Nr. 101. Mehrheit des Den Krieg und eiche führende nzösischer Her ft für die ge unermüdlich nd begangene liefern durch in Amerita Der deutschen ausgefon mene G. m. b. 5., fen einer fin Zeugnis ge Neuordnung zeichnend fein und Leistung hner Dichter terischer Ent ein Buch, das eres deutschen So fragt die nachtsnummer rs interessant ale Zeitungs 5 die neue 54. igen- Aktienge der bekannten ch im verflos en, Abgängen ngswesens des fordern in je Da die Zuver werden darf. Die Zeitungs schäftsbetrieb." eige nicht um Seite verdient in Gießen. oder brennend rotes Gefight wirlen unfein. tbie lühlende, reiz reme Leodor berunterlage vor Der Erfolg, Tub Lepbor- Edelfeife rodont- Berlaufs genheims durch chlung bei der FREUNDE Tankter Haftun oder 5 Zins den 401 Bauzur jerligung nint gegeben Geschäftsstelle eustadt 32 it hall 7 Gießener Zeitung ( leueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M viertelfährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder RüdJendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert 41. Jahrg. zum neuen Jahr! Ein neues Jahr! Was wird's uns bescheren? Arbeit auf Arbeit. Und das ist gut; denn: Was wäre das Leben ohne sie! Anderseits jedoch: Was ist plan- und ziellos verrichtete Arbeit? Mühen ohne Lohn, Mühen ohne tiefe innere Befriedigung. Darum unter jeder Bedingung: Plan und Ziel in die Arbeit! Wägen steht vor dem Wagen. Nachbedacht ist immer ein Schelm. Politische Tagesschau. Beim Völkerbund soll ein internationales Büro für Messen und Ausstellungen errichtet werden, dessen Leitung einem Beamten des französischen Handelsministeriums anvertraut werden soll. Nachdem das Belgrader Kabinett Korosched seinen Rücktritt eingereicht hat, fand noch keine Beratung beim König statt. Auch die Mohammedaner Jugoslawiens haben einen Antrag gestellt, die arabische Schrift zu beseitigen. Der chinesische Außenminister hat der Presse mitgeteilt, daß die Nankingregierung eine diplomatische Mission zu Verhand lungszweden nach Japan entsenden werde. Im amerikanischen Staatsdepartement ist man der Ansicht, daß die kommenden Beratungen über Flottenabrüstung schwerlich zu einem merklichen Forschritt führen werden. An der polnisch- litauischen Grenze wurden eine 60jährige Frau und ein Pferdedieb von Wölfen zerissen. Ansprüche Hessens gegen das Reich aus der Eisenbahnabfindung. Durch Staatsvertrag vom 30. März 1920 wurde zwischen der Reichsregierung und den Regierungen der Länder Preußen, Bayern. Sachsen. Württemberg. Baden, Hessen, MecklenburgSchwerin und Oldenburg der Uebergang der Staatseisenbahnen auf das Reich vereinbart. Nach§ 3 des Staatsvertrags hat das Reich den Ländern und damit auch dem Volksstaat Hessen für die Uebertragung des gesamten Eisenbahnunternehmens eine daselbst näher geregelte Abfindung zu gewähren. Die vom Reich an Hessen zu zahlende Abfindungssumme ist auf rund 677 Millionen Mark berechnet. In Anrechnung auf diese Summe hat das Reich hessische Staatsschulden in Höhe von rund 464 Millionen Mark zu übernehmen, so daß noch ein Restbetrag ist mit 4 v. H. zu verzinsen. Ueber die Tilgung Restbetrag ist mit 4 v. 5. zu verzinsen. Uerber die Tilgung wurde eine nähere Vereinbarung ausdrücklich vorbehalten. Die jährliche Zinsforderung hieraus beträgt rund 8,5 Millionen Mark. Mit Rücksicht auf die zwischenzeitlich eingetretene Geldentwertung muß eine Neufestsetzung der Abfindungssumme und damit auch der Zinsen erfolgen. Entsprechende Verhandlungen sind schon seit langem eingeleitet worden. Das Reich hat seit Ende 1923 feine Zinsen gezahlt. Es bes stand die Möglichkeit, daß das Reich einer späteren Geltendmachung der rückständigen Zinsansprüche die Einrede der Verjährung entgegensetzt. Hessen ist ebenso wie die übrigen Eisenbahnländer beim Reich vorstellig geworden, um eine Erklärung zu veranlassen, wonach das Reich auf die Einrede der Verjährung verzichtet. Da die gewünschte Erklärung nicht als= bald eintraf, haben Sachsen und Württemberg sich inzwischen veranlaßt gesehen, Klage beim Staatsgerichtshof für das Deutsche Reich zu erheben. Auch die hessische Regierung hat die zur Klageerhebung erforderlichen Vorbereitungen getroffen, um nicht Gefahr zu laufen, die rückständigen Zinsen zu verlieren. Sie hat daneben selbstverständlich ihre Bemühungen, zu einer befriedigenden Erklärung des Reichs zu gelangen, fortgesetzt. Nachdem eine solche Erklärung des Reichsfinanzministers heute eingetroffen ist, wonach die Interessen Hessens nunmehr völlig gewahrt erscheinen, konnte von der Erhebung der Klage ab= gesehen werden. Es werden jetzt die weiteren Verhandlungen abzuwarten sein. Ausweisungen aus Oberschlesien. Berlin, 31. 12. Dem kaufmännischen Leiter der gesamten Pleßchen Gruben, Treitschke, ist durch die polnische Polizeidirektion in Kattowitz ohne Angabe von Gründen die weitere Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postschedionto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M Samstag, den 31. Dezember 1928 ( Gichener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Vfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg Plak vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 102 Das deutsche Handwerk an der Jahreswende. Die im Jahre 1928 zunächst noch aufsteigende wirtschaftliche Entwicklung hat ihre günstigen Auswirkungen auch auf die Betriebe des Handwerks nicht verfehlt. Bereits im Juni trat je= doch ein gewisser Stillstand ein, der dann bei gleichbleibender uneinheitlicher Lage für das Handwerk im Monat November durch einen starken saisonmäßig bedingten Rückgang abgelöst wurde. Trotz der erfreulichen Konjunktur konnte das Handwerk die Wiedergewinnung seiner Rentabilität nicht erreichen. Die finanzielle Lage des Handwerks ist zu einem großen Teile da= durch in ein kritisches Stadium geraten, daß die Käufer ihre Zahlungsverpflichtungen nicht einhielten und so zu einer Verschärfung des schwer zu befriedigenden Kreditbedürfnisses bei= trugen. Mit der Bezahlung der alten Rückstände kann man dem Handwerk teine größere Neujahrsfreude bereiten. Wenn so die wirtschaftliche Entwicklung zu einem großen Teil auch für das Handwerk einen zufriedenstellenden Verlauf genommen hat, so darf man sich doch die Augen nicht davor verschließen, daß ein stabiles Gleichgewicht noch lange nicht errungen ist. Mit Besorgnis blickt gerade das Handwerk auf die auf vielen Märkten vorliegenden Preisschwankungen und die damit verbundene Gefahr, einen zu hohen Preisstand zu erreichen, der einer Entwertung der Kaufkraft der Mark gleichgesetzt werden müßte. An einer Niedrighaltung der Preise hat das Handwerk als Leztverteiler der Erzeugnisse an die Verbraucher und wegen der Auswirkungen solcher Preiserhöhungen auf dem inneren Markte das größte Interesse. Für die kommende Zeit muß das Augenmerk der Reichsregierung und aller sonst in Frage kommenden Stellen darauf gerichtet sein, nach Möglichkeit eine stetige Entwicklung der Wirtschaft zu sichern, um im Zusammenhang hiermit eine Verbilligung der Warenerzeugung zu erzielen. Alle wirtschafts- und finanzpolitischen Aufgaben müssen der Erreichung dieses Zieles dienen. Auf steuerlichem Gebiete brachte das Jahr 1928 noch nicht die Regelung des Finanzausgleichs und der Steuervereinheitlichung. Hoffentlich gewährt das neue Jahr diese so notwen= Dige Reform. Endlich muß hier eine weitgehende Vereinfachung der Gesetzgebung und Verwaltung erfolgen mit dem Ziele, unter Stärkung des Selbstverantwortungsgefühls aller Teile der öffentlichen Verwaltung und unter Erziehung zu einer klarbewußten Sparpolitik einen wesentlichen Abbau der Gesamtbelastung zu ermöglichen. Die gesamte Wirtschaft kann die starke steuerliche