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Jm Limbourg- Prozeß wurde gestern die Klage Dr. Limbourgs zurüdgewiesen, sein Bruder Peter Limburg wurde unter Meineidverdacht verhaftet. Die Ruhrbergarbeiter fündigen geschlossen Lohnordnung und Arbeitszeitabkommen zum 30. April. Das Zentrum hat im preußischen Landtag einen Urantrag eingebracht, nach dem verlangt wird: 1. Zusammenlegung nebeneinanderbestehender Behörden, 2. Neuabgrenzung der preußischen Verwaltungsbezirke, 3. Vereinfachung des Instanzenweges, 4. Beseitigung der im preußischen Staatsgebiet liegenden Entlaven. In Mailand ist die Nichte des Papst es, Fräulein Angelina Ratti, in ihrer Wohnung von einem Einbrecher er: schlagen worden. Die vier im Feme- Mordprozeß Wilms zum Tode Berurteilten lassen durch nahestehende Kreise eine Gnadenattion einleiten. Dem endgültigen Reichswirtschaftsrat entgegen. Der deutsche Reichstag hat sich kürzlich mit den Entwürfen eines Gesetzes über den Reichswirtschaftsrat und eines Gesetzes zur Ausführung des Gesetzes über den Reichswirtschaftsrat in erster Beratung beschäftigt und die beiden Vorlagen dem Volkswirtschaftlichen Ausschuß überwiesen. Es steht zu hoffen, daß sie in Kürze ihre Verabschiedung finden werden. Der vorläufige Reichswirtschaftsrat hat seit seinem Bestehen erhebliche Kritik gefunden, die z. Zt. soweit ging, ihm jeden Einfluß und praktische Bedeutung abzusprechen, ja ihn für überflüssig zu halten. Diese Auffassung läßt unberücksichtigt, daß zunächst der vorläufige Reichswirtschaftsrat erst den am besten gangbaren Weg zu einer wirksamen Betätigung sich suchen mußte und übersieht vollends die historische Mission, die der vorläufige Reichswirtschaftsrat in der ersten Zeit seines Bestehens erfüllte, als er in der durch Revolution und Inflation politisch erregten Zeit vorliegende Gesetzentwürfe und sonstige wirtschaftliche Fragen einer sachlichen Behandlung zuführte. Nicht zu unterschätzen ist auch sein Verdienst, Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu gemeinsamen Beratungen zusammengebracht zu haben, um hier der Aufklärung und dem wechselseitigen Verständnis zu dienen. So setzte der vorläufige Reichswirtschaftsrat die nützliche Tätigkeit fort, die mit der Zentralarbeitsgemeinschaft der Arbeitgeberund Arbeitnehmerverbände begonnen wurde. Daß über sein Wirken wenig Nachricht an die Deffentlichkeit drang, liegt auch darin begründet, daß, zumal seit Fortfall der Vollversammlungen, die Ausschüsse meist unter Vertraulichkeit tagten und nur gelegentlich Presseberichte herausgegeben wurden. Soweit die Kritik dem vorläufigen Reichswirtschaftsrat fehlende Jnitiative vorwirft, wird übersehen, daß ihm das volle Initiativrecht fehlte, er zwar Gesetzesvorlagen beantragen konnte, die Reichsregierung aber nicht verpflichtet war, diese dem Reichstag zuzuleiten. Die positive Arbeit des vorläufigen Reichswirtschaftsrats ist nicht zu verkennen, wenn auch ein Teil seiner Arbeit durch politische Momente in den nachfolgenden Beratungen des Reichstags wieder beeinträchtigt wurde. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an die bedeutungsvollen Vorschläge be= treffend Maßnahmen zur Stabilisierung der Mark, womit w der Wirtschaftspolitische und Finanzpolitische Ausschuß in ge= meinsamen Sizungen bereits im November 1922 beschäftigten. Hingewiesen sei ferner auf die Mitwirkung des vorläufigen Reichswirtschaftsrats an dem Ausbau der produktiven Erwerbslosenfürsorge, auf seine Vorschläge zur Wiederbelebung der Bautätigkeit bereits im Dezember 1920, auf die Aufstellung eines Reformprogramms für die Finanzen im Januar 1922 usw.( Vergl. hierzu„ Der vorläufige Reichswirtschaftsrat 1920 bis 1926", Denkschrift, verfaßt von Dr. Hauschild, Bürodirektor beim vorläufigen Reichswirtschaftsrat. 1926. Verlag E. S. Mittler& Sohn, Berlin). Die gesamte Arbeit des vorläufigen Reichswirtschaftsrats war darauf eingestellt, dem Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft zu dienen und es kann wohl festgestellt werden, daß er die auf ihn gesezten Hoffnungen erfüllt hat. Bei der bereits eingangs erwähnten Beratung im Reichstag erklärte Reichswirtschaftsminister Dr. Curtius, daß die Reichsregierung auf das Bestehen eines arbeitsfähigen Reichswirtschaftsrats größtes Gewicht legt. Auch die deutsche Wirtschaft wird diese Auffassung von der Notwendigkeit eines wirtschaftlichen Parlaments teilen und den Ausbau des vorläufigen Reichswirtschaftsrats zum endgültigen nur begrüßen. Die betden Vorlagen hierzu bauen auf den Erfahrungen des vorläufigen Reichswirtschaftsrats auf. Sie halten fest an dem Erprobten und füllen bisherige Lücken aus. So bleibt der endgültige Reichswirtschaftsrat eine Körperschaft zur Begutachtung wirtschaftspolitischer und sozialpolitischer Gesetzentwürfe. Daneben erhält er, im Gegensatz zu seinem Vorgänger, das volle Initiativrecht, wonach die Reichsregierung verpflichtet ist, selbst bei ablehnender Einstellung ihrerseits eingereichte Vorlagen beim Reichstag vorzubringen. Das Schwergewicht der Arbeiten wird zweckmäßigerweise in die Ausschüsse gelegt, da die früheren Vollversammlungen, die von 1920 bis Juni 1923 Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. Mr. Mittwoch, den 25. Januar 1928 nur 58 mal zusammentraten, 3. T. eine wenig fruchtbare De> batte um Anträge brachten, die in den Ausschüssen bereits mit großer Mehrheit abgelehnt waren. Als Hauptausschüsse sind vorgesehen: ein Wirtschaftspolitischer, ein Sozialpolitischer und ein Finanzpolitischer Ausschuß. Ihre Aufgabe besteht in der Begutachtung der Vorlagen der Reichsregierung und in Erledigung der sonstigen dem Reichswirtschaftsrat übertragenen Aufgaben. Die Gutachten sollen durch förmlichen Beschluß festgelegt und mit einem erläuternden Bericht versehen werden. Eine besondere Erwähnung verdient noch der sogenannte Ermittlungsausschuß, der durch den Vorstand des Reichswirtschaftsrats auf Verlangen oder mit Zustimmung der Reichsregierung zum Zwecke der Untersuchung von Fragen der Gesamtwirtschaft oder eines einzelnen Wirtschaftszweiges bestellt wird. Diesem Sonderausschuß hat der z. 3t. noch tätige Ausschuß zur Untersuchung der Erzeugungs- und Absatzbedingungen der deutschen Wirtschaft zum Vorbild gedient. Die Vollversammlung tritt nur auf Grund eines Beschlusses des Vorstandes, der aus 15 ständigen Mitgliedern besteht, zusammen oder auf Verlangen der Reichsregierung. Die Vollversammlung beschließt die Geschäftsordnung des Reichswirtschaftsrats. Es steht nicht zu erwarten, daß sie gegenüber der Praxis der letzten Jahre beim vorläufigen Reichswirtschaftsrat öfter zusammenkommen wird. Eine wichtige Frage bleibt noch zu erörtern, die Frage der Mitgliedschaft. Der Entwurf unterscheidet zwischen ständigen und nichtständigen Mitgliedern. Erstere werden zum überwiegenden Teil auf Grund von Vorschlagslisten, die die zuständigen wirtschaftlichen Vertretungen dem Reichswirtschaftsministerium einreichen, einberufen, letztere durch den Vorstand des Reichswirtschaftsrats für einzelne Sitzungen oder Verhandlungsgegenstände. Die ständigen Mitglieder des Reichswirtschaftsrats bilden drei Abteilungen, wovon Abteilung I 13 Vertreter der Landwirtschaft, 12 Vertreter der Industrie, 6 Vertreter des Handwerks, 7 Vertreter des Handels, 4 Vertreter der Banken und 6 Vertreter des Verkehrs und der Fischerei, insgesamt 48 Vertreter der Arbeitgeber umfaßt. Die gleiche Anzahl von Arbeitnehmern tritt zur Abteilung II zusammen. Abteilung III setzt sich wie folgt zusammen: 11 Vertreter der Städte, der Landgemeinden und der Landkreise, 3 Vertreter der öffentlich- rechtlichen Versicherungs- und Kreditanstalten, 5 Vertreter der Konsumgenossenschaften und der Hausfrauen, 3 Vertreter des landwirtschaftlichen und ein Vertreter des gewerblichen Genossenschaftswesens, 2 Vertreter der Tagespresse, 2 Vertreter der Beamtenschaft, 3 Vertreter der freien Berufe, ferner 12 vom Reichsrat zu ernennende, mit dem Wirtschaftsleben der einzelnen Wirtschaftsgebiete des Reichs besonders vertraute Persönlichkeiten, ein Vertreter des