garne zu billigen Preisen Nr. 5 in grosser Auswahl euzplatz 1 ur r chssteueruch geschützt pektoren und ens beurteilt) Fucke erksbetrieb " ,,, Bäckereien" ,, Landwirtschaftsbinder" ,,, Maurerien" ,,, Polstereien eien" ,,, Schmiede,,, Schreinereien", nglereien", offene Modistinnen", Architekten", enturen". ssebuch, ührung vorkenntorderlich it sofort ohne zahlende sowie das Cinkommen werden, rpflichtigen und en Einnahmen, nsteuerpflichtigen rfreien Ausgaben r mit grösster nt werden. welche Summen hiedenen Unkosten en Haushalt rden. isch anerkannten tets vorrätig. Gießen, 21. Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Jahrg. 90 Politische Tagesschau. Im Haushaltsausschuß des Reichstages wurde ein Antrag angenommen, nach dem die Pensionsgesetze einer Neuregelung unterzogen werden sollen. Der Konflikt im Zentrum zwischen Reichstanzler Dr. Marg und Stegerwald nimmt immer bedrohlichere Formen an. Nach bisher noch nicht bestätigten Meldungen soll Stegerwald seinen Posten als 2. Vorsitzender des Zentrums niedergelegt haben. * Der Sachlieferung betrug auf die Reparationen zieht immer weitere Kreise. Nach den letzten Untersuchungen liegen grobe Verfehlungen bei noch einer ganzen Reihe deutscher Firmen vor. * Trogki ist am Montag- Abend von Mostau in die Ver= bannung nach Wjerny an der turkestanisch- chinesischen Grenze abgereist. Präsident Coolidge ist mit seiner Frau auf dem Kreujer„ Memphis" gestern wieder von Havanna abgefahren. Die Länderkonferenz. Unsere Erwartungen sind nicht wahr geworden. 18 Länderchefs saßen preisend mit viel schönen Reden zusammen, getrauten sich aber nicht, den Ast, auf dem sie sitzen, abzusägen. Schon Reichskanzler Marx setzte in seiner Eröffnungsanspräche allen Uebereifrigen Schranken. Als 1. Hauptredner über das Thema: Das Verhältnis von Reich und Ländern. sprach Dr. Petersen, Hamburgs Oberbürgermeister. Seine Ausführungen schließen mit folgenden Vorschlägen, über die weiter zu beraten er bittet, einen unabhängigen SachverständigenAusschuß einzusetzen. 1. Durchführung des demokratischen Prinzips der Reichsverfassung auch bei der Einwirkung der Länder auf die Willensbildung des Reichs. 2. Stärkung der Reichsgewalt. 3. Vereinheitlichung der politischen Willensbildung in einem einzigen Reichsparlament und damit Vermehrung der Stetigkeit in der Verwaltung des Reichs. 4. Aufbau lebendiger unterer und mittlerer Selbstverwaltungsbezirke und Verkürzung des Instanzenweges zur Zentralregierung. 5. Untergliederung des Reichs in Gebilde, die bulturell und wirtschaftlich lebensfähig sind und im Rahmen des Reichs ihr Eigenleben führen. Der württembergische Staatspräsident Dr. Bazille fordert das Zurückgreifen auf die bismarcksche Verfassung, die eine Konferenz, wie die eben tagende, nicht nötig gemacht hätte. Am Nachmittag sprach der bayerische Ministerpräsident Dr. Held, seine Forderungen sind: „ Verfassungsautonomie der Länder und ihre Sicherung, Gebietsautonomie der Länder, Einschränkung der Gesetzge bungsrechte des Reiches, Sicherstellung der Länderverwaltung gegen Eingriffe der Reichsverwaltung, eine Verbesse: rung des Finanzausgleichs, der den Lebensinteressen der Länder wirklich Rechnung trägt; ein Ausbau weiterer Zuständigkeiten zugunsten der Länder auf der Grundlage der Augustvereinbarungen des Jahres 1922. Auch den wirtschaftlichen Forderungen der Länder in bezug auf das Beschaffungswesen für Heer- und Verkehrswesen könnte ohne weiteres vom Reiche aus Rechnung getragen werden. Die geradezu unerträgliche Zentralisterung des Geld- und Kreditwesens in Berlin müßte im Wege der Vereinbarung zwischen Reich und Ländern beseitigt werden. Preußens Ministerpräsident Braun korrigierte die süddeutsche Anschauung. Er behauptete, Preußen übe auf die kleinen Staaten feinen Zwang aus, sich ihm anzuschließen. Der Gedanke Reichsleitung und die Leitung Preußens durch Personalunion zu vereinfachen, sei ihm sympathisch( Herr Braun spricht für sich), aber die Jdee, Preußen etwa in Reichsprovinzen auflösen zu wollen, würde nie seine Zustimmung finden. Für das Beste hielt er, daß man den von Dr. Petersen verlangten Ausschuß einsetze. Am Dienstag hatten die kleinen Länder das Wort. Nach Sachsen, Thüringen, sprach für Hessen Staatspräsident Ullrich. In kurzen Worten wies er darauf hin, daß der bisherige Verlauf der Konferenz in teiner Weise befriedigt habe. Die Ausschaltung einer Erörterung über die Möglichkeit des EinheitsStaates, sei zu bedauern. Man müsse sich klar darüber sein, daß Druck und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. Mr. Mittwoch, den 18. Januar 1928 Das Urteil des Staatsgerichtshofes eingetroffen. Erste Sigung voraussichtlich 30. Januar. Die Sozialdemo= fraten nehmen die Fühlung wieder auf. Wie wir zuverlässig erfahren, ist das Urteil des ReichsStaatsgerichtshofes in Leipzig nunmehr mit der eingehenden Begründung beim hessischen Staatsgerichtshof eingetroffen. 971 Die erste Sigung des Hessischen Staatsgerichtshofes wird voraussichtlich am 30. Januar stattfinden. Die vorbereitende Tätigkeit des Berichterstatters des Hessischen Staatsgerichtshofs, Oberlandesgerichtshof Altendorf, ist somit abgeschlossen. Die Sozialdemokratische Landtagsfraktion hat am gestrigen Dienstag Nachmittag nach dem Bekanntwerden des Termins für die erste Sigung des Staatsgerichtshofes beschlossen, die Fühlungnahme mit den übrigen Parteien wieder aufzunehmen. Auch die Landtagsfraktion des Zentrums hielt am Dienstag Nachmittag eine Fraktionssizung ab. Finanzminister Henrich schwer erkrankt. Finanzminister Henrich mußt wegen einer plötzlich aufgetretenen schweren Erkrankung in letzter Stunde von einer Teilnehme an der Länderkonferenz in Berlin Abstand nehmen. Nach ciner eingehenden ärztfizer tan begib sich Finanzminister Fenrich auf Arлicn der Aerzte in das Elisabethstift zur Behandlung. Die Verlängerung des Mieterschußgefeßes. Der Wohnungsausschuß des Reichstags hat beschlossen, das Mieterschutzgesez, über dessen künftige Fassung wochenlang verhandelt wurde, in der Fassung der ersten Lesung bis zum 31. März 1930 zu verlängern. Ueber diesen Beschluß wird nun= mehr das Plenum des Reichstags, der am 15. Februar zusammentritt, zu entscheiden haben. Es darf mit ziemlicher Sicherheit angenommen werden, daß der Reichstag diesem Beschluß beitritt, da allerseits das Bedürfnis vorhanden ist, in Anbetracht der bevorstehenden Reichstagswahlen diesen Stein des Anstoßes aus dem Weg zu räumen. Daß das auf Kosten des Hausbesizes geschieht, und für eine Zeit, wo die Entwickelung auf dem Wohnungsmarkt garnicht vorausgesehen werden kann, ficht unsere Volksvertreter wenig an. Wenn nur der Angriffs= punkt der Linksparteien beseitigt ist, die mit der Verlänge= rung ihr Ziel erreicht haben, so ist man im übrigen beruhigt. Eine Linksregierung hätte die Sache, vom Mieterstandpunkte aus gesehen, nicht besser machen können. Diese neuerliche Verlängerung des Mieterschutzes auf etwa 12 Jahre nach Beendigung des Krieges wird zur Folge haben, daß man auch 1930 amtlicherseits noch mit einer Wohnungsnot wird politische Geschäfte machen können. Der organisierte Hausbesitz hat durch seine Vertretung im Reichstag und durch direkte Verhandlungen mit reichhaltigem Material seine Forderung auf planmäßigen Abbau der Zwangswirtschaft geltend gemacht und eingehend begründet. Die Angst der Parteien vor den Wahlen ließen