Nr. 44 e er! n Nr. 83 hlung e Möbelng für das -, Lahngebiet b. H. ndenplatzi eueren und rteilt) etrieb ckereien" irtschafts,, MaurerPolstereien Schmiedeeinereien", ", offene en", en", ch, enntrlich rt ohne nde das ommen en, gen und ahmen, pflichtigen Ausgaben rösster den. e Summen n Unkosten shalt nerkannten rrätig. en. Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manustripte wird nicht garantiert. 41. Jahrg. Politische Tagesschau. Der neue Reichstag ist durch den Präsidenten des alten Reichstags, Löbe, auf Mittwoch, den 13. Juni, nachmittags 3 Uhr, zusammengerufen. * Die italienische Botschaft in Berlin ist von Unbekannten mit Steinen beworfen worden. Eine Reihe Fensterscheiben ist zertrümmert. * Reichswehrminister Groener soll verfügt haben, daß alle Angehörigen der Reichswehr und der Reichsmarine, die bisher Mitglieder des Kaiserlichen Jachtclubs in Kiel waren, bis Mitte Juni ihren Austritt aus dem Klub zu vollziehen haben. Die Berfügung sei ergangen, nachdem der Jachtclub es abgelehnt habe, die geforderte Namensänderung vorzunehmen. * Poincaré wird in der Frage der Freilassung der verurteilten elfässischen Abgeordneten, die er ablehnt, vor der Kammer die Vertrauensfrage stellen. Freitag Parteiführerempfang durch Hindenburg. Wie gemeldet wird, beabsichtigt der Reichspräsident am Freitag die Fraktionsführer des Reichstages zu empfangen, um ihre Auffassung über die parlamentarische Lage zu hören. Die Besprechungen sind ebenso wie die kürzlich erfolgte Unterredung mit dem Reichstagspräsidenten Loebe als informatorisch zu be= trachten. Der Reichspräsident wünscht ein möglichst umfassen= des und vollständiges Bild der Fraktionsmeinungen zu gewin= nen, um einigermaßen übersehen zu können, in welcher Richtung sich die Versuche einer neuen Regierungsbildung bewegen werben. Dementsprechend wird der Reichspräsident dann zu Beginn der kommenden Woche den Auftrag zur Regierungsbildung erteilen. Um die Regierungsbildung. Die kommenden Regierungsverhandlungen werden sich in der Hauptsache auch um Personenfragen drehen. Von sozialDemokratischer Seite werden voraussichtlich die Abgeordneten Müller- Franken als Reichskanzler, Severing als Innenminister vorgeschlagen werden. Außerdem werden die Sozialdemokraten vielleicht das eine oder andere Ministerium noch für sich in Anspruch nehmen. Aber schon bei der Verteilung der Ministerien wird der Konflikt einsetzen. Von Zentrumsseite wünscht man, Daß der Abgeordnete v. Guérard Reichsinnenminister wird. Das Zentrum will ferner den bisherigen Arbeitsminister Dr. Brauns, im Kabinett belassen. Es ist aber zweifelhaft, ob Brauns, der sich mit Rücktrittsabsichten trägt, sich dem Kabinett wieder zur Verfügung stellen wird. Auch das Finanzministerium ist umstritten. Von demokratischer Seite wird wahrscheinlich Dr. Reinhold vorgeschlagen werden. Unumstritten ist das Reichsaußenministerium mit Dr. Stresemann. Dagegen wird man wohl den Versuch machen, Dr. Curtius vom Reichswirtschaftsministerium wegzuschieben. Man wünscht ihn für das Reichsverkehrsministerium. Die Deutsche Volkspartei wird natürlich eine derartige Aenderung nicht mitmachen. Hilfe für die Reichsbahn. Der Verwaltungsrat der Deutschen Reichsbahngesellschaft wird am Samstag zusammentreten, um über die Ablehnung der Tariferhöhung seitens der Reichsregierung Stellung zu nehmen. Der ablehnende Beschluß, den das Reichskabinett Dienstag ge= faßt hat, wird in allen maßgebenden Kreisen begrüßt. Auch wir halten nach wie vor eine Erhöhung der Eisenbahntarife weder für notwendig noch für wünschenswert. Vom wirtschaftlichen Standpunkt aus ist sie entschieden abzulehnen. Es muß aber betont werden, daß das Reichskabinett alles versucht hat, der Finanzlage der Reichsbahngesellschaft gerecht zu werden. Die Reichsregierung hat sich nicht nur bereit erklärt, alles zu tun, der Reichsbahngesellschaft die Kapitalbeschaffung zu erleichtern, sondern es finden auch in den nächsten Tagen schon Verhandlungen zwischen dem Reichsfinanzministerium, der Reichsbank, Großbanten und der Reichsbahngesellschaft statt, um die Reichsbahngesellschaft möglichst bald in den Besitz von Mitteln zu bringen. „ Man beginnt Frankreich zu hassen". In der Pariser Zeitung ,, Croix" ist ein Brief aus dem Elsaß abgedruckt, in dem es u. a. heißt: ,, Es gibt eine beträchtliche Anzahl von Elsässern, die anfangen, Frankreich zu hassen, und die„, geopferte Generation" wird dieselben Gefühle in die Herzen der heranwachsenden Generation einpflanzen. Auf allen Gebieten verletzt man die Eigenliebe der Elsässer. Die Deutschen z. B. hatten in der Fakultät der katholischen Theologie in Straßburg den Einheimischen einen ehrenvollen Platz im Kollegium der Professoren überlassen. Jetzt wird es bald keine elsässischen ProfesDrud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M Mittwoch, den 6. Juni 1928 soren mehr geben. Kürzlich noch hat man einen Elsässer durch einen Innenfranzosen ersetzt, und es heißt, daß bald ein anderer ebenfalls durch einen Gelehrten aus dem Innern ersetzt wird. Wie weit sind wir doch heute entfernt von den Träumen des 22. November 1918, als die französischen Soldaten in Straßburg eingezogen sind! Leider war es nur das trojanische Pferd, dem man an diesem Tage Beifall geklatscht hat." Lebenszeichen von der„ Italia"? Kopenhagen. Allem Anscheine nach ist es gelungen, mit der " Italia"-Mannschaft Funkverbindung herzustellen. Die Radiostation Tromsö meldet, daß sie gestern nachmittag schwache Funkzeichen aufgenommen hat, die von der„, Italia" herrührten. Es wurden mehrere Male hintereinander das S.O.S.- Zeichen empfangen, dann kam die Meldung, daß sich die„ Italia" auf Franz- Josephsland befinde. Nach weiteren Nachrichten ist es der Radiostation Tromsö gelungen die Verbindung mit der " Italia" aufzunehmen. Weiterhin teilt die Sowjetbotschaft in Rom den Blättern einen Bericht der russischen Hilfsexpedition aus Moskau mit, wonach der von dem Radioamateur Schmied aufgefangene und vermutlich von der Mannschaft der„ Italia" stammende Funkspruch bestätigt wird. Natürlich bleibt die Möglichkeit eines Irrtums nicht ausgeschlossen. Das russische Hilfskomitee hat alle Maßnahmen ergriffen, um mit der ,, Italia" die Verbindung aufzunehmen. Die russischen Radioapparate arbeiten Tag und Nacht. Merkwürdig ist nur, daß die Botschaft keine genauen Angaben über den Standort des Luftschiffes enthält. Die Gemeinnüßigkeit der öffentlichen Hand. Wir haben uns schon des öfteren mit der wirtschaftlichen Betätigung der öffentlichen Hand zum Schaden der Privatwirtschaft befaßt, und diese Schädlingswirtschaft verurteilt. Die nachstehenden Ausführungen entnehmen wir der Hausbesizer- Zeitung für Düsseldorf ,, Haus und Grund". Die Aufklärung über die Schädlichkeit der wirtschaftlichen Betätigung der öffentlichen Hand verdient in den weitesten Kreisen bekannt gemacht zu werden. Seit Jahren führt die Privatwirtschaft einen erbitterten Kampf um die Erhaltung ihrer Existenz. Nicht allein kämpft sie gegen die Geschäftskonkurrenz des Auslandes, in viel größerem Maße ist es die öffentliche Hand, gegen die das Privatunternehmertum sich zu schützen hat. Ein Kampf ist zu führen mit ungleichen Waffen, denn die öffentlichen Unternehmen sind stets in einer Vormachtstellung! Mit Unterstützung der Behörden, dehnen sie ihr Arbeitsgebiet immer weiter aus und saugen immer weitere Unternehmen auf. Unter dem Deckmantel der Gemeinnügigkeit nehmen sie sogar Steuererleichterungen in Anspruch, sind