Nr. 12.. ge der Welt: er Norweger on 43,1 Gef. 8: 28,8 Min. ten sich nicht och vor Volles hielt am über deren geben wurde. gegenüber der humorvollen, ten Zeichner Heft 5 der eutschen Tiefreiburg i. Br. Polizei funkt in einer illu 25 Jahren in dreßbuch der ortieren oder n es enthält Exporteuren en Europas, sie vorzugs ressen von ca. ns, Afrikas, taaten geord: Waren. Es seine Waren chen Ländern quellenregister on ca, 25 000 n vom Verlag. idy, Hamburg, gen werden. Kai Frie rei! ffliche Dienste. ZU rolet. Kraft, gen, unweg , im dichten wärts bringt. Fünf Er Chevrolet ommen Sie. noch heute. erlegen: über re 1927 ver ferung. b. H. str. 68 Chevrolet. ifender aus- und Kücheni Gifenhandlungen, eschäften eingeführt fort gesucht. prüchen u. Angabe rerschein unter Expedition Zeitung", amlage 21 rankenhausen Automobilb. Schwach derabt. Landm. Flunt Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr- Für Aufbewahrung oder Rüdlendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Jahrg. Bolitische Sagesschau. Reichswehrminister Groener teilt mit, daß die leitenden Stellen der Reichswehr von der staatlichen Subventionierung der Phoebus- A- G. nichts wußten. Kapitän 2. S. Lohmann hat diese Gelder seinen Vorgesetzten verschwiegen. st Auch die sächsische Regierung bittet durch ihren Berliner Gesandten Dr. Gradnauer das Reich um Hilfe für die Landwirtschaft Sachsens. ** Das badische Staatsministerium hat dem Badischen Landtag einen Gesezentwurf unterbreitet, der die Abänderung des badischen Landtagswahlgesetzes enthält. Gestern nachmittag fand die Eröffnung des direkten Te= lephonverkehrs Berlin Newyork mit Ansprachen des Reichskanzlers Dr. Marx und des amerikanischen stellver= tretenden Staatssekretärs Olds statt. * Die norwegische Regierung hat ihr Rücktrittsgesuch eingereicht. Der Führer der Linken, Mowinkel, hat die Aufforderung des Königs zur Bildung des neuen Kabinetts angenommen. Krise im Reich? Berlin. Die im Reichstag umlaufenden, einer allgemeinen Nervosität entsprungenen Gerüchte über einen Bruch der Koalition und eine Auflösung des Reichstags sind auch gestern wieder aufgetreten. Jm allgemeinen aber neigt man jetzt mehr dazu, die Gesamtlage etwas ruhiger anzusehen. Weiter hält man es für ziemlich wahrscheinlich, daß der Bildungsausschuß in eine zweite Lesung des Schulgesetes eintreten wird und daß bei dieser Lesung die unüberbrüdbaren Gegensäße zu dem jetzt schon angekündigten Bruch führen werden. Irgendwelche Klarheit über die weitere Entwickelung der Dinge zu gewinnen ist natürlich erst dann möglich, wenn die Fraktion des Zentrums ihre Beschlüsse gefaßt hat. Hindenburg greift ein. Berlin. Der Reichspräsident hat an den Reichskanzler, Dr. Marg, am gestrigen Tage folgendes Schreiben gerichtet: Sehr geehrter Herr Reichskanzler! Die Nachrichten über die tiefgehende Meinungsverschie denheiten innerhalb der Regierungsparteien wegen des Schulgesetzes, die zu einem Auseinanderbrechen der gegenwärtigen Reichsregierung führen können, geben mir Veranlassung, Sie, Herr Reichskanzler, zu bitten, nichts unversucht zu lassen, um im gegenwärtigen Zeitpunkte eine Regierungskrise und ihre politischen Folgen zu vermeiden. Der Reichstag hat 3. 3t. dringende und bedeutsame Aufgaben zu lösen. Abgesehen von dem Haushaltsplan und dem Liquidationsschädengesetz find die für die Landwirtschaft lebenswichtige Hilfsmaßnahmen zu beschließen, und es harrt auch die Strafrechtsreform ihrer Verabschiedung. Es würde meiner Meinung nach eine schwere Schädigung vaterländischer Interessen und des ganzen deutschen Volkes be= deuten, wenn jetzt wegen der Schulgesetzfrage eine unlösbare Regierungskrisis und eine Auflösung des Reichstages notwendig würde. Ich bitte Sie, bei den bevorstehenden Besprechungen mit den Führern der Regierungsparteien, diesen meine Besorgnis mitzuteilen, und appelliere an alle beteiligten Herren und Fraktionen, dahin zu wirken, daß eine arbeitsfähige Regierung erhalten bleibt, die wichtigen parlamentarischen Aufgaben gelöst und etwaige unlösbare Differenzen in der Schulfrage bis nach Erledigung dieser Arbeiten vertagt werden. Mit dem Ausdrud meiner vorzüglichen Wertschätzung bin ich Ihr sehr ergebener ( gez.) von Hindenburg. % Der Brief hat vorerst zur Folge gehabt, daß der interfraksignelle Ausschuß gestern zusammengetreten ist. Das Ergebnis der Beratung, in der der Innenminister seine neuen Vorschläge unterbreitet hat, war ein sehr dürftiges. Zunächst lassen sich die ziemlich umfangreichen Vorschläge des Herrn v. Keudell nicht so schnell überprüfen. Daneben beweist die Vertagung der Verhandlungen auf Montag, daß man zum mindesten in Zentrumsfreisen das Ergebnis der Schultagung der Deutschen Bolkspartei abwarten will. Die Einberufung des Landtags. Für die am kommenden Dienstag, dem 14. Februar, vorm. 10 Uhr stattfindende Tagung des Landtags steht folgende Tagesordnung fest: Wahl des Staatspräsidenten, Bestimmung der Zahl der Mitglieder des Gesamtministeriums und Bestätigung der von dem neuen Staatspräsidenten berufenen Mitglieder des Gesamtministeriums( Art. 37, Art. 2 der Verfassung.). Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. Mr. Samstag, den 11. Februar 1928 Das geänderte Mietgesetz in zweiter und dritter Lesung angenommen. Berlin. Auf der Tagesordnung der gestrigen Reichstagssizung stand zunächst die zweite Lesung der Novelle zum Reichs= mietengesetz. Nach den Ausschußbeschlüssen soll das Gesetz fünftig nicht gelten für neue Mietverträge über Geschäftsräume und Wohnungen mit mindestens 6 Zimmern. Die Novelle soll am 16. Februar in Kraft treten und das Gesetz selbst in der geän= derten Form bis zum 31. März 1930 gelten. Die Sozialdemokratie kündigte an, daß sie im Steuerausschuß die Senkung der Mieten auf 100 Prozent und die Verwendung der Hauszinssteuer ausschließlich für den Wohnungsbau beantragen würden. Abg. Winnefeld( DVP) begründete den Antrag, das Wohnungsmangelgesetz mit dem 1. April 1928 aufzuheben und die Wohnungsämter und Mieteinigungsämter spätestens mit dem 1. Juli 1928 aufzulösen. Abg. Lucke( WVgg.) beantragte, das Reichsmietengesetz nur noch für die laufenden Mietverträge weiter gelten zu las= ſen. Darauf werden sämtliche Aenderungsanträge abgelehnt, das Gesetz selbst in zweiter und dritter Lesung nach den Ausschußbeschlüssen gegen die Stimmen der Sozialdemokraten, Demokraten, Kommunisten, Völkischen und Nationasozialisten an= genommen. Annahme findet auch eine Entschließung der Demokraten, auf die Länder einzuwirken, damit größere Teile der Hauszinssteuer für die Erhaltung des Altraumhausbesizes zu möglichst günstigen Bedingungen an Besizer dieser Häuser abgege= ben werden. Die gestern zurückgestellte Schlußabstimmung über die Novelle zum Mieterschutzgesetz ergibt deren Annahme mit derselben Mehrheit wie beim Reichsmietengeseh. Ein Urteil über die