Str. 62 n" Etserien de", ene t- ch ne en nd gen Den r men sten ten öbelir das angebiet H. platzi eden, s an Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Jahrg. - Politische Tagesschau. Die von der KPD. für den Verfassungstag in Hamburg angejezte Kundgebung ist von der Polizeibehörde verboten worden. Am heutigen Verfassungstage flaggen die bayerischen Verwaltungen nur in den Landesfarben. In Paris glaubt man nicht mehr an eine unmittelbar be: vorstehende Veröffentlichung des englisch- französischen Flottenablommens. Dr. Hugo Edener beging gestern seinen 60. Geburtstag. In Badenweiler im Schwarzwald ist gestern der ehemalige Großherzog Friedrich von Baden im Alter von 71 Jahren ge= torben. Der irische Außenminister wird an der Unterzeichnung des Kellogpaktes teilnehmen. Die Leiche Raditschs wird am Sonntag beigesetzt werden. Der russische Eisbrecher ,, Sadow" ist immer noch auf der Suche nach Amundsen und der Alessandrini- Gruppe und hat am 3. August bereits 80 Grad 40 Minuten nördlicher Breite erreicht. Amerika hat der Bank Morgan 25 Millionen Dollars zur Stabilisierung des Posetas in Spanien genehmigt. In Rabow wurde ein höherer polnischer Polizeibeamter von einem Unbekannten mit vier Schüssen erschossen. Der deutsche Fremdenlegionär Klembs wurde zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt. Nach einer Meldung aus Stuttgart sollen am 25. August die ersten Werkstättenfahrten des Luftschiffes„ Graf Zeppelin" beginnen. Englisch- französische Mannöver im besetzten Gebiet. Nach einer Meldung aus London werden die 8. kgl. irischen Husaren, das einzige britische Kavallerie- Regiment, das zur Bejagungsarmee am Rhein gehört, an den kommenden Manövern der französischen Besatzungsarmee unter dem General Guillaumat teilnehmen. Diese Zusammenarbeit zwischen den Truppen zweier Nationen an Friedensmanövern ist wahrscheinlich, so schreibt der ,, Daily Telegraph", ohne jeden Vorgang. Dieser ist zweifellos eine Folge der neuartigen Umstände, unter denen die britischen und französischen Truppen zur Zeit einem gewissen Zweck dienen, Umstände, die wohl niemals wieder vorkommen werden. Was auch immer die Erklärung sein mag, das Ereig= nis wird in beiden Ländern als ein neuer Beweis für die guten Gefühle angesehen werden, die zwischen den militärischen Stellen der Alliierten im Rheinland herrschen. An den zuständigen Stellen wird die vorstehende Meldung bestätigt. Die Manöver- Einladung sei von den französischen militärischen Stellen ausgegangen und englischerseits angenommen worden. Die Zu der englischen Militärs sei aus dem natürlichen Wunsche zu erklären, den im Rheinland stehenden Truppen Gelegenheit zu Uebungen in größeren Verbänden zu geben. Die geringe Gelegenheit für die an Zahl schwachen englischen Besatzungstruppen, sich in Manövern großen Stils auszubilden, sei mit ein Grund des Widerstandes gewesen, den die militärischen Stellen der Verringerung der Truppenzahl seiner= zeit entgegengesetzt hätten. Irgendwelche politische Bedeutung sei den Absichten der militärischen Stellen im Rheinland nicht beizumessen. Jährlich 600 Millionon für die Wohnungszwangswirtschaft. Nach den Untersuchungen des Reichstagsabgeordneten Luce ( Wirtschaftspartei) erfordert die Wohnungszwangswirtschaft ein Heer von 58 400 Beamten, darunter 36 000 Reichsbeamte für die Wohnungsämter selbst. Der Aufwand an Gehältern für sie be= trägt jährlich 230 Millionen Mark, wozu noch rund 100 Millionen Mark Verwaltungskosten kommen. Die im letzten Jahre im Zusammenhang mit der Wohnungszwangswirtschaft geführten 816 000 Prozesse haben dem Staat 122,4 Millionen M. gekostet und den Beteiligten Kosten und Verdienstausfall non mirdestens 91 Millionen Mark verursacht. Luce kommt so für 1927 zu 586,4 Millionen Mark als Summe der Wohnungszwangs= wirtschaftskosten. Das Reichskabinett beschließt den Panzerfreuzerbau. Das Reichskabinett beschloß in seiner gestrigen, unter dem Vorsitz des Reichskanzlers abgehaltenen Sitzung, den Bau des Panzerschiffes in Angriff zu nehmen. Zu diesem Beschluß ist Die Reichsregierung gelangt, nachdem festgestellt wurde, daß die durch den Bau des Panzerschiffes entstehenden Mehrausgaben in den folgenden Jahren durch entsprechende Ersparnisse bei sonstigen Ersatzbauten wieder eingebracht werden. Das Reichskabinett erhöhte ferner die Versicherungspflichtgrenze in der Angestelltenversicherung von 6000 Mart auf 8400 Mark und beschloß u. a., dem Reichstag die Ratifizierungsge= setze über drei internationale Uebereinkommen, betreffend die Seeschiffahrt, vorzulegen. Druck und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M Samstag, den 11. August 1928 Ungewisse Lage in Sugoslawien. In Belgrader politischen Kreisen wendet sich das Interesse der Frage zu, welche Folgen der Tod Raditsch für die weitere innerpolitische Entwicklung nach sich ziehen werde. Allgemein gibt man sich der Hoffnung hin, daß die blutigen Opfer die verantwortlichen Führer des Volkes veranlassen werden, dem zügellosen Parteikampf Einhalt zu tun und ihren ganzen Einfluß auf die Aussöhnung geltend zu machen. Man erwartet, daß man in Agram, nachdem sich die Trauer etwas gelegt haben wird, zur Einsicht kommen werde und betont, daß eine Verstän= digung nur durch gegenseitiges Entgegenkommen erzielt werden fann. König Alexander hat an die Familie Raditsch ein Telegramm gerichtet, in dem er seinem aufrichtigen Beileid anläßlich des Todes Raditsch Ausdruck gibt. In Agram ist das bis jetzt noch unbestätigte Gerüt verbreitet, daß der König zur Bestattung nach Agram kommen werde. Die Leitung der bäuerlich- demokratischen Koalition beschloß, eine selbständige Natio= naltrauer für Raditsch zu proklamieren. Zum Zeichen der Trauer sollen 14 Tage lang feine Kundgebungen und Demonstrationen veranstaltet werden. Der englische Kampf um Arabien. Aus London wird gemeldet: Die Verhandlungen Sir Gilbert Claytons mit Jbn'Saud, dem König des Hedschas und Sultan von Neschd, sind erneut zusammengebrochen. Der englische Unterhändler hat eine dementsprechende Mitteilung an das Kolonialministerium gesandt. Die englische Presse sieht die Lage als sehr ernst an. Das 18. Opfer von Dinkelscherben. Von der Reichsbahndirektion wird mitgeteilt: Die 59 Jahre alte Witwe Rosa Schmied aus Söflingen bei Ulm ist gestern früh im Krankenhause zu Susmarshausen( Bayern) an den Folgen der bei dem Dinkelscherbener Eisenbahnunglück erlittenen Verlegungen gestorben. Als siebzehntes Todesopfer des Dinkelscherbener Eisenbahnunglücks wurde am Mittwoch die 25jährige Buchhalterin Jrma Mary von Buttenhausen auf dem israelischen Friedhof zur Ruhe bestattet. Um das blaue Band des Ozeans. Die englische Finanzpresse kommentiert, daß mit dem Stapellauf der deutschen Riesenschiffe„ Europa“ und„ Bremen“ der Kampf um das Prestige auf dem Atlantischen Ozean wieder be= ginnen werde. Die englischen Schiffahrtsgesellschaften