B 1486/10 fol max.- 43 har- 43 Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. Politische Rundschau. Unter dem Vorsiz des Reichsfinanzministers soll, wie ver: lautet, am 25. Januar eine Konferenz der Finanzminister der deutschen Länder zur Besprechung des Finanz- und Steuerprogramms der Reichsregierung stattfinden. * Der deutsche Botschafter in der Türkei, Nadolny, ist am Freitag in Begleitung von Generalkonsul Fabricius und Ministerialrat Feldhaus nach Angora abgereist, wo am Sonnabend die deutsch- türkischen Handelsvertragsverhandlungen eröffnet werden sollen. Der Reichsparteivorstand der Deutschen Zentrumspartei ist vom Parteivorsigenden, Prälat Dr. Kaas, zum 26. Januar nach Berlin einberufen worden. Es handelt sich neben einer Besprechung der allgemeinen politischen Lage vor allem um organisatorische Fragen. Der Reichsparteiausschuß soll Anfang Februar zusammentreten. * Der Präsident des Landesfinanzamtes Magdeburg, Reichs: finanzminister a. D. von Schlieben, der die Leitung des Vereins der deutschen Zuckerindustrie in Berlin übernommen hat, ist mit Ablauf des Jahres 1929 aus dem Reichsdienst ausgeschieden. * Am 4. Januar vollendet der bekannte Orgeschführer, Forstrat Dr. Escherich, sein 60. Lebensjahr. Zum Dirigenten der fernöstlichen Abteilung im Auswär tigen Amt ist der bisherige Botschaftsrat in Tokio, Dr. W. Freiherr v. Schoen ernannt worden. Bei der internationalen Konferenz der Schulleiter, die zur Zeit in England stattfindet, haben sich die Vertreter Deutschlands und Frankreichs für den Austausch von Schülern im Interesse des internationalen Friedens und des gegenseitigen Verstehens der Völker mit großer Wärme eingesetzt. Beim Neujahrsempfang im Hess. Staatsministerium, zu dem eine größere Anzahl Persönlichkeiten aus allen Kreisen der Bevölkerung erschienen war- Vertreter von Landes- und Reichsbehörden und Männer aus der Politik, Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft und der Presse hielt Staatspräsident Dr. Adelung folgende Ansprache: ,, Zu Beginn des verflossenen Jahres stellte die Hessische Regierung an die Spitze ihrer Wünsche den, das besetzte Ge= biet möchte bald frei werden von fremdem Kriegsvolk. Das abgelaufene Jahr hat diesen Wunsch zwar nicht erfüllt, aber das kommende, an dessen Schwelle wir stehen, wird aller Voraussicht nach die ersehnte Freiheit bringen. Damit wird dann endlich der schwere wirtschaftliche und seelische Druck beseitigt, der fast 12 Jahre lang auf großen Gebieten und Bevölkerungsteilen unseres Landes lastet. Aber es wird sich dann auch noch klarer und eindringlicher als bisher erkennen lassen, welch schwere Schäden und Verheerungen die jahre= lange fremde Besetzung mit ihren Vergewaltigungen und Hemmungen der Wirtschaft des Landes zugefügt hat. Bei der Aufrichtung und Wiederherstellung bedürfen wir der weitgehendsten Mithilfe des gesamten deutschen Volkes, für das die besetzten Gebiete gelitten haben. Wir erwarten be= stimmt, daß das Reich sich dieser Pflichten stets bewußt bleiben wird. Der Jahreswechsel vollzieht sich in einer Zeit der Not. Industrie, Handel, Handwerk und Landwirtschaft liegen darnieder, das Elend der Erwerbslosigkeit drückt schwer auf weite Schichten unseres Volkes und erfüllt sie mit Sorge und Bitterkeit. Diese Zeit der Not stellt gebieterische Anforderungen; sie läßt sich nur überwinden, wenn auf allen Gebieten des öffentlichen und privaten Lebens strengste Sparsamkeit und Einschränkung erfolgen. Die Hessische Regierung wird an ihrem Teil mit aller Energie ein Sparprogramm verfolgen, von dem sie hofft, daß es geeignet ist, die Gesunderhaltung unseres Staatswesens zu gewährleisten und uns über die Tage der Not hinwegzuhelfen. Dazu bedarf es aber der Mitwirkung und des Verständnisses Aller. Denn ich bin mir bewußt, daß jede Sparmaßnahme Opfer verlangt, Opfer von der Allgemeinheit und Opfer von der Beamtenschaft. Aber diese Opfer sind sinnvoll, ihre Absicht ist, nicht zu schädigen, sondern zu erhalten; sie sind notwendig, um die Finanzgebarung des Staates der Genesung entgegenzuführen und dienen damit dem Wirtschaftsleben und dem Beamtentum. Aus der trotz stärkster äußerer und innerer Bedrängnis in der Nachkriegszeit durchgeführten Aufbauarbeit in Reich und Ländern müssen und dürfen alle Volksgenossen den Optimismus schöpfen, daß wir auch alle weiteren Widerstände überwinden können, wenn der Geist der Solidarität und des Selbstvertrauens im Volke lebendig bleiben wird. ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 4. Januar 1930 So erwarten wir vom neuen Jahre, es möchte den be= setzten Gebieten endgültig die Freiheit bringen, und uns stärken, die wirtschaftlichen Nöte unseres Volkes zu überwinden. An Energie und gutem Willen soll es nicht fehlen. So entbiete ich Ihnen Allen herzliche Wünsche zum neuen Jahre!" Dr. Curtius bei Tardieu. Haag, 3. Jan. Reichsaußenminister Dr. Curtius hat heute mittag gegen 2 Uhr im Hotel ,, Des Indes" dem französischen Ministerpräsidenten Tardieu und dem Außenminister Briand einen kurzen Besuch abgestattet, der als Höflichkeitsbesuch bezeichnet wird. Im Laufe des Vormittags fand eine erste private Unterredung zwischen Tardieu und Snowden statt, die den wesentlichen Punkten der kommenden Konferenz gegolten haben soll. Bacelli zum Kardinal Staatssekretär ernannt. Der vatikanische Mitarbeiter des„ ,, Corriere della Sera" bestätigt, daß Kardinal Gasparri nach seiner Erkrankung endgültig seine Enthebung vom Amte des Kardinal- Staatssekretärs nachgesucht, und daß der Papst jetzt diesem Ersuchen stattgegeben habe. Zu seinem Nachfolger wurde der bisherige Berliner Nuntius, Kardinal Pacelli, ernannt. 3wei Flugzeuge stürzen aus 700 Meter Höhe ins Meer. Newyork, 3. 1. Infolge der blendenden Sonne verloren in Kalifornien die Piloten zweier Kabinenflugzeuge, die zweds Filmaufnahmen für einen Hollywood- Vox- Film mit zehn Passagieren aufgestiegen waren, die Kontrolle über die Führung. Die Flugzeuge stießen zusammen und fielen brennend ins Wasser. Das Unglück vollzog sich in dem Augenblick, wo aus einem dritten Flugzeug ein Fallschirmabsprung ausgeführt werden sollte. * Venice( Kalifornien), 3. 1. Ein furchtbares Flugzeugunglück, das sich dicht an der Küste abspielte, hat nicht weniger als zehn Menschenleben gefordert. Zwei Flugzeuge, die mit Film aufnahmen für die Vor- Picture- Corporation machten, stießen in 700 Meter Höhe zusammen und stürzten brennend ab. Direktor Kennerth- Hawkes, Vizedirektor Gold, zwei Filmoperateure, zwei Piloten, zwei Operateurgehilfen und zwei Requisiteure wurden auf der Stelle getötet. Ihre Leichen sind geborgen. 50 polnische Städte bankerott. Warschau. Wie der„ Kurjer Czerwony" von gut unterrichteter Seite erfährt, sollen etwa 50 polnische Städte vor dem völligen finanziellen Zusammenbruch stehen. In mehreren Fällen sei das Eigentum des Magistrats bereits mit Beschlag belegt worden. In einer Stadt Westpolens hätten die Beamten bereits seit einigen Monaten kein Gehalt erhalten. Die große Mehrzahl der bankerotten Städte liege in Westpolen und in der Lodzer Wojwodschaft. Buchdrudgewerbe und Regiebetriebe. Das Buchdruckgewerbe geht gegenwärtig einer schweren Krisis entgegen. Statistiker haben einmal den Nachweis zu führen versucht, daß in Zeiten einer schlechten allgemeinen wirtschaftlichen Konjunktur das Buchdruckgewerbe blüht, weil Handel, Handwerk und Industrie bemüht sind, den schlechten Geschäftsgang durch Rühren der Reklametrommel zu verbessern. Reklame wird neben anderen Mitteln durch Drucksachen gemacht. Augenblicklich geht es der gesamten deutschen Wirtschaft nicht gut, den Buchdruckern aber geht es schlecht. Wäre die Behaup= tung der Statistiker richtig, dann müßte das Buchdruckgewerbe jetzt blühen. Entweder ist die allgemeine Wirtschaft von Geldmitteln so entblößt, daß sie an Propagandafeldzüge nicht denken kann, oder die vielen Möglichkeiten, die es