Sozialdemokratie. Der frühere Chefredakteur der„ Königsberger Volkszei tung", Adolf Bartel, ist aus der Sozialdemokratischen Partei ausgetreten und hat sich der Alten Sozialdemokratischen Partei angeschlossen. Dazu entnehmen wir aus der„ Hessischen Landeszeitung" folgende weiteren Ausführungen: Adolf Bartel war ein bekannter sozialdemokratischer Führer, so daß sein Austritt nicht nur in Königsberg, sondern auch in weitesten politischen Kreisen berechtigtes Aufsehen erregt hat, zumal er von der Sozialdemokratischen Partei selbst auf seinen Posten berufen worden war. Infolgedessen gehört Bartel zu denen, die ganz besonders gut über die Mentalität der Sozialdemokratischen Partei unterrichtet sind. Umso interessanter ist es, was er jetzt in einem Brief an den Vorstand des Sozialdemokratischen Vereins in Königsberg zur Begründung seines Austrittes schreibt. Der Brief lautet: „ Hierdurch erkläre ich meinen Austritt aus dem Sozialdemokratischen Verein Königsberg i. Pr. und damit zugleich aus der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Zu diesem Entschluß zwangen mich in der Hauptsache folgende Erwägungen: Dem furchtbaren Schicksal des deutschen Volkes und damit auch dem der deutschen Arbeiterschaft seit Versailles steht die Sozialdemokratische Partei mit einer Verständnislosigkeit gegenüber, die geradezu erschreckend wirkt, gleichviel auf welchen Gründen sie beruhen mag. Doch ist die Partei in jeder Weise be= strebt, die Arbeiterschaft in der Erkenntnis, daß sie nur das Ausbeutungsobjekt des ausländischen Großkapitals ist, zu hindern und durch diese Täuschung die nationale und soziale Befreiung der deutschen Arbeiter unmöglich zu machen.. Die Partei verhindert, daß die Wahrheit über die Aus beutung Deutschlands und damit in erster Linie der deutschen Arbeiterschaft in ihrer ganzen Grausamkeit bekannt wird. In gleicher Richtung tritt sie allgemein in ihrer Politik den Interessen der Hochfinanz zur Seite und ist bestrebt, den Unmut über den ausgeübten Drud innerpolitisch gegen die anderen politischen Parteien Deutschlands auszunuzen. Dagegen wendet sie sich gegen den vom Volk gewählten Reichspräsidenten v. Hindenburg schon deshalb, weil er in Tannenberg gegen die frivole Kriegsschuldlüge die Wahrheit fest= gestellt hat, daß das deutsche Heer das Schwert mit reinen Händen nur zur Verteidigung des Vaterlandes geführt hat. Der den besten Ueberzeugungen von Friedrich Engels und August Bebel schroff aufgezwungene Kampf der Partei gegen die Wahrhaftigkeit und Widerstandskraft des deutschen Volkes muß zu unserer auch zeitlich unbegrenzten Versklavung unter fremden Despotismus führen. Es war schon unverständlich, daß die Sozialdemokratische Partei, seit sie Einfluß auf die politische Neugestaltung erhielt, die freie Selbstbestimmung der Wähler aufhob und sie der Diktatur weniger Parteiführer unterwarf. Sie hat jedoch auch noch darüber hinaus selbst die Ausübung des Wahlrechts zur Helotengeste herabgewürdigt, indem sie ständig die Abstimmung nach den politischen Wünschen unserer fremden Bebrüder und Ausbeuter fordert. Außerdem kommt noch hinzu, daß die Königsberger und damit die ganze ostpreußische Partei ganz besonders unter | ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pig. lofal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzporichriften ohne Verbindunditest bei onderholunden Rabait. für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 13 eine Richyvölliger Beherrschung durch einen Klassenfremden tung vertritt, die ebensosehr die Interessen der Arbeiter wie die der Gesamtheit unserer Nation, mit der das Schicksal der Arbeiter untrennbar verbunden ist, aufs schwerste benachteiligt. Diese offenkundig staatsfeindliche Richtung ist im offenen Bunde mit den Kommunisten bemüht, deren demagogische Unverantwortlichkeit noch zu übertreffen. Vornehmlich aus diesen Gründen trete ich zu der ,, Alten Sozialdemokratischen Partei Deutschland" über. Dort werde ich mit Gleichgesinnten auf den Wegen von Karl Legien und Friedrich Ebert so für meine deutschen Volksgenossen wirken, wie es 35 Jahre lang die Sozialdemokratische Partei erstrebt, jedoch zu meiner größten Enttäuschung seit der Schwenkung der Partei zum unfruchtbarsten und unduldsamsten Radikalismus nicht mehr zu tun vermochte. Adolf Bartel." Es würde die Wirkung dieses Briefes, der weiteste Verbreitung verdient, nur abschwächen, wollte man ihm ein Wort hinzufügen. Sind Straßenbauten unproduktiv? Eine notwendige Richtigstellung. 360 Millionen Mark könnten jährlich an Betriebskosten gespart werden, wenn die Straßen gut wären. Es bedarf keiner besonderen Begründung, daß der Strassenbau( Neuanlagen und vor allem Ausbesserung des vorhandenen Straßennetzes in Stadt und Land) heute zu den dringlichsten öffentlichen Aufgaben gehört. Ebensowenig bedarf es besonderer Beweisführung, daß diese Aufgabe nur zu einem geringen Teil erfüllt werden kann, weil die notwendigen Mittel nicht vorhanden sind. Versuche, diese Mittel durch eine Auslandsanleihe für Straßenbau hereinzuholen, blieben bisher erfolglos, weil sich die Reichsberatungsstelle für Auslands= kredite auf den Standpunkt stellt, daß Straßenbauarbeiten nicht unter die produktiven Anlagen zu rechnen seien, und nur für solche könnten Auslandsanleihen gestattet werden. Der Verband der preußischen Provinzen, der deutsche Landkreistag, der Städtetag, andere öffentlich- rechtliche Körperschaften und nicht zuletzt die in Frage kommenden Industrieverbände haben wiederholt in Denkschriften überzeugend nachgewiesen, daß dieser Standpunkt der Beratungsstelle abwegig sei. Diese Ansicht muß jeder teilen, der die neuesten mit wissenschaftlicher Gründlichkeit angestellten Untersuchungen zu diesem Fragenkomplex verfolgt hat. Es ergab sich, daß auf ebenen fugenlosen Strafsendecken im Autoverkehr 20 Prozent an Brennstoff gespart werden können, der Reifenverbrauch ermäßigt sich um 40 Proz. Auch die Ausbesserungskosten der Wagen werden bedeutend herabgemindert, die Fahrzeuge haben eine längere Lebensdauer, die Abschreibungsquote fann also bei Herrichtung der Fahrwege auf 10-15 Prozent herabgesetzt werden. Die Wagen können stärker beladen, ihre Geschwindigkeit kann erhöht werden, was nach verschiedenen Seiten auch Ersparnisse auf dem Zuverlässigen Statistiken zufolge Personalfonto ermöglicht. würden die Gesamtersparnisse an Betriebskosten im Autovertehr sofern das deutsche Straßennet in einem automobilfähigen Zustand versetzt wird jährlich 360 Millionen Mart betragen. Das allein sollte genügen, um die Produktivitä des Straßenbaues zu beweisen. Nicht einbegriffen in diese Summe ist die Befruchtung der Gesamtwirtschaft Deutschlands durch Straßenbauten. Was zunächst die Automobil- Industrie angeht, so müssen wegen der schlechten Wege die deutschen Kraftwagen um 30 Prozent zu schwer gebaut werden, was