Nr. 87 1 S? ag len. se en. 100 500 700 000 en itet. EN 1. 2526 19 e NWK wolle ein 255 cht ER Altlich Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder RüdJendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Sahrg. Politische Tagesschau. Der Steuerausschuß der Reichspartei des deutschen Mittelstandes hat Reformvorschläge zum Steuerwesen erhoben. Die belgisch- holländischen Verhandlungen über eine Kanalverbindung zwischen Antwerpen und dem Rhein find erfolglos geblieben. Zwischen den Spigengewerkschaften der deutschen Beamtenschaft, dem Deutschen Beamtenbund und dem( freigewerkschaft= lichen) Allgemeinen Deutschen Beamtenbund haben erneut Ver= handlungen über einen Zusammenschluß stattgefunden. Eine Einigung ist bisher nicht erzielt worden. In Südtirol fiel die Ortschaft Luc einem Brande zum Opfer, der sämtliche acht Bauernhöfe, aus denen der Ort be= stand, vernichtete. Nachdem auch die Textilarbeiter in Lodz die Arbeit wieder aufgenommen haben, ist der Streit als beendet anzusehen. In Rumänien steht ein Regierungswechsel bevor und zwar foll an die Stelle Bratianus eine Regierung Maniu treten, also die nationale Bauernpartei. Die japanische politische Polizei hat eine tommunistische Organisation in drei japanischen Städten aufgedeckt. In Osaka und Yokohama wurden Verhaftungen vorgenommen. In Deodora in Brasilien ist ein Munitionslager in die Luft geflogen. Verlegt wurde niemand. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Bostschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M Mittwoch, den 24. Oktober 1928 Die rheinische Arbeiterschaft demonstriert gegen die Beseßung. Am Sonntag fand in Koblenz eine große Kundgebung statt mit dem Thema:„ Freies Volt am freien Rhein", an der sich auch andere Bevölkerungskreise, u. a. eine große Anzahl von Landräten und Vertreter der Behörden beteiligten. Innenminister Greszinsky hatte den hessischen Innenminister Leuschner von Amerika aus durch Funkspruch gebeten, an seiner Stelle zu sprechen. Minister Leuschner sprach über die politische Bedeutung der Freiheit des Rheins, während der Kölner Bürgermeister Dr. Meerfeld die kulturelle Bedeutung beleuchtete. Minister Leuschner erhob vor allem die Forderung:„ Fort mit der Besatzung!" und brachte damit zugleich den Willen der rheinischen Arbeiterschaft zum Ausdruck, daß die Räumung des besetzten Gebietes nicht durch neue Opfer erkauft werden dürfe. Die rheinische Arbeiterschaft lehne auch den Gedanken ab, daß an Stelle der Besatzung Feststellungsbehörden kommen sollen. Minister Leuschner schloß mit dem Ruf:„ Die Freiheit am Rhein ist der Friede am Rhein, und der Friede am Rhein ist der Friede Europas!" Nach dieser Kundgebung, an der etwa 2500 Personen teilnahmen, formierte sich ein Demonstrationszug mit etwa 3000 Personen. Der Zug schloß mit einer weiteren Kundgebung, bei der Reichstagsabgeordneter Kirschmann ebenfalls die Forderung:„ Fort mit der Besatzung!" erhob. Bemerkenswert ist, daß beide Kundgebungen in Gegenwart von französischen Besatzungsangehörigen stattfanden, und dop= Eine Entschließung für die Länderkonferenz. pelt beachtlich, daß Versammlungen und Demonstrationszug am Ablehnende Haltung Bayerns. In der Sitzung des Länderausschusses für Verfassungs- und Verwaltungsreform hat am Dienstag Reichskanzler Müller eine Entschließung der Reichsregierung vorgelegt, die vorher die einstimmige Billigung der Kabinetts gefunden hat. Es war nach dem Ergebnis der Aussprache vom Montag bereits zu erwarten, daß die Stellungnahme des Reichskabinetts sich auf die Empfehlung ganz allgemeiner Richtlinien für die Reichs= reform beschränken würde. Die Entschließung der Reichsregierung hat folgenden Wortlaut: „ Auf Grund der Montagsverhandlungen des Ausschusses erklärt die Reichsregierung: 1. Die Reichsreform muß getragen sein von der Erkenntnis der Notwendigkeit einer starken Reichsgewalt, der Bedeutung der vielgestaltigen Eigenartigkeit des deutschen Volkslebens und des Erfordernisses sparsamster Finanzgebarung der öffentlichen Haushalte. 2. Eine territoriale Neugliederung ist erforderlich und darf sich nicht beschränken auf solche Gebiete, die infolge Gemengelage einzelner Gebietsteile eine besonders erschwerte und kostspielige Verwaltung haben. 3. Es ist erforderlich, als Mitglieder des Reiches leistungsfähige Länder bestehen zu lassen. Hierfür ist zu prüfen, wie die Verwaltung der Länder zu gestalten ist( Wahl der Landtage, Amtszeit der Länderregierungen, Landspitze). Ferner soll geklärt werden, wie die Organisation des Unterbaues in den Ländern nach einheitlichen Grundsätzen ( Reichsrahmengesehen) eingerichtet werden kann. 4. Die Beseitigung des Dualismus zwischen Reich und Preußen erscheint im Rahmen der Endlösung erforderlich. Deshalb ist zu klären, wie in diesem Falle das Verhältnis des Reiches zu den übrigen Ländern und die Zusammensetzung des Reichsrates gestaltet werden soll. 5. Die Verwaltungsbezirke des Reiches und Ländergrenzen sind nach Möglichkeit einander anzupassen. 6. Die Einrichtung der Auftragsverwaltung ist in dem Sinne auszuarbeiten daß die Reichsregierung die Länderregierungen mit der Ausführung von Angelegenheiten der Reichsverwaltung beauftragt, so daß die Verwaltung alsdann nach näherer Anweisung der Reichsregierung ausgeführt wird und für die Ausführung die Verantwortung nicht gegenüber dem Landtag, sondern gegenüber dem Reichstag besteht. 7. Es ist zu prüfen, inwieweit den Ländern zur Erledigung im Wege der Eigenverwaltung Aufgaben übertragen werden können, die nicht als Lebensfrage der Nation vom Reich oder im Auftrag des Reiches zu erledigen sind. Auf vielen Gebieten wird sich das Reich mit einer Oberschicht von Gesetzen und Anordnungen begnügen und die nähere Durchführung den Ländern unter selbständiger Verantwortung überlassen können. 8. Die Reichsregierung empfiehlt dem Ausschuß, zur Bearbeitung dieser Fragen zwei Unterausschüsse einzusehen, von denen der erste die Vorschläge für die neue Abgrenzung der Länder und Reichsverwaltungsbezirke und der andere Vorschläge für die Zuständigkeit der Länder und deren Organisationen zu machen haben. Dabei bleibt eine gemeinsame Tagung der beiden Ausschüsse vorbehalten." Nach der Verlesung der Entschließung wurde die Konferenz des Ausschusses auf Antrag Bayerns bis Mittwochvormittag wertagt, weil Bayern in der Entschließung der Reichsregierung Beine geeignete Verhandlungsgrundlage sieht. Am Dienstagrnachmittag fanden noch zwischen den Vertretern der einzelnen Wänderregierungen Verhandlungen statt. Sitz der Rheinlandkommission vor sich gingen. Deutsch belgisches Abkommen. Der Aufsichtsrat der belgischen nationalen Eisenbahngesellschaft hat ein Abkommen mit der Deutschen Reichsbahn über den Durchgangstransport einer bedeutenden Ruhrkohlentonnage für die Ausfuhr nach Antwerpen getroffen. Für diesen Transport soll ein Spezialschiff in Anwendung kommen unter der Bedingung, daß mindestens 1600 000 Tonnen pro Monat verfrachtet werden. Die Weiterführung der deutsch- polnischen Handelsvertragsverhandlungen. Das Reichskabinett wird in nächster Woche voraussichtlich noch nicht in der Lage sein, zu der Frage der Fortführung der unterbrochenen deutsch- polnischen Handelsvertragsverhandlungen Stellung zu nehmen. Stalien und Reparation. Gilbert hat Mussolini brieflich über das Ergebnis seiner bisherigen Besprechungen unterrichtet und Italien ersucht, an neuen Verhandlungen teilzunehmen. Einen Brief ähnlichen In-| halts von Schazkanzler Churchill hat der englische Botschafter in Rom Mussolini überreicht. Die italienische Presse betont, Italien müsse darauf bedacht sein, daß die von Deutschland zu zah= lende Endsumme mindestens so hoch bemessen werden müsse, daß der Anteil Italiens ausreiche, um die eigenen Kriegsschulden zu bezahlen. Amerifa gegen Schuldenund Reparationsverkoppelung. Das amerikanische Schazamt beschäftigte sich am Montag mit den im Gang befindlichen Reparationsverhandlungen. Dabei wurde erneut betont, daß Amerika eine Verkoppelung der Kriegsschulden mit den Reparationen unter keinen Umständen zulassen werde. 