Nr. 28. in Essen über olingen 95 ließ mit 8: 5( 4: 2) annschaft teine letzten Spiel zu haben. Im von Kurhessen nderen MannFrankfurt. Sonntag bei mitadt- Frant strag. Das Er 3 Std., 2. HengBeiß Frankfurt, Weiß Frankfurt. ver. Opel) 12 Std., Nebe- Leipzig, -Frankfurt. 11:24:21 Std., ver, 4. Siegelsheim. rena. r, guter Besuch re der Berliner Erfolg. In den nd Thollembed Rütt mit schö 14:33 Min., 2. Köln 75 m. ed 40 m, 3. Lepreis): 1. TholCiquel 180 m.ängen zurück.- dlauf der Dritn: 1. Mühlbach, orn. Deutsche Nin., 2. Resegerin in Gießen. isieren en mit ulation hneiden führung) ure und massage Dosch Friseurgeschäft e Weidengasse STO alität Preis durch p, Gießen eg 83 ளி Brot! Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Jahrg. - Bolitische Tagesschau. Der Generalagent für die Reparationszahlungen, Parker Gilbert, hat die legten vier Tage in Paris geweilt und ist, nachdem er vorher London einen Besuch abgestattet hatte, gestern abend nach Rom weitergereist. * Die sächsischen Metallindustriellen haben Donnerstag die Gesamtaussperrung aller sächsischen Metallarbeiter beschlossen. Von der Aussperrung werden rund 330 000 in der Metall: industrie beschäftigte Personen betroffen. * Die Grenzsperre zwischen Albanien und Jugoslawien ist gestern von Albanien wieder aufgehoben. * Die englischen, französischen, spanischen und italienischen Sachverständigen haben die Ausarbeitung der Maßnahmen abgeschlossen, die in Ausführung des französisch- spanischen Tangerabkommens zu ergreifen sein werden. Die Einigung erfolgte einstimmig. * Mussolini hat anläßlich des Osterfestes eine Amnestie für Antifaschisten erlassen, die von politischen Gerichten verurteilt worden waren. Im ganzen handelt es sich um über 500 Personen, die der Amnestie teilhaftig werden. Zu den kommenden Wahlen. Der Reichswahlleiter. Der Reichsminister des Innern hat zum Reichswahlleiter den Präsidenten des Statistischen Reichsamts, Geheimen Regie: rungsrat Prof. Dr. Wagemann, und zu seinem Stellvertreter den Direktor des Statistischen Reichsamts, Geheimen Regierungsrat Dr. Meisinger, ernannt. Auflegung der Stimmlisten. Der Reichsminister des Innern hat bestimmt, daß die Stimmlisten und Stimmfarteien für die Reichstagswahl vom 29. April bis einschl. 6. Mai 1928 aufzulegen sind. Die demokratische Reichsliste. Die demokratischen Blätter veröffentlichen die vom Parteivorstand der Deutschen Demokratischen Partei aufgestellte Reichsliste, die im ganzen 20 Namen umfaßt und an erster Stelle auf einstimmigen Beschluß den Namen Frau Dr. Gertrud Bäumer trägt. Es folgen an zweiter bis fünfter Stelle Anton Erkelenz, Dr. Hermann Fischer, Dr. Ludwig Haas, der Angestelltenführer Gustav Schneider und Staatspräsident a. D. Prof. Dr. Willy Hellpach. Die gleichfalls aufgestellte preußische Landesliste enthält an erster Stelle den Namen des preußischen Handelsministers Dr. Schreiber und an dritter den des preußischen Finanzministers Dr. Höpker- Aschoff. * 414 Gigungen und 350 Gefeße. Die Leistung des letzten Reichstages. Der 1924 gewählte Reichstag hat 414 Sigungen abgehalten. Rund 350 Gesetze und Gesetzesabänderungen sind von ihm an= genommen worden, davon sind etwa 90 Staats- und HandelsDrud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M Samstag, den 7. April 1928 den. Selbst im Falle einer Genehmigung eines Erhöhungsantrages ist auf Grund der zweimonatigen Sperrfrist nicht mit einem Inkrafttreten erhöhter Tarife vor dem 1. Oktober zu rechnen. Der Höchster Uebergriff. Zu der von der Rheinlandkommission verfügten Aufhebung der Eingemeindungspläne der Stadt Frankfurt wird mitgeteilt, daß der Reichskommissar für die besetzten rheinischen Gebiete, der Rheinlandkommission einen Besuch abgestattet hat, um sich näher über die Gründe dieser Verfügung der Kommission zu unterrichten. Ihm ist mitgeteilt worden, daß die Rheinlandkommission erst dann zu den Eingemeindungsplänen endgültig Stellung nehme, wenn sie im Besitze aller Einzelheiten über die Ausführungsbestimmungen sei. Reichsgerichtspräsident Dr. Simons über alte und neue Parteien. Im Heft 3 der„ Deutschen Juristen- Zeitung" vom 1. Februar ds. Js. beschäftigt sich Dr. Simons in einem Artikel ,, Die Anklage gegen den Staatsgerichtshof" auch mit den neuen Parteien. Er schreibt wörtlich:„ Geht man einmal von dem bei uns verfassungsmäßig festgelegten Grundsatz der Verhältniswahl aus, so würde die Einführung solcher Methoden zur Verhinderung vo von Splitterparteien, wie sie von verschiedenen deutschen Ländern getroffen sind, noch verhängnisvoller sein als die jchige Rechtslage. Sie müßte zu einer völligen Verkalkung des parlamentarischen Lebens führen, von der wir ohnehin schon stark bedroht sind.. Wer gibt denn den jetzt bestehenden Parteien den Anspruch darauf, in alle Ewigkeit fortzubestehen? Ich gehöre nicht zu ihren Verächtern, erkenne vielmehr ihre Verdienste um die Rettung Deutschlands aus dem Chaos der Nachkriegszeit durchaus an; aber darüber wird man sich doch klar sein müssen, daß in ihnen zu wenig die Stimme des jungen Deutschlands zu Gehör kommt, desjenigen Deutschlands, das im Weltkrieg die größten Opfer an Gut und Leben gebracht hat und jetzt immer noch im wesentlichen von Männern geführt wird, die den Niederbruch Deutschlands seinerzeit nicht haben verhindern können." Wir hätten dem nur noch hinzuzufügen, daß in den sogenannten alten Parteien viel zu wenig, man kann schon sagen überhaupt nicht, die Stimme des Mittelstandes zu Gehör fommt. Sirol bleibt deutsch! Die südtiroler Jugend will deutsch bleiben. Wie aus Wien berichtet wird, kam es in der Schule des südtiroler Städtchens Luttach zu lärmenden Szenen. Die Kinder erklärten der italienischen Lehrerin, daß sie nicht mehr italienisch, sondern ihre Muttersprache, deutsch, lernen wollten. Als die Lehrerin diesem Wunsche nicht nachkommen wollte, fielen die Kinder über sie her und drohten sie zu verprügeln, worauf sich die Lehrerin gezwungen sah, die Schule fluchtartig zu verlassen. In der Nacht desselben Tages wurde von Unbekannten auf den beiden Kasernen der Stadt, sowie auf anderen Amtsgebäuden die tiroler Fahne gehißt. Es kam zu einer wilden Hezjagd nach den Tätern, wobei 30 Personen verhaftet wurden. verträge. Zu den Gesetzen find rund 3000 Anträge eingebracht Weltbund für internationale Freundschaftsworden. Außerdem wurden 230 Interpellationen eingebracht. Die Hauptarbeit ist in 33 Ausschüssen geleistet worden. Von Diesen Ausschüssen hatte u. a. der Petitionsausschuß rund 30 000 Petitionen zu bewältigen. Im Verlauf der Sizungen wurden 421 Ordnungsrufe erteilt. Der Sprecher der Kommunisten, Höllein, wurde nicht weniger als 34 mal zur Ordnung gerufen. Die Abgeordneten des letzten Reichstags. Unter den 493 Abgeordneten befanden sich 33 Frauen, davon 16 bei den Sozialdemokraten, 5 bei den Deutschnationalen. Nur die Wirtschaftliche Vereinigung und die Völkischen hatten fein weibliches Mitglied des Reichstages. Die jüngsten Reichstagsabgeordneten waren Lemmer( Dem.), Dietrich- Franken ( Nat.