Nr. 25. entpuppte Witten, Gewert: beiten am us. Als . Dieser nd denen eiten enten Klage e Rechtsorsitzende, mit dem Es ist tigen Ur ab. Der nde durch zende be agis noch engelernt ehmerbeirtschaften, mühungen schließen, Höhe von eder einpril fann Catur und nd Funk in Ber 11. A der vom chten des er. Drud Preis in Angriffs ben. Von Pioniere 15. Juli Dar danach er SturmFront der Mal nicht Führung und in der ern folgen uen Offen wartete, inon Villers beiderseits ge gewesen ung einer f Einzel hier neben t der mittAngriffs: rbeiten der Sm übrigen und guten hen Front rch Mühen Ste Marnefernde HinGießen. n wie EN NNNIN EN Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. Bolitische Rundschau. ( Gießener Tageblatt) Die Mitglieder des neuen Reichskabinetts sind am Montag vom Reichspräsidenten nach der neuen Eides formel vereidigt worden. Die demokratische Reichstagsfraktion und die Fraktion der Deutschen Volkspartei haben dem Reichstag in der Form eines Initiativgesegantrages den Entwurf einer Reichsstädteordnung vorgelegt, der vom Deutschen Städtetag ausgearbeitet worden ist. Der frühere Reichstanzler Hermann Müller und Reichsaußenminister Dr. Curtius wurden zu Ehrenmitgliedern des Pariser Institutes für Soziologie ernannt. Der Anhaltische Landtag nahm am Dienstag seine Beratungen wieder auf. Gegen die Vorlage der Regierung auf Uebernahme einer Ausfallbürgschaft für Lieferungen anhalti: scher Firmen nach Sowjetrußland machten die Kommunisten mo: bil, von denen man am es wenigsten erwartet hätte. Die Vorlage wurde aber trotzdem angenommen. Der diesjährige evangelische Reichselternabend findet in der Osterwoche vom 24. bis 27. April in Bielefeld statt. Die Reichsrichtzahl für die Lebenshaltungskosten ist für den Monat März um 1 v. H. zurückgegangen. Am Sonntag fand in Wien eine interkonfessionelle Kundgebung gegen die Religionsverfolgungen in Rußland statt. Die wegen Paßvergehens am Montag abgeurteilten drei: undzwanzig Delegierten des internationalen Bauernkongresses werden nach Verbüßung ihrer Strafen ausgewiesen werden. Der Streit der Maß- Schneider hat mit dem Beginn der Woche im ganzen Reiche in 65 Städten eingesetzt. Die Unternehmer haben mit Gegenmaßnahmen geantwortet. Die Fahnenträger des Stahlhelms trugen in Halle am Montagabend bei einer Veranstaltung des Stahlhelm wie immer Stahlhelme. Dagegen schritt die Polizei ein und beschlagnahmte zum erstenmal die Stahlhelme. Die städtischen Körperschaften in Fulda haben ihren nach 36jähriger Amtszeit aus dem Dienst scheidenden Oberbürgermeister Dr. Antoni zum Ehrenbürgermeister der Stadt Fulda ernannt. Das neue Reichskabinett. Der Reichspräsident hat den Reichstagsabgeordneten Dr. Brüning zum Reichskanzler ernannt. Auf Vorschlag des Reichsfanzlers hat der Herr Reichspräsident den Reichsminister Generalleutnant a. D. Dr. e. h. Groener als Reichswehrminister, den Reichsminister Dr. Curtius als Reichsminister des Auswärtigen, den Reichsminister Dr. Schätzel als Reichspostminister, und den Reichsminister Prof. Dr. Moldenhauer als Reichsminister der Finanzen bestätigt. Ferner hat der Herr Reichspräsident auf Vorschlag des Reichskanzlers den Reichsminister Dr. Wirth zum Reichsminister des Innern, den Reichsminister Dietrich zum Reichswirtschaftsminister, den Reichsminister Dr. e. h. Steger: wald zum Reichsarbeitsminister, den Reichsminister von Guérard zum Reichsverkehrsminister, den Reichsminister a. D. Dr. Schiele zum Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft, das Mitglied des Reichstags Prof. D. Dr. Bredt zum Reichsminister der Justiz, und das Mitglied des Reichstags Treviranus zum Reichsminister für die besetzten Gebiete ernannt. Zum Stellvertreter des Reichskanzlers gemäß§ 7 der Geschäftsordnung der Reichsregierung hat der Herr Reichspräsident auf Vorschlag des Reichskanzlers den Reichswirtschaftsminister Diet: rich bestellt. Deutscher Reichstag. 152. Sigung am Dienstag, den 1. April 1930. Haus und Tribünen sind stark besetzt. Am Regierungstisch erscheinen der Reichskanzler und die übrigen Mitglieder des neuen Reichskabinetts. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Präsident Löbe eröffnet die Sigung um 16 Uhr und teilt mit, daß die Abgeordneten Dr. Wunderlich( D. Vp.) und Schiele ( Dnat.) ihre Reichstagsmandate niedergelegt haben. Der Präsident gibt weiter die neue Ministerliste bekannt. Auf der Tagesordnung steht als einziger Punkt die Entgegennahme einer Erklärung der Reichsregierung. Reichskanzler Dr. Brüning wird von den Kommunisten mit dem Zuruf:„ Hungerkanzler!" empfangen. Der Reichskanzler führte u. a. aus: Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 2. April 1930 Sozialdemokratischer Mißtrauensantrag. Berlin, 1. April. Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion nahm am Dienstag nach der Plenarsizung zu der Regierungserklärung Stellung. Die Fraktion beschloß, am Mittwoch einen Mißtrauensantrag gegen das Kabinett ohne nähere Be gründung einzubringen. 15 Abgeordnete stimmten dagegen. ,, Das neue Reichskabinett ist entsprechend den mir vom Reichspräsidenten erteilten Auftrag an teine Koalition gebunden, doch konnten selbstverständlich die politischen Kräfte dieses Hohen Hauses bei seiner Gestaltung nicht unbeachtet bleiben. Keine Auflösung des sächsischen Landtags. Dresden, 1. 4. In der heutigen Landtagssigung wurde der fommunistische Antrag auf Landtagsauflösung in zweiter Lesung gegen die Kommunisten und Nationalsozialisten abgelehnt. Das Kabinett ist gebildet mit dem Zwecke, die nach allge: meiner Auffassung für das Reich lebensnotwendigen Aufgaben in türzester Frist zu lösen. Es wird der letzte Versuch sein, die Lösung mit diesem Reichstag durchzuführen. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 26 Wende im Wohnungsbau. In Mannheim ist taum mehr Nachfrage nach neugebauten Vierzimmerwohnungen, und bald werden auch Dreizimmerwohnungen nicht mehr gesucht sein, obwohl noch eine große Anzahl wohnungsuchender und wohnungsloser Familien( 3000 bis 4000) vorhanden ist. Dieser scheinbare Widerspruch erklärt sich sehr einfach. Der Rest der noch Wohnungsuchenden ist wirtschaftlich so schwach, daß er die Mieten in Neubauwohnungen nicht be= zahlen kann. Es sind in der Hauptsache Arbeiterfamilien. Die Lage ist also derart geworden, daß diejenigen von den bisher Wohnungslosen, die die Mittel haben, Neubaumieten, wenn auch unter Zurückstellung der Ausgaben für andere Lebensbedürfnisse, zu zahlen, Wohnungen gefunden haben, während ein Das doppelte Gesicht der Sozialdemokratie. Rest auf dem üblichen Wege der Wohnungspolitik und der BauDer Deutsche", das Berl. Organ der christlichen Gewerkschaften, bringt folgende interessante Mitteilungen: Die Städte Berlin, Essen und Halle haben beschlossen, das Schulgeld auf 240 Rmt. zu erhöhen. Nach Zeitungsnachrichten beabsichtigen die Städte die allgemeine Hinaufsehung auf 240 Rmf. und verlangen, daß die Bestimmung aufgehoben werde, die sie an die vom Staat festgesetzte Höchstgrenze von 200 Rmt. bindet. Entsprechende Anträge sind der Regierung bereits vorgelegt, und die Städte rechnen damit, daß das Staatsministerium den Wünschen entgegenkommt. Die neue Erhöhung bedeutet für den Mittelstand und die Arbeiterschaft eine neue, nicht mehr tragbare Belastung. Die Kinder der unbemittelten Bevölkerungsschichten würden in noch höherem Maße als bisher von der höheren Schule ferngehalten. Nach der Erhöhung der Verkehrstarife für