Str. 42. er gar burd furzem und De mit. Das gebaut, ein uerung und Ein loser er im Mo Das Steuer nicht flap Steuerfopf mens. Dos ernadhläffige ge niemals eraus. Du und kannst I zum Ent aus hartem Du den Keil iztes Lager ine Mutter ter löst sid igen haben, intsgewinde , drehe die estschrauben e von rechts Tache es als uf das auch n Gießen. * NWK Alen ania stern arben. Int 1741 bril ric ollKämmerei nspinnerei kfurt a. M., Tel. Römer 1175 geldmangels 200-300 20 Mt. Anfangs Mitarb. erh 00 Mt.Virum lusf. Prospett iRichtintereffe erden. esbaden 30a 13 rtreler schreibgewand aft stellen kam üro u. Teleph ht. Eingehend n erforderlich Aschaffenburg Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Jahrg. - Politische Tagesschau. Der Austausch der Ratifikationsurkunden zum Handelsabtommen zwischen Deutschland und Frankreich vom 17. August 1927 ist am 23. Mai in Paris erfolgt. Der Reichspräsident hat den neuernannten chilenischen Gesandten Luis B. de Porto Seguro zur Entgegen: nahme seines Beglaubigungsschreibens empfangen. Der Gesundheitszustand des Reichsaußenministers Dr. Stresemann hat sich weiter gebessert. Jedoch ist noch für längere Zeit Bettruhe und Schonung notwendig. Der neuernannte Legationssekretär an der deutschen Botschaft in London, Fürst Bismard ist mit seiner Gattin in London eingetroffen. Das junge Paar wird in dieser Woche noch am englischen Hofe vorgestellt werden. Von kommunistischer Seite wurde auf das italienische Konsulat in Buenos Aires ein Bombenanschlag verübt, bei dem 22 Bersonen getötet und fast 50 verletzt wurden. Druck und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M Samstag, den 26. Mai 1928 Das Opel- Raketenauto auf der Berliner Avus. Es waren rund 2000 geladene Zuschauer, Techniker, SportsLeute, Pressevertreter und Photographen, die am Mittwoch morgen um 10 Uhr auf der Avusbahn in Berlin zusammengekommen waren, um Zeuge des zweiten Versuchs mit dem SanderOpelschen Raketenautos zu sein. Zunächst sprach Geheimrat Schütte, der berühmte Luftschiffkonstrukteur: Die Grenzen der Leistungsfähigkeit unserer heutigen Flugmittel seien bald erreicht. Die Umdrehungszahl der Propeller sei in der dicken Luft nicht zu erhöhen. In der verdünnten Luft der Stratosphäre sei ein Flug mit den heutigen Mitteln andererseits unmöglich. Nur ein Raketenflugzeug, das unabhängig von der Luft ist, kann den schnellen Verkehr in großen Höhen durchführen. Schütte führt die Vorstellungen des Laien sehr schnell auf das normale Maß zurück. Er zerstört das Märchen von den beabsichtigten Weltraumflügen, die schon in der nächsten Zeit unternommen werden sollen, betrachtet aber die Entwicklung der Raketenfahrzeuge mit großem Optimismus. Ihnen gehöre die Zukunft Rücktritt der Reichsregierung am 11.Suni. der Luftfahrt. Das Reichskabinett hat am Donnerstag Vormittag nach einer vorher mit Reichspräsident Hindenburg gepflogenen Unterhaltung des Kanzlers und unter dessen Zustimmung den Beschluß gefaßt ,,, zur Zeit von einer Demission des Reichskabinetts abzusehen und in Aussicht zu nehmen, am Tage vor dem Zusammentritt des Reichstages dem Reichspräsidenten den Rücktritt der bisherigen Regierung zu unterbreiten". Da der Reichs= tag voraussichtlich am 12 Juni zu seiner ersten Sizung zusam= mentreten wird, so würde das Rüdtrittsgesuch des Reichstabinetts am 11. Juni dem Reichspräsidenten unterbreitet werden. Bis dahin wird die bisherige Regierung die Geschäfte weiterführen. Die offiziellen Verhandlungen über die Neubildung der Regierung werden erst in der Woche nach Pfingsten beginnen. Ihr Abschluß ist natürlich von der Mitwirkung der Fraktionen tages in Berlin wieder versammeln werden. Kurze Sommertagung des Landtags. Das Plenum des Hessischen Landtags tritt voraussichtlich am 4. Juni zusammen. Man hofft, die Beratungen in zwei Tagungen abschließen zu können. Für den 6. Juni ist ein Aus= flug des Landtags nach Michelstadt und Lindenfels vorgesehen, der als Abschluß der diesjährigen Sommertagung gelten soll. Der 11. August als Nationalfeiertag beschlossen. Der Reichsrat hat am 24. Mai den von der preußischen Regierung eingebrachten Gesetzentwurf, den 11. August zum Nationalfeiertag zu erklären und die Gemeinden zur Beflaggung der öffentlichen Gebäude und zu entsprechenden Feiern an diesem Tage anzuhalten mit 47 gegen 19 Stimmen bei 2 Stimmenthaltungen angenommen. Wahlanfechtung der Wirtschaftspartei. Die Landesleitung der Reichspartei des deutschen Mittelstandes( Wirtschaftspartei) beabsichtigt, die Mandatsverteilung für den bayerischen Landtag anzufechten, da Artikel 55 Abs. 4 des Landeswahlgesetzes gegen die Reichsverfassung verstoße. Sie verweist darauf, daß die Wirtschaftspartei in Bayern mehr Stimmen erhalten habe als die Deutsche Volkspartei und daß sie tein Mandat erhalte, während der Deutschen Volkspartei vier Sitze zugewiesen worden seien. Von einem gleichen Wahlrecht, wie es die Reichsverfassung vorschreibe, könne daher keine Rede Tein. Ein neuer deutscher Kreuzer ,, Köln". Mittwoch vormittag lief in Wilhelmshaven bei schönstem Wetter der neue Kreuzer ,, D." vom Stapel. Der Feier wohnten Reichswehrminister Groener, Reichsjustizminister Dr. Hergt, Reichsfinanzminister Dr. Köhler, der Ministerpräsident von Oldenburg und zahlreiche hohe Beamte bei. Der Kreuzer ist nach der Stadt ,, Köln" benannt worden( der vierte seit Bestehen der Deutschen Marine), womit gleichzeitig eine Ehrung des gesamten Rheinlandes wieder zum Ausdruck gebracht werden soll. Den Taufakt vollzog die Witwe des im Weltkrieg untergegangenen Kapitäns des ehemaligen Kreuzers„ Köln". " Von den Bremen"-Fliegern. Die ,, Bremen"-Flieger sind von ihrer Rundreise durch die amerikanischen Städte nach New York zurückgekehrt. Sie haben ich, um auszuruhen, auf einen Landsitz zurückgezogen und beabichtigen, bis zu ihrer für den 9. Juni geplanten Abreise nach Deutschland dort zu bleiben. An der feierlichen Einholung der Bremen"-Flieger, die amm 18. Juni mit dem„, Columbus" in Bremerhaven eintreffen sollen, werden sich auch die automobilistischen Kreise Deutschlands beteiligen. Der A. D. A. C. wird