31.8 3( 13) annover Seljenten auf d , ohne da te über G nicht ancen han ein Diln t nach Sa führt hat jjel in Re 3: 1 Sieg in der ne che Me Der Gi ngen Welt für 15 A deutsche Min. In er fürzli Einer- Ru rich mit el auf. die deuti itel Bejal Debr Stol Veloclub chmadspil Feien folge Schönes h uft man f. in Gießen hall' ereit! und mit dem ick, en g- Vordruck 1. r nur Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Jahrg. Bolitische Tagesschau. Das Reichskabinett setzte am Donnerstag seine Beratungen über die Handelsvertragsverhandlungen mit Polen fort. Außerdem hat sich das Kabinett mit dem Entwurf eines Geseges über die Ausführung der Empfehlungen der Weltwirtschaftskonferenz beschäftigt. Reichsfinanzminister Dr. Hilferding kündigte Freitag bei einer Kundgebung der Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels die Einführung neuer Steuern an. Denn soweit sich nicht aus den laufenden Einnahmen Ueberschüsse erzielen ließen, müsse der Fehlbetrag von 600 Millionen durch neue steuerliche Belastungen aufgebracht werden. H Das Reichsministerium des Innern hat sich im Einvernehmen mit der Mehrzahl aller Frontkämpferverbände für die Errichtung des Ehrenmals in Berta entschlossen. Eine entsprechende Borlage wird in absehbarer Zeit das Reichskabinett beschäftigen. Die deutschen Gesellschaften in Amerika forderten die NewYorker Bevölkerung auf, bei der Ankunft des Zeppelins die amerikanische und die deutsche Flagge zu zeigen. H Ungarn hat zur Bedingung zum Beitritt zum Kellogpakt gemacht, daß in eine Erörterung der Revision der Friedensverträge eingetreten wird. Bom südslawischen Außenminister Schumentovitsch und Benizelos wurden Donnerstag die Aktenstücke unterzeichnet, die vorläufig an Stelle des griechisch- südstawischen Freundschaftsvertrages Geltung haben. Luftschiff„ Graf Zeppelin" auf der Amerikafahrt. Das Luftschiff„ Graf Zeppelin" ist Donnerstag früh 7,50 Uhr bei wolkigem, aber windstillem Wetter zur Fahrt nach Amerika aufgestiegen. Das Luftschiff nahm seinen Kurs auf Basel und wurde 8,10 Uhr über Konstanz, 8,50 Uhr über Schaffhausen und 9,07 Uhr über Waldshut gesichtet. Ueberall läuteten ihm die Glocken. Ueber Frankreich und Spanien fliegend, passierte das Luftschiff Gibraltar und gestern abend um 10 Uhr die Azoren bei regnerischem aber ruhigem Wetter. Westlich der Azoren wird Graf Zeppelin" gutes Flugwetter finden. Der Umweg nach Süden, mit dem die Fahrtleitung schon bei Antritt der Reise gerechnet hatte, bringt eine nennenswerte Berlängerung des Reiseweges mit sich. Der Weg, den das Luftschiff auf dieser stark südlichen Route zurücklegen muß, wird 10-11 000 Kilometer betragen. Bei normalen Wetterverhältnissen hätte der Reiseweg Friedrichshafen- Lakehurst auf der südlichen Dampferlinie nur etwa 7000-7500 Kilometer betragen. Auch dann, wenn„ Graf Zeppelin" westlich der Azoren auf sehr gutes Wetter und guten Rückenwind trifft, ist mit einer Landung in Lakehurst vor Sonntagabend nicht zu rechnen. Druck und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Bostschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M Samstag, den 13. Oftober 1928 Um das Konkordat. Die Frage eines Reichskonkordats, die vor zwei Jahren die Gemüter auf das lebhafteste bewegt hatte, war, wie es schien, durch den energischen Widerstand weiter evangelischer und auch bedeutender katholischer Kreise zur Ruhe gekommen. Nunmehr taucht plötzlich durch die Veröffentlichung des„ Vorwärts" die Nachricht auf, daß der Entwurf für ein preußisches Konkordat in Verhandlungen zwischen dem Nuntius und dem preußischen Kultusminister festgestellt worden sei und demnächst der Regierung vorliegt. Die greußisiche Regierungserlärung läßt einen Zweifel darüber, daß auch die Schulfrage berührt werden wird. Auch scheint in Bezug auf die Ernennung der Bischöfe die Aufgabe eines Teiles der staatlichen Hoheitsrechte vorgesehen zu sein. Es erscheint nach wie vor untragbar, daß die Schulfrage Gegenstand außenpolitischer Verhandlungen wird. Auch sei darauf hingewiesen, daß in der Vergangenheit noch niemals ein preußisches Konkordat bestanden hat. Die Grundlage des seitherigen Zustandes waren die Verhandlungen von 1923, bei denen ausdrücklich vermieden wurde, ein Konkordat abzuschließen, weil man durch die Erfahrungen anderer Länder mißtrauisch geworden war. Auch jetzt dürfte es durchaus genügen, wenn die notwendige Regelung zwischen Staat und Kirche auf dem Vertragswege erfolgt. Wieder ein Dummerjungenstreich. Zweibrücken. In der Nacht zum Freitag wurde die Trikolore des französischen Offizierskasinos herabgerissen. Der Fahnenschaft, der auf einem Balkon befestigt war, wurde zur Hälfte abgebrochen und mit der Fahne verschleppt. Seit den frühesten Morgenstunden ist die Staatsanwaltschaft mit der Aufklärung des Tatbestandes beschäftigt. Die Fahne ist noch nicht aufge= funden worden. Die Prager Katastrophe. Prag. Die Zahl der Toten des Bauunglücks hat sich auf 40 erhöht. Es wurden grauenhaft verstümmelte Leichen geborgen. Im Krankenhause sind ihren Verletzungen im Laufe des heutigen Tages zwei Schwerverletzte erlegen. Die Zahl der Opfer, die noch unter den Betontrümmern begraben sind, ist immer noch unbestimmt. Mit der Abtragung des Schuttes ist man nunmehr dem Erdboden gleichgekommen. Es gilt nur noch, die zwei Stock tiefen Keller auszugraben. Lebenszeichen werden zur Zeit keine mehr vernommen. * Die Duplizität des Unheils. Prag. Am Donnerstag, einige Minuten vor Mitternacht, kam es zu einem neuen Hauseinsturz in Prag, und zwar in Alt- Lieben. Es handelt sich um ein großes Eckhaus, das aus Ziegeln ausgeführt war und bereits im Rohbau fertig stand. Ein großer Teil dieses Hauses, in der Länge von etwa 60 Meter und in der ganzen Höhe von vier Stockwerken stürzte um Mitternacht plötzlich zusammen. Auf dem Bau war um diese Zeit niemand beschäftigt; da auch die Straße vollkommen menschenleer war, scheint niemand zu Schaden gekommen zu sein, während der Einsturz bei Tage zweifellos Opfer gefordert hätte. Wie„ Graf Zeppelin" empfangen werden soll. Die Ursache des Unglücks wird auf schlechtes Ziegelmaterial Newyork, 11. Oktober. Das Luftschiff„ Los Angeles" ist zurückgeführt. in Lakehurst gelandet. Sobald„ Graf Zeppelin" die neuengländische Küste erreicht, wird die ,, Los Angeles" zusammen mit wei halbstarren Marineluftschiffen aufsteigen, um dem deutschen Luftschiff bis nach Lakehurst das Geleit zu geben. Das ganze Flugfeld wird polizeilich abgesperrt werden, da man mit mehr als 100 000 Zuschauern rechnet. Ueberall herrscht fieberhafte Spannung. Große Empfänge für die Teilnehmer am Fluge sind vorgesehen. Vertreter der Stadt Newyork werden die Zeppelinmannschaft von Lakehurst nach Newyork begleiten. Von Battery aus wird ein großer Festzug den unteren Broadway