Nr. 21. ierte Bundeszeit mit einem reichhrgang ein. Ent ift in diesem Heft biete der auswär utschtums und der ein in Gießen. ch gt. ünfzehn -Bahn e endlich en Prä ja mit al uns t, was obieren werden Mitteln. ließlich haltung beften erin,- rogdem uch habe n üblem Ils habe gegeben braucht ich dazu erztin. ) Nr. 2 uf einer orodont orodont in allen recht rüd. Hevertzt- ren und eurteilt) e betrieb Bäckereien" dwirtschafts" ,,, Maurer,, Polstereien ,, Schmiedehreinereien", ien", offene innen", ekten", en". buch, ng kenntMerlich fort ohne lende e das xommen den, htigen und nahmen, erpflichtigen en Ausgaben grösster erden. lche Summen enen Unkosten aushalt anerkannten vorrätig. Tefen 1. Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr.- Für Aufbewahrung oder Rüdlendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Jahrg. Politische Sagesschau. Wie mitgeteilt wird, ist für heute eine Kabinettssigung vor: gesehen, bei der der Reichskanzler Marx zum erstenmal wieder den Vorsitz führen wird. Das Befinden des Reichsministers von Keudell hat sich gebessert. Auf Grund der Tätigkeit des Reichssparkommissars wird das Reichsamt für Reparationslieferungen am 1. April 1928 aufgelöst. Die Handelsvertragsverhandlungen mit Polen werden zunächst nicht wieder aufgenommen werden. Auf beiden Seiten Find erst einige bezügliche Entscheidungen zu treffen. Zwischen den Vereinigten Staaten von Nordamerika und Ritaragua ist es zu erneuten Schwierigkeiten gekommen. Bolschewistische Unverfrorenheiten. Nach Meldungen aus Moskau sind in Sowjet- Rußland vor fast zwei Wochen 6 deutsche Ingenieure verhaftet worden. Ueber die Gründe ist nichts zu erfahren. Es werden hoffentlich recht bald diplomatische Schritte deutscherseits in dieser Angelegenheit unternommen. Die Affäre der in Rußland verhafteten deutschen Ingenieure nimmt eine Entwicklung, die zu der Frage zwingt, ob denn von deutscher Seite alles geschehen ist, um eine Klärung dieses beispiellosen Vorganges herbeizuführen. Die Verhaftungen sind am 3. März erfolgt, bisher aber ist weder der deutschen Regierung noch der A. E. G. in Berlin eine zureichende Erklärung ge geben worden, warum diese deutschen Ingenieure verhaftet wurden, von einer Bereitstellung des Beweismaterials ganz zu schweigen. Aus dem ganzen Drum und Dran der Aufmachung, die Rußland der Angelegenheit gibt, geht mit aller Deutlichkeit hervor, daß hier Schwierigkeiten innerhalb der eigenen Partei auf dem Rücken deutscher Ingenieure ausgetragen werden, wobei vielleicht die liebe Konkurrenz aus England oder anderswoher phantasievolle Hilfsdienste geleistet hat. Es wäre dies nicht das erste Mal, daß der Parteikampf um die Mitwirkung Europas beim Industrieaufbau in der Form ausgetragen wird, daß der russische Staat eine Zechprellerei asiatischen Ausmaßes begeht, um sich fremde Leistungen möglichst hargeldlos anqueignen. Das Schema, das diese regierende Halbzivilisation dunkelster Zukunft dabei anwendet, ist immer dasselbe: sie stellt ben ausländischen Konzessionär oder den ausländischen Liefe canten vor willkürlich und künstlich geschaffene Schwierigkeiten, um ihm die Erfüllung des Vertrages unmöglich zu machen und damit das Ergebnis fremder Arbeit nahezu ohne Gegenleistung zu ernten. Wie dem auch sei: die deutsche Deffentlichkeit erwartet, daß das Auswärtige Amt nunmehr durchgreifende Maßnahmen unternimmt, um die Angelegenheit zum guten Ende zu bringen. Es ist Zeit, Moskau fühlen zu lassen, daß auch Deutschland nicht gesonnen ist, sich bolschewistischer Geschäftstüchtigkeit resigniert ju fügen. Beamtenbesoldung in Hessen. Amtlich wird dazu gemeldet: Dem Landtag ist jetzt der Entwurf des neuen Besoldungsgesetzes nebst der Besoldungsordnung zur Beratung und Beschlußfassung von der Regierung übermittelt worden. In ihm find, gegenüber dem Referentenentwurf, der bereitsvorher den Beamtenorganisationen zugänglich gemacht worden war, noch einige Verbesserungen vorgenommen worden. Der Entwurf ist auf der Grundlage des Reichsbesoldungsgesetzes aufgebaut und lehnt sich, soweit die besonderen Verhältnisse in den Ländern eine andere Regelung bedingen, an die Maßnahmen an, die in den Nachbarländern, insbesondere in Preußen und Baden, getroffen worden sind. Bei den Beamten des höheren Dientes, durch Einlegen von Zwischengruppen eine Abweichung von gelten, nicht in vollem Umfange übernommen werden; auch ist bei ihnen ebenso, wie bei den Beamten des mittleren Dienstes, durch Einlegen von Zwischengruppeneine Abweichung von der Reichsbesoldungsordnung festzustellen. Diese Anordnung ist aber durch den Behördenaufbau geboten, sie trägt den bestegenden Verhältnissen in Hessen Rechnung. Bei den Beamten der unteren Gruppen ist gegenüber der seitherigen Regelung eine Verbesserung in der Verteilung der Stellen auf die verschiedenen Gruppen der Besoldungsordnung usw. vorgesehen, soweit es sich nur irgend ermöglichen läßt. Für die hessischen Beamten wird durch die Vorlage im Rahmen der für die Reichsbeamten und für die Beamten anderer Länder getroffenen Anordnungen in den Grenzen des Möglichen eine Neuregelung vorgeschlagen, die für die Beamten nicht zurückgestellt werden konnte und die für alle anderen Erwerbszweige nicht ohne Vorteile bleiben wird. Sozialdemokratie - Nationalgefühl Landwirtschaft. - Zu einer öffentlichen Versammlung der Deutschen Volkspartei in Jmsen, Kreis Alsfeld, in der Parteisekretär Guddat= Hildesheim, am 2. März über das Thema:„ Politische Lage, Einheitsstaat und Verwaltungsreform" sprach, leistete sich der fozialdemokratische Diskussionsredner, Parteisekretär FellerHildesheim, folgende Aeußerungen, die allein schon wegen der fommenden Wahlen verdienen, der breitesten Oeffentlichkeit bekannt zu werden: Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M Donnerstag, den 15. März 1928 ,, Daß Deutschland durch das Versailler Diktat derartige Fesseln auferlegt worden sind, ist ganz recht und vollkommen verständlich, denn Deutschland hat ja Polen gegenüber auch nicht anders gehandelt." Eine Aeußerung, die selbst manchem Sozialdemokraten gegen den Strich gehen wird, die sich aber würdig zeigt dem bekannten Ausspruch: „ Ich kenne kein Vaterland, das Deutschland heißt." Interessant war auch die Feststellung, daß der Stahlhelm die Wurstpreise festsetzt, denn es wurde wörtlich behauptet:„ daß in Hildesheim bei niedrigen Fleischpreisen für den erzeugenden Landwirt die Wurst so teuer sei, liege daran, daß in Hildesheim mit einer Ausnahme sämtliche Fleischer im Stahlhelm seien." Die wertvolle Feststellung, die so recht die landwirtschaftsfreundliche Einstellung der SPD. zeigt, war: ,, der Landbund sei nur dazu da, um den Staat um die Steuern zu betrügen, denn er habe bei den Viehbestandsaufnahmen seinen Mitgliedern geraten, weniger Vieh als vorhanden anzugeben, um da= durch weniger Steuern zu bezahlen." Trotz energischsten Protestes hielt der Redner die Aeußerung über den Landbund aufrecht. Soviel wir unterrichtet sind, beabsichtigt der hannoversche Landbund wegen dieser geradezu unglaublichen Aeußerung gegen Herrn Feller gerichtlich vorzugehen. Spitzbuben und Betrüger. Der„ Hessischen Landeszeitung" entnehmen wir: Die sozialdemokratische Frankfurter„ Bauhütte G. m. b. H." ist in Schwierigkeiten geraten, obwohl die Behörden