Nr. 4. hanns Heilmillel in der Niederlage theke, Giessen terstrasse 4, Heumann- Buch ildung. erhält jed. Leser ft und portofrei, von & Co Nürnberg M. 629 Inserieren bringt Gewinn! Wir suchen Verkauf!. Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Jahrg. - Häuserolitiche Sagesschau. jed. Art, zweds Unterbreitung an Stauf Interesienten. Nur, Im Haushaltungsausschuß des Reichstages wurde beschlos= Angebote von Selbsten, die Regierung aufzufordern, baldigst ein Schuhgesetz für e gentüm. cimünicht ältere Arbeiter und Angestellte vorzulegen. an den Verlag Saus u. Grundbesik * Der argentinische Außenminister, Gallardo, der sich zur Zeit in Paris aufhält, hat bei dem deutschen Botschafter in PaWer verkauft is einen Besuch abgestattet und ihm noch einmal den offiziel= Wohn- oder Geschäfts- len Dank der argentinischen Regierung für seine Aufnahme in haus, Villa, Landwirt schaft, Gasthof, Fabrik' Deutschland ausgesprochen. Auch er persönlich äußerte sich nd. sonst. Betrieb, auch außerordentlich befriedigt über den herzlichen Empfang, der Bauterrain. Sofort, ihm zuteil geworden ist. Angeb. an W. Schmitz, Köln- Zollstock * Höningerweg 194. Wie mitgeteilt wird, ist die Meldung, daß der japa= nische Untersekretär des Völkerbundssekretariats, HEIRAT! Suftimara, Berlin aufsuchen wird, zutreffend. Es hanHübsche 22 jähr. Guts- delt sich um einen Höflichkeitsbesuch. besitzertochter Halbmaise mit 1200 Morg. gr. Gut u. 275 000 Mt. Nach Berichten aus Friedrichshafen wird der neue Zep= bar wünscht sich mit jo- pelin 2. 3. 127 schon im Mai fertig sein. Das neue Luftliden Herrn auch ohne schiff, das Nationaleigentum ist, wird schon im August eine Berm. zu verheiraten zeanfahrt nach Nord- und Südamerika unternehmen. d. Frau Adamkiewicz, Berlin C. 25. Albin Klein rfurie Wajde B * Der amerikanische Staatssekretär Kellog lehnt in ziemlich lauger und scharfer Note an Frankreich einen Sonderpakt mit diesem ab. * An der französisch- italienischen Grenze auf dem Mont Ce-nis ist es gestern zu einem schweren Grenzzwischenfall zwischen beiderseitigem Militär gekommen. 會 Im Staate Colorado in U. S. A. ist es zu schweren Streitunruhen gekommen. Man erwartet die Verlängerung des en u. Kriegszustandes über das Streitgebiet. 3. Januar 1928 f. Goethestr. 31. a Perlen 2 schützen Dich und Erkältung in Apotheken u. Drogerien Stadt und Land. Das Zeitalter der Romantik zwischen Stadt und Land ist versunken. Es bestand in den Jahrzehnten, ehe die große Agrartrise ausbrach, vor der Gründung des kampffreudigen Bundes der Landwirte, so schreiben die„ Leipziger N. Nachr.". Damals sah der Städter im flachen Land hauptsächlich eine GeleDroger. E. Karn, Kai genheit zu stimmungsvollen Sonntagsausflügen und zur somNoll, Löwen Drogeric merlichen Erholung, während der Bauer seinerseits die Stadt Kilbinger. um ihre Vergnügungen beneidete und sie im übrigen für eine Massenansammlung von mehr oder weniger begüterten Tagekellerei dieben hielt, die gleichsam zum Spaße gelegentlich etwas sucht ab 1. Januar 1928 leichte Arbeit- taten. Marristische Anschauungen, die Gegensäge rter Kundschaft tüchtigen, verlässigen ns- Vertreter.. zwischen Erzeugern und Verbrauchern spielten in diese verhältnismäßig harmlosen Gedankengänge nur wenig hinein. Sie entflammten die Gemüter eigentlich erst wirklich in den Caprivi- Tagen, in den Tumulten um die Handelsverträge. Von da an wirkte ihr Gift allerdings recht gründlich. Der Normaläftsstelle d. Bl. unter 1700. städter ließ sich nicht ungern davon überzeugen, daß dem Bauer alles zuwachse und daß er für diesen vom Himmel fallenden Segen rohherzig Wucherpreise erpresse; der Landwirt hinwiederum begriff nicht, warum just er, der sich wenigstens den gannikum Frankenhausen.g Hasch- u.Automobilb. Schwachen Sommer lang vom Morgengrauen bis in die sinkende Nacht hinein quälte, in Wind und Wetter seinem harten Beruf nachgehen mußte, warum just er an der geldlichen Ueberfülle, die niederfiel, nicht teilnehmen sollte. So stan.Aelt. Sonderabt, f.Landm. u.Flugt Kaffee- Import sucht ober Dame auf das neue und Stadt gereizt und feindselig, verständnislos den sich Land gegenüber. Die größere Druckraft, der wirtschaftliche Vorteil lag bei der Stadt; durch die rasend rasch fortschreitende indutrielle Entwicklung wurden die Agrargebiete ausgelaugt und liefen Gefahr, zu veröden. Theorie und Pragis trieben uns auf den Industriestaat estaurants, Kaffees und hin. Deutschlands Boden, so wurde gelehrt, reichte nicht aus, eingeführt, gegen hohe um ein sich rasch vermehrendes Volk zu ernähren; der GewerbeTenstein& Bogler, Dedung des Fehlbetrages sorgen. So schossen die Fabriken in ngebote unt. B. R. 528 Bremen. ose attung fleiß der Bürger, vor allem der Ausfuhrhandel müßten für die Höhe, entwickelten sich die Städte zu immer gewaltigeren Gebilden, und ruhelos saugten sie die junge Kraft des Landes auf. Statt nach Amerika auszuwandern, das früher für die Phantasie der Armut Kanaan und Ophir gewesen war, drängten jetzt die Massen des jungen Landvolkes in die Steinmauern. Jedes neue Hunderttausend städtischer Einwohner wurde als eine Kulturerrungenschaft, als„ moderner Fortschritt“ begrüßt, und nur vereinzelte Stimmen wiesen darauf hin, daß zwischen den düsteren Hofwänden der Mietskasernen viel frisches Leben dahinwelkte. Jene Jahrzehnte industriell- kommerzieller Blüte waren so entwickelungsfroh und so selbstsicher, daß mäßiger Monatsbeiträge ihre Kinder auf den letzten Höhen der Menschheit zu wandeln ng bis zu 2000 Rmt. wähnten und in der deutschen Landwirtschaft eigentlich etwas giös neutral. Kirchenaustritt! tretung Ueberwundenes, dem Untergang Geweihtes erblickten. Schon vor dem Kriege hat indes gesunder Menschenverstand mit beginnender Einsicht diesen Uebertreibungen entgegenge= wirkt. Englands viel gerühmtes Beispiel schien doch nicht in allen Einzelheiten ohne weiteres auf deutsche Verhältnisse übertragbar. Wenn John Bull seine Landwirtschaft achselzukftigen Bedingungen zu fend zugrunde gehen ließ, so gehörten ihm dafür die Meere, ufchriften erbeten unter waren seine Verbindungen mit den Kornkammern und FleischDruck und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. Mr. Samstag, den 14. Januar 1928 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt, für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 