Nervenspender. Die Herstellung dieses flüssigen Obstes kann in jedem Haushalt erfolgen. Um nun über die Her stellung unterrichtet zu werden, erteilt der Hessische Landesausschuß für gärungslose Früchteverwertung, Darmstadt, Stiftsstraße 45, Rat und Auskunft. Jetzt ist die beste Gelegenheit, sich mit der Herstellung des flüssigen Obstes vertraut zu machen, damit man bei der diesjährigen Obsternte in der Lage ist, frühzeitig mit der Gewinnung von flüssigem Obst zu beginnen. Obst jeder Art kann Verwendung finden. Neue Bücher. - - Das gelbe Kochbuch. Von Elly Petersen. 450 G. mit 1200 Kochrezepten und 50 Bildern( Verlag Knorr u. Hirth G. m. b. H., München). Geh. 4,50 Rmt., in Leinen 5,80 Rmf. Das Kochbuch ist nicht etwa bloß eine Sammlung von Rezepten, die nur dem in der Kochkunst Erfahrenen verständlich sind im Gegenteil, es ist ein Lehrbuch der Küche, so einfach und klar geschrieben, daß auch der Unerfahrenste darnach wird kochen können. Und ein solches Buch ist höchst notwendig, denn die jungen Mädchen von heute und die jungen Frauen, sie haben meist wenig Ahnung vom Kochen, wenig Lust dazu, wenig Zeit dafür. Wenn sie dieses Buch lesen, werden sie sicherlich die Scheu vor der Küche überwinden. Was tosten Verbrechen? Was bringen sie ein? In der „ Woche"( Heft 14) steht darüber eine interessante Zusammenstellung neben vielen anderen Beiträgen. Die Woche", immer vielseitig und fesselnd, läßt jeden Leser auf seine Rechnung fomment Geschäftliches. Die Zahn- Zwischenräume als Sitz übelriechender Speisereste reinigt man zwedmäßig mit einer eigens dafür konstruierten Zahnbürste mit gezahntem Borstenschnitt. Die ChlorodontZahnbürste von höchster Qualität, die in zwei Härtegraden in hygienischer blau- weiß- grüner Originalpackung in den Verkauf gelangt, dürfte daher bestens zu empfehlen sein. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Inov light mi Nebenerwerb SteuerErsparnis bauA mus.er geeignete Persönlichkeit fus gesucht. Junglehrer mit etwas Zeit bevorzugt. ad Tenis! Angebote erbeten unter dni in L. U. 4992 an die Geschäftsstelle dies.Zeitung Lohn- Verzinkung führt billigst aus Lauterbacher Blechwarenfabrik u. Verzinkungsanstalt G.m. b. H. 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