agen. Nr. 24. rifer Winterbahn m Hause ab. Der diesmal wieder Kilometer Aus: dem Amerikaner Cilometer brachten Der Sieg fiel an rantreidh Desseren Franzosen Campf noch 3: 3. Sham in der fech Finnischen von Dr. M 7,50. Verlay 10, Hamburg. der in Deutschland nahegebracht. Es ngskraft, eine Na und des Dentens, ebundenheit dieses Leser bestürmt. nn von Welt und heraus ist dieser Natur und Men te von Generatio: von Menschen, in ern. Die Kirchener Sehnsucht, aus Des finnischen Vol Buch die Leben enig zu sagen. Roman. 326 6. ann, Braunschweig, t und mitternachtdeine Woge von nnage und Lebens Spekulation ver ewicht gerissen und Bir in Deutschland usmaßen, zur Zeit us der ,, Neureichs" schen vor uns hin en, schildert, die bet verden, wie er die verhüllende Maste h gelungen. ein in Gießen. SINGER EITUNG Stopfen Apparate Laden erteilt GESELLSCHAFT atz 22 sklaverei Schluß! e sich noch von t Ihren Böden u. gen, wo es doch ell u. stahlrrotbraun, nerwachs, rböden Böden heißt: en Boden! Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr- Für Aufbewahrung oder Rüdlendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert 41. Jahrg. Bolitische Tagesschau. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M Samstag, den 24. März 1928 Mehr Verständnis für Hessen. Die Neuwahlen zum Reichstag werden aller Voraussicht richten zufolge der Abgeordnete Dr. Cremer im Verlaufe der nach am 20. Mai stattfinden. Ein Gesetz gegen die„ Splitterparteien", wie es von verschiedenen parlamentarischen Seiten geplant wurde, kommt für die Neuwahlen im Mai noch nicht in Frage. Die Deutsche Demokratische Partei hatte Oberbürgermeister Boeß für eine Kandidatur zum Reichstag in Aussicht genommen. Boeß hat jedoch die Annahme eines Mandates abgelehnt, weil die städtischen Arbeiten ihn zu sehr in Anspruch nehmen. Im Zentrum sind sehr ernste Bemühungen im Gange, Dr. Wirth wieder zu einem Mandat zu verhelfen. Man versucht jezt, Dr. Wirth einen Platz auf der Reichsliste des Zentrums zu verschaffen. Brasilien beantwortet die Einladung des Völkerbundes mit einer, wenn auch sehr höflichen Absage. Im Haushaltsausspruch des Reichstags hat Zeitungsnachfinanzpolitischen Aussprache Bemerkungen über die finanzielle Lage des Volksstaates Hessen gemacht. Er sprach dabei von der ,, übersetzten hessischen Verwaltung" und schien zu beanstanden, daß dem Lande unter diesen Umständen aus Reichsmitteln Unterstützung gewährt werde. In der Nachmittagssigung wies der Reichsfinanzminister in seiner Antwort darauf hin, daß das Land Hessen auf Grund seiner Vereinbarung aus dem Jahre 1926 ein gewisses Anrecht auf Vorschüsse durch das Reich habe. Bisher seien Vorschüsse in Höhe von 13,8 Millionen RM. an Hessen gegeben worden. Nunmehr müsse, da die Besetzung noch fortdauere, nach neuer Prüfung über die Höhe der Bevorschussung neuerdings entschieden werden. Hessen habe ein Anrecht auf diese Kassedarlehen, zumal vereinbarungsgemäß eine Prüfung der hessischen Verhältnisse durch den Reichssparkommissar erfolge. Aus hessischen Regierungskreisen wird dazu folgendes bemerkt: Die Auffassung, die aus den Aeußerungen des AbgeordDie letzten Sizungen des Reichstags. neten Cremer spricht, läßt erkennen, daß das Verständnis für In der Sitzung des Aeltestenrates am Freitag einigten sich sämtliche Parteien darüber, daß am 31. März die letzte Sigung des gegenwärtigen Reichstages abgehalten werden soll. Der Arbeitsplan für die letzte Arbeitswoche dieses Reichstages ist folgendermaßen festgesetzt worden: Montag: Fortsetzung der Beratung des Haushalts des Innenministeriums und Nachtragsetat für 1927. Dienstag: Marineetat und Phoebus- Angelegenheit, Ergänzungsetat für 1928. Mittwoch: Haushalt der Reichsfinanzverwaltung und Etatgesetz. Donnerstag: Zweite und dritte Lesung des Gesetzes über die Kreditrentenbank, fleinere Vorlagen. Schlußabstimmung über das Ueberleitungsgesetz. Freitag und Sonnabend: Dritte Lesung des Etats. Außer dem werden noch einige kleinere Vorlagen an den einzelnen Tagen eingeschoben werden. Ob auch noch die Reform des Ehescheidungsrechts, das Gesetz über den Schutz der Jugend bei Lustbarkeiten und die Novelle zum Tabaksteuergesetz zur Beratung kommen werden, darüber ist noch keine Entscheidung erzielt worden. Der Reichstag stürzt sich also mit einer Art Feuereifer auf die ,, Schularbeiten", die noch abzuarbeiten sind. Das Programm, wie oben aufgestellt, enthält eine ganze Reihe von schweren Problemen, die gerade dieser Reichstag zu normalen Zeiten nicht in mehreren, geschweige denn in einer einzigen Sigung erledigt hätte. Die Vereinigung Waldecks mit Preußen. Berlin. Der Amtliche Preußische Pressedienst teilt mit: Der Staatsvertrag über die Vereinigung Waldecks mit Preußen ist im preußischen Staatsministerium am 23. März d. J. unterzeichnet worden. Die Vorlage an die beiderseitigen Landtage wird unverzüglich erfolgen. Die deutschnationalen Kandidaten für Hessen- Nassau. Der Landesvertretertag der Deutschnationalen Volkspartei für Hessen- Nassau, Waldeck und Wetzlar stellte folgende Kandidaten für Reichs- und Landtag auf: a) Reichstag: 1. Abg. von Lindeiner- Wildau, Berlin, Amtsrichter a. D.; 2. Abg. Lind, Niederissigheim, Landwirt; 3. Faßbender, Landwirt. b) Landtag: 1. Abg. Justi, Landwirt in Lüzelwig; 2. Abg. Steuer, Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes, Kassel; 3. Reftor Jaspert, Frankfurt a. M.; 4. Buchhändler Sonnenschein, Marburg. Lohnkampf im Buchdruckergewerbe. Berlin, 23. März. Ohne den Abschluß der zwischen den beteiligten Organisationen schwebenden Verhandlungen in Berlin abzuwarten, haben die Arbeitnehmer aller Buch- und Zeitungsdruckereien, soweit sie im Verbande der deutschen Buchdrucker und im Verband der graphischen Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen zusammengeschlossen sind, durch ihre Vertrauens= männer am Donnerstag den Arbeitgebern die ultimative Forderung auf Erhöhung der Löhne um etwa 20 Prozent gestellt und, als diese von Arbeitgeberseite als untragbar abgelehnt wurde, im Laufe des Freitag in sämtlichen Betrieben die Kündigung zum 30. d. M. ausgesprochen. Die Arbeitgeber haben von der Kündigung mit dem Sinweis darauf Kenntnis genommen, daß die Kündigung tarif widrig sei, weil die Verhandlungen vor dem Arbeitsminister noch nicht abgeschlossen seien und ferner, daß die Kündigung, da sie in Ausführung und Anweisung der Gewerkschaftsleitung erfolgt, nach ständiger Rechtsprechung des Reichsschiedsamts als Massenfündigung gegen den Tarif verstoße und einer Streiferklärung gleichkomme. Die Arbeitgeber haben sich alle aus dern Tarif und Gesez sich ergebenden Ansprüche gegen den einzelnen Arbeitnehmer und die Gewerkschaftsleitungen vorbehal tere. die besonderen hessischen Verhältnisse selbst bei führenden politischen Persönlichkeiten noch immer nicht genügend vorhanden ist Hessen will vor anderen Ländern nichts voraus haben, sondern verlangt gerechte Behandlung, d. h. Entlastung von den durch die in seinem Gebiet konzentrierte Besatzung verursachten besonderen Lasten, die es für das gesamte Reich trägt und die dem Lande vom Reich abgenommen werden müssen. Man wird es begreiflich finden, daß es in dem schwer leidenden Hessenlande Verstimmung hervorruft, wenn ein Reichstagsabgeordneter noch immer eine unzutreffende Auffassung über die hes= sischen Verhältnisse bekundet. Zur hefiiichen Besoldungspolitik. Durch die deutschnationale