Nr. 14 rlin 11 Gef.. anghals- BerZin., 2. Gdjoeen. ort am 2. 2. Dr. Pelzer onis AC- Chiourde er hier Dem ameri lzer auf der n wieder dieuchten Pelzer eniger seinem n Ueberlegenf seiner zahlischen Gegner h. ebruar endete, gen der Posiein noch im Le Prämie erRüchstand im Bragard und men. 726 P. Eine. ndaert 290 P. P. Drei RunRunden zurück: großen Erlebichneten sich in as interessante onntag von der ehlte seine Andsportgemeinde elt der deutsche hiedenen Wettoor dem JtalieBöbel- Dortmund Frankreich, der Opelfahrer Erich drei Läufe und ich, Dederichsurde auch der tt. en zum 5. 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F Eine Deputation des Reichslandbundes unter Führung des Grafen Kaldreuth erschien gestern vormittag im Reichstage, um den Fraktionen die„ Mindestforderungen des Landbundes", die auch schon der Reichsregierung zugegangen sind, zu übermitteln. * Das Gerücht, Reichsaußenminister Dr. Stresemann wolle zurücktreten, wird dementiert. * Der dem amerikanischen Senat vorliegende Gesezentwurf über die Freigabe deutschen Eigentums ist äußerst günstig bei den ersten Verhandlungen aufgenommen, so daß mit baldigen Rückzahlungen zu rechnen ist. * Die deutschnationalen Reichstagsabgeordneten Döbrich ( Thüringen), Dorsch( Hessen) und Hänse( Thüringen) haben sich, unter Austritt aus der deutschnationalen Reichstagsfraktion zu einer christlichnationalen Bauernpartei zusammengeschlossen. Den Vorsiz hat Abg. Döbrich übernommen. # Deutsche und österreichische Zeitungen dürfen in der tschechischen Hauptstadt Prag nicht mehr öffentlich verkauft werden. Der Zentralrat der Rätegewerkschaften in Moskau beschloß, den streikenden Arbeitern in Mitteldeutschland 10 000 Rubel als Beihilfe zu senden. Der sterbende Reichstag. Die Würfel sind gefallen! Die bisherige Regierungstoalition gehört der Vergangenheit an. Daß dieses politische Ereignis notgedrungen die Auflösung des Reichstages nach sich ziehen muß, ist eine Selbstverständlichkeit, denn es herrscht darüber kein Zweifel, daß auf die Dauer ein Regieren mit irgend einem Uebergangskabinett eine Unmöglichket ist. Umstritten ist lebiglich die Frage, wann die Neuwahlen sein sollen. Bis zur Stunde hat es der Reichspräsident noch vermieden, sich in den Gang der Verhandlungen einzumischen. Es hat lediglich eine Fühlungnahme durch Staatssekretär Dr. Meißner mit dem Reichskanzler Dr. Marg stattgefunden. Die Erledigung des Etats in irgendeiner Form steht als unaufschiebbare Pflicht des Reichstages fest. Man wird sich bemühen, die endlosen Reden abzukürzen und eine beschleunigte Verabschiedung möglich zu machen. Wie das geschehen kann und ob man schließlich doch auf einen Notetat abkommt, steht noch nicht fest. Nur eine intensive Aussprache zwischen den Kabinettsmitgliedern und den Fraktionsführern kann zu einer baldigen Einigung und Klärung führen. Inzwischen ist an Stelle der früheren Koalition die„ Arbeitsgemeinschaft" getreten. Und während im Reichstag selbst gestern nichts neues ge= bracht wird, geht in den Beratungszimmern aber das politische Kinderspiel ,, Du trägst die Verantwortung!" unverändert weiter Nun sollen es nicht mehr die Deutschnationalen sein, die auf sofortige Auflösung hindrängen, sondern das Zentrum! Mit der Erklärung des Einverständnisses der deutschnationalen Minister im Kabinett behufs Regelung der Notstandsaktion 1-% die Landwirtschaft ist zweifellos ein Haupthindernis von dieser Seite aus dem Wege geräumt worden. Das Kabinett berät und bastelt an dem Notstandsprogramm herum, die Fraktionen beraten und machen ihre Einwendungen! Alles geschieht mit der Uhr in der Hand, denn bekanntlich ist die Hauptsorge die, ob man am Freitagabend in die Fastnachtsferien gehen kann oder nicht! Die Opposition zeigt ein bemerkenswertes Entgegentommen. Man ist dazu bereit, den Nachtragsetat für 1927 und den Notetat für 1928 ohne großen agitatorischen Aufwand schleunigst zu verabschieden, falls man als Gegengabe die Versiche= rung eintauscht, daß die Neuwahlen spätestens am 13. Mai stattfinden. Ob diesem Wunsche der Linken entsprochen werden fann, wird erst das Ende der Verhandlungen der„, Arbeitsgemeinschaft" zeigen. Druck und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. Mr. Samstag, den 18. Februar 1928 Hessische Politik. Im Anschluß an die Sigung des Landtages, in der die neue Regierung sich konstituierte, fand in den einzelnen Ministerien mehr oder weniger feierlich die Uebergabe der einzelnen Aemter statt. Dem noch immer erkrankten ehemaligen Minister Henrich wurde von der Demokratischen Partei ein Blumenkorb mit einem Schreiben gesandt, in dem die Partei ihm für seine mühevolle Finanzarbeit dankt. Am Dienstag wurde auch schon an Stelle des bisherigen Vorsitzenden des Finanzausschusses Abg. Delp, Abg. Widmann( Soz.) zum Vorsitzenden dieses Ausschusses gewählt. Nach Erledigung einer Reihe kleiner Anfragen, die in der allgemeinen Unruhe kaum verstanden, gestellt und beantwortet werden, schreitet der Landtag in seiner Mittwochssizung zur Wahl des Landtagspräsidenten. Vorgeschlagen sind die Abg. Delp( Soz.) und Galm ( Komm.). Bei der Wahl, die durch Stimmzettel vorgenommen wird, entfallen auf den Abg. Delp 55 Stimmzettel, auf den Abgeordneten Galm 5, weiß sind 4 und 1 Stimmzettel ist ungültig. Abg. Delp ist damit zum Präsidenten des Landtags gewählt. Abg. Delp wird von Präsident Nuß als neuer Präsident begrüßt und übernimmt den Vorsitz. Als nächster Punkt wird die Regierungsvorlage über die Gültigkeit der Wahlen zum 4. Landtag des Volksstaates Hessen am 13. November 1927 angenommen. Sodann berichtet Abg. Stord über die Errichtung eines Sporthauses auf dem Sportplatz der Universität Gießen. Es wird hierfür ein Darlehen von 50 000 Mark von der Landesbank angefordert, für die die Stadt die Bürgschaft übernehmen soll. Verzinsung und Amortisation werden geleistet von der Gießener Studentenschaft, der Stadt Gießen und der Universitätskasse. Die Vorlage ist im Finanzausschuß mit neun gegen vier Stimmen abgelehnt worden. Inzwischen hat sich jedoch die Lage geändert; die Stadt Gießen will ihren Tilgungszuschuß erhöhen. Es verdient auch Beachtung, daß in das Sporthaus eine Wohnung eingebaut werden soll. Abg. Stord bittet daher, gemeinsam mit Abgeordneten anderer Parteien, jetzt der Vorlage zuzustimmen. Kommunisten und Landbund erklären durch die Abgg. Angermeier und Leucht gens ihre ablehnende Stellung zur Vorlage. Die Vorlage findet darauf gegen die Stimmen des Landbundes und der Kommunisten Annahme. Nach einer Pause wird zum Präsidenten der Staatsschuldenverwaltung Abg. Sturmfels( Goz.) gewählt. Der Antrag des Abg. Rizel betr. Höhere Schulen in Hessen( es handelt sich um die Vorlagen eines Plans über die derzeitige Verteilung der höheren Schulen im Lande), wird angenommen. Der Antrag der Abg. Blank und Gen.