me Nr. 46. 3,47,9 m; 2. Franff. 3,55,0m. permann, Wal ; 2. Petersion: 174 Punkte. i. Berufsfahrern Amateuren von en. efordfahren mit mit 1: 12,4 Mials vor Engel 100 Kilometer: Over in 1: 21,54,8 elli, Linart, und n. Die deutsche Corts- Dr. Mich er in 40,8 Gef. im Kugelstoßen ch, den 13. Juni, kung haben. in in Gießen. 10 ersweg 83 Zahlung itzige Möbelgung für das ain-, Lahngebiet 7. b. H Lindenplatz! mpo Tempo! Ift- Der Deutsche R die Funkzeitschrift in lag, ausverkauft wollen Sie dann mit Je ánger madjen, wenn S hrlichen Programme al er nicht haben? Dea m Budihändler, Brief eft so pf. Wer den Be Sebeft vom Derlag, Berlin Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr.- Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Jahrg. Rolitische Tagesschau. Der Reichspräsident empfing am Freitag den Reichskanzler Dr. Marx zu einer Besprechung über die Neubildung der Regierung. Der Radioamateur Clyde Amos in Altona( Pennsylva nien) berichtet, eine Botschaft der„ Italia" aufgefangen zu haben, die in deutscher Uebersetzung lautet: ,, SOS Nobile( Punkt) Kein Schutz für Italia die gegen Berg rannte( Punkt) Position 8,15,10 nördliche Breite 15,20,40 östliche Länge( Punkt) Temperatur Nullpunkt( Punkt) Sendet eiligst Nahrung( Punkt) Alle am Leben( Punkt) Einige verlegt( Punkt) Hören keine Rufe( Punkt) S( Punkt) O( Punkt) S( Punkt) S( Punkt) O( Buntt) S( Punkt) Reo Reo Reo Nobile( Punkt)" * An den Berliner italienischen Botschafter ist vom stellvertretenden Staatssekretär im Auswärtigen Amt aus Anlaß der bekannten Ausschreitungen ein Schreiben gerichtet worden, in dem im Namen der Reichsregierung der Vorfall auf das schärf= te verureilt und auf das tiefste bedauert wird. * Der Verwaltungsrat der Reichsbahngesellschaft ist für Sonnabend nach Berlin einberufen worden, um zu der Ablehnung der beantragten Tariferhöhung durch die Reichsregie: rung Stellung zu nehmen. Nach dem Reichsbahngeseh steht es der Gesellschaft frei, die Entscheidung eines besonderen Gerichtes anzurufen. Um die Regierungsbildung. Der für gestern beim Reichspräsidenten angesetzte Empfang der Parteiführer ist auf Samstag verschoben. Der als Reichskanzler präsentierte Führer der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion, Hermann Müller Franken, wird erst heute wieder aus Köln in Berlin eintreffen. Der Beschluß des sozialdemokratischen Parteiausschusses hat zweifellos eine ge= visse Klärung und Erleichterung der Situation gebracht und ist ein Zeichen dafür, daß die Sozialdemokratie zunächst eine positive Politik betreiben will. Der Reichspräsident wird als erste Parteiführer die Sozialdemokraten Löbe und MüllerFranken empfangen. Außerdem werden die übrigen Fraktionsführer nach ihrer Fraktionsstärke empfangen werden. Nicht empfangen werden die Führer der antiparlamentarischen Parteien, also die Kommunisten und Nationalsozialisten. Der offizielle Auftrag zur Regierungsbildung wird natürlich erst dann erteilt werde können, wenn die Demission des jetzigen Kabinetts vorliegt, die man am 12. Juni erwarten kann. Die Personenfrage wird in der Presse weiter erörtert. Die Sozialdemokratische Partei beansprucht anscheinend jetzt neben dem Reichskanzler drei Ministerien: das Innenministerium für Severing, das Reichsfinanz- oder das Reichsjustizministerium, Das Reichsarbeitsministerium oder das Ministerium für die be= setzten Gebiet. Für das Reichsfinanzministerium käme Hilferding, für das Reichsjustizministerium Landsberg in Frage. In der Sozialdemokratie läuft man Sturm gegen den früheren Reichsfinanzminister Dr. Reinhold. Man erklärt, Reinhold sei nicht tragbar als neuer Finanzminister, er sei in der Phöbus= Affäre engagiert gewesen. Zum Teil scheinen sozialdemokratische Kreise den Demokraten das Reichsjustizministerium zu= schieben zu wollen. Für die Deutsche Volkspartei kommen nach wie vor Dr. Stresemann und Dr. Curtius in derselben Eigenschaft wie bisher in Frage. Sicher ist, daß Dr. Groener als Reichswehrminister bleiben wird. * Der Deutschnationalen Reichstagsfraktion haben sich die auf der Liste des Württembergischen Bauern- und Weingärtner- Bundes gewählten drei Abgeordneten und die auf der Liste des Sächsischen Landvolkes gewählten zwei Abgeordneten angeschlossen. Dadurch erhöht sich ihre Stärke von 73 auf 78 Abgeordnete. hefſiſchen Druck und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M Samstag, den 9. Juni 1928 letzt. Die Toten stammen aus folgenden Orten: Obermaschi= nistenmaat Vogt aus Frankfurt a. M., Stabsmatrosengefreite Ganz aus Berlin, Bin low aus Berlin- Neukölln, Rutt= kowski und Matrosengefreiter Nosther aus Danzig und Stabsmatrosengefreiter Gröschl aus Regensburg. Von den Schwerverletzten stammen Obermatrosengefreiter Otto aus Berlin, Matrosengefreiter Daum aus Darmstadt, Werner aus Legienen( Kreis Friedland- Ostpreußen) und Zivilangestellter Takler- Schwerin aus Kiel. Beileidstelegramm des Reichspräsidenten. Der Herr Reichspräsident hat folgendes Telegramm an den Chef der Marineleitung gerichtet: „ Tief erschüttert durch die Nachricht von dem Explosions= unglück bei Schleimünde bitte ich Sie, den Hinterbliebenen der in treuer Pflichterfüllung Verünglückten der Reichsmarine die Versicherung meiner aufrichtigsten Teilnahme zu übermitteln und den Verletzten meine herzlichsten Wünsche für baldige Wiederherstellung auszusprechen. Einem Bericht über die Ursache des Unfalls sehe ich entgegen." Deutschlands muß zahlen. Der belgische Finanzminister lehnt die Aenderung des Dawesplanes ab. Brüssel. In den Beratungen zum belgischen Finanzhaushalt ergriff auch der Finanzminister das Wort. Er bezeichnete die finanzielle Lage als durchaus befriedigend. Die Einnahmen aus dem Verkauf des beschlagnahmten deutschen Eigentums hätten bisher 581 Millionen Franken ergeben. Ueber den Dawesplan äußerte der Minister, daß von einer Abänderung keine Rede sein könne. Ehescheidungsflage der rumänischen Ex- Kronprinzessin. Bukarest. Prinzessin Helena hat bei dem Appellationsge= richt ein Gesuch um Trennung ihrer Ehe mit dem Erkronprinzen Carol eingebracht. Das Ehetrennungsgesuch wird mit den schweren Beleidigungen begründet, die der Prinz seiner Gattin zugefügt hat. Prinzessin Helena weist darauf hin, daß Carol im Ausland vor aller Deffentlichkeit einen Lebenswandel führe, der mit der Würde der Ehe unvereinbar sei und eine ständige Beleidigung darstelle. Der Termin für den Ehescheidungsprozeß ist auf den 21. Juni anberaumt. ,, Gemeinnüßige" Unternehmungen. Das Handwerk hat sich schon von jeher gegen den zunehmenden Unfug gewandt, Unternehmungen jeglicher Art den Mantel der Gemeinnüßigkeit umzuhängen. Letzten Endes soll diese Gemeinnützigkeit doch weiter nichts bezwecken, als sich nach außen den Anschein besonderer sozialer Einstellung zu geben, um dadurch Kunden zu gewinnen, Steuererleichterungen zu erhalten usw., um dann in Wirklichkeit aber umsomehr für den eigenen Verdienst arbeiten zu können. Wie Pilze sind derartige Unternehmungen in den letzten Jahren aus der Erde geschossen. Wir erinnern an die vielen ,, gemeinnütigen" Wohnungsfürsorgegesellschaften, die ihren Machtbereich nicht weit genug ausdehnen konnten, an die gemeinnützigen" Beamtenund Konsumvereine, an die„ gemeinnütigen" Siedlungs- und Baugesellschaften usw., alles Unternehmungen, die auf eine Ausschaltung des Handwerks hinauslaufen. Wie es in Wirklichkeit um die so gern betonte Gemeinnüßigkeit bestellt ist, beweist das Material, das nach Richard Calwer der Zweckverband des Chemnizer Einzelhandels der Beamtenschaft zur Aufklärung über die ,, Debewa"( Anstalt des Deutschen Beamten- Wirtschaftsbundes) mitteilt. Danach ist die ,, Deweba" ein großkapita Privatunternehmen, dessen Anteile ursprünglich sämtlich Händen einer Hamburger Firma waren. Diese Firma( Emil Köster A.