Nr. 22. chten und daber und Nürburg r von den Verrten mit der in elangten Anzahl menadeplatz 16) jantes in Schrift rbigen Titelblatt uf der Deutschen auch praktischen in in Gießen. iße nd diges deren ermä= chädigen muß auch frei von wirkung ffee aus arten u. Scher Her dürfnisse wohl= mmlich Tassen g.dabei das rof eitung: Wasser chen. Trage ev eleiv esőb deg nns ruches erhält on mir hergestellt. Apparat 30X22 cm be, mahagonifarben -Platte, la Glimmer, zum Fabrikpreis kl. Verpack., ohne g, geg.Nachnahme. ung mit, ob Sie den agonifarb. wünsch. rthmann e- Fabrikation re Sterngasse 3. tungsücher ie n. Goldmarkneken ft Landw. 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D. von Posadowsky aufgestellt. * Der Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt in Buenos Mires, Restilli, ist zum ersten argentinaschen Botschafter in Ber= lin ernannt worden. * Der französische Senat bewilligte 400 000 Fr. für die Teilnahme Frankreichs an der Internationalen Presse- Ausstellung Köln 1928. Der deutsch- russische Konflikt. Berlin. Nachdem nun die deutsch- russischen Wirtschaftsbe sprechungen durch die Verhaftungen der deutschen Ingenieure unterbrochen werden mußten, hat die Sowjetdeligation die Konsequenzen daraus gezogen und wird nach Moskau zurückfahren. Heute wird sich der Auswärtige Ausschuß des Reichstages mit dem Bericht des Reichsaußenministers über die Genfer Verhandlungen, dann aber auch mit den deutsch- russ. Beziehungen befassen. Es kommt immer mehr zum Ausdruck, daß das Verhalten der Sowjetregierung nicht dem internationalen Brauch entspricht. Alle Parteien sind der Auffassung, daß das Vorgehen der russischen Regierung auf innerpolitische Gründe zurückzuführen ist. Die Besprechungen des Reichsaußenministers mit dem russischen Botschafter Krestinski sind ebenso ergebnislos verlaufen, wie die Besprechung des deutschen Botschafters in Moskau mit Tschitscherin. Dr. Stresemann hat dem russischen Botschafter ein Memoire überreicht, das auch die Mitteilung über den Abbruch der deutschen russischen Wirtschaftsverhandhungen enthält und verlangt, daß zur Vertretung der deutschen Ingenieure deutsche Verteidiger von der russischen Regierung zugelassen werden. Die Mitteilungen, die das Auswärtige Amt über das Schickfal der Ingenieure besitzt, sind außerordentlich dürftig. Anscheinend muß mit einem mehrmonatigen Untersuchungsverfahren gerechnet werden. Nach russischem Brauch wird wohl ein Sondergericht stattfinden, und dieses Sondergericht wird einen Entscheid fällen, der von Moskau befohlen wird. In Moskau felbst scheint man bisher noch keine Klarheit darüber zu haben, welche schwere Schädigung Rußland durch seine jetzige Haltung in der ganzen Welt erhält. Englands Interesse am Konflikt. London. Die vorläufige Unterbrechung der deutsch- russischen Handelsbesprechungen findet in England besondere Aufmerkfamkeit, da verschiedene Konzerne die Absicht haben, in engere Handelsbeziehungen mit Rußland einzutreten. Standard" sucht sich die plötzliche Verhaftung der Deutschen mit der Absicht der russischen Regierung zu erklären, die Deffentlichkeit in Rußland auf einen Zusammenbruch der Verhandlungen vorzubereiten. ,, Evening Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M Samstag, den 17. März 1928 roten Seidenmantel überreicht. Der Mantel bedeutet, daß seine Träger afghanische Herzöge sind. Zubkoff ausgewiesen. Köln. Der Kölner Regierungspräsident hat den Gemahl der Prinzessin Viktoria, Alexander Zubkoff, aus dem deutschen Reichsgebiet ausgewiesen. Zubkoff soll bereits das Reichsgebiet verlassen haben und sich auf dem Wege nach Afrika befinden, während seine Gattin, von der Ausweisung nicht bebetroffen, sich zur Zeit wieder in Bonn befindet. Gewerbesteuer. Dem Landtag hat in den letzten Tagen die Regierung einen Gewerbesteuergesezentwurf für 1928 vorgelegt. Er verfolgt nicht den Zweck, die Gewerbesteuer zu erhöhen, sondern will die Forderungen der Gewerbetreibenden nach neuen und Die jetzigen gerechten Besteuerungsgrundlagen erfüllen. Grundlagenfür die Umlegung der Gewerbesteuer sind veraltet ( Betriebsvermögen vom 31. 12. 1923, Umsatz des Jahres 1925). Die daraus erwachsenden Unzuträglichkeiten sind so stark, daß die Regierung glaubt, nicht auf das Reichsrahmengesetz für die Gewerbesteuer warten zu können, denn dieses Gesetz tritt frühestens im Jahre 1929 in Kraft. Auf den Inhalt des Gesetzentwurfs soll demnächst näher eingegangen werden, doch sei schon heute darauf hingewiesen, daß die Besteuerungsvorschriften des Entwurfs die gleichen sind wie in dem vorjährigen Entwurf. Die beteiligten Berufsvertretungen haben dazu schon im Der Ent Vorjahr Gelegenheit zur Stellungnahme gehabt. wurf stellt kein selbständiges Gewerbesteuergesetz dar, sondern ist eine Abänderung der Gewerbesteuervorschriften des Gemeindeumlagengesetzes. Bis zum Reichsrahmengesetz für die Gewerbesteuer soll also das Gemeindeumlagengesetz die zusammenfas= sende Grundlage für die Realsteuern des Landes und der Gemeinden sein und bleiben. Die in den Steuerjahren 1925 bis 1927 bezahlten vorläufigen Gewerbesteuern werden mit den Vorauszahlungen auf die Grundsteuer und die Sondergebäudesteuer 1927 in einem anderen Gesetzentwurf behandelt, der ohnedies für die Fortentrichtung der Landessteuern und Gemeindesteuern in dem Steuerjahr 1928 erforderlich ist. Dieser Gesetzentwurf trägt die Bezeichnung ,, Steuervorauszahlungsgesetz für 1928" und ist ebenfalls dem Landtag bereits zugegangen. * Die Auswirkungen der Durchführung des Arbeitslosenversicherungsgesetzes. Die Regierungsparteien haben im Reichstag am 13. 2. nachfolgende Interpellation eingebracht: Die Durchführung des neuen Gesetzes über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung hat auf dem platten Lande Folgen gezeitigt, die den ländlichen Arbeitsmarkt höchst ungünstig beeinflussen. Arbeitskräfte, die früher alljährlich in der Landwirtschaft, vor allem in der Forstwirtschaft, den Winter über gearbeitet haben, entziehen sich jetzt auf Grund des Wegfalls der Bedürftigkeitsprüfung und wegen der höheren Versicherungsleistungen derartigen Arbeiten. Außerdem birgt der jetzige Zustand die Gefahr in sich, daß auch die bodenstän= digen Arbeitskräfte veranlaßt werden, einer ständigen und damit geringer bezahlten Arbeit aus dem Weg zu gehen und durch Uebernahme von verhältnismäßig hoch entlohnter Saisonarbeit in eine möglichst hohe Unterstützungsklasse zu kommen, und dann möglichst großen Vorteil von der Arbeitslosenversicherung zu ziehen. Sind diese Mißstände und Gefahren der Reichsregierung bekannt? Welche Maßnahmen gedenkt sie im Einvernehmen mit der Reichsanstalt für Arbeitsvermitt lung und Arbeitslosenversicherung zu treffen, um die den ArArbeitsbeschaffung, als wichtigste Maßnahme in der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, wieder in den Vordergrund zu rücken? Braun will feine Bauern empfangen! beitswillen lähmenden Mißstände zu beseitigen und um die Ein Schreiben des Ministerpräsidenten Braun an den Reichslandbund. Berlin. Der preußische Ministerpräsident Braun sandte an den Reichslandbund in Berlin ein Schreiben, in dem es heißt: ,, Auf Ihre Zuschrift vom 9. Ds. Mts., in der Sie mir mitteilen, daß eine Deputation des Pommerschen Landbundes am 16. ds. Mts. nach Berlin fomme, um von mir empfangen zu werden, um mir die Not der Landwirtschaft Pommerns vorzutragen, erwidere ich ergebenst daß ich im Hinblick auf die mit unwahren Behauptungen gegen die preußische Regierung inszenierte demagogische Hehe des Landbundes es, ablehnen muß, die Deputation zu empfangen...". Die bayerischen Wahlen gleichzeitig mit den Reichstagswahlen. München. Besprechungen zwischen dem Landtag und der Staatsregierung haben zu dem Ergebnis geführt, daß die sämtlichen bayerischen Wahlen mit der Reichstagswahl verbunden werden sollen. Reichspräsident und Reichskanzler afghanische Herzöge. Berlin. Vor einigen Tagen hat der afghanische Gesandte in Berlin sowohl dem Reichspräsidenten v. Hindenburg als auch Reichstanzler Dr. Mary je einen afghanischen Orden und einen Die Interpellation bestätigt die Befürchtungen des Handwerks, daß man