Nr. 95. "! Nr. 83 HNE eschäl likel un Waren ungel tersport elc. Auswah r chenk eislagen erkstätte : 1928. sbach, Post Her eherbergen zujan eimatlos, e! ruderliebe in de ihnen zur Wei ude zu bereiten! vorstehenden Di 1744 Röln, furt a. M.) K Le NWK wolle te gute Wolle erhältlich rtretung zel zu vergeben. D. 2325 an ogler, Mannheim Zimmer Wohnu mer sofort bezieh u vermieten. VER, GIESSE Steinstrasse 84 Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr.- Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Jahrg. Politische Tagesschau. Die deutsche Delegation für die Völkerbundsratsfizung, die in Lugano stattfindet, verläßt am 7. Dezember Berlin. Den Reichsaußenminister Dr. Stresemann begleiten Staatssekretär von Schubert, Ministerialdirektor Gaus, Geheimrat Weizjäder, Gesandter Freytag und ein Vertreter der Ostabteilung. * Der Reichstag führte die Aussprache über die Not der Landwirtschaft zu Ende und vertagte sich auf 11. Dezember. Die erste Lesung des Haushaltsplanes für 1929 erfolgt erst nach Weihnachten. Die Reichstagsfraktion der Wirtschaftspartei hat an die Reichsregierung eine Anfrage gerichtet, welche Schritte sie gegen die ungesetzlichen Schritte des Ministers Hirtfiefer in der ungerechtfertigten Unterstügung der Ausgesperrten im Eisentonflikt zu tun gedente. * Der deutsche evangelische Kirchenausschuß hat beschlossen, den dritten deutschen evangelischen Kirchentag, die verfassungsmäßige Tagung der obersten Kirchenvertretung des deutschen Brotestantismus, Ende Juni 1930 in Nürnberg abzuhalten. Der Beschluß sämtlicher Gewerkschaften der österreichischen Bostangestellten, in passive Resistenz zu treten, ist Montag Nacht zur Durchführung gelangt. Eine Krisis ist innerhalb der„ Baneuropäischen Union" aus: gebrochen. Der Vorsigende der Union, Graf Coudenhove- Calergi, weigere sich, über die ansehnlichen Mitgliederbeiträge und Spenden Rechnung abzulegen. Er beansprucht das Recht, diese Gelder ohne jede Kontrolle zu verwalten. U. a. hat auch Reichstagspräsident Löbe aus diesen Gründen seinen Austritt er: llärt. * Die französische Kammer nahm das Budget des Kolonial: ministeriums an. Kolonialminister Maginot wies darauf hin, daß die Regierung beabsichtige, die deutschen Naturalleistungen zur Ausbeutung der Kolonien heranzuziehen. Severings Schlichtertätigkeit. Nachdem Reichsinnenminister Severing am Montagabend in Dortmund eine Aussprache mit Generaldirektor D. Vögler von den Vereinigten Stahlwerken gehabt hat, ist er am Diensiag in Essen mit Vertretern des Deutschen Metallarbeiterverbandes und in Duisburg mit den christlichen Metallarbeiterge= werkschaften in Fühlung getreten. Am Dienstagnachmittag fand in Düsseldorf eine Bespre= dung mit dem Arbeitgeberverbande Nordwest statt. Der Innenminister wird daraufhin am Mittwoch nach Berlin zurückkehren. Man nimmt an, daß er im weiteren Verlaufe seiner Prüfungsarbeiten die Parteien nochmals einzeln und später gege= benenfalls gemeinsam zu Besprechungen laden wird. Bei dem großen Umfang des Materials, das ihm von den Parteien über ben gesamten Fragenkomplex( Lohn, Arbeitszeit, Selbstkosten und Erlöse) unterbreitet worden ist, rechnet man damit, daß der Spruch faum vor vierzehn Tagen gefällt werden wird. Dienstagnachmittag fand auch eine Besprechung der freien Gewerkschaften in Essen statt, in der die Richtlinien für die Ver= handlungen mit Severing festgestellt wurden. * Am Die Ankurbelung des rheinisch- westfälischen Industriegebietes erfolgt überall in beschleunigtem Tempo. In den Betrieben der weiterverarbeitenden Industrie sind am Dienstagmorgen insgesamt 80 000 Arbeiter wieder eingestellt worden. Jm Duisbur ger Bezirk konnten bereits am Montagvormittag wieder die gejamten Hochofenanlagen in Gang gesetzt werden. Heute Wahl des österreichischen Präsidenten. Der Beschluß der Sozialdemokraten in letzter Stunde für die Wiederwahl des Bundespräsidenten Hainisch auf eine Amtsdauer von vier Jahren einzutreten, hat sämtliche Voraussagen und Berechnungen für die heutige Präsidentenwahl über den Haufen geworfen. Die Christlichsozialen, völlig überrascht, erflären, daß sie an ihrem Kandidaten, dem christlichsozialen Abgeordneten Miklas, festhalten und gegen Hainisch stimmen würden. Für Hainisch sind zur Stunde die Sozialdemokraten, der Landbund und die Großdeutschen. Wie im Jahre 1920 ist auch diesmal eine Ueberraschung bei den Präsidentenwahlen nicht ausgeschlossen. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postschedionto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M Mittwoch, den 5. Dezember 1928 Hauptverhandlung darf ein Verteidiger bestellt werden. Nach den Bestimmungen des Militärrechts im besetzten Gebiet muß dieser Verteidiger aber ein Franzose sein. Deutsche werden wegen Gefährdung der Staatssicherheit abgelehnt. Wie von unterrichteter Seite mitgeteilt wird, hat die französische Kriminalpolizei in der Angelegenheit auch drei Franzosen verhaftet, darunter einen Offizier. Das ganze Theater, was in Mainz von den Franzosen aufgeführt wird, scheint dazu dienen zu sollen, gewisse Drudmittel gegen die deutschen Richter im jetzt beginnenden Industriespionageprozeß gegen französische Agenten in der Hand zu haben. Der Industriespionageprozeß. Die von dem amtlichen französischen Industrie- und Werksspionagedienst der französischen Sureté( Geheimpolizei) in den Werken Ludwigshafen und Oppau der J. G. Farbenindustrie mit Hilfe deutscher Agenten betriebene Industriespionage, dic der gestern begonnenen Verhandlung gegen die ermittelten Agenten der Sureté zugrunde liegt, dürfte hinsichtlich des Umfanges wie der Größe des angerichteten Schadens und nicht zu= lett hinsichtlich der Gefährdung der deutschen Wirtschaft einer der größten Werksspionagefälle sein, dem man bisher in Deutschland auf die Spur gekommen ist. Hat doch die französische Sureté versucht, durch ihre Agenten in außerordentlich wichtige Gebiete der chemischen Industrie Deutschlands, vor allem in das Hochdruckverfahren, der Kohleverflüssigung und Herstellung des synthetischen Benzins einzudringen. Die französische Industriespionage war am Werke, neue wichtige und erfolgversprechende Betriebsgeheimnisse auf Ge= bieten, die für die deutsche Wirtschaft weittragende Bedeutung haben, auszukundschaften und der französischen Industrie auszuliefern. Die Hauptschuldigen sind die Auftraggeber: Der Leiter der gesamten französischen Werks- und Wirtschaftsspionage im besetzten Gebiet, Nordes in Paris, der bisherige Chef des Spionagedienstes in Ludwigshafen, Kapitän Lauriquet, der Chef der Sureté in Ludwigshafen, Kapitän Joulin, und der Sureté- Beamte Stoessel. Diese Herren genießen den Schuh des Rheinlandabkommens und sind als französische Besagungsangehörige der deutschen Gerichtsbarkeit entzogen. Die auf der Anklagebank sitzenden Deutschen sind ihre Opfer. Der französische Industrie- und Werksspionagedienst hat sie skrupellos für seine Zwecke zum Schaden Deutschlands ausgenutzt. Die Auftraggeber sind in Sicherheit, während die verbrecherische Handlungsweise ihrer Agenten jetzt die gerechte Sühne finden mußt. Ihre Schuld besteht darin, daß sie nicht genügend moralische