1.64. Thilo bungen nd her Verlag rtlehrer ielhant foll un jammel 1 Titel De diejer 3 Wur iedener auen ausge Heraus es deut piele it en das ch wird In: und wertung ung, of er Rait tefranz ; präd Cacht die em grü lle Stu heim ist die ein t genau fannter: es geht Ind sein schichten, erhalten, " ist im Schienen. nter dem Oten" er 0. Sießen. 83 eg 83 den, 5 an au affe, d mühmmelne Böden heißt: Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Jahrg. Politische Tagesschau. Es ist nun sicher, daß Stresemann nach Paris fährt. Hindenburg ist nach Ditramszell zum Antritt seines Urlaubs gereist. Der Oberkommandierende der französischen Besagung besichtigt zur Zeit die Truppen in der Pfalz. * Die Veröffentlichung des französisch- englischen Flottenabkommens wird einen Aufschub erfahren, damit den ausländischen Regierungen Zeit zu Meinungsäußerungen gegeben werde. % Infolge der Vergiftung des Abgeordneten Galmot sind in Französisch- Guyana blutige Unruhen ausgebrochen. Litauen lehnt die Genser Verhandlungen mit Polen ab. * Die äußere( Sowjet-) Mongolei hat dem Staate Barga den Krieg erklärt. * Die Typhusfälle in Potsdam und Umgebung haben an Ausdehnung zugenommen. Druck und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M Samstag, den 18. August 1928 Die deutsche Handelsmarine. London. Der Stapellauf der beiden 46 000 Tonnen- Dampfer des Norddeutschen Lloyd findet in England große Beachtung. Der ,, Evening Standard" sagt u. a.: Dadurch, daß man Deutschland seine Handelsflotte weggenommen habe, habe man es gezwungen, eine neue zu bauen. Die heutige deutsche Handelsmarine, obwohl dem Umfang nach noch weit hinter dem der Vorkriegszeit zurückstehend, sei die jüngste und modernste der Welt und sicherlich nicht die am wenigsten erfolgreiche. Hindenburg tauft die„ Bremen". Bremen, 16. August. Reichspräsident von Hindenburg ist in Begleitung Staatssekretärs Dr. Meißner und Majors von Hindenburg gegen 14 Uhr in Bremen eingetroffen. Zur Be= grüßung waren der Präsident des Senats, Bürgermeister Dr. Donandt, sowie vom NorddeutschenLloyd Präsident Heineken, Generaldirektor Geheimrat Stimming und Direktor Glässel, ferner der Wehrkreiskommandant zugegen. Nach Abschreiten der Ehrenkompagnie fuhr der Reichspräsident, von der Bevölferung begrüßt, zur Wohnung des Präsidenten Heineken. Beim Stapellauf des Lloyddampfers hielt Reichspräsident von Hindenburg u. a. folgende Taufrede: ,, Als die harten Bestimmungen des Vertrages von Versailles Deutschland seiner gesamten Ueberseeflotte beraubten, Paris. ging die deutsche Schiffahrt, vom Reiche opferwillig unterſtützt, Der Reichsaußenminister fährt nach Paris. Nachdem die deutschen Forderungen in der Auslieferungsfrage von Paris zugestanden worden sind, ist die Reise des Außenministers Dr. Stresemann nach Paris sicher geworden. Ob Staatssekretär Schubert und Ministerialdirektor Gauß den Minister begleiten werden, ist wahrscheinlich. mit ungebrochenem Mut und festem Glauben an die Zukuft, an den Wiederaufbau dessen, was hier zerstört und genommen war. Trotz schwersten Druckes von außen, trotz wirtschaftlicher Nöte und Schwierigkeit im Innern, ist es dieser gläubigen Zuvrsicht und diesem ungebrochenen Arbeitswillen gelungen, in wenigen Jahren eine neue Handelsflotte erstehen zu lassen, die auf leistungsfähigen, mustergültigen Fahrzeugen wieder die Französische Spionage über Deutschland. deutsche Flagge auf den Meeren zeigt. Der heutige Tag iſt Drei deutsche Verräter verhaftet. Ludwigshafen, 16. August. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft sind fürzlich drei Angestellte der französischen GeHeimpolizei, der sogenannten ,, Sureté", im besetzten Gebiet verhaftet worden. Die Verhafteten sind drei Angestellte der J.-G. Farbenindustrie in Ludwigshafen und zwar Laborant Friz Hellmann, Der Laborant Richard Müller, beide aus Ludwigshafen, und der Techniker Franz Schwarzwälder aus Mannheim. Sie wurden macheinander am 27. Juli, am 31. Juli und am 4. August fest= genommen. Bei der gleichzeitig in den Wohnungen der Verhafteten vorgenommenen Haussuchung fiel ein erdrückendes Beweismaterial in die Hände der deutschen Polizei, aus dem einwandfrei hervorgeht, daß die drei Angestellten im Dienste der französischen ,, Sureté" standen und zu der von ihnen betriebenen Werkspionage in der deutschen Chemischen Industrie benutzt wurden. Die französische Werkspionage erstreckte sich in der Hauptsache auf das Werk Ludwigshafen und Oppau der J.-G. Farben, aber auch auf das Leunawerk in Merseburg. Die Beziehungen der Verhafteten zu dem französischen Spionagedienst reichten bis zum Dezember 1927 zurüd. Das Ziel der französischen amtlichen Werkspionage war darauf gerichtet, neue, wichtige und erfolgversprechende Betriebsgeheimnisse auf Gebieten, die für die deutsche Wirtschaft weittragende Bedeutung haben, und geeignet sind, die deutsche Volkswirtschaft vom Auslande unabhängig zu machen, auszutundschaften und der französischen Industrie auszuliefern. Obwohl es im letzten Augenblick ge= lang, die Machenschaften der ,, Sureté" aufzudecken, tonnie leider nicht mehr verhindert werden, daß bereits einige Betriebsgeheimnisse in die Hände der Gegenseite geraten sind. Durch die Aufdeckung der Spionage in den Werken Ludwigshafen und Oppau in der J.-G. Farbenindustrie ist einwandfrei festgestellt, daß das französische amtliche Spionageneh über ganz Deutschland ausgebreitet ist. Der Kommunisten- Terror. Berlin, 16. August. Wie wir erst jetzt erfahren, wurde am vergangenen Sonntag das Stahlhelmmitglied Heinz Malchert in der Nähe von Mustermark bei Berlin von vier Mitgliedern des Rotfrontkämpferbundes überfallen und durch mehrere Mes= serstiche derartig verletzt, daß es bereits am Montag im Naue= mer Kreiskrankenhaus verstarb. