Nr. 39. fürzlich er Verein ver gertag des Sießen statt jau tagten 1 dem Ver eder. Eine von 3 auf t zur Prü le waren. n. hr des Ge Jahres ha nen öffent es Bantge nmehr auch tersuchungs tet worden. Dentlich um Bevölkerung te, die mun erten alten umgestimmt stattete zu Kreisamt er allen be erges, dessen habe, Rech mit bienen 9. Juli feft Unter dem g über den von Darm rgebnis, dak eim als ge eutschen Gee n, Matthäi rtschritte der In Gießen. Spricht sfrau! nicht den eitsschurz sie ihre nell pflegt. ahlaun, chs, wie ne den! I ttung ng mäßiger äge. verficherung f., auch für ng zulässig. rchenaustr. retung igiös neutral an organi ch gewandten erficherungs n. Fachmann Bestattungs evorzugt. trag Angeb Invaliden henfte Unter it.Berlin W.9. rgeldmangel 200-300 Dit. Anfangs c. Mitarb. er 100 Mt. Firum Aust. Proipel ei Richtintereffe verden. icebaben 300 ge 13 Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Jahrg. Bolitische Tagesschau. Das Reichskabinett wird heute in Berlin zu einer Sigung zusammentreten und u. a. auch zur geplanten Tariferhöhung der Reichsbahn Stellung nehmen. Wie verlautet, soll die Erhöhung auf jeden Fall abgelehnt werden. Nach einer Meldung aus Moskau wird die selbständige deutsche Wolga- Republit im Rahmen der Sowjetunion in Kürze zu bestehen aufhören. Das Gebiet der Republik wird in dic neue Provinz Unter- Wolga einbezogen werden. Der rumänische Extronprinz hat England verlassen. Man vermutet ihn in Holland oder Belgien, die beide sollte, Karol in ihnen sein Domizil einrichten, scharfe Bedingungen stellen werben. Japans Antwort auf den Kriegsächtungspakt wird in den nächsten Tagen in Amerika überreicht werden. Japan soll in derselben den amerikanischen Vorschlägen im allgemeinen zu= timmen. Warnung vor Wahlterror. Der Amtliche Preußische Pressedienst schreibt, es werde, insbesondere in den vorwiegend landwirtschafttreibenden Landesteilen vielfach versucht, wirtschaftlich abhängige Personen durch Drohung mit wirtschaftlichen Schädigungen an einer unEin solches Unterbeeinflußten Stimmabgabe zu hindern. fangen könne ernste Folgen nach sich ziehen. Die Reichsverfas= sung gewähre jedem Deutschen das Recht freier Meinungsäußerung, besonders die freie Ausübung des Wahlrechtes. Würde wegen Beteiligung an der Wahl in einem vermuteten Sinne ein Vertragsverhältnis beendet oder sonst ein wirtschaftlicher Nachteil zugefügt, so könne ein Schadenersatzanspruch gegen den Schädiger erhoben werden. Es sind alle Vorkehrungen getroffen, um die völlige Geheimhaltung der Stimmabgabe zu verbürgen, so daß niemand zu befürchten brauche, ein Zweiter oder Dritter könnte jemals erfahren, wie man gewählt hat. Außer= dem sind die Staatsanwaltschaften ersucht, ihr besonderes Augenmerk auf Fälle zu richten, in denen versucht wird, Wähler in unzulässiger Weise an der Ausübung ihrer staatsbürgerlichen Rechte zu hindern oder bei ihrer Stimmabgabe zu beeinflussen. Gegen derartige Täter soll mit Nachdruck und Beschleunigung eingeschritten werden. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M Mittwoch, den 16. Mai 1928 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 40 Internationale Bresseausstellung Köln 1928. Froh bewegtes Leben sah am 12. Mai die alte und doch so modern- fortschrittliche Metropole des Rheinlandes, die Domstadt Köln, trotz des unfreundlichen Regenwetters in ihren Mauern. Von den Dächern und Türmen wehten überall die Flaggen des Reiches und der deutschen Bundesstaaten, das Banner der Stadt mit seinen drei Kronen und das an den grünen Strom gemahnende der Rheinprovinz. Zur großen Ausstellung ,, Pressa", die jenseits des alten Römerlagers, auf dessen Basis sich heute noch die zahllosen Kirchen des ,, hilligen Kölle" erheben, am rechten Ufer aufgebaut ist, ging es zu Fuß und per Auto, mit allen verfügbaren Vehikeln und Beförderungsgelegenheiten. Der Tag der Eröffnung der Internationalen Presseausstellung war gekommen und wurde pünktlich eingehalten. In der großen Messehalle hatten sich schließlich nach vielem Trubel und Gedränge die über 7000 zur Eröffnung herbeigeeilten Gäste angesammelt und der Eröffnungsakt begann. Man bemerkte die Reichsminister Dr. Brauns, Dr. Koch, den Reichspressechef Dr. Zechlin, den deutschen Gesandten in Bern, Dr. Müller, sowie Mitglieder der preußischen Regierung: Ministerpräsident Dr. Braun, Minister des Innern, Grzesinsti, Justizminister Dr. Schmidt, Minister für Volkswohlfahrt Hirtsiefer, Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, Prof. Dr. Becker, Oberpräsident der Rheinprovinz, Dr. Fuchs, außerordentlicher bayrischer Gesandter und bevollmächtiger Minister, Reichstagspräsident Löbe, sowie die Vertreter der Freistaaten Hessen( Staatspräsident Adelung), Oldenburg, Medlenburg- Schwerin und Mecklenburg- Strelitz. Besonders fiel die Anwesenheit des Generalsekretärs des Völkerbundes, Sir Eric Drummond, auf. Das Berliner Diplomatische Korps war fast vollständig vertreten. Das Halleluja des Oratoriums ,, Der Messias" von Händel, vorgetragen vom städtischen Orchester unter Leitung von Generalmusikdirektor Prof. Dr. Abendroth, bildete die stimmungsvolle Einleitung zu den Eröffnungsreden. Die Erkrankung des Reichsaußenministers. stärkste, die umfassendste Manifestation des menschlichen GeiReichsaußenminister Dr. Stresemann ist inmitten seiner Wahltätigkeit plötzlich durch eine nicht leicht zu nehmende NieUeber renerkrankung zur absoluten Ruhe verurteilt worden. die Erkrankung des Reichsministers ist gestern abend von den behandelnden Aerzten folgende Mitteilung ergangen:„ Jm Befinden des Reichsaußenministers Dr. Stresemann ist insofern eine Veränderung eingetreten, als die Magen- und Darmerscheinungen sich gebessert haben. Indessen hält die Störung der Nierentätigkeit an. Der Charakter der Erkrankung muß auch heute noch als ernst angesehen werden. gez. Prof. Dr. H Zondet, Sanitätsrat Dr. Gisevius, Dr. Schulmann." Mit allgemeiner Anteilnahme wird das Befinden des Ministers nicht nur in Deutschland verfolgt, auch die offiziellen Spitzen Englands und Frankreichs und deren Presse verbindet mit ihrem Bedauern die Wünsche für baldige Genesung. Der 11. August Nationalfeiertag? Preußischer Antrag im Reichsrat. Berlin. Die preußische Regierung hat mit Unterstützung einer Reihe anderer Länder, darunter auch Hessen, im Reichsrat einen Antrag eingebracht, der verlangt, daß der 11. August als Geburtstag der Weimarer Verfassung zum Nationalfeiertag erklärt wird. Der Antrag dürfte noch in dieser Woche zur Beratung gelangen. 3wangswirtschaftliche Schattenseiten. Die Zwangsbewirtschaftung der Wohn- und Geschäftshäuser entsprang ursprünglich dem Gedanken,„ eine von der Masse untragbare Mietteuerung zu verhindern". An sich mag die Zwangsbewirtschaftung damals eine soziale Berechtigung gehabt haben, insbesondere, wenn man sich klar macht, daß durch die Inflation viele Häuser in die unberufensten Hände kamen. Diese Sorte von Hausbesizern oder Vermietern, d. i. Protzen, Spekulanten und Ausbeuter, die da glauben, das mit Papiermart nichts, erstandene Haus müsse ihnen 10 Prozent des Friedenswertes abwerfen, frei von Steuern und Lasten sein, um sie aller Sorgen zu entheben, existiert leider und schadet dem anständigen Besitzer und unseren loyalen Bestrebungen ungeheuer. Daß man das Immobil, soweit man kann, unterhalten muß, im eignen wie allgemein bodenständigen Bürgersinn, daß der Vermieter im anständigen Mieter einen guten Kunden sehen muß, verstehen diese Sorte nicht. Gewiß wird in andern ebenso lebenswichtigen Branchen wie das Wohnunggeben, 3. 