treten ebenfalls in Konkurrenz mit einem neuen 60 000 Tonnendampfer der Cunardlinie, um für ihr Land das blaue Band des Ozeans zu sichern. Rückgang der Arbeitslosenziffer. In der Arbeitslosenversicherung ist die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der Zeit vom 15. bis 31. Juli von 579 800 auf 564 000 zurückgegangen. Bei den männlichen Arbeitslosen betrug die Abnahme 2,4 v. 5., bei den weiblichen 3,3 v. H. In der Krisenunterstützung hat sich die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger von 89 600 auf 82 900 vermindert. DEUTZ kompressorlose Dieselmotoren 710 PS hoch überlastbar betriebsicher einfach unverwüstlich preiswert 15-25 PS 5240 MOTORENFABRIK DEUTZ A- G. Zweigniederlg. FRANKFURT/ M. Taunusstr.10 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 63 Rheinfränkische Eisenbahnthronik. Von A. Weigel Frankfurt a. M. Das rheinfränkische Eisenbahnnetz ist in der Hauptsache im Zuge der alten Heer- und Handelsstraßen, den zahlreichen Flußläufen und Tälern des mittleren Rhein- Main- Stromgebietes angepaßt. Was jedoch diesem System bis heute noch als wesentlicher Hauptfehler anhaftet, ist das Fehlen einer größeren Anzahl von Querverbindungen, die talverbindend und unter Ueberwindung von Wasserscheiden und Höhenrücken bisher verkehrsarme Gebietsteile aufschließt und diesen nach den Hauptstrecken industriereicher Brennpunkte Anschluß gibt. Dieser Mangel entspringt größtenteils der länderterritorialen Zerrissenheit des Gesamtgebietes, die in der gegenseitigen bewußten oder auch unbewußten Absperrung eizelner Gebietsteile untereinander innerhalb eines großen zusammengehörigen Wirtschafts- und Verkehrsraumes Ausdrud findet. Diese Zerrissenheit besteht heute noch verwaltungsmäßig u. a. in der unglücklich verkehrsgeographischen Abgrenzung unzusammenhängender Eisenbahn- Netze der verschiedenen hier in Betracht kommenden 10 Eisenbahndirektionsbezirke, welche schon allein in ihrer allzu großen Zahl viel zu kleine Verwaltungsbezirke abgeben und daher nicht in der Lage sind, die inneren Zusammenhänge der natürlichen Landschaften in ihrer gegenseitigen Verpflechtung zu erfassen und denselben entsprechend Rechnung zu tragen. So ist z. B. der Landeseisenbahnrat Frankfurt, der heute die drei Direktionsbezirke Frankfurt, Mainz und Kassel umfaßt, bereits aus diesem Bedürfnis heraus entsprungen, mit der Aufgabe, diesem Mangel territorialer Zusammenhänge durch einmütiges Zusammenarbeiten abzuhelfen. Es ist daher erklärlich, daß die innerhalb Rheinfrankens in den letzten Jahren auftauchenden Bahnprojekte fast ausschließlich Querverbindungen sind, die über die verschiedenen Ländergebiete und Direkti onsbezirke führen. Bercits in unmittelbarer Umgebung von Frankfurt fehlt der nördliche Abschluß einer Ringbahn, die sogenannte Taunus: querbahn, welche den gesamten Rhein- Main- Städtekranz enge= ren Zusammenschluß geben soll. 22 hessische und preußische Ge= meinden des bisher eisenbahntechnisch unerschlossenen Hochtaunus haben mit Unterstützung der Städte Wiesbaden und Mainz zur Errichtung einer Taunus- Querbahn Niedernhausen -Oberreifenberg- Schmitten- Usingen- Bad Nauheim in einer Denkschrift das Reichsverkehrsministerium erneut aufgefordert. Jm Süden von Frankfurt steht der Plan einer direkten Eisenbahnlinie Offenbach- Darmstadt ebenfalls erneut zur Diskussion. Eine weitere Strede betrifft das oberhessische Kleinbahnprojekt Büdingen- Oberfeemen, das über Büdingen hinaus auf preußischem Gebiet über Hanau oder evtl. direkt über Hochstadt nach Frankfurt führen soll. Ein Bahnprojekt, das zur Erschließung des in der Entwid= lung zurückgebliebenen südlichen Vogelsberges dringend der Verwirklichung bedarf, ist die Linie Birstein- Hartmannshain, als Fortsetzung der Kleinbahn Wächtersbach- Birstein über die hessische Grenze hinweg. Die Schwierigkeiten liegen hier in der Herbeiführung einer Uebereinstimmung zwischen der preußischen und hessischen Regierung, worüber z. Zt. Verhandlungen noch schweben. Anschluß an diese oberhessische Strecke nimmt ein neues Projekt mit der Linienführung von Fulda über Hosenfeld, Freien- Steinau, Radmühle in Birstein einmündend und ein weiteres, das von Großenlüder der Strecke Fulda- Alsfeld abzweigt und über Weidenau- Steinau in Soden- Salmünster zur Entlastung des Distelrasen- Tunnels in die Hauptstrecke einmündet. Verschiedene Projekte dienen der weiteren Verkehrserschliezung der Rhön und des Spessarts. So dient der Erschließung des Innenspessarts das Projekt einer westöstlichen Bahnlinie von Gelnhausen- Bieber nach dem bayr.- unterfränkischen Partenstein und zwar in Verlängerung der Kleinbahnstrecke Gelnhausen- Lochborn, wodurch u. a. auch eine durchgehende Linie von Gießen bis Lohr a. M. bezw. Würzburg erzielt werden soll. Jm Wettbewerb hierzu sieht ein weiteres Projekt die Verlängerung der Strede Wächtersbach, Bad Orb über Pfaffenhausen ( Jossgrund) Frammersbach nach Partenstein vor. Eine weitere Neubaustrede gründet sich auf das alte Rhönbahnprojekt Fulda- Poppenhausen, woran 17 Gemeinden in= teressiert sind. Eine Verbindung der Werrabahn mit Frankfurt wird angestrebt durch den Bau der kleinen Verbindungsstrecke Neustadt a. S. Bad Kissingen, wodurch eine direkte Durchgangslinie über Gemünden- Aschaffenburg- Frankfurt hergestellt werden soll. Der Erstellung einer kurzen 21 Km. langen Verbindungsstrecke nach Steinach- Greglingen, wird ferner eine wesentliche Bedeutung für die Verkehrsverhältnisse auf der Linie Wertheim -Mittenberg- Aschaffenburg und das gesamte Untermaingebiet beigemessen, wodurch gleichzeitig auch eine neue Schienenverbindung zwischen Nürnberg und Mannheim- Ludwigshafen ge= schaffen würde. Eine weitere propagierte furze Verbindungsstrecke zwischen Obernburg- Eisenbach Mömlingen ergibt ferner die Möglichkeit aus dem mittleren Maintal des Mainviereds über Höchst i. O. nach Darmstadt zu gelangen. Das Schwalmtal Bahnprojekt sieht eine direkte Verbindung Oberhessens über den Vogelsberg mit Frankfurt vor. Mit Samstag, den 11. August 1928. der Erbauung dieser Nord- Süd- Linie zwischen dem oberen preußischen Teile des Schwalmtales ab Zella, der Strecke Trensa Ziegenhain, nach dem oberhessischen Schotten über Alsfeld- Ulrichstein, werden auch die weit östlich der MainWeserbahn gelegenen Gebietsteile der Provinz Hessen- Nassau eine gute Bahnverbindung zwischen den beiden Großstädten Frankfurt und Kassel erhalten. Ein Projekt zur ost- westlichen Erschließung des Vogelsberges bedeutet eine Querbahn mittels Abzweigung einer Linie von Fulda nach Mücke mit vorhandenem Anschluß nach Gießen und Fortführung nach Marburg über Mücke hinaus nach der Stichbahn Dreihaus- Marburg. Dieser Verbindung in ihrer östlichen Fortsetzung über Fulda- Hilders hinaus liegt ferner der Gedanke der Schaffung einer direkten Linie von Koblenz über Gießen, Fulda nach Meiningen zu Grunde. Von