Widerstandskraft gegen die Verlockungen ihrer Verführer aufbrachten und daß sie aus schnöder Gewinnsucht Verrat übten. Langjames Tempo im hessischen Landtag. Am Montag mit vielen Reden eröffnet, trat der Landtag gestern in seine Arbeit ein. Die Tatsache aber, daß der hessische Landtag in vierstündiger Sizung von der über 70 Punkte um= fassenden Tagesordnung nur drei erledigte, zeigt, daß unendlich viel geredet wurde. Der 1. Beratungspunkt war eine Regierungsvorlage über die Besteuerung des Wandergewerbes. Das Gesetz wird entsprechend den Ausschußbeschlüssen angenommen. Wie in allen früheren Jahren so gibt es dann heftige Auseinandersetzungen über sozialistische und kommunistische Anträge auf Gewährung von Barbeihilfen an Erwerbslose, Sozial-, Invaliden- und Kleinrentner. Schließlich wird ein sozialdemokratischer Antrag angenommen, nach dem an alle Unterstützungsempfänger eine Winterbeihilfe von durchschnittlich 40 Mart gezahlt werden soll. Unglaubliche Zahlen! Für die allgemeine Verwaltung brauchte Deutschland in Reich, Ländern und Gemeinden im Jahre 1913 insgesamt 483,6 Millionen Mark. Jm Rechnungsjahre 1925-26 kostete uns diese Verwaltung 789,4 Millionen Mark. Auf den Kopf der Bevölferung gerechnet, kostete die Verwaltung eines jeden Deutschen 1913 8,34 Mark und 1926 12,65 Mart, was einer Steigerung von 51,1 Prozent entspricht. Es ist nur schade, daß das deutsche Volk nur merkt, daß es 50 Prozent teurer, aber nicht, daß es besser verwaltet wird. die verhafteten Mainzer ohne Rechtsbeistand. Kopf der Bevölkerung. Da aber faſt ausschließlich die deutschen Das Verfahren gegen die wegen angeblicher Spionage berhafteten Deutschen ist so weit abgeschlossen, daß in den nächsten Tagen die Militärstaatsanwaltschaft Anklage auf schwe= ren Einbruchsdiebstahl und militärische Spinonage erheben Der Angeklagten wird während der ganzen Zeit der Un tersuchung kein Rechtsbeistand bewilligt. Erst am Tage der mind. Unser Wohnungswesen fostete uns 1913 nur 33,9 Millionen oder 0,59 Mark auf den Kopf der Bevölkerung. Im Jahre 1926 kostete es uns nach den Angaben des statistischen Jahrbuches 1928 sage und schreibe 1,09 Milliarden oder 17,38 Mark auf den Hausbesitzer die zuletzt genannten Kosten aufbringen müssen und da man annehmen kann, daß jeder zehnte Deutsche Hausbesitzer ist, beträgt deren Anteil an der Aufbringung der Kosten für das Wohnungswesen pro Hausbesitzer über 170 R.-M. jährlich. ( Gießener Tageblati) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. Total 12 Pfg., die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Playvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 96 Warum Reichszuschuß an die Sozialversicherung? Die Ueberspannung der deutschen Sozialversicherung ist be= kannt. Einige Zahlen aus der jüngst erschienenen Ausgabe des statistischen Jahrbuches für das Deutsche Reich 1928 sollen uns ein klares Bild davon geben. Es betrugen die Gesamteinnahmen der deutschen Sozialversicherung 1913 1,55 Milliarden Mark, 1926 dagegen 3,37 Milliarden R.-M. Von dieser Summe entfielen auf Beiträge 2,93 Milliarden, auf Reichszuschuß 208 Millionen und auf Zinsen 229, 6 Millionen Mart. Im Jahre 1913 waren die Bestandteile 1,29 Milliarden Beiträge, 58 Millionen Reichszuschuß und 199 Millionen Zinsen. Der Ueberschuß betrug 1926 über eine halbe Milliarde. Die Frage erhebt sich hier, warum das Reich über 200 Millionen Zuschuß zahlt, trotzdem ein so hoher Ueberschuß erzielt wird. Diese 200 Millionen wür den im Interesse der Wirtschaft viel besser zu Steuersenkungen benutzt. Glückliches Ungarn! In Ungarn wird am 1. Mai 1929 der freie Wohnungsverfehr bei 100prozentiger Friedensmiete wieder eintreten. Der ungarische Ministerpräsident Graf Bethlen erwiderte auf eine sozialistische Interpellation: ,, Der Staat oder die Gemeinde haben nicht die Aufgabe, Wohnungen zu bauen. In der bürgerlichen Gesellschaft und normalem Staatsleben ist eine derartige Sozialisierung unmöglich! Wir müssen auch hier zum Prinzip des Privateigentums zurückkehren. Seit 1918 sind bereits zehn Jahre verflossen, und noch heute sind die im Kriege aufgebauten Schranken gegen Hausbesitz und Privateigentum nicht gänzlich abgebaut. Solange auf diesem Gebiete das Privateigentum nicht hergestellt ist, gibt es keine normalen Zustände". Bericht über die wirtschaftl. Lage des deutschen Handwerks im Monat November 1928. Vom Reichsverband des deutschen Handwerks wird uns ge= schrieben: Im November pflegt der Geschäftsgang des Handwerks stets nachzulassen, vorwiegend beeinflußt durch den Rückgang der Tätigkeit auf dem Baumarkt; andererseits fehlen aber auch noch die Anregungen, die beispielsweise im Dezember in der Regel durch das Weihnachtsgeschäft ausgelöst werden. Auch in diesem Jahre ist die Beschäftigung im Berichtsmonat unter dem Einfluß der Jahreszeit allgemein gesunken und zwar dieses Jahr verstärkt durch den allgemeinen Rückgang der Konjunktur. In den westlichen Kammerbezirken beeinflußte vor allem der Arbeitskampf in der Eisengruppe Nordwest die Lage des Handwerks nachteilig. Abgesehen von dem verringerten Absatz in den Handwerksberufen, der durch die Massenentlassungen be= dingt ist, machen sich auch die Auswirkungen dieses Kampfes durch mangelhafte Belieferung des Handwerks und damit verzögerter Arbeitsleistung im Handwerk unliebsam fühlbar. Jm Bauhandwerk ist trotz der verhältnismäßig günstigen Witterung, die an sich die Möglichkeit einer etwas länger dauernden Tätigkeit gab, eine ziemlich erhebliche Geschäftsstille eingetreten. Lediglich mit einzelnen Bauten für die öffentliche Hand war das Handwerk noch beschäftigt. Von seiten der Industrie und Privatwirtschaft wurden nach Beendigung der im Sommer erteilten Aufträge keine Neuarbeiten vergeben. Für Handwerke, deren Saison vorwiegend in den Berichtsmonat fällt, wie beispielsweise für das Schneiderhandwerk, wirkte die unverhältnismäßig warme Witterung hemmend. Das diesjährige Herbstsaisongeschäft blieb weit hinter dem des Vorjahres zurüd. Gute Beschäftigung meldet von den Saisonhandwerken lediglich das Elektro- Installateurhandwerk, das vor allem durch die Ausdehnung der Lichtreklame zahlreiche Aufträge erhielt. Die an die diesjährige günstige Ernte geknüpften Hoffnungen, daß die Landwirtschaft in größerem Umfange Aufträge erteilen würde, haben sich noch immer nicht erfüllt. Im Gegenteil, die Landwirte beschränken sich in ihrer Auftragserteilung nach wie vor auf die unbedingt erforderlichen Reparaturen. Als Folge der zahllosen Streifs und Aussperrungen hat die Schwarzarbeit im Handwerk außerordentlich zugenommen. Auch die ständige Zunahme der Waren- und Kaufhäuser engt beständig den Absahmarkt des Handwerks weiter ein. Nach Meldung der Kammer Dortmund benutzen die dortigen Konsumvereine die Aussperrung zu einer großzügigen Propaganda in der Presse. Die Lage auf dem Geld- und Kreditmarkt ist weiter äußerst angespannt geblieben. Die Bezahlung der Rechnungen ist denkbar schlecht, selbst von Behörden gehen die Zahlungen nur langsam und stockend ein. Abgesehen von Materialmangel bei den eisenverarbeitenden Gewerben als Folge des Kampfes in der Eisenindustrie werden Schwierigkeiten