Nr. 6 und B egen tot ne Lette mann mann 32 1,3. Chr 88,400 lland. bacher B Der 3m -Quarte Manth te. Beute vo er Micha en gewan tten Frid nt gewan Straße na elBerlin i Sund Bu Dann Buj Gießen E nd ing len 0 0 0 t. Fill, N 526 Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder RüdJendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 41. Jahrg. Politische Tagesschau. Reichskanzler Müller wird heute abend mit dem fahrplanmäßigen Zuge nach Genf abreisen und, wie bereits gemeldet, in Baden- Baden mit Dr. Stresemann zusammentreffen. * Reichsminister v. Guérard wird an der am 8. und 9. September in Mainz stattfindenden Huldigungsfahrt zum Rhein des ADAC., an dem auch der Deutsche Motorsportklub teilnimmt, als Vertreter der Reichsregierung teilnehmen. 44 Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postichedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M Samstag, den 1. September 1928 Der österreichische Ministerrat hat den Beitritt zum Kolleggpakt beschlossen und den Justizminister beauftragt, Vorbereitun= gen für eine Amnestie zu treffen, die anläßlich des siebenjährigen Bestehens der Republik gewährt werden soll. Argentinien, Brasilien, Chile und Venezuela werden dem= nächst dem Kelloggpakt beitreten. Der litauische Ministerpräsident Woldemaras ist gestern in Genf eingetroffen. Wie verlautet, hat Litauen nicht die Abficht, den polnisch- litauischen Konflikt anläßlich der General: debatte über den Tätigkeitsbericht des Generalsekretärs vor die Bersammlung zu bringen. Der deutsche Gesandte in Reval teilte dem estnischen Minister des Aeußern mit, Deutschland habe den estnischen Vorschlag, betreffend den Beginn der Handelsvertragsverhandlun= gen, angenommen. Ein vorläufiger Ueberblick über die im megilanischen Kongreß herrschende Stimmung läßt erkennen, daß über 60 Prozent der Mitglieder für die Wahl des mexikanischen Gesandten in London, Gilberto Valenzuela, zum provisorischen Präsidenten als Nachfolger des am 1. Dezember zurücktretenden Präsiden ten Calles jind. Stinnes verhaftet. Vor einigen Wochen war der frühere Privatsekretär von Hugo Stinnes, von Waldow, verhaftet worden, weil er 30 Millionen Kriegsanleihe- Neubesitz als Altbesitz angemeldet hatte. Es lag die Vermutung nahe, daß von Waldow die Mittel zu dem Ankauf der Kriegsanleihe von Hugo Stinnes erhalten habe zu einer Zeit, in der Stinnes bereits in seinen Geldmitteln aufs äußerste beschränkt war. Daraus ergab sich der Verdacht, daß Stinnes von dem Zweck der Verwendung der 250 000 Mart wußte, die er von Waldow übergab. Bei den früheren Vernehmungen hatte Stinnes jede Mitwisserschaft von sich gewiesen. Bei der letzten Vernehmung aber fonnte er seine Behauptungen nicht mehr in vollem Maße aufrechterhalten. Er wurde von Waldow und dem gleichfalls verhafteten Direktor einer Tochtergesellschaft des Stinneskonzerns, der Eisen- und Stahl- Uebersee- G. m. b. H., Rothmann, gegenübergestellt, und dabei ergaben sich neue schwere belastende Momente gegen Stinnes, die zu seiner Verhaftung führten. * Woher aber 20 Milliarden Differenz? Es scheint uns notwendig zu sein, im Zusammenhang mit der Affäre Stinnes einige grundsätzliche Bemerkungen zu dem Riesenbetrug in Kriegsanleihen zu machen. Selbst der Fall von Waldow- Stinnes erklärt noch nicht die enorme Differenz in der Höhe der Altbesitzanmeldungen und der tatsächlichen Annahme. Es scheint notwendig, so schreiben die„ F. N.", daß sich hier das Reichsfinanzministerium einmal gegenüber der Finanz- Allianz London- Paris. Die englisch- französische Zusammenarbeit, die in den letzten Wochen auf politischem, militärischem und maritimem Gebiete sichtbar geworden war, soll eine weitere sehr bedeutungsvolle Ausdehnung auf finanziellem Gebiete erfahren. 3. 3. befin= den sich Vertreter der Bank von Frankreich in London, wo sie mit Vertretern der Bank von England an einer Konvention arbeiten, die sich auf die gemeinsame Verteidigung des Franken und des Pfund Sterling gegenüber dem Dollar bezicht. Verwaltungsreform in Hessen. Darmstadt. Der hessischen Verwaltungsreform, die der Hessische Innenminister in Aussicht gestellt hat, wird innerhalb und außerhalb Hessens mit Spannung entgegengesehen. Der Minister Leuschner äußerte sich dazu wie folgt: In weiterer Durchführung der Verwaltungsreform wird im Herbst dieses Jahres der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Rechtsverhältnisse der Gemeindebeamten, dem Landtag zur Beratung und Beschlußfassung vorgelegt werden. Ein Vorentwurf hierzu ist seinerzeit den Interessenten zur Stellungnahme zugegangen; das hierdurch gewonnene Material wird bei dem endgültigen Entwurf nach Möglichkeit verwertet. Es ist beabsichtigt, ein Gesetz zu bringen, das den Bedürfnissen der neuen Zeit entspricht und die berechtigten Wünsche der Gemeindebeamten und der Kommunen erfüllt. Insbesondere will der Entwurf für die Besoldung der Gemeindebeamten eine Regelung finden, die schon des öfteren geäußerten Auffassungen des Landtages entspricht, und ferner Vorkehrungen treffen, die einer willkürlichen Entlassung von Gemeindebeamten entgegenwir= ten. Hervorzuheben ist, daß den Gemeindebeamten in Fragen seiner Besoldung in Zukunft ein Klagerecht zustehen soll. Ferner bringt der Entwurf die Bestimmungen über die Disziplinarverhältnisse in Einklang mit den modernen Auffassungen in dieser Frage. Im Anschluß an die Neuregelung des Gemeindebeamtenrechts soll dann die Vorlage einer einheitlichen Gemeindeordnung erfolgen, die an die Stelle der zurzeit geltenden Städte und Landgemeindeordnung zu treten hätte. Die Vorarbeiten hierzu werden mit Nachdruck gefördert. Je nach Fertigstellung werden auch die weiteren Verwaltungsgesetze dem Landtag vorgelegt werden. In der Gemeindeordnung wird zu beachten sein, daß der modernen Entwicklung ausreichend Rechnung getragen und die Möglichkeit von Eingemeindungen tunlichst er= leichtert wird. Bei der Neuregelung der Rechtsverhältnisse der staatlichen Verwaltungsbezirke und der Kommunalverbände wird auch die Frage der Abgrenzung dieser Betriebe anschließend nach eingehender Prüfung aller Verhältnisse Gegenstand der Beschlußfassung sein müssen. Auch die Verwaltungsrechtspflege wird im Rahmen der Verwaltungsreform und der Billigung eine Ueberarbeitung zu erfahren haben. Die Neuordnung der Verwaltung soll einer gesunden Entwidlung im Leben von Staat und Volk die Wege ebnen. 