Nr. 60. strieele Pro 1 Auswande ländisch tellenvermitt t 30 Gulden it, auf dieses gelegen, die it jedoch bis prattijch eine rländisch- Inren sehr ver Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rück- Cufskräfte des lendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. sich die Auslich ungünsti mjo verwerf 43. Jahrg. hin Aussicht Beamte der ufen fich die muß deshalb dige Prüfung auch fostenlos much kostenlos Politische Rundschau. Die dänische Regierung hat Vertreter des Landwirtschaftsrates sowie der Katenverbände zu einer Zusammenkunft am 6. August einberufen, bei der die Regierung die durch die Lage flariegen wird. je 55, erfolgt, utich- finnischen Zollverhandlungen entstandene wirtschaftliche * oniert. Wie aus Mostou gemeldet wird, ist Außenkommissar Litwi, sind dort now auf zwei Monate in Urlaub gegangen. Die Leitung der reien Handel gesamten Außenpolitik liegt jetzt in den Händen Karachans und Volkskommis Krestinstis. Auf dem Rüdwege wird Litwinow Berlin berühren Fabritarbeiter und der Reichsregierung einen formalen Besuch machen, wobei über die weiteren deutsch- russischen Verhandlungen gesprochen , und zwar Verordnung werden soll. 300 000 von Saben, Schuhbeträgt etwa rbeiters. ovelle t unveränderin Nr. 11 und t worden ist, tag angenom ngen, in wel 1 Fälligkeits sich um einen ■. Die Haupt der Aufwer muß er späte er z. B. erst am 31. März r den Gläubi zulässig. Der rfolgter fir ing begehren Darf ypothefen zu -regierung mit Diefer Zinsfu für den Nicht estimmter Seite ten hat night chtigt, für Til Senden Zinsfu rauf nach Ver noch die gleich Zinserhöhung ieter abgewält bleiben da nur hat man nicht en Betrag der Torgen, hat man lut flammt auf mehr: Es steht Radrennen ige Verfassungs stehen. Um der einlandbefreiung Verlag Schaus n herausgegeben In gejmüdt, di chen und der he 50 Pfg. in in Gießen. arlehen an Beamte und Ferbefoldete nh. Klein, Köl adbacherstraße 5 efer Der Rat der Internationalen Handelskammer hat beschlossen, den nächsten Kongreß der Kammer vom 4. bis 9. Mai 1931 in Washington abzuhalten. In den Kosernen der indischen Eingeborenentruppen wurde belschewistische revolutionäre Literatur in ungeheuren Mengen tejch lognahmt. Die Funde crregen um so größeres Aufsehen, als diese Truppen regelmäßig gegen innere Unruhen eingesetzt wurden. In Shanghai ist auf die Nachricht von dem immer weiteren Vordringen der kommunistischen Aufrührer der Kriegszustand verhängt worden. Der gegenwärtig in Warschau weilende französische Luftfahrtminister Laurent Eynac führt Verhandlungen über eine Flugverbindung Warschau- Paris, wobei die Luftlinienstrede über Posen und Berlin gehen soll. * Wie aus Moskau gemeldet wird, wird das Hauptereignis Der Feierlichkeiten„ Gegen den imperialistischen Krieg" die Uebergabe von 51 Bombenflugzeugen an die Rote Luftflotte bilden. 200 amerikanische Kriegsschiffe werden mit Filmapparaten cus gerüstet werden. Die Kosten betragen etwa eine halbe Million Dollar. Die Gründung eines Zollvereins wurde auf der südslawischtumänischen Wirtschaftskonferenz in Sinaija beschlossen. Beide Länder wollen ferner gemeinsame Maßnahmen zur Hebung bes Agrarexports treffen. Die Finanzierung des Arbeitsbeschaffungsprogramms der Reichsbahn gesichert. Amtlich wird u. a. mitgeteilt:„ Die mit einem Bankenkon ortium unter der Führung der Reichsbank gepflogenen Verhandlungen über die Finanzierung des Arbeitsbeschaffungsprogramms der Deutschen Reichsbahn sind erfolgreich abgeschlos= jen Von dem Gesamtbetrage von 150 Millionen RM. Schazzarweisungen sind bereits 75 Millionen RM. gegeben, während Der Rest am Kapitalmarkt untergebracht werden soll. Die Schaganweisungen sind mit fünfjähriger Lauffrist und einem 3insfuß von 6 v. H. ausgestattet. Wie die Kommunisten den Bürgerkrieg vorbereiten... Leipzig. Im Anschluß an die Erörterungen zum Waffendiebstahl aus einem militärischen Gebäude in der Nacht zum 25. Februar ds. Js. wurden am 1. August durch Beamte der politischen Abteilung des Polizeipräsidiums in einem Gartenberein in Leipzig- Kleinzschocher nachverzeichnete Waffen gefundem: Zwei Maschinengewehre 08, zehn Infanteriegewehre, vier Karabiner, 1250 Schuß gegurtete Maschinengewehrmunition, 2800 Schuß Infanteriemunition, eine Menge Handgranaten, Zünder, Zündschnuren und einige Gewehrgranaten. Das Waffen lager befand sich in einer mit Zinkblech ausgeschlagenen und Dom Mitgliedern der KPD. vergrabenen großen Kiste. Welchen Umfang die Erörterungen noch annehmen werden, steht zur 3e it noch nicht feſt Keine öffentlichen Aufträge bei Massenentlassungen. Vorkommnisse in der letzten Zeit haben den Reichs> arbeitsminister veranlaßt, die Beschaffungsressorts darauf himzuweisen, daß es nicht angängig ist, öffentliche Aufträge an joleche Firmen zu vergeben, die in den Beziehungen zu ihren Ar beitnehmern ein offenbar unsoziales Verhalten an den Tag leggen oder durch ungerechtfertigte Ueberstunden oder Massenentlassungen, die nicht in der wirtschaftlichen Lage des einzelnem Betriebes begründet sind, den Zwecken zu widerhandeln, die dies Reichsregierung mit dem Arbeitsbeschaffungsprogramm verfolgt. ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 2. August 1930 Die hessischen Reichstags- Wahlen. Das hessische Gesamtministerium hat wie bei früheren Wahlen so auch für die bevorstehende Reichstagswahl Ministerialrat Bornemann vom Staatsministerium und Legationsrat Dr. Heinemann( letzteren als Stellvertreter) zu Reichstagswahlleitern im Wahlkreis 33( Hessen- Darmstadt) ernannt. Urteil im Wormser Kommunisten- Prozeß. Dormstatt. In einer zweistündigen Rede hat am Mittwoch der Vorsitzende das Urteil gegen die angeklagten Wormser Kommunisten begründet. Er ging davon aus, daß das Vorgehen der Polizei gegen die demonstrierenden Erwerbslosen am 10. Januar die traurigen Vorgänge des 13. Januar ausgelöst hätte. Die Führer der Erwerbslosen hätten versagt, besonders der Landtagsabgeordnete Müller hätte als Rädelsführer unverantwortlich gehandelt und müsse des Verbrechens gegen§ 115 Absatz 2 bezichtigt werden. Die Urteile gegen die einzelnen Angeklagten sind sehr milde ausgefallen. Es handelt sich in der Hauptsache um Psychopathen, die für ihre Handlung nicht beschuldigt werden können. Es wurden verurteilt der Landtagsabgeordnete Müller zu 9 Monaten Gefängnis, wovon eine Woche Untersuchungshaft für verbüßt gilt; der Angeklagte Taraschewski zu 6 Monaten Gefängnis, die durch die Untersuchungshaft als verbüßt gelten, Dehof zu 6 Monaten Gefängnis und Jed ebenfalls zu 6 Monaten Gefäng= nis. Die Angeklagten Haas, Beyerbach, Lenz, Fey und Myll wurden freigesprochen. Ein weiteres Koblenzer Opfer an Land gespült. Neuwied. In Oberwinter wurde am Dienstag die Leiche eines 20jährigen Dentisten aus Neuwied an Land gespült. Der Dentist wird seit dem Brückeneinsturz in Koblenz vermißt. Es besteht die große Wahrscheinlichkeit, daß auch er ein Opfer des Unglücks geworden ist und der Rhein seine Leiche weitergetrieben hat. 4000 Berliner Angestellten gefündigt. Berlin, 31. 