Nr. 77. u 7, に 0: Qualität 6.Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder RüdJendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. - Rolitische Rundschau. Bei der Abstimmung über den Entschließungsentwurf zur Abrüftungsfrage in der Völkerbundsversammlung wird sich die deutsche Abordnung der Stimme enthalten. Reichspräsident von Hindenburg empfing am Freitagmittag den sowjetrussischen Botschafter Krestinski, der sein Abberujungsschreiben überreichte. Generalfeldmarschall Prinz Leopold von Bayern ist 84jährig an einer Lungenentzündung verstorben. Leopold, der Sohn des Prinzregenten Luitpold und Schwiegersohn Kaiser Franz ritation. Josephs, verbrachte sein Leben im Heeresdienst. ach 158. ( Gießener Tageblatt) Hearst richtete in einer Rundfunkrede erneut scharfe AnARBEIT griffe gegen Frankreich. Er bedauerte, daß die Washingtoner tl.Hansa. Regierung kein Rüdgrad gezeigt und die Gültigkeit des ameri: g, Halle a. Stanischen Passes nicht verteidigt habe. Der türkische Ministerpräsident Ismet Pascha überreichte bitur echtern dem Präsidenten der Republik das Rüdtrittsgesuch des menau, Thür. Kabinetts, das vom Präsidenten angenommen wurde. niff? Sie an hler n 3( F.82) d n, Präsident Ayora von Ecuador überreichte dem Kongreß sein Rücktrittsgesuch, das er selbst als unwiderruflich bezeichnete. Die Unsicherheiten am mittleren Yangtse nimmt täglich zu. Dauernd werden ausländische Flußdampfer von Banditen über. fallen. Fast die gesamte Fremdenkolonie, ausgenommen einige Missionare und Zollbeamte, hat Tschang- Tscha verlassen und sich nach Hantau begeben. Am Sonntag wurden in Schanghai die durch Gerichts= urteil in Wutschang wegen Zugehörigkeit zur Kommunistischen Partei zum Tode verurteilten 44 Personen erschossen. Zwischen den Regierungen von Norwegen, Schweden, Dänemerk und Holland sind Verhandlungen über den Abschluß eines dreijährigen Zollwaffenstillstandes eingeleitet worden. Nach dem ,, Petit Parisien" beläuft sich die Bilanz der Verlufte an Menschenleben unter den Fischern, die an den Küsten Frankreichs vom Sturm überrascht wurden, bis jetzt auf 46 Tote. Die ums Leben gekommenen Fischer hinterlassen 39 Witwen und SC Waisen. Beim Brand einer Zigarettenfabrik in Tsingtau tamen 40 Arbeiterinnen in den Flammen um. Mit dem 30. September wird der Lufverkehr auf der Alpenstrede München Mailand und auf der Expreßstrecke Berlin Wien planmäßig eingestellt. - Lord Birkenhead ist am Dienstag vormittag gestorben. Durch seinen Tod hat England einen seiner besten Staatsmänner verloren. Senfung der Ausgaben um rund 1 Milliarde Reichsmart. Die Reichsregierung veröffentlicht jetzt die angekündigte umfassende Vorlage zur Sanierung der Reichsfinanzen und zur Gesundung der deutschen Wirtschaft. In der Einleitung weist die Vorlage auf die gegenwärtigen wirtschaftlichen Schwierigleiten und ihre Ursachen hin Zunächst gilt es, so heißt es dann, einen geordneten und ausgeglichenen Etat für das fommende Jahr aufzustellen, damit das erschütterte Vertrauen in unsere Finanzwirtschaft wieder hergestellt und damit unserer Wirtschaft neuer Wille, sich zu betätigen und Arbeit zu schaffen, gegeben wird. Die Unterstützung der Arbeitslosen ist ein Notbehelf, sie behandelt nur die Folgen und beseitigt nicht die Ursachen. Eine umfassende Vereinfachung, vor allem des Steuerwesens, ist eine Notwendigkeit. Nicht höhere Steuern, fondern allein Sparmaßnahmen, Entlastung, die Wiederhertellung des Vertrauens sind die Grundideen, die uns führen müssen. Darauf sind unsere Vorschläge aufgebaut. Jm Abschnitt 1 werden sodann die Vereinfachungsvor: schläge für den Reichshaushalt im einzelnen dargelegt. Für 1930 muß mit einem Fehlbetrage von 750 bis 900 Millionen gerechnet werden, 300 davon für die kommenden Anforderungen der Arbeitslosenfürsorge, etwa 450 bis 600 Millionen Rückgang der Einnahmen. Die Abdeckung soll in den nächsten drei Jahten aus einem besonderen Fonds erfolgen, dessen Bildung durch Gesetz sichergestellt wird und der die Beschaffung eines Uebertrüdungskredits, seine Verzinsung und Rückzahlung gewährleistet. Durch die Gesamtheit der zu treffenden Maßnahmen wird die Ausgabenseite 1931 gegenüber 1930 um rund 1 Milharde gesenkt. Die Auflösung des Ministeriums für die besetzten Gebiete. Nach der Auflösung des Ministeriums für die besetzten Gebiete am 30. September ist Reichsminister Treviranus Minister ohne Geschäftsbereich geworden. Amtlich wird dazu mitgeteilt: ,, Der Reichspräsident hat auf Vorschlag des Reichskanz lers den Reichsminister Treviranus von seinem Amte als Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 1. Oktober 1930 Reichsminister für die besetzten Gebiete entbunden und ihn zum Reichsminister ohne Geschäftsbereich ernannt. Reichsminister Treviranus wird in dieser Eigenschaft die Oststelle bei der Reichskanzlei weiterführen. * Der Reichskommissar für die besetzten Gebiete, Freiherr Langwerth von Simmern, tritt infolge Ueberschreitung der Altersgrenze in den Ruhestand. Zum Ausscheiden des Reichskommissars für die besetzten Gebiete Dr. Freiherr Langwerth von Simmern aus seiner bisherigen Amtstätigkeit infolge der Räumung hat der Staatspräsident im Namen der hessischen Regierung dem Ausgeschiedenen den wärmsten Dank für seine aufopfernde und mühevolle Arbeit ausgesprochen. Wer wird Oberbürgermeister von Berlin? Berlin. Als Kandidaten in der engeren Wahl werden der Oberbürgermeister Dr. Heimereich von Mannheim, der früher in Nürnberg und Kiel tätig war und auch der Sozialdemokratischen Partei angehört, sowie Bürgermeister Scholz- Berlin und auch Koch- Weser genannt. Der neue Braunschweigische Landtag. Braunschweig, 30. 9. Der neugewählte Braunschweigische Landtag trat heute zu seiner ersten Sizung zusammen. Bei der Wahl des ersten Präsidenten wurde der nationalsozialistische Abgeordnete 3örner mit 20 Stimmen gewählt. Neue Privatdiskonterhöhung. Am Montag wurde auf Grund der anhaltenden Nachfrage der Privatdiskontsatz neuerlich um 1/8 v. H. für beide Sichten erhöht. Die Notiz lautet jetzt auf 3 7/8 v. H. Mainz. Der dritte Vertrag zwischen Mainz und dem Reich über den Erwerb von Reichsgelände ist abgeschlossen. Durch diesen Vertrag gelangt die Stadt Mainz in den Besitz des ge= samten Festungsgürtels, der sich um Mainz lagert. Der Flächeninhalt des neuen Geländes beträgt rund 1,900 Quadratkilometer. Bericht über die wirtschaftl. Lage des deutschen Handwerks im Monat August 1930. Vom Reichsverband des deutschen Handwerks wird uns geschrieben: Ein Rückblick auf die Wirtschaftslage des Handwerks im Monat August zeigt, daß gegenüber dem Vormonat ein weiterer Rückgang in der Geschäftslage eingetreten ist. Selbst die Handwerkszweige, die für den täglichen Bedarf arbeiten, haben unter der geschwächten Kaufkraft des Publikums, namentlich unter den Auswirkungen der ungewöhnlich hohen Arbeitslosigkeit zu leiden. Auch in den Handwerksberufen, denen durch die Erntezeit für gewöhnlich vermehrte Aufträge erteilt werden, war die Beschäftigung durchaus ungenügend. Es wird allgemein betont, daß die Landwirtschaft sich infolge der zum Teil nicht günstigen Ernten große Zurückhaltung in der Auftragserteilung auferlegt. Besonders kennzeichnend und für die Wirtschaftslage des Handwerks ausschlaggebend war während des Berichtsmonats die nahezu völlige Stille auf dem Baumarkt. Sowohl die schlechte Witterung der letzten Wochen, als vor allem auch die Wirtschaftskrise trugen dazu bei, daß Aufträge so gut wie gar nicht mehr eingingen. Selbst für die Baunebengewerbe lagen, da die im Frühjahr begonnenen Arbeiten fertig sind und auch Reparaturarbeiten wenig verlangt werden, nur wenig Aufträge vor. Man erhofft eine nachhaltigere Besserung von dem Arbeits- und Wohnungsbeschaffungsprogramm der Reichsregierung. Wie weit sich diese Aktion jedoch bereits in der nächsten Zeit auswirken wird, bleibt jedoch abzuwarten. Eine Belebung erhoffen von den nächsten Wochen auch die Bekleidungshandwerke, namentlich das Herren- und Damenschneiderhandwerk, das zurzeit infolge der Reisezeit und der Anfang des Monats stattgefundenen Inventurausverkäufe beinahe völlig darniederliegt. - Die Klagen über die Schwarzarbeit Arbeitsloser, sowie über die Schmuskonkurrenz nahmen ständig zu. Diese Konkurrenz ist umso schwerer für das Handwerk zu ertragen, als durch sie jede Möglichkeit, angemessene Preise für Arbeiten und Lieferungen zu erzielen, unterbunden wird, da die gedrückten Preise der Schwarzarbeiter häufig von der Kundschaft dem Handwerk gegenüber ausgespielt werden. Im Zahlungsverkehr der Kundschaft ist leider eher eine Verschlechterung als Verbesserung eingetreten. Die Zahl der erwerbslosen Gehilfen hat weiter zugenommen. Besonders in den Baugewerben, sowie in den metallverarbeitenden Handwerken mußten Die BekleidungsGesellenentlassungen vorgenommen werden. handwerke arbeiten ebenfalls mit stark reduziertem Urbeiterbestand. Das Lohnniveau ist im allgemeinen unverändert. Schwierigkeiten in der Beschaffung von Roh- und Hilfsstoffen werden nicht gemeldet. Auswirkungen der Preisabbauaktion sind noch nicht zu spüren. Preisrückgänge werden für Dele, Kupfer, Schlachtschweine und Rinder gemeldet. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 78 Steuerfalender pro Oktober 1930 Da der 5. Oktober 1930 ein Sonntag ist, verschieben sich die auf diesen Tag fallenden Termine auf den 6. Oktober 1930. Reich. 1. Oktober: Rentenbankzinszahlung der Landwirtschaft( Schonfrist bis 8. Oktober). ( 5.) 6. Oktober: Lohnabzug für die Zeit vom 16. bis 30 September, für die Zeit vom 1. bis 30. September, falls im Ueberweisungsverfahren die bis zum 15. September ein, behaltenen Beträge RM. 200.- nicht überstiegen haben. Gleichzeitig mit dem Lohnabzug erfolgt die Abführung des Ledigenzuschlages und der Reichshilfe der Per. sonen des öffentlichen Dienstes( siehe Anhang unserer Steuerkalender August, September und Oktober). 10. Oktober: Anmeldung und Zahlung der Börsenumsatzsteuer für September im Verrechnungsverfahren bei monatlicher Erhebung, f. d. 3. Viertelj. bei viertelj. Erhebung. 10. Oktober: Vorauszahlung auf die Einkommen: und Körper: schaftssteuer in Höhe von einem Viertel der im letzten Steuerbescheid festgesetzten Steuerschuld. 10. Oftober: Zugleich mit der Einkommensteuervorauszahlung ist die Hälfte des Zuschlages zur Einkommensteuer für Einkommen von mehr als RM. 8 000.-, sowie des Ledigenzuschlages der veranlagten Ledigen, auf Grund der Notverordnung zu zahlen.( Ausgenommen hiervon sind Steuerpflichtige mit Einkünften, die sie hauptsächlich aus Landwirtschaft beziehen. 10. Oktober: Reichshilfe der Aufsichtsratsmitglieder zur Hälfte. 10. Oktober: Umsatzsteuervoranmeldung- und vorauszahlung für das 3. Vierteljahr 1930.( Schonfrist bis zum 15. 10, 30.). 20. Oktober: Lohnabzug für die Zeit vom 1.- 15. Oktober beim Markenverfahren. Im Ueberweisungsverfahren nur, falls die bis zum 15. Oktober ein behaltenen Lohnsteuerbeträge RM. 200.- überſtiegen haben. Gleichzeitig mit dem Lohnabzug erfolgt die Abfüh rung des Ledigenzuschlages und der Reichshilfe der Per: sonen des öffentlichen Dienstes. * mitgeteilt von der Südwestdeutschen Revisions- und TreuhandVereinigung( Weiß& Co., Kom.- Ges.) Frankfurt a. M. 1. Einkommensteuer. a) Der Verlustvortrag bei der Einkommensteuer. In unserem Steuerkalender August 1929 hatten wir auf die Einführung der Abzugsfähigkeit des Verlustvortrages hingewiesen. Im Anhang des Junikalenders 1930 hatten wir weitere Ausführungen hierüber gemacht. Der Reichsminister der Finanzen will den Verlustvortrag auf diejenigen Beträge beschränken, die zur Beseitigung des Verlustes verwendet werden. Der Reichsfinanzhof hat diese Auffassung des Finanzministers nicht geteilt, sondern vielmehr als Grundsatz aufgestellt, daß Voraussetzung des Abzuges des Verlustvortrages bei den der Einkommensteuer unterliegenden Steuerpflichtigen nicht die Beseitigung“ des Verlustes( Wiederauffüllung des Betriebsvermögens) in dem für den Ausgleich in Frage kommenden Steuerabschnitt ist. b) Steuerliche Behandlung von Abgangsentschädigung. Entschädigungen auf Grund des§ 87 des Betriebsrätegesetzes bleiben bei Ermittlung des Einkommens außer Ansaz. Solche Entschädigungen unterliegen also auch nicht dem Lohnsteuerab. zug. Das gleiche gilt von Entschädigungen, die von Arbeitgebern an ihre Arbeitnehmer bei der Entlassung aus dem Dienstverhältnis freiwillig gezahlt werden, sofern sie die Hälfte des letzten Jahresarbeitsverdienstes nicht übersteigen. II. Reichshilfe der Aufsichtsratmitglieder. Bei der Besteuerung der Aufsichtsratstantiemen dürfen Werbungskosten nicht abgezogen werden.( siehe Septemberkalender). Zu versteuern sind die Bruttoabzüge. Der Reichsminister der Finanzen hat bestätigt, daß Reisekosten, soweit es sich um die Erstattung barer Auslagen handelt, der Reichshilfe nicht unterliegen. III. Ledigensteuer bei Lohnsteuerpflichtigen. Der Ledigensteuer unterliegen nicht nur die regelmäßigen Arbeitslöhne und Gehälter, sondern auch alle einmaligen Einnahmen, also 3. B. Weihnachts- und Abschlußg ratifikationen, Urlaubszuschüsse und Krankheitsbeihilfen, soweit dieselben in der Zeit vom 1. September 1930 bis 31. März 1931 ausgezahlt werden. Es kommt also nicht darauf an, für welche Zeit diese Zahlungen gelten sollen. Zu bemerken ist aber hierbei, daß nach den Durchführungsbestimmungen§ 4 Abs. 3 diese Beträge nur mit 60% der Ledigensteuer unterliegen, d. h. also: die Ledigensteuer beträgt bei einmaligen Einnahmen 0,6%. Sind diese laufenden Bezüge niedriger als die festen Freibe träge( RM. 100.- pro Monat), so ist ebenso wie bei der Lohnstewer die einmalige Einnahme mit dem dem Ledigenzuschlag unterliegenden Betrag( 60%) um den Unterschied zwischen den Lohnsteuerfreibeträgen und den laufenden Bezügen für den betreffenden Lohnzahlungszeitraum zu kürzen. Nur der dann verbleibende Betrag der einmaligen Einnahme unterliegt dem Ledigenzuschlag. Mittwoch, den 1. Oktober 1930. Heiratet ein lediger Steuerpflichtiger, so fällt der Ledigenzuschlag erst dann fort, wenn die berichtigte Steuerkarte dem Arbeigeber vorgelegt ist. Der Ledigenzuschlag ist grundsätzlich in allen Fällen zu erheben, in denen auf der Steuerkarte weder eine Frauen- noch eine Kinderermäßigung eingetragen ist. IV. Umsatzsteuer. a) Der Umsatz in das Ausland iſt ſteuerfrei. Es wird in vielen Fällen übersehen, daß der Ausfuhrhändler nicht nur keine Umsatzsteuer zu zahlen, sondern sogar einen Rüdvergütungsanspruch hat auf diejenige Umsatzstewer, die sein Lieferant abgeführt hat. Diese Rückvergütung wird mit 92% seines Umsatzes in das Ausland berechnet. Es darf nicht übersehen werden, daß der Antrag auf Rückvergütung innerhalb von 6 Monaten nach Schluß eines Kalenderviertelten n jahres zu ſtellen iſt. Schluß eines ko b) Vermietung von leeren Büro- und Ladenräumen. wurde, wie im September- Kalender bereits berichtet, vom Reichsfinanzhof als umsatzsteuerpflichtig erklärt. Die Finanzämter versuchen neuerdings, sämtliche Einnahmen aus Vermietung solcher Räume zur Umsatzsteuer heranzuziehen, also auch Geschäftsräume innerhalb eines Wohnbaues. Die Steuerpflichterklärung solcher Räume ist ausgeschlossen, soweit sie für die vertragliche Nutzungsart feine besondere bauliche Beschaffenart aufweisen, zu jeder Zeit also wieder ohne bauliche Veränderung als Wohnräume verwendet werden können. c) Umsatzsteuerfreier Zwischenhandel. Zwei neuere wichtige Reichsfinanzhofurteile wollen wir hier mitteilen: Steuerfreiheit ist ausgeschlossen, wenn der Zwischenhändler Milch vor Abgabe an seine Abnehmer erhitzt und tiefkühlt, weil diese Maßnahme nicht ausschließlich zum Zwecke der Beförderung der Milch vorgenommen wird. Vorbestellung allein genügt nicht zur Inanspruchnahme des Zwischenhandelsprivilegs. Wenn die vorbestellte Ware zu einem bestimmten Termin an den Abnehmer zu liefern ist und bis dahin vom Zwischenhändler auf Lager genommen oder sonst verwahrt wird, so kann keine Steuerbefreiung eintreten, weil der Zwischenhändler in einem solchen