derartige Baugenossenschaften zu Ungunsten des selbständigen Bauhandwerks auf jede Weise unterstützen. Von dem vorgeschriebenen Genossenschaftskapital von 82 000 Mark sind nur 41 000 Mark eingezahlt. Dafür betragen aber die Schulden: Einbehaltene Krankenkassenbeiträge für die Ortskrankenkasse Einbehaltene Invalidenversicherungsbeiträge Einbehaltene Lohnsteuer Lohnsummen und Gewerbesteuer Körperschaftssteuer Berufsgenossenschaftsbeiträge 41 000 M 10 000 M 10 000 M 17 000 M 26 000 M 2000 M Insgesamt 106 000 M Wenn irgendwo einem Handwerker oder kleinem Unternehmer die Schulden über den Kopf gewachsen sind, weil seine Auftraggeber nicht bezahlen, oder bezahlen können, oder das Geschäft nicht geht und es sind die sozialen Beiträge nicht rechtzeitig abgeführt, dann bezeichnet die Sozialdemokratie diese Männer als Spizbuben und Betrüger. Hier, wo es sich um diese ungeheure Summe von über 60 000 M handelt, schweigt alles. Die Beiträge für Krankenkasse, Invalidenversicherung, sowie auch die Lohnsteuern sind von den Arbeitern einbehalten worden, aber monatelang nicht abgeführt. Darüber schreiben sozialdemokratische Zeitungen kein Wort. Eine Krähe hackt der anderen doch kein Auge aus. Der neue Lohntarif für landwirtschaftliche Arbeiter. Seit Beginn dieses Monats gilt für landwirtschaftliche Arbeiter nach einer rechtsverbindlichen Entscheidung Dor dem Landesschlichter für Hessen ein neuer Lohntarif. Danach sind die Spitzenlöhne um 10 Prozent erhöht worden. Ab 10. Juli 1928 oder, falls die Ernte früher beginnen sollte, gilt von diesem Tage ab eine Erhöhung um 14 Prozent. Der Lohntarif ist bis zum 31. Dezember 1928 gültig. Die übrigen Löhne haben auf Grund der seitherigen Handhabung ebenfalls Aenderungen erhalten. Die sozialdemokratischen Kandidaten für die kommenden Wahlen. Am Sonntag fand auf Veranlang des Parteivorstandes Groß- Frankfurt der Sozialdemokratischen Partei die Urabstimmung der Kandidaten zum Reichs- und Landtag statt. Für den Reichstag wurden Franz Mez und Konrad Broßwiz aufgestellt, für die Landtagswahl Hans Mardwald und Dr. Nölting sowie Frau Berta Jourdan. Folgenschwerer Dammbruch. Durch ein lokales Erdbeben ist der Staudamm des SantaClara- Flusses in Kalifornien gebrochen. Eine sieben Meter hohe Flutwelle ergoß sich in die Ebene von San Fernando. Mehrere Dorfschaften wurden durch das Wasser zerstört. Nach den bisherigen Feststellungen ist der Sachschaden außerordentlich hoch. Man schäßt ihn auf 150 Millionen Dollar. 865 Personen sind ums Leben gekommen. Gedanken zur Reichsreform. ( Fortsetzung.) III. Gedanken zur Reichsreform. 1. Unter Reichsreform verstehen wir die Aufgabe, für das Zusammenleben der deutschen Stämme in der Einheit des Reiches eine Form zu finden, die den Notwendigkeiten des Ganzen und den berechtigten Interessen des einzelnen Stammes gerecht wird. Eine solche Form ist bis heute noch nicht ge funden. Die unitarischen Tendenzen der Weimarer Verfassung haben einen Propagandafeldzug der Föderalisten ausgelöst, der gerade in diesen Tagen anfängt, allgemeine Beachtung zu erringen.³) Die Gegenmaßnahmen der anderen Seite bleiben nicht ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lotal 12 Vfg.. die 90mm breite Retlame- Petitzeile 96 Pig Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. fur vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermaßigung. Nummer 22 aus, und so stehen wir mitten in einem Kampf der beiden Doktrinen, die übrigens bis jetzt beide kaum einen klaren Plan entwickelt haben, wie sie sich praktisch ihre Erfüllung denken... 2. Wir gehen in der Betrachtung des Reichsproblems von den einfachsten natürlichsten Grundlagen unseres Volks= daseins aus. a) Wir sehen in der Geschichte und im Völkerleben und -streben, das wir Politik nennen, nur ein einziges deutsches Volk seinen Leidensweg zu Einheit und Freiheit gehen. Nicht das Schicksal der Stämme ist die deutsche Geschichte, sondern das Schicksal des Ganzen, des deutschen Volkes. Es gibt ein deutsches Volk; mehr noch: Es gibt nur ein deutsches Volk. Neben diesen Begriff oder an dessen Stelle ein preußisches, bayerisches, hessisches Volk sehen zu wollen, wird selbst dem Föderalisten nicht einfallen. Diese Schicksalseinheit muß auf allen Gebieten staatlicher Organisation zum Ausdruck kommen, die der Sicherung des äußeren Bestandes unseres Volkes die= nen. Dazu gehört nicht nur die Vertretung nach außen, die Wehrmacht und die große Gesetzgebung, sondern auch die Finanzverwaltung, die Wirtschafts- und Verkehrsverwaltung und ein guter Teil der allgemeinen Verwaltung. Man kann wohl sagen, daß das Reich allein in diesem Sinne„ Staat" sein kann. Der gedankliche Notweg der geteilten Souveränität, den man in der Uebergangszeit als Pflaster für die neuen ..Bundesstaaten" erfand, ist wohl nach dem Weltkriege und mitten in dem ,, Vernichtungsfrieden" nicht mehr notwendig. Entweder gibt es ein deutsches Volk und einen deutschen Staat, oder es gibt mehrere Völker deutscher Sprache, die ein völkerrechtliches Bundesverhältnis eingehen. b) So sehr unser Volk in seiner augenblicklichen geographischen und politischen Lage der straffen staatlichen Zusammenfassung bedarf, so sehr bedarf sein inneres Leben der Pflege seiner reichen Vielfältigkeit. Die Seele des deutschen Volkes lebt in den Stämmen. Wie die Masse sprachlich in den sogenannten Mundarten lebt und nicht in der allgemeinen hochdeutschen Sprache, so ist der einzelne Mensch Deutscher durch seine Heimat und seinen Stamm. Deshalb werden die unglücklichen Großstadtmassen, die Heimat und Stamm verloren haben, nur zu leicht zu Trägern nationaler Zersetzung. Soweit also unser Zusam menleben und seine äußere Organisation die Pflege und den Schutz des nationalen Innen lebens, der„ Kultur" zum Ziele hat, kann die große Einheit, das Reich, wenig geben. Hier gebührt den organischen Einheiten im Reichsorganismus jede mögliche Selbständigkeit. Dazu gehört auch die die persönliche Seite der Politik und Verwaltung. Wie ein Land verwaltet wird, darüber können wir uns in unseren gleichartigen Verhältnissen leicht verständigen. Aber wer verwaltet, das wirkt unmittelbar auf das Volk. Alle wollen von Menschen geleitet werden, die irgendwie ihrer Art entsprechen, und deren Bestimmung nicht anderen, ferner stehenden Gruppen überlassen ist. Ob ein Mann als Minister eines Landes seinen Dienst versieht oder als Leiter einer entsprechenden Verwaltungsstelle des Reiches, das ist heute schon praktisch ziemlich gleich. Aber ob die Bayern in dieser Stelle einen Preußen sehen, den ihnen die Reichsregierung, also„ Berlin", nach München schickte, oder einen Bayern, auf dessen Bestimmung sie selbst in irgendeiner Weise vielleicht nur scheinbar, mit eingewirkt haben, das ist entscheidend für die Reichsfreudigkeit oder die Unzufriedenheit eines Stam- mes. - c) Wir sehen also den Weg einer organischen Reichsreform etwa so: 1. Die Stämme müssen die Selbstüberwindung aufbrin= bringen, auf den Schein der Eigenstaatlichkeit zu verzichten und sich als Verwaltungseinheiten in das Reich einfügen. Die neuen Verwaltungsbezirke fallen mit den Stammesgebieten zusammen; bei der Abgrenzung dieser Bezirke, für die wir die Bezeichnung„ Reichsland" vorschlagen, ist die stammliche und geschichtliche Zusam= mengehörigkeit und der Wille der Bevölkerung zu be= rücksichtigen. Wirtschaftliche Gesichtspunkte dürfen nicht in Betracht kommen. Die Interessen der Wirtschaft" sind schon heute durch die Organisation des Reiches und der Länder nicht im Geringsten beeinträchtigt; der wirtschaftlich Tätige findet im ganzen Reiche gleiche staatliche und rechtliche Voraussetzungen. Eine Berücksichtigung der Wirtschaft in der regionalen Organisation des Reiches fönnte nur den Zwed und Erfolg der Herrschaft bestimmter wirtschaftlicher Gruppen in den einzelnen Gebieten haben. Die Verwaltung der Reichsländer ist Reichsverwaltung; ihre eigene Gesetzgebung beruht auf ausdrüdlicher Delegation durch das Reich. 