Nr. 100. it versorgen. Da aus vergnügliche Sophie Kloers Ramen mit Red hreibfeder haben fen. Eine Reihe nut und guter jealter ist„ Die Das lejen voll nen R- M. 3.rausgegangenen Gießener Zeitung Ciencite Redgrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. ausgehen ſtatt 41. Jahrg. Federlejens Ab ich alle wohlauf Better Franz. Ruf läßt nicht anisation erschal Sen im Verlag enen Buches be anmutige Schau hnen am Herde Ts erste deshalb, wig Karpath in itschen Sprachge ftsteller ist. Kar: Natürlich ist ei Lust aufgebracht guden, in denen Kochkunst aber Rezepten stammt So finden wir Richard Strauß, iegfried Wagner, der Witwe Gu In Artur Schnitz en Generalmusit rpunsch aus dem Hummer mit ähnliches mehr. werden muß. sgegeben von Dr. zig, Goethestraße gang erscheinende und Volk zu Millionen Men e Reichsbahn in oltsbedeutung je je ein Blatt ge Kalender ,, durch t immer wieder und gibt AufFortschreitende Zi es Betriebes und er möge den Ka in in Gießen. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Bostschedionto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M Samstag, den 22. Dezember 1928 1928 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pig. lokal 12 Pig., die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pig. Blake vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 101 H rien en en, wie GEN GEN TEN EN erkeit hall en hilfsbereit! Be Well en Geim gemüt es, als sichalle fernen Sende olen". u, ob Rom, ob Paris nberg jetzt bringt und s Barcelona ertönt... She Rundfunt" Funkzeitschrift, bringt ührlichen Programme Indischen Sender -durch das Postamt odeint Onst vom Verlag, Berlin NM Mir ist das Herz so froh erschrocken, Das ist die liebe Weihnachtszeit! Jch höre fernher Kirchenglocken Mich lieblich heimatlich verlocken In märchenstille Herrlichkeit. Ein frommer Zauber hält mich wieder, Unbetend, staunend muß ich stehn; Es sinkt auf meine Augenlider Ein goldner Kindertraum hernieder, Jch fühl's, ein Wunder ist geschehn. Theodor Storm geisterung das Verlangen nach einem höheren Leben: das fromme, andächtige Suchen nach einem höheren Einn unseres Lebens. Und nur diese Menschen, deren Seele das Fliegen noch nicht per: lernt hat, werden doch immer die ganzen und echten Menschen sein Nur sie werden sich in der Mas schinenwelt nicht selbst verlieren, nicht selbst ein Stüd Maschine in dieser Welt werden. Aber trotz alledem: den Weihnachtsbaum wird| mehr hat. Und es gibt unter den allermodernsten auch sie nicht vergessen! Die liebevolle finnige Großstadtmenschen neben all ihrer technischen BeStimmung des heiligen Abends wird auch fie nicht von sich abtun. Denn was auch immer die Technik an Wundern uns beschert. höchstes und legtes Wunder bleibt doch stets das Leben selbst. Lebensträfte fann die Technik beherrschen lernen und uns dienstbar machen. Aber schaffen tann fie selbst diese Lebenskräfte nicht. Wir fönnen uns herzlich freuen alles dessen, was die Technit uns an Erleichterungen und Bereicherungen des Lebens schenkt. Aber die Gabe. uns freuen zu tönnen, stammt aus anderen Zusammenhängen als den jenigen, die sich technisch berechnen und fonstruieren lassen. Die Sehnsucht der Menschenseele geht immer noch über alle Technik hinaus, und die Technik selbst mit all den Anstrengungen und Opfern, die sie von der Menschheit verlangt hat und stets wieder verlangen wird, entstammt legten Endes der Sehnsucht der Menschenseele. den schaffenden Kräfien in uns, die uns Gott, dem Schöpfer, der wandt machen. Denn Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde. Ein Stüd Romantik, dieser grüne Tannenbaum mit seinen strahlenden Lichtern! Paßt diese Romantik eigentlich noch in unsere Zeit der Technit? Wenn diese Technik sich auch des Lichterglanzes am Weihnachtsbaum bemächtigt und die alten, duftenden Wachskerzen durch elektrische Lämpchen ersetzt: wirkt das nicht schon wie eine Ernüchterung? Wie eine Beeinträchtigung dieser romantischen Poesie, die den Weihnachtsbaum feit Jahrtausenden mit ahnungsvollen Träumen und mystischen Stimmungen umwob? Gewiß, die Kinder werden sich keine Gedanken über solche Widersprüche machen. Sie fehen nur den Glanz und den bunten Schmud und den Tisch mit Geschenken. Für sie ist das alles noch wie im Märchen, und rückhaltlos geben sie ihr fleines Gemüt dem holden Eindruck gefangen Aber wie lange sind die jungen Menschen von heute noch Kinder? Wachsen sie nicht so viel früher als wir einst in dieses Zeitalter der Technit mit all feinen Berechnungen, mit all seinen greifbaren und unerklärbaren Wunderleistungen mit hinein? Als wir Kinder waren, da hoben wir noch nicht die Augen zum Simmel, um surrende Flugmaschinen durch den blauen Aether streifen zu sehen; da stellten wir noch nicht den Radioapparat ein, um aus dem schwei genden Aether plötzlich menschliche Stimmen und weither flingende Melodien hervorzuzaubern: da war uns eine Eisenbahnfahrt noch Ereignis, und Wagen, die ohne Vorspann mit 70 Kilometer Geschwindigkeit die Landstraße entlang fegen, hatten wir noch nicht zu Gesicht bekommen. Heute sehen die Kinder das alles auf Schritt und Tritt um fich herum, heute bekommen sie das alles frühzeitig in der Schule erklärt, heute sind fie in solchen Dingen häufig wissender als selbst die Eltern. Wer will ihnen da vom Weihnachtsbaum noch Wunderdinge erzählen und mit Bildern von fliegenden Engeln und von himmlischen Lichtern Eindruck auf| sie machen? Ja, es ist eine veränderte Welt, in die unsere Jugend hineinwächst, und sie wird mit anderen seelischen und geistigen Voraussetzungen an die Aufgaben ihres Lebens herantreten als wir Die Hirten auf dem