Nr. 94 g find drei Heft h- Verlage erschie nd Pinsel"( M that, der Beme größeren Kreis burierarbeit und ür die geschmad Ct. 136: Strid can mittels eine Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. - - Für Aufbewahrung oder Rüd In wurde bereits fendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. sgefüllt, um den Die Familie zu it zur Verarbei le möglichen Ge en durch farben Schmud. Es t andarbeitsbücher zeichnen find, die 41. Jahrg. Politische Sagesschau. Der Reichspräsident hat am 29. November den Minsterial: e geschmadvoller direktor Dr. v. Dirksen zum deutschen Botschafter in Moskau idtechniken brin Band 43:, 60 129: Smyrne darin ist neben ernannt. * Der zehnte Reichsfrontsoldatentag des Stahlhelm ist nun e, Wandbehänge endgültig auf den 1. und 2. Juni in München festgesezt worden. Der Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerita, Schurman, ist nach Berlin zurückgekehrt und hat die Leitung der Botschaft wieder übernommen. Motiven die bill lischer Teppiche Dieser ausgezeic Darbeitshefte und m. b. H. Leipzig in in Gießen. ann, den. ise ten. 100 500 600 000 ten 1 itet. EN u. 2526 00000 gt Reden, ellitens an Denfee. 20000 * Der Stab der französischen Rheinarmee ist nach Paris be: rufen worden, um Sonnabend an den Beratungen des französischen Landesverteidigungsrates in Versailles teilzunehmen. % In den Verhandlungen, die über die Bildung einer neuen Regierung in Lettland und die Besegung des Ministerpostens geführt werden, wird der Führer der deutschen Fraktion, Dr. Paul Schiemann, als möglicher Außenminister genannt. Der deutsche Dampfer ,, Naval" ist auf der Heimreise nach Deutschland fünf Meilen von Hoek van Holland gestrandet. Nähere Einzelheiten sind noch nicht bekannt. 1 In Lyon( Frankreich) wurden 83 neue Typhusfälle gemeldet, so daß die Zahl der Kranken nun 1500 beträgt. Der Eisenkonflikt. Der Vermittlungsschritt der Reichsregierung im westdeutschen Eisenkonflikt ist am Freitagvormittag offiziell eingeleitet worden. Reichskanzler Müller- Franken empfing in Gegenwart des Reichswirtschaftsministers Dr. Curtius und des Reichsarbeitsministers Wissell zunächst die Vertreter der Arbeitgeber: Dr. Krupp- Bohlen, Dr. Vögler, Klöckner und Springorum. Es handelte sich zunächst darum, die Parteien zu der bindenden Erflärung zu veranlassen, daß sie sich einem Schiedsspruch unterwerfen, gegen den es keine Berufung gibt. Die Arbeitgeber haben sich mit der Vermittlung des Reichsinnenministers unter gewissen Bedingungen einverstanden erklärt. Die Arbeitnehmer hatten dieses Einverständnis bereits am Donnerstag erkennen lassen, als der Vorschlag, Severing zum Vermittler zu ernennen, eben aufgetaucht war. Ihre Vertreter wurden vom Reichskanzler am Freitagnachmittag empfangen. In gut unterrichteten Kreisen ist man übrigens der Ansicht, daß sich bei den Gewerkschaften zum Teil deshalb eine größere Friedensbereitschaft zeigt, weil durch die von der Reichsregierung, nach dem Ruhrgebiet entsandte interministerielle Kommission in der Tat Mängel in der Auszahlung der Unterstützungsgelder festgestellt sind, die einer Nachprüfung nicht tandhalten. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Bostschedlonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M Samstag, den 1. Dezember 1928 Hauswart angestellt ist, und hielten eine Haussuchung ab. Nach der Haussuchung wurde Schelling für verhaftet erklärt und ins Untersuchungsgefängnis eingeliefert. Der gleiche Vorgang spielte sich am selben Tage bei dem Kasernenwärter Seegräber, dem im Fliegerpark tätigen Arbeiter Frenz von hier, Stemmer und Wocker ab. Allen Beteiligten wurde zur Last gelegt, sich gegen die Ordonnanz 71 der Rheinlandkommission, die von Spionage und Gefährdung der Sicherheit der Besatzungstruppen spricht, vergangen zu haben. Der Oberinspektor Kraz soll versucht haben, von den Mitverhafteten Schriftstücke und Pläne zu erhalten, die von diesen in französischen Offizierswohnungen entwendet werden sollten. Außerdem sollen die Beschuldigten mit einem Geheimagenten aus dem besetzten Gebiet in Verbindung ge= standen und diesem„ Material" geliefert haben. Inwieweit diese Beschuldigungen zutreffen, bleibt abzuwarten. Nach einigen Verhören, wobei alle öffentlichen Vertreter und Rechtsbeistände ferngehalten wurden, erfolgte die Haftentlas= sung der Verhafteten Schelling, Frenz und Stemmer am Donnerstagabend. Da die Vernehmungen nur durch die Franzosen geführt werden, kann nicht, festgestellt werden, ob die anderen Verhaftungen, die bis jetzt aufrecht erhalten werden, begründet sind. Die hessische und die preußische Regierung sind von der Sache sofort verständigt worden. Im Laufe des Freitagvormittag wurde durch französische Kriminalbeamte in derselben Sache eine weitere Verhaftung vorgenommen und zwar wurde der als„, Geheimagent" Verdächtige, ein gewisser Frisch, der in Frankfurt a. M. wohnen soll, festgenommen. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pig., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Play vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 95 sicher. Uns hindern auch nicht legitimistische Sentime talitäten daran, eine Entwicklung zu bejahen, die wir für schicksalsnotwendig halten. In Zukunft wird es im deutschen Raum nur einen Staat, das Reich geben; der Bismarc'sche Bundesstaat war unier höheren Gesichtspunkten betrachtet eine Uebergangserscheinung. nur Eine andere Frage ist die, wie die ersten Schritte getan werden müssen, um eine gesunde weitere Entwicklung sicherzustellen. Und unter diesem Gesichtspunkte haben wir gegen die erörterten Pläne in ihrer derzeitigen Gestalt starke Bedenken. Ganz Norddeutschland soll das Reichsland werden, an das sich allmählich auch die anderen Länder anschließen sollen. Die Staatsgewalt für dieses Gebiet liegt beim Reichstag.