Nr. 48. auf den Abjak Argentinier vor: Sewandtheit, daj und das Publi leicht bemerten bei ihren Be ; davon wiejen Deutlichsten Spu en die deutschen , besonders die hen hatte. Und , als sie sahen, ein Recht zu er nlich Vergeltung mit den Regel: die Gegner, als m war, systema Tricks die Deut reizen; und das e Falle und lie ruguayer gewon hin und setzten alb vom Plage selbe. Manöver. eim Fußballspiel schon eingangs r mit. Die Ent m fallen schwer Bedeutung und mit Rüdsicht auf d das Versagen er gewarnt wor ssen will, so ist lich; verwerflich fehlte und dies Erziehung ist. Die früher befundet, eifel hegte, ob er Debut gegen die Entschluß gebracht hen. Der zweite ußballsport erlitt ist eine Lehre für Bänderwettkämpfe Bezug auf ihre erbestes Abschmei 10 ersweg 83 JT sorlose motoren er ch erwüstlich eiswer EUTZ A- G / M. Taunusstr. 00000 tigt Reben, mellftens an Bodenfee. Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Jahrg. Politische Tagesschau. In das neue Reichstagspräsidium wurden gewählt: Löbe( Soz.) 1. Präsident, Esser( 3tr.) Vizepräsident, v. Kardorff( D. V. P.) 2. Vizepräsident, und Graef( Dntl.) 3. Bizepräsident. * Polen führt seit 15. Juni 1925 einen Zollkrieg mit Deutschland, also seit nunmehr 3 Jahren. Die polnischen landwirtschaftlichen Organisationen verlangen unbeschränkte Freiheit für die Ausfuhr landwirtschaftlicher Produkte nach Deutschland. Dafür gibt es für Deutschland nur ein„ Nie: mals". * Das Ergebnis der vom Deutschen Städtetag veranstalteten Erhebung über die Anleiheverschuldung der deutschen Städte hat laut der statist. Vierteljahresbeilage der Zeitschrift„ Der Städtetag" die recht beachtliche Summe von 2,7 Milliarden R.Mt. ergeben. Der Lohnkampf in der Lüdenscheider Metallindustrie hält unvermindert an. Falls es der Schlichtungsstelle nicht gelingt, den Kampf zu beenden, muß damit gerechnet werden, daß die gesamte südwestfälische Metallindustrie die Gesamtaussperrung beschließen wird. In Betracht kommen rund 60 000 Metallarbeiter. Schwere Südweststürme rasten gestern nachmittag über die Elbe und die Stadt Hamburg und richteten im Hafen und in der Stadt verschiedentlich schwere Schäden an. ** Der französische Franken soll nächsten Freitag oder Sams: tag stabilisiert werden. Nach aus Lissabon einlaufenden Berichten soll die portugiesische Regierung einer neuen Verschwörung auf die Spur gekommen sein. Eine starke Truppenzahl ist um Lissabon zusammengezogen worden. Der Bürgermeister und acht städtische Beamte von Huatla ( Staat Doxaca) wurden vor einigen Tagen von den Militärbehörden hingerichtet, nachdem diese telegraphische Weisungen erhalten hatten, die angeblich vom Kriegsamt und vom Präsidenten Calles stammten. Es zeigt sich jetzt, daß keine derartigen Weisungen ergangen waren und daß das Telegramm eine von den politischen Gegnern des Bürgermeisters stammende Fälschung war. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M Samstag, den 16. Juni 1928 Auch finnische Hilfe für Nobile. Der italienische Marineattache in Stockholm, Qentin, traf in Helsingfors ein, um ein Uebereinkommen mit der finnischen Regierung über eine von Finnland angebotene Hilfeleistung durch Flugzeuge für Nobile zu treffen. Der Vertreter der ita= lienischen Regierung sprach insbesondere den Wunsch aus, daß die Flugzeuge mit der„ Citta di Milano" Verbindung halten möchten, die bisher ergebnislos waren. Der Eisbrecher ,, Krassin" ausgelaufen. Leningrad, 15. 6. Heute morgen ist der Eisbrecher ,, Krassin", der ein Flugzeug an Bord führt, von hier nach Kingsbay ausgelaufen, um sich an den Arbeiten zur Bergung Nobiles zu be= teiligen. Zwischenbilanz. Das Ergebnis der Reichstagswahl interessiert die antiparlamentarische nationale Bewegung nur insoweit, als es Symptome für den augenblicklichen Stand der politischen Entwicklung Deutschlands und Lehren für die zukünftige Arbeit bietet. Die Wahlbeteiligung ist nicht in dem Maße zurückgegangen, als nach der tatsächlichen Volksstimmung zu erwarten war. Wir sehen darin wieder einen Beweis für die undemokratische Auffassung, daß von der Masse und die Wäh= ler als Gesamtheit sind Masse selbst dann keine selbständige Entscheidung zu erwarten ist, wenn jeder Einzelne instinktiv die Notwendigkeiten und die Entwicklungstendenz der Zeit fühlt. Die Masse folgt immer wieder irgendeiner Beeinflus= sung, irgendeiner gemachten Psychose; im Falle der letzten Reichstagswahl wurde diese vor allem durch die Preſſe erzeugt, die 34 98% in Bartelhänden – in gegenseitiger Steige- rung sich ohne Unterschied der Färbung in die Hände arbeitete: ,, Wahlpflicht",- ,, Gegen die Wahlmüdigkeit“,- ,, Es geht um die Entscheidung",„ Jeder muß wählen“! - Die Parlaments und Parteimüdigkeit hat sich trotzdem ihren Ausdruck geschaffen: in einer bisher noch nie erlebten Zersplitterung der Stimmen. Die in dieser Erscheinung allem Einsatz von Presse, Organisation und Geld zum Trotz durchgebrochene wirkliche Volksstimmung findet in dem neuen Reichstag nur eine unvollkommene, verfälschte Wiedergabe. Denn im Gegensatz zu den in der Verfassung aufgestellten Grundsätzen der Volkssouveränität und der Verhältniswahl statuiert die Wahlgesetzgebung eine rücksichtslose Bevorzugung der großen und Unterdrückung der kleinen Parteien. Ein Vergleich der für die kleinen Parteien abgegebenen Stimmen mit der Zahl der auf sie entfallenden Mandate ergibt ein groteskes Bild, das der nicht juristisch geschulte Staatsbürger einfach nicht begreift. Allerdings paßt dieses Bild durchaus zu der Ein riesiges Braunkohlenlager in Brand. jedem Eingeweihten geläufigen Erkenntnis, daß fast alle parlaKassel, 15. Juni. In der Gewerkschaft Frielendorf geriet am Donnerstag aus noch nicht geklärter Ursache ein Braunkohlenlager von etwa 1000 qm in Brand. Zehn Feuerwehren und sämtliche Ueberland- Löschzüge Kassels befinden sich am Brandherd und bekämpfen die lodernden Gluten, die eine gewaltige Hitze ausstrahlen, mit 18 Rohren. Die Landschaft ist meilenweit mit feinem Ruß bedeckt und der Boden strahlt noch jetzt eine Hitze aus, als sei er von unterirdischen Gewalten unter Feuer gesetzt worden. Hoover Präsidentschaftskandidat. Newyork, 15. 6. Der Republikanische Konvent in Kansas City hat den Handelssekretär Hoover mit 837 von 1089 Stimmen zum offiziellen Kandidaten der Republikanischen Partei für die Präsidentschaftswahlen im November bestimmt. Nach der Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses brach die Versammlung in lauten Jubel aus. Fast die ganze Versammlung erhob sich unter lauten Freudenrufen und schwenkte Fahnen. Nobiles Rettung noch unsicher. Nobile treibt im Eis. Kingsbey, 15. Juni. Die von Nobile geführte Gruppe der ,, Italia"-Besatzung wird immer weiter abgetrieben. Wie aus der letzten Positionsfeststellung hervorgeht, befand sich die Gruppe am Mittwoch auf 80 Grad, 37 Minuten nördlicher Breite und 27 Grad, 24 Minuten östlicher Länge. Nobile ist also ziemlich stark in nordwestlicher Richtung abgedrängt worden. mentarischen„ Mehrheiten" und ihre Regierungen nur eine Minderheit des Volkes hinter sich haben und damit dem von ihnen vertretenen demokratischen Grundsatz selbst widersprechen. Jedenfalls wird wohl diese Wahl die ,, Splitterparteien" und ihre Wähler wieder der Erkenntnis näher gebracht haben, daß in diesem parlamentarischen System und im Parlament die auch von ihnen als notwendig erkannten Reformen nicht durchzusetzen sind, sondern daß hier andere Mittel angewandt werden müssen. Geistiges Kennzeichen dieser Wahl war ihre Ideen= losigkeit. Kein leitender Gedanke gab mitreißenden Schwung. Die Banalität der Wahlplakate und der ruhige