Nr. 91 er! ag Welt Heim sichgemüt fernen Sende Rom, ob Paris jetzt bringt und elona ertönt... undfunt", itschrift, bringt en Programme hen Sender. as Postamt od. eine Verlag, Berlin N 24 der Qual ist and atent) Feder, ohne bedingt zuver Brüchen. Leiste de Zeugnisse, begutachtet. Bruchleidende er) wieder mit en in Gießen Montag, den Uhr. Je Hersteller: chen( Würt.) L.Mundgeruchu. färbt. 3ahnbelag mer Wohnung ofort beziehbar GIESSEN Strasse 84-86. titut, die bant llschaft orm der rung menste Form ur nach einer auch bereits Code des Ver nsere übrigen uchen wir in is Benehmen traße 60. rts einen Herrn gröss. Umrichtet wird. and Wohnort Beruf kann mmen Rmk. int. ,, Filiale" in& Vogler, ER- FABRIK RA OF AG Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr.- Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Jahrg. Politische Tagesschau. Reichspräsident von Hindenburg empfing gestern den Universitätsprofessor, Geh. Regierungsrat Dr. Hans Delbrüd, der anläßlich seines 80. Geburtstages durch die Verleihung des Adlerschildes ausgezeichnet worden ist. Der Reichspräsident nahm ferner anläßlich des bevorstehenden Auslaufens des Kreuzers„ Emden" zu seiner Weltreise die Meldung des Kom: mandanten des Kreuzers, Fregattenkapitän von Arnauld de la Berière, entgegen. Der Landesparteitag der Deutschen Volkspartei für den Wahlkreis Thüringen hat in einer einstimmigen Entschließung den Vorstand beauftragt, alle praktischen Vorarbeiten für einen Anschluß Thüringens an ein größeres Staatengebilde zu unter: nehmen, da die politische Struktur des Landes Thüringen für den Ausbau des Staates teine Gewähr mehr bietet. * In Breslau sind vom Reichsverband industrieller Bauun ternehmer etwa 2000 Beton- und Tiefbauarbeiter in allen Betrieben des Bezirkes ausgesperrt worden, da eine Gruppe von Arbeitern neue Forderungen erhoben und vertragswidrig die Arbeit sofort niedergelegt hatte. ㄓ Wie von zuständiger Seite mitgeteilt wird, bleibt Nuntius Bacelli auf seinem Berliner Bosten. Der Präsident der argentnischen Republik hat nach Meldungen aus Buenos Aires in der Nähe der Hauptstadt ein großes Stück Land für Errichtung für Luftschiffhallen für den geplanten Sevilla Buenos Aires- Luftverkehr zur Verfügung gestellt. * Die Regierungen Großbritaniens, Frankreichs und Japans erkennen die chinesische Salzsteuerregelung nicht an. Außenpolitische Aussprache im Reichstag. Deutschlands Anspruch auf Räumung. Nach langer Zeit wieder eine große politische Rede des deutschen Außenministers. Der Reichstag hatte einen seiner großen Tage. Die Tribünen waren überfüllt. Die Diplomatenloge bis auf den letzten Platz besetzt. Im Gegensatz zu früheren Reden, die er frei und mit starker Lebendigkeit vorzutragen pflegte, las Stresemann diesmal ein wohlvorbereitetes Manuskript ab. Die Wichtigkeit der Sache, die schwierigen Probleme der Rheinlandräumung, der Reparationen und auch der Abrüstung verlangten eine nüchterne, wohlüberlegte Stellungnahme. Hier wäre Phatos und lebhaftes Temparament durchaus am falschen Plate gewesen. Mit einer sehr sympathischen Erklärung hat er sich vor den Reichskanzler Müller gestellt. Der Reichskanzler, der die deutsche Delegation bei der letzten Genfer VölkerbundsDersammlung führte, ist scharf angegriffen worden. Man hatte einen Gegensatz zwischen Müller und Stresemann konstruieren wollen. Jetzt erklärte der deutsche Außenminister in seiner erſten großen öffentlichen Rede, daß er in jeder Beziehung nach der formalen wie sachlichen Seite den Reichskanzler decke. Stresemanns Ausführungen zur Räumungs- und Repavatio sfrage brachten teine neuen Ideen. Er betont noch einmal Deutschlands Anspruch auf bedingungslose Rheinlandräumung und lehnte eine Verquidung von Reparationsfrage und Rheinlandväumung ab. Mit warmen Worten verteidigte er gegen deutschnationale Angriffe seine„ Realpolitik". Jeder deutsche Außenminister könne nur eine Politik des langsamen Vorwärtsschreitens, eine Politik ohne Phrasen, betreiben. Stresemanns Rede wurde beifällig aufgenommen. Besonders seine Ausführungen über die bisher so gut wie gar nicht englischDruck und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postschedionto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M Mittwoch, den 21. November 1928 Zum Konflift in der Eisenindustrie. Bemerkenswerte Angaben über die Lohnhöhe. Aus Anlaß des Konfliktes in der Eisenindustrie dürften einige Angaben über die Lohnhöhe von Interesse sein, die nach Berichten der Lokalpresse des Ruhrgebietes, in der Duisburger Stadtverordnetensizung, der Generaldirektor der Duisburger Kupferhütte, Stadtverordneter Braumüller, gemacht hat. Br. führte aus, die Wirtschaft ginge ihre eigenen Wege und ein Werk könne nur bestehen, wenn es etwas mehr verdiene als es ausgebe. Von seinem Werk könne er berichten, daß im Monat September kein Mann der Belegschaft weniger als 200 Mt. verdient habe. Dagegen hatten 18 Prozent der Belegschaft ein Einkommen von 200 bis 250 Mart; 57 Prozent, also mehr als die Hälfte, 250 bis 325 Mart, und 18 Prozent 325 bis 550 Mt. Angesichts dieser Ziffern könne man unmöglich behaupten, daß niedrige Löhne gezahlt würden. Arbeitslosigkeit in ganz Deutschland. Wer die Arbeitsberichte in den verschiedenen Staaten Europas verfolgt, wird immer wieder finden können, daß überall von der Arbeitslosigkeit gesprochen wird. So macht mit Recht der Evangelische Hauptverein für Deutsche Auswanderer, Berlin N 24, Oranienburger Straße 13-14, darauf aufmerksam, daß in letzter Zeit verschiedene Staaten, darunter Griechenland und die Tschechoslowatai Verfügungen über die Einschränkung der Beschäftigung von Ausländern erlassen haben. Bevor Auswanderungswillige ihre Pläne verwirklichen, sollten sie deshalb Auskunft über die Arbeitsmöglichkeiten im Zielland bei einer Beratungsstelle einholen. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lofal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Playvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 92 Demgegenüber ist der Bauinder von 142 am 1. Januar 1924 auf 164, am 1. Januar 1927, also um etwa 16 Prozent gestiegen. Diese Zahlen geben einen Beweis dafür, daß die sozialen Baubetriebe gelernt haben, bedeutend rationeller zu arbeiten als früher. Auffallend ist der verhältnismäßig hohe Auftragsbe= stand am Jahresschluß, der beinahe ein Drittel des gesamten Jahresumsatzes ausmacht. Dies dürfte ein Zeichen dafür sein, daß die Entwidlung im Jahre 1927 bedeutend günstiger für die sozialen Baubetriebe auslaufen wird. Unverkennbar ist das Bestreben, die Betriebe vom Kleinbetrieb zum Mittelbetrieb, ja zum Großbetrieb zu entwickeln. Schon heute können die sozialen Baubetriebe im allgemeinen als Mittelbetriebe angesehen werden, da sie 1926 im Durchschnitt 6 Angestellte und 140 Arbeiter beschäftigten. Die sozialen Baubetriebe sind fast alle in einer Organisation zusammengeschlossen, dem Verband sozialer Baubetriebe. Dieser Verband, der die juristische Form einer G. m. b. H. ge= wählt hat, arbeitet gegenwärtig mit einem Stammkapital von 3 Mill. R.- Mark. Die Gesellschafter sind in erster Linie der Deutsche Baugewerksbund, daneben andere Gewerkschaften, die dem Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund angehören, Konsumgenossenschaften u. ä. Das Stammkapital der im Verband zusammengeschlossenen sozialen Baubetriebe belief sich am 31. Dezember 1926, soweit die Betriebe in der Zeitschrift ,, Soziale Bauwirtschaft" erfaßt wurden, auf 3 227 319 R.