( Das Märchen von der vom Volke ausgehenden Staatsgewalt fann hier übergangen werden). Man spricht nun zwar von de= zentralisierter Verwaltung, von Selbstverwaltung usw.; die Provinzen des Reichslandes sollen im Reichsrat vertreten sein; aber das alles darf nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Macht und damit die Entscheidung ausschließlich bei dem von der anonymen Masse getragenen Reichstag liegt. Den preußischen Provinzen mag es zunächst gleich sein, ob ein preußisches oder ein Reichsparlament über sie gebietet; sie hatten es bisher auch nicht besser. Für die deutschen Stämme, die bisher in ihren Ländern noch eigene Instrumente politischer Selbstbestimmung hatten, wäre die Degradierung durch Unterordnung unter das Parlament der unitarischen Masse unerträglich. - Für uns ist die Frage der Reichsreform von der gesamten Verfassungsfrage nicht zu trennen. Wir sehen in den deutschen Die Verpflichtung der Länder und Gemeinden Stämmen die lebendigen Organismen unseres Boltstums und zur Senfung der Realsteuern. In der Sitzung des hessischen Finanzausschusses am 29. November gab Finanzminister Kirnberger folgende Erklärung ab: Das ,, Darmstädter Tageblatt" bringt in der heutigen Nummer den Abdruck einer Resolution verschiedener Wirtschaftsverbände über die Verpflichtungen der Länder und Gemeinden zur Senkung der Realsteuern und einen Auszug aus einem Referat des Rechtsanwalts Dr. Mattern über das Realsteuerproblem, insbesondere über die Ausführung des § 4a des Reichsgesetzes vom 9. April 1927 zur Uebergangsregelung des Finanzausgleichs. Hiernach sind die Länder verpflichtet, Vorsorge dafür zu treffen, daß die Mehrerträge der Ueberweisungen aus der Einkommensteuer, Körperschaftssteuer und Umsatzsteuer, die über den Betrag von 2400 Millionen Mark hinausgehen, in erster Linie zur Senkung der Grundund Gebäudesteuern unter das am 31. März 1927 gegebene Maß verwendet werden. Dr. Mattern behauptet allgemein, daß Länder und Gemeinden die Realsteuern nicht nur nicht gesenkt, sondern im Gegenteil noch erhöht hätten. Diese Behauptung ist, soweit das Land Hessen in Betracht tommt, unzutreffend. Was zunächst die Sondergebäudesteuer Die freien Gewerkschaften erbitten Bedenfzeit. betrifft, so wäre es ein unlösbarer Widerspruch in der ReichsDer Optimismus bezüglich eines raschen Erfolges der Einigungsverhandlungen im Ruhrkonflikt hat sich als etwas verfrüht herausgestellt insofern, als die Vertreter der freien Gewerkschaften sich am Freitag in den Versammlungen beim Reichskanzler Bedenkzeit bis Sonntag auserbaten. Die Verhandlungen dauerten den ganzen Nachmittag an. Neuer deutscher Ozeanflug. Bereits in den nächsten Tagen wird ein neuer Ozeanflug stattfinden. Wie das ,, Berliner Tageblatt" berichtet, finden gegenwärtig in Travemünde die letzten Probeflüge des Rohrbachflugbootes ,, Rostra" statt, eines Frachtflugbootes, mit dem ein Dzeanflug über Vigo- Azoren nach Newyork gemacht werden soll. Führer des Bootes wird wahrscheinlich der bekannte Pilot und Fluglehrer Steindorf sein. Als einziger Passagier ist eine Amerikanerin, Mildres Johnson, in Aussicht genommen. Der Zweck des handelsverkehrsmäßig aufgezogenen Fluges iſt es, den Nachweis zu erbringen, daß die Flugreise über das Große Wasser durch Mitnahme von Fracht rentabel gemacht werden kann. Verhaftungen in Mainz. Mainz. Am Mittwochvormittag erschienen drei französische Kriminalbeamte der französischen Sureté im Gebäude des Reichsvermögensamtes, begaben sich in das Bürozimmer des 54jährigen Verwaltungsoberinspektors Heinz Krah und nahmen eine eingehende Untersuchung des Schreibtisches und anderer Einen Behälter, sowie der Kleidung des Oberinspektors vor. Teit der Papiere beschlagnahmten die Franzosen und erklärten die Verhaftung des Beamten. Dem protestierenden Leiter des Amtes wurde mitgeteilt, daß eine Verletzung des Artikels 71 der Ordonnanz der Rheinlandkommission( Spionage) vorliege. Nach der Verhaftung des Oberinspektors Kratz begaben sich die Franzosen in dessen Wohnung und nahmen dort ebenfalls eine umfangreiche Haussuchung vor. Gegen 1 Uhr erschienen zwei französische Kriminalbeamte in der Wohnung des gleichfalls beim Reichsvermögensamte behäftigten Heinrich Schelling in der Josefsstraße 52, wonur französische Offiziere wohnen und Schelling als fembit gesetzgebung, wenn auf der einen Seite im Rechnungsjahr 1927 die gesetzliche Miete um 20 Prozent erhöht worden wäre( Steigerung von 100 auf 110 und später auf 120 Prozent), und zwar zwecks Beschaffung neuer Steuermittel für Wohnungsbau und andere Zwecke, und wenn auf der anderen Seite die Länder zugleich verpflichtet worden wären, eben dieselbe Steuer zu senken. In dem neuen Gesetzentwurf über die Sondergebäudesteuer ist überdies eine erhebliche Senkung dieser Steuer vorgesehen. Es kann sich also lediglich um Grundsteuer und Gewerbesteuer handeln. Die Staatsvoranschläge beweisen nun aber ohne weiteres, daß der hessische Staat seit 1925 an Grundund Gewerbesteuer unverändert die gleichen Summen erhebt. Wie bei dieser Sachlage von einer Erhöhung gesprochen werden kann, ist unerfindlich. Aber weiter: Seit 1925 ist die Wirtschaft in einem langsamen Aufschwung begriffen; bei Fortbestehen desselben Steuertarifs, müßten sich also bei Grundund Gewerbsteuer steigende Erträgnisse ergeben. Indem aber tatsächlich alljährlich nur dieselben Summen wie im Vorjahre gefordert werden, ist die Senkung erfolgt; sie ist zu finden in dem Verzicht des Staates auf den natürlichen Steuerzuwachs; dieser Verzicht zeigt sich beispielsweise ganz augenfällig darin, daß von den Neubauten in den ersten fünf Jahren überhaupt feine Grundsteuer erhoben wird. Reichsreform. Die letzte Zeit hat die Erörterung der Reichs- und Verwaltungsreform durch die Veröffentlichung der Richtlinien des Luther- Bundes, durch die Länder- Konferenz usw. wieder aufleben lassen. Wir könnten uns darauf beschränken, auf die bisher schon von uns zu diesem Thema gemachten Ausführungen zu verweisen. Die Entwicklung dieses Jahres läßt noch folgende Bemerkungen hinzufügen: Im Mittelpunkt der Erörterungen steht der Gedanke Preußen( und die umliegenden kleinen Länder) als Reich land unmittelbar in die Reichsverfassung und Reichsverwal tung einzufügen. Abstrakt betrachtet, hat dieser Plan viel für sich. Auch wir würden die Mediatisierung der roten Großmacht Deutschlands begrüßen. Die Reichsregierung erhielte endlich den erforderlichen Unterbau und wäre vor Quertreibereien der praktisch mächtigeren anderen Berliner Regierung wollen, nachdem die Zeit ihrer Eigenstaatlichkeit vorüber ist, ihnen auf die Leitung des Reichsstaates den Einfluß verschaffen, der ihnen gebührt. Wir fordern deshalb, daß die Stämme, territorial in Reichsländern zusammengefaßt, in dem Reichsrat ein Organ erhalten, das dem unitarischen Organ der quer durch die Stämme gelagerten Massenparteien gleichberechtigt zur Seite steht. Nur wenn auf diese Weise die or= ganischen Volksgruppen, die Stämme, bestimmenden Einfluß auf die Reichsleitung erhalten und nicht dem unitarischen Massenparlament wehrlos ausgeliefert werden, kann der Aufgabe auch des letzten Restes von Scheinstaatlichkeit zugestimmt werden. Nach diesen Grundsäzen müßte Preußen in mehrere nach Stammeseinheit gegliederte Reichsländer umgewandelt und die ersten Schritte zur Verfassungsreform bezüglich des Verhältnisses von Reichsrat und Reichstag getan werden. Es