Auslandsdeutschtums, sowie schließlich noch 12 Persönlichkeiten, die durch besondere Leistungen die Wirtschaft des deutschen Volkes in hervorragendem Maße gefördert haben oder zu fördern geeignet sind, zu ernennen von der Reichsregierung. Die Gesamtzahl der ständigen Mitglieder des Reichswirtschaftsrats beträgt somit 151, eine auch im Interesse der Vereinfachung unserer gesamten Verwaltung zu begrüßende Beschränkung gegenüber den 326 Mitgliedern, die der vorläufige Reichswirtschaftsrat aufweist. Selbstverständlich wollen und müssen alle Wirtschaftsgruppen vertreten sein. Die Vergangenheit hat aber gezeigt, daß die Mitgliederzahl im vorläufigen Reichswirtschaftsrat das erforderliche Maß überstieg. Es können ja auch die besonderen Erfahrungen geeigneter Sachverständiger durch Hinzuziehung als nichtständige Mitglieder Verwendung finden. Den Arbeiten des endgültigen Reichswirtschaftsrates ist zu wünschen, daß sie im Geiste des vorläufigen Reichswirtschaftsrats fortgesetzt werden. Landwirtschaft in Not. Die Vorschläge Schieles. Reichsernährungsminister Schiele macht folgende Vorschläge zur Ueberwindung der Notlage der Landwirtschaft, die der Minister in folgende vier Leitsätze zusammenfaßt: 1. Uebernahme der Verzinsung der Rentenbank- Grundschuld durch das Reich, mindestens für das Jahr 1928, eventl. für einen längeren Zeitabschnitt. 2. Umschuldung der bevorstehenden Verbindlichkeiten und Zinsverbilligung, wobei an Mittel des Reiches, aber auch an Entlastung durch Aufnahme einer Auslandsanleihe zu denken ist. 3. Kontingentierung der Fleisch- und Vieheinfuhr, wobei insbesondere ins Gewicht fällt der Bestand an Schweinen im Inland, der um 500 000 Stüd gegenüber 1913 gestiegen ist. 4. Milderung von Steuerhärten, die vor allem in den Betrieben ohne eigentliche ordentliche Buchführung entstehen, also vorwiegend kleinbäuerlichen Betrieben. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lofal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit Bei Wiederholungen Rabatt, für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 8 meinden entstandenen Kosten gedeckt werden. Alle übrigen Wahlkosten trägt das Reich allein. Von den zwei Millionen Reichsmart, die das Reich zu tragen hat, werden etwa 1,6 Millionen auf die Zahlungen an die Gemeinden entfallen, 300 000 Mark auf die Aufwendungen der Landesbehörden und Abstim mungsleiter und rund 100 000 Mark auf die Aufwendungen des Reichsinnenministeriums und des Reichswahlleiters. Gefeßentwurf über die Splitterparteien. Beratungen zwischen den Parteien. Wie aus Reichstagskreisen verlautet, sollen die Beratungen zwischen den Parteien über einen Gesetzentwurf, der die Frage der Splitterparteien behandelt, beginnen, und zwar werden sich für diesen Gesezentwurf voraussichtlich alle großen Parbeien des Reichstages einsetzen. Es sind bereits unverbindliche Vorschläge ausgearbeitet worden, und in diesen Vorschlägen ist u. a. vorgesehen, daß für jeden Vorschlag eines Wahlkreises gefordert werden kann, daß dieser Wahlvorschlag soviel Unterschriften Wahlberechtigter aus dem Wahlkreise aufweist, als die Hälfte der Stimmzahl beträgt, die zur Erzielung eines Mandats notwendig war. Weiter ist vorgesehen, daß für jeden Wahlvorschlag eines Wahlkreises die Hinterlegung eines Geldbetrages gefordert werden kann, der der ungefähren Höhe der Unkosten entspricht. Schließlich wird in den Verhandlungen erörtert werden, ob die neuen Bestimmungen im Reich und in den Ländern auch für die gegenwärtige Gesetzgebungsperiode ihre Gültigkeit erhalten sollen. Politik aus Hessen. Nachdem Ende poriger Woche die Verhandlungen zwischen den Sozialdemokraten und dem Zentrum wieder aufgenommen worden sind, fand Anfang dieser Woche eine mehrstündige Besprechung zwischen der Deutschen Volkspartei, der Sozialdemo kratie und der Demokratischen Partei statt. Die Situation dürfte jetzt so weit geklärt sein, daß damit zu rechnen ist, daß die Sozialdemokraten in ihrer nächsten Fraktionssitung am kommenden Freitag zu einer endgültigen Stellungnahme kom men. Die Kommunistische Partei hat gegen die Zusammensehung des Hessischen Staatsgerichtshofes Einspruch erhoben mit der Begründung, daß die im Gesetz geforderte paritätische Zusammensetzung nach der Verhältniswahl nicht gewahrt worden sei, da die Kommunistische Partei als stärkere Partei gegenüber den Demokraten nicht berücksichtigt worden ist. Die Wahl der parlamentarischen Mitglieder des Staatsgerichtshofes ist seinerzeit im Landtag mit Stimmenmehrheit vorgenommen Bom hessischen Staatsgerichtshof. Die Zusammensetzung des hessischen Staatsgerichtshofs, der am 31. Janwar über die Gültigkeit der hessischen Landtagswahlen entscheiden soll, wird nach Meldungen der sozialdemokratischen Presse beanstandet, weil die nach Art. 50 der Ver= fassung gegebene Vorschrift, wonach die Wahl des Staatsgerichtshofs nach der Verhältniswahl erfolgen soll, nicht eingehalten worden sei. Bis jetzt ist, wie man hört, an maßgebender Stelle ein solcher Einspruch nicht eingelaufen. Es soll aber bei der Wahl des Staatsgerichtshofes im Landtag ein Formfehler dadurch begangen sein, daß man sich, genau so, wie über die Mitglieder der übrigen zu wählenden Ausschüsse im Aeltestenrat vorher verständigte und dann über diese Borschläge im Plenum abstimmen ließ. Hierbei wurde allerdings der Antrag der Kommunisten, die bekanntlich 6 Size haben, die Wahl nach paritätischen Grundsägen vorzunehmen, und ihren Vertreter, Abg. Galm, an Stelle des Demokraten Schreiber zu wählen, da diese nur 5 Site haben, abgelehnt und Abg. Schreiber gewählt. Wenn der Bestimmung der Verfassung entsprechend eine Verhältniswahl stattgefunden hätte, hätten förm= liche Listen eingereicht und darüber die Abstimmung erfolgen müssen. Ob freilich dann ein Kommunist gewählt worden wäre, ist zweifelhaft, selbst, wenn einige Sozialdemokraten dann ihre Stimme lieber diesem, wie dem Demorkaten gegeben hätten. Auch bei einer Neuwahl des Gerichtshofes durch den Landtag dürften die Kommunisten nicht viel Glück haben. Da voraussichtlich auch weitere Kompetengkonflikte zu entscheiden sein werden, dürften die Verhandlungen sich sehr beachtenswert gestalten. Der Hessische Staatsgerichtshof ist auf Dienstag, den 31. Januar, vormittags 9,30 Uhr, in den Sigungssaal des Schwurgerichtes einberufen, um über die Gültigkeit der hessischen Landtagswahl zu entscheiden. Als Beschwerdeführer werden vertreten sein: Rechtsanwalt Rohde, Frankfurt, für die Wirtschaftspartei, Dr. Frant, München, für die National- sozialistische Arbeiterpartet, und Pfarrer Weidner, Ober- Lais( Oberhessen), für die Evangelische Volksgemeinschaft. Schätzungsweise würde sich die Summe der Hilfeleistungen Für Abbau der Wohnungszwangswirtschaft. auf eine Höhe von 62 Millionen Mark errechnen. Ueber diese Frage wird aber noch eine Besprechung zwischen den landwirtschaftlichen Sachverständigen, den Fraktionen, dem Reichsfinanzminister und dem Reichsernährungsminister stattfinden. Die nächsten Reichstagswahlen fosten 2 000 000 Mark. Berlin. Im Haushalt des Reichsinnenministeriums werden für die Durchführung der bevorstehenden Reichstagswahlen zwei Millionen Reichsmart angefordert. Nach dem Reichswahlgesetz erstattet das Reich den Gemeinden zum Ersatz der Kosten der Reichstagswahl für jeden Wahlberechtigten einen festen, nach Gemeindegrößen abgestuften Betrag, der so berech net wird, daß mit ihm durchschnittlich vier Fünftel der den Ge= an Der Hessische Landgemeindetag ist mit einer Eingabe den Landtag herangetreten, wonach der Minister für Arbeit und Wirtschaft ermächtigt werden soll, die Landgemeinden, in denen die Wohnungsnot behoben ist oder nach Beschluß des Gemeinderats eine Zwangsbewirtschaftung des Wohnungsmarktes nicht mehr stattfinden soll, auf Antrag von der Verpflichtung des Art. 1 der hessischen Wohnungsmangelverpflich tung in der Fassung vom 1. Oktober 1924 gänzlich oder widerruflich zu entbinden. Es wird betont, daß eine dahingehende Anordnung von den Landgemeinden als erster Schritt zur Rüdfehr normaler Verhältnisse auf dem