teilweise von der Steuerzahlung überhaupt befreit. Das Ziel dieser verbundenen Bestrebungen ist eine Sozialisierung, die das ganze Wirtschaftsleben brach legen muß. Um aber diesen Bestrebungen den größten Nachdruck zu geben, ist es nicht genug, daß die Privatunternehmen den durch die Vergünstigungen hervorgerufenen Steuerausfall decken müssen, sie werden auch noch herangezogen, die Aufrechterhaltung dieser Betriebe zu finanzieren. So sieht die Privatwirtschaft ihr Betätigungsfeld immer mehr schwinden und sich durch die öf= fentliche Hand im Wirtschaftsleben verdrängt. Von allen Seiten ist der Kampf gegen die Betätigung der öffentlichen Hand aufgenommen worden. Nicht allein gröBere Wirtschaftsverbände, auch einzelne größere Privatunternehmen haben es sich angelegen sein lassen, aufklärend zu wirten. In einer Druckschrift hat die Leipziger Lebensversiche= rungsaktiengesellschaft, betitelt die Gemeinnügigkeit der öffentlichen Unternehmungen", diese Frage eingehend behandelt und auf die Gefahren, die der Privatwirtschaft erwachsen, hingewiesen. Die Denkschrift geht aus von den Artikeln 163 und 164 der Reichsverfassung, die besagen, daß jedem Deutschen die Möglichkeit gegeben werden soll, durch wirtschaftliche Arbeit seinen Lebensunterhalt zu verdienen und daß der selbständige Mittelstand zu fördern und gegen Aufsaugung zu schüßen sei. Wie steht demgegenüber aber die Politik, die die Parlamente in Reich, Staat und Gemeinde treiben? Der Staat ist die Zuſam= menfassung der Bürger selbst, daher ist es die erste Pflicht des Staates, sich zur Aufrechterhaltung des gesamten Staatswohls und des Volksganzen gleichmäßig einzusehen. Was aber heute geschieht, wirkt sich zum Schaden der Allgemeinheit aus und untergräbt dem Mittelstand seine Existenzmöglichkeit. Die Gemeinnügigkeit ist bei den öffentlichen Wirtschaftsunternehmungen durch nichts begründet. Sie charakterisiert sich nur in der Tatsache, daß die Unternehmungen teine Steuern zu zahlen brauchen, daß sie sich stügen auf Steuergelder des Mittelstandes und daß sie aus diesen Geldern noch teilweise finanziert werden. Diese sogenannten gemeinnützigen öffentlichen Unternehmungen werden von den Behörden in weitestgehendem Maße noch unterstützt. Nicht allein, daß sie infolge ihrer geringeren Unkosten konkurrenz ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Play vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 4546 fähiger sind als die Privatwirtschaft, werden ihnen sogar von den Behörden Aufträge zu höheren Preisen erteilt, als sie von der Privatwirtschaft verlangt werden. Beispiele hierfür kön= nen jeden Tag festgestellt und beobachtet werden. Diese Förderung geschieht selbst unter Duldung von Parteien, die sich nach außen hin als stärkste Gegner des Sozialismus hinstellen. Aber selbst diese Parteien können nicht gegen diese Unternehmungen vorgehen, wie es erforderlich wäre, weil sie zu einem guten Teil an dem weiteren Aufbau interessiert sind oder weil sie gegen einzelne Parteimitglieder nicht mit dem erforderlichen Nachdruck auftreten können. Es ist daher nicht zu verwundern, daß auf Grund der Proteste der Wirtschaft bei passenden Gelegenheiten die Parteien in groß angelegten Reden gegen diese öffentlichen Unternehmungen vorzugehen vorgeben, daß selbst Minister erklären, die öffentliche Hand sei kein Wirtschaftsunternehmen, daß aber in der Tat nichts geschieht. Daher muß die Privatwirtschaft von denjenigen Parteien, die sich bei den Wahlen als Gegner des Sozialismus aufspielen, verlangen, daß sie auch tatsächlich mit allem Nachdruck gegen die Betätigung der öffentlichen Hand vorgehen und daß sie die Privatwirtschaft vor weiterer Zurüddrängung und Aufsaugung schützen. Wenn sie dieser Forderung keine Folge leisten, dann unterstüzen sie die Ausdehnung der Staatsbetriebe und damit die Ueberführung der Wirtschaft in den Staatsbetrieb, sie fördern damit also die Sozialisierung. Und diese Sozialisierung ist fast schon so weit vorgeschritten, daß es nur noch an der öffentlichen Proklamation fehlt, um das gesamte deutsche Wirtschaftsleben zum Staatsbetrieb zu machen. Die angebliche Gemeinnützigkeit ist nur ein Schlagwort, denn gemeinnützig oder uneigennützig ist die Tätigkeit der öffentlichen Unternehmung nicht. Die Tätigkeit dieser Betriebe dient einzig und allein dazu, immer größere Vermögen in der öffentlichen Hand anzusammeln und die Wirtschaft immer mehr von der Bürokratie des deutschen Behördenapparates abhängig zu machen. Es sei nur an die Tätigkeit der öffentlichen Sparkassen erinnert, die immer größere Gebiete des privaten Geldverkehrs an sich ziehen, um dadurch den Privatunternehmer auch in geldlicher Beziehung abhängig zu machen. Die Ueberschüsse aus den Sparkassenbetrieben werden zu einem großen Teil zur Deckung allgemeiner oder Wohlfahrtsausgaben benutzt. Es be= darf keiner weiteren Frage, daß sobald diese Voraussetzungen vorliegen, die Gemeinnüßigkeit aufhört und daß hier ein eigennüßiges Wirtschaftsstreben der Behörden in den Vordergrund tritt, welches dem Wirtschaftsleben nur von Schaden sein kann. Bei den anderen öffentlichen Wirtschaftszweigen liegen die Verhältnisse ähnlich. Leider wird diese Politik von einem Teil des deutschen Mittelstandes noch gefördert, da er die Gefahren noch nicht vollauf erkannt hat. Sonst müßte es ausgeschlossen sein, daß auch bürgerliche Parteien sich für die Betätigung der öffentlichen Hand einsetzen und diese begünstigen. Eine Aenderung kann nicht länger umgangen werden, wenn wir nicht vor die Tatsache gestellt sein wollen, daß die endgültige Sozialisie= rung nicht mehr aufzuhalten ist. Es kommt nur auf einen Hauptgedanken, den Grundgedanken der deutschen Reichsverfas= sung an, die Gewährleistung des Privateigentums". Dieser fundamentale Grundsatz für die deutsche Wirtschaft wird noch nicht genügend beobachtet. Die Parteien alle lassen sich noch viel zu viel von angeblich„ sozialen" Momenten leiten u. verfallen damit immer mehr dem Sozialismus. Sie verstehen noch nicht die Grenze zwischen diesen beiden Begriffen zu ziehen und wissen anscheinend noch nicht, daß sozial von sozialistisch grundverschieden ist. Ablehnung jeder sozialistischen Tendenz, aber uneingeschränktes Privateigentum, das muß die Parole D. für die Zukunft sein. Deutschlands Geburtenrückgang. Schon Eine der größten Gefahren für die deutsche Zukunft. in absehbarer Zeit Mangel an deutschen Arbeitskräften. Der erhebliche Geburtenrüdgang in Deutschland macht von Jahr zu Jahr weitere Fortschritte. Gewiß bildet der Geburtenrückgang einen Teil des europäischen Problems. In der Be= völkerungsentwicklung tritt die zunehmende Enteuropäiſierung der Welt klar zutage: der Erdball wächst, Europa stagniert. In der letzten Nummer von„, Ruhr und Rhein" schreibt Dr. Otto Most zum deutschen Geburtenproblem: Deutschland erfreute sich vor dem Kriege der stärksten Volkszunahme unter den westlichen Mächten. Die Grundlage jeder Wirtschaft bilden Land und Leute. Deutschland hat nach beiderlei Hinsicht höchst unheilvolle Verluste erlitten und erleidet sie noch, zumindesten nach der einen und zwar wichtigeren Seite. Dabei handelt es sich nicht um ,, äußere", sondern auch ,, innere Verluste", worunter solche zu verstehen sind, die nicht durch Gewalt von außen her, sondern in der Hauptsache aus der Psyche des Volkes heraus erwachsen. Das trifft ins= besondere auf den Geburtenrückgang in Deutschland zu. Er ist eine der größten Gefahren für die deutsche Zukunft. Während