ist keine Wortklauberei, statt der Provinzen des Reichslandes mehrere Reichsländer zu fordern. Es liegt ein zwingendes Programm für die Zukunft darin, wie die erste Etappe einer so gewaltigen Reform gestaltet wird. Vorläufig wird die ganze Frage noch allein unter dem Gesichtspunkt der Verwaltungsreform und des territorialen Ausgleichs behandelt. Um die viel wichtigere Frage der Reform der Staatsleitung geht man herum wie die Kaze um den heißen Brei, weil niemand mit dem allmächtigen Parlament anzubinden wagt. So mündet auch die Sorge um die Reichsreform wie jeder andere politische Kummer der Deutschen wieder in die große Anklage gegen das parlamentarische System, dessen Beseitigung die Voraussetzung jeder gesunden Neuge= B. staltung des deutschen Volks- und Staatslebens ist. SteuerErsparnis bringt das Reichssteuer Kassebuch RIECK ReichssteuerKassebuch D.R.G.M. mit Spezialeindruck für jedes Gewerbe, für jedes Geschäft, für freie Berufe, Agenturen, für Vereine, Verbände etc. Zu beziehen vom Herausgeber: ALBIN KLEIN GIESSEN B Fernsprecher Nr.2525, Súdanlage 21 Sonnabend, den 1. Dezember 1928. Lofales. Sonntagsgedanken. Es muß Nacht werden, wenn man die ewigen goldenen Sterne sehen will; es muß Winter werden, kalt und dunkel, wenn man lernen soll, wie wir der Sonne Leben, Licht u. Wärme danken; die Völker müssen durch Kriege, Jammer und Not hindurch, müssen in Sünde und Schuld versinken, wenn sie wieder empfinden sollen, was Advent und Weihnachten, was der leuchtende Stern über Bethlehem für sie bedeutet. Wieder läuten die Adventsglocken als erste Grüße dem Fest des Herrn der Welt. Adventszeit!— Einst, in glücklich- sorgloser Zeit, Tage froher Erwartung. Da fuhren Kinderhände auf dem Wandkalender ungeduldig hin und her und zählten Tage und Stunden. Der verlorene Sohn wurde daran erinnert, daß jetzt die Zeit der Blüte des Heimatgefühls, die Zeit der Sehnsucht nach der Familie, die Zeit der tinderfrohen Erwartung beginnt. Und heute? Müde, ohne freudigen Glanz in den Augen, gebeugt von der Schwere der Sorgenlast, gehen heute noch viele unseres Volkes dem Weihnachtsfeste entgegen. Ja die Nähe der heiligen Zeir bedrückt diese mehr, als daß sie sich von ihr erhoben fühlen. Und erst wenn Kinder um sie stehen, verfolgen sie mit Bangen den steigenden Zeiger der Preise. Arm wie jenes Kindlein im Stalle zu Bethlehem sind viele unserer Kleinen geworden. Wo ist die schöne, stille, heimliche Zeit des Advents? Selbst für viele unserer Kinder sind diese Tage der Erwartung ihres Zaubers entkleidet. Der kindlichen Vorstellung bleibt bald kein Winkelchen mehr, um über das Rätsel der Weihnacht versonnen zu träumen. Es muß Nacht werden, wenn man die ewigen goldenen Sterne sehen will.... Darum flaget nicht! Auch die Nacht ist Gottes Zeit. Immer tam wieder ein Morgen. So läuten Adventsglocken durchs Land, und wo ihr ein armes Menschenkind findet, da läutet ihm Trost ins Herz, bis es sich ihm öffnet und ihm glaubt. Und einmal wird dann wieder eine Weihnacht kommen, wo wahr wird der heilige Sat: ,, Ein Licht geht auf in der Finsternis, und aufs neue leuchtet über den Völkern sein Heil.“ Der Sonntagsschreiber. * * Von der Landesuniversität Gießen. Dem Leiter des Universitätsversuchsguts, Dr. Willy Pfaff, wurde durch den Minister für Kultus und Bildungswesen mit Wirkung vom Wintersemester 1928-29 ab ein Lehrauftrag für landwirtschaftliche Betriebslehre, Agrarwesen, Buchführung und Tarationslehre erteilt. Beratungsstelle für Insektenbekämpfung. An unserer Landesuniversität ist jetzt unter Leitung von Professor Dingler eine„, Abteilung für Forstzoologie und Schädlingsbekämpfung im Rahmen des Forstinstituts der Landesuniversität ins Leben gerufen worden. Die Einrichtung dient der Erforschung und Bekämpfung tierischer Schädlinge, sowie der Beratung und Begutachtung in Schädlingsangelegenheiten. * Von der Hessischen Landesversicherungsanstalt. Zu den Pressenachrichten über Unregelmäßigkeiten beim Verbande der öffentlichen Feuerversicherungsanstalten in Deutschland wird uns von amtlicher Seite mitgeteilt, daß die Hessische Brandversicherungsanstalt dem Verbande nicht angehört und in keiner Weise durch jene Unregelmäßigkeiten berührt ist. * Ein Postbuch bearbeitet das Reichspostministerium. Es wird in nächster Zeit erscheinen. Nach dem Stande vom 1. November enthält es die wichtigsten Bestimmungen über die Benutzung der Einrichtungen, die Versendungsvorschriften und die Gebühren für den Verkehr nach dem In- und Ausland. * Diebstähle. In letzter Zeit wurden wiederholt in einem Caféhaus Toilettenspiegel entwendet und die noch vorhandenen zertrümmert. Die Spiegel waren aus geschliffenem Glas, hat= ten weiße Rahmen und waren etwa 40 mal 40 cm groß. Aus meiner Husarenzeit. Schluß. In meinen jungen Jahren wäre eine Dame, in deren Gegenwart man ,, Luder" gesagt hätte, glatt umgefallen. Es gab eine Geschichte, die der König Albert von Sachsen gern lachend erzählte. Auf einem Jagdhaus spielt er einmal am Abend vor der Pirsch mit seinem Flügeladjutanten und dem Förster Stat. Dieser, die ganze Hände voller Trümpfe, haut sie auf den Tisch mit den Worten zum König: ,, Schwarz werd't ihr, ihr Ludersch!" Das war kein Mangel an Ehrerbietung, sondern die ihm gewohnte Ausdrucksweise. Nicht anders bei unsern Leuten. Oder hätte sie ihr Vater als Jungen etwa mit ,, Du ,, Gießener Zeitung" Nr. 95. Auf dem Sportplage des Männerturnvereins wurde am 8. 11.| nächsten Jahres vermutlich soviel Neuanlagen auszuführen nachmittags einem Schüler eine silberne, dicke Taschen| haben, wie sonst nur während Jahresfrist. - uhr mit der Nr. 8540 entwendet. Am 26. 11. wurde einem 6jährigen Jungen in der Sentenbergerstraße, Ece Ostanlage, von einem größeren Jungen ein Roller entwendet. Derselbe hat schwarzlackierten Metallrahmen, gelbliches Holztrittbrett und ist mit Gummirädern versehen. In der Zeit vom 24. bis 26. 11. wurde in der Bahnhofstraße der Aushangkasten der Volkshochschule Gießen gewaltsam abgerissen und entwendet. Derselbe ist 40 mal 70 cm groß, hat gelben Farbenanstrich, ist mit Glasscheibe versehen und trägt die Aufschrift„ Volkshoch= schule". In der Nacht zum 22. 11. wurden aus einem Hofe im Leihgesternerweg von einem dort stehenden Kinderwagen zwei Daunenkissen und eine Daunende de entwendet. Der Ueberzug war weiß( Hohlsaumbezug). In der Nacht zum 22. 