aber jede Regung auf freiheitlichere Gestaltung der Mieterschutzgesetze im Keime ersticken. Ueber die neue Fassung des Mieterschutzgesetzes werden wir nach endgültiger Erledigung der Gesetzesvorlage im Reichstag eingehend zurückkommen. Damit ist aber nicht gesagt, daß die Höhe der Mieten nicht geändert werden darf. Die Mieten können durch Genehmigung auch vor 1930 wieder gesteigert werden. Diese Möglichkeit liegt z. 3. in der Hand der Länder: In Hessen liegt die Sache natürlich klar: In absehbarer Zeit feine Mieterhöhung. Der Arbeiter und die Wohnungszwangs wirtschaft. Aus Anlaß der jüngsten Lohn- und Arbeitszeitkämpfe konnte man in einem Teil der sozialistischen Presse, wie der„ Pressedienst für freie Wirtschaft, freies Eigentum" mitteilt, u. a. folgendes lesen: „ Die durch den Wohnungsmangel unterbundene Freizügigkeit ist heute unzweifelhaft ein Mittel für den Lohndruck. Wir erleben es tagtäglich in vielen Industriezweigen, daß Arbeiter ihre Arbeitskraft zu weit höheren Preisen, d. h. Löhnen verkaufen könnten, wenn eine Freizügigkeit wirklich bestände. Es muß betont werden, daß hier wirklich ein Stück Zwangswirtschaft, eine Folge der Kriegs- und Inflationszeit vorhanden ist, die den Arbeiter im lohnpolitischen Kampf stark behindert, erfolgreiche Aktionen fast unmöglich macht. Der Arbeiter hat allen Grund, über die Folgen der Zwangswirtschaft auf die Lohnhöhe zu klagen." Man sollte meinen, die Konsequenz aus diesen sehr richtigen Ausführungen wäre, daß die Arbeiter sich mit allen Kräften für einen schleunigen zielbewußten Abbau der Zwangs= wirtschaft einsetzten, damit ihre Freizügigkeit wieder hergestellt wird. Das Gegenteil ist aber merkwürdigerweise der Fall. Aus doktrinären Gründen erstreben die Vertreter eines großen Teils der Arbeiterschaft die Beibehaltung der Wohnungszwangswirtschaft auf ewige Zeiten, trotzdem diese für die Arbeiterschaft große Nachteile hat. Die Unternehmr dagegen, die doch ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt, für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. iBed sig ind yo Nummer 6 Um Geßler. Es ist nach dem Kriege das erste Mal, daß die liebe Mitwelt sich über das freiwillige Ausscheiden eines deutscheen Ministers derartig aufregt. So seltsam dieser Fall auch ist, genau so selten iſt auch das freiwillige Ausscheiden an sich. Bei uns flammern sich nicht zuletzt Minister an ihren Posten und warten ab, bis sie gegangen und dann in den meisten Fällen nicht wiedergeholt werden. Mit dem Reichswehrminister Geßler, dem Nachfolger Noskes, hat es anscheinend eine andere Bewandnis. Nicht nur die Tatsache, daß Regierungen gehen und kommen fonnten, um immer wieder als ruhender Pol in der Flucht der Persönlichkeiten Dr. Geßler als Reichswehrminister zu sehen, nein, sein Werk, die ständige, ruhige und doch an alte Traditionen anknüpfende Fortentwickelung unseres kleinen Berufsheeres hat ihn bedeutend und„ gefährlich" gemacht. Das Auge der ausländischen Machthaber wurde auf ihn gelenkt und trotzdem ihnen Verrat und Teufelei sogenannter Deutscher zu hel= fen versuchte, den Reichswehrminister Geßler konnte sie nie über eine der vielen Schlingen des Versailler- Friedensvertrages zum Stolpern und Umfallen bringen. Aber das Politik, wenn der Charakter fest und unbestechlich bleibt, Nerven frißt, wissen wir, und wenn das Schicksal erbarmungslos mithilft, dem Fünfziger den ersten Sohn, dem Zweiundfünfziger den zweiten und letzten Sohn, dem jetzt noch nicht 53jährigen die Mutter nimmt, dann dürfen wir uns nicht wundern, daß Dr. Geßler wie ein Greis gealtert nur Ruhe, Ruhe haben will. Der Zeitpunkt ist dabei so von ihm gewählt worden den und zum Taktiker gegenüber seinen Gegnern schuf ihn sein Amt - daß er ihnen allen einen Strich durch die schon sorgsam aufgezogene Rechnung machte. Denn die gesamte Linke rüstete sich bereits, um bei den demnächst stattfindenden Beratungen des Heeresetats gegen Dr. Geßler und unsere Reichswehr Sturm zu laufen. In dieser Hinsicht hat sich gegen früher so gut wie nichts geändert. Wenn die Opposition Agitationsstoff für die Massen brauchte, ging es um das Heer. Jetzt sollte das gleiche Schauspiel abgewickelt werden. Koch, Müller und Breitscheid hatten schon Knüppel gesammelt, die sie dem Reichswehrminister zwischen die Beine werfen wollten: Phöbus- Affaire, der Fall Kolbe, Ablehnung des ersten Panzerkreuzer- Neubaues usw. Geßler verdarb den Leuten das Konzept. Die Linke muß vielmehr zugeben, daß es trotz allen Skandalierens seit 8 Jahren nicht gelungen ist, Geßler zu stürzen. Wie schön wäre es für diese Leute gewesen, Geßler im Reichstag zum Abdanken zu zwingen. Wenn man die Person jetzt nicht mehr verdächtigen kann, die Sache selbst zu sehr in den Schmutz zu ziehen, wird man sich hüten, spekulieren doch gerade Kreise der Opposition darauf, vielleicht nach den Wahlen auch mal dem Reichswehrministerium vorstehen zu dürfen. Dann wäre es möglich, daß jedes zuviel gesagte Wort herumgedreht und gegen sie selbst benutzt werden könnte. Auffällig, und die Situation wie ein Blitz erhellend, ist nun aber die Tatsache, daß alles Geschrei bei unseren Pazifiſten nicht etwa ein Echo im Auslande findet, sondern von dort direkt diktiert wird. Kamen doch die ersten Sensationsmeldungen von der Amtsniederlegung Geßlers mit dem üblem Kommentar aus Paris. Wieviele ermunternde Zurufe kamen von drüben, jetzt Pazifisten, jezt Sozialdemokraten regt euch. Trachtet danach, der armselig beengten Reichswehr und der kümmerlichen Marine nichts mehr zu bewilligen, noch besser, versucht einen von euch Vaterlandslosen auf den verwaisten Platz zu bringen, dann können wir uns erst recht und doppelt über Geßlers Ausscheiden freuen. Ja, dort drüben über dem Rhein freut man sich, ein Bollwerk weniger ist nun gegen die von Frankreich nach Deutschland importierte antinationale und pazifistische Jdee gestemmt. Wir Deutsche sollen bis auf die Knochen von Leuten, wie Gerlach, verseucht werden, erst dann hat Frantreichs Imperialismus die Arme frei, um auf dem Kontinent mit seinem letzten Gegner, Italien, abzurechnen. Diese zwischen Frankreich und Italien bestehenden Spannungen verlangen einmal ihren Ausgleich, und dann darf Deutschland nicht mit Italien sympathisieren. Daher erzeugt man in Deutschland Stimmung gegen den straff regierenden Faschismus und dressiert uns darauf, daß uns in absehbarer Zeit eine Uniform als Träger eines Disziplingedankens zum Brechen reizt. England schaut sich dieses Treiben ruhig an. Jtalien ist sein Mann, wenns mal gegen Frankreich geht, und der Engländer ist froh, daß Geßler nun nicht mehr den projektierten PanzerkreuzerNeubau durchdrücken kann, denn wer weiß, wo Deutschland in diesem Kampfe stehen wird. Also das macht den Fall„ ,, Geßler" so wichtig. Ein Mann von Charakter, ein Mann von Disziplin in Deutschland weniger an leitender Stelle! Vielleicht ein Schritt weiter in Deutschlands Verfall! So wollen wir zum Schluß der Betrachtungen wünschen, daß der verwaiste Posten einen Nachfolger vom Format Geßlers findet, der unter Ausnügung aller Mittel, die Pazifisten, Landesverräter und Friedensvertrag ihm lassen, aus unserem Heere und unserer Marine, wenn auch nur kleine aber gewichtige Machtfaktoren für unser Vaterland schafft. nach sozialistischer Auffassung wegen des Lohndruds gar teine Herzog Bernhard von Sachsen- Meiningen gestorben. alle Umstände auf den Einheitsstaat hindrängen. Er werde im Volk verlangt. Es sei töricht, die Augen vor Dingen zu verschließen, die kommen müßten. Mit der Erörterug des historisch Gewordenen, traditionell Gebundenen komme man nicht weiter. Wer den Verlauf dieser Länderkonferenz verfolge, der könne sich nicht des Gedankens verwehren, daß| Veranlassung dazu hätten, streben unentwegt die völlige FreiScheinbar in dieser Konferenz eine Anzahl von Leuten nicht wüßten, daß wir den Krieg verloren haben und unter dem Druck der schweren Daweslasten stehen. gabe der Wohnungswirtschaft an. Also hat der alte schwedische Kanzler doch Recht?