Falle die Ware nicht lediglich befördert. Die Auflagernahme der Ware schließt nur dann die Steuerfreiheit nicht aus, wenn sie im Zusammenhang mit der Beförderung steht bezw., genauer ausgedrückt, mit Rücksicht auf die Zwecke der Beförderung erforderlich ist, z. B. bis zur Zusammenstellung einer Ladung. Oppenheim. Der Stadtrat beschäftigte sich erneut mit den einzelnen Positionen des Voranschlages. Der Umlagebedarf für 1930 wurde auf 250 000 Mark festgesetzt. Danach müßten die Steuern um rund 66% Prozent erhöht werden. Weiter wurde beschlossen, die Zuschüsse zur Realschule nur bis 31. Dezember 1930 zu bewilligen. Danach würde nach dieser Zeit die Realschule eingehen. Lokales. Oberhessische Jungmeisterseier. Wie alljährlich wurde auch dieses Jahr den oberhessischen Jungmeistern der Meisterbrief im Rahmen einer akademischen Feier überreicht. Die Veranstaltung im Café Leib in Gießen am letzten Sonntage gestaltete sich zu einem Ehrentag für das gesamte oberhessische Handwerk. = Kurz nach 11 Uhr begrüßie Herr Gewerbeschulrat Dr. Bünnings Gießen als Vorsitzender der Meisterprüfungsfommission nach einem Musikvortrag der Kapelle Weller und einem Mozart'schen Chor des Bauerschen Gesangvereins die erschienenen Gäste, betonte die Bedeutung dieses Tages für die Jungmeister und Jungmeisterinnen und teilte mit, daß in diesem Jahre von 338 Prüflingen 292 die Prüfung bestanden hätten und zwar nach Berufen: 8 Automechaniker, 22 Bäcker, 1 Dachdecker, 14 Elektro- Installateure, 1 Elektro- Maschinenbauer, 8 Friseure, 28 Maurer, 28 Mezger, 2 Polsterer, 3 Sattler, 9 Baujudo2 mod thin bus olla nopoflrotnu moggingblan Büdo LuXUS wenine Bürstenstriche- strahlender Hochglanz Das Wandern ist des Müllers Lust Gedenkworte zum 70. Todestage Carl Zöllners. Am 25. September 100 In der Deutschen Sängerbundeszeitung widmet Prof. Heinrich Zöllner, der bekannte Kompoid mu bil nist, seinem Vater beachtenswerte Worte des Gedenkens. Carl Zöllner gehört zu den vielgesungenen Tonsegern des vorigen Jahrhunderts, die eine ausgesprochene volkstümliche Richtung pflegten. 1860 starb der durch seine Männerchöre rühmlichst bekannte Komponist Carl Zöllner in Leipzig. Der Schreiber dieser Zeilen war damals ein Knabe von sechs Jahren und sah ziemlich verständnislos auf die großen Massen von Menschen herunter, die sich auf dem jetzt Matthäikirchhof ge nannten Plazze versammelt hatten, um dem Sarge seines Vaters das letzte Geleit zu geben. ,, Gießener Zeitung" schlosser, 9 Maschinenschlosser, 11 Schmiede, 11 Schneider, 1 SpengTer, 2 Spengler- Installateure, 3 Installateure, 23 Schuhmacher, 45 Schreiner, 4 Wagner, 25 Maler und Weißbinder, 8 Zimmerer, 6 Schneiderinnen, 1 Weißzeugnäherin, Modistinnen, 1 Friſeuſe, 2 Steinmetze, 2 Konditoren, 6 Schriftsetzer, 1 Buchdrucker, 1 Küfer, 1 Glaser und 3 Messerschmiede. Besonders hervorgehoben wurde die hohe Zahl der Schreiner, die ihre Meisterprüfung abgelegt haben. Zurückzuführen ist diese Steigerung auf die erfolgreiche Arbeit der Gießener Schreinerfachschule. Gewerbeschulrat Dr. Bünnings beglückwünschie die jungen Meister und Meisterinnen und forderte sie auf, in den vorhandenen Organisationen tatkräftig mitzuarbeiten für die Erstarfung ihres Berufsstandes. Für die Handwerkskammer Darmstadt und Nebenstelle Friedberg überbrachte Schlossermeister Heß- Friedberg die Glückwünsche. Er betonte neben den Rechten besonders die Pflichten des Meistertitels und verlangte ihre Mitarbeit in Innungen, Gewerbevereinen und darüber hinaus in den Kommunen und Parlamenten, Förderung des Standesbewußtseins und Wahrung der Standesehre. Syndikus Röhr von der Handwerkskammer- Nebenstelle Gießen forderte zur Fortbildung im Berufe und zum Zusammenschluß gegen die handwerkerfeindlichen Kreise auf. An die Einsetzung der Persönlichkeit im Handwerk, das als Mittler zwischen Kapital und Arbeit zu betrachten sei, erinnerie Syndikus Dr. Reif von der Handwerkskammer- Nebenstelle Friedberg. Die Glückwünsche des Ortsgewerbevereins Gießen überbrachte dessen Vorsitzender, Schreinermeister Haubach. Er verlangte von den jungen Kollegen, bei ihren Arbeiten im Konkurrenzkampf nach einwandfreien und wirtschaftlichen Prinzipien zu verfahren. Die Provinzialdirektion und das Kreisamt Gießen ließen ihre Glückwünsche durch Reg.- Rat Dr. Braun übermitteln. Im Namen der Stadt Gießen sprach Stadtschulrat Fischer, der in beachtlichen Ausführungen die jungen Meister ermahnte, nicht auf die anderen zu sehen, sondern an und mit sich und ihrem Nachwuchs so zu handeln, wie es Berufsgesinnung und Glauben an den Stand verlange. Der Vorsitzende, Gewerbeschulrat Dr. Bünnings, sprach weiter den Prüfungsmeistern und dem Schriftführer des Prüfungsausschusses, Oberreallehrer i. R. Haggenmüller für tatkräftige Mitarbeit herzlichen Dank aus. An die jungen Meister und Meisterinnen richteten ferner Redakteur Blumschein vom„, Gießener Anzeiger", Redakteur Bremer von der„ Oberh. Volkszeitung", Zeitungsverleger Klein Gießen und Schlosserobermeister Krailing- Gießen aufrichtige Glückwünsche. Für die Jungmeister des Jahres 1930 dankte deren Vorsitzender, Metzgermeister Klein. Seine Ausführungen endeten mit dem Deutschland- Lied. Musik und Gesang schloß die Feier ab. Es folgte ein gemeinsames Essen, das manche musikalische und gesangliche Darbietung unterbrach. Am Abend war gemütlicher Tanz. * Straßensperre. Wegen der Herbstmesse wird bis zum 5. Oftober 1930 aus Gründen der Sicherheit die Kirchstraße von Neustadt bis Wetzsteingasse in der Zeit von 14 bis 19 Uhr für den Verkehr mit Fahrzeugen aller Art gesperrt. Die aufgestellten Sperrschilder sind streng zu beachten. * Der Zeppelin kommt nächstes Jahr! Die Verkehrsabteilung der Luftschiffbau Zeppelin G. m. b. H. in Friedrichshafen hat dem hiesigen Kreisamt mitgeteilt, daß eine Zeppelinlandung in Gießen für das Jahr 1931 vornotiert wurde. Der ge= nauere Termin kann erst auf Grund der Zeiteinteilung des Fahrtenprogramms im Laufe des Winters bestimmt werden. * Allgemeine Ortstrantenkasse des Landkreises. Die für den Monat August 1930 fälligen Krankenkassen- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge können noch bis zum 3. Oktober ohne Kosten gezahlt werden. * Hessischer Kirchengemeindetag. Seit 15 Jahren besteht eine hessische Landesgruppe des Deutschen Evangelischen Gemeindetages, die ein Glied der Organisation der Gemeindebewegung in Deutschland ist, deren Führer der in Hessen noch unvergessene einstige Gießener Professor und jetzige Generalsuperintendent D. Schian ist. Die diesjährige Tagung findet am heit, bei allem fröhlichen Uebermut eine künstlerisch waltende Sorgfalt in der technischen Ausführung. Zum Beispiel im ABC, im„, Speisezettel", in den deutschen Bundesstaaten schaut uns ein echter naturwüchsiger Humor mit lustigem Augenzwinkern an, der aber gebändigt und vor Trivialität bewahrt bleibt durch ein sorgsam wachendes künstlerisches Auge. Es ist da eine geistige Verwandtschaft mit Albert Lortzing und mit Heinrich Marschner deutlich zu spüren. Mit den späteren, oft ganz trivialen Nachahmungen haben diese Originalerfindungen nichts zu tun. Natürlich ist diese Sorgfalt bei den Kompositionen ernsten Inhalts noch viel deutlicher erkennbar. Wenn wir zum Beispiel die berühmten sechs Müllerlieder betrachten, so scheint alles so natürlich gewachsen, daß man glauben möchte, es wäre alles auf den ersten Anhieb so geworden, wic es jetzt dasteht. Das ist aber ein Irrtum. Ich habe die Manuskripte zum Beispiel zu dem zum Volkslied gewordenen ersten Liede„ Das Wandern ist des Müllers Lust" genau gesichtet. Da ist die Hauptmelodie in der ersten Niederschrift durchaus nicht notengetreu so, als wir es jetzt tennen. Es folgen dann noch zwei bis drei Niederschriften mit verschiedenen Veränderungen, bis dann endlich die Melodie in der uns bekannt gewordenen Fassung vor dem Auge steht. Diese wertvollen Beispiele eines gewissenhaften Ausarbeitens einer dem Künstler vorschwebenden Jdee befinden sich im Archiv des Kölner