Nr. 15. Fälle be wurde eine nach in den on etwa 20 Meine Im Effener aufe Burge Besitzer fich In den letz rs geblüht, on der Kri Essener egen einen slagen be le die Er Fällen schon ehoben, da 11. arauf schlie Den müssen, r Erwerbs pern immer hsten Löh unter den wie drin enten eine enfürsorge c. Brauchle, Mahlow, 80 Univ.- Bbl.) Aberglaube, er Beurtei Autosugge attische Be r lernen in nen und be ags Reclam Der Flur W. Scheller.. dem Leben he Bauern Deffenlandes Rapierkunft. 30 Rpfg. en, von Be Ein heiter eben solcher, Sch. Boltstunde, Februar e Abhand amfeit nicht Schwälmer Tode erdrüdt Weffel. Der em auch die r Provinz Töpferwert diefe Zeit e Zeitschrift Voltsstaates B. Gießen. RIECK er ch be, fe, etc. SEN e- Vertretung erteilungslager bffverbraucher, Groß- Röfterei ne, Hamburg 36 Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. Politische Rundschau. In einer Kundgebung ruft der Reichsausschuß für das deutsche Volksbegehren gegen den Youngplan auf. ( Gießener Tageblatt) Der Wohnungsausschuß des Reichstags beschloß die Ver: längerung der Geltungsdauer des Mieterschutzgesetzes nur bis zum 30. Juni 1931. Die Bereinigten Ausschüsse des Reichstages berieten das deutsch- amerikanische Schuldenablommen, die deutsche Garantie für die ehemaligen Schuhgebietsanleihen und die Frage einer Räumungsamnestie weiter. Der preußische Innenminister Grzesinski ist zurückgetreten. Zu seinem Nachfolger wurde der Oberpräsident der Provinz Sachsen, Dr. Waentig, ernannt. Waentig ist sozialdemokrati: scher Landtagsabgeordneter. Gegen Sozialdemokraten und Kommunisten bei Stimmenthaltung einiger Demokraten wurde im preußischen Landtag ein Antrag auf höhere Weinzölle angenommen. Zum Generaldirektor der Internationalen Zahlungsbank wurde trotz des Einspruchs des Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht der französische Delegierte Quesnay bezeichnet. Der Herr Reichspräsident hat dem Präsidenten des Norddeutschen Lloyd, Dr. phil. Heineken, in einem persönlichen Schreiben herzliche Glückwünsche zu seinem 70. Geburtstag aus: gesprochen. In Wien sind die Vertreter des Reichsjustizministeriums zu einer Vorbesprechung für die gemeinsame Strafrechtskonfe= renz eingetroffen. Der preußische Minister des Innern hat angeordnet, daß die Bekämpfung der Falschmünzerei jetzt mit den stärksten Mitteln zu erfolgen hat. Deshalb ist beim Landeskriminalamt Ber: lin eine Landesfalschgeldstelle errichtet worden. Der preußische Minister des Innern hat sämtliche Polizeiverordnungen der Oberpräsidenten, der Regierungspräsidenten, Kreis- und Ortspolizeibehörden, soweit sie vor dem 1. Januar 1900 erlassen sind, mit Wirkung vom 1. Mai 1930 außer Kraft gesetzt. Der thüringische nationalsozialistische Volksbildungsminister Frid hat der Volksschule Thüringen mitgeteilt, daß mit der Streichung sämtlicher Staatszuschüsse für die Erwachsenen- Bildung in Thüringen zu rechnen sei. Die Arbeitgeberverbände des gesamten deutschen Baugewerbes haben die zurzeit gültigen Bauarbeiteriöhne zum 31. März 1930 gekündigt. Bei der Beerdigung des Zigeunerprimas Bela Raditsch nahmen in Budapest etwa 150 000 Menschen teil. Bei dem rie: sigen Gedränge wurden 14 Personen schwer und viele leicht verlegt. Die White- Star- Linie baut einen 350 Meter langen Ozeanschnelldampfer mit einer Gesamttonnage von 65 000 Tonnen, der die Schnelligkeitshöchstleistung der„ Bremen" brechen soll. Ebenso baut die Cunard- Linie einen 65 000- Tonnen- Schnelldampfer. Der Young- Plan im Ausschuß angenommen. Berlin, 28. 2. Trotz der Stimmenthaltung des Zentrums und der Bayerischen Volkspartei, die im Ausschuß zusammen über elf Stimmen verfügen, wurden sämtliche Young- Abkommen in den Vereinigten Reichstagsausschüssen mit 29 Stimmen der Sozialdemokraten, Demokraten und der Deutschen Volkspartei gegen 23 Stimmen der Deutschnationalen, Kommunisten, Wirtschaftspartei und Christlichnationalen angenommen. Die Abtrennung des Polenabkommens wurde abgelehnt. Es wurde ebenfalls angenommen. Steuern ohne Ende! Die Einzelheiten der neuen Deckungsvorlage des Reichsfinanzministers werden vorläufig noch streng vertraulich behandelt. Fest steht jedoch, daß die Vorschläge Dr. Moldenhawers im Gegensatz zu anderen Gerüchten den Gedanken eines Notopfers aus dem Einkommen aller Festbesoldeten zur Sanierung der Finanzlage des Reiches nicht enthalten. Allerdings erwartet man, daß von sozialdemokratischer Seite ernste Vorstöße in dieser Richtung unternommen werden. Von volksparteilicher Seite erfährt man hierzu, daß die Reichstagsfraktion der Partei eine derartige Sondersteuer entschieden ablehnen würde. Wie die ,, Voss. 3tg. meldet, werden die Deckungspläne des Reichsfinanzministers, durch die nicht nur das Defizit des Reichshaushalts beseitigt, sondern auch den Ländern unter die Arme gegriffen werden soll, folgende Posten enthalten: Erhöhung der Biersteuer um 75 Prozent, Erträgnis 240 Mill., Erhöhung der Zölle auf Kaffee und Tee, Erträgnis 60 Mill., Erhöhung der Benzinsteuer, Erträgnis 60 Mill., Einführung einer Mineralwassersteuer, Erträgnis 35 Mill. Rmf. Nach anderer Lesart soll die Steuer auf Mineralwässer nicht mehr in Frage kommen. Gewisse Möglichkeiten liegen weiter, wie der ,, Börsen- Courrier" meldet, in der Verkürzung Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 1. März 1930 der Fälligkeitstermine. Hier könnten als einmalige Steuererhöhung bei der Tabaksteuer 30 Millionen, bei der Biersteuer 30 Millionen, bei der Zuckersteuer 14 Millionen, bei den Tabaksteuerlägern 5 Millionen und bei den Zudersteuerlägern 3 Millionen hereingeholt werden. Das würde eine einmalige Einnahme von 82 Millionen Mark bringen. Die geplante Benzinsteuer. Ueber die geplante Benzinsteuer erfährt man folgende Einzelheiten: Beabsichtigt ist die Erhebung einer Steuer von sechs Pfennig auf den Liter Benzin. Ueberdies soll das Benzol bei der Einfuhr mit einem ebenso hohen Zoll belegt werden wie das Benzin, also schätzungsweise mit einem solchen von 12 Pfennig für den Liter Benzol. Auf Grund dieser Maßnahmen soll sich ein Mehrertrag von 80 Millionen Rmt. ergeben, der rech= nungsmäßig eine Verdoppelung des Ertrages des Benzinzolles für 1929-30 ergeben würde, der auf 65 Millionen geschätzt wird. Kellogg Paft und Völkerbund. Genf. Der Ausschuß für die Anpassung der Völkerbundssatzung an den Kellegg- Paft ist nach oft heftigen Auseinandersetzungen und ausgedehnter juristischen Diskussion zu seiner ersten Entscheidung gelangt. Er hat den Wortlaut des künftigen Artikels 12 der Sagung wie folgt beschlossen: ,, Alle Bundesmitglieder kommen überein, daß sie zur Regelung einer etwa zwischen ihnen entstehenden Streitfrage, die zum Bruch führen könnte, nur friedliche Mittel anwenden werden. Wenn der Streit anhält, wird die Streitfrage entweder der Schiedsgerichtsbarkeit oder dem gerichtlichen Verfahren oder der Prüfung durch den Völkerbundsrat unterbreitet. Die Mitglieder des Völkerbundes kom= men überein, daß sie in keinem Fall zur Lösung ihrer Streitigkeit zum Kriege schreiten werden." Diesem Artikel kommt insofern große Bedeutung zu, als er als Einleitung für das gesamte übrige Völkerbundsverfahren in Streitfällen bezeichnet werden kann. Monopolvertrag des schwedischen Zündholztrustes mit Danzig. Die schwedische Großzündholzgesellschaft( Kreuger) hat mit dem