für seine Mitglieder eine Zielfahrt nach Bremerhaven ausschreiben, um dort Köhl und von Sünefeld nach ihrer Landung zu begrüßen. Frizz v. Opel sprach nach ihm über die Arbeit, die geleistet wurde, und die Arbeit, die zu leisten ist. Aus solchem Holz, wie dieser Mann hier, müssen die Männer unserer heutigen Zeit geschnitzt werden. Industrieller und Rennfahrer, Konstrukteur und Idealist von reinstem Wasser. Wahrlich eine gute Mischung. Er spricht nüchtern und ohne Pathos. Er sieht Hindernisse, aber er weiß, wie sie zu nehmen sind. Und er glaubt an seine Arbeit, ohne romantischer Schwärmer zu sein. In mehreren Etappen wird er zum Ziele des Stratosphärenfluges gelangen. Der Start auf der Avus symbolisiert die erste. Er beweist die Verwendbarkeit der Rakete. Die zweite Etappe ist ein Angriff auf den Weltrekord für Fahrzeuge( 333- Stunden- Kilometer). Es gilt zu beweisen, daß die Rakete an Leistungsfähigkeit jedes bisher gekannte Triebmittel übertrifft. Dritte Etappe: das Flugzeug mit Raketenantrieb, das 300 bis 400 Kilometer in der Stunde zurücklegen soll. Vierte Etappe: der erste Vorstoß in die Stratosphäre mit unbemannten registrierenden Raketen, nachdem es bisher nicht gelungen ist, mit Registrierballons eine Höhe von 30 Kilometer zu übersteigen. Später werden die Raketen Tiere von wachsender Größe mitnehmen, denn es gilt festzustellen, welchen Einflüssen lebende Organismen in solchen Höhen ausgesetzt sind. Und nunmehr folgt die fünfte entscheidende Etappe: die be= mannte Ratete. In der sechsten Etappe wird versucht, in Höhen von 20 bis 30 Kilometern Geschwindigkeiten zu erzielen, die über der 1000Meter- Grenze liegen. Ein Flug um die Erde soll in weniger als einem halben Tag auszuführen sein. Die siebente Etappe endlich bringt die weiteren Folgerungen: größere Geschwindigkeit und Steighöhe. „ Und das Weltraumschiff"?, werden Sie mich fragen: Die Die Franzosen und der Rüsselsheimer Bahnhofsbau. Zu den Pressenachrichten, daß die französische Besatzungsbehörde gegen die Fortführung der Erweiterungsbauten des Bahnhofs Rüsselsheim Einspruch erhoben habe, ist folgendes zu be= merken: Baupläne dieser Art sind nach einer Ordonnanzvorschrift den Besagungsbehörden vor Beginn der Arbeiten zur Kennt nis zu bringen. Erst nach Eingang ihrer Antwort können die Arbeiten begonnen werden. Im Falle Rüsselsheim war das Programm für den ersten Bauabschnitt anstandslos ge= billigt worden. Als die Pläne zum zweiten Bauabschnitt zur Vorlage gelangten, erklärte die zuständige Besagungsbehörde in Wiesbaden, sie könne teine Stellung nehmen, die Angelegenheit werde vielmehr nach neuerlichen Weisungen in Paris entschieden. Es ist zu befürchten, daß dieses Verfahren zu einer höchst bedauerlichen und wirtschaftlich unerträglichen Verzögerung der Fertigstellung der Rüsselsheimer Umbauten führt. Erst nach Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts wird der erste Bauabschnitt verwendungsfähig und erst dann sind die derzeitigen unhaltbaren Zustände beseitigt. Es sind deshalb amtliche Schritte eingeleitet, um eine baldige Entscheidung der Pariser Stellen herbeizuführen. * Besazungsbehörde und Verladebahnhof der Opelwerke. Abg. Reiber( Dem.) fragt bei der Regierung an: Ist der Regierung dieser Einspruch der Besagungsbehörde bekannt? Was hat die Regierung getan, bezw. was gedenkt sie zu tun, damit diese Maßnahme rückgängig gemacht wird, die geeignet ist, die Wirtschaft des ganzen Brückenkopfgebietes erheblich zu schädigen? Ist die Regierung bereit, den Besatzungsbehörden gegenüber zum Ausdruck zu bringen, daß der ganz unverständliche Einspruch als ein mit dem Geist der Locarnoverträge in vollem Widerspruch stehender Versuch der Niederhaltung eines angesehenen deutschen Unternehmens aufgefaßt werden muß. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lofal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 43 siebente Etappe bietet vielleicht die Möglichkeit, benachbarte Himmelskörper zu erreichen. Wenn auch nicht einzusehen ist, was wir ausgerechnet auf dem Mond verloren haben. Solche Jdeen verwirren nur die Begriffe und lenken von der praktischen Seite ab. Noch hat die Erde Platz für alle. Aber hoffen wir, daß das so oft totgesagte Europa wieder einmal die Unvergänglichkeit seiner geistigen Kräfte beweisen wird und daß dentscher Wissenschaft und insbesondere der deutschen Chemie die Führung in diesem edlen Wettstreit erhalten bleibt. Hoffen Sie mit uns auf den Tag, an dem das erste Raumschiff mit dem Namen ,, Deutschland" am Rumpfe schneller als die Sonne unsere Erde umfliegen wird! - - Dann nimmt Fritz v. Opel, denn er lenkt selbst den Rafetenwagen auf dieser Fahrt, seinen Führersitz ein. Ein Hebeldruck ohren betäubendes Zischen eine Feuersäule- und der lange, schwarzlackierte Wagen, vorher von allen bestaunt, ist weg und verschwindet wie ein Komet. Man schätzt die erzielte Geschwindigkeit auf 195 Km. Sie ist so niedrig, weil die Beschaffenheit der Bahn keine höhere zuläßt. men Im Schlepptau eines Autos kam Fritz v. Opel mit dem Raketenwagen von seiner zweiten Versuchsfahrt denn er hatte schon am Montag in aller Heimlichkeit einen Versuch unternom zurück. Die Zuschauer, von dem ungewohnten Schauspiel noch begeistert, umjubelten Frizz v. Opel, indem sich der weitblickende Industrielle mit dem wagemutigen Pionier verbindet. Damit ist die erste Etappe des vorgenommenen Arbeitsplanes bestanden. Glückauf für die nächsten! Die gesamte Presse brachte, 3. T. in größter Aufmachung, lange Berichte von der Versuchsfahrt auf der Avusbahn. In allen Berichten wurde der Lenker des Wagens in vielen Zeilen gewürdigt, bewundert und beglückwünscht. Den Schöpfer dieser Idee, den österreichischen Astronomen Valier wollen wir aber dabei nicht vergessen. Wir wollen daher in Gedanken zwischen beide Männer, sie sind ja beide stammesverwandt, treten und sowohl dem Mann der Tat, dem deutschen Sportsmann Opel, wie dem früher verspotteten Denker, dem Träger der Jdee, dem Valier, Glüd wünschen für den weiteren Ausbau diesen neuen ,, grenzenlosen" Werkes. 