S n es n ch 1. über und ezw. ren 1927 1928 gen, r. 700. ng ge cher prot rg 6 ulare nden. nen der tens sind, nditdie gung nteile Erlös 1, an e ab nteile res er or anaft.. Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Bleueste Nachrichten) Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Jaheg. Politische Sagesschau. Der Reichspräsident hat den neuen Oberbefehlshaber der Gruppe 2 in Kassel, Generalleutnant Kreß von Kressen= ein zum General der Artillerie befördert. * Das verbreitete Gerücht, daß der Reichsaußenminister schwer erkrankt sei, ist nicht zutreffend. Die Erkrankung Dr. Stresemanns bestand in einer allerdings starken Grippe, die aber schon überwunden ist. * Wie das Nachrichtenbüro des B.D.3. erfahren hat, wird am 1. April 1928 teine Mieterhöhung eintreten, da dieselbe für die Wirtschaft untragbar sein würde. * Ab 1. April 1928 wird die Thüringische Landessteuerverwaltung auf das Reich übertragen. Es sind das die Grund#tener, Gewerbesteuer und Aufwertungssteuer. Englands und Frankreichs Gesandte in Kowno wollen Woldemaras dazu zwingen, unter Vermeidung der Wilnastreitfrage, mit Pilsudski unverzüglich zu verhandeln. * Amerika lehnt einen Sonderpakt mit Frankreich a b, will denselben vielmehr auf alle Großmächte ausgedehnt wissen. Es wäre damit eine Gefährdung des Völkerbundes nicht ausgeschlossen. Aus dem Reich. Verhinderung der Hamburger BürgerschaftsNeuwahlen durch ein Reichsrahmengeseh? Kaum ist bekannt geworden, daß der Tag der Neuwahlen der Hamburger Bürgerschaft auf den 13. Februar 1928 festgesetzt ist, da werden auch schon die Bestrebungen verschärft, die die Neuwahlen durch ein Reichsrahmengeseh verhindern wollen. Wie die ,, Hamburger Nachrichten" melden, soll ein derartiges Rahmengesetz mit möglichster Beschleunigung geschaffen werden. Die verfassungsmäßige Zweidrittelmehrheit im Reichstag sei angeblich gesichert, weil auch die Sozialdemokraten dafür eintreten würden. Käme dieses Reichsgesetz zustande, das die vom Staatsgerichtshof für ungültig erklärten Wahlrechtsänderungen der Staaten Hamburg, Mecklenburg- Strelitz und Hessen mit rückwirkender Kraft sanktionieren solle, dann wären die genannten Staaten einer Neuwahl ihrer Landesvertretungen ent= hoben. In rechtsstehenden Hamburger Kreisen ist man jedoch der Meinung, daß neu gewählt werden muß. - Wie die großen Fraktionen zittern! Aenderung des Tabaksteuergesetzes. Dem Reichswirtschaftsrat liegt zur Zeit der vom Reichsfinanzministerium eingegangene Entwurf eines Gesetzes zur Abänderung des Tabaksteuergesetzes vor. Es wurde in der Sitzung der beiden Hauptausschüsse am 14. Dezember 1927 einem Arbeitsausschuß zur Beratung überwiesen. Es ist beabsichtigt, die Beratungen so zu beschleunigen, daß noch im Laufe des Monats Januar das Gutachten über den Gesezentwurf den Hauptausschüssen vorgelegt werden kann. Die Ausführung des Schiedsspruches in der Großeisenindustrie. Das Arbeitsgericht in Bochum hat heute auf Antrag des Christlichen und Deutschen Metallarbeiter Verbandes entschie= den, daß der Bochumer Verein und andere Firmen der Großeisenindustrie, die sich weigerten, den Achtstundentag für die unter die Verordnung bezw. den Schiedsspruch fallenden Arbeiter der Großeisenindustrie einzuführen, sofort entsprechend den Bestimmungen des Schiedsspruches die Arbeitszeit festzusetzen haben. Das Gericht erließ dementsprechend eine einstweilige Verfügung. Der frühere sächsische Wirtschaftsminister Hermann Müller zum Oberregierungsrat ernannt. Druck und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. Mr. Donnerstag, den 5. Januar 1928 Freie Bahn der Tüchtigen. Das beim sozialdemokratischen preußischen Minister des Innern beschäftigte Frl. Käthe Rosenheim ist zu Weihnachten zum Regierungsrat ernannt worden. Vermutlich oder wahrscheinlich auf Grund des Art. 128 der Weimarer Verfassung, wonach ,, alle Staatsbürger ohne Unterschied" zu den öffentlichen Aemtern zugelassen sind„ entsprechend ihrer Befähigung und ihren Leistungen", d. h. unter Voraussetzungen, die der ent= scheidenden Stelle den weitesten Spielraum lassen, und die nicht an das Fach- oder Berufsgebiet gebunden sind. Unter den Ministern Heine und Severing war sie zuerst Stenotypistin. Im Barmat- Prozeß tauchte sie als Severings„ Privatsekretärin" auf. Jedenfalls hatte sie also eine Stellung auf der unteren Stufenleiter der Angestellten, wobei noch zu klären wäre, ob sie nicht als ,, Privatsekretärin" des Ministers nur seine private Angestellte war. Dadurch würde der Sprung noch größer. In gewissen Kreisen scheint man das mehr als Ungewöhnliche dieser Weihnachtsbeförderung noch zu empfinden; denn ,, Berliner Tageblatt" und ,, Vossische Ztg." sagen gleichlautend von ihr, daß sie ,, seit 1919 unter den Ministern Heine, Severing und Grzesinski das politische Sekretariat beim preußischen Minister Des Innern innehat und auf diesem verantwortungsvollen Posten ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lofal 12 Pfg., die 90 mm breite Rellame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit Ber Wiederholungen Rabatt, für Volltlischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Summer 2 Führer der elsässischen Lehrerschaft und Hauptschriftleiter des ,, Elsäßer Kuriers". Schon lange sitzt er nun mit zahlreichen anderen hinter Schloß und Riegel. Aber die malaise, das große Unbehagen, rotten die Franzosen damit nicht aus! Gestern nun wurde der Druckereibesitzer René Hauß verhaftet und unter der Anklage des Anschlages gegen die Staatssicherheit nach Mühlhausen gebracht. Der evangelische Pfarrer Horzel, Herausgeber der„ Zukunft", konnte sich der Verhaftung nur durch schnellste Flucht entziehen. Er soll, wie Paris meldet, der Mittelsmann der Geldkreise für die Autonomisten gewesen sein. Frankreich entschuldigt sich. Wie wir erfahren, hat sich die französische Regierung wegen der gemeldeten Vorfälle in Kaiserslautern und Zweibrücken entschuldigt. Die Verfehlungen werden zugestanden, und gegen die Schuldigen wird ein Verfahren eingeleitet werden.- In Kaiserslautern war ein Deutscher von Angehörigen der Besazungsarmee geohrfeigt worden, während in Zweibrücken 15 franzö sische Offiziere das Bismarck- Denkmal besudelt hatten. - sich ausgezeichnet bewährt“, d. h. nach dem Urteil dieser Blät- Italienische Ehrung für den deutschen Botschafter ter, die damit das Außergewöhnliche dieser Beförderung ab= schwächen möchten. Wo ist ein ,, politisches Sekretariat" des Ministers im Staatshaushalt vorgesehen? Und wie kann ein so ,, verantwortungsvoller Posten" einer Privatangestellten übertragen werden? Stimmt jene Behauptung, dann wäre das auch eine schroffe Zurücksetzung der verdienten, erfahrenen Berufsbeamten, wie die neue Beförderung, die mit Recht in allen Beamtenkreisen böses Blut magen muß. Aus Hessen. Zusammentritt des Hessischen Staatsgerichtshofs erst Ende Januar. Der Termin für den Zusammentritt des Hessischen Staatsgerichtshofs ist noch nicht festgelegt. Man erwartet, daß seine Verhandlungen zunächst längere Zeit in Anspruch nehmen werden, sodaß die abschließende Hauptverhandlung, die im Unterschied von der Vorverhandlung in öffentlicher Sizung zu erfolgen hat, erst mitte oder gar Ende des Monats erfolgen könnte. Vom Landtag. Die Volksrechtspartei fordert höhere Aufwertung. Einen Antrag auf weitere Erhöhung der Aufwertung hat die Fraktion der Volksrechtspartei, Dr. Best und Genossen, im Hessischen Landtag eingereicht. Sie beantragen: Ersatz der ersten Verordnung zur Durchführung der Aufwertung vom 27. Oktober 1926. in Rom. Rom. Die juristische Fakultät der Universität von Camerino hat den deutschen Botschafter in Rom, Freiherrn v. Neurath, in Anerkennung seiner Verdienste um die ständig wachsende Annäherung zwischen der deutschen und italienischen Nation zum Dr. h. c. ernannt. Und in Südtirol wird weiter vergewaltigt! Italienische Empfindlichkeit. Rom. Das Blatt„ Giornale d'Italia" greift die deutsche Presse und die Funkstation Nauen an, weil sie sich mit den Südtiroler Zuständen beschäftigt haben. Unter Hinweis auf den freundlichen Empfang, den der Kreuzer ,, Berlin" jetzt in Italien gefunden habe, rät das Blatt der deutschen Deffentlichkeit, sich lieber mit den Verfolgungen im Elsaß zu beschäftigen. Botschafter Shurman sammelt für die Universität Heidelberg. New- York. Auf Veranlassung des Botschafters Shurmann ist eine Sammlung zugunsten eines Neubaues der Universität Heidelberg eingeleitet worden. 