Nr. 16 Il( Klaffe), je A) und im g der Kämpfe igen eröffnen. B. D. R. gs 12 Uhr, im R. Frühjahrsbe sversammlung Diese vertraten s Vorsitzenden Geschäftsjahr en Mitglieder. führlichen Be tausschuß- Bor rlich über die Dann in seiner hl nicht unterder führenden ind vor allen erkeiten zu be Ossen, den bis nens. Freitagabend et. Die Jahr Feld stellte ich zwei Belgiern, ner und einem ückgelegt. Der Punkte, 2. van 4. Linari- Seif 6. Binda- Tietz Stocelynks 33 P., 11. Rausch13. Wambst e Stehermeister rennen auf der Dauerrennens Der von Sawall Linart fam 240 † über 20 km. Felgier in 18,11 1 entschied. Jm en ersten Plak 5 Punkten. ví. zisterschaft BfB. Kaisers eits 2: 0 geführt unerwartete 1: 0 hland belegte im Amerika 1. Jm 95 P. sicher vor vorlegter Stelle .... eim/ wie heute parat fteht, der che Vollendung I diefem Gebiet e erzählt( jedem Der Deutsche liche ausführ en Sender bringt belten beim Poltamt Verlag, Berlin N 24 garten: Pflaumen uno e und Spaliere, , Quitten- Büsche ,. Clematis u. a. honien Cypressen. n in großer Ausen, Kirschlorbeer gen Preifen ( Holstein). eerfträucher, groß b, JohannisbeerBrombeeren; me, Hochstämme, tten und wunder Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder RüdJendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Jahrg. - Bolitische Sagesschau. Die nächste Vollsigung des Reichstags ist jetzt endgültig auf Montag, den 27. Februar, 15 Uhr, anberaumt worden. Auf der Tagesordnung steht u. a. die Entgegennahme einer Erklärang der Reichsregierung. In der Presse verbreitete Nachrichten, wonach der Reichsfanzler infolge seines Gesundheitszustandes beabsichtige, zurückzutreten, werden dementiert. Der Gesundheitszustand des Reichstanzlers bessere sich vielmehr ständig. Er würde allerbings noch einige Wochen brauchen, um gesundheitlich wieder hergestellt zu sein. Wie der Verband mitteldeutscher Metallindustrieller mitteilt, ist am Freitagvormittag in fast allen Betrieben der mitteldeutschen Metallindustrie die Arbeit wieder aufgenommen worden. Daher hat der Gesamtverband deutscher Metallindutrieller die beschlossene Gesamtaussperrung aufgehoben. Die mecklenburg- streligschen Staatsminister Dr. Freiherr *. Reibniz und Dr. Heiperg haben mit Rücksicht darauf, daß der Bandtag ihnen das Vertrauen versagte, ihren Rücktritt erklärt. Sie sind nunmehr bis auf weiteres geschäftsführende Minister. Wie aus Mülhausen berichtet wird, sind auf Anordnung des Untersuchungsrichters in Mülhausen weitere Autonomisten verhaftet worden. Nach letzten Meldungen aus dem früher deutschen Samoa lehnen sich die Samoaner weiterhin gegen die neuseeländische Druck und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. Mr. Samstag, den 25. Februar 1928 Änderung des preußischen Wahlgesetzes. Berlin. Der Staatsrat genehmigte heute einen Gesetzentwurf zur Aenderung des Landeswahlgesetzes. Der Entwurf bezweckt, die preußischen Wahlrechtsvorschriften der durch das Urteil des Staatsgerichtshofes geschaffenen Lage anzupassen, da mit der Durchbringung eines Reichsgesetzes gegen die Splitterparteien nicht mehr gerechnet werden kann. Die gegenwärtigen Vorschriften des Landeswahlgesetes können nach der Entscheidung des Staatsgerichtshofes nicht aufrechterhalten werden. Es soll daher die entsprechende Bestimmung im Landeswahlgesetz folgendermaßen gefaßt werden.: „ Die Kreiswahlvorschläge müssen von mindestens 500 Wählern des Wahlkreises unterzeichnet sein. An Stelle von 500 Wählern genügen 20, wenn diese glaubhaft machen, daß mindestens 500 Wähler Anhänger des Kreiswahlvorschlages oder eines anderen sind, mit dem sich der Wahlvorschlag verbinden oder der sich dem gleichen Landeswahlvorschlag anschließen will." Bei den Bestimmungen über den Landeswahlvorschlag tritt eine Aenderung dahin ein, daß dieser nicht von mindestens 1500, sondern von mindestens 20 Wählern unterzeichnet sein muß. Der Entwurf bedeutet eine Uebernahme der im Reichswahlgesetz für die Einreichung der Wahlvorschläge getroffenen Regelung in das preußische Landeswahlgeset. Mandatsherrschaft auf. Neuseeländische Bolizei und Marine Reichstagskandidaten entwaffneten vorgestern 250 angebliche Verschwörer. In Warschau hat der Riesenprozeß gegen die weiß- russische Organisation Hromada begonnen. Auf der Anklagebant sigen insgesamt 56 Bersonen. Die Hromada wird beschuldigt, beabsichtigt zu haben, Polnisch- Weißrußland der Räteunion anzugliedern. Die Zahl der Zeugen, die gestern in Gruppen zu je 50 Mann vereidigt wurden, beträgt 650. Die Reform der Reichspost. In der Freitagsigung des Verwaltungsrates der Deutschen Reichspost teilte Reichspostminister Dr. Schäzel u. a. mit, daß der Schwerpunkt des Betriebsdienstes künftig bei den Oberpostdirektionen liegen müsse. Auch die Personalwirtschaft werde weiter rationalisiert. Neu eingeführte Buchungsmaschinen im Postscheckverkehr gestatten eine Verminderung des Personals um rnnd 30 Prozent. Die Zustellverhältnisse auf dem Lande und der Wirtschaftspartei. In der im Handwerkerhaus abgehaltenen Wahlkreisver bands- Konferenz der Reichspartei des deutschen Mittelstandes ( Wirtschaftspartei) der Provinz Hessen- Nassau, an der auch die Vertreter des Wahlkreises Hessen- Darmstadt teilnahmen, wurde beschlossen, als Spitzenkandidat auf die Reichstagsliste den Parteivorsitzenden Bäckermeister Hermann Drewig als Vertreter für Handwerk und Gewerbe zu setzen. Die zweite Stelle auf der Reichstagsliste wird, als Vertreter der freien Berufe, Rechtsanwalt und Notar Dr. Werner Rhode- Frankfurt a. M., einnehmen. Ferner wurde beschlossen auf der ersten Stelle der Landtagswahlliste der Provinz Hessen- Nassau für den preußischen Landtag ebenfalls Dr. Werner Rhode zu nominieren. Die nächsten beiden Plätze auf der Landtagswahlliste werden durch den Wahlkreisverbands- Vorsitzenden Maurermeister Jean RuhlFrankfurt, und den Tischlermeister Karl Wachsmuth- Kassel, besetzt. in der Stadt sollen weiter verbessert werden. Die Gebühren Der hessische Verkehrsverband gegen Frankfurt. erhöhung habe keinen Verkehrsrückgang zur Folge gehabt. Sonst seien die Schätzungen eingetroffen, trotzdem sei die Balancierung des Etats für 1928 sehr schwierig. Größte Beschränkung im Investierungsprogramm sei unerläßlich. Die Finanzlage sei nach wie vor gespannt, es sei aber zu hoffen, daß im laufenden Jahre die Anleihe von 1927 im Be trage von 174 Mill. Mark unterzubringen sein könne. Für 1928 sei eine Anleihe von 50 Mill. vorgesehen, zusammen also 224 Mill. Anleihe. Bis zum Jahre 1930 müßten ferner die 150 Mill. turzfristige Postschatzanweisungen in langfristige Anleihen umgewandelt werden. Der Etat der Deutschen Reichspost balanciere 1927 mit 2149 Mill., 1928 mit 2204 Mill. Wenn die Konjunktur nicht umschlage, werde auf höhere Einnahmen ge= hofft, die in einem Nachtragsetat veranschlagt werden sollen. Mit Lohnerhöhungen müsse gerechnet werden. Die Erhöhung der Ablieferung an das Reich von 70 auf 100 Mill. entspreche dem inzwischen erhöhten Vermögen der Deutschen Reichspost, dem Reiche zu geben, was des Reiches ist. Im übrigen sei zu beachten, daß sich das Vermögen der Deutschen Reichspost infolge der Investierung in den letzten vier Jahren um eine Milliarde auf 2,5 Milliarden Mark erhöht habe. Hierzu gehört, daß bereits 28 Prozent sämtlicher Fernsprechanschlüsse automatisch sind. Diese Investierungen sind ausschließlich der deutschen Wirtschaft zugute gekommen. chDarauf wird der Aufnahme eines Betriebskredits in Höhe von 200 Millionen Mark von der