Freistaat Danzig einen Monopolvertrag über die Herstellung und den Verkauf von Zündhölzern auf die Dauer von 35 Jahren abgeschlossen. Der Besagungssender verstummt. Wiesbaden. Die vielen durchaus berechtigten Klagen über die Rundfunkstörungen durch den Sender der Rheinlandkommission haben Erfolg gehabt. Der französische Oberkommissar hat angeordnet, daß am 1. März der Besagungssender in Wiesbaden aufgehoben wird. Zur Erhaltung der hessischen Forsten. Der Hessische Oberförster- Verband faßte eine Resolution zum Entwurf des Staatsvoranschlags 1930, in dem es heißt: ,, Der Hessische Staats- und Gemeindewald, das größte Vermögensobjekt des Hessischen Volkes, darf nicht angetastet werden! Die höchste Rente daraus muß sichergestellt werden! Es gibt nur einen Weg- Hände weg von der Organisation der Hessischen Staatsforstverwaltung!" Die Rüsselsheimer Rädelsführer stehen dem Staatsanwalt zur Verfügung. Darmstadt. Der Gesetzgebungsausschuß des Landtages beschloß heute einstimmig die Aufhebung der Immunität des kommunistischen Landtagsabgeordneten Sumpf, der seinerzeit bei den Opel- Unruhen auf frischer Tat verhaftet, aber unverständlicherweise wieder freigelassen wurde. In dem Antrag des Staatsanwaltes wird betont, daß Sumpf als Rädelsführer an zusehen sei. dort die Arbeiter gewaltsam von der Arbeit wegzuziehen versuchte, Türen erbrach und Laufbänder abgestellt habe. Das Verfahren wird wegen Landfriedensbruch eingeleitet. Im Ausschuß wurde bekanntgegeben, daß auch die Jmmunität des preußischen Landtagsabgeordneten Müller aufge= hoben sei. Kommunisten- Ueberfall in München. In der Nacht auf Donnerstag überfielen im Münchener Stadtteil Giesing eine größere Anzahl von Kommunisten fünfzehn Nationalsozialisten, die auf dem Heimweg von einer Versammlung waren. Es kam zu einer schweren Schlägerei, in die das Ueberfallkommando eingreifen mußte. Zwei Nationalsozialisten wurden mit Hieb- und Stichwunden erheblich verletzt. Fünfzehn Kommunisten wurden festgenommen. 1177 Gotteshäuser geschlossen. In der gesamten Sowjetunion wurden 900 Kirchen, 77 Synagogen und 200 Bethäuser anderer Religionsgemeinschaften geschlossen. In Kiew wurde am Sonntag offiziell das Glockenläuten verboten und die Kiewer Kathedrale des Heiligen Wladimir geschlossen. Das Urteil gegen Graf Christian- Stolberg rechtskräftig. Die im Stolberg- Prozeß von der Staatsanwaltschaft und von der Verteidigung eingelegten Berufungen im Prozeß Graf Stolberg sind zurückgezogen worden. Das wegen fahrlässiger Tötung auf neun Monate Gefängnis lautende Urteil des Schöf= fengerichts Hirschberg ist damit rechtskräftig geworden. Ueber die Frage, ob dem Grafen Stolberg Strafaussetzung zuteil werden soll, wird noch entschieden werden. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lotal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 16/17 Angliederung an Preußen. - - Von amtlicher Stelle wird uns darüber folgendes geschrieben: Die Nachrichten von bevorstehender Einverleibung kleiner Länder in Preußen haben in den letzten Wochen sich auffallend gehäuft. Bald war von Schaumburg- Lippe, bald von Mecklen burg- Strelitz, bald von Braunschweig und sogar von Hessen die Rede. Es schien fast so, als ob diese Länder nur den einen Wunsch hätten, möglichst schnell und ganz freiwillig sich von Preußen einverleiben zu lassen. Inzwischen aber erfährt man immer mehr Anhaltspunkte dafür, daß die angebliche Freiwilligkeit mehr oder minder künstlich erzeugt oder gar auf einen nicht immer sanften Druck von Berlin zurückzuführen ist. Dort möchte man schon vor dem großen Einverleiben bei der allge= meinen Reichsreform aus dem Kuchen einer großpreußischen zentralistischen Reichsreform einige besonders schmackhafte Rosinen herausnehmen. In den Unterausschüssen der Länderkonferenz hat bekanntlich eine inzwischen allerdings zweifelhaft gewordene Mehrheit einem Lösungsversuch zugestimmt, der das Aufgehen von 7 Ländern, nämlich der beiden Mecklenburg, von Braunschweig, Oldenburg, Lippe- Detmold und Anhalt in Preußen vorsieht. Thüringen und Hessen, sowie die 3 Hansastädte getraute man sich noch nicht sofort dem gleichen Schicksal zu überantworten. Sie erhielten zur Beruhigung die Zusiche rung, auch weiterhin eine gewisse Selbständigkeit behalten zw dürfen, über deren Inhalt man aber bis jetzt zu schweigen vorzog. Heute aber wird bereits ganz offen angekündigt, daß nicht mehr bloß sieben, sondern zwölf kleinere und mittlere Länder mit Preußen vereinigt werden sollen. Von gewissen Selbständigkeitsrechten für Hessen, Thüringen und die drei Hansastädte ist gar nicht mehr die Rede. Diese Tatsache ist ein neuer Beweis dafür, welcher Wert in der zentralistischen Gedankenwelt jenem Teil der Beschlüsse der Länderkonferenz zukommt, in dem noch von Rechten anderer Länder die Rede ist. In auffallender Uebereinstimmung wird versucht, den kleinen Ländern die Preisgabe ihrer Selbständigkeit mit dem Vorteil schmackhaft zu machen, sie könnten gewisse Rechte, vor allem die Erhaltung ihres Staats- und Forstbesitzes, jetzt noch viel: leicht erreichen, später aber sicher nicht mehr. Anschlußfreudige Vectreter in den kleinen Ländern haben in diesem Sinne von einem ,, ehrenvollen Aufgehen in Preußen" gesprochen. Es ist bezeichnend, mit welcher Offenheit und Selbstverständlichkeit in solchen Gedankengängen das Recht Preußens auf den Besitz an derer Länder ausgesprochen wird. Es ist aber auch von Interesse, wie sich Preußen selbst zu einem solchen Vorbehalt von Rechten für die einzuverleibenden Länder stellt. Im Hauptausschuß des preußischen Landtags hatte Mitte Januar 1930 der preußische Minister des Innern erklärt, früher sei PreuBen an fleine Länder herangetreten, um sie zum Zusammen schluß" zu bewegen. Das geschehe heute grundsäglich nicht mehr, weil dies die kleinen Länder zu Forderungen ,, angestachelt" habe, die sich nicht hätten erfüllen lassen. 3. B. sei es gar nicht zu verantworten, daß dem einverleibten Waldeck das ehemalige Staatsvermögen zur eigenen Nutznießung vorbehalten bliebe, weil dadurch seine Bewohner besser gestellt würden als die übrigen Bewohner Preußens. Der Zwed der ,, Verwaltungsreform ,, werde auf solche Weise vereitelt. Die Hoffnungen der kleinen Länder, besser dabei wegzukommen, wenn sie fich jezt verschlingen lassen, statt später, find also, wie man daraus ersicht, auf recht schwachen Grund gebaut. Eine verhängnisvolle Selbsttäuschung aber wäre es, wenn die Steuerzahler sich eine Erleichterung ihrer Steuerlast im Falle einer Einverleibung in Preußen versprechen würden. Nach den Ergebnissen der Reichsfinanzstatistik sind die kleinen Länder durchweg billiger verwaltet als Preußen. Auf den Kopf der Bevölkerung treffen an Gesamtausgaben für Land, Gemeinden und Gemeindeverbände in Preußen Schaumburg- Lippe Mecklenburg- Strelit Lippe Braunschweig Oldenburg für das Jahr 1927 174,64 Rmt. 117,84 Rmf. 143,89 Rmt. 116,20 Rmt. 158,20 Rmf. 126,41 Rmt. Wenn die Bevölkerung kleiner Länder in ihrer Mehrheit den Wunsch auf Einverleibung in Preußen äußert, so ist dagegen nichts einzuwenden. Notwendig ist aber für eine vernünftige Gliederung Deutschlands, daß Preußen nicht nur eingliedert, sondern dort, wo sich preußische Gebietsteile in das Gebiet anderer Länder einzwängen, auch vernünftige Ausgliederungen zugesteht. Es sei