5 Dr. Geßler tritt zurück. Nach neuesten Meldungen legt Reichswehrminister Dr. Geßler, der in letzter Zeit zwei Söhne und die Mutter verloren hat und dessen Gesundheit zu wünschen übrig läßt, sein Amt endgültig nieder. Bis zu den Reichstagsneuwahlen und der Regierungsneubildung wird Reichskanzler Dr. Mary das Reichswehrministerium vertretungsweise übernehmen. Mit dem Parteibuch in der Hand. basis, durfte sich dem Inselreich nicht vergleichen. Der Krieg zeigte, wie berechtigt die Einwände der Vorsichtigen gewesen waren. Niemand von uns wünscht den Nachkommen eine neue Hungerblockade, und niemand wird deshalb leichtfertig den deutschen Ader aufgeben wollen. Vielmehr gilt es, seine Fruchtbarkeit und seine Leistungsfähigkeit aufs äußerste zu steigern. Der Städter hat, wenn auch unter Last und Leid, erfahren, was der benachbarte Bauer für die Lebensmittelversorgung bedeutet, und der Bauer weiß seit den Kriegsjahren, wieviel Elend und Sorge in den schimmernden Großstädten wohnt.Die Schicksalsverbundenheit des Gesamtvoltes ist uns allen wieder sehr deutlich eingeprägt worden. Und wenn auch diese und jene politische Partei noch immer im Trüben zu fischen ver-| direktors im Preußischen Finanzministerum( Hochbauabteilung) sucht, wenn die alten Methoden der Verhetzung von Stadt und Land auch noch nicht völlig in die Rumpelkammer geschleudert sind selbst die Sozialdemokratie ist allmählich vom simplen Bebelianismus zurückgekommen, buhlt, manchmal durchaus nicht verschämt, um bäuerliche Wahlstimmen und behauptet nicht mehr, daß der Weg zum glorreichen Zukunftsstaate erst dann wirklich frei werde, wenn die letzte Bauernkate verschwunden set. Stadt und Land sind seit dem Kriege in ein erträglches Verhältnis zueinander gekommen. Ihre innere, notwendige Gegensäglichkeit bleibt bestehen, sie muß auch als heilsame Quelle kultureller Entwickelung erhalten bleiben. Der Zug in die Stadt ist ja bereits in der Nachkriegszeit beträchtlich nachgelassen, aber noch immer lockt das Licht zuviele Motten an. Eine vernünftige Beschränkung der Abwanderung aus den dörflichen Bezirken und den Landstädten ist zur Erhaltung unserer Agrarwirtschaft ebenso nötig, wie ernsthafte, ehrliche Unterstützung der Siedlungsbestrebungen. Hier darf nicht dauernd dilettiert und experimentiert werden. Und was den Schutz der bodenständigen Landbevölkerung vor der Abwanderung in die großen Städte anbetrifft, so wäre es wohl an der Zeit, zu erwägen, ob die Freizügigkeit auch der jüngsten Jugend unbedingt aufrechterhalten bleiben soll, und ob wir tatsächlich in alle Zukunft vom flachen Lande verlangen wollen, daß es aus seinen Mitteln deutsche Menschen großziehe, bis in die Jahre der Erwerbsfähigkeit hinein unterrichte und stark mache, um sie dann im Handumdrehen an die Riesennester zu verlieren. Besondere Anerkennung verdienen alle Bestrebungen, unsere uralte bäuerliche Kultur zu erhalten oder neu zu gründen, sie auf jeden Fall vor verhängnisvollen, nivellierenden und ungesunden städtischen Einflüssen zu bewahren. Hierbei müssen wir alle mithelfen, und ganz besonders sollte sich der gebildete Städter dazu verpflichtet fühlen, dem öde Gleichmacherei verhaßt ist, der überkommenes deutsches Erbgut treulich an seine Kinder weiter geben will. Deshalb sind die Bemühungen der Heimatbünde, die vornehmlich dem flachen Lande gelten, reger Unterstützung wert, und wir begrüßen es, wenn die deutschen Mundarten, die Sprache unserer Dörfer, auch im Schrifttum und auf der Bühne gepflegt werden. Jede Schönheit der Heimat vorm Verblassen zu behüten und in die Zukunft hinüberzutragen, ist Aufgabe der Stadt, wie des Landes; hier finden sich die Herzen, hier eint sich das Volk. Liebe, bewundernde Liebe für deutsche Landschaft, Ehrfurcht vor den Schöpfungen unserer Großen, ob sie nun in Worten oder in Stein ragen; feines Verständnis für die gewachsene, kraftvoll schlichte Anmut des Bauernhauses sie einen uns alle, sind die Plattform für gemeinsame, terndeutsche Kulturbestrebungen. Niemand weiß freilich, wie die wirtschaftlichen und politi= schen Dinge sich entwickeln werden. Es mag wohl sein, daß wir uns noch weiter als bisher amerikanisieren, daß der städtische Geist weiter an Macht und Einfluß gewinnt. Geſchichtliche Prozesse lassen sich nicht aufhalten. Doch gerade wen diese Ueberzeugung leitet, gerade der muß die bedrohliche Einseitigkeit der rein städtischen Einstellung klar erkennen, und mindestens eine Ueberhastung des Tempos verhindern. Unsere Landwirtschaft wird nur solange leben und schaffenskräftig sein, als sie eine deutsche Landwirtschaft ist. Nun und nimmer läßt sich aus dem deutschen Bauernhof etwas wie eine Getreide- und Fleischfabrik machen, niemals wird der deutsche Bauer sich dem ameritanischen Farmer angleichen, der im Grunde ein Großstädter ist, ein kaufmännisch- rechnender Belieferer seiner Kundschaft, und nichts mehr. Aehnliche Arbeitsbedingungen hierzulande würden die Vernichtung der bäuerlichen Idee, die Proletarisierung des flachen Landes bedeuten. Davor aber graut wohl auch dem Zukunftssichersten von uns. Wir wollen den ländlichen Besitz in seiner Unabhängigkeit und Selbständigkeit erhalten und dadurch der Stadt wie der gesamten Nation den unverbrauchten Lebenstrom bewahren. Hand in Hand, Schulter an Schulter können so Stadt und Land zu dem ihnen gesetzten Ziele gelangen. - Der deusch- polnische Handelsvertrag. Abschluß erst in Monaten. Die deutsch- polnischen Handelsvertragsverhandlungen, die gegen Ende des vorigen Monats unterbrochen wurden, sind am Donnerstag in Warschau wieder aufgenommen worden. Grundlegend für das Fortschreiten der Verhandlungen ist vor allem die Klärung der Frage, ob Polen seine Zölle stabilisieren will oder nicht. Von der Frage, die praktisch eine Erhöhung der jetzt zu zahlenden Zölle auf nahezu das Doppelte bedeutet, hängen selbstverständlich die materiellen Forderungen der deutschen Unterhändler ab. Es ist damit zu rechnen, daß sich die itein und Vogler, gründen der Welt unantastbar gesichert. Deutschland mit seinen Verhandlungen noch monatelang hinziehen, ehe sie zur Unter6. immer gefährdeten Grenzen und seiner viel zu schmalen Seezeichnung des sogenannten kleinen Handelsvertrages führen. Berlin. Wie verlautet, soll der Posten eines Ministerialmit dem