280 000 Dollar sind bereits gezeichnet worden. Sämtliche bisherigen Spender sind nichtdeutscher Herkunft. Rockefeller allein beteiligte sich mit einer namhaften Summe. Die Steuben- Gesellschaft wird die Sammlung fortsetzen. Botschafter Shurmann hat in Heidelberg studiert. Danach soll§ 1 lauten: 1. Die Sparguthaben bei den öffent Die 5.Novelle in der 2.Lesung des 17.Ausschusses. lichen Sparkassen Hessens werden in der Weise aufgewertet, daß die Teilungsmasse jeder Sparkasse von einem Treuhänder unverkürzt unter die Gläubiger verteilt wird. 2. Soweit das aufgewertete Sparkassenvermögen und der in§ 2 Abs. 1 unter b. bis d weiter bezeichneten Beträge nicht ausreichen, um die in§ 55 Abs. 2 des Aufwertungsgesetzes geforderten Mindestbeträge zu decken und darüber hinaus auf 25 v. H. des Goldmarkbetrages der Sparguthaben zu erhöhen, haben die haftenden Gemeinden und Gemeindeverbände den fehlenden Betrag, soweit ihre Leistungsfähigkeit dies zuläßt, aus ihrem sonstigen Vermögen aufzubringen. Die weiteren 11§§ betreffen: die Teilungsmasse, Treuhänder, Beschränkung des Wilhelmshavener Systems, Antrag auf Aufwertung, Ausgleich zwischen mehreren Sparkassen, Nachweis der Rückwirkung, Beiträge außer Ansatz, Kündigung und Rückzahlung, Erfüllte Aufwertungsschulden, Inkrafttreten. Dem Antrag ist ferner eine eingehende Begründung beigegeben. Hessen im Reichshaushaltsplan. - Im Haushalt des Reichsministeriums für die besetzten Gebiete sind unter den einmaligen Ausgaben für den Anschluß reichseigner Gebäude an die Kanalisation in Mainz 38 000 M eingesetzt. Im Reichsetat des Arbeitsministeriums sind unter den einmaligen Ausgaben eingesetzt: Für den Neubau eines Dienstgebäudes für das Versorgungsamt Gießen 136 000 M als Schlußbetrag. Im Haushalt des Reichsfinanzministeriums sind eingestellt: Für einen Anbau an das Finanzamtsgebäude in Friedberg 141 000 M. Für Schaffung einer Ersagwohnung für den Vorsteher des Finanzamts Lauterbach 39 000 M. Für einen Neubau für das Finanzamt Mainz 1 400 000 M. als erster Teilbetrag. Für einen Neubau für das Finanzamt Seligenstadt 231 500 M. Für einen Erweiterungsbau für das Finanzamt Worms- Land 170 750 M. Mit dem 1. Januar sind bei der Landesversicherungsanstalt Sachsens verschiedene Personaländerungen vorgenommen wor den. U. a. wurde Oberregierungsrat Dr. Müller von der Landesversicherungsanstalt unter Versetzung zum Arbeitsministe rium zum Oberversicherungsamt abgeordnet. An seine Stelle tritt der neuernannte Oberregierungsrat Hermann Müller, der Wirtschaftsminister der letzten Koalitionsregierung. Obwohl an sich keine neue Stelle geschaffen worden ist, steht doch die Neuernennung eines Beamten in Widerspruch zu der Denkschrift über die Verwaltungsreform und den Anträgen verschieNoch immer Verhaftungen im Elsaß! bener bürgerlichen Parteien, wonach keine Neuernennungen von Mit der„ Gefährdung des Staatsfredits" fing es an, aber Beamten mehr vorzunehmen sind. Wir sind der Meinung, daß jetzt tobt Paris:„ Gefährdung unserer Staatssicherheit". Es solche parteipolitischen Ernennungen in der jetzigen Zeit un- galt, die Unzufriedenen, im Verfolg der französischen, Kulturbedingt unterbleiben müßten. Vom Ausland. mission" mit einem Schlage zu vernichten. Als erstes Opfer war seinerzeit Professor Joseph Rossé auf der Strede geblieben, der ( Betr. Kriegerhinterbliebenenfürsorge.) Bei der 2. Beratung der 5. Novelle im Ausschuß wurde zunächst einstimmig ein Antrag angenommen, wonach die Schwerbeschädigtenzulage bei Erwerbsunfähigkeit von 144 auf 168,- RM. erhöht werden soll. Es wurde ferner beschlossen, die Einkommensgrenze für solche Rentenempfänger, die Lohn- und Gehaltsbezüge aus öffentlichen Mitteln haben, auf 350,- RM. monatlich zu erhöhen. Bei Erreichung dieses Betrages wird die Rente um ein Zehntel gekürzt. Diese Kürzung um je ein weiteres Zehntel, die bisher bei jeder weiteren Einkommenssteigerung um 50 RM. erfolgte, soll fünftig erst bei einer Steigerung um je 60 RM. eintreten, und in jedem Falle soll diesen Rentenempfängern ohne Rücksicht auf die Höhe des Einkommens der Bezug von drei Zehnteln verbleiben. Bezgl. der Kriegereltern- Versorgung gab der Regierungsvertreter folgende Erklärung ab:„, Sind aus einer Familie mehrere Söhne gefallen, so wird häufig die Möglichkeit gegeben sein, die Ernährereigenschaft für die Gefallenen gemeinsam zu bejahen, so daß also, wenn die sonstigen Voraussetzungen erfüllt sind, die Elternrente gewährt werden muß. Waren sie auch gemeinsam nicht die Ernährer, so soll in wohlwollendster Auslegung des Gesetzes im Falle des Bedürfnisses in der Regel die Elternbeihilfe nach§ 45, Abs. 4 gewährt werden. Ebenso soll die neue Vorschrift bei Verlust des einzigen Sohnes besonders wohlwollende Anwendung finden." Die Reichsregierung erklärte sich ferner bereit, die Versorgungsbehörden anzuweisen, daß an Lungentuberkulose erkrankte Beschädigte hinsichtlich Bemessung der Rente bei Gewährung der Pflegezulagen und der Kapitalabfindung besonders wohlwollend behandelt werden sollen. Hinsichtlich der Anträge auf Wiedergewährung von Renten an die 10- bezw. 20prozentigen macht der Regierungsvertreter auf die Unmöglichkeit der Durchführung aufmerksam und bringt folgende Erklärung der Regierung zu§ 104 RVG. zur Kenntnis: „ Die Reichsregierung ist bereit, in erweiterter Auslegung des § 71 des Gesetzes über das Verfahren in Versorgungssachen zu ermöglichen, daß Kriegsbeschädigte, die wegen einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von 20 Prozent abgefunden find, Wiederversorgung erhalten können, wenn die Minderung der Erwerbsfähig= teit jetzt auch ohne das eine Verschlimmerung nachweisbar ist- mindestens 25 Prozent beträgt. Die Regierung rechnet dabei bestimmt darauf, daß die Verbände der Kb. und Kh. durch entsprechende Aufklärung ihrer Mitglieder von der Einreichung gänzlich unbegründeter Anträge auf diesem Gebiete dringend ab Die Donnerstag, den 5. Januar 1928. raten. Sie wären sonst, falls die Versorgungsbehörden mit zwecklosen Anträgen überflutet werden, gezwungen, im Interesse der Aufrechterhaltung eines geordneten Dienstbetriebes bei den Versorgungsbehörden diesen Erlaß wieder außer Wirksamkeit zu sezen." Neu angenommen wurde gegen den Widerspruch der Reichsregierung ein Antrag auf Gewährung eines Sterbegeldes für die Hinterbliebenen, und zwar in Höhe von einem Drittel des Sterbegeldes von Rentenempfängern. Zu§ 7 wurde eine Entschließung dahin angenommen, daß die Reichsregierung den Entwurf einer neuen Verordnung über Lieferung der Körperersazstücke und anderer Hilfsmittel vorlegen solle. Hinsichtlich der Ersatzleistungen an die Krankenkassen nach § 14 RVG. wird als Endtermin das Jahr 1933 festgelegt. Dadurch wird die Ersatzleistung um 3 Jahre gegenüber dem Regierungsentwurf verlängert, wenn auch in ihrer Höhe etwas abgemindert. Zur Frage der Heilbehandlung der Hinterbliebenen erklärt die Regierung, daß sie bereit sei, einer Entschließung zuzustimmen, die folgenden Wortlaut hat: „ Der Reichstag ersucht die Reichsregierung dem Reichsrat den Entwurf einer Verordnung vorzulegen, durch den dem§ 30 der Reichsgrundsätze über Voraussetzungen, Art und Maß der öffentlichen Fürsorge als Abs. 2 folgender angefügt wird: ,, Als hilfsbedürftig gelten alle Hinterbliebenen, deren Zusazrente nach dem RVG. gewährt wird." Zu dem Vorschlag der Regierung, für die Gewährung von Erziehungsbeihilfen 15 Millionen Mark zu bewilligen, stellen die Regierungsparteien einschließlich der Demokraten und Wirtschaftlichen Vereinigung folgenden Antrag:„ Für, die Erziehungsbeihilfen der Kriegerwaisen bis auf weiteres einen jährlichen Betrag von 20 Millionen RM. zur Verfügung zu stellen und die Erziehungsbeihilfen bis zum vollendeten 24 Lebensjahre zu gewähren." Der Antrag, zu dem der Vertreter des Finanzministeriums erklärt daß der Reichsfinanzminister hierzu sich die Zustimmung bis zur Erledigung des Beamtenbesoldungsgesetzes vorbehalten müsse, wird angenommen. „ Gießener Zeitung" serven notwendig erscheinen ließ. Die Landwirtschaft trat auch nicht in dem gleichen Maße wie sonst als Käufer auf, weil die schlechten Ernteergebnisse die finanzielle Lage der Landwirtschaft sehr anhaltend beeinflußt, zumal auch noch das Sinken der Schweinepreise und der schlechte qualitative Ausfall der Roggenernte den wirtschaftlichen Ertrag der Landwirtschaft schmälerten. Sehr stark bemerkbar machten sich im Berichtsmonat auch die Kreditschwierigkeiten. Diejenigen Handwerkszweige, die nicht direkt am Weihnachtsgeschäft beteiligt sind, konnten nur sehr schwer ihre Außenstände einziehen, weil das Publikum die verfügbaren Geldmittel für Weihnachtseinkäufe benutzte. Hinzu tritt noch aus den schon geschilderten Gründen die geringe Zah lungskraft der Landwirtschaft und die zunehmende Erwerbslosigkeit. Eine Beschaffung der notwendigen Betriebsmittel durch Kredit