nur an die zahlreichen preußischen Entlaven in anderen Ländern und an die Verhältnisse in Hessen erinnert. Die Gliederung die Preußen vorschwebt, und die damit endet, daß es in Deutschland nur noch ein großes Preußen gebe, ist für die Zukunft Deutschlands untragbar. Schaumburg- Lippe bleibt selbständig. Der Schaumburg- Lippische Landtag hat in seiner Sigung, in der die dritte Lesung des Gesezentwurfs über die Vereinigung des Freistaates Schaumburg- Lippe mit Preußen vorgenommen wurde, den Antrag abgelehnt. Da sich neun Sozialdemokraten für den Anschluß, die fünf Bürgerlichen aber dagegen aussprachen wurde die erforderliche Dreiviertelmehrheit nicht erreicht. Schaumburg- Lippe behält also seine Selbständigfeit. Samstag, den 1. März 1930. Riesen- Waffendiebstahl in Leipzig. Leipzig. Der Leipziger Reichswehr sind ein großes Maschinengewehr, 38 kleine Maschinengewehre und 270 Gewehre gestohlen worden. Die Waffen dürften insgesamt 70 Zentner wiegen, so daß für ihre Fortschaffung wenigstens zwei Automobile benutzt worden sein müssen. Die Waffen waren in einem Gebäude außerhalb des Kasernengeländes untergebracht. Dieses Gebäude wurde bis vor einiger Zeit von einem Posten bewacht. Der Posten wurde dann aber eingezogen, und die Sicherung der Waffen blieb auf einige Rundgänge eines Posten beschränkt, die durch eine Stechuhr kontrolliert wurden. Infolge= dessen konnten die Diebe ihre Kraftwagen bis an das Depot heranbringen und mit der schweren Last beladen. Vor der Abnahmeprobefahrt der„ Europa". Bremen. Die Probefahrt des Schnelldampfers„ Europa" des Norddeutschen Lloyds ist am 27. Februar mit einer Fahrt von Curhafen- Reede nach Bremerhafen- Columbus- Pier vorläufig beendet. Das Ergebnis des ersten Teiles der Probefahrt ist sehr befriedigend. Das Schiff bewies erneut glänzende See- Eigenschaften. Die Abnahmeprobefahrt wird in der nächsten Woche stattfinden. Tegner an Deutschland ausgeliefert. Der seit seiner Festnahme in Kolmar in Haft befindliche Heinrich Tehner wurde am Dienstag von der französischen Behörde der deutschen Gendarmerie ausgeliefert. Tegner wird zur Aburteilung nach Regensburg überführt werden. Er hatte bekanntlich in seinem Auto einen Handwerksburschen verbrannt und wollie dadurch seinen eigenen Tod vortäuschen, um in den Besitz einer hohen Versicherungssumme zu gelangen. Militärische Sprachenpolitik in Böhmen. Gießener Zeitung Lokales. Sonntagsgedanken. Noch ein paar Tage, dann haben die Geigen ausgesungen, dann ist die lärmende Zeit wieder zu Ende und Gottes Kirche gebietet der tanzenden Welt ein strenges Halt. Maskenkleid und aller Flitterkram fallen, es schweigen Trompeten und Geigen, Freude und Lachen verstummt und ein grauer Aschermitt miitwochmorgen streift erbarmungslos der Welt den falschen Glanz ab. Und nichts bleibt übrig als falte Asche. Die tolle Zeit hat zwar fein Hehl gemacht aus ihrem Gehalt. Ihr Gewand war wie ihre Seele. Flach und leer, leicht und sorglos. Wohl dem, der wieder zurückkehren kann zum ruhigen Alltag und friedlichen Sonntag, der nicht vergessen hat, daß es noch etwas Höheres gibt, der die Straße wieder findet, die aufwärts und nicht abwärts führt. Nichts bleibt übrig als kalte, talte Asche.- Das ist das Los alles Jrdischen ein Häuschen Staub. Was nützt doch aller Reichtum und aller Glanz dieser Welt. Das Endbild davon ist immer wieder Staub und Asche. Unvergänglich nur ist, was aus unserem Aschenleib bei seinem Tode als Seele der Unsterblichkeit entgegengeht. Der Glanz, den du, Mensch, dieser Seele geben kannst, der ist wahr und echt und wird bestehen auch vor dem Sonnenlicht des Ewigen. Der Sonntagsschreiber. Zu einem unerhörten Uebergriff dem Deutschtum gegenüber hat sich der militärische Landeskommandant in Böhmen hinreißen lassen. Er hat in einem militärischen Reservatbefehl darüber geklagt, daß die Offiziere und ihre Familien im enge= ren Kreise und in breiter Deffentlichkeit die deutsche Sprache auffallend gebrauchten, wodurch das nationale Empfinden in der tschechischen Oeffentlichkeit verletzt werde. Verschärfung der Lage in Monaco. Die politische Lage in Monaco wird mit jedem Tag verwidelter. Eine Abordnung von 14 Personen, die keiner Partei angehören, hat sich zum Palais begeben, um dem Regenten eine Bittschrift zu unterbreiten, die Wahlen bereits im März zur Ausschreibung zu bringen. Antimonarchistische Kundgebungen in Madrid. Madrid. Das Zarzuela- Theater war während der Rede des ehemaligen Ministerpräsidenten Sanchez Guerra telephonisch mit dem Königspalast und dem Ministerpräsidium verbunden, so daß dort die Rede gehört werden konnte. Nach Schluß der Versammlung kam es zu lebhaften Zwischenfällen. Etwa 3000 Personen, meist Studenten und Arbeiter, veranstal= teten eine Demonstration bei der Gran Via, wobei rote Fahnen mitgeführt und Hochrufe auf die Republik ausgebracht wurden. Die finanzielle Auswirkung der direkten Kreissteuern. Interessante Zahlen aus Stadt und Land. Nr. 16/17 * Mittel für kommunale Bedürfnisse. Das Gesamtministerium hat der Landeskommunalbank- Girozentrale für Hessen in Darmstadt die Genehmigung zur Ausgabe von Schuldverschreibungen auf den Inhaber bis zum Betrage von 5 Millionen Rmt. verzinslich mit 8 Prozent zur Beschaffung von Mitteln für kommunale Bedürfnisse erteilt. * Vom hessischen Landbund. Die Landesversammlung findet Samstag, den 8. März, in Frankfurt a. M., im Volksbildungsheim statt. Ueber„ Hessische Politik" spricht Landtagsabgeordneter Dr. Leuchtgens Friedberg, ferner spricht der Reichsminister a. D., Präsident des Reichslandbundes, Dr. H. c. Schiele Berlin über„ Ein Jahr Kampf der Grünen Front". Prof. Dr. Hermann von Jhering f. Prof. Dr. Hermann von Jhering ist, nahezu 80jährig, nach längerem, zuletzt qualvollem Leiden in der Nacht des 24. in der chirurgischen Klinik verstorben. Er war als ältester Sohn des genialen Rechtsphilosophen Rudolf v. Jhering 1850 zu Kiel geboren, betrachtete sich aber steis als Oberhesse, da er in Gießen, wohin sein Vater 1852 berufen wurde, Gymnasium und Universität besucht hatte. Hier wie in Berlin und Göttingen betrieb er medizinische und naturwissenschaftliche Studien. Nachdem er dann in Göttingen, Leipzig und Erlangen als Assistent an zoologischen Instituten, sowie in Leipzig als Privatdozent tätig gewesen war, trieb ihn sein Forscherdrang nach Südamerika, wo er bis zu seinem hohen Alter blieb, zuletzt als Leiter des Museums zu Sao Paulo, das er förmlich aus dem Nichts geschaffen hatte. Der Deutschenhaß der Brasilianer, geschürt durch die diplomatischen Vertreter Englands und Frankreis, trieb ihn aus dieser Stellung und aus dem Lande. Er fehrte nach Deutschand zurück und ließ sich in Büdingen nieder. Bis in sein hohes Alter hat Hermann von Jhering eine ungemein rege Tätigkeit als Schriftsteller auf den verschiedensten Gebieten entfaltet. Zum Viehhofprojekt. * Die erste Zuchtvichversteigerung des Landwirtschaftskammer- Ausschusses für die Provinz Oberhessen im Jahre 1930 findet in Butzbach am Mittwoch, den 12. März, einen Tag vor dem bekannten Butzbacher Faselmarkt, statt. * Vicheinfuhr. Eine fünftägige Absonderung für Rinder, Schafe, Schweine und Ziegen aus sanitären Gründen ordnet It. letzten Amtsverkündigungsblatt der Minister des Innern für Vieh aus den stark verseuchten Gebieten