124 Bassagiere für den Zeppelin. Bisher haben sich 124 Personen gemeldet, die als Fahrgäste des ,, Graf Zeppelin" die Reise nach Europa machen wollen, doch sind nur 12 Plätze an Bord des Luftschiffes frei. Der Fahrpreis beträgt 3000 Dollar. Alle vier Tage ein Ozeanflug. Dr. Edener über seine Pläne. Nach einer Meldung Berliner Blätter aus Washington äußerte sich Dr. Edener auf einer Veranstaltung im National Press- Club über seine Pläne. Er führte u. a. aus: Sein nächstes Ziel sei die Erreichung einer größeren Geschwindigkeit, um die Fahrtdauer gegenüber den Seeschiffen auf die Hälfte herabzudrücken und Wetterwinkeln schnell entfliehen zu können. Dieses Ziel sei durch stärkere Maschinen leicht zu erreichen. Gegenwärtig ständen die Maschinen des Luftschiffs, an der Größe des Schif= fes gemessen, in keinem Verhältnis zu Flugzeugmotoren. Dr. Eckener erklärte ferner, er erstrebe zunächst die Einrichtung eines Luftschifsdienstes mit vier Luftschiffen und 2½ tägiger Fahrtdauer, sodaß alle vier Tage ein Luftschiff starte und die Post schneller als jeder Dampfer befördern könne. Die Post sei rentabler und, wie er scherzend hinzufügte, nicht so nervös, wie manche Passagiere. Die neuen Luftschiffe würden etwa je 2 Mill. Dollar lar fosten. Dazu kämen zwei Lusthäfen für je drei Millionen. Insgesamt seien also 14 bis 15 Millionen Dollar erforderlich, und um dieses Kapital zu erhalten, müßte bei den Finanzleuten Vertrauen auf die Sicherheit und Rentabilität der Zeppelin-| schiffe geschaffen werden. Er werde das durch weitere Amerikaflüge zu erreichen suchen. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Retlame- Petitzeile 96 Pfg. Plakvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 84 28 Millionen Reichsmark Einfuhrüberschuß im September. Der deutsche Außenhandel zeigt im September im reinen Warenverkehr ohne Reparationsjachlieferungen einen Einfuhrüberschuß von 28 Millionen Reichsmark gegen 58 Millionen Reichsmark im Vormonat. Die fommunistische Niederlage. beim Panzerkreuzer- Volksbegehren im Stimmkreis 33, Volksstaat Hessen. An dem Stadtergebnis haben wir schon gezeigt, daß das Panzerkreuzer- Volksbegehren der Kommunisten nicht nur zu einem völligen Mißerfolg geführt hat, sondern darübeer hinaus die Kommunisten in einem Maße von ihrer eigenen Anhängerschaft im Stich gelassen worden sind, die einen Rückschluß auf die mangelnde Agitationskraft der Kommunisten zuläßt. Jetzt liegt das Gesamtergebnis für Hessen vor. Es ergibt sich nach Kreisen folgendes Bild( zum Vergleich beigefügt die kommunistischen Stimmen der Reichstagswahl 1928): Darmstadt 1127( 2370), Bensheim 650( 2414), Dieburg 878 ( 2399), Erbach 286( 1264), Groß- Gerau- 1240( 3952), Seppenheim 464( 1771), Offenbach 5248( 6906), Alsfeld 59( 667), Bidingen 151( 1017), Friedberg 977( 3048), Gießen 195( 780), Lauterbach 39( 267), Schotten 17( 313), Alzen 69( 387), Bingen 97( 600), Mainz 927( 1896), Oppenheim 10( 225), Worms 465 ( 216). Hessen gesamt 12 899( 52 007). Hessens Stellung zur Frage der Reichsreform. Durch Draht wird uns aus Berlin gemeldet: Dem Ausschuß der Länderkonferenz für Verfassungs- und Verwaltungsreform liegt ein umfangreiches Referat des hessischen Staatspräsidenten Adelung vor, das in seinen Schlußbetrachtungen folgendes enthält: Das Referat geht von der Erkenntnis aus, daß eine radikale Lösung im Sinne der Herbeiführung des Einheitsstaates noch nicht möglich sei. Auch der Dr, Luther'sche Lösungsvorschlag sei im gesamtdeutschen Interesse abzulehnen. Ein solcher Lösungsversuch würde 7 Millionen Deutsche, die bisher ihre Angelegenheiten selbst verwalteten, in einen unbestritten zentralistisch regierten Staat( Reich- Preußen) einbeziehen, wodurch nicht einem dezentralisiert regierten, sondern zentralistischen Gesamtdeutschland der Weg geebnet würde. Ein zentralistisch regiertes Reich werde aber von feiner Seite erstrebt. Das vergrößerte Preußen würde übrigens den noch verbleibenden Ländern mit Eigenstaatlichkeit( Süddeutschland und Sachsen) noch unvermittelter als bisher gegenüberstehen, so daß der Schritt, der als Etappe auf dem Wege zu einheitlicherer Gestaltung Deutschlands gedacht sei, die gegensätzliche Wirkung auslösen müßte. Man dürfe sich aber den Dingen gegenüber auch nicht negativ einstellen. Möglich seien schon jetzt oder doch in absehbarer Zeit Schritte, die geeignet seien, ohne grundstürzende Aenderungen der Reichsverfassung einem einheitlicheren und zweckmäßiger gegliederten Deutschland näher zu kommen: 1. In territorialer Beziehung sei außer der Beseitigung von Enklaven und Verbesserung der Grenzführung zwischen den einzelnen Ländern, vor allem die Frage zu prüfen, ob und an welchen Stellen in Vorbereitung einer günstigeren Neugliederung Deutschlands den Ländern, die nach Größe, Lage, gesamtdeutscher Bedeutung geeignet und dazu bestimmt erscheinen, auch in einem neu gegliederten Deutschland Länder zu sein, durch Austausch oder sonstige Vereinbarungen mit benachbarten Gebieten nicht schon jetzt die Möglichkeit einer zweckmäßigeren Gestaltung gegeben werden könnte. Es erscheine notwendig, die selbständige Regierung und Verwaltungsorganisation derartiger Länder zu erhalten. 2. In dem staatsrechtlichen Verhältnis zwischen Reich und Ländern müsse klar gestellt werden, welcher Machtbefugnisse das Reich zur Wahrnehmung der Reichsinteressen nach außen und innen bedürfe. Eine klarere Abgrenzung der Zuständigkeiten zwischen Reich und Ländern seit notwendig, um Kompetenzverschiebungen zu vermeiden, die zur Stärkung der Reichsgewalt nicht erforderlich seien und einer als not=. wendig erkannten Dezentralisation zuwider liefen. Andererseits müsse es Sache der Länder sein, der notwendigen Erweiterung der Machtbefugnisse des Reiches ihre Zustimmung nicht zu versagen. Im Zusammenhange hiermit könne im Fluge der Entwicklung auch schon daran gegangen werden, auf hierzu geeigneten Gebieten im Wege des Auftrages alle oder einzelne Länder für die Erledigung von Reichsangelegenheiten heranzuziehen, um der erstrebten Dezentralisation nach Möglichkeit vorzuarbeiten. 