Männergesangvereins, dem ich sie zu seinem 75. Stiftungsfeste schenkte. Carl Zöllner gehört zwar nicht zu den ganz Großen im Reiche der Musik, aber die Tatsache, daß er in einer ganzen Anzahl von Liedern geistig im Volte, namentlich in den Kreisen der Männergesangvereine, noch fortlebt, ist unbestreitbar. Daß Lieder, die vor hundert Jahren und noch länger geschaffen wurden, noch auf die heutige Generation zu wirken vermögen, ist ein Zeichen von besonderer Lebenskraft und wohl auch ein Beweis, daß des Komponisten Melodien den Herzgefühlen des Boltes entsprochen haben. Der weitere Grund liegt wohl darin, daß Carl Zöllner nur dann an das Herausgeben einer Komposition ging, wenn sie seiner strengen Selbstkritik Genüge tat. Mein Vater sah seine vornehmste Aufgabe darin, Lehrer Daß dabei die Lieder mit stark humoristischem Einschlag( und des Volkes zu sein sowohl in der Ratsfreischule, der Thomasdiese werden von oberflächlichen Beurteilern oft einzig als die schule und in seinen Vereinen. Diesen ihm persönlich naheVertreter seiner Muse angeführt) eine Ausnahme bilden, ist bei stehenden Schülern und Freunden schenkte er dann und wann dem offenbaren Charakter dieser Sachen als Gelegenheitsein- ein schönes, ihm von Herzen kommendes Lied. Also eine„, Ge= fällen ja klar. Aber selbst hier zeigt sich bei aller Ausgelassen-| brauchsmusik" im edelsten Sinne. Daß er bei seinen Männer- | Nr. 78. Sonntag, den 12. Oktober, in Groß- Umstadt statt. Um 10 Uhr findet ein Festgottesdienst statt. Um 2 Uhr findet eine Mitgliederversammlung statt. Oberkirchenrat Dr. Horre hält einen Vortrag über„ Kirchengemeinde und bürgerliche Ge meinde", der Direktor des Hessischen Landesvereins für Innere Mission, Pfarrer Röhricht, wird einen Vortrag über ,, Gegenwartsfragen und Gegenwartsaufgaben der evangelischen Wohlfahrtspflege" halten. * Dienstjubiläum. Am heutigen Tage kann der Verwal tungsoberassistent Konrad Becker bei der Stadtverwaltung das Jubiläum seiner 25jährigen Tätigkeit als Beamter im Dienste der Stadt begehen. * Männer- Turnverein. Die Schwimmstunden im Volks: bad beginnen am Mittwoch, den 1. Oktober, abends 7 Uhr. * Unleserliche Unterschriften im Briefverkehr. Es ist selt sam, wie langsam sich im Geschäftsverkehr auch solche praktische Neuerungen durchsetzen, die keinerlei Unkosten verursachen: Be kanntlich sind Unterschriften auf Geschäftsbriefen meist mehr oder weniger unleserlich. Für den Empfänger ist es jedoch häu fig von großem Wert, außer dem Firmennamen auch den des Unterzeichneten zu kennen. Das übliche Rundschreiben bei Fir meneröffnung oder Wechsel der Zeichnungsberechtigten machte die Namen doch nur einem verhältnismäßig fleinen Kreise von Daher Geschäftsfreunden, Behörden, Presse usw. bekannt. dürfte es sich empfehlen, auf Briefen mehr als bisher der handgeschriebenen Unterschrift den Namen in Maschinenschrift beizufügen ein Verfahren, wie es namentlich in England und den Vereinigten Staaten längst allgemein üblich ist. * Gesunde Küche im Oktober. Mittwoch, Dresden Unfer Mi Dresden! geben von alle die wohl bren Fußball Deutja auf diefe Stad Verbände, die tigen Zeit ent Westen jo ziem des Berufspie Hauptprobleme tigen haben w willkürlich zur Bereits je D.F. B- Lagu Ungarn. Die lichte bewillfo ten, die bei s früh unternah tigung der an 10 Uhr begann Feierlich wur hervorragendit Abgordnete en ijden Nationa Selbig, Weim sondere Gruß Die moderne Hausfrau hat schon lange gelernt, für die zweckmäßige Ernährung ihrer Familie nicht nur das Kochbuch, sondern auch den Arzt zu Rate zu ziehen. Denn nicht nur gut und billig, sondern vor allem auch nahrhaft soll alles das sein, was sie auf den Tisch bringt. Da ergibt es sich fast von selbst, daß man in erster Linie die Erzeugnisse der„ Saison" berüdsichtigt. Im Oktober wird der Markt beherrscht von Obst und Gemüse. Vom Letzteren sind besonders die Kohlarten, Weißkohl, Rotkohl und Blumenkohl hervorzuheben, die reich sind an Vitaminen und Nährsalzen. Sie eignen sich auch zu verschiedenartig sten Zubereitungen, z. B. als Kohlrouladen oder als Beilage zum Fleisch, das man aus gesundheitlichen Gründen keinesfall zu sehr in den Vordergrund der Ernährung stellen sollte. Aus gleichen Gründen wie bei Kohl und Salaten empfiehlt sich der Genuß reifer Tomaten, die geradezu als Oktoberfrüchte ange sprochen werden dürfen. Auch hier wird die Mannigfaltigkeit der Zubereitung den Genuß noch erhöhen. Ueberreich ist die Fülle des Obstes, mit dem uns der Oktober beschenkt. Birnen, Aepfel und Pflaumen in allen Spielarten stehen zur Verfügung und vor allem Weintrauben. Sämtliche Obstsorten sind für unsere Ernährung außerordentlich wertvoll durch ihren Gehalt an besonderen Zuckerarten, Vitaminen und Nährsalzent und nicht zuletzt durch ihre verdauungsregelnde Einwirkung auf unseren Körper. Hiervon macht man bekanntlich in Gestalt von sog.„ Traubenkuren", besonders im Westen und Sü den unseres Vaterlandes, wo die Trauben wachsen, ausgiebigen Gebrauch. Eine solche, aber nur nach ärztlicher Vorschrift durchgeführie Traubenkur, erfordert allerdings einen täglichen Verzehr von 3 bis 4 Pfund Trauben, und dem setzt der Geldbeutel manchmal einen Riegel vor. Glücklicherweise läßt sich aber eine Traubenkur auch mit gleichem Erfolge und mit leicht erschwing lichen Mitteln durch Genuß von Traubensüßmost durchführen, der aus frisch gepreßtem Traubensaft hergestellt wird und zugleich ein erfrischendes Getränk abgibt. Es erübrigt sich noch, darauf hinzuweisen, daß Obst und Gemüse in jedem Falle sorgfältig vor dem Genuß zu reinigen sind, um die der Oberfläche anhaftenden Schmutz-, Staub- und Krankheitsstoffe zu entfernen. Daß deutsches Gemüse und deutsches Obst der ausländischen Ware in feiner Weise nachstehen und daher von den deutschen Frauen auch aus volkswirtschaftlichen Gründen stets bevorzugi werden sollte, versteht sich von selbst. Auf Wiederlesen im November. Dr. C. A. Korpulenz macht alt Korpulente und zum Starkwerden Veranlagte nehmen früh, mittags und abends 2-3 Tobula- Kerne, die in Apotheken 31 haben sind. - chören die Ansprüche manchmal so hochspannt, lag an der Zusammensetzung seines ältesten Vereins, dem nur hochgebildete und musikalisch feste Herren angehörten so ungefähr wie die Zeltersche Liedertafel, die Urzelle des deutschen Männerchorwesens. Zu diesen, anspruchsvollen Kompositionen gehörten auch die 1849 geschriebenen„ Drei Worte des Glaubens"( Schiller), welches mächtige A- capella- Stück als der Urtypus jener breit ausgeführten Chorstücke gelten muß, wie sie uns Friedrich Hegar und seine Nachfolger zwei und drei Jahre nachher bescherten. Später folgten diesem ersten Eliteverein einige andere, deren Mitglieder sich mehr aus den breiteren Bevölkerungsschichten rekrutierten. So mußte Zöllner sich als Komponist wie Dirigent stark bescheiden. Denn bei ihm ging die Kunst gar sehr nach Brot, da er eine zahlreiche Familie zu ernähren hatte. Einen gewissen Trost für die Hintansetzung einer nach den Höhen strebenden Kunst bot ihm die Ueberzeugung, daß es auch eine würdige Aufgabe wäre, auf die musikalische Erziehung des Volkes persönlich einwirken zu können. - Und das deutsche Volk- speziell aber die Bevölkerung Leipzigs hat schon bei seinen Lebzeiten und noch mehr nach seinem Tode das anerkannt und es ihm gedankt, so durch die Errichtung eines Denkmals. Freilich hat er nicht mehr erlebt, daß die zahlreichen Vereine, die er in seinem letzten Lebensjahre um sich geschart hatte, um beim Schillerfeste 1859 und bei seinem 60. Geburtstage im März 1860 unter seiner Direk tion zu singen, sich zu einem festen Bunde zusammenschlossen. Das ist kurz nach seinem Ableben geschehen. Die Haupttriebfeder war Heinrich Herzog. Aber sie vergaßen bei ihrem Zu sammenschluß ihren geistigen Vater nicht: seinen Namen setzten sie auf ihr Schild, und die Züge seines Gesichtes ließen sie in ihre Fahne sticken. schließend ergr glänzenden Vo adtlicher Stu Verbandsvorsi und Kultur." dem 30. Beiter vollendete Ge Nach kurze % 4 Uhr began um im jahlicht gienemufcums in der Saupij Verbände in fallen. Scharf hier war es vorhanden w tattischen und ster, die sich hatten, wiede Wahrlic reidstag" ha einer der fri jöhnende un also der R Sonderbejp Verbände Vorstandst führte( S Weise das voll und ge In der anjaneiden u wir nur noch jen. Ungeh Eintrittsfarte pojition, fi briesten Obj Shultern ein türmt mit Bi jolden ist. Des Fußb Conning in Di land, nachdem gelegen hatte. Erg Bezirksliga un Borussia B. Gi Germani SpV. W Ghringst Butzbac GroßenBebra Heffen S Hejten O VIR. K Friklar Spyr. S GC. 05 SC. We VB. No Butzbach Laubach GroßenEhringsh ViB. 