in der Rohstoff- und Materialbeschaffung nicht gemeldet. Verschiedentlich liegen Berichte über Preissteigerungen für Kohle, Zinn und Zink vor. Außerdem ist eine Erhöhung der Schlachtviehpreise für Schweine eingetreten. Der Arbeitsmarkt hat sich für die meisten Handwerksberufe verschlechtert. Lediglich nach Gold- und Silberschmieden und Elektro- Installateuren bestand eine stärkere Nachfrage. - Nr. 96 Mittwoch, den 5. De Mittwoch, den 5. Dezember 1928. Lokales. Exzellenz Nebel t. Dr. theol. Dr. Ing. h. c. Exz. Karl Ludwig Nebel, früherer Oberkonsistorialpräsident, eine in weitesten Kreisen des Hessenlandes, wie der evangelischen Kirche überhaupt bekannte Persönlichkeit, ist im Alter von über 70 Jahren in Darmstadt gestorben. Er entstammt einer alten hessischen Familie, deren Stammbaum nach Lich in Oberhessen führt und die eine Reihe tüchtiger Geistlicher und Lehrer, wie Historiker hervorbrachte. Seit 1907 zum Präsidenten des Hess. Oberkonsistoriums berufen, das er bis 1922 leitete, hat er sich für die Schaffung einer Anzahl wichtiger Kirchengesetze verdient gemacht, leitete dann mehrere Jahre den historischen Verein, auch iſt ſein Wirken als stellvertretender Vorsitzender des Roten Kreuzes während des Krieges allgemein anerkannt. Ein Herzleiden machte seinem arbeitsreichen Leben ein allseits bedauertes Ende. ** * Von der Landes- Universität. Nach endgültiger Feststellung beträgt die Zahl der Studierenden im laufenden Wintersemester 1550, hierzu kommen 5 Hospitantinnen und 165 Gaſthörer und hörerinnen. Im Wintersemester 1927-28 betrug die Zahl der Studierenden 1473, im Sommersemester 1928 1629. * Offenhalten der Verkaufsläden an den drei Sonntagen vor Weihnachten und Neujahr. Das Polizeiamt teilt mit: Auf Grund des§ 105b Abs. 2 der Reichsgewerbeordnung ist für alle Gewerbezweige des Handelsgewerbes der Gewerbebetrieb in offenen Verkaufsstellen, die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern am Sonntag, den 9. Dezember, am Sonntag, den 16. Dezember, am Sonntag, den 23. Dezember, und am Sonntag, den 30. Dezember 1928, in der Zeit von 12 bis 18 Uhr gestattet. * 17 Gießener Zeitung" stunde und der jugendliche Körper findet darin ein Gegen: gewicht gegen die Sitzschäden. Wie aber steht es mit den Er wachsenen?„ Ich habe keine Zeit zum Turnen," ist mir auf meine diesbezügliche Frage schon oft geantwortet worden. Doch, mein Lieber, Sie haben Zeit dazu, denn ich will Ihnen sagen, wie Sie es machen können, ohne mehr als fünf Minuten Recen ! für die Kranken? Deshalb wird jeder verstehen, daß sich die! Zum Glück gibt es in der Schule noch eine regelmäßige Turn Pflegebefohlenen der Nieder- Ramstädter Anstalten, d. h. mehr als 300 Epileptische und Krüppel, auch auf das Fest der Liebe freuen. Alle haben ihre Weihnachtswünsche, und wir möchten alles tun, die Strahlen der Weihnachtssonne recht voll und hell in das Dunkel ihres Lebens hineinleuchten zu lassen. So bitten wir denn, auch in diesem Jahre die Freunde unseres Liebeswerkes um eine freundliche Weihnachtsspende. Wir sind für jede, auch die kleinste Gabe, aufrichtig dankbar und bitten, sie auf unser Postscheck- Konto( Frankfurt a. M. Nr. 4992, Nieder- Ramstädter Anstalten) einzuzahlen oder zu überweisen. Pfarrer Schneider, Direktor. Eine Turnhalle soll in dem großen Holzschuppen, der seit mehreren Jahren stillgelegten Eisenbahnwerkstätte eingerichtet werden. Ferner ist dort die Anlage von Schießständen für Kleinkalibersport, Kegelbahnen, einen Tennisplay, die Herrichtung von heizbaren Zimmern u. a. m. beabsichtigt. Der kürzlich gegründete Reichsbahn- Turn- und Sportverein Gießen will dort seine Uebungen abhalten. * Die Straßenbahnverhandlungen Gießen- Wieseck sind gescheitert. Bei diesen Straßenbahnverhandlungen mit Wiesed spielte die Frage der Verwertung der Auto- Omnibusse des AutoZweckverbandes Wieseck- Alten- Bused eine besondere Rolle. Die Stadt Gießen ließ erklären, daß sie die Wiesecker Auto- Omnibusse nicht übernehmen könne und daß vom Zeitpunkt der Inbetrieb= nahme der Straßenbahn ab der Wiesecker Autobetrieb stillzu= legen sei, damit die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Straßenbahn nicht beeinträchtigt würden. Wieseck hätte außerdem einen Zuschuß zu den durch die Erweiterung veranlaßten Straßenbahnbaukosten leisten müssen. Wieseck erklärt dazu außerstande zu sein und hat nunmehr einen Vertrag abgeschlossen, nach dem die Hessische Kraftverkehrs- A.- G. Frankfurt den Betrieb der Autolinie Gießen- Wieseck- Alten- Buseck fortführt. Da damit die Wirtschaftschancen einer verlängerten Gießener Straßenbahn nach Wieseck sehr verschlechtert sind, betrachtet die Stadt Gießen die Verhandlungen als gescheitert. * Mit Vorkriegs- Hunderten bezahlt... Ganz schlau hatte es ein trok seiner 23 Jahre schon häufig vorbestrafter Maurer aus Bad Homburg anfangen wollen, als er kein Geld hatte und doch gut leben wollte. Er kaufte bei wenig erfahrenen Leuten, meistens Bauernfrauen in den hessischen Orten um Homburg, ein und bezahlte mit Zwanzig- und HunderimartScheinen, die nur den einen Fehler hatten, daß sie aus der Zeit vor dem Kriege stammten. Zweimal hat er auch aus der Jahreszahl 1908 die Zahl 1928 gemacht. Der Schwindel kam natürlich bald heraus, und das Gießener Schöffengericht verurteilte ihn wegen Münzfälschung und Betrugs zu anderthalb Jahren Gefängnis. * Weihnachtsbitte der Nieder- Ramstädter Anstalten bei Darmstadt, Anstalten für Epileptische und Krüppel. Wieviel bedeutet Weihnachten für die Gesunden? Wievielmehr noch Die Fahrt des Aus Nah und Fern. Lauterbach. Die gesamte Einrichtung des benachbarten Schlosses Eichhof, die bisher Eigentum des verstorbenen Freiherrn von Riedesel- Eisenbach war, kommt Ende dieser Woche in Frankfurt zur öffentlichen Versteigerung. Von besonderem Wert ist die kostbare Bibliothek, die Drucke aus dem 16 bis 18. Jahrhundert von größter Seltenheit aufweist. Nidda. Sonntag fand hier unter sehr starker Beteiligung der evangelischen Kirchengemeinden von Nidda und Umgegend die feierliche Einweihung der in mehrmonatiger Bauarbeit von Grund auf wiederhergestellten evangelischen Kirche der Stadt Nidda statt. Der Superintendent für Oberhessen, Oberfirchenrat Wagner- Gießen, vollzog den feierlichen Weiheakt, die Festpredigt hielt Pfarrer Laut- Nidda. In einer evangelischen Gemeindeversammlung am Nachmittag hielt Prälat D. Dr. Diehl- Darmstadt einen Vortrag über„ Geschichtliches über den Kirchenbau zu Nidda". Mit einem eindrucksvollen liturgischen Gottesdienst am Sonntag abend fand der bedeutsame evangelische Feiertag der Stadt seinen Abschluß. Bingen. Der seit einigen Monaten hier als Spezialarzt für Kopf- und Ohrenleiden tätige Medizinalrat Dr. Richter wurde im Laufe des Sonntags, als er in Köln zu Besuch weilte, durch die dortige Kriminalpolizei wegen Mordverdachts, begangen an einer Krankenschwester, verhaftet.. Rüsselsheim. Umwandlung der Opelwerke in eine A.-G. Letzten Montag ist die Eintragung der Adam Opel A.