Nr. 2. erind eilt) rich ereier schaftsMaurerstereien miedereien" offene ch, nntlich ohne de as men n und men, ichtigen sgaben sster 1. Summen Inkosten It kannten tig. en, ., Abitur Inleitung durch Dr. Woitit, Berlin W. 50 Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Erscheint: Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Saus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr.- Für Aufbewahrung oder Rüd. Sendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Jahrg. 1. Blatt Politische Tagesschau. Die Reichsregierung ist gegen die Abstriche des Reichsrats am Seresetat, die schwersten Bedenken werden gegen die Streichung der Summe für den Neubau eines Panzerfreuzers erhoben. Nach den neuesten statistischen Feststellungen beträgt die Gesamtauslandsverschuldung Deutschlands z. 3t. 9 Milliarden Reichsmart, zuzüglich der Daweslaften. % Das Gutachten des Reichswirtschaftsministe= riums über die Möglichkeit eines Zollabbanes soll dem Reichs: fabinett noch im Laufe dieses Monats vorgelegt werden. Die Sowjetwahlen sind auf Betreiben einiger wirischaftspolitischer Organisationen bis zum Herbst 1928 verschoben. * Im Samburger Staatshaushalt für das verflossene Jahr ist mit einem Defizit von 19,5 Millionen zu rechnen. An der polnisch- litauischen Grenze ist es zu ernste haften Schießereien zwischen litauischen und polnischen Grenzsoldaten gekommen. Ein Litauer wurde ge.ötet. Der teuere Parlamentarismus. Sehr splendid ist der Haushalt des Reichstags im Reichsstat für 1928. Wir entnehmen der umfangreichen Aufstellung folgende Angaben: An Postgebühren find rund 60 000 Mark im Jahre vorgesehen. Die Eisenbahnfreifahrt( 1. Klasse) für die Abgeordneten belastet den Etat mit 1268 000 Mart, während die Aufwandsentschädigung für die 493 Abgeordneten einschließlich der Aufwandsgelder des Präsidenten in Höhe von 36 000 M unter Berüdsichtigung der gefekt. Abzüge die immerhin nette Summe von 4 400 000 Mart verschlingt, der Umbau der Küchenanlagen im Reichstagsgebäude erfordert allein 130 000 Mart, und für die Ergänzung, bezw. Erneuerung von Ausstattungsgegenständen in der Amiswohnung der Reichstagspräsidenten, in der 3. 3t. Herr Löbe domiliziert, sind nicht weniger als 10 000 Mart in einem Jahre notwendig. Insgesamt erfordert der Apparat des Reichsparlaments an fortdauernben und einmaligen Ausgaben 7 600 329 Mark. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. Mr. Samstag, den 7. Januar 1928 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. Total 12 Pfg., die 90 mm breite Retlame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt, für Volltlischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 3 von Aufträgen für Lokomotiven an deutsche Firmen durch die| Die Hessischen Wahlrechtsbeschränkungen südafrikanische Regierung, beschloß die Versammlung der britischen Reichsproduzentenorganisationen ihren angegliederten Körperschaften in Südafrika ein Telegramm zu senden und sie auf die ernsten Folgen aufmerksam zu machen, die die Verfolgung dieser Politik für die südafrikanischen Waren auf dem britischen Markt haben würden. Bolnischer Wahlkampf. Kampf den Minderheiten! - Auch für die Republik Polen gibt es in diesem Jahre Wahlen zum Sejm, dem„ Reichstage" im Lande des Weißen Adlers. Diesen Wahlen sehen die Polen mit einiger Besorgnis entgegen. Nicht als ob etwa zu fürchten sei, daß„ staatsfeindliche Elemente die Mehrheit erhalten werden, diese Ges fahr besteht nicht. Aber den Warschauern ist überhaupt jeder Zuwachs, den die Opposition erhalten könnte, überaus unange nehm. Nach amtlicher polnischer Berechnung leben in Polen 1 059 000 3,9 v. H. der Gesamtbevölkerung Deutsche, ferner 1 060 000 7,8 v. 5. 3,9 v. 5. Weißrussen, weiter 2 111 000 Juden, schließlich 3 899 000: 14,3 v. 5. Ruthenen und Utrainer, dazu kommen noch gegen 70 000„ Sonstige". Diese Minderheiten machen 29,9 v. 5. der Gesamtbevölkerung Bolens aus. Selbstverständlich wissen die Polen sehr wohl, was diese Zahl für sie bedeutet. Aus ihrer ganzen Behandlungsweise der Minderheiten geht ja auch seit Jahr und Tag zur Genüge hervor, wie hoch man in Warschan diese Minoritätengefahr einschätzt, die man glaubt am zmedmäßigsten durch Niederknüppelung zum Schweigen zu bringen. Daß die Minderheiten zur bevorstehenden Wahl sich, wenigstens die meisten haben es getan, zu einem Blod zusammengetan haben, war der einzig mögliche Ausweg; hätten sie das nicht getan, würden sie nach der neuen polnischen Wahlgeometrie zerrieben werden. Nun gilt der Kampf der Polen diesem Blod, dem man in den letzten Tagen polnischerseits seine Zeitung„ Ratio" verbot. Raub des deutschen Volksvermögens durch die Tschechoslowakei. Das Prager Abgeordneten- Haus hat ein Gesetz angenommen, durch das die reichsdeutschen Besitzer der auf Goldmark lautenden Obligationen verschiedener nordböhmischer Bahnen, nahezu enteignet werden. Es handelt sich hier um eine Gesamtforderung von etwa 300 Millionen Goldmart, an der besonders viele fleinen Sparer Sachsens interessiert sind. Das tschechische EntGas Explosion u. Hauseinsturz in Berlin. eignunggeses hatte eine deutsche Protestnote zur Folge. Die Jm Haus Nr. 116 der Landsberger Chaussee in Berlin N. war am Nachmittag ein Gashausanschluß gelegt. Des nachts um 12 Uhr erfolgten plötzlich zwei heftige Detonationen. Krachen, Donnern und menschliche Schreie. Dann fand sich ein Teil der Hausbewohner in einem wraden Teil ihres Hauses, wenn auch in höchster Aufregung, aber doch am Leben. Die anderen deckte ein 10 m hoher Schutt- und Trümmerhaufen. Nur 11 Todesopfer. Berlin. Wie die polizeilichen Feststellungen jetzt ergeben haben, ist die Zahl der Toten bei der Explosionstatastrophe in eisbergstraße 24. der Landsberger Allee erfreulicherweise nicht so hoch, wie bisere Inserenten Fari Wäiche war 1928 Goetheitr. 31. CCCCCE n her angegegeben wurde. Sicher ist, daß 11 Personen getötet wurden und ungefähr 10 noch vermißt werden. Daß die Zahl der Toten so hoch angegeben wurde, ist auf die allgemeine Verwirrung zurückzuführen, sowie darauf, daß die Sausbewohner Leichen zu erkennen glaubten, von denen die Angehörigen feststellten, daß es sich um andere Tote handelt, sodaß also Doppelzählungen vorgenommen wurden. An Stelle der gestern abend zurückgezogenen Polizeimannschaften hat der städtische Schlachthof fünfzig Arbeiter zur Verfügung gestellt, die sich an den Aufräumungsarbeiten beteiligen. Wie wir erfahren, wird die Feuerwehr ihre Aufräumungsarbeiten erst dann einstellen, wenn zuverlässig feststeht, daß keine weiteren Opfer mehr sich unter den Trümmern der eingestürztes Saules befinden. 碗 Ehrung des deutschen Botschafters in London. hlung und mit dem( Vereinigung für neuere Sprachen) ernannt worden ordruck, üren rabzug- Vordruck, ssen. Zum Präsidenten einer englischen Sprachgesellschaft ernannt. London. Der deutsche Botschafter in London, Dr. Sth a mer ist zum Präsidenten der Modern Language Association Es ist das erstemal, daß dieses Amt der Gesellschaft, die Erziehungsund Bildungszweden dient und über ganz England verbreitet ist, einem Deutschen angetragen worden ist. Auf der Hauptverjammlung der Gesellschaft hielt Dr. Sthamer eine Ansprache über die Entwicklung der modernen deutschen Sprache. Auf dem gestern abend stattgefundenen Banket der Gesellschaft führte der deutsche Botschafter den Vorsitz. Die Lieferungsaufträge der südafrikanischen Regierung an deutsche Firmen. London. Nach Besprechungen mit den Vertretern der füh zenden britischen Lokomotivfabrikanten über die Verleihung „ Prager Presse", das deutsch geschriebene Organ des viel= gewandten Herrn Dr. Benesch, wendet sich in einem amtlich inspirierten Artikel sehr heftig gegen die Note der Deutschen Reichsregierung in der Frage der Einlösung der Markprioritäten durch die tschecho- slowakei und spricht die Vermutung aus, daß die späte Ueberreichung dieser Note auf einen Druck einer finanziellen Spetulationsgruppe zurüdgehe. Genossenwirtschaft. Vor dem Mieteinigungsamt in Gidelstedt bei Hamburg stand dieser Tage eine Räumungsflage eines Arbeiters gegen einen Altonarer Gastwirt an, der sich in Eidelstedt eine Billa gekauft hatte. Sechs Räume standen zur Aufnahme des Villenbesizers bereit, nur zwei Hinterzimmer wurden von dem Arbeiter bewohnt, gegen den der Wirt den Antrag auf Räumung der Wohnung stellte, obgleich für den Arbeiter Ersazwohnraum nicht zu beschaffen war. Der Vorsitzende des Mieteinigungsamtes suchte dem Vertreter des Villenbesizers flar zu machen, daß der Arbeiter obdachlos würde. Der Vertreter pochte auf das Recht des neuen Besizers. Als die Personalien festgestellt wurden, ergab sich, daß der eifrige Villenbesiker- Bertreter niemand anders war als der tommunistische Spizenkandidat und Senator Köhnsen. Nun stellte einer der Beisiger die Frage an den Herrn Senator, ob er es denn als Kommunist verantworten tönne, einen Arbeiter obdachlos zu machen, worauf ihm taltlächelnd bedeutet wurde, daß er hier nicht als fummunistischer Senator, sondern als Privatmann tätig sei. Es kommt hinzu, daß der Villenbefizer fein anderer ist als der Wirt des tome munistischen Hauptquartiers in Altona. Senator, sondern als Privatmann tätig sei. Es tommt hinzu, ( Aus der sozialdemokratischen„ Leipz. Volksztg.".) * Ueber 200 000 Pfändungen. Wien, die Stadt der meistbeschäftigten Gerichtsvollzieher. Wie aus Wien berichtet wird, brachte das vergangene Jahr der Stadt Wien einen Reford. Die Gesamtzahl der Zwangsvollstreďungen betrug im Jahre 1926 über 200 000, im Jahre 1927 dagegen 250 000 Pfändungen. Diese Ziffer umfaßt auch die Fälle, in denen ein Vollstreckungsorgan zu den Parteien entfandt wurde. Vergleicht man diese 3iffer mit der Einwohnerzahl Wiens, so gelangt man zu der Feststellung, daß gegenwärtig jährlich auf jeden 7. Wiener eine Zwangsvollstreckung entfällt. vor dem hessischen Staatsgerichtshof. In der Nr. 17 der„ Sessischen Hausbesizer- Zeitung" vom 5. September 1927 ist die vom hessischen Landtag beschlossene Wahlrechtsbeschränkung behandelt und dabei zum Ausdruck gebracht, daß neben der moralischen auch die rechtliche Seite der Angelegenheit starten Zweifeln begegnet. Inzwischen hat der Staatsgerichtshof für das Deutsche Reich sich in seiner Sigung vom 17. Dezember 1927 mit der Restmäßigkeit derartiger Wahlbeschränkungen befaßt. Außer Sessen haben noch Baden, Sachsen, Mecklenburg, Hamburg derartige Geseze erlassen. Während für andere Staaten die Aufwertungspartei Klage beim Verwaltungsgerichtshof verfolgt hatte, hatte dies in Hessen die Wirtschaftspartei des deutschen Mittelstandes getan. Der deutsche Staatsgerichtshof hat diese Wahlrechtsbeschränkungen, die sich gegen die sogenannten Splitterparteien richten, als mit der Verfassung unvereinbar und für ungültig erklärt. Damit tritt nun die Frage über das rechtmäßige Zustan gefommen des am 13. November 1927 neu gewählten Hessischen Landtages in den Vordergrund. Ueber diese Frage hat, da der Hessische Landtag selbst nicht Harakiri an sich üben will, der Sessische Staatsgerichtshof in aller Kürze zu entscheiden. Von dieser Entscheidung wird es abhängen, ob zum Hessischen Landtag nochmals gewählt werden muß oder ob der alte Landtag bestehen bleibt. Es haben in dieser Sache bereits Vernehmun gen durch den Berichterstatter stattgefunden. Der Hessische Staatsgerichtshof setzt sich zusammen aus 5 Berufsrichtern und 8 Abgeordneten. Merkwürdig an dieser Zusammensetzung ist nur das, daß die 8 Abgeordneten über ihre eigne Sache als Richter zu entscheiden haben. Dieser Umstand berechtigt zu einer gewissen Stepsis in Bezug auf die Erwartung, daß etwa der Hessische Staatsgerichtshof die Folgerung aus dem Spruch des Staatsgerichtshofes für das Reich ziehen würde. Ob in der Zusammensetzung des Hessischen Lantages durch Neuwahlen eine wesentliche Henderung eintritt, möchten wir bezweifeln. Lediglich die Wirtschaftspartei, die die Wahl ana gefochten hat, erwartet bei ihrem Auftreten mehrere Mandate. Allgemein wird aber eine noch geringere Beteiligung an der Wahl als am 13. November befürchtet. Der„ Hessische Volts. freund" sprach fürzlich nur von 30% Beteiligung. Schon alsbald nach Bekanntwerden des Spruchs des deutschen Staatsgerichtshofes in Leipzig sollen in Berlin Verhand lungen unter den Reichstagsparteien stattgefunden haben, die Darauf hinausgehen, durch eine Aenderung der Reichsverfassung derartige Wahlrechtsbeschränkungen mit der Verfassung in Einklang zu bringen. Zu einer Verfassungsänderung bedarf es bekanntlich einer Zweidrittelmehrheit. Wir halten sowohl die Wahlrechtsbeschränkungen der Län der wie auch eine darauf hinzielende Aenderung der Reichs verfassung für verfehlt, denn beides tommt auf eine AusnahmeGesetzgebung hinaus. Zwangweise wird man das Volk niemals zusammenführen können. Bom Presseamt des Sessischen Staatsministeriums wird unterm 6. Januar 1928 dazu geschrieben: In verschiedenen Blättern des Landes finden sich Auss lassungen, die eine beschleunigte Entscheidung des Hessischen Staatsgerichtshofs über die Anfechtungsflagen gegen die Landtagswahl 1927 fordern. Um etwaigen Mißdeutungen zu begegnen, darf folgendes festgestellt werden: Die dem Hessischen Staatsgerichtshof vorliegenden Klagen auf ungültigkeit der Landtagswahl 1927 gründen sich sämtlich auf das bekannte Urteil des Staatsgerichtshofs für das Deuts sche Reich in Leipzig vom 17. Dezember 1927. Es ist darum selbstverständlich, daß der Hessische Staatsgerichtshof nicht eher seine Entscheidung fällen tann, bis ihm das Leipziger Urteil mit seiner Begründung vorliegt. Bis jetzt ist das Urteil von Leipzig bei der Hessischen Regierung aber noch nicht eingegangen. Es ist dabei wieder zu beachten, daß dem Staatsgerichtshof für das Deutsche Reich u. a. auch Richter aus Berlin und München ange= hören, denen das Urteil mit seiner Begründung vor der Ausa fertigung erst zur Unterschrift vorgelegen haben muß. Das nimmt naturgemäß mehrere Tage in Anspruch, wie auch die Ausfertigung durch die Kanzlei des Staatsgerichtshofs für das Deutsche Reich dann noch einige Tage Zeit beanspruchen wird. Unter Berücksichtigung aller dieser Umstände darf wohl damit gerechnet werden, daß das Urteil von Leipzig taum vor Ende nächster Woche hier eingehen kann. In der Zwischenzeit werden durch den Berichterstatter des Hessischen Staatsgerichtshofs die nach Art. 6 Abs. 2 des Gesezes über den Staatsgerichtshof vom 13. Mai 1921 vorgeschriebenen Ermittlungen, Beweiserhebungen usm. bereits vorgenommen; teilweise sind sie noch im Gange. Sierbei sei bemerkt, daß die Klage der Evangelischen Volksge= meinschaft überhaupt erst am 31. Dezember 1927 beim Hessischen Staatsgerichtshof eingereicht worden ist. Danach ist also von den zuständigen hessischen Stellen alles getan, um raschenstens die Entscheidung des Hessischen Staatsgerichtshofs herbeiführen zu können, sobald das Leipziger Urteil mit seiner Begründung vorliegt; vorausgesetzt, daß durch das Urteil von Leipzig nicht meitere Ermittlungen notwendig werden. Jedenfalls kann zur Zeit von einer Terminsbestimmung, wie er durch die Presse geht, noch nicht geredet werden. Nr. 3. Cumbing, ben 7.3 Di Samstag, den 7. Januar 150N5 ,, Gießener Zeitung" Gutachten Ses ordentlichen Professors des öffentlichen Rechts an der Universität Kiel, Dr. Walter Jellinek, 910 über die Gültigkeit des hessischen zweiten Gesetzes zur Abänderung des Landtags- Wahlgefeges vom 27. September 1927. ( Auf dringenden Wunsch des Landesverbandes Hessen der Reichspartei des deutschen Mittelstandes in wenigen Tagen angefertigt.) Mit nicht geringer Aufmerksamkeit verfolgt alles den Kampf der neuen Parteien um Gleichrechtigung und Lebensraum. Unzufriedenheit mit dem, was die großen Parteien bisHer stets versprochen und nie gehalten haben, machte die WähTerschaft müde oder veranlaßt dieselbe, ihre betrogenen Ho nungen nun zu anderen Parteien zu tragen. Da standen die Großen in den Barlamenten auf, sprachen von Splitterparteichen, stöhnten, wo bleibt da Fraktions- und Koalitionsmöglich feit, und schufen Landesgesetze, die den Anhänger dieser neuen Gruppen, zum Staatsbürger zweiter Klasse stempelten. Hessen fiel, wie immer bei solchen Gelegenheiten, dadurch vor allem auf, daß es in der Aufrichtung dieser Hindernisse besonders eigenartig vorging. Die Geschädigten suchten und fanden vorm Deutschen Staatsgerichtshof ihr Recht. Den Vertretern der Wirtschaftspartei des deutschen Mittelstandes lag dabei das hier zum Abdruck gebrachte Gutachten vor. Die Schriftttg. Das hessische Zweite Gesetz zur Abänderung des Landtagswahlgesetes, vom 27. September 1927, ersetzt im Art. I 1 den bisherigen Art. 17 Abs. 2 Sat 1 und 2 des Landtagwahlgesetzes vom 16. März 21/15. Oft. 24 durch folgende Vorschrift: ..Die Wahlvorschläge müssen von mindestens 7000 Wählern unterzeichnet sein. Für jeden Vorschlag sind mit der Einreichung der Wahlvorschläge bei dem Landeswahlleiter 5000 Reichsmark efnzuzahlen. Der eingezahlte Betrag verfällt der Staatskasse, wenn fein Bewerber des Wohlvorschlags zum Abgeordneten gewählt wird; andernfalls wird der Betrag unverzüglich nach der endgültigen Feststellung des Wahlergebnisses zurückgezahlt. Die Vorschrift in Artikel 22a wird hierdurch nicht berührt. Handelt es sich um Wahlvorschläge von Personenvereinigun gen politischer, wirtschaftlicher, weltanschaulicher oder irgendwelcher anderen Art, die in dem letzten Landtag während der gesamten Wahlperiode vertreten gewesen sind, so genügt die Unterzeichnung von mindestens 50 Wählern. Der Einzahlung des Betrages von 5000 Reichsmark bedarf es für diese Vorschläge nicht." Der am Schlusse des ersten Absatzes der neuen Vorschrift genannte Art. 22a bestimmt: ,, Als Beitrag zu den Kosten der Herstellung und Versendung der Stimmzettel ist der Betrag von 200 RM. bei dem Landeswahlleiter einzuzahlen. Erst mit der Einzahlung gilt der Vorschlag als eingereicht." Siernach ergibt sich folgendes Bild: II Unterschriften zahl Land Breußen Sachsen IV III Für einen Verhältnis Abgeord- vou II zu III netensitz in runden erforderliche Zahlen Stimmenzahl 1500 40000 4% 500 22939 2% Thüringen 2000 15000 13% Sessen 7000 9356 87% Hamburg, Stadt 3000 3550 85% Hamburg Land 1000 3336 30% Mecklenburg- Schwerin 3000 6000 50% Braunschweig 1000 5017 20% Medlenburg- Strelig Wahlkreis 1 1000 1494 67% Wahlkreis 2 200 1227 16% 1500 1574 Es fragt sich, ob die neue Vorschrift nicht gegen die Richtlinien der Reichsverfassung und gegen Art. 10 der hessischen Berfassung verstößt. Nach Art. 17 I RV. muß die Volksvertre tung in den Ländern in allgemeiner, gleicher, unmittelbarer und geheimer Wahl... nach den Grundsägen der Verhältniswahl gewählt werden". Nach Art. 10 II der hessischen Verfassung gilt für alle auf Grund der Verfassung vom Volke vorzunehmenden Abstimmungen ,, das allgemeine, geheime, gleiche, unmittelbare Stimmrecht." Bedenken erregt, daß sich bei neuen Parteien 7000 Wahlberechtigte durch Unterschrift, also offen, zur Partei bekennen müssen, und daß solche Parteien 5000 RM. an die Staatskasse verlieren, wenn sie nicht wenigstens einem Bewerber einen Git verschaffen. 