Potsdam, Köslin, Stralsund, Liegnig, Hannover, bayer. Schwaben und dem württ. Donaukreis an. Auf Einladung des Präsidenten des Bundes der Viehhändler Deutschlands fand am Montag abend im Gewerkschaftshause eine von etwa 500 Viehhändlern besuchte Versammlung stati, in der man sich eingehend mit der Frage der Errichtung eines Viehhofes an Stelle des jetzigen Viehmarktverkaufsplages beschäftigte. Von allen Rednern aus Viehhändlerkreisen wurde mit Entschiedenheit die baldmöglichste Errichtung eines Viehhofes gefordert, wobei betont wurde, daß der Gießener Viehmarkt der größte Nutzviehmarkt in Südwestdeutschland gewor den, den in dieser Ausdehnung zu erhalten sowohl im Interesse des Viehhandels, als auch der Stadt gelegen sei. Der Preußische Landkreistag hat eine Erhebung über die finanzielle Auswirkung der direkten Kreissteuer veranstaltet. In den Nr. 3 und 4 der„ Zeitschrift für Selbstverwaltung" ist ein Artikel erschienen ,, Die direkte Kreissteuer in den preußischen Landkreisen und ihre finanzielle Auswirkung". Der Artikel enthält eine Reihe interessanter Tabellen, in denen zum ersten Male festgestellt wird, wie hoch die Grundbeträge der einzelnen Maßstabssteuern sind und wie sie sich auf das platte Land und die freisangehörigen Städte verteilen. Die ganze Berechnung ist abgestellt auf das Jahr 1928, wo der Gesamtbetrag der Kreissteuer aller Kreise 145 Millionen betrug. 6 rheinische Kreise erheben überhaupt keine Kreissteuer. Der Durchschnitt der Hundertsätze, in denen die Kreissteuer zu den Ueberweisungen erhoben wird, liegt bei 40,7 Prozent. Den niedrigsten Satz hat die Rheinprovinz mit 19,1, den höchsten Pommern mit 56,3. Bei der Grundvermögenssteuer beträgt der Durchschnitt 58,32, am niedrigsten in der Rheinprovinz mit 29,2, am höchsten Ostpreußen mit 107,3. Bei einem durchschnittlichen Gewerbesteuersatz von 57,55 hat die Rheinprovinz mit 29,0 den niedrigsten, Ostpreußen mit 103,6 den höchsten Satz. Die Grundbeträge der Ueberweisungen und Realsteuern verteilen sich auf das platte Land und die kreisangehörigen Städte wie folgt: Einkommensteuer Millionen davon auf dem platten Lande in% 160 60 28,7 60,8 123,6 77,5 25,4 50,7 Körperschaftssteuer Grundvermögenssteuer Gewerbesteuer * Hessischer Straßenbericht.( Mitgeteilt vom Hess. Automobilklub.) Heuchelheim- Azbach und Heuchelheim- Ringenbach( Ortsdurchfahrt Heuchelheim) vom 27. Januar bis auf Wieseck- Altenweiteres gesperrt. Umleitung: Rodheim. Buseck. - * Straßensperre. Die Provinzialstraße Ortsdurchfahrt Bo benhausen II ist ab Montag bis auf weiteres für jeglichen Verfehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Ober- Seibertenrod Ruppertenrod bezw. Sellnrod- Groß- Eichen. * * Straßensperre. Die Sperrung der Goethestraße zwischen dem Seltersweg und der Johannesstraße ist wieder aufgehoben. Feuerschutzwoche. Die in der Arbeits- und Interessengemeinschaft deutscher Feuerwehrorgane zusammengeschlossenen Spitzenverbände der deutschen Feuerwehr veranstalten mit Unterstützung der Behörden des Reiches und der Länder vom 27. April bis 4. Mai ds. Js. eine„ Feuerschutz- Woche". Träger der Veranstaltung sind etwa 30 000 Feuerwehren. Einer anläßlich dieser Veranstaltung herausgegebenen Broschüre FeuerVerhütung" ist weiteste Verbreitung und Beachtung zu wünschen. Ein Sonderheft gibt auch der Verlag der„ Hessischen Feuerwehr- Zeitung", Albin Klein in Gießen, heraus. Als Vertreter der Stadtverwaltung gab der Beigeordnete Dr. Hamm eingehende Erklärungen über diese Angelegenheit ab und kündigte an, daß eine vorläufige Regelung ins Auge gefaßt sei, nach welcher man den Vichhof zunächst ohne direkten Bahnanschluß mit einem kurzen Anmarschweg von der Bahnvampe aus schaffen wolle. Die Kosten für den ersten Bauabschnitt werden auf rund eine Million Mark beziffert, für den zweiten Bauabschnitt werden etwa drei Viertel Million Mark erforderlich sein. Hinsichtlich der Finanzierung des Baues hat sich jetzt auch eine Möglichkeit gezeigt, die eine befriedigende Lösung erwarten läßt, so daß die Versammlung sich einig war in der Erwartung, daß in baldmöglichster Frist mit dem Bau des Viehhofes begonnen werde. Die Tabellen zeigen neben dem Gesamtdurchschnitt für Preußen die absoluten Beträge und den Anteil des platten Landes für die Landkreise der einzelnen Provinzen und Regierungsbezirke. Von den Grundbeträgen sämtlicher Maßstabssteuern liegen 65,7 Prozent auf dem platten Lande. Das platte Land deckt von der Kreissteuer 69,9 Prozent, wird also stärker herangezogen als die kreisangehörigen Städte. Denn die Tabellen zeigen, daß im Landesdurchschnitt in Preußen von 100 Rmt. Maßstabssteuersoll auf dem platten Lande 45,5 Rmk, in den kreisangehörigen Städten nur 37,6 Rmf. als Kreissteuer erhoben werden. Die kreisangehörigen Städte zahlen also nur 82,6 Prozent von dem, was das platte Land aufzubringen hat. Die Kreissteuer mit 145 Millionen bildet nur 41 Prozent der Gesamteinnahmen der Landkreise. Im Jahre 1928 betrug die Kreissteuer 145 Millionen und deckte 41 Prozent der Gesamteinnahmen der Kreise, im Jahre 1913 betrug sie 86 Millionen und deckte 77 Prozent der Gesamteinnahmen. Diese Zahlen zeigen in aller Deutlichkeit, daß die Kreise steuerlich verselbständigt sind gegenüber 1913. Sie greifen nicht mehr in dem Maße auf die freisangehörigen Gemeinwesen zurück, wie es noch 1913 der Fall war. Feuerverhütung! Gyuk VEGENER * Das Büchlein für alle ⭑ Die offizielle Aufklärungsbroschüre zur Feuerschutz- Woche Deutschland- italien am 2. März in Frankfurt a. M. Amtlich teilt der Deutsche Fußball- Bund mit: Das Spiel und die Mannschaften: Der Italienische Fußball- Verband hat dem Deutschen Fußball- Bund bis zur Ausgabe dieser Mitteilungen seine Spieler für das Länderspiel noch nicht genannt. Die deutsche Mannschaft wird in folgender Aufstellung antreten: Stuhlfaut Hagen Weber Knöpfle Leinberger Heidkamp Albrecht Szepan Pöttinger Frank L. Hofmann Ersatz: Kreß, Brunke, Mantel, Röschke( Fürth), Armbruster ( FSpV. Frkft.), Schmitt, Kuzorra. Der Schweizer Schiedsrichter Ruoff hat das Amt des Spielleiters angenommen, als deutscher Linienrichter ist WespFrankfurt a. M. tätig. Dem Spiel der Nationalmannschaften geht ein Spiel zweier Jugendmannschaften des Mainbezirks im S. F. u. L. V. voraus. * Die italienische Expedition wird insgesamt 18 Personen umfassen, begleitet wird sie von einer größeren Anzahl italienischer Pressevertreter, Photographen und Interessenten, ein Zeichen dafür, wie hoch das Spiel in seiner sportlichen und allgemeinen Bedeutung in Italien eingeschätzt wird. In Frankfurt treffen die Jtaliener am Sonnabend Nachmittag ein. Der Deutsche Fußball- Bund hat für seine Gäste im Hotel Monopol- Metropol Unterkunft vorbereitet. Ihr Aufenthalt wird sich bis Montag Samstag, den Die Gefell fellichaft in Köl Boderjeite den S Säulenhalle des Wert von Dr. L Ernannt Sans Saubn k In den R an der Landesu auf fein Nachfudh * Die Prüfu nen ist auf den unier Beifchluß 10. März 1930 * Sammlung nenminister hat bung für ein G Boltsstaat Sejse Schutz fi : Wildenten dur übung der Jag fifche Innenmin bei der im Ga Bestimmung ge burch Lodenten tenjäger" ift ve Auflösung des Abnahme der V Haustiere, da fi neden wirken, * Abiturien wurden am Gym prüfungen abge der Oberrealsch * Ausstellu eine Ausstellun * Eröffnun Abend erstrecken. Die deutschen