Felde sehen noch heute wie vor Jahrtausenden die ewigen Lichter des Himmels Der Großstädter fann über den engen über sich Straßen höchstens noch einen Streifen des Himmels erwischen, und im Scheine der elektrischen Bogenlampen wird für ihn das Sternenlicht ertrinfen. Wenn er einen Glanz über den Himmel huichen sieht oder wenn hoch über allen Häusern ein rotes Licht aufblikt, dann wird er an die Scheinwerfer denken und an die Blinklichter, die den nächtlichen Flieaern den Weg zeigen sollen. Jener einfache. ländliche Mensch fonnte nur mit seiner Seele zum Simmel emporfliegen. Der moderne Geschäftsmann erhebt sich körperlich in die Lüfte. während vielleicht seine Seele das Fliegen längst verlernt hat. Aber doch: es muß nicht immer so sein und es wird auch nicht immer so sein. Es gibt auch unter den Menschen, die den weiten Himmel über fich haben, gar manche, deren Seele teine Flügel Und weil diese Sehnsucht so zum innersten Wesen der Menschlichkeit gehört, weil erst die Liebe und Güte den wahren Menschen macht, und weil der Mensch aus allem äußeren Erleben immer wieder zu einem innerlichen Erleben fommen will. zu einer Verbindung des Göttlichen in ihm selbst mit der Gottheit im Weltall deshalb werden auch die ewigen Symbole der Religion niemals ihren Wert einbüßen. Und immer wird das Licht Eymbol der Soffnung bleiben Aus dem düstern Winter sehnt sich der Mensch nach der goldenen Sonne des Som mers; aus dem Dunkel der Nacht wünscht er sich heraus in das flare Licht des Tages Und so hat er mitten in der Winternacht die Lichter des Weihnachtsbaumes entzündet, um sich ein Unterpfand zu schaffen für den Glauben an die Wiederkehr des Tages und an die Wiederkehr des Sommers. Und zugleich soll ihm dieses liebliche Unterpfand Sinnbild eines himmlischen Tages und eines ewigen Sommers fein Hoffnungen und Wünsche, die über das irdische eng begrenzte Leben hinausgehen. lassen sich niemals anders als durch Symbole zum Aus drud bringen. Und le älter diese Symbole find, je mehr Gefühle und Gedanken von Hunderten von Geschlechtern sich mit ihnen unlöslich verknüpften, um so mehr haben sie uns zu fagen. So gewinnt der Weihnachtsbaum feinen Wunderglanz, von dem es gleichgültig ist, ob ihn Wachskerzen oder elet trische Glühlämpchen verfinnbildlichen. So gewinnt er jenen Glanz, der in unserer Seele aufleuchtet und nachleuchtet über das ganze Jahr hin und den auch keine Scheinwerfer und Blinkfeuer in unserer Seele jemals übertrumpfen tönnen. Kultusminister a. D. Dr. Reinhold Stredez, Samstag, den 22. Dezember 1928. Politische Tagesschau. Reichspräsident von Hindenburg empfing den Reichstanzler zu einer längeren Besprechung über die zur Zeit schwebenden politischen Fragen. In der gestrigen Kabinettssitung erstattete Reichsminister Dr. Stresemann Bericht über die in Lugano stattgefundene Tagung des Völkerbundsrates und die dort geführten Verhandlungen. Das Reichskabinett stimmte den Darlegungen des Ministers einmütig zu. Infolge des Sieges der Wahllisten der rumänischen Regierungsparteien find sämtliche Kandidaten der Deutschen, die mit der Regierung ein Wahlkompromiß eingegangen waren, in Kammer und Senat gewählt worden. An der polnisch- litauischen Grenze haben polnische Soldaten Grenzpfähle nach litauischer Seite verlegt, worauf es zu ernsten Auseinandersetzungen der Kommandostellen kam. Wie aus Moskau gemeldet wird, ist die drahtlose Verbindung mit der afghanischen Regierung wieder hergestellt wor den. Es habe festgestellt werden können, daß die aus englischer Quelle kommenden Nachrichten über den Aufstand in Afghanistan start übertrieben seien. Auf Befehl des Untersuchungsrichters ist in Paris Litwinow, der Bruder des stellvertretenden russischen Volkskommisfars für auswärtige Angelegenheiten, wegen Betrugs, Unterschlagung und verschiedener Fälschungen verhaftet worden. Valparaiso wurde gestern von einem heftigen Erdbeben heimgesucht, das auch in Concepcion verspürt wurde. Die Zahl der Opfer ist noch nicht bekannt. Der Severingsche Schiedsspruch. Hinsichtlich der Lohnregelung sieht der Schiedsspruch vor, daß für die Zeit von der Wiederaufnahme der Arbeit bis zum 31. Dezember 1928 sich die Entlohnung nach dem für verbindlich erklärten Schiedsspruch vom 27. Oktober 1928 regelt. Mit Wirkung vom 1. Januar 1929 erhalten die in reinem Zeitlohn beschäftigten Arbeiter über 21 Jahre eine nichtaffordfähige Zulage, und zwar beträgt für die Lohngruppen von 60 bis 62 Pfg. die Zulage 6 Pfg., für die Gruppe von 63 bis 65 Pfg. Stundenlohn 5 Pfg., für die Gruppe von 66 bis 72 Pfg. 4 Pfg., für die Gruppe von 73 bis 77 Pfg. 3 Pfg., für die Gruppe von 78 bis 79 Pfg. 6 Pfg., für die Gruppe von 80 bis 81 Pfg. 5 Pfg., für die Gruppe von 82 bis 83 Pfg. 4 Pfg., für die Gruppe 84 bis 86 Pfg. 3 Pfg., für die Gruppe von 87 bis 88 Pfg. 2 Pfg. und für die Gruppe von 89 Pfg. 1ẞfg. Betreffs der Arbeitszeit werden neben tertlichen Aenderungen des Rahmentarifvertrages folgende Bestimmungen getroffen: Mit Wirkung vom 1. Januar 1929 wird die Arbeitszeit verkürzt für alle Arbeiter, die 60 Stunden arbeiten, allgemein auf 57 Stunden je Woche. In Gießereien, Radiatorenbetrieben etc. auf 52 Wochen- Stunden. In den Sandstrahlbläsereien, Zementfabriken, Schlackenmühlen etc. auf 48 Stun den. Betriebe, die zurzeit kürzere Arbeitszeit haben, behalten diese bei. Im übrigen bleiben die Bestimmungen des Arbeitszeitabkommens vom 15. Dezember 1927 unverändert bestehen. Weiter wird bestimmt, daß Maßregelungen aus Anlaß des Lohntarifs unzulässig sind. Eine Unterbrechung des Arbeitsverhältnisses hat nicht stattgefunden. Die in der vorliegenden Entscheidung getroffene Regelung der Löhne und der Arbeitszeit ist erstmalig am 1. August 1930 mit zweimonatiger Frist fündbar. Weihnachtsgruß an Hessens Jugend. Rund um uns brennen viel Lichter aber wenig Herzen.