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Surnen, Dresden im Zeichen der D. F. B. Tagung! Unser Mitarbeiter Heinz Dietrich Görlitz schreibt uns: Dresden! Auf der Fahrt nach dieser Stadt wird man umgeben von allerlei Gedanken. Heute soll entschieden werden über die wohl brennendste Frage im deutschen Fußballsport; Ganz Fußball Deutschland richtet an diesem 27. Sept. seine Augen auf diese Stadt an der Elbe. Auf der einen Seite stehen die Verbände, die gewillt sind, die sogenannten Spesenjähe der heutigen Zeit entsprechend anzupassen, auf der anderen Seite der Westen so ziemlich allein, mit seiner Forderung auf Einführung des Berufsspielertums. Dies sind in furzen Zügen die beiden Hauptprobleme, die dem Bundestag in erster Linie zu beschäf= figen haben werden, denn alle übrigen Fragen treten hier un= willkürlich zurüd, ja müssen zurüdtreten. Bereits seit Freitag gibt es hier nur eine Losung noch: D. F. B.- Tagung und vor allem das Länderspiel Deutschland Ungarn. Die Gäste trafen gegen 9 Uhr hier ein, auss herzlichste bewillkommnet von den Behörden und den vielen Hunderten, die bei solchen Anlässen immer zugegen sind. Sonnabend früh unternahmen dann die Gäste eine Rundfahrt zur Besichtigung der an Sehenswürdigkeiten so überaus reichen Stadt. Um 10 Uhr begann dann der Festakt im Saale des Hygienenmuseums. Feierlich wurde Rede und Gegenrede gehalten, und viele der hervorragendsten Vertreter aller Behörden und Verbände hatten Abgordnete entsandt. U. a. bemerkte man den Führer der ungarischen Nationalelf, Major Breithaupt von den D. T. sowie Selbig, Weimar von der D. 6. B. Ihnen allen galt der besondere Gruß Linnemanns, des verdienstvollen Vorsitzenden. Anschließend ergriff Dr. Carl Diem- Berlin das Wort zu einem glänzenden Vortrag:„ Das Spiel eine Welt". Ebenfalls auf beachtlicher Stufe standen die Ausführungen des MitteldeutschenVerbandsvorsitzenden Wädicke- Halle über das Thema: Sporf und Kultur." Umrahmi wurde die erhebende Feierstunde, die dem 30. Bestehen des D. F. B. insbesonders gewidmet war, durch vollendete Gesangsvorträge. Nach kurzer Pause hieß es dann heran an die Arbeit. Gegen 14 Uhr begann die eigentliche D. F. B.- Bundestagung, wiederum im schlichten, aber umso wirkungsvolleren Festsaale des Hygienemuseums. Wie bereits eingangs erwähnt, hatte man sich in der Haupisache mit den verschiedenen Anträgen der einzelnen Verbände in der Amateur- bezw. Professional- Frage zu befassen. Scharf praliten sehr oft die Gegensätze aufeinander. Und hier war es besonders gut, daß in Felix Linnemann ein Führer vorhanden war, der es meisterhaft verstand, auf Grund eines taftischen und überaus klugen Vermittlungsvorschlages die Geister, die sich schon so unendlich weit von einander geschieden hatten, wieder etwas zusammen zu führen. Wahrlich es hätte nicht viel gefehlt und dieser„ Fußballreichstag" hätte unverrichteter Dinge gehen müssen. Es war dies einer der fritischsten Momente überhaupt und hier half die versöhnende und ausgleichende Person des Präsidenten. Er war also der Retter! Freilich der Westen stand auch nach dieser Sonderbesprechung, die schnell mit den Vertretern der einzelnen Verbände arrangiert worden war, und die, wie man vom hohen Vorstandstisch bekannt gab, einstimmig zu einem Kompromiß führte( Sier liegt ein Widerspruch wohl vor!!) in schärfster Opposition, für die Rechtsanwalt Jersch in sehr temperamentvoller Weise das Wort führte. Lediglich der Baltenverband schien voll und ganz durchdrungen von den westdeutschen Ideen. In der nächsten Nummer werde ich dieses Thema nochmals anschneiden und in seinen Grundideen behandeln. Dann stehen wir nur noch wenige Stunden vor dem Ereignis auf dem grünen Rasen. Ungeheuer ist das Interesse an diesem Spiel. Sämtliche Eintrittskarten sind ausnahmslos vergriffen und eines der begehrtesten Objekte. Der Neu- Isenburger, Dr. Xandry, auf dessen Schultern eine riesige Arbeitslast ruht, wurde geradezu bestürmt mit Bitten um Karten. Glücklich der, der im Besitz einer solchen ist. ( Fortsetzung folgt.) 5: 3 für Deutschland Jugend: „ Gießener Zeitung" Sport und Spiel. Flenjungen 1. Villingen 1. 0: 0 frut Azlar A 1 Steindorf A 1 Mezlar Schüler Nauborn Schüler VfB. A 1- Großen- Bused A1, Gr.-B. nicht angetr. Butzbach Schüler 1900 Schüler 1: 0 Niedergirmes A 15: 2 Wezlar A 2 3: 0 Garbenteich Sch. 3: 0 Hermannstein Sch. 1: 1( 1: 0) Braunfels A 14: 2 Stockhausen A 1 2: 1 Löhnberg A 1 1: 4 Weilburg A 1 Tiefenbach Leun A 1 Oberndorf Steinberg dom 2. Bezirfellaffe: Dillenburg Niederscheld Merkenbach Offenbach 2. Mannschaften: Dillenburg 2. Niederscheld 2. Offenbach 2. Merkenbach 2. 1. Gauflasje: 1 Wetzl Sp. 1. 2:11, Gej.-Sp. 1900 Gießen A 1 0:12 1- Gen Dil Offdilln- Dillbrecht 9: 2( 4: 1) Manderbach 4: 2 Gershelden 3: 2( 2: 2) Burg 3:40 Difdilln- Dillbrecht 2. 3: 0( 0: 0) Manderbach 2. 3: 1 Burg 2 3: 2 Sechshelden 2. 1: 3( 1: 2) fonun Oberroßbach 2: 1 Ginn 3: 2 abpebr. 17 di tomali Frohnhausen 2. Herborn Allendorf Ballersbach Medenbach Sirzenhain Nanzenbach 2. Gautlosse Dillenburg 3. Altenkirchen Allendorf 2. Würgendorf Eibelshausen Saiger 1: 2( 1: 1) Donsbach 0: 2 Herbornseelbach 2: 4 Langenoubach 2: 3 Rittershausen 0: 4 Langenaubach 2. 9: 3( 4: 1) Herbornseelbach 2 5: 1( 1: 1) Saiger 2. 3: 1( 1: 1) Straßebersbach 2: 2 Weidelbach 3:10( 1: 6) Rittershausen 2. 1: 4 Lützeln Holzhausen 0: 2 liat Frohnhausen 3. Oberroßbach 2. 2: 3 Straßebersbach 2. Jugend: Dillenburg Donsbach 14: 0( 7: 0) Frohnhausen Straßebersbach 7: 0 Biden Oberndorf 2: 1 Holzhausen Merkenbach Sechshelden 2. Bezirksllasse: Marbach Feudingen Gladenbach Laasphe 1. Gautlosse: Germania 2. Marbach 2. Endbach 1. Hartenrod 1. Sarnau Buchenau Langenstein Wallau 2. Langenaubach 2: 1 Hörbach 0: 5( 0: 2) Saiger 1: 2 Gan Marburg. Bottenhorn 2: 6( 2: 2) Weiter 5: 0( 2: 0) Frankenberg 2: 0 Wommelshausen 1: 2( 1: 1) Erdhausen 1. 8: 2 Dreihausen 1. 0: 4 Cappel 1, 3: 2( 1: 2) Niederwalgern 1., 5: 1 Speckswinkel 1: 0 Erfsdorf 1: 1 Odershausen, O. nicht angetr. Edelshausen 1. 1:10( 0: 4)! Breidenstein 1.— Biedenkopf 2. Bi. nicht angetr. Gönnern 2. Gautlasse: Germania 3. Cölbe 2. Garnau 2. Niedereisenhausen 1:14 BB- K. 3. 5: 0 Buchenau 2. 8: 1 Wehrda 2. 5: 1 Bürgeln 2. Sterzhausen 2., Sterzh nicht angetr. Michelbach Gehfelden 2: 4 16 Ungarn, der am Glnhausen Mellgruben 1: 2 Mornshausen 5: 1 Der Fußball- Länderkampf Deutschland Sonntag in Dresden zum Austrag fam, endete 5: 3 für Deutschland, nachdem Ungarn bei der Bause glatt mit 3: 0 in Führung gelegen hatte. Fußball. Ergebnisse aus dem Bezirk. Bezirksliga und Bezirksklassen: Borussia Fulda BB.-K. Marburg 1: 2 VB. Gießen Odershausen 1: 0( 1: 0) Germania Marburg Frohnhausen 6: 1( 4: 0) SpB. Wetzlar 1900 Siegen 3: 1( 2: 1) 01 Ehringshausen SC. Weglar 2: 2( 0: 1) Buzbach Aflar 2: 0 Großen- Bused Löhnberg 7: 3( 5: 0) Bebra- Alsfeld 2: 1 Hessen Hersfeld Sport Kassel 2: 2 Helen 08 Kassel Kurhessen Kassel 3: 0( 0: 0) VIR. Kassel Tura Kaffel 1: 5 Frizlar Niederzwehren 1: 4 Spfr. Rossel SpFr. Warburg 2: 1 GC. 05 Göttingen SV. 05 Einbed 4: 0 GC. Weende Blauweiß Göttingen 3: 1 VB. Northeim SpuSp. Northeim 4: 0. Gau Gießen Weglar. Butzbach 2. Aplar 2. 4: 0 Laubach 2. Weylarer SpV. 2a, Wehl. nicht angetr. Großen- Bused 2. Löhnberg 2. 1: 7( 0: 2) Ehringshausen 2. SC. Weylar 2. 4: 2 VfB. Gießen 2. Steinbach 10: 0 Steinberg Daubringen 1. 1: 3 Loilar 1900 Gießen 2. 