Ulrichstein wird ferner auch eine direkte Verbindung mit Nieder- Gemünden statt direkt nach Alsfeld bezw. Mücke propagiert. Das Projekt der Erschließung des Lautertales in Starkenburg an die Main- Neckarbahn spielt bereits seit 60 Jahren. Es besteht nunmehr berechtigte Hoffnung, den Bahnbau Bens: heim- Lindenfels bald in Angriff nehmen zu können. Ein gleichfalls schon lange in der Schwebe befindliches Projekt hat die Verbindung der Odenwaldbahn HanauWiebelsbach Erbach mit der Hauptstrecke längs der Bergstraße zum Gegenstand und ist als Verlängerung der Kleinbahn Weinheim Wahlen über Grasellenbach- Hiltersklingen- Hüttental bis nach Hezzbach gedacht. Eine andere Querverbindung in der bayr. Pfalz über das Glangebiet mit dem Nahe- und darüber hinaus mit dem Moseltal bezweckt der seit 50 Jahren projektierte Bahnbau Türkismühle Kusel mit Zwischenverbindung Baumholder- KuselReichenbach noch Kaiserslautern. An sonstigen Querverbindungen Nahe- Moseltal über den Hunsrück stehen schon seit längerer Zeit erneut zur Beratung: Die Linien Oberstein- Bernkastel und eine Linienführung Kirn -Rhaunen- Zell Bullay. ,, Gießener Zeitung" Auch in dem„ Südwestdeutschen Verkehrsbund" als Dachgesellschaft der verschiedenen rheinfränkischen regionalen Verkehrsverbände findet die Zusammengehörigkeit des Gebietes ihren Ausdruck. Gerade dieser Verkehrsbund dürfte in Zukunft mehr als bisher dazu berufen sein, unter Ausschaltung aller Sonderinteressen und kleinlichen Gesichtspunkte der Notwendigkeit einer großzügigen Verkehrserschließung des gesam= ten rheinfränkischen Wirtschaftsgebietes Geltung zu verschaffen und mit der nötigen Durchschlagskraft und dem nötigen Nachdruck die möglichen Ausführungen zielbewußt zu fördern und zu gewährleisten. Eine vorzügliche Orientierungskarte des Ge= bietes bietet hierzu die Ravenstein'sche Bürokarte von Westdeutschland ,, Volksausgabe Nr. 60" im Maßstab 1: 300 000. Geographische Verlagsanstalt Ludwig Ravenstein A.G. Frankfurt. Ein weiterer Vorschlag zur Erschließung des Hunsrücks nach der Mosel hin bedeutet die schon zur Vorkriegszeit erörterte Linie Bernkastel oder Lieser Mühlheim nach Gemünden über Morbach- Rhaunen, deren Weiterführung nach Kirn Anschluß an die Nahetalbahn gibt. Die Weiterführung der bei Cochem bereits in Angriff genommenen eingleisigen rechten Moseltalbahn, deren Weiterbau ſ. Zt. Durch die Interall. Rheinlandkommission unterbunden wurde, steht wohl ebenfalls bevor. Sie ist notwendig zur Erschließung der mittleren Mosel und zur Entlastung der stark in Anspruch genommenen zweigleisigen linken Moselstrecke. Auch im westlichen Eifelgebiet wird das Projekt der Fortführung der Linie Remagen- Adenau zunächst bis Kelberg eifrig betrieben und in ihrer Weiterführung bis nach RangenDaun propagiert. Rechtsrheinisch führt der projektierte Bahnbau Montabaur Nassau durch die zahlreichen Ortschaften des industriereichen Gelbachtales bei Weinähr in die Lahnbahn einmündend, bis nach Nassau. Zwei Eisenbahn- Neubau- Projekte hat der Dillkreis aufzu= weisen, zur intensiveren Erschließung der noch nicht dem Eisenbahnverkehr angeschlossenen Basalt- und Erzgebiete und zwar in Fortführung der Eisenbahnlinien Stockhausen- Beilstein u. Haiger Gusternhain. Lokales. Sonntagsgedanken. In diesen Tagen ist wieder die Erinnerung wach geworden an Deutschlands große Zeit, da das ganze Volk zu den Fahnen eilte und alles für das Vaterland hergab, Gut und Blut und Leben. Vaterlandsdank! Wie oft hat dies Wort die Krieger bezaubert, die Jahr für Jahr draußen im Felde standen und eiserner Pflichterfüllung im Kugelregen und im Granatendonner standhielten, bis der letzte Schuß frachte.„ Euch ist der Dank der Heimat sicher", so klangen den abrollenden Zügen die Trostesworte nach, als im großen Sommer 1914 das gewaltige Heer aufmarschierte.„ Dank, unendlich großer Dank wird Euch werden, wenn Ihr wieder heimkehrt, ihr Helden," so hieß stets der Schlußrefrain in den Berichten der deutschen Blätter, die von Heldentaten und deutschen Siegen erzählten. Der Krieg war aus. Nr.. 63. wetter fühlen sie sich im Luft- und Wasserbad und auf dem Paddelboote am wohlsten. Schüler und heimische Studenten verbringen so ihre Ferien. Ein Händedruck in der Heimat war und blieb für manchen stillen Helden der einzige Dank dieses Vaterlandes. Die reiche Mutter Heimat war arm geworden, bettelarm, und konnte ihren heimkehrenden Kindern kaum noch einen Kranz winden aus den welk gewordenen Blättern deutscher Eichen. Das tut weh. Infolge der weiteren grubenmäßigen Belebung des industriellen Neulandes im Hohen Westerwalde wird jetzt auch ernsthaft an den Ausbau der seit 50 Jahren geplanten Strecke Frankfurt Limburg- Burbach bezw. Siegen- Sagen gedacht. Diese Linie bedeutet eine wesentliche Verkürzung der Verbindung zwischen Frankfurt bezw. dem industriereichen Untermain mit dem Siegerland und dem Rohstoff liefernden Ruhrgebiet. Da in der rheinfränkischen Landschaft allein 10 Eisenbahndirektionen zuständig sind und sich in die Vertretung der Verkehrsbelange dieses einheitlichen Verkehrsbezirkes teilen, wird zur besseren Ausgleichung der gemeinsamen Interessen dieses Wirtschaftsraumes und zur möglichsten Vermeidung aller kleinlichen Kirchturmspolitik, der beabsichtigten Schaffung größerer zusammenhängender Direktionsbezirke,( wie sie z. B. in dem Eisenbahnrat Frankfurt, der drei Direktionsbezirke umfaßt u. darin einen Vorläufer findet), bei der bevorstehenden Verwaltungsreform die größte Bedeutung zuzumessen sein. Der Sturm bricht los*). Eine Jahn- Erzählung. Ein Glück ist es, daß von den Vorurteilen aus der„ guten alten Zeit eins nach dem andern verschwindet. Vater und Mutter wandern mit den Kindern hinaus ins Freie zum gemeinsamen Bad, für die Kleinen ist das jedes mal ein Fest. Erfreulich viel zieht es noch die Damen in die Lahn ,,, denn das Schmalsein ist modern". Aber viel furchtbarer ist es, daß das große Versprechen nicht einzulösen ist, das wir manchem sterbenden Kameraden in seiner letzten Stunde gaben und manchem dadurch den Tod leichtermachten. Daß die Mutter Heimat die Sorge des Vaters für Weib und Kind übernehmen werde. Wer so stillvergnügt, mit Gott und der Welt zufrieden im duftigen Grase, zwischen blühenden und welken Blumen lang hingestreckt am Ufer liegt, den Arm als Kissen unter den Kopf gebeugt, der träumt und sinnt; das Mädchen spinnt vielleicht Liebesfäden, der Junge freut sich auf große Taten, dem Manne ist längst Vergangenes wieder nah. Seine Seele singt des Kriegers und Dichters Walter Flerens Badelied: Erbarmungslos geht heute schon ein Großteil der Schuldpflichtigen an der schreienden Armut von Witwen und Waisen vorüber. Wohl hört man hier und dort noch schöne Worte, denen aber Opfer und Taten nicht folgen. Nach dienender liebe aber sehnen sich die Darbenden unserer toten Helden und die Verstümmelten, die noch leben. Welch großes Feld