thletit. 0: 1( 5: 1) 02. Jgd. 6: 2 er unter fidh. mitur injolge Erjah einge ten einen flo iten Manni usdrüdt, als nichaft auch ten Torwurj or des Tages Spielbeginn. ermannschaft Der Mittell Gegenliebe. Ausgleich zu pielhälfte Sa en. Nach Hall fensive gedr gel der 1. Me en erzielte z mannschaften ältnis etwas lbzeit hielten jedoch die to gen. r Sportgeme auf dem 19 f. L. Megle ießen. iel gegen We egener. Die T- Gaues, zu sehr gering. Be Ueberraj aren die dent Ginzelleistung r hatte wohl Sintermanni ing Weklar doch die F furz darauf t 1: 1 änderte Den Sieg an eute des Gie Plage war. ichwertige M , daß ihre G gleiche von gehen, wenn jen. Die Hi n- Bused und die nötige G er! on Nr. 83 nen gut und billig Klein idanlage e! en, daß Genul ffee mit 7. Den e Hag Bel dem Coffein In er n fester nert. magen ufe der Coffein 1. Παπ Hag zu ke feat ag, der züglich Bad. Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder RüdSendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Jahrg. - Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Bostschedionto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M Mittwoch, den 31. Oktober 1928 Glückliche Beendung des Amerikafluges. Der große Erfolg des„ Graf Zeppelin". Der Empfang in Friedrichshafen. Die Fahrt der letzten Nacht. ,, Graf Zeppelin" hat nach Ueberfliegung der französischen Küste Nantes, Tours, Orleans und Dijon die deutsche Grenze bei Hüningen bereits um 2,55 Uhr morgens passiert. In Friedrichshafen wurde das Luftschiff um 5,50 Uhr zum ersten Male gesichtet. Das Eintreffen des Luftschiffes war der Bevölkerung bereits durch Böllerschüsse angekündigt worden, so daß im Augenblick des Eintreffens der Luftschiffhafen der Zeppelingesellschaft bereits schwarz von Menschen war. Die Menge begrüßte den Zeppelin, als er gesichtet wurde, mit nicht endenwollenden Hurra- Rufen. Trotzdem sich die Landung über 1½ Stunden hinzog, harrte die Menge geduldig bis zum Landungsmanöver des Zeppelin aus. Die Landung erfolgte mit der Genauigkeit, mit der man dies von dem Zeppelin gewöhnt ist. Kurz vor 7 Uhr wurde das Luftschiff wieder sichtbar und näherte sich mit abgestellten Motoren dem Landeplatz. Der Bug neigte fich ziemlich stark. Kurz nach 7 Uhr wurde die erste Landeleine heruntergeworfen. Dann wurden die Positionslaternen und auch die Lichter der Kabinen gelöscht. Unmittelbar danach fiel auch die hintere Landeleine, so daß das Luftschiff um 7,05 Uhr zehn Meter über dem Boden stand. Damit war die Landung vollzogen. Im Augenblick der Landung stürmte die auf dem Flugplatz befindliche Menge auf den Zeppelin zu, der in wenigen Augenblicken von einer dichten Menge umgeben war. Absperrungsmannschaften waren zwar gestellt worden, ein ernsthafter Versuch, die Menge zurückzuhalten, wurde aber gar nicht erst ge= macht, da dies doch zwecklos geworden wäre. Die Menge tobte vor Begeisterung und schrie zeitweilig so stark, daß der auf dem Platz befindliche Rundfunksprecher nicht mehr zu verstehen war. Die Menge stimmte das Deutschlandlied an und begrüßte Edener mit nicht endenwollenden Hoch- und Hurrarufen. Böllerschüsse ertönten und der Play rings um den Zeppelin schien zeitweilig weiß von winkenden Taschentüchern. ,, Graf Zeppelin" wieder in seiner Halle. Ueber dem Landeplatz herrscht fast völlige Windstille. Für die Einbringung des Luftschiffes in die Halle war dies das idealste Wetter. Nachdem die Laufkazen befestigt waren, glitt das Schiff mit dem Bug zuerst langsam durch das weitgeöffnete Tor in den von strahlenden Bogenlampen hell erleuchteten Innenraum. Um 7,40 Uhr lag das Schiff in seiner ganzen majestätischen Größe in der Halle. Ein ungeheurer Jubel erfüllte den weiten Raum. Alle Gerüste und Leitern waren mit Zuschauern dichtbesät, die begeistert das Deutschlandlied anstimmten. Der Generaldirektor des Luftschiffbques Zeppelin, der sich an Bord des Schiffes begeben hatte, erklärte mit einigen Worten, daß die Gäste von der langen Fahrt ermüdet wären. und bat Passagiere und Ehrengäste, sich um 6 Uhr abends zu einer Wiedersehensfeier einzufinden. Inzwischen hatten alle Passagiere das Luftschiff verlassen. Nachdem Frau Dr. Edener und Tochter das Schiff bestiegen hatten, folgte ihnen der Reichs= verkehrsminister v. Guerard, der Dr. Edener im Namen der Reichsregierung in Deutschland willkommen hieß. Dr. Edener erklärte, daß sowohl Hin- als auch Rückfahrt manchmal gerade niot fo rosig gewesen sei und daß es oft sehr ernst ausgesehen habe. Amerita- Europa in 71 Stunden. Das Luftschiff„ Graf Zeppelin", das am Montag früh um 7,55 Uhr ME3. in Lakehurst zu seinem Rückflug gestartet ist, hat die Gesamtstrecke von 7700 Kilometern in 71 Stunden zu= rüdgelegt. Die Landung des Zeppelins in Friedrichshafen wurde in Neuyork jubelnd begrüßt. Man bezeichnet es als den Beginn einer neuen Epoche, die den Passagierluftverkehr zwischen Amerika und Europa einleite. Besonders wird die Kürze der letzten Fahrt hervorgehoben, die als Musterbeispiel ohne gleichen bezeichnet wird. * Hindenburg an Edener. Der Reichspräsident sandte an Dr. Edener folgendes Glückwunschtelegramm: Politische Tagesschau. Der Reichstag wird nun endgültig auf den 13. November einberufen. Reichsaußenminister Dr. Stresemann wird am Sonnabend nach Berlin zurückkehren und am Montag seine Amtsgeschäfte wieder aufnehmen. Reichswehrminister Groener unternimmt vom 3. bis 7. November eine Reise nach Süddeutschland. Er wird die Truppenteile der fünften Division besichtigen. Der Parteivorstand der Deutsch. Volkspartei, der am 1. November in Heidelberg unter Vorsitz des Reichsministers Dr. Stresemann zu einer Aussprache über die wirtschaftliche Lage zusammentrat, hat beschlossen, den Zentralvorstand der Partei auf den 23. und 24. November nach Berlin einzuberufen. Amerikanische Zeitungen treten in großen Artikeln für den Siau von Groß- Luftschiffen ein. ,, Herzlichen Willkommensgruß zur glüchaften Rückkehr in den Heimathafen. Mit mir freut sich das ganze deutsche Volk der wohlgelungenen großen Fahrt und des sturmerprobfen ,, Graf Zeppelin" vereint in dankbarer und bewundernder Anerkennung der hervorragenden Leistung, die Erbauer, Führer und Besatzung des Luftschiffes vollbracht haben. In der Hoffnung, Sie bald in Berlin persönlich beglückwünschen zu können und mit freundlichen Grüßen gez. v. Hindenburg, Reichspräsident." * An Deutschlands kühnsten Luftpionier. Reichsverkehrsminister von Guérard hat folgendes Schreiben an Dr. Edener gerichtet: ,, Hochgeehrter Herr Prosessor! Bei Ihrer Rückkunft heute früh auf deutschem Boden nach Ihrer denkwürdigen Fahrt über den Ozean hatte ich die Ehre, Sie als Ersteren der Heimat wieder begrüßen zu können. Dringliche dienstliche Angelegenheiten zwingen mich, heute abend nach Berlin zurückzufahren, so daß ich, da der Festakt Ihrem verständlichem Wunsche entsprechend, auf den Abend verlegt worden ist, nicht in der Lage bin, vor weiterer Oeffentlichkeit den Willkomm zu entbieten. Es ist der Willkomm der deutschen Reichsregierung, der Ihnen und Ihrer Besatzung, aber auch den leitenden Köpfen, die das Luftschiff erdacht und denen gilt, die es mit ihrer Hände Arbeit in die Tat umgesetzt haben. Ich bitte, zur glücklichen Rückkehr in die Heimat die Glückwünsche der deutschen Reichsregierung aussprechen zu dürfen. Ich