bis zur City- Hall marschieren, wo ein festlicher Empfang durch Oberbürgermeister Walker stattfindet. Weitere Festlichkeiten werden sich anschließen, an denen neben Oberbürgermeister Walker u. a. Senator Wagner, General Allen, Prof. Soetsch und General Haskell als Vertreter des Gouverneurs Smiths, der zurzeit in anderen Teilen Amerikas Wahlreden hält, teilnehmen. Die Meldung vom erfolgten Start des„ Graf Zeppelin" wird pon allen großen Newyorker Zeitungen in Extraausgaben auf den Straßen verbreitet. Den Zeitungsverkäufern werden die Extrablätter buchstäblich aus der Hand gerissen. aben, roma of dem Janen Kaffee nt und e Hag slust Bb. weller ost. meinen fohlen leder mann, Senub seiner ser. Ten Verfassungsausschuß der Länder am 22. Oktober. Am 22. Oktober wird in Berlin der Verfassungsausschuß der Länderkonferenz zusammentreten, um die Referate entgegenzunehmen, die die von ihm bestimmten Sachverständigen über die Schwierigkeiten im Verfassungsleben ausgearbeitet haben. Es werden sich drei Referenten über das erwähnte Thema äußern, und zwar, Ministerialdirektor Dr. Brecht( PreuBern), Ministerialdirektor Dr. Poetsch- Heffter( Sachsen) und der bayerische Ministerpräsident Dr. Held. Deuts 2 PS DEUTZ Motoren liegend und stehend ortfest und fahrbar für alle Brennstoffe und Anwendungsgebiete ferner Diesel- Lokomotiven Motor- Triebwagen Motor- Verschiebebock Diesel- Lokomobilen Motor- Walzen Gaserzeugungsanlagen Heizgasanlagen Diesel- Schlepper insbesondere Kompressorlose Dieselmotoren für Industrie, Gewerbe. Landwirtschaft und Schiffahrt 5 DEUTZ 1000 PS 5032 MOTORENFABRIK DEUTZ A- G. Zweigniederlg. FRANKFURT/ M. Taunusstr.10 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pig., die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Plak vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 81 Ausstellungen und Heimatgeitung. Unsere Stellungnahme zu einer bedeutsamen Entschließung des Hessischen Industrie- und Handelstages. Man muß Heimat: ausstellungen gelten lassen. Der Hess. Industrie- und Handelskammertag hat in seiner letzten Vertreterbesprechung zur Frage der Abhaltung von Ausstellungen durch die Städte folgende Entschließung gefaßt: ,, Der Hessische Industrie- und Handelskammertag ist der Auffassung, daß aus Gründen der wirtschaftlichen Sparsamkeit die Art der Werbung, wie sie durch Ausstellungen und Messen betrieben wird, auf das Aeußerste eingeschränkt und von einer sachverständigen Stelle, dem Deutschen Ausstel= lungs- und Messeamt, aus rationalisiert werden muß. Er mißbilligt das Bestreben der Städte, durch das Mittel von Messen und Ausstellungen, lokaler, wirtschaftlich nicht gerechtfertigter Art Massenbesuch in ihre Mauern zu ziehen. Solche Veranstaltungen nutzen der allgemeinen Volkswirtschaft nichts, schaden ihr vielmehr nur, indem sie zu unnützen Ausgaben verleiten und der so notwendigen Kapitalneubildung unheilvoll entgegenwirken." Man tann nicht umhin, in einer derartigen Auffassung den starken Willen nach Zentralisation zugunsten großer Organisationen zu erkennen. Eine strikte Befolgung des Wunsches der Industrie- und Handelskammer würde ohne weiteres der zentralen Organisation auch die Bestimmung, wo Ausstellungen stattfinden sollen, in die Hand geben. Selbstverständlich wird eben der Zentralisation wegen immer die Großstadt den Borzug vor der kleineren erhalten. Dabei wird aber jedenfalls verkannt, daß die Veranstaltung von Ausstellungen gerade für die Provinzstädte von Nuzen sind, wenn sie vor allem der Zurschaustellung der eigenen Erzeugnisse des Landes dienen. Welch belebende Wirkung für das deutsche Wirtschaftsleben einer kleinen Stadt eine Ausstellung haben kann, wird offenbar an maßgebenden Stellen nicht genügend beachtet. Es wird daher gewiß von den kleineren Städten begrüßt, daß die Entschließung des Hessischen Industrie- und Handelskammertages nicht mehr als eben eine Auffassung darstellt, neben der man die gegenteilige gelten lassen muß, denn diese hat ihre Hintergründe, die nicht nur darin beruhen, was eine Ausstellung für einen kaufmännischen Nutzen bringt, sondern darin, daß sich in einer guten Ausstellung ein Städ Voltstum offenbart. Man kann sich außerdem darüber streiten, ob der durch eine Ausstellung veranlaßte lebhaftere Geldumsatz wirklich ein volkswirtschaftlicher Nachteil ist. Irgendwe setzt sich das Geld doch fest. Die schon lange angekündigte Hessische Landes- und Gewerbeausstellung, um deren Lokalisierung bekanntlich heftig und lange gekämpft wurde, dürfte erstmalig wieder das Erwerbsleben unserer Heimat darstellen. Dabei fönnte aber ge= rade durch die Selbstdarstellung des Erwerbslebens einem so prefär gelagerten Gebiet, wie es z. B. Hessen in wirtschaftlicher Beziehung ohne Zweifel ist, geholfen werden. Selbst wenn man nicht einmal eine unmittelbare Wirkung einer Ausstellung feststellen tönnie, wäre der moralische Erfolg als Nugen zu buchen. Selbstbesinnung des Unternehmertum! Eine Entschließung des Hansa- Bund- Präsidiums gegen die Wirtschaftsdemokratie. Das Präsidium des Hansa bundes für Gewerbe, Handel und Industrie hat einstimmig auf seiner am Sonnabend, den 6. Oktober, in Berlin stattgefundenen Sigung die folgende Entschließung angenommen: ,, Das Präsidium des Hansabundes für Gewerbe, Handel und Industrie ist überzeugt, daß der Kampf um die Arbeitszeit und Arbeitslohn, nur bei weitestgehendem wirtschaftlichen und sozialen Verständnis aller Beteiligten ohne Schaden für Staat und Volkswirtschaft ertragen werden tann. Die unmittelbaren und mittelbaren Kriegsfolgen, insbesondere aber die überhohe Belastung des Arbeitsproduktes durch öffentliche Abgaben aller Art haben eine Enge aller wirtschaftlichen Möglichkeiten herbeigeführt, der sich kein Erwerbsstand entziehen kann. Das Präsidium des Hansabundes fühlt sich verpflichtet, vor aller Deffentlichkeit dringend davor zu warnen, die sozialen Auseinandersetzungen durch das Hineintragen einer nur in der politischen Gedankenwelt wurzelnden, auf die Beseitigung der gegenwärtigen Wirtschaftsordnung hinzielenden Schlagwortpropaganda unnötig zu verschärfen. Der auf dem Hamburger Gewerkschaftskongreß vertretene Gedanke der Wirtschaftsdemokratie stellt sich als das Verlangen nach einem mit keinerlei Risikobeteiligung verbundenen Mitbestimmungsrecht der staatlichen und Verbandsbürokratie dar, das für alle produktiv tätigen Wirtschaftskreise nicht nur wertlos, sondern gefährlich ist. Das Präsidium des Hansabundes bedauert besonders, daß diese, der wirtschaftsund sozialpolitischen Sachlichkeit schädliche Propaganda sich auf Aeußerungen führender Mitglieder der gegenwärtigen Reichsregierung stützen kann, die keine positive Zielsetzung enthalten und gerade geeignet erscheinen, die Lösung der unsere Zeit erfüllenden ernsten