97r. 43. , eine Scho er Geliebter d, die Fran ist ein Lanz ist ihr eige oden sind in " ist er abf, das schnel au und an eutschen Ver: er Reichspost, 1. Preis 30 a. M.- Süd. " betitelt fich feitigen Seft Harz in der ter im Harz", eratur". Die Filber enthält, verband e. V., nd Hohenzol lohe- Franten, Oberschwaben lichen Führer rte) bei den rband Würt hältlich. in Gießen. RIECK er ch be, fe, etc. SEN on Sie so taxis haben Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. THOMPSON'S - Politische Rundschau. ( Gießener Tageblatt) Die Einlage, die die Reichsregierung nach der Anlage des Haager Abkommens an die Bant für internationalen Zahlungsausgleich zu entrichten hat, ist am Dienstag bei der BJ3. ge= leistet worden. IFENPULVER Im Hinblick auf die Finanznot von Reich und Ländern ist die in diesem Jahr turnusmäßig fällige Volkszählung, mit der eine sogenannte verkleinerte Berufs- und Betriebszählung ver: bunden werden sollte, um ein Jahr hinausgeschoben worden. * Das Reichskabinett hat dem Grafen Posadowsky- Wehner zur Vollendung des 85. Geburtstages herzliche Glückwünsche über: mittelt. Der Reichsverkehrsminister hat die Geltungsdauer des Ta= rifnachtrags II vom 11. September 1928, den Nottarif für die Reichsbinnenwasserstraßen betreffend, vorbehaltlich Widerrufs, bis zum 30. September 1930 einschließlich verlängert. Für die demnächst beginnende Weltkraftkonferenz in Ber lin hat der Reichspräsident von Hindenburg das Protektorat übernommen. Der Reichskanzler, sowie die übrigen Kabinettsmitglieder werden Mitglieder des Ehrenpräsidiums sein. * In dem Verfahren gegen Dr. Göbbels wegen Beleidigung des Reichspräsidenten hat die Staatsanwaltschaft Berufung gegen das Urteil eingelegt. Die Berufung richtet sich besonders gegen den Freispruch wegen der Beleidigung. * Die für Pfingsten gepianten Veranstaltungen der„ roten Sportler", die nicht nur auf das preußische Erfurt beschränkt bleiben sollten, sondern als großer kommunistischer Aufmarsch in den verschiedensten thüringischen Städten gedacht waren, sind vom thüringischen Innenministerium, soweit Thüringen in Be tracht tommt, verboten worden. Nach Mitteilung des Statistischen Reichsamtes wurden im Mai 1930 1062 neue Konkurse- ohne die wegen Massemangels abgelehnten Anträge auf Konkurseröffnung und 702 eröff= nete Vergleichsverfahren bekanntgegeben. - Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Beim Leipziger Universitätsrentenamt wurden bis zum Jahr 1924 zurückreichende Unregelmäßigkeiten aufgedeckt, durch die das Amt um etwa 80 000 Mart geschädigt worden ist. Das schwedische Kabinett Lindmann hat dem König nunmehr formell sein Rücktrittsgesuch eingereicht. Der König hat darauf eine Konferenz der Parteiführer einberufen. Mit Ablauf der letzten Maiwoche erreichte die Zahl der Arbeitslosen in Großbritannien 1 780 000. Für den Monat Ma: beträgt die Steigerung fast 60 000. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postscheckonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 4. Juni 1930 Thüringen gibt nicht nach. Das thüringische Kabinett hat am Montag nach einem Bericht, den Minister Baum über den Verlauf der Länderkonferenz gab, die Forderung des Reichsinnenministers, die Ernennung der nationalsozialistischen Polizeidirektoren wieder rüdgängig zu machen, abgelehnt. Der Beschluß soll einstimmig zustandegekommen sein. Das Kabinett stellt sich auf den Standpunkt, daß Thüringen den Staatsgerichtshof anrufen müsse, wenn Dr. Wirth seine Drohung, die Reichszuschüsse für Polizeizwecke zu sperren, wahrmachen sollte. Minister Baum wird das Schreiben Dr. Wirths in diesem Sinne beantworten. Anläßlich des 10. Jahrestages der Unterzeichnung des Frie densvertrages von Trianon veranstaltete die Revisionsliga auf dem Budapester Freiheitsplatz eine Volksversammlung, an der eine ungeure Menschenmenge teilnahm. Es wurde eine Ent: schließung angenommen, in der die Regierung zu einer entschie= denen Revisionspolitik aufgefordert wird. Rückkehr Grzesinskis ins politische Leben? Der ehemalige preußische Innenminister Grzesinski hat am Sonnabend in Berlin die Schauspielerin Daisy Torrens geheiratet. Das Zusammenleben des Ministers mit Frau Torrens war der Anlaß zu der Aktion des Senatspräsidenten Grüßner. Man vermutet, daß nach der jetzt vollzogenen Heirat Grzesinski auch recht bald wieder eine aktive Rolle in der Politik spielen dürfte. Ein Brief des Reichspräsidenten an die Reichsregierung. Die Führer des Reichsverbandes der deutschen Industrie nach Berlin berufen. Die neuen Botschafter in London und Rom ernannt. Der Reichspräsident hat die in Aussicht genommenen Ernennungen für die Botschafterposten in London und Rom sowie für den Posten des Staatssekretär des Auswärtigen Amts nunmehr vollzogen. Botschafter Sthamer in London wird am 1. Oktober ds. Js. in den Ruhestand treten. Zu seinem Nachfolger ist der Botschafter in Rom, Freiherr v. Neurath, zum Botschafter in Rom der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes v. Schubert und zum Staatssekretär des Auswärtigen Amtes Bernhard v. Bülow ernannt worden. Dem Düsseldorfer Mörder auch 20 Brandstiftungen bewiesen. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Retlame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Mehr als 20 Brandstiftungen konnte man Kürten jezt nachweisen. Reine Zerstörungswut war die Ursache des Handelns, verbunden mit der Freude am Brande selbst. Er zündete wahllos Scheunen, Strohschober, Erntewagen an, kurz alles, was ihm während des Sommers des Anzündens wert erschien. Niemals ist er dabei gesehen oder verdächtigt worden. Genau wie bei den Morden kam er aus dem Verborgenen und tauchte nach der Tat wieder in die Verborgenheit zurück. Erst bei seinen jezigen Vernehmungen gestand er auch diese vielen Brandstiftungen, die man ihm dann auch nach einer Reihe von außerordentlich schwierig zu führenden Ermittlungen hinreichend genug beweisen konnte. Ein Spar und Sperrerlaß des Darmstädter Oberbürgermeisters. Nummer 44 Die Zusammenseßung der hessischen Gemeinde und Stadtparlamente. Eine statistische Untersuchung über die letzten Kommunalwahlen. In der neuesten Nummer der ,, Mitteilungen des Hessischen landesstatistischen Amtes"( Nr. 4 vom 4. April 1930), veröffentlicht Direktor Dr. Lind einen Artikel über ,, Die Gemeindeund Stadtratswahlen am 16. November 1929". Die interessante Arbeit gibt einen konzentrierten Auszug aus der Statistischen Aufbereitung des Ergebnisses der letzten Kommunalwahlen und enthält eine Fülle von Einzelheiten, die allgemein Beachtung finden dürften. Entsprechend der allgemeinen Tendenz ist auch bei der Gemeinde und Stadtratswahl in Hessen am 16. November 1929 eine zunehmende Parteizersplitterung festzustellen. Zwar hat in rund zwei Fünfteln aller Gemeinden( 400) überhaupt keine Abstimmung stattgefunden, weil in diesen Gemeinden nur ein Wahlvorschlag eingereicht worden war. Allein 295 dieser Gemeinden hatten jedoch noch nicht einmal 500 Einwohner und nur 16 mehr als 1000 Einwohner. In 14 Gemeinden war es überhaupt nicht möglich, den Gemeinderat aus sieben Mitgliedern zusammenzusetzen, weil gar nicht so viel wählbare Gemeindeangehörige vorhanden waren. Diese Feststellung ist aber keineswegs bloß ein Wahlkuriosum, sondern auch der Ausdruck der Tatsache, daß je nach Größe der Gemeinden das zahlenmäßige Verhältnis zwischen Gemeinderäten