Bundesvertreter und die Na tionalmannschaft wohnen im Hotel Excelsior am Hauptbahnhof. An besonderen Veranstaltungen ist eine Besichtigung der Stadt Frankfurt a. M., sowie am Montag eine Fahrt nach dem Römerkastell Saalburg bei Bad Homburg geplant. Die Stadtverwaltung Frankfurt selbst wird am Sonntag Vormittag die Vertreter des Jtalienischen Fußball- Verbandes und des Deutschen Fußball- Bundes in einem besonderen Empfang begrüßen. Am Sonnabend wird der Verein Frankfurter Sportpresse für die von auswärts gekommenen Pressevertreter einen Begrüßungsabend veranstalten. Das Interesse an diesem internationalen Fußballspiel hat außerordentlich weite Kreise erfaßt, sodaß alle verfügbaren Einlaßkarten für 42 000 Zuschauer bereits im Vorverkauf ausgegeben sein werden. Der Deutsche Fußball- Bund hat zum ersten Male seinen Bundesvereinen eine besondere Vorkaufgelegenheit geboten, die von 700 Vereinen aus fast allen Teilen des Reiches benutzt wurde und diesen so über 10 000 Einlaßkarten sicherte. Neben der Freude über die Neueinrichtung stehen die Klagen über eine nicht ausreichende Zuteilung der Karten; es war aber im Hinblick auf die überaus starke Nachfrage von allen Seiten eine Ueberschreitung des vorgesehenen 25prozentigen Anteils der Vereine am Kartenverkauf nicht angängig. Die Stadionkampfbahn in Frankfurt a. M. ist durch Behelfsbauten in ihrem Fassungsvermögen um die größtmöglichste Anzahl an Zuschauerplätzen vergrößert worden. Die Rundfunkübertragung des Spiels wurde unbeschränkt auf alle deutschen und interessierten Sender des Auslandes zugelassen. Die von dem Tuberkulose( 5 berg" für Tuber 1930 betriebsfähi tung des Dirett und Halstrante, gung stehenden tulojebehandlung Inhalatorien, R find nach den n verständlich find In der Heilstät jeden Standes men werden. Aufnahmegefu nis, aus dem gehen, bei der reicht werden. ten fommen, mi die Kosten träg M de daf Mundge nur echt Der eine: Ja eine ganz Der andere: ich mir ni Der eine: N jeber Int fich ja au nicht alle Der andere: wie Fran ich auch da hinjahren Der eine: M fehr ernite Deutschlan und gut Der andere: nicht De aufbieten nalem G wenn Kö Der eine: Kö nun ist ein 3ugfraft Der andere: fährst woh Der eine: Jogar Gib Der andere: doch irgen Der eine: Der andere: 11 mir eben März so ei italienische Der eine: Du r. 16/17 mtministe Seffen in Dverschrei nen Rmt. tteln für lung fin Boltsbil Landtags pricht der Dr. h. c. Front". baftstam 1930 fine vor dem r Rinder, en ordnet 5 Innern n, Köslin, und dem eff. Auto -Ringen - bis auf d- AltenFahrt Bo ichen Ver ertenrod e zwischen ufgehoben. 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April 1930 ab. * Die Prüfung für Turn- und Schwimmlehrer und Lehrerin: nen ist auf den 19. Mai 1930 festgelegt. Die Anmeldungen unter Beischluß der vorgeschriebenen Unterlagen sind bis zum 10. März 1930 beim Hessischen Kreisschulamt einzureichen. * Sammlung für Stresemann- Ehrenmal. Der hessische Innenminister hat die Genehmigung für die Sammlung und Werbung für ein Stresemann- Ehrenmal in Mainz für den ganzen Boltsstaat Hessen erteilt. * Schutz für Wildenten. Um der starken Abnahme der Wildenten durch gewerbsmäßige„ Entenjäger" und durch Ausübung der Jagd mit Lockenten entgegenzuwirken, hat der hejfische Innenminister angeordnet, daß von den Bürgermeistereien bei der im Gang befindlichen Neuverpachtung der Jagden die Bestimmung getroffen wird:„ Die Ausübung der Entenjagd durch Lockenten( auch künstliche) und durch berufsmäßige„, Entenjäger" ist verboten. Zuwiderhandlungen ziehen sofortige Auflösung des Pachtvertrages nach sich." Die erschreckende Abnahme der Wildenten bildet eine Gefahr für Wild und Haustiere, da sie in hohem Maße als Vertilger der Wasserschnecken wirken, die Zuträger des Leberegels sind * Abiturienten- Prüfung. Am Dienstag und Mittwoch wurden am Gymnasium und an der Oberrealschule die Reifeprüfungen abgehalten. 18 Schüler des Gymnasiums und 64 der Oberrealschule bestanden die Prüfung. * Ausstellung. Im Fröbel- Seminar findet vom 1.- 3. März eine Ausstellung von Schülerinnen- Arbeiten statt. * Eröffnung der Heilstätte ,, Seltersberg" Anfang April. Die von dem Hessischen Landesverband zur Bekämpfung der Tuberkulose( Heilstättenverein) erbaute Heilstätte Seltersberg" für Tuberkulose der oberen Luftwege wird Anfang April 1930 betriebsfähig werden. Die Heilstätte steht unter der Leitung des Direktors der Universitätsklinik für Ohren-, Nasenund Halskranke, Professor Dr. Brüggemann. Die zur Verfügung stehenden Heilmittel( Anlage für konservative Tuberfulosebehandlung, Operations, Röntgen, Belichtungsräume, Inhalatorien, Reinluftkammern nach Storm van Leeuwen usw.) sind nach den modernsten Gesichtspunkten eingerichtet. Selbstverständlich findet auch fachärztliche Behandlung der Lunge statt. In der Heilstätte können Kranke( Männer, Frauen und Kinder) jeden Standes aus ganz Deutschland zur Behandlung aufgenommen werden. Die Pflegesätze sind den Kliniksäten angepaẞt. Aufnahmegesuche können schon jetzt mit einem ärztlichen Zeugnis, aus dem die Art und der Grad der Erkrankung hervorgehen, bei der Verwaltung der Heilstätte„ Seltersberg" einge= reicht werden. Kranke, die auf Kosten öffentlicher Körperschaf= ten kommen, müssen außerdem einen Nachweis mitbringen, wer die Kosten trägt. ,, Gießener Zeitung" * Beginnt mit der Schnakenbekämpfung! Der ungewöhnmilde Verlauf dieses Winters läßt mit Sicherheit befürchten, daß wir einem ganz besonders schlimmen Schnakenjahr entgegengehen. Im Interesse der Bevölkerung ist es geboten, mit allen Mitteln schon jetzt gegen diese zu erwartende Plage vor= zugehen. Gib Deinem KAFFEE einen kräftigeren, herzhafteren Ge: schmack: nimm Franc Aus Nah und Fern. Schwerer Sachschaden bei einer Riesensprengung. Herborn. Durch große Sprengungen in dem von der Firma Westerwaldbrüche AG. in Bonn betrieber in Steinbruch ,, Schmale Burg" bei Beilstein im Dillkreis sind große Erschütterungen in der ganzen Umgegend und schwere Sachschäden verursacht worden. Eine ungeheure Detonation folgte der Sprengung, bei der 64 Zentner Dynamit zur Explosion gebracht wurden. Der Bruch selbst war nach der Explosion durch eine schwarze Pulverwolte längere Zeit verhüllt. Basaltbroden bis zu einem halben Meter Durchmesser flogen bis zu 50 Meter hoch in Richtung Beilstein in die Luft. Dortselbst haben sie größeren Schaden verursacht. Einem vor einer Gastwirtschaft haltenden Personenkraftwagen wurde durch herabfallende Basaltbrocken der Kühler vollkommen demoliert. An der Schule verursachte ein großer Basaltbrocken ein 70 Zentimeter großes Loch in der Mauer, trieb das Mauerwerk in den Schulsaal und demolierte dort die Schulbänke. Der Schulsaal bietet einen trostlosen Anblick. Etwa einen Meter über der Einschlagstelle hielt der Lehrer zu gleicher Zeit Unterricht. Es ist ein Wunder, daß niemand verletzt wurde. In einem anderen Hause schlugen die Basaltbrocken die Hausdecke ein und demolierten die Küche nebst Einrichtung. Auch das Transformatorenhaus wurde beschädigt, so daß die Lichtzufuhr abgeschnitten wurde. Dorffirchenvorstehertagung. Ortenberg. Am 24. Februar fand hier eine Dorfkirchenvorstehertagung statt. Ueber 200 Kirchenvorsteher hatten der Einladung der Dorfkirchenfreunde Folge geleistet. Die Festpredigt hielt der Superintendent von