( 3entr.) betrifft die Streichung aller Zinsverpflichtungen aus den Winzerkredi: ten, wird angenommen. Wer im Rohre sitzt...!" Während die Herren Abgeordneten sonst den größten Wert darauflegen, daß ihre rhetorischen Bemühungen um das deutsche Volk der weitesten Oeffentlichkeit zur Kenntnis gebracht werden, gibt es doch auch Gegenstände, über die man im Parlament einen Schleier zu ziehen bemüht ist. So hat dem„ Berliner Lokal Anzeiger" zufolge der Hauptausschuß des Preußischen Landtags, dessen Berichterstattung sonst an Weitschweifigkeit nichts zu wünschen übrig läßt, ohne dessen im Pressebericht Erwähnung zu tun, bei der Beratung des Etats für den Landtag die Aufwandsentschädigung für den Präsidenten des Landtags, den Sozialdemokraten Bartels, um nahezu 5000 RM. erhöht, so daß er die Gleichstellung mit dem Reichstagspräfidenten nahezu erreicht hat. Damit die preußischen Volksvertreter den Reichstagsabgeordneten auch in punkto Reisefigigkeit nicht nachstehen, hat der Ausschuß bei der Gelegenheit auch gleich die Ausdehnung der Freifahrt für Abgeordnete auf den Luftverkehr beschlossen und die dafür notwendigen Mittel in den Etat eingesetzt. Ein schönes Beispiel für die Einmütigkeit der Parteien. Auch die Volksvertreter im Reichstage haben im UnterausDer hessische Einzelhandel zur Gewerbesteuer. Schuß des Aeltestenrats, ohne davon in der Oeffentlichkeit viel Der Landesverband des Hessischen Einzelhandels e. V. hat in seiner Steuersizung am 15. Februar folgende Resolution gefaßt: - ,, Nach dem die neue hessische Regierung gebildet ist, und der Landtag seine Tätigkeit aufgenommen hat, muß der hesfische Einzelhandel verlangen, daß die Regelung der staatlichen und kommunalen Gewerbesteuer nunmehr beschleunigt in Angriff genommen wird. Der Einzelhandel erwartet, daß die neue Regierung die Zusage der alten schnellstens einlöst und einen Gesezentwurf vorlegt, der die endgültige Beranlagung schon für das Jahr 1927 auf gerechter Grundlage vorsieht. Es kann hier keinesfalls gewartet werden, bis das durch die politischen Verhältnisse im Reich vielleicht auf lange Zeit hinausgeschobene Steuervereinheitlichungsgesetz erlassen wird. Für die Jahre 1925 und 1926, die nicht mehr veranlagt werden sollen, müssen die bei der Erhebung der vorläufigen Gewerbesteuer entstandenen Ungerechtigkeiten und Härten unter Berücksichtigung des tatsächlichen Ertrages ausgeglichen werden." - Aufhebens zu machen, die ihnen sehr wichtige Frage erwogen, ob nicht eine Revision der Diätenordnung- natürlich mit steigender Tendenz angebracht scheint. Heute erhält der Abgeordnete 750 RM. monatlich, man hat sich in dem genannten Unterausschuß nun mit der Anregung befaßt, diese Monats= diäten auf 1000 RM. zu erhöhen. Damit würde die Belastung des Etats bei dem Titel„ ,, Diäten" auf 6 Millionen Mark steigen. Nun wir habens ja dazu!- Aber es kommt noch besser. Wenn der„ Tag" richtig unterrichtet ist, hat man auch schon die Frage erörtert, ob man nicht einer Ueberalterung des Parlaments dadurch am besten steuern könne, daß man den alten Abgeordneten eine Art Pension bewilligt! Man möchte hier augenscheinlich„, wohlerworbene Rechte" konstruieren, für die bei den Staatsdienern, die sie von früher besitzen, die Linke des„ Hohen Hauses" Verständnislosigkeit oder sogar Ablehnung hat, wie sich bei der Beratung der Besoldungsreform Kapitel„ Pensionen", eklatant gezeigt hat. Dem Vernehmen nach sollen es gerade die Kreise sein, die seinerzeit von wohlerworbenen Rechten nichts wissen wollten, auf deren ,, Anregung" ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Retlame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt, für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 15 Ein Antrag Wesp und Gen.( 3entr.) betrifft die Gewerbeaufsicht. Danach wird die Regierung ersucht, bei Einstellung von Gewerbeaufsichtsbeamten in stärkerem Maße als bisher persönlich geeignete, tüchtige und erfahrene Arbeiter zu berufen. Weiter, zu prüfen, ob durch Anstellung von Aerzten bei den Gewerbeämtern die Arbeiter vor Berufskrankheiten wirksamer geschützt werden können. Endlich die Gewerbeaufsichtsbeamten anzuweisen, bei ihren Besichtigungen der Betriebe auch eine Aussprache mit der gesetzlichen Betriebsvertretung allein herbeizuführen und diese auch bei ihren Revisionen heranzuziehen. Abg. We sp( 3entr.) begründet den Antrag, der zum Schutze der Gesundheit des deutschen Arbeiters gestellt sei. Er verweist auf die gegen früher bedeutend gestiegene Zahl der Betriebsunfälle. Heute entfällt jährlich im Durchschnitt schon auf jeden 14. deutschen Arbeiter ein Betriebsunfall. Abg. Reuter( Soz.) spricht sich ebenfalls für diesen Antrag aus. Abg. Böhm( Dntl.) wünscht, daß auch die hessische Regierung sich zu der Materie äußere. Minister Korell erklärt, die Regierung sei mit dem Ausschußantrag auf Annahme des Antrags Wesp einverstanden. Unter Ablehnung eines kommunistischen Gegenantrags wird darauf der Antrag Wesp angenommen. Ueber die Entschädigung für die Unwetter- Geschädigten erstattet Abg. Dr. Leuchtgens Bericht. Ein Antrag des Landbundes zur gleichen Materie sieht dagegen 200 000 Mart als Zuschuß zur Beschaffung von Saatgut und 70 000 Mark für die Regenwetter- Geschädigten vor, zusammen also 270 000 Mart vor. Der Antrag der Koalitionsparteien kennt dagegen lediglich einen Zuschuß von 130 000 Mark und 70 000 M für die Regenwetter- Geschädigten. Es wird namentliche Abstimmung über den Antrag Glaser- Jost verlangt. Für den Antrag des Landbundes sprechen die Abgg. Kind. ( Dntl.), Glaser( Ldbd.), Jo st( Ldbd.) und Art( Volksrechtspartei). In namentlicher Abstimmung wird der Antrag Glaser- Jost mit 32 gegen 22 Stimmen, gegen die Stimmen des Landbundes, der Deutschnationalen, Deutschen Volkspartei, Voltsrechtspartei und Kommunisten abgelehnt. Die Koalitions anträge werden angenommen. Ein Antrag Welder und Gen. betrifft den Erlaß von Steuern wegen Hagel- und anderer Ernteschäden. Abg. Gußmann( Landbund) führt Beschwerde über die seitherige bürokratische Behandlung der Frage des Erlasses von Landessteuern infolge Unwetterschäden. Der Antrag Welder wird angenommen. Die Eingabe der Erwerbslosenkommission zu Darmstadt, betreffend Gewährung einer Winterbeihilfe wird an den Ausschuß zurückverwiesen. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Das Haus vertagt sich nach 3 Uhr auf unbestimmte Zeit. Jedoch vor dem 1. April noch wird das Plenum des Landtages zu einer mehrtägigen Sigung einberufen, um das Polizeigesez, die Beamtenbesoldung und die Verlängerung des Finanzgesetzes vorzunehmen. hin derartige Erörterungen im Unterausschuß des Aeltestenrats stattgefunden haben. Es bewahrheitet sich hier wieder einmal das alte Sprichwort:„ Wer im Rohre sitzt, schneidet die Pfeifen. Der Lutherfilm. Berlin. Namens der katholischen Geistlichkeit Groß- Berlins erklären in der ,, Germania" mehrere Berliner Priester zum Lutherfilm u. a.: Hier wird zur Zeit der Film„ Luther" aufgeführt. Die Berliner Katholiken bedauern es aufs tiefste, daß dieser Film, wodurch sie in ihrem heiligsten religiösen Empfinden verlegt werden, öffentlich vorgeführt, und daß dadurch der fonfessionelle Friede gestört wird. Für Kleinrentner. * Auswertungsforderungen der Kleinrentner. Aus Reichsmitteln zur Förderung der Wohlfahrtspflege wurden Mittel zur Verfügung gestellt zum Ankauf und zur Beleihung noch nicht fälliger Aufwertungsforderungen der Kleinrentner. Die Mittel können natürlich nur beschränkt sein, so daß lediglich besonders bedürftige Kleinrentner Aussicht auf Genehmigung ihres Antrages haben. Für die Bewilligung gelten besondere Bestimmungen. Anträge hessischer Kleinrentner sind bei dem Landesausschuß der Kreditgemeinschaft gemeinnütiger SelbsthilfeOrganisationen Deutschlands G. m. b. 5., 3. H. des Vorsitzenden, Stadtdirektors Schrauth, Darmstadt, Wohlfahrts- und Jugendamt, einzureichen. Die Kraftwagenerzeugung der Ver. Staaten 1927. Nach den Mitteilungen des amerikanischen Handelsamtes sind in den Vereinigten Staaten 1927 im ganzen 3 393 887 Per| sonen- und Lastkraftwagen gebaut worden gegen 4298 799 im Vorjahr. Am stärksten beteiligt war die General Motors; ihr Anteil an der amerikanischen Erzeugung betrug rund 46 v. H. Von der Gesamtzahl entfallen 2938 868( im Vorjahr 3 908 753) auf Personenwagen und 455 019( i. 23. 