Str. 78 er hlo ng ate og kostank 96.m. tr. 26 en" aftsrerelen edeea", fene ntch ne en und gen ben er men Osten nter be lal en. Teu en fee tes bei дед en celt Je Ter ls en en ANDRESS Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr.- Für Aufbewahrung oder Rüdendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Jahrg. Politische Tagesschau. Die Einberujung des Reichstages wird voraussichtlich erst etwa Mitte November erfolgen. Dieser späte Termin geht zweifellos auf einen Wunsch von Zentrumsseite zurück, da das Zentrum seinen Parteitag zwischen dem 6. und 7. November ab: hält. Der Generalrat des Weltverbandes der Völkerbundbundsligen, dessen Prager Tagung gestern abgeschlossen wurde, wählte als Borsigenden für das nächste Jahr den Vertreter Deutschlands, Grafen Bernstorff, zum Präsidenten. " Die umfangreichen Vorbereitungen der staatlichen, mili: tärischen und städtischen Behörden für den Empfang des deutfehen Luftschiffes ,, Graf Zeppelin" im Luftschiffhafen von Lakehurst find so gut wie beendet.„ Los Angeles" wird anfangs der nächsten Woche nach dem Luftschiffhafen Sankt Antonio fliegen und so dem deutschen Gast Plaz machen. R Der in Wien verhaftete Kaufmann Bela Groß, der in der Wiener Filiale der Kriegsanleiheschieber führend tätig gewesen ift und die Verbindung aufrecht erhielt, wurde verhaftet. Bereits Freitag vormittag hat der Untersuchungsrichter in Gegenwart des Staatsanwaltschaftsrates Dr. Berliner ihn eingehend verhört. * Die Reichspressestelle des Stahlhelms teilt u. a. mit: In der Deffentlichkeit ist die Auffassung verbreitet worden als ob der Stahlhelm bei der Vorbereitung und Durchführung seines Borhabens eine besondere Bindung mit der Deutschnationalen Boltspartei eingegangen sei Diese Annahme ist irrig. Dankerlaß des Reichspräsidenten. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Bostschedionto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M Samstag, den 6. Oftober 1928 Bericht über die wirtschaftliche Lage des deutsch. Handwerks im Monat September 1928. Vom Reichsverband des deutschen Handwerks wird uns geschrieben: In der wirtschaftlichen Lage des Handwerks ist gegenüber den Vormonaten eine wesentliche Verbesserung nicht eingetreten. Die Gesamtlage des Handwerks war nach wie vor uneinheitlich. Erfreulicherweise hat im allgemeinen trotz der vorgerüdten Jahreszeit eine fühlbare Verschlechterung nicht Platz gegriffen, wenn auch der Höhepunkt in der Beschäftigung der meisten Handwerksberufe überschritten war. Für einzelne Handwerkszweige ist allerdings der Beschäftigungsgrad sogar teilweise besser geworden. Dies gilt vor allem für Berufe, deren Geschäftslage von der Saison abhängig ist und durch den bevorstehenden Beginn des Winters und das kommende Weihnachtsgeschäft bereits einen Antrieb erfahren hat. So zeigen sich vor allem in den Bekleidungs- und Nahrungsmittelhandwerken( Schlächter und Müller) verschiedentlich Ansätze zu einer Besserung des Beschäftigungsgrades. Die außergewöhnlich günstige Witterung während des ganzen Berichtsmonat trug sehr dazu bei, daß die Beschäftigungslage im Baugewerbe im allgemeinen noch gut blieb. Von nach teiligem Einfluß war die ständig zunehmende Geldverknappung. Die Beschäftigung der Baunebengewerbe war im allgemeinen besser als die des Bauhauptgewerbes, da die inzwischen im Rohbau fertigen Bauten den Handwerksberufen des Baunebengewerbes viel Arbeit gaben. In ländlichen Bezirken war die Geschäftslage bedeutend ungünstiger als in den Städten. Die Hoffnung, daß durch die gute Ernte die Landwirtschaft in erhöhtem Maße Aufträge erteilen würde, hat sich bis zum Schluß der Berichtszeit nur in wenigen Fällen erfüllt. Ueberwiegend wird berichtet, daß die Landwirtschaft auch weiterhin starke Zurückhaltung in der Auftragserteilung übte. Die trodene Witterung zeitigte hier je nach der Eigenart einzelner Berufe hemmende oder störende Berlin. Das Büro des Reichspräsidenten gibt folgenden Wirkungen auf den Geschäftsgang. Erlaß des Reichspräsidenten bekannt: ,, Auch in diesem Jahre sind mir zu meinem Geburtstage aus allen Teilen des Reiches und von vielen Deutschen aus dem Ausland Glückwünsche in großer Zahl zugegangen. Ihre Einzelbeantwortung ist mir leider nicht möglich. Allen, die freundlich meiner gedacht haben spreche ich daher auf diesem Wege meinen herzlichen Dank aus und bitte sie zugleich, die mir bezeigte Zuneigung und Treue dadurch zu bestätigen, daß sie, ein jeder an seiner Stelle, mithelfen, unserem Volke inneren Frieden und Einigkeit zu geben. v. Hindenburg, Reichspräsident." Dr. Effener über die Amerifafahrt. Dr. Eckener machte Pressevertretern gegenüber einige Mitteilungen über die geplante Amerikafahrt des Luftschiffes und hat dafür als frühesten Termin den Mittwoch nächster Woche bezeichnet. Ueber die Fahrtroute erklärte Dr. Eckener, sie sei noch nicht endgültig bestimmt und hänge vom Wetter ab. Am liebsten nehme er die kürzeste Route über Holland, Mittelengland, Nordirland und Neufundland. Diese Strede sei aber wegen der Wetterlage nur selten möglich. Es könne übrigens leicht vorkommen, daß man eine Zeit lang nichts vom LuftSchiff höre. Das liege dann an atmosphärischen Störungen. Borbereitung für die Räumung der 2. Zone? Wie aus Diedenhofen gemeldet wird, hat die französische Militärverwaltung den Gemeindebehörden mitgeteilt, daß beschlossen worden sei, die Garnison in Diegenhofen demnächst durch ein neues Artillerieregiment zu verstärken. Dieses Regiment wird voraussichtlich den Truppenteilen entnommen werden, bie die zweite Rheinlandzone räumen werden. Außenpolitif und Wirtschaftspartei. Der Reichsausschuß der Reichspartei des Deutschen MittelStandes( Wirtschaftspartei) trat in Gemeinschaft mit den Abgeordneten des Reiches und der Länder im Preußischen Landtag zu einer Tagung vom 5. bis 7. Oftober in Berlin zusammen. Nach einleitenden Referaten der Reichstagsabgeordneten Drewig und Professor Dr. Bredt wurde die nachstehende Entschlie= Bung angenommen: ,, Die Reichspartei des Deutschen Mittelstandes steht grundsätzlich auf dem Boden einer Verständigungspolitik auf nationaler Grundlage, erachtet es aber für notwendig, daß gerade mit Rücksicht auf solche Ziele eine größere Zurückhaltung in der auswärtigen Politik beachtet wird. Die Partei hat niemals die großen Erwartungen auf Rüdwirkungen von Locarno geteilt.. Sie hat deshalb auch den Eintritt in den Völkerbund als verfrüht angesehen und seinerzeit abgelehnt. Die Partei erklärt die Daweslaften in ihrer heutigen Höhe als untragbar und verlangt in erster Linie eine baldige, endgültige und annehmbare Lösung der gesamten Reparationsfrage." Die Zahlungsfähigkeit und auch Zahlungswilligkeit der Kunden des Handwerks hat sich in der Berichtszeit bedauerlicherweise nicht verbessert. Nach wie vor wird aus fast allen Gewerben über den schlechten Geldeingang und das ständige Anwachsen der Außenstände geklagt. Besonders schädigend wirkte sich die Erhöhung der Pfändungsgrenze im Handwerk aus. Unerfreulicherweise zeigten auch die Preise für Rohstoffe und Materialien vielfach steigende Tendenz, ohne daß es dem Handwerk bei der starken Konkurrenz möglich war, seine Preise der Steigerung der Gestehungskosten entsprechend zu erhöhen. Le= diglich die Preise für Mehl haben sich gesenkt und zum Teil auch eine gleiche Senkung für Bäckereiprodukte hervorgerufen. Die Beschaffung der erforderlichen Hilfsstoffe stieß nirgends auf Schwierigkeiten. Eine Entlastung des handwerkerlichen Arbeitsmarktes trat in der Berichtszeit nicht ein. Eine neue Lohnbewegung hat zum Teil auch wieder eingesetzt. In einigen Baunebengewerben, wie beispielsweise den Maurern, Zimmerern, Glasern, Malern, Pflasterern, Tischlern etc. ist bereits eine Erhöhung der