Presse, so geht uns vom amt= lichen Staatspressedienst zu, geht eine Gegenüberstellung von Beamtengehältern aus den Jahren 1914 und 1918, die darzustellen sucht, daß durch den Entwurf der Besoldungsneuordnung das Gehalt der höheren Beamten unverhältnismäßig mehr gesteigert werden soll, als das der unteren Beamten. Dieser Eindruck wird dadurch erweckt, daß völlig unvergleichbare Zahlen dabei verwandt werden. So wird z. B. behauptet, daß das Gehalt des Amtsgehilfen von 2000 M im Jahre 1914 auf 2384 M im Jahre 1928, d. h. nur um 20 Prozent steigen soll. Hierbei ist außer Acht gelassen, daß jetzt als sozialer Ausgleich eine Kinderzulage gewährt wird, die 1914 unbekannt war. Nimmt man nur an, daß ein Kind vorhanden ist, dann ergibt sich ein Gehalt in der untersten Stufe von 1750 M in 1914 und 2274 M in 1928, das ist aber schon eine Steigerung um 30 Prozent. In der höchsten Stufe der Amtsgehilfen betragen die entsprechenden Gehälter 2250 M, bezw. 3172 M, das ist ein Mehr von 41 Prozent. - - Ebenso ist in dem deutschnationalen Blatt bei dem im Entwurf vorgesehenen Gehalt des Staatspräsidenten nicht berücksichtigt, daß im Jahre 1914 der Staatsminister ein Repräsentationsgehalt bezog und genau wie der Staatspräsident jekt- freie Wohnung hatte. Es beträgt demnach das Gehalt des Staats:( Minister-) Präsidenten 1914 nicht 15 000 M, sondern 27 000 M, 1928: nicht 28 160 M, sondern 27 980 M. Die Steigerung im Gehalt des Staatspräsidenten würde also nicht 88 Prozent, wie fälschlich angegeben, betragen, sondern mit Kinderzulage 4 Prozent, ohne diese 2 Prozent. Außerdem sind bei einer Wertung der Gehälter auch die Verhältnisse in den anderen deutschen Ländern in Betracht zu ziehen. Hessen kann es sich nicht leisten, seine Beamten wesentlich schlechter zu bezahlen, ohne Gefahr zu laufen, als Staat zweiten Ranges betrachtet zu werden. In Sachsen bezieht der Ministerpräsident, ebenso wie die Minister, einen Jahresgehalt von 32 160 M; in Baden beträgt das Gehalt des Staatspräſidenten 29 160 M, das der Minister 26 160 M. Die Ministergehälter in Baden gleichen also denjenigen in Hessen. Will man die schwierige Gegenüberstellung der Besoldungsordnungen von 1914 und 1928 sachlich einwandfrei durchführen, wird sich ergeben, daß die Republik den Vergleich mit dem alten Staat hinsichtlich der sozialen Gestaltung der Beamtengehälter feineswegs zu scheuen braucht. Zur Gefrierfleischversorgung. Da die Herabsetzung des Gefrierfleischkontingents fünftig nur die Berücksichtigung eines kleineren Personenkreises mit zollfreiem Gefrierfleisch zuläßt, hat der Hess. Minister für Arbeit und Wirtschaft bereits vor einiger Zeit bei der Reichsregierung Schritte unternommen, damit auch in Zukunft bei der Verteilung des Kontingents Hessen im Verhältnis seines ſeitherigen Bedarfs an Gefrierfleisch berücksichtigt wird. Insbefondere wurde für die Städte Darmstadt, Mainz und Offenbach und deren Umgebung gefordert, daß bei der Zuteilung des ge= minderten Kontingents diese Gebiete gegenüber anderen, gleich dicht besiedelten Bezirken, im Reich nicht benachteiligt werden dürfen. Die endgültige Regelung ist noch nicht getroffen. Es steht jedoch zu erwarten, daß in Zukunft auch Hessen in einer Weise berücksichtigt wird, die es gestattet, den Bevölkerungsfreisen zollfreies Gefrierfleisch in ausreichendem Maße zuzuführen, die auch in anderen Teilen des Reiches mit gleicher Bevölkerungsdichte damit versorgt werden. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lotal 12 Big.. die 90 mm breite Reflame Petitzeile 96 Pka Vlak vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermazigung Nummer 25 Um deutsche Kultur und Wirtschaft in Südtirol. Der Kampf gegen die wenigen noch in Südtirol lebenden deutschen Führer ist in einer besonders sinnfälligen Weise zum Ausdruck gekommen. So wurde im Februar Domherr Michael Gamper zur Quästur in Bozen geladen und dort vom Quästor in Anwesenheit des Vizeqästors nach einer mehrstündigen Strafpredigt in möglichst feierlicher und eindrucksvoller Form neuerlich verwarnt. Obwohl sich Kanonikus Gamper längst von jeder politischen und öffentlichen Tätigkeit zurückgezogen hat, hielt es der Quästor für erforderlich, unmöglich scharfe Ausdrücke zu gebrauchen, indem er beispielsweise erklärte, Gamper werde seine italienfeindliche Tätigkeit nicht eher einstellen, bevor er nicht eins auf sein„ Maul"( Muso) bekommen habe. Außerdem wurde er darauf aufmerksam gemacht, daß diese zweite Verwarnung( diffida) den ersten Schritt für weitere schwerere Maßnahmen bilden werde. Domherr Gamper mußte schließlich eine Erklärung unterfertigen, in welcher er die Versicherung abgab, seine Pflichten als italienischer Staatsbürger loyal zu erfüllen. Die beiden deutschen Abgeordneten Südtirols, Baron Sternbach und Dr. Tinzl, haben im Zusammenhange mit der Vorsprache bei dem neuen Unterstaatssekretär im Ministerratspräsidium, die unlängst in Rom stattfand, eine ausführliche Denkschrift über die augenblickliche Wirtschaftslage in Südtirol überreicht. Die deutschen Abgeordneten betonen da rin freimütig, daß die Ursache der Südtiroler Wirtschaftskrise vor allem in der gewaltsamen Zerreißung der natürlichen Wirtschaftseinheit mit Nordtirol gelegen sei. Italien habe außerdem seit der Annexion Südtirols durch offenkundige Verletzung der Bestimmungen des Friedensvertrages und durch willkürliche, mit den Bedürfnissen des Südtiroler Wirtschaftslebens vielfach in Widerspruch stehende Zwangsmaßnahmen den Großteil der bodenständigen deutschen Wirtschaftseinrichtungen planmäßig zerschlagen. Die Verluste, welche das Wirtschaftsleben in Südtirol im ersten Jahrzehnt italienischer Herrschaft zu verzeichnen hat, belaufen sich auf rund eine halbe Milliarde Goldtronen oder auf rund drei Milliarden Papierlire. Abgesehen von den Verlusten, die durch die völlig mangelhafte Bargeldumwechslung, durch die Nichteinlösung der österreichischen Kriegsanleihen und Vorkriegsrenten, sowie anderer ausländischer Wertpapiere entstanden sind, ist die Wirtschaftskriese durch die Einführung der neuen italienischen Steuergesetzgebung und die Vorschreibung willkürlich bemessener Syndikatsbeiträge wesentlich verschärft worden. Obwohl die Provinz Bozen im Verhältnis zu den übrigen 91 Provinzen Italiens mit Rücksicht auf ihre Bodenbeschaffenheit die geringste wirtschaftliche Ertragsfähigkeit aufweist, ist in Südtirol die Steuerbelastung um etwa ein Viertel höher als im übrigen Italien. Der Zusammentritt des Hessischen Landtags wird nunmehr am kommenden Mittwoch, den 28. März, erfol gen, damit die Erledigung der wichtigsten Vorlagen, soweit irgend möglich, noch vor Ostern erfolgen können. Zubfoff aus Belgien ausgewiesen. Auf Anweisung der belgischen Regierung mußte sich Zubfow im Polizeipräsidium vorstellen, wo er aufgefordert wurde, Belgien zu verlassen, da man ihn sonst ausweisen müsse. Zubtom hat Belgien inzwischen verlassen. Er ist vermutlich nach Luxemburg abgereist. Zur Lohnbewegung. Die Vereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände hat kürzlich eine besondere Denkschrift zur Lohnbewegung herausgegeben, worin mitgeteilt wird, daß nach der bei der Vereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände geführten Tarifstatistik zu Ende der Monate Februar, März und April 247 Tarifverträge für rund 3,2 Millionen Arbeiter fast aller wichtigen Wirtschaftszweige gekündigt