unmittelbar zur Folge hat, daß sie auch um einen hohen Prozentsatz teurer verkauft werden müssen als bei leichterem Gewicht. Sinkt der Preis für ein gleichwertiges Auto, so steigt der Umsah, und zwar erst recht, wenn gleichzeitig auch die Betriebskosten, wie oben dargelegt, bedeutend vermindert werden. Also die Automobil- Industrie bekäme mehr zu tun und damit naturgemäß auch alle anderen Gewerbezweige, die mit ihr zusammenhängen, und das ist eine große Zahl. Ferner ist der Fremdenverkehr in Betracht zu ziehen. Er würde einen mächtigen Aufschwung erleben durch neue und bessere Straßen. Das bedarf für jeden Einsichtigen keines Kommentars. Außer durch die Automobilindustrie mit ihrem großen Anhang und dem Fremdenverkehr würde die allgemeine Volkswirtschaft eine große Förderung erfahren durch die Belebung der Straßenbau- Industrie. Handwerker,( Pflasterer), Arbeiter, Unternehmer, alle Straßenbaustoffe und-maschinen Herstellende Betriebe, das gesamte Transportgewerbe von der Pferdekarre bis zur Eisenbahn und zum Lastkraftwagen und alles, was mit diesen Wirtschaftszweigen nur irgendwie zusammenhängt, würde Arbeit und Aufträge erhalten, und damit würde die auf Gemeinde, Staat und Reich so schwer drückende soziale Last erleichtert durch starke Verminderung der Erwerbslosenzahl. Bei den kommenden Reichstags- und Landtagsverhandlungen wird die Frage einer Anleihe für den Straßenbau zur Sprache tommen. Es sollte angesichts der vorstehend skizzierten Tatsachen nicht schwer fallen, die maßgebenden Reichsstellen von der Unhaltbarkeit des Standpunktes der Reichsberatungsstelle für Auslandskredite zu überzeugen. Samstag, den 11. Februar 1928. Gießener Zeitung" Die 21. Hauptversammlung d. Hausbesißervereins Gießen am Donnerstag, den 9. Februar 1928, im Café Leib war mittelmäßig besucht. Herr Launspa ch, der 1. Vorsitzende, eröff= net die Hauptversammlung mit einigen ernsten Mahnrufen, die berechtigt sind, die lauen Mitglieder wieder herauszuholen aus ihrer Einsamkeit. Er streift die Reichspolitik für die kommende Reichstagswahl. Die gegenwärtig im Reichstag zur Beratung stehende Novelle zum Mieterschutzgesetz bezwecke nur Stimmungsfang. Das darin vorgesehene Kündigungsrecht des Vermieters bedeute keine Vereinfachung. Ein Scheinbild ist es. Die Wohnungszwangswirtschaft und deren Aufhebung, bezw. deren Linderung muß und wird kommen, will das Reich nicht in sich selbst der Zwangswirtschaft erliegen. Der gesamte Hausbesitz wird geschlossen sich den Weg freimachen, dieses Kulturhindernis selbst durchbrechen. Dann verliest Herr Becker nachstehenden Jahresbericht: Jahresbericht. Steuerwesen. Die staatliche Sondersteuer für 1927-1928 ist ab 1. 4. 27 um 26 Prozent gegen 1926-1927 gesteigert, die Gemeinde-, Kreis- und Provinzumlagen sind ebenfalls im vergangenen Jahre gegenüber dem Vorjahr wesentlich erhöht worden. Weiter hat die Stadt Gießen ab 1. 4. 27 für Grundstücksveräußerungen eine Wertzuwachssteuer eingeführt, die bis zu 30 Prozent des Goldmarkgewinns wegsteuert; jedoch betrifft dies nur solche Grundstücke, die nach dem 1. 1. 1919 gekauft wurden und jetzt wieder weiter veräußert werden. Der Zentralverband als auch der Landesverband in Hessen haben im abgelaufenen Jahre Anträge und Eingaben in großer Zahl an die Reichs- und Landesbehörden und an den Reichstag gebracht und in jeder Hinsicht die Interessen des Hausbesitzerstandes zu wahren gesucht. Jedenfalls ist von diesen Stellen alles getan worden, um die frühere Freiheit und die früheren Rechte dem Hausbesitzer wieder zurück zu gewinnen. Das verflossene Jahr war für den deutschen Hausbesty ein weiteres Jahr des Kampfes um seine Freiheit und sein Recht. Man hoffte, daß mit dem 30. 6. 27. eine wesentliche Erleichterung bezw. eine Aufhebung der Zwangswirtschaft von Reichs wegen eintreten würde; jedoch weit gefehlt. Der Reichstag beschloß Ende Juni 1927 die Verlängerung des RMG. bis 31. 12. 27 und jetzt am 16. 12. 27 hat das Plenum des Reichstages den von den Koalitionsparteien eingebrachten Gesetzentwurf zur Verlängerung des Mieterschutzgesetzes und des RMG. bis zum 15. 2. 28 genehmigt. Der Wohnungsausschuß des Reichstages hat inzwischen beschlossen, beide Gesetze mit verschiedenen Aenderungen gegen früher bis zum 31. 3. 1930 zu verlängern. Mit dem Beschlusse des Wohnungsausschusses wird sich der Reichstag jetzt zu beschäftigen haben. Solange jedoch die Politik über der Wirtschaft steht, wird es schwer fallen, wesentliche Abstriche und Verbesserungen für den deutschen Hausbesitz zu erreichen. Insbesondere gilt dieses für Hessen, wo im abgelaufenen Jahr auch nicht im geringsten an einen Abbau der Zwangsverordnungen gedacht wurde, obwohl der Wohnungsmangel in Hessen genau so gelagert ist, wie in den übrigen Staaten Deutschlands. Der Hessische Landgemeindetag hatte bereits im Oktober 1926 einmütig an die Hessische Regierung das Ersuchen gerichtet, die Aufhebung der Zwangswirtschaft bei Gemeinden bis 5000 Einwohnern herbeizuführen. Damals hatte die Hessische Regierung dem Beschluß der hessischen Bürgermeister keine Beachtung geschenkt. Jetzt ist ein erneuter Antrag für die Aufhebung der Zwangswirtschaft von derselben Stelle an die Regierung in Darmstadt gegangen. Was diesem widerfährt, weiß man noch nicht. Dieser Vorgang kennzeichnet genau, welch klägliche Rolle die Hes= fische Regierung in der Frage der Wohnungsgesetzgebung spielt und beweist von neuem, daß nur vom parteipolitischen Standpunkt dieses so erste Problem dort betrachtet wird. Die gesetzliche Miete. - Am 1. 1. 1927 betrug die gesetzliche Miete für Wohnräume 100 v. H. der Friedensmiete, die sich am 1. 4. 27 auf 110 v. H. und ab 1. 10. 27 auf 120 v. S. steigerte. Der Hausbesizer ging jedoch bei der ersten Mietsteigerung fast leer aus, denn die Steigerung der 10 Prozent setzt sich zusammen aus 8 v. H. für Steuererhöhung und 2 v. H. für Erhöhung des Instandsetzungszuschlages von 15 auf 17 v. H. Die zweite Steigerung am 1. 10. 27. mit weiteren 10 Prozent wir durch die am 1. 1. 1928 eingetretene Erhöhung des Zinsendienstes von 3 auf 5 Prozent ebenfalls aufgebraucht. Die Miete für gewerbliche Räume ist im verflossenen Jahr auch allmählich an die Säge der Wohnungsmieten angeglichen worden. Ab 1. 10. 1927 wird nur noch für gewerbliche Räume mit einer Friedensmiete über 1800 Mein Extrazuschlag von 5 Prozent, also zusammen 125 Prozent gezahlt. Weiter ist ab 1. 10. 27 den Mietern von der Hessischen Regierung die Begünstigung eingeräumt worden, daß sie sich an der Zahlung des Wassergeldes bei einem Mehrverbrauch von 2½ Prozent der Friedensmiete nicht mehr zu beteiligen haben. Diese Anordnung hat jedenfalls die Hes= sische Regierung mit Rücksicht auf die bevorstehenden Wahlen getroffen, um der Masse ein Geschenk zu machen. Grüner Rasen Blaue Wellen. Roman von Otto von Gottberg. 