darf hinzufügen, daß auch der Präsident des Deutschen Reichstages mich drahtlich gebeten hat, den Führern und der Besazung auch des Deutschen Reichstages herzliche Glückwünsche auszusprechen. Ich darf selbst wohl sagen, daß ich befugt bin, Ihnen die Grüße des ganzen deutschen Volkes zu übermitteln, dem Ihre Fahrt über den Ozean zu dem befreundeten amerikanischen Volfe eine Herzenssache war. Zum ersten Male ist die Verbindung zwischen Deutschland und Amerika hin und zurück von einem Fahrzeug der Lüfte bewerkstelligt worden. Diese Tatsache ist ein Merkstein in der Entwicklung der Luftfahrt. Neue Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet dieser glüchafte Flug, der trotz Ungunst der Jahreszeit und der Elemente gelungen ist. Sie haben der Welt er= neut bewiesen, daß es nicht heißen darf:„ Luftschiff oder Flugzeug", sondern„ Luftschiff und Flugzeug"! Deshalb wird aber auch dieser Flug in unserer so schnell lebenden und leicht vergeßlichen Zeit keine Episode sein, sondern ein bedeutsamer Schritt in der Entwicklung zur Beherrschung der Luft, die die Menschen emporhebt in das All. Das deutsche Volk hat es einhellig gefühlt, daß Sie eine neue geschichtliche Tat im Sinne des Grafen Zeppelin ausgeführt haben, eine Tat, die deutsches Können, deutscher Wille, deutsches Wollen und deutsche Tatkraft geformt haben. Möge diese glückhafte Fahrt auch ein Symbol sein, ein Symbol der deutschen Einigkeit in nationalen Fragen, die uns allein eine glüchafte Zukunft sichern kann. Ich darf, Herr Professor, den Wunsch der deutschen Reichsregierung anschließen, daß Sie selbst an der Spize ihrer Besatzung mit dem neuen Luftschiff auch der Reichshauptstadt einen Besuch abſtatten mögen. Als Bürger der Stadt Berlin weiß ich mich schaft der Stadt Berlin. Ich habe die Ehre zu sein, Herr in diesem Wunsche auch eins mit der gesamten BewohnerProfessor, Ihr Ihnen tiefergebener Reichsverkehrsminister. ( gez.) von Guérard." Hessens Glückwunsch. Staatspräsident Adelung hat an Dr. Edener folgendes Telegramm gesandt: ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Playvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 86 Reichspräsident von Hindenburg als Zeuge. In dem Prozeß des Rektors von Lama gegen den Hofprediger Doering, den Reichskanzler Michaelis, den Evangelischen Bund und andere, der den Vorwurf Lamas zum Gegenstand hat, daß der Reichskanzler Michaelis sich im Jahre 1917 hinter die Oberste Heeresleitung gesteckt und aus konfessionellen Gründen den Friedensvertrag des Papstes abgelehnt habe, wurde am Donnerstag der Reichspräsident von Hin denburg eingehend vernommen. Die Vernehmung fand nach den gesetzlichen Vorschriften im Palais des Reichspräsidenten in der Wilhelmstraße statt. Der Reichspräsident betonte in seiner Aussage mit aller Entschiedenheit, daß weder er noch General Ludendorff, weder der Reichskanzler Michaelis noch der damalige Staatssekretär Kühlmann ihre Maßnahmen wegen des päpstlichen Friedensangebotes durch konfessionelle Beweggründe hätten bestimmen lassen. Das Angebot des Papstes sei vielmehr in der Kronvatssitzung vom 11. September 1917 unter Vorsitz des Kaisers im Schlosse Bellevue eingehend erörtert worden. Den Bedenken der Obersten Heeresleitung sei damit Rechnung getragen, daß das Friedensangebot des Papstes mit dem Ablauf des Jahres 1917 limitiert worden sei. Lama hatte weiter die Behauptung aufgestellt, daß der Reichskanzler Michaelis nach der Kronratssitzung sich durch die Oberste Heeresleitung habe bestimmen lassen, entgegen dem Kronratsbeschluß einen glatten Verzicht auf Belgien nicht auszusprechen, um so die Bemühungen des Papstes zu vereiteln. Hierzu äußerte sich der Reichspräsident auf Vorbehalt des Ver= treters der Beklagten, des Rechtsanwalt Dr. Lütgebrune, dahin, daß seit der Kronratssitzung vom 11. September in der Frage der Friedensbedingungen irgendwelche Differenzen zwischen der Reichsregierung und der Obersten Heeresleitung nicht mehr bestanden hätten. Die Oberste Heeresleitung habe sich vielmehr dem Kronratsbeschluß gefügt. Staatssekretär von Kühlmann habe vor dem Untersuchungsausschuß des Reichstages mit Recht darauf hingewiesen, daß der Briefwechsel zwischen Hindenburg und Reichskanzler Michaelis im September 1917 nur privater Natur gewesen sei und nur den Fall im Auge gehabt habe, daß die Situation sich ändere, falls ein Frieden bis sollte. Ende 1917 nicht zustande gekommen ✿ Ueber diesen Fragenkomplex werden in den nächsten Tagen Reichskanzler a. D. Michaelis und General Ludendorff als Zeugen vernommen werden. Straßentämpfe in Lemberg. Warschau, 2. Nov. Lemberg, die Hauptstadt Ostgaliziens, der ewige Zankapfel zwischen Polen und Ukrainern, ist in diesen Tagen der Schauplatz von Ausschreitungen, Schießereien und Blutvergießen, welche an die Lemberger Straßenfämpfe von 1918 erinnerten, gewesen. Betriebsstillegungen im Siegerländer Erzbergbau. 1500 Arbeiter entlassen. Dillenburg. Die zum Konzern der Vereinigten Stahlwerke A.-G. gehörigen Eisengruben St. Andreas, Vereinigung Peters= bach und Vingertshardt, werden am 15. November stillgelegt. Von dieser Maßnahme werden etwa 1200 Bergleute betroffen. Bericht über die wirtschaftliche Lage des deutschen Handwerks im Monat Oktober. Vom Reichsverband des deutschen Handwerks wird uns geschrieben: Ein einheitliches Gesamturteil über die Wirtschaftslage des Handwerks läßt sich auch im Monat Oftober infolge der Verschiedenartigkeit der jahreszeitlichen Auswirkungen auf die einzelnen Gewerbezweige nicht geben. Insbesondere übte die ver,, Von Stolz erfüllt über die glüdliche Fahrt des Luft- hältnismäßig günstige Witterung je nach der Eigenart der Beschiffes sende ich Ihnen, den Führern und der Besazung namens der hessischen Regierung herzlichste Glückwünsche und Willkommensgrüße zur guten Rückkehr in die Heimat. Adelung, Staatspräsident." Oberleutnant Schulz läßt durch seinen Berteidiger das Wiederaufnahmeverfahren betreiben. Der entsprechende Antrag ist dem Justizministerium zugegangen. Das Ergebnis einer vorläufigen Abstimmung im Reichstags= ausschuß für die Strafrechtsreform war Ablehnung der Todes: strafe. Mitte November wird eine Besprechung zwischen Führern der Bayerischen Volkspartei und dem Zentrum stattfinden über das Problem Reich und Länder. Gilbert hatte eine längere Unterredung mit Poincaré, die zur Besserung der deutsch- französischen Verständigung beigetragen hat. In Brüssel wird bekannt, daß die Räumung der zweiten Zone mit dem Beginn der Sigungen der Sachverständigentom= mission zusammenfallen werde. Amanullah läßt eine Bahn bauen, die in nordsüdlicher Richtung das Land durchquert. Die Arbeiten werden an deutsche und französische Firmen vergeben. rufe einen hemmenden oder fördernden Einfluß auf den Geschäftsgang aus. Wenn auch die Beschäftigung der Bauhauptgewerbe infolge der vorgerüdten Jahreszeit allmählich nachließ, da Neuaufträge nur noch wenig einliefen, so war doch der vorliegende Auftragsbestand noch groß genug, um bei dem guten Bauwetter dem Handwerk zufriedenstellende Beschäftigung zu geben. Für die Baunebengewerbe war überwiegend die Ge= schäftslage noch günstiger als für das Bauhauptgewerbe, da auch Reparaturarbeiten in beträchtlichem Umfange verlangt wurden. Zum Teil häuften sich die Aufträge so, daß ein fühlbarer Facharbeitermangel eintrat. Im Gegensatz zu der belebenden Wirkung der warmen Witterung auf die Lage des Baumarktes, waren die Wirkungen des Wetters auf die Bekleidungshandwerke nachteilig. Wenn auch die bereits im vorigen Monat gemeldete Besserung im Auftragseingang ihren Fortgang nahm, so blieb doch die Beschäftigung in engeren Grenzen als man gehofft hatte. Vor allem Aufträge für Wintermäntel werden nur zögernd erteilt.