Löhne eingetreten. Es ist zu befürchten, daß durch die Lohnerhöhung eine weitere Erschwerung der Lage des Handwerks eintreten wird, da die Absatzmöglichkeiten hierdurch verringert werden. DEUTZ kompressorlose 3 Dieselmotoren 7-10 PS hoch überlastbar betriebsicher 15-25 PS einfach unverwüstlich ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg lokal 12 Pfg., die 90mm breite Rellame- Petitzeile 96 Pig. Plag vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 79 ..Femeprozesse“. ,, Wahrheit und Recht sind die Grundlagen auch eines republikanischen Staatswesens", mit dieser bitteren Mahnung schließt der bekannte Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Luetgebrune seine ausgezeichnete Streitschrift gegen die Femelüge Wahrheit und Recht diesen Zielen gilt zu= nächst der Kampf gegen die Femelüge, der Kampf um die Freiheit der„ Fememörder". Die Wahrheit, es ist schwer, sie in kurzen Zügen vollständig darzulegen; zuviele einzelne Lügen müßten widerlegt werden. Doch fällt das Lügengebäude schon mit einigen Grundpfeilern. An sie soll die Art gelegt werden. Die Schwarze Reichswehr": Es steht heute fest, daß die Arbeitskommandos"( richtiger Erfassungsabteilungen") von der Reichsregierung in Umgehung des Versailler Diktats geschaffene, der Reichswehr unterstellte Truppenteile waren. Wir dürfen uns für diese Feststellung auf den ehemaligen Reichskanzler Dr. Josef Wirth berufen, der in seiner Reichstagsrede vom 16. 12. 1926 ausführte: ,, Wir spürten den Druck Frankreichs am Rhein, wir sahen die separatistischen Bewegungen wachsen-- Wir spür ten den wachsenden Druck an unserer Ostgrenze, wir spürten und sahen in der Entwicklung, daß nicht irgendeine Bande, Herr Kollege Scheidemann! daß nicht irgend= eine kleine Gruppe in Oberschlesien einem Schiedsspruch des Völkerbundes zuvorkommen wollte, sondern wir spürten, daß es offizielle polnische Kräfte waren. In dieser Stunde der Entwicklung hat die damalige Reichsregierung und - ich persönlich hatte die Verantwortung in Händen und hat auch Herr Reichspräsident Ebert das getan, was zur Sicherung der Ostgrenze nötig war. Wir wußten, was damals auf dem Spiele stand. In dieser Not des Reiches haben wir damals an der Ostgrenze zur Abwehr die Vorbereitungen getroffen, die zu treffen unsere vaterländische Pflicht gewesen ist. Wir haben die Abwehr organisiert und haben einen Grenzschutz aufgezogen, der feiner Partei Werk war Wir haben dieser Darstellung nur hinzuzufügen, daß die Maßnahmen der Reichsregierung zwar die Fesseln von Versailles umgingen, aber durch völkerrechtlichen Notst and durchaus gerechtfertigt waren: man weiß, wie Polen in den Fällen Oberschlesien und Wilna gehandelt hat( und offensichtlich gegen Rumpf- Litauen und Ostpreußen handeln will). und man weiß, daß der Völkerbund Polens Rechtsbrüche sanktioniert, solange Polens und Frankreichs Bajonette zusammenstehen. Wir haben also abgesehen davon, daß die Verräter schon längst ihr Werk getan haben feinen Grund, mit Rücksicht auf das Ausland zu schweigen. Briand traut uns - - - ja doch jede militärische Leistung zu, solange wir 20 Millionen Menschen mehr haben, als Frankreich! Daß die Reichs= wehrdienst stellen im Gegensatz zu dem politisch verantwortlichen Dr. Wirth die Schwarze Reichswehr" fonse= quent verleugnen, können wir nur( wir setzen damit zunächst die anständigsten Motive voraus) damit begreifen, daß sie weitere Schädigungen der ständig bedrohten Rumpf- Wehrmacht befürch ten. Immerhin hat Dr. Geßler von dem ,, vorsichtig auf= gebauten Verteidigungssystem des Ostens" gesprochen, das den Einfall der Haller- Armee aufhalten sollte. Für die Verlogenheit der Femeheze sei ein Beispiel statt vieler angeführt, das dadurch ausgezeichnet ist, daß nicht nur die linksparteiliche Journaille die wir später kurz fennzeichnen werden sondern auch eine neupreußische ,, Behörde" beteiligt ist. Die illustrierte Presse brachte seinerzeit eine als Geheimsizung eines Femegerichts bezeichnete Photographie mit der Bemerkung, daß diese aus dem Berliner Polizeipräsidium stamme, das sie beschlagnahmt hätte. Das Bild stellt eine Anzahl Männer in Ku Klux Klan Uniform an einem Hakenkreuzaltar dar: für so idiotisch dumm durfte die fragliche Presse und zwar anscheinend mit Recht ihre Leser halten! Das Tollste aber ist, daß dieses Bild im Berliner Polizeipräsidium gestellt und von dort der Presse übergeben wurde. Wenn diese Feststellung im ganzen Umfange zutrifft, und eine Widerlegung ist bisher nicht bekannt geworden, muß man doch sagen, daß diese ,, Behörde" sich von anderen politischen Fälscherkreisen die Namen, mit Förster Mertens beginnend, liegen auf der Zunge doch nur dadurch unterscheidet, daß jene aus dem Reptilienfonds des Quai d'Orsay, diese„ Behörde" aber von den Steuern der preußischen Staatsbürger bezahlt wird. Schließlich muß die Wahrheit an den Tag in der Wür= digung der konkreten Tatbestände der einzelnen Femeprozesse, besonders im Falle des Oberleutnants Schulz. Wir wollen hier dem eingeleiteten Wiederaufnahmepreiswert Derfahren nicht vorgreifen und nur darauf hinweisen, daß den 5240 MOTORENFABRIK DEUTZ A- G. Zweigniederlg. FRANKFURT 2/ M. Taunusstr.10 urteilenden Berufsrichtern offensichtlich die ausreichende Kenntnis der schwierigen militärischen Fragen mangelte und daß vor allem die Laienrichter( Geschworenen) zweifellos unter dem Eindruck der mit großen( wie wir sahen, auch staatlichen!) Mitteln aufgezogenen Femeheze standen, der(- aus Mangel an Geld, wie immer, wenn es sich um nationale Dinge handelt!-) nicht rechtzeitig die nötige Aufklärung entgegengesetzt werden fonnte. E Samstag, den 6. Oktober 1928 Lokales. Sonntagsgedanken. Das ist ein Hasten und Jagen auf dieser Erde, ein Suchen und Rennen nach einem Etwas, das das Sehnen aller Menschenkinder ist und bleibt das Sehnen nach dem Glücke. Glück ist Gold. So denkt die Mehrzahl der Menschen. Und wenn sie es haben, rennen sie weiter und häufen und häufen das goldene Glück zu Hügel und Bergen. Und ihre Kinder schlafen in goldenen Wiegen. Am Ende ihrer Tage, wenn diese Menschen ihre Lebensbilanz machen und der Tod sie frägt:„ Warst du nun glücklich?" da stimmt das große Soll und Haben nicht. Troh Gold und Edelstein war dies Leben leer, glück- und freudelos. Du suchst das Glück auf Erden? Geh' andere Wege, als der Goldsucher! Im hastenden Alltag, im rastlosen Treiben der Menschen, da findest du Suchender nicht das Glück der Erde. Denn es meidet den Lärm der Straße, kennt nicht die Vergnügungsstätten der Menschen, flieht Gold und Glanz und geht dem Strom der Masse aus dem Wege. Ja, wo ist dann dieses Glück zu finden?- ,, Gießener Zeitung" morgen von 11.30 bis 12.30 Uhr ein Promenaden- Konzert am 116er Denkmal vor der Zeughauskaserne statt. * Bürokratismus. In der Provinzialpflegeanstalt Gießen(!) soll ein Umbau ausgeführt werden. Obwohl nun die Anstalt der Provinzialverwaltung untersteht, liegen die Verdingungsunterlagen in Friedberg auf. Die Geschäftsleute in Gießen und Umgebung müssen also erst nach Friedberg fahren, um die Bedingungen zu den umfangreichen Arbeiten einzusehen. Die Giehener Handwerker protestieren mit aller Entschiedenheit daWer es finden will, muß Sonntags auf die Suche gehen. Warte noch eine Weile! Wenn wieder mal der Frühling kommt und Hochzeit ist in Wald und Flur, wenn hell und rein aus dem Tal und von den Höhen Glocken rufen, wenn deine Seele das feine Klingen hört: Sonntag ist's,——— da steigt dann aus dem Himmel das Glück auf die Erde nieder. gegen. * Nr. 79 Gelbstanschlußbetrieb im Ortsfernsprechnet Gießen. Im Ortsfernsprechnetz Gießen werden, wie allen Fernsprech teilnehmern bekannt ist, die Gesprächsverbindungen sowoh! innerhalb des Ortsfernsprechnetes als auch nach anderen Orten durch Vermittlung von Beamtinnen hergestellt, d. h. die Beamtinnen fragen durch ihre zwei Worte„ Hier Amt" den anrufenden Teilnehmer nach seinem Wunsch und stellen dann durch ihrer Hände Arbeit die verlangte Verbindung her. Der 7. Oktober ist in diesem Jahre für das reisende Publikum von doppelter Bedeutung, denn er bringt gleichzeitig mit dem Beginn der Winterfahrpläne das Inkrafttreten der neuen Fahrpreisfestsetzungen und das Zwei- Klassen- System. Soweit es sich bisher übersehen läßt, zeigt der neue Fahrplan große Abweichungen, die das Fahrplanzahlenbild der neuen Kursbücher stark verändern. Trotz dieser Umstellungen werden sämtliche Storm- Kursbücher rechtzeitig erscheinen und bei den zahlreichen Verkaufsstellen ausliegen. Der Verlag teilt uns mit, daß die große Stormausgabe für das gesamte Reichsgebiet( R.