und Einwohnern sehr stark voneinander abweicht. Während in den 14 kleinsten Gemeinden mithin sämtliche wahlfähigen Gemeindeangehörigen zugleich Gemeinderäte sind, entfällt in den Gemeinden bis zu 500 Einwohnern auf 39 Einwohner ein Gemeinderatsmitglied. In den Gemeinden von mehr als 20 000 Einwohnern erst auf 1530 Einwohner ein Stadtratsmitglied. Die Wahlbeteiligung war in den kleinsten und den größten Gemeinden geringer als in den mittelgroßen Gemeinden( 1000 bis 8000 Einwohner). Darmstadt. In der vergangenen Woche wurde bekanntlich der Etat der Stadt Darmstadt mit den Deckungsvorschlägen des Oberbürgermeisters abgelehnt, der eine erneute starke Steigerung der Realsteuern und der Gebühren verlangt hatte, während die Mehrheit des Stadtrates nur bei gleichzeitiger Erhebung einer Bürgerabgabe sich mit einer Steuererhöhung einverstanden erklären wollte. Gewissermaßen als Antwort darauf hat Oberbürgermeister Mueller Erholungsurlaub angetreten und vorher noch eine Verfügung an die Stadtverwaltung herausgegeben, in der bestimmt wird: Erstens, es sind sämtliche städtischen Unterhaltungsarbeiten sofort einzustellen; zweitens, daß an Handwerfer feine Rechnungsbeträge oder Vorschüsse gezahlt werden dürfen; drittens, daß die freiwilligen Leistungen in der Wohlfahrts: pflege einzustellen sind und viertens, daß Baukostenzuschüsse( genehmigte oder vorgesehene) nicht zur Auszahlung kommen dür: fen. Wie gleichzeitig von dem städtischen Presseamt mitgeteilt wird, ist die für den 14. und 15. Juni vorgesehene offizielle Jubiläumsfeier anläßlich dem 600jährigen Stadtjubiläum abge: sagt worden. Vorbereitung der großen duftizreform. Besprechungen über Moldenhauers Finanz- und Sparpläne. Das Reichskabinett trat am Dienstag um 19.30 Uhr zur Besprechung über die Vorschläge zur Ausgabensenkung und zur Sanierung des Reichsetats zusammen. Angesichts der Schwierigkeit der Probleme gilt es noch als zweifelhaft, ob diese eine Kabinettssigung zum Ziele führen wird. Unter Umständen wer- Bei den Beratungen des Justizhaushalts ist von der Mehrden noch die nächsten Tage mit der Beratung der Vorlagen aus heit des Reichstages ein Antrag gestellt worden, der die Bilgefüllt werden. In politischen Kreisen glaubt man zu wissen, dung einer aus Rechtslehrern, Richtern, Staatsanwälten, Rechtsdaß ein Brief des Reichspräsidenten an das Kabinett vorliegt. pflegern und Vertretern der Wirtschaft bestehenden SonderkomVor wenigen Tagen sind drahtlich die führenden Männer des mission zum Ziele hat. Diese Kommission soll in Verbindung Reichsverbandes der Industrie auf Dienstag zur Sigung einge- mit dem Reichsjustizminister eine organische, systematische Juladen worden. In unterrichteten Kreisen bringt man diese stizreform zur Vereinfachung der Rechspflege vorbereiten. Der Sizung mit wichtigen Vorverhandlungen in Verbindung, die Bund Deutscher Justizamtmänner als Standesvertretung der am Dienstag über Moldenhauers Finanz- und Sparpläne statt- Rechtspfleger hat in einer kürzlich in Wiesbaden abgehaltenen fanden, ehe das Kabinett zu seiner Nachtsitzung zusammentrat. Sigung seines geschäftsführenden Ausschusses beschlossen, die mit Das Kabinett hat sich in einer fürzeren Besprechung am Mon- der großen Justizreform zusammenhängenden Fragen auf dem tag unter anderem mit den deutsch- rumänischen Verhandlunger. vom 5. bis 7. September 1930 in Danzig stattfindenden Deutbefaßt, die wegen der Unvereinbarkeit der beiderseitigen Forschen Rechtspflegertag zur Erörterung zu stellen. Gegenstand derungen ins Stoden geraten sind. Obwohl die Aussichten augenblicklich als nicht besonders günstig betrachtet werden, sollen die Verhandlungen fortgesetzt werden. In diesem Sinne dürften die deutschen Unterhändler instruiert worden sein. der Beratungen wird dabei auch die Frage bilden, wieweit schon sofort ein Ausbau des Rechtspflegertums erfolgen kann, um Erfahrungen zu sammeln für die bei der großen Justizreform vorzunehmende endgültige Abgrenzug der Zuständigkeit des Richters und des Rechtspflegers. - Die Feststellung über die Parteigruppierung der Gemeindeund Stadtratsmitglieder macht bei den einzelnen Parteien be= sondere Schwierigkeiten, weil die Bezeichnung auf den Wahlvorschlagslisten oft sehr wünschen übrig läßt. Immerhin läßt der Vergleich doch erkennen, daß die Nationalsozialisten bei der letzten Kommunalwahl überhaupt erstmalig in die kommunalen Körperschaften Hessens eingezogen sind sie haben jetzt insgesamt 94 Gemeinde- und Stadtratsmitglieder in Hessen- und daß auch die Kommunisten in diesen Körperschaften fühlbar an Boden gewonnen haben. Eine Einbuße ist bei den Deutschnationalen und den übrigen bürgerlichen Parteien. Die parteilosen Gemeinderatsmitglieder finden sich vor allem in den kleinen und den kleinsten Gemeinden. Die agrarischen Standeslisten haben mit steigender Gemeindegröße geringere Bedeutung, weil die Landwirtschaft eben nur auf dem flachen Lande eine überragende Bedeutung hat. Im Alter der Gemeinderatsmitglieder ist gegenüber 1922 bis 1925 feine erhebliche Verschiebung eingetreten. Das mittlere Lebensalter der Gemeinderatsmitglieder der verschiedenen Parteien schwankt zwischen 37 Jahren( Kommunisten) die also in der Mehrzahl jüngere Gemeinderäte haben und 64 Jahren( Volksrechtpartei). - - Die Berufsangaben der Gemeinderatsmitglieder sind häufig ungenau. Zwei Drittel aller Gemeinderatsmitglieder sind selbständig, da in Hessen jeder 20. Landwirt im Alter von mehr als 25 Jahren Gemeinderatsmitglied ist. Die Frauen sind in den hessischen Gemeinde- und Stadträten gering vertreten. 9101 Männern stehen nur 42 Frauen als Gemeinderatsmitglieder gegenüber. In den kleineren Gemeinden sind Frauen nur in den seltensten Ausnahmefällen als Ge= meinderatsmitglieder zu finden. Jenas Studentenschaft für Dr. Günther. Der Vorstand der Jenaer Studentenschaft( Allgemeiner Studentenausschuß) hat anläßlich der Berufung des Rassenforschers Dr. Hans Günther an die Universität Jena das thüringische Staatsministerium beglüdwünscht. Ein Begrüßungstelegramm wurde an Dr. Günther abgesandt. Das Vorgehen der Studentenschaft erregt beträchtliches Aussehen, da Senat und Rektor der Universität Jena sich gegen die Berufung Günthers ausgespro= chen hatten. Tagung des Verbandes reisender Kaufleute Deutschlands. Am 31. Mai fand in Berlin die Generalversammlung statt. Die beiden ausscheidenden Präsidialmitglieder Schierloh- Bremen und Raape- Münster wurden wieder gewählt, ebenso der bisherige Präsident, Kammerzienrat Lipp- Nürnberg. Als Ort der nächsten Generalversammlung wurde wieder Berlin gewählt. Unter Punkt Verschiedenes wurden eine Reihe wichtiger. Berufs- und Organisationsfragen eingehend behandelt. Mit aller Entschiedenheit wandte man sich gegen die im Wirtschaftsleben in zunehmendem Maße in Erscheinung tretende Demoralisie rung. Es wurde beschlossen, in nochstärkerem Maße als bisher mit allen Mitteln dafür einzutreten, daß die alten Ehrbegriffe des deutschen Kaufmannes wieder Allgemeingut aller in der Wirtschaft Tätigen werden. Nr. 44. Mittwoch, den 4. Mittwoch, den 4. Juni 1930. Lokales. ,, Wer recht in Freuden wandern will, der geh' der Sonn' entgegen." Die liebe Sonne lockt jetzt im Frühjahr doch ganz von selbst zum Frühaufstehen. Ob man dieser Lockung folgt, ist freilich eine andere Sache. Viele sind während der kalten Winterszeit die Langschläferei