30 Deutsche für die französische Fremdenlegion. Anfang Juli wurde in Kreutz a. d. Ostbahn der österreichische Staatsangehörige Franz Meŋer wegen Zechprellerei und Werbung von Deutschen für die französische Fremdenlegion verhaftet. Aus Briefen an die französische Botschaft ging hervor, daß er bereits 30 Deutsche für die Fremdenlegion geworben hatte. Das Große Schöffengericht in Schneidemühl verurteilte Meŋer wegen Betruges und Werbung von Deutschen zum ausländischen Heeres: dienst zu nur 6(!) Monaten Gefängnis. Oeffentlichkeit äußert. Es müssen noch andere Fälle auf anderen Tschechen in Berlin Gebieten vorliegen. Dabei ist beachtlich, daß die Auslandspresse Diese Vorgänge mir großer Aufmerksamkeit verfolgt und im Auslande erklärt wird, daß Betrügereien, namentlich nach Holland, Frankreich, möglicherweise auch nach Desterreich und Polen führen. Material dafür dürfte wohl bei der deutschen Botschaft in Paris und bei der Pariser Polizei vorhanden sein. Der Reichsfinanzminister Dr. Hilferding würde gut daran tun, sich um diese Dinge einmal zu kümmer und gleichzeitig auch einmal der Oeffentlichkeit erschöpfend darüber Auskunft zu geben, wie ein Differenzbetrag von 20 Milliarden bei der Anmeldung von Altanleihebesih eintreten konnte. Die 51. Sagung des Völkerbundsrates ist Donnerstag vormittag in Gens mit einer Geheimsizung begonnen worden. Den Vorsitz führte der finnische Außenminister Procope. Die Tagesordnung umfaßt lediglich Punkte zweiter Ordnung. Die wichtigen Fragen, vor allem der polnischlitauische Streit, sind auf die nächste Woche verschoben worden, da man die Anwesenheit Briands und des Reichskanzlers Müller abwarten will. Professor Werner- Gießen, der ehemalige langjährige Reichstagstagsabgeordnete, ist aus der Deutschnationalen Partei ausgetreten. Reichsdeutsche in Prag. Wo bleibt der Deutschen Selbstachtung? Vor kurzem in Berlin. 150 tschechische Arbeiterturner besuchten die dortigen Arbeitersportler. Schon beim Begrüßungsabend waren Saal und Galerie überfüllt, um den Tschechen ein Huldigungsfest zu bereiten. Am Sportfest selbst nahmen Tausende von Zuschauern teil, es herrschte ungeheure Begeisterung. Besonders eindrucksvoll war der Abzug der tschechischen Turner: Fadelzug durch die Straßen Berlins, tschechische Nationallieder, ,, Nazdar"-Rufe der Berliner, tschechische Hymne auf dem Bahnhof. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Playvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Vor einem Jahr in Prag. Viele Hunderte reichsdeutscher Turner waren zur Arbeiter- Olympiade dorthin gekommen. Sie zogen mit klingendem Spiel durch die Straßen, aber feine Hand rührte sich, und beim Festzug, an dem die Reichsdeutschen teilnahmen, war von Begeisterung nicht viel zu merken. Das Donnerwetter ging erst los, als die deutschen Besucher weg waren; die tschechische Presse erregte sich heftig über das provokatorische Heilgeschrei, das die Straßen Prags erfüllte. Was hätte sie erst geschrieben, wenn die deutschen Turner am Bahnhof das Deutschlandlied gesungen hätten? Die ,, Bohemia", der wir diese lehrreiche Gegenüberstellung entnehmen, wirft dazu die Frage auf: Wird das Echo in Prag dem festlichen Empfang in Berlin entsprechen, oder werden sich die Tschechen nicht, wenn sie von diesen stürmischen Huldigungen hören, schließlich doch nur ins Fäustchen lachen? Nummer 69 Wehrgeist. Auf dem Alzeyer Bauerntag( 8./9. 7. d. J.) hielt Dr. Werner Best, Mitglied der Landesleitung des Nationalblods in Hessen, zur Weihe der Wimpel der Jungbauerngruppen Lonsheim und Flonheim folgende Ansprache: Wenn unsere Ahnen, germanische Frei- und Edelbauern, sich zum Thing versammelten, um über Ordnung und Schutz des Gemeinwesens zu raten, erschien der freie Bauer in Wehr und Waffen. Ein Parlament von Kriegern, eine Heerschar von sorgenden Hausvätern, so vereinigte diese Volksgemeinschaft in Rat und Tat, in Verantwortlichkeit und Wehrkraft ihrer Träger eine Macht, die die deutschen Stämme in den Stürmen der Völferwanderung den Boden von ganz Europa erobern ließ: eine Tat, deren befruchtende Wirkung erst das Wiederaufleben der anderen Völker ermöglichte, die aus deutschem Blute, durch ihren germanischen Adel groß geworden heute dem deutschen Volke nach dem Leben trachten. - Die Zeiten wendeten sich: nachdem unendliche Kräfte in die Fremde verströmt waren, hatten die Deutschen sich im eigenen Lande feindlicher Angriffe zu erwehren. Wieder waren es gerade die bäuerlichen Gemeinschaften, in denen sich der Wille zur Selbsthilfe, der Wehrgeist des Volkstums verkörperte. Wenn von Bauernkriegen die Rede ist, so denkt nicht immer nur an jene unglückliche nationale Revolution, die fehlschlug, weil die verantwortlichen Stände sich ihr versagten. Denkt an die Dithmarscher Bauern, die bei Hemmingstedt das Heer des Dänenfönigs vernichteten; ihr Sieg war die Frucht höchsten Opferwillens für die Freiheit: sie rissen die Dämme ein und gaben ihre Aecker dem Meere preis.