die städtischen Bahnen ist nunmehr der Magistrat auf die Jdee verfallen, auch die Tarife für die städtischen Badeanstalten zu erhöhen und hat bis zum 1. April die Erhöhung beschlossen. Danach soll ein Wannenbad nunmehr 60 Pfg,- ein Brausebad 25 Pfg. und ein Schwimmbad 40 Pfg. kosten. Am stärksten wird von dieser Erhöhung die Arbeiterschaft betroffen. Für viele Familien sind die städtischen Badeanstalten bei ihren engen Wohnungen die einzige Badegelegenheit. Bei der Erhöhung der Tarife zeigt sich wiederum das Doppelgesicht der Sozialdemokratie. Der„ Vorwärts" wendet sich zwar gegen eine Erhöhung. Der Magistrat besteht überwiegend aus Vertretern der Sozialdemokratie. Er ist es aber, der auf die Jdee der Tariferhöhung gekommen ist. Bericht über die wirtschaftl. Lage des deutschen Handwerks im Monat März 1930. Die in den letzten Monaten gemeldete Verschlechterung März, im ganzen gesehen, größtenteils zum Stillstand gekomder Beschäftigungsverhältnisse des Handwerks ist im Monat men. weise nicht befriedigt werden kann. Mannheim ist wohl zuvorderst vor diese noch ungelöste Frage gestellt, weil in Mannheim sehr viel gebaut worden ist- Mannheim steht mit Duisburg an erster Stelle aller deutschen Städte bezüglich der Zahl der Neubauwohnungen in der Nachfriegszeit, so daß auch der genannte Rest zuerst in die Erscheinung treten mußte. Andere Städte werden naturgemäß bald in die gleiche Lage kommen. Vorausgefühlt, wenn auch m. E. noch nicht restlos erkannt, ist diese Entwicklung der Dinge bereits. Denn die Architektenschaft Deutschlands, ja der ganzen europäischen Welt ist damit beschäftigt, die Kleinwohnung für das Existenzminimum zu schaffen. Aber, was man bisher in Ausstellungen, in der Literatur oder auf anderem Wege erfahren hat, bedeutet zwar anerkennenswerte Senkung der Neubaumieten, gibt aber keine Hoffnung auf Lösung der obengestellten Aufgabe. Denn die Spanne zwischen Höhe der Miete, wie sie von dem Rest der Wohnungsuchenden bezahlt werden könnte, und der Höhe der Bau- und Kapitalkosten ist zu groß, als daß sie durch Rationalisierung des Wohnungsraumes überbrückt werden könnte. Mehr als 35 Rmt. Monatsmiete etwa ein Fünftel des Einkommens dieser Familien fann nicht gefordert werden, während andererseits eine Wohnung, bestehend aus einer Wohnküche, einem Elternschlafzimmer und zwei Schlafräumen für die Kinder beiderlei Geschlechts, auch bei kleinster Raumgestaltung mit Nebenkosten und auf städtischem Bauboden unter 8000 Rmk. nicht zu bauen ist, die Miete also bei 7 bis 8 Prozent Kapitaldienst für die Verzinsung und Tilgung der 1. und 2. Hypothek, sowie des Eigenkapitals und für die Unterhaltung der Wohnung 560 bis 640 Rmf. jährlich, oder monatlich 47 bis 55 Rmf. beträgt. - Dazu kommen andere Sorgen. Besteht die Aussicht, daß solche Wohnungen mit Kleinsträumen, wenn sie in der großen Anzahl des heutigen Bedarfs erstellt werden, auch wenn sie hygienisch gebaut und mit besseren Einrichtungen versehen sind als Altwohnungen, auf ihre ganze Lebensdauer von 60 bis 80 Jahren bewohnt bleiben? Private Genossenschaften und private Bauherren haben eine solche Zuversicht nicht. Sie gehen deshalb an den Bau solcher Wohnungen nicht heran. Also bliebe nur übrig, daß die Kommunen solche Wohnungen bauen, daß diese also neben der Erkenntnis sich als Hausbesitzer sehr wenig eignen, auch das obengenannte Risiko tragen müßten. Und dieses Risiko ist nicht klein. Der Altersaufbau des deutschen Volkes ist derart, daß der noch heute vorhandene Fa= ❘milienzuwachs im ganzen Reiche von jährlich 260 000 bis in die Zeit um 1940 auf etwa 80 000 zurüdgehen wird, und dabei ist der schon sehr niedrige Stand der Geburten immer noch weiter im Rüdgang begriffen. Die gegenwärtige Geburtenzahl reicht nicht einmal aus, die heutige Boltszahl zu erhalten. Es müßten, um diese Forderung zu erfüllen, statt je 100 Geburten 110 erfolgen. Wenn diese Tatsache zur Zeit sich noch nicht dahin auswirkt, daß unsere Bevölkerung zurückgeht, so deshalb, weil infolge der erhöhten Lebensdauer der Menschen die Zahl der Sterbefälle noch nicht normal ist. Wenn die heute geborene also bereits in 20 bis 25 Generation zum Heiraten kommt In den meisten Drten war jedoch der Rückgang der Arbeitslosigkeit infolge der allgemeinen ungünstigen Wirtschaftslage noch ein sehr zögernder. In den westlichen Gebieten des Reiches wirkte namentlich die schlechte Lage in der Metallindustrie und im Bergbau nachteilig, während in den ländlichen Gebieten die Notlage der Landwirtschaft von ungünstigem Einfluß war. Erschwerend für die Ankurbelung der Wirtschaft war es, daß auch die Bautätigkeit infolge der Schwierigkeiten in der Finanzierung des Wohnungsbaues nur langsam in Gang kam. Vor allem stockte die private Bautätigkeit noch völlig. Einstellungen von Arbeitskräften wurden kaum erforderlich. In den Baunebengewerben lagen die Verhältnisse etwas günstiger, weil die Fertigstellung der im Vorjahr begonnenen Bauten noch Arbeit gab. Eine saisonmäßige Steigerung des Auftragsbestandes hatte das Herren- und Damenschneidereihandwerk aufzuweisen. Durch die geringe Kaufkraft der Kundschaft blieb jedoch der Auftragseingang in geringerer Höhe als in den früheren Jahren. Das beginnende Frühjahr brachte auch im Tapeziererhandwerk vermehrte Beschäftigung durch Aufträge für Instandsegungs- und Reinigungsarbeiten. Die ländlichen Betriebe des Stellmacher, Schmiede- und Schlosserhandwerks waren, bedingt durch die Frühjahrsbestellung, leidlich beschäftigt; die städtischen Betriebe dieser Berufe lagen dagegen nahezu völlig darnieder. Auch in den übrigen Handwerksberufen war keine Besserung der Beschäftigungsverhältnisse zu beobachten, zum Teil trat vielmehr sogar ein weiterer Rückgang ein. So berichten beispielsweise die Uhrmacher, Goldschmiede, Klempner, Elektroinstallateure etc., daß der Geschäftsgang weiter nachgelassen hat. Selbst die Nahrungsmittelhandwerke berichten von einem Rückgang der Umfäße infolge der geringen Kaufkraft der Bevölkerung. Die Lage am Arbeitsmarkt hat nur eine geringe Entspannung erfahren. Im Maurer-, Zimmerer-, Maler-, Schneiderund Buchdruckerhandwerk fanden, teils nach Kündigung der Lohntarife durch die Arbeitgeber, Lohnverhandlungen statt. Die Rohstoffbeschaffung erfolgte ohne Schwierigkeiten. Vereinzelt sind Preisermäßigungen eingetreten. Die Kundschaft des Handwerks nimmt auch weiterhin überaus lange Zahlungsfristen in Anspruch. Durch die Schwarzarbeit Arbeitsloser wurde dem Handwerk nach wie vor starke Konkurrenz bereitet und die Preisgestaltung sehr gedrückt. | - - Jahren dann wird ein Rüdgang der Zahl der deutschen Familien zu verzeichnen sein. Wie wird weiterhin die Lage auf dem Mietwohnungsmarkt sein, wenn etwa bis in die vierziger Jahre die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland, wie wir alle hoffen, sich gebessert haben; wenn außerdem die so wertvolle und stark einsehende Bewegung der Bausparkassen sich verstärkt und damit der Bau auch von einfachen Eigenheimen Fortschritte machen wird, und wenn schließlich die private Bautätigkeit einsetzt, um den fommenden Wohnsitten entsprechend zu bauen? Werden nicht mit großer Wahnscheinlichkeit solche Wohnungen mit Kleinsträumen wie Ersatzwaren während des Krieges und während der Inflationszeit angesehen werden und ihre Liebhaber nicht mehr finden? Jene Waren sind Konsumwaren gewesen, die vom Martie ohne erhebliche Verluste durch raschen Verbrauch verichwinden