Stadtbaurat Dr. Kühn aus Forst besetzt werden. Stadtbaurat Kühn hat nach dem Urteil von Fachleuten und auch nach Mitteilungen der Technikerverbände keinerlei Eignung für das Amt, außer daß er sozialdemokratisch orientiert ist. Ob die preußische Regierung an seiner Ernennung auch festhalten wird, wenn bekannt wird, daß Stadtbaurat Kühn sich verschiedentlich und vergeblich um Stadtbauratstellen größerer Stadte beworben hat, in denen die Sozialdemokraten teilweise die Mehrheit haben, jedenfalls aber ausschlaggebend sind? So hat er sich ohne Erfolg in Berlin, Hannover, Magdeburg und Bochum beworben und ist dort von seinen eigenen Parteifreunden abgelehnt worden. Verworrene Zugehörigkeitsverhältnisse. Als weiteres Beispiel der verworrenen Zugehörigkeitsverhältnisse lenkt die„, NW3." die Aufmerksamkeit auf die Besitzverhältnisse, die auf dem Altkönig im Taunus obwalten. Der Berg ist nicht preußisch und doch preußisch, nicht hessisch und doch heiſiſch. Auf den Höhen des Altkönigs beſitzt die hessische Gemeinde Steinbach ein 223 Morgen großes Waldgebiet. Steinbach hat bis 1810 recht oft seinen Herrn wechseln müssen: es war nacheinander Besitz von Münzenberg, Falkenstein, Eppstein, Stolberg, Hanau, Hessen, Hessen- Kassel, Frankreich( von 1806 bis 1810); seitdem liegt es als hessische Erklave inmitten preußischen( bezw. bis 1866 nassauischen Besitzes. Das Altkönigsgebiet war ehedem Cronberger Markwald, in dessen Besit sich viele andere Orte teilen. 1809 wurde der uralte Waldvertrag aufgelöst und 10 Gemeinden teilten die 3370 Morgen große Waldfläche unter sich; hiervon bekam die Gemeinde Steinbach 223 Morgen. Der Herzog von Nassau behielt sich im Vertrag zahlreiche Rechte und Nutzungen über das Steinbacher Gebiet vor, die aber 1866 von Preußen übernommen wurden. Daraus haben sich nun ganz merkwürdige Verhältnisse entwickelt, und zwar: Das Gebiet, Wald und Wild gehören der hessischen Gemeinde Steinbach, die staatlichen Rechte übt aber Preußen aus, die kommunalrechtlichen Befugnisse liegen in Cronberg. Die Jagdverwaltung übt die hessische Oberförsterei Ober- Eschbach, den Wildschutz aber übt die preußische Polizei in Cronberg aus. Die Jagdverpachtung steht Steinbach zu, aber der Jagdschein muß in Preußen gekauft werden. Cronberg heimst natürlich die Grundsteuer ein, wie auch die Wiesbadener Landwirtschaftskommer die üblichen Kammerbeiträge von Steinbach heischt Den Förster darf natürlich wieder Steinbach bezahlen usw. Um diesen eigenartigen Verhältnissen ein Ende zu machen, bemühen sich die Steinbacher, die infolge ihrer exponierten Lage wirtschaftlich nicht vorankommen, schon seit Jahren um ihre ,, Verpreußung". Steuerstreif. Oldenburg. Donnerstag versammelten sich in Ahlhorn 500 Bauern, Handwerker und einige Kaufleute. Es war die Parole ausgegeben worden, in einen Steuerstreik einzutreten und Strafen über diejenigen zu verhängen, die trotzdem ihre Steuern bezahlten. Die Redner forderten unter stürmischem Beifall u. a. die Aufhebung der Finanzämter und Auswanderung der Beamten nach Kanada, Herabsehung der Beamtengehälter, Auf hebung der Pension, Verminderung der Zahl der Abgeordneten, Herabsetzung der Diäten, Ermäßigung der Steuern usw. ( Durch solch unkluge Demonstrationen können die bestehenden Mißstände nicht beseitigt werden, sie mögen aber den verantwortlichen Kreisen ein Zeichen sein, wie weit man mit der Belastung des Mittelstandes gehen darf.) Bauer in Not! Unter dieser Parole hatte der„ Sessische Bauernverein" in Marburg a. d. L. eine Vertrauensmännerversammlung einbeirufen, um über Selbsthilfemaßnahmen zu beraten, die angesichts der unhaltbaren Zustände sofort getroffen werden müssen, wenn die Landwirtschaft nicht untergehen soll. Die Versammlung war stark besucht und der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt. Nach einleitenden Ausführungen des ersten Vorsitzenden, Landwirt Johs. Mink- Wolfshausen und Herrn Direktor Fürst- Marburg, die sich mit den Ursachen der Not: Unerträgliche Erhöhung der Steuersäge und Soziallaften, mangelnde Zollparität, zunehmende Dienstbotennot, Zinswucher ( Beispiel: Bei einer Schuldenlast von rund 28 000 M allein 11 000 M Zinsen) usw. beschäftigten, setzte eine allgemeine erregte Aussprache ein, in der immer wieder der Wille zur Tak hervortrat. Es wurde schließlich eine Entschließung angenom Di Samstag, den 14. Januar 1928. men, in der von der Regierung folgende Maßnahmen zur Sicherstellung der Existenz der Landwirtschaft gefordert wurden: Einschränkung der übermäßigen Einfuhr von Vieh, Fleisch, Getreide, Mehl, Gebrauchspferde usw., Zuführung Senfung der von landwirtschaftlichen Arbeitskräften, Steuersäge und Soziallasten, Beschneidung des Zins: wuchers für die Notstandskredite. Der Schlußabsatz hinter diesen eingehend dargelegten und begründeten Forderungen lautet: - Wir erklären zum Schluß, daß wir solange unsere ge= rechten Forderungen nicht erfüllt werden nicht gewillt sind, uns weitere Betriebsaufwendungen, deren Rentabilität durch die die heutigen Verhältnisse in Frage gestellt ist, aufschwägen zu lassen, oder weitere Schulden zur Be zahlung ungerechtfertigter Zinsen und Abgaben aufzunehmen. Wir fordern alle Berufskollegen auf, sich unserem Vorgehen zur Selbsthilfe anzuschließen. Die Versammlung, die sich nur durch die Besonnenheit der Führer von Verzweiflungstaten abhalten ließ, beleuchtete blitzartig die traurige Lage und Stimmung der einheimischen Landwirtschaft und sollte als legtes Warnungszeichen von den maßgebenden Stellen beachtet werden. Lokales. Sonntagsgedanken. Sonntag ist's. Von überall her künden es die Glocken. Vom hohen Dom der großen Stadt, vom alten Turm der Dorfkirche und von der Kapelle oben am Berg. Hast du so viel Stille noch in dir, du Mensch dieser Zeit voll Hast und Unruhe, um dies Läuten zu hören?