2. Jm Rahmen dieser Delegation fungiert die Verwaltung eines Reichslandes unter Mitwirkung einer Volksvertretung( Landtag), der vor allem zur Mitwirkung Donnerstag, den 15. März 1928. an der Verwaltung der kulturellen Angelegenheiten geeignete Möglichkeiten geschaffen werden müßten. Die Beamten werden grundsätzlich nur der Bevölke ferung des betreffenden Landes entnommen.( Abweichende Vereinbarungen der Reichsländer durch ihre Landtage sind möglich. Der Leiter der Verwaltung des Reichslandes( der die notwendige Fachbildung besitzen muẞ) wird unter Mitwirkung des Landtages( Vorschlag oder Bestätigung) von der Reichsregierung ernannt. Man könnte sogar diese Bestimmung einer unmittelbaren Volkswahl überlassen; der Gewählte wird selbstverständlich mit der Wahl Reichsbeamter und ist dann nur der Reichsregierung verantwortlich. Aber eine so enge Verknüpfung von Bevölkerung und Verwaltung ist unserer Ansicht nach nicht erforderlich; der Leiter einer Landesverwaltung ist nicht die politische Spitze des Landes, wie der Reichspräsident, und bei dem abstrakt- sachlichen Charakter der Verwaltung nicht mehr Volksführer, wie die Gaugrafen der deutschen Frühzeit. 3. Da den Stämmen die Eigenstaatlichkeit und damit jede selbständige politische Bedeutung und Einflußmöglichkeit genommen wird, müssen sie auf anderem Wege ein Mitbestimmungsrecht in der Reichsführung erhalten. Gegenüber der Herr= schaft der quer durch alle Stämme hindurchgelagerten atomisierten Massenparteien müssen die organischen Einheiten in ihrer Gemeinschaft ein wirksames Gegengewicht in der Willensbildung des Reiches bilden. Eigene Politik sollen die Stämme nicht betreiben, aber in der Reichspolitik sollen sie nicht nur durch die unorganischen Massen ihrer Einzelmenschen, sondern auch jeweils als Stamm vertreten sein. Die Durchführung dieses Gedankens ist so möglich, das die Landtage der Reichsländer je einen oder mehrere Vertreter in einen Reichsrat entsenden, der mit größeren Rech= als der Reichsrat der Weima rer Verfassung an der Gesetzgebung soweit nach der Reform der Reichsverfassung noch eine Mitwir fung in der dann von dem Reichspräsidenten selbständig geführten Reichsverwaltung in Frage kommt, auch an ten - " Gießener Zeitung" desto mehr. Uns aber nach allen gemachten Erfahrungen Weitblickende Wirtschaftler machen deshalb überall auf die Gefahr aufmerbsam und wenden sich in scharfer Weise gegen den Gesetzentwurf. So z. B. der erste Beigeordnete des deutschen Städtetages, Mayer- Lülmann, in der„ Vossischen Zeitung". Ebenso der Vorstand des Deutschen Landgemeindetages, der kürzlich in Lockstedt tagte. U. v. a. Ob der Staat oder die Gemeinden die entstehenden höheren Lasten übernehmen: Wir Hausbesizer und Gewerbetreibende werden unser Teil davon bekommen. Während man überall in Handel und Industrie rationalisiert und sich zwecks besserer Rentabilität zusammenschließt, will man hier zerschlagen und zersplittern und damit eine unverantwortliche Vergeudungspolitik einschlagen. Deshalb kann es vom wirtschaftlichen Standpunkt nur eines für uns geben: Erhaltung der hessischen Simultanschule, die sich glänzend bewährt hat, und Kampf dem Reichsschulgesetentwurf in dieser Form! Ein Lehrer und Hausbesizer. Lokales. Die Größe der Postkarten nachprüfen! Wichtig für Vereine und Mitglieder! Alle Postkarten, die nicht von der Reichspost gekauft, aber in Privatdruckereien hergestellt sind, wolle man auf ihre Größe hin prüfen. Eine Postkarte darf nur höchstens 10,5 cm. Hoch und 14,8 cm. breit sein. Die Postverwaltung kontrolliert sehr scharf die ihr zur Versendung eingelieferten Postkarten und belastet jede Postkarte, die größer ist als das vorgenannte amtliche Format, mit 15 Pfg. Strafporto. Also Achtung! * * Das amtliche Fernsprechbuch für den Oberpostdirektionsbezirk Darmstadt wird demnächst neu aufgelegt. Die Vorarbeiten hierzu werden am 10. April abgeschlossen. Bis dahin sind Aenderungen der Eintragungen bei der zuständigen Fernsprech- Vermittlungsstelle anzumelden. Bei der Ausgabe neuer Fernsprechbücher ist für jedes neue Buch ein Buch der unmittelbar vorhergegangenen Auflage zurückzuliefern. Bücher früherer Auflagen werden nicht angenommen. dieſer beteiligt iſt. So sind die Reichslän: Die Forderung der Neuzeit - der durch den Reichsrat an der Leitung des ganzen Reiches nach der Bedeu tung ihrer Stämme beteiligt und doch so unlöslich in das Ganze verflochten, wie ihr Schicksal in das des volks. Schluß folgt. GesamtReichsschulgesetz, Gewerbe und Hausbesik, Haben die drei Dinge auch etwas miteinander zu tun? Vorläufig nicht. Und dennoch. Insbesondere für unser Hessenland ist es nötig, die Frage zu erörtern und Stellung dazu zu nehmen. Für uns als Eigentümer und gerngesehene Steuerzahler ist folgendes wichtig: Der Reichsschulgesetentwurf birgt in sich die große Gefahr, daß unsere hessische Gemeinschafts- oder Simultanschule zerschlagen und in Konfessions- und Weltanschauungsschulen zerfällt. In den einzelnen Gemeinden treten dann an die Stelle der seitherigen größeren Schulsysteme kleinere und kleinste Schulkörper. Die Folge wird sein, daß die Leistungen zurückgehen müssen, ferner aber, daß dieser Schaden auch noch teuer bezahlt werden muß. Denn die Einrichtung und Ausstattung kostet zunächst einmal tüchtig Geld; ferner aber stellen sich die laufenden Ausgaben für Verwaltung und Unterhaltung um so viel höher. Schlimm ist allerdings dabei, daß die Eltern von nur 40 schulpflichtigen Kindern eine Sonderschule beantragen können. Sind also z. B. in einem Orte zehn Elternpaare mit je vier Kindern, die eine weltliche ( fonfessionslose) Schule beantragen, dann muß sie eingerichtet werden. Sie braucht einen besonderen Lehrer, einen besonderen Raum mit allem, was dazu gehört usw. Wer aber das Geld dafür aufbringt, wird diesen Leuten wenig Sorge bereiten. Grüner Rasen Blaue Wellen. Roman von Otto von Gottberg. 