7. Am 31. Juli sind in der Berliner Metallindustrie die erwarteten Kündigungen ausgesprochen worden. Betroffen sind etwa 4000 Angestellte, deren Kündigungsfristen entweder vier oder sechs Wochen betragen. Bei der A. E. G. wurde 10 Prozent der Angestelltenschaft gekündigt, bei der Automobilfabrik Chrysler 25 Prozent, während bei der Firma Deutsche Telephonwerke und Kabelindustrie Kündigungen zu= nächst nicht ausgesprochen worden sind. Vielmehr wurden die Angestellten aufgefordert, sich mit einer zehnprozentigen Gehaltsfürzung einverstanden zu erklären. Da dies aber vermutlich von den Angestellten abgelehnt wird, dürfen auch hier Kündigungen in Höhe von 10 Prozent eintreten. Den Rekord an Kündigungen hält die Maschinenfabrik Stock, die sogar 45 Prozent der Ange= stellten gekündigt hat. Eine Aeußerung der ,, Germania" läßt darauf schließen, daß nicht nur der Reichsarbeitsminister, sondern vermutlich auch das Reichskabinett in seiner Gesamtheit sich demnächst mit den Vorgängen in der Metallindustrie beschäftigen wird. Kommt eine gütliche Einigung nicht zustande- und wenn die Angestellten den Weg der Feststellungsklage beim Arbeitsgericht beschreiten-, dann ist zu erwarten, daß die Klage durch alle Instanzen, also bis zum Reichsarbeitsgericht, gehen wird. Da die gegenwärtige wirtschaftliche und politische Lage eine solche Beunruhigung, wie sie durdy große Entlassungen entstehen muß, nicht verträgt, so ist damit zu rechnen, daß auch von anderen Stellen der Deffentlichkeit ein Appell an die Arbeitgeber ergeht. Die deutschen Ozeanflieger nach Island unterwegs. London, 1. 8. Die beiden deutschen Flieger Hirth und Weller, die auf ihrem geplanten Etappen- Ozeanflug am 27. Juli abends auf den Orkney- Inseln gelandet waren, sind heute früh, nachdem die Wetterlage sich günstiger gestaltet hat, von Kirkwall aus mit dem Ziele Jsland weitergeflogen. ,, R 100" mit Beschädigungen gelandet. Neuyork, 1. 8. Wie aus Montreal gemeldet wird, ist das englische Luftschiff ,, R 100" um 10.37 Uhr ME3. auf dem Flugplatz St. Hubert glatt gelandet. Die Stabilisierungsflächen beschädigt. Newyork, 1. 8. Das Luftschiff ,, R. 100" befand sich Freitag früh gegen 5 Uhr noch etwa 180 Km. von Montreal entfernt. Der Grund für die verspätete Ankunft liegt, wie das Luftfahrtministerium angibt, in der Beschädigung der Bespannung der beiden Stabilisierungsflächen, die im heftigen Sturm etwa 72 Km. von Queebed entfernt beschädigt worden seien. Die Untersuchung und Ausbesserung des Schadens während der Fahrt hätten eine beträchtliche Herabsetzung der Geschwindigkeit notwendig gemacht. Beide Flächen seien notdürftig wieder herge= stellt worden. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Retlame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 61 Die armen Volksvertreter. Das Schicksal der jetzt aufgelösten Volksvertreter im Reichstag liegt der Bevölkerung, die die Kosten dieses Reichstages aufbringen muß, natürlich sehr am Herzen. Man bangt sich darum, ob die Herren während der Zeit bis zum Zusammentritt des neuen Reichstages nicht hungern müssen. Es liegt keinerlei Veranbassung zur Beunruhigung vor. Denn durch das Gesetz über die Entschädigung des Reichstages, das der Reichstag in schöner Einmütigkeit am 25. April 1927 annahm, ist vorgesorgt worden. Die Mitglieder des Reichstages erhalten nämlich ihre Bezüge weiter, obwohl der Reichstag aufgelöst worden ist. Das Gesetz bestimmt, daß die Abgeordneten im Falle der Neuwahl des Reichstages bis zum Ablauf des achten Tages nach der Wahl des neuen Reichstages das Recht zur freien Fahrt auf allen deutschen Eisenbahnen haben, und daß sie bis zum Tage der Neuwahl eine Aufwandsentschädigung von monatlich 25 vom Hundert des Grundgehalts eines Reichsministers beziehen. Diese Aufwondsentschädigung, die 750 Mart im Monat oder jährlich 9000 Mark beträgt, ist praktischerweise jeden Monat im voraus zahlbar. Da der Reichstag 500 Abgeordnete hat, macht das im Jahre die Kleinigkeit von 4½ Millionen Mart. Preußen hat 450 Abgeordnete, die dieselben Entschädigungen erhalten. Das sind 4 050 000 Mark. Damit ist das Einkommen der Abgeord= neten, die also tatsächlich 9000 Mark Gehalt im Jahre bekommen, einerlei ob Vollsitzungen sind oder nicht, nicht erschöpft. Sie erhalien auch für Ausschußsizungen besondere Zuwendungen von 25 Mark pro Tag. Selbst Besichtigungsreisen, die sehr beliebt sind und manchmal recht lange dauern, werden außer der freien Reise usw. noch mit 25 Mark pro Tag honoriert. Es wäre unrecht, verschweigen zu wollen, daß die meisten Abgeordneten diese Diäten nicht allein verzehren. Die Parteifasse wünscht auch von dem Diätensegen zu haben und so müssen die Abgeordneten es sich gefallen lassen daß die Parteikasse 10 bis 20 Prozent ihres Diäteneinkommens beschlagnahmt. Ob dieses System richtig ist, ist außerordentlich zweifelhaft. Die Abgeordnetenämter sollten Ehrenämter sein, bei denen nur die wirklichen Auslagen ersetzt werden. Jedenfalls aber sollte man wenn man sich schon 9000 Mark Gehalt im Jahr bezahlen läßt, nicht vom Ehrenamt reden, sondern sich bei denen, die meistens mehr leisten und meistens weniger Geld bekommen, einreihen. Tätigkeit der Landesversicherungsanftalt. Der soeben erschienene Verwaltungsbericht des Vorstandes der Landesversicherungsanstalt Hessen für das Jahr 1929 gibt ein Bild von der vielseitigen Tätigkeit der Anstalt. Aus dem umfangreichen Bericht sei folgendes in Kürze hervorgehoben: An Quittungskarten gingen im Laufe des Jahres 320 843 bei der Anstalt ein. Die Zahl der Versicherten ist ungefähr die gleiche. Die durch die Kontrollbeamten der Anstalt ausgeübte Beitragskontrolle erstreckte sich auf 40 482 Betriebe in zusammen 1011 Orten. Ferner wurden in 364 Orten Stichproben vorgenommen. Von den Quittungskarten der Versicherten wurden 145 891 fontrolliert. Der Wert der bei der Kontrolle nachverwendeten Beitragsmarken betrug 204 798,80 RM. Durch die Kontrolle wurden 462 Personen neu zur Versicherung zugezogen. An Renten wurden im Berichtsjahre 9703 bewilligt. Am Schlusse des Berichtsjahres betrug die Gesamtzahl der Renten 67 195. 