3t. mit relativ weniger Kapital ungeheuer mehr verdient, wenn dieser Ausdruck für Wucher nicht déplaziert ist, ohne daß sich eine Bekeit in den erhabensten und wesentlichsten Grundlagen der menschlichen Kultur, das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer großen, in Gedeih und Verderb miteinander verflochtenen Völferfamilie stärken und beleben, möge diese Ausstellung werden ein Werk des Friedens! Generaldirektor Esch, der geschäftsführende Vorsitzende des Präsidiums der„ Pressa", gab sodann in längerer Rede einen Ueberblick über Werden, Aufbau, Bedeutung und Ziele der P, ressa", verbreitete sich über den Aufbau im einzelnen und betonte schließlich: Wir stehen heute beglückt, ja tief ergriffen am Schlußstein des gewaltigen Werkes, in dessen Mittelpunkt gegenüber dem Jahrhun= derte alten, himmelragenden Wahrzeichen des Einheitswillens eines Volkes, die Flaggen der Nationen wehen, eines Werkes, das im Kern seines Wesens den höchsten Menschheitsidealen gewidmet ist. Wir haben nur eine Saat geworfen, der ein gütiges Geschick fruchtbares Gedeihen verleihen möge. Preußischer Ministerpräsident Dr. Braun gab als Vertreter Preußens seiner Freude darüber Ausdruck, daß gerade eine preußische Stadt, das altehrwürdige, durch Geschichte und Sage für alle Deutschen verklärte Köln den Vorzug genießt, wieder einmal ein Mittelpunkt zu sein, auf den sich heute die Blide unzähliger geistig interessierter Menschen in fast allen Teilen der bewohnten Welt richten. Der Ministerpräsident beleuchtete dann die politische und kulturelle Einstellung des Staates zur Presse und meinte: ,, Möge von der imposanten Zeitungsschau der ,, Pressa" nicht nur der Respekt davor ausgehen, wie weit wir es technisch im Zeitungsgewerbe gebracht und wie sehr wir es auch verstanden haben, alle modernen Errungenschaften des Verkehrs und der Nachrichtenbeförderung in den Dienst der Presse zu stellen, sondern möge vor allem auch von der Presseausstellung am Ufer des Rheinstromes, der schon viel Krieg und Kriegsnot im Laufe zweier Jahrtausende gesehen hat, und auch jetzt noch seiner letzten Befreiung harrt, die Erkenntnis ausgehen, daß das große Instrument der modernen Presse erst dann zum höchsten Wert herangereift sein wird, wenn es in allen Ländern planmäßig und uneingeschränkt in den Dienst der Völkerversöhnung und des Menschheitsfriedens gestellt wird." Kölns Oberbürgermeister Dr. Adenauer nahm als erster das Wort in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Präsidiums der„ Pressa" und hieß die Gäste willkommen. Er gedachte der Unterstützung der Reichs- und Staatsbehörden bei dem großen Werke und aller Mitwirkenden und fuhr dann fort:„ Diese Ausstellung hat zum Gegenstand die Welt des in Wort und Bild gefaßten und vervielfältigten Geund Dankens. Der stes. Sie ist so tausendfältig wie die Betätigung des Menschen überhaupt. Die Geschichte des menschlichen Wortes ist die Geschichte der Menschheit, ihrer Kultur, ihrer Religionen, ihrer Gesittung, ihrer Kämpfe, ihrer Revolutionen, ihres Ringens und Strebens." Dr. Adenauer schloß: Diese Ausstellung wird durch die Internationalität den Blick weiten für die gemeinsame Grundlage aller menschlichen Kultur, für die Möglichkeiten, ja die Notwendigkeiten übernationaler Zusammenarbeit. Möge diese Ausstellung die Ueberzeugung von der GemeinsamDer Vertreter der Reichsregierung, Reichsarbeitsminister Dr. Brauns, vollzog nun die offizielle Eröffnung der Ausstellung, indem er in Wort gefaßte Gedanke ist die machen Ger- darauf hinwies, daß man ein Werk von nationaler, aber nicht minder auch von hervorragender internationaler Bedeutung vor sich habe. Die Reichsregierung hat ihr deshalb auch wärmstes Interesse entgegengebracht und wünscht ihr guten Verlauf und Erfolg. Auf allen Gebieten menschlichen Daseins und Lebens wirkt die Presse, beschreibend und belehrend, kritisch urteilend, mahnend und werbend. Was könne man sehnlicher wünschen, als daß sie im Dienst am Guten und Edlen erstarke, daß ihre Macht sich in dieser Richtung weiten und dem wahren Fortfchritt zum Siege verhelfen möge? Behörde oder sozialer Verband im Interesse der Minderbemittel| viele tüchtige und ten und Minderbesoldeten darum kümmert. Der Hausbesig ist nun einmal da, springt ins Auge, kann nicht versteckt werden, ist notfalls ein schönes sicheres Pfandobjekt und muß wahllos, entrechtet herhalten, wenn es die Verhältnisse und Steuersädel erheischen. Es wird übersehen, daß der überaus größte Teil der Hausbesitzer aus anderem Holze ist und weitab von der gerügten Sorte steht. Diesen liegt ihr ererbtes, oder mit gutem Gelde erworbenes Haus, das sie mit Mühen, Not und Entbehrungen durchhielten, genau so am Herzen wie dem andern sein Werk oder gut dotierte Stellung. Diese Besizer schämen sich, wenn sie die nötigen Reparaturen infolge der miserablen Rentabilität ihres Besitztums einerseits und der fortschreitenden gefährlichen Teuerung anderseits, nicht durchführen können, wie sie es von den Altvorderen her, lange vor der Geburt der Zwangswirtschaft, gelernt hatten und gewohnt waren. Wäre es nicht an der Zeit, daß man den Mieten eine 8prozentige Nettoverzinsung des Zeit- oder Einheitswertes zugrunde legte? Der Einheitswert ist die Basis der Vermögenssteuer, der Grunderwerbssteuer, und 8 Prozent werden bei den Anleihen der Städte und Länder bei 92-94 Prozent Ein- und voller Rückzahlung gewährt. Könnte man nicht öffentlich kategorisch erklären:„ Neubauten und Umbauten dürfen nie mit Sonder- oder Mietzinssteuer belastet werden?" Die Furcht vor deren Einführung hält Leute vom Bauen ab, die das Geld in der Hand haben und sicher bauen würden, wenn sie die Gewißheit hätten, nicht unter die Räuber zu fallen. Ist es sozialpolitisch klug und richtig, daß man ein derartiges Gesetz hintenhält, die erwähnte berechtigte Rentabilität und Arbeit unterbindet, Heere von Arbeitslosen schafft und den Sparer mit seinen Groschen zur Bank und Börse zwingt? Warum werden Wohnungen mit 5 Zimmer und mehr oder Läden, von deren Inhabern die Steuerbehörde und Besitzer positiv wissen und beweisen können, daß sie über 8000 Mt. Eintommen haben( oft über 20 000 Mt.) nicht aus der Zwangswirtschaft genommen? Lag es im Sinne des Gesetzgebers, diesen doch gewiß zahlungsfähigen Mietern Unterschlupf zum großen Nachteile ihrer Mitmenschen zu schaffen. Wie wertvolle Männer mit bescheidenem Lohn und Einkommen müssen notgedrungen seit Jahren mit Familie in ungesunden Keller- und Mansardenlöchern hausen, weil die billigeren