29. Fortsetzung. Vereinsangelegenheiten. Die Geschäftsstelle des Vereins hatte im verflossenen Jahr einen stetig wachsenden Besuch aufzuweisen; es wurde den Mitgliedern in allen, den Hausbesitz betreffenden Angelegenheiten Auskünfte und Belehrungen erteilt. Daß diese Einrichtung allerseits Anerkennung gefunden hat, zeigt der im steten Steigen begriffene Mitgliederstand: Die Mitgliederzahl betrug am 31. 12. 26. neu hinzugetreten sind 967 134 Ga. 1101 53 1048 abgemeldet durch Todesfall, Hausverkauf usw. Stand am 31. 12. 1927 Mitglieder betrug. Auch bei der Stadtverwaltung sind die Interessen des Vereins in jeder Hinsicht gewahrt worden. Das hier eine wesentliche Besserung gegenüber früher in Bezug auf die Zwangsbewirtschaftung der Wohnungen eingetreten ist, ist lediglich dem Einfluß unserer Mitglieder, die als Stadtverordnete gewählt wurden, zuzuschreiben. Und sie schwärmte von den Taten und bedauerte die Leiden der Männer auf den kleinen grauen Schiffchen. Nur sie waren die Kämpfer und Sieger des großen Krieges. Gerda spürte bald Aerger, obwohl Kurt mit nachsichtigem Schmunzeln den Kopf schüttelte. Aus Werners betrübten Gesicht aber schien Bedauern zu sprechen. Seine Augen suchten den Pour le merite unter dem weißen Kragen des glücklicheren Vetters. Das weckte Mitleid für ihn, aber auch Zorn auf die eigene jüngere und hübschere Schwester, die seinen Kummer mehrte. Endlich konnte sie den Unmut nicht länger meistern. Werner sah ihre Augen funkeln:„ Elisabeth, du hattest immer den Marinevogel. Deine U- Boot- Leute sind brav und tapfer, aber stelle sie nicht neben unsere Soldaten, die auf Schnee und Eis oder unter Sonnenglut im Trommelfeuer liegen. Sie hungern, dursten, bluten und sterben tagaus, tagein und finden nach der Schlacht fein warmes Bett auf behaglichem Wohnschiff, sondern den Befehl: Die Division wird zum Abtransport nach dem Osten verladen. Dann ſizen sie mit erfrorenen Füßen im talten Eisenbahnwagen, um in neues Morden zu kommen!" Betreffs der strittigen Frage über Straßenreinigungs- und Müllabfuhrgebühren hat der Verein von jeher den Standpunkt vertreten, daß die Verordnung des Hessischen Ministeriums vom März 1924( wobei diese Kosten in die Miete mit eingeschlossen wurden) zu Unrecht bestehe. Das Hessische Ministerium hat durch sein, an den Hausbesitzerverein gerichtetes Schreiben unsere damalige in unserem Antrag niedergelegte Ansicht bestätigt. Elisabeth saß verdugt. Sie war der Schwester böse, aber mochte am Verlobungstag nicht streiten:„ Gerdchen... Der Stand ist heute so: Für jetzt und auch in Zukunft werden unsererseits keinerlei derartige Gebühren mehr vorgelegt. Die Beträge sind den Mietern anteilmäßig anzufordern, derjenige Mieter, der die Zahlung verweigert, ist unter Angabe des Betrages der Stadtverwaltung schriftlich bekannt zu geben. Ueber die Gültigkeit der Rückvergütung der von uns gezahlten Beträge wird durch eine gerichtliche Entscheidung Klarheit geschaffen werden. Die Aeltere schüttelte den Kopf: Dent an den Brief in dem Werner von seiner Patrouille schrieb. Nacht für Nacht troch die klein Schar durch Stacheldraht vor den feindlichen Graben, um Gefangene herauszuholen. Eine Wochelang lag sie vom Dämmern bis Sonnenaufgang unter der Hand des Todes im eisigen Schlamm. Ein lautes Wort, ein Rascheln von Zweig oder Halm konnte ihr das Ende bringen. In der achten Nacht gelang es, den Feind zu überraschen und zwei Franzosen zu greifen, aber von seinen 16 Leuten brachte Werner nur vier zurück. Ich glaube, er tann sich vor deinen U- Boot- Komman= danten sehen lassen." Nr. 13. Gamstag, den 11.8 Gloden- und Liederklä höhenwärts gehe. Sonntagmorgen. Feiertlänge schalle Stadt und rufen die oder Münster, Dorftir die Geele Höhenluft u ler zu werden, näher sie den Worten der Er Da wird der arbeitend Menschenleben und Er gerüdt; mit Mut un ftrahlen vom Himmel fällt in manche Schatt * Wieder läuten die wandern heimwärts. am heiligen Sonntagr Araftfahrzeugfü der Zeit vom 1. bis zeigen wegen Zuwid bezw. Kraft- und R schriften erhoben: 14 ohne hellbrennende La steigen; 12 wegen ü rechte Straßenfeite nich durch gesperrte Straße lungen in verkehrspol * Gestohlen wurde Brandgasse eine Dam Anlauf wird gewarnt. Jugendliche Ein beanstandet einige Rechnungsposten, die ihm zu hoch erscheinen und bemänge, t auch das System der Geschäftsführung. Rach langer Aussprache und Aufklärung wird dem Vorstand einstimmig das Vertrauen ausgesprochen. Hierauf Vorstandswahl. Es werden die ausgeschiedenen Mitglieder wiedergewählt und Herr Dr. Katz als neues Vorstands- Mitglied hinzugewählt. Danach gibt Herr Launspach einige wertvolle Winke über die Einkommensteuererklärung aus Haus- und Grundbesih, die bis zum 15. Februar abgegeben werden müssen. Als Pauschale für Werbungskosten sollen von denen, die im vorigen Jahre schon eine Pauschale eingeschrieben haben, in die Steuererklärung in diesem Jahre 41 Prozent angesetzt werden; vom Finanzamt ist dieser Satz anerkannt. Da hier bei einigen Mitgliedern Zweifel über die Abzüge entstehen, wurde beschlossen, allen Mitgliedern eine kurze Ausstellung über die Position der abzuziehenden Posten zugehen zu lassen. Danach kommt als Schluß des Abends ein Vortrag des Herrn Schmidt über „ Kommunalpolitik und Hausbesig". Redner verweist bei seinen Eingangsworten auf einen Artikel in der letzten„ HausbesitzerZeitung" über die Finanzwirtschaft in Hessen. Streift dann die Gießener Verhältnisse, insbesondere die Heranziehung der Grund- und Gewerbesteuern, die Gebühren von Müll- und Straßenreinigung, die die Allgemeinheit zu tragen hat. Die sozialen Einnahmen und Ausgaben werden zurzeit nicht in rechten Einklang gebracht. Hier kann nur das einmütige Zusammenstehen der Hausbesizer- Organisationen helfen. Hausbesitzer müssen in ihren politischen Parteien, denen sie angehören, darauf hinwirken, daß man ihre Interessen, die Interessen des mittelständischen Hausbesizes, genügend respektiert. Dies ist heute leider sehr oft nicht der Fall und man ſpeiſt ſie meistens nur mit leeren Worten ab. Für die kommenden Wahlen ruft er sie auf, vor allem nicht zu Hause zu bleiben, und da ist es an der Zeit, jetzt aus dem Hinterhalt herauszuschreiten und seine wirtschaftlichen Forderungen geltend zu machen. Anschließend schneidet Herr Bock die auch von Herrn Schmidt erwähnten Müll- und Straßenreinigungsgebühren, die von Mieterseite in einer der letzten Nummern des„ Gießener Anzeigers" behandelt wurden, an. Er glaubt, es wäre vorteilhaft gewesen, wenn darauf von Hausbesitzerseite eine Gegenerklärung erschienen wäre Aber über diese Gebühren entscheidet ja noch das hessische Arbeits- und Wirtschaftsministerium. La unspach teilt darauf mit, daß hierin in nächster Zeit ein gerichtliches Urteil herbeigeführt würde, um endgültig Klärung in dieser Angelegenheit zu schaffen. Herr Dr. Katz greift hier noch