Reichsbank zugestimmt. Ein Punkt der nächsten Reichstagstagung. Mit dem Wiederzusammentreten des Reichstages wird eine politische bedeutsame Frage akut, nämlich das Vorgehen gegen die Splitterparteien. Preußen hat durch den Gesetzentwurf, dem der Staatsrat gestern seine Zustimmung gab, seine Bindungen an die Splitterparteien beseitigt, damit nicht etwa der Staatsgerichtshof auf den Antrag einer solchen Splitterpartei hin ge= zwungen sein würde, die kostspieligen preußischen Neuwahlen auch für ungültig zu erklären. Im Reich werden die inzwischen unterbrochenen Besprechungen auch wieder aufgenommen. Es ist möglich, daß ein Beschluß dahin zustande kommt, auf den Stimmzetteln nur einen weißen Raum für die Splitterparteien freizulassen, was naturgemäß schon eine erhebliche Erschwerung bedeutet. Man glaubt in parlamentarischen Kreisen, daß es unmöglich sein wird, die Reichsvorschriften zugleich für die LänDer verbindlich zu erklären. Somit ist damit zu rechnen, daß in den bevorstehenden Wahlkämpfen für die Länder die Splitterparteien noch einmal hervortreten können. In einer gemeinsamen Denkschrift der Industrie- und Handelskammer Frankfurt a. M. und des Magistrats Frankfurt ist die Forderung gestellt ,,, daß der Bezirk der Reichsbahn- Direktion Frankfurt a. M. entsprechend vergrößert wird." Wie die Dinge liegen, kann es sich hierbei nur um eine Verkleinerung oder gar um die Aufhebung des Bezirks der Reichsbahndirektion Mainz handeln. Der Hessische Verkehrsverband hat Veranlassung genommen, an die Hessische Regierung die dringende Bitte zu richten, örtliche Frankfurter Sonderinteressen vertretenden Bestrebungen mit allem Nachdruck entgegenzutreten. DEUTZ kompressorlose Dieselmotoren Day 7-10 PS hoch überlastbar CEF betriebsicher 15-25 PS einfach unverwüstlich preisweri 5240 MOTORENFABRIK DEUTZ A- G. Zweigniederlg. FRANKFURT/ M. Taunusstr.10 Leipziger Frühjahrsmesse vom 4.- 14. März 1928, Halle 21, Stand 61-65 Baumesse neben Halle 3, Stand 49-61 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt. für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 17 Skandalöse Verschleuderung von Hauszinssteuer- Geldern. Ein Musterbeispiel gemeinnüßiger Bautätigkeit. Seit Jahren ist auf die Korruptionserscheinungen in der sog. gemeinnützigen Bauwirtschaft in Berlin hingewiesen worden. Zahllose Einzelfälle sind in der Presse und in den Parlamenten mit eindringlicher Deutlichkeit charakterisiert, viele Personen, die in den gemeinnütigen Baugesellschaften eine führende Rolle spielen, bloßgestellt worden, ohne daß bisher die Deffentlichkeit etwas davon erfahren hätte, was unsere verantwortlichen Regierungsstellen zu diesen Vorgängen veranlaßt habe. Es handelt sich dabei um Korruptionserscheinungen, die unr unter der Herrschaft der Zwangswirtschaft sich breit machen können und die bei einer freien Bewirtschaftung unseres Wohnungswesens gar nicht denkbar gewesen wären. Die Fachzeitschrift für Haus- und Grundbesitz„ Das Grundeigentum" hat im vergangenen Jahre im Rahmen ihres grundsätzlichen Kampfes gegen das System der gemeinnützigen Bauwirtschaft sich besonders eingehend mit der Firma, Frizz Klein, Bau- und Siedlungs- Aktiengesellschaft und der gemeinnützigen Bauvereinigung Wohnungssuchender e.G.m.b.H., Berlin, befißt. Das veröffentlichte, genau belegte Zahlenmaterial ist bis heute nicht widerlegt. Es ist zu begrüßen, daß nunmehr auch im preußischen Landtag die Sache zur Sprache kommen wird. Man dürfte gespannt sein, was das Staatsministerium zu der nachstehenden großen Anfrage, die der Abg. Ladendorff namens der Fraktion der Wirtschaftlichen Vereinigung( Wirtschaftspartei) im Landtag eingebracht hat, zu sagen haben wird. Im übrigen spricht der Inhalt der Anfrage für sich selbst: „ In der Fachzeitschrift„ Das Grundeigentum" sind über die Gemeinnützige Bauvereinigung Wohnungssuchender e.G.m.b.H., Berlin W, Am Karlsbad 29 und die Fritz Klein, Bau- und Siedlungs- Aktiengesellschaft, ebendaselbst, die beide mit Zuschüssen aus Hauszinssteueraufkommen bauen, in verschiedenen Aufsätzen folgende Behauptungen veröffentlicht und bisher nicht widerlegt worden: I. Bei den Miethäusern der Gemeinnügigen Bauvereinigung in der Elsenpfuhlstraße in Wittenau: 1. Die Frizz Klein, Bau- und Siedlungs- Aktiengesellschaft habe aus dem Bauauftrag einen übermäßigen Gewinn von RM. 360 000 über den angemessenen Gewinn hinaus gezo= gen und hierbei rund RM. 40 000 mehr Sypothekengeld erhalten, als überhaupt für die Bauten erforderlich war. 2. Die Gemeinnütige Bauvereinigung Wohnungssuchender habe der Fritz Klein, Bau- und Siedlungs- Akt.- Ges. den Bauauftrag gegeben, ohne ein flares Bauprogramm zu vereinbaren. 3. Die Fritz Klein, Bau- und Siedlungs- Att.- Ges. habe schlechte Arbeit geleistet. Zahlreiche wesentliche Mängel sind bei den Bauten in Erscheinung getreteen. 4. Bei den Bauten sei die vereinbarte Bauhöhe nicht eingehalten. Die Gemeinnügige Bauvereinigung Wohnungssuchender habe der Wohnungsfürsorgegesellschaft 2000 cbm. umbauten Raumes zum Zwecke der Erlangung von Hauszinssteuerhypotheken mehr angegeben, als tatsächlich ausgeführt worden seien. Die ministeriellen Richtlinien für die Verwendung des Hauszinssteueraufkommens seien durch die Gemeinnützige Bauvereinigung Wohnungssuchender verletzt worden. 5. Die Gemeinnüßige Bauvereinigung Wohnungssuchender und die Fritz Klein, Bau- und Siedlungs Akt.- Ges. bilden ein wirtschaftliches Ganzes und die leitenden Direktoren Frizz Klein und der ursprüngliche Dezernent für Siedlungsbauten im Oberpräsidium, Baurat a.D. Dr. Scheibner, waren war der Gründung der Gemeinnützigen Bauvereinigung Wohnungssuchender gleichzeitig Geschäftsführer dieser Genossenschaft und Direktoren der Frizz Klein, Bau- und Siedlungs- Att.- Ges. 6. Der Bauauftrag, den die Gemeinnützige Bauvereinigung der Fritz Klein, Bau- und Siedlungs- Att.- Ges. erteilte, sei von Fritz Klein und Scheibner unterschrieben und stelle somit einen Auftrag des Frizz Klein an sich selbst dar(!!! Die Red.) 7. Das Preußische Justizministerium habe in seinem Schreiben vom 7. 12. 25.- la 6.9. d. JM. II C 3595 FM. dem Antrage der Gemeinnützigen Bauvereinigung auf Bewilligung der Gebühren- und Stempelfreiheit eines gemeinnügigen Unternehmens nicht stattgegeben und in seiner Begründung unter anderem folgendes aufgeführt: ,, Von den elf Mitgliedern der Genossenschaft gehören zwei dem Vorstande und fünf dem Aufsichtsrat an. Diese sieben Personen besitzen sämtliche Aktien der Fritz Klein, Bau- und Siedlungs Akt.- Ges., der die Ausführung aller Bauten der Genossenschaft übertragen ist. Beide Vorstandsmitglieder bekleiden auch das gleiche Amt bei der genannten Aktiengesellschaft. Diese Vereinigung der Vertretung der Genossenschaft und der Aktiengesellschaft in der Person gemeinsamer Vorstandsmitglieder, sowie der Umstand, daß sie und die Aufsichtsratmitglieder der Genossenschaft alleinige Aktienbesitzer der Klein- A.- G. sind, erscheint abgesehen von der Bestimmung des§ 3 Abs. 6 der Sagungen im Hinblick auf die oben zu 2 erwähn= te Bedingung bedenklich, denn es liegt hierdurch die nahe Möglichkeit vor, daß die genannten sieben Gesellschafter da sie an der mit der Bauausführung betrauten A.-G. - Samstag, den 25. Februar 1928. finanziell beteiligt sind, sich infolge ihres entscheidenden Einflusses auf die Geschäftsführung der Genossenschaft mittelbar einen weiteren als den gesetzlich zulässigen Vermögensvorteil beschaffen. Hierzu kommt, daß der Grund und Boden, der von der Genossenschaft bebaut wird, oder bebaut werden soll, zum Teil der A.