heute gibt, Reklame zu machen, haben die Drucksachenreklame verdrängt. Jedenfalls steht die Tatsache fest, daß nur die wenigsten Druckereibetriebe gut beschäftigt sind, und daß heute das Preisniveau so herabgedrückt ist, daß ein angemessener Verdienst nicht mehr bleibt. Die Not des Gewerbes wird aber ständig vergrößert durch die Eingriffe der öffentlichen Hand in den Arbeitsbereich der Druckerei. An Regiedruckereien gibt es in Deutschland heute ca. 600 mit 1200 Druckpressen, 14 Rotationsmaschinen, 120 Setmaschinen und zahllosen Hilfsmaschinen. Diese Konkurrenz, die noch dazu den Vorteil hat, daß sie keine Steuern zu zahlen braucht, drückt auf die Wirtschaftlichkeit der privaten Druckereibetriebe. Ein gesundes, leistungsfähiges Druckgewerbe ist aber für die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung eines Landes unentbehrlich. Wenn sich der Auftragsbestand und das Preisniveau im graphischen Gewerbe nicht heben lassen, so geht dieses hochentwickelte Gewerbe einer unvermeidlichen Krisis entgegen. ( Neueste Nachrichten) Unive Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 1 Rückblick und Ausblick. Jahresendbetrachtungen des deutschen Handwerks. Die Konjunktur im Handwerk ist für das Jahr 1929 allgemein betrachtet, nicht zufriedenstellend gewesen. Im ersten Vierteljahr hat die Kälte die saisonmäßig bedingte ungünstige Lage verschärft und zeitlich ausgedehnt. Erst in den Monaten April und Mai konnte für viele Gruppen ein besonderer Beschäftigungsgrad erzielt werden, so vor allem im Bekleidungsgewerbe und im Baugewerbe, einschließlich Baunebengewerbe, die um die Mitte des Jahres eine befriedigende Beschäftigung aufweisen konnten. Im dritten Vierteljahr setzte dann wieder der Rückgang recht frühzeitig ein. Vor allem wurde die Beschäftigungslage im Bau- und Baunebengewerbe wieder ungünstiger. Saisonmäßige Belebungen in anderen Zweigen vermochten keinen Ausgleich zu schaffen. In allen Gruppen blieb die Beschäftigung bis zum Jahresende hinter der des Vorjahres zurück. Auch das Weihnachtsgeschäft erfüllte nicht die hierauf gesetzten Hoffnungen. Lebhafte Klagen mußten. immer nieder darüber geführt werden, daß die Käufer handwerklicher Erzeugnisse mit dem Bezahlen der Rechnungen allzu: lange warteten. Auch heute noch liegen große Außenstände Ihre Begleichung ist volkswirtschaftlich dringend geboten, denn niemand kann vom Liefern allein leben. Jeder Verkäufer braucht auch die notwendige Bezahlung. Die Abtragung der Rückstände ist zudem geeignet, den Meistern eine ihnen zu gönnende Neujahrsfreude zu bereiten. vor. Die drückenden Steuern und sozialen Lasten trugen das Ihrige dazu bei, daß eine wirtschaftliche Erleichterung für das Handwerk im Jahre 1929 nicht eintreten konnte. Die Regelung des Finanzausgleichs und auch der Frage der Steuervereinheitlichung hat der Berufsstand mit der gesamten Wirtschaft seit Jahren gefordert. Leider sind die Reformen immer wieder hinausgezögert worden. Die Vorstände des Reichsverbandes des deutschen Handwerks und des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages haben ihre Einstellung zur Finanz- und Steuerreform im August 1929 dahin zusammengefaßt, daß unbedingt das Gleichgewicht des Reichshaushalts in Gegenwart und Zukunft sichergestellt werden muß. Hierzu bleibt der Grundsaz äußerster Sparsamkeit das dringende und zwingende Gebot der Stunde. Im einzelnen fordert das Handwerk die Beseitigung des steuerlichen Unrechts der wirtschaftlich wie sozial unbegründeten unterschiedlichen Regelung der Familienermäßigung für Lohnsteuerpflichtige und veranlagte Einkommensteuerpflichtige, Senkung der unverhältnismäßig stark und jäh ansteigenden Belastung der mittleren Einkommen sowie eine alsbaldige fühlbare Cenkung der Gewerbesteuer. Letztere konnte ihre bisher nie gekannte Höhe auch nur deshalb erreichen, weil sie fast durchweg von Vertretern der Kreise in den städtischen Parlamenten beschlossen wird, die für ihre Aufbringung nicht zu sorgen brauchen. Um hier den notwendigen gerechten Ausgleich zu schaffen, und um vor allem auch die finanzielle Verantwortung in den Kommunen wiederherzustellen, wird die Wiedereinführung des sogenannten Zuschlagsrechts auf die Reichseinkommensteuer und Körperschaftssteuer von vielen verlangt, wozu durch Ermäßigung der Reichssteuertarife der entsprechende Raum geschaffen werden soll. Db der seitens der Reichsregierung vorgeschlagenen Kopfsteuer oder dem Zuschlagsrecht zur Einkommensteuer der Vorzug zu geben ist, muß nach Veröffentlichung der noch ausstehenden Einzelheiten näherer Prüfung vorbehalten bleiben. Die im Reichstag angekündigten Maßnahmen zur Steuersenkung können das Handwerk wie die gesamte Wirtschaft wenig befriedigen, da die Steuererleichterungen eingeleitet werden mit einer Heraufsetzung der Tabaksteuer und einer Erhöhung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung. leberdies steht noch garnicht fest, wann die Ermäßigungen folgen, da es erst noch notwendig sein wird, eine entsprechende Tilgung der schwebenden Reichsschulden herbeizuführen. Auf alle Fälle muß baldigst die Ungerechtigkeit beseitigt werden, wonach in den Gemeindeparlamenten eine an dem Steueraufkommen nicht beteiligte Mehrheit die Realsteuern beschließt, die andere lediglich zu zahlen haben. Hoffentlich findet das neue Jahr in dieser Hinsicht eine aktive Reichsregierung, die sich eifrig bemüht, das allzu geduldige Abwarten der letzten Jahre durch eine energische Führung abzulösen. mark. Auch das stete Ansteigen der sozialen Lasten hat zu einer Beunruhigung im Handwerk geführt. Nach vorgenommenen Berechnungen stiegen die Lasten der Sozialversicherung einschließlich Erwerbslosenfürsorge in den Jahren 1924 bis 1928 von 2,6 Milliarden Reichsmark auf 5,9 Milliarden ReichsEin weiteres Ansteigen kann nicht mehr als tragbar bezeichnet werden. So kann sich auch das Handwerk mit der Erhöhung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung nicht befreunden. Hier bleibt ernstlich zu prüfen, ob eine Sanierung der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung nicht durch andere Reformen erreicht werden kann. Auch die Vorlage des Entwurfs eines Berufsausbildungsgesezes an den Reichstag verdient in diesem Zusammenhang Erwähnung. Der Entwurf unternimmt zum ersten Male den Versuch, für die Frage der Berufsausbildung eine einheitliche Regelung zu schaffen. Für die einzelnen Bestim Samstag, den 4. Jnuaar 1930. mungen wurden die bestehenden Einrichtungen des Handwerks| zum Vorbild genommen. Da das Handwerk auch heute noch das unumstrittene Rekrutierungsgebiet der Industrie für den Bedarf an Facharbeitern darstellt, darf es berechtigterweise erwarten, daß das Gesetz nicht achtlos an dem vorübergeht, was sich seit Jahrzehnten im Handwerk bewährt hat, daß insbe sondere der Vorrang der berufsständischen Regelung vor der tarifvertraglichen festgelegt wird. Nur unter dieser Voraussetzung wird es dem Berufsstand möglich sein, der Vorlage seine Zustimmung zu geben. Grundsätzlich seien noch die Wünsche des Handwerks an den Gesetzgeber für das neue Jahr 1930 dahin zusammengefaßt, daß es von ihm eine entschiedene Wandlung seiner bisherigen Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik erwartet. Das Es will nur, Handwerk wünscht keine Sonderbehandlung. daß die gesetzgebenden Faktoren vor der Verabschiedung neuer Vorlagen Rücksicht auf alle Volkskreise nehmen und daß nicht etwa das Handwerk im Widerstreit der Interessen zwischen der Macht der Industrie und strafforganisierter Gewerkschaften unberücksichtigt bleibt, daß vielmehr jeder Akt des Gesetzgebers die von selbst gebotene Rücksicht nimmt auf den Stand, der die Brücke schlägt zwischen Kapital und Arbeit. Das deutsche Volk und die deutsche Wirtschaft ringen seit Jahren um Wiederaufbau und endgültige Gesundung. Trotz aller Mühen ist dieses Ziel noch lange nicht erreicht. Ein Voranschreiten wird