ein und meint, daß man besser noch ein obergerichtliches Urteil herbeiführen solle, ganz besonders im Verwaltungsstreitverfahren. Danach schließt der 1. Vorsitzende, Herr Launspach, die Versammlung. An Sizungen wurden abgehalten: 1 Hauptversammlung, 1 Mitgliederversammlung, 1 Kommissionssitung, 7 Vorstands= sitzungen. Auswärtige Tagungen wurden besucht: Zentralverbandstagung in Bremen, 2 Tagungen in Frankfurt und 2 in Darmstadt und 1 in Worms. Da legte Werner eine bittende Hand auf der Sprechenden Arm, obwohl sie wunderschön schien im Zorn, den er doch beschwichtigen wollte: Aber Gerda! Das schrieb ich nicht, damit du vergleichen sollst! Auch wollte ich nur meine Leute rühmen, wie vorher Vetter Kurt die seinen.'" Wie Sie aus dem vorgetragenen Bericht ersehen, hat der Verein nichts unterlassen und in jeder Hinsicht gezeigt, daß die Interessen der Mitglieder in jeder Weise gewahrt worden sind. Zu unserem Kampfe um die Existenz bedürfen wir jedoch der Mitarbeit aller Hausbesitzer. Wir richten auch dieses Jahr an alle noch fernstehenden Hausbesitzer das dringende Ersuchen, dazu beizutragen, daß der Zeitpunkt bald eintritt, an dem auch der letzte Hausbesitzer der Organisation angehört. Einer lückenlosen Organisation wird der Erfolg für ihre Arbeit zum Besten des Hausbesitzerstandes nicht ausbleiben. Hieran gibt Herr Marthies den Kassenbericht bekannt, aus dem hervorgeht, daß der Verein mit einem guten Plus in das neue Geschäftsjahr hineingeht. Die Prüfungskommission hat Kasse und Bücher in allerbester Ordnung gefunden. Zu dem Kassenbericht nimmt Herr Bausch trotzdem Stellung und Hat er von sich oder seinen Decoffizieren erzählt? Nein! Von dem wunderlichen Decoffizier mit wildem Bart sprach er, von dem famosen Unteroffizier Nr. 1 und dem Rudergänger, der auch sein Bursche ist. An unsere Leute denken wir, wenn wir die eigene Waffe rühmen und über jede andere stellen. Für sie legen wir uns ins Zeug und behaupten, daß unserer Keris Mühe und Plage die schwerste sei. Wir Offiziere zu Wasser oder zu Lande aber, ob Infanterist, ob Kavallerist, Lokales. Sonntagsgedanken. Sonntagmorgen. Die Herr Ueber Berg und Tal, über Dorf und Stadt schallen die Glocken im Feierklange. Golden steigt die Sonne empor und scheint reiner und heller zu strahlen als sonst am Morgen des Alltags. Ringsum Sonntagsstille und Sonntagsfrieden. So, feierlich ernst ist die Natur, als hole sie aus zu neuem Schaffen. Sonntag ist's. Wie wohl tut dieses Wort dem Manne der Arbeit, der sechs Tage lang in der rußgeschwärzten, stauberfüllten Welt mit ihrem Poltern und Lärmen stand.„, Sechs Tage sollst du arbeiten; am siebenten sollst du ruhen." So forderte es der Schöpfer der Menschennatur, damit der Mensch an diesem Tage statt dem Lärmen von Hammer und Eisen, Pfarrer Heumanns Heilmittel stets vorrätig in der Niederlage Hirsch- Apotheke, Giessen Frankfurterstrasse 4, Das Pfarrer Heumann- Buch 272 Seiten 150 Abbildung. erhält jed. Leser vollständig umsonst und portofrei, von Ludwig Heumann& Co Nürnberg M. 629 fen. Schwarz sind wir Ludersch, nämlich die Mohren, die gehen dürfen, da sie ihre Schuldigkeit taten!" Die Neffen lachten, doch so zerstreut, daß der Onkel merkte, wie wenig Aufmerksamkeit ihm die Jugend schenkte. Die Tante bat zum Kaffeetrinken ins Nebenzimmer. Dort kam Gemütlichkeit nicht mehr auf. Kurt sah oft nach der Uhr. Sein ob Artillerist, ob Pionier wir machen uns teine Konkurrenz,| Kommando zum Befehlshaber der U- Boote war mit dem Vorwie allenfalls die Feldwebel zu Nutzen der Kompagnien!" Bravo, Werner!" rief Kurt über das erhobene Glas, und seine brennenden Augen sagten, daß aller Groll gegen den kleinen Vetter vergessen sei. Dann wendete er sich zu Elisabeth: Und du sollst sehen, wie uns auf dem U- Boot die Augen übergehen, wenn wir beim Abendbrot den Tagesbericht vom Stehen oder Sterben der Armee lesen. Dann stoße ich mit meinen Offizieren an: Hurra, die glorreichere ältere Schwester, die liebe, alte Armee mit immer neuem, immer, grünem Lorbeer um die siegreichen Fahnen!" trag im Admiralstab abgelaufen. Er wollte mit dem Abendzug von Berlin über Wilhelmshaven nach Emden fahren, um dort wieder den Befehl über U- 444 zu übernehmen. und am letzten Tag der Woche auszulaufen. Als Werner mit den Kusinen ihn auf den Bahnhof gebracht hatte, fragte er die Verwandten nach Herrn v. d. Helle. Onkel Karl schien ihm wenig freundlich gesinnt und brummte fast wie einen Vorwurf: „ Er soll jedes Musikinstrument als Meister spielen!" Im lieber Sunge!" Elisabeth schwieg, Gerda stieß mit den Vettern an. Onkel aber schien der Historiker zu erwachen: ,, Recht habt ihr, wenn ihr sagt, daß wir nie an uns, sondern stets an andere und als Offiziere darum an die Leute denken. Ich meine aber, es ist auch ein Fehler, daß wir immer das Selb ,, Also ein Künstler, der doch Bewunderung verdient!" Wenn sein können anderen Freude oder Nuzen brächte, Und die Tante fiel ein: ,, Wie das eures Onkels, der seine Bilder der Ruhmeshalle vermachen will. Selle aber ist ein Selbstling, der große Künstler bei sich versammelt, um allein mit ihnen zu musizieren oder ihrem Gesang und Spiel zuzuhören." Auch Gerda erzählte von ihm, aber fand Worte der Verteidigung. Einen von Unglück verbitterten Sonderling nannte sie ihn. vergessen. Jetzt tritt uns eine neue Zeit unter die Füße, weil wir in Krieg und Frieden stets die Sache der Krone und des Vaterlandes über die eigene stellten. Die englische Aristokratie handelte anders und regiert Britanien noch heute durch die klein Clique ihrer Sachwalter, weil sie nie daran dachte, sich für die Krone zu opfern. Mit politisch geschultem Ohr hörte sie stets den ersten leisen Tritt jeder neuen Regung der Volks= seele. Dann trat sie an die Spitze der neuen Bewegung, um als Führerin im Kampf nicht leer auszugehen. Mit der Reformation kämpfte sie gegen ihren alten Glauben, mit den Whigs gegen ihre Könige aus dem Haus Stuart und mit den Baconianern sogar gegen die Anhänger älterer Philosophen. Wir dagegen machten uns als Verfechter der Kronrechte mißliebig oder gar verhaßt und ſizen darum heute zwischen zwei Stüh- gelblank glitzernde Parkett war ohne Teppich. Nur schmale, len. Sie reden ja schon von Volkstaisertum oder Republik, die uns sagen werden: Ihr seid die Mohren und habt eure Schuldigkeit getan! Erwarten dürfen wir nichts von der Zukunft. Die Rechte, nach denen andere schreien, werden gewährt. Für ihr Blut müssen sie ihren Lohn haben. Daß wir das unsere aber für das königliche Preußen mit dem Herrscher von Gottes und nicht von Volkes Gnaden gaben, und darum, mit gleichem Recht wie andere die Parlamentsherrrschaft, eine Mehrung monarchischer Gewalt fordern dürfen, kann niemand begrei= Am nächsten Vormittag machte Werner sich auf die Reise. Ein Gefühl des Unbehagens konnte er nicht bannen, als er im Erdgeschoß des