Nr. 38. ne außerge tische Stoff handwert ge ommerkleider zwei Hefter Berlag ver gänzung in r, Abteilung itische Stoff Denschel, zum gabe diefer und wie ge und Bild 8 nur M2,- Sein Haupt her Schnell Streden in er Redaktion endschel und hlreichen Be egungen das rändert, daß pfehlen fön ellen. Alle Fahrplans itsbuch fürs wichtigsten 4,-. Außer die billigen Westdeutsch nd mit den für Mittel afei 1,80 M; tschland mit 1,80 M: und in Gießen. IG en ate rteilt HAFT reler eibgewand ellen kann, 1. Telephon ingehender orderlich, ffenburg. 0000000 ender verheiratet, Schuhcreme Provision u rren melden, n- Händlern d. Offerten wed. dies. Bl. shalt zelan plagen, billiger och beim rt ab, Es d ft en! Gießener Zeitung ( Steueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr- Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Jahrg. Politische Tagesschau. Reichsaußenminister Dr. Stresemann fährt infolge einer Unpäßlichkeit nicht zur Eröffnung der„ Pressa" nach Köln. An seiner Stelle wird der Gesandte Dr. Freytag das Auswärtige Amt bei der Eröffnung der„ Pressa" vertreten. * Völlig überraschend wird mitgeteilt, daß Mussolini beschlos= sen hat, Italien doch noch an der„ Pressa"-Ausstellung in Köln teilnehmen zu lassen. * Der Senat des Repräsentantenhauses der USA. hat am 10. Mai die Schiedsverträge mit Deutschland und Italien sowie den Schlichtungsvertrag mit Deutschland angenommen. * Das albanische Kabinett ist infolge Meinungsverschieden: heiten zurückgetreten. Die südchinesische Regierung hat in einem Telegramm die sofortige Einberufung des Völkerbundrates verlangt, um gegen die japanischen Uebergriffe Stellung zu nehmen. Zu den kommenden Wahlen. Listenverbindungen des Hessischen und Hessen- Nassauischen Wahlkreises. Zugelassen wurden Listenverbindungen der Sozialdemokratischen Partei( 1. Liste Ulrich und Liste Scheidemann), des Zentrums( 3. Liste Dr. Bockius und Liste Dr. Dessauer), der Deutschen Volkspartei( 4. Liste Dr. Becker und Dr. Kalle), der Kommunisten( 5. Liste Remmele und Liste Münzenberg), der Demokraten( 6. Liste Dr. Helpach und Liste Dr. Peter Reinhold), der Reichspartei des Deutschen Mittelstandes( 9. Liste Dr. Rhode und Liste Drewitz), der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei( 10. Liste Strasser und Liste Sprenger), des Völkisch- Nationalen Blocks( 12. Liste Limpach beiderseits), der Christlich- Nationalen Bauern- und Landvolkpartei( 15. Liste Dorsch und Liste Hepp), der Volksrechtpartei( 16. Liste Dr. Best beiderseits), der Evang. Volksgemeinschaft( Liste Pfarrer Weidner beiderseits), des Deutschen Reichsblock der Geschädigten ( 18. Liste Schendel beiderseits). Die Verbindungserklärungen der Deutschen Bauernpartei, der Deutschnationalen, einer Pfarrer Greber- Partei und des Volksblocks der Inflationsgeschädigten konnten nicht zugelassen werden. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M Samstag, den 12. Mai 1928 Provinz Oberhessen durch Ausgabe einer Ablösungsanleihe ist folgendes mitzuteilen: A. Für Inhaberschuldverschreibungen: 1. An Stelle des Normalsatzes, nämlich des Fünffachen des Nennbetrages= 12% Prozent des Goldmarkwertes, soll für die Ablösung des Altbesitzes das Achtfache des Nennbetrages = 20 Prozent des Goldmarkwertes gewährt werden. 2. In gleicher Höhe soll der Kleinbesitz und die Spitzenbeträge abgefunden werden. 3. Der Neubesitz, d. h. der Besitz, der erst nach dem 1. Juli 1920 erworben worden ist, wird nach folgenden Sätzen erfolgen: Inhaberschuldverschreibungen aus den Jahren 1902, 1909, 1913 und 1914 werden mit 2 Prozent des Goldmartwertes in bar abgefunden, Inhaberschuldverschreibungen von 1920 mit 5 Prozent und diejenigen von 1923 mit 12% Prozent. B. Für Darlehen auf Grund von Schuldscheinen. 1. In gleicher Weise wie der Altbesitz aus Schuldverschreibungen( vergl. A 1 und 2) sollen die Darlehen der Bezirkssparkassen und anderer Kreditanstalten und Gemeinden, soweit sie als Altbesitz anzusprechen sind, behandelt werden. 2. Soweit derartige Anleihen als Neubesitz anzusehen sind, werden sie in der gleichen Weise behandelt wie der Neubesiz aus Inhaberschuldverschreibungen. ( Vergl. A 3.) 3. Die sogenannten Stromabnehmerdarlehen, d. h. diejenigen Darlehen, die die Provinz innerhalb der Monate Dezember 1922 bis Mai 1923 von ihren Stromabnehmern für Zwecke des Ausbaues ihrer Ueberlandanlage erhalten hat, sollen eine besondere Behandlung erfahren, weil sie unter einem gewissen Zwang zustande gekommen sind. Abgesehen davon, daß sie, um den Goldmarkwert zu erhöhen, auf den 1. Dezem ber 1922 zurückdatiert werden sollen, erhalten sie eine 100prozentige Aufwertung des Goldmarkwertes. Sondersteuer und Wohnungsbau. ( Der hessischen Regierung zur Beachtung.) Nach den reichsgesetzlichen Bestimmungen ist ein bestimmter Mindestsatz der aufkommenden Sondersteuer( Hauszinssteuer) zur Förderung des Wohnungsbaues zu verwenden. Laut§ 1 Abs. 4 des Gesetzes über den Geldentwertungsausgleich vom 1. Juni 1926( R. G. BI. 1 S. 251) sollten von der aufkommenden Sondersteuer mindestens 15 bis 20 Prozent der Friedensmiete Bauzweden zugeführt werden. Diese Bestimmung sollte bis 31. März 1928 Geltung haben. Unterm 26. März 1928( R. G. BI. 1928 S. 114) sind Beſtimmungen für die Zeit vom 1. April 1928 bis 31. März 1929 getroffen worden und zwar sollen in dieser Zeit ebenfalls mindestens 15 bis 20 Prozent der Friedensmiete zu Zwecken des Wohnungsbaues verwandt werden. Es möge die Anfrage gestattet sein, warum die hessische Regierung sich an diese Mußvorschrift in feiner Weise hält. Die Severing von Kommunisten tätlich angegriffen. hefische Regierung verwendet noch nicht die Hälfte des vorge Die am Donnerstag in Bottrop angesetzte Wahlversamm- schriebenen Satzes für Bauzwecke, sie führt in gesetzeswidriger lung der Sozialdemokratischen Partei, auf der Innenminister a. D. Severing sprechen sollte, wurde empfindlich gestört. Der Saal war dicht von Kommunisten besetzt, die während der Ausführungen Severings lebhaften Widerspruch erhoben. Die Versammlung mußte vorzeitig geschlossen werden. wurde beim Verlassen des Saales von Kommunisten tätlich angegriffen. Es entspann sich zwischen den ihn schützenden Reichsbannerleuten und den Kommunisten eine größere Schlägetei. Severing Stresemann, Chamberlain und Briand nicht in Genf? Voraussichtlich werden einige der wichtigsten Punkte der nächsten Völkerbundstagung vertagt werden müssen, da heute schon ziemlich sicher feststeht, daß Briand auf der Junitagung nicht erscheint. Man rechnet ebenfalls allgemein damit, daß auch Stresemann, weil die Regierungsbildung bis zum 4. Juni noch nicht erfolgt sein dürfte, und auch Chamberlain der Tagung fernbleiben werden. Staliens Antwort auf Kelloggs Vorschlag. Die Antwort Italiens auf den amerikanischen Vorschlag einer Aechtung des Krieges ist in Washington eingetroffen. Die Note der italienischen Regierung vermeidet, direkt auf den ame= rikanischen Pattvorschlag, oder auf die französischen Gegenvor= schläge einzugehen, sondern betont nur, daß Italien zur aufrichtigen Mitarbeit zweds Erreichung eines Abkommens unter den Mächten bereit sei. Die„ Bremen Mannschaft in Chicago. Die ,, Bremen"-Flieger landeten mit ihrer Junkersmaschine auf dem städtischen Flugplaze in Chicago am Donnerstagnachmittag. Sie tamen von Cleveland. Trotz des ungünstigen Wetters hatte sich eine große Menschenmenge auf dem Flugplake eingefunden, die den Fliegern stürmische Ovationen