Verlauf der öffentlichen Agitation sind äußere Merkmale; ohne Jdeen schreibt man zwar die schönsten Hezzzeitungen, aber man setzt ohne Ideen nicht Haut und Schädel aufs Spiel. Die Art der Wahlagitation und die Gruppierung der Stimmen zeigt, daß im wesentlichen von einzelnen ,, extremen" Gruppen abgesehen wirtschaftlich ständische Motive maßgebend waren. Wer noch in der politischen Exaltation der bewegteren jüngsten Vergangenheit lebt, wird diese„ Verwirtschaftlichung" der Politik bedauern. Wir denken nüchterner. Wir wissen, daß die Masse nur durch den äußeren Anstoß gro= ßer Ereignisse für Jdeen empfänglich und durch Jdeen lenkbar wird. In Zeiten der Ernüchterung und Stagnation, zumal wenn äußere Not sich latent auswirkt, ist die Selbſterhaltung leitender Gesichtspunkt. Diese Tatsachen lassen sich nicht durch Verneinung aus der Welt schaffen; wir müssen sie in unsere Pläne einstellen. Das widerspricht unseren Grundanschauungen keineswegs; denn wir sehen im Volk keine Summe von Einzelpersonen, sondern einen gegliederten Organismus. Die Gliederungen sind die Stände, denen mit dieser Auffassung ein eigenes völkisches Ethos verliehen wird. Wir sehen unsere Aufgabe deshalb nicht darin, in der politischen Praxis die ständischen Gruppierungen zu verneinen und zu bekämpfen, sondern Noch immer konnte keine Verbindung mit jenen Mitgliedern der Besatzung hergestellt werden, die nach dem Aufprall des Luftschiffes auf dem Eise mit der Ballonhülle weitergeschleppt worden sind. Es ist bis zur Stunde völlig unbekannt, was aus ihnen geworden ist und man muß für ihr Schicksal| darin, in ihnen dieſes völkische Ethos zum vollen Bewußtsein leider die schwersten Besorgnisse hegen. * Keine Gewißheit über die Malmgreen- Gruppe. Berlin, 15. Juni. Zu der Meldung, daß ein von der „ Hobby" entsandtes Hundegespann den schwedischen Meteorologen Malmgreen und seine beiden italienischen Begleiter, die sich unterwegs nach dem Lande befinden, bereits gefunden habe, liegt keine ernste Bestätigung vor. zu entwickeln und sie als geschlossene Gruppen in die Front der großen Jdee einzugliedern. Mit anderen Worten: Wir bejahen die Bauernbewegung, die Handwerksbewegung, die Mittelstandsbewegung, die nationale Arbeiterbewegung( wie sie in der nationalsozialistischen und altsozialistischen Bewegung und in einzelnen nationalen Gewerkschaften in Erscheinung tritt); wir arbeiten aber darauf hin, daß in diesen Gruppen der natürliche Selbſterhaltungstrieb und der Wille, das Ganze, Volk und Staat, zu erhalten und zu fördern, zu einer den nationalen ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Retlame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 49 ( Wir Notwendigkeiten entsprechenden Einheit verschmelzen. verweisen hierzu auf die beachtenswerten Ausführungen von Prof. Ludw. Bernhard über„ Interesse und Politik" in seiner Schrift über den„ Hugenberg- Konzern".) Die ideelle und persönliche Verbindung zwischen den ständischen Gruppen hat- nachdem die Parteien, die auf parlamentarischer Grundlage diese Funktion ausüben wollten, das Vertrauen der Stände verloren haben- die Minderheit der politischen Kämp fer herzustellen, die Front des Nationalismus, in die die aktivistischen und befähigten Kräfte aus allen Ständen eintreten, um als politischer Stoßtrupp ihrem Volke und seinen Ständen voranzugehen und aus sich die politische Führung des Volkes erwachsen zu lassen. Die nationale Bewegung ist ohne den Rückhalt der Stände ein Sturmtrupp ohne Heer, ein Kopf ohne Körper; die Stände sind ohne eine zielbewußte, kampffähige politische Bewegung wehrlos jedem ausgeliefert, der Macht an sich zu reißen weiß. Erst die Einheit beider wird unserer Bewegung die Kraft geben, den Staat zu erobern und eine Voltsordnung zu schaffen, die nach außen den Lebensraum des Ganzen sichert und innerhalb des Volkes die berechtigten Interessen der Stände mit den Notwendigkeiten des Ganzen unter Ueberwindung des kurzsichtigen, hemmungslosen Egoismus einzelner Gruppen in Einklang bringt. Die hessische Sondersteuer für 1928. Nachstehend bringen wir den Text des Sondersteuervorauszahlungsgesetzes für 1928 vom 28. März 1928( Hess. Reg. Bl. Nr. 8 vom 12. April 1928 zum Abdruck. Die in Artikel 4 Abs. 2 erwähnten Anträge betreffen die Anträge auf Ermäßigung oder Erlaß der Sondersteuer auf Grund der Sondersteuerverordnung für 1926. Entsprechende Anträge sind nur dann zu stellen, wenn dies seither etwa versäumt worden sein sollte. Ist auf Grund früherer Anträge eine Herabsetzung der Steuer bereits erfolgt, so ist ein neuer Antrag nicht notwendig, da bei Ausstellung der neuen Steuerzettel die früheren Ermäßigungen von Amts wegen zu berücksichtigen sind. Steuervorauszahlungsgesez für das Rechnungsjahr 1928 Das Hessische Volk hat durch den Landtag folgendes be= schlossen: 1. Abschnitt. Artikel 1. Bom 28. März 1928. 1) Bis zur Zustellung der Landessteuerbescheide über Grundsteuer, Sondergebäudesteuer und Gewerbesteuer für das Rechnungsjahr 1928 sind Vorauszahlungen auf diese Steuern nach den auf Grund der erlassenen Gesetze und Verordnungen für das Rechnungsjahr 1926 zuletzt festgestellten Besteuerungsgrundlagen und Steuersägen zu entrichten, unter Berücksich= tigung der für 1927 gewährten Stundungen in den Fällen, in denen wegen Fristversäumnis Steuerermäßigung für 1926 nicht mehr hat verfügt werden können. Die Vorauszahlung an Sondergebäudesteuer erhöht sich um 26 v. H. des nach Sah 1 sich errechnenden Betrages, falls der zu Grund gelegte Steuerwert 7000 Reichsmark übersteigt. 2) Jm übrigen gelten bis zum Inkrafttreten von Gesetzen, durch welche die Erhebung der Grundsteuer, Sondergebäudesteuer und Gewerbesteuer für das Rechnungsjahr 1928 endgültig geregelt wird, die Vorschriften der für das Rechnungsjahr 1926 erlassenen Gesetze und Verordnungen. Sevis 2P5 DEUTZ Motoren liegend und stehend ortfest und fahrbar für alle Brennstoffe und Anwendungsgebiete ferner Diesel- Lokomotiven Motor- Triebwagen Motor- Verschiebebock Diesel- Lokomobilen Motor- Walzen Gaserzeugungsanlagen Heizgasanlagen Diesel- Schlepper insbesondere Kompressorlose Dieselmotoren für Industrie, Gewerbe, Landwirtschaft und Schiffehrt DEUTZ 1000 PS 5032 MOTORENFABRIK DEUTZ A- G. Zweigniederlg. FRANKFURT M. Taunusstr.10 Samstag, den 16. Juni 1928. Artikel 2. Die Vorauszahlungen nach Artikel 1 haben in 6. gleichen Raten, spätestens am 25. der Monate April, Juni, August, Ottober, Dezember 1928 und Februar 1929 zu erfolgen. Artikel 3. Ueber die Höhe der zu entrichtenden Vorauszahlungen erhält der Pflichtige einen schriftlichen Bescheid. Artikel 4. 1) Gegen den Steuervorauszahlungsbescheid( Artikel 3) ist das Rechtsmittelverfahren als Berufungsverfahren nach den Vorschriften der Reichsabgabenordnung gegeben mit der Maßgabe, daß an die Stelle des Reichsfinanzhofs der Hessische Verwaltungsgerichtshof tritt. 2) Anträge im Sinne der Artikel 2, 6, 7, 9, 9a und 9b der Sondergebäudesteuerverordnungen vom 10. März 1926 und 11. Oktober 1926 sind für das Rechnungsjahr 1928 zugelassen. Sie sind im ordentlichen Rechtsmittelverfahren nach Absatz 1 geltend zu machen. Artikel 5. Soweit die bis zu Zustellung des Steuerbescheids für das Rechnungsjahr 1928 sich ergebenden Ratenbeträge nach endgültiger Grund-, Gebäude und Gewerbesteuer, die nach Artikel 1 bis zur Zustellung des Steuerbescheids zu leistenden Vorauszahlungen übersteigen, ist der Unterschiedsbetrag mit der nächsten nach Zustellung des Steuerbescheids fällig werdenden Rate zu entrichten. Soweit die bis zur Zustellung des Steuerbescheids für das Rechnungsjahr 1928 sich ergebenden Ratenbeträge an endgültiger Grund-, Sondergebäude- und Gewerbesteuer hinter den nach Artikel 1 bis zur Zustellung des Steuerbescheids geleisteten Vorauszahlungen zurückbleiben, ist der Unterschiedsbetrag auf die nächste nach Zustellung des Steuerbescheids fäl= lig werdende Rate anzurechnen; ein etwa noch weiter überschießender Betrag ist zu erstatten. Artikel 6. 