38. Fortsetzung. Pünktlich trat er dann ins Zimmer, und Elisabeth erschrak über den feierlich ernsten Ausdrukt in dem von Seeluft oder schnellem Gehen gerötetem jungen Gesicht unter grauem Haar. Als er die Hand der Tante geküßt hatte, nahm er zögernd die ihre und sah aufmerksam auf. Tante Bärbchen sagte:„ Meine Nichte ist nämlich Er unterbrach, während über das Weiß seiner Augen ein feuchtes Schimmern ging: Ich weiß, ich weiß, gnädigste Frau! In der Kammer meines lieben Kameraden Drewik hing das Bild des gnädigen Fräuleins." Nach dem Händedrud stand er vor Elisabeth mit schmerzlicher Wehmut auf dem Gesicht. Es blieb fest, obwohl die Lippen zuckten. Ein Glanz von Trauer, aber auch von Stolz hing in den Augen, als er mit schlichter Wärme sagte:„ Mein liebes gnädiges Fräulein, was soll ich Worte machen? Wir find zwei Deutsche der Zeit des großen Krieges. Ich hatte zwei Brüder. Der eine schläft bei den Falklandinseln unter den Wellen, der andere in Polen unter dem Rasen. Gnädiges Fräulein, Sie trauern nicht allein, aber sind jung und werden Trost in Gott finden!" Wie in Ehrfurcht nahm er ihre Finger und neigte sich so tief, als wolle er ihre Hand füssen, obwohl sie doch Mädchen war. Sie hatte verstanden. Ihre Stirn sant an der Tante Schultern, und beide schuchzten. Der Seeoffizier wollte sich verabschieden, doch Elisabeth ließ ihn noch nicht gehen:„ Darf ich sehen, wo er gewohnt hat, und von seinen Kameraden hören, wie er die letzten Tage in der Heimat verlebte?" Gewiß, mein gnädiges Fräulein. Wir stehen Ihnen zu Diensten," sagte er schnell und bestimmt, aber wußte, daß feiner und der Kameraden eine schwere Stunde harrte. Lieber wären alle dem Feind ins Netz und unter die Bomben gefahren, als vor die trauernde Braut des gefallenen Kameraden getreten. Tante Bärbchen sprach gegen den Besuch auf der„ Pommerania", aber staunte, als sie am nächsten Tag Elisabeth in des Loten Kammer im Gespräch mit seinen Freunden sah. An Gerdas Art erinnerte ihr wehmütiger ernster Stolz, der die PED GALAR TIRUTON Nr. 22. * Auf Grund des§ 1 des Gesetzes über die Altersgrenze der Staatsbeamten tritt der Vorstand des Gewerbeaufsichtsamtes zu Gießen, Obergewerberat Dr. Franz Gerhard, in den Ruhestand mit Wirkung vom 1. Juli 1928 an. * Wegen Vornahme von Erdarbeiten ist der Studentensteg zwischen Friedrichstraße und Wartweg, sowie der Fußweg zwischen Wartweg und Klinikstraße auf die Dauer von etwa vier Wochen für allen Verkehr polizeilich gesperrt. * Die Vertreter der 160 Turnvereine des Gaues Hessen versammelten sich Sonntag in großer Zahl im Café Leib zu dem 96. Gauturntag. Das Gauturnfest 1929 erhält Alsfeld, das Gaufrauenwetturnen 1928 Laubach, das Gauwettschwimmen 1928 Weglar; als Gauturnwart für Volksturnen wurde BrühlOckershausen gewählt. Donnerstag, den 1900 1. Verdienter Sieg Das Spiel war feh Grünewald- f Kaffeianer, verhind Gäfte die den Spiel Spieler auf dem der unter anderem Tor stand Brambad beiden guten Vert Läuferreihe waren rei faneller abspie zeigte die rechte Ge det. Sämtliche d heute wieder in jeh aber feinen Platz fallen. Die Gießen Stolz sein, ist doch G Hen Vereine im H an einem Führer, und vor allem Sp Rufen. Das talte Rommenden G 1900 2. * Die große Oberhessische Viehversicherungsanstalt hält am 1. April im Café Leib eine Mitgliederversammlung ab. Auf der Tagesordnung steht u. a. die Besetzung des Direktorenpostens. * Die erste Schnepfe wurde von Herrn Ernst Nikolaus im Steinbacher Wald geschossen. verlangt von der Hausfrau, der das leibliche Wohl der ganzen Familie anvertraut ist, heute ein größeres Verständnis für den Nährwert der Speisen, als wie das früher der Fall war. Deshalb hat das wieder neu erschienene Dr. Oetker's Schulkochbuch, Ausgabe C bereits begeisterte Aufnahme gefunden, weil es für jede Hausfrau und besonders für die angehenden ein guter Ratgeber in der Haushaltführung sein will, denn es trägt den veränderten wirtschaftlichen Verhältnissen Rechnung und berücksichtigt die neuen Forschungs- Ergebnisse in d. Ernährungs- Wissenschaft. Zahlreiche farb. Tafeln über Fleisch, Gemüse, Pilze, Kuchen, Torten, über die Anrichtekunst usw. vervollständigen die Sammlung von fast 500 Koch-, Back- und Einmache- Rezepten. Das 150 Seiten starke Buch ist in dauerhaftem Pappband, wo nicht vorrätig, gegen Einsendung von 30 Pfg. in Marken von mir portofrei zu beziehen. Viele neue und wertvolle Anregungen zum Backen bietet Ihnen mein bereits in Millionen- Auflage verbreitetes neues farbig illu. striertes Rezeptbuch, Ausgabe F, das für 15 Pfg. in allen einschlägigen Geschäften erhältlich ist. Sie erfahren aus dem Buche auch Näheres über den vorzüglichen Backapparat ,, Küchenwunder", mit dem Sie auf kleiner Gaskocherflamme backen, braten und kochen können. Dr. Oetker's Backpulver ,, Backin", Puddingpulver, Vanillin- Zucker, Gustin usw. sind in allen Geschäften stets frisch zu haben. Auf die Schutzmarke ,, Heller Kopf" wollen Sie bitte achten. Dr. August Oetker, Bielefeld * Konsularnachricht. Die chilenische tonfularische Vertre tung für den Volksstaat Hessen ist dem chilenischen Konsulat in Frankfurt a. M. zugewiesen worden. Das Bayerische Hochland. Ill. Zeitschrift für den Fremdenverkehr und Wintersport. Die im Februar erschienene Nummer beschäftigt sich in Wort und Bild mit der alten Fuggerstadt Augsburg. Der Verlag München 9 versendet Probenummern an Interessenten kostenlos. Aus Nah und Fern. Lich. Die Wahl des neuen Bürgermeisters gestaltete sich recht kompliziert und blieb ohne Ergebnis. Ein neuer Wahlgang war gestern abend angesetzt. Bad Nauheim. Sein goldenes Jubiläum feiert der hiesige Krieger- und Militärverein„ Sassia" am 24. Juni. An der Feier werden auch die Vertreter der Kriegerfameradschaft Hassia teilnehmen. Friedberg. Die Maul- und Klauenseuche ist in NiederErlenbach erloschen. Mit Erledigung dieses Seuchenfalles ist der Kreis Friedberg' wieder seuchenfrei. Trauer adelt und das Gesicht verklärte. Rührende Hochachtung schenkten ihr Kurts Kameraden, obwohl sie zunächst nur zögernd und befangen sprachen. Almählich schien es ihnen wehmütige Freude, der Braut den Geliebten rühmen zu dürfen. Ein Ritter des Ordens Pour le merite, Herr von Brieg, sagte mit leuchtenden Augen: Unser Drewiß wird seiner schö= nen Waffe für immer ein Vorbild bleiben." Ein Herr Knerrheim schneuzte sich ofte Nase. Fast glaubte Elisabeth, ihn trösten zu müssen. . Friedberg. Der mit einem Kostenaufwand von 230 000 M errichtete neue Wasserturm ist nunmehr fertiggestellt. Alsfeld. Zur Propagandierung der beiden Bahnprojekte von Alsfeld über Ulrichstein nach Schotten und von Alsfeld durchs Schwalmtal nach Trensa wurde das schon früher bestandene Eisenbahnkomitee neu ins Leben gerufen. Alsfeld. Auf dem Hofgut Rülfenrod brachte der Gutspächter einen Eber auf das stattliche Gewicht von 920 Pfund. Gedern. Bei der kürzlich hier stattgefundenen Generalversammlung der hiesigen Ortsgruppe des Raiffeisenvereins wurde deren Auflösung beschlossen. Gedern. Verschüttet und schwer verletzt wurde im Basaltbruch bei Burkharts ein Arbeiter. Mit Mühe gelang es den übrigen Arbeitern, den Verschütteten lebend herauszugraben. Schotten. Große Dedland- Meliorationen will die Gemeinde Sichenhausen zwischen Bildstein und Hoherodskopf ausführen. Bis zum Sommer soll eine große Jungviehweide eröffnet werden. Als die Damen schieden, bat Hiedring, sie in der Pinasse zur Stadt fahren zu dürfen. Elisabeth dankte. Sie wollte dem Gehörten im Gehen nachsinnen. Während des langen Wanderns zur Stadt ging ein Gewitterregen nieder. Tante Bärbchen trug einen Mantel, aber Elisabeth nur ein leichtes Gon merkleid. Sie kam durchnäßt ins Hotel und fröstelte während der Fahrt zum Bahnhof. Am nächsten Vormittag glaubte sie zu fiebern und ging in Priedelsdorf mit Kopfschmerzen zu Gerda jaß an Bett. Der Ontel schickte nach dem Hausarzt. der Kranken Lager und hielt ihre heiße Hand. Elisabeths Augen glänzten, aber blieben trocken. Ohne zu weinen, erzählte sie mit