Oberhessen, Oberkirchenrat Wagner. Am Nachmittag fand eine Nachversammlung statt, zu der der Prälat der hessischen Landeskirche D. Dr. Diehl gekommen war. Er sprach über das Thema: ,, Wie kam es im 16. Jahrhundert zu lebendigen Gemeinden, und was fönnen wir daraus für die Gegenwart lernen?" Er zeigte in dem geschichtlichen Teil seiner Ausführungen, wie überall im 16. Jahrhundert lebendige Gemeinden entstanden. Im letzten Teil seines Vortrages zog Prälat D. Dr. Diehl seine Ausführungen in für die Gegenwart bedeutsame Forderungen zusammen: Gefühl der Verantwortung muß unbedingt wach werden in eines jeden Amt, und nicht warten bis einem alles vor die Füße ge= legt wird, sondern Diener sein selbst tätig sein. In der dann folgenden Aussprache, in der auch zahlreiche Kirchenvorsteher zu Wort kamen, und in der man noch über einzelne Dinge besonders sprach, kam deutlich eine frohe und zuversichtliche StimMißfarbene Zähne Nr. 16/17 mung zum Ausdruck, die alle Anwesenden ergriffen hatte. Defan Scriba schloß mit Worten des Dankes an alle, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen hatten, um 4 Uhr die Tagung. Steinberg b. Gießen. Hier stürzte der 58 Jahre alte Landwirt Georg Häuser bei Arbeiten auf die Tenne der Scheune ab. Der bedauernswerte Mann erlitt dabei schwere Kopfverletzungen und einen Bruch des Schlüsselbeins. In schwerverletztem Zustande mußte er der chirurgischen Klinik in Gießen zugeführt werden. Schotten. Jm abgelaufenen Jahr 1929 wurden im städtischen Krankenhaus insgesamt 337 Kranke aufgenommen und verpflegt. Die Zahl der Verpflegungstage betrug 5512. Zur Zeit liegen 25 Kranke im Haus. Bad Nauheim. Ueber die evangelische Bewegung in Sowjetrußland sprach am vergangenen Mittwoch abend der hier zur Kur weilende russische Professor Marcinkowski. Es ist begreiflich, daß sich eine überaus große Anzahl von Zuhörern eingestellt hatte, nicht nur aus Bad Nauheim, sondern auch von Friedberg und Umgebung. Professor Marcinkowski sprach, nachdem Pfarrer Knodt Worte der Begrüßung ihm gewidmet hatte, in Russisch und wurde von Professor Schlar b= Gießen, einem Deutsch russen, ausgezeichnet übersetzt. Er gab sehr interessante Einblicke in die alte griechisch- orthodore Staatskirche, die mit eisernen Reifen der Gewalt zusammengehalten wurde, bis die Revolution diese zerschlug. Trotz aller Verfolgungen, die meist unter dem Stichwort ,, antirevolutionäre Propaganda" segeln, geht eine gewaltige, am Evangelium entzündete evangelische Bewegung durchs ganze Land, und es ist nach allen Anzeichen nicht zweifelhaft, wer schließlich siegen wird. Eichenzell. Ein Fußballer- Antounfall vor Gericht. Anfangs Dezember verunglückte auf der Rückfahrt von Blitzenrod bei Lauterbach nach Eichenzell bei Fulda ein Lastauto, auf dem sich 25 junge Fußballer aus Eichenzell befanden, die in Blitzenrod ein Fußballwettspiel ausgetragen hatten. Das Autounglüc geschah dadurch, daß der Kraftwagen in voller Fahrt gegen einen Baum sauste und dabei die ganze Mannschaft herusgeworfen wurde, wobei zwei Leute den Tod fanden und zehn verletzt wurden. Die Ursache des Unfalls war, wie jetzt in der Gerichtsverhandlung vor dem Gießener Schöffengericht festge= stellt wurde, darin zu erblicken, daß der Chauffeur den Kilometerzähler einstellen wollte, und als ihm das nicht gelang, ein neben ihm sitzender Mitfahrer es versuchte, wobei der Chaffeur dem Mitfahrer zusah und infolgedessen nicht die nötige Aufmerksamkeit auf die Straße richtete. Wegen fahrlässiger Totung und Körperverletzung erhielt der Fahrer des Lastautos drei Monate Gefängnis, wobei das Gericht seine bisherige Unbestraftheit in Betracht zog. Laubach. Jm Alter von 75 Jahren ist der langjährige evangelische Stadtpfarrer Nebel in Laubach an den Folgen eines Schlaganfalles verstorben. Büdingen. Der Büdinger Pferdemarkt war mit über 60 Pferden zum Verkauf beschickt. Bei gutem Geschäftsgang wurde etwa die Hälfte der aufgetriebenen Tiere verkauft. Leichtere Pferde wurden mit rund 6000 Mark bezahlt. Oldenburger kosteten bis zu 1200 Mart, schwere Tiere bis zu 1500 Mark. Teilweise ergaben sich Notierungen darüber hinaus. entstellen das schönste Antlitz. Uebler Mundgeruch wirkt abstoßend. Beide Schönheitsfehler werden gründlich beseitigt oft schon durch einmaliges Putzen mit der herrlich erfrischend schmeckenden Chlorodont- Zahnpaste. Die Zähne erhalten darnach einen wundervollen Elfenbeinglanz, auch an den Seitenflächen, besonders bei gleichzeitiger Benutzung de dafür eigens konstruierten Chlorodont- Zahnbürste mit gezahntem Borstenschnitt. Faulende Speisereste in den Zahnzwischenräumen als Ursache des üblen Mundgeruchs werden gründlich damit beseitigt.- Chlorodont: Zahnpaste, Mundwasser, Zahnbürsten Einheitspreis 1 Mark bei höchster Qualität. Man verlange nur echt Chlorodont in blau- weiß- grüner Originalpackung und weise jeden Ersatz dafür zurück. Vor dem Länderspiel. Zwei Antipoden. Der eine:„ Ich glaube, das wird am 2. März in Frankfurt eine ganz große Sache!" Der andere:„ Hm! Wieso? Bei der Geldknappheit verspreche ich mir nicht mehr als sonst auch!" Der eine: ,, Na, erlaube mal, für so etwas Apartes hat doch jeder Interessent ein paar Märkelchen übrig. Es haben sich ja auch annähernd 100 000 angemeldet; sie können aber nicht alle untergebracht werden." Der andere: ,, Sooo? Ich dachte, das wäre für eine Stadt wie Frankfurt doch eine Kleinigkeit. Uebrigens, wenn ich auch das Geld dafür opfern könnte, würde ich doch nicht hinfahren für solche Mummenschanz habe ich nichts übrig." Der eine: Mummenschanz? Ich bitte dich, das ist doch eine sehr ernste Angelegenheit von nationaler Bedeutung; ganz Deutschland ist daran interessiert, daß es richtig klappt und gut verläuft." Der andere: ,, Jetzt übertreibst du aber dicke; Frankfurt ist doch nicht Deutschland. Gewiß wird man in Frankfurt alles aufbieten, um in Ehren zu bestehen, schon aus lokal- nationalem Ehrgeiz heraus, aber sonst wüßte ich nicht.. Ja, wenn Köln... Der eine: ,, Köln hielte ich allerdings auch für vorteilhafter, aber nun ist einmal Frankfurt auserwählt, und das verfehlt seine Zugkraft auch nicht." Der andere: ,, Du scheinst ja großes Interesse dafür zu haben, fährst wohl auch hin?" Der eine:„ Aber natürlich; ich habe schon eine Einlaßkarte, sogar Sitzplatz für 5 Rmt." Der andere: ,, Einlaßkarte? Für 5 Rmt.? Da stelle ich mich doch irgendwohin auf die Straße und sehe alles umsonst." Der eine: ,, Auf die Straße? Wovon sprichst du denn?" Der andere: ,, Na, doch von dem Maskenzug. Uebrigens fällt mir eben ein, daß er ja verlegt werden soll, weil am 2. März so ein.. eine.. wie heißt es gleich?.. aha.. eine italienische Nacht in Frankfurt stattfinden soll..." Der eine: ,, Du meinst natürlich das Fußball- Länderspiel zwischen Deutschland und Italien. Davon habe ich doch die ganze| Zeit gesprochen.