Vorbelastung nicht mehr tragen. Die Gewährung des sogenannten Zuschlagsrechts auf die Reichseinkommen- und Körperschaftssteuer an die Länder und Gemeinden dürfte ge= eignet sein, durch die Heranziehung zur Mitverantwortung einer allzu großen Bewilligungsfreudigkeit hemmende Schranken zu setzen. Mit der so notwendigen Reform muß auch eine Herabsetzung der Realsteuern Hand in Hand gehen. Um die Produktionskosten der Wirtschaft einer Senkung zuzuführen, wird auch die Verwaltungsvereinfachung unerläßlich bleiben. Die Veröffentlichung der Spitzenverbände von Banken, Handel, Handwerk und Industrie hat zu dieser Frage ein interessantes Zahlenmaterial beigetragen, das in eindringlichen Ausführungen die nicht mehr aufzuschiebende Reform belegt. Das deutsche Volk kann bei steigenden Reparationsverpflichtungen seine viel zu teuere Verwaltung nicht mehr tragen. Das am 1. September 1928 begonnene Reparationsjahr führte bekanntlich zu einer Steigerung von 1% Milliarden Rmt. auf die sogenannte Normalleistung von 2½ Milliarden Rmt., wovon allein 1 250 Mill. Rmt. gegenüber 500 Mill. Rmt. im Vorjahre durch den Haushaltsplan aufgebracht werden sollen. Diese neue zusätzliche Belastung wird erst noch voll zur Deutsch- rumänisches Abkommen. Bukarest, 30. 12. Die Kammer hat das deutsch- rumänische Abkommen vom 10. November ratifiziert. Die indische Nationalbewegung. London, 31. 12. Der am Samstag eröffnete indische Nationalfongreß wird eine von Gandhi entworfene Enschließung annehmen, in der der britischen Regierung eine Frist von zwölf Monaten gewährt wird, um Indien die Verfassung eines Dominions zu geben. Gleichzeitig behielten sich die Extremisten das Recht vor, ihren Feldzug zu Gunsten völliger Unabhängigkeit fortzusetzen. Auswirkung kommen. Zwar werden in Kürze besondere Sachverständige sich wieder einmal mit der ganzen Reparationsfrage befassen, allein mit einer Herabsetzung der Zahlungen ist vorläufig nicht zu rechnen. So steht für das neue Jahr eine Erhöhung der drückenden Lasten bevor. Die beabsichtigte Neuregelung des ganzen Fragenkomplexes wird für lange Zeit hinaus die Richtlinien deutscher Wirtschaftspolitik bestimmen. Das deutsche Handwerk kann sich hierbei der Befürchtung nicht erwehren, daß die inländische Wirtschaft zugunsten außenpolitischer Rücksichten vernachlässigt wird Das Handwerk fordert daher, daß auch Vertreter des gewerblichen Mittelstandes vor den entscheidenden Verhandlungen durch die offiziellen Sachverständigen gutachtlich gehört werden. Auf sozialpolitischem Gebiet liegt der Entwurf eines Arbeitsschutzgesetzes vor, der im Handwerk wegen seiner einseiti= gen Einstellung auf industrielle und großstädtische Verhältnisse teine Zustimmung finden kann. Das Handwerk erwartet hier eine Regelung, die auf die Eigenarten und Sonderheiten des Berufsstandes Rücksicht nimmt. Der vorliegende Entwurf eines Berufsausbildungsgesetzes, dessen Verabschiedung gleichfalls im neuen Jahre zu erwarten ist, muß an den Einrichtungen des Handwerks festhalten, die sich in jahrzehntelanger Arbeit für den Berufsstand bewährt haben. Einen Vorrang des Tarif= vertrages vor den Festsetzungen auf Grund des Berufsausbildungsgesetzes kann das Handwerk in Uebereinstimmung mit der gesamten Wirtschaft nicht anerkennen. Ebenso finden die Bestrebungen Ablehnung, die den Lehrling zum gewerblichen Arbeiter stempeln wollen. Hinsichtlich der Reform des Schlichtungswesens gibt das Handwerk der tariflichen Regelung den Vorzug. Es bekennt sich im übrigen zu der Auffassung, daß eine Zwangsbewirtschaftung der Löhne im seitherigen Umfange ohne jede Rücksichtnahme auf ihre Auswirkungen im neuen Jahr nicht so weiter gehen kann. Das alte Jahr brachte an den Reichstag noch die sogenannte Handwerksnovelle, eine Ergänzung und Aenderung der Gewerbeordnung, um die das Handwerk seit Jahren kämpfte und die nunmehr an Stelle der erhofften Reichshandwerksordnung durch eine bescheidene Novelle gebracht werden soll. In der Hauptsache soll sie der zu schaffenden Handwerksrolle eine gesetzliche Grundlage geben, die Aenderung des Wahlrechts zu den Handwerkskammern vornehmen usw. Leider haben die Forderungen des Handwerks nach einer durchgreifenden Regelung der beruflichen Organisation, insbesondere hinsichtlich des Aufbaues der Fachverbände, keine Erfüllung gefunden. Das Handwerk hält an dieser Forderung fest, erkennt aber die vorliegende Novelle als eine brauchbare Grundlage für den weiteren Aufbau an. Mit dem erstrebten organisatorischen Ausbau wollte das Handwerk durchaus nicht auf alte überlebte Formen zurückgreifen, sondern lediglich durch eine geordnete und sichergestellte berufsständische Wirtschaft im Interesse der Allgemeinheit dem keine Schranken tennenden Eigennuz brutaler freier Wirtschaft und dem hemmungslos geführten Klassentampf einen wirkungsvollen Damm entgegensetzen. Hoffentlich schenkt das neue Jahr dem Handwerk in Kürze die erforderliche Neuregelung, um auf ihr im Sinne der zurückgestellten Reichshandwerksordnung weiter aufbauen zu können. Zur Frage der Gesetzgebung sei grundsäglich noch hinzuge= fügt, daß weit mehr als bisher ein Schutz der individuellen Arbeit vor Ueberlastung und Aufsaugung stattfinden muß, denn die Erhaltung des Handwerks ist für ein gesundes Staatswesen eine zwingende Notwendigkeit. seitiger Wechselwirkung. Der Aufgabenausgleich bedeutet stets eine Aenderung der Zuständigkeit. Daß ein Geldausgleich zwischen den einzelnen Ländern notwendig ist, ergibt sich aus folgender Uebersicht über das durchschnittliche Einkommen pro Kopf der Bevölkerung. Im Jahre 1925 betrug: der Reichsdurchschnitt in Preußen in Bayern in Sachsen in Hamburg in Bremen in Mecklenburg- Strelig in Waldeck 234 M 224 M 213 M 307 M 434 M 453 M 163 M 122 M Der Verfasser geht dann in interessanten Ausführungen Aufenthaltsgenehmigung auf polnischem Staatsgebiete verweis zu den Problemen des Finanzausgleichs. auf die Leistungsfähigkeit der Großstädte im Vergleich zu gert worden. Die deutsche Gesandtschaft in Warschau hat wegen dieses Falles bei den zuständigen polnischen Behörden Vorstellungen erhoben, die leider erfolglos geblieben sind. Aufftändeunterwerfung in Afghanistan? Konstantinopel. Nach amtlichen afghanistanischen Meldungen soll sich der Schinwani- Stamm bereit erklärt haben, den Kampf gegen die Regierung einzustellen. Der Stamm werde jetzt von den afghanischen Regierungstruppen entwaffnet. Der König lehnt alle Forderungen der Schinwaris ab. In der Zeitschrift für Selbstverwaltung", dem Organ des Deutschen und Preußischen Landkreistages, verbreitet sich der bekannte Landtagsabgeordnete v. Eynern- Berlin grundsätzlich über die Frage des Finanzausgleichs. Er geht von dem Gedanken aus, daß zwischen den reichen und armen Gebietsförperschaften ein regelmäßiger Ausgleich Plaz greifen muß, damit jede einzelne in der Lage ist, die ihr zum Wohle der Bevölkerung obliegenden Aufgaben ohne steuerliche Ueber: lastung zu erfüllen. Aufgabenausgleich und Finanzausgleich stehen in gegenKleinstädten, Landgemeinden und Landkreisen ein, bespricht eingehend den Lastenausgleich innerhalb des Reiches und innerhalb der Länder, den Schullastenausgleich, die Polizeitostenregelung und den organisatorischen Ausgleich durch Zusammenfassung zu höheren Kommunalverbänden. Ausgiebig wird gesprochen über den Verteilungsmaßstab nach dem tommunalpolitischen Existenzminimum. Abg. v. Ecnern kommt zu der Schlußfolgerung, daß die bisherige Verteilung der Steuererträge sowohl hinsichtlich der Höhe als auch des Systems änderungsbedürftig ist. bereit! Montag, den 31. Dezember 1928. Die Beilegung des Streites zwischen Bolivien und Paraguay. Washington, 31. 