-G., zum Teil einem der beiden Vorstandmitglieder, dem Direktor Klein persönlich, gehört. Bei der ganzen Sachlage ge= winnt es den Anschein, als ob die A.- G u.nd die Genossenschaft ein gemeinsames Unternehmen der Beteiligten bilden; dies wird auch dadurch bestätigt, daß nach dem Revisionsbericht vom 30. Juni 1925 eine gegenseitige Abrechnung beider Vereinigungen bisher nicht stattge= funden hat. Dem Antrag auf Bewilligung der Gebührenund Stempelfreiheit vermögen wir hiernach nicht zu entsprechen." 8. Die Gemeinnützige Bauvereinigung habe bei einem Vergleich mit ihren Mitgliedern in der Elsenpfuhlstraße rund 160 000 RM. eingebüßt und will diese Summe aus einem anderen Neubauvorhaben herauswirtschaften. 9. Die Angaben in der Zeitschrift„ Das Grundeigentum" sind gestützt auf ein auf Veranlassung des Landgerichts I Berlin gefertigtes Gutachten eines gerichtlichen Sachverständigen. II. Bei den Häusern an der Oranienburgerstraße in Wittenau. 1. Die Frizz Klein, Bau- und Siedlungs- Aktiengesellschaft habe auch bei diesen Bauten übermäßige Gewinne erzielt. 2. Die Beamtensiedler seien durch die Gemeinnützige Bauvereinigung vor Bezug der Häuser getäuscht worden und zwar bezüglich der Zinsbedingungen und Hypothekenbelastungen. 3. Die Fritz Klein, Bau- und Siedlungs A.-G. habe auch bei diesen Häusern schlechte Arbeit geleistet. ,, Gießener Zeitung" Polizeiwachtmeister vorgenommene Untersuchung ergab, daß Klein tatsächlich einen scharf geladenen Revolver in der Tasche trug. Die Schwiegermutter des Dr. Grohmann hat infolge dieses Auftretens einen Nervenschot erlitten und mußte sich in ärztliche Behandlung begeben. Nach Schluß der Besichtigung erklärte Klein, daß die Beamten in eine Not- und Zwangslage geraten seien, daß er aber daran keine Schuld habe, die Schuld habe vielmehr die Behörde. Ich frage hiermit das Preußische Staatsministerium: Sind ihm diese Zustände bekannt? Was hat das Staatsministerium bisher in dieser Sache veranlaßt, was gedenkt es weiterhin in dieser Sache zu tun? Insbesondere trifft es zu, daß Klein weiteren Kredit aus öffentlichen Mitteln erhalten hat, nachdem bereits die Veröffentlichung im„ Grundeigentum" erfolgt waren? Hat das Staatsministerium die Sicherung bezw. die Rückzahluig der bisher an Klein gegebenen öffentlichen Gelder veranlaßt? Was gedenkt das Staatsministerium insbesondere zum Schutze seiner Beamten gegenüber Frizz Klein zu tun? Lokales. Kindererholungsheim vom roten Kreuz im Schloß Bingenheim. 4. Auch bei diesen Häusern sei die vereinbarte Bauhöhe nicht fürsorgerin, Schwester Käte Knöll. Der Betrieb wird aus eingehalten worden. 5. Die Gemeinnüßige Bauvereinigung habe von den Beamtensiedlern käufliche Uebernahme verlangt, während der Zuschuß des Oberpräsidiums ausdrücklich für Miethäuser gegeben worden ist. Nr. 17. feld, Lauterbach und Schotten von Mitte Januar bis Mitte Februar erheblich schlechter geworden. Schuld daran ist die Rückkehr zahlreicher Arbeitskräfte aus den Kreisen Alsfeld, Lauterbach und Schotten, aus dem rheinisch- westfälischen Industriegebiet, wo sie bisher beschäftigt waren und nun entlassen wurden. In der Arbeitslosenfürsorge befanden sich in den ge= nannten Kreisen insgesamt am 15. Februar 2475 Hauptunterstüßungsempfänger und 3483 Zuschlagsempfänger, gegen 1858 bezw. 2612 am 15. Januar. Die Krisenfürsorge umfaßte insgesamt 15. Februar 243 Hauptunterstützungsempfänger und 389 Zuschlagsempfänger gegen 204 bezw. 355 am 15. Januar. * Die Auszahlung der Militärversorgungsgebührnisse für den Monat März findet bei den Postanstalten in diesem Jahre am Montag, den 27. Februar, statt. * Wegen Vornahme von Hausanschlußarbeiten ist die Liebigstraße zwischen Frankfurterstraße und Riegelpfad am 27. und 28. Februar 1928 für allen Fahrverkehr polizeilich gesperrt. * Fünfmarkstücke sind im Januar etwas über 3% Mitlionen neu geprägt worden, so daß jetzt etwas über 18 Millionen vorhanden sind. Der Bestand an Nickelmünzen zu 50 Pfg. wurden um 8,3 Millionen auf 35,7 Millionen gesteigert. Merkwürdigerweise haben die Münzen in Berlin, München, Stuttgart und Karlsruhe noch fast 3½ Millionen Einpfennigstücke neu geprägt, obgleich der Verkehr damit übersättigt ist. Es sind davon mehr als 305 Millionen vorhanden. Andere Stücke wurden nicht mehr hergestellt. Das Haus wird am 2. April für Kinder des Mittelstandes eröffnet. Die ausgezeichneten Erfahrungen mit den in den vergangenen Jahren dort untergebrachten Kindern infolge der kräftigen oberhessischen Luft, der guten und reichhaltigen Ernährung und individuellen Pflege bieten die Gewähr für einen guten Erfolg. Das Heim steht unter der Leitung der KreisMitteln des hessischen Roten Kreuzes erhalten, das auch bereit ist, im Einzelfalle einen Zuschuß zu den 3 RM. täglich betragenden Pflegekosten zu übernehmen. Dieser Zuschuß kann bis zur Hälfte der Kosten( 1,50 RM, pro Tag) im Bedürfnisfalle ge= währt werden. Die Kur beginnt am 2. April mit einer Mädchengruppe von 6-14 Jahren und wechselt in vierwöchentlichem Turnus ab mit einer Knabengruppe von 6-11 Jahren. Da die Nebenbahn nach Gettenau Bingenheim von Friedberg abzweigt, werden die Kinder jeweils in Friedberg gesammelt und dort von der Schwester abgeholt. Wünsche über Behandlung und Ernährung des Kindes sind bei der Aufnahme an Schwester Käte Knöll im Kinderheim Bingenheim zu richten. Jedes Kind hat mitzubringen: Leibwäsche: 4 Hemden, | chen, 4 Hosen, 4 Paar Strümpfe, 2 Nachthemden, 6 Taschentücher; Bettwäsche: 2 Bettücher, 4 Handtücher, 1 Badetuch; 2-3 solide Waschkleider bezw. Anzüge, 1 warmes Kleid bezw. Anzug, 2 Paar Schuhe, 1 Paar Hausschuhe, Zahnbürste, Kamm und Bürste, Waschlappen, Schwamm und Seife. Schmuck und Spielsachen sind nicht mitzubringen. Sämtliche Wäsche und Kleider müssen solide sein und deutlich gezeichnet werden. Für einzelne besondere Anschaffungen kann den Kindern ein Barbetrag von 5 RM. mitgegeben werden, der zur Kontrolle an die Schwester abzuliefern ist. 6. Die beiden genannten Unternehmungen bezw. die Fritz Klein, Bau- und Siedlungs A.-G. haben ohne einen Pfennig eigenes Kapital bei diesen Bauten übermäßige Gewinne gemacht. III. Troßdem die Behauptungen zu I bereits in der Nr. 13 der Zeitschrift„ Das Grundeigentum" vom 27. März 1927 veröffentlicht worden sind, sollen die Gemeinnügige Bauvereinigung Wohnungssuchender und die Frizz Klein, Bau- und Siedlungs- Att.Ges. weiter Beträge aus dem Hauszinssteuerauftommen erhalten haben. IV. Weiter stelle ich fest, daß der Generaldirektor Frizz Klein in einem Schreiben an den Geh. Finanzrat Dr. Hugenberg folgendes geschrieben hat: Der Dirigent erscheint der Redakteur des„ Grundeigentums", Herr Dr. Frank, zu sein, der von einer Reihe interessierter Siedler und Mieter, die nach Qualität ihres Charakters und ihrer bürgerlichen Verhältnisse zu dem allerschlimmsten Teil unseres Volkes gehören, infiziert wird." Bei den angeführten Siedlern handelt es sich um preußische Staatsbeamte, die auf Veranlassung ihrer Dienststellen die Häuser bezogen haben und die Herr Klein in diesem Schreiben als„ zu dem allerschlimmsten Teil unseres Volkes" gehörig bezeichnet! V. Desweiteren stelle ich fest, daß anläßlich einer Besichtigung der Häuser in Wittenau, Oranienburgerstraße, am 11. 1. 1928 Klein in ungehörigster Weise die dort wohnenden Beamten und deren Frauen angeschrien und beleidigt hat durch Aeußerungen, wie„ Halten Sie den Mund!", Hier hängen Spinnweben an der Decke!"