Nr.50. 1Gtd., 2.5empel unschweig 2: 36,0 Sanderer- Potsdam rg Meter. äu r Merle und Al Den onnen. Der is Grassin- Frant öller, der Motor , desgleichen auf daß am 2. Juni 4. Köln- Sülz 2: 4 In unter anderem enuzten eine An zu Angriffen auf dpunkt des Ama etonte, und gaben zu fehren. Wenn etwas nicht ganz 5. Sooft dort etwas waltig did. Was then lesen. müssen? s dem einen( ye en vermochte, geht Irt Gehalt bezogen ezigen Vorstands = gut, daß wir in ne haben, die der Nachbarschaft ganz stubenrein. hn und Fulda im Seim; geschieht das oder Wohlwollen? at inzwischen eine Ehrenrettung des Srtelt ist, daß man alb hat man nich seiner Zugehörig endungen erhalten; assenbücher; teine Zuwendungen an v.? Damit wäre bt das alte l id haeret", wenn Beweis der Wahr eil über den Ver s will. TO ltersweg 83 impo Tempo! ift Der Deutsche R die Sunfzeitschrift im Slag, ausverkauft wollen Sie dann mit Tanger madjen, wennik hrlichen Programme all er nicht haben? Beshal em Buchhändler, Brief beft 50 pf. Wer den B Bebeft vom Derlag, Berl Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Jahrg. Politische Tagesschau. Reichspräsident v. Hindenburg weilte Mittwoch in Hannover, um die Eröffnung der Strede Hannover( Misburg)-Peine ( Hildesheim) des Mittellandkanals vorzunehmen. * Reichsaußenminister Dr. Stresemann ist am Freitag mit Gattin und Begleitung zu mehrwöchiger Kur im Kurhause BühlerHöhe bei Baden- Baden eingetroffen. * Der Staatsgerichtshof hat der Wahlanfechtungsklage der Wie medlenburg- schweriner Nationalsozialisten stattgegeben. bei den hessischen Landtagswahlen wurden auch hier die Bedingungen zur Zulassung von Wahlvorschlägen als gegen die Reichsverfassung verstoßend festgestellt. * Der hessische Staatspräsident Adelung hat sich in den letzten Tagen in Genf aufgehalten und bei dieser Gelegenheit auch das Bölkerbundssekretariat besucht und mit verschiedenen leitenden Beamten desselben Fühlung genommen. * Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postscheckkonto, Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M Samstag, den 23. Juni 1928 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lotal 12 Pig., die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Play vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Die Ozeanflieger in Berlin. Am Mittwoch Nachmittag tam das Flugzeug ,, Europa" mit den Ozeanfliegern, von einem Geschwader von 50 Flugzeugen begleitet, von Bremen über Hamburg nach Berlin und landete vor etwa 50 000 Zuschauern auf dem Tempelhofer Felde. Das hatte Berlin noch nie gesehen! Gewaltig war der Andrang als die deutsche Reichshauptstadt die Ozeanflieger Chamberlain und Levine erwartete, doch heute ist die Zuschauermenge um einige zehntausend Menschen stärker und die Begeisterungsflammen lodern hoch zum Himmel empor. Kanonenschläge, Hoch- und Hurrarufe dröhnen durch die Lüfte, als die Ozeanflieger in sichtlicher Ergriffenheit der„ Europa" entsteigen. Vom Jubel umbrandet, wird der erste Redner, Vizekanzler Hergt, kaum verstanden, der in kurzen und knappen Worten die Fliegertat schildert und der dabei auch die Männer nicht vergißt, die das Flugzeug bauten, das einen Ost- West- Flug möglich machte. Nach dem Vertreter der Reichsregierung spricht Oberbürgermeister Böß im Namen Berlins und der Berliner. Das Deutschlandlied erklingt. Zehntausende singen mit, wäh renddessen der Irländer, die Hand an der Mütze, salutiert. Es spricht der englische Botschafter Worte des Willkommens. Danach folgt die englische Nationalhymne; schließlich kommt noch der uns allen vertraute Vertreter der Vereinigten Staaten, Botschafter Shurman, zu Wort. Die Sternenbannerhymne ertönt. Dann antwortet mit lauter, flarer Stimme Hauptmann Köhl. Man muß die Berliner kennen, um das Echo zu be= greifen, das feinen Worten folgt:„ Ich liebe diese große, unsere deutsche Hauptstadt Berlin." Er schildert den jubelnden Empfang im sportbegeisterten Amerika. Die Truppen, die vor zehn Jahren noch im Kriege gegen uns standen, haben jetzt vor den deutschen Fliegern defiliert. Ihm ist klar geworden, daß dieser Flug ein Brückenschlag war, der die beiden großen Reiche, Ame= rika und Deutschland, aufs neue und stark miteinander verband. Er bittet den Botschafter, noch einmal den Amerikanern Dank zu sagen. Nach Köhl tritt sein Gefährte Fitzmaurice vor das Mikrophon, und er erzählt in schlichten Worten von der treuen und tapferen Fliegerkameradschaft zwischen dem Jrländer und den beiden Deutschen. Als Dritter dann Hünefeld, der den Vaterlandsgedanken in den Mittelpunkt seiner Ansprache stellt. Ihn hat besonders ergriffen, daß bei dem Willkommgruß auf deutschem Boden Stahlhelm und Reichsbanner Begrüßungsabordnungen entsandt haben. Von der Deutschen Turnerschaft Ostoberschlesiens war die Ausstellung von 300 Pässen für die Teilnehmer am diesjährigen Kölner Turnfest beantragt worden. Die poln. Polizeidirek| tion hat mitgeteilt, daß von den 300 beantragten Pässen nur 6 genehmigt worden seien. * Vor dem Bukarester Appellationsgericht wurde gestern dic Ehe zwischen der Prinzessin- Mutter Helene und dem Kronzinzen Karol von Rumänien geschieden. Die„ Große Koalition" gescheitert. Die Verhandlungen über die Bildung einer neuen Reichs: regierung auf der Grundlage der Großen Koalition sind ge= scheitert, da der Abg. Scholz im Namen der Deutschen Volks= partei an der Forderung auf sofortigen Baubeginn des Panzerkreuzers, der Wahl eines anderen Tages als des 11. August als Nationalfeiertag und die Zusage für sofortigen Beginn der Umbildungsverhandlungen der Preußischen Regierung, und zwar bis zum Juli, festhielt, und der Abgeordnete MüllerFranken diese Forderungen in der Sitzung der sechs Fraktionsführer ablehnte. Müller- Franken ist nun an die Fraktionen des Zentrums, der Demokraten und der Bayrischen Volkspartei herangetreten, um den Versuch der Neubildung der Regierung auf der Grundlage der Weimarer Koalition zu machen. Nobile gefunden! Der Flieger Maddalena hat Nobile gefunden. Er hat zu= nächst das Zelt Nobiles überflogen ohne es zu bemerken. Durch einen Funkspruch der Nobilegruppe zurüdgerufen, habe er darauf 5 Personen unterscheiden können, die völlig gesund schienen und ihm zuwinkten. Im Verlaufe der Nacht wird von Nobile eine Empfangsbetätigung für das abgeworfene Material erwartet. In diesem weiteren Funkspruch hat Nobile dringend darum ersucht, daß ihm sofort neue Akkulumatoren für seinen Funkapparat geschickt werden, da die von Maddalena zusammen mit anderen Vorräten abgeworfenen Akkulumatoren durch das Aufschlagen auf das Eis, trotz aller angewandten Vorsicht beschä= digt seien. Ferner fragt Nobile an, ob und wann damit zu rechnen sei, daß er und seine Gefährten durch Luftfahrzeuge befreit werden.. - Das schwedische Junkersflugzeug ,, Uppland" und zwei antere schwedische Flugzeuge überflogen am Donnerstag 45 Minyten lang das Lager Nobiles und suchten vergeblich nach einer Landungsstelle. Der Versuch soll am Frei.ag wiederholt werden. Guthaben aus englischer Gefangenschaft. Wegen der Auszahlung der Guthaben an die Heimkehrer aus englischer Gefangenschaft stehen wir mit der zuständigen Reichsstelle, der Restverwaltung für Reichsaufgaben, in ständiger Verbindung. Die Sachlage ist zurzeit folgende: Die von der englischen Regierung zunächst überwiesenen 10 Millionen sind restlos zur Auszahlung gelangt. Mit einem Betrage von 6 Millionen ist die englische Regierung noch im Verzug. Sobald dieser Betrag überwiesen wird, erfolgt die Auszahlung an die nicht befriedigten Heimkehrer. Die bloße Tatsache der Gefangenschaft oder der Arbeitsleistung während derselben begründet keinen Anspruch auf ein Guthaben. Ein Anspruch besteht nur dann, wenn ein Restguthabenbetrag( Arbeitslosenüberschuß), Privatgeld, Postanweisungsbeträge und