Nr. 89. freien Reichs t sie durch alle nhängen, durch Stämme und ein besonderer es Brauwejens. auj Kunjtdrudtammt von der Hohlwein. ie Technik der und die Ent Kannengießer. zum Bier wer alter und neuer en und Bildern rsten Sinne ein geht der Deut alle deutschen tschen Gewerbe dnis den alten -Gotter: uchhandlung zu en erscheint im .35, Potsdamer M) die politisch das Wesen der führt den Lejer manches did n verständlicher nft des ganzen e!- Die Ant ional. Darum des bekannten ausgegeben von -M. Ebenjo Plauderer. Er Solt sie aus dem Co. GmbH. in Ich weiß alles" teit bietet. n in Gießen. r! Nr. 83 .Augen Natur und passen ein öhne, Wiesbaden ers.- Augenklinik, 22.- 24.November. retung zu vergeben. 2325 an r, Mannheim NWK wolle ein cht ER Sltlich übl. Mundgeruchu gefärbt. 3ahnbelag TER uf Teilzahlung artin Kraus, Waldstrasse 85 Albin Klein Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Für Aufbewahrung oder RüdJendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Redaktionsschluß früh 8 Uhr 41. Jahrg. Bolitische Tagesschau. Anläßlich des Kabinettswechsels in Thüringen und des Ausscheidens des bisherigen Staatsministers Dr. Leutheußer hat der Reichspräsident in einem persönlichen Schreiben sein aufrichtes Bedauern über das Ausscheiden Leutheußers aus seinen Aemtern ausgesprochen. * Die demokratische Reichstagsfraktion hat einen Antrag eingebracht, der die Reichsregierung ersucht, in Ergänzung des Reichswahlgesezes einen Gesegentwurf vorzulegen, durch den den im Reich ansässigen Männern und Frauen österreichischer Staatsangehörigkeit das Wahlrecht verliehen wird. 6.8 * Die Zentrumsfraktion des Reichstages beschloß die Neuwahl des Fraktionsvorstandes bis nach dem Parteitag, der am 8. und 9. Dezember in Köln stattfindet, zurückzustellen. Sie soll aber jedenfalls noch vor Weihnachten stattfinden. Berlin Am Sonnabend wird die deutsche Delegation zu den deutsch- estnischen Handelsvertragsverhandlungen aus abreisen. Die Führung hat Legationsrat von Schack. Die rumänische Presse begrüßt den Abschluß der deutschrumänischen Verhandlungen und gibt der Hoffnung Ausdruck, daß eine Aera wirtschaftlichen Aufschwungs für Rumänien fol: gen werde. Neue deutsch- russische Wirtschaftsverhandlungen beginnen am 26. November in Moskau. * Coolidge hielt bei einer Waffenstillstandsfeier eine Rede über das Verhältnis Europas zu den Vereinigten Staaten, in der er betonte. Europa habe einen solchen Grad der finanziel= len Stabilität erreicht, daß es von Amerika teine Hilfe mehr zu erwarten habe, die über die strikte Geschäftsbasis hinausgehe. * Hoover wird am Donnerstag seine Fahrt nach Südamerika antreten. Beginnende Verständigung im Ruhrgebiet. Der Urteilsspruch des Duisburger Arbeitsgerichts. Vom Duisburger Arbeitsgericht wurde im Tarifstreit der Metallindustrie der Gruppe Nordwest folgender Spruch verfündet: Es wird festgestellt, daß ein Tarifvertrag auf Grund des für verbindlich erklärten Schiedsspruchs vom 30. Oktober 1928 nicht besteht. Das Arbeitsgericht Duisburg hat also dem Antrage des Arbeitgeberverbandes, daß der Schiedsspruch vom 28. Oktober rechtsungültig sei, stattgegeben. Die drei Metallarbeiterverbände betrachten allerdings dieses Urteil als ein Fehlurteil und wollen den Rechtsweg bis zum Reichsarbeitsgericht durchjechten. Trotzdem Verständigung! Aus Bochum wird gemeldet: Tyotzdem der Duisburger Spruch vollkommen im Sinne der Arbeitgeber ausgefallen ist, erklären führende Industrielle, daß auf Unternehmerseite keinesfalls die Absicht besteht, die für sie günstig gewordene Situation zum Anlaß einer Verminderung ihrer Verständigungsbereitschaft zu nehmen. Es bestehe nunmehr die Möglichkeit, Parteiverhandlungen auf breitester Grundlage aufzunehmen. * Reg- Präsident Bergmann freiwilliger Schlichter. Die Verhandlungen des Düsseldorfer Regierungspräsiden ten Bergemann, der die Initiative zur Beilegung des Eisenkonflikts ergriffen hat, haben Dienstag vormiitag mit den Arbeitgebern begonnen. Die Arbeitnehmer sind von dem Regierungspräsidenten für den Nachmittag geladen worden. Die Aussichten auf eine Verständigung werden im allgemeinen optimistisch beurteilt. Falls es zu einer Einigung kommen sollte, rechnet man mit einer Wiederingangsetzung der Betriebe zu Ende dieser Woche. Das Siegerland und die Stillegung an der Ruhr. Dillenburg. In Siegen fanden Verhandlungen statt über den Stillegungsantrag, der vom Konzern der Vereinigten Stahlwerke für die im Siegerland und Nachbargebieten betroffenen Erzgruben gestellt ist. Betroffen würden von dieser Maßnahme etwa 6000 Arbeiter. An den Verhandlungen nahmen Vertreter des Stahlkonzerns, der Großeisenindustrie, der Regierungspräsident von Arnsberg und Vertreter der Gewerkchaften teil. Gesprochen wurde über die Möglichkeit der AbDrud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M Mittwoch, den 14. November 1928 wendung einer Stillegung im Siegerlande. Seitens der Jn= dustrievertreter wurden die Gründe geltend gemacht, die zur Aussperrung mit kurzer Frist Veranlassung gegeben hatten. U. a. führten sie aus, daß auch dem Konzern der Vereinigten Etahlwerke durch die Aussperrung im Ruhrgebiet große Verluste entstehen, da die Einstellung einzelner Gruben etwa 30 000 Mart fosten würde. Dem hielten die Vertreter der Gewerkschaften entgegen, daß bei der weitgehenden Beschäftigung der Belegschaften mit dieser Summe die Lohnbewegung bei den Erzgruben von etwa 200 Mann Belegschaft gedeckt werden könnte. Dadurch würde doch produktive Arbeit geleistet. Diese Darlegungen der Gewerkschaften fanden bei den Industrievertretern Zustimmung. Auch die übrigen Teilnehmer wandten sich an die Konzernvertreter und ersuchten sie, bei der Durchführung von Stillegungen das ohnehin schwer geschädigte Siegerländer Wirtschaftsgebiet möglichst zu schonen. Man sagte weitgehendstes Entgegenkommen zu. Die Schicksalsfrage Deutschlands. Rudolf Stahl, Direktor der Demag, Duisburg, weist in einem Aufsatz unter vorstehender Ueberschrift, in dem er die schwierige Lage der weiterverarbeitenden Industrie schildert, u. a. darauf hin, daß es sich bei dem Eisenkonflikt im Ruhrbezirk diesmal nicht allein um die Frage handle, ob die direkte Belastung aus der Lohnerhöhung die Existenz der Werke unmittelbar gefährde, sondern um die viel schwerwiegendere Frage, die in Wirklichkeit eine Schicksalsfrage ist, was in Deutschland werden soll, wenn die Gewerkschaften es mit Hilfe des staatlichen Schlichtungswesens fertig bringen, bei jedem Tarifablauf ohne Rücksicht auf die Konjunktur und insbesondere auf die Preis- und Lohnverhältnisse des Auslandes die Löhne heraufzuschrauben. Jede Preiserhöhung, die diese Mehrbelastung an Löhnen ausgleichen soll, finde ihre natürliche Grenze einmal in der Konsum- und Kapitalkraft des Inlandes und vor allem in den Konkurrenzpreisen des Auslandes. Die Gewerkschaften und auch ein großer Teil der Deffentlichkeit müßten sich endlich von der Vorstellung befreien, als wenn das staatliche Schlichtungswesen nur dazu berufen sei, das Lohnniveau ständig heraufzudrücken, anstatt eine nicht minder wichtige Aufgabe des Schlichtungswesens darin zu sehen, Ansprüche der Gewerkschaften, die wirtschaftlich unerfüllbar sind, in nüchterner Würdigung der Verantwortung für die Gesamtwirtschaft auch einmal abzulehnen. Es mute doch beinahe als Heuchelei an, wenn man von gewissen Seiten immer die gefährdete Staatsautorität ins Feld führt, nämlich, solange man gewiß ist, daß diese„ Staatsautorität" jede Lohnerhöhung gutheißt. Käme es einmal umgekehrt, so würde man