Gebiete des Wohnungswesens begrüßt werden würden. Mittwoch, den 25. Januar 1928. Lofales. * Falsche Fünfmartstücke sind im Umlauf. Sie tragen das Münzzeichen A und die Jahreszahl 1927. Die falschen Stücke haben einen blechernen Klang. * Ernannt wurden: Der Medizinalrat Dr. Philipp Best in Schotten zum Kreisarzt des Kreisgesundheitsamtes Bensheim unter Belassung seiner seitherigen Amtsbezeichnung„, Medizinalund der Amtsarzt rat" mit Wirkung vom 1. Februar 1928, Dr. Hermann Orth in Gießen zum Kreisarzt des Kreisgesundheitsamtes Schotten mit der Amtsbezeichnung„ Medizinalrat", mit Wirkung vom 1. Februar 1928. * Ein Unterrichtsgang für städtische und gemeindliche Beamtenanwärter, welche die erste bezw. zweite Verwaltungsprüfung ablegen wollen, ist von der Gewerkschaft hessischer Gemeindebeamten in unserer Stadt eingerichtet worden. Der Unterricht findet jeden Samstag Nachmittag im Stadthaus, Bergstraße, statt. Der gegenwärtige Kursus endet am 1. April, das zweite Lehrjahr beginnt im August dieses Jahres. * Bund ehemaliger 81er. Am 9., 10. und 11. Juni 1928 findet in Frankfurt a. M. eine Wiedersehensfeier aller ehemaligen 81er statt. Als Festfolge ist in Aussicht genommen: Be grüßung und Festkommers, Kranzniederlegung auf dem Ehrenfriedhof, Festgottesdienst mit Regimentsappell. Auskunft erteilt Kamerad Frank, Frankfurt a. M., Schielestraße 26, und die Vorsitzenden der einzelnen 81er Vereine. * Einen nationalen Mandolinen- Wettstreit veranstaltet am 5. und 5. Mai der Geßener Mandolinen- und Guitarre verein„ Neapolit". Man rechnet mit einer Beteiligung von etwa 30 Vereinen, u. a. aus Frankfurt, Hanau, Mühlheim, Fulda, Mainz, Köln, Hildesheim und Hannover. Der Wettbewerb erfolgt in vier Klassen. Außer zahlreichen Ehrenpreisen steht auch ein Ehrenpreis des Volksstaates Hessen in Aussicht. „ Gießener Zeitung" * Die Schwindeleien„ indischer Fatire". In letzter Zeit machen sogenannte indische Fatire viele Städte unsicher, in denen sie sich angeblich eingraben lassen wollen. Sie verschwinden aber stets vorher und schröpfen das Publikum nur mit albernen Vorträgen. So geschah es am Samstag auch in Darmstadt. Ein angeblicher„ indischer Hohepriester" namens Agnihotri machte dort auch eine große Reklame, wobei er versprach, sich mehrere Tage lang in der Erde begraben zu lassen und andere Fakirkunststücke zu zeigen. Nichts von alledem wurde gehalten. Der„ Hohepriester, der ebensowenig wie seine Gehilfen aus Indien stammen dürfte, beschränkte seine Darbietungen auf einen Vortrag, dessen Weisheit über den Inhalt eines Lexikons nicht hinausging. Es ist anzunehmen, daß der Gaukler seine Manöver in der Umgegend fortsetzen wird. * Der Fackelzug am Freitag Abend, der aus nicht vorhersehbaren Umständen einen anderen Weg als den vorgesehenen nehmen mußte, war nicht von der Gießener Studentenschaft in die Wege geleitet, sondern es war ein Fackelzug der Frankfurter, Marburger und Gießener Burschenschaften aus Anich der sei Jahrzehnten üblichen Feier des Burschenschafter- Reichsgründungskommerses. * Gießen. Zum 54. Stiftungsfest und gleichzeitig zum Weihnachtsfest hatte der Kriegerverein seien Ruf für den 6. Januar an die Mitglieder ergehen lassen, und der Erfolg war wieder ein großer. Galt es doch abermals der Oeffentlichkeit zu zeigen, daß die Kameradschaft der alten Soldaten fortlebt und hoffentAus Nah und Fern. Nidda. In den Werken der Himmelsbach- Holzindustrie in Oberhessen, die hier ihren Hauptbetrieb haben, ist seit Montag Kurzarbeit eingeführt. Es wird nur noch an drei Tagen der Woche gearbeitet werden. Etwa 300 Arbeiter werden von dieser Betriebseinschränkung betroffen. Nidda. In dem benachbarten Dorf Ober- Schmitten wurde unter einem Holzstoß bei einem Hause die Leiche eines neugeborenen Kindes aufgefunden. Die gerichtliche Untersuchung hat jetzt zu der Feststellung geführt, daß das Kind nach der Geburt gelebt und daß es durch Strangulieren und durch Schädelverlegungen mit Bluterguß ins Gehirn einen gewaltsamen Tod gefunden hat. Als Kindesmörderin wurde die etwa 19 Jahre alte ledige Tochter einer angesehenen Bauernfamilie, die in dem Hause bei dem Holzhaufen wohnt, ermittelt. legte bereits ein volles Geständnis ab. Das Mädchen Nr. 8. Buderusschen Eisenwerke, Kommerzienrat Dr. ing. h. c. Adolf Köhler- Wetzlar zum Kammerpräsidenten, Apothekenbesitzer Georg Bahr Weglar zum ersten stellvertretenden Vorsitzenden und Walzwerksdirektor a. D. Friedrich Schmitt Wetzlar zum zweiten stellvertretenden Vorsitzenden. Gedern. Der Bund Vogelsberger Sängervereinigung hielt hier seine Hauptversammlung ab. Die Beteiligung war außerordentlich gut. Für den Hessischen Sängerbund war Geschäftsführer Roth- Darmstadt vertreten, der die Ziele des Hessischen und des Deutschen Sängerbundes eingehend darlegte. Die Oberhessische Sängerbundvereinigung, 17 Vereine mit über 500 Sängern, beschloß einstimmig den Uebertritt zum Hessischen Sängerbund. Zum Vorsitzenden des neuen Gaues„ Gau Vogelsberger Sängervereinigung“ wurde Herr L. StößingerOber- Lais gewählt. Mit der Neugründung des Gaues ist ein weiterer Schritt in der Neuorganisation des Hessischen Sängerbundes vollzogen. Wezlar. Die Industrie- und Handelskammet wählte in ihrer jüngsten Vollsizung den Vorsitzenden des Vorstandes der = Hoch klingt das Lied vom braven Mann. Am 9. Juni 1927 fuhr der Lokomotivführer Martin& aust von Limburg als Führer einer Lokomotive von Weilburg nach Limburg. Zwischen Weilburg und Guntersau bemerkte er in der hochangeschwollenen Lahn eine Frau mit dem Tode ringend. Kurz entschlossen brachte er den Zug zum Stehen und sprang in voller Kleidung und geschwitztem Körperzustand in die Lahn. Nach vieler Mühe gelang es Faust die Frau unter eigener Lebensgefahr zu retten. Für diese hervorragende Tat, die als ein vorzüglicher Beweis von Entschlossenheit und Selbstaufopfernung angesehen werden kann, wurde ihm durch das Preußische Staatsministerium die Rettungsmedaille am Bande verliehen. Mainz. Das Zustandekommen des diesjährigen Rosenmontagszugs unter dem Motto„ Alles gratuliert"( zum Jubiläumskarneval) ist gesichert; die Vorbereitungen sind bereits in vollem Gang. Mittwoch, den 25 V.f Die 1. und 2. Man Schüler gewannen in Mannschaft der Spielve wirklich Spaß, die klein beobachten zu können. Die 1. Jugend tru Jugend Kurhessen- Mar sind, aus, und mußte Können der Marburge hierbei erwähnt wird, find. An und für sich ren und vor allen Din Ju leicht eingeschäkt. crlauben, auch wenn es Renommee schnell hin. Recht interessant w Mannschaft gegen die 1. chre ging. Es stand wo BfB. sich die Punkte Refultat( 7: 1) aber so der 200 Zuschauer, weld nur dem Eifer und der ler zu verdanken, mit cs der Mannschaft aller fich mit aller Gewalt u gefährlich werden, jedoc ungenau, als daß sie zu fonnte. Dem neuen M und Glück auf in die J Darmstadt. Auch Darmstadt will an Fastnacht nicht zurückstehen. Man wird von der ministeriellen Erlaubnis Gebrauch machen und auch hier den Fastnachtzug wieder aufleben lassen. Der Zuchthäusler auf Geldtransporten. Frankfurt. Das Gaunerstückchen des Heizers Brix, der vom Städt. Arbeitsamt beauftragt wurde, 30 000 RM. nach der. Stadthauptkasse zu transportieren und mit dem Gelde durchge= brannt ist, erregt allgemeines Aufsehen und Kopfschütteln. Man findet es unbegreiflich, wie ein mit Gefängnis und Zuchthaus bestrafter und zwar vielfach vorbestrafter notorischer Einbrecher von einem städtischen Amt mit dem Transport von Geldern be schäftigt werden konnte. Man fordert allgemein, daß die Frage der Verantwortlichkeit mit größter Strenge geprüft werden muß, und so wird die geradezu karnevalistisch anmutende Episode wohl noch ein Nachspiel vor dem Forum der Stadtverordneten haben. Die Stadt Frankfurt hat eine Belohnung von RM. 1500 auf die Ergreifung des Täters und die Herbeischaffung der Gelder ausgesetzt. Frankfurt. Folgen des starken Lastautoverkehrs. Montag Nachmittag gegen 6 Uhr wurde die Feuerwehr nach der Höchsterstraße 66 gerufen, wo sich folgendes ereignet hatte.. Das Haus Höchsterstraße 66 ist eines der ältesten in dem