Nr. 18. iden Weglarer and 1 der beiden anderen was nur fehlte, war manchmal atrobati Kunstfahren steigt lerlose Durchführung sind, zeigte im Ger ereins von 1885-6te Den 1885ern, daß bas ampfrichter abzuwar Weklarer, die gleidh en nicht sicher genug aber ohne die gering Tim Radball ausge mpfen wurde um bie 1 auf diesem Gebiete, dings diesesmal einer ener R. V. von 1885, auch im 2er: und 3er: gte. Bei diesen ,, LoMeisterschaften lagen heidung- spielte ber Cellen zu können, daß Spieler zu übertragen es der Germanen ist Siegerverkündigung Salter Göbel- Weglar. burg, 3. Germania r, 3. 1885- Marburg. 2. Wanderer Gießen, Germania 1. Gießen, Germania 1. Gießen, usaalsportwart Muh ände an am besten die eodor, welche matte Weiße erwünscht ist. arin, daß diese fühlend bet Teichzeitig eine Der nachhaltige. isch gepflüdten glödchen und Mofchusgeruch. Preis der en Chlorodont Her Einsendung t genauer und efendung foften e auf dem Um5.. Drest C. 1415 Klein in Gießen. 1928 öln Rechtswissenschaft Semester) und Philo Sandelslehrerftudium. ril. Die Einschreibe Das Vorlesungsver tariat gegen Einsen , 15) bezogen werden. Biergarten: nen-, Pflaumen- un bäume und Spaliere, üsche, Quitten- Büsche ein, Clematis u. a. - Mahonien Cypressen, Sorten in großer Aus zaleen, Kirschlorbeer günftigen Preisen nefch( Solstein). chelbeersträucher, grob gelb, Johannisbeer ren, Brombeeren; stämme, Hochstämme Sorten und wunder Ten auszahlung und mit dem g- Vordruck, ndülen St uerabzug- Vordruck, ttel ulare bei Giessen. Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr.- Für Aufbewahrung oder Rüdhendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Jahrg. Bolitische Tagesschau. Der Rest der deutschen Delegation für die Tagung des Böllerbundsrates ist nach Genf abgereist, darunter Geheimrat ». Dirksen, der die Danziger Fragen bearbeitet, Gesandter v. Freytag, dessen Arbeitsgebiet die Kulturangelegenheiten umfaßt, außerdem Geheimrat v. Friedberg für die Saarfragen und ber Reichspressechef Dr. Zechlin. Der französische Minister für öffentliche Arbeiten, Tardieu, hat an den deutschen Minister für öffentliche Arbeiten aus Anlaß des gestrigen Grubenunglüds bei Recklinghausen ein Beileidstelegramm gesandt. Die Landtagsfraktion der Bayrischen Volkspartei hat be: schlossen, die Regierung aufzufordern, die Beamtenbesoldungsvorlage mit Beschleunigung an den Landtag zu bringen und die Entscheidung in offener Feldschlacht zu suchen. Damit wird natrlich auch die formelle Auflösung der Koalition gegeben sein. Der medlenburgische Landbund hat einen er: neuten Antrag auf Zulassung eines Volksbegehrens zur wegen Herbeiführung Staatsgerichtshofsentscheidung widerrechtlicher Zurückhaltung der Notstandskredite durch die amtierenden Minister an das Staatsminicherium gerichtet. Die einer mit Handelsvertragsverhandlungen Bolen sind wieder ergebnislos abgebrochen. Wie halbamtlich verlautet, tommt eine Wiederaufnahme der Berhandlungen für die nächste Zeit nicht in Frage. Die„ Phoebus Affaire" im Saushaltsausschuß. Nach der am Freitag im Haushaltsausschuß des Reichstags abgegebenen Erklärung des Reichswehrministers Groener erscheint es nicht nur überflüssig, sondern auch schädlich, allen den Ausstreuungen nachzugehen, die Tag für Tag über die Phoebus- Affaire" in die Welt gesetzt werden. Es steht fest, daß grobe Unregelmäßigkeiten vorgekommen sind, die ihre Sühne finden müsse. Dies gibt auch Herr Groener zu. Erst, wenn die Untersuchung abgeschlossen ist, werden Kanzler und Kabinett in der Lage sein, dem Reichstag und der Oeffentlichkeit völlige Aufklärung über den Gesamtstand der Dinge geben zu fönnen. Selbst die Sozialdemokratie, die besonders charf auf die Phoebus- Affaire ist, hat nunmehr durch ihren Sprecher, Müller- Franken, zugegeben, daß augenblicklich eine Bertagung notwendig sei. Reichstagsschluß am 31. März. Der Aeltestenrat des Reichstags traf gestern die Disposi tionen für die Arbeiten im Plenum während der nächsten Tage. Zunächst werden beraten werden der Wirtschaftsetat, das Gesetz über die Erhöhung der Invalidenrenten und der Verkehrsetat. Samstag, der 10., und Montag, der 12. März, bleiben von Plenarsizungen frei, um dem Haushaltsgusschuß für seine Arbeiten größeren Raum zu geben Sodann soll ein Kontigentierungsplan aufgestellt werden, der alle Gegenstände umfaßt, die noch bis zum 31 März erledigt werden sollen, so daß endgültig an diesem Termin der Reichstag seine Tagung abschlies= jen fann. Keine eigenen Wahllisten des furhessischen Landbundes. Der furhessische Landbund hat eine Vertreterversammlung nach Kassel einberufen, der sämtliche Mitglieder aller kurhesAschen Wahlkreise und auch zahlreiche Vertreter aus Mitteland Westdeutschland beigewohnt haben. Es wurde einstimmig beschlossen, zu den bevorstehenden Wahlen nicht mit eignen Wahllisten hervorzutreten, sondern mit den in Frage kommenden Rechtsparteien wie bisher weiterzuarbeiten. Die Gründung einer eignen Bauernpartei, unter welchem Namen Sie auch auftreten möge, wurde einstimmig abgelehnt. Eine derartige Neugründung ist überhaupt für die ernst zu nehmenden Kreise des turhessischen Landbundes niemals erwogen wor: ben. Auch aus technischen Gründen würden einer derartigen Neugründung große Schwierigkeiten entgegenstehen, da es gar nicht mehr Zeit genug sei, bis zu den kommenden Wahlen mit eigenen Kandidaten und Listen hervorzutreten. Außer= dem würde eine schwere Schädigung der Rechtsparteien und überhaupt der bürgerlichen Parteien darin zu erblicken sein, wenn das Landvolk jezt einer besonderen Parole folgen wollte. Hessische Anträge im Reichsrat. In der letzten Sitzung des Reichsrats wurde eine Entjchießung angenommen, die sich auf einen Antrag Hessens bezieht, in den Nachtragsetat für 1927 3,4 Millionen Mark als Reichsbeitrag zur Verbreiterung der Mainzer Rheinbrücke einzustellen. Diese Entschließung wurde der Reichsregierung zur wohlwollenden Prüfung empfohlen. Ein weiterer Antrag Hessens, einmalige Beihilfen für wirtschaftlich und kulturell besonders bedrohte Grenzgebiete auch an Hessen mit Rücksicht auf die Grenzbeziehung des Ver= sailler Vertrages, wodurch die wirtschaftlichen Beziehungen zu Eaz- Lothringen zerstört worden seien, zu überweisen, wurde abgelehnt. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. Mr. Samstag, den 3. März 1928 Zusammentritt des Hessischen Landtages in der zweiten Märzhälfte. Der Aeltestenrat des Landtages hielt Donnerstag eine Sigung ab, in der laufende Angelegenheiten besprochen wurden. Es ist beabsichtigt, das Plenum des Landtages in den beiden letzten Märzwochen zur Erledigung spruchreifer Ange= legenheiten, insbesondere des Besoldungsgesetzes und der Polizeigesetze, sowie eines Etats- Notgesetes tagen zu lassen. Verwaltungsgerichtshof für Hessen. Das Gesamtministerium hat durch Entschließung vom 23. Februar 1928 gemäß Artikel 9 des Gesetzes, die Verwaltungsrechtspflege betreffend, vom 8. Juli 1911 den Oberlandes= gerichtsrat Simon mit Wirkung vom 1. März 1928 für die Dauer seiner Zugehörigkeit zum Verwaltungsgerichtshof zum ordentlichen Vertreter des Präsidenten dieses Gerichtshofes ernannt. Das Gesamtministerium hat den Oberlandesgerichtsrat Altendorf in Darmstadt für die Dauer des von ihm zur Zeit bekleideten Amtes zum Mitglied des Verwaltungsgerichtshofes ernannt. Kündigung des Mehrarbeitsabkommens im Ruhrbergbau. Essen. Die vier Bergarbeiterverbände haben gestern gemeinsam das für den Ruhrbergbau bestehende Mehrarbeitsabkommen gekündigt. Die Kündigungsfrist läuft am 30. April ab. Die Hessische kommunale Gasfernversorgung' gegründet. Unter dem Vorsitze des Herrn Ministers des Innern in Hessen haben sich die