dieselbe Staatsautorität kreuzigen, die man heute anbetet. Das ist durch das Verhalten der Gewerkschaften in zahlreichen früheren Lohnkämpfen belegt, wo sie verbindlich erklärte Schiedssprüche, die ihnen selbst nicht tragbar erschienen, ohne große Strupel abgelehnt und dagegen gestreikt haben. Die Gewerkschaften handeln also praktisch nach dem alten Spottvers:„ Und der König absolut, wenn er uns den Willen tut." Die Anhänger der Demokratie sollten sich aber insofern nicht selbst verleugnen, als sie das Grundgesetz des Volkes gelten lassen:„ Gleiches Recht für alle." Gegen den demonftrationsunfug! Die Fraktion der Reichspartei des deutschen Mittelstandes hat am 8. November 1928 folgende beachtliche Große Anfrage im preußischen Landtag eingebracht: „ Die Demonstrationen auf öffentlichen Straßen und Plägen haben in letzter Zeit einen so außerordentlichen Umfang angenommen, daß auch unter Berücksichtigung der gesetzlich gewährleisteten Versammlungsfreiheit diese Demonstrationen auf die Dauer kaum mehr als normale Ausübung politischer Rechte der Staatsbürger angesprochen werden fön= nen. Die Folge dieser zunehmenden Ausartung öffentlicher Demonstrationen machen sich in verschiedener Richtung unliebsam bemerkbar. Insbesondere wird der Personen- und Fahrzeugverkehr durch die oft stundenlang dauernden Umzüge und Versammlungen in einer Weise lahmgelegt, daß dies zu schweren wirtschaftlichen Schädigungen führt. Belästigungen harmloser Passanten und unbeteiligter Zuschauer sind ebenso wie die Zusammenstöße mit Andersdenkenden an der Tagesordnung. Die Stellung von Polizeimannschaften bei solchen Demonstrationen verursacht erhebliche Kosten und nimmt überdies die Beamten über die normale Dienstzeit hinaus oft auch in der Freizeit in Anspruch. Wir fragen hiermit das Staatsministerium: Was gedenkt das Staatsministerium sowohl im Interesse der öffentlichen Ordnung und Sicherheit, als auch zwecks Vermeidung unnötiger öffentlicher Ausgaben zu tun, um eine wirksame Einschränkung der oft aus nichtigen Anlässen unternommenen Demonstrationen herbeizuführen und damit den Mißbrauch politischer Rechte zu unterbinden?" gez. Dannenberg, Generalsekretär.. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pig., die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Playvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 90 Gleiches Recht für beide Parteien. In einem Artikel von Ludwig Grauert, leitendem Geschäftsführer von Arbeitnordwest, wird darauf hingewiesen, daß von einem Kampf gegen die Staatsautorität, gegen die heutige Verfassung, das Schlichtungswesen usw., wie die Gewerkschaften und die ihr nahestehende Oeffentlichkeit das Vorgehen der Arbeitgeber hinzustellen bestrebt seien, nicht die Rede sein könne. Von einer Verlegung der Staatsautorität fönne nur gesprochen werden, wenn mit der Verbindlichkeitserklärung gleichzeitig ein Streit oder Aussperrungsverbot gesetzlich fest= gelegt wäre, d. h. der Staat mit öffentlich- rechtlichen Schutzbestimmungen seinen Verwaltungsakt zur Durchführung bringen wollte. Ein solches unter Strafe gestelltes Verbot stehe auch dem obersten Grundsatz der freien Gewerkschaften, der Kampffreiheit um Arbeitsbedingungen entgegen. Es müsse den Gewerkschaften die Tatsache ins Gedächtnis zurückgerufen werden, daß sie mehrfach gegen verbindlich erklärte Schiedssprüche Arbeitsfämpfe durchgeführt hätten. Dafür werden einige Beispiele angeführt: Der Deutsche Metallarbeiter- Verband setzte sich im Februar 1924 über den Zwangstarif, der eine Wochenarbeitszeit von 54 Stunden für die Seeschiffswerften festsetzte, glatt hinweg, indem er in der Bremer Volkszeitung folgende Anordnung veröffentlichte: „ Für die Werftarbeiter gilt auch für die nächste Woche die achtstündige Arbeitszeit." Auf Grund dieser Anordnung, der die Belegschaften Folge leisteten, kam der Arbeitskampf zum Ausbruch. Februar 1925 bekämpfte der Deutsche Metallarbeiter- Berband, Bezirk Erfurt, einen unbestritten rechtsgültig für verbindlich erklärten Lohnschiedsspruch in der Metallindustrie. Gegen den vom Reichsarbeitsminister für verbindlich erflärten Schiedsspruch vom 29. Dezember 1927 führte der Deutsche Metallarbeiter- Verband die Kampfmaßnahmen weiter durch, mit der Begründung, daß der Schiedsspruch nichtig sei, det Arbeitskampf dauerte bis zum 1. März 1928. Inzwischen ist durch Reichsarbeitsgerichtsurteil entschieden, daß entgegen der Ansicht der Gewerkschaften der Schiedsspruch gültig war. Auch die Verbände der Bergarbeiter haben im Mai 1924 gegen den vom Reichsarbeitsministerium am 3. Mai für verbindlich erklärten Arbeitszeitschiedsspruch vom 28. April die Anweisung ausgegeben, die Achtstundenschicht untertage nicht zu verfahren. Trotz des für verbindlich erklärten Schiedsspru= ches ist der Arbeitskampf im Ruhrrevier einen Monat durchgeführt worden, bis er durch ein zweites Verfahren des Reichsarbeitsministeriums Ende Mai beigelegt wurde. Wenn nun die Gewerkschaften offenbar die Möglichkeit haben, gegen die durch Zwangstarif zur Entstehung gefommenen Arbeitsbedingungen einen Kampf führen, so erfordert es der allgemein anerkannte Grundsatz des gleichen Rechts für beide Parteien, daß man dem Arbeitgeberverband nicht als Staatsverbrechen anrechnet, was Regierung, Parlament und öffentliche Meinung bei den Gewerkschaften auf die leichte Schulter genommen haben. Oder soll das Schlichtungswesen ein Ausnahmerecht gegen die Unternehmer sein? Die Gewerkschaften haben jetzt einen derartigen. Einfluß im Staate und eine derartige Beherrschung des Staatsapparats erreicht, daß sie anscheinend die Begriffe Staatsinteresse und Gewerkschaftsinteresse weitgehend identifizieren und daß ste ( vermutlich in dieser Einstellung) Angriffe auf die Gewerkschaften als Angriffe auf den Staat auffassen. Der Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes Leipart, also eine unbestrittene Autorität der Gewerkschaften, hat noch auf dem Hamburger Kongreß des Gewerkschaftsbundes ausdrücklich erklärt:„ Ein schwieriges Problem in der heutigen Lohnpolitik stellt das öffentliche Schlichtungswesen dar, insbe sondere die Verbindlichkeitserklärung von Schiedssprüchen. In den wiederholten Beratungen, die hierüber im Bundesausschuß stattgefunden haben, hat der Bundesvorstand die Meinung vertreten, daß verbindlich erklärte Schiedssprüche nicht als Tarifverträge gelten dürften, mit allen Konsequenzen, die sich aus einem freien Vertrag ergeben. Ein solcher Zwangsschiedsspruch darf nicht einem, auf freier Vereinbarung beruhenden Tarifvertrag gleichgestellt werden. Die Folge davon ist daß von dem Koalitions- und Streifrecht dann praktisch nicht mehr viel übrig bleibt." Der Bundesvorstand der freien Ge= werkschaften selber nimmt also ganz offiziell für sich das Recht in Anspruch, auch gegen verbindlich erklärte Schiedssprüche vorgehen zu können, wenn es im gewerkschaftlichen Interesse liegt. Naturschutzausstellung in Darmstadt. Darmstadt. Die aus Anlaß der Tagung der Naturwissenschaft im Landesmuseum dahier veranstaltete Naturschuhausstellung wurde durch Ministerialdirektor Urstadt eröffnet, der besonders Prof. Dr. Schönigen, der Forst- und Bauabteilung des Hess. Ministeriums, sowie der Geologischen Landesanstalt für ihre verdienstvolle Mitarbeit an der Ausstellung dankte. Prof. Silger, Leiter der Ausstellung, sprach über die Richtlinien und die Bedeutung der Ausstellung. Hervorragend beteiligt an der Ausstellung sind der Tierschutzverein und die staatliche Stelle für Naturdenkmalpflege in Berlin. Die Ausstellung