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. für den deutschen Schiffsbau wie für die deutsche Seeschiffahrt von besonderer Bedeutung. Wir wollen heute als neuestes und größtes Fahrzeug der wiedererstandenen deutschen Handelsflotte Dieses stolze Schiff seinem Element übergeben. Erbaut nach den neuesten Erfahrungen deutscher Schiffsbau- und Maschinentechnik, ausgestattet durch Geist und Hand erster deutscher Künstler, soll dieses neue Schiff zusammen mit einem Schwesterschiff dem schnellen transatlantischen Verkehr dienen und ein neues Bindeglied zwischen Europa und Amerika, zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten darstellen. Es ist mir in dieser Stunde ein aufrichtiges Bedürfnis, allen denen, die mit Kopf und Hand an diesem Werte mitgewirkt haben und noch weiter arbeiten werden, aber darüber hinaus zugleich auch allen, die seit dem Kriege wieder eine deutsche Handelsflotte geschaffen haben, namens des Reiches wie eigenen Namens warme Anerkennung und herzlichen Dank zu sagen. Sie alle haben zur Wiederaufrichtung der deutschen Wirtschaft, zur Wiedererlangung deutscher Geltung im Auslande ein wertvolles Stüd beigetragen. Dir aber, du stolzes geben wir den Namen, den vor 70 Jahren der erste transatlantische Lloyddampfer erhielt, den Namen„ Bremen", und mit ihm das Wappen, das die Hoffnung und die Treue wie den Willen, die Wege zwischen den Völkern zu erschließen, verkörpert. Möge dies Schiff, in stets glücklichen Fahrten die See durcheilend, den deutschen Willen zur friedlichen Mitarbeit unter den Völkern über die Meere bringen, möge es ein Glied mehr sein, das uns mit den LänDern jenseits des Ozeans verbindet, und es möge uns mahnen, daß nur zusammengefaßte Kraft und eigenes Wollen uns den Wiederaufstieg und die Selbstbehauptung in der Welt verbürgen! Mit diesem Wunsche taufe ich dich: ,, Bremen!". Mit den Klängen des Deutschlandliedes, in das die riesige Menschenmenge begeistert einstimmte, fand die Tauffeier ihr Ende. Unter Hochrufen löste sich das gewaltige Schiff von seinen Vertauuungen und glitt ins Wasser. Shurmann tauft die„ Europa". Hamburg, 15. 8. Als erster der beiden für den Norddeutschen Lloyd erbauten etwa 46 000 Tonnen großen Vierschraubenschnelldampfer ist heute 17.20 Uhr die„ Europa" auf der festlich geschmückten Werft von Blohm u. Voß glücklich vom Stapel gelaufen. Auf den großen Tribünen zu beiden Seiten an der Holling hatte sich zahlreiches geladenes Publikum eingefunden. Die Uferböschungen, Pontons sowie die Hafendampfer und Barkassen waren von Tausenden besetzt, die Zeugen des interessanten Nummer 65 Der Stapellauf von zwei großen Dampfschiffen innerhalb 24 Stunden wird wahrscheinlich von fünftigen Geschichtschreibern als ein Kennzeichen angesehen werden für die Wiedererlangung des hohen Ranges unter den nordatlantischen Reedereien, den diese Gesellschaft in der Vorkriegszeit jahrelang inne hatte. Der Norddeutscher Lloyd konnte schon damals auf die Geschichte eines halben Jahrhunderts erfolgreicher Leistungen zurüdblicken. Dabei führte er seine Geschäfte in fortschrittlichem Sinne und erhob den Dienst am Publikum zum vornehmsten Grundsay. Heute steht der Norddeutsche Lloyd auf der Swelle einer neuen Epoche. Dieses Schiff ist, wie wir in Amerita sa= gen ,,, das letzte Wort" im Schiffbau. Es ist eines der größten Schiffe und ist mit einem Tonnengehalt von 46 000 Tonnen fast 50 Prozent größer als der Columbus, der heute das größte deutsche Fahrzeug ist. Es besitzt eine erstaunliche Geschwindigfeit: sechs Tage nach New York von Bremen und fünf von den Häfen am Kanal. Ich erfahre mit besonderer Freude, daß die Vorkehrungen für die Sicherheit der Fahrgäste so vollständig sind, wie es die neuesten technischen Errungenschaften gestatten. Der Kommunisteu- Mob gegen Hindenburg. Schauspiels sein wollten. Auf der Tauskanzel ſelbſt hatten ſich Salle, 16. August. In diesem Zusammenhang ist es intereffant, was Herrn Severings politische Kinder sich auch weiterhin alles leisten dürfen. Dieser Tage beging ein Trupp Kommunisten, der aus Nordhausen gezogen kam, im Städtchen Heringen große Ausschreitungen. Ein Redner hielt eine An' sprache, in der er Staat und Gesellschaft in unerhörter Weise beschimpfte und u. a. sagte, Hindenburg gehöre an den Laternenipfahl. Als die Bevölkerung darüber erregt wurde, entwickelte sich eine Schlägerei, die nur mit Mühe von der Polizei beendet wurde. Die Polizeibeamten hatten große Mühe, die Nordhäuser Kommunisten zum Abzug zu bewegen. Es ist gegen die Ruhestörer, insonderheit gegen ihren Führer, Anzeige wegen Landfriedensbruch, Beleidigung des Reichspräsidenten und Beschimpfung der Republik erstattet worden. mit dem amerikanischen Botschafter Dr. Shurmann die Herren vom Vorstand und Aufsichtsrat des Norddeutschen Lloyds, sowie die Chefs der Firma Blohm& Voß mit ihren Damen eingefunden. Ferner waren neben den leitenden Angestellten des Lloyd und der Werft u. a. anwesend der amerikanische MarineAttache Baum, der Chef der Marineleitung, Admiral Zenker, sowie andere hohe Marineoffiziere und Offiziere der Reichswehr, Vertreter des Hamburgischen, Bremischen und Lübeckischen Senats, hervorragende Vertreter der Hamburger und Bremer Schiffahrtskreise, des deutschen und amerikanischen Handels, weiter Hauptmann Köhl und eine große Reihe in- und ausländischer Journalisten. Um 17.10 Uhr ergriff der amerikanische Botschafter Dr. Shurmann das Wort zur Taufrede, in der er u. a. ausführte: Kraft der mir vom Norddeutschen Lloyd übertragenen Machtvollkommenheit gebe ich diesem Schiff den Namen ,, Europa". Ich füge den warmen Wunsch hinzu, daß es stets von Glück begleitet sein werde und auf lange Jahre hinaus beitragen möge, unsere beiden Völker enger zu vereinen durch für beide Teile vorteilhaften Handel, durch gegenseitiges Verständ= nis und Bruderschaft." Nachdem sodann Fräulein Jnes Glaessel die Taufe mit den besten Wünschen für alle Zeit und glückliche Fahrt vollzogen und nach altem Brauch eine alte Flasche Seft am Bug des Schiffes hatte zerschellen lassen, begann der Stapellauf. Die Haltevorrichtung und die Sperrpflöcke wurden gelöst, und das von Fesseln befreite Schiff glitt ruhig und sicher um 17.20 Uhr in sein Element. Brausende Hochrufe, Tücherschwenken und Heulen der Sirenen der zahlreichen Dampfer und Fahrzeuge begleiteten es auf seinem Wege. Eisenbahnkatastrophen in Südilawien. Belgrad, 16. August. Auf der Strecke Nisch- Stolpie ent= gleiste am Donnerstagnachmittag infolge Gleisbruches ein Personenzug, der über die Böschung hinabstürzte. Dabei wurden 13 Wagen zertrümmert. Nach den ersten Meldungen über das Unglück sind über 100 Personen teils tot, teils schwerverletzt, unter den Trümmern begraben worden. Nach den letzten Berichten sind bereits 20 Tote und 30 Schwerverletzte geborgen. Tagung der deutschen Landkreise. Vom 6. bis 8. September ds. Js. tritt der deutsche Landfreistag zu seiner diesjährigen Tagung in Rostock zusammen. Er beschäftigt sich in der Hauptsache mit Verkehrsfragen, besonders soweit die großen Verkehrsstraßen in Betracht kommen. Wegen der Wichtigkeit des zur Erörterung stehenden Gegenstandes werden der Herr Reichsminister von Guerard sowie andere leitende Beamte des Reichsverkehrsministeriums, an der Tagung