會 Vor dem Ratetenflug. Die Raab- Katzenstein- Flugzeugwerke in Kassel haben mit dem Bau des Raketenflugzeuges ,, Grasmücke" begonnen und hoffen, in 14 Tagen bis drei Wochen zum ersten Fluge starten zu können. In diesen Tagen wird Ingenieur Sander in Kassel erwartet. Er soll genaue Berechnungen über das Gewicht der Rakete, ihre Explosionskraft und ihre Higeentwicklung anstellen. ** Staatspräsident Adelung beglückwünscht Fa. Opel. Zum glücklichen Start des Raketenautos auf der Avusbahn hat der hessische Staatspräsident der Firma Opel und den bei dem Unternehmen hervorragend beteiligten Herren Balier, Sander und Friz v. Opel telegraphisch die besten Glückwünsche übermitteln lassen. Ein Weg zur Beseitigung der Wohnungsnot. Die im vergangenen Jahre vorgenommene Reichswohnungszählung, deren Ergebnisse die Grundlage der künftigen Wohnungspolitik bilden sollten, hat nicht dazu beigetragen, die Unklarheiten über den tatsächlichen Wohnungsfehlbedarf zu beseitigen. Obwohl das Statistische Reichsamt den Fehlbedarf auf rund eine Million Wohnungen auf Grund der vorliegenden Ergebnisse der Reichswohnungszählung beziffert, rechnet das Reichsarbeitsministerium nach wie vor mit einem Fehlbedarf von rund 600 000 Wohnungen, da von der ermittelten einen Million fehlender Wohnungen die Zahl der Haushaltungen und Familien, die dauernd auf eigene Wohnung verzichten müssen und auch keine eigene Wohnung anstreben, abzuziehen ist. Den jährlichen Zuwachsbedarf beziffert das Reichsarbeitsministerium auf rund 200 000 Wohnungen. Nimmt man nun an, daß die Wohnungs- Reserven aus der Vorkriegszeit nicht erst im Jahre 1919, sondern bereits im Jahre 1918 restlos aufgebraucht waren, so hätte der Wohnungsfehlbedarf unter Zugrundelegung eines jährlichen Zuwachsfehlber darfes von 200 000 Wohnungen seit 1918 Ende 1927 1800 000 Wohnungen betragen müssen, sofern man die steubautätigkeit unberücksichtigt läßt. Nach der Statistik sind aber in den Jahren 1919 bis 1927 insgesamt rund 1320 000 Wohnungen hergestellt worden, so daß Ende 1927 ein Fehlbedarf von rund 480 000 Wohnungen verbleibt. Dieses Ergebnis muß überraschen und lehrt, daß die Ergebnisse der Reichswohnungszählung unmöglich die Grundlage unserer fünftigen Wohnungspolitik bilden können. Trotz dieses überraschenden Ergebnisses, das beweist, daß die Reichswohnungszählung völlig ergebnislos verlaufen ist, bleibt die Tatsache bestehen, daß ein Mangel an ungefähr 480 000 Wohnungen besteht, der schnellstens beseitigt werden muß. In Erkenntnis dieser Notwendigkeit hat sich der Reichstagsausschuß für Wohnungswesen kurz vor der Auflösung des Reichstages mit dieser für weite Volksschichten wichtigen Frage beschäftigt. In seiner Entschließung hat sich der Reichstags= Samstag, den 26. Mai 1928. „ Gießener Zeitung" ausschuß für Wohnungswesen grundsätzlich für die Aufnahme| Sachverständiger einen Fehlbedarf von rund 800 000 Wohnunvon Auslandskrediten zum Wohnungsbau ausgesprochen und hat die Regierung ersucht, zur Deckung des Fehlbetrages der Dauerkredite für den Wohnungsbau vom Jahre 1927 für Aus= landsanleihen bis zur Höhe von 350 Millionen Reichsmark zu sorgen. Ebenso wie im vergangenen Jahr hat nun der Finanzausschuß des Reichstages als letzte Instanz 100 Millionen Reichsmark für den Wohnungsbau von der Kapitalertragssteuer befreit. Dieser Betrag ist verhältnismäßig gering und kann nicht ausreichen, den Fehlbetrag der Dauerkredite für den Wohnungsbau vom Jahre 1927 abzudecken. In Anbetracht dieser Tatsache, daß vorläufig noch nicht einmal die Dauerkredite für den Wohnungsbau von 1927 abgedeckt werden können, hat sich die Situation für die Finanzierung der Bautätigkeit im Jahre 1928 äußerst zugespitzt, und dieser Kapitalmangel gibt zu schweren Bedenken Anlaß. Diese schwierige Situation für die Geldbeschaffung zum Neubau im Jahre 1928 prägt sich am deutlichsten darin aus, daß der Magistrat Berlin, der auf Grund des am 19. April 1928 erfolgten Beschlusses der Berliner Stadtverordnetenversammlung 30 Millionen Reichsmark zum Wohnungsbau zur Verfügung stellen soll, erklärt hat, bestenfalls nur 15 Millionen Reichsmart aufbringen zu können, da die Besayaffung von 30 Millionen im Inlande ausgeschlossen und die Genehmigung einer Auslandsanleihe für Wohnungszwecke immer noch fraglich sei. Dagegen sei zu erwarten, daß bei Heranzichung der Sparkassen ein Betrag von 15 Millionen Reichsmark für Wohnungsbauzwede flüssig gemacht werden könne. Während im Berliner Bauprogramm der Bau von 12 000 Wohnungen vorgesehen ist, können mit 15 Millionen Reichsmark nur 7500 Wohnungen mit Zusatzhypotheken von je 2000 Reichsmark errichtet werden. Diese Tatsache spiegelt den Stand der Baufinanzierung im Jahre 1928 wider und beweist, daß der Wohnungsmangel auch noch nicht im Jahre 1935, wie es in dem Programm des Reichstagsausschusses für Wohnungswesen vorgesehen ist, beseitigt sein wird, sofern die Geldkalamität weiter anhält. Der privaten Bautätigkeit ist durch die neue Bestimmung im§ 33 MSchG., demzufolge auch die seit dem 1. Juli 1918 mit Hauszinssteuerdarlehen errichteten Neubauten dem Mieterschutzgesetz unterworfen werden können und auf Grund landesrechtlicher Anordnung auch schon teilweise unterliegen, eine neue Fessel auferlegt worden, so daß anzunehmen ist, daß sich das Privatkapital künftig noch weniger als bisher an dem Wohnungsbau beteiligen wird. Anträge, in denen die Aufhebung dieser neuen in das Mieterschutzgesetz eingefügten Bestimmung verlangt wird, sind im Reichstagsausschuß für Wohnungswesen abgelehnt worden, obwohl sich die Rechtsparteien vor der Abstimmung grundsätzlich mit der Beseitigung dieser Bestimmung, die die private Bautätigkeit erdrosselt und die nach einer Aeußerung eines Abgeordneten der Deutschen Volkspartei auf nicht ganz normalem Wege zustande gekommen ist, einverstanden waren. In Anbetracht dieser Tatsachen muß man die Aussichten für den Wohnungsbau im Jahre 1928 durch aus pessimistisch beurteilen. Es ist daher zu erwägen, ob es nicht zweckmäßig ist, die Wohnungszwangswirtschaft schnellstens systematisch abzubauen, um das Interesse des Privatkapitals am Wohnungsbau wieder zu