nur möglich sein, wenn sich das gesamte Volk und die gesamte Wirtschaft auf den Grundgedanken der Schicksalsverbundenheit aller Teile einstellt. Hierzu bedarf es neben dem ernsten Willen zur Mitarbeit des festbegründeten Glaubens an unsere Zukunft als Volk und Wirtschaft und der unzerstörbaren Hoffnung auf endgültigen Erfolg. Unter diesen Gedanken sei die gemeinsame Arbeit im neuen Jahre 1930 gestellt. Ausländische Bergarbeiter im Ruhrbezirk. Nach dem Kriege setzte in Europa eine Völkerwanderung ein, die die geschichtliche an Umfang weit übertroffen hat. Sie hatte ihre Ursache in dem Bestreben der Völker, ihren Staat straff zu nationalisieren. Rigoros gingen die Polen vor, die dabei über eine Million Deutsche aus ihrem Lande, besonders aus den neuerworbenen Gebieten verdrängten. Von den Flüchtlingslagern wanderten diese Menschenmassen ins Innere des Reiches. Große Schwierigkeiten machte die Beschaffung von Arbeitsmöglichkeiten und Wohnungen. Auch von Frankreich wanderten Tausende Deutsche aus oder sie wurden ausgewiesen. Alle Beamten im öffentlichen Dienst, die in Elsaß- Lothringen nicht für Frankreich optierten, waren gezwungen, sich in ihrem Vaterlande wieder Arbeit zu suchen. Umgekehrt setzte aber auch eine starke Abwanderung aus Deutschland ein, wenn auch nicht in dem Maße wie die Einwanderung. Die ausländischen Elemente, die sich in der goldenen Vorkriegszeit hier wohlfühlten, zeigten keine Lust, nun auch die schlechteren wirtschaftlichen Verhältnisse mitzuerleben und die bösen Folgen des verlorenen Krieges auf sich zu nehmen. Da zeigte sich besonders im RuhrDer Stammtisch. Eine Humoreske aus Gießen. 1884 erschien zu Berlin im Verlag von Richard Eckstein Nachfolger ein Büchlein:" Der Stammtisch", von Ulpius. Die darin erzählte Geschichte hat sich tatsächlich begeben. Heute noch tennt man die in derselben mit z. T. erdichteten Namen vorkommenden Personen. Die Handlung spielt sich in der Engelapothke, am Kirchenplay, sowie„ Ins Lote Wirtschaft" ab. Die Humoreskei sei hier wörtlich nachgedrudt: Ich hab' es immer gesagt:„ Der Mensch da in Shakespeare's „ Hamlet" hat gar nicht so unrecht, wenn er behauptet:„ Es gibt Geschichten zwischen Himmel und Erde, von denen sich all' uns're Schulmeister nichts träumen lassen!" Was ich den Herren jetzt erzählen werde, das gehört auch so in die Kategorie! Man sollt' es rein für unmöglich halten, daß vernünftige Leute auf so was verfallen könnten, denn' s ist halt gar zu toll und hirnverbrannt, aber das Factum liegt vor, und, an mir selber hab' ich's erfahren, denn ich bin sozusagen das corpus vile gewesen, an dem die übeln Kameraden dazumal das unglaubliche Experiment in Szene gesetzt haben. Und was das schlimmste ist: bis zu einem gewissen Grade ist das Experiment auch wirklich geglückt! Wenn ich Ihnen jetzt gleich so kurzer Hand mit zwei Worten erzählen wollt', in wiefern, so würden Sie alle zusammen ausrufen: ,, Weiß Gott, unser lieber Kehrbach ist denn doch ein bißchen dümmer als dumm! Das geht schon mehr über die Bäume!" Sobald Sie aber die Geschichte im Zusammenhang hören, wird Ihr Urteil sich mäßigen. Ich gebe ja zu, ich bin oft nicht argwöhnisch genug, und traue nicht jedem Menschen, und besonders nicht einem guten Bekannten, gleich alle Nichtsnuzzigkeiten zu: aber in meiner Situation wär' auch ein anderer in die Falle gegangen. Nun, ich will jetzt nicht weiter über die Sache philosophieren. Hören Sie mir gefälligst zu und sagen Sie mir dann unbefangen Ihr Urteil. Ich hab' seit langer Zeit die Geschichte nicht mehr erwähnt, denn ich gesteh's, ich hab' mich vor mir selber geschämt. Jetzt aber will ich's einmal ohne weitere Umstände ehrlich zum Besten geben, und vor Sie hintreten, wie Schillers Muse mit jungfräulichem Bangen...! Sprechen Sie Ihre Ansichten rüdhaltslos aus: ich achte sie, doch fürchte ich sie nicht. 1 ,, Gießener Zeitung" bezirk, wo die Polen, die als Berg- und Industriearbeiter tätig waren, in manchen Stadt- und Landgemeinden mit ihren finderreichen Familien einen großen Prozentsatz der Bevölkerung ausmachten, so in Hamborn 17,1%, in Recklinghausen 23,1%, in Recklinghausen- Land 15,7%, in Herne 21,6%, in Gelsenkirchen- Land 17,7%. Durch die Abwanderung ist in den vorgenannten Gemeinden der Prozentsatz der Einwohner mit polnischer Muttersprache im Durchschnitt auf 1,03% zurückgegangen. Viele Polen setzten ihre Hoffnung auf ihren neugegründeten Staat und fanden den Weg dorthin zurück. In großer Zahl wanderten sie nach anderen Ländern, besonders nach Frankreich aus, dessen wirtschaftliches Leben nach dem Kriege einen neuen Auftrieb bekam, so daß man dort die bei uns zur ständigen Erscheinung gewordene große Arbeitslosigkeit überhaupt nicht kennt. Sie wurden dort gern als Arbeiter für den Bergbau und die Industrie aufgenommen, zumal, wenn sie aus gleichartiger Beschäftigung im rheinisch- westfälischen Induſtriebezirk kamen. Wir erinnern uns auch noch der Werbeaktion der Franzosen unter den Bergarbeitern des Ruhrbezirks während der Ruhrbesatzung im Jahre 1923, wo sie Arbeiter sowohl für die französischen wie auch für die Zechen des Saarbezirks suchten. Auch andere fremdländische Elemente haben den Ruhrbergbau nach Beendigung des Krieges verlassen, weil sie erkannten, daß die guten Zeiten vorbei waren. Während die Zahl der vor dem Kriege hier beschäftigten polnischen Bergarbeiter nicht zu ermitteln ist, weil die Polen kein eigenes Staatengebilde besaßen, ermittelte die Ruhrknappschaft neben den 34 121 Aus: ländern im Ruhrbergbau 138 972 Mann aus östlichen Teilen des Reiches, so aus Ost- und Westpreußen, Posen und Oberschlesien; das ist reichlich ein Drittel der ganzen Belegschaft, während die Ausländer insgesamt nur 8,3% ausmachten. Nach einer neuerlichen Erhebung seitens des Ruhrbergbaues beschäftigt dieser zurzeit nur noch 14 764 fremdstaatliche Bergarbeiter, d. s. 3,85% der Gesamtbelegschaft. Den Hauptteil machen die Tschechoslowaken. Drei Viertel aller bei uns beschäftigten ausländischen Bergarbeiter entfallen auf die österreichischen Nachfolgestaaten. Dann sind auch heute noch stark vertreten die Polen mit 8,34%. Es ist ohne weiteres klar, daß die Beschäftigung von Arbeitern aus den österreichischen Nachfolgestaaten, die zum größten Teil deutschstämmig sind, anders beurteilt werden muß, als die anderer Ausländer, deren Beschäftigung bei der ohnehin großen Arbeitslosigkeit und dem Kampf um jeden Arbeitsplatz nicht gerade gern gesehen wird. Wir dürfen dabei nicht vergessen, daß von weit über 90 Millionen deutschsprachigen Menschen nur 65 Millionen in unseren Landesgrenzen wohnen, während alle übrigen auf Duldung in einem Gaststaate angewiesen sind. Eine Ueberschwemmung Deutschlands mit ausländischen Arbeitern ist jedenfalls nicht zu befürchten, da die Landesarbeitsämter die Beschäftigung der ausländischen Arbeitskräfte genau tontrollieren. Für jeden fremden Arbeiter, auch wenn er die deutsche Muttersprache hat, muß in jedem Jahre erneut die Zustimmung zur Beschäftigung seitens des Landesarbeitsamtes eingeholt werden. Und den Zahnarzt Wolf kennen Sie auch, wissen Sie, den mit den schwarzen Bartkotelettes, der die zwei hübschen Töchter hat, oben an der Frankfurter Straße! Den beiden Backfischen sieht man's auch nicht an, was ihr Vater für ein durchtriebener Mensch ist, denn der ist einer von den Haupträdelsführern gewesen, und hintennach hat er mich am meisten gefoppt. Ich hab' mir aber auch dafür keinen Zahn mehr bei ihm plombieren lassen, den Teufel auch! Bei so einem Witbold schlimmster Sorte ist man ja keinen Augenblick sicher, daß er einem statt der Blombe nicht irgend ein Dynamitfabrikat hineindrückt, so daß man eines schönen Morgens, wenn man grad' einmal auf was Hartes beißt, seine sämtlichen Zähne in allen vier Win keln des Zimmers zusammenlesen kann. Ich danke dafür! Es war also im Oktober. Ich bin g'rade aus meiner HirschApotheke auf die Straße getreten. Es ist schon dämmerig gewesen, und drüben in der Hauptstraße war man eben dabei, die Laternen in Brand zu setzen. Wie ich nun rechts um die Mauer biege, da sehe ich, wie aus dem Dannenberg seiner kleinen Konditorei der dicke Fechner, der Tageblatt- Redakteur, auf's Trottoir tappt, sich zwei Sekunden lang umschaut und dann ge= raden Wegs auf mich zukommt.