werden können. Es werde daher in größtem Umfange mit dem Abschluß neuer Tarifverträge zu rechnen sein, wozu die Gewerkschaften durchweg Forderungen auf weitere erhebliche Lohnerhöhungen planen. Unter Hinweis auf die starke Steigerung der Steuerlasten und Soziallasten wird betont, daß auch für die Zukunft die Tendenz zur Senkung der Selbstkosten aufrecht erhalten und alles vermieden werden müsse, was zu deren Steigerung führen könnte. Wörtlich heißt es dann: Das deutsche Unternehmertum hat immer anerkannt, daß eine gesunde Wirtschaftsentwicklung auch von einem steigenden Einkommen der Arbeitnehmer, als den Mitarbeitern am Produktionsprozeß, begleitet sein muß. Hierbei darf aber nicht übersehen werden, daß ein ständig steigendes Lohneinkommen nur möglich ist, wenn die Lohnkosten für die Produktionseinheit ständig entsprechend gesenkt werden und wenn nicht gleichzeitig durch Erhöhung der Selbstkosten an anderer Stelle infolge einer weiteren Steigerung der oben angeführten Lasten die Bewegungsfreiheit zur Lohnerhöhung genommen wird. Sonst führt stetige Lohnsteigerung zur Preissteigerung und über die Absazkrise zur Arbeitslosigkeit. Die Denkschrift tommt zu dem Schluß, daß Fragen von Arbeitszeit und Lohn niemals für sich allein entschieden werden können, sondern nur unter Berücksichtigung aller unsere gesamte Wirtschaft beherrschenden technischen, geldlichen und kommerziellen Momente. Nr. 25. 24 Gamstag, de Don d Samstag, den 24. März 1928. Lokales. Sonntagsgedanken. Die Erde rüstet sich zum Frühlingsfest. Der Lenz soll Einzug halten. Baum und Strauch, Wiese und Wald wollen wieder blühen und wachsen. Auch wir Menschen sehnen uns nach Frühling und Sonne, nach Frühling in der Natur, in Politik und Wirtschaft und in Leben der Völker. Die Sehnsucht wird immer größer und der Wunsch dazu, alles abzuwerfen, was zum Winter mit seiner Dunkelheit gehört. Echte Sehnsucht will Neues, Besseres schaf= fen. Sie soll aber auch stark genug sein, manches Leid und manche Furcht wegzuschwemmen, aufzuräumen mit allem Beklemmenden, was die deutschen Herzen noch drückt und auf ihnen lastet, was frühlingsfroh wachsen und blühen möchte. Dazu gehört Kraft, große innere Kraft, um allen unnötigen Sorgenballast abzuwerfen und sich für die Zukunft schaffensfroh zu erhalten. Aber diese Kraft fällt ins Gemüt wie ein warmer voller Sonnenstrahl, der Schatten verscheucht und hell in alles Dunkel scheint. „ Gießener Zeitung" Gießen finden für die Besucher aus den Landgemeinden des Kreises Gießen jeden Montagnachmittag von 4 bis 5 Uhr statt. Lungenkranke und Krankheitsgefährdete, die in ärztlicher Behandlung sind, bedürfen einer Ueberweisung ihres Arztes an die Lungenfürsorgestelle. Unbemittelte werden unentgeltlich beraten. Wie der Baum sein letztes abgedorrtes Blatt solange fest hält, als er es zum wärmenden Schutz des künftigen Grüns bedarf, es aber dann im Lenzsturm kräftig abschüttelt, so müssen wir es mit jenen Sorgen, Urteilen und Vorurteilen machen, die zwar das lebendige Dasein schon verloren haben, aber noch eine deckende Stütze bilden für künftiges Geschehen. Halten wir sie nicht fest, wenn sie der Sturm packt und freies Entfalten für junges Leben verlangt! Frühlingszeit Zeit des Keimens und Sprossens. Alles verlangt nach Sonne, nach Erlösung aus den Fesseln bisherigen Geschehens. * Bekämpfung der Schnakenplage. Die Grundstückseigentümer sind verpflichtet, im April eines jeden Jahres auf ihrem Grundstück befindliche, den Schnaken zur Brut dienende Ge= wässer( Wassertümpel), Regenfässer, Bassins, Wasserlachen, Jauchegruben, Abortgruben usw. mit einem zur Vertilgung der Brut geeigneten Mittel( Saprol, Petroleum usw.) zu übergießen. Nichtbefolgung hat Bestrafung gemäß§ 3 der Polizeiverordnung, betreffend die Bekämpfung der Schnakenplage vom 28. November 1911 zur Folge. Erlösung ist das große Wort, das den Geist der Frühlingszeit erfüllt. Erlöst jeder sein eigenes Selbst von allem, was die geistige Genesung aufhält, so wird das Volk, das Land, die Erde erlöst von den Frostfesseln des Egoismus, unter denen sie schmachtet. Ihre Bitterkeit nimmt ab, wenn echte Frühlingsstimmung nicht nur den Körper, sondern auch den Geist in die Natur zurückleitet und dort allen, die arbeiten müssen und müde sind, eine Kraft gibt, wie nur wirklich erlebte Feierstunden sie gewähren. Hier lösen sich die Unterschiede, der Mensch tritt zum Menschen, denn die Natur gibt Freiheit, während wir selbst nur Systeme geben können. Kampf der Geister und Arbeit der Hand heißt die Losung, unter deren Zeichen wir jetzt allein vorwärts kommen. Wer sie ins Herz einläßt, erlebt den Frühling in sich. * * Schulschluß findet in Hessen am Samstag, 31. März statt Das neue Schuljahr beginnt am 23. April. * Ein wichtiges Erfordernis der heimischen Bienenzucht ist es, daß Blütenstaub spendende Sträucher wie Hasel und Weide vom Publikum geschützt und nicht abgerissen werden. * Ein vorzügliches Blutreinigungsmittel bildet im Frühjahr frisches Gemüse, wie Spinat, Wintersalat, Petersilie, Rapinzchen und Brunnentresse. Auch soll man jetzt viel Gemüsesuppen essen. * Der Minister des Innern hat die Geldlotterie des Katholischen Deutschen Frauenbundes in Hessen für den Volksstaat Hessen gestattet. Aus Nah und Fern. Die Stadt Nidda hat der Reichsfinanzverwaltung einen Bauplatz zur Verfügung gestellt. Bad Salzhausen. Die Regierungsvorlage, die zur Ausgestaltung des Bades die Summe von 48 500 M fordert, wurde vom Finanzausschuß des Landtags angenommen. Es handelt sich vorerst um Verbesserungen des Badehauses, der Licht- Heileinrichtungen und der Süßwasserversorgung. * Drohende Mäuseplage in Oberhessen. Von Sachverständigen wird darauf hingewiesen, daß die Feldmäuse außerordentlich gut durchwintert haben. Die schädlichen Nager bevölkern scharenweise Acerraine, Gärten und Wegeränder, überhaupt alle trockenen Plätze. Angesichts der ungeheuren Vermehrungsfähigkeit der Feldmäuse ist jede jetzt getötete Maus eine Verringerung der großen Gefahr für die bevorstehende Ernte. Als beste Bekämpfungsart wird das Legen von Gift in Form von Zeliokörnern empfohlen. Homberg. Die neue Rathausglode, eine Stiftung des Bürgermeisters Schweiker, wurde durch Pfarrer Prätorius eingeweiht. Wieseck. Hier wurde Herr Heinrich Andermann als Fleischbeschauer für die Gemeinde Wieseck bestellt und ver pflichtet. Bernshausen. Das Schlitzer Missionsfest in Anwesenheit des Leipziger Missionsdirektors Dr. Ihmels wird voraussichtlich am 8. Juli begangen. Darmstadt. Der Reichsinnenminister hat dem Reichspräsidenten die Wiederernennung des stellvertretenden Präsidenten der Reichsdisziplinarkammer Darmstadt, Landgerichtsdirektor Neuroth- Darmstadt vorgeschlagen. Der Reichsrat nahm hiervon Kenntnis. Lollar. Es sind hier Bestrebungen im Gange, eine gemeinnützige Baugenossenschaft zu gründen. Die Vorbereitungen dazu sind getroffen. Göbelnrod. Die unzulänglichen jezigen Schulverhältnisse machen einen Neubau des Schulsaales nötig. In einer dieser Tage stattgefundenen Besprechung der maßgebenden Instanzen wurde dementsprechend beschlossen.. = Worms. Die Frühjahrsmesse findet in der Zeit vom 13. bis einschließlich 20. Mai dieses Jahres statt. Weglar. Ein riesiges Bauprojekt hat der hiesige Bau- und Sparverein ausgearbeitet, insgesamt 111 Wohnungen kommen an 5 Baustellen in Betracht. Die Vollendung im Frühjahr 1929 bedeutet das Ende der