- Soz.), die beide im 30. Lebensjahr stehen und Ruth Fischer( Komm.), die 33 Jahre alt ist. Senior ist der 82jährige Sozialdemokrat Bod. Zehn Abgeordnete waren über 70 Jahre alt, während das Hauptkontingeht mit 149 die 50- bis 60jährigen stellten. Unter 30 Jahre alt ist kein Reichstagsmitglied. Schließlich sei noch erwähnt, daß der Konfession nach vorhanden waren: 206 evangelische, 120 Dissidenten, 115 kathosche, 4 Juden, 1 Baptist, 2 Altkatholiken( 1 Soz. und 1 Dntl.), 1 Menonit und 1 Atheist, alles nach eigenen Angaben. 37 Abgeordnete machten keine Angaben über ihre Konfession, und 6 Fommunisten haben sich überhaupt geweigert, ihre Personalien drucken zu lassen. Um die Tariferhöhung der Reichsbahn. Der offizielle Antrag auf Erhöhung der Reichsbahntarife it beim Reichsverkehrsministerium noch nicht eingereicht worarbeit der Kirchen. Erzbischof D. Söderblom und der Lord- Bischof von Winchester in Heidelberg. Die Deutsche Vereinigung des Weltbundes für internationale Freundschaftsarbeit der Kirchen hält vom 26. bis 29. April in Heidelberg ihre Jahresversammlung. Die Tagung steht unter drei, für die deutsche Oeffentlichkeit auch unter dem politischen Gesichtspunkt wichtigen Verhandlungsgegenständen: 1. der Abrüstungsfrage, 2. der Frage nach der Entwicklung der ökuma= nischen Bewegung, 3. der Frage der evangelischen Minoritäten in Polen und in der Tschechoslowakei. Zur ersten Frage wird Botschafter a. D. Graf Bernstorff und Geheimer Konsistorialrat D. Dr. Titius referieren, ersterer unter dem politischen, letzterer unter dem theologischen Gesichtspunkt. Zur zweiten Frage spricht der Lord- Bischof von Winchester und Prälat D. Dr. Schoell- Stuttgart. Ueber die Lage in Polen wird der Generalsuperintendent D. Blau, Posen, berichten und über die Lage in der Tschechoslowakei der Kirchenpräsident D. WehrenpfennigGablonz a. N. Es ist noch bedeutsam, daß hier zum erstenmal evangelisch- kirchliche Reise in die Regelung unserer internationalen Beziehungen aktiv eingreifen. Eine Rheinlandlotterie gegen die Winzernot. Nach langen Vorarbeiten ist es dem Reichsverband der Rheinländer gelungen, für eine Rheinland- Lotterie zugunsten des notleidenden Winzerstandes die Genehmigung der zuständigen Stellen zu erhalten. Die Gewtnne bestehen ausschließlich aus Wein. Der Reichsverband der Rheinländer erbittet die Unterstützung aller Kreise des deutschen Volkes. Die einkommenden Mittel werden restlos dem Weinbau des besetzten Ge= bietes zukommen. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 29 Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Deutschen Hausbefizzes. Es ist nur sehr wenig bekannt, welchen Volkskreisen die Träger des deutschen Hausbesizes angehören. In dankenswer ter Weise hat der Zentralverband deutscher Haus- und Grundbesitzervereine in der anschaulichen Form einer graphischen Darstellung den Beweis erbracht, daß sich der deutsche Hausbesiz fast ausnahmslos aus den Kreisen des Mittelstandes zusam mensetzt. Vor dem Kriege betrug das angelegte Kapital des deutschen Hausbesizes nach Schähungen Helfferichs 120 Milliar den Mark, von denen etwa 84 Milliarden Mark frem des und etwa 36 Milliarden Mark eigenes Kapital darstellen. Nach den Berechnungen des Zentralverbandes deut scher Haus- und Grundbesizer- Vereine sind die Träger des deutschen Hausbesizes zu ungefähr 53 Prozent Beamte und Handwerker, zu je 16 Prozent Kleinrentner und Witwen und Waisen und nur zu 5,5 Prozent Großunternehmer. Daß der deutsche Hausbesitz eine überaus große volkswirtschaftliche Bedeutung hat, zeigt die graphische Gegenüberstellung des im Hausbesitz investierten Kapitals mit dem in Wirtschaftsunternehmungen werbenden Kapital. Während das im Hausbesitz angelegte Kapital vor dem Kriege 120 Millarden Mark betrug, betrug das im Wirtschaftsunternehmen investierte Kapital nur 100 Milliarden Mark. Von diesen 100 Milliarden Mark entfielen ungefähr 25 Prozent auf werbende Staats- und Kommunalanſtalten, etwa 20 Prozent auf 3000 Sparkassen mit 5000 Nebenstellen, ca. 18,5 Prozent auf 13 000 Aktiengesellschaften und 58 000 Gesellschaften mit beschränkter Haftung, 17 Prozent auf die deutschen Staatsbahnen, 9 Prozent auf Kreditanstalten, 5 Prozent auf private und staatliche Bergwerke, 3 Prozent auf rund 52 000 Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften, 2,5 Prozent auf deutsche Versicherungsanstalten und etwa 1 Prozent auf deutsche Binnen- und Seeschiffahrt. Von dem jährlichen Mietertrag aus dem deutschen Hausbesitz von 6 Milliarden Mark fließt ungefähr die Hälfte den deutschen Steuerkassen zu, und eine weitere Milliarde wird füx Wiederinstandsetzung und Reparaturen verwendet. Mit diesem Betrage ist der deutsche Hausbesitz der größte Arbeitgeber der deutschen Wirtschaft. Im Interesse der gesamten deutschen Wirtschaft und im Interesse der Allgemeinheit ist es daher von grökter Wichtigkeit, daß der deutsche Hausbesitz und damit der deut sche Mittelstand nicht durch die Auferlegung von neuen untragbaren Tributen und durch die Schaffung von neuen Ausnahmegesehen weiter entkräftet, sondern durch den Abbau der Steuerlasten und des als Uebergangsmaßnahme gedachten Raumnotrechts gekräftigt wird. Groß- Deutschland. Eine Tragödie in Zahlen. In folgende staatlich getrennte Gebiete ist das Deutschtum des geschlossenen mitteleuropäischen Siedlungsgebietes zerfetzt: Geviertfilometer Einwohner Rumpfdeutschland Deutschösterreich 1. Memelland 2. Danzig 3. Posen Westpreußen mit Goldau und den annektierten Teilen MittelSchlesiens 4. Ost- Oberschlesien 5. Teschener Korridor mit MährischOstrau, Friedeck und Biala 6. Sudetendeutschland( Südschlesien mit Hultschin und Olmüz, Deutschböhmen, Böhmerwaldgau mit Budweis, Südmähren mit Brünn, Preßburg) 7. Dedenburg 470 390 59 859 000 84.000 6 527 000 2 660 141 000 1 910 331 000 42 910 2 961 000 3 270 890 000 2440 580 000 8. Untersteierisches Dreieck mit Miestal 6 800 9. Wochein 10. Tarvis 11. Südtirol - Pontafel 12. Elsaß- Lothringen 13. Arel( belgische Südostecke) 14. Eupen Malmedy- Monschau 15. Nordschleswig Groß- Deutschland 8.000 253 000 27 700 390 3 829 000 37 000 500 000 1 200 9 000 330 7.720 15 520 1 874 000 500 25 000 1040 72.000 4000 168 000 672 780 78 064 000 Deutscher, sei ehrlich: warst du dir dieser ungeheuerlichen, allem göttlichen und menschlichen Recht