490 046) auf Lastwagen. Die Personenwagenerzeugung hat also gegen das Vorjahr um rund 25. v. 5., die Lastwagenerzeugung aber nur um rund 7 v. H. abgenommen. An der Erzeugung waren im ganzen 156 Gesellschaften beteiligt, von denen 36 nur Personenwagen, 102 nur Lastwagen und 18 Personen- und Lastwagen bauen. Samstag, den 18. Februar 1928. Lokales. Sonntagsgedanken. Sonntagsmusik sind Glockenklang und Orgeltöne. Zwischenhinein klingen heute aus festlich geschmückten Sälen Trompeten und Geigen und die gräßlichen ohrenbetäubenden Töne der Jazzmusik. Karnevalssonntag ist, ausgelassene Narrenzeit. Und tanzende Paare drehen sich in Lust und Freude. Ein Ball für die Armen, ein Wohltätigkeitsfest. Der Armen Not, der Kinder Wehgeschrei rief sie herbei, die da jubeln und lachen, singen und tanzen. Damit aus des Aethers azurnen Blau die goldenen Strahlen der Himmelssonne den Weg durch ein trübes Fensterlein nehmen und dort ein frankes Kindlein gesunden können und eine hungernde Witwe ein Stück Brot bekommt, müssen tausend Lampen den Ballsaal bescheinen. Damit hungrige Kinder Brot bekommen, sitzen an reichen Tischen unzählige Satte, damit die Nacktheit nicht friere, decken wertvolle Pelze die Nacken der Reichen. Und seiner süßer Blumenwohlgeruch steigt himmelwärts gleich Weihrauch, damit der Armen Vater gütig annehme die Gaben, die er also verteilet. Almosen- ein großer Strom fließt aus großen Quellen in tausend Kanäle dem sandigen Oedlande zu, wo Menschenpflanzen und Edelblumen durch irdische Not am Absterben sind und die Wurzeln zum Leben verdorren lassen. Und Tränenbäche trocknen, eingefallene Wangen runden und blasse färben sich. Sagte nicht einmal der Menschen bester Freund: ,, Deine Rechte soll nicht wissen, was die Linke tut?" Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel gefordert. Darum laßt sie heute tanzen und singen, sich freuen und lachen. Weil dem Menschen das Geben oft bitter wird, muß man die Medizin süßen. Aber denkt in eurer Freude daran, daß hinter den festlichen Kulissen der hellerleuchteten Säle in dumpfen Stuben Arme und Kinder in harter Not sizen. Der Einen Lachen ist ihr Brot und der Einen Leben ist das ihre. Wer viel hat, gebe viel, und wer wenig hat, dem wird gelohnt werden, wenn er auch davon noch gibt. Schleswig- Holstein, Hannover und Stade, sowie der Landesteil Oldenburg ist nach einer Bekanntmachung des hessischen Ministers des Innern vom 27. 1. 28. für Nutz- und Zuchtvieh für stark verseucht erklärt. Alles Vieh aus diesen Gebieten unterliegt der fünftägigen Absonderung. * Das Polizeiamt weist auf die Verordnung des Herrn Ministers des Innern vom 7. Januar d. Js. hin. Hiernach ist jede Maskerade und jedes karnevalistische Treiben, wie beispielsweise auch das Werfen von Konfetti und Luftschlangen auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen verboten. „ Gießener Zeitung" Sigung der Gießener Stadtverordneten. Gestern abend begann die für 5 Uhr angesagte Stadtver= ordnetensizung mit ziemlicher Verspätung, um dann allerdings in erstaunlicher Kürze die für die Oeffentlichkeit bestimmten Punkte der Tagesordnung zu erledigen. Es war eine Rekordsitzung, in fünfzehn Minuten war alles erledigt. Einstimmig wurde der Volkshochschule Gießen nach genauer Prüfung für das Rechnungsjahr 1927 ein um 250 RM. auf 1450 RM. erhöhter Zuschuß bewilligt. Des weiteren wurden die Mittel von 1500 RM. genehmigt, die zur Beschaffung von etlichen Wegebezeichnungsschildern und Ortstafeln angefordert waren. Aeußerst begrüßenswert ist der Beschluß, in die Feuermelder Rasselwecker einzubauen. Sie sollen dem Zweck dienen, der Umgebung anzuzeigen, daß der Feuermelder gezogen ist. Es ist daher allen, die es angeht, zu raten, die Feuermelder nicht unbefugt zu benutzen, dieselben werden nicht nur auf der Wache leuten, sondern selbst soviel Lärm machen, daß ein jeder auf den, der den Apparat in Tätigkeit setzte, aufmerksam wird. Zum Schluß stimmten die Stadtväter der Uebernahme der Schulden zu, die die Gewerbe- und Maschinenbauschule noch aus dem Rechnungsjahr 1926 hat. Nachdem über die Kostenverteilung bisher noch feine gesetzliche Regelung getroffen worden ist, will die Stadt die Rechnungsführung dieser Anstalt vom 1. April 1928 selbst übernehmen. In der Zeit von Aschermittwoch ab, sind alle karnevalistische Veranstaltungen, wie Mastenbälle, Kostüm- und Trach= tenfeste, Kappenabende usw., auch für geschlossene Gesellschaften verboten. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis zu 3 Monaten und mit Geldstrafe bis zu 10 000 RM. oder mit einer dieser Strafen bestraft. Die Polizeibeamten sind angewiesen, die Einhaltung der vorstehenden Bestimmungen aufs strengste zu überwachen und gegen Zuwiderhandlungen jeder Art unnachsichtlich einzuschreiten. * Straßensperre. Wegen Vornahme von Hausanschlußarbeiten ist die Gabelsbergerstraße zwischen Hammstraße und Lahnstraße auf die Dauer von ca. 3 Wochen für jeglichen Fahrverkehr gesperrt. * Wegen Vornahme von Hausanschlußarbeiten ist die Georg Philipp Gail- Straße zwischen Kaiserallee und Licher Straße ab 20. Februar 1928 auf die Dauer von etwa 3 Wochen für allen Fahrverkehr gesperrt. Grüner Rasen Blaue Wellen. Roman von Otto von Gottberg. 31. Fortsetzung. Von kommunistischer Seite wurden noch einige Anfragen gestellt, die sich mit dem aufbesserungsbedürftigen Gehalt der städt. Hallenwärter, mit einigen Mißständen bei der Arbeitsvermittlung auf dem Nachweis und mit der Frage befaßten, weshalb für die Zukunft die Oeffentlichkeit der Stadtverordnetenversammlung dadurch eingeschränkt sei, daß zum Besuch derselben eine Einlaßkarte nötig sei.( Das fragen auch wir.) Mit dem Versprechen, diese Anfragen schriftlich zu beantworten, schloß der Oberbürgermeister den öffentlichen Teil der Sizung. * * Versteigerung. Am Mittwoch, den 22. Februar, nachmittags 3 Uhr, gelangen im Hofe des Polizeiamis, Weidengasse Nr. 5, nicht abgeholte Fundgegenstände( Stöcke, Schirme, Portemonnaies, Uhren, Armbänder und dergl.) meistbietend zur Versteigerung. * Der bei der Bahnmeisterei beschäftigte Rottenmeister Lepper aus Wieseck wurde im Güterbahnhof von einer Rangierabteilung tödlich überfahren. Um den Verunglückten trauern seine Frau und zwei unversorgte Kinder. „ Furchtbar!" konnte er nur stöhnen. Selle drehte sich zu ihm um:„ Warum furchtbar für Sie, Herr von Drewig? Ihr Vater wußte, daß er sein Kind nicht aufziehen könne und ließ es der Armenpflege, der ich es abnahm, um Sie nach Deutschland zu bringen. Mir schrieb er, daß er nach Amerifá fahre. Dort fristete er ein elendes Leben. Zweimal alljährlich bat ich ihn durch Anzeigen in der NewPorter Staatszeitung um Nachricht. Erst kurz vor Ausbruch des Krieges ließ er von sich hören. Wir wechselten Briefe und ich erfuhr, daß er im Besiz sowohl seines Trauscheines wie Ihrer Geburtsurkunde sei. Leider bat ich vergeblich um die Papiere, die meine Schwester vor den Verwandten rechtferti gen konnten. Auch als ich ihm schrieb, die Geburtsurkunde sei doch von Nutzen für Sie, seinen Sohn, blieb er bei der Weigerung und meinte, Sie wären bei Ihrem Adoptivvater gut aufgehoben. Von Ihrer Herkunft sollten Sie erst nach dem Ableben seines älteren Bruders, des Ministers von Drewig, hören. Vielleicht dachte er Priedelsdorf noch zu erben, Jedenfalls gab er die Dokumente nicht aus der Hand." * Zu einem Autobrand wurde gestern mittag die Feuerwehr in die Ludwigstraße gerufen. Mit Schaumlöschern war der Brand bald gelöscht. Der nur leicht beschädigte Wagen wurde abgeschleppt. „ Gab? Lebt er nicht mehr, Herr von d. Helle?" Der Gedante, der Verkommene könne als Vater vor ihn treten, schien noch gräßlicher als der an den Elendstod der Mutter. ,, Nein, er ist tot, Herr von Drewiz. Er starb fast gleichzeitig mit seinem älteren Bruder." Nr. 15. Samstag, den 1 Aus Dutenhofen. liche Leiche mit t fizierung war bish Wagenborn- St Gemeinde bei eine und 1927 fanden G Gejangverein„ Jug der Gesangverein biläums ebenfalls Grünberg. D Gut Warthof * Die recht gut besuchte diesjährige Hauptversammlung des Kriegervereins fand am 8. Februar im„ Postkeller" statt. Neben einer stattlichen Anzahl Kameraden konnte man auch viele Kriegerwitwen und Angehörige von Kameraden sehen. Der erste Vorsitzende, Landsgerichtsrat Trüm pert, begrüßte alle Erschienenen und dankte für den zahlreichen Besuch. Besonders begrüßte er Oberst a. D. Kleinhans, der für diesen Abend einen Vortrag über die„ Kriegsschuldlüge" übernommen hatte. Der Schriftführer, Kam. Steuersekretär krämer, erstattete den Jahresbericht. Aus dem in vorzüglicher Weise abgefaßten Bericht ist besonders hervorzuheben, daß der Verein einschl. 