der 70er Jahre stellte sich die Zahl der auf je 1000 Einwohner jährlich entfallenden Lebendgeborenen in Deutschland noch auf rund 40, im Durchschnitt des letzten voll abgeschlossenen Jahrzehnts vor dem Weltkrieg( 1901-1910) Nr. 46. Mittwoch, den 6. Mittwoch, den 6. Juni 1928. immer noch auf 53; 1924 und 1925 hielt sich die Quote zwischen 20 und 21. Im letzten Jahrzwölft vor dem Weltkrieg betrug die natürliche Bevölkerungsvermehrung Deutschlands( Lebendgeburten, vermindert durch die Sterbefälle) etwa zwischen 12 und 16 pro Tausend der Bevölkerung; heute beträgt sie weniger als 8 bis 9 pro Tausend. Was dies absolut genommen bedeutet, ergibt sich daraus, daß 1906 in Deutschland 910 000, 1926 aber nur noch 491 000 Menschen mehr geboren als gestorben sind. Einer der besten Kenner der Bevölkerungsfrage, Grotjahn, hat in einem Aufsatz über„ Bevölkerungsprobleme" unlängst mit zwingenden Gründen dargetan, daß die Zahl der Lebend= geburten auf die Dauer nicht unter 20 auf das Tausend fallen darf, wenn nicht die Erhaltung der Volkszahl in Frage gestellt sein soll" oder wie er das gleiche noch mit anderen Worten ausdrückte:„ Eine Geburtenziffer von 20 bedeutet nichts mehr und nichts weniger als die Zahl, unter die eine Bevölkerung von normaler Altersklassenbesetzung nicht sinken darf, wenn sie sich nicht vermindern soll". Zum erstenmal ist die deutsche Geburtenquote 1926 unter diese Mindeſtgrenze der Volkserhaltung, nämlich auf 19,5 v. T. gesunken. Viele freilich sehen all dies gar nicht als bedrohlich an, im Gegenteil. Deutschland, sagt man, ist übervölkert; es leidet an starker Arbeitslosigkeit, es fällt ihm schwer, seine v Millionen durchzubringen; ist es da nicht ein Unding, den diese Schwierigkeiten mildernden Geburtenrüdgang als eine nationale Gefahr hinstellen zu wollen? Demgegenüber ist zu sagen, daß hier ein sehr oberflächliches Urteil, ein sehr bedenklicher Irrtum und eine erhebliche Verkennung der tatsächlichen Verhältnisse vorliegt: in der Hauptsache darin begründet, daß lediglich die heutige Gesamtzahl und nicht die Alterszusammensetzung des deutschen Volkes in Betracht gezogen wird. Jene zeigt an, wie die Dinge in der Gegenwart liegen; diese weist in die Zukunft. Der günstige Altersaufbau einer Bevölkerung liegt vor, wenn bei höherer und mittlerer Lebensdauer und geringer Kindersterblichkeit die„ produktive" Schicht im Alter von15 bis 65 Jahren eine mittlere Vertretung und die Altersschicht der ,, kommenden( 0 bis 15 Jahren) eine starke Absetzung aufweist. Jm heutigen Deutschland ist die Zahl derer, die im ,, produktiven" Alter stehen, verhältnismäßig sehr hoch und drückt auf den Arbeitsmarkt, während die nachwachsende Schicht im Alter von weniger als 15 Jahren überaus schwach ist. In einem Vergleich, den das Statistische Reichsamt zwischen den Berufszählungsergebnissen von 1907 und 1925 zieht, führt es die folgenden sehr charakteristischen Zahlen an: die Gesamtbevölkerung hat sich in dieser Zeit um 13,5 Prozent, die Bevölkerung im Alter von 15 bis 36 Jahren um 26,4 Prozent vermehrt. Diese Lage aber wird sich bald gründlich ändern. In schon absehbarer Zeit werden wir bei auch nur einigermaßen normaler Entwicklung des wirtschaftlichen Lebens an Arbeitskräften Mangel haben. „ Gießener Zeitung" Lofales. Gießen als Tagungsort. Unsere Stadt wird im Laufe des Sommers eine größere Anzahl von Tagungen und festlichen Veranstaltungen haben, die zum großen Teil in der Volkshalle stattfinden. Am 10. Juni tagt die Oberhessische Pilgermission, außerdem ist der Hessische Landes- Bäckertag vorgesehen. Vom 11.- 13. Juni findet eine große wissenschaftliche Tagung für ganz Deutschland statt. Es handelt sich um die Jubiläums= tagung der Gesellschaft zur Förderung der Deutschen Pflanzenzucht. Am 17. Juni findet ein Bundes- Schüßentag des Schützenbundes Mittelrhein- Pfalz- Baden statt. Am 30. Juni und 1. Juli ist große Ruder- Regatta auf der Lahn. Am 8. Juli ist ein großer Flugtag vorgesehen. Der 14. Juli bringt ein Reit- und Fahrturnier an der Hardt. Am 1. und 2. September ist der Landeskolonnentag der Hessischen Sanitätskolonnen vom Roten Kreuz in der Volkshalle. Am 9. September ist das Jubiläum des Gesangvereins ,, Heiterkeit", an dem auch der Lahntalsängerbund teilnehmen wird. Den sich allmählich entvölkerten Schulen folgen in natürlichem Gange der Entwicklung leere Lehrlingswerkstätten und ähnliches mehr. Mit Nachdruck hat unlängst Oberingenieur Arnhold hierauf hingewiesen und daraus die zwingende Folge= rung für die Notwendigkeit besonders intensiver Heranbildung des quantitativ sich mindernden Nachwuchses in qualitativer Hinsicht gezogen. Seine charakteristischen Zahlen seien hier wiedergegeben: Die Zahl der zum Ostertermin aus der Schule entlassenen Kinder betrug Ostern 1928 rund 1,3 Mill.( bereits weit weniger als früher), 1929 werden sie noch 1,2 Mill., 1930 800 000, 1931 720 000, 1932 650 000, 1933 700 000, 1934 wieder ( Jahrgang 1919) 1,3 Millionen, 1935 wiederum weniger, nämlich 1,2 Millionen sein und so weiter, je nach dem voranschrei= tenden Geburtenrückgang. Eine ausgesprochene ,, Jugendlosigfeit" steht für Beruf und Arbeit in Aussicht. Pfingsttagung des Vereins für das Vom 1.- 13. Oktober findet ein internationaler Ferienkurs an der hiesigen Universität statt. * Durchdrucke von Telegrammen gibt die Post gegen eine Gebühr von 20 Pfg., wenn der Durchdruck gleich bei der Aufgabe verlangt wird. * Der 9. Verbandstag des Zweigvereins Hessen des Zentralverbandes deutscher Bäderinnungen( Germania) in Verbindung mit der Feier des 44. Stiftungsfestes nebst Fahnenweihe der hiesigen Bäcker- Zwangs- Innung findet am 9. und 10. Juni in Gießen, im Café Leib, Walltorstraße, statt. Die Tagesordnung bringt bedeutende Vorträge über die wirtschaftlichen Verhältnisse in der Bäckerei auf dem Lande, über Berufsfragen und Lehrlings- und Pensionswesen, sowie über dringende Aufgaben der Handwerkerorganisationen und der Handwerkskammern. Zu dieser Tagung werden zahlreiche Bäcker aus ganz Hessen in Gießen sein. Hessische Provinz- und Kreistagung. Konzerte zum Besten der Kvanten veranstaltet. Die Darbietungen wurden von den Kranken mit lebhaftem Interesse aufgenommen. Die von den Vereinen geschickt zusammengestellten Programme boten den Patienten eine genußreiche Abwechselung. Der reiche Beifall, der den Vereinen seitens der Zuhörer gespendet wurde, war ein Beweis dafür, daß die Vereine gut geschult und den zeitgemäßen Anforderungen durchaus gewachsen sind. Den Vereinen sei hiermit namens der Direktion und Kranken für ihre Mühe nochmals herzlichst gedankt. Der Verband der hessischen Kreise und Provinzen hielt hier unter dem Vorsit von Provinzialdirektor Graef seine diesjährige Mitgliederversammlung in Gießen ab. In seiner Begrüßungsansprache gedachte Provinzialdirektor Graef auch der verstorbenen Mitglieder des Verbandes und würdigte besonders die Verdienste des Provinzialdirektors Kranzbühler * Der Urlaub der Angestellten. V. FB. Sprendlingen 2.- Lich 1. 