-G.) hat inzwischen einen Teil der Anteile an den Beamten- Wirtschaftsbund ab= getreten, verfügt aber noch immer über die Mehrheit. Der Der Abfindungsvergleich mit dem hessischen Sauptverdienst fällt angeblich noch immer der Fa. Emil Köster Fürstenhaus in 2. Lejung angenommen. Entgegen manchen Befürchtungen wurde die Regierungsvorlage in der gestrigen Landtagssigung mit 29:27 Stimmen angenommen. Dagegen stimmte die gesamte Linke, dafür die Mitte, und die Rechte enthielt sich der Stimme. Von den Sozialdemokraten fehlten zwei Abgeordnete, sonst wäre der Antrag gefallen und man hätte mit einer Regierungskrise rechnen dürfen. Explosionsunglück bei der Reichsmarine. Kiel. Donnerstag abend explodierte bei einer Uebung des Sperrversuchskommandos im Seegebiet östlich Schleimünde aus bisher ungeklärter Ursache auf dem Minenleger„, C. 12" ein Sprengkörper. Auf„, C. 12" und dem neben ihm liegenden ,, C. 8" wurden sechs Soldaten des Sperrversuchskommandos tödlich, brei weitere Soldaten und ein Angestellter schwer verA.-G. zu, für welche die ,, Debewa" als Kommissionär tätig ist. Die Hamburger Firma hat die Lieferung sämtlicher Artikel übernommen, wofür sie auch die Preise festsetzt. Das Aktienkapital der Emil Köster A.-G. befindet sich aber zum überwiegenden Teil in ausländischem Besitz. Von dem Kapital in Höhe von 1 Million RMt. sind nicht weniger als 994 000 RMt. in Händen zweier holländischer Firmen, die wiederum Deckfirmen des bekannten Michael- Konzerns sein sollen. Nach außen wer= den diese Zusammenhänge nicht bekanntgegeben und es kann auch bezweifelt werden, ob die Beamtenschaft überhaupt eine Ahnung davon hat, wie ihre Einkaufsorganisationen vom ausländischen Kapital abhängig sind und für dieses arbeiten. Der Fall zeigt, welch verderbliches Spiel mit der angeblichen gemeinnützigen Einstellung getrieben wird. Man darf davon überzeugt sein, daß bei einer ganzen Menge ähnlicher Unternehmungen die inneren Verhältnisse ähnlich gelagert sind. Es wäre wahrlich an der Zeit, diesem Unfug, der sich zum Teil einer staatlichen Unterstützung erfreut, ein Ende zu bereiten. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Plaz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 47 Eindrücke von einer Reise durch Elsaß- Lothringen. Wenn man die Grenze überschritten hat, so beginnt man sofort aus allen Lebensäußerungen der einem begegnenden elsäs sischen Menschen den auf ihnen lastenden Drud ihrer Befreier zu empfinden. Das Volk ist verschüchtert und mißtrauisch und eine eigenartige Atmosphäre umgibt den Reichsdeutschen, der gestern noch in badischen Dörfern und Städten denselben Volks= stamm sah, dieselbe Mundart von unbedrückten Menschen hörte. Das gleiche deutsche Stadtbild trägt hier an den Straßen und Läden fremde Ausschriften und wie sollte ich wohl die Gefühle beschreiben beim Anblick von deutschen Menschen in den hellblauen Uniformen, die jedem Rheinländer die Galle ins Blut treiben? Wie in den Städten des besetzten Gebietes hebt sich auch im Elsaß der innerfranzösische Zivilist scharf von dem deutschen Typ der Bevölkerung ab. Hier ist es nicht die Kleidung, die vielleicht durch den andern Schnitt den Unterschied hervorruft, es ist das Wesen, das jeder ausstrahlt, und da wirkt der germanische Mensch ruhiger, ernster, gediegener als der auch dunklere Romane. Man erkennt uns auch sofort als Reichsdeutsche und wir werden öfters als Saarländer angeredet. Nach einer anfänglichen Zurückhaltung ist die Bevölkerung sehr zuvorkommend und freundlich, und ich muß das besonders von den Bahnbeamten rühmen. Wenn man unsere Herkunft erfahren hat, beginnt ein Erinnern an Garnisonen, Erlebnisse und Bekannte und ein Seufzer:„ Ja, es waren schönere Zeiten, es herrschte wenigstens Ordnung und Sauberfeit, das muß man sagen." Ordnung und Sauberkeit, wie oft fonnten wir das hören. Aber bei der Unterhaltung mit bäuerlicher und Arbeiterbevölkerung tritt auch sehr oft erst der Vorwurf, die Spize an uns heran: Ihr habt uns ungerecht behandelt, ihr habt uns durch euer Mißtrauen und eure Behandlung vor und während des Krieges aufs tiefste in unserer Volksehre gekränkt, wir waren Deutsche zweiter Klasse, Wades, wie wir heute die Boches sind". Oder wir siten in einer Wirtschaft man beguckt uns das Gespräch nimmt eine Wendung und ohne uns anzureden, redet man für unsere Ohren. Immer das gleiche, zuerst der Vorwurf, dann Erinnerungen und Vergleiche, der Schluß aber: wir sind Elsässer. In den Dörfern an der Sprach- und ehemaligen Reichsgrenze trafen wir die volksbewußtesten Elsässer mit einem ausgeprägten völkischen Grenzergeist. Man ist eifersüchtig auf sein Ditsch bedacht und mit Ingrimm betrachtet man die Renegaten, die ohne Not französisch sprechen. Man ist stolz darauf, als schlechter Patriot in Paris verschrieen zu sein, weil man sein Elsässertum behauptet. Die Empörung über französisch spre chende Elsässer fonnten wir verschiedentlich mitanhören. Selbst ein von dem deutschen Militär als Soldat wegen seines widersetzlichen Verhaltens zu 5 Jahren Kerker verurteilter elsässischer Arbeiter schimpft unter dem Beifall des ganzen Lokals: ,, Die Preußen waren Schweinehunde, die Franzosen sind aber heute noch zehnmal größere.". Wir sind Elsässer: Dieses Bekenntnis zum eigenen Stammestum fiel uns immer wieder auf. Auch an der lothringischen Sprachgrenze begegneten wir dem Befenntnis:„ Ja, es ist ja sehr gut, wenn man zweisprachig ist, aber deshalb bleibt unser ganzes Dorf doch immer ditsch." Dieses Hin und Herzerren des Grenzlandes zwischen zwei Nationen begünstigt auch das Aufkommen materialistischen Denkens und einer auf den Augenblicksporteil bedachten Opportunität. Ein großer Teil des Volkes hat seit 1871 gänzlich neben uns her gelebt und besonders unter der bürgerlichen Halbbildung begegnet man den in Deutschland selbst in demokratischen und margistischen Kreisen verschwundenen und überwundenen rationalistischen Aufklärungsphrasen. Ein Ingenieur, der sich uns als ,, Demokrat und Franzose aus Ueberzeugung" vorstellte, und der in Friedberg und Mittweida seine Ausbildung genossen hat, überraschte uns als Höhepunkt seiner Ausführungen mit dem Bekenntnis: ,, Am 14. Juli 1789 haben wir das Licht der Welt erblickt, Frankreich ist das Land der Freiheit und Deutschland ist 200 Jahre hinter ihm in der Kultur zurüd." Elsaß- Lothringens Volt ist geistig entwurzelt und steht heute zwischen zwei Nationen. In seinem Volkstum bedroht, klammert es sich mit Inbrunst an seine Sprache und kämpft wenigstens um die Heimat; ein Vaterland besigt es noch nicht oder nicht mehr. Das wilhelminische Deutschland hatte nach 1871 feine geistigen Kraftströme von sich ausgehen lassen, die dem Elsaß ein Nationalgefühl gegeben hätten, und das überalterte, verfalfte Frankreich hat ihm heute auch nichts zu bieten als alte Phrasen der ehemaligen Revolutionsideologie: Liberté, Egalité, Fraternité. Die Hohlheit spürt der tiefer veranlagte elsässische Mensch. Heute geht zwar eine französische Zivilisations- und Assimilationswelle über das Land, aber seine Seele erreicht sie nicht. Der geistige Kampf steht zur Zeit unentschieden. Die Nation wird den Sieg erringen, die die größere innere Kraft besitzt, die wieder geistige Werte bieten kann und so die Seelen erfüllt und magnetisch anzieht. Diese geistige innerliche Entscheidung ist es, die schon vor der politischen Machtprobe den Kampf entscheidet. Und darüber seien wir uns alle klar: die elsaß- lothringische Frage ist nur ein kleiner Ausschnitt aus einer größeren. Sie ist nur eine Etappe im tausendjährigen Kampf der zwei großen Nationen um das ganze Rheinsystem. Und dieser Kampf wird, soweit unser Blick in