“ Der andere: ,, Dann schweig mir jetzt davon still; sowas interessiert mich nicht; dafür habe ich auch kein Geld übrig." Das Hindernis. Der junge Ehemann: Frauchen, wie wäre es, wenn wir am nächsten Sonntag mal einen Ausflug nach Frankfurt machen würden?" Die junge Frau:„ Ich weiß schon, wo dich der Schuh drückt: du willst dir das große Fußballspiel ansehen; aber ich bin dabei. Wie steht es denn mit Eintrittskarten? Gibt es noch welche?" Er:„ Habe ich schon besorgt, zwei schöne Sitzplätze." Sie:„ Das ist lieb von dir. Wann fahren wir denn und wann kommen wir zurück?... Ach, da fällt mir etwas ein. Zu dem Spiel kommen doch sicher viele Menschen zusammen?" Er: ,, Sehr viele, aus ganz Deutschland, Männlein und Weiblein; da kannst du Toiletten bewundern!" Sie: ,, Das ist es ja gerade. Und ich habe nur den Pelzmantel aus dem vorigen Jahr mit dem kann ich mich da nicht se= hen lassen; da stände ich ja wie ein Aschenputtel unter Schönheitsköniginnen. Nein, nein, da bleibe ich lieber zu Hause." - Er: ,, Aber Kindchen, wer guckt denn bei dem Trubel und Gedränge ausgerechnet auf deinen Mantel! Uebrigens ist der Schaden schnell behoben: du ziehst einfach deinen Regenmantel an, der paßt doch für alle Gelegenheiten." Sie:, Meinst du? Also gut; werde ich meinen Regenmantel anziehen. Hoffentlich regnet's am Sonntag auch!" Die Anziehungskraft. Erster Backfisch:„ Du, Elli, am 2. März nimmt mich mein Better Kurt mit nach Frankfurt zu dem Fußball- Länderspiel. Hast du keine Gelegenheit, rüber zu rutschen?" 3weiter: ,, Natürlich fahre ich hin, auf eigene Faust. Ich will doch sehen, wie unsere Sportjungens die Jtaliener schla= gen; ich werde beide Daumen halten." Erster:„ Na, weißt du, eigentlich interessiert mich das Spiel herzlich wenig, ich verstehe nicht viel davon. Ich fahre hauptsächlich hin, um mir mal die schnittigen Mussoliniburschen anzusehen. Ist das eigentlich wahr, was man alles von ihnen erzählt; daß sie schwarze Locken, schwarze feurige Augen, griechische Nasen, volle rote Lippen, kleine schwarze Schnurbärtchen haben und daß sie solche Unmengen von Makkaroni verzehren? In der Pause sollen sie sogar welche zur Stärkung aufgetischt bekommen?" Zweite:„ Darüber kann ich dir keine Auskunft geben; aber du wirst dich ja von allem selbst überzeugen können, wenn du hinfährst." Erste: ,, Das werde ich auch, und von jedem einzelnen lasse ich mir auch ein Autogramm geben; ich habe mir schon ein Album dafür gekauft; auf jede Seite kommt ein Name, und nachher schreibe ich meine Eindrücke darunter. Vielleicht erwische ich auch ihre Photos. Hoffentlich sind die Herren alle sehr nett; ich werde dir später darüber berichten. Also auf Wiedersehen und vergnügten Rutsch!" Der Stabhochspringer als Meisterläufer. Der Stabhochspringer ward zum Meisterläufer, und so holte also Lehninger vom SC. Charlottenburg den Dieb Schulze ein, dessen Schritt auch durch den Besitz der gestohlenen Aktentasche nicht so beschwingt war, daß ihn der Stabhochsprungmeister nicht noch einholen konnte.. Ein kleines Mädchen von einer Berliner Firma kam aus dem Bankgebäude, mit geldgefüllter Aktentasche unterm Arm. Sie kam nicht weit mit der Aktentasche, denn dieser nahm sich Herr Schulze liebevoll an, der auf die Tasche gelauert hatte und nun mit ihr das Weite suchte. Das Mädchen freischte, so daß schließlich die Polizei und zahlreiche Passanten hinter Herrn Schulze herrannten, ohne ihn einholen zu können. Dann geschah das Wunderbare: aus der Spigengruppe der Verfolger löste sich ein Mann los( wen erinnerte es nicht an eine beginnende Jagd beim Sechstagerennen!), stürmte vor, gewann vom Felde immer mehr Vorsprung und überrundete" schließlich, d. h. er holte den Uebeltäter ein, nahm ihm die Aktentasche ab und hielt ihn fest, bis das übrige Feld der Verfolger ,, aufgeschlossen" hatte, so daß Schulze mit den gestarteten Polizist n weiterhin eine Gruppe bildete.... Samstag, den 1. März 1930. Sonderzüge zum Rosenmontagszug nach Mainz. Mainz. Um den starken Verkehr am Rosenmontag nach und von Mainz bewältigen zu können, hat die Reichsbahn eine Reihe von Sonderpersonenzügen nach Mainz und von Mainz eingelegt. Mainz. Am Fastnachtmontag ist aus Anlaß des Rosenmontagszuges in Mainz aller Voraussicht nach ein außergewöhnlich starker Verkehr nach Mainz zu erwarten. Es wird im Interesse der Reisenden liegen, wenn sie nicht nur Fahrkarten nach Mainz vorher lösen, sondern mit den Fahrkarten für die Hinfahrt auch gleich Fahrkarten für die Rückfahrt verlangen. Mainz. Die Vorbereitungen zu dem bekanntlich unter der Devise ,, Die Welt im Narrenspiegel" gehenden Mainzer Rosenmontagszug sind bereits sehr weit gediehen. Es steht jetzt schon fest, daß der Zug aus ungefähr hundert Gruppen bestehen wird mit fast 30 Wagen. Bensheim a. d. B.( Neues Finanz- und Zollamtsgebäude in Bensheim.) Die Pläne für das am Nordausgang der Stadt geplante Gebäude, in das auch das bisher in Mieträumen untergebrachte Zollamt kommen foll, liegen 3. 3t. dem Finanzminister zur Genehmigung vor. Man rechnet mit einem Kostenaufwand von ca. 300 000 Mark.(!) Frankfurt a. M. Eine Frau stürzte, als sie nachts von einem Maskenball heimbam, so unglücklich auf der Treppe, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Ausländische Stoffschwindler schmieren hier und in der Umgegend Leute an. ,, Gießener Zeitung Ob die heutige Art der Festsetzung der Kraftfahrzeugsteuer für die Fahrzeughalter das Richtige trifft, kann dahingestellt bleiben. Eine Senkung des Aufkommens würde für den Straßenbau und dadurch für die Fahrzeughalter selbst nicht wieder gutzumachende Schäden nach sich ziehen. Konzentration der Kräfte auf dem Gebiet des Bausparwesens. Seit langer Zeit schweben zwischen der deutschen Bauspartasse ,, Gemeinschaft der Freunde" in Ludwigsburg und einer Reihe christlicher Organisationen Verhandlungen über eine Konzentration auf dem Gebiete der Bauorganisation. Diese Verhandlungen haben am 21. Februar 1930 ihren Abschluß ge= funden. Zwischen der Bausparkasse der Gemeinschaft der Freunde und einer Reihe bedeutsamer Organisationen ist ein Abkommen getroffen worden. Nach diesem erstreben die Vertragschließenden die Sammlung aller aufbauenden Kräfte in der auf gemeinnütziger Grundlage ruhenden Bausparkasse„ Gemeinschaft der Freunde". Die Erstellung von Eigenheimen wird zum Besten des Volksganzen einen weiteren Aufschwung erfahren. 23 Grad Wärme in Neuyork. Die Stadt Neuyork hatte am Dienstag den heißesten Tag im Februar seit Menschengedenken zu verzeichnen. Das Thermometer stieg auf 23 Grad Celsius Wärme und hielt sich während des ganzen Nachmittags auf 22,5 Grad. Auch abends war es noch sehr warm, so daß viele Leute am Strande barfuß gingen. auf die Wohnung. Bad Homburg. Bad Homburg, das im Jahre 1877 die ersten deutschen Tennisplätze errichtete, ist immer eine Hochburg Welcher Ehegatte hat nach der Ehescheidung Anspruch des deutschen Tennissports geblieben. Das diesjährige große internationale Tennisturnier wird vom 21. bis 24. August stattfinden. Für den 29. bis 31. August ist ein AutomobilTurnier geplant. Wiesbaden. Das internationale 10. Wiesbadener Automobilturnier findet vom 24. bis 29. Mai 1930 statt. Bad Langensalza. Jm Städtischen Schwefelbad und Inhalatorium Langensalza i. Th. wurden im Kalenderjahr 1929, dem 1. Betriebsjahre des Bades, rund 53 000 Bäder und Kurmittel verabfolgt. * Kraftfahrzeugsteuer und Straßenunterhaltung. 