1. Der Minister des Innern ist ermächtigt, für das Rechnungsjahr 1928 anzuordnen, daß die Gemeinden berechtigt sind, bis zur Zustellung der endgültigen Steuerbescheide die Grundsteuer, Sondergebäudesteuer und Gewerbsteuer vorläufig nach den Besteuerungsgrundlagen für das Rechnungsjahr 1926 zu erheben. Die Erhebung einer vorläufigen Gewerbsteuer vom land- und Forstwirtschaftlichen Anlage- und Betriebskapital im Sinne des Artikel 7 Absatz 1 Ziffer 3 des Gemeindeumlagengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 7. August 1920 hat zu unterbleiben. Die vorläufigen Steuersätze bei der Sondergebäudesteuer dürfen für Gemeinde und Gemeindeverbände zusammen den Satz von 77 Reichspfennig je 100 Mark des Friedenswertes nicht übersteigen. Eine Gemeinde darf die Steuer,, Gießener Zeitung" setzes zu dessen Ausführung vom 26. Juni 1925( Reg.-Bl. S. 81) in Verbindung mit den Finanzgesetzen für die Rechnungsjahre 1925( Reg.-BI. S. 129) 1926( Reg.- B1 E. 95) und 1927 ( Reg.-Bl. S. 117), sowie auf Grund des Steuervorauszahlungsgesetzes vom 29. März 1927( Reg.- B1. S. 69). 2. Gegen die Anforderungen von vorläufigen Landessteu-| ern und den Vorauszahlungen auf diese Steuern nach den in Absatz 1 genannten Gesezen ist insoweit die Grundlagen für die vorläufigen Anforderungen und die Vorauszahlungen nicht rechtskräftig feststehen als Rechtsmittelverfahren das Berufungsverfahren nach den Vorschriften der Reichsabgabenordnung gegeben mit der Maßgabe, daß an die Stelle des Reichsfinanzhofs der Hessische Verwaltungsgerichtshof tritt. Der Beginn der Rechtsmittelschrift ist durch den Minister der Finanzen festzusetzen und öffentlich bekannt zu machen. Artikel 8. Artikel 1 Absatz 3 des Finanzgesetzes für das Rechnungsjahr 1927 wird aufgehoben. Artikel 9. Uebersteigt die Vorauszahlung an staatlicher Gewerbsteuer für 1927 die auf Grund des Gesetzes über die Gewerbsteuer für das Rechnungsjahr 1928 zu entrichtende staatliche Gewerbsteuer für das Rechnungsjahr 1928 um mehr als den 4. Teil derselben und mindestens um R.-Mt. 10,-, so ist die Vorauszahlung für 1927 in der Höhe des Unterschieds soweit möglich durch Anrechnung auf die laufenden Staatssteuern zu vergüten. Artikel 10. Die zuständigen Minister werden ermächtigt, die Vorschrif= ten des Artikel 7 und 9 dieses Gesetzes auf die Erhebung der Gewerbsteuer durch die Gemeinden, Gemeindeverbände und auf die Umlagen anderer öffentlich- rechtlicher Körperschaften, für deren Umlagen die Gewerbsteuer den Maßstab bildet, ganz oder teilweise für sinngemäß anwendbar zu erklären. Artikel 11. Das Gesetz über die Grundsteuer der Gemeinden und Gemeindeverbände für das Rechnungsjahr 1927 vom 27. September 1927( Reg.-BI. S. 189) wird aufgehoben. Artikel 12. Mit der Ausführung dieses Gesetzes ist der Minister der Finanzen und, soweit Gemeinde-, Kreis- und Provinzialsteuern in Betracht kommen, der Minister des Innern beauftragt. Darmstadt, den 28. März 1928. Hessisches Gesamtministerium. gez. Adelung, gez. Kirnberger, gez. Leuschner, gez. Korell. Erhöhung der Pfändungsgrenze Nr. 49. Das Gesetz hat Gültigkeit bis zum 31. Dezember 1931. Durch diese Erhöhung der Nichtpfändbarkeitsgrenze am Diensteinkommen ist dem Vermieter, allerdings auch anderen Gläubigern, ein großer Teil der Sicherung für seine Mietforderung genommen worden. Bei einem großen Prozentsatz der Mieter wird eine Gehalts- oder Lohnpfändung jezt überhaupt nicht mehr in Frage kommen. Da auch durch Mobiliarpfändung heute nur noch selten etwas zu erreichen ist, so ist der Hauseigentümer vielfach auf den guten Willen des Mieters ange= wiesen. Bleibt dieser mit der Mietzahlung im Rückstand, so ist in der Regel mit dem Verlust der gesamten Mietforderung zu rechnen, die bei der Langsamkeit des heutigen Mietaufhebungsverfahrens und den vielfach über Gebühr ausgedehnten Räumungsfristen meist ganz erheblich ist. Was deutsche Kriegervereine leisten. Samstag, den 16. Jun Aurzarbeit und ,, welcher an 10e. Anzugeben ist der M Hause. Ueberweisungen he Statt Kurzarbeit spricht da ageht es weiter. In dem bewußt, daß ich mich durch Bestrafung wegen Steuerh der Meinung, daß das& Formular noch hätte die M bewußt, daß, wir, das Fin gabe dieses Vordruces ung Was Morte eines alten Krieg Die große Gemeinschaft in dem Reichskriegerbund rerfolgt nur die edelsten Nam es in seinen leidige Nem jo start und eindringl nur die fünf Buchstaben innerung an vergangene Er wird von propa in denen die Ideen einer durchgefochten würden. em ominöfen Schlagwort rn stehen wir solchen unt taher sind unsere Ziele, u umsren Reihen wird nicht und nicht politisiert. Wi eber Kameradschaft zu pflegen, um Erinnerung sand, um unsre Jugend zu dines Voltes Vergangenh wurchs Leben gehen sollen! gefallenen Kameraden du joenen und Fürsorge für Helden tatkräftigen Dan peder willkommen, ob arm rans ein guter Kamerad je ichtet und ehrt wie wir. gang. Sie mag das müzi 4.amente sein und bleiben alle unter uns waren ein webenden Kameradschaftli Hölle uns umlauerten u Anarre" auf der Schul unser heiliges Vaterlan Neben der Aufgabe der deutschen Kriegervereine, Tradition und Kameradschaft zu pflegen, steht als ihre vornehmste Aufgabe eine umfassende soziale Wirksamkeit. Diese ist so groß, daß keine andere Vereinsorganisation Deutschlands mil nicht wirtschaftlichen Zielen auch nur entfernt etwas ähnliches aufweisen kann. Die Unterstützungstätigkeit des„ Kyffhäuserbundes" als Ganzes wie der einzelnen Vereine, die ihm angehiren, geht jahraus, jahrein in die Millionen, was um so er stcunlicher ist, als die dafür aufgewendeten Beiträge der Vereine, für sich genommen, sehr gering sind. Der weitaus größte Teil dieser Beiträge findet für die guten Zwecke einer großzügigen Unterstützungstätigkeit zum Besten bedürftiger Kameraden, Witwen und Waisen Verwendung, und nur ein kleiner Bruchteil wird durch den Verwaltungsapparat verbraucht. Ganz erstaunlich groß war die Unterstützungstätigkeit der Kriegervereine auch während des Weltkrieges. Gut die Hälfte aller Kriegervereinsmitglieder( im einzelnen noch weit mehr!), stand im Felde als Kämpfer. Die übrigen, die in der Heimat verblieben waren, haben sich restlos und freudig der Sache de; Voterlandes zur Verfügung gestellt. Sie taten jeden Dienst Sie haben insbesondere fürs Vaterland, der notwendig war. den kämpfenden Truppen auch Liebesgaben übermittelt und für diese Zwecke an baren Beträgen zusammen rund 28 Millionen Mart aufgebracht. Einzelne Vereine haben 10 000 bis 50 000 Mark für diesen Zwed gesammelt. Daneben ging ote auch sonst geübte Unterstützungstätigkeit für Bedürftige, insbesondere für Witwen und Waisen. Mit diesen Unterstützungen Bedürftiger ist aber die soziale Aufgabe der Kriegervereine längst nicht erschöpft. Wo von Staats wegen soziale Arbeit geleistet wird, da helfen die Kriegervereine tapfer mit, z. B. in der KriegerKriegerhinterbliebene( Kb. und Kh.) u. a. sozialen Aufgaben der Gegenwart. werte des Grund- und Gebäudebesitzes mit höheren Ausschlag bei Beschlagnahme von Lohn, Gehalt, heimstättenbewegung, in der Fürsorge für Kriegsbeschädigte und sätzen als 15 Reichspfennig je 100 Mark Steuerwert der Gebäude und Bauplätze und 30 Reichspfennig je 100 Mark Steuerwert des land- und Forstwirtschaftlich genutzten Grundbesitzes nur dann belasten, wenn sie zusammen mit den Gemeindeverbänden an vorläufiger Sondergebäudesteuer den in Satz 3 ge= nannten Höchstsat erhebt. Den Steuerpflichtigen ist über die Höhe ihrer vorläufigen Steuerschuld ein vorläufiger Steuerbescheid zu erteilen. Im übrigen finden Artikel 1 Satz 2 Absatz 1 Artikel 4 und Artikel 5 dieses Gesetzes, sowie die Vorschriften des Gemeindeumlagengesetzes, in der Fassung der Bekanntmachung vom 7. August 1920( Reg.