drei hessischen Provinzen und die Städte Darmstadt, Mainz, Worms und Gießen in der Frage der Gasfernversorgung mit dem Staate Hessen zusammengeschlossen und gemeinsam mit diesem die„ Hessische kommunale GasfernDie Hekoga ist auf rein versorgung"( Sekoga) gegründet. fommunaler Grundlage aufgebaut und wird die Rechte einer Körperschaft des öffentlichen Rechts erhalten. Es ist vorgese= hen, daß der Hekoga noch weitere Städte und kommunale Verbände auch der an Hessen angrenzenden Gebiete ten. Die Hekoga stellt sich die Aufgabe, die Gasfernversorgung ihres gesamten Versorgungsgebietes nach einheitlichen Gesichtspunkten zu fördern und hauptsächlich eine Verbilligung des Gafes für Haushalt, Gewerbe und Industrie unter Ausnutzung aller durch die moderne Technik gebotenen Möglichkeiten herbeizuführen. Die Gründung dürfte für das Wirtschaftsgebiet des Rhein- Mainischen Städtetranzes von größter Bedeutung sein. - beitre= ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorichriften ohne Verbindlichkeit Bei Wiederholungen Rabatt, für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 19 Volfstrauertag. Volfstrauertag. Der Tag, da sich alle der Gefal= lenen erinnern, und den so viele bald wieder vergessen, bis auf die Mütter und Frauen, die nie vergessen können. Tragen wir allein die Schuld daran, daß wir so selten unserer Toten aus dem Weltkriege gedenken? Ist es das nie rastende Jahren modernen Alltags, das uns während des ganzen Jahres keine Zeit läßt, um der Erinnerung an die Gefalle= nen eine stille Stunde zu weihen? Ist es der verlorene Krieg, der uns mahnt: nur nicht von den nutzlosen Opfern sprechen und immer aufs neue Wunden aufreißen, welche die Zeit schon verheilen ließ? Nein, Ihr Kopfhänger! Das Leben selbst ist es, unsere eigenste Natur, unser Wesen, das sich allen Schicksalsschlägen zum Trotz immer wieder zur Lebensfreude durchringt und das Schwere vergangener Tage vergessen läßt, im natürlichen Be streben, das kurze Leben zu genießen! Wer außer den Toten kann uns der Undankbarkeit zeihen, wenn wir im Getriebe des Alltags ihrer uneingedenk werden und immer wieder eines Tages im Jahre bedürfen, um uns ihrer zu erinnern. Die Gefallenen selbst aber wollen es nicht, daß wir uns durch die stete Erinnerung an ihren Verlust das Leben verbittern und zu Kopfhängern werden. Sie wollen es aber auch nicht, daß wir, wie so viele unter uns, immer wieder fragen: Warum mußtet Ihr nutzlos sterben, warum hat Euer Opfer den Krieg nicht zu unseren Gunsten beendet, warum seid Ihr umsonst in den Tod gegangen, der eine freudig mit einem Lied auf den Lippen, der andere pflichtgetreu, das Entsetzen in den starren Augen, als eine Mine ihn zerriß?„ Wir sind nicht nuhlos gefallen!" rufen sie uns zu, ,, was wäret Ihr Lebenden ohne uns, ohne die zwei Millionen Toten? Wo wäre das Reich, das Vaterland, wenn wir nicht dafür gestorben wären? Was wäre aus Deutschland geworden, hätten wir Euch nicht geschützt, hätten wir nicht die Uebermacht der Feinde länger als vier Jahre aufgehalten bis sie selbst dem Ermatten nahe waren und sich auch nach Eurem Zusammenbruch nicht stark genug fühlten, um ein Volt, für das zwei Millionen starben, völlig auseinander zu reißen? War es nicht der Geist, der uns zum Opfertode führte, der auch nach der Revolution das Reich erhielt, der so mächtig war, daß die neuen Machthaber ihn rufen mußten, sollte das Vaterland nicht unter den Folgen ihres leichtsinnigen Umsturzes zerfallen? Deutschland sind wir gestorben, und seine Rettung vor dem Untergang war unser Werk! Seht, so starben wir nicht nuklos! Für Laßt die Köpfe nicht hängen über unseren Verlust; doch vergeßt uns auch nicht und weiht den einen Tag im Jahr unserem Gedenken allein! Schmückt heute unsere Gräber und spielt uns das Lied vom guten Kameraden." Das Recht der evangelischen Mehrheit. Wie die„ Tägliche Rundschau" am 1. März meldete, hat das Präsidium des Evangelischen Bundes folgende öffentliche Erklärung abgegeben. Gegen den Lutherfilm Hans Kysers hat eine lebhafte katholische Protestaktion eingesetzt, an der sich außer den Pfarrkollegien in München, Nürnberg und Berlin sogar die Fuldaer Bischofskonferenz durch eine Eingabe des Fürstbischofs Bertram an die preußische Staatsregierung beteiligt hat. Die bayrische Staatsregierung, insbesondere der bayrische Innenminister Stützel, fordert sogar die vollständige Zurückziehung des Films. Soweit die Proteste sich gegen einzelne Szenen des Films richten, muß immer wieder darauf hingewiefen werden, daß der Film auch nach der Ansicht katholischer Sachverständiger bei der Darstellung der doch nun einmal historisch und aktenmäßig feft: stehenden Zustände jener Zeit durchaus schonend verfährt. Aus der ganzen Art dieser Proteste, die übrigens zum Teil schon vor der Fertigstellung des Films einsetzten, und aus den sie begleitenden Kommentaren der römisch- katholischen Presse, ganz be= sonders aber aus der Begründung des bayrischen Innenministers, er wisse nicht, ob er mit der Beanstandung einzelner Teile des Bildstreifens den Anschauungen der katholischen Kirche ge= recht werde, geht indessen klar hervor, daß der Verstoß sich nicht mehr gegen diese oder jene einzelnen Szenen, sondern gegen die Darstellung Luthers und der deutschen Reformation über: haupt richtet. Damit wird klar, daß es sich jetzt nicht mehr um den Lutherfilm allein handelt. Es geht jetzt vielmehr darum: Hat die evangelische Mehrheit in dem Deutschland von heute noch das Recht, fich an ihren besten und größten Erinne rungen zu freuen, sich zu ihnen zu bekennen, fie sich gegenwärtig und lebendig zu halten, oder hat sie es nicht? Die verletzende Tendenz liegt für die römisch- katholische Welt nicht so sehr im Film, als vielmehr in der Reformation, in Martin Luther und denen, die seines Geistes Kinder sind. Was unterdrüdt werden soll ist nicht so sehr der Film, als die Wahrheit der Geschichte, der Reformator, das Geisteserlebnis der Reformation und der Protestantismus, dem die neue Papstenzyklika ,, Mortalium animos" vom 6. Januar 1928 ausdrücklich und unmißverständlich die Existenzberechtigung als christliche Religionsgemeinschaft abspricht, und dessen Unterwersung unter die römisch- päpstliche Lehre und Leitung sie verlangt. Das ganze Verfahren läuft also darauf hinaus, daß in unserem zu zwei Dritteln evangelischen Lande die deutsch- evangelische Geschichte nur mit römisch- katholischer Genehmigung dargestellt werden dürfe, und daß sich insbesondere auch eine protestantische Darstellung der Reformation der katholischen Auffassung anzupassen habe. Hiergegen legen wir allerschärffte Berwahrung ein. Dem deutschen Volke stehen Luther und die Reformation zu hoch, als daß es gewillt wäre, die Erneuerung ihres Andenkens auch durch die Mittel des Films sich von unduldsamem katolischen Einspruch verbieten zu lassen. Es wäre eine unerhörte Jmparität, wenn etwa die zuständigen Behörden sich dem von jener Seite geäußerten Anspruch gefügig zeigen würden, während gleichzeitig evangelische Belange, wie etwa bei der Abhaltung der ostentativ in vorwiegend evangelischen Städten römisch- katholischen Fronleichnamsprozessionen, abgehaltenen nur zögernd und mangelhaft vertreten werden. Die durch das gesamte katholische Vorgehen verursachte, täglich stärker werdende Erregung im evangelischen Volksteil ist nur allzu berechtigt. Unser Einspruch würde sich gleichzeitig auch gegen die vereinzelten, von römisch- katholischer Seite besonders gern angeführten protestantischen Stimmen richten, die im angeblichen Interesse des konfessionellen Friedens sich dafür einsetzen zu müssen glauben, daß der Film, da er doch nun einmal fatho