„ Das Land ward Meer, doch es ward frei"! Denkt an die Schweizer Bauern, vor deren Streichen bei Murten und Nanzig die Panzerreiter Karls des Kühnen in den Sand sanken! Denkt an die wechselvollen Kämpfe der Tiroler Bauern! Und denkt an den siegreichen Kampf des Kärntener Landvolks, das nach diesem verlorenen Kriege aus eigener Kraft die serbischen ,, Sieger" aus dem Lande jagte und Kärnten deutsch erhielt. - Warum ich auch hier von diesen geschichtlichen Beispielen von Selbsthilfe und Wehrgeist deutscher Bauern spreche? Weil wir in einer Zeit leben, die nicht nur den meisten Menschen das Rüdgrat gebrochen hat, die auch den wenigen, in denen noch Trotz und Treue zum Volkstum und zur Freiheit leben, die Seele aus dem Leibe reißen möchte, daß nur noch das feige, faule, gefräßige Tier übrig bliebe, Was ist aus dem„, Thing" der wehrhaften Freibauern geworden, die ihren Gemeinwillen aus eigener Kraft, notfalls mit dem Schwerte zu verwirklichen gewohnt waren? Eine spießbürgerliche Protestversammlung unter Polizeiaussicht, über deren Worte und Papierergüsse die wirklichen Machthaber lachen. Der äußere Feind, dem die jahrhunderte alte Furcht vor der deutschen Volkskraft in den Knochen sitzt, der Feind kannte unsere Kraft( und unsere Schwächen) immer besser als die Deutschen selbst, hat uns die äuße= ren Waffen genommen. Die Machthaber, in deren Hand heute unsere Staatsmaschine liegt, verhindern aus ihrer individualistisch- pazifistischen Grundeinstellung heraus wie aus Angst um ihre Herrschaft. mit rechtlichen Fesseln jede Vorbereitung einer Erhebung. Viele von ihnen gingen lieber mit dem äußeren Feind gegen uns, als daß sie ihre Herrschaft über uns schmälern ließen. - - Wir wissen, daß wir nicht von heute auf morgen eine Wende erzwingen können. Wer am entschiedensten sein Ziel verfolgt, ist am sorgsamsten in der Wahl seiner Mittel.„ Radikalismus“ ist Sache des Ziels, nicht bestimmter Mittel. Heute gilt es eins: in den gesunden Teilen des Volkes und besonders der Jugend den Geist der Selbsthilfe und der Wehrhaftigkeit wachzuhalten, den Willen zur Freiheit und zum Siege. Die großen Kämpfe der Zeit sind ja im tiefsten eine geistige Spannung; der wird siegen, der seine Geistesrichtung rein und ungebrochen erhält und bereit ist, alles für ihren Sieg einzusehen. Fahnen und Wimpel waren uns von je Kampfzeichen, an denen die Ehre der Schar hing, die darunter marschierte. Die Ehre einer kämpfenden Schar aber ist, nicht nachzugeben, bis der Kampf ausgefämpft ist, so oder so. Die Wehrwölfe des 30jährigen Krieges, eine Kampfgemeinschaft der niedersächsischen Bauern gegen landfremde Plünderer und Bedrücker, wir würden sie heute eine Selbstschukorganisation oder Heimatwehr nennen, setzten sich als Wahrspruch das zuversichtliche Wort:„ Helfet euch selbst, so helfet uns unser Aber Herre Gott". Wir nehmen das Wort auch für uns an. es mag fallen wie es will, mag unsere Hoffnung noch so gering sein, den Stolz und Trotz soll uns keiner aus dem Herzen reißen, den die niederdeutschen Bauern in die Worte faßten: ,, Lever dod als Stlav!" So weiß ich den beiden Fähnlein und den jungen deutschen Bauern, die unter ihnen marschieren sollen, kein besser Wort mit auf den Weg zu geben, als dieses: Lieber tot als Stlav! Dissertationen druckt schnell, gut und billig Albin Klein Gießen, Südanlage 21 Samstag, den 1. September 1928. Lokales. * Von Post- und Flugverkehr. Vom 3. September an trifft das Flugzeug von Hannover anstatt um 14,20 bereits um 12,05 auf dem hiesigen Flugplatz ein und fährt um 12,15 nach Frankfurt a. M. weiter. In entgegengesetzter Richtung erfolgt die Ankunft von Frankfurt a. M. anstatt um 13,05 bereits um 12,50 und die Weiterfahrt nach Hannover um 13,00. Diese Aenderungen der Flugzeiten bedingen auch eine Aenderung der Schlußzeiten für die Auflieferung von Luftpostsendungen für die beiden Flüge. Künftig werden befördert werden mit der Luftpost um 12,15 nach Frankfurt a. M.: 1. die mit der Kastenleerung von 8,30 bis 9,45 eingesammelten, 2. Die beim Postamt in der Schulstraße bis 10,15, und 3. die beim Postamt Bahnhofstraße 85 bis 11,0 ausgelieferten Luftpostsendungen für die Richtung nach Frankfurt a. M. und weiter. Die Luftpost um 13,00 nach Hannover erhält die Luftpostsendungen für die Richtung nach Kassel und weiter, die 1. mit der Kastenleerung von 8,30 bis 9,45 beim Postamt eingehen, 2. beim Postamt in der Schulstraße bis 11,15, und 3. beim Postamt Bahnhofstraße 85 bis 12,0 aufgeliefert werden. Bei der Posthilfstelle auf dem Flughafen kann die Auflieferung gewöhnlicher Luftpostsendungen bis 20 Minuten vor Abgang jedes Flugzeugs erfolgen. * Neue Vordruce für Glückwunschtelegramme führt die Reichspost demnächst ein. Sie sind in farbigem Offsetdruck hergestellt, 210 mal 297 Millimeter groß und werden einmal gefaltet. Die erste Seite zeigt zwei Tauben oder einen Postillon mit der Aufschrift Deutsche Reichspost, die vierte Seite ist mit dem Reichsadler in der heraldischen Form geschmückt, die zweite und dritte Seite sind für das Telegramm bestimmt. Bankguthaben in Goldmark werden nicht aufgewertet. Dies gilt nach einem Urteil des Reichsgerichts selbst, wenn das Kontokorrentverhältnis vor Beginn der eigentlichen Geldentwertung beendet worden ist. * Straßensperrung. Wegen Rohrverlegungsarbeiten ist die Ostanlage zwischen Walltor- und Landgrafenstraße ab Montag, den 3. September, etwa 4 Tage für allen Fahrverkehr polizeilich gesperrt. * Rektoratsübergabe. Heute, am 1. September, findet die Uebergabe der Rektoratsgeschäfte für 1928-29 an den neuen Rektor Prof. Dr. phil. Rudolf Herzog statt. Der neue Rektor ist Tübinger. Er studierte in Tübingen, Bonn und Berlin, war Staatskommissar der Reichslimesfommission, machte archäologische Studien in Italien, Griechenland und in der Türkei. Später war er Leiter der Ausgrabungen auf der Insel Kos( Asklepicion). 