-M. 5.) durch Beigabe zahlreicher Uebersichtskarten innerhalb der Fernverbindungen mit tabellarischen Angaben über Fahr- und Bettkarienpreise und Schlafwagen ergänzt worden ist. Die praftische Neuerung wird dem Benutzer die Möglichkeit geben, die gewünschte Fernverbindung nicht nur im Fahrplanzahlenbild, sondern auch in der übersichtlichen, rascher orientierenden graphischen Darstellung zu sehen. Für unser Verkehrsgebiet kommt neben der großen Ausgabe fürs Reich noch die kleine und billigere Teilausgabe für West- und Süddeutschland in Frage, die 2. R.-M. kostet. Es fliegt in die Städte, es zieht sich auf das Land, es gesellt sich zum Zuge der frommen Beter, die zum Kirchlein wallen, es grüßt den Einsamen im erwachenden Frühlingswald, schaut in die Stuben der Armen, in die Zimmer der Reichen, spielt mit der Jugend im sonnigen Hag und bringt Sonne hinein in die Stuben der Kranken. Wer ist nun das Glück, das die Glocken am Sonntag vom Himmel läuten?- * Aufgehobene Sperre Die Sperre der Fuhrwerkswaage in der Frankfurter Straße ist aufgehoben, da die Reparaturarbeiten beendet sind. Von etwa Mitte nächsten Jahres ab sollen nun nach Einrichtung eines Fernsprech- Selbstanschlußamtes die Fernsprechverbindungen innerhalb des Ortsfernsprechnetes Gießen selbsttätig hergestellt werden. Durch Drehen einer am Fernsprech apparat befindlichen Nummernscheibe„ wählt" der Fernsprech teilnehmer künftig den von ihm gewünschten Fernsprechanschluß eigenhändig. Die bei der Zusammenschaltung zweier Fernsprech teilnehmeranschlüsse jetzt noch nötigen Handgriffe der Beamtinnen beim ,, Amt" werden später also ganz in Wegfall kommen. Fehlverbindungen durch Hörfehler seitens der Beamtinnen sind daher ausgeschlossen. Ebensowenig fann es fünftig noch vorkommen, daß bestehende Verbindungen nach dem Einhängen des Hörers infolge Versagens des Schlußzeichens usw. nicht rechtzeitig getrennt werden. Der Fernsprechteilnehmer wird also feine Zeit mehr nutzlos aufwenden müssen. * Hessischer Landes- Lehrerverein. Der Hessische LandesLehrerverein begeht vom 7. bis 10. Oktober in Darmstadt die Feier seines 60jährigen Bestehens. Eingeleitet hat er bereits seine Jubelfeier, als er am vergangenen Sonntag in dankbarer Erinnerung an die Verdienste seines Vereinsgründers ( des 1893 verstorbenen Lehrers Johann Schmitt) um die Hebung der Volksschule und ihrer Lehrerschaft an dessen Geburtshause zu Ensheim in Rheinhessen eine Gedenktafel enthüllte. Sonntag, den 7. Oktober, vormittags 10 Uhr, wird eine größere Abordnung von Lehrern auf dem Friedhofe an der Nieder- Ramstädter Straße in Darmstadt Kränze niederlegen. * Erledigt ist: Eine Lehrerstelle für einen evangelischen Leh-| Um 11 Uhr wird alsdann in der Mornewegschule in Darmstadt ver an der Volksschule in Zahmen, Kreis Lauterbach. * ,, Achtung! Autoausfahrt" verboten. Nach einem Erlaß des hessischen Innenministers sind die an Torfahrter und vor Grundstücken angebrachten Warnungstafeln„ Achtung! Autoausfahrt" im Interesse des allgemeinen Durchgangsverkehrs von den Grundstückseigentümern zu beseitigen. Die Ausfahrt eines Kraftfahrzeuges ist fünftighin zur Warnung der Passanten und des übrigen Straßenverkehrs durch Personen mit einer roten Flagge bemerkbar zu machen. * Gelegentlich des Verbandstages der ehem. 116er findet Gamstag, allgemeine; mahmen. Es nehmer in le In den zahlreichen S chiditet wor Ederungen v ädten- hau Lhaben sich da thier geschehen verzeichnissen oglatte Umstell Nonnenro einer genehm Wirtschaft die worden. Harbach per hiesigen anichlag und Der Gemarku während der Stangenr mit feinem G Land Döll fam en und ihn Bad Salz Badejaison ge Fuchter Schluß Bad Nay Mit der Einführung des Selbstanschlußbetriebes ist nun allerdings die Aenderung der Fernsprechnummern faſt ſämtlicher hier angeschlossenen Teilnehmer verbunden. Die Art und Schaltung der für das hiesige Selbstanschlußamt zu verwendenden technischen Einrichtung ist abhängig von der Zahl der Teilnehmer. So kommt es, daß alle Teilnehmer hier künftig vier: stellige Anschlußnummern haben müssen, daß also alle hiesigen Teilnehmer, die jetzt die Anschlußnummern 1-999 haben, mit der Aenderung ihrer Anschlußnummer zu rechnen haben. Aber auch die jetzt schon hier vorhandenen 4- ſtelligen Anschlußnummern 1000-1999 sind für den Selbstanschluß nicht geeignet, weil durch die am Anfang der Nummer stehende 1 leicht Fehlverbindungen hervorgerufen werden. Den Teilnehmern mit den Nummern 1000- 1999 fönnen danach ihre Anschlußnummern ebenfalls nicht belassen werden. eine große Lehr- und Lernmittel- Ausstellung eröffnet. Der Eintritt ist frei. Die eigentliche Tagung beginnt nachmittags 3 Uhr mit einer Vorstandssitzung im Städtischen Saalbau, woselbst auch die weiteren Veranstaltungen wie Festakt, Begrühungsabend, Haupt- und Vertreterversammlung stattfinden. Ihren Abschluß findet die Feier durch eine geschlossene Festvorstellung( ,, Lohengrin") im Landestheater. Wir wünschen der Tagung einen angenehmen und fruchtbringenden Verlauf, ist doch den Lehrern unser kostbarstes Gut, unsere Jugend, anvertraut. Aus den vorerwähnten Gründen ist bei der Vergebung der neuen Anschlußnummern von der Nummer 2000 ausgegangen worden. Weitere Maßnahmen technischer Natur – u. a. gleichmäßige Verteilung aller Teilnehmer auf die fürs erste vorgeschenen, in Hundertgruppen eingeteilten Anruforgane hinsichtlich der Belastung mit Ortsgesprächen lassen es nicht zu, daß die Nummernänderung durch eine gleichmäßige Verschiebung aller Nummern zu erreichen ist. Kaffee Hag hilft Germaniens Befreiung. Die Schlacht im Teutoburger Wald. Wie aus vorstehenden Ausführungen zu ersehen vist, ist die Nummernänderung im hiesigen Ortsfernsprechnet eine ganz gesund bleiben östlich der Elbe sitzenden Germanen gestiegen. Mit der Selbständigkeit Germaniens und der Germanen wäre es wohl vorbei gewesen. Die sonst so zäh an ihren weitsichtigen Plänen festhaltenden Römer hat das einie Ereignis, der Schlacht im Teutoburger Wald zu einer vollständigen Umänderung ihrer Politik gegenüber Germanien bestimmt, die von da ab fast unverändert bis zum schließlichen Untergang Roms beibehalten wurde. Jahre in un In der Woche Mongrez für perfammelt fi veiner Reichs Lauterba Schlosses Gi Damit wird in absehbare Krankenhaus Lauterba Randwirtscha Werkauf sind Büdinge Provinz He Rothenburg ides Verban um die Tag mann, der Befreier hatte solche allgemeine Zurückdrängung der Römer und ihre weitere Besiegung beabsichtigt, aber Marbod versagte sich ihm. Die Römer waren froh, daß nicht als Folge des Sieges eine allgemeine Vereinigung der Germanen stattfand. Der römische Kaiser Augustus und sein wenige Jahre darauf ans Ruder kommender Nachfolger Tiberius glaubte nunmehr in der Verhinderung eines solchen Zusammenschlusses, der durch eine fortschreitende Eroberungspolitik gefördert worden wäre, ihr Hauptziel zu sehen und verzichteten deshalb