- Mart. Die Gesellschafter dieser sozialen Baubetriebe, die größtenteils ebenfalls die Form einer G. m. b. H. angenommen haben( nur wenige arbeiten noch in der Form der e. G. m. b. S.), sind in erster Linie der Baugewerksbund und andere Gewerkschaften, der Verband sozialer Baubetriebe, Konsumgenossenschaften und daneben auch vereinzelt öffentlich- rechtliche Körperschaften( Kreise und Gemeinden), So Die Gesamtverbände des deutschen Mittel- oftmals in bestimmender und ausschlaggebender Form. standes gegen eine unnötige Ausdehnung der gefeßlichen Krankenversicherung. Der Reichsausschuß der deutschen Mittelschicht, dem der Reichsverband des deutschen Handwerks, die Hauptgemeinschaft des Einzelhandels, das Schutzkartell deutscher Geistesarbeiter, der Reichsschutzverband für Handel und Gewerbe und der Zentralverband deutscher Haus- und Grundbesitzervereine mit ins= gesamt 43 Untergruppen aus dem deutschen Mittelstand angeschlossen sind, hat noch vor dem Zusammentritt des Reichstags eine beachtliche öffentliche Erklärung an die Reichsregierung, Reichsrat und Reichstag gerichtet. In dieser Erklärung wendet sich der Reichsausschuß gegen die vom Hauptverband der deutschen Ortskrankenkassen erhobenen Forderung, bei der Reform der Reichsversicherungsordnung die Pflichtgrenze für die Kranfenversicherung bis zu 6000 R.-M. Jahresarbeitsverdienst zu erhöhen und des weiteren auch Selbständige und freie Berufe bis zu einem gleichhohen Jahreseinkommen dem Kassensystem zu unterwerfen. Der Reichsausschuß macht geltend, daß durch eine derartige Erweiterung der Sozialversicherung Wohltat zur Plage gemacht werde. Bewährte freiwillige Einrichtungen würden zerstört, die persönliche Verantwortung geschwächt und der lebenswichtige Berufsstand der Aerzte geschädigt. Außerdem fiele durch das System der Krankenkassen, in denen hauptsächlich die Gewerkschaften herrschen, der größte Einfluß, die Aufsicht und die Verwaltung in der gesetzlichen Krankenversicherung, solchen Berufsgruppen zu, von denen volles Verständnis für die eigenartigen Lebensnotwendigkeiten der gewerblich und geistig tätigen Mittelschicht nicht erwartet werden kann. Hoffentlich beachtet der Reichstag diese Warnung, die ihm hier von der Vertretung des gesamten Mittelstandes zugeht. Wirken forderte beispielsweise in Baden eine Gemeinde zur Errichtung eines sozialen Baubetriebes unter weitgehenden Zusagen auf. Ein Kernpunkt bei der Beurteilung der finanziellen Lage der sozialen Baubetriebe ist die außergewöhnliche Divergenz Umjah von 81 Mill. R.- Mart. Diese Diverg zwischen dem Stammkapital von 3,2 Mill. R.- Mart und dem Divergenz ist nur dadurch zu verstehen, daß die sozialen Baubetriebe bereits erhebliche Reserven in sich haben sammeln können( am 31. Dezember 1925 1,2 Mill. Reserven zu 3,2 Mill. R.-Mt. Stammkapital) und daß ihnen die Aufnahme fremder Gelder ungeheuer erleichtert ist. Fremde Gelder werden in Höhe von 31 Mill, R.-ME., nachgewiesen, d. h. beinahe das Zehnfache des Stammkapitals. Die sozialen Baubetriebe sind sich dieses unhaltbaren Zustandes auch bewußt; ständig werden Klagen laut, daß das vorhandene Kapital im Verhältnis zum Umsatz zu gering ist. Man hört aber nicht, daß deshalb Aufträge ausgeschlagen werden. Die fremden Gelder werden den sozialen Baubetrieben in erster Linie durch den Verband sozialer Baubetriebe zur Verfügung gestellt. Dieser stellt sein Kapital und die ihm zuflieBenden Gelder den einzelnen sozialen Baubetrieben als Darlehen zur Verfügung. Dieser erhält zu Zeiten erhebliche Beträge von den Gewerkschaften. Beispielsweise führt der Deutsche Baugewerksbund 5 Prozent seiner Mitgliedsbeiträge an den Verband sozialer Baubetriebe ab. Auch andere Gewerkschaften stellen Mittel in ähnlicher Form zur Verfügung, die meistens a fonds perdu gewährt werden. Außerdem ist beim Verband sozialer Baubetriebe eine Gemeinschaftsrücklage eingerichtet, an die von den einzelnen sozialen Baubetrieben jeweils 10 Prozent des Reingewinns abzuführen sind. Diese Rücklage hat aus= schließlich den Zweck, den Betrieben Kredite zu leichten Bedingungen zu gewähren. Besonders bemerkenswert ist es, daß die örtlichen und bezirklichen Organisationen des Baugewerksbundes Sonderzuschläge zu ihren Beiträgen erheben, die den sozialen Baubetrie in Angriff genommene Abrüstung, das Scheitern des engin und Bedeutung der sozialen Bauhütten. ben zur Verfügung gestellt werden. Diese Sonderbeiträge erfranzösischen Marineabkommens, fanden lebhafte Zustimmung. Dann kamen die Redner der Parteien zum Wort. Auffallend mäßig war die Rede des deutschnationalen Oppositionsredners, des Grafen Westarp. Er brachte Vorwürfe gegen die bisher betriebene Außenpolitik, schwang sich dann aber auch zu einer Anerkennung der Haltung von Hermann Müller in Genf auf. Alle Redner sprachen ruhig und sachlich. Neue Ideen und Gedanken sind auch in den Parteireden nicht ans Tageslicht gefördert worden. Bertagung der Verhandlungen in der Eisenindustrie. Von der Pressestelle der Düsseldorfer Regierung wird mitgeteilt, daß, nachdem der zweite Termin wegen der Feststellungsklage vor dem Landesarbeitsgericht in Duisburg auf den 24. November anberaumt worden ist, beide Parteien, also so= wohl die Gruppe der Arbeitnehmer wie auch die Vertreter der Gewerkschaften, dahin übereingekommen sind, die Wiederaufnahme der Verhandlungen zur Schlichtung des Streites solange zu vertagen, bis dieser Termin stattgefunden hat. Nach Lage der ganzen Dinge muß man also damit rechnen, daß der Termin für die Wiederaufnahme der Arbeit sich bis Ende dieses Monats hinziehen wird, immer unter der Voraussetzung, daß nach Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Duisburg die Möglichkeit vorhanden ist, in neue Verhandlungen einzutreten und daß diese zum Abschluß gebracht werden. Die Fachgruppe Bauindustrie des Reichsverbandes der Deutschen Industrie hat sich der dankenswerten Aufgabe unterzogen, eine sorgfältige Untersuchung darüber anzustellen, welche Bedeutung die sozialen Bauhütten in der Bauwirtschaft bisher erlangt haben; und zwar fußen die getroffenen Feststellungen auf den von seiten der sozialen Bauhütten selbst stammenden Angaben. Diese Erhebungen der Fachgruppe Bauindustrie des Reichsverbandes der Deutschen Industrie werfen in ihrer Zusammenstellung geradezu ein erschreckendes Licht auf die Gefahren, die der privaten Bauindustrie von seiten der sozialen oder besser gesagt der sozialistischen" Baubetriebe erwachsen, und zeigen deutlich, daß die weitere Entwicklung der sozialen Baubetriebe ganz besonders aufmerksam beobachtet werden muß. Ueber den Geschäftsumfang der sozialen Baubetriebe liegen einwandfreie Zahlen für das Jahr 1927 noch nicht vor. Im Jahre 1926 waren im Durchschnitt 16 300 Arbeitnehmer beschäftigt, die Höchstzahl der beschäftigten Arbeitnehmer belief sich auf 23 700. Der Umsatz im Jahre 1926 erreichte den Betrag von über 81,3 Mill. R.-Mk., und am 31. Dezember 1926 ergab sich ein Auftragsbestand von 25,6 M. R.-Mt., während sich der Umsatz im Jahre 1924, in welchem die Höchstzahl der beschäftigten Arbeitnehmer 22 194 und der Durchschnitt 13 643 war, nur 41 Mill. R.-Mt. betrug. In der Zeitspanne von 1924 bis 1926 erhöhte sich der Umsatz fast um das Doppelte, während sich die Belegschaft im Durchschnitt nur um rund 20 Prozent erhöhte. reichen 5 Prozent, in einigen Bezirken 5 Pfg. pro Beitragsmarke. Die Verwendung erfolgt entweder direkt oder über den Verband sozialer Baubetriebe als Darlehen oder zur Erhöhung von Stammkapital. Aber auch durch die Arbeiterbant werden dem Verband sozialer Baubetriebe erhebliche Mittel zur Verfügung gestellt. Die Bank der Arbeiter, Angestellten u. Beamten A.- G.. Berlin, ist ein Bantinstitut, das ausschließlich mit gewerkschaftlichen Mitteln errichtet und erhalten wird. Der Einlagebestand be= lief sich am 31. August 1927 auf 64 Mill. R.