1914 kam er von Basel nach Gießen und machte den Weltkrieg als Hauptmann beim Grenadier- Regiment 123 mit. Sein Spezialfach an der Landesuniversität ist klassische philologische Altertumswissenschaft und Religionsgeschichte. * Im Zeichen des Roten Kreuzes wird heute und morgen unsere Stadt stehen. Nicht weniger als 80 Sanitätskolonnen weiden zu dem 10. Hessischen Kolonnentag des Verbandes der Freiwilligen Sanitätstolonnen vom Roten Kreuz hier eintreffen. Der 2. Vorsitzende, Sanitätsrat Dr. Schlink Alzey, wird die Tagung leiten. Auch der Präsident des Landesvereins vom Roten Kreuz, Geheimrat von Hahn- Darmstadt, hat seine Teilnahme zugesagt. Außer sämtlichen hessischen Kolonnen sind zahlreiche preußische Nachbarkolonnen gemeldet, z. B. aus Frankfurt a. M., Rödelheim, Hanau, Wetzlar, Marburg, Sinn u. a. m. Die hiesige Kolonne begeht gleichzeitig und zwar Samstagabend in der Volkshalle ihr 25jähriges Jubiläum. Von größtem Interesse wird die im Anschluß an die Tagung stattfindende Sanitätsübung sein, die unter Mitwirkung des Eisenbahn- Rettungszuges auf dem Güterbahnhof stattfinden wird. * Freitod. Ein 19jähriger Maler aus Berlin hat am 29. August seinem Leben durch Erhängen in seiner Wohnung ein Ende bereitet. * Zu dem am 3. v. M. hier verübten Raub auf einen Kassenboten wird berichtet, daß das Auto, das die Räuber bei sich führten, in Köln gestohlen war. Wegen Reifendefektes und Betriebsstoffmangel mußten die Täter am Tage der Tat in Oberhof, Kreis Unterlahn anhalten. Da sie scheinbar ohne Geldmittel waren, versuchten sie das Auto zu einem Spottpreis abzusetzen. Den Bewohnern kam die Sache verdächtig vor. Als schließlich auch noch von Polizei gesprochen wurde, entfernten sich die Täter schleunigst unter Zurüdlassung des Wagens. Nach Die Nachteile und Gefahren eines eigenhändigen Testaments. Von Bürovorsteher A. Krebs- Darmstadt. Noch immer legt mancher, verleitet durch den- noch oben drein bezahlten- Rat Unberufener, seinen lekten Willen in einem sogenannten eigenhändigen, d. h. selbstgeschriebenen Testament nieder, nicht wissend, welche Nachteile und Gefahren damit verbunden sind und wie bitter sich oft die Wahl dieser Testamentsform rächt. Auch in manchen Schriften und Abhandlungen werden Anleitungen zur Errichtung von eigenhändigen Testamenten gegeben, die mitunter geradezu leichtfertig sind und auf die Nachteile und Gefahren dieser Testamentsform nicht oder nicht genügend hinweisen, ja sogar gegenüber dem öffentlichen Testament( z. B. Kostenlosigkeit) vorgeben, die überhaupt nicht vorhanden sind. Bei den meisten Testierenden, die sich des eigenhändigen Testaments bedienen, ist die irrtümliche Meinung, dies sei billiger als ein öffentliches, d. h. notariell oder gerichtlich beurtundetes Testament, die Ursache gewesen. Im Hinblick auf die großen Gefahren und Nachteile, die bei den eigenhändigen Testamenten vorliegen, die mitunter großen Kummer, Enttäuschungen und Prozesse nach sich ziehen, sei besonders darauf hingewiesen, daß diese Testamente nicht etwa billiger sind, sondern im Gegenteil erheblich mehr Kosten verursachen, als ein öffentliches Testament und zwar aus folgenden, den Testierenden offenbar nicht bekannten Gründen: Beim Ableben des Testators ist das eigenhändige Testament ,, Gießener Zeitung" der Beschreibung des Wagens und der beiden Personen ist mit Sicherheit anzunehmen, daß es die gleichen Täter sind, die den Raubüberfall ausgeführt haben. * Diebstähle. Das Polizeiamt teilt mit: In der Nacht zum 26. August wurden in der Hillebrandstraße zwei Einsteigediebstähle ausgeführt. Entwendet wurden Geld und eine Attentasche. In den Eichgärten wurde ein Gartenhaus erbrochen und Kleidungsstüde entwendet. In dem Gartenhaus haben die Täter genächtigt und ließen eine graue Hose und einen blauen Schlosseranzug zurück, über deren Herkunft noch nichts bekannt ist. Am 22. August wurde versucht, in das Bootshaus des Gießener Marinevereins einzubrechen. Als Täter der vorgenannten Vorgänge kommen zwei junge Leute in Frage, die am 28. August durch die Gendarmerie in Rockenhausen in der Pfalz festgenommen wurden. Beide waren im Besitze von Fahrrädern. Nach den Feststellungen ist das eine Fahrrad hier entwendet, auch die bei dem Einbruch gestohlene Aktentasche war im Besitz der Täter. Der eine Täter ist aus Gießen, der seit einiger Zeit wegen Entweichens aus einer Strafanstalt steckbrieflich verfolgt wird. * Diebstahl. In der Nacht zum 29. August wurde in der Sonnenstraße in einer Wirtschaft ein Einbruch verübt, wo von dem Täter ein kleiner Geldbetrag erbeutet wurde. * Unfälle. Schwere Verletzungen erlitt der Maurer Karl Michel im Neubau der Schillerschule. Mit einer BeckenDer Arbeiter quetschung wurde er in die Klinik gebracht. H. Hönisch stürzte mit einem Faß voll Teer von einem Wagen, zog sich schwere Beckenverletzungen zu und wurde in die Klinik überführt. Schwere Brandwunden erlitt ein 7jähriger Schüler, der beim Spielen mit dem linken Bein in kochenden Teer geriet. Die Sanitätskolonne mußte den Jungen abtransportieren. * Die Erbauung einer neuen evangelischen Kirche im südlichen Stadtteil ist seitens der Kirchengemeinde Gießen beabsichtigt. Der Bauplatz wurde dieser Tage am Wartwege in der Nähe der schönen Aussicht durch Tausch mit der Stadt endgültig festgelegt. Die neugegründete Petrusgemeinde will vorerst einen Gemeindesaal und ein Pfarrhaus errichten. Voraussichtlich wird der Gemeindesaal noch in diesem Herbst begonnen. * Geldlotterie. Nächsten Samstag, 8. September, findet die Ziehung der Naturfreunde- Wohlfahrts- Geldlotterie statt. 3037 Geldgewinne und 1 Prämie mit 15 000 M fommen zur Ausspielung. Der Gewinnplan ist sehr günstig eingeteilt und sofortiger Kauf von Losen zu 1,- M in den bekannten Verkaufs= stellen zu empfehlen. Deuts 2 PS DEUTZ Motoren liegend und stehend ortfest und fahrbar für alle Brennstoffe und Anwendungsgebiete ferner Diesel- Lokomotiven Motor- Triebwagen Motor- Verschiebebock Diesel- Lokomobilen Motor- Walzen Gaserzeugungsanlagen Heizgasanlagen Diesel- Schlepper insbesondere Kompressorlose Dieselmotoren für Industrie, Gewerbe. Landwirtschaft und Schiffahrt DEUTZ 1000 PS 5032 MOTORENFABRIK DEUTZ A- G. Zweigniederlg. FRANKFURT/ M. Taunusstr.10 beim Amtsgericht abzuliefern, zwecks Eröffnung an die Erben. Nur durch diese Eröffnung wird das Testament wirksam. Das Amtsgericht erhebt nun in Hessen für das eigenhändige Testament diejenigen Stempel- und Beurkundungskosten, die zu erheben gewesen wären, wenn das Testament öffentlich, das heißt, in einer öffentlichen Urkunde des Notars oder Gerichts errichtet worden wäre. Diese Bestimmung entspringt offenbar der Erwägung, das Publikum in Anbetracht der Wichtigkeit und der drohenden Nachteile zu veranlassen, sich der Errichtung in öffentlicher Urkunde zu bedienen. Da das eigenhändige Testament nicht, wie dies bei öffentlichen Testamenten der Fall ist, bei dem Grundbuchamt und den Banken als