in der sozialen Fürsorge zu weit gehen kann und auch zu weit gegangen ist. Hier müssen im Interesse der Gesamtheit Mittel und Wege gefunden werden, die vorkommenden Mißstände zu beseitigen. Die Versicherung für den Fall der Arbeitslosigkeit darf sich niemals als eine Belohnung für mangelnden Arbeitswillen auswirken. Berbot gewöhnlicher Vollgummireifen für Kraftfahrzeuge. Berlin. Die vom Reichsverkehrsministerium auf der braunschweigischen Versuchsstraße angestellten Versuche ergaben, daß durch die gewöhnlichen Vollgummireifen eine besonders starte Wegabnuzung hervorgerufen wird. Der Reichsverkehrsminister beabsichtigt daher, in den nächsten Tagen durch eine Verordnung die gewöhnlichen Bollgummireifen, von unbedeutenden Ausnahmen abgesehen, zu verbieten. Das Verbot soll für die am 1. April zuzulassenden Fahrzeuge sofort, für früher zugelassene Kraftfahrzeuge zweds Ermöglichung des allmählichen Reifenaufbruchs ab 1. Juli 1929 und für Anhängewagen ab 1. Januar 1930 wirksam werden. Grundsätzlich hat an Stelle der Vollgummireifen Luftbereifung zu treten. Nur für zweiachsige Lastfahrzeuge über drei Tonnen sollen neben Luftreifen auch hochelastische Vollgummireifen( sogenannte Kissenreifen) zu gelassen sein. - Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lotol 1 Big.. die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pia Blake vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. u boilklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermaẞigung Nummer 23 Gedanken zur Reichsreform. Schluß. IV. Das Reichsland Hessen. Diese Gedanken über das Ganze und über die Stämme als organische Bestandteile des Ganzen leiten uns auch in der ,, hessischen Frage", nicht persönliche oder Gruppenwünsche. Es kann und darf nur eine Lösung gefunden werden, die diesen Gedanken entspricht und die einen geeigneten Ausgangspunkt für die zukünftige Reichsreform bietet. Für diese Lösung stel= len wir in großen Zügen folgende Richtlinien auf: 1. Hessen soll das erste Reichsland im Sinne der Reichsreform werden. Das bedeutet zunächst territorial, daß der ganze hessische Stamm in diesem Reichsland vereinigt wer= den soll. Der jetzige Volksstaat Hessen umfaßt kaum die Hälfte der stammhessischen Bevölkerung. Der übrige Teil lebt in einem Gebiete, das heute zu Preußen gehört und im wesentlichen die Regierungsbezirke Kassel und Wiesbaden bildet. Eine genaue Abgrenzung wird absichtlich nicht gegeben, weil gemäß den aufgestellten Grundsägen die Abgrenzung außer durch sorgfältige Prüfung der stammlichen und geschichtlichen Zusammenhänge auch durch den Willen der Bevölkerung bestimmt werden soll. - Die Forderung des Zusammenschlusses aller, auch der im preußischen Staatsverbande lebenden Hessen zu dem neuen Reichsland wird auf zahlreiche unwillkürliche und gewollte Mißverständnisse und auf starke Widerstände stoßen. Insbesondere werden wir uns gegen den voraussichtlich böswillig erhobenen Vorwurf zu wehren haben, daß wir durch unsere Pläne wie die Groß- Hessen- und Rheinstaatpläne von 1923 die rheinische Westmark gefährden. Abgesehen davon, daß wir zunächst mit unserem praktischen Ziel, dem Reichsland Hessen, feineswegs eine baldige, überstürzte ,, Umgruppierung" veranlassen wollen, können wir darauf hinweisen, daß unser„ Reichsland" und andere gleichartige Gebilde-nicht mehr die große Gefahr fremder Beeinflussung heraufbeschwören, wie die geplanten ,, Westdeutschen Republiken", die ausdrücklich Pufferstaaten im Rahmen des Reiches mit eigenen ,, Regierungen“ werden sollten, die in ihren allzu exponiert gelegenen ,, Hauptstädten" allerdings fremden Einflüssen ausgesetzt gewesen wären. Die neuen Reichsländer haben nur eine Regierung, die des deutschen Reiches. Ein Reichsland im Westen, das also politisch( im Sinne der Staatsführung) ganz in der Hand der Reichsregierung ist, könnte unserer Ansicht nach die Rheinfront nur stärken. Ob ein rheinisches Reichsland bald unserem Beispiel folgen wird, wissen wir nicht. Ein unmittelbarer Anlaß dazu liegt nicht vor Und für eine spätere Zeit halten wir auch diese Neubildung für berechtigt und zweckmäßig. Man wird uns nun auch bezichtigen, wir arbeiten auf die„ Zerschlagung Preußens" hin. Dieses Wort verliert seinen Schrecken, wenn wir darauf hinweisen, daß Preußen damit in der Reichsreform nichts verliert, denn andere ,, Staaten", gegenüber denen es an Bedeutung verlieren könnte, bleiben nicht bestehen. Aus dem gleichen Grunde würde es seine territoriale Ueberlegenheit gar nicht geltend machen können; denn PreuBen wird ja auch aus einem„ Staat" zum„ Reichsland". Bei ruhiger Ueberlegung könnte also Preußen ohne Widerstreben das Opfer bringen, zur Schaffung des Reichslandes Hessen ge= mäß Art. 18 der Reichsverfassung seine Zustimmung zu geben. 2. Sind die territorialen Schwierigkeiten behoben, so wird sich eine verfassungsrechtliche Regelung unschwer finden lassen, so ungewohnt die Aufgabe auch erscheint. Eine der Reichsregierung unterstellte, streng auf das Notwendigste zu= geschnittene Verwaltung wird mit hessischen Beamten besetzt. Der Leiter der Verwaltung( ein Beamter mit Fachbildung) wird mit Zustimmung des Landtages ernannt, der vielleicht, um auch hier den Schritt von der Parlamentspolitik zur sachlichen Arbeit zu tun, als„ Landesausschuß", aus den Kreisund Provinzialtagen hervorgehen könnte. Der Landtag beschließt weiter auf Grund reichsgesehlicher Delegation die für das„ Reichsland" notwendigen Geseze und wirkt in der Verwaltung des Bildungswesens und aller sonstigen kulturellen Angelegenheiten mit. Im Reichsrat ist Hessen weiterhin durch vom Landtag( oder Landesausschuß) beauftragte Mitglieder vertreten.( Aufgabe des Landtags oder Landesausschusses und der Reichsratsvertreter ist es, auf die oben angedeutete Verfassungsreform tonstitutionelle Regierung des Reichspräsidenten und Gleichstellung des Reichsrats mit dem Reichstag zu drängen.) - Die hier gegebenen Richtlinien machen keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie stellen auch kein endgültiges Programm dar. Wir wollen nur dadurch, daß wir unsere augenblicklichen Ansichten äußern, eine Aussprache über diese wichtige Frage veranlassen, die bei gutem Willen und ehrlicher Mitarbeit aller Beteiligten einen Weg zur praktischen Lösung öffnen wird." ( Diese Schlußbemerkung geschrieben Anfang November gilt auch, bezw. erst recht für die hiermit erfolgte Veröffentlichung. B.) 1926 - Wiedereinführung der Rettungsmedaille in Hessen. Die Deutsche Volkspartei beantragt, die Regierung zu er suchen, auch im Volksstaate Heffen, wie das in anderen deutschen Ländern bereits geschehen ist, das Ehrenzeichen für Lebensrettung wieder einzuführen und dem Landtag alsbald eine Vorlage in dieser Richtung zu unterbreiten. Samstag, den 17 Samstag, den 17. März 1928. Die Betätigung der öffentlichen Hand in der Privatwirtschaft. Seit dem Kriege versuchen die öffentlichen Körperschaften immer und immer wieder, Gebiete, die ihrem Wesen nach der Privatwirtschaft vorbehalten bleiben sollten, an sich zu reißen. Dieses Bestreben der Kommunen hat erst vor kurzem dem Reparationsagenten Parker Gilbert Veranlassung gegeben, sich in unsere internsten Angelegenheiten hineinzumischen und von ,, kurzsichtiger und ungesunder innerer Politik" zu sprechen. Diese abfällige Kritik des Reparationsagenten hätte sicher vermieden werden können, wenn insbesondere die Kommunen nicht den kostspieligen Ehrgeiz hätten, sich auf Kosten der steuerzahlenden Bevölkerung auf allen möglichen Gebieten der privaten Wirtschaft zu betätigen. Diese Sozialisierungsbestrebungen machen sich in erster Linie auf dem Gebiete des Wohnungswesens bemerkbar. Seit einigen Jahren besteht in Leipzig ebenso wie in anderen Großstädten, eine städtische( Regie-) Baugesellschaft, die sich dank der sozialistischen Mehrheit im Stadtverordneten- Kollegium behauptet. Diese städtische( Regie-) Baugesellschaft entfaltet gerade in der letzten Zeit wieder eine besonders rege Tätigkeit, da ihr von der Stadt Leipzig aus wesentlich günstigere Existenzbedingungen verschafft werden, als sie für den einzelnen Pripatbetrieb möglich sind. Ihr