-Bl. S. 241), und der Verordnungen, die Sondergebäudesteuer für das Rechnungsjahr 1926 betreffend, vom 10. März 1926( Reg.-Bl. S. 75) und vom 11 Oktober 1926( Reg.-Bl. S. 318) entsprechende Anwendung. 2. Für die Kreis- und Provinzialsteuern finden die Vorschriften des Absatzes 1 und des Gesetzes, betreffend die Kreisund Provinzialumlagen, vom 28. März 1924( Reg. Bl. S. 178) entsprechende Anwendung. II. Abschnitt. Artikel 7. 1. Die für das Rechnungsjahr 1925 zu entrichtende staatliche Gewerbsteuer vom Ertrag, sowie die für die Rechnungsjahre 1926 und 1927 zu entrichtende staatliche Gewerbsteuer vom Ertrag und vom gewerblichen Anlage- und Betriebskapital, ferner die staatliche Grundsteuer und Sondergebäudesteuer für das Rechnungsjahr 1927 sind abgegolten durch die Zahlungen, die zu leisten waren auf Grund des Gesetzes über die Gewecbsteuer 1925 vom 31. März 1925( Reg.-Bl. S. 41) und des GeWestöstliche Postfuriosa. oder: Wie wenig man in Deutschland von Deutschland weiß. Von Dr. E. Nurawsky. Wir Deutschen sind mit Recht stolz auf unser Schulwesen und seine Erfolge. Mit Erstaunen und mitleidigem Lächeln nehmen wir Stellung zu der unbekümmerten Unkenntnis, die selbst der welterfahrene Engländer oder gar der Amerikaner in geographischer Hinsicht Europa oder besonders Deutschland gegenüber zeigt. Uns könnten derartige Entgleisungen ,, nicht passieren". Bei uns weiß jedes Kind von der Schule her, wo Southampton oder Edinbourgh oder Washington oder St. Louis liegen. Aber leider müssen wir häufig erleben, daß Leute nicht wissen, wo sich deutsche Städte in Deutschland befinden. Eine schreckliche Verwüstung haben die Ereignisse seit 1918, namentlich hinsichtlich der Verhältnisse in Ostdeutschland in den Köpfen vieler Privatleute, Firmen und leider auch Behör= den angerichtet. Es ist noch sehr harmlos, wenn eine Thüringer Bestedfabrik an eine Firma in Gumbinnen( Ostpreußen) folgendermaßen schreibt:„ Da doch in Ihrer Nähe die russischchinesischen Wirren(!) sind, läßt sich da nicht ein großer Absatz erzielen in allen Sorten Besteds, losen Messern oder Gabeln. in allen dort einschlägigen Taschenmessern und auch in Schlacht- und Brotmessern?"( wörtlich so ,,, Schlachtund Brotmesser" unterstrichen). Auch könnte man es bei den seltsamen politischen und na mentlich Zollverhältnissen in Danzig( Danzig muß bekanntlich seine Grenzzölle nach polnischem Tarif erheben, wenn es auch durch eigne Danziger Beamten geschieht) gerade zur Not noch verzeihen, daß eine Kartonagenmaschinenfabrik in Dresden eine Postsendung an eine deutsche Firma in Danzig nach„ Gdansk, Polen" adressiert. Grob und unerhört ist es schon, wenn sie dieDiensteinkommen, Pensionen und sonstigen Bezügen. Mit dem 1. April 1928 ist ein Gesetz vom 27. Februar 1928 in Kraft getreten, das auch für den Hausbesitz in seiner Eigenschaft als Vermieter von Bedeutung ist. Es handelt sich um das Gesetz über die Beschlagnahme von Lohn usw. Grundsätzlich ist an den seitherigen Bestimmungen festgehalten worden. Das Gesetz gründet sich auf§ 850 der Zivilprozeßordnung, wonach ein Teil des Diensteinkommens der Pfändung nicht unterworfen ist. Seither waren nach der Verordnung vom 25. Juni 1919 wöchentlich 30 M Diensteinkommen und von dem darüber hinausgehenden Betrag ein Teil unpfändbar. Dieser Betrag ist jetzt auf 45 M erhöht worden. Es kann vom 1. April 1928 an nur der 45 M in der Woche, 7,50 M im Tag und 195 M im Monat übersteigende Betrag des Diensteinkommens, der Pension usw. ge= pfändet werden. Von dem dieses Einkommen übersteigenden Diensteinkommen können nur zwei Drittel gepfändet werden, wenn der Schuldner nicht Beamter ist. Bei Beamten ist der 195 M im Monat übersteigende Betrag nur zu einem Drittel der Pfändung unterworfen. Hat ein Nichtbeamter unterhaltsberechtigte Familienangehörige, so führt das meistens zu einer weiteren Einschränkung der Beschlagnahme. Pfändungen aus früherer Zeit sind auf Antrag nach den neuen Bestimmungen zu berichtigen. Dem Drittschuldner gegenüber hat diese Berichtigung erst Wirksamkeit, wenn ihm der Berichtigungsbeschluß zugestellt worden ist. sem Schreiben einen gedruckten Reklamezettel in polnischer Sprache beifügt. Nun halten es aber anscheinend noch viele Deutsche gar nicht für nötig, nur einen einzigen Blick auf die neue Landkarte des Reiches zu werfen, um sich vom Lauf der neuen Ostgrenze zu überzeugen. Sonst müßte doch wohl jeder sehen und wissen, daß die zwar nur kleine, aber der geheiligten Tradition der beiden entrissenen Provinzen Posen und Westpreußen geweihte Provinz ,, Grenzmark Posen- Westpreußen" insgesamt 430 Kilometer dieser neuen Ostgrenze in sich schließt und eine ganze Reihe großer und alter deutscher Städte vor der Polnisierung bewahrt hat. Aber beinahe täglich belehrt uns unsere Post eines anderen. Sendungen an Empfänger in der nahezu 4 000 Einwohner zählenden Provinzialhauptstadt Schneidemühl werden mit den verwegenſten Anschriften versehen:„ Schneidemühl a. d. O." ,,, bei Stettin", ,, Schlesien“,„ Grenzmark Thüringen" usw. Und nun erst bei Aus Berlin den kleinen Städten und Orten der Provinz! kommt ein Brief nach Dt. Filehne ,, Kr. Oletto, Ostpreußen", aus Westfalen einer Dt. Krone ,,, Oberschlesien", von einem der größten deutschen Landkarten- Verlage aus Gotha einer nach Schönlanke in„ Polen". So traurig solche Erkenntnis an und für sich ist, so könnte man doch zur Not noch Entschuldigungen finden. Ganz vernichtend aber sind die postalischen Entgleisungen der Behörden. Eine Reichsbehörde schreibt, wie die Pressestelle des Grenzmarkdienstes mitteilt, nach Usch- Hauland ,, in Polen"; das Landesarbeitsamt der Reichshauptstadt verlangt von einem von Krojanke nach Berlin verzogenen Bürger( rund 250 Kilometer Luftlinie) eine polizeiliche Bescheinigung darüber, daß Krojanke im Reich liege. Andere Fälle seien schonend verschwiegen. Und unsere liebe tüchtige Reichspost selber hatte im Jahre 1927 in Halle a. d. Saale das Pech, sich zu blamieren. Die in Halle a. d. Saale lebende Tochter eines Schneidemühler BeamWie Drucksachen aus Regiebetrieben aussehen. Klimschs Druckerei- Anzeiger veröffentlicht dazu in seiner Nr. 43/44 vom 1. Juni 1928 folgendes: Der Satz Vom Deutschen Buchdrucker- Verein wird uns mitgeteilt: Das Finanzamt der Stadt Freiberg i. Sa. versendet an Industrie- und Handwerksbetriebe Antragsformulare auf LohnSteuererstattung für das Jahr 1927 wegen Verdienstausfalls, die natürlich in der Hausdruckerei des Finanzamts hergestellt wurden. Mit der Herstellung des Satzes dieses Formulars kann nur eine Scheuerfrau betraut worden sein, denn sonst hätte ein so unglaubliches Produkt nicht herauskommen können. spricht jeder typographischen Vorschrift Hohn. Es gibt im ganzen Formular nicht eine gerade Zeile. Außerdem wimmelt das Formular von Sayfehlern. Es muß also angenommen werden, daß der Drucksachenbeirat im Finanzamt, der doch sicher den Text dazu verfertigt und sich wohl auch das Sazprodukt vor dem Druck einmal angesehen haben muß, nicht einmal Deutsch kann. Wir wollen nur einige der haarsträubenden Fehler herausgreifen: Es gibt da einen„ Verdinstausfall" wegen ,, Kratheit“. Nach einer Anweisung ist eine bestimmte