„ Mein Sohn, du glaubst nicht, mit wie wenig Weisheit die Welt regiert wird!" Nach längerem Leiden verschied Montag früh im Meininger Großen Palais der ehemalige Herzog Bernhard von Sachsen- Meiningen. Die Leiche wird wahrscheinlich nach der Familien- Gruft in Allenstein überführt werden. Mittwoch, den 18. Januar 1928. 2000 arbeitslose Hände, aber nicht eine bereit zum Holzfällen. Jm Hessischen liegt ein Städtchen. Es heißt Langen. Der Ort zählt 7900 Einwohner. Den Langenern ist die Nähe der Großstadt Frankfurt nicht bekömmlich. Zahlen sprechen dafür: Mehr als 500 Erwerbslose beziehen Unterstützung aus der Erwerbslosensversicherung, weitere 400 bis 500 Arbeiter in den Nachbasdörfern sind gleichfalls erwerbslos. Trotzdem scheint Arbeitswut dort nicht zu herrschen. Denn der Staatlichen Oberförsterei in Langen ist es nicht gelungen, für die Holzfällungen in den staatlichen Wäldern die erforderlichen Arbeitskräfte zu erhalten. Die Oberförsterei hat nun eine Anzahl Schottener Bauern für die Arbeit geworben, denen sie zugleich Unterkunft und Verpflegung gibt. Der Hessische Landbund hat die Hessische Regierung dringend um Abhilfe ersucht. Denn nun fehlts an bäuerlichen Arbeitskräften, weil die Erwerbslosen sich zu Holzfällereien nicht drängen lassen.— Die betreffende Anfrage des Landbundes lautet: „ In Langen sind 3. 3. 5-600 Erwerbslose, die aus der Erwerbslosenversicherung unterstützt werden. In den umliegenden Dörfern finden sich ebenfalls hunderte von erwerbslosen Unterstützungsempfängern. Trotzdem hat das Forstamt Langen 10 Holzmacher aus dem Kreise Schotten kommen lassen, gibt ihnen Quartiere und läßt sie in den staatlichen Waldungen Holz fällen. Sicherem Vernehmen nach sollen weitere Holzmacher aus dem Vogelsberg nach Langen und auch nach anderen Forstamtsbezirken herangezogen werden, obgleich die Zahl der aus der Erwerbs= losenversicherung unterstützten Arbeiter in der dortigen Gegend täglich wächst. Wir fragen an, was gedenkt die Staatsregierung zu tun. um einem solchen wirtschaftlichen Wahnsinn Einhalt zu gebieten?" Nicht allein in Langen, sondern auch andere Gemeinden in der Nähe von Gießen, die Holzfäller unter den erwerbslosen Maurern gesucht haben, haben keine arbeitswilligen Leute gefunden. Bauernsöhne sind es dann gewesen, die das Holz gefällt haben. Soweit sind wir nun schon, daß die Erwerbslosengelder die notwendigen Arbeiten verhindern. Traurige Zustände! Die Wachtparade unter den Linden. Berlin. Mehrere Geschäftsleute Unter den Linden hatten beantragt, die Wachtparade wieder wie zu Vorkriegszeiten über diese Straße ziehen zu lassen, weil sie sich davon eine belebende Wirkung auf den Geschäftsverkehr versprachen, da der Aufzug der Wache früher immer Anlaß zur Ansammelung von Publikum, insbesondere von Fremden gewesen sei. Das Reichswehrministerium wird den Antrag der Geschäftsleute, die die Reichswehr der Republik in den Dienst ihrer Interessen stellen möchten, ablehnen, weil es sich nur von dienstlichen Interessen und Notwendigkeiten leiten lassen könne, die eine Aenderung des Weges der Wachtparade nicht bedingt. Lokales. ,, Gießener Zeitung" * Der seit dem 6. Januar vermißt gemeldete Bäcker Fr. Kohl, Neuenweg 28, hat sich wieder eingefunden. * Festgenommener Schwindler. Am 31. 10. 27. mietete in der Löwengasse ein angeblicher Monteur H. Müller ein Zim mer auf ein Vierteljahr unter dem Vorgeben, er sei bei der Firma Holzmann beschäftigt und arbeite am Neustädter Viadukt. Am gleichen Abend besuchte er eine in demselben Hause wohnhafte alte Frau und fragte, ob sie ihm einen Hundertmarkschein wechseln könnte. Da die Frau nicht soviel Geld hatte, sagte Müller, sie solle ihm geben was sie hätte, sie könne sich morgen, am anderen Tage, das Geld bei seiner Mieterin holen. Da derselbe aufdringlich wurde, gab die Frau dem M. 24 RM.-Müller verschwand auf Nimmerwiedersehen.- Als Täter wurde der Schneider Jonas Ochs, geb. 10. 10. 1881 zu Kassel, ermittelt und befindet sich in Koblenz in Strafhaft. Festgenommen wurde noch eine ausgeschriebene Person wegen Diebstahls. * Vermißt wird seit dem 11. 1. 28. abends 9 Uhr die Elisabeth Alexander, zuletzt in Gießen, Crednerstr. 6, in Stellung Dieselbe ist am 3. 2. 1904 zu Offenbach geboren. Sie ist zirka 1,70 Meter groß, schlank, hat dunkelblonde Haare, trug dunkelgestreiftes Kleid, hellen gestreiften Wintermantel, schwarze Strümpfe und schwarze Spangenschuhe. Personen, welche über den Verbleib der Vermißten Auskunft geben können, werden ersucht, die Kriminalpolizei Gießen zu verständigen. Grüner Rasen Blaue Wellen. Roman von Otto von Gottberg. 22. Fortsetzung. Auf der Brücke versuchten Nr. 1 und Matrose Kern taum das Kinn gegen den Hals zu nehmen. Ihr Kommandant verzichtete an Bord auf Ehrenbezeugungen. Drießner hob die Hand zur Mütze: Melde mich gehorsamst auf Wache." Morgen!" Der Oberleutnant schien erregt und wollte sprechen. Doch auch Drewitz sah schon in der Ferne ein schmuckes Vollschiff unter klarem Himmel. Scharfer Nordwind wehte kalt. Das Sprühen von Spritzern näßte Gesicht und Lederjacke. „ Den abzuschießen täte mir leid," bedauerte Drewih, denn der unter vollen Segeln auf und niedergleitende Dreimaster bot im Sonnenlicht mit weißer Leinwand über heute blauen Wellen ein schönes Bild. * Erfolg eines Gießener Friseurmeisters. Die HaarformerInnung Frankfurt a. M. veranstaltet während des Winters 1927-1928 eine Anzahl Modeabende, die von der Modekommis= sion der Innung geleitet wurden. An dieser Konkurrenz nimmt auch der Gießener Friseurmeister Josef Henkel, der auch gleichzeitig Fachlehrer an der Berufsschule der Haarformer- Innung, Frankfurt, iſt, teil. Am 6. Modeabend, der am letzten Don= nerstag in Frankfurt a. M. stattfand, schuf Herr Henkel, der schon vorher durch seine künstlerischen Haarfrisuren aufgefallen war, eine historische Puderfrisur aus dem Zeitalter der Marie Antoinette, und erregte damit Aussehen und die Bewunderung aller Fachleute. Der Wachoffizier schmunzelte, er hob mit gefurchter Stirn das Glas vor die Augen. ,, Wird auch kaum möglich sein, Herr Kapitänleutnant, denn über ihn hinweg mache ich etwas wie einen Zerstörer aus. Liegt allerdings auf gleichem Kurs wie wir." Drewitz griff zum Glas vor der Brust und richtete es auf die winzige Rauchfahne weit hinter dem Segler:„ Haben recht. Sehen kann er uns auf die Entfernung freilich nicht, aber doch vielleicht einen Schuß hören. Werde dem anderen trotzdem beifommen." Er drehte sich um und rief durch das Luk in den Turm ,, Auf Tauchstationen!", weil er unter Wasser gehen wollte. Heinrich Neeb. Nr. 6. Aus Rah und Fern. Düdelsheim. Hier ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Sperrmaßnahmen sind angeordnet. Aus dem Kreis Schotten. In Busenborn fand eine Zusammenkunft der Bürgermeister der Gemeinden Eichelsachsen, Wingershausen, Eschenrod, Busenborn und Breungeshain statt, um zu dem bereits vor dem Kriege projektierten Bahnbau Schotten Alsfeld Stellung zu nehmen. Es wurde beschlossen, daß Kreisamt in Schotten zu bitten, eine Versammlung sämtlicher Bürgermeister, der hier in Frage kommenden Gemeinden zu veranlassen, damit jeder Gemeinde Gelegenheit zur Stellungsnahme geboten ist.