erweden. Daß der Wohnungsbedarf noch unterdeckt ist, dürfte kein Grund dafür sein, mit den Abbaumaßnahmen noch länger zu zögern, zumal, wenn man berücksichtigt, daß England ohne Wohnungszwangswirtschaft hinsichtlich des Wohnungsbaues einen überaus günstigen Erfolg erzielt hat. Nach Beendigung des Krieges hatte England nach Schätzung gen. Dieser Wohnungsfehlbedarf ist im Vergleich zu der Bevölkerungsziffer Englands mit der Deutschlands als überaus hoch zu bezeichnen. Im Gegensatz zu Deutschland, wo die Wohnungsnot nicht nur auf den Krieg, sondern in erheblichem Umfang auch auf Inflation und Zwangswirtschaft zurückzuführen ist, ist der englische Wohnungsmangel lediglich eine Folge des Krieges. Wenn nun aus England die Nachricht kommt, daß die Wohnungsnot zum größten Teil bereits überwunden ist, und daß der gegenwärtig vorhandene Fehlbedarf unter Berücksichtigung des jährlichen Zuwachsbedarfes auf nicht mehr als 250 000 Wohnungen zu schäzen ist, so drängt sich die Frage auf, welcher Wohnungspolitik England diese Erfolge verdankt. Während es in Deutschland unentwegte Verfechter der Aufrechterhaltung der Wohnungszwangswirtschaft gibt, die in erster Linie in den Reihen der Sozialdemokraten zu finden sind, hat der Gedanke der Wohnungszwangswirtschaft in England nicht Fuß fassen können. Die gesetzgebenden Körperschaften, das Unterhaus, das Oberhaus und die Regierung, sowie die Wirtschaftler waren sich völlig darüber klar, daß die Wohnungsnot nur in freier Wirtschaft und durch Eingreifen der privaten Initiative beseitigt werden könne. Von sämtlichen Regierungen, auch in der Zeit, als die Arbeiterpartei unter MacDonald die Führung hatte, ist in England der Wohnungsbau in Verbindung mit dem System der privaten Baufinanzierung durch aus allgemeinen Staatsmitteln gewährten Unterstützungen gefördert worden. Allein durch die Betätigung der privaten Initiative am Baumarkt ist es ge= lungen, den Wohnungsfehlbedarf von 800 000 Wohnungen auf 250 000 Wohnungen in wenigen Jahren herabzumindern. Es ist anzunehmen, daß die englische Bautätigkeit auch fernerhin solche Fortschritte machen wird, so daß damit zu rechnen ist, daß die Wohnungsnot in zwei Jahren nicht nur völlig beseitigt, sondern daß auch ein Ueberschuß an Wohnungen zu verzeichnen ist. Ganz besonders bemerkenswert ist es, daß der englische Baukostenindex 180 Prozent ausmacht, während der deutsche nur 175 Prozent beträgt. Das Hypothekenkapital ist in England zu einem Zinsfuß von 4 bis 5 Prozent zu haben, was selbstverständlich auch dazu beigetragen hat, die Beseitigung der Wohnungsnot zu fördern. Obwohl es in England keine öffentliche Wohnungszwangs= wirtschaft und auch kein Wohnungsamt gibt, ist auch in England in der Nachkriegszeit ein Höchstmietensatz geschaffen worden. Dieses Gesetz gilt jedoch nur für die mit Hilfe staatlicher Mittel gebauten Wohnungen, sowie für den Teil der Einzelhäuser und Wohnungen, der einen bestimmten Friedensmietertrag nicht überschreitet und läßt somit einen großen Teil der Wohnungen völlig unberührt. Daß man von einer englischen Zwangsmietengesetzgebung nicht sprechen kann, geht schon daraus hervor, daß in England nur ein Drittel der Neubauwohnungen mit staatlichen Zuschüssen hergestellt worden ist, wäh rend die übrigen zwei Drittel auf die private Bautätigkeit ohne jeglichen Zuschuß von seiten des Staates entfallen. Im Gegensatz zu Deutschland, wo die gesetzliche Miete zur Zeit 120 Prozent der Friedensmiete beträgt, beträgt die gesetzliche Höchstmiete in England bereits 140 Prozent der Friedensmiete. Dieser Hundertsaz erfährt noch eine erhebliche Steige= rung, etwa von 10 bis 20 Prozent der Friedensmiete da= durch, daß dem Vermieter in England das Recht zugebilligt ist, die gegen früher erheblich erhöhten Grundsteuern in Höhe ihres Mehrbetrages wieder umzulegen. Für Räume, die der Höchstmiete unterliegen, ist in England ein Kündigungsschutz eingeführt worden, während die übrigen Räume dem freien KündiWie schon eingangs gesagt, tennt England teine Zwangswirtschaft im deutschen Sinne, woraus sich auch ergibt, daß die Weitervermietung leer gewordener Wohnungen keinem gesetzlichen Zwange unterliegt. Pfarrer Heumanns Heilmittel gungsrecht des Vermieters unterliegen. stets vorrätig in der Niederlage Hirsch- Apotheke, Giessen Frankfurterstrasse 4, Das Pfarrer Heumann- Buch 272 Seiten 150 Abbildung. erhält jed. Leser vollständig umsonst und portofrei, von Ludwig Heumann& Co. Nürnberg M. 629. Allerlei Pfingstbräuche. Von Georg Behrendt. Von den früheren Frühlings- und Maigebräuchen sind viele auf Pfingsten verlegt worden. Und so ist dieses Fest zum eigentlichen Sommerfest geworden. Der Psalmist singt ,, Schmücket das Fest mit Maien". Es dürfen daher auch an Pfingsten vor allem die Maibäume nicht fehlen. Ueberall schmückt man 3immer und Türen mit grünem Birkenreis, errichtet Maibäume usw. In einigen Gegenden haben sich bis auf den heutigen Tag ganz merkwürdige Pfingstbräuche erhalten. So trägt z. B. bei den Bewohnern der Eifel der Maibaum am Gipfel einen Kranz von Eierschalen und bunten Bändern. So lange der Baum steht, wird abends um ihn getanzt und gesungen; man nennt dies ,, Kronentanzen". Am Schlusse wird der Baum verstrichen und das„ Kronengelage" abgehalten. Jm südlichen Böhmerwald versammeln sich am Pfingstabend die Burschen der Dörfer und erwählen aus ihrer Mitte den ,, Pfingstel oder Pfingstschwanz". Dieser erhält als Auszeichnung einen großen Dreispitz, von dem hinten ein ellenlanger, aus Stroh geflochtener Zopf herabhängt. Mit Kohle und Rötel wird das Gesicht beschmiert. In der Hand hält er einen mit Bändern und Blumen geschmückten Fichtenstock, dessen geschälte Zweige zierlich aufgebunden sind. Die Spitze ist mit einem Stachel behufs Abwehrung der Zudringlichen versehen. Der Pfingstel eröffnet den Zug. Von Haus zu Haus ziehend, werden Gaben gesammelt. Die Feierlichkeit endet mit einem Zechgelage im Wirtshaus. Der Pfingstel erhält gewöhn= lich noch eine Ertragratifikation in Geld und Branntwein. In Thüringen treffen wir das Laubmännchen. Ganz in Buchenbüsche gehüllt und die