Nr. 95 Tichweitern al- Bevoll ngsbauge gungsvor Gläubiger Fiebigungs ig von 50 amt rund m( Ober löglich in 1 Steiger, verden. 30. K. J. RM. des alten nd fühlte, ochzeit die 5 Jahren in Berlin s Wesens, von allen, m neuen mütter: stammend, burgijchen m nächsten Sorgen ihr en Schloß = südlicher er an der Prinzessin utter, dem gendlicher id zaubert heute ent= e Staats ne Pflicht milie und Leser dank anregen der WeltZeitschrift R. Voigt vorliegen elteislehre e Tat zu trefflichen e und die arz und Derschrift. ventrant nter dem tersportes nige zeit eiten Teil rtarten in t fostenlos rzer Ver Harz, Pojt ante Gujti tte? Und tel Emils erkwürdige fen, wenn das in der e Nr. 48 n mit An Gießen. 0/31 schaft Stoff! este, haltbare ung wie folgt: .50 .50 en RM 16. b Fabrikation Postfach 158 Meister schinen d Miete on Nr. 3715 Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. Politische Rundschau. Bei starkem Andrang des Publikums begann gestern die 85. Seffion des Hessischen Landtages. Mit langen Debatten wurde über die Winterhilfe beraten. Im Reichstag ist ein Antrag der nationalsozialistischen Fraktion eingegangen, in dem die sofortige Außerkraftsegung der Verordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung der Wirtschaft und Finanzen vom 1. Dezember 1930 verlangt wird. Die Anträge auf völlige Aufhebung der Juli- Notverordnung wurden gegen die Stimmen der Nationalsozialisten, der Deutschrationalen, der Wirtschaftspartei und der Kommunisten im Haushaltsausschuß des Reichstags abgelehnt. Der Auswärtige Ausschuß des Reichstages stimmte am Dienstag einer Entschließung der Landvolkpartei zu, worin die Reichsregierung ersucht wird, so lange die Handelsvertragsver handlungen mit Polen zu suspendieren, bis dem Deutschen Reich von Polen in allen zurzeit bestehenden Differenzen volle Genugiuung geworden ist. Die neue Notverordnung des Reichspräsidenten vom 1. 12. 1930 ist unter Nr. 47 im Reichsgesetzblatt 1930 erschienen. Die Notverordnung umfaßt nicht weniger als 87 Seiten des Reichsgesetzblattes und enthält die Materien: Zur Sicherung des Haushalts, der Steuerreform, die geplanten Maßnahmen jur Aenderung der Wohnungswirtschaft, die Maßnahmen zum Schutze der Landwirtschaft, Vereinfachungen und Ersparnisse auf dem Gebiete der Rechtspflege und die Aenderungen der Verordnungen des Reichspräsidenten vom 26. Juli 1930. Die von Deutschland beantragte Abschaffung der Angriffs: waffen wurde gestern vom Abrüstungsvorausschuß des Völker: Bundes bei der dritten Lesung des Abkommenentwurfs abge= Tehnt. Völkerbundes in Genf Der Abrüstungsausschuß des lehnte gestern den Antrag des Grafen Bernstorff, dem Völkerbundsrat den 5. November 1931 als Datum für die Einberufung der Konferenz vorzuschlagen, ab. Die Vertreter der Rüstungsmächte versuchten mit allen möglichen Winkelzügen, einer Abstimmung über diesen Antrag aus dem Wege zu gehen. In der am Sonntag in Berlin stattgefundenen Tagung des Zentralverbandes der Deutschen Volkspartei wurde der Parteiführer Eduard Dingelden- Darmstadt zum Führer der Deutschen Volkspartei gewählt. Der seitherige Führer, Dr. Scholz, wurde zum Ehrenvorfigenden ernannt. Die rechts: und staatswissenschaftliche Fakultät der Univerität Marburg hat beschlossen, beim preußischen Innenminister die Wiederberufung des bisherigen Reichsjustizministers Dr. Bredt in seine alte Stelle zu beantragen. In Kassel wurde am Sonntag die Radikal- Demokratische Partei gegründet. Vorsitzender wurde Dr. Braubach- Berlin, da Professor Quidde dieses Amt ablehnte. wegen Im Reichspostministerium find die Vorarbeiten Sertung der Postgebühren jetzt so weit gefördert, daß demnächst der Verwaltungsrat der Deutschen Reichspost mit der Vorlage befaßt werden wird. Infolge der allgemein ungünstigen Wirtschaftslage und infolge der Tatsache, daß in diesem Jahre das Vorweihnachts= geschäft so gut wie vollständig ausgeblieben ist, hat der Arbeitgeberverband im Einzelhandel Großberlin den Tarif für die Berliner Einzelhandelsangestellten zum 31. Dezember 1930 zweds Herabsehung der gegenwärtigen Gehälter gekündigt. Die mit der Neubildung der österreichischen Regierung beauftragte Landeshauptmann Dr. Enders hat die Verhandlungen über die Bildung einer bürgerlichen Regierung aufgenommen. Die ungarischen Parteien haben an die tschechische Regierung eine dringende Interpellation gerichtet, in der behauptet wird, daß das Innenministerium dem Landespräsidenten für die Slowakei eine Geheiminstruktion anläßlich der Volkszählung übermittelt habe, die ganz offen die von Prag ausgeübten Metho= den der systematischen Entnationalisierung der Minderheiten in der Slowakei enthält. In der weiteren Verhandlung gegen die„ Industriepartei" legten die Angeklagten, Professor Ramsin, Kallinikow, und Laritschew, ein Geständnis über ihre Spionagetätigkeit ab. Sie erklärten, daß sie Spionagematerial über die russische Munitionsindustrie dem französischen Generalstab zugeleitet hätten. Der Vorschlag des amerikanischen Bürgerausschusses an die Regierung, eine Anleihe in Höhe von einer Milliarde Dollar zur Behebung der Arbeitslosigkeit aufzulegen, findet in Kongreßtreisen sehr freundliche Aufnahme. Die Einbringung eines entsprechenden Antrages ist bald zu erwarten. Der deutsche Frachtdampfer„ Ludwigshafen" des Norddeutschen Lloyd ist in der Nacht auf Sonntag etwa 35 Meilen von Kap Mala im Golf von Panama in Brand geraten. Passagiere und Besagung sind wohlauf. Zum vierten Male hat am Montag Wilhelmshaven den Schulkreuzer„ Emden" zur Auslandsreise verabschiedet. Auch dieses Mal waren die Kais und die Hafenanlagen mit einer großen Menschenmenge und den Abordnungen der Marinetruppenteile dicht besetzt. ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 3. Dezember 1930 ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Retlame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 96 Bürgerschaftswahlen im Staat Bremen Bericht über die wirtschaftl. Lage des deutschen ( Wahlkreis Stadt Bremen, Bremerhaven, Vegesack und Landgebiet) am vergangenen Sonntag berechnet sich wie folgt: Zentrum Staatspartei 30. 11. 1930 14.9.1930 Sozialdemokraten Kommunisten 62 555 73 063 21 679 25 534 Deutschnationale 11 903 Deutsche Volkspartei 25 815 Wirtschaftspartei Nationalsozialisten 3 362 51324 4238 15 370 36 029 8514 26 045 5238 8 730 1894 Christl Soz. Volksd. 1.389 7252 1541 Die Verteilung der Mandate: Sozialdemokraten 40( 50) Nationalsozialisten 12( 10 Wirtschaftspartei 6( 9) Hausbesitzer 15( 17) Konservative Konservative Kommunisten Deutschnationale Deutsche Volkspartei Zentrum 2( 2) Staatspartei 32( 2) 2( 8) 5( 9) 1( 1) 5( 12) Bolkswirtschaftliche ärrlehren? Inländische und ausländische Baustoffe. Es wird uns geschrieben: Eine unnötige Verwendung von Auslandsstoffen bei ,, öffentlichen" Bauten, insbesondere bei wertschaffender Arbeitslosenfürsorge soll durch Reichstagsbeschluß vom 16. Juli 1930 eingeschränkt werden. Im Anschluß an die entsprechenden Ausführungsbestimmungen ist ein Streit darüber entstanden, ob die beim deutschen Straßenbau verwendeten Asphalte, die größtenteils unter Zollverschluß in 2 Hamburger Werksanlagen und in fleineren Werken innerhalb Deutschlands aus ausländischem Rohöl abgeschieden werden, als Auslandsware zu be= werten seien oder nicht. Die Beantwortung dieser Frage dürfte allgemein interessieren. Beim modernen Straßenbau werden Straßenteer und Asphalt zum Binden des Schottergesteins verwendet. Diese Stoffe find in technischer Beziehung gleichwertig. Aber in be= zug auf die Rauheit und Verkehrssicherheit sind Teerstraßen den Asphaltstraßen überlegen. Da Straßenteer aus deutschem Steinkohlenrohteer hergestellt wird, der bei der Erzeugung von Koks und Gas zwangsläufig anfällt, Asphalt hingegen eingeführt wird, liegt die Verwendung von Straßenteer im allgemeinen Interesse. Denn Kohle ist fast der einzige Reichtum Deutschlands, und der Kampf um den Absatz deutscher Kohle fann um so erfolgreicher geführt werden, je ausgiebiger jämtliche Nebenerzeugnisse der Kohle im Inland verwertet werden fönnen. Ohne Verwertung der Nebenerzeugnisse ist der Kohlenbergbau unrentabel. Asphalt( oder Erdölbitumen) wird als Rückstand der ausländischen Benzin- und Schmierölherstellung eingeführt. Diese Rückstände werden nach Angaben der beteiligten Firmen zwecks Ersparnis an Fracht- und Verpackungskosten in Tankschiffen flüssig nach Deutschland befördert und hauptsächlich in 2 großen Werksanlagen in Hamburg von den Beimengungen getrennt, die für Straßenbauzwede