Erbausweis angesehen wird, muß sich der Erbe außerdem noch einen Erbsch ein erwirken. Die Kosten für einen solchen betragen etwa auch soviel wie die Kosten des Testaments, unter Umständen, je nach der Zahl der beizubringen an Urkunden, noch mehr. Es ist also das eigenhändige Testament im Endeffekt nicht etwa billiger, sondern noch einmal so teuer als ein öffentliches Testament. Der Erbe, der beim Todesfall des Erblassers die Beerdigungskosten und sonstige nicht unerheblichen Kosten und Steuern zahlen muß, hat in diesem hierzu ungelegensten Augenblick auch noch die Kosten des Testaments und Erbscheins zu zahlen, wodurch er oft in eine schwierige Lage kommt. Beim notariellen oder gerichtlich beurkundeten Testament sind dagegen die Kosten meist schon bezahlt und die Kosten für einen Erbschein kommen nicht in Betracht. Zweifellos ist es nicht der Wille des Erblassers, daß der Erbe in solche schwierige Lage gerät. Was aber weiterhin die Errichtung des Testaments in einer öffentlichen Urkunde empfehlenswert macht, sind die besonderen Nr. 69. Das nennt man Förderung des Wohnungsbaues. In der vorletzten Nummer unserer Zeitung ist mit dieser Ueberschrift eine Wohnungsbausache veröffentlicht, die den Bürokratismus in schärfster Weise zeigt. Wir werden gebeten, heute dem noch anzufügen, daß sich der Fall außerhalb Gießens zugetragen hat. * Steuernachrichten. Steuerkalender für Monat September 1928. Reichssteuertermine. 1. September:( Friſtbeginn) Abgabe der Erklärungen zur Einkommensteuer, Körperschaftssteuer, Umsatzsteuer für die Herbstveranlagung 1928. Fristablauf am 15. September 1928. Für die Herbstveranlagung kommen hauptsächlich in Betracht Landwirte, sowie diejenigen Kaufleute, deren Steuerabschnitt( Geschäftsjahr) im 1. Halbjahr 1928 endet. 5. September: Abführung des Lohnsteuerabzugs für Lohnzahlungen in der Zeit vom 16. 8. bis 31. 8. 1928, bezw. im Ueberweisungsverfahren, wenn die bis zum 15. 8. 1928 einbehaltenen Beträge Rmt. 200 nicht überſtiegen haben, vom 1. bis 31. 8. 1928. Keine Schonfrist. - 5. September: Abgabe der Bescheinigung an die Finanztasse, daß die Summe der im August 1928 abgeführten Steuerabzugsbeträge mit der Summe der im August 1928 einbehaltenen Lohnsteuerbeträge übereinstimmt. Keine Schonfrist. 10. September: Abmeldung und Zahlung der Börsenumsagsteuer für August 1928 im AbrechnungsverfahKeine Schonfrist. ren. = 15. September:( Fristablauf) Endtermin für Abgabe der Erklärungen zur Einkommensteuer, Körperschaftssteuer, Umsatzsteuer für die Herbstveranlagung 1928. Gegebenenfalls rechtzeitig, d. h. vor Ablauf der Frist um Fristverlängerung einkommen. 20. September: Abführung des Lohnsteuerabzugs für die in der Zeit vom 1. bis 15. September 1928 erfolgten Lohnzahlungen für das Markenverfahren; für das Ueberweisungsverfahren falls die vom 1. bis 15. 9. 1928 einbehaltenen Lohnsteuerbeträge Rmf. 200 übersteigen. Keine Schonfrist. Landessteuertermine für Hessen. 5. September: Ablauf der Schonfrist für die am 25. 8. 1928 fällig gewesene 3. Rate der Landessteuern. 25. September: Gemeindesteuern 3. Rate. Schonfrist bis 5. 10. 28. Aus Nah und Fern. Rödgen. Donnerstag nachmittag stürzte der Bahnarbeiter Friedrich Homel aus Rödgen, als er bei der Dreschmaschine half, von dem hohen Dreschwagen ab und trug hierbei neben einer schweren Gehirnerschütterung noch schwere innere Verletzungen davon. Er wurde bewußtlos in die Klinik nach Gießen verbracht, wo er am anderen Morgen seinen Verletzungen erlegen ist. Großen- Linden. Mit dem Bau eines Volksschulgebäudes, das neun Unterrichtssäle enthalten soll, wurde in der Bahnhofsstraße begonnen. Das Gebäude soll bis zum Herbst im Rohbau fertiggestellt werden. Die Baukosten belaufen sich auf etwa 250 000 Mart. Rechtenbach. Ueberfahren und getötet vom eigenen Fuhrwerk wurde der Landwirt Friedrich Rühl. Er hatte Dünger auf den Acker gefahren. Beim Reinigen des Wagens gingen die Zugtiere durch, er wurde geschleift und überfahren. Der herbeigerufene Arzt konnte nur noch den Tod feststellen. Lich. Sein 60jähriges Jubiläum beging der hiesige Zweigverein des Alice- Frauenvereins unter Leitung der Vorsitzen den Fürstin Martha von Solms- Hohensolms- Lich. Grünberg. Das hiesige Landwirtschaftsamt stellte in der Gemarkung Lollar den gefürchteten Kartoffelkrebs fest. Büdingen. Bisher sind beim hiesigen Gaswert etwa 3300 Mart Unterschlagungen festgestellt worden. Die Angelegenheit ist der Staatsanwaltschaft übergeben worden. Gefahren und Nachteile, die bei einem eigenhändigen Testament vorliegen. Ein solches kann leicht verloren gehen. Interessenten( z. B. der Ehegatte oder Erben) können es heimlich beiseite schaffen, es verfälschen und durch Radierungen oder sonstige Veränderun gen ungültig machen. Die Testamente werden oft in einem ge wissen Aufregungszustand geschrieben, wobei leicht Jrrtümer unterlaufen können und die Möglichkeit der Veränderung der Schriftzüge eintreten kann, was leicht zu Anfechtungen führen tann. Auch zeigt die Praxis, daß viele eigenhändige Testamente infolge geringer Formmängel oder Schreibfehler keine Gültigkeit haben, oder derartig mißverständlich abgefaßt sind, daß daz mit nichts anzufangen ist. Hier zeigt sich, daß es nicht so leicht ist, wie man es sich denkt, das in die richtigen Worte zu kleiden, was man lettwillig anordnen will. Gerade bei Gebildeten ist die Ausdrucksform mitunter der= art, daß oft vom Richter nur ein mutmaßlicher Wille angenommen werden kann und infolgedessen oft etwas ganz anderes eintritt, als was beabsichtigt war. Oben ist die Rede davon gewesen, daß bei einem eigenhändigen Testament noch ein Erbschein nötig ist. Dieses Verfahren währt bei der heutigen Ueberlastung der Gerichte immerhin längere Zeit. Es müssen übergangene Erben vor das Nachlaßgericht geladen werden, um über die Rechtsgültigkeit des Testaments gehört zu werden(§ 2360 BGB.). Dies ist bei dem notariellen Testament nicht nötig. Der Erbe muß, wenn die Echtheit angezweifelt wird, diese erst beweisen. Es ist begreiflich, daß durch ein Erbscheinverfahren nach einem eigenhändigen Testament erhebliche Zeitverluste entstehen Samstag, Lauterb den hiesigen Caden dür fie auf den Waldung Der mehr abgeer herborn. bois Ginn unternehmer wagen zur 2 Tutidhte Weir die ihm über derart schwe Dillenby burg hat fid unfall zuget dierte eine g forper jaujte Durch die L bohren. In igen Edmun den. Der W trieb teine U Bad En hebung der rungspräfide treten nunm nebit den d Ems außer 30 Wil jawaben w feit Jahren bis 1000 R weise Fisch wurden au gericht in Berich deutiche Vom geschrieben Die August 19 geschwächt, nen. Die wendige schont als bedingt e zen mit d tigt war, Der öffen zeichnend Mangel die mei haben, We mit ih Umichul doch der Geschäfts Im übri verarbei jchäftigt hier un 30g. 