befremdender Stimme vom Besuch in Emden und dem Leben ihres Toten. Oft schien aus ihrer Stimme gar eine heimliche Freude oder Genugtuung zu sprechen Plöhlich verzerrte sie das Gesicht in Schmerzen und drückte die Hände auf die Brust:„ Es sticht furchtbar, Gertchen.". Als der Arzt kam, tlapperten ihre Zähne im Schüttelfrost. Der Kopf glühte. Die müde Sprache war die einer Gequälten. Herchenhain. Die hessischen Segelflieger haben sich nunmehr für die Herchenhainer Höhe entschieden und sind mit ihren Flugzeugen vom Hoherodskopf nach unserem Berge übergesiedelt. Darmstadt. Ein erfolgreicher Förderer der hessischen Landwirtschaft, Landstallmeister i. R. Schörte Darmstadt, erhielt von der Landwirtschaftskammer wegen seiner Verdienste um die Hessische Pferdezucht die silberne Medaille. Bingen. Auf die Gerüchte über eine Verlegung der seit 31 Jahren bestehenden höheren Bauschule nach Mainz teilt der Aufsichtsrat dieser Schule mit, daß an dem Gerücht kein wahres Wort ist. ,, Lungenentzündung", sagte der alte Herr, als er aus dem Krankenzimmer trat. Onkel Karl und Tante Bärbchen erschraten wie Gerda, die unten fragte:„ Herr Doktor, würden sie mir erlauben, Professor Hullmann zur Schwester zu rufen?" Der Arzt hob Schultern und Hände in Bedauern:„ Gewiß mein gnädiges Fräulein, obwohl auch ich weiß, woran die Kranke leidet und wie sie zu behandeln ist. Selfen fann ihr nur die gesunde Natur und der Wille, zu leben. Das steigende Fieber ängstigt mich weniger als ihre eigentümliche Ruhe." Weylar. Der Direktor der Landwirtschaftlichen Schule Wetzlar, Dr. Ulrich, ist zum Landwirtschaftsrat ernannt worden. Dillenburg. Zwei junge Männer stahlen in Siegen ein Motorrad. Auf nächtlicher Fahrt fuhren sie gegen einen Baum, wobei sie beide auf der Stelle getötet wurden. Am Fernsprecher hörte Gerda bei Professor Sullmann in Berlin eine Krantenschwester sagen, der Geheimrat sei beschäftigt. Sie wisse nicht, ob er an den Apparat tommen tönne. Gerda wartete, bis ihr die aus den Tagen vor des Vaters Tod bekannte Stimme ans Ohr schlug und sie von der Schwe ster Erkrankung erzählen konnte. Der Professor fragte nach den Anordnungen des Hausarztes und hieß sie gut:„ Mehr tann ich auch nicht tun!" Da fiel ihm ein, daß er mit gleichen Worten einst das Todesurteil des Ministers gesprochen hatte. Er glaubte auf dem Trebbiner Bahnhof zwei fröhliche junge Mädchen vor einem Leutnant zu sehen, und es tat weh, daß eine der hübschen Schwestern an schwerer Krankheit litt: Wann könnte ich fahren, gnädiges Fräulein?" " ,, Wie damals, 10,20 Uhr von Berlin." Einen Augenblick!" Sie hörte ihn ins Zimmer sprechen und dann rufen:„ Es geht. Rechnen Sie auf mich!" Sie stand an der Bahnhofssperre, als er in der Uniform eines Generalarztes ausstieg. Leider mußte sie berichten, daß Fieber sei auf 40 Grad gestiegen. Der alte Herr schien unbesorgt: War zu erwarten". Dann fragte er nach dem Entstehen der Krankheit. Sie sprach von der Reise nach Emden und dem Ausbleiben des Verlobten ihrer Schwester. BC BfB- Gießen( VfB. Spielte m Dazu tam eine gr wurde, während di BfB- Gießen 2 BfB. 3. BiB. 1. Jgd. Niedergirmes Nach diesem E Borstädter gegen E Der Geheimrat nickte. Die Augen, die immer wie im Körper auch in der Seele von Menschen zu lesen versuchten, hatten also damals nicht geirrt. Der junge Leutnant, der hier auf dem Bahnhof vor den Mädchen stand, liebte nicht die dem Bild ihrer Mutter ähnelnden Schwester, sondern die Blon dine mit heherem Mund. Hoffentlich blieb ihr kleiner Leutnant am Leben. Das Drohen eines tragischen Geschids schien über den Herren von Drewig zu schweben. Von dem kühnen U- Bootkommandanten ihres Namens glaubte er noch unlängst gelesen zu haben. In Priedelsdorf trat er an das Bett der Braut des Gefallenen und begriff bald, daß ärztliches Wissen ihr taum helfen könne. Die Krante mußte Schmerzen spüren, aber sie sprach heiter mit einer Gelassenheit, die ihm sagte, ste wolle nicht leben. Nur einen Rat hatte er zu geben: Mein gnädiges Fräulein, sie müssen gesunden wollen. Glauben Sie mir altem Mann, daß die Zeit alle Wunden und Schmer zen der Jugend heilt." Elisabeth lächelte auf die Sand herab, die ihre Finger streichelten: Sie sind gut. Alle sind gut zu mir, und mic freut, daß Sie tamen, denn Papa sagte vor seinem Tode, er bedauere, Sie nicht früher gefannt und gerufen zu haben." Eine volle Stunde bis zum Abgehen des Zuges sprach et auf das Mädchen ein, konnte aber beim Scheiden nur Gerda sagen:„ Versuchen Sie es, gnädiges Fräulein." ( Fortsetzung folgt.) W Nieder- Girmes Niedergirmes Mann Ersatz antr Ehringshausen BIR.- Butzbach Burkhards Das Spiel w piel. In der zw mächtig. FC. 26-6r.- Bu Die 1. Jgd. G jen im Diplomin Sieg ab. Das Buseder. Der V der H.-L. sogar teidiger schoß aus Leihgestern 1. Gleich nach E tung a burl Hälfte auf eine wechsel war ein doch fonnten nur len. Die Gäste wenn auch Leihge fand in Bremen Sanfeaten stegten mit 3: 2( 1: 1) Tre BC. 20- Gieße Gestern trafen Gesellschaftsspiel. 61. Bujed jogar n auf seinen Poster Resultat gegeben Wind im Rüden der Gäste bemer Dom Sturm aus gemacht. Endlic Gr.- Buseds zum Auch die Plazbes liche Besuche ab, und läßt einfach felten einzugreifer befizer mit dem 2 Elfmeter für BC. Weise verschenkt. Hürmer durch Scha hen. Nicht lange Durch Gelbittor der befizer nehmen ei währt und lönnen Schiedsrichter war In Westdeutid Die Verbandsmeist Reben Bezirksmeist gujammen. Die C Rifle. Die Sp.Bg falenmeister Boru ab und auch Scha Sagen.72 flar 2: 0 Nr. 22. die Altersgrenze Derbeaufsichtsamtes erhard, in den an. Der Studentensteg der Fußweg zwi uer von etwa vier Gaues Hessen ver Café Leib zu dem hält Alsfeld, das Gauwettschwimmen men wurde Brühl ngsanstalt hält am ammlung ab. Auf Direktorenpostens Ernst Nikolaus im nfularische Vertre ischen Konsulat in für den Fremdencschienene Nummer alten Fuggerstadt Probenummern an Fern. sters gestaltete fich Ein neuer Wahlm feiert der hiesige 24. Juni. An der tameradschaft Hassia uche ist in Nieder es Seuchenfalles ist and von 230 000 ggestellt. eiden Bahnprojekte n und von Alsfeld schon früher bestan ufen. brachte der Gutsht von 920 Pfund. indenen Generalver ffeisenvereins wurde wurde im Basalt ühe gelang es den nd herauszugraben. en will die Gemeinde erodstopf ausführen. eide eröffnet werden. haben sich nunmehr ind mit ihren Flugerge übergesiedelt. der hessischen Land-Darmstadt, erhielt er Verdienste um die Verlegung der seit nach Mainz teilt der Gerücht kein wahres irtschaftlichen Schule stat ernannt worden. hlen in Siegen ein e gegen einen Baum, den. Dieß fie gut: Meh daß er mit gleichen ers gesprochen hatte zwei fröhliche junge and es tat weh, da rer Krankheit litt: Tein?" ins Zimmer sprechen auf mich!" s er in der Uniform Bte fie berichten, da Herr schien unbesorgt ch dem Entstehen de ach Emden und dem t. Donnerstag, den 15. März 1928. - Jußball. Surnen, 1900 1. Sport Kassel 1. 