ungeeignet sind. Bei dieser sogen. Raffinierung wird das Bitumen( Asphalt) nur von den anderen Bestandteilen des rohen ausländischen Erdöls abgeschieden. Dabei bleibt der ausländische Rohstoff, das Bitumen, chemisch und physikalisch unverändert. Auch die Bitumenemulsionen enthalten den unveränderten ausländischen Rohstoff nur in Mischung mit Wasser und etwa 2% deutschen Emulgatoren und müssen deshalb auch als Auslandserzeugnisse gelten. Da in den Hamburger Asphaltumschlagsdestillationen je Gewichtseinheit nicht mehr Leute beschäftigt werden als bei der Destillation von Straßenteer aus Rohteer, bringen diese Anlagen feine zusätzliche Beschäftigung, sondern nur eine Verschiebung deutscher Arbeitskräfte. Nach Außerung erster deutscher Straßenbauer und Wissenschaftler ist deutscher Straßenteer dem ausländischen Erdölbitumen oder Asphalt zumindest gleichwertig. Deshalb ist seine Verwendung angesichts unseret Tributlasten ein Gebot der Selbsterhaltung. Um die Atempause. Bekanntlich hat der Reichstag im verg. Jahr den 5- Uhr: Ladenschluß am Heiligen Abend gesetzlich eingeführt, eine Maßnahme, die von den sozial denkenden Kreisen unseres Volkes lebhaft begrüßt wurde und die sich auch in der Praxis, aufs Ganze gesehen, durchaus bewährt hat. Nun machen sich im Hinblick auf den Heiligen Abend 1930 wieder Bestrebungen geltend, jenen Beschluß rückwärts zu revidieren. Bei der Stim mung in der Oeffentlichkeit wird ein Erfolg diesen Bestrebungen gewiß nicht beschieden sein. Es entsteht der Eindruck, als ob man in manchen Kreisen jedoch für gewisse soziale und mensch liche Rücksichten kein Verständnis habe. Zur Linderung der Rot des gewerblichen Mittelstandes wäre eine verlängerte Arbeitszeit am Heiligen Abend ein recht ungeeignetes Mittel. Vielmehr wird uns eine wirkliche Atempause für Leib und Seele gerade an diesem Weihnachten der Not unentbehrlicher sein denn je. Dazu wird auch der 5- Uhr- Ladenschluß am Heiligen Abend dienen können. Handwerks im Monat November 1930. Vom Reichsverband des deutschen Handwerks wird uns geschrieben: Der Monat November pflegt stets zu den geschäftlich stillsten Monaten im Handwerk zu zählen. In diesem Jahr war der Rückgang unter dem Einfluß der allgemeinen schlechten wirtschaftlichen Lage besonders stark fühlbar. Infolge der großen Kapitalnot und der allgemeinen Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Wirtschaft, kam die Bautätigkeit beinahe völlig zum Stillstand. Das Arbeitsbeschaffungsprogramm der Reichsregierung vermochte nur vereinzelt noch eine geringe Belebung des Baumarktes zu bringen. Auch die Baunebengewerbe hatten, abgesehen von notwendig werdenden Reparaturarbeiten, fast keine Aufträge zu verzeichnen. Vor allem in den Außenberufen ruhte die Tätigkeit mit Rücksicht auf die nasse Witterung fast völlig. Die Zahl der arbeitslosen Ges hilfen stieg infolgedessen beträchtlich. Von den wenigen Handwerksberufen, für die der November mit zur Hauptgeschäftszeit gehört, wird berichtet, daß die in diese Zeit gesetzten Hoffnungen in keiner Weise erfüllt sind. Die Nahrungsmittelhandwerke weisen troß gesenkter Preise einen wei teren Rückgang ihrer Umsätze auf. Auch im Schneiderhandwerk hat die Saison ein vorzeitiges Ende gefunden. Im Sattler, Tapezierer, Uhrmacher und Juwelierhandwerk ist die sonst in der zweiten Hälfte des November spätestens einsetzende Nachfrage nach Geschenkartikeln für das Weihnachtsfest nahezu völlig ausgeblieben. Die Geschäftstätigkeit dieser Gewerbezweige hielt sich vielmehr in dem bisherigen Rahmen. Man erwartet infolge der geringen Kaufkraft des Publikums auch kein lebhaftes Weihnachtsgeschäft. Eine leichte Belebung für das bevorstehende Weihnachtsfest ist bislang lediglich vom Möbeltischlerhandwerk gemeldet. Gehoben hat sich die Beschäftigung auch beim Elektroinstallationshandwerk, das durch verstärkte Lichtreklame und die Anlage von Radioempfangs Abgesehen geräten vermehrte Aufträge zu verzeichnen hatte. von der allgemeinen Wirtschaftsnot und geschwächten Kaufkraft der Kundschaft glaubt das Handwerk, den schlechten Geschäftsgang auf die Preissenkungsaktion der Regierung zurückführen zu müssen. Die Bevölkerung erwartet unter dem Druck der behördlichen Maßnahmen starke Preisrückgänge und hält daher mit der Auftragserteilung zunächst zurück. - Auf dem Arbeitsmarkt hat sich die Lage entsprechend der Beschäftigung der Betriebe verschlechtert. Die Zahl der erwerbslosen Handwerksgehilfen hat weiter zugenommen damit auch die Klagen über die Schwarzarbeit Erwerbsloser. Die Zah Meldungen über Lohnsenkungen liegen nicht vor. lungsweise der Kundschaft hat mit der zunehmenden Arbeitslosigkeit eine weitere Verschlechterung erfahren. Die finan zielle Lage der Betriebe gestaltete sich dadurch immer schwieriger. Anträge auf Steuerstundung und erlaß usw. nehmen infolge dessen zu. Die Beschaffung der benötigten Rohstoffe und Materialien bereitete keine Schwierigkeiten. Für Zement, Glas, Holz, Kupfer, Lötzinn, Zinkblech, Dekorationsstoffe und Buchbindermaterialien werden Preisrückgänge gemeldet. Bildungsausgaben in Preußen. Zeiten geistiger, seelischer, nationaler Not und Bedrängnis haben schon oft den innersten und stärken Antrieb für eine besonders pflegsame Behandlung nationaler Bildungs- und Kulturfragen gegeben, haben trotz wirtschaftlicher Enge das Schulund Bildungswesen tatkräftig und zielbewußt innerlich und äußerlich vorwärts und aufwärts entwidelt. Nicht nur in Preußen oder Deutschland ist es so gewesen. Jahre nur wirtschaftlicher Not begünstigen anscheinend diese aufstrebende kulturelle Triebkraft nicht. Der Grundsatz des preußischen Finanzministers ,,, den Umfang der zu leistenden Ausgaben nach dem Umfang der zur Verfügung stehenden Einnahmen" zu bemessen, ist unhaltbar in seiner Anwendung auf den öffentlichen Haushalt. Bei seiner Anwendung würden gerade die Staatsverwal tungen getroffen werden, die in der Hauptsache Zuschußverwaltungen sind, womit keinesfalls gesagt ist, daß sie zu den weniger wichtigen Ressorts zählen. Niemand wird ernsthaft bezweifeln wollen, daß das preußische Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung eine der wichtigsten Aufgabe in der preußischen Verwaltung zu erfüllen hat. Und doch ist dieses Ministerium eine Zuschußverwaltung im wahrsten Sinne des Wortes, betragen doch die Gesamteinnahmen nur rund 30 Millionen RM., denen Gesamtausgaben von rund 749,5 Millionen RM. gegenüberstehen. Die Gesamtausgaben des Ministeriums belaufen sich auf rund 749 Millionen Mark, der erforderliche Staatszuschuß wird mit 719 Millionen Mark veranschlagt. Die einzelnen Abschnitte im Voranschlag des Haushaltes weisen für 1931( 1930) folgende Anjakposten für Zuschüsse des Staates aus: Ministerium 2,894 Millionen RM.( 2,901), Wissenschaft 77,382 Millionen RM.( 80,470), Kunst 22,852 Millionen RM. ( 22,990), Volksbildung( höhere Schulen, Volksschulen, Mittelschulen, Pädagogische Akademien usw.) 539,281 Millionen RM. ( 533,529), Kirchen 76,397 Millionen RM.( 84,604). Der Staatsbeitrag zu den Volksschulunterhaltungskosten wird insgesamt mit 439,6 Millionen RM. angegeben. Nr. 96 Mit Mittwoch, den 3. Dezember 1930. Lokales. Winterliche Frühlingszeit. Ist es der Sirokko, der von Afrika herübersäuselt? Sind es die linden Lüfte, die erwachen? Einerlei! Es ist warm. Der Himmel zeigt sich stundenlang unverhüllt, veilchenblau, die Sonne rollt eine Strecke weit, wolkenfrei. Die Abende sind sternig, der Mond schwimmt in einem Silbersee. Die Heizungen knallen, weil man sie erbalten läßt. Die Defen sperren den Rachen auf. Die Damen erliegen unter den Pelzen. Die Hofsänger wissen nicht, ob sie:„ O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit" oder Frühling läßt sein blaues Band" einstudieren sollen. Es ist so viel überflüssige Wärme vorhanden, die Sonne meint es ja so gut! Und das ist ja nun der einzige Ueberfluß. Ansonsten... Na, reden wir nicht davon. Es wäre zum Heulen. Und dabei steht doch Weihnachten vor der Tür. Wirklich und wahrhaftig. Fragt nur einmal bei euren Kindern an. Die haben schon Wunschzettel! Angst und bange wird es ihnen vor diesen Wunschzetteln werden! Aber, um doch wenigstens von dem Ueberfluß zu reden. Sollte es nicht möglich sein, da es doch so gänzlich unerwartet Frühling geworden ist, da wir doch eine Regierung haben, die die Finanzen saniert, daß demnächst, auch Zu gänzlich unerwartet, einmal die Zeiten besser werden. Weihnachten etwa oder allerspätesteens zum neuen Jahr? Es gibt so viele Dinge