darbrachte. Weise die dem Wohnungsbau gehörenden Gelder anderen( Berwaltungs-) Zweden zu. Dadurch werden zunächst die Wohnungsuchenden benachteiligt, aber auch der Hausbesitz leidet darunter, weil dadurch eine Besserung auf dem Wohnungsmarkt hintangehalten und der Wohnungsmangel tünstlich verlängert wird. Darauf gründet die hessische Regierung dann ihre Abneigung gegen die Lockerung der Zwangswirtschaft in Hessen. Andere Länder, vornehmlich Preußen, verwendet 50 Prozent zum Bauen. Die dadurch herbeigeführte Entlastung auf dem Wohnungsmarkt gestattete auch einen Abbau der Zwangswirtschaft bis zu einem gewissen Grade, der ohne nennenswerte Reibungen vor sich gegangen ist. In Hessen hat man vom Regierungstisch nur Worte für die bedauernswerten Opfer der Wohnungszwangswirtschaft auf beiden Seiten. Von der Bevölkerung verlangt man Respektierung der Gesetze. Das Beispiel der hessischen Regierung kann in dieser Beziehung feineswegs als Vorbild dienen. Gibt es keine Instanz, die die hessische Regierung zur Einhaltung der reichsgesetzlichen Bestimmungen anhalten tann? Erdbebennot einer deutschen Schule. Aus Kreisen der Deutschen Schule in Philippopel wird uns über das Erdbeben in Bulgarien berichtet: ,, Das Unglück, das Bulgarien betroffen hat, ist groß. Unser neuer, schöner Schulbau hat auch großen Schaden gelitten, der sich jedoch mit erheblichen Kosten beheben läßt. Das alte Gebäude dürfte nicht mehr zu gebrauchen sein. Der Schaden wurde von einer bulgarischen Kommission auf 1½ Millionen Lewa geschätzt. Gottlob sind Lehrer, Schüler und deren Eltern wohlauf. Reichspräsident und Sport. Der 1. Vorsitzende des Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen, Erz. Dr. Lewald, wurde vom Reichspräſidenten zur Berichterstattung über die deutschen Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele empfangen. Der Reichspräsident bekundete hierbei erneut die große Bedeutung, die er der im Aufblühen begriffenen deutschen Turn- und Sportbewegung 20prozentige Aufwertung für die Anleihen beimist und den Wert, den für diese die Vorbereitungen zu der Provinz Oberhessen. Zu der vom Provinzialtag der Provinz Oberhessen in seiner lezten Sigung beschlossenen Ablösung der Anleihen der den Olympischen Spielen besitzen. Er bedauert ein übertriebenes öffentliches Herausstellen einzelner sportlicher Leistungen und wünschte die weiteste Verbreitung gesunder Leibesübungen im ganzen Volke, insbesondere auf dem Lande. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lotal 12 Pig., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 39 Wirtschaftliche Notwehr. Deutsche, tauft keine Auslandswaren! Wenn ein Hausvater ständig mehr für den Unterhalt seiner Familie ausgibt, als er einnimmt, so sagt jeder, daß es mit diesem Manne bald zu Ende sein muß. Gibt er dazu noch Geld für Dinge aus, die er nicht braucht, oder die er seinem eigenen Vorrat entnehmen könnte, so nennt der solide, umsichtige Bürger ihn einen Verschwender, der sein Schicksal verdient. Ein Volk steht als wirtschaftende Gesamtheit den Einzelmenschen gleich. Es braucht den Unterhalt für die Zahl seiner Menschen und beschafft ihn durch den Erfolg seiner Wirtschaftstätigkeit, durch den Ertrag der Nationalwirtschaft. Bleibt der Wirtschaftserttag hinter den Bedürfnissen zurück, so wird zunächst die Wirtschaftssubstanz aufgezehrt, indem entweder inländische Wirtschaftswerte unmittelbar an das Ausland veräußert werden oder indem die restliche Substanz, der Rest des Nationalvermögens, durch stets wachsende, nie abzutragende Schulden belastet wird. Am Ende steht, wenn das Volk nicht, wie in den Zeiten der Völkerwanderung, der Ostsiedlung, der Kolonisationen, die Kraft zu einem gewaltsamen Ausbruch nach außen findet, der Volkstod in der Gestalt sozialer Zersetzung, bevölkerungspolitischer Auflösung, physischer und seelischer Degeneration. Ein Volk kann das Glück haben, die Grundlage seiner wirtschaftlichen Existenz, die Nahrungsmittel, das Brot für seine Menschen im eigenen Raum in genügender Menge zu finden. Dann dient sein wirtschaftlicher Verkehr mit dem Ausland nur der Vervollkommenung, nicht der Fundierung seiner wirtschaftlichen Befriedigung. Ein Volt kann aber auch in der unglüdlichen Lage sein, daß sein Raum seine Menschen nicht ernährt; dann ist dieses Volk für die Befriedigung seiner ursprünglichsten. Bedürfnisse auf den Austausch mit dem Ausland angewiesen: es muß Produkte seiner Arbeitskraft absehen, um für den Ertrag den fehlenden Lebensunterhalt einzuführen. Ein Volk in solcher Lage ist stets in Gefahr, daß bei mangelnder Aufnahmefähigkeit oder fehlendem Abnahmewillen des Auslandes die Einnahmen hinter den durch das Nahrungsbedürfnis des Volkes bedingten Ausgaben zurückbleiben. Dann beginnt die Aufzehrung der Substanz und die Verschuldung. Das Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben nennt man Zahlungsbilanz; soweit es sich mit dem Verhältnis von Warenaus- und-einfuhr deckt: Handelsbilanz. Ueberwiegt die Einnahme( oder Ausfuhr), so nennt man die Bilanz aktiv; überwiegt die Ausgabe( oder Einfuhr), so nennt man die Bilanz passiv. Das deutsche Bolt wirtschaftet seit dem Kriege mit pas= siver Bilanz. Der durch die Friedens" diktate vetengte deutsche Raum ernährt die deutschen Menschen nicht. Auf ein Bolt mit unzureichendem Nahrungsspielraum wurden die erdrückenden Lasten der Kriegstribute gebürdet. Alles, was fehlt, soll durch die Leistungen der Arbeitskraft, durch Ausfuhr deutscher Waren hereingeholt werden. Der Ertrag ist aber abhängig vom Absatz, den die anderen Völker im Interesse ihrer Industrien nach Kräften zurückdrängen. So ist die deutsche Wirtschaftsbilanz seit dem Kriege fast ohne Unterbrechung hoff= nungslos passiv. Die Passivität wächst: die Gesamtpassivität des vergangenen Jahres hat die ungeheure Summe von fast 4 Milliarden RM. erreicht; sie übertrifft die des Jahres 1925 um fast 400 Millionen und stellt das höchste Jahresdefizit der Nachkriegszeit dar. Im Januar 1928 hat die Passivität mit 508 Millionen die seit Januar 1925 höchste Monatsziffer erreicht. Das bedeutet, daß diese Summen jeweils über die vorhandenen Einnahmen hinaus, also aus der Substanz, verbraucht wurden. Wie können wir diese rasende Fahrt zum Abgrund aufhalten? Die Ausfuhr, die Gelo einbringt, gegen den Widerstand des Auslandes beliebig zu steigern, liegt nicht in unserer Hand. Die Einfuhr, die wir bezahlen müssen, besteht zum großen Teil aus schlechthin notwendigen Lebensmitteln und Rohstoffen. Die Eigenproduktion der Lebensmittel so zu heben, daß die fehlende Menge, die ungefähr den Betrag des Gesamtdefizits ausmacht, im Lande erzeugt wird, steht nicht in der Macht des Einzelnen.