180 000 km Landstraßen. Ein 4½ Milliardenprojekt. Die Pressestelle des Landkreistages schreibt uns: Aus Anlaß der bevorstehenden Neufestsetzung der Kraftfahrzeugsteuer ist von Kraftfahrzeuginteressenten die Behauptung ausgestellt worden, daß das heutige Straßenaufkommen fast die Hälfte der Straßenbaulasten decke. Das ist unzutreffend. Einem Nettoeingang an Kraftfahrzeugsteuer von 200 Millionen im Jahre 1929 entspricht eine Jahresausgabe von mindestens 522 Millionen. Diese 522 Millionen sind nur als ein vorläu figes Erhebungsergebnis der Länderregierungen festgestellt und beziehen sich nur auf die Hauptlandstraßen. Die Anpassung der 180 000 km Landstraßen an die Erfordernisse des modernen Verkehrs würde eine Aufwendung von 4½ Milliarden Mark erfordern. Aus den Erträgnissen der Kraftfahrzeugsteuer, die restlos dem Straßenbau zugute kommen, kann nur das allernötigste gedeckt werden. Eine anderweitige Verwendung der Mittel als für den Straßenbau ist seit dem 1. April 1927 gesetzlich ausgeschlossen. Eine Modernisierung des Straßennetzes auch nur im bescheidensten Umfange würde das vielfache des Aufkommens der Kraftfahrzeugsteuer erfordern. 1 Eine Ehepaar hatte eine Mietwohnung inne. Der Mietvertrag war lediglich von dem Ehemann unterschrieben. Die Eheleute klagten gegeneinander auf Scheidung, und die Ehe war auch wegen Verschulden beider Teile geschieden worden. Während der Dauer des Prozesses hatte der Ehemann seine Wohnung gemieden, nachdem er sich ausdrücklich seine Rechte auf die Wohnung vorbehalten hatte. Da die Frau nach Erledigung des Ehescheidungsprozesses die Wohnung nicht verlas sen wollte, klagte der Ehemann auf Räumung und erzielte auch vor dem Amtsgericht ein obsiegendes Urteil, da er ja, wie bemerkt, allein den Mietvertrag unterzeichnet hatte und somit alleiniger berechtigter Wohnungsmieter sei. Die Frau suchte nun zum Zweck der Einlegung der Berufung gegen das Urteil das Armenrecht nach, das ihr jedoch vom Landgericht wegen Aussichtslosigkeit versagt wurde. Das Oberlandesgericht Hamburg hat der Frau das Armenrecht jedoch zugebilligt. Die Anschauung des Amtsgerichts, die auch vom Landgericht geteilt wird, daß der Ehemann unbedingt allein ein Recht auf die Wohnung habe, unterliege erheblichen Bedenken. Es sei zu erwägen, daß durch die Mieterschutzbestimmungen die Mieter von Wohnungen gegen die Unbilligkeiten geschützt wer= den sollen, welche entstehen würden, wenn nach den für normale Zeiten geschaffenen Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches Räumung verlangt werden könnte. Dieser Schutz wird den Mietern nicht um ihrer selbst willen, sondern ebenso sehr um ihrer Familie willen zuteil. Dem Zwecke der Gesetzgebung würde es widersprechen, wenn nach Scheidung einer Ehe der Ehemann als Alleinunterzeichner des Mietvertrages unter allen Umständen Räumung verlangen könnte. Ob die Frau den Mietvertrag mitunterzeichnet hat, hängt so gut wie ausnahmslos von der Frage ab, ob der Hauseigentümer zu einer Sicherung eine Mithaftung der Frau für erforderlich hält. Dieser Umstand, der für die Verhältnisse der Ehegatten untereinander Zur Uebernahme meiner Versandfilialen suche ich überall Persönlichkeiten. Mon t- licher Verdienst 160 mt. Kapit. u. Kenntnisse nicht erforderlich. Kein Reisen noch Hausieren, angenehmes Arbeiten im Hause. Karl Röll, Hainstadt, Kr. Offenb., Mühlgasse 16 Nr. 16/17 keine Rolle spielt, ist nicht geeignet, eine sachgemäße Lösung der Frage zu begründen, wie die Ehegatten sich nach der Schetdung über die Wohnung auseinanderzusetzen haben. Wie das Wesen der ehelichen Lebensgemeinschaft es mit sich bringt, daß die Ehegatten eine gemeinschaftl. Wohnung bewohnen, so bringt die Auflösung der Ehe es mit sich, daß über das Recht zum weiteren Bewohnen dieser Wohnung unter Abwägung der berechtigten Interessen der Gatten entschieden wird. Die höhere Instanz wird zu prüfen haben, wie der Streitfall unter Berücksichtigung des Wesens der ehelichen Gemeinschaft und des Sinnes der Gesetzgebung über den Wohnungsmangel zu entscheiden ist.( Oberlandesgericht Hamburg, Bes. 3. VI. 114/29.) - Neue Bücher. ,, Der Prozeß Sokrates", von Hans Kyser. Ein Hörspiel in 4 Akten. Verlag Reimar Hobbing, Berlin SW. 61. Preis 50 Rpfg. Vor allem wird es die Rundfunkhörer interessieren, daß über dieses Hörspiel ein Textbuch erschienen ist. Ist doch erst gestern abend wieder dieses vom Frankfurter Sender übertragen worden. Das Hörspiel ist ein fesselndes, dramatisches Stüd, das im Zeichen unserer Zeit alle Beachtung verdient. Generäle, Händler und Soldaten. Von Maxim 3iese und Hermann Ziese Beringer. In Leinen mit Pergaminbezug 7,50 Rmt. Frundsberg- Verlag G. m. b. H., Berlin SW. 11, Dessauerstraße 38. Dieses Buch ist einzigartig in der gesamten Literatur über den Krieg, weil es zum ersten Male eine großgesehene und hinreißend geschriebene Darstellung der wichtigsten Vorgänge im gegnerischen Lager gibt. Wir ver stehen endlich den Krieg um vieles besser, weil wir hier die französische Kampffeele fennenlernen, die an den Beispielen der Schlacht von Verdun 1916 und des sich anschließenden Großtampfes gegen Deutschland unter Führung des Generals Nivelle geschildert wird. Die Intrigen zwischen französischer und englischer Heeresleitung, innerhalb der französischen Heeresführung treten grell und plastisch hervor in einer dramatisch bis aufs äußerste bewegten Gestaltung der groß abrollenden Vorgänge. Mitten in diesen heroischen Teil des Buches haben die Verfasser ein Satyrspiel schauerlichsten Formats hineingestellt: ein Kapitel„ Das Denkmal des unbekannten Händlers". Dieses Buch ist äußerst dramatisch und packend geschrieben. Henschke macht sich". So lautet der Titel des neuen, span= nenden Romans von F. O'Mon, der im neuen Heft der Hacke beils 3. 3." beginnt. Fasching! Fasching! Das vielgestaltige Kleid der Karnevalsheiterkeit, in das das neue Heft der„ Hackebeils Jllustrierte" gehüllt ist, wird helle Freude und Belustigung erwecken. Schafflers Wettervorhersage für den Monat März 1930. Der erste Frühlingsmonat wird seinem Namen wenig ent< sprechen, im ganzen genommen, unfreundlich verlaufen, mit winterlichen Rückschlägen. Das Wetter wird anfangs des Monats naßfalt und windig sein, nur zeitweise aufheiternd, darauf Ansteigen der Tem peratur, mildes Wetter, doch nicht von langer Dauer. Es folgt Temperaturfall mit Nachtfrost. Mitte des Monats herum Regen, Sonnenschein wechselnd, jedoch vorwiegend unfreundlich und windig, Nachtfrost nicht ausgeschlossen. In der 3. Dekade Frühlingswetter, heiter, trocken, aber ziemlich rauh. Die letzten Tage werden wahrscheinlich einen Wetterumschlag bringen, vielleicht schon Gewitter. Verantwortlich: J. V.: G. Burgeleit, Gießen. Erdal Marke Rotfrosch 303 rner& Mertz A.G Geldy.Sorgen, kauf heut Bezugsp Redaktionsfchl fendung nicht 43. Jal ORG Die Mo rat der Min erhalten we legation for Troy all der legten Zei nen überall März unter d herbeizuführen Der bish Sellpach hatt tischen Partei tagsmandat Demokratische Der jozi Senatspräjid wurde erklär vorstand für ten, sei unzi Meldung rumänischen S zuständiger Berhandlunge Der preu am Dienstag Nuntius Nuntiatur, m eintreffen. tischen Korp Die pol jches Stadi König und auf Grund lich der Wied Spanien aufg Die alb demiffioniert Wie aus ruhig verlau Präsident de haben die W Du sparst an Schuhen In Fri nächsten Fl Die au vertretung haben der gesperrt wo Der bis amte, der R feine Wahl Amt beim der Reichsm In Mu Faschingsdi Erdal wart nicht bis morgen! Ermittelun diefe Unru sind. Viele Anhängerinnen hat das neue, selbsttätige Waschmittel OZONIL in kurzer Zeit schon gewonnen. 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