zwischen Himmel und Erden... Und es treten doch immer die Dinge ein, mit denen man nicht rechnet. * Sonntagsarbeit. Das Polizeiamt teilt mit: Auf Grund § 105 b, Absatz 2 der Reichsgewerbeordnung ist für alle Gewerbezweige der Gewerbebetrieb in offenen Verkaufsstellen, die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern am Sonntag, den 7. Dezember 1930, am Sonntag, den 14. Dezem ber 1930 und am Sonntag, den 21. Dezember 1930 in der Zeit von 12 bis 18 Uhr gestattet. * Warnung vor unrellen Stellenvermittlern. Es tauchen immer wieder unsaubere Elemente auf, die sich nicht scheuen, den notleidenden Erwerbslosen die letzten Markstücke unter großen Versprechungen, ihnen im Ausland eine Stellung zu verschaffen, aus der Tasche zu locken. Die Auslandsabteilung des GDA. hat neuerdings festgestellt, daß die deutschen Tageszeitungen wieder von Schwindelangeboten, besonders aus Holland, überschwemmt werden. Unter bombastischen Firmennamen wird die Vermittlung von Stellungen angekündigt. Auf seine Bewerbung erhält der Anfragende die Aufforderung, 5, 10, 20 oder sogar 40 Mark Kaution, Vorschüsse oder Unkostenbeträge vorher einzusenden. Natürlich erfolgt auf die Geldsendung keine weitere Betätigung dieser Firmen". Es wird z. B. dringend gewarnt vor der„ Deutsch- holländischen Kolonial- Gesellschaft"; „ The German African Co. in Myk aan Zee"; ferner vor der ,, Sunda Trafic, Rotterdam" und vor„ Adviesbureau Niederlandsch Indien, den Haag". Da weitere Schwindelfirmen fast täglich auftauchen, wird zusammenfassend dringend davor ge= warnt, auf Stellenangebote Geldbeträge einzusenden. * General Viktor Albrecht †. Am Sonntag starb in Weilburg nach längerem Krankenlager General der Infanterie a. D. Eyz. Viktor Albrecht. Der Verstorbene war Inhaber des Pour le mérite und Ritter hoher Orden. Die Ueberführung der Leiche zum Krematorium des Gießener Friedhoss fand 1. Dezember vom Hofe Zeughaustajerne aus statt. am * Vom Versorgungsamt. Reg.- Med. Rat Dr. Hechler vom hiesigen Versorgungsamt ist vom 1. Dezember 1930 ab zum Das Arbeitszeitproblem. ,, Gießener Zeitung" Versorgungsamt Trier und Reg.- Med.- Rat Dr. Trautmann, bisher bei der Versorgungsärztlichen Untersuchungsstelle in Kassel, mit dem gleichen Zeitpunkt zum Versorgungsamt Gießen versetzt. * 2. Hessische Krüppelfürsorgelotterie. Die für den 3. Dezember angesetzte Ziehung mußte leider auf den 14. Februar 1931 verschoben werden, weil ein Teil der Lose noch nicht abgesetzt ist. Der Ertrag ist dazu bestimmt, unglücklichen behinderten Menschen, besonders Kindern, zu helfen. * = Oeffentliche Bausparkasse( Abteilung der Landeskommunalbank- Girozentrale für Hessen) in Darmstadt. Die zweite Baugeldzuteilung findet Freitag, den 19. Dezember 1930, vormittags 11 Uhr, in Darmstadt, im Sizungssaal des Rathauses am Marktplatz statt. Zuteilungsberechtigt sind sämtliche Bausparer, deren Vertrag spätestens am 1. Oktober( für Tarif 18 spätestens am 1. September) 1930 begonnen hat, und die mit Einzahlungen nicht im Rückstand sind. Jeder Bausparer, der sich als solcher ausweist, kann der Zuteilungshandlung bei: wohnen. * Voltshalle- Veranstaltungen. Größere Veranstaltungen in der Volkshalle werden im kommenden Jahre stattfinden, so vor allem das Gauturnfest des Turngaues Hessen in der ersten Hälfte des Monats Juli 1931. Außerdem sind geplant ein OberHessischer Reitertag mit Reitturnier, sowie eine Obst- und Gartenausstellung. Auch eine größere Veranstaltung des Guttempler- Ordens ist in Aussicht genommen. Die für nächstes Frühjahr angekündigte Zeppelinlandung wird auf dem Fluggelände an der Flughalle erfolgen. * Straßensperrung, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V.( A. v. D.), Gießen. Die Sperrung der Straßenstrecke Butzbach- Hochweisel und der Straße Jlbenstadt- Kaichen ist ab 1. Dezember, die Sperrung der Straßenstrecke Büdingen-Gelnhausen wird ab 4. Dezember 1930 aufgehoben. Aus Nah und Fern. Lauterbach. Hier wurde von der Gendarmerie ein älterer Mann aus Bad Orb und zwei junge Leute unter 20 Jahren verhaftet, die eine Reihe Ortschaften des Vogelsberges auf Diebesfahrten besuchten und dort Einbrüche verübt haben. Herborn. Amf dem Westerwald- Höhenzug„ Der Knoten" bei Arborn im Dillkreis fanden Holzfäller diese Tage ein leicht zugescharrtes menschliches Skelett. Altenkirchen, Westerwald. Auf der abschüssigen Landstraße von Altenkirchen nach Busenhausen geriet ein Arbeiteromnibus ins Schleudern und stürzte in den Straßengraben. Einige Jnsassen des Autos wurden ernstlich verletzt. Man wird schon damit rechnen müssen, daß bei jeder Diskussion über die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit der Gedanke auftauchen wird, die vorhandene" Arbeit auf mehr Hände zu verteilen und dadurch den notwendigen Ausgleich zu schaffen. So populär und bestechend der Gedanke auf den ersten Blick erscheinen mag, so falsch ist er leider. Auch die freien Gewerkschaften, die ihn jetzt wieder in die Debatte werfen und die 40- Stundenwoche als das Altheilmittel gegen die Arbeitslosigkeit anpreisen, haben es vermieden, sich über die praktische Durchführung dieser Maßnahme auszusprechen. Die Gewerkschaften wissen nämlich ganz genau, daß etwa 20% aller Betriebe bereits zur Kurzarbeit übergegangen sind, in der Metallindustrie sind es 22%, in der Textilindustrie sind es sogar 37%. Wie soll man da denn noch Arbeitszeitverkürzung einführen, ohne daß die Arbeiterschaft auf einen Lohn herabsinkt, der noch unter den Erwerbslosenunterstügung.n liegt? Aber auch in den voll arbeitenden Betrieben bedeutet jede Verkürzung der Arbeitszeit unweigerlich eine Steigerung der Selbstkosten und überdies ist eine der Arbeitszeitverkürzung entsprechende Mehranlegung von Arbeitskräften praktisch nur durchzuführen, wenn man neue Arbeitspläge schafft, d. h. neues Kapital investiert. Gerade das Beispiel des Bergbaues ist in diesem Zusammenhange besonders beweisfräftig. Eine Verkürzung der Arbeitszeit von 8 auf 6 Stunden, wie es die Bergarbeiterverbände wünschen, fäme einer Herabsehung der effektiven Arbeitszeit um 1/2 Stunde gleich. Eine Verkürzung der Arbeitszeit um nur 2 Stunde macht aber schon bei den Selbstkosten eine Steigerung von etwa 1 Mark je Tonne aus. Eine Arbeitszeitverkürzung mit dem Ziele der Neueinstellung von Arbeitern wäre zudem ganz unmöglich, denn jeder, der die Verhältnisse im Bergbau kennt, weiß, daß immer nur eine bestimmte Zahl von Bergleuten ,, vor Ort" beschäftigt sind und daß die Stellen, an denen sich die eigentliche Gewinnung der Kohle vollzieht, nicht beliebig vermehrt werden können. Was vom Bergbau, das gilt auch von nahezu sämtlichen anderen Induſtrien: immer bringt eine Berkürzung der Arbeitszeit eine Steigerung der Selbstkosten mit sich Schon durch die Vermehrung der Arbeiterzahl werden die firen Kosten des Betriebes, insbesondere die Verwaltungsausgaben, nicht unbeträchtlich erhöht. Die Wiedereinstellung erwerbsloser Arbeitskräfte wird nicht selten dazu führen, daß der durchschnittliche Leistungswert der Belegschaft sinkt, da in der Regel bei den vorangegangenen Einum Kossel. Der Wirteverein und die Konditoren- Innung hielten am Montagnachmittag eine Versammlung ab, zur Durchführung der Getränkesteuer Stellung zu nehmen. Nach einer erregten Aussprache wurde beschlossen, mit sofortiger Wirkung die Hälfte der jetzt in den Betrieben beschäftigten Arbeitnehmer zu kündigen. Wiesbaden. Bei Kloster Tiefenthal im Rheingau wurde der Schupobeamte M. aus Friedberg in Hessen schwer verletzt und seine Freundin tot aufgefunden. M. ist ebenfalls seinen schweren Verlegungen erlegen Ludwigshafen. Die Ludwigshafener Gastwirie haben beschlossen, ihre Betriebe so lange zu schließen und das Personal zu entlassen, bis die Regierung die zwangsweise angeordneten Steuern wieder zurückgezogen habe. Die Anti- Lärm- Schußbewegung in Brüssel. hat eine Verordnung erlassen, nach der ganz allgemein der Betrieb von Lautsprechern nach 11 Uhr abends verboten ist. Fleischlose Tage in Rußland. Die Sowjet- Union hat, der Not gehorchend nicht dem eigenen Triebe, elf fleischlose Tage im Monat eingeführt. An solchen Tagen dürfen keine Fleischwaren verkauft werden. Daß man diese Rationalisierung mit gesundheitlichen und sozialhygienischen Gründen umbrämt, ist leicht verständlich.. Gesunde Küche im Dezember. Jm Weihnachtsmonat ist die Hausfrau auch in der Küche vor schwere Aufgaben und Ausgaben gestellt. Gern möchte sie sparen, aber wie? Das Gemüse ist teuer, ebenso Eier und Fleisch und billiges