die Zukunft reicht, nicht zur Ruhe kommen, denn der Verzicht auf den Rhein beE. B. deutet Abdankung aus der Geschichte. Nachwort: Der Abwehrkampf der Westgermanen gegen das Romanentum. Die vorstehenden Ausführungen unseres Mitarbeiters weisen bereits auf die größeren Zusammenhänge hin, in deren Rahmen die elsaẞ- lothringische Frage zu betrachten ist. Hier sei noch in kurzen Worten die Stellungnahme des deutschen Nationalis= mus zu diesen Fragen umrissen: Wir sehen an unserer westlichen Volksgrenze feit Jahrhunderten ein zähes Ringen des Deutschtums( im weitestens Sinne) gegen das Romanentum( französischer Art) sich abspielen. Seit Jahrhunderten steht das Romanentum im Angriff, das Deutschtum in stetig zurückweichender Verteidigung. Während das Romanentum durch straffe staatliche Zentralisation seine politische und kulturpolitische Schlagkraft verstärkte, löste sich das Deutschtum gerade an seiner westlichen Volksgrenze auf nicht nur in verschiedene eigenstaatliche Komplexe, sondern sogar in Romplexe eigenen Volksbewußtseins. So steht heute dem Romanentum nicht eine geschlossene deutsche Volksfront Samstag, den 9. Juni 1928. gegenüber, sondern diese Front ist aufgelöst in einen niederländischen, einen flämischen, einen Luxemburgischen, einen elsaẞ- lothringischen und einen schweizerischen Abschnitt mit einem reichs deutschen Zentrum, dem jedoch die Fühlung zu den übrigen Abschnitten faſt durchweg ebenso fehlt, wie den anderen Gruppen untereinander. Gegen das geschlossene Romanentum( Belgien, Wallonien und Welschschweiz sind volkspolitisch nur Anhängsel von Paris) sind die zersplitterten, zusammenhanglosen Abschnitte der germanischen Front fast wehrlos. Da wir nicht in der Lage sind, nach französischem Beispiel durch staatliche Machtmittel die Front zu festigen, bleibt nur die Möglichkeit, aus der Erkenntnis der Schicksals und Notgemeinschaft der Westgermanen einen freiwilligen Zusammenschluß zu gemeinsamer Abwehr erwachsen zu lassen. Die AnAutonomisten läßt die Welt aufhorchen; die flämisch- großniederländische Bewegung wächst, wie kürzlich wieder der von Flamen, Niederländern und Südafrikanern besuchte 13. großniederländische Studentenkongreß in Löwen bewiesen hat, der dem seit 10 Jahren im belgischen Gefängnis schmachtenden Flamenführer Dr. Borms eine Huldigungskundgebung brachte; in der Schweiz regt sich deutsches Selbstbewußtsein. Aufgabe des reichsdeutschen Abschnittes, der vor 4 Jahren mit dem rheinischen Separatismus einen heimtückischen Angriff des Westens niedergeschlagen hat, ist es, die zersplitterten Gruppen unter der Parole der gemeinsamen Abwehr der Welschen, des Romanentums zu einer kampffähigen westgermanischen Front zusammenzuschließen. ,, Gießener Zeitung" waren und die Ehegatten kein gemeinschaftliches Testament auf Gegenseitigkeit gemacht hatten. Wohl oder übel sieht sich nun der Witwer gezwungen, für sich und seine Kinder den erforder= lichen Erbschein bei Gericht zu beantragen. Das wäre freilich an sich noch das wenigste. Aber das schlimmste ist, daß sowohl das Gericht als auch der Bankier beim Bekanntwerden eines solchen Todesfalles die gesetzliche Verpflichtung haben, von dem Vermögen eines Verstorbenen dem Finanzamt Meldung zu machen. Hierdurch kommt die jahrelang geübte Steuerhinterziehung unweigerlich an den Tag. Und die Folgen? Erstens wird die mehrjährige Vermögenssteuer nachgefordert. Zweitens wird gegen den Schuldigen, da die fünfjährige Verjährungsfrist noch nicht abgelaufen ist, wegen vorsätzlicher Steuerhinterziehung eine Geldstrafe verhängt, deren Höchstbetrag unbeschränkt ist. Auch kann daneben auf Gefängnis bis zu zwei Jahren erkannt, unter Umständen sogar die Bestrafung auf Kosten des Verurteilten öffentlich bekannt gemacht werden. Und dies alles wegen eines verhältnismäßig nur geringen Betrages der Vermögenssteuer. Diese beträgt nämlich: Wir wissen, daß die Voraussetzung eines solchen westgermanischen Bündnisses die unumschränkte Anerkennung der mit echt deutschem Eigensinn behaupteten Selbständigkeit der Kampfgenossen sein muß. Diese Anerkennung fällt uns, die wir die Geschichte unseres Reiches und seine Westgrenzen von 870, von 925 und aus der Zeit bis zum 30jährigen Kriege kennen, nicht leicht. Wir Deutsche haben ältere historische Rechte auf das umstrittene Gebiet, als alle anderen. Aber wir machen diese Rechte nicht geltend, um nicht auch das Letzte noch verloren gehen zu lassen: die noch von westgermanisch- deutschen Stämmen gehaltenen Gebiete, die nur durch die Einigkeit und durch gemeinsamen Abwehrkampf dieser westgermanischen Gruppen gerettet werden können. Der Kampf kann heute nur in elastischer Front, in föderativer Kampfkameradschaft geführt werden, nicht mit starren Rechtstiteln. Wir fühlen, daß auf uns Deutschen die Verantwortung für Sieg oder Niederlage lastet. Und wir wissen, daß neue Formen politischen Zusammenlebens der deutschen Volksgruppen und der Völker Mitteleuropas im Werden sind, deren Voraussetzungen im Westen wir schon jetzt, im täglichen Abwehrkampf, zu schaffen uns bemühen: das Bewußtsein der germanischen Völker des Kontinents von ihrem gemeinsamen Ursprung, von ihrer ge= meinsamen Not und von ihrer gemeinsamen 3ufunft. Schaffen wir auf dieser Grundlage die große westgermanische Front, so werden die Kampfgenossen einsehen und anerkennen, daß der Aufstieg Deutschlands zur bei einem Vermögen bis zu 10 000 RM.: 1 vom Tausend, über 10 000 RM. bis zu 20 000 RM.: 2 vom Tausend, über 20 000 RM. bis zu 30 000 RM.: 3 vom Tausend, über 30 000 RM. bis zu 50 000 RM.: 4 vom Tausend, Nr. 47. unter diesen Umständen die Durchführung der im öffentlichen Interessen liegenden Mietwirtschaft, Sicherung und Ordnung hinsichtlich der Benutzung der Wohnung und Sicherstellung der Erhaltung der Gebäude anzusehen gewesen. Hieraus hätte sich die Folgerung ergeben, daß bei der Miete nicht Geld schlechthin, sondern Geld in seiner Zweckgebundenheit nach Maßgabe der gesetzlichen Zusammensetzung der Miete geschuldet sei. Angesichts der bösen Sachlage konnte ich dem geängstigten Ratsuchenden nur empfehlen, ungesäumt den Versuch zu machen, einen Generalpardon auf Grund des§ 374 der ReichsabgabenOrdnung zu erlangen. Dieser Paragraph ist bei jeder Art von Reichssteuern anwendbar und möchte vielleicht auch für manchen Leser von Interesse sein. Er ist enthalten in Emil Müllers„ Merkbuch zur Reichs- Einkommensteuer"*) und lautet: Gamstag, den 9. Ju Son Bleich und müde ge Alter und mand altes ihres Lebens für das 2 mehrten die Spargrosche Werte. Da tam der Krieg, Spargrofchen wurden wer Zeit. Wir sehen heute Brüder und Schwestern geworden sind in Arbeit Wer Augen für diese tr Alten, denen heute das Den. Man sieht sie mit h icht, mit fummersprechen won der Jahre Lait un ficht sie, aber man hört Sie murren nicht, sie fl vielleicht schon fahl gewo fie für wenige Groschen Bergen sie ihren Schmer mehr der Tod. Seit jenen Zeiten hätten sich die wirtschaftlichen Verhältnisse grundlegend geändert. Abgesehen von einer nicht unbe trächtlichen Belebung der Neubautätigkeit seien die allgemeinen Wohnungsverhältnisse dadurch andere geworden, daß infolge der Mieterhöhungen der gesetzlichen Miete und der in ihr enthaltenen Sätze für die Reparaturen des Hauses der innere und äußere Zustand der Häuser eine wesentliche und in die Augen fallende Verbesserung erfahren hat. Es sei außerdem nach der allgemeinen Erfahrung nicht von der Hand zu weisen, daß pfleglich behandelte und auch nur einigermaßen gut verwaltete Häuser nach durchgeführten Reparaturen jetzt bereits ihren Eigentümer nicht unbeträchtliche Ueberschüsse abwerfen. Damit entfalle die innere Berechtigung für eine von den Vorkriegsverhältnissen abweichende Behandlung und