10 180 Rentenempfänger erhielten Kinderzuschüsse. Der Jahresbetrag der an die Rentenempfänger zur Auszahlung tam, betrug einschließlich des Reichszuschusses 23 647 263 RM. In Invaliden= hauspflege befanden sich am Schlusse des Jahres 33 Personen. Auf dem Gebiete der freiwilligen Leistungen ist an erster Stelle das Heilverfahren zu nennen, dessen Ausbau auch im abgelaufenen Geschäftsjahr gefördert wurde. Die Zahl der zu bearbeitenden Heilverfahrensanträge betrug 12 004. Der Gesamkoſtenaufwand für die Durchführung des Heilverfahrens belief sich auf 1 331 884 RM. Von den Krankenkassen wurden der Versicherungsanstalt 418 844 RM Ersatz geleistet. Mit gutem Erfolg wurde das Heilverfahren bei 90 Prozent der Männer und 95 Prozent der Frauen durchgeführt, ein Ergebnis, das im Interesse unserer Volksgesundheit mit besonderer Freude zu begrüßen ist. Auf dem Gebiete der Wohlfahrtspflege sind es vor allem die vorbeugenden Maßnahmen im Interesse der Gesundheitsfürsorge, deren Durchführung die Landesversicherungsanstalt besondere Beachtung angedeihen läßt. Sie geht dabei von der Erwägung aus, daß Vorbeugung besser ist als Heilen. Die Landesversicherungsanstalt hat auch im Berichtsjahre wieder Mittel zur Verfügung gestellt, um die Tuberkulosefürsergestellen in Hessen weiter auszubauen. Im Jahre 1929 wurden an Fürsorgestellen Zuschüsse in Höhe von 41 764 RM geleistet. Als ausgezeichnetes Mittel der Belehrung und Aufklärung über die Volkskrankheiten, ihre Verhütung und Behebung, hat sich die Hessische Wanderausstellung für Gesundheitspflege und soziale Fürsorge bewährt. In allen Ausstellungsorten wurden über die Gebiete der Volksgesundheit aufklärende Vorträge gehalten, die großes Interesse und einen Kreis von durchschnittlich 600 3uhörern fanden. Von der Landesversicherungsanstalt werden 8 Beratungsstellen für Geschlechtstrante betrieben. Die Gesamtbeitragseinnahme betrug im Berichtsjahr 23 798 845,50 RM. Die Verwaltungskosten betrugen 694 748,06 RM, das sind 3,23 Prozent der Beitragseinnahme. Samstag, den 2. August 1930. Lokales. Zur Kur. Bei der Ankunft in dem berühmten Kurort regnet es oder es gießt vielmehr. Aber ein Auto sorgt für rasche Beförderung nach dem Hotel oder der Pension, wo man auf Empfehlung wohnt. Man ist sehr müde, es ist schon spät abends, man geht gleich zur Ruhe. Ein Fenster auf. Es regnet fast gar nicht mehr. Die frische Luft kann nicht schaden. Aber was sind das für Klänge? Wirklich, da scheint irgendwo in der Nähe Tanzmusik zu sein. Fenster wieder zu. Aergerliche Sache. Nun, das wird nicht alle Abende so sein. Nebenan ein ziemlich deutliches Husten und dann wieder Husten und dann ein Niesen. Vielleicht wird's möglich sein, noch ein anderes Zimmer zu bekommen. Nach ein paar Stunden schläft man doch ein. Sehr zeitig wacht man wieder auf. Hat da nicht irgendwo ein Hund gebellt? Es ist ein sonniger Tag. Der Kurort zeigt sich in seinem landschaftlichen Glanze. Ein bißchen viel Auto- Getön. Aber man hat ja hübsche Nebenwege. Der nahe Wald ist was Wunderschönes. Der Arzt untersucht. Tut es sehr gründlich. Ziemlich beruhigendes Ergebnis. Nur genaue und gewissenhafte Kur, dann darf man hoffen, daß das dumme Leiden behoben wird. Brunnentrinken, Baden, Massieren, Liegen, Laufen, Diäthalten usw. Man räsoniert über die ewige Päppelei, träumt von seinem Abendschoppen, findet die Mitgäste lang= weilig und findet sich schließlich doch in alles, gewöhnt sich an den neuen Tageslauf. Es stellt sich guter Schlaf ein. Die ganze Stimmung ist besser geworden. Der Arzt untersucht wieder und macht Mut. Schließlich sind die Wochen, die so endlos schienen, wie im Fluge vergangen. Man glaubt an seine Kur. Der eigentliche Kurerfolg pflegt ja erst hinterher zu kommen. Aber schon jetzt ist doch so ein Gefühl, daß es die richtige Kur war. Und da hat man schon so ein bißchen neuen Schwung... * * Reichsbeihilfe zum Viehhofbau. Die hessische Regierung hat für ein Baubapital von 350 000 Mark den zinsverbilligenden Zuschuß dergestalt gewährt, daß die Stadt selbst für das Kapital von 350 000 Rmt. nur 3 v. H. Zinsen zu tragen haben wird. Die Bauarbeiten sollen in aller Kürze begonnen werden. * Heimatvereinigung Schiffenberg. In der am Donnerstag stattgefundenen Mitgliederversammlung wurde beschlossen aus dem Ueberschuß des Schiffenberg- Festes 1000.- Rmt. den Hinterbliebenen des Grubenunglücks von Neurode zukommen zu lassen. * Aus dem Amtsgericht. Die Konkurs-- Schlußverzeichnisse der Firma Eitmeier& Loeb, Gießen; Automobil- Verkaufs- G. m. b. H. Gießen und„ Der Werkladen in Gießen", Jnh. Christ. Ranft liegen auf dem Amtsgericht zur Einsicht der Gläubiger auf. * Neuer Kliniksbau. Die Orthopädische Klinik ist im Entstehen begriffen. Das Stadthochbauamt hat bereits die Arbeiten ausgeschrieben. Mit den Arbeiten soll unverzüglich begonnen werden. Für den Neubau sind 370 000 Mark Baukosten veranschlagt. * Von der Universität. Zur Ausbildung technischer Assistentinnen an Medizinischen Instituten wird in der zweiten Hälfte des Oktober 1930 eine Schule eröffnet werden. * Zur Einreise ins Saargebiet behalten die Personalausweise, die früher von der Besatzungsbehörde für den Aufenthalt Deutsche Zwietracht. Von J. Haußner- Worms. Es ist heute in vielen Schriftstücken die Rede von deutscher Not sie ist vorhanden in mannigfacher Art- und von deutscher Zwietracht. Ich möchte unterscheiden zwischen allgemeiner menschlicher Zwietracht, wozu ich auch Rassen- und Klassen- 3wietracht zähle, und die überall zu finden ist, wo Menschen wohnen, und spezifisch deutscher Zwietracht, als deren gefährlichste ich die fonfessionelle ansehe. Die Erstere hat in Deutschland vielleicht ausgeprägtere Formen angenommen. Die Gründe hierfür haben wir in der geschichtlichen und wirtschaftlichen Entwicklung zu suchen. Jede Zwietracht ist ein schlimmes, lähmendes Uebel und muß bekämpft werden. Fragen Sie mich, wie dies zu geschehen hat, so möchte ich die Gegenfrage frage stellen:„ Was brauchen wir?" Aus der Antwort ergibt sich die Methode des Kampfes. Wir brauchen