- Zur 50. Wiederkehr seines Todestages am 18. Januar 1878. Heinrich Adam Neeb starb am 18. Januar 1878 zu Frankfurt a. M. Ein halbes Jahrhundert ist seit diesem Tage verflossen und noch heute lebt der Name in dem stattlichen Männerchor, der in Frankfurt a. M. den Namen Neebscher Männerchor trägt. Der junge Neeb, der 1805 zu Lich in Oberhessen geboren wurde, kam nach Frankfurt und gründete zunächst im Jahre 1858 das Neebsche Quartett, dessen Mitgliederzahl sich auf 24 beschränkte. Später erfolgte am 1. August 1865 die Gründung des Neebschen Männerchores, in dem späterhin das Neebsche Quartett aufging. Es war dies am 30. Dezember 1866. Die Gründung des Neebschen Männerchores wird in der bekann= ten Sängerbibliothek von Peter Schneider als eines der bemerkenswertesten Ereignisse des betreffenden Jahres gekennzeichnet. Neeb führte seinen Verein zu großen Erfolgen, denn er ist nach Schelbe und Schnyder einer der markantesten Chormeister der Stadt Frankfurt gewesen. Schon im Jahre 1830, hat er als junger Mensch in Paris den ersten deutschen Männerchor„ Germania" gegründet, und er zeigte sich damals schon als ein Meister des Massenchors. Neeb, der auch als Männerund Opernkomponist hervorgetreten ist, mußte am 7. Februar 1874 die Stabführung seines geliebten Chores niederlegen, da er ernstlich erkrankt war. 1878 erlöste ihn der Tod und wurde er am 20. Januar 1878 auf dem Frankfurter Friedhof beigesetzt. Neeb war Ehrenmitglied und Meister des Freien Deutschen Hochstifts, in dessen Besitz sich auch sein schriftlicher Nachlaß befindet. In der„ Neeb- Stiftung" zur Unterstützung hilfsbedürftiger Tonkünstler bleibt sein Name, ebenso wie in seinem „ Neebschen Männerchor" der Nachwelt auch fernerhin erhalten. An seiner Ruhestätte, Frankfurter Friedhof Gewann I, linker Teil, dritter Querweg, setzten ihm die„ verbündeten" Frankfurter Gesangvereine ein großes Sandsteindenkmal mit Relief mit einer Lyra gekrönt. Der Neebsche Männerchor wird am Todestag seines Gründers durch Niederlegung einer Kranzspende an seiner Ruhestätte seiner ehrend gedenken. Das Schnurren von Stiefelsohlen auf Stahl flang herauf. Die Wache blieb auf der Brücke. Der Kommandant befahl, auf das Vollschiff zuzuhalten. Wieder sah er durch das Luk in den Turm. Sein Bursche stand am Ruder:„ Beide Maschinen große Fahrt voraus!" U- 444 glitt dem Vollschiff näher. Auf den Kämmen von Wellen mußte bald auch die niedrige Silhouette eines U- Boots drüben zu sehen sein. Alles einsteigen bis auf den Wachoffizier." Nr. 1 und Kern sprangen ins Luf Nahe genug glaubte Drewith sich dem Dreimaster. ,, Drießner, steigen auch Sie ein!" Er blieb allein oben und hob wieder das Glas. Nach Bau und Takellage schien der Segler ein Brite. Auch er sprang ins Lut, warf hinter sich den Deckel dicht und rief: „ Fluten!" U- 444 neigte die Nase und sank. Drewiz trat vor das Okular: ,, Beide große voraus!" Fünfzehn Minuten konnte er befehlen:„ Auf Schrohrtiefe gehen!" Allmählich schienen die Glühlampen" im Turme schwächer zu flammen, denn durch eine immer dünnere Wasserschicht fiel schon wieder Tageslicht durch die dicken Fenster des Turms. Plötzlich trat das feine, scharfe, aber winzige Bild von schaumigem Wellengefräusel unter Sonnenglizern ins Okular. Von der Wärme der Stirn beschlug das Glas. Hastig wischte er mit dem Aermel darüber und sah das schöne Vollschiff mit gestrafften silberweißen Segeln. Ein einziger Kerl döste am Steuer. Sonst war tein Mensch und kein Geschütz an Deck. Es schien wirklich überflüssig, den fernen Zerstörer durch das Echo eines Kanonenschusses zum Beidrehen aufzufordern. Rarabiner holen!" Ferner tagte eine gut besuchte Versammlung in Engelrod, in der verschiedene Gemeinden aus der Nordostecke des Kreises Schotten und die anschließenden Gemeinden des Kreises Lauterbach vertreten waren. Hier trat man für die Linienführung Schotten Ulrichstein ein, will aber, wenn Alsfeld nicht zu umgehen sei, auch dieser Linienführung seine Zustimmung nicht oersagen. In Ober- Ohmen fand ebenfalls eine Versammlung statt, die aus dem Ohmtal gut besucht war. Er tauchte auf und stieg die Leitersprossen zur Brücke hinan. Drießner kam nach. Neugier lockte auch Ruelow. Nr. 1 und Kern folgten mit schußbereiten Karabinern. Eng beieinander standen oben fünf Männer im kalten Wehen und lasen Fanny Ward" aus Liverpool in weißen Buchstaben am schwarzen Rumpf des Dreimasters. Drewizz sah Nr. 1 in die Augen:„ Visier 400. Schießen Sie durch die Tafellage!" Lich. Für Lich ist. der Neubau eines Postamtes geplant, er wird auf etwa 100 000 RM. veranschlagt. Als Plaz ist vom Gemeinderat ein Areal von 1000 Quadratmetern in der Nähe des Bahnhofes zur Verfügung gestellt worden. Mit der Reichspostverwaltung ist der Abschluß eines Darlehens- und Mietvertrages beschlossen worden. Auch der Neubau eines Schulhauses ist beabsichtigt. ,, Peng!" hallte der trockene Knall. Der Wind warf leichten Mündungsrauch in des Kommandanten Gesicht. Er schloß die Augen, aber schnupperte. Es war schöner, in freier Gottesluft Pulver zu riechen, als den Gegner unter Wasser zu beschleichen. Der dösende Engländer am Steuer erwachte, warf die Arme hoch und schrie wohl, denn zwanzig Männer rannten an Deck. Fast schien man sehen zu können, wie ihre Augen sich beim Blick auf die„ Pest der Nordsee" weiteten. „ Hier, Herr Kaptnleutnant!" Der Steuermann trat mit der großen Schnauze von der Turmleiter auf die Brücke. Drewitz hielt das Sprachrohr an den Mund:„ Stop Noch schien der Engländer zu zögern. Wieder rannten seine Zwanzig durch= einander. Endlich hob der Skipper drüber den Messingtrichter: Herborn. Eine hier von der Reichszentrale für Heimatdienst, Landesabteilung Hessen, veranstaltete staatsbürgerliche Bildungstagung war von einigen hundert Personen besucht. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen drei Vorträge. Studienrat Dr. F. Koenig aus Gießen sprach über das Thema: „ Der Kampf um den deutschen Volksboden". Dr. Kleinstück, wirtschaftlicher Referent der städtischen Werke aus Frankfurt a. m. verbreitete sich über Gegenwartsfragen der Rationalisierung in Wirtschaft und Verwaltung. Oberstudiendirektor Dr. R. Dehlert- Frankfurt behandelte das Thema:„ Wege zur Volksgemeinschaft". Den Vorträgen schloß sich eine rege Aussprache Drewitz rief die Geschützbedienung an die beiden Kanonen ,, Aye, aye, Sir!" und hörbar schallten seine Befehle über Deck. über Bug und Heck. Nr. 1 und Kern hielten schußfertige Karabiner, während U- 444 längsseits des Seglers ging. Der Skipper an der Bordwand stühte beim Vorbeugen zum Palaver die Hände auf die Knie. Viele Fragen hatte er nicht zu beantworten, bis Drewitz entschied:„ Ich schicke Ihnen eine Prisenbesatzung." Dann erklärte er das Gehörte den Leuten:„ Kerl hat genug Mehl geladen, um die Armee in Flandern für' ne Woche mit Brot zu versorgen. Nr. 1, Sie führen drei Mann an Bord und bringen ihn nach