Wohnungen in festen Händen sind? Wie viele kleine anständigen Menschen, die der Keller- und Mansardewohnung müde, müssen notgedrungen 30-40 Prozent ihres fargen Einkommens hinlegen, um in eine teure Neubauwohnung zu kommen, da ja die billigern beschlagnahmten Wohnungen von Wohlhabenden und Gutdotierten besetzt bleiben. Ein Gesetz mit derart durchlöcherter Moral und schädlicher Wirkung, das im Effekt so oft das Gegenteil von dem bringt, was es in gutgemeinter Absicht schaffen sollte ist der gründlichen prinzipiellen Revision im allseitigen Interesse reif, oder sollen die wohnungslosen Wohnungsämter und mit ekelhaftem Kleinkram beschäftigten Mieteinigungsämter, oder privaten Wohnungsvermittlungsbüros usw. usw. als Versorgungsanstal= Civis. ten zum Schaden der Wirtschaft verewigt werden? Vor einer Kohlenpreiserhöhung? Das Rheinisch- Westfälische Kohlensyndikat hat beim Reichswirtschaftsministerium eine Kohlenpreiserhöhung beantragt, die etwa 8-85 Pfg. pro Tonne betragen soll. Zur Begründung wird auf die Verbindlichkeitserklärung seitens des Reichsarbeitsministers für den Schiedsspruch verwiesen, der die Löhne im Bergbau heraussetzte. Auch auf das Schmalenbach- Gutachten wird Bezug genommen, das mit Mehrheit nach eingehenden Untersuchungen bei etwa 20 Gesellschaften einen Verlust von 27 Pfg. pro Tonne Kohle nachweist. Wir glauben taum, daß der Reichswirtschaftsminister wie bereits mehrfach in früheren Fällen, von seinem Einspruchsrecht Gebrauch machen wird; vielmehr dürfte mit einer Erhöhung der Kohlenpreise zu rechnen sein. Welche Folgen sich hieran anschließen werden, kann man noch nicht übersehen. Zweifellos wird eine etwaige Her= aufsetzung des Kohlenpreises den Ausgangspunkt zu weiteren Preissteigerungen abgeben. Wir denken hier insbesondere auch an die Reichsbahn, die als einer der größten Abnehmer von Kohlen gern ihre Forderung nach Erhöhung der Tarife mit Mittwoch, den 16 Mittwoch, den 16. März 1928. diesem Ansteigen der Preise erhärten wird. Für den Absaz ins Ausland muß bei anziehenden Preisen gleichfalls mit einem Rückgang der Ausfuhr gerechnet werden, was auch angesichts der Schwierigkeiten auf dem Binnenmarkt leicht zu Feierschichten und Entlassungen der Arbeiterschaft führen kann. Auch diese werden sich, ebenso wie eine etwaige Preiserhöhung mit allen ihren Auswirkungen sehr nachteilig für das Handwerk be= merkbar machen. Es ist sehr zu bedauern, daß die dauernden Preiserhöhungen auf allen Gebieten, insbesondere auch die Preiserhöhungen wichtiger Roh- und Hilfsstoffe, eine schwere Unruhe für die gesamte Wirtschaft mit sich bringen, die sehr leicht einen jähen Abbruch des immerhin noch zufriedenstellenden Beschäftigungsgrades mit sich bringen kann. Das hessische Gewerbesteuergesetz verabschiedet! Der Landtag hat in seiner Sizung vom 9. Mai das Gewerbesteuergesetz für 1928 verabschiedet. Bei der Beratung haben die Anträge des Handwerks eine erhebliche Rolle gespielt und sind auch zum Teil verwirklicht worden. So hat z. B. die seit langem vertretene Ansicht Gesezeskraft erlangt, daß auch die Angehörigen der freien Berufe( Rechtsanwälte, Aerzte, Architekten etc.) in den Kreis der Gewerbesteuerpflichtigen einzubeziehen sind. Der zu erhebende Gesamtbetrag wird hierdurch auf breitere Schultern gelegt, wodurch der drückende Einzelanteil gemindert wird. Auch durch die Art der Behandlung des Schuldenabzugs und durch andere Einzelheiten ist ein für das handwerkliche Kleingewerbe gerechterer Ausgleich als seither erzielt. Den dem Handwerk nahestehenden Abgeordneten ist hierfür Dank und Anerkennung zu zollen. Gleichwohl wird sich mancher Handwerker, der in den letzten Jahren hinsichtlich der gleichbleibenden Ertragsbesteuerung auf der Grundlage der Einkommensteuervorauszahlungen für das Jahr 1924 gut ge= fahren ist, nicht verhehlen dürfen, daß er bei der jetzigen or= dentlichen Veranlagung des tatsächlichen gewerblichen Jahresertrages eine höhere Summe zu leisten hat, als seither. Auf die Einzelheiten des Gesetzes kommen wir in der nächsten Nummer ausführlich zu sprechen. Lokales. Straßensperrungen, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. B., Gießen. Ortsdurchfahrt Lauterbach in Richtung Alsfeld, im Straßenzug Alsfeld Lauterbach- Fulda, bis auf weiteres; Umleitung: Rimlos- Neu- Maar. Am. 46,7 - 45,9, im Straßenzug Gießen- Gladenbach- Biedentopf, vom 8.- 24. Mai; Umleitung: Krofdorf. Km. 40 39,9, im Straßenzug Gießen- Gladenbach- Biedentopf, vom 25.- 26. Mai; Umleitung: Crumbech. Km. 37,1 36,5, im Straßenzug Gießen- Gladenbach Biedentopf, vom 28. Mai bis 6. Juni; Umleitung: Rodheim-Hohensolms- Niedermeidbach. Km. 31,4 431,1, im Straßenzug Gießen Gladenbach- Biedentopf, vom 7.- 11. Juni; Umleitung: Wilsbach- RoßbachNiedermeidbach. Am. 27,827,5, im Straßenzug Gießen- Gladenbach- Biedentopf, vom 11.- 15. Juni; Umleitung: Wilsbach- RoßbachNiederweidbach. ,, Gießener Zeitung" Spreewald, Oder nach Stettin und von da die Ostsee entlang über Litauen, Lettland, Estland, Finnland, Lappland, Schweden und Dänemark gehen wird. * Strafe für gemeingefährliche Milchfälschung. Die hiesige Straffammer verhängte in ihrer letzten Sigung gegen die Landwirtschefrau M. Rinn aus Heuchelheim wegen Milchfälschung eine Strafe von sechs Wochen Gefängnis und 30 Mark Geldstrafe, außerdem die Bekanntgabe des Urteils an der Gemeindetafel. Die Pantscherin hatte der Milch wiederholt große Mengen Wasser, bis zu 60 Prozent(!), zugesetzt, das außerdem auch hygienisch nicht einwandfrei war. * Eine stark vernachlässigte Ruine des Lahntales ist die Burg Vetzberg, die Schwesterburg von Gleiberg. Die Ruine geht immer mehr dem Verfall entgegen, da zu ihrer Erhaltung nichts geschieht. Die Burg Gleiberg dagegen wird seit 50 Jahren von dem hier bestehenden Gleibergverein im Stande gehalten und vor dem Verfall geschützt. * Neue Schulhausbauten. Nachdem das Stadtparlament im Juli vorigen Jahres einen Kredit von 2 Millionen Mark für Schulhausbauten bewilligt hatte, hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, an die Schillerschule in Gießen ein neues Schulgebäude anzubauen, dessen Gesamtkosten auf 260 000 Mark veranschlagt sind. Ferner soll ein weiterer Anbau an die Gewerbeschule vorgenommen werden, dessen Kosten sich auf 210 000 Mark belaufen werden. Für den Neubau einer 24klassigen Volksschule ist ein Betrag von einer Million Mark vorgesehen. Den Erwerb des Gewerbehauses des Ortsgewerbevereins, das ebenfalls Schulzwecken dienstbar gemacht werden soll, schätzt man mit 65 632 Mark ein, für InstandsetzungsarbeiNr. 