51 Kriegerwitwen zusammen 417 Mitglieder zählt, und daß im abgelaufenen Jahr 6 Kameraden aus dem Leben schieden, deren Angehörigen ein Sterbegeld von je 100 RM. ausgezahlt erhielten. Aus den Erträgnissen der zu Gunsten von Kriegsveteranen stattgefundenen Konzerte und aus der Vereinskasse konnten an Kriegsveteranen und bedürftige Kriegerwitwen zusammen 521 RM. als Unterstützung gezahlt werden. Von zwei Kameraden wurden Gaben von 50 und 100 RM. gestiftet. Denselben wurde der Dank für diese hochherzigen Gaben ausgesprochen. Die verstorbenen Kameraden, denen der Vorsitzende einen Nachruf widmete, ehrte die Versammlung in der üblichen Weise. Hierauf erstattete Kam. Waas den Kassenbericht, der im allgemeinen ein erfreuliches Ergebnis zeigte. Der Vorsigende dankte den Kameraden Krämer und Waas für die umsichtige Geschäftsführung, worauf auf Antrag der Rechnungsprüfer dem Vorstand und dem Rechner Entlastung erteilt wurde. Der Voranschlag fand mit einer Einnahme und Aus= gabe von je 2600 RM. seine Genehmigung. Vor der nun folgenden Vorstandswahl sprach Kam. Schiffnie dem 1. Vorsizenden, Landgerichtsrat Trümpert, für seine vorzügliche und zielbewußte Tätigkeit im Namen des Vorstandes und des Vereins herzlichen Dank aus, der durch ein dreifaches Hurra bekräftigt wurde. Die Wahl ging rasch vorüber, da auf Vorschlag der 1. und 2. Vorsitzende, sowie die übrigen Vorstandsmitglieder einstimmig wiedergewählt wurden. Neu traten in den Vorstand der Kamerad Friz Baumert und Frau Assessor MülI er ein, den wiedergewählten Mitgliedern der Kassenprüfungstommission trat Karl Bender neu hinzu. Fahnenträger und Begleiter wurden wiedergewählt. Der Vorsitzende gab von eingegangenen Einladungen anderer Militärvereine Kenntnis; * Eine exemplarische Strafe erhielt die Milchfälscherin Frau Seum aus Kohden von der Gießener Straffammer. Die Angeklagte hat unter sechs Liter Milch fünf Liter Wasser zugegossen, so daß sie eigentlich nur gefärbtes Wasser verkaufte. Die Straffammer erkannte auf zwei Monate Gefängnis, Veröffentlichung des Urteils und 600 Mark Geldstrafe. Werner holte tief Atem. Es war furchtbar, über das Ableben des eigenen Vaters fast Freude spüren zu müssen. Raum hörte er den anderen weitersprechen:„ Als Sterbender schickte er die Papiere endlich durch einen Freund an das deutsche Konsulat in New- York und bat, sie mir zu senden. Ich sollte Ihnen sagen, nach ihrem Onkel Karl seien Sie der Erbe von Priedeldorf!" ,, Erbe von Priedelsdorf?" * Seine erste diesjährige Zuchtviehversteigerung hält hier der Verband der Mitteldeutschen Großviehzüchter am 8. März an der Margaretenhütte ab. „ Ja, Herr von Drewiß, als einziger Brudersohn des ohne Söhne verstorbenen Ministers." am * Eine deutsche Soldaten- Missions- Konferenz findet 18. und 19. Februar in Marburg statt. Das Programm der Festlichkeit ist aus der Anzeige in dieser Ausgabe zu ersehen. * Die Ortskrankenkasse Gießen- Stadt hielt im„, Schipkapaß“ eine Ausschußsihung ab. Es wurde Kaufmann Adalbert Bin= dewald als Vorsitzender des Ausschusses, Buchdrucker Braun als Schriftführer und die Herren Klein und Käßner als nungsprüfungskommission. Der Vorsitzende berichtete über e Beisitzer bestimmt. Außerdem erfolgte die Wiederwahl der RechVorarbeiten bezüglich der Erbauung eines neuen Verwaltung gebäudes. Weiter wurde eine Reihe von Wünschen bezüglich Erweiterung der Leistungen, Bekämpfung des Simulantentums, ordnungsmäßige Anmeldung der Versicherten durch die Arbei geber usw. zur Kenntnis genommen. Werner stand verblüfft, ohne sich der Ueberraschung zu freuen. Das Dunkel seiner Herkunft war gelichtet, aber statt des Druckes eines Geheimnisses lastete jetzt die Erinnerung an die verkommenen Eltern auf ihm, und verloren für immer fchienen die guten Menschen, die dem Findelkind einst nicht nur Wohltäter, sondern wirklich Vater und Mutter gewesen waren. Doch Schmerz und Kummer mußte er allein tragen und von Helle Abschied nehmen. Beschämt bot er ihm zögernd die Hand: ,, Sie haben gut an mir gehandelt, Herr v. d. Helle. Sie müssen ein edler Mensch sein." Der schien die Finger nicht zu sehen.„ Keine Ursache, Herr von Drewitz. Jch tats für den guten Namen meiner Schwester, aber um feines Drewitz Dank! Dem Priedelsdorfer zürne ich noch im Grabe, weil er mich und Sie, das Kind Jrmgards, auf dem Arm einer in Hamburg gemieteten Pflegerin, aus dem Hause jagte. Etwas freundlicher gedenke ich Ihres Adoptivvaters, der mir, als damals noch unbemitteltem jungen Menschen, die Sorge um das Kind abnahm, obwohl auch er Sie unehelich geboren glaubte. Von Jhrer Mutter wollte er darum nie hören. Auf alle meine Briefe tam als Antwort nur die Frage nach Beweisen, nämlich nach den Papieren, die ich nicht zeigen konnte. Ihre Verwandten mieden mich als verrückten Sonderling, weil ich für meine Schwester eintrat." Es klang zornig, aber auch so traurig, daß Werner wieder seine Hand zu nehmen versuchte: Dann bitte ich im Namen der Toten um Verzeihung, Herr v. d. Helle. Sie waren strenge, aber auch rechtlicher als die Pflichtmenschen, die weder sich noch anderen Menschen Fehler nachsahen." Vertreter wurden bestimmt. Oberst Kleinhans nahm hierauf das Wort zu seinem Vortrag über„ die neuesten Forschungen auf dem Gebiete der Kriegsschuldlüge". Er schilderte eingehend das Verhältnis Deutschlands zu Rußland, Desterreich und Italien vor dem Kriege und gab ein eingehendes Bild über die Ursache und Entstehung des Krieges. Mit scharfen Worten kennzeichnete er den uns aufgezwungenen Schandvertrag von Versailles und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Zeit nicht mehr fern sein möge, daß Deutschlands Unschuld am Kriege bewiesen werden möge. Starke Beifallskundgebung dankte dem Redner für den überaus klaren Vortrag, aus dem man die Gewißheit entnahm, daß Deutschland frei von Kriegsschuld ist. Der Vorsitzende stattete dem Vortragenden herzlichen Dank ab. Nach weiteren Besprechungen und Mitteilungen gab Oberinspektor Kretschmar noch eingehende Mitteilung über das Verhältnis des Allianzkonzerns zur Hassia, worauf den Kameraden Schröbel, Nickel, Möser, Kranz, Schmalz Bernhard und Albin Klein für mehr als 25jährige Zugehörigkeit zum Verein Ehrenurkunden und das Hassiazeichen mit der Zahl ,, 25" überreicht wurden. Der hierauf folgende gemütliche Teil war durchflochten mit einigen von Kameraden zu Gehör gebrachten Musikstücken und gemeinsamem Gesang. Helle blieb fühl:„ Lassen wir sie in ihren Gräbern! Wie Dank, fordere ich auch keine Bitte um Verzeihung, wohl aber daß Sie Ihren Verwandten sagen, von wem Sie in rechtsgültiger Che geboren sind. Ihre Erklärungen sollen den Namen meiner lieben fleinen Schwester reinigen und die Papiere werden Beweise für ihre Schuldlosigkeit liefern. Ich fordere sie ein und darf die Sendung bald erwarten. Vielleicht wissen Sie, daß ich lange im Auslande lebte. Also habe ich Freunde in fremden Ländern. Mit ihrer Hilfe werden die von NewYork schon abgeschickten Urkunden auch durch die englische Blokfade in meine Hände gelangen. Dann gebe ich sie Ihnen, und Sie gehen wieder Ihren Weg, wie ich den meinen.' Das schien eine Aufforderung, Abschied zu nehmen, und wirklich ging Helle zur Tür voran. Im Korridor verbeugte er sich:„ Ich habe die Ehre, Herr von Drewiz." Troz peinlicher Verlegenheit hoffte Werner, ihn doch noch zu versöhnen:„ Aber Sie sind doch der Bruder meiner Mutter und hatten sie sehr lieb!" Helle nickte und öffnete die Eingangstür:„ Ja, aber Sie tragen den Namen des Mannes, der sie in Unglüd und Tod hetzte!" Wieder verbeugte er sich mit kaltem Ernst. Werner ging. Auf der Straße ärgerte er sich über den Mann, der ihn so von sich wies. Er fühlte sich beschämt und doch Helle zu Dant verpflichtet. Während des