911.8 letit. 1. 5: 2( 4 pagnie, jo fie eine M 900er fidhern nn tommen jondern jo Cifer losgele blinter, Sei in. Die G und dant Mittelstür 1 fommen 1900er Si lbzeitpfiff ierte Tor. enjive gedi muß hinter od verteilt viel auf Anzahl G er Leute Don tes Tor bel weg fair vi. 30. 11. bis( er nicht gan han den Austragung Hochschule In in Gie RIED лег ch erbe, erufe, e etc. SSEN Zeit, ksam 2 Бад sodah fter Berke h seit Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. - Für Aufbewahrung oder Rüdlendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Jahrg. Politische Tagesschau. Hindenburg empfing den württembergischen Staatspräsiden ten, der vom Gesandten Dr. Bosler begleitet war. * Auf der Tagung des Deutschen Beamtenbundes hielt Minifter Severing eine Rede über den Erfolg der Länderkonferenz. Die Lage im Hamburger Hafen hat sich offenbar unter dem Einfluß der behördlichen Maßnahmen und der Beschlüsse, die auf der Gewerkschaftsversammlung gefaßt wurden, wesentlich gebessert. Ruhestörungen werden von der Polizei mit aller Energie unterbunden. Kaffee Basel sterte voller allen emp vielen d hat * Die Sachverständigenkommission wird zunächst in Paris zujammentreten und dann nach Verlin übersiedeln. * Anläßlich der Retrutenaushebungen in Czeladz in Westpolen. iam es zu schweren Ausschreitungen. Die Polizei mußte gegen die Rekruten mit blanter Waffe vorgehen und machte schließlich von der Schußwaffe Gebrauch. Dabei wurde ein Rekrut erschossen, ein zweiter sehr schwer verletzt. Vier von den Polizeibeamten wurden durch Steinwürfe von den Rekruten verlegt. 房 Der tschechische Ministerpräsident ist schwer erkrankt. * Ein bulgarisch- türkischer Schiedsgerichtsvertrag wird in den nächsten Tagen unterzeichnet. it Rumänien erhielt durch ein internationales Bankentonsor: fium eine Milliardenanleihe. * Die von marokkanischen Stämmen festgenommenen französischen Flieger Riene und Serre wurden an die spanischen Behörden ausgeliefert. * In Mexiko wurde eine Stadt von dreihundert Rebellen über: fallen. * In Madrid stürzte ein Neubau ein und begrub sämtliche Arbeiter, von denen einer getötet wurde. Der Weststaatenflug verschoben. Lakehurst, 26. 10. Dr. Edener gab bekannt, daß der geplante große Westflug des ,, Graf Zeppelin" bis nach Eingang der morgigen Wetterberichte hinausgeschoben worden ist. Die gegenwärtige Windstärke wird nicht als günstig für die Herausnahme des Luftschiffes aus der Halle angesehen. * Aufgabe des geplanten Fluges? Neuyork, 26. 10. Da das Luftschiff ,, Graf Zeppelin" bis Frei tag früh 10 Uhr( 16 Uhr mitteleuropäischer Zeit) nicht gestartet ist, wird sehr wahrscheinlich auf den Westflug überhaupt verzichtet werden, weil Eckener unter allen Umständen Anfang der nächsten Woche zurückfliegen will. Eckener müsse sein deurhes Programm vor allem den Besuch von Berlin unter allen Umständen einhalten, da es infolge der Wetterverhältnisse nicht mehr weiter verschiebbar sei. Eine Denkschrift zum preußischen Konkordat. Druck und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Bostschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M Samstag, den 27. Oktober 1928 Der preußische Kultusminister Dr. Becker beabsichtigt, dem preußischen Staatsministerium eine Denkschrift über das Konlordat mit der Kurie vorzulegen. Raubmörder Heidger erschossen. Überfall in Landau. Landau. Am Mittwoch abend begegneten eine junge kaufmännische Angestellte und ein junger Mann in den Anlagen beim Tierpark drei französischen afrikanischen Soldaten. Die Farbigen griffen die beiden jungen Leute an, die zu fliehen suchten. Während es dem 18jährigen jungen Mann gelang, die nächste Straße zu erreichen, wurde das Mädchen von einem Afrikaner eingeholt. Es entspann sich ein heftiger Kampf, in dessen Verlauf es dem jungen Mädchen gelang, unter Zurücklassung eines seiner Schuhe sich loszureißen und ebenfalls die Straße zu erreichen, wo es unter Angstrufen weitereilte, bis es von einigen hinzukommenden deutschen Zivilpersonen in Sicherheit gebracht wurde. Die Untersuchung ist im Gange. Köln. Donnerstag sand in Köln ein neues schweres Feuergefecht mit dem mehrfachen Raubmörder Johann Heidger statt. Die Schutzpolizei ging mit Handgranaten gegen den gefährlichen Verbrecher vor. Als der schwere Feuerkampf zu Ende ging, wurde Johann Heidger schwer verletzt aufgefunden, an dessen Folgen er starb. Die ganze Welt Spart am WELT SPAR 30. TAGX Französische Offiziere schmuggeln. Duisburg, 26. 10. Am 2. November wird vor dem Duisburger Schöffengericht ein interessanter Prozeß beginnen, in dem u. a. Angestellte der Seidenfirma Sibille u. Co. aus Lyon, die in Duisburg eine Zweigniederlassung besitzt, verwickelt sind. In den Jahren 1926-1928 gelangten große Posten Seidenwaren unverzollt nach Duisburg. Die Untersuchung der Angelegenheit hat ergeben, daß Offiziere der Besatzung, die Seide in ihren Koffern, die nicht kontrolliert werden durften, nach Deutschland brachten. Seiner Funktionen enthoben. Darmstadt. Der kommunistische Abgeordnete Ga 1 m= Offenbach ist nach Meldungen der kommunistischen Presse durch die K. P. Zentrale wegen einer Erklärung, die er mit seinem Genossen Hausen- Breslau gegen die K. P. 3. verfaßte und in der sich beide der Jdeologie der Sozialdemokratie und der konterrevolu tionären Sprache der Feinde des Kommunismus bedienen, die ein parteifeindliches Dokument darstellt, bis zu weiterem Be= schluß der Exekutive seiner Funktionen enthoben. Hessisches Zigeunergeseß. Darmstadt. Der Gesetzgebungsausschuß des Hessischen Landtages verhandelte über einen Gesezentwurf zur Bekämpfung des Zigeunerunwesens. Von verschiedenen Seiten wurden verfassungsrechtliche Bedenken laut und Befürchtungen ausgesprochen, daß man ein Ausnahmegesetz schaffen könne, zumal der Begriff ,, 3igeuner" nicht genügend geklärt sei. Obwohl die Regierung die Bedenken zerstreuen konnte und man allseits darüber einig war, daß die Zigeuner zur Landplage geworden sind, beschloß man, daß das Justizministerium zunächst einmal ein Gutachten über die verfassungsrechtliche Seite der Angelegenheit erstatten solle. Mit Recht wurde darauf hingewiesen, daß auch für diesen Komplex eine einheitliche Reichsregelung erfolgen müsse, denn außer Bayern habe noch kein Land ein Gesetz gegen das Zigeunerunwesen erlassen. Ein sozialdemokratischer Antrag, der die Vorlage eines Verzeichnisses der hessischen D- Straßen verlangte, gab Veranlassung zu einer Aeußerung über den Zustand der hessischen Straßen. Die Regierung legte einen Plan über den Straßenbau vor, aus dem man auch über die ungeheuren Kosten der Straßeninstandsetzung einiges erfahren konnte. Ein Kilometer Kleinpflaster kostet z. B. 70 000 Mark. Die Regierung versprach, eingehende Erhebungen über den Zustand der D- Straßen anzustellen. Bolitik und Berufspflicht. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lotal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Playvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Gewerbeausschüsse und Nummer 85 Grundwertausschüsse. Von Dr. Stod, Gießen, Gartenstraße 22. Steuerbevollmächtigtem, zugelassen für den Bezirk des LandesFinanzamtes Darmstadt. Seit längerer Zeit wird das Verhalten, so schreibt die„ Hessische Landeszeitung" in ihrer Nr. 295, des Abgeordneten Hammann in Wirhausen von verschiedenen Seiten scharf verurteilt, der wohl als Lehrer im Staatsdienste steht, aber schon seit einem Jahr keinen Dienst mehr tut und als Mitglied der kommunistischen Partei sich nur in allen möglichen parteipolitischen Geschäften betätigt und im Lande herumreist. Die Schule kennt er nur noch von außen. Er bezieht sich dabei auf die Reichsverfassung, nach der den Reichstagsabgeordneten das Recht zusteht, ohne Urlaub vom Dienste fernzubleiben. Wie man hört, reagiert Hammann auch nicht auf schriftliche Mahnungen. Nunmehr will, wie verlautet, der hessische Kultusminister der Sache einmal etwas ,, nähertreten". Man sieht, die Politik verdirbt nicht nur den Charakter, sondern auch den Beruf... Der Simplon- Expreß verunglückt. 31 Tote und 47 Verlegte. Ueber den Zweck der bei den Finanzämtern gebildeten Gewerbeausschüsse und Grundwertschüsse herrscht in weitesten Kreisen völlige Unklarheit. Es ist zunächst festzustellen, daß die Ausschüsse mit dem eigentlichen Veranlagungsgeschäft nichts zu tun haben. Durch das Reichsbewertungsgesetz ist das Bewertungsverfahren von dem eigentlichen Veranlagungsverfahren getrennt worden und geht diesem zeitlich voraus. Nach früherem Recht setzte das Finanzamt den Wert eines Grundstückes oder eines Gewerbebetriebes aus Anlaß der Vermögenssteuerveranlagung fest. Nach dem neuen Reichsbewertungsge= setz ist die Festsetzung des Wertes eines Grundstückes oder eines Gewerbebetriebes dem Grundwertausschuß bezw. dem Gewerbeausschuß übertragen worden. Beide Ausschüsse sind beim Finanzamt gebildet worden. Es gehören ihm nicht nur Beamte des Finanzamtes an, sondern auch vom Landesfinanzamt ernannte Mitglieder, die sich zusammensetzen aus Vertretern der Selbstverwaltung( Bürgermeister, Gemeindevorsteher) und Vertretern der Wirtschaft, die von den berufständigen Körperschaf= ten( Handelskammer, Handwerkskammer, Landwirtschaftskammer) dem Landesfinanzamt zur Ernennung vorgeschlagen werden. Ihre Aufgabe ist also, um es nochmals kurz zu sagen, nicht die Festsetzung der Steuer, also nicht Veranlagung, sondern Festsetzung des Wertes eines zu versteuernden Objektes, also Bewertung. Diese Ausschüsse erteilen also Bewertungsbescheide, die dem Steuerpflichtigen zugehen. Außer dem Steuerpflichtigen werden diese Bewertungsbescheide allen an der Bewertung interessierten Stellen zugestellt, z. B. in Preuhen, wo die Landes- und Kommunalsteuern von je einer besonderen Stelle veranlagt werden, auch den Gewerbesteuerausschüssen und den Grundsteuerausschüssen zugestellt.( Nicht zu verwechseln mit den hier behandelten Gewerbeausschüssen und den Grundwertausschüssen.) In Hessen erledigen die Finanzämter auch die Landes- und Kommunalsteuern. Es fällt daher diese Komplikation fort, was im Interesse der Verwaltungsvereinfachung und Verbilligung sehr zu begrüßen ist. Einspruchsrecht gegen die Bewertungsbescheide hat in erster Linie natürlich der Steuerpflichtige, dann aber auch der Gewerbesteuerausschuß und der Grundsteuerausschuß und letzten Endes auch das Finanzamt, dieses aber nur dann, wenn der Bewertungsbescheid gegen die Stimme des Gewerbeausschußvorsitzenden oder des Grundwertausschuß- Borsitzenden( in der Regel des Leiters des Finanzamtes) zustande gekommen ist. Ueber den Einspruch hat der Gewerbeausschuß bezw. der Grundwertausschuß zu entscheiden. Allen vier obengenannten Stellen ist Möglichkeit gegeben, den Einspruchsbescheid durch Berufung anzufechten. Ueber die Berufung entscheidet ein beim Landesfinanzamt ge= bildeter Oberbewertungsausschuß, der nach ähnlichen Grundsätzen zusammengesetzt ist wie die Ausschüsse bei den Finanzämtern. Gegen den Berufungsentscheid des Oberbewertungsausschusses ist die Rechtsbeschwerde an den Reichsfinanzhof gegegeben. Einspruch, Berufung und Rechtsbeschwerde sind allemal innerhalb Monatsfrist nach Zustellung der Bescheide anzubringen. Auf diese Weise wird erreicht, daß der Einheitswert eines Gewerbebetriebes bezw. eines Grundstückes, erst einmal endgültig festgestellt wird, ehe die Veranlagung zu einer Steuer erfolgt, bei der der Gewerbebetrieb bezw. das Grundstück den Maßstab bezw. Gegenstand der Besteuerung bildet. Durch die Hinzuziehung von Nichtfinanzbeamten, die nach den Bestimmungen sachverständig und mit den örtlichen Verhältnissen vertraut sein sollen, wird erreicht, daß den tatsächlichen Verhältnissen mehr Rechnung getragen und eine rein schematische Arbeit am grünen Tisch vermieden wird. Bukarest, 26. 10. Der von Bukarest kommende SimplonExpreß ist heute Nacht 2 Uhr auf dem Bahnhofe Recea, acht Kiiometer von Slatina entfernt, mit einem Schnellzug zusammengestoßen. Die Züge prallten so heftig aufeinander, daß ein Schlafwagen des Simplon- Expreß vollständig zerstört wurde, ferner zwei Personenwagen, ein Gepäckwayen und der Postwagen des Schnellzuges. 31 Personen wurden getötet. 47 Verwundete wurden in das Krankenhaus von Slatina übergeführt. Die Katastrophe ist auf falsche Weichenstellung zurückzuführen. Neubaueinsturz in Kassel Kassel. Gestern abend stürzte in Fürstenhagen bei Kassel ein Neubau des Jugendbund- Hauses plöglich über den versammelten Mitgliedern des Bundes, meist jungen Mädchen, zusammen. Der Bundesvorsitzende und mehrere Mädchen wurden verletzt, zwei von ihnen schwer. Erst nachdem der Wert eines Betriebes bezw. eines Grundstückes endgültig feststeht, erfolgt die Veranlagung. Es kann bei einem Einspruch gegen einen Veranlagungsbescheid der Einspruch nicht mehr darauf gestützt werden, daß der Wert zu hoch sei, da dieser durch den Verzicht auf, bezw. Erschöpfung der Rechtsmittel beim Bewertungsbescheid rechtskräftig feststeht. Wie aus obigem hervorgeht, erfolgt die Bewertung mit einem besonderen Rechtsmittelzuge( Einspruch, Berufung, Rechtsbeschwerde) und dann die Veranlagung mit dem bekann= ten Rechtsmittelzuge des Einspruchs, der Berufung und der Rechtsbeschwerde. Für den Steuerpflichtigen folgt daraus die Notwendigkeit, die Bewertungsbescheide( Einheitswertbescheide) daraufhin zu prüfen, ob die Höhe der Bewertung anerkannt werden kann. Würde er mit dieser Prüfung warten, bis er den Veranlagungsbescheid erhält, würde wohl in den meisten Fällen der Einheitswertbescheid( Bewertungsbescheid) rechtskräftig geworden sein und ein Einspruch gegen den Veranlagungsbescheid, werden müssen. Von großer Bedeutung sind die Folgen dieses Bewertungsverfahrens. Zunächst wird dadurch erreicht, daß alle Tatfragen aus dem eigentlichen Veranlagungsverfahren ausscheiden. Diese der sich auf den Wert stützt, wegen Fristversäumnis abgewiesen werden bereits im Bewertungsverfahren geklärt. Das Veranlagungsverfahren wird dadurch erheblich vereinfacht. Eine weitere Folge von nicht zu unterschäzender Wichtignie Booz пел Samstag, den 27. Oftober 1928. keit ist die, daß nach§ 1 Abs. 1 des Bewertungsgesetzes vom 1. 