für wahre Liebe breitet sich doch heute über Deutschland aus! Aber so wenig Samariter kommen, die wirklich retten, heilen, helfen, trösten. Vaterlandsdank! Auf der Wiese vor dem Halleschen Tore zu Berlin versammelte sich die Turnerschaft Jahns. In größeren und kleineren Gruppen nahten die frischen Jünglinge in ihrer grau- grünen Tracht, während Bürger, die ihnen begegneten, bedeutsame Blicke tauschten. Winterübungen der Turner waren nichts völlig ungewohntes; aber seit der Abreise des Königs nach Breslau hatte alles einen tieferen Sinn. Seitdem war auch die Haltung der noch vor kurzem so übermütigen Franzosen unsicher geworden. Zwei Offiziere, die den Turnern begegneten, wandten sich vor ihnen in die Nebengasse. Auf der Mitte des Platzes stand der sehnige Friesen mit den gemeißelten Zügen. Jahn war nicht zur Stelle. Flüsternd steckten sich die Köpfe zusammen, bis Friesen zum Antreten rief. Militärisch ordnete sich der Zug. - * Abschied von der Lahn. Die Sonne lacht, vorgeſtern allerdings Tränen, es liſpelt der Fluß: Jst denn die Badezeit vrüber? Die herrlichen, zwar nicht für jeden, aber doch seltenen Hundstage sind nicht mehr, als die Menschheit des Lebens lang gewohntes Einerlei gezwungen aufzugeben, aus der vor lauter Licht und Sonnenglut zitternden Sommerluft topfüber in das Wasser sprang. Es gab wohl nur wenige, die im rechten Bademonat Juli nicht nach der Lahn eilten, um sich hier recht zu sonnen, oder den Körper durch ein gesundes Bad zu erfrischen. ,, Gut Heil!" Aus den Hunderten von Kehlen brauste ihm der Turnergruß zurück. Die Reihen überprüfend, setzte Friesen sich an die Spitze des Zuges. ,, Laufschritt!" Die Fäuste an den scharf gewinkelten Armen schlugen im klappenden Aufschlagen gegen die Brust. „ Marsch! Marsch!" Im rhythmischen Ausstampfen der Füße wogte der Zug. Die Wiese schäumt von Blüten, der Wind streicht drüberhin, den sonnenlichtdurchglühten Leib bad' ich kühl darin. Du freie Gottesschmiede, du lohe Sommerglut, inbrünstiglich durchglühe Leib, Seele, Herz und Blut. Glüh', Sonne! Sonne, glühe! die Welt braucht so viel Glanz. Blüh', Sommererde, blühe! Ach, blühe Kranz bei Kranz! Nicht nur dann, wenn man es vor Hitze kaum noch aushalten kann, soll man sich sonnen, baden und schwimmen, sondern immerfort, sowie es Zeit und Wetter eben erlauben. Alle unsere Mädchen und Knaben sollte man auch heute noch dem gesunden staubfreien Wassersporte zuführen, um sie zu kräftigen leistungsfähigen Menschen zu erziehen für Deutschlands Zukunft. * * Ausgehobene Straßensperre. Die Sperrung der Kirchstraße zwischen Kirchenplatz und Neustadt wird hiermit aufgehoben, da die Straßenbauarbeiten beendet sind. Der alte Fluß hat wohl aus tiesſtem Herzensgrunde gar oftmals herzlich mitgelacht, wie in den Wellen und an den Ufern Alt und Jung mit neuer Kraft erfüllt umhertollte. Wohin iſt ſie entſchwunden, die schöne Zeit? Nun gehen nicht mehr tagtäglich die Studenten ſtatt ins Kolleg sechs-, siebenmal in Müllers Badeanstalt. Die Studiker sind heimgereiſt, manch Mädchenherz bedauert es. Still ist es jetzt an der Lahn, nur vereinzelt sieht man hier und da noch Badegäste. Es sind die Unentwegten, die Abgehärteten, sogar bei Wind und RegenEs ging dem Turnplatz auf der Hasenheide zu. Erregter Atem stieß trotz der Länge des Dauerlaufes leise Fragen und Antworten hervor. Ein Gerücht hatte sich verbreitet, ohne daß man wußte, woher es kam; der König wolle zur Bildung freiwilliger Jägerforps aufrufen. Das lange Rechteck des Turnplages lag im winterlichen Schweigen. Die Reihen der Redgerüste und Barren standen vereinsamt in der Erde. Sonst waren nur wenige Geräte, wie Gamstag, d Friedensruhe fanten Gchunt tentasje will Kinder einrich Bensheim ag des Areife erregter Berat farter Mehrhe höhung der G Bingen a. fichtigen. am R * Fundsachen auf dem Polizeiamt. Das Verzeichnis über die im Monat Juli 1928 gefundenen, bezw. abgelieferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur des Polizeiamts, Weidengasse Nr. 5, eingesehen werden. Die Empfangs= berechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte inner-, halb zwei Monaten beim Fundbüro während der Dienststunden geltend zu machen. die Schwingpferde und das Kletterzeug, aus dem nahen Schup= pen herbeigeschafft. Auch die Sprungstände standen hergerichtet, und die Wurfgeräte und schweren Bälle waren herbeigeschafft. Mit Turnspielen sollte begonnen werden, weshalb die Riegen auf die Außenflächen des Turnplates verteilt wurden. Aller Augen spähten vergebens nach der Mitte, ob Jahn ihnen von dort entgegenkäme. Aus Nah und Fern. Langsdorf( Kr. Gießen). Als Beigeordneter für die Gemeinde Langsdorf wurde Heinrich Roth 5. von hier verpflichtet. Bad Nauheim. Die Reichsversicherungsanstalt für Angestellte hat nunmehr das Hotel ,, Metropol" käuflich erworben, um das Deutsche Kurheim dorthin zu verlegen. Bald gaben sich die Jünglinge dem Turnen mit gewohntem Eifer hin, die Fragen waren vergessen. Im Schwunge flogen die schlanken Körper beim„ Schwarzen- Mann- Spiel" über die Erde; alle Kräfte bot der Verfolgte auf, um dem Verfolger zu entgehen, der wieder sein bestes einsetzte, ihn zu erreichen. Dort beim deutschen Ballspiel stieg der Ball immer wieder in die Höhe, die Gruppen der Spieler hierhin und dorthin ziehend. Schwingend sausten die Gere aus gestreckten Armen dem scharf erfaßten Ziele zu; und an den Sprungständen und Schwingpferden schnellten die Gestalten auf und nieder. Bad Nauheim. Die Kurverwaltung teilt mit: Bis zum 9. August betrug der Gesamtbesuch 29 384 Gäſte, darunter 4999 Ausländer; anwesend am 9. August: 5291 Gäste. Friedberg( Hessen). In der Gemarkung Ober- Mörlen plant eine auswärtige Gesellschaft die Errichtung einer Seidenraupenzucht. Ungesehen näherte sich Jahn dem Turnplatz. Schon war das meiste für seine morgige Abreise vorbereitet. Aber mancherlei war noch zu tun! Er hatte Eile; den Abschied von seinen Turnern konnte er sich jedoch nicht versagen. Noch einmal mußte er das Leben auf dem Turnplate überschauen. Wölfersheim( Kr. Friedberg). Mit der endgültigen Fertigstellung des neuen Hochbehälters für das hiesige Schwelkraftwerk ist demnächst zu rechnen. Er griff nach dem Seil, das von dem wagerechten Aste der hohen Fichte herabhing, und kletterte hinauf. Dabei sah er die scharfen Turneraugen auf sich gerichtet. Auch diesmal hatte sich seine Anwesenheit auf unfaßliche Weise ihnen mitgeteilt, und sie boten ihr bestes auf, um vor ihm zu bestehen. Vilbel. Der Vilbeler Jahrmarkt findet am Sonntag, den 19., Montag, den 20., Dienstag, den 21. und Sonntag, den 26. August 1928 auf der Marktwiese in Vilbel statt. Tanzzelte, Reſtaurationsbetriebe sind vorhanden und jedem Bedürfnis nach echter Volksfreude wird Rechnung getragen. Aufatmend genoß er das Bild des bewegten Treibens. Seine Jungen! Aus seinem Geiste gewachsen, fernig, gerade, zuverlässig! Spiele sah er, aber hinter ihnen den ganzen Ernst der nahen Zukunft. Plötzlich war es ihm, als wanOffenbach a. M. Die hessische Regierung hat anläßlich des Verfassungstages den besoldeten Aull und Eißnert den Titel ,, Bürgermeister" verliehen. Damit erhöht sich die Zahl der Bürgermeister der Stadt Offenbach auf fünf. Offenbach. Die Ortskrankenkasse Offenbach kaufte die Villa delten sich die Verfolgten in Franzosen, denen die Deutschen nachsetzten. und der Ball, der dort in eine Reihe einschlug, ward ihm zur Bombe. Er erschrak, als zwei seiner Lieblingsschüler zu Boden stürzten. Langsam ließ er sich an dem Seil vom Aste herab Nicht alle würden zurückkehren! nod nicht gelö Gharlachberg werben. Nun rief die tönende Klapper die von allen Seiten herbeiströmenden Turner zum Thing. Hier stand Jahn. Und neben den Eimern mit Wasser, dem einzigen Getränk, das auf dem Turnplatz zum trockenen Brote genossen wurde, ward ein Tisch aufgestellt.