1. Die siebentausend Unterschriften. Danzig( Entwurf) 95% 60 000-1% - 60 Bieber ifts Gonn Pflichten, gehörten be bes Rädchen eingefeh etwas in Bewegung a nicht geheimes- Zulassungsverfahren voraus. Die Zahl der Der eine Tag ift bie Sand gegeben al auf daß sie, nachdem Was sollst du mi heimen Vorabstimmung geht nach dem Ausführungsgesetz ein thr zahlen solle nach hierfür beizubringenden Unterschriften beträgt 5000( A.G.§ 3, Die fließende Zeit if Bolfsentsch.- G.§ 27 I), ermäßigt sich aber auf ein Zehntel der leit. Wenn du weis Stimmberechtigten, wenn deren Zahl geringer ist als 50 000( AG. aus der irdischen 3 § 5 II). Bei 30 000 Stimmberechtigten müssen also 3000 unter abgestandenen Beche schreiben, 10 000 genügen für das- geheime AbstimmungsIverlangen, so daß also im allerungünstigsten Falle das Verhält- irdischen Becher Shop Die Zahlen für die Reichstagswahl wären 500. Die Zusammenstellung ergibt, daß innerhalb der geltenden Landtagswahlgeseze die in Hessen verlangte Unterschriftenzahl nicht nur absolut, sondern auch verhältnismäßig am größten ist. Hamburg- Stadt folgt mit dem Sundertsaze dicht auf, bleibt aber mit der absoluten Zahl weit zurüc; zudem sind in einer Großstadt Unterschriften leichter zu beschaffen als in einem ausgedehnten Lande. Auch der Danziger Entwurf bleibt mit der absoluten Zahl zurück, übertrumpft aber Hessen noch mit der Hundertzahl. Es ist daher verständlich, daß in Danzig, ähnlich wie in Hessen, eine benachteiligte Gruppe alle Hebel in Bewegung setzt, um die Verfassungswidrigkeit der geplanten Wahlrechtsnovelle darzutun( vergleiche Danziger Mieterzeitung v. 25. August und 25. September 1927). Die Zusammenstellung beweißt aber auch, daß man aus dem möglicherweise schweigenden Geschehenlassen der Wahlgesetzänderungen in anderen deutschen Ländern nicht auf die Zulässigkeit der Hessischen Regelung schließen darf. Denn nirgends sind die Neuparteien so hart angefaßt worden wie in Hef= sen. Sessen ist nicht das einzige Land, das sich gegen neuauftauchende kleine Parteien durch eine hohe Unterschriftenzahl bei Einreichung der Wahlvorschläge schützen will. Preußen verlangt 1500 Unterschriften(§ 17 I), Sachsen seit dem Geseze vom 6. Oftober 1926 500, Thüringen seit dem Geseze vom 21. Dezember 1926 2000, Medlenburg- Schwerin seit dem Geseze vom 13. April 1927 3000, Medlenburg- Strelit seit der gesetzkräftigen Verordnung vom 5. Mai 1927 im ersten Wahlkreis 1000, im zweiten Wahlkreis 200, Samburg seit dem Geseze vom 27. Juli 1927 im ersten Wahlkreis( Stadtgebiet) 3000, im zweiten Wahlkreis ( Landgebiet) 1000, Braunschweig seit dem Geseze nom 4. Oktober 1927 1000 Unterschriften. In Danzig steht ein Gesez- Entwurf 1500 Unterschriften für neue Parteien vor. nis der Unterschriften zur Gesamtzahl der zugunsten des Vermelstiefen Ewigkeits Dann bist du fi Langens Abstimmenden 30% beträgt. Es ist nicht meine Ansicht, ber dich für diefen daß diese Zahl das Verhältnis der„ Macher" zu den„ Mit- losgesprochen von de läufern" im allgemeinen trifft, die Macher sind meist viel gerin- Sabbat heiligen!- ger an Zahl. Aber soviel ist sicher, daß das Verhältnis jene 33% undzwanzig Stunden, offene Bekenntnis zur Partei im Grenzfalle von bis zu 87% Nicht nur äußerl unter feinen Umständen überschreitet. Wenn also Sessen das Darum sollst du Chri ihrer Anhänger verlangt, so verstößt die Vorschrift unbedingt gen. Im tiefsten Hera gegen den Grundsatz des Wahlgeheimnisses, denn sie zwingt auch Tage dich die Zeit er Sie„ Mitläufer", die bloßen Anhänger zur Offenbarung ihrer Parteizugehörigkeit.. Es ist hier nicht der Ort, die politische Zweckmäßigkeit der Hessischen Neuregelung zu erörtern. Nur sei der, auch das juristische Urteil leicht unbewußt trübenden, Ansicht entgegen getreten, als sei das Verhältnis- Wahlverfahren mit dem notwendigen Fehler behaftet, eine Prämie auf Parteizersplitterung auszusehen, wie man sich gedantenlos auszudrüden beliebt, welchem Fehler dann mit Drosselungen neuer Parteien entgegengetreten werden müsse. Daß das Verhältniswahlverfahren an der Parteizersplitterung unschuldig ist, habe ich in dem Aufsak„ Verhältniswahl und Führerauslese" im Arch. öff. R. 50( 1926) G.71 ff. statistisch nachzuweisen gesucht. Ebendort findet sich die Warnung, es nicht für eine endgültig ausgemachte Sache zu halten, daß zerstreut auftretende Minderheiten für den Staat weniger wertvoll seien als geschlossen auftretende( S. 98). Man dente nur an die dünn über das ganze Land verstreuten Deutschen in Estland( vergl. S. Gerber in der Festschrift f. Traeger 1926 S. 231 ff.), die politisch tot gemacht wären, wenn man sie ähnlich hätte behandeln wollen wie die Neuparteien in den deutschen Wahlgesegnovellen des lehten Jahres. II. Die 5000 Reichsmart. Auch mit dem Verlangen nach Zahlung von 5000 RM. befindet sich Hessen an der Spize aller deutschen Länder. Hamburg, Med lenburg- Schwerin und Sachsen erheben 3000 RM., MecklenburgStrelit 2000 RM., der Danziger Entwurf sieht 3000 Gulden vor. Die Einrichtung ist verhältnismäßig neu, Sachsen machte mit Gesetz vom 6. Oftober 1926 den Anfang. feiten, du nun einen Wesen zu erfüllen ber vergiß, das auch dies mitsamt dem Inhalt, ein Tag, da du am nadt und bloß-Al- Auge, das ſonne lauen wird. Mögen dann 5 Meer der Ewigkeit anfangen zu leuchter des Ewigen: All diesen Bestimmungen stehen schwere rechtliche Bedenken im Wege. Das Wahlrecht muß nach RV. Art. 17 I ,, allgemein" sein. Damit wendet sich die RV. gegen jene Vorschriften früherer Gesetze, wonach die Ausübung des Wahlrechts von Vermögens befit, Steuerzahlungen u. dergl. abhing. Die 5000 RM., auf die 7000 Unterschreibenden verteilt, machen allerdings nur etwa 70 RPfg. auf den Kopf aus, aber einmal werden vermutlich einige wenige Wähler mit größeren Beiträgen einspringen müssen, und dann ist auch die Belastung mit wenigen Pfennigen ein Verstoß gegen die Allgemeinheit der Wahl. Allerdings wird niemand ge hindert, seine Stimme überhaupt abzugeben, aber Algemeinheit der Wahl bedeutet nicht nur abstrakte Wahlmöglichkeit für jeder mann, sondern Möglichkeit der Stimmabgabe nach freiem Belie ben. Die 5000 RM. verstoßen ferner gegen den Grundsatz der Gleichheit der Wahl. Denn die Neuparteien werden anders behandelt als die alten Parteien. Sie verstoßen endlich gegen den von der RV. ausgesprochenen Grundsatz der Wahlfreiheit( RV. Art. 125); denn der Staat übt mit der Anordnung der Zahlung jener hohen Summe einen Drud auf die Wähler aus, sich lieber nicht der Gefahr einer Vermögenseinbuße auszusehen. Es hieße aber RV. Art. 125 zu grob auslegen, wollte man darin nur das Verbot des törperlichen Zwanges erbliden; auch psychologiſche Nötigung verbietet die Verfassung. Da die Verhältniswahl zwar nicht notwendig, aber doch üblicherweise Listenwahl ist, muß man dem Gesetzgeber gestatten, in gewissen Grenzen den Unterschriftenzwang für die Einreichung von Wahlvorschlägen einzuführen. Allerdings verstößt eine solche Vorschrift, streng genommen, immer gegen den Grundsaz des Wahlgeheimnisses, sofern zwar nicht bei der Wahl selbst, aber doch bei einem notwendigen Vorspiel zur Wahl der Unterzeichner seine Parteizugehörigkeit offenbaren muß. Doch muß dieser Mangel in gewissen Grenzen mit in Kauf genommen werden, da dem Staat nicht zuzumuten ist, anonyme oder von einigen wenigen Leuten unterzeichnete Wahlvorschläge als ernsthafte Vorschläge anzuerkennen. Was heißt aber in gewissen Grenzen"? Betrachtet man den Aufbau einer Partei, so kann man dret Schichten unterscheiden: die Führer, namentlich die Abgeord= neten oder Bewerber um einen Abgeordnetensiz, die eingeschriebenen, sich meist auch öffentlich bei Versammlungen oder Aufrufen betätigenden Mitglieder und die große Zahl der bloßen Anhänger. Von diesen drei Schichten bekennen sich die Führer und ein erheblicher Teil der eingeschriebenen Mitglieder offen zur Partei. Für sie hat das Wahlgeheimnis teine Bedeutung. Ebendeshalb sind auch sie es, aber auch nur sie, deren Unterschriften das Gesetz ohne tatsächliche Verlegung des Wahlgeheimnisses verlangen kann. Die absoluten Zahlen geben aber noch kein richtiges Bild über die den Neuparteien in den einzelnen Ländern zugefügte Benachteiligung. Um klar zu sehen, muß man die Zahlen ins Berhältnis setzen zu den für einen Abgeordnetensiz durchschnittlich erforderlichen Stimmenzahlen. Wo das sogenannte automatische Wahlverfahren eingeführt ist, wie in Preußen, Thüringen und Mecklenburg- Schwerin, macht dies keine Schwierigkeit, da hier die erforderlichen Stimmenzahlen gesetzlich festgelegt sind. In Hessen, Hamburg, Mecklenburg- Strelik und Danzig, wo die d'Hondtsche Rechnungsart gilt, muß man sich so zu helfen suchen: Nach der„ Statistit des Deutschen Reichs" Bd. 315, IV, 4, haben sich bei der Reichstagswahl vom 7. Dezember 1924 48,43% der gesamten Bevölkerung gültig an der Wahl beteiligt. Nach dem Staatshandbuch von Thüringen 1926, S. 13, 30, betrug bie Wahlbeteiligung an der Landtagswahl vom 10. Februar 1924 54,64% der Gesamtbevölkerung. Nimmt man beide Verhältniszahlen zusammen, so gestatten sie in erster Annäherung die Vermutung, daß sich bei einer Wahl durchschnittlich etwa die Hälfte der Gesamtbevölkerung beteiligt. Mit dieser ersten Annäherung| fei mangels besserer, rasch zu beschaffender statistischer Unterlagen im folgenden gearbeitet. Hinzutritt dann eine zweite angenäherte Rechnung. Wenn nach dem d'Hondtschen Verfahren 3. B. 50 Abgeordnete zu wählen sind, so kann man damit rechnen, daß die Verteilungszahl nicht etwa Gesamtstimmenzahl durch 50, sondern etwa Gesamtstimmenzahl durch 52 beträgt. Nur bei Hleineren Abgeordnetenzahlen genügt die Teilung der Gesamtstimmenzahl durch die um eines vermehrte Abgeordnetenzahl. Näheres in der Einleitung der von mir herausgegebenen Landtagswahlgesetze( Berlin 1926). Auch für Sachsen, wo nicht die d'Hondtsche, sondern die Haresche Berechnungsart gilt, kann mit angenäherter Richtigkeit so verfahren werden. die Sonntage, * Verteilung der ber Sindenburgspend aus der Hindenburg für tinderreiche Kri Antragsteller liegt e denburgspende Abst fürsorgestellen oder Allerdings muß man dem Staate das Recht zubilligen, sich leichtfertig aufgestellter Wahlvorschläge zu erwehren. Ein guter alter Grundsak verlangt, daß der in einem Prozesse Unterlegene die Kosten des Verfahren trägt, und eine Art verlorener Prozeß ist eine Wahl für die überhaupt nicht zum Zuge tommende Par tei. Die Kosten dürfen aber nicht in eine Art Strafe ausarten Der Staat kann nicht beliebig hohe Summen als Kosten ansehen, sondern nur solche Beträge, um die er durch unnötige Mehrausgaben geschädigt worden ist. Da Hessen für die Herstellung und Versendung der Stimmzettel von allen Parteien schon je 200 RM an Beiträgen erhebt, tönnen die Mehrausgaben nicht allzu groß sein. In Betracht kommt ein Mehr an Arbeitszeit bei Prüfung des Wahlvorschlags und der Berechnung des Wahlergebnisses, an Schreibarbeit im Verkehr mit dem Vertrauensmann, an Einrüdungsgebühren bei öffentlichen Bekanntmachungen. Wie hoch diese Mehrausgaben genau sind, wird sich innerhalb des Landes Hessen leicht errechnen lassen. Soviel aber ist sicher, daß sie nur einen verschwindenden Bruchteil der 5000 RM. ausma chen können. Der Grundsatz der Verhältniswahl erfordert, daß eine Bartei selbst dann berücksichtigt wird, wenn sie nur einen Abgeordne= ten in den Landtag entsendet. Das Gesez muß also mit der Möglichkeit rechnen, daß eine Partei nur gerade soviel Stimmen aufbringt, als für einen Abgeordnetensis nötig sind. Dann darf aber das Gesetz für die Wahlvorschläge nicht soviel Unterschriften verlangen, daß nahezu alle Angehörigen der Partei sich zu ihr bekennen müssen, sondern nur soviel, als eine mit einem Abgeordneten durchkommende Partei an Führern und offenen eingeschriebenen Mitgliedern nach dem typischen Parteienaufbau vermutlich aufzuweisen hat. Die Unterschriftenzahl darf also nicht in der Nähe der gesetzlichen oder zu errechnenden Verteilungszahl, sondern muß weit darunter liegen. Einen Anhaltspukt dafür, wie das Verhältnis der„ Macher" zu den„ Mitläufern" zahlenmäßig zu erfassen ist, gibt das Reichsgesetz zur Ausführung des Art. 18 der RV. vom 8. Juli 1922. Nach RV. Art. 18 IV hat die Reichsregierung die Abstimmung über eine Neugliederung anzuordnen, wenn ein Drittel der zum Reichstag wahlberechtigten Einwohner des abzutrennenden Gebiets es verlangt. Dieser- geIII. Staatsgerichtshof für das Deutsche Reich. * Der Reichsm vom 22. Dezember 1 Steuererklärungen für die Frühjahrsve bruar 1928 bestimm meine Abgabe der Frühjahrsveranlagu Eine Verfassungsstreitigkeit innerhalb eines Landes im Gin ne des Art. 19 I RV. ist gegeben. Allerdings könnte fraglich sein, ob nicht ausschließlich Verstoß gegen Reichsrecht vorliegt, da die Hessische Verfassung im Art. 10 nur wiederholt, was Art. 17 RV ausspricht. Im allgemeinen steht es den Ländern nicht zu, reichs * Rentennach Nachzahlungen der änderung des Rei bis Mitte Januar sowie die ehemalig Ende Januar 1928 zahlt. Beträgt die so wird diese eber Januar- gezahlt berechtigte laufend Vom 1. Febru Gleichzeitig bi Tage von jeder pe denn, daß eine schr damit die Nachza Falschmünze in Berlin werden 50- Pfennigitüde a die Allgemeinheit Falschtüden zu bag die echten 50 gezogen werden, t 50- jennigftüde Shaft mit befize achten. Die Gießer Sentenbergstraße freiem Eintritt Boltstrau rechtliche Vorschriften zu wiederholen. Dies gilt aber nur für gräberfürsorge h unmittelbar geltendes Reichsrecht, nicht für reichsrechtliche An weisungen an den Landesgesetzgeber. Um solche handelt es sich ertag, der in di Vereine und Kör aber im Art. 17 der RV. So eingeschränkt die Verfassungsauto Beranstaltungen nomie der Länder ist, so erläßt die RV. doch die Landesver fassungen nicht selbst, sondern bindet die Länder nur durch der Ausführung bedürftige Richtlinien. Um eine solche Ausführung von Reichsrecht handelt es sich bei Art. 10 der hessischen Ver fassung. Der hessische Staatsgerichtshof ist nur zuständig bei Anfech tung einer Wahl oder des Ergebnisses einer Volksabstimmung oder bei Streit, ob ein Mitglied des Landtags das Recht der Mitgliedschaft verloren hat sowie im Falle der Ministeranklage ( hes. G. v. 13. Mai 1921 Art. 6 ff., 14 ff.). Für Verfassungs streitigkeiten fehlt ihm die Zuständigkeit( vergl. auch Eiswaldt, Die Staatsgerichtshöfe in den deutschen Ländern, Kieler Disser tation 1927, S. 43 ff.). Folglich ist eine hessische Verfassungsstreitigkeit vor dem Staatsgerichtshof für das Deutsche Reich anhängig zu machen, nötigenfalls mit dem Antrag auf Erlas vorläufigen Entscheidungen nicht abgeneigt ist, hat er durch die Entscheidung vom 10. Oktober 1925, RG3. III S. 21* f., bewielen 賣 Erhobene Der Zeit vom 1. 1 gent wegen Zum Kraft- und Radfa hoben: 3 Anzeige brennende Batern Steigen, 4 Anzeige 46 Anzeigen weg polizeilicher Hin Sier ist omnibus: und 9 Zum Vorfizer inhaber der Firm einer einstweiligen Verfügung. Daß der StG5. f. d. D. R. solchen der jüngsten Kiel, den 25. Oktober 1927. Gemeinjam geblieben: Die F in weitesten Kre Der Größe feft ve cine beige Segn Nr. 3. efetzes Camsiug, ben 7. Januar Lokales. Sonntagsgedanken. Wieder ists Sonntag. Sechs Tage gehörten beinen Pflichten, gehörten dem großen Uhrwerk, in das du als dienendes Rädchen eingesetzt bist, irgend etwas zu fördern, irgend etwas in Bewegung zu sehen oder in Fluß zu halten. Der eine Tag ist dein, ganz dein. Er ist dir in „ Gießener Zeitung" Warum ewig in Miete wohnen? Wenn man durch Erwerb eines Bausparbriefes der G. d. J. für das Geld, das man Jonft jährlich an Miete zahlt, fich ein freies Eigenheim schaffen kann. Ulukündbares Baugeld schon 3u 4% 3ins. Sicherster Weg, um je nach den Leistungen des Sparers in kürzerer oder längerer Zeit, u. U. Schon in 1% bis 2 Jahren, zum Eigenheim zu gelangen. Frage an bei der Bausparkasse der Gemeinschaft der Freunde, Wüstenrot, Württ. Sofortige Darlehen werden nicht gegeben. bie Hand gegeben als eine Zahlungsanweisung an die 3eit, Jeder Familie ein Eigenheim! auf daß ste, nachdem du sechs Tage ihr gedient, dir etwas aus führungsgesetz ein thr zahlen solle nach deinem Wunsche. us. Die Zahl der --5000( 2.6.