Nr. 6 Gießener Zeitung Der Mieter fröhli eine Miete erlangt gung des Mietri Klaufel des Miet hat: Außer den dem Vermieter ein rachten Sachen ohne Me Forderungen aus ar darf auf Grund etwa zur Veräuße unentbehrlichen Ge Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. - ( Gießener Tageblatt) cht des Vermieters Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdtrok dieser Klause lendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. usziehenden Mieter uch diese unentbehr ber der Mieter des Das Bett entbehren, , in die Tasche zu worauf er Anspruc in vielen Mietver jeden Mietvertrag at das Amtsgericht 1930 15 6. 157/30, teil entnehmen wir 13. Jahrg. nung Politische Rundschau. Die thüringische Regierung hat beschlossen, die Notverordüber die den Gemeinden vom Reiche zugestandene soge= nannte Bürgerabgabe vorläufig nicht zu erlassen, weil im Katinctt teine Einigung zu erzielen war. Im Zusammenhang mit der Preissenkungs- und LohnabOrgelegten, von dem baubewegung der westdeutschen Industrie haben sämtliche Vorbenen Mietvertrage standsmitglieder der Vereinigten Stahlwerke mit Wirkung vom er Antragsteller den 1. Juli auf 10 v. H. ihrer Bezüge verzichtet. ehenden Pfandrecht Der Verband Berliner Metallindustrieller hat am Sonnhat, das sich auf abendabend den im Metallfartell zusammengeschlossenen Gehme beziehen sollte wertschaften den für das Tariefgebiet Berlin gültigen Lohnund Gültigkeit einer tarik gekündigt. Die Kündigung wurde zum 30. September ausFrage ist mehrfas geipzochen und erstreckt sich auf über 280 Betriebe mit mehr als gerichts gewesen, jo 140 000 Arbeitern und Arbeiterinnen. gericht hat hier die Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 3. September 1930 Die Beweisaufnahme im Disziplinarverfahren gegen den Einräumung eines Berliner Oberbürgermeister Böß in der Berufungsinstanz ist im hinsichtlich der ge vollen Gange. Von dem Vorsitzenden des IX. Senats des Oberpfändbaren Sachen verwaltungsgerichts, von Salpius, sind Frau Böß, Willy und az eine solche Ver: Mar Starei und der ehemalige Buchhalter Lehmann vernom= greift nicht durch. n Strafsachen Band ein Prinzip ,,, dak em zahlungsfähigen iehe, gegen die gu men worden. Die Anklageschrift gegen die Brüder Sklaret, an der seit Monaten unter Mitwirkung von vier Staatsanwälten gearleitet wird, ist jetzt im wesentlichen fertiggestellt. Die zuständiStraffammer des Landgerichts I wird nach Zustellung die Ansicht schließt fió Cräffnung des Hauptverfahrens beschließen. Nach der Eröffnung des Hauptverfahrens wird den Angeklagten die Anklageschrift jugestellt. n. Mehr als dieje g des vertraglichen Sitten verstoße, hat gemacht. Daß hier Voraussetzungen des s( Ausbeutung der Antragsteller felt bhaft gemacht." Aften. Arbeitsrechts auch felbft em einem im Ausg Nach einer dem egangenen Benad I Berlin entfchei nicht beteiligter oder Erteilung von vorstand. Hiernach Landesarbeitsgerichts des Landesarbeits identen des Landge am Vor dem Gewerbeaufsichtsrat Berlin-- Mitte wurde Dienstag in Gegenwart von Vertretern der Personalabteilung ter Berliner Verkehrsgesellschaft, des Betriebsrats und der Gewertschaften über den von der Direktion beim Oberpräsidenten peftellten Antrag über die notwendigen Arbeiterentlassungen verhandelt. The oft bewiesene Be ichen Wahrheit en schliche Erfindungs so groteste Ergeb Taturwissenschaft ve in der„ Woche". tjein im Leben de erh. Wagner in de die Umwandlunge auf das Berufsleber in die Hand nimm Clein in Gießen. Wir fucher Es hat sich heraus gestellt, daß das deutsche Konsulatsge: bäude in Lodz bei den letzten deutschfeindlichen Kundgebungen schwerer beschädigt worden ist, als in der polnischen Presse zugegeben wurde. In der Nacht zum Dienstag starb der Präsident des Direttoriums der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte, Dr. von Olshausen, im Alter von 53 Jahren. In Brüssel ist am Montag der 1. Weltkongreß der katholischen Presse, an dem 240 Vertreter von 28 Nationen, teilnehmen, eröffnet worden. verfäuft. Sau jed. Art zwecks Unte breitung an Sau tereffenten. Nur gebote v. Selbfteige Vermietungs- und tümern erm. an faufs- Zentrale Fra furt M. Goetheplay # 父 Union Generalmajor a. D. Henry Allen, der ehemalige Befehlshaber der amerikanischen Besagungstruppen im Rheinland, verstarb plöglich an den Folgen eines Herzschlages. Wie aus Lima gemeldet wird, hat der Präsident der neuen Militärregierung, Oberst Sanchez Corro, die Gesandten Perus in England, Spanien, Oesterreich und Belgien ihres Amtes ent= hoben und hat dem Gesandten in Frankreich befohlen, nach Lima zurüdzukehren. Die einzelnen Kontrakte für den Bau des neuen Riesendampfers der Cunard Line wurden zum Teil bereits vergeben. Die Kosten des genannten Dampfers werden auf 120 Millionen Reichsmart geschätzt. Nach einer Meldung aus Konstantinopel haben die türkischen Truppen am Montag einen großangelegten Angriff auf die cufständischen Kurden unternommen, die immer noch einen Teil des Ararat besetzt halten. Nach der Niederwerfung der Kurden wollen sich türkische und persische Sachverständige im Ararat treffen, um zu versuchen, eine neue Grenzregelung zwi= schen der Türkei und Persien herbeizuführen. Am Montag wurde in ganz Holland der 50. Geburtstag der Königin Wilhelmine mit großer Begeisterung gefeiert. Die Reichstagswahlvorschläge für den Wahlkreis Hessen- Darmstadt. 12. Deutsche Bauernpartei: Hillebrand, Bloß, Appel II., Keßler. 16. Konservative Volkspartei: Dr. Hoetsch, Dr. Reen, Herold, Heyer. 17. Christlich- sozialer Volksdienst( Evangelische Bewegung): Hartwig, Greb, Süß, Schmit. 22. Kriegsbeschädigten- und Hinterbliebenenpartei der deutschen Mannschaft einschließlich der Abgefundenen: Becker, Delles. Voraussichtlich 5000 Reichstagskandidaten. Die einzelnen Kreiswahlvorschläge werden in den nächsten Tagen herauskommen, da viele Kreiswahlausschüsse ihre Arbeiten noch nicht beendet haben. Sobald die Ergebnisse vorliegen, wird man einen Ueberblick haben, wie viele Parteien insgesamt diesmal um die Gunst des deutschen Volkes werben. Die Zahl wird sich nicht mit der Zahl der Reichswahlvorschläge decken; sie wird in den einzelnen Kreisen verschieden sein. Soweit man bis jetzt übersehen kann, werden aber auch in den einzelnen Wahlkreisen weniger Wahlvorschläge eingereicht werden man rechnete amtlicherseits mit einem Mindereingang von etwa 100 Listen und entsprechend weniger Kandidaten. Immerhin wird die Zahl der Kandidaten die 5000 erreichen. 