12. Die paraguayische Gesandtschaft gab betannt, daß Paraguay das von der panamerikanischen Konferenz entworfene Protokoll im wesentlichen angenommen habe. Reichswinzerkredit. Die an die Winzer im Jahre 1925 gewährten Reichswinzerkredite werden am 31. Dezember 1928 zur Rückzahlung fällig. Jm Einvernehmen mit dem Reichsfinanzminister und im Einklang mit der kürzlich gefaßten Entschließung des Reichstags hat der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft die Kredite nochmals bis zum 1. Oktober 1929 verlängert. ,, Gießener Zeitung" Eltern, Vormündern und sonstigen Personen, die es an der nötigen Beaufsichtigung der unter ihrer Obhut stehenden Kinder und sonstigen Pflegebefohlenen fehlen lassen. * Das Polizeiamt teilt mit, daß am 31. Dezember( Silvester) Sonntagsdienst stattfindet. Eilige Anträge können an diesem Tage in der Zeit von 11 bis 12 Uhr auf dem Polizeiamt, Weidengasse 5, ihre Erledigung finden. Verkehrsforderungen der reisenden Kaufleute. In der am 22. Dezember 1928 in Berlin stattgefundenen Sigung der Zentralstelle der am taufmännischen Berufsreiseverkehr beteiligten Verbände wurde zu einer Reihe im öffentlichen Interesse liegenden Verkehrsfragen Stellung genommen. Insbesondere wurde gegen die Verwendung von stark abgenützten, hygienisch rückständigen Wagen der alten 4. Klasse in der jetzigen 3. Klasse der Personen- und Eilzüge, gegen die Einstellung von behelfsmäßig in die 2. Klasse umgewandelten Wagen 3. Klasse und gegen den Bau von neuen Wagen 2. Klasse mit durchgehendem Mittelgang Einspruch erhoben. Gefordert wurde eine Ausdehnung der Gültigkeit der Sonntagsfahrkarte bereits ab Sonnabend früh und deren Ausgabe von und nach allen Stationen, sowie ihre Zulassung für D- Züge gegen Zahlung des D- Zugzuschlages, des weiteren die Zulassung mehrmaliger Fahrtunterbrechung, ein längeres Offenhalten der Warteräume, sowie die Einführung besonderer Musterkoffertarife, wie sie in den meisten anderen europäischen Staaten schon bestehen. * Das Porto der Neujahrskarten. Ohne Umschlag versandte gedruckte einfache Neujahrstarten, die hinsichtlich der Größe, Form und Papierstärke den Bestimmungen für Postkarten entsprechen müssen, tosten sowohl im Ortsbereich des Aufgabeorts als auch im Fernverkehr 3 Rpf. Es dürfen in diesen Karten außer den sogenannten Absenderangaben( Absendungstag, Name, Stand und Wohnort nebst Wohnung des Absenders) noch weitere fünf Worte, die mit dem gedruckten Wortlaut im Zusammenhang stehen müssen, Handschriftlich hinzugefügt werden. Als solche zulässige Nachtragungen gelten z. B. die üblichen Zusäße ,, sendet", „ Jhre",„ Dein Freund",„ sendet Dir", sendet mit den besten Grüßen Ihre" usw. Werden solche Karten in offenem Umschlag versandt, so kosten sie sowohl im Ortsbereich des Aufgabeorts als auch nach außerhalb 5 Rpf. Im Hotelwesen wurde eine einheitliche Ablösung des Bedienungsgeldes durch einheitliche Zuschläge auf die Zimmerpreise und schließlich die Ermäßigung der Gebühren für die Benutzung von Hotelgaragen unter Festlegung von Normalsäzen gefordert. Der Verband reisender Kaufleute Deutschlands wurde als geschäftsführender Verband der Zentralstelle beauftragt, die einzelnen Forderungen an die zuständigen Stellen weiterzuleiten und sich für ihre Durchführung mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln einzusetzen. Wichtige Lohnsteuerbestimmungen. 1. Bei Abführung der Lohnsteuer in bar oder durch Ueberweisung. Nr. 102. Begrüßung zunächst Montag, den 31. De Ein neues Ja Eine neue Generat mehr den Witkrieg in reignis füften fann u er reinigte die Atmosp war. Die abendländisch der Mitkrieg war ihr aufbeuen, wenn das ze nzfähig bleiben woll bere Menschen mit and nach einleitenden Worten der einen kurzen Ueberblic über die ſeit der letten Mitgliederversammlung bei der Sparkasse vorgenom menen gesetzlichen Revisionen, sowie über die Umstellung des Spar- und Darlehens verkehrs auf maschinelle Grundlage und die beabsichtigte Errichtung einer Nebenstelle in Lich. Er gedachte sodann in ehrenden Worten des verstorbenen Vertreters, Ge meinderatsmitglied Wilh. Weber in Klein- Linden und der ebenfalls verstorbenen früheren Aufsichtsratsmitglieder Orbig Gießen und Walther- Daubringen. Sodann trug der Vorsitzende den Rechenschafts- und Geschäftsbericht über den Abschluß der Rechnung, über die Bilanz, sowie Gewinn- und Verlustrechnung für 1927 vor. Aus dem Geschäftsbericht geht hervor, daß die Spareinlagen im Berichtsjahr eine erfreuliche Entwicklung genommen haben. Sie stiegen von 3 935 000 R.-M. auf 118 000 R.-M., haben somit eine Zunahme von 2 183 000 R.-M. erfahren. Die Kontokorrent-( Giro-) Einlagen sind auf 1595 000 R.-M. gestiegen. Die Zahl der Sparkonten stieg von 8 300 auf 11 299 und die der Kontokorrent- Konten von 1803 auf 1984. Der Gesamt: umsatz auf beiden Seiten der Hauptkassebücher stieg von 85 500 000 R.-M. in 1926 auf 102 986 000 R.-M. in 1927. Aus dem Geschäfts bericht geht ferner hervor, daß 1927 die Ausleihungen im Realkreditgeschäft( im reinen Hypothekengeschäft) eine Zunnahme von 610 872 R.-M. auf 1 348 000 R.-M. erfahren haben. Nach allen Abschreibungen verblieb ein Reingewinn von 28 502,28 R.-M. Dieser wurde auf Beschluß der Versammlung der Rücklage überwiesen. Genehmigung fand auch der vorliegende Entwurf des Voranschlages über die Verwaltungskosten 1929. Der Vollzug der Ersatzwahl zum Aufsichtsrat hatte folgendes Ergebnis: Die ausscheidenden Mitglieder: 1. Bürgermeister Dr. Seib, Gießen; 2. Landgerichtspräsident Neuenhagen, Gießen; 3. Prof. Dr. Ebel, Direktor der Universitätsbibliothek Gießen; 4. Rettor Hermann Schmidt, Gießen; 5. Lehrer Georg Kling, Gießen; 6. Bürgermeister Schmidt, Lollar wurden einstimmig auf die Dauer von sechs Geschäftsjahren wieder gewählt. Genehmigt wurde auch der auf Grund des Hessischen Besoldungsgesetzes vom 30. 3. 1928 vorgelegte Stellenplan für die Beamten und Angestellten der Sparkasse. Zu Obersekretären ernannte die Versammlung die seitherigen Sekretäre Wolf und Philippi, zum Inspektor den seitherigen Obersekretär Weigel und zum Oberinspektor den seitherigen Inspektor Ritsert. Der Vorsitzende des Hessischen Sparkassen- und Giroverbandes, Herr Justizrat Dr. Reh, nahm Gelegenheit einige interessante Ausführungen über die Entwic lung der hessischen Spartassen im allgemeinen und der BezirksSparkasse Gießen im besonderen zu machen. Hiernach steht die hiesige Sparkasse, was Umsatz und Einlagenbestand anlangt, an zweiter Stelle sämtlicher Bezirkssparkassen Hessens. Nach Worten des Dankes des Vertreters der Aufsichtsbehörde, Herrn Oberregierungsrat Dr. Heß, an Aufsichtsrat, Vorstand und die Ver waltung der Sparkasse für die Geschäftsführung im Berichtsjahre wurde die Versammlung geschlossen. * Weihnachtsfeier in der Nervenklinik. Unter dem lichterstrahlten Weihnachtsbaum versammelten sich am 21. Dezember die Aerzte und Pfleger der Männerabteilung der Nervenklinik mit ihren Patienten zu einer würdigen Weihnachtsfeier. Nach dem gemeinsamen Gesang des alten Weihnachtsliedes„, Tannenbaum" ergriff der Leiter der Klinik, Herr Geh. Med.