- Mart. Zum Aufgabenkreis gehört u. a. Gewährung von Krediten an soziale Baubetriebe. Daß die sozialen Baubetriebe trotz der fast unerschöpflichen Geldquellen noch nicht kapitalkräftiger sind und deshalb noch nicht eine größere wirtschaftliche Bedeutung erlangt haben, ist darauf zurückzuführen, daß bei der verhältnismäßig schnellen und starken Entwicklung Rüdschläge nicht ausgeblieben sind. Aus Prestigegründen hat der Verband soz. Baubetriebe notleidende Bauhütten weitgehend unterstützt. Hierauf ist die Tatsache zurückzuführen, daß der Verband sozialer Baubetriebe im Geschäftsjahr 1925-26 mit einem Verlust abgeschlossen hat, der ziffernmäßig nicht ausgewiesen wird, der aber doch so bedeutend gewesen sein muß, daß er nicht auf neue Rechnung vorgetragen wird, sondern durch Erhöhung des Stammkapitals ausgeglichen wurde. Für das Geschäftsjahr 1926-27 wird ein Gewinn von etwa 12 700 R.- Mark ausgewiesen, der ebenfalls im Verhältnis zum Kapital und den Umsätzen nur als äußerst gering ange= Mittwoch, den 21. November 1928 sprochen werden kann. Trotz dieser weitgehenden finanziellen Unterstützung durch den Verband sozialer Baubetriebe war der Zusammenbruch vieler Bauhütten nicht aufzuhalten. Daß bei diesem Zusammenbruch auch die Geldgeber der Bauhütten in starkem Maße Verluste erlitten haben, dürfte unzweifelhaft sein. Hierbei sei kurz wegen des allgemeinen Interesses die Tatsache gestreift, daß bei Zusammenbrüchen von Bauhütten verhältnismäßig hohe Rückstände bei den sozialen Versicherungsanstalten zu verzeichnen sind. Hieraus ist zu schließen, daß die sozialen Baubetriebe bei diesen Instituten weitgehendes Entgegenkommen fanden und lange Stundungen erhielten. Es muß abgewartet werden, ob für die Zukunft mit weiteren Zusammenbrüchen sozialer Baubetriebe gerechnet werden muß. Die Bestrebungen des Verbandes sozialer Baubetriebe ge= hen unzweifelhaft dahin, die bestehenden Bauhütten zu festigen und Zusammenbrüche zu verhindern. Hierzu macht er einmal große Anstrengungen, durch strenge Kontrolle und Rationalisierung der Betriebe die Produktivität zu heben, andererseits ist durch Schaffung der„, Dewog" eine Ursache für viele Zusam= menbrüche in Fortfall gekommen, nämlich die Uebernahme der Finanzierung von Wohnbauten durch die sozialen Baubetriebe; drittens liegt für die sozialen Baubetriebe nicht mehr die Notwendigkeit vor, Arbeiten um jeden Preis hereinzunehmen, um bei den verschiedensten Bauherren, besonders bei Behörden, eingeführt zu werden. Inwieweit ist eine Sondervergütung für die Ueberlassung einer Wohnung und Aufgabe eines Geschäftes zulässig? ., Gießener Zeitung" " * Vereinfachung im Postscheckverkehr. Das Ausfüllen der Ueberweisungen und Ersatzüberweisungen im Postscheckverkehr ist dadurch vereinfacht worden, daß das Reichspostministerium in Zukunft zuläßt, das Gutschrift- Postschecamt abgekürzt ſtatt mit dem vollen Namen zu bezeichnen. Voraussetzung ist dabei, daß die in den Verzeichnissen der Postschecktunden bezeichneten Abkürzungen angewendet werden und daß sie deutlich geschrieben sind. Für das Postscheckamt Frankfurt a. M. gilt die Abkürzung Ffm.". Auf den für die Barauszahlung bestimmten Poſtſchecken und Zahlungsanweisungen muß auch künftig der Bestimmungsort voll ausgeschrieben werden. * Vom Wochenmarkt. Durch die Neueinrichtung eines Marktlaubengebäudes ist es erforderlich, daß die seither in der Marktlaubenstraße untergebrachten Marktbeschicker( mit Ausnahme der Marktlaubenpächter) während der Bauperiode in der Senkenbergstraße aufgestellt werden. Die Sentenbergstraße ist daher an Wochenmarkttagen während der Wochenmarktzeit für den Fuhrverkehr usw., wie die übrigen als Wochenmarktplatz benutzten Teile, durch aufgestellte Tafeln gesperrt. Die Auslegung des Paragraphen 49a des Mieterschutzgesetzes durch das Reichsgericht ist ständig darauf gerichtet, die Entschädigung für die Ueberlassung von Räumen in mäßiger Höhe zu halten. Nach Paragraph 49a a. a. D. verwirkt Strafe, wer für die Ueberlassung von Räumen an eine andere Person einen Mietzins oder eine sonstige Vergütung verlangt, annimmt oder sich versprechen läßt, die unter Berücksichtigung der gesamten Verhältnisse als unangemessen anzusehen ist. In einem bestimmten Falle führte das Reichsgericht u. a. aus, eine Vergütung, welche über die Umzugskosten hinausgehe, tönne feineswegs gebilligt werden. Wenn der Paragraph 49a a. a. D. von der Berücksichtigung der gesamten Verhältnisse spreche, so können dabei lediglich persönliche oder sachliche Verhältnisse in Betracht kommen, welche in irgendeine innere Beziehung zu der Ueberlassung der betreffenden Räume gebracht werden können. Ueberlasse jemand Räume an einen anderen, und verfolge er die Absicht, sich ein neues Geschäft zu kaufen, so habe er keinen Anspruch darauf, daß derjenige, welcher die betreffende Wohnung übernehme, einen Teil der Aufwendungen ersetze, welche nötig seien, um ein neues Geschäft zu kaufen oder zu pachten. Der Wille des Gesetzgebers gehe dahin, die Abfindungen sollen sich gleichmäßig in angemessener Höhe bewegen. Es sei gesetzwidrig, die Abfindung in einzelnen Fällen erheblich zu steigern.( 3. D. 979. 27.) Lokales. * Ernannt wurde am 25. Oktober der Justizinspektor bei dem Amtsgericht Nidda Josef Dapper zum Justiz inspektor bei dem Amtsgericht Gießen. * Fahrplanverbesserung der Reichsbahn. Ab Sonntag, den 25. November, wird der Personenzug 713, wie im Sommerfahrplan, Sonn- und Feiertags von Frankfurt a. M. bis Gießen durchgeführt. Frankfurt a. M. ab 21.45 Uhr, Friedberg an 22.50 und ab 23.06 Uhr, Gießen an 24 Uhr. Werktags fährt dieser Zug bis Butzbach. * Gesangskonzert in den Kliniken. Der Gesangverein ,, Eintracht"-Steinbach, unter der Leitung seines Chormeisters Karl Sommer- Wagenborn, bot am Sonntagvormittag den Patienten der Nerven-, Chirurgischen- und Augenklinik eine freu dig begrüßte Abwechslung in den schweren Tagen der Krankheit. Der Verein sang in den drei Kliniken mehrere stimmungsvolle Chöre, die den starken Zauber des deutschen Männergesangs offenbarten, in bester Weise. Die Patienten, wie auch die Verwaltungen der Kliniken sprachen den Sängern und ihrem Leiter herzlichen Dank für die schöne Sonntagsgabe aus. * Kein Heim ohne Fernsprecher. Die Deutsche Reichspost rechnet wegen der am 1. Januar eintretenden Ermäßigung der Fernsprechgebühren mit einem starken Zugang neuer Anschlüsse. Sie macht in ihrem Amtsblatt bekannt, daß die Anmeldungen auf Neuanschlüsse zum 1. Januar schon jetzt entgegengenommen werden. Der Fernsprecher ist ein stets bereiter Diener und ein gutes Heilmittel gegen die Einsamkeit. Wer einen Fernsprecher besitzt, kann zu jeder Zeit, wie es ihm beliebt, mit seinen Freunden und Bekannten in Gedankenaustausch treten. Droht Ge= fahr, ist ein Unfall oder Krankheit eingetreten, so kann er rasch die Polizei, die Feuerwehr, den Arzt am Fernsprecher rufen und sicher sein, daß in wenigen Minuten Hilfe zur Stelle ist. An den Gräbern unserer Gefallenen im Westen. * Gewerbe- und Maschinenbauschule Gießen. Der Zeichenfursus für das Metallgewerbe beginnt am 25. Novmber. Ein Einführungsfurfus in die Mathematit soll bei genügender Beteiligung für einen Werktagabend eingerichtet werden. Aus Rah und Fern. Nr. 92 Offenbach( Kreis Wezlar). Die Aussperrung im Ruhrgebiete wirkt sich auch in unserer Gegend aus. Die hiesige Grube ,, Rotland" hat am Dienstag den Betrieb stillgelegt, da die Besitzerin, die ,, Gute Hoffnungshütte"( Oberhausen), in der Aussperrungszone liegt. Es sind dadurch etwa 150 Mann von Osfenbach und Umgebung arbeitslos geworden. 