Zweige so über dem Kopfe zu einer Krone zusammengebunden, daß nichts als das Gesicht sichtbar ist, durchzieht es mit seinen singenden Genossen den Ort. Aehnlich gekleidet ist die Pfingstblume in Mecklenburg; nur besteht die Krone aus Blumen. In Körben werden Eier, Speck, Würste u. a. gesammelt. Zuletzt wird das Laubmännchen mit Wasser besprengt. Ein fröhliches Zechgelage beschließt die Feier. In Anbetracht der Tatsache, daß England im Gegensatz zu Deutschland die Wohnungskalamität bereits überwunden hat und sich auf dem Wege zu geordneten Wohnverhältnissen beIn Wangen im Allgäu findet zu Pfingsten das Karrenrennen oder Karrennennen statt. Jeder Bursche kommt mit seiner Geliebten und mit einem Schubkarren auf den freien Play. Ueber diesen wird in gerader Richtung ein Seil ge= spannt und die Karren in einer Linie ganz gleichmäßig aufgestellt. In die Karren setzen sich die Geliebten der Burschen. In gewisser Entfernung davon steht eine mit Bändern, Tüchern u. dergl. geschmückte Maie, auf welche nach gegebenem Zeichen alle losfahren. Auf der Mitte des Weges wird gewechselt. Nun muß das Mädchen den Burschen schieben. Wer zuerst ans Ziel tommt, hat den Preis gewonnen. Am zweiten Pfingstfeiertag findet in Jrmelhausen seit undenklichen Zeiten ein Wettrennen zwischen den unbescholtenen Burschen statt, die gewöhnlich maskiert erscheinen. Tanz beschließt den Tag. Im Fuldaischen fand früher alljährlich ein Flurritt mit nachfolgendem Wettrennen statt. Berühmt war auch der Pfingstritt zu Eckwersheim( Elsaß), womit ein Kranz- oder Ringstechen verbunden ward. Mit einer hölzernen Gabel mußte ein Ring herabgeholt werden. Der Sieger war Pfingsttönig. Zu Langenberg bei Gera ward der sog. Frontanz abgehalten, der bis 1656 am zweiten Tage, von da bis 1728 am dritten und dann am Mittwoch stattfand, aber seit 1824 aufgehoben wurde. Zum öffentlichen Tanz auf dem Marktplate versammelten sich in Langenberg die Bauern aus der Nachbarschaft. Jeder mußte einen vorgeschriebenen Tanz bei Strafe eines neuen Schocks machen. Am Pfingstmontag findet im südlichen Kärnten das Rufenstechen statt. Eine Kufe wird auf eine lange Stange gesteckt und muß beim Vorüberjagen mit dem Pferde herabgeschlagen werden. Der Pfingstreiter ist in Steiermark mit einem Soldatenrock bekleidet und mit Medaillen und Blumen geschmückt. Eine Stange dient als Lanze. Fröhliche Gesellen umgeben ihn. An langen Stangen tragen sie Reisigbüschel, die sie ins Wasser tauchen, um damit Vorübergehende zu bespritzen. Die eingesammelten Gaben werden zu Musik und Bier verwendet. Im Harlingerland versammeln sich die Burschen am Nr. 43. findet, ist ernstlich zu erwägen, ob es nicht möglich ist, die deutsche Wohnungspolitik in ähnliche Bahnen zu lenken. England hat den Beweis erbracht, was freie Wirtschaft vermag! Lokales. Pfingsten. Umwoben vom Duft und Glanze des Frühlings läuten die Glocken im Lande das Pfingstfest ein. Mutter Erde hat ihren schönsten Schmud angelegt. Die Wiesenteppiche sind mit Blumensternen neu bestickt, Strauch und Baum haben ein Spitzenkleid von Blüten angelegt, die Vöglein verschwenden ihre besten Lieder und heiliger Gottesfriede ist ausgegossen über die heimatlichen Fluren, als wäre nie ein Unwetter, nie ein furchtbarer Krieg, nie Haß und Zwietracht über diese bräutliche Erde hinweggegangen. Mitten in dieser herrlichen Blütenzeit feiern wir Christen das Fest des heiligen Geistes. In diesem Zauber der Natur mar es gelegt von Anfang an als ein Fest des befreiten Lebens, der Entfaltung aller geheimen Kräfte, der Macht des Guten und Schönen des göttlichen Geistes. An diesem Festtage klingen himmlische Weisen über diese Erde und Melodien, die nicht von dieser Welt sind und doch das Reich des Geistes auf die Erde tragen. Als dieser himmlische Geist des großen Schöpfers beim ersten Pfingstfeste über eine kleine Gemeinde aus Galiläa sich niedersenkte, da hielt auch Not und Armut sie zusammen. So saßen sie vereint, verlassen von aller Welt und hielten Rat. Wo die Not am größten ist, da ist Gott am nächsten. Und siehe da, die Himmel taten sich auf, und der Gott schickte seinen heiligen Geist über diese kleine, aber standhafte Maßgebende Ernährungsphysiologen sind der Ansicht, daß diejenige gemischte Kost die zuträglichste ist, die einige Mal wöchentlich kleine Fleischgaben, täglich reichlich Gemüse und Obst und im übrigen Milchmehlspeisen enthält. Sicher ist es nun jedem erwünscht, auch eine Abwechselung in den Mehlspeisen zu haben. Hier kommen Ihnen Dr. Oetker's Puddingpulver, die leicht und schnell mit Milch zu bereiten sind, sehr entgegen. Sie ergeben schmackhafte und wohlbekömmliche Nachspeisen. Dr. Oetker's Puddingpulver sind ebenso, wie Backpulver, Backin", Vanillin- Zucker, Gustin usw. infolge großen Umsatzes in allen Geschäften stets frisch zu haben. Viele neue und wertvolle Anregungen zum Backen bietet Ihnen das neue farbig illustrierte Oetker- Rezeptbuch, Ausgabe F, das für 15 Pfg. in allen Geschäften erhältlich ist. Sie erfahren aus dem Buche auch Näheres über den vorzüglichen Back apparat ,, Küchenwunder", mit dem Sie auf kleiner Gaskocherflamme backen, braten und kochen können. In vollständig neuer Bearbeitung ist Dr. Oetker's Schulkochbuch, Ausgabe C, wieder erschienen. Es ist mit seinen ca. 500 Koch-, Back- und Einmache- Rezepten und vielen farbigen Tafeln für jede Hausfrau und besonders für die angehenden ein guter Ratgeber für die Haushaltführung, wobei die veränderten wirtschaftlichen Verhältnisse, sowie die neuen Forschungsergebnisse in der Ernährungswissenschaft berücksichtigt sind. Wo nicht vorrätig, ist das 150 Seiten starke Buch in dauerhaftem Pappband gegen Einsendung von 30 Pfg. in Marken von mir portofrei zu beziehen. Dr. August Oetker, Bielefeld Vorabend und richten einen hohen Baum mit Latten und an derem Holzwerk auf, der mit Laub und Schwüngen geschmüd wird. An der Krone findet sich ein Fliederstrauß. Am Pfingst morgen wird der Baum fingend umtanzt: Maiboom, Maiboom, hol die fast, Mörgen kömmt de fremde Gast. Der will uns den Maiboom nehmen, Denn mööt wir uns doch wat schämen. Die