5: 2 1. Jugend- VfB BiB. Wetter A. S Am vergangenen G Sprendlingen und verlo Schneider; Bergener, S Wilhelmi, Baljer, Grün Die Aufstellung be gleiter sprang als Recht Henrichs fehlten. Kreß merlegung auf hiesigem Wenn man bedenkt, o ist das erzielte Result geht also auch ohne joge Das Spiel an und achaft fämpfte mit aller war ein Selbsttor, hervo teidigung. Balser glich jeit: 1: 1. Wird der Urlaub durch Tarifvertrag oder durch Einzeldienstvertrag geregelt, so ist die Rechtslage geklärt. Der Urlaub für Angestellte entspricht aber auch einem ,, allgemeinen Brauch", so daß sich ein Gewohnheitsrecht herausgebildet hat. Das Gehalt wird während des Urlaubs voll weiter gezahlt. Der Arbeitgeber erleidet dabei keinen finanziellen Verlust. Nach allgemeiner Gewohnheit wird die Arbeit für in Urlaub befindliche Angestellten von den zurückgebliebenen Kollegen mit erledigt. Nach neueren Entscheidungen der Arbeitsgerichte hat der Arbeitgeber dem Angestellten eine Entschädigung zu zahlen, wenn er ihm den Urlaub unmöglich macht. Scheidet ein Angestellter im Laufe des Kalenderjahres aus, so hat er für jeden Monat Dienstleistung seit dem letzten Urlaub bis zum Ausscheiden ein Zwölftel des ihm zustehenden Urlaubs zu beanspruchen. * Schärfere Maßnahmen gegen rasende Kraftfahrer.( Zur Nachahmung in Hessen empfohlen.) Der preußische Handelsminister und der Minister des Innern haben die Polizeibehörden angewiesen, alle Polizeistrafen usw., die Kraftfahrer wegen Vergehens gegen die einschlägigen Bestimmungen erhalten, den Verwaltungsbehörden, die für die Ausstellung der Zulassungspapiere zuständig sind, mitzuteilen, damit geprüft werden kann, ob dem bestraften Kraftfahrer nicht im Interesse der Verkehrssicherheit die Fahrlizenz entzogen werden muß. Aus Nah und Fern. Fruchtenstand im Kreise Gießen. Nachdem die Blütezeit der Obstbäume vorüber ist, muß leider festgestellt werden, daß ein großer Teil der Blüten durch den Frost vernichtet wurde. Der Fruchtansatz an allen Spätsorten des Stein- und Kernobstes ist als mittelmäßig bis schlecht zu bezeichnen. Frühbirnen zeigen vielfach einen besseren Behang, da zu deren Blütezeit warmes Wetter herrschte. Das Wintergetreide hat sich sehr gut entwickelt, auch die Sommerfrucht hat einen guten Stand. Auf trockenen Wiesen macht sich das Fehlen eines ausgiebigen Regens bemerkbar, während in erste Schnitt des deutschen Klees hat begonnen; die Besitzer von Kleestücken haben reichlich Grünfutter. Oberbürgermeisters Dr. Göttelmann. Der er und des feuchteren Lagen ein guter Stand des Graswuchses beſteht. Der über abgelaufene Jahr und der Voranschlag für 1928 wurden schnell erledigt. Alsdann sprach der Präsident des Deutschen Landfreistages, Baron v. Stempel, über aktuelle Fragen der Kreiskommunalpolitik, wobei er der in Aussicht genommenen Reichskreisordnung im Zusammenhang mit einer Städte und Reichslandgemeindeordnung, dem Wohnungsbau und der Sozialpolitik besondere Beachtung widmete. Professor Jesion nek sprach in der neuen Universitätshautklinik über die Bekämpfung der Volksseuchen, insbesondere der Geschlechtskrankheiten und der Tuberkulose, was durch Experimente wesentlich unterstützt wurde. Im Anschluß erfolgte die Besichtigung der neuen Hautklinik. Die nächste Tagung soll in Rheinhessen stattfinden. Wohltätigkeitskonzerte in der Univ.- Nervenklinik Gießen. Am 1. Pfingstfeiertag, vormittags 10 Uhr, wurden von dem Gesangverein„ Harmonie" Klein- Linden, am Sonntag, den 3. Juni 1928, vormittags 10 Uhr, vom Gesangverein ,, HarmonieGemütlichkeit" Gießen im Park der Universitäts- Nervenklinik ( Direktor: Geheimrat Prof. Dr. Sommer) in Gießen weitere Arbeit des V. D. A. im letzten Jahre zu verzeichnen hatte. 6567 Ortsgruppen und 4078 Schulgruppen hat der Verband jetzt, neu Deutschtum im Ausland( B. D. A.) in hinzugekommen sind 411 Orts- und 1764 Schulgruppen, über Gmunden( Desterreich). Von Dr. Götz- Darmstadt. ( Fortsetzung.) Der Samstagnachmittag brachte dann als Höhepunkt der inneren Arbeit der Tagung die 47. Hauptversammlung des V. D. A. im großen Saal des Kurhauses Der Saal erwies sich als zu klein für die vielen hundert Vertreter aus allen Teilen der Welt, in denen die deutsche Zunge erklingt viele mußten sich mit einem Stehplatz begnügen. Die Versammlung stand unter der Leitung des geschäftsführenden Vorsitzenden des V. D. A., Admiral Seebohm, und stellte in der Zusammenfassung der Vertreter des gesamten Deutschtums der Welt eine wirkungsvolle Kundgebung des großdeutschen Gedankens dar. Nachdem Begrüßungstelegramme an die Präsidenten des Deutschen Reiches und der Republik Desterreich genehmigt waren, erfolgte die große Reihe der Begrüßungsansprachen. Landeshauptmann Dr. Schlegel Oberösterreich streifte in seinen Worten kurz die Schwierigkeiten der Schuzarbeit seit 1914 und endete unter großem Beifall mit den Worten: Eines kann uns niemand verwehren:„ Deutsch zu denken und deutsch zu fühlen!" Bundesminister Dr. Schürff- Wien stellte als Ziel des V. D. A. hin, daß das, was deutsch sei, deutsch bleibe, und das, was deutsch war, wieder deutsch werde, und überbrachte die Grüße der österreichischen Bundesregierung. Recht herzliche Worte fand auch der Bürgermeister der Stadt Gmunden, Dr. Thomas, während der Vertreter des deutschen Schulvereins ,, Südmark, Direktor Dr. Barta, mit großer Freude der zur Tat gewordenen Vereinigung des V. D. A. und des deutschen Schulvereins Wien gedachte und auf die Leiden der Auslandsdeutschen, besonders auf die letzten Vorkommnisse in Innsbrud und Kolmar hinwies. In tiefschürfenden Ausführungen sprach sodann Prof. Giera ch- Reichenberg über„ Volfstum und Schutzarbeit". Admiral Seebohm erstattete sodann den Jahresbericht, der Zeugnis ablegte von dem großen Fortschritt, den die * Bürgermeister Rechthien- Bilbel ist am vergangenen Montag offiziell zum Kreisdirektor des Kreises Friedberg ernannt worden. Ein seit längerer Zeit umherschwirrendes Gerücht hat somit seine Bestätigung gefunden. Bürgermeister Rechthien wird sein neues Amt am 1. Juli d. J. antreten. 2 Millionen betrugen die Ausgaben des Vereins. Sehr erfolgreich haben sich für die Ausbringung der Mittel die Werbewochen erwiesen. Auch die kurzen Berichte über die einzelnen Landesverbände zeigen rege Arbeit. Für uns Hessen war es dabei eine Genugtuung, daß festgestellt wurde, daß das kleine Hessen seiner Größe nach einer der kleinsten Landesverbände, nach Mitteln, die es aufbrachte, an 11. Stelle, dicht hinter den großen Landesverbänden rangiert, und daß die Zusammenarbeit zwischen Landesregierung und V. D. A. gerade in Hessen mustergültig sei. An dieser Einstellung wird der 2. V. Hessen auch in Zukunft unverrückt festhalten. Nunmehr famen die auslandsdeutschen Redner zu Wort: Bischof Teutsch- Hermann stadt überbrachte die Grüße des Zentralvorstandes des GustavAdolf- Vereins. Die Gedanken der Auslandsdeutschen gehören dem V. D. A., so lange ihm die Herzen der Millionen Mitglieder entgegenschlagen. Superintendent Schaffnit- Amerika übermittelte die Grüße der Deutschamerikaner und gab einen Ueberblick über das Wiedererwachen des Deutschtums in den U. S. A. Die vierjährige Tätigkeit von Direktor Treut( ein Büdinger!) habe zur Reorganisation des deutschen Vereinswesens geführt und müsse unbedingt fortgesetzt werden. DomHerr Dr. Huber- Dedenburg wies in begeisterten Worten auf die Gefahren hin, die dem deutschen Volksfum vor allen anderen Völkern infolge seiner geographischen Lage drohten und umriß die Aufgabe des V. D. A. dahin, die deutschen Seelen im Ausland, die dem Untergang geweiht seien, zu retten. Friedberg. Ihr 100jähriges Geschäftsjubiläum feierte am 6. Juni das angesehene Manufakturwaren- und Konfektionsgeschäft J: Hirsch. Der jetzige Inhaber L. Hirsch ist Stadtverordneter, Handelskammermitglied und Handelsrichter. Darmstadt. Am 23. Juni hält der Landesverein vom Roten Kreuz in der Vereinigten Gesellschaft in Darmstadt seine Hauptversammlung ab. Direktor Dr. Treut, mit großem Beifall begrüßt, berichtete über seine amerikanische Tätigkeit und verlangte ausdrücklichst, daß die V. D. A.