Obst gibt es gleichfalls fast gar nicht mehr. Da heißt es eben, sich anpassen! Jm Winter verlangt unser Körper wie unsere Wohnung vor allem nach Wärme. Den besten und ausgiebigsten Körperheizstoff geben die Fette ab: Butter, Margarine, Speck, Schmalz und Del. Diese soll man daher in der Dezemberküche ein wenig mehr in den Vordergrund der Ernährung treten lassen. Weitere Nahrungsmittel sind die verschiedenen Käsesorten und geräucherte Fische, wie Bückling, Flunder usw. Auch gekochte Fische, wie z. B. den Weihnachtskarpfen, kann man durch Beigabe von Buttersauce zum Fettspender machen. Sehr fettreich sind Nüsse, deren Genuß vor allem magengefunden Menschen gerade in der Weihnachtszeit empfohlen werden kann. So enthalten Wal- und Haselnüsse, im Gegensatz zum übrigen Obst, wenig Wasser, aber ca. 50 Prozent Fett und etwa 30 Prozent Eiweiß. Vielseitig ist auch die Verwendbarkeit der Nüsse, die man z. B. gerieben auf Butterbrot streichen kann. Auch die Vermengung geriebener Nüsse mit Apfelreis oder mit Parmesankäse ist nahrhaft und schmackhaft. In geriebener Form werden Nüsse auch von Magenkranken gut vertragen. schränkungen des Betriebes zunächst die leistungsschwächsten Arbeiter abgestoßen sein dürften. So häufen sich die Schwierigkeiten auch da, wo die Dinge für eine Neueinstellung von Arbeitern an sich noch am günstigsten liegen, bei den Großbetrieben. Die Kleinbetriebe degegen dürften völlig ausscheiden. Wenn nämlich nur 4 oder 5 Arbeiter beschäftigt werden, müßte die Arbeitszeit und damit das Einkommen des einzelnen Mannes zwecks Freimachung eines Plazes für einen Erwerbslosen so weit verkürzt werden, daß dieser Ausweg praktisch überhaupt nicht in Frage kommt. Was aber am wichtigsten erscheint ist die Tatsache, daß eine Arbeitszeitverkürzung zwecks Mehreinstellung von Erwerbslosen selbst in dem selten günstigen Falle, daß sie zu einer erheblichen Vermehrung der Produktionskosten des einzelnen Unternehmens führen sollte, niemals ein wirkliches Heilmittel gegen die Arbeitslosigkeit darstellen kann. Sie bedeutet nämlich immer nur eine Verschiebung der Kaufkraft der bisher noch beschäftigt gebliebenen Arbeitnehmer zugunsten der bisher arbeitslos gewesenen und nun neueingestellten Kräfte und bewirkt niemals das, worauf es allein ankommt: eine Steigerung der allgemeinen Kaufkraft, eine Vermehrung und Verbilligung der Produktion. Die Arbeitszeitverkürzung mag als populäres Propagandamittel bei politischen Kämpfen verwendet werden. Wer wirklich die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit will, wird sich an den weniger populären, aber dafür desto wahreren Ausspruch halten müssen, den der große schwedische Nationalökonom Gustav Cassel vor einigen Jahren auf einer Mitgliederversammlung des Vereins deutscher Maschinenbauanstalten tat: Zur Verringerung der Arbeitslosigkeit muß man die Löhne senken und die Arbeitszeit verlängern, um die Unkosten herabzudrücken und vermehrten Bedarf zu schaffen." Lurusimporte und Volksgesundheit. Eine Reihe von Volkswirtschaftlern und Agrarpolitikern ist der Meinung, daß wir auf die Einfuhr von Südfrüchten verzichten können und müssen, weil hierdurch ein Teil des Volksvermögens unproduktiv ins Ausland getragen wird. Südfrüchte seien außerdem Lurus! Sind sie das wirklich? Ich glaube, die moderne Hausfrau wird, ebenso wie ein großer Teil der Aerzteschaft, diese Behauptung verneinen. Südfrüchte sind in ihrer Eigenschaft als Vitaminquelle zu einem wichtigen Bestandteil der deutschen Ernährung geworden, und zwar nicht nur der Oberklassen, sondern des ganzen Volkes, so daß wir heute im Interesse der Erhaltung Im Dezember sind aus Ersparnisgründen auch die verschiedenen Konserven sehr beliebt. Sie können bis zu einem ge= wissen Grade frisches Obst, Gemüse und Fleisch ersetzen, doch achte man zur Vermeidung von Gesundheitsstörungen auf tadellose Beschaffenheit. Auftreibungen an den Dosen, unangenehmer Geruch oder Geschmack sind Zeichen von Verderbnis. Solche Konserven sind unbedingt vom Genuß auszuschließen. Natürlich darf niemals die Ernährung eine einseitige Konservennahrung werden. Da bei der Konservierung die Vitamine der Nahrungsmittel fast völlig zu Grunde gehen, können in solchen Fällen Mangelkrankheiten, vor allem Scorbut, entstehen. Die Vitaminarmut der Dezemberkost läßt sich indessen leicht ausgleichen durch den Genuß von Aepfeln, Apfelsinen, Mandarinen und Zitronen, die uns ja in dieser Zeit zu wohlfeilem Preise zur Verfügung stehen. Ebenso gehören hierher die auf kaltem Wege hergestellten Obst- und Fruchtsäfte. Schließlich ist auch die, für den Weihnachtsstollen verwandte Hefe ein vollwertiger Vitaminträger. Die Weihnachtstage selbst veranlassen uns meist, Speisen und Getränke in reichlichen, oft zu reichlichen Mengen zu genießen. Solche Festesfreude kann und will auch der Arzt nicht stören, allein wer sich die schönen Tage nicht verderben will, dem sei zur Mäßigkeit geraten. Darum eßt nicht zu viel durcheinander und gebt besonders den Kindern nicht zuviel Süßigkeiten zwischen den Mahlzeiten! Förderlich für Verdauung und Gesundheit ist auch ein kleiner Feiertags- Spaziergang. Damit wünscht Euch allen, liebe Leser, wenn auch etwas verfrüht, fröhliche Weihnachten und gesunde Feiertage." der Volksgesundheit nicht mehr auf sie verzichten fönnen. In den letzten 20 Jahren hat sich in unseren Begriffen von zweckmäßiger Ernährung und Lebensweise eine grundlegende Aenderung vollzogen. Dies zeigt sich wohl am deutlichsten darin, daß das durchschnittliche Lebensalter des Menschen von 33 auf 50 hinaufge= gangen ist. Gewiß, ein Gutteil dieses Erfolges ist auf das Konto der besseren Hygiene und der erfolgreichen Krankheitsbekämpfung zu buchen, viel jedoch muß der vitaminreichen Ernährung, insbesondere der Kinder, zugeschrieben werden. Als vor etwa 15 Jahren der Hamburger Frauenarzt Prochownik mit der von ihm erprobten Methode hervortrat, hoffende Frauen mit viel Obst zu ernähren, insbesondere dann, wenn Entbin dungsschwierigkeiten in Gestalt eines verengten Beckens zu befürchten waren, wußte man noch nicht, woran es lag, daß nach dieser Methode ernährte Frauen so geringe Beschwerden während der Schwangerschaft, sowie so leichte Entbindungen hatten und so gesunde Kinder bekamen. Erst die Entdeckung der Vitamine im frischen Obst brachte die Erklärung. Milch enthält zwar auch Vitamine, jedoch bekommen wir in der Stadt die Milch selten in so einwandfreiem Zustand, daß wir sie, insbe sondere im Sommer, unseren werdenden Müttern und den Säuglingen ohne Bedenken roh zu trinken geben können. Es ist nicht von der Hand zu weisen, daß das Absinken unserer Säuglingssterblichkeitsziffer z. T. auf die vitaminreichere Ernährung der hoffenden und stillenden Mütter zurückzuführen ist. Ohne Obst kann man sich den modernen Menschen nicht mehr vorstellen. Leider aber bringt unser hartes Klima längst nicht genug hervor, um der Nachfrage zu genügen. Sommerobst ja, insbesondere Beeren haben wir viele in Deutschland, die eingemacht oder zu Marmelade verarbeitet zwar als Ernährungs- und Genußfaktor, aber nicht als Vitaminträger in Betracht kommen. An Winterobst gibt es Aepfel, Birnen und Nüsse. Aber das genügt nicht; wer einmal beobachtet hat, mit welcher Unfehlbarkeit das Kind die Orange dem Apfel vorzieht, zumal wenn es krank ist, wie der Fiebernde wohl eine Orange oder eine Banane, selten aber einen Apfel verlangt, wer psychologisch den Wert der Abwechslung erkannt hat, wie sie durch Zusah von Tomaten oder Zitronen zur täglichen Kost erreicht werden kann, der wird dem Volkswirtschaftler energisch entgegentreten, wenn die Rede davon ist, die Einfuhr von Südfrüchten abzustellen.. Dr. med. Anne- Marie Durand- Wever. Bezi VfB Boru Spo Heffe V. f. Ode Herr Gern Spie Ger Wall Brei 1900 Wiefe Sp. Froh 2. B Nied Buzzt Löhn Ehrin Apla Gr. Weil Laub Dille Burg Sech Nied Man Mer Offer Offdi Gesel Sinn berb Done Balle Hörb Eisen Med Herb Lang Haig Ober Aller Froh Sirze Ritte Nauz Die Kurz fann furzi Uebe D aufgef Kurzb Er be Schri Nr. 96 Der Be iſt. em eige An jol n. Daß fozialby er Küche möchte Fier und cht mehr. gt unju e. Den ette ab: 11 man Border gsmittel che, wie B. den tterfauce eren Geer Weih Mittwoch, den 3. Dezember 1930. Fußball. ,, Gießener Zeitung" Turnen, Sport und Spiel. Ergebnisse aus dem Bezirk. Bezirksliga und Bezirksklasse. FC. Großalmerode Hessen 09 Kassel 4: 3 Einbed Grone 1: 1 VfB. Gießen - Sport Kassel VfB.