§ 3, Die fließende Zeit ist die irdische Erscheinungsform der EwigWas sollst du mit diesem deinem eigensten Tag tun?-- Jn 3 Jahren an 2286 Bausparer 36,7 mil. Rmt. zugeteilt. ben ist. Wenn man es aus diesen Gefühlen heraus auch verit als 50 000( G. aus der irdischen Zeit, die nur mit einem matten Trunt aus n also 3000 unter abgestandenen Bechern zu laben weiß, sondern aus dem him-Abstimmungs- melstiefen Ewigkeitsbrunnen selbst, von dessen Oberfläche die Falle das Verhält- irdischen Becher schöpfen! ein Zehntel der leit. Wenn du weise bist, wünsche dir deinen Sonntag nicht stehen kann, daß vielfach am selben Plake von verschiedenen ugunsten des VerDann bist du sicher auch den Willen dessen zu erfüllen, icht meine Ansicht, ber dich für diesen Wunschtag vor Jahrtausenden vom Sinai *" zu den„ Mit- losgesprochen von der Erde durch das Gebot: Du sollst den meiſt viel gerin Sabbat heiligen! – – So bist du heute wieder Herr über vierrhältnis jene 33% undzwanzig Stunden,- Herr eines Tropfens Ewigkeit. also Sessen das Darum sollst du Ehrfurcht haben vor deiner Sonntagswürde. von bis zu 87% rschrift unbedingt nn sie zwingt auch Offenbarung ihrer 15000 RM. befinr. Hamburg, Med. M., Medlenburg" 3000 Gulden vor. achsen machte mit -- Nicht nur äußerlich sollst du ein sonntägliches Kleid tragen. Im tiefsten Herzen sollst du es fühlen, daß, nachdem sechs Tage dich die Zeit erfüllt mit ihren oft so harten Notwendigfeiten, du nun einen Tag aus dir selber, aus deinem eignen Wesen zu erfüllen berufen bist.-- Darauf sei stolz! Und nie vergiß, das auch dieser Tag ins Meer der Ewigkeit fließt- mitsamt dem Inhalt, den du ihm gegeben!- Es kommt ein Tag, da du am Strand des ewigen Meeres stehen wirst, nadt und bloß und vielleicht zitternd vor dem strahlenden Al- Auge, das sonnenklar auf deine Armseligkeit herniederschauen wird. - Mögen dann Sunderte und Tausende von Tropfen im Meer der Ewigkeit unter dem Richterblick des Sonnenauges rechtliche Bedenken anfangen zu leuchten und für dich zeugen vor dem Angesicht 17 I ,, allgemein" des Ewigen: orschriften früherer von Vermögens5000 RM., auf die ings nur etwa 70 vermutlich einige ingen müssen, und nigen ein Verstoß s wird niemand ge ber Allgemeinheit glichkeit für jeder nach freiem Belie den Grundsatz der n werden anders tendlich gegen den Bahlfreiheit( RV. nung der Zahlung ler aus, fich lieber szusehen. Es hieße man barin nur das auch psychologische Cecht zubilligen, sich wehren. Ein guter tozesse Unterlegene verlorener Projek age kommende Par t Strafe ausarten, als Kosten ansezen, unnötige Mehraus die Herstellung und en schon je 200 RM ben nicht allzu groß itszeit bei Prüfung es Wahlergebnisses, ertrauensmann, an intmachungen. Wie sich innerhalb des aber ist sicher, daß 5000 RM. ausma Reich. ines Landes im Sin stönnte fraglich sein, srecht vorliegt, da die jolt, was Art. 17 RB ndern nicht zu, reichs es gilt aber nur für r reichsrechtliche An folche handelt es fid die Verfassungsauto doch die Landesver änder nur durch der e solche Ausführung der hessischen Vers zuständig bei Anfech er Volfsabftimmung dtags das Recht der der Ministerantlage .). Für Verfassungs Dergl. auch Eiswaldt ndern, Kieler Differ jeffische Verfassungs das Deutsche Reid Antrag auf Erlaf 5. f. d. D. R. folchen ist, hat er durch die IG. 21* f bewielen die Sonntage, die du aus dir geheiligt haft! * * Verteilung der Hindenburgspende. Die Geschäftsführung ber Hindenburgspende teilt mit, daß die nächste Ausschüttung aus der Hindenburgfpende am 1. April, und zwar vorzugsweise für kinderreiche Kriegerwitwen, stattfindet. Im Interesse der Antragsteller liegt es, von unmittelbaren Anträgen an die Sinbenburgspende Abstand zu nehmen und sich nur an die Hauptfürsorgestellen oder die Hauptversorgungsämter zu wenden. Der Reichsminister der Finanzen hat durch Verordnung vom 22. Dezember 1927 als Frift für die allgemeine Abgabe der Steuererklärungen zur Einkommensteuer und Körperschaftssteuer für die Frühjahrsveranlagung 1928 die Zeit vom 1. bis 15. Fe: bruar 1928 bestimmt. Dieselbe Frist ist auch für die allgemeine Abgabe der Steuererklärung zur Umsatzsteuer für die Frühjahrsveranlagung 1928 bestimmt worden. * Rentennachzahlungen für Kriegsbeschädigte usw.. Die Nachzahlungen der Renten aus Anlaß des 5. Gesetzes zur Abänderung des Reichsversorgungsgesetzes wird den Beschädigten bis Mitte Januar 1928 ins Haus zugestellt; die Hinterbliebenen sowie die ehemaligen Kapitulanten erhalten die Nachzahlung Ende Januar 1928 mit der Februar- Rente wie bisher ausgezahlt. Beträgt die Nachzahlung für Beschädigte unter 5, M., so wird diese ebenfalls erst mit der Februar- Rente- Ende Januar gezahlt. Vom 1. Februar 1928 an erhalten sämtliche Versorgungsberechtigte laufend die neuen Versorgungsgebührnisse. Gleichzeitig bittet das Versorgungsamt, für die nächsten 14 Tage von jeder persönlichen Vorsprache auf dem Amt abzusehen, damit die Nachzahlungsarbeiten nicht gestört werden, es sei denn, daß eine schriftliche Vorladung erfolgt ist. * Falschmünzen. Nach einer Mitteilung des Münzdirektors in Berlin werden die erst kürzlich zur Ausgabe gekommenen 50- Pfennigstüde aus reinem Nidel schon wieder gefälscht. Um die Allgemeinheit vor Schaden durch Annahme von solchen Falschstücken zu bewahren, wird darauf aufmerksam gemacht, daß die echten 50- Pfennigftüde neuer Art von Magneteisen angezogen werden, was bei den Nachahmungen nicht der Fall ist. 50- Pfennigstüde nener Art, die also diese magnetische Eigenschaft nicht befizen, sind in jedem Fall als Fälschungen zu erachten. * Die Gießener Kunstsammlung im Neuen Schloß, Eingang Senbenbergstraße, ist morgen Sonntag von 11 bis 13 Uhr, bei freiem Eintritt geöffnet. * Boltstrauertag 1928. Der Volfsbund für Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat mit den Vorbereitungen für den Volkstrauertag, der in diesem Jahre am 4. März stattfindet, begonnen. Vereine und Körperschaften werden gebeten, bei Festsetzung ihrer Veranstaltungen auf diesen Termin zu achten. * Erhobene Anzeigen in verkehrspolizeilicher Hinsicht. In ber Zeit vom 1. bis 31. Dezember 1927 wurden folgende Anzeigen wegen Zuwiderhandlungen durch Fahrzeugführer, bezw. Kraft- und Radfahrer gegen verkehrspolizeiliche Vorschriften erhoben: 3 Anzeigen wegen Fahrens zur Nachtzeit ohne hellbrennende Laterne, 2 Anzeigen wegen Fahrens auf Bürgersteigen, 4 Anzeigen wegen Fahrens durch gesperrte Straßen und 46 Anzeigen wegen sonstiger Zuwiderhandlungen in verkehrspolizeilicher Hinsicht. * Hier ist eine Bezirksgruppe des Verbandes der Kraftomnibus: und Rundfahrt- Unternehmungen gegründet worden. Zum Vorfizer wurde Herr Autobesizer Schneider, Mitinhaber der Firma Aßmann& Schneider, gewählt. * Gemeinsame Bismardfeier. Durch all die schweren Jahre der jüngsten gangenheit ist ein schöner vaterländischer Brauch geblieben: Die Feier von Bismarks Geburtstag. Er zeigt, daß in weitesten Kreisen die Erkenntnis von Bismards überragender Größe fest verankert und daß in Millionen deutscher Herzen cine heiße Sehnsucht nach Bismarcks Geist und Tatkraft geblieSeiten Erinnerungsfeiern zum 1. April begangen werden, so wird dadurch doch tatsächlich von gleichartig eingestellten Verehrern Bismards eine nicht gewollte Zersplitterung herbeigeführt. Die Geschäftsstelle des Vereins zur Errichtung eines Bismard- National- Denkmals, Köln, Aachenerstraße 64, regt deshalb an, von nun an zu versuchen, Bismards Geburtstag gemeinschaftlich zu begehen und die Kräfte im Sinne des großen Einigungsgedankens Bismards in einer eindrucksvollen Feier zusammenzufassen. * Die Termine für die Frankfurter Messen im Jahre 1928 sind folgendermaßen festgesetzt worden: Frühjahrsmesse: 22. bis 25. April, Herbstmesse: 30. September bis 3. Oktober. * Die Reinheit der Butter läßt sich feststellen, wenn man einen Löffel Butter über dem Feuer schmilzt; reine Butter focht sehr rasch und völlig geräuschlos. 3ischt oder sprikt die Butter, so fann man auf Vermischung mit anderen billigeren Fetten schließen. Man kann Butter auch in kleinem Glasgefäß im Wasserbade schmelzen, dann ist reine Butter klar, verfälschte aber stets trübe. Aus Rah und Fern. Grünberg. Ein 10jähriger Knabe brach durch die Eisdecke der Höfetränke. Mit dem Einsatz ihres Lebens wurde der Knabe von den Primanern R. Schmitz und E. Frant gevettet. Schotten. Bevorstehende Wiedereröffnung der Papierfabrik. Vor über zwei Jahren wurde die Staffelsche Papierfabrik in Unterschmitten unter dem Druck der damaligen Wirtschaftsnot stillgelegt. Wie von zuverlässiger Seite nunmehr mitgeteilt wird, soll der Betrieb des großen Unternehmens, bas zahlreichen Arbeitern lohnenden Verdienst bieten tann, im fom= menden Frühjahr wieder eröffnet werden. Schotten. Der Kreisarzt Medizinalrat Dr. Blest hat für einen Teil der Schulen im Kreise Schotten die Funktion bes Schularztes übernommen. Laubach. Aus Liebeskummer wollte sich ein junger Mensch hier vor die Lokomotive werfen. Im letzten Augenblick scheute er zurück, wurde jedoch von der Lokomotive gefaßt und so heftig zur Seite geschleudert, daß er schwerverlett ins Krankenhaus geschafft werden mußte. Ulrichstein. Den Todessturz vom Scheunengerüst erlitt ber Landwirt Wilh. Fuchs aus dem nahen Stumpertenrod. Er wollte Heu zum Füttern herabholen, glitt aus und stürzte in die Tenne, wo ihn seine Angehörigen tot auffanden. Schlig. Wie die Jahresrechnung der Stadtbehörden für das Jahr 1927 ausweist, schließt dieselbe mit einem kleinen Mehr an Einnahmen ab. Schlitz ist damit eine der wenigen Städte ohne Defizit. Aus dem Odenwald. Windhose. Eine Windhose richtete in mehreren Waldungen des mittleren Odenwaldes bedeutende Verheerungen an. Go wurden in dem Wald des Hofgutes„ Hohenstein" bei Reichenbach, das dem Grafen von Erbach- Schönberg gehört, beinahe 1000 Festmeter Buchen, Eichen und Fichten umgelegt. Ebenso richtete der Sturm im Seidenbacher Wald und in Privatwäldern in Knoden, Breitenwiesen und Umgebung größeren Schaden an, zumal auch jüngere Wälder dem Sturm zum Opfer fielen. Schlüchtern. Das Amtsgericht Schwarzenfels im Kreise Schlüchtern hat sich genötigt gesehen, über das Vermögen des Reisenden Leo Birk in Sterbfriz das Konkursverfahren zu eröffnen. Die amtliche Kundgebung hierüber lautet wie folgt: ,, Ueber das Vermögen des Reisenden Leo Birk in Sterbfrizz wird am 2. Januar 1928 das Konkursverfahren eröffnet, da die Kaufleute Max Hecht, Josef Goldschmidt, Megger Karl Lohmann und Schreiner Friedrichy Knauf, sämtlich in Sterbfriz, die sämtlich als Wechselbürgen für den Gemeinschuldner in Anspruch genommen sind, da er bei Fälligkeit die Wechsel nicht eingelöst hat und sie dessen Zahlungseinstellung bezw. Zahlungsunfähigkeit glaubhaft gemacht haben, den Antrag auf Eröffnung des Konkursverfahrens gestellt haben." Sprak, is sich doch ä schwärre Sprat! Deitsche Wallan. Hier ist eine ganze Reihe Scharlacherkrankungen festgestellt. Es sind alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um die Ausdehnung zu verhindern. Limburg. Der 36jährige Lehrer Wilhelm Theussen aus Bellingen wurde wegen Sittlichkeitsverbrechens an Schulmädchen, begangen in fünf Fällen, vom hiesigen Großen Schöffentgericht zu einer Gesamtzuchthausstrafe von 2½ Jahren verurteilt. Herborn. Beim Spielen auf dem Eise fiel ein Kind in das Wasser. Durch das Rufen anderer Kinder wurde der Bahnwärter a. D. Müller in Sechshelden darauf aufmerksam und konnte das Kind unter großer eigener Lebensgefahr in Sicherheit bringen. Bad Homburg. In der Nacht zum Mittwoch brachen Diebe in den Hof des hiesigen Allgemeinen Krankenhauses ein und staylen aus dem Kaninchenstall einige Belgierhasen. Ausgerech= net hatten die Diebe das Pech, daß sie Tiere erwischten, die mit Typhus- Bakterien- und zwar mit Erfolg geimpft waren. Nicht nur, daß die Diebe ihre Unehrlichkeit nun recht teuer bezahlen müssen sie gefährden auch ihre Familienangehörigen und ihre Nachbarn mit der Uebertragung der gefährlichen Seuche.. - - Nr. 3. Wiesbaden. Wiesbaden wird 1928 an das Fluglienennet angeschlossen werden, nachdem die Stadtverordnetenversammlung die Anlage des Flugplages auf der alten Erbenheimer Rennbahn genehmigt und die Kosten mit 600000 Reichsmark bewilligt hat. Für das erste Betriebsjahr wurden außerdem weitere 130 000 Reichsmart genehmigt. Der Flughafen wird in Gemeinschaft mit der Stadt Mainz angelegt. Gute Verbindungsstraßen mit den beiden Städten sind vorgesehen, auf Denen der Flugplah in 10 bis 15 Minuten zu erreichen ist. Als erste Linie dürfte die Strecke Mannheim- Wiesbaden- Köln eingerichtet werden. Das Rollfeld ist 600 Meter lang, so daß Der Flugplatz zu den größten in Deutschland zu rechnen ist. Der Flugplatz wird im Frühjahr fertiggestellt sein. Mord oder Lustmord? Marburg. In der Nähe der Landesheilanstalt wurde die 50jährige Frau Anna Müller ermordet aufgefunden. Es liegt allem Anschein nach Lustmord vor. Dem Täter ist man auf der Spur. Vermischtes. Hermann Grimm. Es gibt nur wenige Familiennamen, unter denen sich so viele berühmte Leute verbergen, wie unter dem Stammnamen ,, Grimm". Wir denken, wenn wir davon hören, fast immer nur an den Verfasser der bekannten Volks- und Kindermärchen. Doch auch Maler und Kupferstecher, Komponisten und Dichter, Mediziner und Altertumsforscher von bedeutendem Ruf gehören zur Familie Grimm. Ein Sohn von Wilhelm Karl Grimm, der bekanntlich mit seinem Bruder Jakob die Volksmärchen herausgab, ist der am 6. Januar 1828 zu Kassel geborene Schriftsteller Hermann Grimm, dem wir wirklich ausgezeichnete Monographien der Dichtkunst und Kunstgeschichte verdanken. Auch gab Hermann Grimm in seinen Essays, Novellen und Dramen nicht Unbeachtliches. Hin und wieder fommt allerdings ein kühl abstraktes Betrachten zum Durchbruch, wo man auf quellende Gemütswogen stoßen möchte. Tief und groß im Gestalten ist er in einzelnen Teilen seiner„ Unüberwindlichen Mächte" Die Riesenhalle in Wien. Anläßlich des in Wien im Juli 1928 stattfindenden 10. Deutschen Sängerbundesfestes wird für die Abhaltung der Fest Konzerte eine eigene Festhalle gebaut, die schon heute die Aufmerksamkeit der Deffentlichkeit auf sich Tenkt. Die Halle wird im Prater auf der Jesuitenwiese errichtet und mit Rücksicht auf die hunderttausend Festteilnehmer gewaltige Ausmaße erhalten. Sie wird eine Grundrißfläche von etwa 20 000 Quadratmeter besitzen, d. h. die Jesuitenwiefe zu ungefähr zwei Dritteln der Fläche bededen. Sie tommt als breischiffige Halle mit erhöhtem Mittelschiff in Holzkonstruktion zur Ausführung. Die Gesamtfrontbreite der Salle beträgt 110 Meter, die Länge faft doppelt soviel. Die Halle ist in der Mitte 25 Meter hoch und erreicht demnach die Höhe eines vierstödigen Saufes. Daß für solch große Ausmaße auch außergewöhnliche Materialaufwendungen zu machen sind, liegt auf der Sand. Ueber 4000 Rubikmeter Holz, das sind mehr als etwa 240 Waggonladungen, werden für diese Halle einschließlich der inneren Einrichtungen benötigt. Die Vorarbeiten für den Bau sind in vollem Gange. Mit dem Bau selbst soll im März begonnen werden, Der Diensteid" des Verbrechers. 195 Die polnischen Gefängnisse gewähren neuerdings aus Gründen der Menschlichleit Strafgefangenen von Zeit zu Zeit einen regelrechten Erholungsurlaub. Tja, Polen marschiert eben an der Spitze der Kulturvölfer und macht" auch schon Humanität! Der polnische Justizminister meinte damit wohl solche Strafgefangene, die etwas aus jugendlichem Leichtsinn oder idealen Gründen gegen die Strafgeseze verstoßen haben. Der Direktor eines Wilnauer Gefängnisses ging aber in seiner be wunderungswürdigen Menschenfreundlichkeit noch weiter. Er bewilligte den Urlaub auch einem Herrn Witkowski, der nicht weniger als ein Dugend Raubüberfälle auf dem Kerbholz hatte und noch vier Jahre absigen mußte. Nun wollte dieser die kurzen, kaum sechswöchigen Ferien unter feinen Umständen unausgenügt laffen und unternahm fnappe vierundzwanzig Stunden nach seiner Freilassung mit seinen Fachgenossen einen gemütlichen Ausflug nach der Lokomotivfabrik in Chranow. Die Wochenendfahrt erleichterte die Kasse der idyllisch gelegenen Fabrit um die Kleinigkeit von 40 000 3loty. Die so erfolgreich begonnene Ferienreise sollte sich noch auf die Kassen mehrerer Bergwerke und Hütten erstrecken, doch trat leider die rücksichtslose Polizei dazwischen. Der Urlauber Witkowski wurde nach Wilna zurückgebracht. Er erklärte zynisch, daß er einer weitverzweigten Verbrecherorganisation angehörte, deren Mitglie= der durch Eid verpflichtet seien, nicht müßig zu gehen und ihre freie Zeit restlos zur Arbeit" zu verwenden. Er sei eben ein Ehrenmann, dem man nicht zumuten könne, seinen„ Dienſteid" zu brechen, und im übrigen verliere er dadurch eine... Pensionsberechtigung!