Burschen der Nachbarorte trachten nämlich danach, den Baum seines Schmuckes zu entkleiden, was als große Schande gilt. Bei den Rumänen Siebenbürgens ist Pfingsten das Fest der Tanzfreude. Aus den beachbarten Orten kommen Mädchen und Jünglinge auf einem bestimmten Platz zusammen. Die besten Tänzer ziehen von Dorf zu Dorf, um sich sehen zu lassen. Ihr Tanz wird Solo getanzt. Dann übersteigen die künstlichen Schritte und Sprünge, die sie( auf ihre Stäbe gelehnt) machen, alles, was man sich einbilden kann. Bei dem um eine in den Boden gesteckte Fahne getanzten Reigen werden mehrere Strophen eines Liedes gesungen, deren Refrain ,, auf sie" lautet. Die ses dauert so lange fort, bis einer auf die Fahne stürzt und sie dem Boden entreißt, worauf alles in scheinbarer Flucht aus einanderstiebt, um dann einen gemeinsamen, vergeblichen Angriff auf die Fahne zu versuchen. Man will hierin Reminis cenzen an die von den Römern hochgehaltene Jahresfeier des Raubes der Sabinerinnen sehen. Die Bewohner von Lambrecht in Rheinhessen haben zu Pfingsten der Gemeinde Deidesheim einen tadellosen Ziegenbock zu liefern, der dann öffentlich versteigert wird. Deidesheim besitzt nämlich in dem bei Lambrecht gelegenen Curbachtale einen Waldkomplex, worauf den Lambrechter Bürgern seit undenklichen Zeiten das Recht zusteht, Kühe und Ziegen zu weiden, wogegen sie nach einer von Napoleon I. getroffenen Anordnung gehalten sind, einen fehlerfreien Ziegenbock alljährlich am Pfingstsonntage zu liefern. Als sie sich des sen einstmals weigerte, entstand ein Prozeß, der schließlich zu Ungunsten der Lambrechter Einwohner entschieden ward. Samstag, den Wölflein. Und diese jaraht, löfte diesen dischen Mut und erf Der großen Betenner einfachen Männer au fen dann eine ganze ingittages Das einigende hlang, war die Lie tätten mehr auf die neu geschaffen, so fi ur neuen Blüte e reifen, wenn die g ginnen würde, wo e fes Reich des Heilig jen wir uns wieder heilige Pfingstgeist, wird, der die Gabe Führern der Völker Das Bolt, das sich z tes, das als Erstes und Elend in der gestürzten Altar erri gefunden und die E einbringen. Heil dem deutsc en wir des Heiligen Gonne und Freude ihen Herzen glimm und friedfameren 3 einst die zwölf besch wir ihn zum großen Das Verschüttete wi So mögen mor Lingen in den Pfin Tiefes Voltes, dami Futen Taten. Dan in deutschen Lander † Geh. Medizin Terstag ganz plögli verschieden. * Die Bermög ten werden sollte, w St mitgeteilt vom D Detsdurchfahrt Ni berg- Frankfu ZiegenbergMtphe- Berstadt, berg, ab 29. heim- Wohnb Bernsdorf- Schönf feitig gefperrt Oberfloritadt- St 21. Mai bis Am. 22,7-21,4, bis 22. Mai Am. 26-25,6, in Mai bis 2. Ortsstraße in Ch vom 29. Ma Lemp- Kölsch Lean- Stochauf Mai bis 5 Weiheritieg. Stodhausen- Bi 4. bis 12. herstieg. Bahnhof Braun Auf d Die histori Von Dr. 25 Milliard her schon an St find gerade in f Zeichner von R jinden. Und in getrieben mit weist, daß die friegszeit, ein i Hems der Zwan Jung der Wohnri nungsmarktes die wird Mizbrauch fer, die auf Koste werden. Neue u gewählten Parla entgegengebracht t. 43. die deut England ng! läuten die hat ihren mit Blu in Spigen n ihre benüber die ein furcht tliche Erde ir Christen der Natur freiten Le Macht des iesem Fest Melodien, des Geistes s beim er Saliläa fich mmen. So en Rat. Wo der Gott standhafte gen ge gemischte einige Mal täglich reichbrigen Milches nun jedem elung in den Oommen Ihnen ie leicht und ind, sehr entte und wohlr. 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Und dieser Geist sprengte alle Fesseln der Menschenjurcht, löste diesen Männern ihre Zungen, gab ihnen überirdischen Mut und erfüllte die ganze Gemeinde mit dem Geiste der großen Bekenner, Glaubenskämpfer und Propheten. Diese einfachen Männer aus Galiläa eroberten mit diesen Geisteswafjen dann eine ganze Welt. Das ist das große Wunder des Pfingsttages. Das einigende Land, das die Menschen von damals um= schlang, war die Liebe. Sie hat heute leider nur wenig Heimstätten mehr auf dieser Erde. Wie der Maien die Mutter Erde neu geschaffen, so könnte aber auch die Menschheit sich wieder zur neuen Blüte entfalten und kostbaren Früchten entgegenreifen, wenn die große Welt- Christengemeinde da wieder beginnen würde, wo einst ihre Urgemeinde angefangen hat. Dieses Reich des Heiligen Geistes, das diese einst gründeten, müsjen wir uns wieder zurückerobern. Es fehlt unserer Zeit der heilige Pfingstgeist, der mit seiner Sprache allen verständlich wird, der die Gaben der Weisheit und des Verstandes in den Führern der Völker und in diesen selbst wieder wirksam macht. Das Volk, das sich zuerst zurückfindet zu diesem Reiche des Geistes, das als Erstes in heiliger Feindschaft gegen alles Unrecht und Elend in der Welt dem heiligen Gottesgeiste wieder den gestürzten Altar errichtet, dieses Volk wird auch als Erstes gesunden und die Ernte eines solchen Pfingstwunders geläutert einbringen. Heil dem deutschen Volke, wenn es diesen Weg betritt! Seien wir des Heiligen Geistes neue Jünger! Schaffen wir Licht, Sonne und Freude wieder in unser Dasein! In jedem deutschen Herzen glimmt noch die Sehnsucht nach besseren, reineren und friedsameren Zeiten. Suchen wir den Heiligen Geist wie einst die zwölf bescheidenen Männer aus Galiläa und erwählen wir ihn zum großen Baumeister unseres Vaterlandes, damit er das Verschüttete wieder ans Tageslicht bringe. So mögen morgen die Glocken voll und freudig hinausfingen in den Pfingstmorgen und hineindringen in die Herzen dieses Volkes, damit diese wieder geweckt werden zu christlichen guten Taten. Dann wird es wieder gesegnete Pfingsten geben in deutschen Landen. † Geh. Medizinalrat Professor Dr. med. Bostroem ist Donnerstag ganz plötzlich nach der Rückkehr von einem Spaziergang verschieden. * Die Vermögenssteuererklärung, die Ende Mai abgege ben werden sollte, wird erst für die zweite Junihälfte notwendig. 