40. ungsanstalt statt. Die Versammlung verlief so stürmisch, daß die Tagesordnung nicht voll erledigt werden konnte. Mit der Wahl des neuen Vorstandes war auch die Verlegung der Geschäftsstelle von Gießen nach Friedberg verbunden. Dies gab den Mitgliedern des Kreises Gießen Veranlassung zu Widerspruch, so daß die Versammlung bei der beginnenden Stichwahl zwischen Dr. Hans Bentheim und Leipold geschlossen werden mußte. Michelstadt. In der Nacht zum Samstag brannte die Fabrik der Firma Wahl& Großkopf vollständig nieder. Nur ein Nebenbau konnte durch das Eingreifen der Feuerwehr erhalten bleiben, die sich weiter darauf beschränken mußte, ein Uebergreifen des Brandes zu verhüten. Da sehr große Holzvorräte in der Fabrik vorhanden waren, fand das wütende Element immer neue Nahrung. Der Schaden ist sehr groß. Nieder- Mockstadt. Hier wurde unter Beteiligung des ganzen Ortes ein Gefallenendentmal eingeweiht. Die Weiherede hielt Pfarrer Bock, für die Gemeinde sprach der Bürgermeister, für den Kreis Regierungsrat Dr. Lotz und für den Hassiabezirk Nidda Herr Bechthold. Weidenau Bi Serborn 2. B BfB. 3. BfB. 2. Jgd. BfB. 2. Schül Die Liga spielte einigen hundert 3uf halben Stunde sehr ohne jedoch etwa er werden wieder durch Böttiger, Hennrich, Weidenauer Torman mußte Gießens Halb ausscheiden. Die da jedoch nicht entmutig liegen ihre Angriffe gels die nötige Ge Weidenau mehr vom Angriffe einen gün von dem linken Läuf gegebener Ball tonn Gießener Tormann Mit 1: 0 ging es in d Böttiger eine Flanke bar zum Ausgleich das wieder die Führ Frankfurt. Der Heizer Wilhelm Biry, der vor einigen Monaten die Stadt Frankfurt um 30 000 Mark prellte und damit flüchtig ging, ist nunmehr zu 1½ Jahren Zuchthaus veru teilt worden. Darmstadt. Der Vorstand der Kommunalen Landesbank hat den durch die letzte Unwetterkatastrophe heimgesuchten hessischen Gemeinden zur Linderung der Not in diesen Gemeinden eine Beihilfe von 10 000 RMt. bewilligt. ten in der jetzigen Schillerschule und für bauliche Umände Gültigkeit des Urteils eines nicht zuständigen rungen in der Pestalozzischule sind insgesamt 76 000 Mark vorgesehen, so daß sich die Gesamtaufwendung für diese Schulhausbauten auf 1 611 632 Mart beläuft. Die Stadt hat vor kurzem auf dem Geldmarkt den Betrag von einer Million Mark darlehensweise erhalten. * Neues Operetten- Theater Frankfurt a. M. Zu dem am Freitag, den 18. Mai, abends 8 Uhr, mit der musikalischen Komödie ,, 200 000" beginnenden Gastspiel des Moskauer Jüdischen Akademischen Theaters, Direktion und Regie Alexis Granowsky( siehe Anzeige), sei bemerkt, daß sich die namhaftesten Kritiker Berlins über die unvergleichliche fünstlerische Höhe dieses beispiellosen Ensembles einig sind. Im ,, Berliner Tageblatt" sagt beispielsweise Friz Engel, daß diese Präzision meßbar nur an die größten Erinnerungen sei: an Stanislawsky, an Brahms, an Reinhardt. R Neue Frachtbriefmuster. Am 1. Oktober 1928 wird die neue Eisenbahnverkehrsordnung mit den neuen Frachtbriefen in Kraft treten. Den Verfehrtreibenden wird deshalb empfohlen, den Bedarf an jetzt gültigen deutschen Frachtbriefen nur bis zum 30. September 1928 zu decken. Gleichzeitig wird am 1. Oktober 1928 ein neues Nach internationales Frachtbriefmuster eingeführt werden. dem Inkrafttreten des neuen internationalen Uebereinkommens über den Eisenbahnfrachtverkehr am 1. Oktober 1928 verlieren die jezigen internationalen Frachtbriefe ausnahmslos ihre Gültigkeit. Arbeitsgerichts. In einem Urteil von Anfang März d. J. abgedruckt in der Juristischen Wochenschrift, Heft 16 vom 21. April A. 1073hat zum ersten Male seit Geltung des Arbeitsgerichtsgesetzes eir ordentliches Gericht, nämlich das Landgericht Altona, au der Streitfrage Stellung genommen, ob ein Urteil des Arbeitsgerichts, das außerhalb der ihm übertragenen Gerichtsbarkeit als fachlich nicht zuständiges Gericht entschieden hat, ein Nichturteil ist, oder ob es zwischen den Parteien materielle Rechtsfraft auslöst und einem erneuten Rechtsstreit vor den ordentlichen Gerichten die Einrede der rechtskräftig entschiedenen Sache entgegensteht. Das Gericht stellt zunächst fest, daß weder in der Zivilprozeßordnung noch im Gerichtsverfassungsgesetz, noch im Arbeitsgerichtsgesetz irgendwelche ausdrücklichen Gesezesbestim mungen vorhanden sind, durch die der Gesetzgeber den positiven Kompetenzkonflikt, wie dies in§ 48 des Arbeitsgerichtsgeseges für den negativen Kompetenzbonflikt geschehen ist, geregelt hat, so daß die Frage, ob das Urteil des Arbeitsgerichts, das seine Zuständigkeit bejaht, durch die ordentlichen Gerichte nachprüfbar sei, allein auf dem gesamten Aufbau und der Struktur des Arbeitsgerichtes und dem Verhältnis von Arbeitsgericht zu ordentlichen Gerichten entschieden werden könne. Das Arbeitsgericht sei durch das Arbeitsgerichtsgeset den ordentlichen Gerichten grundsätzlich gleichgeordnet worden. Der§ 48 des Arbeitsgerichtsgesehes schreibe gegebenenfalls ausdrücklich eine Verweisung des Rechtsstreites von einem ordentlichen Gericht zum Arbeitsgericht und umgekehrt vor. Das ArbeitsgerichtsUſingen— Merzhauſen— Landstein Riedelbach Esch, im Stra Medizinalrat Dr. Bogt- Bußbach 80 Jahre alt. gejek bringe mithin in dieser Bestimmung zum Ausdrud, daß Benzug Bad Nauheim- Usingen- Esch- Idstein- Neuhof. v. 15. Mai bis 5. Juni; Umleitung: Niederlaufen- Gemün den Emmershausen- Roth a. d. Weil- SchwickertshausenCamberg. Folgende Sperrungen sind aufgehoben: Lauterbach Bligenrod, im Straßenzug Lauterbach- Herbstein, ab 16. Mai. Landenhausen- Müs im Straßenzuge Lauterbach- Fulda, ab 14. Mai 1928. Oberhessische Viehmärkte und Ausstellungen. In Lauterbach findet am 6. Juni ein Prämienmarkt für Pferde, Rindvieh, Ziegen und Schweine statt. In Gedern wird am 22. Mai eine Zuchtviehversteigerung von der Landwirtschaftskammer abgehalten. In Schotten ist am Dienstag, den 22. Mai ein Prämiierungsmarkt für hessisches Fleckvieh und be= fonders Vogelsberger Vieh. Der große Rinder- Nuzviehmarkt in Gießen wurde auf Mittwoch, 30. Mai, verlegt. Die Pfingstferien an den hessischen Schulen dauern eine Woche. Der Unterricht schließt am Samstag, den 26. Mai und beginnt wieder am Montag, den 4. Juni. * Gefundene Gegenstände. Das Verzeichnis über die im Monat April gefunden bezw. abgelieferten Gegenstände fann an der Anschlagstafel im Flur des Polizeiamts, Weidengasse Nr. 5, eingesehen werden. Die Empfangsberechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb 2 Monaten beim Fundbüro während der Dienststunden geltend zu machen. * Die Abgabe der Vermögenssteuererklärung, die ursprünglich für Ende Mai vorgesehen war, wird, da die erforderlichen Durchführungsbestimmungen noch nicht fertiggestellt sind, nicht vor Ende Juni erfolgen können. * Die Erhöhung der Invalidenrente. Nur diejenigen Jnvalidenrentner erhalten vom 1. Juli ds. Js. eine Erhöhung der Rente, die Invalidenmarken für die Zeit vom 1. 1. 91 bis 1. 10. 