( Fr. Naumann.) Liebe Hessenjugend! Das Weihnachtsfest greift nach allen Herzen in den deutschen Landen. Es ist noch eines der letzten Bänder, vielleicht das letzte überhaupt, das alle umschlingt. Für jeden, ob arm, ob reich, ob vornehm oder gering, ob alt oder jung, sind irgend= wie besonders liebe Erinnerungen damit verbunden, für alle wird es zu dem Fest, an dem sich die Liebe im schönsten und reinsten Lichte, am uneigennützigsten und gebefreudigsten zeigt. Jene wenigen Worte: Ehre, Gott, Friede den Menschen, die als Symbol über dem Weihnachtsfeste stehen, sind, wie sie auch im einzelnen ausgelegt werden mögen, irgendwie leuchtendes Ideal für die suchende und ringende deutsche Jugend. Die Zeit, in der das Licht am hoffnungsvollsten aufleuchten will, zur Zeit, in der sich der neue Morgen für die Menschheit fündet, zur Zeit, in der die Jugend des„ guten Willens" sich immer wieder erneut und hoffnungsfroh zu den Kämpfern im Heere des Lichtes findet und aller Lauheit und allem Unverstand die sieghaften Worte entgegenhält: ,, Mit uns geht die neue Zeit!" Ja, mit euch geht sie, ihr jungen Menschen, und euer Weihnachtsglaube soll euch Jahr für Jahr zur Weihnachtsgewißheit werden. Ich habe euren Worten gelauscht, ich gave eure Tuten gesehen, den Glauben an unsere organisierte hessische Jugend, wie ich sie aus den Bünden und Verbänden aller Gattungen fenne, kann mir niemand rauben. Von Jahr zu Jahr vermehrte und stärkte sich unser hessischer Landesausschuß der deutschen Jugendverbände, von Jahr zu Jahr wuchs die Zahl der gemeinsamen Veranstaltungen und Tagungen, und ob es nun eine Singefreizeit war, ob es eine Tanzfreizeit war, ob wir ein Neues planen, wie etwa die vorgesehene Laienspiel- Freizeit, ihr wißt und ich weiß es mit euch, wie freudig ihr alle und aus allen Lagern famt, und wie beglückt und erregt von tiefem Erleben ihr wieder zu eurer Arbeit und zu euren Bünden und Verbänden zurückkehrtet. Laßt uns deshalb am Ende des Jahres noch einen Blick auf das schöne Erleben dieses abgelaufenen Jahres werfen. Wie war das mit der Singefreizeit im Frühling auf der Orbishöhe? Waren das nicht unvergleichlich schöne Tage für uns alle? War das nicht das echte Erleben untrennbarer Gemeinschaft trotz allem? War das nicht das Große, Bewegende, ,, Gießener Zeitung" Südamerika beruhigt sich. La Paz, Der bolivianische Senat hat der Regierung das Vertrauen ausgesprochen. Der Senat billigt die Annahme der Vermittlung der panamerikanischen Konferenz zur Beilegung des Streitfalls mit Paraguay. Die Meldungen, daß beide Länder den Konflikt einer schiedsgerichtlichen Regelung unterwerfen wollen, hat auf die Oeffentlichkeit beruhigend gewirkt, und man rechnet damit, daß die Erregung sich ebenso schnell legen wird, wie sie ausgebrochen ist. Was der hessische Staat für die Kirche tut. Das Landeskirchenamt hat zu statistischen Zwecken eine Uebersicht über die Staatsleistung für kirchliche Zwecke in den benachbarten preußischen Gebieten und in Hessen zusammen gestellt. Danach leistet der Staat in Hessen- Kassel für kirchliche Zwecke auf den Kopf der Bevölkerung fast 4 Mark. In Waldeck sind es 4,80 Mart, in Hessen- Nassau 5,47 Mark. Der hessische Staat leistet demgegenüber insgesamt 480 000 Mark oder auf den Kopf der evangelischen Bevölkerung 54 Pfennig. Dabei ist ferner zu berücksichtigen, daß das Gesamtsoll aller Kirchengemeinden an Reichseinkommensteuer also die Summe, die der Staat aus kirchlichen Kreisen herausholt, in Waldeck auf den Kopf 18 Mark, in Hessen- Kassel 20 Mark, in Nassau 26 Mark und in Hessen- Darmstadt 40 Mark beträgt. Von der letztge= nannten Summe kommen 54 Pfg. zu kirchlichen Zwecken zugute. Der Fall Fuchs vor Gericht. Der Angeklagte zu hoher Geldstrafe verurteilt. Das System der Günstlingswirtschaft der eigentlich Schuldige. Am Mittwoch stand vor dem Bezirksschöffengericht Darmstadt der Fall des früheren Regierungsrats im Ministerium des Innern, August Fuchs, zur Verhandlung. Die Sigung dauerte den ganzen Tag über von morgens 9 Uhr bis in die späte Nachtstunde. Es erging folgendes Urteil: Der Angeklagte, Regierungsrat August Fuchs, ist schuldig des Betrugs in 3 Fällen, der einfachen Bestechung in 5 Fällen und wird verurteilt: Wegen Betrugs zum Nachteil der Polizeikasse Lampertheim zu 200 Rmt., wegen Betrugs zum Nachteil der Polizeikasse Friedberg zu 100 Rmt. und wegen Betrugs zum Nachteil der Polizeikasse Gonsenheim zu 150 Rmk. Geldstrafe. Weiter wurde der Angeflagte verurteilt wegen der Bestechung in 5 Fällen zu Geldſtrafen von je 200 Rmt. Im Falle der Uneinbringlichkeit sind je 10 Rmt. Geldstrafe mit je 1 Tag Gefängnis zu verbüßen. Im übrigen wird der Angeklagte freigesprochen. Das Empfangene oder der Wert des durch strafbare Handlungen Erlangten wird zu Gunsten der Staatskasse eingezogen. - Die sehr konziliante Verhandlungsleitung führte Herr Landgerichtsrat Weiß, die Anklage vertragt Herr Staatsanwalt Dr. Leoni, während der sozialdemokratische Landtagsabgeordnete Sturmfels seinem früheren Parteigenos= sen Fuchs wurde bekanntlich später aus der sozialdemokra tischen Partei ausgeschlossen als Verteidiger zur Seite stand. Nicht um den Menschen Fuchs ging es in diesem Fall allein, der am Ende des zwölfstündigen Verhandlungstages schluchzend zusammensant und dem man ein menschliches Mitgefühl nicht versagen wird. Fuchs selbst meinte, daß er„ nicht rechnen gelernt habe, für