-G. in das Handelsregister des Amtsgerichts Groß- Gerau erfolgt. Das Grundkapital beträgt 60 Millionen Mark. Als einziges Vorstandsmitglied ist Friz von Opel bestellt. Den Aufsichtsrat bilden Geh. Kommerzienrat Dr. Wilhelm v. Opel, Dr. Friz v. Opel, Hans v. Opel und Frih Jay in Berlin- Wannsee. Das Licht im Dienst des Frankfurter Verkehrslebens. Frankfurt a. M., 4. Dezember. Die vom Frankfurter Verfehrsverein aufgenommenen und betriebenen Vorbereitungen zur Belebung des Frankfurter Verkehrslebens im Weihnachtsmonat sind so weit vorgeschritten, daß nunmehr das folgende mitgeteilt werden kann: An den drei Hauptadventssonntagen. sowie an den ihnen vorangehenden Samstagen, an den beiden Weihnachtsfeiertagen, und an dem sie einleitenden Weihnachtsabend und als Abschluß am Silvesterabend werden der alte herrliche Pfarrturm des Doms, der Römerberg mit Römer und Nicolaikirche, das Roseneck und das Stoltze- Denkmal festlich bestrahlt. Fünf Minuten für die Gesundheit. verbunden mit den dadurch erzwungenen Tiefatmen ist von unendlichem Wert für unsere Gesundheit, für unsere Arbeitsund Leistungsfähigkeit, für die Haltung, die wir den Anforde rungen des Tages entgegenbringen. Von Dr. Annemarie Durand- Wever- Berlin. Wenn das Tier aufwacht, reckt und stre streckt es es sich. Be= dächtig prüft es die Elastizität seiner Glieder, die Stärke seiner Muskeln. Auch das Kleinkind„ turnt" erst einmal in seinem Bettchen, bevor es seine Stimme erhebt, um die Aufmerksamkeit seiner Umgebung auf sich zu lenken. Die Schule zwingt zum frühen Aufstehen, rasch werden die Kleider übergeworfen, die Behaglichkeit des morgendlichen Dehnens geht verloren, und mit ihr ein wichtiges gesundheitliches Moment. Außerordentlicher ster, das während der Nacht immer offen stehen sollte, geschlossetjammlung des W. G Der Bezirk für He außerordentlichen Tagun hen zur Diskussion stehe cine Aenderung des G bietes. Bekanntlich soll cuf der am nächsten G ung gab der Bezirkst Ausdrud, daß er zwar g gitems im W. S. V zu tonkreten Vorschläge de fieren. Das Ergebnis d ines Antrages an die 1929-30 das Spielsyster dem Vorschlag der Ne die folgenden Jahre ab chen Bezirksausschuß e vad den in Hessen- Ha hen Verhältnisse gegeb Wenn Sie des morgens aufwachen, noch bevor das Fensen ist, die Decke zurückschlagen und ein paarmal tief ein- und besonders gründlich ausatmen, damit die Lunge von den Schlacken der Nacht gereinigt wird und den Organen, insbesondere dem Herzen, wieder frischen Sauerstoff zuführen kann, und das kreisende Blut erneuert wird. Dann werden bei lie: gendem Oberkörper die Beine senkrecht in die Luft gestreckt und langsam wieder gesenkt. Jetzt mit anliegenden Armen den Oberkörper langsam aufrichten, während die Beine fest auf den Betten liegen und dann flugs aus dem Bett. Ein paar Rumpfbeugen, ein paar Kniebeugen, immer begleitet von Tiefatmen, und Ihr Körper, gut durchblutet und erfrischt, genießt die mor gendliche Ganzwaschung. Diese kann je nach Geschmack kalt, warm oder heiß sein, darf aber nie als unangenehm empfun den werden; sie hat den Zweck, alle Ermüdungsstoffe aus der Haut zu entfernen, und so den Körper zu entgiften. Auch unter Tags, insbesondere bei sitzenden Berufen, tun ein paar tiefe Atemzüge, immer gefolgt von tiefem Ausatmen, Wunder in bezug auf Erneuerung der geistigen Spannkraft und körperlichen Frische. Wie des morgens, so ist es auch abends vor dem Schlafen gehen wichtig, seinem Körper noch einmal die Wohltat der frischen Luft von innen und außen angedeihen zu lassen. Wer des abends noch einmal geturnt hat, schläft in der Nacht tief und ruhig und wird nicht durch kalte Füße am Einschlafen ver hindert. Schokoladenkuchen bach' ich heuteSchon duftet's in der Küche süß, Das wird ein Fest für kleine Leute Ein frohes Kinder- Paradies Zur Geburtstagsfeier kann man kleine Gäste kaum besser erfreuen als mit Schokoladenkuchen nach folgendem Oetker- Rezept: 250 g Butter, 350 g Zucker, 4 Eier, 500 g Mehl, 1 Päckchen Dr. Oetker's Vanillin- Zucker, Zutaten: 1 Päckchen Dr. Oetker's BackinBackpulver, 3 Eẞlöffel voll Kakao, 1 kleine Tasse Milch oder Rahm, Zubereitung: Die Butter rührt man zu Sahne, gibt 250 g Zucker, Eigelb, Vanillin- Zucker, Mehl, dieses mit dem Backin gemischt und gesiebt, Milch daran und zuletzt den Schnee der 4 Eiweiß. Man teiit die Masse, mengt unter die eine Hälfte den Kakao und den Rest des Zuckers, füllt den Teig abwechselnd in die gefettete Form und backt den Kuchen 1 bis 12 Stunden. Meinem neuen farbig illustr. Rezeptbuch, Ausgabe F entnommen, aus dem Sie auch Näheres über den vorzügl. Back-, Koch- und Bratapparat ,, Küchenwunder" erfahren. Das Buch ist für 15 Pfg. in allen einschlägig. Geschäften erhältlich, wenn nicht vorrät., gegen Einsendung v. Marken von Dr. August Oetker, Bielefeld. Das früher so beliebte ,, Oetker's Schulkochbuch", Ausgabe C ist in völlig neuer Bearbeitung wieder erschienen und ist mit seinen ca. 500 Koch-, Back- und Einmache- Rezepten ein guter Ratgeber für die gesamte Haushaltführung. Das 150 Seiten starke Buch kostet 30 Pfg, und ist, wenn nicht zu hab., geg. Einsend, v. Marken v. mir direkt zu beziehen. Vor dem Salzbergwerk sahen wir Scharen eingekleideter| toben. Im verdeckten Auto fuhren wir neugestärk ,, Besuchs- Knappen", die in das Bergwerk einfahren Gesangvereins..Frohlinn" Bad Nauheim wollten, während andere Sängerscharen noch warten zum 10. Deutschen Sänger- Bundesfest nach Wien vom 17. bis 26. Juli 1928. Von E. Punger. 4. Fortsetzung. Von Salzburg fuhren wir nach Süden zunächst in einer weiten Ebene, die durch den Untersberg mit seinen Schründen und Klüften, um den Sagen weben von Barbarossa oder Karl dem Großen, dem Führer des streitbaren Heerbannes, der wiederkehrt, um am Birnbaum auf dem Welserfeld die allerletzte Schlacht zu schlagen, begrenzt wurde. Der Marmor des Unterbergs hat mit anderen österr. Marmorarten bei der Innenausstattung des Wiener Parlamentsgebäudes Verwendung gefunden. Mitten in einem kleinen See sahen wir das Schloß Anis, in dem 1918 der bayrische König die Urkunde seiner Abdankung unterschrieben hat. In St. Leonhard begrüßte uns ein Fräulein aus Friedberg, das zur Zeit dort zur Erholung weilte. Bald waren wir an der Grenze beim österreichischen Zollamt ,, Hangender Stein" und dem bayrischen Zollami angelangt. Letzte Grüße, letzter Dank und der Wunsch: ,, Auf Wiedersehen: Möge bald der Tag erscheinen, an dem es für unsere österreichischen und deutschen Sangesbrüder heißt: Ein Volk und ein Vaterland!" wurden gewechselt. Ein Zollturm, der um 1270 con dem Erzbischof von Calzburg erbaut wurde, erinnerte an die ,, Salzkriege" zwischen Bayern und Desterreich. mußten. Herzlicher, mit tieferem Mitschwingen der Seele, tönte der„ Heilgruß“ von uns und zu uns zurück. Eine kurze Fahrt brachte uns nun zum weltberühmten Königssee. Leider konnten wegen des großen - 11 1900 Liga Dill Auf trok des Blaze kämpften beide Soden behindert, erbit fid 2. Platz in der Ta Beglar. Das Spiel onderen Mannschafts weiter, doch das aufgespannte Verdeck hinderte uns an der schönen Aussicht und als ein mit Brettern brei und schwer beladenes Lastauto uns die Vorbeifahrt ver sperrte, wurde schnell das Verdeck wieder zusammen gelegt und so der freie Ausblick hergestellt. Es gab noch viel in der oberbayrischen Hochebene zu sehen Gleich nach Anpfi hren„ flinken Jule" or des Gegners Tor sichts ein. 1900 find nehr als offen für sic in und geht nach 25 Zuspiel P. Will- Karldas die Gäste zuerst v jhen war, langsam n ders des Dillenburger ten von seinen Neber derden konnten, spielt Gästetor ab. Nach der Halbzeit Spieleifer auf Seiten lommen der Dill- Leu angeben. 