teilnehmen. Als Referenten sind gewonnen Professor Knipping von der Technischen Hochschule in Darmstadt und Ministerialrat Speck, Dresden. Ueber die Stellung der Landkreise zu den Straßenfragen wird Herr Präsident von Stempel sprechen. Weiterhin stehen zur Debatte die Frage der Reichstreisordnung sowie die Schaffung einer Kommunalabteilung im Reichsministerium des Innern. SIND ÜBERALL Der neue Klein- Diesel Bauart DM 45479 DEUTZ MOTORF' Die besten Antriebs MOTORENFABRI Zweigniederlg. FRANKFUR Samstag, den 18. August. Lokales. Sonntagsgedanken. Wenn der Sonntag vor der Türe steht, dann schreibe ich meinen Sonntagsbrics, gebe ihn zur Post, damit er rechtzeitig zum Wochenfeierabend eintrifft und bitte um Einlaß in diese Spalten. So schreibe ich schon Jahr für Jahr, schreibe von Freud und Leid, will aber doch nichts anderes, als meinen Lesern Freude zum Sonntag bringen. Als ich mich zum ersten Male in diesen Spalten vorstellte und am nächsten Sonntag gleich wieder kam, da frug man mich, was ich denn eigentlich wolle. Davon will ich heute erzählen. Einmal nur in der Woche schreibe ich meinen Brief an die Welt. Während der Woche hat man für mich keinen Platz. Politik, Wirtschaft und Börse drängen sich täglich vor und ziehen Millionen Augen auf ihre neuesten Telegramme. Da. ist kein Platz für mich, wo der Mammon regiert, weil man für mich nur ein Lächeln übrig hätte. Aber zum Sonntag melde ich mich immer wieder an und es gibt Gott sei gedankt doch noch viele Menschen, die mein Kommen zum Feierabend der Woche begrüßen. Mein Sonntagsbrief soll in das Hasten und Schaffen der Zeit, das ohne äußeren Stillstand und ohne innere Sammlung stets rastlos vorangeht, zuweilen einen höheren Gedanken hineindringen lassen. Wie wir uns in dieser schweren Zeit vor dem förperlichen Verhungern und Verdursten zu schützen suchen und sechs Tage für Brot schaffen, so sollen wir uns am siebten ausschauen nach der Nahrung der Seele. So will ich, wenn die Werkstattür ins Schloß gefallen und der Friede des Feierabends ins deutsche Heim einzieht, zur Einfehr kommen ins Heiligtum des inneren Menschen. , Gießener Zeitung" " Friedberg. Nach einer Erkundigung an amtlicher Stelle haben die zwei in Haft befindlichen Angestellten des Kreisamts insgesamt 9400 Mark unterschlagen. Die bisherigen Feststellungen ergaben, daß weitere Beamte oder Angestellte des Kreisamtes mit diesem Falle nichts zu tun haben. Mögen auch fernerhin und namentlich in der schweren Zeit, die noch unser harrt, meine Sonntagsgedanken hinauswandern, geplagten Menschenseelen die Welt des Alltags zu verklären durch einen Weihegedanken aus der Welt des Höheren, damit ihnen das, was des Lebens Ernst ausmacht, auch des Lebens Freude werde. Der Sonntagsschreiber. * Nidda. Als Oberamtsrichter nach Schotten versetzt wurde Amtsgerichtsrat Klose. Er wird die neue Stelle demnächst an= * Eine dritte Ortsbriefzustellung hat das Reispostministerium für Gießen ab 1. September genehmigt. Diese dritte Zustellung wird täglich um 16%( 4%) Uhr beginnen. treten. Eichelsdorf. Unter den umstürzenden Getreidewagen geriet Mit ernsten der Erntearbeiter Hofmann zu Eichelsdorf. Verletzungen mußte er der chirurgischen Klinik in Gießen zugeführt werden. Gelnhaar. Spurlos verschwunden ist der Volksschüler Ludwig Willmann von hier, Sohn des Landwirts Hch. Willmann. Der erst 14jährige hatte sich schon mehrmals auf ,, Wanderschaft begeben. * Fahrverkehrssperrung. Während des Umbaus der Schillerschule soll ein Stück der Schillerstraße als Pausenspielplatz für die Schülerinnen benutzt werden. Die Schillerstraße wird des= halb von dem Haus Nr. 9 ab bis zur Nordanlage für allen Fahrverkehr polizeilich gesperrt und zwar im Sommer von 8,30 bis 11 und im Winter von 9 bis 11,30 Uhr vormittags. Laubach. Am 10. d. M. sind die Erzgruben bei Stockhausen ( Oberhessen), bisher der Haigerer Hütte zugehörig, durch Verkauf mit der„ Nachbargrube Louise" vereinigt worden. Die erstgenannten Gruben, die noch teilweise in Betrieb waren, werden in den nächsten Wochen vollständig ſtillgelegt werden. Vilbel. Vom 19. bis 21. Auguſt wird hier wieder in alt= hergebrachter Weise der Vilbeler Markt mit Tanz und Volks= belustigungen abgehalten. Am 21. August schließt sich ein großer Viehmarkt mir Prämiierung und Lotterie an. in der Nr. 65. merkbar machen, können polizeilich zur Untersuchung des Fahrzeuges durch Sachverständige vorgeladen werden. Ueber das Abgeben von Warnungszeichen sagen die gesetzlichen Bestimmungen insbesondere folgendes: Mehrtonige Hupen müssen gleichzeitig in einem harmonischen Akford anflingen. Die Warnungszeichen dürfen nur dort abgegeben werden, wo es die Sicherheit des Verkehrs erfordert. Unnötiges langgezo= genes Hupen ist strafbar. Die Warnungszeichen müssen furz sein, in Klangfarbe und Klangstärke müssen sie so beschaffen sein, daß im Gefahrbereich befindliche Personen gewarnt, im weiteren Umkreis befindliche Personen aber nicht belästigt werden. Verboten ist insbesondere auch die Benutzung von Signalinstrumenten zur Abgabe von andern als Warnungszeichen, so zum Beispiel zur Abgabe von Rufzeichen. Ganz besonders müssen auch Garagenbetriebe und Reparaturwerkstätten, in denen ohnehin unvermeidlicher Lärm und Geruch entsteht, auf die Vermeidung jeder unnötigen Belästigung der Umgebung strengstens achten. Sprudelfreiheitstamps in Vilbel. In Bad Vilbel besteht jeit etwas über 25 Johren ein staatlicher Quellschutz, der Mineralwasserbohrungen nur bis zu einer Höchsttiefe von 15 Meter zuläßt. Dieser Quellschutz wurde seinerzeit von der hessischen Regierung zugunsten des Brodschen Badesprudels verliehen, den übrigens die Stadt Frankfurt a. M. vor mehreren Jahren für nicht weniger als eine halbe Million Mark erwerben und nach Frankfurt leiten wollte. Wenn man in dem aufstrebenden Vilbel heute auch nicht weniger als 18 Mineralwasserbrunnen und 50 bis 60 Sprudelhändler und 2 Kohlensäurewerke zählt, was immerhin einen ordentlichen Aufschwung der Mineralwasser- Industrie darstellt, so empfindet die Mehrheit der Vilbeler Mineralwasser- Interessenten doch diesen zugunsten einer einzelnen Quelle ausgesprochenen Quellschutz als eine unberechtigte Hemmung in der wirtschaftlichen Entwicklung dieses Erwerbszweiges. Dieser Auffassung liegt eine Eingabe zugrunde, die von der Mehrheit der Vilbeler Mineralwasser- Interessenten an die Gemeindeverwaltung gerichtet wurde und worin im Hinblick auf die ungenügende Verwertung der reichen Vilbeler Bodenschätze die Aufhebung des Quellschutzes