4. 1927 ab die Länder und Gemeinden, die Steuern nach dem Merkmal des Wertes einzelner Vermögensarten erheben, ge= zwungen sind, diesen Steuern die nach den Vorschriften des Reichsbewertungsgesetzes ermittelten Werte zugrunde zu legen, woraus sich logisch die den Gewerbesteuer- und Grundsteuerausschüssen zugestandene Berechtigung ergibt, von sich aus den Rechtsmittelzug in Gang zu bringen, da jene nun bei dem Bewertungsverfahren Partei sind. Durch diese Bestimmung wird vermieden, daß bei der Vermögenssteuer und der Gewerbesteuer 3. B. das Betriebsvermögen von Finanz- und Kommunalbehörden ganz verschieden bewertet wird, wie es in Preußen sehr häufig vorkam. ,, Gießener Zeitung" Stadtverordnetenjikung am Freitag, den 26. Oktober 1928. Gestern, einige Minuten nach 5 Uhr, eröffnet Herr Oberbürgermeister Dr. Keller die erste Stadtverordnetenversammlung nach den Ferien. Am Magistratstisch fehlt der ehemalige Beigeordnete Dr. Frey, auch das Stadtverordnetenkollegium weist einige Lücken auf. Kurz möchte ich noch darauf aufmerksam machen, daß als Grundlage der Bewertung bei bebauten und unbebauten Grundstücken der sogenannte Wehrbeitragswert genommen wird. Dieser wiederum basiert auf einer älteren Bewertung. Bisher bot nun das Bewertungsgesetz keine Möglichkeit, die Höhe der Bewertungsgrundlage, eben des Wehrbeitragswertes anzugreifen und es war daher der dem Steuerpflichtigen zur Verfügung stehende Rechtsmittelzug in sehr vielen Fällen wertlos. Durch Ausführungsbestimmungen zum Reichsbewertungsgesetz ist nunmehr die Möglichkeit geboten, auch die Höhe des Wehrbeitragswertes, also die Grundlage der Bewertung anzugreifen. Dieses ist wohl zu berücksichtigen, wenn mit dem Ende des Jahres 1928 oder Anfang 1929 die neuen Einheitswertbescheide den Steuerpflichtigen wieder zugestellt werden. Für die aus dem Stadtparlament ausgeschiedenen Stadtverordneten Schultz und Moosdorf treten die Herren Rumpf und Wolf ein, dieselben werden vom Oberbürgermeister durch Handschlag verpflichtet. Die Auswirkung des Reichsbewertungsgesetzes in einer Reihe von Spezialfällen, die für die Allgemeinheit von ge= ringerer Bedeutung ist, wollen wir übergehen. Abschließend kann man sagen, daß die durch das Bewertungsgesetz erzielte Vereinfachung der Wertermittelung und-Festsetzung sehr zu begrüßen ist, wenn dabei auch besonders für die Uebergangszeit eine starke Verzögerung des Veranlagungsverfahrens mit in Kauf genommen werden muß. Sonntag Lokales. Sonntagsgedanken. Auf Antrag der Stadtverwaltung werden zu Punkt 2 der Tagesordnung eine Reihe uneinbringlicher Ausstände zur Rechnung des Jahres 1925 in Höhe von 13 509,26 Rmf. niedergeschlagen und dann die Abrechnung der Stadtkasse für das Jahr 1925 im 3. Verhandlungspunkt genehmigt. Zu Punkt 4 liegt ein Antrag des Finanzausschusses vor, nachdem die nach Art. 6, Abs. 2 und nach Art. 11 des Gewerbesteuergesetzes vom 10. Mai 1928 für die staatliche Gewerbesteuer vorgesehenen Freigrenze sowie die nach Art. 6, Abs. 1 des gleichen Gesetzes vorgesehene Staffelung der ersten 4000 Rmt. des Anlage- und Betriebskapitals auch für die städtische Gewerbesteuer zu übernehmen ist. Ruhetag. Und doch will ich von der Arbeit reden. Von der Arbeit, die viele Menschen als Strafe des Herrgotts ansehen und die doch ein Geschenk ist für seine Erdenkinder. Geschenk? So höre, was dir der Sonntag sagt von der Arbeit, die dir der Werktag gibt. Nr. 85. Wie schon aus dem Antrag, der übrigens einstimmig on genommen wurde, hervorgeht, sind diese Wohnungen haupt sächlich dem Wohnungsamt und zwar besonders für ermittierte Mieter zur Verfügung gestellt. Samstag, 3u Pun Don Schantu Punkt 2 or. Herr 20. Juni Jur Richtig Artikel befa Loeber in d über die J perfuchten do 3um Gd Bauplay in Abstellung g gefchloffen. Die Sozialdemokraten konnten es dabei natürlich nicht unterlassen, wie gewöhnlich mit frisierten Zahlen zu jonglieren aus Statistiken, mit denen man übrigens alles beweisen kann, Herr Stadtv. Nicolaus berichtigt diese Zahlenparade energis und betont, daß gerade heute viele Familien gegründet würden denen es am nötigsten fehle, die aber Wohnungen verlangen ohne sie bezahlen zu wollen. Es fehle die Solidität. Hen Nicolaus stellt außerdem fest, daß der Staat sich anscheinend an die Zwangsgesetze nicht zu halten brauche, denn hier in Gießen stehen seit Wochen und Monate zwei Wohnungen in staatlichen Grundstücken frei, während man den privaten Hausbesiger die Mieter aufzwingt oder sich die Wohnungssuchenden vergebens nach einer Wohnung umsehen. Danach werden kleine Gewerbetreibende besonders geschont. Ein Anlagefapital bis zu 500 Rmk. bleibt frei von der städtischen Gewerbesteuer, desgl. ein Ertrag bis zu 1200 Rmf. im Jahr. Bei Erträgen bis zu 2000 Rmk. sollen nur 50 Prozent und bis zu 4000 Rmf. nur 80 Prozent des vorgesehenen Hundertsatzes zur Eintreibung kommen. Dem Antrag wurde zugestimmt. Hast du ein Leid im Herzen, das nicht heilen will, das dir den Tag grau färbt und deine Nächte qualvoll macht- geh' zur Arbeit, zu der herben, tüchtigen Frau, sie wird dich mit so klaven Augen anschauen, mit so morgenheller Stimme zu dir sprechen, daß du dein Haupt hochheben und tief atmend einen frischen Luftstrom des Lebens einsaugen wirst. Der Vergebung der restlichen Arbeiten beim Neubau der Behelfsschule an der Gabelsbergerstraße an die Firmen Schnell, M. Abermann, A. Eidmann und H. Vetter, sämtlich in Gießen, wird unter Punkt 8 zugestimmt. Punkt 9. Das Haus Südanlage 3 ist in städtischen Besiz übergegangen. Für notwendige Reparaturen und für Elektri fizierung werden 2800 Rmk. bewilligt. mitgeteilt v. Die Spe ab 25. Oftob Die Spe ab 29. Oftob * Gießer die bereits folge erzielte weitere Ausz Tage etwa 2 ausgeführt, u * Punkt 10. Dem Krüppelheim in Nieder- Ramstadt wurde ein Bauzuschuß von 100 Rmt. bewilligt. Punkt 11. Der Bewilligung von 8000 Rmt. zum Ausbau der Bühne der„ Liebigshöhe", die besonders auch aus feuer polizeilichen Gründen notwendig ist, wird zugestimmt. Der Pächter des Grundstücks trägt die Zinsen dieser Summe. Punkt 12. Für die Beleuchtung der Grünbergerstraße und der Straße nach Rödgen werden 3000 Rmt. zur Verfügung ge stellt. Die Polizeiverwaltung in Gießen hat zwei Verordnungen betr. Abhaltung und Verkehrsregelung auf den hiesigen Wochmärkten ausgearbeitet. Diese Verordnungen haben dem Marktausschuß der Stadt zur Begutachtung vorgelegen. Dieser Aus= schuß bittet wohl unter dem nächsten Verhandlungspunkt um Zustimmung zu diesen Verordnungsentwürfen, erhebt aber gleich wieder durch seinen Vorsitzenden, Stadt. Schwieder, die