sozialen Probleme zu verwirren." Samstag, den 13. Oftober 1928. Lokales. Sonntagsgedanken. Vom alten Vater und vom greisen Mütterlein wollen wir heute reden. Hab und Gut übergaben sie einst den Kindern. Sorge war der Tag, Arbeit die Woche, Mühe das ganze Leben. Und jetzt, da das Alter sie zur Ruhe zwingt, müssen sie voll Sorgen schauen von einer Mahlzeit zur anderen. Um der Kinder willen mühten sie sich das ganze Leben lang und hofften auf den Abend ihres Lebens, der ihnen Ruhe, Dank und Frieden bringen sollte. Anders ist es gekommen, ganz anders, als sie es gewünscht und wie sie es verdient hatten. Zeronnen sind die Ersparnisse ihres Lebens, Not und Zeit haben sie aufgezehrt und manche Alten, die als Reiche in Ruhe gingen, sind bettelarm geworden. Sorgen drückt sie mehr wie je und keine Sonne will mehr scheinen und kein Lichtstrahl in ihr Stübchen dringen. Habet Mitleid, habet Geduld! Ihr Kinder jener Alten, jener Armen! ,, Gießener Zeitung 44 Weilburg, das 75jährige ,, Liederkranz" Eberstadt( bei Lich) am 30. Juni, das 60jährige„ Eintracht" Wagenborn- Steinberg, 50jähriges Jubiläum feiern: Gesangverein Staufenberg am 9. Juni, Obermörlen am 12. bis 15. Juli ,,, Frohsinn" Nieder- Wöllstadt am 6. bis 8. Juli. Angersbachy( bei Lauterbach) begeht am 3. Juni sein Sängerfest. Wenn dein Vater alt geworden, wenn deiner Mutter Hände müde sind, wenn ihre Füße, kraftgebrochen, sie nicht mehr tragen beim Gehen, dann reichet ihnen den Arm zur Stütze! Wenn dein Vater hungert, wenn deine Mutter in Sorgen um das Brot des nächsten Tages weint, dann geh' zu ihnen und gib! Gib reichlich und verspreche dies auch für den anderen Tag! Nr. 81. Zum Kündigungsschuß Schwerbeschädigter. Die Frage, ob ein Schwerbeschädigter, dessen Eigenschaft als solcher dem Arbeitgeber nicht bekannt ist, den Kündigungsschutz des§ 13 Schwerb.Ges. genießt, ist vom L.A. Ger. Nürnberg( B.R. 18/27 vom 18. 11. 1927) bejaht worden. In den Gründen des Urteils sind folgende Rechtssätze aufgestellt worden: * Umwälzung in der Rauchtabat- Industrie. Erst vor kurzem hat eine Bremer Zigarettenfabrik eine Erfindung zum Patent angemeldet, wonach es dieser möglich ist, die dem Tabak anhaftenden Unreinlichkeiten( Mikroben und Bakterien usw.) abzutöten bezw. zu sterilisieren, um dadurch die Qualität und Genußfähigkeit des Tabaks zu veredeln. Dieses Veredlungsverfahren, das sogenannte Elektro- Ozon- Wellen- Verfahren, wirkt sich bei den zur Rauchtabakfabrikation zu verarbeitenden Tabafen ganz besonders günstig aus, weil der dem Pfeifentabak eigene, strengere Geschmack vollständig behoben wird( die Qualität soll zirka 30 Prozent leichter sein), dabei aber der volle Rauchgenuß stehen bleiben. Wie wir von gut unterrichteter Seite erfahren, soll die Bremer Rauchtabaffabrik August Reiners u. Co. das Benutzungsrecht für das Veredlungsverfahren für das gesamte Deutsche Reich übernommen haben und wird zunächst eine Sorte des nach dem neuen Verfahren behandelten Rauchtabaks in den Handel gebracht. Der lang gehegte Wunsch vieler Pfeifenraucher, einen besonders leichten und bekömmlichen Pfeifentabak zu rauchen, dürfte damit restlos in Erfüllung ge= gangen sein. Gebot und Pflicht ist es! Es ist traurig, daß selbst hier die Habsucht manchem hindernd in den Weg tritt, der zum Baterhaus führt. Hört diese Wahrheit zum Sonntag! Weil sie so erschütternd schreit, soll sie gerade zum Sonntag gehört werden. Der Sonntagsschreiber. " Die Verordnung zum Schußwaffengeseg veröffentlichte der Minister, darnach beträgt der Stempel für die Handelserlaubnis zum Verkauf von Stoß-, Hieb- und Schußwaffen sowie Munition 50 bis 100 R.-M. Für Wassenerwerbsscheine wird eine Gebühr von 2 R.-M. erhoben. Die Gebühr beträgt, soweit Schußwaffen von nicht mehr als 6 mm Kaliber in Frage kommen 1 R.-M. Wegen des Stempels für Waffenscheine schweben zur Zeit noch Erwägungen. * Tagung der Spengler- und Installationsmeister. Am Sonntag findet in unserer Stadt die Bezirksversammlung der Speng= ler- und Installationsmeister von Hessen und Hessen- Nassau statt. * Die ehemaligen Angehörigen des Reserve- Infanterie- Regiments N. 118 halten am Sonntag, den 14. Oktober, in Erbach eine Wiedersehensfeier ab. Aus Nah und Fern. Klein- Linden. Unser neuer Pfarrassistent Bremmer hielt Sonntag seinen Antrittsgottesdienst im überfüllten Gotteshause ab. Posaunenchor und gemischter Kirchenchor, geleitet von Dirigenten Johannes Germer, wirkten dabei mit. Bremmer war bisher in Griesheim bei Darmstadt tätig. * Hessisches Militär stellt die Wachtruppe in Berlin. Vom 1. Dezember ab tritt die 1. Kompagnie des 1.( Hess.) InfanterieRegiments 15 in Gießen unter Hauptmann von Stockhausen auf ein Vierteljahr zur Wachtruppe in Berlin. Das Kommando der Kompagnie währt bis 1. März nächsten Jahres. Samstag, den Jubiläums Darmstadt. Montag, den 8. der feines 60 müdten, mi A Städtischen chtervereins, R eengate, darunte er. Hierauf erg Minister für Au 1. a. folgendes 1. Auch bei Unkenntnis der Schwerbeschädigteneigenschaft eines Arbeitnehmers ist eine wirksame Kündigung des Schwerbeschädigten nur mit Zustimmung der Hauptfürsorgestelle zulässig. 2. Hat der Arbeitgeber bei Abschluß des Arbeitsvertrages mit einem Arbeitnehmer nicht von dessen Schwerbeschädigung Grünberg. Der in ganz Oberhessen volkstümliche Gallusmarkt findet Anfang nächster Woche statt. Er ist mit Pferde-, Rindvich-, Schweine- und Krämermarkt verbunden. Die Hauptfesttage sind Mittwoch und Donnerstag. Schotten. Zwecks Förderung des Obstbaues im Vogelsberg tagte hier eine Versammlung, die beschloß, dreitägige Obstbaukurse in Eichelsdorf, Höckersdorf, Rudingshain und Ulfa abzuhalten. Umgänge mit belehrenden Vorträgen sollen in Gedern, Ulrichstein, Oberlais und Eichelsdorf stattfinden. gewußt, so kann er den Arbeitsvertrag nach allgemeinen Grundsätzen wegen Irrtums nur dann anfechten, wenn er seiner Pflicht zur Einstellung Schwerbeschädigter entweder schon vollauf genügt hat oder eine solche Pflicht nach dem Gesetz für ihn überhaupt nicht gegeben ist. ften Reihe un fation aus vo tenni dankbar arauf gerichtet kern und die G miser deutsches verdanten w ter Lehrerscha 6hule ist der m Mie Schule tann gen. Der Lehrer, jul des Boltes Es folgten amos prafidenten Gießener Unive Prof. Berger Meiber der t Bereins.Er beg 3. Erlangt der Arbeitnehmer erst im Laufe des Arbeitsverhältnisses die Schwerbeschädigteneigenschaft, so kommt regelmäßig eine Anfechtung des Arbeitsvertrages nicht in Frage. Gedern. Hier wurde die Erbauung einer Jugendherberge beschlossen. Es soll ein Fachwerkbau errichtet werden, der einen Schlafraum für Knaben mit 18 Betten, für Mädchen mit 12 Betten, einen Führerraum mit 4 Betten, einen Tagesraum, eine Küche, Wasch- und Baderaum enthalten soll. * Der Prozeß gegen die Straßenräuber Tarrach und Conrad, die einen Chauffeur überfielen, Enebelten und ihn seines Wagens beraubten um damit wahrscheinlich ein hiesiges Bantgeschäft zu besuchen und zu berauben, dauerte bis spät in die Abendstunden hinein. Die beiden Angeklagten schoben sich gegenseitig die Hauptschuld zu. Die Staatsanwaltschaft plädierte auf vollendeten schweren Raub mit Körperverletzung, Freiheitsberaubung und verbotenen Waffenbesitzes und beantragte gegen jeden der Verbrecher eine Gesamtzuchthausstrafe von drei Jahren, außerdem Verlust der Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren. Das Gericht ging noch über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinaus und verurteilte Conrad und Tarrach zu je vier Jahren Zuchthaus sowie zu den beantragten Nebenstrafen. 