3. In den einzelnen Ländern könne auf dem Wege der Verwaltungsreform vielen Beschwerden abgeholfen werden. zu begrüßen wäre insbesondere die Angleichung des Aufbaues der Behörden und der Selbstverwaltungskörper. Das Referat macht so den Versuch, der deutschen innerstaatlichen Entwicklung einen Weg zu zeigen, der, wie man glaubt, den gegebenen Verhältnissen Rechnung trägt, der auch von der Mehrzahl des deutschen Volkes mitgegangen werden könnte, und an dessen Ende ein einheitlicheres und zweckmäßiger gegliedertes Deutschland stände. gefärbt. 3 Mittwoch, den 24. Oftober 1928. Politik und Wirtschaft. Schluß. ., Gießener Zeitung" soll, daß Deutschland die Bestimmungen des Versailler Vertrages nicht verletzt. Außerdem wurde vereinbart, daß Verhandlungen über eine Gesamtregelung des Reparationsproblems zwischen den beteiligten Mächten, also Deutschland, England, Frankreich, Belgien, Italien und Japan, stattfinden sollen, also vorläufig ohne Hinzuziehung Amerikas. Trotzdem ist aber die internationale Schuldenfrage, also ein rein wirtschaftliches Problem, augenblicklich der Drehpunkt der gesamten politischen Lage. Die Frage ist aus dem Grunde so verwickelt, weil die Schuldenbeziehungen der Staaten zueinander ein fast unentwirrbares Durcheinander biloen. Bei den sogenannten interalliierten Schulden handelt es sich um die Kriegsanleihen, die unsere früheren Kriegsgegner untereinander und außerdem allesamt bei Amerika aufgenommen haben. Beispielsweise haben Länder wie Frankreich, Südslawien und Griechenland Schulden bei England, England und Frankreich sehr erhebliche Schulden bei Amerika. Alle diese Staaten wollen ihre Schulden durch deutsche Reparationsleistungen bezahlt machen. Außerdem soll Deutschland die Kosten für den Wiederaufbau der zerstörten Gebiete Belgiens und Nordfrankreichs aufbringen, der sich übrigens für gewisse Unternehmer dieser Länder zu einem recht einträglichen Spekulationsgeschäft entwickelt hat. Nr. 84. Bad Nauheim. Ein Agent aus Darmstadt wurde hier festgenommen, der an verschiedenen Plätzen Heiratsschwindeleien verübt und seine Bräute um Geldbeträge geschädigt hatte. Bad Nauheim. Der große Teich ist fast geleert und wird jezt ausgefiſcht, man rechnet mit einem guten Ertrag an Fischen. In großen Scharen trafen am Sonntag die Besucher aus der gesamten Umgebung ein, um das mannigfache Tierleben des Teiches zu beobachen. Man beobachtete den großen Entenschwarm, der in dem Schlamm des Teiches einen mit Krebsen, fleinen Fischen und anderen Leckerbissen reichgedeckten Tisch vorfand. Diese Vereinbarung läßt die Hauptstreitpunkte offen. Zunächst ist keine Einmütigkeit darüber erzielt worden, für welche Dauer die Versöhnungskommission errichtet werden soll. In Deutschland steht man auf dem Standpunkt, daß als letzter Zeitpunkt nur das Jahr 1935 in Frage komme, also der Termin, zu dem ohnehin die Besatzung ihr natürliches Ende findet. Die Besatzungsmächte dagegen scheinen zu verlangen, daß die Kommission auch über diesen Zeitpunkt hinaus ihre Wirksamkeit fortsetze. Weiterhin ist unentschieden geblieben, ob Deutschland in dieser Kommission vertreten sein soll. Die Besatzungsmächte lehnen eine solche Vertretung Deutschlands ab. Ferner wehren sich die Franzosen mit aller Kraft dagegen, daß die Kontrolle dieser Kommission auch nach Westen hin, also auf französisches Gebiet, ausgedehnt werde, was doch eigentlich selbstverständlich wäre, wenn der Grundsatz der Gleichberechtigung Deutschlands im Völkerbund irgendeinen Sinn haben soll. Die Einsetzung dieser Kommission wird übereinstimmend als die Voraussetzung für die„, vorzeitige" Räumung der zweiten Rheinlandzone bezeichnet. Da es mit der Erledigung der diplomatischen Verhandlungen noch gute Weile hat, kann der Gewinn für die zweite Rheinlandzone, die ohnehin im Januar 1930 frei werden muß, nicht sehr erheblich sein. Bisher haben die Amerikaner nach außen hin jede Verbindung der interalliierten Schulden mit den deutschen Reparationsleistungen rundweg abgelehnt. Sie erklären, daß sie auf ihren Schein bestehen und es ihren früheren Verbündeten überlassen, wie sie die Kriegsanleihen verzinsen und amortisieren wollen. Daß sich dieser Standpunkt auf die Dauer nicht aufrecht erhalten läßt, wissen die Amerikaner selbst. Aber sie wollen vor der Neuwahl ihres Präsidenten keine entscheidenden Schritte tun. Immerhin ist es ein wertvoller Fingerzeig, daß der vom amerikanischen Großkapital nach Deutschland gesetzte Reparationsagent Parker Gilbert schon vor Monaten auf die notwendige Regelung des gesamten Fragenkomplexes hingewiesen hat. Die Reisen, die Parker Gilbert im Frühjahr nach London, Paris und Rom unternommen hat, waren zweifellos für diese Frage von der einschneidendsten Bedeutung. Denn sonst wäre es kaum zu verstehen, daß jetzt urplötzlich die deutschen Gläubigerstaaten ein so gesteigertes Interesse an der endgültigen Regelung der deutschen Reparationsverpflichtungen zeigen. Bei den jetzt zu Ende gegangenen Genfer Verhandlungen sind nun einige dieser für Deutschland lebenswichtigen Fragen zusammengekoppelt worden. Von den Ostfragen und vom Anschluß ist augenblicklich nicht die Rede. Die Abrüstungsfrage ist in eine hoffnungslose Sadgasse geraten. Dagegen hat man die von Deutschland verlangte Rheinlandräumung auf der Genfer Konferenz praktisch unlösbar mit der Reparations= frage verbunden. Friedberg. Pfarrer Groth zu Beienheim befand sich auf den Heimweg von dem Filialdorf Weckesheim, als ihn vor den Gärten Beienheims ein Schlaganfall tötete. Bei einbrechender Dunkelheit telephonierten die Angehörigen nach Beienheim. Auf den Bescheid, daß er schon um 4 Uhr den Heimweg angetreten habe, gingen sie auf die Suche und fanden ihn tot am Wege liegen. Mittwoch, d 1900 Man hatte diefem Treffen Aeinen oder and Spiel hatte da Meglarer, bish in gewohnter g jammenhang. eignet gearbe günftig für den ein feftes Ma Leistungen. Le Damit wars de reines Spiel vergebens vor Dem Spiel idh der Platzve guerfannte Ed Handelfmeter 1900 drängte a Ehringshausen. In unserem Ort feierte Apothekenbesitzer H. Schnelle, ehemaliger 80er Füsilier seinen 80. Geburts: tag bei guter Gesundheit. Büdingen. Ein Schafhalter mußte 30 Schafe notschlachten, die von einem Hunde in die Ecke getrieben worden waren, wobei sie sich gegenseitig schwer verletzten. Büdingen. Der Landesverband der hessischen Obst- und Gartenbau- Vereine hielt unter der Leitung seines Vorsitzenden, Geheimrat v. Hahn- Darmstadt, am Sonntag in Büdingen seine diesjährige Generalversammlung ab, die einen starken Be such aus dem gesamten Hessen zu verzeichnen hatte. Nach Erstattung des Jahresberichtes widmete sich der Vorsitzende insbe sondere der Zusammenarbeit des Landesverbandes mit dem Reichsverband der Obst- und Gartenbau- Vereine und der süddeutschen Arbeitsgemeinschaft. Im Mittelpunkt der Tagung stand ein sachliches Referat von Gartenbauinspektor Rentsch von der Obstbauschule Friedberg, über die augenblicklich im Staate Hessen im Gange befindliche Umpfropfeaktion. Deutschland aber hat immer wieder betont, daß ihm an einem solchen Teilerfolg nichts liege. Vielmehr will Deutschland die Gesamträumung. Diese aber ist nach den einhelligen Erklärungen der Besagungsmächte nur zu haben, wenn vorher die Gesamtregelung der Reparationsfrage unter Dach und