( in Wahrheit waren es Stockflecke), ,, Das ist die größte Schweinebude in der Welt, die ich je gesehen habe!",„ Das ist ein Saustall...!" LeibNach einer Verfügung des Reichspostministeriums werden zur offenen Versendung gegen die Postkartengebühr im innerdeutschen Verkehr versuchsweise auch Postkarten zugelassen, die mit einer am unteren Rande anhängenden für die Aufschrift bestimmten Klappe versehen sind. die nicht der ganzen Fläche nach aufgeklebt ist, sondern durch Einschieben von drei Zapfen unter einer über die Vorderseite der Karte geklebte Leiste festgehalten wird. Voraussetzung ist, daß weder der innere Teil der Klappe noch der unter der Klappe befindliche Teil der Postkarte zu schriftlichen oder gedruckten Mitteilungen benutt wird und die Postkarten sonst den Vorschriften der Postordnung entsprechen. * Ebert- Briefmarken. Wie verlautet, soll der Reichspoſtminister beabsichtigen, Briefmarken mit dem Bilde des ersten Reichspräsidenten Friedrich Ebert herauszugeben. Samstag, den 25. Aus Friedberg. In d 1917 wurden im hiesig eingefchert. Im verg fitati Gr In dem Dorfe G des Gastwirts Theod Dollkommen zum Op stehende Scheune mit Schaaf start beschädig heimischen und mehr schließlich, die weiter Als Brandursache angenommen. Engelrod. Am 1½ Uhr, findet im liche Versammlung richstein- Engelrodift zur fachlichen Mit Schotten. Die n eingeweiht werden. täume mit 25 Better Wintersportlern zur Oberrodenbach. gung( Leitung Chor Juni dieses Jahres großen nationalen W am 4. März statt. Büdingen. Zu denen Kraftwag Der Zwedverband N schen Nidda und Hir gute Anschlußmöglich ftreden Frankfurt- e hausen belegenen Ort Darmstadt. Pfa auf sein Nachsuchen wegen Uebernahme schaft entlassen worde Darmstadt. Do bekannte Pilot Jäh tödlich ab. Jährlin über dem Flugplak Flügel zusammen u Der Apparat ist vol Berlegungen, u. a. cuf der Stelle eint des beliebten Darm vielen Flugkonkurre Reugieriger an die Darmstadt. Ge Rotorschadens in e hängen geblieben. schwer beschädigt. Rüsselsheim. Bischofsheim wurde * Der bekannte Berliner Langstredenläufer Paul Sillier führt in der Zeit vom 23. 2. 28 bis 6. 3. 28 einen RefordFuß- Marsch Stuttgart- Leipzig- Berlin durch. Es geht dabei um den großen ,, Soma"-Preis, gestiftet von dem Verlag der | ,, Soma", Monatszeitschrift für Körperkultur und Kunst. Die Strecke von 800 Kilometer muß in der Zeit von 13 Tagen zurückgelegt sein. P. Sillier gewann die Deutschen MarathonLäufe 1921 und 1927. Ferner war er siegreich in den Dauerläufen Berlin- Breslau, 330 Km. in 31 Std. 37 Min.; BerlinLeipzig 140 Kilometer in 12 Std. 48 Min. Der Rekordläufer durchläuft voraussichtlich am 28. 2. 1928 unsere Stadt. Die Verköstigung ist im Hinblick auf den Zweck des Heims so reichlich bemessen, daß von Zusendung von Obst und Näsche= reien abzusehen ist. Sendungen, die doch eingehen, werden den Kindern nicht ausgeliefert. Besuche von Eltern und Ange= hörigen können nicht gestattet werden. Etwaige telefonische Anfragen nach dem Ergehen der Kinder können unter Nr. 144 Amt Reichelsheim( Wetterau) jederzeit erfolgen. In Erkrantungsfällen werden die Eltern sofort benachrichtigt. Ein Arzt steht in nächster Nähe stets zur Verfügung. Das Hessische Rote Kreuz glaubt mit dieser Einrichtung einem bestehenden Bedürfnis abzuhelfen und hofft, daß gerade von Elter des Mittelstandes, die bisher ihren Kindern eine Erholung cht oder nur mit Schwierigkeiten gönnen konnten, recht zahlreich Gebrauuch gemacht wird. * Verschlechterung des Arbeitsmarktes in Oberhessen. Obwohl das Baugewerbe wieder ziemlich in Gang gekommen ist, die Industrie günstige Beschäftigung aufweist und auch die LandVI. Bei der Besichtigung des Hauses des Referendars beim Kammergericht, Dr. Grohmann, erging sich Klein in solchen Schimpfereien, daß Dr. Grohmann ihn aufforderte, sein Haus zu verlassen. Klein weigerte sich, dies zu tun. Im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung griff Klein in die Hosentasche| wirtschaft eine gewisse Anzahl, Arbeitskräfte wieder aufgenom= und drohte mit den Worten:„ Ich schieße Sie nieder!", Grohmann zu erschießen. Eine sofort, durch einen herbeigeholten| des Arbeitsmarktes in den oberhessischen Kreisen Gießen, AlsGrüner Rasen Blaue Wellen. Roman von Otto von Gottberg. 33. Fortsetzung. „ Ihr Schiff fliegt auf," entschied Drewitz und hob den Kopf nach oben zum Lut:„ Drießner, lassen Sie feuern. Ein Treffer in die Tanks sollte genügen!" Wieder drehte er sich zum Engländer: Bei so schwerem Wetter dürften Sie taum an Land kommen. Ich versuche also, Sie zur Küste zu schleppen, aber werfe natürlich Ihr Boot ab, wenn ich Verdächtiges sehe. Jetzt framen Sie bitte Ihre Taschen aus!" Von der Brüde stieg Nr. 1 mit breit schmunzelndem schiefem Mund herab. Während der Untersuchung fremder Seeleute mußten Nr. 2 oder 3 ihn ablösen. Drewiß nickte ihm zu, das hieß, er dürfe beginnen. Niemand verstand so gut wie der gewißte Pirat auf den Schiffen und in den Kleidern feindlicher Seeleute Verborgenes zu finden. Gutlaunig klopfte er dem Rothaarigen schon auf die Schulter und half beim Ausziehen des Delrocks, den er kaum ansah. Aufmerksamkeit aber schenkte er dem Südwester, weil das lederne Futterband ein wasserdichtes Versteckt namentlich für Briefschaften bot. Der Sommersprossige wollte sich den Hut nicht nehmen lassen. Der Maat riß den Südwester an sich.„ Damn you!" fluchte der Engländer. Nr. 1 schmunzelte in den Hut:„ It seh wat Witts." Er flappte das lederne Futterband um und gab dem Kommandanten zwei Briefe. Drewig war nicht überrascht. Englische Kapitäne verdienten viel Geld durch Befördern von Post an Behörden oder Private im Ausland. Namentlich amtliche Schreiben sollten sie vor dem Aufbringen ihres Schiffes natürlich vernichten. Doch hofften sie oft, die Briefe bei der Untersuchung verbergen zu fönnen. Er las die Aufschriften, während der Maat den Briten durch Taschen und Kleider ging. Ein Schreiben war für den englischen Konsul in Christiansund, das andere, mit dem Aufdruck einer Londoner Advokatenfirma, an einen Rechtsanwalt in Christiansund bestimmt. men hat, ferner Notstandsarbeiten im Gange sind, ist die Lage danten:„ Darf ichs Boot auch durchsuchen, Herr Kapitänleutnant?" Doch Drießner bat Drewitz nach oben. Er kletterte auf die Brücke. Des Oberleutnants Beigefinger wies zur englsichen Küste. Drei, vier, nein fünf Rauchfahnen wehte der Westwind näher. Darunter tanzten schwelende kleine Streichhölzer auf den Wellen. Eine Mahalla tam! Schnell stieg Drewitz wieder ein und schickte die Briten in ihr Boot. Trockenes Krachen aus Geschützmund bellte oben und wie ein Echo dann ein längerer, bumpferer Donnerschlag in der Ferne. Der Rotkopf hob mit blinkenden Augen seine Achseln. Die„ Bessie Barnes" war unter einem Granattreffer aufgeflogen, und durch das kleine graue Schiffchen jubelte ein Surra, das ihm wohl weh tat. Darum schlug der Maat wieder freund= schaftlich auf seine Schulter, gab ihm Uhr, Pfeife, Tabaksbeutel und Whiskyflasche zurück und nahm Haltung vor dem KommanAus Vereinen und Korporationen. Oberhessischer Kunstverein Gießen eröffnet am Sonntag, den 26. Februar 1928, 11 Uhr vormittag, im Turmhaus am Brandplay eine bis 25. März dauernde Ausstellung von Gemälden( Rud. Hellwog- Berlin) und Radierungen( Josef Steib- Düsseldorf). rogovceniatsENJA Steib- Düsseldorf). Besuchszeiten: Sonntags, Montags, Mitt wochs, Freitags von 12-2 Uhr, Mittwochs auch von 3-5 Uhr. Gesangverein„ Frohsinn" Gießen, veranstaltet am Samstag, den 5. Mai 1928, abends 8 Uhr, im Café Leib sein 44. Stif tungsfest. Gesangsoorträge, Theater, Tanz. Gäste können eingeführt werden. Untertauchend ging er auf Südkurs, aber drehte bald nach Norden ab. Nach zwei Stunden glaubte er den Gegner abgeschüttelt zu haben. Doch der Funkenmaat meldete, er wähne Schraubenrauschen zu hören. Vielleicht hatte sich die Malhalla geteilt. Die eine Hälfte der Flottille suchte dann in südlicher die anderer in nördlicher Richtung nach dem U- Boot. Er mußte bis zum Abend unter Wasser bleiben und ging in seine Kammer. Unter dem Rock knisterten die Briefe. Er öffnete den an den britischen Konsul und freute sich des guten Fanges, als er las, wann die im Juli von norwegischen Häfen auslaufenden Handelsschiffe auf eine Eskorte rechnen, also in Geleitzügen fahren konnten. Verein ehem. hess. Leib- Dragoner des Kreises Gießen. Sonntag, den 4. März 1928, 3 Uhr nachmittags im Vereinslokal ,, Frankfurter Hof", Gießen, Generalversammlung. Es wird erwartet, daß alle Kameraden erscheinen. Anträge bis zum 1. 