Nr. 37. , Zins. zur Aus: en der an itsbeihilfe der Leib meinschaft sschüttung De dienen. uens und schaft der ben schon die Nach I des ihm genbetrag dem noch cht werden tändig ins ld gegeben Zins von es bei der emeinsame parfajie. eunde auch Onnen, von erg bereits iẞigite Fa er Freunde te Familie aufrichtig e zu einem i noch, daß nde nicht Einhaltung ligkeit und ie Gemein tann. Vor Bausparer bill, wie er eunde baut urchaus ge Werf jelbit, Causgewirt men immer ndes diesen inschaft der auf freiem rn ein rech eingeengten er Bauspar irttemberg). en in jeder Eigenheim Spricht frau! icht den tsschurz sie ihre ll pflegt. - en! ähne Aufforderung e at ,, Chlorodont Durch Ihre aufmerfiam und e Wirkung fet: en den Zähner den Chlorodonts zurüd, um na geheilt zu fein lung mit Ihrer gezogene 3ag nachdem ich zwe e ich wieder übe id Zähne. Thr ausgehen, wie it reifen nur loben! ngem Guden eit 15 felbft den ge ernen Zahnpfle 5. D. interlegt.) Nr. urch Rauf einer Mt. Chlorobo Pig. Chlorodon haben in alle lange murecht dafür zurüd bin Kle Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdlendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Jahrg. - Politische Tagesschau. Der diesjährige Friedensnobelpreis soll u. a. dem amerikanischen Staatssekretär des Aeußeren, Kellogg, verliehen werden. Das Nobelkomitee hat Kellogg zu dieser Ehrung ausersehen, weil er durch seine Antikriegsaktion, die jetzt in London, Paris, Brüssel, Tolio und Berlin zur Diskussion gestellt ist, sich we fentlich um die Sicherung des Friedens verdient gemacht habe. Das englische Unterhaus hat den Gesezentwurf, der den Frauen in gleicher Weise wie den Männern vom 21. Lebensjahre das Stimmrecht gewährt ohne Debatte in dritter Lesung angenommen. Die Besserung des Gesundheitszustandes Briands schreitet nunmehr rasch vorwärts, so daß er in Kürze seinen Erholungsurlaub beenden tann. Vermutlich wird sich Briand aber auf laffen. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M Mittwoch, den 9. Mai 1928 schallt, ist gewiß alles andere als eine freudige Zustimmung. Man versucht mit den gehässigsten Mitteln und einer Beschwörung der Kriegspsychose Deutschland bei den Vereinigten Staaten zu verdächtigen, sowie gegen Shurmann Sturm zu laufen. Jedoch deckt der amerikanische Staatssekretär des Aeußeren, Kellogg, seinen Botschafter. Newport meldet dazu: Staatssekretär Kellogg lehnte es ab, die Pariser Pressemel dungen zu kommentieren, wonach Shurmanns Heidelberger Rede eine schmerzliche Ueberraschung in Frankreich hervorgerufen habe. Shurmann habe eigenen Anschauungen Raum gegeben, die sich jedoch, wie betont wurde, mit der Haltung der Regierung der Vereinigten Staaten in Uebereinstimmung befinden. Die Shurmannsche Rede könne feineswegs als ein Affront gegen Frankreich umgedeutet werden. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lotal 12 Pfg., die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 38 verurteilt und begnadigt wird, wenn der Zweck des Prozesses erreicht ist. Und auch dieser Zwed ist nach der Anklageschrift deutlich sichtbar. Moskau braucht Sündenböcke, um die Aufmerksamkeit des Auslandes und der Opposition im Innern von den wirklichen Ursachen der chaotischen Zustände in den ver= schiedensten Industriegebieten der Sowjetunion abzulenken. Es will ,, Sabotage" feststellen, wo doch nichts anderes die Schuld an den wirren Wirtschaftsverhältnissen trägt, als das bolschewistische System, das einfach nicht imstande ist, eine zerrüttete Volkswirtschaft mit marxistischen Experimenten wieder zu festigen. Hessische Verhandlungen mit dem Ministerium der besetzten Gebiete. Staatssekretär Schmid vom Reichsministerium für die besetzten Gebiete weilte am Mittwoch und Donnerstag in BegleiDer Genfer Ratstagung im Juni durch Paul- Boncour vertreten Von den deutschen Ingenieuren in Rußland. tung des Miniſterialdirektors Dr. Dilthey und des OberregieBrinz Karol von Rumänien ist auf Beschluß der englischen Regierung aus England ausgewiesen. Brasilien, das gebeten war, seine Austrittsmeldung aus dem Bölkerbund zurückzuziehen, besteht auf derselben. Zu den kommenden Wahlen. 16 Wahlvorschläge in Hessen. Darmstadt, 8. Mai. Der Kreiswahlausschuß für den Wahlausschuß 33( Sessen- Darmstadt) tagte unter dem Vorsitz des Kreiswahlleiters, Ministerialrat Bornemann zwecks Prüfung und Festlegung der für die nächste Reichstagswahl eingelaufe: nen Wahlvorschläge. Eingegangen sind: Vorschlag Nr. 1 Sozialdemokratische Partei, Spitzenkandidat UlrichDarmstadt; Nr. 2 Deutschnationale Volkspartei, General a. D. von Preu schen Darmstadt; Nr. 3 Zentrumspartei, Dr. Bodius, Rechtsanwalt Mainz; Nr. 4 Deutsche Volkspartei, Minister a. D. J. Beder- DarmStadt; Nr. 5 Kommunistische Partei, Remmele Berlin, GalmOffenbach; Nach monatelanger Verschleppung hat die russische Regierung den deutschen Ingenieuren, die am 10. März verhaftet wurden und angeblich in eine große Sabotageaktion von Gegenrevolutionären verwickelt sind, jetzt endlich wissen lassen, was man ihnen eigentlich zur Last legt. Die Anklageschrift ist veröffentlicht worden und bestätigt alle Vermutungen, die man bisher über Material und 3wed dieses großen Prozesses hegen durfte. Sie beschuldigt in den üblichen, ganz allgemeinen Redewendungen die deutschen Ingenieure, ja deutsche Firmen selbst, der Teilnahme an den kühnsten ,, gegenrevolutionären" Plänen und vermag als Kronzeugen dafür niemand weiter als einen einzigen russischen Ingenieur anzuführen, der angeblich ein um= fassendes Geständnis abgelegt hat, aber offensichtlich keine andere Rolle spielt, als die des Spitzels, der der Form halber mit rungsrates Haaser zu einem Besuch der Hessischen Regierung in Darmstadt. Die Besprechungen bezogen sich u. a. auf folgende Punkte: Verbreiterung der Rheinbrüde zu Mainz, kulturelle Maßnahmen für das besetzte Gebiet, verschiedene die Stadt Mainz berührende Angelegenheiten, Ordonnanz 64 über die Musterungen für die Besatzungsmächte im besetzten Gebiet, die Möglichkeiten, für die Wirtschaft des besetzten Gebiets Hilfs= maßnahmen zu ergreifen u. a. m. Hessischerseits wurde besonders auf die Tatsache hingewiesen, daß die hessischen Wünsche auf Beteiligung an den Mitteln des sog. Grenzfonds nach den Beschlüssen des Reichstags und Reichsrats nicht erfüllt worden sind. Wieweit hierfür ein Ausgleich gefunden werden kann, wird sich aus den weiteren Verhandlungen, die mit Berlin zu führen sind, ergeben. Eine Handwerkerversammlung des Bezirksverbandes Gießen. Gestern, Dienstag, den 8. Mai 1928, nachmittags 4 Uhr, eröffnete der Vorsitzende des Bezirksverbandes, Herr Prof. Krausmüller, die Bezirksversammlung im Sauerschen Saal mit