Nr. 6. Marburg gegen geschlagen bewahre Glanzwaren in be Diel auf Grund in der zweiten Wert erschienen, und Wirtschaft Not der Deut Wiederausstieg. tändig Schaffen chaftsleben und aren Lasten, die berorganisierten Gemeinden, in to der Firmen, Export unterr eines Staatsnit der aus dem derung des ya crissenheit alles ptursachen der n Gegenwarts> ertem Freimut nen Probleme. emachte Schrift tsfragen dürfte 50 RM. Umgebung fauf meinec alHöscher ngszweck in her nd Zuverlässig sich berens vorbewährt haben, Sezügen errn ngsformen für und Behörden für abgebaute von Herrn mit 1, denen die erfügung steht, an WERK Narr, ART. rankenhausen Automobilb. Schwachderabt. f.Landm. 11.Flugt dgeruch efärbte Zähne entstellen Schönheitsfehler werden Buzen mit der herrlich hlorodont befeitigt. nach kurzem Gebrauch einglanz, auch an den ger Benutzung der dafür orodont- ZahnBorstenschnitt. Faulende schenräumen als Ursache verden gründlich damit es zunächst mit einer hlorodont- Zahng., für Damen M. 1.25 ME 1.25( harte Borsten). Originalpadung mit der " überall zu haben tigt Reben hnellkens an Bodenfee. 眼見 ergarten: n-, Pflaumen uno ume und Spaliere, he, Quitten- Büsche, beersträucher, groß elb, Johannisbeer Brombeeren; mme, Hochstämme, Sorten und wunder ein, Clematis u. a. Mahonien Cypreffen Sorten in großer Aus aleen, Kirschlorbeer ünftigen Preisen nejch( Solstein). Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdlendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Jahrg. - Druck und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. Mr. Samstag, den 21. Januar 1928 Der Reichshaushalt 1928. Auf der Tagesordnung der ersten Reichstagssigung nach der Bause steht die erste Lesung des Reichshaushaltsplans für 1928. Am Donnerstag ergriff Reichsfinanzminister Dr. Köhler als erster das Wort zu seiner Rede über den Haushaltsplan; er führte u. a. aus: Ein Jahr guter Konjunktur liegt hinter uns. Es hatte für die Reichsfinanzen zwei erfreuliche Ergebnisse. Einmal wurden die Mittel der Erwerbslosenfürsorge in einem erheblich geringerem Umfang in Anspruch genommen, als vorauszusehen war. Von den vorgesehenen 450 Millionen werden nur 270 Millionen dafür verbraucht werden und wir ersparen mithin etwa 180 Millionen. Die zweite Folge des wirtschaftlchen Aufschwunges war ein erhebliches Mehraufkommen an Steuern und Verbrauchsabgaben. In den neuen Monaten April bis Dezember 1927 haben die Besitz- und Verkehrssteuern, die Zölle und Verbrauchsabgaben zusammen 6,3 Milliarden erbracht. Das bedeutet gegenüber dem Haushaltssoll ein Mehr von über 500 Millionen. An die Länder ist gegenüber der Garantiesumme eine Mehrüberweisung in Höhe von 83 Millionen in diesem Dreivierteljahr erfolgt. Das Gesamtergebnis dürfte jedenfalls sein, daß neben einer recht erheblichen Mehrüberweisung an die Länder dem Reiche ein Mehraufkommen von nicht unter 500 Millionen verbleibt. Diese zunächst erschreckende Höherschäzung gewinnt ein anderes Aussehen, wenn man berücksichtigt, daß das tatsächliche Aufkommen von 1927 allein ein Nettomehr von wenigstens 500 Millionen für das Reich ergeben wird. Diese Schäzung des Steueraufkommens wird bedingt durch die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage. Die Konjunktur scheint ihre Höhe erreicht zu haben. Es liegen aber keine Anzeichen dafür vor, daß sich ein erheblicher Rückschlag oder gar eine Krise vorbereite. Eine Teuerungspsyche wäre die größte Gefahr, die unserer Wirtschaft im Augenblick entstehen könnte. Die Förderung des Exports wird sich die Reichsregierung auch weiterhin angelegen sein lassen. Zurzeit finden Besprechungen über die Wiederholung von Garantien zu diesem Zweck ſtatt. In dieses Gebiet fällt auch die Zollsenkungsaktion. Ihr Ergebnis ist insofern vorweggenommen, als das Zollaufkommen des Jahres 1928 um 150 Millionen niedriger eingesetzt worden ist. Ein besonders schwieriges Kapitel bildet besonders die wachsende Verschuldung der Landwirtschaft. Die Regierung hält eine baldige Lösung dieser außerordentlich schwierigen Lage für erforderlich. Die Förderung der Neubildung von Kapital und die pflegliche Behandlung des vorhandenen Kapitals sei unerläßliche Pflicht. Zu prüfen sei, ob das Problem der allgemeinen Abgabensenkung nicht in der Hauptsache vom Reiche her zu behandeln sei. Der Mehrertrag wird zum allergrößten Teil durch den Nachtragshaushalt aufgezehrt werden. In diesem werden rund 160 Millionen für die Erhöhung der Kriegsbeschädigten- und Beamtenbezüge angefordert, ferner 160 Millionen für die Barzahlungen nach dem Kriegsschäden- Schlußgeseh. Dazu kommen Beträge wie das bereits zugesagte Westpreußenprogramm, für die Einleitung und Durchführung des Ostpreußenprogramms, zur Behebung der Unwetterschäden in Sachsen, Pommern usw. Insgesamt wird der Nachtragshaushalt nicht über 500 Millionen erfordern, so daß noch 150 bis 180 Millionen an Ersparnissen verbleiben werden. Das Wirtschafts- und Aufräumungsjahr 1927 wird also trotz der Mehrbelastungen einen Ueberschuß etwa in gleicher Höhe erbringen, wie es ihn aus dem Jahre 1926 übernommen hat. Es wird im ganzen in sich balancieren. Der Minister wendet sich dann dem Etat für 1928 zu, dem ersten Etat mit der Normalbelastung des Dawesplanes. Bei Politische Tagesschau. Die Zentrumstrise ist nur formal behoben. Der Kampf der Gewerkschaften wird durch den Abgeordneten Jm= busch weitergeführt. ㄓ Der Reichs post minister wird zur Vereinfachung der Berwaltung 14 Oberpostdirektionen aufheben. * Die von Arbeitgeberseite verlangte Verbindlichkeitserklärung des Schiedsspruches für die Metallindustrie ist vom Reichsarbeitsminister abgelehnt. ** Die sächsische Zentrumspartei, die bei den legten sächsischen Landtagswahlen nicht zu einem Mandat tam, hat jegt beim Staatsgerichtshof Klage gegen die Gültigkeit dieser Wahlen vom November 1926 erhoben. Das Zentrum stüßt sich dabei auf dieselben Argumente, die verschiedene Parteien gegen die Regierungen von MecklenburgStrelig, Hamburg und Hessen geltend gemacht haben. * Amerita will seine Marine Luftflotte durch den Antauf von mindestens 300 neuen Flugzeugen verdoppeln. Die Erkrankung des hessischen Finanzministers Henricht soll nicht ernster Natur sein. Er beabsichtigt jedoch, sich wegen seines Leidens im Darmstädter Elisabethenstift einer gründlichen Beobachtung zu unterziehen. dem neuen Etat galt es, die mehrfachen Ankündigungen sparsamer Wirtschaft in die Tat umzusetzen. Man kann ihn mit Recht als Etat der Sparsamkeit bezeichnen. Trotz neuer zwangsläufiger Ausgaben ist es gelungen, ihn ohne Steuererhöhungen zu bancieren. Im außerordentlichen Etat ist erreicht, daß keine neue Anleiheermächtigung erforderlich ist. Der Etat für 1928 schließt im Ordinarium mit 9356 Millionen, im Extraordinarium mit 146 Millionen, zusammen mit 9,5 Milliarden in