1900 samm dann das Dillenburge lassen. Eine gefährlid ler im Tor retten. dieser Gelegenheit& Elfmeter einbringen. in Müller seinen M nen Ball sehr gut ha in wenig deprimier legt 10 Minuten vor für Gießen. Die Gäs drei Minuten vor Sch Ein Unentschiede Ergebnis gewesen. G mannschaften, d. h. in Gäste- Läuferreihe spie Men beiderseits ab. A nen und über das Nad Schiri Geifel- Alsfe ter Leiter zu sein, ger jedoch manchmal zwed Niedergirn m Frankf Erwin Casmi Frankfurt, 30. No Freitag abend gab Olympiazweite Erwin Andranges von Besuchern zu den Booten nur wenige Hochmoore, in denen Torf gestochen und auf ſpigen ten Frankfurter S von uns eine Bootsfahrt machen, aber der gemeinsame Pfählen freuzweis aufgespießt wurde, Getreidefelder Nachkriegs- Sechstagere Gang zum Malerwinkel zeigte uns den tiefeingebette ten, langen, schmalen See in der ganzen Schönheit seiner gewaltigen Felsufer, seines wundervoll klaren, fühlen Wassers und seiner prächtigen Spiegelung von Bergen und Himmel. St. Bartholomä trat aus der Gerne hervor und der Watzmann schloß das unvergeßliche, stimmungsvolle Bild wuchtig ab. In dieser Bergesstille konnte die Seele Andacht halten, die ab und zu von sogenannten Echo- Schüssen unterbrochen wurde. Nachdem wir in einem der Strandhotels gefrühstückt hatten, traten wir die Weiterfahrt nach Bad Reichenhall an, dem elegantesten Bad Bayerns neben Kissingen. Vorher hieß es Abschied nehmen von unserem bestbewährten Führer, der uns so selbstlos und nach echter Gangesbruderart gedient hatte und so trugen wir ihm die letzten Heilgrüße für die Sängerrunde St. LeonhardGrödig auf mit dem Herzenswunsch eines frohen Wiederschens auf dem nächsten Sängerbundesfest zu Frank furt a. M. Auf der Weiterfahrt trat uns noch einmal die ganze Schönheit der deutschen Alpen vor Augen. Bei | Reichenhall selber bewunderten wir die weite Ebene um die Saalad, herum, die schönen Bergzüge: Unters Nun näherten wir uns der stolzen Bergeswelt der berg, Lattengebirge, Reiteralm, Müllnerhorn, Zwiesel Berchtesgadener Alpen, die von dem Waymann be- und Hochstaufen, die schönen Hochwälder und die prächherrscht wird. Bald fuhren wir in das schöne und ligen Bauten. Im Bürgerbräu aßen wir gut zu Mitwechselvolle Tal, in dem Berchtesgaden malerisch ge- tag, brachten einem Herrn Hartmann aus Bad Naubettet liegt. Sanfte, grüne Vorberge umschließen die- heim den deutschen Sängergruß dar, und ließen einen ses schöne Bad. Bergriesen steigen hinter ihnen auf.| momentan einsetzenden starken Gewitterregen sich ausauf denen der Roggen noch stand, lange und schöne Waldwege, hinter Traunstein einen See, der wie ein märkischer See anmutet mit seinen flachen, wiesen umsäumten und seerosengeschmückten Ufern, an denen leuchtende Dörfer liegen, welliges Land und groß Gutshöfe. Vom Sturm entwurzelte Baumriesen am Waldrand, Waldbeerensucher, große Holzlager an den Bahnhöfen, die vielen Orisschilder mit der Mahnung Vorsichtig fahren! Glocken auf den Firsten, fleinere Ortschaften mit nur 3 bis 4 Höfen, Hotzbriefkästen auf Pfählen zwischen ihnen am Wege, Hirtentarren im Felde mit Schafherden, Kuhherden mit melodischem Glockengeläut, bei Wasserburg den herrlichen Inn durchbruch, über dem dortigen Stadttor die alte Son nenuhr am Torturm mit der Inschrift: ,, die sonn kein stund zeigt an wo man nit sterben fann", in den Dör fern viel Geflügel, Maibäume mit allerlei Reklame Darstellungen in Spielzeugform, Blumen an den Fen stern und auf den Feldern oft Steine und mächtige Findlinge. Diese Einzelzüge ergeben ein Bild de weniger fruchtbaren Hochebene zwischen Alpen und München und doch ist landschaftlich Schönes und mensch lich Startes auch in diesem weniger gesegneten Lande wirlsam. Schon in 10 km. Entfernung sahen wir Münchens Kirchtürme sich abzeichnen. Wir kamen durch industriell belebte Ortschaften und fuhren nachmittags um 6,15 Uhr in München ein, wo wir im Hotel Schottenhamel, nahe dem Hauptbahnhof, gutes Quartier fanden. ( Fortsetzung folgt.) en- Bunttejahren für mis nach den Vorstell 13 Mannschaften in Start. Christmann w Und davon, aber ein Wertung brachte 10 Rilometer zurückgeleg Die erste Nacht 1 5000 Zuschauern einig Tempofahren tam es Borstoß. Goebel und machte jidh sofort auf aud, bald ein. Die Lei Brantfurt Schweinjurie Remold. Nach einer Jago, waren RiegerChourn- Fabre zu den Haare verloren eine en jogar zwei. Eini Sur 2 Uhr- Nachtwertu Die weiteren Na Belang mehr. Um 6 Bridgelegt. Der Sta Buntte; 2. Rieger- R Buntte; 4. Charlier D cine Runde zurüd: 6. Goebel 25 Puntte; 8. Shuler 11 Buntte; 10 Nr. 9 gelmäßige Tun Mittwoch, den 5. Dezember 1928. rin ein Gegen es mit den G en," ist mit a rtet worden. ich will Ihne Is fünf Minute en und Streden efatmen ist vor unsere Arbeits Dir den Anforde bevor das Fa n sollte, geschlo al tief ein- u Bunge von den Organen, insbe † zuführen tam werden bei lie Luft geftredt u den Armen da Beine feit auf de Ein paar Rump von Tiefatme genießt die mo Geschmad fal ngenehm empfu ngsstoffe aus d tgiften. Den Berufen, tu tiefem Ausaime tigen Spannfi or dem Schlaje die Wohltat d zu lassen. in der Nacht ti Einschlafen ve feier Freuen als mit ก ept: r. Oetker's Backin Kakao, er, e Milch oder Rahm bt 250 g Zucker, E < in gemischt und Eiweiß. n Kakao und den Res fettete Form und back e F entnommen, 2 Koch- und Bratappar g. in allen einschläg sendung v. Marken v Bielefeld ", Ausgabe C isti st mit seinen ca. 300 ter Ratgeber fir de Buch kostet 30 Pad mir direkt bezielen Dir neugetar Jinderte uns a Brettern bre Borbeifahrt eder zusamme Jestellt. Es bene zu jeb und auf spi Getreidefel ange und See, der wie flachen, wie Ufern, an de Land und g Baumriejen Dolzlager an t der Mahnu Firften, flein pizbriefäften Hirtentarren mit melodij herrlichen or die alte t: ,, die fonn nn", in den D E allerlei Retlan men an den F ne und mächti ein Bild d then Alpen u jones und men gefegneten Lar nung jahen en. Wir fam und fuhren n ein, wo wir ptbahnhof Fortjekung Fußball. ,, Gießener Zeitung" Surnen, Sport und Spiel. Außerordentlicher Bezirkstag in Hessen- Hannover. Der Bezirk für Hessen- Hannover beschäftigte sich in einer außerordentlichen Tagung in Kassel mit dem seit einigen Wochen zur Diskussion stehenden sogenannten Neuto- Vorschlag über eine Aenderung des Spielsystems innerhalb des Verbandsgebietes. Bekanntlich soll die Entscheidung über diesen Vorschlag auf der am nächsten Sonntag in Bochum stattfindenden Wahlversammlung des W. S. V. fallen. Nach mehrstündiger Beratung gab der Bezirkstag seiner Auffassung einmütig dahin Ausdruck, daß er zwar grundsätzlich einer Neuordnung des Spielsystems im W. S. V zustimme, aber nicht in der Lage sei, die fonkreten Vorschläge der Neufo für Hessen- Hannover zu akzeptieren. Das Ergebnis der Verhandlungen bildete die Annahme eines Antrages an die Neuko- Wahlversammlung, für das Jahr 