- ,, Er spricht heute!" ging es durch ihre Reihen. Bad Homb Bad Homburg eines Homburg Während der Mann auf ihn Wehr und fon Polizei gelang fall beteiligte Die Erregung wuchs. Stets war es für die Turner das Höchste, was sie kannten, diesen Mann sprechen zu hören, der eine so unerklärliche Gewalt über sie besaß. Mochte er die Herrlichkeit des alten Kaiserreichs oder die Taten des Großen Kurfürsten und Friedrichs des Großen oder Luthers Refor mation vor ihnen aufleben lassen und sie hoch über den Alltag mit seiner Not entrücken! Aber heute, heute, wo alles von schwirrenden Gerüchten erfüllt war, mußte er ihnen Außer= ordentliches zu verkünden haben! Jahn fühlte ihre Ungeduld. Er wandte sich dem Tische zu und schwang sich hinauf, während die herandringende Schar der Turner sich im Halbkreise um ihn schloß. ADB. Wie rifa ist, geht a tes hervor; na vom 10. bis 1 die Zeit vom Die Reijenden Wiesbadener Lautlose Stille trat ein, durch die nur ein Krähenruf Von der Vergangenheit will ich heut' reden." Eine Enttäuschung schien aus den Augen zu sprechen. ,, Und von mir!" drang. Da leuchteten sie ihm doppelt so hell entgegen. Was konnten die Turner mehr wünschen, als in das Leben dieses Mannes zu blicken, dem sie bedingungslos ergeben waren? ,, An Preußens Schmach muß ich rühren." Frankfurt Neben der in Frankfurt und Breslau und Gintäufer gewiesen find, müssen, wenn herantommen waren, Kunst Spielwaren für den Wei men. Eine g fall der Köl Frankfurt ein Nürnber heute nachm bei Weiden Windes raje Nebengebäu bilar, landr räte und v jamtschaden Personen In Cl nachdem er Anträge a Laut bis 4. Aug bei sind 2 Italie wollten, m wieder in Es ist zeigt ihre Elegante Heft fojtet Wiede Denn Mit e Don Jena rung durch Ich f einem wußt Deutsche Vol Armee leitet Bonaparte 6 Reiben rauja höherer Bild fen mollte; nichts galt. land liebte, Gin bitte nein Jahrhu Inzwijd In fajt Tofigleit, die jammengehör Mangel jede Jh bin Dort tüdwärt unter den L Ich habe gen find mir Einen 2 Stille umber Damals anders wer zu beizutrag ..63. uf dem Denien guten d Mul gemein Erfreu nn das eden im en lang en Kopf ielleicht Manne ngt des och aus: sondern e unsere gefunden eistungs r Kirch nit auf is über lieferten Polizei npfangs e inner tstunden . die Ge Hier ver Samstag, den 11. August 1928. Friedensruhe" in Laubach( Oberhessen), die seither dem Fabrilanten Schunk von Windhof bei Gießen gehörte. Die Ortskran= tentasse will die Villa zu einem Erholungsheim für franke Kinder einrichten. Bensheim a. d. B. In seiner gestrigen Sitzung hat der Kreistag des Kreises Bensheim nach nahezu zehnstündiger, ziemlich erregter Beratung den Voranschlag des Kreises für 1928 mit starter Mehrheit abgelehnt. Ebensowenig konnte er einer Erhöhung der Steuerzuschlagssätze seine Zustimmung geben. Bingen a. Rh. Die Amerikaner deutscher Herkunft beabsichtigen. am Rhein ein Denkmal zu bauen. Die Platzfrage ist noch nicht gelöst. Es wird angeregt, dieses Denkmal auf dem Scharlachberg zu errichten. Bingen will um das Denkmal werben. Bad Homburg. In der Nähe der Wegekreuzung der Straße Bad Homburg- Oberursel und der Lokalbahn wurde das Auto eines Homburger Arzi s von einem jungen Mann angehalten. Während der Arzt noch fragte, was er wolle, sprang der junge Mann auf ihn mit einem Knüppel ein. Der Arzt setzte sich zur Wehr und konnte seinen Angreifer in die Flucht schlagen. Der Polizei gelang es, den Täter und mehrere andere an dem Ueberfall beteiligte junge Burschen zu ermitteln. Amerikaner in Wiesbaden. ADB. Wiesbaden. Wie stark der Fremdenzustrom aus Ame= rita ist, geht aus einer Aufstellung des städtischen Verkehrsamtes hervor; nach den amtlichen Anmeldungen haben in der Zeit vom 10. bis 18. Juli 824 Amerikaner Wiesbaden besucht. Für die Zeit vom 19. bis 28. Juli wurden 1024 Amerikaner gezählt. Die Reisenden lernen auf ihren Rundfahrten mit Kurautos die Wiesbadener Umgebung, den Taunus und den Rheingau kennen. ** ,, Gießener Zeitung" Zehn Jahre amtliche Volfsbildungsund Jugendpflegearbeit in Hessen. Aus allen Teilen des Landes, von zahlreichen Stellen und Einzelpersonen auch aus dem Reiche sind mir als Leiter der Zentralstelle zur Förderung der Volksbildung und Jugendpflege in Hessen zu deren zehnjährigem, Bestehen so viele und so herzliche Glückwünsche zugegangen, daß es mir unmöglich ist, auf alle Eingänge persönlich zu antworten. Allen Freunden und Förderern und Mitstreitern in der Volksbildungs- und Jugendpflegebewegung darf ich deshalb wohl auf diesem Wege meinen tief empfundenen Dank für ihre Gratulationen, Wünsche und Anregungen aussprechen. Erfreulich für unserer Volksbildungsund Jugendpflegesache ist vor allem, daß diese Glückwünsche aus allen Schichten und aus allen konfessionellen und politischen Gruppierungen unseres engeren Heimatlandes fommen. Diese Tatsache erscheint mir doch Beweis genug, daß die Volks= bildungsarbeit und die Unterstützung u. Förderung der Jugendpflegearbeit wirklich unserem gesamten Volfe und seiner gesamten Jugend zugute kommt, womit eigentlich das Beste über sie gesagt ist, was über sie gesagt werden könnte: die Arbeit aus dem Volk und für das Volk. Und wenn der von mir hoch verehrte Herr Prälat Dr. D. Diehl bei der feierlichen Sitzung der Landesausschüsse für Volksbildung und Jugendpflege am 13. Juni ds. Js. scherzhaft meinte, ich könnte vielleicht stolz werden, wenn man zuviel Lobendes über die Volksbildungsund Jugendpflegearbeit der Zentralstelle sage, so ist darauf nur das eine zu erwidern: natürlich bin ich stolz darauf, daß ich in einer Arbeit stehe, die in den Jahren von Deutschlands größ= ter Not und Deutschlands größtem Elend so hervorragend geeignet war, veröhnend zu wirken, die in solch starkem Maße mitund Größe wieder zu wecken und zu heben, aber dieser Stolz ist und kann immer nur ein Teil sein des Stolzes, der alle Mitarbeiter und Mitstreiter, der alle die zahlreichen Wegbereiter und Vorfämpfer aller früheren Jahre erfüllen