der Begrüßung des Referenten, Herrn Direktor Schüttler von der Handwerkskammer. Nach kurzen einleitenden Worten erteilte er Herrn Direktor Schüttler das Nr. 6 Deutsche Demokratische Partei, Minister Help ach Wort, der folgendes ausführte: Baden; Nr. 8 Linke Kommunistische Partei Ebner, Mechaniker, Isenburg; Nr. 9 Reichspartei des Mittelstandes( Wirtschaftspartei), Dr. Rhode Frankfurt a. M.; Nr. 10 Nationalsozialistische München; Arbeiter- Partei, Strasser Nr. 11 Deutsche Bauernpartei, Karl Schuster in Rastenberg ( Württemberg); Nr. 12 Völkisch- nationaler Blod, Rimba ch- Marburg; Nr. 15 Christlich- Nationale Dorsch Wölfersheim; · Bauern und Landvolkpartei, Nr. 16 Volksrechtpartei( Aufwertungspartei), Oberlandesge: richtspräsident a. D. Dr. Best- Darmstadt; Nr. 17 Evangelische Volksgemeinschaft( Evangelische Partei Deutschlands), Pfarrer Weidner- Ober- Lais; Nr. 18 Deutscher Reichsblock für Geschädigte, Buchhändler Schenk in Berlin; Nr. 19 Alte Sozialdemokratische Partei, Redakteur Münch= Potsdam. Die Reichsliste Nr. 7, Bayr. Volkspartei, Nr. 13, Hannover, und 14 fallen für Hessen aus. Die Liste 11, Deutsche Bauernpartei, hat für ihren Wahlvorschlag nicht die für einen Anschluß an die Reichswahlliste nötigen Unterschriften beigebracht. Die übrigen Parteien haben entweder die für einen gültigen Wahlvorschlag in Hessen nötigen 500 Unterschriften( wie die Evang. Volksgemeinschaft) vorgelegt, oder die zu einem Anschluß an die Reichsliste notwendigen 20 Stimmen beigebracht und gelten daher für zugelassen. Wir haben demnach in Hessen mit 16 verschiedenen Wahlvorschlägen zu rechnen. Die Stellung des Jungdeutschen Ordens zu den Wahlen. Der Jungdeutsche Orden erörterte auf einer Tagung in Berlin das Verhalten des Jungdeutschen Ordens zur kommenden Wahl. Das Hochkapitel erklärte u. a. einmütig: Es besteht keine Hoffnung, daß Deutschland durch das gegenwärtige parteiistische System gesundet. Aber noch ist die Zeit der Wahlenthaltung nicht reif. Der Jungdeutsche Orden entsendet keine Vertreter in die Parlamente des Reiches und der Länder. Or: densbrüdern ist es nicht gestattet, bei den kommenden Wahlen zu kandidieren. Stresemann, Shurmann, Kellogg. Anläßlich der Ueberreichung der Ehrendoktordiplome weilten Stresemann und der amerikanische Botschafter Shurmann lektens in Heidelberg. Beide Staatsmänner hielten bei dieser Gelegenheit bedeutungsvolle Ansprachen als Kundgebung für die gemeinsame Friedenspolitik Deutschlands und der Vereinigten Staaten. Das Echo, das aus Frankreich zu uns herüberEine selbstverständliche Pflicht der Berufsvertretung eines Standes ist es, nicht nur zu akuten Fragen allgemein Stellung zu nehmen, sondern wenn eine neue Regierung antritt, dieser ein Programm, die Forderung des Standes zu übermitteln. Auch die Handwerkskammer hat nach der Regierungsneubildung so= fort die Verhandlungen aufgenommen und hat ein Programm ausgearbeitet, das mit dem Minister für Arbeit und Wirtschaft schon durchgesprochen ist und auf welches er schon im Landtag Bezug genommen hat. Trotzdem ist es nötig, auch durch Handwerkerversammlungen im Lande: 1. die Standesangehörigen zu unterrichten und 2. dieselben geschlossen hinter die Führer' zu stellen. Man sieht es an den Landwirten, die sich auf den Ruf ihrer Führer zu machtvollen Kundgebungen vereinigt haben, um ihre Forderungen durchzudrücken. Daß diese Kundgebungen der Landwirtschaft im Gegensatz zu denen des Handwerks so start besucht sind, liegt daran, daß die Landwirtschaft ein einheitlicher Berufsstand ist, während im Handwerk rund 60 verschiedene, zum Teil sich wirtschaftlich bekämpfende Stände vereinigt sind. Es ist ja langweilig, immer wieder auf die Oris, immeand ganisation zurückzukommen, aber es ist notwendig, immer wieder davon zu sprechen, denn es ist nachweisbar, daß werk schon Schaden gelitten hat, weil die Handwerker nicht so einheitlich und straff organisiert sind wie andere Berufsstände. Wohl mag im Handwerk Erbitterung herrschen, veranlaßt vor allem durch die drückenden Steuerlasten und Abgaben. Aber jeder bedenke, wir haben einen verlorenen Krieg und einen Massentonturs, die Inflation, hinter uns. Die Tatsachen haben nun bewiesen, daß an diesen Mißständen, die alle treffen, festgefügte Organisationen mit dem nötigen Rückhalt für ihren Stand helfend haben eintreten können. Besonders die Arbeitnehmerschaft hat im jahrzehntelangen Kampf eine überaus machtvolle Organisation geschaffen. Das könnte das Handwerk auch, denn in Deutschland gibt es 1% Million selbständiger Handwerksbetriebe, die 3 Millionen Arbeiter beschäftigen. In Hessen hat die Gewerbesteuerveranlagung 1926 38 300 selbständige Handwerksbetriebe, in denen insgesamt 105 000 Menschen arbeiten, ge= zählt. Das sind 9,5 Prozent der hessischen Gesamtbevölkerung. Eine Macht, auch unsere Forderungen durchdrücken zu können. In den hessischen Handwerksbetrieben sind über 40 Millionen Mark investiert, die sich auf die Landesteile wie folgt ver= teilen: Oberhessen 10 900 Betriebe mit 9 000 000 M, Starkenburg 16 700 Rheinhessen 10 700 " 33 31 18 800 000 M 15 300 000 M. " Diese Zahlen beweisen, daß das Handwerk gleichfalls verlangen darf, gehört und berücksichtigt zu werden. Als nun die Landwirtschaft mit ihren Forderungen die Regierung veranlaßt hat, zu Hilfmaßnahmen zu schreiten, die andere Berufsstände schädigen und benachteiligen, meldete sich der Reichsverband des Handwerks und Geweroes mit seinen Forderungen: Bereinfachung der Steuergesetzgebung, Sparmaßnahmen in allen Verwaltungen, Einschränkung der sozialen Lasten, die, selbst wenn Rücklagen ja nötig sind, in den wenigen Jahren nach der Inflation nicht Hunderte von Millionen in den Ver= sicherungsinstituten zwangsläufig zu sammeln brauchten. Restlose Einführung der Reichsverdingungsordnung, Ablehnung von Krediten für einzelne Stände, Re: giebetriebe usw. Diese Forderungen hat die Hessische Handwerkskammer für hessische Verhältnisse umgearbeitet und spezialisiert und im Der Punkt 1 gibt Handwerkerprogramm zusammengestellt. der Erwartung Ausdrud, daß die Spiken des hessischen Handwerks vom hessischen Staat anerkannt werden. Punkt 2. Die Gewerbesteuer muß als ungerechte Sondersteuer verschwinden. Wenn diese Forderung auch in absehbarer Zeit noch nicht verwirklicht werden kann, muß man sie doch bei programmatischen Erklärungen immer wieder aufstellen. Bis zur Beseitigung dieser Steuer ist dieselbe umzustellen auf eine allgemeine Berufssteuer, alle müssen die Lasten tragen, die Defizite von 1,5 Mill. in Mainz, 1,2 Mill. in Darmstadt und die von Worms und Gießen und anderen Städten dürfen nicht einfach durch Erhöhung der Gewerbe- und