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Die Wildschweinplage ist in diesem Jahre in den hiesigen Gemarkungen wieder sehr groß. Der angerichtete Schaden dürfte in die Tausende gehen. Am schlimmsten haben fie auf den Kartoffelädern gehaust. Die Felder in der Nähe der Waldungen sind vollständig umgewühlt und brauchen nicht mehr abgeerntet zu werden. Herborn. Auf der Verladerampe des benachbarten Bahnhofs Sinn hat sich ein schweres Unglüd ereignet. Der Fuhrunternehmer Jakob Weimer aus Sinn hatte einen Langholzwagen zur Abfahrt fertig geladen. Beim Anfahren desselben rutschte Weimer aus und geriet unter die Räder des Wagens, die ihm über Brust und Leib gingen. Die Verlegungen waren derart schwer, daß der Tot sofort eintrat. Dillenburg. In der Eisengießerei Herwig Sohn in Dillenburg hat sich am Donnerstagmorgen ein eigenartiger Betriebsunfall zugetragen. Aus noch nicht ermittelter Ursache explo= dierte eine große Antriebsmaschine. Mehrere gewaltige Eisenförper jausten durch das zersplitternde Dach des Werkgebäudes durch die Lust, um sich beim Niedergehen in die Erde einzubohren. In der Hauptsache handelt es sich um Teile des rieigen Schwungrades. Wunderbarerweise kam niemand zu Schaden. Der Materialschaden ist erheblich, jedoch erleidet der Betrieb teine Unterbrechung. Bad Ems. Dem Antrag der Stadt Bad Ems auf Aufhe bung der Wohnungszwangswirtschaft ist von dem Regietungspräsidenten entsprochen worden. Mit dem 1. Oktober treten nunmehr die Vorschriften des Wohnungsmangelgesetzes nebst den dazu erlassenen Ausführungsbestimmungen für Bad Eins außer Kraft. 30 Wilddiebe verhaftet. In Marstedten- Aitrach in Oberschwaben wurden 30 Personen verhaftet, die beschuldigt werden, seit Jahren gewildert zu haben. Die Diebe sollen etwa 800 bis 1000 Rehe geschossen und aus den Karpfenteichen zentner= weise Fische herausgeholt haben. Außer den 30 Wilddieben wurden auch 23 Hehler verhaftet und in das Untersuchungsgericht in Leutkirch eingeliefert. Bericht über die wirtschaftliche Lage des deutschen Handwerks im Monat August 1928. Vom Reichsverband des deutschen Handwerks wird uns geschrieben: Die wirtschaftliche Lage des deutschen Handwerks im August 1928 ist gegenüber dem Vormonat als allgemein ab= geschwächt, im einzelnen jedoch als ungleichmäßig zu bezeich= nen. Diejenigen Handwerkszweige, die das zum Leben Notwendige erzeugen, bleiben von den Schwankungen mehr verschont als die anderen, deren Erzeugnisse zum Leben nicht unbedingt erforderlich sind. Während das Baugewerbe im gan= zen mit der Erledigung laufender Aufträge befriedigend beschäf= tigt war, in einzelnen Städten sogar noch mit neuen Aufträgen der öffentlichen Hand rechnet, trat anderswo und zwar sehr bezeichnenderweise, auch in Großstädten bereits ein spürbarer Mangel an Beschäftigung ein. Auch die Baunebengewerbe, die meistens mit Aufträgen von kürzerer Zeitdauer zu rechnen haben, zeigen fein einheitliches Bild. Wenn auch die mißliche Lage der Landwirtschaft auf alle mit ihr zusammenhängenden Gewerbezweige drückt und die Umschuldungsaktion erst ganz vereinzelt wirksam wird, so hat Doch der Beginn der Erntezeit in den ländlichen Gewerben den Geschäftsgang belebt, allerdings nicht in dem erwarteten Maße. Im übrigen konnte der Auftragsbestand der holz- und metallverarbeitenden Gewerbe, soweit sie nicht mit Bauarbeiten beschäftigt waren, nicht befriedigen, während das Ledergewerbe hier und da einigen Nutzen aus der Ernte und der Reisezeit zog. In den Bekleidungsgewerben herrschte Ruhe, die in der Maßschneiderei für Frauen vielfach zur völligen Stillegung der Betriebe geführt hat. Weniger stark war der Rückgang der Beschäftigung in den Gewerben der Bäcker, Konditoren und Müller. Demgegenüber hatte das Fleischergewerbe den glei= dyen geringen Umsatz wie im Vormonat. Unter den allgemeinen Schwierigkeiten tritt die wachsende Verschuldung des Handwerks besonders hervor. Die Ursache Inegt größtenteils in der Borgwirtschaft, deren Umfang kaum überschätzt werden kann und die vielleicht das stärkste Hemmnis für die Kräftigung des Handwerks ist. In Verbindung mit der Tatsache, daß die Kaufkraft der Reichsmart langsam, aber doch sehr fühlbar absinkt, erzeugt die Borgwirtschaft einen so und es zu anderen großen Unannehmlichkeiten kommen kann. Die Nachlaßregulierung wird sich infolgessen nicht so schnell abwideln, wie es wünschenswert erscheint, was leicht zu Vermögensschäden führen kann. Es ergibt sich daher, daß ein öffentliches Testament erhebliche Vorteile und Sicherheiten gegenüber dem eigenhändigen Testament besitzt, die es dem Interessenten dringend geraten ercheinen läßt, sich dieser Form der Errichtung des letzten Willens 3u bedienen. Die Abfassung des letzten Willens ist übrigens viel schwieriger, als der rechtsunkundige Laie vermutet oder sich von unberufenen Beratern einreden läßt. Sie setzt gründlichste Gesetzeskenntnis voraus, die nur bei tüchtigen, erfahrenen, in der Praxis stehenden Juristen, wie z. B. dem Notar, vorhanden ist. Die Errichtung des Testaments in öffentlicher Urkunde bietet daher neben dem Vorzug der Billigkeit gegenüber dem eigenhändigen Testament die einzige Gewähr, daß Gefahren und Nachteile nicht bestehen. Ernstes und Heiteres aus meinen Kriegserlebnissen. Von Fr. H. 1. Kriegsfreiwillig. Es war