konnten. Bei den Wohnungen handelt es sich da= gegen um Dauergüter. Schon heute werden solche Wohnungen von der Mieterschaft abgelehnt. Wie, wenn sie auch noch verwohnt sind? Die Kleinwohnung war schon vor dem Kriege mit dem größten Risiko belastet. Um sich des Risikos zu entledigen, müßte man die investierten Kapitalien in etwa 20 Jahren, wenn nicht noch in kürzerer Frist, abschreiben. Das würde eine weitere Mieterhöhung der schon bei normaler Abschreibung zu hohen Mieten bedeuten. Es entstünden durch die erhöht Abschreibung auch übermäßige Belastungen der jetzt Nr. 26 Mittwoch, den 2 Mittwoch, den 2. April 1930. lebenden Generation, die an sich schon Lasten genug zu tragen hat, und schließlich bei späterem Leerstehen volkswirtschaftliche Verluste weil man Güter nicht bis zu ihrer letzten Brauchbarfeit ausnützt, und man außerdem große Geldsummen mit nur geringer Rendite investiert. In Mannheim würde es sich bei Deckung des vollen gegenwärtigen Bedarfes um eine Summe von 15 bis 20 Millionen Rmk., im ganzen Reiche also um einige Milliarden handeln. Lokales. * Achtung! Das Polizeiamt weist darauf hin, daß das Spielenlassen von Rundfunklautsprechern, Sprechapparaten und sonstigen Musikinstrumenten bei offenem Fenster als Ruhestörung anzusehen und nach§ 360 3iffer 11 des Reichsstrafgesetzbuches strafbar ist. Die Polizeibeamten sind angewiesen, gegen zuwiderhandlungen mit Strafanzeige vorzugehen. * Konsularnachrichten. Das französische Konsulat in Frankfurt a. M. ist nur noch von vormittags 9 bis 1 Uhr geöffnet. * Verlust der Polizeihundemarke Nr. 24. Vor etwa drei Wochen ist das Halsband eines Polizeihundes mit anhängender Dienstmarke und der Aufschrift:„ Polizeihund 24 Volksstaat Hessen" verloren gegangen. Eine Ablieferung der Hundedienstmarke ist bis jetzt nicht erfolgt. Um eine mißbräuchliche Benuzung derselben vorzubeugen, ist sie als ungültig erklärt worden. * Straßensperre. Aus Sicherheits- und verkehrspolizeilichen Gründen ist die Kirchstraße zwischen Neustadt und Wetzsteingasse während der Frühjahrsmesse bis 6. April 1930 für allen Fuhrverkehr polizeilich gesperrt. Den Anliegern ist die Zu- und Abfahrt gestattet. * Bekämpfung der Reblaus. Anbauverbot und Anmelde: pflicht von Amerikanerreben und deren Hybriden. Nachdem in Baden und Württemberg an den oberirdischen Teilen der Reben die Rebengallenlaus festgestellt worden ist, macht das Polizeiamt auf den Wortlaut des§ 44 der Bekanntmachung betreffend die Ausführung des Reichsgesetzes über die Bekämpfung der Reblaus besonders aufmerksam. Der§ 44 lautet:„, Es ist verboten, amerikanische Rebsorten oder deren Hybriden in Anlagen, für die nicht besondere staatliche Erlaubnis hierzu erteilt worden ist, anzupflanzen, zu vermehren oder zu veredeln. Bereits bestehende Anpflanzungen amerikanischer Rebsorten sind wegen ihrer staatlichen Beaufsichtigungen von den Eigentümern innerhalb drei Monaten nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung bei der Ortspolizeibehörde derjenigen Gemarkung anzumelden, in der die Anpflanzung stattgefunden hat". * Geschäftsjubiläum. Die Firma J. B. Häuser, Eisenwarenhandlung in der Neustadt 56-58, fonnte gestern auf ihr 25jähriges Bestehen zurückblicken. * Dienstjubiläum. Gestern feierte der Reichsbahninspektor Hch. Kliffmüller von der Eilgutabfertigung sein 25. Dienstjubiläum. * Kostenloses Visum nach Belgien. Das Reise- Büro der Hamburg- Amerika- Linie, Frankfurt a. M., erteilt anläßlich der Gießener Zeitung * Aus dem Gerichtssaal. Vor dem hiesigen Erweiterten Schöffengericht hatte sich ein Schweinehändler aus Oberhessen zu verantworten, der beschuldigt war, beim Kauf von Schweinen die betreffenden Landwirte in sechs Fällen betrogen und sie auch mit gefälschten Wechseln hineingelegt zu haben. Die Fälschung von vier Wechseln konnte dem Angeklagten einwandfrei nachgewiesen werden. Mit Rücksicht auf die Gemeingefährlichkeit des Angeklagte, der eine ganze Anzahl Leute schwer geschädigt hat und wegen Urkundenfälschung auch schon vorbestraft ist, erkannte das Gericht gegen ihn auf 1% Jahre Gefängnis und beschloß gleichzeitig, die Inhaftierung des Angeklagten aufrecht zu erhalten. Aus Nah und Fern. Hungen, 31. März. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 466 Ferkel zum Verkauf aufgetrieben. Nach lebhaftem Handel verblieb nur geringer Ueberstand. Von einem Keiler angefallen. Langenhain. Ein Waldarbeiter aus Langenhain wurde kürzlich in der Nähe der Kapersburg von einem Keiler angefallen, so daß der Angegriffene schließlich auf einen Baum klettern mußte, bis das wütende Tier sich entfernt hatte. Am nächMorgen wurde der Keiler in der Nähe der Ueberfallstelle ange= troffen und von einem Förster erlegt. Bensheim a. d. B. An der Bergstraße grünt und blüht es jetzt. Die Mandelbäume sind schon am Abblühen. Dr. Mierendorff verurteilt. Darmstadt, 1. 4. In dem Beleidigungsprozeß des nationalsozialistischen Studenten Wolf gegen den Pressereferenten im Innenministerium, Dr. Mierendorff, wurde heute vormittag das Urteil verkündet. Dr. Mierendorff wurde wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 20 Mark verurteilt. Bekanntlich hatte Dr. Mierendorff bei einer nationalsozialistischen Versammlung in Eberstadt erklärt:„ Jetzt seid ihr am A...", womit er sagen wollte, daß die Nationalsozialisten am Ende ihrer Kunst seien. Sängerbefreiungsfeier in Mainz. Darmstadt, 1. 4. Der Hessische Sängerbund beabsichtigt, in Mainz eine Befreiungsfeier zu veranstalten. Zu diesem Zweck wird der Bundesvorstand am 5. April, nachmittags 3 Uhr, in Anwesenheit aller Gauvorsitzenden eine Gesamt- Bundesvorstandssizung abhalten. In dieser Besprechung soll der Termin der Feier sowie der Rahmen der Veranstaltung festgelegt werden. Darmstadt. Nach dem soeben erschienenen Jahresbericht der Kommunalen Landesbant in Darmstadt betrug der Umsatz auf einer Seite des Hauptbuches im Jahre 1929 über 2 Milliarden Rmt. 56 Prozent der im Berichtsjahr neu gewährten lang= fristigen und kurzfristigen Darlehen dienten der Förderung des Wohnungsbaues. Die von der Kommunalen Landesbank und dem Hessischen Sparkassen- und Giroverband gegründete Gemeinschaftsbank hat am 1. Januar 1930 ihren Geschäftsbetrieb unter der Firma Landeskommunalbank, Girozentrale für Hessen, begonnen. der frühere Oberbürgermeister der Stadt Marburg, Geh. Regierungsrat Ludwig Schüler, gestorben. Ein Lasttraftwagen mit einer wertvollen Sendung vermißt. Frankfurt a. M. Vor etwa 2 Wochen wurde der Kraftwagenbesitzer Gerhard Hoffmann aus Hamburg von Hamburg nach Fulda und von dort nach Frankfurt a. M. mit einem Schnelllastwagen gesandt, der neun Fässer Paraffin und neun Kisten Schuhleder im Gesamtwerte von 42 000 Mark enthielt. Der Wagen ist bisher nicht eingetroffen. Gelnhausen. An einem der ersten Sonntage im Mai findet hier ein„ Gelnhäuser Blütensonntag" als Veranstaltung zur Verkehrswerbung statt. Zum Oberbürgermeister der Stadt Fulda gewählt wurde der dortige Magistratsrat Dr. Da nz ebrink, der mit seinem Alter von erst 31 Jahren der jüngste Oberbürgermeister Deutschlands iſt. 34. Mittelrheinisches Kreisturnfest in Hanau. Der Sommer ds. Js. bringt mit dem 34. Mittelrheinischen Kreisturnfest einen turnerischen Höhepunkt, wobei sich wieder die ungeheuere Arbei der DT. in der großen Masse der 200000 Mitglieder des Mittelrheinkreises offenbaren wird. Diesmal ist Hanau die Feststadt. Das Festgelände liegt bei dem Kurort Wilhelmsbad. An den