stattlichen Hauses in der Roonstraße den Klingelknopf neben dem Namen v. d. Helle drückte. Ein Diener öffnete und bat in einen dreifenstrigen großen Raum, der fahl, aber doch reich anmutete und ein Konzertsaal schien. In beiden Ecken an der Straßenwand standen prächtige Flügel und vor dem geöffneten im Halbkreis Notenpulte. Der andere trug eine wohl eben aus der Hand gelegte Geige. Das spiesahnefarbige Seidenvorhänge hingen über den Fensterrahmen. Nichts sollte hier den Schall dämpfen oder die Akustik stören. Ein verschwenderisches Licht aber fiel wohl abends aus den vielen Glasbirnen der drei Kristallkronen auf die weißlacierten Holzwände. Aus ihrer Schnitzerei traten Ovale mit Ge= mälden von Opernszenen. Zwischen je zwei Bildern standen auf Marmorsockeln Büsten von Beethoven, Wagner, Mozart, Haydn und anderen Tondichtern. Fortsetzung folgt. * in den Gärten an de jenseits der Lahn mel chen. Durch einen Fel Sad voll gestohlener gestellt wurde. Durch Polizei wurde noch ein ermittelt. Acht Einb auch noch mehr sein. dergl., die sie als L Sichergestellt sind noc sen, ein Wandspruch, Gigentümer werden e ins Benehmen zu setz den können. In einig tenhäusern alles tota arbeiteten mit Dietric um besseren Ueberste Autounfall. 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Und doch, wie g bunt und lebendig werden; welch ung Unternehmen gewalt mal nachzudenten i ihte vielfachen Gebur Gridheinungen des Le Daß die Bressa all Sinerlei, das nur erm Nr. 13. och erscheinen rung. Rach orstand einOrstandswahl. gewählt uns hinzugewählt. Winte über undbesitz, die Ils Pauschale origen Jahre Steuererklä en; vom Fi einigen Mitde beschlossen, Position der h kommt als hmidt über ist bei seinen HausbefizerStreift dann nziehung der Müll: und en hat. Die zeit nicht in inmütige Zu helfen. Die denen sie ann, die Interd respektiert. man speist sie menden Waheiben, und da auszuschreiten machen. Ann Schmidt erdie von Mieer Anzeigers" teilhaft gewe nerklärung erheidet ja noch erium. Herr chster Zeit ein dgültig KläDr. Ka z greift in obergerichtim Verwal rsigende, Herr Ot schallen die te empor uns Morgen des gsfrieden. So, neuem Schaffen. dem Manne der wärzten, staubstand.„ Sechs u ruhen." Go mit der Mensch mer und Eisen, Heilmittel Niederlage e, Giessen sse 4, mann- Buch erhält jed. Leser portofrei, von Nürnberg M. 629 e Mohren, die r Onkel merkte, fte. Die Tante t fam Gemüt er Uhr. Sein mit dem Vor it dem AbendDen fahren, um hmen, und am erner mit den fragte er die arl schien ihm inen Vorwurf: len!" verdient!" Nugen brächte, fels, der seine e aber ist ein melt, um allein nd Spiel zuzu Worte der Ver nderling nannte auf die Reije. nnen, als er im Straße den Klindte. Ein Diener ßen Raum, der rtfaal schien. In prächtige Flügel ulte, Der andere beige. Das Spie n Fensterrahmen. Die Afuftit stören. h. Nur schmale, abends aus den uf die weißladier n Doale mit Ge ildern standen auf r, Mozart, Sayon Samstag, den 11. Februar 1928. Gleden- und Liederklänge vernehme und sein Auge und Geist höhenwärts gehe. Sonntagmorgen. Feierklänge schallen über Berg und Tal, über Dorf und Stadt und rufen die Menschen zum Gotteshause. Ob Dom oder Münster, Dorfkirchlein oder Kapelle, da drinnen atmet die Seele Höhenluft und streift allen Erdenstaub ab, um leichter zu werden, näher zu kommen ihrem Schöpfer. Da lauscht sie den Worten der Ewigkeit, den Stimmen aus ihrer Heimat. Da wird der arbeitende Mensch weggezogen vom Weltgetriebe; Menschenleben und Erdenleid wird hier in klarere Beleuchtung gerückt; mit Mut und Ausdauer das Herz gestärkt; strahlen vom Himmel fallen ins Alltagsleben; Sonnenlicht fällt in manche Schatten, Frieden in manchen Kampf. LichtWieder läuten die Glocken über Berg und Tal. Die Beter wandern heimwärts. Und Gottessegen ist ihr stiller Begleiter am heiligen Sonntagmorgen. * Kraftfahrzeugführer- und Radfahrer- Uebertretungen.. In der Zeit vom 1. bis 31. Januar 1928 wurden folgende Anzeigen wegen Zuwiderhandlungen durch Kraftfahrzeugführer, bezw. Kraft- und Radfahrer gegen verkehrspolizeiliche Vorschriften erhoben: 14 Anzeigen wegen Fahrens zur Nachtzeit ohne hellbrennende Laterne; 10 wegen Fahrens auf Bürgersteigen; 12 wegen übermäßiger Geschwindigkeit; 8 da die rechte Straßenseite nicht eingehalten wurde; 4 wegen Fahrens durch gesperrte Straßen und 48 wegen sonstiger Zuwiderhandlungen in verkehrspolizeilicher Hinsicht. * Gestohlen wurde in Gießen aus einer Wohnung in der Brandgasse eine Damenuhr mit schwarzem Ripsband. Ankauf wird gewarnt. * Vor Jugendliche Einbrecher. In den letzten Tagen wurden in den Gärten an der Lahn ,,, Auf dem Sand" diesseits und jenseits der Lahn mehrere verschlossene Gartenhäuschen erbrochen. Durch einen Feldschütz wurden zwei der Täter mit einem Sad voll gestohlener Kleidungsstüde betroffen, welcher sichergestellt wurde. Durch die weitere Aufklärung der KriminalPolizei wurde noch ein dritter Jugendlicher als weiterer Täter ermittelt. Acht Einbrüche haben sie eingestanden, es können auch noch mehr sein. Gestohlen wurden Kleidungsstücke und dergl., die sie als Lumpen an einen Althändler verkauften. Sichergestellt sind noch mehrere Kleidungsstücke, zwei Badeho= sen, ein Wandspruch, ein Holzhammer und ein Beil. Eigentümer werden ersucht, sich sofort mit der Kriminalpolizei ins Benehmen zu setzen, damit die Sachen zurückgegeben werden können. In einigen Fällen haben die Täter in den Gartenhäusern alles total zertrümmert. Die jugendlichen Täter arbeiteten mit Dietrich und Schraubenzieher und benutzten auch zum besseren Uebersteigen eine Leiter. Die * Autounfall. Auf der Landstraße von Marburg her kam turz vor der Stadt das Lastauto von K. Mann aus Rauschenberg, das von dem Sohn des Besizers gesteuert wurde, beim Ausweichen vor einem Radfahrer infolge scharfen Bremsens ins Schleudern und stürzte um. Der Autolenker geriet unter das Vorderteil des Kraftwagens und trug schwere innere Ver= legungen davon, die seine Ueberführung in die Klinik notwendig machten. Die mitfahrende Mutter des Autolenkers kam mit dem Schrecken davon. Der Radfahrer wurde von dem Auto gepackt und erlitt einen Armbruch. Wer die Schuld an dem Unfall hat, mußt noch festgestellt werden. Zeitgemäße Wochenarbeit für den Landwirt. Baumkronen sind jetzt zu lichten, hungernde Bäume im Bereich der Kronentrause zu dünnen, Baumruinen zu fällen, Wurzelschößlinge zu entfernen und Edelreiser zu schneiden. Alte Sämereien sind trocken und mäusesicher aufzubewahren, am besten in einem Beutel, der frei an einem Draht hängt. Die Behältnisse sind auf den Zuckergast zu untersuchen, jedes„ Silberfischlein" ist zu töten. Mäuse und Rattenfallen sind aufzustellen. Sturmschäden an den Bäumen sind sofort mit Säge, Schere und Messer, Wildverbiß mit Baumsalbe und Baumlehm zu beheben. Umgebrochener oder morsche Baumpfähle müssen beseitigt, nötigenfalls