lisches Aergernis errege, zurüdgezogen werde, wenn diese Stimmen nicht gar zu bedeutungslos wären. Im übrigen verrät diese Begründung einen höchst bedauerlichen Mangel an protestantischem Ehrgefühl und Sachkenntnis, der angesichts der neuesten Papstenzyklika völlig unverständlich ist. Wir weisen die evangelische Bevölkerung Deutschlands mit allem Nachdrud auf die grundsägliche Bedeutung hin, die infolge des fatholischen Vorgehens die Angelegenheit des LutherFilms nunmehr gewonnen hat. Welche Formen dieses Vorgehen annimmt, beweist der bereits hier und da von römischfatholischer Seite verhängte wirtschaftliche Bontott wegen der beabsichtigten Vorführung des Luther- Films. Ein solcher Tertor verlangt die allerschärfste Abwehr. Wir fordern nun um so mehr alle Evangelischen auf zu erneutem Treuebekenntnis zu Luther und zur deutschen Reformation und zu tatkräftiger Wahrung deutsch- proteftan tischer Interessen, wo und wie immer fich Gelegenheit da zu bietet. Das Präsidium des Evangelischen Bundes. Samstag, den 3. März 1928. " Gießener Zeitung" Gesetzgeberische Hilfe für Einzelhandel und Gewerbe. Bon Senator a. D. Beythien, Volkswirt R. D. V.,( M. d. R.) Die Deutsche Volkspartei erachtet als eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit die Erhaltung und Förderung einer selbständigen Mittelschicht im Volksganzen. Nach diesem Grundsage hat die Deutsche Volkspartet stets auch ihre Einzelhandels- und Gewerbepolitik betrieben. Ihr mehrjähriger& ampf gegen die 3 wangs= wirtschaft hat Erfolg gehabt. Die von der Reichstagsfraktion stets gestützten Anträge Benthien- Findeisen brachten 1926 die von dem volksparteilichen Reichswirtschaftsminister Dr. Curtius durchgesezte Wiederkehr der gewerblichen Freiheit. Der von dem Minister einer anderen bürgerlichen Partei inaugurierte Gesetzentwurf über den Preisabbau, der groteske Strafmaßnahmen gegen den Mittelstand plante, wurde auf unsere Einwirkung durch Dr. Curtius zurückgezogen, der diesen Schritt vor großen Mittelstandsversammlungen als notwendig begründete und dankbare Anerkennung fand. Recht bemerkenswert ist ferner das Vorgehen der Deutschen Volkspartei gegen die Eingriffe der öffent: lichen Hand in das Wirtschaftsgebiet von Einzelhandel und Gewerbe. Wir erinnern an die Anträge BenthienFindeisen gegen die zentralen Warenbeschaffungsstellen der Reichsregieruna, der Länder und Gemeinden, gegen die den Mittelstand ausschaltenden Eigenversorgungsbetriebe der öffent lichen Kranfenfassen, sowie gegen die Ueberhandnahme der Bahnhofsverfaufsstellen. Dem un= lauteren Wettbewerbe wird die D. V P. durch entsprechende Gesegesänderungen entgegentreten( Sonderverkaufsveranstaltungen, Zugabeunfug usw.), ebenso verdienen ihre Bemühungen, die Auswüchse des Hausie= ret, Straßenhandels- und Wanderlager= gewerbes zu bekämpfen- zahlreiche Anträge der FrakDas Reichs- Schulgesetz. Bemerkenswerte Urteile. Von Generalsuperintendent D. Dr. Otto Dibelius- Berlin. Die Zukunft der Bekenntnisschule bleibt gesichert. In einer Sontagsbetrachtung vom 19 Februar schrieh der bekannte Generalsuperintendent D. Dr. Otto Dibelius im Berliner„ Tag" u. a.:„ Das Reichsschulgesetz ist tot. Ein neues Gesetz ist nicht zustandegekommen Es bleibt also bei der alten Rechtslage. Und diese Rechtslage ist zunächst einmal die, daß die sog GemeinschaftsSchule, die auf Grund der Reichsverfassung als neue Form neben die anderen Schularten treten und unser Schulwesen so heillos zersplittern sollte, auf dem Papier stehen bleibt Nur in Sachsen, wo man seinerzeit vor Toresschluß den christlichen Charakter der Volksschule aus der Weit geschafft hat, ist diese Gemeinschaftsschule tat sächlich da. Im übrigen ist sie ebenso to wie das Reichsschulgesetz. Das Schulideal de: Demokraten und des Allgemeinen Deutschen Lehrervereins ist begraben! Was bestehen bleibt, find in Preußen die evangelischen und katholischen Volks schulen. Die Stunde ist da, daß mit aller Bestimmtheit gesagt wird, daß diese Schulen, die wir haben, dasjenige find, was sie immer waren: entweder evangelische oder katholische Schulen! Diese Bekenntnisschule ist die einzig rechtsgültige Form der Volksschule, die wir in BreuBen haben! Daneben bestehen die Sammelschulen für die Dissidentenkinder Und Süddeutschland behält seine Si: multan schule, in der der Einfluß des Kirche betanntlich viel größer ist, als ec nach dem Keudellschen Entwurf in der Be= fenntnisschule jemals geworden wäre!" tion liegen hier vor ernste Beachtung; eine grundlegende Reform der Reichsgewerbeordnung wird von uns erstrebt und ist in Vorbereitung. Stets haben wir eine gesetzliche und behördliche Bevorzugung der Konsumvereine mit Nachdruck befämpft. Die Gemeinden hätten nicht zahlen können. Der Vorstand des Deutschen Städtetages hatte in einer an den Reichstag gerichteten Eingabe erklärt, daß die Gemeinden außer Stande jeien, die Mehraufwendungen zu tragen, die durch eine Zersplitterung des Schulwesens infolge eines Schulgesetzes entstehen würden Der Städtetag betonte in seiner Eingabe, daß es sich dabei um außerordentlich große Summen handeln würde Allein für Preußen wäre mit einer dauernden Mehrausgabe von mehr als 40 Millionen Mark zu rechnen, dazu komme ein Anleihebedarf bei Einrichtung von auch nur 5000 neuen Klassen, der auf rund 250 Millionen Mart geschätzt werden müsse. Das Schulgesetz wäre ein verlapptes Renfortat gewefen. Das Hotel und Gastwirtsgewerbe hat sich bezüglich der Behandlung wichtiger Berufsfragen der Für jorge der Deutschen Volkspartei erfreut. Wir verweisen darauf, daß die das Wirtegewerbe bedrohende Schankverzehrsteuer im Steuerausschuß des Reichstages Nr. 19. Zeitschrift Wirtschaft und Statistik" in ihrem ersten Februarheft eine bildliche Darstellung der deutschen Schweinebestände. In dieser Darstellung ist die Verteilung des deutschen Schweinebestandes pro Heftar dargestell und zwar nach acht Stufen, beginnend mit Schweinen unter 75 pro 100 Settar und steigend bis über 225. Darans ergibt sich, daß die gesamten Östprovinzen zu einem Drittel zur niedrigsten Stufe gehören, zu nahezu zwei Dritteln zur zweitniedrigsten Stufe, und nur ein ganz geringer Rest die Grenzbezirke um Marienburg herum, zur dritten Stufe Dagegen gehören nach wie vor die Provinzen SchleswigHolstein, Hannover, Westfalen zur höchsten oder zweit höchsten Stufe. Gegenüber 1926 haben die gesamten Ofte provinzen Ostpreußen, Brandenburg, Pommern, Bosen Westpreußen, Nieder- und Oberschlesien, ihre Schweinezahl um 692 000 vermehrt, die einzige Provinz Hannover da gegen um 711 000. durch den Antrag Beythien( D. V. P.) abgelehnt wurde Schutz der Ernte vor Verschleuderung Diese Steuervorlage bezweckte, jeden Gast nach der Höhe jeiner Rechnung zu einer besonderen Umsatzsteuer bezw Luxussteuer heranzuziehen. Die Ge= tränkesteuer und die Fremdenverkehrssteuern sind mit Hilfe der Deutschen Volkspartei abgeschafft. Die Belebung des Ausländerverkehrs zugunsten der deutschen Hotelwirtschaft hat sich die Deutsche Volkspartei stark angelegen sein lassen. Ländliche Zwangsversteigerungen sind in Anbetracht der seit langem bestehenden Geldkalamität in der Landwirtschaft eine bekannte Erscheinung. Werden sie dazu noch zur Erntezeit vorgenommen, so ist fast immer eine mehr oder weniger unwirtschaftliche Verschleuderung des Ernteertrages die Folge. Aus volkswirtschaftlichen Grün den muß dies aber vermieden werden. Deshalb haben die Landtagsabgeordneten Dr. Schistan, Geld, Jöns und die übrigen Mitglieder der Fraktion der Deutschen Volkspartei, um eine alte ministerielle Verorde nung wieder in Erinnerung zu bringen und sie den heutigen Verhältnissen entsprechend zu er weitern, zur