1928 waren es 6209 Bewerber. 1. Sozialdemokratische Partei Deutschlands: Dr. David, Dr. Mierendorff, Rizel, Weber. 2. Deutschnationale Volkspartei: Dr. Ruppel, Steuer, Schindel, D. Fritsch. 3. Deutsche Zentrumspartei: Dr. Bockius, Knoll, Dr. Bauer, Diehl. 4. Kommunistische Partei: Remmele, Brenzel, Gertel, Wörtge. 5. Deutsche Volkspartei: Dingelden, Dr. Niepoth, Schätzel, Kloos. 6. Deutsche Staatspartei: Dr. Ehrhard, Jehner, Dr. Huntemüller, Reller. 7. Reichspartei des deutschen Mittelstandes( Wirtschaftspartei) e. V.: Dr. Horneffer, Weiser, Gilles, Steuernagel. Zeitungsmagnat Hearst aus Paris ausgewiesen. Paris, 2. Sept. 3wei Organe des Pariser Parfumfabrifanten Coty ,,, Figaro" und ,, Ami du Peuple", verbreiteten heut früh die Nachricht, der bekannte amerikanische Zeitungsmagnat Hearst habe gestern nachmittag von der französischen Polizei den Ausweisungsbefehl aus Frankreich zugestellt erhalten. Die Tatsache der Ausweisung wird heute vormittag im Quai d'Orsay offiziell bestätigt. B. Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei( Hitler- Bewegung): Münchmeyer, Ringshausen, Dr. Daum, Abt. 100. Hessisches Landvolk( Christlich- Nationale Bauern- und Landvolkpartei): Dorsch II., Glaser, Mossel, Fenchel. 11. Volksrechtpartei( Reichspartei für Volksrecht und Aufwertung): Dr. Wolf, Streit, Westphal, Lindt. Diese sensationelle Ausweisung dürfte mit der vor ungejähr zwei Jahren unter geheimnisvollen Umständen erfolgten Veröffentlichung des geheimen englisch- französischen Flottenabkommens durch mehrer Organe der Hearstpresse zurückzuführen sein. Amerikas Arbeitslosenziffer. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Washington. Die Zahl der Arbeitslosen in den Vereinigten Staaten hat Dr. William M. Stewart, der Leiter des amerikanischen Statistischen Amtes, auf 7 bis 9 Millionen geschätzt. Man will daran einen direkten Beweis für die vom Vorgänger von Dr. Stewart, Charles Persons, erhobene Anschuldigung gegen die Regierung sehen, der behauptete, die Regierung habe mit der Zahl der amerikanischen Arbeitslosen unaufrichtig manipuliert. Persons hatte die Zahl der Arbeitslosen auf 5 Millionen geschätzt. Ein Toter, 68 Verwundete. Budapest. Am Montag mittag kam es hier zu schweren Zusammenstößen zwischen der Polizei und sozialdemokratischen De monstranten, wobei ein Arbeiter getötet und achtundsechzig verletzt wurden. Die Demonstranten sollen die Polizei mit Steinwürfen angegriffen haben, worauf die Beamten das Feuer eröffneten. Alle Demonstrationen waren von der Regierung verboten worden. Trotzdem hatte die Arbeiterschaft in allen Fabriken die Arbeit niedergelegt und etwa 80 000 Demonstranten durchzogen mit Niederrufen gegen die Regierung die Straßen. Der Unterweltfönig von Newyork in Deutschland. Nachdem der amerikanische Unterweltfönig Jad Diamond in England gleich wieder abgeschoben war, ist er über Belgien nach Deutschland gekommen. Nummer 70 Verhütung unwirtschaftlicher Preisbindungen. Das Gutachten des Reichswirtschaftsrats. In dem 5. Abschnitt der Notverordnung vom 26. Juli 1930 wird der Reichsregierung die Ermächtigung gegeben, bestimmte Maßnahmen zur Verhütung unwirtschaftlicher Preisbindungen zu treffen. Die Reichsregierung hat den Reichswirtschaftsrat um ein Gutachten zu solchen Maßnahmen zur Senkung der Kartellpreise gebeten und ihm dabei besondere Fragen vorgelegt. Dieses Gutachten, das der Wirtschaftspoli tische Ausschuß des Reichswirtschaftsrats erstattet hat, wird nunmehr veröffentlicht. Dem Gutachten wird die Bemerkung vorangeschickt, daß es nicht Aufgabe des Reichswirtschaftsrats gewesen sei, zu dem Kartellproblem im ganzen Stellung zu nehmen. Es sei auch von keiner Seite das Kartellwesen in der Gesamtheit seiner Wirkungen als volkswirtschaftlich unbedingt günstig oder unbedingt schädlich wirkend bezeichnet worden; nach übereinstimmender Auffassung könne diese Frage lediglich für den Einzelfall entschieden werden. Aachen, 2. September. Der D- 3ug 54, mit dem der„ könig der Newyorker Unterwelt", Jack Diamond, von Antwerpen tommend in Deutschland eingereist war, traf hier gegen Mitternacht ein. Diamond wurde von der Aachener Kriminalpolizei, die mit einem stärkeren Aufgebot den Bahnhof abgesperrt hatte. festgenommen, und zwar bei der Paßrevision. Er wurde dann dem Polizeigefängnis zugeführt. Bis zur Erledigung der Aus= lieferungsverhandlungen wird er in Haft bleiben. Diamond hatte etwa 15 000 RM. Bargeld und größeres Gepäck bei sich. Der Verhaftete will der Unterweltfönig nicht sein. Aus Berlin erfährt man, daß die Beschreibung des 34jährigen Unterweltfönigs auf den Verhafteten im allgemeinen paẞt. Nur weist der Paß eine Aenderung auf, als der Vorname mit John angegeben steht. Der Paß ist in Newyork am 14. Auguſt ausgestellt und vom dortigen deutschen Konsul visiert worden. Der Verhaftete bestreitet mit aller Entschiedenheit, der gesuchte Verbrecher zu sein. Auch will er von der Behörde überhaupt nicht gesucht sein. Das fehlte gerade noch! Newyork, 2. September. Zu der Verhaftung des amerikanischen Unterweltfönig Jad Diamond in Aachen erklärt die Newyorker Polizei, daß zurzeit nicht nach Diamond gefahndet wird. Die erste Frage der Reichsregierung hatte dahin gelautet, ob bei der gegenwärtigen Wirtschaftslage die volkswirtschaftlichen Nachteile von Preisbindungen deren Vorteile für die Gesamtwirtschaft derart überwiegen, daß es notwendig erscheine, bis zur Ueberwindung der krisenhaften Zustände auf Preisbindungen jeder Art zu verzichten oder anstelle der Preisbindungen nur unverbindliche Richtpreise zuzulassen. Das Gutachten des Reichswirtschaftsrats hierzu geht davon aus, daß das Problem der Preisbindungen in dem Gesamtproblem der gegenwärtigen Krise wie auch in dem Gesamtproblem der Preise nur einen Faktor darstelle, neben dem die anderen Momente, ie vonſeiten der Produktions- und Verteilungskosten den Preis in erster Linie bestimmen, nicht außer acht gelassen werden dürften. Welchen Umfang die Preisbindungen in den für Produktion und Lebenshaltung wichtigen Warengruppen einnehmen, habe sich nicht genau feststellen lassen. Von den Regierungsstellen ausgehende Schätzungen beziffern auf dem Markt der industriellen Erzeugnisse für das Jahr 1929 den Anteil der preisgebundenen Waren auf ungefähr 20 bis 30 v. H. mit 15 Milliarden von rund 50 bis 60 Milliarden R.