- K Marburg 5: 1 Verein VfB- K. Marburg Borussia Fulda Sport Kassel Hessen- Hersfeld V. f. B. Gießen Ockershausen Hermannia Kassel Germania Fulda Spielverein Stassel Hessen Hersfeld 3: 1 1 Spiele gem. unent. verf. 9 9. 7777777 2232644D5 012402201 754342232 69866888 6433221 Tore Punkte 30:18 14: 4 18: 6 11: 5 23 15 Nr. 96 gegen Bezirk Hessen- Hannover 4: 1( 1: 0) Mittelrheinbezirk gegen Edenverhältnis 6: 2. Zuschauer etwa 3500. Der Niederlage gegen den Südwestfalenbezirk, die noch in frischer Erinnerung ist, hat sich eine erneute Niederlage der Vertreter unseres Bezirkes angereiht. 3u jenem Spiel in Hagen hatten die Instanzen bis in letter Stunde noch Umstellungen in der Elf vornehmen müssen, worunter die Einheitlichkeit der Elf naturgemäß zu leiden hatte. Diesesmal war der Bezirk davor bewahrt geblieben, eine zusammengewürfelte Elf mit seiner Vertretung beauftragen zu müssen, und trotzdem diese Niederlage, die niemand erwartet hatte! Unsere Bezirkself stellte sich dem Gegner in folgender Aufstellung: Heßler( Herm. Kassel) 10: 6 12:10 10: 8 15:22 8:10 Wallenburger ( Germ. Fulda) 11:13 6:10 Stedteroth 18:23 6:10 10:21 6:10 Wilhelm Jordan Engelhard ( alle SC. 03 Kassel) Markert Weber ( Kurh. Kassel) Israel 12:21 5:11 - - Verein Germ. Marburg Wiesenbach Wetzl. Sportv. Wallau 0: 3( abgebr.) Breidenbach 1900 Gießen 6: 1( 1: 0) Spiele gew. unent. 3: 1 Germania Marburg verl. 0 Wallau 3 Breidenbach 0 4 Tore Punkte 25: 5 13: 1 0 20:10 11: 3 19:21 6: 8 Jal- und 1900 Gießen 4 14:23 Wiesenboch 4 12:15 er, aber Sp. V. Wetzlar 5 11:18 Bielfeitig gerieben geriebe chaft und Frohnhausen 6 1 4 8:17 6: 8 5: 9 4:10 3: 9 2. Bezirksklasse: Laubach 1. Ağlar 1. 1: 5 Ehringshausen Großen- Bused 4: 1 von Ma Verein Spiele gew. unent. verl. Niedergirmes 7 3 4 0 Butzbach 7 Löhnberg 7 Ehringshausen 7 Aẞlar Gr. Buseck Weilburg Laubach Verein versajie inem ge hen, doch auf tadel: Burg - Weyl.- Niedergirmes Butzbach 2: 2 Dillenburg Sechshelden Niederscheld mangeneh 5. Golche Natür rvennah ine der solchen n. Die ht aus: Darinen Offdilln Preise faltem ist auch wertiger jjen uns eichliden will au 6677 1120112 4433220 Tore Punkte 20:13 10: 4 2 19:10 9: 5 23:15 9: 5 18:18 8: 6 16:11 6: 6 15:17 5: 7 2223345 15:27 5: 9 11:25 2:12 Spiele gew, unent. verl. Tore Punkte 7777777 6 1 5 1 4 1 4 0 Manderbach 3 Merkenbach 7 3 Offenbach 7 1 1 7 0 0 Gesellschaftsspiele: Biedenkopf 1. Edelshausen 1. 5: 1 Feudingen Friedensdorf 3: 2 Donsbach 1. Eisemroth 1. Gau Dill. 01234557 Herborn komb. 5: 3( 2: 1) Offenbach 1. 1: 7( 0: 3) Gau Dill. 1. Gautlasse, Gruppe A. nicht ver Verein eßt nicht Sinn nicht zu= für Ver Spazier ch etwas Je." Herbornseelbach Donsbach Ballersbach Hörbach Eisemroth Medenbach Herborn II. Niederscheld 1. 38:10 13: 1 22:10 11: 3 25:13 9: 5 19:21 8: 6 17:21 8: 6 11:15 6: 8 14:26 3:11 11:41 0:14 ( Amtlich.) Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte 77777777 1 1017 55543210 1 2 2223457 1 0 Hirzenhain 1. 4: 3( 3: 1), 20:12 11: 3 25:13 10: 4 13: 9 10: 4 13:12 9: 5 18:21 7: 7 11:18 6: 8 11:25 3:11 1: 4 0:14 Strehle Lumpe ( SC. 03 Kassel) ( Kurh. K.)( Herm. K.) Vom Anstoß weg trugen unsere Spieler einige gute Angriffe vor, bei denen Markert mit zwei saftigen Schüssen an die Querlatte und den Pfosten großes Pech hatte. Bald hatte sich auch der Gegner gefunden und nun war er es, der in der Hauptsache den Spielverlauf diftierte. Zeitweise vermochte er das Spiel ganz in unsere Hälfte zu verlegen, indem seine vorzügliche Verteidigung weit aufrückte und die Bälle bis in unseren Strafraum zurüdpfefferte. Während Heßler tadellos hielt und an den vier Toren schuldlos ist, zeigte Weber ein sehr schwaches Spiel. Allerdings war er bald durch das harte und mit versteckten Fouls durchsetzte Spiel der Mittelrheinelf verletzt worden. Wallenburger dagegen führte sich durch sein Spiel sehr gut in die Bezirksmannschaft ein. In der Läuferreihe schien Engelhard körperlich nicht auf der Höhe zu sein. Sein Spiel wirkte etwas verkrampft und stach sehr nachteilig gegen die sonst von ihm gezeigten Leistungen ab. Gut war eigentlich nur Stedteroth, der gleichmäßige Leistungen zeigte, während Israel neben guten auch schwache Momente hatte. Im Sturm schien Markert der Gefährlichste zu sein. Schade, daß er zu Anfang so Pech hatte, vielleicht hätten wir im Gesamtergebnis doch besser abgeschnitten, wenn die beiden Schüsse von Markert ihr Ziel gefunden hätten! Auf dem Rechtsaußen= posten war Wilhelm recht eifrig und gab auch ein paar ganz brauchbare Flanken herein. Nicht ganz so gut waren seine Leistungen, als er nach der Halbzeit auf Lintsaußen stürmte. Jordan war gegenüber den schnell und robust spielenden Leuten vom Mittelrhein mit seinem bedächtigen Spiel und mit seinem geringen Kampfeseifer stets im Nachteil. Eine feine Bürgeln 1. Buchenau 1. - Gau Marburg. Kirchhain 1. 5: 3 Sarnau 1. 1: 2 Cölbe 1. Marbach 2. 8: 0( 5: 0). - Wommelshausen 2. Mornshausen 1. 8: 1( 2: 1) Biedenkopf 2. Allendorf- Eder 1. 5: 1 Wehrda 1. Erdhausen Weidenhausen - Niederwalgern 1., 7: 4( 1: 3) Günterod 3: 3 - Hartenrod 2. 8: 0 Bortshausen 1. Elnhausen 1. 6: 2( 2: 2) Wehrda 2. Niederwalgern 2. 3: 0 Cappel 2. Goßfelden 1. 5: 1( 3: 0) - Germ. Marburg 3. Sterzhausen 2., St. nicht angetr. Cölbe 2.Schweinsberg, Schw. nicht angetr. Unterrosphe VfB.-K. Marburg 3 1: 3 Hommertshausen 1. - Mornshausen 2. 6: 2 Sintershausen Dernbach 1: 5 - Sport Kassel Jgd. VfB.-K. Marburg Jgd. 2: 3 Ebsdorf 1. Jgd. Cölbe Jgd. - Cappel Jgd. 1: 3 Niederofleiden Jgd., N. nicht angetr. Gau Gießen- Wezlar. - Laubach 2. Aẞlar 2. 1: 1 Niedergirmes 2. Ehringshausen 2. - 1900 Gießen 2. - Butzbach 2. ausgefallen Großen- Bused 2. 15: 0 Lollar 1. 2: 0 Leistung allerdings war das Ehrentor, das er in der zweiten Halbzeit nach einem furzen Kampf und Alleingang schoß. Von da ab wurde er auch in seiner ganzen Spielweise etwas angriffsfreudiger. Strehle ist als Wühler bekannt. Auch in diesem Spiel war er überall zu finden, half auch hinten aus, und onnte trotzdem seinen Sturm nicht zu Erfolgen führen. Seine Spielweise ist nicht zwedmäßig und führt leicht zu Verzettelungen des Angriffes. Lumpe hatte anscheinend Lampenfieber, denn er versagte so ziemlich restlos. Für ihn wurde nach Halbzeit Brössel( Spielv. Kassel) in die Mannschaft genommen, der den Rechtsaußenposten bezog, während Wilhelm auf Linksaußen ging. Es wäre wohl besser gewesen, wenn Brössel den von Lumpe innegehabten Posten bezogen hätte, denn auf Rechtsaußen zeigte er nichts besonderes und war nicht imstande, dem Spiel eine Wendung zu geben, obwohl er doch mit frischen Kräften antrat. Ueberhaupt wurde unsere Hoffnung, daß die zweite Halbzeit eine Wendung zum Besseren bringen werde, schmählich enttäuscht. Der Mittelrhein hatte bald wieder das Heft vollkommen in der Hand und trotz hervorragender Abwehr von Heßler, der von unseren Spielern allein mit Beifall bedacht wurde, fiel ein Tor nach dem andern. Das zweite Tor wurde von dem linken Läufer der Gastgeber aus einem Ge dränge heraus mit solcher Wucht geschossen, daß H. den Ball im Werfen nicht halten konnte. Beim dritten Tor war Weber überspielt worden und der Ball aus nächster Nähe eingeschossen worden. Dann passierte dem gleichen Spieler noch das Mißgeschick, daß ihm eine vom Rechtsaußen scharf hereingegebene Flanke vom Bein ab ins Tor rutschte, und die Niederlage war vollendet. Wer Augenzeuge der beiden Spiele in Hagen und Koblenz gewesen ist, wird sich sagen müssen, daß die Ursachen der Niederlage in beiden Fällen die gleiche war. Unsere Spieler sind nicht schnell genug und es fehlt ihren Angriffen die nötige Wucht( nicht zu verwechseln mit wüstem Draufgängertum!). Ueberraschend war auch in Koblenz die Tatsache, daß unsere Gegner eine viel bessere Ballbehandlung, insbesondere besseres Ballstoppen zeigten, und auch im Kopfballspiel überragten. Ebenfalls war das Zusammenspiel der Mittelrheiner viel gefälliger als unser zerflatterndes Spiel. Nachteilig für die Unsrigen wirkte sich allerdings dabei auch aus, daß der Platz nicht sehr breit war und einen harten graslosen Boden hatte. Zudem war der Gegner in seiner Spielweise für unsere Leute zu hart. Diese widrigen Umstände allein vermögen aber die Niederlage nicht zu entschuldigen, die Gründe liegen doch tiefer und sind in dem allgemeinen Nachlassen unseres Könnens zu suchen. Queckborn 1. Grünberg 1. 0: 9( 0: 1) Ettingshausen Niederohmen 10: 1( 5: 0) - Gau Gießen- Weglar, 1. Gauklasse, Gruppe Grünberg. 75420 Sp. Niederohmen I. 0 11:14 14: 2 Ettingshausen I. Grünberg I. Geilshausen I. Queckborn I. 7 1 8 1 3 1 33:12 28:18 11: 3 9: 7 8 0 6 20:27 4:12 0 0 7 9:28 0:14 Niedershausen 1. Wetzl. Sportv. 