eingefästelte Stelle vom Finanzamt„ außzufüllen". Beim Verdienstausfall ist anzugeben, ob wegen Krankheit, wegen Erwerbslosigkeit, ten wollte an dessen Adresse ein Päckchen senden. Sie frankierte vorschriftsmäßig und schickte es durch einen Boten auf die Post. Der aber nach einiger Zeit unverrichteter Sache mit der Meldung wieder, der Schalterbeamte habe das Päckchen zurüdgewiesen, weil es ungenügend frankiert sei. Schneidemühl liege in Polen, und die Sendung dahin erfordere Auslandsporto. Der Bote wurde zum zweiten Mal abgeschickt, diesmal mit der Meinung, die Herren am Schalter über ihren Irrtum aufzuklären. Vergebliche Liebesmühe! Der Beamte wurde grob und schloß sein Fenster. Darauf machte sich die Absenderin selbst auf den Weg. Sie fand einen anderen, als den vom Boten beschriebe nen Beamten vor. Aber auch dieser wies, zwar sehr höflich, aber mit größter Entschiedenheit, die Vermutung eines Irrtums postalischerseits zurück. Vergeblich versicherte die Dame, daß sie vor kurzer Zeit selbst in Schneidemühl gewesen sei und die Stadt wirklich diesseits der polnischen Grenze gefunden habe. Die Stadt Schneidemühl liege in der Grenzmark Posen- Westpreußen und sei deren Hauptstadt. Der Beamte wälzte nochmals seine Bücher und blieb schließlich bei seiner Behauptung. Darauf er folgte eine Unterredung mit dem Aufsichtsbeamten. Aber auch hier ein höfliches Achselzucken:„ Bedaure sehr! Aber Schneidemühl liegt wirklich in Polen!" Erst nach einigen Tagen erhielt die Absenderin vom Postamt die Mitteilung telephonisch, daß man sich inzwischen überzeugt habe, daß Schneidemühl tatsächlich in Deutschland liege. Die amtlichen Listen enthielten einen „ Irrtum". Was man aus all' dem lernen kann? Mehr Liebe zum deutschen Osten, dessen Bürger unser deutsches Vaterland mit vielen Blutopfern vor der bolschiwistischen Walze und vor der noch viel weiter, bis nach der Mark und Pommern zielenden polnischen Landgier bewahrt haben. Es ist eine Ehrenpflicht für jeden Deutschen sich heute mehr denn je über die Grenzen seines Vaterlandes klar zu sein. Landkarte und nur eine Viertelstunde die Augen auf!! Säbel und Pallasche zur Joer Sonne hellauf bliz oder minder auf dem Al windet uns start und fes rung an gloriose Verga wir unser Selbstvertraue Hoffen um Deutschlands Jufunft, die in den mut liegt, das sind so starte Moral und Sittlichkeit baut. Krieger waren wi blizenden Augen und auch heute noch! Aber mit dem wir zerbroche in der Rumpelkammer neuen Mut und neues und Frommen des gar et patria! Englifd nad Der Zwed der nad ämtlichen englischen, richten vom 1914 voll jenigen Kabelmeldunge großen führenden füdar zeigt sich, ein wie groß der englischen Sache a und sonstigen Ausländ Herkunftsstempel, selbst in dem Glauben an d tärfen. In den ersten Kri Meldungen deutscher S jur strenge und nur in land günstige Meldun Dem Auge des Censors nur eine furze Darit bis zu dem Tage geg Aufklärung via Nordar lich zu einem Mißtrau Die ersten 14 Tage. Auf Veranlassung v einem pajjenden Vorwan reich wegen des serbischer in so maglosen Forderun ten ist, daß Serbien als tiefste beleidigt fühlen Brudervolte zu Hilfe ge muß. Ein Wort von reich zurüdzurufen. Gt Seite Desterreichs. Fr Rußland getreu und er tion gegen die Barbarei land an, ob es auch Belgiens achten wolle. gibt, jo muß England len und erklärt den Kr Das friedfertige Belgien Nr. 49. ber 1931. feitsgrenze am 5 auch anderen eine Mietforde Prozentjak der jezt überhaupt obiliarpfändung o ist der Haus Mieters ange m Rüditand, so Mietforderung tigen Mietauf hr ausgedehnten e leiften. vereine, Tradi ihre vornehmste it. Diese ist so Deutschlands mil etwas ähnliches es ,, Kyffhäuser , die ihm ange was um so er äge der Vereine, Caus größte Teil ner großzügigen er Kameraden, fleiner Bruch rbraucht. Ganz it der Kriegerdie Hälfte aller it mehr!), stand der Heimat verder Sache de; jeden Dienst ben insbesondere rmittelt und für nd 28 Millionen 0000 bis 50 000 ng vie auch sonst insbesondere für igen Bedürftiger längst nicht er it geleistet wird, in der Krieger: gsbeschädigte und Dzialen Aufgaben 1 sichen. azu in seiner Nr. ins mitgeteilt: Sa. versendet an nulare auf Lohn dienstausfalls, die Jergestellt wurden. rs fann nur eine hätte ein so un nen. Der Gah Es gibt im gan dem wimmelt das enommen werden, er doch sicher den Gazprodukt vor t einmal Deutsc nden Fehler her " wegen ,, Krat nte eingefästel Verdienstausf Erwerbslosigke . Gie frankiert en auf die Post r Sache mit der Pädchen zurüd chneidemühl liege uslandsporto. Der mal mit der Mei crtum aufzuklären De grob und schloß erin selbst auf den Boten beschriebe zwar sehr höflic ung eines Irrtums die Dame, daß fie n sei und die Stad unden habe. Die Posen- Westpreußen zte nochmals feine ptung. Darauf er amten. Aber aud r! Aber Schneide igen Tagen erhiel g telephonisch, da eidemühl tatsächli n enthielten einen Mehr Liebe zum hes Baterland mit Walze und vor der Pommern zielenden ine Ehrenpflicht für die Grenzen feines r eine Viertelftunde Gamstag, den 16. Juni 1928. Aurzarbeit und ,, welcher anderen Gründen?" der Ausfall erfolgAnzugeben ist der Wert der„ Wohnun" im ,, eigeneng" Hause. Ueberweisungen haben an die„ Finazkasse" zu erfolgen. Statt Kurzarbeit spricht das Formular von„ Kurarbeit" und so geht es weiter. In dem Formular steht u. a.„ Ich bin mir bewußt, daß ich mich durch unrichtige Angaben der Gefahr einer Bestrafung wegen Steuerhinterziehung aussetze." Wir sind der Meinung, daß das Finanzamt Freiberg i. Sa. auf das Formular noch hätte die Worte setzen müssen:„ Wir sind uns bewußt, daß, wir, das Finanzamt Freiberg, mit der Herausgabe dieses Vordruces uns unsterblich blamieren." Was wir wollen! Worte eines alten Kriegers über das Kriegervereinswesen. Die große Gemeinschaft von Kameraden, die sich zu Millionen in dem Reichskriegerbund„ Kyffhäuser zusammengeschlossen hat, verfolgt nur die edelsten Ziele. Der Philister, oder gar der, dem es in seinen leidigen ,, Parteikram" paßt, wird zwar in dem so stark und eindringlich klingenden Wort ,, S ,, Krieger" immer nur die fünf Buchstaben ,, Krieg" herausklauben, da die Erinnerung an vergangene harte Jahre noch in seinen Gebeinen sitzt. Er wird von propagandistischen Versammlungen faseln, in denen die Ideen einer ,, Revanche" und eines neuen Krieges durchgefochten würden. Für ihn ist„ Kriegerverein" eins mit dem ominösen Schlagwort ,, Reaktion". Und doch, ach, wie jern stehen wir solchen untergeschobenen Absichten. Um wieviel höher sind unsere Ziele, um wieviel edler unsere Zwecke. In unren Reihen wird nicht gehetzt, nicht gehaẞt, nicht gelärmt und nicht politisiert. Wir sind Menschen, die sich in treuer, lieber Kameradschaft zusammenfinden, um die Geselligkeit zu pflegen, um Erinnerungen nachzuhängen, die unsäglich teuer sind, um unsre Jugend zu Menschen zu erziehen, die stolz auf eines Volkes Vergangenheit und gestählt für dunkle Zukunft durchs Leben gehen sollen! Vor allem aber wollen wir unseren gefallenen Kameraden durch soziale Hilfe für ihre Hinterbliebenen und Fürsorge für die überlebenden kriegsbeschädigten Helden tatkräftigen Dank abstatten. In unseren Reihen ist jeder willkommen, ob arm oder reich, ob hoch oder niedrig, der uns ein guter Kamerad sein will und sein Vaterland über alles achtet und ehrt wie wir. Partei politik findet da keinen Eingang. Sie mag das müßige Streitobjekt der Parteien und Parlamente sein und bleiben oder eine häusliche Betätigung! Wohl alle unter uns waren einmal eins in der alle Gegensätze aufhebenden Kameradschaftlichkeit, als Not und Tod, Schrecken und Hölle uns umlauerten und zusammenkitteten. Wir