-M. des Gesamtumsaßes. Diese Zahlen wurden indessen von einem Teil der Ausschußmitglieder als erheblich überschätzt bezeichnet, weswegen eine nähere Untersuchung hierüber dringend gewünscht wird. Anerkannt wird die erhebliche Bedeutung der Preisbindungen für die Gesamtpreislage, zumal ihre Wirkung sich von dem Gebiete der Rohstoffe auf die weiteren Stufen der Erzeugung und Verteilung fortpflanzt. Bemerkt wird, daß nach den amtlichen Feststellungen die Bewegung der gebundenen Preise in den letzten Monaten hinter dem Preisrückgang der nichtgebundenen Waren erheblich zurückgeblieben ist. Nach einmütiger Auffassung des Ausschusses kann nach alle dem nicht empfohlen werden, auf Preisbindungen jeder Art zu verzichten oder nur unverbindliche Richtpreise zuzulassen. Die zweite Frage der Reichsregierung ging dahin, ob es sich empfiehlt, die Preisbindungen auf solchen Gebieten aufzuheben, auf denen preisgebundene Unternehmen unter dem Drucke der allgemeinen Wirtschaftslage oder ihrer besonderen Be triebsverhältnisse die festgesetzten Preise unter Umgehung der Bindungen nicht einhalten, oder ob in einzelnen Fällen die Bindungen auf unangemessen hohe Preise und Preisspannen aufgehoben werden sollen. Der Ausschuß hält es hier einmütig für notwendig, daß die Kartelle alsbald die von der wirtschaftlichen Entwicklung überholten Preisbindungen auch formal berichtigen oder aufheben und richtet den dringenden Appell an die Kartelle, hiernach zu verfahren. Er hält nötigenfalls einen Eingriff der Regierung auf Grund ihrer Vollmachten für berechtigt und billigenswert. Ebenso hält er ein Eingreifen der Regierung in Einzelfällen für angebracht. Als dritte Frage hatte die Reichsregierung die Frage gestellt, ob die Preisbindungen von Angehörigen der nächsten Wirtschaftsstufe, also z. B. von Angehörigen des Einzelhandels durch Produzenten oder Großhandel, aufzuheben seien, insbe sondere, ob sich dies für sogenannte Markenartikel empfehle. Der Ausschuß bemerkt hierzu, er könne eine allgemeine Aufhebung durch Regierungseingriff nicht befürworten, vielmehr auch hier einen Eingriff nur auf Grund einer Prüfung von Fall zu Fall empfehlen. Was die Markenartikel betrifft, so bezeichnet der Ausschuß es als dringend erwünscht, daß die hierüber in Gang befindlichen Verhandlungen zwischen den einzelnen Herſteller- und Händlergruppen alsbald zu Preissenkungen und zu betriebswirtschaftlichen Fortschritten führen. Auch hier sollen Prüfungen im Einzelfall vorgenommen und, wenn sich hierbei Preisbindungen ergeben, die Nußensäße über das lebliche und Ungemessene hinaus ermöglichen, eventuell der Rechtsschuß für eine solche Preisbindung entzogen werden. Allgemein herrschte im Ausschuß Einmütigkeit darüber, daß mit möglichster Beschleunigung Klarheit über die von der Reichsregierung zu treffenden Maßnahmen herbeigeführt werden müsse, wobei der Reichswirtschaftsrat auch seine gutachtliche Zuziehung für die Entscheidung der Einzelfälle wünscht. Mittwoch, den 3. September 1930. Lokales. * Vom Polizeiamt. Ende der vergangenen Woche wurde in Muddersbach, Kreis Wetzlar, ein Einbruch verübt, wobei dem Täter etwa 80 RM. in die Hände fielen. Im Verdacht standen zwei junge Leute, die sich dort bettelnd umhertrieben. Durch zwei Einwohner des Ortes, die die beiden gesehen hatten, konnte einer an Hand der bei der Kriminalabteilung geführten Lichtbildersammlung ermittelt und festgenommen werden. Er gestand die Tat ein und wurde dem Amtsgericht zugeführt. Es handelt sich um den Schneider Anton Sattler, wohnhaft hier, an den Kläranlagen.- Bei einem Einbruch in ein Waldrestaurant bei Butzbach ließ der Täter ein paar gut erhaltene, braune Damenschnürschuhe, Größe 38-39, mit Riemenverschnürung zurück. Wem wurden diese Schuhe entwendet, oder wer hat solche an einen Bettler verschenkt? Mitteilung erbittet die hiesige Kriminalpolizei, Zimmer 24, woselbst sich auch die Schuhe befinden. Festgenommen wurden auf Grund von Ausschreiben der nach Zigeunerart umherziehende Musiker Christian Georg und die Händlerin Magdalene Wiegand. - * Superintendent D. Wagner 60 Jahre alt. Oberkirchenrat D. Karl Wagner begeht heute als Superintendent von Oberhessen seinen 60. Geburtstag. * Viehmarkt. Zum gestrigen Rindermarkt waren 772 Stück Großvieh und 127 Kälber aufgetrieben. Für Milchkühe und hochtragende Kühe wurden bis 700 Mark gezahlt; Kälber, das Pfund Lebendgewicht, bis 0,65 Mt. Es war ein schleppender Markiverlauf. * Der Tag für Denkmalspflege und Heimatschuß findet in diesem Jahre vom 16. bis 18. September in Köln statt. Am 19. September werden die beiden großen niederrheinischen Dome in Xanten und Kalkar besucht, ebenfalls die Stadt Essen, am 20 September werden in Aachen, Altenberg, Bonn, Brühl und Brauweiler Führungen stattfinden. * ,, Schwarze Garde". Der für den 4. und 5. Oktober 1930 angesetzte Generalappell der ehemaligen 1. GardelandschützenAbteilung( Freikorps von Neufville) verbunden mit Wiedersehenstag der 2. Garde- Reserve- Division in Braunschweig ist auf den 11. und 12. Oktober verschoben. Näheres durch Kamer. Wilh. Schrader, Braunschweig, Sophienstraße 9 III. „ Gießener Zeitung" abgespült werden. Es genügt dazu, sie in ein Gefäß mit Wasser einzutauchen und darin ein paarmal hin- und herzubewegen. Nun weiß jede Hausfrau, daß gewaschenes Obst sich leider weniger gut hält als nicht gewaschenes. Darum bringe man das Obst ruhig ungewaschen auf den Tisch und sorge nur dafür, daß jeder Tischgast ein geeignetes Gefäß mit frischem Wasser zur Verfügung hat. Straßensperrung, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobilclub E. V.