so gewohnt worden, daß es ihnen schwer fällt, sich dieser Fesseln zu entledigen. Das ist natürlich vom Uebel, denn der erwachsene Mensch soll sich jederzeit zu beherrschen vermögen. Hat man genug geschlafen, so wacht man auf, und nun soll der Mensch frisch an sein Tagewerk gehen. Nur der wirkliche Schlaf ist gesund, das bloße Jm- Bett- Liegen aber nicht, sofern man nicht gerade krank oder kränklich ist. Ausschlafen muß der Mensch auf alle Fälle. Im übrigen haben Gelehrte nachgewiesen, daß man im Sommer mit weniger Schlaf auskommt, als im Winter. Das Frühaufstehen ist aber nicht genügend, man muß die gewonnene Zeit auch vorteilhaft ver wenden, ganz besonders zu einem Spaziergang oder einem ge> mächlichen Spazierengehen auf Umwegen zur Arbeitsstätte. Jr. früher Morgenstunde sieht die Natur ganz anders aus als am Tage. Man verspürt die würzige Frische der Morgenluft, dazu ist der Geist munter und froh, der Arm kräftig und arbeits freudig. Daß Morgenstunde Gold im Munde hat, weiß jeder, aber leider wenige wenden diese uralte Weisheit praktisch an. Sch. Kreistag Gießen. ,, Gteßener Zeitung" * Zur Wahl der Mitglieder der Handwerkskammer gibt das Ministerium für Arbeit und Wirtschaft bekannt, daß nach den Bestimmungen der Wahlordnung die einzureichenden Wahlvorschläge von 150 Stimmberechtigten unterschrieben sein müssen. Bei der Wahl dürfen nur die von der Handwerkskammer amt= lich hergestellten Stimmzettel verwendet werden, die in den Abstimmungsräumen bereit gehalten und den Stimmberechtigten zugleich mit dem Umschlag auszuhändigen sind. Längere Zeit nahmen die Einzelberatungen des Etais für 1930 in Anspruch, der in der Betriebsrechnung mit 813 779, in der Vermögensrechnung mit 227 258 und insgesamt mit 1 041 037 RM.( 1 003 260 RM. 1929) abschließt. Den größten Posten nimmt hier die Wohlfahrtspflege mit 536 095 RM. ein, das sind 65,88 Prozent der Betriebsrechnung, wovon 524 392 RM. für das Kreiswohlfahrtsamt verwendet werden. Das Vermögen des Kreises beträgt 233 183 RM., die Schulden betra= gen 101 508 RM. Zur Hebung des Wirtschaftslebens nimmt der Kreis nun auch wie andere Kreise ein Kapital von 100 000 RM. auf, für dessen Zinsverbilligung 9000 RM. bewilligt wurden. Für das Stadttheater Gießen wurde ein Betrag von 3000 RM. in Anerkennung seiner künstlerischen Bedeutung ge= nehmigt Es ergibt sich ein Umlagenbedarf von 220 000 RM., der durch die gleichen Steuersäge wie im Vorjahre gedeckt wird. * Fall Kauß vorm Kreistag. In der letzten Sitzung des Kreistages wurde mitgeteilt, daß das Ermittelungsverfahren gegen den verstorbenen Kreiskassenrechner Kauß, nach dessen Ableben bekanntlich 70 000 RM. Fehlbetrag in der Kreiskasse festgestellt wurden, vom Staatsanwalt als ergebnislos eingestellt worden ist. * Steuerfreiheit wird auch dieses Jahr für Veranstaltungen anläßlich des Verfassungstages gewährt, wie Dr. Moldenhauer auf eine Anfrage hin erklärt hat. * Der Verkehrs- und Verschönerungsverein Gießen plant in nächster Zeit einen Blumenschmuck- Wettbewerb in Gießen. * Vom Amtsgericht. Mit 40 RM. wurde ein Autofahrer bestraft, der einen Motorradfahrer an der Kreuzung Bleichstraße- Ludwigstraße angefahren hatte. Mit 10 RM. wurde ein Motorradfahrer bestraft, der an der Kreuzung WilhelmStraße Ludwigstraße in ein Auto hineinfuhr. Hierbei wurde das Rad des Beklagten demoliert und er erheblich verletzt. Zwet Gründe, die strafmildernd wirkten.- Wegen Ueberschreitung der Arbeitszeitverordnung wurde ein Metzger zu insgesami 200 RM. verurteilt. * Beseitigung der Höchstgewichtsgrenze für Handgepäck. In nächster Zeit wird auch eine Aenderung der Eisenbahnverkehrsordnung herbeigeführt werden, wodurch die Höchstgewichts. grenze von 25 Kilo für Handgepäck auch für den innerdeutschen Verkehr fallen gelassen wird. * Vom Stadttheater. Am Dienstag nach Pfingsten kommt hier zum ersten Male das mit großem Erfolg an anderen Orten aufgeführte Volksstück„ Flieg, roter Adler von Tirol" von Angermeyer zur Aufführung. * Der Allgemeine Deutsche Burschenbund( ADB.) hält seinen 47. Bundestag in diesem Jahre wieder in Frankenhausen am Kyffhäuser während der Pfingsttage ab. Straßensperrungen, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobilclub e. V.( A. v. D.) Die Landstraße Biedenkopf- Gießen in Km. 4,5-5,0 und 6,5 6,6 ist vom. 2. bis einschl. 11. Juni 1930 für den Kraftfahrzeug- und Fuhrwerksverkehr unter 2,5 Tonnen Gesamtgewicht gesperrt. Umleitung über Eckelshausen- Krombach- Friedens dorf. * Der harmlose Wanderer als Wilderer. Schafflers Wettervorhersage für den Monat Juni 1930. Der Monat Juni dürfte ein kleines Bild des Sommers geben, mit veränderlichem, kühlem und stürmischem Wetter beginnen. Mit Beginn der 2. Woche Temperaturanstieg bis etwa Mitte des Monates, heiter, warm, troden. Pfingsten ist meist heiteres, angenehmes Wetter zu erwarten, zeitweilig wolkig, am Vortrag wahrscheinlich Gewitterregen. Um die Mitte des Monates, vielleicht schon etwas früher, vorübergehende Abkühlung, besonders nachts, mit Regen und Wind. Darauf sommerliches Wetter, anhaltend bis Ende des Monates, unterbrochen von starken Gewittern mit wolkenbruchartigen Regenfällen. Der Mechaniker Georg Jmhäuser aus Frankfurt a. M. ist leidenschaftlicher Jäger, halb aus Neigung, halb aus Geschäftsinteressen. Er war infolgedessen für die Jäger und Förster der benachbarten Waldungen buchstäblich ein Schrecken. Die besten Böcke schoß er im Vilbeler Wald den Pächtern vor der Nase weg, ungezählte Hasen erlegte dieser harmlose Spaziergänger, der seine Flinter ständig in einem Spazierstod verborgen hielt. Schonung kannte Jmhäuser gegenüber dem Wilde nicht. Aus Nah und Fern. Hessische Missionskonferenz. Am 15. und 16. Juli wird die diesjährige hess. Missionskonferenz in Büdingen sein. Die Tagung bekommt dadurch besondere Bedeutung, daß Universitätsprofessor und Missions= direktor D. Dr. Witte- Berlin und Universitätsprofessor D. Dr. Frid- Marburg Vorträge zugesagt haben. Er war draußen im schönen Vilbeler Walde so gut zu Hause wie im Schwanheimer Forst, wo er den Bauern sogar die Haushühner vor der Haustüre wegknallte. Im letzten Herbst wurde er in der Vilbeler Gemarkung beim Wildern überrascht und angezeigt. Der vielfach vorbestrafte Mann erhielt eine recht geringe Strafe, gegen die er aber Berufung einlegte. Nun verhandelte das Große Schöffengericht in Gießen als Berufungsinstanz gegen ihn und erhöhte die Strafe ganz wesentlich. Jmhäuser wurden nicht weniger als 2½ Jahre Gefängnis ohne Bewährungsfrist und ohne Zubilligung mildernder Umstände zudiktiert. Man gab ihm auch nicht Gelegenheit, noch einmal nach Hause zu fahren, sondern ließ ihn die Strafe sofort antreten. Hessisches Landes- Feuerwehrfest. Am 19., 20. und 21. Juli ds. Js. findet in Dieburg der Hessische Landesfeuerwehrtag statt. Verbunden mit dem Landesfeuerwehrtag ist das sechzigjährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Dieburg. Die Vorbereitungen zu einer würdigen Ausgestaltung dieser Tagung sind bereits in vollem Gang. Die Anmeldungen laufen schon jetzt in großer Zahl ein. Mit dem Landesfeuerwehrtag ist eine Ausstellung von Feuerwehr- Geräten und-Utensilien verbunden. Hessische Kirchengesangvereinstagung. Darmstadt. Das 46. Kirchengesangvereinsfest am vergangenen Sonntag in Darmstadt wurde zu einer gewaltigen Kundgebung evangelischen Lebens. Schon am Vorabend die