Religion; wir brauchen die Wirksamkeit der aus der christlichen Religion entsprießenden Liebe, Entsagung u. Verantwortung, wenn wir nicht wollen, daß uns das überhandnehmen des Triebhaften das sichere Chaos bereitet. Wir müssen verlangen, daß überall da, wo diese Erkenntnis vorhanden ist, auch der Bekennermut nicht fehlt. Wir müssen verlangen, daß alle, insbesondere die Intellektuellen, die Sache der Religion, die Sache der Kirche durch Beteiligung an den religiösen Uebungen fördern, darum hinein in die Gottesdienste, ihr IntellektuelIen, mar sieht auf euch. Wir müssen begreifen lernen, daß Verschiedenheiten in der Auffassung göttlicher Dinge weiter nichts sind, als menschliche Unzulänglichkeiten und daß Spaltungen schwächen. Wir müssen lernen, hieraus die Konsequenzen zu ziehen und Duldung üben. Wir müssen es unterlassen, kleinerer Meinungsverschiedenheiten und Unbehaglichkeiten wegen rechthaberisch und verdrossen eigene Weg zu gehen, das darfst du auch nicht in deiner Familie und dein Volk ist deine Familie. Eigenbündelei ist Verrat an der gemensamen Sache und wer fonfessionelle Zwietracht sät, ist ein Verbrecher am Volke. Wir brauchen Opferbereitschaft. Des Volkes Not muß von allen Volksgenossen getragen werden. Wer sich ausschließt, ist ein Mensch von niedriger Gesinnung, sei er auch was er sei. Wer Not nicht am eigenen Leibe spürt, der trägt nicht. Je mehr Opferfreudigkeit, desto weniger Zwietracht. Wir brauchen Brot, denn Tausende darben. Tausende aber leben trotz Not im Ueberfluß. Und weil wir Brot brauchen, darum brauchen wir Arbeit. Wir brauchen Arbeit auch des demoralisierenden Einflusses des Müßigganges wegen. Haben wir mehr Arbeit und Brot, dann haben wir weniger Zwietracht. Wir brauchen Raum, denn wir sind ein Volk ohne genügenden Raum. Unser Land kann uns weder ernähren, noch kann es unsere Erzeugnisse aufnehmen. Deshalb brauchen wir neue Futterplätze für unseren Voltsüberschuß und neue Märkte. Haben wir dies, dann werden wir wesentlich weniger Zwietracht haben. Unsere Gegner kennen diesen Zustand und möchten ihn nicht beseitigt wissen. Dies ist der Kernpunkt des wirtschaftlichen Problems. Wir brauchen Unabhängigkeit, Wir leiden an einer Ueberindustrialisierung. Dies hat uns abhängig gemacht von anderen Völkern. Weil wir die ,, Gießener Zeitung" im besetzten Gebiet vorgeschrieben waren, auch weiterhin ihre Gültigkeit als Legitimationspapiere. Zu jeder Reise ins Saargebiet ist nach wie vor der deutsche Reisepaß oder der alte Personalausweis erforderlich. * Vom Gießener Flughafen. Ein Kabinen- Flugzeug der Doktor-- Wolf- Werke führt am Samstag, den 2. und Sonntag, den 3. August Rundflüge aus. * Schüzengesellschaft 1926 c. V. Am kommenden Sonntag von vormittags 10 Uhr ab Königsschießen und Preisschießen. Straßensperrung, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V.( A. V. D.), Die Ortsdurchfahrt Bahnhof- und Moltkestraße in GroßenLinden wird ab 1. August 1930 für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung nach Leihgestern über Gießen oder Langgöns und umgekehrt. Die Ortsdurchfahrt Laubach wird ab 4. August 1930 für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung über Ruppertsburg- Gonterskirchen- Einertshausen bezw. über Lauter- Wetterfeld. 99 * , Vorfahren, Nachkommen und Sippschaft von Justus von Liebig". Ueber dieses Thema hielt auf Einladung der Gesellschaft Liebig- Museum am vergangenen Sonntag Herr Prof. Ottfried Praetorius- Darmstadt einen interessanten Vortrag. In den Räumen des Gießener Liebig- Museums hatten sich zahl= reiche Freunde des berühmten Chemie- Professors eingefunden als der Vortragende seine weitgehendsten Forschungen zu Gehör brachte. Als bemerkenswertest sei aus dem ausführlichen Vortrag hervorgehoben: Liebigs Vorfahren väterlicherseits sind im Gersprenztal im Adamswald bis ins 16. Jahrhunder nachweisbar. Ein Familiennamen Liebing konnte in Wembach vom Jahre 1382 festgestellt werden, doch kann dieser Name mit dem Familiennamen Liebig nur als eine verwandschaftliche Vermutung angenommen werden. Der Großvaters Liebigs war Schuhmachermeister, Vertrauensmann der Schuhmacher- Zunft und Unterbürgermeister in Darmstadt. Der Vater Liebigs hatte in der Kaplangasse in Darmstadt eine Drogenhandlung, die dieser später als„, Liebig- Drogerie" nach der Neustadt, die jetzige Louisenstraße, verlegte und die heute noch dort unter diesem Namen besteht. Die Mutter von Justus von Liebig war eine geborene Möser, die Tochter eines Schneidermeisters in Josingen bei Teck in Württemberg. Zu der fränkisch- hessischen Familie Liebig gesellte sich die Mutterfamilie aus dem schwäbischen Lande mit niedersächsischem und slavischem Anteil. Die Schlußausführungen gaben einen Blick über die zahlreiche Nachkommenschaft des großen Chemikers, doch ist mit dem nicht mehr allzufernen Aussterben des Namen Freiherren von Liebig zu rechnen. Für diese guten Ausführungen dankte Herr Geheimrat Prof. Dr. Sommer dem Redner, dessen Ausführungen mit größtem Interesse aufgenommen worden waren. Danach gab Herr Geheimrat Prof. Dr. Sommer einen Tätigfeitsbericht über das abgelaufene Geschäftsjahr und konnte mitteilen, daß dem Museum weitere wertvolle Liebig- Andenken zugewiesen wurden. In der sich anschließenden Mitglieder- Versammlung wurde beschlossen in den kommenden Wintermonaten allgemeine naturwissenschaftliche Kurse abzuhalten und an die Familie Georg Liebig in Lauenstein, Herrn Prof. Schaum in Gießen und Frau Prof. Baumann in Gießen die Liebig- Museums- Medaille zu verleihen. Macht nicht mehr haben, das für uns Lebensnotwendige mit Nachdruck zu verlangen, sind wir auf den guten Willen anderer Völker angewiesen. Sie werden uns Nahrungsmittel und Rohstoffe zukommen lassen, soweit es zu ihrem Vorteil ist und zu Preisen, die sie für angemessen halten und sie werden unsere Erzeugnisse abnehmen, soweit es ihnen beliebt. Dabe fann unsere eigene Landwirtschaft unser Volk nicht mehr ernähren Deshalb brauchen wir eigene Auslandsmärkte, eigene Roh stoffquellen und eigenen Bauernstand im Ausland; wir brau chen, mit einem Wort gesagt, Kolonien. Erhalten wir si: nicht, dann werden wir bei den uns aufgebürdeten ungeheueren Lasten zugrunde gehen. Alle Rationalisierungen und Einschränkungen sind nur scheinbare und einseitige Hilfe mit einer sehr üblen Kehrseite und daher gar keine Hilfe. Wir brauchen weiter Einfachheit, Bescheidenheit