mobil! Für uns junge Burschen hatte das Wort ainen bezaubernden Klang. Ein Beispiel nehmend an den StuBenten anno 1813, wollten auch mein zwei Jahre jüngerer Bruder und ich, damals 16 und 18 Jahre alt, jenen nicht nachstehen und uns als Kriegsfreiwillige melden. Ich stand im letzten ,, Gießener Zeitung" unbefriedigenden Zustand im Wirtschaftsleben, daß wirkungsvolle Gegenmaßnahmen unbedingt erforderlich sind. Die erste und vordringlichste dürfte sein, die Kaufkraft der Reichsmark zu heben. Aber auch die Oeffentlichkeit trägt einen großen Teil Schuld. Während die Umsätze in den Warenhäusern und Konsumvereinen selbstverständlich gegen bar erfolgen, scheint die Kundschaft des Handwerks vielfach es ebenso für selbstverständlich zu halten, daß der Handwerker auf die Bezahlung seiner Rechnungen monatelang entschädigungslos warten muß. Der Arbeitsmartt war entsprechend der Wirtschaftslage ungleichmäßig, stellenweise bemerkenswert schlecht, sogar in den Außenberufen, die sonst um diese Jahreszeit reichlich Beschäftigung boten. Lohnerhöhungen sind in diesem Monat nur teilweise eingetreten, dagegen haben die Preise für Werk: und Hilfsstoffe mehrfach angezogen. Die Einigung der deutschen Jäger. Nr. 69. Errichtung der Wirtschaftsgebäude in Bingen und Oppenheim folgen lassen, die auf Grund seiner ausgezeichneten Erfahrungen Musteranlagen geworden find. Im Jahre 1922 trat E. Mayer nach Jahren reich an Arbeit und Erfolgen unter dem Druck schon lange geschwächter Gesundheit in den Ruhestand. Gleichwohl hielt er durch kommissarische Tätigkeit im Ministerium seiner Schöpfung auch weiterhin seine reichen fachlichen Kenntnisse und Erfahrungen zur Verfügung. Bei der Unsicherheit der ganzen Entwicklung im besetzten Gebiet begann er sogar durch Neuanlagen und Erwerbungen an der Bergstraße neue Grundlagen für die Aufgaben der Domäne zu schaffen. So konnte Geh. Domänenrat Mayer auf eine lange segens reiche Tätigkeit für die hessische Landeskultur und Wirtschaft zurückblicken, als er am 1. April ds. Js. endgültig auch aus seiner kommissarischen Tätigkeit ausschied. Entstehung und Entwicklung der Fachlehranstalt in Oppenheim und der Hessischen staatlichen Domäne bleibt dauernd mit seinem, als dem Namen ihres Begründers verknüpft; ebenso die Geschichte des rheinhessischen Weinbaues, für den er in den Jahren schwersten Darniederliegens neue Grundlagen und Stützen geschaffen hat und dessen Erzeugnisse auch durch die Arbeit der Domäne weit über die Grenzen Deutschlands hinaus zu Ruf und Ansehen gelangt find. Diese Tatsachen sichern dem Namen Emmerich Mayer in der wissenschaftlichen und in der Fachwelt dauernde Bedeutung und den von ihm gebauten edelsten Kreszenzen der hessischen Staatsdomäne höchstes Ansehen. Die bisherige Spikenorganisation der deutschen Jägerei ist die Arbeitsgemeinschaft zwischen dem Allgemeinen Deutschen Jagdschutzverein und dem Preußischen Landesjagdverband. Da Jagdrecht jedoch Landesrecht ist und ein Reichsjagdgesetz leider noch nicht existiert, so war das Ausbreitungsgebiet dieser Spitzenorganisation bisher in verschiedener Beziehung etwas eingeschränkt. Nach ausführlichen Ueberlegungen und Beratun= gen wird nunmehr die Gründung des Reichsjagdverbandes dieser Tage in Dresden stattfinden. Wie aus dem Namen der zufünftigen Spitenorganisation hervorgeht, ist sie für das ganze Reich gedacht, setzt sich also nur aus den jagdlichen Spitzen der einzelnen Länder zusammen. Durch die Schaffung diefer Organisation werden sehr viele Disserenzen, die in jagdrechtlicher und jagdorganisatorischer Hinsicht bestehen, hoffentlich ausge= glichen. Der zukünftige Reichsjagdverband sieht seine Aufgabe vornehmlich in der Schaffung des Reichsjagdgesetzes, des Reichs- Die„ Kriegsgreuel" der deutschen Soldaten. jagdscheines, des Reichsjagdmuseums und in der Ausgleichung all der verschiedenen Landesjagdgesetze. Man wird in der Annahme nicht fehlgehen, daß dieser Reichsjagdverband die Vorstufe zu einer künstigen, halb staatlichen Interessenvertretung der gesamten deutschen Jägerei sein wird. St. Dem bedeutenden Fachmann, dem pflichttreuen, in seinem Fach stets fortschrittlich gesinnten Beamten und dem liebenswerten und tiefreligiösen Menschen ist dankbares Gedenken und aufrichtige Verehrung aller derer sicher, die ihm dienstlich und persönlich näher treten durften. R. i. p. Der amerikanische Journalist F. W. Wilson gibt im Februar 1922 in der ,, New- York Times" einige Berufsgeheimnisse preis. Das folgende Geschichtchen zeigt, mit welcher Selbstverständlichkeit die Lügenfabrik unserer Feinde gearbeitet hat: „ Zu Anfang des Krieges befand ich mich als Korrespondent der ,, Daily Mail" in Brüssel. Das Blatt verlangte GreuelGeheime Domänenrat í. R. Emmerich Maher. geschichten. Nun gab es zu jener Zeit teine Greueltaten, und Geheime Domänenrat i. R. Emmerich Mayer ist am 25. ds. Mts. im Alter von 73 Jahren nach längerem Leiden verschieden. Mit ihm ist einer der bedeutendsten Fachmänner auf dem Gebiet der Weinerzeugung dahingegangen. Das Land der alten Reben und Weinkultur, das sonnige Desterreich, war seine Heimat. Auf deutschen und ausländischen Hochschulen ( Hohenheim und Zürich) erwarb er sich seine allgemeine und fachwissenschaftliche Ausbildung, und in verschiedenen Stellun= gen in badischen und preußischen Weinbaugebieten praktische Kenntnisse in der Weinkultur. Im Jahre 1894 trat Emmerich Mayer in den hessischen Staatsdienst ein als Begründer und damit erster Direktor der Wein- und Obstbauschule Oppenheim. Er hat in dieser Stellung bis 1901 die Grundlagen für die spätere Entwicklung der heutigen Fachlehranstalt geschaffen, durch die schon ein großer Teil der hessischen weinbautreibenden Bevölkerung die notwendigen fachwissenschaftlichen und praktischen Kenntnisse vermittelt bekommen hat. Im Jahre 1901 übernahm E. Mayer auf Wunsch des Finanzministers Küchler die schwierige Aufgabe, aus nichts heraus eine hessische staatliche Weinbaudomäne zu begründen, durch die nach der Absicht der Regierung in der Zeit der schwersten