werden nämlich sämtliche Arbeiten an alten und neuen Grundstücken der Stadt Leipzig übertragen, die nicht ausgeschrieben werden. Soweit aber tatsächlich Ausschreibungen erfolgen, sind ihr nach einem Beschluß des Stadtverordneten- Kollegiums drei Fünftel der zur Vergebung gelangenden Arbeiten zu übertragen, und zwar zum Durchschnittspreise der eingegangenen Kostenanschläge privater Firmen. Die übrigen zwei Fünftel der Bauarbeiten werden dann den privaten Firmen zur Ausführung überlassen, und zwar selbstverständlich denen, die die auszuführenden Bauarbeiten am billigsten veranschlagt haben. ,, Gießener Zeitung" Betriebe werden Unsummen gebraucht und dafür Auslands= anleihen aufgenommen, die eine absolut unproduktive Anlage finden. In Wirklichkeit würden solche kommunalen Unternehmungen recht bald einen auch nach außen hin sichtbaren kläglichen Zusammenbruch erleiden, wenn ihnen nicht durch Steuerfreiheit und laufende finanzielle Zuschüsse aus dem Gemeindesäckel die Möglichkeit gegeven wäre, eine Prosperität vorzutäuschen, die ihnen ihrer inneren Struktur entsprechend wohl ausnahmslos versagt bleiben muß. Durch dieses Vorgehen der Leipziger Stadtverwaltung wird nicht nur der Privatwirtschaft und gerade dem gewerblichen Mittelstande schärfste Konkurrenz auf Kosten der steuerzahlenden Bürger gemacht und die Privatwirtschaft durch zwecklose Ausarbeitung von Kostenanschlägen ihrer überaus wertvollen Arbeitszeit beraubt, sondern auf diese Weise werden auch Steuergelder sinnlos verwirtschaftet, da doch die städtische ( Regie-) Baugesellschaft die Bauarbeiten nicht nach dem billigsten Kostenanschlag, sondern nur zum Durchschnittspreise der eingegangenen Kostenanschläge privater Firmen auszuführen braucht. Nr. 23. mann, Dr. Johannes Frenkel, in der Zeitschrift des Preußischen Statistischen Landesamtes 1926 einen Fehlbedarf von 1,7 Mill. „ errechnet." Aehnliche„ kleine Verschiedenheiten" weisen auch die von den einzelnen Städten aufgemachten Fehlbedarfsstatistiken auf. Die von Dr. Frenkel„ errechnete" Ziffer ist also das Dreifache des vom Reichsarbeitsministeriums errechneten Fehlbedarfs an Wohnungen. Wie hoch ist der wahre Wohnungsbedarf? bei der Durchführung dieser Zählung angewandt hat, nie beseiDie Frage der Wohnungswirtschaft und des Wohnungsbaues stehen naturgemäß immer noch im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses. Vielfach hatte man gehofft, durch die auf Grund des Gesetzes vom 2. März 1927 am 16. Mai 1927 in 8052 Gemeinden des Deutschen Reichs( ohne Saargebiet) durchgeführte Reichswohnungszählung einen einigermaßen klaren Ueberblick über den tatsächlichen Wohnungsbedarf zu ge= winnen. Diese Hoffnung hat sich leider nicht erfüllt. Aber es war vorauszusehen, daß die Reichswohnungszählung den in weiten Kreisen gehegten Wunsch, Klarheit über den wahren Fehlbedarf an Wohnungen zu gewinnen, nicht erfüllen würde, da diese Statistik durch die Art ihrer Durchführung von vornherein zum Mißlingen verurteilt war. Dieses rühmliche" Beispiel hat bereits in anderen Großstädten Nachahmung gefunden und selbstverständlich will auch die Stadt Berlin in der planmäßigen Vernichtung ihrer Steuerzahler nicht hintanstehen. Auch sie sägt daher fleißig an dem Ast, auf dem sie sitzt. Obwohl die Einkaufsgesellschaft der Wohnungsfürsorgegesellschaft vielfach bekämpft wird, beabsichtigt der Magistrat Berlin die Gründung einer Baustoffeinkaufsgesellschaft. Die neu zu schaffende Baustoffeinkaufsgesellschaft, gegen deren Gründung bereits die Industrie- und Handelstammer zu Berlin in einer Eingabe an den Magistrat Berlin schärfsten Widerspruch erhoben hat, soll nicht nur die Bauten, die die Stadt als Bauherrin herstellt, sondern auch die Bauten, die aus Hauszinssteuerhypotheken von privater Seite errichtet werden, mit Baumaterialien versorgen. Vor der Durchführung der Reichswohnungszählung wurden bekanntlich die unglaublichsten Ziffern über den Fehlbedarf an Wohnungen genannt, die lediglich geeignet waren, die Unruhe weiter Volkskreise zu steigern. So schreibt der Oberbürgermeister von Berlin, Dr. Böß, seinerzeit den Fehlbedarf auf ungefähr 2 Millionen Wohnungen. Die gleiche Urteils- und Hemmungslosigkeit macht sich auf diesem Gebiete auch heute noch % Jahr nach der Reichswohnungszählung, zum Nachteil einer ruhigen und sachlichen Beurteilung der Lage auf dem Wohnungsmarkt bemerkbar. Niemand wird es einer Stadtverwaltung verargen, daß sie versucht, Instandsetzungsarbeiten an ihren Grundstücken gut und preiswert ausführen zu lassen und auch für ihre Bauten Baustoffe vorteilhaft einzukaufen. Damit erfüllt sie nur ihre Pflicht und Schuldigkeit den Steuerzahlern gegenüber, aber die Errichtung von städtischen Monopolbetrieben unter Schaffung foſtspieliger Verwaltungsapparate auf Kosten der Steuerzahler ist vom wirtschaftlichen und sozialen Standpunkt unbedingt zu verwerfen. Es ist selbstverständlich, daß die Pläne auf Schaffung von städtischen Monopolbetrieben, insbesondere auf dem Gebiete des Wohnungswesens, voll und ganz dem Bestreben und den Zielen der Linksparteien entsprechen und daß mit der Gründung von Baugeſellſchaften und Bauſtoff- Einkaufsgesellschaften eine verschleierte Ausdehnung der Sozialisierung auf dem Gebiete des Wohnungswesens bezweckt wird. Zur Gründung und Aufrechterhaltung solcher städtischer Grüner Rasen Blaue Wellen. Roman von Otto von Gottberg. 39. Fortsetzung. zuheben, wären fo en wendig geworden, d ausschuß zur nochm Der zwedmäßigste W ausiauß wird sich Abteilungen des W vier Mitgliedern d Ausschusses zufamme hören dem Arbeits Charlottenburg aus difus Dr. Paescht aus dem Sozialpoli tungen über das B Diese Unklarheit über den tatsächlichen Wohnungsbedarf, die allenthalben noch trotz der Reichswohnungszählung besteht, wird sich in Anbetracht der merkwürdigen Methoden, die man tigen lassen. Die Reichswohnungszählung ist also im wahrsten Sinne des Worts ergebnislos verlaufen, denn was man viel fach von ihr erhofft hat, hat sie bis jetzt nicht erfüllt und wird sie auch niemals erfüllen können. Der einzige„ Erfolg", den. die Reichswohnungszählung gezeitigt hat, ist der, daß sie die Unklarheit über den wahren Fehlbedarf an Wohnungen anstatt verringert nur noch vergrößert hat. Das Statistische Reichsamt kommt bei der Reichswohnungszählung bekanntlich zu einer Gesamtzahl von 1 Million Familien ohne selbständige Wohnung. Interessant ist hierbei, daß es auch in seiner Untersuchung nach einer dreifachen verschiedenen Berechnung zu ähnlichen Ergebnissen gelangt. Die Mindestergebnisse dieser drei Berechnungen sind: 1. Schäzung 930 00 bis 1020 000; 2 Schäßung 990 000 bis 1 060 000; 3. Schätzung 980 000. Bei der ersten Schätzung ist der Zugang an Haushaltungen mit dem Zugang an Wohnungen verglichen. Dabei ist der Zugang an Haushaltungen unter Verwertung der Volkszählungsergebnisse von 1910 und 1925 berechnet. Bei der 2. Schätzung ist die Statistik der Bevölkerungsbewegung und der Bautätigkeit von 1919 und 1925 zu Grunde gelegt. Die dritte Schäzung geht von der Wohnungszählung deutscher Städte im Frühjahr 1925 aus. Gerda gab das Zureden nicht auf, obwohl Elisabeth in Schmerzen mit bleichen Lippen müde lächelte:„ Laß, Gerdchen. Es mußte so kommen und es ist gut so!" Im Interesse der Gesamtheit wäre es wirklich besser, wenn die Regierungsstellen von ihren theoretischen Erwägungen endlich ablassen und sich der bestimmt mehr Erfolg versprechenden Praxis, der Lockerung des Ausnahmezustandes auf dem Gebiete des Wohnungswesens, zuwenden würden. Um die Sozialen Hauptwahlen. at von neuem beg Was das Arbe läufige Reichswirtsc fchluß gebracht und ficht. Die Beratung jo daß es an und fü beitsschutzgesetz dem zeitigen politischen dieser Reichstag fich selnen Teilen desse gestellt werden, daß Washingtoner Abfor nehmen, Deutschland hier voreilig festzule Keine Fahr auf den Der Deutsche 5 fich, einer Anregung den Reichspostminist welche die von der buslinien zur Fahrt and Fortbildungssch tigungen zuzugesteh durch einräumt, daß Unterm 20. Februa kende Stellungnahm Der Antrag der Reichstagsabgeordneten Lambach und Genossen vom 19. Oktober v. J. ersuchte bekanntlich