verlangt wird. Man darf gespannt sein, welche Haltung das hessische Bergamt gegenüber dieser Forderung einnimmt. * Zahlreiche Diebstähle. Am 10. Auguſt wurde zum Nachteile mehrerer Schwestern und Angestellten einer hiesigen Klinik und Heilstätte ein Betrag von 215 RM. in bar in der Nacht vom 10. auf 11. Auguſt aus einem eingefriedigten Garten Schützenstraße etwa 3 Zentner Wachs- Schwertbohnen, in der Nacht vom 11. zum 12. Auguſt aus einem Keller in der Wilhelmstraße 20 Pfund Wurst und 5 Pfund Speck und am 16. August aus einem Mansardenzimmer in der Bahnhofstraße mittels Einbruchs 300 RM., darunter mehrere Marburger Jubiläumstaler, entwendet. Um Mitteilung sachdienlicher Wahrnehmungen bittet die Kriminalpolizei Gießen. * Ausmarsch ins Manöver. Am Mittwochabend 8% Uhr verließ unsere Reichswehr die Kaserne, um ins Manöver in der Gegend von Magdeburg zu ziehen. In einer endlosen Kette bildeten die Bürger auch diesmal Spalier, als die von vielen jungen Burschen und Mädchen begleiteten Soldaten im wuchtigen Takt der Militärmusik durch die Straßen der Stadt zum Güterbahnhof marschierten, wo die Kapelle den Abschied noch durch manche muntere Melodie erleichterte. Um 10% Uhr fuhr der Sonderzug ab zum Truppenübungsplay Alten- Grabow. * Mehr Licht! Die allzu große Sparsamkeit in der Beleuchtung der Westanlage, die sich besonders für den Bürgersteig sehr nachteilig auswirkt, fällt allgemein auf und hat schon zu manchen Unannehmlichkeiten geführt. Es wäre zu wünschn, daß sich die zuständigen Behörde der Sache endlich annähme. Marburg. Die Marburger Festspiele, die in diesem Jahre zirka 35 000 Besucher brachten, sollen im nächsten Sommer fortgesetzt werden. Geplant ist eine„ Tell"-Aufführung und die von„, Demetrius" von Schiller. Die Polizeibehörden sind neuerdings angewiesen worden, der Ueberwachung des Kraftfahrzeugverkehrs ihre besondere Aufmerksamkeit zu widmen und gegebenenfalls mit Strafanzeigen vorzugehen. Haftung bei Kraftwagenunfällen. Erfahrungsgemäß sind die Fälle, in denen der Führer des Kraftfahrzeuges nach dem Unfall es unternimmt, sich der Feststellung des Kennzeichens und seiner Person und damit der zivil- und strafrechtlichen Verantwortlichkeit zu entziehen, trok der gesetzlichen Strafandrohungen häufig. In der Kölnischen Zeitung schlägt Justizrat Friling die Errichtung von Autogenossenschaften vor. Diese sollen die Schadensträger sein, wenn entweder der Verletzte die Identität des Kraftfahrzeuges infolge des Unfalles oder der Beschaffenheit des Fahrzeuges nicht festzustellen vermag, oder wenn der Ersatzpflichtige zahlungsunfähig ist. Weilburg. Auf die Nachricht von dem Hinscheiden des letzten nassauischen Soldaten, Oberpostschaffners Radu, hat sich noch ein Lebender gemeldet. Es ist der Schreinermeister Konrad Lohnstein aus Heinzenberg, zurzeit in Weinbach. Er ist unter Herzog Adolph am 10. April 1863 eingerückt un hat seiner Dienstpflicht in Wiesbaden in der 6. Kompanie 2. Nass. Inf. Regts., unter Regimentskommandeur Oberst Graf von Gneisenau und Hauptmann Reitz genügt. Er war an den Feldzügen 1866 und 1870-71 attiv beteiligt und wird in der nächsten Woche 86 Jahre alt. * Ruder- Regatta. Der„ Verein Rudersport Gießen 1913" veranstaltet am Sonntag, den 26. August, vor den Toren unserer Stat auf der Lahn eine Regatta, zu dem namhafte aus= wärtige Rudervereine, u. a. aus Offenbach, Frankfurt, Mainz, Mainz- Kastell eingeladen wurden. Das Fest ist die 8. HerbstEs wird, Regatta des Lahn- Regatta- Verbandes zu Gießen. wenn das Wetter günstig ist, wieder eine zahlreich Menschenmenge an die Flußufer locken und manchen Jugendlichen für den Rudersport gewinnen. Aus Nah und Fern. Butzbach. Grävenwiesbach. Großfeuer im Taunus. Mittwochmorgen gegen 11 Uhr brach in dem Anwesen des Landwirts und Schuhmachers Louis Jäger Feuer aus. Scheune und Stallung sind ein Raub der Flammen geworden. Von den Erntevorräten verbrannte das gesamte Heu. Als Entstehungsursache wird Kurzschluß angenommen. Verschüttet und tödlich verletzt wurde der verheiratete Arbeiter Wilhelm Lechens aus Gambach. Er war in der Ziegelei' der Meguin- Werke beschäftigt und wurde in der Lehmgrube verschüttet. Obwohl er sofort herausgegraben und ins Krankenhaus verbracht wurde, ist er kurz nach der Einlieferung an den schweren inneren Verletzungen gestorben. Buzzbach. Der Arbeiter Johannes Jung aus Hochweisel, der, wie gemeldet, von einem Auto überfahren und schwer verletzt worden war, ist im Krankenhaus von Niederweisel seinen Verletzungen erlegen. Die Ermittlungen über die näheren Umstände des Unfalles sind noch im Gange. Bad Ems. Reichsminister Severing ist zum Kurgebrauch hier eingetroffen. Jung Die Spritschiebung in Arheilgen. Gamstag, de Die D Gelegentli im Dezember ommen, ind prüfen, of Beitzuntt ab Heuer zum G Durchschnitt ü jollte ein Aus tags, der Wif Dieje Ko finanzminister Popis zujamn Frankfurt a. M., 16. August. Die Frankfurter Zollfahndungsstelle hat, wie bereits mitgeteilt wurde, in Arheilgen bei Darmstadt eine Spritschiebung aufgedeckt, die aber nicht den Umfang hat, wie zunächst berichtet wurde. Es handelt sich nicht um Hinterziehung von 150 000 Mark, sondern nur um 24 000 Mark. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, könne noch nicht unbedingt gesagt werden, ob der Fabrikant selbst oder nur Angestellte die Schuldigen seien. Bad Mergentheim. Der berühmte Tibetforscher Dr. Wilhelm Filchner ist wegen eines sich auf seiner Expedition zuge= zogenen Gallenleidens zu längerem Kurgebrauch in Bad Mergentheim in Begleitung seiner Tochter eingetroffen und hat im Hotel Kurhaus Wohnung genommen. Hochweisel. Schwer verletzt wurde der Arbeiter Johannes Jung im Straßengraben bewußtlos aufgefunden. scheint von einem Auto überfahren worden zu sein. Friedberg. Ein oberhessischer Katholikentag soll alljährlich laut Beschluß im Benediktinerkloster zu Jlbenstadt ab= Die diesjährige Tagung soll am 16. Sepgehalten werden. amber in Jlbenstadt stattfinden. Nievern. Die neue Lahnbrücke, die Nievern und Faihbach nunmehr verbinden wird, wurde fertiggestellt und nach stattgefundener Belastungsprobe freigegeben. Die neue Brücke ist eine Betonbogenbrücke, ihre Länge beträgt insgesamt 100 M. Vermischtes. Munich geäuße dhe Vorfriegs die wirtschaft jährigen Dur wurden mehre auftragt. Die März stattfin Die Beisehung des ehemaligen Großherzogs von Baden. Karlsruhe, 16. August. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung aller Kreise und Stände aus dem ganzen Lande erfolgte heute mittag die Beisetzung des ehemaligen Großherzogs von Baden. Die Mitglieder des badischen Hauses, der König von Schweden, die Königinwitwe von Württemberg, die Großherzogin von Luxemburg, sowie Vertreter fast aller früheren deutschen Fürstenhäuser nahmen teil. Ferner befanden sich der Reichsernährungsminister Dietrich- Baden, die gesamte badische Staatsregierung mit dem Staatspräsidenten Dr. Remmele an der Spitze, das Präsidium des Landtags, zahlreiche Landtagsabgeordnete und Vertreter der weltlichen und geistigen Behörden aus dem ganzen Lande im Trauergefolge. Die Landeshauptstadt hatte Trauerschmuck angelegt. Ueberwachung des Verkehrs mit Kraftfahrzeugen. In letzter Zeit mehren sich wieder die Klagen über rücksichtslose Mißachtung der Vorschriften über den Kraftfahrzeugverkehr. Vor allem wird über unnötige Verursachung von Lärm, Rauch und üblen Geruch bei Motorrädern, sowie über unnötige Anwendung der Hube, besonders zur Nachtzeit, geklagt. Um den Kraftfahrern selbst Unannehmlichkeiten zu ersparen, sei auf die folgenden Ausführungen hingewiesen, die sich ebensowohl auf die Kraftwagen wie namentlich auch auf die Motorräder beziehen: Großer Schaden durch das Unwetter über München. Ein schweres Unwetter, das Donnerstag abend über München und Umgebung niederging, richtete großen Schaden an. Zahlriche Bäume wurden entwurzelt und Telephon- und Lichtleitungen beschädigt. Eine 24jährige Bankbeamtin, die sich unter einen Alleebaum gestellt hatte, wurde durch einen Blitz, der in den Baum einschlug, erheblich verletzt. Furchtbarer Unfall auf einem Bäderdampfer. Auf dem Dampfer„ Najade", der den Passagierverkehr zwischen Langeoog und Bremerhaven unterhält, ereignete sich ein selsames Unglüd. Der Bäderdampfer„ Grüß Gott", der eine Sonderfahrt unternahm, geriet auf Grund und sollte von der ,, Najade", die sich zur Hilfeleistung angeboten hatte, abgeschleppt werden. Bei dem Manöver riß eine Stahltrosse und traf einen an Deck der„ Najade" stehenden Matrosen mit solcher Gewalt, daß ihm ein Bein abgeschlagen und mit ins Meer gerissen wurde. Er dürfte kaum mit dem Leben davonkommen. Jede Belästigung von Personen und Gefährdung von Fuhrwerken durch Geräusch, Rauch, Dampf oder üblen Geruch ist schlechthin verboten, da sie nach dem jetzigen Stand der Technik vermeidbar ist. Unter das Verbot fällt z. B. die Unfitte mancher Führer, bei stehendem Fahrzeug durch wiederholtes, plötzliches Gasgeben den Motor„ zum Rasen" zu bringen. Auch Auspuffklappen sind gänzlich verboten, nicht nur wie früher das Deffnen der Klappen in Ortschaften. Werden solche Auspuffklappen festgestellt oder ist die schalldämpfende Vorrichtung sonstwie unwirksam gemacht, so ist in jedem Falle Strafanzeige zu erwarten, ebenso wenn der Lärm durch unsachgemäße Bedienung der Maschine verursacht wird. Kraftfahrzeughalter, beren Fahrzeuge sich durch übermäßige Geräusch-, Rauch- oder Geruchentwicklung oder durch vorschriftswidrige Signalinstrumente be= Eine norwegische Munitionsfabrik in die Luft geflogen. Oslo. Am Donnerstag vormittag brach in der ArmeeMunitions- und Waffenfabrik bei Kongsberg ein Brand aus, der zu einer Explosion großer Munitionsvorräte führte. Etwa 20 000 Granaten, sowie Benzin- und Delvorräte flogen in die Luft. Drei Arbeiter sind verletzt worden. Kemmerich in Zoppot angekommen. geg Auf der werbe, Sande mitglied des Berlin, 16. August. Der am Dienstag um 3 Uhr morgens von Pillau nach Zoppot gestartete Dauerschwimmer Kemmerich ist am Mittwoch um 22,15 Uhr im Zoppoter Nordbad nach 43% stündiger Schwimmzeit eingetroffen. Das Publikum bereitete ihm einen begeisterten Empfang. Altionsprogra wandte sich G weitere Auf deutschen W Ausführunge „ Die Ge Abbau der bewirtschaftu jinsiteuerhyp ichen Kohlen wirtschaftlich öffentlichen Deutscher Doppelsieg in der Olymp. Dressurprüfung. Amsterdam, 13. 8. In der Dressurprüfung des Olympischen Reitturniers hat Freiherr von Langen die Goldene Megewonnen. daille im Einzel- Klassement Außerdem siegte Deutschland im Mannschaftswettbewerb, in dem die deutsche Mannschaft, aus Freiherrn von Langen, Freiherrn von Lozzbed und Rittmeister von Linkenbach bestand. verlangen. legten Jahr jondern Ert de In Le nungsjuche und Wohn freien W wird. De des Mie Wohnung zuweisen lichen Wo raumzutei migungsp gleichwer Der Miet Straßen, Zurüddä nungszw ders: un personen nannten als 495 0 nungen h wohnen. Di Nun Der man man ein Verbindu dagen!) des Pub Als lezte 520( 65. Den Hopl nut Helm usp.). Alle d terichied K Knaben w fie fich zum zieren; di 628 genehr Der sparte djen!) ent 616( 41. 200 v. Ch Ueber gehen. 3 -das M dem Vier ( 70. 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J. hat der Reichstag eine Entschließung angenommen, in der die Reichsregierung ersucht wird, die Frage u prüfen ,,, ob und in welcher Weise und von von welchem Beitzunkt ab bei der Einkommensteuer- und Körperschaftsiteuer zum System der Besteuerung nach dem dreijährigen Durchschnitt übergegangen werden kann“. Zu diesem Zwed jollte ein Ausschuß aus Vertretern des Reichsrats, des Reichstags, der Wissenschaft und der Praxis eingesetzt werden. Diese Kommission trat am 15. Februar 1928 im Reichsfinanzministerium unter dem Vorsitz des Staatssekretärs Dr. Bopit zusammen. Aus der Kommission heraus wurde der Wunsch geäußert, es möge zunächst noch Material über die deutsche Borfriegsgesetzgebung und über das Ausland, sowie über die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der dreijährigen Durchschnittsbesteuerung vorgelegt werden. Ferner wurden mehrere Mitglieder der Kommission mit Referaten beauftragt. Die nächste Sigung der Kommission soll am 15. März stattfinden. Der Hansabund gegen die Zwangswirtschaft. Auf der diesjährigen Tagung des Hansabundes für Gewerbe, Handel und Industrie, Berlin, entwickelte das Präsidialmitglied des Hansa- Bundes, Generalsekretär E. Mosich,„ Das Aktionsprogramm des Hansa- Bundes". In seinem Referat wandte sich Generalsekretär Mosich mit aller Schärfe gegen die weitere Aufrechterhaltung des Ausnahmezustandes auf dem deutschen Wohnungsmarkte und legte seinen diesbezüglichen Ausführungen folgenden Leitsatz zugrunde: ,, Die Gesundung der Wirtschaft erfordert einen endgültigen Abbau der Zwangswirtschaft. Die Mißerfolge der Zwangs= be wirtschaftung des Baumarktes auf der Grundlage der Hausinssteuerhypotheken sprechen ebenso wie die Notlage der deutichen Kohlenwirtschaft dafür, daß allgemeine, volks- und sozialwirtschaftliche Notwendigkeiten gebieterisch das Herauslösen der öffentlichen Hand