und Natürlichkeit. Die Anforderungen, die in Bezug auf Lebenshaltung gestellt werden, haben sich in kurzem Zeitraum in recht ungesundem Maße gesteigert. Es gibt eine Menge Dinge, die zum Bedürfnis geworden, aber dennoch zum Leben durchaus nicht notwendig sind. Fragt die Aelteren, wie sie in ihrer Jugend gelebt und betrachtet die Lebensweise anderer Völker und ihr werdet es erkennen. Ich weiß, der Eine oder Andere kommt mir nun mit Kultur und Zivilisation. Ich antworte: Es gibt einen Scheitelpunkt in diesen Dingen und dann geht's unaufhaltsam abwärts, dies lehrt die Geschichte der Völker. Alle Kreatur der Erde beugt sich den ehernen Gesetzen der Natur, nur der Mensch glaubt, Kraft seines Verstandes der Natur entgegenarbeiten zu können und zu dürfen. Er tut dies nicht unbestraft, die Natur rächt sich. Wo Einfachheit, Bescheidenheit und Natürlichkeit ist, da ist kein Raum für Zwietracht. Wir brauchen Sitte und Zucht, denn unser Volk droht unter den ihm geschenkten Freiheiten, für die es noch nicht reif ist, zu verwahrlosen und zu verrohen. Jeder ist dafür verantwortlich, daß gute Sitten und Zucht herrschen und jeder, der von dieser Notwendigkeit überzeugt ist, hat die Pflicht, Unsitte und Unzucht entgegenzutreten, wo er sie findet. Sitte und Zucht mäßigen die Zwietracht. Wir brauchen ernste Lebensauffassung. Mit 1000 entbehrlichen, ja oft verwerflichen Dingen vertrödeln wir Zeit und Kraft und vergeuden Geld, alles Dinge, die wir für bitter Notwendiges zur Verfügung haben müßten. Es wird viel zu viel gespielt und Vereinsmeierei getrieben. Millionen junger Menschen in den Städten werden überhaupt nicht mehr zu ernster Arbeit, sondern nur noch zum Spiel er= zogen. Was sollen die dem Vaterland einst nühen? Der Rekordsport ist zu verwerfen, weil er nur der Pflege des Leibes dient und dies oft nicht Geist und Seele aber erdrosselt. Nicht der Leib, sondern Geist und Seele machen den Menschen. Nicht auf dem Sportplatz wächst die Persönlichkeit, sondern im stillen Kämmerlein. Das Leben ist ein Kampf und nicht ein Spiel. Je mehr Ernst in der Lebensauffassung, desto weniger 3wietracht. Wir und hauptsächlich diejenigen, die etwas zu sagen, zu lenken und zu leiten haben, einerlei in welchem politischen Lager sie stehen müsse wieder lernen, das Gute vom Schlechten, den Wert vom Unwert zu unterscheiden und danach han deln. Heute wird tatsächlich das Schlechte, das innerlich Hohle, das Wertlose vielfach gefördert und begünstigt und das Gute und Wertvolle unterdrückt, weil den Förderern im Wohlleben und Genuß, im Materialismus und im Mangel an HerzensNr. 61 Aus Nah und Fern. Beienheim. Die diesjährige Bezirksschau des Oberhessischer Geflügelvereins im Bezirk V findet vom 19. bis 21. Dezember hier statt. Großer Einbruch in ein Hotel. Bad Salzschlirf. Hier fand in der Nacht zum Donnerstag in einem Hotel ein Einbruch statt, bei dem dem Vernehmen nach erhebliche Mengen Silbersachen und andere Wertstücke gestohlen wurden. Das Salzmoor als Naturschutzgebiet. Darmstadt. In einer kleinen Anfrage eines Landtagsabge ordneten wird die hessische Regierung darauf aufmerksam gemacht, daß ein wissenschaftlich sehr wertvolles Naturgut, und zwar das sogenannte Salzmoor bei Münzenberg in Oberhessen, durch landwirtschaftliche Benutzung gefährdet wird. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß das Salzmoor eine einzigartige Flora aufweist und von größter Bedeutung ist. Die Regierung wird aufgefordert, ein hessischs Naturschutzgesetz mit größtmöglicher Beschleunigung einzubringen. Gamstag, de 3immer Gure Unordnung, d wüftung" fünf Frankfurt Rleger auf Ge ift genehmigt. längeren Beitr lig fchon auf 4 Bad Homb Raftells fönnen über einen Zei legten Monate mittelrömischen die Ausgrabun Weftfeite erstre hängt von der burg- Verwaltu Dr. Heinrich Bad Hom anderem im A und Feuerwerk Schönheitswett vom 21. bis 24 Internationale tember: Auto Langenfel hält in den 3 Mainz. Am 9. August sollen die Zementwerke in Weisenau stillgelegt werden. Als Grund werden schlechter Geschäftsgang und geringer Absatz angegeben. Betroffen werden durch die Stillegung 520 Arbeiter und etwa 40 Beamte. Etwa 100 Arbeiter und Angestellte sollen weiter beschäftigt werden. 40 000 Mart unterschlagen. Marburg. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, ist gegen den Inhaber des Bankhauses Haas hier auf Antrag der Staats: anwaltschaft die gerichtliche Voruntersuchung wegen Depot: unterschlagung eröffnet worden. Es sollen Depots im Werte von 40 000 Mark fehlen. Das Marburger Bankhaus Haas hatte am 2. Juli seine Zahlungen eingestellt. Die Aktiven betragen 578 500 Mark, die Passiven 663 000 Mark. Vorgestern wurde gegen die Firma das Konkursverfahren eröffnet. Marburg. Rektoratswahl an der Universität Marburg. Rektor wurde der Direktor des Pathologischen Instituts, Dr. Max Versé, Dekan für die theologische Fakultät Dr. Fride, für die rechts- und staatswissenschaftliche Fakultät Dr. Jung, für die medizinische Fakultät Dr. Ruete und für die philosophische Fakultät Dr. Alverdes. Erfundener Raubüberfall. Frankfurt a. M. Am Dienstagabend wurde der Bezirksvorsteher Surek in seiner Wohnung angeblich von Räubern überfallen und einer Summe von 5500 Mark beraubt, die zu Wohlfahrtszwecken ausgezahlt werden sollten. Man fand Suret mit einer Schußwunde auf. Wie die polizeilichen Ermittelungen ergaben, hat sich Surf den Schuß wahrscheinlich selbst beige: bracht. Der zur Tat benutzte Revolver wurde im Klosett der Wohnung aufgefunden. Suret behauptet allerdings, die Räu ber hätten ihn liegen lassen, und er habe ihn, damit kein Verdacht auf ihn komme(!), in das Klosett geworfen. Wo das Geld geblieben ist, konnte noch nicht festgestellt werden. Das Korpulenz im Sommer. Uebermäßige Körperfülle ist besonders in der warmen Jahres: zeit lästig. Korpulente oder zum Ansatz veranlagte nehmen drei mal täglich 2-3 Toluba- Kerne, die in Apotheken erhältlich sind. bildung der Sinn für wirkliche Werte verloren gegangen ist. Damit wird ungemein viel Zwietracht gesät, denn was recht und wahr und gut ist, lehnt sich dagegen auf. Köstliche Werte tragen meist ein bescheiden Gewand; das Wertlose und Schlechte dagegen pflegt sich vorzudrängen und zu prunken. Wir müssen unsere Kleinheit erkennen. Was bist du Mensch im Weltenall und was ist der Unterschied zwischen dem Größten unter den Menschen und dem Kleinsten, wenn mit dem Maßstab des Zeit- und Raumlosen ge= messen wird?