Vorbereitungen arbeiten 12 lokale Hanauer Ausschüsse von insgesamt 400 Bürgern. Die Durchführung ist auf den 31. Juli bis 4. August 1930 festgelegt, nachdem bereits am 26. bis 28. Juli 1930 das Gauturnfest des Gaues Main- Offenbach- Hanau auf gleichem Plate stattfindet. Kassel. Ein 14jähriger Schüler der Oberrealschule ließ sich vom Zug überfahren, als bekannt wurde, daß er nicht versett werden sollte. Schulmusiktagung in Kassel verlegt. Die für Kassel vom 31. Mai bis 4. Juni ds. Js. angekündigte Schulmusikalische Tagung des Zentralinstituts für Erziehung und Unterricht ist auf den Herbst verschoben. Cosima Wagner gestorben. Bayreuth, 1. April. Am Dienstag vormittag 11 Uhr, ist in Bayreuth in der Villa„ Wahnfried" Frau Cosima Wagner im Alter von 93 Jahren gestorben. „ Graf Zeppelin" wieder fahrbereit. Friedrichstafen. Das Luftschiff„ Graf Zeppelin" wird zur Zeit mit Gas gefüllt. Der Luftschiffbau beabsichtigt, am 3. April die erste Werkstättenfahrt auszuführen. Verschmähte Liebe. Kiel. Ein blutiges Liebesdramaspiel sich am Montagabend in Kiel ab. Die 25jährige technische Assistentin vom Hygienischen Institut, Hilde Gutdeutsch, schoß den im gleichen Institut beschäftigten Assistenzarzt Dr. Jochens aus verschmähter Liebe nieder. Rom. In Bergamo beschlagnahmte die Polizei 500 Drosseln und Lerchen, die in Süditalien mit Netzen gefangen wurden. Nach den Jagdgesehen dürfen um diese Zeit die Vögel nur mit Gewehr erlegt werden. Eine ganze Stadt abgebrannt. Durch eine Feuersbrunst ist, wie der„ Lokalanzeiger" aus Mexiko- Stadt berichtet, die im mexikanischen Erdölgebiot fiovon April bis Oktober stattfindenden Weltausstellung in Ant Die Schießübungen der Besaßungstruppen gende Stadt Mendez völlig zerstört worden. Dabei sind nach den werpen kostenlose Sichtvermerke zum Besuch der Weltausste!- lung. * Aus dem Stadttheater. Heute abend ist die erste Wiederholung von Büchners ,, Woyzek" und„ Leare und Lena". Am Freitag wird zum letzten Male„ Der letzter Lord" gegeben. * Goethebund. Am Sonntag, den 6. April, vorm. 11% Uhr, findet im Stadttheater eine Hoffmannsthal- Gedenkfeier statt. Zur Aufführung kommt ,, Der Tor und der Tod". Die Gedenkrede hält der Dramaturg Dr. Carl Ritter. * Konzert. In der Aula findet am kommenden Sonntag, nachmittags 4 Uhr, ein Konzert des Bauerschen Gesangvereins statt. Aus dem Dorf Beuern bei Gießen. ( Zeitbetrachtungen, Heimische Erwerbsarten). ( Eigentumsrecht vorbehalten). Von Wilh. Arnold 5. zu Beuern. 4. Fortsetzung. Im übrigen sei noch folgendes über die Anfänge des Handwerks aus alter Zeit erwähnt. Von geringer Bedeutung war ehemals die Tischlerei. Unsere Alten waren sehr einfach und anspruchslos in Bezug auf die Innenausstattung ihrer Wohnung. Die Fußböden waren ursprünglich ungedielt, und daß infolgedessen besonders da, wo eine große Schar kleiner Kinder sich aufhielt, sich die Flöhe im Uebermaß einnisteten, wird jeder glauben. Um sie los zu werden, hockte man nicht selten die Nachbarskinder in die Stube und, waren sie voll des Ungeziefers, so schickte man sie wieder heim. Statt des Schrankes der Bauer spricht statt Schrank„ Schant" fannte man bloß die Truhe. Tisch, Schemel und Betten waren von schlichtester Herstellung. Als erster nachweislicher Schreinermeister erscheint im Anfang des vorigen Jahrhunderts zu Beuern Joh. Hch. Henz. Einheimische Glaser tauchen erst später auf. Zum Verglasen der Fenster wurden die zuerst runden, später 8ecfigen sogenannten ,, Lohrer Scheiben" auch Buzenscheiben genannt, verwendet. Das Tünchen lag wahrscheinlich meist den Maurern ob und hatte sich wie das Weißbindern noch nicht zu einem besonderen Gewerbe gestaltet. Den ältesten hiesigen Wagner offene bart im Eintrag in den Rechnungen des Gotteskastens ,, 1750 dem Wagner Ott 12 albus vor einen Rath an des Superintenden Chaise zu machen". Nach einem späteren Glied der Familie ( um 1850 lebend) wurde dieselbe„ Waanerbalsersch" genannt. Schwach war das Dreherhandwerk vertreten.( Joh. Phil. Steinmüller, H. Ott). Zur Herstellung der Spinnräder verwandte der Dreher zweierlei Holzarten( Birnbaum- und Zwetschenbaumholz fanden ihre besondere Verwendung). Was die Kleidung unserer Alten betrifft, so galt hier immer der Reim: ,, Selbst gesponnen, selbst gemacht, ist die schönste Bauerntracht". Spinnen und weben war allgemein. Letzteres wurde aber nur für den Eigenbedarf betrieben. Dafür spricht auch das Fehlen des Familiennamens Webec. Einen geschäfts- und handwerksmäßigen Webereibetrieb scheint es nie gegeben zu haben.( Nur kurz, vorübergehend kommt einmal Leineweber vor). Eine Schneiderwerkstätte mit mehreren GeZum Schluß der Frühjahrsfeldbestellung hatte das Reichskommissariat für die besetzten Gebiete bei der Interalliierten Rheinlandkommission die entsprechenden Anträge gestellt. Diese hat nun mitgeteilt, daß die Schießübungen der Besagungstruppen in diesem Jahre auf ein Mindestmaß beschränkt und die Schießzeiten im Einverständnis mit den örtlichen Behörden festgesetzt werden sollen. 750 Jahre Stadt Weylar. Am heutigen Tage begeht Wetzlar die Feier seines 750jährigen Bestehens. Oberbürgermeister i. R. Schüler f. Marburg a. d. L., 31. 3. Heute ist im Alter von 94 Jahren sellen eröffnete zuerst Aug. Rabenau( Enkel des früheren Lehvers R.) um 1870. Eine Schuhmacherwerkstätte war schon einige Jahrzehnte früher durch Christoph Wagner, gewöhnlich genannt ,, der Rotbart", entstanden. Brauereien und Brennereien waren nur für den örtlichen Bedarf eingerichtet. Noch steht das, zu dem buseckischen Hof gehörige ehemalige Brauhaus am oberen Ed der Hintergasse. Eine Brennerei begründete Jost Belloff. Hier sei eine kleine Schilderung einer alten einfachen Schnapsbrennerei beigefügt. Im Wohnhaus stand ein fupferner Kessel, der oben bis auf ein rundes Loch geschlossen war. Durch das Loch warf man die Kartoffeln in den Kessel und kochte sie, mahlte sie dann auf Holzmühlen mit hölzernen Walzen und brachte das Mahlgut in eine Bütte mit Wasser und Malz zusam= men. Das Malz machte man sich selbst. Man ließ Gerste drei Tage in Wasser quellen, ließ sie dann in einem Keller- oder Stubenraum keimen und trocknete sie dann auf einer Darre oder auf dem kupfernen Kessel. Das Malz ward geschroten, in bestimmter Menge mit faltem Wasser angerührt, und in der Bütte den gequetschten Kartoffeln beigegeben. Bei 48 bis 50 Grad( man hatte das im Gefühl, Thermometer gabs noch nicht) blieb die Bütte eine Stunde stehen, dann war der Inhalt verzuckert und wurde unter Rühren in einer anderen Bütte abge= fühlt auf 18 bis 20 Grad. Jetzt kam das Ganze zwei Tage lang in den Gährbottich. Am ersten Tage gährt es stürmisch, am zweiten Tag setzte sich der Satz wieder. Dann gings in dem fupfernen Kessel, der mit Holz oder Braunkohle geheizt wurde, und gleichzeitig als Ofen diente, ans Brennen. Der Alkohol lief durch ein Kühlfaß und wurde aufgefangen. Der Ueberíaaf war das erste Mal trüb. Diesen Trub sammelte man und brachte ihn, nachdem man den Trüber aus dem tupfernen Kessel entfernt hatte, in den letzten wieder zurück und trieb noch einmal über. Wenn eine Probe Ueberlauf nicht mehr am Dellicht Feuer fing, war die Prozedur zu Ende, der Schnaps fertig. Wollte man starken Schnaps haben, so probierte man mit dem Bimbelglas. Ein schmales langes Glas( Reagensglas). Darin schüttelte man die Flüssigkeit und wenns dabei noch viele Perlen gab, so war das ein sicheres Zeichen von dem starken Gehalt. Im Kühlfaß mußte stets das warm gewordene Wasser durch faltes ersetzt werden. Da tamen dann gewöhnlich die Nachbarn, brachten zwei Eimer voll kaltes Wasser, probierten einmal den Schnaps und nahmen sich zwei Eimer voll warmes Wasser mit. Drei Körbe voll Kartoffeln wurden täglich verarbeitet. Der bisherigen Feststellungen mindestens zwölf Personen umgekommen. An den Petroleumsquellen und den Vorräten fanden die Flammen so reiche Nahrung, daß eine Bekämpfung des Feuers unmöglich war. Sturm auf die Fordwerke in Detroit. Gerüchte über die Neueinstellung von mehreren tausend Arbeitern bei den Fordwerken waren am Dienstag in Detriot die Ursache von großen Kundgebungen. 