21 geklebt haben. Von diesem Termin an werden auch die Kinderzuschüsse von 90 auf 120 Mark jährlich erhöht werden. * Verjährung von Steuervergehen. Die Strafverfolgung von Steuerzuwiderhandlungen verjährt in fünf Jahren, und wenn es sich um Zuwiderhandlungen handelt, die nur mit Ordnungsstrafen bedroht sind, in einem Jahr. Die Strafverfol= gung von Hehlerei kann je nach der Schwere des Falles in fünf oder zehn Jahren verjähren. * Mit dem Paddelboot in die Welt hinaus. Sonntag traten zwei Mitglieder der Paddlergilde Gießen, Reinhold ParTom aus Lollar und Adolf Kern aus Marburg, eine Paddelbootfahrt an, die von Gießen aus über die Lahn, den Rhein, durch Holland in die Nordsee bis Bremen führt, dann die Weser aufwärts bis Hannoversch- Münden, hierauf zu Fuß bis zur Unstrut, dann im Boot weiter über die Saale, Elbe, Havelseen, in Altersjubiläum! Butzbach feiert heute einen Ehrentag, ein delt werden solle, als zwischen ei verschiedenen ordentlichen Gerichten. Bei dieser Sachlage müsse man davon ausgehen, daß die Urteile der Arbeitsgerichte wie die Urteile der ordentlichen Gerichte, auch soweit sie außerhalb des gesetzlichen Rah mens der sachlichen Zuständigkeit entscheiden, den vor ihnen ichten. Bei bieter zwei Sein Ehrenbürger, Medizinalrat Dr. Vogt, ist 80 Jahre alt. Aber nicht nur Buzbach kann feiern, sondern die weiteste Def= fentlichkeit, das ganze Hessenland und selbst über das hinaus darf man einen Augenblick verweilen, um vor dem, was dieser| gebrachten Rechtsstreit der Parteien endgültig beenden, bezw. Mann in uneigennütziger Weise für die Allgemeinheit geleistet hat, in Ehrfurcht und Dankbarkeit den Hut zu ziehen und für die Zukunft dem Jubilar das denkbar Beste zu wünschen. Also Herr Medizinalrat Dr. Vogt ist eigentlich von Beruf Apotheker. Aber mit der gleichen Berechtigung könnte man ihn n Verbandsleiter, Organisator, Kommunal- und Staatspolitiker oder Soziologen und den immer stets bereiten Helfer nennen. - 1870 hat er zum Dr. phil. promoviert. Im Feldzug 1870-71 war er Feldapotheker. 1873 übernahm er die väterliche Apotheke in Butzbach. Im Jahre 1874 gründete er die Landeskriegertameradschaft„ Hassia" mit, war 40 Jahre deren Schriftführer und ist z. 3t. deren Präsident. 1887 wurde er zum Gemeinderat seiner Heimatstadt gewählt und blieb solcher bis 1920. Die Ernennung zum Ehrenbürger war Buzbachs Dank. Um dieselbe Zeit gründete er den Butzbacher Zweigverein vom Roten Kreuz, dem er heute noch vorsteht. 1888 gründete er die dortige Sanitätsfolonne. Ueber 40 Jahre arbeitet er jetzt im Butzbacher Kirchenvorstand. 15 Jahre war er Landtagsabgeordneter. Seit 30 Jahren gehört er der Prüfungstommission für Pharmazeuten an der Universität Gießen an. Er ist jetzt auch noch Revisor der oberhessischen Apotheken. Jahrzehntelang war er Vorsigender seines Landesberufsverbandes. Und seine Mitmenschen wußten, was sie an ihm hatten und heute noch haben, wenn ihm dabei auch kein klingender Lohn zufloß. - Die früheren Regenten Hessens, Preußens, Sachsens u. Bayerns zeichneten ihn aus, die verschiedensten Körperschaften machten ihn zum Ehrenmitglied, die hess. Landesuniversität verlieh ihm 1925 den Dr. med. ehrenhalber. Man berief ihn weiterhin in den Reichsgesundheitsrat. Und dessen sind wir sicher, dieser Tag, sein 80. Geburtstag, wird ihm eine weitere Zahl Ehrungen bringen, mit denen sich von allen Seiten der Wunsch verbinden wird, daß ein gütiges Geschick uns diesen Mann noch recht lange erhalten mag. Aus Nah und Fern. Lich. Durch Entscheid des hess. Innenministers ist die der= zeitige Wahl des Referendar Geil aus Oberstein zum Berufsbürgermeister der Stadt Lich zu Recht erfolgt. Die Verpflichtung des neuen Bürgermeisters wird noch diese Woche in öffentlicher Sigung durch das Gießener Kreisamt erfolgen. Friedberg. Am Sonntagnachmittag fand im Hotel Trapp eine Mitgliederversammlung der Oberhessischen Viehversichedie Wirkung dieser Urteile des Arbeitsgerichts materielle Rechtsfraft auslösen. Auch das falsche Urteil des sachlich unzustän digen Arbeitsgerichts sei kein nichtiger Staatsaft, sondern schaffe für die Parteien einen bindenden Rechtszustand. Würde dem unterliegenden Teil die Möglichkeit eingeräumt, die Frage, ob das Arbeitsgericht die Zuständigkeit zu Recht bejaht habe. nochmals der Nachprüfung durch die ordentlichen Gerichte zu unterbreiten, so würde dies praktisch dazu führen, daß regel mäßig der vor dem Arbeitsgericht unterlegene Teil versuchen würde, den bereits entschiedenen Rechtsstreit nochmals durch die ordentlichen Gerichte zur Entscheidung zu bringen. Das Ge richt kam demnach zu der Ansicht, daß den ordentlichen Gerich ten das in n Rede stehende Recht der Nachprüfung der sachlichen Zuständigkeit des Arbeitsgerichts nicht zustehe. ,, Ein ,, heller Kopf" hat es erdacht, Was jeder Hausfrau Freude macht; Hast ,, Oetker- Päckchen" Du zur Stelle Dann sei getrost, auch Du bist helle." Dr. Oetker's Backin- Backpulver, Puddingpulver, Vanillin- Zucker, Gustin usw. sind in allen Geschäften stets frisch zu haben. Achten Sie aber bitte auf die Originalpackungen mit der Schutzmarke „ Heller Kopf. Viele neue und wertvolle Anregungen zum Backen bietet Ihnen das neue farbig illustrierte Oetker- Rezeptbuch, Ausgabe F, das für 15 Pfg. in allen Geschäften erhältlich ist. Sie erfahren aus dem Buch auch Näheres über den vorzüglichen Backapparat ,, Küchenwunder", mit dem Sie auf kleiner Gaskocherflamme backen, braten und kochen können. In vollständig neuer Bearbeitung ist Dr. Oetker's Schulkochbuch, Ausgabe C, wieder erschienen. 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C. 1926 Grünbe Am Sonntag Besellschaftsspiel Bing gleich zu Grünberg bald a Then. 1900 gelan Mit 2: 2 wurden nem Spiel fonn Sandelfmeter fu Gunsten gestalten FC. 26 G Die erste Ma felden ein Gesell reten mußte. D wenn auch das tennen läßt. G1 Burthardsfelden Drängte jedoch Führung wieder jeit. Grünberg auch merklich belagert. Burt o das Resulta Durchbrüche die eine Beute des SV. Se Die Gäste ha tten sich ganz beso gegen die Heimi aß es leicht noch Die Heuchelheime daß die Lollater perloren. Nr. 40. ch, daß die Mit der g der Ge Dies gab 34 Wider: Stichwahl en werden te die Fa ieder. Nur erwehr ermußte, ein Toße Holz itende Ele DB. Des gan Weiherede germeister, Saffiabezitt or einigen te und da thaus ver Bandesbant uchten he Gemeinden ändigen gedrudt in A. 1073ichtsgesetzes Altona, zu Des Arbeits ichtsbarkeit ein Nicht elle Rechts den ordent Denen Sache eder in der B, noch im Tegesbestim en positiven richtsgesetzes geregelt hat, 5, das seine te nachprüf Struttur des tsgericht zu as Arbeits tlichen Ge 48 des Ar üdlich eine chen Geriat Seitsgerichts usdrud, daß ordentlichen nausgehen, der ordent zlichen Rah por ihnen enden, bezw. cielle Rechts ich unzustän ndern schaffe Würde dem die Frage, ejaht habe, Gerichte z daß rege il persuchen ls durch die Das Ge chen Gerich er fachlichen erdacht, de macht; Du zur Stell ubist helle." ackpulver, in- Zucker, schäften stets aber bitte auf Schutzmarke regungen zum farbig illach, Ausgabe F iften erhältlich auch Näheres ckapparat dem Sie auf ken, braten und arbeitung ist ch, Ausgabe C seinen ca. 500 -Rezepten und e Hausfrau und den ein guter rung und be arten wirtschaf ie neuen For ährungswisser arke Buch is nicht vorrätig fg. in Markes en. Bielefeld Mittwoch, den 16. März 1928. Fußball. V. f. B. Gießen. Weidenau BfB. Liga 2: 1( 1: 0), Herborn 2. BfB. 2. 