4. Eine solche fristlose Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit dem Schwerbeschädigten durch den Arbeitgeber ist dann zulässig, wenn der Schwerbeschädigte bei seiner Einstellung seine Schwerbeschädigteneigenschaft ausdrücklich bestreitet und damit eine bewußt unrichtige Auskunft abgibt. Darmstadt. Das hessische Justizministerium hat für die Ergreifung des Täters, der auf den Grafen Hardenberg im Neuen Palais des ehemaligen Großherzogs einen Raubmordversuch verübte, eine Belohnung von 500 Mart ausgesetzt. 5. Auch dann bedarf die Kündigung des Arbeitgebers gegenüber einem Schwerbeschädigten der Zustimmung der Hauptfürsorgestelle, wenn der Arbeitgeber bereits mehr Schwerbeschädigte beschäftigt, als gesetzlich vorgeschrieben ist. Vertragsänderung. Darmstadt. Aus Anlaß der Reichstagung der deutschen Tonkünstler hat die Stadtverwaltung dem Generalmusikdirektor Dr. Böhm und dem Generalintendanten Ebert für besondere Verdienste die städt. Preismünze in Silber verliehen. 1. Kündigung von Schwerbeschädigten zwecks Ueberführung aus dem Zeitlohn in das Akkordverhältnis bedürfen der Zustimmung der Hauptfürsorgestelle auch dann, wenn der einschlägige Tarifvertrag die befristete Ueberführung von Arbeitnehmern aus dem Zeitlohn in das Akkordverhältnis zu läßt(§ 13 Schwerb.Ges.) A.Ger. M.- Gladbach 30. 1. 28. Worms. Einweihung des Ehrensaals im Hause des Handwerks. In Anwesenheit von Regierungs- und Behördenvertretern fand hier die feierliche Einweihung des Ehrensaals im Hause des Handwerks statt. Der Saal zeigt an seiner unteren Schmalseite in Erz gegossen die Köpfe jener Männer, die dem Wormser Handwerk eifrige Förderer waren. * Ein sestreiches und sangesfrohes Jahr scheint 1929 in Oberhessen werden zu wollen. Nicht weniger als 10 größere Sängerfeste sind bereits gemeldet, darunter das Bundesfest des Schwalmtalbundes in Alsfeld am 30. Juni, das Bundesfest der Wetterauer Sänger in Obermörlen am 12. bis 15. Juli und das Lahntalbundesfest in Weilburg a. d. L., dem 16 hessische und preußische Männerchöre angehören. Gesangswettstreite veranstalten:„ Eintracht" Watzenborn- Steinberg aus Anlaß des 60jährigen Jubiläums und am 2. und 3. Juni ,, Frohsinn" Nieder- Wöllstadt anläßlich des 50jährigen Bestehens ,,, Konkordia" Rödgen( bei Gießen) verbunden mit dem Jubelfeste am 16. Juni. Sein 100jähriges Jubiläum begeht der„ Liederkranz" 2. Zuweisung von Akkordarbeiten an einen Schwerbeschä digten, der bisher zu tariflichem Stundenlohn arbeitet, be deutet Angebot neuer Arbeitsbedingung und Kündigung der bisherigen Arbeitsbedingungen. Zu derartigen Maßnahmen des Arbeitgebers bedarf es der Zustimmung der Hauptfürsorgestelle(§ 13 Schwerb.Ges.) A.Ger. Würzburg 17. 10. 27. 3. Angebot, zu wesentlich geringeren Lohnsätzen weiterzuarbeiten, enthält Kündigung des alten Arbeitsverhältnisses, die bei einem Schwerbeschädigten ohne Zustimmung der Hauptfürsorgestelle unwirksam ist(§ 13 Schwerb.Ges.). A.Ger. Magdeburg 5. 11. 27. Wetzlar. Schwere Unfälle im Lahntal. Ein Eisenbahnschaff ner aus Holzhausen stürzte beim Rangieren von einem Eisenbahnwagen ab auf die Gleise. Er erlitt so schwere Verletzungen, daß er im Krankenhaus zu Ehringshausen starb. Auf der abschüssigen Straße Fellingshausen- Frankenbach raste ein Motorradfahrer, der die Herrschaft über seine schwere Maschine verloren hatte, gegen einen Drahtzaun. Man fand ihn nach einer Viertelstunde besinnungslos und schwer verletzt auf und ver anlaßte seine Ueberführung in die Gießener Klinik. warum Droht Husten Grippe, Heiserkeit hall' Rheila- Perlen hilfsbereit! Schachtel Mk.1.- nur in Apotheken u. Drogerien wenen mehr als vierauf nahm au. a. folgend en gehören de waltungsbeamt veitgegründeter weil es nicht jind, di. vor u haffer haben Leberbrückung leer Fortschritt Jugend, unsere in und die Simultanidul them Beifall bensgang des Johann Sch 4. Regelmäßig liegt in der Versetzung eines Schwerbe schädigten an eine andere Arbeitsstelle eine Kündigung des alten Arbeitsverhältnisses, die der Zustimmung der Hauptfürsorgestelle bedarf. Diese Zustimmung ist aber nicht erforder lich, wenn der Schwerbeschädigte von der Hauptfürsorgestelle nicht auf einen bestimmten Arbeitsplatz zugewiesen ist, son dern auf einen, den er nutzbringend ausfüllen kann(§ 13 Schwerb.Ges.). L.A.Ger. Frankfurt a. D. 2. 2, 28. stellung derer, die die Amalgamation fordern, nur sein kann: Afrikaans denken, sprechen, handeln! Hat die Handelskammer eine Zukunft? Der Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf, Dr. Josef Wilden, hat soeben bei Franken& Lang in Düsseldorf eine Schrift„ Hat die Handelskammer eine Zutunft?" erscheinen lassen. Nicht um den heute nicht mehr erforderlichen Beweis für die Notwendigkeit der amtlichen Berufsvertretungen von Industrie und Handel und die Bedeutung ihrer Arbeiten literarisch zu liefern. Der Verfasser will sich vielmehr mit verschiedenen, seit einer Reihe von Jahren immer wieder erhobenen Forderungen auseinandersetzen, welche den Bestand und das Wesen der Handelskammer als Wirtschaftsvertretung des Unternehmertums gefährden. Alles dieses mag man sich im deutschen Vaterlande vor Augen halten, wenn Herr Werth kommt. Man zeige ihm aber trotzdem das große schöne Deutschland, das ja- mag er drum wissen oder nicht doch das Land seiner Väter ist, und man gebe ihm einen wirklichen Einblick in den Wert der deutschen Wirtschaft und die Tiefe der deutschen Kultur. Möge er von Deutschland scheiden mit der Ueberzeugung, daß ihm Männer und Frauen aus diesem Lande nur nützen können. stützungen gewährt und die deutschen Abteilungen der Regierungsschulen ausgebaut. Aber, es darf doch dabei nicht vergessen werden, daß wir in einem Mandatslande leben und nicht mehr im Kriege. Und gerade in dieser Hinsicht werden immer wieder berechtigte Angriffe von deutscher Seite erhoben. Das Land war deutsch und es ist jetzt Mandatsland, und noch jetzt ist fast die Hälfte der Weißen deutschspra gig, werden dann die Deutschen den Engländern und