- Hörst du den Feierklang, als wenn all' die Glocken einen Sonntags- Choval anstimmen würden? Alle, klein und groß, die am Berg oben und die im Tale, alle stimmen überein im Feierklang: Sonntag ist's. Hör' einmal auf dieses Sonntagsläuten! Sonntagsglocken haben einen eigenen Klang. Es ist, als wenn sie eine Seele hätten, die du nur Sonntags fühlen kannst. Wie eine klingende, zitternde Welle schwingen sich die Töne über die Dächer der Stadt, über das Dörflein im Wiesengrunde, über Tal und Höhen. Sonntagsglocken läuten den Segen über deine Wochenarbeit, rufen dich zur Kirche, wo du dem danken sollst, der dir das Brot der Woche gab und den Feierabend und den Sonntag. Sonntagsglocken läuten an alle Türen, an die der Paläste und Häuser und läuten auch in die Hütten der Armen und in die Stuben der Kranken. Sie segnen die kommenden Tage der Arbeit, sie segnen deinen Gang zu ihr und läuten frohe Hoffnung ein. Freude, wahre, heilige Sonntagsfreude und Sonntagsfrieden klingt aus ihnen. Sonntagsglocken sind auch die wahren, reinen Simmen unserer schönen deutschen Heimat. Sie läuten die Seele eines Volkes, sie läuten dir von der Wiege bis zum Grab und schütteln ihre Feierklänge in alle Herzen und singen das schöne Sonntagslied: ,, Sonntag ist's, ein heil'ger Friede Ruht auf Erden weit und breit, Sonntag ist's in allen Herzen, Sonntag ist's für alle Schmerzen, Heil'ger Sonntag weit und breit." * Briefmarken, die ungültig werden. Die Ziffernmarker zu 3, 5, 10 und 20 Pfg. der Ausgabe 1923, ferner die mit dem Bild des verstorbenen Gründers der Reichspost, Staatssekretär Stephan, geschmückten Marken zu 10 und 20 Psg. und die Rheinland- Marken zu 5, 10 und 20 Pfg. verlieren am 31. Januar ihre Gültigkeit. Grüner Rasen Blaue Wellen. Roman von Otto von Gottberg. 21. Fortsetzung. Die beiden Offiziere lächelten ihren Dank, aber Krause gab sich noch nicht zufrieden. Die U- Waffe hätte doch schneidige Kommandanten, die in See weder selbst tränken noch ihren Leuten Alkohol reichen ließen. „ Gewiß, Herr Ingenieur. Ich verlange auch nicht, daß sie trinken sollen! Wer glaubt, daß Sprit ihm schade, mag ihn während der Fahrt sich und den Untergebenen vorenthalten. Wer aber, wie ich, auch mit einer Flasche Wein im Magen klaren Kopfes für vierzig Stunden auf der Brücke stand und dann sich von Zeit zu Zeit durch einen Grog oder Kognak wärmte, wird seinem Magen und seinen Leuten ein Gläschen gönnen." Der Steward stellte die Flasche auf den Tisch und räumte ab ,, Gleich Teller reinmachen," mahnte Drießner, denn vom fargen Wasservorrat fiel auch zum Geschirrwaschen nichts ab. Wenn der Milchreis auf dem Porzellan erst trodnete, tamen die Teller abends mit einer klebrigen Kruste auf den Tisch. Das Glas niedersehend, lehnte Drewit den Rücken gegen die Stahlwand. Bequem saßen jetzt auch seine Offiziere, die unter dem Licht der Glühbirnen seltsam dick und breitschultrig, fast unförmig schienen. Mit zwei oder drei Häuten unter den Lederjacken sahen U- Bootfahrer in See immer so aus, als litten sie an Elefantiasis. Leichter kleiden konnten sie sich während der Wintermonate auch unter Deck nicht. Wohl sorgte der Ingenieur für Wärme in den Räumen. Doch eisig blieb stets der Stahlboden unter den Füßen, die ihre Kälte in den Körper schidten. Durch das Luk flang das Knarren eines Grammophons und der Baß eines Singenden: ,, Schier dreißig Jahre bist du alt, Sast manchen Sturm erlebt." Die Decoffiziere machten Musik. Oft quietschten während der Erholungsstunde nach dem Essen alle drei Grammophone im Boot. Auch die Mannschaft im Bug- und Heckraum aber hörte am liebsten das Lied vom alten Mantel. Die Platten hatte Steuermann Fiebig für eine der ersten Kriegsfahrten beschafft. Oft sang er wie jetzt in eigener Abänderung der Verse von ,,- 444": Ein Dugend Fahrten bist du alt, Hast manchen Sturm erlebt, Hast mich wie ein Bruder beschützet, Und wenn die Kanonen gebliget, Wir zwei haben niemals gebebt. Drießners Augen suchten die des Kommandanten. Sein Lächeln galt dem Grübler und Schwarzseher mit wildem, rotem Bart, der weiterfrähte: Und wenn die letzte Kugel tommt Ins deutsche Herz hinein, Mein Schiffchen, laß dich mit mir begraben, Weiter will ich von dir ja nichts haben, In dich solln sie hüllen mich ein. ,, Gießener Zeitung" * Der Ausschuß für die Festsetzung eines Voltstrauertages, dem die Religionsgemeinschaften und die großen deutschen Körperschaften unter Führung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., angehören, beschloß im Benehmen mit den zuständigen Behörden einstimmig, den Volkstrauertag zum Andenken an die im Weltkrieg gefallenen Helden auch in diesem Jahr am fünften Sonntag vor Ostern,„ Reminiscere"( 4. März 1928) in ähnlicher Weise zu begehen, wie in den Vorjahren der Fall gewesen ist. Die Feier soll in Gottesdiensten, Läuten der Glocken im ganzen Reich und Saalfeiern bestehen. Die immer noch ausstehende gesetzliche Festlegung des Volfstrauertages wird weiter verfolgt. * Ministerium und Fastnacht. Das Ministerium des Innern erneuert auch in diesem Jahre seine Fastnachtsverordnung, nach der jede Maskerade und karnevalistisches Treiben, Werfen von Konfetti und Luftschlangen auf öffentlichen Straßen und Plätzen verboten ist. Fastnachtsumzüge an Orten, wo sie herkömmlich sind, bedürfen für den Einzelfall der Genehmigung. Von Aschermittwoch ab sind alle karnevalistischen Veranstaltungen, Maskenbälle, Maskenfeste, Kappenabende auch für geschlossene Gesellschaften verboten. * Wegen Vornahme von Hausanschlußarbeiten wird 1. die Brandgasse zwischen Walltorstraße und Landgraf- Philipp- Play und 2. der Leihgestenerweg zwischen Rodhohl und An der Warte auf die Dauer von etwa 14 Tagen gesperrt. * Vom 4.- 6. Februar findet in der Turnhalle des Realgymnasiums eine Winter- Obstausstellung statt. * In dem Konkursverfahren der Main- Weser- Basaltwerke, Nr. Samstag, den 14. Jan Ansprüche zu erhalten, ohne sich aller weiteren Rechte aus ihre Somberg a. d. Ohm. 3 Versicherungen begeben zu müssen. Die Anschriften der Trenauf Anordnung des Kreisid händer gibt der Schuhverband der Lebens- und Feuerverficher wieder geschlossen werden, ten e. V., München 13, Neureutherstraße 13, allen Interessente epidemieartig auftreten. A gegen Einsendung von doppeltem Rückporto gerne befann dem gleichen Grunde geschl ebenso erteilt derselbe weitere Auskünfte in allen einschlägige wärts fommenden Schüler Aus Rab und Fern. Fragen. Die hessische landwirtschaftliche Woche. pen würden. Reichelsheim( Oberh.). Muhl von hier ist mit fehr gut" und einer ganze am 6. und 8. Januar sta Leipzig, der größten des S Marburg. In der Mainz. Beim Ueberf Am Mittwoch sprach im weiteren Verlauf der landwirtnach Marburg wurde feito schaftlichen Woche zunächst Dr. W. Pfaff Gießen über ,, New Kommission gewählt, die