3. an den 1. Vorsitzenden. Pfarrer Heumanns Heilmillel stets vorrätig in der Niederlage Hirsch- Apotheke, Giessen Frankfurterstrasse 4, Das Pfarrer Heumann- Buch 272 Seiten 150 Abbildung. erhält jed. Leser vollständig umsonst und portofrei, von Ludwig Heumann& Co Nürnberg M. 629. | versenkungen, den Empfang in doppelter Ausfertigung zu bestätigen." Gleichgültig riß er den zweiten Umschlag auf. Der Brief war von einer Advokatenfirma an eine andere gerichtet. Doch auch der Inhalt von Geschäftsbriefen mochte gelegentlich der Kriegsführung nützen. Darum mußte er wenigstens hineinblicken. Er setzte sich und fand in der gelben Hülle einen zweiten Umschlag mit dem Ausdruck einer Newyorker Advokatenfirma. Die Adresse lautete wie die auf dem gelben Papier. Das Schreiben der Londoner Firma sagte, sie schicke den eingelegten Brief für Herrn.... Caspar v. d. Helle in Berlin, Roonstraße 4 a. Der Brief schien harmlos, denn deutsche Konsulate waren über Verdacht erhaben. Immerhin mußte Drewig mit einer List oder Finte des Gegners rechnen und öffnete auch den letzten Umschlag. Zwei gefaltete Papiere nahm er heraus und dann einen längeren Brief. Die Newyorker Advokatenfirma schrieb: „ Herr Bernhard Kunze, Nr. 48 Madison Avenue, übergab dem hiesigen deutschen Konsulat die anliegenden Papiere, nämlich den Trauschein eines Herrn Oskar v. Drewitz und die Geburtsurkunde seines Sohnes Werner. Wir haben die Dokumente an Herrn Caspar v. d. Helle zu schicken und glauben uns des Auftrages so entledigt zu haben, daß die Sendung unter Umgehung der englischen Zensur in Ihre Hände gelangt." Ein Caspar v. d. Helle war doch dem verstorbenen Minister v. Drewitz verwandt. Wie kam er zu einem Brief aus den Vereinigten Staaten, die zwar noch neutral, aber dem Deutschen Reich doch feindlich waren! Ein Verdacht ließ ihn zögern, die letzte Hülle zu öffnen. Gar viele Landsleute liehen sich verbotenen Geschäften oder gar der Spionage, die ihre Wege wie durch Holland und die Schweiz, auch über Amerika nahm. Wenn er las, daß der entfernte Verwadte ein Verbrecher war, mußte er doch den Brief in die Hände der Vorgesetzten legen. Auch das war Soldatenpflicht! Schnell sah er in das Schreiben der Newyorker Advokatenfirma an den Rechtsanwalt in Christiania:„ Wir sind beauftragt, Ihnen zwei auf dem hiestgen deutschen Konsulat abgegebenen Ürkunden zum Weitersenden an Herrn Caspar v. d. Helle in Berlin, Roonstraße 4 a, zu überreichen, und bitten, in Anbetracht der häufigen SchiffsWelch merkwürdige Laune des Zufalls. Kurt entfaltete die Urkunden. Die eine bestätigte in der Tat, daß ein Oskar v. Drewizz in London Irmgard v. d. Helle geheiratet hatte. Ostar?! Oskar konnte nur der verschollene Bruder des verstorbenen Ministers sein. Er griff zum zweiten Blatt. Was? Werner hieß das Kind der Ehe... wie der Sohn des toten Generals! War Werner nicht dessen, sondern Oskars Kind? Unmöglich! Aber warum wanderten die Dokumente von Newyork nach Berlin? Der alte Priedelsdorfer war unlängst gestorben. Wollte der in der Geburtsurkunde Werner genannte das Majorat fordern? Es gab nur einen Drewit seines Namens, den kleinen Vetter von der Armee. Da stand ihm plötzlich sein Bild vor Augen. Fast läd, clich ähnlich war er Elisabeth und dem Bild ihrer Mutter über dem Schreib tisch in Priedelsdorf. Ostars Frau aber war eine Helle, wie die des toten Ministers. Auch schien Werner immer verlegen, wenn die Kusinen ihn den fünftigen Herrn von Kunzenberg nannten. Also blieb kein Zweifel, daß er ein Kind des Ver schollenen war. Jedenfalls gab es einen Werner, der als Br dersohn des Ministers Priedelsdorf erben mußte. Dann ging ihm der schöne Besitz verloren. Er mußte fich mit dem kleineren Kunzenberg bescheiden. Elisabeth aber war glüdlich im Glauben, fortan im Heim ihrer Eltern zu bleiben. Sie liebte die Erde, auf der sie geboren war, und hatte sich viel leicht gar nur ihrem Erben verlobt. Vorher war sie doch Werner gut gewesen. Doch warum grübeln? Wenn er die Papiere zerriß und ins Wasser warf, gab es für das Gericht tei nen Brudersohn des toten Ministers, und Priedelsdorf blieb ihm. Fortschung folgt. Es handelt sich un nach einem Famili Dabei waren die Juges hängen gebli Trebur. Der rach Hof Schönau in diesem Jahre na werden. Die Stra Begung einer elett Weglar. Um genügen, soll in W Als Lage würde ei Die Nebenanstalt Blan soll unmittel Gladenbach. E errichtet werden, di Sport Der Titel diese schein erweden, als dene Dinge durch aber der Titel ist jehen, daß die tyra als auch zum Spor Rede von dem G Sportsleute sein, Technikern hergeste bei den großen F nicht gesprochen we Der Sportgeräte au Fer Einwurf ist nur miter gewissermaßen fennt, aber die Mad Reuen leugnet. Schon vor fajt Technik die werbend aus der Fülle der S werden wir bhild Neuem, Epodjalen gehabt hat. Wir wo fluß der Mode au ondern nur sowei Mannesjahren stehe auf das Erscheinen lionen in Deutschla mit gleichen Rädern aber dieser Widerit Don der Unbrauchb Neue zu bekämpfen Eleine Maschine sette terer Kreise gewonn Fum die Gunft der Nr. 17. war bis Mitte daran ist die eisen Alsfeld, stfälischen Innun entlassen sich in den ge 5 Hauptuntert, gegen 1858 umfaßte ins Fänger und 389 Januar. Jebührnisse für 1 diesem Jahre ten ist die Lie jad am 27. unb gesperrt. über 3% Mil ber 18 Millio Ben zu 50 Pfg. esteigert. Merflünchen, Stutt Finpfennigftüde ättigt ist. Es Andere Stüde eriums werden ühr im innerzugelassen, die die Aufschrift ganzen Fläche On drei Zapfen ebte Leiste fest er innere Teil dliche Teil der ilungen benutt er Postordnung der Reichspoft Bilde des ersten en. * Paul Sillier einen Reford Es geht dabei em Verlag der td Kunst. Die von 13 Tagen. chen Marathonin den DauerMin.; BerlinDer Rekordläufer e Stadt. ionen. Sonntag, den Turmhaus am usstellung von Terungen( ojej ooceniatENJA Montags, Mitt s auch von 3-5 am Samstag, ib sein 44. Stif -Gäste können Gießen. Sonn im Vereinslokal lung. Es wird Anträge bis zum s Heilmittel - Niederlage sse 4, e, Giessen mann- Buch erhält jed. Leser portofrei, von Nürnberg M. 629. ertigung zu be Confulate waren ewig mit einer e auch den letz er heraus und Advokatenfirma Ivenue, übergab enden Papiere, Drewiz und die haben die Doku en und glauben aß die Sendung Hände gelangt. Kurt entfaltete , daß ein Ostar geheiratet hatte. Bruder des ver en Blatt. .. wie der Sohn sondern Ostars die Dokumente sdorfer