die Deckung der Schulden seines Bruders will er erhebliche Summen aufgewendet haben. Aber den größten Teil seiner Notlage hat Fuchs wohl selbst verschuldet. Er selbst bekennt, daß die„ Weibergeschichten" ihm den Hals brachen. ,, Aus den Dirnen wurden Erpresser", so rief er gelegentlich in der Verhandlung aus ,,, die sich an meine Sohlen hefteten." Doch hiervon abgesehen: Die Bedeutung des Falles Fuchs liegt ganz in dem der Einzelne alles Eigensüchtige zurückstellte, sich bewußt dem Gemeinsamen hingab, in dem das Verständnis für die soziale Gliederung stärker wuchs als sonst in Monaten und Jahren? Es war eine Singefreizeit und vom Liede aus, von der Rücksicht der Stimmen aufeinander schlang sich das Band, das euch auch im Chor des Lebens und im Chor der Menschheit alle umschlingen soll: Ein kleines Lied, wie geht's nur an, Daß man so lieb es haben kann, Was lag darin? Erzähle! Es liegt darin ein wenig Klang, Ein wenig Wohllaut und Gesang Und eine ganze Seele! Und wie war das mit der Tanzfreiheit im Sommer auf der Westerburg? War das nicht fast noch eine Steigerung gegenüber der Orbishöhe? Da waren die Tage voll Arbeit, aber voll einer Arbeit, die Frohsinn schuf und Freude am Körper und seinen Bewegungen. Und wenn ihr euch zu euren Gemeinschaftstänzen fandet, wenn ihr im Fackeltanz den scheidenden Tag feiertet und das Feuer eure roten Backen noch obendrein mit Glut übergoß, dann erlebtet ihr on euch selbst, was ihr vielleicht einmal in der Schule mit nur geringem Verständnis gehört und auswendig gelernt hattet, diesen Spruch eines Meisters:„ Tagesarbeit, abends Gäste, saure Wochen, frohe Feste!" Und von jenem Feuer auf der Burg, um das ihr in Frohsinn und festlichem Ernste tanztet, wird, das glaube ich bestimmt, auch ein wärmender Strahl auf euren Alltag und eure Arbeit in den Bünden und Verbänden gefallen sein! Wer freute sich von denen, die das einmal erleben durften, nicht jetzt schon auf die geplante Laienspiel- Freizeit und auf das eine und andere, was in diesem Sinne noch für das nächste und übernächste Jahr geplant ist, was ich aber heute noch nicht verrate! Aber alles erfüllt sich erst, wenn es Ausdruck der Gemeinschaft wird. Daher die Betonung der allseitigen 3u= sammensetzung, daher die Pflicht zur Weitergabe an die Verbände und Bünde, daher die Pflicht der zusammenfassenden Stelle, die Verbindung mit allen aufrecht zu erhalten und die Fühlung mit der ganzen Jugend, mit ihren veranstaltun= gen und Treffen jeder Art aufzunehmen. Und weiter denke ich mit Freude der Jugendherbergstage im abgelaufenen Jahre, als wir am Himmelfahrtstage mit 25 Lastautos die jugendlichen Teilnehmer nach Miltenberg zur Herbergsweihe brachten, als wir im Herbst bei noch größerem Nr. 101. Camstag, den 22. T In jeder Stube, ob Merbaum, der deutsche G Carm geworden ist, der ans geblieben, jener 3 ganz fühlen tann Weihnachten ist hus mer wieder, brauchen ja, heute noch siel m Freude und Liese. Nach bidfalschweren Zeit, na Cut, nad erbitterten B en Volfe gestorben, o ridgedrängt. In Qual Heute die Menschen so brüder sog in die Herzen Da wollen wir heu Glocken durch die stille, bene, Weihnachtszauber Das Licht, das einst unsere Tage durchdr Winiffen und Irrunge an erhellen. Und die M wo anders! Wie war doch der Lebensweg dieses Angeklagten? In kleinsten Verhältnissen wächst August Fuchs in Alzey auf. Er hat nur die Volksschule besucht. Um so höher ist es anzuerkennen, daß er, mit 17 Jahren als Schreibgehilfe beginnend, sich durch Fleiß und Tüchtigkeit bald zum Ratsschreiber von Gonsenheim emporgearbeitet hat. Er verläßt die Stelle, denn, wie der Angeklagte in vielsagender Kürze bemerkt:„, 1920 hatte ich mich links orientiert!" Zunächst ging es nach Dieburg. Aber schon bald darauf landete er als Buchhalter im Ministe rium. Man sieht, es waren damals schon Schutzengel" um ihn besorgt. Nun aber kommt sein Verhängnis. Der„, tüch tige Genosse" wird als würdig erachtet für die perteipolitische Beamtenauslese. Man machte ihn zum Polizeirat. Zunächst, und auch das zeigt das Sinnlose dieses Verfahrens: Er erhält einen Titel ohne Mittel. Zwei Jahre muß er warten, bis ihm auch das seiner Stellung entsprechende Gehalt zufällt. Dabei ist er von seiner Ernennung ab genötigt zu größerer Repräsentation. Gerade er, der schon immer mit Schulden Beladene, der, wie er sagt ,,, ein Loch aufmacht und ein Loch zu". Doch: Der sinnlos- unheilvolle„ Segen" der parteipolitischen Auslese geht von neuem auf ihn nieder: Er wird Regierungsrat im Ministerium. Er, dem die so nötige Haltung fehlt, wird auf das gefährlichste Piedestal gestellt. Sein Unglüd, so bekennt er, beginnt mit ,, Weibergeschichten". Er vergibt sich zu viel, züch tet ahnungslos die Erpressung, ahnungslos auch, daß ein„, Regierungsrat" bis jetzt noch wenigstens äußerlich das De forium waren muß. Nur eine Probe davon, Der damalige Polizeirat und spätere Regierungsrat Fuchs hatte sich von einer ganzen Reihe von Polizeibeamten Darlehen geben lassen, obwohl er als Referent in Personalfragen der Polizei, in dieser Eigenschaft deren Vorgesetzter war. So pumpte er sich bei einem Polizei- Wachtmeister(!) in Mainz 300 Mt. Dieser hatte selbst das Geld nicht und mußte es dazu noch anderswo leihen! Man stelle sich einmal die Szene im ,, alten" Staat vor: Ein Regierungsrat aus dem Ministerium läßt sich von einem Wachtmeister des ihm unterstellten Ressorts Geld pumpen, zu dessen Hergabe jener sogar noch auf die Pumpsuche gehen muß. Dabei mußte der Kriminalwachtmeister öfter mit dem Gericht wegen Nichtrückzahlung des Darlehens drohen. Man sieht: Nicht mehr der Subalternbeamte