Dr. 52 sberg( 1.); el. t nach München sondern trifft in nheit werden fi eis und auch aus entgehen lassen! rn Bayern Mu inchen selbst un erst in Frankfu Dennoch mü te Vertreter na der Heimat( ab rlin. Hoffentlic oieder; zu diesen Ondere Leistunge Jappe und wolle bleiben. Welt"( Seft 13) Artikel Einfa n alle Arten de ter Aufsatz De Anregungen üba eil beschäftigt fi sgabe 3/1928 det isgegeben von C schrift G. m. b. 5. ng bezw. 2,30 n Kraftfahrzeug Och umfangreiche ige und Luftfah tibusse, Nuztraft ein in Gießen. ▪eim ds ab 8 Uhr est Kurhausjälen. raise. ommernachtsball Terrasse und im 1. tt und wird bei -säle verlegt.. 3,-R.- Mt., für R- Mt. Karten: efon 2962. про empo! Der Deutsche Run funfzeitschrift im rote , ausverkauft/ en Sie dann mit Ihre Jer machen, wenn Sied idhjen Programme alle nicht haben? Deshalb Buchhändler, Brieftrá ft 50 Pf. Wer den Deut eft vom Verlag, Berlin Na u brau eie Stun eicht den ganzen putzen müssen! d stahlhart hnell, mühimmt man: ohnerwachs, rbt u. glänzt Parkett. de OS пе en Boden! Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Jahrg. - Bolitische Tagesschau. Reichspräsident v. Hindenburg hat dem Reichskanzler Dr. Mary und den gleichfalls aus dem Amte scheidenden Reichs: ministern in herzlichen Schreiben seinen Dank für ihre Dienste ausgesprochen. Bisher sind im Schachty- Prozeß 18 Todesstrafen beantragt worden. Gegen den deutschen Ingenieur Otto sind 6 Monate Gefängnis beantragt. Die Antlage gegen Meyer ist fallen ge= laffen worden. Der dänische Infanteriehauptmann Lembourn hat bei sei= ner Vernehmung am Freitag vor dem Untersuchungsrichter des Landgerichts 1 Berlin eingestanden, daß er sich in Deutschland als Spion betätigte. * Wie aus Straßburg gemeldet wird, ist Baron Klaus Zorn von Bulach, der im Straßburger Gefängnis seine 13monatige Strafe abbüßt, durch ein Dekret des Präsidenten der Republik begnadigt worden. Der Baron hat das Gefängnis bereits verlassen. Der Kongreß der Demokratischen Partei hat gestern den Gouverneur des Staates Newport, Smith, mit 769 von rund tausend Stimmen zum Kandidaten der Demokratischen Partei bei den Präsidentenwahlen gewählt. * Dem Major von Hindenburg wurde gestern nacht ein Sohn geboren. Der Kleine ist der erste Entel des Reichspräsidenten, der den Namen Sindenburg trägt. Das Kabinett ist fertig. Am Donnerstag Nachmittag hat sich der Abgeordnete Müller- Franken zum Reichspräsidenten von Hindenburg begeben und ihm die Ministerliste vorgelegt. Sie zeigt folgende Namen: Reichstanzler Müller- Franten( Soz.), Innenminister: Severing( Soz.), Asbeitsminister Wissel( Soz.), Finanzminister Hilferding( Soz.), Berkehr und besegtes Gebiet: v. Guérard( 3tr.), Bostminister: Schäzel( Bayr. Bp.), Außenminister: Stresemann( D. Bp.), Wirtschaftsminister: Curtius( D. Bp.), Justizminister: Koch- Weser( Dem.), Ernährung und Landwirtschaft: Dietrich- Baden( Dem.). Nach den Beschlüssen des Aeltestenrates ist die Erklärung der neuen Reichsregierung am Dienstag, den 3. Juli, nachmit= tags 3 Uhr zu erwarten. An die Erklärung wird sich dann eine allgemeine politische Aussprache anschließen. Die Berliner Blätter betonen übereinstimmend den provi serischen Charakter des neuen Kabinetts. Allgemein wird darauf hingewiesen, daß die Zusammensetzung noch nicht endgültig anzusehen ist und daß über die endgültige Verteilung der Portefeuilles erst im Herbst das letzte Wort gesprochen werden wird. Sämtliche Blätter, die den Parteien nahestehen, die an den Verhandlungen über die Regierungsbildung beteiligt waren, bringen aber zum Ausdruck, daß der Wunsch besteht, daß bis zum Herbst die Umbildung des Kabinetts in einer Weise er= folgt, die es für die Große Koalition repräsentativ macht. Am Freitag, 11 Uhr vormittags, fand im Reichskanzlerhause die erste Sigung des neuen Reichskabinetts statt. Nach der Vereidigung der neu hinzutretenden Mitglieder des Reichskabinetts durch den Reichskanzler trat das Kabinett in die erste Beratung der Regierungserklärung ein. An den abwesen= den Reichsminister Dr. Stresemann wurde von der Reichskanzlei mit Zustimmung des Reichskabinetts ein Begrüßungstelegramm gerichtet. Zusatrente an Versorgungsberechtigte bei gemeinsamer Haushaltsführung mit Familienmitgliedern. ( RVBI. Nr. 12 v. 30. 5. 28 Ifde. Nr. 66.) Bem. 8 zu§ 90 RVG. bestimmt, in welcher Höhe das Einfommen von Familienmitgliedern, die im Haushalt des Versorgungsberechtigten leben, dem Einkommen des Versorgungsberechtigten hinzuzurechnen ist. Nach der Neuregelung( RVBI. 28 S. 21 Nr. 37) ist hierbei in der Weise verfahren, daß ein bestimmter Teil des Einkommens des Familienmitgliedes unberücksichtigt bleibt und lediglich der darüber hinausgehende Betrag als Einkommen des Versorgungsberechtigten angesehen wird. Nach der früheren Regelung( RVBI. 25 S. 59 Nr. 116) wurde ohne Rücksicht auf die Höhe des Einkommens des Familienmitglieds dem Versorgungsberechtigten stets der volle Wert der wirtschaftlichen Vorteile, die durch das Zusammenleben mit dem Familienmitglied als gegeben angesehen werden mußten, angerechnet. Sollte in Einzelfällen infolge besonderer Umstände die bisherige Regelung für den Versorgungsberechtigten zu einem günstigeren Ergebnis führen, als die Neuregelung, so habe ich, um den Versorgungsberechtigten nicht schlechter zu stellen, keine Bedenken, wenn in diesen Fällen das bisherige Verfahren beibehalten wird. Zuungunsten des Versorgungsberechtigten darf auf die frühere Regelung nicht zurückgegriffen ( J. A.: Rettig( Ic 2361 v. 10. 5. 28.) werden. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M Samstag, den 30. Juni 1928 Die Pressa als Reiseziel von fern und nah. Die deutliche Sprache der Besucherzahl, die bereits der zweiten Million entgegengeht, hat alle hier und da geäußerten Bedenken, daß die Allgemeinheit nur schwer für eine Presseausstellung zu gewinnen sei, längst verstummen lassen. Die Pressa hat eine Volkstümlichkeit erreicht, wie sie nicht besser gewünscht werden kann. Sei der Eröffnung hat die Ausstel= lung trotz der häufig sehr ungünstigen Witterung noch keinen stillen Tag gesehen. Vor allem steigt auch der Fremdenverkehr ständig, der BeGesellschaftsfahrten ginn der Reisezeit macht sich bemerkbar. und Sonderzüge bringen Besuchermassen aus allen Teilen Deutschlands. Kongresse und Tagungen großer Verbände, die ihre Mitglieder zum Besuch der Pressa einladen, drängen sich in ununterbrochener Reihenfolge. Jm großen Maßstabe machen sich auch die Schulen das reiche Anschauungs- und UnterrichtsMaterial der Ausstellung zunuze. Tag für Tag treffen Schulen zum