4. Reichstagung der Evangelischen Voltsgemeinschaft. In der Badestadt Bad Nauheim fanden sich am 17. und 18. November die Mitglieder aus Hannover, Sachsen, dem Rheinland, Baden, Hessen- Nassau und Hessen der Evangelischen Volksgemeinschaft zur Reichstagung zusammen. Die öffentliche Versammlung am Abend wurde von dem Vorsitzenden Weidner eröffnet. Den ersten Vortrag hielt Lehrer Greb über„ Schulpolitik". Lic. Dr. Römer- Leipzig sprach über„ ,, Evangelische Partei und Jahrhundert der Kirche". Der Redner wies die Notwendigkeit einer evangelischen Partei nach. Am zweiten Tage sprach der Kaufmann Müller- Frankfurt- Sossenheim über„, Unsere Kommunalpolitik". Nachmittags sprach Pfarrer Hamburger über„ Die Kontordatfrage". Lollar. Der 38jährige L. R. von hier wurde seit Sonntagabend vermißt. Durch Ortseinwohner wurde Montag nachmittag eine Absuchung des Lumdabaches vorgenommen, wobei die Leiche gefunden wurde. Ob Unfall oder Freitod vorliegt, muß erst die Untersuchung ergeben. Hungen. In den letzten Tagen wurden in der Nähe der Provinzialstraße Hungen- Nonnenroth die von dem oberhessischen Denkmalspfleger Professor Helmte- Gießen und dem Bergwerksdirektor Schiffmann- Hungen im Sommer begonnenen Ausgrabungen fortgesetzt, wobei man ein bisher unbekanntes Grab aus der mittleren Hallstattperiode, also um die Zeit 800 v. Chr., erschließen konnte. Es wurden dabei aufschlußreiche Funde gemacht. Von Regierungsrat Richard Falck, Mainz. Mit Erlaubnis des Verfassers bringen wir den in der Tagespresse schon erschienenen Artikel nochmals im Auszug. Daher beschloß vor einigen Monaten die Bezirksgruppe Mainz des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge durch Augenschein sich ein Bild über einige etwa in Frage tommende Friedhöfe zu verschaffen, um Unterlagen für die Wahl eines Patenfriedhofs zu gewinnen. Zwei Reisen von dreitägiger Dauer, an denen jedesmal vier Mitglieder der Bezirksgruppe teilnahmen, wurde unternommen. Sollte bei jo knapp bemessener Reisedauer eine größere Anzahl von Friedhöfen besichtigt werden, so war dies nur mit Auto möglich. Zu jeder Reise wurde in dankenswerter Weise von Mitgliedern ein Auto kostenlos zur Verfügung gestellt. Bellersheim. Nachdem der Gemeinderat die erforderlichen Mittel zur Verfügung gestellt hat, ist nun auch in der hiesigen Fortbildungsschule der hauswirtschaftliche Unterricht eingeführt worden, was von der Einwohnerschaft mit Freuden begrüßt wird. Gegen den Alkoholmißbrauch. Mittwoch, de Die Nordgr Die Vorrunde be Sportklub 03 S Spielverein Staff Tura Kaffel GC 05 Göttinger beffen Staffel Ep. u. Sp. Nor Am 25. No Sellen Kaffel ge nicht gewonnen jollten. In d Spiele Kurheffe Marburg gegen den find, noch i gegen Sermanni Tabelle am 9. 2 find auf den 25 Germania Marb Sport Raffel, fo beide Marburger idint auswärts Die lingt es ihm tr während die Ger jahren. PrivatDer Deutsche Verein gegen den Alkoholismus, dieser Zusammenschluß der gemäßigten Alkoholgegner Deutschlands, hielt vom 4. bis 7. November 1928 in Münster i. W. seine 39. Jahresversammlung ab. Im Mittelpunkte der Beratungen stand der Kampf gegen den Alkoholismus auf dem Lande und in Industriegebieten. Zur ersten Frage sprach u. a. Med.- Rat Dr. Dohrn, Hannover. Eine Entschließung fordert neben planmäBiger Aufklärung durch Schule und Kirche, vor allem Förderung des Milchverbrauchs und der gärungslosen Früchteverwertung, Unterstützung der ordentlichen Gastwirte und dergl. Industriefrage behandelten u. a. Med.- Rat Dr. Schröder, Oberhausen, Universitätsprofessor Dr. Többen, Münster, Dozent Dr. Sartorius, Münster. Arbeit gegen den Alkoholismus bedinge hier auch unermüdlichen Kampf gegen die Wohnungsnot. Die Haupttagung begleiteten mehrere Konferenzen und Son= derversammlungen. Die Verkehrskonferenz brachte umfangreiche neue Statistiken über ,, Unfälle und Alkohol" und forderte Aufblärung der Eisenbahnbeamten wie der Kraftfahrer, Berüdsichtigung der Alkoholfrage bei den Prüfungen der Kraftfahrer. Einen Höhepunkt bildete die Studentenversammlung mit dem Vortrage von Universitätsprofessor Dr. Stählin, Münster i. W.: ,, Alte und neue Formen akademischer Geselligkeit." Die Versammlung war einig in der Forderung der Abschaffung des Trintzwang im akademischen Leben. Bad Nauheim. Eine eindrucksvolle Schubert- Gedenkfeier veranstaltete am Sonntag der Bildung.sverein in der Turnhalle. Die Gedenkrede hielt Schulrat Hassinger- Darmstadt, der meisterhaft Leben und Werk des großen Liederfürsten würdigte. Friedberg. Den Erstickungstod fand am Montag abend ein in der hiesigen Zuckerfabrik an einem mit Rübenschnitzeln und Wasser gefüllten Waschbassin beschäftigter Arbeiter. Ruppertsburg. Hiesige Schulkinder sammelten in voriger Woche für die„ Gießener Studentenhilfe" in unserem Dorfe 15 Zentner Kartoffeln. Ziel der ersten Reise war die belgische Provinz Luxemburg. Sie war in den ersten Tagen des Krieges das Vormarschge= biet unserer heimischen Truppen, der 21. preußischen und 25. hessischen Division und von Teilen des 18. Reserve- Korps ge= wesen, die dort auf den Feind gestoßen waren und ihn unter beiderseits furchtbaren Verlusten geworfen hatten. Am 10. Mai ging die Reise von Mainz über den Hunsrück, Trier, Lugemburg, Arlons nach Neufchateau, mitten in jenes Kampfgebiet. Dieses stellt eine schöne Landschaft dar, in der sanfte Höhen und grüne Täler, Wälder und Wiesen einander ablösen. Nur wenig Feldbau ist zu finden, da der Boden steinig und dürftig ist. Noch am Abend des ersten Tages konnte der auf einem Bergvorsprung schön gelegene Kriegerfriedhof von Malonne besichtigt und an seinem Denkmal ein Strauß frischer Blumen als Gruß der Heimat niedergelegt werden. Durch eine aus Schiefer aufgeführte Mauer führt eine Treppe zu dem erhöhten einfachen Denkmal, um das im Halbkreis die Gräber liegen. Eine Fichtenhecke umgibt den Friedhof, auf dem 112, meist den Res. Inf. Regtn. 80 und 87 angehörige Deutsche und 280 französische Krieger ruhen. Am folgenden Tag wurden die übrigen, ähnlich schön gelegenen und ausgestalteten Friedhöfe der Gegend besucht. Zunächst der von Orgeo- Biourges, an der Straße Neufchateau- Bertrig gelegen, der in verhältnismäßig gutem Zustande war. Die auf dem Friedhof beigesetzten Deutschen ge= hörten meist zu dem Res. Inf. Rgt. 80 und den aktiven Inf. Rgtn. 168, 87, 88, 80 und 81, ein Teil der Toten war vom Friedhof am Croisement de la fleche hierher umgebettet worden. Außerdem ruhen hier noch 215 Franzosen. Sodann wurde der besonders schön gelegene Waldfriedhof Jehonville les sapins 80, 81, 88, * Einkommensteuerpflicht von Vater und Sohn als Mitunternehmer im Handwerksbetriebe. ( Eine neue Entscheidung des Reichsfinanzhofs vom 8. 8. 1928 VI A 782/28). Der Steuerpflichtige hat geltend gemacht, daß sein 39 Jahre alter Sohn im Geschäfte( Schneiderei) mitarbeite und namentlich während seiner langen Krankheit die Arbeit allein verrichtet habe. Das Berufungsgericht hat diese Darlegung als richtig unterstellt, ohne die naheliegende Möglichkeit in Betracht zu ziehen, ob der Sohn im vorliegenden Falle, namentlich auch im Hinblick auf das hohe Alter des Steuerpflichtigen und dessen be= schränkte Arbeitsfähigkeit, nicht als Mitunternehmer anzusehen u. daher der erzielte gewerbliche Gewinn zwischen Vater u. Sohn entsprechend zu verteilen ist. Daß ein solches Verhältnis hier anzunehmen ist, dafür spricht vor allem, daß es in Handwerkerfreisen nicht üblich ist, daß Söhne in einem Alter von demjenigen des Sohnes des Steuerpflichtigen unentgeltlich im Geschäft des Vaters arbeiten. Gegen die Annahme einer solchen Gewinnbeteiligung kann auch nicht das Fehlen besonderer Abmachungen geltend gemacht werden, wenn, wie hier, die Beteiligten in einem näheren verwandtschaftlichen Verhältnis stehen und die Hausgemeinschaft miteinander teilen. Es kann sehr wohl eine Beteiligung am Gewinn in der Form verabredet sein, daß der Sohn am gemeinschaftlichen Haushalt teilnimmt, ohne für den ihm gewährten Unterhalt eine Vergütung entrichten zu müssen. ges angelegt und auf ihnen die in der Nähe gefallenen und zerstreut beerdigten deutschen und französischen Soldaten beigesetzt. Alle diese Friedhäfe tragen den Stempel deutscher Art und sind mit fünstlerischem Geschmack unter Verwendung reichlichen Blumenschmucks, Baum- und Strauchwerts angelegt. Die Lage ist durchweg schön, der Eindruck ein würdiger. Die einzelnen Gräber tragen meist kleine Grabkreuze aus Kunststein, die den Namen, Todestag und Truppenteil des Gefallenen angeben. Es berührte gar wehmütig, wenn man den Namen eines Freundes oder gar Mitkämpfers las. Als Todestag ist fast usschließlich der 22. August 1914 zu lesen, jener blutige Tag, an dem unsere Truppen ihre Feuertaufe erhielten und der Schnitbesucht, wo 104 Deutſche der Infanterie- Regime teine Friedhof ter Tod innerhalb weniger Stunden grausame Ernte hielt. Feldart. 