die Reichsregierung, einen Gesetzentwurf über soziale Hauptwahlen einzubringen, die durch den Reichswahlleiter durchgeführt werden sollten. Das Gesetz sollte die Entscheidung über die Zusammensetzung der in sämtlichen sozialen Körperschaften zu entsendenden Vertretungen der Arbeitgeber, der Arbeiter und Angestellten in je einen einzigen Wahlgang legen und an Stelle der jetzigen Berufung der Arbeitsrichter deren Wahl durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer vorsehen. Das bei diesen Sozialen Hauptwahlen erzielte Stimmenverhältnis sollte jeweils bis zur nächsten So zialen Hauptwahl den Schlüssel für die Verteilung der Site bei den in Frage kommenden Körperschaften( Angestellten-, Inva liden, Knappschafts-, Unfall-, Kranken- und Arbeitslosenverſicherung) abgeben. In der gleichen Richtung forderte eine Entschließung der Abgeordneten Thiel und Genossen vom 13. Fe bruar d. J. durch Soziale Hauptwahlen, die in Abständen von vier zu vier Jahren stattzufinden haben, das Stärteverhältnis aller für die verschiedenen Körperschaften vorschlagsberechtigten Gruppen festzustellen. Im Gegensatz zum Statistischen Reichsamt hat das Reichsarbeitsministerium, wie es in seiner Denkschrift über Wohnungsnot und ihre Bekämpfung bekannt gibt, einen Fehlbedarf von ungefähr 600 000 Wohnungen errechnet, eine Ziffer, deren Richtigkeit von ihm schon seit Jahr und Tag behauptet wird. Im Grunde genommen, ist anzunehmen, daß der Fehlbedarf an Wohnungen bei weitem weniger als 600 000 Wohnungen beträgt, denn es wäre irrig, zu glauben, daß jede Haushaltung und Familie, die sich bei der Reichswohnungszählung als selbständige Haushaltung aufgeführt hat, tatsäch= lich eine eigene Wohnung beansprucht. Wenn man das Ergeb= nis der Reichswohnungszählung richtig erfassen und verwerten will, wuß man von dem Gesamtergebnis der Reichswohnungszählung einen weit größeren Abzug für Haushaltungen und Familien machen, die keine selbständige Wohnung bean= spruchen, als dies das Reichsarbeitsministerium getan hat. Bekanntlich wohnten nämlich bereits vor dem Kriege unzählige Familien bezw. Haushaltungen mit anderen in einer Wohnung zusammen, sei es nun mit Rücksicht auf ihre wirtschaftliche Lage oder aus freiem Entschluß, familiären Rüdten usw. Gegen Abend konnte sie sich aufrichten und nach einem Hustenanfall stöhnen:„ Gerdchen, auf dem alten Kirchhof will ich liegen, weil dort im Frühjahr die ersten Schneeglöckchen und dann die Veilchen und Maiblumen so wild und wirr über alle Gräber wuchern. Maiglöckchen gib mir auch in den Sarg! Große, große Sträuße von meinen Lieblingsblumen will ich mit beiden Armen an die Brust drücken, und Musik soll kommen und der Kirchenchor muß fingen: Schlaf, Kindchen, schlaf! Schlafen will ich, Gerda, denn ich bin müde. Wenn sie mich dann nach der Trauerrede aus dem Hause tragen, dann wundre dich nicht, Gerda- dann sollen sie das Flaggenlied spielen. Du summit leise den letzten Vers mit... vom sterbenden Piloten, der noch die Fahne schwarz- weiß- rot hebt. Das ist für ihn, zu dem ich gehen will und dem sie nichts über seinen Stahl= farg auf dem Meeresgrund gesungen haben. Vielleicht hören wir oben das Lied schon zusammen. Dann habe ich ihm doch eine Freude mitgebracht!" Daß über den tatsächlichen Wohnbedarf nicht allein in amtlichen Kreisen größte Unklarheit herrscht, geht daraus hervor, daß der allgemein bekannte Staatssekretär a. D. Auguſt Müller in seinen Ausführungen in der„ Deutschen Wirtschaftszeitung", dem Organ des Deutschen Industrie- und Handelstages, zu dem Ergebnis gelangt, daß sich der Wohnungsmangel unter einer halben Million hält, während ein anderer FachSchluchzend sank Gerda am Bettrand auf die Knie. Da flang fast scheltend die Stimme der Kranken: ,, Weine nicht, Gerdchen! Du tust, als ob dir das Herz bräche und ich zu bedauern wäre, Nein, es ist gut zu wissen, daß ich ihn wiedersehen soll. Und dir, liebes, liebstes Schwesterchen, bitte ich ab. Ich war oft schlecht und glaube, es fam alles so, weil ich Strafe verdiene. Nur daß Kurt mitleiden mußte, tut mir weh, und darum mag ich nicht wollen, wie der Geheimrat wünscht." Ihr sagiet immer, mich werfe nichts um. Aber daß Kurt mitbüßen muß, ist zuviel. Deswegen mag ich nicht mehr. Ich aber habe alles verdient. Wenn ich nur an Werner dente..." ,, Versteck' dein Gesicht nicht, Gerdchen, und laß das Weinen! Er wollte mich überhaupt nicht füssen, und wenn er mit mir sprach, schielte er ewig nach dir, weil du ihm lieber warst. Das ärgerte mich, und darum handelte ich schlecht an euch beiden. Ihm darfst du nichts vorwerfen und sollst ihn wieder liebhaben. Das tatest du, Gerdchen, aber vor seiner Abreise müßt ihr euch gestritten haben, und ich denke, meinetwegen. Das tut weh, Gerdchen. Sei wieder gut, damit du glücklich wirst!"/ Der Husten erschütterte ihre Brust, und Gerda zwang sich mit aller Kraft, einen Löffel aus der vom Hausarzt geschicten Flasche zu füllen. Als Elisabeth eingenommen hatte, fiel sie in den Schlaf, aus dem sie nicht mehr erwachte.. Schon am nächsten Morgen hielten ihre Hände die Blumen, die ihr die liebsten gewesen waren. Schlaf, Kindchen, schlaf!" sang drei Tage später der Kirchenchor. - Der Antrag Lambach und Genossen und die Entschließung Thiel und Genossen sind dem Sozialpolitischen Ausschuß des Reichstags überwiesen worden. Wie wir erfahren, tann aber mit ihrer Erledigung in dem derzeitigen Ausschuß nicht mehr gerechnet werden. Beide Anträge fallen durch die bevorstehende Auflösung des Reichstags unter den Tisch und müssen im neuen Reichstag erneut eingebracht werden, wenn sie nochmals zur parlamentarischen Behandlung kommen sollen., 13 Um das Berufsausbildungsgesetz und das Arbeitsschutzgeseh. Der Sozialpolitische Ausschuß und der Arbeitsausschuß zur Beratung des Entwurfs eines Berufsausbildungsgesetzes haben in der gemeinsamen Sigung am 14. Februar 1928 mit 29 Stimmen ohne Gegenstimme beschlossen, den Gesetzentwurf an einen neu zu bildenden Arbeitsausschuß zur nochmaligen Vorberatung zurückzuverweisen, da der Vorschlag des Arbeitsausschusses, den Gesetzentwurf auf die Beschäftigung gewerblicher Lehrlinge zn beschränken, in der Minderheit blieb. Infolge dieses Abstimmungs= ergebnisses und da auch ein Antrag vorlag, den Beschluß des Arbeitsausschusses, die Vorschriften dieses Gesetzes auch auf die Berufsausbildung in der Hauswirtschaft anzuwenden, wieder aufSie lag schon unter dem blumenbunten grünen Rasen des alten Kirchhofs, als Werner von ihrem Tode hörte Wehmütig dachte er des nun wohl stillen alten Hauses in Priedelsdorf, aber doch weckten ein biiteres Lächeln Gerdas Worte:„ Wir beide werden ihrer immer nur in Liebe gedenken!" Versuchen wollte er es. Doch hatte die Erinnerung an die Kusinen wäh= rend der letzten Wochen nur Zorn gebracht. Elisabeth hatte ihn gefüßt und er sich ihr versprochen geglaubt. Sie aber verlobte sich mit dem Vetter Kurt. Wie tief und warm sah Gerda ihm einst in die Augen! Dann aber schickte sie ihn mit höhnenden Stolz von sich. Mit der Toten mußte er Frieden schliessen. Der Lebenden zürnte er noch, obwohl das Sehnen nach ihr nie schlummerte. Darum hatte sie ihm die Freude am Leben verleidet. Oft kam der Wunsch, der Krieg möge ewig währen. Das Wüten und Morden draußen war immer noch besser als das Lügen und Heucheln daheim, und Kanonenmäuler sprachen ehrlicher als Frauenlippen, die nur lockten, um dann zu höhnen. Im Felde wußte der Mann, woran er war. Drüben stand der Gegner, ein oft teuflisch gemeiner Halunke, aber doch ein ehrlicher Feind. Hier lagen Kameraden, gute, liebe Freunde, die einer für den andern den letzten Bissen und Blutstropfen gaben. Berlaß war auf beide, auf Feind wie Freund, und der treueste von allen Wernsheim. Die Laune des Krieges hatte den Kriegsschulkameraden aus Engers zum Führer der Nachbarkompagnie gemacht. Gegen Mittag trat er in Werners unterstand und sang scherzend: In des Waldes tiefsten Gründen, In der Höhle tief versteckt, Sigt der Räuber allerkühnster, Bis ihn seine Rosa weckt." Immer brachte er gute Laune und den Wunsch, aufzuheitern, mit. Doch heute blieb Werner verdrießlich. Wernsheim wußte, warum