Einnahme und Ausgabe. Das bedeutet zusammen ein Mehr von 367 Millionen gegenüber dem Vorjahre, also ein Mehr, das noch nicht die Erhöhung der Reparationslast mit 396 Millionen erreicht. Unter Berücksichtigung des voraussichtlichen stergebnisses des Jahres 1927 wird die Gesamtausgabe des Jahres 1928 sogar rund 100 Millionen niedriger sein. Das Steueraufkommen ist gegenüber dem Soll von 1927 um 942 Millionen höher geschäzt. Der aus 1926 und 1927 übernommene Anleihebedarf sei der dunkelste Punkt in der Etats- und Finanzlage des Reiches. Der Kurs, der im Frühjahr 1927 begebenen Reichsanleihe habe fortgesetzt gestützt werden müssen, um nicht zu stark abzusinken. Der Kassenbestand, der Ende 1924 noch eine Milliarde betrug, werde Ende 1928 nur noch 200 Millionen betragen. Ob der Anleihemarkt die Begebung von Reichsanleihen 1928 zulassen werde, stehe noch nicht fest. Jeder weitere Ueberschuß sei für die Senkung des Anleihebedarfes zu verwenden. Der Minister erklärte dann, er halte es für richtig, die Ausgaben, die Werte für die Zukunft schaffen, nicht aus Steuern und Abgaben zu bestreiten, sondern auch Anleihen zu übernehmen und dadurch die künftige Generation zu belasten. Dieser Grundsatz müsse aber seine Grenze in der Aufnahmefähigker des inländischen Marktes finden. Der Minister wies dann darauf hin, daß 1928 in bezug auf die Reparationsverpflichtungen das erste Normaljahr sei, in dem die deutsche Gesamtwirtschaft den vollen Betrag von 2,5 Milliarden aufbringen soll. Die Vorschläge der Reichsregierung für den Haushalt It 1928 lieferten den Beweis, wie einst es der deutschen Reichsregierung mit der Erfüllung ihrer Verpflichtungen sei. Der Erfolg hänge aber nicht zum geringsten davon ab, daß das Ausland auch seinerseits unserer Ausfuhr Wege öffnet, die noch verschlossen sind. Die immer noch vorhandenen Handelshemmnisse müßten verschwinden. Der Reichsfinanzminister erinnert dann an die Endregelung der Reparationsverpflichtungen und ohne Kontrolle von außen. Dazu erklärt er: Eine ungelöste Reparationsfrage ist das Grundübel, an dem nicht nur das deutsche Volk, sondern auch die andern in die Weltwirtschaft eingeordneten Völker leiden. Da 1928 die Reparationslast um weitere 300 Millionen steigt, sah der Minister eine Verschlechterung des Haushalts für 1928 voraus. Zur Deckung komme aber eine Erhöhung der Steuersätze in teiner Weise in Frage. Die Ergebnisse der Länderkonferenz seien, im ganzen ge= sehen, nicht unbefriedigend. Das Reich will mit der Zusammenstellung von Behörden vorangehen. In erster Linie sollen die kleinen Landesfinanz- und Finanzämter aufgehoben werden. Das Jahr 1928 stellt die Schicksalsfrage an das deutsche Volk, ob wir unserer Zukuft und unseres Glückes eigene Schmiede bleiben wollen unter Opferung mancher Wünsche und mancher liebgewordenen Traditionen. Ich müßte an der Zufunft Deutschlands verzweifeln, wenn wir diese Frage nicht bejahen und danach handeln wollten. Nach der Rede des Ministers, die mit Beifall aufgenommen wurde, vertagte das Haus die Aussprache auf gestern. Groener Reichswehrminister. Der Reichspräsident hat auf Vorschlag des Herrn Reichs: tanzlers den Reichswehrminister Dr. Geßler auf seinen Antrag vom Amte des Reichswehrministers entbunden und den Reichsminister a. D. Groener zum Reichswehrminister ernannt. Die Schwierigkeit, die sich der Ernennung Groeners entge= gegesetzt hat, ist außerordentlich groß gewesen. Auf der einen Seite hat sich die Deutschnationale Volkspartei enschieden gegen eine Ernennung Groeners zum Reichswehrminister ausgespro= chen, auf der anderen Seite hat auch die Bayerische Volkspartei nochmals ihre Bedenken geltend gemacht. Darauf haben Besprechungen beim Reichspräsidenten stattgefunden, an denen auch Reichskanzler Dr. Mary beteiligt war. Bei dieser Gele: genheit erklärte der Reichspräsident, er habe sich durch eine lange Unterredung mit Groener davon überzeugt, daß er durchaus der geeignete Mann für den Posten des Reichswehrministers set. General Groener werde im Sinne des Reichspräsidenten die Reichswehr führen. Groener hat zu den tüchtigsten Offizieren der deutschen Armee gehört. 1867 in Ludwigsburg( Württemberg) geboren, wurde er 1912 als Oberstleutnant Chef der Eisenbahnabteilung im Großen Generalstab. Bei Kriegsausbruch zum Chef des Feldeisenbahnwesens ernannt, erwarb er sich bei der Organisation der Truppentransporte große Verdienste. 1914 Oberst, 1915 Generalmajor, wurde er bereits 1916 zum Generalleutnant ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Plaz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt, für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer ernannt. Für ein Jahr übernahm er das Kriegsamt im Kriegsministerium, 1917 wurde er danach mit der Führung der 33. Inf.- Division und Ende 1917 mit der Führung des 25. Reserve- Korps betraut. Im Jahre 1918 übernahm er den Posten des Generalstabschefs der Heeresgruppe Kiew. Nach Ludendorffs Ausscheiden wurde er der 1. Generalquartiermeister an der Seite Hindenburgs. Als solcher leitete er den Rückmarsch des deutschen Heeres und die Auflösung der alten Armee. Am 16. Oktober 1919 ließ er sich zur Disposition stellen. Im Juni 1920 wurde Groener Reichsverkehrsminister und blieb es bis zum Ende 1923. Die Ernennung Groeners ist eine Verlängerung des Kabinetts nach links. General Groener steht an führender Stelle in der Liberalen Vereinigung. Die Entschließungen der Länderfonferdnz. Einsetzung von Ausschüssen. Finanzpolitische Maßnahmen. Die am Mittwoch beendete Länderkonferenz hat folgende Entschließungen angenommen: Durchdrungen von der Ueberzeugung, daß der Wiederaufstieg unseres Volkes nur auf der Grundlage einer einmütigen und verständnisvollen Zusammenarbeit zwischen Reich und Ländern erfolgen tann, sind Reichsregierung und Länderregierungen in ihrer heute zum Abschluß gelangten Konferenz nach eingehenden Beratungen zu folgenden Ergebnissen gelangt: 1. Reichsregierung und Ländervertreter sind der Auffassung, daß die Weimarer Regelung des Verhältnisses zwischen Reich und Ländern unbefriedigend ist und einer grundlegenden Reform bedarf. Es bestand darüberEinigkeit, daß eine starke Reichsgewalt notwendig ist. Die Lösung des Gesamtproblems soll durch den Bericht eines Ausschusses vorbereitet werden, der zu gleichen Teilen von der Reichsregierung und den Länderregierungen be= setzt wird. 2. Die Reichsregierung hat im Interesse der Lösung des Gesamtproblems folgende Maßnahmen in Aussicht gestellt: a) Zur Beseitigung finanzieller Notstände von Ländern, ist die Reichsregierung bereit, über die geltende verfassungsmäßige Zuständigkeit hinaus geeignete Verwaltungsbe= reiche solcher leistungsschwach gewordenen Länder auf das Reich zu übernehmen. b) Zur Herbeiführung von Vereinbarungen über das Aufgehen kleinerer Länder in Nachbarländer, sowie für die Auflösung von Enklaven und Erklaven stellt die Reichsregierung ihre guten Dienste zur Verfügung. c) Zur Vereinfachung der Gesamtverwaltung des Reichs wird die Reichsregierung demnächst im Reichsrat neue Vorschläge für das Reichsverwaltungsgericht machen. 