haben die „ Knarre" auf der Schulter getragen, wir haben nimmermüd unser heiliges Vaterland verteidigt, wir haben die blanken Säbel und Pallasche zur Rettung unserer bedrohten Heimat in der Sonne hellauf blizen lassen, wir haben unser Blut mehr oder minder auf dem Altar der Treue geopfert und das allein bindet uns start und fest zusammen. Die gemeinsame Erinne rung an gloriose Vergangenheit, die erst sterben wird, wenn wir unser Selbstvertrauen verlieren, gemeinsames Bangen und Hoffen um Deutschlands und seines kühnen, kräftigen Volkes Zukunft, die in den mutigen Seelen unserer Jugend verborgen liegt, das sind so starke Bande wie die der Familie, auf deren f Moral und Sittlichkeit sich die Gesundheit eines Strates aufbaut. Krieger waren wir einst, Krieger mit drohenden Waffen, blitzenden Augen und standhafter Energie. Krieger sind wir auch heute noch! Aber Krieger des Geistes, er uns erfüllt und mit dem wir zerbrochene Ideale, ehrwürdige Traditionen, die in der Rumpelkammer der Weltgeschichte nie vermodern dürfen, neuen Mut und neues Streben in aller Herzen wieder zu Nutz und Frommen des ganzen Volkes aufrichten wollen: Pro deo et patria! Englische Kabelmeldungen nach Südamerika. C. G. K. Der Zweck der nachstehenden Zeilen soll nicht der sein, die jämtlichen englischen, französischen und belgischen Lügennachrichten vom 1914 vollständig aufzutischen, sondern nur diejen igen Kabelmeldungen zusammenzustellen, die man in die großen führenden südamerikanischen Blätter gelangen ließ. Es eigt sich, ein wie großer Stab von Mitarbeitern im Interesse der englischen Sache am Werte ist; wie den Südamerikanern und sonstigen Ausländern Meldungen mit dem verschiedensten berkunftsstempel, selbst Berlin, zugingen, um den Neutralen in dem Glauben an die Echtheit englischer Meldungen zu betärfen. In den ersten Kriegstagen kommen noch einige holländische Meldungen deutscher Herkunft durch; dann aber wurde die Zenjur strenge und nur in Ausnahmefällen fand noch eine Deutschland günstige Meldung Aufnahme, die auf irgend eine Weise dem Auge des Censors entgangen war. So soll im Folgenden bir eine furze Darstellung der wichtigſten Kabelmeldungen bis zu dem Tage gegeben werden, wo die Bemühungen zur Aufklärung via Nordamerika einsehen und somit auch allmählich zu einem Mißtrauen gegen Reuter und Havas beitragen. Die ersten 14 Tage. Stimmung und finanzielle Aussichten". Auf Veranlassung von Deutschlnad, das seit lange schon nach einem passenden Vorwande zu einem Kriege sucht, richtet Desterreich wegen des serbischen Attentates eine Note an Serbien, die in so maßlosen Forderungen und so unglaublichem Ton gehalten ist, daß Serbien als ehrliebendes Kulturvolk sich auf das tiefste beleidigt fühlen muß. Rußland sieht ein, daß es dem Brudervolke zu Hilfe gegen diesen barbarischen Angriff kommen maz. Ein Wort von Deutschland hätte nun genügt, Desterreich zurückzurufen. Statt dessen stellt sich Deutschland auf die Se ite Desterreichs. Frankreich bleibt seinem Bündnisse mit Ringland getreu und erkennt seine hohe Aufgabe die Civilisation gegen die Barbarei zu schützen. England fragt in Deutschland an, ob es auch unter allen Umständen die Neutralität Belgiens achten wolle. Da Deutschland keine klare Antwort gibt, so muß England sich auf die Seite der Bedrängten stellem und erklärt den Krieg, als Deutschland den Frevel begeht Dass friedfertige Belgien anzufallen und die Grenzen zu überSonntag - Gießener Zeitung" Lofales. Sonntagsgedanken. - Tag des Lichtes, Tag der Sonne! Laßt uns abstreifen die Schladen des grauen Werktages und werfen wir die Nöte unserer mühseligen Zeit hinter uns! Verscheuchen wir wenigstens über den Sonntag die finste= ren Mächte des sorgenbeschwerten Alltags! Unsere Herzen wollen wir dann öffnen, auf daß das Licht des Sonntags in sie eindringe. Das Dunkle und Finstere muß flarer Helligkeit weichen. In jeder Menschenseele häuft sich die Woche über Sorge auf Sorge, Kummer und Leid, oft auch Elend und Not. Da hat nun unser Herrgott den Sonntag dafür geschaffen, daß Licht in dieses Dunkel komme, um die in allen Herzen liegenden Ewigkeitswerte nicht ganz unempfindlich zu machen. Der erd= gebundene Mensch soll wenigstens an diesem Tage Herz und Seele freimachen für das Licht der ewigen Sonne. Sonne? Steckt in diesem Worte wicht der geheime Sinn von gesund?- Sich sonnen, heißt gesunden! Sonntag das ist der Tag der Gesundung! Gesunden wollen wir von den Leiden des Werktages, ausruhen von der Last, die wir die Arbeitswoche hindurch tragen mußten, genesen und erholen wollen wir uns von der Erdge= bundenheit der Werkelwoche. Reinigen von allem Unrat, der sich auf unsere Seele legte, herausarbeiten aus der Tiefe, in die uns vielleicht ein Alltag führte; emporsteigen soll am Sonntag unsere Seele zum allesüberstrahlenden, allesüberdauernden Lichte! Gesunden soll unsere Seele jeden Sonntag aufs neue am Urquell allen Lichtes, am Urquell alles Seienden. Lichtströme, vom Unendlichen ausgehend und ins Ewige einmündend, mögen unsere Seelen an den Sonntagen durchfluten, auf daß uns einst ein ewiger Lichttag, ein ewiger Sonntag werde! Trinken und schlürfen sollen wir vom Born des ewigen Lichtes, das durch unsere Kirchen dringt und durch Gottes schöne Frühlingswelt. Dort an diesen heiligen Wassern der Erkenntnis mögen unsere Seelen zum Sonntag sich laben, auf daß das geweihte Wasser eindringe in die verborgensten Falten unserer Herzen. Wenn wir so den Sonntag verstehen lernen, dann wird er uns zu einem wirklichen Tag des Lichtes, zu einem wahren und echten Sonntag, zu einem Tag der Seelenge sundung. Solche Lichttage führen einst zum lichtumflossenen ewigen Sonntag. Der Sonntagsschreiber. * Festgenommen und in Untersuchungshaft gebracht wurde der Dienstknecht Wilhelm 3 ahrt aus Deckenbach. Nach Verbüßung einer mehrjährigen Gefängnisstrafe wegen verschiedener Diebstähle, nahm Zahrt zunächst wieder Stellung in der LandSeelig's feinite Kaffee- 3ufas Effenz ist seit über 30 Jahren bekannt und beliebt. Bester Zusat zum Bohnenkaffee. Achten Sie beim Einkauf auf unsere Originalpakfungen m. d. Großmutter. Überall zu haben. Dose 45 Vfg. Großes Pafer mit 125 Gramm Inhalt 35 Pfg. schreiten. Es folgen nun die wechselseitigen Kriegserklärungen der Staaten unter einander. England versucht trotzdem zu einer friedlichen Lösung zu gelangen. Erst am 3. August entschließt sich, wie Daily Chronicle schreibt, das englische Rabinett endgültig, Truppen außer Landes zu schicken, falls es gar nicht anders zu machen sei. Nach wie vor ist England bemüht den Frieden zu erhalten. Der Krieg, durch die Ländergier des deutschen Kaisers hervorgerufen, ist in Deutschland gänzlich unpopulär, da Deutschland für den Militarismus fämpfen soll, während die übrigen Staaten für die Civilisation und Kultur sowie die Freiheit der Schwachen eintreten. Kein Wunder, daß die deutsche Regierung zu schroffen Maßnahmen ihre Zuflucht nehmen muß. Gibt doch nach Meldungen aus London vom 7. ein Deutscher in hoher bekannt, der Kaiser nach allgemeiner Nr. 49. wirtschaft an. Sehr bald erwachte in ihm jedoch wieder der alte Trieb zum Verbrechertum. E verließ seine Stelle unter Mitnahme eines Fahrrades und eines Geldbetrags und ver= legte sich in der Folgezeit wieder ganz auf sein altes Diebeshandwerk. In turzen Zeitabschnitten beging Zahrt Einbruchsdiebstähle in Mainzlar und Beltershain, wobei ihm mehrere hundert Reichsmart, fünf wertvolle Uhren, Schuhe und sonstige Kleidungsstücke in die Hände fielen. Einige Zeit nach Begehung der Straftaten gelang seine Festnahme in hiesiger Stadt. Während die gestohlenen Uhren und