Fuchs mit provinzieller Lebemannsneigung steht zur Debatte. Man saß in die ser Verhandlung ohne es vielleicht genau zu erkennen, Gericht über ein ganzes System. Schmähliches Fiasko erlitten hat die parteipolitische Beamtenauslese. Lokales. Deutsche Weihnachten. Und wieder ist Weihnachten gekommen. In ernstem Winterschweigen träumt draußen die Welt. Eis und Schnee Tod in der Natur eisige Kälte ringsum. Da geht die Seele aus, ihre Kindheit zu suchen. Und findet sie in einer klaren Winternacht. Kindheits- Einkehr, Stundon der Rückorinnerung, der inneren Friedens, ber Jixube und Liebe. Ein geheimnisvoller Klang einer alten Botschaft, die einst im Kinderherz am tiefsten Wurzel geschlagen hat, klingt neu wieder durch die Welt. Stille Nacht, heilige Nacht. Der Zauber der Christnacht bezwingt auch eine Welt des Hasses. Gerade im ärmsten Lande dieser Erde glitzern unend= lich viele Tannenbäume und gerade dort singen die Menschen wie nirgends so ernst und weihevoll das Lied von der gnadenbringenden Nacht, von Friede, Freude und Seligkeit. Mag auch der deutsche Christbaum noch so einfach sein, der Zauber, der von ihm ausgeht, macht die Armut zur Größe. Deutsche Weihnacht! Aufgebot in Zwingenberg den neuen Grundstein legten und in Auerbach zwei neue Bleiben weihten. Und ich denke an die Zustimmung zum diesjährigen ,, Brückenbauer", der zu 100 000 jungen Menschen von all' den Dingen sprach, wie sie das Verhältnis von Jugend und Volk mit sich bringen. In allem zeigte sich ein stetiges Aufwärts des gemeinsamen Willens. und die Erinnerung daran und die Freude über soviele liebe Kartengrüße und Briefe ist für den Mitkämpfer ein schönes Ge schenk zur Weihnachtszeit. Aber noch ist ein weiter Weg zur sozialen Tat. Stärker noch muß der Wille werden, auf daß er zur Tat werde im Sinne lebendigen, sozialen Verantwortungsbewußtseins. Wenn mit der Jugend die neue Zeit geht, dann muß sie zu Wege bringen, was die Alten nicht zu erreichen vermochten: den all seitigen Willen zu sozialer Gerechtigkeit, die Besinnung auf das gemeinsame Ziel eines Volkes mit gemeinsamem Schiajal, das lebendige und zukunftsstarke Volk! Aber lebendiges Volk ist nur dort, wo die Alten und die Jungen sich in der gleichen Liebe zum Guten treffen, wo jeder in seiner Art und nach seinen Kräften mithilft, neues auf wärtsgerichtetes Leben zu gestalten. Darum, ihr jungen Men schen, steht fest auf dem Boden eures Volkes, täuscht nicht das Vertrauen derer, die an euch glauben, und werdet nicht müde, auch immer wieder die andere, die abseitsstehende Jugend auf euren Weg zu führen und mit zur Höhe zu nehmen. Betet und kämpfet gerade darum mit euren besten Kräften! Laßt das Jahr unseres zehnjährigen Zusammenarbeitens nicht ausklingen ohne das feste Gelöbnis, den Frieden des Lebens, den ihr für euch selbst erstrebet, immer mehr zu einem Frieden eures gan zen Volkes werden zu lassen. Das soll mein Wunsch sein in diesen Weihnachtstagen, und in euren Herzen möge sich die baldige Erfüllung dieses Wunsches als Geschenk für euer Volf immer stärker vorbereiten. Und wenn die Glocken in der Heili gen Nacht mächtig über das Land tönen, dann wollen wir in ihrem Klange hören: Jm Glauben klar, In Liebe wahr, In Hoffnung fröhlich immerdar! Indem ich euch allen, sowie euren Führern ein recht ge segnetes Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr wünsche. bin ich mit herzlichen Heilgrüßen in treuer Verbundenheit Euer Heinrich Hassinger. eutschen Grenzen hinau endfältig ihre Mahnung en Menschen ein Woh In diesen heiligen werborgen schlummert, chten ist ein verjäne Leinen unscheinbarn An hichte werder kann, when Stoff wch schließl Me religiöse Erneuerung eine Erreuerung, sein Batsverföhnung dur fräte zusammenfassen Wenn heute durch d Stille Nacht, heilige Na Christnachtszauber ein B jung, ein Hinweis auf ot tut: Friede, Ver on selbst das Verstehen, Egeneinander haben, die ergaßen. Dann mag der deut ch so arm sein, deuts dter Zeit, wie einst in herzen die Worte des W O du fröhlic gnadenbringe Sonntagsdienst. Da ag, den 24., und Monto hattfindet. Dringende A Bonntagen üblich, in der relamt, Weidengasse 5, Ferner Liefer Nr. 101. Nr. 101 fes Angeklagten s in Alzen auf öher ist es anzu chilfe beginnend Ratsichreiber von Samstag, den 22. Dezember 1928. In jeder Stube, ob arm, ob reich, strahlt wieder ein Lichterbaum, der deutsche Christbaum. Wenn auch das Vaterland arm geworden ist, der Reichtum der deutschen Weihnacht ist uns geblieben, jener Zauber, den nur die deutsche Seele so ganz fühlen kann. die Stelle, denn erft: ,, 1920 hatte nach Dieburg Iter im Minifte Schutzengel" um n. Der, tüd ie purteipolitische Weihnachten ist das Fest der Liebe. Wir brauchen es immer wieder, brauchen Weihnachtsstimmung für unsere Herzen ja, heute noch viel mehr, wie früher. Wir brauchen Friede, Freude und Liebe. Nach einem furchtbaren Kriege, nach einer schicksalsschweren Zeit, nach Jahren gieriger Hast nach Geld und Gut, nach erbitterten Bruderkämpfen ist viel in diesem deutschen Volke gestorben, viel wahres und gutes Empfinden zurüdgedrängt. In Qual und Leid des bitteren Alltags gehen heute die Menschen so leicht unter. Feindschaft gegen die Mitbrüder sog in die Herzen ein. zeirat. Zunäc hrens:& erhäll warten, bs ihm t zufällt. Dabei größerer Repa hulden Beladere Loch zu". Doch: olitischen Ausleft Regierungsrat in fehlt, wird au Da wollen wir heute uns des alten Festes erinnern, das Glocken durch die stille, heilige Nacht verkünden. Christnacht ist heute, Weihnachtszauber in deutschen Landen. Das Licht, das einst von Bethlehem ausging, muß wieder neu unsere Tage