- Für die von der Industrie abhängigen Handwerksberufe machte sich die zum Teil eingetretene schlechte Beschäftigung der Industrie nachteilig fühlbar u. zwar direkt durch Nachlassen der Aufträge an die Handwerksberufe. Indirekt wirkte jedoch der Konjunkturrüdgang nachteilig auf das gesamte Handwerk ein, da infolge der gröBeren Arbeitslosigkeit unter den Industriearbeitern die Konsummen Nr. 87. Samstag, d Samstag, den 3. November 1928. kraft dieser Bevölkerungskreise nachließ und eine verringerte Nachfrage nach Handwerksprodukten bedingte. Die Erwartungen des Handwerks, daß im Anschluß an die quantitativ und qualitativ gute Ernte die Landwirtschaft in stärkerem Umfang als Auftraggeber auftreten würde, haben sich nicht erfüllt. Die ziemlich niederen Getreidepreise sowie der Rückgang der Preise für Rindvich haben bis jetzt die Landwirtschaft zur weiteren Zurückhaltung in der Auftragserteilung veranlaßt. Die Die Kreditnot im Handwerk hat in der Berichtszeit eher eine Verschärfung als eine Milderung erfahren. Infolge der Zunahme des Borgunwesens fehlt es dem Handwerk vielfach an dem nötigsten Betriebskapital. Selten gelingt es, sich zu erträglichen Bedingungen den erforderlichen Kredit zu verschaffen. Beschaffung der erforderlichen Rohstoffe und Materialien stieß nirgends auf Schwierigkeiten. Leider sind jedoch die Preise für verschiedene Materialien gestiegen. So zeigten beispielsweise die Preise für Zement, für die Rohmaterialien der Töpfer, für Hufeisen usw. steigende Tendenz. Auch die befürchtete Wirkung der Eisenbahntariferhöhung ist nicht ausgeblieben, sondern hat sich Gestalt von Preiserhöhungen, insbesondere für Mengenprodukte, wie Ziegelsteine, unangenehm fühlbar gemacht. Die Lage des Arbeitsmarktes entsprach im wesentlichen der Beschäftigungslage des einzelnen Handwerksberufes. Während Töpfer, Maler, Glaser Elektroinstallateure usw. stärker nachge= fragt waren, hat sich der Arbeitsmarkt für Maurer, Zimmerer, Dachdecker, Stellmacher, Sattler, Mechaniker usw. verschlechtert. Lohnsteigerungen wurden im Baugewerbe sowie in den Baunebengewerben auf Grund von Tarifverträgen in Kraft gesetzt. Lokales. Sonntagsgedanken.. Gießener Zeitung" * Straßensperrung. Wegen Walzarbeiten ist der Hohl Eichweg von der Rodheimer Straße ab auf eine Länge von etwa 500 Meter bis auf weiteres für allen Fahrverkehr polizeilich gesperrt. * Warnung vor einem falschen Kriminalbeamten. Am 26. Oktober ist hier in einem Uhrmacherladen, sowie in einer Wirtschaft ein fremder Mann aufgetreten und hat sich in einem Falle als Schutzpolizeibeamter und im anderen Falle als Kriminalbeamter ausgegeben. Die Person ist ca. 1,65 Meter groß, hat blondes Haar, frsches Gesicht, trug Batschmüße und Autoschuhbrille. Sollte eine derartige Person hier nochmals auftreten, so wird gebeten, dessen Festnahme in geeigneter Weise zu veranlassen. Bald kommt der Winter. Verschwunden ist alle Pracht des Sommers. Das große Sterben beginnt. Verstummt ist auch der Vöglein froher Sang. Auch der Wald rüstet sich zum Schlafengehen. ersucht, sich mit der Kriminalpolizei Gießen ins Benehmen zu setzen. * Unfall. Am 31. Oktober, 19 Uhr, wurde die Polizei benachrichtigt, daß in der Wilhelmstraße eine Frau im bewußtlosem Zustande auf der Straße liege. Sie wurde mit dem Sanitätsauto nach der Klinik verbraucht, wo der Tod infolge Herzschlag festgestellt wurde, das durch den Amtsarzt be= stätigt wurde. * Polizeibericht. Bei der Kriminalpolizei Gießen ist ein Motorrad mit dem Kennzeichen VO 5318, Marke Ardie, Fabriknummer 9550, Motornummer 11 252, sichergestellt. Ferner sind nachstehende Fahrräder bei der Kriminalpolizei Gießen sichergestellt: a) Marke Hammonia, Fabriknr. unbekannt, schwarzer Rahmen, schwarze Felgen, hochgebogene Lenkstange, graue Dunlopbereifung, brauner Sattel mit der Aufschrift Hammock und Torpedofreilauf. Das Rad ist frisch lackiert. b) Marke Alemannia, Fabriknr. unbekannt, schwarzer Rahmen, schwarze Felgen und deutscher Lenker. c) Marke Goldrad, Fabriknr. 83 892, schw. Rahmen u. Felgen, graue Bereifung. d) Ein Damenrad, Marke B. G. C., Fabrikdr. unbekannt, schwarzer Rahmen, gelbe Felgen mit grünen Streifen und buntes Schutzblech. e) Herrenrad, Marke Mifa, Fabriknr. unbekannt, deutscher Lenker und graue Bereifung. f) Marke Diamant, Fabrifnr. 450 877, schwarze Rahmen und Felgen, deutscher Lenker und graue Bereifung. g) Marke Opel, Fabriknr. 330 551, schwarzer Rahmen, gelbe Felgen, mit schwarzen Streifen, deutscher Lenker und Torpedofreilauf. h) Marke unbekannt, Fabritnr. 88 419, schwarzer Rahmen, schwarze Felgen, deutscher Lenker und am Hinterrad rote Bereifung. f) Marke Viktoria, Fabriknr. unbekannt. schwarzer Rahmen und Felgen, hochgebogene Lenkstange. Das Rad ist überlackiert. Die rechtmäßigen Eigentümer werden Noch einmal laßt uns heute zum Sonntag zu ihm gehen, zu ihm, dem deutschen Wald, um den Freund in seiner letzten Schönheit zu sehen und seiner Sonntagspredigt zu lauschen. Er hat so oft in diesem schönen Sommer von seines Reichtums Fülle in unser Herz gegossen. Ja, der Deutsche und sein Wald! Das ist ein Lied von altem, gutem Klang, den man nicht genug hören kann und der immer voll neuem Zauber ist. Das ist das Lied vom Frieden. Nicht umsonst sprachen die Dichter aller Zeiten von dem Wald, der einem Dome gleicht, in dem immer Sonntagsfriede wohne. Wenn du dorthin gehst, dann laß den Alltag zu Hause; wenn der Sonntag der Natur dich segnen soll, dann schüttle allen Ballast und allen Staub ab und laß den Alltag weit hinter dir! Und dann erst tritt ein in den hohen Waldesdom. Im Rauschen seiner Wipfel ist ein Klang der Ewigkeit, wie im Rauschen des Meeres. Dem guten, andächtigen Herzen tut die Allmutter Natur ihre letzten, geheimen Schazkammern auf. Dem Bösen aber bleiben sie ewig verschlossen. Ja, ihm wird die heilige Stille des Waldes gleich der einer Kirche nur Grauen einflößen. Wir Menschen von heute ohne so wenig Sonntagsfreuden brauchen ein Stüd Romantik als Gegengewicht gegen den harten 3wed des gegenwärtigen Alltags. Und echte, gesunde Romantik wird uns immer eine Quelle der Kraft und Freude sein, be= sonders in unserem deutschen Walde. Gerade in dieser Zeit hören wir so viel wahre Worte aus dem Walde klingen: er sagt uns, daß das echte Wachstum ganz in der Stille geschieht. Lärm ist des Wachsens Feind. Wachse, wo du kannst und wachse nach deinem Gesetz und deiner Bestim mung. Wurzle im Grunde der Heimaterde; aber vergiß nicht, daß über dir der Himmel ist. Ja, des Waldes Predigt lautet: Leben und Sterben, standhalten, blühen und wachsen und gute Früchte tragen: in Ruhe Teben und ein Segen sein! Lebwohl, du deutscher Wald, bis wir in neuer Kraft am Frühlingsauferstehungstag dich wiedersehen! Der Sonntagsschreiber. Die Fahrt des a mein Lieber, daran ift nicht zu rütteln. Das duftige Aroma des Kaffees