2. 0: 1 Oberhiel Steindorf 1: 2( 0: 2) Holzhausen 1: 2 Nauborn, ausgef. Gau Gießen- Weglar, 1. Gauklasse, Gruppe Wetzlar. Burgsolms - Biskirchen Verein Spiele Wetzl. Sp- Verein II. Steindorf Bissenberg Oberbiel Burgsolms Niedershausen Nauborn Biskirchen Holzhausen 1900 Gießen 3. 1900 Gießen 4. 7754 67779 Tore 25: 6 18:12 Punkte 14: 0 12: 2 5 14: 9 6: 4 11:13 6: 6 17:14 5: 7 10:11 5: 9 19:24 5: 9 6:13 3:11 9:27 2:10 Garbenteich 2. 7: 0( 6: 0) Garbenteich 1. 3: 3( 3: 1) Langenaubach 7 2 0 13: 7 12: 2 bensweise 7 5 1 1 20: 6 11: 3 Verein Oberroßbach) 7 3 3 1 20: 5 9: 5 Steinberg I. 7 0 2 24:13 10: 4 chnittliche Allendorf 7 0 3 15:14 8: 6 VfB. Gießen II. 7 hinaufge Frohnhausen II 7 3 12:16 7: 7 Daubringen I. 6 s ist auf Hirzenhain 7 2 1 4 31:21 5: 9 Rittershausen Nauzenbach 7 7 20 0 16:24 4:10 0 5:23 0:14 Donsbach Jgd. Herborn Jgd. 1: 1 1900 Gießen II. Lollar I. Nieder- Weisel I. Steinbach I. 7 7 7 044320 5 0 2 21: 8 10: 4 1 1 13: 4 9: 3 0 3 17:13 8: 6 Homberg 1. Grünberg 2. Hermannstein 1. Stockhausen 1. Burgsolms 2. Schwalbach 1. Nauborn 2. Wetterfeld 1. 6: 0( 3: 0) Flensungen 1. 2: 1( 0: 1) - 3 19:14 7: 7 57 7:14 4:10 2:37 0:14 Derzichten eren Be zeigt sich Haiger Gau Dill. 1. Gauklasse, Gruppe B.( Amtlich.) Verein Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte VfB. Gießen 2. Niederweisel 1., N. nicht angetr. Steinberg 1. - Steinbach 1. 5: 0( 4: 0) Gau Gießen- Weglar, 1. Gauklasse, Gruppe Gießen. Spiele gew. unent. verl. Tore Bunkie Olgreichen muß der Kinder, ahren der n ihm er mit viel Entbin n Bedens woran es en so ge= aft, fowic De Kinder Im frischen war aud die Milch ſie, insbettern und fen geben , daß das 3. T. auf und stil Menschen fer hartes chfrage zu en haben zu Mar nd Genuß racht fomund Nüsse. that, mit dem Apfel Fiebernde aber einen t der Abbon To cht werden rgisch ent infuhr bon and- Weber. Die Erfindung der Kurzschriftschreibmaschine. big die sonst allgemein übliche Verbindung von zwei KurzschristEs kann nachgerade keinem Zweifel unterliegen, daß die Kurzschrift nur mit Hilfe der Maschine Verkehrsschrift werden kann. Die bisherigen Kurzschriften sind allein für die Federturzschrift bestimmt und deshalb für den Kurzbuchdruck und die Uebertragung auf die Maschine nicht geeignet. 427 . 172/~ LC 30 11 г AC 5: 1 C: ١٢ ٦/ در- 1 Uebertragung: Maschinenschrift. Wenn man mit der Schreibmaschine dem Fluge der Rede und der Gedanken folgen will, bleibt kein anderer Ausweg, als die Worte mit weniger Zeichen wiederzugeben. A Dr. Gustav Keining in Soest hat ein Kurzschriftsystem aufgestellt, welches gleichzeitig für die Federkurzschrift, den Kurzbuchdruck und für die Maschinenkurzschrift eingerichtet ist. Er benutzt nur 135 allereinfachste Kurzschriftzeichen, die einen Schriftraum von zwei Stufen einnehmen und vermeidet vollstänzeichen zu einem zusammengesetzten Zeichen, weil solche zeichen das Lesen und Schreiben erschweren und für den Druck nicht geeignet sind. Die auch im Ausland patentierte und bereits fabrikmäßig hergestellte Maschine hat 45 Tasten und zwei Umschaltungen. Die Tasten haben die üblichen lateinischen Buchstaben, im Wesentlichen in Uebereinstimmung mit der gewöhnlichen Schreibmaschine. An den Schreibhebeln befinden sich die Kurzschriftzeichen. Die Konsonanten, auch die zusammengesetzten, werden zugleich mit dem nachfolgenden Vokal wie in der Kurzschrift durch ein Zeichen wiedergegeben und zwar werden die e Vokale mit der Grundlage, die a und o Vokale mit je ciner Umschaltung geschrieben. Dagegen werden Kürzungen nur für die allerhäufigsten Worte verwendet. In der nachfolgenden Schriftprobe sind die Zeichen unverbunden und die Bogen und Schleifen der einstufigen Zeichen der Federschrift in Eden verwandelt, um einen klaren Druck zu erzielen. Die Lösung des Problems der Schreibmaschinenturzschrift muß mit der Zeit zum Kurzbudbrud führen und wird deshalb für eine Kulturtat ersten Ranges gehalten. Weihnachten in Bethel! Als das Christuskind in Bethlehem geboren wurde, standen an seiner Krippe lauter arme Leute. Je ärmer sie aber waren, desto heller leuchtete ihnen die Liebe Gottes, die in der Sendung des Kindes offenbar geworden ist. Einen Strahl des ewigen Weihnachtslichtes aus der himmlischen Welt hoffen wir Bethelleute auch in diesem Jahre sehen zu dürfen. Die Zeit ist schwer, die Not ist groß. Das spüren wir in unserer Arbeit täglich mehr. Die Zahl derer, die aus Armut und Krankheit, aus Arbeitslosigkeit und Hunger bei uns anklopfen, nimmt unablässig zu. Alle unsere Häuser sind überfüllt; in den Zufluchtsstätten der Heimatlosen wird bald das letzte Notquartier belegt sein. So haben wir fast 6000 große und kleine Weihnachtsgäste zu versorgen. Auch unsere Freunde stehen fast alle heute unter hartem - Büblingshausen 1. 9: 0( 3: 0) Leun 1. 6: 0( 1: 0) Holzhausen 2. 3: 1 Wehl. SpV. 3. 1: 4 Dutenhofen 1. 3: 3( 0: 2) Hermannstein 2. Oberbiel, D. nicht angetr. Niederbiel Tiefenbach - Wetzl. Sportv. 4.( 6.) 1: 2 Braunfels 2: 0 Druck. Trotzdem wagen wir die Bitte: Macht Euch selbst und uns die Freude, daß Ihr denen helft, die noch ärmer sind als Jhr! Laßt Eure Gaben, und wären sie noch so klein, Boten jenes himmlischen Lichtes sein, das in Bethlehem erschienen ist. Unser Weihnachtshaus" nimmt alles dankbar an. Kleidungsstüde, Mäntel, Strümpfe, Schuhe, vor allem für Männer, sind besonders willkommen; nicht minder Lebensmittel jeder Art, Spielsachen für Kinder, Bücher, Bilder, Gesellschaftsspiele für Erwachsene. Sehr wertvoll ist uns auch Strickwolle. Die Arbeit des Verteilens auf die vielen verschiedenen Anstaltshäuser wird uns sehr erleichtert, wenn uns die Gaben so früh wie irgend möglich gesandt werden. Will man uns aber lieber das Einkaufen überlassen, freuen wir uns auch über jedes Geldgeschenk.( Postschedkonto: Hannover 1904 P. F. v. Bodelschwingh, Bethel bei Bielefeld.) Allen Freunden von Bethel wünscht in einer Zeit der Armut und Not ein doppelt gesegnetes Weihnachtsfest F. v. Bodelschwingh, P. Bethel bei Bielefeld, Weihnachten 1930. Lichtstrahlen. Um mich her die großen Scharen, Die verkrüppelt, siech und blind, Mir jetzt schon seit fünfzig Jahren Pfleg- und Sorgenfinder sind, Dürsten danach, sich zu laben An der Liebe Weihnachtsgaben. Laßt mich bitten, laßt mich flehen Für die Aermsten groß und klein, Daß sie in dem Jammer sehen Des Erbarmens milden Schein, Einen Strahl von jenem Licht, Das durch's Leidensdunkel bricht. Als Lichtstrahlen in das Dunkel seiner tausend Kreuzträger erbittet Scherflein im 50. Jubiläumsjahr der 86jährige Krüppelvater D. 5. Braun, Sup. i. R., Angerburg, Ostpr.( Postschedkonto Königserg 2423). Nr. 96 Mittwoch, den 3. Dezember 1930. Jugend: - 1900 Gießen 1. Jgd. Heuchelheim 1. Jgd., H. n. angetr. VfB. Gießen 1. Jgd. Lich 1. Jgd. 1: 0 Wetzlar Jgd. Oberndorf Jgd. 10: 0 Niedergirmes 1. Jgd. - 1900 Gießen 2. Jgd. Burgsolms 1. Jgd. 4: 2 abgebr. Niederweisel 1. Jgd., N. n. angetr. Weylar 2. Jgd. Dutenhofen Jgd. D. nicht angetr. Tiefenbach 1. Jgd. - Weilburg 1. Jgd. 3: 2. Büblingshausen Jgd. Steindorf Jgd. 1: 2 1900 Gießen Sch. Garbenteich Sch. 1: 0 Wetzlar Sch. Butzbach Sch. 1: 0 Hermannstein Sch. Nauborn Sch. 2: 0. Vereinsvertretertagung in Gießen. Wie am Vorsonntage die Vereine in und um Wetzlar- Weilburg sich mit ihren Gauführern zu fruchtbarer Aussprache über technische, ideelle und Jugend- Fragen trafen, so konnten am vergangenen Sonntag die Vertreter der Vereine in und um Gießen denselben mitteilen, was sie schmerzt und drückt. Folgende Vereine waren erschienen: Grünberg, Laubach, Großen- Bused, Lich, Dutenhofen, Villingen, Niederohmen, Butzbach, Ettingshausen, Lollar, Niederweisel, Daubringen, Bieber, VFB. Gießen und Spvgg. 