H- mollMesse, gesungen vom Offenbacher Kirchengesangverein, fand vor einer ungeheuren Hörerzahl statt. Am Sonntag predigten in den Festgottesdiensten u. a. Professor D. Dr. Cordier. Gießen, Pfarrer Lic. Wallau- Frankfurt, Kirchenrat D. LuekenFrankfurt und Oberkirchenrat Dr. Müller Darmstadt. Um ½2 Uhr war eine nach Tausenden zählende Menge im Glockenhof des Schlosses versammelt, um dort den beiden Liedern, die von einem Massenchor von 2000 Sängern gesungen wurden, zu lauschen. Ein gewaltiger Posaunenchor eröffnete und beschloß die Feier. Dann ging es in einem Zuge zur Festhalle, die bis auf den letzten Platz gefüllt wurde. Hier folgten Chöre, gesungen von Gruppen von 2 bis 300 Sängern, und Reden und Vorträgen der Posaunenchöre aufeinander. Prälat D. Dr. Diehl gab einen Ueberblick über die Geschichte des Kirchengesanges in Hessen und pries die lebenerweckende Wirkung, die der Kirchengesangverein in unserem Lande in 50jähriger Tätigkeit erbrachte. schen mag, im Fall der Jnvalidenversicherung ist ohne Frage dieser Weg nicht gangbar, da die Wirtschaft derartige Belastungen, wie sie ihr durch die Streichung der Reichszuschüsse erwachsen, nicht zu tragen vermag. Auf der anderen Seite wird man aber auch von der Invalidenversicherung verlangen müssen, daß sie die Rücklagen, deren Ansammlung ihr durch die Reichszuschüsse ermöglicht wird, im Sinne ihrer unmittelbaren Aufgaben und nach streng laufmännischen Gesichtspunkten anlegt, anstatt daß sie wie jetzt infolge Hergabe billiger Darlehen für soziale Zwede nur eine Verzinsung von 5% erzielt. Das scheint sozial zu sein, in Wirklichkeit ist es unsozial, denn die Aufgaben der Inbalidenversicherung bestehen nicht in einer allgemeinen und verschwommenen Wohlfahrtspflege, sondern in der Sicherstellung ihrer geseglichen Leistungen. Das Reich soll und muß Zuschüsse zur Invalidenversicherung geben. Aber es fann dafür auch verlangen, daß mit ihnen kaufmännisch gewirtschaftet wird. Die bedrohte Invalidenversicherung. Bereits seit längerer Zeit bildet die Zukunft der Invalidenversicherung einen Gegenstand ernster Sorge, da auf der einen Seite das von ihr vor dem Kriege angesammelte Vermögen ein Opfer der Inflation geworden, auf der anderen Seite aus der bei uns beobachteten Verlängerung der Lebensdauer in Verbindung mit dem Sinken der Geburtenziffer noch eine erhöhte Belastung der Invalidenversicherung zu erwarten ist. Anfang 1929 hat das Reichsarbeitsminifterium dem Reichstag eine Denkschrift vorgelegt, in der berechnet wurde, daß in der Invalidenversicherung die Einnahmen schon 1934 nicht mehr ausreichen würden, um die Ausgaben zu decken, und daß bis etwa 1940 das vorhandene Vermögen aufgezehrt sein würde. Es ist dieser Lage gegenüber, die in den amtlichen Beröffentlichungen doch wohl im wesentlichen als zutref fend dargestellt wird, nicht leicht verständlich, wenn in der Schrift des Hansa- Bundes„ Steuersenkung statt Steuererhöhung bleibt unsere Parole!" die Einstellung aller Zahlungen aus der Reichskasse an die Invalidenversicherung mit Ausnahme des sogenannten Reichszuschusses gefordert wird, mit der Begründung, daß einerseits die finanziellen Aussichten der Invaliden= versicherung gar nicht so schlecht seien, daß aber andererseits auch die Art der Vermögensanlage jeden späteren Rückgriff auf die Reserven doch unmöglich mache, so daß die Invalidenversicherung zu einem späteren Zeitpunkte in stärkerem Umfange zum Umlageverfahren werde übergehen müssen. Ohne Zweifel ist für den überwiegenden Teil der Ausgaben die Deckung durch Beiträge in nahe: Zukunft unvermeidlich. Aber was würde es für die Wirtschaft bedeuten, wenn nicht mehr wie bisher durch Dotierung der Invalidenversicherung aus Reichsmitteln Reserven geschiffen würden, deren Berzinsung wenigstens eine gewisse Entlastung der Beitragspflichtigen ermöglicht? Wir werden 1935 mehr als 2 Millionen Bezieher von Invalidenrenten haben, 1955 aber 3 und 1975 über 4 Millionen, und das bei einer sinkenden Zahl von Arbeitstätigen. Die Beiträge müßten also weit mehr als verDoppelt werden. Man mag einwenden, daß es nicht gerade unbedingt erforderlich ist, in Zeiten schwerster finanzieller Bedrängnis, für eine entfernte Zukunft vorzubeugen. Aber es darf nicht vergessen werden, daß die Schwierigkeiten in der Invalidenversicherung schon in den nächsten Jahren zu erwarten sind. Aber wahrscheinlich würde ein Wegfall der Reichsbeiträge, wie ihn der Hansabund fordert, schon das Jahr 1930, in dem sich die wirtschaftliche Depression in den Beitragseinnahmen noch stärker auswirken wird als 1929, zu einem Defizitjahr für die Invalidenversicherung machen. So sehr man grundsäßlich eine Einschränkung der Reichszuschüsse für Zwede der Sozialversicherung wünGewitter in Nordwest. Beträchtlicher Rüdgang der brasilianischen Ausfuhr. Die brasilianische Ausfuhr ist nach einer Mitteilung des Finanzministers in den ersten 4 Monaten ds. Js. um 248 Mill. Mifreis, gleich 32,7%, gegenüber der gleichen Periode des Vorjahres zurückgegangen. Vor einigen Wochen haben die Metallarbeitergewerkschaften dem Arbeitgeberverbande der Nordwestdeutschen Eisenindustrie ihre Absicht mitgeteilt, den Rahmenvertrag zum nächsten Termin zu kündigen. Es sollte trotzdem zweifelhaft sein, ob das Gewitter, das sich auf diese Weise im Nordwesten zusammenzuziehen scheint, wirklich zum Ausbruche kommen wird, da far ist, daß sich der gegenwärtige Zeitpunkt besonders wenig für lohnpolitische Auseinandersehungen eignet. Die Berhältnisse in der rheinisch- westfälischen Eiſenindustrie sind in den letzten Jahren immer ungünstiger geworden. Schon im Dezember 1927 hatte der Schlichter eine verhältnismäßig geringe Lohnerhöhung mit der wirtschaftlich mißlichen Lage der Industrie begründet. An diese Feststellung hatte dann Severing ein Jahr später angeknüpft, indem er in seiner lohnpolitischen Entscheidung darauf hinwies, daß sich die Lage in der rheinischwestfälischen Eisenindustrie mindestens nicht günstiger gestaltet habe. Wörtlich schrieb er in seinem Schiedsspruch:„ Die allgemeine Konjunktur ist zurückgegangen und die Ertragsmöglichkeit hat besonders in der erzeugenden Industrie eine nicht unbeträchtliche Einbuße erfahren. Zusammenfassend läßt sich sagen, daß die Verhältnisse seit Ende des vergangenen Jahres nicht günstiger geworden sind und daß keine Anzeichen vorliegen, die eine erhebliche Besserung in kurzer Frist erkennen ließen." Jm Vergleich zu der damals zutreffend gewürdigten Lage der Eisenindustrie ist in den letzten anderthalb Jahren eine Verbesserung zweifellos nicht eingetreten. Das Gegenteil ist der Fall! Das Ziel der Gewerkschaften sollte allein darin bestehen, die vorhandenen Arbeitslosen wieder in die Produktion einzugliedern. Es ist tausendfach mehr gewerkschaftlich gehandelt", erklärte vor einigen Wochen der Führer wenn wir Fürth, She In Fürth: 1. FO In Köln: KölnIn Berlin: Solit In Dresden: Dre Der 1. FC. Nürn deutschlands bei den meisterschaft. Ihm ju versehen. Schalt Das vierte Tre fter Hertha BSC, in schaft erreichte ein 1 diesem Resultat ni muz. Noch ein zweite Zwischenrunde aus. lang es, dem füddeut tradhi Frankfurt verlo der Vorrunde keine F rath langte es nur zu Favorit. des christlichen Metallarbeiterverbandes, alles aufbieten, um das Heer der Arbeitslosen zu vermindern, als den in Arbeit Stehenden ein paar Pfennige Lohnerhöhung zuzuführen." Diese