dritten Beratung des Haushalts der Land wirtschaftlichen Verwaltung für das Rechnungsjahr 1928 einen Entschließungsantrag eingebracht, in dem das Staatsministerium ersucht wird, in geeigneter Weise auf die Reichsregierung einzuwirken, daß reichsgesetzliche Be gerungen in der Zeit vom 1. August bis 1. Dezember jedes Jahres verbieten. Eine mittelstandsfreundliche Revision der Steuergelegge bung ist von uns angebahnt, ebenso eine grundiäßliche Reform der Verwaltung, an deren Neugestaltung Einzelhandel und Gewerbe berechtigtes Interesse haben. Ungenügend ist endlich die im Gesezentwurf über den Reichswirtschaftsrat vorgesehene Vertretung des Einzelhandels, der trotz seiner für die Vermittlung des Konsums tonangebenden Stellung mit weniger Sitzen bedacht ist als zum Beispiel die Kon- stimmungen erlassen werden, die ländlichen Zwangsverstei jumvereine. Der neue Reichstag wird die Deutsche Volkspartei auf dem Posten finden, wenn es gilt, Einzelhandel und Gewerbe zu verteidigen und zu fördern. In einer kritischen Betrachtung des gescheiterten Reudellschen Schulgesetentwurfs stellt auch die Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung" fest, daß dieser Gelegentwurf., die reichsgesetzliche Festlegung der Schulbestimmungen des Konkordats bringen sollte".„ Eine jorgfältige Durchprufung der Zentrumsanträge mit den Bestimmungen des bayerischen Konkordats aus dem Jahre 1924", heißt es dann weiter ,,, zeigt eine verblüffende Ueberein. stimmung. Das Zentrum wollte im Rah. men der Rechtskoalition die tontordat= lichen Schulbestimmungen in dem Reichs schulgesetz durchsetzen und später, mit welcher Koalition auch immer, im Reich oder in den Ländern die übrigen Bestimmungen des bayerischen Konkordats zur Ausführung bringen. Im Ganzen gesehen wäre auf diese Weise der Marsch durch das bayerische Einfallstor nach Berlin und Deutschland geglückt, wäre das bayerische Kontordat zu einem deutschen Konkordat geworden, wären auch die Schulbestimmungen durchgeführt worden, die bei der Zusammensetzung des Reichstages im Rahmen eines Kontordats nie und nimmer Annahme gefunden hätten. Auch Dieser Plan, mit Hilfe eines fontordatisierten Reichsschulgesetzes den wesentlichen Teil des Konkordats für Deutschland zur Geltung zu bringen, ist mit dem Scheitern der Schulvorlage des Herrn v. Keude!! mißlungen. Auch Dieses Ergebnis muß scharf herausgestellt werden. Der Sieg des deutschen Kulturwillens gegen den Kleritalismus ist zugleich die Verhinderung eines deutschen Kontordats mit Schulbestimmungen. " WILDPARK Braun: warf ich Ew. Majestät zu einem kleinen Jagdausflug einladen? Aman Ullah: Dante! Schießen Sie Ihre Böcke alleine! Das Ende einer Legende! Bei dem Kampf um die Futtermittelzölle war den Bestrebungen der Deutschen Volkspartei, nur mäßige Säße zuzulassen, nicht nur von deutschnationaler, sondern auch von amtlicher Seite mit dem Hinweis entgegengetreten worden, die Schweineproduktion sei heute eine ganz an dere als vor dem Kriege, sie habe sich nach den Kartoffelgegenden des Ostens gezogen". Jezi bringt die amtliche Wann wurde Locarno unterschrieben? Ende einer Legendenbildung. In Paris erscheint eine Welt- Korrespondenz", die sich als„ Sonderdienst für die deutschsprachige Presse" bezeich net. In dieser Korrespondenz werden die letzten Reden des französischen und deutschen Außenministers einer kritischen Betrachtung unterzogen. Dabei treten wieder Darstellungen auf, die allmählich zu Legenden werden können und denen deshalb widersprochen werden muß.„ Vor dem Unterschriftenaustausch in Locarno," so schreibt die genannte Korrespondenz, wollten die deutschen Bevollmächtigten allerdings Bedingungen formulieren, doch hatte sich Herr Briand dieser Absicht widersetzt. Zuerst unterzeichnen, und die Besprechungen folgen dann nach!" Hier liegt ein Irrtum vor. In Locarno ist überhaupt nich: unterschrieben worden. Man versuchte die deutschen Delegierten in Locarno zur Unterschrift zu bewegen. Diese lehnten es ab. Daraufhin einigte man sich dahin, nicht zu unterschreiben, sondern nur zu paraphieren. Die deutschen Delegierten erklärten ausdrücklich, daß sie erst dann unterschreiben würden, wenn sie eine Antwort auf ihre Denkschrift, betreffend die Verhältnisse im Rheinland, erhalten hätten. Diese Antwort ist am 15. November eingetroffen. Es ist jene Note der Botschafterkonferenz, die seitdem so oft zitiert wurde und welche die Erklärungen der Alliierten über die Aenderung des Systems der Rheinlandbesegung, die Verminderung der Truppen usw. enthielt. Daraufhin, d. h. nach dem Herr Briand geant wortet hatte. sind am 1. Dezember 1924 die Locarnoverträge unterzeichnet worden. Dieser Tatbestand ist übrigens auch schon im Deutschen Reichstage festgestellt worden. Grenzlandtagung der volksparteilichen Jugend. In Löbau in Sachsen fand eine Grenzlandtagung der volksparteilichen Jugend statt, zu der aus der Tschechoslowakei der Abgeordnete Kallina und Senator Hart! erschienen waren. Kallina sprach über die sudetendeutsche Politik in der Tschechoslowakei, Eenator Hartl über die sozial- und kulturpolitischen Fragen des Sudetendeutsch tums. Pfarrer Dr. Luther Berlin schilderte die sudetendeutsche Heimatbewegung, und der Leiter des Grenz landamtes der volksparteilichen Jugend, Reichsjugend sekretär Husen, erörterte Sinn und Wege der Grenz landarbeit. Eine große sudetendeutsche Kundgebung bik dete den Höhepunkt der Tagung. Verbundenheit von Land und Stadt. Von Dekonomierat Dr. h. c. Franz Stftan, Sternberg- Grundhof, M. d. P. L. Von der deutschen Urproduktion, das ist die landwirtschaftliche, ist Wohl und Wehe der deutschen Gesamtwirtschaft abhängig, denn die Landwirtschaft ist auch die Schlü jelindustrie für alle Industrien Deutschlands. Daß über die Landwirtschaft eine schwere Krise hereingebrochen ist, wird von niemanden mehr bestritten. Die Agrarkrise schlägt ihre Wellen auch besonders in die mittleren und fleinen Städte, deren wirtschaftliche Eristenz mit der Kauffraft ihrer ländlichen Abnehmer besonders verbunden ist. Gerade der provinzielle Mittelstand hat besonders unter dem landwirtschaftlichen Niedergang zu leiden. Es zeigt sich offensichtlich, wie die wirtschaftlichen Interessen von Stadt und Land engstens miteinander verknüpft sind. Die Erhaltung des Mittelstandes, der vie len Mittel- und Kleinbetriebe an Industrien, Handwerksmeistereien und Handelsgeschäften ist aber volkswirtschaftliche und staatspolitische Notwendigkeit: denn dieser Mittelstand bildet die Brücke zwischen rechts und links! Bricht diese Brücke, so ist kein Ausgleich zwischen den Extremen im Staat mehr möglich. Jm Defizit unserer Handelsbilanz zeigt sich, daß u. a. die Einfuhr von über drei Milliarden Goldmark Nahrungsmitteln geschehen mußte, die mit fremden Devisen bezahlt wurden. Wir können aber Devisen aus deutscher Erde schaffen, wenn wir unsere heimischen Ernährungsquellen fließend machen, wenn alles geschieht, die deutsche Landwirtschaft zur Höchstleistung hinaufzuführen. jezigen wirtschaftlichen Verhältnisse im landwirtschaftlichen Betriebe werden aber täglich verzweiflungsvoller, so daß, wenn nicht grundsägliche Hilfsmaßnahmen ergriffen wer den, ein weiterer Rückgang der landwirtschaftlichen ProDie duktion und damit noch größere Einfuhr von Ernährungs mitteln zwangsläufig werden. An der Passivität der Han delsbilanz hat jeder Berufsstand im Vaterlande zu tragen; denn sie wirkt sich bis in die letzte Hütte aus. Die Landwirtschaft ist mit den Preisen für ihre E zeugnisse hemmungslos in den Weltmarkt hineingeworfen, sie kann sich nicht wie die anderen wirtschaftlichen Unter nehmungen in Kartellen zum Schuße ihrer Produktion zu