15 000 enttäuschte Arbeitslose wollten die Fabrikgebäude stürmen. Die Eingänge zum Werk wurden von starken Polizeimannschaften besetzt. Die Unruheſtörer wurden schließlich mit Hilfe von Tränengasbomben zerstreut. alte ,, Schorsch" in Steinbach trant den Schnaps für sein Leben gern. Als ihm einmal sein heimgekehrter Sohn einen guten Schnaps faufte, und er diesen Schnaps in einem fort lobte, sagte der Sohn auf einmal treuherzig:„ Ja, Vater, hast Du denn eigentlich Dein Lebtag schon einmal den Schnaps gescholten!" Zu Großen- Bused hatte früher ein Mann den Namen der ,, Freust mich". Wenn der nämlich ins Wirtshaus tam und das geschah täglich, Sommer wie Winter, dann rieb er sich die Hände und sagte, es, freust", das heißt ,, es friert mich", geb mer emol einen Kurzen. Und zu Münzenberg meinte ein Schnäpser regelmäßig: ,, Bei dem Wetter kann man einen getrinken". Zu Berstadt hieß ein Schnäpser der„ Extra", wei! er, so oft er ins Wirtshaus tam, sich mit den Worten einführte ,,, es ist mir heute gar net extra". Jm Schoosehaus( an der Stätte de: 1. roten Schule wurde die älteste bekannte Wirtschaft betrieben( um 1800) Zu den Handwerken, deren Spuren sich am weitesten zurückverfolgen lassen, gehört das der Schmiede. Noch sind die Schlackenhalden in unserer Gemarkung Zeugen von den einst dort befindlichen Waldschmieden, wo das Eisen durch Schmelzen in Erdgruben aus den Erzen geschieden und weiter verarbeitet wurde. Zur Gewinnung der benötigten Holzkohle wurden diese Eisenschmelzstätten auf bewaldete, häufig schwer zugängliche Höhen verlegt und die Erze bisweilen aus beträchtlicher Entfernung herbeigeschafft. Auch hier läßt das Fehlen des Familiennamens Waldschmied, der in mehreren Orten der Umgegend noch fortlebt, darauf schließen, daß dieses Gewerbe nicht von einheimischen Leuten betrieben worden ist. Selbst 1245 tommt noch urkundlich ein auswärtiger Schmied, Eckart, in Beuern vor, er bekennt, daß er in fremdem Untertanenverband stehe. Erst im 18. Jahrhundert tauchen sichere Beuerne Schmiede auf. Reiz( Reinhard), Han, der Ahne der Schmiedhannesse Familie; ferner Tobias Schomber, in dessen Nachkommenschaft noch heute das Schmiedehandwerk fortbesteht. Die Schmiede stellten sich ihre Schmiedefohlen ehedem selbst her. Buchenscheiter wurden im Wald umgemacht, als Pyramiden aufgestellt, dann im Innern derselben ein Feuer angesteckt. Um das schnelle Verslackern des Holzkohlenfeuers zu verhüten, überwarf man es mit ,, Lah men"( Lehm). ( Ueber das in neuester Zeit bedeutsamste Gewerbe, die Steinindustrie zu Beuern, habe ich eine besondere Abhandlung geschrieben. D. Vrf.) Fortsetzung folgt. Alemannia Aa Rheydt Köln- Düffe Mittelrhein Duisburg Kr 2 Oberhausen Bottrop- Ha Krefeld- M Wanne Westfalenbezirk: Mi Bielefeld Stad Bielefeld Stad Hamm: Stadt Stadt Hamm Städteelf Rhei Stadt Münster Romb. Herte- S Teutonia Lipp Städteelf Nort BSV. Dennha VB. Bünde BiL. Osnabrü Und nun die R In Marburg: S in Gießen: Gau in Breidenach: in Wetzlar: We in Frohnhausen: den 1: 0( 1: 0), Ben 1. u. 2.( 1 in Buzbach: Bu in Laubach: La Grünberg 8: 4 Lich: Lich, G BFB. Gießen, 4: 2( 2: 0), in Großen- Bujed gegen VfB. G in Biskirchen: Weilburg, Lö in Burgjelms: lingshausen u in Haiger: Gau in Sinn: Ginn, in Straßebersba bach- Mand in Raffel: Spie 60. 03-56 in Göttingen: Weende 6: 0 in Ofterode: S in Northeim: und Moring Boruffia Ful biniert 6 Jugend Frühjahr Der Juge anstaltung im lichen Teilnehn Bei bestem S Waldsportplatz worden war. liche Zahl der Start flappte. Strede geschid Mitglieder der recht ansprechen Jugendklasse B, ca. 50 Läufern die Jugendflaffe die attive Klass da erschienen sch Dem Sieger Sch schon der Zweite gewejen, denn e W.F.S DE Nr. 26 Geh. Re permißt. aftwagen: burg nad Schnell un Kisten elt. Der Mai fin anstaltung R vählt , der mit germeister heinischen ch wieder er 200000 Diesmal dem Kur 12 Totale Die Durch egt, nach Enfest des tfindet. Le ließ fich ht versezt angekün für Erzie Uhr, ist in Jagner im wird zur gt, am 3. ontagabend Hygieni eichen In verschmäh 500 Dro In wurden. el nur mit eiger" aus zebiat fio d nach den umgetom fanden die Des Feuers en tausend in Detriot äuschte Ar Eingänge besetzt. Die nengasbom sein Leben einen guten lobte, fagle it Du denn gescholten!" Namen der am und das die Hände eb mer emol täpfer regel " Zu Ber oft er ins it mir heute e: 1. roter cieben( un Mittwoch, den 2. April 1930. Ergebnisse „ Gießener Zeitung" Turnen, Sport und Spiel. Jugendopfertag im W. 6. V. Alemannia Aachen Homberger Spogg. 2: 1 Rheydt Krefeld 5: 4 Köln Düsseldorf 2: 1 Mittelrhein Bonn 0: 4 Duisburg Düsseldorf 7: 0 Oberhausen Sterkrade- Osterfeld 3: 6 Bottrop Hamborn 3: 1 Krefeld Wanne Westfalenbezirk: M.- Gladbach- Rheydt 3: 5 Münster 2: 1 Bielefeld Stadt A- Schwarz- Weiß Essen 4: 5( 3: 2) Bielefeld Stadt B Gütersloh 5: 3( 3: 2) Hamm: Stadt Hamm A Bochum Städteelf 1: 5( 0: 1) Stadt Hamm B Soest 2: 2( 0: 2) Städteelf Rheine - Stadt Buer- Erle 2: 3 Stadt Münster Stadt Wanne 3: 2 Komb. Herte- Scherlebed Städteelf Recklingshausen 1: 2 Teutonia Lippstadt Borussia Lippstadt 2: 0 Städteelf Nordhorn Städteelf Gronau 4: 2 BSV. Deynhausen Osnabrüd 08 2: 2 VFB. Bünde Osnabrück 06 1: 5 VIL. Osnabrüc Union Herford 4: 2. Und nun die Rejuitate: In Marburg: Stadtelf Kurhessen Kassel 2: 2( 1: 0), in Gießen: Gauelf Gauelf Marburg 3: 3( 2: 3), in Breidenach: Breidenbach Wiesenbach 2: 3,( 2: 0) in Wetzlar: Wetzlar SV. Herborn und Burg 0: 2( 0: 1), - in Frohnhausen: Frohnhausen Dillenburg und Sechshelden 1: 0( 1: 0), in Butzbach: Buzzbach und Niederweisel Ben 1. u. 2.( 10 Mann) 5: 2( 3: 1), in Laubach: Laubach u. Homberg Grünberg 8: 4( 4: 3), SpVg. 1900 GieEttingshausen und in Lich: Lich, Garbenteich, Steinberg und Steinbach gegen VfB. Gießen, 1900 Gießen und Heuchelheim( 9 Mann) 4: 2( 2: 0), in Großen- Bused: Großen- Buseck, Lollar und Daubringen gegen VfB. Gießen 1. u. 2. 