war un surkunde Werner ur einen Drewit Irmee. Da stand clich ähnlich war ver dem Schreib eine Helle, wie immer verlegen, von Kunzenberg n Kind des Ver ner, der als Br zußte. n. Er mußte fig lifabeth aber war and hatte sich viel Eltern zu bleiben. war fie doch Wer Benn er die Ba das Gericht tei Briedelsdorf blieb Samstag, den 25. Februar 1928. Aus Nah und Fern. Friedberg. In der Zeit seines 10jährigen Bestehens seit 1917 wurden im hiesigen Krematorium insgesamt 513 Personen eingeäschert. Im vergangenen Jahre fanden 50 Einäscherungen itati. Großfeuer im Vogelsberg. In dem Dorfe Eichenrod brach nachts in der Scheune des Gastwirts Theodor Schaaf Feuer aus, dem die Scheune vollkommen zum Opfer fiel. Ferner wurde eine danebenstehende Scheune mit eingeäschert und das Haus des Gastwirts Schaaf starf beschädigt. Den vereinten Bemühungen der einheimischen und mehrerer benachbarter Feuerwehren gelang es schließlich, die weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Als Brandursache wird Kurzschluß der elektrischen Leitung angenommen. Engelrod. Am Sonntag, den 26. Februar, nachmittags 1½ Uhr, findet im Schäferschen Saale in Engelrod eine öffentliche Versammlung statt, die sich mit dem Bahnbauprojekt UIrichstein- Engelrod- Stockhausen beschäftigen wird. Jedermann ist zur sachlichen Mitarbeit eingeladen. Schotten. Die neu errichtete Jugendherberge wird heute eingeweiht werden. Die neue Herberge enthält drei Schlafräume mit 25 Betten und steht von jetzt ab wanderern und Wintersportlern zur Verfügung. Oberrodenbach. Der hiesige Gesangverein Sängervereinigung( Leitung Chormeister Heinrich Frank) begeht am 10. Juni dieses Jahres sein 50jährige. Vereinsbestehen mit einem großen nationalen Wertungssingen. Der Delegiertentag findet am 4. März statt. Büdingen. Zu den im Kreise Büdingen bereits vorhandenen Kraftwagenlinien ist eine neue gekommen. Der Zweckverband Nidda- Ulfa hat eine neue Verbindung zwischen Nidda und Hirzenhain ins Leben gerufen. Hiermit sind gute Anschlußmöglichkeiten für die zwischen den beiden Bahnstreden Frankfurt- Stockheim, Lauterbach und Gießen- Gelnhausen belegenen Ortschaften des Vogelberges geschaffen worden. Darmstadt. Pfarrer Korell zur Nieder- Ingelheim ist auf sein Nachsuchen aus dem Dienst der hessischen Landeskirche wegen Uebernahme des Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft entlassen worden. Darmstadt. Donnerstag mittag um 3 Uhr stürzte der bekannte Pilot Jährling bei der Ausführung von Loopings tödlich ab. Jährling befand sich, als er die Loopings flog, über dem Flugplatz. Beim dritten Sturzflug klappten die Flügel zusammen und das Flugzeug fiel senkrecht zur Erde. Der Apparat ist vollkommen zerstört. Jährling erlitt derartige Berletzungen, u. a. war sein Schädel gespalten, das der Tod auf der Stelle eintrat. Auf die Nachricht von dem Absturz des beliebten Darmstädter Piloten, der durch seine Erfolge in vielen Flugkonkurrenzen bekannt ist, eilte eine große Menge Neugieriger an die Unfallstelle. Darmstadt. Gestern nachmittag ist ein Flugzeug infolge Motorschadens in einem Baum des nahegelegenen Stadions hängen geblieben. Die Maschine wurde an den Tragflächen schwer beschädigt. Rüsselsheim. Auf der Eisenbahnstrecke Rüsselsheim Bischofsheim wurde eine Frau entkleidet und tot aufgefunden. Es handelt sich um ein Fräulein Sp. aus Rüsselsheim, das nach einem Familienstreit sich vor einen fahrenden Zug warf. Dabei waren die Kleider des Mädchens an den Rädern des Zuges hängen geblieben. Trebur. Der Bau einer modernen Chaussee von Trebur nach Hof Schönau wird endlich Wahrheit. Die Arbeiten sollen in diesem Jahre nach den Erntearbeiten in Angriff genommen werden. Die Straße wird so gebaut, daß für die Zukunft die Legung einer elektrischen Straßenbahn möglich ist. Weglar. Um dem postalischen Verkehr in der Stadt zu genügen, soll in Wetzlar ein zweites Postamt errichtet werden. Als Lage würde ein Gebäude am Bahnhof in Frage kommen. Die Nebenanstalt soll volle Annahmebefugnisse erhalten. Der Blan soll unmittelbar vor der Verwirklichung stehen. Gladenbach. Eine höhere Privatschule soll hier nach Ostern errichtet werden, die als Vorläufer für eine öffentliche VollSport, Technik und Mode. Der Titel dieser kleinen Abhandlung kann leicht den Anschein erwecken, als wolle ein Taschenspieler drei grundverschiedene Dinge durch Fingerfertigkeit unter einen Hut bringen, aber der Titel ist durchaus ernst gemeint und wir werden sehen, daß die tyrannische Königin Mode sowohl zur Technik, als auch zum Sport Beziehungen besitzt. Es soll hier nicht die Rede von dem Einfluß der Mode auf die Bekleidung der Sportsleute sein, sondern auf die von ihnen benutzten, von Technikern hergestellten Geräten. Wohl könnte man sagen, daß bei den großen Fortschritten in der Technik von einer Mode nicht gesprochen werden kann, sofern es sich um Verbesserungen der Sportgeräte aufgrund von Erfahrungen handelt, aber die ser Einwurf ist nur dann berechtigt, wenn man die vom Techniker gewissermaßen„ trocken" hingelegte Verbesserungen anerfennt, aber die Macht der Mode, d. h. das Verlangen nach dem Neuen leugnet. Schon vor fast einem halben Jahrhundert hat man in der Technik die werbende Kraft der Mode erkannt und wenn wir aus der Fülle der Sportgeräte nur das Fahrrad herausgreifen, werden wir bhld sehen, welchen Einfluß der Wunsch nach Neuem, Epochalen auf die Vervollkommnung des Fahrrades gehabt hat. Wir wollen nicht zu weit zurückgehen und den Einfluß der Mode auf das Dreirad und das Hochrad erörtern, sondern nur soweit zurückblicken, wie es die in den besten Mannesjahren stehenden Sportsleute vermögen und zwar bis auf das Erscheinen des Niederrades, wie wir es heute zu Millionen in Deutschland sehen. Wohl stieß die Einführung des mit gleichen Rädern ausgestattetem„ Rovers" auf Widerstand, aber dieser Widerstand entsprang weniger der Ueberzeugung von der Unbrauchbarkeit des Rovers", als der Sucht, das Neue zu bekämpfen und am Althergebrachten festzuhalten. Die kleine Maschine setzte sich durch und als sie die Zuneigung weiterer Kreise gewonnen hatte, begann der Kampf der Techniker um die Gunst der Masse. ,, Gießener Zeitung" anstalt gedacht ist. Ein Schulverein ist bereits gegründet und ein Garantiefonds gezeichnet. Montabaur. Morgen findet hier eine Notkundgebung der Westerwälder Bauernschaft statt. Als Redner ist der Vorsitzende der Kreisbauernschaft Limburg, Dr. Pfisterer gewonnen. Schlüchtern. Schlüchtern ist als Plaz der Hauptversammlung 1928 der kurhessischen Zweigvereine der Gustav- AdolfStiftung in Aussicht genommen. Die Veranstaltung findet voraussichtlich am Sonntag, 3. Juni, statt. Frankfurt a. M. Der Weichensteller Wilhelm Prez= mann aus Rothenbergen( Kreis Gelnhausen) wurde auf dem Bahngleis beim Bahnhof Frankfurt a. M.- Süd tot aufgefunden. Er ist wahrscheinlich von einem Schnellzug FrankfurtMünchen überfahren worden. Weißkirchen a. T. Jm hiesigen Bahnhof wurden am 24. Februar durch französische Gendarmen die Pässe kontrolliert. Nastätten. Einem hiesigen Einwohner brachte der Klapperstorch zum 13. Male 3willinge. Von den vorhergeborenen Kindern leben noch 13. Bilanz der Ozeanflüge. Jm Jahre 1927 wurden 20 Versuche unternommen, den Atlantischen Ozean zu überfliegen, acht von Amerika nach Europa, zwölf von Europa nach Amerika. Von den ersteren glückten vier Flüge, in drei Fällen ertrank die Mannschaft, in einem Falle wurde sie gerettet. Von den durch die Wetterverhältnisse ungleich schwierigeren Flügen der Europäer glückten ebenfalls vier, die bezeichnenderweise aber alle auf der südlichsten Route nach Südamerika ausgeführt wurden, während auf der nördlichen Route kein europäischer Flieger das Ziel: die Vereinigten Staaten, erreichte. Dazu kamen noch sieben Flüge über den Stillen Ozean von San Franzisko nach den HawejInseln, von denen wiederum vier erfolgreich waren, während drei Flugzeuge verschollen blieben. Insgesamt wurden also 27 große Ozeanflüge unternommen. 