1929-30 das Spielsystem in Hessen- Hannover nach einem von dem Vorschlag der Neuko abweichenden Plan seitzusetzen, für die folgenden Jahre aber dem Bezirksvorstand und dem technischen Bezirksausschuß es zu überlassen, die Gruppeneinteilung nach den in Hessen- Hannover durch die besonderen geographi= schen Verhältnisse gegebenen Zweckmäßigkeitsgründen zu regeln 1900 Liga Dillenburg Liga 2: 1( 1: 0) Ecken 9: 7. Auf trotz des unbeständigen Wetters gut besuchtem Blaze kämpften beide Mannschaften, vielfach durch den glatten Boden behindert, erbittert um die Punkte und den voraussichtlich 2. Platz in der Tabelle der Ligavereine des Gaues GießenWetzlar. Das Spiel zeigte aber auf beiden Seiten keine ve= sonderen Mannschafts"-Leistungen. Gleich nach Anpfiff setzt sich Dillenburgs Stürmerreihe, ihren flinken Jule" auf dem linken Flügel, einige Minuten vor des Gegners Tor fest. Drei Eckbälle für die Gäste bringen nichts ein. 1900 findet sich langsam und gestaltet das Spiel mehr als offen für sich, holt die drei Eden Vorsprung wieder ein und geht nach 25 Minuten Spielzeit nach schönem, kurzen Zuspiel P. Will- Karl- Erb mit 1: 0 in Führung. Das Tempo, das die Gäste zuerst vorgelegt hatten, läßt jetzt, wie vorauszu= sehen war, langsam nach. Außer einigen Durchbrüchen, besonders des Dillenburger Linksaußen, dessen wohlgemeinte Flanfen von seinen Nebenleuten aber nicht ,, nahrhaft" verwertet werden konnten, spielt sich der Kampf bis zur Halbzeit vor dem Gästetor ab. Nach der Halbzeit umgekehrtes Bild. Zunächst der größere Spieleifer auf Seiten des Platzvereins später langsames Auftommen der Dill- Leute, die dann bis kurz vor Schluß den Ton angeben. 1900 sammelt schnell noch ein paar Edbälle ein, um dann das Dillenburger Tor für fast eine halbe Stunde zu verlassen. Eine gefährliche Sache vor dem 1900er Tor fonnte Müller im Tor retten. Der Kampf um den Ball hatte aber bei dieser Gelegenheit Formen angenommen, die Dillenburg einen Elfmeter einbringen. Ihr Elfmeterschütze Schwarz findet aber in Müller seinen Meister, der den halbhohen, kräftig getretenen Ball sehr gut hält. Dillenburg ist durch diesen Mißerfolg ein wenig deprimiert. 1900 nutzt diese Gelegenheit aus und legt 10 Minuten vor Schluß durch Erb noch ein Tor vor. 2: 0 für Gießen. Die Gäste, um die es einen leid tut, können dann drei Minuten vor Schluß das Ehrentor erzielen. Ein Unentschieden wäre bei diesem Spiel das gerechtere Ergebnis gewesen. Gut waren bei beiden Gegnern die Hintermannschaften, d. h. immer relativ gesprochen. Vor allem die Gäste- Läuferreihe spielte ausgezeichnet. Die Sturmreihen fie= len beiderseits ab. Allgemein war man über Dillenburgs Können und über das Nachlassen der Plazmannschaft erstaunt. Der Schiri Geisel- Alsfeld gab sich Mühe, dem Spiel ein gerechter Leiter zu sein, genauere Befolgung der Abseitsregeln wäre jedoch manchmal zweckdienlich gewesen. Niedergirmes Liga VfB. Liga. - Frankfurter Sechstagebeginn. Erwin Casmir schickt 13 Paare auf die Reise. Frankfurt, 30. November( Drahtber.). Pünktlich um 22 Uhr am Freitag abend gab der mehrfache deutsche Meistersechter und Olympiazweite Erwin Casmir in dem von 5000 Personen bejuchten Frankfurter Sportpalast den Startschuß zum ersten Nachkriegs- Sechstagerennen ab. Vorher waren zwei Halbstunden- Punktefahren für Amateure ausgetragen worden. Als Casmis nach den Vorstellungsrunden den Startschuß abgab, waren 13 Mannschaften in den vorgesehenen Zusammenstellungen am Start. Christmann wollte nach einstündiger Fahrt wieder auf und davon, aber ein Reifenschaden brachte ihn zu Fall. Die erste Wertung brachte 10 Spurts. Nach einer Stunde waren 42,600 Kilometer zurückgelegt. Die erste Nacht Die erste Nacht brachte den unermüdlich ausharrenden 5000 Zuschauern einige interessante Stunden. Nach lebhaftem Tempofahren kam es kurz vor 1 Uhr zum ersten bedeutsamen Vorstoß. Goebel und Ronße stießen vor, das wachsame Feld machte jich sofort auf die Verfolgung und holte die Ausreißer auch bald ein. Die Leidtragenden dieser Jagd waren die beiden Frankfurt/ Schweinsurier Paare Christmann- Klaß und SchäferRemold. Nach einer spannenden, 10 Minuten andauernden Jago, waren Rieger- Richli, Rausch- Hürtgen, Ehmer- Kroschel u. Choury- Fabre zu den Führenden aufgelaufen, alle anderen Paare verloren eine Runde, die beiden süddeutschen Mannschaf ten sogar zwei. Einige Prämienkämpfe belebten die Zeit bis sur 2 Uhr Nachtwertung. Die weiteren Nachistunden brachten keine Ereignisse von Belang mehr. Um 6 Uhr Samstagmorgen waren 294,900 Km. urückgelegt. Der Stand des Rennens: 1. Ehmer- Kreschel 33 Funfte; 2. Rieger- Richli 21 Punkte; 3. Rausch- Hürtgen 20 Puntte; 4. Charlier Duroy 8 Punkte; 5. Choury- Fabre 3 Punkte; cine Runde zurück: 6. Dorn- Maczinsky 35 Punkte; 7. SchornGoebel 25 Punkte; 8. Ronẞe- Degraeve 22 Punkte; 9. StegerSchuler 11 Punkte; 10. Bossi- Bestetti 8 Punkte; 11. Louet Junge Burg Liga Butzbach Liga 5: 1( 4: 1). = Dem Schiri Petry- Wetzlar stellten sich die Mannschaften zu spannendem, fairen Kampf, der von Burg nicht so überlegen geführt wurde, um den Sieg in dieser Höhe zu rechtfertigen. Buzzbach verdankt die Niederlage seiner schwachen Hintermannschaft, die den raschen Durchbrüchen des Platzvereins nicht gewachsen war. ,, Oranien" Frohnhausen Liga ( 3: 1). - Herborn Liga 3: 4 Gleich zu Beginn dieses Treffens übernimmt Frohnhausen das Kommando und kann in der fünften Minute durch Elfer in Führung gehen. Bei einem Zusammenstoß des Herborner Rechtsaußens und Oranier linken Verteidigers wird letzterer vom Platz verwiesen. Den Elfmeter gegen die Oranier verwandeln die Herborner zum Ausgleich. Die Oranier erhöhen bis zur Pause auf 3: 1. Nach der Halbzeit spielen die Gastgeber ebenfalls eine Zeit lang überlegen, müssen sich aber dann, durch das Fehlen ihres elften Mannes ganz dem Drang der Herborner hingeben. Der Gast holte ein Tor auf, ein Selbsttor bringt ihnen den Ausgleich. Der Schiri läßt zwei Minuten nachspielen und in dieser Zeit fällt der Siegestreffer, und die Oranier müssen sich abermals, wie so oft, unverdient geschlagen bekennen. Schiri war Böcher- VfB. Gießen. Der Kampf war zeitweilig sehr unschön und konnte wenig dazu dienen, für den Fußballsport zu werben. Niedergirmes 2. VfB. 2. Der VfB. fuhr mit beiden Mannschaften nach Niedergirmes zum Verbandsspiel. Beide Schiedsrichter waren da, der Plaz war spielfähig, die Gästemannschaften waren da, nur der Platzverein trat nicht an. Billiger konnte der VfB. nicht zu seinen Punkten kommen. Laubach 1. Heuchelheim 1. 4: 7( 4: 3). Die 1. Mannschaft des Sp. V. Heuchelheim war gestern in Laubach zum Verbandsspiel zu Gast und konnte sich in diesem torreichen Treffen zwei wertvolle Punkte sichern. Der Platzverein legte ein mörderisches Tempo vor, ging durch Selbsttor des H. Verteidigers in Führung und erhöhte kurz darauf auf 2: 0. H. Lintsaußen stellte das Resultat auf 2: 1. Jm Anschluß an eine Ecke erhöhte Laubach auf 3: 1. Dann ist H. stark im Angriff, Pink stellt das Resultat auf 3: 2 und Christ erzielt kurz darauf den Ausgleich. Drei Minuten vor der Pause erzielt Laubach abermals durch einen Eckball ein Tor, und mit 4: 3 für den Platzverein gehts in die Pause. Nach Wiederanstoß merkt man deutlich, daß die Plazmannschaft ihrem eigenen Tempo zum Opfer gefallen ist. Heuchelheim schießt jetzt in 15 Minute 4 Tore durch Arnold, Pink, Christ und den Rechtsaußen Rinn, und damit ist das Spiel entschieden. Heuchelheim hält das Spiel mit 10 Mann offen bis zum Schluß.