Sanitätsgebührnisse) von den englischen Behörden in den hierher gesandten Guthabenlisten eingetragen und anerkannt worden ist. Die Listen sind von der englischen Regierung ohne Mitwirkung deutscher Behörden aufgestellt. Zur Vermeidung von Irrtümern wird ferner bemerkt, daß der Arbeitslohn nicht mit der Militärlöhnung verwechselt werden darf. Ein Rechtsanspruch auf Militärlöhnung während der Gefangenschaft bestand überhaupt nicht. Wiederum ertönen gewaltige Kanonenschläge. Brausende Hochs und Hurras erschallen, als die Ozeanflieger die Ehrenrunde fahren. Dichte Schwaden von Menschen stehen rechts und links der Straßen, durch die unsere Ozeanflieger ihren Einzug in die Reichshauptstadt halten. Selbst im unbewohnten Tiergarten stehen Tausende und aber Tausende. Am Brandenburger Tor und auf dem Pariser Platz wehen amerikanische, irische, deutsche und englische Flaggen. Die französische Botschaft hatte zur Begrüßung der Ozeanflieger ihre Trikolore gehißt. ,, Unter den Linden" und die Wilhelmstraße bildete ein großes Flaggenmeer. Ein Erlebnis ohnegleichen wurde dieser Tag für Berlin. Auf dem anschließenden Festbankett, das den Ozeanfliegern zu Ehren gegeben wurde, führte Reichsverkehrsminister Dr. Koch aus, daß Deutschland in besonderem Maße berufen sei, im fommenden Ozeanverkehr eine Rolle zu spielen. Die Vorbereitun= gen für einen solchen Ueberseeflugverkehr sind schon weiter gediehen, als man bisher annehmen konnte. Bei den DornierWerken am Bodensee wird zurzeit ein Riesenflugboot gebaut, das für den Transozeanverkehr verwendet werden soll. Leiter des deutschen Ozeanflugverkehrs soll Hermann Köhl werden, dem bereits eine führende Stelle bei der Lufthansa angeboten worden ist. Nummer 51 Am Donnerstag wurden die Flieger durch den Reichspräsidenten v. Hindenburg empfangen. In herzlichen Worten sprach der Reichspräsident ihnen seine Wünsche für das Gelingen ihres fühnen Fluges und zugleich als alter Soldat seine Anerkennung für die hierbei bewiesene Tapferkeit und Tatkraft aus. Er überreichte jedem der drei Herren als Zeichen seiner Anerkennung und zur Erinnerung sein eigenhändig unterschriebenes Bild im silbernen Rahmen. Am Donnerstag umsäumten wieder große Mengen die Wilhelmstraße und die Gegend am Kaiserhof, als Die Autos zum Palais des Reichspräsidenten fuhren und wieder ertönten brausende Hoch- und Hurrarufe. Geduldig wartete die Menschenmenge, bis die Flieger nach Beendigung des Emp= fanges zurückkamen. Anschließend daran folgten dann die Flieger einer Einladung des Magistrats und der Stadtverordneten von Berlin zu einem Frühstück im Festsaal des Berliner Rathauses, wo Oberbürgermeister Böß, Stadtrat Benecke und Stadtverordnetenvorsteher Haß die Ehrengäße begrüßten. Unter den Gästen bemerkte man außer den Ehrenbürgern und Stadtältesten Berlins den Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerifa, Shurmann, Vertreter der Reichs- und Staatsbehörden, der Parlamente, der Luftfahrt und Seefahrt usw. Im Verlaufe des Frühstücks feierte Oberbürgermeister Böß die Flieger in einer herzlichen Ansprache. Bei dieser Feierlichkeit wurden den Fliegern vom Oberbürgermeister Ehrenplaketten der Stadt Berlin überreicht. Am späten Nachmittag fand im Garten des Hauses des Reichspräsidenten ein weiterer Empfang der Bremen"-Flieger statt. Der Reichspräsident, unterstützt durch Staatssekretär Dr. Meißner, begrüßte die Flieger herzlich. Eine Reihe von Ministern war ebenfalls erschienen. Die Gäste des Reichspräsidenten blieben bis nach 6 Uhr. Die Feierlichkeiten beschränkten sich am Freitag auf einen Nachmittagstee, dem die Berliner ausländische Presse beiwohnte. Die Flieger mit ihren Frauen wurden mit herzlichem Beifall empfangen und blieben mehrere Stunden in anregendem Geſpräch mit den Vertretern der ausländischen Presse zusammen. Die Deutsche Flugspende. Die Deutsche Flugspende teilt mit, daß die zu Ehren der Transozeanflieger eingeleitete Sammlung durch gemeinsamen Beschluß der D- Banten mit dem Beitrage von 50 000 M eröffnet worden ist. Die Erträgnisse der Deutschen Flugspende sollen dazu dienen, minderbemittelten jungen Leuten die Aus= bildung zu Fliegern zu ermöglichen. Köhl- v. Hünefeld- Ehrenmünze. Zur besonderen Ehrung der deutschen Transozeanflieger ge= langt eine Ehrenmünze zur Ausgabe, entworfen von Altmeister Prof. Ph. Kittler, Nürnberg, nach Originalaufnahmen, welche von den Familien Köhl und v. Hühnefeld zur Verfügung ge= Die Prägung erfolgt in Fünfmarkstüd- Größe, stellt wurden. Silber 900 fein, beim Baŋer. Hauptmünzamte. Die Ehrenmünze trägt auf der Vorderseite lebensgetreu gestaltet die Profilbildnisse der Helden; auf der Kehrseite in kunstvollem Relief die ,, Bremen" über dem Atlantik, von Goethes Worten„ Allen Gewalten zum Troh sich erhalten" umrandet. Die Ehrenmünze ist bei den meisten Banken und Sparkassen, sowie bei der Versandstelle der Köhl- v.Hünefeld- Ehrenmünze, München, Herzog= Wilhelmstr. 11, in Karton- Etui z. Preise v. M 6,- zu beziehen. Beschwerden irgendwelcher Art wegen Nichtberücksichtigung| Erziehungsbeihilfen des Reichs u. der Länder. werden von der englischen Regierung grundsäglich zurückgewiesen, sofern nicht schriftlich bezifferte Anerkenntnisse vorgelegt werden können, die von der betreffenden englischen Lagerbehörde bei der Entlassung des Heimkehrers ausgefertigt worden sind. Die Verhandlungen mit der englischen Regierung wegen der Forderungen des während der Dauer der Gefangenschaft nicht anerkanten Sanitätspersonals sind noch nicht zum Abschluß ge= bracht. Wann dies voraussichtlich der Fall sein wird, kann Da. noch nicht gesagt werden. 1928 MAIOKTOBER PRESSA DIE WELT SCHAU AM RHEIN KOLN Bei der Erörterung der Erziehungsbeihilfen in der Sitzung des Reichsausschusses vom 11. November 1927 wurde be= reits in besonderem Zusammenhange die Möglichkeit erwähnt, daß bei Verwaltung der 20 Millionen R.- Mark durch die Versorgungsbehörden die Länder und Gemeinden ihre Mittel für die Zwecke der Erziehungsfürsorge zum Teil oder ganz einsparen könnten. Eine Reihe von Einzelfällen beweist, daß diese Wirkung infolge Mißverstehens oder Nichtbeachtens der ergän zenden Aufgabe der Erziehungsbeihilfe tatsächlich inzwischen hier und da eingetreten ist. So ist nicht nur die beantragte Erziehungsfürsorge für Kriegerwaisen abgelehnt worden, es sind auch bereits gewährte Fürsorgeleistungen eingeficut und die Antragsteller auf die Erziehungsbeihilfen verwiesen worden. Dies veranlaßte uns, die Erörterung dieser Frage für die nächste Reichsausschußsizung auf die Tagesordnung setzen zu las= sen, da wir der Ansicht sind, daß die vom Reiche für diese 3wede gewährten Sondermittel im Betrage von 20 Millionen Reichsmart eine Zusahleistung zu den bisher für diesen Zwed gewährten Fürsorgeleistungen der Länder darstellen, wenn auch natürlich, wie bei allen Fürsorgeleistungen, jeder Einzelfall unter Berücksichtigung aller Verhältnisse zu behandeln ist. Das Reichsarbeitsministerium, dessen verantwortlicher Vertreter bei der letzten Reichsausschußsizung mit Nachdruck auf den Charakter der neuen Erziehungsbeihilfen als Zusatzleistung hingewiesen hatte, hat nunmehr in einem an die Sozialministerien Samstag, den 23. Juni 1928. der Länder gerichteten Erlaß, der eine gewisse Abschwächung dieser Auffassung zu erkennen gibt, zu dieser Frage Stellung genommen. Der im Reichsarbeitsblatt Nr. 13 vom 1. 5. 1928 Seite 1 160 unter Nr. Va 2914-28 v. 1. 3. 1928 veröffentlichte Erlaß lautet wie folgt: „ Einer Entschließung des Reichstages entsprechend hat die Reichsregierung einen jährlichen Betrag von 20 Millionen RM zur Verfügung gestellt, aus dem laufende Erziehungsbeihilfen für Kriegerwaisen gewährt werden sollen. Die Richtlinien für die Gewährung der Beihilfen sind im Reichsversorgungsblatt 1928 S. 17 Nr. 26 veröffentlicht.