3: 0( 2: 0). Verdienter Sieg der Gießener, die eine gute Leistung boten. Das Spiel war sehr hart, mit Mühe konnte der Schiedsrichter Grünewald VfB. einige Entgleisungen, besonders der Kasselaner, verhindern. Schuld an der Schärfe trugen die Gäste, die den Spielverlust nicht überwinden konnten. Der beste Spieler auf dem Plate war Bönig, der Torwart von Sport, der unter anderem auch einen Elfmeterball hielt. Jm Gießener Tor stand Brambach, der wenig zu tun bekam, dafür sorgten die beiden guten Verteidiger Hohmann und Schneider. In der Läuferreihe waren Jöckel und Langsdorf gut, nur müßte letzterez sneller abspielen, hesonders an die Flügel. Im Sturme zeigte die rechte Seite die bessere Leistung. Luft war ausgezeichnet. Sämtliche drei Tore schoß Heilmann. Adelberger war heute wieder in sehr guter Form. Keßler war übereifrig, hielt aber seinen Platz nicht ein, sonst wäre der Sieg höher ausge= fallen. Die Gießener 1900er dürfen auf den einwandfreien Sieg stolz sein, ist doch Sport Kaffel immer noch einer der erstklassig= ten Vereine im Hessen- Hann. Bezirk. Es fehlt bei 1900 noch an einem Führer, der die Mannschaft fest in seiner Hand hat und vor allem Spielübersicht besitzt. Zu rügen ist das laute Rufen. Das talte Wetter tat dem Besuch des Spieles Abbruch. Kommenden Sonntag empfängt 1900 Alsfeld. 1900 2. BC. Sinn 1. 3: 2. - * 4: 4 Frohnhausen( Liga) BfB- Gießen( Liga) VfB. spielte mit Ersatz und konnte sich nie recht finden. Dazu kam eine große Unlust mit der das Spiel ausgetragen wurde, während die Gäste mehr vom Spiel hatten. BfB.- Gießen 2. Weglarer SpV. 2. VfB. 3. 1: 1( 1: 0) Weglarer SpV. 3. 2: 2 abgebrochen WSpV. 1. Jgd., Pflichtspiel, 1: 0 4: 3 BfB. 1. Jgd. Niedergirmes Dillenburg Nach diesem Erfolg von Niedergirmes haben die Weglarer Vorstädter gegen Breidenbach um den Aufstieg zu kämpfen. * Nieder- Girmes 1. Jgd. 1900- Gießen 1. Jgd. 2: 1( 1: 1) Niedergirmes fonnte leicht gewinnen, da 1900 mit zwei Mann Ersatz antrat und außerdem nur mit 10 Mann spielte. Ehringshausen Seelbach VfR.- Buzzbach Niederrhoden Burkhardsfelden 1. Daubringen 1. 1: 3( 0: 1). - 0: 2 2: 4 Das Spiel war in der ersten Halbzeit ein offenes Feldpiel. In der zweiten Halbzeit drückte besonders Daubringen mächtig. - tt BfB.- Gießen 3. Jgd. 12: 1 FC. 26- Gr.- Bused 1. Jgd. Die 1. Jgd. Gr.- Buseds fertigte die 3. Jgd. des VfB.- GiesJen im Diplomspiel mit einem außergewöhnlich hohem 12: 1 Sieg ab. Das Resultat beweist die derzeitige Spielstärke der Buseder. Der Mittelstürmer dieser Mannschaft brachte 4 und der H.-L. sogar 6 Tore auf sein Konto. Auch der rechte Verteidiger schoß aus dem Hinterhalt eines der 12 Tore. - BfB.- Gießen 2. Jgd. 3: 0( 1: 0). Leihgestern 1. Jgd. Gleich nach Beginn des Spieles konnte Leihgestern in Führung g'hen Der L.- 2. ici.- te nos einzige Tor der ersten Hälfte auf eine sehr gute Vorlage hin erzielen. Nach Seitenwechsel war ein eifriges Spiel beider Mannschaften zu sehen, doch konnten nur noch die Heimischen zwei weitere Tore erzie= len. Die Gäste hatten so hohe Niederlage nicht verdient, wenn auch Leihgestern überlegen spielte. Ein Städtespiel fand in Bremen zwischen Bremen und Dortmund statt. Die Hanseaten siegten nach ziemlich ausgeglichenem Spielverlauf mit 3: 2( 1: 1) Treffern. BC. 20- Gießen 1. - FC. 26- Gr.- Bused 2: 2( 0: 1) Gestern trafen sich obige Mannschaften in Gießen zu einem Gesellschaftsspiel. Beide Mannschaften spielten ersatzgeschwächt, 6r.- Bused sogar mit einem Ersatztorwächter, der sich nicht recht auf seinen Posten fand, sonst hätte es vielleicht ein anderes Resultat gegeben. Gr.- Bused hat Plazwahl und nimmt den Wind im Rücken, sodaß sich gleich eine leichte Ueberlegenheit der Gäste bemerkbar macht. Mehrere Torchancen werden teils vom Sturm ausgelassen und teils durch Abseitsstellung zunichte gemacht. Endlich nach ca. 25 Minuten gelingt es dem H.-L. Gr.- Buseds zum erstenmale für seine Farben erfolgreich zu sein. Auch die Platzbesitzer statten dem gegnerischen Tore sehr gefährliche Besuche ab, doch ist die Gästeverteidigung sehr auf der Hut und läßt einfach nichts durch, so daß der Tormann nur ganz felten einzugreifen braucht. Nach Halbzeit spielen die Platzbesitzer mit dem Winde und werden recht oft gefährlich. Ein Elfmeter für BC. wird von diesen in recht freundschaftlicher Weise verschenkt. Nach 20 Minuten kann G.- Buseds Mittel# türmer durch scharfen Flachschuß das Resultat auf 2: 0 erhöhen. Nicht lange dauert die Freude und Gr.- Buseck verschafft durch Selbsttor dem Playbesitzer den ersten Erfolg. Die Plazbefizer nehmen eine Umstellung vor, welche sich durchaus bewährt und können bald danach das Resultat auf 2: 2 stellen. Der Schiedsrichter war dem Spiel nicht immer gewachsen. die immer wie im zu lesen versuchten ge Leutnant, der hier liebte nicht die dem sondern die Blon lieb ihr fleiner Leut gischen Gefchids fchier en. Von dem fühner ubte er noch unläng daß ärztliches Wife Bte Schmerzen spüren heit, die ihm sagte, f e er zu geben:„ Mein wollen Glaubes Wunden und Schmer erab, die ihre Finge er an das Bett de gut zu mir, und mid Dor feinem Tode, gerufen zu haben." en des Zuges pradha Scheiden nur Gerb ulein." # Westdeutsche Endspiele. Favoritensiege! In Westdeutschland haben am Sonntag die Endkämpfe um die Verbandsmeisterschaft ihren Anfang genommen. Von den fieben Bezirksmeistern trafen sechs in der„ Runde der Meister" zusammen. Die Spiele selbst brachten die erwarteten Ergeb= nisse. Die Sp.Vgg Köln- Sülz 07 fertigte zu Hause den Westfalenmeister Borussia- Rheine überlegen mit 6: 2( 4: 1) Treffern ab und auch Schalte- 04 siegte gegen den Südwestfalenmeister Sagen- 72 tlar 2: 0( 1: 0). Große Mühe, zu einem Siege zu „ Gießener Zeitung" Sport und tommen, hatte dagegen Preußen- Krefeld im Kampfe mit Kurhessen- Kassel. Die Hessen wurden erst nach härtestem Widerstand durch die auf heimischem Boden spielenden Krefelder 2: 1 ( 1: 0) geschlagen. Preußen- Krefeld Kurhessen- Kassel. 8000 Zuschauer wurden Zeuge eines hartnädig geführten Kampfes Der Meister des Bezirks Niederrhein zeigte sich zwar im Zusammenspiel um einiges besser, dafür waren aber die Kurhessen schneller und eifriger. Glänzend war die Verteidigung der Gäste, gut auch der Angriff. Kassel griff in der ersten Viertestunde des Kampfes überlegen an, konnte aber die ebenfalls recht gute Hintermannschaft der Rheinländer nicht überwinden. Dann wurde das Spiel verteilt. In der 30. Minute konnte aus einem Hinterhalt ein Läufer Krefelds das erste Tor buchen. Krefelds Mittelstürmer Glasebrod erhöhte in der 21. Minute nach dem Wechsel auf 2: 0. Zwei Minuten vor Schluß konnte Kassels Mittelstürmer nach schönen Flantenlauf des L.-A. Kreß das verdiente Ehrentor schießen. - Borussia- Rheine 6: 2. SpVgg. Köln- Sülz 07 Borussia- Rheine war nicht so schlecht, wie man auf Grund des Resultats annehmen könnte. Die Verteidigung versagte und dadurch wurden auch die übrigen Mannschaftsteile, besonders aber der Tormann sehr nervös. Der vor 8000 Zuschauern in Köln ausgetragene Kampf stand schon bei der Halbzeit 4: 1 für die technisch recht guten und im Angriff sehr entschlossenen Rheinländer. Schalte- 04 Hagen- 72 2: 0. 10 000 Zuschauer fanden sich im Gladbecker- Stadion zu diesem Kampf ein. Schalke stellte erwartungsgemäß die technisch und taktisch bessere Mannschaft, die aber im Sturm nicht durchschlagskräftig genug war. Allerdings war auch beim Gegner gerade die Verteidigung der beste Mannschaftsteil. Von den Toren fiel in jeder Halbzeit eines. Wer wird bergisch- märkischer Meister? Im ersten Endspiel um die bergisch- märkische Bezirksmeisterschaft zwischen den beiden Gruppenmeistern Schwarz- WeißBarmen und Fortuna- Düsseldorf wurde in Barmen der vorjährige Bezirksmeister Fortuna mit 3: 2( 2: 2) Treffern geschla= gen. Barmen braucht also am nächsten Sonntag in Düsseldorf nur unentschieden zu spielen, um Meister zu sein. Wahrscheinlich ist allerdings ein Sieg der Fortuna, womit dann ein besonderes Entscheidungsspiel notwendig würde. Gruppenmeisterschafts- und Aufstiegspiele. Hessen- Hannover: 3: 3 FV.