kommt erft zur vollen Entfaltung, wenn ,, Aecht Franck" dazu genommen wird. Außerdem gewinnt jedes Kaffeegetränk, gleichgültig ob aus Bohnenoder Getreidekaffee bereitet, an Gehalt, Würzigkeit und Farbe durch das feine und ausgiebige Zichorienkaffee- Erzeugnis Aecht Franck 意 意 mit der Kaffeemühle * Aufgefunden. Die vermißte Wieth wurde auf Grund der erlassenen Zeitungsnotiz durch die Schutzpolizei Buzzbach auf der Kirmes in Griedel betroffen und in Schutzhaft genommen. Sie wurde von ihrem Vater abgeholt. thes Oberhe Das Jahr 19 stefondere a Beziehun Len Jahr" 18 Wenen Rebe au Bum Wert der mit feinen Bej ausifuffes für Das gleiche Jo wenheim, auf d renere Miffion hervorgrufene and unter Füh din Wert chrif tei hier nur de bannt unter de benanstalt in burg ihr Dajei * Aufgeklärte Kellereinbrüche; Festnahme des Täters. In letzter Zeit trieb ein Einbrecher in hiesiger Stadt sein Unwesen und erlaubte sich, mehrere Kellereinbrüche zu begehen. Entwendet wurden u. a. Würste, Speckseiten usw. Der Kriminalpolizei gelang es, am 1. ds. Mts. den vermutlichen Täter in seiner Wohnung zu stellen. Eine sofort vorgenommene Durchsuchung war von Erfolg. Es wurden eine Anzahl Würste, sowie gestohlene Eiertöpfe und sonstige Dauerware vorgefunden, die von den Geschädigten als ihr Eigentum anerkannt wurden. Außerdem wurden mehr als 50 Schlüssel aller Größen vorgefunden, die als Einbrecherwerkzeug anzusehen sind. Ein Schinfen ist hier noch sichergestellt, über dessen Herkunft nichts bekannt ist. Ferner wurde eine braune Riste( 37X28 cm) gefunden, in welcher sich allerlei Werkzeuge, Stemmeisen, darunter ein Steinmeisel mit dem Zeichen H. R. und Hobel befanden. Es fann schließlich möglich sein, daß diese Sachen teilweise aus früheren Bauhütteneinbrüchen herrühren. Sachdienliche Mitteilungen, die zur Aufklärung der hier sichergestellten Sachen zweckdienlich sind, nimmt die Kriminalpolizeit Gießen auf Zimmer 1 entgegen. or einigen M aus„ Glifabet Ebenfalls in D entstand. Alle dieje Mion verda erenz für In widelte sich de rena", der spo Finlichkeit erla erein für Jnr In Oberhe besonderes star * Ein neues Müttererholungsheim. Der mit seinen 200 Vereinen über ganz Hessen verbreitete Verband evangelkirchlicher Frauenvereine hat für seine Angehörigen und Mitglieder in Nieder- Ramstadt ein neues Müttererholungsheim eingerichtet, in dem Frauen Erholung, Ausspannung und Kräftigung finden gegen ein geringes Entgelt, Auch für Tagungen und dergleichen Veranstaltungen ist das Heim gedacht. Unter der Leitung der Vorsitzenden des Verbandes, Ihrer Durchlaucht der Fürstin zu Erbach- Schönberg, wurde das Heim durch den Prälaten der Landeskirche D. Dr. Diehl am 24. Dk tober seiner Bestimmung übergeben. Das Haus ist sehr schön am Fuß des Lindenbergs am Waldrand gelegen und freundlich eingerichtet. * Weihnachtsspende für Altveteranen. Auch in diesem Jahre ist der Verband der Kriegerkameradschaft Hassia in der Lage, den Altveteranen wiederum eine Weihnachtsspende zukommen zu lassen. Die Eingaben sind bis spätestens 16. November an die Geschäftsstelle in Darmstadt einzureichen. Da dieser Termin unter keinen Umständen überschritten werden darf, müssen die Kameraden den Vereinsvorständen die Arbeit möglichst erleichtern und selbst bei der Beschaffung der behördlichen Beglaubigung behilflich sein. Wenn auch nur 14 Tage zur Verfügung stehen, so können unter feinen Umständen noch später einlaufende Gesuche berücksichtigt werden. Ben der Ober foer fich zuerst seegend" nannt Das Jubl November, mi 9 Sortrag von termen Wohlf em Festgottes ham Familien Mor Beid * Aus dem Handwerk und Gewerbe. Der Hessische Handwerfs- und Gewerbeverband hält seine diesjährige Hauptversammlung am 10. und 11. November in Offenbach a. M. ab. Samstag, den 10., nachmittags 3 Uhr, tagt der Landesausschuß, für den Abend hat das Offenbacher Handwerkerkartell einen Begrüßungsabend im Hotel Degenhardt vorgesehen. Sonntag, den 11., vormittags 10% Uhr, findet die Hauptversammlung des Verbandes im Stadtgarten statt. Fragen von größter Wichtigkeit für das Handwerk werden erörtert. U. a. wird Herr Landtagsabgeordneter Lautenbacher über das immer noch ungelöste Problem der Altersfürsorge für das selbständige Handwerk, Herr Direktor Schüttler über die das Handwerk interessierenden Gesetzesvorlagen referieren. Der Besuch der Tagung kann allen Handwerkern nur empfohlen werden. Hotel„ Wimberger" und lassen uns in unsere Woh-| Hauptallee zum Festplat nungen führen, die in der Nähe der beiden Standquar- schen Sängerbund- Festes. Gesangvereins..Frohsinn" Bad Nauheim tiere liegen. Der Empfang durch die Quartiergeber zum 10. Deutschen Sänger- Bundesfest nach Wien vom 17. bis 26. Juli 1928. Von E. Punger. 1. Fortsetzung. In Melk an der Donau bewunderten wir das große und großartige Stift mit allerlei Nebenbetrieben: Stiftsmühle, Sägewerk, Brauerei, Bäckerei etc. Unsere beiden Photographen waren, wie auf der ganzen Fahrt, eifrig am Werke, um die schönsten Bilder und Blicke festzuhalten. Gegen Mittag fuhren wir in St. Pölten ein. Wir erwarteten vergebens einen Wiener Bekannten, der uns auf der Weiterfahrt begleiten wollte. Während der Mittagsrast entdeckte ich in dem schönen Park der Sparkasse rotblühende Seerosen mit prächtigen Blüten. Hinter St. Pölten traten wir in ärmeres Land ein. Die Häuser in den Dörfern sind einstöckig, Blumenist äußerst herzlich. Mit frohem Gruß, Blumen und Girlanden werden wir überall empfangen. Einzelne haben in überschwänglicher Freude ein Üebriges getan und Malerei sowie Kompositationstalent herangezogen, um den deutschen Sangesbrüdern das herzlichste„ Willfommen" zu bieten. Daß auch Unstimmigkeiten vorgekommen sind, durch Wohnungswechsel der unauffindbaren Gastgeber und ähnliches, soll nur angedeutet werden, das ist aber bei dem Massenandrang der Sänger und der ungeheuren Schwierigkeit einer reibungslosen Abwicklung ihrer Versorgung nur ein ganz kleiner Schönheitsfleck in dem großen Bilde von Freude, Jubel und Begeisterung in Wien. schmuck fehlt fast ganz, die Gehöste sehen unordentlich und ärmlich aus, ebenso die Kinder. An einer Kirche hängt aus der Turmlute eine Strickleiter herunter, sie ist wohl für den Glöckner bestimmt. Kiesgruben und Ziegeleien weisen darauf hin, daß wir uns im Schwemmland des Wiener Beckens befinden. Nun steigt unser Weg wieder in Windungen. Hinter den Höhen breitet sich vor unseren entzückten Blicken in einem weitem Flachland im hellsten Sonnenschein das vieltürmige Häusermeer von Wien, der Stadt der Träume" aus. Alle Müdigkeit wird abgeschüttelt. Wir fahren in das festlich geschmückte Wien ein, begeistert begrüßt und grüßend. Sängerscharen und Wiens Bewohner füllen die Straßen. Wir nehmen in dem Standquartier der Bad- Nauheimer die sehnlichst erwartete Poſt aus der Heimat in Empfang, fahren zum Standquartier des Hessischen Sängerbundes im * 2. Die Festtage in Wien. Da es einem Einzelnen unmöglich ist, die Fülle der Ereignisse in Wien im einzelnen zu schildern, sei hier nach einem kurzen Ueberblick über die musikalische Seite des Festes nur berichtet, was die Wienfahrer des Gesangvereins„ Frohsinn" in Wien erlebt haben: - den Schluß des 10. Deutrage", musit dplegen von ter Kirche u des Vereins i praktischen Le fitigkeit zuja nregung v tile