Wohnungsnot. Erneut Typhus im Westerwald und in der Koblenzer Gegend. In einer Reihe von Orten des Westerwaldes ist in den letzten Tagen Typhus aufgetreten. Todesfälle sind bis jetzt noch nicht zu verzeichnen. Die Typhuserkrankungen in Koblenz, die durch ungekochte Milch hervorgerufen wurden, haben sich im Stadtkreis Koblenz um zwei und im Kreis Neuwied um fünf Fälle vermehrt. Insgesamt sind im Stadtkreis Koblenz 36, im Landkreis Koblenz 9 und im Kreis Neuwied 11 Personen an Typhus erkrankt. Dillenburg. Die Stadtverordneten bewilligten zur Renovierung des städtischen Kurhauses 35 000 M aus Anleihemitteln. Montabaur. Der Landrat des Kreises Unterwesterwald macht darauf aufmerksam, daß die Erkrankungen an Typhus bedenklich zugenommen hätten. Der Landrat warnt besonders vor dem Genuß nicht abgekochter Milch und nicht einwandfreien Wassers. Pferdsfeld. Der Turm der evangelischen Kirche droht einzustürzen. Die in der Nähe der Kirche stehenden Gebäude mußten geräumt werden. Münzenberg. Hier fand eine Dorfkirchenvorsteher- Tagung statt. Durch das schöne Wetter Begünstigt, nahm das Fest einen recht befriedigenden Verlauf. Es nahmen über 200 Kirchenvorsteher, Lehrer und Pfarrer daran teil. Jm Gottesdienst am Vormittag predigte Professor Stroh vom Predigerseminar in Friedberg über die„ Apostolische Dienstanweisung für alle Kirchenvorsteher". Die Liturgie wurde verschont durch den stimmungsvollen Gesang der hiesigen evgl. Mädchenvereinigung. In der Mittagspause fanden die Gäste die liebevollste Aufnahme in den Familien Münzenbergs mit reichlicher Bewirtung. Gegen 2 Uhr begann die Hauptverhandlung der Tagung, die Detan Scriba- Nidda leitete. Nach der Begrüßung nahm Pfarrer Rüh I- Reichelsheim( Wetterau) das Wort zu seinem großangelegten Vortrag: ,, Fluch und Segen der deutschen Sitte", worin er ausführte, daß die Sitte, die durch Geschichte und Erfahrung entstandene Regelung des gemeinschaftlichen Lebens sei, und vom echt- deutschen und christlichen Geist getragen, für Familien und Gemeinden zum großen Segen, aber dieses Geistes entleert, als tote Gewohnheit vielen zum Fluch werde. Die Aufgabe der Kirchenvorsteher sei nun, ihre Dorfsitten zu prüfen, ob sie mit dem Wort und Geist Gottes vereinbar wären. Nach einer ziemlich lebhaften Aussprache schloß der Leiter mit Herzlichen Dankesworten die sehr anregende Tagung. * Lustbarkeiten in der Karwoche. Auf Grund der Verfügung des Herrn Ministers des Innern vom 10. März 1924 zu Nr. M. d. J. 7792 und 5. April 1924 zu Nr. M. d. J. 10644 haben am Palmsonntag, den 1. April und an dem darauffolgenden Karfreitag öffentliche Lustbarkeiten, wie z. B. auch Fußballwettspiele zu unterbleiben. Theatralische Vorführungen, Kinovorführungen werden nur dann zugelassen, wenn die Darbietungen ernsten oder belehrenden Inhalts sind und der besondeven Bedeutung und Weihe dieser Tage angepaßt werden. An den übrigen Tagen der Karwoche einschließlich Ostersonn tag sind theatralische Vorführungen und Konzerte aller Art, einschl. der Begleitmusik bei Lichtspielen, zulässig, wenn sie ebenfalls ernsten, belehrenden Inhalts und der Bedeutung und Weihe dieser Tage angepaßt sind. Deffentliche Tanzlustbarteiten werden für diese Tage grundsätzlich nicht genehmigt. Die für den Palmsonntag und die Karwoche vorgesehenen Programme sind dem Polizeiamt zwecks Prüfung sofort, spätestens bis Dienstag, den 27. Ifd. Mts. in doppelter Ausfertigung einzureichen. * Straßensperrungen. Wegen Ausführung von Hausanschlußarbeiten ist die Friedrichstraße zwischen Frankfurterstraße und Rodhol ab Montag, den 26. März 1928, auf die Dauer von etwa 3 Wochen für allen Fahrverkehr polizeilich gesperrt. Die Sprechstunden der Für* Wichtig für Lungenkranke. sorgestelle für Lungenkranke in der Medizinischen Poliklinik zu Grüner Rasen Blaue Wellen. Roman von Otto von Gottberg. 41. Fortsetzung. Kassel. Am 12. April wird Reichsaußenminister Dr. Stresemann in der Stadthalle in einer öffentlichen Versammlung sprechen. Bad Kreuznach. Ein Bildhauer wurde von einem Auto angerannt und in den Straßengraben geschleudert, wo er schwerverletzt liegen blieb: Hungen. Die drittgrößte Molkereigenossenschaft Oberhessens, die Molkereigenossenschaft Hungen, hielt ihre Generalver| sammlung ab. Im vergangenen Jahre wurden fast 5 Millionen Liter Milch von den Mitgliedern an die Molkerei geliefert. Der Reingewinn beläuft sich auf 13 897 M. Sie starrte, als jähe sie nicht, aber nickte:„ Ja, ich fahre hin und pflege ihn." „ Ob das möglich ist, scheint mir fraglich." Mit dem Kind war nicht zu reden. Er sprach mit der Frau. Sie erörterten, was geschehen sollte. Er dachte, eine Depesche zu schreiben und setzte sich an den Tisch. Als er die Feder niederlegte und die Augen hob, stand neben ihm Gerda. Noch weinend und bleich aber gefaßt, sagte sie bestimmt, wie sonst ihre Art war:„ Es ist gleich ein Uhr. Ich fahre nach Berlin zu Professor Hullmann. Er leitet die Transporte der freiwilligen Krankenpflege und kann mich vielleicht auf einem Lazarettzug zu WerNer schicken." * Gefängnis für unleserliche Rezepte. Norwegen hat ein neues Verbrechen zur Bestrafung herangezogen: Aerztliche Rezepte müssen klar und deutlich geschrieben und vom Arzt leserlich mit Vor- und Zunamen unterzeich net sein. Zuwiderhandlungen gegen diese Vorschrift werden mit Gefängnis bis zu drei Monaten bestraft. Nidda. Für Nidda ist der Neubau eines Finanzamts ge= plant; der Bau soll noch dieses Jahr zur Ausführung gelangen. * Submissionsblüten: 100 000 Mart Preisunterschied. Wölfersheim. Bei der Vergebung der Arbeiten zur Errichtung eines Hochbehälters für die Hefrag lautete für den eigentlichen Hochbehälter die Höchstforderung auf 221 087 RM., der Wenigstnehmende ist mit 121 064 RM. zufrieden. Die RohrDerlegung zeitigte als Spitzenforderung 54 235 RM., mit 32627 RM. glaubte der Bescheidenste sicher die Arbeit zu erhalten. Wann werden die Behörden einsehen, daß das Submissionswesen in seiner heutigen Form unhaltbar ist? Wann wird das Handwerk rechnen lernen? glaubte sie die Angst um den Geliebten wie eine Last auf der Brust zu fühlen. Weniger Lampen als einst brannten mit rötlich trübem Licht. Die Menschen in düsteren Eden schienen Schatten und ihre Gespräche Murmeln oder Flüstern. Der alte Herr führte sie den Steig dicht bei den Wartesälen entlang. Zur rechten stand ein Zug nach Frankfurt und der Front. Aus Den Abteilfenstern sahen ernste, stumme Männer in Grau mit Helmen über weißen Gesichtern. Andere Offiziere und Soldaten standen noch neben offenen Wagentüren im Gespräch mit Frauen und Kindern. Ausziehende wie Heimbleibende schienen sich in der Menge allein zu wähnen. Ihre Blicke entschleierten ohne Scheu vor Zuschauern eine Seele, ein Leben. Der zuckende Mund einer unter Tränen lächelnden Frau frohlockte ohne Scham über das Glück ihrer Liebe, oder gab auch den wilden Schmerz des Scheidens preis. Der Stolz einer Offizierstochter schmolz in Schluchzen beim letzten Händedruck mit dem jungen Leutnant, dem der alte Vater mit dem Kreuz von siebzig wie segnend die Waffe an der linken Seite streichelte. Erschütternd war das Lachen der Mutter, die ihren feldarauen Jungen in letzter Minute noch mit Fläschchen und Päckchen erfreute. Auch er wollte bis zum Abschiedskuß mit der Teuren heiter scheinen. Lachend aber mit einer Grimase umarmte er sie, als wollte er sein Mütterchen zerdrücken, sprang ins Abteil und