Grundsteuer ausgeglichen werden. Besonders in Mainz und Darmstadt haben in letzter Zeit die Steuerzahlerschichten einmütig zusammengestanden und die Forderungen der Stadtverwaltungen erfolg= reich bekämpft. Die Handwerkskammer hat es nunmehr erreicht, daß bei der Beratung des Gewerbesteuergesetes im Finanzausschuß des Landtags seine Forderung auf allgemeine Berufssteuern anerkannt wurde, so daß nunmehr nur noch der Landtag zuzustim= men hat, um auch die sogenannten freien Berufe, Rechtsanwälte, Aerzte, Dentisten, Geometer usw. zur Gewerbesteuer heranzuziehen. Weiterhin ist vom Finanzausschuß dem zugestimmt wor= den, daß in Zukunft die Steuersäge für das Ertragskapital im Gegensatz zu denen für das Anlage- und Betriebskapital möglichst niedrig zu halten sind. Das Handwerk kommt bei dieser Regelung günstiger weg. Diese Punkte sind von der Handwerkskammer im Finanzausschuß durchgedrüdt. Jezt müssen die Vertreter des Handwerks im Landtag dort ein gleiches tun. Auf die Reichsgesetzgebung im Steuerwesen hat die Organisation des hessischen Handwerks nur insoweit Einfluß, als sie in Gutachten zu steuerlichen Maßnahmen beim Reichsverband Stellung nehmen kann. Viele alte Handwerker mit geringem Einkommen müssen auch noch Sondersteuer( Hauszinssteuer) abführen. Das Handwerk fordert, daß alle alten und schwachen Personen mit einem Einkommen von weniger als 5000 M von der Sondersteuer be= freit werden. Weiterhin wird verlangt, daß der neue§ 33 des Mieterschutzgesetzes, dessen Durchführung den Länderregierungen überlassen ist und der besagt, daß mit Hilfe öffentlicher Gelder nach 1918 erbaute Häuser unter das Mieter- Schutzgesetz gestellt werden können, in Hessen keine Anwendung findet. Das prizum vate Kapital würde dann überhaupt nicht mehr bauen Schaden vieler Handwerksbetriebe. Der Punkt 3 beschäftigt sich mit den Regiebetrieben, mit Gefängnis- und Strafanstaltsarbeiten, die doch nichts einbringen. Gefordert wird ein Gesetz, daß die Einrichtung von Mittwoch, den 9. Mai 1928. „ Gießener Zeitung" gerichtsbarkeit. Er forderte zum Schluß mehr Vertrauen der Handwerker zu ihren Führern. Regiebetrieben von der Genehmigung der Aufsichtsbehörden| sationen, vor allem in der Lehrlingsfrage und der Arbeitsabhängig macht. Desgleichen soll die finanzielle Unterstützung von Konsumen und Genossenschaften durch Staat und Kommunen scharf bekämpft werden. Es ist zu hoffen, daß der neue Arbeits- und Wirtschaftsminister diese Forderungen teilweise wenigstens in die Wirklichkeit umsetzt. Punkt 4. Das Handwerk verlangt eine Belebung des Baumarktes, die im weitesten Sinne dem gesamten Handwerk Arbeit schaffen würde. Zu diesem Zweck müssen die nötigen Mittel aufgebracht werden. Eine empörende Ungerechtigkeit ist es daher, von den durch die Hauszinssteuer aufkommenden Mittel nur zu 15 Prozent dem Baumarkt zur Verfügung zu stellen und mit dem Rest Defizits in der Verwaltung zu decken. Die durch Auslandsanleihen hereingekommenen Gelder haben 1927 das Bauhandwerk gefördert. Die durch den Reichsbankpräsident gedrosselten Auslandsanleihen der Kommunen sind, das fordert das Handwerk, zu genehmigen. Der Punkt 5 kritisiert das Verdingungswesen und fordert restlose Einführung der Reichsverdingungsordnung. Die hessi= sche Regierung hat dieselbe 1927 schon eingeführt, noch schlen aber die Provinzen, Kreise und Städte. Um manchmal stan= dalöse Unterbietungen zu verhindern, fordert das Handwerk bei Vergebungen die Hinzuziehung von Handwerkern als Sachverständige, möglichst da die Handwerkersachverständigen sich ja nicht an der Ausschreibung beteiligen können fernteren Gegenden. Die entstehenden Unkosten will die Handwerkskommer auf das Baugewerbe, für dies kommt diese Neuerung in Frage, umlegen, pro Jahr c. 25 Pfg. aus entPunkt 6. Das Vergebungswesen in anderen Gewerben gibt auch zu Klagen Anlaß. Besonders leiden die Schuhmacher und Schneider unter der seltsamen Vergebungsart der Schupo und z. T. der Reichswehr. Abstellung dieser Mißstände wird verlangt. Punkt 7. Das Hessische Handwerk ersucht die Regierung, die sog. Notstandsarbeiten, besonders in kleineren Gemeinden genau zu kontrollieren, da durch die Erwerbslosenarbeit das Handwerk häufig geschädigt wird. Punkt 8. Bekämpfung der Schwarzarbeit. Auch zu diesem Punkte hat Minister Korell Zusagen gemacht. Viel Schuld tragen die Finanzbehörden durch die Herausgabe von Gewerbepatenten an alle möglichen Leute zum Schaden des Handwerks. Verlangt wird ein Passus im Arbeitsgesetz, der die Schwarzarbeit unter Strafe ſtellt. - In den weiteren Programmpunkten fordert das Handwerk Unterstützung seiner Organisationen von allen Behörden, nicht daß es vorkommt, daß Kreisbehörden Auflösungsbestrebungen an einzelnen Orten noch offen unterstützen. Weiterhin haben die Behörden in die Preisbildung nichts hineinzureden, es sei nur zu begrüßen, wenn die Handwerker zu richtigem Kalkulieren erzogen würden. Durch Erweiterung des Verkaufsverbotes und Erschwerung der Zulassung soll dem überhand nehmenden Hausiererwesen gesteuert werden. Die Verteilung der 4 Millionen Mark Umschuldungskredite für Hessen aus der Reichsunterstützung für die Landwirtschaft soll, so fordert das Hand werk, durch eine Treuhandgesellschaft vorgenommen werden, in der es maßgeblich beteiligt ist, damit der Handwerker gleichfalls seine Außenstände aus der Landwirtschaft bezahlt be= fommt. Während einzelne Gewerbe die Lehrzeit erhöhen müssen, werden andererseits durch 4-8 wöchentliche Kurse„, Schneiderinnen“ und„ Friseusen" geschaffen, die dem Handwerk unendlichen Abbruch tun. Gefordert wird, Konzessionszwang für derartige Betriebe. Die letzten Punkte des Programms beschäftigen sich mit Landschlachtungen, Ladenschluß auf dem Lande, Anerkennung der handwerkerlichen Lehrinstitute und staatliche Unterstützung der Lehrlingsberatungsstelle des Hessischen Handwerks in Gießen( Leiter Dr. Bünnings). - Die Handwerkskammer hat dieses Programm in einer ganzen Reihe von Versammlungen den Handwerkern vorgetragen und gedenkt nunmehr am nächsten Freitag im Großen Ausschuß mit dem hessischen Arbeitsminister, Innenminister und Finanzminister zur Durchberatung dieses Programmes zusammenzutommen. Herr Direktor Schüttler schloß mit einem Hinweis auf die tommenden Wahlen, zu denen jeder Handwerker seiner Wahlpflicht genügen soll und die Partei wählen soll, die seiner Weltanschauung entspricht und die die Belange des Handwerks vertritt. Unter starkem Beifall der Versammlung dankte Herr Dr. Bünnings dem Redner für die beachtlichen Ausführungen. In der Aussprache wurde nichts Wesentliches gebracht. Herr Schlossermeister Schmidt- Lich klagte über die mangelnde Durchschlagskraft