stieß nach wie vor besonders für kleinere Handwerksbetriebe, auf ziemliche Schwierigkeiten. Der Arbeitsmarkt hat sich erheblich verschlechtert, besonders von seiten des Baugewerbes. Aus Oldenburg wird sogar be= richtet, daß die Zahl der Erwerbslosen höher liege als im Vorjahre. Lohnerhöhungen sind nur ganz vereinzelt für Handwerkszweige zu verzeichnen, wohl aber noch ein Steigen von Rohstoff- und Halbfabrikatspreisen, so für Leder und Textilien, Zubehörteile für die Elektro- Installation und auch für deutsche Uhren. Gefallen sind dagegen die Preise für Roggenmehl und Schweine. * Lokales. Heilige drei Könige. Das Hohe Neujahr, auch Dreitönigsfest oder Epiphania( Erscheinung) genannt, hat bei der christlichen Kirche die Bedeutung des Erscheinens des Heilandes unter den Menschen; sein Tag ist bekanntlich der 6. Januar. Jm Abendland tauchte dieser Gedenktag als Geburts- und Tauffest Christi erst seit den 4. Jahrhundert auf. Nach dem EpiIm übrigen werden die Beschlüsse der ersten Lesung bestä- phanienfeste zählte man im christlichen Kirchenjahr die nächsten tigt. Schließlich gibt die Reichsregierung noch zu einer Reihe von Bestimmungen des Gesetzes Erklärungen ab, die einer Gesetzes= auslegung gleichkommen. Bericht über die wirtschaftliche Lage Sonntage bis zum Sonntag Septuagesimä. Die protestantische Kirche gedenkt an diesem Tage vorzugsweise der Heidenmission. * Paketverkehr. Noch immer ist nicht ausreichend bekannt, daß Einschreib pakete nach den derzeit gültigen postalischen Bestimmungen nicht mehr zulässig sind. An die Stelle der Einschreib- Pakete sind unversiegelte Wertpakete, zulässig bis 100 RM., getreten, die nur 5 Pfg. mehr kosten, als nach den des deutschen Handwerks im Dezember 1927. heutigen Gebühren Einschreibpakete kosten würden. Vom Reichsverband des deutschen Handwerks wird uns geschrieben: Die Berichte über die wirtschaftliche Lage des Handwerks im Monat Dezember sind überwiegend nicht günstig. Von großem Einfluß ist in dem Berichtsmonat der starke Frost ge= wesen, der die Beschäftigung im Bauhauptgewerbe gänzlich stilllegte und auch die Baunebengewerbe sehr stark an der Ausführung von Arbeiten hinderte. Infolgedessen ist die Beschäftigung im gesamten Baugewerbe nicht als zufriedenstellend zu betrach= ten. Während man diesen Rückschlag als saisonmäßig betrachten fönnte, zeigen aber gerade diejenigen Handwerkszweige, die zu Weihnachten eine Belebung erfahren sollten, eine solche nicht auf. Das Weihnachtsgeschäft ist, soweit bis jetzt feststellbar, nicht so ausgefallen, wie es erwartet wurde. Mit wenigen Ausnahmen wird sogar berichtet, daß der Umfang des Geschäftes nicht an den des Vorjahres heranreicht. Hierfür sind verschiedene Beweggründe ausschlaggebend gewesen. Zum Teil ist die Bevölkerung noch durch die Bezahlung von Wintervorräten in Anspruch genommen, zum Teil wirkt der starke Rückschlag auf dem Arbeitsmarkt hemmend. Die Hoffnungen, die man an die Erhöhung der Beamten besoldung geknüpft hatte, sind nicht in Erfüllung gegangen, zum Teil wohl deswegen, weil die Nachzahlungen zur Abtragung von eingegangenen Verpflichtungen benutzt wurden. Im westdeutschen Industriegebiet wurde die Geschäftslage stark beeinflußt durch den Konflikt in der Eisenindustrie. Es wurde in den Käuferschichten allgemein Zurückhaltung geübt, da die evtl. Stillegung von den größten wirtschaftlichen Folgen gewesen wäre und die Anlegung von ReGrüner Rasen Blaue Wellen. Roman von Otto von Gottberg. 18. Fortsetzung. Mit dem Wein brachten die Läufer Labkaus, ein Lieblingsgericht der Messe. In Priedelsdorf gab es weniger derbe Speisen. Dafür freute sich Drewiz des launigen Plauderns der Kameraden. Es hieß die letzten Tage an Land nüzen, um mit ihnen fröhlich zu sein. Doch Brieg fragte Hiedring, ob er Nachrichten von Warendorf habe, und wieder griff die kalte Hand ins frohe, warme Männerleben mit dem Mahnen, daß jung sterbe, wen die Götter lieben. Das Lächeln der bartlosen Lippen des Flottillen- Chefs erstarrte. Seine Augen suchten den Teller. Er sagte ernst: Nein, aber noch gebe ich die Hoffnung nicht auf!" Ohne die Gabel zu rühren, saß er nachdenklich, während ringsum wieder das Gelächter der Kameraden lärmte. Sie hatten gut lachen, denn sie trugen nur ihre eigene Haut zum Markte wie in schöneren Tagen auch er. Seit sein Befehl sie in den Tod schickte, drückte die Sorge um alle auf seinen Schultern. Drewig stieß mit dem Verstummten an. Er wußte, warum der Dreißigers Haar während der jüngsten Monate ergraut war. Der Schlaf mied ihn für Nächte, wenn er vergeblich auf das Einlaufen eines seiner Boote wartete. Auch der Pfarrer dachte wohl den Sinnenden auf andere Gedanken zu bringen, denn er fragte:„ Warum nennen wir das Gemisch von Rauchfleisch und Kartoffeln Labkaus, Herr Kapitänleutnant?" „ Es labt, Herr Pfarrer", konnte Hiedring lächeln. ,, Seißt überhaupt nicht Labkaus, sondern Labskaus", rief Brieg. " Ja", nickte Drewig ,,, und das Wort stammt aus Schottland. Wenigstens habe ich dort wie Plumduff und Roast Beef auch Lob- scouse, einen ähnlichen Mischmasch aus Corned- beef, Kartoffeln und sauren Gurken gegessen." Knarrheims Baß dröhnte:„ Ihr Plum- duff ist Plum- buff. Ich verlange, daß Drewitz für Fluntern eine halbe Mark in die Tischtasse zahlt. Er war überhaupt nie in Schottland! Abstimmen Herrschaften!" Er flopfte mit den Fingerknöcheln auf die Tischplatte, und alle am Tisch hoben die rechte Hand. Sie wußten, Drewig war in Schottland gewesen, aber verurteilten ihn mit um so ver gnügterem Lachen, das den Pfarrer den Kopf schütteln lieh Einst hatte er gehofft, in der Flottille ein fruchtbares Land * Der Polizeibericht meldet: 1. In der Zeit vom 24. bis 26. 12. 27 wurde in den Lagerräumen zum Nachtl. der A. E. G. ein Einbruchsdiebstahl ausgeführt und nachstehende Glühlampen entwendet: 302 Glühlampen je 15 Watt- Verbrauch, 217 Glühlampen je 25 Watt- Verbrauch, 79 Glühlampen je 40 Watt- Verbrauch. Die gestohlenen Lampen, Marke Osram, sind für 120 und zum Teil für 220 Volt verwendbar. Vor Ankauf vird hiermit dringend gewarnt. Personen, welche hierzu aufklärende Wahrnehmungen gemacht haben, werden ersucht, der Kriminalpolizei Gießen Nachricht geben zu wollen. Diskretion wird zugesichert. 2. Jm Monat Mai 1927 wurde aus einer Drogerie in der Marktstraße ein Photo- Apparat gestohlen. Als Täter wurde ein Jugendlicher ermittelt. Der Apparat wurde am 31. 12. 27 sichergestellt. 3. Am 25. Dezember kam es zwischen Bewohnern der Wohnwagen An der Margaretenhütte mehrmals zu Schlägereien und Störung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit, so daß die Beamten des 2.. Polizeireviers mehrmals einschreiten mußten. * Lohnsteuer. Zur Vermeidung von Weiterungen wird darauf hingewiesen, daß die zur Auszahlung gebrachten Weihnachtsgratifikationen Iohnsteuerpflichtig sind. Von diesen Beträgen sind 10 v. S., vermindert um je 1 v. 5. für die zur Haushaltung des Arbeitnehmers zählende minderjährige Kinder einzubehalten. Das Finanzamt wird den richtigen Steuerabzug und Abführung der einbehaltenen Beträge überwachen und gegen Säumige Strafverfahren einleiten. * Falsche Reichsbanknoten über 20 Reichsmart. In letzter Zeit ist wiederholt vor der Annahme von Nachbildungen der für den Samen seiner Lehre zu finden. Sonntags liehen die jekt Fröhlichen seinem Zuspruch auch andächtige Ohren. Sonst aber lebten sie dem Dienst und Vergnügen nicht anders als Männer ihres Alters im wohlbeschirmten Binnenland. Den Ernst ihres Berufes spiegelte nur das Gesicht des stets an Land bleibenden Flottillenchefs wider. Die Kommandanten scherzten Tischkasse, als dächten sie nie an Tod und Gefahr.