ist auf allen Gebieten so lehrreich, daß man den Besuch durch Lehrer, Erzieher und Schüler warm empfehlen kann. Nr. 90. Mittwoch, Mittwoch, den 14. November 1928. Lokales. * Von der Landesuniversität. Es habilitierten sich an unserer Universität: in der Medizinischen Fakultät: Medizinalrat Dr. Heinrich Kliewe für das Fach Hygiene und Bakterio= logie; in der Philosophischen Fakultät, I. Abt.: Dr. Rudolf Gerber für das Fach der Musikwissenschaft. * ,, Hindenburg- Goldstücke" kein gesetzliches Zahlungsmittel. Eine süddeutsche Firma vertreibt Medaillen aus Gold mit dem Bildnis des Reichspräsidenten unter der Bezeichnung„ Hindenburg- Goldstücke". Es wird darauf hingewiesen, daß diese bei der preußischen Staatsmünze als Privatauftrag hergestellten Medaillen keine Reichsmünzen, also keine gesetzlichen Zahlungsmittel sind. * Der Verband evangelischer weiblicher Jugend in Hessen e. V. will am 19. November, nachmittags 2 Uhr, im Bahnhofs= heim in Frankfurt a. M. seine diesjährige Hauptversammlung halten. Auf der Tagesordnung steht ein Referat von Pfarrer Roth Neu- Isenburg:„ Wünsche und Vorschläge für die Verbandsarbeit". Der Verband zählt in 169 Gruppen 5500 jugendliche Mitglieder. Seit zwei Jahren besitzt er ein eigenes Erholungs- und Freizeitheim. * Finanzamtspersonalie. Regierungsassessor Friedrich Gutermuth beim Finanzamt Gießen wurde zum Regierungsrat ernannt. ,, Gießener Zeitung" Friedberg. Schöner Erfolg des Weltspartags. Bei dem am 30. Oktober veranstalteten Weltspartag wurden beim Mathildenstift hier in 223 Sparbücher 14560 Mark eingelegt und außerdem 34 neue Sparbücher ausgestellt. Auch am 31. Oftober wurden noch in 140 Sparbücher 24 317 Mork eingelegt und 13 Sparbücher neu ausgestellt. * Die hiesige Stadtmission konnte ihr 30jähriges Jubelfest begehen. Sie wurde seinerzeit auf Anregung von Pastor Michaelis in Bethel gegründet. Von 1904 bis 1927 wurde ste von dem unvergeßlichen Stadtmissionar Herrmann geleitet. Dieser ist auch der Gründer des Verlags der Pilgermission, die heute im christlichen Buchhandel an führender Stelle steht. Müde. Die Aussperrung im Ruhrgebiet zieht immer weitere Wirtschaftskreise in Mitleidenschaft. Nachdem vor einigen Tagen die Gewerkschaft„ Luise" ihrer Belegschaft gekündigt hat, wurde dieser Tage auch den Belegschaften der Erzgruben von Ilsdorf, Flensungen und Mücke die Kündigung für den 19. November zugestellt. * Der Sängerchor der Lollarer Sängervereinigung unter der Leitung seines Chormeisters Rhode( Marburg) brachte den Patienten der Chirurgischen Klinik, unter denen sich zur Zeit Drei Mitglieder des Vereins befinden, ein Frühkonzert dar. Der Verein sang drei Chöre und einige passende Volkslieder in schönster Weise. Die Darbietungen wurden von den Patienten mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Die Oberschwester der Klinik brachte den herzlichsten Dank der Kranken in warmen, anerkennenden Worten für den Verein zum Ausbrud. Freienseen. In der Nähe unseres Dorfes mußte ein Flugzeug notanden. Die Reparatur des Motors dauerte nur kurze Zeit und das Flugzeug konnte den Weiterflug antreten Allerdings mußte das Flugzeug nach kurzer Zeit erneut niedergehen, setzte den Begleitmann aus und flog dann mit verringerter Last davon. * ,, Gießen im Licht". Der Verkehrsverein gibt bekannt, daß bedeutende Firmen unserer Stadt bereits Vorkehrungen für ihre Beteiligung an der Licht- und Schaufensterreklame ,, Gieen im Licht", die vom 8. bis 16. Dezember stattfindet, getroffen haben. An alle übrigen Geschäftsinhaber geht die Aufforderung, sich ebenfalls an dieser Veranstaltung rege zu teiligen. Aus Nah und Fern. be= Lauterbach. Mehrere Fälle von Paratyphus sind in den Nachbarorten Angersbach und Bernshausen aufgetreten. In Angersbach ist ein Fall tödlich verlaufen. Ein 21jähriger junger Mann in Bernshausen liegt an der gefährlichen Krantheit schwer darnieder. Friedberg. Von allen Seiten der Wetterau treffen die Rübensendungen ein, so daß die Lagerplätze mit ganzen Bergen Rüben überfüllt sind. Die Rübenernte tann als gut bezeichnet werden. Rodheim v. d. H. Der noch vor wenigen Jahren hier herrschende Wohnungsmangel ist vollständig behoben. Ja, das Wohnungsangebot ist größer als die Nachfrage. Neue Bücher. Ihm gebührt der gleiche Ruhm, nämlich dem Konstrufteur des„, Grafen Zeppelin", Dr. Dürr, dem das Titelblatt der neuesten„ 3. 3. 20" gewidmet ist. Es ist anerkennenswert, daß die„ J. 3.“ diesem bescheidenen Erfinder und Mitarbeiter des Grafen Zeppelin öffentlich Dank und Anerkennung zollt. Verlag G. Hackebeil A.-G. Berlin SW 48, Wilhelmstr. 118. Frankfurt. Die Abgeordnetenversammlung des Landesverbandes der hessischen Freiwilligen Feuerwehren findet nächjten Sonntag in Frankfurt im Volksbildungsheim statt. Auf der umfangreichen Tagesordnung steht eine Anzahl Ausschußberichte über Verwaltungsangelegenheiten und Sic Arbeiten der technischen Kommission. Die Tagung wird bedeutsame Beschlüsse über den weiteren Ausbau des hessischen Feuerwehrwesens zu fassen haben. Ober- Biel. Am Morgen des Tages seiner goldenen Hochzeit verstarb plötzlich der Schmiedemeister Johannes Keiner, Veteran von 1866, 1870-71, im Alter von 86 Jahren. v Die Weglarer Verkehrswoche. Mode, Theater, Gesellschaft sind die drei Dinge, um die ſich gegenwärtig das allgemeine Interesse dreht. Diese drei Dinge finden Sie ausführlich behandelt in der soeben erschienenen Nummer der ,, Eleganten Welt“. Weglar. Die von dem Handelsverein und Verkehrsverein vorbereitete Verkehrswoche hat am Sonntag mit einem Begünstigt durch großen Festzug ihren Anfang genommen. gutes Wetter, hatten sich Tausende von Zuschauern aus der Umgebung eingefunden. Und man kann sagen, daß das, was die hiesigen Geschäfte, was Handel, Handwerk und Industrie auf mehr als sechzig Wagen zeigten, alle Erwartungen übertraf. Herolde und Trommler in Alt- Weklarer Tracht machten den Anfang, ihnen folgten besonders gut gestellte Festwagen der hiesigen Buchdrucker. Die weitere Folge bildeten Wagen der Handwerker aller Art in teils origineller Aufmachung; weiter sah man die hiesige Geschäftswelt in ihren einzelnen Branchen. Alles in allem bot der Festzug ein überzeugendes Bild von der Leistungsfähigkeit der Geschäftswelt und Handwerkerschaft Weylars. Das Ende des dreißigjährigen Krieges größten Auswanderung während der sogenannten Bölkerwandeals Vernichtung und beginnender Aufstieg. Von Dr. Karl Klein, Buchschlag. Am 24. Oktober 1648, also vor 280 Jahren, nahm der 30jährige Krieg, der über Deutschland hereingebrochen war, durch den Friedensschluß zu Münster und Osnabrück sein Ende. Als ein Krieg innerhalb des deutschen Kaiserreiches hatte er be= gonnen. Allerdings hatten die Habsburger slavische und romanische Völker gegen das eigentliche Deutschland ins Feld geführt. Allmählich aber griffen sämtliche europäischen Mächte in den Krieg ein und Deutschland wurde der Tummelplay fremdländischer Heere. Wie Treitschke sagt:„ Der Auswurf aller Völker haust auf deutscher Erde. In einer Zerstörung ohne Gleichen geht das alte Deutschland zu Grunde". Infolge der inneren Zwietracht ,, wird es dem Ausland unter die Füße geworfen". ,, Rhein und Ems, Elbe und Weser, Oder und Weichsel, alle Zugänge zum Meer sind fremder Nationen Gefangene; dazu am Oberrhein die Vorposten der franz. Uebermacht. Zwei Drittel der Nation hat der grauenvolle Krieg dahingerafft." ( Treitschke.) Was blieb übrig?