3. Reichsregierung und Länderregierungen sind sich darüber einig, daß Maßnahmen zur Sicherstellung sparsamster Finanzgebarung in Reich, Ländern und Gemeinden getroffen werden müssen. 4. Bezüglich der Fragen der Verwaltungsreformen sind sich Reichsregierung und Länderregierungen über die Notwendigkeit beschleunigter Durchführung von entsprechenden Reformen in Reich und Länder einig. Diese Reformen haben sich besonders auf die folgenden Fragen zu erstrecken: a) Zweckentsprechende Zusammenlegung von bisher nebeneinander bestehenden Behörden. b) Zweckmäßige und den heutigen Verkehrsverhältnissen angepaẞte Abgrenzung der Bezirke der Lokal- und Mittelbehörden. Soviel Worte, soviel Taten möchten wir sehen. Während Deutschlands Ministerpräsidenten lange Reden hielten, fam es an verschiedenen Stellen Deutschlands zu elementaren Ausbrüchen der Not der verzweifelten Steuerzahler aus Mittelstand und Landwirtschaft. Des Landmannes Not. Wie aus Stettin gemeldet wird, haben die vorpommerischen Gutspächter, die unter den Unwetterschäden und den schlechten Ernteergebnissen ihrer Landesteile ganz besonders zu leiden haben, da kredite kaum noch für sie zu beschaffen sind, den Streit proklamiert. In Putbus und in Sagard auf Rügen wurde in stark besuchten Versammlungen der einmütige Beschluß gefaßt, am 15. Januar alle freien, nicht in Deputation stehenden Arbeiter zu entlassen und die Betriebe stillzulegen. Die Pächter begründen den Beschluß damit, daß es ihnen ohne durchgreifende Hilfsmaßnahmen nicht möglich sei, die notwendigsten Zahlungen wie Löhne, Versicherungsbeiträge und Zinsen aufzubringen, ganz abgesehen von den fälligen Wechseln für Düngemittel und dergleichen. Im ganzen haben sich bisher 200 Gutspächter dem Streit angeschlossen. Aus Mecklenburg wird berichtet, daß die Domänenpächter der Landdrostei Hagenow einmütig auf der Landdrostei zu Protokoll gaben, daß sie unter den heutigen, die Landwirtschaft schwer drückenden Verhältnissen teine Pachtzahlungen und Grundsteuerzahlungen mehr zu leisten vermögen. Sie haben sich verpflichtet, die Pachtungen weiter zu führen und ihren Arbeitern die Löhne zu zahlen, sowie auch die fälligen Hand Samstag, den 21. Januar 1928. werkerrechnungen zu begleichen. Diese Erklärung der Domänenpächter wird durch die Landdrostei Hagenow der Regierung zu geleitet. Ein Landwirt aus Hessen schreibt dazu: Auch hier in Hessen ist es der Landwirtschaft unmöglich, die immer steigenden sozialen Lasten weiter zu tragen. Im Falle der Landwirt so ernorme Lasten tragen soll, muß er auch Gelegenheit haben, diese Lasten herauszuwirtschaften, was er nicht hat. Auch hier in Hessen wird es ein Ende mit Schreden geben. Die Erwerbslosenunterstützungsgelder und das komplizierte Beamten-, resp. Regierungssystem verbrauchen zum allergrößten Teil die Staatseinnahmen. Wimpfen und die Länderkonferenz. Wimpfen. Gegenüber den Forderungen auf Beseitigung der Enklaven und insbesondere des Anschlusses Wimpfens an Württemberg durch die Vertreter der Länderregierungen in Berlin hat jetzt der Gemeinderat von Wimpfen folgenden Be= schluß gefaßt: Verschiedene Veröffentlichungen in der Presse zu der Frage der Aufhebung der Enklaven und Erklaven im Deutschen Reich geben dem Gemeinderat Veranlassung, zu erklären, daß Wimpfen keine Veranlassung hat, von sich aus dem hessischen Staatsverbande auszuscheiden. Wird die Frage der Aufhebung der Enklaven praktisch, so verlangt der Gemeinderat für die Stadt Wimpfen das Recht der Selbstbestimmung. Das Defizit der Reichshauptstadt. Es fehlen 50 Millionen. Der Berliner Magistrat steht kurz vor dem Abschluß seiner Etatsberatungen, der vom Kämmerer in der Sigung vom 26. Januar vorgelegt werden soll. Trotz aller Bemühungen des Kämmerers Dr. Lange, Einnahmen und Ausgaben ins Gleichgewicht zu bringen, soll ein ungedeckter Fehlbetrag von etwa 50 Millionen Mark vorhanden sein. Wie weiter behauptet wird, besteht die Absicht beim Magistrat, diesen Fehlbetrag in der Hauptsache durch eine Erhöhung der Gewerbesteuer von 425 auf 600 v. H. und durch eine Erhöhung der Grundwertsteuer von 200 auf 300 v. H. zu decken. Kontrolle der Automobilgeschwindigkeit. ,, Gießener Zeitung" Die Sirene des Hausbesizers. Ein Offenbacher Hausbesitzer ärgerte sich darüber, daß seine Mietparteien fortgesetzt in Zank und Streit lagen, was natürlich mit dem entsprechenden Lärm verbunden war. Um Ruhe zu schaffen, ließ er sich im Treppenhaus eine lauttönende Sirene einbauen, die dann immer mit ihrem fürchterlichen Geheul in Betrieb gesetzt wurde, wenn die Mieter wieder Krach miteinander hatten. Dieses Radikalmittel half. Nur ein Mieter ärgerte sich über des Hausbesitzers Lärmmaschine und zeigte seinen Mietherrn wegen ruhestörenden Lärm an. Das Gericht hatte einige Bedenken, die Sirene als das geeignete Mittel zur Herbeiführung von Ruhe anzuerkennen und verurteilte den Hausbesitzer zu fünf Mark Strafe neben den Kosten. * Unfälle beim Schulunterricht. Für die Eltern schulpflichtiger Kinder ist es wichtig, zu wissen, wieweit sie bei Verlegungen ihrer Kinder im Unterricht, z. B. beim Turnen, Schadenersatz- Ansprüche geltend machen können. Was für das schulpflichtige Kind gilt, gilt auch für den Studenten, der die Universität besucht. Hierzu hat das Reichsgericht in einer neuen Entscheidung( 3 3 G. 37026) Stellung genommen. Von dem Verletzten wurde Schadenersahanspruch gegen den Preußischen Staat geltend gemacht. Die Frage beantwortet sich aus dem Preußischen Beamten- Haftpflicht- Gesetz vom 1. 8. 