Fach ist. Schon jetzt weisen die maßgeblichen französischen und englischen Blätter darauf hin, daß hierfür die Mitwirkung Amerifas unentbehrlich ist, obwohl zunächst einmal eine Verhandlung der europäischen Mächte ohne Amerika vorgesehen ist. Denn für die geplante Mobilisierung eines Teiles der deutschen Gesamtschuld bedarf es zweifellos der Mitwirkung der amerikanischen Finanzwelt. Somit dürfte sich die in Aussicht genommene Gesamtregelung dieser Frage noch lange Zeit verzögern. Denn die internationalen Schuldenverhandlungen, die dafür erforderlich sind, lassen sich nicht übers Knie brechen. Es werden sicherlich Monate und Jahre vergehen, bis man wenn überhaupt zu einem Abschluß gelangt. Bis dahin aber ist, selbst bei optimistischster Betrachtung der Dinge, an eine vorzeitige Räumung des besetzten Gebietes nicht zu denken. Der deutsche Rechtsstandpunkt geht dahin, daß Deutschland die Rheinlandräumung auf Grund des Artikels 431 des Versailler Vertrages ohne jede Gegenleistung verlangt. Diesen Rechtsstandpunkt hat die deutsche Delegation in Genf zu vertreten gesucht. Sie hat allerdings zugeben müs= sen, daß dazu parallel laufend über die Reparationen verhandelt wurde. In diesem Sinne hatte sich der Reichswirtschaftsminister Curtius in einer Rede im besetzten Gebiet ausgesprochen, die in diesen Tagen immer wieder zitiert worden ist. Die Folgen dieser Verkoppelung haben wir in der amtlichen Verlautbarung vor uns, die als Ergebnis der dritten, letzten, Räumungsbesprechung veröffentlicht wurde. Darin wurde zunächst kundgetan, daß über die eigentliche Räumung Verhandlungen auf diplomatischem Wege geführt werden sollen. Hinzugefügt wurde auf Wunsch der Besatzungsmächte eine Klausel, derzufclge nach der Räumung im Rheinland eine sogenannte Ver= söhnungs- Kommission, offenbar ziviler Art, eingerichtet werden sell, die den Besatzungsmächten die nötige Sicherheit gewähren Lokales. Straßensperrungen, Gedern. Als ein treuer Sohn seiner Heimat erwies sich Karl Philipp Oberheim in Neuyork, der von hier stammt. Er hat seiner Vaterstadt Gedern die erste Zahlung in Höhe von 25 000 Mart auf eine zugesagte Anleihe zu einer sechsprozentigen Ver zinsung überwiesen. Dank dieses niedrigen Zinssatzes spart die Stadt Gedern jährlich allein an Zinsen den Betrag von 1500 Mart. In Dankbarkeit für die erwiesene treue Unterstützung hat der Gemeinderat Oberheim zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Jahresversammlung der hessischen Obst- und Gartenbauvereine. Trotzdem aber wird diese internationale Schuldenregelung auch im deutschen Interesse einmal kommen müssen. Denn es dürfte sich in nicht allzu langer Zeit erweisen, daß die gegenwärtige Regelung der deutschen Zahlungsverpflichtungen durch den Dawesplan sich nicht mehr lange durchführen läßt. Die andauernde Passivität der deutschen Zahlungsbilanz ist eine Tatsache der internationalen Wirtschaftspolitik, an der auf die Dauer auch die amerikanischen Gläubiger Europas nicht vorübergehen können. Die für Deutschland entscheidende Frage liegt darin, ob sich die Erkenntnis von der Notwendigkeit einer Aenderung des gegenwärtigen Zustandes bei den deutschen Gläubigern durchgesetzt, bevor eine schwere Wirtschaftskrise in Deutschland die deutsche Zahlungsfähigkeit überhaupt in Frage stellt. Diese Erkenntnis im Auslande verbreiten zu helfen, ist eine Aufgabe, die im Interesse der deutschen Politik und der deutschen Wirtschaft zugleich liegt. mitgeteilt v. Oberhess. Automobil- Club e. V.( A. v. D.) Gießen. Die Strecke Dornassenheim Ossenheimerkreuz im Zuge der Straße Reichelsheim Assenheim ist ab 22. Oktober für den ge= samten Fuhrverkehr gesperrt. Umleitung über Weckesheim Dorheim- Fauerbach. - - Die Sperre der Ortsdurchfahrt Sintershausen im Zuge der Straße Sinkershausen Gladenbach ist aufgehoben. * Stadttheater. Heute abend wird Shakespeares gesch' chtliches Schauspiel ,, Richard III.", übersetzt von A. W. von Schlegel, als 4. Mittwoch- Abonnementsvorstellung gegeben. Anfang 19½ Uhr. * Das statistische Handbuch für Hessen soll den heutigen Verhältnissen entsprechend teilweise gekürzt, zum Teil auch durch Aufnahme neueren Materials erweitert werden. Wolfram, in der„, Deutsch. Hausbes.- 3tg." Darmstadt. Bei der Ziehung der ersten Klasse der preußischsüddeutschen Klassenlotterie, die am Freitag und Samstag in Berlin stattfand, fiel der Hauptgewinn mit 100 000 Mark auf das Los 219 441 der staatlichen Lotterieeinnahme OhnackerDarmstadt. Das Los wird in acht Achteln gespielt. Die über 30 Genossenschaften umfassen 1950 Mitglieder. Die Deutsche Raiffeisenbank konnte ihre alten Aktien mit 50 Prozent aufwerten, die Vereine haben heute wieder über 800 000 Mark eigenes Vermögen. An erster Stelle steht Krofdorf mit 190 000 Mart Spareinlagen. Die Gesamteinlagen im Verband sind auf 9 Millionen Mark gestiegen. * Aus dem Gerichtssaal. Das Erweiterte Schöffengericht verurteilte zwei noch jugendliche Einbrecher zu einem Jahr, drei Monaten, bezw. neun Monaten Gefängnis. Beide waren nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis in Burg- Gemünden bei Alsfeld in eine Gastwirtschaft eingedrungen, hatten Schränke und Kassen erbrochen und eine Geldsumme, mehrere Kitchen Zigarren und Zigaretten mitgenommen. um dann durd an fein. Wekl und konnte nu weitere Tore D zeit verjagte, tungen auf fe berbarben eine Dom gestürzten türmer 1900s Schiedsrichter mit 10 Mann Wezlar durch Die letzte barern, die ge Meit ihrer Stü Die verji Die Gäste zeig Achon in Nr. Freudenberg. Am 20. Oktober konnte Herr Hermann Red auf ein Alter von 91 Jahren zurückblicken. Immer noch tätig in der Landwirtschaft, ist er auch noch geistig recht frisch und gesund. Dillenburg. Ein Schreiner stürzte durch ein Glasdach und zog sich schwere innere Verlegungen zu. * Zur Eröffnung des Wintersemesters der Volkshochschule. Die Volkshochschule verbindet mit der Eröffnung des Wintersemesters nächsten Samstag einen Oberhessischen Volkshoch= schultag und eine Tagung des Verbandes rheinischer Volkshochschulen. Am Sonntag schließt sich ein musikalischer Volkskunstabend an. * Gießen im Licht. Unter dem Motto„ Gießen im Licht" veranstaltet der Gießener Verkehrsverein, die Gießener Geschäftswelt und das Städtische Elektrizitätswerk in Gemeinschaft mit den Installationsfirmen Anfang Dezember eine groß angelegte Verkehrswerbung. Bad Ems. Die letzte Kurliste ergab für die Kurzeit 1928 einen Gesamtbesuch von 27 286 Gästen, davon 10 720 Personen, die länger als acht Tage blieben. Frankfurt a. M. Eine Feier, die zur Erinnerung an das Sozialistengesetz in Zeilsheim am Sonntag abgehalten wurde, und bei der Scheidemann sprach, wurde dadurch gestört, daß von einem der anwesenden Gegner eine Tränengasbombe ge worfen und dadurch eine Räumung des Lokals erzwungen wurde. Der Täter konnte nicht festgestellt werden. * V. D. A. Jm Universitätscafé( Plockstraße) findet Donnerstag, den 25. Oktober, abends 8 Uhr, ein Ortsgruppenabend verbunden mir einem Lichtbildervortrag über„ ,, Das Deutschtum in der Slowakai" von Studienrat Dr. König statt. * Zuchthaus wegen Landesverrals. Kassel. Das Oberlandesgericht Kassel verurteilte in erster