Buren nicht völlig gleichgestellt? Warum macht man Deutsch nicht endlich zur dritten Amtssprache. Der Hinweis auf technische Schwierigleiten ist geradezu lächerlich, denn es sind sowohl in der südafrikanischen Union, als auch hier viele Leute, die die drei Sprachen sprechen. Wie leicht läßt sich auch auf den öffentlichen Betrieben da, wo es nötig ist, ein Deutscher einstellen, der die sprachlichen Schwierigkeiten überbrückt. Der Mandatsgedanke ist nicht durchgeführt, bis in der Sprachenfrage wirkliche Gleich berechtigung herrscht. Und der Mandatsgedanke ist nicht durchgeführt, wenn burische Siedler, wie bisher, weit zahlreicher Regierungsland bekommen, als die deutschen, und wenn die Einnahmen der Eisenbahnen nicht dem Lande zugute kommen. Es sollte daher von deutscher Seite beim Völkerbund und auch gelegentlich des Besuches Werths klar und deutlich auf die restlose Durchführung des Mandats gedrückt werden. Aber, das ist der sogenannte„ Haken"! Das letzte und höchste Interessen aller Buren, also auch Herrn Werths, kann gar nicht das Mandat sein, sondern die Volksabstimmung, die eines Tages infolge der Bureneinwanderung den völligen Anschluß an die Union fordert. Und nicht Erhaltung des deutschen Sprachgutes fann letztes Ziel des Administrators sein, sondern das große Schlagwort ,, Amalgamation", Verquickung der Volkstümer zu gemäß der Eineinem einheitlichen Ganzen, das dann aber Die Frage, ob die Handelskammern durch die Aufnahme von Arbeitnehmern umgestaltet werden sollen, ist Ausgangspunkt und Grundlage der Schrift. Hinzu tritt eine eingehende Behandlung des Problems der Wirtschaftsvertretung und ihrer Reform überhaupt, insbesondere des Verhältnisses der amtlichen Vertretung zum freien Wirtschaftsverband. Wieviele Insekten fängt eine Schwalbe? Die Schrift weist nach einem furzen Rückblick auf die Gefahren, welche der Handelskammer nach der Staatsumwälzung Nach der inigten sich schlossenen Le gehörigen un Städtischen G Der Ob Reiber, e herzlichen resbericht, Vereins für ferner auf d hebt dabei direktors U ideskirche, He ider Simultan ider Redner ggen einen wi seine Erhöhun teigende Kin start überfüllt den dringends werden soll. A Brut begriffen, und man kann behaupten, daß ihr„ Arbeitstag" durchschnittlich 16 Stunden beträgt. Bei gutem Wetter nacht jede Schwalbe 30 bis 50 Streifjagden in der Stunde. d. H. ebenso oft kehren sie mit Nahrung zum Neste zurück. Wenn man nun für jedes Schwalbenpaar nur 60 Flüge( 2 mal 30) in der Stunde annimmt, so macht das bei nur täglich 15stündiger Flugzeit 900 Flüge. Da aber die Schwalbe infolge ihrer Schnelligkeit und Gewandheit nicht etwa jedesmal nur ein Insekt fängt, sondern oft 10 bis 20 erhascht und zum Neste bringt, so werden schon in einer Stunde Hunderte von solchen Schädlingen vernichtet. – Nimmt man nur 10 Insekten als Beute jedes Fluges an, so macht das am Tage 9000 Stück, die jedes Schwalbenpaar für seine Jungen fängt. Dazu kommt, daß die Elterntiere, um bei der fortwährenden Jagd bei Kräften zu bleiben, ebenfalls noch pro Tag etwa 100 Insekten verzehren. Die Fütterung einer Schwalbenfamilie erstreckt sich durchschnittlich über 30 Tage, sodaß also allein in dieser Zeit schon allein etwa 300 000 Insekten weggefangen sind. Wenn die jungen Tiere flügge geworden sind, beteiligen sie sich erfolgreich an der Jagd, und man kann wohl sagen, daß also eine siebentöpfige Schwalbenfamilie im Laufe eines Sommers von Mai bis Oktober etwa 656 000 Stück Insekten verspeist. Wenn man ferner annimmt, daß in einem mittleren Dorse sich etwa 150 Schwalbenfamilien befinden in der Tat sind es meist mehr - so ergibt sich ein Gesamtquantum vertilgter Insekten von etwa 99 Millionen 400 000 Stüd. Wenn diese mehr als 99 Millionen Insekten unvertilgt blieben, so liegt klar auf der Hand, daß sie sehr beträchtlichen Schaden in Feldern, Gartenfulturen, als Krankheitsüberträger usw. stiften würden. Man sicht also, welch' ungemein nützliches Tier die Schwalbe ist und wie sehr mit Recht sie als nutzbringend bezeichnet wird. Die Schwalben gelten im Volksglauben als segenbringend, und wenn der Bauer Schwalbennester in seinen Vichställen oder seiner Scheune bemerkt, so hütet er sich wohl, die flinken und anmutigen Tierchen zu stören Er richtet ihnen im Gegenteil noch Fluglöcher her, durch welche sie abends spät und morgens früh ein- und ausfliegen können, solange die Stalltüren geschlossen sind. Der Glaube an den Segen, den die Schwalben mit sich bringen, findet übrigens seine Bestätigung in ganz nüchternen Tatsachen. Die Schwalbe ist einer der besten ge= flügelten Insektenvertilger. die wir besitzen, und ihre Gegenwart bedeutet deshalb für den Landwirt, Gärtner und Gar= tenbesitzer den besten Schutz für Feldfrüchte und Gemüse etc. gegen das Heer der Ungeziefer. Wie groß der Nutzen ist, den ein einziges Schwalbenparr durch das Vertilgen und Abfangen schädlicher Insekten stiftet, zeigt folgendes Ergebnis, dem langjährige Beobachtungen an Schwalben zugrundeliegen: Vom frühen Morgen bis in die sinkende Nacht sind die fleißigen Vöge! unermüdlich auf Nahrungssuche für sich und ihre W Don G Der Zeit Der Nationale Then Mitarbe Der Adm Bindhut verl Reife gilt in Randatsverw richten wird. land aufsuche Wer ist S Tern, die aber cinwanderten. achtundvierzig Mirita gefüh Werths noch and Land un gingen. 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Hierauf ergriff Staatspräsident Adelung, zugleich als Minister für Kultur und Bildungswesen, das Wort und führte u. a. folgendes aus: ,, Die gegenwärtige Regierung steht in der ersten Reihe unter denen, die am heutigen Tage Ihrer Organisation aus vollem Herzen Glück und Gedeihen wünschen. Sie erkennt dankbar das Wirken des Landeslehrervereins an, das darauf gerichtet ist, den Ausbau des Volksschulwesens zu fördern und die Stellung des Lehrers zu heben. Wenn wir auf unser deutsches Schulwesen trotz aller Mängel stolz sein dürfen, so verdanken wir das in erster Linie der ernsten Arbeit unserer Lehrerschaft an sich selbst und am Bildungswerk. Die Schule ist der wichtigste Aktivposten in unserem Volkstum. Nur die Schule kann uns kulturell und wirtschaftlich vorwärtsbrin gen. Der Lehrer, dem Jugend anvertraut ist schmiedet das Schick= fal des Volkes" Es folgten weitere Begrüßungsansprachen, so vom Landtagspräsidenten Delp, des Prälaten Dr. Diehl, für die Gießener Universität und die Darmstädter Technische Hochschule Prof. Berger. In eindrudsvoller Weise gedachte dann Herr Reiber der toten Vorkämpfer, Gründer und Mitglieder des Vereins. Er begrüßte alsdann die Jubilare des Vereins, von denen mehr als 100 dem Verein 50 Jahre und länger angehören. Hierauf nahm Herr Reiber das Wort zu seiner Festrede, in der er u. a. folgendes ausführte: Ueber 3606 Lehrer aller Gattungen