widersprechenden zerreißung unseres Volkes bewußt? Vergiß es nie mehr! ( Die obenstehende Aufstellung ist der ausgezeichneten Schrift Mit von Dr. M. Dachselt ,, Deutschtum u. Nationalitätenrecht den Beschlüssen der 3 Genfer Nationalitätenkongresse" entnom= men, die im Süd- Ost- Verlag, Adolf Dresler, München, Barerstraße 32, II, erschienen ist.) Samstag, den 7. April 1928. „ Gießener Zeitung" Zur Gründung und Aufrechterhaltung solcher städtischer Die Betätigung der öffentlichen Hand Betriebe werden Unsummen gebraucht und dafür Auslandsin der Privatwirtschaft. Seit dem Kriege versuchen die öffentlichen Körperschaften immer und immer wieder, Gebiete, die ihrem Wesen nach der Privatwirtschaft vorbehalten bleiben sollten, an sich zu reißen. Dieses Bestreben der Kommunen hat erst vor kurzem dem Reparationsagenten Parker Gilbert Veranlassung gegeben, sich in unsere internsten Angelegenheiten hineinzumischen und von ,, kurzsichtiger und ungesunder innerer Politik" zu sprechen. Diese abfällige Kritik des Reparationsagenten hätte sicher vermieden werden können, wenn insbesondere die Kommunen nicht den kostspieligen Ehrgeiz hätten, sich auf Kosten der steuerzahlenden Bevölkerung auf allen möglichen Gebieten der privaten Wirtschaft zu betätigen. anleihen aufgenommen, die eine absolut unproduktive Anlage finden. In Wirklichkeit würden solche kommunalen Unternehmungen recht bald einen auch nach außen hin sichtbaren kläglichen Zusammenbruch erleiden, wenn ihnen nicht durch Steuerfreiheit und laufende finanzielle Zuschüsse aus dem Gemeindesäckel die Möglichkeit gegeben wäre, eine Prosperität vorzutäuschen, die ihnen ihrer inneren Struktur entsprechend wohl ausnahmslos versagt bleiben muß. Diese Sozialisierungsbestrebungen machen sich in erster Linie auf dem Gebiete des Wohnungswesens bemerkbar. Seit einigen Jahren besteht in Leipzig ebenso wie in anderen Großstädten, eine städtische( Regie-) Baugesellschaft, die sich dank der sozialistischen Mehrheit im Stadtverordneten- Kollegium behauptet. Diese städtische( Regie-) Baugesellschaft entfaltet gerade in der letzten Zeit wieder eine besonders rege Tätigkeit, da ihr von der Stadt Leipzig aus wesentlich günstigere Existenzbedingungen verschafft werden, als sie für den einzelnen Privatbetrieb möglich sind. Ihr werden nämlich sämtliche Arbeiten an alten und neuen Grundstücken der Stadt Leipzig übertragen, die nicht ausgeschrieben werden. Soweit aber tatsächlich Ausschreibungen erfolgen, sind ihr nach einem Beschluß des Stadtverordneten- Kollegiums drei Fünftel der zur Vergebung gelangenden Arbeiten zu übertragen, und zwar zum Durchschnittspreise der eingegangenen Kostenanschläge privater Firmen. Die übrigen zwei Fünftel der Bauarbeiten werden dann den privaten Firmen zur Ausführung überlassen, und zwar selbstverständlich denen, die die auszuführenden Bauarbeiten am billigsten veranschlagt haben. Steuern. Die Behandlung der gestundeten Gewerbesteuerbeträge und die Vorauszahlungen für 1928. Der Landtag hat das Steuervorauszahlungsgesetz nunmehr beschlossen. Hiernach sind die hessischen Landessteuern( staatliche Grundsteuer, Gewerbesteuer, Sondergebäudesteuer) in der seitherigen Höhe auch für 1928 zu entrichten. Sie werden durch besonderen Steuerbescheid angefordert werden, der den Steuerpflichtigen im Laufe der nächsten Wochen zugestellt wird. Nr. 29. Das Reichsarbeitsgericht zur Frage der tariflichen Regelung des Lehrlingswesens. Samstag, der ein Mangel der innerhalb des ör ficht vorliegt, al forderungen an Dad oder Auße baulider Mang nigt mittelbar, Jaume durch den Dem war das fugt.( Preuß. D Das Reichsarbeitsgericht beschäftigte sich am 14. März d. J. mit 6 Streitfällen, die sich aus der Regelung des Lehrlingswesens im Reichstarifvertrag und den Bezirkstarifverträgen für das Baugewerbe ergaben. In einem Falle erfolgte Versäumnisurteil, in zwei weiteren Fällen mußte aus formalen Gründen der Revision stattgegeben werden, in drei Fällen erfolgte Zurückweisung der Revision. Ditern. cine heilige, sti nouen Lebens, n Der Erde eisige Baum und Stra Sieg über den So steigt di des Todes finster faffen vermag Das Fest de fiegt das Leben auch im Geist wi Kraft. Weil wi Auch unser 2 ist noch nicht Dit in Ketten. Am und dort stößt m iche Hand zurüc Die hierbei mündlich gegebene Begründung schließt sich in ihren Grundsägen an das an, was bislang als Meinungsäußerung des Reichsarbeitsministeriums und des Preußischen Handelsministeriums bekannt war. Das Gericht stellte fest, daß die Möglichkeit der tariflichen Regelung der Lehrlingsentschädigung von der Beantwortung der Frage abhinge, ob der Lehrvertrag ein Arbeitsvertrag oder ein Erziehungsvertrag ist. Das Gericht sei zu der Ansicht gekommen, daß der Lehrvertrag zwar als Hauptzweck den Lehr- und Lernzwed habe. Dieses Element schließe jedoch nicht aus, daß der Lehrling auch Arbeit, und zwar fremdbestimmte Arbeit, gegen Entgelt leiste. Gleichgültig sei es, wie die Vergütung im einzelnen genannt werde. Das Lehrverhältnis sei jetzt auch ohne Zweifel zum Teil ein Arbeitsverhältnis, der Lehrvertrag damit teilweise ein Arbeitsvertrag, in seiner Gesamtheit ein gemischter Vertrag. Soweit arbeitsrechtliche Elemente vorhanden seien, sei auch die tarifliche Regelung möglich auf dem Gebiete des Baugewerbes, denn nur hierum handele es sich in der gegenwärtigen Entscheidung. Auch die Bestimmungen der Gewerbeordnung stünden einer tariflichen Regelung nicht entgegen. Nach herrschender Ansicht unterscheide man im Lehrvertrag einen öffentlich- rechtlichen und einen privatrechtlichen Bestandteil. Handwerkskammern und Innungen seien nicht zur Regelung dieser privatrechtlichen Beziehungen zuständig. Aber auch selbst angenommen, daß sie zuständig seien, würde dieses nicht gegen die Möglichkeit einer tariflichen Regelung sprechen, da diese Richtlinien, oder wie man sie benennen wolle, ja nicht auf die beiden Parteien des Einzelvertrages von Einfluß seien, sondern nur auf den einen Teil, den Meister. Unter Würdigung dieser Gründe sei das Gericht zur Abweisung der Revision gekommen. In seinem zweiten Abschnitt enthält das Steuervorauszahlungsgesetz die Vorschrift, daß die Vorauszahlungen auf die Grund, Gewerbe- und Sondergebäudesteuer für 1927 ebenso wie die vorläufige Gewerbesteuer für 1926 vom Ertrag und vom Vermögen und die vorläufige Gewerbesteuer für 1925 vom Ertrag als endgültige Steuerschuldigkeit dieser drei Jahre gelten. Zur Abwicklung der seither bis zur endgültigen Veranlagung gestundeten Steuern sind folgende Anordnungen ergangen: Durch dieses Vorgehen der Leipziger Stadtverwaltung wird nicht nur der Privatwirtschaft und gerade dem gewerblichen Mittelstande