schwersten Bedenken. Nach dem früheren§ 14b war es den Händlern verwehrt, die Marktbestände vor 11 Uhr für sich aufzukaufen. Dieser Paragraph fehlt in der neuen Verordnung, und es hat sich herausgestellt, daß die Händler, die doch eigentlich ihren Bedarf selbst in der Umgegend sammeln sollen, schon um 8 Uhr das Beste und Brauchbarste auf dem Wochenmarkt aufgekauft haben. Den Hausfrauen bleiben die nicht gewünschten Reste oder sie dürfen ihre Einkäufe wesentlich verteuert beim Händler vornehmen. Herr Stadtv. Schwieder brachte noch weiterhin vor, daß nach der neuen Verordnung z. B. die Zahl der frem= den Metzger schrankenlos wachsen könne, zum heutigen Sams= tagsmarkt habe sich soeben der 17. fremde Metzger angemeldet, und da die Marktlauben räumlich dadurch nicht ausreichen, könnten heute z. B. Fisch mit Kartoffel zusammen gewogen und verkauft werden. Die Polizei aber lasse, wenn von allen Seiten Beschwerden einliefen, jegliches Verständnis und Entgegentommen vermissen. Hast du Güter verloren, welcher Art es immer sei- wende dich an die Arbeit, die reiche Frau, die leere Taschen und leere Herzen immer neu zu füllen vermag. Sind dir alle Unterhalterinnen des Lebens überdrüssig geworden laß die Arbeit an deinem Tisch sigen bis zum letzten Tage deiner Kraft! Denn sie ist deine beste Freundin, sie schützt deine Gesundheit, sie stärkt deine Muskeln, sie würzt dir das Mahl und salzt es, daß es nicht faule; sie spricht dir alle Tage aufmunternde Worte über deinen Wert ins Ohr und hütet dich doch vor Uebermut durch kleine oder große Mißerfolge; sie gibt für deine Feste das rechte Lachen mit, sie schenkt dir zu deinem Becher den rechten Durst und schließt dir alle Abende mit leisem Finger die Lider. So wirst du durch die Arbeit über manche Zweifel und Leiden hinwegkommen, so werden deine Eigenwünsche still werden und wie kleine Heimatbächlein hineinrieseln in den großen Strom des Willens zum Dienst der Allgemeinheit. So wird dann deine Arbeit und auch dein Leben größer und heller, heiliger und schöner. Der Sonntagsschreiber. Weitere Wünsche aus dem Stadtverordnetenkollegium fan den mit der Aufklärung, daß die Pläne für eine gründliche Aen: derung der Beleuchtungsnöte der gesamten Stadt schon fertig seien, ihre vorläufige Erledigung. Die Stadtverordnetenversammlung gab ihrer Verwunde rung darüber Ausdruck, wie der Marktausschuß bei Vorliegen so schwerer Mißstände den fraglichen Verordnungen habe zustimmen können. Die Angelegenheit wurde daher nochmals an den Ausschuß zurückverwiesen. Punkt 13. 600 Rik. stellt die Stadtverwaltung der dem nächst hier stattfindenden öffentlichen Ausstellung„ Die Farbe im Stadtbild" zur Verfügung. Es wird erwartet, daß alle im Interesse unserer Stadt diese Ausstellung besuchen. Zu Punkt 6 wurden eine Reihe Baugesuche, die von der Innehaltung einiger Paragraphen des Ortsbaustatuts zu be= freien waren, genehmigt und zwar: 1. dem Amtsgerichtsrat W. Leun; 2. dem Oberinspektor A. Pfaff; 3. dem Zeitungsverleger Albin Klein und 4. dem Fabrikant K. Bänninger. Punkt 14, 15 und 16findet rasche Erledigung. Man stimmt der Anschaffung von 2900 Kg. Flach- und 100 Kg. Rundkupfer, desgl. von 1000 Meter Kabel( Neustadt) und 20 gußeisernen Muf fen( Kaiserallee) aus den Mitteln des E. W. für 1928 zu. Eine längere Debatte entspann sich zu Punkt 7, dem folgender Antrag des Bau- und Finanz- Ausschusses zu Grunde lag: Vorsich Neubauten b Es ist daher Möbel in de Wänden entf Anjang gar Zwijdenräum Punkt 17. Unsere Straßenbahn besitzt 16 Triebwagen, Al ter 20 Jahre, Leistung 35 PS. und 5 Anhänger. Diese Motor wagen sind nicht in der Lage, die vorkommenden Steigungen mit vollbesetztem Anhänger einwandfrei zu überwinden. Es sollen daher 6 größere Motorwagen zu je 50 PS. und der 6. Anhänger dazu beschafft werden. Eine Erweiterung der Wagen halle ist nicht notwendig. Man stimmt dem folgenden Antrag daher zu: Für die Errichtung von weiteren 30 Notwohnungen an der Margaretenhütte wird ein Betrag von 100 000 Rmt. bewilligt. Das städtische Wohlfahrtsamt zahlt an die Stadtbasse eine jährliche Miete in Höhe der der Stadt aus der Kapitalaufnahme erwachsenen Zinsverpflichtungen. Antrag des Betriebs- Ausschusses und des Finanz- Aus schusses: Für die Beschaffung von 6 Triebwagen und 1 Anhängewagen wird ein auf die Rechnungsjahre 1928 und 1929 zu verteilender Kredit in Höhe von 232 000 Rmt. zur Ver fügung gestellt. Zur Lieferungsvergebung wird die Betriebs: Deputation ermächtigt. Punkt 18. Dazu liegt folgender Antrag vor: geftodnet, ni an die Wand Shimmelbild an feuchte N Antrag des Betriebs- Ausschusses und des Finanz- Aus schusses: Der Errichtung einer Kraftwagenlinie innerhalb der Stadt Gießen wird zugestimmt und der erforderliche Kredit in Höhe von 125 000 Rmf. zur Verfügung gestellt. Der Antrag schien zunächst anstandslos genehmigt zu wer den. Auf Einspruch der Wirtschaftspartei wurde er aber dann gegen die Stimmen der Linken und äußersten Rechten an den Ausschuß zurückverwiesen, um zunächst die Rentabilität des gan= zen Unternehmens zu prüfen.( Wir werden nächstens ausführ= licher auf diesen Punkt zurückkommen.) Da Friedber dustrie- und ein Festakt statt. Der Vo tichtete herz Festversamm Gesangvereins Frohsinn" Bad Nauheim des kühnen Seefahrers Martin Boheim, an dessen Vor- Weiden suchen Kuhherden, von einer Wirtin bewacht, Die Fahrt des 19 zum 10. Deutschen Sänger- Bundesfest nach Wien vom 17. bis 26. Juli 1928. Von E. Punger. außerdem den ,, schönen Brunnen", der auf dem Markte wie ein gotisches Türmchen aufragt, das Geburtshaus derfront der erste Globus nachgebildet ist. Besonders zog uns die Burg an, von der sich ein umfassender Weitblick über die ganze Stadt bietet und auf der die Folterkammer mit der„ eisernen Jungfrau" viele an= lockte. Große Freude gewährte uns auch der Blick auf das Hl. Geist- Spital, unter dem ein Arm der Pegnitz hindurchfließt, und der auf die Fleischbrücke, einer Nachbildung der Rialto- Brücke in Venedig. Daß die Bratwürstel, das Tucherbier und die„ Radi" gekostet werden mußten, versteht sich von selbst. Eine einfache, aber saubere Uebernachtungsgelegenheit bot uns das Städt. Fremdenheim in der Blumenstraße. Nach langen, vielseitigen, wechselvollen und mühereichen Vorbereitungen konnten 23 Teilnehmer, darunter 3 Damen, am 17. Juli d. Js. früh 6 Uhr die Fahrt zum 10. Deutschen Sängerbundesfest nach Wien im Postauto antreten. Unter den letzten Abschiedsgrüßen und dem Liede ,, Muß i denn zum Städtle hinaus" fuhren wir zum Posthof hinaus durch schlafende Städte und Dörfer des schönen Hessenlandes nach Hanau und von dort nach Aschaffenburg. Hier gab es eine turze Rast zur Nachholung des Morgenkaffees, der bei manchem Fahrtfreund zu spät fertig geworden war. Unsere Wegschilder:„ Bad- Nauheim- Wien" wurden am Auto befestigt, mit Grüßen an Wien beauftragt ging es weiter durch den erwachenden Spessart mit seinen