geschlossenen Besuch der Pressa ein. Der Besuch des Auslandes, der bei der Beteiligung von 44 Auslandsstaaten von Anfang an nicht gering veranschlagt worden ist, übertrifft die Erwartungen bei weitem, obwohl auch hier die eigentliche Reisezeit erst den stärksten Besut, bringen wird. Aus den verschiedensten Ländern, darunter bereits us Nord- und Südamerika, hat außer der großen Zahl der Einzelbesucher eine ganze Reihe größerer Gesellschaften die Pressa besichtigt. Täglich laufen neue Anmeldungen ausländischer Gesellschaftsreisen ein. Der starte, meist begeisterte Widerhall, den die Pressa in der ausländischen Presse findet, wirkt sich in immer stärkerem Maße aus. Die Pressa hat ihre Zugkraft bewiesen. Das neuartige, dem Publikum größtenteils völlig unbekannte Ausstellungsgebiet, seine lebendige und interessante Darstellung, die nach einmütigem Urteil überraschend schöne Anlage des unmittelbar am Rhein gelegenen großen Ausstellungsgeländes und nicht zuletzt die unvergeßlichen Eindrücke der Dom- und Rheinbeleuch= tung sind Erklärung genug für den Erfolg, den die Pressa verzeichnen kann. Kapitalabfindung für Unfallrenten. ( Auszug aus RABI. Nr. 6-28 v. 20. 2. 28 IV G. 36.) Der Reichsarbeitsminister hat am 10. Februar 1928 auf Grund des§ 618a der Reichsversicherungsordnung eine zweite Verordnung über die Abfindungen für Unfallrenten erlassen. Danach können Verletzte zum Erwerb von Grundbesig im Deutschen Reiche oder zur wirtschaftlichen Stärkung ihres bereits vorhandenen Grundbesizes im Deutschen Reiche auf Antrag von dem Träger der Unfallversicherung durch Zahlung eines Kapitals abgefunden werden. Das gleiche gilt, wenn Verletzte zum Erwerb von Grundbesitz einem gemeinnütigen Bau- oder Siedlungsunternehmen beitreten wollen. Die Abfindung kann bei Renten, die weniger als die Hälfte der Vollrente betragen, die ganze Rente, sonst zwei Drittel der Rente ohne die Kinderzulage umfassen. Spruchverfahren. ( RVB1. Nr. 12 v. 30. 5. 1928 Ifde. Nr. 64.) Zur Vereinfachung des Verfahrens und zur Ersparnis von Verwaltungskosten bestimme ich: 1. In die Berufsbelehrung der Bescheide ist folgender Sah aufzunehmen: ,, Wird die Berufung schriftlich eingelegt, so kann die Berufungsschrift mit einer Abschrift zur Beschleunigung des Verfahrens bei dem obengenannten Versorgungsamt eingereicht werden." Im Falle solcher schriftlichen Berufungseinlegung hat das Versorgungsamt die Berufungsschrift nebst Abschrift und die Versorgungsaften dem Hauptversorgungsamt vorzulegen, das die Versorgungsakten und die Berufungsschrift, gegebenenfalls unter Beifügung einer Gegenschrift, dem Versorgungsrecht zuleitet. 2. Wenn die Ausführungen des Berufungs-( Returs-) klägers eine Gegenerklärungen nicht notwendig machen, sind die Aften dem Versorgungsgericht oder Reichs-( Landes-) versorgungsgericht ohne weitere Ausführungen zu übersenden, insbe= sondere ist davon abzusehen, einen Antrag zu stellen. Ausführungen wie ,, die bisherige Beurteilung durch die Verwaltungsbehörde wird aufrechterhalten" und ähnliche haben zu unterbleiben. Durch diese Maßnahme soll verhütet werden, daß die Spruchgerichte dem Kläger eine Abschrift der Erklärung des Hauptversorgungsamtes übermitteln müssen, ohne daß ein sachliches Bedürfnis dazu besteht. 3. Beabsichtigt das Hauptversorgungsamt nicht, in der mündlichen Verhandlung den Reichsfiskus durch einen Beamten vertreten zu lassen, und besteht sonst kein Grund, der die Mitteilung des Verhandlungstermins geboten erscheinen läßt, so ist bei Uebersendung der Akten an das Spruchgericht auf die Mitteilung des Ortes und der Zeit der mündlichen Verhandlung(§ 102 Abs. 2 des VerfGes.) zu verzichten. In dieser Weise erübrigt sich die Mitteilung des Termins in den Fällen, in denen sie für das Hauptversorgungsamt keine Bedeutung hat. Gegen einen solchen Verzicht bestehen keine Bedenken, weil die Vorschrift des§ 99 Abs. 2 des VerfGes., wonach das Spruchgericht weitere Schriftsäge, die der Kläger im Laufe des Ver( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Vollflischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 53 fahrens einreicht, dem Hauptversorgungsamt schriftlich mitteilen muß, wenn sie neue und wesentliche Ausführungen enthalten, dadurch nicht berührt wird. In den Berichten über die Ergebnisse der Rechtsprechung ist über die Erfahrungen mit diesem Verfahren zu berichten. J. A.: Rettig( Ic 1942 v. 23. 5. 28). Weiteres Erstarken der wirtschaftlichen Unternehmungen des deutschen Hausbesitzes. Der planmäßige Wiederaufbau von Hausbesizerunterneh mungen hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 1927 eine weitere ansehnliche Entwicklung genommen. Wie wir den Berichten des Deutschen Verbandes für Hausbesizer- Genossenschaften( Revisionsverband) entnehmen, sind in ihm nunmehr über 80 Unternehmungen des dtsch. Hausbesizes vereinigt, die sich zur Hauptsache aus Bankenu. Versicherungsunternehmungen zusammensetzen. Ueber 50 Hausbesitzerbanken unter Führung der Berliner Bank für Handel und Grundbesitz A.-G. und rund 25 Versicherungsunternehmen mit dem„ Hovad" Versicherungs- Konzern als Spigeninstitut dienen, aufgebaut auf den Grundsätzen der Selbsthilfe, dem deutschen Mittelstand und Hausbesitz. Aus den zahlenmäßigen Veröffentlichungen geht hervor, daß sich bei 46 be= richtenden Banken die Bilanzsummen von 83 Millionen am 31. Dezember 1926 auf 129 Millionen am 31. Dezember 1927, die Einlagen von 72 auf 114 Millionen, die Ausleihungen von 63 auf 98 und die Garantiemittel von 27 auf 35 Millionen erhöht haben. Die einzelnen Bilanzpofitionen der Versicherungsunter= nehmungen weisen gleichfalls beachtliche Steigerungen auf. So haben sich Kapital und Reserven von 4 Millionen auf 4,8 Millionen, die Prämien- Reserven und Prämien- Ueberträge von 3,3 Millionen auf 4,3 Millionen im Berichtsjahr 1926-1927 erhöht. Aus der Entwicklung der Unternehmungen geht hervor, daß der deutsche Mittelstand und Hausbesih bestrebt ist, sich durch seine wirtschaftlichen Institute wieder zu einer seiner Vorkriegsbedeutung entsprechenden wirtschaftlichen Stellung zu entfalten. Abstandsforderung des Hauseigentümers bei Weitervermietung eines Ladens. Ein Hauseigentümer hatte sich dafür, daß er mehreren Ladenmietern in seinem Hause die Erlaubnis erteilte, ihre Läden an andere Gewerbetreibende weiterzuvermieten, Abstandsgeld zahlen lassen. Er war infolgedessen wegen Verstoßes gegen die Preistreibereiverordnung bezw. gegen§ 49a des Mieterschutzgesetzes unter Anklage gestellt und bestraft worden. - Auf die Revision des Hauseigentümers gelangte das