6: 0( 1: 0) Ettingshausen Grünberg 1., E. nicht angetr. Bissenberg Wetzl. SpV. 2. 1: 0( Ges.-Sp.) Oberbiel 1. Biskirchen 1. 3: 1( 0: 1) Nauborn 1. Burgsolms 1. 3: 3( 2: 0) Holzhausen 6: 1 Steindorf Duienhofen 2. Bieber 1900 Gießen 3. 0: 5( 0: 2) 1900 Gießen 4., 1900 nicht angetr. BfB. Gießen 3. 5: 4 Garbenteich 1. -190 Daubringen 2. Garbenteich 2. G. nicht angetr. Stangenrod 12: 1 Homberg Grünberg 2. Flensungen Wetterfeld Nauborn 2. SC. Wetzlar 3. Duienhofen 1. Garbenheim Wehl. SpV. 3a Braunfels 1. Oberbiel 2. Niederohmen 2. 3: 0( 0: 0) Villingen 3: 1 Harbach, abgebr. als Ges.-Sp. Laufdorf, L. n. angetreten Hermannstein 1., Wetzl. nicht angetr. Schwalbach 2: 1 Weyl. SpV. 3. 2: 5( 1: 1) Holzhausen 2., 4: 2( 2: 1) Burgsolms 2. 2: 2 Hermannstein 2. 3: 0 Leun Stockhausen 4: 3 Braunfels 2. Tiefenbach 3: 3 Elfershausen Hirschhausen 1: 4( 0: 2) Laubach Ruppertsburg 6: 1( 4: 1) Ges.-Sp. - Jugend Caldern Mehrda 1. Mellnau Cölbe 1. Frantenberg 2. 8: 0( 4: 0) Metier 2. 1: 3 Oberrosphe 7: 0 Schweinsberg Gemünden 4: 6 Niederofleiden 1. Niederofleiden 2. 1: 0 Leidenhofen Dreihausen 2. 1: 3 Hestem Cappel 2. 10: 1( 3: 1) Niederwalgern 2. Ebsdorf 1: 7 Holzhausen Bortshausen 3: 1 Mornshausen Gintershausen 01:23 Lohra Damm 3: 0 Dernbach Hartenrod 2. 5: 2( 1: 1) Herbertshausen Feudingen 2. 3: 1( 1: 0) Biedenkopf 3. Sommertshausen 1. 3: 0 Gladenbach Germania 1.VB- K. 1. 0: 1 Wommelshausen 1. 7: 3 Germania 2. 4: 1 Odershausen 2 BR 2/1: 1 Dreihaufen 1. luh Wehl. Sp. V. 1. B.-KI. 1900 Gießen 1. B.-I. 3: 1( 2: 1) dieses Der traditionelle, spannendste Kampf Wetzlars Treffen widelte jich am Sonntag bei herrlichem Wetter und schwachem Lesuch ab. Vorweg bemerke sei, daß das Ergebnis der Tatsache Rech nung trägt, daß im größeren Teil des Kampfes die Einhei mischen die Besseren waren. In der Gästemannschaft war nur zeitmeilig System. Mit der Sonne im Rüden drängten die Weklarer starf. Die Gießener Läuferreihe versagte, die Verteidigung in der Zeiler felten schlecht spielte, bekam feinen Ball weg. So fonnte es nicht Wunder nehmen, daß die Einheimischen, ein von Adelberger 1900 für seine Partei in der 7. Minute eingedrücktes Tor bald darauf ausgeglichen( Waldschmidt) und 2 Minuten später fogar( wieder durch Waldschmidt) mit 2: 1 in Führung gehen konnten. Leicht überlegen spielten die Wetzlarer bis zur Halbzeit weiter. Nach der Pause drängte Gießen start auf Ausgleich, selbst noch als die Playmannschaft durch Waldschmidt im Alleingang ein weiteres Tor vorgelegt hatte( 3: 1). Die Gießener zeigten jezt ihr bekanntes technisch reifes Spiel und konnten ihrem Gegner, der langsam seinem Tempo zum Opfer fiel, faſt ganz einschnüren. War das Spiel bis hierher hart gewesen, nahm es nun Formen an, die bedauerlich sind und die, da sie ihren Meister nicht fanden, zu Tätlichkeiten führten. Der Spielleiter, Herr Konrad- Marburg versagte auf der ganzen Linie stimmt auch dann noch, wenn er gegen Schluß des Spieles noch 4 Leute, 2 von jeder Partei, vom Plazze stellte. das Tore fielen feine mehr. Man war froh, als die Bolzerei zu Ende war. Die Weglarer waren durchweg eifriger, 1900 spielte ohne Elan und war zum Schluß verbittert, so ist der Sieg der Weylarer im großen und ganzen verdient. Die Disziplin fönnte sowohl beim Publikum und Mannschaft Weglars besser sein. Für die Ausschreitungen ist aber ursächlich der Spielleiter Bu. haftbar zu machen. Aus Großen- Buſed. Das Spiel der 2. Mannschaften war eine sichere Sache der Gäste aus Löhnberg. Trotzdem hätte Gr.-B. bei besserem Zusammenspiel das eine oder andere Gegentor machen müssen. Nr. 78. Die erste Mannschaft enttäuschte nach der angenehmen Seite. Der Sturm zeigte eine lange nicht von ihm gesehene Schußfreudigkeit. Schon in der 1. Minute mußte Löhnberg ein Ueberraschungstor hinnehmen. Dann findet sich auch L, besser zurecht, lann aber bei dem guten Gr.-B. Süter zu feinem Erfolg tommen. Kurz darauf das 2. Tor für Gr.-B. Weiterhin bleibi Gr.-B. leicht im Vorteil und kann in furzen Zeitabstän den auf 5: 0 erhöhen. Darunter ein Elfmeter. Löhnb., das mit einer solchen Überraschung nicht gerechnet hatte, verlor dabei seinen sonstigen Kampfgeist. In der 2. Halbzeit hatte Löhn berg mehr vom Spiel. Es holte auch bald ein Tor auf. Gr.B. stellte aber kurz darauf die alte Tordifferenz wieder her. Dann kann Löhnb. noch zweimal erfolgreiá sein, während Gr.B. das 7. Tor erzielt. Schiri Willer- Wetzlar war dem Spiel ein aufmerksamer Leiter. Lollar 1. 1900 Gießen 2. 6: 0( 1: 0). Das Ergebnis läßt beine Vergleiche zu, da das Spiel unter Spieler- Herausstellungen litt( 4 Spieler von 1900). Schade, es wär so schön gewesen. Aus Daubringen. Am gestrigen Sonntag weilte die erste Mannschaft zum fälligen Verbandsspiel im Steinberg und konnte dank der bef= deren Gesamtleistung mit 3: 1 sicherer Sieger bleiben und somit auch diese Punkte sichern. 10: Das Spiel an sich war nicht das, was man sich von Seiten Steinberg's versprach; es war in manchen Fällen sehr hart, so Adaß der Schiri teinen leichten Stand hatte. Die zweite Mannschaft gewann tampflos ihre Punkte, da der Gegner Garbenteich 2. es vorzog, nicht mit 11 sondern nur mit 2 Mann den Plaz zu betreten. Am kommenden Sonntag spielt unsere 1. Mannschaft gegen Steinbach 1.I Aus der Untergruppe Grünberg. Der Gegner der 1. Mannschaft des FC. 26. Grünberg, Sportverein Ettingshausen, telefonierte ab, da er infolge eines Brandes nicht antreten fönnte. Die 2. Elf von Grünberg schickte Nd. Ohmen 2. mit 3: 0( 0: 0) nach Hause. In Wetterfeld glänzte der Schiedsrichter in Abwesenheit. Wetterfeld 1. Harbach 1. einigten sich zu einem Gesellschaftsspiel, das der Anwärter Metzger vom Platzverein leitete. Einer ausgesprochenen Herausstellung( oder auch mehreren) leisteten die Gäste keine Folge und so wurde das Spiel abgebrochen. Obwohl Heuchelheim 1. und Wetzl. Sportverein 2a Mannschaft zurückgezogen waren, fand in Laubach doch ein Spiel, ein Freundschaftsspiel, Laubach, komb. Ruppertsburg, statt. Der Plakverein blieb nach hartem Spiel 6: 1( 4: 1) Sieger. Den Gipfel schoß Homberg ab, indem es Stangenrod 12: 1 abfertigte. mefa. Aus Flensungen. Die Mannschaften von Flensungen und Villingen traten beide in stärkster Aufstellung an. Es gab einen sehr harten Punktekampf, den Flensungen durch größere Schußfreudigkeit und mehr Glück mit 3: 1 gewann. Die Jugendmannschaften beider Vereine trennten sich nach fairem Spiel mit einem 0: 0. Schiri Enders leitete beide Spiele sehr gut. S. Rund um den Marburger Schloßberg. Germania 1. Frohnhausen 1. 6: 1( 4: 0) Germania setzte seinen Siegeszug fort indem sie den Dillfreisler mit 6: 1 das Nachsehen gaben. Das Spiel stand ganz im Zeichen der Platzbefizer, die auch ein sehr gutes Spiel vorführ. ten. Beide Mannschaften befleißigten sich einer äußerst fairen Spielweise, wodurch Schiedsrichter Spedhard- Gießen eine Erleichterung befam. Die 2. Mannschaft der Germanen hatte sich wahrscheinlich etwas besonderes vorgenommen, da sie Erdhausen 1. mit 8: 2 nach Hause schickten. ud die 3. Mannschaft konnte über die gleiche des Orts: rivalen B. f. D. R. mit 5: 0 einwandfreier Sieger bleiben. Ein Spieler der Güße mußte das Spielfeld verlassen während der Spieler Weibezahn freiwillig ging. Recht erfreulich wurde die Nachricht aus Fulda aufgenom men, daß der V. f. B. K. mit 2: 1 gegen Borussia gewonnen hatte. mond Mas man wissen muß! Die Spieler und besonders die Schiedsrichter müssen damit rechnen, daß mit der neuen Spielzeit auch die neuen Spiel: regeln Geltung bekommen. Ganz neu find sie allerdings nicht, vielmehr handelt es sich nur um eine möglichst getreue Angliederung der deutschen Regeln an die internationalen Regeln, wie es laut Satzungen der Fifa" für alle ihr angeschlossenen Berbände( z. 3t. sind es 45) vorgeschrieben ist. Die Umwandlung erforderte viel Zeit und Arbeit: im Januar 1928 wurde sie be gonnen, und am 22. Juni 1930 beim Endspiel um die deutsche Meisterschaft in Düsseldorf konnte der Entwurf nach mannig faltigen Durchsichten und Aenderungen dem Deutschen