1908. Danach haften der Staat und auch die kommunalen Verbände, denen vielfach die Schulen gehören. für Amtspflichtverletzungen ihrer Beamten, wenn diese vorsätzlich oder fahrlässig geschehen sind. Zuerst ist also in solchen Fällen die Frage nach vorsätzlichem oder fahrlässigem Handeln zu klären. Wenn dabei das Haftpflichtgesetz davon spricht, daß der Beamte in Ausführung öffentlicher Gewalt gehandelt haben muß, so steht das der Haftpflicht des Lehrers nicht entgegen. Denn unter Ausübung der öffentlichen Gewalt ist nicht etwa nur die Betätigung staatlicher Zwangsgewalt zu verstehen, die von der Polizei ausgeübt wird, sondern sie ist auch in der Ausübung staatlicher Fürsorge zu erblicken. Eine solche waltet bei jeglicher Betätigung vor. Einem norwegischen Polizeibeamten ist es gelungen, eine aussehenerregende Erfindung zu machen, die auf dem Gebiete des Autoverkehrs große Bedeutung gewinnen dürfte. Es handelt sich um einen Apparat, der es ermöglicht, die Schnelligkeitsentwickelung der Automobile jederzeit genau zu kontrollieren. Durch einen sinnreichen Mechanismus wird eine mit dem Motor in Verbindung stehende Sirene bei Ueberschreitung der Geschwindigkeitsgrenze automatisch eingeschaltet. Unabhängig vom Signalapparat fällt bei Ueberschreitungen der zulassigen Höchstgeschwindigkeit eine kleine Glaskugel in einen plombierten Kontrollbehälter. Dadurch ist der Polizei die Möglimkeit gegeben, jederzeit festzustellen, ob und wie oft ein Auto die Geschwindigkeitsvorschriften überschritten hat. Beide Mechanismen können auf jede gewünschte Fahrgeschwindigkeit eingestellt, sowie bei Rennen usw. ausgeschaltet werden. Die erste Probefahrten haben die praktische Brauchbarkeit der Erfindung bereits einwandfrei erwiesen. * St. Bürokratismus bei der Reichspost. Einen netten Fall von Bürokratismus bei der Reichspost teilt das„, 8- Uhr- Abendblatt" mit: Der Empfänger einer aus dem Postautomaten stammenden Postkarte erhielt vom Postamt 5 Pfg. Strasporto aufgebrummt mit der Begründung, die Karte habe nicht die von der Postbehörde vorgeschriebene Größe( 14,8X10,5 Zentimeter). Die Post verkauft also in ihren eigenen Automaten Karten, die den vorgeschriebenen Größenverhältnissen nicht ent= sprechen. Grüner Rasen/ Blaue Wellen. Roman von Otto von Gottberg. 23. Fortsetzung. Er dachte sich schlafen zu legen. Doch beim Hinuntergehen stieß er auf den Funkenmaat, der Meldung von regem englischem F.- T.- Verkehr in östlicher Richtung brachte. Wieder mußte er auf die Brücke steigen. Die See glißerte unter Mondschein. Von Schiffen war nichts zu sehen, aber nach einer halben Stunde wies der Matrose auf der hinteren Spitze des Dreiecks von Stahl mit der Hand über das Heck:„ Eine Wolke kann es nicht sein, Herr Kapitänleutnant. Wenns aber Rauch von Schiffen ist, fahren da ne schwere Menge!" Lokales. Sonntagsgedanken. Nr. 7. So nehmet den Sonntag zum Raften und Feiern und speiset an ihm die hungernden Seelen. Erzählet den kleinen in Mären und Sagen, lasset sie schauen die lichten Heldengestal ten, ermahnt sie zu Tugend, Sitte, Moral und lehret sie die Heimat lieben, auf daß einst an wurzelstarken Menschen ste wieder gesunde! Noch rufen viele arme Kinder in Deutschland nach Brot. Doch nicht nur an Brot für den Leib ist unsere Zeit arm ge= worden, auch der Geist und die Seele so manchen Kindes muß heute darben, weil es an Nahrung fehlt oder diese der stärkenden Kraft entbehrt. D, diese Zeit ist so haſtig, man quält und jagt sich ab und hat so wenig Stunden übrig für Ruhe und Rast und für die Kinder. Mit Eifer und Fleiß sind wohl daran gegangen, unse bauen. Das ist edel und gut. Doch was nützt es, wenn wir in ewiger Hast, sorgend und schaffend, der Zukunft gedenken und keine Muße für die Gegenwart finden, keine Zeit für unsere Kinder?-- Sie werden es uns einſt nicht danken, daß in den schönsten Tagen ihrer Kindheit wir durch die Hast der Tage keine Zeit für sie hatten und im nervösen Drängen und Jagen nur ihrer Zukunft gedachten, nicht ihrer kindlichen Gegenwart. rer Kinder Heimat wieder ir Hessischer Straßenbericht. für die Woche vom 22. bis 28. Januar 1928. Hauptdurchgangsstraßen in Hessen: - Samstag, den 21. J erwä es bei Behandlung vo nötigen Schonlichkeit u schritten werden; sie fo Erfahpflicht herangezog Möbelversendern Blight, für eine gute u Förderung aufgegebenen werden sich mancherlei * Neue Kraftlinien postlinien im Westerwa werden, insbesondere if Strede Gießen- Siegen bereitung: von Guster und Hörbach- Hirschb machen nur noch die der Strede liegenden Sicherheit für die R nehmen müssen. Darmstadt Dieburg Babenhausen Aschaffenburg, bei Bahnhof Babenhausen bis auf weiteres gesperrt. Umleitung: Besondere Umleitungsstraße, auf der Wagen bis 5,5 Tonnen 20 km., Wagen über 5,5 Tonnen 12 fm. fahren dürfen. Und, Vater und Mutter, ihr werdet dieser Tage gedenken, wenn ihr die Wege findet, die eure Kinder während euren Sorgen und Mühen gegangen, wenn ihr die Freunde sehet, die sie suchten und fanden. Lasset die Kleinen zu euch kommen und wehret es ihnen nicht, denn ihr Himmel auf Erden seid ihr, Vater und Mutter! Drewig griff zum Glas. In der Tat trieb der leichte Nordwind schwarzen Qualm nach Süden. Ruelow irrte wohl auch nicht, als er sagte:„ Sicherlich Schiffe!" Dann waren es starke Geschwader. Lief die Hochseeflotte zu einem Vorstoß nach England aus, oder kehrte die Grand Fleet von einer Erkundung in der Deutschen Bucht zurück? Er ließ abdrehen. U- 444 lag bald auf nordöstlichem Kurs. Auf die vorderste Spitze der Qualmwolke ließ Drewitz mit äußerster Maschinenkraft zuhalten. Seine Nachtruhe fiel aus. Näher und näher fam er der ihren dünnen Zeigefinger immer weiter nordwärts tragenden Wolfe. Hinten breiter, flog sie wie ein langer, düsterer Kometenschweif dicht über dem Wasser und verdunkelte im Verwehen, den südlichen Horizont. Gegen fünf Uhr morgens zerriß eine Boe ihr Schwarz. In weiter Ferne, aber durch das Glas doch klar zu sehen, lagen unter hellem Mondlicht Dutzende von Zerstörern auf glitzerndem Wasser. Ihnen voraus dampften in schier endloser Doppelreihe an hundert Linienschiffe und Kreuzer. Das lohnte, die Fahrt durch den Kanal zu unterbrechen. Er rief Krause durch das Sprachrohr an:„ Herr Ingenieur, holen Sie, was Sie können aus den Maschinen!" Mit äußester Kraft hielt er auf die nördlichste Spitze der Doppelreihe zu. Noch durfte er auf drei Stunden Dunkelheit hoffen und über Wasser bleiben. Um sieben Uhr war er dem Geschwader so nahe, daß er Erkennungszeichen feuern konnte. Doch unterließ er es im Glauben, Engländer vor sich zu haben. Bestätigung der Vermutung brachte eine Meldung des Funkenmaats, der eben Verbindung mit einer Heimatsstation erhalten und gehört hatte, die Hochseeflotte liege im Hofen. Gießen Reißkirchen bis zum Hochdruckbehälter bei Annerod ist teilweise mit Erdaushubmassen und Materialien belegt. Vorsicht! Sonstige Straßen in Hessen: Speiset auch die Herzen und Seelen der Kleinen, leget als ein Samenkorn nur gute und hohe Gedanken in den jungfräulichen Garten, damit es einst reiche Frucht tragen wird. Und die Liebe zu Eltern, zu Bruder und Schwester, die Liebe zu Menschen läßt sich kaum besser pflegen, als im still- trauten Beisammensein von Eltern und Kind, erzählend und lauschend gebend und empfangend. An die Grand Fleet hatte er sich also festgebissen und folgte ihr mit aller Kraft der Maschinen. Der Mond erblazie. Aus dem Silbergligern über den Wellen ward stumpfes Grau. Er ging auf Sehrohrtiese und trat an das Okular. Dann kam Leben in die Briten. Dunklere Wolken schlugen aus ihren Schornsteinen. Er stuzte. Hatten sie ihn gesehen? Nein! Ohne die Formation zu ändern, beschleunigten sie nur die Fahrt, um das Stauffenberg- Mainzlar vom 5. November bis auf weiteres gesperrt. Umleitung: Daubringen. Ortsdurchfahrt Grünberg( Londorferstraße von der Gallusstraße bis zur Höfentränke) vom 21. November bis auf weiteres gesperrt. Umleitung über die Bahnhofstraße und während der Arbeiten zwischen Kriegerdenkmal und Höfentränte über die sogenannte Heege und Schulstraße. Ortsdurchfahrt Rodheim v. d. H., im Zuge der Straßen Rodheim- Köppern und Rodheim- Holzhausen, vom 19. Januar bis auf weiteres gesperrt. Umleitung: Ober- Erlenbach resp. Kloppenheim- Petterweil oder Ober- Roßbach NiederRoßbach. Lißberg Schwickartshausen vom 16. bis 26. Januar gesperrt. Umleitung: Ortenberg- Eckartsborn. * Sufbeschlaglehrgänge beginnen am 1. April, 1. August und 1. Dezember. Sie dauern immer vier Monate. Die Lehrgänge finden in Gießen in der Hufbeschlaglehrschmiede statt. Anmeldungen sind unter Beifügung mehrerer Zeugnisse an das hessische Ministerium des Innern, Abteilung für öffentliche Gesundheitspflege, zu richten. Tageslicht zur schnelleren Heimkehr zu nühen. Aergerlich genug! Doch vielleicht half das Glück, einen Nachzügler abzukneifen. Bald schien es wenig wahrscheinlich. Beim Aufgehen der blutrot leuchtenden Sonne eines klaren Wintertages sah er nur noch eine letzte Flottille von Zerstörern als Nachhut der britischen Armada. Immer noch auf das Ausscheren eines Fahrzeuges hoffend, folgte er im Kielwasser des Gegners. Sein Marsch befehl schickte ihn zwar durch den Kanal, doch eigenem Ermessen blieb es trotzdem überlassen, die Irische See durch die Straße zwischen Schottland und den Orkneys anzusteuern. falls der Umweg Beute versprach. Der lange Tag brachte sie nicht. Die Sonne troch hinter Wolken. Nebel warf eine Tarnfappe auf die Zerstörer. Schiffsverkehr war weder zu sehen noch zu hören. Wahrscheinlich hatte der Gegner während des Auslaufens der Großflotte eine Sperre über die Handelsschifffahrt verhängt. * Geöffnete Laufbahnen. Bei der Reichsbahnverwaltung werden im Laufe des Jahres 1928 über 1000 Dienstanfänger neu eingestellt werden, und zwar: 1. etwa 600 Versorgungsanwärter für die nichttechnische Assistentenlaufbahn( bereits alle vorgemerkt), 2. etwa 300 Anwärter für die nichttechnische Obersekretärlaufbahn, teils Zivilanwärter, teils Versorgungsanwärter( letztere bereits alle vorgemerkt), 3. 120 Praktikanten für die bautechnische Obersekretärlaufbahn, 4. über die Einstel= lung von Praktikanten für die maschinentechnische Obersekretärlaufbahn, sowie von Anwärtern für die technische Assistentenlaufbahn schweben 3. 3t. noch Erwägungen. * Anmelden! Es sei darauf hingewiesen, daß jeder Gewerbetreibende, in dessen Werkstätte ein durch elementare Kraft ( Dampf, Wind, Wasser, Gas, Luft, Elektrizität usw.) bewegtes Triebwerk in gleichviel welchem Umfang zur Verwendung kommt, die erfolgte Aufstellung und Inbetriebnahme innerhalb 8 Tagen nach Beginn der letzteren dem Polizeiamt anzuzeigen hat. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrof bis zu 150 Während der Nacht störte keine Meldung seinen Schlaf. Der neue Morgen brachte wieder klares Wetter. Auf der Höhe von Aberdeen erspähte der Steuermann die fernen Segel einer Fischerflottille. Ein Angriff unter Land schien nicht geraten. Bald nötigte das Aufkommen von Bewachungsschiffen zum Tauchen. Unter Wasser sah Drewit sich nachmittags vor der Straße zwischen Schottland und den Orkneys. Vor dem Dämmern konnte er im Okular deutlich das kleine scharfe Bild der Kette von Bewachern zwischen den fernen Ufern sehen. Er dachte die Sperre unter Wasser zu durchlaufen, weil der klare Tag vermutlich einer hellen Mondnacht wich. Auch sah er zwei benachbarte Trawler weiter als andere Beobachter von einander liegen. Die Lüde zwischen ihnen wählte er für den Durchbruch und war unter Wasser für ein Stündchen in langsamer Fahrt, als der Funkenmaat meldete:„ Am Geräuschempfänger Schrau bendrehungen an Steuerbord zu hören." Hatten die Engländer beim letzten Auftauchen das Okular erspät? Quäfen am Schallrohr ließ Drewig das Ohr an den Trichter legen. Der Funkenmaat meldete:„ Schraubengeräusch jetzt über dem Boot, Herr Kaptnleutnant!" Wieviel Umdrehungen?" ,, 180 in der Minute." Das war schnelle Fahrt, und gleich meldete der Maat mit freierer Stimme:„ Schon an Backbord, Herr Kapitänleutnant." RM. bestraft. 1 * Ortssonderzuschläge im Bankgewerbe. In dem für das Bankgewerbe geltenden Reichstarifvertrag ist für die Regelung der sogenannten Ortssonderzuschläge festgesetzt, daß diese den Arbeitnehmern an den betr. Pläzen nach den Grundsätzen ge= zahlt werden, die jeweils für die Reichs-, Staats- und sonstigen Beamten Geltung haben. Also war das Schiff über U- 444 hinweggefahren. Eine Viertelstunde später wagte Drewiß sich wieder auf Sehrohrtiefe und sah ins Okular. Die Kette war durchfahren. Doch ihr gleichlaufend lag voraus eine gerade Linie runder schwarzer Punkte auf dem Wasser: Bojen, die gewiß die Netzsperre der Straße trugen. Von Boje zu Boje war dann ein starkes Drahtseil gespannt. Bon jedem hing senkrecht ein Stahlnez, das über dem Meeresgrund als unteren Saum eine von Gewichten beschwerte starte Kette trug. Das Drahtseil sackte gewöhn * Andauernde Klagen aus den Kreisen der Möbelindustrie und des Möbelhandels haben der Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahngesellschaft Veranlassung gegeben, die sorgfäl= tige Behandlung von zur Beförderung kommenden Möbel stücken, besonders beim Ein-, Um- und Ausladen dem gesamten Ladepersonal zur Pflicht zu machen. Gegen Ladebeamte, die lich oben in der Mitte zwischen zwei Bojen und hing dort so ties, daß ein U- Boot auch unter Wasser über das Netz fahren konnte. Doch mochte der Zufall vor ein straffes Seil führen. Darum schien es geratener den Weg unter der Sperre zwischen Nez und Meeresboden zu wählen. Er gab seine Befehle. * Der Kommande ments, dessen Stab un Generalmajor Fett, it nach Allenstein in Oftp ift Oberst Freiherr von * Bom Winterspor Taunus- Klubs) wird Winde, 15-20 cm. G Aus Anlaß seine Gießener Schachklub zu turnier für Seffen, fer meistern des Schachipi laden sind. Die Stadt nerein lassen dem groß zuteil werden, auch di froh interessiert. Das ereignis ersten Ranges U- 444 neigte den Bug und lief in langsamer Fahrt für Minuten wagerecht. Das sagte die Wasserwage, auf der die Augen des Kommandanten hafteten. Jetzt mußte er an der Sperre sein, aber das Boot stieß gottlob! nicht ans Netz und lag auch noch immer wagerecht. Plötzlich sagte die Wage, daß es die Nase senke. Ueber Deck war Schleifen, Schürren und Quietschen zu hören. Verflucht! Das Netz hing doch tiefer und dem Boden näher, als er gedacht hatte. Wohl war der Bug unter dem Saum hinweggeglitten, jetzt aber stießen und schnurrten an die Kette die vom Bug zum Hed über den Aufbau des Schiffchens gespannten Abwehrtrossen von Stahldraht. Hätten sie gefehlt, dann riß die Kette