( A. v. D.) Die Straßensperre auf der Strecke Wiesed- Altenbused ist wieder aufgehoben. Die Provinzialstraße Schotten- Rainrod wird ab 4. September für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Wingershausen- Eichelsachsen. Die durch Bekanntmachung vom 11. Juli 1930 angeordnete Sperrung des Landweges„ Ronhausen- Nehbrücke" wird wieder aufgehoben. Jeder Wahlberechtigte am 14. September zur Wahlurne!! Wer nicht wählt, besorgt die Geschäfte der Linksradikalen. Aus Nah und Fern. Nieder- Ohmen( Kr. Alsfeld). Die 4. Bezirksschau des 2. Bezirks des Verbandes des Oberhessischen Geflügelzuchtvereins findet hier vom 13. bis 15. Dezember ds. Js. statt. Nidda. Einer der ältesten Einwohner der Stadt Nidda, Bahnvorsteher i. R. W. Hammel, feierte hier am 2. September bei noch bester Körper- und Geistesfrische seinen 90. Geburtstag. Der Altersjubilar ist 1840 in Hungen geboren, nahm an den Feldzügen von 1866 und 1870/71 teil und versah, 1873 aus dem Heeresdienst ausgeschieden, bis zum Jahre 1910 den Poſten eines Bahnhofvorstehers in Zell bei Alsfeld( Oberhessen). Büdingen. In der letzten Sitzung des Gemeinderates wurde der neugewählte Beigeordnete von Büdingen, Steuerinspektor Diemer, durch Bürgermeister Hildner in sein Amt eingeführt. 43. Landesversammlung des Hessischen Hauptvereins des Evangelischen Bundes. Der Hess. Hauptverein des Evang. Bundes war vom 30. August bis 1. September in dem burgenreichen Schlitz zu seiner 43. Landestagung versammelt. Unter lebhafter Anteilnahme der ganzen Bevölkerung und unter Beteiligung von zahlreichen Abgeordneten aus allen Teilen Hessens gestaltete sich die Tagung zu einer machtvollen Kundgebung des hessischen Protestantismus zur Wahrung seiner Güter und Rechte, nament= lich im öffentlichen Leben, in Erziehung und Verwaltung, Presse und Politik. Eine öffentlich Entschließung wendet sich in diesem Sinne, namentlich auch an die evangelischen Reichstags= wähler. Am Vorabend sprach Dr. Winkelmann- Offenbach über: ,, Warum Evangelischer Bund?" Der Festsonntag brachte die eindrucksvolle Festpredigt des Vorsitzenden, Pfarrer BerkRozderf. Am Festzug beteiligten sich Tausende. Machtvoll war die öffentliche Versammlung auf dem Marktplatz, auf der nach der Begrüßung durch Prälat D. Dr. Die h1, Direktor Dr. Fahrenhorst, Studienrat Dr. Simon- Offenbach und Pfarrer Dr. Berger- Darmstadt über den Evangelischen Bund als Bekenner zu Glauben, Kirche und protestantischer Tat sprachen. Es folgten Begrüßungsabend, geschäftliche Sihungen und öffent* Sarrasani tommt!! Wie wir erfahren, will Sarrajani in Kürze in unserer Stadt auf dem Trieb gastieren mit einem Unternehmen, das ins Gigantische gewachsen ist. Die Technik unserer Zeit hat das bisher bestandene Sonderzugsystem des modernen Zirkusbetriebes vollständig umgestaltet. Sarrasani ist es wieder, der tonangebend wirkt. Sein ganz großes Unternehmen hat er automobilisiert. So hat sich Sarrasani unabhängig von der Eisenbahn gemacht und fährt nunmehr mit seinen 200 Wagen die Landstraßen von Stadt zu Staat. Das gibt ein Aussehen, wenn so die Uebersiedlung stattfindet, diese Reise der grün- weißen Wagen, die Sarrasanischen Farben. Das gibt ein Schauen und Bewundern. Löwen, Tiger, Eisbären haben ihre Automobile, das Nilpferd hat seinen Extrawagen mit Wasserbassin, die Seelöwen, diese elastischen Jongleure, haben ihre eigenen Privatautomobile, der ganze Bürokomplex ist auf Automobile gestellt. Sarrasani kommt mit den Völkerscharen, die artistische Kombinationen neuer Art bieten werden. Scharen von Sioux- Indianern, von Japanern, Chinesen, Marokkanern, Indern, Tscherkessen usw. gehören zum Zirkus, die alle in ihren wunderbaren künstlerischen Leistungen für jede Stadt Aussehen bedeuten. Erst kürzlich wurde Berlin durch das Sarrajani- Gastspiel in einen wahren Begeisterungstaumel versetzt. Ueber einen Monat stand Europas größter Zirfus im Zeichen ausverkaufter Häuser. Die Prominenten der Reichs- Regierung, die Botschafter fast aller Länder, die fühliche Versammlung, die alle den nachhaltigen Eindruck der Tarenden Köpfe von Industrie, Kunst und Handel waren sämtlich Gäste dieses ungeheuren Unternehmens das mit dem großartigen Berliner Festprogramm nun auch nach unserer Stadt kommt. * Obst vor dem Genuß abspülen. Sicherlich ist nichts angebrachter, als sich jeden Genuß durch übergroße Aengstlichkeit zu beeinträchtigen. Es gibt aber eine Reihe von Vorsichtsmaßregeln, die ganz leicht zu befolgen und darum nicht lästig sind. Dazu gehört das Abspülen desjenigen Obstes, das der Regel nach mit der Schale genossen wird und unmittelbar vor dem Verzeh ren. Also Kirschen- und Pflaumenarten, Weintrauben und der= gleichen sollten immer erst unmittelbar vor dem Verspeisen kurz gung verstärkten. P Darmstadt. Auf der hier abgehaltenen Verbandstagung der Glaser im deutschen Baugewerbe wurde eine Entschließung angenommen, in der gesagt ist, daß auch das Glasergewerbe von der allgemeinen Wirtschaftskrise schwer betroffen ist. Nur 52 Prozent der Mitglieder der Fachgruppe stehen in Beschäftigung. Darmstadt. Ein Arbeiter, der aus seiner Wohnung verwiesen werden sollte, gab auf den Gerichtsvollzieher und die Polizeibeamten mehrere Schüsse ab, die erwidert wurden. Mit erheblichen Verlegungen mußte er ins Krankenhaus gebracht werden. wirkung geben. Die hintere Schmalseite nimmt jetzt eine breite Deutscher Kriegerfriedhof Caix( Frankreich). Wildrosenhede ein. Die Gräberbeete sind einheitlich mit Rasen Eingang zum deutschen Kriegerfriedhof Caix( Frankreich). Erritet 1929 v. Lolksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. In einem der heißest umfämpften Gebiete liegt etwa eine Stunde vom Dorf Rosières en Santerre an der Somme der Kriegerfriedhof Caix, der während des Krieges von den deutschen Truppen angelegt und im Jahre 1922 durch Hinzubettungen deutscher Gefallener aus den benachbarten Friedhöfen zu cinem Sammelfriedhof mit 1234 Einzelgräbern erweitert wor den ist. Diesen Friedhof hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. in den letzten Jahren aus seinen Mitteln ausgestaltet. An der Innenseite der um den ganzen Friedhof neu angelegien Ligusterhecke wurde eine Reihe von Ahornbäu men angepflanzt, die dem Friedhof eine gut geschlossene Raumüberzogen und gewähren einen ruhigen und würdigen Eindruck. Der Eingang zum Friedhof, von dem wir ein Bild nach der Neugestaliung bringen und der früher nur behelfsmäßig mit Brettern hergerichtet war, hat