11. wurde in der Schulstraße, Ede Wagengasse, ein neuer Mülleimer( Nr. 1334) und einige Tage vorher im Weglarerweg ebenfalls ein solcher mit der Nr. 489 entwendet. Personen, die zu den vorstehenden Diebstählen über die Täterschaft und über den Verbleib des Diebesgutes Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten, die Kriminalpolizei in geeigneter Weise zu verständigen. * Schutz den Verkehrszeichen. Wie in allen anderen Städten und Orten ist auch nun Gießen auf Grund der Verkehrsordnung mit den neuzeitlichen Verkehrsschildern versehen. Diese Schilder dienen der Erleichterung des öffentlichen Verkehrs und somit der Sicherheit des Publikums. Es ist unverständlich, wie solche Einrichtungen hier in Gießen in auffallender Weise zahl= reich und oft beschädigt, zerstört und entwendet werden. Es ergeht der Ruf an alle ordnungsliebenden Einwohner, diese Verkehrsschilder zu schützen und Personen, die bei Beschädigun gen betroffen werden, zur Anzeige zu bringen. Nach der Verfehrsordnung ruhen hohe Strafen auf der Beschädigung solcher Schilder. An unsere Altveteranen, Schwerkriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen soll der Reingewinn verteilt werden von dem am kommenden Sonntag, abends 28 Uhr, im Café Leib stattfindenden großen Wohltätigkeitskonzert des Kriegervereins Gießen. Mehrere, als Vortragskünstler bestens bekannte Mitglieder des Gesangvereins„ Heiterteit" werden dem Abend die heitere Note geben. Das Programm umfaßt 16 Nummern. Es stehen also abwechs= lungsreiche und schöne Stunden den Besuchern bevor. Ein volles Haus verdient der Zweck des Ganzen. * Eine passende Aufschrift für das neue Finanzamt hat ein Spaßvogel erfunden, der den Vorschlag macht, über das Portal des nahezu vollendeten Gebäudes die Worte zu setzen: ,, Wer sich selbst erniedrigt, der soll erhöhet werden." * Gießener Reichswehr nach Berlin. Am Mittwoch verließ die 1. Kompagnie des hiesigen Bataillons unter Leitung von Hauptmann von Stockhausen unsere Stadt um in der Reichshauptstadt dem Wachtkommando auf ein Vierteljahr angegliedert zu werden. * Ab 1. Januar Telephonanlagen auf Abzahlung. Die Reichspost führt vom 1. Januar an eine Art Teilzahlungssystem für Telephonanlagen ein, mit der Maßgabe, daß Anträge auf Anlage von Fernsprechanschlüssen, die erst nach dem 1. Januar erfolgen sollen, schon jetzt bei den zuständigen Fernsprechämtern abgegeben werden können. Diese durchaus den modernen kaufmännischen Prinzipien entsprechenden Methoden der Reichspost haben bereits den größten Erfolg gehabt. Bis jetzt liegen schon mehr als zwanzigtausend Anträge auf„ Abzahlungstelephone" allein bei den Berliner Fernsprechämtern vor. Täglich gehen Dutzende von Neuanträgen ein, immer mit der Bemerkung:„ Aber nur, wenn der Betrag in Raten gezahlt werden kann." Die Post wird in den ersten Monaten des Jugenderinnerungen von Georg von Ompteda. Mein neuer Gaul hieß Nummer achtzehn. Die Schwadronspferde wurden nämlich damals in Sachsen nicht mit Namen benannt wie in Preußen, sondern numeriert. Ließ sich nun erwarten, daß etwa der Husar Miersch im Stalle seiner Stute um den Hals fiel:„ Ach du süße Nummer einhundertundsiebenundzwanzig"? Hätte er sie Aurora oder Mieze nennen dürfen, würde er sie gewiß noch einmal so gut gewartet haben. Meine Nummer achtzehn nun folgte mehr ihrem als meinem Kopf. Das tam mir beim Ererzieren zustatten. Sie kannte nämlich die Signale ebensogut wie ein Trompeter. So hielt sie, galoppierte an oder schwenkte ein ganz von selbst. Nichts denn noch Pferde in der Schwadron hatten, die den Krieg von 1870 genau so mitgemacht hatten wie unser Rittmeister, der sich als Fähnrich das Eiserne Kreuz verdient hatte. böser Knabe du!“ ermahnt? Um unsern Kerls verständlich zu als lange Gewohnheit, denn sie war eine ältere Dame, wie wir sein, mußte man seine Wendungen aus der Volkssprache holen. Wir hatten im Regiment einen Rittmeister, einen feingebildeten Menschen, der ernste Bücher las und im Theater sich nur das Erlesenste ansah. Dieser haßte Roheiten. Nie wäre ein derbes Wort über seine Zunge gekommen. Seine Husaren verstanden ihn nicht. Ihr Herz würde er dagegen gewonnen haben, hätte er sich nur ein einziges Mal ausgedrückt, wie die Ermahnung lautete in jenen Versen, die ich im großen Kriege bei einer Division über dem Fernsprecher las: Laß dich von keinem Fernspruch Je aus der Ruhe bringen, Dent' immer an den Kernspruch Des Götz von Berlichingen! ., Philipp" dagegen, außerhalb des Dienstes für Leben und Leben lassen, war bei der Schwadron sehr beliebt. Er schenkte einem, der sich irgendwie schneidig bewiesen hatte, einen Taler, wie man damals von der Zeit der alten Währung her noch gern für drei Mark sagte. Beim Schwadronsball hielt er seine Unteroffiziere frei und tanzte nicht allein mit der Frau„, Wachtmeestern", sondern mit jedem netten Mädel, das einer der Husaren mitgebracht hatte. Dann sagten unsre Kerls aber auch: ,, Philipp is nich stulz!" Und das war gut für den Geist der Armee. Da für das Ererzieren die Kenntnis der Signale wichtig war, so wurde Signalstunde abgehalten. Dabei blies ein Trompeter vor der Front, und der Unteroffizier fragte die Husaren, was das bedeute. Nun waren die alten Leute aber, ja sogar die Rekruten, die doch schon seit dem Herbst dienten, darin natürlich erfahrener als ich. So bestimmte der Rittmeister einen Trompeter, der mir gegen ein Glas Bier abends nach dem Stalldienst auf meinem Zimmer vortuten mußte. Ich wohnte mitten im Städtchen, unweit vom Marktplatz und, was wichtiger schien, taum fünfzig Schritt von meinem Beritt, wo ich noch immer das Strohbett meiner geliebten Nummer achtzehn vom Stoffwechselumsatz säubern mußte. Ich hatte eine ganz nette, vor allem nicht kostspielige Wohnung, obwohl Miete wie Morgenkaffee immerhin ein Loch in meinen Geldbeutel rissen. Im Erdgeschoß lag die„ Bierstube" mit bescheidenem Verkehr, während ich ein kleines zweifenstriges Stübchen im ersten Stod bewohnte, das zum Ueberfluß noch einen Nebenraum hatte. Nicht gewohnt, mit Geld umzugehen, hatte ich in der ersten Zeit zu viel verbraucht; so bestand mein Abendbrot jetzt immer nur aus Tee und ein paar Zwiebäcken. Dieses nach angestrengtem Tage für einen jungen Menschen Sonnabend, den 1. D nit Teer gefülltes Faß baje drückten den Boden jederzeit die Möglichkeit hat, einem säumigen Zahler den Anschluß einfach zu sperren. Uebrigens wird nicht, wie das Publikum vielfach annimmt, der gesamte Betrag der Anlage in Monatsraten eingeteilt, sondern nur der auf fünfzig Mart ermäßigte Apparatebeitrag. Die auf zwanzig bis dreißig Mark zu beziffernden Anlagekosten müssen bar bezahlt werden, ebenso die Einrichtungsgebühr für weitere in der Wohnung oder in dem Büro befindliche Steckdosen. Auch die im Falle eines Umzuges zu erlegende Umlegegebühr von etwa 30 Mark wird nicht auf Raten verteilt. Die Reichspost