Erkenntnis ist es vermutlich auch gewesen, die die christlichen Gewerkschaften bewogen hat, von einer Kündigung des nordwestlichen Rahmenvertrages Abstand zu nehmen. Der Weg zu diesem Ziele Einfügung der Arbeitslosen in den Produktionsprozeß- geht über eine Entlastung der Wirtschaft über vermehrte Kapitalbildung und Berbilligung der Produktionsfosten. Er wird rettungsIos verbaut durch neue sozial- politische Forderungen, gleichviel, ob es sich dabei um Erhöhung der Löhne oder Verkürzung der Arbeitszeit handelt. Daß die Verkürzung der Arbeitszeit kein geeignetes Mittel zur Be kämpfung der Arbeitslosigkeit ist, wie das noch kürz lich der Allgemeine deutsche Gewerkschaftsbund in einer mehr pomphaften als sachlichen Entschließung behaup tet hatte, ist ja inzwischen wohl allgemein anerkannt worden. Dieser Erkenntnis verschließen sich auch keineswegs einsichtige sozialistische Gewerkschaftskreise, wie soeben ein Auffah im Aprilheft der freigewerkschaftlichen Zeitschrift Die Arbeit" beweist, in dem der Verfasser zum Ausdruck bringt, daß der Vorschlag der Arbeitszeitverkürzung kein ungefährliches Werkzeug sei. „ Es ist möglich", so heißt es dort ,,, daß die wiederbeschäf tigten Arbeitslosen zunächst nicht die notwendige Arbeitsleistung erreichen. Auch eine der Arbeitszeitverfürzung entsprechende Erhöhung des Stundenlohnes würde wahrscheinlich die Produktionskosten steigern. Wir haben gesehen, daß damit die Arbeitslosigkeit nur vergrößert würde. Sofern keine Garantie besteht, daß die Arbeitsleistung mindestens auf gleicher Höhe bleibt, wäre der Arbeitszeitverkürzung abzuraten. Nur in Verbindung mit anderen, die Arbeitsleistung steigernden Maßnahmen ist die Bekämpfung der Arbeitslosig feit durch Arbeitszeitverkürzung möglich." Im Westen selbst operieren dagegen die Gewerkschaften noch immer mir der Behauptung, daß durch Arbeitszeitverkürzung der Arbeitslosigkeit gesteuert werden könnte, und in den gewerkschaftlichen Borschlägen zur Neuregelung des Rahmentarifs in der nordwestlichen Eisenindustrie rimmt die„ Einschränkung aller Mehrarbeitsstunden über die 48- Stundenwoche hinaus" einen wichtigen Plag ein. Mag hie und da eine Korrektur in der zurzeit bestehenden Regelung der Arbeitszeit möglich sein, im allgemeinen ist eine Alenderung des besonders kom plizierten Systems in Nordwest unmöglich, ohne daß dabei neue Belastungen für die Produktion entstehen. Von dem gesunden Sinn der Arbeiterschaft, die selbst genau weiß, daß der Augenblick nicht Lohnerhöhungen, sondern Lohnsenkungen erfordert, darf man hoffen, daß sich die Wetterwolfen, die sich in Nordwest zusammenzuballen scheinen, in einen flaren Himmel des Arbeitsfriedens auflösen. In einem schwere DSC. über die Spie gigantischen Ringen, brachte. Es war ei je in den Meistersch 1. FC Nür Etwa 10 000 3 Sieg der Nürnberge waren, während de Stuhlfauth hütete. Verstärkung bemerkba In der Dedung gefi schwer zu schaffen ma amtierte einwandfrei nationalen Czepan u Mannschaft der Wes pielen mußte, da d righter Fuchs( Leip legte durch Wieder Shalle gelang, bu Ergeb BE. Siegen 1. Weilburg 1. Braunfels 1. Gau Gießen Weglar Stodhausen 1. Allendorf 1. Steindorf 1. Niedergirmes Dahlheim- We Allendorf 2. Schirigr. Grü Jugend: Allendorf 1. Stodhausen 1 Niederbiel 1. Steindorf Sch Sau Marburg: Sterzhausen 1. Herbertshausen Hofmann Eine Borrede Das G Jederman tief im V deutschland der Festip Daritellung Ganz am Anfang erzählte man sich an Bauernvolt in der G Runde wie die schön weig, wer fie gedicht Vor vielen hundert Dieser Erde zum er Mutter auf den S Urentel- und find Ja, genau wie Tat, ists auch dem Dor 600 Jahren erz madhte ein Englände über gelehrte deutsche Griechische übersetzten, Sans Sachs schließlich 3em verstorbenen oeite that, der es für unser Das Märlein von Den des Lebens eines aus der Blüte feiner iten Richter Rechenid Da jehen wir tie hinein. Jedermann h gewaltigen Befigtum wundervolles Lufthau nen steinernen Säule 44. mets et me offi edes blüh met ochen en. ions hbe ins: .Dr. Durg dem Frei eine ollem I ein. енет ange Rundmoll dpor en in ier uefen Um loden: n, die en, zu eschlof ie bis gesun m und O D itchen 19, Täti De Will Vor tit ber કારણુ is it etvert nord 7. Det Blojen aftum gun Mittwoch, den 4. Juni 1930. Gießener Zeitung Turnen, Sport und Spiel. Zwischenrunde um die DFB.- Meisterschaft. Dresden, Nürnberg und Kiel Fürth, Schalte und Frankfurt ausgeschieden. In Fürth: 1. FC. Nürnberg In Köln: Köln- Sülz 07 - qualifizieren sich für die Vorschlußrunde. Schalke 04 6: 2( 3: 1) Hertha BSC. 1: 1( 0: 1)( 1: 1) In Berlin: Holstein Kiel Eintracht Frankfurt 4: 2( 2: 0) In Dresden: Drestner SC.- SpVgg. Fürth 5: 4( 3: 1)( 4: 4) - * Der 1. FC. Nürnberg ist nunmehr der einzige Vertreter Süddeutschlands bei den weiteren Spielen um die deutsche Fußballmeisterschaft. Ihm gelang es, der Kuzorra- Elf den Todesstoß zu versetzen. Schalke 04 verlor mit 6: 2:. Das vierte Treffen endlich sah in Köln den Berliner Meister Hertha BSC. im Kampf mit Sülz 07. Die Swatosch- Mannschaft erreichte ein 1: 1; auch in der Verlängerung änderte sich an diesem Resultat nichts, so daß das Spiel wiederholt werden muß. Noch ein zweiter süddeutscher Vertreter schied in der 2. Zwischenrunde aus. Holstein Kiel dem norddeutsche Meister, gelang es, dem jüddeutschen Meister den k. o. zu versetzen. Eintracht Frankfurt verlor mit 2: 4. Eintracht hatte zwar schon in der Vorrunde keine besonderen Leistungen gezeigt, gegen Benrath langte es nur zu einem 1: 0. Trotzdem galt Frankfurt als Favorit. In einem schweren Kampfe hat dem mitteldeutsche Meister DEE. über die Spielvereinigung Fürth triumphiert, in einem gigantischen Ringen, bei dem die Verlängerung die Entscheidung brachte. Es war eines der aufregendsten Treffen, die es wohl je in den Meisterschaftsspielen gegeben hat. - % Sülz 07 - Hertha BSC. wird wiederholt. aufzuholen, den aber noch vor der Pause die Nürnberger durch einen dritten Erfolg von Schmidt wieder wettmachten. Nach dem Wechsel waren dann die Nürnberger überlegen gegen die nur mehr 10 Mann starke westdeutsche Mannschaft und stellte durch zwei weitere Erfolge von Hornauer und einen Treffer von Weiß das Ergebnis auf 6: 1. Dann gelang es den Westdeutschen durch Peter, ihren zweiten Treffer zu buchen. Köln- Sülz 07- Hertha- BSC. 1: 1( 0: 1) Gut 40 000 Zuschauer hatten sich im Kölner Stadion zu dem Meisterschaftsspiele zwischen Köln- Sülz 07 und Hertha- BSC. Berlin eingefunden. Die Berliner hatten einige Umstellungen vorgenommen. Erstmalig spielte wieder Grenzel, während Lehmann ausgelassen war. Bereits in der ersten Minute hatte Berlin eine gute Chance, die Hahn aber ausließ. Allmählich fanden sich die Kölner auch zurecht, und der Kampf wogte dann auf und ab. Einen sehr ernsten Vorstoß der Rheinischen machte Gelhaar zunichte, der Swatosch den Ball vom Kopfe nahm. Dann erteilte der Schiedsrichter dem Berliner Leuschner eine Verwarnung wegen Nachtretens. In der 3. Minute kam Berlin in Führung. Ruch knallte einen scharfen Schuß gegen den Pfosten, Kirsey nahm den abprallenden Ball in Empfang und sandte unhaltbar ein. Halbzeit 1: 0 für Berlin. Die zweite Spielhälfte begann mit wuchtigen Angriffen der Rheinländer und brachte in der dritten Minute den Ausgleich. Swatosch ließ einen Bombenschuß los, der gegen die Querlatte ging. Zarges bekam das Leder zu fassen und schoß den Ball ein. Weitere Vorstöße der Kölner endeten bei Gelhaar. Das Spiel wurde dann etwas hart, zumal das sehr aufgeregte Publikum Spieler und Schiedsrichter nervös machte. Eine Verlängerung um zweimal 15 Minuten brachte auf beiden Seiten feine Torchancen mehr, da die Spieler bei der Hitze stark abgekämpft waren. Wiederholungsspiel Hertha BSC. gegen Köln- Sülz in Berlin. 