Kleidungsstüde noch bei ihm vorgefunden wurden, hatte er das Geld bis auf einen kleinen Rest bei Festlichkeiten und Zechgelagen verjubelt. Das gestohlene Fahrrad wurde in einem Wald bei Deckenbach, wo es Zahrt versteckt hatte, aufgefunden. * Gestohlen wurde einem Studenten in der Nacht zum 13. ds. Mts. eine wertvolle Uhr mit goldener Kette. Täter und Diebesgut wurden ermittelt. * Schaffung eines Stadtamtes für Leibesübungen. In einer Sigung am Dienstag Abend, die unter dem unparteiischen Vorsitz des Gießener Verkehrs- Vereins stattfand, gelang es, zwischen sämtlichen bürgerlichen Sportvereinen einerseits und Arbeiter- Sportkartell andererseits ein Einvernehmen zwecks vereinten Wirkens für und in einem Stadtamt für Leibesübungen herzustellen. dem * Sonderzug nach Eisenach. Am Sonntag, den 24. Juni, fährt wieder ein Sonderzug zu der Wartburgstadt, wofür wieder eine Fahrpreisermäßigung von einem Drittel des Fahrpreises eintritt. Der Zug fährt um 6,02 Uhr in Gießen ab und ist schon um 9,57 Uhr in Eisenach. Die Rückfahrt erfolgt um 18,46 Uhr ab Eisennach und wird die Ausgangsstation Gießen wieder um 22,49 Uhr erreicht. * Musikalischer Abend. Im großen Hörsaal der Universität veranstaltet die Volkshochschule heute, Samstag abend, um 20 Uhr, einen Musikalischen Volkskunst- und Schubert- Abend. * Gleiberg- Fest. Der Gleiberg- Verein feiert morgen, am Sonntag, den 17. Juni, auf der Burgruine ein Gleibergsest. Aus Nah und Fern. Steinberg b. Gießen. Anläßlich seines 40jährigen Vereinsjubiläums hält der hiesige Gesangverein„ Jugendfreund" am Sonntag, den 17. und Montag, den 18. Juni, auf der Mookswiese" einen Gesangswettstreit ab. Lich. Wie der Bürgermeister der Stadt Lich dem Stadtvorstand mitteilte, hat der Licher Beigeordnete Ludwig Dörner sein Amt niedergelegt, so daß die Neuwahl eines Beigeordneten für die Stadt Lich erforderlich ist. Aus der Wetterau. Der älteste Einwohner der Wetterau, Kaspar Sulzbach aus Oppershofen, vollendet in diesen Tagen sein 94. Lebensjahr. Er ist noch verhältnismäßig rüſtig und verrichtet noch leichte Arbeiten. Ein Bahnprojekt für die Erschließung des Vogelsbergs. Schlüchtern. In einer Besprechung der Vogelsberg- Bahnprojekte, die unter dem Vorsitze des Landrats Freiherrn v. Gagern stattfand und an der sich besonders Vertreter des Kreises Schlüchtern beteiligten, wurden Mitteilungen über ein größeres Bahnprojekt gemacht, das sich zurzeit in der Ausarbeitung befindet und die Schaffung einer direkten Linie von Koblenz über Gießen, Fulda nach Meiningen mit Schnellzugsver= tehr vorsieht. Von Vertretern des Kreise Fulda wurde gefordert, eine Kleinbahnverbindung Großenlüder- Weidenau zu schaffen, und vom Kreise Schlüchtern wurde erwogen, diese Li- so daß es erst ernsthafter Vorstellungen der amerikanischen Regierung bedarf, um die amerikanischen Bürger freizubekommen. Die russischen und französischen Konsuln in Berlin und Dresden sowie in München werden, laut Meldung aus Paris vom 7. beleidigt und schwer mißhandelt. Die Fenster der englischen werden Meldung aus London vom 8. Botschaft in Berlin eingeworfen, 40 Engländer in Spandau interniert. Prinz Aage von Dänemark wird nach Kopenhagener Meldung vom 7. in Berlin als Spion festgesetzt. Der amerikanische Botschafter in Berlin, Gerard, wird von der deutschen Regierung gehindert mit seiner Regierung in drahtlichen Verkehr zu treten und muß erst nach Meldung aus Amsterdam vom 9. feierlichen Protest erheben, und zugleich Beschwerde wegen der Gefangennahme oon Amerikanern führen. Der Aufmarsch der deutschen Truppen vollzieht fajjung in Deutschland das Land mit nang Hormeiner ere gemäß nur langjam; es tlappt eben nichts. Bet his naturund daß man im Falle eines unglücklichen Ausganges des Krieges mit der allgemeinen Revolution zu rechnen habe. Die Sozialdemokraten sind nur dadurch einzuschüchtern gewesen, daß Liebknecht, wie Paris vom 7. meldet, mit hundert andern sozialistischen Abgeordneten füfiliert wurde. Die finanziellen Aussichten Deutschlands für die Kriegführung sind außerordentlich geringe. Nach offiziösen Nachrichten aus Paris vom 1. August, verfügen wir nur über 2624 Millionen Franks in Bankemissionen, wozu allerdings noch der Letzterer aber spricht Kriegsschatz von 450 Millionen tritt. kaum mit, da er nur 2 Millionen in Gold, den Rest in Silbergeld aufweist. Dagegen verfügt allein Frankreich über 4744 Da Millionen Francs, wovon 4 101 in Gold bereit liegen. nun Deutschland nach genauen Berechnungen monatlich eine Milliarde benötigt, so ist es klar, daß wir nur wenige Wochen den Krieg aushalten können. In welcher Weise der so gefährliche deutsche Handel getroffen wird, geht schon allein daraus hervor, daß nach einer Meldung aus London vom 6. sich Anfang August 2000 deutsche Dampfer und 3000 Segler auf See befinden. Furchthar haust der Pöbel in Berlin. Cambon muß seine Reise auf eigene Kosten ohne alle Bequemlichkeiten machen, da die deutsche Regierung keinerlei Erleichterungen gewährt. Er gelangte endlich nach Dänemark, wo ihm die dänische Regierung einen Sonderzug stellt. Amerikaner werden, nach Meldungen aus Washington vom 6. widerrechtlich zurückbehalten, - richtet der Korrespondent der News Agency, daß er bei seinen Reisen in Süddeutschland sich persönlich davon habe überzeugen können, daß die deutsche Mobilmachung gut gehe und besonders die Eisenbahnen sich ihrer Aufgabe vollauf gewa.hien zeigten. Spätere Aussagen von gefallenen Deutschen besonders von Of= fizieren besagen, daß nach Meldungen aus Paris vom 10. der Hunger im deutschen Heere unerträglich sei. Auch von Begeisterung sei nichts zu merken. Habe man doch der Deutschen gesagt, daß Belgien um Hilfe gegen Frankreich gerufen habe, so daß sie dann dem furchtbaren Feuer der Belgier ganz ahnungslos und hoffnungslos gegenübergestanden hätten. Am 3. soll nach New Yorker Meldungen Kaiser Franz Joseph ermordet sein; eine Nachricht, die später allerdings widerrufen wurde. Als aber dann noch die im französischen Heere dienenden Peruaner die französische Regierung baten mit gegen Deutschland kämpfen zu dürfen; als dann auch noch die in Paris lebenden Amerikaner sich am 6. erboten eine große Anzahl von Kompagnien aufzustellen, die in denselben Uniformen kämpfen sollten, wie unter Lafayette bei den Unabhängigkeitskämpfen Meldung aus Paris, der nordamerikanischen Union, gab Kaiser Wilhelm einem Kabel aus London vom 6. gemäß seinen Posten" auf und verließ Berlin. Am 7. wird dann noch dem Berichte des„ Standard“ zufolge der deutsche Kronprinz bei einem Attentate, wobei der Täter entfloh, schwer verwundet; was ihn aber erfreulicherweise nicht daran hinderte, gleich darauf nach Brüsseler Meldungen, an der belgischen Grenze zu erscheinen. da Samstag, den 16. Juni 1928. nie dann von Weidenau aus weiter auszubauen und sie zur Entlastung des Distelrasentunnels etwa in Soden- Salmünster oder in Steinau an der Straße einlaufen zu lassen. Alle Redner traten entschieden für eine baldige Erschließung des Vogels= berges ein. * Das Ende der Fliegerei im Vogelsberg. Die Flieger, die i nHartmannshain ihren Wohnsitz genommen hatten, um auf der Herchenhainer Höhe Segelflüge auszuführen, haben sich durch einen gerichtlichen Vergleich auseinandergesetzt. Der Flugbetrieb wird nicht fortgesetzt. * Hessische Kommunale Gasfernversorgung. Darmstadt, 14. Juni. Am Mittwoch fand die erste Aufsichtsratssigung der Hessischen Kommunalen Gasfernversorgung ( Hekoga) in Darmstadt statt. Als Vorsitzender des Aussichtsrats wurde Herr Geheimerat Dr. Usinger, Provinzialdirektor in Mainz, und als sein Stellvertreter Herr Beigeordneter Hamm, Gießen, gewählt. Als