durchdringen; es muß uns den Weg aus den Wirnissen und Irrungen dieser Zeit zeigen und unsere Herzen erhellen. Und die Weihnachtsglocken mögen weit über die id, so bekennt et deutschen Grenzen hinaus über die Welt hinflingen und du lich zu viel, auch benfältig ihre Mahnung wiederholen: Friebe auf Erben und ch, daß ein ,, Reden Menschen ein Wohlgefallen. erlich das De In diesen heiligen Stunden möge wiedererwachen, was Der damalige verborgen schlummert, das treue deutsche Herz. Weihhatte sich vor nachten ist ein versöhnendes Fest, eine Verheißung, daß aus rehen geben laf meinen unscheinbaren Anfängen heraus das größte in der WeltI der Polizei, in geschichte werden kann, daß über das Vernunftlose und den So pumpte er fid rohen Stoff doch schließlich der Geist, die sittliche Kraft und 3 300 Me. Diese die religiöse Erneuerung siegen muß. Auch unserem Volke wird zu noch andersw im ,, alten" Staal seine Erneuerung, sein Weihnachten kommen, wenn es sich zur Volksversöhnung durchringt, wenn es alle seine guten 201 Kräfte zusammenfassen wird. um läßt sich zon fforts Geld pum Wenn heute durch die Sternennacht das alte Lied klingt if die Pumpjus: Stille Nacht, heilige Nacht“ und in Hütten und Palästen der tmeister öfter mit Christnachtszauber ein Volk umschlingt, dann sei dies ein AnDarlehens drohen ,, Gießener Zeitung" * Aufgeklärter Einbruchsdiebstahl. Auf Ersuchen der hiesigen Kriminalabteilung wurde bei einem in Naumburg a. d. S. festgenommenen Wohnungseinbrecher Erhebungen über einen am 15. 11. 28 hier in der Bahnhofstraße bei einem Metzger und Wirt verübten Einbruch angestellt, die auch zum Erfolg führten. Der Geschädigte und auch seine Angehörigen haben den Täter, dessen Lichtbild übersandt, wurde erkannt.. Gestohlen wurden hier wieder eine Anzahl elektrischer Glühbirnen, die zur Weihnachtsdekoration angebracht waren. jang, ein Hinweis auf das, was uns im ganzen Vaterlande Fuchs mit provin not tut: Friede, Versöhnung und Liebe. Dann kommt Man saß in die von selbst das Verstehen, daß wir Pflichten, heilige Pflichten erkennen, Gericht gegeneinander haben, die wir in der Unrast der Gegenwart o erlitten hat die In ernstem Win und Schnee suchen. Und fin its- Einkehr, Stun ότι θετικός r alten Botschaft, vergaßen. Dann mag der deutsche Weihnachtsbaum und Gabentisch noch so arm sein, deutsche Lippen werden dennoch wie in alter Zeit, wie einst in Kindheitstagen aus überströmenden Herzen die Worte des Weihnachtsjubels finden: * O du fröhliche, o du selige gnadenbringende Weihnachtszeit. Der Sonntagsschreiber. * Zwei jugendliche Ausreißerinnen. In Chemnitz wurden zwei junge Mädchen von hier, die ihre elterlichen Wohnungen heimlich verlassen hatten, mittellos aufgegriffen. Auf Grund von Ausschreiben der Kriminalpolizei Bochum und der Polizeiverwaltung Rüdingen wurden hier in Schutzhaft genommen Arbeiter Herbert John und Arbeiter Andreas Lach. Beide waren vermißt gemeldet. Sonntagsdienst. Das Polizeiamt teilt mit, daß am Montag, den 24., und Montag, den 31. ds. Mts., Sonntagsdienst stattfindet. Dringende Angelegenheiten können, wie sonst an Sonntagen üblich, in der Zeit von 11 bis 12 Uhr auf dem Polizeiamt, Weidengasse 5, ihre Erledigung finden. Deutsche Nothilfe Ich bringe Glück VERWENDET ZU WEIHNACHTEN UND NEUJAHR GLÜCKSPOSTKARTEN! * Glückspostkarten, sowie Wohlfahrtsbriefmarken sind bei allen Kreiswohlfahrtsämtern und städtischen Wohlfahrtsämtern zu haben. Weihnachts und Neujahrsdienst der Reichspost. A. Schalterdienst: C. Ortsbriefzustellung: 23. Dez.: Wie Sonntags; Paketannahme 8-12 u. 14-18 Uhr. 24. Dez.: 8-12 und 14-16 Uhr; ab 16 Uhr wie Sonntags. 25. und 26. Dez., 1. und 2. Weihnachtstag: Wie an Sonntagen. 30. Dez.: 1. Postamt I: Wie Sonntags 13-18 Uhr, besonderer Markenschalter; 2. Postamt II: Wie Sonntags 8-12 und 14-18 Uhr, besonderer Markenschalter. 1. Januar: Wie an Sonntagen. B. Brieftastenleerung: 23. Dez.: Wie Sonntags. 23. Dezember: Wie Sonntags. 24. Dezember: Wie Werktags. 25. Dezember, 1. Weihnachtstag: Wie Sonntags. 26. Dezember, 2. Weihnachtstag: Fällt aus. 30. Dezember: Wie Sonntags. 1. Januar: Nach Bedarf; mindestens eine Zustellung vor mittags. D. Ortsgeldzustellung: 24. Dez.: Wie Werktags, d. beiden letzten Leerungen fallen aus 25. Dez., 1. Weihnachtstag: Außergewöhnliche Leerung von 6.15 7.30. Die Leerung 8.30-9.45 Uhr fällt weg. 26. Dezember, 2. Weihnachtstag: Wie Sonntags. 30. Dezember: Wie an Werktagen. 1. Januar: Wie Sonntags. 23. Dezember: Fällt aus. 24. Dezember: Wie Werktags. 25., 26. und 30. Dezember: Fällt aus. 1. Januar: Eine Zustellung ohne Nachnahmen u. Postaufträge E. Ortspaketzustellung: 23. Dezember: Eine Zustellung vormittags. 24. Dezember: Wie Werktags. 25. Dezember: Eine Zustellung vormittags. 26., 30. Dezember und 1. Januar: Keine Zustellung. F. Landzustellung: 23. Dezember: Fällt aus. 24. Dezember: Wie Werktags. 25. Dezember, 1. Weihnachtstag: Eine Brief- und Paketzustellung nach allen Landorten. 