Reichs= gericht zur Aufhebung des Urteils. Allerdings, so heißt es in den Gründen, kann die Handlungsweise des Angeklagten wucherisch sein, wenn die Abstandssumme ohne jede Gegenleistung, lediglich für die Abgabe der Willenserklärung gefordert wurde. Aber das Geld kann doch auch dafür verlangt worden sein, daß die Mieträume durch den Umzug Beschädigungen ausgesezt sind, oder dafür, daß der neue Mieter nach seiner Persönlichkeit nicht die Sicherheit des aus dem Mietverhältnis zu entlassenen bisherigen Mieters bietet. Auch die Art der Benutzung der Räume tann ohne vertragswidrig zu sein befürchten lassen, daß sie dem Vermieter nachteiliger sein werde als die bisherige Benuzungsart, beispielsweise wenn, wie im vorliegenden Falle, in dem bisherigen Zigarrenladen ein Grünframgeschäft betrieben werden soll. Ob und in welcher Höhe unter derartigen Umständen der Vermieter ein Entgelt für seine Einwilligung in den Mieterwechsel verlangen darf, hängt selbstverständlich nicht davon ab, ob seine Besorgnisse sich nachträglich als zutreffend erweisen, sondern lediglich von dem Maß der Gefährdung, wie sie dem Vermieter zur Zeit der ihm abverlangten Einwilligung gegeben erschien. Zu Unrecht vertritt der Vorderrichter den Standpunkt, daß die gesetzliche Miete stets eine angemessene Miete sei, solange nicht Sonderleistungen des Vermieters erwiesen sind, die eine Erhöhung der gesetzlichen Miete rechtfertigen. Die gesetzliche Miete stellt nur einen den allgemeinen Verhältnissen tunlichst angepaßten Durchschnittssak der Friedensmiete dar, womit keineswegs erreicht wird, daß in jedem Einzelfalle die gesetzliche Miete für den Vermieter auch eine angemessene Gegenleistung für seine Verpflichtungen aus dem Mietvertrage darstellt. Auch ohne daß Sonderleistungen in Betracht kommen, rechtfertigt die Ueberschreitung der gesetzlichen Miete nicht ohne weiteres die Annahme eines Leistungs- bezw. eines Mietwuchers, vielmehr sind die Umstände des Einzelfalls eingehend zu berücksichtigen. ( Reichsger., II. 299. 27.) 1928 MAIOKTOBER PRESSA DIE WELT SCHAU AM RHEIN KOLN Samstag, den 30. Juni 1928. ,, Gießener Zeitung" Stadtverordnetenversammlung. Haushaltsplan. Berkehrsordnung. In über sechsstündiger Sizung erledigte gestern das Stadtparlament eine überaus reiche Tagesordnung. Bór Eintritt in dieselbe gedachte Oberbürgermeister Keller der am 19. Juni verstorbenen Stadtverordneten Frau Biermann, für die Herr Hebermehl neu verpflichtet wurde. Als erster Punkt stand die Genehmigung des Voranschlages der Stadtkasse und der städt. Nebenkassen auf der Tagesordnung. Die 83 Titel der Betriebsrechnung fanden zum großen Teil in der von der Verwaltung ausgearbeiteten und vom Finanzausschuß genehmigten Form Annahme. Zu Titel 5 und 5a und 6( Elektrizitäts-, Gas- und Wasserwerk) sprach sich Stoo. Mann( G.) prinzipiell gegen jede Erhöhung aus, die er als indirekte Besteuerung auffasse. Gegen die vorgeschlagene Anschlußgebühr des Gaswerfs spricht noch Stdv. Beckmann( Soz.); er fordert, daß die Werke sich Referven schaffen, aus denen sie die Mittel für eigene Vervollkommnung entnehmen können; die Stadt dürfe nicht jeden Ueberschuß für sich verbrauchen. Stadtv. Fischer( Dem.) sagte nicht ja und nicht nein. Die Grundüberzeugung seiner Fraktion decke sich mit den Sozialdemokraten, aber die Tatsachen zwingen die Kommunen, jede Einnahmequelle heranzuziehen, also stimme er für die geplante Erhöhung, die dann gegen die Gozialdemokraten angenommen wurde. Anträge der Sozialdemokratie zu beiden Punkten werden abgelehnt. Danach sind von jedem Gasverbraucher rückwirkend vom 1. April 1928 zu zahlen: Für einen 3 flg. Messer monatlich 0,50 RM " 5 " 1 " " 0,75 10 " " 1, 20 " " " 30 " " " 1,25" 1,50 " 50/60" 80 " " " 2,-" 2,50" Zu Titel 6, der Erhöhung des Wasserpreises von 12 auf 20/ Pfg., protestierte Stadtv. Nikolaus( Wirtsch. P.), der diese Erhöhung als ungerechte Mehrbelastung des Hausbesitzers kennzeichnet, die ihm durch die gesetzliche Miete verwehrt sei, auf alle umzulegen. Schweigend nahm die Versammlung diesen Protest zur Kenntnis, um ohne sich selbst zu rechtfertigen, gegen die Stimmen der Wirtsch. Partei, der Erhöhung auf 20 Pfg. zuzustimmen. Ein Antrag der Verwaltung, den Wasserpreis auf 28 Pfg. zu erhöhen, hatte man vorher einstimmig abgelehnt. Interessant war es, festzustellen, daß auch die Sozialdemokraten, die sonst gegen die Erhöhungen stimmten, bei der Wassergelderhöhung dafür waren. Sie brauchen es in diesem Falle ja nicht zu bezahlen. Unter Titel 13( Friedhöfe) verlangte Stadtv. Mann Einführung unentgeltlicher Totenbestattung. Der Antrag wird abgelehnt. Eine längere Debatte entspinnt sich zu Titel 14( Boltsund Fortbildungsschule, Stadtschulamt und Horte). Hier forderte die Sozialdemokraten durch entsprechende Anträge: 1. Errichtung einer Waldschule vorzubereiten; 2. die Lernmittelfreiheit für alle Schüler einzuführen; 3. die Fortbildungsschüler schulärztlicher Kontrolle zu unterstellen; und 4. Turn- und Sportunterricht an den Fortbildungsschulen einzuführen. Es handelt sich zum Teil um Agitationsanträge, denn wenn die Linke vorschlagen sollte, wozu sie die Geldmittel( Lern mittel!) bei dem großen Defizit der Stadt hernehmen will, täme sie wahrscheinlich in arge Verlegenheit. Die Stadtver ordnetenversammlung lehnt alle vier Anträge ab. Titel 14 wird darauf genehmigt. Zu Titel 22( Gemeinnüßige Zwecke) fordert die Linke Heraussetzung der Unterstützung der Volkshochschule von 1200 Wie Moden und Sitten entstehen. Von Otto Promber. Es ist durchaus nicht immer der Fall, daß die Einführung einer neuen Mode auf ein Spiel der Phantasie irgend eines großen Modeateliers zurückzuführen ist. Moden werden übrigens in Berlin, Wien, Paris und London jährlich viel geschafsen, aber der Geschmack des Volkes wählt nur ganz vereinzelte davon als bleibendes Trachtenmerkmal aus. Zuweilen waren es aber recht nüchterne, lächerlich kleine Ursachen, die eine neue Mode in die Welt setzten, nicht selten körperliche Schäden und sogar Krankheiten. Fangen wir hübsch von oben an. Fragen wir z. B.: Aus welchem Grunde sing man an, während der Regierung Ludwigs XIV. Perücken zu tragen? Die Antwort lautet: Weil Frankreichs lebenslustiger König selbst eine Perücke trug, um damit eine große Geschwulst auf seinem Kopfe zu verdecken. Die schöne Ferroniere, die eine Brandwunde mitten auf der Stirn hatte, legte über die Narbe einen großen Edelstein, der von einer seinen Nestel gehalten wurde. Die Mode des Haarbandes stammt von der französischen Prinzessin Lambella, der bei einer Hofjagd durch den Wind