gehören dem Verein ais Mitglieder an, darunter Schulver: waltungsbeamte und Schulfreunde. Er steht jetzt als starker festgegründeter Baum im hessischen Leben. Stel, ziemt uns nicht, weil es nicht unsere Leistungen, sondern die Leistungen derer sind, di. vor uns gewirkt und die Entwicklung des Vereins geschaffen haben Eine der Aufgaben des Landesscreins ist die Ueberbrückung der Differenz zwischen Schule und Leben, sowie der Fortschritt mit dem jungen Geschlecht. Und bleibt es, unserer Jugend, unserem Volke die bestmöglichste Erziehung zu vermitteln und die Volksgemeinschaft zu pflegen, wie es z. B. in der Simultanschule geschieht. Der Redner wob in seine mit stürmischem Beifall aufgenommene Rede ein packendes Bild vom Lebensgang des großen Vorfämpfers der hessischen Lehrerschaft, Johann Schmitt, hinein. Nach der ernsten und würdigen Feier am Vormittag vereinigten sich die im Hessischen Landeslehrerverein zusammenge= schlossenen Lehrerinnen und Lehrer mit ihren Ehrengästen, Angehörigen und Freunden der Schule zu einem Feſtabend im Städtischen Saalbau. Aus den Verhandlungen. Der Obmann des Hessischen Landeslehrervereins, Rektor Reiber, erstattete auf der Vertreterversammlung nach einem herzlichen Willkommengruß an die Gäste und Vertreter den Jahresbericht, worin er zunächst den verschiedenen Ausschüssen des Vereins für die von ihnen geleistete Arbeit dankte. Er verweist ferner auf den Kampf um ein erträgliches Reichsschulgesetz und hebt dabei das tatkräftige Eintreten des Herrn Ministerialdirektors Urst adt und des Prälaten der evangelischen Landeskirche, Herrn D. Dr. Diehl, im Kampfe um die Erhaltung der Simultanschule in Hessen hervor. Des weiteren wandte sich der Redner unter dem lebhaften Beifall der Versammlung ge= gen einen wieder drohenden Abbau an der Schule. Vielmehr ist eine Erhöhung der Stellenzahl mit Rücksicht auf die wieder ansteigende Kinderzahl und die dadurch in einzelnen Landesteilen stark überfüllten Klassen unbedingt erforderlich, wenn auch nur den dringendsten Forderungen der neuen Pädagogik entsprochen werden soll. Auch die Besoldungslage der hessischen Lehrerschaft ,, Gießener Zeitung" spielt in dem Geschäftsbericht eine Rolle. Große Unzufriedenheit bestehe bei der hessischen Lehrerschaft über die unzulänglichen Be soldungsergebnisse, und gespannteste Erwartung herrsche im Hinblick auf den bald zur Erörterung stehenden Stellenplan, der manche Mißstimmung, die nach Verabschiedung des Besoldungsgesetzes auftrat, beseitigen könnte. Eine Mahnung zur Einigfeit im weiteren Kampfe für Schule und Lehrerstand sindet die begeisterte Zustimmung der Versammlung. In der Aussprache wird lebhaft gefordert: Festhalten an den seitherigen kulturpolitischen. Wünschen des Hessischen Lehrerlandesvereins. Mit einem herzlichen Dank an den Obmann für die zielbewußte Füh rung des Vereins, an den Vorstand und den Besoldungsausschuß für die opferreiche Arbeit schließt die Aussprache. Dem Hauptrechner, Herrn Wirthwein aus Offenbach, wird für seine sorgfältige Rechnungsführung Entlastung erteilt. Nach furzer Mittagspause wird die Beratung der Anträge über Be rufsschule und das Verhalten des neugegründeten Berufsschulvereins und dem Hessischen Lehrerverein fortgesetzt. Die Versammlung bedauert Absplitterungen vom Hauptverein, mißbi!- ligt daher die Gründung des Berufsschulvereins, macht aber ihre Stellungnahme gegenüber dem neuen Verein von dessen zukünftigen Haltung zum Landeslehrerverein abhängig. Schwerfriegsbeschädigte Lehrer, die infolge ihrer Beschädigung vor= zeitig in den Ruhestand treten müssen, sollen mit der Höchstpension bedacht werden. Das Versorgungsdienstalter der Schwerfriegsbeschädigten soll nicht nur verbessert werden können, wie es im Gesetz vorgesehen ist, sondern verbessert werden müssen. Mit einer herzlichen Mahnung, zur vereinstreuen Weiterarbeit im kommenden Jahr und mit der Bitte, viel von dem guten Geist, der über den schönen Fest- und Arbeitstagen lag, mit hinauszunehmen und ihn auch auf alle diejenigen zu übertragen, die aus irend welchen Gründen nicht an der Tagung teilnehmen konnten, schloß Herr Reiber die vom Geiste wahrer Freundschaft und echter Berufsgesinnung getragene Vertreterversammlung mit dem Abschiedsgruß: Auf Wiedersehen auf der Vertreterversammlung 1929 in Gießen! Die Vertreterversammlung faßte einstimmig folgende Entschließung:„ Der Hessische Landeslehrerverein erkennt die durch die Zeitumstände gebotene Notwendigkeit größter Sparsamkeit für die hessische Staatsverwaltung an. Er vertritt jedoch die Ansicht, daß diese Sparmaßnahmen vor dem Gebiete der Kultuspolitik Halt machen müssen. Die Hessische Volts- und Fortbil= dungsschule hat Opser in außergewöhnlichem Ausmaß gebracht und erträgt weitere Eingriffe dieser Art nicht mehr. Die in den Jahren 1930-33 einsetzende stärkere Zunahme der Gesamtschülerzahl und der unbedingt notwendige Ausbau der Fortbildungsschule erfordert eine wesentliche Vermehrung der Klassenund Stellenzahl, wenn nicht die Leistungsfähigkeit des hessischen Schulwesens herabgesetzt werden soll. Der Hessische Landeslehrerverein läßt darum feinen Zweifel darüber bestehen, daß er jeden Abbau auf kulturellem Gebiet mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln Widerstand entgegensetzen wird." Verbandsjubiläum der Hess. Verwaltungsamtmänner. Nr. 81. 25 Jahre sind vergangen, daß sich die mittleren Verwaltungsbeamten in Hessen zu einem Verband zusammengeschlossen haben. Mit der heute und morgen in Oppenheim stattfindenden diesjährigen Jahresversammlung soll die Feier des 25jährigen Bestehens des Verbandes verbunden werden. Die Regie rung, der Landtag und sonstige Behörden sind zu dieser Feier eingeladen. Allseits hofft man auf eine starke Beteiligung der Verbandsmitglieder. In allen Zweigen der Verwaltung sind die mittleren Verwaltungsbeamten als Mitarbeiter berufen. Wenn auch ihre verantwortungsvolle Tätigkeit weniger nach außen hin bekannt ist, so steht doch fest, daß die von ihnen zu verrichtenden Arbeiten keine wie vielfach irrtümlich ange= nommen wir sogenannte Bureauarbeiten, sondern Arbeiten sind, die eine gute Vor-, Aus- und Fortbildung des Beamten im Hinblick auf die außerordentlich umfangreiche, stets der Aenderung unterworfene Gesetzgebung erfordern. Die Stadt Oppenheim rüstet schon emsig für ihre Gäste. Möge die Verbandstagung und die damit verbundene Feier einen recht guten Verlauf nehmen. Mündlich erteilte Rechtsauskünfte eines Finanzbeamten sind nicht rechtsbindend. Der Reichsfinanzhof stellte in einem nicht veröffentlichten Beschluß vom 11. August 1926 fest, daß es sich bei Auskünften von Finanzbeamten dem Publikum gegenüber lediglic um eine die Behörde nicht bindende Auskunft des Beamten han= delt, in der dieser seine persönliche