langsamen Ganges zum Anhalter Bahnhof wich allmählich der Druck vom Gemüt. Weit schlimmeres zu hören hatte er befürchtet. Zwar war er nicht der Sohn des Generals, sondern eines durch Leichtsinn aus der Heimat über das Weltmeer Vertriebenen. Das blieb beschä mend, aber welche alte Familie hätte nicht Entgleiste, deren Kinder doch wieder den Weg zu Ansehen fanden und Männern von Ehre frei in die Augen sahen! Eigentlich durfte er sich des Gehörten auch freuen. Noch gestern wagte er nicht, Gerda * * Der Postscheckverkehr 1927. Die Zahl der Postscheckkunden der Deutschen Reichspost ist im Jahre 1927 um 29 024 gestiegen und betrug Ende Dezember 922 376. Die Buchungen erreichten die Zahl von 622 115 000. Durch sie wurden 136 051 729 000 Rm. umgesetzt, das sind 21 242 171 000 Rm. mehr als im Jahre vorher. Von dem umgesetzten Betrage sind rund vier Fünftel bar= geldlos abgewickelt worden. Diese Zahlen sind ein schlagender Beweis für die hohe wirtschaftliche Bedeutung des Postscheckverkehrs. Jungviehweide foll beschickt werden. Lauterbach. eine Versammlung Die Versammlung zug zu dem Fina her des Finanzam beitete. Schlig. Töbl Straub in Bern traf ihn so schwer, Ulrichftein. D Schäftigte sich eine Direttor Boedmann genommen, die dem Felda Alsfeld d Vilbel. Einbro indem sie den Rol dem Schaufenster so ausgeplündert. Babenhausen. von seiner Liebe zu sprechen, und wähnte sich wenig mehr als ein Hochstapler, wenn die Verwandten ihn den Erben von Runzenberg nannten. Jetzt war er künftiger Herr des größeren Majorats Priedelsdorf und durfte ohne Scheu Gerda zur Frau fordern. Better Kurt mußte sich mit dem kleineren Besitz bescheiden, und Elisabeth zog aus dem Heim ihrer Eltern. Dort blieb Gerda mit ihm. Gut war sie ihm immer gewesen, und schon die Liebe zum Heim ihres Vaters würde auf seine Frage ein freudiges„ Ja!" als Antwort finden. Ungeduld ließ ihn hastiger ausschreiten. Das Warten auf dem Bahnhof und die Fahrt nach Trebbin schien unerträglich. In Priedelsdorf suchte er nicht erst Onkel und Tante auf, fon= dern schickte ein Mädchen nach Gerda. Gleich kam sie die Treppe herab:„ Soll ich dir bei Tisch Gesellschaft leisten? Wir sind natürlich längst fertig, aber ließen dir Essen aufheben!" Im Kummer um den Verlust Elisabeths war er gewiß nicht gern allein. Doch mit heiterem Lachen sah sie ihn den Kopf schütteln. Nicht traurig, sondern in froher Erregung schlug er mit der Hand durch die Luft:„ Ach, Gerdchen, ich denke nicht an Essen. Komm ins Freie. Ich muß dir erzählen." Verwundert sah sie das Leuchten in seinen Augen, die mit lustigem Zwinkern von einem Geheimnis sprachen. Sie schloß sich ihm an, und schon im Garten begann er von dem Gespräch, mit Helle zu erzählen. Als er auf dem Weg zum Löwenberg den Tod der Mutter schilderte, blieb sie in schmerzlichem Erschrecken stehen und hob gefaltete Hände vor die Brust:„ Furchtbar! Die arme, arme Tante Irmgard! Wie mußt du noch jetzt um sie leiden!" schon unverständlich. Sah er sich doch der größten Freude seiIhre Herzensgüte rührte ihn. Doch ihr Bedauern war ihm nes Leben nahe. Schnell nahm er ihren Arm, zog sie in den Wald und sprach weiter, aber hastig und zerstreut. Eigentlich verlor er nur Zeit. Wer so gut war wie Gerda, sagte auf seine Bitte fein" Nein!" Um schnell zum Ziele zu kommen, endete er bald:„ Und darum erbe ich später Priedelsdorf!" Wieder blieb sie stehen und dachte an die Verlobten, die gestern schon von ihrem fünftigem Leben im alten Heim der Braut sprachen:„ Elisabeth wird traurig sein. Sie hängt an unserem lieben Haus." ,, Du nicht?" " Wie kannst du fragen? Ich möchte nicht länger leben als Onkel Karl. Der Gedanke, Priedelsdorf einmal zu verlassen, macht mich sterbenstraurig." ,, Soll dir auch nie kommen, Gerdchen!" Fröhlich wieder mit den Augen zwinkernd, legte er die Linke um ihre Schulter und faßte mit der Rechten ihre Hand.„ Willst du immer hierbleiben mit mir, später, Gerda?" ( Fortsetzung folgt.) 30. Juni, 1. und 2. hens. Ein Reichs gestellt. Krofdorf. Alf ges, ift 1,78 groß. Naumburg. D schwer beschädigt. Rüdesheim. bewerb unter den ausgeschrieben. Di Reichsmart. Worms. Der nach Worms loce gelegt, alle Autol wird über drei K Darmstadt. A Lingsboten, Schnee Rüsselsheim. hat die Reichsbahn angehörigen der D Kelsterbach- Bisd Pfungstadt. gesser waren Der Pfungstädter Offenbach. J war gestern ein mach schwerer Arb Michelstadt. Odenwaldgaues de läßlich des vor 10 Maul, ein Käm Feier abzuhalten. Frankfurt a. nehmigt. Die Ge RM. herabgesetzt. Boppard. In Goldstücke zu 10 u und noch andere c Sagen. Die Dert. Die Zahl de Religioje Ausstellung anläßl Gin bereits i Jubiläums der U neue Kunitinititut jeinerzeit infolge lichbar, hat nunm gewonnen. In d baues soll furz zur Eröffnung ge gen ein Ereignis fondern auch weit das Ausland dürf Die begrüßens ersten Male soll di vorgeführt werden. Boden entstanden, ins Land famen u Die beiderseitigen fichtigt werden. D penberg- Meisters" Museum sollen bei auch, soweit sie au wird bestrebt sein, Frankenberg nach Die berühmten De Den besten Stüden Beit in ein hervo bis in neuere Zeit pichen, Meßgewänd fung gelangen. D Die nie beisammen gleich stehen, find tigen. Das tunsthi Profeffor 5 am-an Nr. 15. iptversammlung Boftteller" statt. nnte man auch meraden sehen. pert, begrüßte en Besuch. Be5, der für diesen lüge" übernom retär krämer, rzüglicher Weise , daß der VerMitglieder zählt, aus dem Leben on je 100 RM. zu Gunsten von aus der Ver ürftige Kriegergezahlt werden. und 100 RM. ese hochherzigen raden, denen der Versammlung in Baas den Kaj Ergebnis zeigte. und Waas für ntrag der Rechntlastung erteilt ahme und Ausor der nun fole dem 1. Vorvorzügliche und es und des Veraches Hurra beda auf Vorschlag standsmitglieder en in den VorAssessor MülKassenprüfungsFahnenträger und izende gab von Ervereine Kennt Kleinhans nahm Die neuesten For e". Er schilderte Bland, Desterreich eingehendes Bild 5. Mit scharfen en Schandvertrag ud, daß die Zeit nschuld am Kriege ebung dankte dem dem man die Ge: egsschuld ist. Der 1 Dant ab. Nach ab Oberinspektor das Verhältnis ameraden Schrö: und Albin Klein rein Ehrenurkum überreicht wurden. durchflochten mit Musikstücken und er Postscheckkunden m 29 024 gestiegen ichungen erreichten 36 051 729 000 Rm. als im Jahre vorvier Fünftel bar nd ein schlagender ung des Poſtſched wenig mehr als den Erben von Herr des größeren Gerda zur Frau fleineren Befiz im ihrer Eltern. 1 immer gewesen, würde auf seine n. Das Warten auf hien unerträglich 6 Tante auf, fon ich dir bei Tisch fertig, aber ließen hs war er gewiß n sah sie ihn den en, ich denke nicht en Augen, die mit rachen. Sie schloß von dem Gespräch, eg zum Löwenberg Schmerzlichem Er die Brust:„ Furcht er Erregung schlug zählen." Wie mußt du noch Bedauern war ihm größten Freude fei rm, zog sie in den erstreut. Eigentlich Biele zu kommen, Briedelsdorf!" e Gerda, sagte auf die Verlobten, die im alten Heim der ein, Sie hängt an cht länger leben als inmal zu verlassen, " Fröhlich wieder le um ihre Schulter illst du immer hier Samstag, den 18. Februar 1928. Aus Nah und Fern. Dutenhofen. Donnerstag wurde in der Lahn eine weibliche Leiche mit klaffender Kopfwunde geländet. Die Jdentifizierung war bisher noch nicht möglich. Wagenborn- Steinberg. Fünf Gesangvereine zählt unsere Gemeinde bei einer Einwohnerschaft von 2300 Seelen. 