hielt hinter dem Fenster die Rechte vor die Augen. Mütterlein brach weinend auf dem Koffer eines Fremden zusammen. Auch das hielt Onkel Karl für unmöglich. Doch Gerda fuhr zum Bahnhof. Als sie zum Abendessen nicht heim war, ängstigten sich die Alten, aber hatten noch bis zum letzten Zug nach Mitternacht zu warten. Dann endlich erklärte Gerda ihr Ausbleiben. Die Erlaubnis zu einer Frontreise konnte der Generalarzt ihr nicht erwirken. Doch hatte er gesagt, Verwundete mit Kopfschuß wären häufig transportfähig. Auf ihre Bitte drahtere er gleich an Werners Feldlazarett. Sie durfte auf die Antwort warten und hatte abends gehört, es gehe ihm nicht schlecht. Der Geheimrat wollte dafür sorgen, daß der Kranke mit einem der nächsten Transporte nach Berlin und dort in seine Klinik tomme. Sie sprach ruhig, aber mochte nicht essen. Tante Bärbchen ging ihr leise über Korridor und Treppe nach. Die Nichte schritt schnell aus und schien beherrscht und gefaßt. Doch kurz vor der Zimmertür suchte sie mit der Hand plötzlich einen Halt an der Wand. Gebeugt stand sie wohl eine Minute wie erschöpft, trat dann in die Stube und schloß ab. Durch das Holz war ihr lautes Weinen zu hören. Nach einer furchtbar bangen Woche erst rief ein Brief Gerda zu zehn Uhr abends in Hullmanns Geschäftszimmer in der Medizinalabteilung am Leipziger Play. Für die Begleitung der Tante dankte sie und ging gegen halb elf allein mit dem Generalarzt zum Potsdamer Bahnhof. In der stidig schwülen Augustluft unter der großen Halle „ Einsteigen!" Jeder Mann in Grau auf dem Bahnhof hob wieder die Arme um Hals oder Schultern einer Frau. Mütter flammerten sich an die Söhne, wie um sie am Abfahren zu hindern. Die Braur oder Frau drängte sich an den Geliebten ohne Scham, als wolle sie ihm vor aller Agen ein letztes Mal mit der Seele den Körper schenken. Pfarrer Heumanns Heilmittel stets vorrätig in der Niederlage Hirsch- Apotheke, Giessen Frankfurterstrasse 4, Das Pfarrer Heumann- Buch 272 Seiten 150 Abbildung. erhält jed. Leser vollständig umsonst und portofrei, von Ludwig Heumann& Co Nürnberg M. 629 ΠΙΑ un un 101 De die der Zu 59 ( R un De ab 93 au gl 10 de G de di Tatbestand ten aus Gijen, Staaten flieher auf Herausgab in feiner Abw worden war. tlagten, wie i gegeben wird. Aeußerungen licht) die K Begründung: erzogenes digen deu Erziehung hat gegen dies Hier harrten heitere Menschen des Einfahrens eines Urlauberzuges. Die glückliche Mutter mahnte mohlgekleidete Kinderchen, dem Vater das Händchen zu geben. Junge Frauen oder Mädchen, mit Blumen in der Hand, trippelten in den kleinen Schritten freudiger Erwartung. Zweifelnd aber standen auch hier vergrämte Frauen, die wohl oft auf Züge lauerten, im Glauben, einmal müsse auch ihr Vermißter in einer Schar fröh licher Urlauber sein. Grausam und fluchwürdig war der Krieg! Wenigen schenkte er Freude und vielen Leid. Herbem Kummer gesellte er farge Freuden. ,, Abfahren!" Aus einem Abteil flang leiser Gesang, auf dem langen Bahnsteig lautes Weinen. Der Zug rollte an, und die Heimbleibenden starrten die Wagenkette entlang auf das ferne große Loch. An hohen Pfeilern blinkte durch wallenden Qualm das Licht roter und grüner Laternen. Dahinter glitzerten Sterne und lachte der Mond kalt, starr und erbarmungslos, wie Werner ihn einst über Rußland sah. Dort hinter Rauch und Dunkel ahnten die still ins Taschentuch Weinenden das Heiße und Wilde, in das ihre Männer, Brüder und Söhne fuhren. Zur Linken aber lachten Augen in froher Ungeduld auf das große Loch und die bunten Laternen in Rauch und Qualm. Der Geheimrat ging schneller, bis die Halle im Rücken lag. Auf einem Steig draußen warteten Bahrenträger mir rotem Kreuz und weißer Binde am Arm. Quälender ward das Warten. Ein Hämmern in Herz und Kopf drohte Gerdas Adern zu sprengen, als leise und langsam der Zug einrollte. Der Geheimrat trat vor einen abspringenden Sanitätsoffizier und fragte, ob er wisse, in welchem Wagen ein Leutnant v. Drewitz liege. Der Stabsarzt hob die Hand zu ernstem Gruß. Seine Lippen öffneten sich schon zum Sprechen. Da sah er die junge Dame in Schwarz und zückte müde die Achseln:„ Ich weiß allerdings, Herr Generalarzt. Im zweiten Wagen!" ,, Danke!" Der Geheimrat faßte Gerdas Ellbogen, führte sie den Zug entlang und half dann beim Einsteigen. Wieder würgte die furchtbare Angst an der Kehle, als sie durch einen schmalen Gang zwischen zwei Reihen von Betten eilte. Nach links und rechts neigte sie den Kopf. Hier schlummerte, dort stöhnte ein Verwundeter. Schnell sah sie in jedes Gesicht und flüchtete weiter. Der Wunsch, den Röchelnden zu helfen, mußte schweigen. Endlich sah sie einen Kopf, den blutbefleckter Mull umhüllte. War das der Geliebte? An das Bett tretend, beugte sie sich herab. Der Verwundete öffnete müde blinkende Augenlider. Ein Fremder lag vor ihr. Doch ehe sie zurücktreten tonnte, haschte er nach ihrer Hand und lallte im Fieber: ,, Friedchen, Friedchen, wie lieb und gut!" Seine Rechte zog sie näher. Auch die Linke griff zu. Mit letzter Kraft schwindenden Lebens umflammerten glühende Finger die ihren. Sie konnte nicht entrinnen und fant zitternd auf den Beitrand. Der Fiebernde jauchzte. Heiße Liebesworte sentten sich in ihr Ohr mit dem Dank eines im Sterben Beglückten für das Kommen seiner Frieda, der Braut oder Frau, die sein Wahn ihm zeigte. Schluß folgt. Am 17. D ,, Abendpost Jm Chic Herr Baumg größte Intere Ueber die Pro fagt werden, f getroffen hat. fich die Vertre nämlich die ,, preußische T König in sein niederdrücken, fonen( individ Beschimpfung zweifle, ob He erziehung zu st hinter dem M To ,, modern" einmal von vorbei ist, un trampeln fa hier tun?" Darauf noch folgende Herr H unter ,, Ginge ges zu jagen Man jo flar machen" gebracht, zu Stelle, die in Nicht der ein Opfer seir gehört als t auch der Ka et ja so groß übrigen habe hier in Amer figen" Begri Unjere wie immer, j Das Erziehu Deutscher nur hause nicht in Zukunft Verständnis Im übr im Intereffe Mit de In voll 5. Marfert, T begreiflich, da gefekten Anre deutsch ist, bet willigfeit und aufzujcwinger er das deuti bezeichnet. Preußen liegt laffen, welche hiesige, oder ist sie jedenj Sicher la nugt um alles bereits 9 Ja Bolterverföhn überhaupt nic Columbus, Oh geblich unter Es lagt fidh m diejem Film de Menschen schon Nr. 25. tung einen Baudie zur Ausge fordert, wurde men. Es handelt , der Licht- Heil Stiftung des Bür Prätorius einge in Anwesenheit ird voraussichtlich dem Reichspräfi nden Präsidenten ndgerichtsdirektor Reichstat nahm der Zeit vom 13. hiesige Bau- und ohnungen kommen im Frühjahr 1929 Roblenzer Gegend. valdes ist in den sind bis jetzt noch n in Koblenz, die en, haben sich im Neuwied um fünf freis Koblenz 36, wied 11 Personen billigten zur ReMaus Anleihet. Unterwesterwald ungen an Typhus t warnt besonders nicht einwandfreien Kirche droht ein stehenden Gebäude minister Dr. Strese chen Versammlung e von einem A udert, wo er schr septe. Bestrafung heran deutlich geschrie namen unterzeich Vorschrift werden Preisunterschied. r Arbeiten zur Er rag lautete für den g auf 221 087 RM Sufrieden. Die Rohr 235 RM., mit 32627 Arbeit zu erhalten. B das Submissions tist? Wann wird mns Heilmittel der Niederlage neke, Giessen rstrasse 4, eumann- Buch ung, erhält jed. 