— von Bluffen oder Flunkern, sprachen von Labkaus und ihrer Die Wachoffiziere und Ingenieure standen allmählich auf und machten beim Hinausgehen dem Flottillenchef ihre Verbeugung. Mit Kaffee und Zigarren blieben nur die Kommandanten, bis auch Hiedring„ Mahlzeit, Herrschaften!" sagte. Das mahnte an den Dienst. Drewitz ließ Drießner mit dem Schriftladen in seine Kammer bitten und saß bis zum Abend über Papieren. Auch am nächsten Morgen, während des Uebernehmens von Torpedos und Munition unter Aufsicht der Wachoffiziere hielt die Arbeit ihn seinem Boote fern. Nachmittags laß er die Kriegstagebücher der während seines Urlaubs eingelaufenen Kommandanten. Sie schilderten die unterwegs gesammel= ten Erfahrungen oder Beobachtungen und sagten darum, welche Wege der fremde Handel neuerdings nahm und wo mit feindlicher Gegenwirkung, mit U- Boot- Fallen und Minenfeldern zu rechnen war. Während des Reinschiffmachens am dritten Tage brachte ihm ein Läufer des Flottillenchefs ein Päckchen Orden mit den Anschreiben in die Kammer. Auszeichnungen für gutes Verhalten seiner Leute während der vorletzten Fahrt waren bewilligt. Da wollte er doch die Besagung versammeln und be= grüßen. Rr. 2. Reichsbanknoten über 20 RM. mit dem Ausgabedatum vom 11. Oktober 1924 gewarnt worden, bei denen ein besonders auf fälliges Kennzeichen darin bestand, daß die auf dem druckfreien rechten Rande der Vorderseite der Fälschung befindliche Blind prägung( farblos geprägtes Linienmuster) anstatt rippenartig erhabene Linien, vertiefte Linien zeigte. Neuerdings sind nun diese rippenartigen Linien auf den Falschstücken wie bei echten Noten nach der Vorderseite zu erhaben aus geprägt, fallen jedoch durch ihre starte Pressung auf. Der Rand des Ausfertigungskontrollstempels stößt unten rechts an eine der ausgeprägten Linien nahezu an. Die Fälschung bleibt trok der vorgenommenen Veränderung an der mangelhaften Wiedergabe des Frauenkopfes schon bei geringer Aufmerksamkeit für jedermann kenntlich. Schon als er von der hohen Holztreppe dem Boote zuschritt, rief ,, Oberded Ordnung!" der das Malen leitende Obermaat mit gelbem Anker und Kaiserkrone auf dem Aermel der dicken blauen Winterjace.„ Nr. 1" nannte ihn worttarge Bordgewohnheit als ältesten seemännischen Unteroffizier. Vier Matrosen in Lederjacken und blauen Drillhosen setten Far bentöpfe nieder und richteten sich auf. Einer stand barhäuptig. Der Kopf des anderen trug die blaue Mütze, der eines Dritten eine graue Wolltappe. So taten sie auch Dienst in See. Rein Vorgesetzter der Waffe fand Tadel an ihrer Kleidung, wenn das Zeug warm und trocken hielt. Also frönte Jan Maat feiner Neigung für wunderlich Gewand. Drewiz trat von der Plante an Ded: Lassen Sie rühren und den ersten Wachoffizier holen!" Ein Matrose lief. Bald hob Drießner den Kopf aus dem Secluf. Nur seine Müze mit goldner Kaisertrone und EichenFür die Aufdeckung der für disse Nachbildung in Frage kommenden Falschmünzerwerkstatt hat die Reichsbank eine Be lohnung von 3000 RM. ausgesetzt. * Wie die Provinzialdirektion für Oberhessen mit teilt, ist die Provinzialkasse von Montags bis Freitags von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Nachmittags, sowie an Samstagen und am letzten Werktage jeden Monats ist die Provinzialkasse für jeden Verkehr geschlossen. * Die Freie Vereinigung ehemaliger 222er, die ihren Sit hier hat, übernahm, einer Anregung des Volksbundes für Deutsche Kriegsgräberfürsorge entsprechend, die Patenschaft über den deutschen Soldatenfriedhof in Pawelcze( Galizien), auf dem neben zahlreichen Angehörigen anderer deutscher Heeresformationen über 200 Gefallene vom Reserve- Infanterie- Regiment 222 bestattet liegen, die in den schweren Kämpfen um Pawelcze gefallen sind. Donnerstag, den Tell auf die Kraft Jahren geübte Pri laften und die einz ligkeit und Moral Auswirkungen zu artet. Statt dem Be zu geben, werden Der Aut Die Industrie Bei der Kammer w handelstreifen eine handel geführt wor vermittelst fog. A des Kammerbezir schwerden hat de zirtseingesesseren unternommen und gesetzt, daß in vor lagersteuer vorgeno bestimmungen zu d Gemcbebetriebs im geglichen Voraus tehenden Betriebsa diefem Sinne ist au Industrie- und Han sterien vorstellig mern haben Erfolg zen hat verfügt, da Steuerpflicht unterli zur Wanderlagerite Einwohnern 80 R Einwohnern 120 R wohnern 150 RM. weniger- beträgt genügender Schutz werbesteuer belastet * V. H. C.- Tagungen. Am 7. und 8. Januar findet ein Jung- VHC- Wintertreffen auf dem Hoherodskopf statt. Am 21. und 22. ds. Mis. wird in Friedberg eine Jung- VHC- Führertagung abgehalten, auf der man u. a. über die verschiedenen Auffassungen oder Hemmungen der Jung- VHC- Sache und über das Vater- Bender- Heim beraten will. * Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten beläuft sich nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamtes für den Durchschnitt des Monats Dezember auf 151,3 gegen 150,8 im Vormonat. Sie ist demnach um 0,5 v. H. gestiegen. * Das Gefrieren der Fensterscheiben. Um das Schwitzen und Gefrieren der Fenster zu verhüten, stellt man eine Mischung aus 55 Gr. Glyzerin und einem Liter verdünntem( 63 v. H.) nicht denaturiertem Spiritus her und reibt dann mit einem Fensterleder, sobald die Mischung klar geworden ist, die innere Fläche des Fensters ab. Ueber die hohen steuerlichen Belastungen kommen von allen Seiten Klagen. So schreibt der Deutsche Automobil- Klub über Kraftfahrzeugsteuer und Straßenherstellung: Die Straßen werden nur zum verhältnismäßig geringen Teile durch den Personenkraftwagenverkehr beschädigt. Wie die Feststellungen auf der Versuchsstraße bei Braunschweig ergeben haben, werden die Straßen nicht durch die luftbereiften schnellfahrenden Kraftwagen, sondern durch die eisenbereiften langsam fahrenden Wagen am meisten beschädigt und zerstört. Stellt es schon eine große Unbilligkeit dar, den Kraftfahrzeugbesitzern derart hohe ordentliche Steuern zuzumuten, wie dies in den letzten Jahren geschah, Steuerbeträge, welche in gar feinem Verhältnis zu der tatsächlichen Abnühung der Straßen durch die Kraftwagen stehen, so wirkt sich darüber hinausgehende Erhebung eines 25prozentigen( ab 1. April 1928 20 Prozent) Zuschlages zur Kraftfahrzeugsteuer besonders für die Be sitzer von Personenkraftwagen als eine durch nichts gerechtfertigte, absolut unbegründete Belastung aus. Kein Kraftwagenbesitzer wird sich sträuben seinen Teil beizutragen zur Wegeunterhaltung in Form einer Steuer, aber wenn er allein die Steuer aufbringen soll, und die vielen anderen Sorten an eisenbereiften Fuhrwerken, die hauptsächlichsten Zerstörer unserer Landstraßen, steuerfrei ausgehen, so kann er, wenn gar eine Erhöhung der Steuer vorbereitet wird, nicht ruhig zusehen. 1 Ebenso ungerechtfertigt ist es, Ausgaben, welche der Ausbau der Straßennetze erforderlich macht, ganz oder zum großen franz verriet den Seeoffizier. Kein Schmiedegesell hätte den Beschmutzten in der Lederjacke Kollege genannt. Beim Gruß hielt er die öltriefenden Finger dem Lederschirm der Mütze fern, um ihn nicht zu beschmieren. „ Will die Besatzung sprechen, Drießner!" Auf des Oberleutnants Ruf zum Antreten trochen Unteroffiziere, Matrosen und Heizer aus dem Luf und traten in zwei Gliedern zusammen. Vor den rechten Flügel stellte sich Drießner und neben ihn der semmelblonde Ruelow, dann Krause, der sommersproßige Ingenieur und Steuermann Fiebig, der dritte Wachhabende. Hinter ihnen standen die seemännischen Unteroffiziere mit gelben, die technischen mit silbernen Knöp fen und an ihrem linken Flügel die Doppelreihe der Matrosen und Heizer. Als der Kommandant dreißig Augenpaare die seinen suchen sah, trat er zurück:„ Ich hab Euch was mitgebracht! Nr. 1!" Der Obermaat trat vor ihn und erschrat fast als der Kom mandant seine Hand nahm:„ Freue mich, Ihnen nach zwölf Fahrten endlich das verdiente Kreuz erster geben zu können. Tragen Sie es lange und in Ehren!" Er hob die Stimme und rief über den mit brennenden Augen Errötenden hinweg: The anderen aber nehmt euch ein Beispiel am ältesten Unteroffizier. Bitt mir aus, daß ich nächstes Mal mehr von der Sorte mitbringen kann!" Beim Zuhören rissen sie das Kinn mit einem Rud an den Hals noch näher und sahen dann ihren Kommandanten dem Unteroffizier das Kreuz ans Tuch über der linken Brust stet ten. ,, Nr. 2 und 3!" rief er darauf. Der Bootsmannsmaat und der Obermatrose, die den Diens des zweiten und dritten seemännischen Unteroffizierstaten, sprangen aus dem Glied neben ihren älteren Kameraden. " Ihnen beiden kann ich den Oldenburger geben. Vergessen Sie aber nie, daß ein deutscher Bundesfürst Ihrer huldvoll gedacht hat, und zeigen Sie sich der Ehre würdig." Auch den Batteriemaat und die Funkengäste rief er von und zog ihnen schwarz- weiße Bänder durch die Knopflöcher. Nach einer kurzen Ansprache ging er das Glied entlang. Neben den drei seemännischen Unteroffizieren standen die technischen, der Zentralmaat, der die Pumpen- und Tiefrudermotoren be diente, die Unteroffiziere von beiden Maschinenräumen, des Batterie- und der Torpedomaat, der Funkenmaat und endlic ein ihm noch unbekannter Geschützführer. ( Fortsetzung foigt.) Aus Mainzlar. Di beschloß, die alten Grünberg. St die am 7. und 8. Hellung der Z berg, Alsfeld, Lau Büdingen. No am Laufe der Nid einen fleinen Reitt figen Kreise ein regulierten Nidder" gebildet, dessen Zw Flußbette, Ufern u. zu erhalten. Lauterbach. nat Dezember me Jahre 1927 stieg d 39 auf über 45 Mil Limburg. Bei zusätze von 5, 30, fünf Landwirte w Elz b. Limbu tiftung wurden verwandte desselbe Mainz. Ein der Finther Land wollte, fam mit s Das deut Um Gotteswi denn das deutsche Die Schlager Ja, gewiß, fie Eindinglinge aus Band, der Kaugur Gang beridic Jeines Baterhauses fted hervorzublia Spettafel mit Die freche Hetär Denter und Dicht Kind schmachvoll fich die Augen aus Aber, was ift nun einmal tommt. Haben Sie Schlagerkomponist Mein Herr! C tung einer Kunit Geld bezahlt wird ihr flein Häuschen Und dann die diefem fadenscheini er heute in den Ipielen: nur sollte möglicht in Ruhe zum großen Teile Schonheitsbegriffen Dichtfunft in das Derne" verschuldet. and schafft schon an When wir bewust zu tragen und ent In dem ein Lieb fe 150N15 Fi Nr. 2. gabebatum nom besonders auf dem drucheien findliche Blind att rippenartig e. Neuerdings alschstüden wie rhaben ausuf. Der Rand rechts an eine ung bleibt trok haften Wiedermerksamkeit für ung in Frage sbant eine Be Oberhessen mit s bis Freitags an Samstagen Provinzialkasse , die ihren Sith des fin Deutsche haft über den ien), auf dem I Heeresformaterie- Regiment num Pawelcze war findet ein statt. Am 21. g- VHC- Führere verschiedenen Sache und über Debenshaltungses Statistischen Dezember auf ch um 0,5 v. 5. das Schwitzen eine Mischung tem( 63 v. 5.) nn mit einem ist, die innere angen er Deutsche Autoaßenherstellung: smäßig geringen schädigt. 