Herberge Doerden fonn werden soll, Berein als thesischen V ser auf aller gend und f Nicht nur feiner Wirt er Inneren Nürfen. Die Jah Innere Missi her statt. Thr Oberhessischen Decider Verein eine große A Mielhauptstadt dend. In der Eine große Enttäuschung bereitete uns die Mitteilung unseres Fahrtleiters, daß alle Eintrittskarten für die Hauptaufführungen vergriffen seien, doch gelang es ihm, wenigstens einige Eintrittskarten für größere Stundenkonzerte sowie für eine gemeinsame Beteiligung an der 3. Hauptfestaufführung zu beschaffen, sodaß wir an der machtvollen Anschlußkundgebung in der Sängerhalle im Prater teilnehmen konnten. Diese Halle, die ganz aus Holz gebaut ist, wirkte trotz ihrer Länge von 182 Metern und ihrer Breite von 110 Me tern, in drei Schiffen, ruhig. Sie enthielt ein anstei gendes Sängerpodium für etwa 4000 Sänger, außen vorgebaute Rampen für die Sänger, eine turmähn liche Kanzel für den Dirigenten, die Festtribüne und Size für etwa 40-50 000 Zuhörer, die gruppenweise zu 250 durch Gänge abgeteilt und mit Buchstaben- Tafeln an Stangen weithin kenntlich gemacht sind. die feinsten dynamischen Schattierungen, An- und AbTrotz ihrer Größe hat sie eine wunderbare Akustik, schwellen und das leiseste Pianissimo sind auf den äußersten Sitzen klar zu hören. Lautsprecher sind zur Vermittlung der Lieder und Ansprachen in der Halle und an ihrem Giebel nach dem Festplatz zu angebracht, so daß auch die Tausende und Abertausende von Sängern, die in der Halle nicht mehr Platz finden konnten, trozz dem alles mitanhören konnten. Pünktlich um 12.30 Uhr vollzieht sich der Eintritt der Sängerscharen, die wohlgeordnet nach Bünden und Stimmen herauffluten und mit Beifallsstürmen begrüßt werden. Der Bläserchor setzt mit den Fanfaren aus der Oper„ Fradagundis" von Franz Schmidt ein. Ein wuchtiger Chor mit dem Schluß: Nach der feierlichen Uebergabe des Deutschen Sänger- Bundes- Banners durch die alte Feststadt Han nover an die neue Wien und dem Begrüßungsabend am 19. Juli, fanden am Freitag, den 20. Juli, zwei Hauptaufführungen als Schubertehrungen in der großen Sängerhalle statt, denen am Samstag, die 3. Hauptfestaufführung als„ Anschlußtundgebung" und später die Stundenkonzerte der einzelnen Sängerbünde folgten. Nebenher liefen zu anderen Zeiten und anderen Orten( in allen großen Sälen und Plätzen Wiens) 56 Stundenkonzerte der einzelnen größeren Gesangvereine und Sängerbünde. Am Sonntag, den 22. Juli, bildete der Festzug vom Rathausplatz über Burg- und Kärntnerring, Praterstraße und Prater Im deutschen Geist und Herzen sind wir eins-" folgt und gibt den Leitgedanken der ganzen Auffüh rung, Tücher und Hüte werden geschwenkt und nicht endenwollende Heilrufe ertönen. Dann führte Friedrich Lift, der P einer Anspr Das Das als le dhe Kultu fen rettete Vor allem Franz Sch Retten an felbst. Wi Dantbart opferten, Die V Sigen, leise inen Ram on der Aufg neine deutic Deutsche Lie Deutschland, micht erzwi ten fönnen Res deutsche is zu Dir des Deutsch Worte des terreichisch bild Deuts der Schid Anschli Das Deutsch fen tinein, Danach gramms. 9 Seiltuje bi Liebe Du iteh 97r. 87 Benehmen ie Polizei be u im bewußt urde mit den Amtsarzt be Samstag, den 3. November 1928. Zum 50jährigen Jubiläum " , Gießener Zeitung" Vereins für Innere Mission am Dienstag, den 6. November, findet ein Vortrag von Herrn Universitätsprofessor D. Cordier hes Oberhessischen Vereins für Innere Mission. statt, über:„ Die Krisis der modernen Wohlfahrtspflege und die Das Jahr 1928 ist für die Innere Mission in Deutschland und insbesondere auch für unsere Hessische Innere Mission in mehrr Tod infolg jacher Beziehung ein Jubiläumsjahr. Vor 80 Jahren ,,, in dem de auf Grun lizei Bubba uzhaft genom J s Täters. sein Unwei Degehen. En Der Kriminal ichen Täter i mmene Dur rgefunden, d böjen Jahr" 1848, rief in Wittenberg in seiner berühmt gewordenen Rede auf dem Kirchentag Johann Hinrich Wichern auf jum Werk der Inneren Mission in Deutschland. Jener Kirchentag mit seinen Beschlüssen bedeutet auch die Gründung des Zentralausschusses für Innere Mission der deutschen evangelischen Kirche. Das gleiche Jahr brachte das erste hessische Missionsfest in Oppenheim, auf dem zum erstenmal ein träftiges Zeugnis für die Innere Mission abgelegt wurde. Seitdem kam die durch Wi hern hervorgrufene Bewegung nicht mehr zur Ruhe. Auf Anregung und unter Führung warmherziger Männer und Frauen erstand ein Werk christlicher Nächstenliebe nach dem andern. Erwähnt sei hier nur der Oberhesse Johann Peter Schäfer, weithin befannt unter dem Namen Blinden- Schäfer, dem sowohl die Blin= Sein 70jähriges Jubiläum feierte Würste, som denanstalt in Friedberg, als auch das Rettungshaus in Arnsfannt wurde Größen vorge d. Ein Schi nichts betan ) gefunden, darunter e befanden. teilweise as dienliche Mi ſtellten Sage eßen auf 3in burg ihr Dasein verdanken. - vor einigen Monaten unser großes hessisches Diakanissen- Mutterhaus ,, Elisabethenstift" in Darmstadt. 60 Jahre sind es her, seit ebenfalls in Darmstadt die erste Herberge zur Heimat in Hessen entstand. Alle diese genannten und viele andere Werke der Inneren Mission verdanken ihr Entstehen der Südwestdeutschen- Konjerenz für Innere Mission. Aus dieser Konferenz heraus ent= widelte sich der Hessische Ausschuß der Südwestdeutschen- Konjerenz", der später, nachdem er die Rechte einer juristischen Pernlichkeit erlangt hatte, sich den Namen„ Hessischer Landesverein für Innere Mission" beilegte. In Oberhessen, wo das Interesse für Innere Mission immer besonderes stark hervorgetreten war, wurde vor nunmehr 50 Jahren der„ Oberhessische Verein für Innere Mission" gegründet, der sich zuerst ,, Verein für Innere Mission für Gießen und Ummit seinen 20 d evangel e Angehöriga üttererholung gegend" nannte. sspannung un It. Auch f 5 Heim geda Innere Mission". Jm Festgottesdienst in der Stadtkirche, abends um 6 Uhr, predigt der Direktor des größten Inneren Missions= werkes unseres Landes, der Nieder- Ramstädter- Anstalten, Herr Pfarrer Schneider. Für den Familienabend im Café Leib, der um 8 Uhr beginnt, ist ein Vortrag des bekannten SozialPolitikers und Theologen, Professors Veidt Herborn, angekündigt über: Innere Mission und soziale Frage". Ebenso wie die Vormittagsversammlung am 6. November finden die Veranstaltungen des nächsten Tages im Saal der Johanniskirche statt. Nach der um 9.30 Uhr beginnenden geschlossenen Mitgliederversammlung, hält um 11.30 Uhr Herr Pfarrer SchuhmacherFrankfurt a. M. einen öffentlichen Vortrag über das Thema: ,, Wie rüsten wir uns auf das tommende Wanderergesetz?" Nachmittags pünktlich um 3 Uhr beginnt die Jahresversammlung des Landesverbandes der Inneren Mission in Hessen. Die Tagesordnung sieht neben dem Bericht des Geschäftsführers einen Vortrag von Direktor Vietor, dem Leiter des Wirtschaftsbundes gemeinnütziger Wohlfahrtseinrichtungen Deutschlands, vor über:„ Zweck und Ziel des Zusammenschlusses der Anstalten der Inneren Mission im Wirtschaftsbund". So bringen die beiden Tagungen eine Fülle des Interessanten und werden es alle für die Wohlfahrtspflege interessierten Kreise begrüßen, daß ihnen diese Anregungen geboten werden. * Zur Gründung deutscher Elternvereine. Es ist kein Geheimnis mehr, daß die Mitglieder des Deutschen