einen Vorplatz und eine Treppe aus großen Steinquadern erhalten. Auf der Höhe der Friedhofsfläche bilden wuchtige Bruchsteinmauern den Rahmen für das einfache samicdceiserne Tor, das von einem kleinen Kreuz gekrönt wird. Von hier aus führt durch die Friedhofsanlage der Hauptweg, in dessen Mitteln noch eine einfache Denkmalsanlage geplant ist. Nr. 70 Rheinlandbefreiungsfeier der„ Hassia" in Mainz. Anläßlich des 60jährigen Bestehens des Mainzer Veteranen vereins feierte die Kriegerkameradschaft„ Hassia" am Samstag und Sonntag in Mainz die Rheinlandbefreiung. Tausende vor Kameraden waren aus ganz Hessen und den anliegenden Gebie ten gekommen, um auch die gleichzeitig stattfindenden Feiern der ehemaligen Mainzer Regimenter mitzuerleben. An dem Festzug am Sonntag nahmen mehr als 5000 ehemalige Soldaten teil Bahnbau Haiger- Gusterhain. Mittwoch, den 3 Streife Mit dem Ausg Lahnbezirke der Be nen, wenn auch die abgefeilter war; R fes Plus ausgeglich lich war irgendwo gestellt; da hieß es f Hermannia. Nun Marburg und Gief währenddessen anlä 2: 4( 1: 1) gegen R jich am 7. Septem 21. September beim bis dahin sind auch wejen, jodaß man d über die Kaffeler macht die Frage: mania Fulda einfü am 7. September i Gesellschaftsspiele ( sonst hätte z. B. brudsvoll gewinnen eben andere Seiten gruppe in Göttinge die Kaffeler Kurhe Dillenburg. Unter dem Vorsitz des Landrats Bünger tagte im Dillenburger Kreishaus die vom Kreistag ernannte Ro mission zur Förderung des Bahnbaues Haiger- Gusternhain. An der Sitzung nahmen auch die Vertreter der einzelnen Frak tionen des Kreistages teil, von denen übereinstimmend gefordert wurde, daß man nun auch im Dillkreis, um der herrschenden Arbeitslosigkeit wirksam zu begegnen, ernstlich an ein Arbeits: beschaffungsprogramm herangehen möchte. Als besonders wert: voll für die Arbeitsbeschaffung wurde die Förderung des Bahn: baues auf der obengenannten Strecke erachtet. Die Aussichten werden hierfür jetzt günstiger beurteilt. Es handelt sich um die Beschaffung des Baukapitals in Höhe von 5 Millionen Mark, das als Darlehen an die Reichsbank weitergegeben werden soll. New York, 2. Sept. Um 12 Uhr M.E.3. überflogen die Ozeanflieger Coste und Bellonte mit ihrem Flugzeug ,, Frage zeichen" in großer Höhe die Insel St. Pierre et Michelon an der Südwestküste von Neufundland. Für 20 Millionen Mart Gold auf dem Meeresgrunde. Tauchern des italienischen Schleppers„ Artiglio" ist es gelungen, das Wrack des im Jahre 1922 gesunkenen englischen Passagierdampfers ,, Egypt" etwa 40 Kilometer vor der Einfahrt in den Hafen von Brest aufzufinden. Der englische Dampfer hatte Gold im Werte von 20 Millionen Mark an Bord. Die Arbeiten zur Hebung des Dampfers sollen schon in nächster Zeit begonnen werden. Neue Bücher. Ein neuer Berndorff! H. R. Berndorfs, dessen aufsehener: regendes Buch„ Spionage!" mit bisher 50 deutschen Auflagen und 15 Auslandsausgaben einen Welterfolg hat, schrieb ein neues Buch: ,, Diplomatische Unterwelt!", das, wie uns der Ver lag Dieck& Co., Stuttgart, mitteilt, im September ausgegeben wird. Der neue Berndorff bringt wahren, abenteuerlichen und glänzend erzählten Geschichten Geheimgehaltenes aus den Jahren 1920-30, belegt mit Dokumenten. „ Hessenland". Das soeben erschienene Heft 9 des„ Hessenland", Monatsschrift für Landes- und Volkskunde, Kunst und Literatur Hessens, herausgegeben von Dr. C. Hizeroth,( N. G. Elwert Verlag, Marburg) ist der Jahreshauptversammlung des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde in Schlüchtern vom 29. bis 31. August 1930 gewidmet. Es bringt vor allem eine ausführliche illustrierte Darlegung von Georg Malfeld über die territoriale Zusammensetzung und die alten Herrschaftsverhältnisse des Kreises Schlüchtern. Eine große Umwälzung in der Mode berichtet das soeben erschienene Heft 18 der„, Eleganten Welt"( Verlag Dr. SelleEysler A.-G., Berlin SW. 68), das bereits den Stil der Herbstmoden in vielen Bildern und Hinweisen zeigt. Das reich illustrierte Heft ist zum Preise von Rmf. 1.- überall zu haben. Wie kommt es, daß die Küsten Afrikas und Amerikas gleich laufen. Ueber diese Frage plaudert Prof. Dr. E. Dacque in der neuen ,, Weche". Im gleichen Heft beginnt der neue Roman ,, Die geheimnisvolle Ranch" von Max Brand. Sie bekommen Heft 36 überall. Die neuen Steuern ab 1. September 1930. Wir machen unsere Leser aufmerksam, daß der Steuer- Tabellenverlag Almassy, Ulm( Donau), König Wilhelmstr. 32, unseren Lesern die neuen Steuertabellen für das Ablesen des Steuer- Abzuges vom Arbeitsverdienst gegen Einsendung der Versandspesen von 15 Rpfg. liefert. Es ist genau anzugeben, ob eine Tabelle für wöchentliche oder für monatliche Lohnzahlung gewünscht wird. Büdo Metallputz der unübertroffene Woran liegt das? Einmal sicher daran, daß alle drei Gruppen die völlige Gleichberechtigung schon zu einer Zeit erhielten, wo noch niemand an die sprachlichen Gegensätze dachte. Damals konnte das Einleben in den Staat sich also reibungslos vollziehen. Man hat dann ferner die Gleichberechtigung auch wirk lich auf der ganzen Linie durchgeführt. Dabei aber leben troz der bunten Zusammensetzung des schweizerischen Bundesstaates die meisten Bewohner doch in einem einsprachigen Staat. Da mit vereinfacht sich die ganze Frage schon sehr stark, besonders für die Verwaltung. Weiter aber führt nun die Schweiz bei der Behandlung ihrer Die Lösung der Sprachenfrage in der Schweiz. iprachlichen Minderheiten, die durch die modernen Wanderbe In ganz Europa ist die Minderheitenfrage cine crnste Ge, ahr. Wie die Schweiz sie überwand, das zeigen die folgenden interessanten Ausführungen von Hektor Amann, die wir dem soeben erschienenen Septemberheft der Deutschen Rundschau" entnehmen. Ihr einzigartiger Staatsausbau hat der Schweiz die Löjung einer außerordentlich schwierigen staatsmännischen Aufgabe erlaubt, nämlich die ziemlich reibungslose Lösung der Nationalitätenfrage.