selbst geht ja kein Risiko ein, da sie ohl von den umherflieg Wer also nach dem 1. Januar ein Telefon legen läßt, haf sofort etwa 25 Mart bis 30 Mark Anlagegebühren zu zahlen, während bisher sofort hundertzehn bis hundertzwanzig Mark zu zahlen waren. Tagung des hessischen Landgemeindetages. Unter Leitung seines Vorsitzenden, Bürgermeister Dr. VölKirchhain. Wie wir in Kirchhain, dem Vorwü verden, zur Disposition Weilburg. Der Krei Kreisausschuß einge Kreisspartaffengebäudes COTI fuchs Monate aus. Der Ton 205 000 Mart. Frankfurt a. M. 2 Chen werden im Simm hier stattfand, hat sich eignet. Bereits vor der pielhaus Flugblätter v Frankfurter Pfarrern M and einen flammenden dem dritten Akt stand in af und hielt eine Ansp sing- Alsfeld, hielt der Provinzialverband Oberhessen des lehnend verhielt. Der hessischen Landesgemeindetages hier gestern seine diesjährige ihnen, Sedel, fonnte d Bürgermeister und Gemeinderatsmitglieder aus den verschieden= Koblenz. Die Bejat Daraufhin wurd sten Orten Oberhessens erschienen waren. Die Provinzialver- mkten, seit zehn Jahr waltung war durch Provinzialdirektor Graef, die Kreisämter durch ihre Kreisdirektoren oder Stellvertreter vertreten. Bürgermeister Dr. Völsing erstattete zunächst den Geschäftsbericht des Vorstandes. Dann sprach der Leiter des Ueberlandswerks Oberhessen, Direktor v. Stadler- Friedberg über ,, Die Elektrizitätsversorgung der oberhessischen Gemeinden". In der Aussprache hob Provinzialdirektor Graef hervor, daß die Einführung des neuen Tarifs für die Provinz Oberhessen jährlich einen Ausfall von 600 000 Mark bedeute, den man nur im Interesse der Gemeinden übernommen habe. Einstimmig wurde von der Versammlung beschlossen, daß der Vorstand des Provinzialverbandes mit der Provinzialverwaltung wegen einer Abänderung des jezigen Stromtarifs verhandeln soll. Nachdem Regierungsrat Dr. Grein- Friedberg über„ Die Durchführung der Fürsorgepflichtverordnung" und Bürgermeister Alexander- Gonsenheim über Die Haftpflichtversicherung der hessischen Gemeinden" gesprochen hatte, wurden fleinere Angelegenheiten in lebhafter Debatte erledigt. Aus Nah und Fern. Lich. Das alljährliche große Militärkonzert, das von dem hiesigen Kriegerverein im Winter jeden Jahres veranstal tet wird, soll am 13. Januar 1929 stattfinden. Dazu ist das gesamte Musikkorps des 1. Batl. 15. Jnf.- Regts. Gießen ausersehen. Nidda. Zum Gesangswettstreit des Gesangvereins ,, Sän gertranz" anläßlich dessen 90jährigen Jubiläums stiftete der Reichspräsident sein Bild mit eigenhändiger Widmung. Ruppertenrod. In der Dorfstraße angeschossen wurde in der Dunkelheit der 19jährige Arbeiter R. Philippi. Da die Einschußstelle am Oberarm schwarz umrändert war, dürfte der Schuß aus der Nähe erfolgt sein. Es wurde eine eingehende Untersuchung eingeleitet. Freiensteinau. Seit Januar spurlos verschwunden war ein hier gebürtiger 21jähriger junger Mann. Jetzt ist aus der französischen Fremdenlegion der erste Brief des Verschollenen eingetroffen. Er ist in Westfalen, wo er Arbeit suchte, den Agenten in die Hände gefallen. Freiensteinau. Hier wurde von Rohlingen ein schwerer Baumfrevel verübt. Sie brachen den frisch gepflanzten Obst= bäumen, die ohnedies hier selten sind, die Kronen vollständig ab. Dillenburg. Unter seltsamen Umständen ist in Steinperf im Dillkreis der Maurer Köhl zu Tode gekommen. Ein gewiß nicht übertriebene Mal brachte mir das Mädchen, das unten in der Bierstube bediente. Es war ein nettes Ding, nur wagte es niemals, mich anzusehen. Der feuchte Mund stand halb offen in dem wachsfarbenen, bleichsüchtigen Gesicht. So erinnerte sie an jene Gestalten, wie sie damals Gabriel Max zu malen liebte, alle mit einem Stich ins Mystische, aber auch Ungesunde. Nun hatte ich jetzt einen Puzer, den ,, Kapitulanten" Wünsche, bekommen. Wenn er ins Zimmer trat, ging er immer zuerst zum kleinen Spiegel zwischen den Fenstern, bewunderte sich eine Weile, bis er fragte:„ Un nu?" Das hieß soviel als: Gibt es was zu reinigen? Mir erschien das zwar etwas unerzogen, doch was sollte ich machen? Herr Wünsche- er nannte mich nämlich„ Herr Umtita“, so daß ich wohl Herr Wünsche sagen durfte, also Herr Wünsche war Gefreiter und ich nicht. Also besagter Herr Wünsche, der mich sonst immer beim Morgengrauen aus meinem eisernen Schlaf zum Stalldienst zu wecken pflegte, war auf zwei Tage beurlaubt. Da ich nun keinen Wecker besaß, fragte ich das Mädchen mit dem GabrielMax- Gesicht, ob mich nicht vielleicht der Wirt weden könnte. Doch sie antwortete, ohne mir die verglasten Augen zuzuwenden, sie wolle es selbst tun. Gut; wenn sie es aber nun verschlief? Doch sie erklärte, die Bierstube bliebe lange offen, sie würde einfach warten, bis es Zeit zum Wecken sei; am Morgen könne sie ja dann ausschlafen. Jch nahm das Opfer an. Trotzdem beschloß ich, mich zwar zu Bett zu legen, jedoch wachzubleiben. Nun gab es aber damals noch kein elektrisches Licht, und ich ließ, um nicht in der Dunkelheit einzuschlafen, die Kerze brennen. Natürlich nickte ich dennoch ein. Als ich zu erwachen glaubte, war es finster. Somit träumte ich also nur. Ich träumte, das Mädel stünde an meinem Bett, aber, offensichtlich selbst müde, sank es neben mich. Unter dem Nahen von Dingen, nur dunkel geahnt, überkam mich eine große Angst, gleich einem unerfahre nen Mädchen. Und über all der neuen, halb beschämenden, halb beglückenden Seligkeit schlief ich wirklich ein. Auch dem Gahaus freigegeben. ellärte der Oberbürger Unfreiheit und Unabhän nommen worden. Der Von Dr. med. Kleine Verlegungen und Beruf so häufig v femerzhaften, langwieri milen lebensgefährliche und der Hand. Durch Mundscheuern beim W Splitters und vieles a haut durchbrochen. Ei Mengen an den Geger werden ins Gewebe ve zwischen den Bakterien triften. Erweist sich das terien vernichtet und d wise meist der Fall giftig, oder der Widersta es zur Entzündung. Die der, oft aber auch noc Ritung der Umgebung Stunden werden die Shmerz, der entspreche ter annimmt, wird u jeden Schlaf. Die Sef gerentzündungen so to menden Drud der E Luft schaffen können. dike Hornschicht der gewebstulissen, die vo und der Fingerhaut i gen glüdlichen Fällen denen der Kranke dur die Schlaflosigkeit un fruntergekommen ist, drzunagen. Es erfol finer fleinen Fistel, di unchen Fällen erfolgt ndern nach innen in man feine Häutige Sü Finger umscheidet sind, teen. Diese Räume, die Handgelenk hinauf Ray- Mädchen, mi die Augen zu Als wir erwachten, en zum Ausrüden. lopft hatte, wies vol eje. Ich blidte zum Fen tum die Ede versch Armte hinab und spra diger Trompeter vor Galopp über das P afene Bürger