- Die Demut kennt keine 3wietracht. Wir brauchen ein einiges deutsches Reich, soweit die deutsche Zunge flingt. Mit welcher Begründung kann man das Recht der Zusammengehörigkeit aller Deutschen bestreiten? Wir brauchen es schon aus Gründen der Selbsterhaltung. Wir brauchen die Macht der Persönlichkeit, denn durch sie allein ist der Wiederaufbau unseres Staatswesens garan tiert. Wir brauchen Führer, Männer, die den Mut haben, sich auch einmal offen in Gegensatz zur Masse die nach Goethe immer im Unrecht ist zu setzen. Männer, die sich im Dienste des gesamten Volkes stehend betrachten und nicht im Dienste einer Partei oder Organisation. Haben wir mehr salcher Männer, dann werden wir weniger Zwietracht haben. Und eine stabilere Regierung brauchen wir, die sich zu sammensetzt aus den Besten und Fähigsten des Volkes und nicht aus von Parteien und Organisationen Präsentierten. Da wir diese unter der Wirkung der heutigen Verfassung leider nur selten erhalten, so muß die Verfassung geändert werden. Man rühmt, Deutschland habe die demokratischste Verfassung der Welt; es hat sie nicht zu seinem Vorteil. nicht im Handumdrehen aus politisch Gleichgültigen politisch geschulte Staatsbürger. Ein Uebergang wäre für uns besser und gesunder gewesen. Nationalen G ſtehens ab. Fulda, Wasjerkuppe Die Dembach Feldabahnstre pojt" interes Ausbau der ein recht un fürzlich die e ren begonnen nunmehr der den würde. wiejen. Die gebung ausg jogar größe standsarbeit Hunderte v tügung bet tigung am teil der G Jahres fe tigstellung effe hat, losigkeit d Kaji zirt Kass Da gi Frau, die Nordsee zu fchlant, und Mühe gema frage löjte f Des Strand welche Form zen Obersche offen ausfal war auch ni für rundlich oder Runiti lige, für Mittelpunt wollene B einem fam das andere ner ausge goli" nenne Man macht flärt. Wel hören dann und drei(! Bolero, ein lange Jade, ich nu Wir brauchen Staatsgesinnung und Staatsraison. Wo Wohlfahrt sich verbreiten soll, muß Ordnung herrschen und wo Ordnung herrschen soll, muß Unterordnung sein. Unsere Regierung und die Hoheitsstellen müssen den Mut aufbringen, staats- und volksfeindlichen Bestrebungen energis zu Leibe zu gehen. Was für Volk und Staat schädlich ist, darf nicht geduldet werden. Den einzelnen Staatsangehörigen fann es nur dann gut gehen, wenn es dem Staate gut geht. Deshalb muß Staatsgesinnung sein. Wer dem Grundsah huldigt:„ Dem Staat darf man nichts schenken!", der iſt ein Schädling und verdient, Naturgesetzen folgend, unschädlich gemacht zu werden. In demselben Maße wie wir wirklich Staatsgesinnung haben muß die Zwietracht schwinden. Wir brauchen eine verantwortungsbewußte Presse. Die Presse macht bei der Masse die Meinung. Sie fann ebensogut die 3wietracht in hohem Maße nähren, wie sie dieselbe wirksam bekämpfen kann. Wir brauchen Ewigkeitsgedanken. Es ist nicht alles aus mit dem Tod. Dein Beispiel, das du zu Lebzeiten gegeben, wirkt fort. Mithin trägst du ein ungeheueres Maß von Verantwortung. Und schließlich brauchen wir das gute Beispiel, besonders dasjenige der Oberen und der mit geistigen und materiellen Gütern besonders Bedachten. Dies haben wir leider in piel zu geringem Maße und hierauf ist ein großer Teil der Miz stände und der Zwietracht zurückzuführen. Das Volk braucht das gute Beispiel mehr als alles andere. Haben wir dies nur in einigermaßen nennenswertem Umfang, dann werden wir ganz bestimmt nicht untergehen. wenn Wirtschafts Medizinische Fakultät Bor Die Einschre einicht. Das Getretariat U Mr. ern Oberbe 5 21. Dezem m Donners Bernehmen itüde get Diet. Landtagsa erfiam geme und zwar jen, durch l rd darauf Bigartige& Regierung größtmögl e in Weije Geschäftsg den durch Etwa 100 rden. teilt, ist ge rag der Sto wegen De pots im aus Haas h ttiven bett Orgestern fität Mark Instituts, Ität Dr. t Dr. Jung e philosoph de der Bez Don Rau beraubt, die Nan fand 1 Ermittelun ch jelbit b im Klosett Dings, die damit fein& orfen. Wo t werden. 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Es ist beabsichtigt, den Abbau innerhalb eines längeren Zeitraumes vorzunehmen. Die Arbeitszeit ist bekanntlich schon auf 40 Stunden pro Woche verkürzt. Die Saalburg- Ausgrabungen. Bad Homburg. Die Ausgrabungen innerhalb des SaalburgKastells fönnen nun als abgeschlossen gelten. Sie erstreckten sich über einen Zeitraum von fast genau dreißig Jahren. In den letzten Monaten entdeckte man noch 17 größere Backöfen aus der mittelrömischen Periode. In den nächsten Jahren werden sich die Ausgrabungen auf die Umgebung des Kastells und nach der Westseite erstrecken. Welchen Umfang diese Grabungen annehmen, hängt von der Höhe der Mittel ab, die vom Staate der Saalburg- Verwaltung und ihrem verdienten Leiter, Baurat Dr. Heinrich Jakobi, zur Verfügung gestellt werden. Bad Homburg. Folgende Veranstaltungen finden unter anderem im August statt: Am 2.: Gartenfest mit Jllumination und Feuerwerk; am 6.: VII. Sinfoniekonzert; am 14., 16. u. 18.: Schönheitswettbewerb: Der schönste Kurgast Deutschlands; vom 21. bis 24.: Internationales Tennisturnier; am 25. u. 26.: Internationales Tontaubenschießen; vom 29. August bis 1. September: Automobilturnier des Frankfurter Automobil- Klubs. Langenselbold b. Hanau. Der hiesige M.- G.- V. ,, Eintracht" hält in den Tagen des 4., 5. und 6. Juli 1931 einen großen Nationalen Gesangwettstreit anläßlich seines 40 jährigen Beſtehens ab. Fulda. Das Rhönturnfest findet am 17. August auf der Wasserkuppe statt. Die Arbeiten an der Feldabahn stocken. Dembach( Rhön.) Ueber den Stand der Arbeiten an der Feldabahnstrecke Dorndorf- Kaltennordheim erfährt die„, Tagespost" interessante Einzelheiten: Ueber dem normalspurigen Ausbau der Feldabahnstrecke Dorndorf- Kaltennordheim waltet ein recht ungünstiger Stern. Nachdem das Land Thüringen kürzlich die erforderlichen Mittel zu dem bereits vor drei Jahren begonnenen Feldabahnbau bewilligt hat, glaubte man, daß nunmehr der Ausbau in beschleunigter Weise durchgeführt werden würde. Die Hoffnungen haben sich als sehr trügerisch erwiesen. Die noch freien Lose 2 und 5 sind noch nicht zur Vergebung ausgeschrieben worden. Die Firma Lenz& Co. mußte sogar größere Arbeiterentlassungen vornehmen, da die Notstandsarbeiter nur zehn Wochen beschäftigt werden dürfen. Hunderte von Erwerbslosen müssen in jeder Woche mit Unterstützung bedacht werden, ohne