und letzter Instanz den 35 Jahre alten Bautechniker Philipp Keßler aus Wiesbaden wegen Landesverrats und Verrats militärischer Geheimnisse zu einer Zuchthausstrafe von drei Jah ren und zu fünf Jahren Ehrverlust. Keßler stand mit dem französischen Nachrichtenbüro in Verbindung und hatte ihm eine Anzahl Dokumente gegen Bezahlung überwiesen. Vereinigung ehemaliger Realgymnasiasten. Ihre diesjährige Hauptversammlung hielt die Vereinigung Samstag abend unter dem Vorsitz von Sanitätsrat Dr. Becker- Sprendlingen im ,, Schützenhaus" ab. Jm Mittelpunkt der Verhand= lungen stand die Errichtung einer Gefallenen- Ehrung am hiesigen Realgymnasium. Der Entwurf des Ehrenmals wurde von Baurat Kuhlmann hergestellt. Er hat die Form eines Obelisken, an dessen Seitenflächen Inschriften, Reliefs, Emblemen und dergleichen angebracht werden können. * Hessischer Bundes- Sängertag. Am kommenden Sonntag, 28. Oktober, findet hier der diesjährige Bundes- Sängertag des Hessischen Sängerbundes unter der Leitung seines Vorsitzenden, Ministerialrats Dr. Siegert( Darmstadt) statt. Mit den Vertretern der in dem Hessischen Sängerbund zusammengeschlossenen Gesangvereine aus ganz Hessen werden sich noch zahlreiche Vertreter aus den an das Bundesgebiet angrenzenden preußischen und bayerischen Bezirken in der oberhessischen Provinzialhauptstadt zur Tagung einfinden. * Aus dem Raiffeisenverband. Eine Raiffeisentagung für Oberhessen und das Lahntal fand hier unter Leitung des Verbandssekretärs Grisar- Frankfurt a. M. statt. Dieser erstattete nach kurzer Begrüßung den Bericht über Stand und Entwicklung des Verbandes und der im Bezirk gelegenen Genossenschaften. * Ein gutes Eicheljahr. Die Eichen sind in diesem Jahre über und über mit Früchten bedeckt, die durch die Fröste der letzten Nächte jetzt massenweis abfallen und den Boden unter den Bäumen wie gesät bedecken. Man sieht aber keine Sammler, obwohl die Eicheln ein gutes Mastfutter für Schweine abgeben. Aus Nah und Fern. Rab ammenspiel, inder- H Vorher 1900 eine erheblid vereins, an Verhütetes Eisenbahnattentat. Frankfurt a. d. O. In der Nacht zum Montag wurden etwa 50 Bohlen des Brüdenbeleges der hölzernen Weinbergsbrücke über die Eisenbahn zwischen Seelow und Dolgelin( Strecke Freienwalde a. d. Oder- Frankfurt) durch unbekannte Täter herausgerissen und in verbrecherischer Absicht auf den Bahnkörper geworfen. Der Aufmerksamkeit eines Reichsbahnbeam ten ist es zu verdanken, daß ein Unglück verhütet wurde. Offenbar war ein Attentat auf die beiden Morgenzüge geplant. zweite Tor nicht ganz Gießener 1. der Torman lichen 9 M Eröffnung der Bahnstrecke Nedarsteinach- Schönau. Heidelberg. Am Samstag wurde die Eisenbahnstrecke Neckarsteinach Schönau feierlich eröffnet. Damit ist ein Teil des lieblichen Steinachtales im Odenwald dem Eisenbahnverkehr erschlossen. Das festlich geschmückte Schönau bereitete dem ersten Zug einen besonders freundlichen Empfang. Bad Nauheim. Seit langen Jahren besteht zwischen Friedberg und Bad Nauheim die zwischen Nachbarstädten leider meist übliche gegenseitige Abneigung. Tadurch kamen mancherlei Fragen, die von beiden Städten gemeinsam hätten gelöst werden können, nicht zur Entscheidung. Ein längerer Artikel im„ Oberhessischen Anzeiger"( Friedberg), der die Notwendigkeit der Zusammenarbeit beider Kommunen besonders betont, veranlaßte Bürgermeister Dr. Ahí, mit praktischen Vorschlägen an die Deffentlichkeit zu treten. 225 000 Metallarbeitern gekündigt. Froh Nicht m ihrer Spiel piel gegen Gieg mußte Im Bezirk der nordwestlichen Gruppe ist, wie aus Duisburg gemeldet wird, die Kündigung der Metallarbeiter nunmehr zum 31. Oktober durchgeführt. Im ganzen Tarifgebiet werden 225 000 Arbeiter betroffen. Neue Bücher. Ginzelleistung jchaftsgefüge Gs passiert a nach schwäche mehrter Eifer Seite an Rör die Durchführ au das Ver Heute gezeigte bineiden di Frohn he Dillent Alte Nach erbitterte Käm Schritte im Dunkeln. Kriminalroman von R. Fielding. Uebersetzt von Elsa Staudemeyer. Der in Buchform im Verlag Knorr u. Hirth, München, erschienene neue Roman ,, Schritte im Dunkeln"( Preis R.-M. 2.-, geb. R.-M. 3.-) zählt zweife los zu den besten englischen Kriminalromanen der Gegenwart. Die Spannung wächst von Seite zu Seite. Noch wesentlicher aber ist die durchaus seine Psychologie und meisterhafte Milieuschilderung von Menschen, Schauplatz und Handlung. haben. Go w gewöhnlich gr Dor- hart Berlegungen Massen, die g Bei aufgeregt tellung wenn ich D mit einem Eli betannten Sch angt der Hal Das placiert Jon 0,5 2: 0 en Spieler i leichzuziehen, mannschaft D herren gehts jolge Verlegu it aber trogo Kräften aufzu hojen oder Einheimischen Theh, zunichte Herborn will man merfts Strafraum he erit teigt die den Boden Blizichnell Don 2: 1 für Jetter 971.84 urde hier f sichwindelein gt hatte. ert und wi ag an Fijde ucher aus de Tierleben des roßen Enten mit Krebjer ten Lijch vor efand sich a ihn vor de einbrechende Beienbein eimweg ange n ihn tot a pothetenbe 80. Geburts notschlachte en waren, en Obitu Vorsitzende in Büdinge en starten& tte. Nach& cfizende inst es mit d und der t der Tagu pettor Rent enblicklich in on. wies sich ke mmt. Er öhe von 250 ozentigen ages spart M trag von 15 terstützung Stadt ernan tenbauverein e der preuzi Gamstag i 000 Marta me Ohnade elt. 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Und wenn die Hintermannschaft nicht so ausgeeichnet gearbeitet hätte, könnte das Ergebnis noch weniger günstig für den W. SpV. sein. Die 1900er, in der 1. Halbzeit ein festes Mannschaftsgefüge, zeigten hier ganz vorzügliche Leistungen. Leider stellten sie ihren Sturm nach der Pause um, damit wars dann mit dem guten Sturm vorbei. Es wurde ein reines Spiel der Hintermannschaften, an denen die Stürmer vergebens vorbeizukommen suchten. Dem Spielverlauf entnehmen wir: Gleich nach Anpfiff setzte fich der Platzverein vor dem Tore der Gäste fest. Die erste ihm zuerkannte Ede führte gleich zu einer zweiten, die in einem handelfmeter ausging, den 1900s Mittelstürmer verwandelte. 1900 drängte auch weiterhin, stellte das Eckenverhältnis auf 0: 3, um dann durch den Linksaußen zum zweiten Male erfolgreich 311 sein. Weklar holte bis zur Halbzeit nur noch eine Ecke auf und konnte nur durch das gute Schlußtrio seiner Mannschaft weitere Tore verhindern. Dadurch, daß 1900s Sturm nach Halbzeit versagte, wurde das Spiel offener, wobei besondere Leistungen auf teiner Seite gezeigt wurden. Beide Sturmreihen verbarben eine Reihe guter Chancen. Beim Nachsehen nach dem Dom gestürzten Verteidiger verpaßten Ball geriet der Mitteltürmer 1900s mit dem Wetzlarer Torwart ins Gedränge. Der Schiedsrichter stellte beide vom Plaze. Auf jeder Seite wurde mit 10 Mann weitergespielt. 10 Minuten vor Schluß konnte Wetzlar durch einen Elfmeterball ein Tor aufholen. Die letzten fünf Minuten gehörten dann noch den Wetzlarern, die gefährlich drückten und nur durch die Schußunsicherheit ihrer Stürmer den Ausgleich nicht mehr erzwingen konnten. Die verjüngte Mannschaft der 1900er konnte befriedigen. Die Gäste zeigten manche schöne Einzelleistungen, nur, wie ihnen schon in Nr. 41 der ,, A. H. S. 3." gesagt, müssen sie mehr Zujammenspiel, flachen Kombinationsfußball erlernen. Der Schiri Hinder Herborn im allgemeinen gut. Vorher mußte die Ligareserve 1900 Gießen 2. W. SpV. 2. 