er auf den letzten Urlaub verzichtet hatte, schalt Pfarrer Heumanns Heilmittel stets vorrätig in der Niederlage Hirsch- Apotheke, Giessen Frankfurterstrasse 4, Das Pfarrer Heumann- Buch 272 Seiten 150 Abbildung. erhält jed. Leser vollnändig n sonst und portofrci, von Ludwig Heumann& Co Nürnberg M. 629 auf das„, verfluchte Grübeln" und fragte:„ Was hast du nun wieder ausgebrütet?" ,, Will ich dir sagen, Wernsheim! Ich dachte, wie elend und verlogen das Leben in der Heimat und wie ehrlich und männlich es hier draußen ist. Es wundert mich nicht mehr, daß heutzutage die Heere nicht nur gegen Heere streiten, sondern den Kampf auf Luftschiffen und Flugzeugen auch unter die Bevölferung des Gegners tragen. Die Leute hinter der Front verdienen keine Schonung." Wernsheim lachte:„ Willst wohl dem Namen„ Barbaren" Ehre machen?" Drewiß warf die Zigarette ärgerlich in den lichten Mund der Höhle:„ Die Barbaren waren wie die Wilden des Gedichts bessere Menschen als wir, weil sie unsere Heuchelei nicht tannten. Wenn sie liebten, haßten oder zürnten, war ihr Empfinden nicht mißzudeuten. Sie lebten wie die Tiere, aber immer ehrlich, und gingen nicht wie die Kaze um den heißen Brei. Wenn die Frau einen Mann liebte, wich sie ihm nicht aus, sondern ließ sich greifen. Wenn sie ihn nicht mochte, sagte sie offen, er sei ihr widerwärtig, und wenn ihn das ärgerte, verprügelte er fie Das war roh, aber beide wußten, woran sie waren. gab keine Enttäuschungen." Es Wernsheim zuckte die Achseln und griff nach dem Korkzieher an der rohen Bohlenwand. Immer wieder hörte er den Kame raden ähnlich sprechen. Ob er während des nächsten Urlaubs einen Besuch in Priedelsdorf wagte und mit seinem Onkel Sprach? Litt Drewiß doch bis zur Lebensmüdigkeit unter seiner Enttäuschung. Er entkorkte die mitgebrachte Flasche. Da hallten im Vorfeld Schüsse. Werner sprang aus dem Unterstand in den Graben. Wernsheim blickte nach und sah ihn ans Scherenfernrohr treten. Wahrscheinlich war das Vorfeld nicht zu überschauen, denn Drewig recte den Hals und hob den Kopf sorglos über die Brustwehr. Wernsheim ging dem Freunde nach, um ihn zu warnen. Er war dicht bei Drewiz, als den ein Schlag ins Gesicht traf. Tschud!" tlang es dumpf und weich, als ob ein Hund vom Hausdach zur Erde falle, und ein Zuden ging durch Werners Körper. Seine Hand fuhr zur Stirn. Er fant in die Knie. Der Kopf fiel nach vorn. ,, Stirn schuß", sagte traurig der zuspringende Unteroffizier. Am späten Abend hörte Wernsheim aus dem Lazarett, daß Soffnung auf Rettung des Freundes sei. Da fand er Mut, dem Onkel des Verwundeten zu schreiben: Fortsetzung folgt die Reichsbahn wei sche Reichspost gewä fungsvermögen der Eisenbahnzüge Die infolgedessen höher ung einschneidend u Grunde lassen sich a preisermäßigungen des Eisenbahnbetri flussen, nicht ohne gen. Im übrigen poftbetrieb eingefüh fahrtenkarten) selbs befizen. Als der stolze befragte, wer wol haben würde, antr „ Der von euch, Junius Brutus fie mnd füßte die Se Tarquinius Konsul Und wer fenn dem Sohn der Ert Lampf auf Leben Ringen feine Mut che Arajt, bis es und mit letter Ar Und wie undo de heute von ihr det gerade die deu und die schönsten ibre Blide hinaus Derden von dort werden verächtlich Ein Erlebi ( Dem Schwäbi Unter den Tan jeft erleben. Seit gewejen, war gejp Aus der Entfernun nur einigermaßen in Europa ein and hen, nach so gewal Ordnung, zum tüch Date, wie das deuts Deutschenhaß,( D hobie heißt es gan Den Deutschen i zumeist schwerer. Da tmb leidet unter ihn Ganze und fann verg Das Volt als Aber wie wird die Biterliche Zucht hera dm günstigsten Näh Jalien und Frankr diüde von ihr gew Hinde, fo muß es u hen. Mein Erlebnis auf foviel junge Jag finden. Das fin ben, und doch, der Di es fich in Stalie In einem Städte 16 foll ich es nich Nr. 23, ift des Preußischen edarf von 1,7 Mill. eiten" weisen aud n Fehlbedarfsstati ete" Ziffer ist also Ceriums errechneten Wohnungsbedarf, ngszählung besteht, Methoden, die man andt hat, nie beseiit also im wahrsten enn was man viel ht erfüllt und wird zige Erfolg", den ist der, daß sie die Wohnungen anstatt virtlich besser, wenn schen Erwägungen ehr Erfolg verspre ezustandes auf dem ürden. hlen. Lambach und Ge nntlich die Reichs Hauptwahlen einurchgeführt werden ber die Zusammen ten zu entsendenden und Angestellten in Stelle der jetzigen rch Arbeitgeber und zialen Hauptwahlen is zur nächsten So eilung der Size bei Angestellten, Inva nd Arbeitslosenver chtung forderte eine Senoffen vom 13. Fe e in Abständen von as Stärkeverhältnis orschlagsberechtigten d die Entschließung ischen Ausschuß des erfahren, kann aber Ausschuß nicht mehr rch die bevorstehende und müssen im neuen n sie nochmals zur en., geleg etz. Arbeitsausschuß zur ildungsgesetzes haben r 1928 mit 29 Stim ebentwurf an einen aligen Borberatung beitsausschusses, den licher Lehrlinge zu dieses Abstimmungs g, den Beschluß des besetzes auch auf die wenden, wieder auf mns Heilmittel der Niederlage neke, Giessen strasse 4, eumann- Buch ung, erhält jed. Leser und portofrci, von Co Nürnberg M. 629 ,, Was hast du nun achte, wie elend und e ehrlich und männ nicht mehr, daß heut treiten, sondern den ach unter die Bevöl inter der Front ver Namen ,, Barbaren" in den lichten Mund Wilden des Gedichts Heuchelei nicht tann ere, aber immer ehr heißen Brei. Wenn m nicht aus, sondern , war ihr Empfinden te, fagte fie offen, er gerte, verprügelte er Doran fie waren. nach dem Kortzieher rhörte er den Kame des nächsten Urlaubs d mit seinem Onkel müdigkeit unter feiner chte Flasche. Da hall aus dem Unterstand ind jah ihn ans Sche das Vorfeld nicht z s und hob den Kopi nging dem Freunde bei Drewit, als den flang es bumpf und ar Erde falle, und ein Seine Hand fuhr zu iel nach vorn. ,, Stim teroffizier us bem Lazarett, daß Da fand er Mul Fortfehung folgt Samstag, den 17. März 1928. zuheben, wären so erhebliche Umarbeitungen des Gutachtens notwendig geworden, daß eine Verweisung an einen neuen Arbeitsausschuß zur nochmaligen Vorberatung des Gesetzentwurfs als der zweckmäßigste Weg angesehen wurde. Auch der neue Arbeitsausschuß wird sich wiederum aus je zwei Mitgliedern der drei Abteilungen des Wirtschaftspolitischen Ausschusses und aus je vier Mitgliedern der drei Abteilungen des Sozialpolitischen Ausschusses zusammensetzen. Als Vertreter des Handwerks gehören dem Arbeitsausschuß an: Generalsekretär HermannCharlottenburg aus dem Wirtschaftspolitischen Ausschuß, Syndifus Dr. Paeschke Breslau und Präsident Welter Köln aus dem Sozialpolitischen Ausschuß. Damit werden die Beratungen über das Berufsausbildungsgesetz im Reichswirtschaftsrat von neuem beginnen. Was das Arbeitsschutzgesetz anbelangt, so hatte der vorläufige Reichswirtschaftsrat seine Beratungen hierüber zum Abschluß gebracht und seine Stellungnahme im Auszug veröffentficht. Die Beratungen im Reichsrat standen vor ihrem Abschluß, so daß es an und für sich möglich gewesen wäre, das gesamte Arbeitsschutzgesetz dem Reichstag noch vorzulegen. Bei der der= zeitigen politischen Lage erscheint es aber ausgeschlossen, daß dieser Reichstag sich mit dem Arbeitsschutzgesetz oder nur mit einzelnen Teilen desselben beschäftigen wird. Es darf auch festgestellt werden, daß angesichts der Bestrebungen Englands, das Washingtoner Abkommen über den Achtstundentag nicht anzunehmen, Deutschland keinen besonderen Grund haben dürfte, sich hier voreilig festzulegen. Keine Fahrpreisermäßigung für Lehrlinge auf den Autobuslinien der Reichsposi. Der Deutsche Handwerks- und Gewerbekammertag wandte fich, einer Anregung aus Mitgliedskreisen Folge leistend, an den Reichspostminister mit der Bitte, den Handwerkslehrlingen, welche die von der Reichspostverwaltung eingerichteten Autobuslinien zur Fahrt nach der Werkstätte bezw. nach den Berufsund Fortbildungsschulunterricht benutzen, die gleichen Vergüntigungen zuzugestehen, die ihnen die Reichsbahngesellschaft dadurch einräumt, daß sie die Lehrlinge den Schülern gleichstellt Unterm 20. Februar ds. Js. teilte der Minister seine ableh ende Stellungnahme mit, wobei er darauf hinwies, daß, wenn die Reichsbahn weitergehende