1926 und 1927 fanden Gesangswettstreite statt, im Sommer hält der Gesangverein„ Jugendfreund" einen solchen ab und für 1929 hat der Gesangverein„ Eintracht" anläßlich seines 60jährigen Jubiläums ebenfalls einen Wettstreit beschlossen. Grünberg. Die Hessische Landwirtschaftskammer hat das Die Gut Warth of als Jungviehweide fertiggestellt. Jungviehweide soll zunächst mit 100 Rindern und 20 Fohlen beschickt werden. Lauterbach. Zu einer Notkundgebung gestaltete sich eine Versammlung der Bauernschaft des Kreises Lauterbach. Die Versammlung beschloß einstimmig einen Demonstrations= zug zu dem Finanzamt, wo eine Abordnung mit dem Vorste= her des Finanzamtes die Forderungen der Versammlung bearbeitete. Schlitz. Tödlich verunglückt ist der Schreiner Wilhelm Straub in Bernshausen. Eine Riemenscheibe fiel herab und traf ihn so schwer, daß er bald darauf starb. Ulrichstein. Mit der Vogelbergs Querbahn beschäftigte sich eine Versammlung unter dem Vorsitz von Kreisdirektor Boeckmann- Schotten. Es wurde eine Entschließung angenommen, die dem Bauprojekt Schotten Ulrichstein GroßFelda Alsfeld den Vorzug gibt. Bilbel. Einbrecher drangen in ein Tabakwarengeschäft ein indem sie den Rolladen hochschoben und ein Stück Glas aus dem Schaufenster schnitten. Sie haben den Laden fast gänzlich ausgeplündert. Babenhausen. Der Gesangverein Eintracht begeht am 30. Juni, 1. und 2. Juli die Feier seines 50 jährigen Bestehens. Ein Reichs- und Staatspreis ist bereits in Aussicht gestellt. Krofdorf. Alfred Henkel, Konfirmand dieses Jahrganges, ist 1,78 groß. Wenn das so weiter geht.... Naumburg. Durch eine Gasexplosion wurde hier ein Haus schwer beschädigt. Zum Glück gab es nur drei Verletzte. Rüdesheim. Für den Neubau des Rathauses ist ein Wettbewerb unter den Architekten in Hessen und Hessen- Nassau ausgeschrieben. Die Preise betragen 2500, 1700, 1000 und 600 Reichsmark.. Worms. Der große Karnevalszug wird viele Besucher nach Worms locken. Die Reichsbahn hat 14 Extrazüge eingelegt, alle Autolinien fahren mit Sonderwagen. Der Zug wird über drei Kilometer lang sein. Beginn 1,11 Uhr. Darmstadt. An der Bergstraße findet man die ersten Frühlingsboten, Schneeglöckchen und blühende Haselnußsträucher. Rüsselsheim. Zur Entlastung der fahrplanmäßigen Züge hat die Reichsbahndirektion Mainz zur Beförderung der Werksangehörigen der Opelwerke zwei weitere Züge auf der Strecke Kelsterbach Bischofsheim eingelegt. Pfungstadt. Im Kesselraum der Zündholzfabrik Rungesser waren Chemikalien in Brand geraten. Es gelang der Pfungstädter Wehr des Feuers Herr zu werden. Offenbach. In einer Reihe von Kohlenlagern am Hafen war gestern ein Brand ausgebrochen, den die Feuerwache erst nach schwerer Arbeit eindämmen und löschen konnte. Michelstadt. Letzten Sonntag beschloß der Vorstand des Odenwaldgaues der Deutschen Turnerschaft, am 29. April, anläßlich des vor 100 Jahren in Michelstadt geborenen Alfred Maul, ein Kämpfer der Deutschen Turnerschaft, eine größere Feier abzuhalten. Frankfurt a. M. Der Neubau der Ortskrankenkasse ist ge= nehmigt. Die Gesamtbaukosten sind von 5 auf 4,4 Millionen RM. herabgesetzt. " 1 Gießener Zeitung" Nr. 15. nommen und bürgt für eine gewissenhafte Zusammenstellung| diese Weise zufallenden Ländereien zur Kleinsiedlung an Landund Auswertung. Besonders wichtig wird es sein, auch sämtliche kleinen Orte der Provinz zu erfassen, soweit die Dentmäler von Wert haben. Dazu wird das gesamte Land bereist werden, um evt. auch verborgene Stüde ans Licht zu ziehen. Im Interesse der Sache ist daher weitgehenste Unterstützung der politischen und geistlichen Behörden beiderlei Konfessionen wünschenswert. Denn es handelt sich bei der Ausstellung nicht in erster Linie um eine Angelegenheit der Stadt Marburg. Vielmehr sollen sämtliche Städte nach Möglichkeit gesonderte Räumlichkeiten für ihre Schätze zur Verfügung gestellt erhalten, um so nach außen hin für die zahlreichen Besucher sofort zur Geltung zu gelangen. Marburg ist gleichsam nur der Gastgeber, der selber bescheiden zurücktritt und den zu Gast Weilenden eine repräsentative Stätte bereitet, nur von dem einen Wunsche erfüllt, Hessen- Nassaus religiöse Kunst einmalig wie in einem Brennspiegel einzufangen und sichtbarlich vor alle Welt zu stellen. Deutsches aus Chile. - Reise des Präsidenten. Um den deutschen Grundbesitz in Südchile. Deutsche Kulturarbeit. Mitte Dezember hat der chilenische Präsident, General Ibanez, eine Reise durch den Bezirk des deutschen Südens unternommen, die ihn u. a. nach Puerto Montt, Osorno und Valdivia führte, wo er überall mit besonderer Freude aufgenommen wurde. So fand in Puerto Montt ein großes Frühstück im deutschen Vereinshaus statt; in Valdivia hielt der Präsident ein große, mit Beifall aufgenommene Rede, in der er u. a. darauf hinwies, daß die große und treue Anhänglich keit der Bevölkerung des Südens in einem gewissen Gegensatz stehe zu den in der Hauptstadt erfolgten Putschversuchen, die ihn zu ernsten Maßnahmen gezwungen hatten. Dieses Zeugnis zugunsten der Loyalität gerade der deutschstämmigen Bevölkerung des Südens fand in den chilenischen Kreisen besondere Aufmerksamkeit. Fraglos steht die Reise des Präsidenten auch im Zusammenhang mit dem Problem der Besigtitel im Süden, das letzthin wiederum in ein ernſtes Stadium getreten ist. Nachdem es in den Vorjahren den Anschein gehabt hatte, als ob man einer endgültigen Regelung der so schwierigen Besitztitelfrage entgegenginge, haben neuerliche Vorgänge gezeigt, daß eine befriedigende Klärung vorläufig noch nicht zu erwarten ist. In der chilenischen Kammer hat nämlich der Abgeordnete Morales einen Antrag eingebracht, der darauf hinausläuft, alle nicht ganz einwandfreien Besitztitel im Süden zu annullieren und den Staat als Eigentümer einzusetzen. Dies würde nichts anderes bedeuten, als daß die deutschstämmige Bevölkerung eines großen Teiles ihres Besitzes beraubt oder aber zum mindesten gezwungen würde, zum Wiedererkauf der enteigneten Grundstücke große Summen aufzuwenden. Ja, darüber hinaus waren sogar Vorschläge aufgetaucht, einen Teil der dem Staate auf Jugendherberge des Gaues Südhessen. Die Wanderzeit 1927 ist zu Ende, die Jugendherbergen werden instandgesetzt und ihre Einrichtungen ergänzt. In diesem Jahr haben die Bleiben des Gaues Südhessen rund 30 000 Uebernachtungen zu verzeichnen. Sie verteilen sich zu ungefähr gleichen Teilen auf Volks- und höhere Schulen, sowie werktätige Jugend aller Berufe. Da unsere Arbeit wie keine andere auf Gegenseitigkeit eingestellt ist, begrüßen wir jede Kritik mit brauchbaren Vorschlägen zur Verbesserung. Die meist besuchten Bleiben waren Darmstadt, Erbach, Lindenfels, Mainz, Michelstadt, Miltenberg, Veste Otzberg, Wimpfen und Worms. Mainz Miltenberg und Worms haben es besonders gut verstanden, durch geräumige und zweckmäßig eingerichtete Jugenherbergen die jungen Wanderer anzuziehen und damit den örtlichen Berlehr vor allem auch für die Zukunft zu heben. Allerdings hat der Verband für Jugendherbergen in allen deutschen Gauen auch ganz besonders für Hessen geworben in der Hoffnung, daß die wenigen dort vorhandenen Bleiben von den Gemeinden weit Boppard. Jm Nachlaß eines Tagelöhners fanden sich 62 Goldstücke zu 10 und 64 zu 20 M, außerdem 1300 M Silbergeld und noch andere außer Kurs befindlichen Geldſtüce. Hagen. Die Typhusepidemie hat bisher 11 Opfer gefor- besser und vorbildlich ausgebaut und andere Orte neue einrichten würden. dert. Die Zahl der Erkrankten ist bisher 65. Religiöse Kunst aus Hessen- Nassau“. Ausstellung anläßlich der Einweihung des neuen Kunstinstituts. Ein bereits im vorigen Jahr anläßlich der 400jährigen Jubiläums der Universität Marburg bestehender Plan, das neue Kunstinstitut durch eine große Ausstellung einzuweihen, seinerzeit infolge anderer dringender Fragen nicht verwirk lichbar, hat nunmehr, wie wir soeben erfahren, greifbare Gestalt gewonnen. In den zahlreichen schönen Räumen des Jubiläumsbaues soll kurz vor Pfingsten dieses Jahres eine Ausstellung zur Eröffnung gelangen, die nach uns vorliegenden Mitteilungen ein Ereignis nicht nur für die Provinz Hessen- Nassau, sondern auch weit darüber hinaus zu werden verspricht. Selbst das Ausland dürfte ein lebhaftes Interesse an ihr nehmen. Die begrüßenswerte Jdee verfolgt mehrfache Zwecke. Zum ersten Male soll die religiöse Kultur Hessen- Nassaus geschlossen vorgeführt werden. Und zwar in Werken, die