ganzen dortigen Bezirk. Man hatte in letzter Zeit schon mehrfach verdächtiges Knistern gehört und das Haus sollte in nächster Zeit Gestern einer gründlichen Reparatur unterzogen werden. Nachmittag gab nun plötzlich die Decke zwischen dem zweiten und dritten Stock nach und stürzte mit lautem Gepolter in die lich auch die junge Generation diesem Geiſte einmal folgen Männer, die jetzt über Millionen verfügen, Wohnung im zweiten Stod. Die im 3. Stod wohnende Frau B. wird. Die Ausgestaltung des Festes lag in bewährten Händen und der Beifall, der den einzelnen wohlgelungenen Darbietungen folgte, besagte, daß man allseits sichtlich darüber zufrieden war. Die Musik unter Leitung des Herrn Kameraden Weller verschönerte den Abend, von der Verlosung zu Gunsten der Kriegshinterbliebenen wurde auch in reichem Maße Gebrauch gemacht. Kamerad Landgerichtsrat Trüm pert richtete an die Erschienenen herzliche Worte der Begrüßung und ermahnte sie den kameradschaftlichen Geist weiter so zu pflegen, damit dereinst auch in Zukunft die Ziele der Hassia einmal in Erfüllung gehen. Herr Klein jr., der Sohn unseres Kameraden Albin Klein, sprach einige ernste Worte über die Heranziehung der Jugend unserer Mitglieder zur Errichtung einer Jugendgruppe.( Mögen diese Worte auch bald in Erfüllung gehen.) Die kleine Grete Möller trug in possierlicher Art ein nettes Weihnachtsgedicht vor, und Frl. Amend sprach den Prolog recht eindrucksvoll. Fräulein Fenchel und Herr Hartmann gaben in einem Duett ,, Am Silberhochzeitstag" manchem Kameraden Gelegenheit seine Gedanken zurückgehen zu lassen an selbsterlebte Stunden; ganz besonders aber gefiel das Theaterstück„ Jm Riesengebirge". Alle hierbei Mitwirkenden legten ein Können an den Tag, das von Berufsspielern nicht besser hätte ausfallen können. Herr Büttner als Böhmer, Frau Bechstein ale Grete, Herr Seitz als Piesecke, Herr Birkenstock als Hans, Fräulein Amend als Frau Piesecke, Fräulein Bopf als Frau Fröhlich und Herr Hartmann als Fröhlich meisterten ihre Rollen alle in hervorragender Weise. Der anschließende Tanz, der vor allem unserer Jugend galt, hielt alle noch einige gemütliche Stunden zusammen. Grüner Rasen Blaue Wellen. Roman von Otto von Gottberg. 24. Fortsetzung. Drießner konnte schon lachen. Bald glaubte auch Drewiz das Fahrzeug geborgen. Doch erst nach einer Stunde langsamer Fahrt wagte er sich auf Sehrohrtiefe und sah ungeduldig ins Ofular. Hell wie der Tag war die frostklare Mondnacht. und ein nur 500 Meter ferner Zerstörer hielt gerade auf ihn zu. Ehe er den Befehl zum Tauchen geben konnte, erspähte der Gegner wohl das Sehrohr, denn er ließ den Scheinwerfer spielen. Zwei Minuten später lief U- 444 vierzig Meter unter Wasser. Dreimal hintereinander wechselte Drewizz schnell Kurs, um den Verfolger irrezuleiten. Doch plötzlich bebte die Flut rings um sein Schiffchen zu einem scharfen Krachen. Von Turmeshöhe schien ein Eisenbloc auf Metall zu fallen. Unwilltürlich schloß er die Augen. Jezt mußten Splitter der Bombe an die Schiffswände schlagen. Doch die Flut blieb stumm wie die Mannschaft im Boot. Nie hatten die Motore so laut gesungen. Drießner, Nr. 1 und Matrose Kern preßten die Lippen zusammen und hielten den Atem an. Unten in der Zentrale war fein Flüstern zu hören. waren vor vielen Jahren fast noch ohne nennenswerte Vermögen. Manche haben als ganz kleine Handwerker oder Händler angefangen, wohnten einst in einer Dachkammer. Drewiz beugte sich über das Luk und zwang sich, recht gemütlich zu rufen:„ Steuermann, lassen Sie Kaffee und Wurstbröte für die Brücke holen!" Zu befehlen, Herr...." Was war das Geheimnis ihres Vorwärtskommens? Die Reklame! Die Reklame, die das im Anfang unbedeutende Unternehmen durch die Presse hunderttausendfach bekannt machte. Selbstverständlich muß man bei der Auswahl der in Frage kommenden Zeitungen sehr wohl überlegen. Wer im Volksstaat und seinen 1000 Gemeinden gründlich Reklame machen will, kann das am besten durch die im Verlag Albin Klein zu Gießen erscheinende Zeitungen: Krachen an Steuerbord erstickte des Decoffiziers Antwort. U- 444 ächzte in den Nieten und tat den Sprung eines weidwund geschossenen Tieres. Alle Hände suchten einen Halt an den Wänden des Turmes. Unter den ausgleitenden Füßen zitterte der Stahl. Glas klirrte und der Turm lag dunkel. Die Birnen waren geborsten oder die Sicherungen durchgebrannt. Drewig riß die Handlampe aus der Rocktasche. Drießner hielt die seine ans. Manometer. 12 500 Auflage), Gießener Zeitung( 41. Jahrgang), Hausbesiger- Zeitung( 5. Jahrgang Allgemeine Hessische Sportzeitung( 3. Jahrgang), Hessischer Kamerad( 26. Jahrgang 48 500 Auflage) und 37 500 Hessisches Handwerk und Gewerbe( 6. Jahrgang Auflage). Alle 5 Zeitungen erfassen sämtliche Berufskreise in allen Gemeinden des Volksstaates Hessen. Durch keinen anderen hessischen Verlag ist eine bessere, vielseitigere Reklame möglich! darum auch das gebotene Handeln klar. Vom Bersten der Bombe befreite Gase hatten U- 444 aufwärtsgeschleudert. Achterlastig hing es, weil Splitter ein Leck in die Wand eines der Räume am Heck geschlagen hatten. Das Licht flammte wie der auf. Die Hände mußten noch immer einen Halt an der Turmwand suchen. Das Manometer zeigte die Höhe des Wasserspiegels. Also ragte der Bug doch aus dem Wasser. Auf dem Apparat sah auch Drewiß, daß sein Boot achterlastig hing, also getroffen war. Regler fluten!" rief er nach unten ins Lut und warf den Hebel am Maschinentelegrafen auf äußerste Fahrt. Es galt vom Feinde wegzukommen. Seine Augen blieben am Manometer. Auf 27 hatte der Zeiger vor dem Krachen gewiesen, aber war, als Drießner die Taschenlampe darüber hielt, flink wie ein Pfeil, nach links gesaust. Jetzt zitterte der dünne Finger wie der eines Menschen in wahnsinniger Angst und sagte, daß U- 444 zum Wasserspiegel hinausschoß. Wenn der Brite dort das Boot sah, war es verloren. Darum mußte der Kommandant den fliegenden Nerven Ruhe gebieten und sich zu nüchternem Ueberlegen zwingen. Sofort war er sich über das Geschehen der legten Setunden und Beide Große!" rief er nach unten, und dann:„ So schnell wie möglich auf 26 Meter!" Das Warten schien Jahre zu dauern. Drießner nagte an den Lippen. Nr. 1 schwizte dicke Perlen, die von der Stirn in die Augen rannen. Wirklich schien die Hize in dem doch falten Boot unerträglich. Da zitterte der Zeiger des Manometers und schwankte langsam nach rechts. Drießners Miene löste sich. Von unten meldete die klare Stimme des Ingenieurs: ,, 26 Meter liegen an!" So schnell und unbeschadet auf die befohlene Tiefe zu kommen, hatte Drießner nicht erwartet. Jetzt wollte er Leine ziehen, aber durfte die Fahrt leider nicht beschleunigen. Er brauchte die äußerste Kraft seiner Maschinen, um zu entkommen und sich auf Tiefe zu halten, aber der Batterievorrat war mehr als halb verbraucht. stürzte zwischen den Balken hindurch, hatte aber noch die Geistesgegenwart, sich an einem Teppich festzuhalten, so daß sie von einem Sturz in die Tiefe bewahrt blieb und befreit werden fonnte. Zwei im zweiten Stock spielende Kinder kamen mit geringen Verlegungen davon. Die Feuerwehr hatte drei Stunden Arbeit, um die Gefahr zu beseitigen. Die Wohnungen mußten abgesprießt werden. Der Einsturz ist wohl auf die schweren Erschütterungen zurückzuführen, die das Haus durch den Lastautomobilverkehr erliten hat. Man hat deshalb auch die beiden vor dem Haus befindlichen Straßenbahnhaltestellen verlegt und ein Posten hält die Wagen zum langsamfahren an. Wieder schien jede Sekunde eine Ewigkeit. Ein Rätsel war es, daß der Engländer nicht mehr Bomben warf. Drewit mußte seinen Nerven Luft machen:„ Drießner, warum schmeißt er nicht?" Der Oberleutnant konnte lächeln, als er das Armgelenk mit der Uhr zu den Augen hob:„ Hatte zufällig nach der Uhr gesehen, Herr Kaptnleutnant. Leßte Bombe fiel vor genau zwei Minuten!" ,, Donnerwetter!" Ein Menschenleben war doch seither vergangen! Ehe er den Gedanken aussprechen konnte, hob der Zentralmaat ein verstörtes Gesicht durch das Luk in den Turm: ,, Leck im Delmaschinenraum, Herr Kapitänleutnant!" Norwegens Sänger nach Wien. Der Gedanke, durch das 10. Deutsche Sängerbundesfest eine Ehrung des deutschen Liederfürsten Franz Schubert und eine Rundgebung für den Anschlußgedanken zu veranstalten, hat auch bei der G. A.