Darniederliegens des rheinhessischen Weinbaues unter Erzeugung und Pflege nur naturreiner Weine das Vorbild einer mustergültigen Wirtschaft nach den fortschreitenden Kenntnissen der Wissenschaft und den Erfahrungen der Praxis vermittelt werden sollte. Mit unendlichen Sorgen und Mühen, aber auch mit den schönsten und allseitig anerkannten Erfolgen hat E. Mayer diese Aufgabe gelöst. Als Krönung des Werks erstrebte und erlebte E. Mayer die Errichtung der Zentralkellerei und der Verwaltungsgebäudes in Mainz, die er im Jahre 1910 in Betrieb nehmen konnte. Die Jahre bis zum Weltkrieg widmete E. Mayer in stiller, aber zielbewußter Arbeit dem inneren Ausbau, insbesondere auch den Vorarbeiten für eine planmäßige Bekämpfung der Reblaus. Der Unterbrechung dieser ruhigen Arbeiten durch den Weltfrieg mit besonders schwerer Wirtschaftsführung konnte E. Meyer den äußeren Abschluß im Ausbau der Domäne durch Jahre meiner Seminarzeit und bekam gleich- wir hatten ge- eine Mitteilung, mich zur sogenannten rade Sommerferien Kriegsnotprüfung am yten August im Seminar einzufinden. Schon tags zuvor kamen zwei Stúdienfreunde, und wir beratschlagten, was wir machen wollten, tamen jedoch zu keinem Entschluß. Ihre wie meine Eltern waren vorläufig dagegen, daß wir uns freiwillig meldeten. Von meinen Eltern eigentlich zu verstehen, denn sowohl mein Schwager und mein älterer Bruder( Lehrer) hatten bereits abrüden müssen. Mein jüngerer Bruder, dessen Unterricht bereits wieder begonnen hatte, war kurz entschlossen, ohne seine Angehörigen davon zu benachrich= tigen, nach Mainz gefahren und hatte sich bei den 117ern friegsfreiwillig gemeldet. Wir waren alle sehr erstaunt, als eines Tages eine Postkarte mit seiner neuen Adresse kam.( So hat er's noch öfters gemacht, wenn er z. B. verwundet war. Eines Tages tam, wenn man ihn noch im Lazarett wähnte, schon wieder Nachricht von der Front.) So fuhren wir drei Studienfreunde zunächst ins Seminar, um die Kriegsnotprüfung zu absolvieren. Einige Klassentame= raden hatten sich bereits kriegsfreiwillig gemeldet und zeigten uns stolz ihre Annahmepapiere. Und wie gerne wären wir ihrem Beispiel gefolgt. Doch uns galt der Eltern Wort noch mehr. Wir blieben mit noch ungefähr der Hälfte der Klassenkameraden zurück, mit Begeisterung die Kriegsereignisse verfolgend. Es kamen die Nachrichten von Siegen in Belgien und Frankreich. In dieser Begeisterung feierten wir den Fall von Brüssel und sangen morgens vor Beginn des Unterrichts festauf das Deutschlandlied. Da fam Magister Prof. M. zur Türe herein und fing nun an, uns eine Epistel zu lesen, wie wir so ein Lied singen könnten, die wir uns hier auf den Schulbänken herumdrückten, während andere Kameraden bereits beim Sang ich gab das zur Antwort. Da verlangte man Geschichten über Flüchtlinge. Gut, sagte ich, die Sache läßt sich machen, und ich brauche nicht abzureisen. Außerhalb Brüssels lag eine kleine Stadt, wo man gern zum Essen hinausfuhr, denn es gab dort ein ganz vorzügliches Diner. Ich hörte, daß die Hunnen auch dort gewesen waren, und da ich als selbstverständlich annahm, daß in jenem Ort auch ein Baby lebte, so schrieb ich eine herzzerreißende Geschichte über das Baby von Courbeck, das vor den hunnischen Mordbrennern aus den Flammen eines angezündeten Hauses gerettet wurde. Kurz darauf schrieb die Redaktion, ich möchte alles versuchen, um ihnen das Baby zu übersenden, denn sie hätten schon mehr als 5000 Briefe von Leuten erZugleich wurden halten, die das Kind adoptieren wollten. der ,, Daily Mail" große Mengen von Kinderkleidern und Kinderwäsche zugeschickt. Sogar die Königin Alexandra sandte ein Sympathie- Telegramm und Kinderkleidung. Nun, ich konnte unter den Umständen doch nicht zurückberichten, daß das betref= fende Baby nicht existiere. So machte ich mit dem die Flüchtlinge behandelnden belgischen Arzt ab, daß jenes Baby an einer äußerst ansteckenden Krankheit gestorben sei und ihm deshalb nicht einmal ein öffentliches Begräbnis habe gewährt werden können. Lady Northcliffe, die Frau des bekannten Zeitungsmagnaten, gründete dann mit Hilfe der eingegangenen Geldsummen, der Kleider und der Wäsche eine Babyhilfe." Als der Papst einen gewaltigen Protest versprach, falls auch nur ein Fall von verstümmelten Krankenpflegerinnen oder Kindern nachgewiesen werden könnte, gelang es nicht einmal einer mit Unterstützung des deutschfeindlichen Kardinals Mercier durchgeführten Untersuchung, einen einzigen Fall ausfindig zu machen. Man versteht, warum das Verlangen Deutschlands, alle ,, Schuld" fragen von einem neutralen Gericht nachprüfen zu lajsen, von den Feindbundstaaten abgelehnt wird. Verantwortlich: Paul Chrißian Klein in Gießen. dieses Liedes ihr Leben fürs Vaterland opferten. Das schlug bei uns 18jährigen Burschen doch dem Faß den Boden aus. Das fonnten wir uns bei unserer Ehre nicht bieten lassen. Nachdem wir dem Herrn Professor den Standpunkt gründlich klargemacht hatten er trat schleunigst den Rückzug damit an, daß er erklärte, er habe dies nicht so gemeint, wie wir es auffaßten und dergl. Ausreden-, beschlossen wir, nunmehr unseren Eltern die Sachlage zu schildern und uns nicht mehr von unserem Entschluß abhalten zu lassen, als Kriegsfreiwillige einzutreten. Es tostete für mich noch einen harten Kampf, hatten doch meine Eltern uns drei Buben unter manchen Entbehrungen studieren lassen und sollten uns alle drei nun fortziehen sehen, vielleicht auf Nimmerwiedersehen! Aber endlich gaben sie mir doch das ,, Jawort" und mein heißersehnter Wunsch sollte in Erfüllung gehen. Ich durfte mich als Kriegsfreiwilliger melden! Seelig's feinste Kaffee- 3ufas Essenz ist seit über 30 Jahren bekannt und beliebt. Bester Zufah zum Bohnenkaffee. Achten Sie beim Einkauf auf unsere Originalpakfungen m. d. Großmutter. Überall zu haben. Dose 45 Dfg. Großes Baker mit 125 Gramm Inhalt 35 Pfg. Samstag, den 1. September 1928. Gießener Zeitung 44 Nr. 69. Schutz- Marke M B Trinkt das gute Mainzer Aktien- Bier! 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