„ Das verwilderte Geschlecht, das noch Ein Kuchen Dir viel Freude macht, Wenn Du ihn selbst zustand gebracht Vor allem ist er nährstoffreichVersuch es nur und back' ihn gleich: Dr. Oetker's Backpulver Backin ( Name gesetzlich geschal Ausreichend für 1 Pfund Mahal Für den ist das Wette der, wenn dal tags und So Wetterlage in zogen wird, w misten um di die Punkte. allgemeinen v nicht abgejezt art schlecht ge Spiele unmög einzelnen Fäl Spiele selbst runde der Be vember von f schon beendet Backin- oder Gesundheitskuchen Zutaten: 100 g Butter, 100 g Zucker, 4 Eier, 250 g Weizenmehl, 1 Päckch. Dr. Oetker's Backin- Backpulver, 4 Eẞlöffel voll Milch, das Gelbe einer Zitrone oder ½ Fläschchen Dr. Oetker's Backöl Zitrone. Zubereitung: Butter, Zucker, Eigelb rührt man schaumig und fügt nach und nach das mit dem Backin gemischte und gesiebte Mehl und die Milch hinzu. Zuletzt rührt man das zu Schnee geschlagene Eiweiß und das Gewürz unter die Masse, füllt diese in eine mit Butter ausgestrichene Form und backt den Kuchen rund 4 Stunde. Dieses Gebäck ist sehr leicht verdaulich für Kinder und Kranke. Alle für den Körper notwendigen Nährstoffe sind in ihm enthalten. Läßt man solch ein Stück Kuchen in warmer Milch zergehen, so ergibt dies eine vorzügliche Speise für kleine Kinder. Der Kuchen kann auch sofort, nachdem er aus dem Ofen genommen ist, gestürzt und als ,, Warmer Pudding" mit einer Weinschaum- Soße aufgetragen werden. Meinem neuen farbig illustr. Rezeptbuch, Ausgabe F entnommen, aus dem Sie auch Näheres über den vorzügl. Back-, Koch- u. Bratapparat ,, Küchenwunder" erfahren. Das Buch ist für 15 Pfg. in allen einschläg. Geschäften erhältlich, wenn nicht vorrätig, gegen Einsendung von Marken von Dr. August Oetker, Bielefeld. Grabenfrieg. Im Unterstand sind Post und Liebesgaben eingetrossen. Während der Leutnant erst mal die Briefe von daheim liest, packt der Bursche aus. rung immer wieder ein neues kraftvolles und zahlreiches Geschlecht hervor. Immer wieder erscheinen die Germanen, die ältestes Kulturvolk sind, und ihre Nachkommen, die Deutschen, als das jüngste Volk der Geschichte. So erscheinen sie als das jüngste Volk Europas und gründeten sich vor mehr als 1400 Jahren ,, das stolze Königtum der Germanen". Achthundertfünfzig Jahre später, mit dem Ende des 30jährigen Krieges liegt dieses Volk völlig darnieder. Der Bau des Staates, der nicht mehr vorhanden ist, muß von neuem begonnen werden. Kaum dem Namen nach ist es mehr ein Volt. Es muß sich seinen Einiritt in die Reihe der Völker Europas von Grund aus erkämpfen. Aber eine neue Jugend erwächst ihm. Den harten Kampf um die Grundlagen staatlicher Macht und freier Gesittung, um Sein oder Nichtsein muß es noch einmal bestehen. Von da ab kämpft Deutschland im Ganzen oder in dem Teile, von dem seine Wieraufrichtung ausgeht, nicht wie andere Völker um Sieg oder Niederlage, sondern letzten Endes immer um Selbsterhaltung oder Untergang. ,, Du, Heinrich, meine Mutter schreibt, in der Kiste wären fünfzig Zigarren. ,, Die grauenhafte Verwüstung des 30jährigen Krieges schien den Untergang des deutschen Namens anzukündigen und sie ward der Anfang eines neuen Lebens. In jenen Tagen des Elends, um die Zeit des Westphälischen Friedens beginnt unsere neue Geschichte"( Treitschke). Die Macht, an der das versinkende hat, war der erstehende in Schmutz und Armut ein gedrücktes Leben führt, zeigt. nichts preußierwach der die staatenbildende Kraft mehr von der alten Großheit des deutschen Charakters, nichts mehr von dem freimütig heiteren Heldentum der Väter. Der Reichtum einer uralten Gesittung ist verschwunden und vergessen bis herab zu den Handwerksgeheimnissen der Zünfte. Das Volk, das einst Chriemhilds Rache sang, schmückt jetzt seine verarmte Sprache mit fremden Flittern, und wer noch tief zu denken vermag, schreibt französisch oder lateinisch. Das gesamte Leben der Nation liegt haltlos jedem Einfluß der überlegenen Kultur des Auslandes geöffnet. Auch die Erinnerung an die Hoheit wundervoller Jahrhunderte geht der Masse des Volkes über dem Jammer der Not und über den kleinen Sorgen des armseligen Tages verloren. Erst anderthalb Jahrhunderte darauf hat die Nation durch mühsame gelehrte Forschung die Schätze ihrer alten Dichtung wieder ausgegraben, erstaunend wie reich sie einst gewesen. Kein anderes Volk war jemals so ge= waltsam sich selber und seinem Altertum entfremdet."( Treitschke) Den aus dem Norden Europas, dem Norden Deutschlands stammenden, durch die ungeheure Auslese der Eiszeiten mit starter Körperkraft und hohem Wuchs ausgestatteten und in Haut, Haaren und Augen gebleichten Germanen ist immer wieder erwachsende neue Jugend, neu emporwachsende Bevölke= rungskraft eigen. Jahrtausende schon vor unserer Zeitrechnung haben sie immer wieder Völkerschwärme hinausgesandt, die in alle Länder neues Volksleben hineinbrachten, aber in der Vermischung untergingen. Und doch erwuchs aus der alten Heimat trotz aller zeitweisen Lichtung, trotz der Aufreibung im Kampf mit den Römern und teilweise in ihrer Gefolgschaft, trotz der der Nation und zwar im Norden. Und ,, der preußische Staat ist das Werk seiner Fürsten"( Treitschke). ,, Et sind nur vierzig, Herr Leutnant!" „ So?" „ Jawoll! Der Hornist Lemte hat mitjezählt." ,, Dann muß es wohl richtig sein." ,, Soll'n wa noch mal zählen, Herr Leutnant?" ,, Untersteht euch!" Kaffel und G ruffia Fulda a mannia übrig wer von den besseren Meiste Was in d schiedene Vere ber schon wie ihnen nicht re tag ficher hoch ohne Widersta Beispiele: Ge Hermannia K Seffen 09 Kaj Göttingen, de haben damit 4. November schaft der No Wir werden raschungen ode Die fünf gung der Vor Zahl der Teil pen der 1. R Einbeder Spo Hellas nur ei Spielogg. Göt Damit hebt er ihn über alle anderen reindeutschen Territorien hinaus und macht ihn zum größten deutschen Territorialstaat. Der brandenburgisch- preußische Staat erwirbt mit Pommern ein Mittelglied gegen den Außenposten, das Herzogtum Preußen zu, wächst aber andererseits nach Deutschland hinein, nach dessen Mitte zu, rückt seinen Vorposten am Rhein näher. Nach dem Kriege wächst die Macht des Großen Kurfürsten durch inneren Ausbau seiner Lande, durch Zusammenfassung ihrer Kräfte, durch wirtschaftliche Hebung der Bevölkerung und Verbesserung der Finanzen. Währenddessen muß er aber immer den Bestand seines Staates nach außen sichern und mit den Schweden schlägt er die Polen und kämpft dann siegreich gegen die Schweden. Preußen macht er von der Lehensherrschaft Po lens frei. Gegen Frankreich unter Ludwig XIV. zieht er mehr: fach zu Felde und ist sein erbitterster und am meisten beachteter und gehaßter Feind.„ Er war der größte Mann seiner Tage, der die schlummernden Kräfte seines Staates mit der Macht des Wollens beseelte."( Treitschke.) Als gewaltiger Fürst legte er den Grundstein zur preußisch- deutschen Groß macht. Sein Sohn erhebt Preußen zum Königreich. Entel Friedrich Wilhelm I. baut nach innen aus und ver schmilzt alle Teile des Staates zu einem untrennbaren Ganzen. Er schafft das neuzeitliche Heer, das schon auf dem Grundgedanken der allgemeinen Wehrpflicht aufgebaut ist. Sein Urenkel, Friedrich der Große, erhebt den deutschen Staat Preu: ßen zur Großmacht Europas, gegen das er sich im Kampf be hauptet. Unter dessen Großneffen Sohn, dem König und Kaiser Wilhelm I., vollzieht sich dann das Einigungswerk des neuen jungen Deutschlands. Sein da diese gege folgt dann F ( 2: 0) schlug. 