12 Flugzeuge erreichten ihr Ziel, neun gingen mit den Mannschaften unter. Den Reigen der Flüge eröffnete am 13. Februar der italienische Hauptmann De Pinedo. Er flog in Abschnitten nach Südamerika und zurück, im ganzen 45 000 Kilometer. Auf dem Rückfluge mußte er in der Nähe der Azoren niedergehen, sein seetüchtiges Flugboot konnte sich aber schwimmend erhalten, bis Rettung kam. Gleichfalls auf italienischen Wasserflugzeugen überquerten der portugiesische Hauptmann De Beiros und der brasilianische Major De Barros von Osten nach Westen die südliche Atlantik. Ein viertes italienisches Flugzeug dagegen fiel bereits an der afrikanischen Goldküste ins Meer. Die Besatzung wurde von den Eingeborenen aufgefischt und nur gegen schweres Lösegeld wieder freigegeben. Sie tam immerhin mit dem Schrecken davon, während man von den drei Franzosen, die am 5. Mai von der Senegalfüste aus nach Südamerika starteten, nichts mehr gehört hat. Wenige Tage später ereilte zweł weitere Franzosen, Nungesser und Coli, die als erste die nördliche Route wagten, das gleiche Schicksal. Auf dieses tragische Vorspiel folgten die von ganz Europa enthusiastisch gefeierten glücklicheren Amerikaner aus der anderen Richtung. Lindbergh am 20. Mai, Chamberlin und Levine am 4. Juni, Byrd, der hart an der französischen Küste notlanden mußte, mit Acosta, Noville und Balchen am 29. Juni. Am Tage vorher waren Maitland und Hegenberger zum Fluge nach Honolulu aufge= stiegen; am 16. August folgten ihnen gleichzeitig vier amerikanische Flugzeuge im Wettbewerb um den ausgesetzten Preis von 35 000 Dollar. Zwei Flugzeuge mit fünf Menschen an Bord sind nie angekommen. So erging es auch zwei weiteren Fliegern auf derselben Strecke. SOS- Ruf war ihr letztes Lebenszeichen. Am 27. August folgte dann der vierte erfolgreiche Amerika- Europaflug der Flieger Brock und Schlee auf ihrem ,, Stolz von Detroit". Sie erreichten in der Rekordzeit von 24 Stunden die englische Küste und flogen dann in riesigen Tagesetappen weiter bis noch Tokio. Dort brachen sie unter dem Eindruck des Mißgeschicks der Honoluluflieger ihren Flug rund um die Erde ab. Zwei weitere Flüge nach Europa endeten tragisch Bertaud, Hill und Payne, die nach Rom wollten, und die zwei Kanadier Tully und Metclaff, die sich London als Ziel gesetzt hatten, blieben verschollen. Von London aus war der„, St. Das Luxusbedürfnis der ersten Radfahrer ließ den Fahrradverschönerern einen weiten Spielraum. Man suchte zuerst die Linie des Fahrrades zu verbessern. Alsdann suchte man sein Gewicht zu erleichtern und seinen Schwung zu erhöhen. Später verlegte man die Modernisierung auf das Aeußere und unbewußt wurde die Radlerwelt in den Strudel der Mode gerissen. Die Technik ließ sich diese Förderung gern gefallen und so schwankte das Fahrradmodell vor weiland vierzig Jah-| ren von Parteien Haß und Gunst verwirrt in der Geschichte des Sports. Einen Stillstand gab es, als man den heute noch üblichen Rautenrahmen als das alleinseligmachende Modell erkannt hatte, als die heute noch verwendete Tangentspeiche sich durchgesetzt hatte und man zu der Ueberzeugung gekommen war, daß man das Fahrrad aus bestem Stahl herstellen, mit luftgefüllten Reifen versehen und seine schwingenden und drehenden Teilemit Kugellagern ausrüsten müsse. Ehe es aber so weit tam, hatte das Fahrrad viele Modekrankheiten über sich ergehen lassen, und wir wollen hier einige dieser„ Kinderkrankheiten" unseres Stahlrosses der Vergessenheit entreißen. In der Hand der„ oberen Zehntausende" war das Fahrrad ein Luxusgerät. Alles was praktisch wirken konnte, war verpönt. Man hatte keine Schmutzfänger, sah auf eine möglichst kleine Glocke, auf ein Lämpchen mit vernickeltem Gehäuse und auf eine möglichst unscheinbare und ebenso unwirksame Bremse. Das Fahrrad mußte schick aussehen, aber in der Praxis zeigte sich die Schattenseite dieser„ Eleganz" des Rades bald. Die Radler und Radlerinnen wurden von oben bis unten naß, die Gefahr der unwirksamen Brems- und Signalvorrichtungen wuchs und man versuchte nun Eleganz und Komfort zu ver= einen. Dieser Versuch brauchte einen harten Kampf, in dem die Fahrradindustrie kein leidtragender Teil war. Sie belieferte beide Kämpferparteien und in unermüdlichem Verbesserungsstreben gab sie dem Fahrrade die von der Mode diktierte Gestalt. Nr. 17. 2 Merkmale Franck Aecht Franck Kaffee- Zusa Franck- Fabrik Ludwigsburg, Halle Neuss a Rhein Mag Grasagartach, Marb in Deutschla Eppingen Bratt Unit 100 Fif Franck 1828 1928 70 Medee kg- 250 Gra der Echtheit: 1 der Name Franck 2 Schutzmarke Kaffeemühle Achten Sie bitte beim Einkauf genau auf diese zwei Kennzeichen, damit Sie den guten sparsamen Kaffee- Zusatz Aecht Franck erhalten. Er gibt dem Kaffeegetränk eine schöne, goldbraune Farbe und ein würziges feines Aroma. Aecht Franck ist seit 100 Jahren das anerkannt Beste auf dem Gebiet der Zichorienkaffee- Erzeugung Raffael", geführt von dem englischen Flieger Hamilton, mit der Fürstin Loewenstein- Wertheim an Bord am 31. August aufgestiegen, um schon westlich Jrlands ein Opfer des Ozeans zu werden. Die vier deutschen Versuche sind bekannt. Sie endeten nicht eben rühmlich. aber sie haben wenigstens kein Menschenleben gefordert. Sehr viel Glück hatte die amerikanische Miß Ruth Edler, die von dem Piloten Haldemann begleitet wurde. Nachdem sie 4500 Kilometer zurückgelegt hatten, stürzten sie ins Meer. Ein vorbeifahrender holländischer Dampfer rettete sie. Spät im Jahre noch tam ein mit Erfolg durchgeführter französischer Flug nach Südamerika zustande. Die Flie ger de Costes und Le Brix erreichten in Etappen Buenos Aires Den tragischen Ausklang des Flugjahres brachte der am Freitag vor Weihnachten von der ehrgeizigen Nichte Wilsons, Miß Grayson, mit drei Begleitern unternommene Ozeanflug Amerika- Europa. Das Flugzeug und seine Besatzung müssen als verloren gelten. So sind durch die Ozeanflüge des Jahres 1927 mindestens 23 Menschenleben verloren gegangen. Sie sind gefallen als Pioniere des Fortschrittes, wenn auch nicht immer nur heldischer Geist den Antrieb gab. Manche wurden das Opfer einer übertriebenen Sportleidenschaft, ihres Ehrgeizes und des allge= meinen Sensationsfiebers. Für einen kommenden Luftverkehr über den Ozean haben die Non- Stop- Flüge auf Landflugzeugen jedenfalls keine praktische Bedeutung. Die Zukunft gehört dem Etappenflug mit hochseetüchtigen Flugbooten. Hoffen wir, daß es in diesem Sinne der Fliegerei des Jahres 1928 gelingen wird, ohne nuglose Opfer an Menschen und Material, die Ozeane zu erobern. Bücherecke. Methode Jopp: Ihnen oder Sie? 264 Seiten. Preis 3 M. Zu beziehen durch den Buchhandel oder vom Verfasser M. Jopp, Berlin O 17, Stralauer Allee 34a. Selbstunterrichtsbücher über ,, mir oder mich" gibt es genug. Das vorliegende nimmt aber eine besondere Stellung ein. Es gibt dem Selbstlehrer nicht nur die erforderlichen sprachlichen Belehrungen, sondern ermöglicht ihm zugleich durch eine sinnreiche Einrichtung, fich münd lich