- Rat Prof. Dr. Sommer, das Wort, um in anschaulicher Weise einen Rückblick auf den Werdegang der Anstalt, insbesondere auf das letzte Jahr zu werfen. Redner gedachte hierbei auch der aufopfernden Tätigkeit der Aerzte und des Pflegepersonals und sprach allen mit anerkennenden Worten seinen Dank aus. Dem gemeinsamen Gesang, du fröhliche" folgte die Ansprache eines Patienten der Anstalt. In zu Herzen gehenden Worten wies er auf die Bedeutung unseres lieben Weihnachtsfestes hin und brachte so die richtige Feſtſtimmung unter seine Mitpatienten. Umrahmt wurde die Feier noch durch Liedervorträge des Gesangvereins ,, Arion" aus Klein- Linden, der unter der umsichtigen Leitung seines Dirigenten, Herrn Nicolai, einige passende Chöre in feinsinniger Weise zu Gehör brachte, wofür an dieser Stelle nochmals herzlichst gedankt sein soll. Mit dem gemeinsamen Gesang des Liedes„ Stille Nacht, heilige Nacht" fand die erhebende Feier ihren Abschluß. Auf der Frauenabteilung und für das übrige Personal wurden entsprechende Feiern abgehalten. a) Arbeitgeber, die im Kalenderjahr 1928 die Lohnsteuer ihrer Arbeitnehmer in bar oder durch Ueberweisung abgeführt haben, müssen für jeden am 31. Dezember 1928 in ihrem Dienst stehenden Arbeitnehmer dem Finanzamt die Steuerkarte für 1928 mit einer Bescheinigung über Lohnhöhe und Steuerbetrag nach vorgeschriebenem Muster übersenden. Die Uebersendung hat bis zum 15. Januar 1929 an das Finanzamt zu erfolgen, in dessen Bezirk der Arbeitnehmer am 10. Oktober 1928 seinen Wohnsitz gehabt hat. Die Steuerkarten dürfen also diesen Arbeitnehmern am Jahresschluß nicht ausgehändigt werden. b) Für die übrigen im Jahre 1928 bei ihnen beschäftigt gewesenen, aber vor dem 31. Dezember 1928 ausgeschiedenen Arbeitnehmer müssen die Arbeitgeber bis zum gleichen Zeitpunkt den Finanzämtern, in deren Bezirk die Steuerkarte 1928 ausgeschrieben worden ist, Ueberweisungsblätter übersenden. Vordrucke zu den Bescheinigungen und den Ueberweisungsblättern werden von den Finanzämtern unentgeltlich ausgegeben. 2. Bei Verwendung von Steuermarten. * Kursus über landwirtschaftliches Genossenschaftswesen. An der Landesuniversität wird vom 3.- 5. Januar 1929 ein Kursus für landwirtschaftliches Genossenschaftswesen veranstaltet und zwar von dem Landwirtschaftlichen Institut der Universität, dem Verband der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften Darmstadt, dem Verband der nassauischen landwirtschaftlichen Genossenschaften Wiesbaden und dem Raiffeisenverband e. V. Frankfurt. Neben den zahlreichen Vorträgen ist auch eine Besichtigung der landwirtschaftlichen Institute und der beiden Versuchsgüter der Universität vorgesehen. Sämtliche Vorträge finden im großen Hörsaal des Vorlesungsgebäudes der Landesuniversität Gießen, Ludwigstraße 23, statt. Arbeitnehmer, für die im Kalenderjahr 1928 Steuermarken verwendet worden sind, sind verpflichtet, die in ihrem Besitz befindlichen Steuerkarten für 1928 mit den mit Marken be= flebten Einlagebogen bis zum 15. Januar 1929 bei dem Finanzamt abzuliefern, in dessen Bezirk sie am 10. Oktober 1928 gewohnt haben. Nähere Auskunft erteilen die Finanzämter. Rofales. Kulturen bauen c igen. Die Männer ei fein zur neuen; fie g des Jahrhunderts- d Der Krieg zerstört Jahrhundert mit seine Reinste und Jüngste, verbreitete sich und Den Dizident wie den Sport schuf das neue war frank un blieb Dom Leben Jetraf, faj Geist wich dem kritisc Kunst nrlief sich und durch Materialismus Unglaube. Aus Stab und Fern. Alsfeld. Eine Nebenstelle des Arbeitsamies Gießen soll im Monat Januar 1929 für 35 Gemeinden des nördlichen Bogelsberges hier errichtet werden. Ein Jahr wende eine neue Menschheit des Sports mit ihren Ethos steht an der fie um Anerkennung Jahr 1929 stellt sie Als das Jahr 19 bolik der olympischen tragen, ein Kampf Kampf auch um die Sports in seiner go der Völker in Amst hat nüchternen Erm fänge find endgültig Amsterdam Wezlar, 30. 12. Am Samstagmittag machte der an einem Nervenleiden erkrankte Jakob Schmidt von Mudersbach( Kreis Wehlar) einen ungewöhnlichen Selbstmordversuch. Der Mann band einen Stein an einen langen Draht, dessen anderes Ende er in der Hand behielt. Den Draht warf er dann über die elektrische Hochspannung. Durch die Kraft des elektrischen Schlages wurde der Mann zur Seite in einen Wassertümpel geworfen, wo man ihn später mit furchtbaren Brandwunden schwerverletzt auffand. Der Bedauernswerte wurde nach Gießen in die Klinik überführt. Die Marburger Bluttat. Marburg, 30. 12. Der Regierungspräsident hat eine Be lohnung von 1000 Mark für die Ermittlung des Mannes aus gesetzt, der am Abend des 27. Dezembers in der Frankfurter Straße den Studenten Erich Schwerdtfeger durch einen Revol verschuß in den Unterleib schwer verletzte. Der Täter wird wie folgt beschrieben: Alter: 28-30 Jahre, ediges Gesicht, Brille, ziemlich kräftige Statur, 1,70-1,75 Meter groß, dunkelbrauner Mantel mit Rückengürtel, grauer Hut, ähnlich farbige Stoffgamaschen. * Durchführung der Nacheichung in der Stadt Gießen im Jahre 1929. Die in zweijähriger Wiederkehr gesetzlich vorge= schriebene Nacheichung der im eichpflichtigen Verkehr befindlichen Meßgeräte( das sind Längen- und Flüssigkeitsmaße, Meßwerkzeuge für Flüssigkeiten, Hohlmaße, Gewichte und transportable Handelswaagen bis ausschließlich 3000 Kg.) soll in der Stadi Gießen nach dem untenstehenden Verteilungsplan durchgeführt werden. Für die Einlieferung beim Eichamt Gießen sind folgende Zeiten festgesetzt: Bom 2. bis 5. Januar 1929: Bezirk 1: Kreuzplatz, Seltersweg, Maigasse, Plockstraße, Teufelslustgärtchen, Johannesstraße und Diezstraße. Vom 7. bis 12. Januar 1929: Bezirk 2: Marktplatz, Mäusburg, Lindenplay, Kirchenplatz, Schulstraße, Schloßgasse, Kaplaneigasse, Wagengasse, Wettergasse, Kirchstraße, Burggraben, Auf der Bach. Dreihäusergasse und Brandplatz. Vom 14. bis 23. Januar 1929: Bezirk 3: Marktstraße, Rittergasse, Neustadt, Löbershof, Mühlstraße, Kleine Mühlgasse, Kornblumengasse, Westanlage, Nordanlage, Oswaldsgarten, Hammstraße, Lohnstraße, Rodheimerstraße, Krofdorferstraße. Schützenstraße, Hardt, Sandgasse. Vom 4. bis 13. Februar 1929: Bezirk 4: Bahnhofstraße, Tiefenweg, Kaplansgasse, Katharinengasse, Löwengasse, Wolfengasse, Schanzenstraße, Frankfurterstraße, Alicestraße, Wilhelmstraße, Liebigstraße, Leihgesternerweg, Riegelpfad, An den Bahnhöfen, Ebelstraße, Friedrichstraße, Hofmannstraße, Crednerstraße, Hillebrandtstraße, Klinikstraße, Wetzlarerweg, Grabenstraße, Hinter der Westanlage, Erdkauterweg, Schubertstraße, Theaterstraße, Am Zollstock, Haydnstraße, Am Weier, Wilsonstraße, Mittelweg, Hollerweg. Vom 14. bis 23. Februar 1929: Bezirk 5: Neuenweg, Neuenbäue, Sonnenstraße, Erlengasse, Weidengasse, Gartenstraße, Stephanstraße, Hessenstraße, Schiffenbergerweg, Ludwigsplay, Ludwigstraße, Südanlage, Bismarckſtraße, Goethestraße, Bleichstraße, Bergstraße, Löberstraße, Licherstraße, Kaiserallee, Wolfstraße, Moltkestraße, Eichgärten, Großer Steinweg, Roonstraße, Gutenbergstraße, Kugelberg, Lonystraße, AltRödgerweg, Anneröderweg, Döringstraße, Bruchstraße, Eichweg. Vom 4. bis 13. März 1929: Bezirk 5: Walltorstraße, Wetzsteingasse, Lindengasse, Brandgasse, Landgraf- Philipp- Platz, Kanzleiberg, Hundsgasse, Zozelsgasse, Asterweg, Schillerstraße, Braugasse, Sieinstraße, Weserstraße, Dammstraße, Ederstraße, Schottstraße, Marburgerstraße, Wieseckerweg, Ostanlage, Büdingstraße und alle anderen noch nicht aufgeführten Straßen. In glei= cher Reihenfolge und angemessenem Abstande wird die poli= zeiliche Maß- und Gewichtsrevision stattfinden. Wir machen noch darauf aufmerksam, daß die Neigungswaagen am Standort der Waagen geeicht werden. Diese Eichung ist besonders zu beantragen. Auskunft erteilt das Eichamt. Amtsstunden von 8 bis 12 Uhr vorm. und 2 bis 4 Uhr nachm. Samstags nachmittags geschlossen. * Verkehr mit Feuerwerkskörpern. Wegen des bevorstehenden Neujahrs sehen wir uns veranlaßt, auf die nachstehenden Bestimmungen über den Verkehr mit Feuerwerkskörpern hinzuweisen. Wer Feuerwerkskörper, Frösche, Schwärmer und Zündplättchen und dergleichen feilhält, muß beim Polizeiamt unter Angabe der zu lagernden Gesamtmenge Anzeige erstatten. In Läden dürfen nicht mehr als 2½ Kg., im Hause außerdem nicht mehr als 10 Kg. vorrätig gehalten werden. Auf Nachweis eines besonderen Bedürfnisses tann ausnahmsweise eine Lagerung bis zu 15 Kg. zeitweilig gestattet werden. Die Aufbewahrung muß in einem auf dem Dachboden( Speicher) belegenen mit feinem Schornsteinrohr in Verbindung stehenden abgesonderten Raume erfolgen, welcher beständig unter Verschluß gehalten und mit Licht nicht betreten wird. Die Behälter müssen den Bestimmungen des Paragraphen 6 Abs. 1 und 2 der Verordnung, den Verkehr mit Sprengstoffen betreffend, vom 21. 