3: 4( 0: 1), in Biskirchen: Biskirchen, Bissenberg und Holzhausen gegen Weilburg, Löhnberg und Niedershausen 2: 1( 2: 0), Steindorf, Bübin Burgjolms: Burgsolms und Cberbiel lingshausen und Hermannstein 3: 3( 2: 0), Gruppe 7 in Haiger: Gauklasse 2 Gruppe 6 ? in Sinn: Sinn, Merkenbach u. Hörbach Aẞlar 6: 2( 2: 0), in Straßebersbach: Rittershausen, Straßebersbach, Weidelbach Manderbach, Offdilln 3: 0, in Kassel: Spielverein Hessen 09 Kassel 1: 2( 0: 1), SC. 03 Hermania Kassel 1: 2( 0: 1), und war nahe daran, noch wenige Meter vor dem Ziel zu stran cheln, doch auch Gräf brachte nicht mehr die Kraft zu einem Endspurt auf. Ludwig folgte mit weiteren 50 Metern Abstand. Dann kam das Gros des Feldes. Schon wenige Minuten später erschienen dann die 10- Kilometer- Leute. In vorzüglicher Verfassung tamen sie an, keine Spur von Ueberanstrengung, in gleichmäßigen Abständen von 70 Meter famen die drei erſten ein. Die gelaufene Zeit von Peters fann als sehr gut angesprochen werden. Kaum hatte der Letzte dieser Klasse Hanns das Ziel überschritten, da erschienen auch schon die ersten Jugendlichen des 5- Kilometer- Laufes. Kurz aufeinander famen sie ein und lieferten sich einige noch im Endspurt recht hartnädige Kämpfe bis ins Ziel. Die Läufer der aktiven Klasse 3 ließen auch nicht lange auf sich warten und in scharfem Spurt erschien Heberling als erster auf der Aschenbahn mit einem Vorsprung von etwa 200 Meter, dann folgten die beiden VfB.er Büttner und Heise turz aufeinander. Der Rest hatte auf der Strede zu sehr gebummelt und den Anschluß nicht mehr herstellen können, wodurch der erwartete größere Endkampf sehr ruhig verlief. Die gezeigten Leistungen in allen Läufen waren recht zufriedenstellend und lassen erkennen, daß die Gauvereine auch für die Langstrecken ganz würdige Vertreter stellen können. Die reibungslose Durchführung ist das beste Zeichen für die gute Organisation und hier ist besonders zu erwähnen, daß die Strekfen sehr gut markiert und mit Streckenkontrolle besetzt waren. Die Ergebnisse: Attive, 10 Km.: Einzellauf: 1. Peters, SpVg. 1900, 38,5 Min; 2. Paul, SpVg. 1900; 3. Koch, SpVg. 1900; 4. Müller, VfB. 08 Gießen; 5. Lüttjohann, SpVg. 1900 Gießen; 6. Henns, VfB. Gießen. Mannschaftslauf: 1. SpVg. 1900 Gießen. Attive, Kl. 3, 5 Km.: Einzellauf: 1. Heberling, SpV. Wetzlar, 19 Min.; 2. Büttner, VFB. 08 Gießen; 3. Seise, VfB. 08 Gießen; 4. Knigge, SpVg. 1900 Gießen; 5. Peters 2., Sp.Vg. 1900 Gießen. Mannschaftslauf: 1. VfB. 08 Gießen; 2. SpVg. 1900 Gießen; 3. VfB. 08 Gießen, 2. Mannschaft. Jugend, Klasse A, 5 Km.: Einzellauf: 1. Bärwinkel, VfL. Wetzlar, 2. Poutani, FV. Weilburg; 3. Abbée, VfL. Weylar; 4. Moog, SpVg. 1900 Gießen; 5. Wörenkämper, SpVg. 1900 Gießen; 6. Balser, SpVg. 1900 Gießen. Mannschaftslauf: 1. SpVg. 1900 Gießen; 2. VfB. Weylar; 3. VfR. Lich; 4. VfB. Ağlar. Jugend, Klasse B, 3 Km.: Einzellauf: 1. W. Schäfer, VfB. 08 Gießen; 2. W. Gräf, SpVg. 1900 Gießen; Ludwig, VfL. Weylar; 4. K. Simon, VfB. 08 Gießen; 5. W. Paulus. VfB. 08 Gießen. Mannschaftslauf: 1. VfB. 08 Gießen; 2. VfL. Wetzlar; 3. SpVg. 1900 Gießen; 4. SpV. Garbenteich; 5. VfR. Butzbach; 6. VfR. Lich. * Gau Gießen- Weglar Gau Marburg 3: 3( 2: 3). Anschließend fand das mit Spannung erwartete Tref= fen einer Repräsentativmannschaft des Gaues Marburg gegen eine gleiche des Gaues Gießen- Wezlar statt. Inzwischen hatten sich etwa 1200 Zuschauer eingefunden. Mit wenigen Minuten Verspätung stellten sich dem Unparteiischen Busch Niederweisel die Mannschaften wie folgt: Marburg: Stadtelf Northeim 3: 3, Kreiensen in Northeim: Susp. und VfB. Northeim und Moringen 0: 1. Borussia Fulda in Göttingen: SC. 05 SpVg. Göttingen, Grone und Weende 6: 0( 3: 0), in Osterode: Stadtelf Osterode biniert 6: 0 1 - Germania Fulda- Hessen- Hersfeld komJugendheim Opfertag in Gießen. Frühjahrswaldlauf des Gaues Gießen- Weglar. Der Jugendopfertag wurde mit der ersten Athletik- Veranstaltung im Gau eröffnet und war von einer recht stattlichen Teilnehmerzahl von den Vereinen d. Lahngebietes beschickt. Bei bestem Sportwetter sammelten sich diese auf dem schönen Waldsportplatz des VfB., dem die Durchführung übertragen worden war. Schon gegen 2 Uhr wanderte eine recht ansehnliche Zahl der Athletikfreunde hinaus, um zu sehen, wie der erste Start klappte. Pünktlich um 2,30 Uhr wurden die ersten auf die Strede geschickt. Die Aktiven über 10 Kilometer- nur aus Mitglieder der Spvgg. 1900 und des VfB. gingen in einem recht ansprechenden Tempo los. Als zweite Gruppe verließ die Jugendklasse B, über 3 Kilometer, die ein sehr starkes Feld von ca. 50 Läufern aufwies, den Waldsportplay. Kurz darauf folgte die Jugendklasse A, über 5 Kilometer und als letzte Läuferschar die aktive Klasse 3 über 5 Kilometer. Es dauerte nicht lange, da erschienen schon die ersten Laufer wieder von der Jugend B. Dem Sieger Schäfer folgte in einem Abstand von ca. 15 Meter schon der Zweite, Gräf, und es wäre um ein Haar geschehen gewesen, denn Schäfer konnte sich am Ziel kaum noch halten ( Kurh.) Muth( Ockersh.) Schmidt( Germ. Hildebrandt( Odersh.) Werner( Germ.) Berndt( Kurh.) Naumann 2( Odersh.) Schmit Peil Gobrecht H. Werner Seip ( Germ.)( Kurh.)( Kurh.)( Ockersh.) ( VfB.)( 1900)( VfB.)( Heuchelh.)( 1900) Eisfelder Haupt Arnold Zeiler Katz( 1900) Henrichs( VB.) Glitsch( 1900) Bingel( VfB.) Hohmann( 1900) Voeckler( VfB.) Gießen: Heilmann Vom Anstoß an zeigte die heimische Mannschaft zunächst das bessere Zusammenspiel und konnte in der 3. Minute schon durch Heilmann in Führung gehen. Ein Marburger Verteidiger will mit Wucht den Ball ins Feld treten, statt eines Weitschusses wird es eine Kerze. Heilmann köpft dieselbe sauber ein. Marburg dreht nun auf, fommt aber nicht geschlossen nach vorne. Einzeldurchbrüche stoppt Bingel, der sehr zuverlässig arbeitet. Hohmann u. Voeckler sind nervös und nicht in Form. Durch falsche Stellung der einheimische Verteidiger kann sich in der 8. Minute Werner( M.-St.) von den Gästen allein durchspielen. Boeckler versäumt in diesem Moment, wo alles auf eine Karte zu sehen war, hinauszulaufen, und zappelt im Torkasten hin und her. Werner kann aus 6 Meter Entfernung mühelos einsenden. 1: 1. Die Feldüberlegenheit der Gießener dauert an, Marburgs Hintermannschaft hat stets zu tun. Das Spiel wird hauptsäch lich auf dem linken Flügel der Gießener ausgetragen. dabei gelingt es Eisfelder, einen Ball scharf vors Marburger Tor zu flanten, Heilmann steht frei und köpft wiederum ein. 2: 1 für Gießen. Nr. 26 Die Herrlichkeit währte nicht lange. 2 Minuten nur. Der Marburger Sturm tommt einmal geschlossen nach vorne und fann den Angriff nach einigem Hin und Her durch seinen Mittelstürmer erfolgreich abschließen. Hohmann und Voeckler sind nicht ganz schuldlos. 2: 2. 18 Minuten wird erst gespielt. Man tippt auf ein torreiches Treffen. In der 23. Minute bekommt Gießen seine erste Ecke zugesprochen, die aber nichts einbringt. Kazz, verletzt, verläßt für knapp 10 Minuten das Spielfeld. Bingel rüdt ein wenig auf. Hohmann bremst einen gegnerischen Angriff, gibt den Ball nach hinten zum Tormann, der Ball ist schwach getreten, Voedler zaudert wieder und als er endlich hinausläuft, um den Ball an sich zu nehmen, ist es zu spät, der nachsetzende Marburger Sturm ist eher da und sendet mühelos ein. 2: 3. Die Gießener, nur mit 10 Mann im Feld, werden ein wenig topficheu. Marburg legt in dieser Zeit noch zwei Eden ohne Erfolg vor. Nachdem Katz wieder eingetreten war, spielt sich der Kampf wieder mehr in des Gegners Hälfte ab. Gutes Feldspiel des Gießener Sturmes findet keinen richtigen Abschluß. Haupt verschenkt um diese Zeit eine ganz sichere Chance. Arnold gibt nicht ab und will mit Gewalt ohne die anderen spielen. Der erwünschte Ausgleich ist bis zur Halbzeit nicht zu erzielen. Eine Ecke für jede Partei ist die ganze Ausbeute. In der Pause nimmt Gau- Athletiksachbearbeiter A. Hofmann die Preisverkündung und die Diplomverteilung für den Waldlauf vor. Die Ergebnisse siehe oben zu Eingang des Berichtes. Die zweite Halbzeit ist zu Anfang offen. Der Unparteiische verhängt nach 5 Minuten Feldspiel Elfmeter gegen Marburg wegen unfairem Spiel.