( Zusatz der Schriftltg.: s. „ Vers.- Fürs." Nr. 6 v. 28. 3. 1928 Ifd. Nr. 71.) Durch diese Maßnahme wird der sozialen Fürsorge für Kriegerhinterbliebene die ihr obliegende Aufgabe der Erziehungs- und Berufsfürsorge für die Kriegerwaisen wesentlich erleichtert werden. Es werden dadurch in einer großen Zahl von Fällen Fürsorgemittel freigemacht werden können, die dazu verwendet werden sollten, andere Aufgabengebiete der sozialen Fürsorge, insbesondere die Krankenhilfe für bedürftige Kriegerhinterbliebene stärker auszubauen, als das vielfach bisher möglich war. Reinesfalls aber darf die Bereitstellung von Reichsmitteln zum Anlaß genommen werden, um die soziale Fürsorge von den ihr obliegenden Aufgaben der Erziehungs- und Berufsfürsorge für Kriegerwaisen ganz zu befreien. Die soziale Fürsorge wird vielmehr auch weiterhin überall da ergänzend einzutreten haben, wo die Erziehungsbeihilfen des Reiches nicht ausreichen, um die für zweckmäßig gehaltene Berufsausbildung sicherzustellen. Ich bitte, die Bezirks- und Landesfürsorgeverbände hierauf besonders hinzuweisen und mich von dem Veranlaßten zu verständigen. Dabei bemerke ich noch, daß Fürsorgestellen und Landesfürsorgestellen bei dem für die Gewährung der Erziehungsbeihilfe vorgesehenen Verfahren so eingeschaltet sind, daß sie auf die Gewährung der Beihilfe Einfluß haben, so daß auch weiterhin die gesamte Berufsfürsorge für Kriegerwaisen in ihrer Hand liegt." Lofales. Ein Wort für unsere Zeit. ,, Gießener Zeitung" die Sperrung der Ortsdurchfahrt Lauterbach auf der Provinzialstraße Alsfeld- Fulda; die Sperrung der Provinzialstraße Gießen- Friedberg. ** Kreistagssigung. Am Samstag, den 30. Juni, vormittags 10 Uhr, findet im Sigungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen eine öffentliche Sitzung des Kreistags statt mit folgender Tagesordnung: 1. Dienſteinweisung eines Kreistagsmitglieds; 2. Rechnung der Kreiskasse und Verwaltungsbericht des Kreisausschusses für Rj. 1926; 3. Voranschlag des Kreises Gießen für Rj. 1928; 4. Tätigkeitsbericht der Bezirksfürsorgestelle und des Kreisjugendamts für Rj. 1927 und Bericht des Schularztes für 1927; 5. Erhebung einer allgemeinen Wertzuwachssteuer in den selbständigen Gemarkungen für den Kreis Gießen; hier: Erlaß einer Kreissatzung. Befehl und Gehorsam sind die Grundlagen des sittlichen Lebens. Unsere Zeit aber ist von einem leeren Freiheitsschwindel ergriffen. Die erhabene Lehre unserer Denker von der sittlichen Freiheit, welche eine Freiheit unter dem Gesetz ist, hat man in die Freiheit des Beliebens und der Willkür umgelogen. Soll unser Volk gesunden, so muß es zuerst den sittlichen Grund des Lebens wiederfinden. Der aber heißt Achtung vor dem, was Ehrfurcht verdient. In nichts offenbart sich die tiese Gemeinheit unserer Zeit so deutlich als in ihrer Unfähigkeit, Großes und Heiliges anzuerkennen. Als ob eine stillschweigende Uebereinkunst bestünde, wird es heruntergerissen, verhöhnt und verächtlich gemacht. Der mehr oder weniger deutlich ausgesprochene Grundsatz lautet: Wir wollen, daß alles so gemein ist, wie wir selber. Leerer Dünkel, Frechheit und maßlose Ansprüche gerade derer, die am meisten Veranlassung hätten, bescheiden zu sein, sind die notwendige Folge. * ( Prof. Dr. W. Wundt.) Straßensperrungen, * Ungeschickte Steuerpflichtige. Die Rechte ungeübter und ungeschickter Steuerpflichtiger will der Reichsfinanzhof in einem Urteil waren. Auch wenn eine Rechtsmitteleingabe ungeschickt und mißverständlich gefaßt ist, so soll die Steuerbehörde Gewicht darauf legen, welche Anfechtung sachlich den Belangen des Pflichtigen entspricht, wenn in Frage kommt, welcher von mehreren Bescheiden angefochten ist. mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. B., Gießen. Löhlbach- Hundsdorf, im Straßenzug Marburg- GemündenBad Wildungen, bis 30. Juni; Umleitung: Heina- Hüttenrode- Arnsfeld, Km. 0,6 1,6 und 2,4-3,4, im Straßenzug Marburg- Kirchhain, halbseitig, bis 28. Juni. Schmitten- Oberursel, im Straßenzug Weilburg- Frankfurt, bis 30. Juni; Umleitung: Bad Homburg- Usingen. Folgende Sperrungen sind ab 23. Juni 1928 aufgehoben: Englische Kabelmeldungen nach Südamerika. ( Fortsetzung.) Die Haltung Japans und der Neutralen. * Ermäßigung der Gebühr für die Ausstellung von Pässen. Auf Grund von Verhandlungen zwischen der Reichsregierung und der Länderregierungen ist eine Einigung dahin erzielt worden, die Gebühr für die Ausstellung von Pässen von 5 M auf 3 M herabzusetzen. Diese Gebühr gilt sowohl für Einzelpässe wie für Familienpässe, in welche die Ehefrau und die noch nicht 15 Jahre alten Kinder des Paßinhabers mit eingetragen werden. Die Geltungsdauer der Pässe beträgt regelmäßig fünf Jahre. Die Neuregelung tritt bereits am 1. Juli 1928 in Kraft. * Der Gewerberat i. R., Dr. phil. Ludwig Adolf Sprud, geb. am 30. März 1858 in Gießen, gest. auf dem Dampfer ,, Saarbrücken" auf der Höhe von Ceylon im Mai 1928 hat seiner Vaterstadt in seinem Testament ein Grundstück und eine Sammlung geschenkt. Prof. Dr. Helmke, Direktor des Oberhessischen Museums, hat sich nach Hamburg begeben, um die Sammlung in Empfang zu nehmen. Nr. 51. oder nach dem 15. 6. 22 erfolgte. Eine Anmeldefrist wurde bisher bei keiner Versicherungsgesellschaft festgesetzt. Da sich die Durchführung des Aufwertungsverfahrens bei den meisten Bere sicherungs- Gesellschaften noch längere Zeit hinziehen wird, erklären sich die Treuhänder in einzelnen Fällen bereit, die Aufwertungsanteile in Höhe der mutmaßlichen endgültigen AnSprüche jetzt schon auszuzahlen. Auch werden auf bereits fällige Versicherungen Vorauszahlungen von 8-10 Prozent der Goldmarkprämienreserven, bei noch nicht fälligen Policen vielfach Darlehen in entsprechender Höhe, auf Antrag durch die Treuhänder bewilligt. Die Anschriften der Treuhänder sind durch den Schutzverband der Lebens- und Feuerversicherten e. V. in München, Neureutherstraße 13, gegen Einsendung des doppelten Rückportos zu erfahren, ebenso erteilt der Verband Auskünfte in allen einschlägigen Fragen. * Flugzeugunfall. Am Mittwoch um 22 Uhr rollte ein von Frankfurt kommendes Flugzeug bei der Landung auf unserem Flugplatz zu weit über den Platz in einen Graben hinein, wobei der Propeller brach. Die Reisenden wurden mit einem Ersatzflugzeug nach Kassel weitergebracht. Das beschädigte Flugzeug war am Spätnachmittag auch schon wieder in Stand gesetzt. * Sonnenwendseier der Gießener Studentenschaft. Am Donnerstag Abend bewegte sich unter reger Beteiligung weitester Philisterkreise die Jugend unserer alma mater im Fackelzug zum Bismarckturm zur traditionellen Sonnenwendfeier hinauf. Die Ansprachen des Vorsitzenden der Studentenschaft, stud. Schmidt, S. Magnifizenz des Rektors und des dritten, cand. jur. Reusch fanden begeisterten Widerhall unter den Jungakademikern. Mit dem Deutschlandlied nahm man von den lodernden Feuern des Bismarckturmes Abschied und warf Punkt 12 Uhr, um Mitternacht, auf dem Oswaldsgarten die Fackeln zusammen. Am 19. Auguſt wurde bekanntlich das Ultimatum Japans an Deutschland überreicht, das im allgemeinen unerwartet tam. Hatte man doch noch kurz vorher Japaner in Berlin als Bundesgenossen auf die Schulter gehoben! Die hinterlistige Haltung Japans war aber vollauf vorherzusehen, wenn man den dem Engländer nahe verwandten Geschäftssinn und skrupellosen Charakter in Berücksichtigung zog. Die Ausnutzung der Konjunktur war selbstverständlich; sie war nur eine logische Folge der japanischen asiatischen Politik; und sie wird sich ebenso selbstverständlich wieder zeigen, wenn der spätere Streit zwischen England und Rußland eine Gelegenheit zur geschäft lichen Ausnutzung der Lage bieten wird. Wer aber die Japaner weder persönlich noch aus ihrer Politik kannte, dem hätten japanische