zeitliche betriebswirtschaftliche Fragen". Er unterschied für diratungen eintreten wird. abänderlichen, wie Boden und Klima, die beeinflußbaren, wihofsvorsteher in Heidesheim das Inventar und die in beschränktem Maße beeinflußbaren den geschleudert. Der Bean wie die Gebäude, die Arbeiter usw. Ueber„ Industrie unu. a. einen, Schädelbruch e landwirtschaftlichen Betriebe 3 Produktionsfaktoren: die un Landwirtschaft in ihrer Stellung zum Weltmarkt" sprach D Bingen a. Rh. In d Schiele Naumburg. Nachmittags tagten unter dem Vorsi Büdesheim nach Bingen fin von Dr. Nolden- Frankfurt die Raiffeisengenossenschaften Abstimmungstermin wurde Am Donnerstag sprach des weiteren Prof. Sessous Gießelden 11. März ds. Js. festg über neuzeitliche Fragen im Pflanzenbau. Er erklärte, das Eingemeindung der Nachba = wichtiger als die Verwendung gründlicher Düngemittel di richtige Durchfeuchtung des Bodens sei. Prof. Dr. Rößler gestimmt. Höchft a. M. Jm Arbe Darmstadt berichtete über neuzeitliche Fragen auf dem Ge der Farbwerte explodierte e biete der Düngung der landwirtschaftlichen Kulturpflanzen. ben Arbeiter wurden verle In den Nachmittagsstunden sprach Gartenbauinspettoreils leichterer Natur. Zwe Ramm Bayreuth über Erfahrungen im planmäßigen Umgebracht werden. Der Sad Steinbruchbetrieb in Kesselbach, belaufen sich die Passiven auf propfen der Obstbäume. Am letzten Tage der Hessischen land konnte bis jezt noch nicht rund 400 000 Mark. Ueber die Höhe der Aktiven kann noch keine Mitteilung gemacht werden, da erst noch verschiedene Grundstückskomplexe verkauft werden sollen und sich hierauf erst die zur Verteilung kommende Quote bestimmen läßt. * Auszahlung der Aufwertungsanteile aus Lebensversiche rungen. Der Schutzverband der Lebens- und Feuerversicherten e. V., Verbandsleitung: München 13, Neureutherstr. 13, schreibt uns: Infolge Unkenntnis der voraussichtlichen Höhe der Aufwertungsquoten, welche die verschiedenen Versicherungsgesellschaften ausschütten werden, lassen sich viele Inhaber von Vorfriegspolicen gegenwärtig schon abfinden. Bis jetzt wurde aber nur der Teilungsplan für die Aktiengesellschaft für Lebens- und Rentenversicherung in Berlin( früher: Nordstern, Teutonia, Allba, Vaterländische und Schlesische Lebensversicherungs- Aft.- G.) von der Aufsichtsbehörde genehmigt, nach welchem die bei obigen Gesellschaften getätigten Lebens- und Rentenversicherungen mit 12½ Prozent des Deckungskapitals aufgewertet werden. Die Teilungspläne aller anderen größeren LebensversicherungsGesellschaften sind noch nicht fertiggestellt, bezw. genehmigt. Bei diesen stehen also die Auswertungsquoten noch nicht fest, sodaß die allgemeine Regelung der einzelnen Ansprüche noch nicht vorgenommen werden kann. Bei Annahme von Abfindungsbeträgen vor behördlicher Genehmigung der Teilungspläne be= steht die große Gefahr, daß die zu erwartenden, ohnehin sehr mäßigen Auswertungsanteile noch weiter verringert werden. Wir warnen daher alle Versicherten dringend vor Annahme von Vorabfindungen. Nachdem die Treuhänder der Versicherungs- Gesellschaften auf bereits fällige Lebens- und Rentenversicherungen auf Antrag Vorauszahlungen bis zu 10 Prozent der Prämienreserve, bezw. der ursprünglichen Jahresrenten leisten und auch auf noch nicht fällige Ansprüche bei vorliegender Bedürftigkeit Darlehen in entsprechender Höhe gewährt werden, ist den Versicherten Gelegenheit geboten, schon jetzt einen Teil ihrer AufwertungsDann war es still zwischen den feuchtkalten Wänden und ernster Drießners Gesicht. Wahrscheinlich dachte auch er an den Tag, an dem eine Mahalla englischer Bewachungsfahrzeuge U- 444 umstellte. Drewitz legte das Boot auf Grund, aber mußte feindliche Granatgrüße beim Auftauchen fürchten. Darum begann für die Leute eine bange Nacht. Sie hockten stumm und schlaflos, bis der alte Grübler und Schwarzseher zum Knarren des Grammophons sang: Und wenn die letzte Kugel kommt Ins deutsche Herz hinein, Mein Schiffchen laß dich mit mir begraben. Alle fielen freudig ein. Helle Augen und klare Stimmen sprachen von tapferer Entschlossenheit, als sie endeten: Weiter will ich von dir ja nichts haben, In dich solln sie hüllen mich ein. Das Lied hatte das Bangen schwerer Stunden gebannt. Drießner leerte ein Glas und sagte nachdenklich:„ Ich muß immer wieder lachen, aber doch auch an die Nacht von Dover denken!" Ja! Auch daran erinnerte das Singen. U- 444 lief über das Wasser an der englischen Kanalküste, die seit der Mobilmachung kein Feuer trug. Beim Ausweichen vor feindlichen Zerstörern tam das Boot dem Lande nahe. Zu spät erkannte Drewitz die Gefahr und ließ abdrehen, aber schon saß er auf Sand. Böse Stunden schlichen wie Schnecken, während der feindliche Schiffsverkehr sich mehrte. Ueberall blinkten die Lichter von Dampfern und Kriegsfahrzeugen. Bald konnten englische Augen das deutsche Boot erspähen. Er ließ Gewicht auspaden, Munition über Bord werfen und entschärfte Torpedos ausschießen. Krause drückte Trinkwasser und Del aus den Tanks. Fast 1600 Zentner im Werte von 200 000 Mark lagen bald im Wasser, aber immer noch saß U- 444 fest, und immer näher blinkten die Lichter. Wieder klopfte wohl Sorge an manches Herz, aber wieder brachte das vom Steuermann angestimmte Lieblingslied der Mannschaft Zuversicht und Entschlossenheit. Gerade da kam das Boot ab, und der Leute Aberglauben dankte das Wunder der Zauberkraft des Lieds vom alten Mantel. ,, Rauchen wir unsere Zigarren," sagte Drewiz. Auch den Genuß brachte die Stunde nach dem Essen. Da im Schiff kein Tabak brennen durfte, gingen sie auf die Brücke. An Deck ließen Rauchfrohe der Mannschaft sich für ein paar Züge aus dem Nasenwärmer gern von Sprizern nässen. Drießner qualmte nur eine Zigarette und ging in die Koje, um bis zur nächsten Wache zu schlafen. Drewiz blieb bei Ruelow, den er während der ersten Fahrt wenig allein lassen wollte. Der Wind hatte abgeflaut. Die See schlug nur mit trägem Klaischen und Plätschern an die Bordwände. Spritzer gingen über Deck, aber warsen selten nasse Tropfen zur Brücke hinauf. Die Luft war wärmer als morgens und schien mit dem Geruch von Seetang, Salzwasser und toten Fischen fast schon Frühlingsahnen zu tragen. Doch düsteres Himmelsgrau hing niedrig, und unheimlich leer lag die bleifarbene See. Kein Segel, keine Rauchfahne war