2 Weiß Götting mußte der S abgeben, inde fonnte, er ha Großalmerode jel: Sportfre an; sie bilden der Tabelle. Elfmeter mit auf Schlüchter Bunttezahl der fein Bild mach die Gruppen A fer Zeitung ja fen beiden Gr -geben werden, will der spielfr Gießen ein G Führer der Gr und zwar in G tanen Stand d den Kampf um werden, dürfte vember recht Anhaltspunkte Die Zeit des tiefsten Niedergangs ist gleichzeitig der Anfang eines ungeheueren, eines kraftvollen Aufschwungs. Von den begreiflich verzagten Deutschen vor 280 Jahren mag keiner geahnt haben, daß er in dem Beginn einer großen Entwicklung, eines außerordentlichen Aufschwungs des deutschen Volkes nach aller vorausgegangenen Vernichtung schon drinnen stand. Wie schwer ist es, die Zeichen seiner Zeit zu erkennen. Das ver schüchterte Geschlecht wagte noch gar nicht, in der Gestalt des Großen Kurfürsten ihm neu erwachsende Jugendkraft zu er kennen. Erst in Friedrich des Großen Taten wurde man den deutschen Kriegshelden wieder gewahr, den das an seinem Beispiel sich aufrichtende Volk als seinen deutschen Volkshelden besang. Vom Ende des 30jährigen Krieges ab haben Hohen zollernfürsten Deutschland hochgeführt. Es war nicht das Werk eines einzelnen, sondern jeder führte das begonnene Werk bis zur Vollendung weiter. Mit dem Fortschreiten dieser Fürsten zogen sie das preußische und deutsche Volk hoch, bereiteten es zu neuen Aufgaben vor und machten es dazu fähig. Es war eine organische Entwicklung, die auf die Vernichtung folgte, die Schritt für Schritt aber auch Schlag auf Schlag vorwärts ging und immer wieder auch die unausbleiblichen Rückschläge überwand. Wir müssen in der Geschichte zurückschauen, um zu erkennen, daß es sich um große Entwicklungsgänge zur Hochführung Deutschlands und des deutschen Volkes handelt. Der Retter Deutschlands vor dem Untergang, der als erster fast ununterbrochen aufeinander folgender Hohenzollernfürſten den Aufbau des neuen Deutschlands begann, war der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg. Mitten im 30jährigen Krieg wuchs er empor. Zwei Jahre nach dem Ausbruch des Krieges im Jahre 1620 ist der Große Kurfürst ge= boren. Mit noch nicht ganz 20 Jahren, 1640, kommt er zur Regierung. Seine ihm untreu gewordenen Truppen muß er auflösen. Aber in den 8 Jahren bis zum Ende des 30jährigen Krieges schafft er eine achtunggebietende und für die damalige Zeit bedeutende Kriegsmacht von 16 000 Mann, die er in den folgenden Jahrzehnten seines Regierungslaufes bis auf 40 000 Mann erhöht. Mit seinem Heere wird er bei den Friedensverhandlungen zum Abschluß des 30jährigen Krieges ein bedeutungsvoller Faktor. Der Mann von 25 Jahren erweckt bei Beginn der Friedensverhandlungen mit seinem energischen Auftreten und seinen Forderungen schon solche Angst und Besorgnis, daß man sich zuflüstert ,,, man müsse dem jungen brandenburgischen Adler bei Zeiten die Flügel beschneiden, daß er nicht zu hoch fliege". Aber der kraftvolle Mann von boden= loser Energie, der keinen Konflikt scheut, den kann man nicht übersehen und zur Seite schieben. Alles erlangt er nicht, aber mit dem größten Teil von Pommern, mit dem Erzbistum Magdeburg und den Bistümern Halberstadt und Minden erreicht er eine Vergrößerung seines Staates um ein Drittel. Am 25. Nor freis tatt. Dal mehr Raum zu Ueberblick über Gießen- Wezlar Meister Der Sonnta Kassel und die gegen Tura ein gruppe. Darnach vier Punkten V penmeisterschaft gegen S. C. 03 Besten durch Ver jederzeit die be tommende Tura miffen. Außerden Boden zu leiden über Spiel und In der Süd führt mit einem heutigen 9: 0( 4: len Platz ertäm ficherlich die En Die Ergebni ren diesmal nor fage. Nur wenige allerdings ziemli M- Glabbad, Pre Nr. 90. dem Konstrut das Titelblatt ist anerkennens inder und Mit Anerkennung Wilhelmstr. 118. nge, um die sich iese drei Dinge en erschienenen Dr.Oetker's ackpulver Backin udich guddh d for und Ma skuchen zenmehl, 1 Päckch, Has Gelbe einer umig und fügt nach Mehl und die Milch Eiweiß und das Ge ausgestrichene Form ebäck ist sehr leicht Körper notwendigen ein Stück Kuchen zügliche Speise für machdem er aus dem ng" mit einer Weinentnommen, aus dem atapparat ,, Kücheneinschläg. 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Für den Sportsmann, also auch für den Fußballspieler, ist das Wetter ein Faktor besonderer Bedeutung. Kein Wunder, wenn daher die ganze Woche über und namentlich Samstags und Sonntagsvormittags von den Fußballspielern die Wetterlage immer wieder einer kritischen Betrachtung unterzogen wird, wobei die Ansichten der Optimisten und der Pessimisten um die Oberhand kämpfen, wie zwei Mannschaften um die Punkte. Bisher waren in unserem Bezirk die Spiele im allgemeinen vom Wetter begünstigt; Ligaspiele brauchten noch nicht abgesetzt zu werden, weil etwa die Platzverhältnisse derart schlecht gewesen wären, daß dadurch die Durchführung der Spiele unmöglich geworden sein würde, und abgesehen von einzelnen Fällen hat sich der Wettergott auch während der Spiele selbst stets gnädig gezeigt. Infolgedessen ist die Vorrunde der Bezirksklasse 1 soweit gediehen, daß sie am 11. November von sieben Vereinen bereits beendet wird bezw. jetzt schon beendet ist. Am 18. November stoßen dann Kurhessen Kassel und Sport Kassel, sowie Germania Marburg und Borussia Fulda aufeinander; es bleibt nur noch Kurhessen- Hermannia übrig. Diese drei Spiele werden darüber entscheiden, wer von den Favoriten mit den meisten Pluspunkten, also den besseren Meisterschaftschancen in die Nachrunde eintreten wird. - Was in der letzten Nummer an dieser Stelle über verschiedene Vereine gesagt worden ist, hat sich am 4. Novem ber schon wieder als richtig erwiesen, nämlich, daß man aus ihnen nicht recht klug würde, indem sie an dem einen Sonntag sicher hoch siegten und am nächsten Sonntag sich zwar nicht ohne Widerstand, aber doch wider Erwarten schlagen ließen. Beispiele: Germania Marburg Kurhessen Kassel 1: 7 und Hermannia Kassel V. f. B. Kurhessen Marburg 2: 3! Auch Hessen 09 Kassel reiht sich hier an; sie verloren gegen S. C. 05 Göttingen, der bisher das Tabellenende zierte, mit 2: 0 und haben damit die Vermutung, daß sie nach den Spielen des 4. November vielleicht als dritter Bewerber um die Meisterschaft der Nordgruppe zu betrachten seien, Lügen gestraft. Wir werden jedenfalls in der Nachrunde noch mehr Ueberraschungen oder Sensationen erleben. Die fünf Gruppen der Bezirksklasse 2 sind in der Erledigung der Vorrunde noch nicht so weit vorgeschritten, weil die Zahl der Teilnehmer überall größer ist, als in den zwei Gruppen der 1. Klasse. In der Gruppe Südhannover konnten die Einbecker Sportfreunde am 4. November in Münden gegen Hellas nur ein 3: 3( 0: 2) erzielen, so daß sie nun mit der Spielogg. Göttingen punktegleich( 9: 1) an der Spitze stehen, da diese gegen Crone 4: 3( 3: 2) gewann. Mit 8: 4 Punkten folgt dann F. V. 05 Einbeck, der den Sporto. Kreiensen 3: 0 ( 2: 0) schlug. Den Schluß der Tabelle bildet immer noch BlauWeiß Göttingen mit 1: 9 Punkten. In der Gruppe Kassel mußte der Spitzenreiter B. V. 06 Kassel wieder einen Punkt abgeben, indem er in Großalmerode nur 3: 3( 1: 2) spielen fonnte, er hat nun 8: 2 Punkte; Warburg solgt mit 5: 1 und Großalmerode mit 5: 5 Punkten. Zu dem Lokaltreffen in Kas= sel: Sportfreunde gegen Hessen- Preußen traten letztere nicht an; sie bilden mit 0: 8 Punkten daher weiterhin den Schwanz der Tabelle. In der Gruppe Fulda siegte Alsfeld durch zwei Elfmeter mit 2: 0( 1: 0) über Hessen Hersfeld. Dort besteht bis auf Schlüchtern und Horas kein großer Unterschied in der Punktezahl der Konkurrenten, so daß man heute sich noch gar fein Bild machen kann, wer die Meisterschaft erringt. Ueber die Gruppen Marburg und Gießen- Weglar sind