26. und 30. Dezember: Keine Zustellung. Januar: Eine Briefzustellung nach allen Landorten. Aus Nah und Fern. Lich, Der Postneubau ist nunmehr finanziert und soll im Laufe des Winters vergeben werden. Am 1. Oktober 1929 soll der Neubau bezogen werden. Die Gesamtkosten betragen 83 800 Mart, hierzu gibt die Reichspost ein Darlehen von 59 200 Mt., die Stadt hat 24 600 Mart aufzubringen. Grünberg. Der Hessische Jagdklub ließ dem Gendarmeriemeister Frommer in Bad Nauheim und dem Gendarmeriemeister Fornhoff in Grünberg in Anerkennung ihrer hervorragenden Leistungen im Jagdschutz je ein Ehrendiplom mit Ehrengabe zugehen. Grünberg. Im hiesigen Stadtwalde fiel dem Holzhauer Mehner beim Fällen eines Baumes der schwere eiserne Haken auf den Kopf und zertrümmerte ihm den Schädel. In bedenklichem Zustand wurde der Schwerverletzte der Klinik Gießen zugeführt. Butzbach. Die wichtigsten Märkte für 1929 sind wie folgt festgelegt: Pferde-, Rindvich, Fasel- und Schweinmärkte am 14. März und 19. November, außerdem beabsichtigt die Landwirtschaftskammer die Abhaltung einer Zuchtviehauktion. Schweinemärkte sind für 1929 17 vorgesehen. Nieder- Weisel. Große Erregung entstand hier als die Finanzbehörde Bugbach mit Hilfe der Polizei rüäständige Landessteuern und Rentenbankzinsen eintreiben bezw. Getreide beschlagnahmen wollte. Nur durch das Eingreifen von Führern der Ortsgruppe des Landbundes und Dank der Besonnenheit der Beamten fonnte ein ernster Konflikt verhindert werden. Bad Nauheim. Eine sehr günstige Badesaison ist 1928, denn el geschlagen hat, uch eine Welt des de glitern unend igen die Menschen Died von der gna nd Seligkeit, Mag sein, der Zauber Größe. ndstein legten und Und ich denke a enbauer", der sprach, wie sie des Stingen. In all einsamen Wils über soviele lieb fer ein schönes Ge len Tat. Starter sur Tat werde im ewußtseins. Wenn muß sie zu Weg ermochten: den all die Besinnung af einfamem Schida die Alten und N en treffen, wo ide ithilft, neues auf n, ihr junga Men es, täuscht night ba werdet nicht müd tebent Jugend au nehren. Betet und Rriten! Laßt as nicht austlinge Cebens, den ihr für Frieden eures gan ein Wunsch fein in tzen möge fich die chenk für euer Bolt Gloden in der Heili ann wollen wir in merdar! ihrern ein recht ge Neues Jahr wünsche Verbundenheit Euer Saffinger das SINTHE PHE T1978 WEIHNACHT1978 1000VERSTO WEIHNACHT 1978 KISSNE allen kommt der Weihnachtsmann, Er kommt in dorf und Stadt Und bringt ein Päckchen OVERSTOLZ, dass jeder etwas hat? 13293-161 HAMBURG RIE NEWERBURG DRESDEN Mit dieser Gabe ist der alte Weihnachtsmann wohl in jedem Hause willkommen, OVERSTOLZ ist ja nicht umsonst die meistgerauchte Zigarette Deutschlands. Wer einem Raucher eine Festfreude bereiten möchte, wird daher sicher die richtige Wahl treffen, wenn er ihn mit seiner gewohnten OVERSTOLZZigarette überrascht. Für diesen Zweck haben wir unserer OVERSTOLZ eine festlich ausgestattete Weihnachtspackung gegeben. Die Geschenk- Packung wird ohne Preisaufschlag verkauft, sie enthält 100 Zigaretten und kostet 5 Mark Maus Neuerburg * O* H* G* Ferner liefern wir in Geschenkpackungen: 100 Stück RAVENKLAU zu 6 Mk 50 Stück LÖWENBRÜCK und 50 Stück GÜLDENRING zu 9Mk Samstag, den 22. Dezember 1928. die noch nie erreichte Zahl von 41 000 Badegästen wird bis zum Ende des Jahres überschritten werden. Die Zahl der verabreichten Bäder zählt 438 600. Ermenrod. Von einem Pferde geschlagen wurde der hiefige Landwirt Musch. Dem Mann wurden mehrere Rippen am Rüden und am Brustbein eingeschlagen. Eine Ueberführung in eine Klinit tonnte wegen der Schwere der Verlegungen noch nicht erfolgen. Vom Vogelsberg. Eine Bürgermeister- und Vertreterver: sammlung für den ganzen Vogelsberg soll nach Neujahr abge= halten werden. Es sollen alle Wünsche und Erfahrungen der Bevölkerung, besonders Verkehrswünsche zur Sprache gebracht werden. Auch die Kreisdirektoren aus Schotten, Lauterbach und Büdingen werden zu der großen Versammlung erwartet. Offenbach. Oberbürgermeister Granzien nimmt, wie das ,, Offenbacher Abendblatt" in Erfahrung bringt, sein Rüdtrittsgesuch wieder zurück. Bekanntlich hatte der Derbürgermeister vor, sein Amt mit dem Direktorenposten einer Frankfurter Siedlungsgesellschaft zu tauschen. Darmstadt. Zur Vorbereitung des 2. Hessischen Sängerbundesfestes, das in der Zeit vom 12. bis 15. Juli 1929 in Darmstadt stattfinden soll, fehlt es dem Hessischen Sängerbund zur Zeit an Mitteln und er ersuchte deshalb das Stadtparlament um die Gewährung eines Vorschusses in Höhe von 3000 Mart. Die Rückzahlung soll bestimmt spätestens bis Ende Mai 1929 erfolgen. Die Bewilligung eines unverzinslichen Darlehens im Betrage von 3000 Mark wurde bewilligt. Worms. Wie wir erfahren, werden ab 1. Januar Worms und das umliegende Gebiet von der Zuständigkeit des französischen Kriegsgerichts in Landau abgetrennt und dem Bereich des Kriegsgerichts Mainz unterstellt. Wiesbaden. Der Besuch der Kuranstalt hat auch in diesem Jahre wieder beträchtlich zugenommen. Vom 1. Januar bis 6. Dezember wurden von der amtlichen Stelle im städtischen Verkehrsamt insgesamt 153 792 Besucher gezählt. Die internationale Bedeutung Wiesbadens als Heilbad beweist seine hohe Fremdenziffer für den Auslandsbesuch; so wurden in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Oktober dieses Jahres 38 766 Ausländer gemeldet. An erster Stelle stehen die Amerikaner mit 12 190. Die Koblenzer Verhaftungen. Koblenz. Die durch die in den letzten Tagen vorgenom menen Verhaftungen aufgerollte Affäre zieht immer weitere Kreise. Vorgestern ist wieder ein Beamter des Reichsvermö gensamtes von den Franzosen vernommen und dann in seine Wohnung gebracht worden, wo er seitdem unter militärischer Bewachung gehalten wird. Eine Anzahl anderer Beamter ist von den Franzosen bereits zur Vernehmung vorgeladen. Da die französische Staatsanwaltschaft den deutschen Behörden ., Gießener Zeitung" " teine Mitteilung macht, ist der wahre Grund für das Vorgehen der Besatzungsbehörden bis jetzt nicht zu erkennen. Man weiß nur, daß die hiesigen Verhaftungen mit der Mainzer Affäre in Verbindung stehen. Köln. Im Wintersemester 1928-29 zählt die Universität Köln 5412 eingeschriebene Studierende. Hiervon haben 5235 Studierende Vorlesungen belegt, 177 