- 06- Kassel Hessen- Hersfeld Berg.- Märkischer Bez.: Viktoria- Düsseldorf Solingen- Gräfrath Eller- 04 Turu- Düsseldorf 1: 1 4: 3 Rheinbezirk: Kölner- SC. 99 Waldhausen- M.Gladbach Dohr- Rheydt Behrhausen 0: 0 4: 4 Preußen- Essen - Essener- SV.- 99 VfL.- Osnabrüd BV.- 09- Hamm Ruhrbezirk: Westfalenbezirk: - FV.- 06- Osnabrüd Union- Recklinghausen * 0: 0 4: 1 1: 4 Repräsentativkampf Westdeutschland- Luxemburg 6: 0. Aachen, 11. März 1928.( Eig. Drahtber.) Der in Aachen errungene Sieg Westdeutschland gegen Luxemburg kann von dem DFB. recht gut gebraucht werden, da in seinen Analen die Siege in Repräsentativtreffen recht mager sind. Man hatte den Fußballern der kleinen Nation Luxemburg die westdeutschen Repräsentativen als Gegner gestellt, die dann auch zu einem glatten 6: 0- Sieg tamen, nachdem die Partie bei Halbzeit schon 4: 0 für Westdeutschland stand. Der Kampf fand im Aachener Waldstadion statt, in dem sich an die 15 000 Zuschauer eingefunden hatten. Mit Rücksicht darauf, daß die führenden westdeutschen Vereine in schweren Meisterschaftskämpfen standen, waren viele Spielabsagen erfolgt, so daß die westdeutsche Vertretung durchaus nicht aus den besten Spielern bestand.- Der Verlauf des Treffens bewies, daß der luxemburgische Fußball noch ziemlich in den Kinderschuhen steckt. Die Gäste waren den Deutschen in technischer und takti= scher Hinsicht glatt unterlegen und das Fehlende ließ sich schlecht terdings auch nicht durch erhöhten Eifer, Hingabe und Schnelligfeit ersetzen. Weit über dem Können der Gesamtmannschaft standen der rechte Verteidiger Dr. Meyer und der Torwächter. Die Läuferreihe versagte auf der ganzen Linie und damit war der ohnedies nicht überragende Sturm schon kaltgestellt. Der westdeutsche Sturm lieferte eine gute Partie. Die Leistungen müssen indessen am Gegner gemessen werden. Am besten verstand sich der rechte Flügel Behr- Wiede, beide Alemannia Aachen. Auch die Läuferreihe wurde ihrer Aufgabe gerecht. Besonders Gruber auf dem Mittelläuferposten gefiel. Die gesamte Hintermannschaft kam nicht dazu, ihr wirkliches Können zu zeigen, da sie vor zu wenig ernste Aufgaben gestellt wurde. Der Westen war naturgemäß unausgesetzt in Front und schoß seine Tore mit regelmäßiger Selbstverständlichkeit. Der Führungstreffer fiel in der 5. Min. durch Euler. Behr fügte in der 12. Min. Nummer 2 an. Mitte der Halbzeit schoß Wirtz den dritten und bald darauf den vierten Treffer. Nach der Pause lad ber war es jeweils Wirk, der in der 28. und 40. Min. storte. Luxemburg hatte seine besten Minuten in der zweiten Spielhälfte. Tore waren aber nicht zu erringen. * Süddeutsche Endspiele Die einzige Enttäuschung in der Runde der Meister ist die Tatsache, daß von den zwei großen Kämpfen keiner die erwar tete Vorentscheidung um die süddeutsche Meisterschaft und Pläge gebracht hat. Wenden wir uns zunächst der Runde der Meister zu. Die beiden Tabellenführer Bayern- München und EintrachtFrankfurt lieferten sich in München vor 25 000 Zuschauern einen indessen nur die Münchener gigantischen Kampf, den die - Spiel. Nr. 22. überraschenden Frankfurter, die bereits mit 2: 0 in Führung lagen, leicht hätten gewinnen können. Das Treffen endete mit 2: 2 unentschieden und die Entscheidung um die Meisterschaft bleibt weiter vertagt, zumal auch das zweite hochinteressante Treffen Karlsruher FV. SpVg. Fürth mit 2: 2 endete. Auch hier hatte der Bayernvertreter Glück, einen Punkt gerettet zu haben. 12 000 Zuschauer haben die Ueberzeugung gewonnen, daß ihr Vertreter den besten süddeutschen Mannschaften gewachsen ist. Die Stuttgarter Kickers vermochten die Wormatia Worms deutlich mit 5: 3 Toren zu schlagen. Mit einem erwarteten 4: 1 Sieg endete das Treffen des SV. Waldhof gegen den FV. Saarbrüden. - Die Trostrunde brachte in Abteilung Südost die wahrscheinlich definitive Entscheidung um die Spitze. Der 1. FC. Nürnberg vermochte Wader nicht zu schlagen und bleibt mit dem 2: 2 drei Punkte zurück. Gleichfalls unentschieden mit 3: 3 endete das Treffen Freiburger GC. BfB. Stuttgart. In Abteilung Nordwest ist der FSV. Frankfurt mit 3 Punkten Vorsprung ungefährdet an der Spitze, nachdem er Rotweiß Frankfurt mit 3: 2 schlug. Mainz hat seine Chance in einem 1: 0 zugunsten von Saar 05 Saarbrücken endenden Kampf begraben. Mit einer Katastrophe endete die Begegnung VfL. Neckarau gegen Borussia Neunkirchen. Der Kampf wurde bei 9: 1 für Nedarau abgebrochen, da die Borussen nur noch 6 Spieler auf dem Plaze hatten. Runde der Meister. Bayern München Eintracht Frankfurt Sp Vg. Fürth Karlsruher F. V. Stuttg. Riders Wormatia Worms S. V. Waldhof F. V. Saarbrücken 88880 00 00 00 Spiele Tore Punt e- 26 10 25:13 166 13: 3 12: 4 10: 6- 25:16 9: 7 18:16 8: 8 8 16:24 7: 9 8 16:22 5:11 8 11:46 0:16 Norddeutsche Endspiele. Hannover, 11. März.( Drahtber.) Im ersten Endspiel um die norddeutsche Fußballmeisterschaft konnte Vittoria Hamburg die SpVg. 97 Hannover durch einen 5: 1( 3: 0)-Sieg aus dem Rennen werfen. Bei der südostdeutschen Fußball- Meisterschaft ist jetzt der Breslauer SC. 08 flarer Favorit. Er benötigt nur noch 2 Punkte, um Meister zu sein. In Fußball- Länderkämpfen siegte in Lausanne die Schweiz mit 4: 3 über Frankreich. Holland Belgien in Amsterdam endete 1: 1. Handball und Leichtathletik. Sp.- Vgg. 1900- Gießen 1. TV.- Gr.- Bused 5: 1 Dem Treffen sah man in beiden Lagern mit Spannung entgegen. Für Gr.- Bused galt es, daß durch den 9: 6 Sieg im Herbst vorigen Jahres über die 1900er erworbene Ansehen zu Man erhalten, für die Gießener, die Scharte auszuwegen. konnte aber nach dem seitherigen erfolgreichen Abschneiden der Spielvereinigungsleute mit ihrem Sieg rechnen. Daß er durch das 5: 1 etwas deutlich ausfiel, stellt der Gästemannschaft durchaus tein schlechtes Zeugnis aus, man lernte vielmehr eine Elf kennen, die neben gewaltigem Ehrgeiz auch ganz achtbares Kön nen aufweist. 1900 hatte folgende Elf zur Stelle: Köhne, Wallenfels, Schmelz, Gelbert, Birkenstock, Weller, Hopfenmüller, Seifert, Ost, Schneider, Kaiser. Für Gr.- Bused wirkten Osterheld und Schneider 3( Mitglieder der 1900er) mit. Schon in den ersten Minuten kommt das Gästetor durch den schnell startenden Hopfenmüller in Gefahr. Er ist es auch, der zum ersten Mal den Buseder Torwächter zu schlagen vermag. 1909 hat den Wind zum Bundesgenossen und drängt weiterhin stark. Es dauert nicht lange bis Seifert und Ost durch schön plazierte Würfe zwei weitere Tore buchen können. Aber auch die Leute aus dem Nachbardorf spielen sich zuweilen schön durch, zu Erfolgen läßt sie allerdings die 1900er Hintermannschaft nicht kommen. In der ersten Minute der zweiten Halbzeit vergrößert der Platzverein nach einem schön vorgetragenem Angriff durch Herbert Schneider den Vorsprung auf 4 Tore. Die Gäste sehen nun alles daran, eine höhere Niederlage abzuwenden. Als sie bald ein schönes Tor erzielen können, sieht es fast so aus, als ob sie aufholen würden, zumal die beiden 1900er Schmelz und Kaiser wegen Verletzungen ausscheiden. Doch die neun 1900er find imstande, die Sache offen zu halten Kurz vor Schluß tann Schneider. der in seinen Freiund Strafwürfen nicht auf der Höhe gewesen war, noch einen Dreizehna eterball verwandeln. Die Leistung des Siegers ist mit im ganzen gut" zu be werten. Es mangelt hauptsächlich an Spielau bau( oder ließ man sich das System des Gegners aufdrängen?) und schnellem Abspiel. Seife und Kaiser uis Neulinge fügten sich recht gut ein. Auch Wallenfels ließ sich nicht anmerken, daß er Ersatz war. Gr.