( Haupt war gelegt worden). Unverständlicherweise nimmt Zeiler den Ball, legt ihn sich zurecht und gedenkt, den Ball zu treten. Bevor jemand recht begriffen hat, ist das Unglück schon geschehen. Mitten übers Tor, einen Meter über die Latte, geht der Ball ins Aus. Wieder eine Chance futsch. Der Elfmeter wäre besser von Spezialisten wie Bingel und Heilmann, die ruhig Blut und sicheren Schuß haben, getreten worden. 1 Minute später gleicht Zeiler diesen Fehler in etwas wieder aus. Ein schnell nach vorne gebrachter Ball wird von ihm sauber geflankt. Arnold steht richtig, nimmt den Ball aus der Luft und sendet unhaltbar ein. Das schönste Tor des Tages! 3: 3. Der Eifer läßt etwas nach. Einzelne Spieler haben sich auch schon ausgegeben. Es gibt auf beiden Seiten Momente, die ausgenutzt werden konnten. Die besser gewordene Gießener Hintermannschaft mit Unterstützung von Glitsch vereitelt aber alle gegnerischen Versuche. Auf der anderen Seite geht die ganze Läuferreihe nach hinten und hilft verteidigen. Mit dem torreichen Treffen ist es aus. Marburg sammelt Eden( 10., 13., 25. und 34. Minute), Gießen sezt nur eine dagegen( in der 11. Minute). Kurz vor Schluß geben es dann beide Mannschaften auf, noch hitzig um den Sieg zu streiten, das Spiel wird sehr ruhig. Der Ball wandert bis der hin und her, ohne daß System in der Sache liegt Unparteiische abpfeift. Kritit. - Die Marburger: Tormann gut; die Verteidigung war sehr gut im Zerstören, der Abschlag konnte präziser sein. Die Läuferreihe zeigte wenig Spielaufbau, im 3erstören war sie gut. Berndt war besser wie die Außenläufer. Im Sturm waren die drei Jnnenstürmer die besseren. Alles in allem fehlte das Zusammenspiel, die Mannschaft war etwas energischer wie die Gießener. Die Gießener: Mit Ausnahmen durchweg gute Einzelleistungen. Voedler im Tor erst in der zweiten Halbzeit gut. Die Verteidigung hatte in Bingel den besten Mann auf dem Plaze stehen. Hohmann fiel daneben, bis kurz vor Schluß ganz ab. Die Läuferreihe hatte in Glitsch, der mit Bingel zusammen zu nennen ist, ihren besten Mann, im Aufbau und Abwehr war er gleich gut, Henrichs, glänzender Zerstörer, ließ zum Schlusse etwas nach; Kah war, trotzdem er gehandicapt, der bekannte Balltechniker und Aufbauspieler. Der Sturm stand verkehrt und wurde nicht richtig bedient. Zeiler auf Rechtsaußen mußte mehr beschäftigt werden; Arnold auf Halbrechts, ein Könner ohne Zweifel, spielte zu eigennütig; Haupt, tadelloser Feldspieler, fonnte leider nicht schießen; Heilmann schaffte eifrig, allerdings nicht immer mit dem gewohnten Erfolg; Eisfelder fiel gegen Schluß ab, nicht was Schnelligkeit, wohl aber was Technik anbelangt. Trotzdem hätte den Leistungen nach die Gießener Elf gewinnen müssen! m weiteft Coch sind on den ein ch Schmelze r verarbeite wurden dieje zugänglich htlicher Ent len des Fo n der Umge ewerbe night Gelbst 124 fart, in Bev Derband steh Schmiede au effe Familie aft noch heut estellten fid beiter wurde dann im J le Verfladen es mit ,, Lab Gewerbe, di Abhandlung Der Wert einer Marke kann nur durch wirkliche Leistungen und Erfolge bestimmt werden. Vier Jahrzehnte lang hat MERCEDES- BENZ durch Teilnahme an internationalen Wettbewerben der Öffentlichkeit Gelegenheit gegeben, sich von der überragenden Qualität seiner Wagen zu überzeugen. Auch unser Mercedes- Benz„ Typ Stuttgart" Sechszylinder hat diesen öffentlichen Beweis seines hohen Wertes immer wieder unter den schwersten Bedingungen erbracht. Mehr als 15000 Besitzer bestätigen Ihnen heute die einzigartige Beliebtheit dieses Typs. 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Es heißt den Zweck der Sache völlig verkennen, wenn zu den Propagandaspielen für unsere Jugendbewegung eine Mannschaft mit nur 10 Spielern abfahren muß, und wenn die Mannschaft durch Verletzung noch einen Spieler verliert, darf im Interesse der Propagandawirkung recht wohl dem darum bittenden Gast aus eigenen Reihen Ersaz angeboten werden. Sachen, die anläßlich dieses Spieles passiert sind. Unter Leitung von Schiri Dittmar leisteten sich beide Mannschaften einen fairen, schnellen und interessanten Kampf. Die Gäste ersetzten ihren fehlenden Spieler durch bessere Technik. Nach 15 Minuten Spielzeit legte der Plazverein durch seinen LA. das erste Tor vor. Der Ball war nicht zu halten. In Abständen von 10 Minuten erhöhten die Buzbacher auf 2: 0 ( M.St.) und 3: 0( SR.). Erst dann konnte Gießen furz vor Halbzeit durch Elfmeter ein Tor aufholen. Schon vorher nach ca. 20 Minuten Spielzeit war Best- 1900 im Sturm verlegt worden, zunächst fiel er ganz aus. Da die drei restlichen Stürmer nichts bestellen konnten, stellte man Best ins Tor und nahm Sad nach vorne. Nach der Pause stellt 1900 die Partie zunächst auf 3: 2, dadurch daß der RA. eine Flanke von Sad verwandelt. Weiteren Bemühungen der Gäste, die lange Zeit drängen, bleibt der Erfolg versagt. Durch schöne Einzelgänge fön= nen die Einheimischen das Ergebnis eine Viertelstunde vor Schluß furz hintereinander auf 4: 2 und 5: 2 erhöhen. Der GieBener Sturm war dann ausgepumpt und konnte an dem Resultat nichts mehr ändern. Lobend zu erwähnen sind von den Gästen Langsdorf und Henrich, Enders fiel ganz aus. Bei dem Einheimischen war der Mittelläufer, die Halbstürmer und der Tormann gut. Schiri Dittmar leitete einwandfrei. Jugendopfertag in Großen Buseck. Auswahlmannschaft VfB. Gießen 1. u. 2. 3: 4. - Zum Jugendopfertag wurde ein Spiel zwischen einer Mannschaft von Lollar, Daubringen und Großen- Bused gegen eine Die Gießener Kombination des VfB. Gießen ausgetragen. Mannschaft gewann dieses Treffen verdient Aber auch mit der Aufstellung der Auswahlmannschaft der A- Klasse konnte man sehr zufrieden sein. Etwas unter Form spielte der sonst gute Rechtsaußen von Daubringen. Sehr gut war die Verteidigung. Auch die Läuferreihe arbeitete sehr gut. Der Sturm hatte gegen die gute Gießener Verteidigung einen schweren Stand, war aber dennoch gut. Der Tormann konnte trot seiner 4 Tore sehr gut gefallen. Die Gießener Mannschaft lieferte ein präch= tiges Spiel, und war der Kampf während dem größten Teil der Spielzeit ausgeglichen. Durch einen Elfmeter fonnten die GieBener sich den knappen Sieg erringen. Man konnte auch die Wahrnehmung machen, daß in der Auswahlmannschaft Spieler waren, die einem Ligaspieler in nichts nachstehen. Der Schiedsrichter leitete gut. Jugendopfertag in Laubach. Laubach- Homberg Ettingshausen- Grünberg 8: 4( 4: 2). Die Plakmanschaft hat Anstoß. Der Gegner findet sich nicht recht zusammen, wodurch L.-H. Teicht überlegen ist. Als das Zusammenspiel besser klappt, kommen die Gäite durch den r. L. Repp- G. zum Führungstor. Aber die Playmannschaft hat doch den besseren Sturm und zieht gleich, führt dann bald mit 3: 1. Um diese Zeit verschenkt E.-G. einen Handelfmeter. Der HR. E.-G. macht den Schaden wieder gut und stellt das Ergebnis auf 3: 2. 2.-H. revanchiert sich kurz darauf. 4: 2. Halbzeit. Nach kurzer Schwächeperiode auf beiden Seiten drängt E.-G. start und holt durch seinen Mittelstürmer und linken Läufer auf 4: 4 auf. Das Spiel wird zusehends spannender. L.