63, sowie 219 Franzosen ruhen. Der Ochamps- Chapelle birgt 63 Deutsche, darunter viele Angehörige des Inf. Rgt. 87 und Feldart. Rgt. 27, sowie 229 Franzosen. Der Friedhof Anloy- Bois, der etwa zwei Kilometer südwestlich von Anloy in einem Wäldchen auf der Höhe liegt, ist Ruhestätte von 373 Franzosen und 103 Deutschen, unter diesen viele Angehörige des Inf. Rgt. 116 und des Pion. Btl. 21. Der Friedhof Anloy- Bruyere enthält die Gräber von 360 Deutschen und 661 Franzosen. Auf den Grabzeichen sind u. a. die Inf. Rgter. 28, 83, 115, 116 und F. A. Rgt. 61 zu lesen. Durch Umbettungen hat sich die Zahl der hier Beerdigten auf zirka 1500 erhöht. In dem Friedhof Maissin I, in den man durch ein hohes aus Schiefer gemauertes Tor tritt ruhen 209 Deutsche( Inf. Rgter. 116, 117, und 118) und 171 Franzosen. Endlich der Friedhof Maissin II; ursprünglich lagen hier 343 Deutsche und 683 Franzosen. Im vergangenen Jahr wurden noch zwei Sammelgräber angelegt zur Aufnahme der Gebeine 3000 unbekann= ter Franzosen, die in der Gegend zerstreut in Einzelgräbern bestattet waren. Von den Deutschen sind 40 Mann in sechs kleinen Massengräbern beigesetzt. Verglichen mit den französischen sind die genannten bel= gischen Sammelfriedhöfe klein zu nennen. Sie alle zusammen würden etwa einen französischen Sammelfriedhof abgeben. Das deutsche Generalgouvernement hat sie während des KrieSo schön auch die landschaftliche Lage und der Plan der Anlage aller dieser Friedhöfe ist, so muß doch leider gesagt werden, daß die Instandhaltung und der weitere Ausbau meist viel zu wünschen übrig lassen und Zeichen des Verfalles überall in Erscheinung treten. Die deutsche Kriegsgräberfürsorge und die deutsche Regierung haben Schritte unternommen, um eine bessere Instandhaltung der Kriegerfriedhöfe in Belgien durch die dortige Regierung herbeizuführen. Von den fü 11. Rovember m Tabelle hervorge Germania Fulda S. B. Neuhof beffen Hersfeld 5. V Alsfeld V Bebra Die zweite Reise hatte ein Stellungs- und Großkampfgebiet in Frankreich, die Champagne zum Ziel. Am 16. Juni um 4 Uhr vormittags ging die Autofahrt von et von Mainz über Alzen, Kaiserslautern, Saarbrüden, Mez, hinein in die WoevreEbene auf Verdun zu. Ein Kilometer hinter Maizeray lag linker Hand an der Straße ein von den Franzosen neu angelegter Sammelfriedhof und zwar ein deutscher. Ein ganz anderes Bild wie bei den Kriegerfriedhöfen in Südbelgien, typisch für alle Sammelfriedhöfe in Frankreich, bot sich dem Auge. Eine große fahle, von Unkraut gesäuberte Fläche mit einem Wald von schwarzen Kreuzen, die Einzelgräber doppelreihenweise in Beeten zusammengefaßt, dahinter gewaltige Massengräber. Solche Sammelfriedhöfe veden in ihrem riesigen Ausmaße und ihrer Dede eine erschütternde Sprache. Schluß folgt. S.V. Salmünste J. V Schlüchtern F. B. Horas Am 18. No rin..- In der jultate: 2. f. 2 Rieberzwehren g fen- Preußen Ka weiterhin mit 10 ten an zweiter G megen schlechter Spiel erledigen, F. V. 05 Einbe durch nichts ged mit 11: 1 Punkt gung Göttingen gleich. In de fallenen Spiele burg und Butzb - Dezember angefe Klassen und Gru Fußball- M In der Grup statt, die jedoch f Sonderer Bedeutu Germania mit 4: gruppe. Kurhese glatten 6: 2 Sieg Die Kurhessen g Grfolg hatten vo jowie der vorzüg Treffen ziemlich Jeder Sonnt Auch der 18. Nov des Ruhrbezirk Chancen zum Ta rfämpften fich ni Bunttgleichheit m Die Abteilung 1 g lenführer Düren und der westdeut Spiel gegen Oden er haben feine b Derden. Am Nie Oberhausen, in de rachten dem Sp age bei. Westden egen Meiderich 0 ng gab es im ng 1, die mit il Duffeldorf den fa lug. Auch in hrer geschlagen, Selfen- Hannover: Kurhessen S Germania Betfalenbezirt: BV. 09 Har Osnabrüd 0 SpVg. Hert Münster 08 Greven 09 Nr. 92 im Ruhrge hiesige Grube t, da die Be in der Ausann von Di einschaft. n 17. und 18. dem Rheinlischen Volks fentliche Ver Weidner über„ Schul„ Evangelische ner wies die Am zweiten rt- Soffenheim prach Pfarrer 5, dieser Zu schlands, hielt ne 39. Jahres gen stand der e und in InMed- Rat Dr. eben planmä em Förderung teverwertung, vgl. -Die chröder, Oberster, PrivatAlkoholismus Wohnungsnot. en und Sonumfangreiche forderte Aufr Kraftfahrer. lung mit dem Mittwoch, den 21. November 1928 Fußball. ,, Gießener Zeitung" Surnen, Sport und Spiel. Streife durch den Bezirk. Die Nordgruppe der Bezirksklasse 1 hat am 11. November die Vorrunde beendet. Der Stand ist jetzt: Spiele gew. unent. verl. Sportklub 08 Kassel 5 5 0 0 Tore Punkte 25: 4 10: 0 Spielverein Kassel 3 0 2 18:15 6: 4 Tura Kassel 5 2 1 2 8:12 5: 5 SC 05 Göttingen 5 2 0 3 9: 9 4: 6 Hessen Kassel 5 2 0 3 8:18 4: 6 Sp. u. Sp. Northeim 5 0 1 4 7:17. 1: 9 Am 25. November beginnt die Nachrunde mit dem Spiel Hessen Kassel gegen Sp. u. Sp. Northeim, das die Hessen noch nicht gewonnen haben dürften, jedenfalls nicht hoch gewinnen jollten. In der Südgruppe ist, wenn am 18. November die Spiele Kurhessen Kassel gegen Sport Kassel und Germania Marburg gegen Borussia Fulda ausgetragen werden bezw. worden sind, noch in der Vorrunde das Spiel Kurhessen Kassel gegen Hermannia Kassel rückständig; es soll nach der neuen Tabelle am 9. Dezember nachgeholt werden. Für diese Gruppe sind auf den 25. November angesetzt: Kurhessen Kassel gegen Germania Marburg und V. f. B.- Kurhessen Marburg gegen Sport Kassel, so daß also am ersten Tag der Nachrunde gleich beide Marburger Vereine in Tätigkeit treten. Der V. f. B. scheint auswärts besser zu spielen als zuhause; vielleicht ge= lingt es ihm trotzdem, den Sieg über Sport zu wiederholen, während die Germanen wohl mit wenig Aussichten nach Kassel fahren. Von den fünf Gruppen der Bezirksklasse 2 ist Fulda am 11. Rovember mit der Vorrunde fertig geworden, die folgende Tabelle hervorgebracht hat: Heffen Hersfeld Spiele gem. unent. verl. Tore Punkt hrer, Berüd Germania Fulda 7 4 2 1 15:11 10: 4 S. V. Neuhof 7 4 1 2 14:14 9: 5 7 3 2 2 26:13 8: 6 Münster i. W.: S. B. Alsfeld 7 3 2 2 21:18 8: 6 it." Die VerF. V Bebra 7 2 B 2 16:17 7: 7 S. V. Salmünster 7 1 4 2 18:23 6: 8 schaffung des F. V Schlüchtern 7 1 2 4 12:18 4:10 7 2 4 15:23 4:10 d Sohn etriebe. om 8. 8. 1928 sein 39 Jahre und namentallein verrich ng als richtig Betracht zu entlich auch im und dessen bemer anzusehen Vater u. Sohn Serhältnis hier n Handwerkeron demjenigen m Geschäft des Den Gewinnbe Abmachungen ligten in einem und die Hauswohl eine Beein, daß der , ohne für den ten zu müssen. llenen und zer Daten beigesetzt. r Art und find ig reichlichen egt. Die Lage Die einzelnen ststein, die den enen angeben. Namen eines tag ist fast uslutige Tag, an und der Schnit e Ernte hielt. Plan der AnDer gejagt wer Ausbau meist Verfalles über sgräberfürsorge ernommen, um fe in Belgien nd Großtamp . Am 16. Juni Mainz über Al in die Woevre Maizeray lag jojen neu ange in ganz anderes Selgien, typisch ich dem Auge. äche mit einem er doppelreihen valtige Maffen n riesigen Aus F. V. Horas - Am 18. November setzt die Nachrunde mit drei Spielen ein.. In der Gruppe Kassel gab es am 11. November die Rejultate: V. f. B. 06 Kassel gegen V. f. R. Kassel 4: 0( 2: 0); Rieberzwehren gegen Sportfreunde Kassel 4: 0( 2: 0) und Hef= sen- Preußen Kassel gegen Warburg 1: 3( 0: 3), so daß B. 06 weiterhin mit 10: 2 Punkten führt und Warburg mit 7: 1 Punkten an zweiter Stelle liegt. Die Gruppe Südhannover fonnte wegen schlechter Platzverhältnisse am 11. November