( Ueber die agrarpolitischen Aufgaben, die sich aus diesen Erkenntnissen ergeben, ist an anderer Stelle zu sprechen.) Dagegen entfällt ein beträchtlicher Teil der Ausgaben der Gesamtwirtschaft auf ausländische Verbrauchsgüter, die entweder nicht notwendig sind oder ebenso gut im Inland, d. h. ohne Verlust für die Nationalwirtschaft, gekauft werden könnten. Da ist es der gleiche, solide, umsichtige Bürger, der auf den Verschwender verächtlich herabsah, der seinerseits eine Reichsmark nach der anderen für fremde Waren auf Nimmerwiedersehen ins Ausland wirft. Er ist Südfrüchte, trinkt fremde Weine, gebraucht ausländische Toilettegegenstände, trägt ausländische Kleider( sie sind ja auch so viel feiner!) fährt ein amerikanisches Auto, weil es gerade Mode ist, usw. usw. Und die deutsche Nationalwirtschaft, von der alle die leben müssen, die kein eigenes Vermögen zu verzehren haben, nimmt einen Pump nach dem anderen auf. Das wird so weiter gehen, bis zum großen Kladderadatsch. Denn der ehrbare Bürger, der auf jeden unsoliden Haushälter herabsieht, will sich ja nicht einschränken, wenn sein Gaumen oder seine Eitelkeit oder seine Modegelüste etwas begehren. Hier fehlt uns der Begriff des„ wirtschaftlichen Landesverrats". Entsprechend§ 89 des Strafgesetzbuchs: Samstag, den 12. Mai 1928. ,, Ein Deutscher, welcher einer fremden Wirtschaftsmacht Vorschub Teistet, oder der deutschen Wirtschaftsmacht Nachteile zufügt,...". Dem deutschen Staat sind in dieser Hinsicht die Hände gebunden. Wann aber wird endlich die Selbsthilfe des deutschen Volkes sich zur wirtschaftlichen Notwehr aufraffen und jeden ächten, der für seine Launen das Leben von Millionen Deutschen( er selbst ist ja meist wirtschaftlich ge= sichert) gefährdet? Die es mit den Franzosen und Separatisten hielten, sind geächtet. Wann trifft das gleiche Schicksal die Verräter, die unseren wirtschaftlichen Gegnern in die Hände ar= beiten? Wo das Leben unseres Volkes auf dem Spiel steht, dürfen wir keine Rücksicht kennen. Die anderen Völker kennen B. auch keine. Handwerk und nationale Bewegung. 1 Von Spenglermeister Peter Liebmann, Mainz. Die Not des Handwerks ist offensichtlich. Der Steuerdruck, die Schärfe der Lieferungsbedingungen der Materiallieferanten im Gegensatz zum langsamen Eingang der Zahlungen der Kunden selbst der Behörden die Schikanen bei Submisdie Liste fionen, auf die viele Handwerker angewiesen sind, dieser steigenden Schwierigkeiten ließe sich noch aus jedem Handwerf beliebig ergänzen. Und doch die wirtschaftliche Not, die auf unserem ganzen Volke, auf allen Ständen lastet, würde das Handwerk an seinem Teile opferwillig tragen. ,, Was uns besonders bedrückt, ist, daß das Handwerk im öffentlichen Leben in einer Weise zurückgedrängt und ausgeschaltet ist, daß die Hoffnung, berechtigte Wünsche erfüllt zu sehen und einen angemessenen Anteil am Staatsleben zu erreichen, täglich geringer wird. Wie der Handwerker in früheren Zeiten nicht nur wirtschaftender Mensch, sondern auch Bürger war, der das Kulturund Staatsleben wesentlich mitbestimmte, so treibt uns auch heute ebenso sehr das Streben nach angemessener Geltung des Handwerkerstandes im öffentlichen Leben, wie die wirtschaftlichen Notwendigkeiten. Die heutige Staatsordnung macht es unserem Stand unmöglich, die gebührende Stellung zu erringen. Denn der heutige Staat ist auf die Parteien aufgebaut, und die Machtmittel im Konkurrenzkampf der Parteien sind einerseits die Masse, andererseits das Geld. Dem Handwerk steht keins der beiden Mittel zur Verfügung. Es ist ihm deshalb zunächst unmöglich, sich in einer Partei durchzusetzen. Es ist aber wohl auch ein aussichtloser Akt der Verzweiflung, wenn heute eine eigene Handwerkerpartei gegründet wird, die neben den zahlenmäßig oder finanziell stärkeren Parteien doch nur eine ohnmächtige Splitterpartei bleiben wird. Eine ständische Partei mag ein Hilfsmittel für den Augenblick ſein, die endgültige Aenderung muß auf anderem Wege erreicht werden. - Wir sehen heute eine politische Bewegung entstehen and wachsen, die einen neuen Staatsaufbau erstrebt. Einen Staatsaufbau, der den Parteien die Staatsgewalt aus den Händen nimmt, der eine unabhängige Staatsführung schafft und den lebendigen Gliederungen des Volkes, den Ständen den Einfluß im Staatsleben gibt, der ihnen zukommt. Es ist die nationale Bewegung, in der sich alle die sammeln, die einsehen, daß 6-8 Der Frankfurter Friedensvertrag. Zu seinem Erinnerungstage am 10. Mai. Gießener Zeitung" von den Parteien und ihren Hintermännern für unser Volk nichts mehr zu erwarten ist. Der Handwerker ist nicht nur als deutscher Mensch, sondern auch als Stand aufs engste mit seinem Volke verbunden. Er kann nur leben und gedeihen, wenn sein Volk lebt und gedeiht. Er verarmt und geht unter mit seinem Volke. Ein unterdrücktes, ausgepreßtes Volk kann keinen lebenskräftigen, freien Handwerkerstand erhalten. So stellen Gefühl und Standesnot den Handwerker in die nationale Front, die für die Freiheit und den Lebensraum unseres Volkes kämpft. Wir wissen, daß eine solche Bewegung nicht von heute auf morgen ihr Ziel erreichen kann. Aber wir sehen in ihr die einzige Möglichkeit, überhaupt einmal zu gesunden Zuständen zu kommen. Deshalb halten wir es für die Pflicht jedes einsichtigen, pflichtbewußten Handwerkers, Stellung zu nehmen in diesem Kampf der Geister, und den herrschenden Bonzen zu zeigen, daß wir nicht länger ihr gefügiges Stimmvich sein wollen. Wir setzen den nationalen deutschen Staat, der sich auf die lebendigen Stände stützt, gegen den Staat der Parteien und der Schlagworte, der Masse und des Geldes. Ein Nachwort zum 3. deutschen Akademikertag. Der 3. deutsche Akademikertag, der vom 11. bis 16. April in Elberfeld stattfand, hat eine Rundgebung an die deutsche Deffentlichkeit gerichtet, in der folgende Säge enthalten sind: ,, Heute noch fehlt uns Deutschen die Erkenntnis unserer Knechtschaft. Gewöhnung an die Knechtschaft wird zur Gefahr. Knechtische Gesinnung macht den Unterdrückten zum gefügigen Sklaven... Dann werden wir uns auch den von deutschem und sozialem Geiste erfüllten Staat schaffen können, der die starke Schuhmacht für das gesamte Deutschtum der Welt sein soll. Der Weg zu Volk, Staat und Freiheit geht durch Kampf, Kampf für wahre völkische Weltanschauung, Kampf gegen die Internationalisierung, gegen die überstaatlichen Mächte, die den deutschen Nationalstaat aushöhlen und das deutsche Volkstum zersetzen..." 1 Diese Worte könnten unseren vollen Beifall finden, wenn hinter ihnen der entsprechende politische Wille stände. Leider haben die Beratungen des Akademikertages ergeben, daß der die Veranstaltung tragende ,, Verband deutscher Akademiker" nicht einmal geneigt ist, die Voraussetzungen für eine solche Willensbildung und für entsprechendes) Handeln, vor allem eine starke, handlungsfähige Führung, zu schaffen. Wieder einmal war die Grundstimmung der ausschlaggebenden Kreise die: begeistertes Bekenntnis zu hohen Gedanken und Zielen, aber ängstliches Vermeiden jeder Maßnahme, die dazu führen könnte, daß man einmal für diese Gedanken und Ziele persönlich eintreten müßte. Ein typisches Beispiel bürgerlichen Spießergeistes ( oder besser ungeistes), der heute allgemein unserem Volke den Stempel ausdrückt. Denn der Akademiker ist darin nicht schlimmer als die anderen Stände. Der städtische Bürger, der Arbeiterbourgeois, der Bauer, der über Hof und Gemarkung nicht hinausschauen will, fie alle sind gegenüber dem Schicksal unseres Volkes gleich feige, gleich faul, gleich selbstsüchtig, - Die neue Nr. 39. mit einem Wort, gleich spießbürgerlich und unpolitisch wie der Akademiker. Allerdings wenn einmal die kleine Schar der Aktivisten, die bereit sind, sich- der Spießer beginnt zu zittern für ihre Sache sogar totschlagen lassen, die von allen proklamierten Ziele durchgesetzt haben wird, dann werden sie alle anrücken und ihre Ansprüche anmelden. Ihnen allen sei schon heute gesagt: der Anteil an der Führung unseres Volkes muß erkämpft werden durch politischen Willen, durch Opfer und Leistung, nicht wird er ersessen durch die Zahl der großen Worte am Stammtisch, der großen