1900 Gießen. Das Programm dieses Vertretertages war dasselbe wie in Weylar und wickelte sich genau so wie dort ab, so daß wir dasselbe hier nicht noch einmal in aller Deffentlichkeit zu erörtern brauchen. Feststellen läßt sich auch hier aus dieser Versammlung nur, daß in den Vereinen die Erkenntnis wächst, daß nur in der Jugend unsere Zukunft liegt. Es war daher auch in diesem Grenium der Jugendfrage der breiteste Raum gelassen. Das Programm unseres Gau- Jugendleiters fand dabei vollste Anerkennung. Die vorher stattgehabte Aussprache über spieltechnische Angelegenheiten landete schnell bei der Schirifrage, die aber dadurch eine glückliche Lösung fand, daß bestehende Mißstände auf beiden Seiten zugegeben wurden und der Wille zum Ausdruc fam, mit vereinten Kräften um Remedur besorgt zu sein. Ein dahingehender Antrag der Schirivereinigung auf Satzungsänderung konnte aus formalen Gründen keine Berücksichtigung finden. Alles in allem werden beide Versammlungen, sowohl die in Wetzlar wie die in Gießen, das erreicht haben, was die Gauleitung damit bezweckte: Festigung der kameradschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Instanzen und Vereinen. B. Aus Gießen und Umgegend. VfB. Gießen„ Hessen" Hersfeld 3: 1 1 Zu einem sehr interessanten Treffen kam es zwischen den VfBern und den Hessen" auf dem Waldsportplatz. Das Vorspiel gewannen die Hersfelder 4: 0 und man war darum auf den Ausgang dieses Spiels sehr gespannt. Daß die Hiesigen vor feiner leichten Aufgabe standen, bewies der Verlauf des Spiels. Die Gäste waren feineswegs schlechter, als ihre Gegenüber, hatten aber in der Platz- Hintermannschaft ein schwer zu nehmendes Bollwert. Das Spiel wurde fair und vor etwa 700 Zuschauern durchgeführt. Wie wir hören, wird die VsB.- Mannschaft am kommenden Sonntag gegen eine Mannschaft eines namhaften Frankfurter Vereins auf dem Waldsportplatz spielen. Steinberg 1. Steinbach 1. 5: 0( 4: 0) Am Sonntag standen sich obige Mannschaften zum Verbandsspiel gegenüber. Die Einheimischen, die mit 5 Mann Ersatz spielten, mußten am Anfang des Spieles stark verteidigen, um Erfolge der Gäste zu verhindern. Als dann in der Mitte der ersten Halbzeit die Platzbesitzer in Fahrt kamen, wurden bis zur Halbzeit in regelmäßigen Abständen vier Tore erzielt. In der zweiten Halbzeit wechselte Steinbach den Tormann, der seine Mannschaft vor einer höheren Niederlage be= wahrte. Kurz vor Schluß des Spieles wurde noch den Einheimischen ein Elfmeter zugesprochen, der verwandelt wurde. Schiri Schulz- Butzbach leitete einwandfrei. = Gießen 1900 3. SV. Garbenteich 2. 7: 0( 6: 0). ,, Gießener Zeitung" Gäste waren sichtlich vom Mißgeschick begleitet. Strafstöße und andere gut getretene Schüsse. Wetterfelds rollten vor der Torlinie Hombergs entlang, ohne zu einem Erfolg zu führen. Die Jugendspiele fielen verschiedener Umstände wegen aus. weta. Das erste Spiel der 2. Serie gewann 1900 recht hoch. Versuchten die Gäste in der ersten Hälfte das Treffen noch offen zu halten, so verteidigten sie nach der Pause zahlreich, was aus den verschiedenen Halbzeitergebnissen zu ersehen ist. K. Muhl hatt die Schießstiefel an und schoß die ersten fünf Tore, denen Schmitz und Theis noch je eins folgen ließen. Ein Spieler des Gegners wurde von dem großzügig und objektiv leitenden Schiri Tehner vom Felde verwiesen. Aus Ettingshausen. Nachdem der Tabellenerste Nieder- Ohmen vorletzten Sonntag in Geilshausen bereits eine Niederlage einstecken mußte, mußte er auch jetzt wieder mit einen hohen Niederlage von 10: 1( 5: 0) nach Hause kehren. Das Ergebnis entspricht ganz dem Spielverlauf. Niederohmen konnte gegen die körperlich stärfere und im Zusammenspiel bessere Mannschaft von Ettingshausen nicht recht aufkommen. Das Spiel wurde von Anfang bis Ende in der fairsten Weise und unter der guten Leitung des Schiri Ra a be- Gießen durchgeführt. Gießen 1900 4. SV. Garbenteich 1. 3: 3( 3: 1). Die Gießener überraschten durch ein gutes Spiel und drückten den Gegner sogar teilweise in seine Hälfte. Durch plötzliche Durchbrüche konnte Garbenteich aufholen und ausgleichen. Die 1900er Mannschaft braucht nur noch einen Mann, der die Elfmeter verwandelt. Auch in diesem Spiel wurde ein Spieler der Gäste vom Plaz gestellt. Aus der Untergruppe Grünberg. In der ersten Gautlasse fanden 2 Spiele statt, die saftige Torergebnisse als Endresultate hatten. Leider fehlte in Queckborn der angesetzte Schiedsrichter. So einigten sich die Parteien; Quedborn 1. Grünberg 1. auf den Anwärter Aff Weßlar- Weilburger Brief. Nach einem Sonntag Unterbrechung wurden die Punktspiele mit einem reichhaltigen Programm fortgesetzt. 34 aftive Mannschaften standen im Kampfe. 1. Bezirksklasse. Wetzlarer Sportvereins Ligisten hatten aus eigenem Gelände den bis jetzt noch unbesiegten Tabellenzweiten Fußballverein Wallau. Die Wallauer, die im Vorspiel mit 2: 1 Toren siegreich blieben, stellten auch im Rückspiel ihre derzeitige gute Form unter Beweis, denn bei Spielabbruch lagen die Wallauer mit 3: 0 Toren vorne. vom Platzverein, der seine Sache zum größten Teil ganz gut machte, wenn er auch mindestens 1 Stunde lang ohne die übliche Pfeife des Schiedsrichters amtierte. Ueber das Spiel selbst ist nicht viel zu sagen; Halbzeit 0: 1, beim Schlußpfiff 0: 9 Tore. Aus Ettingshausen wird die große Ueberraschung bekannt: N.- Ohmen 1. kam und verlor 10: 1( 5: 0). Diese hohe Niederlage ist für den Gruppenmeister sehr empfindlich. 2, Bezirksklasse. Das bedeutendste Spiel wurde in Weylar auf dem Stadion zwischen V. f. R. Butzbach und Sportklub Niedergirmes ausgetragen, denn hier standen sich die Mannschaften mit den wenigsten Verlustpunkten, Butzbach 4., Niedergirmes 3., gegenüber. Beide Parteien teilten sich die Punkte durch Unentschieden 2: 2, wodurch Niedergirmes ungeschlagen die Vorrunde beendete und sich mit einem Punkt Vorsprung an die Spitze der Tabelle setzte. Ehringshausen und Gr.- Buseck freuzten die Klingen in Ehringshausen. Die Platzbesitzer haben ihre Schwächeperiode wieder überwunden, denn mit 4: 1 Toren triumphierten die Ehr. über die Sportfreunde aus Gr.- Buseck. Die beiden Tabellenletzten, Laubach und V. f. B. Aßlar, kämpften auf dem Plaze des Ersteren. Die Aklarer waren in großer Form und holten sich mit 5: 1 Toren bei den Gastgebern Sieg und Punkte. Nächsten Sonntag findet das letzte Spiel in der Gruppe statt: Ettingshausen 1. Quedborn 1. Dieses Treffen dürfte für Ettingshausen wohl einen Sieg einbringen. Gauklasse 2. Der Tabellenzweite, Flensungen 1., weilte in Grünberg und nahm nach anfänglich überlegenem Spiel eine 2: 1( 0: 1) Niederlage mit nach Hause. Grünbergs 2. Elf kam erst gegen Schluß in Form. Homberg 1. Wetterfeld 1. endete 6: 0( 3: 0). Ein Sieg der älteren" ,, Germanen" war wohl vorauszusehen, jedoch die Große Verdienstmöglichkeit bietet sich durch Vertretung( gegebenenfalls auch im Nebenberuf) einer ersten amerikanischen Versicherungs- Gesellschaft für die Branchen: Garantie, Kaution, Veruntreuung. Gefl. Bewerbungen unter G. 3. 2734 an die Geschäftsstelle dieser Zeitung. 1. Gauklasse. Von vier angesetzten Spielen tamen drei Begegnungen zum Austrag. Der Tabellenführer, Wetzlarer SV. 2. setzte seinen Siegeszug in Niedershausen fort. In einem span= nenden fairen Spiele hatten die Wetzlarer Mühe die mit nicht weniger als 6 Ersatzleuten spielenden Niedershäuser, welche sich tapfer wehrten, nur durch einen Elfmeter niederzuringen. Im Lokaltreffen Oberbiel Steindorf blieb der Tabellenzweite St. durch sein erfahrenes Können fnapper 2: 1- Sieger. Eine große Ueberraschung gab es in Burgsolms. Holzhausen, welches erstmalig mit kompletter Mannschaft antreten konnte, schlug die Platzbesitzer mit 2: 1 Toren und dürfte bei den sieben auf ihrem Gelände noch auszutragenen Spiele manche Punkte einheimsen. Werber gesucht! 2. Mannschaft. der Bez.- Klassen. Ehringshausen stellte seine gute Form wieder unter Beweis. Mit nicht weniger als 15: 0 Toren mußte Großen- Buseck daran glauben. Laubach zeigte sich in guter Form und nahm Aßlar durch Unentschieden, 1: 1, einen Punkt. Niedergirmes Buzbach ausgefallen. 2. Gauklasse, Gruppe 3. Drei Spiele wurden ausgetragen. Hermannstein hatte den Zweiten der Tabelle, Büblingshausen, zu Besuch. Für die bei den Kreisspielen erlittene 5: 4- Niederlage nahmen die Hermannsteiner zum zweiten Male Revanche und fertigten Büblingshausen hoch mit 9: 0 Toren ab. Vorspiel 5: 1 für Hermannstein. Wetzlarer Sportverein dritte befindet sich in aufsteigender Form, denn Schwalbach mußte auf eigenem Platz eine 4: 1- Niederlage hinnehmen. Unentschieden, 3: 3, trennten sich Dutenhofen und Nauborn 2. 2. Gauklasse, Gruppe 4. Burgsolms blieb wie erwartet über Holzhausen 2. Sieger. Vorspiel 6: 4, diesmal 3: 1 für Burgsolms 2. Wetzlarer Sp. 4. überließ Niederbiel die Punkte, gewann jedoch in einem Gesellschaftsspiel mit 2: 1 Toren. nen. Wiesenbach konnte ersahgeschwächt in Marburg nicht gewinMit 3: 1 blieben die Germanen verdienter Sieger. Wallan dagegen holte sich in Weglar einen 3: 0 Sieg. Das Spiel wurde aber eine halbe Stunde vor Schluß vom Platzverein abgebrochen, da Waldschmidt, vom Schiedsrichter des Feldes ver wiesen wurde, aber nicht Folge leistete. SC. Weglar- Niedergirmes 1. Butzbach 1. 