die Leser die-ser Zeitung ja schon orientiert, da die Spielresultate aus diesen beiden Gruppen bereits am Montag immer bekannt ge= -geben werden, zum Teil mit Berichten. Am 18. November will der spielfreie Führer der Gruppe Gießen- Wetzlar V. f. B. Gießen ein Gesellschaftspiel gegen den ebenfalls spielfreien Führer der Gruppe Marburg, F. V. Ockershausen, austragen und zwar in Gießen; da die beiden Vereine nach dem momentanen Stand der Dinge voraussichtlich am Schluß der Serie den Kampf um die Lahnkreismeisterschaft unter sich ausmachen werden, dürfte der Probe Waffengang am 18. November recht interessanten Sport bringen und vielleicht auch Anhaltspunkte für den Vergleich der Spielstärke liefern. Am 25. November( Totenfest) finden keine Spiele im Lahnfreis statt. Daher steht für die Nummer vom 26. November mehr Raum zur Verfügung als sonst; dieser soll mit einem Ueberblick über die Verhältnisse in den Gautlassen des Gaues Gießen- Wetzlar ausgefüllt werden. * Meisterschaftsspiele in Hessen- Hannover. Der Sonntag brachte durch den 10: 1- Sieg des S. C. 03 Kassel und die überraschende Niederlage Spielverein Kassel- R. gegen Tura eine vorläufige Klärung der Lage in der Nordgruppe. Darnach führt der S. C. 03 bei gleicher Spielzahl mit vier Punkten Vorsprung vor Spielverein und dürfte die Gruppenmeisterschaft damit sicher haben. Bei dem Spiel Hessen 09 gegen S. C. 03 hatten die Plazbesitzer das Pech zwei ihrer Besten durch Verletzung zu verlieren. Immerhin hatte der Club jederzeit die bessere Elf. Der S. V. Kassel-- R. hatte die aufkommende Tura unterschätzt und ließ den nötigen Eifer' vermissen. Außerdem hatte die Elf unter dem nassen und schweren Boden zu leiden. Göttingen 05 verbesserte durch einen 4: 0- Sieg über Spiel und Sport Northeim seine Position. In der Südgruppe ist die Lage noch unklar. Borussia Fulda führt mit einem Punkt vor Kurhessen Kassel, die durch ihren heutigen 9: 0( 4: 0)-Sieg über Kurhessen Marburg sich den zweiten Plaz erkämpften. Zwischen diesen beiden Vereinen dürfte sicherlich die Entscheidung liegen. Westdeutscher Fußball. Die Ergebnisse der westdeutschen Meisterschaftsspiele waren diesmal normaler als an dem voraufgegangenen Kampftage. Nur wenige Ueberraschungen stellten sich ein. Diese waren allerdings ziemlich schwerwiegend. So wurden u. a. Borussia M.- Gladbach, Preußen Krefeld und Hüsten 09, also alles Ta,, Gießener Zeitung" Sport und Spiel. bellenführer, zum erstenmale geschlagen. Die Zahl der noch nicht geschlagenen Mannschaften ist auch in Westdeutschland sehr klein geworden. Tabellenführer sind zur Zeit: Niederrhein: Gruppe 1: Sp. Vg. Oberhausen 7: 3 Punkte vor Union Krefeld 7: 5; Gruppe 2: Preußen Krefeld 9: 3 vor Homberger Sp. V. 9: 1; Hessen- Hannover: Gruppe Süd: Borussia Fulda 7: 1 vor Kurhessen Kassel 4: 2; Gruppe Nord: S. C. 03 Kassel 10: 0 vor Sp. V. Kassel 6: 4; Westfalen: Gruppe West: Sp. Vg. Herten 11: 3 vor V. f. L. Osnabrück 10: 4; Gruppe Ost: Teutonia Lippstadt 10: 4, Bielefeld 06-07 11: 3; Ruhrbezirk: Gruppe A: M. b. V. Linden 11: 1 vor Schwarz- Weiß Essen 7: 3; Gruppe B: Schalke 04 8: 0 vor Castrop 02 8: 2; Südwestfalen: Hüsten 09 10: 2 vor Hagen 72 9: 3; Bergisch- Märkischer Bezirk: Gruppe A: Eller 04 8: 2 vor S. u. G. Barmen 7: 3 und Düsseldorf 99 6: 2; Gruppe B: S. u. S. Elberfeld 8: 4 vor Turu Düsseldorf 7: 3; Rheinbezirk: Gruppe 1: Dürener S. C. 03 12: 0 vor Köln- Sülz und Rheydter Sp. V. je 10: 4; Gruppe 2: Borussia M.- Gladbach 10: 2 vor V. f.. R. Köln 9: 1. Man sieht also zur Zeit wenige der vorjährigen führenden Mannschaften in Front. Hessen- Hannover: - Verbandsspiele: S. V. Kassel Tura Kassel 1: 3 Kassel 03 Hessen Kassel 10: 1 Göttingen 05 Northeim 4: 0 Kurhessen Marburg Kurhessen Kassel 0: 9 Südwestfalenbezirk: Hagen 1872 Hüsten 09 6: 2 V. f. B. Weidenau Lichtenplatz Jahn Werdohl Westfalenbezirk: - Germania Mudersbach 7: 2 Sagen 1911 2: 0 Hagen 05 2: 1 Bielefeld 06-07 0: 4 - Münster 08 1: 2 Osnabrüd 08 1: 1 Osnabrück 06 Borussia Rheine Sparta Nordhorn Niederrheinbezirt: Duisburg 99- Sp. Vg. Oberhausen 2: 1 Union Krefeld Meiderich 06 1: 1 Meidericher Sp. V. G. C. Sterkrade S. V. Rheinhausen Berg.- Märkischer Bezirk: Düsseldorf 99 Sp. Vg. Barmen Solingen 95 Düsseldorf 04 Rheinbezirk: Duisburg 08 2: 0 Preußen Krefeld 2: 0 Samborn 07 5: 1 Gerresheim 08 3: 2 Viktoria Düsseldorf 9: 1 Fortuna Düsseldorf 0: 6 S. C. Sonneborn 5: 1 F. V. Godesberg 3: 0 Eintracht M.- Gladbach 1: 1 Odenkirchen 07 7: 1 Köln- Sülz 07 V. f. B. Aachen Düren 03 Kölner B. C. Blau- Weiß Köln Bergisch- Gladbach C. f. R. Köln 1 - G. C. Alsdorf 6: 2 Rheydter Sp. V. 2: 3 F. V. Bonn 2: 0 Mülheim 06 2: 4 Dohr- Dürener Sp. V. 2: 1 Viktoria Rheydt Alemannia Aachen Rhenania Köln Tura Bonn Ruhrbezirk: Jugend Düren 2: 3 Borussia M.- Gladbach 3: 1 V. f. R. Köln 1: 2 S. C. Aachen 4: 1 Union Gelsenkirchen - Preußen Essen 3: 1 Essen 99- Preußen Bochum 0: 0 Erle 08 M. B. V. Linden 3: 3 Gelsenkirchen 07 Horst- Emscher 4: 4 B. V. Altenessen Schalke 04 3: 6 Dortmund 95 Castrop 0: 4 SV. 1920 Herborn Liga * VfR. Butzbach Liga 4: 2 ( 3: 0). Lebhaft begrüßt, betraten die beiden Ligamannschaften den Play, und es war ihnen anzumerken, daß dieses Spiel für sie eine Bedeutung hatte. Es entwickelt sich sofort sehr lebhaft, leicht überlegen spielen. Nach einviertelindem die Platherren het herborn in Führung. Durch dieſen stündiger Spielzeit geht Erfolg angespornt, drängt der Plazverein mächtig und erhöht bis zur Pause auf 3: 0. Kurz vor Halbzeit muß noch der Mittelläufer Herborns den Plaz verlassen. Den Posten nimmt jetzt der Halblinke ein. Dann ertönt der Halbzeitpfiff. Nach Halbzeit übernimmt der Platzverein nochmals das Kommando und tann auf 4: 0 erhöhen. Herborn läßt jetzt mächtig nach, das Fehlen des Mittelläufers macht sich sehr bemerkbar, und Buzzbach übernimmt für kurze Zeit das Kommando, das ihnen auch zwei Tore einbrachte. Dann ertönt der Schlußpfiff des guten Schiri Willer- Wezlar. Herborn siegte verdient. Der Kampf war sehr fair, nur müssen beide Mannschaften in Zukunft gegen die Entscheidungen des Schiris die gemachten Zurufe unter allen Umständen unterlassen, denn gegen die Entscheidungen des Schiris ist doch nichts einzuwenden. = Oranien Frohnhausen Liga- Niedergirmes Liga 4: 0 ( 0: 0). Die Oranier hatten in ihrer Liga einige Umstellungen vorgenommen, welche sich gut bewährten. Gleich zu Beginn setzt Frohnhausen mit scharfem Temo ein, muß sich aber bis zur Pause mit einem Unentschieden 0; 0 begnügen, da es einen Elfmeter verschoß. In der achten Minute der zweiten Halbzeit wird ein Eckball von dem Niedergirmeser Tormann ins eigene Tor eingelenkt. 1: 0 für Frohnhausen. In der 23. Minute wird aus einem Gedränge das zweite Tor eingedrüdt. Niedergirmes fängt dann an zu drängen, kann aber das Schlußdreieck der Oranier nicht schlagen. Ein Durchbruch der Oranierstürmer, und Nummer 3 sigt im Niedergirmeser Tor. In der 44. Min. bringt der linke Läufer Frohnhausens einen Fernschuß an. 4: 0 für Frohnhausen. Kurz darauf Schluß. Der Tormann von Niedergirmes war der beste Mann auf dem Plaze; er verhinderte eine größere Niederlage seiner Mannschaft. Schiri Grünewald Gießen bewies, daß er zu den besten Schiedsrichtern unseres Gaues gehört. Nr. 90. 1900 Gießen Liga- Dillenburg Liga. Dillenburgs Liga- Elf konnte noch in letzter Minute die Verlegung des Spieles 1900 Gießen Dillenburg vom Gauausschuß genehmigt werden. Berechtigte Gründe für die Ver= legung dieses Spieles waren wirklich gegeben, und es ist zu begrüßen, daß in solchen Fällen die Behörde Nachsicht übt. Es ist geradezu typisch, daß solche Spielverlegungen Dillenburg immer kurz vor dem Spiel mit 1900 vornehmen lassen muß, um dann die Punkte in Gießen zu lassen. W. SpV. Liga W. SpV. 2. W. SpV. 3. - - * Aus Wezlar. VfB. Gießen Liga 1: 2( 0: 1) BfB. Gießen 2. 