食 Straßensperrungen, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. B., Gießen. Ortsdurchfahrt Niedermörlen, im Straßenzug Gießen- Friedberg- Frankfurt, ab 29. Mai bis auf weiteres; Umleitung: Ziegenberg- Usingen, bezw. Butzbach- Steinfurth. Utphe- Berstadt, im Straßenzug Grünberg- Hungen- Friedberg, ab 29. Mai bis auf weiteres; Umleitung: Bellersheim Wohnbach. Bernsdorf- Schönstadt, im Straßenzug Fritzlar- Kassel, halbfeitig gesperrt vom 1. bis 15. Juni. Oberflorstadt- Staden, im Straßenzug Friedberg- Staden, vom 21. Mai bis auf weiteres; Umleitung: Stammheim. Ara. 22,7-21,4, im Straßenzug Herborn- Hachenburg, vom 18. bis 22. Mai; Umleitung: Willingen. Rm. 26-25,6, im Straßenzug Herborn- Hachenburg, vom 26. Mai bis 2. Juni; Umleitung: Waldaubach. Drtsstraße in Chringshausen, im Straßenzug Wetzlar- Herborn, vom 29. Mai bis 10. Juni; Umleitung: Bechlingen- OberTemp Kölschhausen. Lean- Stockhausen, im Straßenzug Wetzlar- Weilburg, vom 22. Mai bis 5. Juni; Umleitung: Burgfolms- BraunfelsWeiherstieg. Stockhausen- Biskirchen, im Straßenzug Wetzlar- Weilburg, vom 4. bis 12. Juni; Umleitung: Burgsolms- Braunfels- Weiherstieg. Bahnhof Braunfels Philippstein, im Straßenzug Leun- PhiAuf dem Wege nach Rußland. Die historische Aufgabe des deutschen Mittelstandes. Von Dr. Alfred Schmidt- Soepke, Düsseldorf. Schluß. 25 Milliarden Reichsmart hat der deutsche Hausbesitz bisher schon an Steuern und sonstigen Opfern aufgebracht. Dabei ind gerade in seinen Reihen die um ihre Ersparnisse betrogenen Zeichner von Kriegsanleihen, Kleinrentner und Pensionäre zu finden. Und immer noch ist's nicht genug. Es wird Mißbrauch getrieben mit einer Wohnungsstatistik, die eigentlich nur be= weist, daß die Wohndichte heute geringer ist als in der Vorfriegszeit, ein schlagender Beleg für die Verfehltheit des Sytems der Zwangswirtschaft, das erst durch die falsche Verteilung der Wohnräume, durch die Ausschaltung eines freien Wohnungsmarktes die Wohnungsnot hervorruft und verewigt. Es wird Mißbrauch getrieben mit der Unterstützung asozialer Miefer, die auf Kosten der anständigen Leute gehegt und gepflegt werden. Neue uferlose Pläne drohen von den demnächst neu gewählten Parlamenten der gesetzgeberischen Verwirklichung entgegengebracht zu werden. Auch in den bürgerlichen Par63 ,, Gießener Zeitung" Nr. 43. lippstein, v. 29. Mai bis 12. Juni; Umleitung: Burgsolms| festgestellt, daß es sich um eine echte Stradivarius aus dem Jahre Braunfels Weiherstieg. Niederaula- Hersfeld, im Straßenzug Gießen- Alsfeld- Hersfeld, bis 30. Mai; Umleitung: Kirchheim- ReckerodeMeisebach. Die Straßensperrung zwischen Lauterbach und Angersbach im Straßenzug Lauterbach Fulda ist ab 25. Mai aufgehoben. Die Sperrung Bellnhausen Km. 97,3 im Straßenzug Gießen ist aufgehoben. Aus Nah und Fern. Lindenstruth. Hier legte die Frau eines Weißbinders ihr 1½ Jahre altes Töchterchen ins Bett, um ihren Arbeiten nachgehen zu können. Als es Zeit war, das Kind wieder zu wecken, fand die entsetzte Mutter das Kind tot vor; es war in den Kissen erstickt. Gedern. Auf bisher unaufgeklärte Weise entlud sich am Mittwoch auf die Prämiierungsmarkt ein Tesching des Schießbudenbesitzers. Die Kugel drang einem 17jährigen Burschen aus Kaulstoß in die rechte Lungenspitze. Der herbeigerufene Arzt verbrachte den Bewußtlosen ins hiesige Krankenhaus. Es be= steht Lebensgefahr. Darmstadt. Burg Otzberg soll als„ Hessische Jugendburg" als Erinnerungsstätte für die im Weltkrieg gefallene Wandervogeljugend ausgebaut werden. Wetzlar. Am Mittwoch wurden hier drei schwere Einbrüche verübt. Es wurde in das Goethe- Café, in ein dabei befindliches Delikatessengeschäft und in die Städtische Badeanstalt eingebrochen. Den Dieben fielen in allen Fällen Geldbeträge in ziemlicher Höhe, sowie Vorräte an Zigaretten, Schokolade, Seife usw. in die Hände. Frankfurt. Im Geschäftsraum einer hiesigen Großbank wurde Freitag einem Kassenboten seine Mappe mit etwa 12 000 Mark Inhalt gestohlen. Er hatte die Mappe unvorsichtigerweise auf dem Schreibpult liegen lassen, als er am Schalter seine Aufträge erledigte. * Professor Junkers Ehrenbürger von Dessau. Der Dessauer Gemeinderat hat auf Vorschlag des Magistrates aus Anlaß des geglückten Ost- West- Fluges und der er= folgten Fertigstellung des 1000. Flugzeuges den Besitzer der Junkerswerke und Schöpfer des Ganzmetallflugzeuges, Profejsor Dr. Junkers, zum Ehrenbürger ernannt und ihm zu Ehren eine Straße Junkersstraße" benannt. * Nobile am Nordpol. Wie General Nobile dem italienischen Unterstaatssekretär für Luftschiffahrt und Marine durch Radio mitteilt, hat er Donnerstagmorgen 1,15 Uhr den Nordpol erreicht, 1,20 Uhr die italienische Flagge und 10 Minuten später das Kreuz des Papstes abgeworfen, worauf er mit der„ Italia" den Rückflug antrat. Die Geige im Kohlenkasten. New York. In Port Chester, einem Städtchen im Staate New York, hat der Polizist John Dyer ganz unerwartet in einem Kohlenkasten einen überaus wertvollen Schatz entdeckt. Er wollte eine Geige, die er von seinem Vater geerbt und die 30 Jahre lang unbeachtet in dem Kohlenkasten gelegen hatte, für den Musikunterricht seiner Tochter vom Staub reinigen lassen. Der Geigenhändler, dem das Instrument zu diesem 3wed anvertraut wurde, merkte sofort, daß er eine ungewöhnliche Marke in der Hand hatte. Er entdeckte im Innern der Geige Schriftzeichen, die ihn in seinem Glauben bestärkten, und bot dem Besitzer für die Ueberlassung der Geige 1500 Dollars. Der Polizist erklärte später, für 35 Dollar hätte er die Geige verkauft. Das Angebot von 1500 Dollar habe ihn aber stuzzig gemacht. Er gab die Geige nicht her, sondern ließ sie in New York bei einem Sachverständigen untersuchen. Dort wurde 1736 handelte. Der New Yorker Musiker Robert Kahn bot dem Besitzer 22 000 Dollars. Er gab sie aber auch für diesen Preis nicht her, da er die beste Aussicht hat, sie an Henry Ford, der alte Geigen aus Liebhaberei sammelt, zu einem weit höheren Preis zu verkaufen. Neue Bücher. Lehrgang der Gesprächsführung und Redetechnik. Von Dr. Frizz Gerathewohl, Lektor der Redekunst a, d. Universität München. 256 S. 6 Hefte in Kassette. Gebunden R.-Mt. 8,-. Verlag Parcus u. Co., München, C 1.