Beurteilung der Miete. Die Gesetzgebung habe dieser tatsächlichen Veränderung der Verhältnisse auch Rechnung getragen. Die Zwangswirtschaft hinsichtlich der Befugnis des Hauswirtes über die Geschäftsräume und große Wohnungen sei durch die neuere Gesetzgebung beseitigt. Für die Geschäftsräume sei nunmehr auch in allen Häusern die freie Miete vorgesehen(§ 1 Abs. 1 S. 4, RMG. in der Fassung der Bekanntmachung des Reichsarbeitsministers vom 20. Februar 1928 auf Grund des Gesetzes vom 14. Februar 1928, RGBI. 1 S. 21 und 38 ff.). Das gleiche gelte unter bestimmten Voraussetzungen auch für große Wohnungen. Eine strenge Durchführung der Mietraum- und Mietenzwangswirtschaft sei nach der heutigen Lage der Gesetzgebung nicht mehr vorhanden. Das Prinzip der Erhaltung der Häuser und Mieträume könne bei den Ausnahmen von der Zwangswirtschaft nicht mehr als für die jetzige Gesetzgebung wesentlich und entscheidend anerkannt werden. So rechtfertige dieselbe jetzt auch nicht mehr die Feststellung, daß die Miete als zweckgebunden zu betrachten sei. Es seien vielmehr insoweit die Bestimmungen der Vorkriegsgesezgebung über den Mietzins wieder als maßgeblich und ausreichend anzuerkennen. Damit falle auch die Möglichkeit, die Miete als teilweise unpfändbar zu betrachten. Die bisherige Rechtsprechung des Senats müsse infolge der veränderten Verhältnisse und Gesetzgebung aufgegeben werden. ,, Wer in den Fällen der§§ 359, 367, 371 bis 373, bevor er angezeigt oder eine Untersuchung gegen ihn eingeleitet ist, unrichtige oder unvollständige Angaben bei der Steuerbehörde, ohne dazu durch eine unmittelbare Gefahr der Entdeckung veranlaßt zu sein, berichtigt oder ergänzt, oder unterlassene Angaben nachholt, bleibt insoweit straffrei. Sind in den Fällen der§§ 359, 371 Steuerverkürzungen bereits eingetreten oder Steuervorteile gewährt oder belassen, so tritt die Straffreiheit nur ein, wenn der Täter die Summe, die er noch schuldet, nach ihrer Festsetzung innerhalb der ihm bestimmten Frist entrichtet; das gleiche gilt im Falle des§ 367." *) Anm. Das„ Merkbuch zur Reichs- Einkommensteuer" be= zieht man gegen 3 RM. 50 Pf. Nachnahme gradwegs bei Steuerschriftsteller Emil Müller, Halle a. d. S. I, Schließfach 210. Diese Entscheidung des Kammergerichts kann nicht überraschen, denn die herrschende Meinung hatte den Standpunkt unbeschränkt pfändbar. es sammergerichts nicht übernommen, und die Mehrzahl der Macht nicht nur feine Gefahr für ihre Selbſtändigkeit bedeutet. Die Miete ist unbeschränkt pfändbar. sondern daß nur ein starkes deutsches Reich als Führer und Schuhherr ihrer aller Freiheit und Eigenleben retten und sicherstellen kann. Das Verschweigen von Vermögen. B. Von Emil Müller, Halle a. d. S. I, Schließfach 210. ( Nachdruck verboten.) Im Anschluß an einen erst unlängst gehaltenen Steuervortrag erbat ein Zuhörer meinen Rat in einer für ihn sehr kritischen Angelegenheit. Während der Inflation hatte er sich mit billigem Papiergeld einen größeren Bestand an Waren und Vorräten zugelegt und diese im Laufe der nächsten Jahre zu gutem Gelde gemacht. Dadurch wurde er glücklicher Besitzer eines für seine früheren Verhältnisse ungewöhnlich hohen Barkapitals von 9000 RM. Leider unterlag er angesichts dessen der Versuchung der Steuerhinterziehung. Und so unterließ er bei Abgabe der Vermögens- Erklärung die Mitangabe dieser 9000 Mt. Er glaubte dies ungefährdet dadurch bewerkstelligen zu können, daß er auf Anraten eines überschlauen Dilettanten im Steuerfach auf den Namen seiner Ehefrau gute Wertpapiere kaufte und solche auf den Namen seiner Ehefrau bei einem Bankier hinterlegte. Vor einigen Wochen starb die Frau. Darauf verlangte der Witwer die Wertpapiere vom Bankier zurück. Dieser machte jedoch die Rückgabe abhängig von der Beibringung eines gerichtlichen Erbscheins, zumal noch Kinder vorhanden Pfingsttagung des Vereins für das Eine grundsägliche Kammergerichtsentscheidung. Im allgemeinen ist unter Miete der Gegenwert für die Benutzung von Räumen an deren Eigentümer zu verstehen. Durch die Reichsmietengesetzgebung ist der Gedanke, daß die Miete nur als Gegenwert für die Benutzung von Räumen anzusehen ist, verwischt, und das Kammergericht hat daher bislang in ständiger Rechtsprechung den Standpunkt vertreten, daß ge= wisse Teile der gesetzlichen unter Berücksichtigung der Reichsmietengesetzgebung nicht nicht gepfändet werden können, da gemäß§ 851 Abs. 1 3PO. eine Forderung nur, soweit sie übertragbar ist, der Pfändung unterworfen ist. Der 8. Zivilsenat des Kammergerichts hat sich Dom 16. nunmehr in seiner Entscheidung- 8 W. 2221-28 März 1928 dahin ausgesprochen, daß nicht mehr vier Fünftel der anfallenden Miete pfändbar und nur ein Fünftel pfändbar sind, sondern daß die gesetzliche Miete unbeschränkt pfändbar iſt Das Kammergericht führt in seiner neuen Entscheidung aus, daß den Ausgangspunkt der bisherigen Rechtsprechung der Umstand bildete, daß im Jahre 1923 infolge der Kriegszeit eine völlige Verwahrlosung der Häuser und Wohnungen eingetreten war. Die schwierigen Verhältnisse der ersten Zeit nach der Markstabilisierung hätten hier auch bis 1926 einen durchgreifenden Wandel verhindert. Ebenso wäre in diesen Zeiten von einer Neubautätigkeit so gut wie gar keine Rede gewesen. en Where treten und deshalb auch = Als Ziel und Zweck der damaligen Mietengesetzgebung wäre Feiern wurden für die 28 Landesverbände auf schön gelegenen Plätzen veranstaltet und zwar so, daß immer Verbände aus den Deutschtum im Ausland( V. 5. A.) in verschiedensten Teilen des Reiches zusammentamen, um auf diese Gmunden( Desterreich). Von Dr. Göz- Darmstadt. ( Schluß.) Oberlandesgerichte hat die Miete in ständiger Rechtsprechung für unbeschränkt abtretbar und infolgedessen auch pfändbar erklärt. Durch diese neue Entscheidung des 8. Zivilsenats des Kammergerichts ist nunmehr die Rechtsprechung in diesem nicht unbedeutenden Punkte einheitlich gestaltet. Vom Nahrungsmittelhandwerk. Nach einer Zusammenstellung im zweiten Aprilheft der vom Statistischen Reichsamt herausgegebenen Zeitschrift ,, Wirtschaft und Statistik" vereinigen die drei überwiegend handwerksmäßigen Gewerbezweige Bäckerei, Fleischerei und Molkerei mehr als die Hälfte aller im Nahrungs- und Genußmittelgewerbe gezählten Betriebe und Personen auf sich. Mit den nicht erwerbstätigen Angehörigen erreicht die Zahl der von diesen drei Handwerkszweigen lebenden Personen insgesamt rund 1,15 Millionen. Bemerkenswert ist in diesen ausgesprochen handwerksmäßigen Gewerbezweigen die zunehmende Ablösung der einzelnen Handarbeitsverrichtungen durch Maschinenverwendung. Mehr als die Hälfte aller Betriebe verwendet heute motorische Kraft. Im Durchschnitt entfallen auf 100 beschäftigte Personen in der Bäckerei 40 PS, in der Fleischerei 80 PS und in der Molkerei 200 PS. Auch die Verwendung von Kraftfahrzeugen für den Absatz tritt in zunehmendem Maße in Erscheinung. Das Handwerk hat dank seiner inneren Kraft auch das Zeitalter der Maschinen gemeistert. Sinter ihnen liegt e bitterste Armut der Lohn Deutschland zum Betteli Mütterlein Treppen hind Brot betteln? towina. Pflichtgetreue Staatsbürger im Gaststaat zu sein, daneben aber ihr deutsches Volkstum hoch und heilig zu halten, das ist der Leitstern der 80 000 Deutschen, die dort wohnen und deren politischen Verhältnisse sich seit der Zuteilung zu Rumänien von Grund auf geändert haben. Mit herzlichem Dani für die Hilfe des L. V. Hessen verband der Redner das Versprechen treuen Festhaltens am Deutschtum. Superintendent Schaffnit Minneapolis( U. S. A.), ein geborener Darmstädter, der mit dem auch anwesenden Direktor Dr. TreutNewyork eigens zur Pfingsttagung herbeigeeilt war, erzählte sodann von dem neuen Aufblühen des