Lehrervereins in verschiedenen Bezirken an die Gründung eines Elternvereins herangehen, der ein Hand- in- Handarbeiten der Lehrerschaft mit der Elternschaft herbeiführen will, Wir haben ja bereits Elternvereine, die mit der Kirche oder mit den Freien Schulgesellschaften im Zusammenhang stehen, die auf der einen Seite die Bekenntnisschule" erstreben. Es fehlt aber ein durchaus neutraler Verein, der die Eltern zu gemeinsamer Arbeit für den Ausbau der Schule zusammenfassen will. Solche Elternvereinigungen sind schon in mehreren Provinzen entstanden. Landstraßenunterhaltung, ein verkehrspolitisches Problem. Das Jubliläum dieses Vereins, das am Dienstag, den 6. November, mit der öffentlichen Jahresversammlung, die einen Vortrag von Professor D. Cordier über„ Die Krisis der mobandes, Ihre dernen Wohlfahrtspflege und die Innere Mission" bringen wird, urde das Heir dem Festgottesdienst abends um 6 Uhr in der Stadtkirche und ehl am 24. D dem Familienabend um 8 Uhr im Café Leib( Vortrag von Proist sehr shfessor Veidi Herborn über„ Innere Mission und soziale en und freun Frage", musikalische Darbietungen), gefeiert wird, wird Zeugnis ablegen von 50 Jahre langer segensreicher Tätigkeit. Männer der Kirche und Männer der Universität haben sich innerhalb des Vereins in all diesen Jahren mit Männern und Frauen des praktischen Lebens zu erfolgreichem Werk der christlichen Liebesgesamt über 150 000 Kilometer Straßen unterhalten. Diese uch in dieser it Hassia Seihnachtsspend iteftens 16. zureichen. hritten werd inden die affung der auch nur nen Umständ werden. Seffische Hand rige Hauptve bach a. M. al Landesausi terfartell eine hen. Gonntag aptversammlung n größter Wi . a. wird hen Das immer no bständige hand Handwerk in juch der Topy des 1. Deut ns die Mit ntrittstarten ien, doch ge arten für gr neinfame zu befchaffer undgebung fonnten. Die fte trot ibu von 110 elt ein ante Sänger, au ine turma fttribüne u gruppenwe Buchstaben ot find. rbare Atuf An- und find auf der echer find in der Hall zu angebrad Don Gängern fonnten, fro ich um 12.3 erfcharen, di heraufflute Der Bläfer „ Fradagu ger Chor m wir einsnzen Auff att und ni brte Friedri tätigkeit zusammengefunden. Die Herberge in Gießen, 1880 auf Anregung von Professor Dr. Harnad ins Leben getreten, die Herberge in Friedberg, die im Krieg leider nicht gehalten werden konnte, aber wie wir hören, in Kürze wieder eröffnet werden soll, das Eleonorenhospiz in Bad Nauheim, an dem der Berein als Hauptgesellschafter beteiligt ist, gehören dem oberhessischen Verein für Innere Mission. Darüber hinaus durfte er auf allen Gebieten des sittlichen und sozialen Lebens anre= gend und fördernd wirken. Nicht nur die genannten eigenen Häufer des Vereins sind Zeugen feiner Wirksamkeit, er hat, wo auch immer in Oberhessen Werke der Inneren Mission entstanden sind, irgendwie dabei mithelfen dürfen. Innere Missionstage in Gießen. Die Jahresversammlung des Hessischen Landesvereins für Innere Mission findet in diesem Jahre in Gießen am 7. November statt. Ihr geht am 6. November das 50jährige Jubiläum des Oberhessischen Vereins für Innere Mission voraus. Die Vorstände beider Vereine hoffen, daß die angekündigten Veranstaltungen eine große Anzahl Innerer Missionsfreunde in unsere Provinjialhauptstadt loden werden. Das Programm ist vielverspre= chend. In der öffentlichen Jahresversammlung des Oberhessischen List, der Präsident des Deutschen Sängerbundes, zu seiner Ansprache aus: „ Das Land, durch das die Nibelungen zogen, das als letztes Bollwerk deutschen Boden und deutsche Kultur vor dem gewaltigen Ansturm der Türfen rettete, das die Großmeister der deutschen Kunst, vor allem deutscher Musik beherbergte, das einen Franz Schubert gebar- dieses Land ist mit tausend Ketten an uns gebunden, es ist ein Teil von uns selbst. Wir gedenken mit nie verlöschender, heißester Dankbarkeit der gefallenen Brüder, die ihr Leben opferten, damit wir leben... Die Versammlung erhebt sich lautlos von ihren Sigen, leise fängt ein Chor an zu singen:„ Ich hatt' einen Kameraden", dann spricht List wieder weiter von der Aufgabe des Deutschen Sängerbundes, eine allgemeine deutsche Volksverbundenheit zu schaffen durch das deutsche Lied.„, unsre Seele dürste nach einem Großdeutschland, aber unser Berſtand sagt uns, daß wir es nicht erzwingen, sondern daß wir nur Vorarbeit leiten können. Er schließt:„ Wir grüßen Dich, Du grojes deutsches Vaterland, wir erneuern das Bekennt nis zu Dir in den machtvoll dahinströmenden Klängen des Deutschlandliedes, das in seiner Verbindung der Worte des norddeutschen Dichters mit dem von einem bild deutscher Verbrüderung und unlöslicher deuticher Schicksalsverbundenheit ist!" Die Entwicklung der neuzeitlichen Verkehrsmittel erfordert eine schnelle Anpassung der Verkehrswege an die modernen Erfordernisse. Dieses Problem ist hinsichtlich der Landstraßen feineswegs leicht zu lösen. Der für die Anpassung an den Automobilverkehr nötigste Umbau des Straßennetes würde 4% Milliarden Mart erfordern. wenn man sich vergegenwärtigt, daß Kreise und Provinzen insmie bewerigheiten, werden noch deutlicher, Straßen wurden im Jahre 1928 von annähernd 1 Million Kraftfahrzeugen befahren. In der richtigen Erkenntnis der Bedeutung dieses wichtigen Problems für die gesamte wirtschaftliche Entwicklung beschäftigen sich Regierung, Parlamente und kommunale Spitzenverbände mehr und mehr mit Lösungsversuchen. In der Technischen Hochschule zu Charlottenburg hielt der Deutsche Landfreistag einen Landesstraßenkursus für die leitenden Verwal tungs- und Straßenbaubeamten ab, an dem Vertreter der Ministerien, der Verbände und Parlamente und ausländische Gäste, etwa 550 Personen teilnahmen. D Droht Husten. Grippe, Heiserkeit hall' Rheilahilfsbereit! Schachtel Mk.1.- nur in Apotheken u. Drogerien ,, Wir sind ein Blut, ein Wille, Herr mach' uns Nr. 87. Aus Rab und Fern. Wölfersheim. Bei Reparaturarbeiten an der 100 000- Boltleitung des hiesigen Kraftwerkes geriet der Oberelektriker Kögel aus Bad Nauheim in die unter Hochspannung stehende Leitung und wurde sofort getötet. Nidda. Die Einweihung unserer renovierten Stadtkirche soll am 2. Dezember erfolgen. Der Präsident des Landesfirchenamtes D. Dr. Diehl Darmstadt und Superintendent Oberkirchenrat Wagner- Gießen haben ihre Teilnahme an der Feier zugesagt. Lauterbach. Ein Kinderluftballon aus Brüssel wurde auf dem Hainig von Förster Hempel aufgefunden. Der kleine Flie= ger hat etwa 350 Kilometer Luftlinie zurüdgelegt. Darmstadt. Der Vorsitzende der Hess. Aerztekammer, Geh. Sanitätsrat Dr. Karl Habicht, ist am Donnerstag im Alter von 72 Jahren einem furzen Krantenlager erlegen. Er war 45 Jahre praktischer Arzt dahier mit ausgedehnter Praxis und als gewandter Operateur auch außerhalb viel gesucht. Er war lange Jahre Vorsitzender und zuletzt Ehrenmitglied des ärztlichen Kreisvereins und über 20 Jahre Vorsitzender des ärztlichen Landesvereins, den er auch auf den deutschen Aerztetagen regelmäßig vertreten hat. Ein Gleis- Kraftwagen verunglückt. Weglar. Am Dienstag abend fuhr der Gleiskraftwagen des Betriebsamtes Wetzlar, von Althausen kommen, kurz vor dem Bahnhof Wezlar auf eine dort haltende Lokomotive auf. Bei dem Zusammenstoß wurde der Vorstand des Betriebsamtes Wetzlar, Reichsbahnrat