- Arbeit alle Schichten des Volkes durchdringen müsse; Gewinnung der Arbeiter, Handwerker und Gewerbetreibenden und der Volksschuljugend müsse die Aufgabe des V. D. A. jetzt sein. Seine Ausführungen wurden nachdrücklichst unterstrichen von Regierungspräsident Dr. Grü- ner- Magdeburg, der gerade in Hinsicht auf die Erfassung aller Volksschichten eine Revision des Arbeitsprogramms des V. D. A. verlangte. von Witzleben- Bayern dankte AdHerborn. Herr Heinrich Schmidt von hier stürzte vom Scheunenboden seines Hauses und erlitt so schwere Verlegungen, daß er kurz darnach gestorbenen ist. miral Seebohm für seine Tätigkeit. Als Tagungsort der nächsten Hauptversammlung wird der Hauptvorstand einen Ort an der ,, Waterkante" vorschlagen, Kiel und Stralsund bitten mit warmen Worten um den Besuch des V. D. A. Sodann werden eine Anzahl Mitglieder des Hauptausschusses neu gewählt, aus Hessen gesellen sich in Zukunft zu Frau Dr. Köpfe Frau Goldschmidt Seeheim( auf Vorschlag der Berliner Leitung) und der um die Voltstumsarbeit sehr verdiente Dr. König Gie ßen, für die Schulgruppenverbände wurden u. a. neu gewählt: Prof. Dr. Breidenbach und Dr. Weigand Darmstadt. Ehe nun zur Wahl des Vorsitzenden geschritten wurde, erklärte Minister a. D. Dr. Külz, daß er mit Rücksicht auf die Vertretersizung und die dabei zum Ausdruck gekommenen Erwägungen von seiner Kandidatur zurücktrete. Er betonte in seinen, von außergewöhnlich starkem Beifall aufgenommenen, auf hohem Niveau stehenden Ausführungen, auch ein Mann, der im politischen Leben stehe, könne in erster Linie deutsch sein. Da aber die Möglichkeit bestehe, daß bei einer Abstimmung politische Gesichtspunkte maßgebend sein könnten, bitte er, von seiner Wahl abzusehen, und wünscht dem V. D. A. unter seinem neuen Vorsitzenden eine segensreiche Weiterentwicklung. Da eine weitere Kandidatur nicht vorlag, schlug der Vorsitzende, Eyz. Groß- Wien, die Wahl des zweiten Kandidaten, des Gesandten von dem Bussche vor, die dann erfolgte. Am Nachmittag des 26. 5. gab der V. D. A.' einen Pressetee, bei dem Lektor Matras- Wien über„ Schußarbeit in Desterreich", Ayel de Vries über„ Der Nordosten" und Abg. Brandsch Hermannstadt über„ Der Südosten" sprachen. Am gleichen Abend empfing die Stadt Gmunden die Pressevertrerer, wobei der neue 1. Vorsitzende, Herr von dem Bussche, sich den Anwesenden vorstellte und der Stadt Gmunden für den Empfang dankte. Gleichzeitig fand der Begrüßungsabend des Deutschen Schulvereins Südmark und ein Begrüßungsabend der Studenten statt. Die für den Samstagsabend weiterhin ge planten Begrüßungsabende der Landesverbände in den Unterkunftsbezirken der Jugend mußten, da sie alle im Freien stattfinden sollten, wegen des Regens ausfallen. Schluß folgt. Nach der Halbzeit set Bis nach 20 Minuten v halten werden. Durch ei dhaft erzielte Sprendling lingen fiel einige Min Die 2. Mannschaft Das Resultat 5: 2 für 2 ! Krez II. als Verteidiger Die Alten Herren m ftiges Resultat erzielen: Die 1. Jugend unt Jugend des VfB. Kurhe Das Resultat besagt ga einer ganz unmöglichen Die 1. Jugend in Alsdorf, Kreis Aachen. Aachen gespielt werden. am Samstag Abend du Ikannt) abzusagen. Die zur Halbzeit führten sie ten die Alsdorfer ein gl auch gehalten werden f Die Aufnahme in S ten dort recht freundlic Alsdorfer wollen nächste BIB. Gief Die durch 3 Mann Giezen beim VfB. Da bands: und feines G Sportlichkeiten hätten On Samstag: Argentinie Sonntag: Deutschland Schwarzweiß Essen GSV. Barmen- T Alemannia Aachen Arminia Bielefeld Spandauer SV.- Sp. Vg. Griesheim VfL. Neu- Isenburg Schwaben Ulm Fortuna Magdeburg no Amsterdam, 3. J deutschen Niederlage einen Sieg unserer La das, was man jetzt au manden für möglich einer Schlappe des b einent Debacle für de weit über 40 000 3usd chen Schlachtenbumm wetter wurde der Kam feits mit verbissener 2 Kampf, der ein durcha tand der des Gegners ihrer Entschuldigung ge Raffinement in der Un Spieler des Gegners au einem olypischen Komp Spieler mußten vom Bause ließ sich der deu Spieler der Südamerita lich anzugreifen und u Anhänger Uruguays m Schluß des Kampfes ta zwischen Hofmann- Meer hatte, und dem Urugu hamed- Aegypten, de fein Amt all zu Schwer vom Feld. Das Lorergebnis i geschehen zu machen, al weiten Salbzeit, als fie Str. 46. Die Darbie: Interesse auj ammengestellten eiche Abwechse ens der Zuhörer Die Vereine gut chaus gewachsen Direttion und Danft. 7. rch Einzeldienst Der Urlaub für neinen Brauch", hat. Das Ge zahlt. Der Ar clust. Nach all rlaub befindliche en mit erledigt. hat der Arbeit zahlen, wenn er ein Angestellter ür jeden Monat Ausscheiden ein nspruchen. caftfahrer.( 3ur ußische Handels Die Polizeibehör raftfahrer wegen en erhalten, den der Zulassungs ift werden kann, e der Verkehrs Sern. 1. über ist, muß lei Der Blüten durch 3 an allen Spät mäßig bis schlecht nen besseren Be herrschte.- Das uch die Sommer Wiesen macht sich kbar, während in ichses besteht. Der 의 ; die Besitzer von Kreisdirektor des ängerer Zeit um itigung gefunden. am 1. Juli d. J Siläum feierte am und Konfektions Hirsch ist Stadt ndelsrichter. Landesverein vom in Darmstadt seine hier stürzte vom were Verlegungen ungsort der nä nd einen Ort Isund bitten Sodann werd new gewählt, a pke Frau Gold Ter Leitung) un König- Gie .a. neu gewählt: and- Darmstadt hritten wurde, er t Rücksicht auf d * gekommenen Gr te. Er betonte in II aufgenommenek 1, auch ein Mann erster Linie deutig bei einer Abstim sein könnten, bitte dem V. D. A. unter Weiterentwidlung lug der Vorsitzende andidaten, des Ge erfolgte. D. A.'einen Preffe er ,, Schuharbeit i Cordosten" und Abs often" sprachen. den die Preffever r von dem Bus ot Gmunden für de egrüßungsabend de Begrüßungsabend de abend weiterhin g Sände in den Unte alle im Freien fa Whittwoch, den 6. Juni 1928. Fußball. V. f. B. Gießen. " ,, Gießener Zeitung" Turnen, Sport und Spiel. FV. Sprendlingen Liga Liga 3: 1( 1: 1), 2. - Lich 1. 5: 2( 2: 0) 1. Jugend - VfB.-K. Marburg 1. Jgd. 0: 8, BfB. Wetter A. H. Alte Herren 1:10. Am vergangenen Sonntag weilte die Ligamannschaft in Sprendlingen und verlor in der Ausstellung: Bingel; Schneider, Schneider; Bergener, Hausrath, Wagner; Lehrmund, Schäfer, Wilhelmi, Balser, Grünewald 1: 3. Die Aufstellung besagt vieles. Grünewald als Reisebe: gleiter sprang als Rechtsaußen ein. Böttiger und Mittelläufer Henrichs fehlten. Kreß II. zog es vor, trok angeblicher Fußballverletzung auf hiesigem Platz in der 2. Mannschaft zu spielen. Wenn man bedenkt, daß die Liga mit 4 Mann Ersatz spielte, so ist das erzielte Resultat als ein noch gutes anzusprechen. Es geht also auch ohne sogenannte Kanonen. Das Spiel an und für sich war verteilt. Die VfB.- Mannschaft kämpfte mit aller Energie. Das 1. Tor für Sprendlingen war ein Selbsttor, hervorgerufen durch einen Fehler in der Verteidigung. Balser glich 10 Minuten vor Halbzeit aus. Halbzeit: 1: 1. Nach der Halbzeit setzte beiderseits wieder flottes Tempo ein. Bis nach 20 Minuten vor Schluß konnte das Resultat 1: 1 ge halten werden. Durch ein Mißverständnis bei der VfB.