verstör er doch an. Ob ich nun von der er jener Kopf von ollte, genug, das Er uer. Das Reiten in n Sawadron mußte funschwenten die Linie Drud von den Flü nhm bisweilen jo abe der Mitte, förmlich Fierde zu schweben schie Das war mir ani enn etwa bei Schwent itten Zuge, in dem i te, der Gaul würde, en solcher Gewalt de jo, daß ich laut id Dron beim Eperzieren Durdaus ungefährlich, hundert den Boden schla Der Säbelscheiden und Man verstand ja a mandos nicht; erst recht Dat. Dann tonnte ma Buteten und pruiteten. Nr. 5. Sonnabend, den 1. Dezember 1928. ,, Gießener Zeitung" en auszuführen mit Teer gefülltes Faß fing Feuer und die sich entwickelnden ordentlich empfänglich. Meistens breitet sich die Entzündung Zahler den An to ein, da lie Röhl von den umherfliegenden Holzteilen tödlich verletzt wurde. Gase drückten den Boden des Fasses mit solcher Wucht aus, daß nicht, wie das uf fünfzig Mart Kirchhain. Wie wir hören, ist der Landrat von Gilsa in Kirchhain, dem Vorwürfe wegen seiner Amtsführung gemacht rag der Anlage werden, zur Disposition gestellt worden. is dreißig Mart werden, ebenso ohnung oder in im Falle eines 30 Mart wird legen läßt, hai ihren zu zahlen rtzwanzig Mart Weilburg. Der Kreistag des Oberlahnkreises lehnte einen Dom Kreisausschuß eingebrachten Antrag zur Erbauung eines Kreissparkassengebäudes ab, bezw. setzte die Astimmung auf sechs Monate aus. Der Bau erfordert einen Kostenaufwand Don 205 000 Mark. Frankfurt a. M. Bei der Aufführung von Hasenclevers ,, Chen werden im Himmel geschlossen", die am Mittwochabend hier stattfand, hat sich ein seltener Theaterstandal ereignet. Bereits vor der Vorstellung wurden vor dem Schauspielhaus Flugblätter verbreitet und verteilt, die von den Frankfurter Pfarrern Manz und Schumann unterzeichnet waren und einen flammenden Protest gegen das Stüd enthielten. Nach dem dritten Akt stand in einer Balkonloge einer der Protestler detages. meister Dr. Völ auf und hielt eine Ansprache an das Publikum, das sich aber Oberhessen des ablehnend verhielt. Der herbeieilende Direktor der Städtischen eine diesjährige Bühnen, Seckel, konnte durch gütiges Zureden den Redner entmehrere hunder fernen. Daraufhin wurde das Stück zu Ende geführt. den verschieden Koblenz. Die Besatzungsbehörde hat jetzt die von ihr beProvinzialver nutzten, seit zehn Jahren beschlagnahmten Räume im Ratnej, die Kreis rtreter vertreten haus freigegeben. In der Stadtverordnetenversammlung erklärte der Oberbürgermeister, damit sei jetzt das Gefühl der den Geschäftsbe Unfreiheit und Unabhängigkeit von der Stadtverwaltung ge= des Ueberlands erg über Die neinden". r Graef hervor Fern. ert, das von dem Jahres veranstal n. Dazu ist das gts. Gießen aus nommen worden. Der böse" Finger. e Provinz Ober art bedeute, den mmen habe. Ein Kleine Verletzungen, wie sie beim Hantieren im Haushalt en, daß der Vor und Beruf so häufig vorkommen, bilden oft den Beginn von inzialverwaltung schmerzhaften, langwierigen und bei falscher Behandlung bis= arifs verhandeln weilen lebensgefährlichen Eiterungen im Bereich der Finger Oberg über ,, Die und der Hand. Durch einen Stich mit der Nähnadel, durch und Bürgermei Wundscheuern beim Waschen, durch Einrennen eines kleinen flichtversicherung Splitters und vieles andere wird der schützende Abschluß der den kleinere An Haut durchbrochen. Eitererregende Bakterien, die in großen Mengen an den Gegenständen und an unserer Haut haften, werden ins Gewebe verimpft. Hier entspinnt sich ein Kampf zwischen den Bakterien und den bakterienfeindlichen Gewebsträften. Erweist sich das Gewebe als stärker ,, so werden die Batterien vernichtet und die Verlegung heilt, wie das glücklicherweise meist der Fall ist. Sind die Bakterien aber besonders giftig, oder der Widerstand des Gewebes ist herabgesetzt, so kommt es zur Entzündung. Diese äußert sich frühestens nach sechs Stunden, oft aber auch noch später in einem Gefühl der Schwere, Rötung der Umgebung und leichten Schmerzen. Nach weiteren Stunden werden die Erscheinungen stürmischer. Besonders der Schmerz, der entsprechend dem Pulsschlag klopfenden Charakter annimmt, wird unerträglich und raubt dem Befallenen jeden Schlaf. Die Heftigkeit des Schmerzes, der für die Fingerentzündungen so typisch ist, wird bedingt durch den zunehmenden Druck der Entzündungsflüssigkeiten, die sich nirgends Luft schaffen können. Nach außen hindert der Durchbruch die dide Hornschicht der Fingerhaut, nach der Seite straffe Bindegewebskulissen, die von der Haut senkrecht zum Knochen ziehen und der Fingerhaut ihre Unverschieblichkeit verleihen. In einigen glücklichen Fällen gelingt es dem Eiter nach Tagen, in denen der Kranke durch die fortwährenden heftigen Schmerzen, die Schlaflosigkeit und aufgehobene Nahrungsaufnahme sehr heruntergekommen ist, die millimeterdicke Hornschicht von innen durchzunagen. Es erfolgt der Durchbruch nach außen in Form ciner kleinen Fistel, die noch wochenlang eitern kann. In zahl= reichen Fällen erfolgt aber der Durchbruch nicht nach außen, sondern nach innen in die Sehnenscheiden. Darunter versteht man feine Häutige Hüllen, von denen die Beugesehnen der Finger umscheidet sind, in denen die Sehnen hin und her gleiten. Diese Räume, die beim Daumen und Zeigfinger bis über das Handgelenk hinaufreichen, sind für die Infektion außerVon Dr. med. Carl Neller Altona. gvereins ,, Sän biläums stiftete iger Widmung chossen wurde in Shilippi. Da di war, dürfte der eine eingehende erschwunden wat Jezt ist aus der des Verjchollenen Irbeit suchte, den gen ein were gepflanzten Dbf ronen vollständig ist in Stein getommen. Gin as Midden, das nettes Ding, nur hte Mund stand gen Gesicht. So Gabriel Mar Ditische, aber aud pitulanten" Wi t, ging er imm ftern, bewunder s hieß soviel al zwar etwas m infche- er nam ohl Herr Wün eiter und ich ni fonft immer be zum Stalldie aubt. Da ich n mit dem Gabri rt weden tönn fugen zuzuwende Doch fie erflä e einfach warte briel- Max- Mädchen, mir zum Wächter und Wecker bestellt, fielen die Augen zu Als wir erwachten, schmetterten draußen schon die Trompeten zum Ausrücken. Die Wirtin, die, voll Schreden um mich, geklopft hatte, wies voll empörter Strenge Eva aus dem Paradiese. Ich blickte zum Fenster hinaus und sah eben noch den Betitt um die Ecke verschwinden. Zitternd kleidete ich mich an, türmte hinab und sprang auf mein Pferd, mit dem ein mitleidiger Trompeter vor dem Hause gehalten hatte. Dann ging es Galopp über das Pflaster, daß die Funken stoben und verschlafene Bürger verstört ans Fenster stürzten. Zu spät kam ich aber doch an. Ob ich nun von den neuen Lebenserfahrungen