- Dem menschenfreundlichen Direktor droht ein Disziplinarverfahren, und der Ehrenmann Witkowski dürfte so bald nicht wieder in der Lage sein, beruflichen Verpflichtuns gen zwangsläufig nachkommen zu müssen. - Die Durchschnittsgrößen der europäischen Völker sind etwa folgende: die Lappländer und Eskimos 1,60 m, die Belgier 1,645 m, die Franzosen 1,65 m, die Spanier und die Portugiesen 1,658 m, die Italiener 1,668 m, die Deutschen 1,68 m, die Dänen 1,685 m, Engländer und Jren 1,69 m, Schweden 1,70 m, Schotten 1,708 m. Norweger 1,728 m. Pfarrer Heumanns Heilmittel stets vorrätig in der Niederlage Hirsch- Apotheke, Giessen Frankfurterstrasse 4, Das Pfarrer Heumann- Buch 272 Seiten 150 Abbildung. erhält jed. Leser vollständig umsonst und portofrci, von Ludwig Heumann& Co Nürnberg M. 629. Di 150215 Fi Samstag, den 7. Januar ,, Giesener zettung Zur Verlängerung des bestehenden Mieterschutz- und des Reichsmietengesetzes. Am 16. Dezember 1927 hat das Plenum des Reichstags den von den Koalitionsparteien eingebrachten Gesetzentwurf zur Verlängerung des Mieterschutzgesetzes und des Reichsmietengeseges bis zum 15. Februar 1928 in aller Eile in sämtlichen drei Lesungen angenommen. Ein weitergehender Antrag auf VerTängerung bis 1932 von dem Rommunisten Höllein wurde gegen die Opposition der Linfen abgelehnt. Es wird scheinbar Normalzustand, daß das Mieterschußgesek und das Reichsmietengesetz immer wieder von dem gleichen Schicksal wie im Juni 1927 ereilt werden. Bekanntlich hatte die Reichsregierung seinerzeit den Gesezentwurf derartig spät dem Reichstag zugestellt, sodaß die Arbeiten im Reichstagsausschuß für Wohnungswesen nicht mehr vor dem 1. Juli 1927 aufge nommen werden fonnten. Daraufhin wurden die Gesetze bis zum 31. Dezember 1927 verlängert und sollten mit dem 1. Jan. 1928 in einer neuen Fassung in Kraft treten. Diesmal war nun an der Verschleppung nicht die Regierung schuld. sondern der Reichstagsausschuß für Wohnungswesen, der die Beratungen über den Gesekentwurf immer noch nicht beendet hat, obwohl er bereits seit dem 8. Dezember 1927 fast täolish tagte und Dukende von Sigungen abgehalten hat. Die Ausschußberatungen werden erst am 11. Januar 1998 wieder aufgenommen. Offensichtlich ist die rechtzeitige Verabschiedung der Gesetze von den Linksparteien fabotiert worden. da die Linksparteien in der Einführung des Kündigungsbegriffes im MieterschukgeJek eine Schmälerung des Mieterschußes erbliden. Diese Auffassung ist irrig. Wenn es auch einerseits erfreulich ist, daß durch die Wiedereinführung des Kündigungsbegriffes der Grundsatz des Privateigentums des Hausbesizes wieder im Prinzip anerkannt wird, so bleibt andererseits das Kündigungsverfahren durch die Annahme der Regierungsvorlage nach wie vor trotz einzelner im Wohnungsausschuß beschlossener Verbesserun= gen äußerst kompliziert und schränkt das Kündigungsrecht wieder derart stark ein, daß es, praktisch gesehen, von feinem besonders großen Wert ist. Anders wäre es jedoch, wenn der von den führenden Wirtschaftsverbänden, wie vom Deutschen Industrieund Handelstage, befürwortete Initiativantrag Dr. Jörrissen ( Reichstagsdrucsache Nr. 3340) zur Annahme gelangt wäre. Trotz der Unterstützung des Antrags durch die führenden Verbände der deutschen Wirtschaft hat es der Wohnungsausschuß noch nicht einmal für notwendig erachtet, in die Beratungen dieses Antrages einzutreten. In Anbetracht der Tatsache, daß die grundlegenden Forderungen des Zentralverbandes deutscher Saus: und Grundbesitzervereine im Reichstagsausschuß für Wohnungswesen abgelehnt worden sind, ist es für den deutschen Hausbesig an sich belanglos, ob die materiell bedeutungslosen Abänderungen des Mieterschutzes sechs Wochen früher oder spä ter zur Tatsache werden. Solange das Gespenst der Neuwahlen Mißfarbene Zähne entstellen das hönste Antlig. übler Mundgeruch wirtt abstoßeno. Beide Schönheitsfehler werden gründlich beseitigt oft schon durch einmaliges Rugen mit der herrlich erfrischend schmedenden Chlorodont- Bahnpaste. Die Zähne erhalten danach einen wundervollen Elfenbeinglanz, auch an den Seltenflächen, besonders bet gleichzeitiger Benugung der dafür eigens tonstruierten Chlorodont Zahnbürste mit gezahntem Borstenschnitt. Faulende Speiserefte in den Zahnzwischenräumen als Ursache des üblen Mundgeruchs werden gründ lich damit beseitigt. 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Buschbäume und Sraliere, Pfirsich- Büsche und-Snaliere, Aprikosen- Büsche, Quitten- Büsche, eine Erhöhungen der Geme droht, und das Buhlen um die Gunſt der Wählermaßen Rist, Lage find, b Haselnußsträucher in schönen Sorten, Stachelbeersträucher. groß- rmäßigungen vorgenommen schnur für den Gesekgeber ist, wird mit einer wesentlichen Loderung des Mieterschutzes nicht zu rechnen sein. Aber dennoch geht der Kampf um die Loderung des Mieterschutzes seitens unserer Organisation so lange unentwegt weiter, bis die Aus: nahmegeseke, die einen Eingriff in das Privateigentum bedeuten, das die Grundlage unserer heutigen Rechts- und Wirtschaftsordnung ist, verschwinden. Der illustrierte Abreiß- Kalender des Hess. 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Schneiderbetriebe" ,,, Schreinereien", دو Schuhmachereien" ,,, Spenglereien", offene , Ladengeschäfte" ,,, Modistinnen", دو " 9 , Weissnähereien", 99 , Architekten", ,, Aerzte" und..Agenturen". 6 Mit diesem Kassebuch, für dessen Führung Buchführungsvorkenntnisse nicht erforderlich sind, kann zu jeder Zeit sofort ohne viel Mühe die zu zahlende Umsatzsteuer sowie das steuerpflichtige Einkommen festgestellt werden, weil die umsatzsteuerpflichtigen und die umsatzsteuerfrefen Einnahmen, sowie die einkommensteuerpflichtigen und die einkommensteuerfreien Ausgaben getrennt von einander mit grösster Leichtigkeit gebucht werden. Nebenher weiss man auch, welche Summen für Materialien und die verschiedenen Unkosten sowie für den eigenen Haushalt verausgabt wurden. Diese allseits als sehr praktisch anerkannten Bücher sind bei mir stets vorrätig. Albin Klein, Gießen, Südanlage 21. b tommunale Selbstvermo ur Erledigung dieser Aufga ils mit und teils ohne beso ils ist auch besonderes Per reis und Provinzialkaffen, ohlfahrtsämter, Kreis- und inzialausschüsse, Straßenba alen Kreis- und Provinzia ruppen höher eingestuft, al ersonal zu dem staatlichen ist und die Beamten der fer eingestuft find, als dies dnung lag, so beziehen einz nter besondere Vergütungen e Protofollführung in den S rbeiten in der gewöhnlichen ei den Gemeinden, versagte ang des sog. Reichsbesoldu in zweierlei Personals bei mmunales) verteuert die theblich. Zur lommenden her gefordert werden, ird, daß es entweder nur ersonal gibt. Wie sich das Ne mb tommunalem Personal swirft, ersieht man in Mai reisamt, wo sich nicht weni ruppe 10, und teils noch im Reiche wäre bei einem in oder höchstens zwei mit Sne Zulage vorhanden. Grüner Rasen Roman von Ott 19. Bo Lommen Sie her?" Bon SMS Friedrich d Sind auf schönem Schi ehen, was Sie dort gelernt Bei Weitergehen zum Fugen von Mattosen und S anten wiederzusehen. Der eizte auch nicht, wenn fie ehr Dienst als nötig an Am Sonnabend früh p le Rammer und schaltete et, Serr Rapinleitnam!" Drewig gähnte: 3we er Bursche im Schrant nad Eeg in der Sprache des R d. Mis dritte trug er an lett darunter und als vie annte. Da forderte er schon Un hat doch ejal an de Ser nich troden zu triejen! Auch die Seestiefel mit häften waren noch feucht. I Der Ohrenentzündungen rech Um 7 Uhr lief U- 444 aus fte Wache. Auf dem Stahlu or dem runden Lud zum Tu en Nr. 1 und hinter ihnen ü Ratroje Kern, Drießner un orn über je ein Biertel des ie Augen des Mattojen h anzen achteren Halbtreis ab Die Delmotoren nar ampfte durch böiges Wehen Legenschwaden, die wie fteche Bade schlugen. Die Dünung e Badhordwand, und jeder Boot gegen Steuerbord. Dann geinde, schäumende Flut Rüden eines triefenden Wal priket nägten noch mehr Brude. Durch die Schwaden von Sortum- Reebe des Flottillen angilatteraber brauner Qua Zähne bler Mundgerna eltstehler werben Inmaliges Tupen enden Chloro. erhalten banach n, auch an ben eftiger Benugung Chlorodont Borstenschnitt. nzwischenräumen Ste es zunächst mit s werden gründ ChlorodontPig, für Damen ren. 1.25( harte r Originalpadung überall zu haben Str. 3. uschbäume und Srafiere, Samstag, 7. Januar 1928 2. Blatt der Gießener Zeitung Nr. 3 den Kreiskassen auf die Provinzialtassen übergegangen sind. Die besonderen Kreis- und Provinzialumlagen und die hessische Verwaltungsreform. Davon spürte man aber sehr wenig, man liek ſich die GelegenSeit mehreren Monaten ist der Reichssparkommissar im Bande tätig. Für die Steuerzahler ist diese Tätigkeit von großer Bebeutung, denn die Staatstaffe ist leer, izoh Reichsvorschüsse nd Staatsschuldenaufnahmen. Dem Mittelstand drohen neue Steuern seitens des Staates, der Gemeinden, sowie der Kreise nd Provinzen. Die vergangenen Jahre haben schon große fehlbeträge in der Staatstasse gebracht, die durch die Erhöhung er Beamtenbesoldung sich in diesem Jahre und den kommenden jahren noch weiter erhöhen werden, menn der Reichssparkomtiffar nicht gewaltige Riegel alsbald vorschiebt und das Land essen zur Sparsamteit, Verbilligung und Vereinfachung der aatlichen und kommunalen Verwaltungen veranlaßt oder wingt. Die Gemeindeſtenern wären in den letzten Jahren schon n vielen Gemeinden bedeutend erhöht worden, wenn der Herr Rinister des Innern die beantragten Erhöhungen der Steuerusschläge genehmigt hätte. Der Mittelstand hat bei seiner überroßen und äußerst drüdenden Stenerlast das Recht, von dem Ziergarten: Birnen, Pflaumen- und errn Minister des Innern zu fordern, daß auch im neuen Jahre n- Büsche, Quitten- Büsche eine Erhöhungen der Gemeindesteuerausschläge, sondern nur Stachelbeersträucher, proß- rmäßigungen vorgenommen werden dürfen, wozu die Gemeintd gelb. Johannisbeer- en auch in der Lage sind, wenn sie sich nach ihrer Dede strecken, eeren, Brombeeren; Sollständig unberechtigt find die 1924 neu eingeführten besonde en Kreis- und Provinzialsteuern. Die Veranlagung, Einlöstämme, Hochstämme, iehung und Verrechnung dieser neuen Steuern ist Bürokratie len Sorten und wunder: hlimmster Art. Wir glauben, da Preußen und andere Länder Iche direkten Steuern nicht fennen, erwarten zu dürfen, daß er Reichssparkommissar diese Frage einer eingehenden Prüfung Wein, Clematis u. a. nterzieht gelegentlich der Prüfung der Geschäftsführung der reisämter und Provinzialdirektionen, welche Behörden sich in Nachkriegszeit start aufgebläht haben, was sehr gefördert urde durch die großen Geldmittel aus den besonderen Kreisno Provinzialsteuern. n: Mahonien Cypressen, chäftsjahr ssteuerch eschützt ektoren und ns beurteilt) Die Kreisämtet und Provinzialdirektionen find an sich Sorten in aroker Aus- taatsverwaltungsbehörden und haben Personal, das aus der Azaleen, Kirichlorbeer günstigen Preisen taatskasse bezahlt wird. Die Personalkosten dieser Behörden ornesch( Solstein), nd heute weit mehr als doppelt so hoch wie in 1914. Mit dien Behörden eng verbunden sind die Kreis- und Provinzialisschüsse, denen nach verschiedenen Gesetzen die Verwaltungserichtsbarkeit, einzelne Angelegenheiten der Landesverwaltung nb tommunale Selbstverwaltungsangelegenheiten obliegen. ur Erledigung dieser Aufgaben wird das staatliche Persona! ils mit und teils ohne besondere Vergütungen herangezogen, ils ist auch besonderes Personal zu Lasten der kommunalen reis und Provinzialfassen, angenommen( z. B. für Kreisohlfahrtsämter, Kreis- und Provinzialfassen, Kreis- und Proinzialausschüsse, Straßenbauverwaltung usw.). Die kommualen Kreis- und Provinzialbeamten find zum Teil 1 bis 2 ruppen höher eingestuft, als dies möglich wäre, wenn dieses ersonal zu dem staatlichen Personal zählte. Weil dies eben ist und die Beamten der unterstellten Gemeinden ebenfalls sfer eingestuft find, als dies im Sinne der Reichsbesoldungsdnung lag, so beziehen einzelne staatliche Beamte der Kreis nter, besondere Vergütungen aus den Kreisfassen, z. B. für e Protokollführung in den Kreisausschüssen usw., obwohl diese rbeiten in der gewöhnlichen Bürozeit ausgeführt werden. Wie ei den Gemeinden, versagte auch hier die hessische Durchfühing des sog. Reichsbesoldungssperrgeseges. Das Vorhandenin zweierlei Personals bei den Kreisämtern( staatliches und mmunales) verteuert die Verwaltung zweifellos nicht unheblich. Zur tommenden hessischen Verwaltungsreform muß ther gefordert werden, daß dieser Zustand beseitigt ird, daß es entweder nur staatliches oder nur fommunales ersonal gibt. Wie sich das Nebeneinanderbestehen von staatlichem nd tommunalem Personal bei einer und derselben Behörde uswirkt, ersieht man in Mainz bei der Provinzialdirektion und reisamt, wo sich nicht weniger als 5 mittlere Bürobeamte in iruppe 10, und teils noch mit besonderen Zulagen, befinden. m Reiche wäre bei einem solchen zusammenhängenden Büro In oder höchstens zwei mittlere Beamten in Gruppe 10 und hne Zulage vorhanden. ucke erksbetrieb " ,,, Bäckereien" Landwirtschaftsinder" ,,, Maureren" ,,, Polstereien ien" ,,, Schmiede,, Schreinereien", lereien", offene Odistinnen", chitekten", aturen". sebuch, hrung orkenntorderlich t sofort ohne zahlende owie das inkommen verden, pflichtigen und Einnahmen, steuerpflichtigen freien Ausgaben mit grösster werden. welche Summen edenen Unkosten Haushalt len. sch anerkannten ts vorrätig. Gleben, 21. W Grüner Rasen Blaue Wellen. Roman von Otto von Gottberg. 19. Fortsehung ,, Wo tommen Sie her?" " Von SMS Friedrich der Große." Sind auf schönem Schiff gewesen. Werde am Sonnabend hen, was Sie dort gelernt haben." Bei Weitergehen zum linken Flügel sprach aus den ugen von Matrosen und Heizern die Freude, ihren Kommananten wiederzusehen. Der Alte ließ nicht mit fich spaßen, aber etzte auch nicht, wenn sie um Urlaub baten, und setzte nie ehr Dienst als nötig an. Am Sonnabend früh polterte Wulfin schon um 6 Uhr in e Kammer und schaltete das Licht ein:„ Nich galt, aber reget, Herr Kaptnleitnam!" Drewit gähnte: 3wei Säute!" und stand auf, während er Bursche im Schrank nach den Kleidern suchte. Zwei Säute" ieß in der Sprache des Kommandanten Lederanzug und Deld. Als dritte trug er an talten Tagen noch ein altes Bordfett darunter und als pierte eine Wolljade, die er Sweater annte. Da forderte er schon die Hose:„ Zeug ist ja noch naß!" ,, Un hat doch ejal an de Luft jehangen, Herr Kaptnleitnam, ber nich troden zu friejen!" Auch die Seestiefel mit den die Knie schüzenden weichen chäften waren noch feucht. Immer hieß es mit Rheuma, Ischias der Ohrenentzündungen rechnen. Um 7 Uhr lief U- 444 aus. Auf der Brüde ftand Drewig die ste Wache. Auf dem stahlumwandeten fleinen Dreied stand or dem runden Lud zum Turm zur Linken Drießner, zur Rechn Nr. 1 und hinter ihnen über dem spigen Winkel der Platte latrose Kern, Drießner und der Unteroffizier schauten nach orn über je ein Viertel des vom Horizont umrahmten Kreises. ie Augen des Matrosen hatten über das Hed hinweg den inzen achteren Halbkreis abzusuchen. Die Delmotoren schnarrten. Das Boot schaufelte und ampfte durch böiges Wehen über Wasser. Jeder Windstoß trug egenschwaden, die wie stechende nasse Ohrfeigen auf die linke jade schlugen. Die Dünung flatschte mit hartem Hämmern an le Backbordwand, und jeder Wellenberg tippte das ächzende Soot gegen Steuerbord. Dann hob es wieder die Nase, und eine nigelnde, schäumende Flut schwappte wie über den glitzernden lüden eines triefenden Wallfisches gegen den Turm. Salzige prizer näßten noch mehr als der Regen die vier auf der cüde. Durch die Schwaden von Rebel und Regen sah Drewig auf orfum- Reede des Flottillenchefs schwarzes Torpedoboot unter ingflatternder brauner Quaimfahne erst aus nächster Nähe. Die Kreisämier und Provinzialdirektionen müßten aber auch im Vergleich mit den Verwaltungsbehörden in anderen Ländern mit weniger Personal austommen fönnen. In den vergangenen Jahren sind gewiß Aufgaben neu hinzugekommen. Es sind aber auch Abgänge zu verzeichnen. Die Zwangswirtschaft fiel bis auf die Wohnungsfrage. Bei der letzteren ist be= reits ebenfalls eine wesentliche Arbeitsverringerung einge treten, denn die aus der Wohnungsnot sich ergebenden Beschwerden haben bedeutend abgenommen, an einigen Kreisämtern find fast teine mehr vorhanden. Die nicht geringe Arbeit verursachende Fahrradsteuer und Militär- Rekrutierung ist ganz weggefallen. Auch sonst ließe sich noch mancher alte Zopf abschneiden. Ganz übertrieben ausgedehnt ist die Wohlfahrtspflege mit besonderen Kreiswohlfahrtsämtern, wo viel gespart werden fönnte. Hier wird geradezu aus dem Vollen geschöpft und die Tatsache gar nicht berücksicht, wie schwer die Steuerlasten bei den jengen, die sie zu bezahlen haben, drücken, so daß in jedem Kreise mehrere Pfandmeister zu Steuereintreibung eingestellt werden mußten. Ebenso übertrieben wie die Wohlfahrtspflege ist auch die Mietunterstützung. Es ist ganz Mode geworden, daß jedem Mieter, der nur irgend einen Grund vorbringt, eine größere oder fleinere Mietunterstützung gewährt wird. In Leinem Lande dürften so weitgehende Mietunterstützungen gewährt merden, wie in Sessen. Es gibt z. B. Häuser mit mehreren Wohnungen, wo alle Mieter Mietunterstützung erhalten, der eine aus diesem, der andere aus jenem angegebenen Grunde. Die Kreiskassen mußten auch die Kassengeschäfte der StraBenverwaltung erledigen, die seit 1. April v. Js. auf die Provinzen übergegangen find. Das Personal der Kreiskassen hat sich aber nur wenig verringert. Durch die sich immer mehr ausdehnende Wohlfahrtspflege und die Mietunterstützungen wurde das vorhandene Personal nach Möglichkeit beibehalten. In Preußen und anderen Ländern genügt auch heute noch das einfache Umlegeverfahren der alljährlichen Fehlbeträge der tommunalen Kreis- und Provinzfassen auf die Gemeinde- und Kreis- Kassen, was sehr einfach ist und sich bewährt hat, denn es erfordert keine besonderen Kosten für Veranlagung, Verrech nung und Einziehung. Würde heute in Hessen dieses Umlegungsverfahren noch angewandt werden, dann würden sich die Gemeinden gegen die hohen Kreisumlagen, verursacht durch unnötige und übertriebene Ausgaben, wehren. Die Gemeinden hatten früher ein großes Interesse