- Dieses Werk ist das erste in Deutschland, in dem die Ergebnisse der modernen psycholo gischen und psychotechnischen Forschung sowie der Phonetik, Stimmphysiologie, Sprechkunde und Rhetorit, aber auch die praktischen Erfahrungen bedeutender Redner und Verhandlungsleiter von Demosthenes und Cicero bis zu Rathenau, Ebert, Stresemann und Keudell als Grundlage eines Lehrgangs verwendet wurden. Ferner unterhält das Buch eingehend z. B. über Gedächtnisschulung, das Verkaufsgespräch, den der Rede, der nicht ,, schön" sondern sinngemäß sein soll, über demagogische Kniffe, den Aufbau der Rede u. v. a.- Man legt dieses Werk mit dem Bewußtsein aus der Hand für seinen Umgang mit Menschen eine Schulung genossen zu haben, die für den Erfolg fast jeder beruflichen Arbeit die bestmöglichsten Aussichten bietet. Deutsche Spiele. Von H. Hoser. Mit 109 Abbildungen. Verlag Knorr& Hirth G. m. b. H. München. Man kann wohl sagen, Hoser hat hier eine Sammlung aller Spiele, die es gibt, sehr verständlich und mit guten Bildern erläutert. Jeder der irgendwie mit unserer Jugend zu tun hat: Eltern, Lehrer, Erzieher usw., wird sich mit diesem Buche einen fast unerschöpflichen Born von Anregungen erstehen. Der Preis des handlichen Buches ist 3,60 M( in Ganzleinen 4,80 M). Das Bayerische Hochland, illustrierte Zeitschrift für den Fremdenverkehr und Wintersport bringt mit seiner April- Nummer wieder ein reich illustriertes Heft heraus. Vor allem zeigt es diesmal die Schönheit des Jsar- und Loisachtales. Neben Bildern aus dieser Gegend bringt das Heft noch Aufnahmen vom Schlierseer- und Wendelsteingebiet und vom Aibsee. Interessenten erhalten Probenummern kostenlos durch den Verlag München 9. Geschäftliches. Das 65. Semester des Kyffhäuser- Technikums in Bad Frankenhausen brachte abermals eine Steigerung der Besucherzahl. Dem Gebäudekomplex ist ein neues mehrstödiges Gebäude einverleibt worden. In diesem werden unter ande ren mehrere Zeichensäle, das neu eingerichtete Laboratorium für Werkstoffprüfung, ein Werkzeugmaschinen- Laboratorium für Betriebsführung, ein metallographischer Versuchsraum und ein chemisch- physikalisches Praktikum untergebracht. In der Abteilung für Allgemeinen Maschinenbau und Elektrotechnik haben die bestehenden Versuchsanlagen weitere Ausdehnung erfahren. Die ernste und zielbewußte Arbeit, die erfolgreiche Erfüllung der Aufgaben, die sich das Institut auf flugtechnischem und automobiltechnischem Gebiete gestellt hat, führte zur Organisation einer selbständigen Fachabteilung für Luft- und Kraftfahrzeugbau", der ersten und ältesten Schule dieser Art. Hier sind um= fangreiche Lehrmittelsammlungen mit einer Fülle wertvollen neuzeitlichen Materials zusammengetragen, die durch den Ausbau der bestehenden Windkanalanlage für aerodynamische Messungen wertvolle Bereicherung finden. Die Bedeutung der einzigen deutschen Fachabteilung für Landmaschinenbau ist ja zur Genüge gewürdigt worden. Das Kyffhäuser- Technikum, das von seiner Gründung an unter Leitung von Prof. Suppert steht, wird nach wie vor seine hohe und dankenswerte Aufgabe darin erblicken, seinen zahlreichen Besuchern eine gründliche gewissen= haft geleitete Fachausbildung zu vermitteln. Für den 10. Oftober ist der Beginn des Winter- Semesters angesetzt. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. dem alten ehrlichen Standpunkt der Entschädigung steht. Das soll geändert werden. Ein weiterer Beitrag zu der Politisierung des Rechts. In Rußland ist ja bereits fein Unterschied mehr zwischen Recht und Politik. teien befinden sich Abgeordnete in großer Zahl, die dem soge=| daß die Rechtsprechung des Reichsgerichts bisher noch nicht auf nannten Bodenreformgesehentwurf ihre Zustimmung gegeben haben, jenem Entwurf, der die Gemeinden zwingen will, über das jetzige bereits viel zu große Maß hinaus sich Bodenbesitz zuzulegen, ohne Rücksicht auf das Bedürfnis und ohne Rücksicht auf die Kosten. Um ein Haar wäre das preußische Städtebaugesetz, das den gleichen eigentumsfeindlichen Geist atmet, und im Hinblick auf unsere schweren Wirtschaftsnöten ebenso unzeitgemäß ist, schon von dem letzten Preußenparlament verabschiedet worden. Man schämt sich schon nicht mehr, offen heraus einzugestehen, ja gesetzlich zu formulieren, daß dem Grundeigentümer eine volle Entschädigung für die Beschränkung seines Verfügungsrechtes und die Wegnahme seines Eigentums vorenthalten werden soll! Der preußische Städtebaugesehentwurf enthält den Begriff der angemessenen" statt der vollen Entschädigung. Das ist doch nur eine Beschönigung des Diebstahls, der hier gewissermaßen auf legalem Wege vorgenommen werden soll, um das Wirtschaftssystem Moskaus auf einem der wichtigsten Teilgebiete der Wirtschaft zu verwirklichen. Die Anhänger dieser Absichten, die, wie gesagt, auch in den bürgerlichen Parteien in Scharen siten, beklagen sich bereits darüber, Die neue Hyriari Cigarette Das sind nur einige Beispiele dafür, in welch stürmischem Tempo wir uns auf der Reise nach Rußland befinden. Hier tann nur eins noch helfen: Der Mittelstand muß sich endlich auf sich selbst besinnen, er muß sich bis aufs Blut wehren und zusammenschließen. Hausbesitz, Handel, Gewerbe, das kleine und mittlere Unternehmertum, die freien Berufe, die Berufsbeamten vom alten Schrot und Korn, die kleinen und mittleren Bauern, sie alle gehören zusammen und sie sind verbunden eine Macht!„ Verbunden werden auch die Schwachen mächtig!" lehrt der große deutsche Freiheitsdichter. Der Mittelstand hat die historische Aufgabe, der roten Flut einen unüberwindlichen Damm entgegenzusehen. Der Spruch, der an den Bauernhäusern Westfalens steht, muß auch der seine werden:„ Silf Dir selbst, dann hilft Dir unser Herre Gott!" KYRIAZI NO6 Leichte Mischung in vollem Format 6-3 Samstag, den 26. Mai 1928. Schutz Marke ,, Gießener Zeitung" Nr. 43. Trinkt das gute Mainzer Aktien- Bier! Telephon Nr. 83 Möbel Schlafzimmer Wohnzimmer Herrenzimmer auf Küchen Während der Pfingstfeiertage„ Johannisbräu❝ EMIL SCHMALL, BIERGROSSHANDLUNG, GIESSEN bequeme Teilzahlung Gemeinnützige Möbelversorgung für das Hausrat ausrat Rhein-, Main-, Lahngebiet G. m. b. H. 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