„ Loreley in Oslo( Norwegen) begeisterten Anklang gefunden. Um seinen Vereinsmitgliedern und den deutschen Landsleuten in Norwegen die Teilnahme an dem großen Ereignis zu ermöglichen, hat der Verein beschlossen, diese sich Baum wieder bietende Gelegenheit zu einer 14tägigen Sängerfahrt nach Deutschland und Oesterreich zu benutzen. Daß er an das vom Treffer geschlagene Loch nicht gedacht hatte! Schnell mußte er den Schaden sehen. Vorher aber noch war das Boot von entbehrlicher Last zu befreien:„ Klar zur Preßluft auf alle Tanks!" Die Leiter schon hinabsteigend, rief er zum Wachoffizier zurück:„ Drießner, wenn wir tiefer als 26 Meter saden, schicken Sie Meldung in den Delmaschinenraum!"- Dort unten stutzte er vor einem grausigen Bild, als er den Oberkörper frümmte, um durch das Luk in der senkrechten Wand hineinzusteigen. Auf dem gerundeten Boden der Stahl= röhre mit hüfthohen Delmaschinen zu beiden Seiten des schmalen Mittelganges schäumte fußhoch eine schmutzig trübe, ölflekfige Flut. Doch schnell stapfte er hinein, fühlte eisige Nässe um Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. die Waden, aber erschauerte doch nur, weil sein Schiff verloren schien. Von der runden Stahlwand zur Linken spritzte durch ein Leck ein armdicker Strahl von Seewasser und Del aus dem von einem Bombensplitter durchschlagenen Tank in gerader, schräger Linie in die schnell steigende Flut und warf einen Trichter von Sprizern hoch. Nach oben zur Quelle der. Gefahr, dem Loch in der Stahlhülle, hoben ihre Hände drei Heizer oder Matrosen und der Steuermann, der das Gesicht mit wildem Bart und rollenden Augen wie in Vorwurf kurz zum herwatenden Kommandanten drehte:„ Dreizehnte Fahrt!" Und wieder versuchte der Alte durch den ihm über Kopf und Schultern sprudelnden Strahl einen armdiden Pfropfen in das Loch zu pressen. Die drei Leute halfen mit hämmernden Fäusten. Doch die Kraft der Flut war größer als die von vier Menschen. „ Wenn wir in zwei Minuten nicht fertig sind, gehen wir zu den Engländern!" rief Drewitz hastig, aber meinte: zu den Fischen. Ueberall lagen die jetzt schwimmenden Wergballen stets zum Dichten bereit. Er raffte einen auf und warf sich mit den Vieren dem Druck des Meeres entgegen. Wieder spritzte dem Steuer enn der harte, dide Strahl gerade ins Gesicht. Doch kniff ec aur die ven beizen Cel brennenden Augen zu. Wessen und Fett tropften vom wirren roter Bart Seine Hände hielten den Birop, 11 vor das Lech. Tie Fäuste der Leute drückten nach, aber rutschten wie die Finger des Kommandanten vom ölfettigen Holz. Auch Drewiz mußte die schmerzenden Augen vor den Sprigern eines Seitenstrahls schliessen. Größer als die Vier, stand er hinter ihnen im Wasser. Die Wucht seines ganzen, schräg über die Maschinen gestrafften Körpers warf er gegen den Pfropfen und zählte laut:„ Eins zwei- drei!' Nach dem letzten Druck aller Hände haftete das Holz im Stahl. Aufatmend trat Drewitz zucuc, wischte das Gesicht mit den Lederärmeln und sah aus blinden Augen, daß die Leute kleine Seitenlöcher mit Werg abdichteten. Ihre nassen Köpfe glühten, und aus ihren Mienen drohte Wu: dem besiegten feindlichen Element. Wieder hatte er ein Bild Deutschlands im Kampfe um sein Dasein geschaut. Wie eben die Kraft des Weltmeeres das Leben im kleinen grauen Schiffchen, so drohte die Wucht aller Völker das Reich zu ersticken. Dann und wann schlug eines Ansturms Gewalt ein Loch in die graue Wand von Stahl oder deutschen Männern.„ Durch" aber kam der Gegner weder hier noch an den Fronten. Todesmutige sprangen in die Bresche und standen und siegten, ob die Augen brannten, die Arme sanken und ihr Herzblut floß. Fortsetzung folgt. Die Das wichtigste Tre 1900- Gießen wurde vor nach 7 Minuten Spield beim Stande von 0: 0 a erfocht einen schönen 2: Blaze, was niemand er Spiel für die Abstiegs der VfR.- Butzbach von ten wurde. Das Labe wesentlich geändert. Tabellensta Spvgg. 1900 Gieß u BB- K. Marburg S. V Weylar F.V. Ockershausen V. F. B. Kirchhain Hessen- Frankenberg Sportv. Herborn B. F. R. Butzbach Frohnhausen( Dill) Weglar SpV. 3. Meglar SpV. 2. Weglar Spv. 1 Meglar SpV. L Die ganze Woche Spiele: Weylar G gewinnen, die 3. Wet Ausgang des Liga- Tr abzugeben. Die 3. M Anjang. Wetzlars El Gegners) fünf Sonnta Bangen dachte man, d Auf dem Wege zum S Ben gekommen sei. Da bei Wetzlar fehlt der eingreift, nachdem, die die Vervollständigung Lohmann- W. gleicht a und Gießen fann in f herausholen und wa und besinnt sich auf i schönsten Vorlagen a mann, den Sturm i auch den Ausgleich cinem vierten Tor in Bezlar fast dauernd einheitlicher und durc in allem ein schönes, f für Wehlar entschieden ferreihe, welche besond brauchbare Vorlagen Im Sturm waren die chuifreudige Lohmann der als Erjazz spielte, Lintsaußen sehr gut ei den Plan. In der W nir, Fint, Hertstein Sprangen hier einige aber bei dem Spiel Spiel viel schreiben. Gießener Elf, nur mit die schon in der 3. Ma ficht auf Sieg, obwoh Bab, günstiger abzusch in der 3. Elf das Heil bient. Er warf sich in Für die Absage der 1. weise entgegentomment Nr. 8. ng. h. c. Adolf pothekenbefizer den Vorsigenmitt- Weglar ann. Martin Faust Weilburg nach bemerkte er in Tode ringend. hen und sprang nd in die Lahn. unter eigener de Tat, die als nd Selbstaufop ch das Preußische Bande verliehen. ährigen Rosenert"( zum Jubi t sind bereits in acht nicht zurüd ubnis Gebrauch aufleben laffen. ten. Brix, der vom RM. nach der Gelde durchge pfschütteln. Man und Zuchthaus ischer Einbrecher Don Geldern be n, daß die Frage geprüft werden anmutende Epider Stadtverord Belohnung von die Herbeischaf verkehrs. Montag r nach der Höch net hatte.. Das in dem ganzen on mehrfach ver in nächster Zeit en. Gestern hen dem zweiten Gepolter in die pohnende Frau B. ber noch die Geiinder famen mit hatte drei Stun Die Wohnungen Mittwoch, den 25. Januar 1928. Fußball. V.f.B. Gießen. Surnen, Die 1. und 2. Mannschaft waren Sonntag spielfrei. Die Schüler gewannen in schneidiger Manier gegen die gleiche Mannschaft der Spielvereinigung 1900 mit 4: 0. Es machte wirklich Spaß, die kleinsten der Kleinen in ihrem Temperament beobachten zu können. Die 1. Jugend trug ein Freundschaftsspiel gegen die 1. Jugend Kurhessen- Marburg, welche in ihrem Bezirk Meister sind, aus, und mußte eine hohe Niederlage einstecken. Das Können der Marburger soll nicht abgeschwächt werden, wenn hierbei erwähnt wird, daß die Gießener mit Ersatz angetreten sind. An und für sich spielte die VFB.- Jugend reichlich zerfahren und vor allen Dingen lustlos und hatte auch den Gegner 34 leicht eingeschätzt. Derartige Schnitzer darf man sich nicht erlauben, auch wenn es kein Verbandsspiel ist, sonst ist das Renommee schnell hin. Recht interessant war der Verlauf des Spiels bei der 3. Mannschaft gegen die 1. von Lollar, wobei es um die Meisterehre ging. Es stand wohl von vorneherein fest, daß die 3. von VFB. sich die Punkte nicht nehmen lassen würde. Daß das Resultat( 7: 1) aber so hoch ausfallen würde, hatte wohl keiner der 200 Zuschauer, welche anwesend waren, gedacht, und es iſt nur dem Eifer und der hervorragenden Spielweise der 11 Spieler zu verdanken, mit der sie gekämpft haben. Leicht wurde es der Mannschaft allerdings nicht gemacht, denn Lollar wehrte sich mit aller Gewalt und konnte auch einige Male sogar recht gefährlich werden, jedoch war die Spielweise der Mannschaft zu ungenau, als daß sie zu mehr als wie einem Erfolg kommen konnte. Dem neuen Meister ein kräftiges hipp, hipp, hurra! und Glück auf in die Zukunft. Die Lahnkreis- Liga. - Op.3gg Das wichtigste Treffen Weglarer Sportverein 1900- Gießen wurde von dem Schiedsrichter Engelter- Marburg nach 7 Minuten Spieldauer wegen schlechter Bodenverhältnisse beim Stande von 0: 0 abgebrochen. Der Sportverein Herborn erfocht einen schönen 2: 3 Sieg gegen Ockershausen auf eigenem Blaze, was niemand erwartet hatte. Ein weiteres wichtiges Spiel für die Abstiegskandidaten fand in Marburg statt, wo der VfR.