sammenschließen. Sie hat daher das Recht, vom Staat Schutz und Fürsorge zu verlangen, und hat besonders das Recht, einen angemessenen Zollschutz für ihre Produkte zw fordern. Gamstag, den Nun ist wied göttliche Hand v Boden zu preffer zuden, wenn Fl Kunst in Jahrze werden und der dem fintenden G in die Tiefe fah Scharen von Fr machen, wenn spüren diese San Sollen wir a Das Leben zeigt uns die W die beginnende fchen in Gedant dieser Welt, näh Auch du, deu durch Not und L Die besten Siedlungsabsichten müssen an der Unrento bilität des landwirtschaftlichen Gewerbes scheitern. Damit Hand in Hand geht eine dauernde Entvölkerung unseres Ostprovinzen, das Gegenteil von dem, was aus höchsten nationalpolitischen Gründen erreicht werden muß. Die Mittel, die das Reich in seinem Notprogramm für die Landwirtschaft anfordert, scheinen zu gering, um das Uebel an der Wurzel zu bessern. Wir müssen zu eines systematischen Prüfung der einzelnen landwirtschaftlichen Erzeugniszweige gelangen und entsprechend für jeden Es zeugungszweig wirtschaftliche Hilfsmaßnahmen ergreifen Geschieht das nicht, so find alle die Millionen, die heute die öffentliche Hand als landwirtschaftliche Hilfsmaßnah men beschließt, hinausgeworfenes Geld. Zerstörung der landwirtschaftlichen Erzeugungskraft und Inbewegungs fegen der landwirtschaftlichen Besitzverhältnisse treten ein. In dieser Not hilft nicht parteipolitische Zersplitterung sondern Zusammenfassung aller aufbauenden nationale Kräfte in Stadt und Land, die schon jeher das Ziel Deutschen Volkspartei war. Dody bedente beginnt. Streite Ichide, wache und auch dort, wo der Kein Leben auch Blumen.- Wenn auch t es wird ein G Hauptdurchgangs Darmstadt bei Bahnhof Ba tung: Besondere Tonnen 20 Kilor fahren dürfen. Gießen- R rod ist teilweise Vorsicht! Mainz- M 25 bis 26) vom tung: Waldülve Ortsdurchfah Waldanjang) im Februar bis 16. lis- Jägersbu Sonstige Straße Ortsdurchfal Iusstraße bis z weiteres gesperr Stauffenberg teres gesperrt. Ortsdurchfah Rodheim Ho gesperrt. Umle Betterweil oder Ortsdurchfo bis auf weiter in Großen- Buse heim Ortsdurchfa Nad Bechenheim vom tung: Für den über Wendelshe chenheim über * Wegen Schießhausstraß von etwa 14 T * Wegen Provinzialstraße bis 15. März 1 erfolgt über St Grüner Roma Leight wippi Silberfiches. Steuerbord Grad nach Often fer in die Zie lang Jubeln Luf, rig über f große voraus!" Das letzte tion. Währen Hurra! und noc chen. Beide S Manometer. De ter flink war, f 3wanzig Meter beruhigt. 40; E Stirn mit dem erhigt. Eine Stunde war nicht zu hör nahm das Auge als et Mondlicht nicht zu früh. G donnernd auf der ihn eripät und e raterische Delipur Der Feind b Jamer Unterwa die furze nordis Rüffel des Boote gehenden Sonne qualmenden Zer weiten Kreis. D er die Delspur eripähte eine brei Dort dachte er d Weilchen war er hoffen, als neues dem Schlag des nach rechts wie ei Wand zu fladern Ben Stahl, und d Nr. 19. in ihrem ersten gder deutschen ist die Verteilung Seftar dargestell Schweinen unter er 225. Daraus zu einem Dritta zwei Dritteln zur nz geringer Re zur dritten Stufe vinzen Schleswig ten oder zweit Die gesamten D Bommern, Bojen ihre Schweinezah nz Hannover da chleuderung nd in Anbetracht tät in der Land Werden sie dazu fast immer eine richleuderung des chaftlichen Grüne Deshalb haben die d, Jöns und die Deutschen Volks elle Verorde zu bringen tsprechend zu er shalts der Land chnungsjahr 1928 t, in dem das gneter Weise auf eichsgefeßliche Be en Zwangsverstei 1. Dezember jedes rschrieben? ng. spondenz", die sich Je Presse" bezeich legten Reden des Is einer fritischen wieder Darstel n werden können muß. ,, Vor dem ■ schreibt die ge tschen Bevollmäch ren, doch hatte sich uerst unterzeichnen, H!" Hier liegt ein erhaupt nich: versuchte die deut schrift zu bewegen. e man sich dahin, paraphieren. sdrücklich, daß sie fie eine Antwort ltnisse im Rheinam 15. November afterkonferenz, die die Erklärungen Systems der Rhein Truppen usw. ent err Briand geant 24 die Locarnover Destand ist übrigens estellt worden. ligen Ingend. renzlandtagung der aus der Tschecho 1d Senator Hartl die sudetendeutsche or Hartl über die es Sudetendeutsch schilderte die jude Leiter des Grenz end, Reichsjugend Wege der Grenz Rundgebung bik Stadt. von Ernährungs Bassivität der San terlande zu tragen; te aus. eisen für ihre E ft hineingeworfen; tschaftlichen Unter rer Produktion zu Recht, Dom Staat hat besonders das ihre Produkte z n an der Unrento s scheitern. Damit Samstag, den 3. März 1928. Lokales. Sonntagsgedanken. Nun ist wieder Fastenzeit, Zeit der Buße! Eine gewaltige göttliche Hand vermag auch den Kühnsten dieser Erde an den Boden zu pressen. Wenn die Donner rollen und die Blitze zucken, wenn Fluten in Stunden vernichten, was Fleiß und Kunst in Jahrzehnten aufgerichtet, wenn die Ernten zerstört werden und der bleiche Hunger an die Türen pocht, wenn mit dem sinkenden Schiff Hunderte von Menschen, jung und start, in die Tiefe fahren, wenn schlagende Wetter an einem Tage Scharen von Frauen und Kindern zu Witwen und Waisen machen, wenn Volk gegen Volk aufsteht dann ist sie zu spüren diese Hand des Richters. Sollen wir zürnen dem Allgewaltigen?- Das Leben lehrt uns die Weisheit des Schöpfers und zeigt uns die Wege zu seinem Reich. In der Leidenszeit liegt die beginnende Erhöhung. Durch Not und Unglüd ist mancher schon in Gedanken, Worten und Werken losgelöst worden von dieser Welt, näher gekommen seiner ewigen Bestimmung. Auch du, deutsches Volk, gehst noch immer den Dornenweg durch Not und Leid. Doch bedenke auch du, daß im Leiden bereits die Erhöhung beginnt. Streite und rechte nicht mit dem Lenker deiner Ge= schicke, wache und horche, wo die Füße des Verderbens rauschen auch dort, wo der Gang des Erretters erkannt wird. Kein Leben ist nur Leid, überall blühen unter Dornen auch Blumen. Wenn auch tausendfaches Weh täglich zum Himmel schreit es wird ein Ewiger wieder die Tränen trodnen. Hessischer Straßenbericht. Hauptdurchgangsstraßen in Hessen: Darmstadt Dieburg - Babenhausen Aschaffenburg, bei Bahnhof Babenhausen bis auf weiteres gesperrt. Umleitung: Besondere Umleitungsstraße, auf der Wagen bis 5,5 Tonnen 20 Kilometer, Wagen über 5,5 Tonnen 12 Kilometer fahren dürfen. Gießen. Reiskirchen bis zum Hochdruckbehälter bei Annerod ist teilweise mit Erdaushubmassen und Materialien belegt. Vorsicht! Mainz Worms( zw. Dienheim und Ludwigshöhe, Klm. 25 bis 26) vom 27. Februar bis auf weiteres gesperrt. Umleitung: Waldülversheim und Guntersblum. Ortsdurchfahrt Bürstadt( östlicher Ortsausgang bis zum Waldanfang) im Zuge der Straße Bürstadt Lorsch vom 24. Februar bis 16. März gesperrt. Umleitung: Bobstadt- Biblis Jägersburg. Sonstige Straßen in Hessen: Ortsdurchfahrt Grünberg( Londorfer- Straße von der Gallusstraße bis zur Höfentränke) vom 21. November bis auf weiteres gesperrt. Umleitung über die Bahnhofstraße. Stauffenberg Mainzlar vom 5. November bis auf weiteres gesperrt. Umleitung: Daubringen. - Ortsdurchfahrt Rodheim v. d. H., im Zuge der Straßen Rodheim Holzhausen, vom 19. Januar bis auf weiteres gesperrt. Umleitung: Ober- Erlenbach resp. Kloppenheim Betterweil oder Ober- Roßbach Nieder- Roßbach. - Ortsdurchfahrt Großen- Bused( 3eilgasse) vom 16. Februar bis auf weiteres gesperrt. Umleitung über die Kaiserstraße in Großen- Bused. heim - - Ortsdurchfahrt Nad im Zuge der Straßen Erbes- BüdesNad Niederwiesen und Wendelsheim Nad Bechenheim vom 13. Februar bis 31. März gesperrt. Umleitung: Für den Verkehr Erbes- Büdesheim Ninder- Wiesen - - über Wendelsheim und für den Verkehr Wendelsheim Be= chenheim über Nieder- Wiesen. * Wegen Vornahme von Rohrverlegungsarbeiten ist die Schießhausstraße ab Freitag, dem 2. März 1928, auf die Dauer von etwa 14 Tage für allen Fahrverkehr polizeilich gesperrt. * Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Brovinzialstraße in Mainzlar( Bahnhofstraße) vom 29. Februar bis 15. März 1928 für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Staufenberg Daubringen. Grüner Rasen Blaue Wellen. Roman von Otto von Gottberg. 