aus dem privatwirtschaftlichen Arbeitsprozeß verlangen. Gerade auf diesen Gebieten hat die Erfahrung der letzten Jahre gelehrt, daß staatliche Eingriffe nicht Gesundung, jondern Erkrankung des Wirtschaftskörpers nach sich ziehen." Leipziger Interessenverband deutscher Wohnungssuchender. In Leipzig hat sich ein Interessenverband deutscher Wohnungssuchender gebildet. Er glaubt, daß mit Wohnungsnot und Wohnungselend nur aufgeräumt werden kann, wenn zum freien Wohn- und Mietrecht der Vorkriegszeit zurückgekehrt wird. Deshalb fordert er intensivsten Wohnungsbau, Aufhebung des Mieterschutzes für Einzelpersonen, um die selbständigen Wohnungen in erster Linie den wohnungssuchenden Familien zuweisen zu können, Abbau der Wohnungsämter, des behördlichen Wohnungsnachweises, Aufhebung der ratenweisen Wohnraumzuteilung an Wohnungssuchende, Beseitigung der Genehmigungspflicht für Wohnungswechsel, gleichen Mietpreis für gleichwertigen Alt- und Neuwohnraum, restlose Verwendung der Mietzinssteuer für den Wohnungsbau, Hochbau an fertigen Straßen, insbesondere bevorzugte Bebauung von Baulücken, Zurüddämmung des Untermietwesens, das sich zu einem Wohmungszwischenhandel ausgebildet hat und Erbauung von Alters- und Ledigenheimen, damit die Wohnungen der Einzelpersonen für Ehepaare frei werden. Zur Stützung der letzge= mannten Forderung wird darauf hingewiesen, daß zur Zeit mehr als 495 000 Einzelpersonen in Deutschland selbständige Wohwungen haben, mehr als 481 000 Familien aber in Untermiete wohnen. Die hellenischen Olympien" und die neuzeitlichen„ Olympischen Spiele". Schluß. Nun kam eine Pause von 10 Olympiaden= 40 Jahren, in der man das Programm des Agon unverändert ließ; 648 fügte man eine neue Nummer ein: das„ Pankration", welches eine Verbindung von Ringkampf und Faustkampf( aber ohne Bandagen!) darstellte und bald die beliebteste Programmnummer des Publikums wurde( ähnlich dem heutigen Fußballspiel). Als lezte Erweiterung des gymnastischen Teils kann man den 520( 65. Olympiade) aufgenommenen Wettlauf Bewaffneter, den ,, Hoplitodromos", bezeichnen; die Läufer trugen dabei aber nur Helm und Schild( also keine Beinschienen, Waffen, Harnisch usv.). „ Gießener Zeitung" Polizeiverordnung, betreffend die Abfuhr von Hausmüll in der Stadt Gießen. Auf Grund des Artikels 129b der Städteordnung vom 8. Juli 1911, des§ 366 10 des Reichsstr. G.B. und der Reichsverordnung über Vermögensstrafen und Bußen vom 6. Februar 1924 wird nach Anhörung der Stadtverordneten- Versammlung und mit Genehmigung des Ministers des Innern zu Nr. M. d. J.... für den Bezirk der Stadt Gießen folgendes angeordnet: Dom § 1. Die Inhaber( Eigentümer, Mieter, Pächter, Nutznießer usw.) einer Wohnung oder sonstiger Räumlichkeiten sind ver= pflichtet, das anfallende Hausmüll in den vorgeschriebenen Müllgefäßen zu sammeln, regelmäßig wegbringen zu lassen und sich zur Abfuhr des Hausmülls der öffentlichen Müllabfuhr der Stadt nach Maßgabe der hierüber erlassenen Ortssatzung zu bedienen. § 2. Es ist verboten, Hausmüll auf den Grundstücken zu lagern, zu verwenden oder auf andere Weise als durch die städtische Müllabfuhr von ihnen zu entfernen. Die Polizeiverwaltung fann jedoch ausnahmsweise widerruflich Befreiung zulassen, wenn gesundheitliche Bedenken nicht vorliegen. § 3. Reine Asche und reine Schladen aus Fabrikbetrieben sind dieser Bestimmung nicht unterworfen, wenn die einwandfreie Lagerung und Beseitigung dieser Stoffe gesichert ist. Für die Unschädliche Wegschaffung er von der Abfuhr ausgeschlossenen Gegenstände, wie von Bauschutt, Erde, Gartenabfällen, Schlamm, tierischen und menschlichen Ausscheidungen, efelerregenden Stoffen und solchen Gegenständen, die infolge eines hohen Säuregehaltes die Müllgefäße angreifen und be= schädigen können, haben die in§ 1 aufgeführten Verpflichteten selbst Sorge zu tragen. § 4. Sind bebaute Grundstücke auf Grund des§ 2 der Ortssagung von der Benutzung der Müllabfuhr befreit, so müssen die Eigentümer, Mieter, Pächter, Nuznießer usw. den Hausmüll entweder sofort beseitigen oder in Abfallgruben, die den Bestimmungen der Baupolizeiverordnung entsprechen, bis zu der von ihnen selbst vorzunehmenden Abfuhr aufbewahren. Der Inhalt dieser Gruben ist jeweils so zeitig abzufahren, daß keine gesundheitlichen Schäden auftreten können. § 5. Die Haushaltungsvorstände sind verpflichtet, die nötige Anzahl von Müllgefäßen auf eigene Kosten zu beschaffen. Es kommen nur zwei Arten von Müllgefäßen in Betracht und zwar für die einzelnen Haushaltungen von 35 Liter und für größere Betriebe, wie Hotels usw. solche von 60 Liter Inhalt, die von der Stadtverwaltung den einschlägigen Geschäften zum Vertrieb geliefert werden. Die Behälter sind stets in gutem Zustand zu erhalten, zum mindesten so, daß der Inhalt nicht durchsickern kann und die Bedienungsmannschaften sich an den Müllgefäßen nicht verlehen können. Müllgefäße, welche diesen Be= dingungen nicht mehr entsprechen, müssen umgehend durch neue ersetzt werden. Ueber die Notwendigkeit des Ersatzes entscheidet allein die Polizeiverwaltung. § 6. Die Müllgefäße sind nur soweit zu füllen, daß der Deckel völlig schließt. Das Oeffnen oder Umleeren der Behälter, die zur Abholung in den Straßen bereit stehen, sowie das Durchsuchen und Durchwühlen nach ihrem Inhalt ist verboten. § 7. An den Abfuhrtagen müssen die Müllgefäße kurz vor der zur Abholung festgesetzten Zeit mit geschlossenem Deckel entweder auf dem Bürgersteig nahe der Hauswand oder, wo Vorgärten oder Hofeingänge vorhanden sind, dicht hinter der Eingangstüre aufgestellt werden. Hierbei ist darauf zu achten, daß der Tragbügel des Mülleimers nach vorne gelegt wird, da nur in dieser Bügelstellung das Gefäß völlig verschlossen ge= halten wird. Die Gefäße sind so auszustellen, daß der Verkehr Der Agon beschränkte sich anfangs( nur Lauf!) auf einen Tag; mit der Vermehrung der Kampfesarten mußte auch die Dauer ausgedehnt werden; sie stieg auf 2, 3, 4 und zuletzt auf 5 Tage. Aus dem einfachen Dankopfer der Urbewohner des Alpheiostales und dem nachherigen, auch in bescheidenen Grenzen gehaltenen Erntedankfest der Peloponnesier entwickelte sich so das größte Nationalfest der Hellenen, d.h. Gesamtgriechenlands. Nach 472( 77. Olympiade) umfaßt das Programm: erster Tag: Opferungen, Prüfung der gemeldeten Wettkämpfer, Eidesablegung der Zugelassenen usw.; zweiter Tag: Kämpfe der Knaben u. Männer auf Stadion und Hippodromos; fünfter Tag: Prozessionsopfer der Sieger und Festmahl zu deren Ehrung; Volks fest. Die Olympien fanden bis 393 n. Chr. regelmäßig statt; 394 befahl der oströmische Kaiser Theodosius I.