Ziele in den Kundgebungen, der großen Reden auf den Tagungen. Der politische Frontkämpfer der deutschen Zukunft wird sich vor seiner Etappe besser zu wahren wissen, als der unpolitische Frontsoldat des WeltB. friegs. Kyriazi Cigarette Das Reichsgericht über den Verzicht auf den Aufwertungsanspruch. Die Frage, ob die Zurücknahme einer nach§ 16 AufwG. erfolgten Anmeldung des Anspruchs auf Aufwertung einer im Grundbuch gelöschten Papiermarkhypothek, der die Absicht des Gläubigers zugrunde liegt, auf die aufzuwertende Hypothek zu verzichten, das erlöschen des Gläubigerrechts in bezug auf das dingliche Aufwertungsrecht bewirkt, oder ob der Verzicht erst dann wirksam wird, wenn er in das Grundbuch eingetragen ist, hatte das Reichsgericht infolge einer Meinungsverschiedenheit zwischen dem Hanseatischen OLG. und dem Kammergericht( vgl. JW. 1927, S. 1873) zu entscheiden. Das Reichsgericht hat sich der Auffassung des Kammergerichts angeschlossen und führt in - V. B. 3-1928 vom 29. Februar 1928 seiner Entscheidung folgendes aus:„ Der in Verzichtsabsicht erfolgten Zurücknahme des Anspruchs auf Aufwertung kann keine materielle Wirkung in bezug auf das aufzuwertende Recht beigemessen werden. Es ist vielmehr für einen Verzicht des Gläubigers auf die Aufwertungshypothek Eintragung im Grundbuch erforderlich. Es darf aber nicht verlangt werden, daß Gläubiger und Eigentümer die Löschung des aufgewerteten Rechts im Grundbuch in öffentlich beglaubigter Form bewilligen und beantragen." - Staatsdarlehen für die Instandsetzung von Altwohnungen. Für die Instandsetzung von Altwohnungen, die durch erhebliche Bauschäden, insbesondere Dachschäden, unbrauchbar ge worden sind, durch die Instandsetzung aber für den örtlichen Wohnungsmarkt wieder gewonnen werden können, wenn der Hauseigentümer die Kosten hierfür aus eigenen Mitteln nachweislich nicht bestreiten kann, vom Staate auf Antrag, was wohl nicht allgemein bekannt sein dürfte, verbilligte Darlehen, gegen zwei Prozent Zinsen und ein Prozent Tilgung, bis zum Höchstbetrage von 2000 M gewährt werden. Die Verzinsung dieser Darlehen beginnt mit dem Tage ihrer Auszahlung. Die Anträge auf Gewährung der Darlehen sind in den Städten bei den Bürgermeistern, in allen anderen Gemeinden durch Vermittelung der Bürgermeister bei dem zuständigen Kreisamt zu stellen. Damit sich kein hessischer Hausbesiger unnötige Arbeit macht, KYRIAZI NO6 Leichte Mischung in vollem Format Der 10. Mai ist der Tag, an dem im Jahre 1871 zu Frankfurt a. M. der endgültige Frieden nach dem deutsch- französischen Kriege von 1870-71 abgeschlossen wurde. Zur Beurteilung des damaligen, des Frankfurter Friedensvertrages, müssen seine Voraussetzungen und Grundlagen in Betracht gezogen werden. Deutschland und Frankreich waren sich allein gegenübergestanden. Deutschland war alleiniger und völliger Sieger gewor dcen. Nicht irgendwelcher Koalition oder der Beihilfe eines Bundesgenossen verdankte es diesen Sieg. Der Enderfolg hatte bis zur Einahme und Besetzung der Hauptstadt Paris, die zugleich die Hauptfestung Frankreichs war, geführt. Alle in Betracht kommenden sonstigen festen Pläze waren ebenfalls in die Hände der Deutschen gefallen. Der Krieg hatte sich ganz auf französischem Boden abgespielt. Nur zwei Tage war im allerersten Anfang eine deutsche Stadt, Saarbrücken vom Feinde besetzt gewesen. Trotzdem war es von deutscher Seite kein Angriffs- und Eroberungskrieg, sondern ein reiner Verteidigungsfrieg gewesen. Frankreich war der Kriegsschuldige, der Kriegsverbrecher, um einen unberechtigterweise in heutiger Zeit gegen uns angewandten Ausdruck zu gebrauchen. Frankreich hatte nicht nur den Krieg erklärt, sondern auch ohne Not und Veranlassung vom Zaun gebrochen. Der wahre Kriegsgrund für Frankreich war, daß es die sich vollziehende Einigung Deutschlands, den Zusammenschluß in einem ſtaatlichen Bande, nicht zustande kommen lassen wollte. Es befürch tete dadurch die Möglichkeit zur Befriedigung seiner Eroberungsgelüste, seiner Vergrößerung durch Angliederung des ganzen linken Rheinufers zu verlieren. Immer heftiger und deutlicher waren diese angemaßten Ansprüche Frankreichs hervorgetreten. Napoleon III. war als Erbe napoleonischer Eroberungspolitik ans Ruder gekommen und mußte dem heftigen Drängen hierauf halb wider eigenen Willen und Befürchtungen nachgeben. Rache für Sadowa, für die gegen Desterreich gewonnene Entscheidungsschlacht bei Königgräß im Jahre 1866 hatten von da ab die Franzosen gerufen. Rache dafür wollten sie haben, daß Deutschland unter seinem größten Staatsmann Bismarc seine Geschicke selbst in die Hand genommen, daß bei dem Friedensschluß von 1866 fremde Einmischung zurückgewiesen werden fonnte, daß Frankreich nicht mehr der Länder an sich reißen ve Schiedsrichter von Europa, daß seiner Vorherrschaft über Europa ein Riegel vorgeschoben war. Adolph Thiers, der spätere erste Präsident der nachfolgenden französischen Republik, der selbst stärkster Kriegsheter gegen Deutschland war, aber die Veranlassung zum Kriege als un günstig gewählt verurteilte, hat die Kriegsschuld Frankreichs in seiner Rede vor der französischen Abgeordnetenkammer in deren zum Krieg führenden Sigung vom 15. Juli 1870 in nachfolgenden Worten klargestellt: Oſtſchen Abge ,, Niemand ist durch die Ereignisse von 1866 schmerzlicher betroffen worden als ich; niemand wünscht heißer als ich deren Wiedergutmachung. Aber nach meiner Ueberzeugung ist die Gelegenheit schlecht gewählt. Mehr als irgend jemand, ich wiederhole es, wünsche ich die Wiedergutmachung der Ereig= nisse von 1866, aber ich finde die Gelegenheit furchtbar schlecht gewählt. Zur Wiedergutmachung, die Sie begehren und ich mit Ihnen, wählen Sie eine schlechte Gelegenheit. Ich für meinen Teil lehne die Verantwortung für einen Krieg ab, der so wenig gerechtfertigt ist. Für Sie jedoch, dessen bin ich gewiß, wird es Tage geben, wo Sie ihre Ueberstürzung be= dauern werden." Weiter führte er aus, warum er den Kriegsgrund für schlecht gewählt ansieht: „ Ich möchte nicht, daß man von mir sagen könnte, ich hätte die Verantwortung für einen Krieg übernommen, der aus solchen Gründen entfesselt wurde. Die Hauptsache war zugestanden und um einer formalen Einzelheit willen lassen Sie es zum Bruch kommen. Wollen Sie, daß man sage, daß ganz Europa sage, der Hauptstreit sei beigelegt und nur um einer Formfrage wegen seien Sie entschlossen, Ströme von 6-3 Blut zu vergießen? Lassen Sie mich in zwei Worten sagen, daß ich diesen Krieg für eine absolute Torheit halte. aber age it halte. Gewiß, Sadowa muß ausgemerzt werden, aber es galt zu warten, bis politische Fehler eine gute Gelegenheit dargeboten hätten." Trotzdem also nach dem Zeugnis dieses bedeutenden franzö sischen Staatsmannes und bekannten Geschichtsschreibers, der selbst den Krieg nur bei besserer Gelegenheit wollte, Frankreich der Alleinschuldige am Kriege war, hat Deutschland durch seinen Meister Bismard weder die Tatsache der Kriegsschuld noch des völligen Obsiegens ausgenutzt, sondern mit Frankreich einen maßvollen Frieden abgeschlossen. Die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich war 700 Jahre lang die Maas und die Saone gewesen. Das Elsaß war ein Teil des mitten in Deutschland gelegenen Herzogtums Schwaben. Westlich vom Elsaß gehörte noch das Herzogtum Lothringen und anschließend nach Süden die Freigrafschaft Burgund dazu. Die französische Grenze lief nicht an