- Die neue Eidgenossenschaft ist ja kein rein deutscher Staat mehr wie die alte. Seit dem Neuaufbau von 1798 sind die französischen und italienischen Landesteile als gleichberechtigte Glieder dem Staate angeschlossen worden. Und es erhob sich hier nun auch die Frage, wie sich das Zusammenleben dreier verschiedener Sprachgruppen in einem Staate gestalten würde. Die Deutschen machen dabei sieben Zehntel der Gesamtbevölkerung aus, die Franzosen ein Viertel, die Italiener ein Zwanzigstel. Jeder Teil lebt in einem geschlossenen und scharf abgegrenzten Sprachgebiet, doch sind die Wanderbewegungen zwischen diesen verschiedenen Sprachgebieten erheblich. Und trotzdem ist bis heute das Zusammenleben dieser drei so verschieden starken Gruppen durchaus ruhig verlaufen. idhlug. Der einzige zustande, in dem S 4: 2( 4: 1) triumphie lage des F. C. Gr rudgegangen oder nadhiten Spiele ab. In der 1. Bez 7. September mit d Der Sieg Horas üb ridgetreten ijt, um Die beiden ersten G erwartungsgemäß die Spielogg. 1900 jangen; durch And Herborner Verein straft, jodaß das Rampf gewonnen Wielenbad, Oran Germania Marbur nicht daneben, we der Kampf um di Gießen 1900, Ger tragen wird und Jungleins an der ben müssen oder oder andere der die Serie weite tommt wohl T in Betracht; de hannover die Wie zu erf tember ein f Germania Mude wegungen immer neu entstehen und überall sonst zu heftigen Streitigkeiten Anlaß geben, einen Grundsatz durch, der sonst nirgends anerkannt wird. Sie spricht jedermann, der sein eigenes Sprachgebiet verläßt, in der Hauptsache die Berechtigung ab, com Staate seines neuen Aufenthaltes die Berücksichtigung seiner Muttersprache zu verlangen. Man kann natürlich seine Sprache selbst gebrauchen und in Vereinen pflegen, so viel man will. Aber die Behörden sind nicht verpflichtet, mit solchen Zuwanderern in ihrer Sprache zu verkehren und ihnen eine Schule in ihrer Sprache zu geben. Und schließlich gehört zur schweizerischen Lösung der Sprachenfrage noch etwas: die deutsch- schweizerische große Mehrheit. Diese verzichtet völlig darauf, ihre Uebermacht irgendwie zur Geltung zu bringen, ja sie gibt den beiden Minderheiten manches Vorrecht. Das alles sind unumgängliche Voraussetzun= gen der Zustände, wie sie heute in der Schweiz bestehen, ganz abgeschen von vielen von Fall zu Fall wechselnden Einzelheiten, die auch von Fall zu Fall nach den Gesetzen der Billigkeit erledigt werden, ohne daß durch Verfassung und Gesetz das Nähere überhaupt festgelegt ist. der Wahlen von det das Rüdipic V. f. B. als Pla Nach einer n D.F.B. und der enijahlossen, das troffen haben, nu Bestimmungen üb wedjel rigoros d Mitglieder hat, d gehören und fold mitten lajien will will, der sehe erst beir. Turner im Strafe, und faue loren, wenn ein den Platz an der unvermutet aus Erg Bezittsliga un 278. Ổ Sejen Kurhei German FV. W Wiejen Laasph Biedent Wetter Allendo Bottenh Burg 1. SpB. Ka Spogg. C Seijen 09 FC. Gro Sa HA VER GRA liefert A a" in Main Mainzer Betera affia" am Sams ng. Laufende anliegenden Ge ndenden Feiem en. An dem alige Soldate ain. 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Nun haben die beiden letzteren am Sonntag in Marburg und Gießen Federn lassen müssen; Spielverein hat währenddessen anläßlich seiner Platzweihe ein Privatspiel mit 2: 4( 1: 1) gegen Rot- Weiß Frankfurt ausgetragen und wird sich am 7. September beim F. V. in Odershausen und am 21. September beim V. f. B.- Kurhessen in Marburg vorstellen; bis dahin sind auch Sport und Germania nochmals tätig ge= wesen, jodaß man dann vielleicht vielleicht! schon ein Urteil über die Kasseler Vereine fällen kann. Mehr Kopfzerbrechen macht die Frage: wie werden sich Hessen- Hersfeld und Germania Fulda einführen? Die beiden Mannschaften stehen sich am 7. September in Fulda gegenüber. Auf die Resultate der Gesellschaftsspiele darf man kein allzu großes Gewicht legen ( sonst hätte 3. B. Sport Kassel in Marburg sicher und eindrudsvoll gewinnen müssen!), in den Verbandsspielen werden eben andere Seiten aufgezogen. Das hat sich auch bei der Nordgruppe in Göttingen gezeigt, wo die Spielvereinigung gegen die Kasseler Kurhessen ein Unentschieden von 3: 3( 1: 1) herausschlug. Der einzige Sieg der Metropole tam an Ort und Stelle zustande, in dem Hessen 09 über den F. V. Großalmerode mit 4: 2( 4: 1) triumphierte. Ueberraschend ist die 1: 3( 1: 1)-Niederlage des F. C. Grone gegen S. V. 05 Einbed; ist Grone. zurüdgegangen oder Einbeck besser geworden? Warten wir die nächsten Spiele ab. In der 1. Bezirksklasse fängt die Gruppe Kassel erst am 7. September mit den Spielen an. Bei der Gruppe Fulda fällt der Sieg Horas über Bebra auf. Da V. f. B. Kirchhain zu= rüdgetreten ist, umfaßt die Gruppe Lahn nur noch 8 Vereine. Die beiden ersten Spiele( siehe unter ,, Resultat") dürften wohl erwartungsgemäß ausgefallen sein. Am 7. September sollte die Spielogg. 1900 Gießen den S. V. Herborn als Gast empfangen; durch Anordnung des Fußballsachbearbeiters ist der Herborner Verein aber mit einem Spielsonntag Ausschluß be= straft, sedaß das Spiel vom 7. September für Gießen ohne Kampf gewonnen ist. Der Wetzlarer S. V. erwartet den F. V. Wiesenbach, Oranien" Frohnhausen den F. V. Wallau und Germania Marburg den F. V. Breidenbach. Man tippt wohl nicht daneben, wenn man behauptet, daß in der Gruppe Lahn der Kampf um die Vorherrschaft zwischen den alten Vereinen, Gießen 1900, Germania Marburg und Wetzlarer S. V. ausgetragen wird und den übrigen 5 Vereinen nur die Rolle des Züngleins an der Waage zufällt, je nachdem sie Punkte hergeben müssen oder selbst einheimsen können; inwieweit das eine oder andere der Fall sein wird, läßt sich erst erkennen, wenn die Serie weiter fortgeschritten ist. Bei der Gruppe Kassel kommt wohl Tura Kassel in erster Linie für die Meisterschaft in Betracht; dagegen bleibt in den Gruppen Fulda und Südhannover die Frage einstweilen noch ganz offen. Wie zu erfahren war, wird V. f. B. Gießen am 7. September ein fälliges Rüchspiel auf eigenem Plaze gegen Germania Mudersbach austragen. Am 14. Septemb., der wegen der Wahlen von Verbandsspielen freigelassen worden ist, findet das Rückspiel der beiden Gießener Vereine statt, wobei V. f. B. als Platzverein zeichnet. Nach einer neuerlichen Besprechung zwischen Vertretern des D. F. B. und der D. T. unseres Bezirkes sind beide Parteien fest entschlossen, das Abkommen, welches die beiden Verbände ge= troffen haben, nun auch strikte durchzuführen, insbesondere die Bestimmungen über