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Das seit Jahren geübte Prinzip, Reich, Länder und Gemeinden zu entlasten und die einzelnen Staatsbürger ohne Rücksicht auf Billigkeit und Moral und ohne Eingehen auf die wirtschaftlichen Auswirkungen zu beschweren, ist bereits ins Extrem ausge: artet. Statt dem Verkehr durch Entlastung Entwicklungsfreiheit zu geben, werden ihm überall Hemmschuhe angelegt. * Der Autohausierhandel unterliegt der Wanderlagersteuer. Die Industrie und Handelskammer Friedberg schreibt: Bei der Kammer waren vor einiger Zeit aus Einzel- und Großhandelskreisen eine Anzahl Beschwerden über den Autohausierhandel geführt worden. So bietet eine Frankfurter Großfirma vermittelst sog. Autoläden ihre Waren an verschiedenen Orten des Kammerbezirks zum Verkauf an. Auf Grund dieser Beschwerden hat die Kammer in Wahrung der Belange des be= zirkseingesessenen Einzel- und Großhandels geeignete Schritte unternommen und sich bei den zuständigen Stellen dafür eingesetzt, daß im vorliegenden Falle die Erhebung der Wander,, Gießener Zeitung" " wurde gegen einen Baum geschleudert und blieb bewußtlos liegen. Das französische Auto brachte den Schwerverletzten ins Städtische Krankenhaus. Rüdesheim. Die Stadtverordneten beschlossen, für den Neubau des abgebrannten Rathauses ein Preisausschreiben zu erlassen. Koblenz. Gestern 3 Uhr nachts brach in der am Schloßplatz gelegenen Turnhalle der Besatzungstruppen aus unbekannter Ursache Großfeuer aus. Das ganze Gebäude brannte nieder. Die Feuerwehren konnten nichts anderes tun, als die Nachbargebäude und die Baumanlagen des Schloßplazes zu schützen. Nach einer Stunde war der etwa 1500 Quadratmeter große Bau nur noch ein rauchender Trümmerhaufen. Frankfurt a. M. Bei dem hiesigen Gericht sind jetzt drei Frauen im Richteramt tätig. In der Sitzung des Großen Schöffengerichts am Dienstag saß erstmalig eine Frau im Richterornat als Beisigerin mit. Es handelte sich um Frau Dr. Bann. Bisher übte sie, wie auch ihre beiden Kolleginnen, ihre richterliche Tätigkeit in einer Zivilabteilung des Amtsgerichts aus. Verschiedenes. Nr. 2. sein Glas, und alle Augen hingen an seinen Lippen. Aber des Dichter stand nicht auf; er lächelte nur etwas verlegen, und dann rief er in die Stille hinein:„ Ober, noch ein Helles!" * Dramatische Verhaftung eines Heiratsschwindlers. Am Sonntag abend sprang auf dem Alexanderplatz in Berlin ein Mädchen plötzlich einem Manne, der ihr auf dem Plaze begegnete, an den Hals und hielt ihn fest, obwohl er versuchte, sie durch Faustschläge ins Gesicht abzuschütteln. Ein Polizeibeamter kam dazu, und nun ergab sich, daß eine betrogene Brant einen Heiratsschwindler gefaßt hatte, einen 39jährigen Willy Schröter. Schröter pflegte mit seinen Opfern nicht bloß ein paar Tage lang, sondern monatelang in Verbindung zu bletben, um alles herauszuholen, was möglich war. Unter dem Namen ,, Oberpostsekretär Fritz Trautwein" und„ Oberpostschaffner Fritz Worms" näherte er sich u. a. zwei Witwen, die einiges Vermögen und eine Wohnungseinrichtung besaßen. Nachdem er ihnen zunächst das Geld abgenommen hatte, kam er plötzlich mit der ,, freudigen Nachricht", daß er in einen Vorort von Hamburg versetzt worden sei, um dort eine Postagentur zu leiten. Er veranlaßte die Bräute, ihre Aussteuer und einen Teil der Einrichtung zur Uebersiedelung nach Hamburg nach dem Bahne lagersteuer vorgenommen wird, zumal nach den Ausführungs- der heutige Stand des Deutschen Sängerbundes hof zu schaffen. Den Rest machte er zu Geld, weil die Hamburger bestimmungen zu dem hess. Gesetz, betr. die Besteuerung des Gewerbebetriebs im Umherziehen vom 22. Dezember 1900 die gesetzlichen Voraussetzungen für die Heranziehung der in Rede stehenden Betriebsart zur Wanderlagersteuer gegeben sind. In diesem Sinne ist auf Antrag der Kammer der Vorort des Hess. Industrie- und Handelskammertags bei den zuständigen Ministerien vorstellig geworden. Die Maßnahmen der hess. Kam= mern haben Erfolg gehabt. Das hess. Ministerium der Finanzen hat verfügt, daß der Autohausierhandel der Wanderlagersteuerpflicht unterliegt. Wenn der Autohausierhandel restlos zur Wanderlagersteuer, die z. 3t. in Gemeinden bis zu 3000 Einwohnern 80 RM., in Gemeinden von über 3000 bis 10 000 Einwohnern 120 RM. und in Gemeinden von über 10 000 Einwohnern 150 RM. für je 7 aufeinanderfolgende Tage und weniger beträgt, herangezogen wird, dann dürfte hierin ein genügender Schutz des eingesessenen Handels, der mit der Gewerbesteuer belastet ist, liegen. Aus Nah und Fern. Mainzlar. Die hiesige Spar- und Vorschuß kasse beschloß, die alten Spareinlagen mit 20 Prozent aufzuwerten. Grünberg. Steigendes Interesse in weiten Kreisen findet die am 7. und 8. Januar hier stattfindende Geflügelaus= stellung der Züchtervereine Grünberg, Nieder- Ohmen, Homberg, Alsfeld, Lauterbach und Schlitz. Büdingen. Nachdem die Flußregelungsarbeiten am Laufe der Nidder nach etwa zweijähriger Arbeit bis avf einen kleinen Restt durchgeführt sind, hat sich nunmehr im hiesigen Kreise ein Verband zur Instandhaltung der mittleren regulierten Nidder“ mit dem Size in Altenſtadt( Kr. Büdingen) gebildet, dessen Zweck es ist, den Lauf der Nidder mit seinem Flußbette, Ufern u. a. m. im jezigen, besthergerichteten Zustande zu erhalten. Lauterbach. Die hiesige Sparkasse verzeichnete im Monat Dezember meue Spareinlagen von 196 630 Mart. Im Jahre 1927 stieg der Umsatz des Instituts insgesamt von etwa 39 auf über 45 Millionen Mark. Limburg. Bei einer Milchrevision wurden Wasserzusätze von 5, 30, 40 und sogar 60 Prozent festgestellt. Gegen fünf Landwirte wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Elz b. Limburg. Wegen Verdachts der Brand= stiftung wurden ein Dentistenehepaar von hier und zwei Anverwandte desselben in Haft genommen. Mainz. Ein Autoführer aus Wörrstadt, der auf der Finther Landstraße einem Auto der Besatzung ausweichen wollte, kam mit seinem Fahrzeug der Böschung zu nahe. Er Das deutsche Volkslied weint Von Otto Pomber, Dresden. ,, Um Gotteswillen, was ist denn geschehen? Warum weint denn das deutsche Volkslied?" ,, Die Schlager wollen es totschlagen!" Ja, gewiß, sie wollen es; es ist die grausame Absicht jener Eindringlinge aus dem Lande der Sensation, woher die JazzBand, der Kaugummi, der Niggertanz importiert wurden. Ganz verschüchtert verkriecht sich das deutsche Volkslied in seines Vaterhauses dunkelsten Winkel, wagt kaum aus dem Versteck hervorzublicken und zittert an allen Gliedern, wenn der Spektakel mit Tönen, Holzgeklapper und Bum- Bum losgeht. Die freche Hetäre im Talmischmuck wird von dem Volke der Denker und Dichter mit Hallo empfangen, während das eigene Kind schmachvoll die mißachtete Aschenbrödelrolle einnimmt, fich die Augen ausweint und sich der entarteten Eltern schämt. ,, Aber, was wollen Sie", meint da einer.