- Butzbach von dem VfB.- Kurhessen mit 7: 0 überfahren wurde. Das Tabellenbild hat sich durch diese Spiele nicht wesentlich geändert. Tabellenstand nach dem 22. Januar 1928. V. F. B. Kirchhain Spiele gew. unent. veil. Tore Punkte 48:24 22: 6 56:17 21: 5 en, so daß sie von d befreit werden Spvgg. 1900 Gieß n 14 10 2 BfB- K. Marburg 13 10 1 2 S. V Weylar 12 7 B 26:31 16: 8 J.V. Ockershausen 11 6 6 31:33 14:14 11 4 1 6 26:26 9:13 14 4 1. 9 22:25 9:19 14 + 1 9 19:50 9:19 15 3 9 27:41 9:21 Frohnhausen( Dill) 10 3 6 25:33 7:13 * Aus Wezlar. - Gießen 1900 3. 6: 3( 4: 3) it wohl auf die das Haus durch hat deshalb auch zenbahnhaltestellen langsamfahren an. Jien. gerbundesfest eine Schubert und eine anstalten, hat auch begeisterten Anern und den deutne an dem großen schlossen, diese fich 14tägigen Sänger enußen. ein in Gießen. sein Schiff verlo zur Linken sprigte vasser und Del aus Ten Tank in gera Flut und warf en zur Quelle der. ihre Hände drei der das Gesicht in Vorwurf kurz reizehnte Fahrt! ihm über Kopf ndicken Pfropfen mit hämmernden als die von vier sind, gehen wir ig, aber meinte: immenden Werg er auf und warf ntgegen. Wieder rahl gerade ins Cel trennenden rren roten Bart ch. Tie Fäuste die Finger des Drewitz mußte die itenstrahls schlief hnen im Wasser. schinen gestrafften te laut: ,, Eins- tete das Holz im te das Geficht mit gen, daß die Leute Shre naffen Kopie Su dem besiegten im Kampfe um es Weltmeeres das te die Wucht aller wann schlug eines nd von Stahl oder Gegner weder hier en in die Brejche annten, bie Arme Hessen- Frankenberg Sportv. Herborn B. F R. Butzbach Weylar Spẞ. 3. Wezlar SpV. 2. Gießen 1900 2. 7: 1( 3: 1) Weglar SpV. 1. Jgd. Wezlar SpV. Liga - Gießen 1900 1. Jgd. 2: 1( 2: 1) Gießen 1900 Liga 0: 0 abgebr. Die ganze Woche über wurde sehr viel debattiert über die Spiele: Weylar Gießen. Wetzlars 2. Elf wollte bestimmt gewinnen, die 3. Wetzlars noch viel bestimmter, nur über den Ausgang des Liga- Treffens wagte man in Wetzlar keinen Tipp abzugeben. Die 3. Mannschaften beider Vereine machten den Anfang. Wetzlars Elf war bereits( durch Nichtantreten des Gegners) fünf Sonntage spielfrei, daher sehr spielhungrig. Mit Bangen dachte man, daß Gießen sie auch wieder im Stich ließe. Auf dem Wege zum Sportplatz erfuhr man aber schon, daß GieBen gekommen sei. Das Spiel fing an, Gießen drängte mächtig, bei Wetzlar fehlt der Mittelläufer Flick, der erst nach 10 Min. eingreift, nachdem die Partie schon 1: 0 für Gießen steht. Durch die Vervollständigung Wetzlars wird das Spiel ausgeglichener. Lohmann- W. gleicht aus. Wetzlar nimmt den Gegner zu leicht, und Gießen kann in kurzen Abständen einen Vorsprung von 3: 1 herausholen und zwar verdient. Jetzt erst wacht Wetzlar auf und besinnt sich auf ihr Können. Der Rechtsaußen W. läßt die schönsten Vorlagen aus, aber Schindler bringt, vereint mit Lohmann, den Sturm immer wieder nach vorne. Ersterer erzielt auch den Ausgleich und kurz vor Halbzeit kann W. noch mit einem vierten Tor in Führung gehen. Die zweite Hälfte sieht Wetzlar fast dauernd im Angriff, welcher gegen Schluß immer einheitlicher und durch zwei weitere Tore belohnt wird. Alles in allem ein schönes, flottes und faires Spiel. Das Spiel wurde für Wetzlar entschieden vor allem durch seine unermüdliche Läuferreihe, welche besonders in der zweiten Hälfte dem Sturm brauchbare Vorlagen gab. Das Hintertrio konnte befriedigen. Im Sturm waren die treibenden Kräfte Schindler und der schußfreudige Lohmann. Der Rechtsaußen, welcher für Schneider als Ersatz spielte, fiel aus, dagegen führte sich Friedrich als Linksaußen sehr gut ein. Darauf betraten die 2. Mannschaften den Plan. In der Weglarer Elf streiken 3. 3t. 4 Mann- Sonnir, Fink, Hertstein K., und Möller, macht aber nichts. Es sprangen hier einige von der Alten- Herren- Elf ein, was man aber bei dem Spiel nicht merkte. Was sollte man über das Spiel viel schreiben. Das Resultat besagt ja alles: 7: 1. Die Gießener Elf, nur mit 10 Mann spielend. dazu noch mit einigen, die schon in der 3. Mannschaft mitgewirkt hatten, hatte nie Ausficht auf Sieg, obwohl sich der Mittelläufer die größte Mühe gab, günstiger abzuschneiden, auch der Torwart, der auch schon in der 3. Elf das Heiligtum hütete, hat ein besonderes Lob verdient. Er warf sich in allen Richtungen sehr oft erfolgreich. Für die Absage der 1. Jugend von Weidenau sprang erfreulicherweise entgegenkommend die 1. Jugend von 1900 Gießen ein, um ,, Gießener Zeitung" Sport und die Serie Wetzlar- Gießen voll zu machen. Die inzwischen stark anwachsende Zuschauermenge, trotz des schlechten Wetters, kam hier, schon durch ein besonders schönes Spiel auf ihre Kosten. Gießen war durch das Fehlen eines Spielers benachteiligt. Das Tor, das Gießen erzielte, resultiert aus einem verwandelten Elfer. Besondere Leistungen der Weylarer Stürmer, insbeson= dere Zimmermann, Kottmann und Kaletsch, brachten den Sieg. In der Läuferreihe viel Zielberg auf, auch England und Lonkwizz in der zweiten Hälfte. Gießen verfügt über eine schwer zu überwindende Verteidigung. Darauf die kurze Viertelstunde des Ligaspiels. Von Wetzlar wird manches versiebt, auch die einzige Ecke in dem ganzen Spiel. Gießen hatte eine gute Tor- Gelegenheit durch Will, die der miserable Boden nicht zustande kommen ließ. Dann folgte der Schlußpfiff wegen schlechtem Boden. Aergerliche Gesichter. Nur der Kassierer ist zufrieden. 3. W. * Niederweisel 1 Klein- Linden 1. 4: 4 Die Einheimischen mußten dem Spielverlauf nach gewinnen. Lediglich das Versagen der Hintermannschaft trägt Schuld in diesem Resultat. VfB.- K.- Marburg 1. Jgd. VfB.- K.- Marburg 2. Jgd. BfB.- Gießen 3. VfB.- Gießen 1. Jgd. 7: 0 VfB.- Gießen 2. Jgd. 4: 0 Lollar 1. 7: 1 Die Lahnkreisliga am 29. Januar 1928. In Weglar kommt die Wiederholung des Spiels Weglarer Sportverein FV. Odershausen zum Austrag. Der erste Versuch der Durchführung am 13. November mißlang; etwa 20 Minuten nach der Pause sah sich der Schiedsrichter Speckhardt- Gießen genötigt, wegen starken Schneegestöbers und immer schlechter werdender Platzbeschaf= fenheit den Kampf abzubrechen. Odershausen lag in diesem Moment mit 2: 0( 2: 0) flar im Vorteil. Ob es bei der Wiederholung ebenso gut abschneidet, muß sich erst zeigen. Auf alle Fälle wird wohl ein scharfes Ringen um Sieg und Punkte zustande kommen, da man die Gegner z. 3t. als ebenbürtig bezeichnen darf. Die Leitung ist dem neuen Bezirks- Schiedsrichter- Referenten Lohren( Hermannia- Kassel) übertragen worden, um diesem Gelegenheit zu geben, mit den Gau- Schiedsrichter- Vereinigungen engere Fühlung zu nehmen, ohne daß dem Verband dadurch besondere Kosten entstehen. Die beiden nördlichsten Vertreter der Lahnkreisliga, VfB.- Kirchhain und Hessen- Frankenberg, treffen in Kirchhain zusammen. Das Vorspiel am 6. November verloren die Hessen auf eigenem Play mit 1: 2( 1: 0); es besteht daher für sie wenig Aussicht, in der Höhle des Löwen einen Erfolg herauszuschlagen, denn erstens haben sich die Kirchhainer inzwischen noch erheblich verbessert, während Frankenbergs Spielstärke zurückgegangen ist, und zweitens versteht es der Platzverein, den Vorteil des heimatlichen Geländes geschickt auszunügen, was besonders Ockershausen und Wetzlar, aber auch Butzbach und Gießen an sich erfahren mußten. Als Schiedsrichter ist Zutt- Gießen bestimmt. Das dritte Spiel steigt in Marburg und führt als Gegner * VfB.- Kurhessen- Marburg und Oranien- Frohnhausen also einen alten und einen neuen Ligaverein, auf den Plan. Die Oranier mußten am 30. Oktober beim Vorspiel zu Hause den Sieg und die Punkte den Marburgern überlassen, die mit 4: 1( 0: 1) gewannen, indem sich ihre größere Spielerfahrung in der zweiten Halbzeit durchsetzte. Auf eigenem Platz werden die Schimmelreiter sich daher wohl nicht schlagen lassen, zumal ste alle noch erreichbaren Punkte einheimsen wollen. Die Gäste, die in der Zwischenzeit eine beachtliche Formverbesserung erlangt haben, dürften aber dem Favoriten den Erfolg mit dem ihnen eigenen Eifer und Elan ziemlich schwer machen. * Vorschau. Sonntag, den 29. Januar, weilt voraussichtlich die LigaMannschaft vom Wetzlarer- Sp.