Deutschtums in Nordame rika, das namentlich der vierjährigen Tätigkeit Dr. Treuts verdankt werde und verlangte energische Bekämpfung der Kriegslüge durch englische Flugblätter an die Massen des amerikanischen Volkes. Hierbei müßte die Arbeit von Deutschland, wenn nicht vom Staat, dann von privater Seite ausgehen, von Seiten der Deutschamerikanern würden sie wärmste Unterstützung finden. In allen Deutschamerikanern aber schlage ein warmes Herz für die Zukunft des deutschen Muttervolkes. Art ein Sichkennenlernen und eine Annäherung herbeizuführen. Die Hessen hielten eine außerordentlich stimmungsvolle Abendfeier auf dem Hochkogel im Verein mit Hessen- Nassau, Schleswig- Holstein, Lübeck, Mecklenburg, Lippe, Weser- Ems ab. Es mögen über 2000 Jungen und Mädels gewesen sein, die sich da auf grüner Wiese mit dem Blick hinunter auf den See und die Stadt zu einer Weihestunde versammelten. Im Mittelpunkt der Feier stand eine Ansprache von Frl. Huiber- Ratkersburg ( Südsteiermark), die in ergreifenden Worten von der völkischen Not des dortigen, aus Bauern und Handwerkern bestehenden deutschen Volkssplitters erzählte und Grüße und Treugelöbnis ihrer Landsleute überbrachte. Ihre Steirer Buben und Mädels sangen Steirer Lieder. Vorher hatte der Schleswig- Holsteinische Heimatchor zwei Heimatlieder gesungen und Mädels der Flensburger Haushaltungsschule Volkstänze der Fischer und Schiffer vorgeführt. Das Programm fand Ergänzung durch Gedichtvorträge von Frl. Hessenauer- Kassel und Dr. Gramsch- Marburg und eine Dame aus Kopenhagen überbrachte herzliche Grüße aus dem abgetrennten Gebiet Nordschleswigs. Zum Schluß nahm der Vorsitzende des L. V. Hessen- Nassau eine Wimpelweihe vor, und dann erklang das Deutschlandlied in den Abend. Die Det molder Schülerkapelle begleitete die Gesänge und spielte den in langer Schlange den Hochkogel hinabziehenden Teilnehmern frohe Märsche nach. Mit Einbruch der Dunkelheit lohten ringsum auf den Bergen die Höhenfeuer. Die erwachsenen hessischen Teilnehmer aber sammelten sich im Hotel Austria zu einem Hessen- Darmstädter Abend. Etwa 150 Damen und Herren füllten den Saal und verbrachten einige frohe Stunden in an= regender Zwiesprache. Staatsrat Blod sprach freundliche Begrüßungsworte und gab bekannt, daß Frau Dr. KöpkeDarmstadt ,, für ihre langjährige, aufopfernde und erfolgreiche Mitarbeit“ vom Hauptvorstand in Berlin die silberne Brosche verliehen worden sei. Von Auslandsdeutschen sprachen im VerTaufe des Abend Prof. Dr. Lebouton- Czernowitz über die Verhältnisse in einem der hessischen Betreuungsgebiete, in der BuDer Pfingstsonntag brachte herrliches Wetter, die Sonne brach durch und die großartige Bergszenerie rings um den Traunsee leuchtete in hellem Neuschnee in den blauen Himme!. Alle Plätze und Straßen füllten sich; mit Musik und Gesang und flatternden Wimpeln durchzog die begeisterte Jugend das freundliche Städchen. Gottesdienste hatten den Pfingstsonntag eingeleitet. Die Hauptversammlung des deutschen Schulvereins Südmark gab ein umfassendes Bild der Werbe- und Unterstützungsarbeit und bewies die aufsteigende Entwicklung des Vereins. Das Voltsbewußtsein ist auch in Desterreich durch zielstrebige Arbeit und Erfassung immer weiterer Kreise für die Schutzarbeit gestärkt worden, in den Grenzgebieten aber wurden zahlreiche Schulen und Kulturanstalten unterstützt. Auch die Studentenschaft tagte natürlich in Gmunden. Ein Begrüßungsabend am Samstagabend wurde durch eine Rede des Rektors der Universität Münster und Darbietungen der österreichischen Kommilitonen ausgefüllt. Der Sonntag brachte eine Arbeitssitzung im kleineren Kreise und nachmittags eine allgemeine Studentenversammlung. Es sprachen Prof. Keßler= Jena, Staatsminister a. D. Dietrich- Baden und Prof. Dr. Sugelmann- Wien. Die letzten behandelten die Anschlußfrage und namentlich die Ausführungen Dietrichs fanden reichen Beifall. Gleichzeitig mit den Studenten tagten auch die Schulgruppenvertreter und die auslandsdeutsche Jugend. Diese Sigungen, bei denen die Jugend selbst zu Wort kommt und bei denen der zukünftige Führer oft schon deutlich zu erkennen ist, sind zu einem bewährten Bestandteil der Pfingsttagung gewor den. Am Seeufer herrschte während des ganzen Nachmittags ein frohes Treiben. Die zahlreichen Schülerkapellen spielten um die Wette, Voltstänze wurden auf dem Rathausplatz vorgeführt, und erstaunt und erfreut gesellten sich die Einheimischen zu ihren zahlreichen Gästen. Einen Höhepunkt aber brachte der Abend durch die Abendfeiern der Landesverbände. Acht solche Mag auch dir dieses Sonntag vor Augen ſt 50 Jahre Vom 10. bis 16. Ju der Pilgermission in 5 stehens in Hessen eine g des 19. Jahrhundert be im Sinne der heutigen 1878 wandte man sich Chrischona in der Schw nach Lich entsandte. S fiefften Auslegung des insbesondere aber in O Marburg und im Voge und segensreich gewirft. auf 20 Hauptstationen 4 Missionsschwestern to fonnten gebaut werde Von der Land Der Höhepunkt der Pfingsttagung war der Montag. Schon vom frühen Morgen ab brachten Bahn und Schiff die ganze Anwohnerschaft des Traunsees nach Gmunden. Die ganze Jugend aber versammelte sich auf den Satoriwiesen zur Morgenfeier. | Auf dieser Wiese, im Angesicht gewaltiger Bergriesen, vom Walde rings umschlossen, sammelte sich die Pfingstgemeinde des deutschen Volkes, der deutschen Jugend aus allen Gauen des Reiches und Oesterreichs, aus den Grenz- und Streugebieten, ja sogar aus Uebersee. Ueber dem bunten Meer der Menschen wogten die farbigen Wimpel, eine Rednerkanzel springt wie ein Block in das Menschenmeer hinein, dessen Fluten tief unten am Abhang verebben. Das niederländische Dankgebet erklingt, ein Chor ,, Heilig, heilig" anwortet. Auf der Kanzel steht Prior Dominikus Dietrich- Innsbruck, der deutsch- tiroler Priester, dem das Weh um die Heimat immer wieder den Mund zu heißer Mahnung öffnet. Mit weithin schallender, mächtiger Stimme stellt er Gott, Heimat und Volk als Ideale der deutschen Jugend in den Mittelpunkt seiner ergreifenden Worte. Bischof Dr. Teutsch, der greise Sachsenbischof aus Hermannx4 der Archäologie an un brück, hat den an i Bonn zum 1. Oktober Straßensperre. arbeiten ist die Ludw Straße ab Montag, der allen Fahrverkehr pol * Gefundene Sach Mai 1928 gefundenen der Anschlagtafel im eingesehen werden. aufgefordert, ihre etu Fundbüro während d * Warnung vor Polizeibericht teilt mi legten Tagen in Ba mit Erfolg aufgetret verstand. Der Mann fräftig, hat rundes, nach hinten gefämmt weißen Kragen mit Rohrstock bei sich und stadt, ergreift nach de Wort. Er umreißt di gesunde Jugend einst, es feinen Bestand nid Träger der Einigkeit Großer Gott, wir lo der vielen Tausenden allein, laß uns nicht nun verschiedene Ban Reichspräsidenten be liedes wurden sodan Wimpel geheftet un gruppen ab. Die g Deutschlandlied, und gend wieder talwärt Pläge, die Erwachsen Der Nachmittag machtvollite Kundgeb eriter Teil zeigte die und stand auf hoher rufsleben des Traunje jerem Auge vorüber, fei leben. 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Mietenzwangs ebung nicht mehr äufer und Miet Zwangswirtschaj sentlich und ent Dieselbe jetzt aud Is zweckgebunden ie Bestimmungen wieder als maj it falle auch die Dar zu betrachten. infolge der ver geben werden. fann nicht über den Standpunti die Mehrzahl der er Rechtsprechung auch pfändbar er Zivilsenats des ig in diesem nich ert. Aprilheft der von schrift ,, Wirtschaft end handwerksmä 1d Molkerei meh enußmittelgewerb Mit den nicht er er von diesen mt rund 1,15 Mil prochen handwerks Ablösung der ein schinenverwendung et heute motorij schäftigte Persone 30 PS und in de On Kraftfahrzeuge 1 Erscheinung. De uch das Zeitalt ſtaat zu sein, heilig zu hal dort wohnen u Buteilung zu R t herzlichem Du Redner das Ve Superintenden geborener Darm ftor Dr. Treat lt war, erzählte j htums in Nordame teit Dr. Treats v mpfung der Krieg affen des amerita Deutschland, we usgehen, von Geile e Unterstützung f ichlage ein warme Dolfes. der Montag. 