herrlichen Wäldern, vereinzelten Häusern und wenigen Menschen. Gegen Mittag war Würzburg erreicht. Dort konnten wir im schönen Ratskeller gut und preiswert essen. Auch blieb Zeit zu einer kurzen Besichtigung des herrlichen Domes, den zahlreiche herrliche Kunstwerke und Bischofsdenkmale auszeichnen. Die Weiterfahrt führte uns durch den Steigerwald nach Nürnberg, der Stadt der Fabriken und der geschichtlichen und kulturgeschichtlichen Erinnerungen aus dem Mittelalter. Besichtigen konnten wir am Nachmittag besonders den Katharinenbau mit dem Deutschen Sänger- Bundes- Museum, das Dürerhaus mit seinen reichen Sammlungen von Dürer'schen Schöpfungen und seiner zeitechten bürgerlichen Wohnungseinrichtung, den Hauptmarkt mit der Frauenkirche, an deren Turm mittags um 12 Uhr die 7 Kurfürsten dem Kaiser Karl 4. huldigen( das„ Männleinlaufen"); welch bedeu dem wirtsch Kammer, lungen der Dr. Göbe delte die und Wirt Der Staats der Provin dels, der 2 Präsidenten volle Ehren dern stehen leere Heustöcke mit 5 bis 6 durchgesteckten Querbalken oder pyramidenförmige Gerüste. Auf den färgliches Futter. Die Menschen, an denen unser flüch= tiger Wagen uns vorbeifährt, sehen auf, sie winken und grüßen freudig und unser Gruß fliegt ihnen zu In den Dörfern leuchten die Häuser im Schmuck zahl= loser Blumen. Giebelbilder und Kapellchen schauen auf uns herab. In den Städten durchfahren wir alte Stadttore, große Marktpläge mit alten stattlichen Rathäusern, prächtige Kirchen und stillen Brunnen. und überall freudiges Grüßen hinüber und herüber, besonders jubelnd klingt der Kinder Gruß. Vor uns er hebt sich eine neue Anhöhe, hinter der neue Schönheiten sich uns auftun. Bei Deuerling erheben sich vier Felsen schroff neben unserem Wege. Oben steht eine Kirche mit einigen Häusern. Andere schmiegen sich zu Füßen der Riesen an. Loreley! Nur fehlt der Vater Rhein! An seiner Stelle fließt hier ein Bächlein. Dent mäler lenten unser Sinnen auf deutsche Taten und deutschen Volkes Dank. Am 18. famen wir früh auf einer landschaftsfrohen Fahrt zunächst durch den Fränkischen Jura. Unser Motor arbeitet zuverlässig und zieht den schweren Wagen die steile Anhöhe hinauf. Von dort eröffnet sich eine herrliche Aussicht, von der die schönheitsdurstigen Augen trinken, was die Wimper nur hält. Vor uns breitet sich ein prachtvolles, langes Tal aus, durch das in der Tiefe ein Bach fließt. Rotleuchtende Dörfer und Städtchen mit formenfrohen Kirchtürmen strahlen auf. Waldflecke und Waldstreifen werfen ein ernstes Grün hinein. Hopfenstangen stehen hoch im Feld wie Reiter lanzen. Reife Aehrenfelder mit hellem Roggen und goldglänzendem Weizen, mit Hafer und Gerste grüßen uns. Auf manchen Roggenfeldern stehen die Garben schon ausgerichtet in ,, Ringen", die zum Schutz gegen Wind oben gegürtet oder mit einer überſtülpten Garbe beschirmt sind. Auf anderen Feldern legen fleißige Frauen und Männer mit langen Sensen oder kurzen Eicheln den Segen der Felder nieder. Anderswo ziehen rotgefleckte Kühe den beladenen Erntewagen in die Scheuer. Gebetsstöcklein im Feld und am Wege mahnen zum Danke. Weiter hinauf sind die Felder besät mit weißschimmernden Jurasteinen. Auf den KleefelSi im Durchfah mar. Dahin am Jnn en Steingeröll ein echter S über den S licher Auger In Regensburg fahren wir über die Donau. Auf unserer Fahrt über Straubing nach Passau lassen wir fie links liegen. Nur ab und zu können wir einen Blick auf ihr schönes Tal werfen. Auf guten Wegen eilen wir an der Walhalla bei Donaustauf vorbei, die von der Ferne erglänzt, hinter ihr ansteigende Höhen. Erst vor Passau haben wir Gelegenheit, diesen Teil des Donautales in seiner ganzen Schönheit zu bewundern. Während unserer Mittagsrast in Passau am Strande der Donau beobachten wir die Abfahrt eines Dampfers, der Sänger nach Wien bringt. Nachher werfen wir einen Blick auf den Zusammenfluß von Donau, Jlz und Inn, welcher der Donau ungeheure Wassermasser zuführt. Das blaue Wasser des einen Flusses zeichnet sich scharf von dem bräunlichen des andern ab. Ueberhaupt ist die Grenzstadt an der Donau landschaftlich und geschichtlich gleich bedeutsam. Wir konnten uns nur toten und undeszeid net von der den diensth ten. ,, Heil beil Defte Paß- und ter hat ein fahrt- Anwe Blendscheibe Dir hinein Der he Gin Blid c Linz noch Die Fahrt enger, steile Dazu fame Büffe. Auc ten vorbei und an de Breitgelade Lehrshinder Diele Schwi tem Geidhi geitert beg Beither des übernattet entgegenge Quartier. aus der 1.8 seinstimmig ohnungen ha s für ermitte natürlich Men zu jongli 5 beweisen to parade energ egründet würd ingen verlange Solidität. hanscheinend n hier in Gi gen in itaatli Sausbesiger enden verge eim Neubau Firmen Sa mtlich in Gi städtischen und für Gle Ramstadt w mt, zum Aus auch aus fa ugestimmt. r Summe. bergerftrage r Verfügung enkollegium gründliche tadt schon fer altung der ung Die F wird erwar stellung bejub g. Man fin Kg. Rundtu gußeifernen für 1928 zu Triebwagen, 1. Diese Mat nden Steigung überwinden. S. und der 6. ung der Wa olgenden An es Finanzagen und 1 Ce 1928 und Rmt, zur& ird die Betrie or: Des Finanz ie innerhalb orderliche K gestellt. nehmigt u de er aber do Rechten on abilität des ächstens a durgefetten üfte. Auf den irtin bene n unser fli f, fie winter egt ihnen Edhmud ellchen jaha hren wir d en ftattli Men Brunner und herüb B. Vor uns r neue G theben fich ben steht e miegen fid ehlt der Wa Bächlein, D Je Taten u e Donau, Tau laffen vir einen B egen eilen wi i, die von de öhen. Gift il des Dona undern. Wi 7 Strande de es Dampfer r werfen Wafferma 1 Donau, luffes gei in ab, Tanbighafi unten uns Samstag, den 27. Oftober 1928. Zu Punkt 19 wird 6 vorliegenden Gesuchen für den Betrieb von Schantwirtschaften zugestimmt. Punkt 20: Mitteilungen der Stadtverwaltung liegen nicht Dor. Herr Stadtv. Loeber ergreift die Gelegenheit, um einen am 20. Juni 1928 in einem hiesigen Blatt erschienenen Artikel Bur Richtigstellung" als unwahr zu bezeichnen. Der fragliche Artikel befaßte sich mit den Ausführungen des Herrn Stadtv. Loeber in der lehien Stadtverordnetenversammlung im Juni über die Innungskrankenkassen. Einige Herren der Linken versuchten das fragliche Blatt in Schutz zu nehmen. Zum Schluß wurden eine Reihe von Mißständen auf dem Bauplatz in der Lessingstraße( Finanzgebäude) gerügt und eilige Abstellung gefordert. Um ½7 Uhr wurde die öffentliche Sigung geschlossen. * Straßensperrungen, mitgeteilt v. Oberhess. Automobil- Club e. V.