Metz vorbei. Luneville, das alte Länstadt, Nancy, das alte Nanzig, Toul und Verdun waren inbegriffen. Erst 1674 wurde die Freigrafschaft Burgund abgetreten. Lothringen erhielt Frankreich sogar erst 1735. Der südliche Teil des Elsaß fiel im Westfälischen Frieden 1648 und der Rest 1681 an Frankreich. Trotz der sich auf viele Jahrhunderte der Zugehö rigkeit stützenden Ansprüche und des im Verhältnis dazu auf Eroberung gegründeten viel kürzeren Besitzes durch Frankreich hat Deutschland nur die deutschsprechenden Lande Elsaß und Deutsch- Lothringen als selbstverständliche Wiedergutmachung früherer Ohnmacht beansprucht. Den Franzosen wurde eine Kriegsschuld von nur 4 Milliarden Mark auferlegt, die sie sofort hätten bezahlen können, deren Begleichung von Thiers aber aus innerpolitischen Gründen noch verzögert, aber im Jahre 1873, also nach zwei Jahren, beendigt wurde. Damit endete auch die deutsche Besetzung, die sich in keinerlei Weise in die Verwaltung des Landes einmischte oder sich die Rechtsprechung über dessen Bürger anmaßte. Den deutschen Truppen ist freiwillig von französischer Seite die Anerkennung ausgesprochen worden, daß sie sich in jeder Hinsicht einCamstag, den 12 weifen wir ausdrüd Breußen gilt. Der haltung von Altwoh Intereffe daran zu Gachen, an denen er Städtische D Wir haben in muffen gegen das G Die früheren Verfuc ausschließlich auf K durch die Gegenakti gierung verhindert. Ministerium des In des Innern, Leuje fatz der Nichtgeneh und damit die in d nahme dieses Mini hegten Befürchtunge Innern sich auf den tretung eine derartig so habe sie dafür d tein Anlaß vor, eine lagen, so muß diefe Aufsichtsbehörde ist tretungen auf ihre 2 zu prüfen und dann sah der steuerlichen wäre, brauchte man jatz der steuerlichen einzelner Gemeindev den ist, dürfte aus d die Vorgänge in M ordnetenversammlun pelten Betrag erhö allein zu tragende 2 Male, erhöht hatte, geben, diese Mehrbe der Miete wieder nehmigung des Mi ift, daß die Rückwi ausbleibt. Damit geschaffen, ihren auf ten und auf die ein Zu welchem Ende welle, wenn die A vorauszusagen. M besitz wieder heran auf die große Mass Steuern dem Haus pflichtbewußten Re geben, aus entsprec Reubelastung decke höhung der Miete besitz ist die Miet lich auf die feithe denn der frühere haben, daß er etm würde, als er zur Gine Genehmigun folgerichtig vom mit dem Minister Damit gleichzeitig Ersatz geschaffen eine Unterlassung dert und muß er holt und dem Ho gesetzlicher Vorsch Dem Beispiel meister von Offe die Ausgleichung durch die fast a In Offenbach häl roandfrei benomm eitete auch sofort In friedliche Bah Meistbegünstigung Diefer Fried Souveränität Fro oder Fesseln wur in handelspoliti Higung war eine haftlich entwid Borteil angesehe irgend einer Hins entfalten. Keiner Bielmehr hat man ken, die es dann un pas 43 Jahre lang Der Frankfurt hes Streben Deu in feinerlei Sin Frankreich wurde tigung eingeräumi von Deutschland Staatsmann Bisn großes Kolonialre in böses Gewis Deil sie sich bewuß orgenommen zu leit bedacht, trieb Sicherheitspolitik Der Frankfur jekt, wenn er ge Furüdnahm. Den machen. Straßbur Mez, die Ausfallspi iejem Angriffstric ranzöfifchen Hände r. 39. wie der char der itternmierten anrüden gefagt: ämpft er und großen bungen, Front: pe beffer es WeltB. AuffwG. eriner im sicht des Dothet zu auf das zicht erst cagen ist, iedenheit icht( vgl. = hat sich führt in uar 1928 üdnahme Wirkung den. Es AufwerEs darf ümer die öffentlich ezung durch er ichbar ge örtlichen wenn der teln nach was wohl hen, gegen um Höchst ung dieser e Anträge den Bür mittelung tellen. beit macht, ten fagen, e. Gewiß, u warten, en hätten." den franzo Ceibers, der , Frantreid land dur Kriegsschuld t Frankreic ze zwischen Maas und mitten in Bestlich vom anschließend franzöfifche Ite Länjtadt, inbegriffen. en. Lothrin che Teil des Reft 1681 an der Zugehö his dazu auf ch Frankreich Elsaß und machung fri ur 4 Milliar önnen, deren Gründen no ren, beendigt 3, die sich in nmischte oder e. Den deut die Anerten Sinficht ein Samstag, den 12. Mai 1928. weisen wir ausdrücklich darauf hin, daß diese Anordnung für| Breußen gilt. Der hessische Staat hat kein Geld für die Erhaltung von Altwohnungen übrig, er scheint deshalb auch kein Interesse daran zu haben, denn für andere, weniger wichtige Sachen, an denen er Interesse hat, hat er Geld. Städtische Defizits und ihre Deckung. Wir haben in letzter Zeit des öfteren Stellung nehmen müssen gegen das Steuergebahren einzelner Stadtverwaltungen. Die früheren Versuche der Stadtverwaltungen, ihre Einnahmen ausschließlich auf Kosten des Hausbesitzes zu erhöhen, wurden durch die Gegenaktion der Organisation bei der hessischen Regierung verhindert. Die neue hessische Regierung bezw. das Ministerium des Innern, das dem sozialdemokratischen Minister des Innern, Leuschner, unterstellt ist, hat mit dem Grundjazz der Nichtgenehmigung derartiger Steuerpläne gebrochen und damit die in den Kreisen der Organisation bei der Uebernahme dieses Ministeriums durch einen Sozialdemokraten ge= hegten Befürchtungen leider bestätigt. Wenn der Minister des Innern sich auf den Standpunkt stellt, wenn eine Gemeindevertretung eine derartige Steuer- und Gebührenerhebung beschließe, so habe sie dafür die Verantwortung zu tragen und es liege fein Anlaß vor, einem solchen Beschluß die Genehmigung zu verlagen, so muß dieser Auffassung widersprochen werden. Aufsichtsbehörde ist dafür da, die Beschlüsse der Gemeindevertretungen auf ihre Auswirkung auf die Bevölkerung selbständig zu prüfen und dann einzuschreiten, wenn offensichtlich der Grundsatz der steuerlichen Gerechtigkeit verletzt ist. Wenn es anders wäre, brauchte man teine Aufsichtsbehörde. Das der Grundsatz der steuerlichen Gerechtigkeit bei den jüngsten Beschlüssen einzelner Gemeindevertretungen in höchstem Maße verlegt worden ist, dürfte aus den von uns gebrachten Abhandlungen über die Vorgänge in Mainz bewiesen sein. Dort hat die Stadtverordnetenversammlung die städtische Grundsteuer auf den doppelten Betrag erhöht, nachdem sie vorher das vom Hausbesitz allein zu tragende Wassergeld ebenfalls, und zwar zum zweiten Male, erhöht hatte, ohne dem Hausbesitzer die Möglichkeit zu Die geben, diese Mehrbelastungen durch eine entsprechende Erhöhung der Miete wieder einzubringen. Dieser Beschluß hat die Genehmigung des Ministers des Innern gefunden und die Folge ist, daß die Rückwirkung auf andere Stadtverwaltungen nicht ausbleibt. Damit ist für die Stadtverwaltungen ein Ventil geschaffen, ihren aufgeblähten Verwaltungsapparat beizubehalten und auf die einfachste und bequemste Weise zu finanzieren. Zu welchem Ende die einmal ins Rollen gekommene Steuerwelle, wenn die Aufsichtsbehörden versagen, führt, ist unschwer vorauszusagen. Man wird auch beim nächsten Male den Hausbesitz wieder heranziehen, weil dadurch politische Auswirkungen auf die große Masse vermieden werden. Werden aber derartige Steuern dem Hausbesitz neu auferlegt, so ist es Pflicht einer pflichtbewußten Regierung, dem Hausbesitz die Möglichkeit zu geben, aus entsprechend erhöhten Erträgnissen des Hauses diese Reubelastung decken zu können, mag das in Form einer Erhöhung der Miete oder durch Umlage geschehen. Dem Hausbesitz ist die Miethöhe gesetzlich vorgeschrieben. Sie ist färglich auf die seitherigen zwangsläufigen Ausgaben zugeschnitten, denn der frühere Minister Raab ist über den Verdacht er= haben, daß er etwa