35. Fortsetzung. Leicht wippte sein Boot beim Absprung des todtragenden Silberfisches. ,, Steuerbord zwanzig!" gebot er, um das Fahrzeug um 20 Grad nach Osten zu drehen. Schon wanderte der vierte Dampfer in die Ziellinie: 3wotes Rohrlllos!" Dann aber tlang Jubeln durch seine Stimme: ,, Alarm!" Er sprang ins Luk, riß über sich den Deckel dicht und befahl:„ Fluten- beide große voraus!" Das letzte Wort zerriß der scharfe Schlag einer Detonation. Während U- 444 die Nase neigte, brüllten die Leute Hurra! und nochmals Hurra! zu einem zweiten dumpfen Krachen. Beide Schüsse hatten getroffen. Drewiz sah auf das Manometer. Der Zeiger glitt auf 10. Wenn einer der Zerstöter flink war, konnten seine Wasserbomben noch Schaden tun. 3wanzig Meter las er und atmete freier. Dreißig! Er war beruhigt. 40; Er nahm die Müze vom Kopf und trocknete die Stirn mit dem Handrücken. Die Spannung der Jagd hatte erhitzt. Eine Stunde lief er unter Wasser. Schraubenrauschen war nicht zu hören. Also wagte er sich auf Sehrohrtiefe, aber nahm das Auge des Bootes schnell wieder unter die Wellen, als er Mondlicht glitzern sah. Sein Befehl zum Fluten tam nicht zu früh. Schon schien an Steuerbord ein Riesenhammer donnernd auf den Meeresboden zu schlagen. Der Feind hatte ihn erspät und eine Bombe geworfen. Ob oben doch eine verräterische Delspur zu sehen war? tvölkerung unseres was aus höchsten erden muß. Rotprogramm für zu gering, um das ir müssen zu eines landwirtschaftlichen hend für jeden G Bnahmen ergreifen Millionen, die heute tliche Hilfsmaßnah To. Zerstörung der und Inbewegungs hältnisse treten ein tijdje Zersplitterung auenben nationale jeber das Ziel Der Feind blieb ihm auf den Fersen, obwohl er in langsamer Unterwasserfahrt häufig den Kurs wechselte. Erst als die kurze nordische Sommernacht dem Tage wich, hob er den Rüssel des Bootes und sah sich im feurigen Blenden der aufgehenden Sonne umstellt. Eine Malhalla von wohl zwölf qualmenden Zerstörern oder Bewachern, schlug um ihn einen weiten Kreis. Der Wachoffizier hatte sich nicht getäuscht, als er die Delspur sah. Doch heimfahren mußte U- 444! Drewiz erspähte eine breite Lücke zwischen zwei feindlichen Fahrzeugen. Dort dachte er den Kreis unter Wasser zu durchstoßen. Ein Weilchen war er in Fahrt und begann auf Entkommen zu hoffen, als neues Donnertrachen an Backbord dröhnte. Unter dem Schlag des Riesenhammers zitterte das Boot und sprang nach rechts wie ein getroffenes Tier. Erbsen schienen an seine Wand zu fladern. Doch keins der Sprengstüde schlug durch den Stahl, und der Apparat zeigte U- 444 in steter Fahrt, bis „ Gießener Zeitung" * Am Donnerstag wurde in nichtöffentlicher Stadtverordnetenversammlung Regierungsbaumeister a. D. Wilhelm Gravert aus Rheinhausen zum Stadtbaurat und Vorstand des Hochbauamtes der Stadt Gießen gewählt. Der neue Stadtbaurat stammt aus Höchster in Westfalen, wo er am 5. August 1890 geboren wurde. Unter Geheimrat Walb bildete er sich als Regierungsbauführer aus und war später beim Hochbauamt in Offenbach a. M.. Von hier aus ging er zur Marineintendantur und zum Reichsverwertungsamt Wilhelmshaven. Seit 1925 war er Leiter des Hochbauamts der Stadt Rheinhausen. Stadtbaurat Gravert tritt sein Amt am 1. April an. * Eine Liebig- Gedenkfeier beabsichtigt die hiesige Gesellschaft im Liebig- Museum am 13. Mai, dem 125. Geburtstag Justus von Liebigs, abzuhalten. Der große Chemiker war ein geborener Darmstädter. * Der„ Schachklub Gießen" feiert in diesem Jahr das Fest seines siebzigjährigen Bestehens. Aus diesem Anlasse wird zur Osterzeit in Gießen ein Meisterturnier veranstaltet werden, an dem sich die Meister v. Holthausen, Kmoch, Orbach, Réti, Sämisch, Tartakower beteiligen werden. Außer ihnen werden noch zwei Mitglieder des Gießener Schachklubs mitspielen. Das Turnier beginnt am 6. April und dauert eine Woche. * Einen günstigen Abschluß hat die hiesige Handels- und Gewerbebank im abgelaufenen Geschäftsjahr zu verzeichnen. Der Gesamtumsatz steigerte sich von 77 Millionen Mark 1926 auf 120 Millionen Mark. Das eigene Vermögen der Bank stieg auf 563 000 Mark. Eine Dividende von 10% soll zur Verteilung gelangen. Die Mitgliederzahl der Genossenschaft be= trägt 1639 mit einer Haftsumme von 1828 000 Mark. Die Bank beabsichtigt ein eignes Verwaltungsgebäude zu errichten. * Der 96. Gauturntag des Gaues Hessen findet am 11. März in Gießen statt. Auf der Tagesordnung stehen wichtige Verhandlungsgegenstände, u. a. sind auch die Festorte für das Gauturnen 1929 zu wählen. Für das Gauturnfest haben sich der Turnverein Alsfeld und die Turnerschaft Bad- Nauheim, für das Gau- Frauenturnen die Turnvereine Lich, Lauterbach, Laubach und Nidda gemeldet. Ferner wird sich der Gauturntag mit dem Deutschen Turnfest in Köln beschäftigen, wozu der Gau eine besondere Riege aufstellen wird. Die Fahrt des Gaues zu dem Deutschen Turnfest in Köln ist mittels Sonderzuges ab Gießen beabsichtigt. * Den gemeinsamen Bemühungen der Stadtverwaltungen und des Gaues Main- Rhein- Lahn- Fulda ist es gelungen, in der städtischen Turnhalle in Laubach eine guteingerichtete Jugendherberge zu schaffen. Die Herbergsleitung hat Herr Oberbahnhofsvorsteher i. R. Störmer übernommen. Allem wandernden Jungvolt, das von Westen her dem hohen Vogelsberg zustrebt, wird die neue Herberge wegen ihrer günstigen Lage auf diesem Anmarschweg sehr willkommen sein. * Im Rundfunk spricht heute abend unser oberhessischer Landsmann August 3 immer, der schon wiederholt in den bunten Abenden des Frankfurter Senders in vogelsberger Mundart Gedichte zu Gehör brachte. Nachforschungen im Ausland. Die langen Kriegsjahre und nicht zuletzt die Nachkriegsauswanderung fast einer halben Million Deutscher haben zur Folge gehabt, daß in zahlreichen Fällen keine Verbindung zwischen Auswanderern dort draußen und den Angehörigen daheim mehr besteht. Anschriften sind verloren gegangen oder die Auswanderer haben in hartem Kampfe um die Schaffung einer neuen Existenz keine Zeit gefunden, über ihr Ergehen zu berichten. Dank besonderer Beziehungen zu zahlreichen Ver= trauensmännern und verwandten Organisationen im Ausland versuchen die Auswanderermissionen in Hamburg, Fautenbergstraße 11, und Bremen, Georgstraße 22, gerne, den Aufenthaltsort solcher Auswanderer ausfindig zu machen und die Verbindung mit den Angehörigen wieder herzustellen. Es wird damit nicht nur im einzelnen ein wertvoller Dienst erwiesen; die Verbindung mit der alten Heimat trägt naturgemäß dazu bei, die Ausgewanderten dem Deutschtum zu erhalten. Um so wichtiger ist dieser Dienst, der kostenlos nach möglichst genauer Angabe aller vorhandenen Daten geleistet wird. achtern noch lauteres, näheres Krachen donnerte. Wieder war das Boot nicht getroffen, aber banges Schweigen hing drinnen. Das Surren der elektrischen Maschinen schien zitterndes Klagen. Drewitz sah den Wachoffizier seine Fingernägel betrachten. Obwohl an den schwarzen Rändern nichts zu puzen war, zog Drießner das Taschenmesser und schabte am linken Dau= mennagel. Das hätte er daheim nie vor einem anderen getan. Nr. 1 stand mit blinkenden Augen. Der schiefe Mund zuckte. Matrose Kern nahm die Mütze ab und wischte Schweiß von der Stirn. Durch das Luk sah Drewik in die Zentrale. Wulkin, der Rudergänger