der Handwerker- Organisation gegenüber Behörden und anderen, besonders ArbeitnehmerorganiVom guten und schlechten Schlafen. Von Dr. Joseph Urbach in Wien. Herr Direktor Schüttler verweist darauf, daß, wenn es in der Frage der Lehrlingsbeschäftigung im Baugewerbe dadurch, daß die Lehrlinge unter die Arbeitstarife gestellt worden sind, zu Unzufriedenheiten gekommen ist, so ist das keine Schuld der Kammer, sondern die Handwerker haben sich das selbst zuzuschreiben. Wie früher, warne er nochmals davor, im Lehrvertrag die Vergütung des Lehrlings als Lohn zu bezeichnen, damit käme formell zum Ausdruck, daß es sich mehr um ein Arbeits- als um ein Erziehungsverhältnis handelt. Herr Direktor Schüttler beantwortet des weiteren noch eine Reihe aus der Versammlung gestellte Fragen. Wir alle wissen, daß wir ohne den Schlaf, der dem Körper und Geist die nötige Ruhe und Erholung bringt, nicht leben können. Gleichwohl ist aber nicht jedermanns Verhalten danach angetan, das rechte Maß oder die rechte Art dieses Ausruhens zu finden. Wie soll man sich, um gesund zu bleiben, zum Schlafe verhalten? Wie lange soll man schlafen? Die Wissenschaft und die ärztliche Erfahrung lehren, daß für den gesunden Erwachsenen gewöhnlich 6-8 Stunden vollkommen genügen. Doch ist diese Dauer vielen Schwankungen unterworfen; die Jugend schläft länger, das. Alter kommt mit weniger Schlaf aus. Der Städter verlangt oft nach mehr Schlaf als der Landbewohner, das weibliche Geschlecht schläft länger als das männliche, schwere Körperliche, anstrengende geistige Tätigkeit beanspruchen ein größeres Maß nachfolgender Ruhe, und im Winter bleiben wir länger zu Bett als im Sommer. Herr Tapeziermeister Bock beweist an einigen Beispielen ihm bekannter Submissionsblüten, daß es dem Handwerk wohl möglich sei, durch feste Organisation auch am Orte seine Belange erfolgreich zu vertreten. Frühaufstehen je nach der Jahreszeit zwischen 5 und 6 Uhr beschert dem Ausgeruhten kostbare Zeit und Arbeitsfrische, erspart auch dem Städter viel Hasten und Jagen, um zur Stunde im Beruf zu sein. Allerdings läßt sich dies mit dem Spät- zu- Bett- gehen nicht gut vereinbaren, zumal der beste, tiefste Schlaf sich vor Mitternacht einstellt. Hierzu kommen noch die Schädlichkeiten der Nachtarbeit überhaupt, die Nervenreizmittel, um wach zu bleiben, wie Kaffee, Tee, Tabak, die Herr Direktor Bünnings verliest darauf folgende einstimmig gebilligte Resolution: ,, Eine allgemeine Handwerkerversammlung des Bezirksverbandes Gießen hat am 8. Mai nach einem Bericht des Herrn Direktor Schüttler von der Handwerkskammer Darmstadt und nach eingehender Aussprache mit großem Interesse das von der hessischen Handwerkskammer aufgestellte allge= meine Handwerkerprogramm entgegengenommen. Unter Hinweis auf die kaum noch tragbare Ueberbürdung des gewerblichen Mittelstandes, insbesondere des Handwerks, mit steuerlichen und sozialen Abgaben, auf die schweren Schäden, die dem Handwerk durch verkehrte wirtschaftliche Maßnahmen, durch die Betätigung der öffentlichen Hand usw. fortgesetzt entstehen, erwartet die Versammlung die Anerkennung der in dem Programm niedergelegten Forderungen. Insbesondere fordert die Versammlung, daß die auf dem Gebiete des Steuerwesens, der Bekämpfung der Regiebetriebe und der Schwarzarbeit, der Belebung der Bauwirtschaft, der Regelung des Vergebungswesens, der Unterstützung der Organisationsbewegung in dem Programm vorgetragenen Vorschläge weitgehendste Beachtung bei der Regierung finden. Die Regierung ist verpflichtet, den Berufsstand des Handwerks gemäß den Vorschriften der Reichsverfassung zu schützen und alle Maßnahmen zu treffen, die geeignet sind, die Existenz des Handwerks und seiner Betriebe sicher zu stellen. Der geregelte Gang der Staatsverwaltung ist nur ge= währleistet, wenn der Staat allen seinen Wirtschaftsgruppen Luft und Licht zur freien Entfaltung gestattet. Vor allem aber, wenn Staat und öffentliche Körperschaften sich in ihren Verwaltungen größte Beschränkung auferlegen, damit ihre geldlichen Bedürfnisse zurückschrauben, sich jeden Eingriffs in die privatwirtschaftliche Betätigung enthalten und Handwerk und Gewerbe jede mögliche Förderung angedeihen lassen. An dem Blühen und Erstarten eines gesunden Handwerferstandes, einer gesunden Wirtschaft haben Staat und Gemeinden das größte Interesse." An einige Schlußworte des Herrn Direktors Schüttler knüpfte Herr Zeitungsverleger Albin Klein an, der von den Handwerkern Vertrauen gegen Vertrauen erbat. So wie die Kammer in manchmal schwerer Arbeit nur das Beste für das Handwerk will und sowie Herr Direktor Schüttler uns seines Vertrauens würdigt, wollen wir dasselbe tun. Die Handwerker dürfen dann erwarten, daß unter der Leitung des Direftors Schüttler und unter der Aera des Ministers Korell das Handwerk es in Zukunft besser haben wird. Um 6½ Uhr schloß darauf Herr Dr. Bünnings die Versammlung. B. Lokales. Straßensperrungen, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V., Gießen. Lauterbach Angersbach, im Straßenzug Gießen- LauterbachFulda, für alle Fahrzeuge, vom 8. Mai bis auf weiteres; Umleitung: Rudlos, bezw. Schlitz. Otarben Kloppenheim, im Straßenzug Gießen- Friedberg Frankfurt, vom 14. Mai bis auf weiteres; Umleitung: Selzerbrunnen- Bahnhof Groß- Karben. Berstadt- Grund- Schwalheim, im Straßenzug Berstadt- Nidda, vom 14. Mai bis auf weiteres; Umleitung: Echzell, bezw. Steinheim- Unterwiddersheim. Nr. 38. * Der Muttertag in Hessen. Der hessische Minister für Kultus und Bildungswesen erläßt aus Anlaß der Feier des Muttertages im Volksstaat Hessen folgende Bekanntmachung an die unterstellten Behörden und Lehrer:„ Am 13. Mai wird in Hessen, wie im ganzen Reich, der Muttertag gefeiert. Ich mache Sie darauf aufmerksam und empfehle den Lehrern, die Sache in geeigneter Weise zu unterstützen und auch die Schüler darauf hinzuweisen." * Zur Gründung eines Provinziallehrervereins für Lehrer an Volksschulen ruft der Bezirkslehrerverein Laubach aaf. Am 2. Juni soll eine Versammlung in Gießen zwecks Vorbesprechung stattfinden. * Die Beförderung von Leichen in Sonderflugzeugen ist zulässig, wenn die sanitätspolizeilichen Vorschriften eingehalten werden. Mittwoch, den 9. fünftlichem Gill arbeiten Träufelnd, aus heißt es in einen Meleagros( 60 v. Ch Wer verdiente m Fleinen Geelen, die trinken, den ihnen d jen. Jit's nicht wie Blumen ihren füßen bejchwingte Wejen b Sehnsüchtig locke Kelche entgegen. U Hngsjeliger Arbeit wahllos, bald zu di cinem Ausflug plan zu Tausenden der gl staub von Blüte zu rer Erde. Darum h Jit's nicht wirt High wiegen in des Schöpfungshymnus der Erde, indem sie Frucht zu tragen un