erneuert werden. Von Johannisbeeren ist Stockholz zu schneiden und an schattiger Stelle unterzuschlagen. Vom Frost gehobene Erdbeeren sind einzutreten. Bei frostfreiem Wetter und abgetrocknetem Boden sind schwer keimende Samen( 3wiebel, Möhre, Petersilie, Schwarzwurzeln) auszusäen. - Pressa. Die Weltschau am Rhein. „ Gießener Zeitung" * Fastnachtsscherze der Natur. Heute nacht gegen 1 Uhr schreckten grelle Blitze und laute Donnerschläge das müde Gießen aus dem Schlaf. Ein böses Unwetter rüttelte an Läden Gewitter Regen und Fenster. Fastnacht und Hagel, wo doch der Januar faum vorbei ist. - Hessischer Straßenbericht. für die Woche vom 12. bis 18. Februar 1928. Hauptdurchgangsstraßen in Hessen: Darmstadt Dieburg- Babenhausen- Aschaffenburg, bei Bahnhof Babenhausen bis auf weiteres gesperrt. Umleitung: Besondere Umleitungsstraße, auf der Wagen bis 5,5 Tonnen 20 Kilometer, Wagen über 5,5 Tonnen 12 Kilometer fahren dürfen. Gießen Reiskirchen bis zum Hochdruckbehälter bei Annerod ist teilweise mit Erdaushubmassen und Materialien belegt. Vorsicht. Sonstige Straßen in Hessen: Ortsdurchfahrt Grünberg( Londorfer Straße von der Gallus-/ straße bis zur Höfentränke) vom 21. November bis auf weiteres gesperrt. Umleitung über die Bahnhofstraße. Staufenberg- Mainzlar vom 5. November bis auf weiteres gesperrt. Umleitung: Daubringen. Ortsdurchfahrt Rodheim v. d. H. im Zuge der Straßen Rodheim Köppern und Rodheim- Holzhausen, vom 19. Januar bis auf weiteres gesperrt. Umleitung: Ober- Erlenbach, Kloppenheim Petterweil oder Ober- Roßbach- N.- Roßbach. Aus Nah und Fern. Fremdenstatistik in Bad- Nauheim. Im Jahre 1927 wurden bei einer Gesamtfrequenz von 39279 Besuchern 887 458 Uebernachtungen gezählt. Auch die Ziffern des Ausländerbesuches sind wieder gestiegen. Diese erreichten im Jahre 1927 die Summe von 5841. Hungen. Der große oberhessische Schäfertag fand Mittwoch unter sehr starker Beteiligung der Schäfer aus dem gesamten Hessenlande und den Nachbargebieten statt. Mittags bewegte sich ein stattlicher Festzug durch unser Städtchen. Auf der Wiese vor der Stadt zeigten zwei württembergische Schäfer ihre neue Hüteweise, daran schloß sich Preiswerbehüten der Mitglieder des oberhessischen Vereins, die Vorführung eines Polizeihundes bei Schafdiebstahl und der beliebte Schäferlauf. Den Abschluß des Schäfertages bildete ein Vortrag über Schafzucht im ,, Darmstädter Hof". Alsfeld. Als Nachfolger des in den Ruhestand getretenen Kreisschulrates Huff- Alsfeld wurde der Rektor Karl Rausch von der Goetheschule in Offenbach a. M. zum Schulrat und Leiter des Kreisschulamtes Alsfeld ernannt. Schotten. Eine großzügige Verkehrswoche ist für die Pfingstwoche in Aussicht genommen. Stadtverwaltung und Gemeinde bereiten die Sache vor. Es sollen stattfinden: Prämiierungsmarkt, Motorradrennen, Fußballspiele und Schaufensterwettbewerb. Büdingen. Die oberhessische Obstverwertungsanstalt kauft noch lagernde Aepfel auf. Es ist ein seltener Fall, daß sich noch im Februar ein so lebhafter Obsthandel entwickelt. Darmstadt. In der Nähe der Fabrik, Merck wurde ein Passant auf dem Bürgersteig von einem Auto angefahren. Das Auto, ein Tayameter, das aus Richtung Arheilgen fam, löschte die Lichter und fuhr, ohne sich um den Verunglückten zu küm= mern, davon. Rüsselsheim. Die Einstellungsarbeiten bei Opel nehmen ungeheuere Dimensionen an. Die mit der Einstellung beauftragten Beamten sind mit großem Eifer bei der Arbeit. Trotzdem gelingt es nicht, die vielen hier immer wieder eintreffenden Arbeiter zu übernehmen. Besonders zu Beginn der Woche war die Anfahrt sehr stark. Es sollen 600 bis 800 Arbeiter ge= wesen sein, die auf einmal von den Arbeitsämtern der Umgegend nach Rüsselsheim beordert wurden. Landshut. Dem Landwirt Ertl in Arnhofen wurde das dreiunddreißigste Kind in die Wiege gelegt. Der Sprößling stammt aus dritter Ehe. Mastenbälle in Wiesbaden. Echt rheinisches Faschingsleben bringt auch die KarnevalsSelbst die kleinste Zeitung hat schon so unendlich viele Beziehungen zum großen Leben und zum Rhytmus der Gescheh= Das Bild der Ausstellung. Eine Schau für die Allgemeinheit. nisse der Welt, daß schon von ihr aus Klarheit darüber erwachDie große Weltkulturschau. Rur noch wenige Monate trennen uns von der Pressa der internationalen Presse- Ausstellung Köln 1928, der Weltschau am Rhein, die im Mai in der alten Römerstadt ihre Pforten öffnen wird. Nahezu alle Kultur- Staaten werden sich dort ein Stelldichein geben, um im freundschaftlichen Nebeneinander Zeugnis abzulegen von der Art ihrer Presse. Das ist eine Tatsache von vielleicht augenblicklich unübersehbarer Bedeutung, jedoch eine Tatsache, die die Anteilnahme der ganzen Kulturwelt, besonders aber die aller Deutschen für sich in Anspruch nehmen darf. Es ist eine alte, traditionelle Aufgabe des Rheines, zwischen den Völkern zu vermitteln, und so darf man es sich als ein gutes Symbol auslegen, daß juſt das alte, heilige Köln für den Ort dieser Veranstaltung gewonmen wurde. Noch ist das Vorstellungsbild von der Pressa in weiten Schichten unseres Volkes sehr unbestimmt; noch wissen drausjen im Reich allzuwenige, was die Pressa will und bedeutet; noch können sich die Wenigsten die Ausstellungsmethode vorstellen und befürchten eine leblose Aneinanderreihung einer unübersehbaren und verwirrenden Menge von Zeitungen und Blättern aller Art. Und doch, wie ganz anders sieht die Wirklichkeit aus; wie bunt und lebendig ist die Fülle, der wir in Köln begegnen werden; welch ungeheuere Bildungswerte stecken in diesem Unternehmen gewaltigen Ausmaßes! Man braucht nur einmal nachzudenken über das Wesen einer Zeitung und über ihre vielfachen Gebundenheiten an die flüchtigen und schnellen Erscheinungen des Lebens, um eine kleine Ahnung zu bekommen, daß die Pressa alles andere sein muß, als ein langweiliges Einerlei, das nur ermüdet und verwirrt. sen kann, was alles zur Presse gehört und mit ihr in Wechselbeziehung steht. Auch die kleinste Tageszeitung kann sich nicht darauf beschränken, die wenigen, an den engeren Heimatsbezirk sich knüpfenden Nachrichten zu vermitteln oder nur die Lokalpolitik der jeweiligen Gemeinde zu behandeln und zu werten, sondern sie muß schon viel weiter ausholen, nachdem der moderne Mensch so viel weltaufgeschlossener lebt als früher und so viel mehr weiß von der Fremde, als seine Väter wußten. Das Telephon der kleinsten Redaktion empfängt tagtäglich den Niederschlag breitesten Lebens, und in einer Fluth von Korrespondenzen ergießen sich Nachrichten aus aller Welt, die vetarbeitet sein wollen, damit das Blatt seine Leser behält und seine Aufgabe erfüllen kann. Wieviel mehr gilt das alles von den großen Weltblättern, oft internationalen Charakters! Welch ein großer Apparat gehört dazu, daß alle Meldungen nicht nur schnell aufgenommen, sondern auch tunlichst schnell