Meinung zum Ausdrud gibt. Eine solche Auskunft stellt weder einen für die Bemessung tünftiger Steueransprüche bindenden Feststellungsbescheid noch cine Anerkennung dar. Die Finanzämter sind daher befugt, abweichend von der Auskunft ihrer Beamten Entscheidungen den gesetzlichen Vorschriften entsprechend zu treffen. In einer späteren Entscheidung hat der Reichsfinanzhof diese Ansicht auch in dem Falle aufrechterhalten, in dem eine abweichende mündliche Auskunft von dem Vorsteher des Finanzamts getroffen wurde. Eine Rechtsverbindlichkeit kommt nur zu den Steuerbescheiden, wonach die bezeichneten Beträge ausdrücklich als Steuern gefordert werden, ferner den förmlichen Auskünften über die Steuerpflichtigkeit von Geschäften u. vollzogenen Urkunden und letzten Endes den Frei- u. Feststellungsbescheiden, die für die Bemessung fünftiger Steueransprüche bindend sind. Aber auch die bindenden Steuerbescheide und förmlichen Auskünfte können unter besonderen Umständen von dem Vorsteher des Finanzamts abgeändert, bezw. angefochten werden. Aus diesen Gründen werden die Pflichtigen gut tun, die mündlichen Auskünfte der Finanzbeamten lediglich' informaSagung der Finanzreferenten der Deutschen torisch zu werten. Evangelischen Landeseirchen. Darmstadt. Die Tagung von Vertretern der deutschen Landeskirchen zu Anfang dieser Woche in Darmstadt sand nach ihrem ersten Teile ernster Beratungen einen würdigen Ausklang: Am Dienstag fand eine Fahrt zur Besichtigung von firchlichen Stätten nach Rheinhessen statt. Zunächst führte der Weg zu einer Feierstunde nach der Schwedensäule, wo Herr D. Dr. Diehl in meisterhaften Worien eine Ansprache hielt, in der er auf die weltgechichtliche Bedeutung von Gustav Adolfs Ercheinen in Deutschland hinwies, dessen 300jährige Wiederkehr im Jahre 1931 voraussichtlich besonders begangen werde. Die Fahrt ging über Oppenheim, Nierstein, Dexheim nach Undenheim, das in reichem Flaggenschmud prangte. Hier begrüßte Herr Pfarrer Schneider an der Spitze des Kirchenvorstandes vor dem Pfarrhaus den hohen Besuch. Hier wurde eine eindrucksvolle Feier abgehalten, dann erfolgte die Rückfahrt über Mainz. Steuernachrichten. Steuerkalender für Monat Oktober 1928. mitgeteilt von der Firma Hessische Treuhandgesellschaft Felix Graetz& Dr. jur. Michel. Darmstadt, Georgenstr. 9. Fernspr. 2895 Reichssteuertermine. 20. Oktober: Abführung des Lohnsteuerabzugs für die in der Zeit vom 1. bis 15. Oktober 1928 erfolgten Lohnzahlungen für das Markenverfahren; für das Ueberweisungsverfahren, falls die vom 1. bis 15. 10. 1928 einbehaltenen Lohnsteuerbeträge 200 M übersteigen. Keine Schonfrist. Landessteuertermine für Hessen. 25. Oftober: Landessteuern. Zahlung der 4. Rate. frist bis 5. 11. 1928. SchonWarum Sorge wegen des Herzens? Der Mandatsverwalter von Südwestafrika in Deutschland. Trinken Sie Kaffee Hag Der Zeitschrift ,, Des Deutschen Vaterland", Bundesorgan Der Nationalen Einheitsfront, wird von ihrem südwestafrikaniichen Mitarbeiter geschrieben: Windhut, Anfang August 1928. Der Administrator von Südwestafrita, Herr Werth, hat Windhuk verlassen, um sich nach Europa zu begeben. Seine Reise gilt in erster Linie dem Völkerbund, dem er über die Mandatsverwaltung und die Zustände im Mandatslande berichten wird. Er wird aber auch bei dieser Gelegenheit Deutschland aufsuchen. Wer ist Herr Werth? Herr Werth ist Sohn deutscher Eltern, die aber schon in ganz früheren Jahren in Südwestafrika einwanderten. Politischer Aerger, der aus den Gegensätzen der achtundvierziger Jahre herrührt, hat die Familie Werth nach Afrika geführt. Daher mag es gekommen sein, daß sich die Werths noch schneller, als es leider so oft wir Deutschen tun, und Land und Leute anschlossen und in dem Volkstum aufgingen. Im Hause wurde nicht mehr deutsch gesprochen. Herr Werth weist darauf hin, daß er kaum ein deutsches Wort in ainer Jugend gehört habe.„ Sie sagen, ich habe deutsches Blut. Ja, das ich richtig; das weiß ich, aber das ist eigentlich das Einzige, was ich aus meiner Familie von Deutschland weiß." Salt, nod, etwas wird ihn an seine Vorfahren erinnern: Auf seinem Schreibtisch liegt eine deutsche Bibel, auf deren erster Ecite in fast verlöschten Zügen der Name Werth steht; in dem Buch werden die Werths einst gelesen haben. Werths Umwelt ar enge; er stammt aus kleinen Verhältnissen. Begabt und rebsam kam der junge Werth gut vorwärts. Er studierte in Stellenbosch und wurde Lehrer. Damals war er noch englisch eingestellt, nannte sich„ Wörß", wurde dann aber entschiedener Nationalist im Sinne der Buren und in deren Partei auch politisch tätig, als ein Freund des Generals Herzog. So wurde er für den bedeutsamen Posten des Landpflegers unserer alten Kolonie ausersehen. Bevor er ins Land kam, arbeitete er tüchtig an der besseren Erlernung der deutschen Sprache. Man kann heute feststellen, daß er Afrikaans( die offizielle Burensprache) perfekt und ebenso englisch spricht und sich auch im Deutschen gut, wenn auch nicht ohne Fehler, ausdrücken kann. Da auch seine Frau stramm nationalistischen Kreisen entstammt, wird im Hause Afrikaans gesprochen. Bei seinen gesellschaftlichen Verpflichtungen bedient sich Werth der drei Sprachen. je nach der nationalen Zugehörigkeit seiner Gäste. Es wird soviel wird jeder aus meinen Zeilen schon ersehen also gänzlich verkehrt sein, in Herrn Werth einen Deutschen zu sehen. Er fühlt nicht deutsch und kann vielleicht auch auf Grund seines eigenartigen Lebensganges gar nicht mehr deutsch fühlen. In dieser Beziehung darf und kann man nichts von ihm erwarten. Es würde aber auch verkehrt sein, ihn deswegen anzuklagen und in ihm einen abtrünnigen Sohn unseres Volkes zu sehen. Liegt hier eine ,, nationale Sünde" vor, so ist sie vor Werths Zeit zu suchen. Es muß aber diese im deutschen Vaterlande, bevor er das Land betritt, klar erkannt wer den. Man geht dann nicht von falschen Voraussetzungen aus und wird sich nicht erst mit einem Appell an das Deutsche in ihm befassen. Vielmehr sollte man sich sine ira et studio klarmachen: In Herrn Werth kommt nicht ein Deutscher, sondern ein Vollbur ins Land, der zur Zeit der höchste Beamte des Mandatslandes ist und der Deutschland einen Höflichkeitsbesuch abstattet, der wie bei jedem prominenten Ausländer- höflich und sachlich von offiziellen und inoffiziellen Stellen aufzu= nehmen ist. Weite Kreise der alten Heimat wird es nun wohl zweifellos interessieren, zu erfahren, wie unter der Administration des Herrn Werth sich das Deutschtum im Lande entwickelt hat, und wie er sich zu dem deutschen Element Südwestafrikas stellt. Jeder, der unser Land kennen lernt, wird sagen, daß das Deutschtum im Mandatslande noch immer der wichtigste Fattor ist. Aber man kann ruhig hinzusehen, daß hiermit Werths Verwaltung nichts