bereiten, den wir hi Denn denken wi feln die brausende schwirrt, daß diese fegnen, daß sie Früc bedeuten. Denken r * Keine Arbeitslosenunterstügung erhält, wer seine Arbeitsstelle ohne wichtigen oder berechtigten Grund aufgegeben oder sie durch sein Verhalten verloren hat, das zur fristlosen Entlassung berechtigte. Es gilt dies für die ersten vier Wochen der Arbeitslosigkeit, die danach eintritt. Es war die Frage entstanden, ob solchen Arbeitslosen während der Sperrfrist Meldungen auferlegt werden können, wie sie den Empfängern von Arbeitslosenunterstützung vorgeschrieben ist. Der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversiche= rung hat dazu vorläufig entschieden, daß das Arbeitsamt, das die Unterstützung zubilligen will, sich vergewissern muß, daß die vierwöchige Arbeitslosigkeit abgelaufen ist. * Wegen Zuwiderhandlungen wurden in der Zeit vom 1 bis 30. April 1928 folgende Anzeigen gegen Fahrzeugführer, bezw. Kraft- und Radfahrer wegen Außerachtlassung der vertehrspolizeilichen Vorschriften erhoben: 9 Anzeigen wegen Fahrens zur Nachtzeit ohne hellbrennende Laterne, 4 Anzeigen wegen Fahrens auf Bürgersteigen, 11 Anzeigen wegen Fahrens mit übermäßiger Geschwindigkeit, 10 Anzeigen wegen Fahrens, ohne die rechte Straßenseite einzuhalten, 9 Anzeigen wegen Fahrens durch gesperrte Straßen, und 31 Anzeigen wegen sonstiger Zuwiderhandlungen in verkehrspolizeilicher Hinsicht. * Ein Deutscher Anglertag wird am 13. Mai seitens des Gaues Rhein- Main- Lahn in Wetzlar stattfinden. Zahlreiche Anglervereine aus dem Gaugebiet, darunter der hiesige Verein, haben ihr Erscheinen zugesagt. Der Städtische Haushaltsvoranschlag für 1928. Die Stadtverwaltung bringt soeben den Haushaltsooranschlag für das Rechnungsjahr 1928-29 zur öffentlichen Kenntnis. Der Voranschlag schließt in der Endsumme in Einnahme und Ausgabe mit rund 7 138 000 Mt. gegen 11 329 000 Mt. im Vorjahre ab. Davon entfallen auf die Betriebsrechnung des neuen Etatsjahres rund 5 103 000 Mt. gegen 5 007 000 Mt. im Vor=" | jahr, auf die Vermögensrechnung rund 2 034 000 Mt. gegen 6 321 000 Mt. Die Verminderung in der Vermögensrechnung beträgt also über 4 Millionen Mark, während die Betriebsrechnung im großen und ganzen auf der Höhe des Vorjahres geblieben ist. Nachteile für die Augen, welche künstliche Beleuchtung mit sich bringt, und das erschwerte Einschlafen, besonders nach der späten Heimkehr von nächlichen Unterhaltungen. Den Verlust von Schlaf sucht mancher durch das beliebte Mittagsschläfchen hereinzubringen, doch ist dieser Schlaf keineswegs so tief als der nächtliche und auch nicht so stärkend und erquickend. Man setzt dabei mehr Fett an, was den Damen heutzutage unwillkommen sein dürfte, und verliert mitunter mühevoll einzubringende Zeit. - - Zu einem gesunden Schlaf gehört auch eine gesunde Wohnung, ein heller, genügend großer, gut lüftbarer Schlafraum, ein reines, nicht mit Federbetten und-kissen überladenes Bett und ein zweckmäßiges Verhalten vor dem Schlafengehen: feine zu reichliche Mahlzeit unmittelbar vorher, besser ein kleiner Spaziergang nach dem Nachtmahl oder die Einschaltung einer längeren Pause. Man sagt zwar: ,, Ein voller Magen studiert nicht gern", aber er schläft auch nicht immer gut. Man hat Schwierigkeiten mit dem Einschlafen, und etwaige Diätfehler machen sich nachts unangenehm bemerkbar. Desgleichen empfiehlt es sich nicht, im Bett zu rauchen, die Schlafzimmerluft wird hierdurch verschlechtert und Feuersgefahr kann entstehen. Soll man vor dem Schlafen lesen? Wer schlafen will, lese nicht allzu lang, keine aufregenden Bücher, sondern Belletristik, Reisebeschreibungen und dergl. Eine mit Schirm versehene Lampe beleuchte von der Seite her den Lesestoff. Zweckmäßig ist hierbei halbsitzende Stellung oder bequeme Seitenlage mit erhöhAus Nah und Fern. Bad Nauheim. Am Montag versuchte eine Autolenkerin auf der Steinfurther Straße ihren Wagen umzudrehen. Sie verlor dabei die Herrschaft über den Wagen, der rückwärts die fast drei Meter hohe Ufermauer in die Usa hinabstürzte und sich dabei überschlug. Die Lenkerin, die schwere Schnittwunden im Gesicht davongetragen hatte, wurde dem Krankenhause zugeführt. Weylar. In der Nähe von Steindorf rannte ein Radfahrer mit einem aus Marburg stammenden Motorradfahrer zusammen. Während der Radfahrer nicht wesentlich verletzt wurde, trug der Motorradfahrer eine lebensgefährliche Gehirnerschütterung davon. Er wurde in bewußt losem Zustande nach dem Wetzlarer Krankenhause transportiert. Weglar. In Vollnkirchen stürzte beim Scheunenbau eine Brandmauer ein und begrub vier Arbeiter unter sich, die erhebliche Verletzungen erlitten. Marburg. Der Fürsorgezögling Joseph Weil, der am ersten Osterfeiertag die 68jährige Elise Krämer überfallen, ver gewaltigt und getötet hat, ist in nichtöffentlicher Sizung vom Marburger Jugendgericht zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Lukutate. In dem Voruntersuchungsverfahren gegen den ,, Lututate"-Fabrikanten Hiller hat der Untersuchungsrichter dessen Festnahme angeordnet. Der Aufenthalt Hillers ist der Polizei zurzeit unbekannt. tem Oberkörper. In welcher Lage man am besten schläft, ist Gewohnheit. Nachteilig ist die Rückenlage, welche Alpdrücken oder andere Störungen hervorrufen kann, ferner das Unterschlagen der Arme unter den Kopf, wodurch der Blutkreislauf gehindert und Veranlassung zu Nervenkrankheiten an den oberen Gliedmaßen gegeben werden kann. Das Gesicht fehre man nicht ganz nahe der Wand zu, um den Luftzutritt nicht zu b hindern und die Wandfläche rein zu halten. Dies gilt auch für den Schlaf im Eisenbahnwagen, wo unter Umständen noch die Gefahr der Uebertragung von Krankheiten besteht. Was macht man, wenn man nicht einschlafen kann? Das richtet sich einmal nach der Ursache, die man zu beheben trachten muß, z. B. ein schlechtes Bett, grelle Beleuchtung, unruhige Umgebung, unzweckmäßige Lebensweise. Sonst ist Selbsterziehung das wichtigste. Man trachte, mit den Kleidern auch die Sorgen des Tages abzulegen, und sage sich, wenn immer wieder Gedanken kommen, energisch: Ich will schlafen und nicht nach denken; dazu ist morgen Zeit. So muß man die Gedanken verjagen, daß sie nicht fortspinnen können. Nachhelfen kann man durch eintöniges Vorlesenlassen, lesen eines gleichgültigen Buches, ein- bis zweimal in der Woche durch ein warmes Bad unmittelbar vor dem Zubettgehen, ein allabendliches warmes Fußbad, einen Prießnizumschlag um die Brust( bei nicht kaltem Zimmer) hüte sich aber vor dem regelmäßigen Gebrauc von Schlafmitteln, sondern befrage in hartnäckigen Fäller lieber den Arzt. Dieses große A greifen. Aber habe ihr Eifer jo toterns blauem Luftmeer, jeins Sonnenstunde Man sollte die Krone emporfieht i feierlich schwingend laffen über des Fri Und, man sollte dahinschwirrt, grüß Amt gegeben hat tragen:„ Geid fru fegne dich!" nach Wo Diese Frage ter Professor Irvi 1. Achte auf frisch 2. Trage leichte, 3. Gehe an die fr 4. Schlafe stets o 3. JB verschieden 6. Genieße Mile 7. JB nicht zu 8. Sorge wenig 9. Stehe, size un 10. Meide giftig 11. Halte dich 12. Gehe einmal 13. Arbeite rich 14. Sei freundli Bei der Ho nachlässigung d Gefundheitsgefe beugende Gesun spielig, als wer Heilmittel seine Die richtige Ern Gesundheitsgese Roft unter Ver Den Amerikaner Zur Dr. med K nenen Buch fen?" u. a. fel Ernährung de der bisherigen mit einer Ro Milch, Milchbei sparsamer Speisen) besteh Dreimal in der fid gebe man Haferbrei mit Wasser, evtl. m nach der Ansich lastet, und ein leistung zur Ve Nr. 38. initer für Feier des ntmachung Mai wird eiert. 