der Hut entführt wurde; turz entschlossen nahm sie ihr blaufeidenes Strumpfband, um das Haar zusammenzuhalten. Da= gegen wird die Ponnyfrisur der Königin Witwe Alexandra von England zugeschrieben, der das Kammermädchen beim Frisieren mit der Brennschere das Stirnhaar versengt hatte; sie fand keinen anderen Ausweg, als das Haar kurz abzuschneiden. Die Kaiserin Josephine machte, weil sie schlechte Zähne hatte, Stimmung für ein Spitzentaschentuch, mit dem man fortwäh rend den Mund bedeckte. Die Mode, ein schwarzes Samtband um den Hals zu tragen, stammt von der Königin Luise, die mit einem schmalen Samtstreifen, den sie um den Hals zu tragen liebte, ihren Kropfansatz versteden wollte. Dagegen verbargen Prinzessinnen vom Hofe Heinrichs III, ihren Kropf unter hohen geglödelten Halskrausen. Andere Damen vom Hofe verdeckten ihre schiefen Schultern durch bauschige Aermel. Die Gattin Philipps III. erfand die hohen Halsgimpmen, damit ihr über mäßig langer Hals verdeckt wurde. Dieser Hals war auch die Ortsfrankenkasse. auf 3000 Mark. Der Antrag wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Demokraten abgelehnt. Die Position Straßenunterhaltung"( Titel 23) war voller Kritik gegen das hiesige Polizeiamt. Beanstandet wurde die Billigung hoher Fahrtgeschwindigkeiten schwerer Fahrzeuge, die von außerordentlicher Gefahr für die angrenzenden Gebäude sind. Die dauernden schweren Erschütetrungen sind schon einer ganzen Reihe von Gebäuden zum Schaden gereicht. Von Seiten der Burgerlichen wurde Herabminderung der Fahrtgeschwindigkeit gewünscht, die Linke befürwortet durchgreifende Straßenverbesserung. Da letzteres teuer ist, soll von der Stadt versucht werden, durch Schilder an einzelnen Straßen die Fahrtgeschwindigkeit herabzusetzen. Wie sehr die Manöver des Reichsbantpräsidenten Schacht durch Drosselung der Auslandsanleihen den Geldmarkt vertnappt haben, ging aus den Ausführungen des Beigeordneten Dr. Hamm hervor, nach denen es der Stadt unmöglich war, von der im letzten Jahr für Straßenerneuerung bewilligten Million mehr als 85 000 M freizumachen. Titel 31( Straßenbahn). Hierzu fordert Stadtv. Kurz ( W. P.) Herabsetzung des Strompreises für die Straßenbahn von 20 auf 10 Pfg., um auch buchgemäß diesen Betrieb zu einem Ueberschußbetrieb zu machen. Möglich sei das umso eher, als das E.-W. als städt. Betrieb seinen Eigenverbrauch auch mit 10 Pfg. einsetze. Zum Titel 38( Wohlfahrtsamt) beantragen die Sozialdemokraten Erhöhung der Richtsätze für die Unterstützungsberechtigten um 20 Prozent 100 000 M. Da anerkannt wird, daß die Not groß ist, die finanzielle Deckung aber nicht so rasch geklärt werden kann, wird der Titel 31 in vorliegender Form angenommen und der sozialdemokratische Antrag der Wohlfahrtsdeputation überwiesen. Für die Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer( Artikel 67) findet die Stadtverwaltung gar keine Gegenliebe. Die Anträge der Verwaltung werden abgelehnt. Es bleibt somit bei den alten Sätzen. Die Titel 69-83 der Vermögensrechnung werden en bloc angenommen. Dann stimmt die Stadtverordnetenversammlung dem Gesamthaushaltsplan, der mit den Zahlen 5 103 260,45 Rmt. in der Betriebsrechnung und 2 034 718,68 Rmt. in der Vermögensrechnung abschließt, nochmals endgültig zu. Damit war Punkt 1 der Tagesordnung erledigt. Zu Tagesordnungspunkt 2 stimmte man einer weiteren Unterstützung des Arbeiter- Samariterbundes in Höhe von 500 Rmt. zu.( Die Deutsche Volkspartei enthielt sich aus formellen Gründen der Stimme.) Zu 3. Die Straße am Kugelberg, entlang der Eisenbahnstrecke Gießen- Fulda, heißt in Zukunft Friedensstraße. Zu 4. Die Stadtverordneten stimmen dem neuen Tarif für die Kraftdroschten, aufgestellt vom Polizeiamt Gießen, zu. Zu 5. Desgl. einer Polizeiverordnung über die Herstellung und den Verkauf von Speiseeis. Dieser Verordnung ist zu entnehmen, daß der Eishersteller seinen Betrieb anzumelden hat, daß er gesund und sauber sein muß und daß er nur einwandfreies Material verarbeiten darf. Sein Betrieb untersteht der Polizeiaussicht. Verboten ist es, Kindern unter 14 Jahren auf der Straße Eis zu verkaufen, dieses weiterhin in unmittelbarer Nähe von Spiel- und Sportplätzen feilzuhalten, desgl. während der Schulzeit an den Schulen. Zu 6. Einigen für Gießen belanglosen Aenderungen des Gasversorgungsvertrags mit der Gemeinde Wieseck stimmt die Stadtverordnetenversammlung zu. Zu 7. Verkehrsordnung für die Stadt Gießen. Vorweg sei Ursache, daß das Leibchen längere Zeit hochgeschlossen blieb. Einige Herren vom Hofstaate Karls III. schmückten sich mit falschen Schultern, weil ihre Brust mißgestalte twar. Das Jersey- Jackett, das in den achtziger Jahren aufkam, soll dadurch in Aufnahme gekommen sein, daß Alexandra von England auf das Land angeln ging und die Kammerfrau im nächsten Laden nichts auftreiben konnte als ein Herrenjadett. Die Königin Anna von Oesterreich führte die kurzen Aermel ein, um ihre wunderbar geformten Arme zeigen zu können. Karl III. hatte zu seinem Aerger von der Natur gekrümmte Beine mitbekommen; er suchte den Schaden damit gutzumachen, daß er die langen Röcke einführte. Die Töchter eines der Ludwige erfanden die Schleppenkleider, um ihre großen Füße zu verdecken. Und warum waren die Schuhabsätze Ludwigs XV. so ungewöhnlich hoch? Auch dafür läßt sich eine Antwort finden: die Pompadour war klein. Die langen, spitzen Schnabelschuhe dagegen werden auf Heinrich Plantagenet, der später den englischen Thron bestieg, zurückgeführt. Er hatte am Fuße einen verunstalteten Auswuchs, den er durch die Schnabelschuhe zu verbergen suchte. Sogar Grußformen sind durch geringfügige Ursachen entstanden. Vor einigen Jahrzehnten hielt die Herzogin von Connaught in London eine Abendgesellschaft ab. Ein Forunkel unter dem rechten Arm erlaubte ihr nicht, in herkömmlicher Weise ihren Gästen die Hand zu geben; sie war vielmehr genötigt, den Arm steif ab vom Leib zu halten und mit dem Ellbogen stark im rechten Winkel zu begrüßen. Das faßten einige Snobs sofort auf und hielten es für das Neueste echter englischer Gesellschaftssitte. Sie wechselten mit ihren Bekannten auf gleiche Weise den Gruß, und bald grüßten auch die vornehmen und vornehm tuenden Deutschen in dieser verrückten Art und Weise. Noch komischer ist der Ursprung des sogenannten ,, Alexanderlahmens", das gegen Ende des 19. Jahrhunderts in England zu beobachten war. Die Prinzeß von Wales hatte eine Verletzung am Krie und hinkte aus diesem Grunde etwas. Was geschah? Liebedienernd hinkte die Hofgesellschaft mit. Und da sich die gute Gesellschaft