und englische Meldungen und ihre Wiedergabe in südamerikanischen Blättern die Augen öffnen müssen. Aus Rah und Fern. Gas aus Braunkohle. Gamstag, den 23. Jahresveriam Der Kr und Krie Desdeulichen Reichs Gejan Am 5. Mai ds. Js. fo gung des Verbandes de terbliebenen des Deutsch und der Landesgruppe begrüßte zunächst die A Male hier erschienenen 2 lsdann dem geschäftsfü amerad Major a. D. Tagesordnung:„ Besprech ertretertag am 6. Mai 1 ilber die dem Reichsvert führenden Vorstand beant mandes statt, die bezwedt, lem dem Vorstande, einfac sourde beschlossen, die von Bertreterversammlung zu der Beisizer jedoch von 1 Zu Punkt 3 der T wies Kamerad Goedide de füllung der Stärkenachwe ereine hingewirkt werden Joer Lage sei, alle in un mind Kh. restlos zu erfasse Doppelmitgliedschaft" w dieser Beziehung versage Ariegervereinen. Im L Doppelmitgliedschaft jede Errichtung der ersten Anlage in Deutschland. Kassel. Eine Reihe bedeutender Unternehmen haben eine Braunkohlen G. m. b. H. gegründet und mit der Stadt Kassel einen Vertrag abgeschlossen, der die Stadt Kassel unter Mitwirtung dieser Braunkohlen G. m. b. H. verpflichtet, in Kassel eine Braunkohlen- Gaserzeugungsanlage von 10 000 Kubikmeter Tagesleistung zu errichten. In dieser Anlage, die die erste in Deutschland ist, sollen praktische Versuche zur Vergasung von Braunkohlen durchgeführt werden. Derartige Vergasungen von Braunkohlen sind bisher in großem Maßstabe noch nicht gelungen. Man hofft jedoch, die in wissenschaftlicher Laboratoriumsarbeit erfolgreich durchgeführte Vergasung auch im großen zu erreichen und auf diese Weise die Grundlage für die Gasfernversorgung für das mitteldeutsche Braunkohlengebiet zu finden. Bad Nauheim. Die Feier seines 50jährigen Bestehens begeht heute und morgen der Krieger- und Militärverein„ Hassia". Ober- Mockstadt. Donnerstag stürzte der Rangierer Karl Kaiser von hier auf dem Stockheimer Bahnhof und wurde Dabei von einem Wagen überfahren, so daß ihm beide Beine zermalmt wurden. Am Abend ist er seinen Verletzungen erlegen. Mainz. Zwei Landwirte aus Gau- Odernheim befanden sich auf dem Heimwege vom Felde, als sie vom Gewitter überrascht wurden. Der Landwirt Pusch wurde vom Blitz erschlagen, während der andere gelähmt wurde und schwere Brandwunden erlitt. Wetzlar. Am Samstag, den 23. Juni, nachmittags, wird hier ein neues Selbstanschlußamt eröffnet. Weglar. Frankfurter Kriminalbeamte nahmen im Kreise Wetzlar ein 14jähriges Dienstmädchen fest, das nach anfänglichem Leugnen unter dem Druck des zusammengetragenen Beweisa materials ein Geständnis ablegte. Auf Konto dieser jugendlichen Brandstifterin sind zu setzen die Brände im Kreise Wetzlar und das Großfeuer in Kirberg. Lebensversicherungs- Aufwertung. Der Schutzverband der Lebens- und Feuerversicherten e. V. München, Neureutherstraße 13, teilt uns mit: Täglich gehen uns Anfragen von Jnhabern alter Lebensversicherungspolicen zu, ob ihre Ansprüche ebenfalls aufgewertet werden müssen und ob eine Anmeldung zur Auswertung notwendig sei. Wir weisen deshalb darauf hin, daß nach dem Gesetz vom 16. 7. 1925,§§ 59-61, alle vor. dem 14. 2. 24 abgeschlossenen Lebensversicherungen( als solche gelten die Versicherungen auf Lebens- und Todesfall, Kapitalund Rentenversicherungen, ferner die Invaliditäts-, Alters-, Witwen, Waisen, Aussteuer- und Militärdienstversicherungen, gleichviel, ob auf Kapital oder Rente) aufgewertet werden müssen, vorausgesetzt, daß eine Auszahlung überhaupt noch nicht Geschwader, sowie ein Heer von 10 000 Mann für den Feldzug nach Tsingtau bezw. Kiautschou bereit stelle und außerdem noch 10 000 Mann zur Entlastung der englischen Garnisonen in Tienisin und Peking, die somit für den europäischen Kriegsschauplatz freiwerden sollten. Nach Londoner Meldungen vom 7. tritt Japan bereits aus seiner Reserve heraus, gibt offiziell dem Foreign Office in London bekannt, daß es im Falle eines Krieges treu auf Englands Seite stehen werde. Die Folgen dieser Stellungnahme zeigten sich sofort: am naaten Tage schon meldete Tokio, daß zwei Geschader nach der japanischen See ausgegangen seien, um deutsche Schiffe abzufangen; eine Nachricht, die am folgenden Tage aus Tokio dahin ergänzt wurde, daß es sich um das erste und zweite Geschwader gehandelt habe. Ein Zufall bringt am 9. bezw. 10. ein Kabel aus Tokio in London verstümmelt an, in dem von der„ Stellung eines Ultimatums" die Rede ist. London nimmt an, daß es sich um ein Ultimatum Japans gegen Deutschland handele. Der Moment zur Ueberreichung des Ultimatums an Deutschland schien aber noch nicht gekommen zu sein, wenngleich eine Meldung aus Petersburg vom 13. die Kriegserklärung bereits nahe bevorstehen läßt. Die Haltung der Neutralen. Herborn. Große Vorbereitungen sind zu dem vom 30. Juni bis 2. Juli hier stattfindenden Bundesfest des Nassauischen Sängerbundes mit der 100jährigen Jubelfeier der Sängervereinigung Herborn getroffen. Der Höhepunkt wird der Chor der Tausende nach dem Festzug am Sonntagnachmittag sein. Eine Totenehrung geht dem Feste morgen, am 24. Juni, voraus. Hachenburg. Ein mit sechs Kölner Herren besetzter Kraftwagen, der sich auf einer Ausflugsfahrt durch der Westerwald befand, fuhr bei Weiherbusch in einer scharfen Wegbiegung in den Straßengraben und schlug um. Ein Wirt war sofort tot, zwei andere Personen wurden hoffnungslos verletzt. Die drei anderen Fahrgäste kamen mit leichteren Verletzungen davon. Das Unglück wird auf das Versagen der Bremse zurückgeführt. Durch die Teilnahme Englands am Kriege wurde die Bündnisfrage nicht nur Japans akut, sondern auch die Verpflichtungen derjenigen Staaten, die in früheren Jahren mehr oder weniger freiwillig einen Vertrag mit England geschlossen hatten. Die ,, do ut des Politit" Englands, wobei es sich auf der einen Seite nur um Anleihen oder sonstige Finanzoperationen handelt, die in irgend einer Form, z. B. Schiffsbauten, gleich wieder einen Rückweg nach England finden, während der andere Teil zu aktivem Eintreten oder wertvollen Konzessionen verpflichtet ist, wird im vorliegenden Kriege noch manche Ueberraschung zeitigen. Schon vor Beginn des Krieges war Japan in ständigem Kontakt mit dem englischen und französischen Kabinette, wie eine Meldung aus Paris vom 1. offen zugibt. Die Haltung Japans stand von vornherein fest. Konnte doch der Berichterstatter der ,, Times" in Tokio bereits am 31. melden, daß der Minister des Aeußeren die Versicherung gegeben habe, treu am japanisch- englischen Bündnisse festzuhalten. Und so fügte Paris am folgenden Tage hinzu, daß Japan offiziell sich an den Vertrag halte. Die anscheinend inspirierten Meldungen aus Tokio, die wohl für die weitere Deffentlichkeit bestimmt waren, hatten allerdings gesagt, daß Japan eventuell still bleiben werde, so lange der Krieg lokalisiert bleibe und Indien im Was die Stellung Portugals anbelangt, so meldet ein englischen Interesse nicht gefährdet sei. In wie weit die ,, Lo- Kabel aus Lissabon bereits am 31. Juli, daß die Republik talisierung" gehen sollte und welcher Art die„ Gefährdung" ihrem Vertrage mit England gemäß 10 000 Mann zur VerIndiens sein müsse, um Japan zum Eingreifen dem Vertrage fügung Englands halten müsse. Deutschland will aber wissen, nach zu nötigen, wurde allerdings nicht hinzugefügt. Aber be- woran es bei Portugal ist und verlangt daher laut Kabel aus reits am 6.