( A. v. D.) Gießen. Die Sperrung der Straße Obererlenbach Niederejchbach ist ab 25. Oftober aufgehoben. Die Sperrung der Straße Obererlenbach- Kloppenheim ist ab 29. Oktober aufgehoben. * Gießener Segelflugsport. Die hiesige Jungfliegergruppe die bereits auf dem diesjährigen Rhönwettbewerb große Erjolge erzielte, hat bei einem Diplom- Gleitfliegen bei Marburg weitere Auszeichnungen errungen. Auf dem Trieb wurden dieser Tage etwa 20 Gleitslüge auf dem Flugzeug„ 3ögling Gießen" ausgeführt, wobei drei weitere Mitglieder vorgeschult wurden. * Vorsicht in Neubauten! Der hohe Feuchtigkeitsgehalt der Neubauten bildet für Möbel und Bilder eine ernste Gefahr. Es ist daher ratsam, in Neubauten tüchtig einzuheizen und die Möbel in den ersten Monaten etwa um Handbreite von den Wänden entfernt aufzustellen. Bilder sollte man am besten am Anfang gar nicht aufhängen, da sie sehr schnell verziehen. Die Zwischenräume der verschiedenen Räume sind am ehesten ausgetrocknet, nicht aber die Außenwände. Wer die Möbel zu nahe an die Wand stellt, läuft Gefahr, daß sie durch Feuchtigkeit und Schimmelbildung Schaden erleiden. Auch Uhren sollte man nicht an feuchte Neubauwände aufhängen. Aus Nab und Fern. Das Jubiläum der Handelskammer Friedberg. Friedberg. Aus Anlaß des 30jährigen Bestehens der Industrie- und Handelskammer Friedberg fand im Rathaussaal ein Festakt unter Anteilnahme zahlreicher Vertreter der Behörden statt. Der Vorsitzende der Kammer, Kommerzienrat Langsdorf, Tichtete herzliche Worte der Begrüßung und des Dankes an die Festversammlung. Aus seinen Ausführungen ging hervor, in welch bedeutungsvoller Weise die Kammer beigetragen hat zu dem wirtschaftlichen Aufstieg ihres Bezirkes. Der Syndikus der Rammer, Rechtsanwalt Stahl, sprach über„ Strukturwandlungen der deutschen Wirtschaft in den letzten dreißig Jahren. Dr. Göbel, stellvertretender Syndikus der Kammer, hehandel te die ,, Stellung der Industrie- und Handelskammer in Staat und Wirtschaft". An die Vorträge schlossen sich die Glückwünsche der Staatsregierung durch Minister Korell sowie der Vertreter der Provinzial- und Kreisdirektionen, der Industrie, des Handels, der Wirtschaft und des Handwerks. Dem langjährigen Präsidenten, Kommerzienrat Langsdorf, wurde eine prachtvolle Ehrenurkunde überreicht. " Gießener Zeitung" Lich. Die Eröffnung des Lehrganges 1928/29 an den landwirtschaftlichen Schulen in Lich und Grünberg beginnt am 5. November dieses Jahres. Groß- Umstadt. Bei einer Feuerwehrübung wurde ein Feuerwehrmann an der Sprize vom Herzschlag getroffen. Er wurde tot aufgefunden. Weinheim. Jm Rathaus in Sulzbach wurde der fünf Zentner schwere Kassenschrank von Einbrechern mitgenommen. Er fonnie bisher noch nicht aufgefunden werden. Darmstadt. Mittwoch Nacht stürzte in der Wenkstraße ein Student aus dem Fenster seiner im 2. Stod gelegenen Wohnung. Er war sofort tot. Darmstadt. Jm Hotel Reichshof erbeuteten unbekannte Täter aus mehreren Mansardenzimmern Gegenstände im hohen Werte. Darmstadt. Der Hessische Evangelische Kindergottesdienst: verband hält seine diesjährige Jahresversammlung in Darmstadt am Sonntag, den 28. Oktober ab. Abends findet im Ge meindehaus der Petrusgemeinde ein Eltern- und Werbeabend ſtatt. Frankfurt a. M. Der Frankfurter Sportpalast( die umgebaute Festhalle) geht seiner Vollendung entgegen. Er wird 10 000 Sigplätze bieten. Kassel. Ein Sträfling setzte seine Gefängniszelle in Brand. Er wurde ohnmächtig aufgefunden, während der Brand gelöscht wurde. * Bevorstehende Ermäßigung der Fernsprechgebühren für Wenigsprecher. Der Arbeitsausschuß des Verwaltungrats der Deutschen Reichspost trat am 28. September zu wichtigen Beratungen zusammen. Angenommen wurde insbesondere eine Vorlage, die die Herabsetzung von Fernsprechgebühren vorsicht. Nach den gefaßten Beschlüssen wird in Zukunft die Bezahlung einer Mindest= zahl von Ortsgesprächen für jeden Hauptanschluß nicht mehr verlangt, sondern nur so viele Gespräche werden zu bezahlen sein, wie tatsächlich geführt wurden. Außerdem wurde der einmalige Apparatebeitrag für neue Haupt- und Nebenanschlüsse herabgesetzt. Die Zahlung eines Zuschusses bei öffentlichen Sprechstellen wird in Zukunft in Wegfall geraten. Die mit der neuen Berechnungsart verbundene Herabsetzung der Gebühren für Wenigsprecher entspricht einem mehrfach geäußerten Wunsche des Handwerks. Es tann wohl kaum daran gezweifelt werden, daß den Beschlüssen des Verwaltungsrats endgültige Zustimmung gegeben wird. Die Bekämpfung der Geschlechtsfrankheiten. Am 1. Oktober 1928 war ein Jahr verflossen, seitdem das neue Reichsgesetz vom 18. 2. 1927, betreffend die Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten, in Kraft getreten ist. Eine Betrachtung über das wesentlich Neue, das uns das Gesetz brachte, sowie über seine Anwendung im Volksstaat Hessen, dürfte deshalb allgemein interessieren. Während unsere Reichs- und Landesgesetzgebung schon seit langem mit gutem Erfolge gegen die meisten ansteckenden Krankheiten Gesetze erlassen hat, wurde bislang eine Gruppe der Volkskrankheiten in dieser Beziehung sehr vernachlässigt, nämlich die Geschlechtskrankheiten. Erst die verhängnisvolle ZuNr. 85. nahme der Geschlechtskrankheiten, die der Weltkrieg sowie die Rückkehr der Truppen, die überstürzie Demobilmachung des Heeres, die Besehung deutschen Landes durch den Feind u. s. f., mit sich brachte, gab Veranlassung, ein Gesetz zu erlassen, das die Handhabe bietet, wirksam gegen diese Seuche vorzugehen. Das neue Gesetz will der Ausbreitung der Geschlechtskrantheiten auf drei Wegen entgegenwirken. Vor allem soll jeder Kranke sachgemäßer Behandlung zugeführt werden; vorbeugende Maßnahmen verschiedener Art sind zu ergreifen, um die Weiterverbreitung zu verhindern und schließlich wird die Prostitution einer neuen geseglichen Regelung unterworfen. Geschlechtskrankheiten im Sinne des Gesetzes sind Syphilis, Tripper und Schanker ohne Rücksicht darauf, an welchen Körperteilen sie auftreten. Nach dem Gesetze ist jede Person, die an einer mit Ansteckungsgefahr verbundenen Geschlechtserkrankung leidet und dies weiß oder den Umständen nach annehmen muß, verpflichtet, sich behandeln zu lassen und zwar von einem für das Deutsche Reich approbierten Arzte. Die Pflicht, sich behandeln zu lassen, schließt die Pflicht, sich untersuchen zu lassen, in sich. Sie ist eine Rechtspflicht und kann nötigenfalls mit den Mitteln des Verwaltungsrechts erzwungen werden. Wichtig ist die Meldepflicht der Aerzte. Der Arzt, der einen Geschlechtskranken behandelt, hat denselben auf die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen hinzuweisen. Entzieht sich der Kranke der Behandlung oder der Beobachtung seines Gesundheitszu= standes, so ist der Arzt gesetzlich verpflichtet, dies der zuständigen Beratungsstelle für Geschlechtskranke bekannt zu geben. Die Beratungsstelle tritt alsdann mündlich oder schriftlich mit dem Kranken in Verbindung, um ihn nochmals auf die gesundheitlichen und rechtlichen Folgen seines Fernbleibens vom Arzte hinzuweisen und um ihn zu bestimmen, die abgebrochene Behandlung alsbald wieder aufzunehmen. Kommt der Kranke diesen Ermahnungen nicht nach, so ist die Beratungsstelle auf Grund des Gesetzes gehalten, die Angelegenheit zwecks Einleitung von Zwangsmaßnahmen der zuständigen Gesundheitsbehörde