Vergünstigungen als die Deutsche Reichspost gewährt, zu berücksichtigen bleibt, daß das Fassungsvermögen der Kraftomnibusse viel kleiner ist als das der Eisenbahnzüge. Die Selbstkosten des Kraftpostbetriebs liegen infolgedessen höher und werden durch jede Fahrpreisermäßig ung einschneidend und meist ungünstig beeinflußt. Aus diesem Grunde lassen sich auch die Beförderungsbedingungen und Fahrpreisermäßigungen der Reichsbahn, die die Wirtschaftlichkeit des Eisenbahnbetriebs gar nicht oder nur unerheblich beeinflussen, nicht ohne weiteres auf den Kraftpostbetrieb übertra= gen. Im übrigen bemerkte der Minister, daß die im Kraftpoft betrieb eingeführten Vergünstigungen( Wochenkarten, Zehnfahrtenkarten) selbstverständlich auch für Lehrlinge Gültigkeit -befizen. Heimaterde. Als der stolze König Tarquinius das Delphische Orakel befragte, wer wohl nach ihm die Herrschaft in den Händen haben würde, antwortete dieses: ,, Der von euch, der heimkehrend zuerst seine Mutter füßt." Junius Brutus fiel, als er italienischen Boden betrat, nieder und füßte die Heimaterde, er wurde nach Vertreibung des Tarquinius Konsul der neuen römischen Republik. Und wer kennt nicht die Sage von dem Riesen Antäus, dem Sot; n der Erde, mit dem der göttergleiche Herkules einen Kampf auf Leben und Tod zu bestehen hatte? Sobald er im Ringen seine Mutter, die Erde, berührte, bekam er neue göttliche Kraft, bis es Herkules gelang, ihn in die Höhe zu heben und mit letzter Kraft ihn zu Tode zu drüden. Und wie undankbar wird die Mutter Erde, die Heimaterde heute von ihren Menschenkindern behandelt! Wohl spen= det gerade die deutsche Heimaterde heute noch die beste Kraft und die schönsten Gaben für ihre Kinder, aber diese wenden ihre Blicke hinaus nach fremden Welten. Endlose Frachten werden von dort herübergeholt, und die Gaben der Heimat werden verächtlich zur Seite gestellt. Ein Erlebnis mit deutscher Jugend. ( Dem ,, Schwäbischen Merkur" entnommen. D. Schriftl.) Unter den Tannen des Schwarzwaldes wollte ich das Christjeft erleben. Seit Jahren war ich nicht mehr in Deutschland gewesen, war gespannt, wie ich es fände. Gewiß, das weiß man aus der Entfernung: Es herrscht Ruhe und Ordnung. Und ver nur einigermaßen guten Willens ist, muß sich sagen, daß es kaum in Europa ein anderes Volk gibt, das nach so furchtbarem Erleben, nach so gewaltigen Erschütterungen, so schnell wieder zur Ordnung, zum tüchtigen, sehr tüchtigen Arbeiten zurückgekehrt wäre, wie das deutsche. Der Ausländer, wenn er nicht unheilbar in Deutschenhaß,( der ja meist Deutschen- Furcht ist; Germanophobie heißt es ganz richtig) verbohrt ist, gesteht es meist sofort zu. Den Deutschen selbst zu dieser Erkenntnis zu bringen, hält zumeist schwerer. Das ist begreiflich; er sieht viele Einzelheiten und leidet unter ihnen; erst aus der Entfernung sieht man das Ganze und fann vergleichen. Das Volk als Ganzes ist ruhig, ist tüchtig, das wußte ich. Aber wie wird die Jugend sein, die Nachkriegsjugend, die ohne väterliche Zucht herangewachsen ist, bei der die zersetzenden Lehren den günstigsten Nährboden finden? Ich hatte diese Jugend in Italien und Frankreich gesehen, wirklich keine erfreulichen Eindrücke von ihr gewonnen. Berücksichtigt man die äußeren UmHände, so muß es um die deutsche Jugend noch weit schlimmer #tehen. Mein Erlebnis bezieht sich gerade auf diese Jugend, bezieht fich auf soviel junge Leute, als in einem Kraftwagen der Post Plaz finden. Das sind zu wenig, um ein Urteil zu fällen. Zugegeben, und doch, der Fall ist so charakteristisch; ich glaube nicht, daß es sich in Italien oder Frankreich hätte zutragen können. In einem Städtchen am Südfuße des Schwarzwaldes wes= halb soll ich es nicht nennen: Es ist Tiengen wartet eine ,, Gießener Zeitung" Geradezu schreiend sind hier die Zustände im Hinblick auf den unerreichbar köstlichen edlen deutschen Honig. In allen Schaufenstern wird die fremdländische Ware marktschreierisch angepriesen. Möge doch das deutsche Volk bedenken, daß selbst die beste Auslandsware die Gabe der Heimat, geboren aus den Blüten der Heimatflur, aus heimatlicher Sonne und aus heimischer Bienenzucht nicht auch nur annähernd ersetzen kann. Wohl klingen besonders die endlosen Honigverkaufsanzeigen aus Oberneuland bei Bremen oder aus Hildesheim u. a. so verlockend, verheißen ,, Edelhonig";„ Das Schönste, was die lieben Bienen erzeugen können";„ Lindenblütenhonig“,„, goldflaren Honig" u. a. m., das Papier ist ja geduldig, aber man wird nie das Wort„ Deutscher Honig" in diesen Anpreisungen und vor allen Dingen keine Garantie für den echten deutschen Honig finden. Und dabei ist durch das Einheitsglas des Deutschen Imkerbundes mit seinem Gewährverschluß der echte deutsche Honig herausgehoben aus allen anderen Honigen. Jeder Honigverbraucher braucht nur auf das patentamtlich eingetragene Wahr- und Warenzeichen des Deutschen Imkerbundes zu achten, dann kann er niemals irregehen. Es ist doch untragbar, daß der deutsche Honigmarkt von Auslandsware starrt, wofür unser gutes deutsches Geld, Schweiß und Blut vieler Millionen Deutscher in das Ausland geflossen sind und gegen uns schwer in die Waage des Schicksals fallen, während der edle deutsche Honig vergessen zu sein scheint. Möge doch jeder deutsche Haushalt wenigstens versuchsweise einmal den deutschen Edelhonig neben dem kaum billigeren Auslandshonig verwerten, dann wird ihm klar werden, welchen unendlichen Gegen die Gabe der Heimat für Ernährung und Gesundung bedeutet. Wer zu keinem Imker in Beziehung steht, der möge sich getrost an den Herrn Präsidenten des Deutschen Jmterbundes, Rektor Breiholz, Neumünster i. Holst., wenden, und ihm wird von dort aus die erforderliche Auskunft zugehen. Die deutsche Bienenzucht kämpft um ihre Existenz. Jahr um Jahr gehen die Zahlen der Bienenstöcke zurück, weil die köstliche Gabe der Heimat, der edle deutsche Honig, zu einer Aschenbrödel- Stellung auf dem heimischen Honigmarkt verurteilt ist. Es sollte jedem Deutschen bekannt sein, daß mit der letzten deutschen Biene lebenswichtige Wirtschaftsbetriebe sterben müssen. Wohl tut der Staat sein Möglichstes, um in dieser Nr. 23. werden können. Dennoch wiederum, wir wollen nicht grämeln über den Fühling des Lebens, auch dann nicht, wenn er mehr mit einem stürmischen Herzen und weniger mit einem fühl abwägenden Verstande flugs und überall zur Stelle ist. Das gleicht sich dann aus, manchmal fast allzusehr. Stürmischer Jugendfrühling fann nicht alleinige Führerschaft bedeuten, aber er hat dennoch seinen Sinn und Zweck, wenn man ihn gütig und überhaupt tiefer schauend versteht! Polizeiliches Meldewesen. Es wird erneut darauf hingewiesen, daß die Formulare zur polizeilichen An-, Ab- und Ummeldung bei allen hiesigen Schreibwarenhandlungen erhältlich sind. Bei den einzelnen Polizeirevieren werden Meldeformulare nicht mehr verkauft. * Anlagen- Konzert der Militärkapelle. Sonntag vormittag von 11 bis 12 Uhr findet in der Südanlage ein Konzert unserer Militärkapelle unter Leitung von Obermusikmeister Löber statt. Das Programm sieht folgendes vor: 1. Armeemarsch II, Nr. 161, Alexander- Grenadiermarsch von J. Leonhardt 2. Ouvertüre zur Operette„ Die schöne Galathee" von Franz von Suppé. 3. Unter dem Sparrenschild, Fanfarenmarsch für Heroldtrompeten und Kesselpaufen von R. Henrion. 4. Große Fantasie aus der Oper ,, Der Freischütz" von K. M. v. Weber. 