wieder nach dem Hofe richtete, hinkte eine zeitlang alles höchst ergötzlich um die Wette. Nr. 53. festgestellt, daß das Polizeiamt die Verkehrsordnung schafft. Der Stadt steht nur beratende Stimme zu. Aus den gegenseitigen Berhandlungen ist bisher folgendes herausgekommen: Marktplatz, Marktstraße und Mäusburg bleiben für jeden Fahrverkehr gesperrt. Seltersweg und Kaplansgasse sind Einbahnstraßen( in welcher Richtung ist noch nicht festgelegt). Den Anliegern dieser Einbahnstraßen ist es gestattet, in den Zeiten von 7-10%, 13%-16 und 22-6 Uhr die Straße auch in der sonst gesperrten Richtung zu benutzen. Weiterhin wird die Verkehrsordnung in§ 16 feststellen, daß die Fußgänger, die im Seltersweg nicht rechts gehen, oder' die stehen bleiben, sich strafbar machen. Was die Festlegung der Fahrrichtung auf dem Seltersweg anbelangt, so soll darüber noch verhandelt werden, die Seltersweg- Vereinigung bann dann ihre Wünsche dort vortragen. Zu 8. Die Mittel für zwei Müllabfuhrwagen werden bewilligt. Zu 9. Einer Aenderung des Fluchtlinienplanes für den Wieseckerweg stimmt man zu. Zu 10. Das Baugesuch des W. Horn zur Errichtung eines Lagerhauses, Rittergasse, wird unter Befreiung von zwei Polizeivorschriften genehmigt. Zu 11. Abgabe von Baugelände im Erbbaurecht an die Allgemeine Ortskrankenkasse. Zu diesem Punkt lag ein Einspruch der Wirtschaftspartei vor, der feststellte, daß die Voraussetzungen für die Zustimmung des Stadtparlamentes zu diesem Antrag im Dezember 1927 nicht mehr gegeben seien. Aus der langen, z. T. recht verworrenen Debatte, ist folgender Tatbestand zu entnehmen: Auf einstimmigen Beschluß des Vorstandes der hiesigen Ortskrankenkasse wird beschlossen, ein neues Verwaltungsgebäude zu schaffen, man schreibt an die Stadt und bittet um billiges Baugelände für„ ein Verwaltungsgebäude mit modernem Zubehör". Die Stadtverordneten stimmen der Bitte der Ortskrankenkasse zu, ohne festzustellen, was dieses moderne Zubehör(!) ist. Vielmehr läßt man es entgegen besserem Wissen zu, daß ein Antrag formuliert wird und unter besonderer Betonung dieser Einschränkung Annahme findet, der ausdrücklich besagt: Erbbaurecht nur dann, wenn das neue Gebäude ausschließlich Verwaltungszwecken dient. Die Krankenkasse plant aber, zumindestens eine Zahnklinit in das Gebäude mit aufzunehmen und hat in diesem Sinne ein Preisausschreiben losgelassen. Auf Einspruch der Wirtschaftspartei ist es dann noch nicht zur Unterzeichnung des Vertrages gekommen. Die Linke wollte mit aller Gewalt ihren Willen durchsetzen und versuchte dadurch auf das Stadtparlament einen moralischen Druck auszuüben, daß sie feststellte, bekommt die Ortskrankenkasse den billigen Bauplatz nicht, ist die Stadt für die ganzen bisherigen Auslagen verantwortlich. Auf der Gegenseite stellte man fest, zum Schutze der freien Berufe, aus Prinzip gegen jedes Sozialisierungsmanöver, sei man gegen städt. Unterstützung der wenn sie entgegen allen Abmachungen Distratungstechnischen Rahmen hinausginge. Nach hitziger Debatte kam dann die Abstimmung über den Antrag Schmall zustande, der die ganze Sache dem Rechtsausschuß überwiesen haben wollte. Dieser Antrag ging unter dem Lärm der linken Seite des Hauses mit 21 gegen 19 Stimmen durch. Es ist tatsächlich das Beste gewesen, denn es hatte keinen Zweck, mit viel Gefühl formal etwa Unheil anzurichten. In 14 Tagen soll dann endgültig darüber beschlossen werden. Der Punkt 12, Erhebung von Straßenkostenbeiträgen für Eckhäuser- die in Zukunft wieder so gehandhabt wird, daß für beide Straßenseiten Straßenkosten erhoben werden können findet Annahme. Unter Punkt 13 liegt nichts vor. Um% 11 Uhr war der öffentliche Teil erledigt. Die Jagd im Juli. Obwohl der Sommer bisher einen wenig sommerlichen Verlauf genommen und die Temperatur besonders in der Nacht weit unter der normalen laghatten wir doch sogar im Juni empfindliche Nachtfröste ist dies in den meisten Revieren für unser Wild nicht schädigend gewesen, ausgenommen natürlich solche Gegenden, die von Wolkenbrüchen, Sturmverheerungen und Ueberschwemmungen heimgesucht wurden. Nach den vorliegenden Berichten ist deshalb das Brutgeschäft unseres Flugwildes und das Setzgeschäft des Haarwildes, wie die in Köthen( Anhalt) erscheinende Jagdzeitschrift St. Hubertus Der Heger mitteilt, im großen und ganzen befriedigend verlaufen und eröffnet für die Jagdzeit keine schlechten Aussichten, soweit von solchen bei der allgemeinen Lage des Wildstandes überhaupt gesprochen werden kann. Mit dem 1. Juni wird in vielen Ländern die Schußzeit auf den Edelhirsch eröffnet. Doch wird ihm der waidgerechte Jäger auch da, wo dieses der Fall ist, noch eine freiwillige Schonzeit zuerkennen, wenn nicht ganz besonders liegende Fälle den Abschuß gebieten. Der Reh bod in seinem roten Rock ist nun völlig schußreif und tritt in die Feistzeit. Doch ist er sehr heimlich geworden und das hohe Getreide bietet ihm willkommenen Schutz und Ruhe vor der Fliegenplage. Mit dem Blatten ist vorerst jedoch noch ein wenig Zurückhaltung geboten, einmal, um nicht die besten Böcke vorzeitig zu vergrämen, dann aber auch, um nicht durch voreiligen Abschuß den Beschlag der Ricken zu unterbinden. Außer der Bockjagd ist die Jagd auf Enten frei. Soweit junge Enten flügge sind, steht ihrer Bejagung nichts im Wege. Doch sind noch nicht völlig beflogene Schofe zu schonen, ebenso die alten führenden Mutter- Enten. Der Ueberwachung des Raubwildes ist in diesem Monate der allgemeinen Entwicklung ganze Aufmerksamkeit zu schenken. Besonders ist auf das Treiben streuender Hunde und Katzen, der Waldvummler und vor allem der Wilderer zu passen, die zur Zeit der Rehbrunft besonders gern ihr Wesen treiben. Samstag, ben 30. Feierstunden! 2 Gonn & bei uns Menschen, die jed wert vollbracht haben. Line Bitterfeit aufkomme in langit vergangene, for Feierstunden? Motoren den Pulsschlag di esem wild dahinstürm jpthmus? Und doch befiehlt ei mille nicht aufzuheben ve einen Sonntag. Sechs Tage sollst du then!