7: 1( 4: 0) Ehringshauen 2. 4: 0( 2: 0) 1900 Gießen 1. Jgd. WSpV. 1. Jgd. 1: 0( 0: 0). Das Ligaspiel war trotz des Festzuges, welcher zur gleichen Zeit stattfand, gut besucht( 600-700 Zuschauer). Wetzlar tritt mit Ersatz für Baum, Euder und Wünch an, Gießen mit Ersatz für Böttiger. VfB. beschäftigt gleich die Wetzlarer Verteidigung, welche ihre Kraftprobe besteht, aber nach zehn Minuten nicht verhindern kann, daß Henrichs für VfB. das Führungstor erzielt. Im Wetzlarer Sturm macht sich der Ersatz sehr stark bemerkbar, so daß keine Bälle angenommen werden, wodurch Gießen weiter im Angriff ist. Wetzlar kommt durch, die Flanke von rechts fängt der Torwart(?). Dann hält Petri für Wetzlar eine scharfe Sache. Der Schiri verwarnt jetzt oft wiederholt mehrere Wehlarer Spieler. Hertstein versiebt eine sichere Ausgleichsmöglichkeit, Gießen ist weiter leicht überlegen, zeigt auch besseres Abspiel und Stehvermögen. Mehrere Eden für W. Bei einer solchen rollt der Ball mehrmals an der Torlinie entlang. Doch das Glück war für VfB. Angriff für Gießen wird von den Gebrüder Benner gemeinsam abgeschlagen. Halbzeit( 1: 0 f. G.) Nach der Pause ist der Kampf ausgeglichener. Ein Angriff des linken Flügels für W. wehrt Kreß. Hertstein hakt wiederholt unnötig und wird verwarnt. Schindler nimmt wiederholt schlecht an, Gießen ist wieder etwas mehr im Angriff, der Rechtsaußen kommt durch, Petri wehrt ab, der Ball wird mehrmals vor dem Weglarer Tor geflankt und landete zum zweitenmal im Netz. Wetzlar geht aufs Ganze, stellt die Mannschaft vollkommen um, Benner geht in den ersatzgeschwächten Sturm zur Verstärkung und schon kommt Wezlar mehr und mehr auf und wird die letzte Viertelstunde stark überlegen. Angriff auf Angriff rollt auf das VfB.- Tor, eine Flanke von rechts schießt Benner ein, welches starken Beifall von den Zuschauern bringt, überhaupt wird jetzt Wetzlar und das Publikum sehr lebhaft. Tempo! Tempo! Wetzlar kommt immer wieder vor das Gießener Tor, jedoch Gießen hat seine Hintermannschaft verstärkt, wodurch ein Erfolg der Wetzlarer verhütet wird. Emmerich bekommt eine Steilvorlage, überspielt den letzten Verteidiger, Tormann raus, prallt mit dem Anstürmenden zusammen, welcher knapp vorbeischießt. Und wieder ein Angriff von rechts, Flick legt schön vor, die Flanke wehrt der Verteidiger schlecht, der Tormann ist herausgelaufen, der Ball geht an die Latte, die Torrufe waren umsonst. Noch einmal kommt Gießens rechter Angriff durch, frei vor dem Wetzlarer Tor wird der Ball ver= masselt. Ein Angriff von links führt zur Ecke für W., welche verschossen wird, Benner arbeitet sich durch, hat jedoch nicht die nötige Unterstüßung, man glaubt jedoch immer noch an einen Ausgleich, der für Wetzlar verdient war, aber nicht mehr kam. Stand nach dem 11. November 1928: @piele gem. unent. vert. Tore Punkte 27: 8 14: 0 Verein V. f. B. Gießen 1900 Gießen 4 2 2 8: 6 4: 4 Sp. V. Wetzlar Dillenburg 7 4 1 2 31:13 9: 5 5 2 8:21 5: 5 5 2 7:11 4: 6 6 2 13:16 6: 6 5 - 11:15 3: 7 5 - 3 2 10:17 3: 7 1 5 9:20 2:10 S. C. Burg Sp. V Herborn V. f. R. Butzbach S. C. Niedergirmes 1223 a 1212 „ Oranien" Frohnhausen 6 Bei den 2. Mannschaften sah es nicht, wie man annahm, nach Gleichwertigkeit aus, sondern der Sieg stand für Wetzlar nie in Frage. Wetzlar mußte auch hier Ersatz einstellen für Flid und Nickel, welcher sich aber wider Erwarten bewährte. Die Tore fielen in gleichmäßigen Abständen( Halbzeit 4: 0.) und waren meist schön vorgetragene Kombinationen, besonders Wieland am rechten Flügel sorgte dafür, daß stets Stoff in die Mitte kam. Eine von diesen Flanken töpfte Hertstein zum schönsten Tor ein. Bei diesem Stande tam Gießen durch einen groben Schnitzer des Weylarer Torhüters leicht zum Ehrentor, aber Weylar schraubt noch auf 7: 1, um damit das Rekordverhältnis 40: 3!! in dieser Serie zu erreichen, was eine Sprache für sich spricht ohne lange Berichte. Der letzte Stein zur Meisterschaft dürfte durch diesen Sieg aus dem Wege geräumt sein. Auch die dritte Elf zeigte sich mal wieder in besserer Form und gewann gegen Ehringshausen 2. 4: 0. Die treibende Kraft war hier Marrtahler im Sturm. Der Sieg war in dieser Höhe verdient und bringt wieder Anschluß an die Spitzengruppe. Die erste Jugend weilte mit nur 10 Mann in Gießen tei 1900 und mußte sich 1: 0 geschlagen bekennen. WZW. ** Gladenbach Liga- Kirchhain Liga 1: 2( 1: 1). Nach Anstoß in flottem Tempo Angriffe auf beiden Seiten. In der 8. Spielminute fällt ein Tor für Gladenbach, das Schiri Kreiling Gießen nicht gibt, da er kurz vorher wegen gefährlichen Spieles abgepfiffen hatte. Gladenbachs Spieler opponierten heftig und einer von ihnen wurde wegen grober Schiribeleidigung vom Plaze gestellt. Trotzdem drängte Gladenbach start und konnte sogar das Führungstor erzielen. Kirchhain stellte aber schon wenige Minuten später den Ausgleich her. Nach Halbzeit versuchte Gladenbach mit wuchtigem Spiel wieder in Führung zu gehen, konnte aber an dem guten Kirchhainer Schlußtrio nicht vorbei. Kirchhain setzte sich dann langsam wieder durch, zeigte in der letzten Viertelstunde den Mittwoch, den 14. November 1928. besseren Fußball und konnte mit 2: 1 Sieg und Punkte an sich nehmen. Obwohl die Entscheidungen des Schiri immer einwandfrei waren, ließen Gladenbacher Spieler und Publikum in sportlicher Erziehung zu wünschen übrig. * FC. 1926 Großen- Buseck 1. SpV. 1920 Heuchelheim 1. 0: 6( 0: 3). Es war ein Spiel, das teilweise dem ungünstigen Wetter und dem aufgeweichten Boden zum Opfer fiel. Heuchelheim brachte die durchschlagkräftigere Mannschaft, gegen die GroßenBusetz trotz Aufbietung aller Kräfte nicht auftam. Gr.- Busecks Mittelstürmer und Rechtsaußen mußten durch Ersatz aus der Zweiten ergänzt werden, so daß der Platzverein von vornherein wenig Hoffnung auf ein gutes Abschneiden hatte, trotzdem sah man zeitweilig verteiltes Spiel mit recht ansprechenden Abwechselungen. Das Resultat brauchte nicht in dieser Höhe ausgefallen zu sein. Durch Mißverständnisse des Torhüters und den schlechten Stand vor dem Tore waren die ersten Tore erzielt. Schiri Klier- Wetzlar tat sein Bestes, um das Spiel im Rahmen der Sportlichkeit durchzuführen. Bei Heuchelheim war Arnold der Held des Tages, der viermal einfandte, während Christ durch längeres Aussetzen an Stehvermögen etwas verloren hat. Sonst war die Mannschaft komplett, bis auf den Torhüter. Bei Großen- Buseck seien die beiden Verteidiger, sowie die gesamte Läuferreihe, die von Schäfer gut geführt wurde, besonders hervorgehoben. Im Sturm fehlte der Führer Kon= rad. Ungefähr 200 Zuschauer wohnten dem fairen und span= nenden Kampfe bei. ** - FC. 1926- Grünberg 1. VfR. Lich 1. 1: 3( 1: 2). Trotzdem der Platz spielunfähig war, einigten sich beide Mannschaften doch, das Spiel auszutragen. Grünberg fand sich gleich sehr gut zusammen und erzielte ein Tor. Weitere gut vom Grünberger Sturm herausgearbeitete Torchancen konnten infolge des sehr schlechten Bodens nicht verwertet werden. Lich konnte jetzt gleichziehen. Ein kurz darauf gegen Grünberg wegen Handspiels verhängter Elfmeter konnte von dem vorzüglichen Tormann gehalten werden. Aus einem Gedränge vor dem Grünberger Tor erzielte Lich sein 2. Tor. Mit die= sem Stande wurden die Seiten gewechselt. Bei Grünberg verSchutz- Marke B " P Gießener Zeitung" mißt man jetzt das schöne Zusammenspiel der 1. Halbzeit, während Lich drängte. Trotzdem Lich jetzt immer mehr vom Spiel hatte, konnte es doch nur noch einmal erfolgreich sein. Das Spiel wurde von Schiri Naumann- Laubach geleitet. Daubringen 1. - Niederweisel 1. 