- V. bei dem Daubringer Sp.-C. zu einem Propagandaspiel und die Wetzlarer werden wohl, selbst bei nicht stärkster Aufstellung, sich den Sieg nicht nehmen lassen. - Westdeutschland. - Im Gebiet des Westdeutschen Spielverbandes kamen am Sonntag wieder in zwei Bezirken Endspiele um die Bezirksmeisterschaft zum Austrag. In einem weiteren Bezirk Westfalen fiel das angesetzte Entscheidungsspiel zwischen den Gruppenmeistern Borussia- Rheine und VfB.- Bielefeld aus. Jm Bezirk HessenHannover ist ein drittes Entscheidungsspiel notwendig gewor den, da Kurhessen- Kassel seinen am Borsonntag über SC. 03Kassel erzielten Sieg nicht wiederholen konnte. Auf fremden Plaz waren die Kurhessen siegreich, auf eigenem Gelände unterTagen sie 0: 2. Im Rheinbezirk, wo vier Gruppenmeister um die Bezirksmeisterschaft kämpfen, schlug die Swatosch- Elf KölnSülz 07 den VfR.- Köln mit 4: 1 Toren. Köln- Sülz 07 und FV. Koblenz- Neuendorf sind jetzt allein noch ohne Niederlage.- Jm Kampf um die Gruppenmeisterschaft fielen einige weitere Entscheidungen. SC.- Schwarz- Weiß- Essen, das den Tabellenzweiten Essener SV.- 99 glatt 3: 1 schlug, ist jetzt Meister der Gruppe 1 im Ruhrbezirk und wird mit dem anderen Gruppenmeister, Schalke 04, um die Bezirksmeisterschaft kämpfen. Auch im Niederrhein- Bez. iſt die Situation jetzt geklärt. Duisburger SpV. wurde durch seinen 3: 0 Sieg über Osterfeld endgültig Meister der Gruppe 1. Der Gegner des Altmeisters im Kampf um die Bezirksmeisterschaft ist Preußen- Krefeld, der Erste aus der Gruppe 2. Im Berg.- Märkischen Bezirk hat der Tabellenführer der Gruppe 1, Fortuna- Düsseldorf, dadurch einen entscheidenden Vorsprung vor dem M.C. 99 gewonnen, daß er selbst den SC. Sonnborn 3: 1 schlug, während Düsseldorf 99 gegen Solingen- Spiel. Nr. 8. Gräfrath 0: 2 unterlag. Fortuna wird höchstwahrscheinlich mit dem Meister der Gruppe 2, Schwarz- Weiß- Barmen, um die Bezirksmeisterschaft kämpfen. * Die Endspiele in Süd- Deutschland. Die Endspiele um die Süddeutsche Meisterschaft und die Kämpfe in den Trostrunden haben zwar am 22. Januar wieder die erwarteten Ergebnisse gebracht, trotzdem waren sie aber reich an Ueberraschungen. Unerwartet tam wieder in einer Reihe von Kämpfen die hohe Torzifferdifferenzen. So besonders in den Spielen Karlsruher FV. gegen Wormatia Worms( 9: 1) und FSV. Frankfurt VfL. Neckarau( 7: 2). Unerwartet knapp siegte dagegen der 1. FC. Nürnberg gegen den VFB. Stuttgart( 1: 0). In der Runde der Meister war der 9: 1( 5: 0)-Sieg des Karlsruher FV. gegen Wormatia Worms die Ueberraschung des Tages. Wormatia Worms hatte in seinen bisherigen Spielen die Stuttgarter Kickers geschlagen und in München gegen die führenden„ Bayern" ein 2: 2 erzielt. Dagegen hatt der KFV. noch am letzten Sonntag eine 1: 4- Niederlage gegen die Frankfurter Eintracht bezogen. Man konnte daher wohl mit einem ziemlich ausgeglichenen Kampf und knappem Ergebnis rechnen. Es kam aber anders. Der wieder flach spielende KFV. überfuhr die Wormatia nach Belieben, ließ den Gegner überhaupt nie zur Geltung kommen. Im Mannheimer Stadion gab es beim Spiel des SV. Waldhor gegen die SpVg. Fürth einen Rekordbesuch von 30 000 Personen. Das Spiel selbst erfüllte die Erwartungen. Waldhof leistete tapferen Widerstand und unterlag höchst ehrenvoll 0: 2 ( 0: 1). Die Tore für Fürth schossen Seiderer und Kießling. Die Trostrunde brachte in beiden Gruppen drei Spiele. In der Gruppe Südoft mußte das Treffen Union- Böckingen Wacker München in der 19. Minute abgebrochen werden, da der Platz unbespielbar war. Wacker hatte bis dahin ein Tor geschossen. Der 1. FC. Nürn berg behauptete seine Favoritenstellung durch einen Sieg über den VfB. Stuttgart in S., der allerdings mit 1: 0( 0: 0) knapp genug ausfiel. Sehr gut hielt sich Phönix Karlsruhe in Fürth gegen den VfR. Die Badener konnten ein 1: 1 Herausholen. Der badische Dritte wurde dagegen in München von 1860 3: 1 geschlagen. In der Gruppe Nordwest trafen die beiden Favoriten, FSV. Frankfurt und Neckarau zusammen. Frankfurt siegte überraschend hoch 7: 2( 4: 2) und setzte sich damit wohl für längere Zeit auf dem ersten Tabellenplatz fest. Die beiden anderen Spiele endigten nach mäßigem Verlauf unentschieden: Saar 05 Saarbrücker Rot- Weiß Frankfurt 1: 1, VfL. Neu- Isenburg- Borussia Neunkirchen 2: 2. Die Tabelle( Meisterrunde): 3 Spiele 14: 4 Tore 5: 1 Punkte Bayern München Stuttgarter Kickers SpVg. Fürth Karlsruher FV. Eintracht Frankfurt Wormatia Worms SV. Waldhof FV. Saarbrücken 3 4: 4 " " 2 13: 0 3: 3 4: 0 " " 1 4 16: 8 4: 4 " 33 3 5: 4 3: 3 " 33 3 6:13 3: 3 " " 0: 3 0: 4 " " 4:16 0: 4 " 22 Leichtathletik. د" Die besten Leichtathleten der Vereinigten Staaten. Im Hinblick auf die bevorstehenden Olympischen Spiele in Amsterdam ist eine Zusammenstellung der besten Leichtathleten der Vereinigten Staaten von Nordamerika, die ,, La Gazetta della Sport" Mailand veröffentlicht, sehr interessant. In der Ausstellung sind einige Leistungen enthalten, die eine offizielle Anerkennung seitens des Amerikanischen Leichtatletik- Verbandes nicht erfuhren. 100 Yards: Borah, Bowmann, Hubbard, Aldermann, Pappas, Quinn, Bartholomew, Miller, alle 9,6 Set. 220 Yards: Borah 20,9 Sef., Glendenning und Waycotte( beide 21 Sek.), Everingham 21,2 Get. 440 Yards: Spencer 47,8 Set., Haynes 48 Sef., Aldermann 48,3 Sef. 880 Yards: Akeny 1: 52,2 Min., Martin 1: 53,4 Min., Wattson 1: 53,6. Eine Meile: Hahn 4: 12,2 Min., Goodwin 4: 15,6, Conger 4: 17,2 Min. 120 Yards Hürden: Werner, Nichols, Leistner, Marwell, Dye je 14,6 Set. 220 Yards Hürden: Spence 23,4 Sef., Marwell, Spielmann je 23,6 Gef. 440 Yards Hürden: Gibson 52,6 Sek., Taylor 52,9 Sef. Hochsprung: Osborn 1,98 m, Ring 1,98 m. Weit sprung: Hubbard 7,98 m, Bates 7,54 m, Hill 7,49 m. Stab hochsprung: Carr 4,26 m, Barnes 4,19 m, Edmonds 4,11 m. Distus: Kugelstoßen: Hoffmann: 15,14 m, Schwarze 15,08 m. werfen: Hoffemann 47,05 m, Houser 45,97 m, Rinefort 45,30 m. Speerwerfen: Hines 62,71 m, Harlow 61,43 m, Joaquin 61,01 m. Radfahren. Aus dem Gau 73( Lahn) des BdR. Der Bundesbeitrag für 1928 aller Gauvereine und Einzelfahrer ist an den Gauzahlmeister Willy Werner, Gießen, Neuenweg 52, Postscheck- Konto Nr. 5748 Amt Frankfurt a. M., einzuzahlen. Die Unfall- und Haftpflicht- Versicherung tritt erst wieder in Kraft, wenn der Bundesbeitrag von RM, 7.50 in Berlin bezahlt ist. Familien- und Jugendmitglieder zahlen RM. 3. den. * Deutscher Radfahrer- Kalender 1928. Wie in den Vorjahren so ist auch in diesem Jahre der | Deutsche Radfahrer- Kalender vom B. D. R. herausgegeben worDer Kalender enthält u. a. ein anschauliches Bild des deutschen Radsportes und seiner Organisationen, Wissenswertes für alle Kategorien des Radfahrens. Außerdem bietet er eine Fülle von wissenswerten Dingen für den Radfahrer und viel Wissenswertes für die Allgemeinheit. Der 200 Seiten starke Kalender ist zum Preise von 1,- M vom B. D. R., Berlin NW. 6, Schiffbauerdamm 19, zu beziehen. Mittwoch, den 25. Januar 1928. Jugenfahrwarte- Tage des B.D.R. in Frankfurt a. M. Frankfurt a. M., 22. Jan.( Eig. Drahtbericht.) Die in Frankfurt a. M. tagenden Jugendfahrwarte des BDR., die aus allen Teilen des Reiches erschienen waren, nahmen eine Denkschrift und neue Sazungen an, die von dem die Sitzung leitenden Bundesfahrwart Gregor Nissen Altona ausgearbeitet worden waren und dem kommenden Bundestag in Erfurt zur Genehmigung vorgelegt werden sollen. Nach den Beschlüssen erklärte sich die Versammlung gegen die Ausschreibung von Rennen für Jugendliche bis zum 18. Jahr. Ferner soll darauf hingezielt werden, daß das Fahren in den deutschen Schulen ebenso eingeführt wird wie Turnen, Leichtathletik und Schwimmen. Ferner soll eine Jugendzeitschrift gegründet werden. Der dem Bund angeschlossene Jugendverband soll unter dem Namen „ Jungdeutscher B. D. R." geführt werden. Radrennen in der Westfalenhalle. In der Terminliste der Dortmunder- Westfalenhalle sind einige Aenderungen eingetreten. Die für den 5. Februar geplanten Rennen werden erst am 12. Februar, die für den 4. März geplanten am 11. März und die für den 18. März ge= planten erst am 25. März zur Durchführung kommen. 