und Bursche, stand lässig wie immer am Rad. Doch wachfreie Leute hoben große Augen in ernst fragenden Gesichtern zum runden Loch hinauf, um im Gesicht des Kommandanten zu lesen. Er konnte ihnen heiter zunicken. Gleich löste Vertrauen zu ihrem Führer die Starrheit ihrer Mienen. Wie oft hatten ihre Augen so in Warten oder Fiebern die seinen gesucht, bis endlich von den Lippen ein befreiendes Lachen oder Hurra brach. Doch gab es Augenblicke, da auch der Führer nicht helfen noch handeln konnte. Er hob den Kopf und sah wieder auf das Manometer. Der Zeiger wies auf 25. Tiefer zu gehen war hier nicht möglich, ohne das Boot auf Dreck zu sehen. Also brachte eine gutgezielte und richtig eingestellte Wasserbombe dreißig Männern das Ende. Was halt ihr denn Maulaffen feil?" brummte unten der Steuermann, holt mir lieber' s Grammophon, den kleinen Kasten ohne Trichter!" Auch er tannte als Navigationshelfer Wassertiefe und Gefahr. Er schalt, um die Leute bei Laune zu halten und rief einem wohl schon schon Eilenden nach: ,, Daß de mir die Platte mit dem Mantellied nicht vergift!" Da ficherte unten vergnügtes Lachen. Wenn der Steuermann schon an Musik dachte, schien die Gefahr vorüber. , Schraubenrauschen achtern kommt näher auf!" ging eine Meldung von Mund zu Mund. Schweigen hing wieder zwischen den Stahlwänden, bis der Steuermann fnurrte:„ Beit genommen haste dir wieder, mein Sohn! Wenn wir auf dich warten wollen, kommen wir nie nach Hause!" Ein neuer Hammerschlag fiel in die Tiefe und Drewiz stieß mit dem Kopf gegen die Stahlwand. Es war als zerre die Faust eines Riesen am zitternden Boot und risse das Heck nach unten. Die Finger suchten einen Halt. Da erlosch das Licht. Im Dutelen richtete er sich auf und griff nach der Taschenlampe. Als ste flammte saß Drießner auf dem Boden und rieb den schmerzenden Hinterkopf. Nr. 1 und der Matrose versuchten zu stehen. Das taumelnde Boot hing noch achterlastig. Unten klirrte brechendes Glas und schurrte rutschendes Nr. 19. Das Jahr 1928 verspricht für den Weltluftverkehr von entscheidender Bedeutung zu werden. Drei Riesenluftschiffe von bisher noch nicht annähernd erreichten Dimensionen, wahre Lufthotels, ein deutsches und zwei englische, werden in den nächsten Monaten ihre Werften verlassen, um in den Dienst des Weltschnellverkehrs zu treten. Aus Vereinen und Korporationen. Oberhessischer Kunstverein Gießen eröffnet am Sonntag, den 26. Februar 1928, 11 Uhr vormittag, im Turmhaus am Brandplay eine bis 25. März dauernde Ausstellung von Gemälden( Rud. Hellwog- Berlin) und Radierungen( Josef Steib- Düsseldorf). Besuchszeiten: Sonntags, Montags, Mitt wochs, Freitags von 12-2 Uhr, Mittwochs auch von 3-5 Uhr. Gesangverein Frohsinn" Gießen, veranstaltet am Samstag, den 5. Mai 1928, abends 8 Uhr, im Café Leib sein 44. Stiftungsfest. Gesangsvorträge, Theater, Tanz. Gäste können eingeführt werden. Verein ehem. hess. Leib- Dragoner des Kreises Gießen. Sonntag, den 4. März 1928, 3 Uhr nachmittags im Vereinslokal ,, Frankfurter Hof", Gießen, Generalversammlung. Es wird erwartet, daß alle Kameraden erscheinen. Anträge bis zum 1. 3. an den 1. Vorsitzenden. Aus Nah und Fern. Lich. Der Gemeinderat hat die Bewerbungsschreiben der 105 Reflektanten auf den hiesigen Bürgermeisterposten in den letzten Tagen durchgesehen und dabei nur acht Bewerber übriggelassen, die in die engere Wahl kommen. Nonnenroth. Hier fiel das 4 Jahre alte Söhnchen der Familie Otto 3immer beim Schlachtfest hinterrücs in einen Eimer kochenden Wassers, mit dem das Schwein gebrüht werden sollte, und verbrühte sich so schwer, daß es einige Stunden später verstarb. Bad Nauheim. In der letzten Sitzung der Verkehrkommission kam der Wunsch zum Ausdruck, den Wochenendverkehr nach Bad Nauheim mehr als bisher zu beleben. Vor allem soll angestrebt werden, einen lebhaften Kraftwagenverkehr von Frankfurt nach Bad- Nauheim ins Leben zu rufen. Büdingen. An einem unübersichtlichen Eisenbahnübergang wurde ein Lastauto vom Zuge erfaßt und zertrümmert. Ein Mitfahrer wurde schwer verletzt. Schotten. Durch Messerstiche lebensgefährlich verlegt, wurde in Michelbach ein 50 Jahre alter Einwohner. In einer dortigen Wirtschaft war unter mehreren Burschen ein Wortwech sel entstanden. Der Mann wollte mit noch anderen anwesenden Leuten den Streit schlichten und erhielt hierbei schwere Stiche in Rüden und Kopf, zwei andere Männer wurden leich ter verletzt. Rotenburg. Prinzessin Wilhelm von Hessen feierte hier in völliger geistiger Frische ihren 84. Geburtstag. Gedern. Die Kirchenregierung ernannte den hiesigen Ortsgeistlichen, Hofprediger Widmann, zum Stellvertreter des Superintendenten von Oberhessen, berechtigt zur Einsichtnahme in den Religionsunterricht und wies ihm als Dienstbezirk die Kreise Büdingen und Schotten zu. Schmitten. Das bekannte Erholungsheim, Inhaber Bürgermeister a. D. Peter Hild, ist infolge der schlechten wirtschaftlichen Lage in Schwierigkeiten geraten. Zur Abwendung des Konkurses wurde zunächst ein Vergleichsverfahren eröffnet und zur Vertrauensperson der Bankvorsteher Otto Eifert in Usingen bestellt. Offenbach. Die Krieger- und Militärvereine Hessens werden am 14. und 15. Juli den ersten hessischen Landeskriegertag in Offenbach abhalten. Die Vorbereitungen zu der Tagung zu der 5000 ehemalige Soldaten aus Hessen erwartet werden, sind im Gange. Pfarrer Heumanns Heilmittel stets vorrätig in der Niederlage Hirsch- Apotheke, Giessen Frankfurterstrasse 4, Das Pfarrer Heumann- Buch 272 Seiten 150 Abbildung. erhält jed. Leser vollständig umsonst und portofrei, von Ludwig Heumann& Co Nürnberg M 629. Gerät. Plätschern und Rauschen von Wasser war zu hören. Angstvolle Stimmen riefen nach dem Kommandanten. Er sprang an die Leiter und stieg in die Zentrale hinab. Ehe er Fragen stellen fonnte, rüttelte und hämmerte die Faust des Riesens auch vorn. Ueber Krachen, Rauschen und Rufen flatferte der Schlag von Sprengstüden. Das Boot ächzte wie in Todesqual und stieß mit einem dumpfen Rud müde auf Grund. Für Sekunden plätscherte lauter das Wassersprudeln im beflemmenden Schweigen tiefen Dunkels.„ Herr Kaptnleutnant!" rief wieder eine bange Stimme. Das Glühlämpchen einer Taschenlampe wies den Weg zum Delmaschinenraum. Der Fuß, den er durch das Luk hineinhob, quatschte im Wasser wie auf der letzten Fahrt. Braver, guter Krause die Glühbirnen flammten auf! Das Leck war wohl hinter den Maschinen zur Rechten zu suchen, denn dort zischte mit lautem Plätschern der unsichtbare Wasserstrahl in die schnell steigende trübe Flut. Drüben an der sentrechten Querwand vor dem nächsten Raum stemmte der Zentralmaat mit drei Heizern die Arme gegen den fast schon geschlossenen Deckel des Luts, um es zu dichten. Durch den noch offenen Spalt schwappte auch von ober über die runde Platte eine schmutzige Brühe auf die vier von Angst und Anstrengung verzerrten Gesichter und rann in die, schon die Knie umspülende Flut. Also mannshoch stand auch schon nebenan das eingedrungene Wasser. Drewitz fühlte sich erstarren, denn dort in den nächsten Räumen waren noch Menschen, seine Untergebenen! Er raste durch plätscherndes Wasser zum triefenden Zentralmatt und riß ihn zurüd:„ Seid ihr verrückt? Wollt ihr die Kameraden ersaufen lassen?" Doch wieder schwappte in Kopfhöhe über den oberen Dekkelrand die Flut und neben ihn warf sich der Steuermann gegen die runde Platte. Sie schnappte ein. Das Lut war dicht. Der alte Kapitulant drehte sich um. Schmerz und Trauer adelten das gerunzelte Gesicht mit wirrem Bart, und Wehmut zitterte in seiner dumpfen Stimme: Die sind hin und nich mehr zu retten, Herr Kapitänleutnant.!" Ja, wer den Deckel aufriß, stand unter einem Wasserstrahl, so rund und breit wie das Loch, aber doch zauderte Drewitz unentschlossen. Er schämte sich, den Verlorenen jenseits der Wand den Rücken zu kehren. Es waren seine Leute, und er allein trug die Verantwortung für ihr Leben. Ein Schrei von hinten riß ihn herum und er lief zur Zentrale. Beim Waten durch die Flut spürte er das talte Wasser am Oberschenkel. Ehe er den Kopf zum Durchklettern des Lufs neigen konnte, erloschen wieder die Glühbirnen. Krauses Kampf um Licht schien also vergeblich. War es nun mit der Kraft der Maschinen des Ingenieurs zu Ende? Fortsetzung folgt. Samstag, den 3. März 1928. Darmstadt. Ein 18jähriger Elektriker wurde mit seinem Fahrrad von einem aus einer Querstraße fommendem Auto erfaßt und überfahren. Der junge Mann trug schwere innere Verlegungen davon. Jugenheim( Bergstraße). Die fünfte Wiedersehensfeier für die Angehörigen des ehemaligen Inf.