9. 1905 entsprechen und mit festgeschlossenem Deckel versehen sein. Die Abgabe von Feuerwerkskörpern an Personen, von denen ein Mißbrauch derselben zu befürchten iß, insbesondere an Personen unter 16 Jahren, ist verboten. Diese Vorschrift findet keine Anwendung auf Spielwaren, die ganz geringe Mengen von Sprengstoffen enthalten. Verboten ist jedoch die Abgabe der vielfach in Spielwaren- und Papiergeschäften als Spielwaren zum Verkauf gelangenden sogenannten Knallforken, da deren Sprengstoffinhalt die für Spielwaren zulässige Menge überschreitet. Weiter gibt das hiesige Polizeiamt wieder bekannt, daß das Schießen sowie das Abbrennen von Feuerwerkskörpern innerhalb der Straßen und Hofreiten der Stadt verboten ist. Zuwiederhandlungen sind in den Paragraphen 367 und 368 R. St. G. mit Geld- oder Haftstrafen bedroht. Es wird auch hingewiesen auf die eigene Strafbarkeit von Bezirkssparkasse Gießen. Selbstmord auf hypnotischen Befehl? nen. Das Examen standen. Die Beweg Männer vor Greifig nicht für ihre Tat 3 als sie ihr Erzeug brauchen nicht meh rechnen, um uns a erfolgen Lehren zu wesentlich geworde Ganzen. Ein furchtbares Verbrechen ist am Samstag morgen von der Kasseler Kriminalpolizei aufgedeckt worden. Durch den hypnotischen Einfluß eines noch unbekannten Mannes wurde ein 17jähriger Lehrling aus Kassel zum Selbstmord getrieben. Am Heiligabend hatte sich in der Nähe des Mindener Bahn hofes ein junger Mann aus Kassel vor den Hannoverschen D- Zug geworfen. Es handelte sich um einen Klempnerlehrling Thomas Noworny, der bei seinem Vater wohnte. Von einem Freunde, der im Besitz starker hypnotischer Kräfte sein soll, wurde er durch einen suggerierten Befehl zum Selbstmord ge trieben. Am 21. Dezember wurde unter Anwesenheit des Vertreters der Aufsichtsbehörde, des Herrn Oberregierungsrat Dr. He ß, die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung Sparkasse abgehalten. Der Vorsitzende, Direktor 3acheis, gab Große Veruntreuungen in Mainz. Ob das Jahr 1 Erfolg war, brauch jeres entdeckt:„ S träftig. An der Schwel punft, erkennen wi Die Tat ist beendet, den Torstangen auf tennen, daß ihre aber sie brauchen e Befriedigung: sie d ihr Lebenswert we Hören. Eine Generatio neration, die durch geläutert worden neue Generation h Werk vollenden, b wird die Gesetzgebe Entwidlung einer dec erst in uns fären, reinigen, m merlich anfangs den Sprache entstar he hie Allgemeing Begriffe und Geset tändlich, Bestandte and 3wed ist bei i morgen Selbstzwed Bieles der Körpe haffen. Mainz, 30. 12. Anfangs dieses Jahres schied aus den Che mischen Werken in Mainz- Amöneburg ein in den 10er Jahren stehender Prokurist und Kassierer aus. Sein Nachfolger ent deckte nun ein Manto von 147 000 Mart. Die Firma nahm zuerst den Prokuristen ins Gebet, der eingestond, im Laufe der vorhergehenden zwei Jahre einem aus der Firma Ende 1926 ausgeschiedenen Buchhalter, der sich in der Zwischenzeit selb ständig gemacht hat, auf dessen Drängen nach und nach Dar lehen im Gesamtbetrage von 147 000 Mart gegeben zu haben. Der Buchhalter soll den Prokuristen dadurch zum Hergeben des Geldes bestimmt haben, daß er ihm erklärte, er habe eine be deutende Erfindung gemacht, die er patentieren lasse, und die ein Vermögen einbringe. Der ehemalige Buchhalter wurde ebenfalls vernommen und bestritt nicht, die Darlehen bekom men zu haben. Er schwieg sich aber bei seiner Vernehmung über die Erfindung vollständig aus und stellte der Firma sein Geschäft und sein Lager in Wiesbaden zur Verfügung. Das Lager soll einen weit höheren Wert besigen, als das Darlehen. Die Firma hat trotzdem die Sache der Staatsanwaltschaft in Mainz übergeben, die noch mit der Aufklärung beschäftigt ist. Daß eine Jugen eine neue Welt Weltfrieg zu üb oh wieder ein Weg the, das ist die tie Die Wer an das Sp pijen Spiele oh biefer Spiele fto Jahres. Alle Arb pische Prüfung ei ng furne mächtig en Caliber Sport gelei Tar die Ausbeute. T ugung Nr. 12 zunä eit der letzte affe vorgenon e Umstellung des e Grundlage un Lich. Er gedach Vertreters, Ge Linden und de tglieder Orbig trug der Bor ther den Abschlu Urd Verlustred geht hervor, doj uliche Grtwidlum M. auf 118 000 00 R.-M. errhre Montag, den 31. Dezember 1928. ., Gießener Zeitung" Turnen, Sport und Spiel. Ein neues Jahr mit neuen Menschen. Zur Jahreswende. Eine neue Generation wächst auf, ein Geschlecht, das nicht mehr den Weltkrieg in sich trägt, sondern ihn als historisches Ereignis führen kann und darf. Der Krieg schuf eine Trennung, er reinigte die Atmosphäre, die dunstig und trübe geworden war. Die abendländische Kulturepoche war zu Ende gegangen, der Weltkrieg war ihr Totengräber. Eine neue Welt mußte sich aufbauen, wenn das zerrüttete abendländische Europa noch exidas bedeutet an= dere Menschen mit anderen Gesetzen. 595 000 R.-M.ge stenzfähig bleiben wollte. Eine neue Welt- 300 auf 11 299 unb 984. Der Gejam. tieg von 85 500 0% Jus dem Geschäfts ihungen im Rea ne Zunnahme von haben. Nach alla 28 502,28 R.-. Der Rüdlage über ende Entwurf des es Ergebnis: Die r. Seib, Gießen; 3. Prof. Dr. Ebel, Kulturen bauen aufeinander auf, müssen sich gegenseitig tützen. Die Männer einer sterbenden Epoche legten den Grundstein zur neuen; sie gründeten durch eine Tat- die letzte Tat des Jahrhunderts- das neue Gesetz, die neue Lehre: den Sport. Der Krieg zerstörte Glauben und Wissen, zerstörte das alte Jahrhundert mit seinen Begriffen. Nur eines überdauerte, das 829. Der Vollzug Reinste und Jüngste, wuchs auf und durchbrach die Tradition, verbreitete sich und drang in die Massen der Völker, erfaßte den Okzident wie den Orient, die neue Welt wie die alte. Der Sport schuf das neue Ethos und das neue Pathos. Die Kunst war frank und blieb es, die Wissenschaft, soweit sie die Lehre Dom Leben betraf, saß in großen Umrissen fest. Der schöpferische Geist wich dem kritischen, der Aufbau wich der Zerstörung. Die Kunst verlief sich und wollte die Sachlichkeit, das Ethos wurde durch Materialismus ersetzt, an die Stelle der Religion trat Unglaube. Retor Hermann ießen; Bürger auf die Dauer von hmigt wurde auch es vom 30. 3. 