1. FC. Nürnberg 1904 Schalte 6: 2( 3: 1). Etwa 10 000 Zuschauer sahen in Fürth einem verdienten Sieg der Nürnberger, die mit Hornauer im Angriff angetreten waren, während das Tor wieder der alte Internationale Stuhlfauth hütete. Die Einstellung Hornauers machte sich als Verstärkung bemerkbar; der ganze Angriff spielte hervorragend. In der Deckung gefiel neben Kalb, dem allerdings die Hize schwer zu schaffen machte, vor allem Weikmann. Die Abwehr amtierte einwandfrei. Bei Schalke waren die beiden Internationalen Czepan und Kuzorra die besten. Schade, daß die Mannschaft der Westdeutschen nach der Pause mit 10 Mann spielen mußte, da der linke Verteidiger Zajons vom Schiedsrichter Fuchs( Leipzig) herausgestellt worden war. Nürnberg legte durch Wieder und Schmidt zuerst zwei Tore vor, bis es Schalke gelang, durch seinen Linksaußen Rotbart einen Erfolg| reuther. Ergebnisse aus dem Bezirk. BC. Siegen 1. Weilburg 1.- Braunfels 1. Gau Gießen- Wezlar: Stodhausen 1. Allendorf 1. Steindorf 1. - Niedergirmes 2. ( Himmelfahrt). Niedergirmes 1. 6: 1( 2: 0) Hanau 93( Pokalelf) 1: 1 Homberg- Kirdorf 1:10 Weilburg 2. 2: 1 Holzhausen 1. 6: 2( 2: 0) Oberbiel 1. 1: 1 - Büblingshausen komb. 1: 3 Dahlheim- Weylar 2. Nauborn 2. 2: 3( 0: 2) Allendorf 2. - - Haiger 2. 4: 1( 2: 0) Schirigr. Grünberg- Niederohmen 1, 3: 3( 2: 1) in Geilsh. Jugend: Allendorf 1. Stockhausen 1. Niederbiel 1. Steindorf Sch. Gau Marburg: tung unger Löhn ie Bev ur B Hiry n eine ehaup rlann feines e, wi Fidhaf Ber er g itber lognes eigern. weit nur ht, day bleibt Nur i teigern telofig Wefte imm fürzun und i Ling de noufri itunder pichtige Der zur idh fein rs fom ne daj tftehen Te felb bungen en, da aminens Trbeit Sterzhausen 1. - Haiger 1. 2: 5( 0: 4) Weilburg 2. 1: 0 Tiefenbach 1. 0: 1 Oberbiel Sch. 1: 5 Cölbe 1. 0: 8 Herbertshausen 1.- Breidenstein 2. 2: 5( 1: 3) Hofmannsthals dedermann". Eine Vorrede zu den Marburger Festspielen 1930. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes " Jedermann" ist in unseren Bezirken noch nicht so tief im Volt verwurzelt, wie beispielsweise in Süddeutschland. Unsere Leser werden daher anläßlich der Festspielaufführung in Marburg die folgende Darstellung seines Inhalts begrüßen. Ganz am Anfang war der„ Jedermann" ein Märchen. Das erzählte man sich an jenen Tangen Winterabenden, die das Bauernvolk in der Spinnstube sammelte, und schickte es in die Runde wie die schönen, alten Volkslieder, von denen niemand weiß, wer sie gedichter hat und wer ihre Melodie erfunden hat. Vor vielen hundert Jahren sang sie ein unbekannter Bürger dieser Erde zum ersten Male. Dann vererbten sie sich von der Mutter auf den Sohn... auf den Enkel... auf die Ur- UrUrenkel und sind schließlich zu uns gekommen. - - Ja, genau wie den schönen, alten Volksliedern unserer Heimat, ists auch dem Märlein vom„ Jedermann" ergangen. Schon vor 600 Jahren erzählte man sichs, und im 15. Jahrhundert machte ein Engländer ein Bühnenspiel aus ihm. So tam eš über gelehrte deutsche Philologen, die es ins Lateinische und Griechische übersetzten, über den Nürnberger Schuhmacherpoeten Hans Sachs schließlich auch zu dem liebenswerten, erst vor furzem verstorbenen oesterreichischen Dichter Hugo von Hofmannsthal, der es für unsere Bühne geformt und nachgedichtet hat. Das Märlein vom„ Jedermann" läßt uns die legten Stun: den des Lebens eines reichen Mannes miterleben, der von Gott aus der Blüte seiner Jahre abgerufen wird und vor dem höchsten Richter Rechenschaft seines Tun und Treibens ablegen soll. - Da sehen wir tief in des reichen Mannes irdischen Wandel hinein. Jedermann hat viele Ländereien und Gehöfte zu einem gewaltigen Besitztum vereinigt. Er läßt seiner Liebsten ein wundervolles Lusthaus bauen mit springenden Wassern, schönen steinernen Säulen" mit Gartenanlagen, Das am Sonntag in Köln trotz Verlängerung 1: 1 unentschieden ausgegangene Zwischenrundenspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft zwischen dem westdeutschen Dritten, Sp.- Vgg. Köln- Sülz 07, und dem Berliner Meister, Hertha BSC., wird nach einer Mitteilung des Deutschen Fußballbundes am zweiten Pfingstfeiertag im Berliner Poststadion erneut zum Austrag gelangen. Schiedsrichter des Kampfes ist der Nürnberger SackenSonntag, den 1. Juni 1930: Sportcl. 03 Rassel Sp.u.Sp. Barmen 7: 5( 3: 4) Ga. Sechshelden 1. Dillenburg 1. 4: 4( 3: 1) Ga. - Jubiläumsspiel SC. 05 Göttingen Sp.u.Sp. Barmen 1: 1( 1: 1) Jubiläumsspiel Einbed 05 Eintracht Hannover 2: 9( 1: 5) Jubiläumsspiel - Tura Kassel 0: 0 Aufstiegsspiel( G. steigt auf) Großalmerode Borussia Fulda VfB. Gießen 1. - - - - - Griesheim 02 2: 1( 0: 1) Frankf. SV. Pokalelf 1: 1( 1: 0) VB. Kurhessen Marburg 1. Odershausen 1. 4: 2( 2: 2) Herborn 1. Niedergirmes 1. 2: 4 Weylarer SV. 1. Germania Marburg 1. ausgefallen Großen- Bused 1. Aplar 1. 3: 2 Weilburg 1. Borussia Frankfurt 1. 6: 5( 3: 4) Heuchelheim 1. Nidda 1. 4: 9( 3: 3) Ehringshausen 1. Holzhausen 1. 4: 1 Biedenkopf 1. Breidenbach 1. 2: 5( 2: 1) Feudingen 1. Hesselbach 1. 5: 1( 1: 1) Banfe 1. Laasphe 1. 1: 1 Herborn A. H. - - - - Wetzlarer SV. A. H. 0: 2 ,, Daß unter dem Morgen- und Abendwind Ein Ruch von Blumen mancher Art Daherstreich allezeit gelind Von Lilien, Rosen und Nelken zart." Jedermann ist einer, der sein Geld gegen Zins ausleiht und den Schuldknecht, der nicht zahlen kann, hartherzig in den Schuldturm werfen läßt. Ein Mann, der den armen Nachbar mit einem winzigen Schilling abspeist und hart und brutal von sich weist, als er ein Mehr zur Rettung seines Gutes erfleht. Ja, dieser„ Jedermann" ist ein wilder Geselle, der nur an sein irdisches Lebensglüd denkt und für seine alte, mahnende Mutter keine Zeit hat, weil die Buhle auf ihn wartet. Er ist ein Mann, der mit dem Pfennig der Nächstenliebe knaufert, um sich und sein Gut aus ganzer Fülle für eitlen Tand und irdische Genüsse zu verschwenden.- Während Jedermann mit seiner Buhlschaft, Vettern und Freunden ein großes, pompöses Fest feiert, wird er von dem greift der Sensenmann in jedermanns Leben. Er ruft ihn aus Boten Gottes, dem Tod, abgerufen. Hart und unvermittelt der Fülle der Genüsse vor Gottes Richterstuhl. Da knickt der stolze, hosfährtige Mann in sich zusammen. Er erkennt in der Stunde des Todes die furchtbare Verirrung seines Lebens und fürchtet sich, vor Gottes Thron zu treten. Er ruft seine Getreuen und bittet sie um Geleit. Zunächst den Gesellen, der manche Stunde mit ihm gezecht und gelacht hat. Doch der wendet sich spottend von ihm. Er ruft seine Verwandten, den dicken und den dünnen Vetter, Blutsfreunde also, die seinem Leben nahestehen. Doch die lassen ihn schmählich allein und weisen empört seine Forderung zurück. Jedermann befiehlt seine Knechte zur Genossenschaft des letzten großen Weges. Doch die trotzen dem Befehl des sterbenden Mannes. Er befiehlt verzweifelt sein Gold. Aus der Truhe steigt es in Gestalt Mammons hervor, um ihn zu verhöhnen und zu verlachen. In der Stunde seines Sterbens erkennt der reiche Jedermann seine Armut und seine fürchterliche Einsamkeit. Gau Gießen- Weglar: - Pokalspiele in Garbenteich Pokalspiele in Sechshelden Bissenberg 1. Leun 1. 