von nun ab gänzlich auf umfassende Eroberungspläne. Vorstöße erfolgten nur noch zur Abwehr und zur Verbreitung von Schrecken aber nicht mehr kurz dauernden Besitznahme. Immerhin ging man zur | Verteidigung über und errichtete den Grenzwall, soweit nicht die Ströme eine damals natürliche Verteidigungsgrenze boten. Der Grundsatz des Tiberius wurde, die Germanen sich selbst und ihrer inneren Zwietracht zu überlassen, die man nur zu seinen ungunsten durch starke Bekämpfung unterbrechen könne. Die Wirkung der Schlacht im Teutoburger Wald war die Erkenntnis der nicht genügenden Kraft zur völligen Unterwerfung. Mit Rücksicht auch auf die sonstigen Aufgaben des römischen Reiches an den weit ausgedehnien Grenzen fand man nun diese neue Aufgabe als zu schwer belastend, die zu große Folgen, der Aufrüttelung einer neuen fräftigen Welt nach sich ziehen konnte. Nach dieser Seite huldigte man nunmehr dem Grundsatz quieta nun novere, sich nicht selbst unnötig schwere, weitausgreifende Berwicklungen auf den Hals zu ziehen. Der römische Feldherr und Statthalter Quintilius Varus glaubte in Germanien sehr wilkürlich verfahren, eine schnelle Romanisierung der Germanen herbeiführen zu können. Die unter der Decke stark angeschwollene Mißstimmung benutzte der Cheruskerfürst Armin oder Hermann zu einer Verschwörung unter einer Anzahl von Stämmen. Hermann war in römischen Diensten gewesen, aber zurückgekehrt und das Haupt einer nationalen, im Gegensatz zur römerfreundlichen Partei, geworden. Bei den Römern hatte er die List als Mittel des Krieges und vorbereitender Verhandlungen gelernt und gedachte diese gegen seine Lehrer zur Anwendung zu bringen, die in ihrem geistigen Hochmut solches von den dummen Barbaren nicht erwarteten. Er besiegte sie mit einer ihrer Hauptwaffen, die sie immer wie der ihren unter sich gespaltenen Feinden gegenüber zur Anwendung brachten. Am 9. September des Jahres 9 unserer Zeitrechnung( also 9. 9. 9.) begann die dreitägige Schlacht im Teutoburger Wald, die zur Vernichtung eines auf dem rechten Rheinufer am mittleren Rhein befindlichen Römerheeres von drei Legionen, die man nach unseren Begriffen auch als Divisionen bezeichnen kann, führte. Diese Schlacht war in ihren Wirkungen geschichtlich von der allergrößten Bedeutung. Das Weltreich der Römer hatte sich alle an das Mittelländische Meer angrenzenden Länder unterworfen. Es hatte sich stark nach Osten ausgebreitet und im Westen außer Angliederung von Spanien und Gallien auch nach Norden seine Herrschaft vorgerückt. Der Gebirgsstock der Alpen war immer eine Schuhwehr nach Norden gewesen, den vor dem Untergang des römischen Weltreiches durch die Germanen während der Völkerwanderung nur zweimal nördliche Feinde, zuerst die damals mindestens halbgermanischen Gallier und später die rein germanischen Stämme der Cimbern und Teutonen überschritten hatten. In beiden Fällen war nicht nur das Dasein des römischen Staates, sondern Rom selbst bedroht. Die Kraft der nordischen Völker überstieg die der Römer ganz außer ordentlich. Je mehr Verweichlichung mit dem gewachsenen Reichtum in Rom und Italien eintrat, desto mehr waren Römer und Italiener die körperlich unterlegenen, die nur durch die Kraft ihrer bezahlten Söldnerheere sich dagegen wehren konnten. Die Gefahr von dieser Seite, der man nur durch Befolgung des Grundsatzes ,,, teile und herrsche" in der Hauptsache begegnen konnte, wurde eher über- als unterschätzt. Jede Niederlage nach dieser Seite löste die stärksten Befürchtungen aus. Immer wieder fühlte sich Rom selbst bedroht. Die Gefahr lag den Römern in den Knochen, denn von keiner Seite tam sie so nahe an das geographische Zentrum, die Grundlage des römischen Staates, das Land Italien selbst heran. Varus ließ sich durch Beteuerungen von Römerfreundschaft in völlige Sicherheit wiegen. Eine in die Verschwörung mit einbezogene Völkerschaft machte einen vorher verabredeten Aufstand. Zur Unterdrückung desselben zog Varus auf Veranlassung Hermanns aus, der den Führer bei diesem Vorstoß zur Unterdrückung des Aufstandes machte. Hermann lockte ihn dadurch in die unwegsamen Schluchten und Sümpfe des Teutoburger Waldes. Die verschworenen Germanensürsten mit ihrem Aufgebot begleiteten das Römerheer als Hilsstruppen. Mitten in unwegsamen, nur den Germanen bekannten Waldgelände wurden aus den Bundesgenossen Feinde, zu denen weitere germanische Kräfte der Nachbarstämme stießen. In dreitägigem Kampfe wurde das Römerheer vollständig vernichtet. Der römische Feldherr stürzte sich selbst in sein Schwert, um nicht in Gefangenschaft zu geraten. Nur ein Teil der Reiterei schlug sich durch und erreichte den Rhein. Als nächste Folge der Schlacht mußten die Römer das in jener Gegend gelegene Kastell Aliso und damit die Herrschaft über die ganze Gegend aufgeben. Der allzunahen Gefahr hatte Cäsar durch völlige Unterwerfung Galliens, durch Vorstoß bis zum Rhein und durch Besiegung der unter Ariovist vorgedrungenen Germanen abgeholfen. Die Römer waren dann auch auf das rechte Rheinufer übergegangen und hatten sich nicht nur am Oberrhein, sondern auch am Mittel- und Unterrhein festgesetzt. Unter Augustus wurde der Plan gefaßt, von Westen und Süden aus weiter vorzudringen, die Lande bis zur Elbe zu unterwerfen u. eine Grenzlinie des Reiches nach Nordosten der Elbe entlang bis zu den Karpathen zu schaffen. Damit wären alle Germanen westlich der Elbe unter römische Herrschaft gekommen. Mit dieser Bergrößerung der römischen Macht wäre natürlich auch der Einfluß auf die Die vernichtende Niederlage verbreitete in Rom einen ungeheueren Schrecken. Man glaubte schon an einen weiteren Vorstoß dieser Germanen und ihre Verbündung mit den anderen Feinden in der Linie Rhein- Main- Donau, insbesondere mit den Markogermanen unter ihrem König Marbod, woraus ein allgemeiner Vorstoß gegen Italien hätte werden können. HerMainz. Zeit des R weitere 12 wahl des menten, mi abgelehnt. Franti an der F zu errichten Tiberius hatte insofern recht, als Hermanns, des Befreiers weitere Versuche, die Germanen zum Kampf gegen die Römer zu einigen ein großes germanisches Reich ihnen entgegenzusetzen, infolge von Zwietracht und persönlichen Neid und Mißgunst gegenüber diesem großen Führer fehlschlugen. Nach manigfachen Kämpfen wurde er 11 Jahre darauf von Verrätern im eigenen Lager ermordet. Auf alle Fälle aber war die Wirkung seiner großen Tat, der Herbeiführung eines Vernichtungssieges über das Römerheer unter Varus von ungeheuerer Bedeutung für die Germanen und damit für das spätere Deutschland. Tacitus, der römische Geschichtsschreiber, nennt ihn ,, den zweifellosen Befreier Germanens". Ein anderer römicher Geschichtsschreiber, Florus, hat die Folgen des Sieges in folgender Feststellung wiedergegeben: „ Diese Niederlage bewirkte, daß das römische Reich, welches an den Gestaden des Ozeans nicht Halt gemacht hatte, am Ufer des Rheins zum Stehen fam." Die Befreiung Germaniens von fortschreitender römischer Beherrschung hat die Gefahr der Romanisierung, der Verwelschung der Germanen, wie sie bei den Galliern gelang, in ihren Hauptsitzen ferschaften in den folg Damer der Stelle trete Römern ler ron allen G eine Selbite Paß fie fo jhenden Ri werfung u Germanien war dami erfämpfung Sie e Wenn ausschusses nitten fin im Bauhan rtifel, der Einzelheiten erfahren. Die Ver Vertriebstoff nur das Ge triezweige, c Die No über die sich und diejenige ind in den gen der A faljdje Borita hersteller un blem im allg Mit jelten ausigui, die eine Art Be Rigtlinien e Darauf zu ha Deutsche Nor jjaft der G ein jeder, Kaufmann, 971.79 rechnes Fernipres gen sowo deren Drin h. Die Be nt" den an tellen Dan her. n nach Ein Fernspre Sießen felb Fernipres Fernspre prechanic Fernspres