1928 Angestellten der rsammlung die feit zum Inspektor den Oberinspektor den ende des Hessischen Ein Jahr wendet sich, ein neuer Lebensabschnitt beginnt, eine neue Menschheit entsteht. Die junge Reformationsbewegung des Sports mit ihren Gesetzen der Ritterlichkeit, mit ihrem neuen at Dr. R eh, nahm Ethos steht an der Schwelle ihrer Entwidlung. Bisher rang über die Entwid n und der Bezirks Hiernach steht die bestand anlangt, an essens. Nach Worten örbe, Herrn Ober stand und die Ver fie um Anerkennung und sie hat ihren Kampf gewonnen. Das Jahr 1929 stellt sie vor neue, bessere Aufgaben. Als das Jahr 1928 fam, flammerte man sich an die Symbolik der olympischen Spiele. Hier war noch ein Kampf auszutragen, ein Kampf um die Weltgeltung der Nationen, ein Kampf auch um die Geltung der olympischen Spiele und des ng im Berichtsjahre Sports in seiner ganzen Ausdehnung. Die große Sportschau der Völker in Amsterdam ist vorüber, die Kriegsbegeisterung hat nüchternen Erwägungen Platz machen können. Die Anfänge sind endgültig überwunden worden. Fern. amies Gießen foll Dea nördlichen achte der an einem Mudersbach( Kreis ersuch. Der Mann Dessen anderes Ende er dann über die st des elektrischen einen Waffertümpel aren Brandwunder wurde nach Gieße: men. Amsterdam war das Reisezeugnis für die SportnatioDas Examen wurde mit einigen Schönheitsfehlern bestanden. Die Bewegung hatte sich durchgesetzt, das Werk der Männer vor wretzig Jahren wut eisuttt. Wir brauchten ihnen nicht für ihre Tat zu danken, denn sie fanden den stärksten Dank als sie ihr Erzeugnis lebensträftig und mächtig sahen. Wir brauchen nicht mehr kleinlich diese und jene Ergebnisse nachzurechnen, um uns an den Erfolgen zu berauschen und aus Mißerfolgen Lehren zu ziehen. Diese Dinge sind unbedeutend und unwesentlich geworden, sie bilden nur den kleinen Teil eines Ganzen. Ob das Jahr 1928 in der sportlichen Leistungsfähigkeit ein Erfolg war, braucht uns wenig zu kümmern. Wir haben Besjeres entdeckt:„ Hoppla, wir leben!" Wir leben gesund und träftig. An der Schwelle dieses Jahres erkennen wir den Wendepunkt, erkennen wir den Sinn des neuen Zeitabschnitts 1929. Die Tat ist beendet, ist 1928 gekrönt worden. Die Männer mit den Torstangen auf den Schultern haben die Genugtuung, zu erfennen, daß ihre Mission erfüllt ist. Noch können sie mithun, aber sie brauchen es nicht mehr. Darin liegt für sie die größte Befriedigung: sie dürfen der neuen Generation vertrauen, daß ihr Lebenswerk weitergeführt wird. Es ist nicht mehr zu zertören. ident hat eine Be g des Mannes aus in der Frankfurte durch einen Revol Der Täter wird wi ges Geficht, Brille groß, dunkelbraunu hnlichfarbige Stoff Befehl? nstag morgen vo orden. Durch de en Mannes wurd elbstmord getrieber es Mindener Bah den Hannoverscha n Klempnerlehrlin wohnte. Von einer I Kräfte sein fol zum Selbstmord ge lains. schied aus den Che in den Oer Jahre ein Mdfolger en De Firma nah steld, im Laufe de Firma Ende 192 Zwischenzeit selb ach und nach Da gegeben zu haber zum Sergeben de e, er habe eine be Teren laffe, und die Buchhalter wurd e Darlehen befor feiner Bernehmun Ilte der Firma fei r Verfügung. Da , als das Darleher taatsanwaltschaft i Trung beschäftigt if Eine Generation legte den Grundstein. Eine Zwischengeneration, die durch den Krieg hindurchgegangen und durch ihn geläutert worden war, hat weiter gebaut. Und nun wächst eine neue Generation heran, die frisch und gesund ist. Sie kann das Werk vollenden, braucht nicht mehr mit ihm zu kämpfen. Sie wird die Gesetzgeberin sein. Eine Jugend voller Kraft ist in der Entwicklung einer Jdee herangewachsen. Wir alle mußten diese Idee erst in uns aufnehmen, mußten sie prüfen, verbessern, flären, reinigen, mußten uns mit Begriffen belasten, die uns innerlich anfangs fremd waren wie die Worte, die einer fremden Sprache entstammten und erst einer Erläuterung bedurften, ehe sie Allgemeingut wurden. Die neue Generation trägt diese Begriffe und Gesetze des Sports in sich, sie sind ihr selbstver= ständlich, Bestandteil ihres Denkens, und die Frage nach Sinn und Zweck ist bei ihr überflüssig geworden, weil der Sport von morgen Selbstzwed sein wird, wie der von gestern noch eines Zieles der Körperpflegebedurfte, um sich Geltung zu verschaffen. Daß eine Jugend den Schauplatz der Ereignisse betritt, die sich eine neue Welt schafft, daß endlich der Weg gefunden ist, Den Weltkrieg zu überwinden, daß einem alternden Kontinent doch wieder ein Weg zur Erneuerung und Befreiung gewiesen wurde, das ist die tiefere Symbolik der Jahreswende 1928-29. Edgar. Die Bilanz des Jahres. Sinnspruch. Der Jugend heitrer Morgen Ist wolkenlos und hell; Es schlafen noch die Sorgen, Es springt der Freuden Quell. Sei uns gegrüßt, du junges Jahr, Was du uns bringst auch immerdar, Die Welt voll Lust und Hoffen Steht unsrer Jugend offen! Wird eruster auch das Streben Und ernster unser Sinn, Wenn dunkle Schatten schweben Um unser Dasein: hin, Wenn weicht der goldnen Träume Pracht Der Wirklichkeit das Herz hab acht, Den Schaß aus Jugendjahren Sich immer zu bewahren! In Treue laßt uns halten Zusammen Mann für Mann, Daß uns des Schicksals Walten Nicht unterkriegen kann! Laßt nach des Tages Last und Mühn Der Jugend hehres Feuer glühn; Es fehl sein holder Schimmer Uns bis ins Alter nimmer! Und rauscht in stetem Schwalle Der Zeiten Strom vorbei, Laut unsre Losung schalle: ,, Das Herz bleibt jung und frei!" So widmen wir den Abschiedsgruß Dem alten Jahr! Mit Heil! und Kuß Das neue woll'n empfangen Wir freudig ohne Bangen! bunn eine Umstellung der Sportverbände bemerkbar. Nicht mehr die Spitzenleistung, die ,, Arbeit in die Breite" wurde zur Losung. Neue Wege werden gesucht, das Zielbewußtsein soll wieder gestärkt, die Idee des Sportes in deutlicherem Maße aller Arbeit vorangestellt werden. Die olympischen Spiele. Nach 16jähriger Pause besuchte der deutsche Sport im Sommer 1928 zum erstenmale wieder olympische Spiele. Ein Weltbrand hatte in dieser großen Pause dem deutschen Haus die schwersten Verluste an materiellem und geistigen Gut zugefügt. Reine andere Nation der Welt hatte so schwer gelitten. Aber einem Vogel Phöniz gleich erhob sich dieses Volf wieder aus den Trümmern. Ein wesentlicher Faktor in der übermenschlichen Aufbauarbeit war der Sport. Er half dabei, den kranken deutschen Menschen wieder aufzurichten. Beispiellos war der Aufstieg des deutschen Sports. Er drang in alle Schichten des Volfes und führte zu Leistungen, die auch die Achtung der Völker erzwang ,, die den deutschen Sport noch lange Jahre nach Kriegsene boykottierten. 1928 waren wir in Amsterdam zum erstenmale wieder bei dem sportlichen Wettstreit der Völker. Amſterdam sollte den Beweis für die internationale Geltung, für die Lebens- und Leistungsfähigkeit des deutschen Sports bringen. Dieser Beweis ist glänzend gelungen. Nicht alle Früchte reif= ten, nicht alle Hoffnungen der allzu Optimistischen erfüllten sich. Wer aber mit nüchternen Sinnen die Dingen erfaßte, der blieb hochbefriedigt. Dicht hinter dem Land, das im Kriege am wenigsten litt, das sich eher an ihm stärkte und über unerschöpfliche Reserven an unverbrauchter Menschenkraft und allen Hilfsmitteln verfügte, gleich hinter den Vereinigten Staaten von Nordamerika konnten wir uns in der Rangliste der Völker plazieren. Große Sportnationen wie England, Schweden, Frankreich, Jtalien usw. blieben hinter den Leistungen des deutschen Sports zurüd. Elf Goldmedaillen, neun Silber- und 18 Bronzemedaillen waren die prächtige Ausbeute der deutschen Arbeit in Amsterdam. Von diesen 69 Punkten entfielen auf die Schwerathletik ( Ringen und Gewichtheben) 15, auf die Leichtathletik 13, auf das Schwimmen 11, auf die Kunstwettbewerbe 10, auf Reiten 7, Fechten 6, Rudern 3, Boxen 2, Moderner Fünfkampf und Radfahren je einen Punkt. Fortschritte im Fußball. Weit über 800 000 Mitglieder zählt der Deutsche FußballBund. Diese mächtige Organisation hat in der Vergangenheit im internationalen Wettstreit nicht immer die Rolle gespielt, die sie ihrer Größe nach hätte spielen müssen. 1928 brachte aber in dieser Beziehung doch einen Fortschritt. Von sieben Länderfämpfen konnten fünf gewonnen werden. Das war ein Verhält nis, wie es gleich günstig kein Jahr vorher brachte. Besiegt wurden die Schweiz 3: 2 und 4: 0, Dänemark und Luxemburg( durch eine rein westdeutsche Vertretung) 2: 1. Verloren gingen die Spiele gegen Schweden 0: 2 und gegen Uruguay 1: 4. Auch die Spiele, die von führenden deutschen Mannschaften gegen EliteWer an das Sportjahr 1928 denkt, dem fallen zunächst die olympischen Spiele zu Amsterdam in den Sinn. Unter der Herrschaft dieser Spiele stand das ganze sportliche Tun und Trachten des Jahres. Alle Arbeit der Sportverbände war auf die große olympische Prüfung eingestellt, sie ließ die Tätigkeits- und Leiſtungskurve mächtig emporschnellen. Viel ist in diesem Jahre im deutschen Sport geleistet worden. Erfreulich in jeder Hinsicht mannschaften des Auslandes während des letzten Jahres auswar die Ausbeute. Nach den olympischen Spielen machte sich getragen wurden, bewiesen, daß Technik und Taktik im deutNr. 