zu tun hat. Die Deutschen hier wissen selber, worum es geht, sie haben eine starke Liebe zu ihrem Volkstum, und bisher ist keiner von ihnen im fremden Element aufgegangen. Besonders im wirtschaftlichen Leben ist der Deutsche vorbildlich und für das ganze Land wegweisend. In Kirchen, Schulen und Vereinen wird das Deutsche sorgfältig gepflegt und erhalten. Es ist das freilich auch dringend nötig, denn die Bureneinwanderung aus der Union ist dauernd stärker, als von Deutschland. Reuerdings werden aus Angola etwa 3000 Burenköpfe erwartet, so daß bei späteren Wahlen die Deutschen nicht mehr siegen können. Es ist sicher, daß der Administrator diese Bureneinwanderung gern sieht, hat er sich doch besonders warm für die Angolaburen ins Zeug gelegt( obwohl diese durchweg gänzlich mittellos sind. Die Schriftleitung.), was ihm sowohl von den Deutschen, als auch den Engländern Südwests, schwer verdacht wird. Die Leistungen der Deutschen hat Werth wiederholt auch öffentlich anerkannt und sie seinen burischen Landsleuter vorgehalten. Auch verschiedene Vorteile haben die Deutschen unter seiner Verwaltung nach und nach erreicht. Man fann jetzt wenigstens deutsch vor Gericht sprechen und bekommt einen Brief an die Regierung deutsch be= antwortet. Auch sind den deutschen Privatschulen gewisse Unter Samstag, den 13. Oftober 1928. von verschiedenen Seiten drohten, nach, wie seit Bestehen von Wirtschaftsvertretungen die Entwicklung zum Nutzen der beteiligten Wirtschaftskreise wie der Allgemeinheit stets vom freien Zusammenschluß zur amtlichen Vertretung mit öffentlichen Rechten und Pflichten gegangen ist. Besondere Beachtung verdienen die Ausführungen des Verfassers über das Verhältnis der Handelskammer zu den freien Wirtschaftsverbänden. Freimütig und mit großem Verständnis für die bestehenden Schwierigkeiten wird der Gedanke der Wirtschaftsvertretung in seiner Bedeutung für Staat und Wirtschaft behandelt, werden die Aufgaben aufgezeigt, die sich aus dem Nebeneinanderarbeiten von Kammer und Verband für eine zweckmäßige Gestaltung der Wirtschaftsverwaltung ergeben. Hierbei lehnt der Verfasser mit Recht eine starre Zuständigkeitsverteilung zwischen Kammer und Verband ab. Ergänzt werden diese Ausführungen in den weiteren Abschnitten, in denen die Doppelstellung der Kammer als Interessenvertretung und öffentlich rechtliches Organ klar umrissen und die Bestimmung der Kammer als Stelle für den Ausgleich der Interessen der verschiedenen Gewerbegruppen dargelegt wird. Die Abschnitte„ Die Handelskammer als Staatsorgan",„ Ordnung der Weltwirtschaft“,„ Pflege des Nachwuchses" ,,, Dienst an der Gemeinde", zeigen im einzelnen an Beispielen, auf welchen Gebieten sich die Kammer in ihrer amtlichen Eigenschaft betätigt. Die Forderung nach paritätischer Umgestaltung der Kammern ist, wie die Schrift zeigt, weder in rechtlicher Beziehung nach den Bestimmungen der Reichsverfassung noch in tatsächlicher Hinsicht aus dem Aufgabenkreis der Kammer zu begründen. Man kann dem Verfasser, der dem Gedanken einer Ueberbrückung der widerstrebenden Interessen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer an geeigneter Stelle an sich durchaus zustimmt, darin Recht geben, daß die Handelskammer nach ihrer Anlage und Rechtsnatur nicht der Ort für diese Art des Ausgleichs ist. Dabei hält es der Verfasser für möglich ,, daß auf bestimmten, hierfür geeigneten Gebieten etwa dem der Berufsausbildung, eine Zusammenarbeit der Kammer mit den Arbeitnehmern stattfindet. Er wendet sich nur dagegen, daß die Handelskammer schlechthin ohne Rücksicht auf ihre Bestimmung und Eigenart aus politischen und organisatorischen Gründen in ihrem Wesen verändert und dadurch in ihrer Arbeit gestört wird. Die ganze Welt 7 wann? ? Garantie- Fahrräder Markenfreilauf, Is Bereifung, fracht- u. verpackungsfrei g. Teilzahlo Spezialrad geg. bar Anzahlung M 50 39.5 mu.Wochenrate m 2.50 Jilustr. 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Sie ist als wertvoller Beitrag zu dem Problem der Gestaltung der Wirtschaftsvertretung zu begrüßen und ver= dient nicht bloß in dem engen Kreis der unmittelbar Beteilig ten, sondern in der breiten Oeffentlichkeit volle Beachtung. NWK WOLLE VERSICHERT EUGH! Dicke Luft. Nr. 81 Unter dem Titel„ Dicke Luft" ist im Eulen spiegel- Verlag, Magdeburg, soeben eine„ Neue Ladung Frontwize" erschienen, die von dem be fannten Jugend- Mitarbeiter Prühäußer mit föſt lichen Karikaturen geschmückt wurde. Dem aud kulturhistorisch hochbedeutsamen Sammelwerk ent nehmen wir mit Erlaubnis des Verlags die nachstehenden lustigen Anekdoten: Lazarettbesuch.„ Na, bei welcher Gelegenheit hat's denn Sie erwischt?" ,, Bei der Sitzgelegenheit, Hoheit." Im Unterstand. Ein Kamerad hat in einem sehr engen Unterstand in unbequemer Lage etwas geschlafen; als er er wacht, bemerkt er, daß er nicht Herr seiner Füße ist, wie man sagt, eingeschlafen. Um wieder Leben in seine Glieder zu bringen, zieht er die Schuhe aus. Das bemerkt ein anderer Kamerad und spricht:„ Warum ziehst du denn die Schuhe aus?" ,, Weil mir die Füße eingeschlafen sind.“ –„ Na,“ meint der andere ,,, dem Geruch nach sind sie schon längst tot!" Die Unterhose. Ein herrlicher Frühlingstag. Infanterist Hampel hat seine Unterhose gewaschen und zum Trocknen im Schützengraben aufgehängt. Der guten Sicht halber, beginnt uns die feindliche Artillerie schon zeitig in der Frühe zu ,, begasen": Das Feuer dauert mehrere Stunden mit gleicher Hestigkeit an. Nachdem wieder Ruhe geworden ist, bringt Hampel seine Unterhose, die infolge der Beschießung zahlreiche Löcher aufweist, mit den Worten:„ Bin i froh, daß i s' net ang'habt hab'!" Abrüstungsverhandlung in Genf. Die englische Zeitung„ Manchester Guardian" schrieb am 12. September: ,, Montag erzählte Herr Briand seinen Zuhörern, daß Deutschland mit 100 000 Soldaten und einer Flotte von vernachlässigter Größe noch nicht abgerüstet habe, Dienstag stellte Lord Cushendun fest, daß England mit der größten Flotte der Welt die Abrüstungsgrenze erreicht habe. Ein traurigerer Wizz läßt sich nicht denken. Verantwortlich: Paul Chrißian Klein in Gießen. Bezugs Redaktionssch endung nich 41.80 No Der Rei führers Mac Botschafter, und der preu Der Rei Gigung ab, ratung ftand antwortlichte Der Rei frages auf 2 der Fahrpreis der Politerkl fellihaft, Sa Die deu Me in Scha 3 Uhr hiesige antreten. Gi 18 Stunden Zu Beg ringen gab night Deutschen A m Die ita öffentlichung fische Flo Der Das Uhr amerit Latehurit g eingebracht fichtet wur daß das S über dem jammelten feit Gonn ganzen h halten un Stundeng Landung Schiff war schienen. D Es ist nisse auf de Fahrt mute Beinem G flieger. Im tung von Be nifden Orga Müller's haben Tannenbodenaber tip- top! 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