- Mannschaft erzielte Sprendlingen ein 2. Tor. Das 3. Tor für Sprend lingen fiel einige Minuten später. Die 2. Mannschaft spielte auf hiesigem Platz gegen Lich 1. Das Resultat 5: 2 für VfB. ist nicht so hoch zu bewerten, da Kreß II. als Verteidiger mitspielte. Kreis- Turn- und Sporttag am 17. Juni. Vorrunde der Fußballer. Ehringshausen Niedergirmes 2: 2( nach zweim. Verl.), Edingen Holzhausen 4: 1, Oberbiel Hermannstein 3: 1, Braunfels Steindorf( Letzterer nicht angetreten), Ulm Lissenberg 2: 7, Burgholms Biskirchen 10: 1, Azlar Nauborn - Sportv. Weglar 2: 4, Werdorf 1: 3. Die erste Etappe der Fußballrunde zum Kreis- Turn- und Sporttag am 17. Juni in Weylar ist zurückgelegt. Hartnädig fämpften Ehringshausen und Niedergirmes. Bei Halbzeit lagen die Gäste noch 2: 0 in Führung, dann gelingt es Ehringshausen auszugleichen. Die erste Verlängerung brachte keine Verschiebung des Resultates. Auch in der zweiten Verlängerung gelang es keiner Partei, noch einen Erfolg zu erzielen. Ein gütiger Regen machte dem Ringen ein Ende. Edingen siegte unerwartet gegen Holzhausen, die zur Zeit eine Schwächeperiode durchmachen. In Braunfels trafen sich Hermannstein und Oberbiel. Zwei Vereine, die noch an Technik lernen müssen, sonst aber sehr an= ständig spielten. Das Resultat 3: 1 für Oberbiel ist nur ein Gradmesser für Glücksmomente gewesen. Die Mannschaften sind sich ebenbürtig. Leider mußte der Torhüter von Oberbiel 8 Min. vor Schluß ausscheiden, da er im Fallen noch einen unbeabsichtigten Tritt in den Rücken erhielt und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Hoffentlich kann der sympathische Tormann bald wieder sein Tor hüten. Braunfels selbst kommt durch das Nichtantreten Steindorfs billig in die Zwischenrunde. Ein Spiel das mit 10: 1 Toren ausfiel, lieferten sich BurgDie Alten Herren weilten in Wetter und kongten ein gün- solms und Biskirchen, zwei alte Rivalen, die schon oft abwechselnd stiges Resultat erzielen: 10: 1 für VfB. Die 1. Jugend unterlag auf eigenem Plage der gleichen Jugend des VfB. Kurhessen Marburg mit nicht weniger als 0: 8. Das Resultat besagt garnichts, da die 1. Jugend des VfB. in einer ganz unmöglichen Aufstellung spielte. Die 1. Jugend in alter Aufstellung weilte Pfingsten in Alsdorf, Kreis Aachen. Ursprünglich sollte auch noch gegen VfB. Aachen gespielt werden. Jedoch zog es VfB. Aachen vor, noch am Samstag Abend durch Telegramm( Grund bis jetzt unbetannt) abzusagen. Die Jugend spielte gegen Alsdarf 2: 2. Bis zur Halbzeit führten sie 2: 0. Durch ein Mißverständnis erzielten die Alsdorfer ein glattes Abseitstor, das Ausgleichstor hätte auch gehalten werden können. Die Aufnahme in Alsdorf war die denkbar beste und konnten dort recht freundliche Beziehungen angeknüpft werden. Die Alsdorfer wollen nächstes Jahr Ostern das Rüdspiel liefern. BfB. Gießen 2.- VfR. Lich 1. 5: 2. - Die durch 3 Mann Ersaz geschwächte Licher Ersie weilte in Gießen beim VfB. Das Spiel teu den Stempel eines Berbands= und keines Gesellschaftsspieles und manche unfeine Sportlichkeiten hätten sehr gut auch unterlassen werden können. * Oympia- Fußball- Turnier. - Samstag: Argentinien Belgien 6: 3( 3: 2) Sonntag: Deutschland Uruguay 1: 4( 0: 2) Schwarzweiß Essen SSV. Barmen Alemannia Aachen Arminia Bielefeld Westdeutschland. Chemnizer BC( Sa) 3: 5 Turu Düsseldorf 6: 3 Preußen Krefeld 4: 3 Duisburg 99 0: 1 - - Spandauer SV.-Ten.- Borussia Berlin 3: 1 Sp. Vg. Griesheim 02 Eintracht Frankfurt 4: 3 VfL. Neu- Isenburg- FSV. Frankfurt 3: 1 Schwaben Ulm 1. FC. Nürnberg 0: 6 Fortuna Magdeburg - Sp. Vg. Fürth( Sa) 1: 7 um den Sieg rangen. Biskirchen tritt zu diesem Kampf leider nur mit 9 Mann an, so daß von vornherein ein kleines Plus für Burgsolms erkennbar war. Auf dem fast fertigen Platz, der unendlich viel Mühe, Arbeit und Geld gekostet hat, fanden sich die von der Heilquelle schwer zusammen. Das erste Tor resultiert von einem Freistoß für Biskirchen wegen zu langem Laufens des Tormann. Dies gab Mut, und man konnte feststellen, daß Biskirchen trotz seiner 9 Mann recht gut aufkam. Aber nun besannen sich auch die Leute von der Georghütte und drückten aufs Tempo. Bis zur Halbzeit, es wurde inzwischen schon sehr warm, gelang es ihnen, 3 Tore aufzuholen. Der Tormann, der unglücklich fiel( er spielte zum ersten Male) schied aus, so daß die Gäste nur noch 8 Mann zur Stelle hatten. Es ist begreiflich, daß sich diese nicht mehr gegen die 11 des Plazvereins durchsehen konnten. In regelmäßigen Abständen mußte der Ersatztorhüter hinter sich greifen. Mit beachtenswerter sportlicher Einstellung nahm der Besiegte das Resultat, das durch besondere mißliche Umstände hervorgerufen wurde, hin, wie auch der Schiri, Herr Klier, sich nur lobend über das Benehmen beider Mannschaf= ten aussprechen konnte. In Biskirchen stießen Ulm und Lissenberg aufeinander. Zwei Gegner, die um das Prestige der Bürgermeisterei Ulm kämpften. Lissenberg, als die technisch reifere Mannschaft siegte hoch mit 7: 2. Lissenberg wird seinem Gegner in der Zwischenrunde eine harte Nuß zu fnacken geben. In Aßlar gab es eine Ueberraschung. Die heimische Elf ließ mit 4: 2 Toren den Weglarern Sieg und Beteiligung zur Zwischenrunde. Werdorf gab Nauborn mit 3: 1 das Nachsehen und wird am kommenden Sonntag beweisen müssen, ob die Spielstärke eine stetige ist. Ueber die ganze Veranstaltung wird in nächster Nummer dieser Zeitung ausführlich berichtet. Auch das noch Die am Sonntag beim Spiel Deutschland- Uruguay ausgeschlos= senen Spieler Kalb- Nürnberg, Hofmann- Meerane und NasazziUruguay sind vom Schiedsrichter des Kampfes Jusuff MohamedAegypten, der Jury der Fifa zur Anzeige gebracht worden. Deutschland geschlagen. Uruguay siegt 4: 1( 2: 0) nach einem mörderischen, mit äußerster Härte geführten Kampf. Amsterdam, 3. Juni( Drahtber.) Man hatte mit einer deutschen Niederlage gerechnet, ebenso, wie man auch einen Sieg unserer Landsleute für möglich gehalten hatte. Aber das, was man jetzt aus Amsterdam berichten muß, war von niemanden für möglich gehalten worden. Es ist nicht nur von Des Deutſcher einer Schlappe des deutschen Fußballs, sondern vor allem von einem Debacle für den Fußballsport überhaupt zu melden. Vor weit über 40 000 Zuschauern, darunter wieder etwa 10 000 deutschen Schlachtenbummlern, und bei prachtvollem Frühlings wetter wurde der Kampf Deutschland- Uruguay zu einem beiderseits mit verbissener Wut, mit nie gesehener Härte geführten Kampf, der ein durchaus trauriges Erlebnis war. Unsere Elf stand der des Gegners an Härte nicht nach, aber es muß zu ihrer Entschuldigung gesagt werden, daß sie nicht mit gleichem Raffinement in der Unfairneß, mit gleich offenkundiger Absicht, Spieler des Gegners außer Gefecht zu setzen, kämpfte. Was bei einem olypischen Kampf nicht vorkommen dürfte, geschah: drei Spieler mußten vom Felde verwiesen werden. Kurz vor der Pause ließ sich der deutsche Mittelläufer dazu hinreißen, einen Spieler der Südamerikaner, der gerade nicht am Ball war, tätlich anzugreifen und unter einem Höllenlärm der anwesenden Anhänger Uruguays mußte der Deutsche vom Plaz. Kurz vor Schluß des Kampfes kam es dann noch zu einem Zusammenstoß zwischen Hofmann- Meerane, auf den man es besonders abgesehen hatte, und dem Uruguay- Verteidiger Nasazzi. Jussuf Mohamed Aegypten, der strenge Leiter des Spieles, dem man sein Amt all zu schwer machte, stellte daraufhin beide Spieler Dom Feld. Das Torergebnis ist eindeutig, die Niederlage ist nicht ungeschehen zu machen, aber die deutsche Mannschaft hat in der weiten Halbzeit, als sie nur mit 10 Mann spielte, bewiesen, daß fie mit Kalb, also mit ihrem besten Mann, den Kampf noch für sich hätte entscheiden können. Wohl war der Gegner technisch besser, raffinierter und wendiger, aber dafür arbeiteten die Deutschen mit gößerem Fleiß, mit