102. schen Fußballsport Fortschritte gemacht haben. Es gab aber auch Schatten neben diesen Lichtseiten. Zu diesen Schatten zählen die oft erschreckend unsportlichen Auswüchse bei den Punktekämpfen. Es ist noch viel Erziehungsarbeit im deutschen Fußball zu leisten. Die Deutsche Turnerschaft 1928. Die Deutsche Turnerschaft wurde von den Arbeiten für Amsterdam nicht belastet, weil sie auf eine Teilnahme an den olympischen Spielen verzichtete. Dafür aber hatte diese große Körperkultur- Organisation ihr machotolles Deutsches Turnfest in Köln. Machtvoll demonstrierte sie in den Kölner Julitagen für ihre Ideen und ihre Arbeit. Dieses Kölner Turnfest war ein großer Erfolg. Erfolgreich und fast ungetrübt war auch die ganze Jahresarbeit der Deutschen Turnerschaft. Man muß feſt= stellen, daß die D. T. bei aller Wahrung alter Traditionen doch einen bemerkenswerten frischen Geist zeigt. Sie hat sich in mancher Beziehung modernisiert. Wünschenswert wäre nur, daß die Differenzen zwischen der D. T. und einigen großen Sportverbänden ganz beseitigt werden. Turnerschaft und Sport haben ihre großen, wertvollen Aufgaben. Wenn einmal endlich zwi= schen beiden Lagern aller 3wist ruhen wird, dann wird das Wirken umso erfreulicher und segensreicher sein. Zielbewußte deutsche Leichtathletik. Wenn man bei einem Verband davon sprechen kann, daß er ein besonders starkes Zielbewußtsein hat, dann ist das die deutsche Leichtathletik. Lobenswert war ihre umfassende, planmäßige Vorarbeit für Amsterdam. Erfreulich waren aber auch die Erfolge. Bei einer Kritik des Abschneidens der deutschen Leichtathletik in Amsterdam darf man nicht vergessen, daß man faum auf einem anderen Sportgebiet die Beteiligung, die Konfurrrenz der ganzen Welt so groß war. Die Erfolge hätten allerdings noch größer sein können, wären nicht manchmal bei unseren Athleten die Nerven so schwach gewesen. Nach den olympischen Spielen hat sich dann die deutsche Leichtathletik zuerst auf die neuen Forderungen der Zeit, auf die ,, Arbeit in die Breite" umgestellt. Bei diesem neuen Weg verrät sie eine Zielbewußtheit, zu der man sie nur beglückwünschen kann. * Deutschlands Handball führend. Handball ist in Deutschland ein sehr populäres Spiel geworden. Es hat auch im letzten Jahre seinen erstaunlichen Vormarsch fortsetzen können. Stetig nimmt die Anzahl der Spielmannschaft zu, stetig wachsen bei den Handballkämpfen die Zuschauermassen. Schwierigkeiten im Radsport. Der Amateurismus, das Sorgenfind fast aller Sportverbände und fast aller Sportnationen, war auch im deutschen Radsport eine heikle Angelegenheit. Man muß aber anerkennen, daß besonders der Bund Deutscher Radfahrer mit Energie und Erfolg eine lobenswerte Säuberungsaktion betrieb. Gegen Ende des Jahres machten auch die Einigungsbestrebungen im deutschen Radsport erfreuliche Fortschritte. Die aktive Tätigkeit im Radsport war sowohl bei den Amateuren wie auch bei den Berufsfahrern sehr groß. Die Tatsache, daß die Anzahl der Bahnen in einer Weise wächst, wie sie kein anderes Volk aufzuweisen hat, wirkte sowohl auf die Mitgliederbewegung, wie auch auf die Leistungsfähigkeit befruchtend. Große internationale Erfolge blieben allerdings dem Amateursport und zum Teil auch den Berufsfahrern versagt. Bei den Berufsfahrern konnte aber immerhin der Dauerfahrer Walter Sawall eine Weltmeisterschaft er= ringen und auch bei den Straßenfahrern gab es starte Fortschritte. Der Fliegersport findet in Deutschland immer noch nicht die Würdigung und Förderung. Die Meister des Jahres: Amateure: Bernhardt- Hannover Fliegermeister über 1 und 25 Klm., Karl Koch- Frankfurt- Main Straßenmeister, Wanderfalke Dres= den Meister im 100 Km.- Mannschaftsfahren, Turnerschaft Erfurt im 2er und 6er Radball. Berufsfahrer: Stehermeisterschaft offen; Fliegermeisterschaft: Mathias Engel; Straßenmeisterschaft: Felix Manthey- Berlin. Ein neues Jahr. 1928 war. Viel ist in diesem Jahre im deutschen Sport geleistet worden. Erfreulich in jeder Hinsicht war die Ausbeute. Der Erfolg mag den Tüchtigen Lohn sein. Aber es blieben auch Mängel, Krankheiten. 1929 kommt. Viel bleibt zu leisten. Es heißt das gewonnene Gut, die erreichte Linie, zu verteidigen. Es heißt aber auch auszubauen, zu roden und zu jäten. Selbsterkenntnis tut in erster Linie not. Selbstkritik an der eigenen Leistung, am eigenen Verein, am eigenen Verbande. Es soll sich niemand genieren, seine Fehler zu sehen. Jrren bleibt menschlich. Wer aber nicht erfennen und bessern will, der verliert das Recht, von den Jdealen der Bewegung zu sprechen und ihnen zu dienen. Diener an der Jdee, Diener des Sports zu werden und zu sein, das muß die Losung für das neue Jahr sein. Meisterschaftskämpfe in Hessen- Hannover. Der gestrige letzte Kampf im alten Jahr brachte für die Meisterschaft von Hessen- Hannover schwerwiegende Ergebnisse. In der Südgruppe siegte der Bezirksmeister Kurhessen- Kassel mit 2: 0( 1: 0) über Hermannia und dürfte damit bis zu dem nunmehr mit Sicherheit zu erwartenden Entscheidungsspiel gegen Borussia Fulda das schwerste Bollwerk aus dem Weg geräumt haben. Der Sieg der Kurhessen war in diesem Treffen absolut sicher. Sie zeigten die reifere, geschlossenere und technisch bes= sere Leistung. Borussia Fulda siegte 13: 3 über Germania Marburg. Der Sturm der Plazbesizer war besonders gut aufgelegt und stellte bis zur Pause das Ergebnis auf 5: 0. Ein Montag, den 31. Dezember 1928. leichtsinniges Aufrücken der Verteidigung verhalf dann den Marburgern zu den drei Erfolgen. Sport verlor, trot verstärkter Mannschaft überraschend 5: 2 gegen Kuhessen- Marburg und dürfte damit ebenso wie Germania Marburg dem Abstieg verfallen sein. In der Nordgruppe überrasche wiederum Göttingen 05 mit einem 5: 1- Sieg über Spielverein Kassel, so daß die bisher noch vorhandenen Meisterschaftsaussichten der Kasselaner nunmehr endgültig begraben sind. Der Sieg der Göttinger war nach dem Spielverlauf in dieser Höhe nicht ganzverdient. Lachender Dritter ist der SC. 03 Kassel, dem nunmehr mit 4 Punkten die Nordgruppenmeisterschaft nicht mehr zu nehmen ist. * V. f. B. Kurhess. Marburg- Sport Kassel 5: 2( 4: 0) Nachdem die V. f. B.