- Leibregiments Großherzogin( 3. Großh. Hessisches) Nr. 117 findet am Sonntag, dem 1. Juli d. Js. in Jugenheim a. d. Bergstraße statt. Frankfurt a.M. Der frühere Eisenbahnbeamte Friedrich Wichmann, der vor einigen Jahren ein Opfer der Abbaubestimmungen geworden war und seitdem seine Familie( Frau und drei Kinder) kümmerlich durchs Leben schlug, hat im Einverständnis mit seiner Frau diese und seine Kinder erwürgt. Die Not in dieser Familie ist seit Monaten ganz entsetzlich gewesen. Die Familie hatte kaum etwas zu essen, scheute sich aber anscheinend, auch die Wohlfahrtseinrichtungen der Stadt in Anspruch zu nehmen. Naumburg. Das geplante neue Altersheim des Posttöchterhortes, das hier in Naumburg errichtet werden soll, soll zum 1. April 1929 bezugsfertig sein. Es wird 70 Plätze erhalten, jede Dame bekommt ein Einzelzimmer. Sie spielen„ Metzger". Ein merkwürdiges Beispiel dafür, auf welche Ungeheuerlichkeiten sich der kindliche Nachahmungstrieb versteifen kann, ereignete sich in dem Städtchen Kandel in der Rheinpfalz. Ein Junge im Alter von fünf Jahren hatte am Tage vorher zuge= fehen, wie ein Metzger im Hause ein Schwein schlachtete. Er überredete nun einen sechs Jahre alten Spielkameraden, mit ihm ,, Mezger" zu spielen. Sie schleppten nun ein Schlachtbeil, brei scharfgeschliffene Meggermesser, eine Schüssel mit heißem ,, Gießener Zeitung" Wasser und eine Schüssel zum Auffangen des Blutes herbei. dann ließ sich der ältere Knabe an Händen und Füßen festbinden und der fünf Jahre alte Junge ging nun tatsächlich ans Schlach ten. Er versetzte dem anderen mit der Art einen Schlag auf den Kopf, daß dieser sofort bewußtlos wurde. Dann holte er eines der drei Meggermesser und setzte zum Stich am Hals seines Kameraden an. Im letzten Augenblid konnte der Junge durch herbeieilende Hausbewohner zurückgehalten werden. Der bewußtlose Junge, der schwere Kopfverletzungen davontrug, wurde in ärztliche Behandlung gegeben. Dieses Beispiel zeigt wieder, daß man Kindern den Anblick des Schlachtens, wie es auf dem Lande gang und gäbe ist, auf keinen Fall gestatten soll. Bücherecke. - „ Die alte Heimat, Blätter für Heimatkunde und Heimatpflege". Das Gesicht der Großstadt ist der Gegenstand einer hoch interessanten Abhandlung von Dr. Lorenz Petersen, die in dem neuen Heft der alten Heimat( Heft 1, 4. Jahrgang 1928) erschienen ist. Der Verfasser warnt vor einer falschen Romantik, die bei der zunehmenden Industrialisierung und Technisierung unseres modernen Lebens wirklich nicht am Plaze ist. In überkommenen historischen Stilen zu bauen, hat beispielsweise nur für Städte Sinn, die eine traditionelle Schönheit konservieren. Die Stadt Mannheim wird als Beispiel herausgegriffen, die städtebauliche Gliederung in Geschäfts-, Industrie und Wohnviertel wird dabei in den Grundzügen aufgezeigt und die Ziele einer vernünftigen und zweckmäßigen Baupflege werden herausgearbeitet. Der Aufsatz zeigt, daß in ihm das Problem der Heimatbildung mit konkreten Beispielen und in flarer Formulierung dargestellt ist. Von den Sin 100jähriger Volksfreund Möbel Aecht Franch affee Zusatz RANCK Franck Fabriken Zong sburg Hale al Sale Wess a/ Rhein, Pagdebu Brassgartach, Marbach a in Deutschland Eppingen Bretten Omit 100 Johnn Franck 1828-1928 70 MedaiBen g- 250 Gramm ist der gute, sparsame Aecht Franck. Er verleiht dem Kaffeegetränk das feine Aroma die schöne goldbraune Farbe und macht es bekömmlicher. Alt und Jung nehmen deshalb als Zusatz zu jedem Kaffee Aecht Franck mit der Kaffeemühle das anerkannt Beste auf dem Gebiet der Zichorienkaffee- Erzeugung Schlafzimmer Wohnzimmer Herrenzimmer Küchen auf bequeme Teilzahlung - Nr. 19. übrigen Aufsägen sei insbesondere die Abhandlung„ Auf den Spuren Roms" von Prof. Dr. Ledroit und die Oppenheimer Reicher Bilder| Rheinüberfahrt von H. Weinheimer genannt. schmuck ist den Heften beigegeben. Ihre gediegene Ausstattung spricht für sich. Die Zeitschrift will ein Sammelpunkt heimatkundlicher Arbeiten des Rhein- und Maingebiets sein. Preis von nur 1,25 RM. vierteljährlich für ein Jahresabonnement darf als billig bezeichnet werden.„ Die alte Heimat, kann bei sämtlichen Postämtern und in der Geschäftsstelle: Gutenberg- Druckerei Mainz, Bauhofstraße 10, bestellt werden. - Der Die Wiedergeburt der Türkei ist wohl einer der interessan testen Artikel in der Märzausgabe der„, Westermanns Monatshefte", aber auch der übrige Inhalt dieser vielgelesenen Zeitschrift ist, wie immer, gewählt, und von bestrickender Vielseitigkeit. Trotz der Fülle des Gebotenen kosten„, Westermanns Monatsbefte" nur RM. 2, im Monat. Die Zauberfahrt der Euglena, von Maximilian Bern, Mi- Romane, Band 6( Romane der Münchener Illustrierten), Verlag Knorr& Hirth, GmbH., München Geheftet 2,- RM.. in Halbleinen 3,- RM. Ein weiterer Band der äußerst fesselnd geschriebenen Mi- Romane, der sicher seine Freunde finden wird. Eine Vorschau auf die Frühjahrsmode bringt die soeben erDie beste schienene neue Nummer der„ Eleganten Welt". Uebersicht über ihren reichen, abwechslungsvollen Inhalt gibt ein Auszug der einzelnen illustrierten Artikel: Die Linien des Frühjahrs Die letzten Capricen der Puhmacherkunſt Riviera- Tennis ein Kapitel über den Mantel - ,, Er" Golf in Cannes So sollen Ihre neuen Anzüge aussehen! usw. Verantwortlich: Paul Chrisian Klein in Gießen. Sommer- Semester 1928 Universität Köln Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche, Rechtswissenschaft liche, Medizinische:( auch vorklinische Semester) und Philo sophische Fakultät. Kaufmännisches u. Handelslehrerstudium. Vorlesungsbeginn: Montag, den 30. April. Die Einschreibe frist läuft vom 16. April bis 5. Mai. Das Vorlesungsver zeichnis kann vom Universitäts- Sekretariat gegen Einsendung von RM. 0,50( dazu Porto RM. 0,15) bezogen werden. G Ersche Bezugspreis Redaktionsschluß fr lendung nicht ve 41. Jahrg Volit Dienstag, nad Minister bei befaßte fich unter Investigation eines Antifrieg Die zum Not Reichsregierung üb tenbank- Areditanite geflogen, so daß ih Reichsrats vertagt sorläufig zurüdget fondere auf Preu Der Reichst fragen erledigte gesezes, der einen feht. Als Meldef im Ausland wohne In der Rats der Ratstommission einstimmig genehm schweizer Franken Die Räun Es verlautet, laufe dieser Session Juni. Die„ Der - ohnehin das Rhei welche Gegenleistu wenn die Räumun hohen Vorteil er FRANCK Hausrat Gemeinnützige Möbelversorgung für das Rhein-, Main-, Lahngebiet G. m. H. b. Gießen, Lindenplatzi Bildfunk.... Damenfrisieren Wie lange wird es noch dauern, bis in jedem Heim/ wie heute ein Radio- Empfänger/ auch der Bildfunk- Apparat fteht, der durch drahtlofe Bild- ubertragung erft die technische Vollendung des Rundfunks bringt? 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