jetzt das vordere Geschütz vom Boot, das mit dem Turm vor dem Netz zum Halten tam. Doch gaben die Trossen dem Druck des schweren Nezes nach. Das dröhnende Schnurren droben ließ freilich ihr Zerreißen fürchten, und immer mehr neigte U- 444 den Bug. Langsam, furchtbar langsam glitt es weiter. Der Atem stockte in dem Gedanken, es könne zwischen Netz und Meeresgrund hängen bleiben. Mehr noch war zu fürchten: mit dem Netz schwankten wahrscheinlich über Wasser auch die Bojen, die oft selbsttätige Signalapparate mit den durch Erschütterung entzündeten Kalziumlichtern trugen. Wenn der Feind sie aufflammen sah, wußte er ein U- Boot am Netz und warf Wasserbomben. Darum glitt jetzt nervoses Zucken über Drießners Gesicht. Als der Blick seines Kommandanten ihn traf, schlug er schnell die Augen nieder und stand wieder in fühler Gelassenheit. Doch auch Drexiz fühlte seine Pulse schneller gehen. Während de der letzten Fahrt hatte er das Abwerfen feindlicher basse deben im Okulor beobachtet. Fireger schleuderen auf die verratens he Selspur eines U- Bootes große viereckige Kalten, de e, wie der Herkules im Zirkus seine Zentnergewichte, an eisernen Halteringen hielten. Die Sprengladung sollte 30 Kilo wiegen und in erachter Wasser tiefe explodieren. Hier wußte der Feind, wie hoch das Net über dem Meeresgrund hing. Wenn seine Bewacher mit Bomben nicht geizten, war U- 444 verloren. Noch immer schurrte es unter dem Netz und schlich zu dem stöhnenden Aechzen seiner gespannten Abwehrtrossen schauerlich langsam weiter. Jetzt schien es zu zittern. Dann hob es die Nase mit einem Rud. Gottlob! Die höchste Spannung der Trossen über dem Turm war unter der Kette hindurchgeglitten. Leiser dröhnte das rüttelnde Schurren über dem endlich wieder wagerecht laufen den Boot. Wenn jetzt keine Bomben krachten, war die Gefahr überwunden. Forisetung folgt. Fahren In unserer Stadt interessierender Gast e Uhr nachmittags am lautsprecher- Automobil Siemensstadt, das vor die es von Berlin aus Südbayern führen soll. haller", neuzeitliche Musit weithin verneh gen werden können. Auto alles, was zu d fer- Einrichtung mit e bare Türme für die iprechungszelle mit ho Der Zweck des W tage sehr oft vor, daß anstaltungen usw. bald Mufitvorträge mit Hil großen Zuhörerkreis Die Lautsprecher nens geben. Sie sind lich und gut verständ schaftlichen Forschunge ift. * Wenn der Stur unser Haus, Wenn rieselt sanft vom Hin Kaum durchbricht da dann im Zimmer Im Kamin die Kohl Sprüh'n, Auf dem Teemaschine,- Und traulich zu umstricken ein stilles Wohlbehag Seines Hauses stillen In Gesellschaftsjau Kino, Kabar Stiftungsfest, jelligkeitsvergnügen chen, Kur mal einen Abend Pa Nicht erscheint die R ganzen Abend. leider vielfach heute, Kinder ihrer Zeit! Mus Aus Oberhessen gefunken sind, werden nie eine Hausschlach gehalten. Das Pfun heruntergegangen; da nicht mehr rentiert. Sungen. Der Ob hier abgehalten werd eine Zuchtichaj- Ausste Neuheit ein Werbehi vorsehen. Bugbad). Die vor Ichtslinien haben üb verzeichnen. Fünf B preußische und hei fechste Linie zu schaff bereits vorhandenen diefer Linie dürfte de terland hat, wesentlic Friedberg. Der am 21. Februar( Fa wird eine Brämiierun Losevertauf ist bereit je 1 RM. ausgegeben Nr. 7. Feiern und speiDen Kleinen in n Heldengestal lehret sie die Menschen fe uar 1928. enhausen bis auf weiteres ße, auf der Wa Tonnen 12 fm. Drudbehälter bei und Materialien 5. Rovember bis 1. orferstraße von November bis hnhofstraße und und Höfenträn , im Zuge der hausen, vom 19. Ober- Erlenbac Roßbach- Nieder om 16. bis 26. artsborn. April, 1. August nate. Die Lehrehrſchmiede statt. Beugnisse an das ir öffentliche Ge sbahnverwaltung 0 Dienstanfänger 600 Versorgungsufbahn( bereits Die nichttechnische its Versorgungs 120 Praktikanten über die Einstel ische Obersekretärnische Assistentenn, daß jeder Ge elementare Kraft t usw.) bewegtes zur Verwendung nahme innerhalb zeiamt anzuzeigen rof bis zu 150 In dem für das für die Regelung zt, daß diese den n Grundsätzen ge ats- und sonstigen Der Möbelindustrie valtung der Deut geben, die sorgfäl ommenden Möbel aden dem gesamten n Ladebeamte, die und hing dort so er das Nez fahren affes Geil führen. er Sperre zwischen seine Befehle gamer Fahrt für age, auf der die nußte er an der 6!- nicht ans lötzlich sagte die war Schleifen, Das Netz hing cht hatte. Wohl itten, jetzt aber Bug zum Hed Abwehrtrossen riß die Kette dem Turm vor ossen dem Drud chnurren droben er mehr neigte glitt es weiter. wischen Netz und Jar zu fürchten: Wasser auch die at den durch Er Jen. 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Die Kraftpostlinien im Westerwald sollen in nächster Zeit stark erweitert werden, insbesondere ist ein vermehrter Zubringerdienst zu der Strede Gießen- Siegen geplant. Zwei Linien sino in Vorbereitung: von Gusternhain über Langenaubach nach Haiger und Hörbach- Hirschberg nach Herborn. Schwierigkeiten machen nur noch die finanziellen Verhandlungen mit den an der Strede liegenden Gemeinden, die natürlich eine gewisse Sicherheit für die Rentabilität der Kraftwagenfahrten übernehmen müssen. * Der Kommandeur des 15. Reichswehr- Infanterie- Regiments, dessen Stab und 3. Battaillon in Kassel garnisonieren, Generalmajor Fett, ist als Infanterie- Führer der 1. Division nach Allenstein in Ostpreußen versetzt worden. Als Nachfolger ist Oberst Freiherr von Brandis bestimmt. * Vom Wintersport. Vom Feldberg( Auskunftsstelle des Taunus- Klubs) wird gemeldet: 3 Grad kalt, westliche Winde, 15 20 cm. Schnee, Rodel- und Stigelegenheit gut. * Aus Anlaß seines 70jährigen Bestehens veranstaltet der Gießener Schachklub zu Ostern ds. Js. ein Schachmeisterschaftsturnier für Sessen, ferner ein Meisterturnier von sechs Weltmeistern des Schachspiels, die zu dieser Veranstaltung eingeladen sind. Die Stadtverwaltung und der Gießener Verkehrsverein lassen dem großzügigen Plane ihre volle Unterstützung zuteil werden, auch die Bürgerschaft ist an dem Ereignis tatfroh interessiert. Das Hessenland wird also hier ein Schachereignis ersten Ranges erleben können. Fahrende Groß- Lautsprecher. In unserer Stadt wird demnächst ein in mehrfacher Hinsicht interessierender Gast eintreffen und sich am 24. Januar um 2 Uhr nachmittags am Stadttheater vorstellen. Es ist ein„ Großlautsprecher- Automobil" der Siemens& Halste A.