Studierende sind beurlaubt. Es gehören hiervon zur Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät 1980 Studierende, zur Rechtswissenschaftlichen Fakultät 1532 Studierende, zur Medizinischen Fakultät 386 Studierende, zur Philosophischen Fakultät 1514 Studierende. Außerdem haben 637 Gasthörer, 189 Studierende der Universität Bonn und 37 Studierende der Musikhochschule Köln private Vorlesungen belegt, so daß die Gesamtzahl der Hörer 6275 beträgt. Von den eingeschriebenen 4650 männlichen Studierenden entfallen auf das Rheinland 3277( darunter 1099 Kölner), auf das übrige Preußen 987, auf das übrige Deutschland 292, auf das Ausland 94; von den 762 weiblichen Studierenden auf das Rheinland 575,( darunter Kölnerinnen 248), auf das übrige Preußen 130, auf das übrige Deutschland 39, auf das Ausland 18. - Köln. Im kommenden Frühjahr finden in Köln wieder eine Frühjahrs- und Herbstmesse statt. Die Frühjahrsmesse ist vom 17. bis 20. März, und für die Herbstmesse ist die Zeit vom 12. bis 15. September vorgesehen. Der Erfolg, den die Pressa in der ganzen Welt gehabt hat, wodurch die Bedeutung Kölns als internationales Wirtschafts- und Verkehrszentrum nachdrücklichst unterstrichen worden ist, wirkt sich bei der Frühjahrsmesse in einer stärkeren Beteiligung des Auslandes aus. Es sind heute schon mehrere ausländiche Gruppen gesichert. Nr. 101. Staaten durch die Kriegsheer verfälscht war. Die Mehrheit des amerikanischen Volkes war in Wirklichkeit gegen den Krieg und lediglich in schamlosester Weise terrorisiert. Zahlreiche führende Persönlichkeiten, sogar solche angelsächsischer und französischer Herkunft, kämpften unerschrocken in Wort und Schrift für die ge rechte Sache Deutschlands und sind auch jetzt noch unermüdlich am Werk und wirken dafür, daß das an Deutschland begangene Unrecht wieder gut gemacht wird. Ihnen Waffen zu liefern durch Sammlung aller Tatsachen, die der Aufklärung in Amerika dienen können, wird eine der wichtigsten Aufgabe der deutschen Wissenschaft und Presse sein. Neue Bücher. Münchner Dichterbuch. Das soeben herausgekommene Münchner Dichterbuch( Verlag Knorr u. Hirth G. m. b. H., R.-M. 4,80, geb. R.-M. 5.80) soll von dem Schaffen einer jün= geren, in München ansässigen Dichtergeneration Zeugnis geben, die einmal für unsere Jahre der geistigen Neuordnung nach Krieg und Zusammenbruch wesentlich kennzeichnend sein wird. Diese Generation tritt schon heute in Wert und Leistung ehrenbürtig an die Seite der älteren. Das Münchner Dichterbuch ist ein wichtiges Dokument deutscher dichterischer Entwicklung und zugleich eine sehr reizvolle Auslese, ein Buch, das seinen Platz auf dem Tische jedes Freundes unseres deutschen Schrifttums behaupten wird. Wie soll die ideale Frau beschaffen sein? So fragt die Tiefdruckillustrierte ,,, Die J. 3.", in der Weihnachtsnummer ihre Leser. Die Weihnachtsnummer ist besonders interessant und reichhaltig. Zu beziehen für 20 Pfg. durch alle Zeitungshändler. Die Erkenntnis bricht sich in Amerika Bahn, ausgabe des Zeitungskataloges der Ala Anzeigen- Aktiengedaß die Vereinigten Staaten nicht nur ein schweres Unrecht, sondern einen ebenso schweren politischen Fehler begangen haben, als sie durch den Eintritt in den Weltkrieg den wirklichen Urhebern des Krieges zum Siege verhalfen. Einer der verdienſtvollsten Führer des amerikanischen Deutschtums, der Pastor Georg von Bosse aus Philadelphia, der zur Zeit in Deutschland weilt, schildert im neuesten Heft des Bundesorgans der Nationalen Einheitsfront, der Zeitschrift ,, Des Deutschen Vaterland", mit eindringlichen Worten den moralischen Schaden, den das ganze amerikanische Volk durch eine falsche Stellungnahme im Weltfrieg erlitten hat, wie es von den Friedensstörern Europas, den Franzosen und Engländern, mißbraucht und nachher an die Wand gedrückt worden ist. Pastor von Bosse zeigt uns aber zugleich, in welchem Grade die öffentliche Meinung in den Vereinigten Ala Zeitungstatalog 1929. Soeben geht uns die neue 54. sellschaft für das Jahr 1929 zu. Sie gibt in der bekannten sorgfältigen Bearbeitung Kenntnis von den auch im verflos= senen Jahre zahlreich erfolgten Neuerscheinungen, Abgängen und Verschiebungen auf dem Gebiete des Zeitungswesens des In- und Auslandes. Gerade diese Angaben erfordern in jedem Jahre eine vollständige Neubearbeitung, da die Zuver lässigkeit des Materials nicht in Frage gestellt werden darf. Im Vorwort ihres Kataloges sagt die Ala:„ Die Zeitungsanzeige ist Lebensnotwendigkeit für jeden Geschäftsbetrieb." Treffender kann der hohe Wert der Zeitungsanzeige nicht umschrieben werden. Dieses Wort von berufener Seite verdient daher besonders hervorgehoben zu werden. Verantwortlich: Paul Chrißian Klein in Gießen. riche Bezuppreis Redaktionsgluß fr Jendung nicht ver 41. Jahrg Ein neues Ja Arbeit. Und das Anderfeits jedoch: Mühen ohne Lof Darum unter jed Wägen steht vor d Polit Beim Berb und Austelungen amten der franzöf foll. lachdem das eingereicht hat, fa Auch die Mo geftellt, die arabi Der hinesisch die Nantingregie lungszweden nach Im ameritan daß die tommend zu einem merklich An der poli Frau und ein B Ansprüd Mainzer Aftien Bierbrauerei Mains BERTHOLD GEGRÜNDET 1798 SELTERSWEG 26 TELEFON 820 × Weihnachten Johannis- Gról z Vertreter: EMIL SCHMALL, Biergrosshandlung und Eisfabrik, GIESSEN, Telephon 83. KUHNE Spezial- Geschäft ÖFFENTLICHER DANK! Ich erkrankte an einem schweren Rückenmarks Nervenleiden das mit einer vollständigen Läh mung der Beine und der Unterleibsorgane verbunden war, so daß ich teinen Schritt mehr gehen tonnte. 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