dem Hausbesitz mehr Miete bewilligt haben würde, als er zur Bestreitung der Ausgaben unbedingt benötigte. Eine Genehmigung zur Erhöhung der Steuerbelastung hätte folgerichtig vom Minister des Innern nur im Einvernehmen mit dem Minister für Arbeit und Wirtschaft erfolgen dürfen, damit gleichzeitig dem Hausbesitz auf die eine oder andere Weise Ersatz geschaffen worden wäre. Daß das nicht geschehen ist, ist eine Unterlassung des Ministers des Innern und es ist gefordert und muß erwartet werden, daß dieses Versäumnis nachgeholt und dem Hausbesitz zu seinem wohlbegründeten, auch nach gesetzlicher Vorschrift zustehenden Recht verholfen wird. Dem Beispiel von Mainz sind unmittelbar die Oberbürgermeister von Offenbach und Darmstadt gefolgt. Auch hier soll die Ausgleichung des städtischen Haushalts hergestellt werden durch die fast ausschließliche Heranziehung des Hausbesizes. In Offenbach hält sich die Mehrbelastung des Hausbesites in wandfrei benommen hätten. Der Frankfurter Friedensvertrag leitete auch sofort die beiderseitigen wirtschaftlichen Beziehungen in friedliche Bahnen, indem er für den Handel die gegenseitige Meistbegünstigung aussprach. Dieser Friedensvertrag setzte keinerlei Beschränkung der Souveränität Frankreichs fest. Keinerlei dauernde Bedrückungen Die dauernde Festlegung oder Fesseln wurden ihm auferlegt. in handelspolitischer Hinsicht durch Gewährung der Meistbegünstigung war eine gegenseitige. Damals mußte sie für das wirtschaftlich entwickeltere und industriereichere Frankreich als ein Vorteil angesehen werden. Keine Beengung Frankreichs in irgend einer Hinsicht wurde vorgenommen. Es konnte sich sofort entfalten. Keinerlei Rüstungsbeschränkung wurde ihm auferlegt. Vielmehr hat man es sofort mit seinen Rüstungen beginnen lassen, die es dann unter Anhäufung der größten Staatsschuld Europas 43 Jahre lang fortsetzte. Der Frankfurter Friedensvertrag hat keinerlei imperialistisches Streben Deutschlands zu Tage gefördert. Deutschland hat in keinerlei Hinsicht eine Vorherrschaft anzubahnen gesucht. Frankreich wurde in allem die Gegenseitigkeit und breichberech tigung eingeräumt. Auch nach dem Frieden wurde Frankre. Der große von Deutschland in keinerlei Weise behindert. Staatsmann Bismard ließ es frei gewähren, wie es sich ein großes Kolonialreich schuf. Weil Deutschland und die Deutschen lein böses Gewissen in Hinsicht des Friedensvertrages hatten, weil sie sich bewußt waren, keine Vergewaltigung des Erbfeindes vorgenommen zu haben, so waren sie auch nicht auf ihre Sicherheit bedacht, trieben nicht lange eine fortdauernde sogenannte Sicherheitspolitik trotz aller französischer Rüstungen. Der Frankfurter Frieden hatte nur das Unerläßliche feſt= gesetzt, wenn er geraubte deutsche Lande, von Deutschen bewohnt, zurücknahm. Den Rhein mußte er wieder zum völlig deutschen machen. Straßburg, die Ausfallspforte über den Rhein, und Mez, die Ausfallspforte an der Mosel, konnte er besonders nach diesem Angriffstrieg von 1870 nicht als ewige Bedrohungen in französischen Händen lassen. Der Frankfurter Friedensvertrag ,, Gießener Zeitung" mäßigen Grenzen. Dabei darf aber nicht vergessen werden, daß die Stadt Offenbach bereits im Vorjahre Erhöhungen durchge= führt hat. In Darmstadt dagegen hat die Stadtverwaltung, die fast ein Jahr lang über die Einführung von Gebühren verhandelte, diesen Plan auf einmal aufgegeben und den Vorschlag gemacht. die Grundsteuer zu verdoppeln, das Wassergeld um 10 Pfg. pro Kubikmeter und die Gewerbesteuer um etwa 50 Prozent zu erhöhen. Der in aller Stille vorbereitete Plan wurde dur; die Tageszeitungen bekannt, nachdem die gesamten Wirtschaftsgruppen Darmstadts in einer Besprechung gegen die neuen ungeheuerlichen Steuerpläne des Oberbürgermeisters Stellung genommen hatten. Die Empörung über diese Belastungspläne der Stadtverwaltung für etwa ein Fünftel der Bevölkerung war in den Kreisen der Wirtschaft, insbesondere in den am meisten mitgenommenen Kreisen des Hausbesitzes ganz ungericin. Die abweisende Haltung, die der Oberbürgermeister mit seinen Plänen in der gesamten Oeffentlichkeit erfuhr, veranlaßten ihn zu einer Revision seiner Steuerpläne. Ueber die Frage der Deckung wird zur Zeit noch verhandelt, und wenn diese Nummer in die Hände der Leser gelangt ist, wird darüber in der Stadtverordnetenversammlung entschieden sein. Soviel darf heute schon gesagt werden, daß die Darmstädter HausbesitzerOrganisation in diesem Kampf um die Steuerbelastung ihre Existenznotwendigkeit aufs neue bewiesen hat. Die Ertragsberechnungen des Hausbesizes mußten zwangsläufig zu einer Revision der städtischen Steuerpläne führen. Sich mit einer Aufstellung des Herrn Bürgermeisters Burbaum zu beschäftigen, behalten wir uns für eine spätere Zeit vor. Wir haben oft genug betont: Der Hausbesig ist bereit, sparsamste Wirtschaft vorausgesetzt, sein Teil zu den Kosten der städtischen Verwaltung beizutragen unter der Voraussetzung, daß jeder andere Steuerzahler nach dem Grade seiner Leistungsfähigkeit ebenfalls herangezogen wird. Wer diesen Grundsatz außer Acht läßt, wird auf entschlossenen Widerstand des gesamten Hausbesizes stoßen. Darlehen für Instandsetzung unbrauchbar gewordener Wohnundgen. Erstmalig hat das hessische Ministerium dem jahrelangen Verlangen des Hausbesitzes auf Reparaturdarlehen für Altwohnungen entsprochen. Die Bestimmungen hierüber lauten: Baudarlehen können auf Antrag auch gewährt werden zur Instandsetzung von Altwohnungen, die durch Einwirkung grober Bauschäden, insbesondere Dachschäden, unbenutzbar geworden sind, wenn durch diese Instandsetzung Wohnungen für den örtlichen Wohnungsbau gewonnen werden und der Hauseigentümer die Instandsetzungskosten aus eigenen Mitteln nachweislich nicht bestreiten kann. Diese Baudarlehen werden dem Hauseigentümer bis zum Höchstbetrage von 2000 Mart gegeben und sind vom Tage der Auszahlung an mit den für die Baudarlehen jeweils festgesetzten Sägen zu verzinsen und zu tilgen. Die Gemeinden haben die sachgemäße Verwendung der Darlehen und die rechtzeitige Fertigstellung der Altwohnungen zu überwachen. Auf das Verfahren finden die Vorschriften für die Gewährung von Darlehen für Neubauten sinngemäß Anwendung.( Antragstellung in den Städten bei den Oberbürgermeistern, bezw. Bürgermeistern, in den Gemeinden ohne Städteordnung durch Vermittelung des Bürgermeisters beim Kreisamt.) Damit ist die hessische Regierung endlich dem Beispiel anderer Länder gefolgt, die teilweise schon jahrelang dem Althausbesitz, der ja eigentlich die Mittel für die Darlehen aufbringt, ebenfalls für die Instandhaltung seines Besitzes und für die Erhaltung von Altwohnungen Darlehen zu denselben Bedingungen gewährt wie den Baulustigen. Seither war der Hausbesitz, der in der überwiegenden Mehrzahl heute nicht in der Lage ist, aus eigenen Mitteln größere Instandsetzungen vorzunehmen, darauf angewiesen, den Kapitalmarkt in Anspruch zu nehmen und die teueren Zinsen zu bezahlen, falls es ihm überhaupt gelang, den Betrag zu erlangen, oder sein Anwesen verfallen zu lassen. Eine ganze Anzahl von Wohnungen sind in den letzten Jahren auf diese Weise dem Wohnungsmarkt verschuf wirklichen Frieden auf 43 Jahre, einer langen Zeit im Leben der Völter. Durch ihn wurde das europäische Gleichge= wicht hergestellt, das zum Nutzen Aller in Europa war. Europa fonnte auf Grund desselben in allen seinen Teilen eine ungeahnte Entwicklung nehmen. Die