-G., BerlinSiemensstadt, das vor kurzem eine Wanderfahrt angetreten hat, die es von Berlin aus durch Baden, Württemberg, Nord- und Südbayern führen soll. Das Auto enthält zwei ,, Riesen Blatthaller", neuzeitliche Großlautsprecher, durch die Sprache und Musik weithin vernehmbar klangrein und unverzerrt übertragen werden können. Außer den Lautsprechern enthält das Auto alles, was zu deren Betrieb notwendig ist: Eine Verstärfer- Einrichtung mit Stromlieferungsmaschinen, zusammenklappbare Türme für die Lautsprecher, Antennengerüste, eine Besprechungszelle mit hochwertigen Mikrophonen. Der Zweck des Wagens ist folgender. Es kommt heutzutage sehr oft vor, daß bei Versammlungen, Festen, Sport- Veranstaltungen usw. bald hier, bald dort Mitteilungen Ansprachen Musikvorträge mit Hilfe dieser Lautsprecher verstärkt und einem großen Zuhörerkreis geboten werden sollen. Die Lautsprecher werden auch hier eine Probe ihres Könnens geben. Sie sind auf Entfernungen bis zu 1 km. vernehm= lich und gut verständlich, eine Leistung, die eingehenden wissenschaftlichen Forschungen der Siemens& Halske A.-G. zu danken ift. * Wenn der Sturmwind mit Gebraus Pfeifend jagt um unser Haus, Wenn der Flocken weiß Gewimmel Niederrieselt sanft vom Himmel, Der Laterne trüb' Gefunkel Kaum durchbricht das Abenddunkel, Ach, wie sitzt sich's dann im Zimmer- Traut beim hellen Lampenschimmer. Im Kamin die Kohlen glüh'n, Scheite tnistern, Funken Sprüh'n, Auf dem Tischchen beim Kamine Summt die alte Teemaschine, Und der Wanduhr leises Ticken Sucht uns traulich zu umstricken. In das Herz zieht sozusagen- Uns ein stilles Wohlbehagen. Doch nicht jeder liebt hienieden- Seines Hauses stillen Frieden, In Gesellschaftssaus und-braus. chen, - - Ständig lockt es ihn hinaus Da Theater, LesekränzKino, Kabarett und Tänzchen; Hier Souper, dort Stiftungsfest, Kurz, was nur sich denken läßt An Gejelligkeitsvergnügen Er genießt's in vollen Zügen. Iſt ' mal einen Abend Pause, Sitzt er ganz betrübt zu Hause. Nicht erscheint die Ruh' ihm labend, Nein, er schimpft den ganzen Abend. Solch' bedauernswerte. Leute Gibt es leider vielfach heute, Echte Ohne Sinn für Häuslichkeit, Kinder ihrer Zeit! - - Aus Nah und Fern. Aus Oberhessen. Da die Schweinepreise außerordentlich gesunken sind, werden jetzt auch von solchen Familien, die früher nie eine Hausschlachtung vornehmen konnten, Schlachtfeste abgehalten. Das Pfund Lebendgewicht ist auf etwa 55 Pfg. heruntergegangen; das sind Preise, wo sich die Schweinezucht nicht mehr rentiert. Hungen. Der Oberhessische Schäfertag, der am 8. Februar hier abgehalten werden soll, wird einen historischen Festzug, eine Zuchtschaf- Ausstellung der Stammschäferei Lich und als Neuheit ein Werbehüten durch zwei württembergische Schäfer vorsehen. Buzzbach. Die vor kaum einem Jahr gegründeten Autoverfchrslinien haben über alle Erwartungen hinaus Erfolge zu verzeichnen. Fünf Verkehrslinien gehen strahlenmäßig in das preußische und hessische Gebiet. Man denkt daran, noch eine sechste Linie zu schaffen, und zwar eine Parallel- Linie zu der bereits vorhandenen Strecke nach Ziegenberg. An den Erfolgen dieser Linie dürfte der Umstand, daß Buzbach vorzügliches Hinterland hat, wesentlichen Anteil haben. E Friedberg. Der Friedberger Frühjahrspferdemarkt findet am 21. Februar( Fastnachtsdienstag) statt. Mit dem Markt wird eine Prämiierung und Verlosung verbunden werden. Der Loseverkauf ist bereits im Gange. Es werden 12 000 Lose zu je 1 RM. ausgegeben. ,, Gießener Zeitung" Friedberg. Die Landwirtschaftskommer veranstaltet am Donnerstag, dem 26. Januar, hier einen Saatgutmarkt, um den Landwirten die Möglichkeit zu geben, durch gute Verkaufsmusterproben sich Saatgut bewährter Sorten zu beschaffen. Herbstein. Die Hessische Bauernschaft hält am 29. Januar hier ihre diesjährige Hauptversammlung ab. Wezlar. Fabrikant Arthur Pfeiffer, Inhaber der Physikalischen Werke, ist zum Mitglied des Fachbeirates für den Industrie- und Ausfuhrhandel im Deutschen Industrie- und Handelstag gewählt. Hier in Ober- Mörlen erhängte sich, wie aus einem zurüdgelassenem Briefe hervorgeht, aus Furcht vor der Ehe ein Landwirtssohn, der mit seinem Vater alleinwohnte und in den nächsten Tagen heiraten sollte. Dillenburg. Zum Landjägerhauptmann der Landjägerinspektion 2 des Regierungsbezirks Wiesbaden ist Hauptmann v. Stosch ernannt worden. Rendel. Hier ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Die nötigen behördlichen Maßnahmen sind verfügt. Eppstein. Der langjährige Präsident des evangelischen Konsistoriums zu Wiesbaden und Frankfurt a. M., D. Dr. Walter Ernst, ist in Eppstein, wo er seinen Lebensabend verbrachte, im Alter von 70 Jahren gestorben. Präsident Ernst hat länger als vierzig Jahre dem Staat und der evangelischen Kirche gedient, dem Frankfurter Kirchenwesen von 1899 bis 1919. Dann trat Dr. Ernſt in den Ruhestand. Zugleich legte er auch die Leitung des des Konsistoriums zu Wiesbaden, dem er seit 1899 vorgestanden hatte nieder. Die Marburger Universität verdlieh ihm bei der Jahrhundertfeier der Nassauischen Union die Würde eines Doktors der Theologie. Frankfurt. Flugverkehr Frankfurt a. M. München. Ab letzten Montag wird die während der Hauptwintermonate eingestellte Strecke nach Fürth- Nürnberg wieder beflogen., wodurch die seither unterbrochene Verbindung nach München wieder hergestellt ist. * Neu- Isenburg. Hinter dem Sprendlinger Sportplatz kurz vor dem Walde wurde der in den 70er Jahren stehende Schreiner Wolfraum von einem Auto erfaßt und derart verletzt, daß der Tod alsbald eintrat. Der Autofahrer kümmerte sich um den Verunglückten nicht und fuhr davon. Universal- ReichssteuerKassebuch mehrfach gesetzlich geschützt ( Von vielen Steuerinspektoren und Bücherrevisoren bestens beurteilt) enthält Spezialeindrucke für jeden Handwerksbetrieb z. B. für Gastwirtschaften ,,, Bäckereien" ,, Gärtnereien" ,,, Glasereien" ,,, Landwirtschaftsbetriebe" ,,, Maler u. Weissbinder" ,,, Maureru. Baugeschäfte" ,,, Metzgereien" ,,, Polstereien und Sattlereien" ,,, Schlossereien" ,,, Schmiedereien" ,,, Schneiderbetriebe" ,,, Schreinereien", دو Schuhmachereien", " ,, Spenglereien", offene " Ladengeschäfte" ,,, Modistinnen", Weissnähereien",„, Architekten", ,, Aerzte" und Agenturen". Mit diesem Kassebuch, für dessen Führung Buchführungsvorkenntnisse nicht erforderlich sind, kann zu jeder Zeit sofort ohne viel Mühe die zu zahlende Umsatzsteuer sowie das steuerpflichtige Einkommen festgestellt werden, weil die umsatzsteuerpflichtigen und die umsatzsteuerfreien Einnahmen, sowie die einkommensteuerpflichtigen und die einkommensteuerfreien Ausgaben getrennt von einander mit grösster Leichtigkeit gebucht werden. Nebenher weiss man auch, welche Summen für Materialien und die verschiedenen Unkosten sowie für den eigenen Haushalt verausgabt wurden. Diese allseits als sehr praktisch anerkannten Bücher sind bei mir stets vorrätig. Albin Klein, Gießen, Südanlage 21. Nr. 7. Darmstadt. Mit dem Size in Darmstadt wurde vor kurzem der ,, Reichsverband der Tankstelleninhaber Deutschlands E. V." gegründet, der die Interessen der Tankstelleninhaber nach den verschiedensten Richtungen hin wirtschaftlich vertritt. Alles Nähere durch das Verbandsbüro in Darmstadt, Bismardstraße 60, Fernruf 1806. Darmstadt. Die erste große Veranstaltung im Jahre 1928 hier in Darmstadt ist der vom 7.