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Die nachstehende Angelegenheit bringen wir nicht nur wegen der Sache selbst zur Kenntnis unserer Leser der„ Pressedienst" müßte täglich und in weit größerem Format erscheinen, wollten wir alle Beschimpfungen und Unterdrückungen des Deutschtums in aller Welt registrieren, die uns die Tagespresse verschweigt sondern zwei besondere Gesichtspunkte veranlassen uns zum Abdruck: Zunächst ist es ein hessischer Landsmann, Hans Markert aus Nieder- Saulheim ( Rheinhessen), der hier für Ehre und Ansehen unseres Volkes in die Bresche sprang und andere Deutsche zu gemeinsamer Abwehr aufrüttelte; dann aber beweist dieser Bericht von einem deutschen Außenposten wieder einmal, daß es offensichtlich das Schicksal des Deutschtums auf dem ganzen Erdball ist, in kritischen Augenblicken von den Führenden", den Prominenten"( im Reich sprechen wir von ,, Bonzen", Partei-, Verbands-, Amts- und anderen) auf deren Handeln der Durchschnittsdeutsche mit gläubiger Zuversicht wartet, im Stich gelassen zu werden. Das mutige Auftreten unserer auslands= deutschen Kameraden, denen unser Dank und Gruß gilt, zeigt uns, daß unsere Bewegung auf dem richtigen Wege ist mit ihrer Losung: Silf dir und unserem Volke selbst, dann hilft uns Gott! Tatbestand: Ein Deutscher, Bergwerksingenieur Baumgarten aus Essen, der während des Krieges aus den Vereinigten Staaten fliehen mußte, klagte vor dem Chikagoer Kreisgericht auf Herausgabe seines Kindes, das nach dem Tode seiner Frau in seiner Abwesenheit von einer Chikagoer Familie adoptiert worden war. In diesem Prozeß plädierte der Anwalt der BeElagten, wie in den nachstehenden Veröffentlichungen wiedergegeben wird. Das Gericht hat inzwischen( die nachstehenden Aeußerungen wurden vor Abschluß des Prozesses veröffent licht) die Klage des Vaters abgewiesen mit der Begründung: ,, daß ein im amerikanischen System erzogenes Kind nicht mehr in einen rückständigen deutschen Haushalt mit preußischem Erziehungssystem kommen dürfe." Der Vater hat gegen dieses Urteil Berufung eingelegt. * Am 17. Dezember 1927 veröffentlichte Hans Markert in der ,, Abendpost"( Chikago) folgende Zuschrift: ,, Jm Chicagoer Kreisgericht führt seit einiger Zeit ein Herr Baumgarten aus Essen einen Prozeß, der wohl das größte Interesse aller Deutschen hierzulande erregen dürfte. Ueber die Prozeßsache selber tann und darf natürlich nichts gesagt werden, solange das Gericht seine Entscheidung noch nicht getroffen hat. Aber eine andere Sache wäre wohl wert, daß sich die Vertreter des Chicagoer Deutschtums damit befassen, nämlich die Behauptung des Rechtsanwaltes Milford Olds, ,, preußische Tyrannei, die preußische Idee, daß ein Vater ein König in seinem Haushalte ist, werde den Geist eines Mädchens niederdrücken, das da erzogen worden ist, wo Kinder als Personen( individuals) betrachtet werden." Gegen eine solche blöde Beschimpfung sollte man sich doch öffentlich verwahren. Ich bezweifle, ob Herr Olds jemals Gelegenheit hatte, deutsche Kindererziehung zu studieren. Und glaubt er vielleicht, drüben sei man hinter dem Mond zuhaus? In Deutschland ist man wenigstens so ,, modern" wie in this country". Man soll dem Herrn doch einmal von berufener Stelle aus flarmachen, daß der Krieg vorbei ist, und nicht jeder beliebige auf den Deutschen herumtrampeln kann. Was werden unsere führenden Deutschen" hier tun?" Hans Markert, Techny Ill. Darauf wurde an der gleichen Stelle unter anderen noch folgende Zuschriften veröffentlicht: „ Herr Hans Markert schrieb am vergangenen Sonnabend unter ,, Eingesandt" einen Artikel, zu dem ich mir gestatte, einiges zu sagen. ,, Man soll dem Herrn doch einmal von berufener Stelle aus flar machen" usw. sagt Herr Markert. Da ist es doch mal angebracht, zu fragen, wo ist denn eigentlich hier eine berufene Stelle, die in der ist, das Deutschtum zu vertreten? Nicht den Herrn Olds können Sie verurteilen, der is eben ein Opfer seiner Umgebung und hat sonst in seinem Leben nichts gehört als„, to make the world safe for democracy". Daher ist auch der Kampf gegen den preußischen Militarismus, in dem er ja so große Vorbilder hatte, vollkommen verständlich. Jm übrigen haben ja auch ,, The Friends of German Democracy" hier in Amerika dafür gesorgt, daß der Amerikaner den ,, richtigen" Begriff vom preußischen Militarismus bekam. Unsere führenden Deutschen werden selbstverständlich, wie immer, soviel Mut aufbringen und gar nichts tun. Ueber das Erziehungswesen hier kann man als selbstdisziplinierter Deutscher nur sagen: tiefer hängen. Wenn Herr Milford Olds zu= hause nicht der König, sondern der Trottel ist, so kann er das in Zukunft ja für sich behalten. Wir Deutsche haben dafür kein Verständnis, und werden es auch nie soweit bringen. Im übrigen, vielen Dank, Herr Markert, für Ihr Eintreten im Interesse unseres Volkstums." Mit deutschem Gruß! Friz Gissibl, Chicago. In voller Uebereinstimmung mit dem Artikel des Herrn 5. Markert, Techny Jll in Nr. 296 Jhres Blattes, ist es mir unbegreiflich, daß sich das Deutschtum gerade in Amerika die fortgesetzten Anrempeleien gefallen läßt, mit denen man alles, was Deutsch ist, bedenkt. Es gehört sicher ein gutes Maß von Böswilligkeit und Unkenntnis dazu, um sich zu einer Behauptung aufzuschwingen, wie sie Herr Rechtsanwalt Olds vorbringt, wenn er das deutsche Erziehungswesen mit„, preußischer Tyrannei“ bezeichnet. Letzten Endes weiß Herr Olds überhaupt nicht, wo Preußen liegt, und im übrigen wollen wir es dahingestellt sein Tassen, welche Erziehungsmethode die besseren Früchte zeitigt, die hiesige, oder die sogenannte preußische. Für uns in Deutschland ist sie jedenfalls gut genug. Sicher läßt man hierzulande selten eine Gelegenheit unbenugt um alles, was deutsch ist, herunterzusetzen. Daß der Krieg bereits 9 Jahre zu Ende ist, und daß man allenthalben von Völkerversöhnung spricht, scheinen sehr viele Leute in Amerika überhaupt nicht zu wissen. Ich hatte neulich Gelegenheit, in Columbus, Ohio, den Film ,, Men of Purpose" zu sehen, der angeblich unter der Leitung der Militärbehörde vorgeführt wird. Es läßt sich nur schwer beschreiben, welch ein Lügenmachwerk in diesem Film dem Publikum vorgefurbelt wird. Obwohl denkende Menschen schon längst wissen, wo die Wahrheit aufhört und der ,, Gießener Zeitung" Rückblick und Ausblick auf die Entwickelung des Realkredits. Jahresende und Jahreswende veranlassen zu Rückblick und Ausblick auf die Entwicklung des Pfandbrief- und Hypothekenmarktes. Ein dringender Bedarf an Realkredit trat bereits kurz nach Stabilisierung der Mark in Erscheinung, jedoch war damals die Tätigkeit der Realkreditinstitute durch die allgemeine Geldverknappung stark gehemmt. Erst im Jahre 1925 machte sich eine kleine Besserung auf dem Geldmarkte bemerkbar. Im Laufe des Jahres 1926 entwickelte sich das Hypothekengeschäft durch besonders guten Absatz von Pfandbriefen weiter sehr günstig und konnte sich auch im ersten Halbjahr 1927 behaupten, während später der Pfandbriefabsatz merklich nachließ und sich im zweiten Halbjahr 1927 auf dem Hypothekenmarkt sehr ungünstig ausgewirkt hat. Noch steht der Hypothekenmarkt unter dem Zeichen des schlechten Pfandbriefabsatzes im zweiten Halbjahr 19%. Wenn man jedoch berücksichtigt, daß das Jahr 1926 für den Psandbriefabsatz ungewöhnlich günstig war, so ist das zahlenmäßige Gesamtergebnis im vergangenen Jahre noch als befriedigend anzusehen; denn er hält sich auf etwa 75 Prozent des Absatzes vom Jahre 1926. Dies ist jedoch nicht