daran, daß sich die Kreisumlagen im Laufe der Jahre nicht allzu sehr erhöhten, sie mußten sich deshalb in ihren Forderungen an Kreis und Provinz beschränken. Die Mehrheit der Kreis- und Provinzialiage und der Kreis- und Provinzialausschüsse vertraten in diesen Verwaltungsorganen auch die Interessen der Gemeinden und ihrer Steuerzahler, was man auf die Art der früheren Wahl zurüdführen muß. Der Kreis war früher Gemeindeverband und die Provinz Kreisverband. Durch die besonderen Kreis- und Provinzialsteuern von 1924( selbständiges Steuerrecht) und die direfte Wahl der Verwaltungsorgane sind die Kreise Gemeindeverbände und die Provinzen Kreisverbände nicht mehr. Sie find in Hessen reine Selbstverwaltungskörper geworden, deren Ausbreitung den Verwaltungsorganen( Kreis- und Provinzialtag, Kreis- und Provinzialausschüsse) mehr oder weniger überlassen ist. Da die Gemeinden selbst an den Kreis- oder Provinziallasten nicht mehr teilzunehmen haben, brauchen sich diese in ihren Ansprüchen an Kreis und Provinz nicht mehr zu beschränken. Es werden daher an Kreis und Provinz immer größere Forderungen seitens der Gemeinden gestellt. Darin werden sie noch unterstützt durch die direkt gewählten Organe, die heute wie überall im öffentlichen Leben ihre Daseinsberechtigung und Tüchtigkeit beweisen wollen. Wenn hier fein Riegel vorgeschoben wird, dann werden sich die besonderen Kreis- und Provinzialsteuern Jahr auf Jahr erhöhen und das Ende ist nicht abzusehen. Im letzten Jahr hätten sich die Kreissteuern wesent... verringern müssen, da die Kosten der Straßenverwaltung von Von der Brüde blinkte das runde Auge des Scheinwerfers: „ Sofort beginnen!" Bald flog von U- 444 gegen das Fahrzeug Ses Borgesetzten ein Silberfisch, der freilich nur einen Uebungstopf statt des scharfen für die Engländer trug. Die Bahn des Torpedos war mit den Augen zu sehen. Leichtes Wellengekräusel glitt in schnurgerader Linie pfeilschnell zum Torpedoboot. „ Treffer!" blintte darum der Scheinwerfer Hiedrings. der trotzSem weiterfeuern ließ. Auch dide Kanonen, wie Dremih, mußten ihm vor dem Auslaufen zeigen, daß hie Waffen und Leute für den Kampf gerüstet waren. Echt als euch der neue Geschützfüh rer it fast allen von 40 Graniten des schwimmende Ziel getroffen hatte, zuckte der Scheinwerfer:„ Diese Uebung ist beendet!" Drewig nahm Kurs auf den Hafen. Der Regen fiel nicht mehr, und die grauen Wolten hingen höher. Um ihn stand auf der Brücke die zweite Wache, Leutnant 3. S. von Ruelow, Nr. 2 und Matrose Geds. Auch die dritte, der Steuermann, Nr. 3 und Matrose Wolf, sollte vor dem Auslaufen Dienst tun. Also löste er nach einer kurzen Tauchübung die zweite ab. Der Steuermann stand schon neben ihm, als vor der Schleuse das Führerboot auffam. Hart backbords schaukelte es vorbei, und Siedring hob die große Schnauze zum Munde. ,, B. d. 1. befiehlt, daß Sie erst Dienstag auslaufen." Berlängerung des Wartens auf eine Fahrt war immer unbehaglich und lang darum der Sonntag- Vormittag. Wieder schien die kalte Hand ins warme Leben auf der. ,, Pommerania" zu greifen. Die Morgenblätter berichteten, daß Reuter" die Bernichtung von U- 441 durch englische Zerstörer in der irischen See melde. Wohl darum ließ Siedring sich nicht blicken. Doch sein junges, rundes Gesicht lachte unter den grauen Saaren, als er beim Betreten des Speisesaals froh den Wartenden zurief: Meine Herren, ich las die Reutermeldung schon gestern und funkte darum: ,, U- 441 Standort melden! Abends tam Antwort, und heute depeschierte ich den Angehörigen der Besagung, sie sollten sich nicht ängstigen, denn ihre Verwandten wären wohlauf!" Seine Augen glänzten in freudiger Erwartung, als er schnell zu heiterem Plaudern niedersaß. Nie war er glüdlicher, als wenn eine Sorge um Untergebene von seinen Schultern fiel. Während am Montag die Leute von U- 444 Kleider und Gerät für die Fernunternehmung vom Wohnschiff auf ihr Boot schleppten, versammelte Drewig die Offiziere auf dem Vorderbed. Drießner mußte melden, was an Proviant und Liebesgaben, an Torpedos und Artilleriegeschosse übernommen sei. Auch wo die Munition gestaut war, wollte der Kommandant wissen, ehe er sich zum leitenden Ingenieur Krause drehte: Ist der Sauerstoff ergänzt und Trinkwasser übernommen? Sabe ich genug Schmieröl und Brennstoff?" heit nicht nehmen, die übrigen Ausgaben der Kreistassen, beson ders der Wohlfahrtspflege, höher zu sehen und leider hat der Herr Minister des Innern dies nicht verhindert. Letterer hat im Gegenteil noch seine Genehmigung dazu gegeben, daß die Provinzialsteuern wegen der neuen Belastung der Provinzialfassen mit den Straßenkosten fast um das Dreifache gegen das Vorjahr erhöht wurden. Diese höhere Belastung trifft die Grundbesiger zu Unrecht, da ihnen keinerlei Vorteil ermächst. Die Einfünfte erhöhen erhöhen sich deshalb nicht. Es muß des halb erneut gefordert werden, daß für 1928 eine steuerliche Ent lastung hier eintritt. Die Uebertragung der Straßenverwaltung von den Kreisen auf die Provinzen hat gewiß eine Verbesserung und Verbilligung bringen sollen. Bis jetzt kann man nur einen recht verteuerten und schlecht organisierten Verwaltungsapparat feststellen. Der Reichssparkommissar wird, wenn er sich in die. Ge schäftsführung der Kreisämter und Provinzialdirektionen ver tieft, schon manche Verbilligungs- und Vereinfachungsvorschläge machen können. Ganz abbaufähig sind die staatlichen Provin zialdirektionen, deren Aufgaben sich im Laufe der Zeit durch andere Gesetzgebung oder Regelung abbauten oder anderen Stellen übertragen wurden. Die verbliebene Tätigkeit, Aufsicht über die staatlichen Heilanstalten usw. ist, someit sie nicht, unnötige Doppelarbeit darstellt, mit Leichtigkeit in das Ministerium einzubauen. Die gleiche Ansicht wurde auch in der Presse beim Volksentscheids über die Auflösung des Landtags vertreten. Ebenso abbaufähig sind auch die Kreis- und Provinzialtage mit ihren hohen Mitgliederzahlen, die in Hessen eine ansehnlche Summe Geldes kosten und doch mur bürokratische Scheineinrichtungen darstellen. Die Kreis- und Provinzialausschüsse, eine gute Staatsaufsicht und das frühere Umlegungsverfahren der Kreisund Provinzialumlagen genügen vollständig, um die sachlich notwendige kommunale Kreis- und Provinzialverwaltung zu erhalten. 3. Ein Brief an den Flieger Chamberlin. Kapitänleutnant v. Müde, der verdienstvolle Komman= dant der„ Ayesha", hat, nach der„ ,, Deutschen Zeitung", an den amerikanischen Flieger Chamberlin einen Brief geschrieben, in dem es u. a. heißt: ,, Dear Mister Chamberlin! Darf ich, selber ein alter Sportsmann, Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche übermitteln zu Ihrer glüdlichen Bandung als Erster, dem es gelang, mit einem Mitfahrer im Flugzeuge den Atlantischen Ozean zu überqueren. Der freudige und begeisterte Empfang, der Then überall zuteil geworden ist, erinnert mich an den Empfang, den seinerzeit das Entschädigungsluftschiff, 3. R. III“ oder„ Los Angeles" in Amerika fand, nachdem es auf Grund des Versailler Dittats von deutschen Händen mit deutschem Geld era baut, befehlsgemäß den Flug über den Ozean antreten mußte zur Ablieferung auf amerikanischem Boden an Ihre Regierung als ,, Wiedergutmachungs"-Objekt. Wenn schon diefe von Ihrer Regierung geforderte Fahrt einen solch freudigen Widerhall in Ihrem Lande fand, so werden Sie verstehen, daß Ihr Emp fang in Deutschland noch begeisterter fein mußte, da es sich um eine freiwillige, unerzwungene Leistung handelt. Sie haben uns durch Ihren Flugbesuch erfreut. Die Höf lichkeit erfordert, daß ein freundschaftlicher Besuch erwidert wird. Der deutschen Fliegerei wird es sehr leid tun, dieser Höflichteitsverpflichtung nicht nachkommen zu können, weil auf Grund des Versailler Friedens, der Schöpfung Ihres großen Landsmanns Wilson, es den Deutschen verboten ist, Flugzeuge in der Größe zu bauen, wie es für einen Atlanticflug erforderlich wäre. Vielleicht haben Sie die Freundlichkeit, Ihren Landsleuten Kenntnis zu geben, daß die Unterlassung des deutschen Gegenbesuches nicht auf böser Absicht beruht. " ,, Befehl, Herr Kapitänleutnant " Und wieviel Tonnen im Regler?" ,, 9,5, Herr Kapitänleutnant, Boot richtig abgewogen." Mit der Auskunft allein war ihm nicht gedient. Den Offi zieren voran tletterte er durch das Luck nach unten und ging. von Back zu Sed durch das Boot. Wohnlich sah es noch nicht aus. Im Bugraum framten die Leute zwischen den Torpedos. Unter und über den Geschossen sollten sie während der Fahrt auf Klappbrettern schlafen, aber fanden kaum den Platz zum Stehen. Er zudte die Achseln:„ Macht unterwegs die Augen auf, damit wir gute Dampfer sehen und bald Torpedos loswerden." Durch den schmalen Mittelgang des Del- und elektrischen Majchinenraumes und die breitere Zentrale unter Turm und Brüde ging er weiter. Die Motoren und Attumulatoren schlum. merten noch unter dem Gewirt von Hebeln, Griffen und Röhren an der um sie gewölbten runden Stahlhülle. Von Raum zu Raum stieg er durch ein Lud in senkrechten Metallwänden. Die runden Stahldedel der Löcher hingen jegt aufgeschwungen, aber schieden nach dem Zuwerfen zwei Räume wasserdicht voneinander. In der kleinen Rüche tletterte er über einen Berg. Eßwaren lagen auch auf dem winzigen Herd, nicht größer als ein Schachbrett. Arg sah es in der benachbarten Offizierstammer aus. An den runden Wänden zur Rechten und Linken standen zwei Kojen für die Wachhabenden und den Ingenieur. Vor dem einen Bett hing an zwei Eisenstangen sentrecht die Platte des Eleinen Klapp tisches, an dem unterwegs zwei oder zur Wachtzeit des Steuermanns drei Offiziere mit dem Kommandanten die Mahlzeiten nahmen. Die nächste Kammer, seine eigene, war noch leer. Wultin brachte das Gepäd stets erst am Morgen des Auslaufens. Sier tonnte ein Mensch sich umdrehen, ohne mit dem Ellbogen an die runden Stahlwände zu stoßen. In der Koje zur Linken Sand schlief nur der Kommandant. Auf dem Schreibtisch zur Rechten tonnten Atten, das Kriegstagebuch und Schmöker liegen. Ein Schränkchen für die Geheimpapiere hing an der Wand. Durch die Kammer der Dedoffiziere trat er in den Heckraum. Auch hier verstauten die Leute unter Torpedos und Klapp tojen ihre Habe zwischen Töpfen, Kannen, Kisten, die den Weg sperrten. Gottlob, daß mit dem Auslaufen bald das Aufräumen begann. Aufatmend flomm er an der senkrechten Eisenleiter durch das Sedluk an Ded und meldete sich um 11 Uhr zum lekten Befehlsempfang bei Hiedring. Alle Kommandanten der Flottille traten ein. Der Chef gab Drewit vier mit der Maschine beschrie bene Quartblätter: hr Operationsbefehl. Sie gehen in die Frische See. Haben Sie die Kriegstagebücher von Brieg und Knerrheim gelesen?" ,, 3u befehlen, Serr Kapitänleutnant!" „ Nehmen Sie Plaz, Drewiz. Auch Siedring saß nieder. ,, Dann wissen Sie, daß die Engländer neuerdings Geleitzüge ausschiden. Sollten Sie einen treffen, dann beißen Sie sich fest, Di 150215 Samstag, den 7. Januar Gollten Sie die Absicht haben, gelegentlich eines neuen Fluges Deutschland kennen zu lernen, so darf ich als SportsTamerad Ihnen wohl einige Winke und Ratschläge geben. Der erste ist der, gehen Sie nie in ein Kino, Sie sehen fast durch weg in den deutschen Kinos nur Filme, die Sie vor Jahren in Amerita selbst schon gesehen haben. Gehen Sie auch nicht in Kaffeehäuser. Der Deutsche hat fein Geld mehr, in Kaffeehäuser zu gehen. Was Sie dort tref= fen, sind meistens Leute, die vom Osten hergekommen sind, nachdem in Polen die Wehrpflicht eingeführt wurde, die im Interesse der Weltzivilisation in Deutschland abgeschafft worben ist, und außerdem Nigger- Bands, denen es in den Vereinigten Staaten wegen der Rassengegensätze zu ungemütlich geworden ist. Go würden Gie Gelegenheit haben, einen, wenn auch nicht gerade den besten Teil Deutschland, fennen zu lernen. Lehteren finden Sie aber auf dem Invalidenfriedhof Berlins, wo die Inschriften von frischen Grabsteinen mehr erzählen, als ein Buch. Ferner liegt dicht bei Berlin eine Stadt namens Potsbom. Dort können Sie an der Stelle, wo früher die Fridericianische Armee egerzierte, ein Denkmal stehen sehen. Es iſt die Statue des Generals Steuben, der Ihnen ja aus der Geschichte Ihres eigenen Landes bekannt sein wird. ,, Gießener Zeitung" Bei Ihrem furzen Aufenthalt hier werden Sie das wirkliche Deutschland doch nicht kennen lernen. Ich glaube auch faum, daß es Ihnen angenehm wäre. Das wirkliche Deutschland ist die Dawes- Armee, jenes amerikanische Heer in Deutschland, das zahlenmäßig das Heer der Vereinigten Staaten in Schatten stellt. Es sind die Hunderttausende der Alten, die die Ersparnisse eines ganzen Lebens durch das„ Inflation" genannte Börsenmanöver verloren haben, fett arbeitsunfähig auf der Straße liegen und so dahinvegieren. Es ist das Millionenheer der Arbeitslosen, denen das Recht auf Arbeit genommen ist, die mit ihren Angehörigen in Wohnhöhlen zusammengepfercht sind. Warum? Weil wir Dawes- Frieden haben! Nun wünsche ich, wenn Sie den Atlantischen Ozean zum zweiten Male, sei es in der Luft, sei es auf einem Schiffe, rüdwärts überquert haben und mit Jubel von Ihren Landsleuten empfangen werden, dann grüßen Sie sie von mir und sagen Sie ihnen, was der amerikanische Friede in Deutschland geschaffen hat. Nun grüßen Sie das Land der Freiheit, der Zivilisation, der Menschlichkeit und des Fortschrittes von mir, grüßen Sie Gods Land. Mit Sportgruß Hellmuth v. Müde. Das Denkmal steht seit Jahren dort und auch im Kriege Die Grundgesehe der Die Grundgesetze der Erblichkeitslehre. Gat niemand daran gerührt. Es ist ein Geschenk des amerikanifchen Volkes an das deutsche Volk. Auch ein Flug in das Rheinland würde sich lohnen, den Gie ja mit einem Besuch der Franzosen verbinden könnten. die zehn Jahre nach dem Wilson- Frieden noch im Lande stehen, und Sie können sich dort Geschichten erzählen lassen von Deutschen, Die auf offener Straße niedergeknallt werden, und andere Geschichten. Vielleicht geben Sie bei dieser Gelegenheit bekannt, wie Sie in Amerika zu verfahren pflegen, wenn ein Farbiger weiße Frauen und Mädchen schändet. Ich habe aus dem Munde unseres Reichsaußenministers gehört, daß Ihr Flug der Befestigung des Weltfriedens diente, und habe die Bestätigung dafür gefunden in der Feststellung Ihrer Regierung, daß der Atlant. Ozean nunmehr feinen Schutz für Amerita böte und deswegen die militärische Macht Ame= rifas erheblich verstärkt werden müßte. In Newyork werden Sie den Columbus- Circle am GrandCentral- Part fennen. Dort steht ein Denkmal mit der großen Aufschrift ,, Remember the Maine", denkt an die ,, Maine". Sie Lennen die Geschichte dieses amerikanischen Panzerschiffes, das 1898 im Hafen von Havanna in die Luft flog, was den Spaniern in die Schuhe geschoben wurde und zu dem Spanisch- Amerikanischen Kriege führte, der Spanien den Verlust Kubas und der Philippinen kostete. Ich war in Newyork am 25. Jahrestage des Ausbruches des Spanisch- Amerikanischen Krieges und las in allen amerikanischen Zeitungen, daß sich zwar nunmehr längst herausgestellt hätte, daß die Spanier an dem Unglück der Maine" nicht im geringsten beteiligt waren, daß der Krieg überflüssig war, aber nun einmal gewesen wäre und vergessen fei und für Spanien ja doch nur Gutes gebracht habe, da dem Bande die Last eigener Kolonien abgenommen wurde. Gegenüber vom Denkmal der„ Maine" soll sich, nach Zeitungsnachrichten, ein Denkmal im Bau befinden, welches die Inschrift trägt: ,, Remember the Lusitania". Sie kennen die Geschichte der„ Lusitania". In 25 Jahren wird vielleicht in amerikanischen Zeitungen geschrieben werden:„ Das 1923 gefällte Urteil des Obersten Gerichtshofes des Staates Newyork, daß die Versenkung der„ Lusitania" ein durchaus legaler Aft der deutschen Seefriegsführung gewesen wäre, hätte sich nunmehr längst als geschichtlich einwandfrei erwiesen. Der Krieg Amerikas gegen Deutschland wäre also überflüssig gewesen. Er sei aber nun einmal gewesen und vergessen, und wenn das deutsche Bolt infolge dieses Krieges und feiner Nachwirkung auch seine Kolonien, sein Sab und Gut und Millionen von Menschen verlor, so sei darin ja nur ein Vorteil von Deutschland zu erblicken, weil der Staat der Sorge für Millionen seiner Bürger überhaben worden sei und den Deutschen die Last abgenommen sei, eigene Vermögen und Kolonien verwalten zu müssen. und wenn die Reise bis Gibraltar geht. Was wollen Sie noch wissen?" Von Franz Stumpf, cand forest, Butzbach. Jer. 3 Gamstag, den 7. Jam Sie sagen Lönnte, ob bei sion die Zahl der Chromosome gleich, sie müßte sich doch vet Beziehung bie Forschung doppeln. - Durch Teilung in 2, 4, 8 usw. Zellen gestalten sid entstandenen Zellen sich, z: B. zu Knochen, Muskeln, Haut, Ne bisgen Gigenschaften übe nun die Lebewesen zu ihrer endgültigen Form, indem die neu raffigen Menschen mit ein vengewebe im Falle des Menschen, differenzieren. Nur einig Günther oftbaltisches Saa Zellen bleiben in dem ursprünglichen Zustand: die Geschlechts Raffen dominiert(?), fo zellen. Diese Keimmasse wird also von Generation zu Genero sunfle Hautfarbe über de tion ohne Veränderung weitergegeben. Daher kann von eine der blonden, Kurztöpfigle Vererbung im Leben erworbener Eigenschaften keine Rede seit feit( nach Günthers D Im Anschluß an meinen Aufsatz:„ Die Rassen im deutschen Volt" möchte ich in großen Zügen die Grundgesetze der Erblichfeitslehre darlegen. Denn ich hatte sie öfters erwähnt, ohne auf sie Rücksicht auf die Länge und den Zusammenhang jener Ausführungen näher eingehen zu dürfen. Dies wird sowohl zum Verständnis der