schärfste Konkurrenz auf Kosten der steuerzahlenden Bürger gemacht und die Privatwirtschaft durch zwecklose Ausarbeitung von Kostenanschlägen ihrer überaus wertvollen Arbeitszeit beraubt, sondern auf diese Weise werden auch Steuergelder sinnlos verwirtschaftet, da doch die städtische ( Regie-) Baugesellschaft die Bauarbeiten nicht nach dem billigSten Kostenanschlag, sondern nur zum Durchschnittspreise der eingegangenen Kostenanschläge privater Firmen auszuführen braucht. Diesem Urteil halten wir die bekannte Auffassung des Handwerks gegenüber, das den Lehrvertrag lediglich als Erziehungsvertrag anerkennt. Sobald die schriftliche Begründung des Urteils vorliegt, werden wir ausführlicher auf das Urteil zurückgreifen. Wir stellen noch fest, daß das Urteil sich vorläufig nur auf den Tarifvertrag für das Baugewerbe bezieht, also keine allgemeine Gültigkeit für alle Gewerbezweige hat. Nicht zu erlassen sind diejenigen Posten, bei denen die Stundung den Zweck hatte, die Zahlung nur einstweilen hinauszuschieben. Ist aber die Stundung von dem Finanzamt genehmigt worden, weil dem Steuerpflichtigen ein Steuererlaß gewährt worden wäre, wenn ihm Rechtsmittel gegen die Vorauszahlungen zugestanden hätten, oder weil nach Ansicht des Finanzamts die endgültige Steuerveranlagung zu einer Verminderung der Steuerlast führen mußte, so ist nunmehr der Erlaß im Billigkeitswege insoweit auszuführen, als er berechtigt erscheint. Gewerbesteuer 1926 vom Anlage- und Betriebskapital soll im allgemeinen im Billigkeitsweg dann erlassen werden, wenn wenigstens ½ des zugrunde liegenden Vermögensbetrags verloren gegangen ist. Die vorläufige Gewerbesteuer 1925 oder 1926 vom Ertrag ist aus Billigkeitsgründen dann ganz zu erlassen, wenn nachweisbar in dem betreffenden Steuerjahr oder Geschäftsjahr keinerlei Ertrag erzielt worden ist, wobei als Ertrag das gewerbliche Einkommen im Sinne des Einkommen- und Körperschaftsteuergesetzes, jedoch nach sinngemäßer Berichtigung gemäß den Vorschriften des Gewerbesteuergesetzentwurfs für 1928 zu gelten hat. Hat ein Steuerpflichtiger durch hohe Entnahmen oder sonstwie absichtlich dazu beigetragen, daß kein Gewerbeertrag im steuerlichen Sinne vorhanden ist, so wird die Entscheidung über einen Billigkeitserlaß an Gewerbeertragssteuer in der Regel abschläglich lauten. Iſt zwar ein Gewerbeertrag erzielt worden, steht er aber außer Verhältnis zur Gewerbeertragssteuer, so sollen sich die Finanzämter darnach richten, ob die staatliche und kommunale Gewerbeertragssteuer, zusammen gerechnet, den Gewerbeertrag zu hoch belasten würde; höher als 20% soll der Ertrag nicht belastet sein. Demgemäß würde anteilig ein Billigkeitserlaß an staatlicher Gewerbeertragsteuer zu berechnen sein. Das gleiche gilt sinngemäß auch für diejenigen Gewerbesteuerpflichtigen, bei denen die Gewerbesteuern von 1925 bis 1927 nicht gestundet, sondern gezahlt worden sind, sofern sie nachweisen können, daß die obengenannten Voraussetzungen bei ihnen zutreffen. Dieses ,, rühmliche" Beispiel hat bereits in anderen GroßStädten Nachahmung gefunden und selbstverständlich will auch die Stadt Berlin in der planmäßigen Vernichtung ihrer Steuerzahler nicht hintanstehen. Auch sie sägt daher fleißig an dem Ast, auf dem sie sitzt. Obwohl die Einkaufsgesellschaft der Wohnungsfürsorgegesellschaft vielfach bekämpft wird, beabsichtigt der Magistrat Berlin die Gründung einer Baustoffeinkaufsgesellschaft. Die neu zu schaffende Baustoffeinkaufsgesellschaft, gegen deren Gründung bereits die Industrie- und Handelskammer zu Berlin in einer Eingabe an den Magistrat Berlin schärssten Widerspruch erhoben hat, soll nicht nur die Bauten, die die Stadt als Bauherrin herstellt, sondern auch die Bauten, die aus Hauszinssteuerhypotheken von privater Seite errichtet werden, mit Baumaterialien versorgen. Niemand wird es einer Stadtverwaltung verargen, daß sie versucht, Instandsetzungsarbeiten an ihren Grundstücken gut und preiswert ausführen zu lassen und auch für ihre Bauten Baustoffe vorteilhaft einzukaufen. Damit erfüllt sie nur ihre Pflicht und Schuldigkeit den Steuerzahlern gegenüber, aber die Errichtung von städtischen Monopolbetrieben unter Schaffung kostspieliger Verwaltungsapparate auf Kosten der Steuerzahler ist vom wirtschaftlichen und sozialen Standpunkt unbedingt zu verwerfen. Es ist selbstverständlich, daß die Pläne auf Schaffung von städtischen Monopolbetrieben, insbesondere auf dem Gebiete des Wohnungswesens, voll und ganz dem Bestreben und den Zielen der Linksparteien entsprechen und daß mit der Gründung von Baugesellschaften und Baustoff- Einkaufsgesellschaften eine verschleierte Ausdehnung der Sozialisierung auf dem Gebiete des Wohnungswesens bezweckt wird. Deutsche Ostern. Von Paul Warnce. Seht her: das Land, das Leid erlitten, Wie feinem Land es noch geschah, Das dorngekrönt den Weg geschritten, Den schweren Weg nach Golgatha, Das Land, verblutet und entkräftet, Verspottet und vom Trug entstellt, Das Land, es ward ans Kreuz geheftet Von dieser haßverwirrten Welt. Nun schläft es tief im dunklen Grunde; Wir aber stehen bang davor Und harren zagend Stund' um Stunde: Wer wälzt den Stein vom Grabestor? Wer weckt das Leben aus dem Staube? Wer ist es, der Erlösung bringt? Wohlan! Das tut der mächt'ge Glaube, Der selbst die Himmel niederzwingt. So leuchte du uns nicht vergebens Herüber aus entschwundner Zeit, Du Tag der Freude, Tag des Lebens, Du Tag der Osterseligkeit! Der du die Keime aus den Tiefen Gewaltig auf zum Lichte drängst, Der du die Herzen weckst, die schliefen Du Tag, der du die Gräber sprengst! O nein, wir wollen nicht verzagen, Wo frisch die Frühlingslüfte wehn, Wo tausend Vogelstimmen sagen Vom Leben und vom Auferstehn. Und geht der Weg durch Nacht und Nöte, Der Glaube mache sie zum Spott Empor den Blick zur Morgenröte! Tut euer Werk und baut auf Gott! Entziehung von Licht und Luft durch Vorgartenbäume. Darf das Wohnungsamt deren Entfernung anordnen? Mehrere Mieter eines Hauses hatten wiederholt den Hauseigentümer ersucht, die hochgewachsenen Bäume in dem vor dem Hause befindlichen Vorgarten zu entfernen, da die Bäume ihre Wohnungen so stark verdunkelten, daß auch an hellen Sommertagen nur bei künstlichem Licht in den Wohnungen gearbeitet werden könne. Der Hauseigentümer hatte jedoch die Entfer= nung der Bäume verweigert, und die Mieter hatten sich infolgedessen beschwerdeführend an das Wohnungsamt gewandt, das die Entfernung der Bäume anordnete. Diese Verfügung stützte die Behörde auf Art. 6§ 3 des preußischen Wohnungsgesetzes, wonach ein Einschreiten des Wohnungsamtes zulässig ist, soweit sich bei Ausübung der Wohnungsaufsicht ergibt, daß