zuletzt darauf zurückzuführen daß es noch im Anfang 1927 gelang, einen großen Teil von Goldpfandbriefen im Auslande unterzubringen. Daß jedoch im allgemeinen im Auslande keine große Nachfrage nach deutschen Pfandbriefen herrscht, beruht wohl letzten Endes darauf, daß auch bei der Einlösung von Coupons bei Pfandbriefen die Kapitalertragssteuer in Höhe von 10 Prozent vom Geldwerte des Zinsscheines erhoben wird. In Anbetracht dieses Umstandes wäre es durchaus erwünscht und vor allen Dingen zweckmäßig wenn die Regierung die Kapitalertragssteuer für Auslandsanleihen, die für Hypothekenkredite bestimmt sind, und für Pfandbriefe fallen lassen würde, damit ausländisches Kapital hereinkommt und den Pfandbrief- und Hypothekenmarkt belebt Ein weiterer Grund für die Hemmnisse, die sich dem Pfandbriefabsaz im Jahre 1927 entgegensetzten, ist unverkennbar der, daß das Publikum die Bestrebungen der Realkreditinstitute, den Pfandbriefzinsfuß auf 7 Prozent gewaltsam zu reduzieren und zu standardisieren, glattweg sabotiert hat. Allerdings muß man hierbei berücksichtigen, daß ein großer Teil unseres Volkes, der vor dem Kriege die Ersparnisse hauptsächlich in festverzinslichen Werten anlegte, verarmt ist, so daß für die Aufnahme von Pfandbriefen mit in erster Linie heutzutage die Spekulation in Frage kommt. Der Spekulation jedoch kann der Pfandbriefmarkt keinen Anreiz bieten, da die Kursdifferenzen bei Pfandbriefen entgegen denen bei Aktien unerheblich sind. Obwohl die Rendite bei Aktien gegenüber bei festverzinslichen Werten wesentlich geringer ist, wie sich aus nachstehender Gegenüberstellung ergibt, sind festverzinsliche Werte die Stiefkinder an der Börse und werden es voraussichtlich auch bleiben, da die Spekulation nicht das Hauptgewicht auf die Rendite, sondern auf die Kursdifferenzen der einzelnen Papiere legt. Durchschnittsdividende. ( Berechnet nach 100 im Berliner Kurszettel aufeinander folgenden Aktienwerten.) Durchschnittsdividende 1924( 1924/25) Durchschnittsdividende 1925( 1925/26) Durchschnittsdividende 1926( 1926/27) 4,91% 4,83% 5,29% Realverzinsung von festverzinslichen Werten. ( Berechnet nach 5-, 6-, 7-, 8- u. 10% igen Gold- Pfandbriefen usw.) Durchschnittliche Realverzinsung 1925 Durchschnittliche Realverzinsung 1926 Durchschnittliche Realverzinsung 1927 7,27% 7,19% 7,93% Im Grunde genommen ist es lebhaft zu bedauern, daß sich der Wunsch der Emissionsinstitute, möglichst am 7prozentigen Pfandbrieftypus festzuhalten, als unerfüllbar erwiesen hat. Die Entwicklung ist darüber hinweggegangen, und im allgemei= nen scheint jetzt die Notwendigkeit des 8prozentigen Pfandbriefes anerkannt. Es ist anzunehmen, daß die Emissionsinstitute aus der Entwicklung des Pfandbriefmarktes im Jahre 1927 Lehren gezogen haben und daß wohl für die fernere Zeit mit einer größeren Stabilität des Pfandbrieftypus zu rechnen ist, was im allgemeinen nur sehr zu begrüßen wäre. Wie schon eingangs gesagt, hat der um etwa 25 Prozent geringere Pfandbriefabsatz im Jahre 1927 gegenüber dem Jahre 1926 das Aktivgeschäft der Realkreditinstitute( Ausleihung von Die Neuaus= Hypothekengeldern) sehr ungünstig beeinflußt. leihung von Hypothekenkrediten hat sich im allgemeinen vermindert. Bei den Sparkassen ist der Rückgang der Ausleihung wenigstens in den Sommermonaten nicht so ausgeprägt, da sie teilweise auf die Girozentrale zurückgreifen konnten. In Schwindel anfängt, bleibt bei der großen Menge doch immer etwas von dem Gift der unseligen Kriegsschuldlüge haften. Es schien mir auch unbegreiflich, daß ich auf vielen Bildern in einem der besten Museen in Washington den deutschen Soldaten als ,, Hun" bezeichnet fand. Für mich als ehemaligen deutschen Goldaten und Frontkämpfer liegt in dieser Bezeichnung eine Beleidigung, und andere werden genau so denken. Gerade in Washington, wo es doch eine deutsche Botschaft gibt, sollte sich diese doch bemühen, mit diesem Unsinn endlich aufzuräumen. Im übrigen frage ich mit Herrn Markert: Was werden unsere ,, führenden Deutschen" dagegen tun?" Arno Greiner, 2031 Fremont Str.* Aus einem Briefe von Hans Markert fügen wir noch bei: ,, In hiesigen Zeitschriften( ,, Chicago Tribune" usw.) zirfuliert zur Zeit eine Geschichte: ,, The Red Knight of Germany" ( ,, Der rote Ritter Deutschlands"), Richthofens Kriegsleben mit Bildern. Das Material hat der Autor, Floyd Gibbons, angeblich aus den deutschen und englischen amtlichen Archiven und von der Familie von R. bekommen.. Das Geschmiere wird angeblich veröffentlicht, um die ,, sportsmanship" R.'s den Amerikanern vor Augen zu führen. Schaut sehr ,, fair" und edel Aber es wimmelt darin von ,, the Kaisers killer"( ,, des Kaisers Schlächter"), von ,, R.'s lust to kill"( R.'s Begierde zu töten) und ähnlichen Beschimpfungen. Natürlich ist in den englischen Berichten geflissentlich das Wort„ ,, Hun" stehen ge= blieben Weiß die Familie von Richthofen, weiß die Amtsstelle, die die Dokumente zugänglich gemacht hat, darum?" Wir stellen die letzte Frage hiermit in der deutschen Deffentlichkeit. aus. Nr. 25. der Zusammensetzung des Aktivgeschäfts der Realkreditinstitute ist eine wesentliche Veränderung eingetreten. Während bis Anfang 1926 ungefähr die Hälfte des Aktivgeschäftes im Dienste des landwirtschaftlichen Grundbesitzes stand, ist der Anteil der an die Landwirtschaft neu gegebenen Hypotheken im vergangenen Jahre beträchtlich gesunken, ebenso wie keine Ausdehnung des Kommunaldarlehensgeschäfts eingetreten ist. Obwohl im allgemeinen die Ausleihung von Hypothekengeldern im Jahre 1927 rückgängig war, so entfällt der Hauptteil des Aktivgeschäftes der Realkreditinstitute der vergangenen Jahre auf die Gewäh rung von städtischen Hypotheken, die in der Hauptsache dem Wohnungsbau, dem städtischen Hausbesitz und zum Teil der Industrie ( gewerbliche Betriebsgrundstücke) zugute kommen. Bei der Ausleihung von Hypothekarkrediten für den Wohnungsbau ist nach unserer Ansicht in der Hauptsache der öffentliche und nicht der private Baumarkt, der bekanntlich immer noch darniederliegt, bedacht worden. Wie schon gesagt, überwiegen im Jahre 1927 städtischer Grundbesitz und Industrie als Kreditnehmer entgegen den Vorjahren, in denen die langfristigen Kredite zu 40 Prozent von der öffentlichen Wirtschaft aufgenommen worden sind und in denen auch der Anteil der Landwirtschaft ganz beträchtlich war, wie sich aus nachstehender Aufstellung ergibt: Die Verteilung der langfristigen Kredite auf Wirtschaftsgruppen. Mill. RM. 31 12.31. 12.31. 12. 31 8. 31. 10. 1924 1925 1926 1927 1927 Öffentl.- rechtl. Körperschaften Inlandsanleihen 21.0 Auslandsanleihen Kommunaldarl hen Summe 190.9 211.9 34.0 839.6 1528.6 1528.6 398.0 787.5 899.2 1051.3 510.21 559.4 2 135.5 2222.8 942.23 186.5 4 563.3 48027. 12.0 35 4 35.4 35.4 259.5 593 2 671.3 671.3 271.5 628.6 706.7 706.7 Öffentl. Unternehmungen Inlandsanleihen. Auslandsanleihen Summe Industrie, Handel und Verkehr Inlandsanleihen Auslandsanleihen Sumne Städtischer Grundbesitz Landwirtschaft. 54.0 177.0 528.3 727.3 42.0 516.21 172.0 1 306.2 96.0 693 21 700.3 314.9 453.4 732.3 1 421.9 2 123.5, 2 154.2 938.12 359 8 3 698.7 3914.2 950.81 924.6 2 452.5 2521.9 Gesammtsumme.. 1 076.2 3 795.89 799. 