- die Meldung stammt vom 6. gibt das japa Lissabon vom 8. eine Entscheidung über seine Stellungnahme. nische Konsulat in Schanghai offiziell bekannt, daß Japan ein| Die portugiesische Regierung ruft daraufhin sofort das Parlament ein, um die offizielle Erlaubnis zu erlangen, England aktiv helfen zu dürfen. Die außerordentliche Sitzung beschließt, sich in Anbetracht des alten Vertrages bedingungslos an Eng lands Seite zu stellen. Machado verkündet, daß Portugal gar nicht anders handeln könne, und die Regierung ordnet die Mobilisierung von drei Divisionen an, während den Schiffen der Kriegführenden, die im Hafen liegen, anbefohlen wird, die Vorrichtungen für die drahtlose Telegraphie abzunehmen. Italiens Haltung bereitet England offensichtlich Kopfschmerzen. Zwar stellt nach einer Meldung aus Washington vom 6. Deutschland ein Ultimatum an Italien; eine Meldung, die auch aus Paris und London am gleichen Tage gebracht wird. Der„ Sun" in Newyork vom 7. gibt sogar bekannt, daß der italienische Botschafter in London offiziell erklärt habe, daß seitens Italiens nunmehr der Krieg an Deutschland erklärt worden sei. Der einzige Erfolg dieser Lügenmeldung ist aber nur der, daß der italienische Botschafter in London wegen dieser Unterstellungen eine geharnischte Erklärung vom Stapel läßt, die endgültig mit diesem Schwindel aufräumt. Bezüglich Schwedens meldet Washington am 6., daß es entweder neutral bleiben oder sich der Tripleentente anschließen werde; eine gleichzeitige Meldung aus Stockholm bestätigt diesen Standpunkt. Deutschland dagegen achtet Neutralitäten überhaupt nicht und besetzt nach Meldung aus London vom 4. Basel; es be= mächtigt sich ferner, wie aus Kopenhagen vom 9. berichtet wird, eines soeben fertiggestellten norwegischen Unterseebootes, als dieses gerade aus dem deutschen Hafen auslaufen will, um in Norwegen der Flotte eingereiht zu werden. Die Südafrikanische Union endlich wird einem Kapstadter Kabel vom 12. zufolge ein Heer aufstellen, um die englischen Truppen zur Verwendung auf dem Kontinent freizumachen. Die englischen Operationen zur See. Bereits am 31. Juli teilt London der übrigen Welt mit, wie der Verlauf der ersten Operation zur See gedacht und beabsichtigt ist. Die erste Handlung nach der Kriegserklärung wird die Zerstörung der deutschen Flotte sein; und falls diese sich verkriecht, das Bombardement von Hamburg sowie aller sonstigen im Bereiche der englischen Kanonen liegenden Häfen. Kamerad Goedide ge chreiben 5 ein, welche Wehrkurse nicht von der and Provinzialgruppen noon Giedlungsunternehm Werbandes sei, und daß Sterbekasse Abstand zu 1 amark teilte noch mit, daß miedrigen Preisen zu erh underen Gruppen, dies e Da die Niederlassung D Stärkung des Deutschtum Der Provinzialgruppe S Werkehr als Bezeichnung shäuserverband der Krie men" anzuwenden. Reichs Am 6. Mai ds. Js. versammlung statt. Der rat Dr. Quard, begrüßt den Herrn Präsidenten tillerie von Horn, sowi nen u. a. Ministerialro Obermagistratsrat Dr. Berlin und Dr. Ulric jahrtsamts, erschienen Exzellenz von Horn men der Versamlung Verbande jederzeit sei Den Landeskriegerverb auch weiterhin die für ung stellen. Kamerad Kemper meraden aus dem bese feiten hin, unter denen In Admiralitätstreifer Gange, wie englische herausfahren könnten, der Strede liegenden Rußland von der and hat England von No Schiffsdivisionen soller gehen. In den norda Newyorker Kabel bere deutschen dort treuzend Straßburg" verlieren englischen Kreuzern zu entfliehen. Bei Algi dem muß am nächsten Kreuzer, Esser" um nordamerikanischen Kü Den fanarischen Inseln Kriegsschiff versenkt un geschleppt jei. Asquith befannt zu geben, daß ger versenkt habe, wäh Flucht gelungen sei, sich lijden Bolte die beruhi lischen Kriegsschiffen of Feindliche Flotte fange Nordschottland eine See man noch nichts wisse; ausgeschifft.( Vermutli Deutscher Unterseeboot!) den" in den argentini Aires trifft dort vom e Meldung ein, daß die vollem Zustande vor de Den spanischen Gewässer jieht sich doch Madrid a es nicht wahr jei, daß d englischen Schiffen in Don dann in der glüdlid tabeln, daß die größte Nr. 51. efrist wurde bis Samstag, den 23. Juni 1928. Jahresversammlung des Verbandes der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen desDeutschen Reichsfriegerbundes..Kyffhäuser". ht. Da fich die Den meisten Ber ziehen wird, et bereit, die Auj endgültigen An uf bereits fällige ozent der Gold Policen vielfad durch die Treu änder sind durch icherten e. V. in ng des doppelten rband Auskünfte Bern. utschland. hmen haben eine Der Stadt Kassel Rassel unter Mit: flichtet, in Kassel 0 000 Rubikmeter die die erste in Vergasung von Vergasungen von be noch nicht ge aftlicher Labora gajung auch im Grundlage für die unfohlengebiet zu gen Bestehens be ärverein„ Hassia". Rangierer Karl hnhof und wurde ihm beide Beine Verlegungen er heim befanden sich Dewitter überrascht 3 erschlagen, wäh ere Brandwunden nachmittags, wird nahmen im Kreise nach anfänglichem tragenen Beweis to diejer jugend im Kreise Wetzlar dem vom 30. Juni des Nassauischen er der Sängerver t wird der Chor gnachmittag sein. 24. Juni, voraus. en besetzter Kraft ch den Westerwald en Wegbiegung in irt war jofort tot, verletzt. Die drei erlegungen davon nſe zurückgeführt. erlangen, Engla Sigung beschlie gungslos an E Daß Portugal g rung ordnet di end den Schiffer efohlen wird, die fensichtlich Rop aus Washington en; eine Meldung abzunehmen. Tage gebracht wird bekannt, daj der erklärt habe, daß Deutschland erklärt enmeldung ist aber London wegen die rung vom Stapel ufräumt. on am 6., daß is centente anschließen holm bestätigt die en überhaupt nicht 14. Basel; es be m 9. berichtet wird, Unterfeebootes, als laufen will, um in O einem Kapstadter um die englisches ent freizumachen. Gee übrigen Welt mit See gedacht und be er Kriegserkläru in; und falls die mburg sowie alle n liegenden Hä Gesamtvorstandssigung. Am 5. Mai ds. Js. fand eine gemeinsame Gesamtvorstands= izung des Verbandes der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen des Deutschen Reichstriegerbundes„ Kyffhäuser" und der Landesgruppe Preußen statt. Staatsrat Dr. Quard begrüßte zunächst die Anwesenden, besonders die zum ersten Male hier erschienenen Vertreter der Saargruppe und erteilte alsdann dem geschäftsführenden Vorsitzenden des Verbandes, Kamerad Major a. D. Goedice, das Wort zum Punkt 2 der Tagesordnung: ,, Besprechung der Tagesordnung für den Reichsvertretertag am 6. Mai 1928". Eine eingehende Aussprache fand über die dem Reichsvertretertag vorzulegende, vom geschäftsjührenden Vorstand beantragte Aenderung zur Sagung des Verbandes statt, die bezweckt, den Organen des Verbandes, vor allem dem Vorstande, einfachere und klarere Formen zu geben. Es wurde beschlossen, die vom Vorstand beantragte Aenderung der Vertreterversammlung zur Annahme zu empfehlen, die Zahl der Beisitzer jedoch von 12 auf 15 zu erhöhen. Zu Punkt 3 der Tagesordnung,„ Organisationsfragen", wies Kamerad Goedicke darauf hin, daß auf eine genauere Ausjüllung der Stärkenachweisformulare von seiten der Kriegervereine hingewirkt werden müsse, da der Verband sonst nicht in der Lage sei, alle in unserer Organisation vorhandenen Kb. und Kh. restlos zu erfassen. Das bereits oft behandelte Thema „ Doppelmitgliedschaft" wurde wieder eingehend erörtert. In dieser Beziehung versage häufig noch die Aufklärung in den Kriegervereinen. Im Laufe der Zeit müsse der Zustand der Doppelmitgliedschaft jedenfalls beseitigt werden. Kamerad Goedicke geht dann auf die Antworten zum Rundschreiben 5 ein, welche ergeben, daß aus praktischen Gründen Lehrkurse nicht von der Zentrale aus, sondern bei den Landesund Provinzialgruppen abzuhalten seien, daß die Durchführung von Siedlungsunternehmungen Aufgabe der lokalen Stellen des Verbandes sei, und daß von der Errichtung einer gemeinsamen Sterbekasse Abstand zu nehmen sei. Der Vertreter der Grenzmark teilte noch mit, daß dort für Siedlungszwede Land zu sehr niedrigen Preisen zu erhalten sei, und bittet die Vertreter der anderen Gruppen, dies etwaigen Siedlungslustigen mitzuteilen, da die Niederlassung Deutscher an der polnischen Grenze zur Stärkung des Deutschtums