die Wohnung hinsichtlich ihrer Beschaffenheit oder Benutzung den an sie zu stellenden Anforderungen nicht entspricht. Die Gewerbesteuervorauszahlungen für 1927 müssen vorläufig noch in der Schwebe bleiben, weil sie nach einer besonderen Vorschrift des Gesetzes der Gewerbesteuerschuldigkeit für 1928 angepaẞt werden sollen. Die Gewerbesteuer für 1927 soll hiernach in keinem Fall höher sein als 5% der Gewerbesteuer für 1928. Die Gewerbesteuer für 1928 kann aber erst im Laufe dieses Jahres festgestellt werden, nachdem der Landtag den ihm vorliegenden Gewerbesteuergesetzentwurf verabschiedet haben wird. Schamlose bolichemistische Gotteslästerungen. | Das den bolschewistischen Proleten in Rußland nichts heilig ist, ist bekannt. Um nun der Jugend die Gestalt Christi von Grund aus zu verekeln, werden dort sogenannte„ Jugendbibeln" verbreitet, die Jesus u. a. als maßlosen Trinker darstellen. Das ärgste an Ehrfurchtslosigkeit leistet aber das„, Neue Testament des Evangelisten Demian". Es stellt eine dreiste Verdrehung und eine schamlose Parodie auf die Evangelien dar. Hier eine Probe aus diesem ,, Erbauungsbuch": „ Inmitten all der aromathischen Genüsse Und all der verruchten Weiberküsse War einer nur, der unverzagt Dem Heiland hat die Wahrheit gesagt.. Nur einen gab's der niemals beſtoch, Nur einen gab's der niemals bestach, Einer nur lebte in Armut und Not, Judas der Mann aus Iskariot..." * Sport und Volksbildung. Ueber unser fcheinen, wenn wird fommen, u jen, ihm glauber Das deuts feuer in allen Gräbern unseres gloden erklingen Das ist uns Auf die Klage des Hauseigentümers hat das Preußische Oberverwaltungsgericht die Verfügung des Wohnungsamtes für ungültig erklärt, da das Amt hierbei seine Zuständigkeit überschritten habe. Art. 6,§ 3 des Wohnungsgesetzes, auf den das Wohnungsamt sich stützt, spricht von der Wohnung und ihrer Beschaffenheit, die Verfügung fordert aber ein Handeln des Klägers nicht an der Wohnung, sondern an Bäumen vor dem Hause, also an außerhalb der Wohnungen befindlichen Gegenständen. Ein Eingreifen des Wohnungsamtes wegen Beschaffen heit der Wohnung kann sich nur auf Fälle erstrecken, in denen mitgeteilt vom Aloppenheimgesperrt vor berg- Bad Niederweiselheim, gespe BuzbachBilbel- Landes gesperrt vo Homburg Sport ist gut als harmonische Ausbildung des sich selbst beherrschenden und in der Uebung sich selbst gestaltenden Körpers, und nichts mag der Jugend mehr empfohlen werden, nichts ihr nützlicher sein, als in den Reifejahren sich im Sport zu betätigen. Wer in der Bewältigung der Materie und der Schwerkraft Herr der eigenen Muskeln wird, ist wahrhaft tätig. Es reizt die eigene Kraft an Schnelligkeit, an Stärke, an Gewandheit mit der Kraft anderer zu vergleichen und auch das mag tätigkeitssteigernd sein. Sobald aber die Leistung nicht mehr um des zu bildenden Körpers willen betrieben wird, sondern um den Effekt der Leistung, um ihr Höchstmaß, beginnt die Gefahr, daß aus der Aktivität des Sports eine Passivität wird; denn dann ist nicht mehr die Selbstübung das wichtigste, sondern die Erzielung der Höchstleistung, die immer nur wenigen beschieden wird, und dann wird aus dem Sport das Nordsystem unserer Sportplätze, die Wettkämpfe, die von wenigen geübt und von großen Mengen im leidenschaftlichen Zuschauen nur miterlebt werden. Die Zuschauermengen aber leben noch in der Illusion, am Sport teilzuhaben, wo schon längst für sie der Sport aus einem Attiv- Sein zu einem Passiv- Sein, zu einem bloßen leidenschaftlichen Sichhingeben an Eindrücke mit allen häßlichen Folgen der Parteinahme und der Wettsucht geworden ist. Die Bildung, die uns das Leben vermitteln soll, und die man gewöhnlich im Unterschied von der Schulbildung Volksbildung nennt, muß Selbsttätigkeit sein, wenn sie überhaupt einen Wert haben soll. Nur der tätige Mensch entwickelt sich, indem er sich von ihnen heraus bildet; der untätige Mensch wird von außen her geformt, dadurch aber im Kerne seines Wesens nicht entfaltet, sondern entstellt. Die eigentliche Frage der Volksbildung für den Jugendlichen muß darum die Frage sein: wo bin ich in der Bildung tätig, oder wo bin ich untätig, wo bin ich Subjekt, das sich selbst bestimmt, oder wo bin ich Objeft, das nur von äußeren Eindrücken bestimmt wird. Die Beispiele und Gegenbeispiele von Aktiv- Sein und Passio- Sein sind in allem, was den jungen Mensujen erwartet und was er zum Teil auch schon in der Schulzeit kennen gelernt hat, sehr zahlreich. * Straßenj ist die Provin bis auf weita * Verkeh wurden folge Fahrzeugführe polizeiliche V zur Nachtzeit Fahrens auf übermäßiger C Die Stätten der Volksbildung, die den jungen Menschen jenseits der Schulbildung erwarten, sind mannigfach und haben nichts von der Regelmäßigkeit, aber auch nichts von der Sicherheit der Schulbildung. Neben dem Sportplatz sind es das Theater, der Konzertsaal und der Gesangverein, das Vereinshaus und das Laienspiel, der Vortragssaal und die Lesehalle. Wo immer aber der junge Mensch zur Volksbildung kommt, mag er sich dessen bewußt sein, daß nur da wahre Volksbildung ist, wo er selbst wahrhaft tätig ist; denn nur der Selbsttätigkeit des Menschen wird die lebendige Entwicklung zuteil, deren Formgestalt wir Persönlichkeit nennen. die rechte St rens durch ge widerhandlung * Die Rei hilfsbedürftige Bigte Fahrprei ein Viertel de * Sichtver Sichtvermerke die Tschechoslo Bijum für Sp * Das Re Einstellung in und Kriegerhi len, wenn sie fung in das * Die 3 Amtsverkünd mungen aufn Schilder, Scha frei gegebenen * Die Sta licher Sitzung ten Setoga. Beigeordneten ingenieur Kur * Vortrags bildung( Fran tragsverzeichnis taujah nicht all foll. Er lade jolcher Vorträg Hript( tunlid) Tht zu überle zeichnis in Fr einen Fragebo ideint Anfang geleitet; Bortr bis Mitte Apr jolgen nach Be * Am 1. tätstolonnen D Sanitätsfolonn Die Feier des Sanitätsfolonn anitaltung wer 15. Nr. 29. tariflichen m 14. März lung des Leh Bezirkstarifver m Falle erfolgte te aus formalen drei Fällen er ung schließt fid als Meinungs des Preußischen richt stellte feft, er Lehrlingsent abhinge, ob der hungsvertrag ist. der Lehrvertrag & habe. Dieses ling auch Arbeit, elt leiste. Gleich genannt werde. el zum Teil ein eise ein Arbeits: Bertrag. Soweit uch die tarifliche verbes, denn nur ntscheidung. Aud einer tariflichen sicht unterscheide chen und einen mern und In: atrechtlichen Beommen, daß sie Möglichkeit einer linien, oder wie en Parteien des ir auf den einen ent. Gründe sei das Auffassung des lediglich als Er liche Begründung r auf das Urteil Urteil sich vor gewerbe bezieht, erbezweige hat. orgartenbäume. ung anordnen? Derholt den Haus e in dem vor dem die Bäume ihre