die Doppelmitgliedschaft und den Verbandswechsel rigoros durchzuführen. Wer von den Sportvereinen also Mitglieder hat, die gleichzeitig auch einem Verein der D. T. angehören und solche bei den Fußball-, Handballspielen usw. mitwirken lassen will, oder wer ein Mitglied der D. T. übernehmen will, der sehe erst einmal in dem Vertrag nach, welche Rechte dem betr. Turner im D. F. B. zustehen! Unkenntnis schützt nicht vor Strafe, und sauer erworbene Punkte sind manchmal schnell verloren, wenn ein Kläger auftritt; bei der großen Konkurrenz um den Platz an der Sonne taucht ein solcher aber manchmal ganz unvermutet aus der Versenkung empor. Ergebnisse aus dem Bezirk. Bezirksliga und Bezirksklassen: ViB. Gießen Hermannia Kassel 3: 1( 2: 1) Hessen Hersfeld 1900 Gießen 5: 3( 2: 2) Kurhessen Marburg Sport Kassel 4: 3( 2: 2) Germania Fulda Germania Marburg 2: 3( 2: 2) FV. Wallau FV. Breidenbach 5: 1( 4: 0) Wiesenbach 1. Frohnhausen 1. 4: 1 Laasphe 1. Marbach 1. 3: 4( 2: 1) abgebr. Biedenkopf 1. Frankenberg 1. 2: 1( 1: 0) Wetter Wommelshausen 1: 1 Allendorf Bottenhorn - - - - Gladenbach 1: 4 Feudingen 1: 4 Burg 1. Ehringshausen 1. 3: 2 SpV. Kassel Rot- Weiß Frankfurt 2: 4( 1: 1)( Ges.) Spvgg. Göttingen Kurhessen Kassel 3: 3( 1: 1) Hessen 09 Kassel Großalmerode 4: 2( 4: 1) FC. Grone Einbeck 05 1: 3( 1: 1) SC. 03 Kassel 2: 2( 2: 0) Sa. VFB. Bielefeld 1: 2( 0: 1) Sa. VfB. Bielefeld 3: 4( 2: 2) Mühlhausen 99 4: 0( 3: 0) SV. Neuhof 6: 1( 4: 2) Tura Kassel Borussia Fulda SC. 03 Kassel Göttingen 05 SpV. Alsfeld- Horas Bebra 5: 3( 3: 1) Spusp. Northeim - VfB. Witzenhausen 4: 7 Sportfr. Einbed VfB. Northeim 2: 1 Germania Osterode SC. Weende 3: 1 Gau Gießen- Wezlar: - Daubringen 1. VB. Gießen 2. 2: 0( 1: 0) Geilshausen Ettingshausen 1: 7( 1: 3) Niederohmen Grünberg 1: 0( 0: 0) - Steinbach Garbenteich 1. Steinberg 1:11( 1: 4) - Leihgestern 1. 2: 2( 2: 1) Weyl. SpV. 2a 3: 2 Weyl. Sp. 2. 3: 1 Bissenberg 1. Butzbach 2. Büblingshausen 1. - Hermannstein 1.( B. gew. n. Verl.) Vilbel 1. DJK. Wetzlar 1. 4: 2 Bieber 1. Dutenhofen 2. 1: 1 Flensungen- Müde 1. Grünberg 2. 2: 1( 1: 0) Gardenteich 2. 1900 Gießen 4. 3: 6( 1: 3) Daubringen 2. VfB. Gießen 3. 1: 5( 0: 2) Oberndorf 1. 7: 3 Nauborn 2. 3: 3 1900 Gießen 1. Jgd. 0: 6 Weyl. SpV. 3. Wetzl. SpV. 4. Butzbach 1. Jgd. VfB. Gießen 1. Jgd. Wetzl. Sp. 1. Jgd. Ettingshausen 1 Jgd. Grünberg Jgd Weyl. SpV. Sch. Gau Marburg: Mornshausen Schönstadt 1. - Lich 1. Jgd. 3: 0 Miedergirmes 1. Jgd. 5: 3 1900 2. Jgd. 0: 2 Heuchelheim Igd, Grünb. n. angetr. Nauborn Sch. 6: 1 Lohra 4: 5 Cölbe 1. 0: 4 Sintershausen 2. Jugend- Lohra 1. Jgd. 4: 1 Niederwalgern Sch. Lohra 2. Jgd. 2: 4 Jugendspieltag: Buchenau 1. Eckelshausen 1. 1: 0 Garnau 1. Gladenbach 1. 0: 0 - Germania Marb. 1. fB.-K. Marb. 1. 0: 0 Wallau 1. Ockershausen 1. 2: 1 Dreihausen 1. Marbach 1. 3: 0 Cölbe 1. Sterzhausen 1. 0: 0 Cappel 1. Wehrda 1. 1: 0 Weidenhausen 1. Bürgeln 1. 2: 0 Feudingen 1. Biedenkopf 1. 1: 1 Buchenau 2. Odershausen 2. 0: 1 Breidenstein 1. Erdhausen 1. 1: 1 Hesselbach 1. Frankenberg 1. 1: 0 Endbach 1. Wommelshausen 1. 1: 1 Germania Marb. 2. Gau Dill: - - - - VFB.-K. Marb. 2. 0: 0 Udersdorf 1. 2: 3( 2: 3) Sinn 1. 9: 1( 4: 0) Ginn 2. 1: 2 Medenbach 1. Ballersbach 1. Ballersbach 2. Ballersbach 1. Jgd. - Sinn 1. Jgd. 7: 0 Aus Daubringen. Am Sonntag traten beide Mannschaften des SpCl. 21 Daubringen zu den ersten Verbandsspielen an. Die Gegner waren VfB. Gießen 2. und 3. Mannschaft. Das Spiel der 2. Mannschaft gegen VB. 3. endete mit dem Resultat 5: 1( 2: 0) für die Gäste, obwohl D. keineswegs so schlecht war, als dies das Ergebnis besagt. Die D. verstanden es nicht, die Torgelegenheiten auszunügen. Schiri Schnauth Lollar war gut. Dann trafen sich die 1. und 2. Mannschaften beider Vereine. Hatte VfB. Gießen das letzte Gesellschaftsspiel in Gießen mit 5: 4 gewinnen können, so gelang es den Gästen diesmal nicht, das erste Verbandsspiel zu gewinnen. Mit 2: 0( 1: 0) mußten diese nach fast dauernder Ueberlegenheit der kleinen Daubringer das Spielfeld verlassen. Das Edenverhältnis war 8: 3 für D. Schiri Jor- Ettingshausen war dem Spiel, welches von beiden Mannschaften fair ausgetragen wurde, ein guter Leiter. Steinbach 1. - Steinberg 1. 1:11( 1: 4) Am Sonntag trug die 1. Mannschaft Steinbergs ihr erstes Verbandsspiel in Steinbach aus. Die Gäste waren dem Playbesitzer in allem überlegen. Einige Spieler der Steinbacher Mannschaft suchten durch all zu hartes Spiel auszugleichen, was ihnen einen Playverweis einbrachte. Vom Spielverlauf: In den ersten 10 Minuten konnte sich Steinberg nicht recht finden. Die Steinbacher nugten diese Gelegenheit aus und gingen in der achten Minute in Führung. Dann übernahm Steinberg die Führung und trug eine Anzahl Angriffe vor das Tor der Steinbacher, die mit viel Glück von der Verteidigung geklärt wurden. In der 14. Minute fiel dann durch Elfmeter der Ausgleich. Bis zur Halbzeit fielen noch 3 weitere Tore. In regelmäßigen Abständen fielen in der 2. Spielhälfte noch 7 Tore. Schiri Kömpel- Gießen war gut. SpV. Bieber 1. Dutenhofen 2. 1: 1 Bieber hatte zum ersten Verbandsspiel den Neuling Dutenhofen zu Gast. Bieber war gezwungen mit reichlich Ersaz anz treten und konnte trotz starter Ueberlegenheit nicht mehr als ein Unentscheiden erzielen. Schiri Enders- Gießen leitete sehr gut. Aus der Gruppe Grünberg. Niederohmen Grünberg 1: 0( 0: 0) Grünberg fuhr mit seiner 1. Elf zum 1. Verbandsspiel nach Niederohmen und mußte die Punkte dort lassen. Ein gegebener Elfmeter für Grünberg konnte nicht verwandelt werden und da ein Spieler Grünbergs mit dem Schiedsrichter in Meinungsverschiedenheiten geriet, mußte er sich in die Zuschauerreihen begeben. Schiedsrichter Grünewald leitete zufriedenstellend. Sämtliche Drucksachen HAUSHALTUNGS- BÜCHER VERLOBUNGSANZEIGEN GRATULATIONS KARTEN liefert immer schnell, gut und preiswert für Familien, Vereine und Behörden wie STERBFALLANZEIGEN GEBURTS- ANZEIGEN EINLADUNGSKARTEN ALBIN KLEIN GIESSEN + Nr. 70. Durch Selbsttor half dann Grünberg Niederohmen den Sieg erringen. Flenjungen- Müde 1. Grünberg 2. 