nur ein Spiel erledigen, das Lokaltreffen Sportfreunde Einbeck gegen F. B. 05 Einbed 3: 0( 2: 0); an dem Tabellenstand hat sich dadurch nichts geändert; die Einbecker Sportfreunde führen zwar mit 11: 1 Punkten bei sechs Spielen, jedoch steht Spielvereinigung Göttingen mit fünf Spielen und 9: 1 Punkten relativ gleich. In der Gruppe Gießen- Weglar sind die beiden ausgefallenen Spiele Spielvereinigung 1900 Gießen gegen Dillenburg und Butzbach gegen 1900 Gießen auf den 2. bezw. 30. Dezember angesetzt. An letzterem Tage beginnt auch in allen Klassen und Gruppen des Gaues die Serie der Rückspiele. Fußball- Meisterschaftsspiele in Hessen- Hannover. In der Gruppe Hessen- Hannover fanden nur zwei Spiele statt, die jedoch für den Ausgang der Meisterschaft von ganz besonderer Bedeutung waren. Borussia Fulda schlug in Marburg Germania mit 4: 1 und hält damit die Führung in der Südgruppe. Kurhessen Kassel befestigte seine Position durch einen glatten 6: 2 Sieg über den gefährlichen Ortsrivalen BC. Sport. Die Kurhessen gewannen verdient. Besondere Verdienste am Erfolg hatten vor allem der internationale Verteidiger Weber sowie der vorzüglich disponierte Sturm. Allerdings hatte das Treffen ziemlich unter den schlechten Platzverhältnissen zu leiden. * Westdeutschland. Jeder Sonntag bringt eine Fülle von Ueberraschungen. Auch der 18. November machte keine Ausnahme. In der Gruppe 1 des Ruhrbezirks fuhr Schwarz- Weiß Essen mit nur geringen Chancen zum Tabellenführer MBV. Linden, aber die Essener erfämpften sich nicht nur einen hohen 5: 0 Sieg, sondern auch Punktgleichheit mit dem Besiegten. Im Rheinbezirk brachte die Abteilung 1 gleich zwei Favoritenniederlagen. Der Tabellenführer Düren 03 unterlag gegen Eintracht M.- Gladbach 1: 3 und der westdeutsche Meister Köln- Sülz 07 holte sich im 0: 1 Spiel gegen Odenkirchen 07 seine dritte Niederlage. Die Sülzer haben keine besonderen Aussichten, noch einmal Meister zu werden. Am Niederrhein führt in der Grupe 1 die Sp. Vg. Oberhausen, in der Gruppe 2 Preußen Krefeld. Die Krefelder brachten dem SpV. Homberg mit 6: 2 Treffern die erste Niederlage bei. Westdeutschlands Altmeister, Duisburger SpV. konnte gegen Meiderich 06 nur 1: 1 spielen. Eine kräftige Ueberraschung gab es im Bergisch- Märkischen Bezirk, wo in der Abteilung 1, die mit ihren Spielen noch arg zurückliegende Fortuna Düsseldorf den favorisierten Tabellenführer Eller 04 gleich 4: 0 schlug. Auch in der anderen Abteilung wurde der Tabellenführer geschlagen, SSV. Elberfeld verlor gegen Benrath 3: 5. Verbandsspiele: Hessen- Hannover: - Kurhessen Kassel Germania Marburg Westfalenbezirk: BV. 09 Hamm Osnabrüd 06 SpVg. Herten Münster 08 Greven 09 1 - Sport Kassel 6: 2 Borussia Fulda 1: 4 - Union Herford 3: 3 Teutonia Lippstadt 7: 0 Sparta Nordhorn 6: 2 Borussia Rheine 5: 1 VfL Osnabrück 5: 0 Südwestfalenbezirk: Germania Mudersbach Hüsten 09 - Hagen 72 Jahn Werdohl 3: 2 VfB. Weidenau 0: 4 SC. Lichtenplag 1: 1 Hagen 1911 Hagen 05 Niederrheinbezirk: VfvB. Ruhrort Meiderich 06 SpVg. Oberhausen Preußen Krefeld Duisburg 08 Union Hamborn Duisburg 99 5: 1 Duisburger SpV. 1: 1 - 3: 4 VfB Speldorf 6: 3 SpV. Homberg 6: 2 SC. Sterkrade 1: 2 Berg.- Märkischer Bezirk: Rheinbezirt: - - Hamborn 07 5: 1 Fortuna Düsseldorf Eller 04 4: 0 Düsseldorf 99 Solingen 95 2: 2 VFL. Benrath SSV. Elberfeld 5: 3 SC. Sonnborn TURU Düsseldorf 3: 0 Schwarzweiß Barmen Langenfeld 1: 1 Rheydter SpV. VfB. Aachen 3: 1 Eintracht M.- Gladbach Düren 03 3: 1 Odenkirchen 07 Köln- Sülz 07 1: 0 SC. M.- Gladbach 2: 2 Blauweiß Köln 2: 1 SC. Alsdorf Kölner BC. FV. Godesberg - Bergisch- Gladbach 0: 2 Mülheimer SV. Borussia M.- Gladbach 2: 2 Jugend Düren VfR. Köln 2: 6 SpV. Dohr CFR. Köln - Tura Bonn 1: 2 Rhenania Köln 2: 2 Viktoria Rheydt SC. Aachen MBV. Linden Ruhrbezirk: - SpV. Düren 2: 1 Alemannia Aachen 0: 5 Schwarzweiß Essen 0: 5 Preußen Essen Essen 99 2: 0 Schalke 96 Alemannia Dortmund 6: 1 Union Gelsenkirchen Erle 08 1: 0 Sportfreunde Essen BV. Altenessen 2: 3 Dortmund 95 Schalke 04 0: 3 Germania Bochum - - Castrop 02 5: 3 - Dillenburg Liga Burg Liga 2: 0( 1: 0) Ein im Rahmen des sportlichen Anstandes so müßte es immer sein ausgetragenes Spiel, zu, dem Herr Flick- Wetzlar als Unparteiischer sein Bestes beitrug, stand im Zeichen der Ueberlegenheit des Platzvereins. Durchbrüche des flinken Burger Sturmes, der von seinem Mittelläufer gut bedient wird, wurden durch die Läuferreihe Dillenburgs immer zerstört oder durch seine Verteidigung, besonders seinen rechten Verteidiger, sicher abgewehrt. Henze im heimischen Tor hatte wenig zu tun. Novemberſturm, der sich besonders auf dem halbwegs nach den oberen Regionen liegenden Sportplat der Oranierstadt be= merkbar machte, besorgte manchmal ganz brenzliche Situationen. Beim Anstoß sind die Plazherren nur mit neun Mann zur Stelle. Burg setzt alles daran, um in dieser Zeit zu einem Erfolg zu kommen. Doch vergebens. Als die Zahl voll ist, wendet sich das Heft. Ein Durchbruch Dillenburgs ergibt in der 12. Minute das Führungstor. Bei diesem Resultat bleibt es bis zur Pause. Die zweite Halbzeit bietet nichts, was besonders auffällt. Im Sturm der Plazherren greift eine Art Solospiel Plaz. Dillenburgs Mittelläufer, in großer Form, bringt einen Fernschuß von der Mittellinie an, der einige Meter vor dem Gästetor niedergeht, der zu spät startende Torhüter kann das wieder hochgehende Leder nicht mehr fassen und muß sehen, wie sich dieses über ihn weg in sein Heiligtum neigt, 2: 0. Noch versuchen die Gäste das Resultat zu ändern und sind mit Eifer bei der Sache, doch es sollte nicht sein. Herr Flick war der rechte Mann für dieses Spiel und forgte gleich von Anfang für Ordnung in seinem Bereich. Das ist das, was einen Unparteiischen immer auszeichnet. Das Fahrrad als Hausgerät. Man muß es dem Fahrrade lassen, daß es sich, einem Wort Goethes folgend, allen Gewalten zum Trotz erhalten habe. Von seinen Zeitgenossen verhöhnt, hatte der als Erfinder des Fahrrades geltende Forstmeister von Drais an die It is den Glauben Schaffung eines neuen Verkehrsmittels aufgegeben. Er hatte sein hölzernes Fahrrad zum Sportwerkzeug gemacht, und als solche war es lange Jahre nach dem Tode des Herrn von Drais aus Stahl und Gummi wiedergeboren worden. Nach Erfindung des luftgefüllten Gummireifens wurde das Fahrrad Allgemeingut, blieb aber in seinem Charakter ein Sportwerkzeug. Man prophezeite dem Fahrrad ein baldiges Ende, weil man im Radeine Mode des Erfinders erblickte, aber das Fahrrad mit den Luftreifen erfüllte den Traum seines Erfinders. Es wurde Verfehrswerkzeug und vernichtete alle Prophezeiungen von seinem baldigen Untergang. Trotz alledem verstummten die Untenrufe nicht. Als das Kraftfahrzeug kam, glaubten die Pessimisten wiederum an ein baldiges Ende des Fahrrades, und das gleiche wiederholte sich beim Erscheinen des Flugzeuges. Allen Prophezeiungen zum Troz erhielt sich das Fahrrad, und wer Augen hat zu sehen, dem wird es nicht entgehen können, daß das Fahrrad heute ein Hausgerät geworden ist. Wie wäre es sonst zu erklären, daß sich die Zahl der Radfahrer gegenüber der Vorkriegszeit um fast das Doppelte vermehrt hat. Wir hatten ehemals 6 Millionen Radfahrer in Deutschland, und wir haben heute mehr als 10 Millionen. Und das alles trok Kraftrad und Auto, trog Flugzeug und Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel über und unter der Erde. In den Großstädten tritt die Vermehrung der Fahrräder nicht so stark in Erscheinung wie auf dem Lande und in kleinen Städten. Wohl hat auch in der Großstadt jeder mit dem Ersparen von Zeit und Kraft rechnende Werktätige sein Fahrrad, wohl ist das Fahrrad für die weit von der Schule entfernt wohnenden Knaben und Mädchen ein unentbehrliches Beför derungsmittel, aber den Höhepunkt seiner Vielseitigkeit erreicht Niedergirmes Liga - Nr. 92 1900 Liga 4: 5( 3: 3) Trotz des Wetters auf gutem Platze unter der Leitung des Schiri Bastian- Frohnhausen lieferten sich obige Mannschaften einen schnellen und manchmal harten Kampf um die Punkte. 