„ Der Schlager ist nun einmal modern! Besonders, wenn er vom Auslande tommt. Haben Sie nicht in der Zeitung gelesen, daß mancher Schlagerkomponist Hunderttausende verdient hat?" „ Mein Herr! Glauben Sie vielleicht, daß es bei der Bewertung einer Kunstleistung darauf ankommt, wie hoch sie mit Geld bezahlt wird? Dann müßte:„ Wir versausen unser Oma ihr klein Häuschen" eine besondere Kunstleistung sein." Und dann dieses Getue mit dem Worte ,, modern"! Mit diesem fadenscheinigen Begriffe, der morgen das verflucht, was er heute in den Himmel hebt, mag ein Narr wie ein Kind Ipielen nur sollte man damit die Kunst und das einfache Lied möglichst in Ruhe lassen. Den Niedergang unserer Kunst hat zum großen Teile die Herniederziehung der doch auch nach Schonheitsbegriffen zu wertenden Malerei, Plastik, Musik und Dichtkunst in das spielerische und trügerische Gebiet der„, Moderne" verschuldet. Der Geschmad des Schönen ist wandelbar and schafft schon an sich Unterscheidungsreize; zur Zeit aber verJuchen wir bewußt das minderwertigste Heute in das Morgen zu tragen und entweihen dadurch den einst so stolzen Tempel, In dem ein Lied fein Lied, eine Oper feine Oper mehr ist, in Fast 1 Millionen Freunde des deutschen Liedes. Das soeben erschienene Jahrbuch des Deutschen Sängerbundes" gibt erstmalig an Hand einer in diesem Jahre durchgeführten Statistik ein ausführliches Bild der Verteilung der Mitgliedsvereine in Deutschland und dem Ausland; die Ge= samtzahl der Vereinsmitglieder umfaßt 1406 700, wovon 565 000 aftive Sänger sind. Reichsdeutschland ist in 20 Kreise eingeteilt, die sich im allgemeinen an die politischen Ländergrenzen halten. Am meisten wird im Freistaat Sachsen gesungen, wo nicht weniger als 53 900 aktive Sänger sind, sodann folgen Süddeutschland und die Rheingegend. Der Hessische Sängerbund umfaßt z. 3t. 600 Vereine mit 28 000 Mitgliedern. Die obengenannte Gesamtzahl der Aktiven verteilt sich auf 14 333 Vereine, die an etwa 9500 Vereinsorten in Deutschland und dem Ausland tagen. Die österreichischen Bundesländer stellen etwa 33 000, die Sudetendeutschen 23 500 aktive Sänger. Die in der Entwicklung begriffenen gemischtchörigen Abteilungen umfassen heute schon über 70 000 Sängerinnen. Auch im Ausland sind wichtige Erweiterungen zu verzeichnen, so der Südwestafrikanische Sängerbund, der in Windhuk seinen Sitz hat. R Hm, Hm!!! Der Vorstand des„ Deutschen Fußballbundes" in dem Tausende von Vereinen mit Hunderttausenden von Mitgliedern zusammengeschlossen sind. beschäftigte sich in einer kürzlich abgehaltenen Arbeitssitzung u. a. auch mit dem Schankstätten- Gesetzentwurf. Eingehend wurde über die Bestimmungen des Entwurfes debattiert, daß den Sportplagtasinos in Zukunft keine Alkoholkonzession mehr erteilt werden sollte. Schließlich faßte man den vielsagenden Beschluß:„ Im Hinblick auf die Tatsache, daß 60 v. H. aller Sportplätze Hypotheken von Brauereien haben( was man bei diesem Anlaß erfährt!), beschließt der Bund bei den zuständigen Stellen vorstellig zu werden, diesem Gesetzentwurf nicht zuzustimmen, da er für den Bestand der großen Sportplazanlagen eine Gefahr bedeutet.„ Der Geldsack pfeift auf Fortschritt und Gesundheit. Wenn er nur Geld verdient, dann liegt ihm an allem nichts. Wer in seine Gewalt gekommen ist, der muß sich fügen." .* Wilhelm Busch, dessen 20. Todestag wir demnächst begehen fönnen, war kein Freund vieler Worte, und nichts war ihm verhaßter als Reden. Als er einmal einem Festmahl zu seinen Ehren beiwohnen mußte und Ansprache auf Ansprache folgte, blieb nur der Gefeierte stumm. Da flüsterte ihm der Oberbürgermeister ins Ohr:„ Verehrter Meister, dürften wir nicht vielleicht nach so vielen Reden auf ein paar Worte von Ihnen hoffen?" Busch nickte ergeben in sein Schicksal; er schlug an dem Malerei zum verrücktesten Unsinn wird und Gedichte eines Matthias Claudius und Eichendorff, eines Mörike und Storm als altmodisch und abgetan in die Ecke fliegen. Wie oft fehlt dem Modernen alle Einheit, aller Stil! Jst es Ihnen noch nicht aufgefallen, daß man bei der Betonung der„ schlanken Linie" zu kleinen, knüppelartig verdickten Schirmen greift, die kaum einer für schön findet, auf die man sich nicht stützen kann, die man hochheben muß, um beschirmt zu sein und für die man sich nur deshalb erwärmt, weil sie zwar höchst unpraktisch, aber„, modern" sind? Hat es noch nicht Ihr Kopfschütteln erregt, daß die moderne Lyrik eine Begriffsverschieberin und Effektworthascherin zu werden droht, die sich nur noch mit Superlativen abgibt und nur schönes Fournier darstellt, während anderseits Schlager„ modern" sind, die so ganz und gar des schönen Wortes entbehren und grob, ja roh erscheinen, wie ein ungehobelter Tisch? Ein Affe ist es, der an jede Kunstleistung, überhaupt an jede Sache den Maßstab des Modernen legt! Gewiß, es gibt heute noch Schlager, die wenigstens Schwung und Rasse zeigen und deren Texte nicht miserabel sind. Ich denke dabei an die weidlich abgeklapperte ,, Valencia", die ihrem Erzeuger ein Vermögen einbrachte. Aber sehen wir von der Handvoll des Guten oder Erträglichen ab. Was bleibt übrig? Textlich kaum mehr, als der entsetzlichste Schund! Während sich kaum einer um Gustav Falkes Gedichte kümmert, während herzliebe feine Lyriker, Liederkomponisten vom Range eines Franz Schubert der eiskalten Teilnahmslosigkeit des sogenannten Publikums ausgesetzt sind und verhungern können, erklettern Schla ger- ,, dichter" und Schlager- ,, komponisten", von der Gunst eines lotterigen Publikums getragen, ein Postament, von dem sie die erstbeste Faust herabstoßen sollte. - - Sind wir als Volk der Denker und Dichter! nicht geradezu auf einen Tiefstand des Geistes und Geschmades angelangt, daß wir als Volksmasse, die sich einst das zartschöne ,, Am Brunnen vor dem Tore" ins Herz sang, heute gröhlen:„ Ach Auguste, ach Auguste sag, was tuste, deine Pu- Pu- Puste ist so schwül", oder:„ Du kannst mich mal am A...am Alexanderplaz“,„ Ich möchte Würstchen mit Senf beschmiert" ,,, Ach Schimmel, lieber Schimmel, laß den Schweif wehn“,„ Mein Schat Einrichtung durch seine eigenen Sachen vervollständigt werden würde. Die Bräute ließ er unterdessen in einem Hotel, wo sie auf die Uebersiedelung warteten, mittellos sitzen. Der Verhaftete hat ohne Zweifel viel auf dem Kerbholz. * Aprilnarren im Dezember. ,, Daily Expreß" meldet aus Buenos Aires: Der Rat der Stadt plante einen Spaß; er wurde zur Tragödie. Zu dem ,, Tag der Unschuldigen", der unserem 1. April insofern entspricht, als man an diesem Tage die Leute zum Narren halten kann, verhieß der Rat mit einem Inserat, daß er in alle 3ettungen der Stadt einsetzen ließ, daß ein richtiggehender Stier kampf stattfinden werde. Und zwar als Glanzleistung des städtischen Ausstellung. Nun sind aber Stierkämpfe in Argentinien streng verboten. Eine Arena wurde in der Tat auf dem Ausstellungsgelände angelegt, und es stellten sich etwa 40 000 Schaulustige ein. Die Stunde, die für den Beginn des Schuspiels angesetzt wurde, war längst verstrichen, doch erschienen weder Torero noch Stier. Das Publikum begann zu protestieren, bis es endlich merkte, es sei in den April geschict worden. Darüber geriet es in solche Wut, daß es die Arena stürmte und alles vernichtete, was zu vernichten war. Frauen fielen in großer Anzahl in Ohnmacht, und Kinder verloren ihre rasenden Eltern. Die ganze Polizeimacht der Stadt rückte an und stellte mit Mühe die Ordnung wieder her. Das Publikum erfuhr nun erst, daß der Rat der Stadt einen gelungenen Scherz zu machen die Absicht gehabt habe. Das Resultat waren aber viele Verwundete, darunter fünf Schwerverletzte. Ueber Erbgesundheitslehre. Geld und Geldeswert kann ein Mensch erben von Verstorbe nen, meistens wohl von seinen Eltern, doch auch von Seitenver-, wandten, oder gar von Fremden. Dabei wird jedes Ding nur einem Erben zufallen, mags ein Königreich oder ein Haus sein, ein Acker oder nur ein Fingerring oder Büchlein, und wenn ein Bauersmann seine Zeit oder ein Fürst sein Land, wie einst Philipp der Großmütige sein Hessenland, unter seine Kinder ver teilt, so kann jedes nur ein Stück vom Ganzen erben. Dagegen gibt es manches, was auch der ärmste Vater und ebenso jede Mutter schon bei Lebzeiten jedem der Kinder, obs viele sind oder wenig, gleich bei der Geburt vererbt und damit mehr oder weniger vervielfältigt: das sind die Naturanlagen leiblicher und geistiger Art. Seine blonden oder schwarzen, glatten, lockigen oder krausen Haare, blauen oder dunklen Augen, großen oder kleinen Wuchs, flinken oder schwerfälligen Verstand, lebhafte oder schlafmütige Gemütsart, schlaffen oder festen Wildas alles hat ein Kind angeboren und von den Eltern len laß mich an deiner Welle" usw. Und ist es nicht bezeichnend, daß selbst Leute, die sich zur„ guten Gesellschaft" rechnen, und bei jeder Gelegenheit die„ vornehme Note" herausstecken, sich danach biegen und wenden? Wollen sie denn nicht merken, daß ,, Wer hat bloß den Käse zum Bahnhof gerollt" nach der Kloake riecht und„, Bei mir, da mußte neunzehn trudeln, eh du nen Blumentopp gewinnst" die niedrigsten Instinkte weckt? Kann es noch schlimmer werden? Kaum! Es müßte denn sein, daß man noch das Mistfahren besänge; obendrauf käme dann