flügerer Taktik. Der Kräfteunterschied war bei weitem nicht so groß, als das Ergebnis besagt. In der ersten Halbzeit spielte allerdings der deutsche Angriff schwächer, als man erwartete. Es wurde zuviel auf eigene Faust und zu nervös geschafft. Läuferreihe und Verteidigung waren in dieser, wie auch in der zweiten Spielhälfte auf der Höhe ihres Könnens. Als in der zweiten Halbzeit Leinberger für Kalb Mittelläufer und Hornauer linker Läufer spielte, war der Angriff mit nur vier Mann besser, als in der ersten Halbzeit. Der Kampf konnte jetzt durchweg offen, zeitweise sogar überlegen gestaltet werden. Aber das Ergebnis ließ sich nicht mehr ändern. Schon in der ersten Halbzeit spielte sich der Kampf meist im Mittelfeld ab. Der erste Treffer für Uruguay fiel in der 35. Minute durch einen Meisterschuß des Mittelstürmers Petrone. Wenig später mußte Kalb den Platz verlassen. Während die deutschen Spieler noch völlig bestürzt waren, schoß der Rechtsaußen Urdinaran bereits den Strasstoß ein. In der Mitte der zweiten Halbzeit fiel durch Castor der dritte Treffer. Ein Freistoß für Deutschland wurde in der 32. Minute von Leinberger zu Hofmann- Meerane gegeben und dieser erzielte das Ehrentor für Deutschland. Der Kampf artete jetzt in eine wüste Rauferei aus. Uruguay kam durch Petrone noch zu einem vierten Tor, Hofmann und Nazazzi mußten vom Platz und dann kam endlich das Ende. Die deutsche Elf spielte in folgender Aufstellung: Stuhlfauth; Beier, Weber; Knöpfle, Kalb, Leinberger; Albrecht, Hornauer, Pöttinger, Hofmann- Meerane, Hoffmann- München. Nr. 46. Handball und Leichtathletik. SpVg. 1900 Gießen 1.-M. TV. Gießen 1. 0: 3( 0: 1). Die Rivalität zwischen Turner- und Sportlerhandball sollte durch dieses Spiel zwischen den beiden Gießener Spitzenmannschaften erstmalig am Samstag Abend beiseite gestellt werden. Dieses löbliche Unternehmen hatte unter den Handballfreunden lebhaftes Interesse erweckt und mehrere Hundert Zuschauer auf den 1900er- Platz geführt. Man wurde enttäuscht. Wenn die 1900er glaubten, mit der Mannschaft gegen die sehr guten Turner bestehen zu können, hatten sie sich sehr geirrt. Vier ,, Kanonen" waren mit Rücksicht auf die leichtathletischen Wetttämpfe am nächsten Tage nicht in der Mannschaft angetreten, der Ersatz ein unschönes Wort- machte die Mannschaft um eine Klasse schlechter. Das Spiel zeigte schon nach wenigen Minuten die technische Ueberlegenheit der Turner. Trotzdem können die 1900er, deren Läuferreihe mit in die Verteidigung gegangen war, ihr Heiligtum noch sauber halten. Das Feldspiel litt sehr darunter, der Sturm pendelte allein im Feld herum und mußte sich, auf gelegentliche Durchbrüche beschränken. Vier Minuten, vor Halbzeit fällt das erste Tor für den M. TV. Nach Wiederbeginn scheint es, als wolle 1900 das Spiel offen halten, aber wenige Minuten später drückten die M. TV.er wieder gewaltig. Die 7. Minute der zweiten Halbzeit brachte den Turnern noch einen Erfolg, so daß das Spiel mit 3: 0 verdient für die Turner ge= wonnen war. Bei den Turnern erfreuten der schnelle Innensturm und die prächtige Verteidigung und das gute Abdeckungsspiel. Verwirrend war der Regelunterschied, denn es wurde nach den Regeln der D. S. B. gespielt. Die 1900er, deren Hintermannschaft durch manchmal gute Einzelleistungen eine höhere Niederlage verhindert hat, bedürfen eines viel besseren Sturmes und Läufferreihe um beim Rückspiel die Scharte auszumerzen. * Süddeutschlands Handballmeister, der SV. 98 Darmstadt, schlug in Darmstadt zweimal den westdeutschen Meister VfB. 08 Aachen, und zwar am Samstag, mit 10: 6 und am Sonntag mit 12: 1 Treffern. 7. Nationale leichtathletsche Wettkämpfe der Spielvereinigung 1900 Gießen. Den gestrigen Sonntag hatten sich viele Vereine im Reich zur Austragung leichtathletischer Wettkämpfe auserkoren. Die dadurch entstehenden Schwierigkeiten für jeden dieser Veranstal= ter lag darin, die ausgeschriebenen Konkurrenzen gut zu besetzen. Dieser Schwierigkeiten ist die SpVg. 1900 nach viel Arbeit und unter manchen finanziellen Opfern Herr geworden und vermochte einschl. einer Reihe Nachmeldungen 21 Vereine auf die Kampfbahn zu führen. Es ist nur einer der gemeldeten Vereine ausgefallen und zwar der Sportclub 1900-02 Roblenz, der durch Postkarte am Sonntag Mittag latonisch seine 14 gemeldeten Teilnehmer zurückzog. Vertreten waren folgende Orte: Altendiez, Barmen( Schwarzweiß), Dortmund( Schröder), Essen( Sp. Vg. 1899), Frankenberg, Frankfurt a. M.( FSB. und Sp. C. 1880), Gießen( VfB. und 1900), Grünberg, Kassel( VfL. HessenPreußen), München- Gladbach( SC.), Offenbach( BC. 1899 und Riders), Siegen( Sportfreunde), Sinn, Weilburg, Wissen( Obe= lode), Wetzlar( W. SpV.), Dillenburg, Betzdorf( Jugend 06).. Der Distuswerfer Hofmann( Olympiakandidat) war leider, wie sein Kollege, der Langstreckenläufer Gerhardt- Weilburg, verhindert, somit blieben vier Olympiakandidaten übrig: Schröder ( Kugelstoßen), Schaurig, Walpert und Reichmann( Mittel- und Langstreckenläufer), die teilnahmen. - Man sieht, der gebotene Sport mußte ein beachtliches Niveau aufweisen können. Er tat es- umso mehr als die übrigen Wettkämpfer, unter ihnen Obelode, Paul und Kaufmann alles Mannen von gutem Klang- sich tadellos in den Rahmen des Ganzen einfügten. Mit Genugtuung und Dank darf auch die Sportpresse da von Kenntnis nehmen, daß die Stadtverwaltung der Stadt Gie ßen für unseren bürgerlichen Sport im Gegensatz zum Hochschulsport, Interesse gewinnt. Ein Pokal als Ehrenpreis der Stadt Gießen winkte dem Sieger in der Olympischen Staffel. Die Kasseler Hessen- Preußen konnten ihn mit Hilfe der beiden Olym= piamänner Schaurig und Walpert erringen. Es wurde mithin etwas geboten. Dafür, daß der Besuch von Zuschauern hätte viel besser sein dürfen, kann man den Veranstalter nicht verantwortlich machen, der ein übriges getan hatte, und unter schattigem 3elt mit Speise und Trank aufwarten fonte, vielmehr dürfte eine Nachbarveranstaltung auf dem Trieb und dann der prächtige Sommertag auf den erwarteten Zuspruch hemmend eingewirkt haben. Aber darum war der Besuch nicht etwa schlecht. Die Anfänger- Konkurrenzen sahen eine junge Hoffnung der Spielog. 1900 zweimal siegreich, Petersson, der den 100- MeterLauf in 11,9 Set. und den Diskus beidarmig mit 60,77 m für sich gewann. In der 4 mal 100 m Anfängerstaffel mußten sich die 1900er von Schwarz- Weiß Barmen und BC. 99 Offenbach geschlagen bekennen. Unter den Junioren ragt in Gießen Peters- 1900 als Mittelläufer besonders hervor, der in gutem Stil die 800 m Junioren in 2: 03,9 Min. gewinnen konnte. Die 200- m- Strecke blieb Pfeiffer- Siegen wie vor einigen Wochen in Weilburg, auch hier vorbehalten. An Blums( SC. 80 Frankfurt) können im 400m- Lauf tann niemand heran, er schaffte es auf der lockeren Bahn in 53,9 Set. Den Weitsprung der Junioren gewann Maus1900, um den zweiten Platz mußten Gork- 1900 und Jüngst- Siegen stechen. 47,70 Meter Speerwerfen ist für einen Junior eine beachtliche Leistung. Hubert- Siegen gewann dadurch diese Konkurrenz. Die 4 mal 400- m- Staffel der Junioren sah die 1900er vor Schwarz- Weiß Barmen siegreich. Alles in allem hat die Spielvereinigung 1900 in diesen Konkurrenzen bewiesen, daß ihre jungen Kräfte gut sind. 5 erste, 4 zweite und 2 dritte Siege brachten den Hiesigen die Anfänger- u. Juniorenkämpfe. Mittwoch, den 6. Juni 1928. „ Gießener Zeitung" m; 3. Sobottfa- Hessen Preußen Kassel 1,52 m. Distus beidarmig: 1. Petersson- 1900 60,77 m; 2. Hubert- Sportfreunde Siegen 58,59 m; 3. Sobottka Kassel 49,32 m. Nr. 46. Schwarz- Weiß Barmen 3,52,9 m; 3. FSV. Frankf. 