1900, das die Schlacht nur knapp gewinnen konnte, litt sehr unter der Indisposition seines Tormanns, der als Kranker trotz allen guten Willens nicht Gewohntes zeigen konnte. Das Publikum ließ häufig die erwünschte Disziplin vermissen. Nach Anpfiff fan 1900, leicht überlegen spielend, durch 2 Tore in Führung gehen. Durch das Versagen des Gästetormannes und seiner Assistenz der Verteidigung bann Nieder- Girmes gleichziehen. Wieder geht 1900 und zwar durch seinen Halbrechten in Führung. Doch kann N.-G. furz vor Halbzeit aufholen, 3: 3. Nach Seitenwechsel blieb der Kampf gleich schnell und hart. Eine halbe Stunde gibt es nicht Zählbares. Erst dann tann der Gastverein durch Balser 4: 3 und gleich darauf durch Will 5: 3 wiederum die Führung übernehmen. N.-G. läßt nicht loder und wird für seinen Eifer durch ein Tor belohnt., das aber nicht genügt, um etwas von den Punkten abzubekommen. - Die Hintermannschaft der Gäste war nicht in Form. Läuferreihe und Sturm zeigten gewohnte Leistungen. Beim Platzverein dominierte der wirklich famose Mittelläufer, auch der Halblinke war gut. Die Verteidigung ersetzte manchesmal Können durch Kraft. Herborn Liga W. Sp. V. Liga 4: 3 Schiri Kunze V. f. B. Gießen war dem Spiel ein gerechter Leiter, der sich das Heft nie aus der Hand nehmen ließ. Das Spiel begann zunächst aufgeregt, wobei sich aber nach und nach eine kleine Ueberlegenheit der Herborner bemerkbar machte. Nach halbstündiger Spielzeit ging Herborn durch Elfmeter in Führung, aber Wetzlar glich kurz darauf aus. Herborn drückte jetzt wieder mächtig aber ohne Erfolg. Nach der Pause drängte Herborn sehr. Man merkte der Mannschaft deutlich an, daß sie wußte, um was es ging. Und der flinke Sturm der Herborner erhöhte nach und nach auf 4: 1. Herborn ließ dann etwas nach und Wetzlar konnte eine Eigentümlichkeit am W. Sp. V. das Spiel überlegen gestalten und das Resultat noch auf 4: 3 stellen. Dann ertönte der Schlußpfiff des sehr guten Schiedsrichters. Herborn stellte die etwas bessere Mannschaft und siegte verdient. Wetzlar enttäuschte diesesmal. Der Kampf war zeitweilig sehr hart. - Stand nach dem 18. November 1928: Spiele gem. unent. verl. Verein Tore Punkte V. f. B. Gießen 7 7 27: 6 14: 0 1900 Gießen 3 2 13:10 6: 4 Dillenburg 6 3 2 10:21 7: 5 3 2 17:19 8: 6 4 3 34:17 9: 7 5 2 10:15 3: 7 6 1. 3 7:13 4: 8 S. C. Niedergirmes „ Oranien" Frohnhausen 6. 3 14:22 3: 9 1 5 9:20 2:10 Sp. V Herborn Sp. V. Wetzlar V. f. R. Butzbach S. C. Burg 1213213 VfB. Gießen Liga- Odershausen Liga 5: 0 Dem Stärkeverhältnis beider Mannschaften nach ist das hohe Ergebnis nicht gerechtfertigt. Drei von den siegbringenden 5 Toren waren Elfmeterbälle. Der Kampf war größtenteils ausgeglichen, litt aber nicht wenig durch die Bodenverhältnisse. Nach Marburger Manier versuchten die Gäste zum Schluß im scharfen „ Finish" aufzuholen allerdings ohne das gewünschte Ziel. Niedergirmes 2. - * 1900 2. 1: 1( 0: 0) Beide Mannschaften zeigten nicht viel. 1900s Hintermannschaft war der beste Mannschaftsteil auf dem ganzen Platz. Niedergirmes fonnte in der 2. Halbzeit in Führung gehen, muß sich aber von den Gästen, die stark drängen, kurz vor Schluß den Ausgleich gefallen lassen. Schiri Kreiling: V. f. B. wie immer gut. das Fahrrad in den kleinen Städten und auf dem Lande. Dort hat es alle Figuren lebendig werden lassen, die in der Jugendderen Verwirklichung für das Jahr 2000 prophezeit wurde. zeit des Radfahrens in den Wigblättern erschienen waren und Wer kümmert sich heute noch um den im Schmucke seines Zylinders schwarz wie ein Neger dahinradelnden Schornsteinfeger, wer wendet noch den Kopf, wenn Bäcker, Fleischer oder Gemüsehändler ihre Waren auf dem Fahrrade zu den Kunden bringen, und wer wundert sich, daß der Förster, die Tabakpfeife im Munde und die Flinte auf dem Rücken, sein Revier durchfährt? Es tut niemand, ebensowenig, daß die Bauersfrau die Erzeugnisse von Garten und Acer auf dem Rade zum Markt fährt, die gnädige Frau ihre Einkäufe radelnd besorgt, und Frau Meier zur Frau Müller fährt, um ihr in ihrer schweren Stunde beizustehen. Der radelnde Arzt ist eine ebenso alltägliche Erscheinung, wie der radelnde Barbier und der radelnde Handwerker. Das Fahrrad hat den Schülern auf dem Lande den Weg ermöglicht, furzum es hat sich allen als Wohltäter gezeigt, wenn es galt Zeit und Kraft zu sparen, aber darüber hinaus hat es seinen Charakter als Sportwerkzeug, als Mittel zur Erlangung von Kraft und Gesundheit bewahrt. Das Fahrrad führt uns hinaus in die Natur, ist uns Freund und Kamerad in den Feierstunden und an den freien Tagen. Es tut seine Pflicht; wo man es verlangt, denn es ist ein Universalfahrzeug für Alt und Jung, es ist ein Hausgerät, das dem Vater, der Mutter und den Kindern dient, und das auch von denen nicht vergessen worden ist, die vom Fahrrad über das Motorrad zum Auto gekommen sind. In manchem Gepäckasten der Kraftwagen liegt ein auseinandergenommenes Fahrrad, das als Retter in der Not benutzt wird, wenn der Motor fern von bewohnten Ortschaften streift, das Benzin ausgegangen ist, cder ein anderer Unfall die Fortbewegung des Wagens unmöglich macht. In solchen Fällen erinnert sich der Kraftfahrer des fleinen Freundes aus Stahl und Gummi und beweist damit schlagend die Unentbehrlichkeit des Fahrrades in allen LebensTagen. Mittwoch, den 21. November 1928 Lich 1.- Laubach 1. 1: 1( 0: 1). Dem vorzüglichen Schiri Willer- Wetzlar stellten sich beide Mannschaften in kompletter Aufstellung. Sofort nach Anstoß entwickelt sich ein sehr flottes Tempo und nach einer Viertelstunde sendet Laubach unhaltbar ein. Lich versucht nun den Ausgleich zu erringen, aber sämtliche Angriffe scheiterten an der zahlreichen Verteidigung oder werden zu Eden abgelenkt, die Lich nichts einbringen. Nachdem die Seiten gewechselt sind, drückt Lich mächtig und spielt überlegen, Laubach versucht mit allen Mitteln den Vorsprung zu halten. 10 Minuten vor Schluß erzielt Lichs Mittelstürmer im Anschluß an eine Ecke den Ausgleich. Es folgen noch bange Minuten vor Laubachs Heiligtum bis der Schiri dem spannendem Kampfe ein Ende macht. Bei Laubach überragte der Linksaußen, bei Lich waren die beiden Linksstürmer die treibende Kraft im Sturm. Sonst waren die Mannschaften gut. Ettingshausen 1.— * Großen- Buseck 1. 3: 2( 3: 0) Mit großem Interesse erwartete man in hiesigen Sportkreisen den Ausgang obigen Verbandstreffens. Beide Mannschaften, die als gleichwertig zu betrachten sind, lieferten sich einen spannenden Kampf. In der ersten Halbzeit lag Ettingshausen im Vorteil und konnte dreimal einsenden. Ein Elfmeter, der schon in der 2. Minute für Großen- Buseck gegeben wurde, wurde gehalten. Nach dem Seitenwechsel kam GroßenBuseck start auf und wurde oft gefährlich. Jedoch konnten sie nur noch zwei Tore aufholen. Ein in den letzten Minuten ge= gebener Elfmeter für die Gästemannschaft wurde verschossen. Die Plazmannschaft fiel in der 2. Halbzeit stark ab; es muß ihr empfohlen werden, das Spiel in Zukunft mit mehr Kampfgeist bis zum Ende durchzuführen. Herr Böcher V. f. B. Gießen schiedsrichterte. * Heuchelheim 1. - Grünberg 1. Beide Mannschaften waren nicht da, als der Schiri das Spiel anpfiff. BO Lich 2. VfB. Gießen 3. 3: 5. - Der Licher Sturm litt an Ueberkombination und vergaß das Schießen. Lich verschoß u. a. 2 Elfmeter. Die VfBer blieben glückliche Sieger. Großen- Buseck 2. N.-G. nicht erschienen. Niedergemünden 1. * Heuchelheim 2. Lollar 2. Lollar trat nicht an. * Steinbach 1. Lollar 2. - Nach der Terminliste mußte die Lollarer 2. Elf ja eigentlich in Steinbach spielen, die Ansehung des Spieles in Heuchelheim war also nicht gut möglich. Aber Lollars 2. Mannschaft trat auch in Steinbach nicht an.