mitzuteilen. Sofern es die persönlichen, familiären oder beruflichen Verhältnisse der Kranken erheischen, kann die Gesundheitsbehörde zwangsweise Durchführung des Heilverfahrens in einem geeigneten Krankenhause anordnen. Durch Verordnung des Herrn Hessischen Ministers des Innern sind die Beratungsstellen für Geschlechtskranke die von der Landesversicherungsanstalt Hessen als Beratungszentrale im Benehmen mit den Bezirksfürsorgestellen eingerichteten und unterhaltenen Beratungsstellen bestimmt worden. Die Beratungsstelle für Geschlechtskranke besteht in Gießen, Klinikstr. Nr. 40. Bis auf weiteres wurden durch den Herrn Minister des Innern auch noch zu Beratungsstellen erklärt: Die Kreisgesundheitsämter in Friedberg, Büdingen, Schotten, Alsfeld und Lauterbach. In den Beratungsstellen wird jeder, der sie in Anspruch nimmt, kostenlos untersucht und beraten. Im Falle der Notwendigkeit einer Behandlung wird der Patient dem Arzte seines Vertrauens überwiesen. Die Regelung der Kostenfrage wird durch die Beratungsstelle vermittelt. Für behandlungsbedürftige Patienten, die weDer kranken- noch invalidenversichert sind und für die sonst niemand eintritt, sowie für solche Kranke, die wegen Gefährdung der Diskretion den zuständigen Fürsorgeverband( Wohlfahrtsamt, Gemeinde) oder den Versicherungsträger nicht in Anspruch nehmen wollen, hat die Landesversicherungsanstalt in Gemeinschaft mit dem Hessischen Staat ausreichende Mittel bereitge stellt. Die Beratungsstellen sind ermächtigt, Kostenzusicherungen für den behandelnden Arzt zu erteilen. Es sind alle Vorkehrungen getroffen, daß den in Hessen wohnenden Geschlechtskranken, Sie brauchen nicht nervös zu sein! war. Trinken Sie Kaffee Hag im Durchfahren an ihr erfreuen, da unser Tagesziel Linz Dahin führte uns der Weg zunächst nach Süden am Inn entlang. Mit seinem reißenden Lauf, seinem Steingeröll und seinen Schuttbänken ist dieser Fluß ein echter Sohn des Gebirgs. Bei Schärding fuhren wir über den Inn nach Oesterreich hinein. Es war ein feierlicher Augenblick, als wir unter dem Wehen der weiß toten und rot- weiß- roten Fahnen, welche die Sängerbundeszeichen am Brückentor einfaßten, bewillkomm= net von den vielen freudig erregten Einwohnern und den diensthabenden Zollbeamten, am Zollgebäude halten. ,, Heil Deutschland!" tönt es uns entgegen, und Seil Oesterreich" so antworteten wir. Schnell sind die Paß- und Uebergangsformalitäten erledigt. Der Fahter hat ein rot bedrucktes Zettelchen mit der Links: fahrt- Anweisung erhalten und klebt es vor sich an die Blendscheibe. Mit dem deutschen Sängergruß fahren wir hinein nach Desterreich. Der herzliche Empfang hai uns allen wohlgetan. Gin Blick auf den Wegweiser zeigte uns, daß wir bis Linz noch 79,95 Kilometer zurückzulegen hatten. Und die Fahrt war beschwerlicher. Die Straßen waren enger, steiler und in weniger gutem baulichen Zustand. Dazu kamen die vielfachen Holzbrücken über Bäche und Flüsse. Auch mußten wir an vielen Langholzfuhrwerlen vorbei, was besonders an Biegungen des Weges und an den Holzbrücken große Schwierigkeiten hatte. Breitgeladene Erntewagen bildeten oftmals ein Verlershindernis, aber unser Wagenführer meisterte all diese Schwierigkeiten ruhig und mit bewundernswerterm Geschick. Gegen Abend fuhren wir, überall begeistert begrüßt, bei leichtem Regen in Linz ein. Der Besitzer des Hotels zur„ Goldenen Krone", in dem wir übernachteten, war uns schon ein großes Stück Weg entgegengefahren und führte uns in unser behagliches Quartier. Zuletzt entlang an der abendlichen Donau, aus der Steinblöcke und scharfe Klippen am Rande | aufragten und an derem rechten Ufer neben unserer Fahrstraße sich die Berge auftürmten. In Linz wurde uns ein stimmungsvoller BegrüBungsabend durch den Männergesangverein„ Kürnberg" bereitet, bei dem die ehrliche Freude über deutsche Sangesbrüder und deutsches Lied sich auswirkten. Im Verlauf desselben verliehen sich die beiden Vereine gegenseitig die Vereinsabzeichen ehrenhalber, auch wurde dem Linzer Verein das Album der Stadt BadNauheim mit den Unterschriften unserer Wienfahrer überreicht. = Hier machten wir auch die ersten Studien in öster= 60 Reichspfenreichischer Währung: Ein Schilling nige, 1 Schilling= 100 Groschen, was uns zuerst sehr gegen die Gewohnheit ging. Auch die ersten Schubert: Doppel- Schillinge tauschten wir hier ein, die unser freundlicher Wirt für uns besorgt hatte. Außerdem gab es für die Raucher noch ein besonderes Erlebnis: die schlanke, strohbeseelte österreichische Zigarre: Virginia! Der frühe Morgen des 19. Juli zeigte uns auch einiges von der Schönheit dieser alten Stadt mit ihren schönen Renaissance- und Barockbauten, dem alten Dom, der Pfarrkirche, den Klosterkirchen der Karmeliter, Urselinerinnen und Barmherzigen Brüder, den malerischen Erkerhäusern der Altstadt und die alte Brücke nach der alten Schifferstadt Urfahr am anderen Donauufer. Auf unserer Weiterfahrt haben wir in Enns Gelegenheit, einen ruhigen Blick in eine österreichische Kleinstadt zu tun. Auf dem großen Marktplatz, auf dem wir halten, ist Gemüsemarkt mit wenigen Ständen. Neugierige Kinder, Frauen und Männer versammeln sich in Scharen um unser Auto und begrüßen uns mit leuchtenden Blicken. Von dem Turm der alten Kirche zeigt unter der Turmuhr noch die alte Sonnenuhr die Zeit an. Zerbröckelt sind die farbenreichen, ſchwungvollen Bilder, die sie einst eingefaßt haben, zerbröckelt | auch der Doppeladler über ihnen. Blumen an allen Fenstern, die Häuser am Markt zeigen hochgebaute Giebelseiten, durch deren Fensterluken das schräge Dach durchscheint und von Regengossen durchbrochen sind. Eine niedrige grünumrankte Laube an einer Weinschenke lädt zum Einkehren ein. An dem einen Haus ist oben eine goldene Biene abgebildet, darunter befinden sich die Räume der Stadtsparkasse, die den Ertrag des Bienensleißes sammeln will und weiter unten waltet die Steueraufsicht, die dafür sorgt, daß der Vater Staat auch seinen Teil erhält. Alles fügt sich zu dem Bilde einer geruhsamen Stadt zusammen. Ein Auto mit Hanseatischen Sängern hält gleichfalls dort. Die Fahrt durch welliges Hügelland zeigte uns weiterhin fruchtbares Gebiet, die Roggenfelder waren zum großen Teil schon im Beete zu fünf Furchen umgepflügt und mit Rüben neu bepflanzt. Die Gehöftanlage war häufig quadratisch. Wohnhaus, Stall, Scheune und Schuppen schlossen sich wie eine kleine Festung aneinander um einen kleinen Innenhof. An einem Bach sahen wir eine Forellentreppe an einer Wasserstufe eingebaut, im Bachbett lag felsiger Untergrund. Bei Erlauf hatten wir einen schwierigen Uebergang über eine in Ausbesserung befindliche Holzbrücke, deren rechte Hälfte entfernt war. Dank der sicheren Steuerung unseres Wagenführers kamen wir glücklich hinüber. 0 Fortsegung folgt. Droht Husten, Grippe, Heiserkeit hall' Rheila- Perlen hilfsbereit! Schachtel Mk.1.