2: 2( 1: 1). Pünktlich pfeift Schiri Kunze- Gießen auf der Spilburg das Spiel an. Trotzdem der Kampf anfänglich vollständig aus= geglichen ist, findet sich B. nicht recht, erreicht aber doch nach 19 Minuten durch Verwandlung eines ind. Strafstoßes die Führung. Nach weiteren 15 Minuten offenen Feldspieles zieht Weylar gleich. Nun wird das Spiel stürmischer und auch etwas härter, bis die Halbzeit unterbricht. Nach Wiederanpfiff findet sich endlich B., drückt, gefährliche Situationen entstehen vor W.s Tor und ein Elfmeter ist die Folge, der B. die Führung wiedergibt. Ein Foul des B.- Tormanns bringt bald darauf auf der Gegenseite dieselbe Strafe. Nach Wiederholung ist der Ausgleich nochmals hergestellt. B. hat sich verausgabt, es läßt im Tempo und in der Spielweise so nach, daß es in den nächsten 15 Minuten nicht aus seiner Hälfte herauskommt. Erst dann, 8 Min. vor Schluß, setzt es noch einmal zum Endspurt ein. Zu spät. Mit 2: 2 teilen sich die beiden die Punkte. Die Bess. SteuerZeitung" sucht f. Bezirf Gießen u. Oberbessen tüchtig. Abonnentenwerber. Gute Verdienstmöglichk. Offerten an H. Quilling, Mainz Stadthausstraße 1. Jeder kluge Geschäftsmann benutze die überall beliebten Reichssteuer- Kaffebücher von Albin Klein, Gießen - Rationelle Grünlandwirtschaft. Von Dr. P. Lieb, Landwirtschaftslehrer und Tierzuchtinspektor. ,, oh" Der Winter steht vor der Tür und die Stallfütterung unserer Haustiere hat bereits eingesetzt. Durch die feuchte Witterung der zweiten Sommerhälfte war das Ergebnis der Grummeternte im allgemeinen befriedigend, die Heuernte dagegen brachte durch die anhaltende Trockenheit des Vorsommers einen verhältnismäßig geringen Ertrag. Kein Landwirt als Viehhalter sollte die Aufstellung eines Futteretats versäumen; wo er sich darüber im unklaren ist, wende er sich an die Futterabteilung der Deutschen Landwirtschafts- Gesellschaft, Berlin SW. 11, von wo aus ihm an Hand von Fragebogen tostenlos Rat und Auskunft erteilt wird. Des näheren verweise ich auf meinen Aufsatz über ,, Die Bedeutung der Futterberatung", erschienen am 4. 10. d. J. in Stück 40 der Mitteilungen der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft. Ohne die anderen zurückzusetzen, obwohl von glatten Versagern berichtet werden könnte, muß man doch zwei Spieler hervorheben, die manchen Erfolg des Gegners verhinderten: Wetzlars linker Läufer und Buzzbachs rechter Verteidiger. Zwei ziemlich gleichwertige Gegner haben sich die Punkte geteilt. Desto ungeklärter ist die Frage geworden: Wer wird ,, Spitzenreiter"? Denn noch ein dritter Verein strebt nach oben: Löhnberg. Vielleicht fällt schon am nächsten Sonntag bei SC. Weylar die Entscheidung. dem Kampf Löhnberg Aus dem Hinterland. - ―rm. Das Rauh- bezw. das Saftfutter bleibt stets die Grundlage der neuzeitlichen Fütterungstechnik. Qualität und Quantität desselben werden bedingt durch den Verlauf der Jahreswitterung und stehen im engen Verhältnis zu der Pflege, der Behandlung und vor allem der sachgemäßen Düngung des Grünlandes. Durch die moderne Grünlandwirtschaft unter Führung namhafter Männer, wie Niggel- Steinach und Geheimrat Prof. Dr. Falke- Leipzig, ist schon vieles besser geworden. Neben der richtigen Behandlung des Grünlandes( Ent- und Bewässerung), der zweckmäßigen Pflege( tüchtiges Eggen im zeitigen Frühjahr, damit die feinen Faserwurzeln genügend Luftzufuhr erhalten), ist es die Düngung, die aber nicht planlos, sondern nach scharf durchdachten Grundsätzen zu erfolgen hat. Was der Stalldung für das Ackerland bedeutet, ist der Kompost für Wiesen und Weiden. Wo dieser in nicht genügendem Maße vorhanden ist, greife man zum Stalldung als Grünlanddünger. Die natürlichen Dünger bleiben stets die Grundlage jeglicher Düngung. FV. Breidenbach SpVgg. 1900 Gießen 6: 1( 1: 0). Nach Wetzlar bekam diesmal 1900 Gießen die aufsteigende Form der Breidenbacher zu spüren. Besonders in der zweiten Halbzeit fielen die Blauweißen vollständig auseinander. Abwehr und Läufer waren so sehr mit dem Zerstören der Breidenbacher Angriffe beschäftigt, daß an ein Aufbauen gar nicht zu denken war. Dazu tam noch das zuviele Umstellen. In der ersten Hälfte war Gießen teilweise stark überlegen, aber vor dem Tore wollte nichts gelingen. Der Sturm war ohne Zweifel bei den Gästen der schlechteste Mannschaftsteil. Breidenbach hatte die stärkste Waffe in seiner Stürmerreihe, wo wieder der Halbrechte hervorragte und später Nauholz, als Mittelstürmer, glänzte. Geld, Darleh.b.12 Món. Vermittl. angenehm. Off. u. T. L. 1050 a. d. Ann.= Exp. Löwe, Hamburg, Gänsemarkt 22. Der wesentliche Bestandteil des Futters ist das Eiweiß, welches zur Erzeugung von Milch und Fleisch erforderlich ist. Zur Bildung des Eiweißes benötigt die Pflanze in erster Linie Stickstoff und Phosphorsäure. Ersterer wirkt nicht nur auf die Qualität, sondern auch auf die Quantität, also auf die Futtermasse. Den Stickstoff gebe man in mehreren vom Frühjahr bis zum Herbst abfallenden Gaben. Ebenso wichtig wie der Stic stoff ist die Düngung des gesamten Grünlandes mit Phosphorsäure. Daß diese ein Bestandteil des Eiweißes ist, wurde bereits oben erwähnt. Neben der Verbesserung der Schmackhaf= tigkeit des Futters ist sie neben Kalf unbedingt notwendig für den Aufbau des Knochengerüftes. Gerade in diesem Jahre treten Knochenerkrankungen der Haustiere wieder stark auf. Beifütterung von phosphorsaurem Kalk sind hier anzuraten. Zwed mäßiger und vor allen Dingen billiger ist die Düngung des Grünlandes mit Phosphorsäure. Der Grundsatz dabei muß sein: dreimal so viel Phosphorsäure wie Stickstoff. Als Phorsphorsäuredüngung für das Grünland hat sich Thomasmehl( 2-3 Zentner je ¼ Hektar) sehr bewährt. Thomasmehl, das man zu d'esem Zweck jetzt im Herbst und Vorwinter ausstreut, enthält außerdem noch 50 Prozent Kalk. Wo diese Kalkmenge nicht ausreicht, verwende man Leunakalk, der außerdem auch zu Futterzwecken herangezogen werden kann. XXXXXXXX XXXXXXXXXX00000000 Bis 100 RM. Wochenverdienst durch Heimarbeit etc. Prospekt gratis. May Kramer Günzburg a. D. XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX Ein von der Wirtschaftslage unabhängiges Unternehmen sucht für den B zirk Gießen- Weylar einen Mitarbeiter( evt.g bildete Dame.) - Vom Normalen abweichend hohes Monatseinkommen sichert Existenz bei vornehmer Arbeitsweise unter Wahrung voller Selbständigkeit. Erforderliches Sapital 1200.- RM. Offerten unter G. 3. 2733 an die Expedition d. Blatt. Neue Bücher. ,, Sonnenschein:: Freude für Alle", Familienausgabe der bekannten Zeitschrift„ Im Wartezimmer", Verlag Gustav Tho mas, Bielefeld, Preis 60 Pfg. Das neue Heft ist wieder jedem, der gute Unterhaltung in knapper Form und großer Auswahl wünscht, sehr zu empfehlen. Besonderer Wert wird auf einen reichhaltigen, guten Bilderschmud gelegt. Die preiswerte Zeitschrift ist zu beziehen durch jede Buchhandlung. ,, Wos muß der Reisebürobeamte von Koblenz wissen?" In Anerkennung der wachsenden Bedeutung der Reisebüros für die Beratung von Reisenden und für die Zusammenstellung und Durchführung von Gesellschaftsreisen hat das Verkehrsdezernat der Stadt Koblenz eine neue Idee verwirklicht, durch die in glücklicher Weise manche Schwierigkeiten auf dem Gebiete der Auskunftserteilung und Beratung behoben werden können. Eine Schrift mit dem Titel„, Was muß der Reisebürobeamte von Koblenz wissen?" ,, Die goldene Horde". Ein Roman von Wilhelm Speyer, dem Verfasser vom ,, Kampf der Tertia". Er führt uns in ein Landerziehungsheim, mitten hinein in das Leben der Jugend. Der Roman beginnt in Hest 49 der„ Woche". Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Wer will aufs Schill? ir fuchen Schreiben Sie an A. Köhler Hamburg 13( F./82) Gut lohnende u. leicht ausführbare Heimarbeit für Damen u. Herren zu vergeb. Bewerb. an E.Dreffel, Sohl( Vogtl.) an allen Plätzen fleißige, organisationsbefähigte Herren, die die Garantie für energisches, zielbewußtes Arbeiten bieten Wir bieten: HM. 250 Fixum, Provision, volle Unterstützung und geben Ihnen die Möglichkeit für cine gesicherte Existenz. Industrie- u. Handels- Gesellschaft Berlin W 8. Erichei Bezugspreis Redaktionsschluß fri Jendung nicht verl 43. Jahrg Voliti Wie wir erfahre Reichspräsident das Dr. Bredt infolge d Die im Zujam Serhafteten fint ein und seiner zwei G und richterlichen V worden. Die Deutsche jdlefischen Wahlkrei als zum Schlesischen Der Arbeitgebe Lehntarife für die handel, Alimetallhe gefündigt. 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