außer dem Qualm aus den Schloten der beiden Minensucher des Geleits zu sehen, bis langsam die Dämmerung fiel. Ein Schleier sank allmählich auf die beiden Qualm= wirtschaftlichen Woche hat Prof. Dr. Holldad- Leipzig übe Frankfurt a. M. Mit den kleinbäuerlichen Betrieb und die Mechanisierung eines einbart, die Preise für Sch Vortrag gehalten, den zweiten Vortrag hielt Gutspächte ten. Die Herabsetzung der Endes- Westerhorn, der über arbeitsparende Wirtschafts gang der Marktpreise für einrichtungen sprach. Nachmittags fand im Marstall ein Vorführung der Zuchthengste statt und im Anschluß hieran ein Tagung des Landeszuchtvereins für Hessen. Ueber 1000 Die Landwirtschaftskammer und die zum landwirtschaft Heute, Samstag, wird lichen Vortragskurs in Darmstadt versammelten Landwirt neuen Kegel- Sporthauses d haben an den Reichslandwirtschaftsminister Schiele ein Teleginnen, die mit ihrem in i gramm geſandt, in dem diesem der Dank für sein mannhafte alles in den Schatten stelle Eintreten für die Interessen der Landwirtschaft ausgesproche des Regel- Sports in Fran wird. Meldungen sind für die ve erster Stelle steht der Groß Leihgestern. Der Delegiertentag zum Gesangswettstreit Hier wäre vor allem der der am 10. Juni hier stattfindet, ist auf den 29. Januar festge der den Ruf eines der be legt worden. Mit dem Wettstreit wird auch ein Hüttenberge Nächst ihm wird Räßle Volks- und Trachtenfest verbunden. Leiter desselben ist de als der Sieger des letzten dem er eine phänomenale Heimatdichter Georg Heß. abzeichen wird von 70 Bilbel. Nahe dem Ossenheimer Wäldchen beobachtet ma seit einigen Tagen einen Flug Trappen. Die Tiere sin dingungen zu erfüllen su äußerst scheu. Die Trappen kommen sonst nur noch in Nord erschaftstämpfen, bei den hat, sind bisher 25 Meldu deutschland vereinzelt vor, wo sie nach Möglichkeit geschont wer den. Auch hier in der Wetterau ist man bemüht, den seltenes Stuttgart, Kelsterbach, W Darmstadt, Frankfurt, Höc Gast vor Verfolgung und etwaiger Vernichtung zu schützen. fämpfe stehen auf gleich Alsfeld. Die Vereinigung landwirtschaftlicher Arbeitgebe Fünfer- Mannschaften mit des Kreises Alsfeld und Umgebung demonstrierte ſehr hefti schieben sich die Wettber gegen den katastrophalen Mangel an Arbeitskräften auf der Wirksamkeit in letter 3 Lande. Industrie und städtischer Haushalt haben Schuld daran erscheinung ist der Agrip Staden. Dieser Tage wurde das Haus des Kaufmann bei dem die Presseleute Seipel durch Schadenfeuer erheblich heimgesucht. Besonder Asphalt erproben sollen. der Mobilarverlust ist bedeutend. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. schlangen vorn. Es dunkelte, als von einem der abgeblendeter Schiffe Licht blinkte. Unsichtbare Hände schwangen am He eine Laterne. Das hieß: ,, Breche Geleit ab." wohl, wenigstens alle di Regelbahn vertraut sind, Daß bei allem Spo zu kurz kommen wird, Einweihungsabend am E glieder und Gäſte in de führen, wobei die offiziel Es war der letzte Gruß der Heimat. Durch das Blauſchwar treter des Deutschen Keg der sternenlosen Nacht huschten die fernen Schatten der Geleit nier der sportlichen ste boote U- 444 war allein und Drewitz auf ein eigen lein. Die Damen treffen Können und Entschließen gestellt. Er ging nach unten un schnell durch alle Räume. Die Leute hatten ihre Habe verstaut Dienstfreie schnarchten über und unter den tottragenden Tor pedos, sorglos wie zu Hause die Mütter und Schwestern schlie fen. Gläubiges Vertrauen und ruhige Zuversicht entspannter ihre heiteren Mienen. Da war ihm beim Gang nach oben, al habe er Deutschland gesehen. Das kleine graue Boot schier Gefundheit Das Rauchen ist he Bevölkerung weit verbre wie das Vaterland. Furchtbarer Druck lag auf Wänden und oft geradezu mit Leiden Grenzen. Alle Fluten des Weltmeeres drohten das winzig weilen ein wertvolles 6 Fahrzeug zu zerquetschen, alle Heere der Welt das Reich erdrücken. Unsagbar eng war das Leben zwischen Wänden un Grenzen. Hier fehlte oft Luft zum Atmen, wie dort das Bro wie die Tatsache, daß da heitliche Gefahren in f zum Essen. Doch stark und gläubig blieb die Zuversicht. Wi digungen lassen sich inde fingerdicker Stahl dem Druck der Meere, bot ein dünner graue schränken durch Beachtun Männerwall dem Ansturm von Millionen Troy. Doch das wo eine spanisch- medizinische nicht genug an Ehre, Ruhm und Volkesgröße. Das Heer durc brach den Feindesring und trug die Siegeswaffen vom Aermel meer zum Bosporus, ja bis nach Asien. Hier aber flog ei kleiner grauer Bruder mit dreißig deutschen Männern dur das von Flotten vieler Länder geworfene Sperrnet. Dort dri ben blinkten Lichter. Britische Scheinwerfer sprachen von Schif zu Schiff. Start und nahe war schon der übermächtige Gegne und doch sein Handel schon gelähmt, denn leer lag die metal lisch schwarze Flut, bis in Höhe von Terschelling die Laterne der„ Friedrichstraße" schimmerten. Hollands Feuerschiffe ode Bojen wiesen seinen Stippern einen Weg durch die von Deutsc lands junger Flotte den Neutralen freigegebene Rinne. Er stieg die Leiter hinab und warf sich in der Kamme auf die Koje, ohne Kleider und Stiefel abzulegen. Der Schlum mer blieb nicht lange fern. Doch ein Tropfen fiel als Wede auf seine Nase. Der ewigen Plage des von den Wänden fallen den Schweißwassers war nie abzuhelfen. Er griff zum Hand tuch an der Wand, wischte das stinkende Del und Wasser von Gesicht und legte das Tuch über den Kopf. Das Fallen neue Tropfen war doch zu spüren. Er warf sich auf die rechte Seit und schlief wieder. Ein Kiheln im Ohr weckte. Das Handtu war vom Kopf gerutscht und Schweißwasser in die Ohrmusche getropft. Also fehrte er Elisabeths Bild den Rücken. Gedante an das liebe Mädchen huschten noch durch seine Träume, a Wulkin meldte, es sei acht Uhr. Drewik sprang aus der Koj rieb das Gesicht mit einem feuchten Handtuch, die Hände m Seise und Wasser ab. Für den Tag angekleidet, nahm er mi dem Ingenieur das Frühstück von Kaffee und Brot. Auf der Weg zur Brücke kam schon in der Zentrale ein Heizer, um ein eben vom Wachoffizier dem Rudergänger im Turm zugerufer Meldung zu bringen. ,, Lassen Sie. Bin gleich oben." ( Fortsetzung folgt.) 