13 544.7 14 099.7 Das Anschwellen der Ziffer über die Neuausleihung von Hypothekarkrediten an den städtischen Grundbesitz seit 1924 von 314,9 auf 3914,2 Millionen Reichsmart am 31. Oftober 1927 ist darauf zurückzuführen, daß sich der deutsche Hausbesitz infolge der hohen öffentlichen Lasten, der erhöhten Reparaturbedürftigkeit der Häuser usw. gezwungen gesehen hat, im weitestgehenden Maße neue Hypotheken aufzunehmen. Vorstenhende Ziffern sind ein Argument gegen die Behauptung, der deutsche Hausbesitz wäre entgegen der deutschen Landwirtschaft schuldenfrei. Der Durchschnittszinsfuß für Realkredit, der Anfang 1927 8,34 Prozent durchschnittlich betrug, ist im Laufe des Jahres 1927, wie sich aus nachstehender Aufstellung ergibt, bis nahe an die Grenze von 10 Prozent gestiegen, an der er sich augenblick= lich noch bewegt. Die Hypothekenzinsen: 1927: Januar Februar März April Mai 1927: 8,34% Juli 8,00% Auguſt 8,04% September 8,61% Oktober 8,63% November 8,74% Dezember 8,92% 9,50% 9,01% etwa 9-10% etwa 9-10% Juni .. etwa 9-10% Diese successive Steigerung des Zinsfußes für Realkredit im Jahre 1927 ist auf die Verknappung des Realkredites und nicht zuletzt auf die im Oftober 1927 erfolgte Erhöhung des Reichsbankdiskontsazes um 1 Prozent auf 7 Prozent zurückzuführen. In Anbetracht der Tatsache, daß die Emissionsinstitute im allgemeinen wieder auf den 8prozentigen Pfandbrieftypus zurückgegriffen haben, ist zu hoffen, daß sich das Angebot an Leihgeld merklich heben wird. Jedoch ist mit einer wesentlichen Senfung des Zinsfußes für Realkredit voraussichtlich vorläufig n. t zu rechnen, zumal es den Anschein hat, daß die Reichsbank den Diskontsag vorläufig nicht zu senken beabsichtigt. 2PS DEUTZ Motoren liegend und stehend ortfest und fahrbar für alle Brennstoffe und Anwendungsgebiete ferner Diesel- Lokomotiven Motor- Triebwagen Motor- Verschiebebock Diesel- Lokomobilen Motor- Walzen Gaserzeugungsanlagen Heizgasanlagen Diesel- Schlepper insbesondere Kompressorlose Dieselmotoren für Industrie, Gewerbe, Landwirtschaft und Schiffahrt BEUTZ 1000 PS 5032 MOTORENFABRIK DEUTZ A- G. Zweigniederlg. FRANKFURT/ M. Taunusstr.10 Nr. 25.. Samstag, den 24. März 1928. Aus der Rechtsprechung des Reichsfinanzhofs. Ein Handwerker ist zwar nicht buchführungspflichtig wie ein Vollkaufmann; er darf aber die ihm zugegange= nen Rechnungen über bedeutende Ausgaben als Geschäftsmann im eigenen Interesse nicht schon nach kurzer Zeit vernichten. § 13 EStG.,§§173, 210 AD. Aus den Gründen: Als Handwerker ist der Beschwerdeführer zwar nicht buchführungspflichtig wie ein Vollkaufmann; es tommen daher nicht die handelsrechtlichen Vorschriften über die Aufbewahrung der Handelsbücher und deren Unterlagen auf aber doch ihn zur Anwendung. Das Finanzgericht konnte unterstellen, daß er die ihm zugegangenen Rechnungen über die bedeutenden Ausgaben als Geschäftsmann im eigenen Interesse nicht schon nach kurzer Zeit vernichtet haben werde, und es durfte ihn zur Darlegung und Glaubhaftmachung solcher auch für die Beurteilung seiner Einkommensverhältnisse wichtigen Ausgaben auffordern(§ 173 AD.). Unterließ er die Aufbewahrung der vom Finanzgericht bezeichneten Rechnungen und setzte er sich so außerstand, den aufgegebenen Nachweis zu liefern, tat er auch keine Schritte um die Ausgaben anderweitig, wie insbesondere durch nachträglich eingeholte Bescheinigungen der Lieferanten, glaubhaft zu machen, so ist es nicht zu beanstanden, wenn das Finanzgericht aus dem Verhalten des Beschwerdeführers für ihn ungünstige Schlüsse zog und ent= gegen seinen Behauptungen den Reinverdienst unter Zugrundelegung des für die Umsatzsteuer angegebenen Umsatzes auf den vom Steuerausschuß angenommenen Betrag feststellte. Weitere Ermittelungen anzustellen, war das Finanzgericht unter solchen Umständen nicht verpflichtet. Mit Recht hat das Finanzgericht auch die Schätzung nach§ 210 AD. für zulässig erachtet, da der Beschwerdeführer über seine Angaben keine genügenden Aufklärungen zu geben vermochte und auch die Aufzeichnungen bei den verschiedenen Angaben des Beschwerdeführers über seinen Umsatz nicht als ausreichende Steuerberechnungsgrundlage angesehen werden konnten. Kostenlose Feuerbestattung Ohne Wartezeit negen Zahlung mäkiger Monatsbeit äge.Bargeldversicherung b. 2000 Rmt. Politischu.religiös neutral Rechtsanspruch KeinKirchenaustr. Generalvertretung Für Gießeu n. Umgebung zu günstigen Bedingungen z vergeb. Saution erforderlich. Zuschriften erbeten unt. Jd. 829 an Juvalidendank, Annoncen- Expedition Berlin W. 9. Leistungsfähige Grosshandlung in Woll, Kurz u. Weißwaren etc. sucht für Gießen und Umgebung bei mittlerer und kleinerer Kundschaft der Branche, sowie bet Gemischtwarengeschäften möglichst eingeführien VERTRETER Handschr. Angebote mit Referenzn, Zeugnisabschr., Lichtbild u. Ansprüchen erbeten unter 1843 a. die Exped. d. Bl. Mit meiner SINGER und deren Apparaten kann ich mir die entzückend/ ten Kleidungsflücke felbft anfertigen GER " Gießener Zeitung" Gegen die Nebenarbeit der Arbeiter, Angestellten und Beamten bei Reichsbehörden. leinen 4, M. Der Reichsverband des deutschen Handwerks wandte sich kürzlich an das Reichsarbeitsministerium mit der dringenden Bitte, bei allen Reichsbehörden darauf hinzuwirken, daß die Aufnahme einer Nebenbeschäftigung gegen Entgelt grundsätzlich allen gegen vollen Lohn oder Gehalt von Reichsbehörden beschäf= tigten Arbeitern, Angestellten und Beamten verboten wird. Zur Begründung wurde angeführt, daß es für die Arbeitgeber im Handwerk eine große Ungerechtigkeit bedeute, wenn sie in der Regel selbst Arbeiter über den Achtstundentag hinaus nicht beschäftigen dürfen, während jede untergeordnete Dienststelle bei den Reichsbehörden dies mit der gesetzlichen Arbeitervertretung ohne weiteres beschließen kann. Insbesondere wurde es als erforderlich bezeichnet, daß in dieser Richtung eine Aenderung bei den Handwerkern herbeigeführt wird, welche in den Werkstätten der Reichswehr Beschäftigung haben. Gösta af Geijerstam,„ Das Sommerparadies". Aus dem Norwegischen von Else v. Hollander- Lossow. 137 S. Ganz Verlag Georg Westermann, Braunschweig, Berlin W. 10, Hamburg. Den Traum fast eines jeden Menschen, Herr auf eigener Scholle, wenn auch nur für kurze Sommermonate, zu sein, verwirklicht dieses Buch. Es ist fast wie ein Sommermärchen, dieses kleine, farbige Buch von kleinen Kindern, Tieren, Pflanzen, von Ernten und Wasserfahrten, von Spielen und Geschichtenerzählen, von Familienfesten und liebem und unliebem Besuch. Glückliche Menschen sind es, von denen es erzählt, und im Lesen und Zuhören werden wir selber glücklich. Es ist überhaupt ein herrliches Buch, es besteht Harmonie zwischen Jdee und Ausführung; beide werden von Phantasie, von Innigkeit und der poetischen Feinheit getragen, die schließlich das Entscheidende ist, das, was ein Werk zum Kunstwerk macht. Hierauf hat der Reichsarbeitsminister unterm 17. Februar zeigt Albrecht Dürer, den großen und edlen Menschen, in der d J. wie folgt geantwortet: ,, Wie mir der Herr Reichswehrminister vor kurzer Zeit mitgeteilt hat, wird die Ausführung von Privatarbeit auf den Flickstuben der Truppen künftig eingeschränkt werden. Sie darf nur noch in Ausnahmefällen stattfinden, wenn ein besonders dringliches Interesse der Truppe- wie z. B. auf Truppenübungsplätzen es erfordert. Im übrigen habe ich mich mit den anderen Reichsressorts in Verbindung gesetzt und werde nach Eingang einer Antwort auf die Angelegenheit zurückkommen." - Bücherecke. Im Verlag E. 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