34 hrern, die Die Schüler für Lehrer aaf. Am Desprechung gen ist zu ingehalten e Arbeits: Jeben oder losen EntBochen der Frage ent frist Melingern von äsident der fenversiche tsamt, das ß, daß die Zeit vom zeugführer, g der ver gen wegen 4 Anzeigen en Fahrens Fahrens, gen wegen wegen sonSinsicht. feitens des Zahlreiche iesige Ver1928. haltsvoran Kenntnis. nahme und Ct. im Vor des neuen f. im VorMt. gegen ensrechnung e Betriebs Vorjahres n. Autolenterin rehen. 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Wer verdiente wohl mehr besungen zu werden, als diese fleinen Seelen, die Jmmen, die wie die Unsterblichen, Nektar trinken, den ihnen die Blumen in leuchtenden Kelchen fredenjen. Ist's nicht wie ein ganz zartes, duftiges Märchen, daß die Blumen ihren füßen Saft eigens für die Bienen und andere beschwingte Wesen bereiten? Sehnsüchtig lockend strecken sie ihnen die nektargefüllten Kelche entgegen. Und die Bienen trinken, ihr Lied von frühHingsseliger Arbeit singend, von Blüte zu Blüte ziehend, nicht wahllos, bald zu dieser, bald zu jener Blumenart, sondern auf einem Ausflug planvoll nur immer zur selben Blume, d. h. zu Tausenden der gleichen Art. Und so tragen sie den Blumenstaub von Blüte zu Blüte, unermüdliche Befruchterinnen unserer Erde. Darum heißt es: Wo viele Bienen, da viel Früchte. Jst's nicht wirklich ein Märchen, daß die Bienen, die da fich wiegen in des Apfelbaumes rosiger Blütenpracht, einen Schöpfungshymnus singen; indem sie schaffen am Reichtum der Erde, indem sie der Blüte die geheimnisvolle Kraft geben, Frucht zu tragen und uns den goldenen Segen des Sommers bereiten, den wir hinnehmen, ohne Gedanken und ohne Dank. Denn denken wir daran, wenn in den schimmernden Wipfeln die brausende Heerschar um die blütenschweren Aeste schwirrt, daß diese kleinen Jmmen es sind, die unsere Bäume segnen, daß sie Früchte tragen, die uns Gesundheit und Genuß bedeuten. Denken wir daran, und danken wir es ihnen? Dieses große Amt der winzigen Wesen ist schwer zu begreifen. Aber haben wir es erfaßt, dann verstehen wir, wie ihr Eifer so toternst ist, wie sie rastlos sind in des Frühlings blauem Luftmeer, in dem wir gerne, hingegeben an des Dafeins Sonnenstunde, träumend stehen. Man sollte die Hände falten, wenn man zu der schneeigen Krone emporsieht in den Wirbeltanz der Tausende, die da in feierlich schwingendem Rhythmus Ströme des Segens fluten lassen über des Frühlings fruchtahnende Blütenwnelt. Und, man sollte jede einzelne, die mit dem kostbaren Nektar dahinschwirrt, grüßen als Botin des lieben Gottes, der ihr das Amt gegeben hat, des Wortes Erfüllung auf die Erde zu tragen: ,, Seid fruchtbar und mehret euch," und ihr ein„ Gott Von A Engel. fegne dich!" nachrufen. Wodurch bleibt man gesund? Diese Frage beantwortet der bekannte Newyorker Hygieniler Professor Irving Fisher mit 14 Gesundheitsgesetzen: 1. Achte auf frische Luft, wo du lebst und arbeitest. 2. Trage leichte, weite und poröse Kleidung. 3. Gehe an die frische Luft. 4. Schlafe stets an frischer Luft. 5. JB verschiedene Nahrungsmittel. 6. Genieße Milch auf verschiedene Weise. 7. JB nicht zu viel oder zu schnell. 8. Sorge wenigstens einmal am Tage für Stuhlgang. 9. Stehe, size und gehe gerade. 10. Meide giftige Getränke. 11. Halte dich sauber und halte ansteckende Krankheiten fern. 12. Gehe einmal im Jahre zu deinem Arzt zwecks Untersuchung. 13. Arbeite richtig, aber spiele und ruhe dich auch richtig aus. 14. Sei freundlich und gewöhne dich nicht an, mürrisch zu sein. Bei der Hast unserer Arbeitsweise, die leicht zu einer Vernachlässigung der körperlichen Gesundheit führt, verdienen diese Gesundheitsgesetze auch für uns ernstliche Beachtung. Die vorbeugende Gesundheitspflege ist viel einfacher und weniger kostspielig, als wenn man gezwungen ist, durch allerlei Kuren und Heilmittel seine Gesundheit und Arbeitskraft wieder herzustellen. Die richtige Ernährung spielt dabei, wie aus den amerikanischen Gesundheitsgesetzen zu erkennen ist, eine große Rolle: gemischte Kost unter Verwendung von viel Milch kann ebenso wie bei Den Amerikanern auch für uns empfohlen werden. Zur Ernährung des Sportmannes. ,, Gießener Zeitung" Turnen, Sport und Sport und Spiel. V. f. B. Gießen. Liga Sp. V. Sprendlingen Liga 2: 8( 0: 6) 3. Mannschaft 1. Jugend 2. Jugend Laubach 1. 6: 0 Grünberg 1. Jungend 3: 0 Laubach 1. Jugend 0: 2 Die Liga trat in der Aufstellung: Kreß 3, Krep 2, K. Schneider, Henrichs, Bingel, Hausrath, Lehrmund, Michel, Kreß 1, Henrich und Balser gegen die Liga des Sp.-V. Sprendlingen an und verlor 2: 8. Dem Spielverlauf nach hätte das Resultat 4: 6 lauten müssen. Die VfB.- Mannschaft zeigte etwas mehr Kampfgeist, wie am vergangenen Sonntag. Zeitweise, besonders in der 2. Halbzeit führten sie ein leidlich gutes Spiel vor, doch der Druck und das Aushalten bis zuletzt fehlt immer noch. Einzelne Spieler opferten sich geradezu auf, andere verdarben wieder durch ihr Herumtrampeln das Spiel. Der Tormann hätte aber auch manches Tor verhüten können, wenn er mehr bei der Sache gewesen wäre. Die Verteidigung rückte zeitweise zu weit auf. Die Läuferreihe arbeitete aufopfernd. Der Sturm brachte nichts zu Wege. Es fehlte der richtige Sturmführer. Böttiger war abkommandiert. Da= für mußte Kreß 1. in die Bresche springen. Seine wohlge= meinten Schüsse fanden beim Sprendlinger Tormann, der übrigens sehr gut war, keine Gegenliebe. Kreß 1 kann sich im Sturm nicht zurechtfinden und sollte man den letzten Versuch mit ihm machen und in die Verteidigung aufstellen. Linksaußen und Halblinker fanden sich ganz gut zusammen, doch fehlt ihnen noch die nötige Erfahrung. Der Halbrechte, wie immer gut, wenn er auch einmal eine kleine Prozpause machte. Der Rechtsaußen zeigte