- Elf in Fulda eine starke Formverbesserung offenbart hatte, zeigte sich gestern, daß diese Erscheinung nicht vorübergehend war. In einem zu zwei Drittel der Spielzeit überlegenen Stil schlug sie die Kasseler mit 5: 2. Nicht den Leistungen entsprechend, denn sonst hätte es 8 bis 10 zu 2 heißen müssen. Aber in der 2. Halbzeit ging es vonseiten der Gegner oft so hoch her, daß die Marburger fich Reserve auferlegen mußten. Außerdem machte der Kasseler Torhüter auch verschiedene gefährliche Torschüsse unschädlich und spielten einzelne Marburger sehr egoistisch. Der Schiedsrichter Speckhardt= Gießen, war ziemlich nachsichtig gegen Ausschreitungen der Gäste, weil er eben dem Spiel den Charakter des Kampfes nicht nehmen wollte, sah sich schließlich aber doch veranlaßt, einen Kasseler Stürmer herauszustellen, weil derselbe einen mit ihm bei einem Zusammenprall hingefallenen Gegner mehrmals ins Gesicht borte(!). V. f. B. Kurhessen Marburg steht nun mit 6: 8 Punkten an dritter Stelle der Tabelle. Das nächste Spiel, am 6. Januar gegen Hermannia Kassel in Marburg, wird die Entscheidung bringen, ob der Marburger Verein zur Bezirksliga aufsteigt; nach dem gestrigen Spiel zu urteilen, müßte Marburg gewinnen. - Die Kreisliga am 30. Dezember. - VfB. Gießen Liga Niedergirmes Liga 6: 1( 3: 0). Edenverhältnis 6: 1. Der VfB. trug mit diesem Spiel das letzte der 1. Serie aus und konnte dasselbe, wie vorauszusehen war, einwandfrei ge= winnen. Das schlechte Wetter der letzten Tage war natürlich nicht spurlos an dem dafür besonders empfindlichen Spielfeld vorübergegangen. Aber es ging trotzdem ganz gut. Die Gäste sind in dieser Hinsicht ja auch einigen Kummer gewohnt. Gleich vom Anpfiff ab verlegte sich die Plagelf auf die Attacke und trug Angriff auf Angriff gegen das gegnerische Tor. Nur vereinzelt gelang es den Gästen, die Einschnürung des VfB. zu durchbrechen. Es genügte aber ein Verteidiger, trieb sich dauernd vor dem gegnerischen Strafraum herum. Der Erfolg blieb natürlich nicht aus, zunächst schoß Bingel Tor 1, um die unsicheren Stürmer des Gegners aufzuhalten. Kreß D ,, Gießener Zeitung" Droh! Husten. Grippe, Heiserkeit hall' Perlen Rheila- J hilfsbereit! Schachtel Mk.1.- nur in Apotheken u. Drogerien 10 Minuten später Preiß Tor 2 beide durfte der Torhüter aus Niedergirmes halten, und kurz vor Halbzeit stellte Balser das Ergebnis auf 3: 0. Niedergirmes verlor aber nicht den Mut und spielte nach der Pause eifrig weiter. Zwei Ecken für den VfB. finden keine Verwandlung, dafür aber ein Elfmeter, der von Roth zum 4. Tor umgewandelt wurde. Ein Durchbruch der Gäste brachte diesen das Ehrentor, die Verteidigung des Platzvereins war soweit aufgerückt, daß die Girmeser sich bis fast vor die Torlinie kombinieren konnten, und so zu dem ihn zu gönnenden Ehrentor kamen. Der Schluß des manchmal unnötig harten Kampfes spielte sich dann in der Girmeser Spielfeldhälfte ab. Der produktivste Stürmer der VfB.er, Balser, sandte zum 5. male, und kurz vor Abpfiff Roth allerdings standen seine beiden Nebenleute abseits zum 6. Tore ein. Das Spiel leitete Hinder- Herborn, der im allgemeinen durch Objektivität gefiel, dem aber manchmal ein wenig mehr Energie zu empfehlen wäre.( Die Wurfübungen mit Schlamm passen eigentlich in kein Ligaspiel und hätten schwer geahndet werden müssen.) Die Niedergirmeser hatten einen schlechten Tormann und eine wenig brauchbare Verteidigung. Die Läuferreihe mußte zu stark verteidigen und bediente ihren Sturm zu wenig. Letzterer taugte nicht viel, es fehlte aller Schneid, der schon nötig ist, um vor einem Gegner, wie dem VfB., in Ehren zu bestehen. Die Auffrischung der Mannschaft durch ehemalige Mitglieder des Weglarer FC. wirkt sich hoffentlich in den nächsten Spielen positiver aus, Rehm z. B. konnte gestern noch nicht gefallen. Die Plazelf spielte ohne Böttiger, Schneider, Henrich und Kleinke, für diese wirkten Preiß, Post, Voeckler und Pfannstiel mit. Letzterer stellte sich der Fußballwelt in Gießen zum ersten Male vor und gefiel. Man darf, ohne Prophet zu spielen, voraussagen, daß Pfannstiel mit seinen guten Flanken von links, Balser mit solchen von rechts und Böttiger in der Mitte an Durchschlagskraft nichts zu wünschen übrig lassen werden. Sonst: Boeckler im Tor hatte wenig zu tun, war sonst aber gut. Die Verteidigung gleichfalls. Die Läuferreihe zeigte ansprechende Leistungen. Roth konnte in diesem Spiel zum ersten Male seit Beginn der Verbandsspiele gefallen. Im Sturm die Außen schnell und sehr gut, Bingel gut, Post aber muß noch viel lernen. Jm großen und ganzen verdient die Mannschaft ein Lob. - Nr. 102. Butzbach Liga 1900 Gießen Liga 2: 1( 2: 0). Nach der Pause in den Verbandsspielen wartet die SpielBgg. 1900 gleich mit einer Ueberraschung auf sie ließ sich ohne Punkte aus Butzbach wieder heimschicken. Die Gießener Elf hatte die Sache zu leicht genommen, Pech ließ dann die tatsächlich bessere Mannschaft keine Tore machen. Die Butzbacher bevorzugten das einzig richtige Spiel: den Ball nach vorne und schießen. Gießen spielte drückend überlegen, vermochte aber nichts, auch nicht einen der 10 Eckbälle, zu verwandeln. Butzbachs Stärke lag in seinem Schlußdreieck. Technisch überragten die 1900er in der Läuferreihe und dem Mittelstürmer Heilmann, schwach war bei den Gießenern Schneider, Jäckel und Balser. Schiri Flick- Wetzlar war dem Spiel nicht immer gewach sen, so wurden zwei Tore der Gäste nicht gewertet. Das Fußballinteresse hat in Butzbach stark nachgelassen, der Besuch war schwach. Neue Bücher. Deutscher Reichspostkalender 1929. Herausgegeben mit Unterstützung des Reichspoſtministeriums. Konkordia- Verlag, Leipzig, Goethestraße 6. Preis R.-M. 4. Seit einigen Jahren ha ben verschiedene Landesregierungen, Provinzialverwaltungen, größere Städte und andere öffentliche Behörden versucht, durch Herausgabe von Jahrbüchern oder Abreißkalendern mit Abbildungen und Schrift die Bevölkerung mit den verschiedenen Aufgabengebieten dieser Behörden vertraut zu machen. Daneben werden die Schönheiten der Landschaft, der historischen und sonstigen Eigenart der Länder oder Städte zur Hebung des Frems denverkehrs geschildert. Diese Jahrbücher und Kalender erfreuen sich in den weitesten Kreisen der Bevölkerung steigender Beliebtheit. Auch die deutsche Reichspost, die wie kaum eine an dere Verwaltung durch ihre Vielseitigkeit mit allen Schichten des Volkes in engster Fühlung steht, beschreitet jetzt diesen Weg. Die Leipziger Verlagsanstalt, Kontordia- Verlag, gibt für 1929 mit Unterstügung des Reichspostministeriums einen„ Deutschen Reichspostkalender" heraus, der soeben erschienen ist. Der Kalender, in Form eines Abreißkalenders hat reichen Inhalt. Er umfaßt das ganze Reichspostgebiet. Der Kalender macht aber auch auf manches aufmerksam, dessen man sich im postalischen Verkehr zu seinem Nuzen bedienen kann. Und allein aus lettem Grunde schon kann die Anschaffung empfohlen werden. Vobachs Neues Masten- Album ist erschienen! 114 verschie= dene Kostüme werden in dem Album dargestellt. Phantasieund Charakterkostüme wechseln mit Volks- und Nationaltrachten ab. Für jeden ist etwas Passendes dabei. Durch die Beigabe eines Gutscheines zum Bezug eines Gratis- Masken- Schnittes nach eigener Wahl im Werte bis zu 90 Pfg. wird die Ausgabe von 2 Mark für die Anschaffung des Albums sehr erleichtert. Verantwortlich: Paul Chrißian Klein in Gießen. Aufklärung! Meiner werten Kundschaft zur Kenntnis, daß Herr Reinhold Barlow, Lollar Hauptstraße 223 die Verteilung meiner Margarine und anderer von mir geführten Waren Marke Bölck ges. gesch. unter Nr. 348172 wieder übernommen hat. Herr Hans Schnaut, Lollar Hauptstraße 179 ist aus meinem Betriebe ausgeschieden und ist nicht berech= tigt meine Sparfarten einzuziehen. Meine Sparmarken haben weiter in volle Gültigkeit. Ferner warne ich davor, sich von Konkurrenzunternehm ungen meine teilweise beklebten Karien abnehmen lassen. Bei Reklamationen wende man sich an meinen Bez.- Vertr. Richard Beinhorn, Großen Linden. Friedrich Böld, Bad Oldesloe in Holft. Zur Hochzeit, allen Festen und Gelegenheiten fertigt Reden, Gedichte, Prologe, Tafellieder usw. schnellstens an Heimverlag, Radolfzell a. Bodensee. ASTHMA Chron. Bronchialkatarrh, Verschleimung der Atmungsorgane u. veraltetes Husten. 9 Jahre schwer daran gelitten, alle vers. Mittel waren erfolglos, bis ich selbst ein Pulver zum Einnehmen erfunden habe, das mir sofort geholfen. Aerzil. empihohl. Tausende v. Dankschreib. Jeder Leidende erhält bei Einsend. v. 1.05( Briefmark.) eine Probe durch meine Versand- Apotheke zugesandt, damit er sich vom Erfolg selbst überzeugt. 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