Rassenkunde, wie auch der Vererbung erblicher Krankheiten beitragen können. Es dürfte ohne weiteres einleuchten, daß die Erblichkeitslehre zunächst deshalb interessant ist, weil der Kenner ihrer Geseze z. B. feststellen fann, warum er und seine Vorfahren gerade solche und keine andere Rassenmischlinge sind. Dazu ist nur ein Stammbaum nötig, der sich über längere Generationen von dem Nachforschenden aus erstreckt und der einen Einblick in die rassige Zugehörigkeit der erfaßten Personen gewährt. Ferner bedarf es keiner besonderen Ausführung, daß die Erblichkeitslehre nicht nur anziehend, sondern vielmehr von höchster Wichtigkeit ist für den, der gewillt ist, sich den Forderungen der Rasse und somit der Vaterlandsliebe unterzuordnen. Dieser Wille wird sich durch die Kenntnis der Vererbungsgesetze in die Tat umsehen lassen und seinen Ausdruck finden in der Schaffung eines nordischen oder vorwiegend nordischen Nachwuchses. Der letztere wäre natürlich noch von den nachfolgenden Generationen in einen reinrassigen umzuwandeln. Da nur wenig Menschen reinrassig find und man selbstredend nicht alle Mischlinge von der Fortpflanzung ausschließen kann, so müssen die Geseze der Erblichkeit für den nicht ganz reinrassigen Menschen, der Anspruch darauf machen will, als wahrer Deutscher zu gelten, von bestimmendem und richtunggebendem Einfluß sein. Drewitz zog das Notizbuch und stellte Fragen. Nach jeder drehte sich Siebring mit„ Bitte!" zu einem der Kommandanten. Dann begann ein Gespräch, bei dem der morgen Auslaufende Zuhörer war. Ihm zu Nutzen erzählten die Kameraden von Beobachtungen, Erfahrungen und Erlebnissen während der letzten Fernunternehmungen. Nicht jede Aussage galt ihm als Richtschnur für eigenes Handeln. Die Menschen und ihre Charaktere waren auch unter der gleichen Uniform verschieden. Aufmerksam lauschte er den Worten Briegs, der nicht nur fröhlicher Kamerad, sondern auch klar dentender Soldat von nüchterner Gewissenhaftigkeit und lugem Urteil war. Knerrheims Baß aber wedte oft ein Lächeln. Der rauhe Krieger galt als waghalsiger Glüdspilz, und sein leichtblütiges Temperament schien wie die Zunge auch die Einbildungskraft zu beflügeln. Nie tehrte er ohne reiche Erfolge heim, aber hatte unterwegs auch stets UngeheuerItches erlebt. Jetzt schilderte er den Himmel über dem Kanal von feindlichen Fliegern und Luftschiffen verdunkelt. Ein Plauderſtündchen schien die dienstliche Besprechung, als der Gong mahnte, daß nach 15 Minuten die Essensstunde schlage. Dremiz ging schnell noch auf sein Boot. Die Mannschaft war versammelt. Er beurlaubte die Leute für den Abend und mahnte: Unterhaltet euch und freut euch auf die Reise, aber schlagt nicht über die Stränge, sondern bedenkt, daß Strafen während der nächsten Werftzeit zu verbüßen sind. Wegtreten!" Sofort nahmen die Urlauber mit langen Schritten den Weg nach Emden. Hörbar flatschten die weiten blauen Hosen an ihre Stiefel. In Emden sah er sie wieder, als er nachmittags zum legten Besuch in seine seit Kriegsausbruch selten betretene Stadtwohnung fuhr. In langer Kette warteten fie unter dem blinfenden Messingbeden über dem Bürgersteig auf einen Platz bei dem Barbier, der ihre Haare schneiden sollte. Stets fündeten Matrosenaufläufe vor Friseurläden das baldige Auslaufen von U- Booten an. Die Wohnungstür öffnete Frau Ziehlte, eine Witwe, die im Erdgeschoß mit Stidereien und Weißwaren handelte. Da ste die Zimmer säuberte und während der Werftzeit heizte, fonnte Drewiz hier die legten Briefe schreiben. Ein Duhend überlas er nach zwei Stunden. Alle schlossen wieder mit gleichen Worten. Einst hatte er vor dem Auslaufen Verwandten und Bekannten Frohes Wiedersehen!" zugerufen. Wenn er im ersten schönen Kriegsjahre mit schwärmerischen Opferwillen und stürmischer Begeisterung auch noch so freudig auslief, sehnte er sich doch schon wieder nach der Heimtehr auf deutsche Erde. Jezt schied er ärgerlich und schrieb:„ Gottlob, daß ich für eine Weile von den Stänfern und Zänfern zu Hause nichts höre!" Wie er, dachten auf Wasser viele Kameraden. Zwei Briefe blieben noch zu schreiben. Einer an Tante Bärb then bantie für die schöne Zeit in Briedelsdorf. Der an Elisabeth Ferner vererben sich deshalb praktisch die Anlagen einer Ras feststehend weiter. tigkeit. Möchte man bal misgraffigen Menschen er Die Beispiele, an denen wir die Gesetze der Erblichkeit bestimmten Raffe ist, an lehre jetzt ableiten wollen, find dem Pflanzenreich entnomme in der Betrachtung der F weil die einzelnen Merkmale bei den Pflanzen am einfachste sh überdedbar verhalten - Im Grunde unterscheidet man zwei Arten von Ve überbedenden. So wird a erbung: 1. die intermediäre und 2. die dominante, wozu no entennbaren nordischen sind. - die rezessive hinzukommt. Schmalgesicht nicht so viel Die intermediäre Vererbung läßt sich an der sogen. Wu Haben ferner die Kinder derblume( Mirabilis jalapa) leicht erläutern. Diese Pflan Merkmale als ihre Elter weist eine Zugehörigkeit zu einer weißen und einer roten Ras das Erscheinungsbild nicht einen Eigenschaft, die die Blume hat: in der Farbe. Zum be die dominant- heterozygote auf. Die Einfachheit der Verfolgung der Erblichkeit liegt in d anlagen einer anderen R ( Natürlich wäre auch der seren Verständns bezeichnen wir die Geschlechtszelle der rote gleich, sondern nur, wenn Art mit R. Die Blume selbst hat dann die Formel RR, we minanz und Rezessivität i sie aus zwei Geschlechtszellen oder Gameten entstand. Anal bei erblichen Krankheiten ist der Gamet der weißblühenden Rasse W und die Pflan alle Heterozygoten frant, selbst WW. Kreuzt man nun eine Pflanze RR und eine W Denn bezeidhmen wir die miteinander: RR mal WW, so erhalten wir aus dieser Elter mit K, die Anlage für ihr oder Parental- Generation P eine Tochter- oder Filialgeneratie Vererbung: Da der eine F1 RW( WR). Welcher Gamet der männliche oder der wei len, die Formel Ag haber liche weiß oder rot ist, ist vollständig gleichgültig. Es ist so e so kann sich also A von Bastard, eine Heterozygote, mit rosaer Farbe neu geschaffen wo vereinigen und g von Re den. Werden nun die Pflanzen der F1- Generation unter ſi bestäubt, so kommt das auffallende Resultat zustande, daß Prozent der jüngsten F2- Blumen RR, also rot, 50 Prozent W also rosa, und 25 Prozent WW, also weiß, sind. Die R2 ( WR. der F2- und der folgenden F- Generationen spaltet wied bei Kreuzung wie F1 auf, während RR und WW der F2 f die Zukunft reine rote und weiße Pflanzen liefern. Wir seh hieraus, wie aus einer Kreuzung heterozygoter Lebewesen sp ter reinraffige oder homozygote werden können und wie in d ferneren Generationen immer weniger Bastarde auftreten. B unserem Beispiel war vorausgesetzt, daß die Kraft zur Weite vererbung ihrer Anlagen bei den beiden Teilen der P- Gen ration gleich war. Indessen kommt dieser Fall, gerade au beim Menschen felten vor. sich jedes der g von gg m aber keine anderen Vert Kinder ist also kg, b. h. Anders liegen indessen Die Krankheiten sind hie man glauben könnte, daß lichen Sinne vorliege: Wi ten Gameten mit 6 und Heiratet nun ein Elter m chen Anlage, so tritt da erbung ein: 75 Prozent gefund 25 Prozent- 25 feltene, dann ist sie me bingt.- Ueberdeckende fingrigkeit und Nachtbl heit, erbliche Epilepsie heiten. Die intermediäre un Dagegen trifft man meist eine andere Art der Vererbun die dominante oder überdeckende, bei der der eine Teil der Generation eine größere ,, Erbkraft" besitzt wie der andere. A Beispiel hierfür sind die roten und die weißen Erbsen sehr b liebt. Wird eine reingezüchtete( homzygotische) RR- Erbse m einer gleichen WW- Erbse in der P- Generation gefreugt, so tommen wir als 1. Tochtergeneration RW( WR)-Pflanzen, dtürlich auch an schwierige aber nicht, wie oben, rosa, sondern rot infolge der Domina zahlreicher find, verfolge der roten Farbe des einen Elter find, die Mit rote Mirabilis jolapa ha zwischen den Eltern als intermediäre tent. In den zu wachsen, und die F1- Generation wird also der Anschein erweckt, als ob nun la die Blüte zu tragen, fo ter homozygotische RR vorhanden seien. Dies stimmt jede Blumen folgendes: Dic nicht, wie aus einer Kreuzung von F1- Pflanzen hervorgeh Rg und die weiße einer F2 besteht zu 75 Prozent aus äußerlich roten Pflanzen mit 6 mit WtWt gekreuzt, er Gameten- Formel RR, RW, WR und zu 25 Prozent aus weiß schreiben könnte. Besta WW- Erbsen. Die auch innerlich roten und weißen Erbsen d blumen untereinander, F2- Generation ergeben natürlich, je für sich untereinander gration in der Blume 4 freuzt, reine rote und weiße Pflanzen, während die anderen Rg, Rt, Wg, WF, 16 r Viertel wie die F2- Generation aufteilen. Es fällt somit mentreffen: 1. eine RgDominanz der toten Farbe bei der F2- Generation und selb mal Rg= RRgg; 2. e redend auch bei den nachfolgenden auf: obwohl bei jenen 75 Pr = RRgt; 3. eine Rg mi zent die Pflanzen äußerlich von einer RR- Erbse nicht zu unte scheiden sind, haben 50 Prozent dieser 75 Prozent den weiß Erbanteil. Der weiße Bestandteil ist bei dieser Art der Ve Um mun auf die Vererbungslehre selbst zu lommen, will ich ihre naturwissenschaftlichen Grundlagen streifen. Jedes Lebewesen besteht aus Zellen. Diese Zellen führen einen Kern, oft auch mehrere. Der Kern ist der Träger des Lebens, denn in ihm befinden sich die Chromosome. Der Name dieser Kernbestandteile tommt aus dem altgriechischen Wort Chroma, das zu Deutsch Farbe heißt und auf die Eigenschaft der Färbbarkeit der Chromosome mit bestimmten Farbstoffen hindeutet. Das Wesen der Chromosome liegt nun darin, daß sie die Erbanlagen in sich bergen und daß aus ihrer Kombination bei der Fusion der Kerne der weiblichen und männlichen Geschlechtszellen das neue Lebewesen entsteht. Jedes Lebewesen, also auch der Mensch, besitzt diese Chromosome und zwar in einer für die Art charakteristischen, weil fonstanten Zahl. Beiläufig will ich nur erwähnen, daß die Natur einen sehr feinsinnigen ,, Mechanismus“ geschaffen hat, der kurz vor der Verschmelzung der weiblichen und männlichen Geschlechtszellen die Cromosome auf die Hälfte ihres Bestandes in den Fusionszellen reduziert( Reduktionsteilung). Sonst entstünde die Frage, wieso bleibt nach der Fu- erbung rezessiv oder überdeckt. Leider ist gerade in rassig heischte mehr Ueberlegen. Bis sie mit Werner gesprochen hatte, mußte seine Neigung schweigen. Gewinnen freilich wollte er das liebe Mädchen. Darum schrieb er von kommenden schönen Tagen: „ Auch jede U- Boot- Unternehmung bringt uns ihnen um ein winziges Schrittchen näher. Nach Friedensschluß nehme ich entweder ein Jahr Urlaub oder gleich den Abschied, da ich als fünftiger Stoppelhopser doch nicht Soldat bleiben kann. Erst will ich reisen und dann bei Wald und Berg in einem Haus mit hübschem Garten und sauberen Betten in immer trodenen Kleidern leben, bis ich Schmutz und Nässe der U- Boot- Zeit vergessen habe." Sie würde verstehen, daß er sie zur Gefährtin auf Reisen und in dem Heim wünschte. ,, Denfe an mich!" setzte er darunter. Es dunkelte, als er in die Pinasse vom Weißen Haus zur Pommerania" fuhr. In der Messe hatte er Siedring um Entschuldigung für die Verspätung zu bitten. Doch sein Play in der Mitte des Tisches der Kommandanten war frei. Auch an den anderen Tagen saßen die Heimbleibenden um die morgen auslaufenden Altersgenossen, die noch einmal tief in den Becher sehen und aus voller Kehle lachen sollten. Es war ein vergnügter Abend, und er konnte die Stunden seines Nachtschlafes an den Fingern einer Sand zählen, als Wulkin schon wedte:„ Stürmt und regnet so dice Fäden, Herr Kaptnleitnam!" Er hielt die Hand hoch und den Zeigefinger weit vom Daumen, als wolle er sagen, daß Tropfen vom Durchmesser eines Hühnereies fielen.„ Schlechtwetteranzug, Herr Kapinleitnam?" ,, Drei Häute!" Vom Schlechtwetteranzug hielt Drewiß nichts. Mit den wasserdichten Gummiringen um Hals, Aermel, Füße und Gesicht hielt das Pädchen zwar troden wie ein Taucherkleid, aber hinderte beim Sören und Bewegen. Unbehaglich war schon das Anlegen. Auch ein Afrobat tam nur mit Hilfe von zwei Breisturnern hinein. Lieber ließ er sich von Regen und See nässen. Doch der Wind flaute vor Sonnenaufgang ab. Nur feines Sprühen fiel vom grauen Himmel, als er nach dem Frühstüc zum Boot ging. Ueber die Plante vom Ufer zu U- 444 scherzten Matrosen von Nachbargrauen mit den seinen. Die Leute der ersten Mache warteten schon in Delzeug auf Ded. Dienstfreie und Heizer in altem blauen Drell rauchten Stummelpfeifen. Die Postordonanz fam in blizsauberem Straßenanzug mit der goldenen Müzenaufschrift„ 11. U- Flottille" vom letzten Gang aus der Stadt. Der Kommandant winkte ab, als der Steuermann„ Oberded Ordnung" rufen wollte.„ Morgen, Leute!" lachte er von der Planke und freute sich ihres fröhlichen lauten„ Guten Morgen, Herr Kapinleutnant!" Auf Deck sah er nach der Uhr am Armgelent. Noch fehlten 10 Minuten an acht. Er zog eine Bigarre aus der Brusttasche und nahm von dem zur Meldung herantretenden Drießner ein Streichholz. Auch Ruelow us Krause trochen zum Morgengruß aus dem Hecluf. Rauchend scherzte er mit ihnen, bis in der Ferne die Sire einer Fabrik dröhnte.„ Also wären wir flar, meine Herren Er hob die Pfeife von der Brust zum Mund und trillert 4 eine Rg mit einer Rt mit einer Rg, d. h. einer Rt, d. h. Rt mal 6. h. Rt mal Wg= Rf mal Wi= RW; Rg RWgg; 10. eine RWgf; 11. eine M WWgg 12. eine M WWgt; 13. Schließlic Drießner hastete als Wachhabender auf die Brücke. Gemächli Rg= RWgt; 14. eine folgte der Kommandant und ſah über das Dec. Zwei art; 15. eine We mit spucten in die Hände, als wollten sie sagen, es ginge los. rief durch das Lut in die Zentrale hinab:„ Klar zum Man ver!" Die Leute liefen auf ihre Stationen. Ein langer und dar ein kurzer Triller aus der Pfeife befahl:„ Ablegen!" Die Matrosen auf Ded griffen zu den Bootshaken. Drew rief:„ Los!" Fortsetzung folgt. Humor. Entente- Zigarren. 16. eine Wt mit einer 1 wäre also tot und ga 8. rosa tein, 9. rosa g 12. weiß mittelgrog, 13. mittelgroß, 16. weiß über die intermediäre daß unter unter der = 4 note, 50 Prozen mittelgroß, 5. rot mitt Weil unsere Handelsbilanz gar so rosig aussteht, sollen w von Entente- Seite veranlaßt werden, auch unsere Zigarren ga außerhalb unserer Grenzen zu beziehen. Wir haben uns Must fommen lassen und möchten diese turz charakterisieren: Marte„ Poincaré": Ungesund langes Format. Fängt leid Feuer und tohlt furchtbar. Marte„ Briand": Leicht. Bekömmlich. Entwickelt viel blauen Dunst. Diner- Zigar Marke„ Locarno": Bestechendes Deckblatt, aber strohi Füllung. Geht leicht aus. Marte„ Rheinlandsräumung": Brennt sehr langsam schattiert: von hell bis tiefdunkel. fich befinden. Zählen Gleichzeitig muß uns tigteit ist: Betrachten 4 weißen Pflanzen au bei jeder dieser Gruppe seigt haben, groß, mil Prozentverhältnis für Denn von den 4 toten und eine flein, und fa groß, 2 mittelgroß und daß sich die einzelnen allein vererbent. Ferne und legt sich fürchterlich auf den Magen. In den Farben sta F2- Generation nur vie Marke„ Chamberlain": Sehr lang und spiz. Nach fra sen, von denen wir zwei zösischer Art. Scheinbar leicht verdaulich, aber oft von übe raschenden Nebenwirkungen. mittelgroßen, at einfa die große weiße Grupp wenn nicht, wie eben, ein Marke„ Mussolini": Sehr für sich einnehmend". Fän Bererbung, auftritt und leicht Feuer und ist die stärkste Marke von Europa. Läßt s nur schwer die Spitze abbrechen. Marke„ Polen": Aufmachung ohne Qualität. Französisch Deckblatt. ge erhalten in diesem Fa F1- Generation mur tote F2- Generation 9 tote Teil des Inhalts meist aus anderen Lände große und endlich eine wonnen. Marke„ Michel": 3u fest gewickelt, so daß sie schwer ( Aus dem Kladderadatsch".) friegt. werden die Verhältni auftreten; besonders be Auch diese Falle au burd Mt. Samstag, den 7. Januar 8 usw. Zellen gestalten si ochen, Muskeln, Haut, Ne sie sagen könnte, ob bei einer Verheiratung z. B. eines nord,, Gießener Zeitung" h, sie müßte sich doch ve Beziehung die Forschung noch nicht so weit fortgeschritten, daß igen Form, indem die net rassigen Menschen mit einem ostischen die ostischen oder die nordifferenzieren. Nur einig Günther ostbaltisches Saar über das der anderen europäischen anlagen. Trotzdem ist diese genau so an die Erblichkeitsgesetze von Generation zu Gener dischen Eigenschaften überdeckend sind usw., wenn auch nach n Zustand: die Geschlecht: Raffen dominiert(?), sonst das dunkle über dem hellen, die ent. Daher kann von ein genschaften teine Rede sei dunkle Hautfarbe über der hellen, die braune Augenfarbe über der blonden, Kurzföpfigkeit über Langköpfigkeit, Schmalgesichdie Anlagen einer Ras tigkeit( nach Günthers Meinung: binarische) über Breitgesichtigkeit. Möchte man daher, schreibt Günther, im Falle eines mischrassigen Menschen ermessen, wie groß der Blutanteil einer die Gesetze der Erblichkeit bestimmten Rasse ist, an der dieser Mensch teil hat, so werden m Pflanzenreich entnomme in der Betrachtung der bei ihm vorhandenen Merkmale, welche den Pflanzen am einfachst sich überbedbar verhalten, ein größeres Gewicht haben als die man zwei Arten von Be überdeckenden. So wird z. B. beim Abschäzen eines vorhandenen . Die dominante, wozu to erfennbaren nordischen Einschlages bei einem Menschen das Schmalgesicht nicht so viel Gewicht haben als der Hinterkopf. zt sich an der sogen. Wu Saben ferner die Kinder reinrassig aussehender Eltern andere erläutern. Diese Pflan Merkmale als ihre Eltern, so ist mindestens bei einem Elter eißen und der Erblichkeit liegt in d anlagen einer anderen Raſſe überdeckt waren. Es sind daher t: in der Farbe. 