( Der linke Verteidiger mußte wegen Verletzung ausscheiden.) Mit dem Resultat 7: 4 für Heuchelheim pfiff der äußerst korrekte Schiedsrichter Grünewald- VfB. Gießen den Kampf ab. Lollar 1. - Daubringen 1. 2: 0. Gestern standen sich obige Mannschaften in Lollar gegenüber und lieferten sich einen recht interessanten Kampf, welcher die etwa 200 Zuschauer stets fesselte. Lollar stößt an und sofort entwickelten beide Mannschaften ein ungemein flottes Spiel. Daubringen ist in den ersten 20 Minuten etwas überlegen, aber zum Erfolg reicht es nicht. Lollars Ersaktorwart konnte manche Gefahr noch rechtzeitig bannen. Scharfes Tempo bis zur Halbzeit. Nach Halbzeit geht Lollar mächtig los. Lollars Mittelläufer gibt den Ton an und bald ben seine Mitspieler zusammengefunden. Lollar drückt stark und in der 60. Minute kommt es durch seinen Halblinken zum Erfolg. Wißmann, der Mittelläufer des Platzvereins, läuft zu ganz großer Form auf und Daubringen hat Mühe, sein Heiligtum sauber zu halten. 10 Minuten vor Schluß hat Schermuly Geauch 1 Punkt. Drei Runden zurück: 12. Schäfer- Remold 18 Punkte; 13. Christmann- Klaß 15 Punkte. Der Samstagnachmittag. Das Feld blieb ziemlich ruhig. Nach 19 Stunden um 17 Uhr waren 465,810 m. zurückgelegt. Der Samstagabend. Der Bejuch wurde lebhafter, gegen 22 Uhr befanden sich bereits 7000 Personen in der Halle. Um diese Zeit setzte auch das Jagen ein. Remold riz plötzlich aus, es gab eine kurze Jagd, aber nur mit dem Ergebnis, daß Ronze- Degraeve, Schäfer- Remold, Schuler- Steger und Christmann- Klaß je eine Runde abgegeben hatten. Inzwischen hatte sich die Halle weiter gefüllt. Um 22 Uhr am Samstagabend nach 24 Stunden<- wa= ren 607,310 Kilometer zurückgelegt. Rieger- Richli in Front. Ueber 10 000 Menschen hatten in der zweiten Nacht des Frankfurter Sechstagerennens bis lange nach der 2 Uhr- Nachtwertung aus. Eine wahre Prämienslut gab immer wieder Abwechselung. Rausch- Hürtgen, Rieger und Ehmer- Kroschel waren die erfolgreichsten Prämienjäger. Kurz nach 11 Uhr schied der Belgier Ronße, von dem man bis dahin eine recht gute Leistung gesehen hatte, aus. Der Straßenweltmeister hatte sich am Nachmittag eine Schulterprellung zugezogen, die sich ziemlich störend bemerkbar machte. Nach Mitternacht gab der Frankfurter Christmann wegen allgemeiner Erschöpfung auf. Aus den verwaisten Degraeve und Klaß wurde eine neue Mannschaft gebildet, die mit vier Runden Rückstand und 32 Punkten ins Rennen trat. Die Nachtstunden, wie die Nachmittagsstunden des Sonntags verliefen ziemlich ruhig. Nur bei den Spurts der Sonntag- Nachmittagwertung gab es einiges Leben. Nach waren 994,440 43 Stunden um 5 Uhr Sonntagnachmittag Km. zurückgelegt. Der Stand nach 48 Stunden. Die Abendstunden des Sonntags wurden zunächst nur durch Prämientämpfe belebt, sonst aber legte sich das Feld bis zur 10 Uhr- Wertung etwas Zurückhaltung auf. Rund 6 bis 7000 Nr. 96. legenheit, noch einen schönen Kopfball für Lollar zu verwan= deln, der das Resultat 2: 0 für Lollar stellt. Dieses Resultat ändert sich bis zum Schlußpfiff des ausgezeichneten Schiri BuschButzbach nicht mehr und Lollar kann zwei weitere Punkte für sich buchen. Lich 1. Großen- Bused 1. Großen- Bused drückte zu Anfang der Begegnung merklich, ober nachdem die ersten 10 Minuten verlaufen waren passierte ein großes Malheur. Der Ball hatte sich in seinen Ausmaßen verkleinert ihm war nämlich die Luft ausgegangen und ein Reserveball, der nach wenigen Minuten herbeigeholt wurde, tvar nicht einwandfrei. Der Schiedsrichter sah sich unter diesen Umständen genötigt, das Spiel abzupfeifen. Dadurch sind dem VfR. Lich, der in dieser Verbandsserie so gut abgeschnitten hat, zwei Punkte kampflos abgenommen worden. Garbenteich 1. - - Steinbach 1. 1: 6( 0: 4). Steinbach weilte bei dem Neuling im W. S. V. Garbenteich zu Gaste, um zu demonstrieren, wie man im W. S. V. Fußball spielt. Die Steinbacher, selbst erst zwei Jahre in Verbandsspielen geschult, waren dem Platzverein weit überlegen. Garbenteichs Elf muß noch viel an Stellungsspiel und tadelloser Ballbehandlung lernen. Der stets faire Kampf endete unter Leitung von Schiri Kreiling- VfB. Gießen mit obigem Resultat. = Leihgestern 1. Steinberg 1. 4: 3( 2: 2). Das spannende Spiel obiger Mannschaften auf dem Leihgesterner Platz endete mit einem knappen Sieg der Platzmannschaft. Leihgestern zeigte eine famose Einheitsleistung, während bei den Gästen besonders die linke Sturmseite gefallen konnte. Durch diesen Erfolg hat Leihgestern seine Spitzenstellung erneut gesichert. Schiri Schäfer- VfB. Gießen leitete gut. Meisterschaftsspiele in Hessen- Hannover. Bei den Meisterschaftsspielen in Hessen- Hannover, die wieder unter dem schlechten Wetter zu leiden hatten, gab es eine große Ueberraschung. Der in der Nordgruppe bisher als einziger Verein ohne Verlustpunkte sührende S. C. 03 Kassel wurde in Göttingen von den immer besser werdenden 05ern mit 2: 0 geschlagen. In Northeim konnte Tura gegen Spiel und Sport, der auf eigenem Platze sehr ernst zu nehmen ist, ein 1: 1 herausholen. In der Südgruppe gab es zwei wichtige Kämpfe. Die führende Borussia Fulda besiegte den Tabellenletten Hermannia Kassel mit 3: 1, ohne dabei zu besonderer Form aufzulaufen. Allerdings waren die Platzverhältnisse sehr schlecht. Auch Kurhessen befestigte seine Position und schlug die Marburger Germanen mit 4: 1. Die Gäste lieferten wiederholt ein fast gleichwertiges Spiel, so daß die Kurhessen- Verteidigung immer wieder vor den außerordentlich schnellen Stürmern ein freies Feld schaffen mußte. Die siegreiche Mannschaft siel durch ihr genaues 3uspiel auf. Sie waren den Gästen förperlich überlegen. Bereits bis zur Pause führte Kassel 3: 0, bis die Marburger eine Schwächeperiode ausnutzen und das Resultar auf 3: 1 stellten. Erst kurz vor Schluß erzielte Strehle, der frühere Stuttgarter, den vierten Treffer. Westdeutsche Verbandsspiele. Auch der 2. Dezember brachte in den Bezirken des Westdeutschen Spielverbandes wieder eine Fülle von Ueberraschungen. In einer Reihe von Fällen wurden die Tabellenführer geschlagen. So zog sich in der Grppe 2 des Rheinbezirks der V. f. R. Köln seine erste Niederlage zu, er unterlag gegen Tura Bonn 0: 1. In der Gruppe 1 endete das Treffen zwischen den beiden Ersten, Düren 03 und Rheydter Sp. V. 2: 2. Der Westfalenbezirk brachte in der Gruppe 1 ein Unentschieden zwischen dem gegenwärtigen Tabellenführer Bielefeld 06-07 und dem Altmeister Arminia Bielefeld. In der Gruppe 2 unterlag der Tabellenführer Sp. Vg. Herten gegen Westfalia Scherlebed 1: 3. Mit einem hohen 9: 2- Sieg über den S. C. Lichtenplatz verZuschauer waren anwesend, als die zehn Spurts der Wertung ausgefahren wurden. Nur Schuler- Steger hatten eine Bahneingebüßt. Nach dem letzten Spurt versuchte Degraeve auszureißen, aber wieder setzte das Feld