—— 2n Reib un Ezele wollen wir heute re tag, der ja ihr in erster Wüstenwanderer nady dem nach Brot. In dem Saiten und i hören wir so oft der Gee dem uns umgebenden Soll aber das Edelst das, was uns erst zur nicht verfümmern, nicht v gweiht sein, so dürfen w unferem Innern dringt. Feierstunden, nach einem Wir müssen von 3 Entweigen bringen und einung treten lassen. müssen wir uns schaffen; uzeigenjten Bestimmung flug- unbeschwert alle nüssen wir für sie in Be juarache halten kann mit Belasten wir unsere Diesseitsgejinnung, so Spanntraft wird erlahme Freierstunden schafft, ist r Gerade wir Deutsch Seele bewahren, denn fre uns not. Ein Vol Größe, muß seine Kräf unten in der Seele ver merte alles Schönen, Straf mitgeteilt vom Oberhe Alsfeld Eifa, im Str teres; Umleitung ( Gießen Krofdorf, im weiteres; Umleit Schutz- Marke Englife nad Ueber den Verla lautet überhaupt nicht ermächtigt, mitzuteilen iters nach England dieser lakonischen Me mend aber ist die fr wesen, doch auch den Verlusten zu belassen. nicle" darüber, daß d Die Franzosen wüßte führen viel zu wenig das Publikum zu vie Kitchener nur noch büros. Außerordentlich gli Ruffen und Montenegr Schlappe zu verzeichnen Athen gemeldet wird, 3 Verfügung, die einer ü Meldung zufolge, glei pernichteten. Am 12. m offiziell, daß die Serbe 19. London offiziell ve balz 8000 Mann verlo wird geschwiegen. Di gram aus Cetinje am bis Budua besetzt. G unterstützen jie. Zule Gerben und Montenegr Da diese in Desterreic jie gegen Rußland zu richten überflüffig und Rufland jiegt and Nr. 53. Nr. 53. nung schafft. Der Den gegenseitigen ommen: leiben für jeden straßen( in wel gestattet, in den die Straße auch § 16 feststellen, echts gehen, oder Dem Geltersweg den, die Gelters: vortragen. Dagen werden be enplanes für den Errichtung eines g von zwei Poli: bbaurecht an die nft lag ein Ein te, daß die Vor otparlamentes zu egeben seien. Aus ist folgender Tat des der hiesigen Verwaltungsge ot und bittet um gebäude mit mo immen der Bitte s dieses moderne -gen besserem Wij unter besonderer det, der ausdrüc as neue Gebäude s eine Zahnklinit diesem Sinne ein der Wirtschafts ing des Vertrages valt ihren Willen dtparlament einen llte, bekommt die ist die Stadt für Samstag, den 30. Juni 1928. h. Auf der Gegen crufe, aus Prinzip gegen städt. Un tgegen allen Ab Rahmen hinaus timmung über den he dem Rechtsaus ag ging unter dem egen 19 Stimmen Denn es hatte tei I anzurichten. In Sloffen werden. Lokales. Sonntagsgedanken. Feierstunden!-- Freudigen Widerhall findet dies Wort bei uns Menschen, die sechs Tage ehrlich und fleißig ihr Tagewert vollbracht haben. Aber in mancher Menschenbrust läßt es eine Bitterkeit aufkommen und ruft wehmütige Erinnerungen an längst vergangene, sorglos heitere Tage zurück. - Feierstunden?- Heute, wo der rasende Taft stählerner Motoren den Pulsschlag des Lebens hämmert?-- Heute, in diesem wild dahinstürmenden, tosend brausenden DaseinsThythmus? oftenbeiträgen für andhabt wird, daß en werden können Und doch befiehlt ein ewiges Gottesgesetz, das Menschenwille nicht aufzuheben vermag, Feierstunden, einen geierabend, einen Sonntag. Sechs Tage sollst du arbeiten und am siebten sollst du ruhen! An Leib und Seele. Von den Feierstunden der Seele wollen wir heute reden. Sie sehnt sich nach jedem Sonntag, der ja ihr in erster Linie gehören soll, wie der düstere Wüstenwanderer nach dem labenden Quell, wie der Hungernde nach Brot. In dem Hasten und in der Ruhelosigkeit des Alltags überhören wir so oft der Seele Rufen; es geht unter und verhallt in dem uns umgebenden Erdenlärm. Soll aber das Edelste, das uns der Schöpfer mitgab, soll das, was uns erst zur„ Krone der Schöpfung" erhoben hat, nicht verfümmern, nicht verschmachten und nicht dem Untergang geweiht sein, so dürfen wir das Rufen nicht überhören, das aus unserem Innern dringt. Und diese Seele in uns ruft nach Feierstunden, nach einem Sonntag. Wir müssen von Zeit zu Zeit den Nur- Menschen zum Schweigen bringen und das Göttliche in uns in tatenvolle Erjeinung treten lassen. Stunden voll erhabener Gedanken müssen wir uns schaffen; Stunden, in denen sich die Seele ihrer ureigensten Bestimmung nach ausleben kann im geistigen Höhenflug unbeschwert aller Erdennot und Erdenplage. Stunden müssen wir für sie in Bereitschaft halten, wo sie ungestört Zwiesprache halten kann mit ihrem Schöpfer. ,, Gießener Zeitung" Weglar- Nauborn, im Straßenzug Wetzlar- Schwalbach- Niederquembach, vom 2. 7.- 15. 7.; Umleitung: SteindorfOberndorf. Wetter Münchhausen, im Straßenzug Marburg- Frankenberg, bis 25. 7.; Umleitung: Großfelden- Wetter. Belasten wir unsere ganze Gedankenwelt einseitig nur mit Diesseitsgesinnung, so wird unsere Seele müde werden, ihre Spannkraft wird erlahmen. Ein Mensch, der seiner Seele keine Feierstunden schafft, ist nur ein halber Mensch. Gerade wir Deutschen wollen uns diese Feierstunden der Geele bewahren, mehr als allen anderen Völkern tun Km. 11,3-12 in der Gemarkung Mühlbach, im Straßenzug Limburg- Rennerod- Burbach, bis 11. 7.; Umleitung: Obertiefenbach- Allendorf- Mehrenberg. Romrod Alsfeld, im Straßenzug Gießen- Alsfeld, bis auf weiteres; Umleitung: Angenrod- Leusel. * Kriminalpolizeiwachtmeister Zink tritt mit dem 1. Juli ds. Js. infolge des Polizeibeamtengesetzes in den wohlverdienten Ruhestand. Er, der jetzt im 64. Lebensjahr steht, trat nach einer mehrjährigen Dienstzeit im ehemaligen Inf.- Regt. Nr. 116 in Gießen am 1. Mai 1890 bei der hiesigen Schuhmannschaft ein. Am 1. April 1904 wurde Herr Zink zum Kriminal- Schuhmann ernannt und ihm im Jahre 1909 die provisorische Leitung der Kriminal- Abteilung Gießen übertragen, der er mit seiner am 9. 2. 1911 erfolgten Ernennung zum Kriminalwachtmeister seit dieser Zeit ununterbrochen vorsteht. Herr Kriminalpolizeiwachtmeister Zink hat dieses wichtige, nicht leichte Amt in den vielen Jahren mit besonderer Umsicht bekleidet. Ausgerüstet mit einer vorzüglichen Auffassungsgabe, sehr guten kriminalistischen Kenntnissen, scharfer Beobachtungsgabe, verbunden mit einer gerade den Kriminalisten auszeichnenden Ruhe, hat es Herr Zint verstanden, sein schwieriges Amt in jeder Weise zur vollsten Zufriedenheit seiner Vorgesetzten und nicht zuletzt auch zum Wohl der Bürger Gießens zu versehen. Sein immer freundliches, zuvorkommendes Wesen und sein für die Wirklichkeit offener Blick und seine Menschenkenntnis haben Herrn Zink das volle Vertrauen und die höchste Achtung seiner Vorgesetzten, seiner ihm unterstellten Beamten und insbesondere auch des Publikums eingebracht. Möge dem wohlverdienten Beamten noch viele Jahre ein gesegneter, in Gesundheit zuzubringender Lebensabend beschieden sein. * Frankfurter Herbstmesse 30. Sept. bis 3. Okt. 1928. Starte Beteiligung des Auslandes an der Lebensmittelmesse. Wie in der Tagespresse bereits bekanntgegeben worden ist, wird die Frankfurter Herbstmesse entgegen anderslautenden Mitteilungen planmäßig in der Zeit vom 30. Sept. bis 3. Okt. 1928 stattfinden. Die Beschickung der Messe wird einem Vergleich mit der Herbstmesse 1927 vollkommen standhalten. Das Ausland interessiert sich diesmal ganz besonders