Vorstand wurden dem Beschluß der Gründungsversammlung zufolge die Herren Staatsrat Dr. Reitz, Ministerium des Innern in Darmstadt, Bürgermeister Rizzert, Darmstadt, und Provinzialrat Wolf, Gießen, be= stellt. Es fand eine eingehende Aussprache über die seitherigen Arbeiten des Vorstandes statt mit dem Ergebnis, daß der Aufsichtsrat dessen Maßnahmen und Schritte einmütig billigte. U. a. beschloß der Aufsichtsrat, daß nunmehr auch die Arbeiten der Gasversorgung innerhalb des Versorgungsgebiets der Hefoga nachdrücklich gefördert werden sollen. * Fragen der Elektrizitätswirtschaft. Darmstadt, 13. Juni. Unter dem Vorsitz der Herren Gessischen Minister des Innern und der Finanzen fand gestern vormittag in Darmstadt eine Verhandlung mit Vertretern des preußischen Herrn Ministers für Handel und Gewerbe, der Aftiengesellschaft für deutsche Elektrizitäts- Aktiengesellschaft ( Preag) über Fragen der Elektrizitätswirtschaft statt. Es wurden hierbei die verschiedenen Fragen, wie sie durch die Absichten der Aktiengesellschaft für deutsche Elektrizitätswirtschaft gegebe= nenfalls auch für Hessen und in einer engeren Fühlungnahme ,, Gießener Zeitung" der oberhessischen Stromversorgung mit der Preag vorliegen, besprochen und weitgehende Uebereinstimmung festgestellt. * Limburg. In den letzten Monaten waren infolge der Rationalisierungsbestrebungen bei der Reichsbahngesellschaft Gerüchte aufgetaucht, die von einer Verlegung der Reichsbahnreparaturwerkstätte Limburg etwas wissen wollten. Das Werk bleibt aber vorläufig noch in Limburg. Frankfurt a. M. Jubiläumsfeier des Bundes Deutscher Architekten. Am 21. Juni 1928 begeht der Bund Deutscher Architekten in Frankfurt a. M., der Stadt seiner Gründung, das Fest des 25jährigen Bestehens. Gleichzeitig wird für die Dauer von zwei Wochen eine Ausstellung des Bundes Deutscher Architekten im Werkbundhause zu Frankfurt a. M. eröffnet, die in einem Querschnitt von dem Stande des baufünftlerischen Schaffens im heutigen Deutschland Zeugnis ablegt. Köln. Deutsche Imtertage. In Köln a. Rh. finden zwei hochbedeutungsvolle Versammlungen statt. Vom 3. bis 7. Auguſt ds. Js. ist der Deutsche Imkertag, am 5. und 6. August die 66. Wanderversammlung aller Bienenwirte deutscher Zunge. Neue Bücher. Der Betrug im Erwerbsleben. Als erstes Heft der Schriftenreihe„ Eine Stunde Recht und Wirtschaft" erschien soeben ( Verlag Alfred Fritzsche, Breslau 16, Preis Mt. 0,90) eine Broschüre, die in der heutigen Zeit der geschäftlichen Unmoral in dankenswerter Weise der Oeffentlichkeit die Gefahren des Erwerbslebens aufzeichnet. Erschreckend groß ist die Zahl der Parasiten des Wirtschaftslebens, die durch Ausbeutung der geschäftlichen Unerfahrenheit und Vertrauensseligkeit ihrer Mitmenschen seien es nun Privat- oder Geschäftsleute- mühelosen Gewinn erstreben und auch erzielen. Die von ihnen zur Anwendung gebrachten Methoden gehen mit der Zeit mit. Wer nicht ein Opfer dieser gewerbmäßigen Betrüger werden will, muß ihre Schliche und Kniffe kennen lernen, um sie zu durchschauen. Ausgehend von ausgewählten Zeitungsanzeigen, mit denen die Betrüger die Verbindung mit ihren künftigen Opfern aufzunehmen suchen, behandelt die Schrift in allgemein verFahren Sie ein PRESTO Rad, es ist beste Qualität zu billigstem Preis! 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Er will die Schicksalsgenossen, die den Drang nach höherem in sich fühlen, dazu ausrüsten, daß sie mit Sicherheit ans Ziel gelangen. Alle seine Ratschläge stammen aus eigenen Erfahrungen, schlicht und überzeugend ist seine Darstellung; er ruft die vorwärts Strebenden zur Nacheiferung auf und weist sie die nicht immer leicht zu findenden Wege. Er verwirft jeden Kleinmut, man muß Vertrauen zu sich selbst haben; die Schwierigkeiten werden überwunden, wenn ein fester Wille und ein guter Führer da ist. Ein solcher zuverlässiger Führer ist die obengenannte Schrift, die von dem Verfasser in der Absicht der Deffentlichkeit übergeben wird, die Zahl der wissenschaftlich gründlich Durchgebildeten zu vermehren und unserem Vaterlande tatenfrohe und kenntnisreiche Männer zuzuführen. Das Werk zeigt insbesondere, wie es beruflich tätigen Jünglingen möglich ist, trotz ihrer Arbeit für den täglichen Bedarf, Zeit und Kraft aufzubringen, um sich die an unseren höheren Schulen gelehrten Kenntnisse anzueignen und die Reife prüfung zu bestehen, die die Tore zum Hochschulstudium und zu einer gehobenen Lebensstellung eröffnet. Das Werkchen ist für alle wertvoll, die, sei es aus Mangel an Zeit oder infolge seh lender Mittel, reiferen Alters usw. keine höhere Schule besuchen können. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Universal- ReichssteuerKassebuch mehrfach gesetzlich geschützt ( Von vielen Steuerinspektoren und Bücherrevisoren bestens beurteilt) enthält. Spezialeindrucke für jeden Handwerksbetrieb z. B. für. Gastwirtschafte." ,,, Bäckereien" " ,, Gärtnereien" ,,, Glasereien" ,,, Landwirtschaftsbetriebe" ,,, Maler u. Weissbinder" ,,, Maureru. Baugeschäfte" ,,, Metzgereien" ,,, Polstereien und Sattlereien" ,,, Schlossereien" ,,, Schmiedereien" ,,, Schneiderbetriebe" ,,, Schreinereien", , Schuhmachereien" ,,, Spenglereien", offene " ,, Ladengeschäfte" ,,, Modistinnen", , Weissnähereien", Architekten", " "" ,, Aerzte" und ,, Agenturen". Mit diesem Kassebuch, für dessen Führung Buchführungsvorkenntnisse nicht erforderlich sind, kann zu jeder Zeit sofort ohne viel Mühe die zu zahlende Umsatzsteuer sowie das steuerpflichtige Einkommen festgestellt werden, weil die umsatzsteuerpflichtigen und die umsatzsteuerfreien Einnahmen, sowie die einkommensteuerpflichtigen und die einkommensteuerfreien Ausgaben getrennt von einander mit grösster Leichtigkeit gebucht werden. Nebenher weiss man auch, welche Summen für Materialien und die verschiedenen Unkosten sowie für den eigenen Haushalt verausgabt wurden. Diese allseits als sehr praktisch anerkannten Bücher sind bei mir stets vorrätig. Albin Klein, Gießen, Südanlage 21. Erscheint Bezugspreis 2,40 Redaktionsschluß früh 8 fendung nicht verlangt 41. Jahrg. Politifo Die Schwierigkeiten girtungsbildung stößt, und Zentrum warten n pon Hermann Müller Nachdem der Schieds fahrt durch den Reichsa bindlich erklärt worden schaffahrt wieder aufgen Aus Madrid wird worden sei, in dem jede Art in privaten Klubs Wie Moskau meld den auch deutsche Inge Man erwartet die Ant und das Urteil am 2. Die Bremen Ganz Nordwestdeut das Eintreffen der deu schmüdten Straßen Br erst wieder deutschen B Treiben. Der Dampfer ,, Co der Weser vor Breme Columbus" tamen, b hörigen der Ozeanflic rung traj Ministerio fehrsministerium ein, men und dem Diretto begleitet war. Ueber flugzeuge unter Führu Jubelnd von den B Köhl auf der Komman Hurras mischten sich Um 10 Uhr bega die Begrüßungsfeier ming vom Norddeut gern als Gabe der deutsche Lloyd präge Nachdem als V Dudwik den Fliegern hatte, nahm für die denburg das Wort die Willkommensgrü Hierauf sprach d verbandes der Deuts im Namen des Rei und willkommen hie Im Namen der mit herzlichen Wort Amerikaner. Gegen 11,45 Uhr in die Kaiserschleuse fich eine zehntausend sich der„ Columbus" von allen Schiffen geheul ein. Eine G das die Menge begei es von Ruderbooten Luft freisten mehr Die Begeisterun wieder ertönte das bürgermeister Becké weserstädte Bremer grüßungsansprachen Columbus" zunäc Stolz über das Ge Gefahren Ausdruck in herzlichen Worte Flieger gedachte. Der zuschreiben. Als dri Freude Ausdrud gal Fönnen, die feinerzeit miterlebten. Der F den Menschen, sondern Welt geschaffen. 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