ermüdet war oder jener Kopf von Gabriel Mar mir nicht aus dem Sinn wollte, genug, das Exerzieren ward mir an diesem Morgen jauer. Das Reiten in der wogenden, drängenden, galoppierenden Schwadron mußte jedem Eindruck machen. Damit beim Einschwenken die Linie beieinanderbliebe, fand stets ein gewisjer Druck von den Flügeln aus statt. Und diese„ Preßwurſt" nahm bisweilen so abenteuerliche Formen an, daß die Reiter in der Mitte, förmlich aus dem Sattel gehoben, über dem Pferde zu schweben schienen. e fie ja dann aus log ich, mich wa gab es aber do um night in der erwachen glaubt Ich träumte, de ftlid felbft mix Dingen, nur bun einem unerfah befchämenden, Auch dem Das war mir anfangs beinahe beängstigend, vor allem, wenn etwa bei Schwenkungen in Schwadronsfront der Druck im dritten Zuge, in dem ich ritt, derart wuchs, daß man erwarten mußte, der Gaul würde, durch die Luft getragen, erst beim Nachlassen solcher Gewalt den Boden wiedergewinnen. Es beseligte mich so, daß ich laut schrie, wie denn überhaupt in der Schwa= dron beim Exerzieren unglaublich geflucht wurde; übrigens durchaus ungefährlich, denn bei dem Höllenskandal der sechs= hundert den Boden schlagenden Hufe, dem Klirren und Klappern der Säbelscheiden und Bügel hörte niemand einen Ton. Man verstand ja auch oft, vor allem im Galopp, die Kommandos nicht; erst recht nicht, wenn der Boden hart und trocken Dax. Dann konnte man kaum atmen, und Reiter wie Pferde husteten und prusteten. Die Hand vor Augen sah man nicht. in kürzester Zeit auf die ganze Sehnenscheide aus; die Schmerzen werden noch stärker, die kleinste Bewegung des Fingers ist unmöglich, es tritt hohes Fieber auf, das Allgemeinbefin= den ist erheblich gestört, turz, es besteht ein schweres Krantheitsbild. Sehr bald ist die im Eiter schwimmende Sehne zerstört, womit die endgültige Versteifung des Fingers besiegelt ist. Tritt auch jetzt noch keine sachgemäße Hilfe ein, so geht die Eiterung von den Sehnenscheiden auf die Hohlhand und den Unterarm über und breitet sich in dem lockeren Zellgewebe sehr rasch aus. Auch vielfache Einschnitte vermögen es oft nicht, der nunmehr äußerst lebensbedrohlichen Infektion Herr zu wer den, und nicht selten muß der Arm abgesetzt werden, um die allgemeine Blutvergiftung zu verhindern. Diese lettere kann übrigens in jedem Stadium der Infektion, schon im ersten Beginn, auftreten. Das Alarmsignal bilden jene bekannten roten Streifen, die sich an der Beugeseite des Arms bilden sowie die Schmerzhaftigkeit und Anschwellung der Achseldrüsen. Jm Publifum werden die roten Streifen häufig als„ Blutvergiftung" bezeichnet. In Wirklichkeit handelt es sich um eine Entzündung der abführenden Lymphgefäße und Lymphdrüsen, die bei sachgemäßer Behandlung des ursprünglichen Infektionsherdes bald abflingt. Bei wenigen Erkrankungen ist die möglichst frühzeitige ärztliche Behandlung so ausschlaggebend wichtig wie beim„ bösen Finger". Leider ist diese Tatsache beim Publikum noch wenig bekannt, und immer wieder muß der Arzt mit Bedauern feststellen, daß wertvollste Zeit mit allen möglichen, teilweise unsinnigen Maßnahmen vertan wird. Hat man sich verletzt, so betupfe man die Stelle mit etwas Jodtinktur, die in keinem Hause fehlen sollte, mache sich einen kleinen Schutzverband und schone den Finger. In der Ruhe wird das Gewebe am besten mit ben eingedrungenen Bakterien fertig. Treten die ersten Symptome der Entzündung auf, Rötung und leise Schmerzen, so fann man noch versuchen, durch einen feuchten Verband mit verdünntem Alkohol die Infektion zu unterdrücken. Werden aber die Schmerzen stärker, so gehe man unverzüglich zum Arzt. Die ärztliche Behandlung kann bei festgestellter Eiterung vernünftigerweise in nichts anderem bestehen, als im Freilegen der Eiterung durch einen kleinen Einschnitt. Hierdurch werden die entzündlichen Flüssigkeiten abgeleitet, der Durchbruch in die Sehnenscheiden wird verhütet, der quälende Schmerz ist mit einem Male behoben. Das Gewebe wird jetzt am besten der Infektion Herr, die Erkrankung auf die kürzestmögliche Zeit beschränkt und volle Wiederherstellung der Gebrauchsfähigkeit der Finger gewährleistet. Vor diesem kleinen Eingriff braucht sich heute kein Mensch mehr zu fürchten. Jeder Arzt ist in der Lage, die kleine Operation in einem kurz dauernden Rausch oder in örtlicher Betäubung völlig schmerzlos zu gestalten und damit Schmerzen und größte Gefahren zu bannen. Nene Bücher. von Hilfe! mein Zwerchfell! 1000 Wize und Anekdoten Ernst Warlig. 292 Seiten. Preis geb. Mt. 3.50, Bart. Mt. 2.50. Max Hesses Verlag, Berlin- Schöneberg 1. Das ist der wahre Grillentöter, der uns allen gefehlt hat. Man muß lachen, ob man will oder nicht. Und mag Warlig auch bei dieser oder jener Pointe ein Auge zugekniffen haben er wahrt überall die Form, tut niemanden etwas zuleide und ist und bleibt geistreich. - Bevor Sie mit Ihren Weihnachtseinkäufen beginnen, lassen Sie sich durch die„ Elegante Welt" beraten, deren neuestes Heft soeben als erste Weihnachts- Sondernummer erscheint. Es bietet Ihnen wertvolle Anregungen und Belehrung bei Auswahl der Geschenke für die Dame und den Herrn. Preis 1 Mt. André Maurois, Bernhard Quesnap. Roman. Einzig berechtigte Uebersetzung von Lina Frender. Volksverband der Bücherfreunde, Wegweiser- Verlag G. m. b. H., Berlin- Charlottenburg. 2. Maurois gilt mit Recht als eine Persönlichkeit der jüngsten französischen Dichter. In diesem Roman schildert er das Leben einer großen Wollspinnerei, ihrer Inhaber, mettere ab, wenn in Jmmer mußte man sich sagen, wenn jetzt ein Graben droht, fo liegen wir da wie hingemäht. Unbegreiflich, wie die klugen Tiere den Boden fanden! Noch unfaßlicher, daß, in die Staubwolken hinein ein Signal schmetterte und man in er= höhter Gangart aufmarschierte, die vier Züge überhaupt noch beisammenblieben. Das größte Rätsel aber schien dieses: sobald der Staub sich verzogen, stand die Schwadron da, wie mit dem Lineal gerichtet. Nach dem Absigen mußten meiner Nummer achtzehn immer die Gurte nachgezogen werden, da sie beim Satteln sich aufzu= blähen pflege, wie mancher eitle Pinsel auch. Dann kam erst der Flügelunteroffizier und sah nach dem Eisen, später der Zugführer, schwarz von Sonne, Dredpagen und Staub. Damit nicht genug, erschien auch noch der Rittmeister. Der sah mehr als alle andern zusammen. So durchgesiebt, gingen wir über die Hindernisse. ,, Philipp" auf der„ Spinne" vornweg. Dann aber: Trompeter an die Tete!" und eingerückt. Mein Zuspätkommen schien vergessen. So hätte der Tag denn, so gefährlich er begonnen, noch gut enden können, wäre nicht das Mädchen mit den verglasten Augen und der jähen Liebe verschwunden gewesen. Die gestrenge Wirtin hatte das arme Ding unverzüglich hinausgesetzt. Was sollte ich tun? Ich kannte nicht einmal ihren Namen. So habe ich mich, wie Dichter nun einmal sind, viele Jahre später von dem Erlebnis entlastet in einer kleinen Geschichte, die ich ,, Das Glück" nannte.