„ ,, Salve", ruft er mit seiner feisten Bierbaẞstimme, denn er hat immer gern ab und zu seine lateinischen Brocken angebracht;„ das trifft sich ja gut! Sie gehen doch auch zum Vater Lotz, oder haben Sie vorher noch was anderes vor?" - Nachschrift: Die Namen in vorstehender Humoreske sind fingiert, ersonnen. Ein alter Gießener Herr teilte uns dazu folgendes mit: Es handelt sich um die Engelapotheke, die selbigmal in dem Haus Ede Kirchenplatz und Kaplaneigasse war. Der Apotheker Kehrbach hieß aller Wahrscheinlichkeit nach Dr. Laubenheimer. Vater Lotz in der Wolkengasse ist„ Ins Loze", da= mals Mandarinenkasten geheißen, am Seltersweg. Karolinchen Lotz geb. Walter war die Ehefrau des Bierbrauers Lotz. Assessor Winkler Becker. Dr. Erdmann vermutlich Dr. Karl Wernher, Sohn des bekannten Professors Wernher, genannt Kalif, der sich ein schönes Haus am Ludwigsplatz erbaute. Redakteur Fechner?( ist nicht identisch mit Scheyde). Wöhler, der bekannte Korsettenfabrikant F. C. L. Koch( in Firma Koch u. Pazz) kombiniert mit Zügen des Kaufmanns Louis Treff ( Tuchhandlung, Walltorstraße), der mit seinen langen Beinen am Pult steht.„, Auf nach Sevilla!" ist eine dem Fabrikanten Im Oktober ist's gewesen; es wird jetzt g'rad sieben Jahr'. Koch geläufige Aeußerung. Zahnarzt Wolf ist Zahnarzt Dr. Wir haben damals beim Vater Lotz in der Wolkengass' unsern Koch, mit zwei schönen Töchtern, Frankfurterstraße, gegenüber Stammtisch gehabt. Ich weiß nicht, ob Sie die Herren noch Café Hettler. Konditorei Danneberg Konditorei Lied am sämtlich gekannt haben. Da ist zum Beispiel der kleine Assessor Kirchenplay. Klubdiener Bremer Krämer. Medizinalrat Winkler dabei gewesen, der jetzt im Justizministerium beschäf- Semmler wahrscheinlich Dr. Stammler. Der alte Knorr der tigt ist, und der Doktor Erdmann, dazumal Assistent auf der Hofgerichtsvat Knorr, von dem in jener Zeit zwei Geschichtchen chirurgischen Klinik, ferner der Redakteur vom„ Tageblatt", erzählt wurden, die hier erwähnt seien: Er spielte einmal KarFechner hat er geheißen, und sechs oder sieben Herren verschie= ten. Er wollte dabei rasch einen Stich machen, mußte aber dener Berufsklassen. Nun, einen davon kennen Sie gewiß: gleichzeitig spucken. In der Hitze des Gefechtes speuzte er auf den Wöhler, in Firma Wöhler und Krause, Korsettenfabrik. Der den Tisch und warf die Karte in den Speikasten. Seine außer= kommt noch bis auf den heutigen Tag allwöchentlich zweimal ordentliche Vergeßlichkeit war allbekannt. Von seiner Frau zum Lotz und macht sich dort über ehrlicher Leute Kind lustig...| geschieden, begegnete er nach vielen Jahren zu Frankfurt einer Lofales. Sonntagsgedanken. G Nr. 1. Ein neues Jahr liegt vor uns, durchsetzt mit Freud und Leid, mit schönen und trüben Tagen. Wir kennen nicht die Reihenfolge, wie sie kommen, wir kennen auch nicht das Maß, nach dem sie gemessen werden. Aber eines wissen wir, daß ohne Arbeit, Sorge und Plage fein Tag kommen wird, den das neue Jahr uns gibt. Und Kampf wird es sein, Kampf um das Dasein auf dieser Erde. Diesem Ringen um das Leben dürfen wir aber den Wert nicht absprechen. Beschränken wir aber die Bedeutung des Lebens auf den Kampf fürs irdische Dasein allein, dann freilich wird dieses Leben freudlos und ungerecht. Die Güter dieser Erde, um die der Kampf geht, sie allein können den Menschen nicht glücklich machen. Das Glück, das von ihnen kommt, hält nicht an, bleibt nur kurz und eilt rasch wieder von dannen. Und der neue Tag zeigt vielleicht schon wieder trübe Wolken an dem Himmel, der gestern noch im schönsten Blau uns leuchtete. Wer nur Jrdisches beachtet, steigt den grünen Berg des Lebens hinauf und findet oben ein Dedland. Jrdische Güter haben noch niemals einen Menschen allein glücklich gemacht. Wer dem Leben einen besseren Inhalt geben will, der muß seinen Blid auch über die sinnlichen Einzelheiten des Alltags erheben. Im engen Kreis verengert sich der Sinn; es wächst der Mensch mit seinen größeren Zwecken. Und diese arbeiten hin zu den Jdealen des Menschen, zu dem Hochbild, das über die unmittelbare Sinneswelt hinausragt, das auch dem klei= nen Anliegen des Erdendaseins eine höhere Klarheit, eine heilige Weihe verleiht. Der Sonntagsschreiber. * Vom Stadttheater. Am Sonntag nachmittag hat die junge Welt nochmals Gelegenheit, das Märchenspiel ,, Das tapfere Schneiderlein" zu bewundern. Am Abend können sich die Alten am ,, Kyritz Pyriz" erheitern. Die nächste Woche bringt. als Premiere am Freitag den„ Geisterzug" von Ridley. * Personalien der Reichsbahn. Herr Lademeister Junker wurde von Gießen nach Bad Nauheim und der Betriebsassistent Volz und der Zugschaffner Viehmann von Wetzlar nach hier versetzt. * Der Provinziallandtag hat seine erste Sitzung vom 9. Januar auf den 25. Januar verschoben, auf der auch über einen Antrag wegen der Gasfernversorgung verhandelt werden soll; im übrigen bleibt die Tagesordnung die alte. * Autounfall. Auf dem Wege nach Marburg erlitt am Donnerstag abend ein Postauto, das das Personal des Stadttheaters nach Marburg fuhr, kurz hinter der Wellersburg einen erfreulicherweise recht glimpflich verlaufenen Unfall. Ein ihm entgegenkommendes Lastauto der Brauerei Jhring- Lich wollte ein Fuhrwerk überholen, bemerkte den Omnibus zu spät und fuhr ihn an. Nur dem Umstand, daß beide Wagen langsam fuhren, ist es zu verdanken, daß alle Beteiligten ohne ernstlichen Schaden davonkamen. Die beiden Wagen allerdings mußten abgeschleppt werden. Dame, bleibt stehen, grüßt und redet sie mit den Worten an: ,, Wir müssen uns irgendwo im Leben schon einmal gesehen haben. Darf ich fragen, mit wem ich die Ehre habe?"„ Ich bin die geschiedene Frau des Hofgerichtsrates Knorr zu GieBen", lautete die Antwort. ( Fortsetzung folgt.) Das werdende Weltmuseum der Druckkunft. Von Dr. A. Ruppel, Direktor des Gutenberg- Museums in Mainz. - Um das Jahr 1445 geschah zu Mainz am Rhein eine welthistorische Tat, die berufen war, das Angesicht der Erde zu verändern. Das große Ereignis bestand in der unscheinbaren Tatsache, daß der Mainzer Bürger Johann Gensfleisch genannt Gutenberg die Kunst erfand, mit beweglichen, gegossenen Metallbuchstaben die Handschriften, die bisher nur wenigen zugänglich waren, mit unheimlicher Schnelligkeit und in schier unbegrenzter Zahl zu vervielfältigen und so das Wissen der Welt zum Allgemeingut der Menschheit zu machen. Nicht erst die Entdeckung Amerikas( 1492) oder die noch spätere Reformation( 1517) leiteten die neue Zeit ein denn beide Ereignisse hatten nur für einen Teil der Welt und auch nur für Teilgebiete des kulturellen und wirtschaftlichen Lebens Bedeutung. Die Quelle, aus der das gesamte Leben der Neuzeit in der ganzen Welt Befruchtung und Nahrung erhielt, war die Buchdruderkunst. Gutenbergs Erfindung ist es gewesen, die das Gesicht der Neuzeit formte und auf die Entwicklung aller Gebiete des menschlichen Lebens den entscheidenden Einfluß ausübte: auf Denken und Sein, Wissenschaft und Kunst, Wirtschaft und Technik. Wenn irgend ein Mensch verdient, Vater der Neuzeit zu heißen, so ist es weder Christoph Columbus noch Martin Luther, sondern Johann Gutenberg; denn nur diesem gottbegnadeten Genie wird der Fortschritt verdankt, der die Neuzeit von dem Mittelalter scheidet. Wir mögen uns dessen bewußt sein oder nicht: wir alle wären nicht, was wir sind, ohne die alles beherrschende Tat des großen Meisters. Die Welt weiß es, was sie diesem Manne schuldet; sie hat daher keine schickliche Gelegenheit vorübergehen lassen, ohne ihm