Zeebrügge. Wenn der Nordwind nicht ab flaut, machen Sie gut neun Meilen. Ich folge und nehme Sie bei unseren Vorpostenschiffen wieder auf." an. Frankfurt. Der ledige Kaufmann Heinrich Koch, 24 Jahre alt, welcher bei einer hiesigen Firma etwa 20 000 RM. unterschlagen hat, wurde von der Kriminalpolizei hier festgenommen. Er hat das Geld in leichtsinniger Weise durchgebracht, besuchte das Oktoberfest in München und war nur im Besitz eines kleinen Geldbetrages. Nr. 1 riß das Kinn an den Hals. Röte der Freude bräunte seine Gesichtshaut sogar unter dem dreitägigen Stoppelbart. Wie immer in Erregung schisße Augen und blintte mit den Lidern. Der schiefe Mund lachte mit nach rechts offenem Winkel über den Auftrag, der nach den Herzen des früheren Fahrenden und einzigen Berufsseemannes von U- 444 war: Zu befehlen, Herrr Kaptnleutnant, ohne Spec komm ich nich wieder!" Sprendlingen b. Darmstadt. Die Bürgermeisterwahl endete unter starker Wahlbeteiligung mit einem Vorsprung des sozialdemokratischen Beigeordneten Stimpert, der nunmehr gewählt ist. Der bisherige Bürgermeister Dreieicher erhielt 1544 Stimmen, der gewählte Bürgermeister Stim pert 2437 und der Kandidat der freiheitlichen Bürger, Gemeinde rechner Orth, 420 Stimmen. Und werden schon einen guten Happen finden," nickte Drewig. Sein erster Maat fand beim Entern fremder Fahrzeuge Gesuchtes mit geschlossenen Augen, vor denen sich unter Schiffsplanken nichts verstecken ließ. Seine Nase troch, was der Blick nicht sah. Jetzt sprang er schmunzelnd über die Leiter in den Turm, und wie Jauchzen tlang seine Stimme beim Rufen nach drei Matrosen. Zum Eilen hatte er nicht zu mahnen. In Delrock und Südwester, mit umgehängten Karabinern flomRüsselsheim. Zur Schaffung eines Barfonds zwecks Errichtung eines Handwerkerhauses und eines Heimatmuseums soll eine Lotterie veranstaltet werden. Die Opelwerke stifteten als 1. Hauptgewinn ein 4 PS.- Personenauto. Bitburg. Der 21 Jahre alte Sohn des Landwirts Sch., der bei einer Theateraufführung der Freiwilligen Feuerwehr mitwirkte, wurde 2 Stunden nach beendigter Feier in der Nähe des elterlichen Hauses tot aufgefunden, und zwar war ihm der Schädel zerschmettert; die Schußwaffe lag in nächster Nähe bel ihm. Der Sachverhalt ist noch völlig unaufgeklärt. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. men sie schnell in das an Backbord schaukelnde Boot des Engländers. „ Los!" rief Nr. 1. Acht Britenfäuste ruderten vier Deutsche zum Vollschiff. Breitspurig enterte dort der Maat und rief mit der Würde eines Admirals Befehle in einem Platt, das Nordseefahrer auch vom jenseitigen Ufer des Kanals zu verstehen schienen. Liefen und kletterten sie doch, wie vom Gottseibeiuns gejagt, bis der Dreimaster wieder mit vollen runden Segeln vor dem Winde aus Norden lag. Mittwoch, den 18. Ja Fr Obwohl auch an diesem niffe nicht die besten waren den starten Regenfällen d wünschen übrig ließen, wur des Reiches das Fußballpro ausfälle gab es nur wenig liche Meisterschaftsspiele vo We Tagesordnung. So war es Hier wurde der Endlampf falen fortgesetzt, im Rhein Drewiz folgte auf weite Entfernung über Wasser. Der Steuermann hatte Wache und glaubte nachmittags schon die flandrische Küste zu sehen, als vorn eine Rauchfahne über der Kimmung wuchs. Bald schien unter ihr ein winziges Streichholz zu stehen. Ein Torpedoboot hielt also auf den Segler zu. Doch der Dreimaster blieb auf Kurs. Also hatte Nr. 1 wohl ein deutsches Boot erkannt, und richtiger setzte die Flagge, gerade als der Steuermann mit dem Glas vor den Augen entschied:„ Unser!" Drewitz befahl:„ Aeußerste Fahrt!", und kam dem Dreimaster auf 1800 Meter nahe, als das Torpedoboot schon längsseits der Prise lag. Nur Minuten verstrichen, bis es mit dem Vollschiff in Fahrt zur Küste war. Die Sonne sant schon, und im schnell fallenden Dämmern schaukelte voraus ein kleines Boot auf den Wellen. ,, Nr. 1" mit drei Matrosen und „ Spec" fam wieder. Im ersten Dunkel trat er vor Drewitz. Die Lider blinkten, der schiefe Mund lachte, die Absätze klappten aneinander:„ Prise an S240 abgegeben. Kommandant läßt schön danken und wünscht glückliche Reise." genommen. Die Westfalen entschieden worden. VfB. 2 meister im ersten Spiel 4: 3 Rheiner Borussen mit 2: 3 drittes Endspiel notwendig g auf einem neutralen Platz Rheinbezirk sind an den Er Köln, Spvg. Köln- Sülz 07 Neuendorf beteiligt. Der sation, denn ClfR. Köln u mit 2: 3 Treffern. Die drei Matrosen reichten Pakete an Deck. Drewiz ließ die Nase von U- 444 nach Westen drehen und ging in seine Kammer. Auf dem Schreibtisch lagen vom Funfenmaat aufgenommene Tagesberichte der Heeresleitungen von Deutschland, Frankreich und England. Durch das Luk zog der Geruch von Kaffee, den die Leute zum Wurstbrot bei der Abendmahlzeit tranten. Daß es sechs Ühr war, bestätigte auch Rufen und Trampeln beim Wechseln von Wache und Posten. Die Offiziere aßen erst um sieben. Also setzte er sich auf den Feldstuhl an den Schreibtisch, schilderte im Kriegstagebuch das Aufbringen der Fanny Ward" und schickte nach dem Steuermann. Mit ihm stellte er den Schiffsort fest, setzte den Kurs für die Nacht ab und zeichnete die Linie der bisherigen Fahrt in die Wegkarte. Dann baten Ruelow und Krause zu Tisch. Er nahm den von Elisabeth eingepackten Schinken und die Heeresberichte mit. Beim Vorlesen dachte er des jungen Vetters, der auch in Flandern kämpfte. Gesehen hatte er Werner selten, und gemein war ihnen ja nur der Urgroßvater. Doch fühlten alle Drewitz sich den Trägern ihres Namens verwandt. Nach dem Bericht stand Werner in heißer Schlacht. Darum war der Gedanke, ihm Elisabeth zu nehmen, heute unbehaglicher denn je. Er lauschte dem Gespräch seiner Offiziere wenig, ging bald mit dem Rest seiner Flasche in die Kammer und warf sich auf die Koje. Neben sich das gefüllte Glas, trant er beim Blättern in Zeitschriften gelegentlich einen Schluck. Als die Uhr auf elf zeigte, stieg er nochmals auf die Brücke, rauchte bei Ruelom eine Zigarre und sagte beim Wegwerfen des Stummels:„ Melden Sie mir, wenn die Batterie aufgeladen ist. Gute Wache!" Fortsetzung folgt. Im Bezirk Hessen- Han dungsspiel zwischen den Gru SC. 03 Kassel Kurhessen den heffen brauchen im zweiten erzielen, um Bezirksmeister nehmer an der Runde der Auch in den Gruppenscheidungen. Im Ruhrt diesmal seinen alten Riva Meisterschaft der Gruppe 1 brachte die Meisterschaft d über Baer- Erle 08 endgültig Bezirk trugen die beiden T dorf 99 und Fortuna Düsse die 99er mit 3: 2 Treffern in fonnte Schwarz- Weiß Barme feld 2: 0 schlagen und dami Die Endspiele Die Spiele des verga Ueberraschungen in Bezug Dagegen wurden teilweise träumt hätte. Man braud München gegen Saarbrüder gegen den Karlsruher FV., berg gegen München 1860 Rund bescherten die Bayern Mün resultat von 10: 2 gegen de imponiert Doppelt, wenn m den Kampf 65 Minuten 18.000 Zuschauer wohnten Saarvertreter bei. Mün beste Chancen auf einen räumen. Eintracht Frant mit 4: 1 über den Karlsr hoch erscheint. Die Stutt Glück. Sie erfochten ein gegen den debutierenden G Di gab in der Gruppe Südwes berg Gelegenheit, gegen M 7: 0( 5: 0) herauszuholen. Fürth und VfB. Stuttga Union Bödingen mit 2: 2. der Abteilung des 1. FC. 9 Nordwest brachte dem FSV Sieg über den FSV. 05 M Saar 05 Saarbrüden mit holte sich die Borussia Neu wigshafen 03 mit 1: 2. Un Neu- Jenburg und Rot- W Run Bayern München