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Wer Augen für diese traurige Gegenwart hat, der kennt jene Alten, denen heute das Leben gleichbedeutend ist mit dem Leiden. Man sieht sie mit hohlen Wangen, mit gramgefurchtem Gesicht, mit kummersprechenden Augen, im alten Gewande, gebückt von der Jahre Last und der Zeiten Not einhergehen. Man sicht sie, aber man hört sie nicht.- Denn sie dulden still. Sie murren nicht, sie klagen nicht. In ihre vier Wände, die vielleicht schon tahl geworden sind, das Letzte, das Beste, haben sie für wenige Groschen verkauft, um Brot fürs Leben zu haben, bergen sie ihren Schmerz und Jammer. Ihr Sehnen ist nur mehr der Tod. Hinter ihnen liegt ein arbeitssames, tüchtiges Leben. Soll bitterste Armut der Lohn hierfür sein? Sollen Greise heute in Deutschland zum Bettelstab greifen? Soll das gebeugte arme Mütterlein Treppen hinauffeuchen, an allen Türen läuten und Brot betteln? Mag auch dir dieses traurige Bild der Zeit an diesem Sonntag vor Augen stehen. 50 Jahre Pilgermission in Hessen. Vom 10. bis 16. Juni begeht hier der Gemeinschaftsverband der Pilgermission in Hessen aus Anlaß seines 50jährigen Bestehens in Hessen eine größere Jubiläumstagung. In der Mitte des 19. Jahrhundert begannen mehrere Pfarrer in Oberhessen im Sinne der heutigen Pilgermission zu arbeiten. Im Jahre 1878 wandte man sich an das Komitee tee der Pilgermission St. Chrischona in der Schweiz, die dann den ersten Pilgermissionar nach Lich entsandte. Seitdem hat diese Bewegung, die auf der tiefsten Auslegung des Evangeliums beruht, in ganz Hessen, insbesondere aber in Oberhessen und in den Kreisen Biedenkopf, Marburg und im Vogelsberg, sich außerordentlich ausgebreitet und segensreich gewirkt. Heute sind in Hessen und Hessen- Nassau auf 20 Hauptstationen mit 141 Außenorten, 24 Evangelisten und 4 Missionsschwestern tätig. 25 eigene Vereinshäuser und Säle fonnten gebaut werden. * Von der Landesuniversität. Der ordentliche Professor der Archäologie an unserer Landesuniversität, Dr. Rich. Delbrück, hat den an ihn ergangenen Ruf an die Universität Bonn zum 1. Oktober d. J. angenommen. * Straßensperre. Wegen Vornahme von Kanalanschlußarbeiten ist die Ludwigstraße zwischen Riegelpfad und Alicestraße ab Montag, den 11. Juni 1928 auf etwa 8 Tage für allen Fahrverkehr polizeilich gesperrt. * Gefundene Sachen. Das Verzeichnis über die im Monat Mai 1928 gefundenen bezw. abgelieferten Gegenstände tann an der Anschlagtafel im Flur des Polizeiamts, Weidengasse Nr. 5, eingesehen werden. Die Empfangsberechtigten werden werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb 2 Monaten beim Fundbüro während der Dienststunden gelten zu machen. Der * Warnung vor einem falschen Kriminalbeamten. Polizeibericht teilt mit: Am 5. Juni ist in Hanau, sowie in den letzten Tagen in Bad Homburg ein falscher Kriminalbeamter mit Erfolg aufgetreten, der sich dabei Geldbeträge anzueignen verstand. Der Mann ist etwa 30 Jahre alt, 1,65 Meter groß, fräftig, hat rundes, volles Gesicht, ist glatt rasiert, hat volles, nach hinten gefämmtes Haar, trug grauen Anzug, grauen Hut, weißen Kragen mit bunter Krawatte, hat einen dicken, hellen Rohrstock bei sich und spricht hochdeutsch. Sollte diese Person, stadt, ergreift nach dem Chor ,, Sei getreu bis in den Tod" das Wort. Er umreißt die Jdeen, denen ein gesundes Volk und eine gesunde Jugend einst, heute und in Zukunft folgen müsse, wenn es seinen Bestand nicht aufgeben wolle, und mahnt die Jugend, Träger der Einigkeit zu werden. Das weite Rund singt dann Großer Gott, wir loben dich". Ergreifend klangen im Munde der vielen Tausenden die Schlußworte:„ Auf dich hoffen wir allein, laß uns nicht verloren sein." Der Vorsitzende weihte nun verschiedene Banner und gab das Telegramm des deutschen Reichspräsidenten bekannt. Unter den Klängen des Wimpelliedes wurden sodann die Gmundener Fahnenbänder an die Wimpel geheftet und in endlosem Zuge rückten die Wimpelgruppen ab. Die große Menge der übrigen aber sang das Deutschlandlied, und nun wogte der Strom der deutschen Jugend wieder talwärts, ergoß sich über Seeufer, Straßen und Plätze, die Erwachsenen fast verschlingend. Der Nachmittag brachte den Festzug, nach außen hin die machtvollste Kundgebung des großdeutschen Gedankens. Sein erster Teil zeigte die Vielgestaltigkeit österreichischen Volkstums und stand auf hoher künstlerischer Stufe: Geschichte und Berufsleben des Traunsees zogen in prächtigen Gruppen an unserem Auge vorüber, kein Mummenschanz, sondern wahres VolksLeben. Wir sahen da den eisengepanzerten Stadtherold mit seinem Gefolge, die Pfahlbauer am Traunsee, Pappenheims Einzug mit Roß und Reisigen im österreichischen Bauernkrieg, die Gemundener Ratsherren, Bürger und Bauern in herrlichen Trachten die Bauern, Hirten, Fischer, Jäger, Schiffer, Salz= bergleute, Vogelfänger, Wilddiebe, Holzknechte, alle wurden in ihrer charakteristischen Arbeit in trefflichen Gruppen vorgeführt. Germania und Austria, einträchtlich vereint, zogen vorüber und Gmundener Jugend auf einem Riesenschwan, dem Symbol des Traunsees, streute Blumen. Und die Musik! Ein Dutzend Kapellen in schmucker Bergknappen- oder Gebirgstracht waren in Dem Zuge verstreut und spielten unermüdlich und schneidig. Der zweite Teil bestand aus den Wimpelabordnungen der gejamten deutschen Jugend, geordnet nach Landesverbänden. Zu ben Klängen ihrer zahlreichen Schülerkapellen( 14 haben wir pgezählt) zogen da Tausende von jungen Deutschen, oft in heimi,, Gießener Zeitung" die sich Friedrich nannte, in unserer Stadt auftreten, so wird ersucht, das Polizeiamt rechtzeitig zu verständigen, damit der Gauner unschädlich gemacht werden kann. Bei dieser Gelegenheit sei darauf hingewiesen, daß jeder Polizeibeamte in unserer Stadt einen vom Polizeiamt ausgestellten Dienstausweis mit Lichtbild besitzen muß. Auswärtige Kriminalbeamte dürfen ohne Hinzuziehung eines hiesigen Kriminalbeamten keinerlei Amtshandlungen hier selbständig vornehmen. * Allen Schwerhörenden ist Gelegenheit gegeben, die neuen Konstruktionen der Original Akustik- Hörapparate am Montag, den 11. Juni, hierselbst im Hotel Viktoria auszuprobieren. Ein Spezialist, ebenfalls schwerhörig, ist in der Zeit von 10-1 und 3-5 Uhr zu sprechen. Aus Nah und Fern. Lich. Jubiläums- Sängerfest. Am morgigen Sonntag feiert der Gesangverein„, Cäcilia" sein 90jähriges Jubelfest und verbindet damit einen großen Gesangswettstreit, zu dem 58 Männergesangvereine mit rund 3000 Teilnehmern gemeldet haben. Utphe. Ein Landwirt war Mittwoch an seiner Kreissäge mit dem Schneiden von Knüppelhoz beschäftigt. Dabei flog dem Mann durch Anprallen ein Holzknüppel so star in das Gesicht, daß ein Auge schwer verletzt wurde. Die ärztliche Untersuchung ergab die Notwendigkeit, den Mann nach Gießen in die Klinik zu bringen. Lauterbach. Wie der„, Lauterbacher Anzeiger" mitteilt, will der Landtagsabgeordnete Maurer- Lauterbach durch den Hessischen Landtag bei der Reichsbahndirektion Frankfurt die Einlegung eines Eilzugspaares für die Strecke Gießen- Fulda beantragen. Diese Anregung wird von den beteiligten größeren Gemeinden und Städten freudig begrüßt werden. Als wichtige Verbindungsstrecke für den Durchgangsverkehr zwischen Thüringen und Westfalen ist die Wiedereinlegung eines Eilzugspaares auf der Strecke Gießen- Fulda ein dringendes Bedürfnis. Darmstadt. Die Stadt begeht im Juli 1930 ihr 600jähriges Jubiläum. Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten soll eine hessische Gewerbeschau in der Zeit vom 15. Mai bis 30. September stattfinden. Dillenburg. Im staatlichen Landgestüt wird am Samstag Nachmittag die große Gewerbeausstellung für den Dillkreis in Verbindung mit einer Schau von Westerwälder und Vogels= berger Vieh ihren Anfang nehmen. Die Gewerbeausstellung, aus allen Teilen des Dillkreises reicht beschickt, dauert bis zum 17. Juni. Den Abschluß der bevorstehenden Dillenburger Gewerbe- und Festtage bildet ein Jugendherbergs- und Burgentag am Sonntag, den 17. Juni, bei welcher Gelegenheit die Jugendherberge auf dem Schloßberg eingeweiht werden soll. Limburg. In einem Tunnel stürzte ein Zugführer aus dem fahrenden Zug. Er erlitt leichte Arm- und Beinverletzungen. Frankfurt a. M. Hier sind falsche Reichsbanknoten über 10 und 20 Mark im Umlauf, die von einem etwa 25 bis 28 Jahre alten Mann in guter Kleidung verbreitet werden. Auf Seelig's feinste Kaffee- zufas Essenz verleiht dem Bohnentaffee erst den richtigen vollen Mokkageschmack. Ein Versuch wird Sie überzeugen. Driginaldose mit der Großmutter 45 Pfg. Großes Originalpaket mit der Großmutter mit 125 Gramm Inhalt 35 Pfg. scher Tracht, vorbei, leidenschaftlich umjubelt von den Massen der Desterreicher, die zusammen mit der andern deutschen Jugend die Straßen dicht besetzt hielten. Brausende Heilrufe ertönten allerorten. Das prächtige Bild der Farben wurde durch den tiefblauen See mit seinem schneeschimmernden Höhenkranz wirfungsvoll abgeschlossen. In den Vorbeimarsch, der über eine Stunde währte, war eine Gefallengedenkfeier eingeschoben. Auf Böllerschüsse hin stand der Zug, die Häupter entblößten, die Fahnen senkten sich, alle Kapellen spielten leise zum Klang der Glocken das Lied vom guten Kameraden, eine Heldenehrung, die in ihrer schlichten Einfachheit überwältigend wirkte. Nach dem Festzug wurde das Gewoge der Massen im Städtchen zeitweise beängstigend. Erst gegen Abend gab es etwas Luft, die Masse der Seelenwohner war heimgekehrt. Einer wirkungsvollen Abschluß des Tages bildete ein großes Feuerwerk auf dem See. Weithin sichtbar fauchten die Raketen in den Nachthimmel, rauschten Wasserfälle und Feuerräder. Am dritten Pfingsttag, während noch interne Besprechungen ( Bauertagung, an denen u. a. Schleswig- Holsteiner teilnahmen, Besprechungen mit Auslandsdeutschen) in Gmunden stattfanden, zog die Jugend hinaus zu frohen Wanderungen durchs Salzkammergut. Wolfgang, Atter-, Mondsee, Schafsberg, Traunstein, Jschl, Salzburg, Königssee, die Eishöhlen im Tannengebirge bilden Glanzpunkte im Erleben der jugendlichen Scharen. Am Freitag aber wird nach einem mehrstündigen Aufenthalt in München ein Sonderzug die bereits in Salzburg sich sammelnden Hessen zurückbringen. Sie werden heimkehren mit übervollem Herzen, erfüllt von den erhebenden Eindrücken schönster Landschaften und von dem Erlebnis des großdeutschen Volksgedankens, von dem tiefen Eindruck, daß deutsches Volkstum in der ganzen Welt eine unauslösliche Schicksalsgemeinschaft bilden soll und muß. Der schlaue Rabe. Der Fuchs ist für uns das Sinnbild des„ Schlaumeiers" unter den Tieren: in vielen Variationen wissen uns alte Fabeln und Märchen zu erzählen, wie er durch allerhand Tücken und Schleichwege es versteht, andere Tiere zu überlisten und Nr. 47. seine Ergreifung und die Aufdeckung seiner Falschmünzerwerkstatt hat die Reichsbank eine Belohnung von 3000 Mark aus= gesetzt. Wimpfen a. N. Der Verbandstag der Kriegerkameradschaft Hassia finder heute und morgen hier statt. Nach dem Jahresbericht beträgt die Mitgliederzahl für 1927 rund 51 000 in 38 Bezirken mit 753 Vereinen. Königstein. Das kleine Dorf Oberems wurde in der Nacht zum Mittwoch von einem Großfeuer heimgesucht. Ein Wohnhaus und zwei Scheunen gingen in Flammen auf. Die Ursache des Brandes konnte noch nicht ermittelt werden. Wiesbaden. Die Ausstellung„ Das Deutsche Porzellan" ist bis zum 1. Juli verlängert worden. Millionen- Schäden werden, so schreibt die Lehranstalt für Obstbau und Landwirtschaft in Friedberg, jährlich durch Schädlinge und Krankheiten im Obstbau verursacht. Die Obstmade allein ruft einen Schaden von fast 100 000 Millionen Mark hervor. Einschränkung dieser Ausfälle erscheint im Interesse jedes einzelnen Obstbauers sowie der Allgemeinheit dringend geboten. Zur Bekämpfung der Obstbaumschädlinge und Beratung in allen einschlägigen Fragen hat deshalb die Regierung an der Lehranstalt für Obstbau und Landwirtschaft zu Friedberg eine Bekämpfungsund Beratungsstelle für Krankheiten und Schädlinge unserer Obstbäume eingerichtet. Zweck und Aufgabe dieser Einrichtung ist es, alle Obstbauer der Provinz Oberhessen in dieser Hinsicht zu beraten und aufzuklären, Bekämpfungsmittel zu erproben und unbekannte Schädlinge zu bestimmen. Es liegt im Interesse aller Obstzüchter, von dieser Einrichtung Gebrauch zu machen und besonders die Lehranstalt zu benachrichtigen, wo einzelne Schädlinge in größerem Maßstabe auftreten. Jede Auskunft erfolgt kostenlos. Besonders viel zu schaffen machen die Blutlaus und die verschiedenen Blattlausarten. Man wende gegen sie Berührungsgifte an, durch deren Berührung der zarte Körper sozusagen aufgelöst wird. Gegen die Blutlaus z. B. Lanigan, verdünntes Obstbaumfarbolineum usw. Gegen die Blattlaus z. B. Quassiaschmierseifenbrühe, Aphisan u. a. Bekommen wir ein trockeneres Klima? Man kann oft von älteren Leuten die Behauptung hören, daß das Klima sich im Laufe ihres Lebens beträchtlich verändert habe. In ihrer Jugend hätte es doch noch vernünftige Sommer mit viel Sonne und tüchtiger Hitze gegeben und regelrechte Winter mit monatelanger Kälte und hohem Schnee. Es ist aber anzunehmen, daß diese Behauptung aus dem Optimismus der Erinnerung stammt. Wenn man an seine Jugendzeit zurückdenkt, so pflegt man das Unangenehme zu vergessen und nur das Schöne im Gedächtnis zu behalten. Von einer Klimaänderung in wenigen Dezennien kann keine Rede sein; um eine solche feststellen zu können, muß man schon andere Zeitmaßstäbe anlegen. Ein bekannter Meteorologe, H. Gams, hat die Ergebnisse seiner Untersuchungen veröffentlicht, die sich auf das Klima bezogen, wie es in der Zeit von der jüngeren Steinzeit bis zur sogenannten Hallstattzeit, also etwa 3500 bis 900 v. Chr. geherrscht haben mag. Er hat zu diesem Zwede die Moore der postglazialen Zeit und prähistorische Fundstellen einer gründlichen Durchforschung unterzogen und kommt zu dem Schluße, daß damals bei uns ein wärmeres und trockeneres Klima gewesen sein muß, als heute. Wahrscheinlich muß diese Feststellung aber noch dahin ergänzt werden, daß den heißeren trodeneren Sommerzeiten jener Periode auch längere und käl= tere Winter entsprochen haben. Was die neuere Zeit anbetrifft, so glaubt Gams im Gegensatz zu der allgemein herrschenden Meinung eine Tendenz zu trockenerem Klima feststellen zu können auf Grund der Entwicklung der Witterungsverhältnisse in denk letzten zwei Jahrhunderten. Für diese Theorie spricht auch die fortschreitende Austrocknung der Moore bei uns, der Rückgang der Gletscher und das Verschwinden gewisser Pflanzenarten, die ein feuchteres Klima benötigen. Die Befürchtung, daß wir also sozusagen einer Dauerregenzeit entgegengehen, ist demnach unbegründet. sich einen Vorteil über sie zu verschaffen. Daß aber auch der Rabe, der von der Fabel so stiefmütterlich" behandelte Vogel, in Wirklichkeit unter Umständen ein erstaunliches Maß von Schlauheit und List aufbringen kann, davon wissen aufmerksame Tierbeobachter auch manches Geschichtchen zu erzählen. Eine hübsche Begebenheit, die die Schlauheit des Raben gut beleuchtet, erlebte vor einiger Zeit ein Gefängniswärter in einer englischen Stadt. Auf seinem einsamen Posten war es ihm