0: 4, VfB. 3. BC. 20 Gießen 2: 2, BfB. 2. Jgd. - ,, Gießener Zeitung" Turnen, Sport und Spiel. Garbenteich 1. Jgd. 5: 0, BfB. 2. Schüler Garbenteich 1. Schüler 3: 0, Die Liga spielte auf dem schönen Jahnplatz in Siegen vor einigen hundert Zuschauern. Gießen bringt in der ersten halben Stunde sehr schnell und wuchtig vorgetragene Angriffe, ohne jedoch etwa erzielen zu können. Einige schöne Angriffe werden wieder durch Abseits unterbunden. Gute Schüsse von Böttiger, Hennrich, landen in den fangsicheren Armen des Weidenauer Tormann. Nach Ablauf der ersten Viertelstunde mußte Gießens Halblinker( Militärschneider) wegen Verletzung ausscheiden. Die dadurch geschwächte VfB.- Mannschaft ließ sich jedoch nicht entmutigen und blieb weiter im Angriff. Jedoch ließen ihre Angriffe infolge der Schwächung des linken Flügels die nötige Genauigkeit vermissen. Demgegenüber war Weidenau mehr vom Glück begünstigt, als sie bei einem ihrer Ein Angriffe einen günstigen Treffer anbringen konnten. von dem linken Läufer etwas zu leise und unentschlossen zurückgegebener Ball konnte vom Weidenauer Stürmer noch vor dem Gießener Tormann erreicht werden, und ein Tor war fällig. Mit 1: 0 ging es in die Pause. Kurz nach Wiederbeginn konnte Böttiger eine Flanke direkt aus der Luft nehmen und unhaltbar zum Ausgleich einsenden. Die Angriffe von Weidenau, das wieder die Führung an sich reißen will, werden gefährlicher. Ihr Halbrechter schießt in die rechte Ede, für Bingel unhaltbar, ein. Die Gießener Mannschaft kämpfte unentwegt weiter. Leider war der schön und aufopfernd spielenden Mannschaft der dem Spielverlauf nach zum mindesten verdiente Ausgleich nom Glück nicht vergönnt. Des öfteren hing er greifbar in der Luft. Kurz vor Schluß konnte Bingel sein können als Tormann unter Beweis stellen, als er einen aus zwei Meter Entfernung mit Wucht geschossenen Ball durch entschlossenes Dazwischenfahren ins Feld zurückbeförderte. Die Mannschaft spielte vom ersten bis zum letzten Mann mit Lust und Liebe. Besonders Hennrich als Mittelläufer fiel durch sein aufopferndes Zerstörungsspiel auf. Jedoch muß Böttiger er in Punkt Aufbauarbeit noch manches lernen. führte seinen Sturm schön und sicher. Mit seinen Schüssen hatte er Pech. Die Mannschaft verdient ein Gesamtlob. k Lich 2. SpBg. 1900 Gießen 3. 5: 0( 2: 0). - Die 3. Mannschaft der SpVg. weilte am gestrigen Sonnfag zu einem Gesellschaftsspiel in Lich. Die Niederlage, die die Rasenspieler nach dem Bericht der Gießener Tageszeitung erhalten sollten, konnte sich nicht bewahrheiten, da die Rasen= Spieler die weitaus Besseren waren und somit verdient mit Die Leute der SpVg. fühlten sich schon vor3: 0 gewannen. Her des Sieges zu gewiß und sollten sich einmal des Sprich wortes erinnern:„ Man soll den Tag nicht vor dem Abend toben." FC. 1926 Grünberg 1. Jgd.- 1900 Sp. Bgg. 1900 Gießen 1. Jgd. 2: 3( 2: 2). Am Sonntag trug die erste Jugend das noch rückständige Gesellschaftsspiel gegen 1900 Gießen erste Jugend aus. ging gleich zu Beginn mit 1: 0 in Führung. Jedoch konnte Grünberg bald ausgleichen und sogar mit 2: 1 in Führung ge= hem. 1900 gelang noch kurz vor der Halbzeit der Ausgleich. Mit 2: 2 wurden die Seiten gewechselt. Nach sehr ausgegliche= nem Spiel fonnte 1900 durch einen von Grbg. verschuldeten Sandelfmeter kurz vor Schluß das Resultat auf 3: 2 zu seinen Gunsten gestalten. Der Schiri Böcher VfB. Gießen war gut. FC. 26 Grünberg 1. - Burkhardsfelden 1. 2: 1. Die erste Mannschaft wagte mit der Ersten von Burkhardsjelden ein Gesellschaftsspiel, trotzdem sie mit Ersatzspielern anreten mußte. Der Sieg war trotzdem nicht in Frage gestellt, wenn auch das Resultat feine allzu große Ueberlegenheit ertennen läßt. Grbg. konnte mit 1: 0 in Führung gehen. Doch Burkhardsfelden konnte bald den Ausgleich herstellen. Grbg. bald drängte jedoch mächtig und konnte auch durch Elfmeter die Führung wieder an sich reißen. Mit 2: 1 blieb es bis zur Halbbeit. Grünberg stellte nach der Halbzeit um, und es ging auch merklich besser. Das Burkhardsfelder Tor wurde rein belagert. Burthardsfelden verteidigte aufopfernd und konnte jo das Resultat bis zum Schlußpfiff halten. Die wenigen Durchbrüche die es in der zweiten Hälfte machen konnte, wurden cine Beute des vorzüglichen Grünberger Tormannes. * SV. Heuchelheim 1. Lollar 1. 5: 1( 2: 1). Die Gäste hatten heute einen sehr schlechten Tag und mußten sich ganz besonders auf die Verteidigung beschränken. Dagegen die Heimischen mit einem Elan in ihrer Spielweise, daß es leicht noch zu einem höheren Siege hätte kommen können. Die Heuchelheimer hatten stets die Oberhand, dazu kam noch daß die Lollarer gegen Mitte der zweiten Halbzeit jede Luſt verloren. 63 - Aus Weklar. WSB. 2. Sinn 1. 6: 1. Ginn 2. 3: 0. WSB. 3. WSB. 2. Jgd. - Sp. Bgg. 1900 Gießen 2. Jgd. 2: 2. WSV. 3. Jgd.- Sp. Bgg. 1900 3. Jgd. 5: 0. WSB. 1. Schüler Heuchelheim Schüler 2: 1. - Vom Sportfest in Nauborn. 100 Meter: 1. Zerndt, WSV., 11,4 Sef. 1000 Meter: 1. Wolf, WSV., 2: 57,3 Min. 5000 Meter: 1. Bambach, WSV., 17,43,1. Der Weglarer Sportverein hat somit am vergangenen Sonntag glänzend abgeschnitten. Sieben Siege und ein Unentschieden. Das schönste Spiel lieferte die dritte Jugend- Mannschaft. Das Ligatreffen gegen Elz viel aus. Was noch zu erwähnen wert ist, ist das Spiel der ,, Kleinsten", der Schüler, gegen die Schüler von Heuchelheim. Wie die Wiesel waren sie hinter dem Leder her und waren die kleinen WSVer ständig überlegen im Feldspiel, doch dafür zeigten sich Heuchelheimer in der Abwehr als kleine Draufgänger und verhinderten so das Eindringen des Balles in ihr Heiligtum. Marburger Ergebnisse: - - Germania 1. Marburg Germania 2. Marburg Germania M. 2. Jgd. BfB.-K. M. 2. Jgd. 3: 0, Frankenberg 1. VfB.-K. Marburg 1. 0: 1.( VfB.-K. war allerdings mit 6 Mann Ersatz angetreten.) Germania 1 Fulda 5: 1( 2: 0), Gladenbach 1. 2: 1, Daubringen 1. Daubringen 2. Grünberg 1. Herborn 1. - Weitere Ergebnisse: Großen- Bused 1. 1: 0, Großen- Bused 2. 5: 0, Burkhardsfelden 1. 2: 1. Dillenburg 1. 0: 1. * Um den Aufstieg. Um den Aufstieg in die Kreisliga fämpften in Marburg unter Leitung des torrekten Schiris Konrad- Marburg die Mannschaften von Niedergirmes und Breitenbach. Breitenbach konnte das Spiel 2: 6 für sich gewinnen. Gleich zu Beginn zwingt Breitenbach, das körperlich weit überlegen ist, den Wetzlarer Vorstädtern ihr hohes Spiel auf, trotzdem können die letzteren dasselbe in der Halbzeit offenhalten( 1: 1). Später bauen die Niedergirmeser ab und sind dem Spiel nicht mehr gewachsen. Der beste Mann auf dem Plate war der rechte Verteidiger von Breitenbach. Das Spiel insgesamt beurteilt, ließ noch allerhand an Ligareife zu wünschen übrig. In der Der Stand der Westdeutschen Meisterschaftsspiele. Der 6. Mai brachte allerlei Ueberraschungen. Runde der Meister ließen sich die Krefelder Preußen unerwartet von Schwarz- Weiß Barmen in Neuß mit 3: 4( 2: 1) schlagen, wodurch der SpVg. Köln- Sülz die Verbandsmeisterschaft in den Schoß fiel. In der Trostrunde der Tabellenzweiten( Pokalsystem) brachte man in Duisburg das Endspiel zum Austrag, für das sich der Duisburger Spielverein und der SC. SchwarzWeiß Effen qualifiziert hatten; regterer blieb überraschenderweise mit 2: 0( 2: 0) Sieger und wird mit dem Tabellendritten der Meisterrunde das Entscheidungsspiel um den dritten Teilnehmer bei der Deutschen Meisterschaft auszutragen haben. Den dritten Platz der Meisterrunde haben sich am 6. Mai einstweilen die Kurhessen Kassel erworben, indem sie Borussia Rheine in Kassel mit 5: 3( 2: 2) schlugen, wobei von beiden Seiten teine überzeugenden Leistungen gezeigt wurden. Am 6. Mai sah der Stand also folgendermaßen aus: Ve ein Köln/ Sülz 07 Preußen Krefeld Kurhessen Kassel Schalke 04 Borussia Rheine Schwarz- Weiß Barmen Hagen 72 Spiele Tore Punkte 27: 9 10: 2 17:12 8: 4 13:15 6: 6 12:12 5: 5 12:19 4: 6 8:13 9:18 3: 5 2:10 6665546 In SpVg. Köln- Sülz und Preußen Krefeld sind also zwei Teilnehmer für die Deutsche Meisterschaftsrunde( Pokalsystem) ermittelt. Wer wird den dritten Plaz erringen und dann gegen Schwarz- Weiß Essen antreten? Aussichten haben Kassel. Schalte, Rheine und Barmen. Die Erfüllung der Hoffnungen hängt von den zwei Spielen Barmens ab: gegen Schalke am 13. 