muß. wenn sie zurückblicken auf den Weg und die Arbeit, die getrennt gegangen und einzeln geleistet wurden und nun gerade im Laufe dieser letzten zehn Jahre zu einem umfassenden Streben, ja mehr noch, zu einem anerkannten und in unsere Gesamtfultur fest eingefügten Kulturerfordernis gewachsen und geworden sind. Der Erfolg des einen Volksbildners ist der Erfolg aller Volksbildner, und der Stolz des einen ist nur Teil zu dem berechtigten Stolze der Gesamtheit. Wenn ich daher die Glückwunschschreiben an die richtigen Adressen leiten wollte, so müßte ich sie über das ganze Land und noch darüber hinaus ausstreuen und allen denen in die Hände legen, die vor mir und mit mir vor und während und nach dem Kriege zum Teil unter den größten persönlichen Opfern die Volksbildungs- und Jugendpflegearbeit begründet, gewollt, gefördert und mit auf den heutigen Stand gehoben haben, und derer sind Gottseidank viele. Die Volksbildungsarbeit kann nur von vielen getragen werden und jeder muß an seiner Stelle seine ganze Kraft einsetzen, wenn sie vorankommen soll. Und wo nur im ganzen Lande Einer seine Kraft in der Zusammenarbeit mit der Zentraistelle einsetzte, da hat er Teil an dem Dank und an der Anerkennung, die der Zentralstelle für ihre Arbeit wurden. Frankfurt, die einzige Herbstmesse des Westens. helfen konnte, das Gefühl für die eigene innervolkliche Stärke Neben der Leipziger Herbstmesse wird in diesem Jahre nur in Frankfurt a. M. eine Herbstmesse stattfinden, nachdem Köln und Breslau ihre Herbstmesse abgesagt haben. Die Aussteller und Einkäufer, die auf west- und südwestdeutsche Kundschaft angewiesen sind, werden sich der Frankfurter Herbstmesse bedienen missen, wenn sie an ihre Kundschaft für das Weihnachtsgeschäft herankommen wollen. Das gilt nicht nur für Textilien, Lederwaren, Kunstgewerbe, sondern vor allem für Musikinstrumente, Spielwaren und Christbaumschmuck, d. h. für jene Artikel, die für den Weihnachtsmarkt in der Hauptsache in Betracht kommen. Eine ganz besondere Bedeutung aber hat aber der Ausfall der Kölner Messe für den Möbelmarkt, der dadurch in Frankfurt einen besonderen Auftrieb erhalten wird. Schwere Brandkatastrophen. Nürnberg. Beim Getreidedreschen mit Maschinen entstand heute nachmittag in dem idyllisch gelegenen Marktflecken Luhe bei Weiden in der Oberpfalz Feuer, das infolge wechselnden Windes rasend um sich griff. Es sind insgesamt 60 Häuser mit Nebengebäuden niedergebrannt. Ferner wurde sämtliches Mobilar, landwirtschaftliche Maschinen, die Ernte und Futtervorräte und viel Vieh durch die Flammen vernichtet. Der Gesaritschaden wird auf etwa eine Million Mark geschätzt. Zwei Personen wurden verletzt. Kleine Nachrichten. In Cleve hat sich der Leiter des Hauptzollamtes erschossen, nachdem er in einem Prozeß beschuldigt worden war, unfittliche Anträge an zwei seiner Beamtinnen gestellt zu haben. Laut ,, Humanité" haben sich in dem Monat vom 4. Juli bis 4. August in Frankreich 18 Eisenbahnunfälle ereignet. Dabei sind 22 Reisende getötet und 83 verlegt worden. Für An worben, Bis zum ter 4999 en plant nraupen Fertig raftwerk ag, den den 26. Ite, Re is nach ißlich Den der Si Die Vill Deutiden ug, ward ngsjchüler rab... en herbei Und neben auf dem ein Tiff Reihen. urner das Jören, der te er die 25 Großen ts Refor en Alltag alles von en Außer Tische zu Schar der Krähenrui n." rechen. as tonn ejes Man ? Italienische Auswanderer, die nach Kanada auswandern wollten, mußten wegen Ueberschreiten der Einwanderungsquote wieder in ihre Heimat zurückbefördert werden. Neue Bücher. Es ist nicht vornehm, Uniform zu tragen, jede schicke Frau zeigt ihre eigene Note. Wie sie das macht, sagt ihr die ,, Elegante Welt", deren neuestes Heft soeben erschienen ist. Das Heft kostet 1, M. und ist überall zu haben. Wieder ging Bewegung durch die Reihen. ,, Denn sie ist von mir und meinem Leben untrennbar." Mit ergreifenden Worten ließ er nun die Zeit der Schlacht von Jena vor ihnen erstehen. Er sprach von seiner Wanderung durch den Harz, um zur preußischen Armee zu stoßen. Ich fand sie lange nicht und suchte sie fort. Aber von das einem wußte ich bald, daß ich es vergebens suchen würde- deutsche Volk... Als mich dann endlich der Geschützdonner zur Armee leitete und ich mich als Freiwilliger meldete, um gegen Bonaparte zu kämpfen, sah man mich als Verräter an." Die Reihen rauschten auf.„ Es schien unmöglich, daß ein Mann mit höherer Bildung für sein Vaterland als schlichter Soldat kämpfem wollte; das war ja Sache fremder Söldner, denen Preußen nichts galt. Was fonnte also dieser Mann, der sein Vaterlamd liebte, anderes sein als ein Verräter oder ein Narr?" Ein bitteres Lachen der Entrüstung stieg auf. Nicht Jahre, nein Jahrhunderte schienen seitdem vergangen. Inzwischen war die Schlacht verloren!" In fast lautloser Ergriffenheit sprach Jahn von der Kopflosigkeit, die der Katastrophe folgte, von dem Mangel der Zuammengehörigkeit zwischen Offizieren und Soldaten und vom Mangel jedes vaterländischen Gefühles bei den Bürgern. Ich bin von Jena über Magdeburg bis Anklam, und von dout rückwärts nach Lübeck geirrt, wo ich mich bei der Einnahme unter den Leichen verbarg. Ich habe das deutsche Volk nicht gefunden. In diesen Tagern sind mir vor Scham und Verzweiflung die Haare ergraut." Einen Augenblick stand er mit geschlossenen Augen, Totenstille umher. Damals habe ich mir geschworen, daß es in Deutschland anders werden müsse, und daß es auch meine Pflicht sei, hierzu beizutragen, soviel ich vermöchte.- Ihr wißt, wie wir uns Und in ihrer aller Namen freue ich mich der zahlreichen Clückwünsche und der Anerkennung, die die hessische staatliche und private 3.Ifsbildungs- und Jugendpflegeark in der Ceffentlichkeit gefunden hat. Denr. ie Volksb.ngsarbeit braucht als Angelegenheit aller Krise auch die Reonnan; in allen Kreisen. Tie Wellen, die sie Rejonnanz hlägt sind immer wieder reuer Anstoß zu neuer.leit, zu neue Streten und zu neuem Erfolg, und je stäre Klang Resonnanz desto stöter und höher die Ve eflichtung er in der Volksbildungs- und Jugendbpflegeet gung tätigen Personen unt rene 61 gesteigerte: Intensis and zu imm r voll: pertigerem Inhalt de: Arbeit. Der Inhelt die Qualität der osbildungs- und Jugendpflegearbeir muß fortschreitend gesteigert werden. War in diesen ersten zehn Jahren der weitaus größte Teil der staatlichen Volksbildungs- und Jugendpflegearbeit durch die Schaffung der Organisation in seiner Richtung bestimmt, war es von hier bei voller Wahrung der aus zuerst nötig, das viele Einzelne Selbständigkeit zu einem gesamten zusammenzufassen, mit - - zusammengefunden und schließlich diese Stätte gewonnen haben. Gemeinsam sind wir hier der herrschenden Verweichlichung und dem unseligen Franzosengeiste entgegengetreten. Hier gab es nur deutsche Brüder, gleichviel welchen Standes und welchen Stammes! Und so soll es bleiben! Dieses Bild nehmt mit euch, solltet ihr diese Stätte verlassen müssen. In stürmische Rufe löste sich die angespannte Bewegung. ,, Diese Stätte war für uns nicht ein Turnplatz allein, sie war uns weit mehr. Sie war uns das werdende Preußen und Deutschland, das sich auf seine große Aufgabe vorbereitet. Nur ein Streben kannten wir: Leib und Seele hierfür zu stärken. Nur ein Ziel sahen wir vor uns: Deutschlands Befreiung von den Franzosen." Minutenlanger Beifall brauste. Wenn Jahn so offen sprach, mußte Neues, Großes geschehen sein. Langsam ließ man ihn wieder zu Worte kommen. ,, Hier ist keiner der anders dächte als ich. Sollte der König Freiwillige entbieten, so weiß ich, daß jeder von euch...