für den Frankfurter Großmarkt. Oesterreich und Italien, die auf der Frühjahrsmesse mit einer Lebensmittelausstellung beschränkteren Get ematen den, bis wieder aufstehen will zu alter Umjanges vertreten waren, haben so viel Vertrauen zur FrankGröße, muß seine Kräfte aus jenen Quellen schöpfen, die tief unten in der Seele verborgen sind. Da liegen die Ewigkeitswerte alles Schönen, Wahren, Großen und Guten. Der Sonntagsschreiber. Straßensperrungen, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. B., Gießen. Alsfeld Eifa, im Straßenzug Alsfeld Hersfeld, bis auf weiteres; Umleitung: Berfa- Elpenrod. Gießen Krofdorf, im Straßenzug Gießen- Krofdorf, bis auf weiteres; Umleitung: Abendstern. Schutz- Marke A M B. Seelig's feinste Kaffee- susas Essenz löst die aromatischen Bestandteile der Kaffeebohne restlos; somit völlige Ausnüßung, Verbilligung des Getränks und Ihr Kaffee schmeckt nochmal so gut. Originaldose mit der Großmutter 45 Pfg. Großes Originalpaket mit der Großmutter mit 125 Gramm Jubalt 35 PfgArbeitskraft und Ernährung. Von Prof. Dr. med. Grotjahn- Berlin. Die Arbeitskraft des Menschen ist abhängig von der Zweckmäßigkeit seiner Ernährung. Die Nahrung ist nicht nur die Quelle der Muskelkraft, sondern erhält auch als Brennstoff die Körperwärme und zuletzt als Baustoff das im steten Umsatz be= findliche Körpergewebe. Die Nahrungsmittel des Massenverbrauches enthalten diese Krafts, Brenn- und Aufbaustoffe in nach Art und Menge verschiedener Verteilung. Aber ein Nahrungsmittel gibt es, das alle diese Stoffe gleichmäßig verteilt und noch dazu in leichtverdaulicher Form enthält: Es ist die Milch. furter Messe gewonnen, daß sie je eine große Halle belegt haben. Neu wird im Rahmen der Lebensmittelmesse diesmal Ungarn auftreten, das um die Zurverfügungstellung eines Ausstellungsraumes von mindestens 300 Quadratmeter ersucht hat. Es ist geplant, im Rahmen dieser ungarischen Sonderousstellung ein ungarisches Restaurant einzurichten mit einer ungarischen Kapelle. Frankreich, das auf der Frühjahrsmesse mit einer bedeutsamen und erfolgreichen Lebensmittelschau vertreten war, die bei der Frühjahrsmesse 1929 in verstärktem Umfange wieder erscheinen wird, beteiligt sich auch an der Herbstmesse mit Lebensmitteln und mit einer Ausstellung der für die Lebensmittelindustrie einschlägigen Maschinen. Deshalb kann der Milchverbrauch innerhalb der gesamten Bevölkerung gar nicht groß genug sein. Der Ansicht, daß die Milch nur für Kinder, Schwache und Kranke gut sei, muß daher auf das nachdrücklichste entgegengetreten werden. Auch der schwer arbeitende Erwachsene sollte sich mehr, als das bei uns landesüblich ist, mit dem Trinken von Milch und dem Essen von Milchsuppen und Milchspeisen befreunden. Der Nährwert der Milch bleibt der gleiche, ob man sie kalt oder warm, rein oder in Suppen oder sonstigen Speisen verkocht oder als Buttermilch oder als saure, dicke Milch genießt. Selbst die Magermilch, der man den größten Teil ihres Fettels zwecks Buttergewinnung entzogen hat, enthält trotz ihrer Billigkeit noch wertvolle Nährstoffe und sollte zum Kochen überall dort herangezogen werden, wo man den Preis für Vollmilch aufzuwenden sich scheut. Gewiß ist gute Vollmilch an und für sich nicht billig, aber trotzdem ist sie tatsächlich das billigste Nahrungsmittel, wenn man ihren hohen Nährwert in Rechnung stellt und bedenkt, daß 1 Liter Milch den Brennwert von mehr als 1 Pfund Fleisch enthält. Wer sich nicht an den reinen Milchgenuß gewöhnen kann, tut gut, wenigstens darauf zu halten, daß reichlich Voll- oder Magermilch in Mehl- oder Grießsuppen verkocht wird. Manchem, dem es nicht behagt, Milch als Getränk an die Arbeitsstätte mitzunehmen, gewöhnt sich leicht daran, seine Trinkfanne mit einem Liter Milchmehlsuppe oder Milchkafao an Stelle des nur die Nerven anregenden, aber keine Nahrung spendenden Kaffees füllen zu lassen. In der Milch findet er alles, was den Muskeln neue Kraft und der körperlichen Maschine die nötigen Heiz- und Reparaturstoffe liefert. Trinkt das gute Mainzer Aktien- Bier! Telephon Nr. 83 EMIL SCHMALL, BIERGROSSHANDLUNG, GIESSEN Telephon Nr. 83 rledigt. nig sommerl ders in der Na och sogar im Jun isten Revieren fir nommen natürli Sturmverheerungen 1. Deshalb das Brut geschäft des Haar ende Jagdzeitschrift Ben und ganzen be agdzeit keine schle lgemeinen Lage des fann. In die Schußzeit auf m der waidgerecht och eine freiwillige ders liegende Fälle nun völlig schußreif heimlich geworden nmenen Schutz und Blatten ist vore n, einmal, um nigh Dann aber auch, un lag der Riden 34 nten frei. Soweit ung nichts im Wege Te zu schonen, ebenf t in diesem Monate effamkeit zu fcenfen Sunde und Rahen derer zu paffen, die Wesen treiben. Englische Kabelmeldungen nach Südamerika. Schluß. Ueber den Verlauf der englischen Landoperationen verlautet überhaupt nichts. Nur am 25. wird das Londoner Kabel ermächtigt, mitzuteilen, daß der Versicherung des Kriegsminiters nach England noch keine Kanone verloren habe. Mit dieser lakonischen Meldung muß man sich begnügen. Anscheinend aber ist die französische Zensur so unliebenswürdig ge= wesen, doch auch den Engländern einen kleinen Anteil an den Verlusten zu belassen. Denn am 13. beklagt sich„, Daily Chronicle" darüber, daß die französische Zensur ungenügend arbeite. Die Franzosen wüßten überhaupt nicht, was los sei und erführen viel zu wenig aus dem Felde. Andererseits scheint aber das Publikum zu viel zu erfahren, denn gleichzeitig gestattet Kitchener nur noch Mitteilungen des offiziellen Nachrichtenbüros. in Ostpreußen ein. Glänzende Siege bei Eydtkuhnen zeigen die Stoßkraft der Russen, die von Tag zu Tag mit glänzenden Erfolgen weiter nach Deutschland einfallen und gegen Ende des Monats wieder bei Eydtkuhnen und in Polen siegen. Polen erhebt sich und am 19. schreibt der Schriftsteller Hilaire Belloc in einem der ersten englischen Blätter: Friedrich II. hat Polen ermordert; und nur ein so edles Land wie Rußland mit seinem Zaren Nikolaus II. könne Polen ein so edles Angebot machen, wie den Aufruf des Zaren an das polnische Volk! Der Feldzug im Elsaß und Frankreich. Bereits am 1. August kann die ,, Times" melden, daß eine deutsche Division das Gebiet von Ciren angegriffen habe. Am 2. kann Paris den ersten Sieg verkünden: 20 000 Deutsche sind mit 9000 Toten Verlust bei Nancy geschlagen; bei Saarbrücken werden durch französische Artillerie zwei Regimenter Ulanen vernichtet und 2000 Gefangene gemacht. Einen neuen Sieg bringt dann nach Pariser Berichten der nächste Tag mit der Schlacht bei Petits