- H.s bes= serer Sturm setzt sich langsam wieder durch und erhöht bis zum Schluß auf 8: 4. Die Gäste sind zum Schluß ein wenig deprimiert. Es flappt nichts mehr. Schiri: in Vertretung des den angesetzten Schiri Grüne wald vertretenden Schiri Beck, Herr Kreuder- Grünberg. Zuschauer: 400. Sugendopfertag in Lich. Stadt- Mannschaft C Gießen Gau- Mannschaft, Gruppe 2, 2: 4( 0: 2). Etwa 500 Zuschauer hatten sich eingefunden, welche einen schönen und fairen Kampf zu sehen bekamen. Während die Gaumannschaft in der vorgesehenen Aufstellung antrat, mußte die nur mit 9 Mann erschienene Stadtmannschaft 2 Licher SpieBis 800 Mark Monals- Verdienst Z ,, Gießener Zettang ler einstellen, wovon sich jedoch nur der Halblinke bewährte und gute Leistungen zeigte, während der Linksaußen die schönsten Sachen versiebte und mit in erster Linie zu der Niederlage beitrug. Technisch war die Stadtmannschaft bedeutend besser und konnte auch das Spiel teilweise überlegen gestalten, jedoch scheiterten die sichersten Sachen an der vorzüglichen Abwehr des guten Licher Tormanns. Die Gaumannschaft hatte sich auf schnelle Vorstöße eingestellt und dadurch errang sie auch den Sieg. In der Verteidigung überragte Wahl 6. Der Steinbacher Mittelläufer war in der letzten Halbzeit nicht mehr auf dem Posten. Im Sturm waren die Steinberger die treibende Kraft. Die Stadtmannschaft war bis auf den Linksaußen gut besetzt. Schiri Spurt Buzzbach leitete in vorbildlicher Weise. Nach dem Spiel verlebte man noch einige recht frohe Stunden zu= sammen im Licher Vereinslokal. Eintracht Frankfurt süddeutscher Fußballmeister. Mit dem letzten Märzsonntag ist die süddeutsche Fußballmeisterschaft dieser Saison an Eintracht Frankfurt gefallen, fonnten doch die Frankfurter in ihrem 12. Meisterschaftspiel einen Punktevorsprung erreichen, den ihnen niemand mehr streitig zu machen vermag. Der zweite Plaz scheint mit ziemlicher Sicherheit an die SpVgg. Fürth zu fallen, welche diesmal den Tabellenzweiten, den FC. Pirmasens, mit 10: 0 geschlagen nach Hause schickte. Daß die Münchener Bayern in Freiburg siegen würden, hatte man nicht erwartet, da sie mit 5 Erfagleuten ge= fahren waren. Trotzdem wird es für die Erringung des zweiten Tabellenplates für sie nicht mehr ganz reichen. Eintracht Frankfurt SV. Mannheim Waldhof 2: 0( 1: 0). 10 000 Zuschauer. Die beiden Tore für die Frankfurter erziel ten Ehmer und Dietrich. SpVgg. Fürth- FC. Pirmasens 10: 0 ( 4: 0). Fürth spielte stets überlegen und erzielte bis zur Pause durch Frank II und durch Leinberger und Rupprecht die beiden anderen Treffer. Nach dem Wechsel waren es Faust, der mit ofer Erfolge, Rupprecht und Kießling mit je einem Erfolg die weiteren sechs Tore buchten. Pirmasens konnte cinen Elfmeter nicht verwandeln. FC. Freiburg- Bayern München 1: 5( 0: 4). VfB. Stuttgart Wormatia Worms 5: 1( 1: 0). Die beiderseitigen Leistungen waren nicht die besten. Stuttgart lag besonders in der zweiten Hälfte mehr im Angriff, sodaß sie den verdienten Sieg zu Hause behielten. Aus Aerger über seine Mieter zum Brandstifter geworden. Aus Verzeiflung darüber, daß er mit seinen Mietern nicht mehr auskommen konnte, steckte in Landsberg( Warthe) ein Hausbesitzer, seinem Berufe nach Zugführer, sein Haus mit Benzol an, das er auf dem Boden ausschüttete und anzündete. Als er durch die Dachluke entweichen wollte, stürzte er durch den morschen Boden in die Küche der unteren Wohnung und zwar mitten auf den Kochherd. Es gelang ihm jedoch, trotzdem er bemerkt worden war, in der Dunkelheit zu entkommen. An den vorhandenen Spuren ermittelte man jedoch den Täter, der auch ein volles Geständnis ablegte. Unmittelbar neben dem Grundstück befindet sich ein Lagerhaus mit mehreren hundert Zentnern Heu. 32 Personen, die in dem Hause des Brandstifters wohnen, befanden sich durch dessen leichtsinnige Handlung in größter Lebensgefahr. Glücklicherweise wurde das Feuer gleich nach Ausbruch entdeckt, ehe es größeren Umfang annehmen konnte. Der Höllenweg der Deportierten. Paris, 1. 4. Ein großer Skandal über die Gefangenentransporte nach der französischen Straffolonie Guayana scheint auszubrechen. Nachdem in den letzten Tagen die Blätter bereits den Tod einer„ Berühmtheit", des Pariser Juweliers Mestorino, gemeldet hatte, berichtete jetzt ein Korrespondent des ,, Matin", daß 200 Sträflinge von dem 673 Gefangene zählenden Transport, der Anfang November letzten Jahres auf dem Transportschiff ,, La Martinière" die Reise nach Guayana angetreten hatte, unterwegs gestorben seien. Neue Bücher. Nr. 26 Was die Amerikaner über ihren Geheimkrieg gegen uns sagen. Uns allen macht gerade der letzte Teil des Krieges und sein unglücklicher Ausgang schmerzliches Kopfzerbrechen, aber darüber sind wir uns wohl alle klar, daß Sphing Amerika dahinter zu suchen ist. Wir empfehlen Ihnen daher, das neue Buch zu lesen: ,, Dunkle Wege Amerikas im Weltkrieg". Enthüllungen. Spionagegeschichten von Thomas J. Johnson. Autorisierte deutsche Ausgabe, Verlag Died& Co., Stuttgart. Preis in Ganzieinen M 6,50, geh. M 4,50. Die Enthüllungen beschränken sich nicht nur auf das Militärische, sondern greifen in alle Gebiete des Volfslebens, der Wirtschaft und Politik hinein. Auch über die Arbeit des Geheimdienstes der Engländer, Franzosen und der Zentralmächte sowie das lichtscheue Treiben der verschiedenen Kriegsmächte in den neutralen Randstaaten wird außerordentlich Interessantes ausgeplaudert. * Kinder aus dem Heiligen Geist. Von Carl Marquard Sauer. Jenes schöne historische Gebäude, der ,, Heilige Geist", mitten in Alt- Mainz gelegen, das schon so manches Schicksal hinter sich hat, steht im Mittelpunkt einer spannenden Erzählung, die 1864 zum ersten Mal erschienen ist und 1871 eine zweite Auflage erlebt hat und werden die Bewohner des„ Heiligen Geist" und das Leben und Treiben in ihm, wie es sich vor hundert Jahren ab= gespielt hat, geschildert. Verlag der Gutenberg- Druckerei Mainz. In allen Buchhandlungen zum Preise von M 3,- zu haben. Beim Hahnepeter un annere scheene Sachen in Pfälzer Mundart. Das letzte Buch des pfälzischen Heimatdichters Richard Müller ist in dem Verlage Schellerdruck Neustadt a. d. H. erschienen und durch die Gutenberg- Druderei Mainz zu beziehen. Jedem Pfälzer wird es eine willkommene Gabe sein, denn die ganze Eigenart des lustigen Völkchens kommen hier auf das Beste zum Ausdruck Preis M 2,50. Gedanken zur Zeit. Sieben Rundfunk- Vorträge über neue Fragen der Seelen- Erkenntnis, Südwestdeutscher Funkverlag Frankfurt a. M. Preis 2, M. Der Südwestdeutsche Funkverlag hat diese Vorträge in einem Sammelband ,,, Gedanken zur Zeit", herausgebracht. „ Gonsenheim". Ein Heimatbuch von K. G. Walter Best. Mit diesem Buch macht Best den Versuch, Landschaft und Leute von Gonsenheim in Versen und Erzählungen darzustellen und es ist ein Heimatbuch von seltenen Reizen entstanden. Verlag der Gutenberg- Druckerei Mainz. In allen Buchhandlungen zum Preise von M 1,25 zu haben. „ Schwarzwald vom Neckarland aus gesehen". In dieser Art ist der Schwarzwald noch nicht dargestellt worden, wie auf der uns vorliegenden neuen Reliefkarte, die nach einer hervorragenden Künstlerarbeit den Schwarzwald von Osten her zeigt Sie ist zu 1, M erhältlich vom Verkehrsverband Württemberg= Hohenzollern in Stuttgart- Hauptbahnhof. Das schöne Schwabenland. Es ist ein Gebilde eigener Art, gleichsam eine Musterkarte aller Länder und sieht aus, als hätte der Schöpfer, bevor er die Erde entwarf, ein Modell' davon im kleinen hergestellt, worauf er jede Form andeutete, die er hernach im großen ausführen wollte: Berge, Flußläufe, Ebenen, Waldflächen; alles ist vorhanden, aber in kleinerem Maßstab und in stetem Wechsel. Die Relieffarte ist erhältlich gegen den niedrigen Preis von 50& vom Verkehrsverband Württemberg- Hohenzollern in Stuttgart- Hauptbahnhof. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Peter's Union Motorrad- u. 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