5. in Essen und gegen Rheine am 20. 5. in Rheine. Die Entscheidung kann aber schon am 13. 5. in Essen fallen: wenn Schalte gewinnt, tritt es mit 7: 5 Punkten vor Kassel und ist nicht mehr einzuholen. Verliert Schalte, dann wird Barme mit ihm punktgleich( 5: 5) und kann sich mit 7: 5 den dritten Play erobern, wenn es am 20. 5. Rheine schlägt. Spielen Schalte und Barmen am 13. 5. unentschieden, so werden Kassel und Schalke puttegleich( 6: 6); ihnen gesellt sich dann am 20. 5 Rheine oder Barmen hinzu, je nachdem der eine oder der andere Verein siegt, da jeder durch den Sieg auch auf 6: 6 Punkte seigt. Für die Kurhessen liegen die Dinge am günstigsten: entweder wenn Barmen am 13. 5. über Schalke siegt und am Die neue Kyriazi Cigarette Nr. 40. 20. 5. gegen Rheine verliert oder unentschieden spielt, denn dann erreicht nur ein Gegner, Rheine oder Barmen, mit Kassel Punktegleichheit, was ein Entscheidungsspiel nach sich zieht oder wenn Barmen beide Spiele unentschieden gestaltet, denn dann wird wieder nur ein Verein, Schalke, mit Kassel punktegleich. Hoffentlich tritt einer von den beiden Fällen ein, damit der Vertreter unseres Bezirkes mit Essen noch einmal um den dritten Platz fämpfen kann. Die Endspiele in Westdeutschland sind bis auf die Ermittlung des dritten Vertreters für die Deutsche Meisterschaft abgeschlossen. Dieser dritte Vertreter wird im Kampf zwischen dem Tabellendritten der Meisterrunde und dem Gewinner der Trostrunde( Schwarz- Weiß Essen) ermittelt. Der Tabellendritte steht aber noch nicht fest. Am Sonntag kam nur ein Spiel zum Austrag: Schwarz- Weiß Barmen schlug im Innenraum der Essener Radrennbahn vor 10 000 3uschauern Schalte 04( beide sind noch Anwärter auf den dritten Platz) mit 3: 1 ( 1: 0) Treffern. Der Kampf muß aber wiederholt werden, da Schalte seinen Stürmer Kuzorra für das Olympia- Uebungsspiel in Braunschweig abgegeben hatte. In der Tabelle ist also keine Aenderung eingetreten. * Süddeutsche Endspiele. Die Runde der Meister hat mit dem letzten Treffen Stuttgarter Riders Bayern München der Tabelle ihr endgültiges Aussehen gegeben. Die Bayern führten bei Halbze mit 1: 0, mußten dann aber in dem 2: 2 endenden Kampf doch noch eien Punkt lassen. Spiele Tore Punkte Bayern München 14 41:17 24: 4 Eintracht Frankfurt 14 39:23 21: 7 Sp. Vg. Fürth 14 37:15 20: 8 Karlsruher F. V. 14 34:29 12:16 Wormatia Worms 14 28:37 11:17 Stuttg. Kiders 14 25:30 11:17 14 33:42 9:19 14 19:63 4:24 S. V. Waldhof z. B. Saarbrücken Die Trostrunden brachten in Abteilung Südost Wacker München den erwarteten 2: 0- Sieg über die Union Bödingen, so daß die Entscheidung um die Gruppenmeisterschaft am tomdie Gr menden Sonntag in München gegen den VfB. Stuttgart fallen wird. In der Gruppe Nordwest blieb es bei einem Treffen: FSV. Frankfurt Mainz 05. Frankfurt mußte sich sehr strecken, um knapp mit 1: 0 beide Punkte zu behalten. Norddeutsche Fußball- Meisterschaft. Bei den Endspielen um die Norddeutsche Meisterschaft stehen Holstein Kiel und Hamburger S. V. weiterhin allein auf ein= samer Höhe. Erst das Zusammentreffen von Holstein und SSV. wird den Kampf entscheiden. Meisterschaft des Baltenverbandes. Bei den Endspielen gab es am Sonntag eine nicht geringe Ueberraschung. Der Favorit und bisher ungeschlagene VfB. Königsberg erlitt durch Titania Stettin auf eigenem Plage eine 0: 1( 0: 0)-Niederlage. Olympiaspiele des DFB. In Leipzig: Olympiaelf Cowdenbeath( Samstag) 3: 2( 0: 1). Die deutsche e Olympia- Mannschaft zeigte im Braunschweiger Uebungsspiel gegen die schottische Berufsspielermannschaft von Cowdenbeath eine glänzende Form, sie siegte mit 8: 2( 3: 0) Treffern. Westham United konnte am Sonntag den start enttäuschenden 1. FC. Nürnberg von 20 000 Zuschauern mit 3: 2 Treffern schlagen. Städtespiele. In Berlin: Berlin London 2: 1( 2: 1). - Köln Stockholm - endete 2: 2 Köln, 13. Mai.( Drahtbericht.) Anläßlich der Pressa- Eröffnung bot die Domstadt auch ein größeres sportliches Greignis. Der gute Ruf, der den Schweden vorausging, loďte 10 000 Zuschauer herbei. Diese bekamen einen besonders in der zwetten Halbzeit interessanten, von Guyenz- Essen gut geleiteten Kampf zu pf zu ſehen. Köln dominierte in der erſten Halbzeit und erzielte in der 20. Minute den Führungstreffer und blieb weiterhin in Front. Die gute Arbeit des schwedischen Torhüters und eine gewisse Schußschwäche der Kölner verhinderten Torerfolge. Erst in der 40. Minute konnte Euler das Ergebnis auf 2: 0 stellen. Nach dem mußte zunächst Zelper, dann noch Pelzer verletzt ausscheiden. Die derart geschwächte anon minit selict etwas ins Vintertreffen. Stocholm tam in Mannschaft Wecheiben. der 33. Minute zum ersten und in der 42. Minute durch den Mittelstürmer zum zweiten Gegentreffer. Die Domstädter unternahmen noch einige heftige Schlußangriffe, mußten sich aber schließlich mit dem 2: 2 bescheiden. KYRIAZI NO6 Leichte Mischung in vollem Format G 6-3 Mittwoch, den 16. März 1928. Handball und Leichtathletik. SpVg. 1900 Pol.SV. Butzbach 4:11( 3: 8). Das Samstagnachmittagsspiel gegen Polizeisportverein Butzbach ist für die 1900er Handballer kein Ruhmesblatt. Wenn man auch wirklich zwei Ersatzleute einstellen muß, so darf man doch gleich nicht so gründlich verlieren, wenn auch bei kompletter Mannschaft ein Sieg gegen die sehr gut im Schwung befindliche Butzbacher Elf niemals in Frage gekommen wäre. Man darf aber nicht immer wieder in die alten Fehler verfallen( sich in der ersten Halzeit überrumpeln zu lassen und zu durchsichtig und unproduktiv, was besonders für den Sturm gilt, zu spielen). Als Schiedsrichter Wagner anpfiff, hatte 1900 folgende Mannschaft zur Stelle: Kaiser; Klös, Herberg; Weller, Birkenstock, Seifert; Hopfenmüller, Salzmann, Schneider, Ost, Wolf. Als Köhne kurz vor Halbzeit seinen Platz im Tor einnahm, stand die Sache schon 5: 1 für die Gäste. In der Pause Sprach man dann von 8: 3. Nach dem Wechsel fanden sich, wie das seither immer bei starken Gegnern der Fall war, die 1900er besser zurecht und ließen die Polizisten nur noch zu