Hoffmann, schwer verletzt, der Wagenführer und zwei weitere Insassen tamen mit leichteren Verlegungen davon. Der Gleiskraftwagen ist schwer beschädigt. Jm Wetzlarer Krankenhause ist nun Reichsbahnrat Diplomingenieur Hoffmann, an den erlittenen Verletzungen Mittwochabend gestorben. Reichsbahnrat Hoffmann stand erst im 50. Lebensjahr. Er zählte zu den fähigsten und beliebtesten Beamten der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. Dillenburg. Auf der Eisensteingrube stießen zwei Bohrer auf eine Dynamitladung, die explodierte. Ein Bergmann wurde tödlich verlegt. Diez( Lahn). Diez bereitet sich auf seine 600- Jahrfeier vor. Wüster Auftritt in Kassel. Ein unglaublicher Vorfall hat sich am Freitag früh in Kassel in der Kruggasje abgespielt. Der neunzehnjährige Kaufmann Albert Fett glaubte ein zweiter Heidger zu sein. Er stürmte mit einem Revolver in der Hand in die Schlafstube seiner Pflegeeltern und drohte diese zu erschießen. Glücklicherweise gelang es dem Pflegevater, dem Tobenden den Revolver aus der Hand zu schlagen und mit seiner Frau auf den Hausboden zu Flüch ten. Dies brachte Fett völlig zur Raserei. In der Küche bewaffnete er sich mit einem langen Dolchmesser und bedrohte bald die übrigen Hausbewohner, die nur notdürftig bekleidet auf die Straße flüchten mußten. Als das alarmierte Ueberfallkommando der Polizei anrückte, hatte Fett inzwischen die Haustür abgeschlossen und sich mit Schränken und Matratzen verbarrikadiert. Er gab an, daß er jeden erschießen werde, der sich ihm näherte. Durch die eingeschlagene Hautür drangen Polizeibeamte bis zu dem Edzimmer vor, worauf Fett begann, auf sie zu schießen und mit allerhand Gegenständen zu werfen. Schließlich gelang es den Beamten, das Zimmer zu stürmen, den Rasenden zu überrumpeln ihn festzunehmen und ihm Handschellen anzulegen. Er gab später bei seiner Vernehmung an, daß er durch übermäßigen Alkoholgenuß in den Wahnvorstand versetzt worden sei, Johann Heidger zu sein und daß er sein Leben in ähnlicher Weise, wie Heiger, verteidigen müsse. Durch diesen unglaublichen Vorfall sind vier Beamte des Ueberfalltommandos verlegt worden, indessen nicht erheblich. Unser Gesellschaftsauto war als ,, Bad- Nauheimer Festwagen" hergerichtet. Er zeigte auf drei blumengeschmüdten Bögen wie drei Sprudel und wies durc die Inschrift der Bildseiten auf Bad- Nauheims Heilwirkung für Herzkranke hin. Er wurde im Festzug viel bewundert und besonders stürmisch mit Heilrufen begrüßt. Die zur Schmückung zur Verwendung gekommenen Rosen entsprachen den hessischen Landesfarben rot- weiß und boten ein farbenprächtiges Bild. Musikalisch am Tiefſten wirkte an diesem Tage das einig, uns frei!" irtte Lied:„ Zu Straßburg auf der Schanz" aus Wilhelm Kienzl's Kuhreigen", das von 4000 Sängern mit großem Orcheſter in uns hineingesungen wurde. Wir lebten die Sehnsucht mit, die dem Schweizer Soldaten das Heimatlied aus der Brust preßt. Leise zuerſt, dann immer stärker anschwellend tönt das Lied, bis zuletzt die volle Leidenschaft losbricht und das Gebet zum Der alte Kienzl Himmelstönig in die Sterne zieht. betritt die Dirigentenkanzel, der Chorleiter umarmt ihn und streichelt die weißen Locken des Meisters. Ein ungeheurer Beifallssturm bricht los, der immer von dem Chorwerk:„ Deutscher Rhein!" neuem einjezt. Mit de das der Komponist Walter Dost selber dirigiert, findet die 3. Hauptfestaufführung ihr machtvolles Ende. Das Bundeskonzert in der Sängerhalle brachte heimatliche und mundartliche Lieder, die in kennzeichnenden Stichproben den Liederreichtum der deutschen Landschaf bejonets utgreifenden Moment bildete der VorbeiDer ten vor uns erstehen ließen. Alles in allem: Deutsche Sängerbund hat in den Festtagen vor ungeheuren Zuhörermassen das Tiefste und Beste zu Gehör gebracht, was deutsche Sangeskunst zu geben hat, und hat in seinen Liedern ein unzerreißbares Band deutöſterreichischen Meiſter, geſchaffenen Tönen das Sinner Abgeschlossen wurde das Fest durch den über alle Anschließend singen alle Anwesenden brausend das Deutschlandlied und feierlich mengen sich die Gloklen hinein, die vor der Sängerhalle zu läuten beginnen. Danach folgen die Gesänge des musikalischen Programms. Nach jedem durchbrausen Beifallsstürme und Heilrufe die weite Halle. Besonders auch nach dem Priede:„ Deutsche Wacht!" mit den Schlußreihen: ,, Du starker Gott der Väter, hör' unsern Ruf und steh' uns bei!" Vorstellungen hinaus gehenden Festzug am Sonntag, den 22. Juli, der die Einheit Deutschlands und Desterführte. Etwa 150 000 reichs sinnfällig vor Augen Sänger mit über 7000 Fahnen und 500 Festwagen beam Burgtor wegten sich nach der Schubert- Ehrung durch den Ring in den Prater, bejubelt von Hundert tausenden von Zuschauern, die auf eigens erbauten Tribünen und an jedem möglichen Platz den Zug an sich vorüber ziehen ließen. Tücher wurden geschwenkt, Blumen geworfen, Handtüsse ausgeteilt: Ganz Wien war in ungeheurer Begeisterung wie noch nie zuvor! Durch die begeisterte Menge, vorbei am Ehrenzelt, in dem die höchsten Beamten Oesterreichs und Wiens mit den hervorragendsten Ehrengästen Aufstellung genommen hatten, vorbei an den schier endlos erscheinenden Tribünen und den dicht gedrängt stehenden jubelnden Zuschauern fuhren wir etwa drei Stunden, mit dem Hessischen Sängerbund an 3. Stelle im Festzug. Vor uns war nur die Spitze und der Zug der Auslandsdeutschen, unter denen Amerikaner und Südwestafrikaner besonders aufgefallen sind. Einen marsch der Südtiroler, denen offiziell von der Bundesregierung der politischen Folgen wegen die Beteiligung am Festzug untersagt worden war. Es waren nur drei Männer, echte Andreas- Hofer- Gestalten, aus dem bekannten Passeiertal, die den großen Raum im Festzug inne hatten, der für ihre tausende und abertausende Zandsleute reserviert gewesen war. Erschüt ternd kamen diese drei ernsten Männer geschritten, der Mittlere trug das Bannerſchild mit der Inschrift Süd- Tirol und dem roten Adler. Die begeisterte Dor dem Zuschauermenge verstummte momentan ergreifenden Bild eine atemlose Stille sieht den Burgenländer Getreuen entgegen- und wird alsvon brausendem Jubel und einem„ Heil"= Sturm abgelöst, der die Südtiroler soweit das Auge reicht begleitet. " dann Fortsetzung folgt. ,, Gießener Zeitung" Nr. 87 Samstag, den 3. November 1928. Es ist tatsächlich so: Kaffee Hag bekommt immer Neue Bücher. Das Spigwegbuch. Mit Texten von Josepf Bernhart. 72 Seiten Text und 64 ganzseitige Abbildungen in feinstem Kupfertiefdruck. In Originalleinenband Mt. 8.-. Verlag Josef Müller, München 23. Die Reihe der von dem Verleger seit turzem begonnenen und mit so großem Beifall aufgenommenen ,, Tiefdruckbücher", d. i. auserlesener Bildsammlungen aus dem Gebiete von Kunst und Natur in feinstem neuzeitlichen Kupfertiesdruck, wird mit dem vorliegenden Spitzwegbuch um einen besonders wertvollen Band vermehrt. Dieses Werk ist einem Künstler ganz besonderer Art gewidmet, unserm kerndeutschen Malerpoeten Spitzweg, der verdientermaßen immer mehr in der allgemeinen Schätzung wächst. Und dieses Buch mit seinen vorzüglichen Kupfertiefdruckwiedergaben anerkannter und auch mancher vergessener Meisterwerke des Künstlers dürfte wegen seiner besonderen Eigenart ein reichlich Teil dazu beitragen, Verständnis und Liebe für die Kunst Spitzwegs in den weitesten Kreisen unseres Volkes zu wecken. Die 64 Tiefdrucktafeln von höchster Treue gegen alle Feinheiten der Vorlage sind von Texten be= gleitet, die den Spitzweg'schen Geist eines jeden Blattes ebenso getreu ins Wort umsetzen. Der als Dichter und Gelehrter be= fannte Verfasser läßt alle Musen des Humors und auch des Ernstes spielen. Was solcher Weise zustandegekommen, ist ein rundes, durchgestimmtes Ganzes, das Tausenden zur Erquickung sein wird. Maria Evers. Die Mutter. Text zweifarbig auf feinstem Büttenpapier. 