hellen Sommer ungen gearbeitet edoch die Entfer atten sich infolge mt gewandt, das Verfügung stützte Wohnungsgesetzes, zulässig ist, soweit ibt, daß die Woh nugung den an fie at das Preußische Bohnungsamtes für Zuständigkeit über eyes, auf den das hnung und ihrer ein Handeln des Bäumen vor dem indlichen Gegen wegen Beschaffer strecken, in dene ung des sich selb gestaltenden empfohlen werden hren sich im Spor Kör Materie und de ist wahrhaft tätig an Stärke, an Ge chen und auch das die Leistung rid betrieben wird, for hstmaß, beginnt di ne Passivität wird Das wichtigste, for nmer nur wenige Sport bas ord die von wenige aftlichen Zuschaue en aber leben nod schon längst für f an Eindrüde mi m Paffio- Sein, d der Wettfucht g In jungen Mensche annigfach und habe chts von der Siche ak find es das The , das Vereinsha die Lesehalle. oung fommt, maga Boltsbildung ist, Gelbittätigkeit d zuteil, deren Form Samstag, den 7. April 1928. ein Mangel der baulichen Beschaffenheit oder Instandhaltung innerhalb des örtlichen Anwendungsbereiches der Wohnungsaufsicht vorliegt, also z. B. wenn die Größe der Fenster den Anforderungen an Luft- und Lichtzuführung nicht entspräche, oder Dach oder Außenwände undicht wären und dergl. Ein solcher baulicher Mangel steht aber hier nicht in Frage, er ist auch nicht mittelbar, etwa infolge von Durchfeuchtung der Wohnräume durch den Baumwuchs, verursacht worden. Nach alle dem war das Wohnungsamt zu seinem Einschreiten nicht befugt.( Preuß. Oberverwalt.Ger. IV. A. 30. 26.) Lokales. Fest der Auferstehung. - Ostern.- Ein Rauschen zieht durch die Lüfte, als würde eine heilige, stille Zaubermacht die Wege ebnen zum Einzug neuen Lebens, neuer Auferstehung. Der Schöpfungsodem sprengt der Erde eisige Winterhülle, weckt in Feld und Wald, auf Baum und Strauch das schlummernde Leben und gibt ihm den Sieg über den Tod. So steigt die Sonne empor am Ostermorgen. Gebrochen ist des Todes finstere Macht und was des Menschen Geist kaum zu fassen vermag das Wunder ist vollbracht. Das Fest der Auferstehung ist wieder da. In der Natur fiegt das Leben über den Tod. Glaubensstark durchleben wir auch im Geist wieder das Wunder nach Golgatha. Und schöpfen Kraft. Weil wir an das Leben glauben, an die Auferstehung. Auch unser Volf geht noch immer einen schweren Weg. Es ist noch nicht Ostern Auferstehung. Wir sind noch unfrei und in Ketten. Am Rhein blinken noch gallische Waffen und hier und dort stößt man in der Welt noch immer die helfende deutsche Hand zurück. Ueber unser Vaterland wird trotzdem wieder die Sonne scheinen, wenn wir über dem Berg sind. Deutscher Frühling wird kommen, wenn wir unseren alten Herrgott nicht vergessen, ihm glauben, ihn zum Führer nehmen. Das deutsche Volk wird auferstehen, wenn reine Osterfeuer in allen deutschen Herzen wieder flammen. Ueber den Gräbern unseres nationalen Glückes werden einst Auferstehungsgloden erklingen. Das ist unsere deutsche Osterhoffnung. * Straßensperrungen, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V., Gießen. Kloppenheim- Bilbel, im Straßenzug Friedberg- Frankfurt, gesperrt vom 11. 4. bis auf weiteres; Umleitung über Friedberg Bad Homburg. Niederweisel Niedermörlen, im Straßenzug Gießen- Bad Nauheim, gesperrt vom 16. 4. bis auf weiteres; Umleitung über Butzbach Griedel- Rodenberg- Steinfurth. Bilbel- Landesgrenze, im Straßenzug Friedberg- Frankfurt, gesperrt vom 16. 4. bis auf weiteres; Umleitung über Bad Homburg Frankfurt. * * Straßensperre. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten ist die Provinzialstraße Nonnenroth- Grünberg im Orte Röthges bis auf weiteres für jeglichen Verkehr gesperrt worden. * Verkehrsstrafen. In der Zeit vom 1. bis 31. März 1928 wurden folgende Anzeigen wegen Zuwiderhandlungen durch Fahrzeugführer, bezw. Kraft- und Radfahrer gegen verkehrspolizeiliche Vorschriften erhoben: 19 Anzeigen wegen Fahrens zur Nachtzeit ohne hellbrennende Laterne, 12 Anzeigen wegen Fahrens auf Bürgersteigen, 13 Anzeigen wegen Fahrens mit übermäßiger Geschwindigkeit, 13 Anzeigen wegen Fahrens, ohne die rechte Straßenseite einzuhalten, 14 Anzeigen wegen Fahrens durch gesperrte Straßen, 72 Anzeigen wegen sonstiger Zuwiderhandlungen in verkehrspolizeilicher Hinsicht. * Die Reichsbahn hat zur vorübergehenden Unterbringung hilfsbedürftiger Kinder auf dem Lande oder in Heimen ermäBigte Fahrpreise ab 1. April festgesetzt. Der Fahrpreis beträgt ein Viertel der vierten Klasse bei Benutzung der dritten Klasse. * Sichtvermerke ins Ausland. Zu den Staaten, die keine Sichtvermerke mehr verlangen, gehört seit dem 1. April auch die Tschechoslowakei. Das Visum für Polen kostet 10 Mark, das Visum für Spanien je 25,50 Mark. * Das Reichswehrministerium hat angeordnet, daß bei der Einstellung in die Reichswehr Söhne von Kriegsteilnehmern und Kriegerhinterbliebenen besonders berücksichtigt werden sollen, wenn sie den gesetzlichen Voraussetzungen für die Einstel= lung in das Heer gerecht werden. * Die Zeit der Wahlen naht. Da macht das Kreisamt im Amtsverkündigungsblatt wieder auf die gesetzlichen Bestimmungen aufmerksam, die den Unfug, Wahlplakate auf Firmenschilder, Schaufensterscheiben, überhaupt auf alle dafür nicht frei gegebenen Stellen unter strenge Strafe stellt. * Die Stadtverordnetenversammlung beschloß in nichtöffentlicher Sitzung den Beitritt der Stadt zu der kürzlich gegründeten Hekoga. Die Stadt wird in dem Aufsichtsrat durch den Beigeordneten Dr. Hamm und den Stadtverordneten Oberingenieur Kurz vertreten sein. * Vortragsarbeit. Der Rhein- Mainische Verband für Volks: bildung( Frankfurt a. M., Kettenhof 3) stellt soeben ein Vortragsverzeichnis zusammen, das der Vermittlung und dem Austausch nicht allzu fostspieliger volksbildnerischer Vorträge dienen foll. Er ladet hierdurch jedermann ein, der zur Uebernahme solcher Vorträge aus seinem Fachgebiet bereit ist, ihm das Manustript( tunlichst in einer Kopie) für einige Tage zur Durchicht zu überlassen; kommt es für die Aufnahme in das Verzeichnis in Frage, so erhält der Verfasser bei der Rücksendung einen Fragebogen zur Ausfüllung. Das erste Verzeichnis erscheint Anfang Mai und wird allen interessierten Stellen zugeleitet; Vorträge, die hierin Aufnahme finden sollen, müssen bis Mitte April in der Hand des Verbandes sein. Nachträge folgen nach Bedarf. * Am 1. und 2. September halten die Freiwilligen Sanitätskolonnen vom Roten Kreuz in Hessen ihren 10. hessischen Sanitätskolonnentag in Gießen ab. Mit dieser Tagung wird die Feier des 25jährigen Bestehens der Gießener Freiwilligen Sanitätsfolonne vom Roten Kreuz verbunden. Zu der Veranstaltung werden zahlreiche Mitglieder der Roten- Kreuz- Sani,, Gießener Zeitung" tätskolonnen aus dem ganzen Hessenlande erwartet. Die Vorbereitungen für die Tagung sind bereits in regem Gange. * Steuernachrichten. mitgeteilt von der Firma Hessische Treuhandgesellschaft Felix Graetz& Dr. jur. Michel, Darmstadt, Georgenstr. 