Fußballbund, als abgeschlossen vorgelegt werden. Aeßerlich heben sich die neuen Regeln von den alten zunächst durch den Umfang ab: fie enthalten 1. den Text, 2. die amtlichen Entscheidungen, 3. die Anweisungen für die Schiedsrichter, 4. die Anweisungen für die Vereine, 5. die Anweisungen für die Spieler und 6. die Ausführungsbestimmungen des Deutschen Fußballbundes. Sodann weisen sie eine andere Anordnung in der Reihenfolge der Paragraphen und eine Trennung verschiedener Paragraphen auf. Inhaltlich bringen sie auch einige wichtige Neuerungen, por allen Dingen eine Hebung des Linienrichteramtes, bei welchen Unterschied zwischen der Amtsausführung von Vereins und neutralen Linienrichtern gemacht und für die letzteren eine weitgehende Mitwirkung bei Entscheidungen des Schiedsrichters garantiert wird. Die Behörden werden verpflichtet, bei Unterlassungen des Schiedsrichers in Fällen von ungebührlichem Betragen der Spieler usw. selbst gegen den Schuldigen vorzugehen und auch den betr. Schiedsrichter zur Rechenschaft zu ziehen, gegebenenfalls zu sperren. Für die Vereine ist folgendes wichtig: Die Torpfosten und Querlatten dürfen nur noch weiß( also nicht mehr in den bunten Vereinsfarben) gestrichen sein. Ebenso müssen die Edfahnen eine einfarbige helle( also weiße) Farbe tragen. Die Tornete dürfen keine Löcher aufweisen, durch welche vielleicht ein Ball durchschlüpfen könnte, und müssen am Boden and am Torgestell derart befestigt sein, daß keine Lüde vorhanden ist. Die Spieler werden darauf aufmerksam gemacht, daß es in 3ufunft feinen Elfmeter mehr gibt. Der Anlaß und die Ausführung verbleiben dieselben, nur der Name ändert sich: er heißt ,, Strafstoß" Was bisher als ,, StrafStoß" galt, hat jetzt die Bezeichnung " Freistoß, der direkt zum Tor führen kann", während es andererseits einen Freistoß, aus dem unmittelbar fein Tor erzielt werden tann" gibt. Es ist vorgeschlagen, der Kürze halber folgende Benennungen zu gebrauchen: 1. Strafstoß( bisher Elfmeter) 2. direkter Freistoß( mit direktem Torerfolg) 3. indirefter Freistoß( ohne direkten Torerfolg). Mittwoch, den 1. Oftober 1930. Auch sonst enthalten die neuen Regeln allerlei Bestimmungen, die von den Vereinen, Spielern und Schiedsrichtern beachtet werden müssen, sodaß es in deren Interesse liegt, sich mit den Neuerungen unbedingt bekannt zu machen. Untenntnis schützt nicht vor Strafe. Die neuen Spielregeln des Deutschen Fußball- Bundes. Der D. F. B. gibt seine Spielregeln in vollständig neuer Fassung entsprechend den Bestimmungen der Fifa heraus. Wie wir hören, wird demgemäß noch im September eine gänzliche Neubearbeitung( 21. Auflage) des„ Schiedsrichter" von S. Rosenberger und A. Hofschneider erscheinen unter Berücksichtigung der neuen Regeln und mit deren ausführlicher Erläuterung, illustriert mit etwa 100 Demonstrationsbildern. Die Neuauflage erscheint wieder im Sportverlag Died& Co., Stuttgart, und kostet steif ge= hefter RM. 4.-. Leichtathletik. Vereinsmeisterschaften der Sp. Bgg. 1900 Gießen. Vom herrlichen Herbstwetter begünstigt, tamen am Sonntag die den Abschluß der Bahnsaison bildenden Vereinsmeisterschaften zum Austrag. Das außerordentlich reichhaltige Programm wurde von den Kampfrichtern in rascher Folge abge= widelt. Trotz der schlechten Trainingsmöglichkeiten in den lezten Wochen und der vorgeschrittenen Jahreszeit wurden durchweg sehr ansprechende Leistungen gezeigt. Ergebnisse: Attive Gruppe A: Sprinterdreikampf( 50 m, 100 m, 200 m): 1. Schickedanz 12 Punkte; 3000 m: 1. Gerhardt( vom Mal) 9:42 Min.; 4 X 1500 m- Staffel: 1. Mannschaft( Gerhardt, Bepperling, Paul, Peters) 18: 6,4 Min.; Hochsprung: 1. Peters I 1,55m, 2. Wolf 1,55 m( durch Los); Stabhochsprung: 1. Jung 3,00 m; Kugelstoßen: 1. Schäfer 12,51 m; Diskuswerfen: 1. Schäfer 36,51 m; Speerwerfen: 1. Hopfenmüller 46,42 m; Fünfkampf: ( nach Wahl) 1. Guyot 3012,67 Pkte.; Aftive Gruppe B: 50 m- Lauf: 1. Linsemann 6,6 Sef.; 100 m- Lauf: 1. Linsemann 12,1 Sef.; 1000 m- Lauf: 1. Glagow 2:50 Min.; Weitsprung: 1. Krämer 5,85 m; Kugelstoßen: 1. Trauth 9,52 m; Diskuswerfen: 1. Trauth 28,27 m; Dreikampf:( nach Wahl) 1. Krämer 1855,25 Pkte. Jugend, Klasse A: Sprinterdreikampf 50, 100, 200 m: 1. Koch II 12 Pfte.; 800 m- Lauf: 1. Baumstieger 2: 14,7 Min.; Weitsprung: 1. Felsing 5,49 m; Distuswerfen: 1. Rodriguez 32,83 m; 2. Felsing 32,81 m; Dreikampf: 1. Rodriguez 749,05 Pfte. Jugend- Klasse B: 100 m: 1. Gräf 12,8 Sef., 2. Baumstieger 12,8 Sef.( Handbreite zur.); Hochsprung: 1. Schlarb 1,53 m; Speerwerfen: 1. Gräf 49 m. Jugend- Klasse C: 50- m- Lauf: 1. Volf 7,7 Sef.; Weitsprung: 1. Volf 4,08 m; Rugelstoßen 1. Volf 7,34 m. Jugend- Klasse D: 50 m: 1. Bergmann 8,2 Sef.; 2. Stöhr, 8,2 Gef. ( Handbr. zur.); Standweitsprung: 1. Bergmann 1,88 m; Ballweitwurf: 1. Stöhr 50,35 m. Jugend- Klasse E: 50 m: 1. Weihrauch 7,8 Sef.; Standweitsprung: 1. Goß 2,04 m; Ballweitwurf: 1. Goß 55,65 m ,, Gießener Zeitang" oder 72 Spiele zu absolvieren; ergibt zusammen 128 Spiele. Für diese sind demnach auch 128 Schiedsrichter zu stellen; da natürlich entsprechend den Befähigungsklassen" eine solche Menge allein für die Bezirksliga nicht vorhanden ist, muß se der der qualifizierten Schiedsrichter vielleicht 8 bis 10 mal oder noch öfters eine Spielleitung übernehmen; dazu kommen noch die zwischenzeitlichen Abkommandierungen in die Bezirksklassen und vielleicht auch noch in die Jugend- und Gauklassen. Für die Sonderklasse beträgt die Pauschalabgabe 400 Mart, sodaß die Vereine zusammen 6800 Mart abliefern müssen, also das Jahresgehalt von einem Beamten in schon ziemlich gehobener" Stellung. Daneben sind die„ Spielabgaben" fällig, nämlich fünf Prozent der Brutto- Einnahme; nimmt man einen Durchschnittsbesuch von 600 Personen zu je 50 Pfennigen an die 22 Lokal= treffen in Kassel, Göttingen, Fulda und Marburg werden allein schon diesen Durchschnitt überbieten also eine Einnahme von 300 Mark pro Spiel, so bringen die 128 Spiele 38 400 Mark ein, von denen 1920 Mart als Spielabgaben abzuführen sind. Die 17 Vereine müssen also dem Verband 8720 Mart zahlen. 4 mal 50 m- Staffel für C, D= u. E- Klasse: 1. C- Klasse 30 Sek., 2 E- Klasse 30,5 Sef., 3. D- Klasse 31,8 Sek. Frauen: 50 m: 1. A. Knab 7,6 Sef.; 100 m: 1. A. Knab 14,1 Set., 2. M. Lösch 14,2 Sek.; Hochsprung: 1. A. Knab 1,30 m; Weitsprung: 1. D. Nidel 3,64 m; Rugelstoßen: 1. A. Schlüter 7,35 m; 800 m- Lauf: 1. Elly Richtberg 2: 56,5 Min. Mädchen: 50 m: 1. M. Lösch 7,6 Sef.; Weitsprung: 1. E. Richtberg 3,82 m; Ballweitwurf: 1. M. Lösch 49,20 m; 4 mal 50 m- Staffel( Frauen und Mädchen komb.): 1. A- Mannschaft 29 Gef., 2. B- Mannschaft 30 Set. Aus Wetlar. Bei den am 21. 9. durch den Tv. Wetzlar- Ng. veranstalteten Reichs- Jugendwettkämpfen gelang es dem bekannten Jugendlichen A. Kilo vom VfL. Wetzlar im Kugelstoßen( 10 Pfd.) 16.40 m zu erreichen. Es dürfte dies wohl die beste Leistung sein, die von einem Jugendlichen bisher im Kugelstoßen in Deutschland erzielt wurde. Sport in Zahlen. Und was bezahlen sie an die Bahn und andere Verkehrsmittel für ihre Spielfahrten? Ohne auf die Einzelheiten einzugehen, seien nur die Gesamtsummen der Fahrtstrecken genannt. In der Südgruppe fährt ein Verein aus Gießen 1535,4 Kilometer, aus Fulda 1523,4 Kilometer, aus Marburg 1431,6 Kilometer, aus Kassel 1284,0 Kilometer und aus Hersfeld 1195,8 Kilometer( in der Nordgruppe hätte Hersfeld 1393,2 Kilometer verfahren müssen); die neun Vereine der Südgruppe legten zusammen 12 493,2 kilometer zurück. In der Nordgruppe sind die Verhältnisse viel günstiger; hier muß ein Verein aus Einbed 1031,6 Kilometer, ein Verein aus Kassel( mit Großalmenrode) 606,8 Kilometer und ein Verein aus Göttingen( mit Grone) auch 606,8 Kilometer auf der Bahn verbringen, sodaß sich für die acht Vereine eine Gesamtstrecke von 5279,2 Kilometer ergibt. Für beide Gruppen zusammen kommt die Zahl von 17 772,4 Kilometer heraus. Meistenteils wird man wohl Sonntagskarten benutzen; einige Strecken werden auch mit Autobussen zurückgelegt; daher kann man den Betrag für Spielfahrten nicht genau berechnen, aber aus der Kilometerzahl wenigstens eine Ahnung von den Ausgaben bekommen.