2: 1( 0: 1) Auch Grünbergs 2. Mannschaft mußte die ersten Punkte dem Cegner überlassen, wenn dieser auch mit viel Glück zu 2 Toren durch Handelfmeter tam. Diese Handelsmeter waren die typischen, von Spielern, welche glaubten etwas besonders zu können, ohne zu bedenken, was sie dabei anrichten. Die neue Regel wird es wohl diesen Spielern, wenn sie noch verwarnt werden, verleiten, ihre Finger auszustreden. Grünberg konnte bereits in der ersten Hälfte durch Verwandlung einer gut getretenen Ede in Führung gehen. Die Angriffe von Fl- Müde klärte die Grünberger Verteidigung und was diese nicht erreichen konnte ihr Tormann. Schiri E. KeilEttingshausen leitete gut. Geilshausen Ettingshausen 1: 7 Ettingshausen trug jein 1. Verbandsspiel gegen den Neuling der 1. Gauklasse auf dessen Platz aus. Da der Plazz sehr schmal und klein, fällt es Eitingshausen schwer sich zu finden und muß zusehen, wie Geilshausen erst jührt. Nachdem sich die Mannschaft an die Platzverhältnisse gewöhnt, konnte sie dem Platzverein ihr Spiel dittieren. Schiri Kreuder leitete zufriedenstellend. Aus Ettingshausen. Das am Sonntag durch die 1. Mannschaft in Geilshausen gegen die dortige gleiche Mannschaft ausgetragene erste Verbandstreffen endigte mit einem 7: 1- Siege( Halbzeit 3: 1). Die Playmannschaft, ein Neuling, war dem Ansturm der Gäste nicht gewachsen, insbesondere in der 2. Halbzeit. Geilshausen konnte zuerst, schon in der 3. Minute, in Führung gehen. Man befleinigte sich auf beiden Seiten eines fairen Spiels. Was nun? Erst der energische Vorstoß gegen Borussia M.- Gladbach, dann der vernichtende Angriff auf den FC. 04 Schalte- wahrlich zwei schwere Strafgerichte des Westdeutschen Spielverbandes über unbotmäßige Untertanen! Der WSV. scheint gewillt, seine Mission als Hüter des Amateursportlertums sehr ernst auszufassen und ganz rigoros durchzuführen; er hat aber auch wahrscheinlich mit den beiden Urteilen einen Stein ins Rollen gebracht, der schon lange auf gefährlicher Kippe stand und nur eines leisen Anstoßes bedurfte, um sich verheerend über die Sportgefilde hinzuwälzen. Die Schalker, die erst seit dem Spieljahr 1926-27, als sie zweiter Vertreter des WSV. bei den deutschen Meisterschaftsspielen waren, der Allgemeinheit bekannt wurden, und die dann im folgenden Jahre als Dritter, in den beiden letzten Jahren sogar als Meister die Farben des WSV. vertraten, haben nämlich beim Deutschen Fußballbund Berufung eingelegt und sich erboten, Beweise dafür zu erbringen, daß sie nicht mehr und nicht weniger getan haben, als was die Spie ler der meisen Großvereine seit langer Zeit bis auf den heuti gen Tag cuh tun. Das kann ja eine nette Bescherung werden, wenn diese Beweisführung vom DFB. zugelassen wird oder wenn die Schalfer im Falle der Abweisung die Flucht in die Oeffentlichkeit antreten, d. h. ihr Material der Presse übergeben! Der DFB. ist daher sicher nicht sehr erbaut von dem rücksichtslosen Durchgreifen des WSV. und sitzt jetzt in einer bösen Klemme. Was joll er tun? Bestätigt er das Urteil, so brandmarkt er zwei Spieler seiner bisherigen Nationalelf als Berufsspieler und beschwört die Gefahr herauf, daß die Schalker ihn durch ihr Material zwingen, denselben Verruf über noch mehr Internationale auszusprechen. Läßt er Gnade für Recht ergehen, so zieht er sich den Vorwurf zu, seinen Standpunkt in punkto Amateuris= mus aufgegeben zu haben, und schafft gleichzeitig einen Präzedenzfall, der ihm für künftige Fälle ähnlicher Art die Waffe der Abwehr aus den Händen nimmt und für das Blühen, Wachsen und Gedeihen des verkappten Berufsspielertums sicher nur Wasser auf die Mühle ist. Mit vielleicht noch größerem Interesse als in Deutschland wird man im Ausland die Weiterentwidelung des Falles Schalkes verfolgen und besonders das Verhalten des DFB. unter die kritische Lupe nehmen, namentlich in jenen Ländern, die das Berufsspielertum eingeführt oder zugelassen haben und denen gegenüber Deutschland sich immer auf das hohe Roß der Unnahbarkeit gesetzt hat, wenn es sich um Aufnahme des sportlichen Verkehrs handelte. Man glaubt es im Ausland einfach nicht, so lange nicht mehr, daß alle deutschen Spieler aus reinem Jdealismus spielen, als tatsächliche Amateure existieren; es sind schon zuviele Einzelfälle bekannt ge= worden, die das Gegenteil bewiesen haben, und deshalb ist man natürlich nur zu gern geneigt, solche Zustände zu verallgemeinern. Und in Deutschland selbst? Man soll den Sportlern und Sportfreunden den Glauben an Ideale nicht rauben, aber es nügt auch nichts, wenn man achtlos an den Schäden vorbeigeht, die tatsächlich der Bewegung anhaften und besonders beim Fußballsport mehr oder minder offensichtlich zutage treten. Allerdings muß dafür der nötige Nährboden vorhanden sein, und das ist er zweifellos in den großen Vereinen in viel stärkerem Maße als in den kleineren und kleinen Vereinen, wenn auch nicht selten bei diesen sich schädliche Auswüchse zeigen. Das jins alles offene Geheimnisse", über die man überall immer wieder spricht und denen doch nur selten eine Instanz nachforscht, einfach aus dem Grunde, um feinen Schmuh aufzurüh ren, in welchem man nachher selbst umkommt. Der WSV. hat jetzt einmal das Wagnis unternommen. Die Folgen sind heute noch nicht abzusehen, jedoch kann man jetzt schon ruhig sagen: wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Wie groß der Schaden sein wird und was für Spötter sich ihn zunuze machen werden, muß man erst abwarten. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. 72 teilige, 100 g schwer versilberte Darlehen Besteckgarnitur an Beamte und Festbesoldete. Leonh. Klein, Köln Gladbacherstraße 5. mit massiv rostfreien Klingen, sehr schönes, ganz schweres Rokokomuster, fabrikneu, mit 30 jährigem Garantiesche n, ganz bedeutend unier Preis, für RM 180.- gegen bar sofort zu vertanjen. Offerten unter Nr. 2663 an die Geschäftsstelle dieser Zeitung. 15000 Reichsmark in bare Auskunft gibt unser neuester Hauptkatalog, den wir Jhnen sofort kostenfrei zusenden. 20000 Dankschreiben beweisen schlagend unsere Leistungsfähigkeit. Versand ab Fabrik g direktan Private CHIPED Ziehharmonikas Violinen Mandolinen Gitarrzitbern Grosse Flöten bezw.Spezialversand Mk47s an Signalhörner 14114 Trommeln 7- Trompeten r Sprechapperate compl 6.50 Platten 25 cm .. 8,76. 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