ein Gebot der Notwendigkeit sei. Bon der Provinzialgruppe Hannover wurde angeregt, im täglichen Verkehr als Bezeichnung unseres Verbandes den Namen ,, Kyffhäuserverband der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen" anzuwenden. Reichsvertreterversammlung. Am 6. Mai ds. Js. fand in Berlin die 7. Reichsvertreterversammlung statt. Der 1. Vorsitzende des Verbandes, StaatsTat Dr. Quard, begrüßte zunächst die Anwesenden, insonderheit den Herrn Präsidenten des Kyffhäuserbundes, General der Artillerie von Horn, sowie die Vertreter der Behörden, unter de= nen u. a. Ministerialrat Jacobs vom Reichsarbeitsministerium, Obermagistratsrat Dr. Liebrecht von der Hauptfürsorgestelle Berlin und Dr. Ulrich, Leiter des Evangelischen Hauptwohljahrtsamts, erschienen waren. Exzellenz von Horn dankte hierauf dem Vorredner im Namen der Versamlung und erklärte, daß er auch fernerhin dem Terbande jederzeit ſein besonderes Interelle genten an doet den Landeskriegerverbänden darauf dringen werde, daß diese auch weiterhin die für den Verband nötigen Mittel zur Verfügung stellen. Kamerad Kemper- Kreuznach überbrachte die Grüße der Kameraden aus dem besetzten Gebiet und wies auf die Schwierig leiten hin, unter denen die Gruppen dort noch immer zu leiden " Gießener Zeitung" haben. Er bittet um ideelle und finanzielle Unterstützung seitens des Verbandes und versichert, daß die dortigen Kameraden uns auch weiterhin die Treue halten werden, wenn auch die Besatzung noch so lange dauern würde. Kamerad Goedide erstattet alsdann den Geschäftsbericht, aus dem hervorgeht, daß der Verband sich auch in dem verflossenen Geschäftsjahr in günstigster Weise weiterentwickelt hat. Er berichtet über die Tätigkeit der Reichsgeschäftsstelle, die Zahlen und die Erfolge der Rekurse, der Ein- und Ausgänge, sowie über die Organisation und die Tätigkeit in den einzelnen Ländern. In Braunschweig, Lübeck und Bremen ist den Satzungen des Bundes noch nicht entsprochen und noch keine Kb.- und Kh.- Organisation des Bundes geschaffen worden. Er streift weiterhin das Verhältnis des Verbandes zu den anderen Kb.und Kh.- Organisationen sowie die Hauptereignisse in den einzelnen Arbeitsgebieten während des abgelaufenen Geschäftsjahres. Der Schatzmeister Kamerad Mascherred erstattet hierauf den Finanzbericht.. Es folgt ein außerordentlich fesselnder, warmherziger Voctrag des Leiters des evangelischen Hauptwohlfahrtsamts Dr. Ulrich über das Gebiet der Wohlfahrtspflege. Der Vortragende gibt einen Ueberblick über das Zusammenarbeiten der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege unter Berücksichtigung der Fürsorgepflichtverordnung und der Reichsgrundsätze und erläutert, wie sich die Wohlfahrtspflege von der Säuglings-, Jugendund Mütterpflege bis zur Greisenpflege auswirkt. Hierbei werden auch das Gebiet der Wohnungsnot, die besonders erschütternd auf das Familienleben, die Grundlage des Staates, einwirkt, die Kleinrentnerfürsorge, die Gefangenenfürsorge und die Fürsorge für die vagabundierende Jugend gestreift. Die freie Wohlfahrtspflege verfügt über 600 000 Betten mit 90 000 Pfle= gern bezw. Pflegerinnen. Der Vortragende schließt seine Ausführungen mit dem Hinweis, daß die Wohlfahrtspflege, wenn sie ihren Zweck erfüllen soll, sich einstellen muß auf die seelische Not des Volkes. Der Geist der freien Liebesarbeit müsse beruhen auf Liebe und Barmherzigkeit. Kamerad Goedicke referiert sodann eingehend über die Neucrungen im Versorgungsrecht. Er bespricht die einzelnen Gebiete der Versorgung, besonders der Witwenversorgung und erläutert, was durch die letzte Novelle zum Reichsversorgungsgesetz erreicht ist und worin sie uns enttäuscht hat. Aus diesen bisher unerledigt gebliebenen Forderungen und unter Hinzunahme einer Reihe von neu auftauchenden Problemen müsse noch im Laufe dieses Jahres ein neues Forderungsprogramm geschaffen werden. Hierzu bemerkt Ministerialrat Jacobs, daß das Reichsarbeitsministerium auch weiterhin gute Beziehungen zu unserm Verbande pflegen werde. In der Versorgungsgesetzgebung sei jetzt ein gewisser Abschluß eingetreten, die Gesetze müßten sich erst auswirken und es müsse der Zukunft überlassen werden, im Einvernehmen mit den Kriegsopferverbänden neue Gesetzesvorschläge zu machen. Es folgen dann Borträge der Kameraden Wenzel über die neue Novelle zum Verfahrensgesetz mit besonderer Berücksi htigung der Rekurseinschränkungen, sowie des Kameraden Dr. Ebert über soziale Fürsorge, Steuervergünstigungen für Kb. und Kh. und das Schwerbeschädigtengesetz. Zu Punkt 7 der Tagesordnung werden die vorgeschlagenen Sazungsänderungen angenommen. Desgleichen werden zu Punkt 8 die vom Vorstand vorgeschlagenen Persönlichkeiten einstimmig zu Vorstandsmitgliedern gewählt, darunter Kamerad Jhrig= Darmstadt. pen - Zu Punkt 9 der Tagesordnung Pressespricht Kamerad Goedide kurz über unsere den Landes- und Provinzialgruppen zugeleiteten Pressenachrichten und bittet, diese unverzüglich den in Betracht kommenden Zeitungen nicht erst den Untergrupzuzuleiten. Diese Arbeit müsse bereits vorbereitet sein. Für unsere„ Versorgung- Fürsorge" bittet er überall noch mehr zu werben, besonders in den außerpreußischen Ländern, so daß nach Möglichkeit erreicht wird, daß jedes Mitglied unsere Zeitung erhält. gen sei in der Nordsee. 19 deutsche Schiffe sind versenkt, der Rest flieht in die Elbmündung, wo sie nun eingeschlossen sind. Als genauer Schlachtort wird die genügend bekannte Doggerbank angegeben. Von englischen Verlusten schweigt London. Es scheint aber, daß selbst dem englischen Admiralstabe dieser Schwindel denn doch zu stark oder noch nicht am Plate war; denn er erklärt, daß ihm von einer solchen Schlacht nichts bekannt sei. Immerhin aber hatte das Ausland einige Zeit lang wieder die Freude eines englischen Sieges gehabt. Dieser Schaden wird aber wieder dadurch gut gemacht, daß Madrid am 8. kabelt: deutsche Telefunkenstationen der Nordsee gäben bekannt, daß bei Helgoland 37 deutsche Torpedoboote gesunken seien; allein auch den Engländern habe dieser Sieg 4 Schiffe ge= kostet. Dieser Sieg wird dann nicht wieder dementiert; die Fälschung mit der„, deutschen Telefunkenstation" hatte die Sache schmackhafter gemacht! Der Verlust des Kreuzers ,, Amphion" wird zugegeben; England ist aber nach berühmtem Vorbilde leicht in der Lage, diesen Verlust wettzumachen. Es gibt offiziell in London bekannt, daß der Kapitän Foll vom ,, Amphion" nun als Ersatz das Kommando über den„ Faulkner" bekommen habe. Es ist dies ein Schiff, das für Chile erbaut war und nun kurzer Hand dem britischen Geschwader einverleibt wurde; ob es schon bezahlt war, ist leider nicht gesagt! Am 12 vernichtet dann der Kreuzer ,, Birmingham" das deutsche„, U. 15". Endlich am 14. erklärt London offiziell, daß eine Seeschlacht in der Nordsee nicht stattgefunden habe. Leider wird hierbei nicht gesagt, welche früheren Meldungen durch diese lakonische Mitteilung richtig gestellt werden sollen oder müssen. Im Gedächtnisse des Lesers bleiben aber die früheren Siege haften! In Admiralitätskreisen sind schon Beratungen darüber im Gange, wie englische Torpedo boote am bequemusten den Rhein herausfahren könnten, um Köln, Mainz und die sonstigen an der Strecke liegenden wichtigsten Städte zu bombardieren. Da Rußland von der anderen Seite mit seiner Flotte kommt, so hat England von Norden her ganz leichtes Spiel. Zwei Schiffsdivisionen sollen sofort nach Kiel und Wilhelmshaven gehen. In den nordamerikanischen Gewässern haben wir nach Newyorker Kabel bereits am 5. die ersten Verluste. Von den deutschen dort kreuzenden Schiffen„ Dresden“,„ Karlsruhe" und Straßburg" verlieren wir im Kampfe mit französischen und nglischen Kreuzern zwei, während es dem dritten gelingt, zu entfliehen. Bei Algier wird der„ Panther" gefangen. Trotzdem muß am nächsten Tage schon die„ Lusitania" den englischen Kreuzer ,, Esser" um Hilfe gegen die deutschen Kreuzer an der nordamerikanischen Küste bitten. Am 6. kabelt Madrid, daß bei den kanarischen Inseln von englischen Kreuzern ein deutsches Kriegsschiff versenkt und ein anderes gefangen nach Gibraltar geschleppt sei. Asquith ist in London am 5. schon in der Lage, bekannt zu geben, daß die englische Flotte zwei deutsche Panjer versenkt habe, während es dem dritten nur durch eilige Flucht gelungen sei, sich zu retten. Asquith kann auch dem englischen Volke die beruhigende Erklärung geben, daß den englischen Kriegsschiffen offiziell der Funkspruch zugegangen sei Feindliche Flotte fangen oder zerstören!". Gleichzeitig ist in Mondschottland eine Seeschlacht im Gange, über deren Ausgang mam noch nichts wisse; Verwundete werden aber bei Cromarty ausgeschifft.