0: 5( 0: 1) eine erhebliche Niederlage einstecken. Die Mannschaft des Playvereins, an sich schonschwächer als die der Gäste, wurde durch das zweite Tor ganz auseinandergebracht. Der gegen die gefällte nicht ganz klare Entscheidung des Schiedsrichters opponierende Gießener 1. Verteidiger mußte den Platz verlassen, bald auch der Tormann mit beim Fall verstauchter Hand. Mit den restlichen 9 Mann wurden die Gäste dann überlegen fertig. Frohnhausen * V. f. B. Gießen 1: 3( 1: 0) Nicht mit dem Nimbus, der heute die Gäste- Mannschaft ob ihrer Spielstärke auszeichnet, konnte das heutige Verbands= piel gegen die ,, Oranier" Frohnhausen gewonnen werden. Der Sieg mußte buchstäblich erkämpft werden. Wohl waren die Ginzelleistungen der Gästemannschaft besser, doch als Manngaftsgefüge gab Frohnhausen eine beachtenswerte Rolle ab. Es passiert also immer wieder, daß man einen der Papierform nach schwächeren Gegner unterschätzt, weiter aber, daß ein vermehrter Eifer vieles ausgleichen kann, was auf der anderen Seite an Können erwartet werden mußte. Beachtenswert war die Durchführung des Spieles von beiden Seiten, desgleichen auch das Verhalten des Publikums. Sollte Frohnhausen die heute gezeigte Form beibehalten, so dürfte für ein günstigeres Abschneiden dieser Mannschaft Gewähr gegeben sein. Frohnhausen 2. VfB. Gießen 2. 0: 8. - * Dillenburg Liga- Herborn Liga 2: 1( 2: 0). R. Alte Nachbarrivalen, die sich seit Jahren kennen und immer abitterte Kämpfe mit häufig knappen Spielresultaten geliefert aben. So war denn auch am vergangenen Sonntag eine unwie immer gewöhnlich große Zuschauermenge Zeuge eines - Dor harten Kampfes. Leider ging es diesmal nicht ohne Berletzungen ab. Wie zu erwarten war, gab es Strafstöße in Massen, die ganz natürlich auf das Spiel hemmend wirkten. Sei aufgeregtem Spiel beide Mannschaften in stärkster Auftellung verlieren sich die ersten 20 Minuten. Dann muß wenn ich nicht irre- eine Unfairnis des Gästetorhüters mit einem Elfmeter geahndet werden, der eine sichere Beute des tannten Schützen R. Schwarz wird. Den Anstoß Herborns ängt der Halbrechte ab, umspielt Läufer und Verteidiger, und das placiert geschossene Leder landet im Netz. In der Zeit Jon 0,5 2: 0 für den Platzverein. Ungeheurer Beifall belohnt den Spieler für diese Glanzleistung. Alle Versuche Herborns, leichzuziehen, scheitern an der guten Abwehrarbeit der Hintermannschaft Dillenburgs. Mit dem Resultat 2: 0 für die Platzherren gehts in die pause. Nach Wiederbeginn spielt folge Verlegung eines Spielers Herborn nur mit 10 Mann, it aber trotzdem zeitweise tonangebend und versucht mit allen Kräften aufzuholen. Jedoch werden alle Torgelegenheiten verhossen oder vom heimischen Torhüter geklärt. Durchbrüche der Gin heimischen macht die Gästeverteidigung, die, wie eine Mauer teht, zunichte. Schon haben die letzten 20 Minuten begonnen. hertborn will das Ehrentor haben, will unbedingt gleichziehen; mam merkts doch. Dillenburgs Verteidiger muß durch Hand im Strafraum helfen und der Elfmeter bringt das Ehrentor. Jetzt erit: steigt die Spannung. Kaum kommt das Leder noch auf den: Boden. Manch ängstlicher Blick richtet sich nach der Uhr. Blitzschnell wechseln die Situationen, doch es bleibt beim Stande Don 2: 1 für Dillenburg. Edenverhältnis 3: 2 für Dillenburg. Jetter- Wetzlar als Schiri war auf der Hut. - in= " Gießener Zeitung" Sport und Spiel. Burg Liga Niedergirmes Liga teilen sich die Punkte beim Stande 1: 1( 0: 0). Aus Anlaß der Denkmalseinweihung für seine im Weltkriege gefallenen Brüder hatte Burg das Spiel, das in sportlicher Hinsicht nach jeder Richtung hin befriedigte, auf vormittags 10 Uhr verlegen las= sen. Die erste Halbzeit verlief torlos. 3weimal war Burg ganz nahe dran, in Führung zu gehen, doch jedesmal lenkte die Verteidigung der Weklarer Vorstädtler im letzten Moment rettend zu Eden, die für Burg nichts einbrachten. Sofort nach Wiederbeginn bietet der Platzverein alles auf, um zum Führungstor zu gelangen. Der Gegner muß alles aufbieten. Erst in der 8. Minute gelingt es dem Halbrechten des Plagvereins, nach einer schönen Kombination einzusenden. Wie immer, so ging es auch hier, jetzt bedeutend lebhafter. Niedergirmes rafft sich auf und schon gleicht es in der 15. Minute aus. 4 Eden für Burg, 2 für Niedergirmes bringen nichts ein. Der Schiri Spedhardt Gießen trennte Unentschieden. Mit seinen Entscheidungen konnte man sehr zufrieden sein. - Burg Ligareserve Niedergirmes Ligareserve 1: 2. Brief aus Lollar. Lollar 1. Heuchelheim 1. 4: 2( 3: 1) Eckenverh. 7: 1 Ihren Ruf der Unbesiegbarkeit auf eigenem Platze konnte auch gestern die Lollarer Elf wieder hochhalten, indem sie Heuchelheims spielstarke Elf einwandfrei und verdient 4: 2 schlagen konnte. Das Spiel trug den Charakter eines Lokaltreffens, dem aber Schiri Böcher- V. f. B. Gießen durch energisches Zufassen stets die Unfairnis zu nehmen wußte. Lediglich Sch. auf Seiten Lollars, sowie Sch. und B. Heuchelheim wäre zu empfehlen, ihre schwindende Technik nicht durch unnötige Härte wettmachen zu wollen. Jm Spiegel der Kritik konnten die Einheimischen gegenüber den Gästen ein kleines Plus für sich buchen. Ein ausgezeichnetes Spiel lieferte wieder Lollars rechter Läufer Schupp, dem sich aber alle anderen würdig anreihen konnten; vielleicht mit Ausnahme des Halblinken, der infolge Uebereifers selten am richtigen Platz war. Wenn auch bei Heuchelheim die Hintermannschaft und die Läuferreihe ihre Schuldigfeit taten, so verzettelten doch die Stürmer ihre Kräfte zu viel in Einzelaktionen. Das angesetzte Jugendspiel 1900 1. Jgd. Lollar 1. Jgd. mußte ausfallen, da die Gäste nicht erschienen. FC. Großen- Buseck 1. - Nieder- Weisel 1. 7: 2( 3: 2). Der Spielplatz an der Gießener Straße war trotz des schlech= ten Wetters in guter Verfassung. Nieder- Weisel führte etwa 10 Minuten vor Halbzeit noch mit 2: 0, doch konnte der Platzverein den Stand des Spieles bis zur Halbzeit auf 3: 2 für sich stellen. Die zweite Hälfte stand ganz im Zeichen von GroßenBused. Nieder- Weisels Verteidigertrio, sowie der Linksaußen waren gut, während die übrigen Leute das taten, was man verlangen konnte. Gr.- Bused hatte in seiner Hintermannschaft sowie in der Läuferreihe gute Besetzung, im Sturm aber fehlte es immer noch an der erforderlichen Entschlußkraft. Herr Beck= VfB. ist ein Schiedsrichter, der versteht, jedem gerecht zu werden. - Daubringen 1. 6: 2( 2: 2) Lich 1. - Die erste Mannschaft von Daubringen weilte in Lich und mußte die obige Niederlage erleiden, die in dieser Höhe nicht unbedingt notwendig war. Trotzdem das Spiel noch bis Halbzeit 2: 2 stand, und sich D. noch einigermaßen hielt, klappte die Mannschaft zusammen und mußte sich nun auf die Verteidigung be= schränken. Lich spielte gut und verdient die Mannschaft ein Gesamtlob. Schiri Schäfer sehr gut. - Laubach 1. Ettingshausen 1. 7: 2( 4: 2) Steinbach 1. Daubringen 2. 