daß ihnen Gelegenheit zur Beschä= tigung am Bahnbau ermöglicht wird. Dabei wäre es nach Urteil der Sachverständigen möglich, den Bahnbau innerhalb eines Jahres fertigzustellen. Die Röhnbevölkerung, die an der Fer= tigstellung dieses wichtigen Bahnbaues ein sehr großes Interesse hat, mag es nicht zu fassen, daß bei der großen Arbeitslosigkeit der Bahnbau nicht fortgesetzt wird. Zigeunerschlacht wegen eines wankelmütigen Bräutigams. Kassel. In der Nähe des Städtchens Warburg im Bezirk Kassel kam es zu einer blutigen Schlacht zwischen zwei ZiStrand- und Sportkleidung. Da gibt es in meiner Verwandtschaft eine reizende junge Frau, die eben dabei ist, ihre Koffer für den Aufenthalt an der Nordsee zu schließen. Sie ist-- sagen wir, ein wenig vollschlank, und nichts hat ihr deshalb in den letzten Wochen soviel Mühe gemacht, wie die Frage des Strandanzuges. Die Kleiderfrage löste sich spielend, weit wichtiger war die Zusammensetzung des Strandcomplets! Natürlich mußten es Hosen sein, aber welche Form? Das ganz kurze Sporthöschen, das auch die ganzen Oberschenkel freiläßt, ist nichts für sie, die knielange Hose, offen ausfallend oder nach Art der Knickerbockers überfallend, war auch nicht das Richtige dagegen ,, fabelhaft günstig" auch für rundliche Hüften die weite, lange Hose in dunkelblauer Seide oder Kunstseidentrikot. Das ist die Form für Schlanke und Mollige, für Junge und weniger Junge! Diese Hose bildet den Mittelpunkt des Strandensembles, zu dem zunächst zwei feinwollene Badetrikots gehören. Das eine ist wasserblau, nur mit einem schwarzen applizierten Motiv auf der linken Brustseite, das andere aber ist auf seiner Vorderseite dunkelblau, auf seiner ausgeschnittenen Rüdseite dagegen zitronengelb, Fre= goli" nenne man solche Verwandlungsanzüge, wurde mir erklärt. Welch ein Effekt für neckische Wasserspiele! Dazu ge= hören dann noch ein kleines, natürlich ärmelloses Strickwestchen und drei(!) Jäckchen verschiedenster Art: ein flottes, kleines Bolero, ein halblanges Cardigan- Jäckchen und ein mantelariig lange Jacke, die besonders für Segelfahrten bestimmt ist. Und wenn ich nun noch erzähle, daß die kleine Frau noch einen Universität Köln. Winter- Semester 1930/31. ,, Gießener Zeitung" geunerstämmen, die augenblicklich die Landeskriminalpolizei in Kassel beschäftigt. Ein junger Zigeuner hatte einer Zigeunerin eines anderen Stammes, der in der Nähe der Stadt Warburg fampierte, einen Heiratsantrag machen lassen. Man hatte bereits einen großen Tanz veranstaltet, um die Ankunft des Bräu tigams zu feiern. Aber der Bräutigam hatte im letzten Angenblick seinen Enischluß geändert. Die Sippe der Braut geriet drüber in Zorn, und eine große Anzahl Männer und Frauen zog nun zu dem Lager des Bräutigams hin. Bald darauf war eine regelrechte Schlacht zwischen den beiden Stämmen im Gange, bei dem 16 Personen zum Teil schwer verletzt worden sind. Der Bräutigam wurde von der Verschmähten, als er flüchten wollte, erwischt, in das andere Lager geschleppt und zur Strafe aus= gepeitscht. Als endlich aus der Stadt Polizeikräfte erschienen, um die Zigeuner auseinanderzutreiben, flüchteten sie mit ihren Verwundeten in Richtung nach Arolsen. Bad Ems. Die Schulgelderhöhung, die vom Magistrat vorgeschlagen war, wurde von den Stadtverordneten abgelehnt. Bad Ems. Die Kurverwaltung veranstaltet in der zweiten Septemberwoche ein Musikfest unter der Devise ,, Deutsche Musik in Bad Ems". Es soll im Jahre der Rheinlandbefreiung das Beste und Volkstümlichste der klassischen deutschen Musik geboten werden. Geplant sind drei große Konzerte, die Haydn, Mozart und Beethoven gewidmet sind. Heidelberg. Letzte Heidelberger Schloßbeleuchtung für 1930 am 11. August. Wissen Sie schon? .. daß der Allgemeine Deutsche Tanzlehrer- Verband vom 4. bis 15. August in Bad Kissingen seine Verbandstagung veranstaltet. Es werden neben den sachlichen Beratungen eine Tanzschau der neuen Modetänze und ein Kunst- Tanzabend erster Tanzkräfte stattfinden, außerdem ist für Kurgäste ein Tanzturnier vorgesehen; daß der diesjährige Tennisländerwettkampf Deutschland- England- Holland vom 8.- 10. August in Bad Ems stattfindet; Generalversammlung des Evangelischen Bundes. Der Evangelische Bund zur Wahrung der Deutsch- protestantischen Interessen hält seine diesjährige Generalversammlung in Koburg ab. Wegen der Neuwahlen zum Reichstag ist die Generalversammlung verschoben worden. Sie findet nicht wie ursprünglich geplant vom 10.- 14. September, sondern vom 17.- 21. September statt. Abiturienten- Kommerse ohne Alkohol. Der neue preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, Grimme, hat in einem Erlaß an die Abiturienten aufgefordert, fünftig ihre Kommerse alkoholfrei abzuhalten. Den Lehrern hat er nahegelegt, im Falle einer Einladung zu diesen Abschlußfeiern ihr Erscheinen von der Zusicherung einer Einladung dess hrdgovceniatssumlhwyeniatjs( verläuft. Ein amerikanischer Dampfer in Brand geraten. Jersey City( Newyork), 1. August. Der Dampfer Präsident Harrison" ist drei Stunden von Antritt einer Weltreise in einem hiesigen Peer in Brand geraten. Ein Mitglied der Be satzung wurde dabei verletzt. Das Schiff ist schwer beschädigt. Das Deck ist unter Wasser und das Hinterschiff liegt auf Grund. Die Höhe des angerichteten Sachschadens läßt sich bis jetzt noch nicht beziffern. Der Dampfer gehört der Dollarlinie. dunkelblaugrundigen, lustig geblümten, langen, 4 Meter weiten Biedermeierrod eingepackt hat, den sie für den Spätnachmittags- Strandbummel zum Strickwestchen tragen will, und daß noch ein Bootcape aus dunkelblauem sogen. Lamalya, einem feinen Flanell, nicht fehlte, dann weiß man, daß solche komplette Strandausrüstung das eine oder andere Sport- und Laufkleidchen überflüssig macht und ihm im Koffer wie auch im Tageslauf keinen Platz läßt. Auch unter den kleinen Kleidchen ist oft eines, das als Weekend-, Garten- oder Landkleidchen gebraucht werden soll und das mit geteiltem Rock, d. h. mit einer Rockhose gearbeitet ist, die entweder angesetzt oder angeschnitten erscheint, in Art des praktisch unübertrefflichen amerikanischen overall. Andere Kleidchen aus Leinen, Tussor, Marocain, Crepe de Chine haben bei einfachsten Schnittformen Schulter- und Hüftpasse in mannigfachen Abwandlungen. Die anspruchsvolleren Nachmittagskleider zeigen fast alle rund um den Hals eine irgendwie interessante Garnitur: irgend welche Capeteile, Plissees, Kragen, Berthen oder Schlupfen. Originell sind die neuen kleinen Samtwesten, mit denen man die leichten, großgeblümten Chiffon- und Georgettekleider bei abendlicher Abkühlung gern ergänzt. Daß diese Kleider oft ein eingefärbtes Spitzenunterkleid leicht durchschimmern lassen, gibt ihnen einen Reiz mehr. Dazu die ganz großen schwarzen Samthüte. Ihnen passen sich auch die Samtjäckchen an, ohne die die Abendkleider, seien sie einfarbig oder gemustert, unvollständig sind. Noch ein Tip zum Schluß: Nach den vielen gemusterten Stoffen werden uns Herbst und Winter vorherrschend einfarbige Gewebe bringen. Elfriede. Wir fuchen Sehr eleganter Wirtſchafts- und Sozialwiſſenſchaftliches, Rechtswiſſenſchaftliche- verkäufl. Sauer 1450 PS Opel- Siebenjizer Medizinische( auch vorklinische Semester) und Philosophische Fakultät. Kaufmännisches- und Handelslehrstudium. Vorlesungsbeginn: Montag, den 3. November. Die Einschreibefrist läuft vom 15. Oktober bis 11. November einschl. Das Vorlesungsverzeichnis tann vom UniversitätsSekretariat gegen Einsendung von 50 Rpf.( dazu 15 Rpf. Porto) bezogen werden. Union 必 jed. Art zweds Unterbreitung an Kaufin- mit Allwetter- Berdeck und vornehmen seitteressenten. Nur An- lichem Glasschutz, nur ca. 4000 fm. gelaufen, gebote v. Selbsteigen wegen Zahlungsunfähigkeit des Bestellers tümern erw. cn die preiswert abzugeben. Anfragen unter Chiffre 2630 erbeten. Vermietungs- und VerFaufs- Zentrale Frankfurt M. Goetheplay 22 Heízí Kein Rauch, kein Ruß, keine Schlacken Kleinhandel und Preisabbau. Nr. 61. Daß bei einem Preisabbau wenige nur das Nötigste kaufen, dürfte jedem Einsichtigen klar sein. Es will doch keiner etwas verlieren. Man wäre also dumm, heute abzuschließen, wenn man morgen dieselbe Ware billiger haben kann. Deshalb kann schon eine kleine Preissenkung eine große Krise auslösen. Jedoch tommt es auch vor, daß der einzelne Kaufmann gezwungen ist, seine Preise herabzusetzen. So haben die Zeißwerke vor einiger Zeit sämtliche Preise um 20 Prozent ermäßigt. Was bleibt dem Kleinhändler, dem Optiker, anders übrig, als auch mit den Preisen um 20 Prozent herunterzugehen, obwohl er seine Gläser zu höheren Preisen eingekauft hat. Die Waren beim Kleinhändler liegen oft eine gute Zeit auf Lager, ehe sie verkauft werden. Der Kleinhandel hat also in gar keiner Weise einen Vorteil vom Preisabbau. Neue Bücher. Der Wunsch aller Schauspieler. Die Welt und die Atmosphäre des Theaters in ihrer buntbewegten, leidenschaftlich durchpulsten Mannigfaltigkeit ist recht lebendig gestaltet in dem neuesten Werke des langjährigen Dramaturgen des Deutschen Theaters: Arthur Kahane,„ Theater". Es erscheint zu dem Preis von 2,90 RM.( 272 Seiten in Halbleder gebunden) im Volksverband der Bücherfreunde, Wegweiser- Verlag G. m. b. H., Berlin Charlottenburg 2. Gesundheit vor Körperideal! Das äußere Schönheitsideal der Frau wird immer der Mode unterworfen sein. Von der knabenhaft schlanken Figur des Gestern wechselt es zur vollschlanken des Heute. Doch wie wenig bedeuten alle diese Bemühungen, um die ,, Linie des Tages" gegenüber dem Streben, den Körper gesund und frisch zu erhalten. Daß Schönheit vergeht, ist eine alte Weisheit, und daß Gesundheit das Höchste im Leben ist hören wir auch nicht zum erstenmal. Aber wir sollten es nicht nur hören, sondern danach handeln. Unsere Mädchen und Fraen finden in Dora Menzler eine berufene Führerin. Eben ist ihre„ Körperschulung der Frau" in 36. neubearbeiteter Auflage im Verlage Diet& Co., Stuttgart, erschienen, geh. RM 3,-. Man versteht den bisherigen Erfolg, denn diese 50 schönen Bilder auf Kunstdruck und diese treffenden Merkworte können das nicht besser geben, was Frau und Mädchen zur Forderung und Erhaltung ihrer Gesundheit unbedingt brauchen. ,, Sonnenschein Freude für Alle". Familienausgabe der bekannten Zeitschrift„ Jm Wartezimmer", Verlag Gustav Thomas, Bielefeld. Preis 60 Pfg. Die Schriftleitung ist bestrebt, das Heft so auszugestalten, daß es jedem Familienmitgliede unbedenklich in die Hand gegeben werden kann, daß es jedem rechte Freude macht und jeden bereichert. ,, Sind Sie verliebt?" Diese interessante Frage wirft die soeben erschienene Ausgabe der Frauenzeitschrift ,, Das Heft" auf und gibt gleichzeitig eine amüsante Anweisung dazu, seine diesbezüg lichen Gefühle selbst zu analysieren. Geschäftliches. Preisabbau in Markenartikeln. Die Frage des Preisabbaus in Markenartikeln ist während der letzten Zeit wiederholt in den Tageszeitungen erörtert worden. Einzelne Markenartikel- Firmen der Lebensmittel- Branche sind der Frage bereits praktisch nähergetreten und haben den Preisabbau durchgeführt. So liegt uns ein Rundschreiben der Firma Heinrich Frand Söhne G. m. b. H., Ludwigsburg- Berlin, an ihre Kundschaft vor, wonach die be= fannte Kaffeemittel- Firma, wohl als das erste MarkenartikelUnternehmen der Lebensmittel- Branche, einen Preisabbau vorgenommen hat. Interessant ist, daß die Firma den durchgeführten Preisabschlag mit weitgehenden Rationalisierungs- Maßnahmen begründet, die, nunmehr abgeschlossen, ihre Auswirkung finden. Es ist ein erfreuliches Zeichen, daß ein großes Unternehmen auf diese Weise die Auswirkung von Betriebsverbesserungen ihren Abnehmern in Form eines Preisabschlages zugute kommen läßt ein nachahmungswertes Beispiel. - Gang und Charakter. Die Erdal- Studiengesellschaft schreibt fünf Preise von 1000 Mart, 450 Mart, 300 und 200 Mart aus, für Aufsätze über das Thema„ Gang und Charakter". Die Ausschreibung will die Untersuchung des Zusammenhanges von Gang und Charakter fördern, vorhandene Erkenntnisse herausholen und neue Beobachtungen anregen. Einreichungen sind spätestens 15. August erbeten an die Erdal- Studiengesellschaft, Berlin L, Straße 4, in einem verschlossenen Kouvert, mit einem Kenntwort zu versehen. In einem anliegenden, gleichfalls ge= schlossenen, das gleiche Kennwort tragende Rouvert ist der Name des Verfassers mitzuteilen. Universität Köln. Das Winter- Semester 1930/31 beginnt am 15. Oktober. Das VorVorlesungsbeginn: Montag, den 3. November Universitäts- Sekretariat gegen lesungsverzeichnis kann vom Einsendung von 50 Rpf. und 15 Rpf. Porto bezogen werden. D Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. nur Hexen 30. rasieren schnell, sanft und lange Fabrik Paul Aug. 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