9. Fernspr. 2895. Reichssteuertermine. 5. April: Steuerabzug vom Arbeitslohn für die Zeit vom 16. bis 31. März 1928, bezw. wenn die bis zum zum 15. 3. 1928 einbehaltenen Beträge 200 RM. nicht überstiegen haben, vom 1. bis 31. 3. 1928. Keine Schonfrist. 10. April: Anmeldung und Zahlung der Börsenumsatzsteuer für März 1928. Keine Schonfrist. ausgenommen 10. April: Einkommensteuervorauszahlung, Landwirte, für das 1. Vierteljahr 1928 in Höhe von ½ der im letzten Steuerbescheid festgesetzten Steuerschuld. Keine Schonfrist. 10. April: Körperschaftssteuervorauszahlung für das 1. Vierteljahr 1928 in Höhe von einem Viertel der im letzten Steuerbescheid festgesetzten Steuerschuld. Keine Schonfrist. 10. April: Umsatzsteueranmeldung und Umsatzsteuervorauszahlung der Monatszahler für den Monat März 1928, der Vierteljahrszahler für das 1. Vierteljahr 1928. Schonfrist bis 16. 4. 1928. 20. April: Steuerabzug vom Arbeitslohn für die Zeit vom 1. bis 15. April 1928 für das Markenverfahren; für das Ueberweisungsverfahren, falls die vom 1. bis 15. 4. 1928 einbehaltenen Lohnbeträge 200 RM. übersteigen. Keine Schonfrist. Landessteuertermine für Hessen. - 5. April: Letter Tag für zuschlagsfreie Zahlung der am 25. 3. 1928 fällig gewesenen Gemeindesteuern: Grund, Gewerbe- und Sondergebäudesteuer. ( Teilweise andere Termine, deshalb siehe Bescheid.) esucht München Ausstellung ,, Heim und Technik“ Juni- Oktober 1928 Aus Nab und Fern. Oberhessen. Die oberhessischen Jungviehweiden der Landwirtschaftskammer werden um den 1. Mai den Weidebetrieb eröffnen. Die Meldungen an Jungtieren sind so zahlreich eingelaufen, daß es wahrscheinlich nicht möglich sein wird, sämt= liche Tiere aufzunehmen. Es sind rund 170 Fohlen und 700 Rinder gemeldet für die fünf Jungviehweiden: Lauterbach, ZellRomrod, Warthof bei Grünberg, Tiergarten bei Hungen und Wenigs bei Gedern. Die überaus starken Anmeldungen für die diesjährige Weidesaison sind in erster Linie auf die rege Propaganda für Schaffung von Weiden seitens des Grünlandvereins zurückzuführen, wahrscheinlich sind aber auch die guten Erfolge des Weideganges im Vorjahre mit die Veranlassung. 4* 4 Oberhessisches Vieh für Leipzig. Die Wanderausstellung der Deutschen Landwirtschafts- Gesellschaft, die vom 5. bis 10. Juli 1928 in Leipzig stattfindet, wird seitens der Provinz Oberhessen mit Vogelsberger Rindvich und Saanenziegen beschickt. Die Sammlung der Vogelsberger Rinderrasse besteht aus 2 Bullen, 3 jüngeren, 3 älteren Kühen und 2 Kalbinnen. Die Tiere sind je zur Hälfte aus den Kreisen Gießen und Schotten. Die Abteilung der Saanenziegen umfaßt 25 Tiere, davon 7 Böcke und 18 Ziegen. Der Zahl nach verteilen sich die Tiere auf folgende Kreisziegenzuchtvereine: Alsfeld 9, Lauterbach 8, Gießen 6, Friedberg 2. Es darf mit berechtigter Hoffnung darauf gerechnet werden, daß die oberhessischen Züchter wie bisher auf allen großen Schauen, so auch wieder auf der Deutschen Wanderausstellung in Leipzig mit Ehren bestehen werden. Lauterbach. Eine Zuchtviehversteigerung für Hessisches Fleckvieh soll am 25. April hier seitens der Landwirtschaftsfammer stattfinden. Anmeldeschluß ist am 13. April. Mainz. Anläßlich des im Juli in Wien stattfindenden Deutschen Sängerbundfestes hat die Stadt Mainz die größeren deutsch- amerikanischen Gesangvereine eingeladen, Mainz zu be= suchen. Mainz. Der frühere Oberbürgermeister von Mainz, Göttelmann, ist gestorben. Er war nicht nur ein treu deutscher Mann, sondern auch eine tieffromme evangelische Persönlichkeit. Für das Dekanat Mainz war er weltlicher Abgeordneter in dem Landeskirchentag und gehörte der Gruppe der Freien Landeskirchlichen Vereinigung an. Auch war er Leiter des evangelischen Kirchengesangvereins in Mainz. Als Kreisrat in Bensheim war er befreundet mit dem dortigen frühverstorbenen Pfarrer Guyot und hat wohl auch von ihm seine Zuneigung zum freien Protestantismus erhalten. Als Kreisrat scheute er sich nicht, selbst durch seinen Sologesang bei Kirchenkonzerten in der evangelischen Kirche mitzuwirken, und so sich zu seinem Glauben zu bekennen. Mit dieser Treue gegen den eignen Glauben verband er eine aus wirklicher Frömmigkeit kommende Toleranz anderer Ueberzeugungen. So wurde es möglich, daß er Oberbürgermeister von Mainz wurde und sich der größten Achtung aller Bevölkerungskreise erfreute. Dillenburg. Die Ermittlungen in der Mordsache Ortmann haben weiter ergeben, daß der Täter zur Beseitigung seines Opfers Blausäure angewandt hat. Obgleich der Verhaftete Jakob Schadt noch leugnet, das Verbrechen verübt zu haben, Nr. 29. reichen die angestellten Ermittelungen doch zu seiner Ueberführung aus. Kassel. Der Regierungspräsident in Kassel hat der„ OberHessischen Zeitung" in Marburg wegen ihrer Stellung gegen die Republik den Charakter als Amtsblatt entzogen. Bad Kreuznach. Stadv. Beck erstattete in der Stadtverordnetensizung Bericht über den Fall Kudzinsky, der Rech nungsdirektor bei der Stadthauptkasse war und seine Zuständigfeit weit überschritten hat. Strafverfahren ist gegen ihn eingeleitet worden. Mannheim. Jm Hafen sind die Kranführer, Maschinisten und Handwerker in den Streik getreten. Nieder- Ramstadt. In Anlehnung an die Epileptische Anstalt zu Nieder- Ramstadt wird demnächst ein Krüppelheim ( Krüppellehrlingsheim) eröffnet, das zur Berufseinschulung schulentlassener junger Krüppel aller Konfessionen Gelegenheit geben will. Die Straße von Gibraltar durchschwommen. Gibraltar. Mercedes Gleite ist es jetzt nach wiederholten Versuchen gelungen, die Meerenge von Gibraltar zu durchschwimmen. Fräulein Gleizze schwam am Donnerstagvormittag 8,50 Uhr von der Insel Palomas bei Tarifa ab und traf um 9,20 Uhr abends in Puenta Leona bei Ceuta in ausgezeichneter Verfassung ein. Vermischtes. Die Deutschen sind uns allen über". Ein amerikanischer Journalist, der zum Studium der europäischen Luftverkehrsverhältnisse auch als Fluggast der Deutschen Lufthansa auf verschiedenen deutschen und ins Ausland führenden Strecken flog, faßt sein Urteil über die deutschen Verkehrsflugzeuge in einem in der Springfield Republican erschie nenen Bericht folgendermaßen zusammen: „ Die Passagierflugzeuge der Deutschen Lufthansa sind anerkanntermaßen die besten der Welt. Der Versailler Vertrag verbietet den Deutschen Flugzeuge für Kriegszwecke zu bauen;" sie haben sich deshalb auf einen reinen Handelstyp konzentriert, u. das unvermeidliche Resultat