( Wenn ein Verein sich einen Ueberblick darüber verschaffen will, stehen die Angaben der Zahlen für die einzelnen Spielfahrten gern zu Diensten.) Diese Statistik„ Sport in Zahlen" ließe sich noch vervollständigen durch Heranziehen der 1. Bezirksklasse, deren 34 Vereine, auch wenn sie in vier Gruppen geteilt sind, ebenfalls allerlei Material an Spielen, Abgaben und Ausgaben liefern. Das Beispiel der Bezirksliga möge aber genügen, einen Einblick in die vielseitigen Auswirkungen des Eportbetriebs zu gewähren. Der Deutsche Fußballbund und die ihm angeschlossenen Landesverbände geben gewöhnlich nach Schluß eines Spieljahres einen Ueberblick über den Spielbetrieb heraus, der gewissermaßen den Charakter einer Statistik hat. Wenn man sich nicht nur an die nadten Zahlen hält, sondern sich auch einmal die Mühe macht, im Geiste sich vorzustellen oder auszurechnen, was sich alles hinter dem Zahlenmaterial versteckt, dann wird man auf manche unvermutete Offenbarung stoßen, die zu denken gibt und den Sportbetrieb in ein besonderes Licht rückt. Eine solche Betrachtung kann man aber auch schon zu Beginn eines Spieljahres anstellen, allerdings nicht in summa", sondern nur ,, summatim", d. h. auszugsweise. Wir wollen dafür einmal die Spiele der Bezirksliga in Hessen- Hannover heranziehen. Diese Spielklasse zerfällt in die Nordgruppe mit acht und die Südgruppe mit neun Vereinen, umfaßt also zusammen siebzehn Vereine. Die Ligaspiele werden demnach von 17 mal 11 oder 187 Spielern ausgetragen; das ist das Minimum, welches sich noch dadurch erhöht, daß nicht jede Mannschaft in der Lage ist, alle ihre Spiele mit denselben elf Spielern zu bestreiten, vielmehr oftmals gezwungen wird, sogenannte Reserve- oder Ersatzspieler einzustellen; die Zahl erhöht sich dadurch zwangsweise im Laufe der Serie um mindestens 33 Prozent, das ist etwa auf 250. Die Nordgruppe hat 8 mal 7 oder 56 und die Südgruppe 9 mal 8 2 Merkmale 7 Aus Nah und Fern. Lang- Göns( Kr. Gießen). Der an der hiesigen Volksschule tätige Lehrer Hermann Roth ist auf sein Nachsuchen hin mit Wirkung vom 1. Oktober ab in den Ruhestand versetzt worden. Nr. 78. gen und Bildungspolitiker, Vertreter von Staats- und Kommunalbehörden sowie eine große Anzahl von Lehrern und Lehrerinnen aller Schularten werden vertreten sein. Das Thema des Rongresses lautet:„ Aufgaben und Grenzen der Staatstätigkeit im Bildungswesen der Gegenwart". Ein besonderes Gepräge erhält die Tagung durch eine Reihe bedeutsamer Sonderver: anstaltungen, Führungen und Besichtigungen. Obbornhofen( Kr. Gießen). Der Gemeindevoranschlag für das Rechnungsjahr 1930 liegt bis zum 6. Oktober 1930 auf der Bürgermeisterei zur Einsicht offen Darmstadt. Am 20. Oktober sollte vor dem hiesigen Bezirksschöffengericht die Verhandlung gegen Bürgermeister Sin= ger aus Seligenstadt stattfinden. Da Selgienstadt jedoch dem Bezirksschöffengericht Offenbach zugeteilt ist, wurde die Verhandlung dorthin überwiesen. Bürgermeister Singer ist des Vergehens im Amt angeklagt. Bahnbau Haiger- Breitscheid. Ein neuer großer Mercedes- Typ. Zum Pariser Automobil- Salon bringt Daimler- Benz den lang erwarteten ,, Großen Mercedes", der nun, nach zweijähriger Einlaufzeit, in die serienmäßige Fabrikation übernommen wor den ist. Der Wagen weist einen, je nach Wunsch des Käufers mit oder ohne Kompressor gebauten Achtzylinder- Reihenmotor von 7,7 Liter Zylinderinhalt auf, der 150 bezw. 200 Brems- PS Teistet. Dieser Motor, ebenso das Niederflur- Fahrgestell, wie auch das Schnellganggetriebe und alle anderen höchstwertigen technischen Vervollkommnungen geben dem Wagen in konstruktiver Beziehung die erste Stelle im neuzeitlichen Bau der Fahrzeuge größter internationaler Sonderklasse. Die Karosserien weisen ihm eine führende Stellung zu: unnachahmlicher Komfort, vollendete Innenarchitektur und ideale Schönheit der Linie im einzelnen wie in der Gesamtgestaltung. Mit diesem neuen großen Wagen zeigt Mercedes- Benz beim Pariser Automobil- Salon ein Fahrzeug, das geeignet ist, auch den exclusivsten Höchstleistungen der Spitzen- Fabrikate der Welt als Beispiel vorangestellt zu werden. Haiger. In der Angelegenheit des Bahnbaues HaigerBreitscheid hat in Wiesbaden eine Besprechung stattgefunden, an der u. a. Vertreter der Regierung, der Reichsbahnverwaltung, des Dillenburger Kreistages, sowie Vertreter des Landesarbeitsamtes Hessen teilgenommen haben. Allseits wurde anerkannt, daß dieser Bahnbau eine zwingende wirtschaftliche Notwendigkeit ist und mit allem Nachdruck die Durchführung des Projektes gefördert werden müsse. Im Mittelpunkt stand die Beschaffung der Geldmittel. Von zuständiger Stelle wurde die Zusicherung gegeben, daß in Kürze die Finanzierung sichergestellt und noch in diesem Jahre mit dem Beginn der Arbeiten gerechnet werden könne. Die Durchführung des Bahnbauprojeftes wird etwa 600 Arbeitern Erwerbsmöglichkeiten für zwei Jahre bieten. Der älteste Westfale gestorben. Bocholt. Am Sonntag starb der im Jahre 1825 geborene Johann Heisterkamp, genannt ,, der alte Pannemann", in der Bauernschaft Lovik bei Bocholt. Pädagogischer Kongreß. Neue Bücher. Vererbungslehre und Erbgesundheitspflege. Einführung nach methodischen Grundsätzen. Von Dr. Jakob Graf. 264 S. Mit 4 farbigen Tafeln und 54 Abbildungen. J. F. Lehmanns Verlag, München 1930. Geb. 8 RM., geh. 6,75 RM. Die Wissenschaft bemüht sich gegenwärtig offenbar besonders, das Geheimnis zu lüften, das bisher noch über der Vererbung lag. Das vorliegende Buch ist eine streng wissenschaftliche Einführung in die Vererbungslehre nach dem heutigen Stand der Forschung und soll nach dem Willen des Verfassers nicht nur ein Lehrbuch, sondern auch ein Lernbuch sein für Lehrer und Schüler. Der gesamte Stoff ist streng gegliedert und in knapper Form gegeben. In der Zeit vom 5.- 7. Oktober 1930 findet in Wiesbaden der große Pädagogische Kongreß des Deutschen Ausschusses für Erziehung und Unterricht statt. Alle großen Verbände der Schule, der Wirtschaft, der Technik, soweit sie am deutschen Bildungs- und Unterrichtswesen interessiert sind, namhafte Pädagofür die Echtheit! ווו 11111 LAFFE LUNG In fun niganan Intereffe follten Sin beim Einkauf von Buffanzutulz auf den Namen, Anift frame" und auf die Kaffeemühle achten. Das sind die Kennzeichen, die für die Echtheit und die einzigartige Güte dieser altbe währten, hacharomatischen Kaffenmarzn bürgen, denken Sie stets daran und an die Tatsache, daß der Zusatz von Recht Fraud roollang herzhaften Kaffengenuß verschafft. Sch. Das frohe Jahr. Ein Spiel- und Lesebüchlein für Kinder. Von Karl Springenschmid. Verlag„ Auf der Wacht", Dahlem- Berlin. 56 S. Kartonumschlag. 1 Stüd 35 Pfg. Der in Kinderkreisen bekannte Verfasser hat mit seinem volkstümlichen Humor ein wirklich prächtiges Buch für unsere Jugend geschaffen. Lauter kurze und erbauliche Sachen sind es, an die 50 Gedichte und Geschichtchen, Kasperlestücke, Schnurren und Schwänke, die das Buch in reicher Fülle bietet. Erschei Bezugspreis altionsschluß frü febung nicht verla ,, Die notwendigen Vokabeln aus dem Buch der Mode", lehrt Sie die soeben erschienene große Herbst- Modennummer der„ Eleganten Welt". Studieren Sie den interessanten Modenteil des Heftes, und Sie werden modisch ausreichend orientiert sein! Do. X fliegt nach Amerika. Bewegliche Wellenbrecher. Unsere wanderlustige Jugend. Bergsteigen in Europa und Indien, von Prof. Dr. G. O. Dyhrenfurth, Leiter der internationalen Himalaja Expedition 1930. Das sind so einige Themen aus dem neuen Heft Nr. 40 der„ Woche". - ,, Sonnenschein Freude für Aile", Familienausgabe der bekannten Zeitschrift„ Jm Wartezimmer", Verlag Gustav Thomas, Bielefeld, Preis 60 Pfg. Das neue Heft ist wieder jedem der gute Unterhaltung in knapper Form und großer Auswahl wünscht, sehr zu empfehlen. 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