Wormatia Worms Eintracht Frankfurt Stuttgarter Riders SpVgg. Fürth Karlsruher FV. SV. Waldhof FV. Saarbrüden Sport 60- Hanau Ge Biftoria 94- Hanau Teutonia- München Ein Bombenjieg 1. FE. Nürnber Nürnberg, 15. Januar hatte wohl mit einem nach Des deutschen Meisters gere Den aber durch die geradezu über den Haufen geworfen. das an ihre allerbesten T Doppelt, wenn man anfügt, spielte und dennoch gegen machtlos blieb. Kalb hat Lage und fütterte seinen Vorlagen, während er gle band. Schon bis zur Bauj denen eines durch Kalb, bi Nr. 6. ern. enfeuche ausge 1d eine Zusam elsachsen, Winshain statt, um Bahnbau Schot beschlossen, daß lung sämtlicher Gemeinden zu zur Stellungs: ng in Engelrod, Cede des Kreises es Kreises Lau e Linienführung Alsfeld nicht zu uftimmung nicht Te Versammlung tamtes geplant, s Platz ist vom n in der Nähe Mit der Reichs1s- und Mietu eines Schulr Heimatdienst, ürgerliche Bil en besucht. Im Borträge. Stu er das Thema: Dr. Kleinstüd, aus Frankfurt Der Rationalisie diendirektor Dr. Wege zur Volksrege Aussprache Koch, 24 Jahre 000 RM. unterer festgenommen. gebracht, besuchte Besitz eines kleieisterwahl endete rsprung des sozi der nunmehr geicher erhielt 1544 Dert 2437 und Enderechner Orth, os zwecks Errichmatmuseums soll verte stifteten als andwirts Sch., der Feuerwehr miteier in der Nähe war war ihm der nächster Nähe bet eklärt. ein in Gießen. de Boot des Engerten vier Deutsche Maat und rief mit Platt, das Nordanals zu verstehen vom Gottseibeiuns len runden Gegeln über Wasser. Der chmittags schon die Lauchfahne über der 1 winziges Streich auf den Gegler zu. hatte Nr. 1 wohl sette die Flagge or den Augen en Fahrt!", und tan das Torpedoboot en verstrichen, bis 1. Die Sonne sant ufelte voraus ein rei Matrosen und vor Drewiz. Die Absätze klappten Rommandant läßt Ded. Mittwoch, den 18. Januar 1928. Fußball. ,, Gießener Zeitung" Surnen, Sport und Spiel. Obwohl auch an diesem Sonntage die Witterungsverhält nisse nicht die besten waren und auch die Platzverhältnisse nach den starken Regenfällen der letzten Woche allenthalben zu wünschen übrig ließen, wurde doch in allen Landesverbänden des Reiches das Fußballprogramm glatt durchgeführt. Spielausfälle gab es nur wenige. Im übrigen standen bereits etliche Meisterschaftsspiele von entscheidender Bedeutung auf der Tagesordnung. So war es vor allem in Westdeutschland. Hier wurde der Endkampf um die Bezirksmeisterschaft von Westfalen fortgesetzt, im Rheinbezirk und in Hessen- Hannover aufgenommen. Die Westfalenmeisterschaft ist diesmal noch nicht entschieden worden. VfB. Bielefeld, der den anderen Gruppenmeister im ersten Spiel 4: 3 schlagen konnte, mußte sich jetzt den Rheiner Borussen mit 2: 3 Treffern beugen. Es ist somit ein drittes Endspiel notwendig geworden, das am nächsten Sonntag auf einem neutralen Platz ausgetragen werden soll.- Jm Rheinbezirk sind an den Endspielen die Gruppenmeister CIFR. Köln, SpVg. Köln- Sülz 07, VfR. Köln und FV. KoblenzNeuendorf beteiligt. Der Endkampf begann mit einer Sensation, denn CIFR. Köln unterlag in Bonn gegen Neuendorf mit 2: 3 Treffern. Jm Bezirk Hessen- Hannover brachte das erste Entscheidungsspiel zwischen den Gruppenmeistern Kurhessen Kassel und SC. 03 Kassel Kurhessen den erwarteten 3: 1- Sieg ein. Die Kurhessen brauchen im zweiten Spiel also nur ein Unentschieden zu erzielen, um Bezirksmeister und damit gleichzeitig auch Teilnehmer an der Runde der westdeutschen Bezirksmeister zu sein. Auch in den Gruppen- Verbandsspielen gab es einige Entscheidungen. Im Ruhrbezirk ist Schwarz- Weiß Essen, das diesmal seinen alten Rivalen BV. Altenessen 4: 1 schlug, die Meisterschaft der Gruppe 1 nicht mehr zu nehmen. Schalke 04 brachte die Meisterschaft der Gruppe 2 durch einen 3: 0- Sieg über Baer- Erle 08 endgültig an sich. Im Bergisch- Märkischen Bezirk trugen die beiden Tabellenführer der Gruppe 1, Düsseldorf 99 und Fortuna Düsseldorf ein Freundschaftsspiel au, das die 99er mit 3: 2 Treffern in Front sah. In der anderen Gruppe fonnte Schwarz- Weiß Barmen den Tabellenzweiten SuS. Elberfeld 2: 0 schlagen und damit die Meisterschaft an sich bringen. ** Die Endspiele in Süddeutschland. Die Spiele des vergangenen Sonntags haben keinerlei Ueberraschungen in Bezug auf die Punkteverteilung gebracht. Dagegen wurden teilweise Ergebnisse erzielt, die man nicht erträumt hätte. Man braucht z. B. nur an das 10: 2 der Bayern München gegen Saarbrücken, das 4: 1 der Frankfurter Eintracht gegen den Karlsruher FV., oder an das 7: 0 des 1. FC. Nürnberg gegen München 1860 zu denken. In der Runde der Meister bescherten die Bayern München ihren Anhängern ein Bombenresultat von 10: 2 gegen den FV. Saarbrüden. Das Ergebnis imponiert doppelt, wenn man berücksichtigt, daß die Münchener den Kampf 65 Minuten lang mit nur 10 Mann bestritten. 18 000 Zuschauer wohnten vorher einer besonderen Ehrung der Saarvertreter bei. München muß man auch ohne Pöttinger beste Chancen auf einen der beiden ersten Tabellenplätze einräumen. Eintracht Frankfurt landete endlich einen Sieg, der mit 4: 1 über den Karlsruher FV. wohl zahlenmäßig etwas hoch erscheint. Die Stuttgarter Kickers hatten auch diesmal Glück. Sie erfochten einen denkbar unverdienten 1: 0- Sieg gegen den debutierenden SV. Waldhof, der ungleich besser war. Die Trostrunde gab in der Gruppe Südwest dem deutschen Meister 1. FC. Nürnberg Gelegenheit, gegen München 1860 das Riesenresultat von 7: 0( 5: 0) herauszuholen. Unentschieden trennten sich der VfR. Fürth und VfB Stuttgart mit 2: 2 und SC. Freiburg und Union Bödingen mit 2: 2. Danach darf man an dem Endsieg der Abteilung des 1. FC. Nürnberg nicht zweifeln. Die Gruppe Nordwest brachte dem FSV. Frankfurt den verdienten 3: 2( 2-1)= Sieg über den FSV. 05 Mainz. Der VfL. Neckarau siegte über Saar 05 Saarbrücken mit 6: 0. Eine abermalige Niederlage holte sich die Borussia Neunkirchen trotz eigenem Platz von Ludwigshafen 03 mit 1: 2. Unentschieden mit 0: 0 trennten sich VfL. Neu- Isenburg und Rot- Weiß Frankfurt. Westen drehen und chlagen vom FunHeeresleitungen von ch das Luk zog der Wurstbrot bei der war, bestätigte auch Wache und Poften. hte er sich auf den Kriegstagebuch das e nach dem Steuersezte den Kurs für bisherigen Fahrt in Krause zu Tisch. Er fen und die Heeresjungen Vetters, der Werner selten, und r. Doch fühlten alle verwandt. Nach dem Darum war der Ge behaglicher denn je. er und warf sich auf e wenig, ging bald ant er beim Blättern Als die Uhr auf elf es Stummels: Melrauchte bei Ruelow nift, Gute Wache!" Runde der Meister: Bayern München 3 Spiele 14: 4 Tore 5: 1 Punkte Wormatia Worms 2 5: 4 3: 1 " " Eintracht Frankfurt 3 5: 4 3: 3 " " Stuttgarter Kickers 3 4: 4 3: 3 " 39\ SpVgg. Fürth 1 1: 0 2: 0 33 Karlsruher FV. 3 7: 7 2: 4 " " SV. Waldhof 1 0: 1 " 2 4:16 0: 2 0: 4 " FV. Saarbrücken Sport 60- Hanau Verbandsspiele. Gesellschaftsspiele: Germania- Bieber 1: 1 VfB.- Gießen 4: 3 Wacker- München 2: 3 Viktoria 94- Hanau Teutonia- München * Ein Bombensieg des deutschen Meisters. - 1. FC. Nürnberg München 1860 7: 0. Nürnberg, 15. Januar 1928.