ansprechende Leistungen. Die Sprendlinger waren im großen ganzen überlegen und immer eine Sekunde früher am Ball. In der 1. Halbzeit schossen sie innerhalb 19 Minuten 6 Tore, denen VfB. keins entgegensezen konnte. Nach der Halbzeit kam VfB. etwas auf und sandte kurz hintereinander 2 Mal ein. Durch zu weites Aufrücken der Verteidigung konnte Sprendlingen noch 2 Tore für sich buchen, bis der Schlußpfiff des Schiris Enders- 1900, der übrigens gut gefallen fonnte, ertönte. Der Besuch bei dem Spiel war sehr schwach. Es mag sein, daß die herrschende Hitze Zuschauer zurückgehalten hat. Der Hauptgrund für das Ausbleiben der Gäste dürfte jedoch darin zu suchen sein, daß 2 Ligaspiele zu gleicher Zeit stattfanden. Die Kassierer der beiden Vereine, 1900 und VfB., werden wohl nach dem Spiel nicht allzu freundliche Gesichter gemacht haben, als sie mit Bedauern feststellen mußten, daß eigentlich einige Mark mehr in der Kasse sein konnten, wenn nur 1 Spiel stattgefunden hätte oder, wenn die Vereine sich wenigstens soweit verständigt hätten, die Spiele zu verschiedenen Zeiten austra gen zu lassen. Vor dem Ligaspiel spielte die 3. Mannschaft gegen Laubach 1. und gewann verdient 6: 0. Die 1. Jugend spielte in Grünberg und konnte das Spiel mit 3: 0 zu ihren Gunsten entscheiden. Die 2. Jugend verlor in neuer Aufstellung 0: 2 gegen die 1. Jugend Laubachs. Sp. Bgg. 1900 Gießen Liga – Pfungstädter Liga 1: 5( 0: 2) Erst kamen die Gäste auf den Plaz, dann kam langsam Gießens Liga, dann war auch der Schiri da, aber noch ging es nicht los, denn dann photographierte man erst, dann suchte man Linienrichter und dann erst ging es los. Schon nach wenigen Minuten merkt man, daß die Hiesigen nicht auf der Höhe sind. Trotzdem sie sich einige Male gut bis vor des Gegners Tor durchgespielt haben, können sie es zu feinem Erfolg bringen; irgend einer der Stürmer verdarb dann wieder alles. Die Pfungstädter, die wohl etwas mehr Widerstand erwartet hatten, rissen das Spiel vorerst ganz an sich. Bei famosem Zuspiel und schnellem Start ließen sie den Ball taum noch in ihre Spielhälfte kommen. Vielmehr mußte Brambach, der entschieden vom Pech verfolgt war, zweimal den Ball ins Netz kommen lassen. Gießen verlor den Mut und bis zur Halbzeit schleppte sich das Spiel unsagbar unlustig hin. Liebe Freunde schienen während der Spielpause die 1900er mit dringlichen Ermahnungen gefüttert und ermuntert zu haben. Es kam Leben ins Spiel, Pfungstadts Hintermannschaft bekam zu tun. Aber immerhin blieb es dem Läufer Glitsch Dr. med§. U. Worringen macht in feinem fürzlich erschie- vorbehalten, das einzige Tor für 1900 durch ſchönen Fernschuh nenen Buch„ Was muß der Arzt von den Leibesübungen wisfen?" u. a. sehr beachtliche Ausführungen über die allgemeine Ernährung der Sportsleute. Er schreibt, daß man auf Grund der bisherigen Erfahrungen ausgezeichnete Erfolge erzielt habe mit einer Kost, die aus Vollkornbrot, Obst, Gemüsen, Salaten, Milch, Milch- und Mehlspeisen, Reis, Kartoffeln und Suppen bei sparsamer Verwendung von Eiern( letztere nur 31 Mehlspeisen) bestehe. Fleisch wird in kleinen Portionen, höchstens dreimal in der Woche als Genußmittel empfohlen. Zum Frühstück gebe man nach alter Väterweise eine Hafersuppe oder Haferbrei mit Milch. Zur Stillung des Durstes trinke man zu erzielen. Leicht erklärlich ist es, daß die Intensität nunmehr auf beiden Seiten wuchs. Jedoch baute 1900 bald wieder ab; Pfungstadt gab wieder den Ton an und schoß in regelmäßigen Abständen noch drei Tore. Mit dem Ergebnis 5: 1 für Pfungstadt pfiff Schiri Grünewald das Spiel ab. Man hat ja schon häufiger erlebt, daß es in einer guten Mannschaft mal nicht so recht klappen will, aber was die 1900er Liga gestern zeigte, ist schlecht zu unterbieten. Allerdings fehlten Adelberger und Luft. Der Sturm hatte manchesmal Gelegenheit zu schießen, aber er konnte, wollte, mochte wohl nicht. Die Läuferreihe hielt das Spiel offen. Glitsch und Langsdorf in vielen Spielen aufeinander eingespielt, taten ihr MögWalter, coth. mit zujat reiner Fruchtsäfte. Mit dieſer Koſt ſind lighſtes, den Ball nach vorn zu tragen, wenns ja auch wenig nach der Ansicht Worringens die Verdauungsorgane nicht überlastet, und ein großer Kraftüberschuß stehe für die Sportsleistung zur Verfügung. 6-8 3wed hatte. Der linke Läufer Schad kommt förperlich nicht recht mit, versuchte das aber gestern durch Eifer und Aufmertsamkeit auszugleichen. So rettete er seine Partei in der zweiDie neue Kyriazi Cigarette Nr. 38. ten Halbzeit prächtig vor einem weiteren Torball der Pfungstädter. Brambach lief heraus, hielt den Ball nicht, der nunmehr unbehindert ins Tor rollen wollte, als Schad mit Tempo herankam und das Leder so gerade im letzten Augenblick noch zurückgeben konnte. Die Verteidigung bestand eigentlich nur aus Hohmann. Will und später Balzer fielen aus. Jm Tor Brambach, der schon so prächtige Leistungen gezeigt hatte, versagte in diesem Spiel auch. Manchen Zuschauer hätte es wohl interessiert, wenn man erfahren dürfte, wielange die Herren Ja, Ligisten als brave Sportsleute am Vorabend... wenn vor dem Sonntag der Samstagabend nicht wär, murmelte ein 1900er nach diesem trostlosen Spiel vor sich hin. Die Pfungstädter waren gut. Halbrechter und Rechtsaußen waren im Sturm am gefährlichsten, ein wenig mehr Schußfreudigkeit auf der linken Sturmseite hätte das Ergebnis für Pfungstadt noch höher stellen können. Die Läuferreihe fiel in der Gesamtleistung ein wenig ab. Die Verteidigung war auf alle Fälle besser als Gießens Sturm. Der Tormann war wohl der beste Mann auf dem Plaze. Der Schiri Grünewald war gut. Wie wir hören, will Spielvereinigung in stärkster Besetzung am Sonntag die Scharte in Pfungstadt ausgleichen. Nieder- Ohmen 1. 1900 Gießen 2. 2: 2( 2: 1) Die 2. Mannschaft spielte mit 10 Mann in Nieder- Ohmen. Mit dem Wind im Rücken kann N.-D. das Spiel in der ersten Hälfte leicht überlegen gestalten und zwei Erfolge erzielen, dem 1900 durch seinen Linksaußen nur 1 Tor entgegensetzen konnte. Nach Halbzeit stellte der Halblinke den Ausgleich her. Die Gastgeber ließen nach und wurden immer mehr in ihre Hälfte zurückgedrängt. Leider konnten die 4 Stürmer dies nicht durch Erfolge zum Ausdruck bringen. Die Schiri aus N.-O. war gut. BB.