dankbar zu huldigen; sie errichtete ihm zahlreiche Denkmäler, erinnerte sich 1640, 1740 und 1840 in herrlichen Jahrhundertfesten an die Größe seiner Erfindung, feierte in nie gesehener Pracht im Jahre 1900 seinen 500. Geburtstag und wird in 10 Jahren bei der Halbjahrtausendfeier der Druckkunst( 1940) diesem großen Wohltäter der Menschheit keine geringere Huldigung darbringen. Als lebendiges Erinnerungsmal an den unsterblichen Meister wurde im Jahre 1900 in Mainz das Gutenberg- Museum gegründet, dessen Zweck es ist, alles, was für die Erfindung Gutenbergs Zeugnis ablegt, aber auch alles, was die Geschichte der gesamten Druckkunst in allen Kulturländern der Erde be= trifft, zu sammeln, zu sichten, zu bearbeiten, auszustellen und in wissenschaftlichen Veröffentlichungen weitesten Kreisen bekanntzugeben. De ab EBS h A 10 112 Pl 10 A 10 he fro die der Gd N Ni 101 D G C E w ho m ho in ge in 6 be D L di in b 0 D de de De 14 d B W 01 D D De D Te a a I d W 23 De te 07 1. und die Rap, daß Das um eben wir ische un fie Slüd, eilt eicht noch Des Güter acht. muß tags ächſt iten iber flei eine I. die tap: die ringt. unfer istent hier m 9. einen soll; Et am Stadt einen ihm wollte t und ngjam tlichen ußten 7 an: jehen „ Ich Gie olgt.) ams weltver Tatannt Me Schier der t erst Refor Freig Teilutung. rgan: Buch5 Ge ebiete sübte: t und NeuMartin gottbe Neuzeit bewußt ne die fie hat ne ihm mäler, undert jehener in 10 40) diealdigung en Mei Muleum findung Geschichte Grde be und in bekannt Samstag, den 4. Jnuaar 1930. * Vortrag des Goethe- Bundes. Der Teilnehmer an der verunglückten Nobile- Expedition, Prof. Dr. Franz BehounekPrag, schildert seine Erlebnisse an dieser Expedition morgen abend in der Neuen Aula. * Die Lutasgemeinde lädt für morgen abend zu einem Familienabend im Lukassaale ein. Fräulein Helene Krieger wird einen Lichtbildervortrag über eine Fahrt nach Spitzbergen halten. * Märchen- Vorstellung. Heute nachmittag wird der Märchenfilm ,, Dornröschen" nach Gebr. Grimm im Lichtspielhaus gezeigt. * Marine- Gäste in Gießen. Der Gießener Verein für Bewegungsspiele hat sich die Fußballmannschaft des Linienschiffes Hessen" für morgen zu einem Gesellschaftsspiel nach hier verpflichtet. Die noch von früher her bekannten„ blauen Jungens" werden auch morgen ihre Anziehungskraft nicht verfehlen. * Der 1. Gießener Billard- Klub hält heute abend im Café Amend seine Jahreshauptversammlung ab. Zur Berufswahl: Hast Du Neigung zum Kaufmannsberuf, dann lies: Für manchen Jungen und manches Mädel steht es fest: ich will ,, Kaufmann" werden!" Und da kommt dann so ein Schlauberger, der mal etwas vom Kaufmännischen gehört hat und fragt: Ja Junge, was willste denn werden: Buchhalter, Expedient, Lagerist, Einkäufer, Kontokorrentbuchhalter, Korrespondent, Werbefachmann, Verkäufer, Dekorateur, Abteilungsleiter, Schalterbeamter, Policenſchreiber, Schaden regulator usw. usw. Na, -schwirrt Dir jetzt der Kopf, was ist das alles für Zeug! Nicht bange machen lassen! Das gilt beim Jungen nicht! Die Frage ist sehr einfach. Wer ein tüchtiger Kaufmann werden will, lernt erst mal eine Branche kennen, und aus der Fülle des Stoffes spezialisiert er sich dann nachher auf einem dieser Gebiete. Das ist schon wahr, der ältere Angestellte heute muß Spezialist sein, und zwar nicht Spezialeinkäufer, sondern Einfäufer für Wolle, oder Einkäufer für Lebensmittel, oder Einkäufer für Eisen, oder für sonst was. Ja, was meint Jhr, ein guter Einkäufer für Eisen, wird oft nichts von Wolle u. Baumwolle verstehen, und ein guter Buchhalter ist ein ahnungsloser Engel, wenn es dem Einkauf von Werkzeugen gilt. Und nun merkt Ihr schon, wo der Hase im Pfeffer liegt, worauf Ihr bei der Wahl Eurer Lehrstelle zu achten habt. Ihr habt Euch nämlich zu fragen: drängt mein ganzer Impuls, meine Eigenart zu dem Umgang mit Holz, oder mit Eisen, oder habe ich mehr Verständnis für Lebensmittel, oder bin ich Hans in allen Gassen? Möchte ich lieber direkt mit Menschen umgehen, die Ware von Hand zu Hand geben, möchte ich lieber im großen Kontor sitzen, oder interessiert mich die Ware nur soweit, als sie einen Verarbeitungsprozeß durchzumachen hat? Ich habe Euch da einige von den vielen Seiten des kaufliefert Druck arbeiten billigst Gießener Zeitung männischen Berufes bligartig gezeigt, und Ihr fragt mich nun mit Recht:„ Ja, wer soll uns denn dabei helfen, wer soll uns beraten?" Nun, einen Rat holt man sich vom Fachmann. Mehr Kundenpflege auch im Handwerk! Vom Deutschen Handwerksinstitut, Abteilung kaufmännische Betriebswirtschaft, Bonn. Qualitätsleistung lautete bisher die Forderung an das Handwerk; Qualität des Materials und der Arbeit haben den handwerklichen Erzeugnissen einen überall anerkannten Vorzug gegeben. Die Konkurrenz des Handwerkers versucht in jüngster Beit, diesen Vorsprung des Handwerks dadurch einzuholen, daß der gesamte Vertrieb der Waren und Leistungen unter der neuzeitlichen Parole„ Dienst am Kunden" erfolgt. Dem Verbraucher ist die überall in verschiedenen Formen einsetzende Bewegung natürlich willkommen, denn sie gewährleistet seiner Majestät, dem Kunden" eine restlose Erfüllung seiner Wünsche, eine Befriedigung seiner individuellen Bedürfnisse. Der Verbraucher wirtschaftlicher Güter, dem der Verkäufer im Warenhaus und in den großen Handelsgeschäften mit größter Zuvorkommenheit begegnet, erwartet auch von den ihn beliefernden Handwerksgeschäften eine entgegenkommende Bedienung, eine bereitwillige Erfüllung seiner Wünsche. Hat sich das gesamte Handwerk, das unmittelbar mit den Konsumenten in Verbindung steht, schon auf diese neuen Forderungen umgestellt? Erkennen schon heute alle Handwerksmeister den Wert einer sorgfältigen Kundenpflege? Mancher Leser wird diese Fragen auf Grund seiner eigenen Erfahrungen verneinen müssen, obwohl es auch mancherorts Meister geben wird, die sich angeeifert durch die immer fühlbarer werdende Konkur renz der neuzeitlichen Methoden des Kundendienstes bedienen. Der Handwerksmeister bedarf für die Gewinnung von Kunden keiner großzügigen und kostspieligen Werbemaßnahmen, wie etwa Industrie- und Handelsunternehmungen. Es genügt durchaus, wenn der Meister- sei es auf dem Wege der Eineinen örtlich be= zelwerbung oder der Gemeinschaftswerbung grenzten Kreis von Verbrauchern auf seine Waren bezw. Leiftungen in geeigneter Form aufmerksam macht. Die Eigenart des Gewerbes muß entscheiden, ob der Meister für diese Kundengewinnung die direkte Werbung in Form von Empfehlungskarten, Werbebriefen und-prospekten, oder die indirekte, z. B. Zeitungsinserat, häufig wechselnde Schaufensterdekoratio= nen, Firmenschild usw. wählen soll. - - - Durch die zur Erweiterung des Kundenkreises eingeleitete Werbung übernimmt der Handwerker Verpflichtungen, die gar leicht unterschätzt werden. Eine geschickt aufgemachte Reklame wird immer Kunden gewinnen; Aufgabe des Meisters und seiner Mitarbeiter muß es nun sein, den Verkehr mit den Käufern so zu pflegen, daß deren Kundschaft dem Geschäft auch erhalten bleibt*) Eine sorgfältige Kundenpflege muß systematisch im Gegensatz zur Kundengewinnung, | erfolgen, sie erfordert Albin Klein, Giessen balten bleibt Gine forgfältige Kundenpflege muß ſyſtematiſch Das Programm des Gutenberg- Museums war seit der| Gründung international. Sein Sammel- und Arbeitsgebiet beschränkt sich also nicht auf Gutenberg allein, sondern auf alle Drucker der Welt; nicht auf einzelne Länder, sondern auf alle Länder der Erde; nicht auf eine bestimmte Zeit, sondern auf die gesamte Geschichte der Druckunst von Gutenbergs Zeit bis in unsere Tage; nicht auf eine bestimmte Druckart, sondern auf alle drucktechnischen Vervielfältigungsmöglichkeiten. Dieses Programm aber schließt den Anspruch des Gutenberg- Museums in sich, das Weltmuseum der Druckkunst zu sein oder es doch wenigstens zu werden. In keine andere Stadt der Erde aber gehört das Weltdruckmuseum