er Beamti all tomme Beamtinne fünftig no 1 Einhäng Susw. ni er wird al es ist m fajt jäm Die Art verwende hl der T fünftig vie o alle hie 999 habe hnen habe en Anschl icht geeigne leicht Fel Tern mit d lußnummer ergebung ausgegange u. a. gleit erste vorg Jane hinsie nicht zu, Verschiebun en ist, ist 3 eine gar drängung da aber Mark icht als Fol ermanen j wenige Ja glauble nichiur Orderi halten nur töß erfolgten Schreden aber ging man weit mit die ze boten. Der ich selbst und nur zu feiner tönne. D die Erlen rwerfung. nischen Reig un diese new Igen, der ziehen tonn rundfak qui itausgreifen des Befreits en die Rom tgegenzuje und Mizgu ch manigiad rn im eigen Birtung feiner ngsfieges übe Bedeutung f land. Tacitus weifellofen B Torus, hat di wiedergegeben ch, welches a afte, am W der zomi Der Ber lang, in Samstag, den 6. Oktober 1928 ,, Gießener Zeitung" Nr. 79 allgemeine; sie betrifft alle Teilnehmer, mit wenigen Aus: Evangelischer Landeskirchentag zu Darmstadt. Der Stand der Wohnungszwangswirtnahmen. Es können deshalb besondere Wünsche einzelner Teil: nehmer in feinem Falle berücksichtigt werden. - - In den letzten Jahren sind im Deutschen Reich schon in zahlreichen Städten und Ortschaften Selbstanschlußämter eingerichtet worden, wobei in den meisten Fällen Nummernänderungen von bedeutendem Umfang besonders in Großjtädten haben vorgenommen werden müssen. Schwierigkeiten haben sich daraus jedoch nirgends ergeben, weil, wie es auch hier geschehen wird, durch Herausgabe von Fernsprech- Sonderverzeichnissen und durch sonstige besondere Maßnahmen für eine glatte Umstellung des Betriebes Sorge getragen wird. Aus Nah und Fern. Nonnenroth( Kr. Gießen). In unserer Gemeinde ist nach einer genehmigten Verfügung des Ministers für Arbeit und Wirtschaft die Wassergenossenschaft ,, Straßenfeld" aufgelöst worden. Harbach( Kr. Gießen). Vom 8. bis 15. Oftober liegt auf der hiesigen Bürgermeisterei das Drainageprojeft mit Kostenanschlag und Kommissionsbeschluß über die Feldbereinigung der Gemarkung Harbach offen. Einwendungen sind schriftlich während der Auslegungzeit zu machen. Stangenrod. Der Landwirt Döll fuhr vor einigen Tagen mit seinem Gespann Kühe ins Feld. Plötzlich scheuten die Tiere und Döll kam so unglücklich zu Fall, daß die Kühe auf ihn traten und ihn schwer verletzten. Bad Salzhausen. Am letzten Sonntag wurde die diesjährige Badesaison geschlossen. Im Kurhaussaale fand ein sehr gut bc= juchter Schlußball statt. Bad Nauheim. Schon jetzt ist bekannt, daß im nächsten Jahre in unserer Badestadt zwei größere Tagungen stattfinden. In der Woche nach Ostern tritt hier der 4. Allgemeine ärztliche Kongreß für Psychotherapie zusammen, und im Spätsommer versammelt sich hier der Allgemeine Deutsche Bäderverband zu seiner Reichstagung. Lauterbach. Der Gemeinderat beschloß den Ankauf des Schlosses Eichhof zwecks Einrichtung zu einem Krankenhaus. Damit wird die Bevölkerung von Stadt und Kreis Lauterbach in absehbarer Zeit ein geräumiges, neuzeitlich eingerichtetes Krankenhaus bekommen. Lauterbach. Die letzte diesjährige Zuchtviehauktion der Landwirtschaftskammer finder am 10. Oktober hier statt. Zum Verkauf sind 90 Simmenthaler Bullen gemeldet. Büdingen. Der Fleischerverbandstag für Hessen und die Provinz Hessen- Nassau findet im Frühjahr 1929 in unserem Rothenburg" statt. Am 21. Oktober treffen sich die Obermeister des Verbandes hier zu einer Verbands- Obermeistersitzung ein, um die Tagesordnung zum Verbandstag aufzustellen. Mainz. Bürgermeister Dr. Erhard, der sich in der schweren, Zeit des Ruhrkampfes große Verdienste erworben hat, ist auf weitere 12 Jahre wiedergewählt. Dagegen wurde die Wiederwahl des Beigeordneten Dr. Trehmoehlen, des Verkehrsdezernenten, mit 27 gegen 26 Stimmen, bei 4 Stimmenenthaltung abgelehnt. Frankfurt. Das Preußische Kultusministerium beabsichtigt, an der Frankfurter Universität einen Lehrstuhl für Musik zu errichten. Die Verhandlungen darüber sind im Gange. Hauptsitzen behoben. Sich selbst überlassen, haben sich diese Völlerschaften noch lange heftig befehdet. Aber es vollzogen sich inden folgenden Zeiten immer größere Zusammenschlüsse. Die Namen der vielen Völkerschaften verschwinden. An deren Stelle treten größere Stämme. Durch die Berührung mit den Römern lernten sie ihre Kraft erkennen. Hermanns Tat, die ron allen Germanen noch lange Zeiten besungen wurde, brachte eine Selbsterhebung in alle Germanischen Völker, die erfuhren, aß sie schon in teilweise geeinter Kraft selbst den weltbeherrschenden Römern gewachsen waren. Der Gedanke der Unterwerfung unter Roms Macht verschwand gänzlich. Die Freiheit Germaniens und Deutschlands, wenn auch zeitweilig bedroht, war damit doch für Jahrtausende begründet. Ihre Wiederriämpfung ist von da ab immer wieder erfolgt. Aus dem in der letzten Woche in Darmstadt stattgehabten Landeskirchentag ist über das religiöse kirchliche Leben in Hes sen das nachfolgende hervorzuheben: Ein erfreuliches Zeichen erwachenden religiösen Lebens sind die bedeutsamen Fortschritte, die das kirchliche Vereinswesen auf allen Gebieten gemacht hat. Die Dorfkirchenbewegung hat sich vom südlichen Oberhessen nach allen Seiten der Provinz durch Neugründung von Dorfkirchenvereinigungen ausgebreitet. Neues Wachstum weist ferner die Sache der evangelischen Kirchengesangvereine und der Posaunenchöre auf. Die evangelische Jugendbewegung ist im rüstigen Vorwärtsschreiten. Neues Leben über den Stand der Vorkriegszeit hinaus zeigt die Sache des Evangelischen Bundes und des Gustav Adolf- Vereins, evangelische Männerund Frauenvereine, der Inneren Mission und die evangelische Arbeitervereinssache. Der Landeskirchentag beschloß Neugründungen von Pfarrstellen für Darmstadt, Worms, Mainz und Gießen. Prälat D. Dr. Diehl gab einen ausführlichen Bericht über das Verhältnis der Kirche zum Staat und den Parteien. Die Kirche muß über den Parteien stehen. Im Mittelpunkt der Tagung stand die beantragte Reform um die Wahl der Abgeordneten zum Landeskirchentag. ,, Die Abgeordneten und ihre Stellvertreter werden in geheimer Wahl von den Kirchengemeindevertretern gewählt". Die Zahl der Abgcordneten für jedes Dekanat bestimmt die Kirchenregierung. Die Entscheidung über die Reform in diesem Sinne wird dem nach dem alten Verfahren neu zu wählenden Landeskirchentag zufallen. Neben der Beratung des Finanzgesetzes bildete die Finanzlage der Landeskirche den Hauptgegenstand der Beratungen. Der Voranschlag der Landeskirche für 1928-29 schließt mit einem ungedeckten Fehlbetrag von 1,3 Millionen Mark. Die Finanzlage der Landeskirche wird umso schwieriger, als der Staat trotz aller Vorstellungen der Landeskirchenregierung und des Landeskirchentages seinen Beitrag nur um 80 000 Mark erhöht hat, während durch Kirchensteuer 2,3 Millionen Mark aufgebracht werden mußte. Um den Etat der Landeskirche auszugleichen, blieb nur als Ausweg die Abschaffung des Defizits durch den Pfarrstand. Sozialtagung des Evangelischen Wohlfahrts- und Jugenddienstes für den Kreis Friedberg. schaft in Deutschland und in Hessen. Von G. Ziegler- Darmstadt. ( Fortsetzung.) In welchem Umfange in den anderen Staaten Deutschlands mit der Wohnungszwangswirtschaft bereits abgebaut worden ist. mag aus nachstehender Zusammenstellung ersehen werden. Es haben abgebaut: 1. Auf dem Gebiete des Mieterschutzes und des Reichsmietengesetzes. Von den Vorschriften des Reichsmietengesetzes und des 1. Abschnittes des Mieterschutzgesetzes sind ausgenommen Leere Zimmer: in Bayern, Sachsen, Anhalt, Lübeck. Untermietverhältnisse: in Bayern, Sachsen, Baden, Bremen. Möblierte Wohnungen: in Lippe. Sog. teuere Wohnungen: in Bayern, Württemberg, Baden, Braunschweig, Oldenburg, Bremen, Mecklenburg- Strelik Durch Teilung hergestellte Wohnungen: in Preußen u. Bayern. Kontore, große Geschäftsräume: in Hamburg und Bremen. Sonstige Geschäftsräume: in Preußen, Bayern, Sachsen, Würt= temberg, Baden, Thüringen, Hamburg, Braunschweig, Oldenburg, Anhalt, Bremen, Lippe, Lübeck, Walded und Schaumburg- Lippe( 15 Staaten). 