3um bi die Dominant- heterozygoten Lebewesen nicht den homozygoten e Geschlechtszelle der rot gleich, sondern nur, wenn auch manchmal, sehr ähnlich. Die Dodann die Gameten entstand. Anal bei erblichen Krankheiten auf, weil bei dominanter Bererbung Raffe W und die Pflan alle Heterozygoten trant, während sie bei rezeſſiver gesund sind. Pflanze RR und eine W Denn bezeichnen wir die Anlage für die überdeckende Krankheit alten wir aus dieser Elter mit a, die Anlage für ihr Fehlen mit g, so ergibt sich folgende ochter- oder Filialgenerati Beverbung: Da der eine Teil der Eltern, wie wir festsetzen wolr männliche oder der wei len, die Formel Kg haben soll, der andere eine solche von gg, gleichgültig. Es ist so so kann sich also A von Kg jedesmal mit einem der g von gg er Farbe neu geschaffen we vereinigen und g von Ag jedesmal mit einem der g von gg. er F1- Generation unter( Natürlich wäre auch der umgekehrte Fall möglich: es verbände sich jedes der g von gg mit g und von Kg. Dadurch würden Resultat zustande, daß † e R, alſo rot, 50 Prozent Waber seine anderen Verhältnisse geschaffen.) Die Hälfte der also weiß, sind. Die R2 Kinder ist also Kg, b. H. frant, und die Hälfte gg, d. h. gesund. Generationen spaltet wied Anders liegen indessen die Dinge bei rezessiven Krankheiten. RR und WW der F2 Die Krankheiten sind hier die Kinder gesunder Eltern, so daß flanzen liefern. Wir seh man glauben fönnte, daß hier gar feine Vererbung im gewöhneterozygoter Lebewesen sp lichen Sinne vorliege: Wir bezeichnen einen gesunden dominanden können und wie in d ten Gameten mit G und einen mit frankhafter Anlage mit f. ger Bastarde auftreten. daß die Kraft zur Weit Heiratet nun ein Elter mit der Anlage Gk einen mit der gleibeiden Teilen der P- Ger chen Anlage, so tritt dasselbe wie bei der dominanten Vererbung ein: 75 Prozent scheinbar gesunde- davon nur wirklich gesund 25 Prozent 25 Prozent trant. Ist die Anlage eine feltene ,, dann ist sie meist durch eine Blutsverwandtenehe be= bingt. Ueberdeckende Krankheiten sind z. B. Harnruhr, Kurzfingrigkeit und Nachtblindheit; rezessive dagegen Taubstummheit, erbliche Epilepsie und manche Geistes- und Nervenkrankheiten. nt dieser Fall, gerade at andere Art der Vererbur Bei der der eine Teil der besitzt wie der andere. A die weißen Erbsen sehr I omzygotische) RR- Erbse n B- Generation gefreugt, so ion RW( WR)-Pflanzen, 1 tot infolge der Domina find, daher nicht die Mi täre Typen halten. In hein erwedt, als ob nun k n seien. Dies stimmt jed von F1- Pflanzen hervorgel erlich roten Pflanzen mit b nd zu 25 Prozent aus weiß roten und weißen Erbsen d je für sich untereinander nzen, während die anderen ufteilen. Es fällt ſomit! er F2- Generation und selb uf: obwohl bei jenen 75 P ner RR- Erbse nicht zu unt ieser 75 Prozent den weiß I ist bei dieser Art der V Leider ist gerade in raffig reichholz. Auch Ruelow u us dem Hecluf. , bis in der Ferne die Gire en mir flar, meine Herren it zum Mund und triller er auf die Brücke. Gemächl ber das Ded. Zwei Matro fie fagen, es ginge los. le hinab:„ Klar zum Man tionen. Ein langer und da befahl:„ Ablegen!" nt zu den Bootshafen. Drew folgt. or. Bigarren. gar so rosig aussteht, sollen rben, auch unsere Zigarren go eziehen. Wir haben uns Muf e furz charakterisieren: d langes Format. Fängt lei Belömmlich. Diner- Zigar tbes Deckblatt, aber strohi ": Brennt sehr langsam - Die intermediäre und dominante Vererbung Taffen sich natürlich auch an schwierigeren Beispielen, an denen die Merkmale zahlreicher find, verfolgen. Angenommen, die vorhin erwähnte rote Mirabilis jolapa hätte die Eigenschaft, auf großen PflanBen zu wachsen, und die weiße, auf Fleinen oder furzen Stielen bie Blüte zu tragen, so fänden wir bei einer Kreuzung beider Aus unseren Betrachtungen geht hervor, daß meist zwischen einer Erbanlage und einer äußeren Eigenschaft eine Abhängigfeit und letzthin auch öfters eine Identität besteht. Indessen ist jedoch häufig eine Eigenschaft eine Funktion mehrerer Erbgebunden wie jede, die gleich einer Erbanlage ist. Jegliche Vererbung ist so bedingt durch ein Weitergeben von Erbanlagenpaaren, deren einer Anteil je für sich in einem Gamet kommt. Folglich wird jede Anlage mit einer Wahrscheinlichkeit von einhalb weitergegeben. Um einen praktischen Wert insbesondere in raffenkundlicher Sinsicht aus meinen Ausführungen zu schöpfen, muß man beachten, daß das Erscheinungsbild des Menschen: also das Bild seiner äußerlich bemerkbaren Eigenschaften meist nicht gleich seinem Erbbild ist, infolgedessen der Wert einer Perfon als 3euger meist wesentlich verschieden ist von dem des Einzelmenschen. Bei einer Abschätzung der Vererbungsmöglichkeit bestimmter Anlagen und Eigenschaften eines Menschen sind daher immer dessen Vorfahren mitzuberücksichtigen. Diese Folgerung, daß Erbbild nicht gleich Erscheinungsbild sein muß, ergab sich aus dem dominanten Vererbungsgang. Es stellt diese Feststellung auch keinen Widerspruch zu meinem obigen Sah, daß die Erbanlage öfters gleich der äußeren Eigenschaft ist, dar, sondern unterstreicht nur die praktische Wichtigkeit der dominanten Vererbung für den Menschen. Es stimmen schließlich Menschen, die in ihrem Erscheinungsbild gleich sind, meist nicht in ihrem Erbbild überein und umgekehrt, Menschen, die im Erbbild übereinstimmen, sind nicht im Erscheinungsbild gleich. Am Ende meiner Ausführungen muß ich noch auf etwas aufmerksam machen, was zwar weder zur Rassenkunde noch zur Vererbungslehre, sondern in das Gebiet der Rassenhygiene ge= hört, was aber ebenso wichtig für unser Vaterland ist wie die Erkenntnis der Rassenkunde und Erblichkeitslehre und ihre Befolgung: Das ist die Frage der Kinderzahl. Nach Prof. LenzMünchen ist als Minimum die Zahl 4 anzusehen. Leider wird Diese Zahl gerade bei den nordischen Teilen unseres Volkes, bei den Teilen, die wir nötig haben, längst nicht erreicht. Wenn nun die Kinderzahl weiter hinter der zu fordernden zurückbleibt wie eben, so bestehen die eben genannten Voltsteile in etwa 300 Jahren nicht mehr. Sehen wir Deutsche uns also nicht vor, dann wird es uns in fürzester Zeit durch die Rassenvermischung und die geringere Kinderzahl jener Voltsteile so gehen wie Griechen und Römern, die im Altertum bedeutende Rollen spielten und jetzt keine beherrschenden Völker mehr sein können, weil es ihnen an hervorragenden Geistern fehlt. Bei ihnen wird jedoch die Rassenvermischung und nicht die geringe Kinderzahl die Hauptursache ihres Unterganges gewesen sein. Wir Deutsche haben also die Pflicht, im Interesse unseres Vaterlandes für einen Nachwuchs von der erforderlichen Quantität und Qualität, wenn ich diese nicht sonderlich schönklingenden Fremdwörter einmal verwenden darf, zu sorgen. Nur wenn beibe, Quantität und Qualität in dem richtigen Maße vereinigt sind, haben sie für uns Wert; Quantität allein überhaupt feinen und Qualität allein nur einen beschränkten. Videamus, ne quid detrimenti capiat res publica! - Nr. 3. Bundes deutscher Mietervereine, Rechtsanwalt Groß, und der Präsident des Zentralverbandes deutscher Haus- und Grundbefizervereine, Stadtrat Josef Sumar, zu Wort kommen. Während Rechtsanwalt Groß in erster Linie vorschlägt, daß der Staat zum Neubau Geld zinslos hergeben soll und als Gegenleistung für diese zinslose Sergabe Einfluß auf die Mietzinsbildung bekommen müßte, tritt Prof. Hein dafür ein, ein neues Institut, das sogenannte Heimrecht, zu schaffen. Dieses soll darin bestehen, daß der Mieter in stärkerer Weise als bisher bei einem bloßen Mietrecht mit der Wohnung verbunden ist. Das Heimrecht soll in einem Wohnkataster eingetragen werden und durch Vertrag mit dem Verfügungsberechtigten oder durch tatsächliche Ueberlassung der Wohnung entstehen. Der Heimherr - dies ist der nene Titel des Mieters- soll fündigen können, dagegen der Hausbesitzer nur bei besonderen Gründen. Der Heimzins soll zwar dem Namen nach frei sein, der Hausbesitzer soll jedoch nur dann steigern können, wenn er nachweist, daß er eine Zinserhöhung fordert, die durch den objektiven Wert der Wohnung gerechtfertigt wird Ueber die Berechtigung der geforderten Zinshöhe haben besondere Behörden als Nachfolger der heutigen Mieteinigungsämter zu entscheiden. Prof. Hein fordert also, daß sowohl das Kündigungsrecht, als auch das Recht auf Forderung eines freien Mietzinses seitens des Hausbesitzers beschränkt wird und beschränkt bleibt. Würde der Vorschlag des Prof. Hein Gesetz werden, so könnte dabei naturgemäß ein Unterschied zwischen alten und neuen Wohnungen nicht mehr wie bisher gemacht werden, denn das Seimrecht ist ja als das allgemein gültige neue Wohnrecht gedacht, und eine Herausnahme der nach dem Kriege erbauten Wohnungen ohne weiteres vereiteln. Dieses wird zur Folge haben, daß die Neubautätigkeit so gut wie ganz aufhören würde. Denn man kann doch von jemandem schlecht verlangen, daß er sein Geld für einen Hausbau verwendet, wenn er weiß, daß ihm die Verfügungsgewalt über die einzelnen Wohnungen entzogen ist und daß eine Steigerung nur mit Genehmigung der Mieteinigungsämter oder ähnlicher Behörden möglich ist, daß also die Zwangswirtschaft für ewige Zeiten weiterbesteht. Unter Berüdsichtigung dieser Tatsache hat der Gesetzgeber auch die seit dem 1. Juli 1918 fertiggestellten Wohnungen aus der Zwangswirtschaft herausgenommen. Eine Ausdehnung der Zwangswirtschaft auch auf neu erstellte Räume würde bedeuten, daß irgendwelches Geld von privater Seite dem Baumarkt überhaupt nicht mehr zur Verfügung gestellt wird, und daß mit einem Schlage jede private Unternehmungslust aufhören würde und daß ohne weiteres gerade das verhindert würde, was in gemeinsamem Interesse von Vermietern und Mietern erreicht werden soll, nämlich die stärkere Belebung der Bautätigkeit. Die unmittelbare Folge hiervon wäre nicht nur eine Vermehrung der Wohnungsnot, sondern ein Zusammenbruch der gesamten Bauindustrie, also eine der wichtigsten Schlüsselindnstrien Deutschlands. Blumen folgendes: Die rote Wunderblume hat jetzt den Gamet Heimrecht oder freie Wohnwirtschaft? lichkeit, denn eine Erhöhung der Steuern kann unter keinen Rg und die weiße einen derartigen von der Formel Wł. RgRg mit WrWt gekreuzt, ergibt RgWk- Pflanzen, was man RWgk schreiben könnte. Bestäubt man die Blüten dieser Wunderblumen untereinander, dann erhält man, da bei dieser F1- Gene= ration in der Blume 4 Arten von Geschlechtszellen sich finden: Rg, Rt, Wg, Wt, 16 verschiedene Pflanzen. Es kann zusammentreffen: 1. eine Rg- Geschlechtszelle mit einer Rg, d. h. Rg mal Rg RRgg; 2. eine Rg mit einer Rf, d. h. Rg mal Rk = RRgt; 3. eine Rg mit einer Wg, b. h. Rg mal Wg= RWgg; 4 eine Rg mit einer Wt, d. h. Rg mal Wt= RWgt; 5. eine Rt mit einer Rg, d. h. Rg mal Rf RRgf; 6. eine Rt. mit einer Rt, d. h. Rt mal Rt RRff; 7. eine Rt mit einer Wg, 6 h. Rt mal Wg RWgt; 8. eine Rt mit einer Wk, d. h. Rf mal WkRWft; 9. eine Wg mit einer Rg, d. h. Wg mal Rg RWgg; 10. eine Wg mit einer Rf, d. h. Wg mal Rk RWgt; 11. eine Wg mit einer Wg, b. h. Wg mal Wg WWgg 12. eine Wg mit einer Wt, d. h. Wg mal Wk WWgf; 13. schließlich eine Wt mit einer Rg, d. h Wk mal Rg: RWgt; 14. eine Wt mit einer Rt, d. h. Wk mal Ri RWtt; 15. eine Wt mit einer Wg, d. h. Wf mal Wg= WWgt; WWff. Fall 16. eine Wt mit einer Wt, d. h. Wt mal Wt - 1 wäre also rot und groß, 2. tot mittelgroß, 3. rosa groß, 4. rosa mittelgroß, 5. rot mittelgroß, 6. rot klein, 7. rosa mittelgroß, 8. rosa flein, 9. rosa groß, 10. tofa mittelgroß, 11. weiß groß, 12. weiß mittelgroß, 13. rosa mittelgroß, 14. rosa klein, 15. weiß mittelgroß, 16. weiß flein. Nach dem, was wir früher schon über die intermediäre Vererbung hörten, müssen wir vermuten, baß unter unter der Gesamtzahl 16 der Pflanzen 25 Prozent = 4 weiße = 4 tote, 50 Prozent= 8 tosae und 25 Prozent sich befinden. Zählen wir nach, so sehen wir, daß dies stimmt. Gleichzeitig muß uns etwas auffallen, was von höchster Wichtigkeit ist: Betrachten wir die 4 roten, die 8 rosaen und die 4 weißen Pflanzen auf ihre Größe hin, so entdecken wir, wie bei jeder dieser Gruppen die drei Größestufen, die sich oben gezeigt haben, groß, mittelgroß und klein in genau demselben Prozentverhältnis für sich auftreten wie die drei Farbstufen. Denn von den 4 roten Blumen sind eine groß, zwei mittelgroß und eine klein, und schließlich von den 4 weißen wieder eine groß, 2 mittelgroß und eine klein. Daraus folgt der Schluß, daß sich die einzelnen Erbanlagen unabhängig, d. h. für sich allein vererben. Ferner finden wir, unter den 16 Blumen der F2- Generation nur vier doppelte Bastarde: die vier rosaen mittelgroßen, acht einfache Heterozygoten und vier reine Rassen, von denen wir zwei neugezüchtet haben, die kleine rote und die große weiße Gruppe. Roch verwickelter wird die Sache, wenn nicht, wie eben, eine intermediäre, sondern eine dominante Bererbung, auftritt und zwar, wenn rot überdeckend ist. Wir erhalten in diesem Falle in unserem letzten Beispiel in der F1- Generation nur tote, mittelgroße Wunderblumen und in der F2- Generation 9 rote große Pflanzen, 3 rote fleine, 3 weiße große und endlich eine weiße kleine. Bedeutend komplizierter werden die Verhältnisse dann, wenn noch mehr Anlagepaare auftreten; besonders bei Menschen. Daß es jedoch möglich ist, auch diese Fälle au durchdringen, lehrt die einschlägige Literatur. Magen. In den Farben st r lang und spik. Nach fro verdaulich, aber oft von üb für sich einnehmend". Fär Marke von Europa. Läßt ohne Qualität. Franzöfifé meist aus anderen Länd widelt, so daß sie schwer 2 ( Aus dem Klabberadatfo".) Seit Jahren ist die Wohnungszwangswirtschaft, die ursprünglich nur eine Uebergangserscheinung sein sollte, sehr umstritten. Führende Männer aus Politik und Wirtschaft haben sich mit dem Wohnungsproblem in der einschlägigen Presse wiederholt beschäftigt und sind zum größten Teile zu dem Ergebnis gelangt, daß auch auf dem Gebiete des Wohnungswesens die freie Wirtschaft wieder eingeführt werden muß. Dennoch gibt es unentwegte Verfechter der Aufrechterhaltung der Wohnungszwangswirtschaft, die sogar dahin streben, die Wohnungswirtschaft durch ein besonderes Wohnrecht unter Aufhebung der Bestimmungen des bürgerlichen Rechts dauernd unter Zwang zu stellen. Diese Ansicht vertritt auch der Vorsit zende des Mieteinigungsamts Halle, Prof. Dr. Hein, in seinen Ausführungen über„ Mieterschußnovelle und Heimrecht" im II. Sonderdruck der Verbandszeitschrift„ Das Mietgericht" des Reichsverbandes deutscher Einigungsämter, Berlin, in dem unter dem Gesamttitel„ Beiträge zur künftigen Entwicklung des Mietrechts, unter besonderer Berücksichtigung der Regierungsent würfe zum MSchG. und RMG.", in dem namhafte Persönlichfeiten der verschiedenen Richtungen, wie der 2. Vorsitzende des SIND UBERALL Klein- Diesel BouarPM 485 DEUTZ MOTOREN Die besten Antriebsmaschinen MOTORENFABRIK DEUTZ A- G. Zweigniederig. FRANKFURT& M. Kaiserstr.23 Es wäre grundfalsch, zu glauben, daß an Stelle des Privatfapitals das öffentliche Kapital einspringen könnte. Das öffentliche Kapital ist doch nichts anderes als die Beträge, die der Staat durch Steuern und Abgaben erhoben hat, um sie wieder für seine Zwede zu gebrauchen. Dieses ist eine glatte UnmögUmständen in Frage kommen, und allein die Aufrechterhaltung der Steuern in ihrer augenblicklichen Höhe ist ein Unding. Die Auffassung des Prof. Hein, daß die Wohnungsnot an der Volksverminderung schuld sei, ist irrig, denn wenn der Geburtenrüdgang lediglich und ausschließlich auf die Wohnungsnot zurückzuführen wäre, so müßten die Familien, die große Wohnungen besitzen, die kinderreichsten sein, und die Kinderzahl müßte entsprechend den schlechteren Im Wohnverhältnissen abnehmen. Gegenteil, die amtliche Statistik lehrt, daß bei den wohlhabenden Kreisen, die über große Räume verfügen, seit jeher eine stärkere Geburtenminderung zu verzeichnen ist. Soweit der Gedanke des Prof. Sein aber richtig ist, spricht er als ein sehr startes Argument nicht für, sondern gegen die Zwangswirtschaft. Denn es ist doch heute so, daß infolge der Zwangswirtschaft gerade die neugegründeten Familien feine oder keine genügende Unterkunft finden, während alte Leute ihre großen Wohnungen behalten können. In dem Augenblid, wo die Zwangswirtschaft aufgehoben werden würde, müßte hier ein Ausgleich erfolgen, und der natürliche Zustand müßte allmählich eintreten, daß die wirklich lebensfräftigen Familien ihr Heim bekommen können, während alte Leute sich allmählich auf ein oder zwei Räume zurückziehen würden. Die Folge davon wäre, daß sich die jungen Familien in ganz anderem Umfange ausbreiten fönnten, als dies heute der Fall ist, daß daher keine Bevölkerungsverminderung, sondern vielmehr eine Vermehrung eintreten würde, wenigstens dort, wo die wirtschaftlichen Erwägungen wegen- Raummangels den Grund der ehelichen Vorsicht" bilden. In Wirklichkeit besteht auch kein Bedürfnis weiter Mieterschichten, in der Art, wie es Prof. Hein mit seinem Heimrecht erreichen will, eng mit der Wohnung verbunden zu werden, denn bekanntlich war es nach den Bestimmungen des Bürgerlichen Rechtes nicht nur möglich, sondern im§ 1093 sogar vorgesehen, langfristige Mietverträge abzuschließen. Jedoch wurde von dieser geseglichen Bestimmung nur in den seltesten Fällen Gebrauch gemacht, so daß dadurch bewiesen ist, daß die Ansicht des Prof Sein auch in dieser Hinsicht irrig ist. Es ist wohl nicht übertrieben, wenn man behauptet, daß die Folgen des Hein- Experiments das Einstellen der Neubautätigfeit, eine Verschärfung der Wohnungsnot, ein Zusammenbruch der wichtigsten Zweige des Handwerks und der Industrie und das Ende der deutschen Kreditfähigkeit im Auslande wären. Die Zwangswirtschaft schafft keine neue Wohnungen, sie engt die Bewegungsfreiheit des Vermieters wie des Mieters ein und ist eine der teuersten Institute, welche sich ein Staat leisten fann. Niemand wird die sofortige Aufhebung der ganzen Zwangsgesege fordern, aber im Interesse der Gesamtheit ist es dringend notwendig, daß auch die Wohnungswirtschaft allmählich wieder in die freie Wirtschaft übergeleitet wird. Es wäre aber grundfalsch, die Zwangsgesetze auf dem Gebiete des Wohnungswesens zu verewigen, denn ehe die Ketten der Zwangswirtschaft nicht gesprengt werden, werden und können wir zu feinen normalen RPD. Wohnverhältnissen gelangen. 