5. Am schönen Rhein, Marsch von J. Schwarz. * Lehrauftrag an der Landesuniversität. Dem Dr. Lihotzky, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Leit- Werke in Wetzlar, wurde ein Lehrauftrag für angewandte Optik erteilt. Ernannt wurde der Privatdozent Lic. Dr. Heinrich Adolph in Gießen zum außerplanmäßigen außerordentlichen Professor an der Landesuniversität Gießen. * In den Provinziallandtag für Oberhessen wurde an Stelle des verstorbenen Bürgermeisters Th. Völker- Lich Kaufmann Heinrich Weidner Herchenhain berufen. Konsular- Nachricht. Die Königlich Ungarische Konsula rische Vertretung für das gesamte hessische Staatsgebiet ist dem Königlich Ungarischen Konsulat in Frankfurt a. M. zugewiesen worden. schweren Zeit nach besten Kräften zu helfen, aber besonders Die unpraktische und die praktische Hausfrau. das deutsche Volk muß es als Ehrenpflicht ansehen, die köstliche Gabe der Heimaterde gebührend zu werten, da nur sie unserem Volte die nötige Kraft für die schweren Schicksalsstunden der ( Ernst Günther.) Gegenwart zu verleihen vermag. Lokales. Vom Frühling des Lebens. Er ist nicht nur eine Poesie, er ist eine wundervolle Wirtlichkeit, der Frühling und vor allem auch der deutsche Frühling. Und im freundlichen Gleichnis darf man von einem Frühling des Lebens reden. Jugend! Da ist mancher längst in den Ernst und Kampf des Lebens gekommen, hat Narben davongetragen, hat seine Erfolge und Enttäuschungen gehabt, ist darüber alt und grau und vielleicht auch ein bißchen müde geworden, und da kommt wie von ungefähr die Erinnerung an weit zurückliegende, sonnig umschimmerte Jahre.„ Aus der Jugendzeit! Aus der Jugendzeit!" Ja, wunderbar tann solche Melodie durch die sinnende Seele klingen. Der Frühling des eigenen Lebens grüßt den alternden Menschen. Wohl ihm, wenn er dann mit freudigem Danke zurückgrüßen kann! Und Heil dem, der sich im Innersten trotz allem und allem ein Stücklein Jugend bewahrte! Das gegenwärtige Leben zeigt uns einen ungeheuerlichen Wirrwar in den Poblemen des Wirtschaftlichen, Sozialen, Politischen und nicht zuletzt des Weltanschaulichen. Mitten drin steht die Jugend und möchte ihren Frühling haben. Sie hat es nicht leicht. Oft genug ist sie dann auch wie von einer befondern Tragik geschüttelt. Die Spannung zwischen idealer und realer Wirklichkeit ist heutigen Tages so besonders groß, Wenn Goethe einmal fagt, unsere Wünsche seien ,, Vorgefühle der Fähigkeiten, die in uns Tiegen, Vorboten desjenigen, was wir zu leisten imstande sein werden", so muß man doch bedenfen, daß viele jugendlich brausende Wünsche eben um der jugendlichen Weise willen nimmer zur Leistung und Erfüllung Schar junger Leute auf das Postauto, das sie zu den Festtagen zu den Ihren in den Schwarzwalddörfern bringen soll. Es sind viel zu viel für ein Auto. Dies muß zweimal fahren und ruhig fügt sich ein jeder in die Anordnungen: Zuerst kommen die für die Dörfer in der Nähe, die zweite Fahrt nimmt die weiter Fahrenden mit. Der talte. Abend zwingt dazu, im Wirtshaus zu warten. Ich habe Muße, die Genossen der bevorstehenden Fahrt zu betrachten: Durchwegs Burschen und Mädchen von 17 bis 23 Jahren, in der Lehre oder in Fabriken der Industrieorte am Rhein. Da man im Wirtshaus ist und mehr als eine Stunde warten muß, wird ein Glas Bier nach dem anderen getrunken, und ich kann mir vorstellen, wie es auf der Fahrt wird: Wige, Geschichtchen, Lieder, in denen die Burschen ihre ,, Männlichkeit" zum Ausdruck bringen wollen, alles auf die Frauen im allgemeinen, auf die mitfahrenden Mädchen im besonderen gemünzt. - Endlich fährt der Wagen vor. Er wird voll besetzt, einige stehen, und er rollt in die dunkele Nacht. Noch keine zehn Minuten sind vorbei, so wird gesungen Einer beginnt. Die anderen fallen ein. Aber was wird gesungen?- Stille Nacht, heilige Nacht. Vier Weihnachtslieder haben diese Burschen und Mädchen gesungen und dann ernste Bolkslieder. Nicht ein„, Lumpeliedli", nicht ein anzüglicher Wiz! Durch das Dunkel der Nacht rollt der Wagen, und darinnen singen die jungen Leute Weihnachtslieder. War es, weil ich es so anders erwartet hatte, war es das beglückende Gefühl, eine solche Jugend in Deutschland zu treffen, war es der Gegensatz zwischen der schweigenden Nacht und dem singenden Wagen? Vielleicht war es alles zusammen, jedenfalls entsinne ich mich keines stärkeren Eindrucks eines Heiligabends, außer jener ersten Weihnachtsfeier im Felde, in der Kirche von Beaulencourt, die mitten im Liede abbrach; zwanzig Minuten später trabte die Batterie gegen die blitzende und dröhnende Front. Das wäre erst die Hälfte des Erlebnisses. Jm Halbdunkel Die unpraktische Hausfrau süßt den Kakao zuletzt, die praftische Hausfrau dagegen gibt gleich beim Ansehen das vorher ausprobierte Quantum Zucker hinzu und erzielt damit ein weit süßeres Getränk. Sind Kinder vorhanden, so mische man den Kakao mit annähernd soviel Roggenmehl als Katao, und zwar verrühre man beides mit dem Zucker auf einem Teller, um Klumpenbildung zu verhüten. Das Ganze wird kalt eingequirit und nach tüchtigem Quirlen dem ziemlich kochenden Wasser oder der Milch beigegeben. Kakao ist recht nahrhaft, aber nur in nicht zu großen Mengen bekömmlich, da der Kaligehalt des Kataos herzerregend wirkt. Stets soll jedoch zum Kakao feste Nahrung( Brot, Semmel und dergl.) genossen werden. Dem aufgewärmten Katao gieße man etwas Wasser zu. Flecken von Katao wasche man sofort mit heißem Wasser aus. Die unpraktische Hausfrau quält sich jahrelang mit einer ausgeleierten Kaffeemühle, die die Bohnen wie groben Griek zerkleinert. Die Folge ist, daß z. B. diese Hausfrau zwei Pfund Kaffee verbraucht, wo die wo die praktische Hausfrau, die sich ihre Kaffeemühle neu schärfen und herrichten ließ, nur ein Pfund Kaffee nötig hat, da dieser wie Mehl aus der Mühle kommt und daher weit besser ausgenutzt wird als der grob gemahlene. Es ist Tatsache, daß manche ausgeleierte Kaffemühle jährlich mehere hundert Mark verschwendet. Feingemahlener Kaffe ist ausgiebig und wohlschmeckend Zum Kaffee nehme man einen guten Zusatz; derselbe hebt den Wohlgeschmack des Kaffees, während ein minderwertiger ihn verschlechtert. Tut man den KaffeeErsatz ins kochende Wasser, so rühre man um und lasse den Kaffee zugedeckt eine Weile stehen. Nach dem Kochen lasse man den Kaffee eine Zeit ziehen aber zugedeckt. Kaffe verliert rasch an Geschmack, weil sich das Koffein verflüchtigt. Koche daher immer soviel Kaffee, als du gerade brauchst. Zum Anrichten eines guten Kaffees ist auch der Kaffeefilter zu empfehlen. Kaffee nur frisch gebrannten, würzig duftenden, nicht glänzenden Kaffee. Gebrannter Kaffe darf nie in Papier, sondern in Blechbüchsen und nie in der Nähe des geheizten Ofens aufbewahrt werden. - des frühen Morgens des 27. Dezembers fährt der Kraftwagen vom Schwarzwald herab Tiengen zu. Es sind die gleichen Fahrgäste vom Heiligabend, dazu einige Männer: Alle kehren zur Arbeit zurück Da plöglich ein Schrei durch den Wagen: Er Und stürzt ins Leere. Er liegt umgestürzt in der Schlucht. nun Panit: Rücksichtsloses Sich- retten- wollen! Nein! Nach einem Augenblick der Betäubung ein Sich- gegenseitig- helfen, Aus- demWasser- ziehen, Aufrichten. Einer mahnt: Jetzt nur Ruhe! Es ist garnicht nötig. Bewunderungswert ist die Ruhe. Nur ein junger nicht nötig. Bewunderungswert ist die Ruhe. Nur ein junger Bursche schreit; er wird energisch zur Ruhe gewiesen und er schweigt. Zwei Männer klettern durch das Fenster auf das Dach, d. h auf die obenliegende Seitenwand des Wagens. Die Splitder aus dem geniter werden entfernt und nun heißt es: Zuerst die Frauen; unten im Wasser stehend, hebt sie einer empor, die Beiden oben ergreifen sie bei den Armen. So werden sie herausgezogen, nach ihnen die Männer. Alles ruhig, sachlich. Auch das Gepäck wird nicht vergessen. Die aus dem Wagen Geretteten helfen sich die steile Uferböschung hinauf auf die Straße. Die Mädchen sind prachtvoll in ihrer Ruhe. Eines blutet, einige Männer bluten, davon wird kein Aufheben gemacht.„ Wir müssen Gott danken, daß es so abgelaufen ist!"