2. Auf dem Gebiete des Wohnungsmangelrechts. Es dürfen von den Wohnungsämtern( Gemeindebehörden) zwecks Zu= weisung an Wohnungssuchende nicht mehr beschlagnahmt werden: Möblierte Zimmer: in Preußen Bayern, Baden, Thüringen, Mecklenburg- Schwerin, Braunschweig, Oldenburg, Anhalt, Mecklenburg- Strelitz und Schaumburg- Lippe. Untermietverhältnisse: in Sachsen und Bremen. Unbenutzte Einzelzimmer: in Thüringen. Teile übergroßer Wohnungen: in Preußen, Hamburg, Bremen. Gewerbliche Räume: in Preußen, Bayern, Sachsen, Baden, Thüringen, Braunschweig, Oldenburg, Anhalt, Bremen, Lippe, Waldeck, Schaumburg- Lippe. Teuere Wohnungen: in Preußen, Bayern, Sachsen, Württemberg, Thüringen, Hamburg, Braunschweig, Anhalt, Bremen, Mecklenburg- Strelitz: Lippe, Waldeck, Schaumburg- Lippe. Durch Teilung hergestellte Wohnungen: in Preußen u. Sachsen. Sonstige Räume: in Bremen. Wohnungen in kleinen Gemeinden: in Preußen, Bayern, Württemberg und Oldenburg. Diese Zusammenstellung müßte eigentlich der hessischen Regierung die Schamröte ins Gesicht treiben, zeigt sie doch mit aller Deutlichkeit, daß allein noch der hessische Hausbesitz unter einer lückenlosen Zwangswirtschaft schmachten muß. Welche Wirkungen im übrigen die Lockerungsmaßnahmen in den einzelnen Ländern gehabt haben, möge aus den nachProf. D. Dr. Frid, Gießen, hielt auf dieser Tagung anfangs dieser Woche das erste Referat. Er sieht die große Aufgabe der Kirche im Dienst an der Not aller. Er stellt den Satz auf: Je mehr eine Kirche mitarbeitet an der sozialen Frage, je mehr wurzelt sie im Volk". Als weitere Gefahr sieht er die! stehend zusammengestellten amtlichen Verlautbarungen ersichtlich einseitige Festlegung der Kirche auf bestimmte Sondergruppen. In der geschichtlichen und gegenwärtigen Lage der hessischen Landeskirche sieht er einen besonderen sozialen Auftrag, aus dem er schließlich die Forderung zu einer größeren Arbeitsgemeinschaft aller mitteldeutschen Landeskirchen mit dem Ziel einer ev. Sozialkirche entnimmt. Im Laufe der anregenden Aussprache beleuchtete der Referent seine Ausführungen durch Beispiele aus englischen und amerikanischen firchlichen Verhält nissen. Die soziale Frage ist heute eine der brennendsten Probleme unseres Gesamtlebens. Daß es auch für die Kirche eine Frage auf Leben und Sterben ist, zeigte der Vortragende des Nachmittags, Herr Studienrat Keller von der Aufbauschule in Friedberg. des beteiligen kann und soll, sobald die Normung sein Fachgebiet berührt. Die Anregung zur Vereinheitlichung bestimmter Erzeugnisse geht in den meisten Fällen von den Verbrauchern oder Herstellern selbst aus, und der Normenausschuß läßt es sich; angelegen sein, alle daran interessierten Kreise, nötigenfalls unter Hinzuziehung von Wissenschaftlern, zur Teilnahme an den Arbeiten aufzufordern, damit die Normen nicht nach einseitigen Interessen der einen oder anderen Gruppe aufgestellt werden. Die Entwicklung der Normen geht im einzelnen folgendermaßen vor sich: sobald ein Antrag zur Ausstellung von Normen für bestimmte Erzeugnisse eingeht, wird er, falls für den betreffenden Gegenstand ein geeigneter Arbeitsausschuß bereits besteht, an dessen Obmann zur Bearbeitung weitergeleitet. Ist hingegen ein solcher Arbeitsausschuß noch nicht vorhanden, so werden zunächst weitere Unterlagen von interessierten Stellen Wie entstehen die deutschen Normen. eingeholt und, falls die Notwendigkeit einer Normung von den Wenn die Ergebnisse und Arbeiten des Deutschen Normenausschusses auch mehr auf die Bedürfnisse der Industrie zugenitten sind, so wird es manche unserer Leser namentlich im Bauhandwerk doch interessieren, aus dem nachstehenden Artikel, der der Zeitschrift„ Herd und Ofen" entnommen ist, Einzelheiten über das Zustandekommen der deutschen Normen u erfahren. Die Verringerung der Herstellungs-, Lagerhaltungs- und Vertriebskosten ist heute eine Aufgabe, von deren Lösung nicht nur das Gedeihen einzelner Betriebe, sondern ganzer Indutriezweige, abhängt. Die Normierung bietet hier nun Ersparnismöglichkeiten, über die sich heute noch viele Unternehmen im unklaren sind, und diejenigen, die die Normung mit Erfolg angewendet haben, sind in den seltensten Fällen geneigt, ihre günstigen Erfahrungem der Allgemeinheit bekanntzugeben. Vielfach halten aber falsche Vorstellungen über die Entstehung der deutschen Normen hersteller und Händler davon ab, sich mit dem Normungsproble m im allgemeinen und den Normen im einzelnen zu befassen. Nicht selten begegnet man der Meinung, der Deutsche Normenausschuß, die Zentralstelle der deutschen Normungsarbeiten, sei einze Art Behörde, die vom grünen Tisch aus Vorschriften und Richtlinien erläßt, nach welchen sich die Wirtschaft, ohne Einfluß darauf zu haben, richten soll. Dies trifft jedoch nicht zu. Der De: utsche Normenausschuß ist vielmehr eine freie Arbeitsgemeinaft der Erzenger, Verbraucher und des Handels, an der sich eins jeder, sei er Betriebsmann, selbständiger Hersteller oder Kaufmann, persönlich oder durch Vermittlung seines VerbanBeteiligten anerkannt ist, wird ein Arbeits- bezw. Fachausschuß gebildet, der selbständig seinen Obmann wählt. Um arbeitsfähig zu sein, besteht der Ausschuß aus einem verhältnismäßig kleinen Kreis von Personen. Ihm steht nicht das Recht zu, endgültige Normen von sich aus aufzustellen; vielmehr ist zunächst seine Aufgabe, den ersten Entwurf für die fünftige Norm auszuarbeiten. Der Entwurf wird darauf einer Prüfstelle vorgelegt, die festzustellen hat, ob die in dem Entwurf enthaltenen Maße und anderen Vorschriften auch nicht in Widerspruch zu bereits vorhandenen deutschen Normen stehen. Auch können mitunter gleichzeitig im Ausland die gleichen oder verwandten Normen in Bearbeitung sein, so daß es zweckmäßig ist, diese schon beim Entwurf der deutschen Normen zu berücksichtigen und rechtzeitig eine Angleichung zu erzielen. Ferner hat die Normenprüfstelle darauf zu achten, daß der Text klar und nicht nur ausgesprochenen Fachleuten verständlich ist. Sobald diese Aufgabe erledigt ist, erfolgt die Veröffentlichung des Entwurfs in dem Organ des Deutschen Normenausschusses, den DIN- Mitteilungen, die der Zeitschrift ,, Maschinenbau" beigeheftet sind und über sämtliche Normungsarbeiten berichten, und ferner in einschlägigen Fachzeitschriften. Die Veröffentlichung erfolgt zu dem Zweck, allen an den jeweiligen Arbeiten Interessierten Gelegenheit zu geben, Einwände zu äußern, wofür Einspruchsfrist von mehreren Wochen vorgesehen ist. Es liegt im Interesse eines jeden, sich eingehend mit diesen Veröffentlichungen zu befassen und gegebenenfalls begründete Aenderungsanträge an den Normenausschuß einzusenden; denn nur so können Normen entstehen, die den Wünschen des Fachsein, die aus Raumrücksichten nur zum Teil aus der mir zur Verfügung stehenden Sammlung zum Abdruck gelangen können: Der preußische Wohlfahrtsminister Sirtsiefer führte in seiner Rundfunkrede am 16. Februar 1927 a. a. folgendes aus: ,,... Und nun die Folgen, die sich aus ihr ergeben: Die eingetretene Beunruhigung erscheint mit Rücksicht auf die wirtschaftliche Bedeutung, die der Rückkehr zur Vertragsfreiheit auf diesem Gebiet des Wohnungswesens beizumessen ist, verständlich; sie kommt den maßgebendn Stellen auch nicht unerwartet, da ähnliche Erscheinungen, aber in erheblich geringerem Umfange seinerzeit in denjenigen deutschen Ländern beobachtet werden konnten, welche mit ähnlichen Lockerungsmaßnahmen