6: 2( 3: 1) 1900 Gießen 2. Niedergirmes 2. Sechshelden 2. Offenbach 1. Holzhausen 2. Weilburg 2. - - Bermbach 1. Offenbach 2. Friedberg 1. Weilburg 1. Jugend: Oberbiel 1. - - Germania Marburg 2. 0: 4 Biskirchen 1. 1: 3 Dillenburg 2. 2: 5( Ga.) Hermannstein 1. 4: 1( 1: 0) Stockhausen 1. 2: 3 Niedershausen 1. 3: 1( 2: 1) Schuppbach 2. 2: 2( 2: 0) Hermannstein 2. 4: 0( 0: 0) 1900 Gießen 1. 0: 4 Oberrealschule Hagen 1: 2( 1: 1) Weylarer SV. 1. 3: 1 Lich 1. Lollar 1. 3: 1. Offenbach 1 Hermannstein 1. 3: 1( 1: 1) 1900 Gießen 3. Garbenheim 1. 1: 3 Lich 2. Niederweisel 1. 0: 2 - Nauborn Sch. Hermannstein Sch. 4: 1:( 1: 0) Gau Marburg: Pokalspiele in Erksdorf Kurh. Marburg 2.- Odershausen 2. 6: 2 Caldern 1. - Biedenkopf 2. 3: 0 Caldern tomb. Cölbe 2. 4: 5 Schönſtadt 1. Erdhausen 1. Endbach 1. Jugend: - - Germania Marburg 3. 7: 3 Mornshausen 1. 4: 0 Wommelshausen 1. 1: 4 Kurhessen Marburg 1. Wallau 1. Erdhausen 1. Nr. 44. Germania Marburg 1. 1: 2 Edelshausen 1. 0: 2( 0: 1) Mornshausen 1. 1: 0 - Cölbe 1. Wehrda 1. 0: 1 Mittelrheinkreis gegen Westdeutschland 3: 8( 2: 4). Das Befreiungsspiel in Koblenz stand durchweg im Zeichen der Verbandself, die aber in ihrem Gegner eine schnelle und besonders eifrige Mannschaft vorfand. Der Ausgang des Kampfes ist auch in dieser Höhe gerecht. Die Verbandsmannschaft war in besserer Verfassung. Vorzüglich war der Torhüter. Die Verteidigung Schröter- Küster hatte nicht allzuviel Arbeit. Sehr gut gefiel in der Läuferreihe Kluck( Borussia Rheine) und seine Nebenleute Israel( 03 Kassel) und Voigtsberger( M.- Gladbach). Jm Sturm gab es faum Versager. Es wurde schön kombiniert und geschossen. Ein besonderes Verdienst hieran trifft Hochgesang, der sich vorzüglich mit seinen Nebenleuten verstand. Überraschung in Gießen. BfB. Gießen 1. FSpV. Frankfurt Bokalmannschaft 1: 1( 1: 0). Edenverhältnis 4: 3( 2: 1). Die zahlreichen Zuschauer, die sich trotz des guten Sonnenscheins am Sonntag auf dem Waldsportplatz eingefunden hatten, um das Spiel der ersatzgeschwächten VfB.- Elf und der bekann ten Pokalmannschaft des Frankfurter Fußballsportvereins sich anzusehen, hatten ohne weiteres den Süddeutschen ein besseres Spiel und einen Sieg über die Gießener Mannschaft zugetraut. Es kam aber anders. = Unter Leitung des Schiris Beine de Azlar standen die Mannschaften: VfB.: Schneider 1 Wagner Gerth Leutheuser Balser Henz Schöller Boeckler Schneider 2 Bingel Haupt Lehrmund Böttner Aschenbrenner Preis Fehling Nagel Roth Vogel Grief Cäsar F. Sp. B.: Bret Die Frankfurter spielten außerordentlich geschickt, doch verstanden es die VfB.er, sich auf das Spiel des Gegners gut einzuDer große, starke Mann, der da gesungen hat: „ Ja Lieb und Freundschaft, die zwei sind viel wert, Wer die hat, des Herz nit mehr begehrt." erkennt angesichts des Todes ,, So lang einer im Glücke ist, Der hat Freunde die Menge, Doch wenn ihm das Glück den Rücken fehrt, Dann verläuft sich das Gedränge." Und von Mammon, seinem Geld, seinem eigensten Besitz" muß er sich die harte, bittere Wahrheit sagen lassen: ,, Fährst in die Gruben nadt und bloß, So wie du tamit aus der Mutter Schoß." In seiner größten Not tommt ein altes Weiblein auf Krückstöcken dahergehumpelt, zu dem verzweifelten Jedermann. Es sind seine eigenen Werke, die in dieser symbolischen Gestalt zu ihm friechen. Die reden gütig und warm, und rufen in ihm den Glauben wach, den Glauben an Christum, an den Erlöser. Und dieser Glaube führt den reuigen Sünder auf den rechten Weg zu Gottes Thron. In erschütterndem Gebet liegt er auf den Knien, um in die Unendlichkeit einzugehen. Der Teufel, der einen wahren Höllentanz um die gerettete Seele aufführt, muß mit langer Nase wutschnaubend abziehen. Jedermann aber sinkt in sein irdisches Grab. ,, Nun hat er vollendet das Menschenlos, Tritt vor den Richter nackt und bloß Und seine Werke allein Die werden ihm Beistand und Fürsprach sein Heil ihm, mich dünki, ist an dem, Daß ich der Engel Stimmen vernehm, Wie sie in ihren himmlischen Reihen Die arme Seel lassen ein." Mit dem Gesang der Engel geht Hofmannsthals frommes Spiel zu Ende. Es ist in jener wahrhaft volkstümlichen, einfachen und schönen Sprache geschrieben, die jede echte Dichtung fennzeichnet. Es dürfte im Rahmen der Marburger Festspiele, sozusagen unter dem Schutz der lutherischen Pfarrkirche eine wahrhaft festliche Stimmung wachrufen. Mittwoch, den 4. Juni 1930. stellen, der sehr schnell war und mit Energie auf Torerfolge zusteuerte. Die Süddeutschen hatten die Gießener anfangs nicht ganz ernst genommen und das rächte sich. Sie waren technisch sehr gut und führten ein engmaschiges Kombinationsspiel vor, stießen aber bei der Hintermannschaft der Heimischen auf einen unüberwindlichen Widerstand. Bei den Frankfurtern spielte außerdem in diesem Spiel zum ersten Mal der bekannte Stuttgarter Außenstürmer Nagel mit, trotzdem langte es nur zu einem Unentschieden. Die Plazelf verdankt dieses ehrenvolle Abschneiden vor allem der Hintermannschaft. Voeckler zeigte Glanzleistungen. Eine Riesenarbeit erledigten die beiden Schneider, hier überragte Schneider 1 seinen Nebenmann wesentlich. Schlecht war von den Läufern nur Preis, der Gerth und Henß sehr oft ungedeckt ließ. Neben Haupt, der aber immer noch nicht schießen fann, waren im Gießener Sturm Balser und Lehrmund besonders gefährlich. - Das Spiel entwickelte sich außerordentlich schnell. Kampf, Wucht und auch manchmal Körpereinsatz waren die Trümpfe. Beide Torhüter bekamen manchen recht gefährlichen Ball der mehr zu tun auf ihr Heiligtum und besonders Voeckler bekam meisterte diese Bomben mit großem Geschick. Die Nerven der Spieler, des Schiedsrichters und des Publikums wurden aufs höchste angespannt. Obwohl sich die Frankfurter anstrengten, mußten sie sich in der 37. Minute durch Balser, ein Tor gefallen lassen, das aus einer Vorlage von Bingel- Fehling herrührte. Wenig später wurden die Zuschauer ungeheuer aufgeregt gegen den Schiedsrichter über eine Entscheidung, die das Spiel fast zur Pause. Dann vergab Henß zwei Minuten vor der Pause die Ausgleichschance, indem er frei vorm Tor den Ball ins Aus schoß. In der zweiten Halbzeit war das Bild anfangs unverändert. Dann wurden die Frankfurter überlegen, durch rasches und energisches Spiel ihres Sturmes und der Läuferreihe. Doch an Bingel, Leutheuser und Schneider 1 war sehr schlecht vorbei zu kommen, dazu kam noch ein Ueberkombinieren vorm Tor. Der gute Schuß fehlte. Dafür wurden aber die Verteidiger der Gäste unsicher und bei einem Durchbruch steht Haupt allein vorm Tor und alles wartete schon auf den 2. Erfolg verschossen. Fünf Meter vor dem Kasten! Dann hieß es für die Gießener start verteidigen. Das Spielende ist nicht mehr fern; die Gäste versuchen mit aller Energie den Ausgleich, der ihnen drei Minuten vor Schluß auch noch gelingt. Er war verdient!. - Großen- Bused 1. Aplar 1. 3: 2( 0: 2). - Zu diesem Spiel trat Aẞlar mit Ersaz, Gr.- Bused komplett an. Man wurde wiederum von der in guter Form befindlichen einheimischen Mannschaft angenehm überrascht. Die Gäste konnten auf Grund besserer Zusammenarbeit die erste Spielhälfte für sich überlegen gestalten und so auch ein 2: 0 bis zur Pause herausholen. Bei Wiederbeginn hatte Gr- Bused eine Umstellung vorgenommen, die sich vorzüglich bewährte. War vor der Pause die Gästemannschaft die bessere, so mußte man jetzt das Gegenteil feststellen. Gr.