( 379-395) die Einstellung aller heidnischen Gebräuche, doch wurde das Nationalfest trotzdem von Zeit zu Zeit wiederholt; erst als Theodosius II..( 408-450) im Jahre 426 den Tempel des Zeus und an= dere Kultstätten einäschern und das Verbot streng durchführen ließ, hörten die Feste und Wettkämpfe auf, und Olympia wurde dem Verfall überlassen. Alle diese Kämpfe standen den Erwachsenen offen( man unterschied Knaben, Jünglinge und Männer); die Teilnahme von Knaben war beschränkt; im Jahre 632( 37. Olympiade) durften sie sich zum ersten Mal im einfachen Lauf und im Ringen produzieren; diese Einrichtung blieb bestehen. Dagegen wurde das Bei den neuzeitlichen„ Olympischen Spielen" muß man eine 628 genehmigte Auftreten im Fünfkampf nicht mehr wiederholt. andere Einteilung der Wettkämpfe vornehmen. Am besten ist Der spartanischen Erziehungsweise( harte Zucht der Jugendliwohl folgende: 1. Ballspiele( Hockey, Fußball, Korbball, Lachen!) entspringt die Zulassung zum Faustkampf(!) im Jahre frosse), 2. Leichtatlethit, 3. Schwerathletik( Gewichtheben, Rin616( 41. Olympiade). Erst sehr spät in der 145. Olympiade gen, Bogen), 4. Turnen und Fechten, 5. Wassersport( Schwim200 v. Chr. zeigten sich die Jugendlichen auch im Pankration. men, Rudern, Segeln), 6. Radsport, 7. Reitsport. Gegenüber Ueber die hippischen Wettkämpfe können wir kürzer hinwegden alten ,, Olympien" vermißt man das Pankration und das gehen. Zunächst kam traditionsmäßig( siehe Homer u. a.) Wagenrennen, während neu aufgenommen sind: die Ballspiele, das Wagenrennen auf und zwar 680( 25. Olympiade) mit das Gewichteben, das Turnen und Fechten, der Wassersport und dem Viergespann ausgewachsener Pferde( ohne Stuten); 500 der Radsport. Bei der heutigen Leichtathletik sind der Lauf, der ( 70. Olympiade) folgte das Zweigespann von Mauleſeln und Sprung und der Wurf um einige Uebungen vermehrt; auch 496 das Zweigespann von Stuten; beide Arten hörten aber tritt uns eine Variation in der Ausführung einiger Uebungen 444 schon wieder auf. Erst 408( 93. Olympiade) wurde das entgegen. Auffallend ist, daß die Hellenen nicht das SchwimZweigespann ausgewachsener Pferde( ohne Stuten) zugelassen. men in den Agon eingereiht hatten. Man hat daraus geschlos= 384 kamen die Viergespanne von Füllen hinzu, denen 268 die Zweigespanne von Füllen folgten. Das Wettreiten auf aussen, daß dieser Sport bei ihnen überhaupt nicht gepflegt worden wäre; das ist natürlich falsch. Die ganzen Verhältnisse ließen gewachsenen Pferden fand schon 648 Eingang in das Programm, einfach das Schwimmen nicht zu: der Alpheios und der Kladeos das nur 256 auf das Wettreiten mit Füllen erweitert wurde. 1 - Nr. 65. nicht behindert wird. Aus Straßen und Gängen, die der Abfuhrwagen nicht befahren lann, müssen die Gefäße vor der öf= fentlich bekannt gegebenen Abfuhrzeit an die nächstgelegene Straße aufgestellt werden, die der Abfuhrwagen befährt. Das Hinausstellen unsauberer und beschädigter Gefäße ist verboten. § 8. Gefäße, weche mit Stoffe gefüllt sind, die von der Abfuhr ausgeschlossen sind, werden nicht entleert. Ist die Abfuhr infolge irgend einer Ursache( höherer Gewalt, Wochenfeiertag und dergl.) unterblieben, so wird sie raschmöglichst nachgeholt. § 9 Nach der Entleerung sind die Behälter ohne Verzug, spätestens jedoch innerhalb einer Stunde, von der Straße zu entfernen. Verantwortlich hierfür ist der Haushaltungsvor stand. § 10. In Räumen, welche zum dauernden Aufenthalt von Menschen bestimmt sind, dürfen gefüllte Behälter nicht aufbewahrt werden. § 11. Zuwiderhandlungen gegen diese Verordnung werden auf Grund des§ 366 10 Reichsstr. G. B. mit Geldstrafe bis zu 150 Rmt. oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft. § 12. Die Polizeiverordnung tritt mit dem Tage ihrer Vertündigung in Kraft. Die Polizeiverordnung vom 21. 12. 1922 wird mit gleichem Tage, soweit sie die Müllabfuhr betrifft, aufgehoben. Gießen, den Ortsiakuna. betreffend die Abfuhr von Hausmüll in der Stadt Gießen. Auf Grund des Artikel 15 der Städteordnung vom 8. Juli 1911 wird zufolge Beschlusses der Stadtverordneten- Versamm= lung vom 13. Juli 1928 nach gutächtlicher Aeußerung des Oberbürgermeisters und des Kreisausschusses, mit Genehmigung des für den Ministers des Innern vom.... zu Nr. M. d. J.. Bezirk der Stadt Gießen nachstehende Orissazung erlassen: § 1. Die Abfuhr des Hausmülls in der Stadt Gießen erfolgt im öffentlichen Interesse durch das städtische Tiefbauamt auf Kosten der Anwohner der dem Abfuhrzwang unterstellten Straßen und Plätze. § 2. Die Stadtverwaltung bestimmt den Umfang der Abfuhrgebiete, auf die sich die Müllabfuhr zwangsweise erstreckt. Diese Abfuhrgebiete können durch die Stadtverwaltung erweitert oder eingeschränkt werden. Alle diese Anordnungen sowie etwaige Aenderungen werden auf ortsübliche Weise bekannt gegeben. Abgelegene Häuser oder Hausgruppen können durch die Stadtverwaltung von dem Abfuhrzwang befreit werden. Warum anig zu Miete wohnen? Baue mit Eigenbelm Baugeid der Baufparkaffe der Gemeinschaft der Sreünde Gemeinnüßige Gefellidaft mit beschränkt. Haltung Düftenrot Dürttemberg Unkundbare Tilgungsdarlehen zu 4 oder 5% Zine In 3%, labren wurden 3701 Baufparern über 58 mill, Rm, zur Derfügung gellellt. Sofortige Darieben werden nicht gegeben. eigneten sich wegen ihrer Strömung nicht dazu und lagen auch schon zu entfernt vom Stadion, dieses konnte zwar die Zuschauer beherbergen, war aber doch nicht geräumig genug als Austragungsort der Kämpfe; um etwa noch die Anlage eines Schwimmbedens zu gestatten. Ueber die Schwimmfunit der Hellenen sind uns eine Anzahl von anschaulichen Schilderungen überliefert. Das Ballspiel war zwar sehr beliebt und galt auch in gewissem Maße als Bestandteil der Leibesübung der Gymnastik; doch wurde es gegenüber den anderen Sportarten ( die ja nicht nur so nebenbei, sondern in erster Linie als Vorbildung für die kriegrische Betätigung diente!) immerhin nur als eine„ Spielerei" betrachtet, die bei so ernsten Veranlassun gen, wie es die Nationalfeste waren, nicht ins Programm ges hörte; daher ist ihr Fehlen zu erklären. Infolge Mangels an geeigneten Gestellen konnte kein Hochsprung und fein Stabhoch sprung gezeigt werden; Turngeräte gab es natürlich erst recht nicht; ebenso war das Fahrrad noch nicht erfunden. Die Agonistik der alten Griechen schloß sich eben ganz eng an die vorhandenen natürlichen Verhältnisse von Land und Leuten