als nach Mainz. In Mainz wurde kurz vor dem Jahre 1400 im Hofe zum Gutenberg der große Erfinder der Druckkunst als Sproß der alteingesessenen Patrizierfamilie der Gensfleisch geboren; in Mainz hat er im Schöfferhof seine unsterbliche Erfindung vollendet; in Mainz stellte er im Jahre 1445 in dem ,, Fragment vom Weltgericht" den ersten Typendrud Europas her; in Mainz schuf er 1452/55 in der 42zeiligen Bibel das Meisterwerk der Buchdruckerkunst aller Zeiten; in Mainz, in der Franziskanerkirche, wurde im Februar 1468, was an ihm sterblich war, zur letzten Ruhe gebettet; in Mainz lebt das Andenken an das unvergleichliche Genie in unverminderter Stärke fort; in Mainz erhebt sich sein stolzestes Denkmal, das der große Thorwaldsen dem größeren Gutenberg schuf; in Mainz lebt und arbeitet seit mehr als einem Vierteljahrhundert das Gutenberg- Museum, das Heimat und Vaterhaus aller Drucker der ganzen Welt sein und werden will. Mainz ist also Der gegebene Ort für jenes Museum, das die Kunst Gutenbergs von den ersten primitiven Anfängen bis zu ihrer heutigen Vollendung vor aller Augen zur Schau zu stellen berufen ist. Mainz ist die Heimat der Drudkunst. Mag auch in Ostasien schon mit Kupferwörtern gedruckt worden sein, als Gutenberg noch ein Knabe war; mögen auch einige die Theorie verteidigen, daß Laurenz Janson Coster in Haarlem vor Gutenberg Metallbuchstaben gegossen hat: in dem Punkte aber sind alle Gelehrten und alle Kulturvölker einig, daß die Druckkunst, die sich die Welt eroberte, in Mainz erfunden wurde und von Mainz aus ihren Siegeszug über den Erdball antrat. In der ganzen Welt sollte daher keiner, der sich mit Stolz Jünger Gutenbergs nennt und der Kunst des Meisters sein tägliches Brot verdankt, fehlen, wenn es gilt, seine Heimat zu verteidigen und sein Vaterhaus zu schützen; wenn es gilt, das Gutenberg- Museum als lebendiges Denkmal des gemeinsamen Vaters aller Drucker am Leben zu erhalten und auszubauen. Das Gutenberg- Museum soll und muß werden: die Ruhmeshalle der Stadt Mainz für ihren größten Sohn; die internationale Sammelstelle für alle Druckerzeugnisse und Druckgeräte, die für die Entwicklung der Druckkunst von Bedeutung sind; die wissenschaftliche Zentralstelle für alle Arbeiten zur Geschichte der Buchdruckerkunst in allen Ländern der Erde; die Lehrstätte, an der jeder Jünger des großen Meisters, wo immer in der weiten Welt er auch wohnen mag, sein Herz mit neuem Stolz, seiSo soll das nen Kopf mit neuen Anregungen füllen kann. Museum dem Buchdruckerstande zur Ehre gereichen. Am 500. Geburtstag Gutenbergs im Jahre 1900 in Mainz gegründet, wurde das Gutenberg- Museum am Johannistag 1901 im Kurfürstlichen Schlosse daselbst eröffnet. Ende September 1912 siedelte es in den Neubau der Stadtbibliothek in der Rheinallee über, wo es im 1. Stockwerk allzu eng untergebracht wurde. Das erste Vierteljahrhundert widmete das Museum dem stillen inneren Ausbau. Erst bei seinem 25jährigen Jubiläum im Jahre 1925 beginnen seine starken Expansionsbestrebungen. Damals wurden seine Räume im Bibliotheksge= bäude durch Hinzunahme der großen Säle des Erdgeschosses, der Halle im Zwischengeschoß und des Raumes der anderweitig untergebrachten Gutenberg- Bibliothek mehr als verdoppelt. Gleichzeitig konnte eine getreue Nachbildung einer vollständigen Druckwerkstatt aus der Zeit Gutenbergs mit Gießerei, Setzerei und Druckerei betriebsfähig eingerichtet werden. Eine große internationale Gutenberg- Festschrift wurde von 78 der hervorragendsten Gelehrten und Praktikern der Buchdruckerkunst aus allen Ländern der Erde geschrieben. Dieser großen Festschrift folgen seit 1926 jährlich die internationalen Gutenbergjahrbücher, die von der Gutenberg- Gesellschaft in Mainz herausgegeben werden. Man wird zugeben müssen, daß das Gutenberg- Museum auf dem Wege zu den oben angegebenen Zielen in den letzten Jahren bereits einige Männerschritte zurückgelegt hat. Seine Absicht, das Weltdruckmuseum zu werden, wird nicht nur von der Stadt Mainz, sondern auch von führenden Männern des Buchdruckgewerbes im In- und Ausland gebilligt. Die großen internationalen Ausstellungen der letzten Jahre haben die Unterstützung des Gutenberg- Museums erbeten und erhalten. So wurden auf der Pressa in Köln 2 alte( 3. T. refonstruierte) Druckereien mit Schriftgießereien aus den Jahren 1450 und 1722 im Betrieb vorgeführt. Die rekonstruierte Gutenberg- Werkstatt des Gutenberg- Museums ist z. 3. auf der ibero- amerikanischen Ausstellung in Sevilla betriebsfähig aus= gestellt. Zur Zeit läßt die Stadt Mainz das herrliche alte Patrizierhaus„ Zum Römischen Kaiser" im Schatten des altehrwürdigen Mainzer Domes für die Erweiterung des Gutenberg- Museums herrichten und gedenkt auch später das schöne Haus„ Zum König von England" dem Gutenberg- Museum zur Verfügung zu stellen. Bei der Neueinrichtung des Museums sollen seine Ausstellungen so aufgebaut werden, daß sie auch das schönheitssuchende Auge stärker befriedigen, als es bisher wegen des allzu gedrängten Raumes möglich sein konnte. Auch soll die Entwicklung der Buchdrucktechnik stärker gezeigt werden, als bisher. Neben einer Druckwerkstatt aus der Zeit Gutenbergs, werden Druckereien aus dem 18., 19. und 20. Jahrhundert, eine Papiermühle des 15. Jahrhunderts usw. betriebsfähig eingerichtet. Mehrere ältere Druckmaschinen sind bereits geschenkt. Weitere Schenkungen stehen bevor. Neben der Stadt Mainz, der Heimatstadt der Druckkunst, und neben anderen berühmten Druckstädten sollen auch die einzelnen Länder der Erde eigene Räume erhalten, in denen ihre Druckgeschichte würdig und schön dargestellt wird. Das Mainzer Gutenberg- Museum befindet sich also in einer - Nr. 1. die wohl direkt erkennbare Kosten verursacht, aber für den einzelnen Kunden nur einmal notwendig ist fortlaufende Ueberwachung und genaue Beobachtung der sich aus dem Verkehr mit der Kundschaft ergebenden Verpflichtungen, die zweckmäßigerweise in Verbindung mit einer Kundenkartei erfolgt. Handwerksbetriebe mit Ladenproduktion werden zur Erhal tung ihrer Kundschaft auf eine reibungslose Abwicklung der Verkaufsverhandlungen ihr Augenmerk richten müssen und besonders dabei beachten, daß der Verkaufsraum, die einrichtun gen und vor allem die den Verkauf besorgenden Arbeitskräfte allen Anforderungen gerecht werden. Für die Handwerksbetriebe der Auftragsproduktion er geben sich bei richtiger Kundenpflege eine Vielzahl von Verpflichtungen, z. B. bereitwillige Entgegennahme des Kundenauftrages, Gingehen auf die besonderen Wünsche des Kunden, sachgemäße Beratung des Kunden in Mode- und Geschmacksfragen, Vereinbarung und Einhaltung eines bestimmten Liefertermins und Lieferungspreises, Ablieferung, bezw. Fertigstellung nur gebrauchsfähiger Erzeugnisse beziv. Leistungen, Ausfertigung der Rechnung zu dem vereinbarten Preise u. a. m. Der Leser, der sich eingehender mit diesen Fragen beschäftigen will, sei auf die Arbeiten des Deutschen Handwerksinstituts, Abteilung kaufmännische Betriebswirtschaft, Bonn, verwiesen, insbesondere auf die ,, Rationalisierung der Verkaufstätigkeit" in ,, Betriebsführung" 1928, Nr. 12. und auf die demnächst erscheinende Schrift ,, Der Verkauf im Handwerk". Richtige Kundenpflege bedeutet für den Handwerksbetrieb Beschäftigung und damit Umsag! Ein fester Kundenkreis ist für ein handwerkliches Unternehmen ein unersetzbarer ,, unschäzbarer" Vermögensteil, dessen Wert erst erkennbar wird, wenn er nicht vorhanden ist. Der Abnehmerkreis des Handwerks bestand von jeher vornehmlich aus Dauerkunden, weniger aus einmaligen Passantenkunden. Die Gefahr der Abwanderung der handwerklichen Kunden zu den Konkurrenzgeschäften ist außerordentlich groß drum achte jeder Meister darauf, daß er nicht nur neue Kunden gewinne, sondern auch seine alten Kunden erhalte! *) Vgl. hierzu ,, Die kaufmännische Führung des Handwerks betriebes", herausgegeben von