3,55,0 m. ( Hessen- Preußen mit Schaurig, Sobotka, Alpermann, Walpert.) Die offen ausgeschriebenen Kämpfe riefen natürlich Kräfte| Hochsprung: 1. Stern- Barmen 1,59 m; 2. Schwan- Barmen 1,59| Olympische Staffel: 1. Hessen- Preußen Kassel 3,47,9 m; 2. in die Schranken, denen die Gießener nur schwer standhalten fonnten. Die 100 m konnte Esser- München- Gladbach gewinnen. Aus dem Fußballsport hervorgegangen, ist er gut verlangter Sprinter. Er lief die 100 m in 11,5 Gef.( bei guter Bahn hätte es bedeutend weniger sein können). Die 200 m schaffte der Olympiakandidat aus Kassel, Schaurig, in 23,3 Set. Drei klangvolle Namen stehen auf den drei ersten Plätzen bei 1500- m- Lauf: Walpert( 4,25,2), Kaufmann( 4,24,5) und Reichmann( 4,26,1). Der westdeutsche Waldlaufmeister für 1928, Obelode- Wissen, holte sich die 5000 m in 16,15,4 Min., gefolgt von Paul- Siegen. Mit 6,67 m fiel der 1. Preis im Weitsprung an Harz, Hessen 11 Frankenberg. Schröder- Dortmund ließ sich mit 14,66 m das Kugelstoßen nicht nehmen. Der VfB.er Mohl, aus dem anscheinend noch mehr herauszuholen ist, erfreute die Gießener mit einem Diskuswurf von 33,46 m, er blieb Erster mit diesem irf. Einen scharfen Kampf lieferten sich die 1900er mit dem SC. 80 Frankfurt um die 4 mal 100- m- Staffel. Der Verteidiger des Wanderpreises, Essener Sportverein 99, fiel in diesem Rennen ganz ab. Hätte der Stabwechsel bei 1900 besser geklappt... mer weiß, ob nicht 1900 die schnelleren gewesen wären. Wie schon weiter oben bemerkt, bliebt die Olympische Staffel den Hessen- Preußen Kassel vorbehalten. Der Dreikampf mußte dieses Mal fast mit der Logarithmentafel ausgerechnet werden, so nahe lagen die beiden besten, Esser- M.- Gladbach und Petersen- 1900 zusammen; mit 0,43 Punkten blieb Esser der erste. Alles in allem wickelten sich die Kämpfe glatt ab. Das einzige, was auffallen mußte, war die schwache Beteiligung der Vereine und Sportler aus der nächsten Umgebung. Wir suchen vergebens nach der unerklärlichen Veranlassung zu diesem Fernbleiben. Hoffentlich nutzen die verehrl. Vereine diese so solten gebotene Gelegenheit im nächsten Jahre reichlich aus. Ergbnisse: A. Anfänger. 100 m: 1. Petersson- 1900 11,9 Gef.; 2. Stern- Schwarz- Weiß Barmen 12,0 Sef.; 3. Schwab- 1900 12,1 Gef. 4 mal 100 m: 1. Schwarz- Weiß Barmen 47,2 Gef.; 2. BC. 99Offenbach 47,5 Sef.; 3. 1900- Gießen 47,7 Sek. B. Junioren. 200 m: 1. Pfeiffer- Sportfr. Siegen 24,9 Sef.; 2. D. Müller- 1900 Gießen 25 Sek.; 3. Groß- Barmen 25,2 Sef. 400 m: 1. Blum- SC.80 Frankfurt 53,9 Sek.; Gelbert- 1900 Gießen 55,2 Sef.; 3. Disterberg- Weilburg 60,4 Sef. 800 m: 1. Peters- 1900 Gießen 2,03,9 m; 2. Brandenburg- Altendiez 2,08 m; 3. Alpermann- Kassel 2,09 m. Weitsprung: 1. Mauß- 1900 Gießen 6,13 m; 2. Gorf- 1900 Gießen 5,90 m; 3. Jüngst- Siegen 5,90 m. Speerwerfen: 1. Hubert- Siegen 47,70 m; 2. Langlog- 1900 GieBen 44,99 m; 3. Bayer- München- Gladbach 44,55 m. 4 mal 400 m: 1. 1900 Gießen 3,47 Min.; 2. Schwarz- Weiß Barmen 3,51,1 Min. C. Offen. 100 m: 1. Esser- M.- Gladbach 11,5 Set.; 2. Schmalz- SC. 80 Frankfurt 11,6 Sef.; 3. Freund- Kassel 12 Gef. 200 m: 1. Schaurig- Rassel 23,3 Sef.; 2. Esser- M.- Gladbach 23,8 Sef.; 3. R. Fischer- VfB. Gießen. 1500 m: 1. Walpert- Kassel 4,25,2 Min.; 2. Kaufmann- FSV. Frankfurt 4,25,5 Min.; 3. Reichmann- Siegen 4,26,1 Min. 5000 m: 1. Obelode- Wissen 16,15,4 Min.; Paul- Siegen 16,29 Min.; 3. Klärner- Barmen 16,48 Min. Weitsprung: 1. Harz- Hessen 1911 Frankenberg 6,67 m; 2. EssersM.- Gladbach 6,56 m; 3. Stille- E. Offenbach 6,30 Min. Kugelstoßen: 1. Schröder- Dortmund 14,66 m; 2. Mohl- VfB. Gießen 12, 25 m; 3. Schader- FSV. Frankfurt 11,87 m. Diskuswerfen: 1. Mohl- VfB. Gießen 33,46 m; 2. Bauer- FSV. Frankfurt 32,97 m; 3. Frey- 1900 Gießen 30,84 m. 4 mal 100 m: 1. SC. 80 Frankfurt 46 Sef.; 1900 Gießen 46,4 Sef.; 3. Essener Sporto. 99 48,1 Gef. Hoffmany Er greift nach der richtigen Taffe! Sein Geruchsinn lässt sich nicht täuschen. Der vollwürzige Kaffeeduft hat ihm gleich die Wirksamkeit von Weber's Carlsbader" verraten. Mit offenen Augen hätte ihm auch die verlockende goldbraune Farbe keinen Zweifel darüber gelassen, daß hier die Kaffeebohne mit Weber's Carlsbader" zubereitet wurde. Kostenlose Feuerbestattung Ohne Wartezeit gegen Zahlung mäßiger Monatsbeiträge. Sonder Abt.: Bargeldversicherung bis 2000 mf., auch für Erdbestattung zulässig. Politischu.religiös neutral Rechtsanspruch KeinKirchenaustr. Generalvertretung Für den Bezirk Gießen an organisatorisch und afquisitorisch gewandten Herrn von bekanntem Versicherungsunternehmen z. vergeben. Fachmann aus der Kleiulebens- od. Bestattungsversicherungsbranche bevorzugt. Günstige Tarife, weitgehenste Unterstützung, Direktionsvertrag. Angeb. erbet. unt. d. 925 an Invalidendant, Annoncen-Expedit.Berlin W.9. Berücksichtigt unsere Inserenten Weber's Carlsbader Künftlich. 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In einem 100 KilometerDauerrennen siegte in Paris Erich Möller- Hannover in 1: 21,54,8 Stunden( Bahnrekord) vor Breau, Benoit, Toricelli, Linart, und Schlebaum. * Zwei neue deutsche Weltrekorde gab es beim Leichtathletikfest der„ Tib" Berlin. Die deutsche Olympia- Sprinterstaffel legte in der Besehung Corts- Dr. Wichmann- Houben- Rörnig die 4 mal 100 Meter in 40,8 Gef. zurück und Frl. Lange- Charlottenburg erreichte im Kugelstoßen für Frauen 11,51 Meter. Abendrennen in Frankfurt. Die Stadionbahn veranstaltet am Mittwoch, den 13. Juni, abends, große Dauerrennen die eine gute Besehung haben. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Fahren Sie ein PRESTO Rad, es ist beste Qualität zu billigster Preis! Unübertroffen leicht. Lauf schnittiger Bau, elegante Ausstattung ( auch in geschmackvoller bunter Emaillierung) und gediegenste Ausführung Günstige Zahlungsbedingungen! 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Der Radioamateur nien) berichtet, eine B haben, die in deutscher U Kein Schutz für Italia tion 8,15,10 nördliche 2 Temperatur Nullpunkt( Alle am Leben( Punkt Rufe( Puntt) S( Pun 0( Puntt) S( Puntt) An den Berliner i tretenden Staatssekretä bekannten Ausschreitun dem im Namen der Re te verureilt und auf Der Verwaltungs Sonnabend nach Berli lehnung der beantragt rung Stellung zu nehm der Gesellschaft frei, die anzurufen. Um die Der für gestern fang der Parteiführe Reichstanzler präsen Reichstagsfraktion, S heute wieder aus Köln fozialdemokratischen P wiffe Klärung und C ist ein Zeichen dafü positive Politik betro erste Parteiführer die Franten empfangen. führer nach ihrer F empfangen werden d teien, also die Kon offizielle Auftrag zu dann erteilt werde Kabinetts vorliegt, Die Personenfra Sozialdemokratische dem Reichskanzler d Severing, das Reid das Reichsarbeitsmi setzten Gebiet. Für ding, für das Reichs der Sozialdemokratie Reichsfinanzminister jei nicht tragbar als Affäre engagiert ge tische Kreise den D schieben zu wollen. wie vor Dr. Stresem schaft wie bisher in Reichswehrminister Der Deutsch haben sich die auf de Weingärtner- Bundes auf der Liste des Sa ordneten angeschlosser auf 78 Abgeordnete. Der Abfindung Fürstenhaus f Entgegen mandjen vorlage in der gestrig angenommen. Dagege Mitte, und die Rechte zialdemokraten fehlten trag gefallen und ma dürfen. Explosionsung Kiel, Donnerstag Sperrperjuchstommand bisher ungeklärter U Sprengförper. Auf C. 8" wurden jedhs 11 tödlich, drei weitere E