( Eig. Drahtbericht.) Man hatte wohl mit einem nach hartem Kampf erfochtenen klaren Sieg des deutschen Meisters gerechnet. Alle diese Berechnungen wurden aber durch die geradezu überragende Form der Nürnberger über den Haufen geworfen. Sie legten ein Spiel an den Tag, das an ihre allerbesten Tage anknüpft, und dieses Lob wirkt doppelt, wenn man anfügt, daß München durchaus nicht schlecht spielte und dennoch gegen die haushohe Niederlage einfach machtlos blieb. Kalb hatte wieder einen seiner ganz großen Tage und fütterte seinen entschlossenen Sturm mit den besten Vorlagen, während er gleichzeitig gegnerische Angriffe unterband. Schon bis zur Pause legte Nürnberg fünf Tore vor, von denen eines durch Kalb, die anderen sämtlich durch Schmidt II. erzielt wurden. Nach der Pause schien man sich im Nürnberger Lager bescheiden zu wollen, so daß der Ball nur noch zweimal durch Wieder und Schmidt II. im Münchener Tor landete. München lieferte ein gutes Spiiel und war sicher nicht schlechter, als gewohnt. Schiedsrichter Licht- Stuttgart arbeitete gut. Etwa 8000 Zuschauer folgten fasziniert dem Spielverlauf. VfB. Gießen - * Hanau 96 3: 4. Mit ziemlich gemischten Gefühlen unternahm die Mannschaft der VfBer die Reise in die Mainstadt, um ein Freundschaftsspiel gegen obige Mannschaft auszutragen. Das Resultat ist für die VfBer ziemlich schmeichelhaft, zumal die Hanauer zu einer guten Klasse im Mainbezirk zählen. Besonders in der zweiten Halbzeit lief die Mannschaft des VfB. zu sehr guter Form auf und hätte verdient ein unentschiedenes Resultat herausholen müssen. Ein bestechend schönes Spiel lieferte der neue Mittelstürmer Böttiger, der zum Schluß des Spieles sich mehr mit seinen Nebenleuten verständigen konnte und dem auch das Hauptverdienst des Tages zuzuschreiben ist. Die 1. Jugend setzte ihren unvergleichlichen Siegeszug fort und gewann in glänzender Manier gegen Grünberg mit nicht weniger als 9: 1. Nur muß die Spielweise der Mannschaft etwas geschliffener werden, auch reißt ein Uebel ein, welches man gerade bei der Jugend schon im Keim erstiden sollte, nämlich das dauernde Rufen und Schreien. Ist dies Uebel einmal akut ge= worden, so ist eine Mannschaft von dieser Krankheit schlecht zu heilen. * Klein- Linden 1. VfB. 3b. 7: 3( 3: 3). Am Sonntag trafen sich in Klein- Linden obige Mannschaf ten zu dem fälligen Verbandsrückspiel. VfB. mußte schon vor. dem Spiel auf die zwei Punkte verzichten, da einige nicht spielberechtigte Spieler mit bei der Partie waren. Trotzdem KleinLinden mit nur 10 Mann antrat und kurz nach Halbzeit auch noch 2 Mann vom Platze verwiesen wurden, konnten sie das Spiel doch überlegen gewinnen. Das Spiel hatte den wahren Charakter eines Verbandsspieles. Der Schiedsrichter konnte nicht immer gefallen. - Gießen 1900 1. Kirchhain 1. 2: 1. Kirchhain brachte eine eifrige und schnelle Mannschaft nach Gießen, die allerdings technisch noch viel lernen muß. Die Gastgeber können froh sein, daß die zwei Punkte zu Hause blieben, in erster Linie ist dies dem Torwächter Brambach zu verdanken. Hohmann, Langsdorff, Kesseler und Schneider fielen völlig aus. Im Sturm war Luft recht gut. Wenn auch verschiedene Spieler tags zuvor in Mannheim schon ein Spiel absolviert hatten, so konnte doch immerhin ein besseres Spiel geboten werden. Der Schiedsrichter Wingenfeld- Fulda zeigte keine überzeugende Leistung. SpV. Heuchelheim 1. 1900 Gießen 2. 5: 1( 4: 1). Die 1900er bestritten dieses Treffen mit stark ersetzter Mannschaft, die nicht dem Spiel der Heuchelheimer gewachsen war. Der Platz war in einem sehr schlechten Zustand. wodurch ein klares Stärkeverhältnis der Mannschaften nicht zu erkennen war. Der Schiedsrichter hatte kein leichtes Amt, leitete aber gerecht. SpVg. 1900 2. Jgd. VfB.-K. Marburg 2. Jgd. 0: 0. Das Treffen stand unter ausgezeichneten Leitung von Bottle( Marburg) und hinterließ bei den Zuschauern den besten Eindruck. Die Vereinigten aus Marburg, schon von jeher gern gesehene Gäste, bewiesen erneut ihre hohe sportliche Auffassung. Das Ergebnis ist dem Spielverlauf nach als gerecht anzusehen. Beiderseits waren die Hintermannschaften das Beste. Vor allem hielt der Gießener Torwächter diesmal ausgezeichnet. * Frohnhausen Wetzlar 4: 5 in Wetlar. Das Spiel wurde in letter Minute nach Wetzlar verlegt und nur durch unglaubliches Pech verloren die„ Oranier" die Punkte. Wetzlar hat den Sieg nicht verdient. Im Verlauf des Spieles verloren die„ Frohnhäuser" 2 Leute und verschossen obendrein einen Elfer, der den verdienten Ausgleich gebracht hätte. * Ockershausen Frankenberg 3: 0. Der Sieg der Odershäuser in diesem Treffen stand niemals in Frage, und mußten diese noch höher gewinnen. Auf beiden Seiten wurde je ein Mann des Spielfeldes verwiesen, was die Schärfe des Kampfes sehr gut beleuchtet. Die Lahnkreisliga am 21. Januar. Marburg hat einen unberechenbaren Gegner, VfR. Butzbach, zu Gast, der ihm einen harten Kampf liefern dürfte. Die Franfenberger fahren in das Dillgebiet zu den Frohnhäuser„ Oranier", die sich die Punkte schwerlich nehmen lassen werden. Ebenfalls in das Dillgebiet nach Herborn fahren die Kirchhainer, denen ein Sieg zuzutrauen ist. Radfahren.uld as Erich Möller siegt in Stuttgart. Stuttgart, 14. Januar( Drahtbericht). Am Samstagabend einmal einen großen Nr. 6. 2 Bauer- Charlottenburg 79,580 Km.; 3. Juby- Frankreich 78,035 Km. Viererkampf. Gesamtergebnis: 1. Oskar Rütt 10 Punkte; 2. Frankenstein 9 Punkte; 3. Kühl 8 Punkte. Borgabefahren 6 Runden: 1. Martin Steger; 2. Tschunder 1 Lg.; 3. Bragard % Lg.; 4. Manthey 1 Lg. 100 Runden- Punktefahren: 1. Rütt 9 Punkte; 2. Kühl 7 Punkte. Bundes- Wanderfahrten. Die Alte- Herren- Fahrt des Bundes Deutscher Radfahrer führt in der Zeit vom 1. bis 12. August durch Baden und Bayern. Der Start ist in Freiburg, das Ziel in Gmunden. Die Strede umfaßt rund 700 km, an der Fahrt dürfen nur Bundesmitglieder über 50 Jahre teilnehmen. Die große Deutsche SternWanderfahrt findet in der Zeit vom 25. bis 29. Juli 1928 nach Göttingen statt. An der Fahrt können sowohl Kolonnen, wie auch Einzelfahrer teilnehmen. - Leichtathletik. Die Sechs Besten" der Welt. Eine Zusammenstellung der besten diesjährigen Leistungen auf dem Gebiete der Leichtathletik dürfte im Hinblick auf die olympischen Spiele nicht uninteressant sein. Es ergibt sich dabei die erfreuliche Feststellung, daß Körnig, Houben, Büchner, Schüller, Neumann, Engelhardt, Dr. Pelzer, Böcher, Kohn, Dobermann, Hoffmeister und Schlotat im Amsterdamer Wettstreit der Nationen vor günstigen Aussichten stehen. Selbstverständlich ist es nicht ausgeschlossen, daß noch dieser oder jener unserer Besten mit einer Ueberraschung aufwartet, seine diesjährige Form weit überbietet. In diesem Falle würde Deutschland beim Länderklassement mit Finnland etwa auf gleicher Höhe an zweiter Stelle folgen, an dem Gesamtsiege der Amerikaner wird jedoch selbst bei größter Anstrengung der Deutschen, Finnländer und Schweden nichts zu ändern sein. Die Aufstellung der„, Sechs Besten der Welt" hat folgendes Aussehen: 100m: Körnig- Deutschland 10,4; Borah- Amerika 10,4; HoubenDeutschland 10,4; Bowman- Amerika 10,5; Locke- Amerika 10,5; Andersen- Norwegen 10,5. 200 m: Borah- Amerika 20,9; Wykoff- Amerika 21,2; Körnig= Deutschland 21,4; Miller- Amerika 21,4; Schüller- Deutschland 21,4; Cummings- Amerika 21,4. 400 m: Spencer- Amerika 47,8; Gibson- Amerika 48,2; BüchnerDeutschland 48,2; Aldermann- Amerika 48,3; NeumannDeutschland 48,4; Engelhardt- Deutschland 48,6. 800 m: S. Martin- Frankreich 1: 52,8; Watson- Amerika 1: 53,6; Pelzer- Deutschland 1: 53,6; Engelhardt- Deutschland 1: 53,6; Lowe- England 1: 53,8; Conger- Amerife 1: 53,8. 