( Vermutlich handelt es sich hier um die Tätigkeit deutscher Unterseeboot!) Recht schlecht geht es auch der„, Emden." in den argentinischen Gewässern. Nach Kabel aus Buenos Mires trifft dort vom englischen Lloyddampfer„ Highland" die Meldung ein, daß die„ Emden" in schwerverletztem, jammervol lem Zustande vor dem Kreuzer ,, Glasgow" fliehe. Auch in dens spanischen Gewässern scheint es uns sehr schlecht zu gehen; ichot sich doch Madrid am 7. offiziell genötigt, zu erklären, daß es nicht wahr sei, daß drei deutsche Kreuzer auf der Flucht vor englischen Schiffen in Vigo eingelaufen seien. Am 7. ist Londonn dann in der glücklichen Lage, dem staunenden Auslande zu labeln, daß die größte Seeschlacht der Weltgeschichte" geschlaBesonders schlecht ergeht es der„ Göben“ und„ Breslau". Am 5. ist Paris bereits in der Lage, zu melden, daß die ,, Breslau" vernichtet, die ,, Göben" aber gefangen sei; beide von französischen Schiffen, als die deutschen vor den Engländern fliehen mußten. Dieser Ruhm läßt aber wieder die Engländer nicht ruhig schlafen; und so muß Newyork am 7. der Welt bekannt geben, daß die ,, Breslau"( die vorher von den Franzosen ge= fangen war!) vernichtet und die„, Göben", ein Schiff von 22 000 Tons von den Engländern gefangen sei! Ganz einig ist man sich aber über die Verteilung der Beute nicht; bei anderer Ge-| - Nr. 51. Zu Punkt 10 der Tagesordnung Anträge wird nachstehender Antrag des geschäftsführenden Vorstandes einstimmig angenommen: ,, Mit Geist und Ansehen unserer Organisation ist es un vereinbar, wenn Vorstandsmitglieder oder Beauftragte für die Wahrnehmung besonderer Arbeiten, Vertretungen u. dgl. von den Verbands- und Vereinsangehörigen unmittelbar für ihre Tasche geldliche Leistungen( durch Kürzung an den Mitgliedsbeiträgen, Abforderung von Pauschbeträgen, Vorschüssen u. dgl.) erheben. Werden solche Leistungen ausnahmsweise einem Kameraden zugestanden hierzu bedarf es des förmlichen Beschlus= ses der zuständigen Organe so hat die geschäftliche Abwicklung durch die Vereinskasse bezw. durch den Kassierer zu erfolgen. Die Vereine, Gruppen usw. sind gehalten, diese Grundsätze strengstens zu beobachten und etwa noch bestehende Abweichungen binnen fürzester Frist abzustellen. Zuwiderhandlungen haben unweigerliches Einschreiten der vorgesetzten Verbände zur Folge, welche sich von der Einhaltung obiger Grundsätze von Zeit zu Zeit zu vergewissern haben." Die den Ausbau der Versorgungsgesetze betreffenden Anträge werden dem geschäftsführenden Vorstand als Material für das künftige Forderungsprogramm überwiesen. Die An regung der Provinzialgruppe Hannover betr. Namensänderung des Verbandes s. unter Gesamtvorstandssitzung soll mit dem Vorstande des Kyffhäuserbundes besprochen werden. Staatsrat Dr. Quard schließt hierauf die Versammlung mit einem Dank an die Teilnehmer und den geschäftsführenden Vorsitzenden in der Hoffnung, daß der Verband auch weiterhin gedeihen möge zum Wohle des Vaterlandes. Das Reichsversorgungsgesez, Altrentnergesetz und Kriegspersonenschädengeſetz. In der bekannten Schriftenreihe„ Stilles Rechtsbibliother" ( Verlag Georg Stilke, Berlin NW. 7) erscheint in Kürze eine Textausgabe mit Anmerkungen dieser so bedeutenden Gesetze. Verfasser ist der auf dem Gebiete der Reichsversorgung in weitesten Kreisen bekannte Oberregierungsrat Dr. jur. et rer. pol. Carl Arendts, Mitglied des Reichsversorgungs- Gerichts, beauftragt mit dem Senatsvorsitz. Der Verfasser hat hier aus der Praxis für die Praxis ein vorzügliches und an Reichhaltigkeit einzig dastehendes Werk geschaffen. Zusammenfassend in einem Band behandelt es die wichtigsten Versorgungsgesetze( RVG., ARG., KPSG.). wobei bereits die 4. Novelle zum Verfahrensgesetz vom 17. 3. 1928 eingearbeitet ist, und enthält außerdem noch im Anhang das Verfahrensgesetz in seiner Neufassung nebst den dazu gehörenden Entschließungen und Regierungsvorschlägen. Das Buch bringt den neuesten Stand der Gesetzgebung vom 1. 4. 1928 und einen diesem entsprechenden vollständigen Ueberblick über die Rechtsprechung. Solange der fast überall eingeführte, große Kommentar des Verfassers zum RVG., auf den übrigens an zahlreichen Stellen Bezug genommen wird, nicht neu erschienen ist, bildet das Werk jedenfalls einen geeigneten Ersatz dafür. Der Preis des ca. 550 Seiten starken Buches beträgt 15 RM1, Neue Bücher. Das„ Bayerische Hochland", illustrierte Zeitschreift für den Fremdenverkehr und Wintersport im Hochland und bayerischen Allgäu. Die Mai- Ausgabe befaßt sich in erster Linie in Wort und Bild mit dem Werdenfelser Land. Probenummern sind kostenlos durch den Verlag München 9 zu erhalten. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. legenheit werden wieder beide Schiffe von den Franzosen gefangen! In diesen Streit hinein meldet Rom am 8., daß man überhaupt nichts von den beiden Schiffen wisse, die vermutlich sich nach Desterreich in Sicherheit gebracht hätten. Der schneidige Durchbruch bei Messina darf der Welt natürlich nicht befannt gegeben werden. Am 14. meldet London den Verkauf der deutschen beiden Schiffe für 2 Millionen Pfund an die Türtei und protestiert später gegen diesen Ankauf bei der Türkei, ohne aber diesem Proteste einen nachdrücklichen Hintergrund zu geben. Trotz dieser vielen Siege gegen unsere Auslandskreuzer sieht sich nach Londoner Meldung vom 14. das Foreign Office auf Vorstellungen der Kaufmannschaft hin genötigt, die Admiralität um Schuh gegen die deutschen Kreuzer in Südamerika zu bitten, worauf das Marineministerium einen Schwarm englischer Kreuzer zur Reinigung der südamerikanischen Gewässer aussendet. Daß jeden Tag Scharen deutscher Dampfer und Segler aufgebracht werden, soll nur kurz erwähnt werden, besondere Erfolge hat die russische Flotte in der Ostsee, die im übrigen aber von England keine Siege in die Welt gedruckt bekommt. Nur wenige Brocken fallen für die Franzosen ab. Die Beschießung von Libau, sowie den afrikanischen Häfen wird zugegeben. Besonders unglücklich ist Deutschland zu Lande. Für mangelnde sonstige Unterstützung entschädigt England Belgien durch Siege, die ihresgleichen suchen. Eine Rette andauernder Niederlagen schwerster Art kennzeichnet unsere westliche Bewegung durch Belgien; wir unterliegen uns durch! Besonders schlecht ergeht es überall den Ulanen! Kaum sehen diese belgische Kavallerie oder gar die ,, Garde civique", so sind sie nicht mehr zu halten und ihre Vernichtung ist nur der außerordentlichen Schnelligkeit der Belgier zu danken, von denen stets nur wenige die genauen Zahlen werden stets angegeben genügen, um ganze Regimenter aufzureiben. Jeder Zusammenhang, jeder Orientierungssinn fehlt diesen Ulanen; während die deutschen Heere geschlagen sich nach Deutschland und der Eifel zurückziehen oder übertreten müssen, treiben sich Ulanen weit hinter Namur, dicht an der Nordsee herum, wo sie natürlich leicht Beute der Belgier werden. Schluß folgt. Samstag, den 23. Juni 1928. 