ein Vergnügen in den Mußestunden den Hund, der im Hofe an der Kette lag, und die Vögel, die gelegentlich, besonders in der Winterszeit, kamen, um nach Futter zu suchen, zu beobachten. An einem Wintertage nun hatte er dem Hund einen Knochen hingeworfen, den dieser sofort zu beknabbern begann. Kurz darauf bemerkte der Wächter einen Raben, der sich in der Nähe des Hundes niederließ und offenbar großen Appetit hatte, sich an der Beute zu beteiligen. Doch der Hund, dem altruistische Gefühle fern genug sein mochten, zeigte gar keine Neigung, etwas von dem schmackhaften Bissen abzugeben, und wachte eifrig darüber. Es war ein amüsantes Schauspiel, zu sehen, wie der Rabe durch allerhand Kniffe versuchte, die Aufmerksamkeit des Hundes abzulenken, um sich dann des Knochens zu bemächtigen, doch der Hund schien durch trübe frühere Erfahrung gewißigt, und alle Versuche des Raben blieben umsonst. Schließlich flog dieser denn auch unverrichteter Sache davon. Doch wer meinte, er hätte nun sein Spiel aufgegeben, der irrte sich. Es dauerte nämlich gar nicht lange, bis er wiederkam, diesmal noch mit einem zweiten Raben. Und was taten nun die beiden Schlaumeier? Der eine Bogel flog von hinten an den Hund heran und biß ihn recht energisch am Schwanz, eine Frechheit, die natürlich der Hund sich nicht gefallen lassen konnte: ob einer solchen Kränkung seiner Hundeehre vergaß er selbst seinen Leckerbissen und drehte sich um, um dem Frechling die gebührende Strafe zukommen zu lassen. Diesen Moment benutte nun der andere Rabe um den Knochen zu entführen. Offenbar war dieses ganze Manöver unter ihnen verabredet worden und es ist wohl anzunehmen, daß der Helfershelfer seinen wohlverdienten Lohn in einem entsprechenden Anteil am Knochen erhalten hat. Der Hund aber hatte das Nachsehen, und konnte über die Schlech= tigkeit der Welt trübe Betrachtungen anstellen. Samstag, den 9. Juni 1928. Wandern zu Rad. Etwas über das Wanderrad, die Kleidung und das Gepäck. Mit dem Längerwerden der Tage steigert sich die Länge der Fahrten auf dem Rade. In der Dunkelheit fährt der Radfahrer nur, wenn er muß, und da die Radfahrer Frühaufsteher sind, so können sie in den vielen Stunden sommerlicher Tageshelle eine ganze Anzahl von Kilometern unter ihren Rädern verschwinden lassen. Für die kleinen Frühlingsfahrten machen sich besondere Vorbereitungen von Roß und Reiter nicht notwendig, aber wenn die Fahrt über mehr als 200 Kilom. geht, muß der Radler und vor allem die Radlerin rüsten. Beim Radwandern gilt wie beim Fußwandern der Wahlspruch: Leichtes Gepäck, leichter Sinn. Zum Radwandern eignen sich daher die von den Radfahrern als„, Blutsauger" bezeich neten schweren Maschinen nicht, die allen denen verkauft wer den, die vom Markenrade nichts wissen. Diese Laien gehen achtlos an allem vorüber, was die Welt des Rades als Errungenschaft und als Schlüssel zu dem Geheimnis leichten fröhlichen Radwanderns betrachtet. Es genügt nicht, daß man Luftreifen und eine Freilaufnabe am Rade hat, man muß die richtigen Reifen und die richtige Freilaufnabe haben. Richtige Reifen sind die Wunderwerke aus Leinwand und Gummi, mit denen unsere deutsche Gummiindustrie nicht nur Deutschland, sondern die Welt versorgt. Die richtige Freilaufnabe ist die in tausend Rennschlachten erprobte, leicht laufende, leicht wiegende und sicher bremsende deutsche Freilaufnabe. Ebensowenig, wie ein Fahrrad ein Fahrrad ist, ist ein Gummireifen ein Gummireifen und eine Freilaufnabe eine Freilaufnabe. Man kann mit schweren, qualitativ minderwertigen Reifen und Naben wohl fahren, aber mit der Zeit macht sich der Mangel an Qualität bemerkbar. Was den Reifen und der Nabe an Leichtigfeit fehlt und ihnen an Mehrgewicht anhaftet, muß der Radler durch einen höheren Kraftaufwand büßen. Daher ist erste Bedingung für längere Fahrten ein leichtes Markenrad mit erſtklassigen Reifen und einer deutschen Freilaufnabe. 1000000 Damenfrisieren, Shampoonieren mit prima Ondulation Bubikopf- Schneiden ( vollendete Ausführung) sowie Manikure und Vibrations massage Bernhard Dosch Damen- u. Herren- Friseurgeschäft Neuen Bäue 12, Ecke Weidengasse „ Gießener Zeitung" Die zweite Bedingung ist zweckentsprechende Kleidung, und die dritte Bedingung eine richtige Verteilung des Gepäcks auf Roß und Reiter. Die neue Zeit hat uns die bequeme Kleidung gebracht. Anlaß dazu gab in erster Linie die nach dem Kriege erwachte Freude an sportlicher Betätigung. Sowohl der Mann als auch die Frau haben alles den freien Gebrauch der Glieder Einengende, alles Unpraktische abgeworfen, und dieser Sehnsucht nach Bequemlichkeit haben die Damen sogar das geopfert, was als Schmuck der Frau den Altvorderen heilig gewesen ist. Diese neue Richtung hat die früher als Hindernis empfundene Bekleidungsfrage in den Hintergrund treten lassen. Eine moderne Radfahrerin hat keine Stöckelschuhe, kein Korsett und keinen langen Rock; sie ist leicht und bequem gekleidet, und sie hat sich damit der vom Radler schon vor vierzig Jahren eingeschlagenen Richtung angeschlossen, leicht und frei durchs Leben zu radeln. Ueber die Bekleidung für längere Fahrten ist heute also nicht mehr viel zu sagen, und auch über die Gepäckfrage kommt man heute leichter hinweg, als ehedem. Früher glaubte man, daß man alle Last dem Rade aufbürden müsse. Man hatte riesenhafte Rahmentaschen, Taschen am Lenker, Taschen über dem Hinterrade und einen Tornister. Man glaubte, mit dieser Degradation des stolzen Rades zum Lastesel die Gepäckfrage gelöst zu haben, aber ein jeder erfahrene Radfahrer weiß, daß alles, die Steuerung und die Fortbewegung des Rades Hemmende vom Uebel ist. Daraus folgt, daß man an der Lenkstange möglichst wenig befestigen soll, und daß eine in den Rahmen eingeschnallte Tasche nur dann zweckmäßig ist, wenn sie die Tretbewegung der Beine nicht behindert. Ueber dem Hinterrad Gepäd anzubringen, ist zweckmäßiger, als im Rahmen oder Lenfer, aber das zweckmäßigste ist der Rucksack. Man mag über den denfen wie man will. Ein Schmuckstück ist er nicht, aber er ist praktisch durch seine Ausdehnungsfähigkeit, seine Unergründlichkeit und seine Anpassungsfähigkeit. Unsere Wanderfahrer, bei denen die Wanderfahrt erst nach DEUTZ Rechnungs- Vordrucke 7-10 PS kompressorlose Dieselmotoren Verlobungsanzeigen Vermählungskarten Einladungskarten Darts Besuchsanzeigen Geburtsanzeigen Mitgliederlisten Mitgliedskarten Briefumschläge Mitteilungen Arbeitszettel Briefbogen Programme Postkarten unverwüstlich Plakate USW. preiswert liefert schnell u. billig AlbinKlein, Gießen 5240 15-25 PS Wer will tro Bargeldmangels monatlich 200-300 mt. und mehr mit nur 11. Mt. 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MüllerBrauns bezw. an d gerichtet, daß Minis Dr. Brauns und d zugestimmt, allerdin alsbald zur Wiede Erholungsurlaub c Ueber die dent Rommuniqué ausg fraktion hielt heute Grafen Westarp m zum Begin der pa Referat des Grafen eine ausgedehnte 2 parlamentarische A DieCijenbak Ein furchtbares Samstag auf Son Die 25 Kilometer bisher noch unauf Triest über Münd glücksstätte bietet Die von der Land taufenden von Pe fichtigen wollten. ungefähr 10 Meter sich in der Luft um ter Fahrtrichtung. einandergeschoben. mehrere Teile zerjäg hinuntergeworfen we tehrsitrede freizulege erit durch eine Unte Bei dem schredli und mehr als 100 3 Reichspräsident, Hunderttausende früherer Leidensgenossen fanden Erleichterung und haben sich wieder neue Lebensfreude verschafft mit dem einzigartigen und unübertroffenen Original AkustikIch höre alles mit Original- Akusuk Hörapparat In Einfachheit und Wirkung bis heute unerreicht. Kleinst. Hörer- 9 Grammohne Kopfbügel tragbar. Erstklassige Referenzen. 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