- nur in Apotheken u. Drogerien Samstag, den 27. Oftober 1928. die eine hessische Beratungsstelle aussuchen, jede Sorge um die Aufbringung der Behandlungskosten abgenommen wird, wenn sie die Kosten nicht selbst tragen können. Gesundheitsbehörden sind in Hessen die Bezirksfürsorgestellen, also für die Städte die Städt. Wohlfahrtsämter, für die Landgemeinden die Kreiswohlfahrtsämter. Was die zweite Absicht des Gesetzgebers, die Weiterverbreitung der Geschlechtskrankheiten durch vorbeugende Maßnahmen zu verhindern, anbetrifft, so gehört hierzu in erster Linie die Ermittelung der Infektionsquellen. Pflicht jedes Kranken ist es, daß er seinem Arzte oder der zuständigen Beratungsstelle genaue und wahrheitsgemäße Angaben darüber macht, wer ihn mit einer Geschlechtskrankheit angesteckt hat. Der Patient kann dies unbesorgt tun und braucht nicht zu fürch= ten, daß die Person, die ihn angesteckt hat, nun Unanehmlichfeiten ausgesetzt wird. Die Ermittelungen haben lediglich den Zweck, auch die Infektionsquelle der Heilung zuzuführen. Außerdem enthält das Gesetz Bestimmungen über die Disfretion. Wer als Beamter oder Angestellter einer Gesundheitsbehörde oder einer Beratungsstelle unbefugt offenbart, was ihm über Geschlechtskrankheiten eines anderen oder ihre Ursache oder über die sonstigen persönlichen Verhältnisse der Beteiligten Dienstlich bekannt geworden ist, wird mit Geldstrafe oder mit Gefängnis bis zu einem Jahre bestraft. Für die Geheimhaltung ist demnach Vorsorge getroffen. Nach dem Gesetz hat die Gesundheitsbehörde das Recht, von Personen, die dringend verdächtig sind, geschlechtskrank zu sein und die Geschlechtskrankheit weiterzuverbreiten, ein ärztliches Zeugnis über ihren Gesundheitszustand zu verlangen. Personen, die den Beischlaf ausüben, obwohl sie an einer mit Ansteckungsgefahr verbundenen Geschlechtskrankheit leiden und dies wissen oder den Umständen nach annehmen müssen, machen sich strafbar. Entgegen früheren Bestimmungen ist es neuerdings nicht erforderlich, daß durch den Beischlaf eine Ansteckung erfolgt und nachgewiesen werden muß. Schon durch den Beischlaf allein macht sich die betreffende Person strafbar und zwar kann auf eine Gefängnisstrafe bis zu drei Jahren erkannt werden. Die Fahren Sie ein PRESTO Rad, es ist beste Qualität zu billigstem Preis! Unübertroffen leicht.Lauf, schnittiger Bau, elegante Ausstattung ( auch in geschmackvoller bunter Emaillierung) und gediegenste Ausführung Günstige Zahlungsbedingungen! Verkauf durch: Jakob Schupp, Gießen, Seltersweg 83 Zur Hochzeit, Gedichte, Prologe, Tafellieder usw. schnellstens an Heimverlag, Radolfzell a. Bodensee. allen Festen und Gelegenheiten fertigt Reden, NWK WoLLe NWK Taubenwolle beste und zarteste Zephirwolle zum Häkeln u.Sticken Uberall erhältlich Gießener Zeitung" Ganz recht. auch Ihre Frau nimmt immer ,, Aecht Franck" zum Kaffee. Die meisten Hausfrauen tun dies und find des Lobes voll über den würzigen Gefchmack, den fowohl Bohnen- als auch Getreidekaffee dadurch erhält. Sie wollen alle nur das feine und ausgiebige Zichorienkaffee- Erzeugnis Aecht Franck mit der Kaffeemühle Strafzumessung ist also schärfer als bei der leichten Körperverletzung nach§ 223 St. G. B., bei der wahlweise Geldstrafe zugelassen ist. Das rechtfertigt sich aus der Gefährlichkeit und Verwerflichkeit der Straftat. 12 jg. Mädchen befeit.übl. Mundgeruch u. häßl. Chlorodont bal gefärbt. Zahnbelag Leistungst. Textil- Versandhaus mit eigener Fabrikation sucht für den Verkauf von Bett- u. Tischwäsche, Herrenstoffen, Tricotagen, Teppichen u. Gardinen etc., bei erleichterten Zahlungsbedingungen, möglichst in Beamtenkreisen und selbständigen Gewerbetreibenden eingeführte Vertreter für den hies. Platz u. Umgeb. Schriftliche Meldungen von erprobten Herren mit Angabe bisheriger Tätigkeit| unter J. C. 15931 befördert Rud. Mosse, Berlin SW. 19. find. zu ermäß. Preis Ausnahme in einem th.Pensionat Gründl. Fachunterr. in Haush., Handarb., Schneidern, Sprachen, Sport. Anfrag. unter G.3.2026 a. 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Die Polizei tritt jetzt im wesentlichen nur noch in Tätigkeit, wenn sie von der Gesundheitsbehörde darum ange gangen wird, oder wenn Personen in einer Sitte und Anstand verletzenden Weise an einem dem Publikum zugängigen Orte zur Gewerbsunzucht auffordern oder sich selbst dazu anbieten Ueber die Wirkung der Aufhebung der Reglementierung un Kasernierung der Prostituierten ist ein abschließendes Urteil jetzt noch nicht möglich. Die Erfahrungen, die schon seit Jahrer in anderen Ländern in dieser Beziehung gemacht werden, sind aber durchaus günstig. Alles in allem kann gesagt werden, daß das neue Gesetz zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten sich als ein sehr wirt sames Mittel im Kampfe gegen die venerischen Krankheiten er wiesen hat. Die Zeit wird hoffentlich nicht mehr fern sein, in der Diese bösartigen und folgenschweren Krankheiten als Volts seuche ausgerottet sind. Neue Bücher. Ein Bilderbuch des Verkehrs. Verkehrsbelehrung der Schul kinder. Der starke Prozentsatz, den gerade die schulpflichtigen Kinder bei der Ausstellung der Statistik über die„, Verkehrsunfälle" stellen, hat die in Frage kommenden Stellen schon seit längerer Zeit veranlaßt, diesem Punkt ihre besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Mit Hilfe aller interessierten Kreise ist ein sogenanntes Verkehrsbilderbuch herausgegeben worden.( ,, Die beiden Radschläger", ein deutsches Verkehrsbilderbuch, Preis 90 Pfg., Fredebeul u. Koenen, Verlag, Essen). Der Inhalt dieses Buches ist das Resultat vieler Beratungen und Beobachtungen. Die originellen Bilder mit dem Begleittert nehmen den Sinn der Kinder unbedingt gefangen. Bei den maßgebenden Stellen, und zwar sowohl bei der Polizei als auch bei Schulbehörden, setzt man auf das Erscheinen dieses Buches, das etwa 35 Seiten zählt und 90 Pfennig fostet, große Hoffnungen. Verantwortlich: Paul Chrißian Klein in Gießen. Es ist sehr wichtig für jeden Geschäftsmann, daß die Reklamen und Anzeigen nicht stets in ein- u. derselben Zeitung veröffentlicht werden. Die Anzeigen den verschiedenen Zeitungen wechselweise und damit allen Bevölkerungskreisen zu lesen gegeben, das gibt dem Geschäftsmann weit eher die Möglichkeit, neue Kunden zu werben, oder eine Ware etc. gründlich anzubieten. Wer inserieren muss, benutze deshalb auch nachstehende Zeitungen: ,, Hess. Hausbesitzer- Zeitung" Auflage 12100 ,, Giessener Zeitung" ,, Hessischer Kamerad" ,, Allg. Hess. Sportzeitung" Auflage 51500 ,, Hess.Handwerku.Gewerbe" Auflage 36700 ,, Friede und Freude" Dieses Sonntagsblatt ist frei von jeder Konfessionseinseitigkeit ,, Hessische Sängerwarte" Auflage 3000 225000 Zeilungen in über 1200 Orten werden monatlich im Volksstaat Hessen und angrenzenden Gebieten durch meinen Verlag zuverlässig verbreitet. 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