32 Geiten und 8 Bilder im Kupfertiefbrud. Büttenumschlag Mf. 1.25. Verlag ,, Ars sacra" Josef Müller, München 23. Was hier in Form von Briefen der Freundin an eine junge Mutter sich gibt, ist in Wahrheit eine religiöse Dich tung auf Frauenwürde und Mutterschaft. Der Empfang, die Pflege und erste Erziehung und schließlich das, was man ,, AufDeutsches Erzeugnis Essen Düsseldorf Köln Bremen Kiel Hamburg SINGER Stettin Hannover Wittenberge Braunschweig Magdeburg Halle Leipzig Kassel Erfurt Koblenz Frankfurt Mainz Nümberg Mannheim Karlsruhe BERLIN Potsdam Konigsberg Danzig Singer Nähmaschinen SINGER Jind vorbildlich NAHMASCHINE SINGER u. follten in keinem deutschen Haushalte fehlen Sie werden von Grund auf aus deutschem Material von deutschen Arbeitern in unserer Fabrik in Wittenberge Bez Potsdam hergestellt 8000 Arbeiter und Angestellte Singer Nähmaschinen Aktiengesellschaft Gießen, Marktplag 22 Telephon 204 Eigene Reparaturwerkstatt klärung" nennt und was für echte Frauen( wie hier) doch etwas ganz anderes, unvergleichlich Reines und Hohes ist das sind die Gesprächsthemen, über die sich Freundinnen austauschen. Und auch der Mann sollte das Büchlein lesen, um die Gattin in ihrem tiefsten Empfinden und Wollen zu verstehen und desto lieber zu haben. * Marienlob. Des Bruders Egidius Büchlein von unserer Lieben Fraue. Text zweifarbig auf feinstem Büttenpapier. Acht Bilder in Kupfertiefdruck. In Büttenumschlag Mk. 1.25. In diesem Büchlein finden wir dreißig ausgewählte Lieder und Gedichte, auf schwerem Büttenpapier in markantem Offsetdruck mit blauen Initialen. Inhalt und Sprache, Bild und Ausstat= tung sind gut aufeinander abgestimmt. == Die Wahl des richtigen Wagens verursacht Ihnen Kopfzerbrechen? Lassen Sie sich von der„ Eleganten Welt" raten, deren neuestes Heft soeben als Auto- Sondernummer erschienen ist. Sie finden darin wertvolle, zuverlässige Belehrung über alle automobilistischen Fragen. Preis 1.- Mark. Die Rheinlandnummer der„ J. 3. 20 S ,, ist vorzüglich geraten. Wundervoll sind die Aufnahmen vom Rheintal. Daneben enthält die neue Ausgabe der„, J. 3." erlesenes Bildermaterial der Woche. ,, Die Schöne Frau", Monatsschrift für Geschmackspflege. Aus dem Inhalt des soeben erschienenen Heftes 1 des 4. Jahrgangs seien folgende Beiträge hervorgehoben:„ Die Dame und der Herr von morgen"; Musik und Tanz“ und„ Schönes Heim und schöner Garten". Preis des Heftes 1.- Mark. Zu beziehen von dem Verlag: Buch- und Kunstdruckerei Gustav Thomas, Bielefeld. Chlorodontal gefärbt. 3ahnbelag wöchentlich befeit.übl. Mundgeruch u. 60-80 Mk. Durch Verkauf unserer Waren, Klöckner& Thomas, Erbach,( Westerw.) Professor Soetbeer Wer will aufs Schiff? von der Reise zurück Die schönste Treppe Schreiben Sie unter A. K. 142 an Kapitän a. D. Jenfen p. A. Bauer, Hamburg 36 im ganzen Hause! u. doch bin Ich am schnellsten fertig damit. Außerdem Ist meine Treppe am längsten schön, well ich sie ab u. zu mit Loba- Beize, der wasserechten*) pflege. Das gibt mühelos einen Hochglanz, dem nicht einmal Regenwetter etwas anhaben kann. Und meine Fußböden sollten sie erst' mal sehen! Die behandle ich, weil Linoleum, mit Loba- Wachs! *)= ein Farbbohnerwachs, das das Fußbodenstrelchen und andere Arbeit überflüssig macht, Geschäftliches. Ein Kaffee- Prozeß. Bezugs Redaktionsicht Hendung nicht Ein Kaffee- Prozeß, der von allgemeinem Interesse ist und über den deshalb berichtet werden soll, ist vor kurzem zur Aus: tragung gekommen. Eine Vereinigung von Kaffeehändlern und Röstern hat gegen die Kaffee- Handels- Aktiengesellschaft in Bremen, die den bekannten coffeinfreien Kaffee Sag her: stellt, geklagt. Der Verein fühlte sich durch die Reklame der Kaffee Hag beeinträchtigt und klagte auf Unterlassung. Es sollte der Kaffee Hag verboten werden, ihren Kaffee coffeinfrei zu nennen, da er noch, wenn auch nur sehr geringe Mengen, Coffein enthielte, ferner die Behauptungen aufzustellen, daß in einigen Tassen mittelstarken Kaffees der Verbraucher soviel von dem Herz- und Nierengift Coffein zu sich nähme, wie der Arzt in gewissen Fällen als Medikament verordnen dürfe, daß ihr Produkt den vollen, feinen Kaffeegeschmack und das volle Aroma des Kaffees besitze, also echter Bohnenkaffee sei, daß er die gleiche anregende Wirkung wie der andere Bohnenkaffee besitze, daß der coffeinhaltige Bohnenkaffee schädliche Einwir fungen auf Herz und Nerven habe, den Menschen nervös mache, ernsthafte Störungen der Gesundheit, Abnehmen eines frischen und blühenden Aussehens, sowie Schlaflosigkeit und Blutan drang verursachen. 41. Jab Das Ped blieb ihm aud mid am Mon Hief herab un Feftliche war as Summen turen. Auf d Warten vertau Baungäfte den Beppelin" üb Mntermajt. G mterung gel Michauer dem Mein Halten Betten und tr boer, hielten fi Luftfchiff und wie sich das Husbooten d Das Gericht wies den klagenden Verein in Bezug auf die ersten Punkte ab, erklärte die Bezeichnung ,, coffeinfreier Kaffee" für zulässig, da er in dem Sinne coffeinfrei sei, daß eine Coffein wirkung bei dem Genuß von Kaffee Hag jedenfalls ausgeschlos sen sei. Verantwortlich: Paul Chrißian Klein in Gießen. Es ist sehr wichtig für jeden Geschäftsmann, daß die Reklamen und Anzeigen nicht stets in ein- u. derselben Zeitung veröffentlicht werden. Die Anzeigen den verschiedenen Zeitungen wechselweise und damit allen Bevölkerungskreisen zu lesen gegeben, das gibt dem Geschäftsmann weit eher die Möglichkeit, neue Kunden zu werben, oder eine Ware etc. gründlich anzubieten. Wer inserieren muss, benutze deshalb auch nachstehende Zeitungen: ,, Hess. Hausbesitzer- Zeitung" Auflage 12100 ,, Giessener Zeitung" ,, Hessischer Kamerad" ,, Allg. Hess. Sportzeitung" Auflage 51500 ,, Hess.Handwerku. Gewerbe" Auflage 36700 ,, Friede und Freude" Dieses Sonntagsblatt ist frei von jeder Konfessionseinseitigkeit ,, Hessische Sängerwarte" Auflage 3000 225000 Zeitungen in über 1200 Orten werden monatlich im Volksstaat Hessen und angrenzenden Gebieten durch meinen Verlag zuverlässig verbreitet. Wer von einer Stelle aus eine Sache weitest bekannt geben will, der wende sich an den Zeitungsverlag ALBIN KLEIN, GIESSEN Verlagsdruckerei, vom. Wilh. Keller, gegrnündet 1783 Rotations- und Setzmaschinenbetrieb Fernsprecher 2525 u. 2526 Südanlage 21 Fernsprecher 2525 u. 2526 Heigen Dr. E Buftschiff, vo puer über de werkehrsminis rnd der preu bommensgrüß er Verwalt Luftschiff, sei hantte Reich für den Will her Begrüßu agung des Reichspräside Reichspräsid Meimannschaf mußten, nur Dem Reichsp gäste ins Ge und Hurrar Im gro indenburg viderte die merifa ha Buftschiffes f man wisse, Vo Die Ber Melsvertrag f Die chrif kammentritt nehmen. 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