- 9. Mai in Darmstadt stattfindende Verbandstag des Rhein- Main- Gastwirte Verbandes und die damit verbundene große süddeutsche Gastwirtsmesse, die vom 5. 10. Mai in der neuen städtischen Festhalle stattfinden wird. Heliumgas- Vorkommen in Rüsselsheim. Die erste Fundstelle in Europa. Rüsselsheim. Bei Quellenforschungen, die bei Erweiterungsbauten der Opelwerke in Rüsselsheim vorgenommen wurden, ist in einer 600 Meter tiefen Verlagerungsspalte, die in der oberrheinischen Tiefebene häufig zu finden sind, ein beträchtliches Heliumgas- Vorkommen festgestellt worden. Die Vorarbeiten für die Ausnutzung dieser Quelle wurden durch die Opelwerke bereits begonnen. Die schwierige Erschließung der Heliumgasquelle, des ersten europäischen Fundortes, soll gemeinsam mit der daran interessierten Luftschiff- Industrie in Angriff genommen werden. Mainz. In einer stark besuchten Versammlung der Mainzer Innungen wurden nach einem ausgiebigen Referat des Syndikus Dr. Schwank zwei Entschließungen angenommen, in denen Abbau der Gewerbesteuer, Beseitigung sämtlicher Regiebetrieben, soweit sie im Wettbewerb zur Privatwirtschaft stehen, und Durchführung von Sparmaßnahmen in der Stadtverwaltung gefordert werden. Eine Resolution stellt an die Stadtverwaltung von Mainz das Ersuchen, die Reichsverdingungsordnung einzuführen. Erbach. Der Gemeinderat lehnte die Einführung einer Biersteuer einstimmig ab, doch nur unter der Bedingung, daß die Brauereien keinen Bierpreisaufschlag vornehmen. Groß- Rohrheim. Jm Herbst 1927 wurden in mehreren Riedorten von der Straße weg nach und nach über 100 Gänse gestohlen. Der Dieb hatte seine Beute in Worms an das französi sche Offizierskafino und in die französische Kantine verkauft. Der Gänsedieb wurde zu einem Jahr und zwei Monaten Gefängnis und dreijährigem Ehrverlust verurteilt. Eine Scheffelwarte in der Pfalz. Zu Ehren des badischen Dichters Josef Viktor von Scheffel wird in Neustadt a. d. Haardt eine Scheffelwarte errichtet, die bis zum Frühjahr fertiggestellt sein soll. Das Bauwerk besteht aus sechs Spitzbögen, in deren Mitte die Scheffelbüste Aufstellung findet. Bücherecke. Ein deutscher Bierkalender. Endlich ist auch dem deutschen Bier und allem, was mit ihm zusammenhängt ein würdiger Kalender erstanden, der erste Deutsche Bierkalender, in Gestalt eines vornehmen Wandabreißkalenders nach Art der bekannallen Freunden des Biers gewidmet ten Kunstkalender. Ce Geschichte unseres Volkes von der Steinund führt sie durch die bierbrauerei des germanischen Gehöftes bis zum modernen Großbraubetrieb, führt sie durch alle Gewerbe, die mit der Biererzeugung zusammenhängen, durch Kunst, Dichtung und Volksleben aller deutschen Stämme und Gaue. Der Herausgeber, J. Schuster ist ein besonderer Kenner und Forscher der gesamten Geschichte des Brauwesens. Der Kalender ist vom Verlag Knorr & Hirth, München. künstlerisch ausgestattet; der Preis von 2,50 ist sehr niedrig. Der Deutsche Bierkalender ist ein Kulturkalender von Rang und Bedeutung, eine Quelle der Belehrung und Unterhaltung für jeden Deutschen. Jugend und Heimat. Erinnerung eines Fünfzigjährigen. 76. bis 80. Tausend. Mit Zeichnungen. 325 Seit. Kart. 3,50 M. Verlag Langewiesche- Brandt, Ebenhausen b. München. Dieses Buch ist in einem Geist geschrieben, von dem mir uns allzuweit entfernt haben und den wir wohl wieder suchen müssen. In schöner neuer Ausstattung liegt das 75. bis 80. Tausend vor, geschmückt mit Zeichnungen, die die vielen nicht genannten Orte der Erzählung erraten lassen. Und ist zu erwarten, daß dieses heitere und gütige Buch zahlreiche neue Freunde findet. Es ist ganz besonders der deutschen Jugend zu empfehlen. Der Kosak und die Nachtigall. Roman der„, Münchener Illustrierten", 5. Band. Verlag Knorr& Hirth, München, Sendlingerstr. 80, geh. 2, RM, Halbl. geb. 3, RM. Wir sind Spannung in höchster Form gewohnt bei Leo Peruzz. In seinem mit Paul Frank zusammen geschaffenen neuesten Werk legt er wiederum ein tatsächlich atemraubendes Tempo vor. Große und kleine Welt der Abenteurer jagt vorbei vor dem düsteren Hintergrund der russischen Flüchtlingstragödie ein unvergeßliches Bild heutigen Kampfes zwischen Gold, Liebe und Heimat in unserem seltsamen Erdteil. Mit den Vorbereitungen der Dame und des Herrn für die Reise nach der cote d'azur beschäftigt sich die neueste Nummer der„ Eleganten Welt", die soeben erschienen ist.„ Riviera- Moden", Mister Traveller reist nach Cannes",„ Schwarz- weiß", ,, Silber und dunkelblau“,„ Abendpelze" usw. sind die Titel der reichillustrierten modischen Artikel. Ein kleiner trotz der Kürze erschöpfend instruierender ,, Auto- Knigge" bietet in Wort und Bild wertvolle Belehrung. Geschäftliches. 50 Autos in der Stunde. Um die bedeutend gestiegene Nachfrage nach dem Pontiac- Sechszylinder- Personenwagen befriedigen zu können, hat die General Motors- Corporation mit der Erweiterung des Pontiac- Werkes der Oakland- Motor- Car Co. in Pontiac, Michigan, begonnen. Zwischen den bisherigen zwei laufenden Montagebändern wird ein drittes Band eingebaut, das eine Leistungsfähigkeit von etwa 50 kompletten Wagen in der Stunde haben wird. Die Kosten der Neuanlage werden über 250 000 Dollar betragen. Verantwortlich: Paul Chrißian Klein in Gießen. Nr. 7. Samstag, den 21. Januar 1928. ,, Gießener Zeitung" Fahren Sie steuerfrei Dieses erstaunliche Angebot erlaubt es jedem, sich von der Überlegenheit des CHEVROLET zu überzeugen, wenn er er schnell zugreift. Schlußtermin und alle Einzelheiten unten. EIN JAHR GARANTIE Ein volles Jahr, 12 Monate lang, können Sie den Chevrolet fahren, ohne einen Pfennig Steuer dafür zu bezahlen. IAI 9670 EIN JAHR STEUERFREI! it seinem niedrigen Preise ist der M Chevrolet der preiswerteste Wagen der Welt. Im Jahre 1927 wurden über eine Million Chevrolets gekauft und haben sich glänzend bewährt. Davon über 7000 allein in Deutschland. Der Chevrolet hält viele Jahre. 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Die positive A ist nicht zu verkenn politische Momente Reichstags wieder sem Zusammenhang treffend Maßnahme der Wirtschaftspoli meinsamen Sigung Singewiesen sei fe Reichswirtschaftsrat losenfürsorge, auf Bautätigkeit berei eines Reformprog usw.( Vergl. hier bis 1926", Denksch beim vorläufigen Mittler& Sohn, 2 Reichswirtschaftsra bau der deutschen gestellt werden, da füllt hat. Bei der bereits tag erklärte Reichs Reidsregierung aut wirtschaftsrats größ schaft wird diese Au fchaftlichen Parlame Reichswirtschaftsrats den Vorlagen hierz gen Reichswirtschaf probten und füllen gültige Reichswirt tung wirtschaftspol Daneben erhält er volle Initiativrecht jelbst bei ablehnen lagen beim Reichs Arbeiten wird zwe Die früheren Vollve