( Wer bezahlt den Vereinen die Spesen für die angesetzten Schiris?) * Quedborn 1. Laubach 2. 1: 3( 1: 1) In der 1. Halbzeit zeigten beide Gegner nichts besonderes. Laubach führte zuerst. In der 49. Minute glich Queckborn aus. Nach Seitenwechsel das gleiche Bild. Laubach drängte etwas und konnte durch zwei prächtige Schüsse Sieg und Punkte erringen. Steinberg 1. Jgd. Heuchelheim 1. Jgd. 0: 1( 0: 0) Der Verbandsschiri war nicht erschienen und Schiri Hofmann von Heuchelheim konnte nicht gefallen. 1900 Gießen 3. Jgd. VfB.-K. Marburg 3. Jgd. 0: 1 1900 Gießen 4. Jgd. VfB.-K. Marburg 4. Jgd. 0: 6 1900 Gießen 1. Jgd. Butzbach 1. Jgd. 1: 0( 0: 0) - VfB. Gießen 1. Jgd. Niederweisel 1. Jgd. - - Laubach 1. Jgd. 2: 0 1900 Gießen 2. Jgd. 2: 0 Großen- Bused 1. Jgd.- VfB. Gießen 2. Jgd. 2: 0 gatte Wovon der Gatte nichts ahnt! daß das Fußbodenputzen die wenigste Arbeit macht. Für die Holzböden nehme ich Loba- Beize, die wasserechte,*) für Linoleum und Parkett Loba- Wachs. In ein paar Minuten bin ich fertig., Bei uns spiegeln sich die Möbel und die ganze Wohnung sieht noch einmal so nett aus. Besuch bei Regenwetter, kurz nach dem Putzen ist mir so angenehm wie vor dem Putzen Das macht nämlich meinem Loba- Boden gar nichts! *)= ein Farbbohnerwachs, das Fußbodenstrelchen" unnötig macht! 484 ,, Gießener Zeitung" Handball und Leichtathletik. V. f. L. Wehlar 1. Sp. Vg. 1900 1. 7: 3( 4: 3) Das entscheidende Spiel der Vorrunde um die Lahnkreismeisterschaft ging am Sonntag auf dem Spielstadion vonstatten. Dem V. f. L. Wetzlar gelang es, nach härterem Kampfe als das Resultat ausdrückt, die 1900er, ihren gefährlichsten und bisher ebenfalls ungeschlagenen Gegner, abzuschütteln. Beide Mannschaften mußten ihre Mittelläufer ersetzen, bei den Gießenern fehlte außerdem der Mittelstürmer, auf den man gerade die größten Hoffnungen gesetzt hatte. Die Gießener Mannschaft hatte Plazwahl und nahmen den ziemlich heftigen Wind zum Bundesgenossen. Ihrem Sturm glückten sogleich mehrere gute Angriffe, von denen zwei schon in den ersten Minuten mit Toren( durch Wolf und Seifert) abgeschossen werden konnten. Die Wetzlarer kamen jedoch bald auf und Paulus stellte nach gutem Durchspiel das Resultat auf 1: 2 bezw. 2: 2. Der Kampf wogte weiter. Einen steil vorgegebenen Ball erreichte der 1900er Rechtsaußen Kaiser fast am Wurftreis und sandte kurzentschlossen zum 3. Tor für die Spielvereinigungsleute ein. Der V. f. L. ließ jedoch mit dem Ausgleich nicht lange auf sich warten und vermochte, wiederum durch Paulus, unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff in Führung zu gehen. Nach dem Wechsel bekamen die 1900er einen noch schwereren Stand, hielten das Spiel jedoch nach wie vor offen. Die oft mit viel Raffinesse vorgetragenen Angriffe des VfL.- Sturmes konnten nicht immer rechtzeitig von der etwas schwerfälligen Gießener Hintermannschaft abgestoppt werden, und so mußte der an sich nicht schlechte Köhne noch dreimal hinter sich greifen. Die eifrige 1900er Fünferreihe fonnte gegen den Wind den Weglarer Hüter nicht mehr schlagen. Schiedsrichter Waldmann( W. S. V.) war dem Spiel nicht gewachsen; daran ändert auch die Herausstellung des Weglarer Halbstürmers Philipp nichts. - * V. f. B. Gießen 1. V. f. L. Wezlar 2. 0: 2 Das Spiel war äußerst forciert. Die eifrigeren Weglarer konnten überraschend den Sieg mit heim nehmen. V. f. B. hatte allerdings Pech. Fischer verschoß gleich in den ersten Minuten einen chancereifen 13 Meter- Ball. Auch versagte die Läuferreihe der Plazmannschaft nach der Pause vollkommen. Die Herren vom V. f. L. brauchen in Zukunft nicht so viel unnötigen Krach zu machen. ** V. f. B. Schüler 1900 Schüler 0: 2 Die Schüler der Spielvereinigung 1900 bewiesen auch im Rückspiel, daß sie den V. f. B.ern überlegen sind. Im Handball gab es durch den 5: 4 Sieg des FSB. Frankfurt über den PolSV. Darmstadt eine große Ueberraschung. Die Jubiläumsversammlung der DSB. in Berlin war sehr stark besucht. An ihrem 30. Jahrestag umfaßt die DSB. 620 000 Mitglieder. Exc. Lewald und Prof. Hüppe wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Den Festvortrag hielt der Rektor der Berliner Universität Geheimrat Prof. Dr. His. Radfahren. ,, Dreistunden" in Frankfurt a. M. Die vollständige Besetzung. Für das am 20. November zum Austrag kommende Dreistunden- Mannschaftsrennen hat der Frankfurter Sportpalast insgesamt 12 Mannschaften verpflichtet. Die sehr geschickt getroffenen Zusammenstellungen lauten: fRausch- Hürtgen( Köln), Goossens- Stocelynk( Belgien), Gebr. Standaert( Belgien), Bogaerd- van der Wulp( Holland), Mouton- Rouyer( Frankreich), Krüger- Funda( Berlin), Dobe- Dahms( Berlin), Steinbach( Dresden)-Remold( Schweinfurt), Hille- Kirbach( Leipzig), Junge- Stupinski( Breslau), Carpus- Schön( Wiesbaden), Schäfer- Böttgen( Frankfurt a. Main). A. v. D. und B. D. R. Nr. 92 Interessengemeinschaft zwischen dem Automobilclub von Deutschland und dem Bund Deutscher Radfahrer. Zwischen dem Automobilclub von Deutschland und dem Bund Deutscher Radfahrer ist eine Interessengemeinschaft geschlossen worden, um den automobil- und motorradfahrenden Mitgliedern des Bundes Deutscher Radfahrer die Möglichkeit einer Teilnahme an nationalen und internationalen Wettbewerben und allen anderen Vergünstigungen zu verschaffen, die der Automobilclub von Deutschland seinen Mitgliedern bietet. Der wirtschaftliche und sportliche Zusammenschluß dieser beiden Spitzenverbände dürfte nicht ohne Einfluß auf die Entwicklung des Kraftsports in Deutschland bleiben. Sportvertretertag des Bundes Deutscher Radfahrer. Der BDR. hat die Sportvertreter seiner Gaue für Sonntag, den 25. November nach Leipzig eingeladen. Die Versammlung wird sich in erster Linie mit der Neugestaltung des Amateurradsports nach dem Inkrafttreten der Erfurter Beschlüsse befassen. Als Versammlungsort ist das Hotel Deutsches Haus in Leipzig- Lindenau gewählt worden. Dederichs- Köln hat die Australienreise aufgegeben, er fährt in Zukunft die Dauerrennen hinter dem ehemaligen Schrittmacher von Möller, Hörtrich. Die Olympiafieger für Falt- Hansen und Henry Hansen( Dänemark) nehmen am 14. November an einem 100 Kilometer- Mannschaftsrennen Amateure im Berliner Sportpalast teil. * Wieder geschlagen wurden die Radball- Europameister Gebr. Stolze in Chemnit von Haase- Schulz, die 4: 2 gewannen. Neue Bücher. Deutscher Weinkalender 1929. Endlich ist auch dem deutschen Wein und allem, was mit ihm zusammenhängt, ein würdiger Kalender entstanden: der erste deutsche Weinkalender, in Gestalt eines vornehmen Wandabreißkalenders nach Art der bekannten Kunst- und Kulturkalender. Er ist allen Freunden des Weins gewidmet und führt sie durch alle Gewerbe, die mit der Weinerzeugung zusammenhängen, durch Kunst, Dichtung und Volksleben aller deutschen Stämme und Gaue. Der KaTender führt uns durch alle rebgesegneten Gaue an Rhein und Mosel, an Saar und in Niederösterreich, führt in den Wernberg zur mühevollen Arbeit des Winzers und in das Labyrinth der Kellereien. Der Deutsche Weinkalender ist durch jede gute Buchhandlung zu beziehen und kostet R.-M. 2.75. Buch- und Kunstverlag Knorr u. Hirth G. m. b. H., München. * „ Sessenkunst“. Jahrbuch f. Kunst- u. Denkmalspflege in Hessen und im Rhein- Main- Gebiete. 23. Jahrgang mit zahlreichen Abbildungen. N. G. Elwert'sche Verlagsbuchhandlung G. Braun, Marburg. Preis Mt. 3.-. Reich geschmückt mit 103 Abbildungen erscheint soeben dieses bekannte Jahrbuch, des= sen Herausgeber der bekannte Professor Dr. Chr. Rauch in Gießen ist. Jeder künstlerisch Eingestellte im Hessenlande wird in ihm etwas für sich finden, zumal alles in einer Form darge bracht ist, die jedem Zugang und Verständnis ermöglicht. 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