9 63 Fahren Sie ein PRESTO Rad, es ist beste Qualität zu billigstem Preis! Unübertroffen leicht. Lauf, schnittiger Bau, elegante Ausstattung ( auch in geschmack voller bunter Emaillierung) und gediegenste Ausführung Günstige Zahlungsbedingungen! Verkauf durch: ,, Gießener Zeitung" Die neue Kyriazi Cigarette KYRIAZI NO6 Jakob Schupp, Gießen, Seltersweg 83 2 Merkmale Aecht Franck Kaffee Zusa Franck- Fabril in Deutschlan Ludwigsburg, Halle Kauss a Rhein, Mag Bremgartach, Marb Eppingen, Brett Suit 100 Fin Franck 1828-1928 70 Meded kg- 250 Gra Leichte Mischung in vollem Format der Echtheit: 1 der Name Franck 2 Schutzmarke Möbel Schlafzimmer Wohnzimmer Herrenzimmer auf Küchen bequeme Teilzahlung Gemeinnützige Möbelversorgung für das Hausrat ausrat Rhein-, Main-, Lahngebiet G. m. b. H. Gießen, Lindenplatz1 Eingeführte Damenfrisieren Rheinische Shampoonieren mit prima Ondulation Weinkellerei Bubikopf- Schneiden sucht tüchtigen ( vollendete Ausführung) sowie Manikure und Vibrations massage Kaffeemühle Bernhard Dosch Achten Sie bitte beim Einkauf genau auf Damen- u. Herren- Friseurgeschäft ProvisionsVertreter für Gießen u. Umgeg. Angebote unter ,, 1933" an die Expedit. d. Bl. dijese zwei Kennzeichen, damit Sie den guten Mißfarbene Zähne Automobil- Lastzug sparsamen Kaffee- Zusatz Aecht Franck erhalten. Er gibt dem Kaffeegetränk eine schöne, goldbraune Farbe und ein würziges feines Aroma. Aecht Franck ist seit 100 Jahren das anerkannt Beste auf dem Gebiet der Zichorienkaffee- Erzeugung Die Hausfrau braucht auch eine freie Stunde, oder soll sie vielleicht den ganzen Tag bohnern u. putzen müssen! ,, LOBA- WACHS" glänzt sonnenhell und stahlhart Parkett u. Linoleum und zwar schnell, mühlos und sparsam. Für einfache Bretterböden u. Treppen nimmt man: » LOBA BEIZE" das ,, wasserechte" Farbbohnerwachs, gelb, braun oder rotbraun, es färbt u. glänzt alle Bretterböden wie schönstes Parkett. Und zum Putzen LOBALIN" flüssig, das desinfizierende Reinigungsmittel, reinigt mühlos alle Böden ohne Seife, ohne Späne. Jmmer Loba für den Boden!! der Beutiche Rundfun Tempo Tempo! Sonst ist Der Deutsche Rund. funt, die funfzeitschrift im roten Umschlag, ausverkauft und was wollen Sie dann mit 3hrem Empfänger machen, wenn Sie die ausführlichen Programme aller Gender nicht haben? Deshalb.. Bestellen Sie den Deutschen Rundfunt bei Ihrem Buchhändler, Briefträger oder Poftamt. Bezugspreis monatl. RM 2. Einzelbeft 50 Pf. Wer den Deutschen Rundfunk noch nicht kennt, fordere fostenlos Droßeheft vom Verlag, Berlin N 24 entstellen das schönste Antlig. übler Mundgerich wirkt abstoßend. Beide Schönheitsfehler werden gründlich beseitigt oft schon durch einmaliges Puzen mit der herrlich erfrischend schmeckenden Caloro. dumt- Zahnpaste. Die Zähne erhalten danach einen wundervollen Elfenbeinglanz, auch an den Seitenflächen, besonders bei gleichzeitiger Benutzung der dafür eigens tonstruierten ChlorodontZahnbürste mit gezahntem Borstenschnitt. Faulende Speisereste in den Zahnzwischenräumen als Ursache des üblen Mundgeruchs werden gründ lich damit beseitigt. Versuchen Sie es zunächst mit einer fleinen Tube zu 60 Pfg. ChlorodoutZahnbürste für Kinder 70 Pfg., für Damen Mt. 1.25( weiche Borsten), für Herren Mt. 1.25( harte it d. Aufschrift ,, ,, Chlorodont". überall zu haben. fährt Anfang leer nach Wiesbaden, Ladung jeglich. Art gesucht. Möbeltransport HILLERT, Wiesbaden Adelheidstraße 38. Ein junges Mädchen findet zur Erlernung Borsten). Nur echt in blau- grüner Originalpadung der feinen Küche NWK WoLLe DE INTER NWK Schweisswolle läuft nicht ein und filzt nicht 4 freundliche Aufnahme. weiter wird daselbst ein Mädchen für Zimmer und Küche zu sofort gesucht. Bad Nauheim, Kurheim Tannenberg. Eisu- Me- Bellen Stahlmatratz. Kinderbett. günstiga.Privat. Kat.1584fr. Dr., Abitur Anleitung durch Dr. Woitin, Berlin W. 50 Geisbergstraße 24. Kaffee- Vertretung evtl. mit Niederlage für Selbstverbraucher 63 Nr. 51. Universal- ReichssteuerKassebuch mehrfach gesetzlich geschützt ( Von vielen Steuerinspektoren und Bücherrevisoren bestens beurteilt) enthält Spezialeindrucke für jeden Handwerksbetrieb " z. B. für Gastwirtschaftea", ,, Bäckereien" ,, Gärtnereien" ,,, Glasereien" ,,, Landwirtschaftsbetriebe" ,,, Maler u. Weissbinder" ,,, Maureru. Baugeschäfte" ,,, Metzgereien",„ Polstereien und Sattlereien" ,,, Schlossereien" ,,, Schmiedereien" ,,, Schneiderbetriebe" ,,, Schreinereien", ,, Schuhmachereien" ,,, Spenglereien", offene ,, Ladengeschäfte" ,,, Modistinnen", Weissnähereien",", Architekten", 29 99 , Aerzte" und ,, Agenturen". Mit diesem Kassebuch, für dessen Führung Buchführungsvorkenntnisse nicht erforderlich sind, kann zu jeder Zeit sofort ohne viel Mühe die zu zahlende Umsatzsteuer sowie das steuerpflichtige Einkommen festgestellt werden, weil die umsatzsteuerpflichtigen und die umsatzsteuerfreien Einnahmen, sowie die einkommensteuer pflichtigen und die einkommensteuerfreien Ausgaben getrennt von einander mit grösster Leichtigkeit gebucht werden. Nebenher weiss man auch, welche Summen für Materialien und die verschiedenen Unkosten sowie für den eigenen Haushalt verausgabt wurden. Diese allseits als sehr praktisch anerkannten Bücher sind bei mir stets vorrätig. Albin Klein, Gießen, Hermes Südanlage 21. Bruchheilung Ohne Operation, ohne Berufsstörung Hermes verg. Kaffee- Import wurde durch unsere Behandlungsart sogar in schwersten Fäl 3.Behrens, Hamburg36 len in erstaunlichem Maße erzielt und uns in Hunderten von BE UNDER Ein- Abitur Institut Boltz Ilmenau, Thür Überall erhältlich. Zur Hochzeit, allen Festen und Gelegenheiten fertigt Reden, Gedichte, Prologe, Tafellieder usw. schnellstens an Heimverlag, Radolfzell a. Bodensee. Attesten bestätigt. Referenzen und Prospekte auf Wunsch kostenlos. Rückporio erwünscht. Zur Behandlung kommen Leisten-. Schenkel-, Nabel-, Nar ben-, Bauch- und Wasserbrüche. Sprechstunde unseres approbierten Vertrauensarztes in: Buzbach: Donnerstag, 28. Juni, nachmittags 3-7 Uhr, Hotel ,, Deutsches Haus"; Gießen: Freitag, 29. Juni, vormittags 8-12 Uhr, Bahnhofs Hotel Lenz. Sermes" Aerztliches Institut für orthopädische Bruchbehandlung G. m. b. S., Hamburg, Esplanade 6, ( Leitender Arzt: Dr. H. L. Meyer.) Aeltestes und größtes ärztliches Institut dieser Art. Erscheint Bezugspreis 2, Redaktionsschluß früh endung nicht verla 41. Sabeg. Politif Mittwoch lande die drei Dzeanflieger des Königs von Bulg den Spigen der Beh Herzog von Coburg Augenminister D vier Wochen zur Kur dem Außenminister 3 Besuch abstatten. Der zum Nachfol ernannte englische B it am Mittwoch vo Uebergabe seines A An der deutsch- d dern ist der dänische Grenzpolizei unter d worden. Das polnische K getreten. Der Staa prämierminister Bar jammenlegung des n nen die gleiche blei Prinz Heinrich Pressa" und die ni zu besichtigen. Noch in Wir haben nod handlungen haben fahren, nachdem sich leidigten zurüdgezog den beisammen, un raten, und immer Die Deutsche gierung der Männ Kenntnisnahme in die Opposition Das Zentrum der wieder bedeute besteht absolut dar reichskanzlers im man ihm an St übertragen. Für Durch diese frattion in Perma haben. Müller- Franke licherweise reichlich fen, daß er im F Weigerung einen würde, in sein Ka Die Verhältni dieser Punkt übern dieser schwachen" Am späten Reichspräsidenten. wicht möglich gew in diesen Tagen fähigen Regierun migglädt zurüdge 94 RVBI. N Wird ein Beri rensgefehes) im Sp hoben, weil die Gen erteilt worden ist of cher äußerlich nicht ohne daß das Spru getroffen hat, so ist Vorschriften und d Reichsversorgungsge zulässig. Die in§ 65 Ab bene vorherige Ger in jedem Einzelfal auch nicht durch ein ministeriums, durch ist, ersetzt werden. Drucksache