1. Nimm milden Tab hält. 2. Das Rauchen ist die an schlechter V Lungentatarrh neig bei denen der Ger absonderungen herv allen denen, die viel und fünstlerisch arbe 3. Der Tabak muß tro Zigarette soll aus r dung von Leim. Sol nen nur minimale Gesundheitschädlich is gen oder furz vor de 6. Unzwedmäßig ist das Uebung( Ballspiel, L 7. Ein wichtiges und mittel ist die Anwen und der Pfeife für de 7. Um die schädlichen des warmen Rauches einer Zigarrenipige io empfiehlt es sich, mehr als die Hälfte 1024 Nr. Samstag, den 14. Januar 1928. weiteren Rechte aus ihre Die Anschriften der Treauf Anordnung des Kreisschulamts in Alsfeld bis auf weiteres Bebens- und Feuerversiche wieder geschlossen werden, da unter den Kindern die Masern aße 13, allen Interessente epidemieartig auftreten. Auch die höhere Bürgerschule ist aus Rüdporto gerne befann dem gleichen Grunde geschlossen, da deren zum Teil von aus= nite in allen einschlägige wärts tommenden Schüler die Krankheit nur noch verschlepHomberg a. d. Ohm. Die Volksschule unserer Stadt mußte no Fern. aftliche Woche. pen würden. Reichelsheim( Oberh.). Der bekannte Geflügelzüchter Otto Muhl von hier ist mit der Note ,, vorzüglich", viermal mit sehr gut“ und einer ganzen Reihe von Ehrenpreisen von der am 6. und 8. Januar stattgefundenen Geflügelausstellung in Leipzig, der größten des Kontinents, als Sieger heimgekehrt. Marburg. In der Eingemeindungsfrage Odershausens ten Verlauf der landwir nach Marburg wurde seitens der Gemeinde Odershausen eine Pfaff Gießen über Ner Kommission gewählt, die hierüber mit Stadt Marburg in Been". Er unterschied für diratungen eintreten wird. oduktionsfaktoren: die ur pa, die beeinflußbaren, wihofsvorsteher in Heidesheim von einem Zug erfaßt und zu Bov. Ueber Industrie un u. a. einen, Schädelbruch erlitt, liegt bedenklich darnieder. tem Maße beeinflußbare den geschleudert. Der Beamte, der hierbei schwere Verlegungen, Mainz. Beim Ueberschreiten der Gleise wurde der Bahnm Weltmarkt" sprach D tagten unter dem Vorsi Büdesheim nach Bingen findet eine Volksabstimmung statt. Der Raiffeisengenossenschaften Abstimmungstermin wurde vom Büdesheimer Gemeinderat auf Prof. Sessous- Gieße den 11. März ds. Js. festgelegt. Bekanntlich hat Bingen der zenbau. Er erklärte, da Eingemeindung der Nachbargemeinde bereits im Vorjahre zuBingen a. Rh. In der Frage der Eingemeindung von indlicher Düngemittel di fei. Prof. Dr. Rößler gestimmt. Höchst a. M. Jm Arbeitsraum des Zentral- Laboratoriums dhe Fragen auf dem& der Farbwerte explodierte ein Gefäß mit Chlornitrobenzol. Gieaftlichen Kulturpflanzen. Der Arbeiter wurden verlegt. Die Berlegungen sind größtenprach Gartenbauinſpetto teils leichterer Natur. Zwei Verletzte mußten ins Krankenhaus en im planmäßigen Un gebracht werden. Der Sachschaden ist bedeutend. Die Ursache Tage der Hessischen lant tonnte bis jetzt noch nicht festgestellt werden. Hollback- Leipzig übe Frankfurt a. M. Mit der Fleischer- Innung wurde verdie Mechaniſierung eine einbart, die Preise für Schweinefleisch um 10, 20 Pfg. zu sen= ortrag hielt Gutspächte ten. Die Herabsezung der Preise entspricht dem starken Rückrbeitsparende Wirtschafts gang der Marktpreise für lebende Schweine. fand im Marstall ein nd im Anschluß hieran eit Hessen. Wäldchen beobachtet ma Ueber 1000 Regler in Frankfurt. d die zum landwirtschaf Heute, Samstag, wird mit der offiziellen Eröffnung des versammelten Landwirt neuen Regel- Sporthauses die Süddeutsche Kegel- Sportwoche besminister Schiele ein Tel ginnen, die mit ihrem in jeder Hinsicht großzügigen Programm Dank für sein mannhafte alles in den Schatten stellen wird, was bisher auf dem Gebiete Landwirtschaft ausgesproche des Regel- Sports in Frankfurt geboten wurde. Mehr als 1000 Meldungen sind für die verschiedenen Kämpfe eingegangen. An erster Stelle steht der Großkampf über 300 Kugeln auf Asphalt. tag zum Gesangswettstrei Hier wäre vor allem der Halberstädter Schaaf zu erwähnen, t auf den 29. Januar festg der den Ruf eines der besten deutschen Asphaltkeglers genießt. wird auch ein Hüttenberg Nächst ihm wird Räßler- Ulm erscheinen, noch wohl bekannt, n. Leiter desselben ist de als der Sieger des letzten Großkampfes in Frankfurt a. M., bei dem er eine phänomenale Leistung an den Tag legte. Das Sportabzeichen wird von 70 Keglern erstrebt, die die schweren Berappen. Die Tiere sin dingungen zu erfüllen suchen werden. Zu den Verbands- Meim sonst nur noch in Nor sterschaftstämpfen, bei denen jeder Verband 10 Mann zu stellen hat, sind bisher 25 Meldungen eingelaufen. Wir heben hervor h Möglichkeit geschont we man bemüht, den seltene Stuttgart, Kelsterbach, Mainz, Bad Nauheim, Aschaffenburg, Darmstadt, Frankfurt, Höchst, Schwanheim und Hanau. Die KlubBernichtung zu schützen. fämpfe stehen auf gleich hohem Niveau. Hierbei messen sich wirtschaftlicher Arbeitgeb Fünfer- Mannschaften mit je 50 Kugeln. Zwischen diese Kämpfe demonstrierte sehr hefti schieben sich die Wettbewerbe für die Damen, deren sportliche n Arbeitskräften auf de Wirksamkeit in letzter Zeit stark zugenommen hat. Eine Neushalt haben Schuld dara erscheinung ist der Agrippina- Wanderpreis und der Pressekampf as Haus des Kaufmann bei dem die Presseleute ihre Geschicklichkeit mit 50 Kugeln auf ch heimgesucht. Besonder Asphalt erproben sollen. Die Amerikabahn wird aber gleichwohl, wenigstens alle die, welche auf dieser internationalen Kegelbahn vertraut sind, hier versammelt sehen. an Klein in Gießen. Daß bei allem Sport das gesellschaftliche Element nicht zu kurz kommen wird, dafür sind die Regler bekannt. Der In einem der abgeblendet Einweihungsabend am Samstag wird zum ersten Male MitSände schwangen am H glieder und Gäste in dem neuen herrlichen Saale zusammenführen, wobei die offizielle Einweihung erfolgen soll. Als Vertreter des Deutschen Regler- Bundes wird dabei der alte Pionier der sportlichen Regelei Zizler- Halberstadt anwesend ein. Die Damen tressen sich bei einem Damenkränzchen. at. Durch das Blauſchwa ernen Schatten der Gelei Drewiß auf sein eigen Er ging nach unten un hatten ihre Habe verstau ter den tottragenden To tter und Schwestern soli ige Zuversicht entspannte beim Gang nach oben, al fleine graue Boot schie Gesundheitsregeln für Raucher. Das Rauchen ist heutzutage eine in allen Schichten der Bevölkerung weit verbreitete Sitte, der Männer und Frauen rud lag auf Wänden an oft geradezu mit Leidenschaft huldigen. Daß der Tabak bis= eres drohten das winzi weilen