all das Zeug, das an der Verrohung des Geschmacks mitschuldig ist. Hier liegt der Schund und Schmutz, meine Damen und Herren. Einst hob der Künstler das Publikum empor, heute steigt mancher nieder, um einem Publikum zu schmeicheln, das er selbst im tiefsten Herzen verachtet. Goethe möchte einmal aufstehen und Zeuge sein, was Kinder und Erwachsene statt eines„ Setdenrösleins" heute singen und pfeifen. Seine ernsten, großen Augen würden Blige des Zornes sprühen! Gewiß, die Zeiten haben sich geändert, und die vielen neuen Reize des Verkehrs und des Lebens überhaupt stellen neue Forderungen; der neue Sang hat viel lebhafteres Feuer als früher. Muß man aber dabei so ganz abstreifen, was jahr hundertelang als Würde und Feinheit galt? - Krieg dem gemeinen Schlager! Todfeindschaft diesem„ Bonbon", das schmierigen Inhalt im bunten Staniol reizvolles Melodien präsentiert! Schafft vernünftige und anständige Tanz texte; auch in ihnen die Leidenschaften kühn emporflammen und Eros Triumphe feiern. Die Liebe soll leben, nicht aber die übelriechende Gosse, der absolute Blödsinn, die Plumpheit, die Gemeinheit! Jeder wirkliche Deutsche arbeite mit, daß der Unrat, dex sich in den Texten der„, modernen Schlager" breit macht, auf Den Komposthausen wandert; denn dorthin allein gehört ez. Kein Herr, der etwas auf sich hält, keine Dame, die über der Halbwelt stehen will, tanze nach ,, Käse, den man zum Bahnhof gerollt" oder nach der„, dicen, dicken, dicken Viehmagd, die der Saubub hat so gern". Schlagt den frech gewordenen Schlager tot! Rettet das zarte Volkslieb und den anständigen Tanztext! Di Nr. 2. Donnerstag, den 5. Januar 1928. oder durch sie von Großeltern oder noch früheren Ahnen ererbt. Anfänglich schlummern freilich in dem Kindlein die besonderen Gaben des Verstandes, Gemüts und Willens. Sie müssen durch Erziehung in Schule, Haus und Leben entwickelt werden, und das kann mehr oder weniger gut geschehen. Aber schaffen kann auch die beste Erziehung nichts, wozu nicht die Anlagen schon vorhanden sind. Und die sind gar verschieden bei verschiedenen Menschen. Es ist damit ähnlich, wie mit den Besonderheiten der verschiedenen Rassen der Kulturpflanzen und Haustiere. Kein Mittel, wie Pflege, Futter oder dergl., kann den Dackel zum Schäferhund, den Holzapfelbaum zur Goldrenette machen: wer Schäferhunde haben will, muß Junge von Schäferhunden aufziehen, wer Goldrenetten zu ernten wünscht, muß Edelreiser von solchen propfen. So spricht man ja auch von Menschenrassen und nimmt als selbstverständlich hin, daß die Kinder von Negern schwarze Haut haben und unsere Kinder weiße. Auch innerhalb unserer„, weißen Rasse" sind wieder rassische Unterschiede, vie vielfältig gekreuzt, an der körperlichen und sicherlich auch an der geistigen Verschiedenheit zu einem großen Teil schuld sind. Nun können wir nicht planmäßige Rassenzüchtung von Menschen treiben, wie sie bei Pflanzen und Tieren möglich ist. Aber eins fönnen wir bedenken: die kommenden Geschlechter, auf denen die Zukunft unseres Vaterlandes beruht, sind die Nachkommen von uns heute Lebenden, die Erben unserer Naturanlagen. Aufs Ganze gesehen würden sie höher stehen als die Gesamtheit von heute, wenn die jetzigen Träger wertvoller Anlagen sich stärker vermehrten als die Minderwertigen. Tatsächlich aber ist es gerade umgekehrt: je weiter es jemand durch besondere Verstandes- und Willensbegabung gebracht hat, um so weniger Kinder hat er in der Regel. Daraus ergibt sich die Befürchtung, daß die Durchschnittshöhe der Begabung fünftig sinkt, daß die wertvollen Begabungen immer weniger zahlreich werden und schließlich aussterben. So ist es einst mit den Griechen und Römern gegangen: durch Kinderarmut sind die kulturtragenden Schichten ausgestorber; Minderbegabte traten an ihre Stelle, konnten aber die überlieferten Künste und Wissenschaften nicht erhalten, geschweige denn weiter fördern. Soll es bei uns nicht auch so gehen, so muß die Gefahr erkannt und bekämpft werden. Das erstrebt die Erbgesundheitslehre, die auch als„ ,, Rassenhygiene" bezeichnet wird. Durch Vertiefung und Verbreitung der Einsicht in diese Zusammenhänge müssen Maßnahmen vorbereitet werden, die dem Geburtenrückgang, besonders bei den Begabteren, entgegenwirken müssen, aber auch immer mehr Einzelne sich ihrer Verantwor= tung gegen die künftigen Geschlechter bewußt werden, deren Ahnen sie sein werden. Die zehn besten Sportler Deutschlands. ,, Gießener Zeitung" Weitsprunug( 7,53 m) 7,53 Dobermann- Köln; 7,37 Meier- Witfersdorf; 7,33 Köchermann- Hamburg; 7,225 Hoffmann- Leipzig; 7,09 Schumacher- Hamburg; 7,02 Schlöske- Berlin( SCC) 7,00 Mölle- Köln; 6,97 Ebner- Schweinfurt; 6,92 ScharigKassel; 6,91 Leppke- Berlin. Nach den gleichen Grundsätzen wie im Jahre 1926 hat die Deutsche Sportbehörde für Leichtathletik eine Liste der besten Leichtathleten in allen Uebungen aufgestellt und Anfang Oktober den Sportwarten der Landesocabär de im Entwurf zur Durchficht vorgelegt, sodaß alle Einrönde und Bedenken in diesem Jahre berücksichtigt werden konnten. In fast allen Dissiplinen sind die Fortschritte gegen früher unverkennbar, wie nachstehende Ausstellung zeigt:( hinter jeder Uebungsart ist in Klammern die bestehende deutsche Höchstleistung angegeben). 100 m( 10,4 Set.) 10,4 Houben- Krefeld; 10,4 Schüller- Krefeld; 10,5 Dr. Wichmann- Frankfurt a. M.; 10,6 Körnig- Berlin; 10,6 Salz- Krefeld; 10,6 Corts- Berlin; 10,6 Wällner- Bremen; 10,7 Schlößke- Berlin( BSC); 10,7 Malit- Berlin; 10,7 Wege- Leipzig. 200 m( 21,4 Gef.) 21,4 Set. Körnig- Berlin; 21,4 Schüller- Krefeld 21,5 Houben- Krefeld; 21,6 Schlößte- Berlin( BSC); 21,7 Malitz- Berlin; 21,7 v. Rappard- Karlsruhe; 21,8 Dr. Wichmann- Frankfurt a. M.; 22 Büchner- Magdeburg; 22 Körting- Leipzig; 22,1 Eldracher- Gießen. Hochsprung( 1,923 m) 1,90 Köpte- Berlin; 1,88 Beetz- Berlin; 1,87 Huhn- Jena; 1,87 Eide- Hannover; 1,87 Rosenthal- Königsberg; 1,865 Stoszynski- Berlin; 1,863 Ladewig- Berlin; 1,84 Scheffler- Roßla; 1,835 Boneder- Regensburg; 1,83 Westphal- Augsburg. 400 m( 48,2 Get.) 48,2 Büchner- Magdeburg; 48,4 NeumannMannheim; 48,6 Engelhardt- Darmstadt; 48,6 Storz- Halle; 48,8 Dr. Peltzer- Stettin; 48,8 Schaurig- Rassel; 49 SchmidtBerlin; 49,3 Wiese- Berlin; 49,8 Klähn- Berlin; 49,8 MostEssen. Stabhochsprung( 3,80 m) 3,76 Reeg- Neu- senburg; 3,70 KlattBerlin; 3,70 Werkmeister- Berlin; 3,66 Baltes- Dortmund; 3,63 Speck- Pforzheim; 3,60 Gröber- Zeit; 3,60 WegenerHalle; 3,60 Schumacher- Hamburg; 3,55 Adams- Kassel; 3,51 Hartmann- Braunschweig. Speerwerfen: bestarmig( 64,60) 64,60 Schlofat- Insterburg; 59,73 Molles- Königsberg; 59,38 Hoffmeister- Hannover; 58,77 Zimmermann- Zehlendorf; 58,55 Schnaderts- Köln; 58,10 Günther- Stuttgart; 57,46 Westerhaus- Berlin; 57,24 Metzdorf- Dortmund; 57,14 Weiß- Berlin; 57,11 Mäser- Königs800 m( 1: 51,6 Min.) 1: 53,6 Engelhardt- Darmstadt; 1: 53,6 Dr. Pelzer- Stettin; 1: 54,7 Böcher- Berlin; 1: 56,6 Jakobs- Magdeburg; 1: 55,9 Müller- Zehlendorf; 1: 56,2 Merkel- Berlin; 1: 56,2 Wollmer- Kassel; 1:57 Dammert- Karlsruhe; 1:57 Je= nuwein- München; 1: 57,1 Schwarz- Hamburg. 1500 m( 3:51 Min.) 3: 56,6 Böcher- Berlin; 3:57 Dr. PelzerStettin; 4: 01,6 Walpert- Berlin; 4: 02,9 Schilgen- Darmstadt; 4: 03,2 Bolze- Stettin; 4: 03,4 Schoemann- Breslau; 4: 04,4 Hoffmann- München; 4: 06,4 Jenuwein- München; 4: 08,2 Mohl- Darmstadt; 4: 08,4 Klar- Karlsruhe. berg. Distuswerfen: bestarmig:( 47,04 m) 47,04 Hoffmeister- Hannover; 44,67 Hänchen- Berlin; 44,38 Paulus- Weglar; 43,93 Schauffele- Stuttgart; 42,85 Seraidaris- Dresden; 42,42 Rödl- München; 41,95 Junghenn- Kassel; 41,90 Thiele- Königsberg; 41,63 Hirschfeld- Allenstein; 40,98 Steinbrenner- Frankfurt a. M. 5000 m( 15:03 Min.) 15:03 Kohn- Berlin; 15: 04,9 Petri- Hamburg; 15:15 Boltze- Stettin; 15: 18,6 Husen- Hamburg; 15: 19,2 Diedmann- Hannover; 15:20 Kilp- Siegburg; 15: 22,8 Klinzing- Berlin; 15: 29,9 Obelode- Wissen 15: 36,2 Tomberg- Geldern; 15:39 Dredmann- Hamburg. Kugelstoßen: bestarmig( 14,72 m) 14,72 Brechenmacher- Frankfurt a. M.; 14,66 Söllinger- Darmstadt; 14,62 Kulzer- München; 14,48 Schröder- Dortmund; 14,47 Hirschfeld- Allenstein; 14,36 Schauffele- Stuttgart; 14,06 Zeder- München; 14,02 13,90 Wenninger- Zuffenhausen; 13,86 Seraidaris- Dresden. Hammerwerfen( 43,12 m) 42,80 Mang- Regensburg; 39,715 Wenninger- Zuffenhausen; 39,39 Furtwengler- Regensburg; 38,315 Kniese- Berlin; 37,16 Boneder- Regensburg; 34,79 Ochs= Roth; 34,64 Kurz- München; 33,26 Rohweder- Schwerin; 32,40 Heinz- Freudenheim; 32,29 Asel- Mannheim. Behnkampf( 701 Punkte) 701 Weiß- Berlin; 625 Wegener- Halle; 615 Westerhaus- Berlin; 612 Ladewig- Berlin; 588 SchnurrSteglitz; 559 Lemperle- Köln; 551 Hinze- Berlin; 526 KurzMünchen; 525 Eberle- Freiburg; 522 3ur- Breslau. 