Vorherrschaft Europas in der Welt wurde während dieses europäischen Friedenszustandes erst richtig begründet. Den anderen Weltteilen gegenüber tat sich die europäische Solidarität kund, die besonders von Deutschland immer hochgehalten wurde. Die Befriedigung Europos war sofort mit dem Friedensschluß von 1871 hergestellt. Es setzte sich in den Köpfen besonders vieler Deutschen die Meinung fest, daß es einen Krieg im eigentlichen Europa überhaupt nicht mehr geben könne. Man glaubte, daß das gemeinsame Interesse an völliger Erhaltung europäischer Kultur sie fernhalten, daß es nur Kriege auf Außenposten oder Kolonialkriege geben würde. Mit dem damaligen Frankfurter Friedensvertrag läßt sich der Versailler Vertrag nicht vergleichen. Wie Frankreich früher gehandelt hätte, wenn es Sieger gewesen wäre, zeigen die von Frankreich herbeigeführten dauernden Bedrückungen Deutschlands, obwohl es den günstigen Ausgang des Krieges nur der Hilfe seiner Verbündeten verdankt. Das Gleichgewicht Europas hat es bedenklich zerstört, teilweise zu ungunsten des mit Ein bedeutender ihm verbündeten Englands und Italiens. englischer konservativer Politiker hat vor kurzem geschrieben, daß die damaligen liberalen englischen Staatsmänner Lloyd George und Gren dazu mitgeholfen hätten, Frankreich zur alleinigen Großmacht Europas zu machen. Die europäische Solidarität ist ebenfalls zerstört. Nordamerika ist über Europa hinausgewachsen. Asien droht den gleichen Weg zu gehen. Der Versailler Vertrag hat keine Befriedigung Europas, noch weniger der Welt, geschaffen, vielmehr ein ständige Unruhegrundlage erzeugt. An allen Ecken und Enden Europas treten neue, teilweise direkt auf dem Versailler Vertrag beruhende und schärfere Gegensäte wie früher hervor. Früher gab es einen Unruheherd nur im Balkan. Jetzt ist Europa und schließlich auch die Welt balkanisiert. Nr. 39. loren gegangen. Es muß erwartet werden, daß die Behörden bei Prüfung der Darlehensgesuche nicht kleinlich verfahren und nicht mit der Gewährung nachgesuchter Darlehen zögern, bis etwa die betroffenen Wohnungen geräumt werden müssen, wodurch der Schaden nur größer und die Herstellungskosten höher werden. Gleichfalls wird beantragt werden, daß dem Hausbesitz ge= stattet wird, die nachweisbar für große Instandsehungsdarlehen aufzuwendenden Zins- und Tilgungsbeträge, für die bekanntlich in der gesetzlichen Miete keine Deckung enthalten ist, an der Sondersteuer in Abzug zu bringen. Ein dahingehender Antrag wird dem hessischen Ministerium G. 3. vorgelegt werden. Deutscher Unterricht an amerik. Lehranstalten. Eine wesentlich stärkere Beteiligung am Unterricht in der deutschen Sprache kann an den Lehranstalten der amerikanischen Union erfreulicherweise festgestellt werden. Auch die Hoch schulen wurden von dieser Entwidlung betroffen, nachdem die Erkenntnis von dem Wert der Beherrschung der deutschen Sprache in die verschiedensten Schichten der amerikanischen Bevölkerung hineingedrungen ist. Ich habe den Frühling gesehen. Mir sagte es die Lerche, daß der Frühling gekommen sei. Sie fonnte es nicht länger verschweigen, denn ihr Herz wat voll von Frühlingsseligkeit. Ein warmer Sonnenstrahl hatte sie am frühen Morgen geweckt und ihr von kommender Frühlingsherrlichkeit erzählt. Ach, so wundersüß hatte es geklungen. Mit einem Jubelschrei hatte sie sich sofort in die Lüfte erhoben und ihr neuestes Lied„ Gruß an den Frühling" in himmlischer Begeisterung herniedergeschmettert. Und bald wußte es die ganze weite Natur, die Tausende von Blumen da draußen, die munteren Vögelein, die Tiere des Feldes, die grünen Saaten, die Wälder und Felder, und einer rief es immer wieder dem anderen zu:„ Er ist gekommen, er ist da, der liebe, lachende Frühling, er ist eingetroffen, plötzlich über Nacht." Auch den Bienlein konnte diese Nachricht nicht lange verborgen bleiben. Schon tummelten sich einzelne munter im klaren Sonnenschein, und immer mehr quollen hervor aus der wunderlichen Bienenstadt, um den strahlenden Frühlingssonnenschein mit munterem Summen zu begrüßen. Immer länger und länger werden die Flüge, und bald zogen einige hinaus, um nach den ersten Frühlingsblüten zu suchen und die ersten Gaben des Jah res 1928 heimzutragen zur Nahrung der vielen lieben Kleinen, die im Stocke gepflegt werden mußten, damit sie zu einem starfen Geschlecht heranwachsen konnten. Bald waren die Salweidenkätzchen von Bienen völlig umgeben, und jede Blume da draußen wurde mit freudigem Summen begrüßt. Gerne spendeten die leuchtenden Frühlingskinder ihre Süßigkeiten und den Blütenstaub, um durch die Bienen die geheimnisvollste Gabe der Natur, das Wachsen in vieltausendmal Tausend empfangen zu können. Lange, bis tief in die Nacht hinein, klang noch das muntere Summen der Bienen. Der Bienenvater, der die Sprache der Bienen versteht, hat mir ihre stillen Plaudereien verraten. Sie erzählen von den Hoffnungen auf ein gutes Honigjahr. Unbedingt würde das Jahr 1928 ein Honigjahr werden, wie die Sieben fetten Jahre in König Pharaos Traum, denn am 2. Februar sei es schönes, sonniges Wetter gewesen, und ein alter Spruch laute: - ,, Maria Reinigung hell und klar Gibt ein gutes Honigjahr." Alle Arbeitsgruppen wurden neu besetzt und jede einzelne Biene zu peinlichster Pflichterfüllung angehalten, damit man mit aller Kraft den kommenden Honigsegen bergen und dem deutschen Volke das edelste Geschenk seiner Erde, den echten deutschen Honig, das Beste in gesunden und kranken Tagen, in einer Fülle darbieten könne, daß der oft zweifelhafte Auslands= honig aus allen Zonen der Welt keinen Eingang zu finden brauche in unsere deutschen Familien. Schmunzelnd blies der Bienenvater den Rauch seiner unvermeidlichen Pfeife, und es schien mir, als hätten auch bei 500 000 qm GROSSER AUSSTELLUNGSPARK AM RECHTEN RHEINUFER M. AUSSTELLUNGSBAHNHOF www PRESSA.KÖLN MAI OKTOBER 1928 GROSSE KULTURHISTORISCHE SCHAU DAS NACHRICHTENWESEN ALLER ZEITEN UND VOLKER TAGESPRESSE UND ZEITSCHRIFTEN IM RAHMEN IHRER UMWELT AUSSTELLUNG DER DRUCKMASCHINEN- INDUSTRIE UND DES GRAPHISCHEN GEWERBES VIELE SONDERAUSSTELLUNGEN STAATENHAUS MIT AUSSTELLUNGEN VON 44 LÄNDERN VERBILLIGTE SONDERFAHRTEN M. 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Nun bricht es mit aller Macht aus allen Zweigen. Der Mai ist da, die Sonne hat die Erde zu neuem Leben erweckt. Gottes Garten steht in schönster Pracht. Es trillert die Lerche in die Lüfte und trägt ihr Loblied empor zum Herrn der Welt; im Busch singt die Drossel mit und Blumen und Blüten blühen ihrem Schöpfer zu. Tal und Höhen gleichen einem Blütenmeer, überall ein Sprossen und Grünen, ein stürmend Drängen weit und breit. Und Gottes Sonne wirft ihren schönsten Glanz über die blühende Welt. Maiensonntag! Der Schöpfer ruft dich in seinen Garten, damit du lesen fannst in seinem Buche, das er mit eigener Hand geschrieben hat. Jedes Blatt zeigt von der ewigen Güte Spur und lehrt uns glauben, hoffen und lieben. In diesem weiten hohen Tempel ist ewiger Gottesdienst, wige Anbetung. Das Vöglein im Busch, die Lerche im Aether, die Blumen im Hag, der schweigende Wald sie alle stimmen und lingen zusammen zu einem ewigen Loblied des Schöpfers. Und du Mensch darfst da nicht fehlen. " Gießener Zeitung" * Ernennung. Die Gerichtsassessoren Friedrich Gutermuth aus Großen- Linden und Dr. Karl Haag aus Schlitz wurden unter Uebernahme in die Reichsfinanzverwaltung zu Regierungsassessoren ernannt. * Im