auf hessischem Boden entstanden, wie auch in Arbeiten, die von außen her ins Land kamen und seit Jahrhunderten dem Kultus dienen. berück Die beiderseitigen Ausstrahlungen werden gebüh sichtigt werden. Die Werke des„ Lettnermeisters" und„ Kappenberg- Meisters" in der Marburger Elisabethkirche und im Museum sollen beispielsweise zusammengebracht werden, gerade auch, soweit sie außerhalb genannten Gebietes liegen. Man wird bestrebt sein, Lokalmeister, wie Juppe, Soldan, Tyle von Frankenberg nach Möglichkeit charakteristisch vertreten zu haben. Die berühmten Domschätze von Frizlar und Fulda werden in den besten Stücken figurieren und die mittelalterliche Blütezeit in ein hervorragendes Licht rücken. Das Kunstgewerbe bis in neuere Zeit wird in selten gezeigten Exemplaren( Teppichen, Meßgewändern, Goldschmiedearbeiten) zu reicher Wirfung gelangen. Durch das Zusammenführen so vieler Werke, Die nie beisammen waren und somit zum ersten Male zum Vergleich stehen, sind neue wissenschaftliche Resultate zu gewär tigen. Das kunsthistorische Institut unter Leitung von Herrn Professor Hamann hat sämtliche Vorarbeiten bereits überDie vielen Uebernachtungen beweisen die Notwendigkeit der Jugendherbergen. Mögen daher gerade die hessischen Gemeinden im kommenden Jahr für das Jugendherbergswerk, soweit dies im Haushaltsplan 1928 noch nicht vorgesehen ist, größere Mittel bewilligen. Mögen die Gemeinden, in denen noch keine Jugendherberge, jedoch das Bedürfnis dafür vorhanden ist, solche in unbenutzten Räumen bald einrichten. Denn das Wandern macht unser Volk gesund an Körper und Geist und verringert damit die Ausgaben für Wohlfahrtspflege usw. Indem in den Jugendz herbergen nur der Mensch gilt, tennt man in ihnen keine Klas= sengegensätze. Auch tragen die jugendlichen Wanderer das Lob der besuchten Orte in weite deutsche Land hinaus. Was sagt doch der Präsident des Bundes deutscher Verkehrsvereine: „ Der eifrigste Förderer unseres Fremdenverkehrs ist die wandernde Jugend. Der Bau und die Einrichtung schöner Jugendherbergen sollte daher von der Kommunalpolitit größere Beachtung als bisher erfahren. Die Verkehrsvereine werden alles tun, um die Jugendherbergsbewegung in ihrer bedeutsamen kulturellen Arbeit zu unterstützen." Das sollten auch die Dezernenten für das Wohlfahrts- und Verkehrswesen, die Krankenkassen, die örtlichen Verkehrsvereine und Gewerbetreibenden mehr erkennen und für die Verbesserung der örtlichen Jugendherbergen besser sorgen wie bisher. Den freudigen Dank, die Empfehlung der besuchten Orte und die bunte Reihe der Wanderer aller Stände ersehen wir aus den Gästebüchern. Gronau i. O.( Klausenmühle): ,, Wir lernten auf froher Wanderfahrt die herrliche Bergstraße mit ihren freundlichen Bewohnern kennen und schäzen und fanden in der idyllischen Klausenmühle ein gutes Quartier. Wir kommen wieder. Herzlich grüßen 25 westfälische Primaner und Sekundaner das schöne Hessenland." Groß- Umstadt:( Auf dem Ohlschen Berg)„ Wir fanden manche schöne Bleibe, doch besonders diese muß man loben, keine war so schön wie sie hier oben."( 3wei arbeiter aufzuteilen, wodurch der deutsche Grundbesitz einen auerordentlich schweren Schlag erlitten hätte. Allerdings hat auch von chilenischer Seite gegen diesen Plan von Anbeginn an eine außerordentlich scharfe Opposition eingesetzt. In der Deutschen Zeitung für Chile" finden sich gerade darüber gehaltvolle Aufstellungen, die über die Grundbesitzverteilung gewisse Ausschlülle geben. So wird für das Departement Osorno folgende Aufstellung über die Grundbesitzverteilung gegeben: Steuereinschätzung: 21-100 000 Landbesitze: 785 52225 282 100-200 000 95 200-300 000 42 300-400 000 27 400-500 000 12 500-600 000 15 600-700 000 4 700-800 000 800-900 000 3 6 bis 1 Million, woraus hervorgeht, daß hier der Großgrundbesitz keine allzugroßen Formen angenommen hat, wenn auch natürlich eine gewisse Tendenz dazu nicht geleugnet werden kann. Im übrigen wird darauf hingewiesen, daß man die einzelnen Gebiete scharf voneinander trennen müsse: in der alten Provinz Arauco, sowie in der Provino Osorno ist ein großer Teil der Ländereien aus dem Besitz der Indianer in den der fremden Kolonisten übergegangen, und daher ist hier die Besitztitelfrage eine besonders schwierige. Dagegen ist in der Provinz Valdivia von vornherein bei weitem der größte Teil des Landes ordnungsgemäß von der spanischen Kolonialverwaltung erworben wor| den, da infolge der früheren Besiedlung schon feste Kataster eingerichtet waren. Man wird die weitere Entwicklung der Angelegenheit, die für die Deutschen Chiles von der größten Bedeutung ist, mit Aufmerksamkeit im Auge behalten müssen. Immerhin hat die chilenische Regierung in der letzten Zeit wiederholt Beweise erbracht, wie sehr sie die deutsche Kulturarbeit schätzt. So ist jetzt der Ministerialrat im Deutschen Statistischen Reichsamt, v. Graevell, nach Chile berufen worden, um mit seinem Rate der chilenischen Schwesterbehörde zur Verfügung zu stehen. Die Herausgabe einer neuen ſtatiſtischen Zeitschrift ist geplant und auch sonst soll eine Angleichung an das deutsche Vorbild erfolgen. In ähnlicher Weise hat, wie jetzt bekannt wird, Minister a. D. Boelitz während seines jüngsten Aufenthaltes dort wirken können. Die Bearbeitungen für eine umfassende Form des Schulgesetzes waren gerade im Gange, als er eintraf und mit seinem Rate die Verhandlungen weitgehend beeinflussen konnte. Schon vorher hatte die chilenische Regierung eine größere Anzahl von Lehrern und Lehrerinnen zum Studium nach Deutschland geschickt. Ebenso hört man, daß eine Anzahl deutscher Polizeimannschaften nach Chile gehen wird, um die Verkehrspolizei dort nach deutschem Muster auszugestalten. und die schöne Jugendherberge an der Bergstraße denken."( 2 Nürnbergerinnen) Mainz:„ Mit Dank und Freude im Herzen, vor allem über die Brüderlichkeit und das fröhliche Leben in den Jugendherbergen, wollen wir uns immer an die schönen Tage erinnern, die wir auf großer Fahrt durchs große schöne Vaterland erlebten." Miltenberg:„ Zwei Jungwanderer aus Kopenhagen fanden auf ihrer Fahrt durchs Maintal und den Spessart hier seine Unterkunft."- ,, Bedent, Mensch, daß du sterblich bist! Bedenk, daß einer ob uns ist! Ob arm, ob reich, blutjung, uralt: Der Tod macht alle Herzen kalt. Sei einer, der nach Dank nicht fragt und Gutes tut, solang es tagt! Du, hilf uns, Herr, aus aller Not und schenk uns einen sanften Tod."( 6 Hamburger Pfadfinder nach einer schweren Gewitternacht.) ,, Als Moses durch die Wüste ging war Herbergsnot ein böses Ding. Was hätte der gute Mosesleben für eine solche schöne ,, Butzbach- Herberg" gegeben!"( Eine jüdische Wandergruppe aus Wien.) ,, Wir schauen das schöne Miltenberg am Main, das Rathaus, den„ Riesen", das„ Schnatterloch" fein. Wir dürfen nicht bleiben an diesem Ort, wir müssen ja wieder nach Griesheim fort und denken schon jetzt mit trüben Sinn an die„, chemisch verbesserte" Luft darin!"( Vier Grießheimer Mädel mit lan= Michelstadt: gen Zöpfen und elf von dort mit Bubiköpfen.) ,, Alt Michelstadt, Du feine, Du Stadt an Schönheit reich, im Odenwald wohl teine kommt Deiner Herberg gleich. Viel Dant den guten Leuten, die Dich gegründet han, wir wolln in allen Weiten ihr Lob und Preis wohl san." Burg Ogberg:„ Auf froher Pfingstfahrt fanden wir hinter diesen truzigen Mauern Odenwaldhaus gut Obdach. Wir kehren noch oft hier ein." der ,, Darmstädter Naturfreunde" bei Meßbach i. O.:,,Von allen Naturfreundehäusern gefällt mir dieses„ Odenwaldhaus" am besten, schon seiner erhabenen Lage und stillen Schönheit wegen." ( Ein Offenbacher, im Juli 1927.) Wimpfen: Wo die stolzen Arkaden stehen, weit überragend das Neckartal, wo einst Kaiser von diesen Höhen am Anblick sich freuten allzumal, da schliefen nach einem Septembertage 3 Darmstädter Mädel lustig und froh. Es war hier so schön; wir vergaßen alle Plage; drum rat ich Euch gut:„ Machts ebenso!"