( Der Wagen ist etwa sechs Meter tief abgestürzt.) Kein böses Wort, keinen Vorwurf für den Wagenführer habe ich gehört. Im Gegenteil, einer nach dem andern versicherte ihm: Sie haben keine Schuld, bei dem Glatteis konnte der schwere Wagen die Kurve nicht nehmen. Anderthalb Stunden später in einem herbeigerufenen Kraftwagen in Tiengen angekommen, in der gleichen Wirtsstube wie am Heiligabend, kein Jammern über den Unfall, und kein Renomieren mit ihm. Die Weihnachtslieder auf der nächtlichen Fahrt, die Ruhe beim Unfall: Einen besseren Eindrud fann man von der Jugend eines Landes nicht gewinnen. Das Volt, das eine solche Jugend hat, muß seinen Weg aufwärts nehmen. Nr. 23. Samstag, den 17. März 1928. Aus Nab und Fern. Klein- Linden. Viel Glück hatte ein Arbeiter aus Dutenhofen. Er fuhr mit seinem Fahrrad in ein Lastauto hinein und wurde etwa 10 Meter mitgeschleift, trotzdem hat er nur leichte Verletzungen erlitten. Sein Fahrrad allerdings ist ,, gewesen". Reistirchen. Hier ereignete sich ein schwerer Unglücksfall. Ein von Gießen tommender Motorradler fuhr an einer unübersichtlichen Stelle in ein von Alsfeld kommendes Auto hinein. Der Motorradler erlitt schwere Verletzungen. Ettingshausen. Hier ereignete sich im Steinbruch der Bei Firma Launspach& Co. ein schweres Sprengunglüd. Ladearbeiten erfolgte zu früh die Explosion, die zwei Arbeiter schwer verletzte. Lich. Der erste Wahlgang für die Besetzung der Bürgermeisterstelle ist vom Kreisamt Gießen beanstandet worden. Den Anlaß dazu haben Formfehler beim Wahlgeschäft gegeben. Die Angelegenheit beschäftigt zurzeit das Ministerium in Darmſtadt. Hungen. Der neugeschaffene, große Marktplatz soll unter Mitwirkung der Landwirtschaftskammer in Zukunft reicher mit Märkten beschickt werden. Erstmalig ist dieses Jahr neben dem Ziegenmarkt auch ein Schafmarkt geplant. * Frühjahrsturen in Bad Nauheim. Durch kurzes Ansaugen werden die Sprudel 7 und 15 aus dem Schoße der Erde zurückgerufen zur Unterstützung ihres gro= Ben Bruders, des an Schüttungsmenge, Kohlensäure und Salzen überreichen Hauptsprudels 12, der neben anderen Mineralquellen( für die Kurbrunnenbäder) während der Winterkurzeit für die Herstellung der Bäder genügt. Nun lassen wieder alle drei Sprudel in dem berühmten„ Sprudelhof" Bad Nauheims ihre heilkräftigen Wasser emporschäumen, die diesen Weltkurort zu einem Jungborn gemacht haben, für alle Herzkranken, Rheumatiker, von beginnender Arterienverkalkung, Gicht, Bronchitis, Rüdenmarks, Frauen- und Nervenleiden, Genesungssuchenden, Kuren im März und April sind durch das milde Klima Bad Nauheims sehr begünstigt und haben dazu noch den Vorteil, daß Universal- ReichssteuerKassebuch - mehrfach gesetzlich geschützt ( Von vielen Steuerinspektoren und Bücherrevisoren bestens beurteilt) enthält Spezialeindrucke für jeden Handwerksbetrieb z B. tür ,, Gastwirtschaftea ,,, Bäckereien" ,, Gärtnereien"... Glasereien" ,,, Landwirtschaftsbetriebe" ,,, Maler u Weissbinder" ,,, Maureru. Baugeschäfte" ,,, Metzgereien" ,,, Polstereien und Sattlereien",., Schlossereien" ,,, Schmiedereien" ,,, Schneiderbetriebe" ,,, Schreinereien", ,, Schuhmachereien" ,,, Spenglereien", offene ,, Ladengeschäfte" ,,, Modistinnen", Weissnähereien" ,,, Architekten", ,, Aerzte" und ,, Agenturen". 99 Mit diesem Kassebuch, für dessen Führung Buchführungsvorkenntnisse nicht erforderlich sind, kann zu jeder Zeit sofort ohne viel Mühe die zu zahlende Umsatzsteuer sowie das steuerpflichtige Einkommen festgestellt werden, weil die umsatzsteuerpflichtigen und die umsatzsteuerfreien Einnahmen, sowie die einkommensteuerpflichtigen und die einkommensteuerfreien Ausgaben getrennt von einander mit grösster Leichtigkeit gebucht werden. Nebenher weiss man auch, welche Summen für Materialien und die verschiedenen Unkosten sowie für den eigenen Haushalt verausgabt wurden. Diese allseits als sehr praktisch anerkannten Bücher sind bei mir stets vorrätig. Albin Klein, Gießen, Südanlage 21. " Gießener Zeitung" die Skala der Kurabgabe bis zum 1. Mai sich sehr günstig abstuft. Laubach. Eine Reihe Mitglieder der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr haben eine Sanitätskolonne des Roten Kreuzes aufgemacht. Alsfeld. Das bekannte alte„ Hotel zur Krone" wird jetzt abgerissen. Es soll dem neuen Postgebäude Platz machen. Schotten. Die oberhessischen Reitervereine veranstalten morgen einen Stafettenritt nach Schotten. Mainz. Die Vertreterversammlung des Verbandes der deutschen Volksbühnenvereine für das Jahr 1928 wird Ende Juni in Mainz stattfinden. Limburg. Hier ist eine große Anzahl falscher Zweimarkstücke aufgetaucht. Mord oder Unfall? In Niederzeugheim( Kreis Limburg) wurde die Ehefrau Horn im Stall tot mit klaffender Kopfwunde aufgefunden. Die Staatsanwaltschaft vermutet gewaltsame Tötung als Ursache des bedauerlichen Vorfalls. Die Unglückliche ist 45 Jahre und Mutter von zehn Kinder. Bücherbesprechung. Roman. Aus dem Ernst Didring, Mann auf Posten. Schwedigschen von Else von Hollander- Lossow. 326 S. Ganzl. R.-Mt. 6,80. Verlag Georg Westermann, Braunschweig, Berlin W 10, Hamburg. In diesem Schärenroman begegnen uns Menschen von unbeugsamer Energie und starkem Pflichtgefühl. Ein prachtvoller Kerl, der Lotse und spätere Lotsenmeister Sjöberg! Wundervoll das packende Kapitel, in dem uns der Dichter meisterhaft schildert, wie in einer Sturmnacht trotz eigener Lebensgefahr Sjöberg mit Sohn und Weib unter Hilfe des Leuchtturmwärters einem englischen Schiff, das in Seenot ist, zu Hilfe kommt. Mit starkem psychologischen Können hat Didring den Charakter von Sjöbergs Weib gezeichnet, einer seltsamen, unglücklichen Natur, die, von ihrem heißen Blut getrieben, sich trotz aller guten Vorsätze wieder und wieder zu. Untreue verleiten läßt. In dem Buch sehen wir, wie die Großstadt ihre Krallen nach den Inseln und ihren Menschen ausstreckt. Die einen erliegen ihr, die anderen bleiben wie Felsen in der Brandung bestehen. Den Grundakkord des Den Hausfrauen, die auf sparsame Weise ein Kaffeegetränk bereiten. wollen, das in Aroma, Geschmack und Farbe ausgezeichnet ist und die Anerkennung der ganzen Familie findet, empfehlen wir als Zusatz zu jedem Bohnen- oder Getreidekaffee Aecht Franck mit der Kaffeemühle seit 100 Jahren das anerkannt Beste auf dem Gebiet der Zichorienkaffee- Erzeugung. * NWK WoLe NWK Schweisswolle läuft nicht ein und filzt nicht BE UNDER Überall erhältlich- Auf Wunsch Bezugsquellen Nachweis durch: Norddeutsche WollKämmerei & Kammgarnspinnerei Kontor Frankfurt a. M., Taunusstr.13/ Tel.Römer 1175 Rheila Perlen FRANCK Elternlose 20 jährige hübsche gesunde Dame mit 19000009Rmt.Barvermög. wünscht treuStündlich 1-2 schützer. Dich vor Husten und Erkältung Schacht. Mk.1.- nur in Apotheken u. Drogerien Gießen: Central- Droger. E. Karu, Kaifer- Drogerie E. Noll, Löwen- Drogerie, W. Kilbinger. Buches bildet auch hier wieder das Tosen des Meeres und die Stimme des Sturms. Aus dem Dänischen Marie Bregendahl, Jungvolt. Roman. von Else v. Hollander- Lossow. 390 S. Ganzleinen R.-Mt. 8, Verlag Georg Westermann, Braunschweig, Berlin W 10, Hamburg. Die hervorragende dänische Dichterin fängt in threm Buche wie in einer vielfach geschliffenen Linse das ganze Leben Mäd des Jungvolks ein. Es wirbelt von jungen Menschen chen und Jünglingen, sie alle haben ihre Schicksale, leichte und herbe, sie alle müssen ihre Erfahrungen machen auf ihrem Weg durch das Leben. Die am leichtesten dahintanzten, brechen am härtesten nieder, die am frohesten lachten, tragen die tiefste Wehmut im Herzen. Da sind die Töchter des Großbauern, die, von Jugend an zur Vernunft erzogen, forgfältig unter den Bewerbern den wohlhabendsten wählen und ihn heiraten, ohne Rücksicht, ob sie etwa einen andern fürs Leben unglücklich machen. Und da ist vor allem der Don Juan des Dorses, der Michel, den alle Mädels gern haben, und der schließlich doch auch vom Junggesellentum Abschied nehmen muß. Jungvolt im Dorf. Hoffnung, Verheißung auf der einen Seite, Erfüllung oder Niederbruch auf der anderen. Dazwi schen funbelt Humor. Eines von den seltenen Büchern vom tiefem Wissen um den Menschen. * Bernhard Shaw, Die törichte Heirat. Uebersetzt von A. Brieger und W. Cremer. Volksverband der Bücherfreunde, Wegweiser- Verlag G. m. b. H., Berlin- Charlottenburg 2,- Ein Erfindergenie heiratet eine englische Aristokratin. Nachdem die äußeren Widerstände überwunden sind, rufen die in neren Schwierigkeiten der Ehe die schwerste Krise hervor. Mit unerbittlicher Klarheit und umfassendem Menschenverständnis hat Shaw diese Heiterkeit und Tragik aufregende Roman handlung in den Rahmen einer scharfen Gesellschaftskritik gestellt. Verantwortlich: Paul Chrißian Klein in Gießen. Jeder kluge Geschäftsmann benutze die überall beliebten Reichsteuer- Kaffebücher von Albin Klein, Gießen. Ostern Pfingsten PARIS London Italien Internationales Reisebureau Köln Prosp. d. billig. erstkl. 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