in den letzten Jahren bereits vorausgegangen sind. Die Beunruhigung wird schon durch die unbestrittene Tatsache gebietes entsprechen. Es hat sich gezeigt, daß eine solche Mitarbeit erst das volle Verständnis für die Vorteile der Normung vermittelt, andererseits aber zum Bewußtsein bringt, mit welchen Schwierigkeiten mitunter das Zustandekommen der deutschen Normen verbunden ist. Die Beteiligung an den Arbeiten der Fach- und Arbeitsausschüsse bringt auch Erzeuger, Hersteller und Händler in persönliche Berührung und hilft vielfach Vorurteile, Mißverständnisse und Irrtümer beseitigen. Die auf die Veröffentlichung der Entwürfe erhobenen Einwände werden in der Geschäftsstelle des Deutschen Normenausschusses eingehend behandelt und führen häufig dazu, daß ein zweiter Entwurf ausgearbeitet werden muß, der ebenso wie der frühere veröffentlicht wird. Sobald über den Normenentwurf Einigkeit erzielt ist, hat der Arbeits- bezw. Fachausschuß das Recht, ihn dem Präsidenten des Deutschen Normenausschusses mit einem begründeten Erläuterungsbericht zur Aufnahme in das Normensammelwerk zu unterbreiten. Ausgesprochene Fachnormen müssen vorher noch vom zuständigen Fachverband ge= nehmigt worden sein. Nach Zustimmung des Präsidiums ge= langt das Normblatt zur letzten Besprechung in die Normprüfielle, wo mit dem Obmann oder dem Vertreter des Fachausschusses die letzte redaktionelle Ueberarbeitung erfolgt und etwaige Einwände des Präsidiums berücksichtigen werden. Die deutschen Normen, durch das Zeichen DIN(= Deutsche Industrie- Normen) gekennzeichnet, sind also durchaus nicht Vorschriften, die etwa von unbeteiligten Kreisen aufgestellt werden, vielmehr haben sich an ihrem Zustandekommen Hersteller, Händler, Verbraucher und Behörden, also Vertreter der gesamten Wirtschaft, in gleicher Weise beteiligt. Das deutsche Normenjammelwerk umfaßt heute nach einer 10jährigen Normungsarbeit über 2200 Normblätter, zu welchen noch die für den Schiffbau hinzukommen. Zu jenen Gebieten, für die erst in jüngerer Zeit Normungsarbeiten aufgenommen wurden, gehören: Büromöbel, Fahrradindustrie, Hauswirtschaftsgegenstände, Hausbrandöfen und Herde, Holzbearbeitungsmaschinenbau, chem. Laboratoriums: gerät, die Schreibmaschinen- Industrie, Textilindustrie, Drahterzeugnisse u. a. ก Droht Husten, Grippe, Heiserkeit hall' Rheila- Perlen hilfsbereit! Schachtel Mk.1.- nur in Apotheken u. Drogerien Samstag, den 6. Oftober 1928 geklärt, daß Kündigungen in größerer Zahl ergangen sind. Es wird aber nötig sein, diese Kündigungen, um ihre wirtschaftliche und soziale Bedeutung richtig werten zu können, ihrer Art nach einer genauen Prüfung zu unterziehen. Dabei läßt sich dann sehr bald feststellen, daß in vielen bekanntge= wordenen Fällen die Kündigung nur erfolgt ist, in der vorsorglichen Absicht, den Vermieter nicht zwangsbewirtschafteter Geschäftsräume nicht schlechter zu stellen, als etwa den Vermieter zwangsbewirtschafteter Wohnräume. Denn Geschäftsräume, die der Zwangswirtschaft nicht mehr unterliegen, nehmen natürlich in Zukunft an etwaigen Erhöhungen der gesetzlichen Miete nicht mehr teil... Ein offenes Wort sei mir noch zu einer dritten Art von Kündigungen gestattet, das sind nicht die in vorsorglicher Absicht, auch nicht die wegen eigenen Bedarfs erfolgten, sondern diejenigen, aus denen eine sachlich unbegründete Bereicherungsabsicht spricht. Ich glaube feststellen zu können, daß der solide, bodenständige Hausbesitz im allgemeinen den Weisungen seiner Organisation nachkommt und die Erhöhung der Miete nur in angemessenem Umfange und im Rahmen des bei der derzeitigen Wirtschaftslage für den Mieter Tragbarem vornimmt.... An dieser Stelle erscheinen mir überhaupt einige grundsätzliche Bemerkungen über die Aufgaben des Mieterschutzes gerade für gewerbliche Mieter, die m. E. verbannt worden sind, angebracht zu sein. Es ist nämlich häufig so dargestellt worden, als sei es, der Zweck des Mieterschutzes gewesen, jedem Gewerbetreibenden unter allen Umständen den Besitz gerade seines gegenwärtigen Geschäftsraumes für immer zu sichern. Ich kann das nicht als richtig anerkennen. Zunächst und in erster Linie ist die Sache doch von der wirtschaftlichen Seite zu betrachten. Wenn jemand vor 15 Jahren in einer bestimmten Straße einen bestimmten Laden gemietet hat, so ist damit doch nicht ohne weiteres gesagt, daß das, was da mals für ihn paßte, auch heute bei veränderten Wirtschaftsverhältnissen noch das richtige für ihn ist. Für die natürliche Entwicklung in dieser Beziehung war die Zwangswirtschaft ein besonderes Hemmnis. Ein Dutzend Jahre Mieterschutz haben verhindert, daß eine den tatsächlichen Bedürfnissen der Wirtschaft entsprechende Bewegung und ein natürlicher Ausgleich auf dem Markte für Geschäftsräume stattfinden konnte. Es unterliegt keinem Zweifel, daß zahlreiche Unternehmungen sich in den letzten Jahren lediglich durch das Bestehen des Mieterschutzes und der Mietpreisbegrenzung von Räumen haben halten können, die ihrer wirtschaftlichen Lage und Fähigkeit schon lange nicht mehr entsprachen. Die zweckmäßigste und nutzbringendste Verwendung des vorhandenen Geschäftsraumes durch die wirtschaftlich geeignetste wurde zu Gunsten des zufälligen derzeitigen Inhabers verhindert..." Reichsarbeitsminister Brauns äußerte einem Vertreter des ,, Berliner Börsen- Courier" über die Wohnungszwangswirtschaft laut B. B.-C. vom 20. Februar 1927 gegenüber folgendes: ,, Wir haben das größte Interesse daran, daß der Wohnungs- und Baumarkt sobald als möglich wieder zu normalen Verhältnissen kommt. Mit anderen Worten, wir müssen, sobald es geht, aus der Zwangswirtschaft mit ihren üblen Begleiterscheinungen herauskommen. Die unerläßlichen Voraussetzungen hierfür sind aber eine Anpassung der gesetzlichen Schutz- Marke ,, Gießener Zeitung" Erstens: Zweitens: Er ist von unbestritteneu Wohlgeschmack Er ist äußerst sparsam im Verbrauch Er läßt sich, weil bequem Driffens.com Aber dann die Haupt: Unit sache: gemahlen bereiten. Rornfranch gesund wie das tagliche Brot! 100 Tassen aus 1/ 2Pfd für 30ptg 100 Jafo Franck 1828 1928 Miete an die ökonomische und eine beschleunigte Beschaffung von neuen Wohnungen. Mit Bestimmungen gegen den Wohnungswucher allein sind Mißbräuche in der Wohnungsbewirtschaftung nicht auszurotten." Reichskanzler Dr. Mary erklärte in der Antrittsrede am 3. Februar 1927 folgende: ... Dem Fortschreiten des Wohnungsbaues muß der Abbau der Zwangswirtschaft schrittweise folgen, damit in absehbarer Zeit normale Zustände im Wohnungs- und Bauwesen herbeigeführt werden." Die Reichs- Unfallverhütungswoche" ( R. U. Wo.) wird in der letzten Januarwoche( 20. bis 26.) vom Verbande der Deutschen Berufsgenossenschaften, denen gesetzlich die Sorge für die Unfall- Verhütung obliegt und unter Mitarbeit sämtlicher daran interessierter Behörden, Organisationen und Verbände veranstaltet. Insbesondere hat der Reichscusschuß für Hygienische Volksbelehrung seine Mitarbeit und seine Erfahrungen in den Dienst der Sache gestellt. Das Ziel der R. U. Wo. ist, durch eine großzügige Aufklärungsaktion unter den Arbeitern, Angestellten und im allgemeinen Laienpublikum speziell auch in den Schulen Verständnis für die Notwendigkeiten und Möglichkeiten der Unfallverhütung zu wecken und dadurch die immer noch erschreckend hohen Unfallziffern in den gewerblichen und landwirtschaftlichen Betrieben, den öffentlichen Verkehrsmitteln sowie im Straßenverkehr herabzumindern. Eine derartige, auf ein enges Gebiet beschränkte und dadurch umso wirkungsvollere Propaganda liegt also im wohlverstandenen Allgemeininteresse, da nicht nur sonst nutzlcs vergeudetes Volksvermögen erspart, sondern vor allen Dingen Arbeitsfähigkeit und Arbeitskraft erhalten