ein wertvolles Genußmittel darstellt, ist ebenso bekannt e der Welt das Reich eben zwischen Wänden ut Atmen, wie dort das Br wie die Tatsache, daß das Rauchen nicht selten gewisse gesundheitliche Gefahren in sich birgt. Diese gesundheitlichen Schäblieb die Zuversicht. W digungen lassen sich indessen bis zu einem gwissen Grade einere, bot ein dünner grau schränken durch Beachtungen von Vorschriften, wie sie kürzlich lionen Troh. Doch das weine spanisch- medizinische Zeitschrift veröffentlicht hat: olfesgröße. Das Heer durd Siegeswaffen vom Aerme Asien. Hier aber flog ei deutschen Männern dur Dorfene Sperrnet. Dort dr inwerfer sprachen von Schi on der übermächtige Gegn t, denn leer lag die meta on Terschelling die Laterne Sollands Feuerschiffe od Weg durch die von Deutid freigegebene Rinne. warf sich in der Kamm efel abzulegen. Der Schlun in Tropfen fiel als Wed Des von den Wänden falle elfen. Er griff zum San fende Del und Wasser vo en Kopf. Das Fallen new arf fich auf die rechte Geil Ohr wedte. Das Sandtu ißwasser in die Ohrmusch Bild den Rüden. Gedant h durch seine Träume, d ewig sprang aus der Ko Handtuch, die Hände m angefleidet, nahm er m Kaffee und Brot. Auf de entrale ein Heizer, um ein änger im Turm zugerufen at.) 1. Nimm milden Tabak, der möglichst wenig Nikotin enthält. 2. Das Rauchen ist schädlich bei all denjenigen Menschen, die an schlechter Verdauung leiden und zu Bronchial- und Lungenkatarrh neigen, ganz allgemein bei allen denjenigen, bei denen der Genuß der Zigarre übermäßige Speichelabsonderungen hervorruft. Das Rauchen ist erlaubt bei allen denen, die viel reisen ,, gut und viel essen oder geistig und künstlerisch arbeiten. 3. Der Tabak muß troden geraucht werden. Das Papier der Zigarette soll aus reinen Fasern bestehen ohne Verwendung von Leim. Solches Papier hinterläßt beim Verbren= nen nur minimale Rückstände. 4. Gesundheitschädlich ist das Rauchen mit nüchternem Magen oder kurz vor dem Zubettgehen. 5. Unzweckmäßig ist das Rauchen während einer körperlichen Uebung( Ballspiel, Laufen, Radfahren usw.). 7. Ein wichtiges und wertvolles hygienisches Vorbeugungsmittel ist die Anwendung des Mundstückes für Zigaretten und der Pfeife für den Tabak. 7. Um die schädlichen Wirkungen des feuchten Tabaks und des warmen Rauches zu vermeiden, ist die Verwendung einer Zigarrenspitze zweckmäßig. Raucht man ohne Spize, so empfiehlt es sich, die Zigarre wegzuwerfen, sobald man mehr als die Hälfte geraucht hat. „ Gießener Zeitung" 8. Es ist schädlich, die Spitzen der Zigarren zu kauen, weil dadurch die Speichelabsonderung vermehrt wird und die Schleimhäute der Lippen und der Zunge gereizt werden. 9. Rauchen durch die Lunge oder durch die Nase ist unter allen Umständen gesundheitsschädlich. 10. Um Zähne und Mund rein und frisch zu erhalten und die örtliche giftige Wirkung des Tabats möglichst zu vermeiden, ist Gurgeln mit geeignetem Gurgelwasser und Zähnepuzen zweckmäßig und notwendig. Das Geheimnis des Fafics." Der Sarg nicht hermetisch abgeschlossen. In Breslau hat sich der Fakir To Kha, ein Kollege von unserem entsprungenen El Rahly, in der Jahrhunderhalle für die Zeit von 120 Stunden im hypnotischen Schlafzustand begraben lassen. Anwesende Aerzte machten bei der Untersuchung des Sarges die überrraschende Feststellung, daß der Sarg nicht, wie behauptet, hermetisch abgeschlossen ist. Die eine Schmalseite des Sarges besteht nämlich nicht, wie es bei einer oberflächlichen Betrachtung den Anschein hatte, aus Glas, sondern in einem Umfange von etwa dreißig Qudratzentimetern aus feinmaschiger Gaze; auch sonst hat die Außenluft hinreichenden Zutritt. Mit dieser Feststellung verliert das ganze Experiment wesentlich an Interesse. Es bleibt lediglich ein fünftägiger katalep= tischer Zustand, der wohl etwas ungewöhnlich, aber durchaus nicht einzigartig dasteht. Nr. 5. Plarrer Heumanns Heilmittel stets vorrätig in der Niederlage Hirsch- Apotheke, Giessen Frankfurterstrasse 4, Das Pfarrer Heumann- Buch 272 Seiten 150 Abbildung. erhält jed. Leser volländig umforst und portofrei, von Ludwig! leumann& Co Nürnberg M. 629 Die Nüglichkeit des Zeitungslesen. Kürzlich fand ein Kellner eines Londoner Klubhauses ein Diamantenarmband. Er lieferte es nicht pflichtgemäß beim Geschäftsführer ab, sondern nahm es mit nach Hause. Einige Tage später versuchte er, den Fund für 40 Mark zu versetzen. Der Pfandleiher schöpfte in Anbetracht der Kostbarkeit des Armbandes Verdacht und rief unauffällig die Polizei. Der Kellner mußte den Pfanddiebstahl zugeben und vor Gericht erscheinen. Er trug sein Schichsal mit Ruhe bis zu dem Augenblick, da die Besitzerin des Schmudes erklärte, daß sie in allen Londoner Zeitungen auf cine Herbeischaffung eine Belohnung von 9000 Mark ausgesetzt haite. Da brach der unehrliche Finder zusammen. Das Gericht gab ihm aber Gelegenheit, sich im Gefängnis wieder zu erholen unt einige Monate lang über den Nutzen der Ehrlichkeit und des Zeitungslesens nachzudenken. CHEVROLET EIN ERZEUGNIS VON GENERAL MOTORS NESTER CHEVROLET A Der große, kraftvolle, sichere Wagen zu dem unerhört niedrigen Preise von nur 4425 M Eine ine Million Käufer wählten im Jahre 1927 den Chevrolet. Sie wußten warum! 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Untergliederung des wirtschaftlich lebensfo ihr Eigenleben führe Der württembergische das Zurüdgreifen auf die ferenz, wie die eben tag Nachmittag sprach der b seine Forderungen sind: Berfassungsautono Gebietsautonomie de bungsrechte des Rei tung gegen Eingriffe rung des Finanzaus Länder wirklich Rech Händigkeiten zugunste Augustvereinbarunger Auch den wirtscha bezug auf das Besch wesen tönnte ohne w tragen werden. Di rung des Geld un Wege der Vereinbar tigt werden. Preußens Minister sche Anschauung. Er be Staaten feinen Zwang Der Gedanke Reichs Personalunion zu vereinf spricht für sich), aber di vinzen auflösen zu wolle den. Für das Beste hiel verlangten Ausschuß einse Am Dienstag hatten Sachsen, Thüringen, sprac In turzen Worten wies e lauf der Konferenz in fein Schaltung einer Erörterung Staates, sei zu bedauern. alle Umstände auf Er werde im Bolt verla Dingen zu verschließen, bi tug des historisch Geword man nicht weiter. Wer berfolge, der tönne fich scheinbar in dieser Konfe wüßten, daß wir den K Drud der schweren Dames