- Kurhessen Marburg 1. Jgd. Spvg. 1900 1. Jgd. 3: 0 Die 1. Jugend der 1900er mußte nach schönem Kampfe, die allerdings reichlich hoch ausgefallene Niederlage einstecken, die auf das Versagen der Verteidigung zurückzuführen ist. Heuchelheim Schüler 0: 0 Sp. Vgg. 1900 Gießen Schüler In nettem Spiel standen sich die Jüngsten beider Vereine gegenüber. Der Kampfgeist war gut, ein bischen weniger Lärm wäre angebracht. - Das Bild der Bezirksliaa 1928-29. Der diesjährigen Wahlversammlung sollen bekanntlich von einer dazu ernannten Kommission ausgearbeiteten Projekte für ein neues Spielsystem vorgelegt werden. Ob sich darunter ein brauchbares befindet, welches zur Annahme gelangt, muß man abwarten. Bleibt alles ganz oder in der Hauptsache beim alten, dann wird im Bezirk Hessen- Hannover die Bezirksliga im Spieljahr 1928-29 wieder aus 12 Vereinen bestehen, die in zwei Gruppen, Nord und Süd, geteilt werden; so hat es einstweilen der Bezirksvorstand angeordnet. Aus der vorjährigen Bezirksliga schieden aus: im Süden VfB. Gießen und im Norden SpBg. Göttingen. Dafür haben sich aus den Aufstiegspielen das Recht des Eintritts ViB.- Kurhessen Marburg und Spiel und Sport Northeim erworben. Der geographischen Lage nach muß Marburg zur Südgruppe geschlagen werden, so daß also das alte Verhältnis wiederhergestellt ist. Bei der Südgruppe verbleiben Borussia Fulda und Germania Marburg, bei der Nordgruppe SC. 05 Göttingen. Kassel stellt also wieder 7 Vertreter, von denen 3 im Süden und 4 im Norden spielen müssen. Im ver gangenen Spieljahr fuhren SC. 03, Tura und Sport südwärts, Kurhessen, Hessen 09, Spielverein und Hermannia nordwärts. Bleibt man bei der bisherigen Methode des Austausches, indem man gleichzeitig eine möglichst gerechte Verteilung der Spielstärke ins Auge faßt, so kann man ohne Bedenken die drei Vereine der früheren Südgruppe der Nordgruppe zuweisen und die drei ersten Vereine der früheren Nordgruppe zur Südgruppe überschreiben; in der Nordgruppe verbleibt dann der vierte Verein( Hermannia). Die Ausführung dieses Projektes würde also ergeben: Südgruppe: Kurhessen Kassel( 17: 3), Borussia Fulda( 16: 4), Hessen Kassel( 14: 6), Spielverein Kassel( 9:11), Germania Marburg( 5:15) und VfB.- Kurhessen Marburg. Nordgruppe: SC. 03 Kassel( 16: 4), Tura Kassel( 11: 9), SC. Göttingen( 9:11), Sport Kassel( 9:11), Hermanni Kassel ( 8:12) und Spiel und Sport Northeim. Die Zahlen in Klammern geben das im letzten Jahr erzielte Punkteverhältnis an; rein zahlenmäßig wäre demnach die Südgruppe mit zusammen 61:39 etwas stärker als die Nordgruppe mit 53:47. Man muß aber in Rechnung setzen, daß inzwischen verschiedene Vereine schlechtere, verschiedene dagegen bessere Resultate zuwege gebracht haben, daß überhaupt die einzelnen Spielergebnisse nicht immer den richtigen Maßstab liefern und schließlich bis zum Beginn der Verbandsspiele im September sich noch manches ändern kann. Daher ist immer noch die beste Lösung, die Verteilung rein mechanisch nach dem Tabellenstand des Vorjahres vorzunehmen, wie es im obigen Projekt geschehen iſt. Der Vorschlag soll natürlich nicht den Entschließungen und Beschlüssen des Bezirksvorstandes vorgreisen, sondern nur ein Bild der künftigen Bezirksliga entwerfen, wie es sein würde, wenn man an dem bisherigen Verfahren festhält. KYRIAZI NO6 Leichte Mischung in vollem Format 6-3 Mittwoch, den 9. Mai 1928. Aus Weklar. Sonntag, den 29. April 1928. Weglar Liga Wetzlar 3. Wezlar 4. - Elz Liga 2: 0 Sportfest in Sinn 3: 0 und 1: 1 Nauborn 1. 3: 1 BfB. Gießen 1. Schüler Wetzlar 1. Schüler 1: 1. Die Liga lieferte eine sehr gute Partie und konnte ihre Anhänger endlich mal wieder zufriedenstellen. Die WSV.- Leichtathleten weilten in Sinn und konnten folgende Siege erringen: Weitsprung: Wolf, 2. Preis; 800 m: Wolf, 2. Br.; 100 m: Zerndt; 3000 m: Bambach. Die ersten Siege waren den 1900ern- Gießen nicht zu nehmen, doch wurde oft sehr hartnäckig um die Siegespalme gekämpft. - Radfahren. Die Radfernfahrt Wien- Berlin abgesagt. Der Sportausschuß des BDR. hat die Wiederholung der tlassischen Fernfahrt Wien- Berlin für das Jahr 1928 abgesagt. Bestimmend für diesen Beschluß waren die Schwierigkeiten durch das gleichzeitig in Wien stattfindende Sängerfest. Der Sportausschuß glaubt außerdem es nicht verantworten zu können, den Fahrern 14 Tage vor den Olympischen Spielen und drei Wochen vor den Weltmeisterschaften ein über 600 Km. führendes Straßenrennen zuzumuten. * Für den Rad- Länderkampf Dänemark Deutschland in Kopenhagen hat der Sportausschuß des BDR. folgende Amateure bestimmt: Einsiedel( Dresden), Jochsch( Dortmund), Bernhardt( Hannover), Steger( Augsburg), Hahn( Leipzig), Dormbach( Köln) und die Stettiner Bölk, Thienel und Krohn. Der Revanchekampf dieses Ländertreffens findet am 2. September in Stettin statt. * ,, Rund um den Neroberg" bei Wiesbaden, eine Straßenfernfahrt über 225 Km., wurde von dem Darmstädter Franke gewonnen. Das ,, Goldene Rad von Nürnberg" fiel an Walter SawallBerlin. VERSICHERT EUGH! P Gießener Zeitung" Sportliches Allerlei. Ergebnis des Frühjahrswaldlaufs der Jugend- Abteilungen des Gaues Marburg am 29. April 1928: Jahrgang 1910/11. Strede 3,5 Km.: 1. E. Körner, FB. Marbach, 11: 13,1 Min.; 2. Pfeiffer, VfB. Endbach, 11: 18,2 Min.; 3. H. Gottig, Kirchhain, 11:23 Min. Jahrgang 1912/13. Strede 2,5 Km.: 1. A. Kapeller, VfB.-K. Marburg, 8: 5,2 Min.; 2. O. Start, VfB.-K. Marburg, 8: 14,8 Min.; 3. E. Ränker, VfB.-K. Marburg, 8: 15,2 Min. Jahrgang 14 Jahre und jünger. Strede 1,5 Km. 1. W. Weber, VfB. Endbach, 5: 2,0 Min.; 2. W. Becker, VfB.-K. Marburg, 5: 8,0 Min.; 3. W. Holzhauer, VfB.-K. Marburg, 6: 0,0 Min. W. Reichert. Einen deutschen Weltrekord im Kugelstoßen stellte der Allensteiner Hirschfeld in Breslau mit 15,79 Meter auf. Geerling- Eintracht Frankfurt gewann in Dresden den 100- Meter- Lauf in 10,7 Set.( Gegenwind, schlechte Bahn) gegen Dr. Wichmann. Für das Endspiel um die Deutsche Handball- Meisterschaft der DSB. haben sich bei den Herrn DHC. Berlin und VfB. 08 Aachen qualifiziert. Neue Bücher. - - Bürgerkunde. Von Dr. phil. K. Kräßig und Dr. rer. pol. Ph. Zeiger, Direktor der Kaufm. Berufsschule u. Höh. Handelsschule zu Darmstadt. Ausgabe für Hessen. 135 S. Geb. M 2,20. G. A. Gloeckner, Verlagsbuchhandlung in Leipzig. In 9 Kapiteln: Die Familie Die Gemeinde Die Gemeindeverbände Der Staat Der Freistaat Hessen Das Deutsche Reich Die Belastung Deutschlands nach dem Londoner Abkommen Der Völkerbund Die Stellung Europas in der Weltwirtschaft werden die Stoffe der Bürgerkunde in wohlgerundeten, gut gegliederten und übersichtlich angeordneten Abschnitten behandelt. In einfacher und instruktiver Weise sind die uns besonders berührenden hessischen Verhältnisse behandelt. - Nr. 38. Reliefmalerei( Plastische Stoffmalerei). Eine außerge wöhnliche schnelle Verbreitung hat die plastische Stoffmalerei gefunden, die heute zu einem Volkskunsthandwerk geworden ist. Besonders zur Bemalung leichter Sommerkleider ist diese kombinierte Technik beliebt. 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