- Jm malerischen Wimpfen mit seiner romantischen Bleibe und den liebenswürdigen Herbergs= leuten habe ich wundervolle Tage verbracht, die ich zu den schönsten Erinnerungen meines Lebens zähle." - Noch einige Worte über den heutigen Stand des Jugendherbergswerks im Gau Südhessen. Eine ganze Reihe von Ortsgruppen wurde inzwischen gegründet, darunter Oppenheim mit Warum ewig in Miete wohnen? Wenn man durch Erwerb eines Bausparbriefes der G. d. J. für das Geld, das man Jonst jährlich an Miete zahlt, lich ein freies Eigenheim schaffen kann. Inkündbares Baugeld schon zu 4% 3ins. Sicherster Weg, um je nach den Leistungen des Sparers in kürzerer oder längerer Zeit, u. U. Schon in 1% bis 2 Jahren, zum Eigenheim zu gelangen. Frage an bei der Bausparkasse der Gemeinschaft der Freunde, Wüstenrot, Württ. Sofortige Darlehen werden nicht gegeben. Wanderer aus Bonn.) –„ Für die Gastfreundschaft herzlichen Geder Familie ein Eigenheim! Abschiedsgruß."( Ein Kölner„ Naturfreund") - Jugendheim a. d. B.:,,Noch oft werden wir an den Frühling, die Blumen In 8 Jahren an 2286 Bausparer 36,7 Mill Rmt, augeteilt. Samstag, den 18. Februar 1928. 3. 3t. über 250 Mitgliedern. Die Ortsgruppe Darmstadt wuchs auf 450 Mitglieder, gewiß ein sehr schöner Erfolg der Ortsgruppenleitung und vor allem ein Zeichen, daß die Bevölkerung unserer Landeshauptstadt das Wandern pflegt. Hoffentlich schenkt uns diese schöne Stadt zu Weihnachten 1928 auch eine schöne Einrichtung für unser in Aussicht stehendes schönes Herbergshäuschen. Für neue Herbergen stellt der Hessische Staat ein idyllisches Häuschen im Fürstenlager, eine große Anzahl von Gemeinden frühere Schulräume zur Verfügung, die alle nacheinander eingerichtet werden. U. a. befinden sich darunter Alzey, FreiWeinheim, Erfelden und Stockstadt. Die Jugendherberge Reichenbach ist schon bezugsfertig. Die„ Nerother" haben sie schon aufgespürt und darin geschlafen. Heppenheim will zusammen mit dem Gau ein großes Gebäude im alten Amtshof ausbauen. Die örtlichen Handwerker führen die notwendigen Arbeiten billiger aus. Die Jugend arbeitet überall freiwillig mit, sie schafft sich selbst ihre Bleiben, und das ist gut so. In Miltenberg wird neben dem„ Joh.- Butzbach- Heim" eine zweite Bleibe für Mäd= chen erbaut. Die Stadtverwaltung spendet das Bauholz, die Steine usw. und ein warmherziger Freund der Jugend, Herr Steinbruchbesitzer Dr. Winterhelt, sogar 2000 RM. Zwingenberg schentt einen großen schönen Bauplatz und die Bausteine. Der Odenwaldklub will wiederum 200 RM. Spenden. Gemeinden und stattliche Behörden gaben Zuschüsse in Höhe von 10,- bis zu 20 000 RM., teils in bar und teils für den Ausbau örtlicher Jugendherbergen. Die schönste und größte Gabe brachten die deutschen Gewerkschaften, indem sie 65 000 RM. zum Neubau einer Jugendherberge im schönen Rheinhessen schenkten. Allen Stellen, die unsere Arbeit unterstützten, sagen wir herzlichen Dant, und die sich den Helfern anschließen wollen, begrüßen wir im voraus. Und unseren Mitschaffern, vor allem auch den Herbergsleitern, müttern und-vätern gebührt unser besonderer Dant! Wenn auch einige wenige behördliche und private Stellen die große Bedeutung des Jugendherbergswerks für unser Volk leider noch nicht erkannt haben, so hoffen wir jedoch, daß auch diese zukünftig nicht zurückstehen wollen, sondern den obigen Beispielen folgen und mit beitragen zum Wohl unserer Jugend und damit zur törperlichen und geistigen Gesundung unseres gesamten Boltes, denn: Vorbeugen ist besser als Seilen!" ,, Gießener Zeitung" Der Arbeiter und die Wohnungszwangswirtschaft. Aus Anlaß der jüngsten Lohn- und Arbeitszeitkämpfe konnte man in einem Teil der sozialistischen Presse, wie der„ Pressedienst für freie Wirtschaft, freies Eigentum" mitteilt, u. a. folgendes lesen: „ Die durch den Wohnungsmangel unterbundene Freizügigkeit ist heute unzweifelhaft ein Mittel für den Lohndruck. Wir erleben es tagtäglich in vielen Industriezweigen, daß Arbeiter ihre Arbeitstraft zu weit höheren Preisen, d. h. Löhnen verkaufen könnten, wenn eine Freizügigkeit wirklich bestände. Es muß betont werden, daß hier wirklich ein Stück Zwangswirtschaft, eine Folge der Kriegs- und Inflationszeit vorhanden ist, die den Arbeiter im lohnpolitischen Kampf stark behindert, erfolgreiche Aktionen fast unmöglich macht. Der Arbeiter hat allen Grund, über die Folgen der Zwangswirtschaft auf die Lohnhöhe zu klagen." Man sollte meinen, die Konsequenz aus diesen sehr richtigen Ausführungen wäre, daß die Arbeiter sich mit allen Kräften für einen schleunigen zielbewußten Abbau der Zwangswirtschaft einsetzten, damit ihre Freizügigkeit wieder hergestellt wird. Das Gegenteil ist aber merkwürdigerweise der Fall. Aus doktrinären Gründen erstreben die Vertreter eines großen Teils der Arbeiterschaft die Beibehaltung der Wohnungszwangswirtschaft auf ewige Zeiten, trotzdem diese für die Arbeiterschaft große Nachteile hat. Die Unternehmr dagegen, die doch nach sozialistischer Auffassung wegen des Lohndrucks gar keine Veranlassung dazu hätten, streben unentwegt die völlige Freigabe der Wohnungswirtschaft an. Also hat der alte schwedische Kanzler doch Recht?„ Mein Sohn, du glaubst nicht, mit wie wenig Weisheit die Welt regiert wird!" Vor dem Mieteinigungsamt in Eidelstedt bei Hamburg stand dieser Tage eine Räumungsklage eines Arbeiters gegen einen Altonarer Gastwirt an, der sich in Eidelstedt eine Villa gekauft hatte. Sechs Räume ſtanden zur Aufnahme des Villenbesitzers bereit, nur zwei Hinterzimmer wurden von dem Arbeiter bewohnt, gegen den der Wirt den Antrag auf Räumung der Wohnung stellte, obgleich für den Arbeiter Ersatz12 Jassen Kaffee verschiedener Bohnensorlen wurden geprüft. Die eine Hälfte war mit einer Zutat von„ We bers Carlsbader" bereitet. Der Fachmann war nicht in der Lage, sie herauszufin den. So einfach und unauffällig gleicht sich Weber's Carlsbader" jeder GeschmacksNuance der Kaffeebohne an. Allerdings: Der Prüfende hatte die Augen verbunden, sonst hätte die schöne goldbrau ne Färbung und die Klarheit des Getränkes ihm die Zutat von„ Weber's Carlsbader verraten. Wäschefabrik in Plauen( Vogtland) sucht zum Besuche von Privatkundschaft gut eingeführte REISENDE bei hoher Provision, für bestickte Bettwäsche und Decken. Offert. unter 1773 an die Expedit. d. Bl. MTUSSI GEWÜRZE Qualitätsmarken Muffi GmbH.Nimberg überall erhältlich. Weber's Carlsbada 3 evtl. Nr. 15. wohnraum nicht zu beschaffen war. Der Vorsitzende des Mieteinigungsamtes suchte dem Vertreter des Villenbesitzers Clar zu machen, daß der Arbeitr obdachlos würde. Der Vertreter pochte auf das Recht des neuen Besitzers. Als die Personalien festgestellt wurden, ergab sich, daß der eifrige VillenbesizerVertreter niemand anders war als der kommunistische Spitzenkandidat und Senator Köhnsen. Nun stellte einer der Beisitzer die Frage an den Herrn Senator, ob er es denn als Kommunist verantworten könne, einen Arbeiter obdachlos zu machen, worauf ihm kaltlächelnd bedeutet wurde, daß er hier nicht als tommunistischer Senator, sondern als Privatmann tätig sei. Es kommt hinzu, daß der Villenbesitzer kein anderer ist, als der Wirt des kommunistischen Hauptquartiers in Altona. Aufruf! Praktische Winke für die Hausfrau. Krautwickel. Einen gut gereinigten, mittleren Weißkrautkopf dämpft man in ganzem Zustande eine halbe Stunde lang, bis er nahezu weich ist. Hierauf löst man die einzelnen Blätter vorsichtig und möglichst unzerrissen ab. Das Innere wiegt man fein und mischt es mit gedämpftem Reis und feingewiegten Bilzen. Mit dieser Mischung werden die einzelnen Krautblätter gefüllt, zusammengerollt und in eine Pfanne nebeneinander ge= legt, mit Butter begossen, im Bratofen braun gebraten. Dazu wird am besten Kartoffelbrei gegeben. Bücherbesprechung. 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