3333 Di Samstag, den 7. Januar Weber den Werdegang „ Gießener Zeitung" Spigen und Bänder werden aufgefrischt, wenn sie in faltem Wasser geweicht, ausgedrüdt und durch Spiritus gezogen, eines Allgäuer Backsteinfäßes. hierauf in Tücher geschlagen und noch feucht, mit einem Tuch Wo die Herdengloden Lingen, und auf sonnigen Wiesen und Hängen die Rühe weiden, wo einfam in weiter Runde behäbig ein Bauernhof in den Sommerabend hineinträumt und die Menschen noch in einer gewissen Naturverbundenheit fern von dem Großstadtlärm ein zufriedenes Dasein führen, da ist Allgäuer Land, da fließt die Milch und bildet einen Kraftstrom für das deutsche Bolt. Mit lieblichen Tälern wechseln bewalbete Höhen und aus nächster Nähe grüßen die Allgäuer Vorberge als stille Wächter dieses landschaftlich gesegneten Fledchens Erbe, dahinter aber thronen in stummer Majestät die emigen Schneehäupter der Alpen. Wir alle haben uns schon an einem saftigen Emmentaler, einem pikanten Camembert oder einem guten Rahmtäse ergött, wie wenige aber sind sich auch nur halbwegs im flaren über den Werdegang dieser Erzeugnisse eines heimischen Gewerbes. Es dürfte im allgemeinen bekannt sein, daß der Käse aus Milch gewonnen wird und nicht auf sogenannten Käsebäumen im Allgäu wächst. Für die Käsebereitung spielt neben dem Milchfett noch ein anderer Bestandteil der Milch eine hervorragende Rolle, näm= lich die Eiweißstoffe, vor allem das Rasain oder der Käsestoff. Eiweißstoffe find sehr kompliziert zusammengesetzte Stoffe, die der chemischen Forschung trotz Hebel und Schrauben, sehr viel Mühe gemacht haben. Erst dem genialenGroßmeister der Che mie, Emil Fischer, ist es nach mühevoller Arbeit gelungen, bas Geheimnis dieser Stoffe zu lüften, indem er das Eiweiß in feine Bausteine zerlegte. Solche Eiweißstoffe, vor allem das Rasain, bilden das Rohmaterial für die Käserei. Diesen Stoff müssen wir aus der Milch herausholen. Es gelingt uns durch Zusatz einer Substanz, die wir aus dem Kälbermagen geminnen, nämlich dem Lab. Lab gehört zur Gruppe der Enzyme, bas sind geheimnisvolle Stoffe, die in kleinen Mengen große Wirkungen auslösen, es fällt aus der Milch der Käsestoff aus. Bersetzen wir in der Käserei den großen Kessel Milch mit einigen ccm. dieses Labs, so didt nun nach ca.% Stunden die Milch, sie erstarrt zu einer fulzigen Masse, die mit dem Käsesäbel ge= schnitten werden kann. Die Masse wird in walnußgroße Stüde zerbeilt, aus denen mehr und mehr das Milchwasser, die Molfe, die sie eingeschlossen halten, austritt. Die weißen Bruch stüde" befinden sich nun in einer gelblich- grünen Flüssigkeit und werden, wenn sie genügend fest sind, auf den sogenannten „ Spanntis" geschöpft. Es ist ein Tisch, der an den Seiten ca. 15 cm. Hohe Wände hat und durch Längs- und Querbretter in Rechteckformen geteilt werden kann. Die Molten laufen mehr und mehr von dem geneigten Tisch ab und die losen Broden baden zu einer zusammenhängenden Masse zusammen und nehmen eine rechtedige Form an. Der Käse ist fertig, der Form nach wenigstens. Diese weiße lederne Masse dürfte aber wohl niemand als Labsal dienen. Sie muß, um genußfähig zu werden, eine sogenannte Reifung durchmachen. Was heißt das? Nichts anderes als der Käsestoff muß wie vorher erwärmt, in seine Bausteine und deren Zwischenstufen übergeführt werden, die leicht verdaulich sind. Dies aber besorgen diesmal die kleinsten aller Chemiter, die Mittoorganismen, Kleinlebewesen, Batterien, Schimmelpilze und Sefen. Diese Heinzelmännlein arbeiten geräuschlos Tag und Nacht. Schneiden wir nach 6 Wochen einen Käse durch, so sehen wir außen eine speckige Schicht und innen einen weißen freidigen Kern. Die spedige Schicht ist nichts anderes als abgebautes leichtlösliches Kasain, das Innere aber ist unzersetztes Kasein. Wie kommen die Reifungsbakterien in den Käse? Zum Teil durch die Milch. Sie enthält in einem ccm. einige Taus fende ja oft Millionen solcher nühlichen Batterien. Außerdem tommen noch von der Luft im Kellerraum diese unschädlichen. Batterien auf den Käse. Die rote Schmiere außen an der Rinde ist z. B. das Wert des fogenannten Rotbatteriums. Für alle Käse haben wir ein und dasselbe Rohprodukt, das Kasain der Milch. Durch die verschiedene Behandlung der Milch bei der Käsebereitung verschiedener Sorten werden die verschiedensten Batterienarten der Milch systematisch ausge mählt, die einen unterdrückt, die anderen in ihrem Wachstum gefördert. Dadurch ergibt sich ein verschiedenartiger Abbau des Rasains bei verschiedener Arbeitsweise. Wir erhalten die vetschiedenen Käsesorten, die oft durch die Bakterienflora einer Gegend bedingt sind. Das Ziel der idealen Käserei ist, umabhängig vom Ort und der zufälligen Batterienflora der Milch, überall durch Einsaat von gewünschten, im Laboratorium gezüchteter Batterien, jede Käseart herzustellen. Zu diesem Zwed wird die Milch pasteurisiert, d. h. erhitzt, dadurch Tabula rasa mit der ganzen Flora gemacht und nachträglich die gewünschten für eine bestimmte Käsesorte nötigen Batterien zugesetzt. Um dieses Ziel vollständig zu erzielen, ist noch manch Stück For schungsarbeit chemisch- batteriologischer Art zu leisten. E. M. Braktische Winke für die Hausfrau. Spiegel und Fensterscheiben putt man am besten, wenn man Schlemmtreide fest in ein Leinwandläppchen bindet, mit taltem Wasser befeuchtet, daß die Schlemmtreide sich erweicht, und damit über die eiben hin- und herfährt, sogle..) aber mit einem reinen Tuche nachwischt, bis die Scheiben blank find. Einfache Flaschenreinigung. Man fauft Chlorlalt, gibt zu 15 Gramm davon 1½ bis 2 Liter Wasser und füllt damit die zu reinigenden Flaschen bis oben, läßt ste dann 2-5 Tage stehen, gießt das Chlorwasser ab, das zu gleichem Zwede wieder verwendbar ist, und spült einfach die Flaschen mit frischem Wasser aus. Gegen Kopfschuppen und Haarausfall leistet folgende Einreibung gute Dienste: Perubalsam 5 Gramm, Weingeist 200 Gramm, Benzoetinktur 3 Gramm. Saarbürsten. Besonders schmutzige Haarbürsten reinigt mann am besten, wenn man sie wiederholt in Salmiafgest eintaucht und dann, wenn alle Unreinlichkeit entfernt ist, in reinem Wasser ausspült. überdeckt, gebügelt werden. Der Glanz der Plättwäsche wird schöner, wenn man der Stätte etwas Seife zufügt. Es geschieht das am besten damilchig wird und dann erst die Stärke einrührt. durch, daß man etwas gute Kernseife im Wasser löft bis es Ein guter Frostbalsam, durch welchen es gelingt, das sogenannte Aufbrechen der Frostbeulen zu verhüten, besteht aus 2. Teilen Jodtinktur, 15 Teilen Schwefeläther und 50 Teilen Kollodium. Mit diesem Balsam werden die Beulen täglich zweimal eingepinselt. Ein Bild zum Zusammensetzen. Wieder einmal ein hübsches Geduldspiel. Was mögen diesé komischen, schwarzen Stückchen wohl bedeuten? Ihr sollt es gleich hören. Zunächst klebt Ihr das Ganze auf ein Stück Karton und schneidet dann die einzelnen Stücke forgfältig aus und dann versucht Shr, die einzelnen Stücke richtig an einander zu legen. B Das Ganze stellt einen Konditor dar, der eine Menge Torten, von der größten bis zur kleinsten, aus dem Backhause nach dem Laden trägt. Es ist ein richtiger Turm hoch! Nun wißt Ihr also, was aus den einzelnen Etücken werden soll. Wer ihn gefunden hat, kann ihn dann auf buntes Papier aufkleben und erhält somit ein Eilhouettenbild, das einen netten Platz im Kinderzimmer erhalten kann. Der Kobold- Irrgarten. Auf dieser Zeichnung sent Shr zwei Kobolde, von denen jeder von seiner Seite aus durch den Irrgarten zu gelangen verfucht. Sie sind für die Reise mit guten Schuhen und mit einem großen Wanderstab versehen. Aber es scheint, als ob sie den richtigen Weg nicht sofort finde. können. Bielleicht wollt Ihr ihnen helfen. Es handelt sich nämlich darum, daß die zwei Kobolde ich verabredet hatten, einander zu treffen. Es muß also der eine zu dem anderen kommen oder fie müssen sich mitten im Irrgarten treffen. Darauf kommt es aber nicht so sehr an; denn es gibt nur einen richtigen Weg, den sie einschlagen kön nen, und den müssen sie erst finden. Ich denke, daß 3hr ihnen gern helfen werdet; die kleinen Kerlchen sind schon lange unterwegs und müde vom Suchen. Stols. ( Nachdruck vervolen.) Zerspringt bir vor Kummer schier das Herz, Mach vor den Beuten schnell einen Scherz! Will Trauer dir an die Seele greifen, Mußt du den Menschen ein Spottlied pfeifen! Zeig deine Freude, hehl deinen Harm! Brauche zur Stüze nie fremden Arm! Pfeif auf die Welt und lach ihres Gold's Stirb, aber wahr noch im Tode den Stolz! Ernst Gotthilf Rosenberg. Bestrafter Ungehorsam. Nr. 3. Hans war ein Knabe von ungefähr 9 Jahren. Er war ein richtiger Wildfang und nicht selten hatte er seinen Eltern dadurch Rummer bereitet. Oft, wenn sie ihm dies oder das verboten. hatten, tat er es heimlich doch. Dafür wurde er natürlich bestraft; aber es dauerte gewöhnlich nicht lange, da waren seine guten Borsäge wieder verschwunden, und er tat wieder etwas gegen das Berbot seiner Eltern. So wurde es auch in dem Falle, den ich Euch zur Warnung erzählen will. Hans hatte einen Freund; der hieß Friz. Er war ein ganzes Jahr älter als Halns und auch größer und stärker. Eines Tages wollten die Dorfjungen außerhalb des Dorfes, wo im Felde die großen Bäume stehen, Gendarm und Räuber spielen. Hans wollte auch mit dorthin gehen; da er aber seine Schularbeiten noch nicht gemacht hatte, verbot es ihm feine Mutter. Das gefiel unserm Hans natürlich gar nicht und er sann darüber nach, wie er wohl am besten heimlich das Haus verlassen könn te; scine Schularbeiten würden schon noch fertig werden. So saß er im Kinderzimmer, das zu ebener Erde lag. Da hörte er mit einem Male, wie seine Mutter die Treppe hinaufstieg, um auf dem Dachboden nach der zum Trocknen aufgehängten Wäeins sche zu sehen. Diese Gelegenheit benugte er und zwei drei, war er durch das offene Fenster( es war nämlich Sommer) auf die Straße gesprungen und lief eiligst davon. Die andern Jungen hatten mit dem Spiele schon angefangen und von weilem sah er, wie Frig, als Seundschafter hinter einer dicken Eiche stand. Er mußte auskundschaften, wo die andern Jungen, die die Räuber waren, sich befanden. Leise schlich er nä her und versteckte sich in einer Bertiefung, hinter einem kleinen Hügel. Frit entdeckte den Hans sehr bald und so durfte er auch mitspielen. Er war natürlich auch Gendarm, da er nicht wußte, wo die Räuber sich befanden; sonst hätte er sich lieber auf ihre Seite geschlagen. An feine Schularbeiten dachte er keinen Augenblick. Jezt hatte Frit ganz in der Ferne am Waldrande, dort wo das wogende Kornfeld ist, zwei verdächtige Gestalten gesehen. Das waren ganz gewiß zwei von den Räu bern, denn sie schlichen sehr vorsichtig vorwärts. Jene hatten Friz und Hans scheinbar noch nicht gesehen! Die Räuber mußten entschieden gefangen werden. Auf dem Bauche kriechend, rutschten die beiden Gendarme vorwärts und kamen bald an den nahen Waldrand, an dessen anderem Ende sie die Räuber gesehen hatten. Als sie hinter den Büschen verschwunden waren, richtetens ie sich auf und eilten, von einem Baum zum andern springend, den Räubern entgegen. Mit einem Male erkannten bie Räuber die beiden Gendarme und in eiligem Laufe ergriffen sie die Flucht. Unsere beiden Hüter des Geseges" rannten ihnen nach. Aber plöglich waren die Räuber wie vom Erdboden verschwunden. Wo waren sie geblieben? Es gab doch hier keine unterirdischen Gänge! Sie suchten alles ab, konnten aber keine Räuber entdecken. Da sah zufällig Friß, der aus dem Walde herausgetreten war, daß sich die Kornhalme recht verdächtig bewegten. Er minkte Hans herbet, und da sahen sie auch, daß das Korn an zwei Stellen niedergetreten war und daß gleich sam zwei schmale Fußwege ins Kornfeld hineinführten. Kurz entschlossen sprangen auch fie ins Feld. Da aber die Halme sehr hoch waren, konnten sie nicht sehen, wo die Räuber waren, und so hüpften sie ab und zu hoch, um über die wogenden Aehren hinwegsehen zu können. Aber dies war zu ihrem Unglück. Ein richtiger Gendarm, der zufällig in der Nähe wor, fah, wie von 3eit zu 3eit zwei Köpfe aus dem Kornfelde auftauchten und wieder verschwanden. Nun war allgemein bekannt gemacht worden, daß man Kornfelder nicht betreten dürfe, sonst würde man schwer bestraft. Auch der Lehrer hatte in der Schule die Kinder davor gewarnt. Natürlich hatten unsere beiden Freun de nicht an dieses Berbot gedacht. Wie erschraken sie aber, als sie beim Berlassen des Feldes einen wirklichen Gendarm vor fich sahen. An Entfliehen war nicht zu denken, und so packte er seine beiden kleinen Kollegen" und nahm sie mit. Wie sehr ste auch weinten und baten, er möchte sie doch wieder loslassen, fie würden es auch ganz gewiß nicht wieder tun es half alles nichts, sie mußten mit ihm ins Dorf zurück. Ach, was war das doch für eine Schande für sie; denn alle Leute sahen, wie der Gendarm sie brachte. Er ging direkt nach dem Sprizenhause, wo es außer der Feuersprite auch noch Mäuse und Ratten genug gab, schloß die Tür auf, und troß alles Heulens und Widerstrebens sperrte er sie dort ein. Dann ging er zu den Eltern der beiden Jungen und erzählte ihnen, was vorgefallen war. Diese waren natürlich sehr betrübt über den Ungehorsam ihrer Kinder. Der Gendarm brachte ihnen noch etwas trockenes Brot und einen Krug mit Wasser und so mußten sie bis abends neun Uhr gefangen igen. Man kann sich denken, daß die Bef den in tausend Aengsten waren, was die Eltern daheim wohl jagen würden. Als es anfing, zu dunkeln, erschien der Genbarm wieder an der Tür und holte die beiden heraus. Zitternd vor Angst folgten sie ihm und er brachte sie zu ihren Eltern. Was die beiden Bäter aber gesagt und getan haben, weiß ich nicht genau; Ihr werdet es Euch aber wohl denken können. Dann mußten sie sofort zu Bett. Nun kam noch eine böse Nacht für Hans, denn er hatte ja noch keine Schularbeiten gemacht und er konnte sie auch nicht mehr machen. Endlich war es 3eit zum Aufstehen und mit schweren Herzen schlichen fie zur Schule. Der Lehrer hatte am Abend zuvor auch von dem Gendarm gehört, was die beiden Buben getan hatten. Sie bekamen eine böse Strafe und Hans doppelt so viel, weil er auBerdem seine Schularbeiten nicht gemacht hatte. Fritz hatte d ge gen alles für die Schule getan. Ihren Eltern und dem Lehrer aber versprachen sie unter Tränen, daß sie nie wieder ungehorsam fein würden. Und ich glaube, daß sie diesmal ihr Versprechen gehalten haben. So habt Ihr gesehen, wohin Ungehorsam führen kann. Nehmt Euch Frig und Hans zum abschreckenden Borbild, dann kann Euch Derartiges nicht passieren und, was die Hauptsahe ist, Ihr bereitet dann Euren Eltern auch keinen Rummer. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Gi Erschein Bezugspreis 2,40 M v Redaktionsschluß früh 8 Uhr endung nicht verlangter 41. Jahrg. Politische Die Tagesordnung der Januar, der ersten nach den igen Bunkt die Beratung d In dem hochpolitischen Herrn v. Treskow gegen gericht das Urteil, das auf Die Zentrumspart role für die kommenden W Deutschen Reich" aufgestellt. Gestern wurde durch die atsjigung in Frankrei pieder aufgenommen. Amerika hat seinen japanischen Regierung offizie an, daß Japan, vielleicht mi trage zustimmen wird. Die Sowjettegier Oppositionsführer, nach Sibi Sinowjew und Ralowsti. Um das Berlin. Im Reichstag teiführer und Fraktionsvorsi den Schulsachverständigen uchten, eine Formulierung für die weitere Beratung d Es handelt sich um die F chule und der Beaufsichtig then die Auffassungen der einandergehen. Der Verla Urteil über das Ergebnis 31 fortgesetzt werden. Die Län Berlin. Das Reichstabi Der Tagesordnung der Län Ein interministerielles Ro parkommissars hat die Be wird positive Vorschläge vor dem Zusammentritt de Legen. Das dürfte am End Ein papiti 1 Da die Vereinheitlichu Die Religion, unter Glei greifen drohten, fühlt der zu nehmen. Sein Rundschreiben w katholiken für ihre Verei ten Argumente. Es legt heit der Kirche dar und fördert werden, indem fü römischen Kirche, der einzi Schmählich verlassen hätten fatholiten überhaupt dahi Priester, dem Stellvertrete Schluß wird der Wunsch lehren befangen find, endl zurüdtehren. Franfreich Die Erörterungen üb ist aus den Parijer Ze wochenlang versichert hat Notwendigkeit für Frant hätte sich geäußert, das babe, sei nicht mehr wie den einen Wunsch, die A Zu den Königshütte. Der Pr hat dem Domherrn Klink weiter zu kandidieren. 5 lichen Oberhirten gegen übrige, polnische Geistlic noch nichts. 14 Million Untoften Heute ist ein Jahr sei im Barmat- Prozeh abgelan delt worden. Die Atten 1000 Nebenbände angeschm Drudjeiten. Bisher find 5 tändigen erstattet worden. cllein füllen 7 Attenbände chr fart drei Jahre daue lich des staatsanwaltija Boruntersuchung und der gen etwa 230 000 R