10 000 m( 32: 00,8 Min.) 32: 00,8 Petri- Hamburg; 32: 32,9 Schneider- Hirschberg; 32: 35,9 Brauch- Berlin; 33: 00,8 Helber- Stuttgart; 33:05 Gerhardt- Siegen; 33: 16,7 Schulze- Berlin; 33:17 Wiese- Schneidemühl; 33: 21,6 Wanderer- Pozzdam; 33: 32,2 Essig- Stuttgart; 33: 34,9 Horlemann- Berlin. Marathonlauf( 2: 41,09,0 Std.) 2: 51,06,8 Hörger- Braunschweig; 2: 58,30 Wanderer- Potzdam; 3: 00,59 Seegers- Hannover; 3: 03,54 Völschow- Rostoc; 3: 06,15 Schneider- Hirschberg; 3: 08,59,8 Müller- Berlin; 3: 10,43 Burkart- Elbing; 3: 13,59,9 Wils- Berlin; 3: 14,42 Gerhardt- Siegen; 3: 15,34,2 Neumöge= Berlin. Bücherecke. Wundt, Prof. Dr. Max,„ Die Ehre als Quelle des sittlichen Lebens in Volk und Staat". Langensalza, Hermann Beyer & Söhne( Bayer& Mann). Pädagogisches Magazin, Heft 1172. 53 S. Preis 1,40 RM. Dies ist eine Schrift, wie sie unserer Zeit bitter not tut, wenn Deutschland noch einmal eine bessere Zukunft erleben soll. Sie richtet unser Augenmerk auf die Stelle, die die Grundursache unserer ganzen nationalen Schmach ist: die Verflachung und Verwirrung des Ehrbegriffes. Da aber das Erwachen und Erstarken eines gesunden Ehrgefühls die erste Voraussetzung eines seiner Bestimmung würdigen Menschen- und Volkslebens ist, so hat der bekannte Kämpfer für die Erneuerung unseres nationalen Denkens, Max Wundt, sich hier die Aufgabe gestellt, durch die Kennzeichnung der Ehre als der Quelle des sittlichen Lebens und durch eine gründliche Klärung dessen, was Ehre ist, die theoretische Vorarbeit für die Erreichung dieses Zieles zu leisten. Es ist zu wünschen, daß das Buch auch von recht vielen gelesen wird, nicht nur von denen, die sich schon als Mitstreiter des Verfassers wissen, sondern vor allem auch von solchen, denen es zur Offenbarung eines neuen Lebensinhaltes werden kann. 110 m Hürdenlauf( 14,9 Set) 15, Troßbach- Berlin; 15.1 Eteinhardt- Karlsruhe; 15,4 Dr. Wichmann- Frankfurt a. M.; 15,6 Gerner- Stettin; 15,6 Welscher- Frankfurt a. M.; 15,7 Köpte- Stettin; 15,7 Schulze- Berlin; 15,8 Bescheznic- Berlin; 16,0 Stödmann- Duisburg; 16,0 Kurallus- Berlin. 400 in Hürdenlauf( 54,8 Get.) 54,4 Dr. Peltzer- Stettin; 55,1 Gerner- Stettin; 56,8 Neumann- Berlin; 56,9 SchumannZehlendorf; 57,9 Allmardt- Leipzig; 58,0 Jodl- Breslau; 58,8 Schulze- Berlin; 59,0 Jönisch- Köln; 59,1 Müller- Leipzig; 59,4 Schellhorn- Berlin. Brehms Tierleben in einem Band. Das Buch ist nach der ( vierten) Auflage des Hauptwerkes frei bearbeitet von Dr. Georg Grimpe. Mit 19 farbigen und 40 schwarzen Tafeln, 21 Abbildungen im Text und einer farbigen Karte. Es ist erschienen im VerFür das neue Geschäftsjahr Universal- ReichssteuerKassebuch mehrfach gesetzlich geschützt ( Von vielen Steuerinspektoren und Bücherrevisoren bestens beurteilt) enthält Spezialeindrucke für jeden Handwerksbetrieb z B für ,, Gastwirtschaften, Bäckereien ,, Gärtnereien" ,,, C ,, Glasereien" ,,, Landwirtschaftsbetriebe" ,,, Maler u Weissbinder" ,,, Maureru. Baugeschäfte" ,,, Metzgereien" ,,, Polstereien und Sattlereien" ,,, Schlossereien" ,,, Schmiedereien" ,,, Schneiderbetriebe" ,,, Schreinereien", ,, Schuhmachereien" ,,, Spenglereien", offene ,, Ladengeschäfte" ,,, Modistinnen", 99 Weissnähereien", ,, Architekten". ,, Aerzte und ,, Agenturen". Mit diesem Kassebuch, für dessen Führung Buchführungsvorkenntnisse nicht erforderlich sind, kann zu jeder Zeit sofort ohne viel Mühe die zu zahlende Umsatzsteuer sowie das steuerpflichtige Einkommen festgestellt werden, weil die umsatzsteuerpflichtigen und die umsatzsteuerfreien Einnahmen, Sowie die einkommensteuerpflichtigen und die einkommensteuer freien Ausgaben getrennt von einander mit grösster Leichtigkeit gebucht werden. Nebenher weiss man auch, welche Summen für Materialien und die verschiedenen Unkosten sowie für den eigenen Haushalt verausgabt wurden. Diese allseits als sehr praktisch anerkannten Bücher sind bei mir stets vorrätig. Albin Klein, Gießen, Südanlage 21. Bezugspreis 2,40 Redaktionsschluß früh& lenbung night verlang 41. Jahrg. Politif Die Reichstegi Reichsrats am Seres gegen die Streichung b zerfreuzers erhoben. Nach den neuesten Gesamtauslands 31.9 Milliarden Reich Das Gutachten riums über die Mögli labinett noch im Laufe lag des Bibliographischen Instituts in Leipzig. Das gesamte Tier Geld wie Heu Dr., Abitur reich in einem handlichen, 872 Seiten umfassenden GroßoktavBande, bearbeitet von einem tüchtigen Zoologen nach der neuen vierten Auflage des 13bändigen Werkes ,, Brehms Tierleben"- das ist bei den zu Dutzenden auf dem Büchermarkt erscheinenden Nachdrucken der freigewordenen alten Auflage des klassischen Werkes ein Ereignis. Der neue Brehm- Einbänder ist kein Lehrbuch, das trockene Systematik enthält, sondern ein echtes Volksund Lesebuch, frisch, anschaulich und fließend geschrieben, in jeder Beziehung zuverlässig und auf den neuesten Stand gebracht. Nicht die oft veralteten, mit der heutigen Tierkunde nicht mehr in Einklang stehenden Ansichten, auch nicht die längst widerlegten Angaben, die heute immer wieder kritiklos nachgedruckt werden, auch keine grausigen, auf Sensationslust berechneten Jagdberichte enthält es, sondern eine gut lesbare Darstellung des Lebens und Treibens der gesamten Tierwelt. Unterstützt wird die Darstellung durch eine große Zahl farbiger und schwarzer Bilder, von denen die meisten den unübertroffenen Bilderbeigaben der 4. Auflage des großen Werkes entnommen wurden. Willkommen werden dem Benutzer des Buches auch die systematische Uebersicht über das gesamte Tierreich mit den lateinischen Namen und das ausführliche Register sein. Möge das schöne und preiswerte Werk, dessen innere und äußere Ausstattung höchste Anerkennung verdient, in allen Schichten unseres Volkes weite Verbreitung finden. Ein deutscher Bierkalender. Endlich ist auch dem deutschen Bier und allem, was mit ihm zusammenhängt, ein würdiger Kalender erstanden, in Gestalt eines vornehmen Wandabreißtalenders. Er ist allen Freunden des Bieres gewidmet und führt sie durch die Geschichte unseres Volkes von der Steinbierbrauerei des germanischen Gehöftes bis zum modernen Großbraubetrieb. Verlag Knorr& Sirth, München, Preis von RM. 2,50. Der deutsche Bierkalender ist ein Kulturkalender von Rang und Bedeutung, eine Quelle der Belehrung und Unterhaltung. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. verdienen meine Reisende, die nur fleissig alle Ladengeschäfte besuchen. Ia Artikel. Paul Zischka, Hamburg 36. Patent- Preisschilderfabrik. HEIRAT! Hüb che 22 jähr. Gutsbesizertoch er Halbwaise mit 1200 Mora. gr Gut u. 275 000 Mt. bar wünscht sich mit soliden Herrn auch ohne Verm. zu ve heiraten d. Frau Adamkiewicz, Berlin C. 25. 1 Anleitung durch Dr. Woitit, Berlin W. 50 Geisbergstraße 24. Berücksichtigt unsere Inserenten Die Lehrfurie eppiche Läufer ohne für Kleidermachen u. WäicheAnzahlung in 10 Monatsrat lief. Teppichhaus Agay& Glück. nähen beginnen 3. Januar 1928 Frankfurt a. M 742 Die Sowjetwa chaftspolitijger Organi Im Samburger St mit einem Defizit von An der polnisch haften Schießereic Grenzsoldaten gekomme Der teuer Gehr splendid ist stat für 1928. Wire folgende Angaben: A im Jahre vorgesehen. Die Abgeordneten bela rend die Aufwandsents hließlich der Aufwan 36 000 M unter Berid hin nette Summe von Der Küchenanlagen i 130 000 Mart, und fü Ausstattungsgegenstän tagspräsidenten, in de weniger als 10 000 famt erfordert der App ben und einmaligen 2 Gas Explosion Jm Saus Nr. 116 war am Nachmittag um 12 Uhr erfolgte Kradjen, Donnern un Teil der Hausbewohn wenn auch in höchster anderen dedte ein 10 M Berlin. Wie die haben, ist die Zahl de Der Landsberger Alle her angegegeben wur wurden und ungefähr ber Toten jo hodh ang wirrung zuridzuführ Leichen zu erkennen tellten, daß es fich pelzählungen vorger abend zurüdgezogen Schlachthof fünfzig 2 Den Aufräumungsart Die Feuerwehr ihre wenn zuverlässig fest unter den Trümmerm Schreiben Sie sofort! Marie Sack, Goethestr. 31. CCCCCCCCCCCCCCCCCCCC Lohnlisten Ehrung des deu Bum Bräsidenten ein London. Der den mer ist zum Brafider für 8tägige, 14tägige und monatliche Lohnauszahlung und mit dem( Vereinigung für net notwendigen Steuerabzug- Vordruck, grosse Lohndüten mit Ausrechnungs-, Versicherungs- und Steuerabzug- Vordruck, Arbeitszettel und alle anderen Formulare stets vorrätig bei Albin Klein in Giessen. 身身身身 会員 Das erstemal, daß die und Bildungszweden ift, einem Deutschen a ammlung der Gesell ber die Entwidlung gestern abend stattgef Deutsche Botschafter de Die Lieferung Regierun London. Nach B Benden britijgen Lo 40275