an.; das war auch die urwüchsige Quelle ihrer Kraft und Bedeutung; sobald sie diese verfeinerte und künstlich erweiterte, ging das Fluidum, welches bis dahin von ihr ausgeströmt war und das ganze Griechenvolk in seinen Bann gezogen hatte, verloren. Der heutige Sport macht sich alle Errungenschaften von Technik und Kunst zunuze; die Zahl der Sportarten ist daher so ins ungemessene gestiegen( es wird ja schließlich alles als„ Sport" bezeichnet!), daß es unmöglich ist, sie alle an einem Ort und in kurzer Frist der Oeffentlichkeit vor Augen zu führen. Das Programm der neuzeitlichen„ Olympischen Spiele" macht deswegen keinen Anspruch auf erschöpfende Uebersicht über alles, was heute zum ,, Sport" gerechnet wird, während es andererseits gegenüber den alten„ Olympien" bedeutend erweitert ist. Man kann daher nicht sagen, daß die letzteren in einem neuen Gewande wiedererstanden sind, sondern muß einfach zugeben, daß man einer ganz modernen Einrichtung mit dem Namen ,, olym pisch" ein Mäntelchen umgehängt hat, das der Veranstaltung der Antiken ähneln soll. Samstag, den 18. August. § 3. Hausmüll im Sinne dieser Ortssakung sind: Asche, Kehricht, Küchenabfälle, Glas- und Porzellanbruch, Lumpen, Metalle, Konservenbüchsen, Papier usw. Als Hausmüll gelten nicht und dürfen nicht in die Gefäße eingefüllt werden: Bauschutt, Erde, Steine, Gartenabfälle, Schlamm, menschliche und tierische Ausscheidungen, Stalldung, ekelerregende und feuergefährliche Stoffe. Auch Gegenstände, die infolge eines hohen Säurege= haltes die Gefäße angreifen und beschädigen könnten, sowie Rückstände und Abfälle von größeren Fabrif- und Gewerbebetrieben sind von der Abfuhr ausgeschlossen. Ausgenommen hiervon sind nur geringe Mengen von Bauschutt, Erde und Gartenabfällen, wenn es sich nicht um mehr als die Hälfte eines Müllgefäßinhaltes handelt. § 4. Die Abfuhr des Hausmülls erfolgt an von der Stadtverwaltung bestimmten Tagen und zu festgesetzten Zeiten. Die Abfuhrtage und die Abfuhrzeiten werden ortsüblich bekannt gemacht. § 5. Zur Ansammlung des Hausmülls dürfen nur einheitliche, von der Stadtverwaltung vorgeschriebene Müllgefäße Verwendung finden. Die Haushaltungen haben die erforderlichen Gefäße auf ihre Kosten bei den einschlägigen Geschäften zu be= schaffen. Diesen Geschäften werden die Müllgefäße seitens der Stadtverwaltung geliefert und der Verkaufspreis vorgeschrie= ben. Die Benutzung der Gefäße zu anderen Zwecken als zur Müllaufbewahrung ist verboten, ebenso dürfen andere als die vorgeschriebenen Gefäße nach dem 1. Oktober 1929 nicht mehr benutzt werden. § 6. Das Hausmüll geht in das Eigentum der Stadt über, sobald dasselbe in die Abfuhrwagen geschüttet ist. § 7. Zur Deckung der Kosten werden für die Müllabfuhr Gebühren erhoben, die seitens der Stadtverwaltung durch eine besondere Gebührenordnung festgesetzt werden. 2 Merkmale Prancha Aecht der Echtheit: 1 Franck der Name Kaffe- Zusat Franck Franck- Fabrik in Deutschla Ludwigsburg, Halle Kauss a Rhein Ma Brgartach, Marb Eppingen Breite Thit 100 Franck 1828-1928 70 Medad g- 250 Gra 2 ck Pchutzmarke Kaffeemühle Achten Sie bitte beim Einkauf genau auf diese zwei Kennzeichen, damit Sie den guten, sparsamen Kaffee- Zusatz Aecht Franck erhalten. Er gibt dem Kaffeegetränk eine schöne, goldbraune Farbe und ein würziges feines Aroma. Gießener Zeitung" § 8. Diese Ortssagung tritt mit dem Gießen, den. Der Oberbürgermeister. * Ortsbaujagung. in Kraft. Auf Grund der Bestimmungen in Art. 2, 13, 20, 29, 37, 44 und 59 des Gesetzes vom 30. April 1881, die Allgem. Lauordnung betr., und§§ 3, 5, 7, 9, 66 und 78 der Verordnung vom 1. Februar 1882, die Ausführung der Allgem. Bauordnung betr., wird auf Beschluß der Stadtverordneten- Versammlung vom .... nach Anhörung des Oberbürgermeisters und Begutachtung durch den Kreisausschuß mit Genehmigung des Ministers des Innern des Volksstaates Hessen vom zu Nr..... zu dem Bebauungsplan für das Eichgärtengebiet zwischen Kaiserallee und Wiesengelände einerseits und Moltkestraße und Philosophenwald andererseits folgende Ortsbausatzung er= lassen: Aecht Franck ist seit 100 Jahren das anerkannt Beste auf dem Gebiet der Zichorienkaffee- Erzeugung Wir suchen an allen Plätzen § 1. Art. 29 Allgem. Bauordnung. Gewerbebetriebe, die unter§ 16 der R. G. O. fallen, oder die durch schädliche Dünste, starken Rauch oder lästiges Geräusch Nachteile, Gefahren oder Belästigungen für die Anwohner herbeiführen, sind grundsätzlich verboten. § 2. Für die Bebauung wird die zweigeschossige offene Bauweise vorgeschrieben. Alle Gebäude müssen einen landhausmäßigen Charakter haben. Bis zum Hauptgesims sind nur zwei volle Stockwerke über dem Kellergeschoß zugelassen. Bei Gebäuden mit flachem Dach kann ein Bodenraum darüber so angelegt werden, daß ein von der Vorderkante Hauptgesims angenommener Dachneigungswinkel von 60 Gr. nicht überschritten wird. tüchtig. Mitarbeiter Seirat. ( auch Damen) bei sehr hohen Verdiensten für die Organisationsabteilung. Kosmos Geb. Dame mit Grundbesitz und Eigenheim sucht pensionsber. Beamten nicht unter 45 Jahre. Off. u. G. 3. 1962 an d. Expedition dieses Blattes. Kranken- u. Sterbegeldversicherunsbank A.-G. Filialdirektion Darmstadt. Konzern der Frankfurter" Wer Elisabethenstr 34 Tel. 2358. will aufs Schiff? Eine Wünschelrute mit Gebrauchsanw. für nur 10 Rmf. mit Kompaß 4 Rmt. mehr. Zu beziehen durch Wünschelrutengäng.W.Pilger, Deffau/ Anh. Gutenbergstr. 7. Eine gute Position läßt sich damit schaffen. 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Stallungen oder Kraft: wagenschuppen, sofern sie dem eigenen Bedarf der Wohnungs: inhaber dienen, dürfen errichtet werden; deren Ausführung muß jedoch in der gleichen Bauweise wie das Hauptgebäude er folgen. Die Grundstücke dürfen nur bis zu einem Drittel ihrer Gesamtfläche bebaut werden. § 4. Art. 37, 44, 59 Allgem. Bauordnung und§§ 66 und 78 Ausführungsverordnung zur Allgem. Bauordnung. Die Bebauung der Baublöcke 3 und 4 hat genau nach der im Bebauungsplan angegebenen Weise zu erfolgen. Der Baublod 5 wird für Schulhausbauten vorbehalten. Für die übrigen Baublöcke wird die offene Bauweise vorgeschrieben. Die Wohnfläche in einem Geschoß soll mindestens 75 qm groß sein. Die Entfernung der Gebäude bezw. Gebäudegruppen von der Nach: bargrenze muß mindestens 4,0 Meter betragen. Bei der Anlage von seitlichen Freitreppen, Balkonen und Erkern in diesem Zwischenraum muß der Abstand von 4,0 Meter innegehalten werden. § 5. 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