„ Dort, wo du nicht bist, ist das Glück!" Zum Trauern hatte ich damals feine Zeit. Das Leben drängte vorwärts, oder wie es jetzt hieß: der ,, Königliche Dienst". Er ließ mich nicht, bis ich endlich abdampfte nach Berlin, um die Fähnrichprüfung nachzuholen. Bald darauf kam denn auch die Belohnung. Herr Wünsche fonnte mich nicht mehr„ Herr Umtita", sondern mußte mich ,, Herr Unteroffizier" nennen, und meinem Aufstieg lag damit nichts mehr im Wege. Nr. 95. ihrer Direktoren, Angestellten, Arbeiter und Arbeiterinnen. Ein interessantes Gegenstüd zu Gustav Freytags„ Soll und Haben." - * Maria Karlweis, Amor und Psyche auf Reisen. Roman. Mit einem Begleitwort von Jakob Wassermann. Volksgemeinschaft der Bücherfreunde, Wegweiser- Verlag G. m. b. S., Berlin- Charlottenburg 2. Marta Karlweis hat einem Stoff von Modernität eine dichterische Form gegeben. Aus tiefem Verständnis für die Wirrnis der heutigen Zeit wächst klare, überlegene Gestaltung. Das Begleitwort Jakob Wassermanns gibt wesentliche Ausschlüsse über die künstlerische Behandlung erotischer Probleme. * - Bernhard Shaw, Künstlerliebe. Roman. Uebersetzt von Wilhelm Cremer. Volksverband der Bücherfreunde, Wegweiser- Verlag G. m. b. H., Berlin- Charlottenburg 2. Der Gegensatz zwischen echtem Kunstgefühl und bloßem Kunstbetrieb wird hier in Schilderungen des Lebens der guten englischen Gesellschaft, der Welt der Theaterleute, Musiker und Maler, zur Darstellung gebracht. Der kultivierte Geist, die Ironie, der scharfe With Shaws zeigen sich in diesem spannenden Roman von ihrer liebenswürdigsten Seite. ,, Sonnenschein Freude für Alle". Familienausgabe der bekannten Monatsschrift„ Im Wartezimmer", Verlag Gustav Thomas, Bielefeld. Das reich und gut illustrierte Heft enthält eine große Anzahl flott geschriebener, furzer Beiträge, heiteren und ernsten Inhalts. Preis des Heftes 60 Pfennig. - Reichssteuer- Lexikon. Von Armin Grosse. Verlag Waldemar Kathan, München, Karlstraße 21. Preis Mt. 2.75. Diese Broschüre bringt in leicht verständlicher Weise unter Berücksichtigung aller bisherigen Aenderungen sämtliche Reichssteuergesetze mit vielen Beispielen. Das Werk ist besonders des= wegen zu empfehlen, weil es aus der Füllel der Geſche, Durg, führungsbestimmungen, Verordnungen usw. nur das bringt, was für den Steuerpflichtigen praktische Bedeutung hat. Es ist ein Buch aus der Praxis für die Praxis. Karten- Auskunftei des Arbeitsrechts", herausgegeben von Amtsgerichtsdirektor Dr. A. Kallee unter Mitarbeit hervorra10. gender Praktiker und Wissenschaftler des Arbeitsrechts. Jahrgang. Verlag für Wirtschaft und Verkehr, Stuttgart, Pfizerstraße 7. Jede Karte 7 Pfg. Geschäftliches. Zulassung der Bausparkasse der Gemeinschaft der Freunde, Gemeinnüßige G.m.b.H., Wüstenrot( Wttbg.) als Abtretungsstelle. Durch gemeinsamen Erlaß des Württ. Innenministeriums und des Württ. Finanzministeriums vom 8. ds. Mts. ist die Bausparkasse der Gemeinschaft der Freunde als Abtretungsstelle im Sinne des Beamten- Heimstättengesetzes vom 30. 6. 1927 und der§§ 2 und 3 der Verordnung zur Durchführung dieses Gesetzes für die württ. Landesbeamten und für die Beamten der der Aufsicht des Landes unterstehenden öffentlich- rechtlichen Körperschaften zugelassen worden. Die durch diese ministerielle Zulassung zum Ausdrud kommende Anerkennung der bisherigen Leistungen der Bausparkasse der Gemeinschaft der Freunde iſt durchaus verständlich, denn dieses auf gemeinnügiger Grundlage aufgebaute Unternehmen hat in der Zeit seines 3% jährigen Bestefans nun schon für 4351 seiner Bausparer die Mittel zum Erwerb von Eigenheimen im Gesamtbetrage von mehr als 67 Millionen Reichsmart zur Verfügung gestellt. Jeder kluge Geschäftsmann benuge die überall beliebten Reichssteuer- Kaffebücher von Albin Klein, Gießen. Luftige Ece. Was übrig blieb. Zu seinem Kommandeur tam ein Leutnant. ,, Was haben Sie denn auf dem Herzen, mein Lieber?" fragte der Oberſt, der gleich sah, daß den Herrn der Schuh drückte. ,, Ich möchte Herrn Oberst um einen Rat bitten," stotterte der Leutnant und kam dann schließlich mit seinem Anliegen heraus: er wolle sich verloben. Der Oberst bekam den üblichen Schreck. Mit wem?" ,, Mit einer Amerikanerin." ,, 5m! Hat der Engel Geld?" Der Leutnant strahlte: Der zukünftige Schwiegervater besäße große Farmen mit riesigem Viehbestand. „ Hm! ich will Ihnen mal was sagen, mein lieber Freund." Der Oberst klopfte dem Leutnant auf die Schulter. ,, Als ich so jung war wie Sie, da verlobte sich auch ein Leutnant mit einer Dame, deren Vater ebenfalls in Amerika enorme Rinderherden besitzen sollte. Nach der Hochzeit blieb von diesen Rinderherden nur ein einziger Ochse übrig, und das bleibt aber unter uns - der war ich." - % - Profefforchen. Professorchen führte seinen Zug über den Haselhorster Plaz. ,, Marschrichtung die Birke!" Stimme des rechten Flügelmanns: ,, Das ist' ne Erle, Herr Leutnant!" ,, Na schön, Marschrichtung die Erle." Zwei Minuten später: ,, Auf die Pappel schwärmen marsch- marsch!" Stimme des Flügelmanns: ,, Das ist' ne Rüster, Herr Leutnant!" ,, So so", sagt das Professorchen. ,, Sind Sie vielleicht ein Kollega von der Botanik?" ,, Nee, Herr Leutnant, Besenbinder." Sonnabend, den 1. Dezember 1928. ,, Gießener Zeitung" Nr. 95. Schutz- Marke B Trinkt das gute Mainzer Aktien- Bier! Telephon Nr. 83 EMIL SCHMALL, BIERGROSSHANDLUNG, GIESSEN Telephon Nr. 83 Großes Wohltätigkeitskonzert mit theatral. Borträgen BERTHOLD CERD veranstaltet vom Kriegerverein Gießen, mit Unterstützung der bestbekanntesten Mitglieder des Gesangvereins Heiterkeit" Gießen Gonntag, den 2. Dezember, abends 8 Uhr, im Café Leib 1914 Der Reingewinn kommt zur Verteilung an bedürftige Altveteranen, Schwerkriegsbeschädigte u. Kriegerhinterbliebene. Jedermann ist willkommen. Ein abwechslungsreiches Programm ist aufgestellt. Die Besucher haben schöne Stunden zu erwarten. 1. Platz( numeriert) 1.50 Rmf., 2. Platz( nicht numeriert) 1.- Rmk. PROGRAMME IM VORVERKAUF: Lebensmittelgeschäft Conrad Bender, Walltorstraße 14, Schreibwarenhandlung Peter Bingel, Lindenplatz 8, Kolonialwarenhandlung Karl Duill, Asterweg 43, Eisenhandlung Albert Knorr,( Stoll Nachf.), Frankfurterstraße 86, Lebensmittelhandlung Gebr. 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