合 Schwere Bestrafungen belgischer Radfahrer. Der Belgische Radfahrer- Bund hat eine Anzahl der bekanntesten belgischen Fahrer mit schweren Strafen belegt. So wurden die Berufsfahrer Goosens, Theo Wynsdau, Dewolf, Charlier, bis auf weiteres taltgestellt, da sie ohne Lizenz für das Jahr 1928 an auswärtigen Rennen teilnahmen. * Wambst- Laquehay siegen in Paris. Paris, 22. Jan.( Drahtber.) Im Mittelpunkt eines sehr reichhaltigen Programms stand ein Zweistunden- Mannschaftsfahren, bei dem auch der Deutsche Oskar Rütt an den Start ging. Mit seinem Partner, dem Franzosen Mouton, hatte der junge Rütt auf deutschen Bahnen zwar schon einige Erfolge erVORANZEIGE! Hauswirtschaftlicher Vortrag am Dienstag, dem 31. Januar, nachm. 4 Uhr u. abends 8 Uhr im Katholischen Vereinshaus EINTRITT FREI! Für Gießen und Umgebung werden für den Verkauf meiner RadikalHandfeuerlöscher die für jeden Verwendungszweck in hervorragender Qualität und Zuverlässigfeit gebaut werden u. sich bereits vorzüglich in der Praxis bewährt haben, bet günstigen Bezügen einige Herrn mit gewandten Umgangsformen für Besuch von Industrie und Behörden gesucht. Auch geeignet für abgebaute Beamte usw. Angebote von Herrn mit genannten Eigenschaften, denen die erforderliche Zeit zur Verfügung steht, an RADIKAL- WERK Wir suchen EINEN LADEN f. Levensmittelgeschäft in gut. Geschäftslage zu mteten. 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Uber alle Fortfchritte auf diefem Gebiet wie auch über viele andere intereffante Dinge erzählt( jedem verftändlich) die größte Funkzeitfchrift 9Der Deutsche Rundfunk, der überdies allwöchentlich fämtliche ausführlichen Programme aller in- und ausländifchen Sender bringt Einzelheft 50 Pf. Monatsbezug RM 2.- Man beftellt am beften beim Poftamt oder bei einer Buchhandlung. Probeheft gern umfonft vom Verlag, Berlin N 24 ,, Gießener Zeitung" zielen können, aber in Paris konnte sich das Paar gegenüber der dort startenden Elite nicht durchsetzen. Wambst- Laquehan und die Jtaliener Binda- Linari machten sich im Kampf um den Sieg das Leben recht schwer. Das Ergebnis: 1. Wambst- Laquehay 10 Punkte 88,740 Km.; 2. eine Runde zurüd: Binda- Linart; 3.Letourneur- Brocardo. Sportliches Allerlei. Universität Marburg Sp.- Bgg. 1900- Gießen. 9: 3( 4: 0). Das Spiel gegen die Marburger Studenten hat wieder einmal den schlagenden Beweis dafür erbracht, daß mit der 1900er- Mannschaft nicht viel anzufangen ist, sobald sie nicht komplett spielen kann. Man mußte auf den bewährten Mittelstürmer, den Halblinken und Rechtsaußen verzichten, und schon war die Zerissenheit da. Denn von den Ersahleuten konnte höchstens Schneider 2 gefallen. Zu allem Unglück zog sich Birkenstock schon kurz nach Halbzeit eine starke Oberschenkel- Prellung zu, und auch Klös war einige Zeit außer Gefecht. Aber das alles kann nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Leute des Lahnkreismeisters eine ganz andere Deckungs- und andere Aufbauarbeit leisten müssen, wenn sie in Zukunft derartige Niederlagen vermeiden wollen. Es darf allerdings nicht unberücksichtigt bleiben, daß man am Sonntag in der MarburgerUniversitätsmannschaft einen tadellos eingespielten und in glänzender Verfassung befindlichen Gegner vor sich hatte, dessen beste Leute der dem Rasensportverein„ Germania“ Marburg angehörige Torwächter und der Bielefelder Kramer auf Halbrechts waren.- Nun kurz zum Spielverlauf: Die Marburger setzten sich gleich in der Gießener Hälfte fest und kommen durch ihren schnellen Linksaußen zum ersten Erfolg. Der Ball hätte gehalten werden müssen. Wer eine Besserung bei der Gießener Mannschaft erhoffte, sieht sich ge-| täuscht. Die Gastgeber werfen bis zur Halbzeit weitere drei Tore. In der zweiten Spielhälfte scheint sich das Blatt zu wenden. Jm 1900er Sturm klappt es jetzt besser, und Osterheld, Hopfenmüller und Schneider 2 machen drei schöne Tore. Ehe man sich jedoch versieht, haben die Studenten das Resultat auf Universal- ReichssteuerKassebuch - mehrfach gesetzlich geschützt ( Von vielen Steuerinspektoren und Bücherrevisoren bestens beurteilt) enthält Spezialeindrucke für jeden Handwerksbetrieb z. B. für ,, Gastwirtschaften ,,, Bäckereien" ,, Gärtnereien" ,,, Glasereien" ,,, Landwirtschaftsbetriebe" ,,, Maler u. Weissbinder" ,,, Maureru. Baugeschäfte" ,,, Metzgereien" ,,, Polstereien und Sattlereien" ,,, Schlossereien" ,,, Schmiedereien" ,,, Schneiderbetriebe" ,,, Schreinereien", ,, Schuhmachereien", ,, Spenglereien", offene ,, Ladengeschäfte" ,,, Modistinnen", ,, Weissnähereien" ,,, Architekten", ,, Aerzte" und ,, Agenturen". Mit diesem Kassebuch, für dessen Führung Buchführungsvorkenntnisse nicht erforderlich sind, kann zu jeder Zeit sofort ohne viel Mühe die zu zahlende Umsatzsteuer sowie das steuerpflichtige Einkommen festgestellt werden, weil die umsatzsteuerpflichtigen und die umsatzsteuerfreien Einnahmen, sowie die einkommensteuerpflichtigen und die einkommensteuerfreien Ausgaben getrennt von einander mit grösster Leichtigkeit gebucht werden. Nebenher veiss man auc welche Summen für Materialien und die verschiedenen Unkosten sowie für den eigenen Haushalt verausgabt wurden. Diese allseits als sehr praktisch anerkannten Bücher sind bei mir stets vorrätig. Albin Klein, Gießen, Südanlage 21. Nr. 8. 5: 3 gestellt. Bei verteiltem Spiel, in dem beide. Tore gleicherweise in Gefahr kommen, nutzen die Marburger noch vier mal geschickt Dedungsfehler der Gießener Hintermannschaft aus, während die 1900erStürmer auch mit den wohlgemeintesten Würfen den Marburger Hüter nicht zu schlagen vermögen. Man wird nun geneigt sein, der Spielvereinigung am nächsten Sonntag im Entscheidungsspiel gegen Polizei- Kurhessen Kassel eine haushohe Niederlage zu prophezeien. Mit einer Niederlage muß man unter normalen Umständen rechnen, daß sie aber nicht haushoch ausfällt und evt. sogar vermieden wird, hängt von zwei Faktoren ab: 1. Von der körperlichen Verfas= sung der Spieler und dem Zusammenspiel, das die Mannschaft pflegt; 2. von dem Rückhalt, der der Mannschaft durch das Gießener Publikum verliehen wird. Daher darf kein 1900er bei dem am nächsten Sonntag um 2,30 Uhr steigenden Meister= schaftsspiel fehlen. = Sport der Postbeamten. Die deutsche Reichspost ist eine der ersten Behörden in ' Deutschland gewesen, die die Wichtigkeit von Sport, Spiel und Turnen als Ausgleichsarbeit für ihre Beamten erkannt hat. Die aus den Reihen der Beamten kommende Bewegung zur Förderung der Leibesübungen, die im Ausland seit langen Jahren besteht, hat in Deutschland vor etwa drei Jahren eingesetzt und zu eigenen Vereinsgründungen geführt. Dadurch sollte vor allen Dingen den Verkehrsbeamten, die infolge per Unregelmäßigkeit des Dienstes bisher an eine sportliche Betätigung kaum denken konnten, Gelegenheit zur Erholung und Gesundung nach den Stunden des Dienstes gegeben werden. 3. Zt. bestehen bereits 41 Vereine mit 24 000 Mitgliedern. Diese Vereine haben sich vor Jahresfrist zwecks erhöhter Werbung innerhalb der Postbeamtenschaft zur Arbeitsgemeinschaft Deutscher Post- Sportvereine zusammengeschlossen. Sie betreiben in erster Linie Gesundheits- Sport. Am 28. und 29. Januar findet im Post- Stadion zu Berlin die 2. Tagung der Arbeitsgemeinschaft statt. Zuſchriften sind zu senden an die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Post- Sportvereine, F. Schötz, Schrift- und Werbewart, Berlin NW 40, PostStadion. 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Die Reichsmarine blatt" Strafantrag gef gegen die Mitglieder Miebung nach China In den nächsten Mostan, Graf Broddo wird, wie verlautet, 3 in der Reichshauptsta Der geschäftsführe im Wahlkreis Düsseld von der Kandidatur L Der Vorstand d Deutschlands will die m 1. 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