- Bused hatte sich wieder etwas vorgenommen, und jeder Einzelne legte sich mächtig ins Zeug. Das Schlußdreieck arbeitete zuweilen recht geschickt. Im Sturm fam Osterheld nicht so zur Geltung, wie es in der 1900er- Mannschaft der Fall ist. Schiedsrichter Bley sah den Spielern sehr auf die Finger und ahndete jeden Verstoß. * Endspiele um die westdeutsche Meisterschaft. SpVg. Oberhausen- VfB. 08 Aachen 3: 6 Preußen Essen FC. 95 Solingen 2: 4. Die süddeutsche Meisterschaft im Handball ergab in Gruppe West den Sieg von Darmstadt 98 mit 5: 1 über Kaiserslautern. In Gruppe Ost erfocht der DSV. München mit 2: 0 einen überraschenden Sieg über die SpVg. Fürth. Am 25. März spielen Darmstadt und München um die Meisterschaft. Aufstiegspiele. Offenbacher Riders Germania Wiesbaden Rot- Weiß Frankfurt 2: 2 Pol. SB. Butzbach 1: 4 Donnerstag, den 15. März 1928. Hallensportfest in Hannover. Hannover, 11. März.( Drahtber.) Im Rahmen des sehr gut besetzten Hannoverschen Hallensportfestes tam wieder ein Sprinterdreikampf zur Durchführung. Die Teilnehmer waren Lammers, Lohmann und Becker als beste Vertreter der D. T., sowie die Sportler Wöllner- Bremen, Rosenberger- Hamburg und Hinge- Wilhelmshaven. Lammers gewann die 70 m in 8 Sef. vor Lohmann und Wöllner, die 60 m brachte er in 7 Sef. an fich und die 50 m in 5,9 Set. * Dr. Pelzer auf der Heimreise. Am Freitag hat Dr. Pelzer von Newyork aus die Heimreise angetreten. Vor der Abfahrt äußerte er sich, daß er nach den Olympischen Spielen zum zweitenmale nach Amerika kommen werde, um dort auf offenen Bahnen Revanche gegen Lloyd Hahn und Conger zu suchen. Damit ihm keine Schwierigkeiten für die Starterlaubnis durch die D. S. B. entstehen könnten, wolle er dann einem amerikanischen Verein beitreten. * Einen neuen deutschen Rekord stellte in München NeitzelMagdeburg im 400 m Freistilschwimmen mit 6: 44,1 Min. auf. Radfahren. Querfeldeinrennen in Rüsselsheim. Rüsselsheim, 11. März.( Drahtber.) Unter großem Andrang der Bevölkerung trug am Sonntag der R. V.„ Opel" Rüsselsheim sein erstes Querfeldeinrennen über eine Strecke von 12 Km. aus. 61 Fahrer aus den Landesverbänden Hessen, Rheinland und Westfalen des BDR. stellten sich dem Starter. Bei den Hindernissen an der Opelbahn konnte der Wiesbadener A. Schön dem Feld enteilen. Das Ergebnis: 1. Adolf Schön- Wies= baden 36: 05,3 Min., 2. Tschudi- Rüsselsheim 37:06 Min., 3. Tomasini- Wiesbaden 38: 05,2 Min., 4. Willi Müller- Rüsselsheim Handbreite zurüd, 5. Mandelarz- Köln, 6. Meze- Dortmund, 7. Lindemann- Rüsselsheim, 8. Hundertmark- Rüsselsheim. * 20. Berliner Sechstagerennen. Nach 43 Stunden. Jm Berliner Sportpalast ging es am Sonntagnachmittag, besonders nach den Wertungskämpfen, sehr lebhaft zu. Kurz nach dem 9. Spurt der Wertung gab Linari das Zeichen zu einer Jagd. Van Kempen- Richli benützten diese Gelegenheit, am davon zu ziehen und nach schönen Ablösungen hatte das Alleinvertretung für diesen Bezirk u vergeben. 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Van Kempen- Richli konnten somit nicht nur die jungen Berliner Ehmer- Kroschel einholen, sondern sich sogar dank ihrer besseren Punktzahl an die Spitze des Feldes setzen. In den Nachmittags- Wertungskämpfen siegten van Kempen, Duray und Dempsey je zweimal, Brunier, Dewolf, Behrendt und Richli je einmal. Nach 43 Stunden, um 17 Uhr, nachmit= tags, waren 1107,320 fm. zurückgelegt. - Der Stand des Rennens: 1. v. Kempen- Richli 99 P.; 2. Eine Runde zurüd: 3. Tiek- Rieger Ehmer- Kroschel 45 P.. 70. Zwei Runden zurüd: 4. Wambst- Laquehay 16 P.Drei Runden zurüd: 5. Tonani- Dinale 76 P.; 6. DempseyFrankenstein 48 P.; 7. Behrendt- Maczinski 37 P.; 8. RauschHürtgen 18 P. Vier Runden zurück: 9. Linari- Lorenz 50 P. Fünf Runden zurück: 10. Miethe- Buschenhagen 18 P.- Acht Runden zurück: 11. Goris- Duray 69 P.; 12. Dewolf- Göbel 63 P. Berliner Sechstagerennen. Nach 49 Stunden. Nach Abschluß des zweiten Tages waren 1247,640 km. zurückgelegt. Nach 49 Stunden, um 23 Uhr abends, ist der Stand folgender: 1.Van Kempen- Richli 114 P.; 2. Ehmer- Kroschel 49 P. Eine Runde zurüd: 3. Tietz- Rieger 83 P. Zwei RunDrei Runden zuden zurück: 4. Wambst- Laquehan 22 P. rück 5. Tonani- Dinale 89 P.; 6. Dempsey- Frankenstein 49 P.; 7. Rausch- Hürtgen 22 Punkte. * Deutsche Radsportmeisterschaften. Gemäß Beschluß des Vereins Deutscher Radrennbahnen und des BDR. kommen die Deutschen Meisterschaften für Berufsfahrer über 1 und 100 Km. diesmal in Köln zur Entscheidung, und zwar die Meisterschaft der Flieger am 13. Juli und die der Dauerfahrer am 15. Juli. C Keine Firmenstraßenrennen mehr. Der Sportausschuß des Bundes Deutscher Radfahrer hat in seine Wettfahrbestimmungen einen neuen Satz aufgenommen. der insofern interessiert, als er eine Auswertung der Straßenrennen für die Reklame bestimmter Firmen für die Zukunft verbietet. Die neue Bestimmung lautet:„ Veranstaltungen, deren Titel und Aufmachung für bestimmte Fabrikate oder für eine Firma werben, und solche, die auf Veranlassung und Ausschreibung einer Firma auf öffentlichen Wegen zum Austrag gebracht werden sollen, sind grundsätzlich zu verbieten. Das Verbot gilt sowohl für Veranstalten, an denen Amateure teilnehmen, als auch für solche, die von Berufsfahrern bestritten werden. Derartige Veranstaltungen sind als Wettfahrten mit Nr. 22. anderen als nur sportlichen Zwecken zu betrachten und daher auf geschlossene Bahnen( Avus- Bahn Berlin und NürburgRing Adenau) zu verweisen." Ferner wurde beschlossen, die Anzahl der von den Verbänden zu genehmigenden Zuverlässigkeitsfahrten mit der in den betreffenden Verbänden zur Ausgabe gelangten Anzahl von Lizenzen in Einklang zu bringen. Bücherecke. Illustr. Kolonial- Zeitung( München, Promenadeplatz 16). Auch das Märzheft enthält wieder viel Interessantes in Schrift und Bild. In Verbindung mit einem vierfarbigen Titelblatt bringt die JK3. einen sehr beachtlichen Aufruf der Deutschen Kolonial- Liga und wendet sich damit nunmehr auch praktischen Aufgaben zu. Verantwortlich: Paul Chrißian Klein in Gießen. Eine Sachgemäße Ernährung ΤΟΥ DISCONTO- GESELLSCHAFT BERLIN Der Geschäftsbericht für das Jahr 1927 ist erschienen und kann durch unser Archiv und unsere Niederlassungen auf mündliche oder schriftliche Anforderung kostenlos bezogen werden Zahlreiche Zweigniederlassungen i.Deutschland Bankmäßige Geschäfte aller Art Bildfunk Wie lange wird es noch dauern, bis in jedem Heim/ wie heute ein Radio- Empfänger/ auch der Bildfunk- Apparat fteht, der durch drahtlofe Bild- Ubertragung erft die techniſche Vollendung Offert. unter 1773 an die Expedit. d. Bl. des Rundfunks bringt? 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