drei Erfolgen kommen, denen sie einen entgegensezen konnten. Die Butzbacher Mannschaft war tadellos durchgebildet und fehr wurffreudig. Man darf gespannt sein, welche Rolle sie in der ersten Klasse spielt. Von den 1900ern war feiner eigenlich so recht auf der Höhe. Kaiser und später Köhne im Tor, hatten keinen guten Tag. Die Verteidigung tat ihre Schuldigkeit, Klös war zum Schluß vielleicht etwas zu hart. Weller und Birkenstock hat man schon besser gesehen, und Wolf, der während des größten Teils des Spieles den linken Läuferposten versah, fehlte die nötige Erfahrung dafür. Hopfenmüller hatte zeitweise gute Momente, Salzmann enttäuschte, Schneider könnte weit erfolgreicher sein, wenn er sichs angelegen sein ließe, schneller und gewandter zu werfen. Seifert und Kaiser verzettelten ihre Kräfte mit nuglosen Alleingängen und weiten Würfen. * Frl. Häublein stößt Weltrekord. Der WSV. setzte seine planmäßige Arbeit zur Verbesserung feiner Leichtathletinnen am Samstag und Sonntag mit einem Kursus im Rheinstadion fort, dabei verbesserte Frl. HäubleinUniversal- ReichssteuerKassebuch mehrfach gesetzlich geschützt ( Von vielen Steuerinspektoren und Bücherrevisoren bestens beurteilt) enthält Spezialeindrucke für jeden Handwerksbetrieb z. B. für 22 , Gastwirtschaftea", ,, Bäckereien" ,, Gärtnereien" ,,, Glasereien" ,,, Landwirtschaftsbetriebe" ,,, Maler u. Weissbinder" ,,, Maureru. Baugeschäfte" ,,, Metzgereien" ,,, Polstereien und Sattlereien" ,,, Schlossereien" ,,, Schmiedereien" ,,, Schneiderbetriebe" ,,, Schreinereien", ,, Schuhmachereien", ,, Spenglereien", offene ,, Ladengeschäfte",, Modistinnen", 99 دو Weissnähereien",„ Architekten", ,, Aerzte" und ,, Agenturen". Mit diesem Kassebuch, für dessen Führung Buchführungsvorkenntnisse nicht erforderlich sind, kann zu jeder Zeit sofort ohne viel Mühe die zu zahlende Umsatzsteuer sowie das steuerpflichtige Einkommen festgestellt werden, weil die umsatzsteuerpflichtigen und die umsatzsteuerfreien Einnahmen, sowie die einkommensteuerpflichtigen und die einkommensteuerfreien Ausgaben getrennt von einander mit grösster Leichtigkeit gebucht werden. Nebenher weiss man auch, welche Summen für Materialien und die verschiedenen Unkosten sowie für den eigenen Haushalt verausgabt wurden. Diese allseits als sehr praktisch anerkannten Bücher sind bei mir stets vorrätig. Albin Klein, Gießen, Südanlage 21. ,, Gießener Zeitung" Elberfeld den offiziell von Frl. Ruth- Lange- Charlottenburg mit 11,34 m gehaltenen Weltreford im Kugelstoßen für Frauen auf 11,47 m. * 400 m in 47 Gefunden! Aus Amerika kommt die Nachricht, daß der Kalifornier Spence die 400- m- Strede bei einem vorolympischen Meeting in Los Angeles in der kaum glaublichen Zeit von 47 Gefunden durchlaufen haben soll. * Deutschlands Viererstaffel für Amsterdam. Gemeinsame Starts von DSB. und DT. Es hat den Anschein, als sei in der Frage nach der deutschen Viererstaffel für die Amsterdamer Olympischen Spiele eine Art von Vorentscheidung gefallen. Bei einer leichtathletischen Veranstaltung des Düsseldorfer SC. 99 am 20. Mai werden zwei Olympia- Staffeln auftreten. In der A- Staffel sollen der Turner Lammers und die DSB.- Sprinter Dr. WichmannFrankfurt a. M., Houben- Bochum und Körnig- Charlottenburg stehen. Eine B- Staffel läuft in der Besetzung Beckers( DT.), Corts- Berlin, Salz- Frankfurt a. M., Schüller- Krefeld. merhin stehen wir noch im Anfange einer Saison, die noch manche Ueberraschungen bringen kann, wie der Sieg des jungen Frankfurter Geerling über Dr. Wichmann. Im= Bei einer lokalen Veranstaltung im Frankfurter Stadion am Himmelfahrtstage werden auch einige Olympiakandidaten an den Start gehen. Es treffen im 100 m Laufen die Turner Lammers und Lohmann mit den DSB.- Leuten Dr. Wichmann, Salz und Geerling zusammen. Radfahren. Großer Opelpreis von Niedersachsen. Mit Start und Ziel in Hannover wurde am Sonntag die Bundesfernfahrt auf einer 231,7 Km. langen Strecke ausgefahren. In der Gruppe A blieben von 22 gestarteten Amateuren zehn bis zum Ziel zusammen. Im Endspurt entschied StübbeckeWestwig( Westf.) überlegen das Rennen für sich. Das von 62 Fahrern bestrittene Rennen der Gruppe B wurde von den beiden Frankfurtern Pusch und Glaser überlegen gewonnen. Die Ergebnisse: Klasse A: 1. Stübbecke- Westwig 7: 43,40 Std.; 2 Strauch- Breslau; 3. Elpel- Breslau; 4. Haller- Breslau; 5. Essing- Frankfurt a. M.; 6. Koch- Frankfurt a. M., alle dichtauf. Klasse B: 1. Busch- Frankfurt a. M. 7: 50,09 Std.; 2. GlaserFrankfurt, dichtauf; 3. Neustädt- Halle 8:01 Std. ,, Rund durchs Bergische Land". Von den Radsportfreunden Düsseldorf ausgerichtet, kam am Sonntag auf einer 124 Km. langen Rundstrecke das BundesStraßenrennen bei einer Massenbeteiligung von 400 Fahrern zur Durchführung. Sieger blieb Görz- Köln in 4:01 Std. vor Wollram- Solingen, Schwikowski- Köln, Neumeier- Köln un Sonnenschein- Barmen, alle dichtauf. In der B- Klasse, die nur 80 Km. zu durchfahren hatte, siegte Esser- Aachen in 2:43 Std. ,, Berlin- Burg- Berlin". Nr. 40. Der Post- SV. Berlin brachte am Sonntag auf der 225 Km. langen Strecke Wannsee- Burg- Wannsee ein Bundesstraßenrennen zur Abwicklung. Außer der A- Klasse waren wahre Riesenfelder an dem Start. Die Ergebnisse: A- Klasse: 1 Neumann- Post- SV. Berlin 7:21 Std.; 2. Jenschmer- Berlin 7: 21, S Std.; 3. Schmalfuß- Berlin 7: 21,18 Std.. B- Klasse: 1. W. Schmidt- RC. 89 Berlin 7: 37,41 Std. C- Klasse: 1. Scherff- Diamant Berlin 7: 21,02 Std. Großer Diamantpreis von Nordbayern. Der Radlerclub Wendelstein führte am Sonntag in der Nähe Nürnbergs auf der Strecke Wendelstein- WürzburgAnsbach Wendelstein( 245 Km.) eine Straßenfernfahrt durch, an der sich fast die gesamte Elite der bayrischen Bundesfahrer beteiligte. Der Nürnberger G. Kugler konnte das Rennen im Endspurt für sich entscheiden. Das Ergebnis: 1. G. Kugler 8: 45,20 Std.; 2. Forster- München 1½ Längen zurück; 3. H. Straßer- Fürth 8:48 Std.; 4. Kemeter- München 2 Längen. Sawall gewinnt das Goldene Rad von Berlin. Auf der Berliner Olympiabahn folgten etwa 4000 Zuschauer den Dauerrennen mit Interesse. Jm Kleinen Goldenen Rad schuf der Frankfurter Christmann ein paar neue Bahnrekorde. Diese waren aber nicht von langer Dauer, als Sawall und Sausin sich im Großen Goldenen Rad einen harten Kampf lieferten und dabei für neue Reforde sorgten. Die Ergebnisse: Kleines Goldenes Rad( Eine Stunde): 1. Christmann- Frankfurt 69,450 m.; 2. Dobe- Berlin 68,800 Km.; 3. T. Leene- Holland 64,960 m. Großes Goldenes Rad( 100 Km.): 1. Walter Sawall- Berlin 1: 23: 24,1 Std.; 2. Sausin- Frankreich 390 m zurüd; 3. Snoet- Holland 750 m. Olymiapreis für Amateure: 1. Schulz, 2. Fliegel, 3. Fatschild. * ,, Rund um Spessart und Rhön“. Das von Schweinfurt ausgehende Bundes- Straßenrennen fommt erst am 20. Mai zur Durchführung. Geschäftliches. Auch Pfingsten muß es Kuchen geben und bei den Kindern find Pläzchen, Kränzchen, gefüllte Taschen oder die goldbraunen, fnusperigen Vanille- S besonders beliebt. 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