ist ihre unbestrittene Ueberlegenheit auf diesem Gebiet. Diese Tatsache wurde mir auf dem Brüsseler Flughafen von einem Engländer, einem ehemaligen Kriegsflieger, der sich noch immer für die Fliegerei interessiert, unumwunden zugegeben. Eine große dreimotorige HandleyPage- Maschine der Imperial Airways war auf dem Flugfeld in Brüssel, als der dreimotorige Ganzmetall- Eindecker der Deutschen Lufthansa ankam. Beide werden für Passagier-, Postund Eildienst verwendet und beide waren neue Modelle. Nachdem er die deutsche Maschine besichtigt hatte, faßte der Engländer sein Urteil in die Worte zusammen: Diese Deutschen sind uns allen über!' In bezug auf Sicherheit hat die Deutsche Lufthansa ihrem Publikum so offenkundige Beweise gegeben, daß die Befürchtungen aller verständigen Leute besiegt sein müssen. Ich würde in Flugzeugen dieser Gesellschaft ebenso wenig Furcht vor Un fällen haben, wie in einem Auto in Sringfield Maß." * Das größte deutsche Landflugzeug. Die Vergrößerung der Reiseflugzeuge geht schrittweise vor sich, entsprechend der Entwicklung des Flugverkehrs. Vor zwei Jahren stellten die Junkerswerke ihre dreimotorige G 24 in den Dienst, die 11 Fluggästen Platz bot, und zwar in einem einzigen Raum. Einen gewaltigen Fortschritt auf diesem Gebiet bedeutet ein neuer Junkerstyp, die G 31, die äußerlich ihrer Vorgängerin entspricht, deren Größenverhältnisse aber ganz andere sind. Die G 31, die vor einigen Tagen von der Deutschen Lufthansa in den Dienst gestellt wurde, ist zurzeit das größte deutsche Landflugzeug. Es bietet 15 Fluggästen Raum, und zwar in drei nebeneinander liegenden Kabinen, denen der Frachtraum vorgelagert ist. Alle Räume sind unter sich durch Türen verbunden, auch ein Waschraum ist vorhanden. In bezug auf Bequemlichkeit übertrifft die Einrichtung der Kabinen selbst den komfortabelsten D- Zugwagen erster Klasse, so daß die Fluggäste auch physisch in der Lage sind, lange Strecken ohne Unterbrechung im Tag- und Nachtflug zurückzulegen. Die G 31 vertehrt naturgemäß vorerst nur auf den großen internationalen Strecken. Sie ist mit drei luftgekühlten Motoren zu je 420 PS. ausgestattet, verfügt also mit 1260 PS. über eine ganz respektable Maschinenleistung. Ihre Geschwindigkeit beträgt 170 Kilometer in der Stunde. Die bequemen Ledersessel sind an beiden Längsseiten angeordnet, und zwischen je zwei Sitzen sind Schiebefenster angebracht, die bequem geschlossen und ge= öffnet werden können. Bücherecke. „ Westermanns Monatshefte" sind in ihrer Aprilausgabe wieder von ungeahnter Vielseitigkeit. Farbensatte Bilder um= rahmen Plaudereien über die verschiedensten Themata. Prof. Dr. Hans Tieze beleuchtet das Verhältnis Albrecht Dürers zur deutschen Nachwelt und vieles weitere Schöne erfreut uns. Die großen Ueberraschungen der Frühjahrsmode offenbart das neue Heft der ,, Eleganten Welt", das soeben erscheint. Geschäftliches. Die neuen Chevrolet- Modelle, die seit etwa einer Woche von den General- Motors- Händlern in allen Teilen des Reichs vorgeführt werden, haben beachtliche Erfolge zu verzeichnen, Die Cheprolet- Ausstellungsräume am Kurfürstendamm in Berlin z. B. allein hatten in drei Tagen über 14 000 interessierte Besucher zu verzeichnen. Im Montagewerk der General- Motors in Berlin- Borsigwalde wird unter Hochdruck gearbeitet, um den einlaufenden Bestellungen nachzukommen. Die Erfolge der neuen Chevrolett- Modelle sind in erster Linie der durch zahlreiche technische Verfeinerungen gesteigerten Leistungsfähigkeit des Wagens zuzuschreiben und deren Wert durch die bedeutenden Preisermäßigungen besonders betont wird. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Samstag, den 7. April 1928. Rauchst Du Nicolai, So bist Du sorgenfrei! Qualitäts- Tabake mild, fein, bekömmlich Zur Hochzeit, allen Festen und Gelegenheiten fertigt Reden, Heimverlag, Radolfzell a. Bodensee. Gießener Zeitung" PRESTO Beste Qualität Billigster Preis= Verkauf durch Jakob Schupp, Gießen Seltersweg 83 DISCONTO- GESELLSCHAFT BERLIN Zahlreiche Zweigniederlassungen in Deutschland. Bankmässige Geschäfte aller Art. Bilanz am 31. Dezember 1927. R- M Pf. Passiva Aktiva Kasse, fremde Geldsorten, Coupons u. Guthaben bei Noten- und Abrechnungsbanken Wechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen Nostroguthaben b. Banken u. Bankfirmen Reports und Lombards gegen börsengängige Wertpapiere Kommandit- Kapital Allgemeine( gesetzliche) Reserve. 63 866 690 30 Besondere Reserve hierzu Überweisung aus dem Reingewinn 321 800 917186 155 799 268 88 Gläubiger 69 149 992 72 Vorschüsse auf Waren und Warenverschiffungen 131 589 664 42 Eigene Wertpapiere Konsortial- Beteiligungen Beteiligung bei der Norddeutschen Bank in Hamburg Beteiligung bei dem A.Schaaffhausen'schen Bankverein A.-G. Dauernde Beteiligungen bei anderen Banken und Bankfirmen Schuldner in laufender Rechnung Einrichtung Bankgebäude Sonstige Liegenschaften 9 Soll 742 206 534 18 9 644 894 68 24 290 847 99 12 000 000 25 000 000 33 749 849 50 527 816 97807 1 30 471 792 5 742 150 Akzepte und Schecks Wohlfahrtsfonds für die Angestellten Noch nicht abgehobene Gewinnanteile der früheren Jahre. 100% Gewinnanteil aut Rm1350000CO Kommandit- Anteile Gewinnbeteiligung des Aufsichtsrats Uebertrag auf neue Rechnung. 1410923047 42 Gewinn- und Verlust- Rechnung 1927 Verwaltungskosten einschl. Gewinnbeteiligung der Geschäftsinhaber, Direktoren, Prokuristen und Angestellten Steuern Zu verteilender Reingewinn R- M Pf. Haben Vortrag aus 1925 Effekten 47 474 393 14 Provision 7 206 146 63 15 374 430 89 70 054 970 66 Wechsel und Zinsen Beteiliguug b. d. Nordd. Banki. Hambg. Beteiligung bei dem A Schaaffhausen'schen Bankverein A-G. Dauernde Beteiligungen bei anderen Banken und Bankfirmen Bildfunk.... Wie lange wird es noch dauern, bis in jedem Heim/ wie heute ein Radio- Empfänger/ auch der Bildfunk- Apparat fteht, der durch drahtlofe Bild- Übertragung erft die techniſche Vollendung des Rundfunks bringt? Uber alle Fortfchritte auf diefem Gebiet wie auch über viele andere intereffante Dinge erzählt( jedem verftändlich) die größte Funkzeitfchrift Der Deutsche Rundfunk, der überdies allwöchentlich fämtliche ausführlichen Programme aller in- und ausländifchen Sender bringt Einzelheft 50 Pf. Monatsbezug RM 2- Man beſtellt am beften beim Poftamt oder bei einer Buchhandlung. Probeheft gern umfonft vom Verlag, Berlin N 24 Möbel Schlafzimmer Wohnzimmer Herrenzimmer Küchen auf bequeme Tellzahlung R- M Pf. 135 000 000 48 000 000 2 000 000 1 000 000 186 000 000 1139397056 68 288 350 73 2 765 000 98 209 80 13 500 000 656 756 75 217 674 14 1410923047 42 Pf. 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