1500 m: Helgas- Finnland 3: 56,1; Wiriath- Frankreich 3: 56,4; Böcher- Deutschland 3: 56,6; Pelzer- Deutschland 3: 57,0; BorgFinnland 3: 57,2; Nurmi- Finnland 3: 57,7. 5000 m: Eklöf- Schweden 14: 45,1; Nurmi- Finnland 14: 54,4; Mattilainen- Finnland 14: 56,4; Posti- Finnland 15: 01,8; Virtanen- Finnland 15: 02,6; Kohn- Deutschland 15: 03,0. 10000 m: Ritola- Finnland 31: 37,0; Stenfeld- Schweden 31: 38,2; Radendyk- Norwegen 31: 41,7; Mattilainen- Finnland 31: 49,2; Petersen- Dänemark 31: 52,0; Dehrn- Schweden 31: 58,0. 110 m Hürden: Werner- Amerika 14,6; Nichols- Amerika 14,6; Petterssen- Schweden 14,7; Burghley- England 14,8; WellsAmerika 14,8; Leistner- Amerika 14,8. 400 m Hürden: Gibson- Amerika 52,6; Burghley- England 54,1; Pelzer- Deutschland 54,4; Pomeroy- Amerika 54,6; FacelliItalien 54,8; Taylor- Amerika 55,0. Hochsprung: King- Amerika 1,97; Osborn- Amerika 1,95; Maynard- Amerika 1,94; Kesmarki- Ungarn 1,94; Hodges- Amerifa 1,93; P. Hansen- Norwegen 1,92. Weitsprung: Hubbard- Amerika 7,98; Cator- Amerika 7,69; Bates Amerika 7,54; Dobermann- Deutschland 7,53; Halberg- Schweden 7,47; Till- Amerika 7,45. Stabhochsprung: Carr- Amerika 4,26; Barnes- Amerika 4,19; Edmonds- Amerika 4,11; Dickard- Amerika 3,95; PetersenDänemark 3,95; Bradley- Amerika 3,90. Diskuswerfen: Hoffmann- Amerika 47,05; Soffmeister- Deutschland 47,04; Houser- Amerika 47,02; Egri- Ungarn 46,80; Marvalits- Ungarn 46,67; Mannerfeld- Schweden 45,68. Kugelstoßen: Järvinen- Finnland 15,17; Hoffmann- Amerika 15,13; B. Jansson- Schweden 15,08; Houser- Amerika 14,99; Wahlstedt- Finnland 14,95; Duhour- Frankreich 14,87. Sreerwerfen: Pentilä- Finnland 69,88; Lindström- Schweden 65,60; Nummi- Finnland 65,15; Szepes- Ungarn 64,80; Schlokat- Deutschland 64,60; Lamppu- Finnland 63,06. Hammerwerfen: Stöld- Schweden 53,85; Lindh- Schweden 52,02; Merchant- Amerika 52,00; Gwynn- Amerika 49,97; NotesEngland 49,65; Mc. Grath- Amerika 48,10. Marathonlauf: Bricker- Kanada 2: 40,05; Ferris- England 2: 40,32; Ohlsson- Schweden 2: 43,35,8; De Mar- Amerila 2: 43,49,8; Michelson- Amerika 2: 45,00; Natale- Italien 2: 46,30. * Sallensportfest in Münster i. W. Münster, 15. Januar( Drahtbericht). Das wiederum von Preußen Münster veranstaltete 2. Hallensportfest in der Halle ,, Münsterland" sah einige der besten deutschen Leichtathleten am Start. Jm Sprinterdreifampf bewies Meister Houben, daß er auch in der kommenden Saison wohlgerüstet am Start erscheinen wird. Das 60- m- Hürdenlaufen endete nach einem harten Kampf mit knappem Siege des Karlsruher Steinhardt über den Deutschen Meister Troßbach. In den Pendelſtaffeln schnitt Dortmund 95 nachdem 1. Mannschaft der Preußen Krehatte die Stuttgarter Stadthalle wieldenes Rad von Stutt Besuch aufzuweisen. Die Ergebnisse: gart: 1. Lauf 20 Km.: 1. Bauer 21:05 Min.; 2. Juby 110 m; Möller 180 m. Lauf, Km.: 1. Möller Min.; 3. Butet 290; 3.2 1, 2013. 21, 2017 21:25. Bez felb wieder einmal den Stab verloren hatte. Die Ergebnisse: 22: 28,2 Min.; 2. Möller 2 Lg.; 3. Juby 145 m. 4. Lauf, 20 Km. 1. Möller 21: 45,2; 2. Bauer 130 m; 3. Juby 1400 m. Gesamtergebnis: 1. Erich Möller- Hannover 79,810 m.; 1500 m Einladungslaufen: 1. Bolze- Hamburg 4: 10,8 Min.; 2. Hobu- Paderborn. Sprinterdreikampf: 50 m: 1. HoubenKrefeld 5,8 Sef. 60 m: 1. Houben 6,9 Set.; 2. Jonath 7 Sef. Mittwoch, den 18. Januar 1928. 70 m: 1. Houben 8,1 Sek.; 2. Jonat 8,2 Set. Gesamtergebnis: 1. Houben 17 Punkte; 2. Jonath 14 Punkte; 3. Ahrens 9 Punkte. 60 m Hürden: 1. Steinhardt- Karlsruhe 8,2 Set.; 2. TroßbachBerlin 8,3 Gef. 4 mal 50 m: 1. Dortmund 95 23,6 Gef; 2. Preußen Krefeld 2. 10 mal 50 m: 1. Dortmund 95; 2. Münfter 08 2.. 3 mal 1000 m: 1. TuS. Bochum 8:27 Min.; 2. DSC Gütersloh. * Berliner Winterwaldlauf. Berlin, 15. Jan. Trotz des ungünstigen Wetters, am Sonntag erfüllten fast alle Berliner Vereine ihre Meldung zum Berliner Winterwaldlauf. Das Rennen der Hauptklasse, das über 6 km führte, wurde von dem Chorlottenburger K. Schmidt in 20: 44,4 Minuten knapp vor Molitor AEG. und MirtelCharlottenburg gewonnen. Den Mannschaftssieg errang der SC- Charlottenburg mit 48 Punkten vor ARG. und Postsportverein. Den zweiten Hauptlauf über 4 km holte sich TeutoniaBerlin in 12: 27,8 gegen Romet. „ Gießener Zeitung" Sonstiges. Glänzende Erfolge hatte die deutsche Ski- Olympiamannschaft bei ihren Auftreten in Pontresina. Sie traf auf die Mannschaften von der Schweiz, Italien und Japan und belegte die beiden ersten, den vierten, sechsten und siebenten Plaz durch Recknagel, L. Krazer, Heiler, K. Neuner und W. Glas. * Das Marathonschwimmen 1928 findet nicht in Berlin, sondern doch wieder auf dem Ontario- See bei Toronto statt. * Jack Sharken und Tom Heeney, zwei Anwärter auf einen Kampf mit Weltmeister Tunney, borten in New York über 12 Runden unentschieden. Hochschulsport. Um die Südwestdeutsche Fußball- Hochschulmeisterschaft spielte die Universität Gießen gegen Mannheim und gewann nach Verlängerung 6: 4. Mannheim zählt zur besten Klasse und konnte auch in der ersten Halbzeit mit drei Toren in Führung gehen. Nach Halbzeit fanden die Gießener sich besser zusammen und holten kurz nacheinander auf. Bei Schluß des Spieles ſtand die Partie 4: 4. Nach weiterem Seitenwechsel klappte die MannDas Breslauer Hallensportfest, das am 29. Januar statt- schaft der Mannheimer zusammen und konnte nicht mehr ge> fährlich werden. finden sollte, ist abgesagt worden. Ein Bluff- Rekord ist die Meldung der Amerikaner, daß Lloyd Hahn die 880 Yards in 1: 53,8 Min. gelaufen sei. Die Nachprüfung der Strecke ergab nur 821 yards. * CHEVROLET- EIN ERZEUGNIS VON GENERAL MOTORS nejjed 1939 399] 1966 Arvono mied danlatans 3 A nganini b smio imbord hindasin CHEVROLET Der große 2018 and kraftvolle, sichere Wagen zu dem unerhört niedrigen Preise von nur 4425 M ine Million Käufer wählten Eine im Jahre 1927 den Chevrolet. Sie wußten warum! Chevrolet gewährt räumliches Behagen und außerordentliche Kraft und Ausdauer; er ist erstaunlich preiswert in Anschaffung und Betrieb. Die große, kraftvolle, unverwüstliche Chevrolet- Coach kostet nur 4425 M, der Sedan nur 4825 M- ab Berlin. Und hinter jedem Chevrolet steht für ein volles Jahr die Ga rantie der General Motors. 0 Kommen und sehen Sie Unser autorisierter Händler und sein Wagen steht zu Ihrer Ver fügung. Machen Sie noch heute eine längere Probefahrt. Der Chevrolet wird zu güns tigen Zahlungsbedingungen sofort geliefert. Nr. 6. Um die Meisterschaft im Handball spielte Marburg gegen Universität Frankfurt und mußte sich mit 3: 5 geschlagen bekennen. Hier wurden von beiden Mannschaften wahre GlanzLeistungen gezeigt. Besonders beide Torleute waren in bestechend guter Form. Frankfurt gewann das Spiel auf Grund besserer Wettspielerfahrung, mußte sich jedoch in der zweiten Halbzeit seiner Haut recht kräftig wehren. Bücherbesprechung. Jm Akropolis- Verlag zu Hannover ist ein Werk erschienen, das gegen den riesenhaften Leerlauf in Staat und Wirtschaft Sturm läuft. Das Werk betitelt sich: Die große Not der Deutschen, ihre Ursachen und Wege zu wirklichem Wiederausstieg. Der Verfasser, F. L. L. Tascanus, ein selbständig Schaffender, steht mit beiden Füßen mitten im Wirtschaftsleben und trägt zu seinem Teil an den schier unüberbietbaren Lasten, die dem Erwerbsleben aufgebürdet sind. 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