6: 1. Am vergangenen Sonntag weilte Daubringens 2. Elf in Steinbach, um ihr fälliges Verbandsspiel auszutragen. Körperlich war Daubringen weit überlegen, aber Steinbach führte das sys' emvollere Spiel vor. Halbzeit 2: 0 für Steinbach. Nach Halbzeit zeigte sich Steinbachs Ueberlegenheit stärker, und da der Gegner nicht aufkommen konnte, nahm das Spiel manchmal harte Formen an. Daubringens Torhüter verdient besonderes Lob, da er seine Mannschaft vor einer höheren Niederlage bewährte. Schiri Mandler war gut. Queckborn 1.- Ettingshausen 2. 2: 0( 0: 0) 1900 3. Großen- Buseck 2. - 1900 gewann, Großen- Bused nicht angetreten. Leihgestern 1. VIB. 4. 4: 2( 1: 1) Heuchelheim 1. Jgd.- 1900 2. Jgd. 2: 0 W. SpB, 1. Jgd. Laubach 1. Jgd. Wetzlar nicht angetreten, Laubach gewonnen. VfB. Schüler 1900 Schüler 5: 0. Leihgestern 1. Jgd.- Großen- Bused 1. Jgd. 0: 1. * Meisterschaftsspiele in Westdeutschland. Westdeutschlands Punktekämpfe wiesen am 21. Oktober weniger Ueberraschungen auf, als an den vorhergehenden Sonntagen. An der Ruhr blieb in der Abteilung A der Tabellenführer M. B. V. Linden auch in Gelsenkirchen über Union siegreich, wenn auch nur knapp 2: 1. Die andere Abteilung sah den Favoriten Schalke 04 in Essen über Sportfreunde 3: 0 siegreich. Eine kleine Ueberraschung brachte das Düsseldorfer Lokalderby zwischen S. C. 99 und Fortuna. Nachdem in den letzten Jahren stets Fortuna die glücklichere Mannschaft gewesen war, drehten die 99er diesmal den Spieß um und siegten 3: 0. Der G. C. 99 muß in diesem Jahre in seiner Gruppe als aussichtsreicher Meisterschaftsanwärter gelten. Jm Niederrheinbezirk zeigte der westdeutsche Altmeister Duisburger Spielverein nach einer Reihe von schlechten Spielen und Punktverlusten wieder einmal eine hoffnungsvollere Form, er blieb über Speldorf 5: 0 siegreich. Der Bezirksmeister Preußen Krefeld fertigte Hamborn 07 hoch 9: 3 ab.- Der Bezirk Rhein brachte in der Abteilung 1 in M.- Gladbach zwischen der heimischen Eintracht und dem westdeutschen Meister und Tabellenführer Köln- Sülz 07 einen unerwartet harNr. 84. ten Kampf, den der Meister nur knapp 2: 1 gewann. In der Gruppe 2 ist jetzt Borussia M.- Gladbach nach einem 3: 0- Sieg über Jugend Düren allein an der Tabellenspizze da der V. f. R. Köln im 1: 1- Spiel gegen den S. V. Köln- Mülheim seinen ersten Punkt einbüßte. In Südwestfalen erlitten die Hagener Mannschaften schwere Schlappen. Sehr gut scheint der Neuling Germania Mudersbach zu sein, der in Hagen 05 4: 1 schlug. Hagen 1911 wurde von Jahn Werdohl sogar 6: 0 abgefertigt. Hessen- Hannover: Verbandsspiele. Tura Kassel Sp. und Sport Northeim 3: 3 Sport Kassel Borussia Fulda 2: 2 Germania Marburg Südwestfalenbezirk: - Hermannia Kassel 5: 0 Hagen 05- Germania Mudersbach 1: 4 Lichenplatz Hüsten 09 1: 8 - Jahn Werdohl- Hagen 1911 6: 0 V. f. B. Weidenau Hagen 72 3: 2 Westfalenbezirk: Arminia Bielefeld Hamm 09 4: 0 Münster 08 Herten 5:10 V. f. L. Osnabrüd Berg.- Märkischer Bezirk: 1 Westfalia Scherlebed 6: 0 Düsseldorf 99 Fortuna Düsseldorf 3: 0 Eller 04 Viktoria Düsseldorf 4: 2 Düsseldorf 04 Turu Düsseldorf 3: 3 S. S. V. Elberfeld Schwarz- Weiß Barmen 5: 1 Ruhrbezirk: Preußen Essen- Erle 08 1: 1 Schalke 96 Schwarz- Weiß Essen 1: 3 Union Gelsenkirchen M. B. V. Linden 1: 2 Horst- Emscher Castrop 02 0: 0 Sportfreunde Essen Schalke 04 0: 3 Dortmund 95 Gelsenkirchen 07 2: 1 Germania Herne B. V. Altenessen 1: 6 Rheinbezirk: - Odenkirchen 07 Rheydter Sp. V. 4: 3 Godesberg V. f. B. Aachen 5: 2 Eintracht M.- Gladbach- Köln- Sülz 07 1: 2 Düren 03 Blau- Weiß Köln 2: 1 F. V. Bonn Kölner B. C. 3: 2 C. f. R. Köln Alemannia Aachen 2: 1 Mülheim 06- V. f. R. Köln 1: 1 Borussia M.- Gladbach Jugend Düren 3: 0 Rhenania Köln- Dohr 2: 0 Viktoria Rheydt Tura Bonn 2: 3 S. C. Aachen Niederrheinbezirk: Duisburg 99 Dürener S. V. 1: 3 Union Krefeld 2: 0 Meiderich 06 4: 1 V. f. B. Ruhrort Sp. V. Oberhausen Speldorf - S. C. Osterfeld 1: 1 - Duisburger S. V. 0: 5 S. V. Meiderich- S. V. Homberg 2: 2 Preußen Krefeld- Hamborn 07 9: 3 ㄨ Fußball- Meisterschaftsspiele in Hessen- Hannover. In der ersten Klasse des Bezirkes Hessen- Hannover fanden am Sonntag nur drei Spiele statt, von denen die Kämpfe in der Südgruppe mit großen Ueberraschungen endeten. So trafen die bisher ungeschlagenen und als Favorit geltenden Borussen aus Fulda im Kampf mit Sport Kassel auf äußerst zähen Widerstand und mußten froh sein, mit 2: 2 Unentschieden davongekommen zu sein. Bekanntlich scheiterten die Borussen im vergangenen Jahre kurz vor der Meisterschaft an diesem Gegner. Die Kasselaner zeigten nach ihrem bisherigen schlechten Start ein Spiel, wie seit Wochen nicht mehr. Sie hatten mehrere und bessere Chancen als ihr Gegner. Ganz vorbildlich arbeitete das Schlußdreied. Bei den Gästen waren die Verteidiger der schlechteste Mannschaftsteil. Der Bedeutung des Spieles entsprechend hatten sich 5000 Zuschauer eingefunden, die einen jederzeit ruhigen und temparamentvollen Kampf sahen. Die zweite Ueberraschung wird aus Marburg gemeldet, wo die Kasseler Hermannen ihr schlechtestes Spiel gegen die Germanen in dieser Serie lieferten und mit 5: 0 geschlagen wurden. Nur durch das gewandte Eingreifen des Schlußdreiecks fiel die Niederlage nicht höher aus. Vollständig versagt hat hier die Läuferreihe. Das einzige Spiel in der Nordgruppe zwischen Tura Kassel und Sport- und Spielvereinigung Northeim, zweier Mannschaf= ten, die kaum vom Ende der Tabelle wegkommen dürften, endete 3: 3, nachdem die Gäste aus dem Harz noch bis zur Pause 3: 1 in Führung gelegen hatten. Die Leistungen waren beiderseits sehr schlecht. Ein Blick auf die Tabelle sagt, daß in der Nordgruppe Sportklub 1903 und Spielverein auf Grund der bisherigen Ergebnisse das Rennen unter sich ausmachen dürften. In der Südgruppe ist die Lage ungeklärt. Verein Borussia Fulda Sport Kassel Germania Marburg Kurhessen Marburg Hermannia Kassel Kurhessen Kassel 032220 Die Tabellen: Südgruppe: Spiele Tore Punkte 3 13: 3 5: 1 6: 7 3: 3 7: 4 2: 2 4: 6 2: 2 0:10 0.4 0: 0 0: 0 Nordgruppe: Verein Spiele Tore 7: 1 Punkte 4: 0 10: 4 4: 0 7: 6 4: 2 5:11 3: 5 5: 8 1: 5 3: 7 0: 4 SC 03 Kassel Sp. V. Kassel Hessen 09 Kassel Tura Kassel Sp. und Sp. Northeim Göttingen 05 223432 Mittwoch, den 24. Oftober 1928. Streiflichter aus dem Bezirk. In Spielberichten, besonders in den Tageszeitungen, kann man oftmals lesen: ,, Da der Spieler X, der für den Verein Y spielte, nicht spielberechtigt war, ist das Spiel für Y verloren." Dazu muß bemerkt werden: Es ist nicht Sache des Berichterſtatters, nachzuforschen, ob alle Mitwirkende eines Spiels ſpielberechtigt waren; auch gehört es nicht zu seinem Ressort, darauf hinzuweisen, daß dieser oder jener Spieler nicht spielberechtigt war und daher das Spiel für dessen Partei verloren ist; beides ist einzig und allein Sache der sportlichen Amtsstelle, der die Nachprüfung der Spielberechtigung unterliegt. Es ist daher auch ganz unangebracht, wenn Vereinsmitglieder oder Spielführer den Berichterstatter ersuchen, in seinem Bericht auf die Nichtspielberechtigung eines Spielers und auf deren Folgen aufmerksam zu machen; derartige Zweifel der Mitteilungen können höchstens von den Vereinen den betr. Behörden unterbreitet werden. Der 14. Oktober war für verschiedene Kasseler Vertreter der Bezirksklasse 1 ein Glückstag. Wenn S. C. 03 in Northeim nur mit 2: 0 gewinnen konnte und dieses Resultat bereits vor Halbzeit feststand, so spricht das ebenso wenig für besondere Leistungen der Kasseler Mannschaft, als wie das knappe 1: 0- Resultat, das Tura Kassel in Göttingen erst in der zweiten Halbzeit erzielte. Der 4: 1- Sieg Spielvereins im Lokaltreffen gegen Hessen 09 ist nach dem Bericht endlich verdient und macht auf die Mannschaft des Siegers aufmerksam; dagegen kommt das 4: 3( 1: 1) im Lokal- Gesellschaftsspiel der Kurhessen gegen die Hermannen recht mager für den Bezirksmeister vor, auch wenn dieser ohne Weber und Kreß spielen mußte; entweder scheint Kurhessen mit diesen beiden Spielern zu stehen und zu fallen oder Hermannia seine Spielstärke gehoben zu haben. Der 6: 1- Erfolg der Fuldaer Borussen über V. f. B.