werden. Jagd im Oktober. Nr. 79 Die bisher von munterem Vogelgesang erfüllten Wa dungen und Gärten werden ruhiger. Für den Waidmann blüht aber jetzt der Weizen. Die Jagdgelegenheiten, namentlich was die Feld- und Niederjagd betrifft, mehren sich mit dem Vorrücker des Herbstes. Das Edelwild steht zu Anfang des Monats noh in voller Brunst, die aber Mitte des Monats merklich abflaul. In vielen Staaten beginnt in diesem Monat die Jagd auf weit liches Rot, Dam- und Rehwild und Wildkälber. Der gerecht Jäger legt sich jedoch- wie die in Köthen( Anh.) erscheinende Jagdwochenschrift„ St. Hubertus Der Heger" schreibt einen gewissen Zwang im Abschuß dieser Wildarten auf und schießt nur auf Geltstücke, Schmalwild und Kälber während er Mutterwild unbehelligt läßt, da es bis in den Dezember hinein säugt und Kälber und Kite bei seinem Abschuß zu küm mern anfangen und häufig eingehen. Für den Hasen ist die Freizeit vorbei. Die Jagd auf ihn beginnt mit dem Abſchuß einzelner Stücke auf Anstand und Suche und auf kleineren Holztreibjagden. Die Hühnerjagd bringt noch manche gute Beute. Neue Bücher. Alle europäischen Staaten sind in den großen Kursbuch Ausgaben Hendschels Telegraph und Hendschel International mit ihren Eisenbahnfahrplänen vertreten. Man kann also mit einer Hendschel- Ausgabe nicht nur ganz Deutschland, sondern das gesamte europäische Ausland und sogar andere Erdteile bereisen.( Hendschels Telegraph R.-M. 6.-). Hendschel Inter national R.-M. 3.50 enthält nur die durchgehenden deutschen Verbindung, dagegen das gesamte Ausland in der gleichen Reichhaltigkeit, wie Hendschels Telegraph. Die dritte der deutschen großen Ausgaben mit internationalem Verkehr ist das Lloyd- Kursbuch. Es bringt die wichtigsten deutschen Ver bindungen und alle die Nachbarländer berührenden Expreß, Schnell und Eilzüge. Der Preis beträgt R.-M. 5.-. Durch den Umschwung in der Mode ist es für jede Dame von größtem Wert, sich so frühzeitig wie möglich zu orientieren. Die ,, Elegante Welt" bietet Ihnen eine unerschöpfliche Quelle zuver lässiger Informationen über alle Fragen der Mode. Die ,, E W", die nur 1. M kostet, unterrichtet Sie über alles Wissenswerte. Geschäftliches. „ Aecht Frand“ und„ Kornfrand" zweimal preisgekrönt. Der bekannten Weltfirma Heinrich Frand Söhne G. m. b. H., Ludwigsburg, Berlin- Halle, wurde von dem Preisgericht der ,, Ernährung", für besonders wertvolle Leistungen, der silberne Staatsehrenpreis des preußischen Ministeriums für Landwirt. schaft, Domänen und Forsten zuerkannt. Bei der großen haus wirtschaftlichen Ausstellung„ Einst und Jetzt" in Nürnberg im August dieses Jahres wurden die Franckerzeugnisse mit der goldenen Medaille ausgezeichnet. Die vielen Frauen, welche - die Frand- Fabrikate im Haushalt verwenden, werden sich sicher über diese beiden Auszeichnungen freuen, ist es für sie doch ein Beweis, daß sie in ,, Aecht Frank“ und„ Kornfrank" etwas wirt lich Gutes zur Bereitung des Kaffees haben. Verantwortlich: Paul Chrikian Klein in Gießen. Bezug Redaktionsfa fendung nid 41. J ST An den für das fom Jen nur 761 Auf ein bei Kiel ist mehr) vollz Als Erg großer Wahl Wahl ergab Genatsa Flottenausf Säufer die und 15 and Der Kö aufgegeben Kirche über beiratsplän Gro Der„ Wetter zu nach Amer Bord. Da geführt. U unter Gd Der worden. terlage ge so schwer jagte, ge Ozeandan im Bode erwarten B Trinkt das gute Mainzer Aktien- Bier! Telephon Nr. 83 Fahren Sie ein EMIL SCHMALL, BIERGROSSHANDLUNG, GIESSEN PRESTO Rad, es ist beste Qualität zu billigstem Preis! Unübertroffen leicht. Lauf, schnittiger Bau, elegante Ausstattung ( auch in geschmackvoller bunter Emaillierung) und gediegenste Ausführung Günstige Zahlungsbedingungen! Verkauf durch: Jakob Schupp, Gießen, Seltersweg 83 Lohnlisten Freie Schicksalsdeutung für 8tägige, 14tägige und monatliche Lohnauszahlung und mit dem notwendigen Steuerabzug- Vordruck, grosse Lohndüren mit Ausrechnungs-, Versicherungs- und Steuerabzug- Vordruck, Arbeitszettel und alle anderen Formulare stets vorrätig bei Albin Klein in Giessen. Nachdem ich lange Jahre als Astrolog auf Reiseu war, und viele Tausend Personen meinen Rat einholten, habe ich mich entschlossen, für jeden vollständig umsonst eine Probedeutung für sein Leben auszuarbeiten. Meine Arbeit wird Sie in Erstaunen versetzten, kommen doch täglich Anerkennungsschreiben die dies bestätigen. Schreiben Sie aber sofort. Ich brauche Ihren vollen Namen, sowie Tag, Monat, Jahr und Ort Ihrer Geburt. Angabe ob Frau, Fäulein oder Herr ist erwünscht. Geld verlange ich nicht. Sie können aber, wenn Sie wollen, einen frankierten Umschlag beilegen. Nennen Sie auch diese Zeitung. Franz Moritz, Berlin- Fichtenau Zum baldigen Antritt| Lockere Zähne ( Ein Urteil von Vielen): Ohne Aufforderung erlaube ich mir hiermit Ihrem Fabrikat ,, Chlorodont" meine Anerkennung auszusprechen. Durch Ihre Rellame wurde ich auf Ihr Erzeugnis aufmerksam und stellte bisher folgende hervorragende Wirkung fest: Meine Zahnfleischentzündung zwischen den Zähnen ging nach dem Gebrauch Ihres glänzenden Chlorodonts bereits nach einigen Tagen sicher zurück, um nach 14 Tagen volltommen bereits ausgeheilt zu sein. Nach abermaliger 14 tägiger Behandlung mit Ihrer Zahncreme begann sogar das zurüdgezogene Zahnfleisch wieder anzuwachsen. Heute, nachdem ich zwei große Tuben verbraucht habe, verfüge ich wieder über einen durchaus gesunden Mund und Zähne. Ihre Zahnpaste wird bei mir nie mehr ausgehen, wie ich auch dasselbe in meinen Betanntenkreisen nur lobend empfehle. Ich bin froh, nun nach langem Suchen ein Präparat gefunden zu haben, das selbst den ge steigertsten Anforderungen der modernen Zahnpflege fuche Eini- Abitur Institut Bollzenpricht. jungen Mann Ilmenau, Thür zur Besorgung der Kaffee- Vertretung Schweine, 1 Pferd, etm. m.Niederlage, Verkauf landwirtschaftl. sowie an Selbstverbraucher, Hof- und Molkereiar- vergibt Kaffee- Rösterei betten. Lohn Mt. 50.- J.Behrens, Hamburg 36 freie Station u. Kost. Molker.Buttner, Schlitz. Bis 100 Rmf. Wochenverdienst durch Heimarbeit etc. Prospekt gratis. 15-20 R.-M. täglich durch Verkauf unserer Aluminium- und Messingwaren. Klöckner& Thomas, Ludwigshafen a. Rh. H. D. ( Originalbrief bet unserem Notar hinterlegt.) Nr. 9 Ueberzeugen Sie sich zuerst durch Kauf einer Tube zu 60 Pfg., große Tube 1 Mt. Chlorodont3ahnbürsten 1.25 m., für Kinder 70 Pfg. ChlorodontMundwasser Flasche 1.25 Mr. Zu haben in allen Chlorodont- Verlaufsstellen. Man verlange nur echt Chlorodont und weise jeden Ersatz dafür zurüd. Ich suche für Oberhessen einen Max Kramer, Erbach( Westerwald).chlig. redegewandten Vertreler Günzburg a. D. Wer will aufs Schilf? Laubach/ Oberhessen EINFAMILIENHAUS für den Besuch von Privatkundschaft. Auşk, Ratu kostenloser erfrei u. sof. beziehb. Stellennachweis unter 459 durch Kapitän a. D. Jensen p a Bauer, Hamburg 36, Poslfach 40. 10. 3i. u. Zubeh. 1800 qm Garten sondersteu für nur Mf. 16 000 zu verkaufen durch Albert Mittelstädt, Darmstadt, Elisabethenstraße 34. Fernspr. 2340. Es kommen nur Herren in Frage, die mit der dortigen Landkundschaft vertraut sind. Hamburger Kaffee- Versandhaus August Thams, Hamburg 23. Telephon Nr. 83 Schwierig hältnisse deutlich v lich stark Wie 1928 fahrt des ameritanis Ressa 14 Oktober Schlußtermin INTERNAT PRESSE AUSSTELLUNG KOLN NWK WoLLe NWK Taubenwolle beste und zarteste Zephirwolle zum Häkeln u.Sticken Uberall Des gesch erheltlich pol für die Mart beza Zeitu Jowie die Then Die Kojte nen. Au Luftschiff Als Die franz Gebietes bom helsi bandes de Im J Fälle vor Darunter Alle ander 79 Jahre G fängnis im wurden ver Sm bejezt mit 15 243 lichen Geba ichem Bode Furd Am Di größten Bo Gatte. Ein Bijhoisga fürchterliche und zwei graben. es gerade fleineren