Prof. Rößle, erhältlich bei der Betriebs- und Lehrmittel G. m. b. H., Karlsruhe, Friedrichsplay 4. Aus Nah und Fern. Grünberg. Das hiesige Amtsgericht verurteilte die Landwirtsfrau Appel aus Geilshausen wegen Milchpanscherei zu zwei Wochen Gefängnis und 50 Mark Geldstrafe. Die Verurteilte hatte der Vollmilch vorsätzlich 17 Prozent Wasser zugesetzt. Schlig. Kantor und Lehrer i. R. Bohl, einer der ältesten hessischen Lehrer und Ehrenmitglied des Landeslehrervereins, ist im Alter von 81 Jahren gestorben. glücklichen Entwicklungstendenz. Es ist zu wünschen und zu hoffen, daß den Anstrengungen, die von der Stadt Mainz und der Museums- Direktion gemacht werden, auch die Resonanz bei den Jüngern Gutenbergs, für die das Museum letzten Endes geschaffen wird, nicht fehlen wird, und daß die Organisationen der Buchdrucker in den einzelnen Ländern der Erde, die z. T. das Gutenberg- Museum schon in großzügiger Weise unterstützen, in ihren Sagungen einen Paragraphen aufnehmen, daß der Ausbau ihres gemeinsamen Museums in Mainz mit zu den Zwecken ihrer Vereinigungen gehört. Dann werden auch zweifellos die Kulturländer selbst und ihre Regierungen nicht zaudern, das Mainzer Gutenberg- Museum zu unterstützen und in ihm die Druckgeschichte ihres Landes aufbauen. Die internationale Gutenberg- Festschrift 1925 wurde durch die deutschen Botschafter und Gesandten im Auslande sämtlichen Staatsoberhäuptern persönlich überreicht; die internationalen GutenbergJahrbücher wurden bereits in 4 Jahrgängen den Regierungen der Kulturländer durch deren Berliner Botschafter und Gesandten zugeleitet. Zur Unterstützung des Gutenberg- Museums trat im Jahre 1901 die internationale wissenschaftliche Gutenberg- Gesellschaft ins Leben, die inzwischen die wichtigsten Publikationen zur Geschichte der Buchdruckerkunst veröffentlichte, die überhaupt in dieser Zeit erschienen sind. Zahlreiche edelmütige Stifter haben die Gutenberg- Gesellschaft so stark unterstützt, daß sie zurzeit in der Lage ist, für den geringen Jahresbeitrag von 15( Ausland 17) Rmk. den Mitgliedern wertvolle Publikationen in mustergültiger Form in die Hand zu legen, die mehr als den dreifachen Wert des Beitrages darstellen. Die Gutenberg- Gesellschaft ist also ihren Mitgliedern gegenüber durchaus die Gebende. Außer den Gutenberg- Jahrbüchern, die jährlich zum Johannistag erscheinen, erhalten die Mitglieder jährlich mehrere kleinere Drude über Spezialfragen der Buchdruckgeschichte. Auch die großen Veröffentlichungen der Gutenberg- Gesellschaft, die ihr internationales wissenschaftliches Ansehen verschafften, die aber in der Inflationszeit abgebrochen waren, haben bereits ausgezeichnete Fortsetzungen gefunden. Wer immer sich dem Erfinder der Buchdruckerkunst verpflichtet fühlt- und wer müßte das nicht, der sollte in den Mitgliederlisten der Gu tenberg- Gesellschaft nicht fehlen. Wer aber in besonderem Maße der von Mainz ausgegangenen Buchdruckerkunst sein tägliches Brot verdankt und sich als Jünger und Nachfolger des großen Meisters fühlt, der sollte auch das Museum. das Gutenbergs Namen trägt, unterstützen, indem er abgelegte Druckgeräte und abzulegende Maschinen seines Gewerbes dem Gutenberg- Museum zur Verfügung stellt; indem er alte und neue Erzeugnisse der Druckkunst einsendet und in jeder Form hilft, die Kosten des Ausbaues dieses Weltmuseums der Druckunst aufzubringen. Jede Gabe wird dauernd den Namen des Stifters tragen und so dessen Namen mit dem unsterblichen Namen eines Menschen, dem Gutenbergs, auf immer verbinden. Wen müßte ein solcher Gedanke nicht mit stolzer Freude und ehrfürchtigem Danke erfüllen? Samstag, den 4. Jnuaar 1930. Hungen. In geistiger und körperlicher Frische konnte am 1. Januar der Dekonomierat Klingelhöffer auf Hof Graß bei Hungen seinen 90. Geburtstag begehen. Seit einer langen Reihe von Jahren ist er bis auf den heutigen Tag Direktor der großen Molkereigenossenschaft in Hungen, die einer der größten Be= triebe in Oberhessen ist. Klingelhöffer gilt in allen Fragen der oberhessischen Landwirtschaft als hervorragende Autorität. In Anerkennung seiner großen Verdienste um die hessische Landwirtschaft wurde er im Jahre 1910 zum Dekonomierat ernannt. Laubach. Hier starb im 74. Lebensjahr an einem Herzschlag der hier im Ruhestand lebende Professor Dr. Röschen. Friedberg. Am Dienstag übersuhr in Nieder- Wöllstadt ein Lieferwagen das fünfjährige Mädchen der Familie Götz. Das Kind ist seinen schweren Verletzungen erlegen. Offenbach. Am Silvesterabend wurde auf der Offenbacher Landstraße zwischen Neu- Isenburg und Offenbach ein Raubüberfall auf eine Dame aus Neu- Isenburg verübt. Herbeieilende Passanten fanden die Frau besinnungslos am Boden liegend. Der Räuber entkam in den Wald und konnte nicht gefaßt werden. Darmstadt. Aus Lebensüberdruß erhängte sich der Althändler Größmann. Atzbach. In dem großen Sägewerk des Zimmermeisters Hoffmann brach am Silvesterabend im Maschinenraum Feuer aus, das sich rasch auch auf den Dachstuhl ausdehnte. Durch die eifrige Löscharbeit der Feuerwehr und der Einwohnerschaft ge= lang es, ein weiteres Umsichgreifen der Flammen zu verhindern, doch brannte das Sägewerk vollständig nieder Bisher ist noch nicht klargestellt, wodurch das Feuer entstanden ist. Herborn. Ein Metzgergeselle wurde am Silvesterabend beim Neujahrsschießen von einer Kugel verletzt, die ihn im Rücken traf und an der Brust austrat. Der Schwerverletzte wurde noch in der Nacht nach Gießen in die Klinik gebracht. Als Täter kommt ein 52jähriger Mann in Betracht, der jedoch die Tat aus Unvorsichtigkeit begangen haben dürfte. Laurenburg a. d. Lahn. Der 600köpfigen Belegschaft der Holzappeler Blei- und Zinkgrube wurde gekündigt, da weitere Betriebsmittel fehlen. Die Grube ist schon Jahrhunderte in Betrieb. Frankfurt a. M. Der erste Ufa- Ton- und Sprechfilm wurde Dienstag hier aufgeführt. Er heißt:„ Melodie des Herzens", zeigte gute Resultate und wurde vom Publikum gern aufgenommen. Frankfurt a. M. Die rheinischen Dichter werden dieses Jahr hier tagen und eine Goethegedenktafel bei der Gerbermühle anbringen. Frankfurt. In der Neujahrsnacht mußten die Verbandsund Unfallstationen in 138 Fällen Hilfeleistung organisieren. Keine Stillegung der Adlerwerke. Die Adlerwerke Frankfurt teilen mit, daß die Gerüchte über eine Stillegung oder Betriebseinschränkung ihrer Werke vollständig aus der Luft gegriffen sind. Im Gegenteil sei bereits mir Neueinstellungen von Arbeitern begonnen worden, um für das Frühjahrsgeschäft gerüstet zu sein. Ein tommunistischer Bürgermeister in Hessen- Nassau. Hanau. In Langenselbold wurde der kommunistische Schlos= ser Schömber zum Bürgermeister gewählt. Die Bürgerlichen und Sozialdemokraten hatten geschlossen für den bisherigen sozialdemokratischen Bürgermeister Hüfer gestimmt. Damit ist in der Provinz Hessen- Nassau zum ersten Male ein Kommunist Bürgermeister geworden. Lichtempfindlichkeit der Butter. Man lege einmal ein Stüd Butter, die eben noch als hochfcin beurteilt wurde, nur zehn Minuten lang in grelles Gonrenlicht und überzeuge sich darnach, wie sehr die Butter schon nach dieser kurzen Zeit im Aussehen und Geschmack gelitten hat. Butter ist eben in hohem Maße lichtempfindlich, und diesem wichtigen Umstand wird nach der Butterbereitung immer noch nicht die genügende Beachtung geschenkt. Es genügt keineswegs, eine tadellose Butter herzustellen, es muß sofort nach ihrer Gewinnung ihre richtige Behandlung beginnen. Fertig gestellte Butter soll sofort an einen dunklen, kühlen, nicht dumpfigriechenden Platz gebracht werden. Je heller und greller die Beleuchtung, in umso kürzerer Zeit geht das Talgigwerden der Butter vor sich. Es ist deshalb auch ganz und gar verwerflich, die Butter im Schaufenster zur Schau zu stellen, wie man es leider auch oft beobachten kann. Landbezirk Gießen zu vergeb. Für den Verkauf von Pflanzkartoffeln, Rübenkernen nur bewährte leicht verkäufliche Sorten, Vertreter gesucht. Hohe Vezüge! Ausführliche Angebote unter Angabe jetziger Tätigkeit erbeten unter M. A. 4001 an die Ala, Haasenstein& Vogler, Berlin, Lohn- Verzinkung führt billigst aus Lauterbacher Blechwarenfabrik u. Berzinkungsanstalt G.m. b. S. Lauterbach( Hessen) Sch. „ Gießener Zeitung" Fußball. Ergebnisse aus dem Bezirk. Bezirksliga: Verbandsspiele vom 29. Dezember: VfB.