- Kurhessen Marburg entspricht den Stärkeverhältnissen der Parteien in spielerischer Hinsicht, gemessen an den gezeigten Leistungen; trotzdem iſt aber Kurhessen Marburg doch nicht zu unterschäzen. Spiele am 28. Oktober: Sport; Südgruppe: Lokaltreffen in Marburg: V. f. B.- Kurhessen gegen Germania Lokaltreffen in Kassel: Hermannia Borussia Fulda- Kurhessen Kassel; Nordgruppe: S. C. 03 Kassel Northeim - - S. C. 05 Göttingen; Sp. u. Sp. Spielverein Kassel. „ Gießener Zeitung" - In der Bezirksklasse 2 schreiten die Spiele rüſtig fort. Nur die Gruppe Marburg war am 14. Oktober spielfrei, da die beiden angesetzten Treffen verlegt wurden. Die Resultate der Gruppe Gießen- Weglar sind aus den Berichten der letzten Nummer bekannt; zwei Unentschieden( Butzbach · Dillenburg, Herborn gegen Burg), ein glatter Sieg Wetzlars über Niedergirmes und ein knapper Erfolg des V. f. B. im Lokaltreffen gegen 1900 waren die Ausbeute des Tages.- Die Gruppe Kassel brachte drei klare Niederlagen von Kasseler Vereinen: Sportfreunde Kassel gegen Großalmerode 1: 5( 0: 3), Warburg- V. f. R. Kassel 3: 1 ( 2: 1) und Hessen- Preußen Kassel B. V. 06 Kassel 2: 8( 2: 3); Niederzwehren schickte Melsungen mit 7: 0( 4: 0) heim. In der Gruppe Fulda hat sich durch die Spiele der beiden letzten Sonntage eine Verschiebung in der Tabellenplatzbesetzung eingestellt. Resultate vom 7. Oktober: Schlüchtern Neuhof 1: 1( 1: 1), Salmünster Hersfeld 5: 5, Horas Alsfeld 2: 4( 0: 1); vom 14. Oktober: Neuhof- Germania Fulda 0: 2( 0: 0), Alsfeld gegen Schlüchtern 3: 2( 2: 0), Hersfeld Bebra 5: 0. Die Lage ist jetzt so, daß Hersfeld, Alsfeld und Fulda mit je 5 Spielen und 6: 4 Punkten gleich stehen; dann folgt Bebra mit 6: 6 Punkten bei 6 Spielen; die Spizze nimmt Neuhof mit 7: 3 Punkten nach 5 Spielen ein. Die Gruppe Südhannover brachte einige Ueberraschungen: Weende- Hellas Münden 4: 0( 2: 0), F. V. 05 EinBlau- Weiß Göttingen 6: 2( 3: 1), Kreiensen Grone 2: 2 ( 0: 2) und Germania Osterode Spielogg. Göttingen 1: 2( 0: 1). beck - - - In London gewann Berlin das Fußball- Städtespiel gegen Londons Amateure mit 4: 1 Toren. Der D. F. C. Prag hat sein für den 1. November geplantes Spiel in München gegen Bayern absagen müssen. ก Droht Husten. Grippe, Heiserkeit hall' Rheila- Perlen hilfsbereit! Schachtel Mk.1.- nur in Apotheken u. Drogerien Nr. 84 Handball und Leichtathletik. Sp.- Vgg. 1900 1. 1. Komp. J. R. 1. 5: 2( 4: 0) Wie am Vorsonntag die Maschinengewehrkompagnie, so stellt diesmal die 1. Kompagnie unter Beweis, daß sie eine Mann schaft von beachtenswerter Spielstärke hat. Die 1900er sichern sic ihren Vorsprung in der ersten Spielhälfte, dann kommen die Soldaten auf und sind nicht nur gleichwertig, sondern soga zeitweilig überlegen. Es wurde mit großem Eifer losgelegt Schon beim zweiten Angriff kommt 1900s Halblinker, Seifert an den Wurfkreis und sendet kurzentschlossen ein. Die Spiel vereinigungsleute sind weiterhin leicht überlegen und dank gut und schnell vorgetragener Angriffe kann der Mittelstürmer Hopfenmüller zweimal plaziert einsenden. Nun kommen aus die Gäste besser in Schwung, können jedoch die 1900er Hinter mannschaft nicht überwinden. Kurz vor dem Halbzeitpfiff wirst Kaiser im Anschluß an einen Durchbruch das vierte Tor. Nag dem Wechsel werden die Platzbesitzer in die Defensive gedrängt. Es dauert nicht lange und Köhne im 1900er- Tor muß hinter sich greifen. Das Spiel wogt hin und her. Birkenstock verteilt nicht richtig und seine Vorderleute unternehmen zu viel auf eigene Faust. Schließlich kann Seifert, nachdem er eine Anzahl Sachen vergeben hat, mit Wucht einsenden. Der Eifer der Leute von der 1. Kompagnie ist dann kurz darauf durch ein zweites Tor belohnt. Darauf ist das schnelle, interessante und durchweg fair durchgeführte Spiel zu Ende Sportliches Allerlei. Rausch- Hürtgen sind für das Frankfurter Sechstagerennen vom 30. 11. bis 6. 12. verpflichtet worden. Christmann- Frankfurt hat sich von seinem Stuttgarter Sturz noch immer nicht ganz er holt und wird in dieser Wintersaison schwerlich an den Start gehen können. Universität Berlin gewann am Samstag auf der Spree die fünfte Austragung des Berliner Hochschulachters gegen die Technische Hochschule Char lottenburg. Verantwortlich: Paul Chrißian Klein in Gießen. Bezugsp Redaktionsschl fendung nicht 41. Jab Vol Hindenbu Lien, der vom Auf der fter Gevering Die Lage Einfluß der mauf der Gewer Meffert. Ruhest unterbunden. Die Sagu jammentreten Anläglich am es zu sam Melruten mit Der Schußwaf tein zweiter f wurden durch Der tichet Fahren Sie ein PRESTO Rad, es ist beste Qualität zu billigstem Preis! Unübertroffen leicht. Lauf schnittiger Bau, elegante Ausstattung ( auch in geschmackvoller bunter Emaillierung) und gediegenste Ausführung Günstige Zahlungsbedingungen! 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Wir versuchten es dann mit Kaffee Bag und ich darf Sie heute nach so langer Erfahrung versichern, daß meine Frau seither unter den erwähnten Störungen nicht mehr leidet und ich selbst von den angenehmen Wirkungen dieses ( F23) Hag ist min immergut bekommen.. ( 985) Ich möchte Kaffees profitiert habe. Seit 4 nicht davon Jahren gibt es deshalb in unserer Familie nur Kaffee Bag. Emil Schmidt lassen...... [ 985] Ich trinke seit einiger Zeit, durch die Nachfrage aufmerksam gemacht, selbst Ihren Kaffee Bag und bin sehr zufrieden damit, sodat ich nicht davon lassen möchte. Marie Witter [ 723] Wie Sie Ihr Herr Herke richtig unterrichtet hat, bin ich seit dem Jahre 1913, wo ich Kaffee Sag in einem Privatspital in Basel kennen lernte, eine sehr begeisterte Kaffee Sag- Trinkerin. Aus voller Ueberzeugung habe ich immer allen Berzkranken Jhren Kaffee emp= fohlen. Ich bin selbst seit vielen Jahren etwas herzleidend und hat mir auch starker Kaffee Hag nie Beschwerden gemacht. Frau A. Booz Aus dem Archiv der Kaffee бandels Aktiengesellschaft, Bremen Rumänie iium eine M Die von Tischen Flieg hörden ausg In Mer jjallen. In Mc Arbeiter, v De Lakehur große Westi gigen Wette wwärtige Win Des Luftschiff Qu Neuyork, tag früh 10 2 1 tet ist, wird verzichtet wer Der nächsten es Program mitanden ein mehr weiter v Cine Den Der preuß Preußischen St lordat mit der Köln. Do gefecht mit de Die Schutzpoli Berbrecher vo ohann Heidg Her starb. มี