“ Ein Orkan wogte auf ihn zu. Arme und Hände streckten sich ihm entgegen. Mit erhobener Stimme überbot er den Tumult: ,, Freunde!... Mich ruft ein dringendes Geschäft morgen nach Breslau Da bäumte sich die Woge auf; ein Brausen wie von einer Springflut umtoste ihn und hob ihn empor. Zum donnerartigen Gesang wurde das Brausen, der Zug ordnete sich und trug Jahn durch den Turnplatz. *) Aus dem Roman: ,, Das deutsche Morgenrot". Ein ArndtGanzleinen M6.50. und Stein- Roman von Oskar Anwand. Halbl. M 10. Mit zahlreichen historischen Abbildungen. Verlag von Rich. Bong, Berlin. Nr. 63. anderen Worten: war es zuerst notwendig, die Form für die Arbeit zu finden, so har jetzt Schritt für Schritt unsere gemeinsame Arbeit dem Bestreben zu gelten, diese Form mit immer besseren Inhalte zu füllen. Es bedarf wohl keiner besonderen Betonung, daß dieser Teil der Aufgabe noch bei weitem schwieriger ist als der erste, jetzt ungefähr abgeschlossene Teil. Jedenfalls braucht es zu dieser Arbeit erst recht der unbedingten Geschlossenheit und vertrauensvollen Zusammenarbeit aller privaten und staatlichen und kommunalen Volksbildungs- und Jugendpflegebestrebungen, braucht es dazu des angespanntesten Willens und der höchsten Verantwortlichkeit aller beteiligten Organisationen und Persönlichkeiten. Ich denke mir, daß jetzt erst mit aller Stärke und Entschiedenheit durch die geschlossene Phalanx der in der Volksbildung und Jugendpflege tätigen Kreise unter völliger Wahrung ihrer Freiheit und Wirfungsmöglichkeit die entscheidende Bresche in die noch stehenden Mauern der Gleichgültigkeit, der Lauheit, des mangelnden Verständnisses, der offenen und heimlichen Gegnerschaft gelegt und durch die grundsätzliche Einmütigkeit der Kämpfenden das Werk der Volksbildung und Jugendpflege noch schöner und um= fassender fortgeführt werden kann. Das Interesse des Staates in seiner Volksbildungs- und Jugendpflegearbeit ist das Interesse der Gesamtheit des Volkes, denn der Staat als solcher ar= beitet mit den Mitteln des Volkes, er ist der Sachwalter, Helfer, Berater und Anwalt, und er muß die Gewähr dafür haben, daß die in den Organisationen geleistete Arbeit wirklich ernsthafter Bildung und Erziehung des Volkes und der Pflege der Jugend zugute kommt. Er hat also durchaus tein Interesse an der Förderung und Unterstützung von Organisationen, die nicht wirklich werteschaffende und aufbauende Volksbildungsund Jugendpflegearbeit leisten. Daß er es dagegen sehr ernst nimmt, alles wirklich Gute auf diesem Gebiete zu fördern, das beweist die durch den Herrn Staatspräsidenten und Kultusminister Adelung erfolgte Umwandlung der Zentralstelle in ein selbständiges Referat für Volksbildung und Jugendpflege in dem Ministerium für Kultus und Bildungswesen. Mit der Maßnahme ist eben ausgesprochen, daß der Volksstaat die Bearbeitung der Gebiete der Volksbildung und Jugendpflege als lebensnotwendigen Bestandteil seiner kulturellen Aufgaben betrachtet. Wir haben in jahrelanger Zusammenarbeit zwischen privater und staatlicher Volksbildungs- und Jugendpflegearbeit dem Staate die nahezu geschlossene Organisation aller maßge= benden Körperschaften als Mitgift für diese neue Arbeit ge= bracht, nun gilt es, auch weiterhin vertrauensvoll und in gegenseitiger Achtung zusammenzustehen, damit die große Form allzeit ihren würdigen Inhalt habe. Und wenn ich als Entgegnung auf die vielen mündlichen und schriftlichen Glückwünsche und Dankesäußerungen einen Wunsch habe, so ist es der, daß es uns Volksbildnern und Ju yendpflegern aus allen Lagern möglich sein werde, noch intensiver als seither durch unsere Arbeit unserem ganzen Volke und seiner gesamten Jugend zu dienen. In diesem Sinne wende ich mich an alle Mitarbeiter und Mitstreiter in den Volksbildungs- und Jugendpflegebestrebungen im ganzen Lande mit der Bitte um unvoreingenommene und auch weiterhin selbstlose Mitarbeit. Von der jahrelangen Zusammenarbeit mit der Zentralstelle zur Förderung der Volksbildung und Jugendpflege dürfte allen Organisationen bekannt sein, daß uns weltanschauliche od. politische Gegensätze in unserer Arbeit nicht zu trennen brauchen, daß uns aber der feste Wille zu wirklich ehrlicher Arbeit an Voll und Jugend unbeschadet aller gegensählichen Einzelheiten zu gemeinsamer Arbeit verpflichten. Denn nicht der Einzelne ist Volk und nicht Klasse und Gruppe und Partei sind Volk; erst in ihrer Gesamtheit, zu der wir alle gehören, fügt sich das Volk, dem unsere Arbeit und unsere Kraft gilt. Zu diesem höchsten Dienste an der Gemeinschaft aller durch unsere Gemeinschaft möchte ich alle erneut aufrufen, die in allen den Jahren schon dafür gearbeitet haben, und möchte ich die aufrufen, die bisher noch fern standen, die aber die Kraft und den Willen in sich fühlen, einen Teil ihrer Arbeitsfreude dem Volke und besenders seiner Jugend zugute kommen zu lassen. Heinrich Hassinger, Schulrat im Ministerium für Kultus und Bildungswesen. Darmstadt, im Juli 1928. L ,, Ein ,, heller Kopf" hat es erdacht, Was jeder Hausfrau Freude macht; Hast ,, Oetker- Päckchen" Du zur Stelle Dann sei getrost, auch Du bist helle." Dr. Oetker's Backin- Backpulver, Puddingpulver, Vanillin- Zucker, Gustin usw. sind in allen Geschäften stets frisch zu haben. Achten Sie aber bitte auf die Originalpackungen mit der Schutzmarke ,, Heller Kopf". Viele neue und wertvolle Anregungen zum Backen bietet Ihnen das neue farbig illustrierte Oetker- Rezeptbuch, Ausgabe F, das für 15 Pfg. in allen Geschäften erhältlich ist. Sie erfahren aus dem Buch auch Näheres über den vorzüglichen Backapparat ,, Küchenwunder", mit dem Sie auf kleiner Gaskocherflamme backen, braten und kochen können. In vollständig neuer Bearbeitung ist Dr. Oetker's Schulkochbuch, Ausgabe C, wieder erschienen. Es ist mit seinen ca. 500 Koch-, Back- und Einmache- Rezepten und vielen farbigen Tafeln für jede Hausfrau und besonders für die angehenden ein guter Ratgeber in der Haushaltführung und berücksichtigt dabei die veränderten wirtschaftlichen Verhältnisse, sowie die neuen Forschungsergebnisse in der Ernährungswissenschaft. Das 150 Seiten starke Buch in dauerhaftem Pappband ist, wo nicht vorrätig, gegen Einsendung von 30 Pfg. in Marken von mir portofrei zu beziehen. Dr.August Oetker, Bielefeld Verantwortlich: Paul Chrißian Klein in Gießen. Samstag, den 11. August 1928. 