-K. Marburg Borussia Fulda 1: 1( 1: 0) Hermannia Kassel Kurhessen Kassel 1: 3( 0: 2) Spielverein Kassel- SC. 05 Göttingen 8: 1( 4: 0). Tabelle der Bezirksliga: Biskirchen - Bissenberg 3: 2( 2: 0) Burgsolms Holzhausen für H. gew. Lich 1. - - VfB. Gießen 3. für VfB. gew. Garbenteich Steinbach für G. gew. - Gesellschaftsspiel: 2: 2( 2: 0) für G. Quedborn Ettingshausen 2. für Qu. gew. Hermannstein Donsbach 1. Nauborn 2. - Büblingshausen 3: 2 Nanzenbach 1. 7: 3( 3: 1) Löhnberg 2. 6: 5 1900 Gießen 4. 1: 2 * Gau Marburg. Ockershausen 2. 4: 1 Langenstein 1. Germania 2. 2: 2 - Niederwalgern 1. Wommelshausen 1. 0: 1 VfB. Gießen 4. Verein Sportklub 03 Kassel Kurhessen Kasse! Spielverein Kassel Borussia Fulda Spiele gew. unent. verf. Tore Punkte 10 8 1 1 29:14 17: 3 Cappel 1. 11 7 1 3 34:21 15: 7 12 7 1 4 35:23 15: 9 10 6 1 3 32:15 13: 7 Hermannia Kassel SC 05 Göttingen Hessen 09 Kassel VfB- K. Marburg 11 4 3 4 23:22 11:11 10 2 2 6 14:30 6:14 11 0 5 6 14:34 5:17 Cappel 2. 11 1 2 8 11:33 4:18 * 1. Bezirksklasse: SpVgg. 1900 Gießen Germania Marburg 0: 0 Breidenbach - Wetzlar 5: 0( 3: 0) Herborn Wallau, für H. gew., im Gesellschaftsspiel Herborn 2: 1 gew. SpVgg. Göttingen Osterode 5: 2( 3: 0) Kirchhain Sport Kassel, für Sport gew. Warburg BV. 06 Kassel für BV. 06 gew. Niederzwehren Tura Kassel 3: 2( 1: 2) - Tabelle der 1. Bez. Kl., Gruppe Lahn. Verein Ockershausen Spiele gem. unent. 11 2 verl. Tore Punkte 16: 6 22:12 V. f. B. Gießen Germania Marburg 1900 Gießen 10 7 1 2 22:12 15: 5 11 7 1 3 34:16 15: 7 10 6 1 3 33:22 13: 7 Sp. V. Wetzlar Herborn Breidenbach Wallau 10 3 3 4 17:25 9:11 12 4 0 8 11 3 0 8 16:36 29:31 8:16 6:16 11 1 2 8 15:34 4:18 Noch ausstehende Haupt- Entscheidungsspiele um die Tabellenspize: Germania Marburg Germania Marburg Germania Marburg Ockershausen Ockershausen Breidenbach Ockershausen VfB. Gießen VfB. Gießen 1900 Gießen VfB. Gießen VfB. Gießen 1900 Gießen Wetzlarer SpV. 2. Bezirksklasse: 17 1900 Gießen Weylarer SpV. Wallau 1900 Gießen. Sechshelden Aßlar 3: 2( 2: 1) Butzbach - Dillenburg 2: 0( 0: 0) Frohnhausen 2: 3( 0: 3) Ehringshausen 1: 2 Niedergirmes Burg Marbach Allendorf Wetter, ausgefallen Bottenhorn 2: 0. Tabelle der 2. Bezirksklasse, Gau Gießen- Weglar: Spiele gem. unent. verl. Tore Punkte 32:22 15: 9 Verein Niedergirmes Frohnhausen Burg Butzbach 12 7 1 4 12 6 3 3 27:20 15: 9 13 6 2 5 23:20 14:12 13 6 2 5 25:36 14:12 Dillenburg Ehringshausen Aßlar 13 6 6 29:28 13:13 11 4 26:26 12:10 12 6 12 7 12 8 36:35 10:14 26:26 10:14 22:33 7:17 " Heuchelheim Sechshelden 8453 12201 Gautlassen Gießen- Weglar. - Butzbach 2.- VfB. Gießen 2. 0: 5 abgebrochen Dillenburg 2. Burg 2. 2: 3( 2: 0) Homberg 1. Großen- Bused 1. 1: 0( 0: 0) Ettingshausen Daubringen f. D. gew. Lollar Laubach für Laubach gew. Nauborn Löhnberg 1: 3 - Verstimmt DYNAMO 90 100--> 80 60 4020- über schlechten Empfang? Eine DAIMON Anode hilft sofort! DAIMON Die Stromstärkste! Daimon- Werke Berlin N. 65, Köln, Danzig, Bodenbach/ Elbe Daimon- Verkaufsstelle: Emil Bechstein, Giessen, Seltersweg 63 H. Caldern 1. Marbach 2. 2: 0 abgebr. Cölbe 1. Sarnau 2. 2: 3 Nr. 1. VfB.-K. Marburg 3. Sinkershausen 1. f.S. verl. - Mornshausen 4: 4 Reddehausen 1: 3 Bezziesdorf Sarnau 1. Jgd. VfB.-K. 2. Jgd. VfB.-K. 1. Jgd. 0: 1 Bürgeln 1. Jgd. 1: 1 Germania 2 Jgd. Dreihausen 1. Jgd. 3: 1. Bundespokalspiele. Die Spiele der Zwischenrunde um den Pokal des Deutschen Fußball- Bundes finden statt: in Hamburg: NSV. VMBV. auf dem Platze des Sportvereins Victoria- Hamburg, Schiedsrichter Weingärtner= Offenbach am Main. in Stettin: BSV. VBB. auf dem Plage des Sport- Clubs Preußen- Stettin, Schiedsrichter Browers- FreiburgPolsnit( Schlesien). V Neue Bücher. ,, Menschenbehandlung" von Paul Wallfisch- Roulin ( 150 Richtlinien der Kunst, sich zu den Mitmenschen richtig einzustellen), Verlag für Wirtschaft und Verkehr, Stuttgart, Pfizerstraße 20. 4. Aufl. 298 S. Ganzleinen Preis 9,50 Rmt. Menschen richtig zu behandeln ist eine heikle Kunst. Man lernt hier nie aus und stößt täglich auf Ueberraschungen. Es ist da= her von hohem Reiz, seine eigenen Erfahrungen zu vergleichen mit denen dieses Buches. Der Autor hat eine eigenartige Gabe, nämlich Fragen aus dem täglichen Leben, die man sonst nur gefühlsmäßig mehr oder minder gut löst, einmal im Zusammenhang gründlich zu durchleuchten und Verbesserungen anzuregen, die allen Beteiligten mehr geistige und seelische Ruhe verschaffen. Alle vierzehn Tage erscheint jetzt die illustrierte Frauenzeitschrift ,, Das Heft". Die Nr. 1 des neuen Jahrganges bringt wieder überraschend viel Interessantes. Auch die Mode, unter dem Titel ,, Ein Tag im Wintersporthotel", steht im Zeichen des Schneesport. Ein bunter Bilderbogen ,, Was bringt 1930" zeigt heitere Prophezeiungen für das neue Jahr. Eine Reihe Kurzgeschichten und Skizzen sorgt in bunter Abwechslung für jeden Geschmack. Auch ein Lebenslauf. Die neue Woche" bringt in einem Aufsatz„ Seitenpfade des Genies" u. a. folgende ,, Autobiographie" des russischen Schriftstellers Maxim Gorfi: ,, 1878 Schusterlehrling, 1879 Lehrling bei einem Zeichner, 1882 Geschirr= wäscher an Bord eines Dampfbootes, 1883 Bäcker, 1884 Hausmeister, 1885 Bäder, 1886 Chorist bei einer Wandertruppe, 1887 Apfelsinenverkäufer in den Straßen, 1888 Selbstmordkandidat, 1889 Advokatenschreiber, 1891 Fußwanderer durch Rußland, 1893 Tagelöhner bei der Eisenbahn, 1894 erschien meine erste Novelle". Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. GUTER RAT Guter GUTER RAT in gesunden und kranken Tagen Reball Jendung 43. 5 De übermi Hellen, tarisch fönne Di Berhan Joungp bireften lehnt. In wesentl R Der Si D jamml tommu Die fchen B und der ohne E Wi nifter Genf perlaffe D belan gebra Berlin Na nen Mi Regime führern 3ogus Di bes lat gen. N Konfer Dienst endet. bespred fung wird. Fragen 1. rechtes Iwer 2. mens des A -+ einen 3. heriger Reichs ferenz Verlangen Sie portofrel und kostenlos das Buch ,, Guter Rat". Ausführliche Beschreibungen vieler Krankheiten und Leiden, und was man dagegen zu tun hat. Wo in Drogerien nicht erhältlich, durch OTTO REICHEL, BERI IN NEUKÖLLN Berdienst- Bruchleidende Durch die EdelfarbSeidenraupenzucht fönnen Sie je nach finden in kurzer Zeit Heilung ohne Opera ion, ohne Berufsstörung Größe d.Zucht u. Alter nach meiner bestbewährten Bruchheilmethode der Maulbeerpflanzen Wo eine Heilung nicht möglich oder auf in sechs Wochen 600 Wunsch Anmessung meines Tag und Nacht bis 800 Mt. verdienen. sowie bei jeder Arbeit bequem tragbaren Staffelzucht.mehr. ohne Bei Staffel zucht mehr. Spezial- Bruchband Feder Einführungsdrucksachen gegen Rüdporto Garantie für richtiges Passen. kostenlos. Seidenbau- Sprechstunde meines Vertrauensarztes am Zentrale F. W. Klein, Mittwoch, den 8. Januar von 2- 7 Uhr Oldisleben i. Thür. in Giessen, Bahnhofhotel Lenz. Kaffee- Vertretung mit Verteilungslager an Selbstverbraucher, Dr. med. W. Schwegler München, 9 Wörthstr.37/ III Filialleiter gesucht b. Mr. 500.- monatl. Fabriklager, Inkasso, vergibt Groß- Rösterei bed. Barsicherh. Mk. 1 500.-. Reelitätsnachw. 3.Behrens, Hamburg 36| gebot. u. verlangt. Off.u.10004, Ala- Berlin W.35 Druckarbeiten aller Art für Behörden, Geschäftsleute u. Private fertige ich in jeder gewünschten Ausführung in Schwarz- und Buntdruck bei äußerster Berechnung an. Verlangen Sie Angebote von der Verlagsdruckerei Albin Klein, Gießen Die E eigen aufzu Frag einer ihre 4. für d land lie Be Milli Derla Einig Grün Tegelt Reichs übrige das F Dr. C Anford überich