in der Anwendung der gelernten Sprachregeln zu üben und jeden Sprachfehler sofort zu verbessern. Wir möchten darum dieses praktische Buch allen Bildungsbeslissenen warm zur Anschaffung empfehlen. Verantwortlich: Paul Chrißian Klein in Gießen. gen. Die„ Lanzierer" dieser Mode verlangten wahre Schwungscheiben als Kettenräder, um mit der Uebersetzung über 100 Zoll zu kommen. Hand in Hand mit diesem Uebersetzungsfimmel ging die Mode der tiefgebogenen Lenker. Bis unter den Gabeltopf reichten manche Lentstangen und in unmöglicher Haltung rasten die Modenärrchen die Landstraßen entlang. Dann tam die Zeit der ganz kleinen Kettenräder, der Holzartig lakierten Lenker und Felgen, der riesenhaften Glocken und Laternen, der vernickelten oder verkupferten Felgen, der sogenannten „ Polizeibremse"" die mehr dekorativ, als zweckentsprechend war, dann sehnte man sich nach ungeheuer breiten Lenkstangen, nach farbigen Gummireifen und nach farbigen Rahmen. Der Technifer wurde allen gerecht und der Lackierer stand nicht hinter ihm zurück. Eine Zeit lang mußten die Fahrräder rot, grün, gelb oder blau sein, alsdann verlangte man bambusartig gestrichene Fahrräder und die ganz Feinen wollten vernickelte oder verlupferte Fahrradrahmen haben. Die Haltung des Fahrers auf dem Rade wurde ebenfalls von der Mode diktiert. Als der Hannoveraner Willy Arend die Weltmeisterschaft gewonnen hatte, wollte jeder Jüngling so auf dem Rade sitzen, wie Arend. Sattel und Lenker wurden„ ,, arendmäßig" montiert, aber Arend kam aus der Mode, als der Münchener Dauerfahrer Robl populär wurde. Unter unsäglichen Qualen versuchten die Moderadler die für Rennen hinter Motoren gebauten Spezialmaschinen mit dem kleinen Vorderrade und nach vorn gerückten Sattel und Lenker auf der Landstraße zu benutzen und schließlich wurden sogar die Zweifizer auf Huberseidl montiert, als diese Mannschaft ihre großen Erfolge hatten. Die Mode erstreckte sich auch auf Einzelteile, wie Pedale, Ketten, Tretkurbellager und Kurbeln, aber eine epochale Veränderung erfuhr das Fahrrad erst durch die Freilaufnabe, ohne die ein ,, modernes Fahrrad" damals undenkbar war. Und wenn man heute von einem Fahrrad spricht, sagt man, ohne dabei etwas zu denken: Jedes moderne Fahrrad hat Freilaufnabe. Man gibt also den Einfluß der Mode unbewußt zu, was zu Eine Modenarrheit war die Benuhung hoher Uebersezun- beweisen war. Mittwoch, den 22. Februar 1928. " HAIGE Sehen Sie, so wie ich hier zerbröckeln Sie den Würfel Weber's Carlsbader und mischen ihn mit dem frisch gemahlenen Kaffee. Dann bereiten Sie das Getränk, wie Sie es gewöhnt sind.-So, nun kosten Sie mal!-- Sie sehen, der hatte Geschmack unseres Haushaltkaffees ist verschwunden, und statt der dürftigen, graubraunen Farbe hat das Getränk nun ein vollkräftiges Aussehen und einen warmen, goldbraunen Ton. Weber's Carlsbader OTO E WENER Vergessen Sie mir das Carlsbader" nie, es kostet 35 Pfg. und ist überall zu haben + Ihr Bruchleiden- Aufruf! verschlimmert sich unbedingt beim Tragen eines unrichtigen, schlechtsitzend. Bruchbandes. Verhüten Sie das durch meine seit 20 Jahren wohlbelannte, unter Garantie passende, ärztlicherseits anerkannte Spezial- Bandage für alle Brucharten, auch Hodenbrüche, ohne Feder, kein harter Ledergürtel oder Eisenbügel. Ferner Leib-, Nabel, Borfallbinden etc. Tag- u. Nacht- Tragen meiner Bandage selbst Nachweislich haben sich Personen durch das geheilt, z. B.: N. N. Mergentheim: 35 J. alt, Leistenbr. geh.; N. N. Gera: 11 J. alt ebenf. geh.; N. N. Friedberg: 52 J. alt, geh. usw. Kostenlos zu sprechen in Gießen, Dienstag, den 28. Februar von 9-6 Uhr t. Hotel Robel. Bandag. Spezialist Eugen Frei Nachf.( W, Frei), Stuttgart, Birkenstr. 12. Das Gesicht der Mode für Frühjahr und Sommer 1928 spiegeln die vielen bunten Modelle in Beyers Mode- Alben wider. Beyers Mode- Führer Band I: Damen- Kleidung( 1.50 M.) Band il: Kinder- Kleidung( 1,20M.) * Beyers Wiener Blusen- Album( 1,20 M.) * Überall zu haben! Beyer- Verlag, Leipzig T NWK WoLe 姜 米 NWK Sportwollen Nordstern Fuldania Schneestern Blausfern führend in Güfe u. Farben. Überall erhältlich. Auf Wunsch BezugsquellenNachweis durch: fest 1741 Fabrit Seicbra Norddeutsche Wollkämmerei 2 Kammgarnspinnerei Kontor Frankfurt a. M., Taunusstr. 13/ Tel.Römer 1175 In Gießen oderumgebung wird eine Filiale errichtet. Sierfür wird eine zuverlassige Person ( Beruf einerlei) als Filialhalter( in) gesucht. 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Die alte Reklamephrase„ Großer Umsat kleiner Nuzen" ist unwahr. Es muß heißen:„ Großer Umsatz großer Nuzen." Jeder junge Kaufmann, weiß, daß wenn für 1000 M Ware, an der 20 Prozent verdient werden, nur einmal im Jahre umgefetzt wird, der Verdienst nur 200 M beträgt, während er bei fünfmaligem Umsatz 1000 M beträgt, das Anlagekapital sich also verdoppelt. Man sollte nun meinen, daß auch alle kleineren Geschäftsleute, nicht nur die Warenhäuser, alles aufbieten müßten, jede ihrer Waren möglichst schnell wieder aus dem Hause zu bringen. Das geschieht aber nicht, sonst gäbe es keine Ladenhüter, die Verluste bringen, statt Gewinn. Wenn man, um für 1000 M Ware mit 200 M Gewinn umzusetzen, für 50 M inserieren muß, so bleiben immer noch 150 M Gewinn, d. h. 150 M mehr als nichts. Aber derselbe Kaufmann, der das Risiko einer Reise nicht scheut, wenn er irgendwo mit Nuzen einkaufen kann, scheut das Risiko des inserierens, durch das er seinen Umsatz beschleunigt und damit seinen Gewinn erhöht. Jede Ware, die über eine gewisse Zeit hinaus auf Lager liegt, macht Schaden im Geschäft. Sie hält einen Teil des Betriebskapitals fest, der inzwischen schon: Nur das Zeitungsinserat hebt den Umsag! Ilmenau, Thür wiederholt hätte umgesetzt werden und wiederholt hätte Gewinn bringen können. Solche festliegende Ware muß unter Abitur allen Umständen abgestoßen werden. Erfordert das einige Anleitung durch Dr. Woitik, Berlin W. 50 Geisbergstraße 24. la Eiderfettkäse 20% 9 Pfd= M. 6 30 franko Dampfkäsefabrik Rendsburg. Suche zum 15. 3. od. später Stellung als Stüße am liebst.im Geschäftshaushalt. Angeb. an Aenne Ostermann Adorf( Waldeck) eppiche Läufer ohne Anzahluug in 10 Monatsrat lief. Teppichhaus Agay& Glück, Frankfurt a. M 742 Spesen in Gestalt von Insertionskosten, so ist das lange nicht so schlimm, als wenn die Gelegenheit, das Geld im Geschäft arbeiten zu lassen, versäumt wird. Eine geschickte Insertion ist nie ein Risiko. Selbstverständlich muß man sich vorher einen Ueberschlag machen, wieviel Insertionskosten die Ware tragen kann. Man braucht auch dann nicht gleich einen großen Betrag zu riskieren, sondern kann vorsichtig versuchen, den Erfolg abwarten und dann erst später ins Zeug gehen. Die Scheu vor der Insertion, den Gedanken, daß sie ein Glückspiel sei, muß auch der kleine Geschäftsmann überwinden, wie sie der große längst überwunden hat. Und ferner muß er sich mit der Insertion beschäftigen, muß Sie ist ein ebenso wichtiges sich bemühen, sie zu erlernen. taufmännisches Fach wie Buchhaltung und Einkauf und erfordert feineswegs ein besonderes Genie, sondern nur etwas Federgewandtheit und gesunden Menschenverſtand. Schreiben Sie sofort!!! Rentenbankkreditanstalt Berlin!! Eisu- Betten Stahlmatratz. Kinderbett ünstiga.Privat Kat. 1584fr. gewährt aus d. Mitteln d. II. Amerika- Anleihe 1. Hypotheken auf Landwirtschaften von 20 Morgen an aufEisenmöbelfabrik Suhl( Thur) wärts, zu 6% Zinsen excl. 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