2 Merkmale Pranck Aecht Frands der Echtheit: 1. der Name Kaffe- Zusatz Franck Franck- Fabrik in Deutschlan Ludwigsburg, Halle Mauss a Rhein, Mag Dressgartach, Marb Eppingen, Brette Shit 100 Fu Franck 1828-1928 70 Meda kg- 250 Gra 2 Schutzmarke Kaffeemühle Achten Sie bitte beim Einkauf genau auf diese zwei Kennzeichen, damit Sie den guten, sparsamen Kaffee- Zusatz Aecht Franck erhalten. Er gibt dem Kaffeegetränk eine schöne, goldbraune Farbe und ein würziges feines Aroma. Aecht Franck ist seit 100 Jahren das anerkannt Beste auf dem Gebiet der Zichorienkaffee- Erzeugung Dem Hausherrn darfs nicht schnuppe sein, wenn sich seine Frau beim Bohnern die Seele aus dem Leib schwitzen muß. Bringen Sie darum Ihrer Frau einmal eine Dose ,, LOBA- WACHS" glänzt mühlos Parkett und Linoleum sonnenhell u. stahlhart und ist sparsam. Und wenn Sie schon dabei sind: LOBALIN" re mühlos alle Böden ohne Späne, ohne Seife, , LOBA- BEIZE" das ,, wasserechte" Farbbohnerwachs färbt und glänzt Bretterböden wie schönstes Parkett. Auf jeden Fall raten Sie Ihrer Frau: Jmmer Loba für den Boden! Möbel Schlafzimmer Wohnzimmer Herrenzimmer auf Küchen Gießener Zeitung" Ein weitblickender Gefchäftsmann foll feine Zeitungsreklame nicht einfchränken Das Publikum merkt gar rasch einen solchen Rückgang und schließt daraus auf einen Rückgang der Firma! Es ist auch wichtig, dass die Reklamen und Anzeigen nicht immer in ein- und derselben Zeitung veröffentlicht werden; allen Bevölkerungskreisen die Anzeigen zu lesen geben, das gibt dem Geschäftsmann die Möglichkeit, neue Kunden zu werben. Sie können es glauben! Die Zeitungs- Anzeige ist die beste und billigste Reklameart und als Werbemittel nicht zu übertreffen. Inserieren Sie deshalb in den Zeitungen ,, Hess. Hausbesitzer- Zeitung" Auflage 12000 ,, Gießener Zeitung" ,, Hessischer Kamerad" ,, Allgem. Hess. Sportzeitung" ,, Hess.Handwerk u. Gewerbe" Auflage 36700 Kamerad".... Auflage 51500 Monatlich weit über 200000 Zeitungen zuverlässig verbreitet in über 1000 Orten des Volksstaates Hessen und angrenzenden Gebieten. Wer von einer Stelle aus eine grosszügige Reklame machen oder eine Sache weitest bekannt geben will, der wende sich umgehend an die Geschäftsstelle Nr.. 63. Bezug Redaktionsf lendung ni 41.00 P Der Re hinterlegt Auf de unbedingte Die No der Mandi ziehen sich Geh Wilna. eine auffal zugefellt ist wegen eine ten gegenü wendet, da den könne, habe, anlä Stoß gegen Die p bereitet sin teurs Gen tet, daß j Durchgefüh zurzeit ein Kavallerie außerdem Das sonst ben. Gro heimen 2 Den bei t gen verfü die Form Schüßenfo Schützen Militärt Die sprochene es den bisher a Rußland tral blei jetzt bef mandier Armeebe james Fernsprecher 2525 u. 2526 funden ALBIN KLEIN, GIESSEN Fernsprecher 2525 u. 2526 Südanlage 21 bequeme Teilzahlung Gemeinnützige Möbelversorgung für das Hausrat ausrat Rhein-, Main-, Lahngebiet G. m. H. b. Gießen, Lindenplatzi Bildfunk... Creme Leodor Vier wichtige Verwendungsmöglichkeiten: Bei Sonnenbrand ist Creme Leodor ein wundervoll fühlendes Mittel gegen schmerzhaftes Brennen der Saut Wie lange wird es noch dauern, bis in jedem Heim/ wie heute ein Radio- Empfänger/ auch der Bildfunk- Apparat fteht, der durch drahtlofe Bild- Übertragung erft die technische Vollendung des Rundfunks bringt? Uber alle Fortfchritte auf diefem Gebiet wie auch über viele andere intereffante Dinge erzählt( jedem verständlich) die größte Funkzeitfchrift Der Deutsche Rundfunk, der überdies allwöchentlich fämtliche ausführlichen Programme aller in- und ausländifchen Sender bringt Einzelheft So Pf. Monatsbezug RM 2.- Man beftellt am beften beim Poftamt oder bei einer Buchhandlung. Probeheft gern umfonft vom Verlag, Berlin N 24 Zur Hochzeit, allen Festen und Gelegenheiten fertigt Reden, Gedichte, Prologe, Tafellieder usw. schnellstens an Heimverlag, Radolfzell a. Bodensee. Bei Insektenstichen verhindert Creme Leodor, did aufgestrichen, schmerzhaftes Anschwellen und Judreiz. Als Puderunterlage leistet Creme Leodor mit ihrem dezenten Blütengeruch vorzügliche Dienste. Bei roten Händen und unschöner Hautfarbe verleiht die schneeig- weiße Creme Leodor den Händen und dem Gesicht jenen matten Teint, wie er der vornehmen Dame erwünscht ist. Tube 60 f. und 1.-M., die dazugehörige LeodorSeife Stüd 50 Pig. In allen Chlorodont- Verkaufsstellen zu haben. Bei direkter Einsendung dieses Inserates als Drudsache( Umschlag nicht zulleben) mit genauer und deutlich geschriebener Absenderadresse auf dem Umschlag erhalten Sie eine leine Probefenduna tostenlos durch Lev- Werie A.-G., Dresden- N. 6 1415 Eine Wünschelrute mit Gebrauchsanw. für nur 10 Rmf. mit Kompaß 4 Rmt. mehr. Zu beziehen durch Wünschelrutengäng.W.Pilger, Dessau/ Anh. Gutenbergstr. 7. Eine gute Position läßt sich damit schaffen. Empfehle mich selbst im Suchen nach Wasser, Kohle, Erdöl und sonstigen Mineralien. Bess.20 jähr.Geschäftstochter sucht Stelle als Stüge Besucht München Ausstellung ,, Heim und Technik" Juni- Oktober 1928 Wir suchen an allen Plätzen tüchtig. Mitarbeiter ( auch Damen) bei sehr hohen Verdiensten für die Organisationsabteilung. Rosmos Kranken- u. Sterbegeldversicherunsbank A.-G. Filialdirektion Darmstadt. Konzern der„ Frankfurter" Elisabethenstr 34 Tel. 2358. Neue Existenz bei hohem Einkommen für den Verkauf von Herren- Tuchen und Buckskin, Kleiderstoffe für Damen sowie Barkredite Wäsche ausstattungen und Trikotagen an Prian Beamte ab Gr. V. am liebsten bei ältr. ohne vorherige Kosten. Dame bezw. Ehepaar Keine Versicherg. Sobei voll. Familienan- fortige Erledigung. schluß. Offerte unter Baumann& Co., Köln, F. W. 1964 a. d. Exped. Antwerpenerstraße 3. dieses Blattes. vate suchen wir per sofort geeignete Herren und Damen als Vertreter. Der Versand fann sowohl gegen Kasse als auch auf Kredit abgeschlossen werden. Deutsches Tuch- Bersandhaus, Berlin- Charlottenburg 4, Sybelstr. 46. Belg Außenmi timmung terijtijd nicht die NWK WoLLe NWK Abstimm tuno- Ab Berlei Der deutschen Jahre de und dem 1741 Sternwolle die oltbewährte gute Strickwolle Chrung Dur Staats Florettfedh der Olymp olimpijche Überall erhältlich Winter Semester 1928/29 Universität Köln. Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche, Rechtswissenschaftliche, Medizinische( auch vorflini che Semester) u. Philosophisce Fakultät. Kaufmännisches und Handelslehrer- Studium. Vorlesungsbeginn: Dienstag, den 30. Oftober. Die Einschreibefrist lauft vom 15. Oftober bis 5. November. Das VorTesungsverzeichnis fann v. UniversitätsSekretariat gegen Einsendung von Rmt. 0,50( dazu Porto Rmt. 0,15) bezog. werd. Diejes hoh ausgezeichn ichen Flo jungit in Amiterdam widmet. am Monta Reichsausi abend Dut Gime der durch mann Eu Damer D Biak hol Adelung Auc