energisch nach und schloß nach 15 Runden Jagd wieder auf. Der Stand des Rennens nach 48 Stunden: 1: Rieger- Richli 117 Punkte; 2. Ehmer- Kroschel 91 Punkte; 3. Rausch- Hürtgen 74 Punkte; 4. Choury- Fabre 36 Punkte; 5. Charlier- Duran 32 Punkte; eine Runde zurüd: 6 Schorn- Goebel 80 Punkte; 7. Bossi- Bestetti; 8. Dorn- Maczinsky 75 Punkte; 9. Junge- Louet 16 Punkte; vier Runden zurüd: 10. Degraeve- Klaẞ 37 Punkte; 11. Schuler- Steger 35 Punkte; fünf Runden zurüd: 12. Remold- Schäfer 72 Punkte. Ruhiger Gang am Dienstag. Um 5 Uhr Dienstagmorgen, also nach 79 Stunden, waren 1844,390 Kilometer zurückgelegt. Die eigentliche Belebung des Frankfurter Sechstagefeldes setzt immer erst abends ein. Tagsüber verläuft das Rennen eintönig und einförmig, wie auch der Besuch um diese Zeit meist schwach ist. Am Dienstag ereignete sich von der Neutralisation an bis zur Nachmittagswertung nichts von Belang. Nach Erledigung von 91 Stunden, um 5 Uhr nachmittags, hatte das Feld 2033,400 Am. hinter sich gebracht. Die Abendstunden brachten Massenbesuch. Mindestens 8000 Menschen waren anwesend. Um 10 Uhr, nach Ablauf des vierten Tages, wurden die 10 Abendspurts mit großer Erbitterung durchge= führt. Der Stand des Rennens: 1. Rieger- Richli, 236 Punkte, 2. Ehmer- Kroschel 157 Punkte, 3. Rausch- Hürtgen 154 Punkte, 4. Fabre- Choury 68 Punkte, 5. Duray- Charlier 45 Punkte, eine Runde zurüd: 6. Bossi- Bestetti 184 Punkte, 7. GöbelSchorn 164 Punkte, 8. Dorn- Maczinski 117 Punkte, 9. Louet Junge 36 Punkte, drei Runden zurück: 10. Schäfer- Remold 91 Punkte, vier Runden zurück: 11. Alap- Degrave 112 Punkte. Das Feld gesprengt. Nach einer großen Jagd liegen die Paare Rieger- Richli und Rausch- Hürtgen eine Runde vor dem ganzen Feld. Nr. 96. Mittwoch, den 5. Dezember 1928. teidigte dagegen der Tabellenführer des Bezirks Südwestfalen, Hüsten 09, seine führende Position. Jm Ruhrbezirk feierten die beiden Ersten der Gruppe 1, Schwarz- Weiß Essen und M. B. V. Linden. In der anderen Gruppe schlug der führende F. C. 04 Schalke den gefährlichen Neuling Horst- Emscher 6: 2. Der Niederrheinbezirk meldet eine ganz besonders große Ueberraschung. Der Bezirksmeister Preußen Krefeld, der auch in diesem Jahre wieder in seiner Gruppe führt, unterlag gegen den Meidericher Spielverein auf eigenem Platz 2: 6. Der Bergisch- Märkische Bezirk brachte knappe Siege der augenblicklich führenden Vereine. Eller 04( Gruppe 1) bezwang den Düsseldorfer S. C. 99 6: 5 und V. f. L. Benrath( Gruppe 2) blieb über Düsseldorf 04 2: 1 siegreich. Hessen- Hannover: Die Ergebnisse: Göttingen 05 Kassel 03 2: 0 - B. f. B. Northeim Tura Kassel 1: 1 Hermannia Kassel Borussia Fulda 1: 3 Südwestfalenbezirk: Hüsten 08 S. C. Lichtenplatz 9: 2 Hagen 1911 Hagen 72 0: 4 Hagen 05 - V. f. B. Weidenau 1: 3 Jahn Werdohl- Germania Mudersbach 2: 2 Westfalenbezirk: - Arminia Bielefeld Bielefeld 06-07 1: 1 Hammer Sp. Vg. Hamm 09 2: 1 Westfalia Scherlebeck Sp. Vg. Herten 3: 1 Osnabrüd 08 V. f. L. Osnabrüd 1: 5 Borussia Rheine. Greven 09 4: 3 Ruhrbezirk: - V. f. B.- Alemannia Dortmund Union Gelsenkirchen 2: 1 Preußen Bochum Schalke 96 2: 2 Schalke 04 - Horst Emscher 6: 2 - Gelsenkirchen 07 Germania Herne 3: 0 B. V. Altenessen Castrop 02 3: 2 Berg.- Märkischer Bezirk: S. S. V. Barmen Fortuna Düsseldorf 3: 3 Eller 04 Düsseldorf 99 6: 5 V. f. L. Benrath- Düsseldorf 04 2: 1 Rheinbezirk: Rheydter Sp. V. S. C. Alsdorf - Blauweiß Köln V. f. B. Aachen F. V. Godesberg Düren 03 2: 2 Bonner F. V. 2: 5 Eintracht M.- Gladbach 4: 1 Bergisch Gladbach 2: 2 Kölner B. C. 2: 0 Mülheim 06- Viktoria Rheydt 5: 1 Rhenania Köln- Jugend Düren 0: 1 Tura Bonn V. f. R. Köln 1: 0 S. C. Aachen C. f. R. Köln 1: 1 Dürener Sp. V.- Borussia M.- Gladbach 2: 2 Alemannia Aachen- Sporto. Dohr 2: 0 Schutz- Marke M B ., Gießener Zeitung" Niederrheinbezirk: Duisburg 99 Duisburger Sp. V. 1: 1 S. C. Osterfeld 0: 0 Meidericher Sp. Vg. 2: 6 Rheinhausen 3: 1 V. f. B. Speldorf Preußen Krefeld Sterkrade Samborn 07 Homberger Sp. V. 0: 4 Duisburg 08 Union Hamborn 0: 0 Die süddeutschen Verbandsspiele. Der Sonntag hat wieder allerhand Ueberraschungen gebracht. In Südbayern war die 1: 2- Niederlage der Bayern München gegen 1860 München die Sensation. Wacker München büßte in einem 2: 2 gegen Jahn Regensburg einen Punkt ein. In Württemberg marschiert Germania Brözingen mit einem 3: 0 über Heilbronn auf die Meisterschaft hin. In Baden be= scherte der Karlsruher F. V. seinen Anhängern durch ein bombiges 7: 0 über den Freiburger S. C. eine freudige Ueberraschung. Am Rhein trennten sich V. f. L. Neckarau und V. f. R. Mannheim mit 2: 2. Da Waldhof mit 4: 1 über Phönix Ludwigshafen siegte, hat der Meister den 2. Tabellenplatz errungen. An der Saar ist der 3: 1- Sieg von Jdar über den Meister F. V. Saarbrücken hervorzuheben. Am Main schlug der Altmeister J. S. V. Frankfurt den quaſi nur mit 9 Mann spielenden Meister Eintracht Frankfurt mit 4: 2 und verringerte den Abstand auf 3 Punkte. Da sich; Rotweiß und Offenbacher Kickers mit 0: 0 trennten, ist Union Niederrad, das Aschaffenburg mit 6: 3 ab= fertigte, Anwärter auf den 3. Plaz geworden. Hanau 93 und Bieber blieben gleichfalls überlegene Sieger und verbesserten ihren Mittelplay. In Hessen feierte Wormatia Worms mit 8: 0 wieder einen großen Sieg über Arheiligen. Mainz 05 hielt seinen 2. Platz durch ein 3: 0 über Bingen, während V. f. L. NeuIsenburg durch ein überraschendes 2: 2 gegen Langen seinen 3. Plaz gefährdete. Handball und Leichtathletik. Berliner Hallensportfest. Das am Samstagabend im Berliner Sportpalast ausgetragene Sportfest des Verbandes Brandenburgischer AthletikVereine fand auch diesmal wieder bei ausgezeichnetem Besuch einen schönen Verlauf. Der Sport stand auf hoher Stufe. Ergebnisse. 3 mal 1000 m: 1. Preußen Stettin 8: 06,3 Min; 2. VfB. Breslau 3 m zurück. 60 m Hürden: 1. Troßbach- BSC. 8,7 Set.; 2. Schulze- Pol. SV. Brustbr. zurück. 1000 m: 1. Wichmann- Karlshorst 2: 34,4 Min.; 2. Schoemann- SCC. 3 m zurück; 3. Dr. Pelzer- Stettin Brustbr. 3000 m: 1. Boltze- Hamburger SV. 9:00 Min.; 2. Göhrt- Berlin 3 m zurück; 3. Dickmann- Hannover. Sprinterdreikampf: 1. Körnig- Charlottenburg; 2. Jonath- Dortmund. Neue Bücher. Das neuzeitliche Beiz- und Polierverfahren. Praktische Anleitung zur materialgerechten Oberflächenbehandlung der wichtigsten Holzarten, sowie Beschreibung der für die moderne Beizund Poliertechnik zur Verwendung kommenden Werkzeuge, Vorrichtungen und Materialien. Von Paul Koch. Preis geb. 8 Mr. In diesem soeben im Gewerblichen Fachzeitschriftenverlag Stuttgart erschienenen Buch wird ein außerordentlich wichtiges und umfangreiches Arbeitsgebiet in geradezu mustergültiger Darstellung gründlich und erschöpfend behandelt. Alle einschlägigen Fragen, wie das Beizen der Hölzer, das Mattieren und Polieren, das neue Schleiflackverfahren und das Tauchlackverfahren, ebenso die materialgerechte Behandlung gestrichener Möbel und lasierter Flächen und vieles andere, was dem Fachmann in der täglichen Praxis zu wissen und zu verwerten not tut, wird in diesem wertvollen neuen Fachbuch gemeinsaßlich und sachgemäß erörtert. 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