verarbeitet werden; welch eine Summe von großen und geschwind funktionierenden Vertehrsmitteln ist nötig, daß die fertige Zeitung verbreitet wird! Was hat Erfindergeist schon getan, und was muß er noch stündlich ununterbrochen arbeiten, daß die große Presse all die technischen Hilfsmittel hat, auf die sie unbedingt angewiesen iſt! Nr. 13. Den Hausfrauen, die auf sparsame Weise ein Kaffeegetränk bereiten wollen, das in Aroma, Geschmack und Farbe. ausgezeichnet ist und die Anerkennung der ganzen Familie findet empfehlen wirals Zusatz zu jedem Bohnen- oder Getreidekaffee Aecht Franck mit der Kaffeemühle seit 100 Jahren das anerkannt Beste auf dem Gebiet der Zichorienkaffee- Erzeugung. FRANCK zeit für Wiesbaden, das damit seinem Unterhaltungsprogramm für die bereits sehr zahlreichen Vorfrühlingsgäste eine beson= ders interessante Bereicherung gibt. Das Kurhaus veranstaltet in seinen sämtlichen Räumen fünf Maskenbälle, deren Ruf ein so vorzüglicher ist, daß stets zu Hunderten auch Besucher aus den umliegenden Städten kommen. Die nächsten Mastenbälle finden statt am 18. und 21. Februar. Bücherecke. 3 „ Der Krieg". Politische Monatsschrift, Herausgeber Dr. Heinrich Kannen, Wien. Vierteljahrsabonnement RM. 1 ,, Einzelnummer 40 Pfg. E. Laubsche Verlagsbuchhandlung GmbH., Berlin W 30.- In einer Zeit, in der man dauernd von Kriegen liest und spricht, ist ein politische Zeitschrift willkommen zu heißen, die Krieg und Frieden betreffenden Fragen in den Mittelpunkt ihrer Tätigkeit stellt. Geschäftliches. - ,, Sie fahren steuerfrei" wirbt ein sehr großer Automobil- Konzern für einen seiner Wagentypen. Für die heutige, von direkten und indirekten Steuern aller Art buchstäblich überschwemmte Zeit hat das Wörtchen steuerfrei" magische Wirkung. Es bedeutet klingende Münze eine Ersparnis in barem Gelde. Besonders der Kraftwagenbesitzer, der sich nicht den Unterhalt eines großen, teuren Wagens erlauben fann, muß aufatmen, wenn er hört, daß er seinen neuen Wagen steuerfrei fahren kann. Zu allen Ersparnissen, die ihm der Besitz eines Kraftwagens im Berufs- und Familienleben bedeutet, kommt noch eine extra Ersparnis hinzu die Steuer für das erste Jahr, die ihm von der Lieferfirma ersetzt wird. Der tiefere Sinn dieser Versprechung liegt jedoch darin, daß auch in den nächsten Jahren, in denen der Besitzer sein Geld zum Finanzamt tragen muß, die Steuer hier überhaupt nicht ins Gewicht fällt, denn die Vorteile, die dieser Wagen durch geringen Brennstoff- Verbrauch, verschwindende Abnutzung- Feh Ien von dicken Reparatur- und Instandhaltungsrechnungen, große Geschwindigkeit und Leistungsfähigkeit unter allen Bedingungen bietet, würden selbst bei einem doppelten Steuerbetrage noch immer Ersparnisse gegenüber vielen anderen Wagen bedeuten. Deswegen heißt es auch, nicht nur für ein Jahr, sondern ein für alle Male:„ Sie fahren steuerfrei!" Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. leute ist, sondern weit darüber hinaus alle Kreise des Volkes erfassen wird. Die Vielseitigkeit ihrer Schaustellung erhebt sie zu einer Weltkulturschau, deren zu Grunde liegende Jdee überhaupt zum ersten Male in der Pressa verwirklicht wird. Einen sehr breiten Raum der Ausstellung nimmt die Kultur- historische- Schau ein, die das langsame Werden und Wachsen all dessen, was im weitesten Sinne ins Gebiet des Zeitungs- und Nachrichtenwesens hineingehört, mit den neuesten ausstellungstechnischen Mitteln zur Schau bringt. Nicht nur aus der Frühgeschichte unseres eigenen Volkes, sondern darüber hinaus aus der aller Völker sind alte Werte, primitive Anfänge und langsame Vervollkommnung ausgegraben und in entsprechenden Räumen lebendig und zeitgetreu darstellt. Da ist sogut eine chinesische Zeitung aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. zu sehen, wie auch die Art und Weise festgehalten ist, mit der alle Naturvölker sich Nachrichten übermittelten: Das Feuerzeichen von Berg zu Berg, die Ruf- und Schreiposten der Urvölker oder die Trommelsignale afrikanischer Neger. In langen Monaten haben Männer der Wissenschaft in Verbindung mit formenden Künstlern daran gearbeitet, daß all dies nicht nur trocken dahin gesezt, sondern in den ihm eigenen Raum hineingestellt wurde, um erst so das Bild wirklichen Lebens aller Zeiten erstehen zu lassen. 0941 ring ao Unmöglich, in diesem kleinen Rahmen ein anschauliches Bild zu geben von dem, was die Pressa alles will und sein wird. Die Aufgabe, die sich diese Ausstellung gestellt hat, ist so groß und von Allgemeininteresse, jeden, kulturell, Das Gesetz der Zeitung heißt„ Tempo", wie das Gesetz unserer modernen Zeit überhaupt; aber Tempo ist gar nicht möglich ohne endlos viel Staſchinen und Geräte, so daß von wirtschaftlich oder politiſch intereſſiert il, angeht. Die Brellia selbst hinter der Presse eine für den Laien nicht übersehbare oder nur schwer zu erfassende Menge von Industrien steht. Jede von ihnen wird Zeugnis ihres Wirkens zu geben haben und der Breffa damit eine besondere Note technisch- wirſchaftlicher Natur verleihen. Das heißt aber mit anderen Worten, daß die Pressa nicht nur eine Fachausstellung für Zeitungsist eine deutsche Angelegenheit bedeutendster Art, ein Beweis für die ungeheuere Leistungsfähigkeit Deutschlands und nicht zuletzt für seine wachsende Weltgeltung, die in dieser Ausstellung zweifellos denn sonst hätten sich niemals so viel Staaten zur Mitarbeit bereit gefunden einen neuen Ausdruck findet. Samstag, den 11. Februar 1928. Kostenlose Feuerbestattung ohne Wartezeit gegen Zahlung müßiger Monatsbeiträge Bargeldversicherung bis zu 2000 Rif. Politisch und religiös neutral. Rechtsanspruch! ,, Gießener Zeitung" Rheila Perlen Stündlich 1-2 schützen Dich vor Husten und Erkältung Schacht. Mk.1.- nur in Apotheken u. Drogerien Gießen: Central- Droger. E. Karn, Kaifer Trogerie E. Noll, Löwen- Drogerie 29. Kilbinger. Kein Kirchenaustritt! 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Trotzdem ich sehr starter Raucher bin, wundern sich meine Belannien über das blendend weiße Aussehen meiner Zähne und über mein sonst noch volles tadelloses Gebis, um welches ich viel beneidet werde. Seit über 25 Jahren lenne ich leine Zahnschmerzen. Vielleicht interessiert fie dies. Flensburg. S. L. ( Originalbrief bei unserem Notar hinterlegt.) Nr. 4 Ueberzeugen Sie sich zuerst durch Kauf eirr Zube zu 60 Pfg., große Tube 1 MI. Chlorodon. Zahnbürsten 1.25 Mt., für Kinder 70 Pig. Chlorodont Mundwasser Flasche 1.25 M. 3u haben in allen Chlorodont- Verkaufsstellen. Man verlange mur echt Chlorodont und weise jeden Ersas dafür zurüd. lichen Programme aller in- und ausländifchen Sender bringt Kyffhäuser- Technikum Frankenhausen. Ing Einzelheft 50 Pt. Monatsbezug RM 2.- Man beftellt am beften beim Poftamt oder bei einer Buchhandlung. 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