- Buseck drückte start. Bald hatten die Einheimischen ein Tor aufgeholt und auch das Ausgleichstor erzielt. Immer wieder entstanden durch schöne Kombinationen brenzliche Momente vor dem Gästetor. In der 80. Min. wurde dann noch das siegbringende und zugleich schönste Tor des Tages erzielt. Schiedsrichter- Untergruppe Grünberg - Nieder- Ohmen 1. 3: 3( 2: 1). Am Himmelfahrtstag trug die Untergruppe Grünberg ihr erstes Belehrungsspiel in Geilshausen aus. Einige„, Pfeifenmänner" blieben durch Krankheit und sonstige Umstände" fern, sodaß sich die Schiedsrichtergilde durch aktive Spieler von Ettingshausen und Geilshausen ergänzen mußte. Es entwickelte sich ein recht flottes Spiel, vom Anstoß weg wanderte der Ball hin und her und nach wenigen Minuten lagen die Schiedsrichter 1: 0 in Führung. Die Enttäuschung bei den Anhängern von Nieder- Ohmen steigerte sich immer mehr, als in der Mitte der ersten Halbzeit die Schiri- Mannschaft einen weiteren Erfolg erzielte. 2: 0. Nieder- Ohmen fand sich nach und nach auch mit den primitiven Platzverhältnissen zurecht und erzielte bis zur Union Bis 800 Mark Monats- Verdienst Es werd. eine Anzahl ,, Gießener Zettang Pause ein Gegentor. 2: 1. Nach Seitenwechsel verwirkte der linke Verteidiger der Schiedsrichter einen Elfmeter, der ver= wandelt wurde. 2: 2. Hierauf setzte Nieder- Ohmen Dampi auf und erlangte bald die Führung. 2: 3. Die letzte Viertelstun= de gehörte wieder der Schiedsrichter- Mannschaft und bei dem Schlußpfiff stand die Partie 3: 3. Die beiden Anwärter, die das Treffen leiteten, hatten keine schwere Arbeit, denn man Kr. spielte auf beiden Seiten fair. Staffeltag in der Gruppe Gießen- Weylar- Weilburg. Zur Ausschreibung waren 5 Staffeln, und zwar für Aktive eine Schwellstaffel( 100, 200, 300, 800, 1500, 300, 200, 100), für Jugend A eine 4 mal 100 und Olympische Staffel, für Jugend B eine 10 mal 50 und für Frauen eine gemischte( 50, 50, 50, 50, 800, 100, 100, 100, 100) Staffel gelangt. Ausrichter war die Sp.- Bgg. 1900. Das Interesse für die Sache war äußerst gering, oder bildeten sich einige Vereine ein, es wäre ihrem Ruf dienlicher, dem Start fernzubleiben, als in Ehren zu unterliegen? In der Klasse der Aktiven war 1900 mit 3 Mannschaften allein auf weiter Flur. Die Entscheidung fiel erst in den Schlußstrecken und sah die B- Staffel in Front. In den Jugendtlassen hieß es immer nur 1900 contra VfB. Die Bewegungsspieler waren ihrem Gegner nicht ganz gewachsen und mußten sich jeweils mit dem zweiten Plaz begnügen. In der 4 mal 100 Meter- Staffel liefen die Spielvereinigungsleute die beachtenswerte Zeit von 47,6 Set. Der Lauf der Damen brachte als einziger die Vertreterinnen dreier verschiedener Vereine, näm lich VfL. Wetzlar, 1900 und VfB. Gießen zusammen. Bei den 50- Meter- Läuferinnen gab es naturgemäß keine große Differenz, die Mittelstrecklerinnen konnten vielmehr auf gleicher Höhe übernehmen. Sie blieben auch bis zu 700 Meter zusammen, erst dann machte sich Frl. Pfaff- Wetzlar frei, während Frl. Eyelmüller- VfB. und Frl. Schlüter- 1900 Brust an Brust kämpfen und auch mit kaum merklichem Abstand wechseln. Auf diese Weise war dann der Rennverlauf mit dem VfL. als Erstem, 1900 als Zweitem und VfB. als Drittem entschieden. *** Verschiedenes. Dieburg( Hessen). Die Hauptversammlung des GesamtOdenwaldklubs findet am 28. und 29. Juni in Dieburg statt. Braunschweig. Am 4. und 5. Oftober 1930 findet in Braunschweig ein Generalappell der ehem. Angehörigen der 1. Gardelandesschützen- Abteilung( Freikorps von Neufville) statt, gleichzeitig Wiedersehenstag der 2. Garde- Reserve- Division. Alle ehemaligen Angehörigen des Freikorps, des Altund Jungschützenverbandes der„ Schwarzen Garde" und des ,, Braven Heyderich" werden gebeten, sofort ihre Adresse mitzuteilen. Alle Anfragen an Herrn Wilhelm Schrader, Braunschweig, Sophienstraße 9 III. Wer fein Wahlrecht hat, braucht auch fein Obdach. Das russische Volkskommissariat für innere Angelegenheiten hat, so lesen wir in der„, Deutsch. Allg. Zeitung" ein neues ,, Wohnungs- Reglement" ausgearbeitet. Es enthält ausführliche Bestimmungen über die Pflichten und Rechte der Mieter. In Zukunft darf Wohnraum nur noch an diejenigen Auserkorenen vergeben werden, die das Wahlrecht für die Sowjets besitzen. Wer kein Wahlrecht besitzt( also vor allem die verruchten Bourgeois, die Geistlichen, die Beamten des alten Regimes und alle ihre Familienmitglieder); wird in Zukunft auch keine Wohnung mehr erhalten. Wird eine„, Wohnung" frei, so erhält künftig immer ein Arbeiter den Vorzug, erst nach den Arbeitern kommt die Reihe an die übrigen Bevölkerungsgruppen, die das Wahlrecht besitzen. Der Mietpreis richtet sich nach der Höhe des Einkommens des Mieters; diese Bestimmung gilt sowohl für nationalisierte Häuser, als auch für Wohnungen, die von industriellen Unternehmungen errichtet worden sind. Damit man aber diese erbaulichen Mitteilungen nicht für böswillige Phantasien hält, verraten wir, daß sie der„ Izwestia" entnommen sind. Heízí Kein Rauch, kein Ruß keine Schlacken Z uckerkranke Wie Sie ohne das nußlose Hungern Ruckerfret werden könn., sagt jed. untücht. Personen ges., entgeltl.ph.Hergert, Wiesbaden.Rückertstr.177b gleich welchen Berufes od. Geschlechtes. Sehr günst.Gelegenh.f. solch. d. sich selbständ.machen woll. Auch als Hauptoder Nebenverdienst. Dauernde u. angenehme Tätigk. Kein Reis. Angebote unt. 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Dazu gehört aber auch die in seinem Interesse an Steuern und sozialen Lasten in Abzug gebrachten Beträge, auch gekürzte Wohnungsmiete. Es kann nicht die Rede davon sein, daß es sich bei der allein richtigen Zugrundelegung des Bruttolohnes um ein unsoziales Vorgehen. handelt. Hat ein Beamter als Mietschöffe Anspruch auf Vergütung? Zu dieser Frage hat das Landgericht Darmstadt Attz. L.. G. Nr. 287/30 unterm 12. April 1930 folgenden Beschluß gefaßt, den wir zur Beachtung nachstehend zum Abdruck bringen. Auf die Beschwerde des Vermieterschöffen W., Verwaltungssekretär in D. vom 3. März 1930 wird das Amtsgericht Darmstadt I angewiesen, dem Genannten eine Vergütung für seine Tätigkeit als Mietschöffe zu zahlen, insoweit der Anspruch rechtzeitig geltend gemacht worden ist. In§ 7 Abs. 2 des Mieterschutzgesetzes ist bestimmt, daß die Beisitzer für ihre Tätigkeit eine Vergütung erhalten; es soll also nicht nur der Verdienstausfall maßgebend sein, sondern es soll auch die Arbeitsleistung an und für sich bezahlt werden. Eine dieser Vorschrift widersprechende landesrechtliche Regelung wäre ohne Bedeutung. Man braucht jedoch den Art. 12 der hess. Verordnung vom 8. September 1923 nicht als eine Be= stimmung anzusehen, die einen solchen Widerspruch enthielte, denn sie regelt nur die Frage der Reisekosten und Tagegelder, d. h. also, Fahrtkosten und Aufwandsentschädigung, und verweist nur insoweit auf die für Schöffen geltenden Sätze. Hiernach muß der Anspruch des Beschwerdeführers als be= gründet angesehen werden. Neue Bücher. ,, Sonnenschein Freude für Alle", Familienausgabe der bekannten Zeitschrift Jm Wartezimmer", Verlag Gustav Tho mas, Bielefeld. Preis 60 Pfg. 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