Hinblick auf die bevorstehenden Reichstagswahlen wird wiederholt darauf hingewiesen, daß nach Artikel 48 des Hessischen Gesetzes, die Presse betreffend, vom 1. August 1862 und§ 73 Abs. 2 der Hessischen Ausführungsverordnung zur Gewerbeordnung Drudschriften ohne Unterschied, ob dies gewerbsmäßig geschieht oder nicht, nur an solchen Stellen öffentlich angeschlagen oder angeheftet werden dürfen, für die das Polizeiamt ausdrücklich seine Genehmigung erteilt hat. Zuwiderhandlungen werden bestraft. Auch wird darauf aufmerksam gemacht, daß das Anheften oder Anschlagen von Druckschriften an verbotenen Stellen eine Sachbeschädigung im Sinne des§ 303 des Strafgesetzbuches darstellt und Zuwiderhandelnde daher auch aus diesem Grunde bestraft werden können. Die Polizeiorgane sind angewiesen, im Falle von Zuwiderhandlungen unnachsichtlich Strafanzeige zu erstatten. Die heiligen Blätter der Natur strömen gerade im Maien über vom Lobpreis der Schöpfung. In diesen blühenden Garten wurdest du Mensch am letzten Schöpfungstage als Gottes Meisterwerk gestellt. Rühme dort mit allen Geschöpfen des Ewigen Ehre. * Jugend mert auf! Morgen ist der Muttertag! Sorgt, daß er ein Freudebringer für alle Mütter sei! Und vergeßt nicht der armen, einsamen und franken Mütter! * * Bon der Universität. Der Privatdozent für Bürgerliches und Römisches Recht an der Universität. Dr. Georg Eißer, hat den an ihn ergangenen Ruf als außerordentlicher Professor an der Universität Tübingen angenommen. Fahren Sie ein PRESTO Rad, es ist beste Qualität zu billigstem Preis! Unübertroffen leicht. Lauf, schnittiger Bau, elegante Ausstattung ( auch in geschmackvoller bunter Emaillierung) und gediegenste Ausführung Günstige Zahlungsbedingungen! Hale Automobil- Gesellschaft A.-G., Abteilung Prestowerke Chemaltz Verkauf durch: vier Doppelhäuser mit 8 Wohnungen auf seinem kürzlich erworbenen Gelände am Wartweg zu erbauen. Der Verein verfügt bereits über 42 Wohnungen. * Aus dem Hess. Sängerbund. Der Bundessängertag des Hessischen Sängerbundes findet am 28. Oktober in Gießen statt. * Die Fleischermeister von Hessen und Hessen- Nassau tagten Sonntag in Bad Wildungen. 66 Innungen sind in dem Verband zusammengeschlossen und zählen 3765 Mitglieder. Eine große Mehrheit beschloß die Lehrzeit der Lehrlinge von 3 auf 3½ Jahre zu erhöhen und die Fleischergesellen erst zur Prüfung zuzulassen, wenn sie mindestens 5 Jahre Geselle waren. * Vom Polizeiamt. Ein betrügerisches Brautpärchen! Vor einigen Tagen trat hier ein Brautpärchen aus Nürnberg auf, welches Stoffschwindeleien verübte, bezw. Bestellungen auf Maßanzüge u. Mäntel aufzunehmen suchte. Fälschlicherweise be= nutzten sie dabei Bestellbogen einer hiesigen Firma und erhoben von den Kunden Anzahlungen. Sie wurden festgenommen. Die Mannsperson ging jedoch flüchtig, konnte aber in Lich erneut festgenommen werden. In letzter Zeit wurden 9 Personen wegen verschiedener Straftaten, darunter auch steckbrief= lich Gesuchte, festgenommen. In der Nacht zum 10. Mai gegen 3 Uhr wurde hier in der Licherstraße einem Schneidermeister eine Erberscheibe( Schaufenster) mit einem Stein eingeschlagen und 6 Meter Anzugstoff gestohlen. Am 26. April nach 23 Uhr wurde in der Gartenstraße an dem Logengebäude eine blauweiße Fahne aus dem Vorgarten von der großen Fahnenstange entwendet. Die Fahne wurde in beschädigtem Zustande im Schurgraben in der Ostanlage gefunden. Sachdienliche Mitteilungen über die Täterschaft nimmt die Kriminalpolizei Gießen entgegen. In den letzten Tagen wurden in Gießen fünf Fahrräder entwendet. Marke Rübezahl, Fabrik- Nr. unbekannt, Marke Saalburg, Nr. unbekannt, Marke N. S. U. Nr. 853 806, Marke Dürrkopp( neuer Halbrenner), Marke Hefra, Nr. 91 714. Vor Antauf wird gewarnt. Sachdienliches nimmt die Kriminalpolizei entgegen. In der bekannten Wechselaffäre wurde noch eine weitere Person festgenommen. Jakob Schupp, Gießen, Seltersweg 83 Möbel Schlafzimmer Wohnzimmer Herrenzimmer Küchen auf bequeme Tellzahlung Gemeinnützige Möbelversorgung für das usrat Rhein-, Main-, Lahngebiet Hausrat G. m. H. b. Gießen, Lindenplatzi * Die chilenische konsularische Vertretung für den Volksstaat Hessen ist dem neuerrichteten chilenischen Konsulat in Bensheim übertragen. Aus Nah und Fern. Buzzbach. Im Hinblick auf die 150. Wiederkehr des Ge burtstages des Turnvaters Jahn im August dieses Jahres haben die Stadtverordneten den Beschluß gefaßt, einen öffentlichen Platz unserer Stadt Jahnplaz zu benennen. Buzzbach. Wie uns zu dem Zusammenbruch des Bankgeschäfts Arnold Lappe weiter gemeldet wird, ist nunmehr auch der Prokurist der Firma, Herbold, von dem Untersuchungsrichter nach einem mehrstündigen Verhör verhaftet worden. Die Verluste der Bankkunden werden als außerordentlich umfangreich dargestellt. * ,, Schnabelhausen". Die Eisenbahnwagen- Kolonien an der Margarethenhütte ,,, Schnabelhausen" genannt, ist zu einem fleinen Dorf angewachsen und zählt jetzt 41 Wohnungen mit über 200 Einwohnern. Schnabelhausen ist mit Wasser und elektrischem Licht versehen und ist an die Kanalisation ange= schlossen. Der Eisenbahn- Heimstättenverein hat beschlossen, -- Mit meiner SINGER und deren Apparaten kann ich mir die entzückend/ ten Kleidungsstücke felbft anfertigen ER SINGED KOSTENLOSE ANLEITUNG im Nähen, Sticken und Stopfen forie in der Handhabung der Apparate roird bereitwilligft in jedem Singer Laden erteilt SINGER NÄHMASCHINEN AKTIENGESELLSCHAFT Gießen, Marktplatz 22 Münzenberg. Unter reger Anteilnahme der Bevölkerung wurde die neue, fast 23 Zentner schwere Kirchenglocke, die nunmehr den Platz der während des Krieges abgelieferten alten Glode einnehmen soll, und eine zweite Glocke, die umgestimmt worden war, vom Bahnhof feierlich eingeholt. HEIRAT. 22 Hilfsmaßnahmen für den Vogelsberg. Schotten. Der hessische Minister des Innern stattete zusammen mit Ministerialdirektor Dr. Stamer dem Kreisamt Schotten einen Besuch ab und erklärte u. a., daß er allen berechtigten Wünschen und Bedürfnissen des Vogelsberges, dessen Bevölkerung zurzeit wirtschaftlich erheblich zu leiden habe, Rechnung zu tragen bestrebt sei. Schotten. Die große Imkertagung, verbunden mit bienenwirtschaftlicher Ausstellung, ist auf den 28. und 29. Juli festgelegt. Darmstadt. Die amtliche Pressestelle teilt mit: Unter dem Vorsitz des Finanzministers fand eine Besprechung über den Ausbau der Straßenbahn in der weiteren Umgebung von Darmstadt statt. Die Verhandlungen führten zu dem Ergebnis, daß die Elektrische Straßenbahn Darmstadt- Jugenheim als ge= sichert gelten kann. Neue Bücher. Das Mai- Heft der ,, See", Monatsschrift des Deutschen SeeVereins, früher Deutscher Flotten Verein, Berlin, Matthäifirchstraße 13, bringt neben Berichte über die Fortschritte der deutschen Handelsmarine sehr interessante Aufsätze. Verantwortlich: Paul Chrißian Klein in Gießen. 3mmer Soba Für den Bode Der Loba Rabe fpricht für die Hausfrau! Eine Hausfrau braucht nicht den ganzen Tag im Arbeitsschurz herumzulaufen, wenn sie ihre Böden u.Treppen rationell pflegt. ,, LOBA- WACHS" glänzt sonnenhell u. stahlhart Parkett und Linoleum, ,, LOBA- BEIZE", gelb, braun oder rotbraun, das ,, wasserechte" Farbbohnerwachs, färbt und glänzt alle Bretterböden wie schönstes Parkett, LOBALIN" reinigt mühlos alle Böden ohne Späne, ohne Seife. Fören Sie auf den„ Loba- Raben und nehmen Sie: Jmmer loba fürden Boden! 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