7: 0( 2: 0) Eden 12: 3 Am Sonntag trafen sich obige Mannschaften zum fälligen Verbandsspiel. Durch den aufgeweichten Boden des Sportplatzes konnte das Spiel nicht so ausgetragen werden, wie man erhofft hatte, besonders da Niederweisel auch nur mit acht Mann antrat. Gleich nach Anstoß legte Daubringen ſich ins Zeug, konnte aber bei dem guten Tormann des Gegners zu keinem Erfolg kommen. In der 25. Minute konnte Daubringen zum ersten Mal einsenden. Kurz darnach folgte das zweite Tor. Nach der Pause fiel Niederweisel stark ab und wurde ganz in seine Hälfte zurückgedrängt. Daubringen konnte noch dreimal einsenden und von drei Elfmetern noch zwei verwandeln. Niederweisel verteidigte mit der ganzen Mannschaft und verhinderte eine noch höhere Niederlage. Bei Niederweisel war das Schlußdreieck gut. Dem Gästetormann gebührt ein besonderes Lob. Bei Daubringen hätte der Sturm besser sein können. Die Läuferreihe war gut. Ueber Verteidigung und Tormann ist nicht viel zu sagen, da sie nicht viel zu tun hatten. Schiedsrichter Köhler 1900 leitete gut. Lollar 1. Ettingshausen 1. 3: 2. * 1900 Gießen 3. Quedborn 1. 7: 1( 2: 1). Quedborn war den Gießenern während der 1. Halbzeit ein annähernd gleichwertiger Gegner. Nach Seitenwechsel konnte 1900 das Spiel überlegen für sich gestalten und noch fünfmal einsenden. Lich 2. - Leihgestern 1. 3: 6( 2: 3). Die zweite Mannschaft Lichs unterlag den guten Leihgesterner 6: 3. Das Resultat entspricht nicht ganz dem Stärkeverhältnis. Lich verlor durch zuvieles Umstellen; auch bewährte sich der Ersatztormann nicht. Schiri Jung- VfB. leitete gut. = Nr. 30. Handball und Leichtathletik. BfL. Wetzlar 2. VIB. Gießen 1. SpVgg. 1900 Gießen 1. 3: 9( 2: 5) SpVgg. 1900 Gießen 2. ausgefallen, da Waldsportplatz zur angesetzten Zeit nicht spielfrei, VfL. Weylar 2. Jgd. BfB. Gießen 1. Jgd. abgesagt. SpVgg. 1900 Gießen 1. Jgd. 1: 3( 1: 3) SpVgg. 1900 Gießen 2. Jgd. vom VfB. Wenn es auch gegen VfL.s zweite Mannschaft ging, so fuhren die 1900er doch nicht mit allzu großer Siegessicherheit nach Wetzlar, mußten sie doch für die beiden Verteidiger, den Mittelläufer und den Linksaußen Ersaz einstellen. Aber die Mannschaft war eine Klasse besser als am Vorsonntag. Vor allem klappte es im Sturm recht gut. Webermeier, der erstmalig den Mittelstürmerposten versah, führte ganz ausgezeich= net. Die Wetzlarer, deren beste Mannschaftsteile der Innensturm und die Verteidigung waren, schienen zu Anfang des Spieles besser in Schwung zu sein, als es in Wirklichkeit war. Sie erzielten den ersten Treffer, dann fanden sich die 1900er jedoch zusammen und gestalteten das Spiel offen, bezw. überlegen. In regelmäßigen Abständen fielen im Anschluß an die gut eingeleiteten Angriffe die Tore. Das Spiel hatte in Herrn Jenzsch( VfB. Gießen) einen gerechten Leiter. Die Bodenverhältnisse der kleinen Ochsenwiese waren nicht gerade ideal. Die 1. Jugend hätte gegen die Zweitklassigen des VfL. ein besseres Ergebnis herausholen können, wenn die Leistungen in der zweiten Spielhälfte nicht nachgelassen hätten. Allerdings hotte der VfL. eine Mannschaft von beachtenswerter Spielstärke auf die Beine gebracht. Der Torwart war die Hauptstütze. Die Vorrunde um den D. S. B. Handballpokal. sah in Hannover den Süden mit 5: 4 Toren knapp siegreich über den Norden. Berlin fertigte den Baltenverband denkbar überlegen mit 16: 6 ab und Mitteldeutschland erfocht einen glücklichen Sieg von 6: 5 über Westdeutschland. Die drei Sieger treffen mit den spielfrei gewesenen Südostdeutschen Februar in der Zwischenrunde aufeinander. MTV. Gießen- am 10. TV. 1846 Gießen 2: 2( 0: 2). Der MTV. stellte die technisch bessere Mannschaft. Der TV. versuchte, diesen Vorsprung durch doppelten Eifer wettzu= machen. Das Spiel wurde besonders gegen Schluß sehr hart. Trinkt das gute Mainzer Aktien- Bier! Telephon Nr. 83 EMIL SCHMALL, BIERGROSSHANDLUNG, GIESSEN Telephon Nr. 83 Er Bezugspro Redaktionsschluß lendung nicht 41. Jah Poli Anläglich d wvangelischen K Rheinland, lieg überreichen. Poincaré üb menfajfung des jrage. Zwanzig oft gefaßt, in der fie In einem wird die Reichs möglich den Ent tere Verarbeitun Mühlenbetriebe ficherstellt. Der sozialist ten des Vertrete niedergelegt. Das englijd Arbeiterpartei n Schutzollpolitik Der Mantel tund 120 000 Ar beteiligten Gewe digt worden. Der Panz Berlin. Im jaldemokratische erfreuzers A in Stimmen bei 8 jer- Schlacht ist Sämtliche Drucksachen HAUSHALTUNGS- BÜCHER VERLOBUNGSANZEIGEN GRATULATIONS KARTEN für Familien, Vereine und Behörden, wie liefert immer schnell, gut und preiswert STERBFALLANZEIGEN GEBURTS- ANZEIGEN EINLADUNGSKARTEN ALBIN KLEIN → GIESSEN Ziehung 22. November 1928 FliegerGeld- Lotterie 15000 6000 3037 Geldgewinne u. 1 Prämie Mark Hier bei: Staatl. Lotterie- Einnehmer Flimm, Cigarrenhaus E. 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Sprechstunde unseres approbierten Vertrauensarztes in: Gießen: Donnerstag, 15. November, vorm. 8 bis 12 Uhr, BahnHofs- Hotel Lenz. „ Hermes" Aerztliches Institut für orthopädische Bruchbehandlung, G. m. b. S., Hamburg, Esplanade 6, ( Aerztlicher Leiter: Dr. H. L. Mener.) Aeltestes und größtes ärztliches Institut dieser Art. Mein Kind gedeiht prächtig 1910] mit nachstehenden Zeilen erlaube ich mir höflichst meine volle Anerkennung über die Güte Thres von uns geschätzten Kaffee Hag zu übersenden. Bemerken möchte ich noch, daß meine Frau schwer herzleidend war, aber infolge Genusses von Kaffee Hag ist eine wesentliche ( 1910) flag Hag hat mir große dienste geleistet... Besserung eingetreten. Wir können( 485) daher jedem den Kaffee Hag bestens empfehlen in kranken aber auch in gesunden Tagen. Auch bei Wir fühlen meiner großen Nervosität hat Kaffee uns ausserordent Hag mir große Dienste geleistet. Kaffee Hag werden wir weitere Treue bewahren. Albin Regler lich wohl..... [ 485] Zugleich möchte ich nicht verfehlen mitzuteilen, daß wir- 4 Personen bis vor einem Jahr täglich ¼ Pfund Bohnenkaffee franken und demzufolge sehr an Nervosität zu leiden hatten, auch Herzschmerzen und Schlaflosigkeit blieben nicht aus. Jm Ostseebad Ahlbeck tranken wir dann im Café zum ersten Male den Kaffee Hag, der uns außerordentlich mundete. Von dieser Stunde an haben wir stets Jhren Hagkaffee im Gebrauch und fühlen uns außerordentlich frisch und wohl. Wir sind sehr dankbar, Jhren Kaffee gefun= den zu haben, der anregend und unschädlich wirkt. L. Fröhlich. Aus dem Archiv der Kaffee ɓandels- Aktiengesellschaft, Bremen Front derer, die vor der Notwen vom Willen fammenhang nic den groben Un den die Wels- Ar Seldentat, fonde die Tatsache her wir nicht allzu ferer Boltsvertre te nunmehr der schwinden. Auf in der Düsseldorf. W g so, daß die A dorf die Parte bracht hat. Bon erklärt worden, hungen über d tehen und auch h wahren. Das Un Schiedsspruch hera gegenkommen bere Parteien in gem Man nimmt an, d 3 einer Ginigung Dringende Wunsch Die fommen Aus Berlin eilungen verbreit machte auf die de peritändigenfommi Langen sein soll. Dementiert. Die der amtlichen Mit Berlin eingetroffe gung des Sach en feien. Man da madhte nicht zu vi Den Verhandlunge Beht deutlich das onen praftijd m menhang zu bring Wunsch, die deutic en, wie die intere leben, alfo 62 Jah Bich entgegenzutret