Croix, wo ein ganzes Ulanenkorps durch Mitrailleusen aufgerieben wird, der vierte Teil wird gefangen, was ungeheuren Jubel in Paris hervorruft. Am 7. füsilieren dann die deutschen Truppen eine Anzahl 15jähriger Knaben in Longwy, weil diese der französischen Gendarmerie die Anfunft eines verwundeten französischen Unteroffiziers mitgeteilt hätten. Letterer wird dann ermordet. Es ist dieses die einzige ,, Greueltat", die aus dem überreichen englischen Repertoir in die führenden argentinischen Blätter Aufnahme gefunden hat; sicherlich ein gutes Zeichen für die dortige Presse, die sich trotz aller englischen Hetzerei und des englischen Vorbildes den Anstand bewahrt hatte! Dann kommt die Schlacht bei Altkirch, bei der die Deutschen 30 000, die Franzosen 15 000 Mann Verluste haben. Am 9. kann Paris erfreut melden, daß die Deutschen nach Breisach fliehen und das Elsaß sich erhebt. Außerordentlich glücklich sind alle Operationen der Serben, Russen und Montenegriner. Alle drei haben nicht eine einzige Schlappe zu verzeichnen. Serbien hat, wie gleich am 7. aus Athen gemeldet wird, 300 000 bestens ausgerüstete Soldaten zur Verfügung, die einer über Rom nach London am 7. gelangten Meldung zufolge, gleich zwei österreichische Regimenter total bernichteten. Am 12. meldet die serbische Gesandtschaft in Athen offiziell, daß die Serben Serajewo besett hätten, während am 19. London offiziell verkündet, daß die Oesterreicher bei Schabat 8000 Mann verloren hätten. Von serbischen Verlusten wird geschwiegen. Die Montenegriner sind nach einem Telegram aus Cetinje am 10. in Spizza und haben die ganze Küste bis Budua besetzt. Glänzende Siege der französischen Flotte unterstützen sie. Zuletzt beschränkt sich London bezüglich der Serben und Montenegriner nur auf die allgemeine Mitteilung, da z Diese in Desterreich seien, das seine Truppen zurückzieht, um jie gegen Rußland zu führen. Damit wird alles künftige Berichten überflüssig und der Mangel an Nachrichten erklärt. Rußland siegt andauernd und marschiert von Anfang an Eigenartiger Weise meldet nun London am 10., daß die Franzosen bei Neu- Breisach geschlagen seien und daß sowohl hier wie bei der Besehung von Sainte Marie aur Mines die französischen Verluste sehr hoch seien, was sogar der französische Kriegsminister zugeben müßte. Dafür aber kann Paris wieder am 11. offiziell bekannt geben, daß die Eifel gänzlich besetzt sei von den Franzosen. Am 12. folgt dann aus gleicher Quelle der glänzende Sieg der Franzosen bei Lagarde, der in erster Linie durch Bajonnetangriff gelungen sei. Dann folgen eigenartiger Weise über Newyork zwei Tage lange nur Nachrichten über deutsche Erfolge, wortgetreuer Uebersetzungen deutscher Generalstabsmeldungen und ausführliche Telegramme von deutschen Quellen. Man hat den Eindrud, als haben sich die Verbündeten hier gezankt und zur Strafe sei vom englischen Kabel nun etwas Wahrheit über die Verbündeten verbreitet worden. Dann folgt eine Reihe von Tagen mit ganz kurzen, nichtssagenden Meldungen, bis am 24. aus Paris seitens des Kriegsministers das Scheitern des französischen Planes zugegeben wird, das man unerwarteten Gründen und Ereignissen zuschreiben müsse. Damit sinkt der Vorhang vor dem ersten Teile des Welt: frieges. Für Brasilien wurden die Nachrichten wieder etwas anders gegeben. Hier versuchte dann England die Stimmung gegen die Deutschen wieder mit dem bewußten Märchen eines drohenden Raubes der südbrasilianischen deutschen Kolonien, durch Meldung von der Ermordung angesehener Brasilianer in Deutschland usw. scharf zu machen oder zu beeinflussen. Der südamerikanischen führenden Presse muß man aber das Lob erteilen, trotz der Lügennachrichten, die in so geschickter Weise verbreitet wurden, nicht blindlings Glauben geschenkt zu haben. Diese Tatsache ist aber auch eine Niederlage Englands, die um so größer werden wird, je mehr allmählich die Wahrheit durchdringt und je mehr die Ereignisse das ausschlaggebende Wort sprechen werden. Zu der Niederlage tritt dann noch der Fluch der Lächerlichkeit und der Verachtung, für den der Südamerikaner im allgemeinen ein gutes Verständnis zeigt. Besonders der Chilene hat viel Sinn für Humor; und wenn er irgend eine Aufschneiderei bisher als„, Cuento Aleman"( Deutsche Erzählung) scherzhaft zu bezeichnen pflegte, so wird er in Zukunft eine gemeine, hinterlistige Lüge wohl mit„, Cuento Ingles"( Englische Erzählung) bezeichnen. England wird unser bester Pionier gewesen sein! Alfredo Hartwig, Kaufmann, Dr. jur. Dr. phil. Volkswirt R. D. V., Bensheim a. d B., Rheinstr. 37. Samstag, den 30. Juni 1928. ,, Gießener Zeitung" Nr. 53. Ich gewähre auf sämtliche Herren-, Jünglings- u. 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Ich werde nach den wirklich gemachten Erfahrungen ab jetzt nur noch., Chlorodont" benußen und meine Devise wird stets lauten, für mich und jeden zur Empfehlung: Kauf Chlorodont Dir heute ein, Dann ist Dein Zahn stets blendend rein. Berlin- Schöneberg D. D. Nr. 5 ( Originalbrief bei unserem Notar hinterlegt.) Ueberzeugen Sie sich zuerst durch Kauf einer Tube zu 60 Pfg., große Tube 1 Mt. ChlorodontBahnbürsten 1.25 Mt., für Kinder 70 Pfg. ChlorodontMundwasser Flasche 1.25 Mt. 3u haben in allen Chlorodont- Verkaufsstellen. Man verlange murecht Chlorodont und weise jeden Ersatz dafür zurück Berücksichtigt unsere Inserenten Wer will aufs Schiff? Schreiben Sie um Auskunft und Rat ( kostenlos. Stellennachweis) unt. H. B. 711 a., Ala'Haasenstein& Vogler, Hamburg.( Rückporto beifügen). Eingeführte Rheinische Weinkellerei sucht tüchtigen ProvisionsVertreter für Gießen u. Umgeg. Angebote unter „ G 19334 an die Expedit. d. Bl. Kaffee- Vertretung evtl. mit Niederlage für Selbstverbraucher verg. 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Allerdings techt wadeligen B zwar gleichzeitig Optimismus als Der Kanzler b Einleitung zeigte Sozialdemokratie d und unter Berüdi jie niht regieren fo erlegt. Man will war in erster Lin Müller verspricht Das Kabinett beis hoffentlich die Erfi Wechsel auf lange sprochenen innerp dann wird es im fämpfen geben. Und außenpo Räumungsforderu und jeder Nebenjo Abschluß eines Oft scheint, als ob hier der Dinge wirklich geht die fait einstün Erklärung ohne bei Geschrei auf den Dagegen Zurüdhaltu um am Mittwoch in Diese Ausjprad allgemeinen ist die einzelnen Parieien, wurde meistens dar Bartei nicht gebun Seite sprach der Ten Tagen als Na figenden neben We und fachlich. Inter Demottatie hätte, w Die Fragen der Wi fchärfer formuliert, jei. Die Sozialdem itundentag, von der